Occulta

Maekja van Ghosts, Isländer

Stute | Fuchsschecke

Maekja van Ghosts, Isländer
Occulta, 1 Jan. 2020
Snoopy und Zion gefällt das.
    • Occulta
      Alte Berichte:
      Ankommensbericht | 28. Februar 2014

      Heute kam erneut ein Fohlen aus der Zucht von meiner guten Freundin Lena an. Diesmal wurde sie gebracht und ich musste nicht lange warten bis die Dame, eine Mitarbeiterin vom Hof bei mir eintraf um die kleine Mækja abzuliefern. freundlich grüßte ich die Dame und unterhielt mich kurz mit ihr, ehe wir das Stütchen ausluden und in den Stall brachten, dort erkundete sie neugierig das Heim und war sich schnell bewusst, das sie es hier gut haben würde. Mit einem Lächeln verabschiedete ich mich von der Dame und machte mich an die restliche Hofarbeit.

      © Mohikanerin | 549 Zeichen

      Pflegebericht | 13. Mai 2014

      Früh stand ich auf und brachte zu aller erst die Fohlen auf die weide ehe ich flott damit begann die Ställe der Kleinen Racker zu misten und war erleichtert als dies erledigt war.
      Gegen Mittag holte ich nun die Fohlen von der Weide und schnappte mir zuerst Ártali & Bateau, ehe ich sie zum Putzplatz führte und fest band. Dann begann ich Ártali zu striegeln, die Hufe zu säubern und die Mähne zu kämmen, ehe ich das gleiche bei Bateau tat und die beiden kleinen dann in ihre Boxen brachte.
      Dann holte ich Don & Joker's Jackpot von der Weide und führte sie zum Putzplatz wo ich flott begann Don zu striegeln, das Langhaar zu kämmen und die Hufe zu säubern. Dann kümmerte ich mich um Joker und striegelte sein Fell, kämmte seine Mähne und säuberte seine Hufe gründlich. Schon waren sie sauber und ich brachte sie in ihre frisch gemisteten Boxen.
      Dann schnappte ich mir Mækja & Rando, führte sie zum Putzplatz, band sie fest und begann mit Mækjas Fellpflege. Dann kämmte ich ihr wildes Langhaar, säuberte ihre Hufe und war fertig mit dem Fuchsschecken. Dann begann ich Randos Fell zu striegeln, seine Hufe zu säubern und sein Langhaar zu kämmen. Schon waren de beiden fertig und ich brachte sie in ihre Boxen.
      Nun hörte ich einen Wagen auf dem Hof rollen, es war Zasa, lächelnd grüßte ich die Dame und half ihr beim ausladen von Before the Dawn. Schnell war alles getan und die Stute stand in ihrer neuen Box.

      © Snoopy | 1407 Zeichen

      Ausbau der Gangpferdeherde | 28. Juni 2014

      Immer tiefer und tiefer tauchte ich in die Isländerszene ein. Einerseits durch Turniere, aber andererseits auch über den Kontakt mit Svartur und Vina. Und immer wieder landete ich letztendlich bei einer Zucht – den „van Ghosts“ von Vina!
      Diese Pferde gefallen mir einfach super und entsprechen genau meinem Idealbild eines Gangpferdes.

      So kam es, dass ich durch zufall einen tollen Aegidienbergerhengst von den van Ghosts zum Verkauf sah. Da ich solch ein besonderes Pferd gerne in meinem Besitzt hätte und noch einen Hengstanwärter für die Turniersaison suchte, zögerte ich nicht lange und schaute mir den Hengst an. Högni überzeugte mich sofort! Einerseits durch seine tolle Farben und die blauen Augen, welche einem direkt in die Seele zu blicken scheinen, andererseits aber auch durch seinen – mal wieder – nicht ganz so einfachen Charakter. Seine Ganganlagen waren hervorragend. Ich suchte einen Ausbilder, der Högni nun im Tölt weiterbringen würde …glücklicherweise ging es Vina nach ihrem Unfall besser, sodass sie sich – zu meiner Freude – bereiterklärte, ihren ehemaligen Hengst zu trainieren. Er verbrachte dort einige Wochen und ich wurde von Vina immer wieder über seine Fortschritte informiert.
      Dann war der Tag seiner Abholung da. Vina bat mich, einen Tag vorher vorbei zu kommen, damit sie mir noch ein paar Unterrichtsstunden zum Umgang und Training mit Högni geben konnte. Das fand ich richtig gut, denn hier benötigte ich auf jeden Fall noch Unterstützung.

      Natürlich sah ich mich auch auf dem Gestüt um und ich landete irgendwie immer wieder bei demselben Pferd: Hikandi – einem wunderschönen Isländerrappschecken. Dies blieb natürlich nicht unbemerkt und so teilte mir Thor mit, dass der gekörte Hengst ebenfalls einen neuen Wirkungskreis suchte. Er kam zwar nicht aus ihrer Zucht, wurde aber bisher in eben dieser eingesetzt und passt daher auch gut in meine Pläne. Die Nacht vor der Abfahrt schlief ich nicht gut, da ich die ganze Zeit nachdenken musste. Am nächsten Morgen hatte ich noch eine Reitstunde mit Högni, die wirklich gut verlief. Anschließend lud ich meinen Hengst in den Hänger. Doch er fuhr nicht alleine, im Hänger wartete bereits Hikandi auf ihn. Ich hatte mich entschieden, den wunderbaren Hengst mitzunehmen. Letztendlich war es von Anfang an Liebe auf den ersten Blick…

      Zuhause angekommen staunte Timo nicht schlecht, als ich mit dem Hänger vorfuhr. Grinsend begrüßte er mich: „Ein Pferd wegbringen und zwei wieder mitbringen? Funktioniert das auch mit unserem Geld?“ „Hm, leider nein, da wird es wohl zurzeit genau anders herum sein“, antwortet ich verlegen. Wir luden die Hengste aus und brachten sie zusammen auf den Paddock. Beide kannten sich ja bereits und kamen gut miteinander aus. „Da hast du aber wirklich ein hübsches Exemplar gefunden!“ sagte Timo. „Mal sehen, ob wir sie irgendwann mit Possy zusammenstellen können. Högni ist manchmal sehr frech, aber frisst lieber alleine – das könnte also klappen“, erklärte ich. Högni erkundete derweil neugierig die Umgebung, Hikandi hingegen lief nervös herum. Dass er das tun würde, hatte Vina schon gesagt. Nach ein paar Tagen würde es sich bestimmt legen.

      Da ich nun schon einige Gangpferde auf dem Hof hatte, und Timo über eine Quarterzucht nachdachte, reiften die Pläne der Hoferweiterung. Wir konnten noch weitere Weiden pachten oder kaufen und wir ließen uns Angebote zum Bau einer Reithalle schicken. Während meines Aufenthalts mit Possy in Canada, wo wir einen Bodenarbeitskurs besuchten, hatte Timo zu Hause bereits fleißig gewerkelt und es waren weitere Boxen im Stalltrakt entstanden. Darunter auch große, videoüberwachte Abfohlboxen. Stolz führte er mich durch die neue Stallgasse. Insgesamt hatten wir nun 5 große Boxen zur Verfügung. Das würde für kranke und tragende Pferde reichen. Ansonsten standen unsere Herden in Robusthaltung ganzjährig draußen.

      Durch Zufall sah ich ein paar Tage später eine Verkaufsanzeige „Islandstute mit interessanter Farbe und sehr gutem Gangvermögen sucht neues Zuhause“. Als ich das Angebot anklickte, sah ich, dass es sich hier um ein Fohlen der „Van Ghosts“ handelte. Schnell vereinbarte ich einen Besuchstermin und sah mir das Stütchen an. Maekja überzeugte durch ihre tolle Farbe und vor allem durch ihr Gangvermögen, welches sie im Freilauf auf dem Reitplatz zeigte. Ich musste nicht lange überlegen und auch Timo stimmte sofort zu. Die Papiere wurden unterschrieben, das Geld übergeben und so fuhr die Fuchsstute mit uns nach Hause.
      Auf dem Hof angekommen luden wir sie aus und stellten sie über Nacht erst einmal in eine Box.

      Am nächsten Morgen brachte ich sie zu den anderen Fohlen auf die Weide. Mökkur hielt sich natürlich im Hintergrund und beobachtet die Situation argwöhnisch. Aesi und Lunara kamen beide sofort freundlich angelaufen. Maekja zögerte zunächst, entschied sich aber dann anders und brauste imposant los. Die Drei tollten im Galopp über die Weide, hier und da flog ein Huf, aber alles lief sehr friedlich ab. Währenddessen kontrollierte ich das Wasserfass und den Weidezaun. Als die Stuten nach ein paar Minuten mit dem Grasen begannen, traute sich auch mein kleiner Angsthase herbei und beschnupperte Maekja vorsichtig. Maekja war jedoch sehr verträglich und so hatte sich das Quartett sehr schnell beruhigt. Ich nahm die Wurzelbürste zur Hand und putzte nacheinander alle Fohlen, um eventuelle Verletzungen feststellen zu können. Ebenfalls warf ich noch einen Blick auf die Hufe, hier würde ich bald mal mit den ersten Hufschmiedbehandlungen anfangen müssen.
      „Na das hat ja super geklappt!“, dachte ich, während ich mich auf den Rückweg zur Ranch machte. Ich war gespannt, was die Stute im Laufe der nächsten Jahre so zeigen würde.

      © Snoopy | 5704 Zeichen

      Tierarzt | August 2014

      Das nächste Pferd das ich heute chippen und Impfen sollte war Mækja. Die hübsche kleine Stute versteckte sich hinter Jessica und lugte ein wenig ängstlich zwischen ihren Beinen durch. Hier war erstmal Vertrauen fassen angebracht. Ich lockte sie mit einem Leckerli zu mir, und streichelte sie liebevoll. Sie schien das zu genießen, denn sie schmiegte sich an mich, wobei ich sie genauer unter die Lupe nehmen konnte.
      Die kleine Stute war gesund und munter. Augen und Nüstern ohne Ausfluss, gut genährt und glänzendes Fell und die Beine waren auch in Ordnung, soweit ich das beurteilen konnte. Mækja war wohl etwas kitzelig an den Beinen, denn weder ich noch Jessica konnten sie dazu überreden, stehen zu bleiben. Ständig tänzelte sie herum und auch wenn sie sich an den Beinen anfassen ließ, so war es auch ziemlich kurz, was mir das überprüfen der Gelenke erschwerte. Doch schließlich war auch das geschafft und aus neugierigen Augen blickte die junge Stute mich an und fragte sich wohl was als nächstes kommen würde. Da sie schon wieder begann herum zu tänzeln, bestach ich sie mit einem weiteren Leckerli und impfte sie, während sie abgelenkt war. Ein weiteres Leckerli schleuste die Paste für die Wurmkur in ihren Mund. Nun stand sie da und wartete auf das was noch kommen würde. Interessiert verfolgte sie jede meiner Bewegungen und wartete wohl auf eine weitere Leckerei. Doch dieses Mal enttäuschte ich sie, denn nachdem ich sie einfach so ohne weiteren Bestechungsversuch chippte, da sie so ruhig dastand, drehte sie sich von mir weg und ließ sich auch nicht mehr von mir anfassen. Ich legte ihr noch zum Abschied ein Leckerli hin, bevor ich aufstand und mich von Jessica verabschiedete. Schließlich sollte mich die junge Stute in guter Erinnerung behalten.

      © SopherlMacaulay | 1764 Zeichen

      Pflegebericht | 11. November 2014

      Heute nahm ich mir endlich noch einmal Zeit für meine Fohlen. Seit ein paar Wochen standen sie näher am Hof,in einem Sandpaddock mit einigen Spielzeugen. Ich schnappte mir das Putzzeug und ein Fohlenhalfter und ging zu den Fohlen. Maekja kam mir bereits neugierg entgegen, sodas ich beschloss, mit ihr anzufangen.

      Vorsichtig streifte ich ihr das Fohlenhalfter über. Das hatten wir bereits öfters geübt, sodass sie nur kurz zurück zuckte und dann doch ihren Kopf hindurch steckte. Ich lobte sie kräftig und gab ihr ein Leckerli, während ich den Karabiner schloss. Dann nahm ich eine Bürste aus der Box und putzte den groben Dreck herunter. Maekja genoss die Massage sehr. Anschließend kontrollierte ich noch ihre Hufe - hier müsste ich wohl bald einmal etwas raspeln.
      Dann hakte ich einen Strick ins Halfter ein und übte ein paar Meter das Gehen am Strick. Da mir das Fohlen neugierig folgte, beendete ich diese Übung recht zügig, lobte sie noch einmal kräftig und nahm ihr vorsichtig das Halfter ab.

      Während meiner Übungseinheit weckte ich natürlich auch die Neugierde der anderen Fohlen.
      Hrafn hielt sich jedoch wie immer etwas im Hintergrund. Behutsam ging ich auf ihn zu. Bald würde es Zeit sein, ihn zusammen mit Mökkur von den Stuten zu trennen. Vorsichig schnupperte der kleine bunte Hengst an meiner ausgestreckten Hand. Langsam begann ich damit, ihm das Halfter anzuziehen, während ich mit sanfter Stimme mit ihm sprach. Da er länger nicht geübt hatte, fand er das Halfter zunächst umheimlich, sodass ich die Schnall erst einmal offen ließ. Auch ihn putzte ich schnell mit einer groben Bürste. Anschließend nahm ich den Hufkratzer und kratzte seine Hufe aus. Das hatten wir bereits trainiert. Die Hufe waren in gutem Zustand. Nach ein paar Streicheleinheiten entspannte sich der Hengst sichtlich. Leider hatte ich keine Zeit mehr, sodass ich ihm das Halfter wieder auszog und ihm noch ein Leckerli zusteckte, bevor ich meine Sachen zusammen packte.

      Dann knuddelte ich schnell die übrigen Fohlen und ging zurück zum Stallgebäude.

      © Rasha | 2040 Zeichen

      Pflegebericht | Januar 2015

      Es war bereits Abend und Timo bereitet gerade im Stall alles für die letzte Fütterung vor. Doch ich hatte mir vorgenommen, heute wenigstens noch einmal kurz etwas mit Maekja zu machen. Die junge Stute brauchte etwas Abwechslung und heute sollte sie einmal die Halle kennen lernen. Ich nahm ihr Halfter aus dem Schrank und schaltete das Licht am Fohlenpaddock ein.

      In freudiger Erwartung auf das Futter kamen die Fohlen auf mich zu, als ich das Tor öffnete. "Tut mir leid, Kinder, Timo kommt erst gleich", sagte ich, während ich zu Maekja ging. Sie war bereits halfterführig und daher war es kein Problem, ihr das Halfter anzulegen und sie aus dem Paddock zu führen. Am Putzplatz bürstete ich den Dreck aus ihrem Fell. Dann löste ich den Knoten im Strick und führte die junge Stute in Richtung Halle. Als wir zur Türe kamen, prustete sie aufgeregt und tänzelte neben mir her.

      "Ruhig, es passiert nichts", beruhigte ich sie. Ich gab ihr genug Zeit, sich alles in Ruhe anzusehen. Erst als sie wieder ruhig neben mir stand, öffnete ich die Türe und trat ein. Auch hier schaute sich Maekja aufgeregt um. Zunächst blieb ich ein wenig mit ihr stehen, doch dann führte ich sie im Schritt umher.

      Nach einiger Zeit wurde sie wieder gelassener, sodass ich mit ihr ein wenig joggte, damit sie traben musste. Als sie nicht mehr guckig umher lief, hielt ich bei X an und öffnete den Haken vom Strick. Neugierig schaute sich die Stute die Halle noch einmal in Ruhe an, um dann mit großer Freude einen großen Bocksprung hinzulegen. Anschließend raste sie noch ein paar Runden umher, bevor ich sie wieder zu mir lockte.

      Ich befestigte den Strick wieder am Halfter, verließ mit ihr die Halle und legte ihr - da sie nun etwas geschwitzt war - am Putzplatz eine Abschwitzdecke auf, bevor ich sie zurück zu den anderen Jungpferden brachte.
      Diese mümmelten bereits das Heu, welches Timo ihnen gebracht hatte.
      Mit großen Schritten lief Maekja zur Raufe und machte sich, wenn auch etwas unfreundlich, den Weg frei - naja, sie war nun mal eben ranghöher.

      Ich sah ihr noch ein wenig zu, bevor ich mich auf den Weg zurück in den Stall machte.

      © Rasha | 2120 Zeichen

      Ankommensbericht | Februar 2015

      Heute kam wieder Neuzuwachs eher gesagt eine alt bekannte Stute. Sie war eines meiner Wunschfohlen bei der Zucht von Mohikaniern. Damals hatte ich sie verkauft, aber gebeten mir Bescheid zu geben wenn sie wieder verkauft wird. Siehe da, so war das nun auch und die kleine Ghosts-Dame kehrte auf die Kanaskins Rêver Ranch zurück. Also wartete ich auf Rasha und bereitete die Box für die Jungsute vor. Nicht lange dauerte es und die Stute wa wieder auf der Kanakins Ranch. Lächelnd empfing ich die beiden und half Rasha beim ausladen, ehe wir uns verabschiedeten und ich Maekja wieder in ihre Box tat. Sie stupste mich glücklich an und prustete mir liebevoll entgegen. Ja sie erkannte mich wieder.

