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Fratzi

Listen to your Heart

[center][img]http://i28.tinypic.com/e9djro.jpg[/img] [img]http://i45.tinypic.com/10r8jz4.png[/img] 2. Gewinnerin der Besonderen Stutenkörung 268 für Holsteiner und Araber. [/center]

Listen to your Heart
Fratzi, 21 Apr. 2010
    • Fratzi

      Pflegebericht für alle Zuchtpferde:
      Für diesen sonnigen Tag nahm ich mir viel vor. Ich wollte beziehungsweise sollte Töffs ganze Zuchthottis pflegen. Das waren Capriciasso, Sahnebonbon, Calina, Hot n Cold, Anmut, Place Royal, Listen to your Heart, Parlay, Star, Sandro, Blaze, Paradise Creepin up the Backstairs und Victim.
      Ich beschloss, einfach der Reihe nach anzufangen. Also ging ich zur Weide und holte Capriciasso. Der kleine Hengst drängelte etwas am Führstrick, aber mit ein paar bremsenden Ellenbogenhieben wurde er etwas langsamer. Ich band Capriciasso in der Stallgasse an und fing an ihn zu putzen. Er knabberte am Führstrick, scharrte mit den Hufen und drehte sich im Kreis. Anscheinend hatte er ziemlich viel Energie und langweilte sich. Schnell putzte ich ihn zu Ende und führte ihn zum großen Reitplatz. Als ich den Strick vom Halfter löste, blieb Capriciasso mit erhobenem Kopf stehen und wieherte einmal laut. Als er keine Antwort erhielt, fiel er in einen schwebenden Trab und düste über den Reitplatz. Nach ein paar Minuten wurde er langsamer und schnüffelte im Sand. Irgendwann hatte er ein schönes Plätzchen gefunden und fing an, sich genüsslich zu wälzen. Dann stand er fröhlich grunzend wieder auf und schüttelte sich kräftig. Ich ging in die Mitte des Platzes und wedelte ein bisschen mit dem Führstrick. Capriciasso donnerte im Galopp los. Nach einer halben Stunde hatte er sich genug ausgetobt und stellt sich neben mich. Ich hakte den Strick wieder in sein Halfter und konnte ihn jetzt völlig entspannt zum Stall führen, wo ich ihn überputzte und ihn anschließend auf die Weide brachte.

      Weiter gings mit Sahnebonbon. Die Stute hatte es mir mit ihrer langen Mähne richtig angetan. Töff hatte sie eingeflochten, damit sie nicht verknotete. Als ich die Stute putzte, beschloss ich, die Gummis zu lösen, die Mähne durchzukämmen und nochmal neu einzuflechten. Nach dem Putzen strahlte die Stute aus jedem Knopfloch. Die Sonnenstrahlen ließen ihr Fell glänzen. Nach kurzem Überlegen, was ich jetzt tun sollte, trenste und sattelte ich Sahnebonbon und ritt ins Gelände. Dort ließ ich sie am langen Zügel im Schritt gehen und trabte dann einen geraden, langen Weg entlang. Sahnebonbons Trab war einfach traumhaft. Weich, losgelassen, taktrein. Ein Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus und ich ließ mich von Sahnes Schwung einfach tragen. Nach einer Verschnaufspause im Schritt galoppierten wir locker einen Weg bergauf. Dann ritten wir entspannt und zufrieden im Schritt zurück zum Stall. Dort putzte ich Sahne und kontrollierte ihre Hufe. Dann brachte ich sie auf die Weide.

      Jetzt war Calina an der Reihe. Ich putzte, sattelte und trenste sie. Dann führte ich sie auf den Reitplatz und ritt erstmal gymnastizierende Übungen in allen 3 Gangarten. Calina arbeitete super mit und war binnen weniger Minuten locker und losgelassen. Ich beschloss, eine selbst ausgedachte Dressur zu reiten. Von Anfang bis Ende war Calina vollkommen konzentriert und machte von einer einfachen Trabvolte bis zum fliegenden Galoppwechsel alles ohne Anstrengung. Sie folgte jedem kleinsten Schenkeldruck und schwebte über den Dressurplatz. Zum Schluss ließ ich mir die Zügel aus der Hand kauen und ritt Calina trocken. Am Stall putzte ich sie nochmal und brachte sie auf die Koppel.

      Dann holte ich Hot n Cold. Die zierliche Ponystute kam freudig auf mich zugetrabt und genoss das Putzen. Ich trenste sie nur und führte sie auf den Reitplatz. Mit einer Aufstieghilfe schwang ich mich auf ihren Rücken und fühlte mich von der ersten Sekunde an wohl auf ihr. Im Trab konnte ich die Stute problemlos aussitzen und kam nicht einmal ins Rutschen. Auch im Galopp war Hot n Cold zuverlässig und machte keinen Unfug. Ich versuchte Schulterherein, was gut klappte und mich selbst erstaunte. Als ich eine Stunde später abstieg, war ich rundherum zufrieden. Ich putzte Hot n Cold und brachte sie zur Weide.

      Als ich Anmut putzte, gingen mir schon die Ideen aus, was ich machen könnte. Mir blieb wohl nichts anderes übrig… Ich holte Sattel und Trense und ein paar Minuten später klapperten Anmuts Hufe zum Reitplatz, dessen Sand ich langsam nicht mehr sehen konnte. Ich stieg auf und fing wieder mal mit lockernden Übungen an. Als Anmut weich war, ritt ich ein paar einfache Dressurlektionen. Die junge Stute machte willig mit und erledigte jede Aufgabe fast perfekt. Langsam gingen mir die Ideen aus, weswegen ich noch eine kleine Runde durchs Gelände drehte. Anmut daddelte im Schritt am langen Zügel vor sic hin und genoss die Erholung. Auf einem breiten Grasweg ließ ich Anmut grasen. Bald ritten wir wieder nach Hause. Als sie fertig übergeputzt war, schmiss ich die kleine Ponystute wieder auf die Koppel.

      Place Royal kam schon fröhlich auf mich zugetrabt, als er sah, dass ich ihn mitnehmen wollte. Aufmerksam schritt er zum Hof und wartete ungeduldig darauf, dass ich ihn sattelte und trenste. Ich führte ihn zum Platz und baute dort ein paar Sprünge auf. Dann saß ich auf und ritt Place Royal warm. Er ging schön am Zügel, ohne dass ich mich großartig anstrengen musste. Seine Gänge waren weich und schwungvoll. Ich hätte ewig vor mich hintraben können, aber Place fing an, sich bald zu langweilen. Also trabte ich auf ein niedriges Kreuz, gab die Zügel vor und Place sprang höher als er überhaupt musste und galoppierte danach gerade vom Sprung weg. Ich lenkte ihn zu dem etwas höheren Steilsprung und Place sprang wieder mühelos über die Stangen. Anschließend meisterten wir locker eine dreifache Kombination, einen Oxer und einen Steilsprung, der für mich ziemlich hoch war. Aber Place juckte das alles nicht und sprang fröhlich über die Hindernisse. Als wir den Parcours durch hatten und ich Place trocken geritten hatte, ritten wir zum Hof. Dort schrubbte ich sein Fell und brachte ihn anschließend auf die Koppel, wo er sich genüsslich wälzte.

      Listen to your Heart wollte eigentlich gar nicht von der Koppel. Sie trabte fröhlich vor mich weg und wenn sie gekonnt hätte, hätte sie mir die Zunge rausgestreckt. Als sie merkte, dass ich bei ihrem Spiel nicht mitspielte, kam sie doch freiwillig zu mir und ließ sich aufhalftern. Naja, ich musste sie erst dazu überreden, dass dieses seltsame Ding an ihren Kopf gehörte. Mit schnellen Handbewegungen halfterte ich sie auf und seufzte erleichtert. Doch damit nicht genug. Die große, freche Stute gab ihr eigenes Tempo vor. Erst verließ sie schleppend ihre geliebte Weide und dann raste sie im flotten Schritt zum Stall. Dort angekommen war mir eines klar: Ich mache heute Bodenarbeit! So kam es dann auch, nachdem ich Listen geputzt hatte und auf den Reitplatz gezogen hab. Schweren Herzens hakte ich den Strick aus dem Halfter und betete, dass Listen zurückkommen würde. Die trabte derweil bockend über den Reitplatz, als ich sämtliche Pylonen, Gassen und sonstige Bodenhindernisse aufbaute. Zu meiner Erleichterung, ließ sie sich sogar problemlos einfangen. Jetzt konnte es ja losgehen. Ich führte Listen zu dem Pylonenslalom. Die Stute lief angenervt neben mir her. Sie fand Bodenarbeit sichtlich doof. Ich zuckte mit den Schultern. „Du hast es nicht anders gewollt!“ Am Ende des Slaloms hielt ich Listen an und richtete sie rückwärts. Als sie nicht ging, bekam sie mit dem Strick einen Klaps auf die Brust. Störrisch nahm sie den Kopf hoch. Jetzt wurde ich energischer. Mit einem stampfenden Fuß, einem wedelnden Strick und viel, viel bösem Blick setzte Listen einen Huf nach hinten. Dann noch einen und noch einen. Zwischendurch hielt ich sie an und drehte sie etwas. Bald hatten wir den ganzen Slalom rückwärts geschafft und Listen war jetzt etwas respektvoller. Das Stangen L war vorwärts und rückwärts kein Problem. Auch Seitengänge, Hinterhand- und Vorhandwendungen machte Listen jetzt ohne zu murren. Nach unserer Bodenstunde konnte ich sie am losen Strick völlig entspannt zurück zur Weide bringen.
      Parlay wartete schon aufmerksam am Koppeltor. Ich wusste von Töff, dass auch er gerne mal Unsinn machte und bereitete mich auf das Schlimmste vor. Aber der süße Drp-Hengst schien heute nicht in der Clownslaune zu sein und ließ sich problemlos aufhalftern und zum Stall führen. Dort befreite ich ihn vom Staub, den er sich grade eben auf der Weide draufgewälzt hatte. Als er sauber war, trenste ich ihn und führte ihn auf den Reitplatz. Mit einer Aufstieghilfe kletterte ich unbeholfen auf seinen blanken Rücken. Ich kam auf kleine Pferde weder gut rauf noch runter. Sobald ich oben saß, lieg Parlay schon fleißigen Schrittes los, während ich Zügel und mich selbst sortierte. Nach ein paar Runden hatte ich mich auf den schnellen Gang des Hengstes eingestellt und ritt Zirkel und machte Handwechsel. Parlay folgte meinen Hilfen willig auch wenn er einmal partout nicht auf den Zirkel wollte. Bald nahm ich die Zügel noch etwas auf und drückte vorsichtig meine Waden an Parlays schmalen Bauch. Angespannt kaute ich auf meiner Unterlippe. Bestimmt düst der gleich los, dachte ich. Brav trippelte Parlay auf meine sanfte Hilfe los und rüttelte mich ordentlich durch. Krampfhaft klammerte ich mich an seine Mähne und versuchte irgendwie halbe Paraden zu geben. Anscheinend merkte Parlay, dass ich da oben nicht klarkam und parierte grunzend durch zum Schritt. Ich streichelte ihm dankbar den Hals, saß mich aufrecht hin und trabte nochmals an. Diesmal versuchte ich mich zu entspannen und locker mitzuschwingen. Und tatsächlich blieb ich oben und konnte einige Runden traben. Jetzt merkte auch Parlay, dass ich auf ihm traben konnte und nutzte dies gleich aus. Er buckelte ein paar Mal und ich fiel auf seinen Hals. Deswegen ließ ich den Galopp lieber bleiben. Im Schritt ritt ich noch ein paar Runden am langen Zügel und führte ihn dann zurück zum Hof.

      Als ich Star holte, fielen mir ihre treuen, ruhigen Augen auf und in mir machte sich eine Idee breit. „Star?“ flüsterte ich, als die Stute getrenst und ohne Sattel neben mir auf dem Hof stand. “Versprichst du mir, dich nicht zu erschrecken oder durchzugehen?“ Star zerrte mich schon richtig Feldweg. Also kletterte ich auf ihren Rücken und ritt hinaus in die weite Welt. Ohne Sattel und ohne zu wissen, ob ich unterwegs das Fliegen lernen würde. Star schien sich darum nicht zu kümmern und schritt den Feldweg entlang. Ich nahm all meinen Mut zusammen und trabte die Stute auf einen langen, ebenen Grasweg an. Star ließ mich weich sitzen und als ich am Ende durchparierte, konnte ich mich entspannen, denn ich wusste, dass dieses Pferd eine Lebensversicherung im Gelände ist! Also trabten wir sämtliche Wege entlang, die es hier zu Genüge gab und Star genoss es am langen Zügel umherzutraben und durch die Gegend zu gucken. Auch ein Galopp war drin. Wie war das vorhin noch mit dem Fliegen? Ja, ich flog. Aber mit Sicherheit nicht auf den Boden, um ihn zu küssen sondern auf Stars Rücken schwebte ich die weichen Graswege entlang. In allen 3 Gangarten fühlte ich mich wie auf Wolken. Vor allem der Galopp war traumhaft. Als ich mich nach langer, langer Zeit beim Stall von Stars Rücken rutschen ließ, war ich glücklich wie sonst was. Meine Beine fühlten sich zwar an wie Wackelpudding und auch meine Arme wollten sich jeden Moment verabschieden aber ich brachte es trotzdem fertig, Star mit einer Putzmassage zu belohnen und auf die Weide zu bringen.

