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Samarti

Liberté's Nessaja, DRP

*2012, im Besitz seit dem 09.07.2015

Liberté's Nessaja, DRP
Samarti, 9 März 2017
    • Samarti
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      Die Pokémon im eigenen Stall
      07/2016 | 5576 Zeichen
      „LAPRAS!“
      „Wo?!“
      „Könnt ihr vielleicht weniger hier rumschreien? Ich versuche gerade zu lesen. Danke.“ Joline seufzte auf und verdrehte die Augen.
      „Nein, lies woanders“, ertönte es im Einklang von Matthew und mir, was Joline nur dazu brachte, genervt aufzustehen und sich in ein anderes Zimmer zu begeben.
      Eigentlich hätte ich nicht erwartet, dass wir hier in der Nähe wirklich einen PokéStop haben würden. Tatsächlich war aber mein Gestüt einer – warum auch immer. Musste wohl jemand damals eingereicht haben, als man bei Ingress die Portale selbst noch einschicken konnte.
      Jedenfalls hatten sowohl Matthew als auch ich dann ziemlich viel Spaß daran, den PokéStop vom Sofa aus zu aktivieren und einfach immer Lockmodule anzuschmeißen, wenn es gerade die Gelegenheit dazu gab. Meist waren es dann nur Taubsis, Raupys, Hornlius – obwohl die ja zum Leveln alle echt pures Gold waren – oder eben ein nerviges Rattfratz. Bei denen konnte man ja wohl wirklich schon von einer Plage sprechen …
      Nur jetzt war gerade ein wildes Lapras aufgetaucht.
      „Wie viel hat deins?“, grinste ich Matthew an, zufrieden mit der Anzahl der CP, die mir bei meinem angezeigt wurden.
      „Das ist doch nicht wahr? Ich bin Level 17, warum kriege ich ein 43er Lapras?!“
      „Haha, meins hat 1200!“ Ich war versucht, die Zunge rauszustrecken, aber das wäre wohl doch ein wenig zu viel. Zumindest sollte es Matthew ein wenig stören, dass ich drei Level unter ihm war. Tja, wäre er auch mal Level 14 geblieben.

      Nach knapp sieben Minuten ging das Lockmodul dann auch wieder aus und Matthew und ich entschlossen uns dafür, dass es heute wohl genug gewesen wäre. Ich hatte immerhin mein Blitza entwickeln können und ein Lapras gefangen, bei Matthew war es ein recht gutes Aquana geworden und im Großen und Ganzen waren wir doch ziemlich zufrieden. Also beschloss ich, nur noch einmal eine Runde durch die Ställe zu drehen und mich dann schlafen zu legen; immerhin war es schon wieder kurz nach Mitternacht. Matthew hatte mir sogar empfohlen, das zu tun. Ich solle doch mal lieber nach meinen eigenen „Pokémon“ sehen ... Am liebsten hätte ich ihm für den Spruch eine reingehauen, aber ich konnte mich gerade noch beherrschen.
      Beginnen tat ich im Stall der Stuten. Momentan befanden sich hier nur fünf von ihnen, zumindest nachdem ich vor einer Weile den Bestand mal wieder etwas reduziert hatte. Inzwischen waren hier nur noch Hall of Fame CU, Ace of Clubs, Très Jolie, Liluye und die gute alte Ocean Water anzutreffen. Vielleicht würde Beverly auch bald hierher umziehen. Je nachdem, wie sie sich machte, würde sich das wohl in der nächsten Zeit herausstellen.
      Ich checkte nur, ob die Boxen alle vernünftig geschlossen waren und verteilte kurz Streicheleinheiten, bevor ich noch das Licht ausmachte und dann die große Stalltür verschloss.
      Daraufhin ging es weiter zum Hengststall. Sechs waren es hier an der Zahl, und bis auf Allelujah, der noch nicht sonderlich lange wieder bei mir war, und Tenacious waren inzwischen alle erfolgreich gekört. Intoxicated, Levi, Cardillac und Avanti hatten den Stress bereits hinter sich und die Körungen erfolgreich für sich gewonnen. Mal sehen, wie es mit ihnen weitergehen würde. Avanti war ja bereits Papa geworden, und sein Nachkomme hatte sich auch echt entwickelt. Kam ganz nach dem Papa.
      Auch hier ging ich nur einmal kurz von Box zu Box und machte mich dann auf den Weg zum Stall der Kleineren, wo auch Beverly momentan ja noch stand. Liberté's Nessaja fand sich hier auch noch wieder, mal sehen, wann sie den Umzug in den anderen Stall eintreten würde – allzu lange dauerte es bestimmt nicht mehr, sie hatte sich echt gut gemacht. Bei Pina war das ein wenig komplizierter, sie war noch immer sehr kritisch, was die Menschen um sie herum betraf und auf größere Menschenmassen reagierte sie leider nicht sonderlich positiv, was aber auch total nachvollziehbar war. Mit ihr hatten wir noch eine Menge Arbeit vor uns.
      Chesmu hatte sich auch wirklich entwickelt und er wuchs immer mehr zu einem schicken Hengst heran. Der Gute war ja inzwischen auch schon dreieinhalb Jahre alt und meine Erwartungen in ihn waren tatsächlich sehr hoch. Allerdings versprachen sowohl seine Abstammung als auch der junge Hengst selbst, dass er wohl noch einmal einen beeindruckenden „Lebenslauf“ vermerken könnte.
      Aponi und Pamuya waren noch immer beinahe unzertrennlich. Flightless Bird hatten sie jedoch sehr schnell aufgenommen und so bildeten die drei jetzt ihre eigene kleine „Clique“. Leslie war dabei eher diejenige, die immer schüchtern im Hintergrund blieb, während die anderen neue Kontakte knüpften. So war es auch, als Accomplishment, die Neue, dazustieß und sie sich alle erst einmal aneinander gewöhnen mussten. Das Baby unter den vier Stutfohlen sah zwischen den älteren immer sehr zierlich und zerbrechlich aus, machte aber schnell klar, dass das keineswegs auf ihren Charakter zutraf. Stattdessen wollte sie ihren Willen sehr stark durchsetzen und ließ dies auch den Rest wissen. Obwohl Aponi und Pamuya das nicht so recht in den Kram passte (Leslie hatte da wenig beizusteuern, die akzeptierte das einfach), fügte Accomplishment sich doch recht schnell in die wachsende „Gang“ ein und so waren sie dann schon zu viert. Bald würde auch noch Empire of Irony dazustoßen, noch verweilte die allerdings auf dem Pineforest Stud. Mal sehen, wie das mit denen dann werden würde. Für heute hatte ich jedenfalls genug und schloss auch den Stalltrakt der Jüngeren sorgfältig ab, bevor ich wieder ins Haus ging und noch einen Rauch anschmiss. Man wollte ja nicht unnötig Lockmodule verballern.
    • Samarti
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      Die schönste Zeit des Jahres
      11/2016 | 5592 Zeichen
      Weihnachten näherte sich – wieder einmal. Man merkte jetzt schon jedem an, der auf dem Gestüt lebte oder beschäftigt war.
      Dieses Jahr hatte es sogar mich schon ziemlich erwischt. Meine Stimmung hob sich schon, wenn ich nur an Weihnachtsmärkte und Glühwein dachte. Glücklicherweise gab es zur heutigen Zeit auch in Kanada schöne Weihnachtsmärkte, auf denen man sich die Zeit totschlagen konnte – mit Glühwein natürlich.
      Aber bevor ich mich heute Abend mit Joline auf einen dieser Weihnachtsmärkte begeben würde, hatten wir noch einiges vor uns. Denn obwohl meine Vierbeiner momentan in ihre wohlverdiente Winterpause entlassen worden waren und heute sowieso Ruhetag hatten, also demnach nicht ganz so viel zu tun war, wollten sie doch zumindest alle ein wenig Beschäftigung haben.
      Beginnen taten wir mit den Stuten. Matthew und Sophia hatten uns ebenfalls begleitet, sodass es alles noch etwas schneller gehen würde. Ich entschied mich dafür, Très Jolie und Ace of Clubs einfach eben in der Halle ein wenig laufen zu lassen, damit sie sich ihre Beine vertreten konnten (die Paddocks waren zur Zeit leider eine Zumutung für jedes Pferd) und es dauerte nicht lange, bis die beiden Stuten fröhlich durch die Halle galoppierten. Sophia, Matthew und Joline machten mit Hall of Fame CU, Liluye und Ocean Water lieber einen gemütlichen, völlig entspannten Schrittausritt durch einen der Wälder, die sich hier nur so tummelten.
      Nach einer Weile verfrachtete ich meine beiden Stuten wieder in ihre Boxen und gab ihnen noch die Abendportion Futter, ehe es mich schon zu den Hengsten verschlug. So ganz wusste ich noch nicht, was ich mit ihnen heute anfangen sollte. Grundsätzlich waren ja alle recht sozial untereinander und es gab keine wirklichen Dominanzkämpfe, dennoch wollte ich die sechs Hengste nicht mal eben so mir nichts, dir nichts frei in der Halle laufen lassen. Intoxicated hatte ich dann kurzerhand an die Longe genommen, um ihn wenigstens ein bisschen zu arbeiten, genau wie es auch bei dem schicken Rappen Levi der Fall war. Allelujah ließ ich allein in der Halle laufen, bei ihm war es dann doch noch zu riskant, ihn mit den anderen so frei laufen zu lassen, nachdem sich seine ganze Energie angestaut hatte. Zuletzt blieben dann noch Avanti, Cardillac und Tenacious. Auch die drei durften noch ein paar Runden in der Halle drehen, bevor es für sie auch wieder zurück in die Boxen ging.
      Für die Jungpferde und Fohlen nahm ich mir dann etwas mehr Zeit. Die Anderen waren inzwischen auch von ihrem Ausritt zurück und so schnappte sich jeder eins der vier Reitponyfohlen: Matthew beanspruchte Aponi für sich, Joline halfterte Pamuya auf und Sophia kümmerte sich um Flightless Bird, während ich Accomplishment unter meine Fittiche nahm. Für die Kleine hatten wir noch immer keinen passenden Spitznamen gefunden, obwohl sie doch schon eine ganze Weile bei uns war. Die kreative Eingebung, auf die wir alle hofften, blieb aber leider momentan noch aus. Die vier Stutfohlen wurden allesamt ausgiebig verwöhnt und praktisch blitzeblank geputzt, ehe es für sie wieder in die Boxen ging. Auch PFS‘ Empire of Irony durfte sich noch einer Putzeinheit unterziehen und schien auch dies sichtlich zu genießen, denn der Anglo-Araber schloss zufrieden die Augen und begann spontan zu dösen. Generell war sie doch schon sehr zutraulich für ihr junges Alter, ließ sich aber dennoch Zeit dabei, bis sie jemandem wirklich vertraute.
      Beverly und Pina liefen inzwischen beide wirklich sehr gut unter dem Sattel – zumindest für ihren Ausbildungsstand. Pina ließ sich zwar nur von mir reiten, weshalb ich mir für sie immer besonders viel Zeit nehmen musste, doch bei ihrer Vergangenheit war das kein Wunder. Dementsprechend störte es mich auch nicht, dass sie so gesehen eine Extrabehandlung benötigte, denn ihre Fortschritte machten sowieso alles wieder wett und Trainingsfortschritte verfolgte man doch immer wieder gern, wenn man wirklich sehen konnte, was man bereits alles erreicht hatte. Liberté’s Nessaja nahm ich ebenfalls noch kurz an die Longe, damit sie sich wenigstens etwas bewegen konnte.
      Zu guter Letzt kam dann noch Chesmu dran. Der Gute hatte sich in der letzten Zeit wahnsinnig gemacht und inzwischen war er doch tatsächlich schon fast ganze vier Jahre alt – wie die Zeit verging! Chessi war von einem kleinen, süßen Fohlen zu einem wahnsinnig schicken Hengst herangewachsen, dessen war er sich aber auch mehr als nur bewusst. Mit dem goldenen Fell und dem seidigen Langhaar könnte man ihn inzwischen fast für ein Barbiepferd halten. Glücklicherweise benahm er sich nicht wie Cardillac, denn sonst wäre der Vergleich wirklich treffend.
      Auch Chesmu durfte sich eine Weile an der Longe austoben und ihn schien das wirklich zu freuen. Ein paar Freudensprünge und Buckler waren schon drin, als er angaloppieren sollte. Auch, wenn dies sich relativ schnell legte, schlich sich doch ein Grinsen in mein Gesicht, als ich ihn so beobachtete.

