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Sosox3

Lost Boy |17 Punkte

Lost Boy |17 Punkte
Sosox3, 6 März 2017
    • Sosox3
      1. - 2. Pflegebericht - August - September 2016
      1. Pflegebericht - August 2016
      Briar Cliff
      August 2016

      Bevor der Große Umzug nach Mazedonien in den neuen Stall anstand, wollte ich bei all meinen Pferden noch eine Kontrolle bezüglich der Hufe vollziehen. Die erste machte dabei Classic Gold. Ich hatte sie zusammen mit ihrem Stutfohlen Classic Spring gekauft, als sie noch tragend war von unserem Hengst Silberstern. Hätten wir gewusst, dass ihr Vorbesitzer keine tragende Stute samt Fohlen ernähren könnte, hätten wir sie so wohl nicht gedeckt, doch wir hatten uns nicht über den Zustand der Besitzer vergewissert. Allerdings war ich ihm nicht böse darüber, schließlich hatten wir nun eine Zuchtstute, die auch im Juni das Fohlen bei uns auf Chattahoochee Hills gebar und alles glatt lief.


      Es war noch früh am Morgen als ich Smetti auf der Couch ein wenig zur Seite schob und meinen Kakao trank. Ich versuchte mich so ruhig wie möglich zu verhalten um ihn nicht zu wecken, doch irgendwie schien es mir nicht zu gelingen, denn er wachte kurz nach meinem ersten Schluck auf. „Guten Morgen“, murmelte er verschlafen und streckte sich. Kurz darauf zog er mich rasch zu sich. „Eigentlich wollte ich dich nicht wecken“, lächelte ich ihn verschlafen an. „Das hast du auch gar nicht“, grinste er. Es war noch immer ungewohnt ihn ohne Brille zu sehen und auch, dass er mich zu sich gezogen hat fand ich etwas merkwürdig. Schließlich war er doch mit Fayenne zusammen. Oder war ich auf dem ältesten Stand?

      „Klar, du warst auch vorher schon wach“, sagte ich und fügte einen Ironischen Unterton bei. „Ich trink mal weiter meinen Kakao, ich fang schon mal an Classy die Hufe zu kontrollieren. Dann habe ich das für Mazedonien schon mal aus dem Kopf und wir haben nur noch den Tierarzt besuch vor uns.“ „Soll ich dir irgendwie helfen oder soll ich Classic Gold dann morgen reiten und heute nur kurz mit der Bodenarbeit versorgen?“ „Ja…mach das so wie du mir das grade gesagt hast, aber überlaste sie noch nicht. Classic Spring musst du ja auch mitnehmen, am besten machst du nur einen Spaziergang heute. Mit dem Reiten lassen wir es am besten auch bis Dezember, bis das Stutfohlen dann abgesetzt ist“, dachte ich laut nach und traf auf Zustimmung. Ich nahm noch die letzten Schlucke meines nun abgekühlten Kakaos und machte mich dann schon auf den Weg in die Schmiede. Sie hatte keine Hufeisen, also fielen diese weg und ich musste weniger zu den beiden mit mir herumschleppen. Ich nahm mein Hufmesser, meine Raspel, meine Feile und ein wenig Huföl mit zu den beiden, als ich in den Stall ging. Neugierige Köpfe schauten zu mir rüber und zeigten sich genauso desinteressiert wie schnell sie interessiert geschaut hatten. Classy und ihr Fohlen bewohnten zurzeit eine der größeren Boxen und verbrachten die Nacht immer drinnen im sicheren Stall. Man wusste nie, wann die Wölfe in Canada zuschlagen konnten und bei meinen jüngsten war mir die Sicherheit wesentlich wichtiger als die Freiheit.

      Ich nahm die beiden nach einer ordentlichen Begrüßung aus der Box und band Classic Gold an. Sie war noch ein wenig zickig, aber was gemacht werden musste, musste gemacht werden. Smetti sollte später vorbeischauen, denn sie war Männern gegenüber wohl noch sehr misstrauisch, aber ich wusste wie sensibel er mit meinen Tieren umging und überlegte mittlerweile ihm ein Pferd zu schenken. Er half mir schließlich die ganze Zeit mit meinen und war im Umgang echt geübt. Aber vielleicht hatte es auch Gründe, weshalb er sich selbst kein Tier zulegte. Classy war auch mir noch etwas unsicher gegenüber, gab mir aber sicher die Hufe. Auch wenn ihre Hufe in einem Optimalen Zustand waren, waren sie dennoch zu lang und mussten gezielt gekürzt werden. Links vorne hatte sie eine minimale Huffehlstellung die man aber in mehreren Etappen wieder richten könnte. Classy ließ mich auch ganz artig ihre Hufe richten, nur beim Korrigieren wurde sie ein wenig schwieriger als geplant. Grund dafür, war Classic Spring und ihr rumhampeln auf der Stallgasse. Ich konnte von Glück sprechen, dass Smetti gerade um die Ecke kam und das junge Stutfohlen im Zaum hing. „Danke sehr. Du bist ein Schatz“, lächelte und er warf mir ebenfalls ein Lächeln zu, ehe er seine Brille rasch säuberte. Er bespaßte das Fohlen und ich machte Classic Gold die Hufe ordentlich, was nun auch schneller von Statten ging als vorher mit dem hastig umherspringenden Falbfohlen, das uns in Schach hielt. „Das machst du super, Classy“, lobte ich sie und bat Smetti darum sie gerade vorzuführen. „Alles klar, Chef“, lachte er und band meine Zuchtstute ab und führte sie mir in der Stallgasse im Schritt und im Trab vor. Anfangs sehr schwer, da sie sehr misstrauisch gegenüber männlichen Wesen war, doch dann überwand sie sich ein wenig und folgte. Wahrscheinlich mehr aus Angst als aus Überzeugung. Dafür sollte ja gleich der Spaziergang sein, um das Vertrauen zwischen den beiden zu stärken, aber auch um Spring zu entladen, die wie ein Gummiball durch die Gegend sprang und neugierig zu den anderen Stuten an die Boxen ging und unterwürfig kaute. „Du kleines Monster du“, kicherte ich und lobte das Jungtier. „Classic Gold sieht gut aus. Classic Spring muss ja noch nicht zum Hufschmied“, lächelte ich. „Ich mach mich mal auf den Weg mit den beiden, könntest du mir noch gerade den Strick zu Classic Springs Halfter geben? So hol ich das kleine Biest nicht mit.“ Ich nickte lachend und sah mich kurz um als ich ihm dann den Strick von Deila gab. Sie hatte heute nämlich eh nur eine Pause vom Training und würde nur die Hufe gemacht bekommen. Sie blieb noch eine Zeit lang beschlagen, bis ich sie gekört sein würde, damit ich sie auf Turnieren und im Training besser im Springen und Military reiten konnte ehe sie in die Zucht kam. Aber das hatte noch Zeit, schließlich mussten wir noch ein wenig an ihren Unarten feilen, damit sie nicht mehr stieg und sich besser händeln ließ als jetzt im Moment. Denn so ging es nicht weiter. Entweder ich oder unsere Trainerin konnten sie noch führen und das übten wir jetzt schrittweise. Wenn sie brav lief, wurde sie gelobt. Ich ging zur Weide, auf denen meine Stuten noch ruhten und näherte mich meiner neuesten Stute. Candy hatte uns erst vor zwei Monaten erreicht und machte sich im Training erstaunlich gut. Das weiche Fell an der Schnauze fühlte sich so vertraut und so sanft an. Sie war zwar noch etwas misstrauisch, hatte sich aber schnell an uns und die Umgebung gewöhnt. Ich hoffte inständig das der Flug gut gehen würde und meine Pferde sich nicht allzu sehr anstellen würden. Das wir uns alle einleben mussten, war klar. Ebenso mussten sich die Pferde an das Klima gewöhnen welches dort herrschte. Im Sommer war es sehr warm und im Winter fror man selbst mit Pulli. Aber ich war es gewohnt. Ich kam schließlich aus dem Land und dem Ort. Ich kannte viele und ich wusste wie begehrt dort Arbeit war, also würden Stallburschen sich relativ schnell auffinden lassen. Ich würde mich demnächst nur noch auf die Pferdezucht konzentrieren und Smetti würde die Hufschmiede leiten. Es schien wohl sein Beruf zu sein.

      Ich führte Candypie in Richtung unserer Hufschmiede und band sie dort an. Nebenberuflich arbeitete Smetti momentan in einem Tommy Hilfiger Outlet, in dem er mit seinem Style sehr gut reinpasste. Candypie stand brav und ruhig da, bis ich meine Sachen zusammenpackte und mich neben ihr hinstellte um ihre Hufe zu säubern. Auf den ersten Blick sahen sie ganz okey aus, aber je mehr ich sie begutachtete, desto mehr sah ich zu bemängeln. Candypie hatte sehr sehr weiche Hufe, welche die Hufeisen nur mit Mühe trugen. Mir war es zu riskant sie mit den Hufeisen laufen zu lassen und so entschied ich mich für Hufschuhe. Candypie blieb ganz artig und brav stehen und ließ mich meine Arbeit machen ohne zu zucken. Ich schnitt ihr die Hufe nur minimal aus und raspelte dann ein wenig um die Form zu festigen. Das Feilen ging auch schnell von statten und ich konnte in aller Ruhe Hufschuhe in ihrer Größe suchen. „Irgendwo mussten die doch hier sein“, murmelte ich und kramte in diversen Kisten rum um verschiedene Modelle und Größen zu finden.

      „Hey du, rate mal wer wieder da ist“, schaute mir eine Grinsebacke durch das große Tor der Schmiede, welche mich gleich zum Lächeln animierte. „Mein liebster Arbeitskollege“, grinste ich und ging ein kleines Stück auf ihn zu. „Lief alles super. Erst war Classic Gold echt ängstlich und misstrauisch, fast schon biestig, als es um ihr Fohlen ging. Aber bis zum Ende hatte sie sich dann doch beruhigt.“ „Glück gehabt, hätte böse enden können. Vor allem, weil sie ja dank einem Vorbesitzer nicht gut auf Männer zu sprechen ist“, griff ich noch mal auf. Er nickte kurz und kramte dann in einer Kiste rum. „Das Modell müsste eigentlich Candypie passen, hat eine Stoßdämpfung und die Hufe können sich etwas erholen.“ „Ey, du hast verdammt gut gelernt, weißt du das“, lachte ich und klopfte ihm auf die Schulter. Obwohl er 2 Jahre älter als ich war, redete ich mit ihm wie mit einem Jüngeren. Wahrscheinlich einfach nur, weil ich seine Chefin war und autoritär wirken sollte. Er zog dem Schimmel die vier Hufschuhe an und es saß wirklich alles. Er hatte einfach ein Händchen dafür. „Wie sieht‘s eigentlich mal mit einem eigenen Pferd aus? Wäre das nicht was für dich?“, fragte ich zögerlich und blickte kurz zu ihm. Er kratzte sich etwas am Kopf und seufzte. „Weißt du Rachel, ich habe Angst dem Tier nicht gerecht zu werden. Besser ich kümmere mich bei dir um die Zuchtpferde und hab so eine Reitmöglichkeit, als dass ich eins hab, wo ich täglich hinterher muss und ihn selbst arbeiten muss oder sowas. Mir fällt das so einfacher“, sagte er und schien ein mulmiges Gefühl zu haben. „Schön okey, kannst dir auch gerne in ein bis zwei Monaten eins fest aussuchen und dann als Reitbeteiligung ohne Kostenbeteiligung nehmen. Würde mich sogar freuen“, grinste ich und lobte das Vollblut, das neben uns stand und löste den Strick vom Halfter. Candy lief noch sehr, sehr ungewohnt auf den Hufschuhen. Ihr Gang glich eher dem mit Transportgamaschen und brachte mich ein wenig mehr zum Lachen. Nach einigen Minuten ging sie ordentlicher und immer taktklarer, so wie wir es gewohnt waren. „Machst du grad Alinghi’s Hufe in der Schmiede und beschlägst sie mit normalen Hufeisen. Also im Prinzip das Ganze Paket? Sie wird die Saison noch laufen und nächste dann nur Trainiert werden von einem Trainer in Mazedonien“, erklärte ich noch kurz und ging mit Candypie einen kleinen Spaziergang um sie an die Hufschuhe zu gewöhnen. Obwohl sie noch nicht lange da war, blieb sie sehr ruhig mit viel Elan bei der Arbeit und Erfolgs Willen.