      Nach einer kleinen Pause brachte ich nacheinander Sandro, Blaze und Victim in die Halle. Ich hatte Töff gefragt, ob es okay wäre, die Hengste zusammen laufen zu lassen. Ich hielt mich außerhalb der Bande auf, damit mich die 3 Energiebündel nicht doch ausversehen umrannten. Außerdem liefen sie auch ohne eine Peitsche aktiv durch die Halle. Victim schwebte im raumgreifenden Trab an mir vorbei und Sandro lieferte sich mit Blaze ein Wettrennen. Bald spielten alle 3 zusammen. Sie stiegen, buckelten und rannten voreinander weg. Die Hengste benahmen sich wie junge Fohlen und es machte Spaß, ihnen zuzuschauen. Nachdem sich alle etwas ausgepowert hatten, fing Victim an sich eine schöne Stelle zum Wälzen zu suchen. Er rollte sich genüsslich hin und her und stand dann grunzend wieder auf. Als sich Sandro an die gleiche Stelle legen wollte, verteidigt Victim seinen auserkorenen Platz und scheuchte Sandro weg. Der suchte sich beleidigt eine andere Ecke und ließ sich dort vom Sand panieren. Blaze hatte anscheinend keinen Spaß daran, nur zuzugucken und schmiss sich ebenfalls in den Sand. Victim legte sich auch nochmal hin, als er merkte, dass keiner seinen Platz mehr haben wollte. Nach fast einer Stunde waren die Hengste ausgepowert und ließen sich problemlos zurück um Stall führen, wo ich sie vom Sand befreite und anschließend auf die Koppel führte.

      Creepi war meine letzte Aufgabe. Ich beschloss, die junge Stute locker etwas an der Longe zu bewegen. Nachdem ich sie geputzt hatte, stand sie mit Kappzaum und Longiergurt in der Halle. Die Ausbinder baumelten am Gurt herunter. Ich hielt nichts von diesen Teilen. Sie sollten nur zum Einsatz kommen, wenn sich Creepi gar nicht strecken wollte. Diese Sorge war aber unbegründet, denn die Stute ließ sofort den Hals fallen und drehte artig ihre Runden. Ich hatte nicht sonderlich viel Ahnung vom Longieren, trotzdem klappten sogar Handwechsel erstaunlich gut. Creepi blieb auch im Trab auf dem Zirkel und kaute zufrieden. Das Angaloppieren klappte noch nicht so gut, aber nach ein paar aufmunternden Schnalzern setzte sich Creepi doch in den 3-Takt. Nach einer halben Stunde befreite ich sie von der Ausrüstung und sie durfte sich wälzen. Im Stall putzte ich sie und brachte sie auf die Weide. Dann fuhr ich völlig erschöpft nach Hause.



      Horseday
      Lächelnd biss ich in mein Brötchen. Es war noch warm, frisch vom Becker. „So, Mika, jetzt wollen wir mal, oder?“ sagte ich und stand auf. Sofort sprang mein Aussiwelpe Mika mit auf und folgte mir hinaus. Über Nacht hatte es geschneit, jetzt lag wieder eine dicke Schicht glitzernder Schnee auf den Wiesen. Lächelnd öffnete ich den Stall. Die meisten Pferde standen in ihre Boxen, draußen war es ihnen noch ein wenig zu kalt. Es hatte knapp über 0°C, aber später sollte es noch wärmer werden.
      Ich wurde sofort leise begrüßt. Wenn ich früh morgens in den Stall kam, waren alle noch ruhig. Könnte ja sein, dass noch ein Fohlen schlief. Und dann wollten die anderen es nicht aufwecken.
      Als erstes ging ich zur Box von Easy Living. Der Mixhengst kam aus Claras und deivis Zucht und hatte das Temperament eines iberischen Pferdes. Sanft strich ich dem Hengst über die Nüstern, dann machte ich kurz das Fressen für alle Pferde zusammen.
      Die großen Eimer kamen auf die Weide zu den Stuten und den Hengsten, während die kleinen Eimer für die Fohlen im Stall gemacht waren. Jedes Fohlen und jedes Pferd bekam einen eigenen Eimer, es war nicht viel Müsli drin, aber auch sie durften später auf die Weide und sich austoben.
      Zuerst fütterte ich Herbstfee. Die Fuchsstute sollte bald Mutter vieler, schöner Fohlen werden. Jedoch musste erstmal eine schöne Körung gefunden werden, und im Moment gab es keine. „Wir können warten, Süße, hm?“ flüsterte ich und kraulte ihre Stirn. Dann betrat ich Nougat Sterns Box. Die Shettystute drückte mir ihre Nüstern an die Hand, dann tänzelte sie aufgeregt in der Box. Ich lachte. „Ganz ruhig!“ Doch die Stute ließ sich nicht beruhigen. Sie drehte sich, sprang um mich herum, bis ich endlich das Müsli in ihre Futterraufe schüttete. Sie fraß sofort gierig los. „Na, und was ist mit dir?“ murmelte ich und ging in Back to Zeros Box. Die große Stute liebte Military und lange Ausritte, also bekam sie etwas Zusatzfutter. Eine halbe Schaufel Hafer gab’s bei ihr noch dazu. Sie war groß, aber sehr anhänglich. Statt zu fressen, wollte sie lieber mit mir schmusen. „Nein, nein, komm, jetzt friss mal“ sagte ich lächelnd und ging in die nächste Box. Dort wartete Sheba, bei der ich immer noch nicht wusste, welcher Rasse sie angehörte. Sie war auf jeden Fall ein Warmblüter.
      Sheba war verfressen. Sie liebte jegliches Müsli, jegliches Obst. Deswegen drängte sie jetzt auch.
      Nachdem Sheba ihr Fressen hatte, sah ich kurz auf die Uhr. Es war schon kurz nach sieben, also sputete ich mich mit dem Füttern.

      Mit den zwei großen Eimern ging ich dann raus. Es war schon viel wärmer geworden, aber höchstens 3°C.
      Meine Hengste warteten schon ungeduldig. „Lasst mich mal durch“ sagte ich und drängte mich zwischen sie durch. Bonaparte und Kasimir folgten mir, während Deadlock schon an der Futterraufe wartete. „Na, ihr?“ Lachend rubbelte ich meine Hände an Deadlocks warmen Fell, dann schüttete ich das Frühstück für meine paar Hengste in die Raufe. Ungeduldig drängte Kasimir, und ich sprang schnell über den Zaun. Dann nahm ich den zweiten Eimer und lief auf die große Stutenweide.
      Torfkopf trabte mir entgegen. Lachend strich ich ihm über die Nase, dann schleppte ich den großen Eimer zu Futterraufe. Die Stuten warteten einige Augenblicke, dann war ich hier mit dem Füttern fertig.
      Also wieder in den Stall und die Fohlen auf die Weide bringen. Im Minutentakt füllte sich die große Koppel hinter meinem Haus, und schon bald führte ich nur noch Alice Cullen und Chilli Con Carne hinter die letzte Ecke. Die beiden Stutfohlen zogen an den Stricken und wollten voraus traben, jedoch bündelte ich schnell die Führstricke. „Hier geblieben, Ladys!“ rief ich und öffnete den Umständen entsprechend das Gatter. Die Stuten tänzelten, und als sie endlich von dem lästigen Führstrick befreit waren, tobten sie buckelnd los. Sie warfen den Hintern hoch und zwickten sich spielerisch in den Mähnenkamm. Schnell schloss ich das Gatter wieder, nicht, dass ein Fohlen auf die Idee kam, auszubüxen.
      „Ich komm gleich wieder, dann beweg ich euch“ versprach ich den Weidenpferden, die mir mit großen Augen nachsahen. Fix startete ich den Motor und fuhr los zur Sportpferdezucht Liberté.
      Die Zucht gehörte Else und mir, und heute war ich dran mit pflegen. Das war keine große Aufgabe für mich, da Else leider nur zwei Haflinger beitragen konnte. Aber die zwei kleinen Blondschöpfe hatten sich schon an die neue Umgebung gewohnt, sowie meine Pferdchen.
      Ich schob das knarrende Stalltor auf. Die Pferde waren in der Nacht in den Boxen, über den Tag kamen sie auf die Weide.
      Ich lief im Stutenstall herum. Hier waren die Stuten untergebracht, in extragroßen Boxen für Fohlen. „Hey, Neuankömmling“ flüsterte ich und tätschelte Golden Diamonds breiten Rücken. Die Haflingerstute döste und genoss die Streicheleinheiten. Jedoch protestierten die anderen Stuten. Sie wollten jetzt endlich ihr Frühstück. Schmunzelnd öffnete ich die Futterbox, in der Rübenschnitzel, Hafer und viel mehr Platz hatte. Mit meiner lilanen (man muss ja immer mit dem Trend gehen) Futterschaufel bereitete ich das Futter für meine lieben Stuten zusammen. Schnell schleppte ich die Eimer hinaus und fing an, die Stute zu füttern.
      Summend bekam auch Listen to your Heart als Letzte ihr Müsli.
      Schnell rannte ich über die Anlage zum Hengststall. Auch sie waren schon unruhig und ich beeilte mich also. „Hey, Place, hier kommt dein…“ Der Hengst steckte den Kopf in den Eimer. „Hey!“ rief ich und zog den Eimer nach unten. Flehmend reckte Place Royal seinen zierlichen Kopf nach unten, und sanft, aber bestimmend schob ich ihn wieder nach oben. „Jetzt hör auf, bitte, Süßer“ sagte ich und ging rückwärts in die Box hinein. Place Royal versuchte immer wieder, an den Eimer zu kommen, den ich vor den Bauch hielt, jedoch ließ ich es nicht zu. Nach ein paar Minuten verließ ich die Box und strich eine hellbraune Strähne hinters Ohr. Blaze wartete schon, er warf den Kopf in die Höhe und wieherte.
      Jetzt waren alle Pferde gefüttert, und ich fing an, die ersten Stuten auf die Weide zu bringen. Die Sonne kam heraus und es wurde wärmer. Anmut genoss die Sonne und döste vor sich hin. „Hey, Süße“ flüsterte ich und kraulte ihre Stirn. Die graue öffnete die Augen halb und stupste mich an. Lächelnd halfterte ich sie auf und führte sie zum Putzplatz, auf dem ich sie gründlich putzte. Schnell legte ich ihr Kappzaum und den Longiergurt an und führte sie auf den Longierzirkel.
      Anmut mochte das Training an der Longe. Sie war auch noch jung und ich benutzte es oft als Stütze für das Training unterm Sattel. „Na komm, Süße“ rief ich und schnalzte einmal mit der Zunge. Sofort ging Anmut los. Sie machte ihrem Namen alle Ehre und nahm den Kopf an. Mit wunderschönen, weichen Schritten umkreiste sie mich. Eigentlich wollte ich sie reiten, aber das musste ich verschieben. Heute musste ich noch mehr Pferde reiten.
      Nach 20 Minuten Arbeit klopfte ich Anmut den Hals. Sie hatte sich ein Leckerli verdient, und zufrieden malmend lief Anmut neben mir her. Sie hatte den Kopf gesenkt und freute sich wahrscheinlich schon auf ihre Weide. Sofort wälzte sich die graue Stute im graugrünen Gras.
      Ich sah mich nach dem nächsten Opfer um und hatte schon eines gefunden. Schwenkend ging ich auf meine Reitponystute Star zu. Sie graste, beäugte mich aber argwöhnisch.
      „Hey, meine Süße!“ rief ich zärtlich. Star hatte vor ein paar Wochen erst ein gesundes Hengstfohlen zur Welt gebracht. Wie wäre es also mit einem Spaziergang?
      Kurz sah ich mich nochmals um. Listen to your Heart? Die Stute trabte auf mich zu. Das wäre perfektes Training für sie!

      Star trabte mit gespitzten Ohren neben mir her. Wir waren auf dem Weg zum Wald, als es gerade leichte Flocken schneite. Irritiert sah sich Listi um, dann blieb sie kurz stehen. Als die Stute aber merkte, dass es nicht gefährlich war, trabte sie unbeirrt weiter.
      Schnaubend blieben wir wenig später auf dem Weg stehen. „Wegen Glätte geschlossen“ las ich und runzelte die Stirn. Jetzt war es wieder kalt, aber geregnet hatte es schon lange nicht mehr richtig, also konnte kein Wasser gefrieren. Was sollte dann dieses Schild?
      Einerseits wollte ich aber auch kein Verbot brechen. Seufzend wendete ich Listi und Star.

      Langsam fuhr ich Listen to your Heart Rücken nach, dann noch einmal zwischen die Vorderbeine. Kein Dreck mehr. Dafür sah ich jetzt aus wie ein halbes Pferd. „Mensch, Schnecke, du darfst doch noch keine Haare verlieren!“ sagte ich leise zu dem Rappen und band sie ab. Zärtlich stupste mich Listi an, sie wollte ein Leckerli.
      Kurz zögerte ich, dann steckte ich ihr ein Apfel-Leckerli zu. „Komm, Dicke“
      Müde folgte mir Listen to your Heart auf die Weide. Der Unterstand mit viel Stroh rief schon nach ihr.
      Vom Putzplatz kam Klappern. „Star?“ fragte ich lang gezogen und rannte sofort zurück. Star sah mich mit Engelsaugen an, neben ihr rollte der leere Eimer. Kopf schüttelnd ging ich auf sie zu und räumte erstmal den schwarzen Eimer auf. Dann putzte ich Star kurz drüber und brachte sie ebenfalls wieder auf die Weide. Halm für Halm knabberte Star ab und preschte dann zu Hot n Cold.
      Ich warf einen kurzen Blick auf die Uhr. Ein Pferd konnte ich noch eine dreiviertel Stunde reiten, dann sollte ich wieder zurück fahren. Vielleicht kam Else ja noch, oder ich fand später noch Zeit, ein paar Pferde zu longieren.
      Meine Wahl fiel auf Sandro. Der wunderschöne Falbschecke sah mir schon neugierig entgegen. „Na, Lust auf ein wenig Dressur?“ scherzte ich und halfterte den Hengst auf. Freudig folgte er mir auf den Putzplatz.
      „So, mein Hübscher“ meinte ich wenige Zeit später. Sandros dickes Winterfell war wieder matt glänzend, seine Hufe glänzten. Ich schickte mich, den Sattel und die Trense zu holen, dann hatte ich bestimmt noch etwas mehr Zeit…
      Sandro sah mich neugierig zu, als ich den Sattelgurt schloss und meine Steigbügellänge einstellte. Er mochte die Dressur, sowie das Springen. Was an ihm aber besonders war: trotz „Hengstmanieren“ konnte ich ihm ein dreijähriges Kind anvertrauen.
      Nachdem der Hengst auch getrenst war, führte ich Sandro zur Halle. Sie war zwar klein, aber perfekt für das Training. Auch für die Pferde reichte sie zum Buckeln, Austoben und lieb sein. Sandro wartete geduldig, bis ich alles aufgebaut hatte, um mit einem kleinen Springtraining zu beginnen. Das letzte Mal hatte ich schon Dressur geübt, also würde ich heute wieder Springen. Auch Sandro freute sich, als er sah, wie ich kleine Cavalettisprünge aufbaute. Am Anfang ging’s erstmal über Trabstangen, aber später dürfte er dann endlich richtig springen.