      „Joliiiine, wir können los!“, rief ich durchs Haus, nachdem ich mir meine Jacke noch übergestreift hatte und in meine Schuhe schlüpfte.
      Besagte Person kam die Treppe heruntergestolpert und grinste mich nur an. „Ja, ich bin so-“, sie hickste kurz, „-weit!“ Dann kicherte sie kurz, weil sie sich versprochen hatte.
      Ein Blick auf die Tasse in ihrer Hand, aus der noch etwas Dampf stieg, verriet sowieso schon alles. „Ist das Glühwein?“, wollte ich wissen und zog fragend eine Augenbraue hoch. Das Nicken ihrerseits hatte zur Folge, dass wir uns einfach zu zweit mit Glühwein auf dem Sofa niederließen, Lost laufen ließen und uns einen gemütlichen Abend machten.
    • Samarti
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      Ausritt einer Großfamilie

      01/2017 | 3265 Zeichen
      „Elisa, wieso mischst du dich in unsere private Unterhaltung ein?“, fragte Gwen mich empört, als ich vor Elena und sie trat und von ihr wissen wollte, ob ich sie entführen könnte.
      „Echt mal“, bestätigte Eli ihre Nachbarin und verschränkte die Arme vor der Brust.
      „Du bist hier nicht erwünscht!“ Gwen meckerte weiter, was das Zeug hielt und ließ sich nicht davon abbringen, egal was ich tat. Eins aber half: Als ich ihr erklärte, dass ich mit ihr auf einen Ausritt wollte, ließ sie Elena einfach stehen, sprintete in den Stall und zog Ciaran auf dem Weg einfach mit sich mit. Schulternzuckend sah ich zur Seite, wo Joline auf Liberté’s Nessaja saß, und machte es mir auf dem Rücken meines Ponys etwas gemütlicher. Es würde jetzt wahrscheinlich eine ganze Weile dauern, bis Gwen und Ciaran endlich auf ihren Vierbeinern aus dem Stall kommen würden.
      Ein Blick in Richtung Elena sagte mir, dass diese noch immer völlig verdutzt auf Gwens Hof stand und nicht wusste, was sie von dieser Aktion halten sollte.
      „Ich hab eh noch was zu tun“, winkte sie dann ab und verschwand gleichgültig vom Hof. Und, wie sollte es anders sein, zwar mit ihrem Auto. Alles andere wäre ja zu viel Arbeit für sie, Pferde hätte man ja auf- und absatteln müssen.