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      Nach unserem kleinen Spaziergang band ich sie vor der Box an. „Wir ziehen dir jetzt erst einmal die Dinger hier aus und dann kannst du ein bisschen auf die Weide.“ Ich zog ihr die Hufschuhe aus und band sie dann wieder ab. Ich fragte mich ob sie noch heller wurde, oder ihre paar Dapples bleiben würden, aber das war nun mal immer das Problem mit Schimmeltieren. Es war wie ein Überraschungsei. Candypie schaute noch ein wenig unsicher durch die Gegend, war aber nicht glotzig. Heute war einfach ein bisschen was los auf Chattahoochee Hills, da der Umzug bald Anstand und die Möbel allesamt schon rüber geflogen wurden. Mittlerweile war es auch schon 12 Uhr und ich würde nachdem Candypie auf der Weide stand, auf Smetti warten um mit ihm was zu essen. Mein Magen knurrte nämlich bereits schon. Ich machte mich auf dem Weg zum Wagen und wählte schon mal die Nummer. Ich hatte mich noch nicht in den Wagen gesetzt, da hatte ich ihn auch schon am Hörer. „Ich bin jetzt mit Alinghi fertig, sie hat mich einige Nerven gekostet, aber wir sind jetzt durch. Soll sie zu Deila auf die Weide oder zu wem soll ich sie stellen? Die Zicke meint mit mir auch grad den Affen zu machen und tänzelt rum…“ – „Stell sie zu Deila und Candypie. Bonbone ist ja momentan nicht da, da wird sie Chefin sein in der Herde. Balerinë hält sich ja eh eher alleine auf, wenn Bohne nicht da ist und fühl sich irgendwie bei den Großen weniger wohl. In Mazedonien kommen eh noch ein paar Stuten und ein Hengst dazu. Naja mindestens ein Hengst. Man weiß ja nie. Du kennst mich ja, ich gehe gerne Pferde kaufen… Aber ich muss definitiv reduzieren um mich auf die Zucht zu konzentrieren. In Mazedonien kommen nämlich noch zwei KWPN Hengste dazu. Einer ist ein fünfjähriger Scheckhengst bereits erfolgreich L-Platziert im Springen und der andere ein Falbhengst mit einer Dressurbegabung und erfolgreich momentan in der A-Dressur. Heißen ‚Lost Boy‘ und ‚Achter Tag‘. Unterm Reiter aber wahre Engel und auch im Umgang sehr angenehm. Achja, Alinghi kannst du ruhig mal eine geben, die braucht das manchmal. Oder zieh mal kurz am Strick damit die weiß, dass du da bist. Ich hol dich gleich an der Weide ab, wir gehen essen. Hab auch ein anderes Oberteil für dich dabei“, dann legte ich auf. Ich mochte ihn gerne. So als besten Freund. Naja vielleicht auch mehr, aber ich hatte immer Pech in der Liebe gehabt, als ob sich das ändern würde.

      Ich schaltete den Motor an und sah mit einem gekonnten Schulterblick hinter mich. Der Weg war frei und ich parkte in aller Ruhe aus. Ich ließ mir Zeit. Schließlich wusste ich wie weit der Weg zur Weide war. Doch das würde sich in Mazedonien ändern, dort hatte ich so viel Weideland meines Opas geerbt, das ich in der ganzen Umgebung des Hofes entweder bebauen oder als Weideland und Felder nutzen konnte. Was ich auch tun würde. Die Weiden waren grün aber eher von der mageren Sorte, sodass auch Kaltblüter dort problemlos den ganzen Tag draufstehen könnten. Aber dazu kam es wohl nicht. Ich hatte momentan andere Zuchtpläne.

      Und da stand er auch schon wartend auf mich. Kurz die Haare gerichtet und schaute mich mit leuchtenden Augen durch die Brille an. Würde ich stehen, wären meine Knie schon längst weich geworden. „Kommst du rein?“, rief ich durchs Fenster und schon lief er zur Beifahrertür. „Ist ja gut, bin ja schon da“, grinste er. „Wohin fahren wir jetzt eigentlich?“ „Zum Steakhouse, ich habe Hunger“, sagte ich trocken und er starrte mich nur an. Ich konnte mir das Lächeln nicht verkneifen. „Jaa, einmal. In Mazedonien wird es so qualitativ hochwertiges Fleisch nicht mehr geben“, lachte ich. Er lachte ebenfalls. Immerhin einer der sich freute. Abby war die einzige, die noch mit uns kommen würden, alle anderen verabschiedeten wir. Wir mussten uns auch neue Trainer suchen und einen neuen Tierarzt. Die langen Reisen würden zu viel Zeit beanspruchen. „Ich habe mir Gedanken gemacht, Smetti“, sagte ich ernst und strich mir eine Strähne aus dem leicht gebräunten Gesicht. „Worüber?“ Ich konnte seine Neugierde aber auch seine Ungewissheit fast schon spüren. „Über den Umzug. Ich habe sowohl Nephilim als auch Hendersin verkauft. Ich habe auch für zwei weitere Pferde zwei Interessenten, allerdings bezweifle ich, dass ich die Tiere verkaufe, da sie für die Zucht interessant sind. Ich spreche nämlich von ‚Deila‘ und unserem neuen Hengst ‚Achter Tag‘… Außerdem werde ich, denke ich, die Hufschmiede nicht mehr leiten. Ab und zu höchstens noch Hufe raspeln und Fehlstellungen bearbeiten, ansonsten wirst du dein eigener Herr sein. Du kannst auch die Preise ändern, wenn dir das lieb ist. Ich werde mich aber nun als Hufschmied zur Ruhe setzen und nur noch in der Pferdezucht tätig sein und hier und da mal Kellnern gehen oder in einem Café arbeiten.“

      „Aber du hast dir doch alle aufgebaut. Ich kann das nicht annehmen. Ich mach das nicht alleine… Wir sind doch ein Team.“ „Ja, aber mein Rücken hat leider ein paar Probleme gemacht und deswegen geht es nicht mehr“, wurde ich leiser und leiser. Er brummte nur kurz und schaute dann ruhig aus dem Fenster. Sein Blick war sehr nachdenklich. Der Weg zog sich in die Länge, weder Musik brachte die Stimmung ein wenig in die Höhe und ebenfalls redeten wir nicht mehr. Erst als wir ausstiegen, brachte er zwei Worte raus. „Ich mach’s.“ „Was?“ „Du hast schon richtig gehört. Ich mach’s“ Ich konnte meine Freude kaum fassen. Ich sprang dem jungen Mann fast in die Arme, so sehr freute ich mich auf sein Einverständnis. „Longierst du später Maekja, dann mach ich noch ein bisschen Bodenarbeit mit Rohdiamant. Der wird nächstes Jahr auf einer Show präsentiert, wenn er soweit ist.“, Er nickte grinsend. „Mach ich“, und dann nahm er mich einen Moment lang in den Arm. Ich genoss diesen Moment. So viele Gefühle die in mir hoch schossen und mein Herz, das bis zum Hals schlug. Es war ein verdammt guter Moment. Doch genauso schnell wie er angefangen hatte, hörte er auch auf. „Lass uns reingehen. Wir haben Hunger“, grinste er wieder und hielt mir die Tür auf. Wir bestellten einen Tisch für 2 und unterhielten uns, bis das Essen gebracht wurde. Es schmeckte bestens.
      2. Pflegebericht - September 2016
      September 2016

      Ankunft in Mazedonien

      „Alle angekommen?“, fragte ich Abby, die sich den Schweiß von der Stirn wisch. „Ich glaube schon.“ Sie seufzte kurz auf. „Also Silberstern, Magic Attack und Riverside stehen gemeinsam auf einer Weide, Meister Propper steht zusammen mit Dash und Cleavant auf einer Weide. Die Stuten habe ich erst einmal in einen Offenstall gepackt bis ich die Boxen allesamt auf Vordermann gebracht hat. Sind alle noch ziemlich eingestaubt…“ „Ist kein Problem, ich schau mich kurz nach Rising Star und Calorro um, die scheint das ganze etwas mitgenommen zu haben“, murmelte ich und seufzte ebenfalls. Ich war selber noch nicht zu 100% bei der Sache und schleppte mich eher zum Offenstall, den sie momentan beherbergten, bis ich Calorro so langsam von ihr absetzen wollte und auch konnte. Wenigstens ein paar Tage sollte sie bei den anderen Stuten pausieren. Im Oktober würde ich dann ihr Training wieder langsam anpassen und Kondition aufbauen. Aber das Ganze war erst einmal in Planung. Zunächst müsste ich sie ein wenig alleine rausführen und ihn langsam abgewöhnen. Doch dafür hatten wir ja genügend Zeit. In der letzten Woche hatten wir, also Smetti, Valerie, Abby und ich, uns schon mit unseren beiden neuen KWPN-Hengsten Achter Tag und Lost Boy bekannt gemacht. Beide waren im Training ziemlich erfolgreich und hatten bereits einige Schleifen ergattern können. Die Stimme meines Freundes riss mich aus meinen Tagträumen und brachte mich geradewegs wieder zur Realität. Da stand ich gerade, am Offenstall. Meine Stute grasend und Calorro etwas abseits und versuchte irgendwas anzustellen. „Schatz!“, mein Blick suchte eifrig die Gegend um mich herum ab und sah den jungen großgewachsenen Mann auf mich zu laufen. „Hmm“, ein wenig versunken war ich vielleicht doch noch. „Was ist?“ „Ich habe gerade einige Aufträge im Ausland bekommen. Ich werde wohl heute Abend schon nach Deutschland, morgen geht mein Weg dann nach Norwegen und zu guter Letzt noch zu Schmiedemanns nach Dänemark. Sollte dann noch ein Auftrag anfallen, werde ich diesen auch noch erledigen.“ Ich nickte nur. Und wieder war er für einige Zeit im Ausland. Und ich führte mein Gestüt alleine. Es wurde allmählich Zeit für weitere Mitarbeiter. Wenn Smetti da war, konnte er mir bei einigen Pferden helfen, doch ich war dabei, mein eigenes kleines Gestüt zu einem großen aufzubauen. Da brauchte ich sowohl neue Bereiter als auch neue Stallburschen, Abby würde das alleine auf lange Zeit nicht schaffen. „Okey, aber tu mir den Gefallen und sag mir Bescheid in welchem Land du angekommen bist und wann du zum nächsten fliegst. Ich möchte nur wissen ob es dir gut geht“, wand ich ein und sah ihm in seine dunkelbraunen Augen. „Werde ich machen“, murmelte er und gab mir einen Kuss. „Ich mach mich jetzt auf den Weg meine Sachen zu packen, der Flieger geht in 2 Stunden. „Ich muss mich um meine Pferde kümmern, heute kommt ein Fohlen an. Tut mir leid“, wurde ich immer leiser und mein Blick richtete sich gen Boden. „Hey, ich weiß, dass heute Nanook kommt, es ist nicht schlimm. Ich komme schon aus“, er hob meinen Kopf hoch und nahm mich in den Arm. „Ich liebe dich“, er erwiderte es und gab mir einen Kuss auf die Stirn. „Ich muss nun los“, murmelte er und wand sich nun vor mir ab. „Ich nehme Rising Star mit Calorro gerade mal mit, warte bitte“, rief ich ihm nach und wie erhofft blieb er stehen. „Komm ich helfe dir gerade noch“, entschied er sich dann doch um und nahm sich Calorro zur Brust, der sich prächtig entwickelt hatte und nun in die Höhe wuchs. Er ließ sich auch brav aufhalftern, neben dem Menschen hatte er aber noch einiges zu lernen. „Wohin soll Calorro denn?“, fragte er kurz angebunden. Ich hatte ihn verletzt. „Er soll auf das abgeteilte Stück auf der Fohlenwiese zu Rohdiamant. Wenn später Nanook kommt, können die drei sich erst mal kennen lernen, wenn Calle sich dann ein wenig ablenkt, kann ich ihn schneller und besser absetzen. Ich wollte Rising Star gerade nur ein wenig longieren, vorher halt putzen, aber sonst, keine lange Prozedur heute.“ Er nickte und nahm den Junghengst mit zu den anderen Fohlen. Rohdiamant freute sich immer tierisch wenn Calle mit ihm auf das abgeteilte Stück kam. Seit Calorro’s Geburt war Rohdiamant immer wieder auf der Weide mit den Zuchtstuten gewesen und beide hatten sich von Anfang an gut verstanden. Die beiden waren wie Brüder und würde ich die beiden jemals verkaufen, dann auch nur zusammen. Während Smetti gerade noch Calle auf die Jungpferdeweide führte, band ich Rising Star in der Stallgasse an und machte mich auf den Weg in unsere neue Sattelkammer um mir aus ihrem Spind ihre Putzsachen zu greifen und zu ihr zurück zu stapfen. Ein lautes Wiehern durchklang unseren Großen Stalltrakt und ich zog gleich wieder ein Gesicht. „Aua“, murmelte ich nur und ging weiter zu der bunten Stute. Ich hatte mir nicht nur ihre Putzsachen gepackt, sondern auch gleich die Longe, den Kappzaum und auch die Longiergurt und auch die Türkise Longierunterlage.

