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Samarti

Liberté's Nessaja, DRP

*2012, im Besitz seit dem 09.07.2015

Liberté's Nessaja, DRP
Samarti, 9 März 2017
    • Samarti
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      Vergangenheit
      02/2015 - 06/2015 | 3 Berichte
      Drei Reitponys?
      02/2015, von Eddi | 1490 Zeichen
      Es war schon ein Weilchen her, als ich die Kaufverträge für die drei Reitponys unterschrieben hatte. Ehrlich gesagt hatte ich das Ganze inzwischen vergessen und war doch etwas geschockt, als dann plötzlich ein Trailer auf meinem Hof stand und mir die drei brachte. Der Fahrer war sichtlich amüsiert darüber, denn die Reise nach Wyoming dauerte immer ein Weilchen und ich schien nicht die einzige zu sein, die hie und da mal ein Pferd vergaß. Gemeinsam mit Ethan lud ich die drei aus, war aber sofort zufrieden mit meinem Kauf. Irgendwo und irgendwie würden die drei mir schon etwas bringen. „Lassen wir sie erst einmal auf die Weide“, meinte ich lächelnd, öffnete das Gatter und löste dann den Strick von meinen beiden, ehe Ethan auch sein Fohlen noch mit auf die Weide ließ. Neugierig musterte ich die drei, die nun über die Weide tobten. Nessaja fand ich ja absolut toll. Die Roanscheckin hatte es mir schon vor langer Zeit angetan. Never look back hatte ich zugegebenermaßen nur aus dem Grund gekauft, dass sie ein Buckskin war und warum ich Dead Memory geholt hatte, weiß ich echt nicht mehr. Er war ein Rotfalbe mit fantastischem Körperbau und war auch charakterlich ein Traum, ich würde mich nur mit seinem Namen anfreunden müssen… „Na dann machen wir uns mal die Boxen!“, meinte ich grinsend und schob Ethan in den Stall. Die erste Nacht würden die drei im warmen Stall verbringen dürfen, aber dafür mussten die Boxen auch erst einmal eingestreut werden und das würden wir jetzt tun.

