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Cooper

Losco ♂ | EVB | ♚

Militray, Distanz, Rennen* -> Sprinter

Losco ♂ | EVB | ♚
Cooper, 9 Feb. 2020
Bracelet, sadasha, Wolfszeit und 2 anderen gefällt das.
    • Cooper
      Kurzer Besuch bei Coopers Pferden | by Veija | 29. August 2016
      Heute hatte ich mir zur Aufgabe gemacht, einmal bei Coopers Pferden vorbei zu schauen. Ich hatte ihr versprochen, dass ich mich um die Tiere kümmern würde, während sie keine Zeit hatte, also tat ich das dann auch.
      Bei den Jungpferden waren es Sorayia, Cyoue, CHH' Elhae, Glamour of Death, Nour, Light up Hell, Aywy, Pantoffelchen, Taliah Cableah und Laarnié, die meiner Aufmerksamkeit bedurften. Ich schaute sie mir alle genau an, kontrollierte ihre Beine auf Verletzungen und ließ sie dann auf der Koppel in Ruhe. Als nächstes folgten jetzt die Stuten von Chattahoochee Hills. Cryfirra, Sajé, Deadly Ambition, Smelyalata, PFS' Phaela, Tabita, Felicita II und Sekuoia brachte ich alle zu erst auf die Koppel, ehe ich die Boxen ausmistete und nach dem Futter schaute. Als ich damit fertig war, folgten die Hengste. So brachte ich Aikon Aszu, Eskador, CHH' Guinness, London Grammar, Losco, Seattle Slew und Odyn ebenfalls auf die Koppel. Danach mistete ich die Boxen und kümmerte mich, genau wie bei den Stuten, um das Futter. Das waren jedoch noch nicht alle Pferde, ein paar fehlten noch. Aldaire, Siropòn, Quiet Giant, Vintage und Moment of Truth brachte ich zuletzt auf die Koppel, bevor ich auch ihre Boxen mistete und nach dem Futter schaute. Dann machte ich mich wieder auf den Heimweg, bis zu einem nächsten Besuch.

      Chattahoochee Hill's
      by sadasha
      Aikon Aszu, Eskador, CHH' Guinness, London Grammar, Losco, Seattle Slew, Odyn
      Mittlerweile war ich drei Tage lang auf Coopers Hof unterwegs und die Ruhe hier ließ mich nun in eine tiefe Entspannung fallen. Die Zeit schien hier im Moment still zu stehen und dennoch schritt sie stetig voran. Heute kümmerte ich mich um die Hand voll Hengste des Gestüts. Aikon Aszu, Eskador, CHH' Guinness, London Grammar, Losco, Seattle Slew und Odyn warteten bereits freudig darauf beschäftigt zu werden. Die Vollblüter hatten mächtig Feuer und so stand für mich fest, dass ich sie rennen lassen würde. Mit Hilfe eines Mitarbeiters bereitete ich die Rennstrecke vor und hole dann nacheinander die Hengste. Der Mitarbeiter wusste was zu tun war. Als Rennbahn-Noob hatte ich keine Ahnung davon wie man die Zeit misst und vom Ablauf kannte ich ebenfalls nur Bruchteile. Mein Spezialgebiet war nach wie vor der Geländeritt. Nach ein paar Stunden hatten wir alle Hengste bewegt und die Zeiten im Logbuch eingetragen. Am schnellsten war heute übrigens Guiness. Der graue Schimmel lag mit seiner Zeit einige Millisekunden vor Eskador.


      Chattahoochee Hill‘s Stables
      03.April 2017 | 6459 Zeichen von sadasha
      Pflegebericht für alle Pferde
      Nein, es sieht im Moment noch immer unverändert stressig aus. Es wäre super, wenn du nochmal aushelfen könntest! Du bist der Beste! – Cooper
      Genau diese Antwort hatte ich bereits erwartet. Da für den eigenen Hof endlich eine Aushilfe (die sich gut einfügte und für nichts zu schade war) gefunden wurde, konnte ich mich ohne schlechtes Gewissen auf den Weg machen. Eine Aushilfe, damit man selber aushelfen konnte. Die Ironie wurde mir erst so richtig bewusst, als Isaac mich mit der Nase drauf stieß. Würde ich nicht nach Amerika fliegen und die Pferde von Cooper versorgen, wer tat es dann? Meine Vernunft sagte mir zwar, dass Cooper da schon jemanden finden würde, mein Gewissen redete mir ein, dass ich unabdingbar war um die Situation zu retten. Also packte ich meine Tasche. Eine Woche wollte ich in Amerika bleiben.
      Der Flug nach Georgia war unruhig und an Schlaf war die meiste Zeit nicht zu denken. Entsprechend fertig sah ich aus, als ich endlich auf dem Gestüt ankam. „Ach Hunter!“ seufzte Cooper und umarmte mich herzlich. „Du brauchst Kaffee, oder?“ mitleidig musterte sie mich.
      Cooper gab mir gut drei Stunden Zeit mich zu sortierten, ehe sie mir zeigte, dass sich auf dem Gelände nichts Gravierendes verändert hatte. Sogar die Pferde belegten noch die gleichen Boxen, wenn ich mich recht erinnerte. Dieser Umstand machte es mir leichter mich wieder einzufinden. Für heute jedoch war nicht mehr viel mit mir anzufangen. Das Jetlag hing mir nach und zog mich wie ein schwerer Sack Kartoffeln nach unten. Im Vorbeigehen erhaschte ich aber schon einen Blick auf die Youngsterkoppel und erkannte sofort Glamour of Death wieder. Das erste von mir gezogene Fohlen. Wie immer war ich stolz zu sehen wie gut sich mein Nachwuchs entwickelt hatte. Den Abend verbrachten wir damit die Woche zu planen. Wir waren zu zweit, also konnten wir uns aufteilen. Cooper würde sich jeden Tag um die Fohlen und Jährlinge kümmern, während ich die ausgewachsenen Pferde so gut es mir möglich war bewegte und bestenfalls etwas förderte.
      Nach einer durchgezechten Nacht wachte ich immer noch totmüde auf. Es hatte die Nacht lang heftig Gewittert und draußen war es nass, aber immerhin warm. Als ich das Haus verließ kam mir Cooper mit Sorayia undCyoue entgegen. Sie waren auf dem Weg zur Weide. Wir brauchten nicht viele Worte um abzuklären, dass sie mit den Jungpferden weiter machen würde, während ich schon anfing die Boxen zu misten. Das Misten war mühselig, weckte meine müden Knochen. CHH‘ Elhae beobachtete mich neugierig von der Box gegenüber. Neben ihr drehte Nour schon Kreise, weil er endlich raus wollte. Doch Cooper holte vorher Light up Hellund Aywy ab. Mit dem Misten kam ich gar nicht hinterher so schnell fertigte sie ihre Jungpferde ab. Auch Taliah Cableah und Laarnié waren jetzt schon auf der Weide. Am Ende fehlte nur noch Pantoffelchen, die sogar fast vergessen wurde. „Man, immer wieder das Gleiche!“ beschwerte sich Cooper und beeilte sich etwas um vor 9am noch die Verkaufspferde rausbringen zu können. Mich hatte sie noch gut zwei Stunden beschäftigt bis ich mit dem Misten der Fohlen- und Verkaufspferdeboxen durch war.
      Die einzigen Pferde draußen, die wohl älter als ein Jahr waren, waren Morgaine, Sence of Humor und Neela. Die drei Pferde standen zum Verkauf und standen zusammen mit einemKnabstrupper Stutfohlen sowie einem Paint Horse Jährling auf der Weide direkt am Eingang des Gestüts. Schließlich sollte jeder, der her kam ein Auge auf diese Pferde werfen und vielleicht Gefallen an einem oder zwei finden. Für einen kurzen Moment blieb ich am Zaun stehen und sah den Pferden beim Herumtollen zu. Die nassen Wiesen boten viel Spaß und während ich mir die nach wenigen Minuten bis zum Scheitelverdreckten Tiere ansah überlegte ich mir die restlichen Pferde heute erst zu reiten und sie danach ins Paradies zu entlassen. Cooper hatte wohl den gleichen Gedanken, denn als ich mich wieder dem Stallzuwandte, sah ich wie sie zusammen mit der gesattelten Cryfirra in Richtung Reithalle verschwand. Im Stall hatte ich nun die Qual der Wahl. Ich entschied mich aber einfach der Reihe zu folgen und zuerst Sajé zu reiten. Mittlerweile war es nach 10am. In der Halle plauderte ich ein wenig mit Cooper, die mir erklärte, dass sie gleich bei den Jungpferden weiter machen würde. Den Ritt brauchte sie als kleinen Motivationskick. Eine Stunde später hatte ich Sajé am langen Zügel und ließ sie noch ein paar Runden abkühlen, bevor sie direkt von der Halle auf die Weide kam. Übrig blieb nur ihr Reitzubehör, dass ich zurück in die Sattelkammer brachte. Auf keinen Fall würde ich heute alle Pferde reiten. Das war leider nicht drin. Daher brachte ich eine Hand voll Stuten schon auf die Weide. Deadly Ambition,Smelyalata, PFS‘ Phaeleh, Tabita und Felicita II wirkten soweit ganz zufrieden mit dieser Entscheidung. Sekuoia hingegen fand es nicht so prickelnd jetzt alleine auf der Stallgasse zu stehen und von mir geputzt und gesattelt zu werden. Die Zuchtstute schrie förmlich nach Bewegung und die Stunde in der Halle mit ihr bereitete mich nur schon darauf vor, was mich Nachmittags bei den Hengsten erwarten würde. Als ich die Reithalle verließ sah ich, dass Cooper Aikon Aszu und Eskador schon raus gelassen hatte. Auf dem Weg zur Sattelkammer kam sie mir entgegen. „Ich helfe doch noch kurz bei den Hengsten. Ich nehm CHH‘ Guinness und du London Grammar und danach nur noch die letzten beiden.“ Gesagt getan. Die Hengste waren anspruchsvoller und so beschäftigen wir uns jeweils zwei Stunden mit ihnen, ehe sie in ihre Offenställe entlassen wurden. Auch Losco und Odyn platzten fast vor überschüssiger Energie.

      Am Abend waren wir beide froh, dass alle Pferde soweit versorgt waren. Auch die nächsten Tage wurden nicht ruhiger und wir lernten uns die Zeit noch besser einzuteilen. Wir bauten hier und da kleine Verschnaufpausen ein und schafften es ein gutes Gleichgewicht zu finden, sodass jedes Pferd mindestens alle zwei Tage bewegt wurde. Vor allem die Jungpferde mussten täglich trainiert werden, damit sie nicht auf dumme Gedanken kamen. Nach der Woche war ich froh wieder nach Hause zu fliegen, wo der Alltag etwas ruhiger verlief. Cooper hatte nun wieder die Unterstützung ihres Personals und würde ebenfalls zurechtkommen. Vermutlich würde es nächstes Jahr wieder um exakt die gleiche Zeit eng werden. Sie wusste, dass sie sich auf mich verlassen könnte. Auch dann würde ich wieder zur Stelle sein und ihr über die harte Zeit helfen.

