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Mongofisch

Luisa

[b]Luisa[/b] Rasse: Tinker Alter: 1 Jahr Geburtstag: 2013 Geschlecht: Stute Stockmaß: wird ca. 1,49m Fellfarbe: Braunschecke Abzeichen: Blesse Vater: / Mutter: / Luisa ist ein aufgewecktes Fohlen, sie ist noch neu in der Herde und man wird erst sehen, wie sich sich dort einfindet. Zum Menschen hat sie bereits jetzt großes Vertrauen, auch wenn sie manchmal etwas stürmisch wirkt. Luisa hat sich in ihrer kleinen Herde sehr gut eingefunden und zeigt schon jetzt ein wachsames und neugierieges Verhalten. Aufgeschlossen tritt sie neuen Dingen entgegen und möchte am liebsten alles genau erkunden. Sie darf ihre Kindheit weiterhin mit Caletta und Maira verbringen und wird spielerisch auf ihre späteren Aufgaben als Reitpferd vorbereitet. Eingeritten: Nein Eingefahren: Nein Eignung: Stellt sich noch raus Galopprennen: Western: Springen: Military: Dressur: Distanz: Fahren: Hufe: Sehr gut Gesundheit: Sehr gut Gekört/Gekrönt: Nein Nachkommen: Keine Besitzer: Mongofisch Vorbesitzer: / Vkr/Ersteller: Hafifreund11 Offizieller Hintergrund [img]http://abload.de/img/offiziellerhg0is79.jpg[/img]

Luisa
Mongofisch, 26 Juli 2014
    • Mongofisch
      Pflegebericht 1 - 27.01.2014
      Was ich heute feststellen konnte: Auf dem Beifahrersitz fährt es sich besser als gedacht. Kimi bestand immer wieder darauf, dass ich selber kein Auto mehr fahre, aber mir war es recht, so konnte ich auf der Fahrt nach Helsinki entspannen.
      Vor ein paar Tagen hatte ich es nicht lassen können und hab für Caletta und Maira noch eine Freundin gekauft. Wie es der Zufall so wollte, ist die kleine Luisa ebenfalls ein Braunschecke und kommt, wie Maira, aus Kanada.
      Schon gestern hatte Kimi einen Teil des Fohlenoffenstalls abgetrennt, um Luisa nicht ganz ins kalte Wasser zu schmeißen. So konnten die drei sich erstmal beschnuppern und Luisa würde sich in Ruhe von der langen Reise erholen.
      Pünktlich kamen wir am Flughafen an, zum Glück kannten wir den Ablauf bereits und mussten nicht erst alles suchen. Nach nur wenigen Minuten standen wir bei Luisa, die grade noch den Check über sich ergehen lassen musste. Etwas genervt schaute sie uns an, sah aber trotzdem Zuckersüß aus.
      „Oh wann ist es denn soweit?“ Fragte die Tierärztin lächelnd, als sie mir das Fohlen übergab. Ich nahm den Strick entgegen und antwortete dann: „In 13 Wochen.“
      Wieder lächelte die Tierärztin: „Dann wünsche ich Ihnen alles Gute!“ Damit ließ sie uns zurück, sicher hatte sie noch mehr Arbeit. Während wir noch auf Luisa gewartet hatten, hatte Kimi den Wagen mit Anhänger geholt, in welchen das Tinkerfohlen jetzt verladen werden sollte. Wie immer wurde mir die Arbeit abgenommen, bevor ich überhaupt anfangen konnte. „Ich mach das schon“, sorgte Kimi sich, nahm mir den Strick aus der Hand und führte Luisa behutsam auf den Anhänger. Die Stute folgte ihm brav, ohne Probleme. Entweder war sie wirklich gut erzogen oder sie war einfach zu erschöpft um zu protestieren.
      Auf der Rückfahrt zum Gestüt schlief ich schnell ein und Kimi weckte mich erst auf, als wir auf dem Hof geparkt hatten. Verschlafen rieb ich mir die Augen, wurde aber hellwach, als ich aus dem Auto stieg. Klirrende Kälte schlug mir entgegen und zeigte mir, dass noch immer Winter war, würde ich ja sonst wahrscheinlich vergessen. Ich lachte bei dem Gedanken und wartete ungeduldig darauf, dass Kimi den Anhänger öffnete.
      „Dann wollen wir den beiden Verrückten mal ihre neue Freundin vorstellen“, grinste Kimi, während er die Klappe runterließ und Luisa vorsichtig rückwärts schob.
