Cooper

| Liav ♀| HMJ 4549 | EVB |

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Cooper, 8 Okt. 2019
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      7 Oktober 2019 | Horse Makeover 2019 - Eröffnungsfeier und Ankunft von Liav HMJ 4549
      In Kanada war es schon wieder kalt geworden. Die Nächte wurden wieder langer, es wurde kühler und mittlerweile hatten wir die Heizung wieder aufgedreht. Chattahoochee Hills hatte sich eine Zeit lang zurückgezogen, vor allem ich selbst. Simon und ich hatten uns nach langen hin und her getrennt und lebte nicht mehr auf dem Hof und nun war ich wieder allein auf dem Hof. Die Situation pendelte sich aber langsam wieder ein und es kehrte nach langer Zeit ruhe und Routine ein.

      Ich hatte mich vor einigen Wochen für ein Projekt aus Kanada angemeldet. Es heißt „Horse Makeover 2019“. Veranstalter war Nicolaus du Martin von Phoenix Valley aus Kalifornien, in Kooperation mit der Bow River Ranch in Kanada von Caleb O`Dell. Alles was ich gelesen hatte war das die Pferde der Überbleibsel einer Auflösung der Pfedemafia war und fünfzehn davon nun eine zweite Chance erhielten. Ich musste nicht mal weiterlesen, um mich dort zu melden. Ich informierte mich nach der Anmeldung weiter und war von dem Konzept begeistert, natürlich hoffte ich auch auf einen Vollblüter. Selbstverständlich hätte ich auch jedes andere Pferd genauso gern aufgenommen. Als Tierarzt habe ich schon einige verwahrloste und auch psychisch erkrankte Tiere, unter anderem auf Grund illegalen Pferdehandels, gesehen und wünsche jedes Tier eine zweite Chance.

      Keine zwei Wochen später kam von dann die Meldung das ich als Trainer angenommen wurde. Ein Bild erhielt ich ebenfalls. Aufgeregt öffnete ich die E-Mail zusammen mit einigen Mitarbeitern. Ich sah eine sehr rassetypische braune Stute auf dem Foto und freute mich darüber, dass es tatsächlich auch ein englisches Vollblut war. Es waren einige kleine Informationen dabei, dass sie nicht eingeritten ist, beißt und tritt sowie sich nicht gerne bewegt. Einen Namen hat sie nicht, ihre Nummer lautete HMJ4549. Es war üblich das Pferde nach der Auflösung nur Nummern bekommen, da meist keine Papiere vorliegen. Sofort grübelte ich und freute mich auf die Namensgebung und vor allem auf die Stute selbst.

      Am 07.10 war es dann soweit. Ich hatte für die neue Stute im Turnierstall Platz geschaffen. Der Turnierstall lag nah an einem Bach und hatte sehr geräumige Boxen, jedoch entschied ich mich dafür ihr gleich zwei Boxen zu geben und hatte einige Tage zuvor die Trennung zwischen zwei Boxen herausgenommen. Bevor wir losfuhren, kontrolliere ich erneut alle Vorbereitungen und stopfte den Hängern mit Schutzmaterial aus. Da alle Teilnehmer die Pferde selbst abholten, hatten wir alle das Vergnügen Caleb O`Dell kurz kennenzulernen. Wir wechselten einige Worte über das Makeover, die Stute und wie sollte es auch anderes sein, die Wintervorbereitungen. „Ich muss dich warnen, die kleine hat n Riss in der Nuss“ sagte er zum Schluss. Ich lachte „Schon gut, davon kenn ich einige. Habe letztens erst noch eine Fortbildung zu traumatisierten Pferden gehabt. Und um ehrlich zu sein, jedes Pferd was sowas erlebt hat, hat ein schönes Zuhause verdient indem es dann auch so sein kann wie es ist“. Er lächelte nur und führte mich dann zu ihr. Auf den Weg traf ich einige weitere Teilnehmer des Makeovers unter anderem einige bekannte Gesichter. Tatsächlich hätte ich nie gedacht das ich das denken würde, aber es war schön wieder unter Menschen zu sein. Ich genoss alle Unterhaltungen und erfreute mich an der Atmosphäre der Eröffnungsfeier. Nachdem alle Formalitäten abgeschlossen waren erhielt ich dann den Blick auf die braune Stute. Ich brauchte keine zwei Minuten, um zu erkennen das ihre Muskeln verkürzt und verklebt waren. Kurioserweise war sie sehr Steiff in den Bewegungen, zwar aber nervös und tänzelte. Ich seufzte stark, schloss die Augen und rieb mir diese verzweifelt mit den Fingern oder genauer genommen den ganzen Handflächen. Anschließen hielt ich meine Hände an den Kopf, lehnte mich an die Box und versuchte nicht in tränen auszubrechen. „Heeey. Alles wird gut. Ich verspreche dir, ich versuche alles das es dir wieder besser geht“ sagte ich leise und hielt vorsichtig meine Hand hin. Neben allen negativen Dingen stoch diese positive sehr heraus. Trotz allem war die Stute sehr offen und beschnupperte mich, selbst das streicheln des Kopfes war möglich. Währenddessen erfühlte ich aber auch viele Beulen und nicht gut verheilte Wunden.

      Laut Beschreibung von Caleb war ich nicht die einzige, die sich hier einige Tränen verkneifen mussten. Jedoch munterte mich die Tatsache auf das wir alle auf dieser Veranstaltung aus einem Grund waren, unzwar, um den Tieren ein besseres Leben zu bieten. Es war zwar etwas unangenehm, aber ich ergriff die Initiative und war einer der ersten die das Pferd verlud und sich auf den Heimweg machte. Das Verladen ging schwer vonstatten, war aber letztendlich möglich. Ich verabschiedete mich herzlich von allen und wünschte allen beim Punkte sammeln viel Erfolg. Mir war das letztendlich schon fast egal, alles was ich wollte war der Stute zu helfen.

      Auf Chattahoochee Hills angekommen, lief das entladen ganz gut und die Stute hatte sich mit einigen Schwierigkeiten in die Box bringen lassen. Es war früher Abend als wir ankamen. Ich ging mit den Mitarbeitern die Abendroutine durch und wir machten einen kleinen Plan für den Umgang und weiteren Verlauf mit der Stute. Währenddessen haben wir uns auch Gedanken um die Namensgebung gemacht. Denn HMJ 4549 wollte ich sie nicht weiterhin nennen. Es kamen viele Vorschläge. Nach langem Brainstormen entschieden wir uns für „Liav“. Der Name hat keine wirkliche Bedeutung, jedoch haben wir es aus dem Wort „leave“ abgeleitet. Für „Leave your old life my Love“ welches ich der Stute sagte als sie in der Box einigermaßen Ruhe kam. Es war für mich Tradition schon als Kind, das ich bei jedem neuen Pferd die erste Nacht mit im Stall verbrachte, das hatte mein Vater auch immer gemacht, dies behielt ich bis heute bei. Ich ließ die Stute für heute ankommen und hatte mir für die kommenden Tage dann eine Inspektion vorgenommen. Fürs erste beobachtete ich sie nur und versuchte mich ihr anzunähern.

      Die Nacht verlief wie angenommen unruhig, dennoch hatte ich das Gefühl es ihr durch meine Anwesenheit doch was besser ging. Auch die ruhige Ausstrahlung von Quiet Giant, die zwei Boxen weiter stand, verhalf Liav dann doch zu etwas ruhe.

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      8 Oktober 2019 | Planung für Liav HMJ 4549
      „It’s cold af outside!“ war der Satz, mit dem ich an diesem Morgen meine Augen aufschlug. Einige Mitarbeiter wuselten bereits im Stall rum und setzten die Pferde in die Trainer oder auf die Weide. Da ich schlagartig wach wurde, war ich todmüde. Dennoch ging mein erster Blick nach dem zusammensuchen meiner Schlafsachen zur braunen Stute. Diese schaute etwas verunsichert aus jeder Perspektive der Box hinaus, schmatze dennoch fröhlich mit Heu im Maul vor sich hin. Ich grinste und begrüßte sie, eine kleine Berührung war ebenfalls möglich. Danach ließ ich sie genauso wie mich selbst, erstmal wach werden.