      © Snoopy | 659 Zeichen

      Pflegebericht | Mai 2015

      Heute waren meine kleinsten vom Hof dran, anders gesagt die privaten Fohlen. Also schnappte ich mir meine Charity und begann ihr Fell zu striegeln, welches ganz schön dreckig war. Es dauerte nicht lang und ihr Fell glänzte wieder und hatte ihr Babyweiches Fell wieder. Dann machte ich weiter mit ihren Hufen und säuberte diese gründlich. Das letzte was ich machte war ihr kurzes Langhaar kämmen, bis es durch war. Dann brachte sie auf die Weide und holte mir das nächste Fohlen, nämlich den Sohn meiner Devil, namens Light Up Hell. Der kleine Bursche blickte neugierig durch die Stallgasse und betrachtete interessiert alle meine Bewegungen, als ich mir dem Striegel holte und sein Fell säuberte. Als dieses wieder in seiner seltenen Farbe glänzte, machte ich weiter mit den hufen. Der Kleine Kerl hob mittlerweile ganz brav seine kleinen Hufe, weshalb ich diese ganz sauber machte und ein wenig mit Huffett pflegte, da er leicht brüchige Hufe bekommen hat in den letzen Tagen. Dann machte ich sein Langhaar, welches ziemlich fitzig war und eine Weile brauchte bis es durch war. Als es soweit war, machte ich seine Putzhilfen weg und brachte den kleinen hell auf die Weide, ehe ich mir das nächste Fohlen holte, Maekja die gescheckte Fuchsstute. Die Kleine war bis über beide Ohren verdreckt, weswegen ich sie erstmal gründlich striegelte und mit der Kardätsche säuberte. Dann entfernte ich die leichten Grasflecken im weißen Fell und säuberte ihren fast sauberen Hufe mit der Hufbürste und entfernte kleine Steine. Dann kämmte ich ihr langes Langhaar und brachte sie ebenso auf die Weide wie die anderen. Dann schnappte ich mir den jungen Mixhengst Mash'al, der etwas nervös auf der Stelle tänzelte, da es draußen leicht gewitterte. Ich kümmerte mich um den kleinen erstmal, indem ich ihn beruhigte. Dann striegelte ich vorsichtig über sein dunkles Fell und entfernte große Dreckflecken, die leichter raus gingen als Grasflecken, was mich ziemlich wunderte. Aber naja solange er sauber wurde und sich auf der Weide nicht gleich wieder volldreckte, passte das schon. Also säuberte ich seine Hufe und kämmte sein Langhaar, bis alles passte und brachte ihn dann zu den anderen auf die Weide.
      Schon konnte ich weiter machen mit dem Stall ausmisten, manchmal dacht ich mir wirklich , wie die Fohlen es schaffen so viel zu Kacken und ihre Boxen so dreckig zu machen. Es dauerte länger als geplant, aber was solls, ich machte mir die längere Arbeit gerne mal. Als alles Boxen wieder sauber waren, schnappte ich mir die Fohlen, wo ich Hilfe brauchte von Maxi, da sie alle kreuz und quer rannten. Als alle eingefangen waren, standen sie endlich in den Boxen, glücklicherweise sogar mal sauber.

      © Snoopy | 2686 Zeichen

      Pflegebericht | September 2015

      Mein Weg führte mich total müde in den Stall zu meinen Nachwuchspferden. Noch komplett verschlafen streckte ich mich ein paar Mal und gähnte dann. Als erste holte ich Aurora aus ihrer Box und brachte sie auf die Weide. Ihr folgten Colonel’s Charity und Felisha. Die drei Fohlen begann sofort ausgelassen zu spielen und ich sah ihnen kurz zu. Dann ging ich wieder in den Stall und holte Laila Nahara und Maekja aus den Boxen. Entspannt lief ich neben ihnen her und stellte sie dann zu den anderen. Sie stiegen sofort in das Spiel der anderen Stuten ein und ich konnte ohne Bedenken die anderen beiden Stuten, Miss Roxana und Parwaaneh, holen. Nachdem die Stuten auf ihrer Koppel waren ging es an die heranwachsenden Hengste. Der erste von ihnen war Salvatore Casimiro. Er folgte brav zu den Weiden und ich konnte mich schnell daran machen die anderen beiden Hengste zu holen. Fantasio folgte mir auch lieb. Bei meinem letzten Weg mit Light up Hell hatte ich schon mehr zu tuen. Der Junghengst tänzelte immer wieder neben mir und versuchte seinen Kopf in die Luft zu werfen. Ich ging wieder in den Stall und machte dann die Boxen sauber. Als dies erledigt war streute ich sie wieder ein. Leider ließ es meine Zeit heute nicht zu mich mit allen einzeln und intensiv zu beschäftigen also musste ich mir jetzt nochmal einen groben Zeitplan machen. Ich wollte ein bisschen Bodenarbeit mit meinen Hengstenfohlen machen und Hängertraining mit ein paar der kleinen Stuten. Dafür musste ich den Hänger nur einmal aufbauen, was zwar auch schon lange dauern würde aber sein musste. Zudem war es von der Zeit am Besten machbar. Ich holte also Salvatore Casimiro von der Koppel und ging mit ihm in den Stall. In Ruhe putzte ich das Fell des Mischlings. Dann ging ich mit ihm auf den Platz und lief dort ein paar Runden mit ihm. Er folgte mir brav und ich lobte ihn ausgiebig. Ich trabte den Hengst an meiner Hand an und als er dies auch lieb mitmachte lobte ich ihn ausgiebig. Ich ging auf dem Zirkel mit ihm und blieb schließlich mit ihm stehen. Wir trainierten noch ein bisschen und dann brachte ich ihn wieder zu den anderen auf die Weide. Ich holte Light up Hell von der Weide und putzte den wiederwilligen Vollblüter dann. Mit ihm ging ich die gleichen Übungen durch wie auch bei Casimiro. Hierbei machte er nicht so gut mit wie der kleine Ponyhengst sondern warf immer wieder den Kopf nach oben, trat nach hinten aus und versuchte zu steigen. Ich beruhigte ihn und zog die Übungen trotzdem konsequent durch. Ich brachte ihn wieder auf die Weide und holte von dieser auch gleich Fantasio. Sein Fell machte mir bei sauber machen mehr Schwierigkeiten, da ich die gelben Flecken nicht aus seinem weißen Fell brachte. Ich lobte ihn danach und ging mit dem Hengst auf den Platz. Die Übungen gingen bei ihm auch wieder leichter und wir hatten sie schneller durch wie ich eigentlich geplant hatte. Ich brachte ihn wieder auf die Weide und ging zurück zum Stall. Ich stellte den Hänger auf den Platz und lief dann wieder zur Koppel. Von dieser holte ich als erste Miss Roxana. Ich putzte die Rappstute und ging dann mit ihr auf den Platz. Dort ließ ich sie zuerst den Hänger beschnuppern und ging dann ganz ruhig mit ihr auf diesen zu. Neugierig ging die Stute auf diesen zu und folgte mir auch brav in diesen. Ich wiederholte dies ein paar Mal und brachte sie dann wieder auf die Weide. Die gleiche Übung machte ich auch mit Maekja und Felisha. Die beiden Stuten machten auch brav mit und ich brachte sie wieder auf die Weide. Bevor ich wieder weiter machen wollte, ging ich in den Stall. Dort richtete ich das Heu und Kraftfutter für die Jungpferde. Ich überprüfte hier bei ob alle Tränken sauber waren und gingen. Nachdem dies der Fall war, ging ich wieder auf die Weide. Ich holte Aurora und ging mit ihr in den Stall. Ich putzte die Stute und ging dann mit ihr auf den Platz. Auch sie ließ ich zuerst den Hänger beschnuppern und führte sie dann ein paar Mal in diesen. Sie beäugte zwar die Umgebung und den Hänger immer wieder ein bisschen Misstrauisch. Ich ging mit ihr wieder in den Stall und brachte sie in die Box. Ruhig begann sie ihr Futter zu fressen und ich holte die restlichen Pferde von der Weide. Auch diese fraßen zügig ihr Futter auf. Immer wieder sah ich auf meine Uhr. Bald musste ich im Stall aufhören, da mir die Zeit sonst später wieder ausging. Ich holte die Hengstfohlen noch von der Weide und war somit eigentlich fertig. Ich kehrte nur noch schnell die Stallgasse und fuhr schließlich den Hänger wieder an seinen alten Platz. Ein letztes Mal ging ich in den Stall und schaute, ob bei den Fohlen alles in Ordnung war. Nachdem dies so war, räumte ich die Stallgasse noch fertig auf. Ich hatte ein paar Putzboxen vergessen aufzuräumen beim Kehren. Man merkte, dass ich gedanklich bereits bei meinem späteren Treffen war. Als ich damit fertig war verließ ich meine Stall und ging mich fertig machen.

      © Friese | 4906 Zeichen

      Ankunft von Maekja van Ghosts | November 2015

      “Abby? Ist der Offenstall der Fohlen gefüttert und gesäubert?“, fragte ich Abby und sah sie nachdenklich an. Mein Blick wanderte auf die Uhr an meinem linken Handgelenk. So langsam müsste meine neue Isländerstute mal ankommen. Ausgemacht war, dass sie um 11 AM hier sein sollte, sodass sie sich noch eingewöhnen konnte bevor ich meine Pferde Verladefertig machen musste, da wir auf Turniere wollten heute. „Ja gesäubert, gefüttert und Wolfs Bane glänzt auch schon so richtig“ lächelte sie. „Auf wen wartest du denn?“, frug sie mich dann und ich sah sie nur kurz an. „Wir bekommen ein neues Jungpferd...hehe“, lachte ich kurz hysterisch aus. „Du meinst es kommen noch mehr Pferde?“ „Ja“, lächelte ich noch ein einmal ehe ich kehrt machte und kurz ins Reiterstübchen ging um einen Kaffee zu trinken. Bis ich einen Anruf bekam, bei dem raus kam das Mækja nun schon da war. Ich seufzte auf als ich den Roten Hörer drückte und mich wieder zum Hofeingang machte, wo der Fahrer schon die Fuchsscheckstute in der Hand hielt und mir sie entgegen brachte. Ich gab ihm noch sein Fahrtgeld und führte Mækja zu den anderen Jungstuten. Skeptisch und auch ängstlich zeigte sie sich gegenüber den anderen Stuten . Ich redete kurz beruhigend auf sie ein, dann ließ ich sie aber alleine und schaute später noch einmal nach ihnen.

      © SosoX3 | 1311 Zeichen
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      Tierarzt | November 2015

      Für mich ging es heute direkt nach dem Frühstück mal wieder auf das Gestüt Briar Cliff. Seit einigen Tagen besaß Rachel eine neue Stute, sie hörte auf den Namen Maekja Van Ghosts und war eine reinrassige Isländerstute mit netter Abstammung. Rachel erwartete mich bereits vor dem Stall und nach einer kurzen Begrüßung machten wir uns auch schon auf den Weg zu der vierjährigen Maekja. Anscheinend hatte sie sich schon bestens eingelebt, denn sie stand zufrieden Heu mümmelnd in ihrer Box und musterte uns neugierig, als wir zu ihr herantraten.
      "Sie ist manchmal etwas ängstlich. Ich weiß also nicht wirklich, wie sie auf den Tierarzt reagiert", warnte mich Rachel vor, doch ich winkte beruhigend ab - wir würden das schon hinbekommen. Erst einmal sollte mir Rachel die Stute im Schritt und Trab die Stallgasse entlang führen, damit ich mir ein Bild von ihren Gängen machen konnte. Danach ging es für uns drei an den Putzplatz. Dort kontrollierte ich den Pupillenreflex der Stute und warf einen Blick in ihr Maul. Danach hörte ich die Stute kurz ab, ehe ich mich noch ihre Wirbelsäule entlang tastete.
      Alles war in bester Ordnung und dementsprechend konnten wir auch mit der restlichen Untersuchung weitermachen. Als nächstes stand das Röntgen an. Ich holte das mobile Röntgengerät und mit der Hilfe von Rachel machte ich Aufnahmen der wichtigsten Körperpartien. Nachdem die Bilder dann im Kasten waren, räumte ich alles wieder weg und bereitete Maekja auf den unangenehmsten Teil vor.
      Der begann mit dem Blutabnehmen. Das gefiel Maekja schon einmal gar nicht, aber sie hielt tapfer still. Danach wurde die junge Stute direkt gechippt und so auch registriert. Abschließend gab es insgesamt vier Impfungen für sie: Influenza, Tetanus, Herpes und Tollwut. Letztere tat am meisten weh, aber dann hatte es die Stute auch schon geschafft. Nun gab es nur noch die Wurmkur zum Schlucken und schon waren wir hier fertig. Maekja erhielt von mir ein Leckerli als Belohnung, damit sie mich in guter Erinnerung behielt und dann verabschiedete ich mich auch schon von ihr.
      Rachel versprach ich, dass sie heute Abend noch die Ergebnisse aus dem Labor erhalten würde und genau zu diesem machte ich mich jetzt auf den Weg.

      Ergebnis Röntgenuntersuchung:
      Maekja Van Ghosts lässt sich in die Röntgenklasse I-II einteilen. Es ließen sich keine Auffälligkeiten auf den Aufnahmen finden, dementsprechend ist alles im grünen Bereich. Natürlich sieht man, dass die Stute noch im Wachstum ist, aber auch diesbezüglich entwickelt sie sich wunderbar.

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      Hufschmied | November 2015

      Patrick kratzte sich ratlos am Kopf und überflog noch einmal die Straßenkarte. Vor ungefähr einer Stunde hatte sein Navi den Geist aufgegeben und er stand nun am Straßenrand, neben dem blauem Kleinlaster der Hufschmiede-Tänzelndes Pony und versuchte aus der fremden Umgebung schlau zu werden. Es sollte zum Gestüt Briar Cliff gehen. Doch wo zum Teufel sollte das sein?
      Ein Motorengeräusch lies ihn aufsehen und der junge Mann sah einen Wagen auf der Straße in seine Richtung fahren. Vorsichtig machte er auf sich aufmerksam und brachte den kleinen Golf zum halten. Kurz schilderte Patrick Sanders dem Fremden Mann am Steuer seine Situation und wie es der Zufall wollte, fuhr eben dieser in die selbe Richtung und an genau der Adresse vorbei zu der der Schmied wollte.
      Es ging um einen Auftrag den er heute noch erledigen wollte und wenn sein Navi nicht versagt hätte, wäre der wohl auch längst erledigt gewesen.
      Mit Hilfe des Fremden gelangte Patrick dann aber schnell an sein Ziel und hielt seinen Wagen vor einem großem Gebäude. Kaum das er den Motor abgestellt hatte kam auch schon eine Frau aus dem Stall.
      „Guten Tag, mein Name ist Patrick Sanders.“ stellte sich der Mann vor und klopfte lächelnd auf das Blech des Lasters neben ihm. „Sie hatten einen Schmied bestellt. Tut mir leid wenn ich etwas spät bin, aber mein Navigationsgerät hat mich sabotiert und ich war auf altmodische Wegführung angewiesen.“
      Die Frau lachte und gab dem Mann die ausgestreckte Hand. „Man ist in der heutigen Zeit einfach zu verwöhnt. Ich bin Rachel Wincox. Ich hoffe sie haben Zeit und Geduld mit gebracht?“
      Rachel erklärte dem Schmied in kurzen Zügen was er heute für einen Kunden hatte. Nach einem kleinem Gespräch trennten die Zwei sich kurz damit die Frau jene Stute holen konnte um die es ging und Patrick bereitete schon mal alles vor.
      Maekja Van Ghosts hieß die junge Isländerstute, welche zu ihm gebracht wurde und beäugte den fremden Mann mit den komischen Gerüchen recht misstrauisch. Rachel hatte ihm erzählt das die Kleine nicht wirklich viel vom männlichem Geschlecht auf zwei Beinen hielt. Das konnte ja heiter werden und er fragte sich, ob Malte das mit Absicht so eingefädelt hatte um ihn zu testen.... oder eins auszuwischen als `Strafe´ das er das letzte Bier am letztem Freitag getrunken hatte.
      „Nun denn, dann wollen wir mal anfangen.“ sagte er und begutachtete die Stute schon einmal vorweg, während er Rachel anwies das Tier doch bitte einmal herum zu führen, damit er sich ein Bild machen konnte. Es war schon Arbeit die ihn erwartete. Viel Erfahrung schien das Tier so noch nicht mit einem Schmied gemacht zu haben.
      Nach einigem Hin und Her auf dem Pferdelaufsteg, durfte Rachel Maekja am Anbindering fest machen. Und das schien auch gut so. Denn als er sich der Stute näherte wollte diese auch schon den Kopf nach ihm drehen und das Gebiss klappte geräuschvoll aufeinander. Nur der Strick hielt die Stute davon ab das er Bekanntschaft mit den Zähnen machte.
      „Ganz ruhig Kleine. Ich will dir nichts böses. Also ich beiße dich nicht und du mich nicht, einverstanden?“ Patrick strich dem Isländermädchen über den Hals und dem Mähnenkamm und diese schüttelte unwillig den Kopf. So ganz war sie wohl nicht seiner Meinung.
      Rachel entschuldigte sich kleinlaut für das Benehmen der Stute. Vorher genau sie das hatte konnte Patrick gerade nicht mehr verstehen, da er sich in diesem Moment nach dem ersten Vorderhuf bückte um diesen an zu heben.
      Wieder drehte Maekja den Kopf und wollte nach dem Schmied schnappen, doch der Strick verhinderte erneut das Schlimmste. Der junge Mann ignorierte dies jedoch einfach und machte sich daran sich mehr auf seine Arbeit zu konzentrieren. Die Hufe waren ein wenig lang geworden, so das er die Hornzange einsetzen musste. An jedem der Hufe knipste er nacheinander ein halbmondförmiges Stück vom Horn ab und feilte es anschließend gleich mit seiner Huffeile glatt und ebnete Unregelmäßigkeiten.
      Außer das er an den Hufen einiges herum schneiden und knipsen musste, fiel ihm sonst nichts besonderes auf. Es war ein schöner, harter Horn und von der Struktur her genau richtig. Später einmal könnte man sogar Eisen anbringen, wenn dies verlangt wurde, ohne den Huf unnötig damit zu belasten. Den Strahl schnitt Patrick auch gleich etwas mit frei und säuberte die Furche links und rechts davon. Die Sohle überprüfte er auch gleich und nickte zufrieden. Der Tragrand des Hufes war an allen Vieren relativ gleichmäßig abgenutzt, was auf ein sauberes Trag- und Laufbild hindeutete.
      Maekja hielt den Rest der Zeit in der ihre Hufe bearbeitet wurde recht still. Nur die Ohren hatte sie nach hinten gestellt und legte diese etwas mehr an wenn der Mann ihr für ihren Geschmack doch etwas zu nahe kam. Doch ohne ruppig zu werden blieb Patrick die ganze Arbeitszeit über ruhig und gelassen und strich der Stute immer wieder mal über den Körper. Der drohend gehobene Hinterhuf wurde mit einem Lächeln entgegen genommen und sonst soweit ignoriert.
      Am Ende seiner Arbeit holte Patrick wie immer eine Möhre aus seiner Schürzentasche und trat von der Seite an die Isländerstute heran, so das sie ihn nicht erwischen konnte sollte sie erneut nach ihm schnappen. Doch hier schien nun tatsächlich die Möhre interessanter zu sein, die dem Pferd vom Kopf her an die Lippen gehalten wurde, so das der Mann keine Gefahr lief, einen seiner Finger mit einzubüßen wenn es etwas zu stürmisch wurde.
      Lächelnd sah Patrick zu Rachel die ihm ihrerseits zufrieden zu nickte.
      Kurz unterhielten die Beiden sich noch, ehe Patrick der Frau die Hand reichte um sich zu verabschieden und dann seine Sachen zurück in den Kleinlaster verstaute. Seine Arbeit hier war nun getan und er konnte sich dem Feierabend zuwenden.

