Sevannie

* Lotte Buff *

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* Lotte Buff *
Sevannie, 3 Jan. 2018
adoptedfox und Cascar gefällt das.
    • Sevannie
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      Gaitano, Brunochen, MagicMojo99, Sosox3
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      Ankunft von Lotte Buff ∞
      Wieder einmal freute ich mich riesig, denn wir bekamen ein neues Pferd. Nicht nur irgendeins, sonder die Hannoveraner-Stute Lotte. Laut Gaitanos Beschreibung konnte sie eine mächtige Zicke sein, aber ich wollte mir gern selbst ein Bild von ihr machen.
      Gegen Mittag, als es gerade wieder anfing zu regnen, fuhr mein Dad mit dem Pferdehänger vor. Ich lugte neugierig hinein und bekam glatt ein knappes Wiehern zu hören. Mein Vater stieg aus und gemeinsam holten wir das Hüh da raus. Als sie dann so vor mir stand, mit der Mähne im Wind, den wachsamen Augen und dem Regen, gefiel sie mir supergut. Ich streichelte mein neues Hotta und redete ein wenig mit ihr, dann brachte ich sie in den Stall. Alle anderen Stuten, die sonst noch hier wohnten, waren auf der Weide. Die Box hatte ich schon heute morgen halb sechs eingestreut, so war das erledigt.
      Zufrieden betrachtete ich mein Werk, als mein Schützling am Heu zu knabbern begann. Alles war gut, hier konnte sie bleiben!

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      Sammelbericht Kleiner Stall [04.06.2012] 18:53
      Ich hatte ein wahnsinnig schlechtes Gewissen, denn in letzter Zeit hatte ich unglaublich viel um die Ohren, sodass ich wenig Zeit für meine Pferde hatte. Dafür gab es heute einen ausführlichen Reit- und Pflegetag; hier musste wieder Leben rein.
      Morgens sechs Uhr klingelte mein Wecker, ich warf mich in meine Klamotten und rannte flott auf den Hof. Auf dem Weg zu Stall vertilgte ich mein Brötchen, dann bewunderte ich kurz die weißen Wölkchen, die mein Atem bildete. Jetzt gab es erstmal für meine Hottas Frühstück. Ich verteilte also Heu und Kraftfutter, die Hengste ließ ich außerdem raus auf den Paddock. Während die Pferde futterten, gönnte ich mir im Haus eine Tasse Kakao. Gegen halb acht kam ich zurück, zog zuerst Lotte Buff aus ihrer Box und begrüßte die leicht arrogante Stute. Sie schien zu müde, um lange Diskussionen zu führen, also putzte ich sie ausführlich. In dem Zug wusch ich auch Mähne und Schweif und schnitt Erstere auf eine angemessene Länge zurück.
      Als nächstes war Cheetah an der Reihe. Die Rotbraune kannte mich und wir behandelten uns wie alte Freunde, als ich auch sie pflegte. Das Hotta wurde sogar gesattelt und ich drehte einige Runden auf dem Reitplatz. Sie lief schön und ich nutzte die halbe Stunde, um wieder etwas an den Gangartübergängen und Bahnfiguren zu arbeiten. Danach musste die Liebe kurz wieder in den Stall; Razita war nämlich dran. Die junge Füchsin wollte ich über den Sommer zunehmend fördern. Heute legte ich wieder einen Grundstein. Nach einer Kuschelpartie und entspanntem Putzen musste sie auch unter den Sattel. Mit ihr wiederholte ich grundlegende Lektionen und probierte schließlich auch das Schenkelweichen. Sie war kompromissbereit und ließ sich willig über den Platz dirigieren. Nachdem alle drei Stuten versorgt waren, ging es auf die Weide, wo sie die ganzen nächsten Tage verbringen würden. Wasser hatten sie ausreichend und so musste ich nurnoch ihre Boxen ausmisten, dann war ich zumindest hier fertig.

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      *Auf zur großen Wiese*
      Sammelbericht
      03.07.2014

      Der Tag war wunderschön und ziemlich warm. Enthusiastisch und zufrieden fütterte ich morgens halb sieben unsere Pferde. Bei einigen verweilte ich zum kuscheln.
      Gegen acht standen meine Eltern auf, wir frühstückten gemütlich und gingen zum letzten Mal unsere Liste durch. Nicht irgendeine Liste, nein. Einige Pferde würden den Sommer über auf eine riesige Koppel umziehen, um einfach mal Pause von uns, Training und den Turnieren zu bekommen. Einige andere Hühs konnten dafür umso mehr gefordert werden.
      Für heute hatte mein Dad einen LKW gemietet, sodass wir zwölf Pferde gleichzeitig transportieren konnten - das reichte allemal.
      Ruhig streifte ich Spearmint ihr Halfter über. Ich liebte dieses Pferd und war schon beinahe traurig, sie nun ganze drei Monate nicht zu sehen. Erwartungsvoll betrachtete sie mich und ließ sich schließlich protestlos verladen.
      Als nächstes holte ich Versatilely Gold, die vom Hofalltag allein mittlerweile regelrecht erschöpft war. Ich streichelte sie behutsam, sodass sie sich schon einmal auf den kommenden Urlaub einstellen konnte. Meine temperamentvolle, rotbraune Hannoveranerstute Cheetah war schon nicht mehr ganz so sanft. Aber als sie ihre Kameraden auf dem Hänger erblickte, rannte sie regelrecht hinein. Meine erste wirkliche Sorge war damit beseitigt.
      Auch Lotte Buff sollte mit auf die Weide. Ich hatte sie noch nicht soo lange, aber sie sollte erstmal von ihrem Egotrip runterkommen, bevor ich intensiver mit ihr arbeitet. Sie war schließlich noch jung und das Unterordnen lernte sie letztendlich am besten in einer Pferdeherde. Mein Vater "bearbeitete" den Hengststall, während ich mit meinen Hottas durch die Gegend tanzte. Demnach gingen Locki, Simba und mein kleiner Jimmy ebenfalls raus. Natürlich auf eine andere Weide als die Stuten..
      Geschlagene anderthalb Stunden später kamen wir an den beiden großläufigen Sommerweiden an. Als erstes durften die Hengste laufen. Ich stand eine Ewigkeit am Tor und sah meinen davongaloppierenden Freunden nach. Dann lächelte ich und folgte dem Geräusch heftiger Huftritte zu Lotte Buff und Cheetah, die sich mittlerweile mehr oder weniger bekriegten. Die Beiden setzten das Gezoffe auf der Weide mit dem kniehohen Gras selbstverständlich fort. Als Letztes brachte ich Gold und das Minzpferdchen zu ihren Kameraden. Die Sonne versank, als ich mich von allen Stuten verabschiedete und zusammen mit meinem Dad die Tränke prüfte und den LKW zusammenbaute; auf der Rückfahrt schlief ich ein. Der Tag war klasse gewesen, soweit war alles nach Plan verlaufen.
      Der Sommer konnte kommen.

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      Tierarztbericht
      vom 16.06.2014

      Heute sollte ich Cascar ihre Pferde gründlich durch checken und die Impfungen auffrischen. Also schnappte ich meinen Koffer mit den ganzen Utensilien wie z.B. die Spritzen mit dem Impfstoff der gegen Influenza,Herpes,Tetanus und Tollwut war. Genaues zu den Auffrischungen der Impfungen sagte ich ihr dann noch. Ob ich Impfpässe ausstellen sollte wusste ich gar nicht genau,aber die könnte ich ja per Post nach schicken. Ich fuhr zu ihrem Stall,als ich die Adresse im Navi eingegeben hatte. 1.5 Stunden fahrt. Okay das ging ja noch. Auf dem Hof angekommen suchte ich mir einen Parkplatz und lief zu den vermeintlichen Stallungen,welche schön groß und geräumig aussahen. Dort angekommen erwartete mich anscheinend schon Cascar. Freundlich begrüßten wir uns und ich stellte mich kurzer Hand vor. Erklärte ihr dann das ihr genauere Infos zum Impfen später erklärte und nun erstmals das mit den Pferden hinter mich bringen wollte. Als erstes führte sie mich in den kleinen Stall,wie sie ihn nannte. Dort brachte sie mich zu Cheetah. - eine Hannoveranersute. Cascar warnte mich vor das diese Stute vielleicht etwas ,wilder' sein könnte. Ich nickte nur und sie halfterte die Stute auf. Nachdem dies getan war hielt sie die Stute lieber fest,als sie anzubinden. Mir war das egal,so hatte sie vielleicht wirklich in einem Notfall das Pferd unter besser unter Kontrolle. Ich ließ die Stute mich ab schnuppern,bevor ich dann von ihrem Hals aus langsam auf den Rücken zuging und sie abtastete. Nirgends zuckte sie nur legte sie die Ohren an, aber das lag vermutlich daran das sie mich eher nicht mochte – mal im ernst welches Pferd liebte mich wirklich wenn ich ein Tierarzt war? Ich tastete mich hinunter zu den Beinen und diese hob sie ab und an an. Doch Cascar forderte die Stute auf dies zu lassen,was sie nach und nach immer mehr tat. An der Hinterhand war es besonders extrem dort zog sie das Bein schon als wolle sie gleich austreten. ,,Na!'',ermahnte ich sie und tastete das letzte Bein ab. Schien alles okay zu sein. Nur grob konnte ich mir die Zähne anschauen aber ich wollte der Stute heute unnötigen Stress ersparen. ,,Vielleicht rufst du mich nochmals zur Zahnkontrolle.. das wäre zu viel auf einmal..'',meinte ich zu Cascar und sie nickte. Klar tat es mir leid es wären mehr Kosten aber naja da würde ich lieber auf die Pferde achten. Ich nahm mir meinen Koffer und holte die Impfungen heraus. Es war alles soweit auf dem neusten Stand das man die mehreren Impfungen gleich setzen konnte, so injizierte ich insgesamt 3 Spritzen. Ich lobte Cheetah und gab ihr ein Leckerli zur Stärkung. ,,Bitte die Pferde die nächsten Tage etwas schonen und dann langsam wieder an die Arbeit gehen, Also morgen nur ein Spaziergang.'',schmunzelte ich und wir gingen zum nächsten Pferd: Razita,ebenfalls eine Hanno-Stute. Vorsichtig halfterte Cascar die Stute wieder auf und hielt sie fest. Sanft tastete ich diese auch nach dem beschnuppern ab und sie ließ es sich eigentlich eher gefallen als das ihr was weh tat,was natürlich gut so war. Kurz lobte ich sie,schaute mir auch hier grob die Zähne an und konnte auch nichts erkennen. Die Stute machte alles gut mit und ich war damit zu Frieden. So gab ich auch ihr die drei Spritzen und lobte sie. Natürlich bekam sie auch ein Leckerli und lobte sie nochmals. ,,So ein braves Stütlein.'',schmunzelte ich und ihr wurde das Halfter wieder abgezogen. Also weiter zum nächsten Pferd in diesem Stall: Lotte Buff. Auch eine Hanno-Stute,für diese hatte ich auch mal Interesse gehabt sie zu kaufen, jedoch hatte sich der Besitzer wieder um entschlossen. Auch sie wurde angehalftert und bei ihr war es soweit ich wusste auch nötig. Cascar meinte das diese Stute eine ziemliche Zicke sein konnte und dies beherzigte ich. Cascar hielt sie etwas kürzer wie die vorherige Stute,so tastete ich sie ab und auch ihr schaute ich grob in das Maul. Auch hier war alles okay doch die Stute schien rumzuzicken da sie wild mit dem Schweif schlug und mit dem Huf aufstampfte. ,,Ich beeil mich ja schon..'',murmelte ich und injizierte ihr noch die drei Spritzen und lobte sie. Ihr Leckerli legte ich in den Trog und Cascar halfterte sie wieder ab. ,,Ganz schöne Zicke.. '',meinte ich und wir gingen zum Hengststall..
      [4224 Zeichen mit Leertaste // By Sevannie // Tierklinik Sevannie]
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      *Rückkehr der Sommerpferde*
      Sammelbericht
      14.08.2014

      Seit knapp zwei Monaten stand mehr als die Hälfte meiner Schützlinge am anderen Ende der Halbinsel, auf einer riesigen Koppel. Betreut wurden die lieben angeblich von (noch) einem neuen Mitarbeiter, der dort in einer Hütte lebte und regelmäßig Ernährungszustand und Gesundheit der Pferde überprüfte. Genau dieser Jemand würde ab heute, ab der Rückkehr der Pferde, mit auf dem Hof wohnen und arbeiten. Ich lächelte bei dem Gedanken, meine Hühs wieder in die Arme schließen zu können, in mein Kissen. Was für ein wunderbares Gefühl. Gedankenverloren rappelte ich mich auf, zog mich in Windeseile an und fand mich pünktlich halb acht zum Frühstück ein. Für mich ging es dann in den Stall - ich musste die Boxen einstreuen und Futter herrichten. Außerdem würde ich die meisten Pferde noch putzen. Mein Dad und Marc fuhren indes mit dem geliehenen LKW die Pferde holen. Ab einem gewissen Punkt, als ich absolut nicht mehr wusste, was ich tun konnte, ging ich auf dem Gelände auf und ab und wartete. Warten war anstrengend, merkte ich. Trotz allem kam der Wagen wieder auf den Hof; ich sprang auf und öffnete die Tür ins Innere. Ein klares Wiehern begrüßte mich und ich erkannte Spearmint, die zwar mit dem Hinterteil zu mir stand, mich aber schlagartig erkannt hatte. Als ich meine Stimme vernehmen ließ, gab es zahlreiche Antworten aus dem dunklen Inneren. Ich konnte es nicht mehr erwarten und lud als allererstes mein Minzpferd vom Hänger.
      Ihre Mähne war verfilzt, das Fell stumpf vor Dreck, aber ihre Augen leuchteten begeistert und glücklich und ich umarmte meine Liebste stürmisch. Sie wieherte leise, als wollte sie mich beruhigen. Sofort redete und redete ich auf sie ein und zog sie nebenbei Richtung Offenstall davon. Sie war eines der Pferde, die ich später würde putzen können. Also musste ich mich dann erstmal wieder verabschieden. Als ich zum LKW zurückkehrte, hatten Dad und Marc Cheetah, Versatilely Gold und Simba bereits weggebracht. Ein noch unbekanntes Gesicht schickte Locki gerade Rückwärts vom Hänger. Ich wartete geduldig, und musterte in dieser Zeit den Neuen. Er war wohl etwa so alt wie Marc, hatte aber blonde Haare. Also auch er sah unverschämt gut aus. Gerade redete er in leisem Französisch auf den schwarzen Hengst ein und lobte ihn schließlich, als beide wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Mit mir redete er dann wieder Englisch, was ich erfreut akzeptierte. »Heey; danke, dass du gewartet hast, äähm.. Ich bin Oliver..«, er wurde von einem energisch Schnauben unterbrochen, »..Okay, egal. Wir sehen uns noch.« Wir grinsten uns an und beendeten unseren einseitigen Plausch kurzfristig, um die restlichen Pferde zu versorgen. So kam es, dass ich Lotte Buff in ihre frisch eingestreute Box brachte und auch direkt putzte. Was da aus ihrem Fell kam, war nicht normal und zur Abwechslung genoss das Hyperaktiv'lein die Zuwendung. Ich redete die ganze Zeit mit ihr und erlebte zum ersten Mal 'Entspannung'. Wow. Danach schwitzte ich und war auch so total fertig. Trotzdem sah ich im Hengststall vorbei und begrüßte den, inzwischen eingetroffenen, Little Jim. Er hatte mir gefehlt und das erklärte ich ihm auch. Wie zur Bestätigung pustete mir der Kleine ins Ohr und ich begegnete dem mit einem Kuss auf die Nase. »Du bist ja mit Feuereifer bei der Sache.« Ich drehte mich abrupt um und erblickte Oliver. Der mich freundlich, mit warmen grünen Augen ansah. »Klar, immer. Woher hast du das..« Schritte erklangen, ich wurde unterbrochen - »..gute Französisch?« Marc stand neben mir und hatte meine Frage tatsächlich ordnungsgemäß beendet. Es war das erste gewesen, was mir in den Sinn gekommen war, trotzdem mussten wir alle grinsen. »Zweisprachige Familie.«, erwiderte der Blonde und sah zwischen Marc und mir hin und her. »Nein, wir sind nicht zusammen.« Das war mir spontan so rausgerutscht. Und es stimmte. Eigentlich. Ich wollte nichts von meinen Gefühlen wissen, aber Marc ansehen konnte ich trotzdem nicht. Oliver lachte und nickte bescheiden. »Okay, alles klar..«

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      Bericht [17.08.2014] 17:28
      Zwei Tage war es schon wieder her, dass die Pferde von der Sommerweide zurückkehrten. Heute würde ich Versatilely Gold seit Monaten mal wieder reiten. Wie ich meine Stute kannte, kam sie sofort wiehernd an den Zaun, als ich herantrat und nach ihr rief. Ich begrüßte sie herzlich und führte sie von dort zum Putzplatz. Das Wetter war heute mit 18°C zwar frisch, aber dank der Sonne annehmbar. Ich schrubbte also den Dreck aus Golds Fell, kratzte die Hufe aus und sattelte schließlich. Nun wurde meine Liebe erstaunlich hibbelig; sie schien sich regelrecht auf die Arbeit zu freuen. Voller Elan gingen wir beide zum Reitplatz; dort erwarteten uns Oliver mit Everyday As It Comes und Marc mit Lotte Buff. Die beiden Jungs gurteten eben nach und schwangen sich auf den Rücken ihrer Pferde - zehn Minuten später tat ich es ihnen nach. Sachte und miteinander redend ritten wir die Stuten warm, dann bildeten wir eine kleine Abteilung und trabten. »Oh mein Gott, ich komm' mit der nicht klar!«, rief Marc schließlich lachend aus der Mitte. Lotte warf unter ihm den Kopf nach oben und trabte irgendwie leicht seitwärts. Um ihren hastigen Bewegungen zu entgehen, war der Reiter in den leichten Sitz gewechselt. Oliver sah von vorne über die Schulter und schmiss sich dann im Leichttrab komplett weg. Ich grinste ebenfalls, rang mir aber eine Korrektur ab: »Das macht sie öfter, wenn sie verspannt ist. Innerer Schenkel nach hinten, dann läuft sie gerade. Zügel lang und Leichttraben!« Marc folgte meiner Anweisung und Lotte lief zunehmend ordentlicher. In diesem Zug erklang vom Rand des Platzes Musik. Die Pferde spitzten die Ohren, ich sah mich derweil um. Eine mir unbekannte Person stand dort und drehte das scheinbar mitgebrachte Radio etwas lauter. 'Run Boy Run'. Okay, ich mochte das Lied, aber Oli sprach prompt aus, was wohl alle dachten: »ALLES STUTEN!!« Ich lachte los, aber wir lieferten dem Neuankömmling eine wunderbare Show. Im Galopp. 'Rennend' eben. Wir Ritten ganze Bahn und Zirkel, versammelten unsere Pferde dort dann auch erfolgreich; zum Ende des Liedes standen wir nebeneinander aufgereiht bei X. Der Mensch am Zaun, eine knapp dreißigjährige Frau, wie ich jetzt sah, klatschte, als wir absaßen und uns verbeugten, unsere Pferde lobten. »Wunderbar, euch muss ich ja wohl nichts mehr beibringen!«, rief sie schließlich lachend und kam zu uns auf den Platz. »Ja, ähm.. Wer sind sie?«, fragte Oliver leicht verwirrt. »Maria Wernske. Für euch Maria, für alle anderen Frau Wernske.« Sie zwinkerte uns zu. »Ich bin Reitlehrerin. Ab Anfang nächster Woche dann bei euch.« Ich mochte diese Frau irgendwie. »Okay, schön. Ich bin Cascar. Und das ist Versatilely.« Maria reichte mir die Hand und streichelte dann Golds Nase. »Sie ist mir aufgefallen, der Galopp ist klasse. Hast du schonmal darüber nachgedacht, sie bei einem Rennen laufen zu lassen?« Ich sah sie verdutzt an. Außerdem klatschte es leise, als Oliver die Hand gegen die Stirn schlug. Marc betrachtete das Szenario mit gerunzelter Stirn, wandte sich dann aber ab, weil Lotte unruhig wurde. »Ja, aber.. Wer soll denn da reiten? Und woher bekommen wir Ausrüstung? Und Training?« Marc unterbrach mich kurz. »Können wir das später besprechen? Also die Idee ist nicht schlecht, aber..« Er zeigte mit dem Daumen auf seine Stute und wir machten uns auf den Weg zum Putzplatz. Mit dem Radio. Dort sattelten wir ab und kratzten die Hufe der Hottas aus, bevor es für alle auf die Weide ging, beziehungsweise für mein Stütchen gab es noch Futter. Dann hatten wir endlich Zeit zum reden. »Also ein Ausbilder kommt heutzutage auf den Hof und du brauchst ja keine Rennbahn, um ein Pferd zu trainieren.. Sattelzeug können wir leihen und ein Jockey.. Das kannst du machen, in den unteren Stufen wird das noch nicht so eng gesehen.« Ich starrte Maria mit offenem Mund an. »Ja, aber.. Ist das so gut für Gold?« Marc nickte und schaltete sich dann auch ein: »Lass den TA lieber nochmal drüber schauen.« Oliver hingegen schien nicht begeistert. Er meinte, die Stute wäre Gold wert und ich solle ihr Leben nicht so unnötig riskieren. Letztendlich setzte sich jedoch meine Neugier durch und wir meldeten Versatilely kurzerhand an. Meinem Dad würde ich davon wohl später erzählen.
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      Umzug nach Neuseeland
      Sammelbericht [20. — 23.08.2014]