      Chattahooche Hill's Stables
      06. Oktober 2017 | 1512 Zeichen von sadasha
      Chattahooche Hills. Wiedermal. Ich musste mich beeilen nicht zu spät zu kommen, denn die Pferde von Cooper waren seit ein paar Tagen ohne Aufsicht. Als ich auf dem Hof ankam wirkte jedoch alles ruhig. Zuerst ging ich zu den Jährlingen und Fohlen. Aywy, CHH’ Elhae, Cyoue und Glamour of Death kamen mir gleich freudig entgegen getrabt, als ich an der Weide vorbeilief. Auch Laarnié, Light up Hell, Nour und Sorayia wirkten sehr fit auf mich. Doch das Futter war leer und so ging ich gleich durch zum Stall, wo Cryfirra und Deadly Ambition gierig aus ihren Boxen schauten. Vermutlich waren auch hier die Futterkrüge leer. Nachdem die Jungpferde versorgt waren ging ich also bei den Stuten die Boxen ab. Am Ende hatten auch Felicita II, PFS’ Phaeleh, Sajé, Sekuoia, Smelyalata und Tabita neues Futter. Nun waren noch die Hengste übrig. Ian,Losco, Aikon Aszu, CHH’ Guinness, Eskador, London Grammar und Odyn hatten nicht nur Hunger, sie waren außerdem maßlos unruhig. Auch die Showpferde Aldaire, Moment Of Truth, Quiet Giant und Siropòn liefen in ihren Boxen einen Hufschlag ins Stroh. Doch viel Zeit hatte ich dieses mal nicht. Auch die Verkaufspferde brauchten neues Futter und das war erstmal wichtiger als Bewegung. CHH’ Emanaé, Morgaine, Taliah Cableah und Vintage waren die letzten, die ich heute fütterte.
      Nachdem alle Pferde versorgt waren beeilte ich mich Cooper eine Nachricht zu hinterlassen. Ihre Mitarbeiter würden sich ab morgen wieder kümmern, sodass alle Pferde weiter bewegt und gefördert würden.

      Chattahooche Hill's Stables
      Zu Besuch bei Cooper - 26. April - 2141 Zeichen
      An diesem sonnigen Donnerstag im Spätapril, beschloss ich Coopers Vierbeiner auf dem CHH' Gestüt zu besuchen. Sie hatte aktuell nicht so viel Zeit, deswegen dachte ich mir, ein kurzer Besuch um ihr unter die Arme zu greifen, würde sie bestimmt freuen. Ich spazierte als erstes auf dem großen Gelände herum und kontrollierte Zäune und Zauntore. Alles stand wie es sollte - Coopers Abwesenheit war kaum zu bemerken. Zuerst kümmerte ich mich um alle Jungpferde, also Aywy, CHH' Elhae, Light up Hell, Cyoue, Laarnié, Glamour of Death, Nour und Sorayia. Anschließend kümmerte ich mich um die Stuten. Ich mistete die Boxen vonIan und Losco, als ich danach in den Ställen den Gang entlang lief, stellte ich fest, dass Aikon Aszu, London Grammar und Eskador's Futter sich dem Ende neigte. Nachdem alle gefüttert wurden, führte ich CHH' Guinness und Odyn zu den Jungpferden auf die Weide. Auf der Hengstweide galoppierten Cryfirra, Deadly Ambition und Felicita II entspannt umher. Sekuoia stand etwas abseits und graste ruhig vor sich hin. Gegen Vormittag kümmerte ich mich noch um die Boxen von Sajé und PFS' Phaeleh. Als Weidenwechsel anstand, führte ich auch noch Smelyalata, Aldaire, Moment Of Truth und Tabita auf die Weide. Anschließend füllte ich das Futter von Siropòn und Quiet Giant auf. Bei Coopers Verkaufspferden kontrollierte ich nur die Boxentüren und ob noch genug Futter da war. Vintage begrüßte mich freundlich mit einem wiehern und auch Morgaine schaute mich mit großen Augen an. Die Boxentür von Taliah Cableah war nicht gut verschloßen, also half ich nach. CHH' Emanaé ist so zuckersüß, am liebsten hätte ich den Kleinen mitgenommen, leider ging das nicht. Am Ende des Tages waren alle versorgt. Langsam brauch auch schon die Dunkelheit an, also beschloss ich mich auf den Heimweg zu machen. In den nächsten Tagen war Coopers Team wieder da und würde sich um ihre Pferde kümmern. Bevor ich ins Auto stieg, musterte ich den gesamten Hof noch einmal um mir zu versichern, dass ich nichts vergessen hatte. Auf dem Telefon teile ich Cooper mit, dass ich mich um alles gekümmert habe, ehe ich mit dem Auto davon fuhr.

      Pflegebericht | Mares and Stallions | 9. August 2018
      Der Tag auf Chattahoochee Hill's begann wie jeder andere Tag auch. Die Pferde wurden um 6 Uhr gefüttert.
      Simon und ich machten unseren Rungang und prüften die Extemitäten der Tiere. Dann wurden die einen auf die Weide gebracht, die anderen genossen ein Training in der Fühmaschine oder hatten Frühsport in den Trainingsringen. Dadurch das die Pferde eigene Reiter und Pfleger haben, konnten wir sicher stellen das wenn ein Problem, physischer oder psychischer Natur auftritt, wir diese sofort beheben können, ohne das es sich weiter verfestigt. Sekuoia und Smelyalata wurden erst vor kurzen gedeckt und erhielten somit Fohlenpause. Ich hatte die beiden heute Morgen untersucht und sie schienen beide Fit zu sein. Nach der morgendlichen Routine erhielt ich von jedem Pfleger Auskunft über den Zustand unserer Pferde und dokumentierte sie. Sajé und Sorayia erhielten heute Konditionstraining, Deadly Ambition und Felicita || durften heute zum ersten mal in den Seawalker, deswegen beschloss ich, sie selbst zu begleiten. Felicita mochte den Seawalker und empfand das Training als sehr angenehm, jedoch ließ ich das Tempo nicht steigern und ließ auch den Strick dran damit wir, falls sie Panik bekommt, Kontrolle über sie hatten. Ambition fand das alles nicht sehr toll. Sie konnte die Situation nicht einschätzen und verfiel in große Hysterie. Wir beschlossen somit das Training doch an Land fortzusetzen. Da sie aber ein Springer war wurde sie auf dem Platz trainiert. Cryfirra war einer der großen Nachkommen von Affirmed. Sie erhielt heute Morgen schon Training und konnte am Nachmittag entspannen. Auch sie ist noch sehr jung, erzielte jedoch schon deutliche Erfolge. PFS' Phaeleh ist im gleichen Alter wie sie und gewann bis jetzt nur erste Plätze in Sprintrennen. Die zwei wurden als Paar trainiert, welches ich heute mit einer Stoppuhr und einen außenstehenden Trainier beobachtete und leitete. Lethal Combination war erst vor einigen Tagen auf CHH angekommen und befindet sich derzeit noch in der Eingewöhnungsphase. Lethal ist allgemein kein einfaches Pferd, wie uns von unseren irischen Freunden gesagt wurde. Sie sollte für die Dressur eingesetzt werden, konnte davon aber nichts umsetzen. Wir erhielten dann vor einigen Tagen einen Anruf, und boten uns die Stute zu einem sehr guten Preis an. Nun wird die Stute behandelt wie eine zweijährige und absolviert zunächst das Pre-Training.

      Bei unseren Hengsten sah die Routine genauso aus. Aikon Aszu ist einer unserer nicht englischen Vollblüter. Er ist ein arabisches Vollblut und begleitet mich schon lange. Aikon Aszu war eines der ersten Pferde die ich mir zugelegt hatte. Damals gab es unseren Rennstall von nicht. Ich hatte ihn damals schon auf vielen Rennen gesehen und war geschockt als er zum verkauf stand. Durch ein Sehnenverletzung wurde er schnell aussortiert. Unser Glück ihn bei uns zu haben. Seine Verletzung ist nun vollends geheilt, jedoch läuft er nur noch in Dressur und dient als Deckhengst für Interessierte. Aszu war heute im Seawalker.
      London Grammar war für uns ein schwieriger Kandidat. Wir sind auf Rennen spezialisiert, jedoch war unser Schimmel in recht vielen Disziplinen begabt. Um dies zu fördern anagierten wir einen speziellen Trainer. Heute hatte Grammer Tempotraining, das ich ebenfalls ein bisschen beobachtete um Fortschritte zu dokumentieren. Eines unserer älteren Pferde Odyn diente uns heute als Leithengst im Pre-Training und gab den unerfahrenen Pferde somit ein bisschen Sicherheit. CHH' Chroma hatte ich besonders unter Beobachtung. Er war in der ersten Woche des Pre-Trainings uns hatte den Tag voll zu tun. Ich lobte den Schecken als die Gelegenheit kam und freute mich darauf ihn laufen zu sehen. Mit Simon lief ich dann über das Gelände. Wir besprachen die anstehenden Aufgaben und trennten uns dann. Er war heute dabei Pferde für Turniere anzumelden und machte neue Trainings und Fütterungspläne. Ich ging weiter um den Pflegern und Trainern beiseite zu stehen. Losco ist einer unserer größten Vollblüter und hatte heute Tempotraining gemeinsam mit CHH' Ian und unserem neuen Marwari CHH' Jeevan. Ich beobachtete die drei, untersuchte sie nach dem Training nochmal und dokumentierte die Fortschitte. Vor allem Ian hatte einen sehr guten Tag. Glücklich mit den dreien ging ich auf die Suche nach Light Up Hell. Der junge Hengst war grade aus dem Pre-Training raus und sah in Bestform aus. Ich besuchte ihn auf der Weide und streichelte ihn für eine Weile. Zwischendrin wurde ich angerufen. Es war einer unserer Trainer, er arbeitet grade mit CHH' Guinness und Nour. Leider hat Guinness die letzten Monate keine großen Erfolge erzielt. Deshalb hatten wir für ihn einen sehr speziellen Trainingsplan erstellt und freuten uns auf das Ergebnis. Ich schaute bei dem Training kurz rein um sicher zu stellen das wir den Hengst nicht überforderten. Guinness schien aber Spaß zu haben und meckerte nicht. Ich lobte ihn und suchte Simon.

      Pflegebericht | Stallions | 27. Januar 2019
      Ein weiteres Jahr auf Chattahoochee Hill’s neigte sich dem Ende zu und ein neues Jahr begann. Anders als die anderen Jahre hatten wir dieses Jahr nicht wirklich vorgeplant, wir ließen alles auf uns zu kommen. Das einzige interessante war, dass wir mit dem Gedanken spielten Chattahoochee Hill’s umzubenennen, aber ich befand mich mit dieser Entscheidung in einem Zwiespalt und ging davon aus, dass es sowieso so bleiben würde wie es ist. Zudem würden einige unserer Jungpferde bald an den Start gehen und an Wettbewerben teilnehmen und unser Stall füllte sich langsam mit Zuchtfähigen Tieren. Die Klinik lief mäßig gut, aber da das nicht unsere Haupteinkommensquelle ist, ist das auch nicht schlimm.