      Als Gwen und Ciaran irgendwann den Stall verließen, blieb Joline und mir die Spucke weg. Sie hatten nicht zwei, sondern gleich vier Pferde dabei: Gwen auf Ameya mit Nuriya als Handpferd, Ciaran auf Moon’s Wishing Well mit Minnie Maus neben sich.
      „Das ist doch jetzt nicht euer Ernst, oder? Da hätten wir ja direkt Aponi und Pamuya noch mitnehmen können.“ Stirnrunzelnd starrte ich auf das sechsköpfige Team und hob eine Augenbraue.
      „Was hat die denn jetzt für ein Problem?“ Ciaran stupste Gwen in die Seite und die beiden steckten auf den Vierbeinern die Köpfe zusammen wie kleine Teenagermädchen in der Highschool.
      Gwen seufzte nur. „Ach, frag nicht. Ein bisschen spießig einfach. Die versteht nicht, dass man sich auf mehr als ein Pferd konzentrieren kann.“ Sie schüttelte den Kopf und sah mich dann an. „Also. Können wir?“
      Joline runzelte ebenfalls die Stirn und verdrehte dann die Augen. „Gut, wenn ihr meint, dass es unbedingt sein muss. Aber Galopp fällt dann ja offensichtlich weg, oder Elisa?“ Sie wandte sich grinsend zu mir und ich nickte zustimmend. „Klar! Ist doch sonst viel zu gefährlich.“
      Gwen schmollte, obwohl es für sie sowieso klar gewesen war. Aber hey, man musste ja die Fassade aufrechterhalten und mitspielen.
      Ciaran, der wohl irgendwie gar nichts verstand, hielt einfach den Mund. War wahrscheinlich auch besser so.
      Bevor wir uns gegenseitig die Köpfe einschlugen oder unsere Vierbeiner drunter leiden mussten, setzten wir uns dann lieber in Bewegung und machten uns auf den Weg zum Wald. Die Waldwege waren momentan nicht ganz so verschneit wie der Rest der Umgebung, weshalb ich das durchsetzen konnte. Schnee war einfach nicht meins, zumindest nicht auf Dauer. Vielleicht hätte ich nie nach Kanada ziehen dürfen, aber was tat man nicht alles aus purer Verzweiflung?
      Meiner Nachbarin gefiel das gar nicht. Jetzt schmollte sie nämlich tatsächlich, weil sie den Schnee liebte und sich wahrscheinlich nichts Schöneres vorstellen könnte, als die Pferde dort durchstapfen zu lassen.

      Aber nicht mit mir.
    • Samarti
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      Die Flucht vor Verantwortung
      05/2017 | 1256 Zeichen
      Hauptstall: Accomplishment, Ace of Clubs, Beverly, Hall of Fame CU, Liluye, Liberté’s Nessaja, Ocean Water, Pina, Très Jolie
      Südstall: Allelujah, Avanti, Cardillac, Chesmu, Intoxicated, Levi, Tenacious
      Weststall: Aponi, Flightless Bird, Pamuya, PFS‘ Empire of Irony
      Nebenstall: Morengo, Hidden Flyer

      „Ich will noch nicht aufstehen“, grummelte Matthew genervt und zog sich die Bettdecke wieder über den Kopf, als ich sie ihm gerade entreißen wollte.
      „Wir haben verschlafen“, klärte ich ihn gütiger Weise auf und strafte ihn mit einem vorwurfsvollen Blick. „Du hast noch viel zu tun heute, denk dran.“
      Plötzlich schlug der Mann die Bettdecke entrüstet ans Fußende. „Ich? ICH?! Das ist DEIN Hof, schon vergessen?“
      „Nö, aber mit dem Titel als Gestütsleiter kommen gewisse Verantwortungen auf dich zu, Matthew. Dem hättest du dir vorher bewusst sein sollen.“
      „Ich bin das eh nur, damit du einen Grund hast, meinen Nachnamen als Gestütsnamen zu nehmen.“
      Ich seufzte. Ja, vielleicht hatte er da Recht. Aus einem anderen Grund hätte ich Matthew niemals mehr Verantwortung überlassen. Als ich das Zimmer wenige Minuten später verließ, um mich fertig zu machen, hörte ich vom Bett aus schon wieder ein tiefes, gleichmäßiges Atmen.
      Wenigstens schnarchte er nicht.
    • Sammy
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      Trainingsbericht Springen E-A
      05/2017 | 18428 Zeichen
      Gähnend lenkte ich meinen Leihwagen den Zufahrtsweg zum Gestüt Townsend Acres hinauf und hielt krampfhaft meine müden Augen auf. Diesmal war ich zwar nicht den ganzen weiten Weg aus England angereist, hatte dafür aber gerade meinen letzten Tag aus Aushilfskraft auf einem anderen Gestüt beendet und war dann noch knappe fünf Stunden im Auto gesessen. Definitiv genug Anstrengung für einen Tag. Alles was ich heute noch wollte, war ein leckeres Essen und ein kuscheliges Bett. Ich stellte mein Auto auf dem Parkplatz ab, zerrte meine Tasche vom Rücksitz und schlug die Tür zu. Im selben Moment ertönte im Haus ein lautes Bellen. Nanu? Seit wann hatte Elisa einen Hund? Na gut, ich war auch seit Jolympia nicht mehr hier gewesen, dennoch war ich ein wenig überrascht. Andererseits hatte das Hundebellen den entscheidenden Vorteil, dass man nun von meiner Anwesenheit wusste und die drei Gestütsbewohner aus dem haus kamen. "Sammy! Da bist du ja endlich, ich dachte schon, du würdest heute lieber in der Wildnis übernachten.", bemerkte Elisa grinsend. Ich gähnte wieder und lächelte Matthew an, der mir daraufhin die Tasche abnahm. "Jaja, eventuell hab ich mich ein ganz klein wenig verfahren. Und eventuell ging meine Arbeit auf Echo Forest auch ein wenig länger. Du weißt wie sehr ich Abschiede hasse. Hast du was zu essen und ein Bett für mich?", fragte ich. "Essen? Bett? Heißt das wir schlagen uns hier die Nacht um die Ohren, nur damit du dich dann gleich verziehst? Anscheinend hat England noch nicht so richtig auf dich abgefärbt, das ist nämlich nicht grade die feine Art.", mockierte sich Elisa schmollend. "Okay, okay, während dem Essen bin ich ja noch anwesend. Erwarte nur keine allzu großen geistlichen Anstrengungen mehr von mir.", gab ich mich geschlagen und folgte den dreien endlich ins Haus. Dort wurde ich auch sofort von einem kleinen, gepunkteten Etwas angehüpft und erschrocken quietschend machte ich einen Satz zurück. Elisa und Joline schüttelten sich vor Lachen und selbst der zurückhaltende Matthew lächelte verhalten. "Arbeitet mit riesigen Pferden, hat aber Angst vor einem niedlichen Welpen", zog Elisa mich auf. Ich konnte mich nicht beherrschen und streckte ihr die Zunge heraus. Wow, sehr erwachsen Sammy. In der Küche angelangt waren alle Neckereien sofort vergessen: Ich roch Lasagne. Mhm genau das, was ich jetzt brauchte. Als würde Elisa meine Gedanken erraten, feixte sie: "Oh tut mir Leid, die Lasagne ist für morgen. Ich hätte noch Wasser und Brot. Beläge sind alle. Ach und dein Zimmer ist nicht fertig, vielleicht könntest du heute einfach im Wohnzimmer schlafen?" "Wenn du nicht gleich aufhörst und mir einen gigantischen Teller von dieser wahnsinnig lecker riechenden Lasagne vorsetzt, gehe ich rüber zu Gwen oder Elena und bettle bei denen um Essen.", drohte ich scherzhaft. Elisa griff sich theatralisch ans Herz, zauberte dann jedoch einen großen Teller voll duftender Lasagne hervor. Um in Ruhe essen zu können, lenkte ich das Gespräch auf Elisa's Lieblingsthema: "Erzähl mir doch mal von deinen Reitponys. Was gibt's Neues?" Sofort war Elisa Feuer und Flamme und ich konnte mich ganz und gar auf mein Essen konzentrieren, indem ich ab und an nickte oder "hm" sagte. Herrlich.

