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Mohikanerin

Mökkur | Ungekört

5 Jahre | by Mohikanerin | 2 Punkte | P2 - W2

Mökkur | Ungekört
Mohikanerin, 3 Aug. 2016
    • Mohikanerin
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      Fohlenzeit

      Pflegebericht
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      28. Mai 2014 | (c) Rasha
      2524 Zeichen | - Jessica

      Langsam kehrte der Alltag auf der Ranch ein. Die beiden Fohlen kamen super miteinander aus und auch die Stutenherde hatte – trotz einiger spezieller Damen – eine Einigung gefunden. Leider stand unser Hengst immer noch alleine. Dies hatte allerdings zwei Gründe – erstens hatten wir keinen Wallach oder Hengst als Gesellschaft und zweitens war Possibility aufgrund seiner Vergangenheit eher problematisch in Bezug auf Herdenhaltung. Alleine lassen wollte ich ihn aber ich nicht uns so machte ich mich heimlich auf die Suche nach einem Gefährten.

      Dabei landete ich immer mal wieder bei der Isländerzucht „van Ghosts“, aus der auch meine Aesi stammte. Fast wöchentlich checkte ich ihre Inserate und plötzlich sprang er mir ins Auge: ein kleiner, etwas unscheinbarer Isländerhengst mit toller Abstammung! Das sollte er sein – der zukünftige Hengst meiner Islandzucht und der Gefährte für Possy.

      Schnell war ein Besuchstermin vereinbart und schon waren wir auf dem Weg zum Gestüt. Dort angekommen wurden wir freundlich begrüßt und zum Fohlen geführt. Mökkur war ein ängstliches und etwas unsicheres Fohlen. Ich überlegte, ob er wirklich zu uns passen würde, doch hatte ich mich eigentlich schon in ihn verguckt. Timo meinte nur: „Wo würde er besser hinpassen, als in unsere bekloppte Herde? Zudem ist ein nicht allzu dominanter Hengst perfekt für unseren Possy!“ Damit hatte er Recht und so kam es zu einer Einigung über den Verkauf.

      Nachdem der Papierkram erledigt war, gingen wir zurück zu Mökkur. Vorsichtig näherte ich mich ihm und streichelte ihm den Hals. Langsam halfterte ich ihm auf und beruhigte ihn, während Timo ihm die Transportgamaschen anlegte. Dann gingen wir gemeinsam zum Hänger. Hier zeigte sich dann Mökkurs Ängstlichkeit – es dauerte eine ganze Weile, bis er einen Fuß auf die Rampe setzte. Doch mit sehr viel Geduld, Streicheleinheiten und Leckerlis stand das Fohlen dann doch letztendlich im Hänger.

      Zuhause angekommen luden wir den kleinen Hengst aus und brachten ihn zunächst in eine unserer Außenboxen, bevor er am nächsten Tag zuerst einmal in die Fohlenherde integriert werden würde. Sobald er in das geschlechtsreife Alter kommen würde, sollte er zu Possy umziehen.

      Glücklich bereitete ich noch einen kleinen Eimer mit Futter zu und brachte diesen zu Mökkur. Während das Fohlen langsam fraß, beobachtete ich ihn. Timo kam dazu und meinte: „So, nun habe ich aber das Gefühl, dass wir erst einmal komplett sind!“ „Es sei denn, du findest doch noch eine Quarterstute….“, antwortet ich ihm grinsend.

      Fohlenschau
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      07. Juni 2014 | (c) Rasha
      3213 Zeichen | - Jessica

      Sanft streichelte ich meinem nervös tänzelndem Fohlen den Hals: „Ruhig mein Kleiner, es passiert dir nichts!“ Ganz kurzfristig hatte ich mich für den Start mit Mökkur bei der Fohlenschau entschieden.

      Es war Mökkurs erste Fohlenschau und zudem war er sowieso oft sehr ängstlich. Noch einmal versuchte ich, den kleinen Hengst zu beruhigen. Dann ertönten die Ansage aus den Lautsprechern: „Und nun der letzte Teilnehmer für heute – Jessica Rheinburg mit Mökkur bitte!“. Ich zupfte kurz am Strick und machte mich mit Mökkur auf den Weg zum Platz. Beim Eingang blieb mein Fohlen stehen und wollte erst einmal keinen Schritt mehr weiter gehen. Typisch Mökkur: sobald etwas unheimlich war – und das war es oft – schaltete er auf stur. Ich schnalzte dem skeptischen Hengst zu und zog leicht am Strick. Widerwillig und langsam folgte der kleine Mann mir dann doch auf den Platz und wir schafften es bis z um Richtertisch. Dort reichte mir der Moderator das Mikrofon. „Das ist Mökkur van Ghosts, ein Islandpferd. Er ist noch sehr jung und es ist heute seine erste Fohlenschau. Da er noch nicht viel kann, würde ich ihn heute gerne in Schritt und Trab an der Hand und anschließend im Freilauf vorstellen“, erklärte ich den Richtern. Einer der Richter nickte mir zu und so begann ich mit unserer kleinen Kür. Zuerst ging ich mit Mökkur eine Runde Schritt auf der ganzen Bahn. Skeptisch beäugte das Fohlen die Umgebung und lief daher leider zuerst nicht
      ganz so schön. Als er sich jedoch etwas entspannte, schnalzte ich ihm zu und lief etwas schneller. Der tiefe Sand auf dem Platz erschwerte meine Schritte und Mökkur hatte auch nicht so viel Lust, sich zu bewegen. Zuerst musste ich ihn fast ein wenig hinter mir herziehen, doch als ich leicht mit dem Ende des Stricks wedelte, trabte er recht schön daher. Das nutzte ich, um noch eine weitere Runde im Trab auf dem unteren Zirkel zu drehen.
      So langsam kam ich außer Puste – war ich doch vorhin schon mit Lunara gelaufen. Daher wurde ich langsamer, hielt an und hakte den Strick aus Mökkurs Halfter aus. Da er auf der Weide jedoch auch nic
      ht sehr spielfreudig war, bewegte er sich erst einmal gar nicht, sonder guckte nur umher. Nachdem ich energischer mit Stimme und leicht wedelndem Strick trieb, trabte er jedoch ein Stück von mir weg. „Hm, etwas Galopp wollten die Richter sicher sehen“, dachte ich und trieb ihn noch stärker an. Plötzlich erwachte das Isländerfohlen und galoppierte über den Platz. Dann begannen die Zuschauer zu klatschen und Mökkur, mein Angsthase, erschrak so sehr, dass er leicht panisch – jedoch mit wunderschöner Aktion – über den Platz galoppierte. Der Moderator reagierte sofort und bat die Zuschauer, das Klatschen einzustellen. Dann konnte ich Mökkur auch mit meiner Stimme beruhigen und wieder einfangen. Ich führte das verschwitzte, aufgeregte Fohlen zurück zum Richtertisch und verabschiedete mich. Während wir den Platz verließen, lobte ich den kleinen Hengst besonders und dachte: „Das müssen wir aber noch gehörig üben!“