      Fohlenspielstunde?
      03/2015, von Eddi | 10.632 Zeichen
      Gähnend streckte ich mich, ehe ich mich noch einmal in das warme Bett einkuschelte. Inzwischen war ich dankbar, dass ich Kats Rat angenommen und die neuen Möbel gekauft hatte. Es war so schön, mal wieder in einem ordentlichen Bett zu schlafen! Und meine Rückenschmerzen verschwanden auch allmählich!
      Müde blinzelnd schaute ich aus dem Fenster und war sofort hellwach! Alle vier Quadrate des Fensters strahlten in einem tiefen morgendlichen Blau und das konnte nur eins heißen: heute war perfektes Wetter! Lächelnd verließ ich das Bett und huschte ins Bad, um mich kurz zu waschen und dann in meine Stallsachen zu schlüpfen.
      Unten in der Küche war Kat schon unterwegs und freundete sich bereits mit der neuen Küchenzeile an: es gab Pancakes. Zufrieden nahm ich mir drei und futterte sie in Windeseile weg. Kat bekam ein Lob für ihre Kochkünste, aber den Rest mit dem Bett verschwieg ich, immerhin sollte sie ja keine Höhenflüge bekommen. Kurz schaute ich mich um und runzelte die Stirn: „Wo ist Ethan?“, fragte ich knapp und schaute Kat an, die nur die Schulter zuckte. Seufzend stand ich auf und meinte nur noch: „Er ist heute für die Hengste und Stuten verantwortlich“, ehe ich das Haus verließ und mir nicht mehr Kats Luftsprünge ansehen musste.
      Denn Kat wusste, was diese Aussage bedeutete, dass hieß, das die Jungpferde unter unserer Obhut standen und ich glaube es wurde auch langsam Zeit, jetzt zum Frühlingsbeginn, wieder ein wenig mehr mit ihnen zu arbeiten. Den Winter über hatte ich sie aus reinen Zeitmangel größtenteils in Ruhe gelassen und maximal die Grundkenntnisse des Fohlen ABCs durchgenommen, so dass sie sich aufhalftern, führen und putzen ließen. Nun sollten sie aber auch die Halle kennenlernen und der ein oder andere auch den Hänger.
      Meine ersten Kandidaten für heute waren Hollybrook’s Fairy Bluebird und Joyce. Die beiden dreijährigen (fast vier) Stuten gehörten nicht mehr wirklich zu den Fohlen, aber sie waren beide noch für ihr Alter sehr jung im Kopf und ich wollte sie keinesfalls überfordern, denn beide waren etwas ganz besonderes. Ich begann heute mit meinem blauen Vögelchen. Die kleine Stute stammte aus der damals bekannten Hollybrook Zucht und machte sich ausgezeichnet, ich liebte sie abgöttisch und würde nie vergessen, wie glücklich ich an dem Tag gewesen war, als ich sie ihrem ersten Besitzer endlich abkaufen konnte.
      Inzwischen hatte sie ein ordentliches Stockmaß, doch ihr fehlte es noch eindeutig an der Breite, ich war mir aber sicher, dass die schon bald kommen würde. Fairy war mit am weitesten von allen Fohlen und immer sehr motiviert bei der Sache. Auch heute kam sie auf mein Rufen sofort brav angetrottet, ließ sich aufhalftern und anschließend ohne Probleme putzen.
      Danach gingen wir gemeinsam in den Round-Pen, wo ich sie heute longieren wollte, denn langsam sollte es an den aktiven Muskelaufbau gehen. Doch erst einmal sollte Fairy lernen, wie sie sich selbst tragen konnte, denn das würde die Grundlage für alle späteren Ausbildungsschritte sein. Wir arbeiteten nur zwanzig Minuten, machten in der Zeit aber enorme Fortschritte, weshalb ich das Training dann auch zufrieden beendete.
      In der Zeit hatte Kat mir schon Joyce geputzt und stand mit ihr bereits vor dem Round Pen. Darum gebeten hatte ich sie nicht, aber ich glaube Kat konnte Gedanken lesen… Etwas verdutzt, aber dankend nahm ich ihr Joyce ab und gab ihr Fairy. Mit Joyce machte ich das gleiche Spiel, auch wenn die kräftige Dreijährige schon wesentlich geschulter war als ihre Vorgängerin. Joyce lernte atemberaubend schnell und so war sie nach der halben Stunde zwar verschwitzt, hatte aber definitiv die richtigen Muskeln benutzt.
      Ich führte die Scheckstute in aller Ruhe trocken, ehe sie wieder auf die Weide durfte. Dort holte ich mir Raunchy’s Limited und Kat durfte die kleine Tiny Girl betüddeln. Während wir die beiden Stut“fohlen“ putzten, erklärte ich Kat bereits, worauf sie bei unserem Spaziergang achten sollte, damit auch Tiny Girl ordentlichen Unterricht bekam. Spielerisch übten wir während des Spaziergangs die korrekte Führposition und die Stimmsignale und die beiden Stuten machten echt toll mit. Bisher lief der Tag wirklich super und das bei herrlichem Wetter!
      Quintesse of Xaras war in der Ausbildung schon verdammt weit. Inzwischen ließ sie sich mit Sattel und Zaum longieren und lief selbst da in einer wunderbaren Selbsthaltung, mehr hatten wir die letzten zwei Jahre auch nicht trainiert. Bisher hatte sie aber immer nur den leichten Trainingssattel auf dem Rücken gehabt, da mir die meisten Westernsättel für den Anfang einfach viel zu schwer waren! Auch kannte sie zwar das Gebiss und hatte es ohne negative Erfahrungen kennenlernen dürfen, aber ich wollte die Stute bevorzugt gebisslos reiten. Dementsprechend würde sie heute die neuen Ausrüstungsgegenstände kennenlernen dürfen. Als erstes sattelte ich sie mit einem richtigen Westernsattel, nur locker und auch nur für einige Runden, denn ich wollte sie keinesfalls überfordern. Dann nahm ich ihr das schwere Teil wieder ab und machte sie mit dem Sidepull vertraut. Quintesse reagierte schon jetzt darauf wesentlich feinfühliger, als auf das Gebiss und ich wusste, dass es eine gute Entscheidung war, sie gebisslos zuzureiten.
      Doch für heute sollte es das erst einmal gewesen sein und die Stute durfte zurück auf die Weide, um die neuen Erfahrungen zu verdauen. Nun waren meine beiden ältesten Warmbluthengstfohlen an der Reihe. Die beiden hatten in letzter Zeit viel Freizeit gehabt, aber so allmählich sollten sie dann doch erwachsen werden. Prazzy durfte heute zum ersten Mal den leichten Trainingssattel auf seinem Rücken spüren. Vorsichtig machte ich ihn damit bekannt: er durfte ihn beschnuppern, ablecken und sogar einmal reinbeißen. Als er sah, dass das Teil ungefährlich war, berührte ich ihn am ganzen Körper damit und ließ ihn dann vorsichtig auf seinen Rücken gleiten. Alles lief problemlos ab, aber als der Gurt fest war, musste Prazzy doch erst einmal den einen oder anderen Bocksprung hinlegen, ehe er den Sattel wirklich vollkommen akzeptierte. Bei Painted Blur lief alles noch problemloser ab, der Rappe war einfach ein wahrer Sonnenschein!
      Nun kam mein kleines „Sorgenkind“ an die Reihe: Destinys Horror. Also inzwischen hatte sich die Stute echt gemacht und seitdem sie 24 Stunden am Tag draußen stand, hatte ihre Schreckhaftigkeit wirklich stark abgenommen, aber neuen Dingen gegenüber war sie stets immer noch misstrauisch und unruhig. Seit einigen Wochen versuchte ich bereits, sie mit dem Sattel vertraut zu machen, doch wir kamen nur mäßig voran. Heute wollte ich es gemeinsam mit Kat versuchen. Die Einheit endete damit, dass Destiny den Sattel zumindest endlich einigermaßen akzeptierte und er auf ihren Rücken liegen bleiben durfte und das war für mich schon ein voller Erfolg!
      Als nächstes war Altyn an der Reihe, der Nachkomme meiner Tekken, welche inzwischen in den Ruhestand eingekehrt waren. Anfangs hatte er seinen Eltern alle Ehre gemacht, aber dann war er in die Flegelzeit gekommen und hatte uns so sehr genervt, dass ich kurz davor gewesen war, ihn die verkaufen. Aber das sah ich nicht ein, denn aufgeben gehörte nicht zu meinem Wortschatz. Tagtäglich hatte ich mit dem jungen Hengst trainiert und ihn nicht in Ruhe gelassen und inzwischen war der Vierjährige so weit, dass er fleißig mitarbeitete und wir im aktiven Muskelaufbau an der Longe standen. Heute gingen wir dafür in die Halle, wo wir auf größerer Fläche arbeiteten und ich ihn mehr fördern konnte. Alles klappte wunderbar und so entließ ich ihn zufrieden wieder auf die Weide.
      „Oar schau mal!“, quietschte Kat aufgeregt, als sie Schneeglöckchen auf der Weide entdeckte, oh ja, es wurde langsam Frühling und ich freute mich tierisch auf diese Zeit! Lächelnd sammelten wir Shawanée und Mon petit écrou ein. Die beiden hatten noch einiges an Zeit, ehe es für sie Ernst werden würde. Stattdessen übten wir heute mit den beiden die Grundlagen des Fohlen ABCs und nach genügend Input, durften sie auch wieder auf die Weide.
      Jetzt waren Fantasio und Ironic an der Reihe. Fantasio hatte sich inzwischen von dem letzten Jahr erholt, als gar nichts mit ihm gemacht worden war. Sein Fell war inzwischen wieder viel glänzender und kräftiger geworden und der Junghengst sah allgemein viel besser aus. Ironic hatte kürzlich eine Fohlenschau hinter sich und das Ganze ganz gut gemeistert, aber wir wussten auch, woran wir arbeiten mussten. Deshalb ging es mit den beiden heute in die Halle, wo wir das Führen mithilfe einer kleinen „Kür“ übten, es ging uns tatsächlich besser von der Hand als gedacht und zufrieden beendeten Kat und ich das Training mit den Hengsten.
      Nun waren zwei aufgeweckte Stuten an der Reihe, wobei ich dabei Kat lieber die kleine Mellow Billow übergab. Sie war zwar aufgeweckt, aber keineswegs so temperamentvoll wie Ruffians Daughter. Denn die Jährlingstute hatte wirklich Feuer unter dem Hintern. Mit den beiden Stuten übten wir immer noch die Grundlagen, damit der spätere Umgang wie von selbstverständlich von Statten gehen würde. Bis wir aber dort angelangt waren, würde es noch ein Weilchen dauern… Stillstehen mochten die beiden gar nicht und ordentlich neben einem herlaufen auch nicht, es war manchmal echt ein Kampf, aber man sah die Fortschritte und so gab ich nicht auf, sondern machte immer weiter.
      Mit Occani und Nessaja hatten wir wesentlich leichteres Spiel, beide Stutfohlen waren von Grund auf einfach Sonnenscheine und benahmen sich dementsprechend auch so. Auch Never look back und Dead Memories benahmen sich wunderbar, auch wenn es uns bei Memos vollem Namen immer schauderte. „Wer nennt ein Fohlen so?“, fragte Kat verständnislos und schmuste mit dem Rotfalben, mir war es auch unklar, aber was wollte man dagegen tun, er war nunmal so eingetragen… Als letztes betüddelten wir noch Cruel Twist of Fate. Der kleine Painthengst war erst seit einem knappen Monat bei uns und sollte uns beim Spielen erst einmal kennenlernen, Kat hatte ihn natürlich sofort ins Herz geschlossen!
      Nachdem alle Fohlen gepflegt waren, machten wir uns an die Arbeit, die Unterstände auszumisten und frisch einzustreuen und die beliebten Toilettenecken auf der Weide abzuäppeln. Danach füllten wir die Heunetze und – raufen neu auf und dann war der Tag auch schon beinahe wieder rum. Ich schaute noch bei den Stuten und Hengsten nach dem Rechten, aber Ethan hatte seine Arbeit vorbildlich erledigt, so dass auch die Großen versorgt waren. Müde kehrten wir also ins Haus zurück, wo wir alle erst einmal duschten, ehe Kat uns zu einem Filmabend mit Popcorn überredete und wir doch tatsächlich Spirit und Bärenbrüder schauten!