      Ihr neues Set stand ihr ausgesprochen gut, die ersten Runden lief sie ziemlich vorhandlastig und so legte ich auch ein paar Stangen aus, damit sie wieder reinkam und ihre Hufe hob und ebenso gut untertrat. Nach ein paar Minuten aufwärmen, ließ ich sie antraben. Nach ein paar Runden begann sie auch schon zu schwitzen. „Mein Gott, Mädchen bist du eingerostet. Morgen setz ich mich mal wieder auf dich“, grinste ich und gab ihr ein Signal um wieder in den Schritt zu wechseln. Ich riskierte einen Blick auf die Uhr und bemerkte das wir schon länger am Arbeiten waren als geplant und so machte ich sie von der Longe und nahm ihr den Longiergurt ab, damit sie sich noch Wälzen konnte. „Rachel? Darf ich Mars auf einem Ausritt reiten? Val wollte mit Cleavant mit“, rief mir Abby entgegen. „Mach den fertig, ich komm auch eine Runde mit, ich muss nur noch Rising Star und Calorro in den zweiten Offenstall bringen und dann mach ich Magic Attack fertig.“ Ich beeilte mich extra und war froh, dass ich es auf die Schnelle noch geschafft hatte und saß nun auf dem Rücken des Schabracktigers. Der sensible Hengst machte uns heute beim Ausritt das Leben zur Hölle. „Lass uns mal ein kleines Rennen bis da oben zum Haus machen“, schlug ich vor und die beiden stimmten ein. Im vollen Galopp sprintete Magic Attack vor, Mars hinter uns und zum Schluss Cleavant. Doch nach und nach nahm das Schlusslicht auf und zog uns fast ab, doch wir blieben beim ersten Platz. „Das war unfair…“, murmelte Abby. „Ich hatte mit Mars voll viel zu tun. Der hat andauernd gebuckelt…“ „Du wolltest ihn reiten“, lachte meine Cousine und ich schmunzelte. Ihr könnt gerne noch ein wenig weiter ich muss zurück. Nanook und Arza kommen heute an.“

      Ich wusste noch nicht genau, ob ich Arza in den Offenstall stellen würde, oder ob sie doch in die Box sollte. Momentan war der Stall nämlich noch ziemlich leer. Nach einigen hin und her, teilte ich ihr einen Teil des Offenstalls zu und sah auf die Uhr. In ca. einer Stunde müssten die beiden ankommen. Also könnte ich gerade noch schnell Balerinë die Hufe kürzen. Seitdem sie bei uns stand hatte sie noch keinen Hufschmied gesehen und so programmierte ich mich schon mal auf ein Spektakel ein. Es fing auch schon damit an, dass sie stehen blieb, als ich sie in die Schmiede führen wollte, da Mars und Cleavant gerade um die Ecke kamen. „Beeilt euch, ich will der die Hufe raspeln!“, rief ich den beiden Mädchen zu und versuchte Balerinë weiter in das Gebäude mit der hohen Decke zu befördern. „Machen wir“, sagte Val und trieb Cleavant auch gleich in den Trab. Mars war wieder fast eingeschlafen und brauchte eine Minute bis er seinen Hintern in Gang setzte. Als die dann weg waren, ging Balerinë auch in die Schmiede rein und spitzte ihre kleinen feinen Öhrchen. Die Neugierde war ihr fast ins Gesicht geschrieben und sie tapste langsam zu dem Anbindeplatz, wo ich sie dann auch festmachte. Sie reagierte ziemlich unruhig und so begann ich langsam mit meiner Kontrolle der Hufe. Sie waren definitiv zu lang geworden und ich schaute mich nach Fehlstellungen um. Hinten rechts wurde ich auch fündig: Sie lief ein wenig nach innen und so begann ich dann auch mit dem Ausschneiden. Abby kam dann kurz zu mir rein und sagte mir, dass wir einen Käufer für Silberstern und Wolfs Bane haben würden. Der Betrieb, der die junge Stute eingeritten hatte, hatte sein Interesse bekundet und ich hatte eingestimmt. Für 13.000 würden die beiden vom Hof gehen und in eine Vollblüterzucht gehen. Das beste was den beiden passieren konnte.

      Bali zappelte ganz schön, also machte ich extra vorsichtig und war echt froh, als ich mit der Zappelkönigin fertig war und ich sie schnell wieder in den Offenstall stellte. Gerade als ich den Zaun hinter uns schloss und durch die Litzen schlüpfte, hörte ich das Rattern eines Anhängers auf dem Hof. Das müssten die beiden sein, dachte ich und beeilte mich zum Parkplatz. Abby und Val waren bereits am Parkplatz und staunten über den großen Transporter, genauso wie ich und seufzte kurz. Also waren nicht nur Arza und Nanook angekommen, sondern auch noch Zafinaah und White Boy. Es war schade um Zafinaah, dass sich die Araberzucht Fearie Hills schloss und ich sie wieder zurückkaufen musste. Aber durch ihre ruhige und ehrgeizige Art war sie super im Schulbetrieb einzusetzen und ich würde nächstes Jahr wohl ein Fohlen aus ihr züchten. Aber auch nur, wenn sich der passende Hengst finden würde. „Die beiden hier sind zusätzlich am Flughafen für Sie angekommen.“ Der ältere Mann sprach albanisch mit mir, was ich sowohl fließend verstand, als auch sprach. Abby hingegen sah mich nur verwirrt an. „Alles klar“, ich wand mich zu meinen zwei Helfern und teilte Abby Zafinaah und Arza zu und Val sollte White Boy nehmen, während ich mich um den kleinsten Schützling kümmerte. Nanook hatte ich schon mehrmals im Auge gehabt, ihn jedoch nie kaufen können. Jetzt war er bei mir und sollte erst später mit 5 eingeritten werden. Ponies waren ja eher die Spätzünder. Den Weg zur Weide benahm das Fohlen sich anständig, schaute nur oft in der ungewohnten Umgebung um. Die heutige Nacht würde er zusammen mit Rohdiamant und Calle stehen. Morgen wohl nur mit Rohdiamant. Er würde das wohl gut überleben. Ich riskierte noch einmal einen Blick auf mein Handy. Ich musste noch Bonbone und Deila bewegen… „Abby, wen musst du noch laut Plan machen?“, fragte ich sobald die junge Dame abnahm. „Ich muss noch Lost Boy und Riverside machen, dann habe ich Feierabend.“ „Alles klar, dann geh mit Lost Boy auf den Springplatz. Dann bin ich Bonbone in der Halle ein wenig am Üben“, sagte ich und war auch schon auf dem Weg zum Offenstall. Bohne wieherte wieder unaufhaltsam und ich verdrehte wieder die Augen. Irgendwann wird die schon noch aufhören andauernd zu wiehern…Hoffentlich. „Ruf nicht, sondern komm her!“, lächelte ich und hakte den Strick ein. Immerhin folgte sie mir jetzt ruhig und ich hatte beim Putzen immer weniger Probleme, auch wenn sie es immer noch nicht wirklich mochte. Immerhin blieb sie beim Satteln dafür ruhig. Sie folgte mir artig in die Halle, in der ich schließlich nachgurtete und in der Mitte dann aufstieg und meine ersten Runden im Schritt ging. Als sie dann auch ein wenig im Trab aufgewärmt war parierte ich sie wieder durch. Gerade der Mittelschritt fiel ihr noch etwas schwer, ebenso das verkleinern und auch vergrößern des Vierecks. Deshalb übten wir es heute noch einmal besonders. Während dem Abreiten machte ich mir über Deila Gedanken. Sie stieg hier und da noch immer und hatte seit diesem Monat auch eine neue Reitbeteiligung, welche sie 2-3 Mal die Woche unterm Sattel bewegte. Heute nahm ich sie jedoch nur an die Longe. Ich rief kurz Val an um zu fragen, ob sie mir Deila rasch fertigmachte und ob Abby Lost Boy nun schon gesprungen hatte und bejahte beides. Somit stieg ich ab und kratzte Bonbone vor der Halle die Hufe aus. Dann durfte sie wieder in den Offenstall und schickte die anderen Pferde wieder hin und her, so wie es ihr passte. Leitstute halt. Nur Azra stand neugierig auf ihrem Teil und sah sich Bonbone’s Machtgehabe nur interessiert an. „Zicke“, murmelte ich und trank einen Schluck Wasser aus meiner Plastikflasche. Nur noch Deila, dann bin ich heute fertig und kann ins Bett, dachte ich einen Moment nach und sehnte mich nach meinem Bett, ehe ich in die Realität zurückkam und zu Deila in den Stall ging. Mit ihr kam ich noch nicht so richtig klar und es würde sich erst später rausstellen ob sie überhaupt für die Zucht taugen würde. Das einzige, was sie dafür momentan interessant machte, war ihre auffällige Farbe und das Potenzial, das in ihr steckte mehr nicht. Ihr Charakter machte es immernoch ziemlich schwer sie zu händeln und einige Bereiter trauten sich die immer öfter steigende Stute zu reiten. Ich musste was dagegen tun, denn gegenhalten brachte mittlerweile nichts mehr und sie wandte noch mehr Kraft gegen den Menschen an, als vorher. Ich hatte jedoch von einer Methode mit einem rohen Ei gehört, welche ich wohl beim nächsten Ritt wohl mal versuchen. Neben dem Reiter stieg sie nämlich nicht. Die Boxentür quietschte während ich mir Deila genau anschaute und sie einen Moment lang musterte. Mit gespitzten Ohren kam sie auf mich zu. Ein leises Grummeln folgte und ich zwang mich zu einem Lächeln. Unser Sorgenkind. Vielleicht würde es ja noch was werden, vielleicht aber auch nicht und dann würde sie auf die Gnadenweide kommen. Ich hoffte es nicht. Ich gab ihr noch ein paar Monate, vielleicht würde sie weniger steigen, vielleicht wäre sie auf der Weide besser aufgehoben. Ich stülpte ihr Halfter über ihren großen Kopf und nahm sie dann aus ihrer Box. Ich putzte sie etwas länger als gedacht und legte auch ihr dann ihr Longierzubehör an. Immerhin blieb sie artig unangebunden in der Stallgasse stehen, im Gegensatz zu unserem neuen Criollohengst Injaki, der gleich alles erkundet und danach etwas schwieriger zu finden ist. Ich nahm noch ihre Gamaschen aus der Sattelkammer und legte ihr diese dann an um sie auf den Round Pen zu führen. Hinter mir schloss ich die Tür und merkte wie sich Deila anspannte. „Ist gut, Große“, sagte ich in einem ruhigen Ton und begab mich in die Mitte um Deila im Schritt aufzuwärmen. Sie stand gestern und hatte einen Ruhetag auf der Weide genossen, dafür stand heute ausgiebig Training auf dem Stundenplan. Vorhin hatte Abby noch ein paar Stangen auf den Boden gelegt, bevor sie Riverside auf dem Springplatz über einen E-Parcours brachte. Weiter war sie leider noch nicht gekommen und für Unterricht hatte ich momentan noch wenig Zeit. Wenn Val soweit wäre, könnte ich sie wenigstens so zusammen unterrichten. Aber langsam langsam brachte sie es sich selbst bei. Mittlerweile trabte Deila schon ein paar Ründchen und ich vermutete einen guten Tag. Ich trieb sie also ein wenig mehr, wodurch sie ihre Beine noch ein wenig mehr hob und so ihre Trabschritte ein wenig verstärkte. Als ich damit zufrieden war, trieb ich sie in den Galopp und sie schnaubte artig ab. Ich lobte sie verbal und ließ sie ein wenig Schritt gehen. Sie war brav gewesen und so kramte ich ein Leckerli aus meiner Hosentasche. „Braves Mädchen“, lobte ich sie und sie nahm das Leckerli verfressen aus meiner Hand. Da es nun nachts kühler wurde legte ich ihr im Stall eine Abschwitzdecke an und rief Val und Abby an, dass wie heute noch etwas für kommende Woche zu klären hatten. Denn ich hatte Val mit Cleavant an einem Basis- und Reitpass angemeldet, damit sie selbst auch sicherer wurde.
    • Sosox3
      1. - 2. Trainingsbericht - November 2016 - Januar 2017
      1. Trainingsbericht - November 2016
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      Mein Flug war von Hunter aus direkt zu Rachel gegangen. Dies war bereits einige Tage her und ich hatte schon mit dem Training angefangen. Doch was genau hatte ich alles gemacht, mal überlegen.

      Notiz im Trainingsheft:

      1. Tag: Pferde nur genauer kennengelernt, Rachel ist beide geritten, Trainingsplan erstellt

      2. Tag: Achter Tag:

      - Dressur A-Niveau abgefragt

      - Aufgaben der A-Dressur nochmal gefestigt

      Lost Boy:

      - Springen A** und L-Niveau abgefragt

      - Höhen nochmal gefestigt


      3.Tag: Achter Tag:

      - Trainingspause

      Lost Boy:

      - L-Niveau trainiert


      Heute war der vierte Tag und ich würde wieder beide Pferde trainieren. Als erstes stand Lost Boy auf der Reihe. Mittlerweile war es 9 Uhr und die Pferde waren schon auf den Weiden. Ich holte mir als erstes Lost Boy von der Weide und putzte ihn dann. Ich holte sein Sattelzeug und platzierte alles auf ihm. Ich verschnallte es und lobte ihn nochmal. Mal schauen wie er heute drauf war und ob wir mit unserem Training vorankommen würden. Ich ging mit ihm zum Platz und lobte ihn dort nochmal. Die Sprünge waren alle auf einem hohen L-Niveau oder niedrigem M-Niveau. Ich ritt ihn in aller Ruhe warm und klopfte ein weiteres Mal seinen Hals. Der Hengst ging brav und schnell vorwärts. Er freute sich jetzt schon auf das Training und wollte unbedingt anfangen. Nachdem er endlich warm war, trabte und galoppierte ich auf der linken und rechten Hand. Ich lenkte ihn auf den ersten Sprung zu und der Hengst zog sehr stark. Ich versuchte ihn zurück zuhalten und dies gelang mir auch mehr oder weniger. Er drückte sich vor dem Sprung kraftvoll ab und landete sanft wieder hinter dem Sprung. Die Stange war nicht zum wackeln gekommen und er schnaubt nochmal knapp ab. Dann ritt ich ihn auf den nächsten Sprung zu und dies verlief auch wieder ganz gut. Wir trainierten jeden Sprung mindestens zweimal. Danach ritt ich ihn wieder ab und brachte ihn in den Stall. Dort sattelte und trenste ich sie. Ich klopfte sanft seinen Hals und räumte dann alle Sachen auf. Ich putzte nochmal über sein geflecktes Fell und brachte ihn wieder auf die Weide zu Injaki. Ich holte Achter Tag von der anderen Weide und klopfte auch ihm den Hals. Ich band ihn vor seiner Box an und putzte auch wieder sein Fell. Danach holte ich Sattel und Trense. Den Sattel platzierte ich gleich mal auf ihm und verschnallte ihn auch. Dann holte ich noch die Bandagen und wickelte ihm diese um seine Beine. Sanft klopfte ich seinen Hals und trenste ihn. Danach führte ich ihn zum Reitplatz. Dort stieg ich auf seinen Rücken und zog meinen Helm auf. Ich ritt ihn in aller Ruhe warm und übte dann nochmal kurz die Lektionen mit welchen er bis jetzt Problem gehabt hatte. Diese klappten heute schon viel besser und ich begann mit den leichtesten L-Lektionen. Er bemühte sich sehr alles gut und gewissenhaft auszuführen. Ich versuchte auch ein paar Gangwechsel und klopfte ihm immer wieder zur Belohnung den Hals. Er stellte sich wirklich gut an. Nachdem das Training beendet war, ritt ich ihn noch in aller Ruhe ab und lobte ihn beim Absteigen. Ich führte ihn zurück zum Stall und trenste ihn dann ab. Ich band ihn an und wickelte die Bandagen ab. Als nächstes sattelte ich ihn noch ab und brachte ihn dann auch wieder auf die Weide. Ich hatte ihn davor natürlich nochmal kurz geputzt. Als letztes räumte ich noch alles auf und kehrte die Stallgasse.