      Wie erwartet wurden wir nicht platziert, aber daraus machte ich mir nichts. Mökkur hatte nun Erfahrungen im Turnierbereich gesammelt und würde auf der nächsten Schau vielleicht nicht mehr ganz so ängstlich sein...

      Pflegebericht
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      28.Juni 2014 | (c) Rasha
      5704 Zeichen | - Jessica

      Immer tiefer und tiefer tauchte ich in die Isländerszene ein. Einerseits durch Turniere, aber andererseits auch über den Kontakt mit Svartur und Vina. Und immer wieder landete ich letztendlich bei einer Zucht – den „van Ghosts“ von Vina!
      Diese Pferde gefallen mir einfach super und entsprechen genau meinem Idealbild eines Gangpferdes.

      So kam es, dass ich durch zufall einen tollen Aegidienbergerhengst von den van Ghosts zum Verkauf sah. Da ich solch ein besonderes Pferd gerne in meinem Besitzt hätte und noch einen Hengstanwärter für die Turniersaison suchte, zögerte ich nicht lange und schaute mir den Hengst an. Högni überzeugte mich sofort! Einerseits durch seine tolle Farben und die blauen Augen, welche einem direkt in die Seele zu blicken scheinen, andererseits aber auch durch seinen – mal wieder – nicht ganz so einfachen Charakter. Seine Ganganlagen waren hervorragend. Ich suchte einen Ausbilder, der Högni nun im Tölt weiterbringen würde …glücklicherweise ging es Vina nach ihrem Unfall besser, sodass sie sich – zu meiner Freude – bereiterklärte, ihren ehemaligen Hengst zu trainieren. Er verbrachte dort einige Wochen und ich wurde von Vina immer wieder über seine Fortschritte informiert.
      Dann war der Tag seiner Abholung da. Vina bat mich, einen Tag vorher vorbei zu kommen, damit sie mir noch ein paar Unterrichtsstunden zum Umgang und Training mit Högni geben konnte. Das fand ich richtig gut, denn hier benötigte ich auf jeden Fall noch Unterstützung.

      Natürlich sah ich mich auch auf dem Gestüt um und ich landete irgendwie immer wieder bei demselben Pferd: Hikandi – einem wunderschönen Isländerrappschecken. Dies blieb natürlich nicht unbemerkt und so teilte mir Thor mit, dass der gekörte Hengst ebenfalls einen neuen Wirkungskreis suchte. Er kam zwar nicht aus ihrer Zucht, wurde aber bisher in eben dieser eingesetzt und passt daher auch gut in meine Pläne. Die Nacht vor der Abfahrt schlief ich nicht gut, da ich die ganze Zeit nachdenken musste. Am nächsten Morgen hatte ich noch eine Reitstunde mit Högni, die wirklich gut verlief. Anschließend lud ich meinen Hengst in den Hänger. Doch er fuhr nicht alleine, im Hänger wartete bereits Hikandi auf ihn. Ich hatte mich entschieden, den wunderbaren Hengst mitzunehmen. Letztendlich war es von Anfang an Liebe auf den ersten Blick…

      Zuhause angekommen staunte Timo nicht schlecht, als ich mit dem Hänger vorfuhr. Grinsend begrüßte er mich: „Ein Pferd wegbringen und zwei wieder mitbringen? Funktioniert das auch mit unserem Geld?“ „Hm, leider nein, da wird es wohl zurzeit genau anders herum sein“, antwortet ich verlegen. Wir luden die Hengste aus und brachten sie zusammen auf den Paddock. Beide kannten sich ja bereits und kamen gut miteinander aus. „Da hast du aber wirklich ein hübsches Exemplar gefunden!“ sagte Timo. „Mal sehen, ob wir sie irgendwann mit Possy zusammenstellen können. Högni ist manchmal sehr frech, aber frisst lieber alleine – das könnte also klappen“, erklärte ich. Högni erkundete derweil neugierig die Umgebung, Hikandi hingegen lief nervös herum. Dass er das tun würde, hatte Vina schon gesagt. Nach ein paar Tagen würde es sich bestimmt legen.

      Da ich nun schon einige Gangpferde auf dem Hof hatte, und Timo über eine Quarterzucht nachdachte, reiften die Pläne der Hoferweiterung. Wir konnten noch weitere Weiden pachten oder kaufen und wir ließen uns Angebote zum Bau einer Reithalle schicken. Während meines Aufenthalts mit Possy in Canada, wo wir einen Bodenarbeitskurs besuchten, hatte Timo zu Hause bereits fleißig gewerkelt und es waren weitere Boxen im Stalltrakt entstanden. Darunter auch große, videoüberwachte Abfohlboxen. Stolz führte er mich durch die neue Stallgasse. Insgesamt hatten wir nun 5 große Boxen zur Verfügung. Das würde für kranke und tragende Pferde reichen. Ansonsten standen unsere Herden in Robusthaltung ganzjährig draußen.