      Ein Neuankömmling
      06/2015, von Eddi | 4358 Zeichen
      Gähnend watschelte ich Richtung Bad, so müde wie heute war ich schon lange nicht mehr, aber wenn der Tag versprach heiß zu werden, lohnte es sich eben doch, etwas eher aufzustehen, gerade wenn man einen Neuankömmling erwartete.
      Kat sprang wie immer quietschvergnügt in der Küche herum und reichte mir direkt eine Tasse Kaffee. „Danke“, murmelte ich und setzte mich an den Tisch, um mein Getränk zu schlürfen. „Wer kommt heute?“, fragte Kat neugierig und ich erzählte ihr von Long Island Icetea. Ein Reitponyfohlen, was bereits schon einmal in meinem Besitz gewesen war und es nun bald wieder sein sollte.
      „Nessaja wird sich freuen, ihre alte Freundin wiederzutreffen“, meinte ich grinsend. Dann ging es nach dem Frühstück auch direkt nach draußen – die Pferde wollten gefüttert werden. Danach säuberte ich die Offenställe der Jungpferde, ehe ich mir Nessaja holte, sie putzte und ein wenig beschäftigte, bis Icetea kommen würde.
      Als es dann so weit war, brachte ich die beiden Jungstuten gemeinsam auf eine der kleineren Weiden, damit sie sich „kennenlernen“ konnten. Tatsächlich erkannten sie sich recht schnell und tobten gemeinsam über die Weide. Ich ließ sie den Vormittag noch extra und kümmerte mich um die älteren Jungpferde, denn dort ging langsam die Ausbildung los.
      Hollybrook’s Fairy Bluebird und Joyce wurden inzwischen regelmäßig longiert und sollten demnächst an Sattel und Trense gewöhnt werden. „Bald zieht ihr beiden um“, meinte ich lachend, nachdem ich beide Stuten aufgehalftert und von der Weide geführt hatte. Ich putzte sie gründlich und gab Joyce dann an Ethan ab, der mit ihr ein wenig Bodenarbeit auf dem Platz machte, während ich Fee longierte.
      Die Foreststute machte sich wunderbar und würde das perfekte Gegenstück zu Zarin sein, ich freute mich schon darauf, sollte ich die beiden irgendwann doch mal endlich gekört bekommen. Auch von Joyce hörte ich nur Gute. Der interessante Mix aus Criollo und Tinker machte sich sehr gut, eine Kreuzung die man eindeutig ausbauen könnte.
      Nach den beiden kümmerte ich mich um die kleine Tiny Girl. Inzwischen war sie für ihre Rasse schon groß, aber trotzdem der Zwerg auf der Weide, selbst Occani übertrumpfte mein AMH inzwischen. Aber an Arbeitsmotivation war die kleine Scheckung wiederum nicht zu schlagen und so machte sie auch heute bei der Bodenarbeit wieder gut mit. Mein Ziel war ja, sie bald anzufahren, damit wir in Zukunft in diese Richtung gehen würden.
      Raunchy’s Limited trat ich heute an Kat ab. Die liebte die kleine Reitponystute, welche auch immer mehr nach ihrem Vater kam, mir ging es nicht anders. Quintesse of Xaras arbeitete ich selber noch einmal, aber dann mussten auch erstmal die restlichen Offenställe gemacht werden. In der Zeit kümmerte sich Ethan um Prazzy’s Goldbell und Painted Blur. Kat putzte noch Destiny Horror, ehe sie das Mittagessen machte.
      Danach ging es auch direkt weiter. Ich gewöhnte Altyn allmählich an den Sattel, denn der Achal Tekkiner war auch allmählich für mehr als nur Bodenarbeit bereit. Shawnée hatte heute frei und wurde nur ein bisschen von Kat betüddelt, genauso wie Fantasio.
      Mon petit écrou hingegen wurde von Ethan beschäftigt und die beiden hatten auch sichtlich Spaß. Mit Outlaw Torn unternahm ich einen Spaziergang, ehe wir gemeinsam mit Ironic und Ruffian’s Daughter ein wenig Anti-Schrecktraining machten. Outlaw war total entspannt, Ironic erschrak sich ab und an, lernte aber schnell, aber bei Ruffian hatten wir echt noch allerhand zu tun.
      Mellow Billow ließ ich heute auf der Weide, sie hatte ich erst gestern longiert, da musste sie nicht schon wieder dran glauben. Nessaja hatte heute sowieso frei und wurde stattdessen gemeinsam mit Icetea wieder in die kleine Herde gebracht. Das Anfangstheater war groß und daran interessierte sich kaum noch jemand für den Neuankömmling. Alles lief nach Plan.
      Never look back und Dead Memories waren noch recht neu bei uns und so hatten sie immer noch etwas Schonfrist. Nicht anders verfuhr ich bei Paddington, der sowieso noch recht jung war und einfach das Fohlen-ABC lernen sollte.
      Als Abschluss gingen Kat und ich noch mit Caruso und Cruel Twist of Fate ein Ründchen spazieren und ließen die beiden auch im Wasser plantschen. Dann wurde es auch schon Zeit für die zweite Fütterung und das ein oder andere Pferd wollte auch noch geritten werden, ach hätte der Tag nur mehr Stunden.
    • Samarti
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      Eine Cocktailbar in Form eines Hofes
      07/2015 | 4575 Zeichen
      „Wie viele Getränke willst du noch kaufen?“ Elena stemmte abwartend die Hände in die Hüften und zog skeptisch die Augenbrauen in die Höhe. Dabei schenkte sie mir einen dieser „Ich erwarte eine Antwort, sonst überrumple ich dich bald im Schlaf – mit einem Messer“-Blicke.
      Auch Gwen gesellte sich dazu. „Echt jetzt! Multivitaminsaft, Sambuca, Cardillac, der eigentlich ohne R geschrieben werden sollte, um ein Getränk zu sein, und Bacardi, jetzt sogar das hier … Was haben wir denn da noch zu befürchten?!“
      „Ach“, winkte Jojo nur ab, „Elisa hat die letzten Alkoholiker auch schnell wieder abgeschoben. Die hier wird bestimmt auch nicht lange bleiben.“ Zweifelnd wackelte sie mit ihren Augenbrauen und brachte uns somit dazu, ihr Augenbrauenspiel fasziniert zu beobachten, ehe wir uns davon losreißen konnten.
      „LONG ISLAND ICE TEA IST ALKOHOLISCH?!“, kreischte Gwen plötzlich auf und warf mir einen dieser Blicke zu, mit denen sie mich schon ständig strafte, wenn ich mit einer Flasche Tequila vor ihrem Gesicht herumwedelte.
      „Ja, Gwen. Da ist Rum, Wodka, Gin, Triple Sec Curacacacacaoaco und sogar Tequila drin! Also dir sollte es schmecken“, erklang es dann von Elena und ihre Stimme war ausnahmsweise sogar nur ein leises Piepsen, fast ängstlich, Gwen würde ihr gleich an die Kehle springen. So abwegig war die Vorstellung allerdings gar nicht.

      Long Island Icetea und Liberté's Nessaja hatten heute tatsächlich auf mein Gestüt gefunden. Es handelte sich hierbei um zwei junge Reitponydamen, die eine vier-, die andere dreijährig. Icetea würde ich zunächst einmal einreiten müssen, bevor wir irgendetwas mit ihr in Angriff nahmen. Eddi hatte zwar berichtet, dass damit angefangen worden war, allerdings war sie in der Ausbildung noch nicht sonderlich weit fortgeschritten und so hatten wir noch einen langen Weg vor uns.
      Nessaja hingegen war im Juni erst drei Jahre alt geworden, demnach hatte das Pony noch eine ganze Weile Pause vor sich, ehe wir mit dem Beritt wirklich beginnen würden. Die kleine hatte noch jede Menge Zeit, die wir ihr auch liebend gern lassen würden.
      Es war jedoch nicht zu übersehen, mit welchen Herzchenaugen Jojo die beiden schon betrachtete. Kein Wunder – sie kannte sowohl Nessi, die aus ihrer ehemaligen Zucht stammte, als auch Icetea noch von früher. Und immer, wenn sie solche Vierbeiner wiedersah, kam sie nicht mehr aus dem Staunen heraus. Genau, wie es bei Vendetta der Fall war. Ich glaube noch immer, dass sie sie manchmal gern behalten hätte, aber hey, manchmal wünschte ich mir auch Capulet zurück – trotzdem war ich für meinen Teil mit dem Tausch mehr als zufrieden. Mit Vendetta könnte es nämlich momentan nicht besser laufen, die Fuchsstute stand gut im Training, konnte Fortschritte aufweisen und arbeitete vorbildlich mit.

      Allerdings waren die zwei Ponystuten nicht die einzigen Vierbeiner, die heute in Kanada antrafen. Ally hatte mich darum gebeten, ihr ihren neu erworbenen Reitponyhengst PFS' Heart of Ocean mitzubringen, da ich sowieso auf dem Weg zum Flughafen war. Auch er stammte von Eddis Ranch in Wyoming, weshalb alle drei gemeinsam den Flug angetreten hatten.
      Momentan stand der bunte Hengst also neben mir und begutachtete das Gestüt. Die zwei Stuten hatte er kaum beachtet, stattdessen betrachtete er eher mich und den Anhänger, aus dem er zwar vorhin herausgeführt worden war, in den er aber gleich wieder einsteigen müsste.
      Ich war erleichtert, als er das tat, ohne großartig zu murren.