      „Die sind nicht verrückt“, lachte ich. „Nur eben noch Babys, und Babys sind manchmal anstrengend.“ Erst letzte Woche haben es die beiden Fohlen tatsächlich geschafft, den Schlauch ihrer Tränke abzureißen. Der ganze Stall stand unter Wasser, was den Damen aber nichts ausmachte.
      Kimi führte Luisa zum Offenstall, wo Maira und Caletta schon neugierig über den Zaun guckten. Auch Luisa wurde wieder etwas munterer. Leise brummelnd tänzelte sie neben Kimi her und konnte es scheinbar gar nicht erwarten, die beiden Interessant aussehenden Fohlen zu beschnuppern. Grade als Kimi den Strick löste, trabte die junge Stute aufgeregt am Zaun entlang und stieß ein freudiges Wiehern aus. Maira und Caletta machten es dem neuen Fohlen nach und so wurde erstmal ausgiebig über den Zaun hinweg gespielt.
      „Machst du heute noch was mit Dave und Brave?“ Fragte ich nach einiger Zeit.
      „Ja, ich lasse die beiden laufen. Wirklich schade, dass sie nicht zusammen vor die Kutsche können“, grinste Kimi und strich mir über den Bauch. „Das stimmt“, lachte ich. „Ich geh jetzt rein, mir ist kalt und meine Beine tun weh.“ - „Mach das, mein Schatz“, sagte Kimi und kam noch bis zur Koppel mit, wo er Dave und Brave holte. Ich hingegen ging zum Haus rüber, zog umständlich meine Schuhe aus und ließ mich im Wohnzimmer aufs Sofa fallen.
      Seit man meinem Bauch fast beim Wachsen zusehen konnte und Kimi mir jegliche körperliche Arbeit untersagte, fühlte ich mich manchmal etwas unnütz, allerdings war es auch ganz schön, sich mal nicht um den Hof kümmern zu müssen.
    • Mongofisch
      Pflegebericht 2 - 19.02.2014
      Unsanft wurde ich aus meine Träumen gerissen und drehte mich missmutig auf die andere Seite. Kimi stand panisch vor dem Bett und versuchte mich zu wecken. „Was ist denn los?“ murmelte ich genervt, rieb mir die Augen und drehte mich wieder um.
      „Steh auf! Es brennt“, schrie er schon fast und ich saß plötzlich kerzengrade im Bett. In meinem Kopf spielten sich die schlimmsten Szenarien ab.
      „Komm jetzt! Ruf die Feuerwehr!“ Kimi rannte aus dem Schlafzimmer, ich hörte ihn die Treppe runter stolpern.
      Panische Angst ergriff mich, ich schnappte mir mein Handy, wählte den Notruf, lief zum Fenster und bekam den Schock meines Lebens. Der ganze Stall stand in Flammen, große, dunkle, bedrohliche Flammen! Tränen schossen mir in die Augen und ich fing urplötzlich an zu zittern. Ich war gelähmt, konnte dem Mann am Telefon grade noch sagen, was passiert war und wo ich mich befand. Er versicherte mir, dass sofort jemand da sein würde, doch das war mir nicht genug. Ich hatte Angst – Angst, dass Mieke etwas passieren würde– Angst, dass meinen Pferden was passieren würde – Angst, dass Kimi etwas passieren würde – Vor allem aber Angst, das mein Traum grade zerplatzte.
      Ich rappelte mich auf, lief die Treppe runter, wäre dabei fast hingefallen und rannte ohne nachzudenken im Nachthemd und barfuß über den Hof.
      „Kimi“, schrie ich in die Nacht, die Tränen liefen mir nur so übers Gesicht. Aus dem Stall vernahm ich panisches Wiehern der Pferde. Wo sollte ich nur zuerst hin? In mein Kopf drehte sich alles, ich konnte nicht klar denken. Hinter mir hörte ich Pferde laufen, blitzschnell drehte ich mich um und erblickte Kimi, der gefolgt von Monster und Heat aus dem Stall kam. „Bring die auf die Koppel“, befahl er und ließ die Mähnen der Pferde los, um zurück in den Stall zu laufen und die anderen Pferde zu holen. Ich wusste nicht was ich tat, griff nach den Hengsten und rannte mit ihnen zur Weide. In ihrer Panik zogen sie mich mehr hinter sich her, als das ich ihnen zeigte, wo es lang ging.
