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Eddi

Little Chocolate Chip

In Rente seit Juni 2016

Little Chocolate Chip
Eddi, 30 Juni 2013
    • Eddi
      01.07.2013 - Die Basse-Normandie
      Ich schluckte meine plötzlich aufkommende Traurigkeit und Angst herunter, als ich mit dem Jeep auf das Gestüt Hayes End fuhr. Ab heute würde dieses schöne Gelände nicht mehr mein eigen sein. Alles war schon längst ausgeräumt, das einzige was noch da war, waren die Pferde. Um es kurz zu machen: wir zogen um, nämlich nach Frankreich, in die Basse-Normandie. Dort würde meine Pferde und mich ein neues Leben auf einem neuen Gut mit einem neuen Team erwarten. Schon heute würde ein Großteil dieser neuen 'Familie' mit anwesend sein und mir helfen. Unserer Weg würde uns in das kleine Städtchen Arromanches-les-Bains führen, welches an der nördlich-französischen Küste lag. Die Fahrt würde lang werden und wir hatten bereits eine Übernachtung eingeplant und auch die Stops waren fest auf der Karte verankert. Meine kompletten Sachen und auch die des Stalles hatten schon längst ihren Weg nach Frankreich gefunden und warteten dort nun auf die Besitzer. Wir würden ein altes Gut beziehen, welches bereits 1643 erbaut worden war und dessen Geschichte sich sehr auf die Falkenjagd und die Zucht für dort gebrauchte Pferde bezog. Nun würden wir uns dort niederlassen, um uns ein neues Leben aufzubauen. Ich musste aus dem jetzigen Alltag heraus und wollte mich ab sofort vollkommen auf die Pferde konzentrieren. Es gab insgesamt acht Fahrer, welche sich heute auf den Weg machten. Für meine Vollblüter hatte ich Theodor Adorno, unser künftiger Rennpferdetrainer, gebeten, diese mit zu umsorgen, während Susan, eine unserer Jockeys, fuhr. Mit diesen begannen wir auch nun mit dem verladen. Ich hatte Quall angerufen und die Tierärztin gebeten, allen eine Beruhigungsspritze zu geben und auch von Jackie hatte ich mir beruhigende Kräuter geben lassen, welche wir unter das Futter in den Pausen mischen würden. Die Hänger waren riesige Luxuswagen, in welche jeweils sechs Pferde an der Zahl ihren Platz fanden. Ideal für die Vollblüter. Zu erst führten wir die beiden Fohlen Cassiopeia und Deadly Ambition hinein. Beide waren seelenruhig und begannen direkt an ihrem Heu zu knuspern. Dann kamen Golden Ebano, Empire State of the Mind und Muskat mit hinein. Außer Muskat muckte keiner von den Hengsten herum. Jedoch wollten wir unsere Stute Khiara El Assuad in einem speziellen Hänger fahren, da sie bereits trächtig war. So hatten wir einen kleineren Hänger mit nur drei Boxen geliehen, in welchen nun unsere drei trächtigen Stuten Khiara El Assuad, Napayné und Nesquik einstiegen. Alle drei hatten eine Beruhigungsspritze hinter sich und wurden von Tom, einem unserer Pfleger, gefahren. Mit hinzu setzte ich Carter, unseren Stallmeister, welche sich mit jeglichen Problemen, welche auftreten könnten, auskannte. Dieses Gespann fuhr bereits los. In den Vollbluthänger stellten wir noch den jungen Altyn mit hinein und schon konnte auch dieser sich auf den Weg machen. Als nächstes würden die restlichen Fohlen ihren Weg in einen Hänger finden. Dieser würde in der Obhut unserer Pflegerin Talulah sein. Gemeinsam bereiteten wir die sechs Jungpferde auf die Reise vor. Dann musste Fairy Bluebird als Erste hinein, kurz darauf folgten Joyce und Tiny Girl ohne Probleme. Die kleine Mississle begann jedoch, uns zu terrorisieren und bockte auf der Rampe herum, so dass wir vor sie noch Limited und Quintesse hineinführten, bis auch sie mit hineinging. Nun konnte der dritte Hänger das Gestüt verlassen und sich auf die Reise machen. Die nächsten Kandidaten waren unsere Zwerge, die kleinen Welsh Ponys. Zuerst verluden wir Weihnachtswichtel und Little Big Girl. Als Puffer zwischen Stuten und Hengsten schoben wir die kleine Little Chocolate Chip ein, ehe dann Heartbreaker, Admiral und Juego folgten. Alle gingen ohne Probleme auf den Hänger, so das dieser wenigstens direkt lostuckern konnte. Nun kamen mehr oder weniger unsere Sorgenkinder, die Sportpferde. Pajero machte direkt zu Anfang Probleme und weigerte sich in den riesigen Hänger zu gehen. Erst mit Hilfe seines Kumpels Alazar bewegte er sich in das dunkle Loch. Zu unserem Erstaunen ging Candle in the Wind ohne zu Zögern in den Hänger, dabei hatte er so schlechte Erfahrungen gemacht gehabt. Auch Ejadon und Dr. Insektor folgten mir brav in den Hänger. So konnte auch dieses Paket losfahren. Für die beiden Tekken-Stuten Sonja und Mokka hatten wir einen normalen Hänger geholt, so dass die beiden Geschwister zusammen fahren konnten. Als die größten Probleme vom Hof waren, kamen wir zu den zweitgrößten, die blütigen Ponys. Zarin und Romance bekamen direkt einen Hänger für sich, dieses Tamtam würde ich mir nicht antun, die beiden würden nur Stunk verbreiten wollen. In den großen Hänger kamen stattdessen BonnyBoy, Vertigo, Allelujah und Lucane. Wenigstens war es hier so aufgeteilt, dass sich immer zwei recht nahe standen, so dass auch hier Frieden herrschte. Die Stuten Smooth'n Angel und Morning Sun kamen in ihren eigenen Hänger zusammen mit Kürbis und Freeway, welche ich kürzlich zu mir zurückgeholt hatte. Nun waren auch diese Tiere weg. Der auffahrende Hänger war für Aristo, Thorondor, Varulv und Guaranà bestimmt und ich liebte diese vier Hengste so sehr dafür, dass sie das Vertrauen in mich zeigten und mir ohne zu Mucken einfach folgten. Die letzten auf der Liste waren noch unsere Westernpferde. Für dessen Transport hatte sich unsere Westerntrainerin Elizabeth bereit erklärt. Zuerst verluden wir Apache's Tomahawk und Rubina Ravenclaw, kurz darauf folgten Joyna und Campéon und als letzter stieg Hidalgo in den Hänger. Nun waren alle Pferde verstaut und wir fuhren alle los. Wir waren schon zwei Stunden unterwegs, als wir den ersten Stop einlegten und alle Pferde kontrollierten. In jedem Hänger herrschte Ruhe, so dass wir die nächsten vier Stunden durchfuhren, ehe wir wieder eine Pause einlegten. Am Abend waren wir kurz hinter der französischen Grenze und schlugen auf einem kleineren Gestüt unser Lager auf. Für die Pferde hatte man provisorische Paddocks gebaut, auf welche wir sie nun einteilten und dann selbst total k.o. ins Bett huschten.
      Am nächsten Morgen waren wir alle früh um sechs bereit zur Abfahrt. Noch diesen Tag und Abends würden wir dann auf dem Gestüt La Fauconnerie stehen. Die Fahrt zog sich elend lang und ich dachte schon, wir würden niemals ankommen, doch als es bereits dämmerte, näherten wir und Bayeux, der nächstgrößeren Stadt und eine Dreiviertelstunde später waren wir in Arromanches-les-Bains angekommen. Einige meiner Mitarbeiter hatte ich bereits in Frankreich gelassen, damit diese alles für die Ankunft hatten vorbereiten können. Zudem lebten schon einige Pferde auf dem Gestüt. Nun luden wir nacheinander aus und brachten die Tiere in ihre Ställe. Diese waren zwischen Stuten und Hengsten aufgeteilt, wobei unsere englischen Vollblüter einen speziellen Stall bezogen, welcher direkt neben der Ovalbahn lag. Dieser Stall war Adornos voller Stolz, außerdem hatte er bestanden, Quartier auf dem Dachboden des Stalles zu beziehen, um immer bei den Pferden zu sein. Wir arbeiteten noch spät bis in die Nacht. Dann schickte ich mein Team schon in unser großes gemeinsames Haus, während ich noch einmal einen Rundgang machte. Ich begann im Rennstall, wo Theodor schon auf mich wartete. „Khiara hat die Fahrt gut überstanden, es gibt keine Probleme.“ ich musterte lächelnd die Rennikone, wie sie friedlich mit ihrem runden Bauch im Stroh lag und an ihrem Heu knabberte. „Ebano und Muskat haben sich tierisch aufgeregt, aber inzwischen haben sie sich mit ihrer Lage abgefunden. Empire war von Anfang an lieb und auch Cassy und Deadly haben keine Probleme gemacht.“ Ich nickte Theodor zu und sagte ihm, dass es gleich Essen geben würde, ehe ich hinüber in den Stutenstall lief. Die bereits in Frankreich angekommenen Stuten waren die Criollostute Curly Sue, welche ich von Sweetvelvetrose übernommen und direkt mitgenommen hatte, dann aber auch Nightfly, eine Reitponystute, welche ich aus schlechten Verhältnissen übernommen hatte, drittere war Oricono Flow, eine wunderbare Hannoveranerstute und die vierte im Bund war mein ganzer Stolz: die Brumby-Stute Lonely. Ich hatte mich riesig gefreut, als ich sie endlich hatte holen können. Diese vier standen schon seit einer Woche in Frankreich und genossen die ausführliche Pflege meines Teams. Neu war aber auch das Fohlen Feuervogel, welchen ich einfach nur wunderbar fand. Auch die dazugekommen Stuten schienen sich wohl zu fühlen. Bei Nessi und Nay schien alles okay zu sein, so dass ich in den Hengststall rüber huschte. Dort schaute ich auch nach den Neuankömmlingen. Diggin in the Dirth und Absinth waren zwei vielversprechende Reitponyhengste und besonders froh war ich über den Welshhengst Auftakt, welchen ich nun in meinen Reihen begrüßen durfte. Aber auch Serafino, ein Trakehner, war neu und mein ganzer Stolz. Ebenso wie Call me a Twist, den ich ebenso wie Sue von Sweetvelvetrose übernommen hatte. Allen schien es gut zu gehen, sodass ich beruhigt ins Haus ging und mitaß.