      „ALLYYY“, rief ich lautstark durchs Haus, nachdem ich Heart of Ocean in die erstbeste freie, eingestreute Box verfrachtet hatte und mich nun auf die Suche nach besagter Person begab.
      „Allyyyhyhyhyhyyyy“, säuselte ich und streunte durch die verschiedenen Räume, nur um Ally dann auf dem Sofa vorzufinden: schnarchend, sabbernd und mit allen Vieren von sich gestreckt. Auf dem Tisch standen einige 0,33 Liter Flaschen Cola, einige leer, andere weniger leer. Der Fernseher war an und am Laptop angeschlossen, dessen Monitor allerdings schwarz war. Auf dem Bildschirm des Fernsehers sah man gerade einen Hai, der von einem Wasserdino zerfleischt wurde. Jurassic World.
      Ich seufzte auf, griff nach einer ungeöffneten Flasche und bewältigte dieses Problem mithilfe eines Flaschenöffners, ehe ich mich auf das Sofa fallen ließ und mich zurücklehnte. „Ach Ally“, setzte ich an, „du sollst deine Filme doch nicht immer illegal online schauen.“ Trotzdem ließ ich mich noch tiefer in die Sitzpolster des Sofas sinken und nahm hin und wieder einen Schluck aus der Colaflasche, ehe ich mich voll und ganz dem Bild auf dem Fernseher widmete.
    • Samarti
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      Vielversprechende Enttäuschungen
      07/2015 | 8725 Zeichen
      „OH MEIN GOTT! ELISA! LAUERST DU MIR AUF?!“ Gwens Geschreie war kaum viel mehr als ein kehliges Quieken, weshalb sie sich gleich einen Schlag in den Nacken von Elena einfing.
      „Nein, aber ich sehe das doch, wenn du auf meinen Ho-“
      Elena unterbrach mich: „Sie lauert dir auf.“
      Mit den Augen rollend brachte ich nur ein gemurmeltes „Jaja“ heraus und drückte dann beiden Frauen jeweils ein Halfter in die Hand. Das eine schwarz, das andere dunkelbraun.
      „Wessen sind das?“, fragte Elena argwöhnisch und betrachtete das schwarze Halfter in ihrer Hand genauestens. „Sacramentos“, ich deutete auf das in Elenas Hand, „und Azraels.“ Diesmal zeigte meine Hand auf das Halfter, welches Gwen sich über die Schulter geworfen hatte. „Und das hier, weil ihr fragt, ist Avantis.“ Demonstrant hielt ich das gelbe Halfter in die Höhe.
      „Haha, ihr werdet genötigt!“, unterbrach Jojo meine Showeinlage, die in dem Moment mit Pacco (oder wie sie ihn noch immer hartnäckig nannte: Pax) daherlief und mich provokant ansah. „Elisa, du solltest doch was mit dem armen Pac-, äh, Pax machen! Der ist so einsam, jetzt musste ich was mit dem machen!“
      „Jojo, es ist dein Fohlen“, entgegnete ich, verdrehte die Augen und stemmte die Hände in die Hüften.
      „Ja, ja. Bla, bla, blaaaaaa“, machte Jojo nur und streckte mir die Zunge raus. „Wir gehen jetzt spazieren. Tschüss! Leb mit deinem schlechten Gewissen!“ Schon war sie wieder von der Bildfläche verschwunden.
      „Und wir hier“, nun deutete ich erst auf Elena, dann auf Gwen und schließlich auf mich, „gehen jetzt ausreiten!“

      Meine drei Hengste hatten wir bald von der Weide geholt, auf der sie zuvor gestanden hatten. Sacramento war direkt auf uns zugekommen und hatte seinen Kopf sogar schon in das Halfter in meiner Hand stecken wollen, also hatte Eli ihn erst davon überzeugen müssen, seine Nase in das in ihrer Hand zu stecken.
      Azrael war zwar nicht davon begeistert, jetzt dieses Ding über den Kopf gestreift zu kriegen, dennoch blieb er auf der Stelle stehen und ließ es ohne zu murren über sich ergehen.
      Avanti hingegen machte sich einen Spaß daraus, vor mir wegzulaufen, dann stehen zu bleiben, auf mich zu warten, und schließlich wieder auf dem Absatz kehrt zu machen. Immer wieder drehte er sich vor mir, galoppierte mit hoch erhobenem Schweif wieder einige Meter weit weg und spielte dieses Spiel eine gefühlte Ewigkeit mit mir. Elena und Gwen, die ihre Hengste inzwischen schon aufgehalftert und neben sich stehen hatten, lachten mich lauthals aus, feuerten Avanti noch mit einem ironischen „Vorwärts, Avanti, vorwärts!“ an und schienen das Schauspiel köstlich zu genießen.

      „Ich hab heute Morgen mal in meiner Steam Bibliothek geguckt und irgendwie … habe ich da ein Survival Game mit Haien drin? Ich weiß nicht, wieso, aber … es ist mit Haien! Und es heißt Depth. Kennt ihr das?“, plapperte ich munter drauf los, während wir auf den Rücken der drei Reitponyhengste saßen und durch die kanadischen Wälder streiften. Wir waren bereits eine knappe halbe Stunde unterwegs und hatten dennoch noch nicht viel zu sehen gekriegt. Irgendwie verkrochen sich die Waldbewohner momentan und versteckten sich vor uns. Aber gut, bei 18 Beinen würde ich das wahrscheinlich auch tun. Und in dem Moment überkam mich die Vorstellung eines Tausendfüßers – angeekelt schüttelte ich mich, erntete deshalb verwunderte Blicke und zuckte nur mit den Schultern. „Was?“, fuhr ich die beiden anderen Reiterinnen an und wandte dann meinen Blick ab, was sie mir gleich taten.
      „Elisa“, setzte Elena an, „wenn du deine Klappe mal halten würdest, würde man sogar das Hufgetrappel der Pferde hören, aber so … nope, is' nich'.“
      Gwen hingegen ließ sich von mir mitreißen: „Das klingt ja cool! Vielleicht können wir das ja später mal zusammen spielen!“ Ihre Augen glänzten begeistert auf und ich wackelte vielsagend mit den Augenbrauen. „JA!“ Dann drehte ich mich zu Elena: „Und du?“
      „Nee. Die Anforderungen erfüllt mein PC bestimmt nicht.“
      „Langweiler“, seufzte ich und wir alle blieben für einen Moment still. „Ich kann dir aber mal den Trailer zeigen, ich hab den auf dem Handy!“, schlug ich ihr dann begeistert vor und Elena sah mich zwar erst skeptisch und mit einer gewissen Portion Misstrauen an, nickte dann aber. „Okay.“
      Nachdem sie den Trailer gesehen hatte, kam nur ein „Oh Gott, kämpfen. Kämpfen kann ich nur bei Lego“ zurück, weshalb ich erwiderte: „Aber du kannst sogar einen Hai spielen.“
      „WAAAAS? Oha, wie cool! OHA!“, empörte sich Elena, änderte aber ihre Meinung nicht, dass sie nicht mitspielen würde. Aufgrund ihrer beleidigten Aussage bekam sie es als letzte mit, dass wir anderen bereits angaloppiert waren und den breiten Sandweg nutzten, um den Hengsten die Möglichkeit zu geben, sich mal wieder richtig auszutoben.