      Die ganze Woche schon war ich sehr produktiv. Heute stand die Pflege bei den Hengsten an. Da der Zeitplan meiner Pferde relativ eng getaktet ist, muss ich vorher immer bescheid geben wann ich mal zur Routine hinzustoße und welche Kandidaten ich mir herauspicke. Heute aber hatte ich es komplett anderes geplant. Den Tag zuvor hatte ich mit meinen Mitarbeitern gesprochen und genau eingeteilt wann welches Tier zu mir kommt, aber sodass es auch mit seiner Routine übereinstimmt. Ohne große Probleme lief diese Planung auch. Zunächst, wie immer, half ich bei der Stallsäuberung und Organisation mit und brachte Aikon Aszu, London Grammar, Odyn, CHH’ Chroma sowie Losco auf die Weide. Die anderen, CHH’ Elhae, Light up Hell, CHH’ Guinness, CHH’ Ian und CHH’ Jeevan hatten heute frühes Training. Nachdem die anderen fünf vom Training kamen, setzten wir diese auf die Weide und die anderen gingen zu Training. Ich holte ein Hengst nach dem anderen von der Weide und begutachtete sie flüchtig. Dann putze ich sie ausgiebig und lief mit manchen noch auf das Wasserlaufband oder ging mit ihnen unter die Wärmelampe. Das gleiche tat ich auch mit den Nachzüglern. Bevor ich mich versah war wieder fast ein kompletter Tag um. Ich rieb mir die Augen und schrieb noch in die individuellen Bücher der Pferde. Auch von den Büchern von allen anderen Pferden auf CHH überprüfte ich und änderte das, was geändert werden musste. Ich nahm einige sogar mit ins Haus ums sie da fertig zu stellen. Simon stoppte mich kurz vor Mitternacht und erinnerte mich an die Showpferde die morgen dran waren. “Keine Sorge, morgen kann ich dir helfen” lächelte er.
    • Cooper
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      Trainingsbericht für Eskador und Losco
      Military E – A und Distanz E - A

      Vor kurzer Zeit hatte mich mein Weg in die Vereinigten Staaten von Amerika geführt, dieses Mal führte er mich noch ein Stück weiter und zwar nach Kanada. Eine gute Bekannte hatte mich wegen der Ausbildung zweier ihrer Pferde angefragt. Da ich gerade keinen anderweitigen Auftrag hatte sagte ich ihr sofort zu. Am Wochenende nachdem mich die Anfrage erreicht hatte flog ich nach Kanada. Cooper Chattahoocheeholte mich am Flughafen ab und brachte mich zu ihrem Hof. Dort angekommen bezog ich mein Zimmer und ging anschließend nach draußen. Cooper half mir dabei Eskador und Losco fertig zu machen. Ich übernahm zuerst Eskador, denn Military zu trainieren ist schwerer als Distanz. Für die Distanz würde ich Cooper einweihen und mit ihr zusammen trainieren, während ich Eskador im Gelände trainiere. Der hübsche Halbblutwallach ließ sich leicht reiten, bevor ich testete wie er sprang, ging ich mit ihm auf den Dressurplatz um zu sehen wie weit er ausgebildet ist und was ich weiter trainieren muss. Er war bereits A fertig, aber noch nicht gestartet. Da ich ihn nicht mehr in der Dressur fördern musste ging es weiter zu Springplatz, dort machte ich einige Sprünge und bemerkte welchen Spaß Eskador daran hat. Cooper ritt Losco locker vorwärts. Für die erste Einheit reichte das und wir beendeten das Training. Am Nachmittag des ersten Tages fand die nächste Einheit statt, Cooper ritt erneut Losco und ich Eskador. Dieses Mal ging es raus in das Gelände, dort machten wir etwas Ausdauertraining und sprangen über die Geländehindernisse die auf dem Geländeplatz standen. Cooper gab ich noch tipps wie sie Losco weiterhin trainiert, denn hier hatte ich nichts mehr zu tun. Losco war Top Fit und Eskador ebenso. Ich freute mich darauf von den beiden zu hören und auf einen weiteren Besuch bei ihnen.
      1868 Zeichen by AliciaFarina
      geprüft mit dem OpenOffice Zähler
      Galopprennen A-L | Losco | by Gwen
      26.03.16

      Diesen Monat würden mich zwei für mich eher außergewöhnliche Berittpferde eintreffen. Cooper Chattahoochee schickte mir zwei ihrer Rennpferde ins Training. Das bedeutete für mich, dass Galopprennen auf dem Plan stand. Tatkräftige Unterstützung erhielt ich hier bei von WHT’s ältesten Ausbilder: Charles Graham, fast sechzig Jahre alt und ein wahrer Profi, was den Rennsport betraf.
      Die beiden Pferde würden auf Townsend Acres untergebracht sein, da dies zum einen Charles Wohnort war und zum anderen hier auch unsere Ovalbahn zu finden war. Heute war ich schon früh zugegen, um die beiden Boxen herzurichten und mit Elisa den Tagesablauf und die Fütterung der beiden Berittpferde abzusprechen.
      „Du und Galopprennen also?“, machte sich Elisa grinsend über mich lustig. Ich kommentierte das Ganze ungerührt mit einem: „Wenigstens bin ich klein genug als Jockey“, denn mit ihren 1.70m an Größe war es für Elisa schon schwerer, den Anforderungen des Rennsports nachkommen zu können.
      Nachdem alles vorbereitet war, kam auch schon der Transporter. Cooper hatte einen Pfleger mitgeschickt, welcher mit uns nun die beiden Pferde auslud und erst einmal auf die Weide brachte, damit sie sich ihre Beine vertreten konnten. Die Reise war immerhin nicht gerade kurz gewesen. Beide Pferde waren auch sichtlich erfreut und tobten sich genügend aus.
      Danach ging es in die Boxen und ich begutachtete beide erst einmal. Sajé war eine Marwari Stute. Recht groß mit ihren 1.57m und sie besaß eine wirklich schicke Fellfärbung. Auch Losco, der sechsjährige Vollbluthengst konnte sich sehen lassen. Im Gegensatz zu seiner Mitreisenden stammte er auch direkt von einem Renngestüt und war bereits mit dem Galopprennen bekannt.
      Sajé sollte von Stufe E auf Stufe A trainiert werden, während es für Losco schon auf L-Niveau gehen würde. Die Trainingspläne standen im Groben schon, doch für heute hatten beide frei und konnten sich eingewöhnen. Morgen würde es dann das erste Mal auf die Bahn gehen, damit Charles und ich uns ein Bild von den beiden und ihren Ausbildungsständen machen könnten.
      Am nächsten Tag ging es bereits früh los. Charles hatte für uns zwei Trainingseinheiten am Tag geplant, da Rennpferde schließlich über Kraft und Kondition verfügen mussten. Also musste auch ich ran. Morgens ging es aber erst einmal darum, die beiden Neulinge kennenzulernen. Wir wollten mit Losco beginnen, weshalb ich mir den Hengst als erstes von der Weide holte, ihn gründlich putzte und sattelte.
      Zum Aufwärmen ging es mit Nierendecke eine kleine Runde ums Gestüt. Losco war geschoren und hier bei uns war es für Ende März doch noch recht frisch, auch wenn uns der Winter inzwischen zum Glück so gut wie verlassen hatte, aber Losco musste trotzdem mit sehr viel Bedacht behandelt werden. Dementsprechend ging es dann auch erst einmal auf jeder Hand zwei Runden im Trab um die Ovalbahn, ehe wir begannen.
      Losco war sehr ungeduldig. Während ich mich mit Charles absprach, zappelte er unter mir herum, so dass ich ihn öfters auf eine Volte im Schritt schickte. „Das sollte er sich abgewöhnen, sonst ist er schneller vom Rennen disqualifiziert als ihm lieb ist“, meinte Charles knapp in seiner harschen Art, doch ich konnte ihm nur zustimmen. Das Gezappel war nervig und Losco wurde mit jeder Minute wuschiger.
      Wir gingen eine Runde ruhigen Galopp, testeten die Startbox aus und ließen Losco einen gesitteteren Testlauf durchrennen. Sehr rittig war er auf jeden Fall, er stand schön an den Hilfen und ließ sich jederzeit einfangen. Ebenso war er auch im Umgang sehr umgänglich und obwohl er seine kleine Ungedulds-Macke hatte, war er alles in allem sehr gelassen.
      Sowohl Charles als auch ich waren sehr optimistisch, dass das was mit Losco werden würde. Also ritt ich den Hengst ab, führte ihn dann noch trocken und stellte ihn erst einmal in seine Box. Danach machte ich mir direkt Sajé fertig. Es war ja schon ein ziemlicher Umstieg von Vollblut auf Marwari, aber ich würde mich daran gewöhnen.
      Auch Sajé wärmte ich erst einmal ordentlich auf, ehe ich mich mit Charles am Bahneingang traf und absprach, was wir machen würden. Obwohl Sajé vom Charakter her sehr ruhig und lieb war, war sie nicht so gelassen wie ihr Vorgänger und auch im Umgang hatte ich mich heute erst einmal herantasten müssen. Dafür war sie genauso rittig wie Losco.
      Sie ließen wir erst einmal einen kleinen Testlauf starten, ehe wir sie an die Startbox heranführten. Sie sollte sie sich erst einmal nur von weitem und von nahem anschauen und in allen drei Gangarten ohne zu zucken vorbeilaufen. Nach einer halben Stunde klappte das auch einwandfrei und auch Sajé hatte den ersten Test bestanden und durfte erst zum Trocknen in die Box und dann zeitgleich mit Losco wieder auf die Weide.
      Während wir bei Losco an Technik, Kondition und Kraft arbeiten würden, standen bei Sajé erst einmal die Grundlagen im Vordergrund. Sie sollte die Startbox kennenlernen, das Laufen gegen und mit anderen Pferden und alle Hilfen, die ein Jockey seinem Rennpferd gab. Da beide noch kein sehr hohes Niveau liefen, war es bisher noch nicht von großer Bedeutung, ob sie Steher oder eher Sprinter waren. Ich würde Cooper aber darauf hinweisen, für was sie sich eher eigneten.
      Für Losco peilten wir gute Zeiten für 1000-2500m Rennen an, so dass er sein Können in Flieger- und Steherrennen beweisen könnte. Bei Sajé würden wir hingegen kleiner anfangen und sie mit 500m an alles gewöhnen, um dann das Training mit 800m begleitet von einem gleichmäßigen guten Tempo zu beenden.
      Zumindest stand ein paar Stunden später für beide die zweite Stunde des Tages an. Losco würde nun seine ersten 1000m laufen. Wir imitierten es komplett mit Startbox und richtig Schub. Natürlich wollte ich ihn nicht fertig machen, aber wir wollten schauen, wo bisher sein Limit war, wo die Stärken und die Schwächen lagen und am besten klappte das, wenn man es einfach ausprobierte.
      Losco kam sehr gut vom Start weg und zeigte klasse Ambitionen im Start- und Zielsprint. Aber zwischenzeitlich variierte sein Tempo noch zu sehr, er powerte sich gerne zu viel aus, so dass er dafür auch längere Verschnaufpausen benötigte. Am Ende des Trainings würden wir Cooper auch einen Plan mitgeben, wie sie ihre Pferde am besten durch die Rennen brachte, so zum Beispiel bei Losco, dass er am Start und Ziel durchpowern sollte, zwischendurch aber eher zurückgehalten werden sollte.
      Sajé ging diesen Nachmittag dann das erste Mal im Schritt durch die Startbox und blieb auch samt Reiter ohne Probleme darin stehen. Das erste Mal, als die Türen aufklappten, erschrak sie sich tierisch, aber sie verstand schnell, dass das das Startsignal war. Erst ritten wir im Schritt hinaus, dann im Trab und auch einmal im Galopp. Für heute sollte es reichen, stattdessen ritt ich noch 500m mit Sajé im flotten Reisegalopp, um zu schauen, wie gut es um ihre Balance stand.
      Und so vergingen die kommenden Wochen wie im Flug. Beide Pferde ritt ich zweimal am Tag. Immer unter Aufsicht von Charles, welcher unsere Zeiten aufnahm, vom Boden aus als Hilfe diente und Tipps gab. Beide Pferde hatten sehr unterschiedliche Trainingspläne, kamen aber beide sehr gut voran.
      Für Losco ging es alle zwei Tage raus ins Gelände, um die Kondition durch bergauf und bergab reiten plus lange Trab- und Galoppstrecken zu stärken. Ebenso longierte ich ihn und arbeite mit ihm auch einmal die Woche im Dressurviereck, um seine Muskeln zu schulen. All dies zeigte positive Auswirkungen im Training. Losco war fitter und vor allem auch freier im Kopf.
      Sajé durfte auch ins Gelände. Da sie auch als Distanzpferd geritten wurde, zeigte sie dort sehr gute Ansätze. Für sie gab es noch oft eine Art Schrecktraining, so dass sie auch öfters mit anderen Pferden auf die Ovalbahn musste und wir neben, vor und hinter diesen galoppierten. Sajé erlernte das kontrollierte überholen und verlor auch allmählich die Angst vor Engstellen.
      Nachdem diese Grundlage geschaffen war, ging es für sie erst an das eigentliche Rennen. Charles war erstaunt über ihre guten Zeiten. Er hielt nicht viel von anderen Rassen im Rennsport, aber Sajé schien ihn doch zu überzeugen. Sie war auch motiviert bei der Sache und hatte sichtlich Spaß dabei. Es war eindeutig eine Disziplin für sie.
      Da unser Training so abwechslungsreich war, waren die Pferde auch immer zu Hundertprozent bei der Arbeit dabei und wir erzielten schnell sehr gute Erfolge. Loscos Zeiten für 1500m, 2000m und 2500m konnten sich sehen lassen, zumal sich dahinter noch allerhand Potenzial verbarg.
      Auch Sajé zeigte das Rennpferd in ihr. Die 500m vollbrachte sie in einem schönen Tempo. Sie war im Gegensatz zu Losco ein Rennpferd, was durchzog. Dementsprechend musste man als Jockey das Tempo auch sehr gut regulieren können. Am Ende lief sie aber auch die 800m ohne Probleme und wenn man die Distanzen in Ruhe erhöhen würde, würde sie auch bald die 1000m-Fliegerrennen mitlaufen können.
      Ich sah meine Arbeit hier jedoch schon bald als getan an, so dass ich Cooper anrief und sie über unsere Erfolge informierte. Sie schien sich sichtlich darüber zu freuen, dass sich beide Pferde so wunderbar gemacht hatten und wir planten gemeinsam die Heimreise der beiden. Bis dahin würden sie noch im regelmäßigen Training stehen und ich ritt sie auch noch jeden Tag. Das Wetter war auch im Großen und Ganzen meist auf unserer Seite, selten mussten wir uns durch Nebelschwaden oder Regen kämpfen, wobei wir auch ein paar Mal nass wurden.
      Damit die beiden Pferde wieder heil bei ihrer Besitzerin ankommen würden, sollte erneut ein Pfleger kommen, um sie abzuholen und zu begleiten. Am Vorabend machte ich bereits das gesamtes Zubehör abfahrbereit und legte auch schon Gamaschen und Decken für die Pferde bereit. Im Büro tippte ich noch die letzten Berichte, ehe alles samt Zertifikat in eine schöne WHT-Mappe für Cooper zusammengepackt wurde, so dass sie alle Informationen auf einen Blick haben würde.
      Am kommenden Morgen ging es für beide Pferde dann auch schon früh los. Um sechs stand der Transporter auf den Hof und wir verluden Sajé und Losco. Ich würde die beiden auf jeden Fall vermissen und es hatte mir mehr Spaß gemacht als gedacht, sie im Galopprennen zu trainieren. Aber das Gefühl, etwas erfolgreich abgeschlossen zu haben war auch schön, so dass ich sie zufrieden nach Hause schickte.