      Ohne viele Probleme hielt der Hengst an. Ich beobachtete ihn genau: seine Ohren drehten sich in alle Himmelsrichtungen, sein Kopf war erhoben und gespannt. Grinsend gab ich Sandro die Galopphilfe und beugte mich nach vorne. Sandro wurde schneller, als ich ihn auf den gekreuzten Cavalettisprung lenkte. Er sprang ab und landete weich auf der anderen Seite. Lachend parierte ich Sandro durch und ritt ihn ab. Er streckte sich unter mir und machte den Hals lang.
      Zehn Minuten später klopfte ich ihm den Hals und marschierte auf der Mittellinie auf. Rasch saß ich ab und führte Sandro zurück. Ich war zu lange auf dem Pferd und musste mich jetzt beeilen. Eilig sah ich auf die Uhr: 6 Minuten zu spät. Hoffentlich kam Else noch! Mika sprang ins Auto, nachdem ich nach ihr gepfiffen hatte.

      Wieder auf meinem Hof verputzte ich schnell mein Sandwich, dann ging ich wieder an die Arbeit. Mit meinen Weidepferden wollte ich auch noch etwas machen, jetzt aber schnell!
      Bevor ich aber zu den Weidenpferden kam, machte ich einen Umweg und landete schließlich bei den Fohlen.
      Sheba schnupperte neugierig an meiner Hand, während Easy Living sie in die Flanke biss. Sheba quiekte auf, dann jagte sie den Hengst über die Weide.
      Spirit graste ruhig. Seit If a Song vor ein paar Wochen verstorben war, hatte er nur noch seinen Boxenkumpel Buddy. Die ersten Tage war er unausstehlich, dann wurde er sehr anhänglich.
      Als Spirit mich bemerkte, trabte er an den Zaun. „Na du?“ flüsterte ich und kraulte seine Stirnlocke.
      Nach zehn Minuten war es ihm zu dumm und er trottete wieder in seine Ecke und graste weiter.
      Ich ließ meinen Blick schweifen. Alice Cullen graste neben Cabaniro, der jedoch seine kleine Schwester Paradise Creepin Up The Backstairs ärgerte. Chilli beobachtete die drei, dann kam sie langsam auf die kleine Truppe zu. Back to Zero, meine große, schwere Warmblutstute, döste in der kalten Sonne, sie mochte den Winter nicht sehr.

      Lächelnd wandte ich mich ab und stiefelte zu den Weiden. Deadlock warf gerade den Kopf hoch, um hoheitsvoll am Zaun auf- und abzutraben. Ungefähr zehn Meter weiter war die Stuten- und Wallachkoppel. Gelangweilt sah mein Springpferd Noltes Küchengirl hinüber, dann zupfte sie die freigeschaufelten Grashalme ab.
      Torfkopf lag im Unterstand im dichten Stroh und döste. Ihn wollte ich mir nicht auspicken, er sollte sich noch ein paar Tage erholen, dann begann das Training für die Wallachschau, die bald stattfand.
      Ich sah weiter. Bilijka vielleicht? Sie hatte nach dem Verkauf ihrer guten Freundin Chocolate Cream bald schon wieder Anschluss gefunden. Sie graste neben meiner Schimmelstute Sweet Death. Else und ich nannten sie aus Spaß oft „Das Böse in Person“. Else hatte sie nämlich auch unbedingt reiten wollen und landete schon nach drei Minuten Trab im Sand der Reithalle. An den Augenblick verzogen sich meine Mundwinkel zu einem Lächeln. In Gedanken machte ich mir eine Liste von Pferden, die ich heute auf jeden Fall noch bewegen wollte. Bilijka stand jetzt darauf. Mhm…Sweet? Bonaparte?
      Drei hatte ich schon mal. Entschlossen nahm ich Bilis Halfter und führte sie von der Weide. Sie wieherte mir zu, dann, als ich sie von der Weide führte, brummte sie Sweet noch schnell zu.
      Ohne Probleme putzte ich sie und sattelte sie auf. Bilijka folgte mir brav zur Halle, legte aber schon die Ohren an, als ich aufstieg. „Heute wieder in Bocklaune?“ fragte ich die Marwaristute lachend, dann ließ ich sie antreten. Bili warf den Kopf hoch und weigerte sich, in die Anlehnung zu gehen.
      Nachdem sie warm war, kontrollierte ich nochmal den Sattelgurt. Bevor ich sie antrabte, nahm ich nochmal die Zügel auf und korrigierte meinen Sitz. Bili war immer noch schlechter Laune und warf erstmal den Hintern hoch, als ich sie auf dem Zirkel verstärkt traben ließ. Mit einer Parade brachte ich sie wieder zurück. Bili hatte heute einen ihrer Zicktage.
      Nach ein paar weiteren Buckelversuchen nahm ich die Zügel mehr auf und ließ Bili nochmal angaloppieren. Bili stemmte ihre vier Beine in den Sand und machte eine Vollbremsung. Ich stand kurz im Sattel auf, dann machte ich mit der Arbeit weiter. Bili wurde ruhiger, als ich mit halben Paraden kam und sanft mit ihr auf dem Zirkel trabte. Ihre Ohren spielten und horchten mir neugierig zu.

      „So, Ciao, meine Kleine!“ rief ich und gab Bili einen Klaps auf den Hintern. Sofort trabte sie zu Sweet Death, die sie fröhlich begrüßte.
      Gemütlich schlenderte ich zur Hengstweide. Bonaparte schnaubte mir schon ungeduldig zu. „Hey du“ flüsterte ich und strich über seine Nase. Schnell holte ich mein Handy heraus und tippte Elses Nummer. „Hey“, meldete ich mich, „Hast du Lust, ein wenig zu kommen und vielleicht mit Deadlock, Bonni und mir ein bisschen ins Gelände zu gehen?“ „Hi! Gerne, ich komm gleich vorbei!“ rief Else vergnügt und legte auf. Ihr Hof war nicht weit von meinem entfernt, also holte ich rasch die zwei Hengste von der Weide. Bonaparte knabberte an meinem Anorak, während ich Deadlock anband. Dieser hob gerade schwungvoll seinen großen Kopf und stierte durch die Stallwand auf die Einfahrt. Kurz hörte man das Zuschlagen einer Autotür, dann tauchte Elses Kopf auf. Ich umarmte sie und schob sie zu Deadlock.
      Der große Hengst beschnupperte Else und suchte dann ihre Taschen ab. Lachend zeigte Else ihre leeren Taschen und fing dann an, Deadlock zu putzen.
      Wenig später stieg ich in den knarrenden Ledersattel. Bonni tänzelte aufgeregt, er konnte es kaum erwarten, endlich loszulegen. Deadlock hingegen war vollkommen ruhig und ging in einem gemächlichen Schritt vorwärts. Er war eher ruhig, auch, wenn er länger stand. Nicht so Bonni. Er war immer aufgedreht und wollte nach vorne, egal, wie.
      Else und ich redeten über viele Sachen. Zum Beispiel wollten wir endlich unseren geplanten Ausritt unternehmen. Mit wem stand schon fest, aber wohin und wann lag noch in den Sternen. Bonni trabte jetzt mit hocherhobenem Kopf wie ein geölter Blitz auf dem Reitweg, seine harten Schritte knarrten im Schnee. Deadlock hingegen war wieder ruhig und trabte nach seinem Motto mit aller Zeit der Welt hinter Bonni nach.
      Doch beim Galopp legte Deadlock vor. So schnell Bonni auch dahin raste, Deadlock lag vor ihm. Weit vor dem Fuchshengst.

      „Das war ein gelungener Ausritt!“, lachte Else, nachdem sie ihre leere Teetasse hinstellte. Leichtfüßig sprang sie auf die Beine und strich sich über die zerknitterte Reithose, „Dann mach ich mal die Düse. Ciao!“ Kurz knallte die Tür, dann war Else weg.
      Kurz spitzte ich zur Tür. Halb fünf.
      Sweet Death war von meiner Liste gestrichen worden, sie musste nicht mehr bewegt werden. Dafür fiel mir aber ein, dass ich mit Elegance weiter machen wollte…
      Schnell rappelte ich mich auf und rannte zum Stall.
      Elegance stand auf ihrem Paddock und döste. Leise pfiff ich und öffnete die Boxentür. „Eli“ flüsterte ich leise und schwenkte das Halfter in meiner Hand. Die Rappstute spitzte die Ohren und sah zu mir hinüber. „Na komm“ wollte ich sie anlocken und schnalzte mit der Zunge. In einem trägen Schritt kam sie auf mich zu und suchte dann meine Hand nach Leckerlis ab. „Ein Kräuterleckerli?“ bot ich ihr an und kramte eines der quadratförmigen Leckerlis aus meiner Tasche. Mit samtweichen Lippen nahm Eli das Leckerli und zermalmte es. Ich rieb ihre Stirn und halfterte sie dann auf. Zu Calina wollte ich heute auch noch…
      Rasch, aber gründlich, fing ich an, die Rappstute zu putzen. Ihr Fell glänzte zumindest wieder und auch ihre Hufe sahen gesund aus. Ihr Husten war verschwunden und die Verletzungen am Maul auch pasé.
      Langsam kam ich mit dem Sattel. Eli beschnupperte ihn neugierig, dann interessierte sie es mehr, was am Boden lag. Betont langsam setzte ich den Ledersattel auf ihren Rücken und schloss behutsam den Sattelgurt.
      Die Trense war ebenfalls nicht länger als zehn Sekunden interessant. Ich nahm Elegance das Halfter ab und hielt die doppelt gebrochene Wassertrense vor Elegance’ Lippen. Sie schnupperte, leckte einmal, dann wandte sie ihren Kopf ab. „Okay, mit dem Gebiss dauert es, denke ich, noch ein bisschen, hm?“ sagte ich leise und holte Elis gebisslose Zäumung. Sie sollte erstmal wieder das Gefühl für die Lederriemen am Kopf gewinnen, danach wollte ich es mit dem Gebiss versuchen.
      Inzwischen klappte es ganz gut, und ich wollte das nächste Mal damit beginnen, ihr das Gebiss ins Maul zu legen. Nur kurz, dann wollte ich ihr es auch schon wieder aus dem Mund nehmen.
      Ich wartete ein wenig, als ich auf der Mittellinie meiner Reithalle stand. Elegance blieb ruhig stehen und gleichte das Gegengewicht aus. Sanft nahm ich die Zügel auf und schnalzte einmal mit der Zunge. Dazu kam leichtes Schenkelspiel, und Elegance ging los.
      Ihr Schritt war so feinfühlig und doch schnell. Man spürte kaum etwas, nur das leichte Schaukeln. Ansonsten fühlte es sich an, wie auf einer Wolke zu reiten.
      Lächelnd nahm ich die Lederzügel auf. „Terrab!“ rief ich und tickte Elegance wieder leicht am Bauch an. Leichter, als bei anderen Pferden, da sie sehr empfindlich war.
      Elegance nahm den Kopf ein wenig hoch und fing an, ihren kraftvollen, starken Trab zu traben.
      Mit leichtem Zügelspiel ließ ich Elegance heute auch versammelt traben. Sie machte ihre Sache gut, und nach einer halben Stunde stieg ich ab. „Super gemacht, meine Kleine“ lobte ich sie und steckte ihr wieder ein Kräuterleckerli zu. Ich würde sie vermissen, wenn sie einmal verkauft sein würde…

      Elegance staunte ganz schön, als ich sie nicht, wie gewohnt, zum Stall führte, sondern auf die Weide. Mit zögernden Schritten ging Eli auf Torfkopf, dann auf Sweet und Bili zu. Das Halfter hängte ich wieder in den Stall und mischte schon mal das leichte Abendessen für meine Pferde zusammen.
      Bevor ich die Stallpferde von der Weide holen wollte, wollte ich erst die anderen Pferde füttern. Die Hengste standen schon vor der Raufe und brummten ungeduldig. Also machte ich es kurz und wechselte zu den Stuten hinüber. Torfkopf, mein schöner Wallach, folgte mir auf Schritt und Tritt.

      Ein kurzer Pfiff ertönte in der Stille hinter meinem Haus. Die kleinen, zierlichen Köpfe meiner Fohlen schossen in die Höhe und drängten sich bereits ans Gatter. Vorne voran: Cabaniro. Er war so was wie der Leithengst. „Na, wenn du dich schon vorgedrängelt hast“ murmelte ich lachend und zog dem kleinen Hengst das Halfter an. Cabaniro wartete kurz vor dem Gatter, bis ich ein nächstes Opfer gefunden hatte: Chilli Con Carne.
      Die zwei Fohlen stürzten sich sofort auf das Fressen in ihren Trögen.

      Nachdem alle Fohlen endlich in ihren Boxen waren und ihr Abendessen fraßen, machte ich nochmal einen Check: Alle waren da, alle fraßen. „Tschüss, meine Süßen, träumt was schönes“ wünschte ich allen Stallpferden und knipste das Licht aus. Der Mond schien durch die Paddocks und das große Dachfenster hinein.

      Zum letzten Mal an diesem Tag fuhr ich zur Sportpferdezucht Liberté. Kurz sah ich ins Büro und im Faxgerät einen neuen Auftrag. Grinsend legte ich ihn auf meinen Platz, den wollte ich bearbeiten.

      Auf der Weide standen schon die Zuchtpferde. Blaze wieherte mir dunkel zu. „Willst du gleich als erster?“ fragte ich ihn rhetorisch und zog auch ihm das Halfter über den Kopf. Cabaniro kam nach seinem Vater – Blaze. Die beiden hatten die ziemlich gleiche, rotbraune Fellfarbe und den ausgefeilten Charakter.
      Parlay und Capriciasso folgten Blaze in den Hengststall. Die zwei Reitponys waren im Moment die Einzigen Reitponys im Hengststall. Aber wir waren schon wieder auf der Suche nach neuen. Ein Angebot zum Leihen hatten wir schon: Dancer in the Moonlight von Dia. Das wollte ich aber morgen bearbeiten.
      Pfeifend führte ich zu guter letzt noch Place Royal zu den anderen Hengsten. Der Glanzrappe freute sich bereits auf sein Abendessen, das ebenfalls schon fertig in seiner Raufe war. Anscheinend war Else schon hier gewesen.