      Ich brühte mir heute einen extra starken Kaffee und traf mich dann mit den Mitarbeitern zum gemeinsamen Frühstück. Thema war natürlich die neue Stute sowie der Wettbewerb. „Grundsätzlich geht es darum die meisten Punkte zu bekommen, ja, aber ich möchte mich darin nicht verlieren. Wirklich relevant ist erstmal die Gesundheit von Liav. Je nachdem können wir immer noch schauen das wir Punkte sammeln. Vor allem bekommen wir für unsere privaten Dienste ebenfalls Punkte und müssen sie nicht unbedingt auf Turniere etc. schicken. Was derzeit sowieso undenkbar ist“. Meine Aussage bekam Zustimmung aber auch einige eigenartige Blicke, da ein zwei Mitarbeiter sich über unseren Rückzug beschwerten. „Bevor wir alle wieder aufbrechen möchte ich nochmal eben kurz die Ziele und den Plan von Liav erläutern“ sagte ich, als schon die ersten ihren Teller wegbrachten.

      Liav’s HMJ 4549's Ziele für Oktober
      Muskeln auf neutralen Tonus bringen
      Gelenke mobilisieren
      Wunden und Narben verheilen/ behandeln
      Physiologischen Gang erzielen
      Gemütslage entspannen
      Gewöhnt an Grundlegende Utensilien wie: Decke, Halfter, Bandagen
      Gewöhnt an Kontakt mit Artgenossen und Menschen

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      Zudem hing ich Liav’s Plan, den ich gestern Nacht noch erstellt hatte an ihre Box, somit hatte jeder eine Übersicht.
      Der nächste Schritt war nun Inspektion und Beobachtung. Ich beobachtete Liav über den Tag hinweg einige Male und notierte mir die wichtigsten Eigenschaften und Auffälligkeiten. Da sie in der Box fast unauffällig und sie mir gegenüber drinnen relativ offen war, begleitete ich die Stute nur mit einem übergestreiften Knotenhalfter auf den Platz. Kaum war das Halfter übergestreift schellten ihre Ohren nach an den Kopf aber an der Muskelspannung tat sich nichts, da diese schon fest genug waren. Die Führung ging ganz gut von statten. Auf dem Platz angekommen ging ich einige Schritte zurück und überließ sie sich selbst. Man musste kein Experte sein, um zu sehen das sie eine völlig hypertone Muskulatur hatte. Liav bewegte sich auch nicht viel. Beugte sich nur etwas nach vorn und nahm das linke Bein mit, um einen halben Apfel von einem Mitarbeiter zu nehmen. Während dieser Bewegung konnte man ihre Steifheit gut beobachten. Ich notierte mir „Steifheit auf Grund von hypertone und verkürzte Muskulatur sowie Gelenksteifheit, nicht auf Grund von Scheuester“. Ihre Ohren waren während der kompletten Zeit draußen angelehnt. Im freien hatte ich einen guten Blick auf das Fell und konnte mich ihr gut genug nähern, um sie ab und an abzutasten sowie zu begutachten. Ich erkannte eine Pilzinfektion die sich sehr hell rund um Auge, Nüstern/ Maul und Ohren äußerte. Diese befand sich auch im Genitalbereich. Ich konnte einige Proben ergattern und brachte sie direkt zu mir ins Labor. Keine paar Minuten später hatte ich eine passende Salbe rausgesucht und konnte sie erstaunlicherweise gut auftragen. Ich hatte auch direkt eine Salbe für Wundheilung auf einige Stellen im Gesicht und Flankenbereich aufgetragen. Ich sprach ruhig mit der Stute. Ruhige, verbale Äußerungen und Geräusche schienen sie gut zu beruhigen, also nutze ich diese zu meinem Vorteil. Danach wollte ich zu viel. Ich ertastete ihren Brustmuskel, um den Tonus selbst zu spüren und bekam einen kräftigen Biss in die Rippen. Danach rannte sie verkrampft davon. „Fuck“. Das war das einzige was ich rausbekam und lies die Stute sich erst beruhigen bevor ich sie dann mit sehr gutem Zureden wieder in den Stall bringen konnte.

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      16 Oktober 2019 | Herbsttage auf Chattahoochee Hill's
      In Québec war gab es heute ein Wetterwarnung. „Jetzt mal ehrlich, diesen Wetterdiensten vertraust du ja wohl nicht, oder? Vor allem hier in Kanada!“ lachte eine Mitarbeiterin, die währenddessen leiser wurde, da sie die Wetterfesten Hengste auf die Weide brachte. „Ja, das ist mir bewusst, aber man kann sich da dann ein bisschen darauf Einstellen und Vorbereiten falls es so kommt“. Ich war von Natur aus wohl eher die die für alle Szenarien einen ungefähren Plan hatte.

      Ich schlenderte über den Hof und verarbeitete immer noch die Trennung von mir und meinem Partner. Unbewusst strahlte ich aber somit anscheinend auch negatives aus. „Alles gut?“. Ich schaute zu meiner Rechten und sah meinen neuen Trainer, die ich für die Fohlen eingestellt hatte „Ja, ich war nur in Gedanken. Ich muss das schließlich jetzt alles allein Regeln“. Er versicherte mir Hilfe falls ich sie benötigen würde und ich bedankte mich herzlich. Dennoch suchte ich nicht nach seiner Hilfe und organisierte mich von Grund auf neu und kam mit dem neuen System dann gut zurecht. Auch für die finanziellen Angelegenheiten hatte ich jemanden Eingestellt.

      Ich verbrachte einige Zeit bei Quiet Giant, denn sie strahlte immer sehr viel Ruhe aus und genoss meine Anwesenheit. Dann schaute ich rüber zu Liav (HMJ 4549) die neugierig den Blättern, die im Wind herumsausten hinterherzuschauen schien. „Na, willst du raus?“ fragte ich, wohlwissend keine Antwort zu bekommen. Jedoch erkannte ich an ihrem Kopfdrehen, das sie sich meine Stimme gemerkt hat und langsam auditive Reize besser wahrnimmt und unterscheiden kann. Zuvor waren nämlich alle Geräusche sozusagen eins. „Mensch, du weißt wohl wie ich mich jetzt anhöre, stimmts?“. Überraschenderweise bewegte die Stute sich sogar zu mir rüber. Ich lächelte und schaute kurz auf ihren Plan. Es lag zwar eine Sturmböhenwarnung vor, aber ich entschied mich trotzdem dafür sie ein wenig zu Bewegen.

      Die Stute hatte sich hervorragen in der kurzen Zeit von einem Knotenhalfter auf ein normales Halfter gewöhnt. Weiterhin hatte ich mir zur besseren Kontrolle einen Griff and den Strick gemacht. Wie jedes Mal, wenn ich sie hinausbegleiten möchte, öffnete ich die Box und wartete bis sie zu mir kam. Dann kam eine kurze Begrüßung mit positiver Verstärkung, heißt streicheln und Apfel. Zuletzt dann zog ihr ich das Halfter an. Hier zog sie immer noch den Kopf hoch, tolerierte das Halfter aber. Dann ging ich immer nur ein paar Schritte und signalisierte ihr mit den offenen Boxentüre das sie immer die Möglichkeit hat zurückzukehren. In der Mitte des Stalls schaute sie sich des Öfteren herum und reagierte sensibel auf auditive Reize wie den Wind, rascheln der Blätter etc. Als einige Minuten vergangen, Bewegte die Stute sich dann sogar von selbst nach vorn. Unser Ziel Nummer eins ist die Mobilität. Ich möchte unbedingt das die Stute irgendwann die Möglichkeit hat sich so zu bewegen wie sie möchte und soweit wie möglich einen physiologischen Gang herstellen. Bis jetzt macht sie große Fortschritte, auch bei den Dehnübungen kommt sie jeden Tag weiter. Die Gradzahlen der Gelenkmessungen werden alle Dokumentiert, um somit Fortschritte festzuhalten. Ich summte leise vor mir her. Diese Art von Geräusch empfand sie als beruhigend und angenehm. Kaum waren wir draußen standen wir zunächst eine halbe stunde herum bis die Stute sich an alle Reize, die auf sie einwirkten, gewöhnt hatte. Es war schwierig sie ruhig zu halten, aber nicht unmöglich. „Du bist so ein großartiges Tier. Du schaffst das“! sagte ich leise. Wir verbrachten dann einige Zeit draußen und spazierten hin und her. Die Stute wandelte ihre Furcht in Neugier um und beschnupperte alles was ging. Jedoch erkannte man das sie sich immer wieder Sicherheit holte indem sie mich ansah. „Voll witzig. So nach dem Motto: Bleib bloß hier, nachher ist irgendwas und dann bist du nicht da!“. Ich lachte auf diesen Kommentar des Stallhelfers. „Schön dich lachen zu sehen“ kam dann auch noch hinterher. Ich lächelte und hatte dann doch wieder Tränen in den Augen. Ich legte sanft die Hand auf Liav’s Kopf und nahm mit Zeit mir selbst positives zuzureden.