      Nach unserem Ausritt kamen wir alle ziemlich fertig auf dem Hof wieder an, ließen die Hengste wieder auf die Weide und begaben uns dann nochmal in Richtung der anderen Weide – der Weide, auf der Nessaja, der Eistee, Pina und Beverly momentan standen. Icetea und Nessi waren jetzt weitere zwei Stuten, die in die Ausbildung einsteigen würden. Icetea war zwar schon etwas weiter fortgeschritten, aber auch Nessi war inzwischen dreijährig und würde in einiger Zeit dann zumindest an Sattel und Trense gewöhnt werden können. Als ich gehört hatte, dass Nessi sowohl eingeritten als auch eingefahren sein sollte, war mir nichts weiter als ein Kopfschütteln eingefallen. Eddi hatte es mir so erzählt, anscheinend von den Vorbesitzern erfahren, dennoch glaubte und hoffte ich das noch nicht so ganz. Obwohl die Stute schon ziemlich reif und vor allem erfahren für ihr Alter war, war es definitiv noch nicht an der Zeit, sie bereits vollständig eingeritten zu haben.
      Mit Bee könnte es momentan eigentlich kaum besser laufen. Langsam wurde sie inzwischen angeritten, nachdem sie sich endlich an das Sattelzeug gewöhnt hatte und sogar damit an der Longe gelaufen war. Auch die Stimmkommandos saßen inzwischen einwandfrei und stellten kaum noch Probleme dar, sodass wir bald mit dem Reitergewicht einsteigen würden.
      Pina war … Pina. Noch immer ziemlich misstrauisch, wenn es darum ging, mit jemand Anderem als Gwen oder mir zu arbeiten, weshalb wir beide es waren, die sich mit der Ausbildung der Stute auseinandersetzten. Dennoch hatten wir noch einen ziemlich weiten Weg vor mir, weshalb wir uns besonders bei ihr größtenteils auf die Bodenarbeit und die wesentlichen Aspekte des Vertrauensaufbaus beschränkten. Zwar war die kleine Stute nun seit fast einem Jahr bei uns, trotzdem wollten wir nichts überstürzen; gerade wegen ihrer schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit.
      Auch Icetea würde bald wieder ins Training einsteigen können. Obwohl sie zuvor bereits angeritten worden war, so hatten wir noch jede Menge Arbeit vor uns, bis sie wirklich so weit war.
      „Wann wollen wir mit ihr einsteigen?“, fragte Matthew, der neben mir stand, in dem Moment und deutete dann mit dem Kopf in Richtung der dunklen Ponydame.
      Ich zuckte nur mit den Schultern. Eigentlich war Icetea mehr als bereit, aber ich wollte ihr die Zeit lassen, die sie brauchte, besonders wenn es die Umgewöhnung von der Hitze Wyomings zur Kühle Kanadas betraf. Laut Eddi war es die letzte Zeit in Wyoming brechend heiß gewesen und der Umschwung zum vergleichsweise doch ziemlich erfrischenden Kanada war dann vielleicht nicht so das Wahre, um direkt zu beginnen. Das würde wahrscheinlich weder Icetea noch uns zugute kommen.
      „Ich weiß nicht“, erwiderte ich deshalb nur. „Wir werden dann anfangen, wenn sie sich an ihr neues Zuhause gewöhnt hat. Auch, wenn ich noch nicht einmal weiß, wie lange wir noch etwas von ihr haben werden.“ Gleichgültig winkte ich ab, drehte mich dann um und ging zurück ins Haus, um mir nun endlich das langersehnte Haispiel zu downloaden, von welchem wir nur noch knapp drei Stunden haben würden, es war schließlich nur ein Testwochenende! Und Wochenenden endeten nun mal sonntagabends!

      Depth war eine richtige Enttäuschung. Also, so wirklich. Wir hatten uns ausnahmsweise mal bei Gwen verabredet, also hatte ich bald mit meinem Laptop in der Hand in ihrem Wohnzimmer gestanden, alle Anwesenden begrüßt und war dann schon wieder in Gwens Zimmer verschwunden, wo ich sie glücklicherweise angetroffen hatte. Wir beide hatten uns das Spiel schon installiert, aber so wirklich verstehen taten wir es nicht.
      Deshalb hatten wir von den 19 Spielminuten, die uns bei Steam angezeigt wurden, nicht eine einzige gespielt, sondern nur in irgendwelchen öffentlichen Lobbys gegammelt, weil die dämlichen Leiter nie anwesend waren.
      „Deinstallation?“, fragte ich Gwen nach endlos vielen missglückten Versuchen und sah sie abwartend an.
      „Deinstallation“, besiegelte sie es und ich seufzte nur erleichtert auf. Zum Glück.
    • Samarti
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      Wie Nessi zu ihrem Namen kam ...
      07/2015, von Elii | 1467 Zeichen
      „Wo ist denn der See, Elisa?“, fragte ich kichernd und stubste sie in die Seite. Ihr Blick zeigte völlige Verzweiflung und Unverständnis, also versuchte ich erneut es erneut: „Die wurde doch bestimmt aus Schottland importiert!“
      Ihr Blick wechselte zu 'Was zur Hölle‘ und mein erwartungsvolles Grinsen verschwand langsam. Kurz standen wir stumm voreinander und drehten uns dann langsam zur Koppel um, wo zwei ihrer neuen Stuten standen.
      „Oh man. Das Monster von Loch Ness. Nessi. Nessaja…“ Je länger ich erklären musste, desto unlustig wurde mein Witz. Elisa war mittlerweile völlig verstummt und starte mich auch noch nach 5 Minuten fassungslos an. Dann endlich zischte sie ein leises ‚wieso‘, bevor sie den Kopf schüttelte und sich schwungvoll umdrehte. Gruselig. Da war es mir ganz recht, dass sie zurück zum Stall ging.
      Einsam und allein stand ich nun am Koppelzaun und streichelte abwechselnd Nessaja und Long Island Icetee (mit Alkohol hatte es Elisa irgendwie) über die Stirn. Die zwei hätten bestimmt gelacht, wenn sie mit mich verstehen könnten. Sie waren eben nicht solche Knalltüten wie Elisa, was zwar nicht besonders schwer war, aber das Risiko war groß, wenn man zu lang in ihrer Nähe ist.
      Nachdem ich mich mit einigen Leckerlies bei den beiden jungen Stuten eingeschleimt hatte, machte ich mich auf den Rückweg. Natürlich nicht nach Hause, schließlich sollte es bei Elisa heute Abend Lasagne geben, und das konnte ich beim besten Willen nicht verpassen.
    • Samarti
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      Sklaverei und so
      07/2015, von Rhapsody | 1989 Zeichen
      Elisa war definitiv kein Organisationstalent und nach … ungefähr dreihundert Überzeugungsversuchen hatte sie mich endlich dazu gebracht, nur mal ein paar Sachen zu checken.

      Also saß ich, mal wieder, bei Elisa, während sie sich zusammen mit Nessaja eine schöne Zeit machte. Alleine. Aus irgendeinem Grund war Eli nämlich sauer (Gwen hatte es mir nur grob erzählt, anscheinend hatte Elena einen Sturzflug in den Misthaufen gehabt) und Gwen war… auch nicht da. Vielleicht weil Gwen eigene Pferde hatte, im Gegensatz zum Rest von uns.

      Mir war fast ein wenig langweilig. Joline hatte sich um vieles gekümmert was diese komische Party-die-eigentlich-nur-ein-lahmer-Grund-zum-Trinken-ist betraf und hatte Elisa nur kurzzeitig mal in die Listen gucken lassen – keine große Arbeit für mich. Während ich also so tat als hätte ich nichts anderes zu tun als sinnlos in die Gegend zu starren, beobachtete ich, wie Elisa und Nessi zusammen auf dem Reitplatz arbeiteten.

      Naja, „arbeiteten“. Für so richtige Arbeit war Nessi noch zu jung, obwohl sie mir natürlich wie total erwachsen vorkam; das letzte Mal, dass ich sie gesehen hatte, war Jahre her. Umso mehr freute ich mich jetzt, dass ich ihr sozusagen beim restlichen Großwerden zusehen durfte; wegen Pax war ich eh fast jeden Tag ein paar Stunden auf Elisas Gestüt, da bekam ich das mit, so richtig mit Platz in der ersten Reihe.

      Auf dem Platz beendeten Elisa und Nessi gerade ihr Fangenspiel und ich konnte zwar nichts hören, doch die Handbewegungen meiner Freundin verrieten mir, dass sie gerade an Kommandos übten. Nessaja war immer schon frech gewesen und es gefiel mir schon fast, wie sie sich mit geschickten Bewegungen von Elisa losriss und über den Platz fegte. Solche Probleme hatte ich auch schon gehabt; schön, dass sie jetzt Elisa hatte.

