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Samarti

Lucane, DRP

Lucane, DRP
Samarti, 3 Aug. 2014
Elii gefällt das.
    • Samarti
      alte Berichte

    • Samarti
      Pflegebericht 03. August 2014 - Vierbeiniger Zuwachs

      Farben, welche von einem blassen Lila zu hellem Gelb reichten, schmückten farbenfroh den Himmel und verliehen der Umgebung eine friedliche, ruhige Atmosphäre, in der man sich wohlfühlen musste. Leises Pfeifen ging vom Wind aus und sorgte dafür, dass mir ein wohliger Schauer über den Rücken fuhr und meine Härchen an den Armen, die sich dank meines orangen Shirts gut sehen ließen, sich aufstellten. Das Gras wiegte sich aufgrund des Winds leicht in die Richtung, in die es geschickt wurde und unter den zwölf Hufen meiner Neuankömmlinge knirschte der Kies, der sich auf dem Boden wiederfand. Die Sonne war schon halb hinter dem Horizont verschwunden und sie war das letzte Licht, welches uns großzügig gespendet wurde. Sie tauchte die Welt in ein mystisches, aber warmes Licht und schenkte uns das letzte bisschen Wärme, das uns noch blieb.
      „Ein tolles Bild, wir sollten hier öfter um diese Uhrzeit herkommen“, stellte Gwen nachdenklich fest und klopfte lobend den Hals des Falbschecken, dessen Fell im Glanz der Abendsonne in einem glänzenden Goldton schimmerte. Lucane war der einzige Hengst, der nicht ständig versuchte, sich auf dem Weg einige Grashalme vom Boden abzurupfen und fröhlich mampfend weiterzulaufen – ganz im Gegenteil zu Capriciasso und Carachillo. Alle drei waren erst heute aus Frankreich zu uns gekommen, weil Eddi ihren Bestand radikal verkleinern wollte, um schlussendlich mit ihren knapp zwanzig verbleibenden Pferden nach Wyoming auf eine kleine Ranch zu ziehen. Sie hatte mir schon zuvor von ihrer Ranch geschwärmt und auch ich hatte gewusst, dass es nur noch wenig Zeit brauchen würde, bis sie sich diesen mutigen Schritt wagen würde. Da die junge Frau sich von vielen Pferden trennen musste und wusste, dass ich die zierlichen, aber leichttrittigen Deutschen Reitponys nahezu vergötterte, bot sie mir zugleich ihre beiden gekörten Hengste an.
      Ein kurzer Blick zur Seite genügte. Carachillo reckte neugierig den Kopf in alle erdenklichen Richtungen, um die ungewohnte Landschaft und die vielen neuen Abenteuer, die hier in Kanada auf ihn warteten, zu erforschen und sich einen Überblick zu verschaffen. Lächelnd blickte ich auf den Hals Capriciassos, auf dessen Rücken ich selbst saß und betrachtete die dunkelgraue Mähne, in Gedanken schwelgend und nachdenkend. „Ich verstehe nicht, wieso er auf deinem Gestüt so unbeliebt gewesen ist“, murmelte ich leise vor mich hin, „er ist doch die Ruhe selbst.“
      „Warte ab“, grinste Eddi vielversprechend und musterte uns von der Seite; Gwen war schon einige Schritte weiter geritten und lachte immer mal wieder über Lucanes Reaktionen, wenn er etwas Neues sah. Sie hatte den inzwischen elfjährigen Hengst zuvor nie kennenlernen dürfen, hatte ich ihn doch vor knapp einem Jahr zu Eddi gegeben, doch allem Anschein nach war sie bereits jetzt begeistert von ihm, schwärmte ununterbrochen und warf jede Sekunde ein, was er gerade tat.
      „Hm“, machte ich nur und hob dann den Blick wieder, blinzelte der Sonne entgegen, welche allmählich beinahe komplett am Verschwinden war. Am Horizont türmten sich Berge auf, die der Sonne Schutz boten, düstere Wolken zogen hin und wieder an der Lichtquelle vorbei und warfen riesige Schatten auf den Boden, verhinderten, dass das Gras und die vielen Blüten ihr Sonnenlicht genießen konnten. Entferntes Donnergrollen, wie wir es in der letzten Zeit gewohnt waren, wütete einige Kilometer von uns und kündigte den Einzug eines Gewitters an. Der Wind verstärkte sich, Blätter flogen von den Bäumen und segelten mit dem Wind tänzerisch durch die Luft, wirbelten fröhlich umher, als wollten sie sich gegenseitig in den Schatten stellen.