      ~*~

      Am nächsten Morgen war ich gewohnt früh auf den Beinen und tappte auf Zehenspitzen durch das Haus, um ein Bad zu finden. Ich hatte geschlafen wie ein Stein und fühlte mich nun fit und ausgeruht. Es war allerdings erst kurz vor fünf, weshalb im Haus noch Totenstille herrschte. Als ich mich frischgemacht und angezogen hatte, machte ich mich auf, um meine morgendliche Runde Sport zu absolvieren. Eigentlich war Elisa gemeinsam mit Eddi und mir an einem "Wir-werden-schlank-für-den-Sommer-Programm" beteiligt, doch da ich nicht wusste wo sich ihr Zimmer befand, ließ ich sie heute in Ruhe. Leider kannte ich mich auf Townsend Acres nicht mehr allzu gut aus, weshalb ich mich für heute damit begnügte die Wege auf dem Gestüt auf und ab zu joggen und danach auf der Wiese bei dem hübschen Schwimmteich ein kleines Kraftworkout abzuhalten. Als ich schließlich kaputt aber glücklich wieder ins Haus kam, war auch meine Gastgeberin wach. Sie starrte mich sprachlos an und meinte nur: "Du spinnst ja total.", während sie auf den Knopf der Kaffeemaschine hämmerte. Ich lächelte verschlagen. "Du musst mir heute eine Führung durch das Haus geben, damit ich dich morgen wecken kann. Wir ziehen das hier zusammen durch, schon vergessen?" Auf einen Schlag wich alle Farbe aus Elisa's Gesicht. "Auf keinen Fall! Nur über meine Leiche. Ich werde den anderen sagen, dass sie dir nicht verraten dürfen, wo ich schlafe." Doch ich sah ihr an der Nasenspitze an, dass sie genau wusste, dass sie das nicht retten würde. Ich hüpfte flott durch die Dusche und frühstückte dann zusammen mit Elisa. Als diese gerade nach oben ins Bad ging, fing ich Matthew auf dem Weg nach draußen ab und meinte unschuldig: "Kannst du mir Elisa's Zimmer zeigen? Sie wollte mir ein T-Shirt leihen, weil meine alle dreckig sind und jetzt ist sie einfach ins Bad gegangen!" Matthew runzelte die Stirn und antwortete: "Sind ihre Sachen nicht ein bisschen klein? Aber gut, wenn Elisa das sagt...." Ich folgte ihm die Treppe hoch und zeigte auf eine der Türen, gerade als Elisa aus dem Bad kam. "Matthew, nein! Was soll denn das? Mann, bist du blöd!" Der arme Kerl zog den Kopf ein und sah verwirrt zwischen und hin und her bevor er kopfschüttelnd nach unten ging. Ich grinste Elisa an und drängte sie dann sich zu beeilen, damit ich endlich mit der Aufgabe beginnen konnte, wegen der ich eigentlich hier war - ich sollte eine ihrer Stuten trainieren.
      Zehn Minuten später standen wir dann auch tatsächlich im Hauptstall vor der Box einer schönen Chestnut Rabicano Stute namens Liberté's Nessaja. Das erst fünfjährige Stütchen streckte Elisa ihren feinen Kopf entgegen und schnoberte an ihren Handflächen nach etwas Essbarem. "Willst du gleich loslegen? Dann zeige ich dir, wo du alles findest.", bot Elisa an. Ich nickte freudig. Ich liebte es, neue Pferde ins Training zu nehmen, da es einfach Abwechslung vor dem normalen Alltag bot. Auch wenn ich mich mit meinen über 100 Pferden was die Abwechslung anging eigentlich nicht beschweren konnte. Beladen mit Nessi's Sattelzeug machte ich mich wieder auf zu der Box der Stute. Zum Kennenlernen stand heute Dressurarbeit auf dem Programm, auch wenn ich die Stute letztlich im Springen auf Klasse A trainieren sollte. Dafür mussten wir uns jedoch erst einmal aneinander gewöhnen. Laut Elisa war Nessi eine Seele von Pferd. Zwar manchmal ein wenig frech, aber sehr gutmütig und nervenstark. Als ich den Spitznamen der Stute zum ersten Mal hörte, musste ich schmunzeln, da meine beste Freundin ebenfalls so hieß. Allerdings konnte sie mit Pferden rein gar nichts anfangen, obwohl ich nun seit fast zehn Jahren versuchte, sie endlich auf den Rücken eines meiner Pferde zu bekommen. Nessi holte mich mit einem ungeduldigen Stampfen zurück in die Gegenwart. Offensichtlich hielt sie nicht allzu viel davon, wenn man sich nicht voll auf sie konzentrierte. Ich strich ihr über den schlanken Hals und widmete mich dann in aller Ruhe ihrer Fellpflege. Dabei war ich extrem froh, dass ich den Stall für mich hatte, denn ich hatte die blöde Angewohnheit neuen Pferden beim Putzen alles mögliche zu erzählen. Manchmal sang ich ihnen auch vor. Alles in allem definitiv nichts, was andere zu hören bekommen sollten, falls ich noch irgendwo ernst genommen werden wollte. Als das rötliche Fell der Stute schimmerte, ihre Hufe ausgekratzt, die kurze Mähne gekämmt und der Schweif verlesen waren, sattelte ich sie auf. Gleich darauf verließen wir in voller Montur den Stall. Ich war einige Sekunden lang ein wenig orientierungslos, bis mir wieder einfiel welchen Weg Elisa mir genannt hatte. Dennoch atmete ich erleichtert aus, als ich den Dressurplatz erreichte. Ich entdeckte am Rand des Platzes ein paar Stangen und beschloss, dass wir sie später ins Training einbauen würden, falls alles gut lief. Nessi war zwar selbstverständlich schon gesprungen worden, doch ich machte mir immer gern selbst ein Bild vom Stand meiner Trainingspferde. Fröhlich vor mich hinpfeifend führte ich Nessi zur Mittellinie, stellte die junge Stute auf, gurtete nach und schwang mich in den Sattel. Hoppla. Ich hatte vergessen die Steigbügel einzustellen und scheinbar waren entweder Elisa oder Joline zuletzt auf Nessi's Rücken gesessen, denn die Bügel waren viel zu kurz. Nessi blieb brav stehen, während ich auf ihr herumhampelte und ich lobte die schöne Stute dankbar. Viel zu viele Trainingseinheiten begannen damit, dass ich mit den Pferden das Stillstehen ausdiskutieren musste und ich war mehr als froh dies hier nicht tun zu müssen. Mit einem leichten Schenkeldruck ritt ich Nessi im Schritt an und ließ sie am langen Zügel um den Platz gehen. Die Morgensonne schien mir warm auf den Nacken und ich klopfte mir in Gedanken selbst dafür auf die Schultern, dass ich Sommerklamotten eingepackt hatte. Nessi schritt eifrig vorwärts und war mir etwas zu schnell unterwegs, als ich sie schließlich antrabte. Allerdings ließ sie sich mit ein paar halben Paraden wunderbar händeln und drosselte das Tempo auf einen angenehmen Arbeitstrab. Nessi hatte schöne Gangarten, reagierte gut auf die verschiedenen Hilfen und schien absolut kein Problem mit einem völlig Fremden auf ihrem Rücken zu haben. Zufrieden grinsend galoppierte ich die Ponystute an. Da das Training so gut verlief, konnten wir morgen bereits mit dem Springtraining beginnen. Erst einmal ließ ich Nessi aber noch diverse Zirkel, einfache Schlangenlinien, Volten, Schlangenlinien durch die Bahn, Handwechsel und Übergänge gehen, bevor ich aus dem Sattel glitt und die Stangen in die Bahn zog. Nessi musste dabei hinter mir herschleichen, da ich die Stute schließlich nicht an der Trense festbinden konnte. Als ich gerade mit hochrotem Kopf die zweite Stange hinter mir herzog, kam Elisa um die Ecke und blieb verdutzt stehen. "Was treibst du denn da? Eigentlich dachte ich ja, du bist hier um Nessi zu trainieren, aber ehrlich gesagt siehst du aus als hättest du mehr gearbeitet." "Haha, sehr lustig, Schwing lieber deinen Hintern hierher und hilf mir. Mit nur einer Hand ist das echt umständlich.", gab ich Augen rollend zurück. Als endlich alle vier Trabstangen an Ort und Stelle lagen, schwang ich mich wieder in Nessi's Sattel und trabte die Stute ein paar Runden über den Platz, um sie wieder aufzuwärmen. Elisa stand mit verschränkten Armen am Zaun und sah uns zu. Ich lenkte Nessi auf die Trabstangen zu und ließ die Zügel locker durchhängen. Das machte ich bei der Stangenarbeit immer so, da ich wollte, dass die Pferde selbstständig mitdachten und sich nicht nur auf den Reiter verließen. So manches Pferd hatte seinem Reiter schon Siege eingebracht, indem es dessen Fehler ausgeglichen hatte. Nessi verringerte das Tempo etwas und spielte verwirrt mit den Ohren. Ich trieb sie mit der Stimme vorwärts und rahmte sie mit den Beinen ein, ansonsten hielt ich mich mit der Hilfengebung zurück. Dementsprechend lief der erste Durchgang nicht so toll. Nessi bewegte sich zwar über die Stangen, achtete aber nicht auf sie, weshalb sie mit den Hufen dagegen schlug. Beim zweiten Mal ließ ich der jungen Stute immer noch viel Luft, gab diesmal jedoch sanfte Schenkelimpulse, um Nessi anzuzeigen, wann sie die Beine höher heben musste. Das klappte schon um einiges besser. Vielleicht fehlte es Nessaja auch ein wenig an Selbstvertrauen, aber daran konnten wir in nächster Zeit ja arbeiten.