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      Pegaeae | März 2016

      "Pegaeae." Ich ging den Schriftzug auf dem neuen Boxenschild nach. Es fühlte sich gut an, die junge Stute gekauft zu haben. Der Hänger stand nun schon eine Weile auf dem Hof und das junge Ding wartete nur darauf ihr neues Zuhause zu erkunden. Denn genauso rumpelte es im Hänger, sodass ich mich auf den Weg machte um sie auszuladen. Es gestalte sich einfacher als gedacht die 2-Jährige Stute aus dem Transporter zu führen und ich war echt erstaunt, wie schnell ich sie ausgeladen hatte und sie erst einmal lobte und sie mir genau anschaute. Sie hatte feinere Gesichtszüge als ich auf dem Foto gesehen hatte.
      Zunächst einmal würde sie aber zu den anderen Fohlen auf die Weide kommen, beziehungsweise sie würde den ersten Tag erstmal nur mit meiner jungen Isländerstute Mækja auf die Weide kommen, ehe ich sie zu den anderen Fohlen lassen würde. Denn bevor etwas passiert hab ich sie lieber mit einem weiteren Fohlen zusammen auf der Weide und kann darauf achten das sie sich nicht umbringe, als das ich Mord und Totschlag auf der Wiese habe. Immer wieder schaute ich nach ein paar Stunden nach den beiden und am Abend brachte ich sie zusammen zu den anderen Fohlen.

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      Leben auf Briar Cliff! | Juni 2016

      Es tat mir leid um die Pferde, die ich im Moment verkaufte. Schließlich handelte es sich dabei nicht nur um eines oder zwei, es waren gar ein dutzend. Aber wo sollte ich auch hin mit ihnen. Ich wollte mich mehr um meine Zucht und meine Hufschmiede kümmern. Dazu kam noch hinzu, dass in der letzten Zeit vermehrt Veränderungen eintraten, welche mein Leben auf den Kopf stellten. Zum einen hatte ich mich noch dazu entschieden Barockpinto’s zu züchten, damit auch Rising Star ihr Potenzial an ihre Nachkommen weitergeben konnte und mich diese Rasse auch einfach bezauberte. Ihr Gang, ihr Aussehen und die Eigenschaften sprachen mich an. Und zum anderen kam meine Cousine Valerie zu uns aufs Gestüt für ein Auslandsjahr und ich hatte ihr gleich ein Pferd zugeteilt, nämlich Riverside, welcher ein junger, freundlicher Hengst war, in den sie sich sowieso direkt verliebt hatte als ich einen Rundgang mit ihr machte, bei dem ich ihr alles und jeden vorstellte. Sogar unsere meist besuchtesten Läden, damit sie wussten, dass ich sie geschickt hatte um Besorgungen anzustellen.

      Bereits vier Pferde hatten unser Gestüt allein aus meinem Besitz verlassen und auch Cooper reduzierte etwas. Manu und ich hatten wieder ein wenig Kontakt, doch eine Beziehung eingehen wollte ich mit ihm nicht mehr. Denn ich hatte nun Interesse an einem anderen Menschen. Lucas. Ein großgewachsener, gutaussehender junger Mann mit braunem Undercut und athletischem Körperbau. Bemuskelt aber eher athletisch als muskulös. Er kam aus Österreich und war wie ich, halb Albaner und so war Gastfreundschaft an erster Stelle. Ich kannte es noch von Zuhause bei Oma. Der Besuch lud sich selbst ein und ich konnte Kaffee kochen und die Gäste bedienen. Natürlich musste auch der ganze Kühlschrank präsentiert werden, ob die Gäste es aßen oder nicht, das war den Gastgebern egal. Typisch Oma halt…

      Ich schwelgte wieder in Erinnerungen, wie in letzter Zeit öfter. Mit 27° war es heute bei uns in Senneville recht warm und die Pferde verbrachten den ganzen Tag auf der Weide und wurden nur zum Dienst ihrer Freizeit beraubt.

      Es war noch früh am Morgen und ich stellte bis auf Calorro und Rising Star alle auf die Weide, denn die beiden standen momentan sowieso hauptsächlich auf der Weide, es sei denn es zog ein Gewitter auf. Doch für die nächsten Wochen war gutes Wetter gemeldet, also sah ich recht zuversichtlich in die Zukunft. Ich schaute bei den beiden kurz vorbei. Calorro sollte sich erst einmal nur an den Menschen gewöhnen und sich das Halfter überziehen lassen. Ich war froh, dass er nicht so aufmüpfig war, wie manch anderes Hengstfohlen. Mein Paradebeispiel dabei war der kleine Shettyhengst Rohdiamant. Der kleine Mann war jetzt bereits 2 Jahre alt und schaffte es verdammt oft aus zu brechen und die Umgebung unsicher zu machen. Ich musste ihn noch ein wenig besser erziehen, er durfte uns nicht in Mist reinreiten und Ärger in der Nachbarschaft machen. Ich schaute auf der Jungpferdeweide nach dem Rechten und gab ihnen neues Heu und auch das Wasser füllte ich nach. Wolfs Bane stand mit ihren sechs Jahren noch immer dabei und war ein ziemlicher Nachzügler im Gegensatz zu den meisten anderen Vollblütern, die bereits mit 2-3 Jahren angeritten wurden und schon ihrer Karriere als Rennpferd nachgehen durften. Bane verlor erst jetzt nach und nach ihr Babyface und reifte allmählich an. Ich hatte mit ihr schon das Anlongieren gemeistert und auch im Schritt konnte ich sie mittlerweile Problemlos longieren und über Stangen ging sie auch schon sicher. Dies war auch heute mein Hauptgedanke bei der Arbeit mit der Stute. Ich nahm mir ihr Halfter aus meinem Hummer und schnappte sie mir gleich, ehe ich sie zum Stall führte. Nächsten Monat würde sie in den Stalltrakt wechseln zu meinen anderen Stuten. Denn in näherer Zukunft stand bei ihr das Einreiten an, welches mir verdammt wichtig war, damit sie langsam in den Reitsport geführt wurde. Der heutige Plan mit ihr war longieren im Schritt und ein paar Übungen im Trab mit einzubauen. An Stangenarbeit hatte ich sie bisher in den schnelleren Gangarten nicht geführt, doch das sollte die nächste Stufe vor dem Galopp sein. Heute machte sie sehr gut mit und strengte sich gut an. Beim Schritt half ich ihr noch ein wenig unter zu treten und der Trab gestaltete sich noch als etwas holpriger als gedacht. Aber alles in allem verlief das Training mit ihr gut.

      Meine Pferdepflegerin Abby putzte derzeit Pegaeae, meine noch erst 2-Jährige KWPN-Stute, die Cooper mir zum Einzug geschenkt hatte. Sie war eine wahre Energiebombe und stand kaum still beim Putzen. Beim Spazieren gehen gab sie sich aber ruhig und neugierig und hielt sich an den von ihrer Bezugsperson angegebenen Abstand. Sie war sehr, sehr lernwillig versuchte aber öfter am Menschen zu knabbern, was wir unterbanden. Sie sollte sich das gar nicht erst angewöhnen. Mit ihr waren wir aber noch nicht so weit was die Erziehung betraf. Wir übten mit ihr am Fohlen ABC wo es nur langsam voranging, doch es haperte meist an Abby’s Konsequenz. Sie ging heute mit der Jungstute eine Runde Spazieren. Ich kam in der Zwischenzeit mit Wolfs Bane wieder zurück zur Weide und schnappte mir Rohdiamant. Der Schlingel hatte sich um gut 180° gedreht und wurde immer verspielter. Er blühte richtig auf mit Calorro, wobei Rising Star sich noch nicht so begeistert zeigte, wenn der Junghengst mit dem Fohlen rumtobte. Sie hatte momentan noch mit ihren Hormonen zu kämpfen, so schien es zumindest. An einem Tag war sie nett und schmusig und am nächsten Tag der Teufel in Person. Sie machte Nephilim schon fast Konkurrenz. Wobei er in letzter Zeit immer weniger seine Böse Seite zeigte und sich sehr gut unter dem Reiter machte. Im Moment war er auch unter dem Reiter sehr lernwillig und umgänglich und nicht teilweise das größte Arschloch der Welt. Rohdiamant ließ sich auch gleich aufhalftern und folgte mir auf Schritt und Tritt. Am Stall angekommen, band ich ihn an und putzte ihn ausgiebig. Er verlor noch immer sein Winterfell und ich könnte schwören, dass ich daraus einen Pullover stricken könnte. Er wurde von Monat zu Monat heller und man erkannte nun gleich, dass er ein Porzellanschecke wurde. Ich hatte den kleinen Racker gleich ins Herz geschlossen, als ich ihn zum Ersten Mal gesehen hatte. Beim Hufe geben fehlte uns noch ein wenig Übung aber auch hier wurde es von Tag zu Tag besser. Der Junghengst verstand unsere Aufforderungen immer besser und das Spazieren auf neuen Wegen, war nun keine Seltenheit mehr. Und auch heute ging er brav neben mir am Strick und hielt sich an mein Tempo ohne schneller zu werden. Hier und da hoppelten noch ein paar Kaninchen und wir trafen auch Rehe an, die er aber als uninteressant deklarierte. Mir gefiel seine Art immer mehr. Keine Spur mehr von dem scheuen Junghengst. Er kam sichtlich in die Pubertät.

      Als wir den Spaziergang beendet hatten, kam er wieder auf die Weide und ich füllte dort die Heuraufe und schaute nach ob die Tränken funktionierte und säuberte diese ein Wenig. Abmisten würde Abby heute Abend erst, denn die Hitze war unerträglich. Auch Maekja wurde langsam an die Aufgaben als Reitpferd gewöhnt und machte sich prächtig. Ab und an zeigte sie sich noch immer ängstlich, aber das würde sich bestimmt noch ändern, schließlich war sie erst 5 geworden dieses Jahr und hatte nur hier und da ein wenig Schrecktraining gemacht.

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      Pflegebericht | August 2016

      Bevor der Große Umzug nach Mazedonien in den neuen Stall anstand, wollte ich bei all meinen Pferden noch eine Kontrolle bezüglich der Hufe vollziehen. Die erste machte dabei Classic Gold. Ich hatte sie zusammen mit ihrem Stutfohlen Classic Spring gekauft, als sie noch tragend war von unserem Hengst Silberstern. Hätten wir gewusst, dass ihr Vorbesitzer keine tragende Stute samt Fohlen ernähren könnte, hätten wir sie so wohl nicht gedeckt, doch wir hatten uns nicht über den Zustand der Besitzer vergewissert. Allerdings war ich ihm nicht böse darüber, schließlich hatten wir nun eine Zuchtstute, die auch im Juni das Fohlen bei uns auf Chattahoochee Hills gebar und alles glatt lief.


      Es war noch früh am Morgen als ich Smetti auf der Couch ein wenig zur Seite schob und meinen Kakao trank. Ich versuchte mich so ruhig wie möglich zu verhalten um ihn nicht zu wecken, doch irgendwie schien es mir nicht zu gelingen, denn er wachte kurz nach meinem ersten Schluck auf. „Guten Morgen“, murmelte er verschlafen und streckte sich. Kurz darauf zog er mich rasch zu sich. „Eigentlich wollte ich dich nicht wecken“, lächelte ich ihn verschlafen an. „Das hast du auch gar nicht“, grinste er. Es war noch immer ungewohnt ihn ohne Brille zu sehen und auch, dass er mich zu sich gezogen hat fand ich etwas merkwürdig. Schließlich war er doch mit Fayenne zusammen. Oder war ich auf dem ältesten Stand?

      „Klar, du warst auch vorher schon wach“, sagte ich und fügte einen Ironischen Unterton bei. „Ich trink mal weiter meinen Kakao, ich fang schon mal an Classy die Hufe zu kontrollieren. Dann habe ich das für Mazedonien schon mal aus dem Kopf und wir haben nur noch den Tierarzt besuch vor uns.“ „Soll ich dir irgendwie helfen oder soll ich Classic Gold dann morgen reiten und heute nur kurz mit der Bodenarbeit versorgen?“ „Ja…mach das so wie du mir das grade gesagt hast, aber überlaste sie noch nicht. Classic Spring musst du ja auch mitnehmen, am besten machst du nur einen Spaziergang heute. Mit dem Reiten lassen wir es am besten auch bis Dezember, bis das Stutfohlen dann abgesetzt ist“, dachte ich laut nach und traf auf Zustimmung. Ich nahm noch die letzten Schlucke meines nun abgekühlten Kakaos und machte mich dann schon auf den Weg in die Schmiede. Sie hatte keine Hufeisen, also fielen diese weg und ich musste weniger zu den beiden mit mir herumschleppen. Ich nahm mein Hufmesser, meine Raspel, meine Feile und ein wenig Huföl mit zu den beiden, als ich in den Stall ging. Neugierige Köpfe schauten zu mir rüber und zeigten sich genauso desinteressiert wie schnell sie interessiert geschaut hatten. Classy und ihr Fohlen bewohnten zurzeit eine der größeren Boxen und verbrachten die Nacht immer drinnen im sicheren Stall. Man wusste nie, wann die Wölfe in Canada zuschlagen konnten und bei meinen jüngsten war mir die Sicherheit wesentlich wichtiger als die Freiheit.