      Leider hatte eine Windböe unseren beiden Heilungsprozessen verhindert. Liav kam nicht damit zurecht das die ganzen Blätter um sie herumflogen und wurde hysterisch. Ich versuchte sie zu beruhigen, was erst nicht funktionierte. Sie blockte ab und ging in den Rückwärtsgang. Ich ging dann keine Schritte mehr auf die zu und nutzte nur die beruhigende Stimme. Nach kurzer Zeit und einige starke und tiefe Atemzüge später war es mir möglich die Stute in den sicheren Stall zurückzubringen. Im stall atmete die braune immer noch sehr stark sodass die Nüstern sich extrem aufdehnten. Ich entschloss mich dann einfach mit meinem Buch in den Stall zu setzten. Ich beobachtete sie und sah wie sie langsam wieder normal atmete und sich dann dem trinken und fressen zuwendete.

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      17 Oktober 2019 | Liav (HMJ 4549) + Flúx | Porträtfotos für die Neuen!
      Am heutigen Morgen war ich relativ früh wach, denn der Border Collie, den ich vor kurzem aus Spanien gerettet hatte, kletterte auf mir herum. Der Kleine war kein Jahr alt und noch sehr jung. Ich schaute auf die Uhr, die mir halb fünf anzeigte. „Na, dann komm kleiner Kerl“. Ich lief mit ihm nach unten und lies ihn auf die Wiese. Nachdem alles erledigt war kam er, natürlich Nass, wieder in das Haus gestürmt. „Nene, hör mal, jetzt ist ausruhe Zeit“. Ich setzte mir heißes Wasser für Tee auf und kochte zusätzlich für das Frühstück Kaffee. Nachdem ich den kleinen, für den ich noch keinen Namen hatte, abgetrocknet hatte, ging es wieder mit einer Tasse Tee ins Bett. Hier las ich ein wenig und plante dann den heutigen Tag.

      Bevor das Eventpferd auf unseren Hof kam, hatten wir auch eine neue Vollblutstute aufgenommen. Auch diese war leide im illegalen Pferdehandel durchgereicht worden. Wir hatten sie dann zufällig auf eine ordinäre Seite gefunden und sofort gekauft. Flúx wurde auf einem normalen Rennbetrieb in Dubai geboren und aufgezogen. Da leider auf den meisten Rennbetrieben immer sehr früh eingeritten wird, ist sie schon Beritt bereit. Flúx passte nachdem sie ausgewachsen war vom Exterieur nicht ins Bild und wurde auch den anderen Ansprüchen des Rennbetriebs nicht gerecht. Wir wollten die Stute nicht überfordern also ließen wir zunächst ein paar Tage vergehen. Grundsätzlich wollten wir sie nicht auf Rennen schicken. Jedoch zeigt sie dennoch großes Interesse an das Rennen und die Rennbahn. Zudem scheint sie mit ihrer Vergangenheit relativ gut umzugehen.

      Der gestrige Tag war relativ Ereignisvoll für Liav [HMJ4549], der Wind machte ihr aber nicht mehr zu schaffen. Während ich zum Stall von Liav lief traf ich auf eine Mitarbeiterin. „Du kannst langsam aufhören Mutter Theresa zu spielen! Zwei gerettete Pferde und ein Hund reichen. “. Ich reagierte mit Lachen auf das Kommentar und lief in den Stall von Liav, denn heute sollten Portraitfotos gemacht werden. Liav schien heute ungewöhnlich entspannt, was uns natürlich zum Vorteil war. Ohne Probleme konnten wir Liav ablichten lassen und man hatte den Anschein das sie auch noch den Prozess genoss. Ich lobt sie mit einem Apfel und ließ sie dann wieder zurück in den Stall.

      Danach holte ich Flúx. Zunächst putze ich die Füchsin und streichelte sie ein wenig. Sie empfand das anscheinen als sehr angenehm. „Nun los.“. Ich lief dann mit ihr an einen geeigneten Platz und machte auch von ihr ein Portraitfoto. Ich war sehr stolz auf die zwei Stuten und freute mich das sie sich beide so gut auf Chattahoochee Hill’s eingelebt hatten. Zuletzt ging ich noch mit Flúx in die Halle und schaute mir ihre Grundgangarten an. Auch begutachtete ich sie vom Exterieur, um eine Aussage für ihr Buch zu erstellen. Jedes Pferd auf Chattahoochee Hill’s besaß nämlich ein Buch. Dort stehen alle Daten drin, Geburtsdatum, Größe, Gewicht etc. aber auch Trainingspläne, Ziele, Fortschritte und dementsprechende auch der Charakter und das Exterieur ist dort vermerkt.

      Nachdem ich die Stute auf die Weide gebracht hatte setzte ich mich dann an den Laptop. „Heilige“ sagte ich zu mir selbst, denn ich hatte nicht erwartet sechs Aufträge in der Klinik zu haben. Ich holte mir einen Kaffee und setzte mich an die Planung.

      2730 Z. | ohne Leerzeichen | by Cooper
    • Cooper
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      20th Oktober 2019 | Liav (HMJ 4549) | Schonzeit ist vorbei!
      Als ich meine Augen an diesem Morgen öffnete war ich nicht wirklich ausgeschlafen und meine Augen fühlten sich an wie Klötze. Zudem fror ich. Mit beiden Augen nicht mal halb offen zog ich mir einen Pullover über und dicke Socken an die Füße. So leicht war es aber nicht sich Socken anzuziehen, wann ein kleiner junger Border Collie versucht diese zu stehlen. „Schluss damit jetzt. Komm schon“. Ich versuchte ernst zu bleiben, musste aber dann doch schmunzeln bei dem Anblick als er Sitz machte und seine Zunge raushing. „Guten Morgen kleiner Mudge“. Ich streichelte ihn. Mittlerweile hatte ich endlich einen Namen für den Kerl gefunden.

      Eine Dusche, Frühstück und ein Spaziergang später ging ich augenscheinlich frisch und munter in den Stall der Turnierpferde. Die Schonzeit von Liav (HMJ 4549) war heute zu Ende. Grundsätzlich standen wir dem Plan sogar voraus, denn die Stute hatte sich schon an das Halfter gewöhnt und war grade dabei auch Decken und alles Mögliche was ihren Körper noch berührt, zuzulassen.

