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Citara

Ljubow

Achal Tekkiner | Stute

Ljubow
Citara, 20 Feb. 2016
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    • Citara
      Pflegebericht 1 - Prolog

      Langsam hatte ich mich eingelebt. Hier, auf dem Hof der Familie Al-Awar im tiefsten Sibirien, nahe Belokuricha, hatte ich mittlerweile eine zweite Heimat gefunden, und der bald bevorstehende Abschied erfüllte mich mit Trauer, und obwohl diese Reise ursprünglich bloß als Sprachreise quer durch Russland begann, hatte ich Land und Menschen hier auf dem Gestüt derartig ins Herz geschlossen, dass ich nicht mal auf die Idee kam, nach der Ankunft auf diesem Gestüt weiter zu reisen.

      Meine Ankunft ließe sich wohl unter „Glück im Unglück“ verbuchen, denn ich wollte ursprünglich mit dem Taxi weiter reisen, welches jedoch auf halber Strecke, fern der Zivilisation bei strömendem Regen und tauendem Schnee, liegen blieb, sodass ich mich zu Fuß auf die Suche nach einer Unterkunft machen musste. Ich hatte es gerade aufgegeben, als eine Meute Windhunde auf mich zugestürmt kam, gefolgt von einem Reiter auf goldenem Pferd. Entgegen meiner anfänglichen Erwartung erwiesen sich Hunde und Reiter als sehr freundlich, und Djadi Al-Awar lud mich ein, die Nacht (und das Abendessen) auf seinem Gestüt zu verbringen.
      Ich werde es nie bereuen, auf dieses Angebot eingegangen zu sein. Ich fand mich bei Kaminfeuer in einem wunderbar eingerichteten Zimmer wieder, stilistisch war es eine edle Mischung aus arabischem und russischem Einrichtungsstil, um mich herum verbreiteten schlafende Windhunde eine ruhige Aura. Djadi Al-Awar ließ mich kurz mit den Hunden alleine und kam dann mit seiner Frau Olga zurück. Olga war eine einmalig feengleiche Frau mit grünen Augen und langen, feinen, hellblonden Haaren, die im Licht des Feuers goldig schimmerten. Sie versorgte mich zunächst mit trockener Kleidung und etwas später mit einem unglaublich schmackhaften Abendessen. Währenddessen tauschten wir unsere Geschichten aus. Gegen die des Paars kam mir mein Leben als kleine, aber erfolgreiche, selbstständige Busunternehmerin beinahe langweilig vor. Djadi war ein reicher Achal Tekkiner-Züchter irgendwo aus Turkmenistan (so genau fragte ich nicht nach), und hatte Olga im Urlaub in Moskau kennen gelernt. Sie verliebten sich so innig ineinander, dass Olga mit zu Djadi reiste und sein Land, seine Pferde und seine Hunde kennen lernte. Bald jedoch verspürte sie tiefes Heimweh, sodass Djadi kurzerhand beschloss, mit ihr und seinen Tieren hier nach Belokuricha, Olgas Heimatstadt, auszuwandern. Es war wie ein Märchen.