      Durch Zufall sah ich ein paar Tage später eine Verkaufsanzeige „Islandstute mit interessanter Farbe und sehr gutem Gangvermögen sucht neues Zuhause“. Als ich das Angebot anklickte, sah ich, dass es sich hier um ein Fohlen der „Van Ghosts“ handelte. Schnell vereinbarte ich einen Besuchstermin und sah mir das Stütchen an. Maekja überzeugte durch ihre tolle Farbe und vor allem durch ihr Gangvermögen, welches sie im Freilauf auf dem Reitplatz zeigte. Ich musste nicht lange überlegen und auch Timo stimmte sofort zu. Die Papiere wurden unterschrieben, das Geld übergeben und so fuhr die Fuchsstute mit uns nach Hause.
      Auf dem Hof angekommen luden wir sie aus und stellten sie über Nacht erst einmal in eine Box.

      Am nächsten Morgen brachte ich sie zu den anderen Fohlen auf die Weide. Mökkur hielt sich natürlich im Hintergrund und beobachtet die Situation argwöhnisch. Aesi und Lunara kamen beide sofort freundlich angelaufen. Maekja zögerte zunächst, entschied sich aber dann anders und brauste imposant los. Die Drei tollten im Galopp über die Weide, hier und da flog ein Huf, aber alles lief sehr friedlich ab. Währenddessen kontrollierte ich das Wasserfass und den Weidezaun. Als die Stuten nach ein paar Minuten mit dem Grasen begannen, traute sich auch mein kleiner Angsthase herbei und beschnupperte Maekja vorsichtig. Maekja war jedoch sehr verträglich und so hatte sich das Quartett sehr schnell beruhigt. Ich nahm die Wurzelbürste zur Hand und putzte nacheinander alle Fohlen, um eventuelle Verletzungen feststellen zu können. Ebenfalls warf ich noch einen Blick auf die Hufe, hier würde ich bald mal mit den ersten Hufschmiedbehandlungen anfangen müssen.
      „Na das hat ja super geklappt!“, dachte ich, während ich mich auf den Rückweg zur Ranch machte. Ich war gespannt, was die Stute im Laufe der nächsten Jahre so zeigen würde.

      Fohlen ABC
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      08.Juli 2014 | (c) Rasha
      2000 Zeichen | - Jessica

      Heute war es mal an der Zeit, mit Mökkur am Fohlen-ABC weiterzuarbeiten. Halfterführung war er mittlerweile doch so weit, aber das Hufe geben bereitete uns noch große Schwierigkeiten.

      Also holte ich den kleinen Hengst von der Weide. Zögerlich folgte er mir zum Putzplatz. Dort war er bisher noch nicht so oft gewesen. Ich ließ ihn sich in Ruhe umsehen und verteilte ein paar Körner Kraftfutter auf dem Boden, damit er abgelenkt war. Währenddessen striegelte ich ihn mit einer Wurzelbürste. Das fand er recht angenehm und so entspannte er langsam.

      Dann wagte ich den ersten Versuch. Vorsichtig glitt ich mit der Hand am rechten Vorderbein entlang und sagte: „Huf“. Mökkur guckte mich nur an und reagierte nicht. Langsam lehnte ich mich gegen seine Schulter, damit er das Gewicht verlagerte. Dies tat er auch, jedoch in die falsche Richtung. Kräftig drückte er sich mir entgegen. „Hm…so war das nicht gedacht“, sagte ich zu ihm. „Gut, dann probieren wir zuerst mal die Hinterbeine“, dachte ich. Auch hier fuhr ich zunächst mit der Hand am Bein entlang. Mökkur war etwas kitzelig und kickte daher leicht. Das war immerhin ein Anfang, der Huf hatte einen Moment den Bodenkontakt verloren. Ich probierte es erneut und hielt beim Kick den Huf kurz fest. Als Mökkur das Bein ruhig hielt, lobte ich ihn lautstark und stellte es sofort, aber sanft wieder ab. Dann probierte ich es mit dem anderen Hinterbein. Auch hier musste ich zweimal testen, bevor er mir den Huf gab. Man konnte richtig sehen, wie sein kleines Fohlengehirn arbeitete. Erneut versuchte ich es mit dem Vorderbein. Diesmal hatte es „klick“ gemacht und Mökkur entlastete das Bein, sodass ich es anheben konnte. Sofort wurde er erneut gelobt und das Bein wieder abgestellt. Auch das andere Vorderbein klappte mit etwas Gegenlehnen dann doch.

      „Für heute reicht es. Das hast du super gemacht!“, lobte ich das Fohlen. Zur Belohnung erhielt Mökkur noch eine dicke Möhre. Hier würden wir noch einige Zeit üben müssen, aber der Anfang war gemacht.

      Pflegebericht
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      Juli 2014 | (c) Rasha
      880 Zeichen | - Jessica

      Mökkur, was mach ich nur mit dir?

      ...diese Frage stellte ich mir schon lange. Es war ein Wunschfohlen gewesen und ich war damals wirklich happy, als ich ihn bekam. Aber irgendwie gibt es zurzeit große Probleme. Wir finden einfach keinen Draht zueinander...

      Mökkur ist nicht einfach und normalerweise komme ich mit solchen Pferden klar. Aber es wird immer schwerer. Sobald ich auf die Weide komme, zieht er sich zurück. Es ist kaum noch möglich, ihn aufzuhalftern. Auch Timo findet nur wenig Zugang zu ihm.

      Nachdem ich das Fohlen mal wieder nur mit Mühe und Not abbürsten könnte, kamen mir die Tränen.
      "mökkur, was mache ich nur mit dir..?", sagte ich zu ihm. Der Gedanke des Verkaufs war da, vielleicht passen wir nicht zusammen..? Doch letztendlich tut es mir im Herzen weh.

      Heute fasste ich einen Entschluss, wir suchen einen Trainer, der auf solche Fälle spezialisiert ist!