      Pfeifend strich der Wind um unsere Körper, der sich derzeit verstärkt hatte und durchzog die Weiten Manitobas, riss dabei einige Zweige mit sich und ließ sie an anderen Stellen wieder nieder. Ein flüchtiger Blitz erhellte die Gegend und die Reflektion des Seewassers, dessen Strand sich nun vor uns befand, blendete uns, ließ uns wegsehen.
      „Das Unwetter scheint sich uns relativ schnell zu nähern“, rief Gwen von vorne gegen den Lärm verursachenden, strömenden Regen und trieb das Pony unter sich an, woraufhin Lucane in einen flotten Trab fiel und am sich am See entlang schlängelnden Sandstrand vorbeitrabte. Capriciasso und Carachillo wurden auf unser Kommando hin ebenfalls etwas schneller und kurze Zeit später galoppierten wir über einen hügeligen Waldweg, um den schnellstmöglichen Weg nach Hause anzusteuern und noch vor dem Eintreffen des Gewitters im sicheren Stall zu stehen.
      Während des Galopps stellte sich auch zugleich heraus, was an Capri so „ungern“ gesehen war – er wollte den Kopf nach unten ziehen und den Hintern stattdessen in die Luft schmeißen, um ein wenig sogenannte Abwechslung in den Ritt zu bringen und es kostete mich einige Mühe, seinen Kopf nicht nach unten wandern zu lassen. Ein paar Buckler legte der Hengst ein und auch Cari ließ sich kurz anstecken, indem auch er einen Seitensprung wagte und somit Eddi ein wenig ärgerte. Der Wind zischte uns um die Ohren und peitschte uns schmerzhaft ins Gesicht, das Unwetter verstärkte sich und bewegte sich mit rasender Geschwindigkeit in unsere Richtungen. Die alten Bäume um uns herum knarzten bedrohlich und ließen den Eindruck erwecken, dass sie jeden Moment umkippen würde. Der Himmel wurde verdüsterte sich und war schließlich stockdunkel, weshalb wir uns verlangsamten und darauf achteten, auf dem Weg zu bleiben und nicht von dort abzukommen.
      Irgendwie schafften wir es unverletzt und erblickten in der Ferne das leichte Leuchten der Lichter auf dem Gestüt durch die geschlossenen Fenster. Sobald wir den beigen Steinboden der heimischen Anlage betraten, parierten wir unsere drei durchnässten Hengste in den Schritt und machten uns auf den Weg in die Reithalle, wo wir uns erst einmal eine Pause gönnten und gemütlich die drei Pferde trocken ritten, damit sie sich keine Erkältung zuzogen. Das stürmische Unwetter tobte dort draußen, nicht nur einmal flackerten die Lichter und sorgten dafür, dass uns ein wenig unwohl wurde. Völlig verschnauft und mit vor Erschöpfung hängenden Köpfen aufgrund der langen Galoppphase schritten Lucane, Capri und Cari ermüdet vor sich hin und hoben ein Bein nach dem anderen, um es auf dem trockenen Sandboden wieder abzusetzen. Wir hinterließen feuchte Spuren aus Regentropfen, die von unseren Körpern abperlten auf dem Sand und verdunkelten diesen an den betroffenen Stellen, die Hufe der Vierbeiner vom Sand, der sich mit dem Wasser an ihnen vermischte, völlig verdreckt.
      Während draußen beinahe die Welt unterging und das Wasser sich immer höher staute, sich an den Abflüssen aneinander drängte und versuchte, möglichst viel möglichst schnell in jenen Abflüssen unterzubringen, der Wind die Bäume zur Seite wiegte und erbarmungslos ganze Äste abriss und rücksichtslos durch die Luft schleuderte, umgab uns das kalte Licht der Reithalle und das Pfeifen des Windes, der an den glücklicherweise verschlossen Fenstern vorbeizog.
      „Und so leben wir in Kanada“, erklärte ich Eddi grinsend und hatte dabei vor, die Stimmung etwas aufzulockern, waren wir doch alle noch völlig überrascht vom plötzlichen Umschwung des Wetters und des flotten, anstrengenden Heimritts.
      „Zerrt ganz schön an den Nerven“, gab sie schwer atmend zu und lehnte sich auf den Hals Lucanes, um den Falbschecken ausgiebig für sein tapferes Verhalten zu loben. Nickend blickte ich zu Gwen, die mich nur schelmisch angrinste. Sie wusste, wie schwer für mich die Umstellung von England nach Kanada war und auch ich hatte dies nur allzu gut in Erinnerung.