      ~*~

      Eine knappe Woche später sprangen Nessaja und ich unseren allerersten vollständigen Parcours. In der vergangen Zeit hatten wir täglich miteinander gearbeitet. Das ging von Stangenarbeit, über Freispringen, bis hin zu gemütlichen Ausritten. Okay, für Nessi waren sie gemütlich gewesen. Ich hatte eher ein wenig Angst gehabt, dass wir uns mit Elisa hoffnungslos verirrten. Daran war allerdings Elena nicht ganz unschuldig. Die hatte mich nämlich davor gewarnt alleine mit Elisa auszureiten. Zu allem Übel hatte Elisa mir auch genau das angedroht, da ich sie an meinem zweiten Tag auf Townsend Acres mit einem nassen Waschlappen geweckt hatte, um sie zum Joggen zu überreden. Daraufhin hatte sie sich am dritten Tag bei Joline im Zimmer auf den Boden gelegt, doch auch dort hatte ich sie gefunden. Fröhlich berichtete ich fortan jeden Tag Eddi von unseren Fortschritten, auch wenn Elisa mich andauernd verfluchte. Glücklicherweise waren wir sowohl auf den Ausritten als auch bei Joggen weder einem Bären begegnet, noch jämmerlich verhungert, sondern hatten das Gestüt jedes Mal wieder gefunden.
      Ich hatte die junge Stute während unserer Dressurarbeit auch über das ein oder andere Hindernis auf E-Niveau springen lassen - meine damalige Reitlehrerin hatte das "Dressurreiten über die Hindernisse" genannt. Da es damals gut funktioniert hatte, blieb ich dabei. Es verhinderte, dass die Pferde beim Anblick von Hindernissen sofort heiß wurden und losstürmten. Nicht, dass ich Nessi so eingeschätzt hätte, aber schaden konnte es dennoch nicht. Mein Flug war sowieso erst für Ende der Woche gebucht. Ich wärmte die fuchsfarbene Stute gut auf, galoppierte im Arbeitstempo an und ließ sie auf das erste Hindernis zugehen. Zwei Sprünge auf A-Niveau waren bereits dabei, doch ich hatte keinerlei Bedenken, dass Nessi sie schaffen würde. Die meiste Zeit hatte ich darauf verwendet, Nessi Selbständigkeit am Sprung beizubringen. Hierbei hatten Freispringen und Bodenarbeit wahre Wunder gewirkt. Die Trabstangen überwand Nessi nun ohne jede Einwirkung einwandfrei - zumindest wenn sie sich konzentrierte - und auch am Sprung wurde sie mutiger. Auch jetzt erfreute mich das Reitpony. Sie ging kontrolliert durch den Parcours, nahm jedes Hindernis gelassen und achtete auf meine Hilfen. Beim letzten Sprung , einem einfachen Oxer, schränkte ich meine Hilfen wieder ein. Widersprüchliche oder falsche Kommandos würde ich Nessi niemals absichtlich geben, doch ich wollte sehen, wie die Stute reagierte. Sie spielte mit den Ohren, nahm ein wenig Tempo zurück - und sprang! Zwar riss sie aufgrund der zu geringen Geschwindigkeit die hintere Stange, doch die Hauptsache war, dass die Stute nicht verweigert hatte. Ich lobte sie grinsend und parierte anschließend zum Schritt durch. Der Rest war von jetzt an ein Kinderspiel. Ich ritt das Stütchen trocken und suchte dann sofort nach Elisa, um ihr von der erfolgreichen Arbeit zu berichten.