      „Calina!“ rief ich und kletterte über den Zaun. Meine wunderschöne Schimmelstute trabte auf mich zu und stupste mich am Arm an. „Tut mir echt Leid, dass ich heute keine Zeit für dich hatte“ bedauerte ich und führte sie in den Stutenstall. Auch hier war schon das Futter vorbereitet.
      Hot n Cold, Star, Anmut und Golden Diamond folgten ihr sofort, sowie Sahnebonbon. Die große PRE Stute hatte eine so lange Lockenpracht, dass ich sie nachts zu einem Zopf zusammen band.
      „Ciao, meine Besten“ flüsterte ich und löschte auch hier das Licht.

      Völlig erschöpft schmiss ich mich vor die Glotze. Der Tag war anstrengend, aber wundervoll gewesen.



      Listen to your Heart - endlich im neuen Stall!
      Summend zog ich die schwere Stalltür auf. Seit ein paar Tagen war meine Holsteinerstute Listen to your Heart gekört, und heute wollte ich sie umstellen. Somit war sie offiziell in Cleos und meiner Zucht.
      Die Stute wieherte mir zu. Eine leichte, weiße Wolke stieß aus ihren Nüstern, als sie schnaubte. Ihre warme Decke war voller Stroh. "Hey, du sollst deine neue Decke doch nicht kaputt machen!" tadelte ich die Stute lachend und zupfte die Strohhalme weg. Listi döste vor sich hin, während ich ihre Mähne kämmte und sie putzte. Ihr gefiel es.
      "Jetzt gehts aber los" flüsterte ich und hakte den rot-braunen Führstrick in Listen to your Hearts neues Halfter. Sie folgte mir ohne Probleme, da sie dachte, sie kam auf die Weide. Die anderen Pferde wieherten uns hinterher. Sie wollten auch mit. "Ihr dürft später durch den Schnee tollen" versprach ich ihnen. Wenn man es Schnee nennen konnte. Es war nur ein zarter Flaum, so zart wie Schmetterlingsflügel. Neugierig folgte Listen to your Heart mir und wieherte den Pferden auf der Zuchtweide zu. Sofort sahen alle auf und trabten an den Zaun. "Leute, ihr könnt euch später im Stall beschnuppern" rief ich den Hengsten zu, als sie ihre Hälse lang machten. Dann öffnete ich die Stutenweide und ließ Listi erstmals zu den Zuchtstuten. Mit gesenktem Hals ging sie auf Calina, die Leitstute, zu. Calina prustete ihr zu und machte auf der Stelle kehrt. Ich grinste und hängte Listis Sachen in die Sattelkammer im Zuchtstall.

    • Fratzi
      Pflegebericht für alle Pferde
      Alors on Danse' Dressurtraining + Ausritt, BB Ausritt, Weidegang, Autokauf, Ankunft von Albaran OX und Listen

      "Aaaaasii!" brüllte ich über meine große Sommerweide. Ein Pfleger zuckte zusammen, als ich ihm quasi ins Ohr brüllte, er war hinter mich getreten und brachte mir mein Handy, auf dem mich offenbar ein Anruf erwartete.
      "Ey.. verschone mich" protestierte er leise. "Omg, Sorry" entfuhr es mir während ich mich umdrehte.
      Alors on Danse war mittlerweile an den Zaun gekommen und Sam nahm mir das Halfter und den Strick aus der Hand, mit dem ich Asi zum Hof führen wollte. Während ich wild durch die Gegend rannte und dem Händler wild gistikulierend erklärte wieso ich die Kraftfutterlieferung heute schon brauchte verrichtete die gute Seele Sam meine Arbeit, band Asi an, putzte sie hingebungsvoll und steckte ihr Leckereien zu. Entnervt legte ich auf und lehnte mich an den Zaun. Ich sah Sam zu wie er mein Lieblingspferd versorgte und dachte ernsthaft über eine Gehaltserhöhung nach. Der Gute liebte Pferde, besonders Asi, über alles und schuftete sich für mich die Seele aus dem Leib. Gut, er durfte bei mir in der kleinen Wohnung neben dem Stall gratis wohnen, aber das erschien mir nicht genug. Darüber denk ich heut abend nach, beschloss ich und ging hinüber zu den beiden.
      "Danke Sam" sagte ich ".. aber sag mal. Hast du mal überlegt wieder zu reiten? Okay dein Vater hatte den Unfall, aber das kann dich doch nicht dein Leben verfolgen.. Asi würd sich bestimmt freuen" schlug ich vor.
      "Ich weiß nich.. Vielleicht nicht gleich Asi, die geht immer so ab.." äußerte er Bendenken. Aber er wankte, das spürte ich.
      "Dann nimm erstmal BB" meinte ich "Der ist nicht ganz so groß, die Ruhe selbst,hat genauso viel auf dem Kasten und ist viel gelassener." grinste ich ihn an.
      "Ich muss mit asi ihre Dressurlektionen von den Highlands durchgehen, aber heute abend könnten wir's doch versuchen? Der dumme Händler bringt das Futter doch eh nicht.." leistete ich meine Überzeugungsarbeit, während ich Asis Sattel festschnallte und die Bügel kontrollierte.
      "Ich red nochmal mit Ben, der kann den umstimmen, und über's Reiten denk ich bis zum Mittagessen nach" gab Sam nach und klapste Asi auf den Po.
      Ich wusste es, der konnte ja nicht ewig auf der Erde stehen, dem würd ein Üferd mal ganz gut tun, und verdient hatte er es allemal.
      Sam zog sein handy aus der Tasche um erneut den armen Händler zu bearbeiten während ich Asi auf den Platz führte, das Gatter hinter uns schloss, nachgurtete und aufstieg. Zum Aufwärmen, belies ich es bei einfachen bahnfigunren in Schritt und Trab, später steigerte ich das Programm.
      Ich übte Handwechsel, Volten mit 8 - 10m Durchmesser, Schlangenlinien und Schenkelweichen, sie stellte sich hervorragend an. Eine volle Stunde lang ging ich vämps Programm durch, bevor ich zum Trockenreiten in den Wald ging.
      Als ich vom Hof ritt erwartete mich eine Überraschung.
      Unter dem letzten Baum guckte mich BB an, vollständig aufgesattelt und gezäumt, hinter ihm Sam. Mit Helm und Rückenschutz bewaffnet stand er schüchtern am Tor und guckte mich an.
      "Meinstu echt ich pack das?" fragte er unsicher. Ich freute mich wie ein Schnitzel. "Kla, du kommst jetzt mit, wir könnens ja langsam angehen lassen!" gab ich zurück und sah zu wie Sam in den Sattel stieg als hätte er ein Leben lang nichts anderes getan.
      im Schritt ritten wir langsam vom Hof und ich sah wie Sam zusehends ruhiger wurde, BB zeigte wirkung, seine Gelassenheit war ansteckend.
      "Genau so wie ichs in Erinnerung hatte.." meinte er.
      "Willstu weiterreiten? BB bräucht viel öfter Bewegung.." wagte ich zaghaft vorzuschlagen.
      "Wenn ich darf.. Gern! Nach Feierabend oder so, ich wohn ja ums Eck so gesehen.." grinste er mich an. Wir unterhierlten uns angeregt über Pferde, reiten und alles mögliche, und der Ausritt ging viel zu schnell vorbei. Wir waren nur Schritt geritten, Asi hatte ihre Ruhe gefunden, war wieder trocken und entspannt. Völlig entkräftet trottete sie neben BB her, der gern galoppiert wäre.
      "Solln wir Pferde tauschen? Ich reit mit BB schnell die Schleife um den kleinen Acker, dann hat BB Bewegung und du kannst deinen Liebling Asi reiten" schlug ich vor, als der hof bereits wieder in Sichtweite lag.
      "Gern, tolle Idee!" freute Sam sich und war schon abgestiegen, bevor ich meine Dicke überhaupt zum Stehen brachte.
      Wir tauschten die Pferde und ich bog nach rechts auf einen kleinen Feldweg ab, der einen winzigen Acker umrundete. Ich sprengte BB im Galopp um den Acker während Asi den normalen Weg weitertrottete. Eine Minute später trafen wir wieder aufeinander und beließen es dabei, ritten heim, putzten die Pferde und stellten sie auf die große Sommerweide.
      Ich lud meinen 'Kumpel' noch zum Mittagessen ein, wo ich ihm einen Vorschlag unterbreitete.
      "Wie wärs wenn wir rüber anch Katzbach fahren? Dort ist doch heute dieses Fahrzeugedingens.. Ich brauchn Van undn Unimog oder n Traktor.. Du könntest mir beim Feilschen helfen, den Händler hast du doch auch gepackt, hast du erzählt.."
      brachte ich mühsam zwischen meinen Zahnreihern hervor, die die Spagetti festhielten.
      "Also der Händler kommt um eins, danach kann ich die Arbeit bestimmt auf Ben abwälzen, der schuldet mir noch was.. Mit Autos hat der eh nix am Hut" gab er zurück und sagte zu.
      Ich drehte mich um und sah auf die Uhr.
      "Shit, dan ist der ja gleich da.." meinte ich und räumte ab, wir hatten fertig gegessen.
      "Sirius!" schrie ich durchs Fenster über den Hof und sah den Riesen aufs Haus zurennen. Die Tür stand offen und so stand er bald in der Küche und wollte sein Futter. Ich schüttete etwas in den Napf und hüpfte schnell nach oben um mir etwas anderes anzuziehen. Ich beeilte mich, doch als ich wieder nach unten kam stand Sam bereits da und redete mit dem Händler, der grade Säcke mit Kraftfutter ablud. Keine Ahnung wie Sam ihn rumgekriegt hatte am Sonntag zu liefern, doch es war dringend und ich war ihm dankbar dafür, also bedankte ich mich noch mit einer Flasche Selbstgebranntem.
      Der Händler schob glücklich ab und ich blieb mit Sam auf dem hof zurück. Wir räumten die Futtersäcke ins Lager, nach getaner Arbeit wedelte ich vielsagend mir dem Autoschlüssel.
      Lachend setzten wir uns ins Auto und fuhren los, kriegten uns auf der ganzen Fahrt nicht ein und erzählten uns Sachen aus unserer Kindheit.
      Auf der Ausstellung angekommen ließen wir uns einen Parkplatz zuweisen und besahen uns die Fahrzeuge, alles ältere Semester.
      Meine kranke Seele wusste genau, was sie wollte - einen uralten Hippiebus von VW und einen Unimog von Mercedes Benz, zu oft war mein RAM-Schatzi schon im Dreck steckengeblieben und nicht zu befreien.
      "Also, ich suche einen Unimog, Modell 1000, 1200, 1500, oder 2000, am liebsten 1500. Außerdem einen Hippiebus, son altes VW-Teil" erklärte ich Sam.
      "Wtf? N Unimog? Was soll das sein?", er sah mich an als hätte ich gerade marsianisch geredet. Ich zeigte auf ein Modell um ihm ungefähr das Aussehen zu zeigen.
      "Sowas vom Aussehen her, aber nicht der, der fällt ja auseinander.." lachte ich.
      Zusammen besahen wir uns uralte Traktoren und machten uns über sie lustig, doch am Ende des Geländes wurden wir tatsächlich fündig.
      Ein kleiner Van stand da, etwas älter und unschön anzusehen, der dunkelgrüne Lack blätterte überall ab und die Chromstellen wirkten stumpf, das Innenleben verstaubt.
      Ich genierte mich nicht und legte mich kurzerhand unter das Fahrzeug, während Sam sich die Gegend unter der Motorhaube besah. Wir kamen zu dem Schluss dass sein Innenleben tiptop war.
      Ein Schock traf mich als ich den Tacho sah.
      "Sam? Die Karre hat 300.000km hinter sich" meinte ich während mir wahrscheinlich die Augen aus dem Kopf fielen. Für diese Zahl war das Ding umso rüstiger.
      Kurzerhand beschloss ich den Kauf mit tatkräftiger Unterstützung von Sam, der stark das Aussehen des Geräts bemängelte und den Kaufpreis fast halbierte, während der Besitzer nicht mehr wusste was er sagen sollte.
      Endlich schlugen wir ein, kauften den Kleinen zu einem Spottpreis und vereinbarten die Abholung für morgen.
      Tiefzufrieden schleppte ich Sam weiter über die Wiese, wie ein Kind die Mutter in Richtung Zuckerwattestand schleppt.
      Ich liebte PS über alles und blühte auf derartigen Veranstaltungen immer auf.
      Mir fiel ein Mähdrescher ins Auge, und kurzerhand kletterte ich hinauf um das Gelände zu überblicken. Ich hielt nach dem zweiten Objekt meiner Begierte Ausschau, Sam hängte sich an den Auspuff der nach oben wegging.
      "Guck mal da, der wär doch was.. Dahinten, der Dunkelblaue.." schlug er vor.
      Ich sah in die Richtung die er zeigte.
      "Ich weiß schon wieso ich dich mitgenommen hab, du hältst mich nich für verrückt und unterstützt mich noch" grinste ich. ".. den gucken wir uns mal an, der sieht passabel aus.." setzte ich hinzu und sprang vom Drescher.
      Um Selbstbewusstsein bemüht ging ich auf den Besitzer zu und fragte nach Baujahr, technischen Details und dem Zustand. Der war außerordentlich gut, man sah es ihm an. Dunkelblau leuchtete der Große in der Sonne, ein 2000-er Modell mi 140.000km auf'm Tacho. Auch der war vom Innenleben her einwandfrei, der Preis dagegen weniger. Gegen das Fahrzeug war auch nichts vorzubringen, nichts womit man hätte den Preis drücken können.
      "Hör mal, wir brauchen son Ding, das passt im Gelände und is billiger alsn Traktor, aber der kann auf die Autobahn mit seinen 90 Sachen Durchschnitt.." riet Sam mir.
      "Ich weiß, ich mach es jetzt einfach.. " meinte ich leise.
      Probeweise setzte ich mich hinters Steuer und lenkte spaßhalber.
      "Wieviel für mich?" fragte ich den Besitzer und bemühte mich um ein möglichst nettes Lächeln.
      "Das Gleiche." gab der unbeeindruckt zurück.
      Schulterzuckend stellte ich einen Scheck aus und vereinbarte dass ich den Riesen gleich mitnehme. Einen entsprechenden Vertrag hatte der alte Besitzer gleich dabei, ich unterschrieb und war um ein Gerät reicher.
      Der Unimog war nicht merh zugelassen, doch ich wollte ihn unbedingt gleich mitnehmen. Ich ließ mir alle Papiere und die Handynummer des Halters geben und ließ Sam im RAM hinter mir herfahren. So kamen wir heil mit dem Ding nach Hause, ich musste mich um fast nichts kümmern, TÜV galt noch und so beließ ich es dabei auf der Zulassungsstelle anzurufen.
      Zusammen mit Sam besuchte ich noch BB und Asi auf der Weide, für den Rest des Nachmittags verrichtete ich zusammen mit Sam und Ben die Arbeit mit dem Pferden.
      Wir hängten uns mächtig rein und mistete die Boxen, fütterte und putzte.
      Lightning Sugar, Shadowplay, Gentleman, Merci, Para, Darlin', Betty, Roxi, Die, Acce, Sweet, Maya, Cya, Voyage und Fly aus dem normalen Stall bekamen ihr volles Programm, wir teilten uns die Arbeit und anschließend holten wir Asi und BB von der Weide.
      Danach zog mein Trupp zum Zuchtstall weiter.
      Millennium, BB, Anduin, Voyageur, Heart, Story, Nuss, Caramel, Rose, Dari, Armani und Raufbold aus Stallgasse 1 wurden ausführlich gepflegt, BB spritzte ich noch die Beine ab und putzte ihn besonders gründlich den Weidestaub aus dem Fell.
      Danach kamen mein Schleifenwunder Vegas, Future, Roanoke, Rangoon, Sugar, Baby, Ino, Shadow, Sunshine, Sha, Implore, Mountain, Pfänne und Schwester Pflaume kamen zu ihren Streicheleinheiten und so werkelten wir bis tief in die Nacht, Ben verabschiedete sich schon bei Vegas.
      Sam war geblieben und half noch, wofür er abends noch eine Brotzeit und viel Sirius-Sabber kassierte.