      Brummelnde Pferdeköpfe streckten sich über die Boxentüren und begrüßten uns und die drei Neuankömmlinge, als wir endlich den Stall betraten. Vom Unwetter war nicht mehr viel zu spüren, lediglich ein eiskalter Wind kitzelte uns im Gesicht, als wir uns auf den Weg in den Stall machten. Der vertraute Geruch von frischem Stroh empfing uns und ich atmete tief durch, nachdem ich Capri in seine neue Box verfrachtet hatte und mich über das Tor lehnte, um ihm dabei zuzusehen, wie er fröhlich sein Heu zermalmte, das in seinem Heunetz auf ihn gewartet hatte. Eddi und Gwen hatten sich um die Stellplätze der anderen beiden Ponys gekümmert. Cari stand, ebenso wie Capri, im dritten Stalltrakt – also dort, wo sich meine Zuchtpferde befanden. Lucane hatte es in den ersten Stalltrakt geschafft, er würde vorerst nur als Freizeitpferd dienen und eher seltener den Turnierstress miterleben. Erst einmal würden wir uns seinem Training widmen müssen, das noch nicht sehr ausgereift war.
      Plaudernd gingen Gwendolyn und ich dann in den ersten Stalltrakt, um Eddi abzuholen und sie im Wohnhaus auf eine Tasse heiße Schokolade einzuladen. „Wer könnte da schon 'Nein' sagen?“, gab sie lachend zu überlegen. Wir stimmten in das Gelächter ein und irgendwie schafften wir es dann doch noch mit einem Lächeln auf dem Gesicht in das Haupthaus, wo mich zugleich Matthew erwartete, der bei meinem Anblick die Stirn in Falten legte.
      „Was? Sehe ich etwa so schlimm aus?“, neckte ich ihn und lächelte ihm dann sanft zu, woraufhin er nur schmunzelnd ein „Ja“ erwiderte. Gespielt empört boxte ich dem Mann in die Seite, was er mit einem kurzen Kuss quittierte und mir dann leise ins Ohr murmelte, dass er noch in die Stadt müsse, um einige Besorgungen zu erledigen, weil unser Kühlschrank mal wieder leer wäre. Eine leichte Gänsehaut bildete sich in meinem Nacken und noch bevor Matthew seine Arme für mich geöffnet hatte, umarmte ich ihn kurz und atmete dann tief durch, um seinen wunderbaren Duft riechen zu können. Nach viel zu kurzer Zeit lösten wir uns wieder voneinander und ich fand mich mit gerötetem Gesicht vor Gwen und unserem Gast wieder, die mich fragend ansahen, dabei wurden ihre Lippen aber weiterhin von einem Grinsen geziert.
      „Hast du uns etwas zu erzählen?“, wollten beide gleichzeitig von mir wissen, als Matthew verschwunden war und verneinend zog ich sie mit mir in die Küche, um vom Thema abzulenken. Doch auch, als die Küche vom leckeren Duft des Kakaos förmlich durchflutet wurde und wir schweigend am Tisch saßen, spürte ich noch die zwei neugierigen Blicke der gegenübersitzenden Personen auf mir und konnte es mir nicht verkneifen, dass mein Gesicht eine zugegebenermaßen ziemlich ungesunde, rote Farbe annahm.
      Beide stichelten auf mir herum, wollten endlich erfahren, was das zwischen Matthew und mir nun wäre und nervten dabei so sehr, dass ich schließlich einfach ein „Ich weiß auch nicht so recht, was wir da haben“ seufzte und nervös mit dem Ring an meinen Fingern spielte, den er mir auf unserem Trip zu den Niagara-Fällen geschenkt hatte. Es war zwar ein relativ günstiges Teil von einem dieser gewöhnlichen Marktstände, doch für mich hatte er eine umso größere Bedeutung – auch, wenn das für manche schwachsinnig klingen mochte.