      — Tag 1
      Mein Blick überflog ein letztes Mal den Brief mit der Überschrift 'Amtliches Schreiben'. Darin hieß es, dass die Versorgung des Hofes nicht mehr gewährleistet werden konnte. Stones endete wegen einer Geschichte, mit der andere Höfe nicht zu kämpfen hatten - das kalte Inlandklima und die Wärme des Golfstroms trafen hier, an der Westküste aufeinander. Durch die stetige Erderwärmung entstanden nun unberechenbare Auf- und Abwinde. Es war schlichtweg zu gefährlich, Personen oder Lebensmittel mit dem Helikopter hierher zu transportieren. Eine andere Möglichkeit gab es nicht, die nächste Stadt war sechshundert Kilometer entfernt.
      Deshalb also zogen wir jetzt nach Neuseeland. Obwohl.. ich denke, nicht nur deshalb. Wir wollten uns nun zielstrebig auf das Training von Renn- und Springpferden konzentrieren, unser Leben leben. Also war die südliche Insel auch ein Neubeginn.
      Ja, ein Neubeginn und der Beginn der Winterscape Stables.
      Ich legte den Brief weg, stand auf und verließ, mich an den Umzugskartons vorbeischiebend, das Haus. Draußen wurde gearbeitet - Oliver und Marc hatten ihr Gepäck schon verstaut und verluden schon die Pferde, allen voran die Hengste. Ich winkte ihnen mit einem gezwungenen Lächeln zu und tappte zum Zaun der Offenstallweide. Und da bin ich jetzt und sehe Spearmint und Gold beim Grasen zu. Ich wollte es nicht zugeben, aber dass wir Grönland verließen, machte mich traurig. Wenigstens würde ich meine Freunde, Familie und Pferde nicht verlieren und ja, ich konnte dann auch wieder zur Schule gehen. In Auckland. Gerade da fällt mir ein, dass die hochträchtige Spotted Dreams extremen Stress wird ertragen müssen. Bei dem Gedanken wird das Loch, das die Sorgen in meinem Herz hinterlassen haben, noch etwas tiefer. Ich sollte wohl endlich Eddie anrufen, damit hier alles gut ging.
      Verstört entferne ich mich vom Stall und rette mich mit meinem Handy in eine leere Box, gerade als der Regen einsetzt.
      — Tag 2
      Ich sitze gerade auf der Fähre, rechts und links von mir Marc und Oliver. Jeder ist in eine Decke gewickelt und trinkt eigentlich Tee, aber vor uns ausgebreitet liegt ein Hofplan. Darauf malen wir eben rum, welche Pferde wohin sollen, und so. Es gibt unheimlich viele Ställe und riesige Weiden, je zwei Reithallen und -plätze. Und das ganze Teil ist uralt. Die Renovierung ist gerade so weit fortgeschritten, dass wir alle einziehen können. Apropos 'alle'. Mein Blick schweift ab und ich erhebe mich kurzerhand, tappe um das Fahrerhaus. Hier stehen die beiden großen, geliehenen LKWs, aus deren Inneren immer wieder ein energisches Schnauben oder Knallen zu hören ist, wenn ein Huf die Wand trifft. Ich nähere mich den Gefährten, rede leise auf die Hühs ein, Spearmint erkennt mich als Erste, was ich wiederum nur an ihrem Wiehern merke. Ihr folgen dann auch Bemme und Gold, die meinen Gruß von weiter hinten erwidern. Insgesamt scheint es allen gut zu gehen - auch nach nun knapp zwei Tagen im Auto. Zu meiner linken sehe ich sehr weit entfernt das Festland; schwer zu sagen ob Europa oder Afrika. Den Äquator haben wir auf jeden Fall noch nicht überquert, dazu ist es zu kalt. Überhaupt habe ich kein Zeitgefühl mehr, aber das ist wohl auch egal.
      Ich gehe zurück zu meinem Sitzplatz und setze mich nun auf die Decke. Neben dem Plan liegt nun eine Liste. »Ihr habt nicht ernsthaft allen Ställen Namen gegeben!?« Marc sieht mich gespielt ernst an. »Cascar - sei froh, dass wir die Weiden nicht getauft haben.« Oliver grinst nur und schreibt dann einen Namen auf den Zettel. »Spearmint in einer Paddockbox? Bist du wahnsinnig? Gib ihr eine Nacht und der Stall ist platt.« Ich kenne mein Pferd und sie stand früher, in Deutschland, immer nachts in der Box.. Pure Qual.
      »Naja, der Paddock ist groß, sie steht nicht allein und geht tagsüber eh..« Ich höre nicht mehr zu, irgendwie habe ich grad keinen Bock auf gar nichts. »Kommt, Jungs, das machen wir später; ich hab Hunger.«
      Hotdogs gab es und eine Reihe anderer einfacher Gerichte. Ich wählte einen Salat und jetzt sitzen wir wieder mal zu dritt am Tisch, mit Blick nach Osten.
      »Bist du schon aufgeregt?«, Marc lächelt mich durch seine, vom Wind zerzausten, Haare an. Er sieht gut aus und ich muss über seine Worte nachdenken. »Warum.. Oh mein Gott.« Natürlich nicht Afrika, Europa. Spanien. Zwischenhalt. Pferderennen. Mit Versatilely Gold. Übrigens jetzt wirklich ganz ohne Bestätigung vom Tierarzt. Aber egal, ich habe das irgendwie schlichtweg vergessen. Okaay. Ich sehe mich hektisch um und bekomme auf einmal keinen einzigen Bissen runter. »Leute.. Neiin.. Wie konnte ich das vergessen..« Ich fühle mich wie eine Gurkenpflanze in Alaska, unbeständig und halbtot. Aber was hilft's? In den folgenden Stunden unterstützen mich Oli und Marc vorbildlich, auch als wir anlegen und VGold in einen normalen Hänger verladen; schließlich zu dritt zur Rennstrecke fahren. Meine Freunde bleiben auf der Fähre. Die Bahn liegt, Gott sei Dank, ziemlich am Meer, es ist nicht weit. Jetzt bin ich aufgeregt, ich fühle mich, als würde ich träumen. Wer hat das nochmal vorgeschlagen? Maria? Maria Wernske? Ich kenne sie doch gar nicht richtig, was habe ich mir dabei gedacht? Ehe ich mich versehe habe ich mich in der nächstbesten Umkleide in die typische Jockey-Kleidung gewunden (weiß, mit blauen Streifen um den Armen), gehe zum Wiegen (57kg) und sattle mein Pferd, geputzt hat es mein Dad, der mein plötzliches Rennfieber relativ widerstandslos akzeptiert hatte.
      »Hey Schnecke, wir müssen kurz einen Traum leben.«, flüstere ich Gold lächelnd in den Mähnenansatz, bevor ich sie vor versammelter Mannschaft, den paar hundert Leuten, die Wetten, vorführe. Sie zeigen auf uns, auf das vierzehnjährige Mädchen, mit der ruhigen, vergleichsweise kleinen Palominostute und machen sich Notizen auf ihre Rennübersicht.
      Wahnsinn. Der Komplette Wahnsinn.
      — Tag 3
      »Ja, weißt du? Auf der Bahn trifft man den ein oder anderen.. Deshalb habe ich ein Pferd gekauft.« Ich sah meinen Dad entgeistert an. »Ääh.. Wie..« Mein Vater lächelte und fuhr fort. »Ein Pferd vom Schlachter, es heißt Worgait.« »Und mehr hast du nicht zu sagen?« »Er ist ein Achal Tekkiner Hengst und wird derzeit als unreitbar eingestuft. Auf der Rennbahn war er ein paar mal, manchmal musste die Teilnahme zurückgezogen werden, wegen seiner Aggressivität. Das heißt er geht nach dem Motto - schaffst du es, seinen Zähnen auszuweichen und auf den Rücken zu kommen, wird er dich zum Sieg tragen.« Worgait, also. Das unglaubliche Rennpferd. Ich fasse es nicht, dass mein Dad ihn so nebenbei gekauft hat, zumal es noch ein, zwei Monate dauert, bis er zu uns kommt. Ich stochere lustlos in meinem Essen rum. Mittlerweile kann man mich als seekrank einstufen, ich bin völlig fertig vom Rennen und VGold glaube auch. Im LKW ist das schwer, aber wir haben es noch geschafft, ihr eine entsprechend große Box zu zimmern, damit sie liegen konnte. Momentan sind die Jungs bei den Pferden und füttern. Ich erhole mich, oder so - meine Eltern sind beim Kapitän um sich Koordinaten und Haltepunkte durchgeben zu lassen. Eigentlich müssen wir heute noch den Äquator hinter uns lassen, sodass wir morgen Abend auf dem Hof sein können. Den Zwischenhalt in Sydney haben wir übrigens abgelehnt.
      Weil ich gerade Lust dazu habe; hier die komplette Stalleinteilung. Die Jungs haben meine Erschöpfung gestern gnadenlos ausgenutzt und ich muss sagen, sie haben gute Arbeit geleistet..:
      Hengststall:
      1. Bem-Te-Vi
      2. Empire of Darkness
      3. Simba
      4. —
      5. Little Jim
      6. Des Teufels Lockvogel

      Turnierstall:
      1. Spearmint + VGold
      2. —

      Südstall:
      1. Spotted Dreams (+ Fohlen)
      2. Mön
      3. Everyday As It Comes
      4. — {Reserviert für Sosox3}
      5. —
      6. —
      7. —
      8. —

      Nordstallungen: {1. Reserviert für Hannoveranerstuten}
      1.1. Cheetah
      1.2. Razita
      1.3. Lotte Buff
      1.4. —
      1.5. —
      1.6. —
      1.7. —
      1.8. —

      2.1. —
      2.2. —
      2.3. —
      2.4. —
      2.5. —
      2.6. —
      2.7. —
      2.8. —
      2.9. —
      2.10. —
      2.11. —

      Tekkenstall:
      1. - 12.: frei
      13. {Reserviert für "Worgait"}

      Offenstall:
      -
      -
      -


      Dann vorerst liebe Grüße, morgen geht's entgültig nach Auckland..
      — Tag 4
      Es ist so unglaublich warm. Auch hinter dem Äquator. Den haben wir in der Nacht überquert, jetzt sitze ich draußen, mit einer Sonnenbrille auf der Nase, und wedele so mit dem T-Shirt vor mich hin. Baden gehen können wir nicht, außerdem gibt es weit und breit kein Festland, ich hab Hunger. So ist das, wenn man mit seiner Familie verreist. »Cascar, du Nuss. Hättest auch rausgehen können, statt dich die ganze Nacht hin und her zu schmeißen.« Ich sehe auf und Marc kommt in kurzen Hosen und Flip-Flops, mit einem Handtuch über der Schulter, einer Zahnbürste im Mund und feuchten Haaren auf mich zu. »Wenn ich das mache, mit dem hin und her schmeißen, schnarchst du wenigstens nicht!« »Ich schnarche nicht!« »Ooh doch!« »Nein!?« »Du kannst es ja nicht wissen, du schlägst doch!« Ich grinse ihn triumphierend an. Wer viele Bücher ließt, bekommt tolle Zitate.
      Nach dem Frühstück gehe ich duschen. Ich habe nichts anderes zu tun und werde andernfalls wahnsinnig. Mein Dad läuft auf dem Deck auf und ab wie ein Tiger und telefoniert alle fünf Minuten mit jemand anderem. Ich wusste jetzt schon, dass Maria Wernske in Auckland auf uns wartete und bis dahin schon den ganzen Hof vorbereitet hat. Mehr aber auch nicht. Unter der Dusche werde ich wenigstens wach und als ich dann wieder nach oben komme, sehe ich einerseits zu meiner Linken Festland, einen mächtigen Zettel auf dem Tisch zu meiner Rechten. Darauf steht.. Ziemlich viel. In der Handschrift meines Vaters scheinen alle auf dem Hof wohnenden und arbeitenden Menschen niedergeschrieben worden zu sein. Ich runzele die Stirn, als ich neue Namen entdecke. Auch noch andere, mit dem Nachnamen "Winterscape". Habe keinen Schimmer, wo sie den herhaben.
      Auckland erreichen wir am Abend tatsächlich - die Sonne ist schon beinahe untergegangen, es ist angenehm warm. Schleunigst fahren wir LKWs und Umzugswagen von Bord; es ist merkwürdig, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Dann geht es los, wir fahren knapp zwanzig Minuten bis zu unserem neuen Anwesen. Ich bin irgendwie kaputt vom Nichtstun und als wir halten und ein Scheinwerfer aufflammt, zucke ich zusammen. »Beruhige dich, wir sind da.«, gibt mir Marc vom Fahrersitz unnötigerweise, aber ernst durch. Er steigt aus und ich tue es ihm nach. Am LKW, mehr im Schatten, steht Maria und öffnet eben die Tür. Ich helfe ihr kommentarlos und binde kurz darauf das erste Pferd los. Empire of Darkness. Ich lächle, als der Hengst meine Schulter anstupst und sich gesittet zum Stall bringen lässt, obwohl er sich drei (oder vier?) Tage gar nicht bewegt hat. Es dauert eine Weile, bis ich den Stall in der Dunkelheit finde. Drum herum sind einige Paddocks und Wald - ein extra Hof auf dem Hof, oder so. Ich rufe mir die Stalleinteilung ins Gedächtnis und führe den Schecken in die zweite Box. Die Tür zum Paddock ist offen, alles ist eingestreut, Futter und Wasser gibt es auch. Perfekt.
      Nur Licht noch nicht. Deshalb drehe ich mich auch ziemlich abrupt um, als ein Mensch und ein neues Pferd den Stall betreten. Das Licht einer Taschenlampe tanzt über den Boden; es ist natürlich Marc. »Du bist heute ganz schön schreckhaft, in welche Box geht Simba?« Der Dunkelfuchs mustert gerade den fressenden Empire, wird aber schleunigst weiter in die zweite Box von hinten gezogen. Ich mache mich indes wieder auf dem Weg zum LKW und bringe meinen Bemme in die Erste Box, Jimmy und Lockvogel folgen. Während Marc und ich diesen Stall abklären, arbeiten meine Eltern und Maria mit den Stuten, es gelingt mir schließlich, Spearmint in der Finsternis in ihre Box zu bringen, Oliver tut es mir mit Versatilely Gold nach. Mittlerweile sind alle Pferde, wo sie hingehören, ich bin müde und registriere unser neues Heim gar nicht, lasse mir nur zeigen, wo mein Zimmer und Bett ist und schlafe dann in Klamotten ein.

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      Sammelbericht für die Nordstallungen [25.08.2014] 18:05
      Die Sonne schien, wir hatten die zweite Nacht im Norden Neuseelands überlebt. Jetzt galt meine ganze Aufmerksamkeit wieder den Pferden.. Obwohl ich noch einkaufen gehen musste. Naja, jedenfalls fütterte ich erstmal die drei Stute in den Nordstallungen. Sie waren dort noch allein, lebten sich aber prima ein. Besonders Razita liebte es, auf dem Paddock zu stehen und das Treiben am Ende des Weges zu beobachten. Nachdem alle gefressen hatten, stießen Marc und Oliver zu mir. Wie das alle schon kannten, nahm sich jeder ein Pferd - trotz des Umzugs dürfte das Training nicht vernachlässigt werden und ein bisschen Bewegung tat und wohl allen gut. So kam es, dass ich Cheetah putzte und sattelte, die heute noch einen Schmiedtermin hatte. Ihre Hufe hatten das im Übrigen nötig, aber das war der Rotbraunen nicht anzumerken - im Gegenteil. Sie war erstaunlich hibbelig und ausnahmsweise auch zuvorkommend. Da hatte ich glatt ein falsches Gewissen, dass ich sie mehr oder weniger vernachlässigt hatte.. Schließlich waren alle fertig mit dem Satteln und wir überquerten einmal den halben Hof, um zum Springplatz zu kommen. Die Hindernisse waren nicht aufgebaut, wie hatten also freie Bahn. Nach dem Warmführen schwang sich Oliver auf Razita, Marc stieg auf Lotte und ich auf mein Stütchen. Mittlerweile waren wir drei ein eingespieltes Team und ritten flott und korrekt in einer Abteilung. Es dauerte nicht lange, und die großen Pferde schwitzten. Zudem kam Marc, der vor mir in der Mitte ritt, zunehmend besser mit seinem Pferd zurrecht; was im übrigen nicht schlecht war, denn er musste die Dunkelbraune auf Turnieren vorstellen. Nach anderthalb Stunden parierte Oli zum letzten Mal aus dem Galopp zum Schritt durch und wir verbrachten eine weitere halbe Stunde damit, die Hottas trocken zu reiten und zu loben. Allgemein waren wir alle zufrieden und tauschten Eigenheiten der Pferde aus, während wir zum Putzplatz gingen um abzusatteln. Für die Hühs ging es im Anschluss auf die Weide, für uns in den Stall, zum ausmisten und Futter fertig machen.