      Überglücklich fiel ich spätabends ins Bett und freute mich auf meinen Bus, den ich morgen abholen würde.
      "Mal sehn wann die erste Spritztour drin ist.. Wir müssen ihn hald noch neu lackieren.." murmelte ich zu mir selbst, während ich mich in mein Kissen drückte.


      ...


      Am nächsten Morgen fiel ich fast aus dem Bett, der Wecker schockte mich derart. Cama hatte sich angekündigt um mir für einen kleinen Gefallen gleich einen Araberhengst vorbeizubringen, was ich bis jetzt nicht verstand. Das würde sie zurückkriegen, das wusste ich. Zum anderen sollte Töff noch einen Holsteinerrappstute vorbeibringen, bevor ich nach dem Mittagessen meinen Hippiebus abholten wollte.
      "Fraaaaaaatz, da kommn Pferde!" brüllte Sam von unten hoch, offenbar hellwach.
      "Kommscho!" schrie ich zurück und schmiss mich schnell in neue Klamotten.
      Ich polterte die Treppe hinunter und blieb an der Haustür stehen um mir Stiefel anzuziehen, als ich innehielt und mir die Schönheit besah die gerade die Rampe runterkletterte. Unter der Eiche stand noch ein anderer Wagen, ein kleiner kräftiger Polo mit einem Hänger dran, aus dem gerade Töff ausstieg. Auch sie besah sich Albi gründlich, wie er da auf dem Hof stand, herrisch wieherte und am Strick riss. Cama konnte ihn kaum halten, erst recht nicht als Raufbold als Platzhirsch zurückwieherte. Der stand bereits am Zaun, Sam hatte ihn offenbar schon rausgelassen, jetzt kam er Cama zuhilfe und zerrte den imposanten Hengst auf einen Extrapaddock. Ich fiel in der Zwischenzeit Cama um den Hals vor Dankbarkeit, sie wusste haargenau wie lange ich ein Auge auf den Hengst geworfen hatte.
      Eine Antwort wieso ich den Hübschen für das Zurückziehen eines Gebotes haben durfte bekam ich trotzdem nicht.
      "Ich muss los, viel Spaß mit ihm" meinte Cama noch während meiner zweiten Umarmung und stieg ins Auto.
      "Komm gut heim, Kleine" sagte ich und wandte mich Töff zu. Die hatte in der Zwischenzeit Listen to your Heart ausgeladen, eine Holsteinerstute, die schon früher lange Zeit auf meinem Hof verbracht hatte. Die Kleine machte wesentlich weniger Probleme, schien nur die Athmosphäre genau richtig zu deuten und blickte traurig, als sie Töff ein letztes Mal anstupste.
      "Komm sie mal besuchen, die freut sich bestimmt" schlug ich vor, während ich ihr den Kaufpreis in die Hand drückte. "Mach ich bestimmt mal, wir können ja ausreiten oder so" freute sich Töff. Nach der Melodie von LP dudelte ihr Handy los, und Töff nahm den Anruf entgegen, während Sam mich ansprach. "Fratz, mit Albi wirds noch Probleme geben, glaub ich.." meinte er. Ich drehte den Kopf, sah den Hengst mit einem quietschenden Wiehern wild um den Paddock traben und den Kopf werfen.
      "OhOh.." meinte ich ".. dito."
      "Wird schon werden, der gewöhnt sich schon ein.. Soll ich ihn auf die Winterweide bringen? Da ist der Paddock, dort kann er übernachten, er hat noch'n bissel Winterfell und da kann er laufen.." schlug Sam vor. "Ja mach das, vielleicht macht ihn das ruhiger.." sagte ich dankbar, während Töff wieder zu mir herkam und sich verabschiedete. Scheinbar war was Dringendes dazwischengekommen und so stand ich bald allein da, eine wunderschöne Rappstute am Strick, die sehnsüchtig dem Auto nachsah.
      "Nanana Kleine.. Du siehst sie wieder, wir kommen bestimmt auch miteinander klar, du kennst dich ja aus hier" versuchte ich die Stute zu trösten, was mir denkbar schlecht gelang. Mit traurigen Gefühlen hatte ich null Erfahrung, und so beschloss ich Listen einfach auf die Sommerweide zu stellen und holte Lightning Sugar dazu, die war lieb und umgänglich und ich hoffte die beiden würden sich anfreunden.
      Für heute hatte ich schon wieder genug, aber noch war ja nichtmal Mittag..
      Ich war gespannt was der Tag mir noch bringen würde.
    • Fratzi
      Fohlentag + Ausritt
      mit Milennium GC und GH's Diamant, Ausritt mit Lapislazuli [Finelore]



      Fröhlich und ausgeschlafen hüpfte ich in voller Montur die Treppe hinunter und in den Fohlenstall hinüber.
      Ich wollte meinen Neuen begrüßen und gucken wie er sich eingelebt hatte. Außerdem stand eine Begegnung mit meiner Nachwuchshoffnung Milennium auf dem Programm. Ich zog dem Dark Bay ein dunkelblaues Fohlenhalfter aus meinem Fundus über und führte ihn auf ein extra abgetrenntes Stück Wiese. Es war eine Art grasbewachsener Riesenpaddock, ideal zum Kennenlernen.
      Dann ging ich wieder in den Stall zurück und griff mir Mills weinrotes Halfter. Ich begrüßte die Jährlingsstute kurz bevor ich sie zu Diamant auf die Koppel führte. Dann setzte ich mich auf den soliden Holzzaun und sah zu wie die beiden sich bekannt machten und auf dem spätlichen Platz wild herumtobten. Lächelnd beobachtete ich die beiden, die kräftig gebaute Stute de die Erlaubnix Mama zu werden schon in der Tasche hatte und der fein gegliederte Hengst, mit dem ich Großes vorhatte.
      'Das gibt Wahnsinnsfohlen..' dachte ich mir, beide Stammbäume waren bis zu den Großeltern verfolgbar, alles talentierte Pferde mit großen Ambitionen. Für heute erwartete ich Fine, mit der ich ausreiten wollte. Doch über dem Anblick der OFhlen hatte ich dies völlig vergessen und so überraschte es mich, dass hinter mir plötzich schweres Hufgeklapper ertönte, kaltblutmäßiges. "Fraatz!" rief Fine mir zu und klapperte mit ihrem Barockpintomix Lapislazuli in meine Richtung.
      "Hey!" gab ich zurück und überquerte die Weise. ".. ich bin gleich bei dir!" Ich öffnete das Tor das von der Koppel auf die große Fohlenweide führte, nahm meinen Kleinen die Halfter ab und scheuchte sie hinüber. Dann ging ich wieder über die Koppel in Richtung Hof und kletterte über den Zaun. Fine war inzwischen abgestiegen und ließ ihr Pferd grasen, während ich in den Zuchtstall hüpfte und Listen holte.
      Sam hatte die bereits geputzt und so mussten nur schnell die Hufe ausgekratzt werden, während Lapiz sich als Unkrautvernichter an der Stallmauer betätigte.
      Fine hatte sie dort angebunden und war nun zurFohlenweide gegangen, wo sie sich Diamant mal ganz genau besah.
      Ich ging ein weiteres Mal in den Stall und holte das Freizeitset, sattelte sie auf und führte sie zu Lapiz.
      Die beiden machten sich bekannt,während ich noch einmal alles überprüfte, nachgurtete und auf Fine wartete. Die konnte sich so gar nicht von Dia losreißen und so band ich Lapiz los und führte beide Pferde zu ihr.
      "Ey, wir wollten ausreiten, schon vergessen?" fragte ich scherzhaft.
      "Achja.. nich mein Tag.." meine Fine, verplant wie immer. Naja, auf dem Ausritt im Wald würde sie schon ihre Ruhe wiederfinden. In Richtung Süden ritten wir vom Hof, eine kleine Straße Entlang zwischen Feldern hindurch bis wir den Wald erreichten. Ausnahmsweise schien die Sonne, sie brannte richtig auf uns herab, wie zum Ausgleich für die drei Tage Regen zuvor.
      Die Pferde waren inzwischen warm geworden, und der Weg stieg leicht an. Kurzerhand trieb Fine Lapiz zu einem flotten Trab an, ich konterte mit Galopphilfen. Schon preschten wir dahin wie die letzten Henker und ließen uns vom Wind die Tränen in die Augen treiben.
      Es kam eine altbekannte Haarnadelkurve in Sicht, und ich parierte Listan durch, neben mir tat Fine das Gleiche.
      Plötzlich Gedudel. Fines Handy klingelte, und Fine hielt motzend an. "Nicht mal hier im Wald hat man seine Ruhe, wieso muss es hier auch Empfang geben" murrte sie, bevor sie ein unhöfliches "Ja?" ins Handy blökte. Ich besah mir Fines Gesicht gründlich um das Thema des Gesprächs zu erahnen, ich verstand nichteinmal Gesprächsfetzen. Dafür sagte Fines Mimik alles. Die Kinnlade klappte herunter und wieder zu, dafür breitete sich ein seliges Grinsen aus.
      Sie legte auf und ich fing augenblicklich an sie zu bestürmen: "Was? Was? Waaaas? Was is los?" schrie ich, dummerweise direkt in das gespitzte ohr von Listen, die stante pede einen Bocksprung hinlegte und lostrabte. Ich streichelte sie beruhigend und hielt sie an, um Fines Antwort besser zu verstehen: "Wir müssen zurück, bei mir zuhause kommt ein Fohlen" grinste sie und wendete ihre Stute. "Dann wars hald n kurzer Ausritt.. " meinte ich kopfschüttelnd und wir verließen den Wald zusammen in einem schnellen Trab den Hügel hinab, draußen auf dem offenen Feld dann im Jagdgalopp auf dem Bankett neben der Teerdecke.
      Auf meinem Hof machte ich Fine einen Vorschlag.
      "Fine? fahr du einfach heim, ich kümmer mich um Lapiz,l die kriegt hier eine Box neben Listen und du host sie morgen wieder ab" meinte ich. ".. und nimm meinen Wagen, der is schneller", setzte ich neckend hinzu.
      "Großartige Idee" gab sie zurück, sprang vom Pferd und band ihre Stute am Koppelzaun an, rannte davon und stieg in meinen Wagen. schmunzelnd sah ich ihr hinterher wie mein Wagen um die Ecke schlidderte, auf der Kiesschicht ließ es sich schlecht Rallye fahren.
      "Saam!" rief ich. ".. hilfst du mir mal? Die Hübsche übernachtet heute bei uns."
      "Is kla, ich richt eine Box!" kam es dumpf aus dem Stall und ich machte mich ans Absatteln und Putzen. Sehrdreckig waren sie nicht, allzuviel bewegt worden waren sie auch nicht, deswegen packte ich mir beide Führstricke und brachte sie auf die Stutenweide, wo sie sich austoben konnten. Unterdessen half ich Sam beim Einstreuen der Box und suchte der hübschen ein Halfter.
    • Muemmi

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      .. im Zuchtstall, Stallstreichen

      Valley Victoria, Albaran OX, Listen to your Heart, Millennium GC, Blackbeard, Alors on Danse, Anduin, Keystone Voyageur, Sweet Heart, The Whole Story, Darym, Armani Code, Raufbold, Caramel C, Tender Rose, American Baby, Inocence, Little Miss Sunshine, Shalom, Implore the Darken Sky, Over the Mountain, Pfannkuchen, Pflaumenkuchen, Sugar, Looking at Las Vegas, Way to Future, Roanoke, Rangoon