    • Eddi
      Tierarztbericht 07. August 2014 - Kontrolle

      Erneut ging es heute zu Elisa auf ihr großes Gestüt. Ausnahmsweise war mir das Wetter einmal gar nicht gut gesonnen und es goss aus Eimern. Ich konnte nicht schneller als 40km/h auf der Bundesstraße fahren, sonst wäre ich heute mit meinem Auto schwimmen gegangen.
      Umso glücklicher war ich dann, als ich endlich auf Crown Hill war. Dort wartete Elisa schon auf mich, mit einem Regenschirm in der Hand.
      So schnell wie möglich eilten wir in den Stall, denn heute würden mich wieder zwei Patienten erwarten, zudem zwei Patienten, die mir ganz und gar nicht unbekannt waren.
      Zuerst war Lucane an der Reihe. Lächelnd begrüßte ich den Falbschecken und begann dann direkt mit der Untersuchung.
      Zuerst warf ich einen Blick in Ohren, Augen und Maul. Lucanes Trommelfell sah wunderbar aus, sein Pupillenreflex funktionierte einwandfrei und der Augenhintergrund war klar und sauber.
      Auch in seinem Maul konnte ich keine Auffälligkeiten entdecken, außer einem kleinen Haken, welchen ich aber schnell weggefeilt hatte.
      Danach hörte ich Herz und Lunge gründlich ab und kontrollierte seine Körpertemperatur. Als dort alles okay war, konnte ich ihn impfen.
      Er bekam insgesamt drei Spritzen: die Kombination aus Herpes und Influenza, Tollwut und Tetanus.
      Tapfer hielt Lucane die Spritzen aus und dann kam noch das Präparat mit dem Chip, denn heute sollte das Kerlchen auch registriert werden.
      Schnell war der Chip unter der Haut und vom Lesegerät akzeptiert.
      Zufrieden tätschelte ich Lucane den Hals, denn nun gab es nur noch die Wurmkur und er war schon fertig und durfte zurück in seine Box. Diggin' in the Dirth war direkt danach an der Reihe.
      Er war von meiner Untersuchung nicht ganz so begeistert, hielt unter Elisas wachsamen Augen aber vorbildlich still, während ich ihn gründlich untersuchte und ihn in Augenschein nahm.
      Auch bei ihm sahen Ohren, Augen und Zähne sehr gut aus, er hörte sich gut an und auch beim Abtasten hatte ich keine Auffälligkeiten gefunden.
      So konnte auch der liebevoll genannte Dicki geimpft werden. Flott absolvierte er die drei Spritzen und dann noch den Chip. Zu guter Letzt gab es noch die Wurmkur und schon hatte auch er es hinter sich gebracht.
      „Na dann bis bald.“ meinte ich grinsend zu Elisa, verabschiedete mich von ihr und fuhr direkt zum nächsten Patienten, denn mein Zeitplan war knapp bemessen.
    • Samarti
      Pflegebericht 31. August 2014 - Von getrennten Wegen und langen Reisen