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      Hufschmied "Bunny Heart"
      Heute war wieder ein Hausbesuch dran, ich fuhr in meinem Jeep über die Straße. Die Fahrt dauerte nicht lange und das Anwesen war kaum zu übersehen! Ich bog rechts ab, dann links und noch einmal recht, bevor ich parkte. Der Hof war schön, schnell schaute ich auf meinen Zettel und dort stand das heute nur Hufe geschnitten wurden. Ich machte die Fahrertür auf und ging zum Kofferraum, dort holte ich alles was ich brauchte. Ich machte alles zu, schloß den Wagen ab und ging zum Haupthaus. Nach dem ich geklingelt hatte, machte Cascar auch schon auf und begrüßte mich herzlich. "Wir können sofort starten, heute ist die Nordstallung dran!" meinte sie und wir gingen auch schon los. Es war kein weiter Weg und schon bald standen wir in der Stallgasse. Ich fing bei dem ersten Pferd an. Auf dem Namensschild stand "Cheetah" und Cascar erzählte mir einiges über sie. Die braune Stute sah mich neugierig an, selbstbewusst schnappte ich mir einen Strick, zauberte eine Möhre aus der Tasche und machte die Box auf. Wie erwartet sah Cheetah verbissen auf die Möhre, ich strich vorsichtig ihre Stirn, dann den Hals, als sie das alles erlaubte gab ich ihr den Leckerbissen. Ich hatte nun einigermaßen ihr vertrauen, ich hackte den Strick in ihr Halfter und führte sie auf die Stallgasse. Dort band ich sie an und sah mir erstmal ihre Hufe an. Viel war da nicht zu tun, sie waren ordentlich, etwas dreckig, aber das ist bei Hufen nun mal so. Ich machte alle vier erstmal sauber, Cascar sah sich alles genau an, kein Wunder einem neuen Hufschmied würde ich auch nicht gleich vertrauen. Sobald die Hufe sauer waren machte ich mich ans schneiden, wie gesagt viel gab es nicht zu tun. Hier und da ragte mal etwas über, aber ansonsten war der Huf perfekt. "Okay, fertig. Wenn du sie reinstellst geh ich schon mal zum nächsten Pferd." sagte ich und tätschelte Cheetah. Cascar war einverstanden und ich wanderte eine Box weiter. Als nächstes kam die 6-jährige Hannoveraner Stute Razita, sie kam sofort freudig an die Boxtür, ich nahm mir wieder einen Strick und öffnete die Box. Dann brachte ich sie auf die Stallgasse, band sie dort an und checkte ihre Hufe. Diese waren sehr sauber, er hier gab es etwas mehr zu schneiden und damit fing ich auch sofort an. Bei jedem Klick-Laut zuckte die Stute kurz zusammen, doch sobald ich mit einem Huf fertig war lobte ich sie und Cascar war auch gleich wieder an meiner Seite. Nach allen vier Hufen gab ich auch Razita eine Möhre und Cascar brachte sie in die Box. Ich ging drei, vier Schritte und war schon bei Lotte Buff angekommen. Sobald ich die Boxentür aufschob und sie mich ganz sah, musterte die Stute meinen Körper. Ich wusste bei dieser Stute anfangs nicht wie ich ran gehen sollte, aber dann war es mir klar. Ich machte es anfangs wie bei Cheetah, ich ging samt Möhre zu ihr und streichelte ihren Hals. Dann holte ich den Hannoveraner aus der Box und band sie an. "Unsere kleine Prinzessin!" meinte Cascar und so sahen auch ihre Hufe aus. Alle vier waren sauber und es gab nur wenig zu verbessern. Ich lobte auch sie bei jedem fertigen Huf, das gefiel ihr anscheinend und so ließ sie mich in Ruhe meine Arbeit machen. Der nächste in der Reihe war Nacorde, schon bei seinem Anblick hatte ich mich in das niederländische Warmblut verliebt. Er sah mich mit seinem aufgeweckten Blick und wir könnten sofort starten. Sobald er auf der Stallgasse stand blieb er ganz ruhig und hob brav jeden Huf. Cascar hatte sich echt alle Mühe gegeben, auch seine Hufe waren sauber und eigentlich ziemlich ordentlich gewachsen, trotzdem stand manche etwas über. Nun gingen wir in den Endspurt, es waren nur noch zwei Pferde zu behandeln. Bevor ich zu Solitary ging gab ich auch Nacorde noch einen Apfel. Anfangs bemerkte mich Solitary gar nicht, dann sah er mich an und kam langsam auf mich zu. Er war tiefen entspannt, ich brachte ihn wie jedes andere Pferd auf die Stallgasse und sah mir seine Hufe an. Auch hier alle waren sauber, aber beim linken Vorderhuf und rechten Vorderhuf gab es etwas zu schneiden. Es war nicht übermäßig viel sondern halt so viel wie normal und das Paint Horse ließ alles mit sich machen. Auch dieses Pferd bekam einen Leckerbissen, in Form eines Apfels und nun kam das letzte Pferd für diesen Tag. Karthago stand schon die ganze Zeit freudig an der Box, sobald die Tür offen war wollte er mich vor Freude umrennen "Das ist ganz normal!" meinte Cascar lachend, nach dem ich den jungen Hengst angebunden hatte. "Sag mal sehen alle Hufe deiner Pferde so aus?" fragt ich neugierig. Denn auch diese Hufe waren super sauber und nur am rechten Hinterhuf gab es einigermaßen etwas zu schneiden. Somit war ich heute auch schnell durch und da Karthago das so toll gemacht hatte bekam auch er einen Apfel. Cascar brachte ihn in die Box und bot mir einen Tee an "Das Angebot nehme ich dankend an." antwortete ich höflich. Dann tranken wir noch zusammen Tee und aßen einen Keks, bevor ich nach Hause fuhr.
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      Bericht [11.10.2014] 20:52
      Ich habe heute ehrlich gesagt einfach keine Lust, Pferde zu reiten. Auch Lotte kann mich da nicht umstimmen, obwohl die Dunkelbraune (untypisch!) herzzerreißend wiehert, als ich den Stall betrete. Ich gehe zügig zu ihr und begrüße sie überschwänglich. Sofort beginnt der Monolog zwischen Pferd und Mensch und putze das Stütchen zügig, aber nicht oberflächlich. Denn ja: auch die hier will auf die Weide. Bei Lotte verzichte ich sogar auf die Longenrunde, denn ich weiß, dass sie am besten klarkommt, wenn sie sich auf der Koppel selbst auspowert. Indem sie sich mit ihren Freunden kloppt, oder so.
      Wie dem auch sei - nachdem das wirklich liebe Tier auf der großen Wiese ist, miste ich noch aus und mache das Futter klar, damit es am Abend wieder glatt in den Stall gehen kann.

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      Sammelbericht [02.12.2014] 06:40
      Ich war weihnachtlich gestimmt. Draußen, auf der Wiese hinter unserem Haus, vermischte sich der Reif mit pludrigem Schnee. Ich frühstückte.
      Und dann ging es los. Zum Stall. In letzter Zeit hatte ich meine Aufgaben hier stark vernachlässigt. Schulbedingt, muss man sagen. Umso mehr freute ich mich, als ich Spearmint hell wiehern hörte. Ich lächelte, tappte zu meinem Pferd und begrüßte sie herzlich. Zum Teddybären war sie mutiert und das veranlasste mich, sie noch zehn Minuten länger zu streicheln und vernarrt zu betrachten. VGold und Feuerzauber empfing ich ähnlich, dann gab es Futter für alle. Während die Hühs auf dem Paddock, unter klarem und doch irgendwie dunklem Himmel fraßen, mistete ich die Boxen aus, sodass es pünktlich zum Abschluss des Mahls auf die Weide gehen konnte. Danach musste ich leider weiter, denn wir hatten ja hier nicht nur drei Pferde... Also begab ich mich in den Südstall, wo ich ähnlich erfreut wie im Norden empfangen und gründlich beschnüffelt wurde. Ich fütterte auch hier meine drei Schützlinge und während des Fressens beschäftigte ich mich mit Spotti Junior und dem Halfter. Die kleine Stute war zu klug, um etwas dagegen zu haben; viel zu oft hatte sie sich das bei ihrer Mutter angesehen, sodass sie wirklich still hielt. Ich nahm das Halfter dann wieder mit und begann stolz mit dem Ausmisten der Boxen. So kam es, dass die Spottis und Ever auch bald auf der Koppel untergebracht waren. Ich wandte mich als nächstes den ausladenden Nordstallungen zu. Das Gewieher hier war eher verhalten. So viel hatte ich mit den Bewohnern ja auch nicht zu tun. Ich begrüßte trotzdem alle gründlich, bevor ich fütterte und ausmistete. Jessica kam dann auch direkt, kuschelte mit Serafino und half dann. Und hier war es dann auf einmal Arbeit, alle Pferde heil und sicher auf die Weide zu bekommen. Mein Dad und Jess halfen mir, vierzig Minuten dauerte das trotzdem. Im Hengststall war die Freude riesig. Empire und vor allem Bemme konnten es kaum erwarten, mich mit der Nase anzutippen und ich konnte meine Schützlinge nur grinsend streicheln. So gehörte sich das!
      Ich befütterte den Stall und mistete schon deutlich unmotivierter und langsamer die Boxen, bevor es für Empire, Locki, Jimmy und Bemme auf die große Wiese ging. Mittlerweile war es 10 und ich beeilte mich, zu den Tekken zu kommen. Estragon und Kazoom waren wie immer eher still, Choco sah mir immerhin neugierig entgegen und die kleine Sysah wieherte unglaublich eifrig und hoch. Über Worgait, der in der letzten, großen Paddockbox stand, müssen wir ja gar nicht reden. Für diesen Stall nahm ich mir wieder viel Zeit. Die Hottas hier wurden nicht nur gefüttert, sondern auch geputzt und eingedeckt, bevor es auf die Weide ging. Der Winter ist nicht gut für Tekken.
      So kam es allerdings, dass ich plus ausmisten um eins fertig war. Mit allem.
      Und weil ich das schon lange nicht mehr gemacht hatte, setzte ich mich an Spearmints Weide auf den Zaun und sah meiner ersten Stute beim Grasen zu.

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      Weihnachten [24.12.2014] 19:06
      Weihnachten. Mit einem Lächeln auf den Lippen schloss ich die Haustür und tappte Dampfwölkchen in den kalten Abend pustend Richtung Turnierstall.
      Letztes Jahr um diese Zeit hatten wir noch in Deutschland gewohnt - der absolute Wahnsinn. Ich begrüßte Spearmint schon, bevor ich sie sah und bekam prompt eine wunderbar klare Antwort - ein Wiehern, in das Gold und Feuer gleich darauf einstimmten. Für meine drei Stuten hatte ich den klassischen Kuchen mitgebracht; heute gab es außerdem noch Rüben und Äpfel, die begeistert auf dem schneebedeckten Paddock verspeist wurden. Ich stand zu diesem Zeitpunkt bei meinen treuen Gefährten; streichelte wo ich konnte und bedankte mich ehrlich für dieses herrliche Jahr. Dann musste ich leider weiter. Mein Weg führte mich direkt in den Südstall, wo ich ähnlich begeistert von Ever und den Spottis begrüßt wurde. Hier drehte ich meine Handlung um, zumal es nicht für alle Kuchen gab: ich streichelte und kuschelte, bevor es ausgiebig Rüben und kleinere Leckereien gab. Ich ließ mich eben im Stroh, zu Käses Hufen nieder, um die kleine Stute hinter den Ohren zu kraulen, als ich vor dem Stalltor ein eindringliches Wiehern und darauf folgendes Geflüster hörte. Ich grinste, sprang auf und begrüßte zehn Minuten später lachend meine Freunde. Sie boten einen prächtigen Anblick: Marc saß, als Weihnachtsmann verkleidet, auf dem als Rentier geschmückten Empire; neben ihm Oliver, irgendwie total grau, auf Locki. Letzterer hielt meinen Jimmy am Strick als Handpferd und bedeutete mir nun, mich auf dessen Rücken zu schwingen. Die Flanken des Schecken waren mit wunderbaren Stoffen im charakteristischen WCS-Blau mit goldenen Stickereien bedeckt. Ich war irgendwie glücklich, als ich an der Seite meiner Kameraden im Dunkeln über den Hof ritt. "Was bist du eigentlich, Oli?", wagte ich schließlich zu fragen. "Der Maulwurf", war die Antwort, "Der Maulwurf des Weihnachtsmanns." Unser Lachen hörte man weit; so war es kein Wunder, dass der bereits ausrastende Bemme uns schon lange bemerkte, bevor wir in Sicht kamen. Den jungen Hengst und Klappstuhl nahmen wir einfach als Handpferd mit zum Tekkenstall, um die allgemeine Aufregung zu mindern. Trotz allem der erste Stall, in dem das Wiehern erst einsetzte, als wir eintraten. Nunmehr zu dritt wurden Essig, Kazoom, Late, Devri und Sysah begrüßt, gestreichelt, gefüttert und irgendwie auch beschenkt: Oliver hatte für die junge Fuchsstute ein hellblaues Halfter genäht, dass der Lieben ganz ausgezeichnet stand und Devri bekam eine neue Renntrense von Marc.
      Während sich meine Freunde mit den übrigen Tekken abgaben, suchte ich mir einen Weg in den hinteren, dunkleren Teil des Gebäudes. Hier stand noch immer Worgait, der an diesem Abend keine Reaktion zeigte, als ich mich näherte. Er starrte aus seinem Boxenfenster in die anbrechende Nacht, als würde er in der Dunkelheit etwas suchen. Ich ging nicht in die Box, ließ nur mit einem "Frohe Weihnachten" eine Rübe in den Trog fallen und kehrte zu meinen Begleitern zurück. Zurück ins Licht. Unsere nächste Station war der Nordstall. Zugleich auch unsere Letzte, aber der Tumult der uns empfing, machte allein schon die Begrüßung zum Erlebnis. In diesem Stall waren außer Marc, Oli und mir auch noch Jessica und mein Dad, die ihren jeweiligen Pferden wohl auch frohe Weihnachten wünschen wollten. Ich hingegen begab mich gleich nach dem Absitzen zu Cheetah und Razita, die sich ebenfalls einen der begehrten Weihnachtskuchen teilen durften. Lotte bekam eine Rübe und dann tappte ich in das Nebengebäude der Hengste. Sol kassierte dort neben seinem Futter einige liebevolle Streicheleinheiten; ebenso wie Corde und Fino, die ja aber im Grunde genommen schon genug versorgt worden waren, von ihren Besitzern. Der Letzte im Bunde war schließlich Karthago, dem ich seine Freude förmlich ansah. Es war einfach allgemein ein wunderbarer Abend und als wir uns im Hengststall, nach dem absatteln, putzen und Kuchen-füttern der Hengste voneinander verabschiedeten und uns frohe Weihnachten wünschten, geschah das ungemein feierlich und im Schall der zufrieden kauenden und schnaubenden Pferde.

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      Bericht [17.02.2015] 13:49
      Heiter betrete ich den Nordstall. Lotte erwartet mich hier, auch wenn sie, zugegebenermaßen, etwas missgelaunt dreinschaut. Ich begrüße die Liebe sanft und hege einen missmutigen Blick - beim anschließenden Putzen werfe ich alle meine Pläne für den Tag über den Haufen: Lotte motzt, wo es geht. Von angelegten Ohren bis Kopfscheuheit und Verweigerung der Hufe ist alles drin. Ich kann es der Dunkelbraunen dennoch nicht übel nehmen. Also seufze ich bloß und führe mein Pferd langsam auf die Koppel. Vielleicht hilft ihr ja die frische Luft. Indes miste ich die Box meiner Stute gründlich aus und mache das Futter für den Abend fertig. Auch wenn Lotte heute nicht gearbeitet hat: einige Möhren bekommt sie trotzdem.
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      Sammelbericht [23.03.2015] 19:10
      Die Lehrer meiner Schule streiken, sodass ich mir händereibend am frühen Morgen meine Reitstiefel anziehe und noch Müsli kauend über den sonnenbeschienen Hof in den Südstall tappe. Dort erwarten mich Spotti, Spotti Junior und Ever. Die drei Stuten begrüßen mich mit einem herzlichen Wiehern – im Vorbeigehen kraule ich jedem die Stirn, dann gibt es Futter. Kurz darauf putze ich meine Schützlinge auf der Stallgasse, für den restlichen Tag geht es auf die Koppel. Gegen zehn betrete ich dann also den Turnierstall, wo ich Spearmint und VGold begeistert umarme. Mit diesen engsten Freunden habe ich schon seit Ewigkeiten keine Zeit mehr verbracht, sodass ich mir beim Füttern, Putzen und auf die Weide bringen, auch von Feuerzauber, Zeit lasse und auf dem Weg zur Wiese einige unnötige Schlenker laufe.
      Als auch diese Hühs entspannt grasen, mache ich mich auf den Weg zum Hengststall. Das Gewiher hier ist beinahe nicht zu toppen und ich füttere die ganze Zeit grinsend. Gegen elf treffen außerdem Marc und Oliver ein, sodass wir uns mit dem Putzen und Herumführen von Empire, Locki, Jimmy, Dumb, Bemme und Jack getrost aufteilen können. Dank des guten Wetters und der motivierten Pferde geht uns die Arbeit leicht von der Hand und die Hottas sind schnell versorgt und untergebracht. Nunmehr zu dritt begeben wir uns in den Tekkenstall, wo uns ein unendlich energiegeladener Kazoom, sowie die immer ruhigen Choco und Estragon erwarten. Wieder wird gefüttert und geputzt; ich nehme mir besonders Zeit für Distraction und CH's Unglück, da diese Pferde noch nicht so lange auf dem Hof leben. Insgesamt scheinen sich meine Kameraden, jedoch gut eingelebt zu haben; es läuft alles glatt, als sie zusammen mit Drevri, Walla und Sysah auf die Weide dürfen; einzig Worgait bleibt im Stall. So geht es für uns, mittlerweile kaputten, Menschen noch in den Nordstall. Es ist Mittag und die Pferde hier wurden bereits von meinem Dad gefüttert. Insgesamt sind die Hühs also ruhig und lassen sich dösend anbinden und putzen. Letztendlich geht es damit auch für Law, Corde, Karthago, Fino auf die eine und für Cheetah, Zita und Lotte auf die andere Weide. Damit ist unser Alltag selbstverständlich nicht vorbei: jetzt ziehen wir los, um noch vor dem Mittagessen zumindest die Hälfte aller Boxen ausgemistet und mit frischem Rau- und Kraftfutter für den Abend ausgestattet zu haben.
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      Kurzer Sammelbericht
      [21.08.2015] 11:41
      Heute waren es absolut alle Pferde, die gepflegt werden mussten. In den Ferien war ich viel unterwegs gewesen, sodass ich mich jetzt zusammen mit Marc und Olli auf eine große Tour über den Hof begab. Wir begannen bei Ever im Südstall mit dem Füttern, putzen und misten und fuhren dann erstmal mit dem Rad zum Offenstall, besser bekannt als die Sommerweide, und kontrollierten die Tränken und den Zaun. Schließlich sammelten wir den Großteil aller Pferdeäpfel auf beiden Koppeln, sodass letztendlich, zumindest hier, alle Pferde versorgt waren. Zurück im Nordstall putzten, fütterten und misteten wir dann noch Fino, Lotte, Karthago, Trafo und Where, ebenso Feuerzauber und im Hengststall Dumb und Locki. Schließlich blieben uns noch die Tekken Himmi, Gepir, Devri, Essig, Distraction und seit neuestem auch wieder Unglück. Insgesamt überprüften wir zum Schluss eine Liste. Wir hatten alles geschafft, alle Pferde standen glücklich auf der Weide und besonders unseren Sommerhühs ging es rosig. Ein perfekter Tag.

      Stufenerhöhung
      Einziger Bericht
      Der Tag war sonnig und wunderbar warm. Voller Euphorie betrat ich den Stall, begrüßte, putzte und sattelte meine Lotte und führte sie, unaufhörlich redend, auf den Reitplatz. Mein Dad erwartete mich; während ich nachgurtete, baute er die ersten Sprünge auf.
      Das Warmreiten verlief ereignislos und der erste, kleine Gymnasticparcours ohne Probleme. Dennoch bemerkte ich, dass mein Stütchen ziemlich schnell außer Atem war. Ich schnaufte mit ihr und ritt das erste A-Hindernis an. Ohne groß darüber nachzudenken setzte das Pferd darüber hinweg, wir landeten weich. Von da an wusste ich, dass zumindest diese Stufenerhöhung ein Klacks war. Wie ich es bereits kennengelernt hatte, steckte auch in ihr ein wahnsinniges Sprungpotential.
      Nach der geglückten Qualifikation, klopfte ich dem Hotta den Hals und parierte zufrieden durch.