    • Eddi
      17.08.2013 - Klein und Klein gesellt sich gern
      „Morgen!“ lächelte ich, als ich den großen geräumigen Stall betrat. Alle wussten was heute anstand und ehrlich gesagt war keiner begeistert, denn Stroh abladen war angesagt. Letzte Woche hatten wir erfolgreich unsere großen Rundballen untergebracht, doch nun standen noch zwei Hänger à la kleiner Bündel auf dem Hof, welche dringend auf die Dachböden der Stelle gebracht werden mussten. Dennoch kam auch der normale Alltag nicht zu kurz und wie immer wurde ich bei allem aktiv. „Beeilt euch heute ein bisschen, damit wir dann 14 Uhr mit dem Stroh beginnen können. Heute Abend soll es Gewittern.“ Die Ansage reichte schon und alle machten sich an die Arbeit, denn die Gewitter hier an der Küste waren ganz und gar kein Spaß. Ich schaute mich suchend um und fand dann auch Mia, unsere Reitlehrerin. Wir boten auch schon den Umgang mit Pferden für Kinder ab vier Jahren an und heute hatte sich Mia für unsere Kleinsten etwas ganz Tolles ausgedacht. Sie plante schon seit Tagen einen geführten Ausritt. Die ganze Idee mit den kleinen Kindern beruhte auf ihr und ich hatte mich sofort bereit erklärt, denn für unsere Ponys war diese Möglichkeit der Bewegung eigentlich ideal. „Wie viele Kinder kommen denn?“ fragte ich neugierig und Mia blickte kurz von ihrem Zettel auf, nur um dann nochmal auf der Liste nachzuzählen. „Sechs Stück sind es und du wirst es nicht glauben, aber es mal gleich aufgeteilt! Drei Jungs und drei Mädels.“ grinste sie mich an und da hatte sie Recht, denn normalerweise konnte man schon von einem Wunder sprechen, wenn schon nur einer von acht Schülern ein Junge war. „Dann sind wir ja komplett ausgelastet.“ grinste ich, immerhin beherbergte La Fauconnerie nur sechs Welshponys. Mia nickte nur lachend. „Aber wir brauchen noch vier weitere Helfer.“ murmelte ich vor mich hin. „Also wenn du nichts dagegen hast, würde ich gerne Meg und Tom mitnehmen und dann hat sich Elizabeth auch noch bereit erklärt, fehlt nur noch einer.“ erklärte Mia mir und runzelte die Stirn. Es war nicht so leicht, so viele Leute zu entbehren, denn immerhin mussten die anderen Pferde auch bewegt werden. „Ich glaub ich weiß wen wir mitnehmen können.“ grinste ich und lief schnell zum Rennstall. „Marie?“ rief ich zum Stall hinein und direkt kam die 18-Jährige aus der Box von Ebano. „Was gibt’s, Eddi?“ fragte sie und schien schon etwas zu ahnen. Schnell erklärte ich ihr die Lage und sie erklärte sich bereit, wenn ich das Theodor, ihrem Trainer abklärte. Trotz dessen fehlender Begeisterung konnte er seine junge Reiterin für zwei Stunden entbehren. „Supi!“ freute ich mich und schon waren wir komplett. So würde jedes Kind einen Betreuer haben. „Nehmen wir Chip mit?“ fragte Mia zweifelnd und musterte die kleine Falabellastute, welche gerade mit Wichtel über die Weide tollte. „Na logo, sie kann so nebenher laufen, sie ist sowieso wie ein Hund.“ lachte ich und dann kamen schon die sechs Kinder nach und nach auf den Hof. Als alle beisammen waren, versammelten wir uns vor den Ponyweiden und Mia verlas die Teams. Ich bekam den kleinen Yannick und Weihnachtswichtel zugeteilt. Auch die anderen fanden sich schnell zusammen. Mia hatte bei der Verteilung richtig nachgedacht. Einer der älteren Jungen durfte Heartbreaker nehmen, wurde dafür aber auch von Tom geführt. Das kleine blonde Mädchen namens Mila bekam die gutmütige Biggi und Meg als Führerin. Mehr hörte ich nicht, denn ich machte mich mit Yannick schon auf den Weg zu unserem Pony. Wir fingen die Roanstute ein und marschierten zum Putzplatz. Während der Junge Weihnachtswichtel putzte, was er schon äußerst gut machte und meine Hilfe gar nicht zu brauchen schien, holte ich Chip und schaute mir dann die restlichen Gruppen an. Mia hatte Admiral als Führpony genommen und ein Mädchen mit roten dichten Locken versuchte den Hengst gerade zu überreden, ihr seinen Vorderhuf zu reichen. Elizabeth hatte passend zu ihrer eigentlichen Aufgabe hier unseren Appaloosa Juego bekommen und umsorgte den dritten Jungen im Bunde. Ganz vorne erkannte ich unseren jungen Hengst Slaughterhorse, der Marie zugeteilt worden war. Sie kümmerte sich um ein schlankes Mädchen, was äußerst zögernd mit dem Pony umging, beinahe als hätte sie Angst. Als Mia meinen Blick bemerkte, gesellte sie sich zu mir und erzählte mir die Geschichte. „Das ist Nathalie, ihre Eltern besitzen selbst eine kleine Zucht hier in der Nähe, sie züchten Camargue-Pferde. Anscheinend muss Nathalie schlechte Erfahrungen mit einen ihrer Schimmel gemacht haben und weigert sich seither, in die Nähe von Pferden zu gehen. Deshalb haben sie sie hierher gebracht, hier sind andere Kinder und die Ponys scheint sie ja nicht ganz so gefährlich zu finden.“ lächelte Mia. Ich nickte nur und wieder wurde mir klar, wie viel mir entging, obwohl ich die Chefin des Gestütes war. Doch an so einem großen Hof konnte man nicht überall gleichzeitig sein, leider. Nachdem alle Ponys fertig waren, machten wir uns auf den Weg. Mia führte die Gruppe an und Marie bildete das Katzenauge mit dem bombensicheren Slaughter. Ich lief mittendrin und hatte neben mir noch Chip am Strick. „Wie heißt das Pony eigentlich?“ fragte mich Yannick neugierig. Er hatte vorhin beim Putzen alle Hände voll zu tun gehabt und erst jetzt schien er Zeit zu haben, wieder über etwas nachzudenken. „Das ist Weihnachtswichtel.“ grinste ich und erntete eine unverständlichen Blick. „Das ist ja ein komischer Name für ein Pferd.“ sagte Yannick und schüttelte den Kopf. „Du musst wissen, dass Weihnachtswichtel das erste Fohlen von Heartbreaker, dem Schimmel da vorne, war und sie wurde zwei Tage vor Weihnachten geboren. Als meine Freundin dann Stute samt Fohlen auf meinen Hof brachten, als Überraschung, war der 24. Dezember.“ grinste ich ihn an und Yannick schaute mich nur mit großen Augen an. Noch größer wurden diese, als ich den Strick von Chip löste. Die Kleine hatte ich nur neben mir her geführt, weil sie liebend gern an den Anfang der Truppe und wieder zurück galoppierte. Doch die anderen Ponys hatten sich erstmal an den Spaziergang gewöhnen sollen, ehe sie noch von Chip genervt wurden. Ich unterhielt mich noch ein Weilchen mit Yannick, bis wir dann die Klippen erreichten und zum Strand hinabstiegen. Von überall her tönte ein Wow und alle schienen fasziniert zu sein. Ich war es auch, denn das Meer sah heute einfach wundervoll aus. Wir machten eine kurze Pause, ehe wir uns wieder auf den Heimweg machten. Dort würde noch genügend Arbeit auf uns warten.
    • Eddi
      01.09.2013 - Arbeit für die Zwerge