      In letzter Zeit hatte ich schon einige Flüge in verschiedene Länder hinter mir – ins regnerische England, ins heimische Deutschland oder auch einfach zurück nach Kanada.
      All dies änderte jedoch nichts daran, dass ich ständig wieder verreiste, um mir Neuankömmlinge anzusehen, die eventuell ein neues Zuhause auf meinem Gestüt finden sollten.
      Bis heute. Denn als ich heute vor meinem riesigen Stallgebäude stand, mir die Pferdenasen ansah, die sich über die Boxentüren streckten, zog sich mein Herz bei diesem Anblick zusammen. Ich wusste, dass ich viele Pferde besaß, und leider Gottes konnte ich mich nicht in vierzig Stücke schneiden und jedem die Aufmerksamkeit geben, die ihnen zustand.
      Umso klarer wurde mir allmählich, dass es so nicht weitergehen konnte. Denn auch, wenn wir massig Platz auf dem Gestüt hatten und jede Menge Leute hier arbeiteten, tat es mir im Herzen weh, zu sehen, wie ich mich nicht persönlich um jedes kümmern konnte. Matthew griff mir tatkräftig unter die Arme, Joline half, wo sie konnte und auch der Rest des gesamten Teams ließ mich nicht im Stich.
      Doch ich wollte es ändern – ändern, dass viele von ihnen vernachlässigt wurden. Zumindest von mir. Es waren meine eigenen Pferde und ich sollte mich wenigstens ab und zu selbst um sie kümmern und nicht einfach abfertigen. Vierzig Pferde kosteten sehr viel Zeit; Zeit, die ich nicht hatte.
      Deshalb fanden sich bisher bereits ganze sieben Pferde wieder, die ich in den Ruhestand entließ. Nicht, weil sie zu alt waren, sondern einfach, weil es ihnen dort besser gehen würde. Ich könnte mich noch immer mit ihnen beschäftigen und sie gesund und munter wissen, brachte ich es doch nicht übers Herz, sie gehen zu lassen. Vier gekörte Hengste standen nun dort gemeinsam mit Bel Homme, Firebird, meiner lieben Casey, Lucane und Nikan. Ich wollte nicht, dass die Hengste überfordert wurden, sie hatten der Zucht lange genug gedient. Nacro war vor nicht allzu langer Zeit gekört worden, doch irgendwie hatte ich nur diese Bestätigung gebraucht, dass er es schaffen könnte. Er sollte nie ein Zuchthengst werden, ihm machte die Arbeit auf dem Platz oder ruhige Ausritte im Gelände viel mehr Spaß. Genau wie Herbstblatt war er in einigen Disziplinen ziemlich stark vertreten, doch dies war nicht mein Verdienst. Nach Jahren stellte sich dann heraus, dass beide in jungen Jahren überfordert worden waren. Herbstblatts Gelenke machten das hohe Niveau nicht mehr mit, er hatte Schmerzen und wollte nicht mehr. Bei Nacro sah das Ganze besser aus, er hatte keine Gelenkprobleme – doch nach der Erfahrung mit dem Schwarzbraunen wollte ich den Braunen nicht demselben Risiko aussetzen, weswegen ich mich dazu entschied, ihn auf eine der weiten Wiesen Kanadas zu entlassen.
      Nikan und Lucane standen dort, weil sie dann doch verhältnismäßig schon alt waren – sie würden dennoch weiter gearbeitet werden, sie waren die perfekten Gefährten für ruhige Ausritte im Gelände.