      Im Anschluss wurde die Dunkelbraune noch einmal geputzt und mit Schmusereien und Kraftfutter versorgt. Den restlichen Tag verbrachte sie auf der Weide; ich mistete am späte Nachmittag noch die Box und richtete das Futter her.
      by Cascar
      Stufenerhöhung
      Einziger Bericht | (c) Cascar

      Lotte Buff, also. Ich stand, mit beiden Händen in den Hüften, vor ihrer Box und sah ihr beim Fressen zu, wobei sie Razita in der Nachbarbox immer wieder mit angelegten Ohren zunickte.
      Schließlich unterbrach ich die Fernkommunikation und holte die Dunkelbraune auf die Stallgasse, wo ich sie putzte und letztendlich auch sattelte. Sie ließ vorerst alles über sich ergehen - konnte ja nicht wissen, dass vor ihr eine ganze Stufenerhöhung lag.
      Ihr sollte es allmählich bewusst werden, als wir auf dem Reitplatz eintrafen und während des Warmlaufens Marc beim Aufbauen der Hindernisse zusahen.
      Ich unterhielt mich mit ihm, als ich nachgurtete, die Bügel einstellte und schließlich aufstieg. Das hibbelige Stütchen machte prompt zwei Schritte zur Seite, ich nutzte die Chance, nahm die Zügel auf und ritt los.
      Das Warmmachen von oben war also auch kein Problem, solange Lotte in Bewegung war, tanzte sie ja nicht aus der Reihe. Im Trab hatte sie wieder den Tick mit dem Seitwärtslaufen der Hinterhand und ich beschloss, demnächst Eddie darüber zu informieren.
      Später, wir hatten gerade den ersten Gymnastikparcours überwunden, erschien mein Dad auf der Tribüne, um mir bei der Arbeit zuzusehen. Aus seiner Sicht war diese Stufenerhöhung völlig sinnlos, denn Lotte war für ihre eher nachlässige Sprungmanier und die Selbstüberschätzung bekannt. Danach sah es anfangs auch aus, als wir die ersten M's sprangen. Als sie zum dritten Mal riss, nahm ich die Zügel mehr auf und kontrollierte das anreiten und den Sprung mehr, trieb oder bremste aktiv. Ich wurde mit einem fehlerfreien ersten Parcours belohnt und da schien der Knoten geplatzt. Lotte war ein Pferd, mit dem man wirklich arbeiten musste, deren Konzentration man sich beinahe erzwingen musste. Aber es zahlte sich ja aus, wie man sah.
      Schließlich schafften wir auch den Qualifikationsparcours und das Training war beendet. Bestanden. Neue Stufe: M. Ich parierte durch und ritt die Dunkelbraune am langen Zügel trocken, während ich sie lobte. Meine Dad gratulierte mir ehrlich von oben, bevor er wieder verschwand.
      Dann stieg ich ab und führte meine Stute zurück zum Stall, wo ich sie, zusammen mit Marc, absattelte und stallfertig machte.

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      Dressurtraining für Lotte Buff E → A | 3599 Zeichen | © BellaS

      Wieder einmal besuchte ich Joyce. Heute war ich aber ausnahmsweise einmal nicht für Staccato gekommen, sondern sollte die Stute Lotte Buff in Dressur trainieren. Alles was ich bis jetzt von meinem heutigen Fall gehört hatte, klang eher anstrengend. Lotte sei oft unaufmerksam, gar faul und schöbe im Trab gerne ihre Hinterhand nach innen, hieß es. Dementsprechend hatte ich mich eher auf einen Korrekturritt, als auf ein Training eingestellt. Ich würde von Joyce herzlich begrüßt. Da ich schon oft hier gewesen war, fand ich mich problemlos allein zurecht, aber heute war es ihr offensichtlich wichtig, mir zuzusehen. Die große, braune Hannoveranerstute, Lotte genannt, stand bereits am Putzplatz und war fertig gemacht, wandte den Kopf aber ab, sobald sie uns kommen sah. „Sie ist, äh...“, Joyce suchte nach Worten, „...manchmal etwas schwierig.“ „Schön gesagt.“ Ich versuchte die angespannte Situation zu überbrücken, dabei meinte ich jetzt sogar eine Spur Hochmut im Blick der Stute zu erkennen. „Himmelherrgott Bella, reiß dich zusammen!“, schalt ich mich selbst in Gedanken. Laut sagte ich: „Dann legen wir mal los.“
      Das Wetter war schön genug um draußen zu reiten, also führte ich Lotte in das Dressurviereck. Ich legte ihr die Zügel über den Hals, gurtete nach und stellte einen Fuß in den Steigbügel, als Lotte einen Schritt nach rechts trat. Fluchend hüpfte ich auf einem Bein hinterher, aber ich kannte den Trick und so schaffte die Stute es nicht mich noch einmal dumm dastehen zu lassen. Wir begannen mit einfachem aufwärmen, aber schon bald wurde mir klar, dass diese Stute unablässig Kontrolle brauchte. Die einfachen Bahnfiguren klappten alle noch gut, bis ich es mit einem akkuraten Zirkel versuchte. Jetzt begann Lotte sich zu wehren. Ganze fünf Minuten brauchten wir, bis endlich feststand wer das sagen hatte und welche Form ein ordentlicher Zirkel haben müsse. Zufrieden lobte ich die Stute. Schlangenlinien und Zirkel waren auf einmal nicht mehr der Rede wert. Lotte begann langsam aufzutauen. Jetzt traute ich mich mit der Arbeit im Trab zu beginnen und stellte schnell fest, dass man die kleine Zicke unter mir nur aufwecken brauchte, damit sie auch in dieser Gangart ihr volles, und nicht geringes, Potenzial zeigte. Dauerhaft gab ich kleine Paraden, wie man es sonst nur von Trabtöltern kannte, und scheute mich auch nicht ab und zu die Gerte zu benutzen, die ich schließlich nicht nur als Dekoration in der Hand hielt. Joyce hatte sich schon vor einiger Zeit zurückgezogen, da es ohne Bewegung doch recht kühl wurde. Der Trab der Stute verwandelte sich gerade von 'traben' in 'schweben', als sie zurück kam. Jetzt fehlte nur noch ein bisschen Galopp. In der nächsten Ecke galoppierte ich an und trotz der langen Beine, die Lotte laut verschiedener Aussagen oft nicht zu sortieren wusste, gelang uns ein einwandfreier Zirkel im Galopp. „Ein Charakterpferd.“ Ich nahm der Stute die Trense ab und Joyce streifte das Halfter über ihren Kopf. „Das kannst du laut sagen. Aber...“ „...Sie hat Talent.“, beendete ich den Satz und wir beide mussten lachen, was Lotte mit einem beifälligen Schnauben quittierte. „Ich glaube, das hatte ich vorher wissen können. Untalentierte Pferde gibt es hier gar nicht.“, stellte ich mit toternster Miene fest, und wieder bogen wir uns vor Lachen. Es wurde spät. Bis ich wieder in mein Auto stieg war eine Menge Zeit verstrichen, während der ich mich mit Joyce über alles mögliche Unterhalten hatte, aber neben einem netten Tag hatte ich auch noch ein kleines Wunder zu verzeichnen: Die zickige Lotte Butt hatte das A Niveau mit Bravour gemeistert.

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      Heute stand ein Termin bei meiner Freundin Joyce an, diese hatte sich um eines meiner Pferde gekümmert, bzw. war die Reitbeteiligung von meinen DRP-Hengst Absolutely Right. Dafür bekam sie einen kostenlosen Hufschmiedbesuch für eines ihrer Pferde und diesmal musste ihre Hannoveranerstute Lotte Buff leiden. Also fuhr ich auf Joyce McConnor's Hof und parkte den Wagen neben dem Pferdestall. Nun holte sie Lotte Buff aus der Box band sie fest und eklärte was zu machen war. Ich nickte und bereitete den Gasofen vor, dann legte ich die Eisen hinein und begann mit der Hufkontrolle bei Lotte. Diese war nicht sonderlich begesiert von mir und zog die Lippen drohend hoch. ,,Mensch Lotte, sei doch mal brav!", ermahnte Joyce ihre Stute, die sie aus ihren nussbraunen Augen lieb anschaute. ,,Nicht so begeistert heute was?", grinste ich und Joyce nickte, ehe sie die Stute am Kopf festhielt und ich das erste Huf anhob. Dieses ließ sie widerwillig heben und zog ab und zu ihr Bein weg, doch ich ließ sie das nicht tun und hielt hartnäckig das Beimn fest und begann es zu säubern, bis auf ein wenig überstehendes und abgestorbenes Horn war nicht mehr zu machen, also schnitt ich innen das Huf aus und stellte dann Lotte's Huf auf den Hufbock, sie wollte ihn schon wieder wegnehm, doch Joyce griff dazwischen und hielt sie fest. Widerwillig musste siesich ergeben und ich konnte ihr abstehendes Horn wegschneiden und glatt Raspeln. Nun war das erste Hufeisen an der Reihe und Joyce hielt Lottes Huf fest. Bei ihr war sie ruhiger und nicht so zickig. Es stank und Lotte legte die Ohren an. ,,Ist doch nur ein bisschen stinkiger Geruch!", knurrte Joyce und ich kühlte währendessen das Eisen. Dann befestigte ich es flott und machte die Stollen ran. schon war das erste Huf fertig und wir gingen zum Hinterbein. Doch Lotte wollte gerade ausholen, Joyce knurrte sie erneut an, die Stute senkte den Kopf und ließ das Bein anheben. Somit kümmerte ich mich um die Hufkontrolle, schnitt das abgestorbenen Innenhorn ab und kümmerte mich dann um das abstehende Außenhorn und ließ Joyce wieder übernehmen, diesmal sponn die Achtjährige mal nicht und ließ sich auf das Hufeisen befestigen über sich ergehen. Nun kam die rechte Seite der Stute an der Reihe, dort war sie wieder etwas zickig und ich musste etwas warten bis Joyce Lotte wieder unter Kontrolle hatte. ,,Mensch Nudel! Es sind doch nur noch zwei Eisen die du brauchst!", ermahnte sie Lotte genervt. Ich kümmerte mich nun erstmal ums Vorderhuf, hob es an und säuberte es gründlich, dann war das Huf weg. ,,Och Lotte, es dauert doch nicht mehr lange!", schleimte ich mich bei ihr ein und sie blickte nur zickig weg. Dann schnappte ich es mir und legte es auf den Hufbock, dann schnitt ich das abstehende Horn weg und raspelte es gerade, dann bat ich Joyce wieder den Huf zu nehmen und nagelte flott das Eisen an. Dann war es festgenagelt und die Stollen saßen, nun kam das letzte Huf, da war sie wieder ziemlich genervt, doch da musste sie durch. Also hob ich ihr Bein, griff es fest und begann es zu säubern, in Ordnung war alles also musste ich nur noch das abgestorbene Horn entfernen, dann passte ich das Eisen an und befestigte es mit Nägeln und machte die Stollen rein. Dann war sie fertig, endlich. ,,So Madam du bist erlöst!", lachte ich und ließ Joyce noch ne Runde laufen und war entschlossen, alles passte, dies sagte ich auch meiner Freundin und verabschiedete mich.
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      Mein Weg führte heute in den eigenen Stall. Der heutige Patient war Lotte Buff. Patient war eigentlich auch der falsche Begriff, da es sich nur um einen kurzen Check handelte. Joyce wollte demnächst mit ihr zu einer Krönung und deswegen hatte sie mich gebeten die Stute anzuschauen. Sie war hierbei nicht dabei, da ich selbst wusste wo die Stute stand und was ich zu machen hatte. Ich holte also Lotte aus ihrer Box und putzte sie dann erstmal. Ich klopfte ihren Hals und tastete dann ihren Körper ab. Ich fing bei den Beinen an und arbeitete mich dann an ihren Rücken vor. Zum Schluss sah ich mir ihren Kopf an, welcher auch in guter Verfassung war. Simon trabte mir die Stute draußen schnell an der Hand vor und ich konnte hier keine Unklarheit feststellen. Wir gingen wieder in den Stall und ich lobte die Stute nochmal. Dann hörte ich sie ab und konnte auch hier keine weiteren Probleme feststellen. Die Stute war in bester Verfassung und würde fit in die Krönung starten. Ich sah mir nochmal ihren Körper an und brachte sie dann wieder in ihrer Box. Ich sagte Joyce noch Bescheid, dass es Lotte Buff wirklich sehr gut ging und wir uns für den Start keine Sorgen machen mussten.

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      Heute war ich mal wieder auf dem Weg zu Joyce. Es ging um ihre Hannoveranerstute Lotte Buff, der ich Military ein wenig näher bringen sollte. Ich war schnell bei Joyce angekommen und ließ mir die Stute zeigen. Wie sich jetzt schon herausstellte, war die Stute wohl sehr temperamentvoll und zickig, womit ich aber gut klar kam. Zu erst putzte ich sie ausgiebig, ehe ich sie sattelte und wir auf den Platz gingen. Lotte war im Springen schon auf Stufe S, aber ich legte die Hindernisse auf E und A Niveau aus, da wir im Gelände auch diese Höhe springen würden. Nach ausgiebigem Aufwärmen wagten wir uns an die ersten Sprünge und schon beim ersten Sprung hob sie mich fast aus dem Sattel. Sie hatte so einen riesen Sprung über das Hindernis gemacht, mit welchem ich nicht gerechnet hatte, dass ich ihr voll auf den Hals geknallt war. Tja, auch Profis passierten eben Fehler. Nun mehr gewappnet gingen die anderen Sprünge poblemlos von statten, so dass wir sehr schnell ins Gelände gehen konnten. Lotte zickte mir zwar ständig rum, aber ansonsten war sie ein wirklicher Schatz und zeigte vor nichts Angst! Lediglich vor den Tiefsprüngen hatte sie ein wenig Respekt, doch das bekamen wir dann auch noch hin. Nach einer ganzen Weile ging es dann wieder zurück zum Hof von Joyce. "Sie macht sich wirklich super, nur vor den Tiefsprüngen, besonders mit Wasser, hat sie noch sehr viel Respekt, da musst du nochmal ran. Aber ansonsten kannst du sie in der Klasse A laufen lassen. Bau nur ihre Kondition noch ein wenig auf", gab ich ihr ein paar Ratschläge, ehe ich ihr die Stute übergab und mich dann auf den Heimweg machte.