      Aus der Ferne hörte ich endlich die Sirenen der Feuerwehr, was mir aber weniger Sicherheit gab, als dass es mir noch mehr Angst machte.
      Kimi hatte inzwischen Brave und Dave aus dem brennenden Stall geholt und schubste mich unsanft an. „Komm!“
      Wie in Trance folgte ich ihm, meine Füße waren eiskalt, mein Gesicht hingegen brannte wie Feuer. Die Stuten hatte es schlimmer erwischt, es gab keine Möglichkeit in den Stall zu gelangen.
      Die Feuerwehr war da! Panisch schrie ich einen der Männer an: „Meine Pferde sind da drin!“ Er faselte irgendwas von beruhigen, aber ich wollte mich nicht beruhigen!
      Nur Augenblicke später kam ein Rettungswagen, doch ich hatte nur Augen für das brennende Gebäude, in dem meine Pferde eingeschlossen waren.
      „Sie müssen meine Pferde retten“, schrie ich nun einen anderen Mann an, ich hatte panische Angst, ich wusste nicht was ich machen sollte, ich konnte nicht tatenlos zusehen, wie alles abbrannte.
      Alles zog an mir vorbei, ich hörte nur Teile von dem was gesprochen wurde, dafür aber umso mehr, wie die Pferde wieherten. Ich hörte sie schreien! Es waren Schreie voller Angst, voller Panik und ich konnte nichts tun.
      Ich sank auf die Knie und vergrub mein Gesicht in meinen Händen, weinend wie ein Schlosshund. Immer und immer wieder hörte ich das panische Wiehern der Pferde, es brannte sich in mein Gedächtnis, ich würde es nie wieder vergessen können.
      Ein Rettungssanitäter griff mir unter die Arme und half mir auf die Beine. „Sie sollten hier nicht auf dem Boden sitzen.“ Ich hatte keine Kraft mehr mich zu wehren, das einzige was ich noch hatte war Angst – Angst, dass ich meine Pferde nie wieder sehen würde.
      Als ich wieder aufwachte, befand ich mich in einem Hotelzimmer. Mieke schlief seelenruhig neben mir, nur Kimi war nicht da. Ich musste mich erstmal berappeln, da viel mir die letzte Nacht wieder ein und sofort bekam ich panik. Ich griff zu meinem Handy und wählte Kimis Nummer. Er meldete sich und klang ganz normal. Er erzählte mir, dass er bei den Pferden war, die die Nacht alle unbeschadet überstanden hatten. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Doch nun standen wir vor dem nächsten Problem: Wir hatten kein Zuhause mehr!
      Lange überlegten Kimi und ich, wie es nun weiter gehen sollte, dann fiel mir Lina ein. Wir konnten vorrübergehend zu ihr. Sofort rief ich sie an und erzählte von unserer misslichen Lage. Sie erklärte sich bereit, uns bei sich aufzunehmen und der Entschluss stand fest. Es ging zurück nach Deutschland!
      Vier Tage später kamen wir mit allen Pferden an der Ostsee an und waren heilfroh, endlich wieder ein „richtiges“ Zuhause zu haben. Lina zeigte uns sofort, wo wir unsere Pferde unterstellen konnten. Vor allem die Fohlen waren sichtlich gestresst und froh, die Lange Autofahrt überstanden zu haben.
      Doch noch waren wir nicht an unserem endgültigen Ziel. Linas Hof war viel zu klein für alle Pferde, also musste eine Lösung her!