      Rüde riss mich die Türklingel aus meinen süßen Träumen, Sam klingelte mich aus dem Schlaf. „Bin waaaaach“ brüllte ich mit einem wütenden Unterton nach unten, während ich mir schnell meine Stallsachen von gestern anzog. Ich öffnete Sam die Tür bevor ich in die Küche hüpfte und mir dort ein Schnittchen schmierte. Sam kam zu mir in die Küche, kratzte sich verlegen am Kopf. Immer so schüchtern der Typ, aber ich fand seine Bodenständigkeit toll, die besaß ich ja nicht. „Ey, war nicht zu dolle, ich hab dich ja drum gebeten mich rauszuklingeln“ meinte ich und stellte ihm einen warmen Tee hin, draußen war es noch empfindlich kühl. „Ich war schon früher wach, Ben holt grad Valley, Albaran und Listen aus dem Stall, dann geht’s los, danke dir“ sagte Sam und nahm den Tee entgegen. „Dann wolln wir ihn mal nich warten lassen wie?“ gab ich zurück, blieb aber sitzen und aß weiter, wartete bis auch Sam fertig war.
      Gerade wollten wir nach draußen gehen und uns der Arbeit stellen, doch da klingelte es erneut an der Tür. Es war mein Hofnachbar, ein alleinstehender Bauer auf einem einsamen Vierseithof. Ich hatte ihm am Vortag geholfen seinen gesamten Hof zu betonieren, der liebe Kerl brachte mir nun einen ganzen Ballen Stroh vorbei. Ich setzte all meine Überzeugungskraft ein um ihn davon zu überzeugen, dass die Geste völlig unnötig war, doch der gute Mann ließ sich nicht davon abbringen. „Dankeschön, kann ich brauchen“ dachte ich mir und dankte dem Mann überschwänglich, der sich wieder auf seinen brüllenden uralten Traktor setzte und davonfuhr, was den armen Albaran fast um den Verstand brachte, der Motor dröhnte abnormal laut. Quieksend und mit angelegten Ohren, Kulleraugen und schlagendem Schweif hüpfte er zwischen meiner Vollblut- und meiner Warmblutstute herum, die steinharten kleinen Hufe eines Läufers überall, es war unmöglich sich ihm zu nähern, von vorne kam schließlich eine Wand.
      „Albaraaan!“ brüllte der sonst so ruhige Sam plötzlich los. „.. jetzt spiel dich nicht so auf, er ist längst weg und du weißt das! Du bekommst auch so genug Aufmerksamkeit!“ rief er dem Hengst mit dunkler Stimme zu. Er hatte sich seit seiner Ankunft vor einigen Monaten viel mit dem ausdauernden Sportler beschäftigt, keiner auf dem Hof wusste besser wie er tickte als er. Mutig trat Sam auf Albi zu und klapste ihn auf den Hintern. Ich sog scharf die Luft ein, als ein Huf haarscharf an seinem Knie vorbeisurrte. Sam ließ sich nicht abbringen, drängte sich zwischen die leidlich ruhige Listen und Albaran und griff sich seine Führkette. Beruhigend strich er ihm über den Hals, und der anmutige Fuchs beruhigte sich rasch, wahrscheinlich mehr wegen dem starken Druck der Kette auf seinem Nasenrücken, doch er blieb ruhig, als Sam losließ. „Tolle Show“, meinte Ben schlicht, „…vielleicht übernimmst du den besser, Kumpel“ setzte er hinzu.
      „Cool, dann nehm ich Listen“ sagte ich und schnappte mir einen Putzkoffer, der unter der Eiche stand. Ich streichelte die mir Zugedachte und nahm ihren Kopf zwischen die Hände, putzte sorgfältig mit Schwamm und einer weichen Bürste. Die Dicke hielt eins a still und so konnte ich die Geräte bald weglegen und mir den Mähnenkamm schnappen. Die Mähne war schwieriger zu handhaben, sie war mittellang und sehr dick. Ich kämpfte mich durch den Schopf, bevor ich über dem Oberhals die Mähne bearbeitete. Die war nicht ganz so dick und schnell gekämmt, doch über dem Widerrist musste ich stark ruckeln und ziehen, bis die Mähne seidig bis zum Schulteransatz fiel. Dann machte ich mich über die Hufe, kratzte sie aus und verlas den Schweif, bevor ich Herzi gründlich striegelte, von Kopf bis Fuß, und sie auf die Sommerweide brachte. Dann holte ich mir mein Stutfohlen Mill, ein Hannoveranermix. Ich band sie an Listis Platz an und sah dass Albaran und Vicky mit Sam ebenfalls auf dem Weg zur Sommerweide waren und Ben BB und Asi holte.
      Ich wusste schon, bei wem Asi landen würde und ich lag richtig. Mit einigen Schwierigkeiten hatte ich Mills Kopf bereits gemacht, als Sam sich über Asi machte, die wie die Bravheit persönlich dastand und sich völlig in Sams Regime begab, obwohl sie sonst ein richtiger kleiner Teufel sein konnte. Mit Millennium war ich schnell fertig, Mähne und Schweif erübrigten sich, Hufe und Fell gingen auch ratzfatz, soviel Fläche war ja nicht da die ich hätte saubermachen können. Mill hüpfte fröhlich wie ein junger Springbock neben mir her und zerrte richtig am Strick als wir in Richtung Sommerweide gingen. Am Gatter hatte sich ein richtiger Hügel aus Halftern und Stricken gebildet, die Jungs ließen die offenbar immer am Gatter zurück. Unter normalen Umständen hätte ich sie genommen und in den Stall getragen, doch heute stand Stallstreichen an, und wir mussten eh alles aus der Stallgasse räumen. Also ging ich zurück und griff mir von Anduins Box sein beschlagenes Lederhalfter, mit dem er immer aussah wie ein Ackergaul vor dem Bierzug. Ich mochte den Dicken, der stabilere Typ Pferd war mehr mein Fall, stark und absolut unzerbrechlich. Mit mächtigen Schritten klapperte der Schwarzwälder hinter mir her zum Putzplatz. Auf Anbinden verzichtete ich, neben ihm standen Keystone und Sweet Heart, beides ruhige Hengste, die untereinandere keine Probleme hatten. Gegen Anduins Kraft wäre der Strick sowieso nicht angekommen, doch ich wusste er würde stillhalten. Man konnte in meinem Stall eigentlich kein ruhigeres Pferd als Anduin finden, der schon mehrere Paraden hinter sich hatte. Dementsprechend schnell ging es mit Putzen, er sträubte sich nur bei der Brust, wo er offenbar einige Druckstellen von der letzten Kutschenfahrt davongetragen hatte. Die waren mir noch nie aufgefallen, doch sie waren bereits halbwegs verheilt. „Guter Junge, aber du musst nicht alles allein managen“ flüsterte ich ihm zu als ich aus dem Gemeinschaftsspind die Pferdesalbe holte, die für fast alles gut war, von Muskelentspannung bis Wunden.
      Als schließlich auch Anduin fertig war band ich ihn und Keystone los, und beide klapperten hinter mir her zur Weide.
      Zum ersten Mal kam mir der Gedanke an Weideunfälle hoch, doch ich verwarf ihn gleich wieder. Das Gestüt legte momentan eine kleine Pause ein, und irgendeinen Nutzen würde eventueller Nachwuchs schon bringen. Ich ließ meine Kaltis auf der Weide frei und musste mich an den Zaun lehnen, als der Boden unter den donnernden Hufen zu beben begann. Doch es ließ bald nach und als ich zurück zum Putzplatz kam stand für mich schon Darym bereit, Ben war mir mit Sweet entgegengekommen und Sam hatte Story und Armani geholt. Ehrfürchtig streichelte ich meiner Hoffnung über den schön bemuskelten Hals, bevor ich mich auch dort an die Arbeit machte. Besonders gegenüber Armani wollte Darym sich beweisen, tänzelte und ließ ein herrisches Wiehern los. Laut und bestimmt rief ich die beiden zur Ordnung, und war fast ein bisschen überrascht dass die beiden tatsächlich auf mich hörten und sich benahmen. Still auf die Arbeit fixiert arbeiten wir drei weiter bis zum Mittag, bearbeiteten noch Raufbold, Caramel C, Tender Rose, Baby, Ino, Sonne, Shalom und Mountain, bevor wir uns zu einer Brotzeit auf meiner Vortreppe einfanden. Danach zog Sam im frisch lackierten Van los um grüne, weiße und dunkelbraune Farbe zu holen, während Ben und ich noch schnell den geschenkten Strohballen ins Lager schoben und den Rest der Zuchtpferde pflegten. Implore, Sugar, Pflaume und Vegas fielen unter mein Aufgabengebiet, Pfänne, Future, Oke und Roanoke übernahm Ben. Bis wir mit unsrer Arbeit fertig waren hatte Sam den Stall endgültig von Sattelzeug an Boxentüren befreit und war gerade dabei Boxenschilder abzuschrauben, während Ben und ich begannen alle Einstreu zu entfernen, dreckige sowie saubere. Kaum waren wir mit einer Box fertig, rückte Sam mit dem Hochdruckreiniger nach und spritzte was das Zeug hielt, damit alles wirklich sauber war. Es war schon drei und langsam zogen dunkle Wolken auf, als wir den Zuchtstall in einen Rohbau verwandelt hatten und uns mit Farbrollen, Pinseln und Farbe bewaffneten und den Stall von oben bis unten neu anstrichen. Von außen war keine neue Farbschicht nötig, doch an den Fensterläden und den Boxenwänden blätterte bereits viel Farbe ab. Hier kam Grün zum Einsatz, grüne Holzlasur würde von nun an in der Stallgasse vorherrschen. Die gemauerten Wände zwischen den Boxen verwandelte ich in reinweiße Barrikaden, doch ich wusste, es würde nicht lange halten. Im Inneren einer Box war Farbe zum Scheitern verurteilt, das wusste ich aus Erfahrung. Ben strich noch in dunkelbrauner Lasur die Kanten nach, während Sam die Metallspinde grün anpinselte und ich mich flach in die Stallgasse legte. Ich konnte nicht mehr, der Wille war stark, doch das Fleisch war schwach. Vom Physischen her war ich halt doch kein Typ und so beschränkte ich mich aufs Schnittchenranschaffen, während Sam und Ben unsere Arbeit abrundeten. Ich stellte den beiden Brote hin und ging noch einmal zur Sommerweide, wo sich meine Schätze tummelten. Ich zählte nach, und um eventuellen Ausbüchsen einen Riegel vorzuschieben hängte ich ein Vorhängeschloss ans Gatter, den Schlüssel steckte ich ein. Als ich zurückkam waren die Schnittchen fast weg, und mit meiner letzten Kraft erkämpfte ich mir das letzte Käsebrot.
      Die Nacht über würde die Farbe trocknen müssen und die Pferde würden auf der Weide übernachten. Völlig abgekämpft schob Ben ab, Sam verzog sich noch kurz zu Asi, bevor auch er sich trollte. Schließlich saß ich allein auf der Treppe und hing meinen Gedanken nach. Sirius hatte sich den ganzen tag im Hintergrund gehalten und forderte nun seinen Gassigang ein. Seufzend erhob ich mich und plötzlich überfiel mich die Traurigkeit, die mich schon die letzten Tage gefangen hielt. Mit schlurfenden Schritten, ausgepowert und lustlos trottete ich hinter dem glücklich hechelnden Sirius her, über die Felder, aber nicht allzuweit. Ich konnte nicht mehr, hatte keine Lust und war nicht bei der Sache. „Mädel, geh ins Bett, da gehörst du hin zum Geier“ sagte ich mir schließlich, bemühte mich energisch zu klingen als ich nach Sirius rief. Der gehorchte brav wie immer und es dauerte keine zehn Minuten, bis wir über die Allee wieder auf den Hof zurückkehrten. Sirius ließ ich bei den Pferden, er hatte gelernt aufzupassen. Zwar auf Schafe, doch das hier war in etwa das Gleiche und ich machte mir keine Sorgen. Müde plumpste ich am Abend wie ein nasser Sack ins Bett, fand nichteinmal die Nerven mir Pferdegeruch und Farbreste abzuwaschen. „Morgen“, nahm ich mir vor und zerrte mir im Liegen umständlich die Stiefel und die Röhre von dein Beinen um einigermaßen bequem schlafen zu können.



      … im Stall, Eisessen auf dem Hallendach, Ausritt und Pferdebesichtigung
      GH’s Diamant, Roxana, Muskat, Shadow of Water, Salute Accede, Lightning Sugar, Shadowplay, Gentleman, Merci, Liliputs Darlin’, Betty Barclay, Diabolo, Everlands Maya, Butterfly Effect, Grand Voyage