      Die nächsten Tage vergingen wie im Flug. Großteils ritt ich beide Pferde, hin und wieder nur Lost Boy, da Achter Tag zweimal die Woche Pause haben sollte. Bei ihm dauerte das Training somit auch ein bisschen länger und am Ende hatte ich nur noch ihn zu reiten. Lost Boy hatte ich Rachel schon vorgeritten und sie sprang ihn heute nochmal unter meiner Anleitung. Morgen würde Abigail noch Unterricht bei mir haben mit ihm und dann war das Training mit dem Schecken endgültig beendet und ich konnte das Zertifikat drucken. Achter Tag kam auch immer näher an das geforderte Niveau und es würde nur noch wenige Tage brauchen.

      Nächster Tag:

      Heute stand der Unterricht mit Abigail und Lost Boy an. Ich wollte beide auf dem Platz treffen und war schon auf diesem. Ich richtete die Sprünge her und klopfte dann Lost Boys Hals als Abigail mit ihm auf den Platz kam. Sie stieg auf und ritt ihn warm. Sie ließ ihm am Anfang noch die Zügel lang und nahm diese langsam auf. Nachdem er warm war ließ ich sie zum Einspringen ein kleines Kreuz springen. Dann gingen wir immer höher bis wir auf L-Niveau. Ich erklärte Abigail genau wie sie die Sprünge zu reiten hatte und sie führte es genauso aus wie ich es ihr gesagt hatte. Als nächstes stand eines der höheren Hindernisse an und ich erklärte ihr, dass sie es in aller Ruhe angehen sollte und sie nicht nervös werden sollte, wenn das Hindernis fallen sollte. Ich schaute ihr beim Springen ganz genau zu und gab danach Tipps wie sie ihre Beine besser hätte an ihn legen können, damit er einen besseren Absprungpunkt gehabt hatte. Ich richtete eine neue Sprungfolge her und ließ Abigail dann über diese Springen. Sie war schwieriger als die davor und ich erklärte ihr alles nochmal genauer. Sie nickte nur und begann mit der Reihenfolge. Sie lief noch nicht perfekt, aber viel zu berichtigen hatte ich auch nicht und ich war mir sicher, dass das mit ein bisschen Training bald klappen würde. Sie ritt ihn noch in aller Ruhe ab und ich ging wieder in den Stall. Ich richtete alles her und holte dann Achter Tag von der Weide. Ich wollte heute nochmal mit ihm trainieren bevor es in ein paar Tagen wieder auf meinen eigenen Hof gehen würde. Ich klopfte sanft dem Hengst den Hals und machte ihn dann für das Reiten fertig. Ich führte ihn zum Platz und ritt ihn schließlich warm. Ich nahm in aller Ruhe die Zügel auf und dann fing ich auch schon mit den ersten Lektionen an. Das heutige Training bestand aus allen Lektionen der L-Dressur. Ich wollte sie noch weiter verfeinern und morgen und die nächsten Tage an den Abläufen eines Turniers arbeiten. Nachdem wir mit dem heutigen Training fertig waren, brachte ich ihn wieder auf di Weide zu seinen Kumpels.

      Ein paar Tage später:

      Gestern hatte Rachel unter meiner Aufsicht noch Achter Tag geritten. Sie hatte viel bereits gut umsetzten können und würde alles auch bald umsetzten können. Sie musste einfach noch ein bisschen trainieren sonst nichts. Ich übergab Rachel beide Zertifikate und verabschiedete mich dann. Nach einem langen Flug war ich endlich wieder auf meinem eigenen Hof und musste hier nun einiges regeln. Ich legte alles vom Training in die Akten ab und ging dann nach draußen in den Stall.
      2. Trainingsbericht - Januar 2017
      Lost Boy - Military von E auf A

      "Trainingsstall 'Project Second Chance', Samanta Thomsen am Apparat, wie kann ich Ihnen helfen?"
      "Hallo, hier ist Rachel Wincox. Ich habe hier einen etwas schwierigeren Fall für dich. Hättest du Zeit?"
      "Oh, hallo Rachel. Ja, sicher habe ich Zeit. Worum geht es denn?" Rachel erklärte mir, dass sie gerne einen ihrer Hengste im Military weiter ausbilden wolle, dass er aber im Gelände eher schreckhaft sei und Angst vor Wasser habe. "Das bekommen wir hin", sagte ich, nachdem sie geendet hatte. "Super. Wann kannst du da sein?"
      Ich sah in meinen Terminkalender und antwortete dann:"In einer Woche könnte ich da sein."
      "Dann sehen wir uns dann. Tschüss." Ich legte auf und traf sofort alle Vorbereitungen, buchte meinen Flug und instruierte mein Team. Eine Woche später war alles vorbereitet und ich machte mich auf den Weg. Juan furh mich dieses Mal zum Flughafen, da die anderen beschäftigt gewesen waren. Natürlich hatte ich mich vorher noch von allen verabschiedet. Zwei Stunden vor meinem Abflug kamen wir an und ich verabschiedete mich auch noch von Juan. Nach einem dreistündigen Flug bis nach Skopje in Mazedonien, stieg ich in einen Mietwagen um und fuhr zu den Briar Cliff Stables. Den Weg dorthin kannte ich bereits auswendig und eine dreiviertelstunde später war ich da. Ich parkte auf dem großen Parkplatz und machte mich dann auf den Weg zum Stall. Auf dem Weg dorthin traf ich Rachel und wir umarmten uns zur Begrüßung. "Schön, dass du da bist." Ich lächelte und erwiderte:"Ich freu mich auch schon. Kannst du mir meinen 'schwierigen Fall' mal vorstellen?" Sie nickte und führte mich zu einer Box, wo uns ein hübscher Schecke entgegensah. "Das ist Lost Boy", stellte sie ihn mir vor, während ich ihm meine Hand hinhielt und ihn sanft zur Begrüßung kraulte. "Na, du Süßer. Alles klar?" Er ließ sich sehr gerne kraulen und schien mir ein friedlicher Zeitgenosse zu sein. "Ich hab gehört, du magst Wasser nicht so, hm?" Er ließ sich von meinem Gerede nicht ablenken, sondern konzentrierte sich lieber auf die Streicheleinheiten. "Ich würde ihn gerne heute direkt reiten, um mich ein bisschen mit ihm bekannt zu machen. Morgen würde ich dann mit dem eigentlichen Training anfangen." Rachel nickte und nachdem sie mir alles gezeigt hatte, verschwand sie wieder. "Ich muss noch ein paar Sachen erledigen. Tob dich ruhig aus. Wenn du Hilfe brauchst, dann frag einfach. Du kennst dich ja aus."
      "Sicher. Ich melde mich, wenn etwas ist." Nachdem sie gegangen war, begann ich den Hengst gründlich zu reinigen. Offenbar hatte er heute alles gegeben, was das einsauen seiner weißen Flecken betraf. Am Ende der Putzsession war ich recht zufrieden und auch Lost Boy schien die ausgedehnte Putzeinhein gefallen zu haben. Ich kratzte noch schnell die Hufe aus und holte dann Sattel und Trense. Um ihn gleich mit der 'Natur' vertraut zu machen, beschloss ich auf den Dressurreitplatz zu gehen. Das kannte er bereits, aber er sollte sich an Außengeräusche aller Art gewöhnen und das ging nun mal besser auf einem Platz. Ich sattelte und trense den Hengst und führte ihn dann hinüber zum Reitplatz. Nachdem ich nachgegurtet hatte, stieg ich auf. Was sich als nicht ganz so einfach erwies, da er zunächst nicht stehen bleiben wollte. Beim dritten Versuch klappte es, aber als ich saß, wollte er direkt vorwärtsstürmen. Damit hatte ich zugegebenermaßen nicht gerechnet, aber ich ließ es ihm nicht durchgehen, sondern parierte wieder durch und wartete, bis er ein paar Sekunden lang stehen blieb, bevor ich ihn wieder angehen ließ. Ich merkte schnell, dass er ein flotter Zeitgenosse mit viel Vorwärtsdrang. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen für ein Vielseitigkeitspferd. Aber eines, das Angst vor Wasser hatte, war natürlich nicht gerade perfekt. Aber dazu war ich ja hier. Ich würde ihm zunächst die Angst vor Wasser nehmen. Nach einer halben Stunde beendete ich das Training für heute. Wir hatten uns ganz gut aneinander gewöhnt und ich hatte immer wieder bemerkt, dass er sehr schnell verstand, was der Reiter von ihm wollte. Nachdem ich ihn versorgt und abgedeckt hatte, ging ich erstmal nach drinnen und richtete mich in meinem Gästezimmer ordentlich ein, bevor ich nach zwei Stunden noch einmal nach draußen ging. Lost Boy war mittlerweile wieder abgeschwitzt und ich nahm ihm die Abschwitzdecke ab. "Wir gehen mal ein bisschen spazieren. Alles klar?" Ich schnappte mir Halfter und Strick und zog ihm beides an. Dann machten wir uns auf den Weg, um das schreckliche Gelände zu erkunden. Wir waren eine halbe Stunde unterwegs und ich hatte mehrmals versucht ihn zu überreden durch eine Pfütze zu gehen, aber bisher ohne Erfolg. Ich hatte aber auch noch nicht damit gerechnet, dass er gleich am ersten Tag Fortschritte machen würde. Die Angst saß wohl tief und musste nach und nach abgebaut werden. Das hier würde eine längere Prozedur geben, aber während ich die Angst mit ihm abtrainierte, würde ich natürlich auch schon an der nächst höheren Disziplin im Geländespringen arbeiten. Man musste das Wasser ja nicht von Anfang an dazu nehmen. Ich brachte Lost Boy wieder in seine Box und nachdem ich mit Rachel zu Abendgegessen hatte, verzog ich mich auf mein Zimmer und stellte einen Trainingsplan zusammen, der voraussah, dass ich in drei Monaten fertig sein würde. Eine lange Zeit, aber Training brauchte nun mal seine Zeit und mein Team zu Hause war großartig, sodass ich mir keine Gedanken machen musste, wie es meinen Pferden zu Hause erging. Sie wurden bewegt, gefüttert und bekamen jeden Luxus, den sie verdienten. Jetzt war gerade Lost Boy mein Sorgenkind. Dass er Angst vor Wasser hatte, machte es mir natürlich nicht gerade leicht, aber auch das würde ich schon in den Griff bekommen. Ich ging erst einmal Schlafen. Morgen würde der Tag schon wieder ganz anders aussehen. Bevor ich mich mit Lost Boy auf die Geländestrecke wagen würde, wollte ich ihn erst ein paar Mal auf dem Springplatz gesprungen sein und das tat ich die nächsten vier Tage auch intesiv. Der Hengst hatte auf jeden Fall keine Angst vor den Sprüngen, sondern zog an und sprang kraftvoll darüber. Das Springen war schon mal nicht sein Problem. Während ich ihn auf dem Platz langsam an etwas höhere Hindernisse gewöhnte, ohne dabei die nächste Stufe zu erreichen, ging ich regelmäßig mit ihm spazieren und nutzte jede Gelgenheit, die sich mir bot, um ihn an Wasser zu gewöhnen. Ich hatte es mit viel Geduld nach einer Woche geschafft, dass ich seinen Huf heben und ihn ins Wasser setzen konnte. "So ists brav, mein Junge", sagte ich und klopfte ihm sanft den Hals. "Super. Sehr gut." Etwas angespannt stand der Hengst neben mir und zog schließlich seinen Huf wieder aus der Pfütze. "Alles gut." Wieder nahm ich seinen Huf und setze ihn ins Wasser. Dieses Mal war er schon etwas weniger angespannt, aber nur kaum merklich. "Alles gut. Das Wasser tut dir nichts. Siehst du." Er schnaufte und trat ein paar Schritte zurück. Es gelang mir ihn wieder näher an die Pfütze heranzubringen und wieder hob ich seinen Huf und stellte ihn ihm Wasser ab. Da er immmer ein paar Sekunden stehen blieb, blieb mir genug Zeit, nun auch den anderen Huf zu heben und ihn ins Wasser zu stellen. Das wurde ihm dann aber doch etwas zu viel und er setzte den rückwärtsgang ein. "Ruhig. Alles ist gut." Sanft kraulte ich ihn und führte ihn erneut an die Pfütze heran. Ich wiederholte dieses Training jeden Tag und nach und nach merkte ich, dass er sich wohler in der Nähe von Wasser fühlte. Mittlerweile befanden wir uns schon auf dem Trainingsgelände für das Geländespringen. Vor den Hindernissen ohne Wasser fürchtete er sich nicht, sondern nahm sie ohne zu Zögern. Ab und an merkte man schon, dass er im Gelände unsicher war, aber beim Springen verweigerte er nie. Unsere entspannten Spaziergänge trugen neben dem Angsttraining vor Wasser, auch zu seiner Gelassenheit im Gelände bei. "Ich würde gerne mal mit dir ausreiten. Hättest du heute Zeit", fragte ich Rachel, die kurz zögerte, dann aber doch zustimmte und sagte:"Ja, okay. Eine Stunde kann ich wohl entbehren. Wir treffen uns in 15 Minuten vorm Stall." Ich nickte und machte Lost Boy fertig. 15 Minuten später trafen wir zusammen und stiegen auf. Der Geländeritt mit Lost Boy war zunächst angespannt, aber nach und nach übertrug sich die Ruhe von Rachels Pferd auch auf den Hengst und er entspannte sich etwas. Dem Wasser wich er nach wie vor aus, aber ansonsten schien das Gelände nach und nach seinen Schrecken zu verlieren. Er würde wohl immer ein eher schreckhaftes Pferd bleiben, aber eines, das nicht bei jeder Kleinigkeit in die Luft ging, sondern das sich nach und nach an das Gelände und die fremden Geräusche gewöhnen würde und nur immer mal diese Phase haben würde. Nach einer Stunde kamen wir am Hof an und ich beendete das Training für heute und beschäftigte mich noch etwas mit dem Hengst ohne mich ihm aufzudrängen. Wenn er kommen wollte, dann sollte er das tun. Das Training um Lost Boy die Angst vor dem Wasser zu nehmen verlief schleppend. Er hatte zwar mittlerweile zwei Hufe im Wasser, aber ich konnte ihn trotzdem nicht dazu überreden, auch nur einen Schritt weiter zu gehen und das hier war nur eine Pfütze. Er musste aber beim Geländespringen irgendwann zwangsläufig auch durch tieferes Wasser. Da es vorwärts nicht funktionierte, beschloss ich es rückwärts zu versuchen. Ich stellte ihn also mit der Hinterhand zur Pfütze auf und schob ihn dann langsam rückwärts. Er zuckte leicht zusammen, als seine Hinterhufe das Wasser berührten, ließ sich aber von mir beruhigen und ging noch ein paar Schritte zurück, sodass er nun vollständig im Wasser stand. Wenigstens ein paar Sekunden, bevor er wieder nach draußen drängelte. "So wars fein. Ganz brav." Ich wiederholte die Übung ein paar Mal und jedes Mal blieb er etwas länger im Wasser. Fast jeden Tag ging ich auch mit ihm auf die Geländestrecke oder trainierte auf dem Platz. Ab und zu ging ich auch ins Gelände, um ihm die Angespanntheit dort ebenfalls zu nehmen. Es war ein aufwendiges Unterfangen aber man sah deutliche Fortschritte, denn der Hengst war lange nicht mehr so angespannt und konnte sich im Gelände schon richtig fallen lassen. Ab und zu kehrte seine Unsicherheit zurück, aber wenn der Reiter souverän blieb, beruhigte er sich auch schnell wieder. Die Sprünge beim Geländespringen waren für ihn überhaupt kein Problem. Es schien ihm sogar Spaß zu machen. Nur ins Wasser waren wir bisher noch nicht vorgedrungen, aber das würde noch kommen. Im Gelände ging er mittlerweile vorwärts und fast ohne Angst durch die Pfützen, aber wie gesagt, das Wasser beim Geländespringen würde tiefer sein. Trotzdem wollte ich jetzt anfangen mit ihm auch durch das Wasser auf dem Trainingsgelände zu gehen. Zunächst zu Fuß. Er weigerte sich, ebenso wie bei der Pfütze, also schickte ich ihn rückwärts. Hier machte er etwas mehr Theater, ließ sich aber schließlich davon überzeugen, dass er rückwärts zu gehen hatte. Zunächst berührte er nur mit den Hinterhufen das Wasser und entspannte sich tatsächlich. Offenbar hatte er gemerkt, dass das hier nichts anderes war, als eine große Pfütze. Ich lobte ihn und schob ihn vorsichtig noch ein Stück tiefer. Etwas angespannter stand er da und ich merkte, dass er gerne nach draußen wollte, also lobte ich ihn ausgiebig und ließ ihn wieder rauskommen. So setzte ich das Training in den nächsten Tagen fort und vier Tage später folgte Lost Boy mir angespannt, aber ohne Panik durch das Wasser. Doch damit war es nicht getan. Er würde im Galopp durchs Wasser müssen, mit Reiter obenauf. Also erstmal wieder Schritt. Der Hengst wurde unsicher, als er niemanden mehr hatte, der vor ihm das Wasser durchquerte und es dauerte wieder eine gewisse Zeit, bevor er die ersten Schritte ins Wasser machte, aber nach und nach ließ er sich auch von oben durchs Wasser führen und vertraute der Reiterin oben genauso wie der Führerin vorher unten. "So ists gut, mein Junge." Im Schritt ging er jetzt schon brav durchs Wasser, trabte ich aber an, wurde er wieder unsicher und leicht panisch und versuchte dann nur noch aus dem Wasser zu rennen. Auch das brauchte Zeit, aber zum Schluss ging er in allen drei Gangarten durch das Wasser. Solange der Reiter obendrauf ruhig blieb, war auch Lost Boy entspannt. Wurde man aber hektisch, dann verunsicherte ihn das. Lost Boy war bestimmt noch lange kein souveränes Geländespringpferd, aber er war auf einem guten Weg und er würde seinen Weg gehen, wenn er weiter gefördert würde. Seine Panik vor dem Wasser hatet er überwunden. Man merkte ihm an, dass er es noch immer nicht besonders toll fand, aber er vertraute dem Reiter dahingehend, dass er nicht gefressen wurde und wenn Rachel da weiter am Ball blieb, dann würde er irgendwann seine Scheu ganz verlieren.Das Training hatte sogar länger als drei Monate gedauert, aber ich war zufrieden mit mir und mit Lost Boy und auch Rachel war erleichtert, dass wir das mit dem Wasser hinbekommen hatten. "Du musst das regelmäßig mit ihm machen, um ihn immer wieder zu erinnern, dass er davor keine Angst hat. Wenn er mal unsicher wird, dann musst du ihm Sicherheit geben." Sie hatte ihn auf dem Geländepacours souverän geritten, sodass ich mir da keine Gedanken machte. "Aber natürlich darfst du auch die anderen Hindernisse nicht außer acht lassen und solltest immer wieder die Abläufe variieren, damit er beschäftigt bleibt und die Schreckhaftigkeit im Gelände weiter abgebaut wird. Er wird nie völlig gelassen sein, aber er wird auch nicht einfach davonstürzen, wenn er in einer Situation unsicher wird." Ich verabschiedete mich von Rachel und sagte zum Abschied noch:"Falls es irgendein Problem gibt, ruf mich einfach an und ich bin da." Sie nickte und wir umarmten uns zum Abschied. Ich stieg in mein Auto und machte mich dann auf den Nachhauseweg. Es war schön gewesen hier zu sein, aber jetzt freute ich mich auch wieder auf zu Hause.
      © Samanta | 13837 Zeichen
    • Sosox3
      1. Tierarztbericht - Januar 2017
      Tierarztbericht - Pferdklinik & mobiler Tierarzt "Horse Heaven" | Lost Boy