    • Mongofisch
      Hufschmiedbericht 1 - 21.02.2014
      Heute ging es ab zu Lisa, die schon einmal in meiner Hufschmiede war. Diesmal waren aber andere Pferde dran, und zwar Calacirya, Dave, Angus the Brave, Luisa, Maira und Caletta. Ich machte mich schon früh auf den Weg und kam nach einiger Zeit auch an, da ich mich komischerweise nicht verfuhr. Lisa wartete dort schon mit den ersten drei Pferden: Angus, Luisa und Calacirya. Ich packte meine Sachen aus und machte mich sofort an die Arbeit. Ich befreundete mich erst mit Calacirya an, denn die Tinkerstute war ziemlich freundlich und neugierig. Ich hob ihren ersten Huf mit Leichtigkeit und machte mich an die Arbeit. Ich schnitt mit dem Messer den Dreck und den Sand heraus, dann knipste ich mit der Hufzange das überstehende Horn ab, ehe ich mit der Feile die Hufwand wieder rund machte. Dann testete ich aus, ob die Hufform auch passte, ehe ich das alles bei den anderen drei Hufen wiederholte. Calacirya war ziemlich ruhig dabei und ließ alles über sich ergehen. Dann ging es zu Angus, der etwas mutiger war und an meiner Tasche, in der ich Karotten verstaut hatte, knabberte. Ich gab ihm auch eine, wobei Calacirya auch noch eine bekam, bevor sie weggeführt wurde, und machte mich auch bei ihm an die Arbeit. Es ging recht schnell, da er kaum Anstalten machte. Dann ging es zu Luisa, die mir stürmisch entgegentrat und mich sofort beschnupperte. Sie war noch ein Fohlen und daher war ich erst recht bei ihren kleinen Hufen vorsichtig, allerdings war sie etwas zappelig und ich brauchte etwas länger. Lisa hatte Angus und Calacirya schon weggeführt und brachte jetzt Maira und Caletta und Dave auf den Putzplatz, ehe sie auch Luisa zurück in ihre Box brachte. Ich machte mich auch bei dem kleinen Dave an die Arbeit und danach kamen noch die beiden Fohlen Maira und Caletta dran. Als ich fertig war, packte ich auch schon meine Sachen zusammen und verabschiedete mich bei Lisa, die ihre Pferde wieder zurückführte, und fuhr dann wieder zurück auf mein Gestüt.
      Lynx
    • Mongofisch
      Tierarztbericht 1 - 26.02.2014


      Nach Maira war Luisa an der Reihe. Ich kannte sie schon sporadisch – zum einen aus Erzählungen meiner Freundin, zum anderen, weil ich bereits einen Gentest für sie gemacht hatte. Gesehen hatte ich die kleine Tinker-Dame allerdings noch nicht.
      Als Lisa mit dem Mädel um die Ecke flanierte, verschlug es mir die Sprache: „Mensch, du bist ja noch hübscher, als ich gedacht hatte!“, rief ich aus und knuddelte den Absetzer erst einmal, bevor ich meine eigentliche Arbeit beginnen konnte – denn zum Knuddeln war ich ja eigentlich nicht gekommen. Eigentlich. Aber manchmal musste es einfach sein.
      Ein Vorteil der Knuddelei war aber, dass ich so direkt nachgucken konnte, ob mit den Muskeln alles in Ordnung war. Als mir dieser Vorteil auffiel, nutzte ich es direkt und tastete die Muskulatur nach Knötchen und Unregelmäßigkeiten ab, aber alles war in Ordnung.
      Auch bei Luisa kontrollierte ich nun die Farbe der Schleimhäute, die Nüstern und Augen, überprüfte, ob es Ausfluss gab. Das Abhören der Lunge fand Luisa gar nicht witzig, dennoch ließ sie sich dank einer Möhre so weit bestechen, dass ich hören konnte, dass sie ein leichtes Geräusch vorwies. Es war nichts beunruhigendes und vermutlich Folge des Feuers, dennoch bat ich Lisa, genau darauf zu achten, ob sie in den nächsten Tagen vermehrt hustete, sich ungewöhnlich wenig bewegte oder bei Belastung schnell ermüdete und dann laute Atemgeräusche zeigte. Wäre dies nicht der Fall, würde sich das Geräusch von alleine wieder legen – es wäre dann nur ein Anzeichen, dass die Atemwege durch den Rauch gereizt sind. Beobachtet werden musste es jedoch auf jeden Fall.
      Dennoch konnte ich die Kleine bedenkenlos impfen. Wie ihre Weidefreundin bekam sie ein Kombipräparat gegen Tetanus und Influenza. Sie zuckte nicht einmal beim Impfen.
      Mit vergleichbarer stoischer Ruhe nahm sie die Wurmkur hin. Anschließend kaute sie etwas missmutig, aber ansonsten war sie absolut brav gewesen.
      Nun durfte auch dieses kleine Mädel wieder in ihre Box.
      Eowin
    • Mongofisch
      Pflegebericht 3 - 15.03.2014
      "Hallo ihr Mäuse", begrüßte ich meine drei Fohlen in ihrem Stall.
