1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
jojomaus

Lulu

Lulu
jojomaus, 9 März 2015
    • jojomaus
      Bericht vom 7.08.12 © Edfriend
      07.08.2012 - Ein neuer Anfang

      “Guten Morgen meine Süßen!” rief ich fröhlich, als ich der Weide entgegeneilte. Heute würde ein anstrengender Tag werden, doch zuerst sollten die Gnadenbrotpferde gefüttert werden. Zwar war Fly die einzige Stute unter vier Wallachen, dennoch war sie eindeutig die Chefin. Ich betrat den Offenstall und kraulte der Warmblutdame kurz die Stirn. Zu ihrer Linken stand der kleine Calimero, frech wie eh und je war unser 29-jähriges Shetty und die rechte Hand von Fly. Auch die anderen Pferde kamen sofort zu mir. Insgesamt bewohnten fünf Tiere den großen Offenstall mit anliegender Weide. Ich begrüßte zuerst Snickers und Star, beide waren wie immer Seite an Seite und ließen sich nur zusammen kraulen. Auch jetzt waren sie noch unzertrennlich, Kumpels für immer. Zu guter Letzt führte mich mein Weg zu Rashid. Auch er war näher gekommen, stand dennoch abseits. Unser Saddlebred war auf seinem linken Auge erblindet und deshalb stets vorsichtig. Ich redete lächelnd mit ihm und begann ihn zu kraulen, was er auch sichtlich genoss. Ich tätschelte ihm den Hals und macht mich dann ans Werk. Es war erst früh um sechs und dennoch schien die Sonne schon hell vom Himmel. Flott kontrollierte ich die Tränke und füllte nach. Dann schob ich die Schubkarre herein und verteilte das Heu in den Raufen. In aller Ruhe, wie Senioren eben sind, setzten sich die Pferde in Bewegung und begannen zu frühstücken. Danach nutzte ich sogleich die leergewordene Schubkarre, um den Paddock abzuäppeln und den Offenstall zu misten. Mit allem fertig, holte ich noch frisches Stroh und dann öffnete ich das Gatter zur Weide. Wenn sie wollten, würden die Guten sich schon im Grünen vergnügen. Ich hatte mich jedoch fast zu lange mit ihnen beschäftigt, denn es war bereits um sieben. “Mist…” fluchte ich. Ich hatte doch um diese Zeit schon auf Nasty Past sein wollen. Entschuldigt, ich meine damit unseren ehemaligen Hof. Denn heute stand der große Umzug an. Nachdem uns Monat für Monat immer mehr Helfer abgesprungen waren, hatten wir zuletzt nur noch zu zweit mit einem riesigen Hof und vielen Pferden dagestanden. Schwermütig hatten wir uns von den größten Teil getrennt und ich hatte nach einem neuen Hof gesucht, welchen ich auch mit Erfolg gefunden hatte. Er besaß alles, was wir brauchten, war aber gemütlicher und übersichtlicher. Heute würden noch die übrigen zwölf Pferde hier einziehen. Als Hilfe stand uns nun auch unsere Jahrespraktikantin Trudi zur Verfügung, welche uns nur zu gern half. Sie würde sich hauptsächlich um die Ordnung und Sauberkeit auf dem Hof kümmern, ab und an mit den Fohlen arbeiten und vielleicht auch manchmal reiten. Die Frage war nur wen, denn die Pferde waren doch noch sehr kompliziert. Doch ich musste erst einmal los.
      Auf dem großen Hof angekommen, stieg ich gähnend aus dem Auto und begrüßte eine ungeduldige Fee. “Ich bin doch pünktlich.” lachte ich. Als erstes wollten wir die Fohlen fahren. Also machten wir zuerst Moon River und Lulu für die Fahrt bereit. Die beiden waren auch schnell und ohne große Probleme verladen und ich konnte losfahren. Die beiden Zwerge Existenz und Calero würden von Fee gefahren werden, während meine Pflegerin Chrissi, auf die anderen Tiere aufpasste. Es dauerte nicht lange und wir kamen auf den neuen Hof an. Gemeinsam luden wir die Fohlen aus und brachten sie in die komplett neuen Boxen, welche Trudi schon fleißigerweise eingestreut und schön hergerichtet hatte. Es war ein Stall für zwanzig Pferde und jede Box besaß auch einen großen Paddock. Die Fohlen schienen sich wohlzufühlen. Wir fuhren direkt wieder zurück, um nun die Stuten zu holen. Das würde ein Spaß werden… Oh ja, das war es. Wir teilten so ein, dass jeweils eine ruhige Stute zu der nervösen kam. Als erstes waren Key und Success Story an der Reihe. Während Key mir ohne Weiteres brav hinauffolgte, sträubte Story sich wie eine Raubkatze. Sie stieg, tänzelte umher und wieherte ohrenbetäubend. Eine halbe Stunde brauchten wir, eh sie auf dem Hänger stand. Danach war die zweite Hürde an der Reihe. Zuerst verluden wir unsere Warmblutstute Deep Silent Complete. Sie ging auch ohne große Probleme auf den Hänger. Ihre Mitfahrerin Cual Maniaca, unsere Achal Tekkiner Dame, streikte noch schlimmer als Story. Beinahe riss sie sich los. Nur mit vereinten Kräften und gutem zureden schafften wir es auch bei ihr, sie auf den Hänger zu schaffen. Mit viel Radau ging die Fahrt los. Gott sei Dank war der andere Hof nur eine halbe Stunde entfernt, länger hätte ich das nicht ausgehalten. Das Ausladen gestaltete sich fast genauso schlimm und wir fahren froh, als wir unsere Vollblüter sicher in ihren Boxen stehen sahen. Besonders Manni schwitzte tierisch, also bekam sie direkt eine Stalldecke darauf. Story entspannte sich allmählich. Während man Key und Silly die Umstellung kaum anmerkte. Zu guter Letzt würden unsere vier Hengste kommen. Während ich Fiebertraum und Hoppla fuhr, würde Fee Leitz und Tiramisu übernehmen. Bei ihnen brauchten wir nicht ganz so lange, eh sie auf den Hängern standen. Glücklich fuhren wir auch die letzten vier Pferde auf den neuen Hof. Als auch unsere Hengste sicher in den Boxen standen, konnten wir verschnaufen. Der alte Hof stand nun leer, er war auch schon verkauft. In unseren neuen Hof zog gerade Leben ein. Für heute würden die Süßen im Stall bleiben müssen, aber sie hatten ja ihre Paddocks. Ab morgen würde es dann zum Test auf die Weiden gehen. Nachdem nun alle Pferde anwesend waren, gab es erstmal Mittagessen als Begrüßung. Jeder bekam seine spezielle Portion.
      Damit fertig, säuberten wir die Hänger und fuhren ein letztes Mal auf den riesigen Hof. Nun würde noch die Sattelkammer ausgeräumt werden. Ein langwieriges Unterfangen, denn wir säubert alles gleich, ehe wir es verpackten. Es dauerte zwar ewig, eh wir fertig waren, aber am späten Nachmittag war die neue Sattelkammer komplett eingeräumt und glänzte strahlend. Rundum zufrieden genoss ich die aufkommende Ruhe. Die Vögel zwitscherten noch und die Sonne gab ihre wärmenden Strahlen ab. Der Tag war erfolgreich geschafft und wir konnten stolz auf und sein. Fee musste relativ früh wieder weg und auch Trudi entließ ich nach Hause. Die ersten Tage würde ich alles mit ihr zusammen machen, damit sie die Pferde kennenlernte und alles. Wenn sie reiten würde, würde ich sie wahrscheinlich auf Key setzen. Sie ist die Ruhigste und hat genug Vertrauen in Menschen, Bei Silly wäre das eventuell auch möglich. Gegen Abend fütterte ich noch mal unsere Neuankömmlinge und nahm Manni ihre Decke ab. Dann machte ich mich auf den Weg zur Weide und pfiff die Gnadenbrotpferde zusammen in den Offenstall, um das Weidetor schließen zu können. Ich verteilte noch das Nachtheu, sagte jedem gute Nacht und bezog mein Nachtquartier im Büro.

      Bericht vom 31.10.12 © Edfriend
      31.10.2012 - Alle Fohlen

      Ich seufzte leise, heute war wahrlich nicht mein Tag und das miese Wetter munterte mich nicht sehr auf. Dennoch hatte ich heute die Zeit für unsere vier Jungpferde eingeplant. Auf dem Weg kaufte ich mir noch einen heißen Cappuccino und machte mich dann zum Stall auf. Dort angekommen, begrüßten mich anscheinend zufriedene Pferde, das hob meine Stimmung ein wenig. Flott wanderte ich zu den Boxen von unseren Zwergen, Calero und Existenz. Ich halfterte beide auf und brachte sie zum Putzplatz. Dort begannen Trudi und ich, die beiden ordentlich zu putzen. Trudi kümmerte sich um unser Scheckfohlen und ich versuchte unser Schimmelchen wieder einigermaßen vom Dreck zu befreien. Nach einer halben Stunde waren wir fertig, also schickte ich Trudi mit beiden in die Halle, während ich mir Schubkarre und Mistgabel schnappte, um mich um die Boxen zu kümmern. Calero hatte wieder einmal seine gesamte Box umgestaltet, das gesamte Stroh lag am Rand. Das erschwerte mir die Arbeit erheblich, währenddessen ich bei Existenzs Box schnell fertig war. Flott richtete ich alles wieder her, füllte die Heunetze und gab beiden einen neuen Leckstein. Trudi kam dann inzwischen auch wieder und brachte die beiden in ihre Boxen. "Hast du Lust, mit Lulu eine Runde spazieren zu gehen?" fragte ich lächelnd. Inzwischen schien wieder die Sonne und der Himmel wurde immer klarer. Trudi nahm das Angebot gerne an und holte sich sofort das kleine Westernpony, um die Stute für den Spaziergang fertig zu machen. Ich hingegen holte mir Moon River aus ihrer Box und begann die schon recht große Warmblutstute zu putzen. Als ich fertig war, holte ich Longe, Kappzaum und Peitsche. Gemeinsam gingen wir in die Halle und ich ließ River erst einmal im Schritt warmlaufen. Danach ging es weiter mit Trab und Galopp auf beiden Händen. Erst dann begann ich mit der richtigen Arbeit. Ich baute Trabstangen, eine Gasse und viele andere bunte Sachen auf, um River auch geistig zu fördern. Nun musste die kleine Stute ganz aufmerksam sein, um zu wissen, was genau ich von ihr verlangte. Wir arbeiteten so eine halbe Stunde weiter, bis wir mit einem super Ergebnis aufhörten. Bei beiden war außerdem die Konzentration weg und man sollte es ja schließlich auch nicht übertreiben. Ich lobte River ausgiebig und befreite sie von ihrer Ausrüstung. Während ich die Halle aufräumte, tobte ich River noch aus und wälzte sich einmal gründlich. Als ich pfiff, kam sie sofort wieder. Die Kleine hatte stark geschwitzt und ich warf ihr eine Decke über, damit sie sich nicht erkältete. Dann gingen wir zurück zum Stall. Ich band River am Putzplatz an und machte noch schnell die letzten beiden Fohlenboxen fertig. Nachdem ich dann fertig war, brachte ich River zurück in ihre Box. Trudi wusch noch Beine ab, eh auch die Kleine wieder in ihre Box kam. Gemeinsam holten wir dann die andeLulus ren Pferde rein, denn es wurde ein Unwetter angesagt und mit der Natur sollte man sich lieber nicht anlegen. Aber es war sowieso Zeit fürs Abendbrot und so ging es gleich mit der Fütterung weiter.