      Am Mittwoch morgen machte ich mich auf den Weg zu Rachel, um ihren jungen Hengst Lost Boy zu untersuchen. Sie hatte mit bereits erzählt, dass er bisher noch keinen Tierarzt kannte, und dementsprechend unsicher sein würde. Ich war gespannt, was er an Untersuchungen zulassen würde.

      Als ich auf dem Hof ankam, kam Rachel bereits auf mich zu und führte mich zu einer kleinen Weide, auf der der schicke gescheckte Hengst gerade stand. Sie schnappte sich ein Halfter und holte ihn nach vorne. Wir entschieden uns dazu, die Untersuchung auf der Weide zu machen, falls er sich doch los reißen sollte. Ich begann ganz vorsichtig, indem ich ihn streichelte und ihm den Hals kraulte. Er war gar nicht schüchtern oder unsicher, was aber auch daran liegen könnte, dass er noch nicht wusste, was ich vor hatte. Ganz langsam schaute ich seine Augen und Ohren an, tastete seinen Hals ab und guckte dann vorsichtig in sein Maul. Er legte skeptisch die Ohren an, aber er wehrte sich nicht. Ich gab ihm ein Leckerli zur Belohnung und tastete mich weiter nach hinten vor.

      Das Abtasten seines Rückens fand er nicht schlimm, das kannte er schließlich vom Putzen und Satteln. Er zeigte auch keine Reaktion und ich konnte nichts Auffälliges feststellen.
      Nun holte ich mein Stethoskop raus und zeigte es ihm erst einmal vorsichtig. Er schnupperte daran und wollte fast hinein beißen. Ich hörte sein Herz und seine Lunge, sowie seinen Bauch ab. Er drehte sich unruhig hin und her und schien nicht so wirklich zu wissen, was ich da machte.

      Anschließend bat ich Rachel, ihn eine Runde im Schritt und Trab zu führen, und er lief brav und schwungvoll neben ihr her. Seine Bewegungen sahen sehe taktrein und flüssig aus.

      Zum Schluss kamen wir zum schwierigsten Teil: Lost Boy sollte zum ersten Mal in seinem Leben geimpft werden.
      Ich zog die Spritze auf und gab Rachel ein Leckerli. Wir banden ihn nicht an, sondern hielten ihn nur locker fest. Ich suchte die richtige Stelle an seiner Brust und während Rachel ihm das Leckerli gab, setzte ich die Spritze. Er quietschte auf und warf sich zurück. Rachel konnte ihn nicht halten und er lief ein paar Schritte über die Wiese. Aber die Spritze saß und die gesamte Impfung war im Pferd. Wir gingen noch einmal zu ihm, streichelten und beruhigten ihn ein bisschen und nahmen ihm dann das Halfter ab. Ich vermerkte die Impfung in seinem Pass und verabschiedete mich dann von Rachel.

      |25.01.2016 © Möhrchen
    • Sosox3
      3. Pflegebericht - März 2017
      Januar 2017
      Neue Einsteller

      “Smetti, wir müssen aufstehen. Es ist schon 6 Uhr dreißig, die Pferde erwarten in dreißig Minuten ihr Futter und mit viel Glück schaffen wir unseren Zeitplan heute noch”, wachte ich selbst erst gerade ziemlich panisch auf. “Ja…”, murmelte er und schlang seine Arme um mich herum. “Wir müssen wirklich. Ich muss mich noch fertig machen und dann Arza die Hufe kürzen. Die Gute hat es nötig”, versuchte ich mich aus dem warmen Bett zu kämpfen. “Hmm, dann auf”, murrte er und ließ mich aus dem Bett steigen. “Wenn du um 7 Uhr nicht aus dem Bett und unten im in der Schmiede bist um die Eisen für Attentivenly zu erhitzen, dann gibts Ärger, glaub mir”, drohte ich ihm und küsste ihm die Stirn. “Alles klar”, grinste er und drehte sich seufzend um. Flüchtig sah ich noch einmal auf den Wecker ehe ich mich schnell anzog und schon ins Bad ging um das volle Programm hinter mich zu bringen.

      Fertig geschminkt und die Haare zurecht gemacht, stolperte ich über den Hof. Abby und Val waren schon wach und fütterten den Pferden schon mal ihr Kraftfutter. In der Zwischenzeit fing ich an, den Offenställen Heu zu geben und fütterte direkt danach auch schon beide Fohlenherden. Calorro stapfte gleich auf mich zu, als er sah wie ich das Heunetz befüllte. Für einen kurzen Schmuser hatte ich Zeit, für mehr aber gerade bei der Fütterung nicht. Man merkte, dass er von Rising Star abstammte, fürs Kuscheln war Risa ja eh immer zu haben. Ich fütterte noch unsere Zuchtpferde und zu Guter Letzt die Schulpferde. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich noch etwas im Verzug war. Warum war ich auch nicht mit dem Wecker aufgestanden…? Egal, jetzt musste ich mich halt ein bisschen sputen um im Zeitplan zu bleiben. Völlig außer Puste stapfte ich wieder zum Offenstall um mir Arza zu schnappen. Barhufer machte ich immer gern, vielleicht würde ich bald wieder in der Schmiede arbeiten, aber eben nur für Barhufer. Die ganze Nacht hatte es geschneit und seit ein paar Stunden hatten wir ruhe vor rieselndem Schnee gehabt und jetzt fing es wieder an. Es wurde Zeit, dass wir einen Arbeiter einstellten. Die Boxen misteten sich schließlich nicht von selbst und auch die Fütterung würde uns dann abgenommen werden. Zumindest die Fütterung des Heus. Der Offenstall kam mir ohne Balerinë etwas leer vor. Arza und Bonbone allerdings verstanden sich prächtig. Ich überlegte nur Acacia und Born to Die mit in den Offenstall zu stellen und die Junghengste in den anderen Offenstall zu stellen. Ebenso wollte ich meine erwachsenen Stuten allesamt an die Boxen gewöhnen. Viel in Planung und zu wenig Zeit, diese umzusetzen.