      Sie waren in den letzten Wochen eine Menge gewachsen und machten sich wirklich gut. 9 Monate sind nun schon seit Calettas turbulentem Start ins Leben vergangen und sie entwickelte sich zu einer hübschen jungen Stute. Stolz war ich auch auf ihre Fohlenschau, die sie hervorragend meisterte und eine Schleife mit nach Hause brachte. Insgesamt war ich wirklich zufrieden mit der Entwicklung meiner drei Fohlen.
      Maira stupste mich zärtlich von der Seite an. "He", lachte ich. "So geht das aber nicht." Ich krauelte ihr die Stirn und holte ein paar Leckerlis aus meiner Tasche. Die drei konnten sich gar nicht entscheiden, wer zuerst eins bekommen sollte, blieben dabei aber trotzdem ruhig. Ich steckte jedem eine Möhre zu.
      "Na", erschrak Lina mich. "Alles gut bei den Kleinen?" Ich drehte mich um und sah meine Freundin mit Mieke auf dem Arm. "Ja, sie sehen toll aus. Aber sie werden auch viel zu schnell groß", sagte ich und schlüpfte aus der großen Box. "Da hast du recht, Mieke wird auch von Tag zu Tag schwerer", nickte Lina grinsend. Ich lachte und nahm ihr meine Tochter ab: "Hallo Prinzessin!" Lachend schaute die Kleine mich an und streckte ihre kurzen Ärmchen aus. "Wo ist denn Kimi? Ich dachte er passt auf sie auf, die Fohlen müssen immerhin noch auf den Paddock", fragte ich Lina, während wir zum Haus gingen. Sie zuckte mit den Schultern: "Ich habe keine Ahnung." Im Wohnzimmer wurden wir schließlich fündig: Kimi saß gemütlich vor dem Fernseher. "Hier", grinste ich und gab ihm Mieke. "Pass auf deine Tochter auf, wir müssen die Pferde raus bringen." Ohne eine Antwort abzuwarten, gingen Lina und ich erneut in den Stall und schnappten uns die Halfter der Fohlen. "Nimmst du Luisa? Ich nehme dann Caletta und Maira", sagte ich zu Lina. Sie nickte nur und wir brachten die drei jungen Stuten auf ihren Paddock, wo sich alle erst einmal ausgiebig wälzten. "Das werden mal wirklich prächtige Tinker", schwärmte ich, als wir am Zaun standen und die Fohlen beobachteten. "Werden sie", nickte Lina. Wir standen noch eine ganze Weile schweigend da und schauten den Damen beim Toben zu.
    • Mongofisch
      Pflegebericht 4 - 18.04.2014
      Die Fohlen von Lisa standen alle zusammen in einer Paddockbox die wir notdürftig aus zwei Boxen gemacht hatten. Dazu hatten mein Vater und Kimi die Trennwand entfernt und den Paddock etwas vergrößert damit die Fohlen jeder Zeit, jede Menge Platz zum spielen hatten. Lisa und ich betraten den Stall und schnappten uns Caletta, Maira und Luisa. Wir banden sie in der Stallgasse an und putzen sie nach einander gründlich sauber. Caletta war die entspannteste von allen, sie kannte das ja schon. Nur beim Hufe geben zickte sie noch etwas rum. Maira und Luisa hingegen sträubten sich strikt dagegen auch nur an den Beinen berührt zu werden. Kam man ihnen zu nahe, musste man aufpassen nicht getreten zu werden. Mir kam eine Idee: „Warte kurz, ich hol schnell Karotten!“ rief ich Lisa zu und rannte an ihr vorbei ins Haus. Dort lagen diese schon in kleine, handliche Stücke zerhackt in einer Tüte. Ich schnappte sie und lief wieder zurück zum Stall. Dort angekommen hielt ich Maira ein Stück hin und Lisa schnappte sich einen Huf. Ich lenkte Maira weiterhin mit kleinen Möhrenstücken ab währen Lisa alle vier Hufe ohne Probleme auskratzen konnte. Bei Luisa wiederholten wir die Prozedur doch die hatte nach dem zweiten Huf unseren Plan durchschaut und weigerte sich den Huf anzuheben. Mit vereinten Kräften schaffte Lisa es aber doch und Luisa musste sich geschlagen geben. Dann gingen wir mit den dreien und einem großen Gymnastikball auf den Reitplatz. Erst hatten sie ein bissen Angst aber als Caletta todesmutig einen Tritt gegen den Ball wagte, brach das Eis und wir kickten lustig den Ball über den Platz. Luisa war wieder eine kleine Spielverderberin in dem sie sich auf den Ball legte und ihn nicht heraus rückte. Wir mussten sie ein paar mal am Halfter packen und wieder herunter holen, oder eines der beiden anderen Fohlen verscheuchte sie. Nachdem sich die drei halbwegs ausgetobt hatten, brachten wir Luisa und Maira wieder in den Stall. Mit Caletta drehten wir noch eine kleine Runde um den Hof. Sie machte super mit, lies sich gut führen und blieb brav stehen. Sie war ein wirklich unkompliziertes Fohlen und ich drückte die Daumen das es auch weiterhin so gut mit ihr lief.