      Heute wachte ich nicht durch die Türklingel auf, sondern durch wunderschöne goldene Sonnenstrahlen, die mein Schlafzimmer in wunderschönes warmes Licht tauchten. Glücklich sprang ich aus dem Bett und riss die weißen Volantgardinen vollständig auf die Seite, damit das Licht in mein Schlafzimmer fluten konnte. Ich öffnete das Fenster noch sperrangelweit und blickte hinunter in den Hof. Sam war schon wach und putzte Roxana, ein kleines Haflingerfohlen, das vor kurzem die zweite Fohlenschau gewonnen hatte. „Ey Saam?“ schrie ich hinunter. Der schaute auf und gluckste los, offenbar hatte ich das altbekannte Krähennest auf dem Kopf. „Ahm.. wie eärs wenn du dich fertig machst und runterkommst?“ grinste er und fuhr sich vielsagend durch die Haare. Ich grinste und verschwand vom Fenster, zog mir meine Schlafsachen aus und schlüpfte in die Stallsachen. „Da will man einmal nett sein..“ murmelte ich kopfschüttelnd während ich mir meine Stulle machte. Ich trat hinaus ins warme Sonnenlicht und ignorierte Sam demonstrativ als ich an ihm vorbei in Richtung Sommerweide stolzierte. Ich stieß einen lauten Pfiff aus um Sirius zu mir zu rufen. Ich wusste, er kam durch die schmale Lücke neben dem Gatter, das wusste ich. Ich hatte sie extra eingelassen falls Menschen ohne Pferd auf die Weide wollten, doch Pferde passten nicht hindurch. Ich zählte die Pferde schnell durch, alle waren da. Sonne kam an den Zaun gehoppelt und wollte sich Streicheleinheiten abholen, kassierte aber nur einen feuchten Nasenstübser von Sirius, der fast größer als die Shettystute war. Der Rest graste friedlich weiter und als ich mit Sirius bei Fuß zum Hof zurückkehrte wandte sich auch Sonne wieder der Nahrungsaufnahme zu.
      „So, das wars. Länger kannst du dich nicht drücken, ich hab dir schon Nuss geholt“, besiegelte Sam meinen Tag. Gespielt theatralisch seufzte ich und ergab mich in mein Schicksal. „‘N Morgen Großer“ flüsterte ich dem braunen Vollbluthengst zu, der mir nur einen kurzen Blick schenkte. Roxi, die auf die Sommerweide zu den anderen gelassen wurde intressierte ihn mehr. „Is ja gut, sei brav, dann kannst du bald hinterher“ sagte ich mit einem Lächeln und machte mich über die Hufe. Sie waren fast sauber, Ed –seine RB- hatte offensichtlich gut saubergemacht nach dem letzten Ausritt. Auch sonst hatte ich keine Probleme, die lange dünne Mähne ließ sich leicht kämmen, auch das Fell war nicht allzu staubig. Der Schweif nahm da schon mehr Zeit in Anspruch. Er war ziemlich lang und schleifte ein bisschen auf dem Boden, was ihn unten ziemlich verfilzt machte. Mit viel Hingabe verlas ich jede einzelne Strähne, wofür ich von Sam reichlich belächelt wurde. Der schaffte noch Salute Accede und Shadow zu putzen, bis ich mit meinem Perferktionswahn den Schweif fertig hatte. Ich brachte auch Nuss auf die Weide, ließ mir auch Salute Accede mitgeben, mit dem Sam gerade fertig geworden war. „Nimmstu mir Diamant raus?“ bar ich Sam, schon auf dem Weg in Richtung Weide. „Mach ich!“ gab der sein Okay und ich joggte mit den beiden ungleichen Hengsten zur Weide. Nuss trabte erhaben neben mir her, Salute musste fast galoppieren um Schritt zu halten. „Schneller Mausezähnchen“, feuerte ich den Graufalben lachend an, als ich ihnen hinter dem Gatter die Halfter abnahm und beide zu ihren Freunden trabten. Mit schlenkernden Armen und entspannt, glücklich von dem tollen Wetter schlenderte ich zurück zum Putzplatz, wo Diamant schon auf mich wartete. Mustergültig brav stand das Trakehnerhengstchen da und guckte mich mit klugen Kulleraugen an. Er bekam noch kurz seine Streicheneinheiten, bevor ich mit Putzen begann. Das Hufegeben klappte tadellos, auch mit dem Halfter und dem Angebundensein kam er gut klar. Für sein Alter war der Hengst erstaunlich gut entwickelt, groß und lernfähig, willig und treu. Im feinen glänzenden Fell und der strubbeligen Fohlenmähne hatte sich fast kein Schmutz verfangen, und so war ich schnell fertig mit ihm. Ich belohnte ihn fürs Stillhalten mit einer Möhre und band ihn los. Dann brachte ich auch ihn zur Weide, wo seine Freundin Millennium GC schon auf ihn wartete. Es würde tolle Fohlen geben von den beiden, doch erstmal hieß es die Zuchterlaubnis für Diamant abzuwarten. Auf dem Weg zum Stall hing ich meinen Gedanken nach, sah Sam mit Shadowplay an mir vorbeiziehen.
      „Komm, gib dir‘n Ruck“ meinte Sam. „.. das kann ja keiner mitansehn…Was ist los mit dir?“
      „Wenn ich das wüsste…“, gab ich zurück.
      Aber brav wie ich war riss ich mich zusammen und die Athmosphäre wurde deutlich entspannter und lustiger, während wir weiterarbeiteten. Im Laufe des Vormittags kamen auch Lightning Sugar, Grand Voyage, Diabolo, Betty Barclay, Gentleman und Merci, Maya, Butterfly und Darlin‘ in den Genuss einer Rundumpflege, alle landeten auf der Sommerweide. Gegen elf Uhr war dort die gesamte pferdische Belegschaft versammelt und Sam half mir beim Kochen. Wir hatten uns für italienisch entschieden, Sam kochte die Pilzravioli während ich Parmesan-Käse rieb. Es schmeckte wunderbar und mit meiner Lieblingsmahlzeit im Bauch war ich wieder um ein Vielfaches glücklicher.
      So kam es dass ich Sam einen Vorschlag machte: „Ey? Ben mistet heute noch den Stall und holt die Stallpferde rein, was wenn wir den zuchtstall neu einstreuen, alle wieder reinholen und dann ‚n Ausritt machen? Drüben in Oberhausen steht’n Hannoveraner, ein brauner Junghengst… Den Fotos nach wär er was für Asi, den könnten wir uns angucken “ schlug ich vor.
      „Au ja, das machen wir, auf geht’s!“ Sam sprang auf und räumte das Geschirr in die Spülmaschine während ich das Reibeisen und den Nudeltopf abspülte. Zusammen gingen wir hinüber zum Lager und zogen den Strohballen von gestern wieder hervor. Wir schoben, zerrten und drückten wild an dem Ding rum, bis es endlich vor dem Zuchtstall stand. Ich war mir nie im Klaren darüber gewesen wie störrisch diese Teile eigentlich waren, die hätten es doch viel einfacher haben können. Ich schnappte mir eine Gabel und streute den linken Teil der Stallgasse ein, Sam übernahm den Rechten. Peinlich genau passten wir auf dass wir ja nicht an der neuen Farbschicht kratzten, obwohl die natürlich längst trocken war. Nach getaner Arbeit machte ich mich an die Boxenschilder und Futterpläne, die wieder an die Türen geschraubt werden mussten, während Sam das ganze Zubehör aus der Garage holte, wo wir es über Nacht deponiert hatten. Er hängte alles wieder in die Spinde und über die Bügel an den Boxentüren, während ich alle Schilder von Futterplan bis Stammbaum wieder anschraubte.
      Danach brachten wir die Pferde paarweise wieder in ihre Boxen, Darym und Asi blieben am Putzplatz.
      Besonders Darym hatte sich eingesaut, und da Asi für Sam reserviert war, schlug ich mich mit Daryms schlammverklebten Fell herum, kratzte die Hufe aus und verlas notdürftig das Langhaar, auf eine Fieselei wie bei Nuss hatte ich keine Lust.
      Schnell waren die beiden gesattelt und wir schwangen uns in den Sattel.
      „Also. Schaff an, wohin?“ meinte Sam frech grinsend und trieb Asi an. Auch ich schenkelte Darym und war schnell mit der Kohlfuchsstute auf gleicher Höhe.
      „Komm mein Knecht, lass uns zum Märchenwald aufbrechen um den Prinz zu besichtigen“ näselte ich mit gar führnehmen Gesicht, versammelte Darym und bemühte mich aus ihm einen schwingenden Märchenpferdtrab herauszuholen.
      Sam lachte los, unaufgewärmt hatte Darym den absoluten Ackergaultrab, träge wackelte er die Allee entlang.
      „Kommschon Dari, du bist mein Märchenpferd“ versuchte ich ihn anzufeuern, doch dann brach der Lachkrampf aus mir heraus.
      „Raus damit: Was hast du mir ins Glas geschüttet?“ prustete ich schließlich als ich mich einigermaßen beruhigt hatte.
      „.. Nur einen edlen Tropfen, der gar fürnehmen Prinzessinnen gebührt“ antwortete Sam mit untertäniger Stimme und einer Verbeugung.
      Erneut hielt mich nichts mehr, doch Alors on Danse stoppte meinen Lachanfall in dem sie einen Bocksprung einlegte. Das Gegacker über ihr schien ihr gar nicht zu gefallen und so rissen wir uns zusammen um die Situation nicht auszureizen. Die Stimmung blieb heiter während wir den ‚Märchenwald‘ durchquerten und draußen auf den Feldern angaloppierten. Wir lieferten uns ein Wettrennen, welches für mich ansolut aussichtslos war, Darym war mehr ein kräftiger, kein leichter Läufer. Er war ausdauernd, Sprinten lag ihm nicht.
      Es dauerte nicht lang bis wir Halt am Waldrand machten. Wir standen vor einem großen noblen Vierseithof, doch auf Pferde gab es keinen Hinweis. Wir ritten durch das Tor und wussten sofort wieso. Der vorhandene Platz war hervorragend ausgenutzt worden, und statt einem riesigen Rondell war dort die offenbar einzige Weide. Ein Brauner graste dort, ich fragte mich ob das der mir zugedachte sein sollte.
      Wir stiegen ab und banden die Pferde vor dem Haupthaus am Treppengeländer an, bevor wir nach oben gingen und klingelten.
      Ein kleines Mädchen von etwa vier Jahren öffnete den Briefschlitz und spähte hindurch.
      „Hallo Kleine, is dein Papa da? Wir wollen uns ein Pferd angucken“, sagte ich mit einem Lächeln auf den Lippen.
      „Meine Mama hat gesagt ich darf nicht mit Fremden reden“ gab die Kleine trotzig zurück und ich sah durch den Briefschlitz wie sie an einem Zopfende kaute.
      „Kann ich ihnen helfen?“ wurde uns von hinten zugerufen. Ein Pfleger kam auf uns zu, stellte sich überraschend als der Hausherr vor. Mir fielen fast die Augen aus dem Kopf, bei einem Anwesen dieses Kalibers hätte ich nicht damit gerechnet dass der Häuptling mitarbeiten würde. Andererseits war es bei mir ja genauso…
      „Ja, wir wollen uns den Braunen ansehen, den Hannoveraner-Junghengst“, erklärte ich. „.. wir haben telefoniert, ich bin Fratzi“.
      „Ah, dann bassts ja, ich hab sie schon erwartet. Entschuldigen sie meine Tochter, manchmal kann sie schwierig werden, sie macht was sie will“ antwortete er verlegen.
      „Kein Ding“, gab ich zurück. „.. wo ist das Pferd denn? Ist das der auf der Koppel hier?“
      „Ja, das ist Prinz“, erzählte er. „.. er ist jetzt zweieinhalb Jahre alt, wir werden ihn hier einreiten und eine Grundausbildung vornehmen, dann wird er verkauft. Wollen sie ihn mal in Bewegung sehen?“
      Ich war haltlos begeistert. Mittlerweile standen wir am Zaun und die Braune Schönheit war zu uns gestoßen. Neugierig beschnupperte er Sam und mich, immerhin rochen wir nach zig fremden Pferden. Sanft streichelte ich die samtene Nase des Junghengstes und vergaß fast dem Besitzer zu antworten. „.. Klar, gerne“, beeilte ich mich zu sagen.
      Der Besitzer kletterte über den Zaun und schnappte sich das Halfter des Pferdes. Er joggte mit ihm einmal um die Weide und zeigte uns seinen Trab, dann nahm er sich eine Gerte die am Gatter auf dem Boden lag und trieb ihn zum Galopp an. Der war wahnsinn, raumgreifend und schwingend. Völlig taktrein preschte der Hannoveraner über die Weide und ließ uns staunen. Noch immer ein bisschen um Fassung ringend streichelte Sam den Hengst, als er mit dem Besitzer zusammen wieder zu uns gekommen war.
      „Das waren mal die Gänge, eine L-Dressur könnte schon klappen, trotzdem ist er mehr ein Springer, auch den Eltern nach“ setzte der Besitzer hinzu.
      „Saam?“ fragte ich leise. Der nickte nur, völlig gefesselt vom interessierten Blick des Pferdes.
      Ich wertete seine Reaktion als ein klares Ja und wandte mich an den Besitzer: „Sagen sie, kann ich mir den irgendwie reservieren, bis er ausgebildet ist und verkauft wird? Ich nehme ihn, wann immer sie ihn aus den Händen geben“.
      „Das lässt sich machen, sie können ihn ja mal besuchen und sich seine Fortschritte ansehen, ich kontaktiere sie dann“ meinte er.
      „Vielenvielen Dank“, sagte ich, mehr mit Blick auf das Pferd als auf ihn.
      Wir verabschiedeten uns und ritten nach Hause zurück. Die Pferde waren sauber, Sam kratzte nach dem Absatteln nur schnell die Hufe aus, während ich eine große Box Walnusseis und Löffel holte.
      „Komm mit“ meinte ich nur, und zog Sam am Ärmel hinter mir her hinter die Halle. Dort war noch die Leiter die wir mal für Ausbesserungsarbeiten benötigt hatten, diese kletterte ich nun hoch, das Eis in der einen Hand.
      Endlich oben machten wir es uns auf dem Hallendach gemütlich und löffelten unser Lieblingseis, während wir Ben zusahen, der gerade gekommen war. Er holte die Stallpferde rein und schob eine Schubkarre Mist um die andere nach draußen, bemerkte uns jedoch nicht.
      Mittlerweile war es später Nachmittag und wir saßen noch lange auf dem Dach und aßen Eis, redeten über Prinz und besahen uns den Sonnenuntergang, wobei mir wieder schlagartig Melancholie und Müdigkeit in die Knochen fuhr.

      ~ 23.000 Zeichen by Fratzi
    • Eddi

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      ... ein Tag lang Vertretung für Fratzi

      Rangoon, Way to Future, Raufbold, Sugar, Looking at Las Vegas, Shalom, Over the Mountains, American Baby, Implore the dark Sky, Millenium GC, Blackbeard, Alors on Dance, Darym, Don Caladrio, Anduin, Listen to your Heart, Odysee, Like Rain in the Desert, Swarovskis Salinera, Rheingold, Lightning Sugar, Aurelie, GH's Diamant, Shadow of Water & Diabolo

      Die Sonne schimmerte schon durch die grünen Äste der Bäume und zeigte die großen Nebelschwaden auf den Wiesen und Feldern. Der Herbst würde bald kommen. Die Blätter der Pappeln färbten sich schon bunt, sie waren zumeist die ersten im Herbst, die ihre Blätter verloren.