      Bericht vom 22.05.13 © Edfriend
      22.05.2013 - Frühjahrsputz

      „Morgen Fee!“ rief ich meiner Freundin fröhlich entgegen, als ich mich vom Rad schwang und Nessie an die Leine nahm. Heute war herrliches Wetter, doch uns stand ein anstrengender Tag auf Nasty Past bevor. Ich glaube wir hatten uns nun lang genug vor dem Frühjahrsputz gedrückt, so dass wir nun wirklich anfangen mussten. Doch zuerst waren die Pferde an der Reihe, denn sie spielten hier die Hauptrolle. Schon seit langem hatte Nasty Past kein neues Pferd mehr aufgenommen, so dass allmählich ein geregelter Alltag einhergegangen war und sich die Pferde dank unserer Unterstützung immer besser erholten. Dieses Jahr wollten wir sogar die ein oder anderen schon auf so manches Turnier schicken. Während Fee sich um die Morgenfütterung im Stall kümmerte, besuchte ich unsere Gnadenbrotpferde. Calimero kam als erster an, um sich einige Streicheleinheiten zu holen. Rashid war der zweite, welcher mich bemerkte und mir fröhlich entgegenbrummelte. Nightshine stand noch bei der Heuraufe und döste vor sich hin, währenddessen Snickers und Star schon ungeduldig am Weidegatter herumliefen und endlich auf die große Weide wollten. Die beiden waren wie Zwillinge und trennten sich nie. Ich begrüßte noch Nightshine, eh ich das Gatter des Paddocks öffnete und die Pferde auf die Wiese ließ. Trotz ihres Alters buckelten die beiden großen Schecken erfreut durch die Gegend. Calimero suchte Schutz neben der ruhigen Nightshine, um in ihrem Schutz zu bleiben. Rashid trabte stattdessen elegant hinfort. Ich schnappte mir sogleich die Schubkarre und eine Mistgabel, um den Paddock sauber zu machen. Dafür brauchte ich auch nicht lange, so dass ich nach einer Viertelstunde schon wieder verschwinden konnte und Fee bei dem Rausbringen der Pferde half. Als erstes schnappten wir uns die Fohlen. Fee nahm die Zwerge Calero und Existenz, währenddessen ich mir Moon River und Lulu schnappte. Als die vier auf ihrer großen Weide standen, waren noch die großen an der Reihe. Nachdem auch diese auf der Weide standen, machten wir uns an die Stallarbeit. Diese nahm heute wesentlich mehr Zeit in Anspruch, denn wir putzten auch die Fenster, machten die Spinnweben weg und kümmerten uns um das Aufräumen in der Sattelkammer. Nach drei Stunden waren wir durch und der Stall erstrahlte wieder in alten Glanz. Es war noch nicht lange her, dass wir umgezogen waren, doch im Winter hatte niemand große Lust, etwas zu machen. Ein Glück hatten wir uns zumindest letzte Woche schon um die Weiden und den Reitplatz gekümmert und die Reithalle hatten wir aktiv im Winter instand gehalten. Lediglich der Offenstall der Gnadenbrotpferde könnte noch einen neuen Anstrich gebrauchen, aber das würden wir auch noch schaffen. Nun wollten wir uns eine Pause gönnen, so dass wir uns Key und Silly schnappten, um mit den beiden Stuten auszureiten. Es war so schönes Wetter, dass wir uns zum See aufmachten und wir wurden für unseren Weg auch belohnt. Die beiden Pferde konnten sich abkühlen und wir hatten ein herrliches Panorama vor uns. Als wir wieder da waren, machten wir uns an die Arbeit: Fee ging mit Hoppla in den Longierzirkel, um mit dem Falabella einige Zirkuslektionen fortzuführen, während ich mir Leitz sattelte und an unseren Springkünsten feilte, denn dieses Jahr sollte seine erste Saison wieder losgehen. Bei meiner heutigen Motivation wagte ich mich dann sogar an die Dressurarbeit mit unserer Vollblutstute Success und bei dem schönen Wetter gingen wir natürlich auf den Reitplatz. Fee folgte bald mit Manni, unserer Achal Tekkiner Stute, so dass wir es uns am Ende nicht nehmen ließen, noch ein Pas de deux zu reiten. Das klappte heute auch erstaunlich gut, so dass sich unsere Laune immer mehr anhob. Die letzten unbewegten Pferde waren die Hengste Dreamer und Tiri. Ich freute mich schon riesig auf unseren Araberhengst und wir beschlossen, an deren Muskeln und Ausdauer zu arbeiten, so dass es heute Hügel hoch und wieder runter ging, damit die Muskeln geschult wurden. Danach waren beide auch ziemlich k.o, und wir hatten alles geschafft. Schnell war die Abendfütterung durch und alle Pferde konnten zurück in den Stall. Dann machten wir uns auf den Weg zu den Gnadenbrotpferden, welche schon vorbildlich im Paddock waren und wir nur noch das Gatter schließen mussten. Um den Tieren noch eine Wohltat zu tun, putzten wir heute noch alle gründlich durch und waren dann mit unserem Tageswerk vollends zufrieden.

      TA-Bericht vom 1.08.13 © Kyvy
      TA-Bericht​
      Heute bat mich Edfriend darum, einige Fohlen von ihm, die er gerettet hat, zu impfen, zu entwurmen und zu chippen. Ich machte mich natürlich sofort auf den Weg, nachdem ich vier Spritzen, den Impfstoff und die Wurmkur zusammen gepackt hatte und die Chips fertig gestellt hatte. Mit dem Auto fuhr ich dann zu ihrem Hof, der weiter entfernt war, daher brauchte ich ungefähr eine Stunde, bis ich da war. Edfriend war aber sehr geduldig und striegelte gerade eines der Fohlen, als ich kam. Ich begrüßte sie und holte dann den Koffer. Schnell säuberte ich heute schon zum dritten Mal die Spritzen, ehe ich sie mit dem Impfstoff füllte und erst liegen ließ. Die vier Fohlen waren zwar schon länger hier, aber Edfriend sagte, sie seien sehr nervös beim Tierarzt, deswegen wollte ich mich erst einmal mit ihnen bekannt machen. Calero, ein Falabella-Hengst, stieß mir sofort mit der Nase gegen den Bauch und war sehr verschmust, als ich ihn anfing, zu kraulen. Existenz, eine Shetty-Stute, war erst ziemlich vorsichtig, aber als ich auch sie anfing, zu streicheln, genoss sie es sichtlich. Lulu, eine Appaloosa-Stute, ließ sich von mir kaum anfassen. Ich hielt ihr eine Karotte hin und als sie ihren Kopf reckte, um sie zu essen, konnte ich ihren Kopf kurz streicheln, mehr war aber nicht drin. Enttäuscht ging ich zu Moon River, die schon viel aufmerksamer war. Anscheinend hatte sie aber viel Bewegungsdrang, da sie auf der Stelle herumtanzte und die ganze Zeit abgelenkt war. Ich streichelte sie, ehe ich die Spritze für sie holte. Moon River schnupperte an dieser und wäre sie ein Mensch, hätte sie jetzt wahrscheinlich nur mit den Schultern gezuckt. Ich führte die Spritze in eine kleine Falte an ihrem Hals ein und impfte sie. Moon River tänzelte zwar immer noch rum, schien aber nichts von der Spritze mit zu bekommen. Dann ging ich zu Calero, der sich nur mit einigen Problemen impfen ließ. Er zuckte nämlich immer wieder zurück, als ich die Spritze einführen wollte. Nach einiger Zeit schaffte ich es aber und konnte zu Existenz, die mir ihren Kopf zustreckte. Während ich sie mit einer Streicheleinheit ablenkte, impfte ich sie und danach schien sie ziemlich verwirrt, dass ich mich so freute, dass ich sie ohne Probleme impfen konnte. Ich lobte sie lächelnd und ging dann zu Lulu. Ich ließ sie ebenfalls die Spritze beschnüffeln, aber immer, wenn ich die Spritze einführen wollte - das Anfassen ging jetzt einigermaßen - hüpfte sie zurück, sodass immer wieder Impfstoff daneben ging. Als die Spritze leer war, ich aber kaum etwas davon in Lulu eingeführt hatte, säuberte ich sie und füllte noch einmal Impfstoff in sie, dann bat ich Edfriend darum, sie festzuhalten. Zwar war das ziemlich unangenehm für das Stutfohlen, musste aber sein. Ich impfte sie und um den Moment zu nutzen, füllte ich auch gleich den Chip in die Spritze und chippte sie. Danach ließen wir Lulu los und ich gab ihr ein Stück Karotte, welches sie schnappte und aß, aber danach verzog sie sich. Moon River und Calero ließen sich ohne Probleme chippen und ihnen konnte ich danach auch gleich die Wurmkur, die ich in Heu gemischt hatte, verabreichen. Existenz war von der Impfung aber noch ein wenig aufgebracht und während ich und Edfriend sie streichelten, erklärte ich Edfriend, wie oft sie den Fohlen die Wurmkur verabreichen sollte. Dann bekam auch Existenz die Wurmkur und über Lulus Portion zerbrach ich noch ein Leckerli. Ich legte das Heu vor sie hin und wir warteten einige Momente, bis Lulu endlich anfing, zu fressen. Ich lobte sie und holte danach mein Laptop, um die Informationen für den Chip einzutragen. Edfriend bemerkte jedoch etwas an Moon Rivers Widerrist und sagte mir Bescheid. Ich sah mir das Fohlen genauer an und es war anscheinend ein Bremsenstich, den das Fohlen aufgekratzt hatte. Ich nahm mein Johanniskrautöl, welches ich immer bei solchen Stichen benutzte, und tupfte es auf den aufgekratzten Stich. Ich sagte Edfriend Bescheid, dass sie Moon River etwas schonen sollte, bis der Stich abschwillt. Dann beobachtete ich die Fohlen noch dabei, wie sie auf die Weide geführt worden, bis ich meine Sachen zusammenpackte und zurück in die Klinik fuhr.​