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      von Landsberg Trainings-Center | adoptedfox
      Trainingsbericht Losco | Galopprennen M - S | Fohlen-ABC Glamour of Death | 9163 Zeichen


      Erin | “Flug YQB 2845 hat vor 5 Minuten das Boarding gestartet. Gate 3, beeilen sie sich besser!” riet mir der Service-Agent an der Information und zeigte in Richtung des Gates. Ich bedankte mich, steckte meinen Reisepass, in dem sich auch das Flugticket befand, in den Mund und hob meinen Koffer hoch um schneller durch die wartenden Reisenden laufen zu können. Ich hatte es gerade noch geschafft und ließ mich erleichtert in meinen Sitz sinken. Das nächste Mal würde ich eher losfahren, ganz sicher! Mit einer Verspätung von einer Stunde landeten wir in Quebec. Da ich die Uhr an meinem Telefon während des kurzen Aufenthalts nicht umstellen wollte, hatte ich meine Armbanduhr mitgenommen und schon vor Antritt meiner Reise der kanadische Zeit angepasst. Auf dem Weg zum Gepäckband holte ich mir eine Flasche Coka-Cola aus dem TravelFree-Shop und verließ den Flughafen, wo man bereits auf mich wartete. Eine schlanke, dunkelhaarige Frau hielt ein Schild mit meinem Namen in den Händen und sah sich suchend um. Als sie mich entdeckte winkte sie und reichte mir zur Begrüßung die Hand. “Willkommen in Kanada! Ich bin Cooper Chattahoochee. Hattest du einen guten Flug?” fragte sie und führte mich zum Wagen. “Ja, ich habe fast den ganzen Flug über geschlafen.” gab ich zu und musste lachen. Nach gut einer weiteren Stunde erreichten wir die Chattahoochee Hill’s und Cooper bot mir an, mich ein wenig herum zu führen. Damit ich mich die kommenden Tage besser zurecht fand, nahm ich das Angebot dankend an und ließ meinen Koffer im Wagen. “Eure Anlage ist ein Traum! Allein die Wasserbäder und die Rennbahnen….” schwärmte ich beim gemeinsamen Abendessen mit Cooper und ihrem Partner Simon. Wir verstanden uns auf Anhieb und unterhielten uns noch lang,
      bevor ich mich schlafen legte.
      Day 1

      Nachdem ich meine morgendliche Tasse Kaffee getrunken hatte begab ich mich in den Stall, in dem die Hengste untergebracht waren und ging zur Box von Losco, einem langbeinigen Minimalschecken der ungeduldig mit dem Huf gegen die Boxentür schlug. “Hey! Gibst du Ruhe!” rief Cooper, die gerade einen der anderen Hengste aus seiner Box führte, um ihn auf die Weide zu bringen. Ich begrüßte Losco und ging in die Box, damit ich ihm das Halfter anziehen konnte. Für ihn stand heute ein Galopprenntraining auf dem Plan. Ich brachte ihn zum Putzplatz im Stalltrakt und band ihn fest, bevor ich für eine Minute in der Sattelkammer verschwand um seine Putzutensilien zu suchen. Als ich sie gefunden hatte ging ich zu ihm zurück, nahm mir einen Striegel und eine Kardätsche und begann damit ihn zu putzen. Cooper hatte mich am Abend zuvor darauf hingewiesen, dass Losco schnell nervös werden konnte und dann damit anfing mit dem Kopf zu nicken. Während ich ihn putzte achtete ich also genau auf seine Körpersprache und sprach mit ihm, um ihn zu beruhigen. Gerade als ich wieder in die Sattelkammer ging kam Cooper zu mir, die beim Training dabei sein wollte. Sie zeigte mir den Sattel und das Zaumzeug von Losco und half mir ihn für das Training fertig zu machen. “Beim gurten bläst er sich immer auf, der alte Hornochse.” sagte sie und zog den Gurt locker an. Später würden wir nachgurten. Ich holte meinen Helm aus meinem Gästezimmer und setzte ihn mir auf dem Weg zurück in den Stall auf. Gemeinsam gingen wir zum Reitplatz wo ich Losco an der Longe aufwärmen würde, bevor wir auf die Rennbahn gingen. Ich zog die Steigbügel hoch, hängte die Longierbrille in die Gebissringe seiner Trense ein und schickte ihn auf den Zirkel, wo er im Schritt seine Runden zog, ein Ohr stets auf mich gerichtet. Als ich ihn antrabte zog der junge Hengst das Tempo an und schnaubte energisch. “Nicht wundern, so ist er immer. Er hat einen enormen Laufdrang.” sagte Cooper, die am Zaun des Reitplatzes stand und uns beobachtete. Ich nickte und schaffte es tatsächlich das er sein Tempo zügelte und entspannter trabte. Nachdem er auch galoppiert war parierte ich den Hengst durch und holte ihn zu mir. Cooper nahm mir die Longe ab, die ich ihr reichte und stellte eine Aufstieghilfe neben mich. Ich lächelte ihr dankbar zu, zog die Steigbügel runter und gurtete nach, bevor ich mich in den leichten Sattel schwang und im Schritt zur Rennbahn ritt. Cooper zog ihr Telefon aus der Tasche und hielt die Stoppuhr bereit, während ich Losco in engen Zirkeln ritt um ihn davon abzuhalten direkt loszulegen. Cooper gab mir das OK und ich galoppierte Losco an. Im leichten Sitz gab ich ihm den Zügel vor und Losco zeigte was in ihm steckte. In rasantem Tempo galoppierten wir an der inneren Bande der Rennbahn. Als wir an Cooper vorbei zogen zeigte sie mir einen Daumen nach oben - er hatte schon jetzt seine eigene Rundenbestzeit geschlagen! Ich klopfte dem Hengst lobend den Hals und ließ ihn noch zwei weitere Runden rennen bevor ich das Tempo zurück nahm und den Hengst eine Runde trabte. Neben Cooper hielten wir an und ich lobte Losco ausgiebig. “Das war Spitze!” sagte sie und hielt den Hengst an den Zügeln fest damit ich absteigen konnte. “Losco ist wirklich sehr ehrgeizig im Renngalopp! Der wird euch einige Schleifen einholen.” sagte ich und nahm den Helm ab. Ich brachte den Hengst in den Stall wo ich ihm Sattel und Trense abnahm und ging mit ihm in den Hof, damit ich seine Beine abkühlen konnte bevor ich ihn auf die Weide brachte. Den Rest des Tages verbrachte ich damit Cooper und Simon auf dem Hof zu helfen.
      Losco durfte nun offiziell an Galopprennen der Stufe S teilnehmen.
    • Cooper
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      Pflegebericht | All Horses! | 15. Juni 2019
      „Wenig Zeit, wenig Zeit“ sagte ein Mitarbeiter genervt zu mir und verdrehte die Augen, als ich genau diese Worte sagte. Ich ignorierte den Vorfall, würde aber keinen zweiten mehr dulden, obwohl er Recht hatte und ich auch mit der Größe die CHH in den letzten Jahren angenommen hat, überfordert war. Ich überlegte mich demnächst zu verkleinern, eventuell mich auch komplett zurückzuziehen. Diese Entscheidung war aber noch unschlüssig.
      Ich besuchte erst die Fohlen, Newton, CHH‘ Primary Secession, Aywy und Cyoue. Ich streichelte alle einmal durch, schrieb neue Daten in ihr Buch und ging sofort weiter in den Stutenstall.
      Dort stand Glamour of Death, Sekuoia, Smelyalata, Sajé, Deadly Ambition, Felicita ||, Cryfirra, PFS‘ Phaeleh, CHH‘ Lethal Combination und Sorayia. Auch bei ihnen ging ich Box für Box durch, schaute mir Grob ihren Zustand an, ließ mir Leistungen sowie Komplikationen und physische Probleme Berichten. Ich gab jeder Stute einen Apfel, notierte alles in die individuellen Bücher und rannte zu den Hengsten, da ich erneut im Zeitdruck stand. „Ich werde den Tierarztjob aufgeben müssen. Zumindest im Ausland“ sagte ich leise zu mir selbst. Aikon Aszu, London Grammar, Odyn, CHH‘ Chroma, Losco, CHH‘ Elhae, Light up Hell, CHH‘ Guinness, CHH‘ Ian und CHH‘ Jeevan standen auf meine Anweisung hin ebenfalls alle in der Box. Auch hier ging ich die Prozedur wie bei den Stuten durch. „Ich weiß, etwas Herzlos“ sagte ich traurig als eine treue Trainerin der Hengste vorbei lief. Sie schüttelte den Kopf und sagte „Ich werde immer hinter dir stehen, das weißt du. Es ist doch vollkommen nachvollziehbar das auf lange Dauer eine Tierklinik auf der kompletten Erdkugel zu viel wird. Vor allem wenn man sich auch noch einen Namen gemacht hat. Lass die Leute doch hier her kommen wenn sie unbedingt dich als Ärztin haben wollen und nimm nicht unlimitierte Aufträge an sondern reduziere sie auf ein paar im Monat“. Ich schaute sie an, lächelte, bedankte mich und nahm sie in den Arm. Sie hate auch Grundsätzlich einfach recht.