      Training
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      Januar 2015 | (c) Mohikanerin
      3341 Zeichen | - Erik

      Frustriert wurde ich von Jessica angerufen. Vor einigen Monaten hat sie eins der Nachzuchten, Mökkur, gekauft. Er war von Anfang an etwas schwierig, aber jetzt hat es überhand genommen. Sie weiß, dass ich auf Problempferde orientiert bin.
      Mit dem Auto halte ich an der Fohlenweide und steige aus. Die Herde kommt neugierig gucken, auch unser 'Patient' ist dabei. Ein leichter Wind weht über die Wiese. Ich betrete die Weide un warte erst mal. Nach einiger Zeit eckt sich in jedem der Fohlen die Neugier, nur Mökkur weß nicht so recht was er tun soll. Zwischen durch mache ich ein Schritt auf ihn zu, doch der junge Hengst springt weg. Auch die nächste halbe Stunde passierte nichts. Voll entschlossen ging ich wieder auf das junge Pferd zu. Mittlerweile hat sich die ganze Trppe an mich gewöhnt und auch Mökkur geht mit wenigen Schritten auf mich zu. Ich locke ihn mit einer Möhre in der Hand. Etwas misstrauisch beobachtet er mich und wie ich darauf reagiere, wenn er kommt. Nach einigen missglückten Versuchen des Abbeissens, gelingt es ihm. Kurz schaffe ich es ihn zu berühren eh Mökkur wieder einige Schritte nach Hinten geht.
      Die nächsten Tage vergehen und auch die Arbeit mit dem Jungpferd geht nur stockend voran. Heute gehe ich gemeinsam mit Jessica zu ihrem Pferd. Wie schon beim letzten mal, fangen wir an die Herde an uns zu gewöhnen und schenken anfangs Mökkur keine Aufmerksamkeit. Im Verlaufe der Zeit nähen wir und dem Pferd. Immer wieder wechseln wir uns ab, bis es uns gelingt den Hengst einzufangen. Ich lege ihm behutsam das Halfter um und wir tragen ihn schon fast in den Hänger. Um besser mit ihm Abrieten zu können, muss er einfach auf den Hof.
      Am gestrigen Tag hatte Mökkur die Möglichkeit, sich an die Box und den Betrieb auf dem Hof zu gewöhnen. Heute komme ich wieder. Schon als das Jungpferd mich sieht legt er verängstigt die Ohren an. „Ganz ruhig“, beruhige ich den Hengst, selbst wenn es nichts bringt. Ich betrete die Box und gebe ihm einen gewissen Freiraum. Nach einigen Minuten hat er sich an mich gewöhnt und weckt erstes Interesse, was ich jedoch ablehne. Das heißt, ich gehe ihm aus dem Weg und begrenze den Hengst. Darauf spring Mökkur an. Er sieht es als Spiel und möchte mich dominieren. Doch die Chance gebe ihm nicht und weise ihn zurück. Diese Übung wiederhole ich mehrmals eh ihm ein Leckerlie hinlege und gehe. Die nächten Tage verläuft das Training ähnlich, bis wir anfangen mit dem Halfter.
      Es ist endlich soweit, dass Mökkur lernen muss am Halfter zu laufen. In den letzten 10 Tagen hatte er genügend Zeit um sich an den Menschen zu gewöhnen und hat das auch getan. Der Kleine freut sich sogar, wenn jemand kommt. Heute ist es soweit, dass wir mit dem Halfter beginen. Deshalb komme ich direkt in die Box. Mökkur tritt einige Schritte auf ich zu und ich streichle ihn – alles kein Problem mehr. Auch Leckerlies frisst er aus der Hand. Ich zeige ihm das Halfter Der Hengst ist noch etwas ängstlich und ich gerbe ihm etwas Zeit. Als auich diese Hürde überstanden ist, mache ich erste Versuche ihm das Halfter umzumachen – Erfolgreich.
      Innerhalb eines Monats haben wir es geschafft den Hengst Mökkur an den Menschen und das Halfter zugewöhnen. Nun kann er sogar schon an diesem laufen. Die Arbeit hat sich sichtlich gelohnt.

      Pflegebericht
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      28. Juni 2015 | (c) Friese
      3379 Zeichen | - Friese