      Und Casey … Ja, Casey hatte wohl dasselbe Schicksal wie einst ihre Mutter erlitten: eine Verletzung an der Beugesehne. Eines der Ferienkinder des mehr oder weniger unregelmäßig laufenden Ferienbetriebs hatte sie zu der Zeit geritten, und als es über einen Sprung ging, war Casey blöd aufgekommen und erstmal in Quarantäne geschickt worden, da sie stark lahmte. Als der Tierarzt später eintraf, entdeckte er jene Verletzung.
      Seufzend riss ich mich von dem Anblick der acht Pferde los und nahm die Arme vom Zaun, wo ich sie zuvor abgestützt hatte. Mein Koffer stand bereits vor der Haustür, wartete darauf, endlich mitgenommen zu werden. Und während Julien noch vor der Haustür stand und seinen gerade auf den Hof hievte, begab ich mich auf den Weg in seine Richtung, um mir meinen Koffer zu schnappen und mich ein achtes Mal zu vergewissern, dass ich doch wirklich alles dabei hätte. Der fast zehn Jahre ältere Mann lächelte mir aufmunternd zu, als er meinen sehnsüchtigen Blick bemerkte, der in Richtung Casey ging. Die acht würden bald ihre Reise zu einem kleineren Gestüt in der Nähe antreten, wo sie den Rest ihres Leben würden verbringen dürfen.
      Ich hatte mich bewusst dagegen entschieden, Matthew mitzunehmen. Er machte seine Arbeit gut und wir verstanden uns prima, doch nach seiner Abfuhr fühlte ich mich von ihm irgendwie … verarscht, um es auf gut Deutsch zu sagen.
      Apropos gut Deutsch: Unsere Reise war lang, und sie führte uns in verschiedene Länder. Nach Deutschland, um Salera Darym wieder zurückzubringen, von dem ich mich trennen wollte, dann auf Gaitanos Gestüt, die Carachillo wieder zu sich nahm. Mit beiden wurde ich nicht warm, deshalb war es für sie besser, ein neues Heim zu finden, wo sie genügend Aufmerksamkeit bekamen.
      Als ich ein letztes Mal über die Schulter sah und den bunten Haufen der Deutschen Reitponys erblickte, versetzte es mir einen Stich, doch dann wandte ich den Blick nach vorn und auf den dunklen Jeep, der uns zum Flughafen fahren würde.
      Und direkt im Anschluss würde es uns nach Wyoming verschlagen. Julien war total darauf aus, endlich mal wieder Ranchboden unter seinen Füßen zu haben, und da es Eddi auf eine Ranch verschlagen hatte, hatte ich ihn gefragt, ob er mich nicht begleiten wollte. Ich wusste noch nicht, wie lang wir dort bleiben würden, weshalb ich praktisch für einige Wochen ausgerüstet war. Dennoch war ich gespannt, wie Eddis Ranch aussah und wie sie sich bisher so als Einsiedlerin machte – und vor allem, ob die Umgebung nun wirklich so an den Wilden Western erinnerte, wie sie zu sagen pflegte. Zudem schwärmte sie ständig davon, dass ich völlig überwältigt von Wyoming sein würde und sie doch endlich ihren endgültigen Platz gefunden hatte.
      Ich hatte ja keine Ahnung, welch Überraschung mich dort erwartete.
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  • Album:
    3 - Pferde im Ruhestand
    Hochgeladen von:
    Samarti
    Datum:
    3 Aug. 2014
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  • [​IMG]
    Lucane
    „Luca“