      ~*~

      Liebevoll wischte ich mit einem weichen Tuch ein letztes Staubkörnchen aus Nessi's sonst makellosem Fell. Der Tag des Abschlusstrainings war gekommen und in zwölf Stunden war ich bereits wieder auf dem Heimweg. Ich hatte die Zeit genossen und würde Nessi und natürlich auch Elisa und die anderen vermissen, wenn ich zurück in England war. Nun jedoch stand die letzte Herausforderung meiner Zeit hier an: ein recht anspruchsvoll gestalteter Parcours auf A-Niveau. Wenn Nessi den schaffte - und daran hatte ich keine Zweifel, sonst hätte ich kein Abschlusstraining angesetzt - durfte sie offiziell auf A-Niveau starten. Die Höhe der Hindernisse betrug maximal 1,10 Meter, die Weite 1,25 Meter. Ausnahmen bildeten der Wassergraben mit 2,50 Metern und die Tripplebarre mit 1,75 Metern. Insgesamt bestand der Parcours aus sieben Hindernissen, darunter eine zweifache Kombination. Ich sattelte Nessaja auf, schützte ihre Beine mit Gamaschen und Streichkappen und führte die junge Stute dann auf den Springplatz. Elisa und Matthew würden hinzukommen, sobald ich Nessi aufgewärmt hatte. Die hübsche Ponystute beäugte die bunten Hindernisse nicht mehr, als auch während der letzten Tage schon und ich ritt sie am langen Zügel quer über den Platz. Dann trabte ich sie an, ritt Zirkel, Volten und Schlangenlinien, um ihre Muskeln zu lockern. Als ich gerade angaloppierte, kamen die beiden Gestütsleiter an den Zaun und sahen ihr Pferd gespannt an. Ich brachte Nessi vor ihnen zum Stehen, senkte grinsend Kopf und Hand zum Gruß und galoppierte anschließend erneut an. Gleich darauf ritt ich mit Nessi auf den ersten Sprung - eine leuchtend bunte Mauer - zu. Das Pony stand gut an meinen Hilfen, galoppierte frisch vorwärts und flog über das Hindernis. Als nächstes folgte ein Steilsprung, dann eine Kurve und eine Tripplebarre. Auf der Diagonalen hieß es dann Tempo aufnehmen für den Wassergraben. Ich ließ Nessi mehr Luft und die Stute reagierte mit einem kräftigen Schub nach vorn. Anfangs hatte sie die glitzernden Reflektionen auf dem Wasser überhaupt nicht gemocht, mittlerweile verlegte sie sich darauf, dass Hindernis einfach schnell hinter sich zu bringen. Für mich war die Hauptsache, dass sie sauber darüber hinweg sprang und man nicht bei jedem Anritt mit ihr diskutieren musste. Ihr Hinterhufe setzten knapp hinter der weißen Linie auf und ich musste sofort Tempo zurücknehmen, da nun die zweifache Kombination vor uns lag. Sie bestand aus Oxer und Steilsprung und sollte ein Klacks sein, wenn wir mit der richtigen Geschwindigkeit zum richtigen Absprungpunkt kamen. Ich gab Nessaja mehrere halbe Paraden, bis das Stütchen den Galopp verlangsamte und wir kamen ganz gut zum Oxer. Dennoch passte der Abstand zum darauf folgenden Steilsprung nicht ganz und Nessi riss die oberste Stange. Ich trieb sie energisch vorwärts, damit sie sich vom Geräusch der fallenden Stange nicht aus dem Konzept bringen ließ und dirigierte sie direkt auf das Doppelrick zu, dass nun vor uns aufragte. Perfekt. Nur noch ein letzter Steilsprung trennte uns von der imaginären Ziellinie und von Nessi's Stufenaufstieg. Die eine gerissene Stange änderte daran natürlich nichts. Ich setzte mich tiefer in den Sattel, um Nessi's Tempo nochmals etwas zu regulieren und Sekunden später hüpfte die Reitponystute in schöner Manier über das Hindernis. Ich ließ sie noch ein paar Meter galoppieren, dann parierte ich sie zum Schritt durch und ritt am langen Zügel zu Elisa und Matthew. Während der junge Mann lächelnd nickte, blickte Elisa das Pony ganz verliebt an. "Hach meine Nessi", hörte ich sie säuseln und dann knutschte sie das Pony auch schon ab, während ich noch aus dem Sattel rutschte. Gemeinsam versorgten wir das fleißige Pony und brachten sie anschließend für ihre wohlverdiente Pause auf die Koppel. Dann stellte ich Elisa noch schnell das Trainingszertifikat aus und begann meinen Kram zusammen zu packen, da meine Zeit in Kanada nun erst einmal zu Ende war...​
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    • Samarti
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      Bunter Zuwachs
      06/2017 | 2405 Zeichen
      „Das ist ein schlechter Scherz, oder?“ Matthew und Domenic standen mit verschränkten Armen nebeneinander. Der Eine runzelte die Stirn, der Andere verdrehte nur die Augen.
      „Boah, Elisa, du mit deiner elenden Kaufsucht. Das ist doch nicht mehr normal!“ Melodramatisch warf Matthew seine Arme in die Luft, was Sophia mit einem zischenden „Reiß dich zusammen!“ quittierte, denn die Anglo-Araber-Stute PFS‘ Empire of Irony, die die Frau am Zügel hielt, sprang vor Schreck mit einem Satz zur Seite und schnaufte entsetzt. Dennoch hatte sie sich nach kurzer Zeit wieder gefasst und lief gesittet neben Sophia her, als diese weiterging.
      „So, das wär’s dann“, verkündete ich stolz und wedelte mit den Papieren der neu erworbenen Reitponystute vor Matthews Nase hin und her. „Das wäre dann unser Ponykauf für den Mai. Der nächste folgt bestimmt im Juni. Bis dahin wünsche ich euch viel Geduld und noch sehr viel mehr Nerven!“ Mit den Worten führte ich Devina, die gescheckte Fuchsstute, die nun zu uns gehörte, in den Hauptstall und brachte sie in die frisch eingestreute Box. Hier dürfte sie sich nun erst einmal einleben.
      Devina war ein äußerst hübsches Tier mit einer wahrlich ausgefallenen Musterung auf der Hinterhand. Wie ihre Mutter Dorina war sie ein Schabrackenschecke, ein Glück hatte sie das vererbt bekommen.
      Ursprünglich stammte Devina tatsächlich aus England vom Hollybrook Stud meiner Freundin Sammy, die momentan auf dem Gestüt war, um Liberté’s Nessaja im Springen aufzustufen. Als ich dann am nächsten Morgen plötzlich mit Devina vor ihrer Nase herumtanzte, starrte sie mich erst an, als wäre ich völlig durchgeknallt (Punkt für Sammy), dann als hätte ich komplett den Verstand verloren (noch ein Punkt für Sammy) und dann schien es ihr irgendwann mal aufzufallen, welches Pony da vor ihr stand (hundert Gummipunkte für Sammy).
      „Das kann doch nicht wahr sein“, schmunzelte sie und strich der inzwischen fünfjährigen Ponystute sanft über die Stirn. „Wo hast du die denn aufgetrieben?“
      „Aus Deutschland“, grinste ich. „Von dem Gestüt, an das du sie als Fohlen irgendwann mal verkauft hast. Zuchtumstellung.“
      „Wow, sie hat sich echt gemacht. Das letzte Mal habe ich sie gesehen, da war sie gerade mal ein Jahr alt.“ Sammy schien nun in Erinnerungen zu schwelgen, weshalb ich nichts mehr erwiderte. Und Devina schien es wirklich zu genießen, die volle Aufmerksamkeit der Frau für sich zu haben.
    • Gwen
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      Hufschmiedbesuch
      06/2017, von ceres | 8921 Zeichen
      "Meine Güte!", knurre ich entnervt. "Einmal im Leben, einmal ist der Kunde nur wenige Meter von meiner eigenen Haustür entfernt und dann komme ich trotzdem zu spät". Völlig fertig schlage ich die Arme auf dem Lenkrad meines kleinen Transporters zusammen und hefte den Blick auf den Stau vor mir, als würde er davon vielleicht wie durch ein Wunder verschwinden. Mein Wagen steht. Ich stehe und befinde mich noch genau am gleichen Fleck wie noch zehn Minuten zuvor - Townsend Acres in greifbarer Ferne. Mein Blick richtet sich in Richtung Himmel. Auch dieser ist stark bewölkt, er könnte mein Glück jetzt noch perfekt machen.

      Als hätte ich es mit meinen schlechten Gedanken heraufbeschworen, hat der Himmel seine Pforten geöffnet und entlässt nun all seine Fruchtbarkeit über mir, gerade dann, als ich den letzten Abzweig in Richtung des Gestütes von Elisa Cranfield nehme. Trotz des strömenden Regens schaffe ich es, den Parkplatz zu finden und so viele Sachen wie möglich zusammen zu packen und auf dem hübschen und großzügigen Gelände den Stall zu finden, den man mir per Telefon beschrieben hat. Mit tropfenden Haaren und verschwommenen Blick, weil eine uralte und runde Brille meine Nase ziert, betrat ich endlich das hoffentlich richtige Gebäude. "Ich muss dringend zum Friseur", murmle ich, während ich versuche mit einer Hand mir einen klaren Blick zu verschaffen.
      "Wie bitte?"
      Ich schrecke auf. Vor mir steht eine junge Frau, welche mich mit hochgezogenen Augenbrauen fragend anblickt. "Nichts nichts!", sage ich schnell und strecke ihr dann versucht professionell die Hand entgegen und lächle schräg. "Xavier Cote, Hufschmied, Sie hatten mich für vier Pferde bestellt."
      "Ach genau, das war zwar nicht ich, sondern Gwen". Sie drehte sich um und rief laut den Namen ihrer Freundin, welche hastig den Kopf aus einer der Boxen streckte. "Der Hufschmied ist endlich da!"
      Ich lächle wieder schräg. Xavier, du siehst so nicht hübscher aus! Ich höre auf mit Lächeln. "Ich hatte versucht Sie deswegen zu erreichen, tut mir ehrlich leid, ich bin in einen Stau geraten."
      "Halb so wild!", meint Gwen freundlich und hält mir ihre Hand entgegen. "Gwendolyn Campbell, willkommen auf Townsend Acres. Wollen wir beginnen?"