      Heute machte ich mich auf den Weg in meinen eigenen Stall um mich um die Pferde zu kümmern. Ich wollte ein bisschen mit meinen zwei Hannoveraner trainieren, da bald ein neues Turnier anstand. Die beiden waren dank unserem häufigen Training sehr erfolgreich gewesen. Die beiden Kaltblüter hatten heute bei Joyce ein kleines Fahrtraining. Sie kannte sich damit einfach besser aus und fuhr alle unsere Pferde. Als erstes brachte ich jedoch die Ponys nach draußen auf die Weide. Ich lobte als erstes Almost Illegal und dann Overo. Danach hackte ich die Führstricke aus und ließ die beiden laufen. Die beiden begannen wie oft zu kämpfen und ich lächelte nur kurz. Danach holte ich Roxy und Lysanne aus den Boxen und brachte sie auch auf die Weide. Als nächstes folgte Hollywood, welche seinen Kopf kurz in die Höhe riss und dann trabte sie an meine Hand an. „Ruhig Undead“ meinte ich zu ihr und klopfte dann ihren Hals. Ich stellte sie zu den beiden Kaltblütern und lief dann zurück zum Stall. Als nächstes holte ich Galawayn und Ameer und brachte sie auch nach draußen. Die beiden galoppierten zu den anderen Hengsten und Ameer schnappte kurz nach Overo, welcher ihn sofort in die Schranken wies. Als letztes holte ich meine zwei Hannoveranerhengste Louis und San Diago, zusammen mit Mökkur aus den Boxen. Dann brachte ich die drei zu den anderen und lobte sie sanft. Ich ging wieder in den Stall und mistete die Boxen. Ich streute sie neu ein und legte in allen Boxen das Futter bereit. „ Kann ich Lysanne und Roxy wieder reinholen?“ fragte Joyce mich, welche hinter mir stand. Ich nickte und ging dann gemeinsam mit ihr zu den Koppeln. Ich holte Louis von der Koppel und lief gemeinsam mit ihr wieder in den Stall. Gemeinsam putzten wir unsere Pferde und machten sie dann fertig. „ Ich werde im Gelände ein bisschen fahren. Was hast du vor?“ erklärte sie mir und ich beschrieb ihr meinen Trainingsplan mit den beiden Hengsten. Mit Louis wollte ich ein bisschen im Gelände springen und mit San Diago in der Halle. „Dann können wir das erste Stück zusammen gehen“ beschlossen wir und sie spannte die beiden Stuten vor die Kutsche. Ich stieg in Louis Sattel und wartete auf Joyce. Sie stieg auf die Kutsche und fuhr dann neben mich. Brav lief der Hengst neben der Kutsche her und wir gingen auf einen der Feldwege neben den Weiden. Nachdem wir ein Stück gegangen waren und an die Wegkreuzung kamen meinte ich zu ihr, dass ich nun auf die Geländestrecke gehen wolle und sie nickte. „Dann bis später“ verabschiedete ich mich und dann trabte ich den Hengst an. Sanft klopfte ich seinen Hals und galoppierte ihn dann an. Ich nahm die Zügel etwas kürzer und ging dann mit ihm auf die Strecke. Er nahm die Hindernisse ohne Schwierigkeiten und ich lobte ihn danach ausgiebig. „ Gut gemacht großer“ meinte ich und klopfte ihn sanft. Auf dem Hof angekommen traf ich wieder auf Joyce. „ Wie lief es bei euch?“ fragte sie mich sofort und ich erzählte ihr alles. Sie erzählte mir dann, dass die beiden Pferde sich sehr gut gemacht hatten und sie gerne öfter mit ihren fahren wollen würde. Ich freute mich sehr darüber, weil die zwei dann auch mal eine sinnvolle Beschäftigung hätten. Wir holten die anderen noch gemeinsam von den Weiden und kochten dann noch für alle. Wir aßen wie jeden Abend gemeinsam und räumten zusammen das Geschirr auf. Ich ging noch schell duschen und schlief schnell ein.

      Kleine Teufel
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      10. April 2016 | (c) Mohikanerin
      2777 Zeichen | - Vriska

      Der Nachmittag macht sich nun am Himmel bemerkbar. Gemeinsam sitze ich mit Emma im Auto und fahre zu den Fohlen, die in Little Atomics stehen. Sofort springt die Kleine aus dem Fahrzeug, als wir angekommen sind. Ihr Ziel ist das neue Fohlen Elfa. Die junge Stute ist gerade von ihrer Mutter getrennt worden, die noch auf einem anderen Hof steht, aber mir gehört. “Nicht auf die Koppel gehen”, versuche ich Emma noch zu zurufen, aber kein Erfolg. Von den Gefühlen überrumpelt rennen alle auf der Weide herum, aber das kann nicht gut gehen. Schnell laufe ich auch zu ihnen und versuche Emma raus zuziehen, die das als Spiel sieht - wie die Fohlen auch. Doch alles was jetzt passiert, kann Auswirkung auf die Entwicklung der Kleinen haben.
      Es ist wieder Ruhe eingekehrt, aber Emma nervt die Fohlen noch immer. “Jetzt komm endlich von denen Weg!”, versuche ich sie wieder hier her zu holen, doch wie so oft, hört sie nicht. Bei unseren Stuten stehen im Moment noch ein paar Gastpferde, aus den Nachbarstädten. Von uns sind nur Héla und Elfa, die anderen Jungpferde stehen auf der ger anderen Koppel. Héla wird bald angeritten, zusammen mit den kleinen Hengsten Hrafn und Mókkur. Die kleine Stute hat noch immer viel Fell und müsste wahrscheinlich rasiert werden, aber das werde ich noch besprechen. Während ich mit der kleinen Héla beschäftigt bin, versucht Elfa Emma wieder zum Spielen zu animieren. “Emma, lass die Stute, oder darfst nicht mehr mit her. Wir gehen jetzt zu den Hengsten”, rufe ich ihr zu. Jetzt hat sie mal zugehört. Zusammen gehen wir auf die andere Koppel, auf der meine kleinen Hengste stehen und ein alter Wallach aus der Umgebung.
      Auch jetzt rennt Emma wieder völlig überdreht auf die Weide - doch die Hengste reagieren ganz anders. Mókkur, der eh schon so ängstlich ist, rennt richtig andere Seite der Koppel und bleibt dort alleine stehen. Gösli rennt auch in die Richtung. Nur Hrafn guckt neugierig, aber wird dann von Voodoo weg gebissen. Er ist der Chef der Herde. Der große alte Wallach ist eh nicht an uns Besucher interessiert, der will nur sein Restleben auf der Weide verbringen. Hrafn begibt sich auch wieder zum Heu, dass noch in der Raufe ist. Bald wird er eingeritten, aber dafür brauche ich Zeit, genau wie für Mókkur und Voodoo.
      Man hätte es fast ahnen können. Hinter meinem Rücken höre ich plötzlich Geheule und rennende Fohlen - Mókkur hat sie getreten. “Nächstes mal kommst du nicht mit”, jetzt weint sie noch mehr, aber mir ist das gerade egal. Wer nicht hört, der muss fühlen. Neugierig kommt Gösli zu mir, der mich auch entdeckt hat. Der Kleine hat eine super schöne Farbe und eine gute Abstammung, zu dem auch noch sehr gute Gänge!
      Als Emma am Auto ist, verabschiede ich mich von den vier kleinen Hengsten und fahre dann zurück zum Hof.