      Loi
    • Mongofisch
      Pflegebericht 5 - 23.05.2014
      „Morgen Loi!“ rief ich fröhlich und stieg aus dem Auto. „Danke, dass du mir hilfst! Ich glaube sonst schaffe ich heute nicht alle Pferde.“ stöhnte sie und sah jetzt schon ganz gestresst aus. Ich bot ihr erst einmal einen Thermosbecher Kaffee an und nickte ihr aufmunternd zu. „Zu zweit wird das doch kein Problem.“ grinste ich und wir machten uns gemeinsam auf den Weg in den Stall. Lisa war momentan nicht in der Lage, sich um ihre Pferde zu kümmern, da dass Kind mehr Aufmerksamkeit als gedacht benötigte und Loi hatte die Fürsorge für ihre Pferde übernommen. Doch im Moment war viel los, so dass auch Loi mit ihrer Zeit zu tun hatte, weshalb ich ihr heute unter die Arme griff.
      Erst einmal fütterten wir alle Vierbeiner, ehe es dann auch schon auf die saftigen Weiden ging. Schon jetzt Ende Mai waren die Temperaturen um die 25°C angestiegen und die Pferde genossen einfach nur das Wetter auf der saftigen Wiese. Während die Pferde ihre Pause genossen, machten Loi und ich uns an die Stallarbeit, denn es hieß Boxen ausmisten und wieder herrichten. Danach kehrten wir die Stallgasse und entfernten noch hier und da Spinnenweben.
      Als das geschafft war, beschäftigten wir uns auch schon mit den Pferden und begannen bei den jüngsten. Alle drei Jungstuten forderten unsere gesamte Aufmerksamkeit. Lisas Schützling Calette überließ ich lieber Loi, da sie die kleine Dame schon länger kannte. Ich nahm stattdessen Maira, sie war genauso aufgeweckt wie ihre Freundinnen. Wir putzten die beiden gründlich und gingen dann mit ihnen ein wenig in der Halle Fange spielen, um die Bindung zu den Menschen zu fördern. Während Loi die beiden Fohlen bespaßte, holte ich noch Luisa dazu, damit auch sie gleich beschäftigt wurde. Danach durften die drei Schecken wieder auf ihre Weide und der Ernst begann.
      Wir nahmen uns zuerst die Hengste vor, denn bei ihnen würden wir wohl mehr Kraft brauchen – außer bei Dave. Das Pony wollten wir später mit zu einem Ausritt mitnehmen, stattdessen waren jetzt Angus the Brave und Monster Energy an der Reihe. Ich putzte und sattelte Brave, während Loi sich Monster fertig machte. Dann marschierten wir auf den Reitplatz und begannen ein wenig Dressurarbeit. Brave besaß zwar nur ein Stockmaß von 1.49m, aber dennoch hatte er raumgreifende und schwungvolle Gänge. Auch Loi musste sich zu Anfang erst einmal an das kräftige Pferd unter ihr gewöhnen. Ich hatte kaum Probleme mit Brave, er machte seinen Namen eben alle Ehre, aber Monster schien das Gleiche zu tun. Anfangs testete er nur zu gerne aus und Loi musste ihn sehr beschäftigen, damit er keinen Blödsinn machte.
      Umso froher war sie, als wir endlich fertig waren, die beiden Hengste absattelten und wieder auf die Weide brachten. „Wollen wir erst einmal eine Pause machen?“ fragte Loi und lud mich zu einem Ausritt zum See ein. Ich sagte begeistert zu und holte HeadHunter, den hübschen Wallach von der Weide. Loi schnappte sich Grey Love, außerdem nahmen wir Dave und Feather, die beiden Shettys, als Handpferde mit. Flott waren wir sechs fertig und konnten los. Mit den Tinkern war der Ritt richtig entspannt und sie planschten auch gerne im Wasser umher, so dass wir sie anscheinend richtig beschäftigt hatten.