      Nach einigen stressigen Wochen, fand ich wieder einen Tag an dem ich mich meinen Pferden voll und ganz widmen wollte, zumindest einem Teil der großen 'Herde'. Ich lief fröhlich pfeifend aus dem Haus, nachdem ich den restlichen Papierkram erledigt hatte und machte mich in den Stalltrakt, dort traf ich Rachel und Elena an, diese kamen gerade von der Halle wieder. Das Wetter war mehr als schön, auch wenn es kalt war, aber zum Ausreiten war es perfekt. Genau das hatte ich als erstzes vor! Ich wollte Ausreiten, mit Hermann und Götterdämmerung, jedoch suchte ich noch wen freiwilliges der mit mir käme. ,,Jemand von euch Lust mit mir und meinen Kaltblüter etwas im Gelände herum zu dödeln?'' - ,,Ich doch immer!'',grinste Elena und ich schmunzelte. ,,Rachel du auch?'', hakte ich nach und sie nickte eifrig. ,,Ja wunderbar. So Ich werde Hermann nehmen, ihr könnt euch um Götterdämmerung und Arikado zoffen!'',grinste ich frech und schon begannen sie zu diskutieren. Nach wenigen Schritten zur Weide hin, hatte sich auch schon alles geklärt. Elena nahm Götterdämmerung und Rachel nahm sich Arikado zu Herzen. Der Hengst war frisch eingeritten und somit noch ein kleiner Angsthase im Gelände, doch mit den älteren Hasen war das sicherlich kein Problem. Während ich den Brabanter an das Halfter nahm und den Strick einhakte, machten die beiden anderen das bei ihren Pferden. Wir liefen im Gänsemarsch hinunter zum Putzplatz und 'parkten' dort die Pferde. Die Weidedecken kamen hinunter und der Vorteil von diesen war ganz klar. Das lange Fell der etwas stämmigeren Pferde war sauber und man hatte nicht mehr gar so viel zu putzen. So kämmten wir Mähne und Schweif noch einmal durch, befreiten die Beine und den Hals, sowie den Kopf vom Schmutz und kratzten danach noch die Hufe aus. Als alle drei Hengste sauber waren, begannen wir relativ zeitgleich zu satteln und zu trensen. ,,Wo soll es lang gehen?'' - ,,Die Hügel hinauf und dann etwas Berg ab – Berg auf – Training!'',schlug Elena motiviert vor und ich schmunzelte. ,,Hört sich gut an. Wie wär's auch dann noch eine etwas größere Galoppstrecke einzuplanen damit die drei dann richtig ausgepowert sind?'' - ,,Das ist super!'', grinste Rachel und so sagte ich Tyler Bescheid, dass die drei Boxen bitte gemistet werden sollten, damit die Pferde gleich darein konnten. Denn bei dem kühlen Wetter sie noch einmal auf die Weide zu stellen, wenn sie schwitzten wäre sicherlich nicht ganz so Vorteilhaft. Tyler nickte und wünschte uns viel Spaß, so schwangen wir uns vorsichtig in die Sättel und ritten im gemütlichen Schritt los. Ich war mit einer Gerte bewaffnet, da der träge Herr unter mir nun mal gerne etwas langsamer unterwegs war wie seine beiden Kumpanen. Ich gab Elena noch den Tipp das sie mit Götterdämmerung auch gerne hinter uns beiden bleiben sollte und ab und zu etwas Schenkelweichen probieren sollte, denn der Gute war zwar sonst ein Lieber aber wenn es ihm zu langweilig wurde dann konnte er auch im Gelände mal loslegen. Bei Rachel brauchte ich nichts sagen, Riko war ein Lieber und würde keine Unruhen machen. Nach einigen Minuten trabten wir auch an, bis wir zu unseren liebsten Hügelstellen kamen. Man war gerade einen runter geritten da kam der nächste schon zum hoch reiten wieder. Dies förderte natürlich die Muskulatur und somit war es wieder ein schöner Vorteil der Natur. Diese Berge oder eher Hügel erklommen wir erst im Schritt, dann ging das ganze im Trab zurück und danach ritten wir auch schon zu der ewig weiten Galoppstrecke, damit sie hier nochmal die ganze Energie frei lassen konnten. Bei der Galoppstrecke angekommen, durfte Rachel den Vortritt machen, da sie den Jüngsten im Bunde hatte. Danach kam Elena mit Götterdämmerung und zu guter Letzt ich mit Hermann. Wobei Hermann erst etwas schneller trabte, doch nach einer klaren Ansage mit der Stimme lockte ich den Renner aus ihm heraus und wir holten das Verlorene recht schnell wieder auf, überholten jedoch nicht. Sanft lobte ich ihn zwischendurch und nach wenigen Momenten des Galopps waren wir am Ende der Strecke und es ging im gemütlichen Schritt wieder zurück. Nun machte Götterdämmerung auch keine Faxen mehr und blieb brav, da er anscheinend auch ausgelaugt war. Am Stall angekommen brachten wir die Pferde in die frisch gemisteten Boxen und zogen ihnen noch die Abschwitzdecke drüber. ,,Ich danke euch beiden für den schönen Ausritt.'',lächelte ich und lobte Hermann nochmal, ehe ich ihm einen neuen Leckstein in die Box hängte und mich dann aus dieser heraus machte. Da kam gerade Tyler um die Ecke. ,,Danke Ty.'',schmunzelte ich und wuschelte ihm die Haare durch. ,,Ich wollte Massacre Boy und Wild Reflex in die Führanlage bringen, wenn das für dich okay ist?'' - ,,Klar, ich hab eh nicht so viel Zeit alle Pferde heute zu machen. Aber ich helfe dir gerne vorher beim Putzen.'', lächelte ich und lief mit Tyler zu den Weiden. Ich holte die Schimmelstute von der Koppel und Tyler den Rapphengst. Farblich waren sie ja schon irgendwie zusammen ein wunderschöner Hingucker.. So banden wir sie am Putzplatz an und ich kuschelte erst einmal eine Runde mit meiner verloren gegangener Liebe von damals. Sanft streichelte ich ihre Nüstern, ehe ich dann anfing zu putzen. Tyler hingegen war bald fertig mit dem Hengst. ,,Mach mal langsam.'',lächelte ich und er musterte die Schimmelstute. ,,Du bist doch auch bald fertig.'',murmelte er grinsend und band dann Massacre Boy ab und wartete auf mich. ,,Wir stellen sie aber nicht hintereinander rein.'',stellte ich nochmal klar und er nickte. ,,Hatte ich jetzt nicht vor.'',murmelte Ty und ich brachte die Stute zur Führanlage. Beide kamen in diese Anlage und liefen ihre Runden, Ty blieb hier um nach dem rechten zu schauen denn ganz ohne Aufsicht wollte ich die beiden auch nicht da drin lassen. So machte ich mich nun auf den Weg und holte mir Tomenko von der Weide. Der dreijährige Braunschecke war etwas von Übermut beholfen als ich ihn von der Koppel holte, so gab es lediglich eine Katzenwäsche und dann ging es auch in die Halle. Heute stand für ihn etwas Bodenarbeit an und so begann ich mit ihm das Führen weiter auszubauen. Er sollte stehen bleiben wenn ich stand, das tat er nach guten fünf Minuten dann auch schon. Danach gab es eine kleine Dehneinheit. Erst die beiden Vorderbeine, dann die Hinterbeine. Zuletzt der Hals etwas, indem ich ein Leckerli an seinen Rücken hielt und er sich nach diesem streckte. Sanft lobte ich ihn, als er dies tat und tat das gleiche noch einmal auf der anderen Seite. Nach der Dehneinheit, ging es dann weiter mit etwas Zirzensik. Ich nahm mir ein Leckerli und hielt es zwischen seine Vorderbeine, wollte damit erreichen, dass er mit seinem Kopf hinunter geht und es sich holen möchte. Dies tat er auch ganz brav und er schien mir mit vollem Elan bei der Sache zu sein. Immer wieder versuchten wir das ganze und am Ende der Übungen für heute streckte er die Vorderbeine, wie gewollt, etwas mehr um an das Leckerli zu kommen. Es war zwar noch nicht ganz das klassische Verbeugen aber der Ansatz war da und er war gut. Sanft lobte ich ihn erneut, ehe ich mit ihm wieder aus der Halle ging und in seine Box stellte. Auch diese hatte Tyler nun schon gemistet und etwas weiter weg standen auch schon Massacre Boy und Wild Reflex wieder in ihren Boxen. ,,Danke Ty.'',rief ich zu ihm und dieser nickte lächelnd. Bevor ich mich jedoch an das nächste Pferd wagte, mistete ich erstmals seine Box. Der Isländerhengst Neskur, sollte heute ein wenig in Dressur gefördert werden. So holte ich diesen nach dem Misten von der Koppel und band ihm am Putzplatz an. Er wäre auch das letzte Pferd für heute, denn es fing schon an zu dämmern. Also machte ich ihn rasch und dennoch gründlich fertig, ehe ich mit ihm in die Halle lief. Dort ritt gerade Tyler meine liebste Lotte Buff. Wobei er gerade etwas mit ihr ausdiskutierte. Die Stute hatte auch gerade ihre Krönung hinter sich, was heißt das sie nun eine Zuchtstute des Gestüts war, dennoch vergaßen wir das Training nicht und die Gute schien heute gar keine Lust zu haben. ,,Alles gut, Ty?'', hakte ich nach, als ich dann im Sattel von Neskur saß. ,,Jaja!'',murmelte er mürrisch und ich seufze auf. Stimmt, Ty wurde ja nicht gerne gestört, vor allem nicht wenn er gerade am diskutieren war. Wie Lotte eben so war.. Ich ritt Neskur warm und achtete dabei den anderen beiden möglichst aus dem Weg zu gehen. Lotte schien nach guten zehn Minuten Tyler oben drauf zu akzeptieren und lief nun auch wieder schön und nicht mehr so störrisch. Schmunzelnd nahm ich derweil die Zügel auf und trieb Neskur in den Trab. Für mich war es noch etwas schwierig ihn in Dressur zu fördern, da er auch gerne mal den Trab mit dem Tölt oder Pass verwechselte.. Da wieder heraus zu kommen war für mich noch etwas unbeholfen, deswegen suchte ich mir auch schon einen Trainer der mich und Neskur etwas darin schulen konnte, denn ewig sollte dies ja auch nicht so bleiben. Lotte schien geschwitzt und Tyler parierte sie in den Schritt, zusammen legten die beiden eine kleine Pause ein, während Neskur und ich gerade Gas gaben. ,,Wir müssen auch gleich die Pferde rein holen.'',erklärte Tyler und ich nickte kurz, denn wenn ich am reiten war sprach ich auch kaum was, außer in der Schrittpause. ,,Rachel und Elena waren vorhin noch in den Round Pens, vielleicht haben sie ja auch schon einige reingeholt.'',murmelte er dann und nahm die Zügel wieder auf. Wir beide vollendeten die Trainingseinheiten der unterschiedlichen Pferde und nach einer guten Dreiviertelstunde war ich auch schon draußen mit Neskur. Er kam in seine Box, genauso wie Lotte. ,,Jetzt aber schnell, sieht aus als würde es gleich regnen.'',murmelte ich und lief mit Tyler hoch zu den Weiden. Nach und nach holten wir die Pferde rein, zwischendrin halfen Rachel und Elena auch noch. Als alle Pferde drinnen waren, fütterten wir noch, bevor wir dann in das Haupthaus gingen. ,,Erstmal 'nen Bier!'',meinte Tyler direkt und lief zum Kühlschrank. ,,Ich gerne ein Cola-Bier!'',meinten Rachel, Elena und ich im Chor. So kam Tyler mit vier Flaschen wieder. ,,Wo ist eigentlich Simon?'' - ,,Noch unterwegs der kommt er spät abends.'',murmelte Rachel. Stumm nickte ich und trank einen Schluck. ,,Ich muss nachher mal schauen wie weit ich mit meinem Papierkram bin..'',seufze ich und Elena murmelte etwas davon das sie das ja auch noch machen müsste. Die Finanzen hielten wir drei eigentlich eher getrennt, doch wenn es bei jemanden knapp wurde, halfen wir uns gegenseitig aus. Ich trank mein Bier leer, ehe ich dann aufstand. ,,Bis morgen früh.'',schmunzelte ich und lief hoch zu meinem Zimmer, wo ich mir noch einen Überblick verschaffte über den ganzen Papierkram, davon noch einiges erledigte, ehe ich ins Bett huschte. Duschen würde ich morgen früh, bevor es dann wieder hinaus ging in die Pferdewelt.



      Früh am Morgen war ich wieder wach, wie immer die ersten die wach war. Ich kochte Kaffee und machte mich hurtig ins Bad. Schnell war ich wieder frisch geduscht und die Zähne geputzt. Tyler trudelte ins Bad, gerade als ich fertig war. ,,Guten Morgen.'',lächelte ich und er brummelte nur kurz – wie immer. Schmunzelnd lief ich wieder in die Küche und backte die Brötchen auf. Ich frühstückte und trank dabei meinen Kaffee, ebenso blätterte ich in der Zeitung umher. Hm.. Neue Verkaufsanzeigen. Darunter ein wunderschöner Tinkerhengst in Palominolackierung mit hochweißen Abzeichen und einer schönen Blesse. Reinweißes Langhaar und der Behang ebenso. Oh weh.. Sofort schnappte ich mir das Telefon und rief dort an. Sieben Uhr morgens, da müsste ja wer wach sein. Und ja dem war so. Ich deutete mein Interesse und schilderte der Frau am Telefon die derzeitige Situation am Hof. Wir quatschten noch ziemlich lange, ehe ich wieder auflegte. Sie sagte sie würde sich melden. Gut gut. So räumte ich mein Geschirr weg und zog mir meine Stiefel an. Tyler war mittlerweile auch schon am Frühstücken. Ich lief hinaus in den Stall und fütterte die Pferde, machte dabei das Radio an. Während die Pferde noch fraßen, kuschelte ich mit dem kleinem Hofhund Aika. ,,Na meine Süße. Du hast doch sicherlich auch Hunger.'',schmunzelte ich und lief mit ihr zu ihrem Napf und füllte diesen mit ihrem Hundefutter.

      Nachdem die Pferde alles aufgefressen haben, fuhr ich zusammen mit Tyler Heu hoch zu den Weiden. Wir füllten die Futterkrippen auf, damit sie über den Tag noch fressen konnten, ehe wir nach und nach die Pferde raus stellten. Drin ließen wir jedoch Quintessa und RoyalRubina. Ich machte mich daran die kleine Tinkerdame zu putzen, während Tyler sich an Royal dran machte. Rasch waren beide Pferde fertig und wir konnten uns der Arbeit widmen. Ich ging mit Quintessa in den Round Pen, Tyler ritt mit Royal die Weiden ab um nach den Zäunen zu schauen. Heute Nacht schien es böse geweht zu haben, da war es sicherlich nicht verkehrt um nochmal nach dem rechten zu schauen, abgesehen davon gönnte er der lieben Royal somit einen kleinen Ausritt. Mit Tessa hatte ich das gleiche vor wie mit Tomenko gestern, etwas Bodenarbeit und Zirsensik. Sollte ja jedem Fohlen nicht schaden. Wie auch mit Tomenko übte ich noch einmal das halten und laufen beim Führen, danach gab es die Dehneinheit und zu guter Letzt noch das Verbeugen weiter ausbauen. Tessa war in der Sache schon etwas weiter wie Tomenko, doch ich hatte mit ihr auch deutlich früher angefangen gehabt. Sanft lobte ich sie kurz und stellte sie ebenfalls auf die Weide, ehe ich anfing ihre Box zu misten, danach kam die Box von Royal dran. Somit waren wieder zwei Pferde für heute erledigt und nun kamen auch schon Rachel und Elena aus dem Haus, welche freudig von Aika begrüßt wurden. ,,Guten Morgen.'',begrüßte ich beide lächelnd, wobei Elena noch etwas verschlafen aussah. ,,Morgen.'',murmelten sie im Chor und machten sich ebenfalls an die Arbeit. Ich dagegen lief wieder Richtung Weide und sah mir die zahlreichen Pferde an.. Wen nun? Ich blickte den dunkelbraunen Hengst Karthago an, ehe ich schmunzelte. Immer wieder schnappte er nach Ostwind. Hm. Mit den beiden könnte man doch etwas Freispringen machen! So holte ich zu erst Karthago von der Koppel und putzte ihn, ehe ich noch Ostwind hinzu holte und auch ihn putzte. Zusammen mit beiden Hengsten lief ich in die Halle und baute rasch einige Sprünge auf, ehe ich die Hengste von den Stricken ließ und sie laufen ließ. Zuerst durften sie sich frei bewegen, durfte sich selbst warm laufen, was sie auch taten. Immer wieder trabten sie an und neckten sich gegenseitig. Ja die beiden haben sich gefunden. Der eine temperamentvoll, wild und stur, der andere manchmal etwas nervig, aufdringlich und unausgelastet oder eher verspielt. Irgendwie ergänzten sie sich. Der eine powerte den anderen aus. Nach einer Weile ließ ich sie beiden dann jedoch springen, denn sie sollten ja nicht den ganzen Tag herum albern. Zuerst sprang Ostwind über die Hindernisse und Karthago wollte sofort hinterher und es nach machen. Man merkte natürlich sofort wer dies als Spiel ansah und wer es ernst nahm. Somit sprang Ostwind fehlerfrei und Karthago schien sich nicht konzentrieren zu wollen. Kurz schimpfte ich mit diesem, damit er mal zur Vernunft kam, wenn es auch nicht lange anhalten würde. - Danach gab es erneut einen Durchgang. Wieder hopsten beide drüber und diesmal lief auch Karthago fehlerfrei. In ihm steckte viel, jedoch blieb er anscheinend immer etwas mehr Fohlen als andere. Nach weiteren Durchgängen brachte ich die beiden auch wieder auf die Weide, mistete deren Boxen. Derzeit kam auch Tyler mit Royal wieder. ,,Na alles gut?'' - ,,Ja die Zäune haben es überlebt, Gott sei Dank.'',murmelte er und ich nickte schmunzelnd. ,,Magst du vielleicht noch Battle Scars was unternehmen? Am liebsten wäre mir etwas Dressurtraining, aber natürlich gerne auch etwas anderes.'',fragte ich zuckersüß nach und Tyler lächelte. ,,Aber nur weil du es bist!'',grinste er und wuschelte mir die Haare durch. ,,Lass den Scheiß!'',meinte ich lachend und schlug ihm seinen Arm weg, ehe ich mich mit ihm zusammen zu den Weiden machte, nachdem ich fertig gemistet hatte. Wie besprochen holte er sich Battle Scars und ich mit Millenium GC mit meiner Grullo-Stute wollte ich ebenfalls etwas die Dressur trainieren. So liefen wir mit den beiden unterschiedlichen Pferden zu Putzplatz und putzten diese erneut. Ich musste mich etwas ran halten, es war bald Mittag und ich müsste auch noch einige Tierarztbesuche hinter mich bringen, aber vorher wollte ich noch sechs Pferde machen. Denn erst dann wäre das Tagesziel heute erreicht, aber ich hatte ja noch Tyler der mir gerne half, dafür war er schließlich auch da. ,,Cala, Moon und Grey Love, kommen bitte noch in die Führanlage für heute. Du passt dann bitte solange auf die auf okay? Weil dann kann ich mich Pancake und Karl widmen.'',erklärte ich frech grinsend und er sah mich fragend an. ,,Wieso passt du nicht auf die drei Stuten auf und ich mache die beiden anderen?'' - ,,Weil ich die Chefin bin.'',meinte ich und streckte ihm die Zunge raus, ehe er mich grinsend ansah und wir die Pferde fertig sattelten. ,,Du darfst Sunshine dafür noch machen.'',erklärte ich und lief mit Mille zur Halle und schloss hinter mir und Tyler die Tür. Ich gurtete noch einmal nach, ehe ich dann aufstieg und die Stute warm ritt, neben an ritt Tyler. Wir unterhielten uns noch etwas während dem Warmreiten, ehe wir dann auch schon anfingen zu schweigen und uns auf die Arbeit konzentrierten. Die Stute war heute gut gelaunt, wie es mir schien, denn sie schmiss die Beine förmlich weg. Sie lief mit einem Vorwärtsdrang wie ich es nur selten von ihr kannte. Ich war es gewohnt, dass sie lauffreudig war, so jedoch nun auch nicht. So trabte ich mit ihr die Bahn entlang und ritt mit ihr unsere Kür durch, schaute jedoch immer wieder das wir Tyler nicht behinderten. Die Kür von der Stuten des Monat's Wahl war sowohl in meinem Kopf, als auch in ihrem noch wie eingebrannt und es ging immer noch perfekt von statten. Sanft lobte ich sie und gönnte ihr eine Schrittpause. Nach einer Stunde des erfolgreichen Trainings und der Wiederholung der Kür stieg ich ab und kratzte ihr noch einmal die Hufen aus. Zusammen mit Tyler und den Pferden verließ ich die Halle und wir kehrten auf den Putzplatz zurück. Wir sattelten die Pferde ab und brachten sie anschließend auf die Weide, während ich die beiden Boxen mistete, beschäftigte sich Tyler damit die Stuten in die Führanlage zu bringen und beobachtete das ganze Szenario erneut. Ja an sich war es etwas langweilig, aber so hatte er nun auch nochmal eine Pause. Ich hingegen holte mir Pancake von der Weide und lief mit ihm zur Führanlage. ,,Na du.'',grinste ich und blickte zu Calacirya, Grey Love und Walking to the Moonlight. Der Braunschecke neben mir blickte die Stuten in der Führanlage neugierig an. ,,Willst du das auch mal versuchen oder was?'',fragte ich verwundert nach und ließ ihn in das letzte Gatter rein. So war er zwischen Cala und Moon. Brav lief der Hengst in der Führanlage mit herum und blickte uns immer wieder neugierig an. ,,Siehe einer an.'',meinte ich lachend und sah zu Tyler. ,,Dann mach ich mich mal an Sunshine.'',grinste dieser und verschwand auch zugleich. ,,Ey!'',murmelte ich und rief ihm noch hinter her das er Karl mitnehmen solle. Dann wären alle Pferde für heute geschafft. Ich setzte mich auf den Stuhl und blickte den Pferden hinter her, welche nach und nach an mir vorbei liefen. Die Führanlage war ja schon was tolles. Tyler kam mit Be my Sunshine und Karl zu mir. ,,Na ihr drei.'' - ,,Wir gehen jetzt eine Runde spazieren und dann wieder auf die Weide.'',erklärte Tyler und Sunny wieherte auf, als er Pancake in der Führanlage sah. Kurz darauf legte er die Ohren an, da er ihn nun nicht mehr sah. ,,Na wo ist er hin?'',meinte ich zu dem jungen Hengst und dieser blickte mich verdutzt an. Als Pancake wieder kam stellten sich seine Ohren rasch auf. Kurz musste ich lachen. ,,Du bist ein Spinner.'',murmelte Tyler zu Sunny und lief dann mit den beiden los. Ich setzte mich wieder und schmunzelte. Alle Pferde geschafft! Ich holte die Stute aus der Führanlage und brachte sie nach und nach wieder auf die Weide, auch Pancake kam wieder auf die Weide. Ich mistete deren Boxen und auch die von Karl und Sunny. Ich streute die Boxen noch rasch neu ein, ehe ich mich in das Haupthaus machte und das Mittagessen kochte..