      Die letzte Station war für mich der Stall der Showhorses. Dort standen Quiet Giant, Kholáya und Siropón. Sie waren alle sehr gut trainiert und auch Kholáya hatte Muskelmasse aufgebaut. Ich lobte die Trainer die für diesen Abteil zuständig waren und gab ihnen den Wohlverdienten Mehrlohn. Erneut inspizierte ich alle Tiere und notierte die Daten.
      Zum Ende rief ich alle zu einem Teamgespräch.

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      Pflegebericht | 12. November 2019
      "Ich vermisse es ein eigenes Pferd zu haben." Seufzend striegelte ich weiter das weiße Fell von Losco. Der Hengst gehörte Cooper, doch seit meine Stute vor zwei Jahren gestorben ist, war er mein Lieblingspferd im Stall. Er erinnerte mich sehr an sie, wenngleich ich Losco nicht selbst reiten konnte. Cooper erlaubte mir den Hengst so oft zu besuchen wie ich wollte. Sie war sehr sensibel für die Emotionen ihrer Mitmenschen und hatte gespürt, dass Losco mir in meiner Trauer um meine Stute half. Irgendwann war die Trauer überwunden und meine fast täglichen Besuche fester Bestandteil meines Alltags. Immer wenn Cooper mich bei Losco sah bedankte sie sich für meine Hilfe mit ihm. "Weißt du, Mary, Losco und du ihr seid so ein gutes Team, ich möchte dir ein Angebot machen." sie ließ ihren Blick über uns schweifen und sah dann zur Sattelkammer, ehe sie nachdenklich weiter sprach. "Ich möchte dir Losco überlassen. Seine Papiere auf dich überschreiben und euch begleiten als Team. Du könntest ihn locker reiten, wenn man die zeigt wie." Meine Augen leuchteten auf. Meinte sie das ernst? Das konnte sie unmöglich ernst meinen. Losco war einer ihrer zukünftigen Deckhengste, sie brauchte ihn. Sie schien keine Gedanken zu lesen und warf hastig ein, dass es im Kaufvertrag hier und da eine Klausel geben würde. Ich dürfte nicht den Stall wechseln oder Losco verkaufen ohne Rücksprache mit ihr und ich musste Unterricht nehmen um Losco reiten zu lernen, da er als Rennpferd eine andere Ausbildung genossen hatte als meine Stute damals. Wir einigten uns darauf das Ganze Vorhaben ein paar Tage sacken zu lassen. Es war ein Geistesblitz, wer weiß ob Cooper ihre Idee auch später noch gut finden würde.
      Es war unfassbar. Auch Tage nach der Unterzeichnung der Papiere, war mir noch immer nicht richtig bewusst was passiert war. Ich hatte wieder ein Pferd. Nicht nur im Herzen, sondern auch ganz offiziell, schwarz auf weiß. Meine Dankbarkeit war grenzenlos und ich nahm mir vor Coopers Hengst irgendwann gekört und erfolgreicher denn je präsentieren zu können.
    • Cooper
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      Trainingsbericht A-L Distanz | 22. Dezember 2019 |5954 Zeichen by AliciaFarina

      Mein neuer Trainingsauftrag führte mich nach Kanada, genauer gesagt nach Chattahoochee Hills. Eine Einstellerin von Cooper hatte mich gebeten ihren Englischen Vollblut Hengst Losco in der Distanz weiter auszubilden. Mary hatte mir berichtet, dass Losco ein sehr aufgeregter und neugieriger Hengst ist, er hatte eine gute Ausbildung in England erfahren und ist eingentlich sehr unproblematisch.
      Einen Tag nachdem ich angekommen war und mich für die kommenden Tage eingerichtet hatte ging es mit dem Training los. Da ich wusste, dass Losco nicht sehr auf putzen und stillstehen steht, machte ich nur das nötigste. Nachdem ich ihn geputzt und gesattelt hatte ging ich zuerst auf einen Reitplatz um mich mit ihm bekannt zu machen. Da ich Losco für eine L-Distanz trainieren sollte mussten wir an einem Tag 60-80km hinter uns legen. Als ich ihn einschätzen konnte ging es los, am Vortag hatte ich bereits einige Routen geplant und wollte zunächst eine 45km Strecke reiten. Diese Entfernung entsprach einer einfachen A-Distanz. Ich merkte, dass Losco etwas „on Fire“ war und ließ ihn erst mal, nachdem er warm war, laufen. Immer wieder zügelte ich ihn um etwas Tempo heraus zu nehmen, denn bei einem Distanzritt kommt es nicht auf die schnellste Zeit an, sondern darauf, dass die optimale Durchschnittsgeschwindigkeit erzielt wird. Dabei darf die in den Etappenpausen gemessene Pulsfrequenz 64 Schläge in der Minute nicht übersteigen. Wenn die Pulsfrequenz höher ist, muss eine Pause eingelegt werden bis die Frequenz stimmt.
      Losco lief in einem gleichbleibenden Tempo und atmete regelmäßig. Dennoch machte ich wie vorgeschrieben Zwei Kontrollen während des Rittes und einen danach. Die Pulsfrequenz von Losco war immer im Rahmen, da ich ihn dazu brachte kurz vor der nächsten Kontrolle langsamer zu machen. Auf dem Heimweg merkte ich, dass Losco immer noch genug Power hatte um weiter zu laufen. Aber ich wollte ihn am ersten Tag nicht überanstrengen. Wieder auf dem Hof angekommen kontrollierte ich die Pulsfrequenz erneut. Alles war in Ordnung, also sattelte ich ihn ab und brachte ihn zurück in seine Box.
      Den Rest des Tages kümmerte ich mich darum einen Richter und einen Tierarzt für die Prüfung am Ende meines Aufenthaltes zu organisieren, leider erfolglos.
      Am nächten Tag machte ich mit Losco nur ein lockeres Programm, er durfte sich an der Longe bewegen und wurde dann von mir massiert. Er durfte seinen restlichen Tag auf dem Paddock verbringen, während ich weiter nach einem Richter und Tierarzt suchte. Am Ende des Tages hatte ich glücklicherweise die Zusage eines Tierarztes aus der Nähe und in Rücksprache mit dem zuständigen Verband bekam ich das Ok, den Ritt ohne Richter abzuhalten. Der Verband erklärte, dass es wichtiger sei einen unabhängigen Tierarzt zu haben als einen Richter.
      Am nächsten Tag machte ich Losco wieder für unseren gemeinsame Ritt fertig. Heute wollte ich mit ihm zusammen 60 km gehen, das entspricht einer maximalen A Distanz. Wieder machte ich Losco warm, bevor ich mit ihm ins Gelände ging. Losco zog wieder gut an und ich ließ ihn laufen. Wie beim ersten Ritt kontrollierte ich regelmäßig die Pulsfrequenz. Er hatte sehr gute Werte, also wartete ich immer nur die Mindestwartezeit. Als wir wieder auf dem Heimweg waren, war der Weg versperrt. Beim letzten Unwetter waren hier einige Bäume umgefallen und ich kam nicht drum herum. Leider waren wir schon ein gutes Stück in Richtung Heimat unterwegs gewesen, da aber kein durchkommen war mussten wir umdrehen. Losco ging dennoch gut voran und wir ritten los, auch auf dem Umweg kontrollierte ich den Puls von Losco regelmäßig. Meine GPS App zeigte bereits 60km an als wir circa dreiviertel des Weges hinter uns hatten. Am Stall angekommen zeigte sie 75km. Losco atmete ganz normal und auch der Puls war im Normalbereich. Also hatten wir beim zweiten Training bereits unser Ziel erreicht. Nachdem ich Losco versorgt hatte, rief ich bei dem Tierarzt an und legte den Termin für die Prüfung nach vorne. In drei Tagen würde er nun stattfinden. In der zwischenzeit bewegte ich Losco nur locker an der Longe, er bekam ein Wellnessprogramm und er durfte auf dem Paddock entspannen.
      Drei Tage später war es nun soweit, der Tierarzt kam und machte die Startuntersuchung uns los ging es. Ich hatte mit dem Tierarzt abgemacht, dass ich für jede Kontrolluntersuchung auf dem Hof ankomme. Alle 20km fand eine Kontrolluntersuchung statt. Nach 60km war seine Pulsfrequenz leicht erhöht, also mussten wir einige Minuten warten bis der Wert wieder im Normalbereich war. Nun lagen noch 20km vor uns. Mein GPS lief die ganze Zeit nebenher, den Bericht würde ich später ausdrucken und zur Anerkennung vom Tierarzt unterschreiben lassen bevor ich ihn Mary gab. Losco war zwar nicht mehr so frisch wie am Anfang, aber er war immer noch Leistungsbereit und gab sein bestes. Man merke ihm an, dass er es langweilig fand immer die gleiche Strecke zu laufen, aber da musste er jetzt durch, denn anders war es nicht möglich. Auf den letzten Metern ins Ziel zog er aber nich etwas an, als ob er wüsste, dass es die Zielgerade ist. Nach der letzten Etappe mussten wir erneut etwas warten, denn der Endspurt auf der Zielgeraden hatte die Werte hoch gehen lassen. Aber nach einer angemessenen Zeit hatten die Werte sich beruhigt und der Tierarzt unterschrieb die Formulare. Nun war es offiziell, Losco durfte von nun an L-Distanzen teilnehmen. Ich knuddelte Losco und gab ihm ein paar Leckerchen zur Belohnung. Dann sattelte ich ihn ab und brachte ihn weg. Zum Schluss räumte ich alles weg und machte mich dann auf den Weg um Mary die Unterlagen zu überreichen. Den GPS Log hatte ich schon ausgedruckt und der Tierarzt hatte ihn auch schon unterschrieben. Leider konnte Mary heute nicht beim Ritt dabei sein, aber sie freute sich sehr darüber dass alles geklappt hatte. Ich machte mich nun auf den Weg zurück auf den Hof um meine Sachen für die Rückreise zu packen.
    • Cooper
      Trainingsbericht L-M Military | 31. Januar 2020 | 9.681 Zeichen by Rhapsody
      Für das neue Jahr hatte sich Jette vorgenommen, mit ihrem Ausbildungsbetrieb durchzustarten. Nach ein bisschen Liebe war der leerstehende Stall für die kommenden Berittpferde aufgehübscht worden – und kurz darauf bezogen auch schon drei Pferde die Boxen. Und auch der erste internationale Kunde ließ nicht auf sich warten.

      Losco hieß der Gute, und er machte die ersten Tage auf dem Steenhof schon viel von seinem Vollbluttemperament gezeigt. Seine Ankunft war fast schon antiklimatisch, doch je länger er auf dem Hof war, desto mehr kam die unruhige Seite raus. In den ersten Trainingseinheiten hatte Jette deswegen noch nicht allzu viel mit dem Hengst machen können – erst einmal musste sie schaffen, dass Losco ihr zuhörte und einigermaßen ordentlich lief. Erst dann konnte sie überhaupt irgendwie ans Springen denken.