      Wieder auf dem Hof standen noch drei Pferde an und dann hätten wir es auch schon geschafft. Ich kümmerte mich um die Trakehnerstute Calista und machte sie für ein wenig Springen fertig. Loi holte Summer Holiday, sie wollte lieber noch ein wenig Dressur reiten. Ich nickte ihr zu und dann machten wir uns an die Arbeit. Beide Stuten arbeiteten wunderbar mit und zufrieden kamen wir auch nach der Stunde wieder zurück in den Stall. Loi wollte schon den Stall für den Abend fertig machen, so dass ich mich noch um Calacirya kümmern würde.
      Ich putzte die Stute gründlich und ging dann mit ihr auf den Platz, um sie noch ein wenig zu longieren, denn das würde ihr sicherlich gut tun. Und tatsächlich machte ihr es einen riesigen Spaß und sie war danach richtig zufrieden. Ich ließ sie noch kurz laufen, ehe es auch für sie zurück in den Stall ging. Loi hatte schon alle Pferde reingeholt und wir fütterten nur noch schnell, ehe wir uns wieder auf den Heimweg machten. „Noch einmal Danke für deine Hilfe!“ meinte Loi lächelnd und winkte mir noch einmal.
      Edfriend
    • Mongofisch
      Pflegebericht 6 - 20.07.2014
      Fast 5 Monate waren nun vergangen, seit ich mich mit Kimi und Mieke aus dem Hofalltag zurückgezogen hatte. Zum Glück haben wir wunderbare Freunde, die sich um unsere Pferde gekümmert haben. Langsam bekam ich aber Sehnsucht, mich wieder selber mit meinen Lieblingen zu beschäftigen und so waren wir unterwegs an die Ostsee. Zurück nach Hause. Ich konnte es gar nicht erwarten, endlich die Einfahrt entlang zu fahren und mein altes Leben zurück zu bekommen.
      „Schau“, deutete Kimi mit dem Finger Richtung Horizont. „Gleich haben wir es geschafft!“ Und tatsächlich konnte man schon die Dächer der Gebäude erkennen. Mein Herz machte einen Hüpfer und ich wäre am liebsten ausgestiegen und den Rest des Weges gelaufen. Warum auch immer tat ich das nicht, sondern blieb brav im Auto sitzen und wartete ungeduldig, bis Kimi den Wagen geparkt hatte.
      Bevor ich jedoch losstürmen konnte, musste ich die kleine Prinzessin aus ihrem Kindersitz befreien. „Freust du dich auch schon?“ Ich hob das Mädchen hoch und nahm sie auf den Arm. Die Zeit verging wie im Flug und Mieke war mittlerweile auch schon 8 Monate alt. Ich konnte es gar nicht glauben!
      „Scheint wohl keiner da zu sein“, stellte Kimi fest, als er sich nach dem Auto von Lina umsah. Ich hingegen war schon auf dem Weg zu den Koppeln, um meine lieben Pferde zu begrüßen. Ich bekam einen großen Schreck, als ich am Offenstall der Fohlen ankam. „Mensch was ist denn mit euch passiert?“ Erstaunt betrachtete ich die drei jungen Damen, die einen mächtigen Schub gemacht hatten. „Ihr seid ja riesig geworden!“ Lachend streichelte ich Luisa über die Nüstern.
      Wie ich es erwartet hatte, waren alle drei Stuten wohlgenährt und gut gepflegt.
      Auch die Großen sahen super aus. Summer hatte vielleicht ein bisschen zu viel Bauch, aber darüber konnte man hinweg sehen. Ich war einfach nur überglücklich, endlich wieder auf dem Hof zu sein. Nun würde ich auch bald wieder meine Arbeit als Ausbilderin aufnehmen und dann würde alles perfekt sein.
    • Mongofisch
      Pflegebericht 7 - 22.08.2014
      Nachdem ich Moonlight sicher in ihre neue Box gebracht hatte, verließ ich den Stutenstall und lief zu den Fohlen rüber.
      "Na ihr Süßen", begrüßte ich die drei einjährigen Stuten. Sie schienen grade Mittagspause zu machen, Maira und Luisa lagen dösend im Stroh, Caletta hingegen kam freudig zu mir. "Du holst dir immer dein Leckerli ab, nicht wahr?", lachte ich und steckte dem Buckskin ein Möhrchen zu. Aber auch Maira und Luisa bekamen ihre Möhre, ehe ich das Putzzeug der Fohlen holte. Heute wollte ich erneut ein wenig mit ihnen üben. Bis auf das Hufegeben war das Putzen eigentlich gar kein Problem mehr, die drei genossen es immer mehr.