      20.310 Zeichen by Sevannie

      Es war noch dunkel als ich die große Stalltüre aufschob und den Geruch der Pferde tief in meine Nase zog. Doch das war auch nötig. Es standen immerhin 34 Pferde auf meiner Liste, diese waren allesamt nur Stuten. Anfangen wollte ich damit erst mal meine Stuten auf die Weide zu bringen. Ich fing mit Northern Dancer und Hollywood Undead II an. Nachdem die beiden auf der Koppel waren, holte ich Kristy Killings und Elanor. Ich lobte die beiden und ließ sie dann auch laufen. Sie freuten sich natürlich alle über den Auslauf. Ich ging den Weg wieder zum Stall zurück und holte dann Kahlua und Bellami. Die beiden waren erst vor ein paar Tagen aus Kanada wieder gekommen. Ich war sehr froh, dass sie wieder einmal dort ins Training gehen konnten. Ich lobte die beiden als wir an der Weide ankamen und ließ sie dann laufen. Nun fehlten nur noch drei meiner eigenen Pferde. Ich holte Cup Cake und Face Down. Ich ließ die beiden auch laufen und holte zu letzt Spotted Face. Danach ging ich wieder nach drinnen. Nun waren Joyce Stuten an der Reihe. Als erstes holte ich Walking tot he Moonlight und Calacirya. Ich brachte die beiden auf die Koppel und ging dann wieder nach drinnen. Bei ihren Stuten musste ich mich ein bisschen mehr beeilen, da es um einige mehr waren. Roxy und Grey Love durften als nächstes auf die Weide. Besonders mit Roxy musste ich gerade noch kurz kuscheln. Ich ging wieder nach drinnen und holte Hermelin Jaela und Winter Cloud aus der Weide. Ich brachte die beiden nach draußen und ließ auch sie dann in Ruhe mit den anderen laufen und fressen. Es standen immer noch 19 Pferde auf meiner Liste und ich hatte das Gefühl ich war schon ewig beschäftigt. Das konnte aber auch daran liegen, dass die Sonne mittlerweile schon fast ganz aufgegangen war. Ich holte Augenblick und Golden Gate nach draußen. Die Aussicht die Boxen zu misten war auch nicht gerade aufbauend. Ich ging dennoch schnell wieder nach drinnen und holte Ch’s De la Lune und Wolkentraum. Somit waren meine Pferde und ihre Kaltblüter auf der Weide. Ich zog meine Weste aus und legte sie im Stall über einen der Sattelhalter. Durch das viele laufen war mir mittlerweile doch warm geworden. Ich ging zu den nächsten beiden Boxen und holte Alice Cullen und Lotte Buff aus ihren Boxen. Gemeinsam ging ich mit den beiden wieder zur Koppel und lobte sie dann. Ich ließ sie vom Strick und ging wieder nach drinnen. Ich holte Epona und Golden Wonder nach drinnen. Ich klopfte den beiden ihre Hälse und streckte mich danach einmal kurz. 34 Pferde hatten es schon gehörig in sich. Ich ging wieder nach drinnen und holte Millenium GC und Royal Rubina nach draußen. Wieder lobte ich sie und überlegte dann kurz. Nun waren es nur noch neun Pferde. Es ging halbwegs voran. Ich holte Gameover und Shiny Sunlight aus den Boxen und lief dann mit ihnen zur Weide. Als nächstes folgten Muemmi und Irritable. Ich brachte die beiden auf die Weide und ging dann schnell wieder in den Stall. Dort ging es auch sofort weiter mit Pferde holen. Nun waren es nur noch 4. Soweit ich das noch richtig im Kopf hatte. Ich führte Linara und Veronica auf die Weide und schaute dann kurz nach allen. Danach holte die nächten zwei Stuten. Diese waren eine Hannoveranerdame und das weiße EVB. Ich ließ Wild Reflex und Mistery auf der Weide laufen. Mir viel ein, dass ein Pferd noch fehlte. Naja eher gesagt Pony. Aus genau diesem Grund ging ich Klein aber Oho holen. Ich stellte sie auf die Weide und klopfte dann kurz ihren Hals. Danach ging ich wieder in den Stall und machte alle Boxen sauer. Dies dauerte natürlich sehr lange und ich war danach auch echt müde. Ich ging wieder nach draußen und schaute nach den Pferden. Ich ging wieder nach drinnen und streute die Boxen ein. Ich hatte eigentlich schon gar keine Lust, aber wenigstens meine Stuten mussten noch ein bisschen arbeiten. Vor allem Bellami und Kahlua. Ich streckte mich nach dem Misten und Einstreuen. Ich ging in die Sattelkammer und holte dort Bellamis Sattel und ihre Trense. Diese platzierte ich vor ihrer Box. Dann fegte ich die Stallgasse. Ich holte ihren Putzkoffer noch und stellte ihn dann vor die Box. Müde ging ich wieder zur Weide und holte dann meine Stute. Ich band sie vor der Box an und putzte sie dann ausgiebig. Danach platzierte ich das Sattelzeug auf ihr und ging mit ihr nach draußen. Ich stieg auf ihren Rücken und ritt dann los. Nachdem ich sie warmgeritten hatte, ging es auf die Geländestrecke. Dort übten wir die Sprünge für das nächste Turnier mal wieder genauer. Die Stute machte wirklich gut mit. Bald würde sie auch wieder häufiger ins Training gehen dürfen, da ich ja jetzt selber Trainer war. Nach dem Training ritten wir zurück zum Hof und ich sattelte und trenste sie ab. Dann putzte ich sie nochmal und brachte sie wieder auf die Weide. Solange ich noch mit Kahlua trainieren würde dürfte sie noch ein bisschen in Ruhe grasen. In diesem Zuge nahm ich Kahlua gleich mit und klopfte sanft ihren Hals. Ich gähnte einmal müde und putzte dann meine Stute. Danach holte ich ihren Sattel und die Trense. Ich platzierte beides auf ihr und stieg draußen auf seinen Rücken. Ich trieb sie an und klopfte nochmal sanft ihren Hals. Meine Stute trottete brav nach vorne und langsam kamen wir auf unseren Trainingsweg. Die Stute war mittlerweile warm geworden und so trabte und galoppierte ich sie noch ein bisschen. Dann ritt ich auf den Geländeweg und sprang die Sprünge mit ihr. Brav nahm sie jeden Sprung und schnaubte dann danach ab. Ich klopfte ihren Hals und ritt sie auf dem Weg zurück ausgiebig trocken. Im Stall angekommen brachte ich sie in die Box und füllte dann das Heu und Kraftfutter für alle Pferde auf. Nun kam der anstrengende Part. Ich musste alle Pferde wieder reinholen. Nachdem dies endlich erledigt war, kehrte ich nochmal die Stallgasse und kontrollierte dann alles.
    • Sevannie
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      24.10.2016
      Umzug Teil II
      „ Beeilt euch. Der Flieger für die ersten Pferde geht bald!“ rief ich total gestresst in den Stall. Dann flog mein Blick wieder nach draußen. Ich ging zum Hänger und kontrollierte dort alles. Gestresst holte ich mein Handy aus der Hosentasche und sah auf die Uhr. Verdammt wir waren zu spät! Ich schaute in einen der zwei großen Trailer. Meine Pferde waren so gut wie verladen und auch bei Joyce sah es sehr gut aus. Heute begann unser Umzug nach Jasmund und wir hatten bereits früh angefangen alles in die Wagen zu packen. Insgesamt würden heute 14 Pferde mit uns die Reise antreten. Nur ein kleiner Teil, aber immerhin ein Anfang. Simon und Tyler würden noch auf Zasas Hof bleiben und die restlichen Kleinigkeiten regeln. Sie hatten den Hof auch noch nicht mal in echt gesehen. Joyce und ich waren über eine Internetanzeige auf ihn gestoßen und sofort überzeugt gewesen. Ein Besuch hatte uns gezeigt, dass er genau das bat was wir für unser Vorhaben brauchen würden. Der große Stallkomplex war auf dem neusten Stand und konnte uns sowohl mit den Paddockboxen als auch mit dem Aktivstall gleich überzeugen. Zudem hatte unser Team weitere Mitarbeiter bekommen. Einer von ihnen war Linus, welcher bereits auf dem Gestüt auf unsere Ankunft wartete. Ihm hatte ich die Anweisung gegeben, dass er bitte bereits den Stuten und Hengstoffenstall herrichten solle und die Boxen für acht Pferde. Des Weiteren hatte er die Aufgabe den Offenstall für die Hengste und Stuten auf Vordermann zu bringen. Hier würden meine Pferde einziehen, welche heute mit uns hergeflogen waren. Joyce und ich setzten uns nun endlich in Richtung Flughafen in Bewegung. Sowohl die Fahrt als auch alles am und um den Flughafen herum verliefen problemlos. Genauso wie der Flug und die Fahrt danach. Meine Augen strahlten als wir auf das Gestüt fuhren. Ich freute mich bereits sehr auf den Umzug und unseren neuen Plan zu verwirklichen. Wir parkten und stiegen dann aus. Linus begrüßte uns gleich freundlich und erzählte uns, dass die Boxen bereits für die Pferde fertig waren und wir nur noch ausladen mussten. Als erstes luden wir Mistery, Veronica und Linara aus dem Hänger. Wir hatten in Deutschland nur einen Hänger mieten müssen, da dieser größer war. Wir brachten die drei Stuten in den Stall. Die Türen zum Paddock waren offen, dass sie sich ein bisschen mehr bewegen und auch umschauen konnten. Ich holte Muemmi aus dem Hänger und übergab sie an Linus. Dieser brachte sie zu den anderen Stuten und kam dann wieder zu uns. Nun fehlten nur noch ihre Hengste und meine Pferde. Ich holte Scottland Yard aus dem Hänger und ging bereits zum Stall vor. Mir folgte Linus mit Cafe Latte und hinter ihm Joy mit Invincible und Belstaff. Wir brachten die vier in den Hengststall und ließen auch sie auf den Paddock. Die Pferde waren im Vergleich zu anderen Umzügen bereits relativ ruhig. Sie hatten es jedoch nun auch in kurzer Zeit sehr oft mitmachen müssen. Wir gingen wieder zum Hänger und holten aus diesem Fallen Godness und Almost Illegal. Fallen übergab ich an Linus und Almost an Joyce. Ich selbst nahm Overo und ging dann mit den beiden anderen zum Offenstall der Hengste. Wir ließen die drei laufen und sie nahmen dies dankend an. Die anderen Pferde dürften später auch noch kurz auf die Weide, aber erst sollten sie sich in ihren neuen Boxen einleben. Der Zugang zum Offenstallpaddock mit Gras beziehungsweise Erde waren noch gesperrt. Sie durften das überdachte Gelände und das geteerte Stück erst mal erkunden. Wir gingen nochmal zu Hänger und ich holte die letzten Pferde aus diesem. Ich übergab Elanor an Linus und Spotted Face an Joyce. Ich selbst nahm Hollywood Undead. Auch sie durften in den abgetrennten Offenstall. Wir luden das Zubehör der mit uns gereisten Pferde aus dem Hänger und dem Auto. Dieses räumten wir in die jeweiligen Spinde der Ställe, in welchem die Pferde eingestellt waren. Ich schaute noch kurz im jeweiligen Stall nach den Ponies und Pferden. „ Bringen wir die anderen jetzt nach draußen?“ fragte mich Joyce mit müder Stimme. Ich nickte kurz und ging dann in den Hauptstall der Stuten. Gemeinsam mit diesen liefen wir zur Weide und ließen sie dann auf dieser laufen. Nachdem wir auch die Hengste auf der Weide hatten, rief uns Linus zum Essen. Er hatte eine kleine Brotzeit hergerichtet und ich war ihm dafür sehr dankbar. Wie wir alle wohnte er auf dem Gestüt und hatte für sich ein bisschen eingekauft und extra für unseren Besuch natürlich auch.
      Der nächste Tag war bereits wieder unser Abreisetag. Schließlich wartete noch einige Arbeit auf dem Hof von Zasa auf uns. Wir wollten ja bald komplett umziehen. Dennoch konnten wir den ganzen Tag mit unseren Pferden verbringen, da der Flug erst abends ging.
      Mit einem lauten Knallen landete ich einen knappen halben Tag später direkt vor Joyce Füßen. Wir waren im Morgengrauen am Hof angekommen und ich wollte in das Haus, welche Zasa uns vieren zur Verfügung gestellt hatte. Unsere werten Freunde waren jedoch so schlau gewesen und hatten die Umzugskartons direkt in den Eingangsbereich gestellt, damit jeder drüberflog der nichts davon wusste. Naja dieser jemand war natürlich ich gewesen. Wer auch große Töne spucken muss von wegen was soll schon passieren wenn wir das Licht nicht an machen oder ich brech mir schon nichts, hatte es eigentlich nicht anders verdient. Wäre Joyce nicht so geschockt und müde gewesen, dann hätte sie wahrscheinlich laut losgelacht. Jetzt war ihre Reaktion jedoch nur ein entsetztes und unterdrücktes Schreien. Wir wollten ja schließlich nicht, dass Tyler und Simon aufwachten. Die beiden mussten heute nochmal richtig mithelfen, da bereits morgen ein weiterer Flug gebucht war. Zwei Mal hieß es nun noch nach Deutschland fliegen. Das letzte Mal jedoch ohne Rückflug. Ich freute mich schon, dennoch würde ich Zasas Gestüt auch vermissen. Die Pferde hatten gerade sich eingelebt und nun mussten wir sie wieder aus dem gewohnten Feld reißen. Doch es würde ihnen auch in Deutschland gefallen. Ich rappelte mich auf und ging dann mit Joyce ins Wohnzimmer. Wir wollten eigentlich nur kurz noch ein bisschen Fernsehen, aber dies ging nach hinten los. Wir schliefen nämlich beide ein und wachten erst wieder auf als die Männer uns weckten. Wir gingen uns schnell duschen und dann ging es auch schon wieder in den Stall. Wir packten die letzten Koffer und richteten den Hänger her. Eigentlich war geplant gewesen, dass wieder ein Teil von meinen Pferden mitkommen sollte und ein Teil von Joyce. Simon und ich hatten jedoch einen Auftrag erhalten und so musste er auf die Bahamas fliegen. Da Tyler sich mit Joyce Pferden besser auskannte, blieben diese nun bei ihm. Für den jetzigen Flug brauchten wir hier drei Hänger und in Deutschland zwei größere. Es handelte sich immerhin um 26 Pferde. Ich holte als erstes die niederländischen Warmblüter aus ihren Boxen und brachte sie mit Hilfe der anderen dreien in den ersten Hänger. Der erste Hänger war damit schon voll und wir konnten die Klappe schließen. Als nächstes würden die Pferde folgen, welche in Deutschland ihren neuen Offenstall beziehen durften. Eins nach dem anderen wurde im Hänger verladen und angebunden. Sie bekamen alle noch Heu und Wasser, genauso wie die Warmblüter vor ihnen. Als letztes folgten die Fohlen und Jungpferde. Wir hatten bei ihnen zum Glück auch nicht weiter Probleme, da sie es gewohnt waren. Das Hängertraining stand bei uns immer wieder auf dem Programm und da auch ein paar von ihnen mit uns schon umgezogen waren. Als alle im Hänger waren fuhren wir los. Simon fuhr den einen Hänger, Joyce den direkt hinter ihm und das Schlusslicht bildete ich. Am Flughafen angekommen verluden wir alle Pferde in die Reiseboxen und checkten dann ein. Simon hatte sich am Gate noch von mir verabschiedet und war nun auf dem Weg zu seinen Flug auf die Bahamas. Der Flug nach Deutschland kam mir dieses Mal viel länger vor und auch die Kontrolle durch den Flughafentierarzt dauerte unfassbar lange. Nachdem alle Pferde als gesund befunden worden waren und ihnen nichts fehlte durften wir sie in die großen Hänger verladen. Wir fuhren schließlich hintereinander zum Hof und nach geraumer Zeit kamen wir auf diesem auch an. Ich begrüßte Linus und fragte, ob alles gut geklappt hatte. Er bejahte dies und meinte dann, dass er sich freute die neuen Pferde kennenzulernen. Wir erklärten ihm kurz die Neuerung und luden dann als erstes die Fohlen aus. Als erstes durften die Stuten in ihren neuen Aktivstall. Als erstes Baghira, Batida de Coco und Easy Going. Die drei waren in ihrem neuen Stall scheinbar sehr zufrieden, denn sie sahen sich bereits fröhlich um. Als nächstes durften Northern Dancer, Cup Cake und Gabriella zu ihnen. Die drei sahen sich auch um und wir ließen sie in Ruhe laufen. Ich holte General’s Coming Home aus dem Hänger und fragte Joyce, ob sie Stromer’s Victory mitnehmen konnte. Sie brachte ihn gemeinsam mit mir in den Aktivstall der Hengste und ließen die zwei laufen. Als nächstes holten wir die Hengste aus dem Hänger, welche zu den Ponies in den Offenstall durften. Ich führte The Circle of Unbroken, Linus Zokni und Joyce hatte ich Hall of Fame übergeben. Die drei kannten die Ponies ja schon ein bisschen trotzdem wollte ich erst mal ein bisschen zuschauen wie sie sich miteinander verstanden. Nachdem ich mir sicher war, dass alles in Ordnung war ging ich wieder zum Hänger. Aus diesem durften als nächstes Gigolo, General Jack und San Diago heraus. Ich übergab wieder zwei meiner Pferde an die anderen beiden und ging mit ihnen zum Offenstall. Die Gruppe würde ganz schön groß werden, aber ich konnte mir vorstellen, dass sie trotzdem gut harmonieren würden. Als nächstes holte ich Galawayn aus dem Hänger. Ich übergab ihn Linus, welcher ihn zur Weide brachte. Ich selbst brachte Face Down in den Offenstall der Stuten. Dieser war noch leerer und würde es auch vorerst bleiben. Als nächstes durften meine Haupttrainingspferde aus dem Hänger raus. Ich holte als erstes Louis, Chester und Spat Split and White nach draußen. Ich übergab sie an Joyce und Linus und holte dann Nightstorm und Underground nach draußen. Ich führte sie selber in den Stall und ließ sie dann in Ruhe ihre neuen Boxen begutachten. Ich hatte Nightstorm und Underground in den vordersten Boxen des KWPN-Hengstabteils untergeberacht und die anderen hinter ihnen. Louis durfte auch mit im KWPN-Abteil stehen, da ich keine weiteren Hannoveraner hatte und er eher von mir als von Joyce geritten wurde. Nun fehlten nur noch die Stuten für den Hauptstall. Hier übergab ich als erstes Bellami an Joyce, dann Kahlua an Linus und ich führte Kentucky Bourbon in ihre Box. Ich klopfte allen drei die Hälse und ließ sie dann nach draußen auf ihre Paddocks. Ich holte die beiden letzten Pferde aus dem Hänger. Hierbei handelte es sich um Royal Kiss und Anouk. Die beiden folgten brav und durften dann auch ihre Boxen beziehen. Sie sahen sich auch sofort wie die anderen drei auf den Paddocks um. Später würden alle noch auf die Weide dürfen. Ich räumte zusammen mit Joyce und Linus den Hänger aus. Das Zubehör wurde in den dazugehörigen Sattelkammern verstaut und ich kontrollierte alles. Bei dem Flug und der Fahrt war zum Glück nichts beschädigt worden. Ich holte meine Kwpn-Hengste zusammen mit Linus wieder aus den Boxen. Joyce bereite in der Zwischenzeit das Abendessen für uns vor. Nun holte ich auch noch die Stuten nach draußen und ließ sie ihre neuen Weiden erkunden. Sie genossen es merkbar, dass sie sich die Beine vertreten durften. Sowohl ich als auch Linus gingen nach drinnen und aßen dann zusammen mit Joyce ihr bereits gekochtes Essen. Ich ging schließlich noch duschen und ging danach mit Linus und Joyce wieder nach draußen. Die beiden waren auch schon duschen gewesen und außer die Pferde noch reinzuholen, waren wir fertig mit unserem heutigen Tag. Ich gab allen meinen Pferden noch etwas zum Fressen und ging dann wieder in mein Zimmer. Es dauerte nicht lange dann schlief ich auch schon tief und fest in meinem Bett. Ich wachte erst wieder am nächsten Morgen auf, als es eigentlich schon wieder abreisen hieß. Ich verabschiedete mich noch von allen meinen Pferden und flog dann gemeinsam mit Joyce wieder auf unseren alten Hof.