      Nachdem ich geholfen hatte alle Pferde zu füttern, in Training zu schicken oder auf die Weide, ging ich zu Liav in die Box. Die Stute hatte sich zwar super an das Halfter gewöhnt, zog jedoch dauernd den Kopf weg beim anziehen und schüttelt diesen während des führen dauernd. „Wir üben heute ein bisschen, okay?“ fragte ich, wohlwissend das keine Antwort kommen würde und wenn eine Möglich wäre, diese bestimmt nicht „Klar“ lauten würde. Ich schmunzelte über meinen Gedankengang und hielt Ausschau nach Mudge, der sich wahrscheinlich schon wieder irgendwo in Dreck wälzte. Während ich das Putzzeug von Liav holte vergaß ich auch schon wieder den kleinen Broder Collie und widmete mich ganz der Stute und meinen Gedanken zum Ende meiner langjährigen Beziehung. Das Putzritual war anscheinen nicht nur ein Heilprozess für Liav, sondern auch für mich. Ich ließ leise Musik laufen und übte dann mit Liav das Putzen beziehungsweise anfassen. Immer wieder holte ich auch jemand Fremdes vom Personal dazu damit sie lernt auch damit umzugehen. Was mir auffiel ist, dass ihre Angst bei Männern deutlich mehr zu beobachten war. Alles was wir heute machte und meine Beobachtungen wurde auch in ihrem Buch dokumentiert. Das anfassen funktionierte viel besser und mittlerweile ließ Liav sich auch von einer sehr leichten Bürste bürsten. Die etwas gröberen konnte sie immer noch nicht vertragen. Bei denen zuckt sie überall, zieht weg und versucht sich zu verkriechen. Die weiche genießt sie sogar, vor allem am Kopfbereich. Immer wieder schaute ich auch noch mal auf die Infektion die sie am Auge, den Nüstern, am Maul und am Genitalbereich hatte. Heute nahm ich erneut Problem, diese ergaben dann das die Infektion komplett weg ist. Leider blieb der Stute sehr raue Stellen, da die Infektion lange unbehandelt blieb. Ich versorgte die Stellen und mobilisierte ihre Gelenke am Bein. Zudem dehnte ich sie. Auch die Übungen mit dem Halfter hatten wir über eine Stunde geübt. „Produktiver Tag heute was?“ kam von einem Mitarbeiter, der schon einige Male an uns vorbeigelaufen war. „Ja, läuft echt gut. Bald kommt die Trainerin für das Nachholen des Fohlen ABCs, da wird sie hundertprozentig für bereit sein“. Ich lächelte breit und bekam dieses auch zurück. Ich hatte tatsächlich heute schon viel mit der braunen Stute gemacht, genug hatte ich irgendwie dennoch nicht und ich hatte den Eindruck, dass das Training ihr auch gefiel. Also ging es nach einer halbstündigen Pause in die kleine Halle. Dort versuchte ich die Stute aufzudehnen und ihr zu zeigen das die Beine weiter auseinander gehen, um einen physiologischen Gang zu erzielen. Die Erfolge mit Dato waren sehr gut und jetzt geriet alles leider ins Stocken, was aber normal ist. Ich lobte die Stute öfter als andere Pferde, dass es für sie ein großer Faktor war, sich gut zu benehmen. Auch hier ersetze ich mich zwischendurch mal mit einem vom Personal, das gefielt ihr aber dann nicht so gut. Vom Verhalten her hatte sie sich etwas verbessert, jedoch musste die Person sich mit großer Vorsicht bewegen und bekam nur die Hälfte an Bewegung hin. Ich öffnete die Tür der Halle und lief auf die beiden zu, bedankte mich beim Mitarbeiter und lies die Stute sich noch etwas frei im Raum bewegen. Mudge hatte ich auch gefunden. Er hatte sich auf der Koppel mit den Hengsten einen Spaß erlaubt und kam eingenässt wieder runter. „Hier hast du den kleinen Übeltäter! Er hat sich mit den Hengsten einen Spaß erlaubt. War zwar ganz lustig, aber nicht ungefährlich“ sagte ein Mitarbeiter und setzte den Collie dann vor mir ab. Ich atmete tief ein uns aus. „Böser Hund. Was fällt dir ein“ sagte ich laut und er ließ seine Ohren hängen. Nach der Sanktion war dann aber alles in Ordnung. Ich kontrollierte dann am Abend ihn und alle Hengste zur Sicherheit auf Verletzungen, die aber zum Glück nicht vorhanden waren. Der Collie war eigentlich schon trainiert und wusste wo er hindarf und wo nicht, jedoch brauchte er anscheinend mehr Förderung als ich dachte. Somit entschied ich mich dafür ihn jeden Morgen bei den Trainingseinheiten der Rennpferde mitlaufen zu lassen, an denen ich so gut wie immer auch teilnahm.

      Nachdem ich mich um den Border Collie kümmerte, kümmerte ich mich um die Eventstute. Liav war nach dem Training eigentlich noch immer gut gelaunt. „Deine Ausdauer ist bewundernswert“ sagte ich und lobte die Stute mit langen Streicheleinheiten in der geräumigen Box. Ich musste auch selbst zugeben das ich sehr stolz auf die Stute war. Ich dachte tatsächlich sie müsste für ihr Leben lang in der Verfassung bleiben, in der sie war. Sie bewies und beweist uns jedoch allen das Gegenteil und nimmt alles auf was sie aufnehmen kann. Somit sah ich ihre Zukunft positiv entgegen.

      Zu später Stunde ging ich noch an den Laptop und regelte einige finanzielle und organisatorische Dinge für das Gestüt. Darunter fielen auch Turnieranmeldungen. Letztendlich hatte ich alle Tasks erledigt und konnte mich dann hinlegen. Wie immer war Mudge an meiner Seite.

      5011Z. | ohne Leerzeichen | by Cooper
    • Laraya13
      Hufschmiedebericht Swedish Steel - Nordische Hufeisen und mehr
      21.10.2019