      Natürlich blieb ich nicht bloß eine Nacht. Als ich am nächsten Morgen die Ländereien erkundete, lief ein wunderschöner, aufgebrachter Hengst in meine Richtung. Er schlug mit dem Schweif und richtete sich auf, neugierig, aber auch nervös, wer es denn dort unbekanntes in seine Nähe wagte. Da ich ihn nicht weiter aufbringen wollte, ließ ich meinen Blick in die Ferne schweifen, und fühlte schon bald einen warmen Atemzug in meinem Nacken. Langsam drehte ich mich um, der Hengst zuckte erschrocken zusammen, und hob vorsichtig meine Hand, um seine weichen Nüstern zu streicheln. Bald beruhigte er sich. „Noy mag dich offensichtlich“, hörte ich Djadi lachen, „du solltest mal mit ihm auf den Reitplatz.“
      Nach dem anfänglichen Schock (ich saß seit etwa 8 Jahren nicht mehr auf dem Rücken eines Pferdes, und noch nie auf dem eines heißblütigen Pferdes) stimmte ich zu. Was heißt – mir blieb nichts anderes übrig, Djadi bestand darauf. Also brachte er den Hengst auf den Reitplatz, ich setze mir einen Helm auf und folgte. Ich bewunderte, wie Nochnoi Dozors Fell rot und schwarz in der Sonne schimmerte. Ohne Frage hatte ich es hier mit einem Achal Tekkiner zu tun. „Geh mal eine Runde mit ihm“, meinte Djadi und drückte mir den Führstrick in die Hand. An eine Runde war jedoch gar nicht zu denken. Kaum hatte ich den Strick ergriffen, machte der Hengst einen Satz und trabte mit erhobenem Schweif davon. Djadi amüsierte sich prächtig, und auch Olgas helles lachen ertönte, offensichtlich hatte ich gar nicht bemerkt, dass sie dazu kam. Verzweifelt versuchte ich, den Hengst einzufangen, bis mich Djadi aufhielt. „Das wir schon noch, ich fange ihn schon ein. Du wirst ab Montag täglich mit ihm arbeiten, so lange übst du mit Ljubow den Umgang mit Pferden. Du hast Talent, und Noy scheint dich unheimlich gern zu haben, ich würde gerne sehen, was daraus wird.“ Ich schluckte. Seine Worte duldeten eindeutig keine Widerrede.
      Olga winkte mich zu ihr, und während Djadi Noy zurück auf die Weide brachte, zeigte sie mir eine Stute, die aussah, als bestünde sie aus Gold. Bei ihr befand sich eine Gruppe junger Windhunde. Ein cremefarbener von ihnen sah mich neugierig an. „Das ist unser jüngster Wurf Salukis. Sadiqua, die cremefarbene Hündin, und Ljubow sind unzertrennlich, du wirst schon sehen.“ Olga gab mir ein Halfter und so führte ich Ljubow zum Putzplatz, gefolgt von der Meute Salukis. Ljubow erwies sich als ruhige, gehorsame und verschmuste Stute und gab mir so die Hoffnung, den Umgang mit den Pferden nicht ganz verlernt zu haben.


      Schon bald saß ich sicher in Ljubows Sattel, und auch Noy und ich wuchsen immer mehr zusammen. Sadiqua begleitete mich mittlerweile auf Schritt und Tritt – wenn sie nicht gerade bei Ljubow war – sie schlief sogar mit bei mir im Bett. Ich genoß das Training, und vor Allem genoß ich die Ausritte mit Djadis und Olgas Sohn Halim und seiner Schwester Jewgenija, mit denen ich schnell Freundschaft schloss.
      Und so entschied ich, die restlichen Wochen meiner Reise auf dem Gestüt des Al-Awars zu verbringen.
    • Occulta
      Verschoben am 13.02.2017
      Grund: 6 Monate lang keine Pflege
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Citara
    Datum:
    20 Feb. 2016
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    Kommentare:
    2

    EXIF Data

    File Size:
    256,4 KB
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  • - Bascha -
    Achal Tekkiner

    aus der: Leonora
    von dem: Lajandro

    Geschlecht: Stute
    Farbe: Buckskin
    Abzeichen: keine
    Stockmaß: 1,71m
    Geburtsdatum: 12.02.2003

    Besitzer: Monsterflosse
    Ersteller: Monsterflosse

    Beschreibung:
    Ljubow, liebevoll auch Ljubascha oder Bascha genannt, macht ihrem Namen alle Ehre. Sie ist - für einen Achal Tekkiner eher untypisch - eine ruhige und gelassene Stute, die freundlich zu allen Menschen und Tieren ist, auch Anfänger auf ihrem Rücken erträgt sie geduldig. Besonders angetan haben es ihr Kinder und Welpen.

    Ihr ruhiges Gemüt verleitet viele dazu, sie zu unterschätzen. Sie besitzt vielseitig angelegte, große Talente, besonders heraus sticht hierbei ihr Sprungvermögen, aber, typisch für Achal Tekkiner, natürlich auch ihre Ausdauer. Neben dem Vielseitigkeits- und natürlich Springsport ergibt sich hieraus auch ein großes Potenzial für lange Geländeritte.

    Qualifikationen:
    Dressur: A
    Military: E
    Distanz: E
    Springen: A
    Galopprennen: E

    Schleifen:

    345. Springturnier
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    350. Dressurturnier
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