      Bericht vom 11.08.13 © Edfriend
      11.08.2013 - Ein Neuzugang?
      Ich gähnte und warf die Decke von mir, schlaftrunken wanderte ich ins Bad und machte mich fertig. Unten in der Küche bekam mein Kater schnell sein Frühstück, währenddessen ich mir meinen Cappuccino in eine Thermoskanne goss und mir noch ein Toast schnappte. Ich wollte heute einmal pünktlich auf Nasty Past ankommen, weshalb ich extra früh aufgestanden war. Zu meiner Enttäuschung dann doch zu früh, denn schon Punkt sechs Uhr stand ich vor den Stallungen, von Fee oder Trudi natürlich noch keine Sicht. Ich war stolz auf mich, einmal die Überpünktliche zu sein und begann bereits die Pferde zu füttern. Während diese fraßen, kontrollierte ich kurz die Weidezäune und schaute bei der Gnadenweide vorbei. Dort wurde ich wie immer fröhlich begrüßt und von allen einmal angeknabbert. Wieder im Stall halfterte ich zuerst die Fohlen auf. Die vier Zwerge nahm ich immer zusammen, denn Calero und Existenz machten bei ihrer Größe keine Probleme, genauso wie Moon River und Lulu, welche beide bestens erzogen waren. Als alle ihr Halfter abhatten, preschte die kleine Fohlenherde davon und ich machte mich auf den Rückweg. Auch die vier Hengsten teilten sich unsere größte Weide. Doch hier halfterte ich zuerst Tiri und Leitz auf und brachte die beiden auf die Weide, da sie sonst ein riesiges Theater machen würden, wenn sie erst als zweites an der Reihe wären. Danach waren der kleine Hoppla und Dreamer an der Reihe. Als auch die Hengste auf der Weide standen, kamen wir zu den letzten. Erst brachte ich die sanftmütige Key und deren Weidepartnerin Story auf die Weide und dann kümmerte ich mich um unsere Diva Manni, welche nur mit Silly zusammen auf eine Weide konnte, da sie sich mit keinen anderen Pferd vertrug. „Morgen Eddi!“ rief Fee grinsend und umarmte mich. Kurz nach ihr kam auch Trudi und grüßte uns. Gemeinsam machten wir uns an die Stallarbeit, damit so schnell wie möglich die Boxen fertig waren. Dank dem langen Weideaufhalt hatten wir nicht gar so viel zu tun. Dann setzten wir uns vor den Stall und tranken unseren Kaffee beziehungsweise ich meinen Cappuccino. Dabei besprachen wir den heutigen Ablauf und ich berichtete von den heute anstehenden Dingen. „Ich habe interessante Neuigkeiten. Wir bekommen einen Neuzugang!“ grinste ich, während es Fee und Trudi die Kinnlade runterklappte. „Aber ich dachte Nasty Past wäre inzwischen inaktiv?“ fragte Trudi verwirrt. Also klärte ich die beiden ausführlich über unseren baldigen Neuankömmling auf. „Es ist eine junge Tekkenstute namens Unglück. Ich weiß nicht ob ihr mitbekommen habt, dass Hedone gehen musste, auf alle Fälle kann sie sich aus privaten Gründen nicht mehr um ihre Pferde kümmern. Also hat BluePearl mich angeschrieben, ob ich etwas für Unglück tun könnte, da sie die Züchterin der Stute ist. Ich habe gefragt, ob es okay wäre, wenn sie auf Nasty Past stehen würde und beide haben zugestimmt. BluePearl übernimmt auch den Transport, heute Abend wollte sie sie bringen.“ beendete ich meine Erläuterungen. Und dann unterhielten wir uns noch ausgiebig über die Vorbereitungen. „So, jetzt aber an die Arbeit!“ grinste ich. Wie immer würde Trudi die Fohlen bespaßen, während Fee und ich uns um die Großpferde kümmern würden. „Heute reitest du Manni.“ stöhnte Fee und ich musste lachen. Die Stute war letzte Stunde unter Fee äußerst spaßig draufgewesen. Aber zu Beginn wollten wir uns um Tiri und Dreamer kümmern. Wir holten die beiden Hengste von der Weide und begannen mit dem Putzen. Trudi hatte sich zu Beginn Moon River geholt und wollte sie longieren. Nachdem alle Pferde vorbereitet waren, gingen wir zu dritt in die Halle. Fee und ich drehten einige Runden im Schritt, während Trudi auf einen verkleinerten Mittelzirkel ging und begann, die schon groß gewordene Moon zu longieren. Sie baute auch auf der einen Seite drei Trabstangen auf und auf der anderen ein Cavaletti. Für uns waren diese gut durch eine gerittene Schlangenlinie oder einen Handwechsel zu erreichen. Im Trab begannen Fee und ich, ebenso die Stangen zu nutzen. Gerade für Dreamer war dies ein Genuss, denn der Vollbluthengst hasste Dressurarbeit, er war eher der Renner und Springer. Doch die Grundlagen mussten auch sitzen. Deshalb hatte Fee es manchmal gar nicht so leicht, zu dem Hengst durchzudringen und ihn munter zu halten. Sie ritt abwechslungsreich mit Hand- und Tempiwechseln. Ich hatte mit Tiri nicht so viel Arbeit, der Araber arbeitete heute wieder voller Begeisterung mit. Auch wenn er anfangs ein wenig Angst vor den Stangen zeigte und oftmals versuchte auszuweichen. Als wir zum Galopp übergingen war Trudi mit Moon bereits wieder verschwunden. „Pass auf, dass er dir nicht durchgeht.“ grinste ich Fee an, als sie im Galopp mit Dreamer das Cavaletti nahm. Er zog tüchtig davor an und sprang mit einen riesigen Satz darüber. Bei Tiri sah das nicht annähernd so kraftvoll aus, es war eher ein Ponyhüpfer, dafür brauchte ich heute aber wenigstens keine Handschuhe zum Reiten. Zum Abschluss ritten wir die beiden im Schritt ab und drehten noch eine kleine Runde um den Hof, um den beiden Hengsten noch ein wenig Abwechslung zu können. Wir sattelten die verschwitzten Hengste ab, spritzten die Beine ab und brachten beide dann wieder auf die Weide. Um keine sinnlose Pause zu machen, holten wir uns den kleinen Hoppla und putzten ihn gründlich. Während Fee seinen Schweif flocht, versuchte ich mich an einem spanischen Zopf für seine Mähne. Als er fertig war, machten wir uns auf den Weg zum Reitplatz, um dort ein wenig Bodenarbeit mit ihm zu machen. Hoppla war ein richtiges Showpony. Trudi trainierte gerade mit Existenz und Calero ein wenig Sicherheit, indem sie ein Schrecktraining machte. Als Hoppla wieder auf der Weide stand, holte ich Manni und Fee ging zur Hengstweide, um sich Leitz zu schnappen. Wir machten unsere beiden Pferde geländefest und ritten dann schon zum Springplatz, wo bereits unsere Trainerin wartete. Wir begrüßten sie und ritten uns im Schritt und Trab warm. Wie immer begannen wir mit Stangenarbeit zum erwärmen und dann mit niedrigen Sprüngen. Beide Pferde waren bei niedrigen Sprüngen immer ein wenig schläfrig und wurden erst ab einer gewissen Höhe wach. Denn dann konnte man die beiden kaum noch halten. Leitz sprang heute fließend und mit einer super Manier. Bei Manni hatte auch ich zu tun, sie zu halten und mich darauf zu konzentrieren, dass wir passend auf den Sprung zuritten, sicher sprangen und landeten. Aber man merkte deutlich, wie viel Spaß es den beiden machte. Nach einer Stunde waren dann aber nicht nur die Pferde verschwitzt. Dennoch zogen wir noch unser Ründchen um den Hof, ehe wir die Pferde versorgten. Es war inzwischen Nachmittag und da Trudi nun auch mit Lulu fertig war, welche sie auch longiert hatte, schlug ich einen Ausritt vor. Trudi ließen wir auf Key, da die Stute ein Sonnenschein war, Fee holte sich Silly und ich schnappte mir Story. Wir machten die drei Stuten ausrittfertig und schwangen uns dann in den Sattel. Wie so oft ritten wir erst durch den Wald und dann zum See, es war einfach ein herrliches Gebiet rundum Nasty Past. Die Stuten konnten sich am See die Beine abkühlen und ihren Durst stillen, ehe wir uns auf den Heimweg machten. Wie immer ritten wir ein Wettrennen und bei Story kam deutlich das Rennpferd hervor. Aber auch Key und Silly waren nicht gerade ohne. Als wir wieder da waren, gab ich Story in die Hände von Fee, da plötzlich ein Wagen auf den Hof rollte. „Hey BluePearl!“ lächelte ich und begrüßte sie, schnell sprachen wir alles ab und luden dann die Stute ab. Unglück war ein traumhaft schönes Pferd. Aufgeweckt blickte sie sich um und prustete uns an. Dann gab sie ein scharfes Wiehern von sich und bekam auch direkt Antwort von den Weiden. Wir brachten sie direkt in ihre neue Box und gaben ihr das Abendbrot. BluePearl musste sich schon wieder verabschieden, so dass wir die anderen Pferde reinholen konnten, fütterten und uns dann selbst an unser Abendessen machten. Während Trudi und Fee schon im Haus verschwanden, kontrollierte ich nochmal alle Pferde und blieb noch ein Weilchen bei Unglück. "Na du Kleine? Du bringst eine ganz andere Geschichte mit, als der Rest, der hier steht." lächelte ich sie an. Sie war das erste Pferd bei dem wir uns keine Gedanken machen mussten, wie wir sie wieder aufpäppelten und zähmten. Unglück war einfach da und ein wahrer Sonnenschein, rundum versorgt und glücklich. "Ich werde deine Besitzerin vermissen..." murmelte ich leise und kraulte ihre Stirn, ehe Fee mich zum Essen rief.​