      Ich nahm die beiden nach einer ordentlichen Begrüßung aus der Box und band Classic Gold an. Sie war noch ein wenig zickig, aber was gemacht werden musste, musste gemacht werden. Smetti sollte später vorbeischauen, denn sie war Männern gegenüber wohl noch sehr misstrauisch, aber ich wusste wie sensibel er mit meinen Tieren umging und überlegte mittlerweile ihm ein Pferd zu schenken. Er half mir schließlich die ganze Zeit mit meinen und war im Umgang echt geübt. Aber vielleicht hatte es auch Gründe, weshalb er sich selbst kein Tier zulegte. Classy war auch mir noch etwas unsicher gegenüber, gab mir aber sicher die Hufe. Auch wenn ihre Hufe in einem Optimalen Zustand waren, waren sie dennoch zu lang und mussten gezielt gekürzt werden. Links vorne hatte sie eine minimale Huffehlstellung die man aber in mehreren Etappen wieder richten könnte. Classy ließ mich auch ganz artig ihre Hufe richten, nur beim Korrigieren wurde sie ein wenig schwieriger als geplant. Grund dafür, war Classic Spring und ihr rumhampeln auf der Stallgasse. Ich konnte von Glück sprechen, dass Smetti gerade um die Ecke kam und das junge Stutfohlen im Zaum hing. „Danke sehr. Du bist ein Schatz“, lächelte und er warf mir ebenfalls ein Lächeln zu, ehe er seine Brille rasch säuberte. Er bespaßte das Fohlen und ich machte Classic Gold die Hufe ordentlich, was nun auch schneller von Statten ging als vorher mit dem hastig umherspringenden Falbfohlen, das uns in Schach hielt. „Das machst du super, Classy“, lobte ich sie und bat Smetti darum sie gerade vorzuführen. „Alles klar, Chef“, lachte er und band meine Zuchtstute ab und führte sie mir in der Stallgasse im Schritt und im Trab vor. Anfangs sehr schwer, da sie sehr misstrauisch gegenüber männlichen Wesen war, doch dann überwand sie sich ein wenig und folgte. Wahrscheinlich mehr aus Angst als aus Überzeugung. Dafür sollte ja gleich der Spaziergang sein, um das Vertrauen zwischen den beiden zu stärken, aber auch um Spring zu entladen, die wie ein Gummiball durch die Gegend sprang und neugierig zu den anderen Stuten an die Boxen ging und unterwürfig kaute. „Du kleines Monster du“, kicherte ich und lobte das Jungtier. „Classic Gold sieht gut aus. Classic Spring muss ja noch nicht zum Hufschmied“, lächelte ich. „Ich mach mich mal auf den Weg mit den beiden, könntest du mir noch gerade den Strick zu Classic Springs Halfter geben? So hol ich das kleine Biest nicht mit.“ Ich nickte lachend und sah mich kurz um als ich ihm dann den Strick von Deila gab. Sie hatte heute nämlich eh nur eine Pause vom Training und würde nur die Hufe gemacht bekommen. Sie blieb noch eine Zeit lang beschlagen, bis ich sie gekört sein würde, damit ich sie auf Turnieren und im Training besser im Springen und Military reiten konnte ehe sie in die Zucht kam. Aber das hatte noch Zeit, schließlich mussten wir noch ein wenig an ihren Unarten feilen, damit sie nicht mehr stieg und sich besser händeln ließ als jetzt im Moment. Denn so ging es nicht weiter. Entweder ich oder unsere Trainerin konnten sie noch führen und das übten wir jetzt schrittweise. Wenn sie brav lief, wurde sie gelobt. Ich ging zur Weide, auf denen meine Stuten noch ruhten und näherte mich meiner neuesten Stute. Candy hatte uns erst vor zwei Monaten erreicht und machte sich im Training erstaunlich gut. Das weiche Fell an der Schnauze fühlte sich so vertraut und so sanft an. Sie war zwar noch etwas misstrauisch, hatte sich aber schnell an uns und die Umgebung gewöhnt. Ich hoffte inständig das der Flug gut gehen würde und meine Pferde sich nicht allzu sehr anstellen würden. Das wir uns alle einleben mussten, war klar. Ebenso mussten sich die Pferde an das Klima gewöhnen welches dort herrschte. Im Sommer war es sehr warm und im Winter fror man selbst mit Pulli. Aber ich war es gewohnt. Ich kam schließlich aus dem Land und dem Ort. Ich kannte viele und ich wusste wie begehrt dort Arbeit war, also würden Stallburschen sich relativ schnell auffinden lassen. Ich würde mich demnächst nur noch auf die Pferdezucht konzentrieren und Smetti würde die Hufschmiede leiten. Es schien wohl sein Beruf zu sein.

      Ich führte Candypie in Richtung unserer Hufschmiede und band sie dort an. Nebenberuflich arbeitete Smetti momentan in einem Tommy Hilfiger Outlet, in dem er mit seinem Style sehr gut reinpasste. Candypie stand brav und ruhig da, bis ich meine Sachen zusammenpackte und mich neben ihr hinstellte um ihre Hufe zu säubern. Auf den ersten Blick sahen sie ganz okey aus, aber je mehr ich sie begutachtete, desto mehr sah ich zu bemängeln. Candypie hatte sehr sehr weiche Hufe, welche die Hufeisen nur mit Mühe trugen. Mir war es zu riskant sie mit den Hufeisen laufen zu lassen und so entschied ich mich für Hufschuhe. Candypie blieb ganz artig und brav stehen und ließ mich meine Arbeit machen ohne zu zucken. Ich schnitt ihr die Hufe nur minimal aus und raspelte dann ein wenig um die Form zu festigen. Das Feilen ging auch schnell von statten und ich konnte in aller Ruhe Hufschuhe in ihrer Größe suchen. „Irgendwo mussten die doch hier sein“, murmelte ich und kramte in diversen Kisten rum um verschiedene Modelle und Größen zu finden.

      „Hey du, rate mal wer wieder da ist“, schaute mir eine Grinsebacke durch das große Tor der Schmiede, welche mich gleich zum Lächeln animierte. „Mein liebster Arbeitskollege“, grinste ich und ging ein kleines Stück auf ihn zu. „Lief alles super. Erst war Classic Gold echt ängstlich und misstrauisch, fast schon biestig, als es um ihr Fohlen ging. Aber bis zum Ende hatte sie sich dann doch beruhigt.“ „Glück gehabt, hätte böse enden können. Vor allem, weil sie ja dank einem Vorbesitzer nicht gut auf Männer zu sprechen ist“, griff ich noch mal auf. Er nickte kurz und kramte dann in einer Kiste rum. „Das Modell müsste eigentlich Candypie passen, hat eine Stoßdämpfung und die Hufe können sich etwas erholen.“ „Ey, du hast verdammt gut gelernt, weißt du das“, lachte ich und klopfte ihm auf die Schulter. Obwohl er 2 Jahre älter als ich war, redete ich mit ihm wie mit einem Jüngeren. Wahrscheinlich einfach nur, weil ich seine Chefin war und autoritär wirken sollte. Er zog dem Schimmel die vier Hufschuhe an und es saß wirklich alles. Er hatte einfach ein Händchen dafür. „Wie sieht‘s eigentlich mal mit einem eigenen Pferd aus? Wäre das nicht was für dich?“, fragte ich zögerlich und blickte kurz zu ihm. Er kratzte sich etwas am Kopf und seufzte. „Weißt du Rachel, ich habe Angst dem Tier nicht gerecht zu werden. Besser ich kümmere mich bei dir um die Zuchtpferde und hab so eine Reitmöglichkeit, als dass ich eins hab, wo ich täglich hinterher muss und ihn selbst arbeiten muss oder sowas. Mir fällt das so einfacher“, sagte er und schien ein mulmiges Gefühl zu haben. „Schön okey, kannst dir auch gerne in ein bis zwei Monaten eins fest aussuchen und dann als Reitbeteiligung ohne Kostenbeteiligung nehmen. Würde mich sogar freuen“, grinste ich und lobte das Vollblut, das neben uns stand und löste den Strick vom Halfter. Candy lief noch sehr, sehr ungewohnt auf den Hufschuhen. Ihr Gang glich eher dem mit Transportgamaschen und brachte mich ein wenig mehr zum Lachen. Nach einigen Minuten ging sie ordentlicher und immer taktklarer, so wie wir es gewohnt waren. „Machst du grad Alinghi’s Hufe in der Schmiede und beschlägst sie mit normalen Hufeisen. Also im Prinzip das Ganze Paket? Sie wird die Saison noch laufen und nächste dann nur Trainiert werden von einem Trainer in Mazedonien“, erklärte ich noch kurz und ging mit Candypie einen kleinen Spaziergang um sie an die Hufschuhe zu gewöhnen. Obwohl sie noch nicht lange da war, blieb sie sehr ruhig mit viel Elan bei der Arbeit und Erfolgs Willen.

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      Nach unserem kleinen Spaziergang band ich sie vor der Box an. „Wir ziehen dir jetzt erst einmal die Dinger hier aus und dann kannst du ein bisschen auf die Weide.“ Ich zog ihr die Hufschuhe aus und band sie dann wieder ab. Ich fragte mich ob sie noch heller wurde, oder ihre paar Dapples bleiben würden, aber das war nun mal immer das Problem mit Schimmeltieren. Es war wie ein Überraschungsei. Candypie schaute noch ein wenig unsicher durch die Gegend, war aber nicht glotzig. Heute war einfach ein bisschen was los auf Chattahoochee Hills, da der Umzug bald Anstand und die Möbel allesamt schon rüber geflogen wurden. Mittlerweile war es auch schon 12 Uhr und ich würde nachdem Candypie auf der Weide stand, auf Smetti warten um mit ihm was zu essen. Mein Magen knurrte nämlich bereits schon. Ich machte mich auf dem Weg zum Wagen und wählte schon mal die Nummer. Ich hatte mich noch nicht in den Wagen gesetzt, da hatte ich ihn auch schon am Hörer. „Ich bin jetzt mit Alinghi fertig, sie hat mich einige Nerven gekostet, aber wir sind jetzt durch. Soll sie zu Deila auf die Weide oder zu wem soll ich sie stellen? Die Zicke meint mit mir auch grad den Affen zu machen und tänzelt rum…“ – „Stell sie zu Deila und Candypie. Bonbone ist ja momentan nicht da, da wird sie Chefin sein in der Herde. Balerinë hält sich ja eh eher alleine auf, wenn Bohne nicht da ist und fühl sich irgendwie bei den Großen weniger wohl. In Mazedonien kommen eh noch ein paar Stuten und ein Hengst dazu. Naja mindestens ein Hengst. Man weiß ja nie. Du kennst mich ja, ich gehe gerne Pferde kaufen… Aber ich muss definitiv reduzieren um mich auf die Zucht zu konzentrieren. In Mazedonien kommen nämlich noch zwei KWPN Hengste dazu. Einer ist ein fünfjähriger Scheckhengst bereits erfolgreich L-Platziert im Springen und der andere ein Falbhengst mit einer Dressurbegabung und erfolgreich momentan in der A-Dressur. Heißen ‚Lost Boy‘ und ‚Achter Tag‘. Unterm Reiter aber wahre Engel und auch im Umgang sehr angenehm. Achja, Alinghi kannst du ruhig mal eine geben, die braucht das manchmal. Oder zieh mal kurz am Strick damit die weiß, dass du da bist. Ich hol dich gleich an der Weide ab, wir gehen essen. Hab auch ein anderes Oberteil für dich dabei“, dann legte ich auf. Ich mochte ihn gerne. So als besten Freund. Naja vielleicht auch mehr, aber ich hatte immer Pech in der Liebe gehabt, als ob sich das ändern würde.

      Ich schaltete den Motor an und sah mit einem gekonnten Schulterblick hinter mich. Der Weg war frei und ich parkte in aller Ruhe aus. Ich ließ mir Zeit. Schließlich wusste ich wie weit der Weg zur Weide war. Doch das würde sich in Mazedonien ändern, dort hatte ich so viel Weideland meines Opas geerbt, das ich in der ganzen Umgebung des Hofes entweder bebauen oder als Weideland und Felder nutzen konnte. Was ich auch tun würde. Die Weiden waren grün aber eher von der mageren Sorte, sodass auch Kaltblüter dort problemlos den ganzen Tag draufstehen könnten. Aber dazu kam es wohl nicht. Ich hatte momentan andere Zuchtpläne.

      Und da stand er auch schon wartend auf mich. Kurz die Haare gerichtet und schaute mich mit leuchtenden Augen durch die Brille an. Würde ich stehen, wären meine Knie schon längst weich geworden. „Kommst du rein?“, rief ich durchs Fenster und schon lief er zur Beifahrertür. „Ist ja gut, bin ja schon da“, grinste er. „Wohin fahren wir jetzt eigentlich?“ „Zum Steakhouse, ich habe Hunger“, sagte ich trocken und er starrte mich nur an. Ich konnte mir das Lächeln nicht verkneifen. „Jaa, einmal. In Mazedonien wird es so qualitativ hochwertiges Fleisch nicht mehr geben“, lachte ich. Er lachte ebenfalls. Immerhin einer der sich freute. Abby war die einzige, die noch mit uns kommen würden, alle anderen verabschiedeten wir. Wir mussten uns auch neue Trainer suchen und einen neuen Tierarzt. Die langen Reisen würden zu viel Zeit beanspruchen. „Ich habe mir Gedanken gemacht, Smetti“, sagte ich ernst und strich mir eine Strähne aus dem leicht gebräunten Gesicht. „Worüber?“ Ich konnte seine Neugierde aber auch seine Ungewissheit fast schon spüren. „Über den Umzug. Ich habe sowohl Nephilim als auch Hendersin verkauft. Ich habe auch für zwei weitere Pferde zwei Interessenten, allerdings bezweifle ich, dass ich die Tiere verkaufe, da sie für die Zucht interessant sind. Ich spreche nämlich von ‚Deila‘ und unserem neuen Hengst ‚Achter Tag‘… Außerdem werde ich, denke ich, die Hufschmiede nicht mehr leiten. Ab und zu höchstens noch Hufe raspeln und Fehlstellungen bearbeiten, ansonsten wirst du dein eigener Herr sein. Du kannst auch die Preise ändern, wenn dir das lieb ist. Ich werde mich aber nun als Hufschmied zur Ruhe setzen und nur noch in der Pferdezucht tätig sein und hier und da mal Kellnern gehen oder in einem Café arbeiten.“

      „Aber du hast dir doch alle aufgebaut. Ich kann das nicht annehmen. Ich mach das nicht alleine… Wir sind doch ein Team.“ „Ja, aber mein Rücken hat leider ein paar Probleme gemacht und deswegen geht es nicht mehr“, wurde ich leiser und leiser. Er brummte nur kurz und schaute dann ruhig aus dem Fenster. Sein Blick war sehr nachdenklich. Der Weg zog sich in die Länge, weder Musik brachte die Stimmung ein wenig in die Höhe und ebenfalls redeten wir nicht mehr. Erst als wir ausstiegen, brachte er zwei Worte raus. „Ich mach’s.“ „Was?“ „Du hast schon richtig gehört. Ich mach’s“ Ich konnte meine Freude kaum fassen. Ich sprang dem jungen Mann fast in die Arme, so sehr freute ich mich auf sein Einverständnis. „Longierst du später Maekja, dann mach ich noch ein bisschen Bodenarbeit mit Rohdiamant. Der wird nächstes Jahr auf einer Show präsentiert, wenn er soweit ist.“, Er nickte grinsend. „Mach ich“, und dann nahm er mich einen Moment lang in den Arm. Ich genoss diesen Moment. So viele Gefühle die in mir hoch schossen und mein Herz, das bis zum Hals schlug. Es war ein verdammt guter Moment. Doch genauso schnell wie er angefangen hatte, hörte er auch auf. „Lass uns reingehen. Wir haben Hunger“, grinste er wieder und hielt mir die Tür auf. Wir bestellten einen Tisch für 2 und unterhielten uns, bis das Essen gebracht wurde. Es schmeckte bestens.