      Immer öfter wurden unsere Zwerge nun von Mias Kindergruppe bewegt und doch mussten die Ponys nebenbei auch gefordert werden. Gerade den Hengsten würde das ständige Betüddeln sonst noch über die Ohren steigen, sie besaßen sowieso schon ein zu großes Ego. Deshalb hieß es heute für die Kleinen arbeiten. Ich schnappte mir Tom, Talulah und Judi, um die Ponys zu bespaßen. Schon früh am Morgen trafen wir uns im Stall, um die Pferde aufzuteilen. „Es sind ja theoretisch nur sieben Ponys, also werden wir schnell fertig sein und uns wieder den anderen Aufgaben widmen können.“ leitete ich ein, während ich ab und an am Cappuccino nippte. „Ich würde mich gerne um Juego und Chocolate Chip kümmern.“ meldete sich Talulah. Ich nickte ihr zu und sie machte sich direkt an die Arbeit. „Dann nehme ich mir Slaughterhorse vor und arbeite weiter an seiner Grundausbildung.“ sagte Judi begeistert und machte sich schon auf den Weg, ehe ich ihr überhaupt zustimmen konnte. Tom sah mich nachdenklich an. „Wen magst du denn nehmen?“ fragte er mich neugierig. Ich seufzte leise, ich wählte ungern als erste, weshalb ich immer die Pferde nahm, die mehr oder weniger übrig blieben, doch Tom blieb stur. „Dann kümmere ich mich um Heartbreaker und Weihnachtswichtel und du nimmst Little Big Girl und Admiral.“ entschied ich und schnappte mir das Halfter meines aufgeweckten Roanhengstes. Schon ein Weilchen hatte ich mich nicht mehr in Ruhe mit ihm beschäftigt und freute mich irgendwie schon darauf. Freudig wiehernd kam er auf mich zu, holte sich sein Leckerli ab und ließ sich aufhalftern. Ich führte ihm zum Putzplatz, um ihn schnell drüber zu bürsten und dann den Kappzaum zu verschnallen, um auf den Reitplatz zu verschwinden. Dort arbeitete gerade Mia mit unseren jungen Hengst Serafino, ließ sich aber von uns nicht stören. Im Schritt ließ ich Breaker auf beiden Händen warm laufen und achtete stets darauf, dass er im vorwärts/abwärts lief, was auch äußerst gut klappte. Als wir antrabten, nahm er wie üblich beim Übergang kurz den Kopf in die Höhe, ehe er sich wieder entspannte. Ich wusste sofort, an was wir arbeiten würden, nämlich an den Übergängen und an seiner fehlenden Hinterhand. So verbrachte ich die nächste halbe Stunde damit, Breaker stets aufmerksam zu lassen und ihn immer spontan und ganz unerwartet, die Gangart wechseln zu lassen. Irgendwann wurde er auch zwischendrin entspannt und ließ den Kopf unten. Mit Hilfe von Trabstangen aktivierte ich seine Hinterhand, musste aber tierisch treiben, damit Breaker nicht die Lust verlor, es war schon immer eine Arbeit, den Hengst zu motivieren. Nach einer halben Stunde waren wir dann beide total k.o. Ich führte ihn trocken und brachte ihn dann nach dem Beine abspritzen wieder auf die Weide. Zweitere war Weihnachtswichtel, die Tochter von Breaker. Auch sie begrüßte mich freudig und auch bei ihr ging ich nur kurz mit der Bürste über das Fell. Die Reitschüler leisteten ordentliche Arbeit, denn die Ponys waren so gut wie immer sauber. Dann ging ich auch mit ihr an die Arbeit. Mit Wichtel ging ich jedoch lieber in den Longierzirkel, denn bei ihr gab es noch einige Probleme mit der gebogenen Linie und der Round-Pen würde ihr helfen. Auch sie erwärmte ich in aller Ruhe, ehe wir mit einigen Übergängen weitermachten. Erst auf einen kleineren Zirkel, dann auf dem größeren. Beides lief heute richtig gut und Wichtel arbeitete wunderbar mit. Ich lobte sie immer, sobald sie entspannt und gerade im vorwärts abwärts lief und die Stute prägte sich das schnell ein. Mit ihr hörte ich etwas eher auf, denn sie war schon nach 20 Minuten kaputt. Ich spritzte auch ihr die Beine ab und brachte sie auf die Weide. Auf dem Zurückweg traf ich Judi, welche begeistert von Slaughterhorse erzählte. Der Junghengst machte riesige Fortschritte und war auch immer motiviert bei der Sache. Der kleine Hengst hatte also wahres Potenzial und er war seinen Kaufpreis wahrlich wert gewesen. Im Stall traf ich dann auf Talulah und Tom, auch sie fragte ich nach den Ergebnissen. Juego war heute faul gewesen, aber Talulah hatte ihm ziemlich eingeheizt, so dass er trotz seiner Unmotivation hatte arbeiten müssen. Mit Chippy hatte sie hingegen ein wenig Horsemanship gemacht und konnte nur gutes von unserer Zwergendame erzählen. Tom konnte sich eigentlich nicht beklagen, sowohl Biggi als auch Addy hatten ihr Bestes gegeben und sich anscheinend gefreut, mal wieder richtig Power loszuwerden. Ich war zufrieden mit den Ergebnissen, schaute kurz auf den Kalender und sah, dass Morgen für die Kleinen wieder eine entspanntere Reitstunde anstehen würde.
    • Eddi
      25.10.2013 - Abschied von zwei Ponys
      „Ich bin froh, dass du die beiden nimmst, dann kommen sie wenigstens mal wieder zum Zug.“ lächelte ich Sammy an und führte Biggy, die kleine Welshsstute neben Juego in den Hänger. „Sag mir Bescheid, wenn sie ein Fohlen erwartet, dann komme ich mal vorbei!“ lachte ich fröhlich, umarmte Sammy nochmals herzlich und verabschiedete sie dann. Es war inzwischen 16 Uhr und soeben hatten uns zwei der Zwerge verlassen, um ihr neues Glück bei meiner besten Freundin Sammy zu finden. Dafür wollte ich mich nun noch um die anderen kümmern. Erstere war die kleine Little Chocolate Chip, welche mir auf ihrem Paddock schon entgegen trabte. „Na mein kleiner Sonnenschein?“ begrüßte ich das Falabella fröhlich und ging mit ihr zum Putzplatz. Ich band sie nicht an, sondern ließ sie so stehen, denn sonst hätte sie ihren Kopf nur unnötig heben müssen. Außerdem waren wir inzwischen so weit, dass die Kleine mir wie ein Hund folgte, als sie fertig war, holte ich mir Slaughterhorse von der Weide. Schnell machte ich den jungen Hengst zum Reiten fertig und ging dann mit Slaughter und Choco in die Halle. Die kleine Stute ließ ich frei laufen, während ich mich in den Sattel des Welshhengstes schwang. Der Gute stand momentan wieder zum Verkauf, denn ich wollte mich verkleinern und so sollte er wo anders ein besseres Zuhause finden. Natürlich sollte er für seine neuen Besitzer in Topform sein, so dass ich ihn auch heute wieder ordentlich arbeitete. Wir bauten immer noch die Grundlage auf, so dass er schön locker den Rücken schwang und sich selbst trug, ohne dass man als Reiter viel Gewicht auf der Hand hatte. Heute lief dass im Schritt und Trab auch richtig gut, nur der Galopp war noch ein bisschen problematisch. Nach einer Stunde ritt ich ihn ab, Choco hatte währenddessen immer fröhlich mitgemacht und war nebenher gelaufen. Doch gestört hatte sie auf keinen Fall. Während Slaughter sich nun noch ein wenig ausruhen und wälzen durfte, rief ich bei Choco unsere eingeübten Tricks ab, ehe ich die beiden gut versorgt wieder auf die Weiden brachte. Als nächstes war Breaker dran, doch großartig Lust hatte ich gerade nicht mehr auf die Halle, so dass ich ihn nur putzte und dann auftrenste, um mit ihm ins Gelände zu gehen. Spaß machte es uns beiden, denn wir nahmen das ein oder andere Naturhindernis, nachdem wir uns gründlich aufgewärmt hatten. Dank seines Winterfells war er auch schnell verschwitzt, so dass ich mich danach flott auf den Heimweg machte und ihn erst die Beine abwusch, ehe ich ihn für eine halbe Stunde unter das Solarium stellte. Nachdem er wieder trocken war, musste er noch ein wenig im Stall bleiben, damit er nicht so schön aufgewärmt auf die kalte Weide kam. Es war zwar mühsamer das flauschige Ponywinterfell trocken zu bekommen, doch für die Ponys lohnte sich das Scheren nicht, mir reichte es außerdem schon, die großen Sportler alle scheren zu müssen. Draußen war es inzwischen dunkel und wir holten alle Pferde von den Weiden. Natürlich wollte ich mich aber noch um die letzten beiden Zwerge kümmern, so dass ich zuerst Admiral vor seiner Box anband und gründlich putzte. Morgen wollten Interessenten für den hübschen Perlino kommen, vielleicht hatten wir ja Glück. Danach kümmerte ich mich noch um die kleine Weihnachtswichtel und machte die Hübsche noch ein wenig sauber. Mit ihr kuschelte ich aber vor allem und ließ den Abend verstreichen, indem ich mich in ihre Box setzte und sie sich neben mir niederließ und den Kopf auf meinen Schoß legte, so dass ich sie in Ruhe streicheln konnte.
    • Samarti
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      03.11.2013 - Einfahren
      „Hallo, Eddi!“, begrüßte ich die junge Frau und lächelte ihr erfreut zu. Ich hatte sie eine Ewigkeit nicht mehr gesehen, genauer genommen, seit ich ihr die Ponys verkauft hatte. „Wie geht’s dir?“, fragte ich nach und umarmte sie kurz.
      „Hey, Elisa. Gut, und dir?“ Ich nickte zur Bestätigung, dass es mir auch gut ginge, und ging mit ihr dann um das Auto herum. „Wen hast du mir denn diesmal mit … oh“, entfuhr es mir, als die Hängerklappe geöffnet wurde und ein kleines Minipony zum Vorschein kam. Sie drehte ihren Kopf nach hinten, um uns zu sehen, und brummelte uns leise zu. „Ist das süß“, sagte ich und bewegte mich auf das Pony zu, um es zu streicheln.
      „Das ist Little Chocolate Chip, meine Falabellastute. Und … na ja, ich hatte mich gefragt, ob du sie einfahren könntest.“ Ich überlegte kurz und sah nachdenklich die Stute an, bevor ich nickte. „Sollte zu schaffen sein.“