      4266 Zeichen by Laraya13



      Bjorn Haraldson |


      Mein heutiger Auftrag führte mich fast 4000km quer durch das Land, rüber in das schöne Quebec. Es war ein spannender Auftrag, denn ich durfte ein Pferd behandeln, welches ebenfalls zu dem Makeover gehörte.Ich bog gerade ein und durchfuhr die Einfahrt der Chattahoochee Hill´s, parkte meinen Van und stieg aus um mich ausgiebig zu strecken und umzusehen. „Wow ist das schön hier.“, sagte ich leise zu mir selber und sah Cooper Chattahoochee auf mich zukommen, grüßte freundlich und wir drückten uns die Hände. „Ich hoffe die lange Fahrt war nicht all zu schlimm?“ wurde ich gefragt und ich schüttelte den Kopf. „Nein nein, mir macht das nix aus. Das liebe ich an meinem Beruf.“, gab ich schmunzelnd zu und folgte Cooper zu Liav. „Ich bin gespannt, wie anders Liav im Gegensatz zu unserem Makeover-Pferd sein wird. Wie weit seid ihr denn schon?“, fragte ich und sah mich ein wenig um. „Wir werden erstmal die Mobilität der Muskeln verbessern, da diese Verkürtzt, verklebt und weiteres sind.“ - „Ach Ohje..“, sagte ich nur und wir kamen bei Liav an. „Bist du hübsch!“, sagte ich und beobachtete das Pferd in der Box vor mir. Cooper holte das Halfter und zog es Liav über, dann gingen wir nach drausen. Ich holte alles was ich brauchte und betrachtete Liav, wie Sie vor mir her geführt wurde. Die Hufe waren zu lang und schienen mir hinten zeheneng zu sein. Ich trat näher und sprach beruhigend auf die Stute ein. „Hey Mäuschen, ich werde mir mal deinen Huf nehmen.“, sagte ich ruhig und glitt an ihrem Vorderbein herunter und hob den Huf ganz leicht an, schaute mir den Strahl an. Liav verkrampfte sich ein wenig, deswegen lies ich den Huf wieder runter und lobte die Stute mit Worten. Ich nahm mir die Zange und lies Liav, die kurz aufmerksam auf dieses seltsame Ding in meiner Hand guckte, daran schnuppern und sah zu Cooper. „Die Hufe muss ich definitiv erstmal kürzen und feilen, hinten steht Liav mir etwas zu zeheneng. Es muss noch nicht beschlagen werden in meinen Augen, aber das gucken wir uns nochmal an wenn ich die Hufe soweit gekürzt habe.“, erklärte ich und fing vorsichtig mit dem ersten Huf an.
      Liav machte es erstaunlicherweise sehr gut mit, durch ihre verklebten Muskeln baute ich einige Pausen ein. Die Zange empfand sie nicht so gruselig wie die Raspel, doch war auch da nach ein paar Minuten der Spuk vorbei und der erste Huf war fertig. Ich widmete mich nun den Hinterhufen und korrigierte diese, damit die Stellung besser wurde. Hinten schien Liav auch mit dem Gleichgewicht etwas durcheinander zu sein, weswegen ich noch mehr Pausen und Lob einbaute. Als ich den zweiten Huf fertig raspelte, stellte ich mich vor Liav zu Cooper und betrachtete die Hinterhufe ausgiebig. „So geht es erstmal, das muss denke ich in ca 6 Wochen nochmal gemacht werden. Je nach dem wie Sie nachher gleich läuft, entscheiden wir über Eisen.“, sagte ich und machte mich an den letzten Huf, bei dem Liav nun keine Motivation mehr hatte und steif bleib. Es dauerte eine halbe Stunde, ihren Huf anzuheben und fertig zu machen, da Sie auch immre wieder wegzog. Cooper redete vorne beruhigend auf das Stütchen ein und wir waren endlich fertig. „Führ Sie mir mal vor, Schritt und Trab.“, bat ich Cooper und betrachtete das Tier. Die Fehlstellung war schon besser, doch mich störte etwas weswegen ich nochmal genauer hinsah. „Cooper, ich würde gerade für hinten doch Kunststoff empfehlen.“, merkte ich an und kniete mich neben die Beine und sah mir die Hufe nochmal an. „Ob nur hinten, um die Stellung besser zu bekommen oder komplett lasse ich bei dir, ich wäre für Vollbeschlag damit alle Gelenke auch etwas besser entlastet werden.“, sagte ich und packte alles weg, Cooper nickte nur und brachte Liav weg. Wir liefen gemeinsam zu meinem Van und unterhielten uns. „In 6 Wochen solltest du nochmal jemanden gucken lassen, auch wegen Eisen. Kunststoff wäre meiner Meinung nach am besten, allein auch für die Gelenke und Muskeln. Ich denk nur , nur hinten Beschlagen wäre für ihre Balance noch nicht so günstig.“, sagte Ich und packte alles ein.
      „Danke dir Bjorn! Komm gut Heim!“ - „Dafür bin ich da. Danke, ich genieße noch ein wenig die Landschaft.“ Wir schüttelten uns die Hände, ich stieg in mein Auto und fuhr richtung Heimat, genoss die Landschaft die an mir vorbeizog.
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      23th Oktober 2019 | Kleine und große Fortschritte!
      Der Tag fing gewöhnlich an. Mit Nassen Pfoten im Bett und Augen auf halb 10. Dennoch war etwas anders, das erste Mal seit langem fühlte ich mich hellwach, auch wenn mein Gesicht noch was anderes sagte. Dennoch ging es in meinen Neuronen schon rund und ich fühlte mich wieder wie mich. Ich machte mir natürlich keinen Stress, sondern war endlich mal wieder in der Lage klar zu denken, mein Tag zu Strukturieren sowie die neuen Ziele, die ich für mich und Chattahoochee Hill’s hatte, in die Tat umsetzten. Ich frühstückte ausgiebig, machte mich sogar ein wenig zurecht und trat der frischen kanadischen Morgenluft mit dem Collie entgegen.

      Ich grüßte meine Mitarbeiter, die grade die Fütterungsrunde beendeten. „Kommst du heute mit zum morgendlichen Training“. Ich drehte mich um und blickte zunächst ins nichts. Schnell blickte ich nach unten, da es nur unser kleinster Jockey sein konnte; auch die Stimmlage passte. „Hey Tate, tatsächlich hätte ich heute mal wieder Lust. Ich würde gern unsere neue Fuchsstute nehmen“ und lächelte. Er lächelt freudig zurück und nickte. „Schön“ sagte er dann laut. Tate war einer unserer ältesten Mitarbeiter sowie Jockey und Trainer. Er hatte schon einige meiner Vollblüter durch Rennen gebracht und engagiert sich wo nur es geht für CHH. Viele meiner Galopper haben auch nur neben mir selbst, ihn als Bezugsperson.

      Das morgendliche Rennen war sehr erfolgreich. Viele Tiere haben sich seitdem ich sie das letzte Mal gesehen hatte einen wirklich positiven Fortschritt erzielt. Auch Mudge ist mitgelaufen. Auch ihm half das morgendliche Rennen. Mittlerweile hörte er auf einige Kommandos und weiß nach einem Huftritt auch das man Pferde besser in Ruhe lassen sollte. Nach dem Rennen sortierten sich alle da ein wo sie gebraucht in eingeplant waren. Ich hingegen setzte mich kurz an den PC, um organisatorische Dinge für Chattahoochee Hill’s zu klären. Danach führte ich eine kleine Trainingseinheit mit Mudge durch, die er sehr erfolgreich absolvierte. Ich lobte den Collie mit einem Leckerli und dann begab er sich ins Haus, um Mittagsruhe zu halten. Ich hingegen hatte noch andere Pläne. Ich schlenderte ein wenig über das Gestüt und hatte überall ein wenig für Struktur und Ordnung gesorgt. Hier und da neue Zäune bestellt, neue Farbe da von der Halle das rot langsam abgebleicht aussah. Auch die Boxen brauchten eine neue Lackierung, die ich sofort selbst erledigte. Heute war tatsächlich gutes Wetter, somit konnten alle Pferde, nach ihrem individuellen Programm, für geraume Zeit auf der Weide bleiben. Somit war genug Zeit zum Lüften. Da Liav HMJ 5459 Schwierigkeiten hatte sich in einer großen Gruppe von Artgenossen anzuschließen, paarte ich sie mit Quiet Giant in der Halle. Dort konnten die Zwei sich kennenlernen, was auch gut funktionierte.

      Nachdem sie ein bisschen Zeit mit ihrem Artgenossen verbringen konnte, nahm ich die Stute zum Training mit in die große Halle. Heute fokussierte ich auf das Trainieren der Grundgangarten bzw. ihren physiologischen Gang sowie auch auf die Gewöhnung der Trense. Das Training fand im geschlossenen Raum statt, da die Stute mit den ganzen Reizeinflüssen noch nicht zurechtkam und dies an anderen Tagen trainiert werden. „Heute wollen wir uns nur auf eine Sache konzentrieren“ sagte ich während wir in die freie Halle liefen und streichelte die Stute. Mittlerweile war ihr Gang offener und sie macht jeden Tag größere Schritte. Ich war sehr zufrieden auch wenn die Schnelligkeit der Besserung jetzt langsam nachlassen. Zunächst lief ich mit der Stute selbst einige Runden und beobachtete dabei ihre Atmung, den Gang und die Nervosität. Die Nervosität hatte stark abgenommen, auch ihre Atmung war normal reguliert. Ihr Gang war dennoch sehr Steiff, aber sie hatte schon gelernt soweit wie möglich die Beine auseinander zu nehmen auch ohne, dass ich mit Berührungen nachhelfen musste. An der Longe gehen funktionierte auch schon einigermaßen. Im Laufe verhalf ich ihr zum Traben, was ihr sichtlich viel Mühe kostete. In der Bewegung lag zwar viel Schwung, nur dieser konnte nirgends hin, da die Stute die Muskeln nicht weit genug dehnen konnte. Ich stoppte sie und holte sie zu mir, um ihre Beine zu dehnen. Sie schnaubte. „Du machst das super“. Ich lächelte und schickte sie nach dem Dehnen erneut in den Trab. Das dehnen hatte minimal etwas gebracht, aber immerhin etwas. Ich freute mich über das Ergebnis und ließ sie einfach mal Traben. Im Laufe bemerkte man dann das sie nicht mehr so viel „tippelte“, sondern die vorderen Beine mehr ausschlugen. „Das machst du großartig, guuuut“. Ich freute mich und stoppte dann die Stute, um sie zu loben. Erfreut von dem Erfolg gab ich Liav einen Stück Apfel, das sie sichtlich genoss. Zuletzt übten wir das Galoppieren. Dies funktionierte erstaunlicherweise sehr viel besser als die zwei ruhigeren Gangarten. Hier machte sie auch keinerlei Ausweichbewegungen. Dennoch war Bedarf an Übung auch dort da. Grundsätzlich verbessert sich jede Grundgangart mit Hilfe der Aufdehnung der Muskeln sowie das Erlernen die Beine heben und weiter auseinandernehmen. Dennoch war es interessant einen Vergleich der Grundgangarten von der Ankunft und fast drei Wochen später zu sehen. „Kannst du noch?“ lachte ich und gab ihr erneut ein Apfelstück, was sie fröhlich sabbernd verschlungen hatte.