      Mich faszinierte der Hengst in einer Weise; er kam aus einem Rennstall, er ging auch noch aktiv Rennen und war dafür dann doch ganz gut händelbar, sobald man einmal durchgekommen war. Als wüsste er, dass er hier war, um zu springen – und nicht zu rennen. Aber obwohl Springen ja eigentlich meine Disziplin war und Jette dort auch auf meine Unterstützung hoffte, lehnte ich dankend ab – zu diesem Zeitpunkt hatte Jette ihn gut unterm Sattel; das wollte ich nicht wieder zunichte machen. Stattdessen drehte ich den Spieß einfach rum – hatte Jette mich doch des Öfteren durch Reitstunden gequält.

      Losco sollte auf das Geländespringen vorbereitet werden, und wenn möglich auch schon mal ein paar M-Sprünge überwinden; die Basis bildete aber natürlich das Springtraining auf dem Platz. Ich war ja ein großer Fan von Sprunggymnastik, bevor man überhaupt an einen richtigen Parcours dachte; die ersten Trainingseinheiten bestanden also nur aus Galoppstangen, Cavalettis und dem ein oder anderen niedrigen Kreuz. Damit ließ sich ein schöner gleichmäßiger Rhythmus erarbeiten, den Losco vor allem mit rhythmischen Abschnauben bei jedem Galoppsprung unterstrich. Genauso wie es mir gefiel.

      Die ersten positiven Ergebnisse stellten sich schnell ein; Losco kannte das ja alles schon, er musste sich wahrscheinlich einfach nur auf den neuen Reiter einstellen. Mit jeder Einheit fanden die beiden besser zusammen; sein hibbeliges Wesen konnte der Hengst zwar nicht ablegen, aber er war fokussiert und voll bei der Sache. Aus der Springgymnastik wurden dann erste Hindernisreihen, die viel mentale Kraft abverlangten. Dadurch lernte Losco aber, sich auf seinen Reiter zu verlassen und ihm zuzhören.

      Durch die Vorarbeit waren die ersten höheren Hindernisse ein paar Tage später auch kein Problem. Zu Beginn gab es wieder ein paar Hindernisreihen, bis Jette das Gefühl hatte, die volle Aufmerksamkeit des Hengstes zu haben, dann baute ich ein paar Hindernisse auf lockerer A-Höhe auf. Bei dem ersten Versuch sah ich vom Boden aus, wie der Schecke beim Anreiten des Hindernisses anzog und Jette ein bisschen die Kontrolle verlor. Also gingen wir noch einmal zurück zu den Galoppstangen, die vor und nach dem eigentlichen Hindernis auf den Boden gelegt wurden. Dadurch war Losco gezwungen, auf Jettes Anweisungen zu hören. Seine Konzentration schien sich dadurch auch zu verbessern; zur Ende der Einheit lagen die Stangen auf L-Höhe, mit Luft nach oben. Noch ein paar Einheiten, dann würden wir das erste Training auf dem Geländeplatz buchen können.

      Beim ersten Termin konnte ich nicht dabei sein, weil ich mit Dr. Maartens und den trächtigen Stuten beschäftigt war. Jette war mit Levi gefahren, der nebenbei auch Calista ein bisschen ins Geländespringen einführen sollte. Nachdem die zwei am Abend zurückgekehrt waren, erzählte mir Jette grob, was sie gemacht hatten: nur einmal die Basics, einmal galoppieren, ein paar Naturhindernisse anschauen. Losco war dem Ganzen mit Neugierde entgegengekommen, seine Unruhe hatte aber wieder vollkommen zugeschlagen und viel hatten die beiden nicht erreicht. Ein paar Tage sollte er jetzt Ruhe bekommen, dann würden wir noch einmal gemeinsam auf den Geländeplatz fahren.

      Am Wochenende war es dann soweit; schon in aller Hergottsfrühe machten wir uns auf den Weg, Losco und Calista im Gepäck. Levi war dieses Mal nicht mit von der Partie, also hatte ich mich kurzerhand entschieden, mit der Trakehnerstute ein paar einfache Sprünge zu machen, nur um zu sehen, wie sie auf die Umgebung reagierte. Am Geländeplatz angekommen merkte ich, dass Losco nicht mehr stillstehen konnte, und auch Calista ließ sich davon anstecken. Beim Aufräumen war Jette also versucht, den Hengst wieder unter sich zusammenzusammeln, bevor es an die Sprünge ging. Calista hatte sich schnell wieder beruhigt; wir gingen also als erstes auf die Strecke.

      Die Höhe der Hindernisse bereitete Calista keine Probleme; sie war schon Springturniere der höheren Klassen gegangen. Dementsprechend war es meine Aufgabe, sie sich nicht überspringen zu lassen, sondern sich auf die niedrigere Höhe einzulassen. Dazu kam die neue Optik der Hindernisse; die Bürsten über dem ein oder anderen Naturhindernis waren ihr nicht ganz geheuer, und nachdem sie diese einmal gestriffen hatte, hatte ich das Gefühl, dass sie sich noch einmal anstrengte und ein paar Zentimeter höher sprang, um diese auch ja nicht zu berühren.

      Die Hindernisse, die etwa dem Einsteiger-Level entsprachen, waren aber auch nach kurzer Zeit keine wirkliche Herausforderung. Der Tiefsprung allerdings war ihr nicht so ganz geheuer, und auch vorm Einsprung ins Wasser stoppte sie mir das ein oder andere Mal. Hier musste ich einfach noch etwas an ihrem Selbstvertrauen arbeiten – was ich von jedem anderen Pferd erwartet hätte, nur nicht unbedingt von Calista.

      Für die Stute war eine kurze Pause angesetzt, und somit konnte ich Jette und Losco beobachten. Sie arbeiteten gerade an den Weitsprüngen, wofür es auf der Anlage einen kleinen, künstlich angelegten Bach gab. Als das zur Zufriedenstellung klappte, sah ich, wie sich Jette dann schon an die höheren Naturhindernisse machte. Keine besonders schmalen Sprünge oder Ecken; sie ließ den Hengst einfach einmal über ein paar Baumstämme und Tische springen. Auch hier ging es um Rhythmus, aber um einen anderen, als man ihn auf dem Springplatz brauchte; im Gelände sollte das Pferd wenn möglich über die Hindernisse springen, als wäre es das natürlichste der Welt. Durch einen flüssigen Bewegungsablauf verlor man in der Prüfung so am wenigsten Zeit und vor allem Kraft. Diese besondere Art, die Hindernisse zu nehmen, fiel Losco aber leicht; es schien, als wäre er jetzt in seinem Element. Auch von seiner Baseline-Unruhe war wenig zu spüren. Man sah ihm an: hier gehörte er hin.

      Mit Calista ging es zum Ende des Trainings noch einmal an die Tiefsprünge; hier erforderte es besonderen Mut, sowohl vom Pferd, als auch vom Reiter. In Calistas Klasse ging es über zwei Meter hinunter. Das erste Mal, dass sie den Satz nach unten machte, konnte ich mich gerade noch im Sattel halten; sie war vor dem Abhang abgestoppt und dann fast aus dem Stand doch noch in die Tiefe gesprungen, womit ich nicht mehr gerechnet hatte. Beim nächsten Mal war ich dann vorbereitet – und auch, wenn das letzte Quäntchen Mut gefehlt hatte, sah es dann doch schon ganz passabel aus. Jette und Losco hatten diese Art von Hindernis auf die nächsten Einheiten verschoben – der Hengst hatte sich heute von seiner besten Seite gezeigt, und diesen Erfolg wollte Jette ihm lassen und die gute Stimmung nicht mit den Tiefsprüngen womöglich ruinieren.

      Zwischen den Besuchen auf dem Geländeplatz wurde Losco immer wieder locker gearbeitet. Den Tag danach bekam er meistens frei und durfte sich auf den Paddocks des Steenhofs die kalte Wintersonne auf den Rücken scheinen lassen. Immer mal wieder baute Jette auch Dressurübungen mit ein, um weiterhin an der Durchlässigkeit zu arbeiten. Und auch Springgymnastik stand wöchentlich auf dem Plan – sollte das Wetter einmal nicht mitspielen und uns das Geländetraining vermiesen, auch zweimal.

      Bei Calista wechselten Levi und ich uns ab – einmal fuhr er mit auf den Geländeplatz, einmal ich. Deswegen konnte ich Loscos genaue Erfolgskurve nicht zu 100% tracken. Natürlich war auch er einfach nur ein Pferd, das mal einen schlechten Tag hatte; die Kurve ging aber trotzdem steil nach oben. Es machte richtig Spaß, Losco zuzusehen, wie er über die Hindernisse flog – und im Gegensatz zu Calista sprang er auch beherzt die Abhänge hinunter. Auch Wasserein- und Aussprung waren kein Problem für ihn, und nach und nach zeigte sich auch dieser besondere Geländerhythmus. Das würde ihm in seiner sportlichen Karriere immens weiterhelfen.

      Seiner Besitzerin Mary schickte ich zum Ende des Trainings ein kleines Video vom letzten Geländetraining. An diesem Tag hatte er sich von seiner absolut besten Seite gezeigt: er war schnell unterwegs, ohne kopflos durch den Parcours zu rennen, immer auf das nächste Hindernis fokussiert. Schmale Sprünge, Ecken, Baumstämme – alles kein Problem für das Vollblut. Am Ende des Videos trabten eine glückliche Jette und ein zufrieden schnaubender Losco auf die Kamera zu – und Jettes Glück war spürbar: hochrote Wangen, ein Blitzen in den Augen, ein Grinsen bis zu den Ohren. Mit diesem Geländetraining sollte dann auch Loscos Zeit auf dem Steenhof langsam zu Ende gehen; während die anderen Berittpferde noch mehrere Monate bleiben würden, ging es für den Vollbluthengst zurück nach Kanada. Jette fiel der Abschied schwer; durch der intensiven Arbeit der letzten Wochen hatte sie das Vollblut ins Herz geschlossen und hätte ihn gerne noch weiter trainiert. Aber wenn er weiterhin so gefördert werden würde, würde es mich nicht wundern, wenn wir ihn bei den nächsten Olympischen Spielen im kanadischen Vielseitigkeitsteam wiedersehen konnten. ​
    • Cooper
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      Distanztraining L-M Losco | 01. Februar 2020 | 1851 Zeichen von AliciaFarina
      Es ging für mich wieder nach Kanada, genauer gesagt nach Chattahoochee um den Hengst Losco zu trainieren. Vor kurzem war ich ja erst dort gewesen um ihn auszubilden, daher musste mich niemand herumführen. Ich bezog mein Quartier und machte mich dann auf den Weg um mit Losco zu starten. Im Stall angekommen putzte ich ihn erstmal ausgiebig, dann sattelte ich ihn und ging direkt ins Gelände. Da es ja noch nicht lange her war, dass ich auf Chattahooche gewesen war, hatte Losco noch immer seine volle Ausdauer. Meine Trackerapp sagte mir, dass wir gut 40km hinter uns gelegt hatten, das war die Hälfte von dem was wir für unsere Prüfung schaffen mussten. Aber ich war ja auch erst Nachmittags losgeritten. Nach unserem Ritt versorgte ich Losco und ließ ihm einige Leckerchen zukommen.
      Am nächsten Morgen startete ich bereits kurz nach dem Frühstück, ich machte Losco fertig, startete die Trackingapp und ritt los. Für heute hatze ich geplant, mindestens 80km zu schaffen. Dass er 70 schafft wusste ich ja bereits. Losco lief locker unter mir meine geplante Strecke, immer wieder machte ich eine Pause. Losco fand das langweilig, er wollte lieber weiterlaufen. In den Pausen kontrollierte ich die PAT Werte, welche bei unserer Prüfung ebenfalls kontrolliert werden würden. Losco hatte durchweg gute Werte, bei einem so gut im Training stehenden Pferd kein Wunder. Wir ritten über Stock und Stein, Berge hinauf und wieder runter, durch Wasserläufe und durch kleinere und größere Wälder. Als wir wieder Zuhause angekommen waren sattelte ich Losco ab und versorgte ihn. Meine Trackingapp zeigte sagenhafte 83km an. Das bedeutete, dass der nächsten Stufe nichts mehr im Weg stand. Dieses Mal schloss ich mein Training ohne Prüfung ab, denn die war nicht nötig. Zumal wir ja vor kurzem erst die andere Prüfung abgeschlossen hatten.
    • Cooper
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      Losco | Prophylaxe
      Am Samstagmorgen sprach mich Mary an. „Du? Losco ist soweit. Er kann zur Körung gehen. Würdest du schauen das er auch gesundheitlich dafür bereit ist?“. „Das ist doch keine Frage, natürlich!“ antwortete ich und ging direkt in die Klinik, um mein Rucksack zu holen. Dieser Rucksack beinhaltete alles was man für eine Prophylaxe gebrauchen konnte. Immunisierungen, natürlich frisch aus dem Kühlfache in einer speziellen Dose verpackt und Utensilien zur Messung der Vitalzeichen. Unter anderem eine Wurmkur und etliche Salben und mehrere kleine Sachen. Auch mein Dokumentierblock befand sich darin.