      „Matthew, du musst jetzt mitkommen und mir helfen, also beweg deinen Hintern hierhin, bevor ich dich noch am Strick mitziehen muss“, ratterte ich herunter und sah den Schwarzhaarigen an. „Ja ja, ich komm ja schon“, lachte dieser nur und stand vom Stuhl auf, um zu mir zu kommen. „Wieso hast du’s denn so eilig?“
      „Wir haben einen neuen Auftrag bekommen, du Dussel.“ Auch ich fing jetzt an zu lachen und haute ihm freundschaftlich gegen den Oberarm. Er grinste und dachte dann für einen Moment nach. „Ach, das Falabellading?“
      „Das ist kein Ding, das ist ein Pony. Und jetzt komm!“

      Wir standen gerade vor Little Chocolate Chips Box, als die Stute sich zu uns drehte und über die Boxentür schauen wollte, was ihr natürlich nicht gelang, da sie zu klein war. Mit ihren knapp achtzig Zentimetern hatte sie wirklich Probleme, wenn sie irgendwo rüber schauen wollte. Ermutigend strich ich ihr über die Stirn und öffnete dann die Boxentür, sodass ich ihre Box betreten und ihr das Halfter anziehen konnte, was Choc sofort als Gelegenheit nutzte, um ein paar Streicheleinheiten abzustauben. Ich lachte leise und führte das Pony dann aus der Box zum Putzplatz, wo sie gründlich geputzt wurde. Schließlich brachte ich sie in die Reithalle, wo Matthew bereits mit dem Geschirr auf uns wartete. Ich verschloss die Eingangstür hinter uns ordentlich und prüfte noch einmal, ob sie wirklich geschlossen war, doch meine Bedenken waren unnötig.
      Da ich nicht wusste, ob Eddi dem Pony schon mal ein Geschirr angezogen hatte, mussten wir damit wohl anfangen.
      Langsam führte ich Choc zu Matthew hin, der sich hingekniet hatte und ihr das Kutschgeschirr hin hielt. Die Stute streckte ihren Hals und reckte ihren Kopf in die Richtung, um vorsichtig daran schnuppern zu können, bevor sie einen Satz nach vorne machte und Matthew das Kutschgeschirr aus der Hand reißen wollte, indem sie sanft hereinbiss und versuchte, es wegzunehmen. Der Anblick war so goldig, dass ich nicht anders konnte, als laut loszulachen, und auch Matthew stimmte mit ein. Matthew kippte nach hinten um, da er sich zuvor nur hingekniet und Choc ihn angestupst hatte, was mich nur noch mehr zum Lachen brachte. Das Pony war einfach zu niedlich.
      Nachdem wir uns von unserem Lachanfall erholt hatten, wagten wir einen neuen Versuch. Es war deutlich, dass Choc keinerlei Angst vor dem Geschirr hatte, und so beschlossen wir, dass wir einen Versuch wagen könnten und legten es ihr um, ohne es festzuschnallen. Von der Ministute kam, bis auf ein süßer Blick, keine Reaktion, sodass wir es locker festschnallten und ich Choc einige Runden im Kreis führte. Auch hier zeigte sie keinerlei Reaktion und war so ruhig wie zuvor, weshalb wir das Geschirr nun entgültig festschnallten und sie wieder einige Runden führten. Ich wusste nicht, ob ihre Ruhe nur daran lag, dass sie so brav war, oder ob es mit ihr schon einmal geübt wurde.
      Jedenfalls beschlossen wir dann, Choc ein wenig zu longieren, da das Führen ausgesprochen gut klappte und sie keinerlei Anzeichen zeigte, dass ihr das Geschirr nicht geheuer war.