      Mit einem kleinen Seufzen konzentrierte ich mich wieder auf die Nummern und Namen auf dem Papier vor mir. Wer weiß, vielleicht würde Declan mal vorbeischauen und mich zu einem Ausritt überreden.
    • Samarti
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      Bodenarbeit à la Gwen
      08/2015, von Gwen | 10.040 Zeichen
      „Neee oder? Boah Leute, so war das nicht gemeint!“
      Frustriert schlug ich die Hände über dem Kopf zusammen. Ich hatte Elisa angeboten, dass ich ihr gerne das ein oder andere Jungpferd abnahm und mit ihm ein wenig vom Boden aus arbeitete. Im Gegensatz zu ihr machte ich das nämlich wirklich gerne. Das Angebot hatte Elisa auch sofort angenommen und mir heute Morgen angekündigt, dass sie jemanden vorbeibringen würde. Dementsprechend hatte ich mich schon ein wenig vorbereitet, damit ich nicht vollkommen überrascht sein würde.
      Überrascht war ich dann trotzdem, denn ich hatte nicht damit gerechnet, dass Elisa nun mit Pina, Eistee, Nessi und Dajun bei mir aufkreuzen würde und sie mir eiskalt auf eine Weide stellte, um dann wieder klang heimlich im Wald Richtung Townsend Acres zu verschwinden. Sie glaube doch nicht im Ernst, dass ich nicht wusste, wo ich sie im Notfall finden würde? Ich war kurz davor, ihr hinterher zulaufen und sie zurück zu schleifen, aber da kam auch schon Jojo angetappelt. Links Cíola und rechts Symbolic Splash und stellte die beiden ganz unschuldig mit auf die Weide, ehe sie auch wieder verschwand.
      „Ich habe euch gesehen!“, rief ich ihnen wütend hinterher und ich war mir ziemlich sicher, dass sie das auch noch gehört hatten. Unfassbar diese Menschen und mit diesen wohnte ich zusammen in einem Nationalpark! Warum hatte ich mir das nur noch einmal angetan? Nun war aus dem einen oder anderen Jungpferd eine gesamte Herde aus sechs Jungpferden geworden. Mehr Arbeit für mich. Juche.
      Da mir gar nichts anderes übrig blieb, warf ich Kathy aus den Federn und bat sie auf die übliche äußerst liebe und schwesterliche Art und Weise darum, dass sie mir bei den Jungpferden half. Sie konnte das Training genauso gebrauchen wie die Jungpferde und sie schuldete mir sowieso noch was für die ganzen Boxen, die ich in letzter Zeit für sie übernommen hatte. Nur weil ich die Studentin in der Familie war, hieß das ja nicht, dass ich meine freie Zeit gerne mit ihren Aufgaben vergeudete.