      Bericht vom 21.12.13 © Edfriend
      21.12.2013 - Weihnachten auf Nasty Past
      „Guten Morgen meine Lieben!“ lächelte ich fröhlich, als ich den Stall betrat. Neugierige Blicke wurden mir von allen Seiten zugeworfen, anscheinend warteten alle schon begierig auf ihr Frühstück. Flott schnappte ich mir also die Heuballen, zerteilte sie und schob jedem Pferd sein Frühstück in die Box. Während ich meine Arbeit verrichtete, dachte ich über die kommenden Tage nach, denn in drei Tagen würde Weihnachten sein! Deshalb war ich der Meinung, dass wir den Stall doch noch schön schmücken mussten! Dementsprechend warf ich Fee schon früh aus dem Bett, damit wir nach der Fütterung einkaufen fahren würden. Doch vorher versorgte ich noch die Gnadenbrotpferde und äppelte deren Paddock ab. Gegen neun Uhr kam dann Fee und wir fuhren in die Stadt, um Weihnachtszeug zu kaufen.​
      Schon nach Eineinhalbstunden waren wir wieder da und machten uns an unsere Lieblingsbeschäftigung, nämlich den Stall zu schmücken! Über das große Tor hängten wir einen hübschen Weihnachtskranz und ganz oben an der Spitze des Daches befestigten wir einen roten Stern. Im Stall hängten wir weihnachtliche Girlanden auf und hier und da ein wenig Schmuck. Auch hatten wir eine Lichterkette für den Tannenbaum gekauft, der vor dem Stall stand und trotz seiner spitzen Nadeln, schafften wir es, ihn zu dekorieren. Als alles an Ort und Stelle war, nickte ich Fee zufrieden zu. Nun konnten wir uns um die Pferde kümmern, welche alle friedlich auf der Weide standen und ihre Freiheit genossen.​
      Wir holten uns Unglück und Key von der Weide, um mit beiden einen kleinen Ausritt zu wagen. Leider lag bei uns immer noch kein Schnee, obwohl doch heute sogar Winteranfang war! Ich hoffte inständig, dass es vor Weihnachten endlich noch schneien würde. Für uns war es natürlich auch praktisch, denn so ging die Arbeit noch wesentlich leichter von der Hand. Die beiden Stuten putzten und sattelten wir flott, eh wir in Richtung Wald ritten. Es war interessant zu sehen, dass einige Bäume tatsächlich noch ihr Laub besaßen. Mit den beiden Vollblutstuten konnte man sehr angenehm ausreiten und so kamen wir auch wohlbehalten wieder an.​
      Als nächstes holte ich mir die aufgedrehte Success Story, während Fee sich lieber mit Deep Silent Complete beschäftigte. „Ey, Eddi! Hast du schon gehört, dass Joelle Galopp wieder aktiv wird?“ fragte mich Fee begeistert und ich strahlte sie an. Auf Nasty Past standen inzwischen so viele Vollblüter mit Potenzial und wenn wir bei solchen Rennen erfolgreich sein würden, könnten wir den Rettungshof wesentlich besser finanzieren! Während wir in der Halle ein wenig Dressur ritten, unterhielten wir uns noch sehr angeregt über Joelle Galopp, denn das wäre wahrlich eine geniale Idee.​
      Generell hatten wir uns letzter Zeit zurückgezogen, so dass wir direkt beschlossen im Jahr 2014 wieder aktiver zu werden. Während wir Hoppla und Cual Maniaca putzten, nahmen die Pläne allmählich Gestalt an. Wir wollten Turniere veranstalten, um wieder einige Spenden zu bekommen, denn momentan wurde es doch langsam knapp, was das Geld für Tierärzte und Hufschmiede betraf. Alles aus eigener Tasche zu bezahlen war doch auch happig. Immerhin besaßen Fee und ich auch noch eigene Gestüte. Dennoch machte uns die Arbeit mit den Nasty Past Pferden riesigen Spaß und den kleinen Hoppla würde ich gewiss nicht mehr abgeben. Ihn und Cual Maniaca longierten wir heute nur.​
      Danach waren noch Leitz und Fiebertraum an der Reihe. Mit ihnen wollten wir springen und da kamen wir schon auf die Turniere zurück, beziehungsweise Fiebertraum wäre der geborene Sprinter für Joelle Galopp. Während wir die Hengste mit Trabstangen und Cavalettis gymnastizierten, besprachen schon einige Dinge und inzwischen standen unsere Teilnahmen bei Joelle Galopp fest. Nur die Winter Cups würden wir wohl noch nicht mitmachen können, aber man sollte ja auch nicht alles überstürzen. Schließlich würden wir vorher noch fleißig trainieren müssen.​
      Da kamen wir schon zum nächsten Problem, wo denn mit Vollblütern trainieren? Fee und ich stellten uns an die Weide der Vollblutstuten, welche wir damals von Sevannie übernommen hatten. Sie hatten sich inzwischen richtig gut eingelebt und ich hoffte doch, dass das mit dem Training nur noch besser werden würde. Already und Paper Heart kamen zum Zaun getrabt und begrüßten uns herzlich. Besonders Already hatten wir jetzt schon ins Herz geschlossen, die Stute war einfach wunderbar und so liebenswürdig! Allerdings konnte sie auch, genauso wie Paper Heart, ziemlich abgehen.​
      Die Vollblüter standen im kleinen Stall, unserem eigentlichen Quarantänestall, aber dort waren sie am besten aufgehoben. Den Fuchshengst Calvados hatten wir mit zu unseren Hengsten gestellt und nach anfänglichen Eskapaden hatte er sich auch integriert. Ich holte ihn von der Weide, um ihn gründlich zu putzen und dann zu longieren. Fee wollte sich lieber um die beiden Fohlen Zanaro und Crown Jewel kümmern. Gemeinsam putzten wir die drei und splitteten uns dann auf, ich ging in die Halle und Fee ging spazieren. Nach einer halben Stunde trafen wir uns dann wieder und dann standen nur noch wenige Pferde an.​
      Schnell putzten wir noch Moon River und Lulu, um die beiden älteren Stutfohlen dann noch ein wenig in der Halle zu fordern. Auch hier hieß es longieren oder zumindest daran gewöhnen. Als die beiden dann wieder in ihrer Box standen, holten wir noch die Zwerge Calero und Existenz. Beide putzten wir nur noch, ehe sie in ihre Boxen durften, dann folgten auch schon die anderen Pferde. Nachdem dann alle in ihren Boxen standen, fütterte ich im großen Stall und Fee kümmerte sich um die Vollblüter. Mit Fürsorge begutachtete ich noch einmal jedes Pferd, eh es sein Müsli und das Heu bekam. Den Abschluss unserer Abendrunde machten wir bei den Gnadenbrotpferden. Dort hieß es noch ein wenig kuscheln und das Heu verteilen, ehe wir müde nach Hause fuhren.​
    • jojomaus
      Bericht vom 18.05.14 © medy
      Bei Nasty Past zu Besuch
      medy | 8254 Zeichen
      Mit einem Blick auf die Straße setze ich den Blinker und biege rechts ab. Heute sollte es wieder zu Eddi gehen, zusammen mit ihr und Fee kümmern wir uns heute um die Pferde des Rettungshof und auch ein Frühlingsputz ist angesagt. Ich fahre dem Kiessträßchen entlang und bald erblicke ich den großen Hof. Als ich dann aus dem Auto springe, kommen mir Eddi und Fee schon entgegengelaufen. Mit einem hellem "Hallo" begrüße ich die beiden, bevor wir uns noch rechts und links drei Küsschen geben. Ich schaue mich mit strahlenden Augen auf dem Hof um, ich war schon einmal hier, da habe ich mich um Eddi's Fohlen gekümmert. Fee kenne ich noch nicht so gut, ich hoffe, dass wir uns an diesem Tag besser kennenlernen. Sie macht einen sympathischen Eindruck. "Und, wo fangen wir an?", frage ich dann die beiden Mädels. "Ich wäre dafür, dass wir zuerst alles auf Vordermann bringen, und uns dann um die Pferde kümmern. Wer weiß, vielleicht haben wir ja am Schluss noch Zeit für einen Ausritt...?", zwinkert mir Fee zu. Ich lache und erwidere: "Na, da bin ich einverstanden. Wo fangen wir an?" Nachdem mir Eddi antwortet, dass es vielleicht am besten wäre, wenn wir zuerst die Weidetränke reparieren würden, marschieren wir schon los. "Zuerst kontrollieren wir mal ob es überhaupt etwas zu reparieren gibt, und geputzt werden müssten die Tränke auch", grinst Eddi mich an, schlüpft unter den Zaun durch und wir folgen ihr. Auf der Weide schauen uns viele Pferde neugierig an. "Oh, wie süß. Wer ist denn das dort hinten?", ich zeige auf ein Trakehner, ein Palomino. "Oh, das ist unser hübscher Fiebertraum.", antwortet Fee mir, während sie zu ihm geht und ihn streichelt. "Der Name passt ja aber gar nicht, ts ts", meine ich gespielt empört,"das ist doch kein Fiebertraum, das ist ein Traum auf Erden!" Wir lachen und die beiden stellen mir auch noch die anderen Pferde vor. Innerhalb einiger Minuten habe ich praktisch alle Pferde des Rettungshof kennengelernt. Cual Maniaca, Hoppla, Fiebertraum und ZM’s Zanaro haben es mir doll angetan. Nun führt Fee mich auch schon zu den Weidetränken. Der erste scheint noch intakt zu sein, da müssen wir nichts machen, außer sie zu putzen. Bei der zweiten sieht es aber schon anders aus; ein langer Riss schlängelt sich durch die Tränke. „Eddi, müssen wir den wohl ersetzen oder geht das vielleicht auch anders …?“, fragte Fee an Eddi gerichtet. Eddi erwidert nichts, grinst nur und eilt davon. Was sie wohl im Sinn hat? Wenig Später kommt sie mit viel Klebeband zurück. „Das wird doch nicht reichen!“, meint Fee kritisch. „Ach was, komm Klebeband, denen zeigen wir es!“, lacht Eddi und fängt an, die Tränke zu reparieren. Und siehe da, nachdem wir der Wassertränke einen Wassertest gemacht haben, hält es perfekt. „Ha!“, ruft Eddi und zeigt mit dem Zeigefinger auf Fee, „da hast du es!“ Wir alle drei fangen an zu lachen und kontrollieren auch noch die anderen Tränke. Nachdem wir dann alle geputzt und kontrolliert haben, machen wir uns am Zaun zu schaffen, an einigen Stellen hält der nicht so gut. Deep Silent Complete bleibt immer in meiner Nähe und schaut neugierig zu, was ich da denn treibe. Ich erlaube mir hin und wieder eine kurze Pause und streichle ihren schönen Kopf.​
      Später, nachdem wir alle erledigt von der Weide zurückkommen, bringt uns Eddi ein kaltes Getränk, genau das Richtige. Wir trinken und unterhalten uns über Belangloses, ehe wir uns wieder an die Arbeit machen. In der Sattelkammer sollte man wieder mal aufräumen und aussortieren und auch der Stall sollte wieder geputzt werden. Also erheben wir uns wieder und machen uns auf den Weg zur Sattelkammer. „Letztes Jahr haben wir Sachen gefunden, von denen wir gar nicht wussten, dass wir sie hatten. Hoffen wir es geht diese Jahr genau so“, lacht Fee und wir stimmen mit ein. „Das ist doch immer so“, grinse ich. In der Sattelkammer nehmen wir uns die erste Kiste vor und entdecken immer wieder neues, spannendes Zeug. „Ich wusste ja gar nicht das wir Laufferzügel haben!“, meint Fee plötzlich erstaunt. So ist es, man hat Sachen, welche man gar nicht braucht. Wir putzen Zügel, begutachten Schabracken und suchen zusammen passende Steigbügel. Nach einer guten Stunde, oder auch zwei, ist alles geputzt und sortiert an seinem richtigen Platz. „So, dann wollen wir uns mal die Stallungen vornehmen“, seufzt Fee und ich nicke mit gespielt ernster Miene. Im Stall befreien wir Boxenwände von Spinnennetze, putzen das Fenster und reinigen allgemein den ganzen Stall. Plötzlich quieke ich auf und schreie: „Ratte! Eine Ratte!“ Ich hasse nämlich Ratten. Erschrocken von dem Geschrei eilen mir Fee und Eddi zur Hilfe. Als ich dann aber auf die graue, fette Ratte zeige, fallen sie in lautes Gelächter. Ich verziehe die Lippen und schmolle, entferne mich von der Ratte. „Nicht witzig“, brummle ich und verschränke die Arme. Als mich dann aber Fee anschaut, muss ich auch lachen. „Aber was soll ich den machen wenn ich Ratten hasse?“, ziehe ich die Schultern hoch und frage die beiden. Als Antwort lachen sie erneut. Nach diesem Zwischenfall arbeiten wir weiter, ich schaue mich immer wieder misstrauisch um, ob irgendwo eine Ratte lauert. Zum Glück läuft mir aber keine mehr über den Weg. In der Zwischenzeit haben Eddi und Fee Musik laufen lassen, und ich summe fröhlich mit.​
      Nachdem wir alles sauber geputzt haben, wenden wir uns den Pferden zu. Zuerst hole ich Paper Heart von der Weide und putze sie gründlich. Sie geniest die Putzeinheit und döst vor sich hin. Danach bringe ich sie wieder zurück und hole zuerst Already und dann Crown Jewel von der Weide. Beide Hüh putze ich gründlich, Already ist sehr verschmust und reibt ihren Kopf immer wieder an meiner Jacke. Crown jedoch ist schnell langweilig und versucht eine Befreiungsaktion. Erfolgslos. In der Zwischenzeit hat Eddi Lulu, Moon River und Calvados geputzt, währendem Fee sich um Key, Success Story und Hoppla gekümmert hat. Nun bleiben noch Leitz, Cual Maniaca, Fiebertraum, CH’s Unglück, CH’s Zanaro und Geoffrey’s Brother übrig. Zusammen putzen wir zuerst CH’s Unglück, dann CH’s Zanaro und Geoffrey. „Und was ist mit Calero und Existenz?“, frage ich Eddi und Fee und schaue die beiden Fohlen sehnsüchtig an. „ Um die beiden haben wir uns heute Morgen schon gekümmert“, meint Fee und lächelt mich an. Nun sind alle Pferde geputzt, außer drei, denn mit Leitz, Cual Maniaca und Fiebertraum wollen wir auch noch einen Ausritt unternehmen.​
      Nachdem wir die Pferde gesattelt haben, ich reite Fiebertraum, währendem Eddi Cual nimmt und Fee Leitz, zäumen wir unsere Pferde. Fiebertraum ist nicht ganz so brav und reist seinen Kopf in die Höhe. „Nicht so mit mir“, lache ich und nach einigen Minuten ist es mir gelungen, ihn zu zäumen. Fee hat mir erzählt, dass der feine Kerl sehr sensibel ist und unter dem Sattel temperamentvoll. Mit ihm werde ich noch meinen Spaß haben. Nun steigen wir auch schon auf und entfernen uns vom Hof. „Eddi?“, frage ich nach hinten, „wie groß ist denn eigentlich Fiebertraum?“ „Er sollte so circa 165 cm groß sein“, antwortet mir Eddi und ich antworte mit einem Okay. „Wollen wir dann mal traben?“, durchbricht nun Fee das friedliche Schweigen und bald darauf traben wir auch schon an. Fiebertraum hat einen wundervollen Trab, zuerst wollte er schneller davon preschen, doch schnell mache ich ihm klar, dass ich hier das Sagen habe. „Aber keine Angst, Großer. Wir werden schon noch galoppieren“, spreche ich mit ihm. Nachdem wir eine Weile getrabt sind, parieren wir die Pferde wieder in den Schritt und plaudern über Gott und die Welt. Irgendwann sagt dann aber Eddi: „So, hier könnten wir galoppieren. Lust auf ein Wettrennen?“ Wir bejahen und schon schnellen wir vor. Fiebertraum, froh endlich laufen zu können, rennt und ich könnt jubeln vor Glück. Das Vollblut ist unglaublich schnell. Eine Weile rennen die Pferde Kopf an Kopf, bis dann Fee aber leider sagt: „Nun müssen wir wieder bremsen“ Fiebertraum wollte zunächst nicht, doch nach einigen Paraden fällt dann auch er in den Trab. Wir traben noch ein Stückchen ehe wir dann ganz in den Schritt fallen. Zufrieden schauen wir uns an und lächeln. Nun kommt auch schon der Hof in Sichtweite, bald muss ich gehen. „ Heute war es echt toll hier bei euch!“, grinse ich die beiden an, und sie grinsen zurück.​