      Die nächsten Tage verbrachten wir damit, Choc mit Kutschgeschirr zu longieren, bis wir beschlossen, dass es genug Zeit für den nächsten Schritt wäre. Wir begannen nun, eine leichte Schleppe als Kutschersatz an das Geschirr zu hängen, sodass Choc sich langsam daran gewöhnte, dass sie Gewicht ziehen musste. Sie sah zuerst etwas verwirrt und gleichzeitig geschockt aus (und wenn ich sage, dass dieser Blick total süß war, lüge ich nicht!), doch auch damit fand sie sich ab und während wir sie also mit der Schleppe longierten, lief sie brav im Kreis. Wir ließen sie das Tempo bestimmen, denn mit der Zeit fand sie das passende Tempo für sich. Es schien ihr zwar nicht so zu gefallen, eine Schleppe hinter sich herzuziehen und gleichzeitig im Kreis zu laufen, doch ich war mir sicher, dass die Motivation mit der Zeit steigen würde, wenn sie jemanden durch die Landschaft fahren durfte. Auch, wenn ihr das nicht gefiel, so war es doch wichtig für ihre Muskeln. Denn mithilfe dieser Schleppen konnte man ihre Muskeln zuerst vernünftig aufbauen, bevor Choc schwerere Kutschen mit Fahrer und vielleicht noch ein oder zwei Personen mehr hinter sich herziehen musste. Der Grundaufbau der Muskeln war also ein wichtiger Bestandteil des Trainings, damit das Pony gesund bleiben konnte.
      Ohne Murren und Meckern brachten wir auch diesen Teil der Ausbildung hinter uns, und da wir drei Schleppen hatten, die verschieden schwer waren, war es natürlich noch einfacher, die Schwierigkeit langsam zu steigern.

      Und nun stand Choc dort. Vor einer kleinen, leichten Kutsche, bereits angeschnallt und bereit, dem großen Abenteuer ins Auge zu blicken. Wir hatten uns dafür entschieden, zuerst auf der Weide mit ihr zu fahren, denn dort konnte nichts Schlimmes passieren und wir hatten sowieso noch zwei freie Weiden, die genug Platz dafür hatten.
      Ich hatte mich auf den Fahrerbock gesetzt und Matthew hatte sich dafür bereit erklärt, Choc zunächst zu führen, denn man konnte nie wissen, wie sie schlussendlich reagieren würde, wenn wir die erste richtige Fahrt mit ihr machen würden.
      Wir hatten schon zuvor geübt, ihr die Hilfen zu geben, als wir noch in der Reithalle waren, deswegen dürfte das keinerlei Probleme darstellen, was sich später auch bewahrheitete.
      Die Fahrt klappte eigentlich ziemlich gut. Choc war zwar wirklich nervös und aufgeregt, was man ihr deutlich anmerkte, doch sie gab ihr Bestes und war eigentlich auch ziemlich ruhig, was die Ausbildung um ein Vielfaches vereinfachte.
      Nach einigem Führen ließ Matthew los und stellt sich in die andere Ecke der Weide, um uns zu beobachten. Er hasste es, wenn er in der Mitte stand und jemand um ihn herum ritt oder fuhr – das machte ihn, wie er immer sagte, wahnsinnig.
      Nun gut, zurück zu Choc. Sie machte ihre Sache echt total toll und gehorchte mir auf's Wort. Es faszinierte mich, wie stark diese kleine Stute war, denn sie war recht flott unterwegs und hatte anscheinend keine Probleme damit, ein wenig Gewicht zu ziehen. Aber okay, wir hatten sie ja auch lange eine etwas schwerere Schleppe ziehen lassen, bevor wir sie endgültig vor die Kusche spannten.

      Nachdem wir auch den Teil abgeschlossen hatten, beschlossen wir, dass es Zeit für eine Geländefahrt war. Matthew lief, wie schon zuvor, zunächst neben Choc her, als das große, gefährliche Abenteuer losging. Das Minipony ließ sich aber nicht beeindrucken. Klar, sie hatte Scheuklappen auf und war wahrscheinlich auch nicht das erste Mal im Gelände. Dennoch hatte ich erwartet, dass sie zumindest etwas … vorsichtig sein würde, doch diese Erwartung bestätigte sich nicht. Im Gegenteil, sie war aufmerksam und neugierig, aber nicht unruhig. Sie trottete so brav neben Matthew her, dass dieser schon bald die Führzügel entfernte und das Pony mehr oder weniger frei neben ihm herlaufen ließ, da sie nur noch durch mich gelenkt wurde. Es klappte auch ausgesprochen gut, als ich Choc in den Trab trieb und Matthew neben der Kutsche herlief. Allerdings ließ ich Choc nicht zu lange traben, denn sie war noch nicht kräftig genug, um eine Kutsche und einen Fahrer auf eine längere Distanz zu ziehen, weshalb wir nur eine Runde von gut zehn Minuten drehten und wieder zum Hof zurückkehrten.
      Wir vertieften das Fahren immer mehr, und schließlich konnten Choc und ich ziemlich lange Kutschfahrten unternehmen, ohne dass sie schnell ermüdete.

      „Hey, Eddi! Schön, dich wiederzusehen“, begrüßte ich sie und umarmte sie kurz, bevor wir uns auf den Weg zu Choc machten, die bereits ihr Transportzeug trug. „Ebenso! Und, wie hat sie sich gemacht?“ „Choc? Sehr gut. Sie ist echt liebenswert und sooo süß“, lachte ich und erzählte ihr von dem Vorfall mit dem Geschirr am ersten Trainingstag, woraufhin Eddi in mein Lachen mit einstimmte. „Freut mich, dass es so gut geklappt hat. Na dann, wollen wir mal nach Hause. Oder, Choc?“ Wie auf Knopfdruck nickte die Stute mit dem Kopf und brummelte erfreut, als Eddi sich zu ihr herunterbeugte und sie liebevoll drückte.
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    • Eddi
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      03.11.2013 - Tierklinik zum bockenden Pferd