      Arza und Bohne stapften schon auf mich zu, als sie sahen, dass ich zu ihrem Offenstall ging. Von Bohne war ich das ja schon gewohnt, von Arza aber weniger. Ich wusste jetzt schon, dass es gleich wieder einen riesen Aufstand geben würde, sobald Arza aus dem Stall in die Schmiede geführt werden würde. Also musste ich etwas schneller vom Offenstall zur Schmiede gehen. Bohne klebte einfach zu sehr an den Pferden ihrer Herde. Ich schnappte mir also Arza mit ihrem alten Halfter und führte sie in einem flotten Schritt aus dem Offenstall. Es dauerte nicht lange, da schrie Bonbone schon so laut und lange, als würde es um ihr Leben gehen. “Dumme Nuss”, murmelte ich und führte die Fuchsstute zielstrebig in die Hufschmiede. Smetti hatte es tatsächlich geschafft mit Attentivenly vor mir in der Schmiede zu sein und schnitt ihr mit dem Hufmesser schon die Hufe aus. “Dein Ernst? Die ist nicht so leicht beim Hufschmied, die musst du von beiden Seiten anbinden, sonst dreht sie dir spätestens beim Beschlagen ab und du kannst froh sein, wenn sie dich nicht tritt”, erklärte ich ihm mit einem Ton, der sowohl mich als auch ihn irritierte. Schnell machte er auch schon den zweiten Strick ans Halfter. Wir hatten momentan in der Schmiede nur Sachen für ein Pferd, also entschied ich mich, einfach zu unserer mobilen Schmiede zu gehen und band Arza auch gleich am Wagen an. Auch bei ihr musste ich aufpassen, denn auch sie kannte den Hufschmied noch nicht. Ich wusste nicht ob meine Ruhe auf Arza abfärben würde, hoffte es aber inständig, sonst müsste ich sie wohl oder übel festigen und dann versuchen so schnell wie möglich durch zu kommen. Die Hufe konnte ich zum Glück noch ordentlich säubern und machte auch rasch einen Probeschnitt um zu sehen wie viel weg musste. Zum Glück nicht so viel, dafür hatte sie allerdings sehr harte Hufe, womit ich dann die Mühe hatte diese zu kürzen. Bis dato lief noch alles gut, bis ich den Hufbock aus dem Wagen nahm und Arza anfing wie wild zu schnaufen und die Nüstern zu blähen, da sie Angst vor dem eisernen Gegenstand zeigte. “ Ist doch nur der Hufbock. Der beißt dich nicht”, lächelte ich und stellte ihn einfach vor sie hin. “Siehst du, alles in Ordnung.” Ich wartete nicht so lange, denn auch Arza beruhigte sich so langsam und sie fand das Feilen wohl angenehmer als das Raspeln. Mit ihr hatte ich nicht ganz so viel zu tun, wie Smetti mit Attentivenly, aber auch mit Arza hatte ich schon meine Mühe, wobei ich ja schon lange nicht mehr in der Hufschmiede tätig. “Na komm, du gute. Ich bring dich jetzt wieder zu Bonbone und schau mal bei Smetti und Atti nach, wie weit die beiden sind.” Ein leises Schnauben gab die Fuchsstute von sich und setzte sich auch gleich in Bewegung. Durch die Aufregung war sie leicht an Hals und Schulter geschwitzt, sollte aber schnell getrocknet sein, wenn sie sich in ihrem Auslauf wälzen sollte. Ich kannte Arza ja nun schon eine Weile und wusste genau, wie sie in manchen Situationen handeln würde. Genauso wie nach dem Training oder generell wenn sie geschwitzt war, wälzte sie sich nach einer kurzen Probe, welcher Boden ihr dann doch genehm ist. Ich schaute ihr noch einen Moment lang zu, nachdem ich sie wieder in den Offenstall brachte um dann wieder in die Schmiede zu gehen. Der Schnee wollte kaum aufhören und auch mit 0°C war es nicht sonderlich warm und die perfekte Temperatur zum Schneefall. Mit Handschuhen ging es einigermaßen, aber ohne hatte man am Ende des Tages keine Finger geschweige denn Hände mehr. Das Tor der Schmiede war zu, also wars innendrinne gerade wegen Attentivenly’s Beschlag verdammt warm. Ich öffnete langsam die Tür, lugte kurz durch und ging dann in die Sauna. Smetti war gerade dabei die Eisen zu erhitzen und bis dato hatte Attentivenly sich wohl gut gemacht und hatte sich noch nicht aufgeführt, aber ich wusste es doch irgendwie intuitiv, dass sich das gleich ändern würde. Und ich sollte Recht behalten. Kurz nachdem Smetti die Stute vorne beschlagen hatte, fing sie an zu tänzeln. Er hatte gerade erst das heiße Eisen hinten auf die Hufe gelegt und schon hatte sie begonnen auszukeilen und nicht mehr stehen zu bleiben. “Du Dreckspferd”, fluchte mein Partner und ich konnte ihn auch verstehen. Ich schnappte mir also Attentivenly’s Huf und hielt ihn fest in der Hand. Dieses Mal ging es schon etwas ruhiger. Es wurde einfach Zeit, dass sie den Hufschmied endlich regelmäßig kennenlernte. Er tat ihr ja nichts schlimmes, er half ihr sogar. Wir waren beide froh, als wir das endlich geschafft hatten und brachte Attentivenly lobend zum Paddock. Der Schnee machte es ihr etwas zu schaffen, glücklicherweise hatte die Gute jetzt Snowgrips unter den Eisen, sodass sich der Schnee nicht festsetzen konnte und keine Klumpen unter ihren Hufen angesammelt waren, was sie zum Rutschen bringen könnte. “Was machst du jetzt so?”, fragte mich Jensen neugierig und warf einen Blick auf seine Uhr. “Ich muss Alinghi jetzt dressurmäßig fördern und danach können wir ja mit Abby ausreiten gehen, wenn du magst. Ist ja einer deiner letzten Tage hier”, wurde ich zunehmend leiser. Schließlich würde er zu Fayenne, seiner Ex, nach Holland ziehen und einen Rettungshof leiten. Croatoan und Dash würden dabei mitziehen. Um Cro und Dash tat es mir wirklich im Herzen weh, nur von Smetti hätte ich es mir nie erträumt, dass er sich weiterhin mit seiner Ex treffen würde, alleine schon, weil sie genau wusste wie sie ihn wieder bekam. Aber darüber würde ich wohl schon wieder kommen. Die Schmiede leiteten ja nun wir beide. Er aus Holland aus und ich von Mazedonien aus. “Alles klar, ich trink mal nen Kaffee im Stübchen. Können uns ja gleich zu dritt im Stübchen treffen und die Pferde dann fertig machen.” Ich nickte stumm und machte mich dann zu Alinghi. Die Palominostute stand gerade mit Deila und Attentivenly auf dem Paddock, spielte mit den beiden bis sie mich sah. Sie hörte auf mein Schnalzen. Alle drei Stuten taten das, war aber auch eigentlich nichts neues. Irgendwie wurde es wieder Zeit ihre Mähne und ihren Schweif nach zuschneiden. Das konnte ich ja auch gleich in Angriff nehmen. Ihr neues Halfter hatten wir auf einem Adventsturnier durch eine Losung gewonnen und dies trug die große Stute seitdem. Es schien ihr auch zu gefallen, zumindest hatte sie einen Blick drauf, der zeigte, dass sie Stolz wie Oscar war. Heute würde ich nach der FEI eine S-Dressur mit ihr reiten, um sie auf die nächsten Turniere vorzubereiten, da wir durch die Körung etwas mit dem Training in Verzug waren. Atti und Deila ließen uns beide glücklicherweise das Paddock verlassen und so konnte ich sie in aller Ruhe in der Stallgasse anbinden und mir den Putzkoffer holen. Sie genoss es richtig wieder geputzt zu werden und ihre Decke mal wieder aus zu haben. Geschoren war sie trotzdem und so würde ich ihr später nach dem Training die Abschwitzdecke überziehen, damit sie sich nicht erkältete. Bei uns war ja nicht unbedingt gutes Wetter angesagt. “Dafür, dass du geschoren bist, verlierst du aber ganz schön viel Wolle”, jammerte ich, bedeckt voller beiger Haare, die ich mir wohl mühevoll wieder raus piddeln würde. Nachdem sie dann nun wieder glänzte, rückte ich mit Sattel, Schabracke, Gamaschen und Kandare an, danach ging es auch schon los.

      Die Halle war zum Glück leer, wer sollte auch anderes hier oben sein. Die Schulpferde hatten an ihrem Stall die Halle und die Einsteller und wir nutzten hier oben die. Ich riskierte einen Blick auf mein Samsung, welches unmittelbar ein paar Sekunden vorher vibriert hatte. “Ich reite Cherti noch gerade in den Grundgangarten und übe ein bisschen die Stand - Schritt und Schritt-Stand- Übergänge, dann mach ich mich für den Ausritt fertig”, stand in der Nachricht und ich zuckte mit den Schultern. Da war Cherti mir auch schon mal aus dem Kopf. Ich müsste wohl bald für Alinghi einen neuen Sattel anpassen lassen, da sie wieder aufgemuskelt hatte. In der Halle ritt ich sie dann erstmal 20 Minuten im Schritt und Trab warm, ehe ich mich der Kür widmete um bei den nächsten Trainingstagen unsere Fehler auszugleichen und uns zu verbessern. Wir ritten im versammelten Galopp zu X und hielten dort geschlossen. Den Gruß vergaß ich nicht, auch wenn es nur eine Übung war. Weiter ging es dann im versammelten Trab bis wir bei C die Hand wechselten und die linke Hand präsentiert wurde. Von H wechselten wir in den Starken Trab und ab F ritt ich sie wieder versammelt. Auf A ritt ich die erste Traversale nach rechts, 5m wie es gewünscht war und die letzte ebenfalls nach rechts, die mittlere Traversale ging wieder rüber zu A. Ab C ritten wir wieder auf der rechten Hand um ab B zu diagonal die Passage zu präsentieren. Als wir auf der Mittellinie waren, galt es die Piaffe mit 8-10 Tritten und maximal einen Meter vorwärts zu absolvieren und genau hier wurde es für Alinghi ein wenig schwerer. Durch ihre Tritte waren wir gut 2 m weiter als vom Ausgangspunkt gekommen. Ritten dann aber die Aufgaben noch zu Ende. Es kam ein weiteres Mal diese Aufgabe auf uns zu und auch hier hatten wir wieder unsere Schwierigkeiten. Nach der Passage ritt ich von P-F im starken Schritt, bei dem Alinghi auch gut unter trat und ab S über H bis C im Versammeltem Schritt ritt. Für sie war es eine kurze Pause, für mich jedoch nicht. Ab C ritt ich im versammelten Galopp rechts und ab M versammelte ich sie wieder. Nach der letzten Ecke versammelte ich sie bei K wieder und vollzog einen fliegenden Galoppwechsel, den die Palominostute gut annahm. Gefragt wurde nach einem versammelten Galopp von K-A-F-P und ab P traversierten wir erneut nach links, bis wir auf der Mittellinie waren, dort ging es dann weiter gerade aus. Die folgende Pirouette hielt uns in Schach, ein weiter Punkt den wir üben mussten. Bei C wechselten wir in den starken Galopp auf der linken Hand. Nun ritten wir auch wieder zu F, versammelten dort und vollzogen auch hier wieder einen fliegenden Wechsel. Bei V traversierten wir auch schon wieder zu X und machten dieses Mal bei I die Pirouette nach rechts. Ganze zwei Runden waren gefragt, Alinghi fand das ganze jetzt nicht so prickelnd und hätte mich wahrscheinlich am liebsten vom Boden aus gelyncht. Ich ritt noch die letzten paar Aufgaben, war aber doch froh, als mein Schweißgebadetes Tussileinchen wieder im Schritt bschnaubte und mir die ganzen Aufgaben nicht ganz so übel nahm. Als ich auf ihren Hals klopfte, hallte es durch die ganze Halle. Wir waren schließlich allein in der Halle, da wurden die kleinsten Geräusche laut.