      Bericht vom 25.07.14 © Cascar
      Bericht für Lulu
      by Cascar​

      Es war ja nun schon wieder ein Weilchen her, seit ich das letzte Mal auf Nasty Past war. Heute war das Wetter auch ganz anders, es regnete und die Wolken waren beinahe bedrohlich.
      Ja, und mein heutiges Pferdchen war Lulu, die ich nur aus Eddies Berichten kannte. Sie war wohl kompliziert und verschlossen, dennoch wollte ich mich ihrer annehmen.
      Dieses Kapitel, das Arbeiten mit jungen, verstörten Pferden, war völlig neu für mich, aber ich dachte, ich kann das schon irgendwie hinbekommen.

      Als ich in den Stall komme, ist Ed dort; sie steht vor Lulus Box und betrachtet die Kleine, die sich mit angelegten Ohren in die schattigste Ecke drückt. Nachdem ich meine Freundin begrüßt habe, nimmt sie ein Halfter und einen Strick und streift es dem Fohlen über. Lulu wehrt sich nicht, aber sie betrachtet uns Menschen abwechselnd mit einer Mischung aus Misstrauen, Wiederwillen, Angst und Hilflosigkeit. »Wo willst du sie hin haben?« Eddie reißt mich mit ihrer Frage aus den Gedanken. Die war wohl berechtigt, denn es ist nicht daran zu denken, dass sich die Scheckin von mir anfassen oder longieren lässt. Nach kurzer Absprache gehen wir in der Halle; dort bin ich schließlich mit der Stute allein. Sie betrachtet ihre Umgebung mit zurückhaltender Neugier. Der Regen prasselt unaufhaltsam auf das Dach, ich setze mich mitten in den oberen Zirkel und lasse Lulu machen.. Anfangs scheint sie unsicher und stöbert nur im Dreck, dann beginnt sie zu laufen. Sie ignoriert mich einfach, meidet mich und meinen Kreis. Was mir allerdings auffällt ist, dass sie ziemlich dreckig ist. Und dass sie schön läuft. Ab einem bestimmten Punkt ignoriert sie mich nicht bloß, sie versinkt in ihrer Arbeit. Es macht ihr Spaß, einen Huf vor den anderen zu setzen, zu beschleunigen oder zu bremsen. Ich lächle, stütze den Kopf auf die Hände, während ich sie beobachte.
      Plötzlich habe ich eine Idee. Ich hatte mal dieses Video gesehen, in dem ein Baby lacht, weil der Vater Papier zerreißt. Ich ziehe einen Zettel aus der Tasche.. Eigentlich wollte ich da Beobachtungen notieren, aber was soll's. Langsam reiße ich einen Streifen ab. Und tatsächlich, Lulu zuckt hoch, angesichts des merkwürdigen Geräuschs aus meiner Richtung. Neugierig steht sie bei X und betrachtet mich mit gewölbtem Hals und aufgestellten Ohren. Ich zerreiße den Streifen in kleine Schnipsel und die Stute macht einen Schritt zu mir. Plötzlich zuckt sie zurück und trabt in entgegengesetzte Richtung davon, als hätte sie sich an etwas erinnert, als hätte sie ihre Selbstbeherrschung und ihr Mistrauen wieder gefunden. Ich lächle traurig und beobachte sie weiterhin still. Irgendwann weiß ich; eines Tages werde ich sie ordentlich putzen. Lulu scheint das anders zu sehen, sie wälzt sich viel, wie mir auffällt. Ansonsten scheint sie aber ganz gut beisammen zu sein.. Ich ziehe einen Apfel aus meiner Tasche, spalte ihn mühsam in der Hand in zwei Teile; erhebe mich und lege den Apfel dort hin, wo ich gesessen habe. Dann laufe ich los, unter den wachsamen Blicken des Fohlens und setze mich in die nächste Ecke.
      Ich weiß nicht, was Lulu denkt, aber als sie den Apfel nach quälenden fünf Minuten des Beobachtens und Abwägens findet, bleibe ich ruhig und konzentriere mich auf meinen Atem. Mehr will ich von der Kleinen erstmal nicht.
      Ich verlasse langsam und mit gesenktem Blick die Halle und hole Eddie, damit sie die Liebe wieder holen kann. Für's erste bin ich hier fertig, aber ich weiß, dass ich wiederkommen werde. Lulu ist viel zu faszinierend, als dass ich sie in Frieden lassen könnte.​