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      Turniere und Neuankömmlinge – Was das Herz begehrt! | 2016

      Meine Pferde hatten sich bis jetzt alle eingelebt und gingen ihren Üblichen Aufgaben nach. Ich hatte gerade die Pferde gefüttert und mich dann ins Reitstübchen gesetzt um in Ruhe meinen Morgen zu beginnen. Der warme Latte Macchiato vor mir half mir gerade dabei, ebenso die Zeitung die ich gerade durchstöberte. Die letzten 3 Tage hatte es in der Hauptstadt mehrere Erdbeben der Richterskala 5 und weniger gegeben, was mich etwas beunruhigt hatte. Smetti war vor 2 Tagen wieder bei uns angekommen, nach seinem Auftrag in Kanada und schlief seitdem etwas länger. Je mehr ich die Zeitung durchstöberte, desto mehr kleinere und interessantere Artikel fand ich, bis ich auf ein kleines Ausschreiben vom Zuchtverband traf. Ein Dressurturnier der Klasse E mit tollen Gewinnen, wenn auch etwas mehr Startgeld, aber dafür waren die Gewinne interessant. Ich würde wohl sicher dran teilnehmen, wie es mit Abby, Val und Smetti stand, konnte ich nur erfragen und das stand auch gerade auf meiner Liste. Val war gerade bei Cleavant und Abby mistete gerade die Boxen der Schulpferde, also machte ich mich auch gleich auf den Weg dorthin. Die Kühle Morgenluft und dichter Nebel begrüßten mich gleich sobald ich die Tür aufmachte. Dafür würde der Tag heute wohl wieder etwas sonniger sein, als die letzten. Abby mistete gerade die Box von Magic Attack, der gleich etwas brummelte als ich durch die dichte Nebelschicht auf die 2 Mädchen zu kam. „Morgen ihr beiden. Habt ihr gut geschlafen?“, fragte ich und bekam ein Nicken entgegen. „Gut, ich hab da was für euch“, mit diesem Satz erkannte ich dann auch gleich die Neugierde in ihren Augen. „Was denn?“, fragte meine Cousine neugierig und legte den Kopf etwas schief. „Ein Dressurturnier der Klasse E mit tollen Gewinnen. Startgeld übernehme ich, sodass sich das für euch etwas mehr lohnt. Ihr könnt lernen und ich könnte mit meiner Erfahrung vielleicht was reißen“, erzählte ich ihnen und lächelte. „Joa, das wäre Mal was Anderes für uns. Und es wären Cleavants und mein erstes Turnier“, schwärmte sie schon. Nur Abby blieb etwas skeptisch. „Mit wem soll ich denn Teilnehmen?“, murmelte sie ziemlich leise. „Such dir eines aus, hast ja viel Auswahl“, lächelte ich wieder. „Dürfte ich mit Rising Star teilnehmen?“, fragte sie zögerlich und ich nickte. „Noch ist sie ja am Kondition aufbauen, verlernt hat sie aber nichts und da sie ja etwas mehr Erfahrung hat, kannst du sie gerne auf dem Turnier reiten“, ich seufzte kurz auf, „Dann fehlt nur noch mir das Pferd. Ich könnte eigentlich mit Balerine oder Arza dran teilnehmen um die Beiden langsam in den Turniersport reinzubringen“, sagte ich und drehte mich dann um. Erstmal musste ich mich jetzt um meine Aufgaben kümmern. Nämlich meine Pferde trainieren. Und die erste war Alinghi. Mit noch müden Augen sah sie mich an; Ihr Futter noch nicht leer und sie hatte die halbe Mahlzeit noch in ihrem Mund. „Friss ruhig weiter. Ich hol schon mal dein Zeug“, redete ich mehr mit mir selber als mit der Stute. Ich stolperte fast in die Sattelkammer als ich sie betrat und ging die Reihe der Spinde durch. Glücklicherweise stand ihr Spind relativ am Anfang und ich musste den Sattelwagen nicht so weit hin und her ziehen. Ich nahm ihren Dressursattel, ihre Trense, die hellblaue Schabracke samt passenden Bandagen und ihren Putzkasten, welcher ebenfalls hellblau war. Ich machte einen Schritt langsamer und gab mir mehr Zeit mit dem Transportieren der Sachen. Ich hatte wohl vergessen die Boxentür zu schließen und so schaute sie mich neugierig aus der offenen Tür an. „Um Gottes Willen“, fluchte ich und legte wohl doch wieder einen Schritt zu. Doch wie Alinghi nun mal war, blieb sie nur neugierig in ihrer Box stehen und ließ sich von mir das Halfter über den feinen Kopf ziehen. Ich schnappte mir den Hufkratzer vor ihrer Box und kratzte ihr die Hufe aus, damit sie die Stallgasse nicht so vollsaute und band sie dann an ihrer Box an um in der nächsten Sekunde ihr das Fell zu striegeln. Ihr Fell war noch dreckig von der Weide gestern Abend und ich hatte heute das Glück, dass der Dreck und der Matsch getrocknet waren und nun ganz einfach weg zu kriegen waren. Nur die weißen Abzeichen wurden nicht heller als ein graubraun. „Wirst du nach der Arbeit eben einfach abgespritzt“, zuckte ich mit den Schultern und sah mir ihre ungerade Mähne an. Ich grübelte einen Moment und nahm mir dann doch die Schere und begradigte dann die zu langen Strähnen. Dann nahm ich den Sattel samt Schabracke und sattelte sie auf. Die Bandagen folgten und zu guter Letzt trenste ich sie um kurz darauf auf zu steigen. Die beschlagenen Hufe klapperten nun in Herrgotts Frühe über den asphaltierten Hof und weckten die noch so kleinsten Tiere aus. Oder weckten ihre Neugier. In der Halle angekommen stieg ich wieder ab, gurtete erst nach und schloss dann hinter uns das Tor, ehe ich vor uns nochmal das Tor öffnete und schloss. Alinghi folgte mir brav, aber immer noch langsam in die Mitte der Halle, damit ich in aller Ruhe aufsteigen konnte und im Schritt ein wenig warm wurden. Ich ritt zwei Bahnen im Schritt ehe ich sie eine halbe Bahn im Trab ritt um dann wieder in den Schritt durchzuparieren. Ich merkte wie sie lockerer wurde und so trieb ich sie zunächst in den starken Schritt um dann Schritt – Trab-Übergange zu üben und es ein wenig flüssiger laufen zu lassen. Hauptbestandteil des heutigen Trainings waren also die Übergänge in jeder Gangart zu wiederholen und auch ein Auge auf die Traversalen zu werfen, die wir momentan festigten. Als wir dann zu guter Letzt ein Cool-Down vollzogen, schnaubte Alinghi gut und ordentlich ab bis ich sie zum Stall ritt und dort abstieg, damit ich ihr das Sattelzeug vom Körper nahm und sie dann mit ihrem Halfter als erste auf die Weide stellte. Abby nahm sich in der Zwischenzeit mal Meister Propper vor, der in der Weidezeit wie ein Hefekuchen aufgegangen ist um ihn Dressurmäßig etwas zu fördern. Ich machte mich dann von der Weide gleich zum Offenstall rüber und überprüfte ob meine Stuten genügend Wasser hatten. Glücklicherweise war dies der Fall und ich schaute rasch über das Heu, das fast leer war. Also ging ich rüber zu unserer Scheune und holte mit der Schubkarre zwei Heuquader mit zum Offenstall um diese dort zu verteilen. Die Pferde stürzten sich gleich auf mich und zu meinem Glück verstand Arza sich gut mit den anderen fünf. Sie drängte sich fast alle neben mich und stürzten sich regelrecht auf das Heu, was mich etwas stutzig machte. „Ihr seid mir welche. Noch genügend Heu in der Raufe, sich aber erst dann drauf stürzen, wenn neues kommt“, schmunzelte ich und äpfelte den Offenstall ab. Anfang nächsten Monats wollte ich die Reitschule eröffnen, damit ich einen Nebenverdienst hatte und mein Gestüt etwas bekannter wurde, in etwa wie meine Hufschmiede. Zudem würde ich mit dem Erlös der Reitstunden, den Pferden neue Ausrüstung und einen Trainer ermöglichen, welcher sie neben uns hier und da mal Korrektur ritt. Im Laufe des nächsten Monats würde es dann auch ein kleines Turnier geben und einen etwas größeren Ausritt wollte ich auch noch organisieren. Also stand noch so einiges auf dem Plan neben dem normalen Training. Ich sah auf den Plan auf meinem Handy. Balerinë stand für heute noch mit auf dem Plan, ebenso noch Rising Star. Doch sie schlummerte noch tief in ihrer neuen Box, die sie bewohnte seitdem ich Calorro abgesetzt hatte. Also schnappte ich mir Bali, die mir nur mürrisch folgte und führte sie zu einer der Freien Boxen um sie dort anzubinden. Wie immer genoss der Rappe meine massageartigen Bewegungen über ihr Fell und sattelte sie mit ihrer pinken Eskadron Schabracke. Ihre Beine bandagierte ich mit passenden Bandagen und legte ihr die Trense an. Die weißen Abzeichen waren auch bei ihr eher grau, denn die letzten Tage hatte es geregnet und der Boden der Weiden und auch in beiden Offenställen war weich und teilweise matschig geworden. In umliegenden Dörfern gab es Überschwemmungen und Erdrutsche. Mehrere Menschen waren als vermisst gemeldet worden und wahrscheinlich würden sie auch nie mehr gefunden, aber wir hatten Glück gehabt. Unsere Wege waren alle samt nur ein wenig matschig, mussten aber nicht geräumt werden. Bali ging artig unter mir und hatte sich in der Zeit bei uns echt gut gemacht. Ebenso Bonbone, die jetzt im Springsport auch S- Springen ging und Platziert wurde. Das hätten wir uns nie erträumen können mit ihr, ganz zu schweigen wie sie am Anfang war. Ich überlegte ob ich eines der Jungpferde mitnahm und nahm Bali die Trense wieder ab damit ich sie am Halfter anbinden konnte. Ich sputete mich etwas zur Weide meiner Stuten und nahm mir Maekja ans Halfter. May folgte mir artig und sah Bali nur neugierig an als wir die Stallgasse betraten, damit ich Maekja schnell säuberte, damit sie mitkam. Dann band ich sie am Sattel an und trenste Bali noch einmal auf. Der armen musste es wohl genauso komisch vorkommen, wie wenn ich mich zwei Mal umziehen würde. Ich stieg auf und ritt dann an unseren Weiden vorbei geradewegs in den Wald. Da es noch früh und dazu noch nebelig war, ritt ich nur im Schritt und achtete auf alles in meiner Umgebung. May begann hier und da mal zu trab, hielt sie mit meiner Gerte aber immer wieder zurück. Bali hatte ein aufmerksames Ohrenspiel aufgrund dessen und so trabten wir ein kleines Stück damit das Jungtier hinter uns auch auf ihre Kosten kam. Nach fast 200m parierte ich sie wieder durch in den Schritt und sah mir die Umgebung genauer an. Allmählich stieg der Nebel auf und man sah mehr als zu dem Moment, zu dem ich los ritt. Hier und da sah ich auf meine Uhr und trat gegen 10 Uhr den Rückweg mit den beiden an. Sie stichelten öfter einander als es mir lieb war und May erschrak viel öfter als ich vermutet hatte.

      Auf dem Hof angekommen lief mir mein Partner über den Weg und sah mich müde an. „Wo warst du?!“, fragte er mich wütend und verschlafen zugleich an. „Ich…ähm…war ausreiten?“, sagte ich zögerlich und deutete auf die beiden Pferde neben mir. Er kniff die Augen zusammen und äffte mich nach. „Das sehe ich.“ „Sei mal nicht so gereizt. Ich war eine Runde ausreiten und wollte dich sobald du wach bist fragen ob ich dich mit Dash auch an einem Dressurturnier einschreiben soll…“, sagte ich etwas mieser gelaunt und sah ihn fragend an. „Nein, ich komme mit zum Fotografieren.“ „Okey“, sagte ich kurz angebunden und führte die Isländerstute zur Weide und Bali im Anschluss in den Stall. Die Rappstute war nicht sonderlich geschwitzt und so durfte sie auch mit auf die Weide nachdem ich ihr Sattelzeug verstaut hatte. Ich brauchte eine Pause. Dringend und so setzte ich mich ins Reitstübchen und machte mir einen Tee. Ich schaute während ich die Zeitung durchblätterte zu Abby in die Halle, wie sie Acacia versuchte zu arbeiten, die sich aber ziemlich schwer tat unter der noch recht unerfahrenen Reiterin. Als ich sie im Schritt erwischte, rief ich sie kurz an. „Abby, nimm die Zügel etwas kürzer und gib ihr öfter Paraden. Beschäftige Acacia. Wenn du sie forderst, arbeitet sie brav wie ein Lamm mit“, gab ich ihr einen Rat und legte nach ihrem „Okey“ auf. Ich sah auf die Zeitschrift und sah auch gleich zwei Interessante Pferde. Einen siebenjährigen Criollohengst, der unterm Sattel noch nicht gearbeitet wurde und eine fünfjährige PRE-Stute, die den schönen Namen Arquera trug. Beide hatten eine interessante Fellfarbe und so würde ich später mit Smetti noch darüber reden ob wir die beiden nicht uns anschauen könnten. Ich blätterte weiter in der Zeitschrift und las mir einige Artikel durch, die meine Neugierde anzogen. Ein Artikel übers Longieren und einer über passende Ausrüstung ließen mich grübeln. Ich nahm den letzten Schluck meiner Teetasse und stellte diese dann in die Spüle und ging dann zu Deila. Mit ihr übte ich momentan die meiste Zeit am Longieren und sie zu lockern. Allerdings stieg die Gute immernoch nach mehreren Methoden ihr das ab zu gewöhnen. Der Tierarzt sollte da demnächst mal drüber schauen ob sie nicht was am Rücken hatte oder ob sie blockiert war. Sie stieg ja nur unterm Reiter. Ich stapfte zur Weide und sah mich nach der auffälligen Rappstute um und ehe ich mich versah trottete sie schon auf mich zu, genauso wie Rising Star, die nun wieder voll und ganz aufblühte. Ganz wie eine Blume, die ihre Kraft wiedergewann. Rasch war ich durch die Litzen geschlüpft und hängte den Strick am Halfter ein um sie rauszuführen, kam auch Bonbone zu uns gestapft und versuchte die anderen weg zu drängen. Da ich ihr dadurch keine Aufmerksamkeit schenkte hörte sie schneller auf als sie angefangen hatte und ich schloss hinter uns das Weidetor. Fleißig schritt sie neben mir in den Stall wo nun etwas mehr los war als heute Morgen. Abby sattelte gerade Arza und führte sie raus während ich mich in der Sattelkammer nach den Longiersachen und Deila’s Putzzeug umsah. Im Umgang war sie ja ein Schatz, aber Reiten konnte man sie nicht mehr unbedingt. Immerhin tat sie sich heute beim Longieren nicht schwer und arbeitete gut mit. „Gutes Mädchen“, lobte ich sie am Ende und klopfte ihr den Hals. Deila schnaubte Seelenruhig ab und sah sich um. Sie war momentan rossig und verdrehte jedem Hengst den Kopf. Genauso wie jetzt gerade als Smetti mit Dash zum Stall ritt. Er hatte ihn wohl eine ganze Weile in der Halle gearbeitet, denn er nassgeschwitzt. Ich sah nur kurz zu ihm auf und er warf mir einen verachtenden Blick zu. Doch er hatte gerade mit Sympathy For The Devil zu kämpfen, denn er wieherte Deila zu, die gerade jeden Hengst verrückt machte. Glücklicherweise konnte Smetti mit dem Hengst umgehen und trieb ihn weiter zum Stall, wenn auch tänzelnd. Der noch so ruhige Hengst konnte bei rossigen Stuten wohl nicht auf seine Manieren und Menschen achten. Ich führte sie gerade auf die Weide, als Samantha mit Alinghi an uns vorbeiritt und mich freundlich grüßte. Sie bildete Alinghi momentan weiter im Military aus, damit sie dort demnächst auch vielleicht hier und dort eine Schleife erzielen konnte. Es wurde allmählich wärmer, denn die Mittagssonne schien gerade so auf unser Gelände und ich hing meine Jacke in die Sattelkammer und trank einen Schluck Wasser. „Hey Schatz“, hörte ich Smetti an meinem Ohr flüstern und ich nahm die Flasche vom Mund. Ich drehte sie zu und nebenbei drehte ich meinen Kopf langsam zu der Stimme und setzte ein Grinsen auf. „Fertig mit der Arbeit?“, fragte er, so als wüsste er das die Antwort ein ‚Ja‘ werden würde, doch ich musste ihn wohl oder übel enttäuschen. „Nein, leider noch nicht. Wieso? Was hattest du vor?“, fragte ich und legte meine Arme um seinen Hals. „Eigentlich wollte ich dich zum Essen entführen und dann einen Film im Kino anschauen. Läuft endlich mal wieder etwas Gutes“, grinste er und gab mir einen Leidenschaftlichen Kuss, den ich mir auch ersehnt hatte. „Klingt echt toll, aber ich muss noch ein paar Pferde arbeiten…Aber ich muss sowieso noch mit dir sprechen“, sagte ich und erzählte ihm von dem PRE und dem Criollo und er sagte mir nur: „Das musst du selber wissen.“ „Hmm“, machte ich und nahm ihn bei der Hand um zu den Hengsten zu gehen die auf der Weide waren. „Ich muss noch Cherti und Achter Tag von denen hier machen und ich wollte noch Val und Abby eine Reitstunde geben.“ „Komm schon, Rae. Das kannst du nachher auch noch machen“, murmelte er und führte mich zu unserem Haus, das nahe des Reitschulplatzes stand. „Mach dich frisch und wir fahren in die Hauptstadt.“ Ich machte mich rasch fertig und so fuhren wir dann in die Hauptstadt Skopje. Abby ritt in der Zwischenzeit Born to Die im Dressursattel und Val saß heute zum ersten Mal auf Slaughterhorse unserem neuen Schulpferd um ihn zu testen. Wie es aber schien testete er sie eher als sie ihn und so gab Abby ihr mehrere Ratschläge, die sie versuchte umzusetzen. „Komm wir tauschen die Pferde“, schlug Abby vor und merkte nach fünf Minuten was für eine schlechte Idee das war. Gerade als sie die Pferde wegbrachten, rief ich Abby an und erzählte ihnen, dass ich wohl erst später kommen würde und sie deshalb zwei Fohlen empfangen müssten und ich den Fahrer bezahlt hatte, sodass sie nur die Pferde auf die entsprechenden Weiden bringen mussten. PFS‘ Sarabi war frisch abgesetzt und Fohlen eines bekannten Englischen Vollblüters, nämlich Stromer und das andere Fohlen ‚Devil’s Trap‘ hatte es faustdick hinter den Ohren und kam von unbekannten Eltern. Ich war mir sicher, dass Abby und Val ihre Sachen gut machten und so sah ich mir mit Smetti in Ruhe den Film an. Abby machte noch White Boy fertig, der sie hier und da neckte und Val saß schon fast fertig auf Cleavant und wartete auf mich als ich noch in meiner normalen Kleidung zu ihnen machte und fragte ob alles glatt lief. „Ich konnte froh sein, dass Bailey mich nicht runter geworfen hat“, blubberte es meiner Cousine nur so aus ihrem Mund und ich hielt meine Beiden Hände an meinen Kopf. „Um Gottes Willen. Du solltest Slaughterhorse reiten!“, schimpfte ich mit ihr und warf Abby einen wütenden Blick zu. „Ab in die Reithalle mit euch. Ich geb euch jetzt die Reitstunde und dann habt ihr beiden Feierabend. Ich füttere die Pferde heute Abend selbst…“ Was hatten sich die beiden Mädchen dabei gedacht. Born to Die würde in der Reitschule nur selten zu finden sein unter meinen Reitschülern, da sie etwas speziell war, im Gegensatz zu Croatoan. Abby und Val ritten gerade die beiden Hengste warm und redeten über belangloses. Hier und da versuchten sie ein paar Worte Albanisch zu sprechen, doch was ich hörte waren nur Bruchstücke. „Val du bleibst in der oberen Hallenhälfte und du Abby unten in der Halle. So hat jeder von euch genug Platz.“ Während sie sich aufteilten, ließ ich sie antraben. Sie würden nach heute Abend Muskelkater haben. Und was für einen. Sie sollten heute eine E-Dressur reiten, ganz ähnlich dem kommenden Turnier. Die Fehler bekamen sie am Ende gesagt und so würde das die nächsten Trainingstage gehen. Denn nur Übung machte den Meister. Als sie weg waren brachte ich meine Pferde rein bis auf Cherti, den ich mir gerade zurecht putzte. Cherti stand ganz ruhig da, bei der Arbeit blieb er lernwillig und ich wusste, dass ich mir da echt einen tollen Kerl gekauft hatte. Der Trab fiel noch etwas holprig aus, da er die Hilfen wohl nicht ganz verstand, sondern immer in den Revaal fiel. Also hatten wir eine kleine Baustelle, die wir versuchten zu meistern. Mit Achter Tag hatten ich weniger Probleme. Der Grullo nahm meine Hilfen gut und artig an und trat gut an den Zügel an. Die Bahnfiguren machten ihm noch was zu schaffen, denn er war ziemlich schlampig unterwegs heute. Aber ich war froh, als ich mit meinem Freund endlich relaxen konnte.