      Gwen holt als Erstes eine schneeweiße Stute namens Snow White Cassedy aus ihrer Box. Passender Name, denke und begutachte das Schneewittchen mit kritischem Blick. Ich streichle kurz ihren Kopf und lasse meine Hand dann sacht in einer Bewegung das Bein herabgleiten. Einen Huf nach dem anderen hebe ich so an und werfe einen ersten prüfenden Blick auf das Laufwerk des Tieres. Da es draußen immer noch regnet, muss ich Gwen bitten, mir die Stute einmal im Schritt und Trab im Stall vorzuführen, sodass die Hufe laut auf dem harten Boden gegen den Regen anklappern.
      Ich nicke zufrieden. "Das sieht schon einmal sehr gut aus. Ich würde vorne innen etwas mehr wegnehmen, da scheint mir etwas zu viel zu sein." Gwen ist einverstanden und so mache ich mich mit meinem Werkzeug an die Arbeit. Überschüssiges Horn wird abgeraspelt und anschließend in eine ordentliche Form geschliffen, der Strahl wird überarbeitet und die Form des Hufes der perfekten Laufform angepasst. Gwen hat Geduld und grault ihre Stute ununterbrochen, während ich ihr von meiner Arbeit erzähle und wie immer jeden Arbeitsschritt kommentiere. Ich kann gar nicht anders, als während der Arbeit zu reden. Nachdem jeder überarbeitet wurde, suche ich die passende Eisengröße heraus und halte sie Cassy an. Ich lege kurz überlegend den Kopf schief, schüttle diesen dann und nehme doch eine kleinere Größe, welche auch ohne Probleme an die zarten Hufe passte. Mein mitgebrachter mobiler Ofen ist bereits erhitzt und so dauert es nicht lange, bis ich die Hufeisen auf die passende Form gebracht habe. Mit kräftigen und doch vorsichtigen Schlägen bringe ich die Hufnägel in die jungen Hufe von Cassedy ein. Sie zuckt kurz, lässt sich jedoch brav von Gwen beruhigen, welche sich zur Ablenkung etwas frisches Heu hat bringen lassen.
      Nachdem alle vier Hufeisen an ihrem neuen Platz sind, muss Gwen für mich noch einmal laufen und Cassedy mit ihren neuen Schuhen vorführen. "Sieht gut aus!", meine ich zu ihr, die Hände zufrieden in die Hüften gestemmt. "Ich glaube, sie ist fertig."

      Der nächste Schuhpatient Ginny my Love. Gwen stellt sie mir höflicherweise vor und ich mache mich kurz mit ihr bekannt. Vielleicht wechselt auch ein kleines Leckerli den Besitzer, das ist aber so schnell verschwunden, dass das niemand nachweisen kann. Auch Ginnys Hufe kontrolliere ich ein erstes Mal, lasse sie dann auf dem Modelsteg ihre Gangtalente vorführen und mache mich auch bei ihr an die Korrektur der Hufe. Ihre Hufe sind um einiges härter und widerstandsfähiger als die von Cassy und ich komme fast ins Schwitzen, als ich am vierten Huf angelangt bin und Ginny jedoch immer wieder neugierig den Kopf zu mir drehen will und so unbewusst ihr Gewicht auf das Bein verlagert, welches auf meinen Knien ruht.
      "Puh!", sage ich und wische mir den Schweiß von der Stirn. Kurz bin ich orientierungslos, denke dann jedoch: "Hufeisen." Eine andere Stimme in meinem Kopf stimmt diesem Gedanken zu und so mache ich mich an die Wahl der Hufeisengröße, bei welcher ich diesmal sofort richtig liege. Auch diese vier Kandidaten werden flink an ihren Platz gebracht, nochmal kurz kontrolliert und dann netterweise abermals von Gwen vorgeführt, damit der Hufschmied sich ein Bild machen konnte. Wieder gute Arbeit, denke ich selbstverliebt und klopfe mir in Gedanken auf die Schulter. Auch Gwen scheint zufrieden und bringt ihre frischbeschlagene Stute mit klappernden Hufen zurück in ihre Box.

      Nun sind Elisas Cranfields Pferde an der Reihe. Sie beginnt mit einer fuchsfarbenen Stute. "Liberté's Nessaja", meint Elisa. "Ein Rabicano", fügt sie noch stolz hinzu und ich sehe wie ihre Brust anschwillt.
      "Sehr hübsch!", meine ich ehrlich und lächle. Auch Nessi soll Hufeisen bekommen, die gleiche Prozedur also wie bereits zuvor. Nessi scheint mich zu mögen, aber vielleicht mag sie jeden, der ihr etwas mitbringt. Aber ein guter Streichler bin ich auch, dass weiß ich schon lange. Auch Elisa bitte ich darum, nach einem kurzen Blick unter die Hufe, mir die Stute einmal in Bewegung vorzuführen, was diese auch prompt macht. Ach wie sehr mochte ich nette Kunden! Nach en Begutachtung steht für mich schnell fest, was für mich zu tun ist und ich beginne fleißig mit dem Ausschneiden und Korrigieren der hübschen Hufe. Ich mag gestreifte Hufe, denke ich, als ich den vorderen Huf anhebe und mit gekonnten Bewegungen diesem zu einer viel hübscheren Form verhalf. "Sehr gut gepflegte Hufe hat sie!", lobe ich die Besitzerin und nicke anerkennend.
      Die Hufeisengröße ist dieselbe wie bei Cassy, sodass ich nicht lange suchen muss und gleich beginnen kann, diese anzupassen. Kurz darauf befestige ich diese dann noch an den Hufen der Stute und entlasse meinen dritten Kunden mit neuer Bekleidung zurück in ihre Box.

      Ich bin schon leicht verschwitzt, als Elisa mir die letzte Stute für heute bringt. Accomplishment scheint es auch nicht gut zu finden, dass sie die letzte ist oder vielleicht mag sie meinen Schmeichelversuch nicht, jedenfalls schnaubt sie ungeduldig und dreht unruhig den Kopf weg, als ich versuche sie zu streicheln. Ich zucke mit den Schultern. Dann eben nicht, denke ich und beginne abermals mit der Arbeit. "Einmal vorführen bitte", ich lächle und gebe Elisa den Weg frei. Auch wenn sich Acco mir gegenüber nicht wie eine Prinzessin benommen hatte, so schwebte sie nun die Stallgasse entlang, als wäre sie eine. "Wow", hauchte ich. "Also laufen kann sie wirklich!", Elisa grinst und streichelt stolz das hübsche Tier.
      Bei Acco gibt es nicht allzu viel Arbeit. Ihre Hufe haben eine noch sehr annehmbare Form und ich rasple nur wenig weg, um diese nicht zu zerstören. Nachdem die Hufe angepasst und angelegt sind, darf ich noch einmal Accos fließenden Gang bewundern und gebe sie dann zurück in Elisas Hände.