      Ich fuhr die Auffahrt zum Collier Lakes Stud hinauf. Da Fratzi heute einen wichtigen und leider auch sehr umfangreichen Termin am Ende der Stadt hatte, hatte ich beschlossen, dafür bei ihr einzuspringen. Den Gefallen war ich ihr für Muskat noch schuldig. Ich stieg aus und zog die kühle Morgenluft ein. Ein markantes Zeichen von Fratzis Hof war die große, eher riesige, Eiche in der Mitte des Hofes und Gestütes. Rundherum standen Gebäude und lagen weitläufige Wiesen. Ich schaute mir den Gestütsplan an, Fine und Fratzi hatten ihn mir extra angefertigt. Ich seufzte, denn ich hatte keinen Plan wo hin ich sollte. Doch da kam schon die Rettung, naja sie starrten mich misstrauisch an, aber was solls. “Hey, ich bin Eddi. Die Aushilfe für Fratzi.” sagte ich lächelnd, keine Unsicherheit zeigen, dachte ich mir nur. Die beiden jungen Herren mussten dann wohl Ben und Sam sein, die auf dem Gestüt arbeiteten. “Hallo. Ich bin Sam und das ist Ben.” Der eine deutete auf den anderen. “Hey.” sagte diese. Ich hatte jetzt schon für mich beschlossen, Sam netter zu finden. “Okay. Eigentlich ist mir alles klar, nur den richtigen Tagesablauf könnte ich noch gebrauchen. Fratzi meinte ihr könntet mir da schon helfen?” Super, Eddi, schieb Fratzi vor. Sie war immerhin die Chefin und was sie sagte, wurde gemacht. Ben seufzte, Sam grinste. “Also, zuerst bekommen alle ihr Kraftfutter, aber das ist schon getan. Dann werden alle geputzt und dann geht es entweder an die Arbeit oder auf die Weide.” erklärte mir Sam. “Ist ja ganz simpel.” grinste ich und folgte den beiden über den Hof zum Stall. Mir wurde das Fohlen Aurelie ’zugeteilt’. Ich seufzte. Klar, erstmal testen ob ich mit Pferden klar komme. Sarkastisch nahm ich Ben den Strick aus der Hand und führte Aurelie zum Putzplatz. Diese trappelte fröhlich neben mir her. Ich holte noch schnell die Putzbox, die unter der Eiche stand und konnte dann loslegen. Zu mir gesellte sich Sam mit Asi, der Mutter. Mich hatte es gewundert das Aurelie mir ohne zu meckern von ihrer Mutter weggefolgt war. Doch jetzt waren beide ja wieder vereint. Ich begann mit einem Striegel durch das dichte Fohlenfell zu gehen und versuchte möglichst viel Staub herauszubürsten. Während ich also kräftig arbeitete, kam Ben mit American Baby. Ich kannte die Stute noch von Sammy und so kam doch tatsächlich ein redseliges Gespräch zwischen uns drein zu Stande. Während Ben und Sam mir viel über das Collier Lakes Stud erzählten, erzählte ich ihnen von Hayes End und dem Hollybrook Stud. Aurelies Langhaar war ein komplizierter Fall, denn es war richtig dick. Nachdem ich mich durch ihr Haar gekämpft hatte, kratzte ich noch die Hufen aus und fettete diese auch ein. Aurelie gab brav die Hufen ohne Probleme. Als dann auch Sam fertig war, brachten wir Mama und Tochter auf die große, grüne, saftige Weide. Ich beobachtete die beiden lächelnd. Ben ließ noch American Baby dazu und dann tobten die drei über die Weide. “Weiter an die Arbeit.” lachte Ben und stieß mir mit seinem Ellenbogen in die Seite. “Hey!” rief ich erschrocken aus. “Pff, das hat wehgetan.” sagte ich sarkastisch, als Ben und Sam lachten. “Na passt nur auf.“ grinste ich und schubste die beiden von hinten, aber wirklich nur vorsichtig, ich konnte ja nicht ahnen, dass Ben sein Gleichgewichtssinn nicht so stark war wie sein Humor. Aber hey, letztendlich lachten wir alle drei. Und schon ging es zurück an die Arbeit. Spontan entschied ich mich für Odysee. Der Saddlebredhengst war einfach wow. Ben schnappte sich Don Caladrio und, so weit ich sah, nahm Sam Like Rain in the Desert. Der Pinto Hengst war toll. Sein Zeichen war seine Scheckung am Hinterteil, die wie ein Baum aussah. Wir drei fingen an die Pferde zu putzen und so langsam kannte ich Ben und Sam auch besser. Es wurde richtig lustig mit den beiden und so war es auch keine große Anstrengung, fast eine Stunde damit zu verbringen, Odysees Langhaar zu verlesen. In der Zwischenzeit hatten Ben und Sam schon Rain und Caladrio fertig geputzt. Sam war auch schon mit Diamant fertig, der junge Hengst tobte nun über die Weide. Stattdessen kümmerte sich Sam nun um Listen. Auch Ben hatte sich um ein Fohlen gekümmert, nämlich Millenium. Inzwischen war er dabei Darym auf Hochglanz zu putzen. Die beiden waren richtig schnell, wenn es darum ging sich um die Pferde zu kümmern. Ich bewunderte sie ja fast, wusste aber selber das es bei mir fast nicht anders war. Ich brachte den glänzenden Odysee nun auf die Weide und holte mir aus dem Stall Rheingold. Ich mochte das Warmblut und inzwischen war er auch meine Reitbeteiligung, am Ende des Tages könnte ich sicherlich einen Ausritt mit ihm machen. Doch nun galt es erstmal, alle Pferde sauber zu bekommen. Im schnellen Arbeitstempo machten wir weiter. So standen auch bald Darym, Rheingold und Listen auf ihren Weiden. Die nächsten waren Rangoon, Way to Future, Looking at Las Vegas, Sugar, Raufbold und Implore tue darken Sky. Ich kümmerte mich um Rangoon und Las Vegas. Die beiden Hengste hatten sich in der diesjährigen Turniersaison gut bewiesen, auch wenn sie wegen der Zuchtpause kaum Gelegenheit dazu gehabt hatten. Ben und Sam waren in ihrem Element und ich musste mich ranhalten, genauso schnell wie sie zu arbeiten. Wir hatten alle Hände voll zu tun, denn die Pferde waren doch recht dreckig. Kein Wunder bei 3 Tagen Regenwetter. Wenigstens schien heute die Sonne und der Himmel war herrlich blau. Mich freute es, dass Fratzi mir ihren Hof anvertraut hatte. Auch wenn Ben und Sam etwas kompliziert waren, zumindest hatte man es da als Frau nicht leicht, aber wozu gab es die Pferde? Bei den nächsten sechs Pferden suchte ich mir Over the Mountain und Shalom heraus. Zwei hübsche Classicponys die verkauft werden sollten. Ebenso Anduin und Lightning Sugar, die Ben sich holte. So viel ich wusste, wollten sich Fratzi und Fine nämlich auf Westernpferde spezialisieren. Früher hatten sie eine reine Mixzucht gehabt, die war wirklich groß gewesen, Heart of Asia, doch diesmal sollte es eine Privatzucht werden. Während ich in Gedanken versankt, putzte ich automatisch Shalom. Sam kümmerte sich dagegen wieder um Blackbeard, auch BB genannt, und Salinera. Ich musste grinsen als ich diesmal schneller als Ben fertig war, der sonst immer damit angab. “Pah! Deine Pferde waren ja auch viel kleiner.“ sagte er grinsend. „Aber auf viel dreckiger.“ konterte ich und führte die Ponys auf die Weide. Nun kümmerten sich Sam und Ben noch um Diabolo und Shadow of Water. Ich dagegen sollte kochen. „Na Grazie.“ seufzte ich und verschwand in die Küche. Dort fand ich jedoch nicht das vor was ich brauchte. Also fuhr ich am nächsten Supermarkt vorbei. Als Sam und Ben dann herein kamen war der Tisch gedeckt, Orangensaft stand da und eine Schüssel mit warmen Toast. Ich tischte mein geliebtes Pilzragout auf. „Was?“ fragte ich, als ich die kritischen Blicke sah. „Man, das ist das einzige was ich kann.“ sagte ich lachend und schon mir eine Gabel in den Mund. Ben und Sam taten es mir gleich, aber mit gewisser Vorsicht. Doch nach dem ersten Bissen schien es ihnen auch zu schmecken. Ich stellte für Fratzi eine Portion in die Mikrowelle. Den Rest aßen die Jungs auf. „Okay ich würde sagen jetzt Boxen ausmisten, oder?“ die beiden anderen nickten. Ich grinste, sprang auf und warf die leeren Teller in die Spüle. Binnen fünf Minuten hatte ich alles aufgewaschen und schon ging es an die Arbeit. Wir teilten uns die 25 Boxen irgendwie gerecht auf und dann klappte das alles. Binnen drei Stunden waren wir fertig. Ich seufzte zufrieden und wischte mir den Mist vom Arm. Ben meinte er müsste los. Doch ich verneinte. „Wir machen jetzt noch was mit den Pferden und wenn Fratzi dann kommt, machen wir einen Ausritt zu viert.“ Erklärte ich grinsend. Also teilten wir uns auf. Ich schnappte mir Millenium und ging mit der Stute in die Halle zum Longieren. Sam hatte Spaß daran mit Diamant einen kleinen Gelassenheitsparcours zu absolvieren. Und Ben würde Lightning Sugar auf dem Reitplatz reiten, damit die Stute gut trainiert an den Verkäufer ging. Nach Millenium machte ich Las Vegas startklar und ritt mit ihm auf den Springplatz. Auch Sam schwang sich in den Sattel. Er ritt mit Listen ein wenig durch das Gelände. Die Stute hatte die letzten Tage schon genug Training gehabt. Ben war mit Sugar fertig, als ich mitten im Training steckte. Doch er wusste was zu tun war. Ich konnte sehen das er Sugar abspritzte und dann auf die Weide brachte. Heute war aber auch schönes Wetter. Las Vegas würde eine kleine Dusche auch vertragen. Nach zehn Minuten gesellte sich Ben mit Anduin zu mir auf den Platz. Das kraftvolle Kaltblut hatte feine Gänge. Als dann auch Ben mit Darym kam, ritt ich Vegas ab und versorgte ihn abschließend. Inzwischen war es schon Spätnachmittag und Fratzi würde in einer Viertelstunde kommen. Ich holte die Jungs von ihren hohen Rössern und ordnete an, dass die beiden sich ihre Ausrittspferde fertig machen sollten und ich meins und Fratzis machen würde. Für Fratzi nahm ich Odysee und ich selbst wollte Rheingold reiten. Da es zu keinen Zickereien kommen solle, beschlossen wir, nur Hengste zu nehmen. So ritt Sam kurzerhand Desert und Ben wollte Don Caladrio reiten. Als Fratzi dann tatsächlich ankam, erwarteten sie schon vier fertige Pferde und drei fertige Reiter. Sie zog sich schnell um und schwang sich in Odysees Westernsattel. Zu viert ritten wir Richtung Feld. „Und haben sich die Jungs benommen?“ fragte Fratzi lachend nach. „Naja, ja. Und mein Pilzragout hat ihnen auch geschmeckt, für dich steht noch was in der Mikrowelle, es sei denn sie haben es schon mitgefuttert.“ antworte ich grinsend, während die Jungs schwiegen. „Wettrennen über das Stoppelfeld?“ „Aber klar!“ tönte es von allen Pferden und als erstes preschte Caladrio los, ich gab Rheingold die Galopphilfe, er raste neben Odysee her und auch Desert preschte neben uns her. Sicherlich ein schöner Anblick: Vier Pferde, die über ein gold leuchtendes Stoppelfeld preschen, während hinter ihnen langsam die Sonne untergeht.

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    • Arktiswolf
      Sammelpflegebericht für:

      Don Caladrio, Swarovskis Salinera, Rheingold, Odysee, Listen to your Heart, Millenium GC, Alors on danse, Anduin, Darym, Raufbold, American Baby, Implore the darken Sky, Over The Mountain , Sugar, Looking at Las Vegas, Way to Future, Rangoon.

      Heute war ich besonders früh aufgestanden. Noch bevor die Sonne aufgegangen war, fuhr ich auf den Hof von Fratzi ein. Still und dunkel lag er da. Viel zeit hatte ich nicht und ich wusste das ich die vielen Pferde wohl in ein paar stunden schon wieder verlassen würde. Aber ich musste mich auch noch um meinen Hof kümmern. Dennoch wollte ich der Freundin einer Bekannten helfen die Tiere zu versorgen, da sie für unbestimmte Zeit nicht da wäre.

      Also machte ich mich erstmal daran ein paar Pferde auf die weiden zu verteilen. Da ich sie nicht kannte wollte ich auch garnicht erst probieren welche reiterisch zu bewegen oder gar zu longieren oder laufen lassen. Also schnappte ich mir nach und nach ersteinmal Don Caladrio, Swarovskis Salinera, Rheingold, Odysee, Listen to your Heart und Millenium GC und verteilte die Pferde auf die Weiden hinter den Häusern, nach einem Plan den ich in der Futterkammer gefunden hatte. jetzt frei von den bewohnern, suchte ich mir die Mistkarre und Gabel und begann nach und nach die Boxen zu säubern und neu ein zu streuen. Nun konnten die Pferde nach zwei Stunden wieder zurück in ihre Behausungen.
      Das selbe Spiel wiederholte ich dann noch mit der Gruppe, bestehend aus Alors on danse, Anduin, Darym, Raufbold, American Babyund Implore the darken Sky. Wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, hätte ich gerne den einen oder Anderen in Aktion erlebt. So blieb ich ein Weilchen am Zaun stehen und sah ihnen beim toben zu. Dann aber musste ich wieder zurück und mistete auch deren Boxen aus.
      Nun waren, nachdem ich die Zweite Gruppe wieder herein geholt hatte, Over The Mountain , Sugar, Looking at Las Vegas, Way to Future und schlussendlich auch Rangoon drann. Wieder das selbe in Grün. Am Mittag des Tages waren alle Tiere in frisch gemisteten Boxen und neuer Einlage wieder im Stall. Ich kehrte noch die Stallgassen sauber, schaute ob alles in Ordnung war und ging dann zurück zum Auto, um wieder nach Hause zu fahren wo im Prinzip die gleiche Arbeit warten würde. ​
    • Julia
      Verschoben 27.10.11
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Fratzi
    Datum:
    21 Apr. 2010
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