      Bericht vom 25.08.14 © Cascar
      Bericht für Lulu
      by Cascar

      Heute bin ich schon sehr früh unterwegs. Wo ich gestern aufgehört habe, will ich heute weitermachen; mit anderen Worten: es geht zu Lulu.
      Auf Nasty Past bin ich morgens um sieben allerdings nicht die Erste. Ich sehe zwar niemanden, aber im Fohlenstall brennt Licht und die jungen Hüpfer fressen zufrieden. Ich trete an Lulus Box und werde einen halbierten Apfel in ihren Trog, kommentarlos, im Vorbeigehen. Aus dem Augenwinkel bekomme ich mit, dass sie zögert, ihn zu nehmen. Schließlich siegt aber der Futterdrang. Ob sie bemerkt, dass es die gleiche Apfelart wie gestern ist? Einheimische von unserem Baum.. »Na, Cascar? Du bist ja schon früh auf!« Ich drehe mich um und begrüße Eddie, die in mit Heu behangenen Reithosen auf mich zu kommt. »Du bist doch auch hier!«, sage ich schließlich und weil gerade Zeit ist erkläre ich auch, was ich gestern mit Lulu gemacht habe. Dann kommen wir zu dem Schluss, dass ich sie mit in den Roundpen nehmen könnte, heute geht das nämlich, das Wetter ist wieder besser.
      Gesagt - getan, wie am Vortag führt Ed die Kleine, die uns nur wiederwillig und in gebührenden Abstand folgt. Im Zirkel macht sie den Strick ab und lässt die Stute laufen; dann wünscht sie mir Glück und geht.
      Ich mustere die Scheckin, die Runden läuft, versessener Spaß oder Angst, ich weiß nicht, was sie treibt. Aber sie läuft schön auf dem Hufschlag. Ich hocke mich einfach mal hin und beginne zu reden: »Hey. Lulu. Warum rennst du? Es zwingt dich niemand, du kannst auch stehen bleiben. Es will dir niemand was Böses, also arbeite mit mir!« Ich flüstere halblaut und merke zufrieden, dass die Kleine ein Ohr zu mir dreht. Sie nimmt mich war, kann mich aber nicht definieren. Ich bin ihr nicht bekannt. Trotzdem verlangsamt sie ihre Schritte, bis die steht und mich herausfordernd betrachtet. Ich erhebe mich und zwei Kluge Augen folgen mir. Nun ziehe ich, schon wieder, einen Apfel aus der Tasche, halbiere ihn mit akribischer Sorgfalt und gehe, ohne sie anzuschauen zu Lulu. Die Stute erstarrt, ihre Instinkte sind ausgeschaltet. Ich achte nicht auf sie und lege den Apfel vor ihre Hufe, dann ziehe ich mich zurück. Einfach um ihr klarzumachen, dass ich absolut nichts von ihr wissen will, dass sie sich meine Aufmerksamkeit erarbeiten muss.
      Von meinem Platz aus der Zirkelmitte beobachte ich, wie das Hüh frisst, dann sieht sie mich wieder an. Konzentrierter, dieses Mal. Ich lächle ihr zu und beginne wieder zu reden, spanne den Körper an, trete behutsam einen Schritt nach rechts und treibe sie sachte an. Einfach mit Körpersprache. Lulu scheint verwirrt, setzt sich aber in Bewegung, jetzt wieder ganz das unwissende Fohlen. Und das freut mich ungemein. Ich entspanne mich, ziehe mich zurück und die Stute bleibt stehen, sie wartet auf neue Anweisungen, will gefordert. Werden. Ich schüttele den Kopf. »Für heute reicht's.« Dann verlasse ich das Roundpen.
      Im Vergleich zu gestern war heute schon mehr aus uns geworden, trotzdem darf Eddie die Kleine abholen. Was ich mir allerdings nicht nehmen lasse, ist das ausmisten von Lulus Box. Und das Zurücklassen des ein oder anderen Apfels.​

      Bericht vom 25.09.14 © Cascar
      Bericht für Lulu​
      by Cascar

      Zum dritten Mal fahre ich nun auf Nasty Past, um Lulu zu besuchen. Es ist noch recht früh und ich erwische Eddie, die gerade alle Fohlen auf die Weide bringt. Ich begrüße sie und sage Bescheid, dass ich die kleine Scheckin noch mit in den Roundpen nehme. Sie stimmt mir zu und wir trennen uns vorläufig wieder.

      Lulu steht in ihrer Box, sie mustert mich noch immer misstrauisch, hat aber heute mal nur ein Ohr angelegt. Ich lächle ihr zu und werfe wieder einmal einen halbierten Apfel in den Trog. Heute kommt sie schneller und das, obwohl ich vor der Tür stehe und ihr beim Fressen zusehe. Schließlich wende ich mich ab und hole ihr Halfter und einen Strick.
      Die Prozedur des Aufhalfterns ist bei der Kleinen dann doch beschwerlich - sie zieht häufig den Kopf weg und droht teilweise mit angelegten Ohren. Schnell überlege ich, ob ich mir zu wenig Zeit genommen habe. Immerhin habe ich sie bisher nichtmal gestreichelt. Wie dem auch sei, letztendlich (wir sind schon die letzten im Stall) schaffe ich meine Aufgabe und führe Lulu bei voller Stricklänge nach draußen, in die Sonne. Von dort geht es in den Roundpen. Der Sand ist warm und trocken, Lulu wälzt sich erstmal, als ich den Strick abmache. Natürlich nicht, ohne mich im Blick und mit angelegten Ohren auf Abstand zu halten.
      Ich warte einfach entspannt, bis sie fertig ist, dann trete ich in die Mitte und verbanne damit das Fohlen auf den Hufschlag.
      Klug wie sie ist, läuft die Kleine heute im Schritt; ich halte sie nach einiger Zeit mit meiner Körpersprache und der Stimme an und bringe ihr, unbeteiligt wie am Vortag, einen Apfel.
      Das Losgehen und anhalten üben wir weiter und über die Arbeit kommen wir uns näher als je zuvor. Ich laufe neben ihr mit, während sie trabt oder galoppiert und Lulu kriegt das entweder nicht mit, oder akzeptiert es. Am Ende ist sie ziemlich kaputt, beinahe wehrlos lässt sie mich den Strick am Halfter befestigen.
      Als wir das Roundpen verlassen, gewinnt sie ihre Fassung wieder und folgt mir misstrauisch. Ich beachte sie nicht und ziehe sie mehr oder weniger bis zur Koppel. Vor dem Eingang halbiere ich ein letztes Mal einen Apfel und reiche der Stute eine Hälfte mit der Hand. Sie schaut mich erst verwirrt an und auf dem Weg zum Futter zuckt sie immer wieder mit dem Kopf zurück, als würde sie erwarten, dass ich sie schlage. Aber nichts geschieht und so nimmt sie mein Angebot schließlich an und zieht sich rasch zurück. Die andere Hälfte bekommt sie noch vom Boden, bevor ich Lulu zu ihren Gefährten auf die Weide entlasse.​