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      Nachgetragener Ankommens- und Pflegebericht | 19. Mai 2017

      Ich hörte, das die Stute Maekja van Ghosts wieder verkauft wurde. Ich fackelte nicht lange und hatte schnell entschlossen, das ich die Isländerstute die schon bei mir Aufwuchs wieder aufnahm. Schnell hatte ich mich bei Soso gemeldet und alles abgeklärt was zu wissen war. Weswegen wir gleich ausmachten, das sie die Stute in zwei Tagen brachte und heute war es soweit. Sie hatte sich für den frühen Nachmittag gemeldet und dies war nun schon soweit. Und kaum hatte ich davon gesprochen, war sie auch schon auf den Hof eingerollt. Lächelnd grüßte ich Soso und half ihr beim Verladen, dann hatten wir sie auch schon draußen und brachten sie zu den Ställen, wo sie erstmal die anderen Fohlen beschnuppern durfte. Wir beschlossen sie mal reinzustellen um zu schauen was passiert, da sie ja doch schon größer war als die anderen. Wir beobachteten sie fast eine halbe Stunde, ehe wir sagten es wäre alles ok und uns traurig verabschiedeten von Soso. Ich ging dann erstmal zurück zu den kleinen und beobachtete das Zusammenspiel der Fohlen.

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      Kleine Fohlen ganz groß | 1. September 2017

      Ein regnerischer Tag begann und heute hatte ich beschlossen alle Nachwuchspferde in die Halle zu bringen, da wir ein wenig 'Fohlenshow' Allein übten. Loona meine beste Freundin war auch dabei sowie mein Kumpel Maximilian. Ich hatte jeden aufgetragen 3 Pferde zu holen. Loona holte dann nur zwei da ich nur 8 Fohlen hatte. Also scvhnapppte ich mir sogleich A caramel touch, Burnin' Hero und CLC's Parvaneeh. Maximilan schnappte sich CLC's Zjarri oquean, Honey's Aleshanee und Maekja van Ghosts. Loona holte die letzten beiden welche Special Loona Zip und Townsend Lakeisha. Nun waren alle bunten Fohlen in de Halle und wir ließen die ersten frei laufen, während ich mit Caramel ein wenig die GGA übte. Maximilian machte mit Hero ein wenig Stangenarbeit und longierte ihn anschließend, damit dieser ein wenig Muskeln aufbaute, er sollte ja bald in der Zucht mit helfen was bei seiner Farbe richtig ankommen würde. Reitponys mit Silbergenen waren immer was besonderes und hatten immer wunderschöne Farben. Den aus so einer Zucht hatte ich auch meinen Hübschling. Loona führte währendessen Maekja etwas herum, den diese hatte momentan ein wenig was mit ihren Beinen, da sie sich vor kurzen bei einen Sturz leicht verletzt hatte. Weswegen sie auch erstmal wenig bewegt wurde und wenig Weidengang bekam. Nachdem wir mit den drei etwas gearbeitett hatten schnappten wir uns die nächsten Babys. Hier fiel die schicke Parvaneeh drunter, mit der sich Loona beschäftigte, da diese gerne etwas weiter lief als stehen zu bleiben. Zjarri übernahm ich und Loona Zip holte sich Maximilan her. Zjarri brauchte heute ein wenig Erziehungstraining, sie folgte zwar schon gut aber manchmal hatte sie so ihre Momente, wo was anderes viel interessanter wäre. Maxi übte auch mit Loona etwas Stangenarbeit, da diese manchmal nicht so ganz die Beine heben will. Loona hatte mit Parvaneeh heute die GGA geübt, denn diese zeigte sich sehr gut n ihrer Figur und brauchte zwischendurch immer wieder eine Aufwärmpause, damit sie die GGA immer besser machte. Vorallem der Trab war sehr präzise im Gang und wirkt immer federnd auf den Zuschauer. Loona machte sich nun daran die Fohlen in ihre Boxen zu bringen, davor striegelte sie die kleinen und übte das Hufe heben. Ich machte währendessen mit dem Zuchtfohlen Lakeisha weiter. Maxi übte mit Honey das Halfter laufen und Stehen bleiben. Lakeisha bekam heute wieder eine Grundwiederholung der GGA plus der Stangenarbeit. Als wieder mit dem beiden abschlossen putzen wir sie nnochmal uznd stellten sie dann in den Offenstall zu den Stuten.

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      Huch nur noch Mädels??? | 27. September 2017

      Mal wieder führte mich der Weg zu den Fohlen, heute war ein Frei Springen für alle angesagt, also schnappte och mir meine beste Freundin Loona und wir holten die Fohlen aus den Stall. A caramel touch, CLC's Parvaaneh, CLC's Zjarri oqean, Honey's Aleshanee, Maekja van Ghosts, Special Luna Zip, Townsend Lakeisha standen schnell angebunden draußen und mir viel auf, das ich eigentlich nur noch Stuten hatte in diesen Stall. Gut einige kamen auch in die zukünftige Zucht von mir was devinitv drei Mädels betraf. Wir putzen nun aber erstmal die ganzen Stuten und ich fing an mit den Striegeln. Loona tat es mir gleich und wir hatten bald die Mädels sauber. Nun kümmerten wir uns um die Hufe, säuberten sie gründlich aus und kämmten im Nachhinein noch das Langhaar der Pferde. Dann schnappten wir uns die Stuten und brachten sie i die Halle, dort begannen wir sie etwas zu bewegen, damit sie warm wurden. Wie es typisch bei Pferden ist, bewegten sich die Mädels in der Herde und zickten sich ab und zu mal an. Was von diesmal von Parvaaneh kam. Wir mussten lachen und kümmerten uns bald um das Springen. Wo wir erneut alle Stuten in den Parcours trieben. Dort sprangen sie schön nacheinander über die Hindernisse. Auch die höheren wagten sich ein paar der Kleinen. Maekja war sich da etwas unsicher und trottete lieber zurück zu uns, während sie sich gemütlich am Mähnenkamm kraulen ließ. Die anderen Ponys jumpen lieber über die Hindernisse und zickten sich gegenseitig an. Loona musste lachen, als sich die kleine Zjarri erstmal genüsslich pupsend wälzte. Auch mir entlockte das Tierchen ein Schmunzeln, ehe wir die Mädels nochmal eine Runde über die Hindernisse trieben und dann anschließend etwas abputzten, da sie etwas mit Staub überwuchert waren. Dann half mir Loona dabei die sieben Mädels auf die Weide zu bringen, wo sie sogleich in einer Herde losjagten...

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      Oktoberchaos | 11. Oktober 2017

      Ein chaotischer Stumr zog über unser Land, ich hatte am Vortag noch schnell alle Pferde reingeholt und das war auch gut so, den einer der Bäume krachte in den Zaun der Nachwuchspferdeweide. Die jungen Tiere wurden in der Nacht deswegen sehr unruhig und wir mussten zu den Ställen um sie zu beruhigen. Heute wollte ich nochmal nach ihnen schauen und machte mich auf den Weg zum Stall, den die Kleinen mussten gründlich geputzt werden, da sie bis über beide Ohren verdreckt waren. Ich hatte mir heute Loona dazu geholt, damit ich mich nicht alleine mit den kleinen Durchkämpfen musste. Draußen tobte leider noch der Sturm, doch er war mittlrweile etwas abgeflaut, sodass ich schon Handwerker organisiert habe, die sich um den Baum kümmern. Ich nahm mir nun erstmal A caramel touch aus dem Stall und besfestige sie ind er Stallgasse. Loona schnappte sich CLC's Parvaaneh und wir begannen mit unserer Arbeit. Ich striegelte erstmal das Fell der Vollbutstute bis es eingermaßen sauber war, machte dann den Rest und sah auch schon das Loona Parvaneeh fertig geputzt hatte, sodass wir die Mädels wieder in den Stall stellten. CLC's Zjarri oqean und Honey's Aleshanee waren nun an der Reihe, Honey übernahm ich und sie war bald schon ausziehbereit, sie war jetzt schon eine Schönheit... Zjarri wurde auch immer Größer und ich war stolz auf meine Bunte Blume. Ich lächelte und strich dann über Honeys cremiges Fell, ehe ich sie entdgültig striegelte. Hufe geben funktionierte bei Beiden schon super, weswegen Loona keine Probleme hatte. Als beide Mädels sauber waren, kamen auch sie in die Box. Maekja van Ghosts war auch schon so groß, brauchte aber noch ein bisschen, bis sie umziehen durfte. Sie war einfach noch nicht soweit. Lächelnd striegelte ich nun ihr buntes Fell und säuberte anschließend ihre Hufe. Special Luna Zip hatte sich Loona geschnappt und war gerade dabei ihr dunkles Fell zu säubern ehe sie erschrack und dann lachte. Verwundert blickte ich zu ihr und entdeckte, dass Luna mit ihren Beinen im Masheimer stand und verblüfft schauite. Auch ich lachte und kämmte Makejas Langhaar, ehe ich sie in den Stall brachte und noch kurz Loona mit Zip half. Um Townsend Lakeisha kümmerten wir uns nun Beide, da Loona fertig war und mir anbot die Hufe zu säubern, damit die kleine das noch üben konnte. Ich dagegen striegelte das Fell der hellen Dame und kämmte das etwas längere Langhaar. Ja die kleine würde uns noch irgendwann interessante Fohlen bringen.
      Als die palominodame fertig war, brachten wir sie wieder in ihre Box, ehe wir die stallgasse fegten und die Tränken der Fohlen säuberten, sowie frisches Heu auffülten. Gerne hätte ich die Kleinen bewegt doch das Wetter war schrecklich und die Halle wurde momentan umgebaut.

      © Snoopy | 2732 Zeichen
    • Occulta
      Der Sturm legt sich, dass heißt Bodenarbeit! | 12. Oktober 2017

      Langsam wurde das Wetter wieder freundlicher und die Fohlen standen auf der Weide. Denn den Baum hatten die Waldarbeiter vor zwei Tagen entfernt und mein Handwerker hat gleich den Zaun renoviert. Heute wollte ich die Fohlen auf dem Platz bewegen und hatte die Kleinen bereits mit ein paar Möhren angelockt. A caramel touch, war eine der ersten die da stand und war auch schon schnell an der Führleine. Zufrieden schnappte ich mir die kleine Schönheit und brachte sie zum Platz, wo ich sie erst mal fest band und meinen Geschwistern sagte, dass sie schon mal anfangen sollten mit Putzen. Die Kleinen hatten nämlich Ferien und Alica und Angelina waren sofort zur Stelle. Benjamin half den Stallarbeiter Hans beim Einfangen der Pferde, Darius kam in ein paar Minuten dazu. Ich half nun noch bei Benni und Hans mit. Der kleine Benny bzw. Große Benny wie er immer genannt werden wollte hatte nicht CLC's Parvaneeh geschnappt, während Hans mit Maekja van Ghosts kämpfte die nicht besonders Männer mochte, aber ihm dann widerwillig folgte. Ich hatte mir CLC's Zjarri oqean geschnappt und somit brachten wir die drei Nachwuchskünstler zu dem Platz. Ich holte mir nun die Jungstute Honey's Aleshanee und brachte sie mit zu den anderen, während Benjamin Special Luna Zip von der Weide holte und Hans sich noch Townsed Lakeisha schnappte.
      Als dann alle Fohlen am Platzrand standen, putzen wir gemeinsam alle Pferde. Alica striegelte Carmel und kämmte ihr langes Langhaar, während sie ihr ein paar pinke Zöpfchen verpasste. Benjamin striegelte derweil Parvaneeh und säuberte dann ihre Hufe. Es war süß anzusehen wie mein kleiner Bruder sich um die dunkle Stute kümmerte. Darius war noch etwas schüchtern bei der cremigen Stute Honey. Angelina hatte sich schon in Lakeishas Farbe verliebt und striegelte strahlend die Stute. Hans machte Luna und säuberte gerade ihre Hufe, während ich mich um Maekja und Zjarri kümmerte. Als alle Fohlen sauber waren, gingen wir auf den Platz und jeder hatte mit einen Fohlen zu tun. Ich hatte 2 der Kleinen und Alica ebenso, alle anderen kümmerten sich jeweils um ein Fohlen. Wir übten ein paar Tricks sowie Stangenarbeit, damit die kleinen Logik verstanden und mehr Ausdauer bekämen.
      Am Abend waren alle fertig, wir hatten nach 1 1/2 Stunden erst einmal Schluss gemacht und die Kleinen in den Offenstall gebracht. Wir machten es uns im Wohnzimmer gemütlich, wo wir alle einen Tee tranken und auf Netflix ein paar Disneyfilme schauten.

      © Snoopy | 2457 Zeichen

      Pflegebericht | 11. November 2017

      Es dauerte einige Zeit bis alle Pferde fürs Erste versorgt waren. Als der letzte Trog gefüllt war, begann ich mit meiner Arbeit. Während Snoopy sich als erstes die Stute Chewaca schnappte und vor ihrer Box mit einem Strick anband, tat ich es ihr gleich und holte Code of Mystic Girl hinaus. Beides unglaublich schöne gescheckte Warmblutstuten von angenehmer Größe. Wir begannen beinahe Zeitgleich damit die Boxen zu misten, nutzen eine Schubkarre und wechselten uns mit dem Wegbringen des Mistes ab. So würden wir auf jeden Fall schneller voran kommen als alleine. Nachdem beide Boxen wieder mit frischen Stroh ausgelegt waren, putzten wir die Stuten einmal gründlich von oben bis unten und brachten sie vorerst zurück in ihre Boxen. Anschließend ging es gleich mit den nächsten Zwei weiter. Frejka und Mikado waren an der Reihe. Ich musste mehrmals auf Mikados Namensschild schauen, da ich diesen Namen bisher eher als männlichen Namen kannte. Ihrer Schönheit machte es da aber keinen Bruch. Eine traumhaftschöne Roan Vollblutstute. Elegant und zierlich, absolut mein Fall! Ich streichelte sanft ihre Nüstern, bevor ich die Box betrat und ihr das Halfter um den Kopf legte. Ihre Box war verhältnismäßig sehr sauber und benötigte kaum Zeit, anders wie Frejkas. Die hatte eine freudige Umgrabaktion über Nacht gestartet, ganz zum Leid für Snoopy. Während sie gerade die Hälfte der Box geschafft hatte, stand Mikado bereits wieder geputzt und gestriegelt in ihrem frischen Bett. Schnell schnappte ich mir die Schubkarre und schob sie mir eine Box weiter. „Miss Roxana“ zeichnete sich in eleganter Schnörkelschrift auf dem Namensschild ab. In der Box ein kräftiger Rappe mit zarter Mähne. Unverwechselbar ein Quarter, dachte ich innerlich und begrüßte die schwarze Stute vorsichtig. Sie wirkte etwas schüchtern, trotz großer anzusehender Neugierde. Ich gab ihr ein wenig Zeit, bis sie sich traute näher zu kommen und das kleine Leckerchen aus meiner Hand zu fressen. Dann knotete ich ihren Strick auch am Anbindehaken fest und putzte erst schnell über ihr Fell. Sie war eigentlich ganz sauber, nur etwas gräulich durch den Staub. Auch die Hufe und die Mähne sagen gut gepflegt aus.

      Inzwischen war es 10 Uhr, als wir die Stutenstallung wieder verließen und uns bewaffnet mit leeren Schubkarren auf den Weg zu der separaten Hengststallung auf machten. Hier standen nacheinander die Hengste Macareno, Pleasure Harlekin, White Face und Ártali.