      __________
      Auf dem alten Hof angekommen, überkamen mich einige Erinnerungen. Vor einigen Wochen erst hatte ich den Sturz mit Get a Movie gehabt. Uns beiden ging es gut, doch seither war da etwas die Bindung angeknackst, nur konnte ich nicht sagen an wem es wirklich gelegen hatte, dass wir gestürtzt waren. Der Scheckhengst war beim Springen immer aufmerksam, auch im Gelände brachte ihn nichts aus der Ruhe. Anscheinend waren wir beide etwas Unaufmerksam gewesen, daher hatte ich mich derzeit an der Bodenarbeit mit ihm versucht, doch halfen tat es nicht wirklich. Vielleicht brachte ja der neue Umzug dann wieder ein neues Umfeld und neue Begebenheiten mit sich, so das dies auch wieder was wird. Ich holte den Hengst in den frühen Morgenstunden aus seiner Box, ich hatte mal wieder nicht wirklich schlafen können und daher machte ich mich daran, ihn zu putzen und seine Transportausrüstung ihm anzulegen. Nachdem ich mit Get a Movie fertig war, torkelte auch Elena schlaftrunken in den Stalltrakt des alten Hofes. ,,Guten Morgen.'',murmelte sie und musterte mich mit meinem Hengst. ,,Morgen.'',murmelte ich leise und streichelte über die Scheckung am Halse von dem Hannoveraner. ,,Get ist feritg.'',murmelte ich und sie nickte nur. Kurz musterte ich erneut seine Beine, welche keine Blessuren aufwiesen, nein es war eindeutig nur ein seelischer Knacks - bei uns beiden. Er hatte zwar einige Tage gelahmt und ich hatte einige böse Hämatome, doch nichts gebrochen oder geprellt. Nur ich hatte wie ein Schlosshund geweint, weil mir es für meinen Hengst so leid tat. Ich führte ihn zum LKW, welcher wiedereinmal der Transporter darstellte. In diesem hatte ich Heu und Wasser für die Fahrt bereitgestellt, wie es eben üblich war. Zuerst kam Get rein, danach folgte Clouds Angel, welcher von Elena fertig gemacht worden war. Tyler brachte währenddessen die ganze Ausrüstung der Pferde in den Hänger, sowie das Auto. Er fuhr extra, da wir mit einem Schwung gleich alle Hengste rüber schaffen wollten. Wir verluden nach Cloud noch Cinnemont's Accento, Schwachkopf, Admiral's Wings, For Pleasure und Antaris. Damit waren die meisten schon einmal drin. Wir legten eine kurze Kaffeepause ein, ehe es weiter ging. Zum Glück waren meine Hengste diesen 'Stress' gewohnt und fühlten sich in dem geräumigen LKW sehr wohl, wie es mir schien. Irgendwelche Probleme untereinander gab es ja auch nicht, da alle zusammen auf der Koppel standen und sich kannten. Nach der kleinen Pause ging es dann weiter mit Starmen, Burnin' Awake and Lifeless, Kaltenbach's Ostwind, Karthago, Hero of Heaven und Ramires. Damit waren alle meine Hengst verladen und ich half Tyler noch mit dem restlichen Equipment. Als alles, aber auch wirklich alles, der Hengste verstaut war, ging es dann endlich los auf dem Weg zum Flughafen.
      ...
      Der Flug kam mir immer länger vor, umso öfters wir diesen tätigten. Das Schlimme war ja wir hatten noch zwei bis drei Flüge vor uns. Ich hatte etwas Bange vor den nächsten Flügen, vor allem vor dem mit den Kleinen.. Immer wieder biss ich mir nervös auf die Unterlippe, wenn ich über solche Sachen nach dachte, ehe dann auch schon die Landung angesagt wurde. Kurz sprang mein Herz etwas höher und ich schnallte mich wieder an, Elena schlief tief und fest, so tat ich dies für sie und weckte sie sanft. ,,Wir landen gleich.'',murmelte ich und schmunzelte bedenklich, ehe sie dieses Schmunzeln erwiderte.
      Nach gut vier Stunden kamen wir mit zwei LKW's auf dem Hof an. Wie immer brauchten wir hier mehr Hänger, als ind er alten Heimat, aber das war ja alles kein Problem. Wir ließen nicht viel Zeit vergehen und luden die Pferde aus, sie durften sofort auf die Weide und sich dort etwas die Beine vertreten, nach und nach wurden die Hänger leerer und die Weiden füllten sich wieder mit Leben, da die Hengste auch hier und dort mal buckelten vor Freude. Schmunzelnd betrachtete ich das ganze, doch war bei Gedanken immer noch bei Get und dem Unfall, sowie bei dem Umzug der Fohlen. ,,Alles in Ordnung?'',murmelte Elena, welche neben mir stande und ich nickte nur kurz. ,,Ja klar.'',murmelte ich und drehte mich um zum Stalltrakt und lief auf diesen zu. Linus hatte auch hier alles vorbereitet und die Boxen waren startklar für die Hengste. Hoffentlich war der Umzug schnell gemeistert und ich fand dann eventuell mehr Schlaf. Es dauerte nicht lange und der Abend brach an, so holten wir die Pferde, welche bis jetzt schon auf dem Hof waren, in ihre Boxen rein und gaben ihnen ihr Futter. ,,Ich hab noch Essen von heute Mittag, für euch beide.'',meinte Linus mit einem Lächeln und ich winkte dankend ab. ,,Ich dusche und lege mich ins Bett. Ich hab keinen Hunger.'',murmelte ich und schmunzelte kurz, ehe ich dann auch schon meinen Plan in die Tat umsetzte. Als ich im Bett lag hörte ich Elena und Linus noch reden, ehe ich dann die Augen schloss und versuchte zu schlafen.
      ...
      Der nächste Morgen war wieder einmal mit Hektik geplant, denn seitdem ich diese Schlafstörungen hatte, verschlief ich kontinuirlich.. Elena hatte mich kurz vor knapp geweckt, so war ich noch schnell ins Badezimmer gehüpft und stand nun mehr als verschlafen neben ihr am Flughafen, darauf wartend, dass wir endlich in das Flugzeug konnten. Auch diesen Flug fand ich erneut keinen Schlaf, Elena hingegen schon. Heute Abend noch würde der nächste Flieger gehen, so hofften wir das Zuhause alles bereits geklappt hat und Tyler und Simon klar kamen, denn viel Zeit blieb nicht. Wir kamen nur kurz auf den Hof, halfen noch die restlichen Pferde in den Hänger zu laden, ehe es dann wieder los ging. Mit Tyler hatte ich heute kein Wort gewechselt, auch wenn er es versucht hatte. Mein Fokus lag zur Zeit einzig und alleine auf meinen Pferden, das sie alle ohne Probleme in Deutschland ankamen und und und.. Mein Kopf war voll und der Stress für mich viel zu Groß. Ebenso die Zukunftsängste die mich zur Zeit etwas plagten.. - Wie lief das Geschäft in Deutschland als Tierarzt? Wie würde die Zucht laufen und der Verkauf der Fohlen? Würde es diesmal der letzte Hof sein den wir beziehen würden? Fragen um Fragen und keiner konnte mir Antwort geben. Da blieb eben die Zeit mit Tyler auf der Strecke, aber wir waren ja auch nicht zusammen oder so was, auch wenn Elena desöfteren nachgehakt hatte. Kurz lächelte ich, als ich daran dachte wie sie immer und immer wieder nachstocherte. Ich blickte auf die Hänger, insgesamt waren es 16 Pferde die nun die Reise antraten. In dem einem Hänger befanden sich die Stuten; Irritable, Gameover, Shiny Sunlight, Royal Rubina, Millenium GC, Epona, Golden Wonder, Lotte Buff und Alice Cullen. Im anderen Hänger meine kleinen Schützlinge, welche ich aus verschiedenen Gründen bei mir aufgenommen hatte; Velvedere, Staccato, Klein aber Oho, Calero, Neskur, Wild Reflex und Massacre Boy. Damit war der heutige Umzug dieser Pferde vorbei, morgen gäbe es erneut einen solchen Stress mit den Fohlen und in drei Tagen kämen dann noch die Kaltblüter und die zwei Welsh-Ponies. Tief atemte ich ein und aus und blickte kurz zu Tyler, Simon und Elena, welche etwas abseits standen und redeten. Vielleicht über mich? Ich blickte auf die Uhr und seufze auf. ,,Elena wir müssen.'',rief ich zu der kleinen Gruppe und Tyler nickte Elena zu, ehe er auf mich zu kam. Kurz schenkte er mir ein Lächeln, ehe er in den einen LKW einstieg. ,,Ty, was machst du da?'',fragte ich nach und lief zum Führerhaus. ,,Ich komme mit dir. Elena wollte sich mit Simon hier um die Pferde kümmern, um deine Fohlen etc.'',murmelte er und ich blickte zu Elena welche mich herzlichst anlächelte und winkte. Kurz verengten sich meine Augen, ehe ich diese Entscheidung akzeptierte, immerhin kannte sich mich zu gut und sie kannte vor allem meine Fohlen auch am Besten. Ich nickte kurz und lief zum anderen LKW, Ty fuhr vor und ich hinter her.
      ...
      Mitten in der Nacht kamen wir auf dem neuen Hof an, wir ließen die Pferde natürlich nicht auf die Weide, sondern führten sie in ihre neuen Boxen. Während des Flugs hatte Tyler das Gespräch gesucht, doch ich blieb ruhig und hatte dann so getan als würde ich schlafen. Ich wollte erst einmal den Umzug hinter mich bringen, ehe er mich vollprabbeln konnte. Als die Stuten und auch die 'Privatpferde' in ihren Boxen waren, bekamen sie noch etwas Kraftfutter und durften dann auch ihre Ruhe genießen. ,,Ein anstrengender Tag.'',murmelte ich leise und blickte kurz zu Tyler, bevor ich dann zum Haupthaus lief. Er ergriff sanft meine Hand und zog mich mit. ,,Was hast du denn vor? Wir müssen schlafen, morgen früh geht es früh los und..'' - ,,- pscht!'',murrte er kurz, dennoch sanft und zog mich in eine Box. ,,Wir werden schlafen, aber nicht in einem normalen Bett.'',grinste er keck und ich schüttelte den Kopf. ,,Für sowas haben wir keine Zeit, Ty. Wir sind mitten im Umzug, was ist wenn wir verschlafen oder sonst was?'',murmelte ich fraglich und blickte mich in der Box um. Es waren Decken bereitgelegt und auch einige Strohballen. Süß war es schon, aber für so etwas hatten wir definitv keine Zeit, eigentlich. ,,Ich will doch nur das es dir gut geht.'',murmelte er und setzte sich auf die Strohballen, ehe er mich zu sich zog. Unwillkürlich landete ich auf seinem Schoß, atmete tief ein und aus und schüttelte etwas den Kopf.. ,,Tyler, ich hab zuviel im Kopf ich will doch einfach nur..'' - ,,-Entspannen.'',beendet er meinen Satz und strich mir eine Haarsträhne hinter mein Ohr. ,,Aber nicht so! Ich will den...'' - ,,Umzug hinter dich bringen und das alles wieder normal läuft, in deiner gewohnten Rutine.'',beendet er erneut meinen Satz und ich blickte ihn leicht verärgert an. Er legte sich gegen die Wand zurück und zog mich weiter an seine Brust. Kurz schloss ich die Augen und vergaß alles um mich herum. Ein leichtes Schmunzeln legte sich auf meine Lippen und ich vergaß den leichten Ärger über Tyler, genoss einfach die Ruhe, das Kauen der Pferde im Hintergrund, bevor ich dann tatsächlich einschlief.
      ...
      Mein Handy weckte mich mit einem lauten, schrillen Ton, welchen ich seit neustem als Wecker hatte. Ich schrak auf und blickte mich in der Box um. Die Decke über mich gewunden und es roch seltsamer weiße nach Kaffee im Stall. Ebenso hörte ich die Pferde immer noch kauen. Oder wieder? Ich rieb mir verschlafen die Augen und stand auf. Was ein Tag, oder eher eine Nacht.. Ich stand auf und blickte mich um, Tyler kam gerade mit einer Tasse Kaffee in die Box gelaufen und einem Teller mit zwei belegten Brötchen darauf. ,,Guten Morgen.'',lächelte er und übergab mir das Frühstück, ehe ich mich wieder setzte und einen Schluck vom Kaffee nahm. ,,Morgen und Danke.'',schmunzelte ich herzhaft und blickte ihn an. ,,Gut geschlafen?'',fragte er nach und ich nickte, als ich gerade in das Brötchen hinein biss. ,,Ja! Und wie.'',murmelte ich mit halbvollen Mund und er lächelte, ehe er sich wieder weg machte. Ich frühstückte zu Ende und folgte ihm dann. Kurz blickte ich mich im neuen Stalltrakt um, ehe ich auf die Uhr schaute. Es war noch einiges an Zeit übrig. So machte ich mich auf den Weg in das Haupthaus und machte mich in das Badezimmer. Nach gut einer halben Stunde war ich dann auch wieder fertig für den Tag und machte mich runter zu den LKW's. Tyler stand startklar am Hof und ich musterte ihn kurz. ,,Danke.'',murmelte ich leise, als ich vor ihm stand und er nickte. ,,Nicht dafür.'',murmelte er ebenso leise und ich umarmte ihn. So machten wir uns wieder auf den Weg zum alten Hof..
      ...
      ,,Das ständige Pendel geht mir langsam auf die Nerven, zum Glück ist es das letzte mal!'',murrte ich mittlerweile etwas sauer und blickte auf den kleinen Bildschirm im Flugzeug. Die Fohlen hatten wir gestern rüber gebracht und sie hatten es alles gut überstanden. Ich hatte mir nämlich bei ihnen gestern die Zeit genommen und hab sie abends beim reinholen noch durchgecheckt. Ich hatte bei ihnen am meisten Sorge, dass es irgendwie nicht gut laufen würde. Elena war seitdem auf dem neuen Hof geblieben und ich war gerade auf der letzten Reise zum neuen Hof mit Tyler an meiner Seite. Im Gepäck waren die letzten dreiundzwanzig Pferde. Die Kaltblüter und die beiden Welsh-Ponies. Damit wäre der Umzug erledigt, da wir jeden Tag auch immer wieder Umzugskartons geschleppt hatten, waren unser Hab und Gut, abgesehen von den Pferden, auch alles auf dem neuen Hof. ,,Danach haben wir es endlich geschafft.'',murmelte Tyler leise und streichelte mir mit seinem Daumen über meine Hand, ehe er seine wieder entfernte und sich durch die kurzen Haare griff. Kurz blickte ich auf dem Fenster, ehe ein letztes Mal das signal ertönte man solle sich anschnallen. Tyler und ich taten dies auch sofort, ehe die Ansage ertönte das wir gleich landeten. Nach mehreren Stunden war dann auch alles geregelt und wir konnten endlich los fahren. Auf dem Hof angekommen luden wir erneut die Pferde nach und nach aus. Tyler übernahm Amaretto und Winter's End. Ich nahm mir Hermann, Elena nahm Götterdämmerung, Simon nahm Battle Scars und Linus übernahm King of Night. Somit war der erste Hänger fast leer. Die Kaltblüterhengste kamen auf eine extra Weide und buckelte sich dort for Freude erst einmal aus. Die zwei Welsh- Ponies kamen zu den anderen 'Privatpferden' - zu der Hengstkoppel derer. Die nächsten sechs Pferde wurden aus dem ersten Hänger entladen; A Brave Hearts Freedom, Time to go, Darling, Sharon IV, Geoffrey's Brother, Hope in Despair und Arikado. Auch die sechs Hengste wurden auf ihre Weide gebracht, ehe ich zu der Fohlenweide hinüber blickte, auf welcher sich meine Fohlen und die von Elena freudig austobten. Sie dürften die ersten Tage noch die Ruhe genießen, da wir sonst auch erst einmal alles einrichten mussten und einiges an Papierkram zu erledigen hatten. Mit Amaretto und Winter's End brachten wir auch die letzten beiden Pferde aus dem ersten Hänger, welche nun entgültig leer war. Es stand der letzte Hänger an, der mit meinen Kaltblüterstuten. Die ersten die auf die Weide gebracht wurden, waren: Wolkentraum, Golden Gate, Augenblick, Ch's De la Luna, Winter Cloud und Hermelin Jaela. Auch die Stuten preschten erst eine Runde im Galopp über die Weide, machten jedoch auch Halt an den verteilten Heustationen. Noch hatten wir keine Raufen, daher war das Heu lose auf dem Boden verteilt. Es war wie gesagt noch alles eher Roh hier, doch auch bald wären solche Kleinigkeiten Geschichte. Die letzten fünf Stuten, welche da waren Roxy, Grey Love, Walking to the Moonlight, Calacirya und unser Neuzugang und das passende Gegenstück zu Hermann -> Hannelore. Auch diese fünf Stuten preschten erneut im Galopp los, ehe sie auch Halt machten an den Heustationen. Schmunzelnd betrachtete ich das Schauspiel und legte dann das Halfter von Hannelore weg. Tief atmete ich ein und wieder aus, schloss die Augen und lächelte kurz. Es war endlich geschafft, alle Pferde waren nun hier in Deutschland auf dem neuen Gestüt! Innerlich kam ein kleiner Siegesschrei und natürlich ganz viel Freude, doch ich bewahrte die Ruhe und machte mich zur Fohlenweide. Über diese tobten in kleinen Grüppchen verteilt unter anderem meine fünfzehn Sprösslinge, welche auch teilweise bald auf die Weide der Großen kamen. Karl, Gino und Tomenko hielten sich etwas Abseits von dem Getümmel und herum Gebuckel der anderen. Sie fraßen lieber gemütlich ihr Heu. Saevita, Soulmate's Death, Bajau und Torte bildeten die erste Gruppe und fegten im Galopp über die ellenlange Weide. Mir fiel immernoch ein Stein vom Herzen, wenn ich dran dachte, dass es meinen Kleinen so gut ging und sie so unbeschwert ihre Fohlenzeit genossen. Rando, Be my Sunshine, Pancake Killer, Ramazotti Amaro und Dark sweet Temptation waren die zweite Gruppe und rangelten sich unter einander etwas, während Krisu, Quintessa und Millenium's Pride eher wie zwei verliebte Stutfohlen auf die jungen Hengste vom anderen Zaunende rüber blickten. Auch im Fohlenalter waren die Geschlechter getrennt. Elena kam neben mich getreten und blickte auf ebenfalls auf die Fohlen. ,,Wir haben es wieder einmal geschafft.'',lächelte sie und blickte mich dann an. Schmunzelnd nickte ich und sah dann auch zu ihr. ,,Wieder einmal und hoffentlich auch das letzte Mal, hoffentlich ist das nun der Hof, von dem wir sagen können, dass er für immer unser ist.'',murmelte ich nachdenklich und sie zwickte mich kurz in die Seite. ,,Jetzt hör auf so zu denken!'',grinste sie keck und lief dann zu Simon, Linus und Tyler, welche vor dem Stalltrakt standen.
      Hör auf.. hallten ihre Worte mit sanfter Stimme in meinem Kopf nach und ich blickte auf die Viere. Kurz biss ich mir auf die Unterlippe, ehe ich wieder auf die Fohlen blickte, von den ganzen Gedanken und Ängsten der letzten Tage gefesselt. Gefesselt von dem Moment, wo ich auch entfliehen konnte, als mir Tyler in dieser nicht ganz so einfachen Zeit geholfen hat.. Lächelnd machte ich auf dem Absatz kehrt und lief zu den Vieren. ,,Wo ist der Sekt? Ich glaube wir haben was zum Anstoßen!'',grinste ich freudig und biss mir erneut auf die Unterlippe. Elena wackelte mit beiden Flaschen in den Händen vor meine Nase herum. ,,Hier!'',grinste sie ebenfalls so froh und munter wie ich, ehe die Korken knallten und wir uns einige Gartenstühle schnappten und uns vor den Stalltrakt setzten. Ein gelungener Umzug musste natürlich auch etwas gefeiert werden.