      Ich nahm mir den Hufkratzer und begann bei Caletta, da sie es bereits am besten machte. Langsam strich ich an ihrem Vorderbein runter: "Huf!" Ein kleiner Druck mit der Hand genügte und Caletta hob ihren Huf. Eilig, aber ordentlich säuberte ich den Huf und stellte ihn dann behutsam wieder ab. Ich lobte die Stute und fuhr mit den anderen Hufen fort.
      Auch mit Maira und Luisa klappte das Hufeauskratzen heute besonders gut. Ich war stolz auf meine kleinen Mädchen. "Ich schaue später noch einmal nach euch", verabschiedete ich mich, nachdem alle Fohlen sauber waren.
    • Mongofisch
      Tierarztbericht 2 - 08.11.2014
      Heute kam ich wieder auf den Hof von Lisa, um mich um ihre Pferde zu kümmern.
      Mittlerweile kannte ich mich hier relativ gut aus, da ich bereits einige Male bei ihr gewesen war.
      Rückwärts parkte ich das Auto vor dem Stall. Das Licht war abgeschaltet und insgesamt war der Hof recht still.
      Langsam und mit zusammengezogenen Augenbraunen stieg ich aus und ging auf das Stallgebäude zu. An der Tür heftete ein Zettel.
      „Hallo Maren! Bin kurz weggefahren, komme in etwa einer Stunde (also ca. um 17 Uhr) wieder. Du weißt ja, wo alles steht, die Fohlen stehen schon auf der Gasse. Grüße, Lisa“
      Meine Augenbrauen schnellten in die Höhe. Das war mir vorher auch noch nicht passiert!
      Frohen Mutes ging ich nun also wieder zum Auto und holte den Kram, den ich für die Fohlen brauchte. Erstrangig also zunächst das Stethoskop. Welches Pferd welche Impfung und Wurmkur bekäme, müsste ich am Gesamtzustand sehen.
      Als ich also die Tür zum Stall aufstieß, wieherten mir vier kleine Damen direkt entgegen.
      Kurz begrüßte ich alle, dann begann ich mit der Arbeit und kontrollierte zunächst den Gesundheitszustand. Hier achtete ich besonders auf den äußeren Zustand, schaute nach, ob das Fell glänzte, ob die Hufe brüchig waren, ob die Augen und Nüstern frei von Ausfluss waren und wie die Bemuskelung aussah. Dann wollte ich abhören und grob abtasten.
      Ich begann mit der Jährlingsstute Caletta. Sie war wirklich in einem hervorragenden Zustand. Bei Luisa sah es ähnlich aus, nur hier fiel mir auf, dass die Vorderhufe etwas schief wuchsen. Hier sollte unbedingt zeitnah ein Hufschmied draufschauen. Keine dieser Sorgen machte die Scheckstute Maira, die nicht nur sehr glänzendes Fell hatte, sondern insgesamt von sehr guter Konstitution. Als letztes kam das Sorgenkind Smeara, welche aus schlechter Haltung zu Lisa gekommen war. Ihr Fell war noch etwas matt, ansonsten sah sie jedoch bereits viel besser aus als bei meinem letzten Besuch.
      Allen Stuten außer Smeara impfte ich Tetanus und Influenza. Dies klappte ziemlich gut, sodass ich rasch fertig war.
      Bei Smeara war eine Impfung erst wieder im Februar nächsten Jahres fällig.
      Anschließend bekamen die vier Stuten von mir eine Wurmkur, die auch gegen Dasseleier und Co half, sodass sie bestens für die anstehende Stallsaison gerüstet waren.
      Kurz schrieb ich einen Zettel mit den Dingen, die ich gemacht hatte, und den Befunden, die ich gefunden hatte. Diesen hinterlegte ich für Lisa und trug anschließend die Impfungen in die Pferdepässe, die sie im Stall für mich bereitgelegt hatte, ein.
      „So weit so gut“, summte ich, bevor ich auf meinen Terminkalender schaute, um nachzusehen, was als nächstes anstand.
      Eowin
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Mongofisch
    Datum:
    26 Juli 2014
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