      Auch hier arbeitete Snoopy und ich wieder parallel, doch leider erwischten mich dieses Mal die kleinen Säue. Macareno und White Face hatten sich scheinbar ebenso abgesprochen. Es dauerte einen langen Moment und einen ordentlichen Kraftaufwand, die Boxen wieder frisch zu bekommen, was ich durchaus auch mit meinem leeren Magen begründen konnte. Nachdem auch die vier Hengste noch fleißig von uns geputzt wurden, setzten wir und erst einmal in die Küche und frühstückten eine Kleinigkeit. In der Zwischenzeit trudelte eine weitere Stallhilfe ein, welche sich bereit erklärt hatte, sich um die Fohlen der Ranch zu kümmern. Sie mistete die Boxen und putzte einige der Fohlen. Anschließend brachte sie nach und nach alle Sieben in die großzügige Reithalle, welche noch unbenutzt war und ließ die Fohlen Maekja, Special Luna Zip, Aleshanee, Lakeisha, Parvaaneh, A Caramel Touch und Zjarri oqean dort laufen. Snoopy und ich waren nach einer Weile auch wieder fertig und liefen gemeinsam wieder zurück zu den Stallgebäuden. Das Wetter hatte nachgelassen. Vereinzelnd tröpfelte es noch etwas, aber laut Wetterbericht sollte es nicht noch einmal zuziehen. Also beschlossen wir die Pferde erst einmal hinaus auf den Paddock zu lassen. Gesagt getan griffen wir uns nacheinander eins der Pferde und stellten sie auf ihre Ausläufe. Zu guter letzte bekam jeder noch eine große Ladung Heu zum knabbern und beschäftigen hinein und schauten anschließend noch ein wenig zu wie die Stallhilfe mit den Fohlen ein wenig in der Halle „spielte“. Man konnte bereits jetzt einige Fohlen mit unglaublichen Gangwerk sehen. Aus ihnen würde sicher mal etwas werden, soviel stand außer Frage.

      Obwohl wir an sich nicht viel geschafft hatten, war es inzwischen doch recht spät geworden. Meine eigenen Pferde wollten auch noch bewegt werden, weshalb ich mich von allen verabschiedete und zurück in meinen Wagen stieg. Ich würde sicher wieder kommen.

      © Snoopy | 4356 Zeichen

      Verkaufspferde | 16. März 2018

      Ich warf mal wieder einen Blick auf die Verkaufspferde, die leider schon viel zu lange bei mir rumlungern. Bald würde ich wohl die nächsten abgeben. Doch erstmal holte ich Chewaca, Negronamer, Sugarlips Habasi und Maekja van Ghosts aus ihren Boxen und band sie am Putzplatz an. Dort begann ich mich Chewaca, striegelte sie gründlich, säuberte ihre Hufe und kämmte das Langhaar. Dann nahm ich mir Habasi vor und striegelte auch sie, säuberte die Hufe und kämmte das Langhaar. Zufrieden mit den sauberen Pferd nahm ich Negro, den Rappen und säuberte sein dunkles Fell, es glänzte wieder und ich säuberte in Ruhe alle Vier Hufe ehe ich mir die junge Maekja vornahm. Ich striegelte die junge Isländerstute, kämmte ihr Langhaar und säuberte die Hufe, dann nahm ich mir Chewaca und ritt ein wenig auf den Platz. Dann bewegte ich Negronamer auf der Bahn und tat das gleiche mit Habasi. Maekja longierte ich am Platz und stellte dann alle Pferde auf die Weide.

      © Snoopy | 952 Zeichen

      Gangreiten E zu A | 16. November 2018
      Blaer frá glæsileika eyjarinnar | Blávör | Glanni frá glæsileika eyjarinnar | Trú fra Frelsi | Skrýmir | Snotra | Eimyja | Maekja van Ghosts

      “Seid ihr soweit”, fragt Bruce, der Blaer am Zügel hält. Wir nickten und folgen ihm. Heute machen wir ein Gruppentraining auf der Ovalbahn. Max mit Blávör, Tyrell mit Glanni und ich mit Trú. Zuerst gurten wir nach und wärmen jeder allein die Pferde auf. Die Herausforderung ist, dass niemand den Anderen beim Reiten stört. Das ist der eigentliche Grund heute, zu dem möchte auch Tyrell sich etwas mehr mit dem Isländern befassen, da es immer mehr werden und wir gar nicht schaffen, alle regelmäßig zu beschäftigen.
      “Wie bereits gesprochen, einige von euch sitzen auf Isländern, die noch nicht richtig an den Tölt geführt wurden. Deshalb teilen wir uns in zwei Teams und machen einen kleinen Wettbewerb draus. Die Pferde sollten so schnell wie möglich Taktklar tölten, aber gleichzeitig nicht überfordert sein oder zu etwas gezwungen werden. Und vergesst nicht, jeder von uns hat zwei Pferde. Nun, viel Erfolg!”, erklärt Bruce noch einmal und wir finden uns zusammen. Ich arbeite mit Max und Bruce mit Tyrell. Wie auch sonst. Allerdings haben wir das Glück, dass Trú und Blávör und auch Snotra schon Tölt kennen, somit müssen wir nicht soviel vorarbeiten. Aber auch Bruce und Tyrell haben Glück mit Blaer und Glanni.
      Das heutige Training ist für beide Teams sehr erfolgreich. Der erste Ritt war kein Problem, doch mit Trú hatte ich schon ziemlich viel zu tun, da sie sich noch etwas schwer macht den Takt zuhalten und deshalb schneller wird. Maekja hingegen hat schon gute Ansätze gezeigt, obwohl sie die Einzige im Team ist, die nicht tölten kann bisher. Tyrell hat schon gute Ansätze mit Glanni gehabt aber mehr Probleme mit Eimyja gehabt, die erst seit einem halben Jahr unter dem Sattel ist. Bruce zeigte sich mit Skrý gar nicht so schlecht. Der große Hengst ist ziemlich motiviert und zeigte sich sehr schön unter dem Sattel.
      Die nächsten Tage arbeiten Max und ich mit Snotra, Blávör, Maekja und Trú vom Boden aus, um das Vertrauen noch etwas zu festigen und gehen am Abend mit den beiden schwierigeren Pferden (Snotra und Maekja) eine kleine Runde in den Wald.
      Bruce und Tyrell hingegen üben mehr auf der Ovalbahn und setzen viel auf das regelmäßige kurze Intensive Training mit Blaer, Glanni, Eimy und Skrý. Doch besonders Blaer scheint schon nach den paar Tagen überfordert zu sein. Also wir werden sehen wer besser durch kommt.
      Heute sind schon 10 Tage vorbei, seitdem wir angefangen haben mit den Pferden, deshalb haben wir entschieden die Pferde zu tauschen.Max arbeitet mit Maekja auf der Bahn und ich bin mit Snotra dort. Gegenseitig geben wir uns Tipps und versuchen unsere Techniken zu erweitern. Die beiden Pferde sind sehr unterschiedlich was sich auch im Training zeigt. Maekja reagiert besser und schneller, wenn man intensiv dran bleibt. Snotra hingegen braucht viele Ruhephasen und eine Art Abstand um mehr Potential zu zeigen. Auch wenn Trú sich anfang unter mir schwierig gezeigt hat, kommt Max mit ihr deutlich besser klar. Für mich sind die ständigen Diskussionen ein Problem und meine Konzentration schwindet. Da Blávör eine ganz tolle gehorsame Stute ist, muss ich nicht viel machen. Schon auf die kleinen Hilfen reagiert sie. Heute können die beiden “Neu” Tölter schon mehr als eine Runde den Tölt taktklar halten. Morgen haben alle Vier eine Pause, da wir auch für die Uni noch lernen müssen.
      Blaer hat heute Pause, da er nicht von der Weide wollte, als er Bruce sah. Deshalb gibt er Tyrell unterricht auf Eimy, die auch schon wunderbar töltet. Die junge Stute ist sehr motiviert und möchte dem Reiter gefallen. Zu dem scheint Tyrell auch die richtige Hand für sie zu haben.
      Die Tage verlaufen sogut wie immer gleich, nach der Schule arbeiten Max und ich mit den Pferden und immer mehr Talent zeigt sich in beiden. Bruce und Tyrell hingegen zeigen sich immer mehr Probleme. Blaer weigert sich die Ovalbahn zu betreten, Glanni ist lahm, Skrýmir beisst um sich nur Eimyja arbeit noch freundlich mit. Also versuchen sie mit denen Drei zu arbeiten, damit es besser wird, allerdings würde ihnen eine Pause gut tun.

      Prüfung. Aufgeregt stehen wir zu viert auf der Ovalbahn. Torsten kontrolliert heute wie weit die Pferde sind und ob sie in die nächste Leistungsklasse können. Es ist einfache Viergangprüfung auf der schlechten Hand. Bruce und Blaer sind heute besser drauf. Der junge Hengst zeigt eine keine starke Vorderhandbewegung, doch sein Takt ist umso besser. Tyrell mit Glanni sind mit auch viel Takt ausgestattet, aber auch eine sehr gute Vorderhand. Blávör ist motiviert und fröhlich wie immer. Von beiden ist was da, Bewegung und Takt. Die Stute läuft wie eine Nähmaschiene. Und dann noch ich mit Trú, die etwas holprig Unterwegs ist, aber das beste gibt.
      In der zweiten Runde sind Skrýmir, Snotra, Maekja und Eimyja dabei. Auch die Vier sind gut vorbereitet, auch wenn wir die Beiden von mir und Max besser drauf sind.

      “Super gemacht”, lobt Torsten uns.
      “Aber ich muss sagen, da ich auch den Verlauf beobachtet habe, dass Max und Vriska bessere Arbeit geleistet haben. Die vier Pferde sind motivierter und wirken somit viel befreiter als die anderen. Also Jungs, schneidet euch eine Scheibe von den beiden ab.”, fügt er hinzu und geht.

      © Mohikanerin | 5170 Zeichen

      Frühlingsbeginn | 22. Februar 2019
      Willa | Vinkona frá Sólin | Totbringer | River's Fjörgyn | Krít | Kempa | Aqua
      Kvest Halsnaes | Hnakki van Ghosts | Capital | Blossi | Alvari
      Þögn | Snúra | Saints Row | Aska | Ylfa | Trú fra Frelsi | Snotra | Maekja van Ghosts | Eimyja | Blávör
      Wild Reflex | Yuva | Topa’s Comtesse | Tamana | Snuff | Mademoiselle | Layers of Fear | Kisshimbye | Jule | Friede sei mit dir | Atom Bomb
      Voodoozirkus | Litfari | Blaer frá glæsileika eyjarinnar | Skrýmir | Glanni frá glæsileika eyjarinnar
      Tesla | Ryuk | Ruvik | Party in the Clouds | Overo | Gnani | Flic Flac’s Milano | Amjad Amir | Almost Illegal | Absolutely Right
      Tvífarí van Frelsi | Skjanni vom Helstorf Moor | Nautilus | Lu'lu'a | Hawking von Atomic
      St. Pauli’s Amnesia | Songbird | Milska | Feuergeist di Royal Peerage

      Der Frühling beginnt schon langsam und das Ende Februar. An den Bäumen sind die ersten Knospen und Krokusse habe ich auch schon am Weidezaun erblicken können.
      Die erste Kontrolle ist bei den Stuten draussen auf den Weiden: Willa, Vinkona, Tot, Fjörgyn, Krít, Kempa und Aqua. Die sieben Stuten haben schon kleine Frühlingsgefühle und freuen sich über meinen Besuch. Aufgeregt kommen sie angetrabt, teilweise auch im Galopp, und schnauben mich begrüßend an. Als sie merken, dass ich keine Leckerlis habe, rennen sie wieder weiter und scheinen alle sehr gesund. Ich werfe noch einige Möhren auf die Koppel und dann geht es weiter.
      Da die Paddocks gerade renoviert werde und die Hengste aktuell nicht auf die Weide können, stehen sie noch in der Box. Erst nach her ist der übergangs Paddock fertig. Kvest, Hnakki, Capital, Blossi und Alvari stehen im Stall und suchen im Stroh nach Ähren. Ich fülle bei allen das Heu noch mal auf und verlasse den Stall wieder. Nachher werde ich noch Helfen sie auf die Paddocks zu bringen.
      Der nächste Besuch ist auf dem ersten Stuten Paddock. Dort stehen Ylfa, Snotra, Eimyja, Blávör und Aska. Die fünf Stuten sind eher rangniedrig und konnten sich in der anderen Herde nicht durchsetzen. Jetzt zusammen vertragen sie sich prächtig. Ich hole eine Schubkarre Pferdeäppel und fülle das Heu auf. Im Anschluss öffne ich die Weide und die Stuten dürfen für einige Stunden raus. Die Männer haben die anderen Stute von der Weide geholt und gehe zu ihnen auf den Paddock.
      Thögn, Snúra, Saint, Maekja und Trú schlendern langsam zum Tor, als ich mit der Schubkarre komme. Natürlich wissen sie, was jetzt kommt. Auch hier hole ich eine Schubkarre herunter und fülle das Heu nach. Mit einigen Rangeleien werden sie sich der Reihenfolge an den Heuraufen klar und fangen an zu knabbern.
      Dann sind die Männer auch schon bei den Großen Pferden und machen ebenfalls sauber. Wie immer komme ich dazu und helfe. Als wir fertig sind gucken wir uns alle die Tiere noch einmal an. Reflex, Yuva, Comtesse, Tamana, Snuff, Mademoiselle, Fear, Kiss, Jule (die neu in der Truppe ist), Friede sei mit mir und Bomb. Natürlich stehen die beiden Shettys nicht bei den großen, aber trotzdem geniessen sie den Besuch! Allen geht es gut und wir gehen zu den Hengsten.
      Die Isländer Hengste sind alle soweit für die Körung und wir gehen mit den Pferden noch mal die Prüfung durch und stimmen die Kleinigkeiten ab. Voodoo, Litfari sind als erstes dran, danach folgen Blaer, Glanni und Skrýmir. Die drei sind nämlich noch nicht so weit. Besonders Glanni ist noch ziemlich vorsichtig und unsicher unter dem Sattel.
      Auch die Großen bekommen noch etwas Aufmerksamkeit. Ich hole Milano und Ryuk von dem Paddock und longiere sie im Round Pen. Tesla und Gnani sind im Moment erkältet und stehen deshalb in Quarantäne. Ruvik steht wie immer in der Box und möchte mit keinem Menschen etwas zu tun haben, obwohl ich mit ihm schon ein Stückchen weiter gekommen bin und die Box betreten kann, ohne das er mich angreift. Overo, Illegal, Right, Party und Amir stehen auf den Weiden. Die beiden Welsh Ponys spielen, hingegen die anderen den Kopf ins Gras stecken, auch wenn es nicht mehr viel gibt.
      Das gemeinsame Mittagessen haben wir beendet und es geht wieder an die Arbeit. Wir fahren noch zu den Jungpferden. Als erstes zu den Jungs. Tri und Nautilus sind mittlerweile ziemlich alt und könnten schon zum Hof, um ein Reitpferd zu werden. Leidere fehlt uns allen noch die Zeit, Jungpferde einzureiten. Deshalb dürfen sie noch weiter Pferd sein. Skjanni, Lu und Hawking sind noch nicht so weit, aber wachsen wohl auf. Allen Pferden geht es gut und wir fahren weiter zur Stutenweide.
      Schon als sie das Auto hören, kommen Amnesia, Bird, Milska und Feuergeist zum Zaun. Auch hier sind drei Pferde bei, die eigentlich unter den Sattel gehören. Ein weiterer wichtiger Grund ist, dass die Truppe so bleibt, ist Feuergeist. Sie hätte keinen Anschluss mehr und scheint sich auch nur mit den drei zu verstehen. Wir hatten sie bereits in einer Jungstutengruppe bei Freunden, aber dort fühlte sie sich nicht wohl und kam nicht ans Futter. Hoffentlich kommen bald neue Fohlen, damit die aktuelle Generation sich weiter entwickeln kann.
      Der Abend ist angerückt und nach einem derart erfolgreichen Tag fällt es mir nicht schwer schnell einzuschlafen.