      Ich kratzte ihr die alle vier Hufe aus und legte ihr die Abschwitzdecke auf. Sie dampfte wie ein Schlachtschiff, verhielt sich in ihrem Gang auch so. Aber daran konnte ich ja nichts machen. Sie war halt keine Elfe. Abby hatte Cherti fertig gemacht und fütterte nun auch schon die Pferde. “Danke dir, du bist eine große Hilfe, Abby”, sah ich sie an und lächelte dankbar. Ohne sie würde mir hier wohl der Arsch auf Grundeis laufen. “Ich lass die jetzt über den Ausritt in der Box, Pegaeae ist ja noch mit Maekja hier im Stall, da geht das ja.” Die Blonde nickte nur lächelnd, “Ich mach nach dem Füttern Tequila fertig. Ich hoffe ich brauche mit dem Biest nicht so lange.” Abby rollte mit den Augen, als sie das sagte. Tequila war aber auch ein Arschlochpferd im Umgang, beim Reiten jedoch eine ganz Liebe. Bonbone war aber selbst keinen deut besser. Die drei Stuten kamen gleich auf mich zu und sahen mich aufmerksam an. “Ich hol nur Bohne, ihr könnt ruhig wieder grasen gehen”, grinste ich die drei an und griff nach Bohne’s Halfter. So langsam wurde es Zeit ihr ein neues Halfter zu kaufen, ihr jetziges zerfiel fast schon in seine Bestandteile. Naja eigentlich war es nur etwas ausgefranst. Während ich sie putzte, zickte sie wieder deutlich rum und ich beschäftigte mich damit, ihr Verhalten zu ignorieren. Sie mochte es einfach nicht, damit hatte ich mich die letzten 2 Jahre abgefunden, aber was wollte man machen. Auch Pferde haben einen Charakter und mögen die einen Sachen mehr als die anderen. Satteln konnte ich sie wenigstens in Ruhe und sie schien einen guten Tag zu haben. Ich legte ihr ein paar Gamaschen an und machte die Steigbügel runter. Ich führte sie zum Stall und gurtete noch einmal nach. Abby hatte mit Tequila immer noch zu kämpfen und versuchte ihren Schweif vom Stroh zu befreien. Ihre Stute hatte einfach eins an der Waffel, denn als Abby jetzt mit ihrem Sattelzeug um die Ecke kam, spitzte sie die Ohren aufmerksam und blieb artig stehen. “Die hat sie doch nicht mehr alle”, seufzte meine Azubine auf und legte ihrer Stute die Schabracke auf, danach den ihren Dressursattel und sah zu mir. “Ich weiß wie du dich fühlst. Hier das Luder neben mir hat auch Probleme mit dem Putzen. Sind halt Arschlochpferde, aber was will man machen”, zuckte ich lächelnd mit den Schultern. “Immerhin lassen wir jetzt die Seele baumeln”, grinste sie und gurtete am Eingang der Stallgasse nach. Gemeinsam stiegen wir auf und ritten am Offenstall vorbei, bei dem Val gerade erst angefangen hatte ab zuäppeln. “Wir sind maximal um 11 Uhr wieder hier, wir wissen ja nicht wie Tequila sich benimmt und Bohne hat ein wenig Pfeffer unter Arsch.” Valerie nickte nur kurz und drehte sich wieder um und ging ihrer Arbeit nach. Vielleicht würde sie sich danach um Cleavant kümmern, man wusste es nicht. Momentan ging es ihr psychisch eh nicht so gut. Sie steckte eben noch in der Pubertät. Ich trieb Bohne vorwärts in Richtung Waldweg, Abby kam mit Tequila auch gleich nach. Sie war zwar schwer guckig, doch strahlte Bonbone im Gelände eine so starke Ruhe aus, dass sich das wohl gleich auch legen würde. Wie erwartet konnten wir in Ruhe ausreiten gehen und hatten sogar Glück, dass wir weder Bären, noch Wölfe sahen. Gerade die Wölfe waren diesen Winter sehr aktiv gewesen, also konnten wir von Glück reden. Der Wald war noch etwas verschneiter als unser Hof es eh schon war und so war das Beintraining der Pferde auch kostenlos dabei. Die beiden mussten die Beine nun höher nehmen und um kurz vor 11 waren wir wieder am Stall. Die Pferde nass geschwitzt und ich entschied mich dafür, Tequila zuerst ins Solarium zu packen, Bohne stand in der Zeit in einer Abschwitzdecke in der Stallgasse bei den anderen Stuten. Lost Boy war der nächste, den ich zu trainieren hatte. Da ich ihn aber eh erst fertig machen musste, würde ich Bonbone kurz nach dem fertig machen noch ins Solarium packen. Val könnte sie dann gerade in den Offenstall führen. Lost Boys Beine waren nass als ich sein Paddock betrat und ihn ans Halfter nahm. “Hmm, dann muss ich dir die eben trocken rubbeln mit dem Handtuch”, moserte ich rum und hörte ein leises Kichern. Verwundert drehte ich mich um und sah Abby mit Achter Tag in der Hand auf dem Nachbarpaddock stehen. “Doof gelaufen was”, grinste sie und ich warf ihr einen griesgrämigen Blick zu. “Longier du den erstmal, danach können wir nochmal reden”, knurrte ich und führte den Schecken zur Stallgasse. Ich überlegte kurz, band den Hengst an und ging ans Solarium. “Okey, du bist trocken”, stellte ich bei Tequila fest und stellte die Sonnenbank für Pferde ab. Ich brachte Tequila auf eines der freien Paddocks und stellte kurz darauf Bonbone unters Solarium. Für sie war es immer noch etwas neues, sodass sie aufmerksam drunter stand, sich aber kurz darauf tiefenentspannte. Lost putzte ich erstmal ausgiebig und versuchte seine Beine zu trocknen. Ich wollte schließlich nicht, dass die Gamaschen scheuerten. Valerie baute mir gerade die Halle für den L-Parcours auf, den ich mit Lost Boy reiten wollte. Heute hatte sie fast nur die Drecksarbeit erwischt…

      Ich legte ihm seine alte Schabracke unter den braunen Springsattel und legte ihm dann die Gamaschen an. Damit fertig schaute ich nochmal bei Bohne nach, die inzwischen auch getrocknet war und führte sie schnell in den Offenstall, den Valerie blitzblank hinterlassen hatte. Arza und Acacia freuten sich richtig, als ihre Freundin wieder ‘nach Hause’ kam und brummelten sie an. Ich grinste nur und beeilte mich in den Stall. Lost Boy sah mich dösend an und bemerkte mich kaum, als ich die Stallgasse betrat. Puhh, Immerhin hatte er kein Spektakel veranstaltet. Ich trenste ihn auf und führte ihn vor die Hall, gurtete dort nochmal nach und ritt ihn erstmal im Schritt warm.

      Abby hatte in der Zwischenzeit Achter Tag schon geputzt und longierte ihn schonmal die ersten Runden im Schritt warm. Es hatte etwas gedauert bis er verstanden hatte, dass er nicht zu Abby in die Mitte sollte, sondern im Kreis um sie herum gehen sollte. Etwas verwirrt spielte er mit den Ohren, hörte dabei aber auf Abby’s Signale. “Teee-rab”, forderte sie ihn etwas energischer auf und ließ die Peitsche einmal knallen, als er nach mehrmaligen Signalen immer noch nicht antrabte. Etwas nervös und in einem schnellen Trab, fußte er zwar gut unter, war nur mit zuviel Kraft und Schnelligkeit dabei. “Brrr”, machte die Blondine und Achter Tag wurde etwas langsamer und trabte ausgeglichen. Einen Handwechsel würde den Hengst jetzt überfordern und so entschied sie sich ihn erstmal nur auf der rechten Hand zu arbeiten und in ein paar Minuten den Galopp hinzu nehmen.

      Lost Boy war nun warm genug und so ritt ich im versammelten Galopp den ersten Sprung bei F an. Dieser war ein Steilsprung im L-Niveau, den Lost gut überflog und nicht mitnahm. Der zweite Sprung zwischen M und H aufgebaut, eine Triplebarre, überflogen wir auch in einem angenehmen Tempo. Beim dritten Sprung, einem weiteren Steilsprung, war ich falsch angeritten und so waren wir dran vorbeigeritten. Sprung 4 stand mit fast 14m entlang der Diagonale. Bei der Kombination 7a und b hatten wir etwas unsere Probleme, sodass wir den Sprung 3x anreiten mussten ehe es klappen wollte. Heute hatte er wohl eh keinen guten Tag, dennoch mussten wir trainieren für seine Körung, die bald anstand.

      Abby hatte Achter Tag nun auch im Galopp auf der rechten Hand und schaute sich seinen Galopp gut an. “Nächstes Mal üben wir mit Stangen, wenn du soweit bist”, murmelte die Blonde junge Frau über den KWPN-Hengst an ihrer Longe. Langsam wurde es Zeit für einen Handwechsel und sie gab ihm ein Signal, für das er in die Mitte kam. Nun fing das ganze spektakel aber wieder an. Achter Tag machte wieder genau dasselbe wie am Anfang. Er tat alles, nur nicht im Kreis laufen, doch auch hier trickste Abby ihn aus, sodass es dieses Mal gar nicht so lang dauerte wie am Anfang. Rasch ging er im Schritt um seine Pflegerin herum und trat dabei relativ gut unter. Mit mehr Longenarbeit würde er auch wieder fitter und wacher werden.

      Als Abby die Grundgangarten abgefragt hatte und ihn gut eine ¾ Stunde nun gearbeitet. Val hatte in der Zwischenzeit Best Look for my Weekend fertig gemacht und ausgiebig geknuddelt, sodass sie jetzt in der Reitschulhalle die relativ große Reitponystute erst einmal warm ritt im Schritt. Ihre Kondition hatte sich noch nicht wirklich verbessert, dafür aber die Manier unter meiner Nichte. Ich war inzwischen mit Lost Boy fertig und stellte den Hengst in die Box, gekleidet mit einer Abschwitzdecke. Während ich die Halle von den Sprüngen befreite und kurz darauf noch abäppelte, hatte sich Abby zu Val gesellt und gab ihr eine Stunde in der sie mit Weekend das Viereck vergrößerte und verkleinerte und die Übergänge flüssiger zu reiten übten. Gegen 12:50 waren auch Val und Weekend fertig und brachten die geschwitzte Ponystute in ihre Box. Statt wie geplant auszureiten mit Arquera entschied ich mich erstmal Calorro, Frieda und British Gold auf ein Paddock. Daneben stellte ich Attentivenly mit Zafinaah, welche hochtragend war auf das benachbarte Paddock und auf der anderen Seite stand kurz darauf dann Kunis zusammen mit Injaki und Riverside drauf.
    • Sosox3
      Ein Wunschzettel an den Weihnachtsmann

      Lost Boy und meine weiteren KWPN's waren nun schon fast ein ganzes Jahr bei einem Ausbildungshof untergebracht worden und ich vermisste allesamt doch schon sehr. Lost Boy war schon immer einer meiner Lieblinge gewesen, umso mehr tat es mir weh, ihn weggeben zu müssen. Der zutrauliche Hengst, der nur so von Intelligenz und Willenskraft strotzte, fehlte einfach auch dem Hof, das war auch Val aufgefallen. "Du hast dich echt schwer getan, die Sportpferde nicht mehr für die Zucht vorbereiten zu können. Sie waren doch auch noch so jung, bis auf Deila", sagte Abby neben mir auf dem Beifahrersitz des Transporters. Wir kamen an der Weide von meinen drei Hengsten an und sah gleich, dass es ihnen doch vom äußerlichen sehr gut ging. Lost Boy stapfte geradewegs zu uns an den Zaun und neckte mich freundlich. Er hatte gewartet und sah mich aufmerksam an, nach dem Motto: "Hol mich mit, ich will arbeiten!" Ich nahm mir ein Halfter und nahm ihn von der Weide. Wasserstern, der Rüpel und Achter Tag wollten auch gleich mit, so ließ ich Abby Wasserstern und Valerie Achter Tag holen, weil Abby doch ein ganzes Stück erfahrener war als meine jüngere Cousine. Lost ging in ruhigem Schritt und aufmerksam neben mir her und begutachtete den Wald um uns herum, erschrak jedoch nicht mal, wenn ein Hase an uns vorbei huschte oder es irgendwo im Dickicht knackte. "Ihr kommt alle wieder mit", das war das Fazit. Meine ehemalige KWPN-Zucht sollte wieder zum Leben auferstehen, so wie es ein Phönix aus der Asche tat.

      1502 Zeichen
    • Eddi
      2. Tierarztbericht - April 2018
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      Von einem Gestüt ging es für mich direkt zum nächsten. Ich gönnte mir nur kurz eine Pause, um mir bei einem naheliegenden Bäcker einen Kaffee zu holen. Nun ging es zu Rachel Wincox auf das Gestüt Briar Cliff. Dort erwarteten mich zwei Warmbluthengste, die ihre typische Standarduntersuchung vor sich hatten. Die Anfahrt verließ recht problemlos und so war ich sehr fix an Ort und Stelle.
      Rachel nahm mich direkt herzlich in Empfang und führte mich in den Stall. Dort stand der Rappe Wasserstern bereits geputzt am Putzplatz und brummelte seine Besitzerin leise an, als wir näher kamen. Ich bat Rachel direkt, ihn mir einmal im Schritt und einmal im Trab vorzuführen. Daraufhin machte ich noch die Beugeprobe, ehe ich zufrieden nickte und wir ihn wieder anbanden.
      Als erstes warf ich einen Blick in Augen, Ohren und Maul, um zu schauen, ob alles in Ordnung war. Danach hörte ich Herz und Lunge ab, ehe ich Wasserstern noch ausführlich abtastete. Ebenso kontrollierte ich die Körpertemperatur, doch bei dem Hengst war alles im grünen Bereich. Er war rundum fit und das sah man ihm auch an.
      Ich lobte ihn kurz und schaute dann in seinen Impfpass. Für Wasserstern standen alle Impfungen auf den Plan, also wurde er gegen Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut geimpft. Abschließend bekam er dann noch seine Wurmkur und schon durfte er zurück in seine Box. Ich erneuerte direkt den Impfpass und kurze Zeit später stand schon Lost Boy vor mir.
      Bei ihm handelte es sich um einen siebenjährigen Schecken, der nicht ganz so überzeugt von meiner Anwesenheit war. Dennoch ließ er sich problemlos im Schritt und Trab vorführen. Auch am Putzplatz machte er keine Probleme. Ich konnte in Ruhe Augen, Ohren und Zähne anschauen und den Hengst abhören und abtasten.
      Auch bei ihm war alles in bester Ordnung, die Körpertemperatur lag im Normalbereich und man sah keine Auffälligkeiten. Also galt es nun nur noch zu impfen. Lost Boy erhielt ebenso das Komplettpaket für alle Impfungen und zuletzt noch die Wurmkur. Danach war auch er schon fertig und durfte zurück in die Box. Ich machte noch seinen Impfpass fertig und verabschiedete mich dann von Rachel, um mich direkt auf den Weg zur nächsten Kundin zu machen.
      2196 Zeichen, von Eddi
    • Sosox3
      Falling Door
      Alinghi, you Walk On Broken Glass; Lost Boy ; Wasserstern ; Karl ; Deila ; Achter Tag ; Royal Kiss ; Flic Flac's Rohdiamant ; Calorro ; Arza ; Mars ; Nanook ; Bonbone ; Mytil