      Pflegebericht
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      14. Mai 2016 | (c) Mohikanerin
      2830 Zeichen | - Vriska

      Der nächste Tag hat schon sehr aufregend begonnen. Emma liegt krank im Bett und kann (oder will) nicht in die Schule. Also bin ich mit ihr zum Kinderarzt - Bronchitis. Super, jetzt wo das Wetter schön ist. Percy kümmert sich um die Kleine.

      Ilja und ich stehen am Sandweg und warten auf Andrei. Am Horizont sehen wir bereits ein kleines grünes Auto kommen - das wird er sein. "Guten Tag", grossen wir ihn. "Ich habe leider nicht mehr so viel Zeit. Einer unserer Artisten ist krank geworden und kann deshalb nicht auftreten. Wir telefonieren bereits die ganze Zeit herum, ob jemand Einspringen kann", erzählt Andrei gestresst. Der Weg zu den Paddocks ist nicht weit, da steht dann auch schon Ruvik, der uns wiehrend begrüßt. "Da ist der Hengst", zeige ich dem Zirkusdirektor. Ilja geht aus der Sattelkammer ein Halfter holen. "Die Farbe sieht schon mal Cool aus, jetzt möchte ich noch wissen, wie er sich mit den Aufgaben anstellt.", antwort er. Zu dritt stehen wir auf dem Reitplatz. Ruvik ist etwas aufgeregt und tänzelt auf der Stelle herum.

      Einige Zeit später hat sich der Mann aus dem Zirkus entschieden - er würde ihn gerne mit auf Tour nehmen. Als Endgeld reiten sie ihn für uns ein. "Freut mich, wir kommen nächste Woche mal zu ihrer Show", sagt Ilja. "Ach ja, ich wollte ihnen noch Tickets geben. Wie viele brauchen sie?", fragt Andrei. "4, wenn wir unseren Hausrobo mitbringen können", antworte ich. Belustigt nickt Andrei und gibt uns die Tickets. "Nach her kommen ein paar Artisten und holen ihn ab", sagt er noch und steigt ins Auto.

      Gespannt schauen wir dem Auto nach. „Einfacher als gedacht“, sagt Ilja noch, Zusammen gehen wir ins Haus um den Rest der Familie das Geschehnis zu erzählen. Plötzlich geht es Emma wieder ganz gut – Kinder – und freut sich auch sehr. Percy freut sich viel mehr da drüber, dass er mitkommen darf und soll. „Ich gehe jetzt Mökkur holen“, sage ich noch und gehe aus dem Haus.



      Störrisch steht Mökkur vor der Brücke und bewegt sich kein Stück mehr vorwärts. "Jetzt komm'!", bettel ich den Hengst an, doch der sucht nur nach Gras. Ich führe ihn noch einmal nach hinten und wende ihn dann. Unser Wundfarbenhengst soll langsam ein geritten werden, dass wir ihn für die geplante Zucht verwenden können. Ilja ist derweil mit Dáti auf der Ovalbahn und übt ein wenig für die kommenden Turniere. Geschafft! Mökkur und ich befinden uns auf der anderen Seite der Brücke. Leicht verwirrt guckt er mich an und denkt wahrscheinlich: 'Was den mit der falsch' und die Nachbarn wahrscheinlich auch. Zusammen laufen wir hoch in den Stall. Die Stuten begrüßen den Hengst und auch die wenigen Hengste schauen neugierig nach dem Neuen. Aufgeregt tippelt er fast auf der Stelle und versucht immer wieder loszurennen. Vorerst stelle ich den Windfarben auf den Reitplatz, dass er sich etwas entspannen kann.
    • Mohikanerin
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      Einreiten

      3. August 2016 | (c) Mohikanerin
      9759 Zeichen | - Vriska

      Der Tag nährte sich langsam dem Ende und ich stand noch immer auf dem Pferdehof. Meine Gedanken drehten sich um Mökkur, der nicht annährend sich eingelebt hatte. Den halben Tag rennt der junge Hengst seine Weide hinab und wiehrt. Das nervt nicht nur uns sondern auch die Nachbaren.

      Ausschlafen? Kann man das essen? Mit diesen Gedanken zog ich mich an und ging zu den Pferden. Heute ist Samstag, 5:45 Uhr, nur Percy ist wach und begleitet mich ein Stück. "Ich kommen dann bald wieder. Wenn es essen gibt, kannst du ja Emma schicken", rufe ich ihm noch nach. Für den Hengst muss jetzt der Ernst des leben Beginnen. Mit einem Halfter stelle ich mich auf seine Weide, die am Rand und schon abgelaufen ist. Neugierig guckt mich der Hengst an. Langsam kommt er einige Schritte auf mich zu, eh er wieder abwendet und lang galoppiert oder töltet. Viel Zeit vergeht und der Hengst kommt zu mir. Ohne etwas zu tuen – er steht vor mir. Den selben Kampf hatten wir bereits auf der Fohlenweide schon. Mit keinen Zickerein lässt sich Mökkur das Halfter umlegen und läuft ganz entspannt mit. Ich binde ihn an und hole den Putzenkasten. Ruhig beobachtet er die ganze Situation und sieht nachdenklich aus. Normalerweise war Mökkur nie so, nicht mal ein bisschen. Ein wenig tänzelt der Hengst auf der Stelle, doch als ich wieer da bin, kann ich ihn ruhig putzen.. Er ist dreckig, sehr dreckig. Nich nur, dass er noch sehr viel Winterfell hat, nein, überall hängen kleine Äste und ähnliches im Langhaar und Fell. Genervt gucke ich auf die Uhr – 7:50 Uhr. Kurz Rolle ich die Augen und konzentriere mich wieder aufs Pony. Das meiste habe ich bereits entfernt. Das der Hengst sich noch etwas bewegen kann gehe ich mit ihm ins Roungpen. Natürlich mit Kappzaum und Longe. Nochmal warte ich nicht, dass Mökkur wieder zu mir kommt. Anfangs ist er im Roundpen etwas ungeschickt und stolpert oft. Sofort verstand der junge Hengst was er machen sollte. Er ist recht sensibel und feinfühlig auf Körpersprache.