      Nun nahm ich die Trense in die Hand und lief damit zur Stute. Diese schaute den Gegenstand neugierig an. „Ja, das hast du bestimmt schonmal gesehen“. Liav beschnupperte die Trense und versuchte sie tatsächlich auch zu essen. Ich schmunzelte und ging in die Position, in der ich die Trense auch aufsetzen würde. Diese kannte sie vom Halfter an und ausziehen schon sehr gut und hatte damit keine Probleme mehr. Sie blicke mich von der Seite an und ich führte dann das Mundstück zu ihrem Maul. Sie schreckte nicht zurück und schnupperte. „So ist’s gut“. Ich sprach ihr leise zu. Ich steckte dann meinen Finger in den Spalt und schon war das Mundstück bei ihr im Maul verschwunden. Sie kaute einige Sekunden darauf zum und spuckte es mir zurück in die Hand. „Na danke“. Diesen Vorgang wiederholte ich, bis die Stute begriff, dass dies tatsächlich da drinbleiben muss. Verstanden hatte sie dies aber erst nachdem ich die eine Hälfte über das Ohr gezogen hatte. Sie blieb dann stocksteif stehen und schnappte dann von der einen Sekunde auf die andere nach mir. „Das war ohne Vorwarnung und ist unfair“ beschwerte ich mich. Nun lief Liav HMJ 4549 mit halb angezogener Trense herum. Zudem kaute sie auch auf dem Gebiss. Ich ließ sie erstmal machen und konzentrierte mich auf die Annäherung. Die dann auch relativ schnell ging. Mit einem schnellen Manöver zog ich die Hälfte wieder ab und dann wieder an. Dies wiederholte ich einige male bis die Stute sich auch an das gewöhnte. Zu guter Letzt hatte ich auch die andere Seite draufbekommen und die Stute war gezäumt. Da konnte ich mir das „yey“ nicht verkneifen und schoss direkt ein Foto mit der Handykamera. Den Vorgang des an und ausziehen des Halfters vollzog ich ebenfalls einige Male. Die Struktur hatte die Stute verstanden, nun sollte sie nur noch mehr daran gewöhnt werden.

      Vollkommen zufrieden mit dem Ergebnis lief ich mit ihr in den Stall. Dort putze ich sie noch und auch hier Fortschritte zu dokumentieren und steckte sie mit großem Lob in die Box. „Nun, morgen kommt dann deine Untersuchung. Ich hoffe du hasst mich dann nicht“ sagte ich lachend, obwohl ich tatsächlich Angst hatte ihr Vertrauen dann zu brechen. Allerdings war es nicht so leicht einen anderen Tierarzt zu finden. Ich verbrachte den Abend mit der Hilfe auf dem Gestüt und ging dann relativ früh schlafen.

      6411Z | ohne Leerzeichen | by Cooper
    • Cooper
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      Liav HMJ 4549 | Prophylaxe, Immunisierung, Chippen
      Wie vorab angekündigt stand nun die Prophylaxe sowie die Immunisierung und das Chippen von Liav HMJ an. Ich mochte es nicht als zu gerne als Tierarzt auf meinem eigenen Gestüt zu agieren, denn ich hatte bedenken, das die Tiere mich dann mit etwas Negativen in Verbindung bringen und somit die Bindung gefährdet wird. Im Laufe der Zeit hat sich das nicht wirklich bewahrheitet, dennoch habe ich doch, falls irgendwie möglich, einen unabhängigen Tierarzt. Diesmal war das leider nicht möglich und grundsätzlich konnte ich die Prophylaxe auch besser durchführen als jemand Fremdes. Zunächst bereitete ich in der Klinik alle Immunisierungen vor. Sowie auch die Wurmkur und den Chip. Den Equidenpass hatte ich ebenfalls beantragt. Einen Impfpass konnte ich selbst zu Verfügung stellen. Es war sehr angenehm mal einen komplett neuen Impfpass zu beschriften. Da es meine eigene Stute war, entschied ich mich direkt auch für eine Blutabnahme um andere Krankheiten auszuschließen.

      Nachdem ich alles Vorbereitet hatte ging es dann mit einem Mitarbeiter zu Liav. Diese wurde von Tag zu Tag neugieriger und wartete schon auf ein Stück Apfel, was sie auch bekam. Ich öffnete die Boxentüre und wartete bis sie auf mich zu kam. Ich begrüßte sie mit Streicheleinheiten und konnte sie dabei gut abtasten. Ich tastete den kompletten Körper ab, vom Kopf bis zur Hufe. Bis auf die Überbleibsel der Pilzinfektion und einige Narben, war nichts auffällig. Ich lobte die Stute, da sie nicht zubiss als ich mich im Bauch und Flankenbereich bewegte. „Sehr gut machst du das“ sprach ich leise und streichelte ihre Nase. Dort schaute ich direkt in die Ohren, kontrollierte den Pupillenreflex und schaute mit den Nüstern an sowie auch ins Maul. Das anfassen ging mittlerweile ohne Probleme. Da heute relativ viele Sachen auf einmal gemacht werden mussten, setzte ich der Stute einen Zugang. Somit musste ich nur einmal einstechen. Diese Prozedur ging relativ gut vonstatten. Die Stute zuckte nur ein wenig und schaute dann unsicher um sich. Ich redete beruhigend auf die Stute ein und kontrollierte dann die Atmung, Herzfrequenz, Puls und Temperatur. Alles war unauffällig. Bevor ich die Immunisierungen gab, nahm ich eine Blutprobe zum Untersuchen. Dann gab ich die Immunisierungen durch den Zugang, somit war die Immunisierung kein großes Thema. Dennoch bemerkte die Stute das etwas anderes ist. Ihr Verhalten mir gegenüber änderte sich aber nicht, was mich beruhigte. Das rausziehen des Zuganges hatte die Stute kaum bemerkt. Auch die Wurmkur ging sehr einfach von statten, diese nahm sie tatsächlich fast freiwillig. „Vielfraß“ lachte ich und holte das Gerät zu Chippen. Ich entschuldigte mich bei Liav und drückte dann. Das Gerät ist zum Glück sehr schnell, so schnell das Liav gar nicht wusste was ihr geschieht und ich sie durch anschließendes Streicheln und füttern von Äpfeln wirklich beeinflussen konnte. Ich lächelte verschmäht und räumte nach den Streicheleinheiten alles auf. Zu guter letzte füllte ich den Impfpass aus und wartete dann noch auf die Papiere des Equidenpasses der kanadischen Behörde.