      [29417 Zeichen by Sevannie & Friese]

      26.04.2017
      Renovierungsarbeiten
      Wir hatten uns mittlerweie alle schon ziemlich gut im neuen Heim zurecht gefunden und jetzt, nach den ersten paar Monaten, wollten wir auch weiter mit den Renovierungsarbeiten machen. Es stand noch auf dem Plan, dass die Weiden hier und da erneut werden müssten, ebenso wollten wir die Zaunlatten alle streichen, damit sie wieder im schönen weiß für den Sommer erstrahlen konnten. Auch wollten wir weiter am Gästestall arbeiten, denn dieser war als einziger Stalltrakt noch nicht fertig gestellt und sollte für die Trainingspferde dienen, der andere Trakt daneben für die Pferde, die tierärztlich versorgt werden mussten. Neben den beiden Projekten wollte ich auch die nächsten Tage den Stall an sich in Angriff nehmen, dort sollte nämlich auch die Wände noch einmal neu gestrichen werden. Es war früh am morgen und Tyler hatte das Frühstück schon vorbereitet als ich in Stoffhotpants und Top in die Küche kam. Die letzten Tage waren morgens immer knackig frisch und mittags war es brechend warm für diese Jahreszeit, wer weiß, was auf uns im Sommer zukommen würde. Ich streckte mich, noch etwas schlaftrunken, ehe ich mir einen Kaffee eingoss und Tyler mit einem 'Guten Morgen' freundlich begrüßte. ,,Guten Morgen, meine Liebe.'',lächelte er süffisant und ich runzelte die Stirn. ,,Was ist denn mit dir los?'' - ,,Nichts, ich habe einfach gute Laune und wir haben viel vor in den nächsten Tagen. Ich hab gedacht während ihr beide und Mercy die Streicharbeiten in die Hand nehmt, fange ich mit Simon und Linus an den Stalltrakt weiter auszubauen.'', stumm nickte ich und schmunzelte. War doch ein guter Plan, so wurden zwei Baustellen in Angriff genommen und es ging sicherlich schnell vorran. ,,Erstmal müssen wir uns um die Pferde kümmern.'',murmelte ich schmunzelnd und setzte mich an den Tisch. Wir begannen z frühstücken und nach und nach trudelten auch die anderen in die Küche ein. Bald saßen wir schon zu sechst am Tisch. ,,Wollen wir zuerst die Weiden machen, oder den Stall?'',fragte Mercy und ich sah Elena an. ,,Den Stall oder? Wenn wir die Pferde gemacht haben können sie noch auf die Weide, wenn die Zäune gestrichen sind erstmal nicht.'',erklärte sie und ich nickte. ,,Bis heute Abend müssten ja die Wände im Stall trocken sein.'',meinte ich zustimmend und Elena war nun die, die nickte. Wir aßen fertig und räumten alles weg, ehe ich mich ins Bad machte. Die anderen gingen schon einmal hinaus und begannen zu füttern. Ich war auch schnell fertig für den Tag und folgte ihnen. Im Stall angekommen wurde auch ich, als Nachzügler, noch mit einem Brummen und Wiehern von unseren Pferden begrüßt. Ich machte mich zu den Fohlen und gab ihnen ihre morgendliche Portion Futter. Das Heu wurde von Tyler auf den Weiden schon fertig gemacht. Es dauerte nicht lange, da waren die Pferde auch alle fertig mit dem Fressen und wir brachten sie nach und nach auf die Weide. Ich schnappte mir Winter's End und Amaretto. Mercy nahm sich Hannelore und Calacirya. Tyler folgte mit Walking to the Moonlight und Grey Love. Elena und Simon nahmen sich Roxy, Hermelin Jaela, Winter Cloud und Ch's De la Luna und zu guter letzt kam Linus noch mit Augenblick und Golden Gate hinter her. Wolkentraum blieb absichtlich drin, da Mercy sie gleich putzen sollte und dann longieren sollte. Sie brachten die Kaltlüterstuten auf deren Weide, während ich die beiden Verkaufspferde auf die ihre brachte. Mercy band Wolkentraum am Putzplatz an und begann diese zu putzen. Wir anderen brachten die restlichen Pferde auf die Weide und begannen mit den Kaltblüterhengsten. Arikado, Hope in Despair, Geoffrey's Brother, Sharon IV, Time to go, Darling, A brave Hearts Freedom, King of Night, Battle Scars, Götterdämmerung und Hermann kamen auf ihre großflächige Weide und durften sich dort über den Vormittag austoben. Somit waren die Kaltblüter schon einmal alle draußen und Mercy war schon am Longieren von Wolkentraum. Als nächstes machten wir uns an die Privatpferde des Gestüts, diese sollten nämlich zu den Verkaufspferden auf eine Weide. Staccato, Neskur und Massacre Boy und Calero kamen zu Amaretto und Winter's End. Wild Reflex, Klein aber Oho und Velvedere kamen auf die nebenliegende Weide. Somit waren diese dann auch schon draßen. Als nächstes ging es an die Fohlen, welche ebenfalls eine extra Weide besaßen und auch schon nach Geschlechtern getrennt wurden. Mit Saevita und Soulmate's Death ging ich vorran, folgen taten mir die anderen mit Bajau, Torte, Quintessa, Krisu und Millenium's Pride. Die Hengstfohlen Ramazotti Amaro, Gino, HGT's Be my Sunshine, Rando, Tomenko, Pancake Killer und Karl, folgten auf die andere Weide. Somit blieben noch die Hannoveraner Hengste und Stuten übrig, welche nun noch folgen würden. Wir fingen mit den Stuten Alice Cullen, Lotte Buff, Golden Wonder, Epona, Millenium GC, Royal Rubina, Shiny Sunlight, Gameover, Irritable und Muemmi an, danach kamen noch Linara, Veronica und Mistery. Nun fehlten noch die Hengste die auch schnell draußen waren, Dark sweet Temptation war neu im Bunde, war also noch nicht lange auf der Weide mit dabei, dennoch hatte er sich gut eingelebt. Die anderen Hengste waren quasi schon ''eingesessen''. Also brachten wir Ramires, Hero of Heaven, Karthago, Kaltenbach's Ostwind, Burnin' Awake and Lifeless, Starmen, Antaris, For Pleasure, Admiral Wings, Schwachkopf, Cinnemont's Accento, Get a Movie, The Invincible, Belstaff, Scottland Yard, Clouds Angel und Café Latte raus. Mercy war gerade mit Wolkentraum fertig, also durfte sie sich nun noch an meinen Liebling Dark sweet Temptation machen und diesen putzen und longieren. Was sie natürlich gerne und mit einem dicken Grinsen machte, denn sie fand den Palominohengst auch so klasse wie ich. Mercy zog wieder von dannen und die Jungs machten sich nun an den Gasteställ dran. ,,Dann wollen wir mal anfangen zu misten und dann zu streichen.'',belächelte ich Elena und sie nickte schmunzelnd. ,,Die Drecksarbeit dürfen wir mal wieder machen.'',lachte sie und ich stimmte mit ein. Kurz darauf fanden wir uns in den Boxen wieder und lasen die Äpfel und das vollgepinkelte Stroh aus. Die Boxen waren schnell gemistet, da es nie sonderlich viel zu misten gab. Als wir mit dem Misten auch fertig waren, begannen wir auch schon mit den ersten Wänden. Diese wurden vorerst abgewaschen, damit wir nicht den ganzen Dreck einfach nur anstrichen. Elena blickte mir einen verdutzten Gesicht auf ihre Uhr und sah mich an. ,,Wir sollten mit dem Kochen beginnen.'',murmelte sie, ich blickte auf meine Uhr und nickte. ,,Fang du schon an, ich werde den Rest fertig machen, dann können die Wände so lange trocknen.'',erklärte ich und sie stimmte mir zu, ehe sie dann auch schon in das Haus lief.

      ____________________________________
      Das Essen war wunderbar und nun waren wir alle gestärkt um unsere arbeiten weiter auszuführen. Mercy war nun erst einmal fertig mit den Pferden und half uns nun beim Streichen der Boxenwände. Die hintere Steinwand strichen wir nämlich wieder schön weiß, ebenso sollten die eisernen Pfosten zwischen jeder Box noch gestrichen werden, sowie die Gitterstäbe. Damit das Gestüt auch im neuen Glanz erstrahlen konnte.



      [Fortsetzung folgt]

      26.10.2017
      Hilfe für Joyce
      Bericht für: Winter’s End, Amaretto, Hannelore, Calacirya, Walking to the Moonlight, Grey Love, Roxy, Hermelin Jaela, Winter Cloud, CH’s De la Luna, Augenblick, Golden Gate, Wolkentraum, Arikado, Hope in Despair, Geoffrey’s Brother, Sharon IV, Time to go, Darling, A Brave Heart’s Freedom, King of Night, Battle Scars, Götterdämmerung, Hermann, Wild Reflex, Massacre Boy, Neskur, Calero, Klein aber Oho, Staccato, Velvedere, Saevitia, Karl, Pancake Killer, Tomenko, Soulmate’s Death, Rando, HGT’s Be my Sunshine, Bajau, Torte, Gino, Quintessa, Krisu, Ramazotti Amaro, Millenium’s Pride, Alice Cullen, Lotte Buff, Golden Wonder, Epona, Millenium GC, Royal Rubina, Shiny Starlight, Gameover, Irritable, Muemmi, Linara, Veronica, Mistery, Dark Sweet Temptation, Ramires, Hero of Heaven, Karthago, Kaltenbach’s Ostwind, Burnin’ Awake And Lifeless, Starmen, Antaris, For Pleasure, Admiral’s Wings, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Get a Movie, The Invincible, Belstaff, Clouds Angel, Scottland Yard, Café Latte


      Heute wollte ich Joyce ein bisschen unter die Arme greifen und so brachte ich als erstes alle Pferde von ihr nach draußen auf die Weiden und machte dann mit Hilfe der anderen die Boxen sauber. Unsere Zeit war leider auch ein bisschen beschränkt, da wir noch meine Pferde versorgen mussten und so musste auch das Heu verteilen schnell gehen. Simon und Linus füllten die Tröge auf und ich fegte die Ställe noch zu Ende. Die Zeit war wirklich ratzfatz vergangen und so mussten wir nun auch schon weitermachen und die Boxen meiner Pferde ausmisten und ihre Tröge füllen. Zudem machten wir das Heu für alle Pferde. Ich holte mir danach Epona rein und putzte sie ein bisschen. Danach sattelte und trenste ich sie. In der Halle ritt ich die Stute warm und klopfte ihr den Hals. Nachdem ich damit fertig war, ging ich ein paar A-Dressur Aufgaben mit der Stute durch und ritt sie danach wieder ab. Als es dunkel wurde holten wir gemeinsam wieder alle Pferde rein und versorgten sie ein letztes Mal.
    • Friese
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      24.04.2018
      Die Reise von Deutschland nach Russland
      Bericht für Augenblick, Time to go, Daling, A Brave Heart’s Freedom, Sharon IV, King of Night, Inspiration, Louis, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Shades of Grey, Vermillion, Boston, Paintball Gun, Xanti, Didga, Pennyroyal, Pandora II, Roses are red, Ramazotti Amaro, Hannelore, Calacirya, Walking to the Moonlight, Hermelin Jaela, Götterdämmerung, Pancake Killer, Geoffrey’s Brother, Hermann, Lotte Buff, Alice Cullen, Royal Rubina, Icaria, Bajau, Quintessa, Millenium’s Pride, Dark Sweet Temptation, Hero of Heaven, Burnin‘ Awake and Lifeless, Antaris, Get a Movie

      Es war alles vorbereitet. Sowohl in Deutschland, von wo unsere neuen Pferde kommen sollten, als auch hier in Russland. Die Pferde würden heute in die Hänger verladen werden und dann zu uns gefahren werden. Die Entscheidung die Pferde mit dem Hänger und nicht dem Flugzeug zu uns kommen zu lassen war eine einfache finanzielle Überlegung gewesen. Bei zirka 40 Pferden wäre das einfach viel zu teuer gewesen. So hatten wir einem Unternehmen den Auftrag über zwei LKW’s gegeben. Der eine Hänger würde die Stuten und Fohlen transportieren und der zweite die Hengste. Nachdem wir nicht vor Ort sein konnten beim Verladen hatten wir nachdringlich nach Fotos gefragt und dies wurde auch erfüllt. Auch das Unternehmen hatte sich bereit erklärt uns regelmäßig mit Fotos zu versorgen. Schließlich würde der Transport ja auch ein paar Tage dauern. Es handelte sich immerhin um rund 2.000 Kilometer. Die Fahrt war für alle Pferde sehr anstrengend und somit war uns bereits klar, dass sie die Tage danach komplett auf den Koppeln verbringen durften. Wir waren schon sichtlich nervös, denn schließlich war der Kauf von 44 Pferden auch nicht einfach ein Pappenstiel und wenn etwas passierte, dann konnte es ganz schnell sehr teuer werden. Uns war die Gestütsauflösung ganz gelegen gekommen, denn so konnten wir relativ schnell unsere Zucht aufbauen.

      Nach mehreren Tagen kamen dann auch endlich unsere Pferde an. Die Briefe für jedes Pferd hatten die Fahrer dabei und wir unterschrieben nachdem wir jedes Pferd angeschaut hatten, dass alles in Ordnung war. Die Stuten kamen alle gemeinsam auf eine große Weide mit den Fohlen. Die Hengste teilten wir vorab in die Gruppen ein, in welchen sie auch auf dem vorherigen Hof gestanden waren. Gemeinsam verträumten wir noch das Zubehör und verstauten dann die Briefe und alles weitere der Pferde. Dies nahm einiges in Zeit in Anspruch und so wollten wir heute nur nochmal kurz schauen, ob soweit alle gut angekommen waren. Bis auf kleine Kratzer hier und da, war aber bei allen Pferden alles in bester Ordnung. Die nächsten Tag würden alles weitere mit sich bringen und ihnen noch zur Ruhephase dienen.
    • Sevannie
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      Sevannie - 21. Oktober 2018
      Bericht für:
      Paintball Gun, Vermillion, Shades of Grey, Boston, Xanti, Didga, Louis, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Ramazotti Amaro, Inspiration, Sharon IV, King of Night, Time to go Darling, A Breave Heart's Freedom, Augenblick, Golden Quabri, Pennyroyal, Rosewood, Pandora II, Roses are red, Quintessa, Hannelore, Calacirya, Hermelin Jaela, Waling to the Moonlight, Götterdämmerung, Hermann, Geoffrey's Brother, Pancake Killer, Lotte Buff, Alice Cullen, Royal Rubina, Icaria, Dark sweet Temptation, Hero of Heaven, Burnin' Awake and Lifeless, Antaris, Get a Movie, Bajau, Millenium's Pride

      Heute war ich wieder unterwegs für mich und meine Freundin Friese. Es war noch recht früh am Morgen, also begann ich damit alle Pferde von dem Gestüt Newa zu füttern. Jeder bekam seine eigene Portion, welche extra für das Pferd berechnet wurde. Hier war der Hof sehr individuell gestaltet. Kein Pferd kam zu kurz und jedes der Pferde bekam seinen eigenen Trainings- und Futterplan. Nachdem alle Pferde fertig gefressen hatten brachte ich sie nach und nach auf die vorhergesehenen Weide. Schmunzelnd schaute ich mir das Schauspiel an, wie die Hengste ihre kleinen Machtkämpfe austrugen und dann sich doch lieber dem Gras mit frischem Tau widmeten. Ich grinste und machte mich in den leeren Stall zurück, ehe ich anfing die Boxen zu misten. Hierbei hatte ich Unterstützung von einigen Stallhelfern. Gegen Mittag waren wir auch schon fertig. Ich bereite die Boxen mit ihren Portion Heu für heute Abend vor.

      Gegen Abend brachte ich zusammen mit den Stallhelfern die Pferde wieder herein und wir fütterten ihre abendliche Portion. Die Pferde wurde von uns allesamt über den Tag bewegt, die einen weniger intensiv die anderen mehr. Manche kamen nur in die Führanlage andere wurden geritten oder longiert.
    • Friese
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      Friese - 21.April 2019
      Bericht für:

      Paintball Gun, Vermillion, Shades of Grey, Boston, Xanti, Didga, Louis, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Ramazotti Amaro, Inspiration, Sharon IV, King of Night, Time to go Darling, A Breave Heart's Freedom, Augenblick, Golden Quabri, Pennyroyal, Rosewood, Pandora II, Roses are red, Quintessa, Hannelore, Calacirya, Hermelin Jaela, Waling to the Moonlight, Götterdämmerung, Hermann, Geoffrey's Brother, Pancake Killer, Lotte Buff, Alice Cullen, Royal Rubina, Icaria, Dark sweet Temptation, Hero of Heaven, Burnin' Awake and Lifeless, Antaris, Get a Movie, Bajau, Millenium's Pride

      Heute ging es für mich wieder in den Stall zu unseren Pferden. Wie jeden Tag mussten diese gemistet und gefüttert werden. Doch davor wurden erstmal alle auf die Koppel gebracht. Bei dieser Anzahl an Pferden würde das alleine zu lange dauern und so war ich wirklich froh, dass wir eigentlich immer zu zweit waren. Nachdem alle draußen waren machten wir uns gemeinsam an das ausmisten und neueinstreuen der Boxen. Danach wurden noch alle Heunetzte gestopft und in den Boxen platziert. Ich prüfte noch alle Tränken und füllte bei jedem Pferd das entsprechende Futter auf. Leider war heute zeitlich auch mal wieder kein Training drinnen, da wir wieder viel zu organisieren hatten. Dementsprechend hieß es nun für uns ab vor die Computer und planen. Unsere Pferde durften den ganzen Tag auf den Koppel ihre Ruhe genießen. Erst als es abends wieder dunkel wurde mussten alle wieder rein.
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  • Album:
    ~ Gnadenweide ~
    Hochgeladen von:
    Sevannie
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    3 Jan. 2018
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    Von Ramires
    Von Rambo Aus der Ramona

    Aus der
    Promise of Sundance
    Von Pride's running Bear Aus der Little Thing

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    Rasse: Hannoveraner
    Geburtsdatum: 16.06.2007
    Geschlecht: Stute
    Stockmaß: 160 cm
    Fellfarbe: Dunkelbrauner
    Kopfabzeichen: Blesse
    Beinabzeichen: h.r. weiße Fessel, h.l. weiß gestiefelt

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    Lotte ist schon ein spezielles Pferd. Talentiert im Springen, manchmal erfreut an der Dressur, aber selten euphorisch: die Stute kann man wohl erst auf den zweiten Blick lieb haben. Und trotzdem gibt sie stets ihr bestes; auch wenn sie sowohl im Parcours als auch in der Bodenarbeit auf eine starke Hand angewiesen ist. So geht sie unter dem Sattel teilweise unkonzentriert und liebt es, im Trab ihre Hinterhand nach innen zu schieben. Trotz dieser Eigenheiten kann man in der Dunkelbraunen aber eine treue Gefährtin finden, die eben erst aufblüht, wenn man sie zu verstehen beginnt.

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    Gekört/Gekrönt: Ja

    Vererbung:
    Farbe: unb.
    Charakter: unb.
    Gangarten: unb.

    Nachkommen:
    //

    Besitzer: Sevannie
    VKR/Ersteller: Rilasco
    Pferdewert: //

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    Springen: S
    Western: E
    Dressur: A
    Military: A
    Distanz: L
    Rennen: E
    Fahren: E
    Gangreiten: E

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    2. Platz 277. Springturnier,
    1. Platz 99. Synchronspringen,
    3. Platz 228. Distanzturnier,
    3. Platz 229. Distanzturnier,
    SK [435]

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    Fohlen ABC ✔
    Eingeritten ✔
    Eingefahren X
    Verladefromm ✔
    Schmiedefromm ✔

    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Komando kommen x

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x

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    Letzter Tierarztbesuch: //
    Letzter Hufschmiedbesuch: //