      Leicht verschwitzt stelle ich den Hengst wieder auf sein Paddock. Es war Zeit für Essen, sowohl für ihn als auch für mich.

      ...

      Die Tage ziehen vorbei und Mökkur hat in den letzten viel gearbeitet. Jedes mal ging es schneller ihn auf dem Paddock einzufangen, den ich habe herausgefunden, dass Leckerlies bei ihm Wunder bewirken. Auch im Roundpen konnte ich ihn schon mal freilaufen lassen, ohne das er nicht mehr weg will. Am Anbinder klappt Hufeauskratzen nicht, also übe ich es spielerisch und sie da. Schon nach mehrmaligen Wiederholen klappt es besser.

      Auch heute steht das gleiche Programm wieder vor. Doch es regnet und es relativ kalt. Wie ein nasser Hund steht der Hengst auf seiner Weide und starrt mich an. Freundlich wiehrt er mich an und zusammen gehen wir zum Anbinder. Ein bisschen putze ich den Hengst nur, weil .. er ist ja schon recht sauber. Heute werde ich noch mal Mökkur mit seinem Halfter laufen lassen und dann geht es mit Trense und Knotenhalfter los.

      ...

      Mökkur hat in den letzten Wochen viel gelernt. Er kann nun am ruhig am Anbinder stehen, lässt sich die Hufen auskratzen, läuft im Roundpen mit Trense und Knotenhalfter. Ausserdem kennt er schon wichtige Befehle aus der Bodenarbeit. Heute nehme ich ihn als Handpferd mit. Aus dem Stutenpaddock hole ich Topa, die kleine Lewitzerstute meiner Tochter. In den letzten Tagen hat sie es nicht geschafft sie zu bewegen, also mache ich das jetzt mal. Beide Pferde putze ich zu nächsten und lege dann auf Topa den Sattel. Mökkur mache ich ein Halfter um und die Hengstkette ins Maul. Es kann los gehen. Ich führe beide Pferde vom Anbinder weg und steigen auf. Anfangs sind Beide etwas nervös doch als wir dann am Roundpen vorbei sind und langsam der Wald beginnt, werden beide ruhiger. Zufrieden schnauft Topa mehrmals ab und Mökkur tänzelt noch immer hektisch neben uns. Als dann die Bäume aufhören und der See in der ganzen Pracht zu sehen ist, trabe ich Topa an und auch Mökkur trabt neben uns. Ich sitze die Stute aus, weil ich mich dann ebsser auf das Jungferd neben mir konzentrieren kann. Ein Stück nach der Weggabelung pariere ich wieder durch, langsam sehe ich die Straße, die nach Sanctuary führt. Beide Pferde lobe ich und lasse der Stute die Zügel länger. Wir haben hier nicht wirklich das Problem mit Mücken. Nur selten verirrt sich eine zu uns, was wahrscheinlich mit dem Klima zusammen hängt. Nicht mal im November ist es wirklich kalt, mit 10°C. Ich bin froh, dass ich mir hier etwas mit Ilja aufgebaut habe und nicht bei meinen Eltern in Tschechien.

      Als wir über die Straße geritten sind, trabe ich die Pferde erneut an. Diesmal töltet Mökkur sogar, weil ich versuche, dass Topa langsam und ich Haltung läuft. Die Kleine muss sich echt anstrengen, weil ich etwas mehr wiege als meine Tochter, aber da ich die Stute nur selten reite, geht das.

      Wieder am Hof angekommen, bringe ich Mökkur zurück auf seinen Paddock und in der Zeit frisst Topa ihr Futter.

      ...

      Endlich wurde das Wetter besser. Den ganzen Tag hat es geregnet und jetzt, gegen Abend, wurde es besser. Ich schnabte mir Elsa und ging zum Hof. Mökkur hatte ich den letzten Tage Pause und davor waren wir oft wieder im Roundpen. Seine Vorderhandmuskulatur hat sich schon schön aufgebaut und Stangenarbeit hat ihm auch gefallen. Also kann es jetzt mit Satteltraining los gehen. Neugierig rennt Elsa zu dem Hengst, der erst einmal hektisch wegspringt aber dann auch guckt, was das war. Zusammen gehen wir zum Stall. Wie immer putze ich den Hengst, der eigentlich nur Nass ist aber nicht dreckig. Aus der Sattelkammer hole ich ein Pad, dass ich zuerst auf seinen Rücken packe. Etwas schockiert guckt er mich an, aber mehr auch nicht. Gleiche reaktion mit dem Sattel. Auch beim führen hat er kein Problem damit.

      Im Roundpen buckelt der Hengst mehrmals und dann ist auch gut. Ich lege dem Hengst wieder den Strick an und er soll erst mal warm laufen. Mökkur fängt bereits an den Kopf entspannt zu senken und aktiv vorwärts zu laufen. Von Anfang an tritt er unter. Der Hengst biegt sich auch sehr schön in den Kurven.

      ...

      Die letzten Wochen vergehen wie im Flug. Mökkur kennt nun auch schon Reitergewicht, was trotzdem noch für ihn mehr als Qual angesehen wird. Zusammen mit einer Freundin, versuche ich immer wieder den jungen Hengst dafür zu Motivieren, was andere in seinem Alter bereits können – Laufen unterm Reiter. Schon nach weiteren Tagen ist es möglich, sich auf den Windfarben zu setzen ohne wieder auf dem Boden zu liegen. In den Tagen zuvor war mein Körper bereits von vielen Blauenflecken besetzt, kein schöner Anblick.

      ...