      „Such dir jemanden aus“, meinte ich eine Viertelstunde später zu Kathy und warf ihr eines unserer Knotenhalfter zu. Auch ich machte mich auf den Weg und stand vor den Stuten, um dann mit „Ene meine muh“ mein Pferdchen auszusuchen. Raus bist du war dann Eistee, also sammelte ich mir die braune Stute ein und halfterte sie. Dabei folgte sie mir auch treuherzig zum Weidegatter.
      Dort trafen wir auf Kathy, welche sich Cíola ausgesucht hatte, na das würde lustig werden. Cíola war alles: frech, aufgeweckt, intelligent, aber definitiv nicht einfach. Aber es war Kathys Wahl und dementsprechend überließ ich das auch ihr. Sollte sie ihre eigenen Erfahrungen machen.
      Elisa und Jojo hatten uns zumindest den Gefallen getan, alle Pferde zu putzen, so dass wir uns nämlich direkt auf den Weg zum Reitplatz machen konnten. Dort begannen wir mit den einfachen Übungen. Diese beinhalteten das Stillstehen, egal in welcher Position sich der Mensch befand, dass Hufe geben und allerhand Dehnübungen.
      Zum einen förderte das die Aufmerksamkeit, aber natürlich auch die Gelenkigkeit der Pferde und diese würden sie brauchen, wenn es dann bald in Richtung Reiten ging. Deshalb ging es dann auch direkt weiter mit den Führpositionen und den Stimmkommandos. Eistee machte dabei keine Probleme, anscheinend kannte sie schon so gut wie alles. Cíola hingegen… Na ja, sie testete Kathy fleißig aus und meine kleine Schwester hatte mit der jungen Stute sehr zu kämpfen.
      Mit ein paar Tipps meinerseits bekamen aber auch sie ein ansehnliches Ergebnis zu Stande und die Ergebnisse unserer ersten Einheit konnten sich doch sehen lassen. Dementsprechend wurden Cíola und Eistee auch oft gelobt und am Ende durften sie sogar zur Belohnung jeweils einen Apfel verspeisen, ehe sie wieder zurück auf die Weide kamen. Die Weide, auf welcher noch vier weitere Pferde auf mich warteten.
      Ich konnte gar nicht anders, als Jojo und Elisa eine Hass-Nachricht in den Gruppchat zu schicken, antworten tat aber nur Elena und die schrieb ein: „Und warum hat mir niemand Bescheid gesagt?!“ in die Gruppe und schon war ich noch bedienter von meinen Freunden.
      Seufzend nahm ich also Eistee das Halfter ab und fing direkt Pina ein. Und das war wirklich ein Einfangen, denn Pinas Bezugsperson war eigentlich Elisa. Von allen anderen Menschen hielt die junge Stute nicht sonderlich viel, eigentlich gar nichts, aber heute würde sie wohl oder übel mit mir Vorlieb nehmen.
      Kathy wies ich Nessi zu, damit sie auch mal noch etwas Liebes bekam und dann ging das ganze Spektakel von vorne los. Wir waren wieder auf dem Reitplatz und übten das Stillstehen, überall Anfassen lassen und Hufe heben. Nessi konnte alles und Kathy war mit der hübschen Stute schon schnell bei den nächsten Übungen angelangt. Pina hingegen machte mir das Leben nicht sonderlich leicht. Hufe geben? Niemals. Anfassen? Erst recht nicht. Stillstehen? So einen naiven Menschen wie dich kannte ich vorher noch nicht.
      Irgendwann klappte alles einigermaßen, so dass ich zu den nächsten Übungen weitergehen konnte. Da Pina aber noch nicht so weit war, fand ich es wichtig mit ihr auch noch einmal das Schrecktraining durchzugehen. Nessi kannte es bereits, also bat ich Kathy, ihre Stute wegzubringen und mir stattdessen bei Pina zu helfen. Immerhin brauchte ich nun jemanden, der die Regenschirme hielt, bunte Fahnen hin und her schwenkte und was weiß ich nicht alles.
      Ich glaube Pina drehte schon komplett durch, als sie das alles nur von weitem sah. Es dauerte auch lange, bis sie annähernd in die Nähe von etwas ging und selbst dann zitterte sie am ganzen Leib. Deshalb wurde Dajun auf den Reitplatz zitiert und als Kathy mit dem selbstbewussten Hengst voran ging, bekam auch Pina es allmählich auf die Reihe, ihre paar Nerven zusammenzunehmen und an Hütchen, Schirmen und Tonnen vorbei zu gehen.
      Anfangs huschte sie noch schreckhaft vorbei, aber am Ende sah es beinahe so entspannt und locker aus wie bei Dajun. Dementsprechend lobte ich sie auch ausgiebig und daran fand Pina besonders schnell gefallen. Ein Tipp, den ich an Elisa weitergeben sollte, denn ein Pferd, was so gut auf Stimmenlob reagierte, war Gold wert.
      Pina durfte mich nun verlassen, musste aber von Kathy noch ein wenig trocken geführt werden, denn sie hatte teilweise so einen Stress gemacht, dass sie nun relativ nass gewesen war. In der Zeit beschäftigte ich mich lieber noch ein bisschen mit Dajun. Der wohl mit Abstand am weitesten und das trotz seines jungen Alters.
      Deshalb war er heute der erste, der Hallo zum Longiergurt und zum Sattel sagen durfte. Beides legte ich nur testweise auf und führte ihn maximal eine Runde damit. Danach widmeten wir uns lieber noch ein wenig der Bodenarbeit und verfeinerten seine Reaktionen auf Körpersignale meinerseits. Das schien Dajun sichtlich Spaß zu machen und er verstand wirklich schnell den Sinn dahinter. Wenn ich dann mal wieder gut auf Elisa zu sprechen sein würde, würde ich sie sicherlich auch darüber informieren. Vorerst würde ich das aber wohl maximal Matthew oder sogar eher noch Joline anvertrauen.
      Nachdem dann auch der hübsche Roan wieder auf der Weide stand, war nur noch Symbolic Splash an der Reihe. Kathy hatte sich derweil schon feierlich verkrümelt, also würde ich alleine mit der Stute arbeiten müssen. Und was soll ich sagen? Ich konnte Lashy von Anfang an nicht leiden. Sie war todschick, keine Frage, aber sie war auch aufmüpfig, stur, zickig und für ihr Alter schon verdammt selbstsicher. Alle grauenvollen Charakterzüge in einem Pferd gepaart. Warum um Himmels Willen hatte sich Jojo denn dieses Pferd andrehen lassen? Und woher hatte die überhaupt ihren Charakter? So viel ich wusste, waren ihre Eltern und selbst die Großeltern eigentlich ganz annehmbare Pferde. Immerhin handelte es sich bei diesen um die einzigartigen DRPs von Elisa. Aber Lashy schlug in eine vollkommen andere Richtung...
      Dementsprechend wenig hielt sie dann auch von unserer Boden- und vor allem der Zusammenarbeit und ich musste sie ziemlich fordern, bis Lashy einsah, dass sie weniger arbeiten musste, wenn sie einfach mal mitmachte. Erst ab den Punkt konnten wir wirklich mit dem Training beginnen. Ich ging einmal das Fohlen-ABC durch a la Stehen bleiben, Hufe heben und Berühren lassen und wechselte dann auch schon zum Schrecktraining. Eine Sache, die Lashy ausnahmsweise mal ein wenig ihres Egos raubte.
      Nachdem sie aber bemerkt hatte, dass Regenschirme sie nicht auffraßen, war sie wieder ganz die Alte: nervtötend und egozentrisch. Dennoch gab ich nicht auf, sondern widmete mich weiterhin stur den Aufgaben. Ja, stur konnte auch ich sein und das schien Lashy zumindest so zu beeindrucken, dass sie noch bei den Führaufgaben mitmachte und wir sogar leichte Ansätze zum Longieren hinbekamen. Was für ein Fortschritt! Das würde mir Jojo doch garantiert nicht glauben.
      „Du kannst froh sein, ein Pferd zu sein. Wenn du ein Mensch wärst, würde ich mich keine zwei Sekunden mit dir rumschlagen“, murmelte ich ihr am Ende leicht genervt zu und ich war echt dankbar, dass ich auch das Training mit Lashy hinter mich gebracht hatte. Dementsprechend durfte dann auch Lashy zurück auf die Weide. Dort machte sie direkt wieder klar, wer hier die Oberzicke war und ging den anderen ebenso auf den Keks wie mir vor ein paar Minuten. Die anderen tangierte das aber relativ wenig und so stand Lashy auch irgendwann grasend, und eventuell auch ein wenig bockend, auf der Weide.
      Ich konnte nun stattdessen Elisa und Jojo die beruhigende Nachricht schicken, dass ihre Vierbeiner versorgt und fertig waren. Und siehe da! Kurz nachdem sie Nachricht abgeschickt war, kamen sie aus ihren Löchern gekrochen und standen wieder auf meinem Hof herum. Elena hatten sie dooferweise auch noch mitgebracht und diese echauffierte sich nun darüber, dass ich ihr nicht Bescheid gegeben hatte. "Wenn man schon so einen Freundschaftsdienst anbietet, dann bitte für alle!", durfte ich mir anhören und als ich mit "Aber..." ansetzte, kam nur noch ein: "Ach, papperlapapp. Du brauchst dich gar nicht erst versuchen, rauszureden."
    • Samarti
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      Eine gegen alle
      09/2015, von Elii | 3228 Zeichen
      Gebannt starrte Elisa auf das Spielbrett und zählte Jojos Züge begeistert mit. „HA! Schlossallee! 8000 DM FÜR MICH!“ Begeistert sprang sie auf und ab um danach 4000 DM und Jojos Museeumsstraße abzuzocken. Danach kauerte der Zwerg teilnahmslos in der Ecke, mitmachen konnte sie nicht mehr, nachdem ihre letzte Straße gehen musste. „Du hättest ihr Rabatt geben sollen“, warf Gwen ein, „Schließlich ist sie zum dritten Mal draufgekommen.“ Elisa wedelte ihren Finger hinterher un brachte ein bestimmtes ‚Nö‘ heraus, um anschließend endlich ihren Zug durchzuführen. „Da ich jetzt endlich die Museeumstraße hab, kann ich endlich Häuser bauen. Ich mach gleich vier, ihr sollt es schön haben, wenn ihr drauf kommt.“, sagte sie und fühlte sich wie Mutter Theresa. Was wollte man mehr als ein Häuschen auf der Straße, die einen in den Ruin zwingt.
      Zwei Runden nach Jojos Ableben, zog es auch mich in die Knie. Elisa, aka. der Monopoly Mann, machte es einen Heiden Spaß, auch wenn nur noch Gwen und sechs Straßen ihrer endgültigen Macht im Weg standen. Tapfer umfuhr Gwen die von Hotels und Häusern belagerten Straßen und landete mit viel Glück auf ihren eigenen Feldern. Wahrscheinlich wollte auch eine höhere Macht nicht, dass Elisa gewann. Gut, gegen die 40 Millionen des Monopoly Manns kam irgendwann keiner mehr an. Jojo hatte es sich mittlerweile aufs Sofa gelegt und stopfte aus Frust Chips in sich rein. Die sahen so köstlich aus, dass ich sie bei der nächsten Gelegenheit aus ihrer Hand stibitzte und nach drei Runden um den Esstisch auch für mich gewinnen konnte. Jojo resignierte, nicht nur das Spiel hatte sie verloren, sondern auch ihr Essen. Nun saß sie in einer Ecke, die Beine angewinkelt und starrte geistesabwesend gegen die Wand. Meine Beschwichtigungsversuche brachten rein gar nichts, laut ihr stand ich wegen meiner Aktion nur noch ganz knapp unter dem Monopoly Mann auf ihrer Mordliste.
      „HA. VERLOREN DU OPFER!“
      Eine grausame Stimme hallte durch den Raum, der Sekunden später der Klang eines runtergeworfenen Spielbrettes mitsamt Figuren folgte. „Du bist so ein schlechter Verlierer, Gwen. Ich weiß, du bist traurig, weil du nicht so reich und toll bist wie ich, aber ich bin ein Gewinnertyp und das musst du einsehen.“ Der arroganter Vortrag des Monopoly Manns sorgte dafür, dass Gwen missmutig aus dem Haus stapfte und sich auf die Terrasse setzte, um zu schmollen. Als ich mich neben sie setzte und ihr großzügig die letzten Krümel aus der Chipstüte anbot, war die Welt schon wieder fast in Ordnung.
      Wir, Jojo, Gwen und ich, schworen uns, nie wieder auch nur irgend etwas ähnliches wie Monopoly mit dem Monopoly Mann zu spielen. Man musste das Ego nicht noch weiter pushen.
      Etwas übel gelaunt schwangen wir uns auf unsere Pferde, um unseren Ausritt kamen wir auch heute nicht drum rum. Während ich mich auf Ostaras Rücken gleiten ließ, fiel Jojo aus lauter Selbstmitleid fast von ihrer geliehenen Nessaja und auch Gwen kam nur schwer in Wishs Sattel. Nur der Monopoly Mann hüpfte glücklich auf Icetea, auch wenn diese es mit einem Buckler beantwortete.
      „Los gehts, Freunde! Es ist so ein schöner Tag!“
      Der Geldsack führte uns gut gelaunt an, während sich unsere Münder synchron in einen Strich verwandelten.
    • Samarti
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      Ausritt
      11/2015, von Elii | 2203 Zeichen
      Heute waren wir abenteuerlustig unterwegs. Zusammen mit Elisa, Matthew und Colin unternahmen wir auf Nessaja, Beverly, Baila Conmigo und Undisclosed Desires einen Ausritt durch die schneeverhangene Wildnis Kanadas. Wie gern hätte ich jetzt jemand zuverlässiges wie Gwen an meiner Seite, aber Elisa tat es vermutlich auch. Auch wenn sie uns in die falsche Richtung leiten wird. Mitten in den Wald. Zu den Bären. Ein Glück würden die von ihr satt werden. Die vier Jungstuten und wir tappten gemütlich durch die Natur und sogar ein kurzer Galopp war möglich, nur Elisa hatte mit Nessaja zu kämpfen. Diese wusste sich nicht so richtig auszubalancieren im tiefen Schnee, schließlich war sie erst seit kurzem unter dem Sattel und mit Elisa hatte sie so oder so zu kämpfen. Matthew echauffierte sich immer wieder darüber, dass er auf der kleinen Bee sitzen musste und ich auf Siri. „Anders herum würde es viel besser passen!“, nörgelte er und verdrehte die Augen. Mehrmals. Hintereinander. Wie hielt es Elisa nur mit dem Kerl aus… Colin wurde währenddessen von Elisa bequatscht, dass Baila natürlich und selbstverständlich viel besser zu ihr auf den Hof passte (genau wie Cressi), doch er konnte sich mittlerweile sehr gut taub stellen. Der zu Unrecht besitzergreifenden Braunhaarigen missfiel das zunehmend, weshalb sie irgendwann mit einem „PFF“ an die Spitze trabte und missverständliche Worte in das Ohr ihres Ponys flüsterte.
      Ihr nicht zuzuhören wenn es um Reitponys ging war das schlimmste was man Elisa antun konnte. Deswegen machte es uns allen auch so viel Spaß.
      Unser Ausritt war nach gut einer Stunde vorbei, die treibende Kraft war dabei Elisa, die es mit uns nicht mehr aushielt, seit wir kein Wort mehr mit ihr redeten. Später beschwerte sich Matthew noch, dass er es wieder ausbaden durfte, aber mal ehrlich - sollte mich das wirklich interessieren?
      Während Colin die zwei Jungstuten wieder auf die Koppel stellte, putzte ich auf die Schnelle über Weltwunders nicht mehr ganz so weißes Fell. Durch das momentane Matschwetter konnte sie sich gezielt die größten Pfützen aussuchen und sich genüsslich darin baden. Dajeen tat es ihr oft gleich, was sollte man auch von so einer Chaos-WG erwarten.
    • Samarti
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      Neues Jahr, neues Glück
      02/2016 | 1369 Zeichen
      Mit Sicherheit hatte ich schon wieder über die Hälfte meiner Pferde aussortiert. Was am Anfang ziemlich gemein klang, war allerdings gar nicht so gemeint.
      Viele geblieben waren allerdings nicht. Von Ace of Clubs hatte ich mich nicht trennen können, genauso wie von Audio Delite at Low Fidelity, Romantica, Trés Jolie und auch Ocean Water. Die Damen würden auf jeden Fall erst einmal bleiben, ebenso wie Liluye und Hall of Fame CU.
      Bei den Hengsten sah das da schon anders aus: Hier hatte ich nur noch sechs, und bei zweien war ich mir nicht einmal mehr ganz sicher. Momentan bestand der Hengststall allerdings nur noch aus Avanti, Azrael, Intoxicated, Tenacious, Levi und Cardillac. Besonders letzterer würde es mir wahrscheinlich nicht wirklich verzeihen, würde ich ihm Umzugsstress antun.
      Die Kleinen fielen mir besonders schwer. Aponi und Pamuya blieben auf jeden Fall, genau wie Nessaja. Von Beverly und Pina könnte ich mich auch nicht trennen, Chesmu würde auch dort bleiben, wo er hin gehörte. English Love Affair war zwar noch nicht so lange hier, aber bei ihr war ich mir schon wieder nicht mehr so sicher. Auch Vendetta müsste ich mir noch einmal durch den Kopf gehen lassen.
      Alles in allem war es schon wieder eine ziemliche Bestandsverkleinerung gewesen, die ich hier hatte über mich ergehen lassen. Aber hey, anscheinend brauchte ich das einmal im Jahr.
    • Samarti
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      Frühjahrsputz
      03/2016, von Gwen | 2900 Zeichen
      „Das ist eine blöde Aktion! Warum hab ich mich darauf eingelassen?“, grummelte ich vor mich hin, während ich hinter Elisa her zu den Weiden schlich. Wie auch immer sie das wieder geschafft hatte (bestimmt mit Essen!), hatte sie alle anderen und mich dazu überredet, ihr bei ihrem Frühjahrsputz zu helfen. Der betraf aber ausnahmsweise mal nicht den Stall oder Ähnliches, sondern die Pferde. Genauer gesagt ihre Jungpferde. Das waren fünf, zufälligerweise also genauso viele wie wir.
      Den Bitchfight zwischen Elisa und Elena betreffend der Frage, wer Chesmu putzen dürfte, hatten wir geduldig ausgestanden. Gewonnen hatte tatsächlich Elena, wahrscheinlich hatte sie Elisa heimlich ein paar Schmusestunden mit Cressi erlaubt. Schrecklich diese Schwarzmarkttreiberei hier! Also holte sich Elena ihren Chesmu von der Weide.
      Elisa hatte sich stattdessen Pina angenommen, wofür ich innerlich auch gebetet hatte, denn die Stute mochte eigentlich nur Elisa, zu allen anderen war sie ein wahres Biest. Und der Rest der Mädchengruppe war ganz akzeptabel. Da Jojo irgendwelche tiefgründigen Vergangenheitsgeschichten mit Vendetta verbanden, schnappte sie sich die Fuchsstute und Zai überließ ich die Qual der Wahl zwischen den beiden letzten. Sie entschied sich dann für Nessaja, so dass mir die liebe Beverly blieb, also würde das für mich heute doch mal ein ganz entspannter Tag werden!
      Da es endlich Frühling wurde und die Sonne schien, blieben wir am Außenputzplatz, wo nun fünf Jungpferde vorbildlich nebeneinander standen. Na ja fast. Es gab oft ein „Kannst du mal den Arsch von deinem Pferd von mir wegnehmen?!“-Geschrei. Aber ansonsten lief alles gut! Da es auch für den kanadischen Frühling echt warm war, rannten wir alle zehn Minuten später im T-Shirt rum. Bei den Jungpferden konnte man aber auch bürsten wie verrückt und es kam trotzdem noch unendlich viel Winterfell nach!
      Ich hatte schon irgendwann keine Lust mehr. Zum Glück hatte ich den Roan erwischt, bei dem sah man sowieso keine Fellverfärbungen. Wobei da alle Pferde von Elisa recht akzeptabel waren, da kein Schimmel dabei war. Gutes Auge für wenig Arbeit hatte sie also. Gut, wir standen trotzdem eine Stunde am Putzplatz, ehe es allen reichte.
      Danach ging es nämlich noch auf einen gesitteten Jungpferdespaziergang! Der Hahn im Korb, Chesmu, natürlich voran und seine vier Weibsbilder hinterher. Trotz der recht jungen Pferde war es wirklich ein schöner Spaziergang und wir konnten alle entspannen. So bekam man natürlich auch mal wieder alle Freunde zusammen!
      Nachdem wir dann wieder da waren und die Pferde wieder verteilt auf ihren Weiden standen, warfen wir uns auf die Liegestühle auf der Terrasse und ließen uns von Matthew mit Eistee und Desserts bedienen. „Den hast du sehr gut trainiert“, lobte Zai Elisa. Alle anderen lachten nur darüber, aber gut, Zai war auch noch nicht so lange in Kanada, da verzieh man ihr diesen Fauxpas.
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  • Album:
    2.1 - Hauptstall
    Hochgeladen von:
    Samarti
    Datum:
    9 März 2017
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    Rufname: Nessi
    geboren: Juni 2012 | Alter: 5 Jahre