      Ich lief zum Stall und begrüßte Losco mit einem Stück Banane. Er freute sich sichtlich über meinen Besuch. Ich trat in die Box ein und begutachtete ihn von außen. Hier waren keine Auffälligkeiten. Freudig tänzelte er in der Box herum und dachte wir würden einen Ausflug machen. „Jetzt nicht großer, später!“ sagte ich und wuschelte seinen Schopf. Immer wieder hob er die Beine, sodass ich nochmal ihm die Hufe geben lassen musste, um wirklich sicher zu sein das auch an den Beinen alles in Ordnung war. Dann schaute ich in die Ohren, ins Maul und testete seine Reflexe. Auch hier waren keine Auffälligkeiten. Der Dürre Hengst hatte mittlerweile viel Muskelmasse aufgebaut. Ich war froh, dass er so gefördert wurde und freute mich auf seine Körung. Zuletzt schaute ich mir noch seine Vitalzeichen an, heißt Puls, Atmung, Herzfrequenz und Temperatur. „Auch hier stimmt alles, wir können Immunisieren“ sagte ich. Losco kannte dieses Wort anscheinend. Sofort sah man seine Abneigung. Seine Ohren schlugen nach hinten und seine Augen wurden weit. „Nun komm, das haben wir doch hinter uns gelassen“. Ich streichelte seinen Hals und Mary legte sein Halfter an, um ihn besser festhalten zu können. Er wusste ganz genau was jetzt passiert. Zum Glück kannte ich Losco in und auswendig. Ich agierte schnell, sodass er gar nicht die Zeit hatte sich aufzuregen oder irgendeine Aussweichbewegung machen konnte. Nachdem die Immunisierungen gegeben waren, ließ ich ihn sich erstmal beruhigen. Er tobte förmlich. „Na na, jetzt komm“ sagte Mary. Ich ging nach zehn Minuten wieder in die Box. Ein Bananenstück half mir dabei. Schon war die ganze Aufregung vergessen und er hatte mich zum Glück wieder gern. „Du bist verrückt“ lachte ich und gab ihm dann zum Abschluss die Wurmkur, mit der er keine Probleme hatte. „Fertig!“ rief in den Stall hinaus. Mary kam um die Ecke gehuscht und bedankte sich. „Ist doch kein Problem“. Danach setzten wir uns ins Haus, um einen Kaffee zu trinken.
      2151 ohne Leerzeichen | by Cooper
    • Cooper
      Loscos Körung | 09. Februar 2020 | 2544 Zeichen von sadasha
      Das Wetter war so wechselhaft wie eh und je. Zum Glück regnete es nicht! Dennoch fand die Hengstkörung in der Halle statt und die Pferde standen in den Gastboxen. Es gab einen Vorreiteplatz, für Alle die ihn benötigten. Losco stelle ich geführt vor, deshalb war ein Aufwärmen unnötig. Ich hatte seine Mähne eingeflochten und ihm eine schöne Trense aufgezäumt. Auch die Startnummer 7 hatte ich schon angeheftet. Geduldig wartete ich darauf aufgerufen zu werden und strich dabei gedankenverloren über das seidige Fell meines Vollbluthengstes. Losco sah seltsam aus mit seiner eingeflochtenen Mähne. Immer wenn mein Blick zu ihr hoch wanderte musste ich schmunzeln. Ich freute mich so sehr auf den Tag heute. Und noch mehr freute ich mich darauf Cooper bald ihren ehemaligen Hengst mit Zuchtzulassung übergeben zu können. Ein weiterer Gewinn für die Chattahoochee Hills Vollblutzucht und so ein bunter gleich dazu!
      Dann endlich kam unser Aufruf. Ich zupfte kurz an der Kette und Losco folgte. Aufmerksam sah er sich um als wir die Halle betraten. Nur ungern blieb er bei den Richtern stehen und bewegte sich noch etwas auf der Stelle, während ich die Richter begrüßte. Ich stellte den Hengst an einer auf dem Boden liegenden Stange auf und ließ sein Exterieur bewerten. Im Anschluss bat man mich den Hengst in allen drei Grundgangarten auf beiden Händen vorzustellen. Das war der anstrengendste Part für mich. Losco war natürlich viel schneller als ich, würde man ihn das Tempo bestimmen lassen und im Galopp kam ich an meine Grenzen und ging noch darüber hinaus. Als wir die Aufgabe erfüllt hatten, blieb ich schnaubend stehen, die Hände auf die Knie gestützt. Ich hob entschuldigend die Hand und bat um eine kurze Pause für mich. Als ich mich erholt hatte richtete ich mich auf und sah in die lächelnden Gesichter der Juroren. Sie verlangten, dass ich Losco nun los machte, damit er vollkommen frei laufen konnte. Losgelassen galoppierte Losco los und zeigte, was einen Vollbluthengst ausmachte. Nach einigen Minuten ließ ich ihn per Zuruf in den Trab parieren, da er sonst immer weiter galoppiert wäre. Die Richter verabschiedeten sich plötzlich von mir und gingen zurück zur Bande um sich über ihre Bewertungen zu unterhalten. Ein wenig verwirrt sah ich ihnen hinterher ehe ich Losco zurück rief um ihn wieder anzuketten und aus der Halle zu führen. Cooper erwartete mich dort. „Gut gemacht!“ lobte sie mich und streichelte den Schecken. „Mal sehen was die Richter nachher sagen.“, gab ich zurück und ging mit den beiden zurück zur Stallgasse.

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    • Stelli
      Pferdeklinik Birkenau
      - Zuchtpferde-Paket für Losco -