      „So ist gut!“, rief ich Valerie zu, die sich das erste Mal auf Nanook setzte. Nachdem wir uns dazu entschieden haben Cleavant an die Blakes zu verkaufen, wurde Val so richtig mit Nanook warm. „Er ist ruhig“, sagte sie verwundert zu mir. „Das kommt vom vielen Vorbereiten“, lächelte ich sie an. Sie zwinkerte mir zu und ich lief los. Nanook zeigte sich selbstsicher und folgte mir artig. Wir beließen es gerade dabei nur kurz auf ihm zu sitzen und lobten ihn ausgiebig. „Gut gemacht.“ Rasch fuhren die Ohren nach vorne und er neigte seinen Kopf an meine Hosentasche. „Nein, mein lieber, sonst wirst du noch fett“, grinste ich den jungen Falben an. „Verlasst ihr jetzt die Halle?“, fragte mich Abigail auf unserem Wasserstern, der schnaubend am Halleneingang stand. „Ja, ich muss mich um die Stuten und ihre Fohlen kümmern und Calle wollte ich noch ein bisschen longieren.“ „Alles klar, dann bereite ich Wasserstern weiter auf seine Körung vor.“ Sie trieb den großrahmigen Rappen vorwärts in die Halle. „Aber mach nicht so lange, es sind draußen ja schon 30°C!“ Abby nickte und konzentrierte sich dann weiter auf den Schwarzen Hengst unter ihr. Arza hatte noch immer nicht ihr Fohlen von Mars bekommen und stapfte mit Bonbone und ihrem Hengstfohlen Mytil auf in den Tälern vor unserem Hof umher. Hätten wir nicht mehrere Quellen hier oben, wären wir ziemlich aufgeschmissen, denn die Tränken funktionierten bei unserer Hitze nur selten, wenn die Stadt morgens die Deiche für das Wasser öffnete. Umso wichtiger war es uns, dass wir mehrmals am Tag das Wasser für unsere Pferde auffüllten. Calorro, Karl und Rohdiamant konnte man kaum trennen. Sie klebten bitterlich aneinander und das erschwerte uns die Arbeit, auch wenn Calorro zu einem stattlichen Hengst herangewachsen war. Seine lange Mähne hielten wir immer geflochten im Zopf außer bei besonderen Zwecken wie Schönheitswettbewerbe und Schauen, da trug er sie offen. Alinghi und Deila longierte ich, ebenso Lost Boy. Achter Tag und Royal Kiss genossen derzeit einen Ruhetag und verbrachten den ganzen Tag auf unserer mageren Weide.
    • Cooper
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      Lost Boy | Grundimmunisierung | 4050 Zeichen
      Nachdem ich in England war, hatte ich direkt schon einen Flug nach Mazedonien gebucht. Dort erwartete mich ein sehr berühmtes und erfolgreiches Springpferd, Lost Boy. Er gehörte Rachel Wincox. Auf Rachel bin ich schon einige male gestoßen. Vor allem bei dem ersten Anlauf der CHH' Klinik, auch privat hatten wir des öfteren Kontakt. Der Splash Hengst brauchte lediglich nur eine Grundimmunisierung. Deshalb hatte ich auch hier nur einen Tag das Hotel gebucht. Ich telefonierte wie immer mit Simon um mich zu vergewissern das alles auf Chattahoochee Hill's in Ordnung ist und wie es ihm geht. Nachdem stieg ich in den Flieger um nach Mazedonien zu reisen.

      Am frühen Morgen, eher mitten in der Nacht, landete ich und schmiss mich nach der Ankunft im Hotel sofort in das Bett. Am nächsten Morgen informierte ich Rachel das ich in einigen Stunden auf ihrem Gelände ankommen werde. Unglücklicherweise war das Wetter heute hier nicht wirklich toll. Es war sehr dunkel, regnerisch, dennoch warm. Ausgestattet mit den Grudimmunisierungen und Wetterfesten Sachen fuhr ich los. Auch diesmal mit einem Leihwagen. Ich nutze immer den gleichen Anbieter und mittlerweile kostete der Sprit mich schon mehr, wie das Mieten selbst. Ich hielt die Finanzen immer gut in einem Buch im überblick. Simon machte das zwar digital zusätzlich, dennoch behielt ich gern die Übersicht schriftlich. Als ich auf Briar Cliff ankam war es noch sehr ruhig, aber Rachen entdeckte mich sofort und begrüßte mich. "Lange nicht gesehen" lächelte sie. Ich nickte. Zunächst unterhielten wir uns für eine Weile, und sie führte mich direkt im Anschluss zum Stall der Showpferde von Briar Cliff. "Draußen ist doofes Wetter, wir werden ihn dann hier behandeln denke ich". Ich nickte erneut und fragte sie was sie für das beste hielt. "Ihn in der Box und in der Stallgasse impfen?". Wir einigten uns darauf das ich den Hengst in der Box Immunisieren sollte, dennoch war er dort mit Halfter und Strick angebunden. Es diente nur dazu das er sich wohler fühlte und wir ihn so etwas besser unter Kontrolle hatten. Bevor ich die Box betrat, stellte ich noch mein Handy auf Stumm. Rachel sagte mir vorab das er Angst vor dem Klingeln hatte. "Alle Störfaktoren die Kontrolliere werden können, sollte man auch kontrollieren". Zu erst ging Rachel in die Box und dann trat ich langsam hinein. Ich näherte mich dem Hengst immer dann, wenn er es auch zu ließ. Dann ließ ich ihn an mir schnuppern und zu guter letzt streichelte ich ihn. Flüchtig schaute ich mir den Hengst an, um sicher zu gehen das Impfen möglich war. Alle Vitalzeichen waren gut. Als ich seinen Pupillenreflex untersuchte viel mir sein linkes Ohr direkt in's Auge. Ich leuchtete und schaute näher hinein. "Sieht aus als hätte er eine leichte Ohrenentzündung. Sie ist noch nicht weit ausgeprägt, also alles gut. Auch Fieber hat er ja keines". Ich kramte in meiner Tasche herum und zog dann Antibakterielle Tropfen heraus. "Die einfach drei mal am Tag in's Ohr. Zwei Tropfen reichen jeweils. Das müsste sich dann schnell legen" sagte ich und nahm zur Sicherheit noch eine Probe des Ohres um weiteres Vorauszusehen. "Ich lasse das testen und sag dir dann bescheid". Rachel schien besorgt aber sehr entschlossen der Entzündung zu trotzen, schnell schrieb sie einen Zettel, sodass die Tropfen auch nicht vergessen werden würden. Keine paar Minuten später Immunisierte in den Splash Hengst, der sich sehr Tapfer schlug. Bei der zweiten Spritze und der Wurmkur legte er die Ohren an und verschwand in die Ecke, was aber den Prozess nicht wirklich behinderte. Nachdem alles eingetragen wurde lobte ich Lost Boy mit Stimme und Streicheleinheiten. "Er sollte vierundzwanzig Stunden am besten achtundvierzig Stunden nur leicht Bewegt werden. Bei anhaltendem leichten Fieber oder anstieg des Fiebers, bitte eine lokalen Tierarzt informieren" informierte ich noch und packte dann alles wieder zusammen. Ich verabschiedete mich dann zügig von Rachel und Lost Boy, da mein Flieger bald ging und ich noch mal zurück ins Hotel musste.
      "Wegen der Probe bekommst du dann per E-Mail bescheid, denke aber das alles in Ordnung ist" sagte ich noch bevor ich die Autotür hinter mir zu zog.
      Sosox3 gefällt das.
    • Sevannie
      Verschoben am 30.08.2019
      Grund:
      6 Monate keine Pflege.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Sosox3
    Datum:
    6 März 2017
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    9

    EXIF Data

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    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Abstammung
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    Von unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Von unbekannt Aus der unbekannt | Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Von unbekannt Aus der unbekannt | Von unbekannt Aus der unbekannt


    Exterieur
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    Hengst
    21.05.2011
    Rasse: KWPN
    Stockmaß: 176cm

    Fellfarbe: Bay Tobiano | Splash
    Geno: Ee Aa SplSpl nTo


    Interieur + Beschreibung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Lost Boy stammt wie Achter Tag aus einem niederländischen Gestüt, wo wir sie zusammen als potenzielle Zuchthengste zu uns kamen und nun zur Körung vorbereitet werden. Lost Boy ist aufgrund seiner Farbe und auch seiner Begabung ein super Vererber und zeigt seine springorientierte Linie. Im Springen bereits mehrfach M-platziert soll er bei uns als Springvererber dienen und auch weiterhin auf Zuchtschauen vorgeführt werden.

    Lost Boy ist ein verdammt intelligenter Kerl, der seine Intelligenz nicht verbirgt. Er weiß wie er seinen Strick öffnen kann, wie er seine Box öffnet und auch ganz genau die Lektionen, die man ihm näher bringen möchte, versteht er auf Anhieb. Lostie ist auch ein sehr robuster Kerl und kann sowohl in der Box als auch in einem Offenstall gehalten werden ohne schnell zu erkranken. Aber auch er hat so seine Macken, zum Beispiel kann er nicht unterm Sattel still stehen und hat einen starken Vorwärtsdrang. Was ihn jedoch aus der Fassung bringt, ist wenn einem das Telefon klingelt. Dann weiß er meist nicht ob er lieber weglaufen oder doch stillstehen soll. Lost Boy ist aber auf der Weide der Liebling und liebt auch jeden anderen. Demnach geht er mit jedem sanft um und freut sich wenn ihn jemand betüddelt. Vom Boden aus hat der junge Herr auch immer Respekt vorm Menschen.

    Weide: -
    Unterbringung: Paddockbox

    Einstreu: Stroh
    Futtersorte: Heu, 1 1/2 Schippen Josera Sport Plus
    Fütterungszeiten: morgens, mittags, abends


    Besitzer: Sosox3 (Rachel Wincox)
    VKR/Ersteller: Nuray


    Qualifizierungen + Erfolge
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    ● Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Qualifikation durch TB's

    Springen E A L M S S* S**
    Show Jumping: E A* A** L M* M** S* S** S*** S****

    Military E A L M S
    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****


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    Offiziell
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    Klasse E
    362. Springturnier, 2. Platz
    275. Militaryturnier, 2. Platz
    168. Synchronspringen, 3. Platz
    Klasse A
    365. Springturnier, 2. Platz
    167. Synchronspringen, 3. Platz
    226. Synchronspringen, 2. Platz
    Klasse L
    376. Springturnier, 1. Platz
    165. Synchronspringen, 2. Platz
    Klasse M
    381. Springturnier, 2. Platz
    164. Synchronspringen, 3. Platz
    166. Synchronspringen, 1. Platz
    169. Synchronspringen, 1. Platz-

    230. Synchronspringen, 3. Platz
    480. Springturnier , 1.Platz


    Inoffiziell
    -

    Zuchtverband
    -

    GHP - Prüfungen
    -

    Gewinnsumme: 180


    Ausbildung + Zuchtdaten
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    Trainingsplan
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren x


    Reitpferdeausbildung
    Einreiten ✔ | Hindernisgewöhnung ✔ | Stangenarbeit ✔ | Gelassenheitstraining x


    1 = Sehr gelassen, 6 = schlechtes / unsicheres Verhalten
    ● Angeboren
    Antrainiert Prüfung Abgeschlossen


    Fremde Umgebungen: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Platz/Halle: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Hufschmied: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Tierarzt: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Wasser: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Gelände: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Straßen: 6 5 4 3 2 1 ✪

    Stangenarbeit: 3 2 1
    Longenarbeit: 3 2 1 ✪

    Verladefromm: 3 2 1 ✪

    Schrecktraining: 3 2 1

    Bodenarbeit
    Treiben + Bremsen x | Rückwärtsrichten x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Halten x
    Abstand halten x | Wenden + Handwechsel x | Abruf x

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Kompliment x | Knien x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Rückwärtsrichten x | Spanischer Schritt x | Spanischer Trab x
    Passage x | Piaffe x | Seitengänge x | Traversalen x | Fliegender Wechsel x | Pirouette x
    Steigen (undefiniert) x | Levade x | Pesade x | Ballotade x | Croupade x
    Kapriole x | Courbette x | Lancade x


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Pferdepass

    Schleife

    HK/SK

    Zur Zucht zugelassen: nein
    Eingetragene Zucht: x
    Züchter/Herkunft: Niederlande


    Nachkommen
    1. -
    2. -
    3. -

    Gesundheitszustand
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    Letzter Tierarztbesuch: Januar 2017
    Chipnummer: x
    zuletzt kontrolliert [✔]

    Letzte Zahnpflege (jedes Jahr) Januar 2018

    Wurmkur (jedes Jahr) Januar 2018
    Tollwut Impfung (jedes Jahr) Januar 2018
    Tetanus Impfung (alle 2 Jahre) Januar 2019
    Influenza Impfung
    (alle 6 Monate) Juni 2017
    EHV-1 + EHV-4
    (alle 6 Monate) Juni 2017


    Gesamteindruck: gut
    Aktue Krankheit/en:
    Chronische Krankheit/en:
    Erbkrankheit/en:


    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert:
    Hufbeschaffenheit:
    Hufkrankheit/en:

    Beschlag vorne: -
    Beschlag hinten: -


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    PNG | Puzzel PNG | Offizieller Hintergrund