      Bericht vom 22.01.15 © Eddi
      Pflegebericht für alle Pferde - Januar 2015
      Es war noch früh am Morgen, als Fee an meine Tür klopfte - laut genug, dass ich sofort hellwach war. Seufzend hievte ich mich aus dem Bett und schlüpfte in meine Stallsachen. Unten in der Küche erwarteten mich schon frisch gebackene Brötchen und heißer Kaffee. Doch auch das konnte meine Motivation nicht wirklich hervorrufen, denn draußen goss es aus Eimern. "Was für ein wundervoller Januarmorgen!", murmelte ich frustriert und frühstückte zusammen mit Fee. Die hatte schon die Post geholt, wo auch ein Sale-Katalog von Krämer dabei war und sie strich sich gerade fleißig Dinge an, die sie unbedingt kaufen wollte. "Falls Helme im Angebot sind, sag mir Bescheid, ich brauche einen neuen!", meinte ich und dachte an meinen inzwischen sehr labilen Helm zurück.
      Nachdem wir mit dem Frühstück fertig waren, ging es direkt in den Stall. Während ich alle Pferde fütterte, holte Fee schon Stroh und Heu vom Dachboden herunter, damit wir nachher schneller fertig sein würden. Dann kamen die Pferde auf die Weide und wir machten uns an die Stallarbeit. Also wurden die Boxen ausgemistet und frisch eingestreut. Das Heu wurde verteilt und die Tränken wurden kontrolliert. Als wir dann mit allem fertig waren, fuhren wir erst einmal in die Stadt, weil wir dringend neue Pellets kaufen mussten. Und nebenbei konnte man ja schön durch den Laden stöbern...
      Natürlich blieb es nicht nur bei Pellets sondern wir kauften noch das ein oder andere. Vor allem allerhand Stricke waren dabei, da es gewisse Kandidaten gab, die die gerne mal zerstörten. "Auf, auf an die Arbeit!", meinte Fee und warf mir Leitz' Halfter zu. Wir holten Leitz und Black Lemontree von der Weide, putzten sie gründlich und gingen dann trotz des miesen Wetters ins Gelände. Danach versorgten wir die Pferde und während Fee die Heulieferung entgegen nahm, schaute ich bei den Fohlen vorbei. Calero und Existenz tobten zufrieden über die Weiden und schienen sich an dem Wetter nicht zu stören. Lulu stand dösend im Unterstand, während Moon River neben ihr stand und Heu mümmelte. Man merkte bei den vier Jungpferden genau, wer die älteren waren. Eine halbe Stunde später kam Fee mit zwei Schubkarren wieder. Es hieß den Offenstall der Gnadenbrotpferde abzuäppeln. Diese schienen sich über unseren Besuch zu freuen und folgten uns auch brav durch den Regen.
      Zwar waren wir inzwischen durchnässt, dennoch schnappte ich mir die Stute CH's Unglück und machte sie zum Longieren fertig. Während ich das tat, beschäftigte Fee den kleinen Hoppla mit etwas Bodenarbeit. Danach gönnten wir uns erst einmal eine Teepause im Reiterstübchen, ehe wir uns für die Reitstunde fertig machten. Um die Pferde zu fördern, kam einmal wöchentlich eine Reitlehrerin vorbei, um uns auch mal wieder auf Vordermann zu bringen. Ich wollte heute gerne Deep Silent Complete reiten und Fee nahm Key. Mit den beiden ruhigen Stuten hatten wir eine tolle und wieder sehr lehrreiche Stunde. Nachdem die beiden versorgt waren, longierte ich noch Fiebertraum und Fee machte schon einmal Cual Maniaca und Success Story für ein kleines Springtraining fertig. Die verlief heute zwar nicht sonderlich berauschend, aber was wollte man bei dem Wetter erwarten!
      Dennoch zwangen wir uns noch einmal in den Regen, denn nur in der Halle reiten war einfach langweilig. Nach zwei Stunden (wir hatten uns veritten) kamen wir mit Paper Heart und Calvados klatschnass wieder am Stall an. Die beiden stellten wir zum trocknen mit Decke in die Box, während wir noch mit Zanaro und Crown Jewel das Fohlen ABC trainierten. Dann war der Tag auch schon um. Die Pferde wurden reingeholt und es gab Abendbrot. Als dann im Stall alles erledigt war, gingen Fee und ich nacheinander duschen, ehe es zum Abendessen Spaghetti und einen schönen Film gab.
    • jojomaus
      Immer noch Platz
      Jay schlug die Hände über den Kopf. „Ich geb´s auf mit dir, mach was du willst, aber zu zweit packen wir das irgendwann nicht mehr. Ich hab ja nichts gegen den Kauf, finde sie ja selber Interessant, vor allem die Welsh A Ponys, aber wie gesagt, wir sind nur zu zweit und ich bin Berufstätig.“ Damit hatte sie natürlich Recht, denn schon wieder bin ich über einige Verkaufsanzeigen gestolpert, bei denen ich nicht widerstehen konnte. Aber mein Gestüt ist im Aufbau und Platz haben wir noch reichlich. Und um Mitarbeiter kümmerte ich mich auch schon. Garry war ein Erfahrener Jockey und wir haben schon oft miteinander gearbeitet und ich bot ihm eine Stelle bei uns an. Aufgrund von privaten Schwierigkeiten und dem Tod seines geliebten Pferdes hatte er es zur Zeit nicht einfach, so dass er noch Bedenkzeit benötigte und der EVB-Hengst wäre bestimmt etwas für ihn. Ein bisschen hing ich also noch in der Luft, aber das verdrängte ich vorerst, denn es hieß die neuen Pferdchen zu holen. Ich steuerte also zuerst den Pferdehänger an um ihn zurecht zu machen, streute ihn frisch ein und hing frisches Heu hinein. Danach ging es an die Boxen, drei Stück im Stutstall und eine im Hengststall. Auch diese wurden eingestreut, die Tröge sauber gemacht und je einer mit frischem Wasser gefüllt.
      „So, dann wäre jetzt alles vorbereitet.“ Ich schaute noch einmal in die Runde und als ich nichts weiter zu tun fand, begab ich mich zum Auto, hängte den Hänger an und fuhr zu meinem erstem heutigem Pferdekauf. Zuerst ging die Fahrt zu Muemmi, angemeldet hatte ich mich bei ihr, so dass sie wusste das ich heute auf dem Weg zu ihr war. Ich parkte mein Fahrzeug so, dass man viel Platz hinter dem Hänger hatte. Muemmi kam mir auch gleich entgegen, denn meine Ankunft war von ihr nicht unbemerkt geblieben. Wir begrüßten uns freundlich und sie führte mich auch sogleich zu meinem neuen Ponychen. Püppchen´s Dream knabberte noch an ihrem Heu herum und sah uns mit Aufmerksamen Blick an. Vor einigen Tagen war ich schon einmal hier und hatte die kleine Stute longiert, da ich sie schlecht Probereiten konnte auf Grund der Größenverhältnisse und das festigte meinen Entschluss sie zu Kaufen. Auch heute machte sie einen guten Eindruck auf mich. Ich führte sie also am Halfter nach draußen und gemeinsam mit Muemmi machte ich sie Transportfähig. Das Verladen danach stellte kein Problem dar, Püppi folgte brav in den Hänger und begann dann das dortige Heu zu knabbern. Anschließend erledigten wir noch schnell den Schriftkram und es konnte auf zum nächsten Pferdchen gehen. Nun ging es zu Sissicat, für ein Ponychen war noch Platz im Hänger und so sparte ich mir eine Fahrt. Auch dort hatte ich mein Kommen angekündigt und war nicht überrascht gleich begrüßt zu werden. Bella wartete schon am Putzplatz darauf Transportfertig gemacht zu werden, Sissicat wollte wohl wirklich schnell ihre Pferde in neue Hände geben. Sie hatte laut Beschreibung einen sehr schwierigen Charakter, aber ich hoffte mit der Stute gut auskommen zu können. Bisher hatte ich die kleine schwarze Stute erst einmal gesehen und sie aufgrund ihres Charakters nicht in Erwägung gezogen. Als ich aber hörte das Sissicat ihre Pferde dringend verkaufen wollte, dachte ich mir dass die kleine Stute bei mir gar nicht so schlecht aufgehoben wäre. „Schön das du Bella übernimmst, da du schon Nelli hast wird die ganze Umstellung ja auch nicht so schwer für Bella werden. Die beiden werden sich sicher freuen wieder zusammen sein zu können.“ Sissicat führte mich zuerst ins Büro um dort den Schriftkram zu erledigen, ehe es zurück zum Pony ging um sie Transportfertig zu machen. Das Verladen war nicht ganz so einfach weil sich Bella heftig wehrte. Aber mit gemeinsamer Frauenpower und dem ungeduldigen wiehern von Püppi ging es dann doch. „Die zwei sehen aber hübsch zusammen aus. Dann scheinst du ja einige Welshis zu haben.“ „Nein, es sind bisher nur drei. Aber wer was was noch kommt.“ Klärte ich Sissicat auf und zwinkerte ihr zu. Nach dem ich mich Verabschiedet hatte ging es erst mal wieder nach Hause. Die beiden Ponys wollten ja nicht länger als nötig im Hänger bleiben. Das Ausladen ging schnell, zuerst holte ich Püppi vom Hänger, ließ sie sich etwas umsehen und führte sie dann in ihre neue Box. Danach war Bella dran, sie führte ich ein wenig über den Hof spazieren, ehe es auch für sie in die neue Box ging. Dort wurden sie Gefüttert und bekamen noch einen Apfel als Willkommensgeschenk. „So auf zu Eddi´s Rettungshof. Bis nachher ihr süßen.“ Die Fahrt verlief entspannend, der Verkehr war heute nicht so wild wie sonst und so war ich schnell am Ziel. „Hi Jojo, da bist du ja schon. Dann lass uns mal zuerst den Schriftkram erledigen.“ Auch diese beiden Süßen hatte ich bei einem vorherigen Besuch kennengelernt, Calvados bei einem hervorragenden Probereiten und die kleine Lulu beim mehr oder weniger gutem Longieren. Auf Calvados habe ich mich einfach nur wohlgefühlt und ich malte mir die Rennen mit ihm schon aus, wohingegen ich mich bei Lulu nur wegen ihres Aussehens in sie verliebt hatte. Sie war aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen nicht ganz einfach, da ich aber schon Erfahrung mit solchen verstörten Pferden zu tun hatte, hoffte ich auch ihr ein schönes Leben bieten zu können. Die Papiere waren schnell unterschrieben und auch alles weitere geklärt, sodass es dann endlich in den Stall ging um die zwei zu holen. Eddi nahm die kleine Lulu und machte sie Transportfähig, während ich mich um Calvados kümmerte. Der Hengst machte auch beim Verladen den Anfang um es der kleinen Stute zu vereinfachen, ihr Sicherheit zu geben und vor allem um ihr zu zeigen, dass Verladen nichts schlimmes war. Anschließend verabschiedete ich mich von Eddi und versicherte ihr noch einmal mich gut um die beiden zu kümmern. Zuhause lud ich meine beiden Neuankömmlinge aus und führte sie in ihre neuen Boxen, wo ich sie Fütterte und ihnen Zeit gab sich einzugewöhnen.
    • jojomaus
      Spaziergang mit Lulu
      Auch meine kleine Appaloosastute Lulu mauserte sich recht gut, die Eingewöhnung verlief harmonisch und sie hatte sich in die Stutherde gut eingelebt. Am Vertrauen haperte es noch ein klein wenig, aber Vertrauen braucht halt Zeit. Für heute stand ein Spaziergang auf dem Plan. Nachdem ich mir das Halfter von Lulu geschnappt hatte lief ich zügig zur Weide und fing mir die kleine ein. Das jedenfalls klappte soweit ganz gut. Auch das führen kannte mein Mädchen schon und ich musste sie nur ab und an daran erinnern neben mir zu laufen und sich nicht so ziehen zu lassen. Sobald wir aber von der Weide herunter waren war das Thema gegessen und Lulu lief einwandfrei neben mir her. Am Putzplatz angekommen wurde das Stütchen angebunden und ausführlich beschmust und geputzt und wir konnten auch das Hufe geben noch einmal üben, denn auch dort war noch keine Routine drin. Erst nachdem ich mir feste Reithandschuhe angezogen hatte konnte es mit unserem Spaziergang losgehen. Ich löste Lulus Führstrick und führte die junge Stute den Weg vom Hof entlang, an den Weiden vorbei. Neugierig sah sich mein Mädchen um und ich ließ sie auch, solange mir ein Teil ihrer Aufmerksamkeit gehörte. Ich bestimmte das Tempo und variierte vom entspanntem Schritt auch mal zum zügigem. Lulu hatte zu folgen, nur wenige Male musste ich sie korrigieren. Als wir dann an etwas höhere Büsche vorbei gingen sah sie Gespenster und ich musste ihr zunächst einmal klar machen, dass ihr hier keine Monster gegenüber standen, sondern einfache Pflanzen. Nachdem wir es geschafft hatten an den Büschen vorbei zu kommen lobte ich mein Mädchen ausgiebig. Lulu kaute zufrieden ab und man sah ihr an wie stolz sie auf sich war. Nach einem weiterem Stück gerade aus machten wir wieder kehrt und mussten dem zu Folge noch einmal die hohen Büsche passieren. Auch dieses Mal schafften wir es letztendlich, sogar ein wenig besser wie zuvor. Mit jedem Schritt wurde die junge Appaloosastute sicherer, die fremde Umgebung schien ihr in meiner Gegenwart nicht mehr so viel Angst ein zu jagen. So einen Spaziergang wollte ich nun öfter mit ihr Unternehmen. Nach den ganzen neuen Eindrücken durfte Lulu sich wieder auf der Weide ausruhen und sich unter die Herde mischen.
    • jojomaus
      Sammelpflegebericht:
      Ein Pferdesamstag
      Gleich nach der morgentlichen Fütterung ging es ans tägliche Training. Es war Samstag und Jay würde sich heute bei uns einklinken, weswegen wir auch mit Hollywoods Lil Naomi und The Little Bit I Didn´t Lose anfangen wollten. Mit beiden ging es nach dem Putzen und Satteln auf den Platz um ein wenig Westerntraining zu veranstalten. Jay freute sich Naomi wieder einmal auspowern zu dürfen und selber wieder etwas im Western vorwärts zu kommen. Die Quarter Horse Stute war nämlich eine sehr gute Lehrerin. Ich konnte dagegen mit Little nicht ganz so sehr mithalten, da meine Kleine einfach noch nicht so Erfahren unterm Sattel war. Garry hatte sich indessen Sheregi geschnappt um ihn in der Halle an der Longe zu Arbeiten und ihn vorsichtig mit der Trense bekannt zu machen. Sobald Little nicht mehr so Aufnahmefähig war beendete ich das Training mit ihr und ließ Jay mit Naomi in Ruhe weiter arbeiten. Am Putzplatz traf ich Garry, welcher mit Sheregi ebenfalls fertig war. „Er hat sich eigentlich ganz gut angestellt. Beim nächsten Mal wird es dann noch besser laufen. Ich nehm gleich noch Joker's Jackpot mit in die Halle. Er ist bestimmt auch schon soweit.“ Ich war mit der Idee mehr wie einverstanden und nachdem ich abgesattelt hatte begaben wir uns zusammen zu den Weiden um beide Pferde zurück zu bringen. Ich schnappte mir Baby Doll Melody, Garry wie besprochen Joker und gemeinsam ging es zurück zum Putzplatz. Garry war recht schnell fertig mit dem Putzen und verschwand mit dem Junghengst in die Halle. Sobald ich mit meiner Appaloosastute fertig für meine geplante Westernstunde war, hatte Jay ihr Training beendet und bereitete Naomi nach. „Es war herrlich, sie ist so eine Süße. Anstrengend aber herrlich“, schwärmte sie mir vor. Jay würde als nächstes Flying Star für dieDressurarbeit zurecht machen und mir auf dem Platz Gesellschaft leisten. Während wir Mädels noch mitten im Training waren hatte Joker sich tapfer geschlagen mit dem Trensentrainig und durfte zurück auf die Weide. Als nächstes war Lulu mit dem Trensentraining dran, auch sie war nun soweit sich mit dem Erwachsen werden vertraut zu machen. Garry hatte ein Händchen für Jungpferde, daher überließ ich es ihm. Baby Doll war heute äußerst Motiviert und Leistungsbereit so dass ich mich an einer neuen Lektion wagen konnte, am Ende war ich mit uns beiden mehr wie zufrieden und bis Jay mit Flyings Training fertig war ritt ich sie im Schritt herum. Garry hatte in der Zwischenzeit Lulu zurück auf die Weide gebracht und sah den Rest der Zeit uns beim Training zu, da wir danach zusammen die Weiden kontrollieren und säubern wollten, zusammen ging diese Arbeit viel schneller und spaßiger vorüber. Nach einer anschließenden Frühstückspause, während der sich meine Schwester zu uns gesellte, konnte es im Tagesablauf auch schon weiter gehen. Für heute war ein gemeinsamer Ausritt geplant. Jay wollte Samantha übernehmen,Garryseinen Calvados, meine Schwester freute sich auf Apha FL Dashing und ich selber würde auf Ramazotti reiten. So ging es wieder auf die jeweiligen Weiden um die Pferde zu holen und anschließend für den Ritt vorzubereiten. Bei Zeiten waren wir soweit und stiegen in die Sättel. Es war zwar kalt aber die Sonne schien und lud uns ein zu einem tollen Ritt. Warm würde uns schon noch werden. Wir waren solange unterwegs bis uns der Hunger schließlich wieder nach Hause trieb, wir die Tiere versorgten, wieder auf die Weide brachten und dann gemeinsam ein spätes Mittag aßen. „So erzählt, was steht noch an? Ihr könnt beim Training bestimmt noch eine helfende Hand gebrauchen.“ Meine Schwester war noch immer voller Tatendrang und wir besprachen unseren weiteren Tagesablauf. Solange das Wetter noch so gut hielt sollte Der Physiker in Millitary gefördert werden, das würde Garry übernehmen und machte sich auch gleich ans Werk. Meiner Schwester übergab ich die Aufgabe des Longierens, darin war sie die beste. Ich erläuterte ihr kurz was ich für ein Training vorhatte und gab ihr die Trainingsbücher. Mit Clair De Lune sollte sie anfangen und sich dann auch mit Regis Filia und Miss Liddle Sunshine beschäftigen. In der Zeit in der die beiden ihre Pferde vorbereiteten baute ich zusammen mit Jay einen Springparcours auf und trennten unseren großen Reitplatz ab. Damit meine Schwester in rhe longieren konnte. Jay würde nun mit Rebellmouse springen und ich trainiere in der Halle French Lover in der Dressur. So waren wir vorerst alle beschäftigt. Mein kleiner frecher Camarguehengst machte sich heute ganz gut, auch wenn unsere Erfolge nur klein Ausfielen. Es ist halt noch kein Meister vom Himmel gefallen. Nachdem ich ihn nachbereitet hatte und er wieder auf der Weide herum tollen konnte war Panthera an der Reihe. Auch sie sollte in der Dressur gearbeitet werden. Während ich noch beschäftigt war beendete Jay das Springen, versorgte die Stute und räumte den Platz wieder auf. Meine Schwester hatte mittlerweile unsere kleine Prinzessin an der Longe und genoss es wieder einmal mit Pferden zu Arbeiten. Filia verhielt sich vorbildlich und zeigte in ihren jungen Jahren schon erstaunlich Gänge. Als ich mit Pan aus der Halle zurück kam um die Stute zu versorgen war mein Schwesterchen schon mit Liddle Sunshin am arbeiten, als auch Garry endlich wieder zurück kam mit einem sichtlich erschöpften Phey. Gemeinsam erledigten wir noch Hofarbeiten und versorgten die Tiere mit ihrer Abendration ehe wir uns auch um unser Essen kümmerten und den Abend gemütlich ausklingen ließen.
    • Occulta
      Verschoben am 26.10.2016
      Grund: 6 Monate lang keine Pflege
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    jojomaus
    Datum:
    9 März 2015
    Klicks:
    652
    Kommentare:
    6
  • Rufname: Lulu