      2615Z | ohne Leerzeichen | by Cooper
    • Cooper
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      27th Oktober | Es rutscht!
      Bevor ich meinen Auftrag in der Chattahoochee Hills Klinik in Schweden nachging, hatte ich noch einige Tage. Diese nutze ich, um mit Liav HMJ 4549 noch ein bisschen an der Longe zu üben, sie weiter an die Trense zu gewöhnen sowohl weiter versuchen sie an ein Pad zu gewöhnen. Geschweige denn irgendwas auf ihrem Rücken. Es ist knapp ein Monat vergangen. Seitdem hat sie sich unserer Meinung nach sehr positiv entwickelt. Mittlerweile werden dann jetzt doch aber die Folgen klar. Liav wird keinen korrekten physiologischen Gang mehr erzielen können. Allerdingt reicht das Potential aus, um sich einigermaßen gut zu bewegen und vor allem schmerzfrei. Schätzungen zufolge sollte die Stute im Galopprennen nicht weit kommen, deshalb versuchen wir sie doch an die Dressur zu gewöhnen. Springen war direkt ausgeschlossen, da auf Grund der Muskeln und Sehnenverkürzungen die Verletzungsgefahr viel zu hoch ist. Auch andere Pferdesportarten erscheinen uns zu diesem Zeitpunkt ein viel zu hohes Risiko zu sein.

      An diesem Morgen war ich sehr früh wach. Um genau zu sein macht ich um halb sechs die Augen auf und war hell wach. Anstatt mich noch mal umzudrehen und zu riskieren später müde zu sein, erhob ich mich aus dem Bett und begab mich auf die Couch, um zu lesen. Diesmal weckte ich dann den Hund anstatt er mich. Mir einem Auge sah er mich vom Bett aus an und blieb zunächst liegen. Keine zwei Minuten später kam der Collie schlaftrunken die Treppe hinunter und ließ sich vor der Couch und meinen Füßen wieder nieder. Ich schmunzelte und las. Später machte ich mir und dem Hund dann das Frühstück. Zudem ging ich mit meinen Mitarbeitern die morgendliche Fütterungsrunde und auf die Bahn. Heute ritt ich Cryfirra. Sie hatte den Galopp ihres Vaters. Nach dem ritt schwebte ich ein bisschen in Erinnerungen als Chattahoochee Hill’s noch ein mini kleiner Hof war. Mittlerweile konnte man schon behaupten das wir uns in dem Galopp und Vollblut Welt einen Namen gemacht haben. Dieses zu kontrollieren und zu leiten war aber auch schwieriger als damals. Deshalb verbrachte ich dann den frühen Mittag am Rechner und Tunierteilnahmen zu regeln, sowie auch nach Nachwuchs, Decksprüngen oder neuen Pferden Ausschau zu halten. Heute war ein kalter, aber kein verregneter Tag, also beschloss ich mit Liav heute auf dem großen Platz zu üben.

      Nachdem ich mir einen kleinen Plan gemacht hatte, zog ich mich passend an und spazierte in den Turnierpferdestall. Liav schaute schon neugierig auf der Box heraus und war gespannt ob ich rüberkam. Ich unterhielt mich kurz mit einem Mitarbeiter und schlenderte zu ihrer Box. Mittlerweile merkte man ihre Vorfreude und sie fing an zu tänzeln als ich näherkam. „Na kleine? Haben wir Lust heute“ fragte ich. Erneut wohlwissen das keine Antwort kommen konnte. Und selbst wenn sie keine Lust hätte, dieses auch nicht verbal äußern konnte. Zunächst putze ich die braune Stute. Diese Prozedur schien sie auch zu genießen, der Flankenbereich war dennoch immer noch sehr empfindlich. Dort hielt sich sie mit dem beißen auch nicht zurück. Ansonsten hatte sich die Stute hinsichtlich des Beißens sehr verbessert. Das schüchterne ist jedoch immer noch vorhanden. Allerdings ist sie ja auch erst seit knapp einem Monat hier. Dies musste ich mir immer wieder vor Augen führen, um nicht ungeduldig zu werden. Langsam spürte man dann doch den Wettbewerbsdruck, den ich eigentlich nicht an mich heranlassen wollte. Meine Art sich dauernd zu reflektieren ging mir manchmal auf die Nerven, allerding verhalf es mir in dieser Situation das beste für das Tier zu tun und nicht das beste für mich. Was immer noch das wichtigste Gut auf Chattahoochee Hill’s ist und war. Auch wenn wir im Galopprennen vertreten sind. Meine Gedanken schweiften dann in unsere Kritik ab. Denn wir wurden des Öfteren Kritisiert nicht das vollste Potential der Pferde zu nutzen. Vor allem das Einreiten vor dem 3ten Lebensjahr lehnten wir komplett ab. Was in der Renngaloppwelt fast eine Schande war. Grundsätzlich war mir die Meinung anderer, aber egal. Ich liebe den Rennsport genauso wie ich die Tiere liebe; Somit steht das Wohl unserer Tiere an oberster Stelle, egal was irgendjemand sagt.

      Die Trense lies Liav sich fantastisch anziehen. Mit der hatte sie keine großen Probleme. Dann knüpfte ich die Longe an und lief auf den geräumigen Platz. Ich ließ die Stute dann einige Runden normal laufen und notierte ihre Fortschritte hinsichtlich des auseinander nehmen der Beine. Zudem schaute ich darauf das die Stute auch den Kopf sowie den Hals, in der Bewegung mitnahm. Da dieses immer noch sehr versteift wirkte, obwohl die Muskeln schon soweit waren. Dies war lediglich eine Schonhaltung die die Stute auch nicht aufgeben wollte. Ich stoppte sie nach dem aufwärmen und dehnte dann ihre Beinmuskulatur. Nach dem dehnen fielen ihr ie Bewegungen sichtlich leichter. Beim Trab und Galopp ermutigte ich sie weiterhin ihren Kopf und allgemein den ganzen Körper mit zu nehmen. Es war schön zu sehen das der Galopp schon wirklich physiologisch aussah. Außerdem erkannte man, dass die Stute wesentlich entspannter war. Nun kam er eher schwierige Teil. Das Pad. Liav war wirklich kein Fan von Gewicht auf ihrem Rücken, geschweige denn irgendetwas auf ihrem Rücken. Ich nahm ein Pad, das ich für die Marwaris gekauft hatte und stellte es der Stute zunächst vor. Beim ersten Auflegegeversuch drehte sie ihren Körper komplett vom Pad weg und rannte mich halb um. Sie schnaubte und ich sprach ihr leise und behutsam zu. Viel half dies aber auch nicht. Nach einer Stunde hin und her probieren war es mir dann endlich möglich das Pad aufzulegen. Aber dieses war in nicht mal einer Sekunde wieder unten. Sobald das Pad ihren Rücken berührte, wich die Stute zurück, sprang zur Seite und stieg auf halben weg, sodass das Pad von ihrem Rücken herunterrutschte. Ich ließ die Stute sich beruhigen und ging dann hin, um sie zu trösten. „Alles gut. Wir hören auf für heute“ sagte ich und brachte die Stute in die Box.

      Zum Ende des Tages schaute ich mich dann nach professionellen Trainern um die Liav dann aber dauerhaft begleiten könnten. Zunächst dachte ich, ich würde leer ausgehen. Aber tatsächlich hatte ich dann eine Trainerin gefunden die Liav gern dauerhaft betreuen würde und auch Erfahrung mit schwierigen Pferden hatte. Freudig telefonierte ich mit der Frau und machte dann einen Termin aus.