      Am Sonntag erreiche mich ein Anruf von Cooper. Es ging um einen ihrer Zuchthengste, welcher eine entsprechende Untersuchung benötigte. „Dienstag abend?“, fragte ich am Telefon. Wir vereinbarten den Termin. Dienstag Abend fuhr ich also die Einfahrt zum Hof runter, wo sich mein Patient befand. Cooper kam direkt aus einem der Stallungen, als sie ein Auto kommen hörte. Wir begrüßten und herzlich und unterhielten uns ein wenig. Dann führte sie mich zu Losco, einem sehr prächtigen Vollbluthengst. Cooper zog ihm ein Halfter auf und führte ihn aus der Box. So konnte ich schonmal einen ersten Blick auf ich werfen. Er war in einem tadellos, sehr gepflegten Zustand. Dafür machte ich Cooper ein anerkennendes Kompliment. „Wo finde ich eine Steckdose?“, fragte ich sie. Ich baute mein mobiles Röntgengerät auf und bereitete alles vor. Losco stand brav daneben und beobachtete alles genaustens. „Dann wollen wir mal!“, meinte ich und begann mit der röntgenologischen Arbeit. Zuerst röntge ich die Vorderbeine des Pferdes, zuerst das linke, dann das rechte. Ich holte mein Hufbearbeitungs-Koffer aus dem Auto und machte die Hufeisen des Hengstes vorne ab, da diese für das Röntgen des Hufs nach Oxspring nicht drauf sein sollten. Zu Beginn wurde der Huf um 90° Winkel, zentriert auf das Strahlbein, geröntgt. Anschließend die Zehe, ebenfalls 90°, zentriert auf das Fesselgelenk. „… sieht man schon was?“, fragte Cooper vorsichtig. Ich lächelte. „Das schauen wir uns später an, erstmal machen wir in Ruhe die Aufnahmen.“. Ich kann vestehen, dass die Besitzer nervös sind, es geht schießlich um die Zukunft eines Deckhengstes. Danach kam noch der Huf, 0°C nach Oxspring dran, wo sich das Huf- und Kronbein, sowie Teile des Fesselbeins zu sehen waren. Dies wiederholte ich in der gleichen Reihenfolge auf dem anderen Vorderbein. Losco stand völlig unbeeindruckt zwischen uns. „Braver Kerl.“, lobte ich ihn. Als das andere Vorderbein geröntgt war, kamen die Hinterbeine von Losco dran. Ich begann mit dem Linken. Auch hier röntgte ich zuerst die Zehe auf 90°, dabei zentriert auf das Fesselgelenk. Hier musste der überwiegende Teil des Hufs aufgenommen sein. Das Sprunggelenk wird in 3 Ebenen geröntgt: 0°, 45° und ca 135°, um alles darstellen zu können. Die Prozedur erfolgte auf dem rechten Hinterbein ebenfalls. Zu guter Letzt waren die Knie in 90° und 180° zu machen. „Könnten wir noch den Rücken aufnehmen?“, fragte Cooper. „Ich möchte lieber alles komplett.“. Das war natürlich kein Problem. Losco äugte argwöhnisch zu mir rüber, während ich über seinem Rücken hantierte, blieb aber weiterhin brav. Zuerst wurde der vordere Teil, inklusive Widerrist geröntgt, gefolgt von der Sattellage und anschließend vom Lendenwirbelbereich. „So, wir wären fertig.“, meinte ich, packte das teure Gerät beiseite und machte mich an das Auswerten der insgesamt 21 Röntgenbilder. Konzentriert spielte ich an Helligkeit und Kontrast, um nichts zu übersehen. Ich ging Bild für Bild durch und erklärte nach jedem Bild Cooper, was zu sehen war. Zu meiner Zufriedenheit waren die Vorderbeine ausnahmslos ohne besonderen Befund. „Super!“, freute ich Cooper. Nun ging es mit den Hinterbeinen weiter. Auch hier sah ich alle Röntgenbilder sorgfältig durch. Hier, genau wie bei den Knien, waren alle Strukturen gleichmäßig und glatt begrenzt. Die Knie hatten ebenso keine Auffälligkeiten. „Na wunderbar! Das sieht hervorragend aus!“, freut ich mich mit. Zu guter Letzt bewertete ich noch die Rückenaufnahmen. Hier sah ebenfalls alles gut aus, die Dornfortsätze hatten genügend Abstand zueinander und waren ebenso glatt begrenzt. „Ich gratuliere!“, grinste ich. Glücklich klopfte Cooper Loscos Hals. „Damit kann – und sollte – man definitiv züchten!“, fügte ich hinzu. Als nächstes nahm ich dem Vollblüter Blut ab, um ein großes Blutbild im Labor machen zu lassen. Ich invertierte die 4, mit venösem Blut gefüllten Abnahmeröhrchen gut und brachte sie ins Auto. „So, jetzt kommt der entscheidene Punkt!“, sagte ich. Ich brauche natürlich noch eine Spermaprobe von Losco, um die Qualität des Samens zu prüfen. Hierfür hatte ich extra mein Mikroskop mitgebracht, da das Sperma so schnell wie möglich untersucht werden soll. Um eine genaue Diagnostik machen zu können, entschied ich mich für das Verfahren vor Ort. Cooper verschwand mit Losco in der Deckstation. Ich folgte ihr und es dauerte nicht lang, bis der Hengst auf das Phantom sprang und seinen Job schnell bewältigte. Cooper fing etwas Sperma in einem Becher auf und gab es mir. Zurück am Auto gab ein wenig des Samens mit einer Pasteurpipette auf ein Objektträger und legte ein Deckglas hinauf. Durch das Mikroskop konnte ich sehr bewegungsfreudige Spermien entdecken, die ihren Weg auch brav nach vorne suchten. Nur ganz wenige waren bewegungslos oder bewegten sich um sich selbst. Auch die Morphologie der Spermien entsprach der Norm, ein regelmäßig geformter Kopf und ein etwa gleich langes, aber deutlich schmaleres Mittelstück, an welchem der Schwanz hing. Auch die Anzahl der Leukozyten überstieg den Grenzwert nicht. „Das passt alles, herzlichen Glückwunsch!“, sagte ich zu Cooper, die sich sichtlich über diese Nachrichte freute. Der Nachzucht dürfte also nichts mehr im Wege stehen. „Ich melde mich zeitnah bezüglich des Blutbildes.“.
      Nach drei Tagen bekam ich die Blutergebnisse des Hengstes zugeschickt. Wie zu erwarten waren alle Werte im Normbereich, was den Allgemeinzustand des Pferdes wiederspiegelte. Auch der Hormonspiegel, welchen ich extra mit anforderte, sah gut aus. Ich informierte Cooper über die Werte und gab meinerseits grünes Licht mit diesem Hengst viele, tolle Nachkommen zu zeugen. Das Muskelzittern, wovon mir Cooper berichtete, war eventuell Entwicklungsbedingt. Manche Hengste können dies in der Frühphase der Hormonprodoktion zeigen. Jedoch war der Hormonstatus völlig normal, es besteht aktuell kein Grund zur Sorge.
    • Cooper
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      Pflegebericht | Stallions
      Es gab nach einigen Wochen Ruhe, wieder viel Trubel auf Chatthoochee Hills. Die Equine Klinik lief wieder gut und man musste sich um den Umsatz keine Sorgen mehr machen. Die Turniere der Pferde verliefen ebenfalls sehr erfolgreich, vor allem CHH‘ Elhae räumte gleich zwei Tribühnenplätze ab und Qualifizierte sich somit für die Hengstkörung. Daraufhin erarbeitete ich mir Elhae eine Kür. „Ich freue mich so dass die Zucht langsam wächst. Bin so sehr auf die Fohlen von Elhae gespannt“. Joey schaute ein wenig desorientiert. „Eine neue Blutlinie hat er dennoch nicht“. Meine Blicke waren der Aussage entsprechend nicht sehr freundlich. Er zuckte mit den Schultern, nahm die Zigarette aus dem Mund, um den Qualm auszupusten und ging dann Richtung Rennbahn, wo er grade London Grammar und Losco trainierte. Ich lief ihm provokant wie er selbst war hinterher. Ich wollte mir so oder so mal den Stand der Dinge der zwei Hengst ansehen. Sie liegen laut Joey gut in der Zeit. Ich fragte mich, warum er heute so launisch war und kam zum Schluss das wir zwar viele Turniere gewannen, aber die Galopprennen im Einzelnen nicht gut liefen. Ich munterte meinen Jockey mit einem Freundschaftsrennen mit Akion Aszu und CHH‘ Chroma auf. „Das wird schon. Ich verspreche dir die nächsten Wochen werde ich wieder mehr für dich und die Rennis da sein. Es gab halt derzeit viel zu tun bei den Pferden, die eben nicht Rennen“. Er schmunzelte und nahm mich in den Arm. „Passt schon“. Zufrieden mit der Antwort ging ich auf das Gelände zurück, um mir das Training von den Marwaris anzuschauen. CHH‘ Ian und CHH‘ Jeevan sowie auch Èlon machten sich prächtig. Mit Èlon beübte ich noch die allgemeine Rittigkeit und überarbeitete den Trainings sowie Futterplan der Hengste. Ian gefiel die Aufmerksamkeit und wollte beim Training in der Halle nicht mehr von mir los. Somit überzog ich meine Zeit und nutze diese, um mit ihm ein wenig spazieren zu gehen. Langsam wurde das Wetter auch immer wärmer. Leider war die Sonne aber am heutigen Tage etwas verhalten. Der nächste Besuch fand bei CHH‘ Guinness statt. Ich schaute mir sein Buch an und evaluierte alle Prozesse. „Hmm“. Ich biss mit auf die Unterlippe und bewegte sie nach rechts und links. Es war derzeit recht still um ihn und teilte ihn für ein aktiveres Training ein. Zusätzlich machte ich mir noch selbst ein Bild von seinem Trainingsstand indem ich heute als Trainer fungierte. Guinness hatte sichtlich Spaß am Geschehen, hatte aber sichtlich Trainingsmäßig abgebaut. Ich trommelte alle zuständigen Mitarbeiter für den Hengst zusammen und sprach die Veränderung offen an. Es fühle sich keiner Angesprochen. Ich blieb sehr sachlich und verordnete Guinness dann eine speziellere Routine, in der ich selbst eine größere Rolle spielte.

      Unser Neuankömmling Mellow hatte sich recht gut in Chattahoochee Hill’s eingelebt. Im Sozialverhalten gegenüber den anderen Pferden war er noch eher schüchtern und verhalten, machte sich aber im Hinblick auf das Training sehr gut. Ich las im Buch nur positives und konnte eine deutliche Verbesserung zum Vormonat beobachten, wie ich selbst anhand des heutigen Trainings meinerseits in Erfahrung bringen konnte. Zufrieden ging ich zum letzten Tier des heutigen Rundganges. CHH‘ Polychromed Biosphere. Der Bay Tobiano Overo wurde erst von kurzem von uns aus der USA importiert und bereichert CHH mit seiner Farbvielfalt. „Poly“ wie er hier liebevoll genannt wird ist im Galopprennen als Steher unterwegs und holte schon in seiner zweiten Disziplin, Distanz, einen Treppchensieg. Laut Buch macht er sich auch im Training besser in der Distanz als im Galopprennen. Vom Charakter her ist der Hengst wohl schwer einzuschätzen. So ganz nach dem Motto „Mal so, mal so“. Eines stand aber fest, der Hengst hatte sehr viel Freude an Arbeit. Das konnte mir jeder aus dem Team bestätigen. Auch bei meinem Erstkontakt mit ihm erschien der Hengst Aufmerksam und wartete auf Anweisungen, die er auch gern befolgte. Wie bei jedem Neuankömmling testete ich zunächst seine Kraft der Vorder und Hinterhand. Beide waren recht normal ausgeprägt. Die Ausdauer schien bei ihm außergewöhnlich gut zu sein, welche sich auch im Laufe dann Bestätigte. Seine Sprungkraft lag minimal unter dem Durschnitt. „Ich bin grundsätzlich sehr zufrieden“ sagte ich am Ende des Tages als ich noch mal alle Dokubücher der Hengste durch ging. Zudem änderte ich einige Tests und Überprüfungen bei den Neuankömmlingen ab, da diese nicht alle Trainingsrelevanten Merkmale der Tiere erfassten.

      3789 Zeichen | by Cooper
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  • Album:
    |CHH Stallions|
    Hochgeladen von:
    Cooper
    Datum:
    9 Feb. 2020
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    11

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    Losco
    Co
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    Exterior
    Rasse Englisches Vollblut
    Herkunft England
    Geschlecht
    Alter 2012, 6 Jahre

    Stockmaß 170cm
    Deckhaar Minimalschecke
    Langhaar schwarz/ beige
    Abzeichen Blesse, weißes Kin
    vr [] | vl [] | hr [] | hl []

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    Interior
    treu | ehrgeizig | unbeständig

    Charakter/ nature
    Losco wirkt sehr gelassen, aber in ihm herrscht meist Aufregung und Neugierde, das bemerkt man erst wenn man ihm näher kennen lernt. Mit ihm ruhig spazieren gehen oder entspannt putzen geht meist nicht. Aber hat man einmal sein Herz erobert würde er alles für einen machen.

    Beschreibung/ description
    Losco hat in England eine weitrechende Ausbildung genossen, wodurch er gelernt hat seine Energie und Aufregung teilweise zu kontrollieren, was sehr von nutzen ist. Dennoch bemerkt man nach und nach wie es wirklich in ihm aussieht, denn sowas zu unterdrücken ist sehr schwer und zugleich bemerkenswert für ein Pferd. Er wackelt oft mit den Ohren, und das nicht nur aus Neugierde oder Hörigkeit. Zudem wird es bemerkbar wenn er seinen linken Hinterhuf nicht still halten kann und er dann anfängt mit dem Kopf zu nicken. Wir kommen diesen Problem mit einem langen Ausritt oder Ausrennen entgegen. An sich ist Losco ein sehr anhängliches Pferd un mag die Gesellschaft von einer Vertrauensperson sehr. Verfällt man in die Position dieser Vertrauensperson versucht er sein bestes zu geben.

    Geschichte/ history
    Losco kommt aus einem Rennpferdestall in England. Große Erfolge haben sie noch nicht erzielt da sie erst neu eröffnet haben. Dennoch haben sie mir Losco verkauft als ein sehr guter potentieller Renner. Da sie eine neue Ausbildungsarten für Rennpferde testen, die für das Pferd besser sein soll wie die alte Art, ist Losco einer der ersten Pferde die eine solche Ausbildung genossen hat.

    Sozialverhalten/ social behavior

    1 (schwierig)-5 (unproblematisch)
    herd [5] | conspecific [5] | towards humans [4]

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    Breed Information
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    HK 504

    Nachkommen

    1. Losco X Glamour of Death
    CHH' Death Sentence


    Gencode
    xxx


    Ancestry
    aus der♀
    von
    aus der


    von♂

    von
    aus der


    Besitzer Cooper Chattahoochee
    (User: Cooper)
    VKR Cooper
    Ersteller Cooper
    Zucht CHH

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    Achievements & Qualifications
    eligbility: Rennen | Military | Distanz
    Dressur E A L M S S* S** S***
    Springen E A L M S S* S** S***
    Military E A L M S S* S** S***
    Distanz E A L M S S* S** S***
    Rennen E A L M S S* S** S***
    Western E A L M S S* S** S***

    Fahren E A L M S S* S** S***


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    Grinds & Successes


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    105. Springturnier | 326. Galopprennen | 336.Galopprennen

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    493. Galopprennen | 498. Galopprennen | 441. Fahrturnier

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    413. Militaryturnier | 503. Rennen | 414. Militaryturnier

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    305. Synchronspringen


    unofficial

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    Training & Educational State
    Fohlen ABC [] | Eingeritten [x] | Rittigkeit [4] | Gelassenheit [4]
    Probmemverhalten konstant unruhiges Verhalten
    1(schwierig)-5(unproblematisch)
    Halftern [5]
    Trensen [4]
    Satteln [5]
    Führen [3]
    Putzen [3]
    Anfassen [5]
    Ladefromm [3]
    Schmiedefromm [3]

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    Health Condition
    [​IMG] [​IMG]

    (TA + HS) Verzeichnis

    Chronische Erkrankung/ Zustand
    xxx

    Akute Erkrankung/ Zustand
    xxx

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    Puzzle PNG