      Heute hatte ich einen Termin bei Edfriend. Ich sollte bei Weihnachtswichtel, Heartbreaker und Chip das Gebiss kontrollieren, entwurmen, impfen und allgemein untersuchen. Also packte ich alles ein und fuhr los. Auf dem Gestüt La Fauconnerie angekommen wurde ich schon von Edfriend empfangen. Sie führte mich zu Weihnachtswichtel. Die kleine Stute beschnupperte mich neugierig. Ich bat Edfriend die Kleine fest zu halten. Ich betastete Wichtel erst bevor ich sie abhörte, die kleine Stute blieb lieb stehen. Nun bat ich Edfriend Wichtel im Schritt und Trab zu führen damit ich sehen konnte, wie sie läuft. Sie humpelte nicht, das war gut. Nun nahm ich die Spritze, um sie zu impfen. Auch hier war sie brav, man sah ihr an das sie sich anstrengte. Bevor ich ihr die Wurmkur gab schaute ich ihr Maul an. Die Zähne waren abgenutzt, aber nicht zu schief und auch nicht mit Kanten oder Ecken. Nun gab ich der Kleinen die Wurmkur die sie gut aufnahm. Nun brachte Edfriend Wichtel zurück und holte Little Chocolate Chip. Auch die kleine Stute tastete ich erst ab bevor ich sie abhörte. Auch hier bat ich Eddie sie zuführen. Auch hier entdeckte ich keine Mängel. Nun holte ich die Spritze um Chip zu impfen. Sie blieb ganz lieb stehen. Ich schaute ihr Maul an auch hier sah alles gut aus. Ich verabreichte ihr noch die Wurmkur die auch Chip gut aufnahm. Nun holte Eddie den letzten Patienten Heartbreaker. Der kleine Hengst war ein bisschen nervös aber ließ sich gut abtasten. Aber das Stethoskop mochte er gar nicht, trotzdem schaffte ich es ihn anzuhören. Als Eddi ihn führte sah ich nichts was falsch sein konnte. Nun bekam auch er seine Spritze. Als ich zum Maul kam sah ich gleich das die hinteren Zähne Ecken hatten also holte ich mein Werkzeug und richtete alles wieder. Als ich fertig war sah er schon sichtlich zufriedener aus. Ich gab ihm noch die Wurmkur die er gierig aufnahm. Ich packte meine Sachen zusammen,verabschiedete mich von Eddie und fuhr in die Klinik.
      (c) Wolfszeit
    • Rajandra
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      22.11.2013 Hufschmiedbesuch bei Little Cocolate Chip
      Nachdem ich nach einer kleiner Berufspause und einigen Fortbildungen wieder die Hufschmiede auf dem Gestüt Tannenheide eröffnet hatte, waren bereits die ersten Aufträge eingegangen. Der erste Kunde für heute war Edfriend, deren Stute Little Chocolate Chip ich heute die Hufe machen sollte. Nachdem meine mobile Hufschmiede abfahrbereit war machte ich mich auf den Weg und kam nach kurzer Zeit bei Edfriend auf dem Hof an. Es war ein hübsches Gestüt mit stilvollen Gebäuden und sehr ordentlich. Ich nahm mein Werkzeug mit und ging in die Stallgasse. Sie hatte die kleine 80 cm große Fuchsstute bereits in der Stallgasse bereitgestellt und ich begrüßte die Beiden. Ich machte mich kurz mit dem Pony vertraut, dann begab ich mich auch schon an die Arbeit. Bei der kleinen Stute, die sehr verschmust war und neugierig mein Werkzeug bewunderte war es sehr leicht zu arbeiten. So begutachtete ich ersteinmal jeden Huf einzeln wobei ich jeden auch auskratzte und säuberte. Im allgemeinen waren die Hufe in einem guten Zustand und das Horn intakt und nicht ausgebrochen, jedoch konnten sie eine Kürzung vertragen. Mit dem Hufrinnmesser schnitt ich den Strahl ordentlich aus und korrigierte die kleinen Hufe noch mit der Hauklinge. Da mein Hufschmiedebock viel zu hoch für die kleine Little Chocolate Chip war feilte ich die Hufe einfach so, da sie sehr artig stillhielt und nicht wegzog. Nachdem ich mit dem Ausschneiden und Korrigieren fertig war lies ich die kleine nocheinmal die Stallgasse auf und ab gehen zur Kontrolle. Das Fuchspony lief artig, fußte gleichmäßig ab und ihre Hufe sahen nun wieder sehr gut aus. Auf Wunsch von Edfriend hin pinselte ich die Hufe von Little Cocolate Chip noch mit speziellem Lorbeeröl von innen sowie von außen ein. Kurz ließen wir es trocknen und ich lobte die Kleine für ihr gutes Benehmen und ihre Geduld, dann bekam sie ein Leckerlie und ich strich ihr nochmal durch die Mähne. Edfriend führte Little Chocolate Chip dann in eine Box damit das Öl etwas einziehen könnte bevor sie wieder herauskam. Leise schloss sie die Boxentür und ich verbschiedete mich freundlich von Eddi und sagte ihr, dass ich die Rechnung einfach zurschicken würde. Dann machte ich mich auf den Weg zum nächsten Kunden.
    • Eddi
      18.12.2013 - Medy als Aushilfe
      (c) medy
      Als ich auf dem Gestüt “La Fauconnerie“ ankomme, erwartet Eddie mich schon. Heute verbringe ich meinen Tag auf diesem Gestüt als Aushilfe. Ich hatte mich sehr über das Angebot von Eddie gefreut, denn ich habe schon viel von dem Gestüt “ La Fauconniere“ gehört, natürlich nur Positives. Eddie begrüsst mich und erklärt mir das Wesentliche, da ich heute das erste Mal hier auf dem Gestüt arbeite. „Also, am besten unternimmst du mit unseren Zwergen heute einen Spaziergang, du kannst ja sonst jemanden vom Gestüt fragen ob er mitkommt“, erklärt sie mir freundlich. Ich lächle ihr zu und antworte: „ Alles klar, ich mach mich sofort an die Arbeit.“ Eddie nickt mir noch zum Abschied zu und dann geht sie auch schon. Neugierig sehe ich mich hier auf dem Hof um. Einmal war ich schon hier gewesen, mit einer Freundin die ihr Pferd hier untergestellt hatte, aber in der Zwischenzeit hat sich Einiges verändert. Neugierig schaue ich den Pferden auf der Weide zu, die im vollen Galopp um die Wette rasen. Zufrieden lächle ich vor mich hin; das wird ein toller Tag.
      Hier auf dem Gestüt ist einiges los, viele Menschen wirbeln hier herum und auch Pferde kommen und gehen. Nachdem ich die Koppel gefunden habe auf dem die vier Zwerge sind, kommt mir auch schon die kleinste, Little Chocolat Chip, entgegen. Die Kleine ist so süss! Auch die drei Welshs schauen interessiert auf, und ich muss lachen denn Heartbreaker‘s Maul ist voller Schnee. „Ihr seid also die vier süssen Zwerge?“, rufe ich ihnen, immer noch lachen, zu. Anderst als Little Chocolat Chip, die schon meine neue Jacke auffressen will, machen Weihnachtswichtel und Admiral keine Anstalten näher zu kommen und wenden sich wieder ab. Heartbreaker nähert sich langsam mir an. „Süsse, ich hole eure Halfter und dann bin ich wieder da, ja?“, ich versuche meine Jacke aus Choc’s Fängen zu befreien. Als ich ihr die Jacke schlussendlich wegnehmen konnte, schaute sie mich mit einem so enttäuschten Blick an, dass ich ihr fast schon wieder die Jacke zum weiterkauen gegeben hätte. Aber zum Glück nur fast, denke ich und schmunzle vor mich hin. Ich entferne mich langsam von der Koppel und verirre mich fast auf dem grossen Hof. Nachdem ich einige Zeit um geirrt bin, kommt mir eine junge Dame entgegen. „Suchst du etwas oder jemand?“, fragt sich mich lächelnd. „Ja, ich bin heute hier als Aushilfe hier, eigentlich kenne ich das Gestüt einigermassen, jedoch ist mein Orientierungssinn nicht gerade das Beste…“ Es ist mir schon recht peinlich dass ich mich verlaufen habe... „Ach, du hast dich verlaufen, ist nicht schlimm, das ist mir am Anfang auch paarmal passiert“, sie zwinkert mir zu, „Was suchst du denn?“ „Die Sattelkammer“, antworte ich ihr. Hier auf dem Gestüt sind alle so nett, stelle ich fest. „Ich zeige dir den mysteriösen Weg, in Ordnung? Noch zur Info, ich bin Megg“ lacht sie und ich stimme in ihr Lachen ein.
      Nachdem Megg mir die Sattelkammer gezeigt hat, frage ich sie ob sie Zeit hätte zum Spaziergang mitzukommen. Sie überlegt kurz und antwortet mir dann: „ Ja ich hätte sogar Zeit, in 15 min bin ich bei der Koppel von den Zwergen“ Ich kehre bepackt mit Halfter, zu den Zwergen zurück. Choc erwartet mich schon und auch Admiral kommt näher. Ich springe über den Zaun und Admiral schaut mich überrascht an. „Na du, wie geht’s dir denn?“, spreche ich ihm zu und strecke meine Hand zu ihm. Er schnuppert dran und schnaubt, und schon drängelt Choc sich vor und schlabbert meine Hand ab. „He! Nicht so stürmisch Choc!“,ich musste wiedermal lachen. Von meinem Lachen überrascht schaut Weihnachtswichtel auf und kommt auch auf mich zu. Sie schaut ganz hübsch aus, mit ihrer schönen Fellfarbe! Als Heartbreaker sieht das alle um mich versammelt sind, trabt er auch zu uns. „Da haben wir ja ein Zwerge-Meeting! Und ich? Och ich habs, ihr seid die vier Zwerge und ich Schneewittchen, in Ordnung?“ Admiral schnaubt und Heartbreaker schüttelt seine Mähne. Zuerst nehme ich Admirals Halfter und streife es ihm über, ganz schön brav hält er still. Danach ziehe ich Choc auch noch ihr Halfter über und dann kommt auch schon Megg. „ Ist es in Ordnung wenn ich Choc und Admiral führe?“, frage ich sie. Sie bejaht und zieht Heartbreaker und Weihnachtswichtel, die beide schon ganz ungeduldig sind, ihre Halfter an. „Du bestimmst wohin es geht“, sage ich zu Megg. Sie läuft, mit Heartbreaker an ihrer linken Seite und Weihnachtswichtel an ihrer rechter, neben mir her. Ich selber habe Mühe, mit Admiral vorwärtszukommen, den er bleibt immer wieder stehen und schaut wieder zurück zum Gestüt. „Admiral! Komm vorwärts du Hübscher!“, schimpfe ich mit ihm. Megg hat schon einen recht grossen Vorsprung und schaut nun über die Schulter zurück. „ Komm schon, nicht trödeln!“, ruft sie mir zu. Nachdem ich Miral dazu überredet habe endlich vorwärts zu gehen, trabe ich zu Megg auf. Oder probiere es zumindest, denn Choc trabt so schnell und Miral so langsam, das ich fast in zwei Stücke gerissen wird. Als Megg dazu auch noch laut in Lachen ausbricht, fühle ich mich wie der letzte Trottel. „Choc wart doch mal! Miral vorwärts!“, rufe ich den beiden Ponys zu. Mittlerweile habe ich sie wieder im Griff und bin wieder auf gleiche Höhe wie Megg. Die beiden Zwerge fallen wieder in den Schritt und ich seufze erleichtert. „ Klein aber Oho, nicht?“, grinst Megg und ich verdrehe lachend die Augen.