      © Mohikanerin | 4317 Zeichen

      Zu Besuch auf Atomics Valley | 1. September 2019
      Hnakki van Ghosts | Capital | Blossi | Saints Row | Alvari | Willa | Vinkona frá Sólin | Totbringer | River's Fjörgyn | Kvest Halsnaes | Krít | Kempa | Aqua | Þögn | Wild Reflex | Voodoozirkus | Snúra | Litfari | Blaer frá glaesileika eyjarinnar | St Pauli's Amnesia | Songbird | Nautilus | Milska | Lu'lu'a | Hawking von Atomic | Feuergeist di Royal Peerage | Aska | Yuva | Ylfa | Tesla | Tamana | Snotra | Ruvik | Overo | Maekja van Ghosts | Kissimbye | Jule | Gnani | Glanni frá glaesileika eyjrarinnar | Friede sei mit dir | Blávör | Almost illegal | Absolutely Right


      Da demnächst ein Hengst der Familie Earle meine Stute Drafna decken sollte, machte ich mich auf den Weg nach Atomics Valley, denn ich wollte mir die in Frage kommenden Hengste in Natur ansehen. Auf dem Hof angekommen wurde ich begrüßt, da aber niemand Zeit hatte mich herum zu führen durfte ich alleine den Hof erkunden. Zuerst beobachtete ich wie einige Pferde, unter anderem auch die Hengste für die ich mich interessiere für die Arbeit vorbereitet wurden. Im Umgang schienen sie absolut problemlos zu sein. Hnakki van Ghosts, Capital, Blossi, Saints Row und Alvari wurden nun geritten. Für die gekörten Hengste ging es auf die Ovalbahn oder auf den Platz für Dressurliche Arbeit. Ich ließ die Mitarbeiter in Ruhe warmreiten und besuchte währenddessen Willa, Vinkona frá Sólin, Totbringer, River's Fjörgyn, Kvest Halsnaes, Krít, Kempa, Aqua, Þögn, Wild Reflex, Voodoozirkus, Snúra, Litfari, Blaer frá glaesileika eyjarinnar, St Pauli's Amnesia, Songbird, Nautilus, Milska, Lu'lu'a, Hawking von Atomic, Feuergeist di Royal Peerage, Aska, Yuva, Ylfa, Tesla, Tamana, Snotra, Ruvik, Overo, Maekja van Ghosts, Kissimbye, Jule, Gnani, Glanni frá glaesileika eyjrarinnar, Friede sei mit dir, Blávör, Almost illegal und Absolutely Right auf ihren Weiden. Sie waren logischerweise nach Geschlechtern getrennt, aber auch nach Aufgabenbereich. Die Stuten und Hengste die auf die Körung vorbereitet wurden standen in ihren großen und lichtdurchfluteten Boxen, die Stuten die bereits gekört waren standen teilweise mit Fohlen bei Fuß oder ziemlich dickem Bauch auf den umliegenden Wiesen. Alle Pferde waren in einem tadellosen Zustand, also machte ich mich wieder auf den Weg zu den Hengsten um mir dort ein weiteres Bild von ihnen zu machen.
      Am Ende des Tages schwankte meine Entscheidung zwischen Hnakki van Ghosts und Capital, die Gestütsleitung half mir bei der Entscheidung und sie fiel auf Hnakki, er würde also der Vater des ersten Fohlens von meiner Drafna werden.

      © AliciaFarina | 1992 Zeichen
    • Occulta
      Neujahr ohne Schnee – oh jehmineh
      Khiara El Assuad, Indiana, Vai Alida, Coulee, Gleam of Light, Caspian of the Moonlightvalley, Spotted Timeout, Shades of Gray, A Winter’s Day, Compliment, PFS’ Stromer’s Painting Gold, Cabinet of Caligari, PFS’ Captured in Time, tc Miss Moneypenny, PFS’ Cryptic Spots, Primo Victoria, PFS’ Sarabi, PFS’ A Winter’s Tale, PFS’ Stop Making Sense, Subsyndromal Symptomatic Depression, PFS’ Snap in Style, Thomas, Co Pilot de la Bryére, Circus Dancer, Estragon Sky, Ljóski, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Navy Sniper, Halluzination, PFS’ Ravissante, Cinnemont’s History, Eismärchen, Moon Kiddy, Feline, Lovely Summertime, PFS’ Dancin’ to Jazz, Maekja van Ghosts, PFS‘ Dahu

      Die Festtage waren auf Pineforest stressig wie immer gewesen. Wir mussten auch an Weihnachten jeweils die Versorgung der Pferde gewährleisten und trotzdem den Pflegern irgendwie die verdiente Auszeit mit ihren Familien gönnen. Dies erforderte gründliche Planung. Zum Glück war niemand kurzfristig krank geworden, sonst wäre alles durcheinander geraten. Irgendwie hatten wir die besinnliche Zeit überlebt, und der Start ins neue Jahr war ebenfalls gelungen. Schade war nur, dass es die ganze Zeit über nicht geschneit hatte, weder an Weihnachten noch zu Silvester. Ich vermisste die Galopps im weissen Pulver und das Schlitteln inzwischen so sehr, dass ich mir überlegte, einen Trip irgendwo in den Norden zu machen. Aber dazu fehlte mir schlichtweg die Zeit. Inzwischen ging alles wieder seinen gewohnten Gang - zumindest fast. Ein paar Pferde mussten das Gestüt in nächster Zeit verlassen, um Platz zu schaffen für den im Frühling erwarteten Nachwuchs. Ich hatte mich lange mit der Entscheidung gequält, wen das betreffen würde. Sie sind ja nicht von der Welt, erinnerte ich mich immer wieder, doch es tröstete nur bedingt. Schliesslich hatte ich mich dazu entschlossen, dass Felicita, Deadly Ambition, Campina und Savory Blossom nach dem Absetzen ihrer Fohlen an Bekannte von mir verkauft werden würden. Dort erwartete sie ein toller Endplatz mit viel Weidegang und langen Ausritten. Bauchschmerzen bereitete mir, dass ich Lily irgendwie beibringen musste, dass ich White Dream verkauft hatte. Eine Verwandte von Lisa war auf der Suche nach einem Pony für ihre Tochter gewesen, und Dream war einfach perfekt dafür. Aber ich befürchtete, dass Lily alles andere als erfreut darüber sein würde, denn sie hing sehr an Skydives Mama. Merino und Simba sollten kastriert und an ambitionierte Nachwuchsreiter geliehen werden. Bei den beiden schmerzte es besonders, denn ich hatte sie hier aufwachsen sehen und sie lagen mir sehr am Herzen. Aber ich konnte nunmal einfach nicht unbegrenzt viele Pferde unterbringen, und aus züchterischer Sicht war es sinnvoller, Deckhengste anderer Blutlinien einzusetzen. Trost fand ich in der Vorfreude auf das Fohlen von Merino - einen Nachkommen von ihm hatte ich trotz allem gewollt, damit das ganze Theater mit der Körung nicht umsonst gewesen war. Zuerst wurde aber die Geburt von Ronjas Nachwuchs erwartet, und zwar schon in wenigen Tagen. Es handelte sich dabei zugegebenermassen um ein kleines Experiment, denn ich hatte schon seit Jahren überlegt, ein Fohlen aus ihr und Burggraf zu Züchten. Das machte Sinn, um die seltene Farbe der beiden womöglich reinzuzüchten – oder zumindest weiter zu erhalten. Wenn ich Pech hatte, konnte das Fohlen aber auch gewöhnlich braun oder schwarz werden; ausserdem brachte Inzucht natürlich immer ein gewisses Risiko mit sich. Wir hatten die beiden Achal Tekkiner zwar im Voraus zur Sicherheit auf häufige Erbkrankheiten getestet, aber ein Restrisiko blieb immer. Ich war aber zuversichtlich, dass das Fohlen gesund zur Welt kommen würde. Weiteren Nachwuchs erwarteten wir übrigens auch bei den Reitponys: Cinni war tragend von einem schicken Palominohengst namens Feuervogel. Ich war gespannt, welche Farbe das Fohlen bekommen würde. Auch Lily war schon ganz ungeduldig. Und dann erwarteten wir auch noch Nachwuchs von unserer neuen Stute Eismärchen. Der Vater war Navy Sniper, es würde für beide Elternteile das erste Fohlen werden. Ich machte mir aber keine Sorgen, dass die halbblinde Stute eine gute Mutter werden würde - schliesslich hatte sie solch einen goldigen Charakter. Und zuletzt erwartete ich gespannt das Fohlen meiner neuen Isländerstute Maekja, die ich erst vor kurzem erworben hatte. Sie war eine Tochter des bekannten Fuchshengstes Mellamo, dessen heimlicher Fan ich schon seit langem war.

      Ich machte mich an diesem Morgen wie immer zuerst auf den Weg in den Hauptstall, wo ich dem Training der Vollblüter beiwohnte. Allerdings ritt ich nur in einer Gruppe mit, nämlich auf meinem geliebten Winter. Shades of Gray überholte uns beim Kopf-an-Kopf Sprint gnadenlos – offenbar war der schneeweisse Vollbluthengst heute nicht in Bestform. Ich verwöhnte ihn nach der Arbeit trotzdem mit Karotten und brachte ihn mit einer kuscheligen Fleece-Decke in den Freilauftrainer, wo er trocknen konnte. In der kalten Morgenluft dampften die frisch trainierten Pferde richtiggehend. Spotted Timeout und Gleam of Light trieben etwas Blödsinn im Karussell: Spot lief absichtlich langsam und liess sein Hinterteil das Trenngitter berühren, während Light ihn durch das Metallgeflecht angiftete. „Er provoziert ihn regelrecht“, meinte auch Parker augenrollend. Ich lief eine Runde mit und trieb Spot mit fuchtelnden Armen vorwärts, danach benahmen sich die beiden einigermassen. Als ich zurück in die Stallgasse schlenderte, um die Putzsachen von Winter zu verräumen, hätte Zira, die mir seit dem Absteigen wieder wie ein Schatten folgte, beinahe eine Maus erwischt, die sich jedoch gerade noch in die Sattelkammer retten konnte. „Von denen hat es auch wieder zu viele, was meine Süsse?“, murmelte ich an die Malinois Hündin gewandt. Sie sah mich erwartungsvoll an, also knuddelte ich sie rasch. Die nächste Gruppe wurde bereits in der Stallgasse gesattelt. Ich lief an Mambo vorbei direkt zu einem altbekannten Neuling: Snap in Style. Erneut hatte ich ihn von einer Kollegin zurückgekauft, und diesmal hatte ich nicht vor, ihn wieder herzugeben. Er hatte sich inzwischen von dem schlaksigen Jungtier, dessen Bild ich noch klar im Kopf hatte, zu einem kräftigen Rennpferd gemausert. Mambo war jetzt in dieser Gruppe also nicht mehr der einzige Hahn im Korb. A Winter’s Tale, Counterfire, Sarabi und Dolly standen bereits draussen bereit, als ich den Hauptstall verliess, um zum Nebenstall zu laufen. Ich wechselte noch kurz ein Wort mit Oliver, dann öffnete ich Halluzinations Boxentür. Die Fuchsstute schien nicht allzu begeistert von meinem frühen Besuch. Sie rümpfte die Nase und bewegte sich kein Bisschen auf mich zu. „Was ist denn das für eine Begrüssung?“, motzte ich liebevoll. Wenigstens dreht sie sich nicht gleich weg. Ich lief zu ihr hin und bot ihr ein Karottenstück an. Dadurch taute sie sofort auf und liess sich brav aufhalftern. Ich putzte sie im Eilgang durch – das kurz geschorene Fell unter ihrer Decke war ohnehin sauber – und sattelte sie mit ihrem Dressursattel. In der Halle war bereits Lisa mit Artemis. Sie hatte zwei Cavaletti auf der Mittellinie platziert und übte mit dem Schimmel Galoppwechsel. Wenig später stiessen auch Jonas mit Loki und Darren mit Circus Dancer dazu. Eine Weile ritten wir alle stumm und konzentriert, möglichst ohne einander in den Weg zukommen. Man hörte nur die Huftritte im Hallensand und das gelegentliche schnauben eines Pferdes. Beim Ausschreiten plauderten wir dann wieder ausgelassen miteinander, während die Pferde sich strecken durften. Als David mit Thomas reinkam, kratzte ich gerade Hallus Hufe aus. „Ahh, good Timing – we’re already finished, so you have enough space”, scherzte ich als Andeutung auf die Grösse des Scheckhengstes. Hallu bekam ihre Belohnung und eine kurze Rückenmassage. Es wurde langsam hell, als ich mich auf den Weg zum Offenstall der Stuten machte. Offenbar war ich die erste, die die Weide heute betrat, denn das Stalltor war noch geschlossen. Ich schob es auf und liess die Stuten raus auf das spährliche Wintergras. Jazz schob sich vor allen anderen als erste an mir vorbei in die Freiheit und der Stall leerte sich langsam; als letzte Nachzügler folgten Feline und Summer. Nur eine Stute blieb zurück – oder auf den zweiten Blick doch zwei. „Oh my! I didn’t expect to see you already today. Hello little sweetheart!” Neugierig näherte ich mich der schlaksigen kleinen Gestalt, die neben Ronja im Stroh lag. Das Fohlen sah zu meinem Entzücken genau gleich aus wie seine Eltern: es hatte dieselbe seltsame, zweifarbige Scheckung. Der Kopf erinnerte mich sehr an den seiner Mutter, denn er hatte ebenfalls einen hohen Weissanteil und nur ein paar Flecken an Nüstern und Augen. Die kleine war wohl noch nicht aufgestanden, machte aber einen gesunden ersten Eindruck. Begeistert beobachtete ich sie eine Weile, ohne zu nahe heranzugehen. Ich durfte die ersten Momente von Mutter und Tochter nicht stören. Ronja beschnupperte das Fohlen immer wieder, als wollte sie sichergehen, dass es noch da war. Die kleine machte kurz darauf Aufstehversuche – vermutlich hatte sie zuvor schon damit begonnen, war aber durch mein Eintreten unterbrochen worden. Jedenfalls stand sie bereits nach wenigen Minuten auf ihren wackeligen Beinen. Ich hätte den ganzen Tag zusehen können, aber die Arbeit rief, und ich erinnerte mich, weshalb ich eigentlich hergekommen war. „Moon!“ Die Stute wandte mir draussen sofort den Kopf zu, als sie ihren Namen hörte, und kam auf mich zu. Ich streichelte sie und führte sie am Halfter zum Stall. Dort band ich sie an einem der Halteringe and der Wand an und machte sie startklar für einen ausgiebigen Ausritt mit Jonas und Co Pilot. Wir entkamen dabei gerade noch einer ganzen Horde von Pflegern, nämlich Lisa, Anne, Darren, Alan und Jason, die allesamt mit Bacardi, Khiara, Life, Indiana und Sniper auch gerade raus in den Wald wollten. Da sowohl Jonas als auch mir aber gerade eher nach einem entspannten Ausritt zu zweit zumute war, schlichen wir uns vor ihnen weg. Wir kehrten vor dem Mittag zurück und ich kümmerte mich anschliessend noch um Ravissante, ehe ich kochen ging. Die Stute musste ein ausgiebiges Training mit Cavaletti über sich ergehen lassen, dass ihr vielleicht sogar ein wenig Muskelkater beschehren würde. Aber es war wichtig, dass sie ihre Koordination verbesserte und ihre vier Beine in den Griff bekam. Die Cavaletti halfen dabei, ihr einen Takt vorzugeben und ihren (und auch meinen) Sinn für die Abstände zu schulen. Sie wurde im Verlauf des Trainings etwas heftig - ich vermutete, dass ihre Konzentration nachliess. Deshalb wählte ich als letzte Übung nur noch eine Art Slalom mit Seitwärtsverschiebungen im Schritt, damit wir positiv abschliessen konnten. Es war eben noch kein Meister vom Himmel gefallen.

      Nach dem Mittag brachte ich Caspian, Compliment und Cryptic zusammen auf eine der kleineren Weiden. Auf der grossen unteren Weide, die neben dem Stutenoffenstall, durften zuerst Goldy, Ciela, Caligari, Penny und Primo sich austoben. Das war ein wenig zum Problem geworden in letzter Zeit: besonders viel Gras hatte es nicht mehr, dadurch wurde den Pferden rasch langweilig. Sie rannten häufiger herum und spielten ruppig miteinander, nebenbei pflügten sie das letzte bisschen intakten Weideboden um. Wenigstens hatten wir für den Frühling die ganz grossen Weiden ausserhalb. Womöglich würden wir sie dieses Jahr aufteilen müssen, bis die kleineren sich erholt hatten. Als ich summend von den Weiden zurück zum Hauptstall lief, sah ich gerade Oliver mit Vai Alida losreiten. Ich wünschte ihm einen schönen Ausritt. Dann streckte ich mich genüsslich, um mich für die restlichen Aufgaben des Tages zu wappnen. Am Horizont meinte ich, ein paar verdächtig aussehende Wolken zu sichten. Vielleicht endlich der erste Schnee im neuen Jahr?
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  • Album:
    Oststall
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    Occulta
    Datum:
    1 Jan. 2020
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  • [​IMG]

    Mutter: Elding

    Vater: Mellamo


    [​IMG]

    Rufname: Maekja
    Geburtstag: 28.02.12
    Alter: 8 Jahre
    Stockmaß: 1.40 m
    Rasse: Isländer
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Fuchsschecke
    (ee,Aa,nZ,nT)
    Abzeichen: Scheckungsbedingt (Beine)
    Gesundheit: Sehr gut


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    vorsichtig, ausgeglichen, aufmerksam


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    Obwohl Meakja in neuen und unbekannten Situationen ängstlich reagiert, zeigt sie sich ausgeglichen und aufmerksam. Sie ist Viergänger.

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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Mohikanerin
    VKR: Mohikanerin
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: Nein
    Nachkommen: -


    [​IMG]

    Galopprennen Klasse: E
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: E
    Military Klasse: E
    Dressur Klasse: E
    Distanz Klasse: E
    Fahren Klasse: L
    Gangreiten Klasse: A

    Eignung: Gangreiten, Freizeit
    Eingeritten: Ja


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    2. Platz 36. Synchronfahren
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    1. Platz 442. Fahrturnier
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    Maekjas Spind​