    von: Lenox
    Linus x Samibia

    aus der: Tjarks
    Simba x Terabithia


    Abstammung
    folgt

    [​IMG]


    Grundinformationen


    Geburtsjahr: 2003
    Alter: 11 Jahre
    Geschlecht: Hengst

    Rasse: Deutsches Reitpony
    Stockmaß: 157 cm
    Deckhaar: Buckskin Tobiano Sabino
    Abzeichen: --

    Besitzer: Samarti
    Vorbesitzer: Edfriend
    Ersteller/Züchter: sweetvelvetrose

    Um-/Großgemalt von: sweetvelvetrose
    VKR: verfallen

    Pfleger: --
    Reitbeteiligung: --
    Kaufpreis: --
    verkäuflich [
    ]
    Verkaufspreis: n. v.

    [​IMG] Beschreibung


    Lucane ist ein fröhlicher Hengst geworden, der immer schnell Vertrauen fasst. Er ist gut verträglich mit anderen Hengsten, doch zu Stuten will er immer wieder hin. Ein paar Mal ist er durch den Zaun verschwunden und zu den Stuten gelaufen. Daher sollte man den Hengst nie in die Nähe von Stuten stellen, da er in deren Nähe immer sehr nervös ist und herumzappelt. Der Hengst ist allerdings ziemlich nett und leicht zu reiten - sollte man kein harter Reiter sein. Diese duldet er überhaupt nicht auf seinem Rücken und buckelt und bockt herum, bis er den Reiter endlich los ist. Sollte er dies geschafft haben, ist er wieder ein verschmuster, anhänglicher Kerl, der immerzu nach Leckerlies sucht und jedes Herz mit seinem Charme zum schmelzen bringt. Er ist sehr sensibel und verträumt, doch bei Ausritten etc. ist er immer voll bei der Sache und möchte am liebsten immer an der Spitze laufen. Allgemein ist er am ehesten ein Hengst, der einen hohen Rang hat. Würde er in der freien Wildnis leben, wäre er mit Sicherheit der Leithengst. Doch trotz seines liebenswürdigen Charakter, ist er öfters stur und bleibt auf der Stelle stehen, wenn ihm etwas nicht passt. Allerdings ist er auch ein ziemlich dickköpfiger Hengst.

    Vorgeschichte

    Von wo Lucane stammt, ist leider unbekannt - ebenso wie sein Züchter. Irgendwie gelangte er jedoch zu sweetvelvetrose, die ihn vor einigen Jahren an Elisa Cranfield weiterverkaufte, wo er einige Zeit lebte, ehe er in die Hände von Eddi Canary wanderte. Ein Jahr lebte er dort, bevor er zurückfand. Nun soll er auf dem Gestüt Crown Hill sein endgültiges Heim finden.
    [​IMG]
    Ausbildungsstand

    eingeritten []
    eingefahren [
    ]
    Reitstil: Englisch

    für Anfänger geeignet []
    geländesicher []
    verladefromm []
    schmiedefromm []
    longiert []

    Schwerpunkt-Disziplin(en): Springen, Military
    Eignungen

    [​IMG][​IMG][​IMG]

    Springen – Military – Zucht

    folgt

    Dressur: E A ☆ L ☆ M ☆ S ☆ S* ☆ S** ☆ S*** ☆
    Springen: E A ☆ L ☆ M ☆ S ☆ S* ☆ S** ☆ S*** ☆
    Military: E A ☆ L ☆ M ☆ S ☆ S* ☆ S** ☆ S*** ☆
    Distanz: E A ☆ L ☆ M ☆ S ☆ S* ☆ S** ☆ S*** ☆
    Rennen: E A ☆ L ☆ M ☆ S ☆ S* ☆ S** ☆ S*** ☆
    Western: E A ☆ L ☆ M ☆ S ☆ S* ☆ S** ☆ S*** ☆
    Fahren: E A ☆ L ☆ M ☆ S ☆ S* ☆ S** ☆ S*** ☆
    Wendigkeit: E A ☆ L ☆ M ☆ S ☆ S* ☆ S** ☆ S*** ☆
    Roter Stern: Aufstieg durch Turniererfolg // Blauer Stern: Aufstieg durch Training


    Kondition ★★★★

    Ausdauer ★★★★
    Stärke ★★★★
    Schnelligkeit ★★★☆☆
    Wendigkeit ★★★☆☆
    Gelassenheit ★★★☆☆
    Gehorsam ★★★

    [​IMG]

    Zuchtdaten


    zur Zucht zugelassen [
    ]
    steht als Deckhengst zur Verfügung [
    ]

    Momentane Punktzahl: --

    Erbkrankheiten: keine

    Eingetragene Zucht: --

    Gencode: folgt

    Vererbung
    noch nicht getestet

    Carenté-Pferd [
    ]
    Decktaxe: --
    Nachkommen

    keine

    [​IMG] Körperliche Gesundheit

    gechippt []
    Letzte Impfung: --
    Letzte Wurmkur: --
    Krankheiten: keine
    Beschwerden: keine


    Hufzustand

    beschlagen []
    Letzte Kontrolle: --
    Letzter Beschlag: --
    Beschlag: --
    Beschwerden: keine

    [​IMG]

    Offizieller Hintergrund | PNG | Puzzle PNG