      Der Rest der Spaziergang verlief gut und als wir wieder zurückkamen, waren alle müde. Und ich am meisten, die Ponys sind zwar klein, aber verflixt schnell! Ich und Megg putzen noch die kleinen Zwerge gründlich, denn sie haben sich alle schön verdreckt. „Und, wie steht es denn bei dir mit Pferden?“, fragt mich Megg, „hast du ein Pferd?“ „Nein, leider nicht. Ich spare noch auf eins und in der Zwischenzeit helfe ich bei Gestüten aus“ Gerade als ich den Satz zu Ende gebracht habe, stampft Wichtel laut mit ihrem Vorderbein. Wie beide schauen aus und brechen laut in Gelächter aus, der Anblick ist einfach zu komisch! Wichtel hat sich im Strick komisch verwickelt und kann den Kopf nicht mehr richtig bewegen, „ Ach Süsse, lass dir helfen!“, sage ich immer noch prustend und entwickle den Strick wieder. Danach schüttelt Wichtel ihre Mähne und da ich immer noch den Mund offen hatte, ist mein Mund jetzt voller Pferdehaare. „Super gemacht Wichtel!“, lobt Megg kichernd, währendem ich probiere die Pferdehaare von meinem Mund zu entfernen.
      Eine Stunde später haben wir schon die Zwerge wieder auf die Koppel gebracht und ich muss wieder nach Hause. „War echt toll hier!“, verabschiede ich mich von ihr und sie erwidert: „Ja, vor allem witzig! Vielleicht sieht man sich ja wieder, machs gut!“
    • Eddi
      12.02.2014 - Den Schnee muss man nutzen!
      Natürlich wollte ich den herrlichen Schnee auch einmal nutzen, um unsere neue kleine Kutsche auszutesten, welche mir zufällig in die Hände gefallen war. Sie war ideal für Weihnachtswichtels Größe, so dass ich die kleine Stute von der Weide holte und erst einmal gründlich putzte. Ich liebte dieses Pony, denn sie machte wirklich nie Probleme, sondern war allen Menschen immer freundlich aufgeschlossen. Zum Glück hatte sie nicht das unverschämte Benehmen ihres Vaters geerbt. Ich holte auch Little Chocolate Chip aus ihrer Box und putzte das kleine Pony gründlich, ehe es durch den Stall sprang.
      Nachdem ich die Stute ordentlich geputzt hatte, schirrte ich sie an. Das dauerte zwar ein Weilchen, da ich lieber auf Nummer sicher ging, aber bald hatten wir auch das schon geschafft. Weihnachtswichtel spitzte neugierig die Ohren und ich schwang mich auf den Bock. Auf mein Kommando ging es los und Weihnachtswichtel schien keine Probleme mit dem neuen Gewicht zu haben, im Gegenteil, sie schien es zu mögen. Wir bogen in den Wald ein und drehten eine herrliche Runde, bei welcher die Stute immer hochmotiviert war. Chocochip trabte fleißig nebenher und schien Spaß daran zu finden, uns wie ein Hund zu begleiten.
      Wir kamen sogar an der Küste vorbei und konnte dort auf die eiskalten Wellen hinabblicken. Die Stute besaß mehr Ausdauer als ich gedacht hätte und war erst erschöpft, als wir schon wieder auf dem Gestüt waren. Ich lobte sie ausgiebig und schirrte sie ab. Weihnachtswichtel war zwar verschwitzt, sie schien aber viel Spaß bei unserem Ausflug gehabt zu haben.
      Meg half mir dabei und brachte die Ausrüstung weg, während ich die Stute in den Stall führte und dort noch einmal kurz putzte. Chocochip kam uns hinterher getrabt und ließ sich auch noch einmal putzen. Danach brachte ich beide Stuten wieder auf ihre Weide und brachte gemeinsam mit Meg die kleine Kutsche wieder in die Garage. Danach machten wir uns auch schon an die Stallarbeit, denn die stand auch noch an.
    • Eddi
      22.04.2014 - Frühjahrsputz
      Punkt sechs klingelte mich mein Wecker aus dem Schlaf. Gähnend erhob ich mich aus dem Bett und schlafwandelte erst einmal ins Bad, um mir eine Ladung Wasser ins Gesicht zu schütten, damit ich erst einmal wach wurde. Heute war früher aufstehen angesagt, denn wir hatten Großes vor. Inzwischen war es April und das Wetter war nun immer zu 80% wirklich richtig schön, deshalb hatte ich entschieden, dass es so weit war: der Frühjahrsputz stand an. Nachdem ich mich in meine Stallklamotten geworfen hatte, lief ich hinunter in die Küche. Wiedermal war ich nicht die erste, stattdessen war Mia schon auf den Beinen und huschte wie ein aufgeschrecktes Eichhörnchen umher. Der Frühstückstisch war schon gedeckt, so dass ich mich einfach auf meinem Stammplatz niederließ. Auch die darauffolgenden Mitglieder des Gestüts schauten Mia verständnislos an und setzten sich verschlafen an den Tisch. Unsere Dressurreiterin war definitiv die einzige, die schon putzmunter war. Wir frühstückten gemeinsam und planten den heutigen Tag, wobei Mia immer ganz vorne mit dabei war. Sie nahm sich so viel vor, dass es sogar für sie knapp werden würde, dass alles zu schaffen. Als wir fertig waren und der Tisch abgedeckt, ging es in Richtung Stall. Wie jedes Jahr begann für die Pferde zu Ostern die Sommersaison und das hieß 24 Stunden Weide! Die Alteingesessenen hatten es schon im Gespür und waren ganz aufgeregt, als wir als große Mannschaft den Stall betraten. Die Herden hatte ich schon in den letzten Wochen eingeteilt und oft genug wechseln müssen, da die Pferde sehr wählerisch waren. Bei uns war es so, dass man eigentlich alle Hengste zusammenstecken konnte, denn die verstanden sich alle. Bei den Stuten sah das anders aus, denn da war Zickenterror an der Tagesordnung, deshalb hatte ich bei den Plänen besonders lang gebraucht. Am unkompliziertesten waren die Jährlinge und Jungpferde gewesen, wo schnell klar war, wer mit wem konnte und so wurden heute die großen Weiden eingeteilt und dann ging es auch schon an die Arbeit. Der Einfachheit halber brachten wir zuerst die Jüngsten raus, da deren Weiden am nächsten lagen. Außerdem wollten wir den Stuten mit Fohlen den Stress ersparen, also halfterte ich Napayné und Nandalee auf, während Meg sich Nesquik und Applaus holte. Gemeinsam brachten wir die beiden auf die große Weide direkt hinter dem Stall. Da auch Khiaras Fohlen Kaythara mit gleichaltrigen Artgenossen großwerden sollte, hatten wir die Vollblutstute und ihre Tochter in den letzten Wochen immer öfter probeweise zu den Welshs gestellt. Zu meiner Freude verstanden sich die Stuten und Fohlen einwandfrei, weshalb Khiara mit auf diese Weide durfte. Danach waren unsere Jungpferde an der Reihe, welche eine Weide bekamen, die zur Hälfte im Wald verschwand, denn ich war mir sicher, die Jungspunde würden