      Schon mehr als acht Wochen arbeite ich nun mit dem Hengst Mökkur, der panische Angst vor allem neuen hat. Doch ich bin davon Überzeugt, dass er mal ein tolles Turnierpferd wird. Mittlerweile kann ich mit dem Kleinen auf dem Viereck reiten, zwar nur im Schritt und viel Überzeugung, aber es klappt. Unser tägliches Training beginnt mit Streicheleinheiten und etwas Obst. Im Verlauf wird er geputzt und gesattelt. Kurz führe ich ihn über den Platz, steige kurz auf, steige wieder ab und immer so weiter. Zwischendurch tritt sogar langeweile bei Mökkur auf und das wollte ich erzeugen. Je mehr Aufgaben der Hengst hat, um so aufgeregter ist er. Doch wenn es immer das selbe ist, Gewinnt er an Sicherhet für einzelne Dinge.

      ...

      Der erste Ausritt soll heute für Mökkur eine große Überwindung sein. Die letzten drei Wochen waren wir nur im Viereck und konnten erste Lektionen wie Biegen und Volten machen. Sehr fein reagiert der junge Hengst auf Hilfen und ist stehts aufmerksam. Doch heute geht es in dem Wald, den kennt er allerdings nur vom Handpferd sein und das konnten wir leider auch nicht oft machen. Alles beginnt wie immer und schon am Tor kommt Mökkur freundlich angetrabt. Ich begrüße ihn und wir gehen zum Anbinder.

      Die erste Hürde ist das Verlassen des Hofes. Da wir hinten kein Tor haben, geht das, aber trotzdem steigt der Hengst und versucht der ungewohnten Situation aus dem Weg zu gehen. Er darf erst mal stehen und gucken, nebenbei beruhige ich Mökkur. Schüchtern und geschockt guckt er zu mir hoch, noch mal streiche ich ihm übern Hals eh ich den Hengst wieder vorwärts treibe. Diesmal kommen wir ein Stück weiter, eh er wieder einparkt und die Überzeugungsarbeit von vorn beginnt. Viel Geduld braucht man, um mit diesem Pferd klar zu kommen.

      ...

      Ein gefühltes Jahr, also 4 Monate, später ist der junge Hengst so weit, alle Gänge abzurufen und auch entspannt ins Gelände zu gehen. Mökkur kennt bereits Abteilreiten und jegliche andere Formen. Der Gedanke, dass dieses Pferd verängstigt von der Weide kam und jetzt eins der ruhigesten Pferde des Hofes ist, ist erstaunlich. Relativ lange hat die Arbeit mit dem Hengst gebraucht, doch was tut man alles, dass er nicht kastriert werden muss. Bei anderen wäre er sicher auch schon in der Wurst oder sonst wo. Heute gehen wir noch mal auf die Ovalbahn eh er wieder auf die Weide kommt, um eine Pause zu haben. Motiviert laufen wir zur Bahn. Der Hengst ist bereits geputzt und gesattelt. Langsam steige ich auf und gurte noch mal nach. Am langen Zügel reite ich Mökkur eine Runden im Schritt warm. Immer wieder muss ich ihn etwas vorwärts treiben, dass er mir nicht einschläft beim Laufen. Andere würden denken, was das für ein blödes Pferd sein soll, doch glauben würde auch keiner, dass er nicht mal die Straße betreten wollte oder gar in neue Umgebung.

      Im Tölt zeigt er deutlich sein Talent – Zügelübertreichen. Nur mit wenig Kontakt tölte ich den Hengst, der von Anfang an Takt hatte nur selten auf der linken Hand gerollt ist. Zwischendurch hatten wir bereits Anfragen wegen Decken oder gar Verkauf. Doch beides ist momentan nicht möglich.

      Zufrieden reite ich den Hengst ab und gebe ihm noch am Hof etwas zu fressen. Ich bin extrem Stolz auf den Dicken!
    • AliciaFarina
      Kurzer Besuch bei Vriska



      Heute statte ich Vriska einen kurzen Besuch ab, sie hatte momentan viel um die Ohren, sodass ihre Pferde derzeit etwas kurz kamen.

      Nachdem ich angekommen war suchte ich die Isländer. Auf der einen Weide sah ich schon von weiten viele Isis mit ihren typischen voluminösen Langhaar. Auf der Stuten Weide standen: Willa, Òfeig, Throwa, Fjara, Grima, Kvika und Aska. Die hübschen Stuten standen einträchtig auf der Wiese und fraßen, sie kuckten hoch als ich sie alle kurz unter die Lupe nahm, aber fraßen schnell weiter. Nun besuchte ich die Hengte, hier standen: Mökkur, Dáti und Hervir. Die drei Herren machten ebenfalls einen guten Eindruck, sodass ich mich wieder auf den Weg nach Hause machte.



      717 Zeichen by AliciaFarina
    • Eddi
      Verschoben am 20.07.2017
      Grund:
      6 Monate Pflege.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Mohikanerin
    Datum:
    3 Aug. 2016
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    EXIF Data

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    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • [​IMG]
    Mökkur van Ghosts
    Hengst

    Isländer, *25.05
    Schwarzwindfarben, EeaanZ
    138 cm

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    Mökkur ist ein kleiner Feigling. Er hat Angst vor fast allem und auch auf der Weide ist er nicht sehr offen für spielen oder sonstiges. Der Hengst brauch jemanden dem er vertrauen kann und auch ihm zeigt wo es lang geht.
    Beim Reiten zeigt sich Mökkur gehorsam und motiviert. Er braucht einige Zeit um sich an neue Dinge zu gewöhnen.

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    Hýregur
    Vater | Mutter

    Milka Luflee
    Vater | Mutter

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    Nachkommen | Vater

    Schleife
    Körung

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    Gangreiten E | L
    Dressur E | M


    Ganveranlagung 4 Gänge

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    Veranstaltung |

    Schleifen

    Ausbildungsdaten
    Führen | Halfter | Anbinden | Putzen | Hufe Auskratzen
    Eingeritten | Eingetöltet


    Zirkuslektionen
    x |

    [​IMG]
    Tierarzt | Unbekannt
    Influenza Ja
    Tetanus Ja
    Herpes Ja

    keine Beschwerden

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    Hufschmied | Unbekannt
    Hufeisen Nein

    keine Beschwerden

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    PSD | Weide | Fohlenschau