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    Rasse: Deutsches Reitpony
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Chestnut Rabicano
    Stockmaß: 144 cm


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    Beschreibung:
    Als Nessaja geboren wurde, war man sprachlos. Einen Chestnut Rabicano gab es auf dem Gestüt noch nie. Erst hatten Außenstehende Angst, die kleine Stute stand über den anderen Fohlen und Pferden. Dies änderte sich jedoch sehr schnell.
    Nessaja ist eine sehr freundliche und aufgeschlossene kleine Stute, der man jedoch Prioritäten setzen muss. Zu Fremden baut sie schnell Vertrauen auf, auch wenn sie ihnen nicht wie ein Hund hinterherläuft. Nessaja hängt jedoch sehr an ihrer Mutter Vanilla Twilight und wird leicht zickig, wenn man die beiden trennen will.


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    eingeritten [] | eingefahren []
    Reitstil: Englisch

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    Dressur A| Springen A


    Platzierungen

    339. Dressurturnier
    318. Galopprennen
    378. Westernturnier
    312. Fahrturnier
    370. Galopprennen (1. Losung)
    370. Galopprennen (2. Losung)
    371. Galopprennen


    zur Zucht zugelassen []
    steht als Leihmutter zur Verfügung [
    ]
    Momentane Punktzahl: 12 (16)

    Gencode: Aa ee RBrb

    Carenté-Pferd []
    Decktaxe: n. v.


    Besitzer: Samarti
    Ersteller: Elii

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    gechippt []

    Letzte Kontrolle: n. v.
    Letzte Impfung: n. v. | Letzte Wurmkur: n. v.

    beschlagen []
    Letzte Kontrolle: n. v.

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    Fohlenversion | Offizieller Hintergrund

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