zwischen den Bäumen ihren Spaß haben. Es war eine große Stutengruppe, bestehend aus Hollybrooks stolzer Nachkommin Fairy Bluebird, ihrer besten Freundin Joyce, der kleinen Tiny Girl und dann noch den beiden aufgeweckten Stuten Raunchy’s Limited und Fire of Quintesse. Die fünf waren schon halbe Ewigkeiten zusammen und verstanden sich ausnahmslos prima. Gemeinsam tollten sie ausgelassen über die Weide und ich freute mich sehr, sie so zu sehen. Die beiden Junghengste Prazzy’s Goldbell und Painted Blur standen immer noch in der Junghengstherde von Zaii und ich schaute wöchentlich bei meinen Lieblingen vorbei, ihnen ging es wunderbar! Somit waren Feuervogel und Altyn die einzigen Junghengste auf dem Gestüt und bekamen ihre eigene Weide. Nachdem die jungen Pferde fröhlich über die weiten Wiesen tollten, sollten nun auch die großen an die Reihe kommen. Ab sofort waren wir aufgeteilt und jeder kam stets mit zwei Pferden an der Hand aus dem Stall. „Lasst ihr bitte Pajero, Call me a Twist und Schneeleopard noch im Stall?“ meinte ich lächelnd, als ich soeben einige Pferde aufgehalftert hatte. Das rausbringen zog sich und dann war es plötzlich geschafft. Ich rief Mia und Meg zu mir und wir machten die drei verbliebenen Hengste fertig. Sie wurden kurz geputzt und bekamen dann allesamt nur eine Trense über. Danach schwangen wir uns auf die blanken Rücken, ich saß auf meinem geliebten Pajero, Mia nahm Twist und Meg ritt Leo. Ich wollte mit den beiden nun noch einmal alle Weiden abreiten und die Zäune, Versorgungsstände und Herden kontrollieren. Die ersten Weiden waren schnell gemacht und dann kamen wir an die riesigen Stutenweiden. Die Wiese von den Vollblütern war noch relativ klein im Vergleich zum Rest, dafür standen hier aber auch nur die beiden Tekken Mokka und Sonja, sowie die drei Rennpferde Cassiopeia, Destiny und Deadly Ambition. Zufrieden ritten wir weiter und kamen an die wohl kritischste Stutenweide. Um Weihnachtswichtel und Little Chocolate Chip machte ich mir keine Sorgen und auch Nightfly und Foxglove waren problemlos. Aber die drei Welshsstuten Animby, Alice und Herbsttraum legten es gerne auf Probleme an. Deswegen stand auch die Tinkerstute Freeway mit hier, denn wenn ihr die Zickereien zu weit gingen, zögerte sie nicht, sondern griff ein. Doch im Moment war alles friedlich, genauso wie auf der Nachbarsweide von den Westernstuten. Joyna und Chou grasten friedlich im Schatten, während Caribic Sue und Rubina Ravenclaw herumtobten. Apache’s Tomahawk kam sofort angetrabt als sie uns sah, denn sie schien es eindeutig auf Twist abgesehen zu haben, so dass wir flott weiterritten. Die Hengste hatte ich in drei riesige Herden aufteilen müssen. In der ersten waren unsere Welshzuchthengste Auftakt, BonnyBoy, Fürst der Finsternis und Single Malt vereint. Dabei standen auch Lucane, Vertigo, Pinocchio und Carachillo. Allesamt eine ruhige Truppe, weshalb wir Serafino, Ejadon und Dr. Insektor noch dazugesteckt hatten. Bei der nächsten Weide wurden wir freudig von Heartbreaker begrüßt, der seinen Freund Pajero schon sehnsüchtig vermisst hatte. Ich schwang mich von dessen Rücken, nahm ihm den Zaum ab und ließ auch ihn auf die Weide. Das war die Weide der Jungspunde und frechen Kerle, die sich aber allesamt wunderbar verstanden. Zum einen unsere Unzertrennlichen Zarin und Romance, dann Absinth und Dirth, wozu auch Allelujah. Yerai, Muskat und Mennesse brachten noch ein wenig Blut mit rein, so dass ich Breaker, Pajero und Alazar als Aufpasser mit dazugestellt hatte, nicht dass es die jungen Kerle doch einmal übertrieben. Bei der letzten Weide mussten dann auch Meg und Mia absteigen, denn Leo und Twist durften mit zur Thorondor, Aristo, Guarana, Pawaneeh, Magic Golden Dust, Hidalgo und Campeon auf die Weide und dann hatten wir es auch schon geschafft. Als endlich alle Pferde draußen waren, ging es an den Frühjahrsputz. Wie jeden Tag wurden die Boxen gemistet, aber diesmal nicht mehr eingestreut. Zudem wurden die ganzen Spinnenweben entfernt, die Fenster wurden geputzt und die Stallgasse gründlich gekehrt. Alles erstrahlte im neuen Glanz und die Sattelkammern wurden einmal komplett ausgeräumt, ehe wieder eingeräumt und aufgeräumt wurde. Die Sättel wurden öfters gefettet, doch das wurde heute auch direkt noch einmal gemacht. Ebenso wurden besonders dreckige Decken oder Bandagen gleich in den Wäschekorb geworfen. Zum Schluss war alles ordentlich eingeräumt und die Arbeit für heute geschafft und wie die Pferde, bekamen auch die Trainer heute frei. Die kommenden Wochen würden hart genug werden, denn dann hieß es Boxen und Ställe neu streichen, genauso wie die Zäune. Scharniere mussten neu geölt werden, das ein oder andere frisch lackiert werden oder gar ersetzt werden. Die Paddocks wurden abgebaut und der alte Sand entfernt, damit neuer Sand hingebracht werden konnte. Nach diesem kalten Winter sollte wieder alles auf Vordermann gebracht werden.
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  • Album:
    Pferde im Ruhestand
    Hochgeladen von:
    Eddi
    Datum:
    30 Juni 2013
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  • Name: Little Chocolate Chip
    Geboren: 2010
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    Von: Kitkat
    Aus der: Little Miss Sunshine
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    Rasse: Falabella
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Fuchs
    Stockmaß: 80cm


    Beschreibung:
    Little Chocolate chip ist eine sehr veerschmuste, menschenbezogene Stute, die es liebt, betüddelt und geschmust zu werden. Sie ist sehr ruhig und unglaublich brav, aber manchmal sitzt ihr trotzdem der Schelm im Nacken. Temperament hat die Kleine natürlich auch! Deshalb bleibt Spaß auch nie auf der Strecke. Mit Choc erlebt man jeden Tag etwas Neues und sie ist einfach ein Traumpony, was man lieb haben muss!

    Ersteller: Chequi
    Besitzer: Edfriend
    Vorkaufsrecht: verfallen

    Western A -- Wendigkeit A

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    3. Platz 240. Westernturnier [für Ponys]
    [RS 43] Ponyspiele
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    Gekört: nein

    Nachkommen:
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