      Zufrieden reibe ich mir die verstaubten Hände an meiner Hose ab und beobachte Elisa wie sie die Stute wegbringt. Dann reiße ich mich aus meinen Gedanken und werfe das erste Mal einen Blick aus dem Stalltor nach draußen. Der Tag hatte also doch noch etwas Gutes zu bieten! Die Regenwolken sind fast verschwunden und lassen der Sonne doch endlich die Chance dazu, ihre Kraft zu zeigen. Glücklich grinse ich. Ich mag die Sonne.
      Nachdem Elisa und Gwen sich beide wieder bei mir eingefunden haben, schüttle ich die Hände der beiden, berede noch kurz einige wichtige Dinge und suche dann meine verteilten Sachen zusammen. Bevor ich jedoch in mein Auto steige, kehre ich die Stallgasse und befreie diese von den Hufresten, die die Pferde zurückgelassen hatten. Elisa und Gwen scheinen sich jedenfalls über meine Hilfe zu freuen, sodass ich mit gutem Gewissen trotz der Verspätung kurz darauf den Hof verlassen kann und wieder zurück in Richtung Heimat fahre.
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    • Samarti
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      Reitponysammelstelle

      11/2017 | 711 Zeichen
      Hauptstall: Accomplishment, Ace of Clubs, Beverly, Devina, Kiss me Quick, Liluye, Liberté’s Nessaja, Liscalina, Ocean Water, Pina, Très Jolie
      Südstall: Allelujah, Avanti, Cardillac, Chesmu, Intoxicated, Levi, Tenacious
      Weststall: Aponi, Flightless Bird, Pamuya
      Nebenstall: Hidden Flyer, Morengo, PFS‘ Empire of Irony, Shrinking Violet

      Ein eigenes Gestüt zu führen war anstrengend.
      Noch anstrengender war es, wenn der Pferdebestand gefühlt täglich wuchs und man (mal wieder) zum absoluten Reitponymessi wurde. Immerhin hatte ich inzwischen ganze vier Pferde anderer Rassen bei mir stehen, sodass es wenigstens nicht mehr nur Deutsche Reitponys waren.
      Aber die Zahl stieg weiterhin.
      Es (ich) war schrecklich.
    • Samarti
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      Dumm, dümmer, Matthew
      05/2018 | 840 Zeichen
      Hauptstall: Accomplishment, Ace of Clubs, Beverly, Casey, Devina, Kiss me Quick, Liluye, Liberté’s Nessaja, Liscalina, Ocean Water, Pamuya, Pina, Très Jolie, Yuki
      Südstall: Allelujah, Avanti, Cardillac, Chesmu, Intoxicated, Levi, Sacramento, Sergeant Reckless, Sonic Syndicate, Tenacious, Burnin' Unbridled Dreams
      Weststall: Aponi, Flightless Bird
      Nebenstall: Hidden Flyer, Morengo, PFS‘ Empire of Irony, Shrinking Violet

      Matthew war so nervig! Nie konnte man ihm irgendeine Aufgabe überlassen, für die er dann die Verantwortung übernahm. Heute war es die Weideeinteilung gewesen, die zwar seit Monaten feststand, Matthew aber mal wieder verpeilt hatte. Obwohl unsere Grüppchen bei den Hengsten immer dieselben waren, brachte meine rechte Hand es zustande, fast alles komplett durcheinander zu bringen. Ich konnte es kaum fassen, als ich morgens (um 12...) raus ging, um nach allen zu sehen, und Allelujah und Cardillac zusammen standen und sich rauften. Die beiden waren Paradebeispiele für Hengste, die sich einfach nicht ausstehen konnten, weil sie beide immer die Nummer 1 sein mussten.
      Nachdem ich mit Jolines Hilfe alles wieder richtig organisiert hatte, stampfte ich wütend ins Haus und direkt auf unser Büro zu.
      Der sollte sich auf was gefasst machen.
    • Samarti
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      Wow, wir haben keinen Bock auf diesen Knochenjob
      11/2018 | 1960 Zeichen
      Townsend Acres
      Hauptstall: Accomplishment, Ace of Clubs, Beverly, Casey, Devina, Kiss me Quick, Liluye, Liberté’s Nessaja, Liscalina, Ocean Water, Pamuya, Pina, Très Jolie, Yuki
      Südstall: Allelujah, Avanti, Cardillac, Chesmu, Intoxicated, Levi, Sacramento, Sergeant Reckless, Sonic Syndicate, Tenacious, Burnin' Unbridled Dreams
      Weststall: Aponi, Flightless Bird

      Nebenstall: Hidden Flyer, Morengo, PFS‘ Empire of Irony, Shrinking Violet


      Gut Sanssouci
      Hengste im Sport: Räuberfürst, Rockford, Paint it Black, Real Steel, Romerico, Liberté’s Cresant Moon
      Stuten im Sport: Noell, Räubertochter, Show me Heaven, Lichterloh, Dark Chocolate, Long Island Icetea
      Hengste in der Zucht: Dark Decission, Dark Intention, Cloud Nine, Burnin’ Diome, Flavor of the Weak, Flavor of the Month, Clouded Sky, Kalzifer, Csíny, Császári
      Stuten in der Zucht: Colored Belle, Dark Jewel, Minstrel, Alors on Chante, Ékes, Colour GH’s Baila Conmigo, Rockabella, Golden Lights, Jacarta, Dark Rubin, Tavasz, Poppysmic
      Nachwuchspferde: Crescent Jewel, Golden Cascade, Dajeen, Weltwunder, Couleur du Deuil, Éllovas

      Aufzuchtskoppel: Abendsonne, Flavored Coffee, Darkest Hour, Clouded Mind, Cover the Stars, MIllenium Falcon


      - POV: Matthew -
      Elena und Elisa saßen mal wieder mit Wein vorm Kamin. Getan hatten sie heute (wie immer) nichts. Nate, Collin und ich mussten die Pferde versorgen. Alle 46 plus 34 Pferde. Zitat Elena: „Sind das genau 100?“ – Es war also sehr viel Wein. Zu viel. Natürlich hatten wir unseren Job sehr gut gemacht, auch wenn die Turniersaison vorbei war. Aber wir wurden nicht fürs Rumstehen bezahlt. Das betonten die beiden sehr, sehr, SEHR oft. Während sie frauenverachtende Rap- … äh… -videos schauten, waren wir gerade fertig mit den letzten Pferden und freuten uns auf den Feierabend und ein kühles Bier ausnahmsweise, weil wir ja verantwortliche Erwachsene waren. Im Gegensatz zu den bescheuerten Deppen. Wie dem auch sei, alle waren versorgt. Gemistet, geritten und gepflegt.
      Ciao, euer Matthew!
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  • Album:
    2.1 - Hauptstall
    Hochgeladen von:
    Samarti
    Datum:
    9 März 2017
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    Kommentare:
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    EXIF Data

    File Size:
    502 KB
    Mime Type:
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    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

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    Rufname: Nessi
    geboren: Juni 2012 | Alter: 5 Jahre


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    Rasse: Deutsches Reitpony
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Chestnut Rabicano
    Stockmaß: 144 cm


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    Beschreibung:
    Als Nessaja geboren wurde, war man sprachlos. Einen Chestnut Rabicano gab es auf dem Gestüt noch nie. Erst hatten Außenstehende Angst, die kleine Stute stand über den anderen Fohlen und Pferden. Dies änderte sich jedoch sehr schnell.
    Nessaja ist eine sehr freundliche und aufgeschlossene kleine Stute, der man jedoch Prioritäten setzen muss. Zu Fremden baut sie schnell Vertrauen auf, auch wenn sie ihnen nicht wie ein Hund hinterherläuft. Nessaja hängt jedoch sehr an ihrer Mutter Vanilla Twilight und wird leicht zickig, wenn man die beiden trennen will.


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    eingeritten [] | eingefahren []
    Reitstil: Englisch

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    Dressur A| Springen A


    Platzierungen

    339. Dressurturnier
    318. Galopprennen
    378. Westernturnier
    312. Fahrturnier
    370. Galopprennen (1. Losung)
    370. Galopprennen (2. Losung)
    371. Galopprennen


    zur Zucht zugelassen []
    steht als Leihmutter zur Verfügung [
    ]
    Momentane Punktzahl: 12 (16)

    Gencode: Aa ee RBrb

    Carenté-Pferd []
    Decktaxe: n. v.


    Besitzer: Samarti
    Ersteller: Elii

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    gechippt []

    Letzte Kontrolle: n. v.
    Letzte Impfung: n. v. | Letzte Wurmkur: n. v.

    beschlagen []
    Letzte Kontrolle: n. v.

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    Fohlenversion | Offizieller Hintergrund

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