    Abstammung

    Von: Unbekannt (Wintermond)
    Aus der: Unbekannt (Sorraya)

    Grunddaten

    Rasse: Appaloosa
    Geschlecht: Stute
    Alter: 3 Jahre
    Stockmaß: 1,50m
    Fellfarbe: Schabrackentiger
    Abzeichen: Keilstern; hr halbweißer Fuß


    Beschreibung

    Lulu hatte schon viel hinter sich. Schon zweimal wurde sie vernachlässigt und wieder gerettet, bis sie zuletzt in der Auffangstation NastyPast landete, wo sie mühsam wieder Aufgepäppelt und so gut wie möglich ausgebildet wurde. Lulu lässt sich nur schwer anfassen, auch bindet sie sich nur schwer an Menschen und das mit Recht. Trotzdessen ist sie ein lernfähiges Fohlen, mit reichlich eigenen Willen. Sie zeichnet sich durch ihre Gänge aus. Bis zu einer Zuchtkarriere schaft sie es sicherlich.

    Zuchtdaten

    Züchter: rawr
    Zur Zucht vorgesehen: Ja
    Gekört/ Gekrönt: Nein

    Besitzer: Jojomaus

    Vorbesitzer: IGottaFeeling & Edfriend
    Ersteller: rawr
    VKR: NastyPast

    Qualifikationen

    Eignung: Western, Dressur

    Eingeritten: nein / Eingefahren: nein


    Dressur:
    E A L M S S* S** S***
    Western: E A L M S S* S** S***
    Springen:
    E A L M S S* S** S***
    Distanz:
    E A L M S S* S** S***
    Military:
    E A L M S S* S** S***
    Fahren:
    E A L M S S* S** S***
    Galopp:
    E A L M S S* S** S***

    Erfolge

    Sonstiges


    HS-Besuch: war am //
    Hufe: //

    TA-Besuch: war am //

    Gesundheit: //

    Tierarzt: //

    Hufschmied: //