      5324 Z. | ohne Leerzeichen | by Cooper
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    • Sammy
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      Fohlen ABC mit Liav
      17.722 Zeichen | von Sammy | 4 Punkte
      Gähnend stieg ich aus dem Flugzeug in Kanada. Der Flug war lang gewesen. Doch immerhin hatte ich diesmal in einer Passagiermaschine gesessen, was doch wesentlich bequemer war, als die Frachtflugzeuge, mit denen die Pferde von A nach B geflogen wurden. Dennoch war ich hundemüde. Ich war auf dem Weg zu Cooper, um mit ihrem Horse Makeover-Pferd Liav zu arbeiten. Normalerweise kamen meine Trainingspferde zu mir, doch meine Aufgabe, war es mit Liav ein nachgeholtes Fohlen-ABC zu machen, so wie ich es bei meinem eigenen Makeover-Stütchen auch getan hatte. Daher war es nicht möglich, die Englische Vollblutstute nach England zu bringen. Ich hatte mit Cooper vereinbart, dass ich mit Liav das Putzen, Anbinden und Halftern üben würde. Führen ließ die Stute sich laut den Worten meiner Freundin bereits ganz gut. Zu guter Letzt wollte ich dann noch ein weniger Hängertraining mit der Stute machen. Da ich nur ein paar Tage bei Cooper bleiben konnte, würde ich sie sehr ins Training mit einbeziehen, damit sie nach meiner Abfahrt genauso weitermachen konnte, wie ich begonnen hatte. Ich war schon unglaublich gespannt darauf, die junge Stute kennen zu lernen. Seit ich mit meinem Pferdchen aus Kanada abgereist war, hatte ich keines der anderen Makeover-Pferde live gesehen.
      Als ich endlich auf Chattahoochee Hills ankam, erwartete mich Cooper bereits. "Da bist du ja! Hattest du einen guten Flug? Und wie läuft es mit deinem Stütchen? Hat sie mittlerweile einen Namen?", begrüßte Cooper mich in ihrer gewohnt quirligen Art. Ich lächelte. "Der Flug war gut, aber anstrengend. Und ja, mein Stütchen hat einen Namen und macht sich ganz großartig. Aber jetzt zeig mir erstmal Liav, ich bin ja so neugierig! Mein Gepäck können wir ja später noch wegbringen." Cooper war sofort Feuer und Flamme und führte mich gleich zu den Stallungen. Vor der Box einer wunderschönen braunen Stute blieb sie stehen. "Darf ich vorstellen? Das ist Liav HMJ 4549.", sagte sie stolz. Ich konnte meine Freundin absolut verstehen. Liav besaß einen feinen Kopf und große, braune Augen, mit denen sie mich aufmerksam anstarrte. "Darf ich mich ein bisschen mit ihr bekannt machen?", fragte ich Cooper. "Klar! Ich hab sowieso noch ein bisschen mit den anderen Vierbeinern zu tun. Meld dich einfach, wenn du was brauchst!", sagte Cooper. Ich lächelte sie dankbar an und öffnete Liav's Boxentür. Die braune Stute hob den Kopf und wackelte unsicher mit den Ohren. "Hey mein Mädchen. Du bist aber eine besonders hübsche Maus. Komm doch mal her zu mir, ich hab auch was für dich!", redete ich leise auf das argwöhnische Pferd ein. Liav spitzte die kleinen Öhrchen und machte einen zögerlichen Schritt nach vorn. Ich hielt ihr auf der Handfläche ein Stückchen Möhre hin, das Cooper mir zu Bestechungszwecken in die Hand gedrückt hatte. Cooper hatte mir bereits erzählt, dass Liav eigentlich ziemlich offen und freundlich, was die Arbeit mit ihr natürlich enorm erleichterte. Während ich weiter mit Liav sprach, kam die Stute näher und nahm mir ganz sanft die Leckerei aus der Hand. Während sie die Karotte zerkaute, schloss sie genüsslich die Augen. Ich lächelte. Erstaunlich, wie ein Pferd nach einer solchen Vorgeschichte so aufgeschlossen sein konnte. Ganz langsam hob ich meine Hand und legte sie an Liav's Hals. Die Stute öffnete die Augen wieder und sah mich erneut wachsam an. Als ich jedoch begann, die Finger in sanften Kreisen zu bewegen, entspannte sie sich wieder ein wenig. Cooper hatte mir erzählt, dass Liav sehr rastlos war und nie richtig runterfuhr. Vielleicht konnte ich ihr mit ein paar ausgiebigen Massagen in diesem Punkt ein wenig helfen. Auch wenn das natürlich nicht die Aufgabe war, für die ich hergekommen war. Andererseits konnte ich so gleich überprüfen, ob Liav sich überall berühren ließ. Eines der ersten Dinge, die man Fohlen beibrachte. Auch Liav war wohl bei der Pferdemafia aufgewachsen und hatte daher keine gute Kinderstube genossen. Ich arbeitete mich den Hals der schönen Stute entlang, machte am Rücken weiter und fuhr die Beine hinunter. Als ich unter Liav's Bauch fasste, schlug die Stute mit dem Schweif, blieb ansonsten aber ruhig. Ich lobte sie mit leiser Stimme. Auch die Berührung am Hinterbein sagte dem jungen Vollblut nicht unbedingt zu, was aber auch daran liegen konnte, dass Liav mich nun nicht mehr richtig sah. Ich redete durchgehend mit dem Stütchen, bis ich auf der anderen Seite wieder an ihrem Kopf angelangt war. Das hatte schon einmal ganz gut geklappt und war ein guter Ausgangspunkt für die Arbeit mit meinem neuen Trainingspferdchen. Nun nahm ich das Halfter vom Haken an der Box. Laut Cooper mochte die braune Stute es nicht, wenn man ihr das Halfter anzog. Ich rieb Liav sanft über die Stirn, dann über die Augenhöhlen, die Backen und den Nasenrücken. Zum Schluss strich ich ihr über die Ohren. Kopfscheu war die Stute also nicht. Daher brachte sie das Überziehen des Halfters wahrscheinlich mit ihrer Vergangenheit in Verbindung und mochte es deshalb nicht. Ich hielt Liav das Halfter vor die Nase und die Stute hob sofort abwehrend den Kopf. Da sie bei Überforderung zum beißen und treten neigte, musste ich nun besonders behutsam sein. Ich trat an ihre Seite, während ich in beruhigendem Singsang auf die Stute einredete. Das Halfter hielt ich locker auf Höhe meiner Hüfte. Dann begann ich, Liav mit dem Halfter zu berühren. Ich arbeitete dabei genauso ruhig wie zuvor bei der Massage. Zuerst fuhr ich mit dem Halfter über Liav's Hals, dann über Schulter und Rücken. Liav genoss die erneuten Streicheleinheiten nach ihrer anfänglichen Skepsis sehr. Schließlich hielt ich der Stute das Halfter wieder vor die Nase. Anstatt den Kopf hochzureißen, beschnupperte das schöne Tier das Halfter diesmal vorsichtig und wurde dafür prompt von mir gelobt. Ich wollte Liav soweit bringen, den Kopf freiwillig durch das Halfter zu stecken. Dann hätte Cooper später beim Trensen auch wesentlich weniger Probleme mit dem Stütchen. Für den Moment war es aber erst einmal genug. Die nächsten Tage würde nur ich mit Liav arbeiten, ab und an natürlich zusammen mit Cooper. Doch es war wichtig, dass ab nun alles nach einem bestimmten Plan verlief, damit das Training erfolgreich war. Ich trat wieder hinaus auf die Stallgasse und sah mir die anderen Pferde an. Da es bald Zeit für die Abendfütterung war, standen alle Pferde in ihren Boxen und auch Cooper kam wieder zu uns. "Na, was sagst du? Ist sie nicht toll?", schwärmte sie begeistert. Ich nickte aufrichtig: "Sie ist ein richtiger Schatz. Und keine Sorge, das Fohlen-ABC wird ein Klacks. Wir dürfen sie einfach nur nicht überfordern." Cooper strahlte und ging mit mir zusammen ins Haus, um mir meine Unterkunft für die nächsten Tage zu zeigen. Ich stellte mich erleichtert seufzend unter die heiße Dusche und schlüpfte in frische Klamotten. Als ich aus meinem Zimmer trat, führte mich der köstliche Duft heißer Pizza in die Küche. Cooper und ich saßen ewig in der Küche, mampften Pizza und Kekse und unterhielten uns über Gott und die Welt. Als ich sie das letzte Mal wegen der Untersuchung meines Pferdchens gesehen hatte, waren wir ja beide ziemlich in Eile gewesen und hatten nicht die Zeit gehabt, länger zu quatschen. Das holten wir nun in aller Ausführlichkeit nach.

      Am nächsten Morgen war ich in aller Frühe auf den Beinen. Ich hatte geschlafen, wie auf Wolken und nun rief meine alltägliche Yogapraxis nach mir. Im Sommer praktizierte ich draußen, dafür war es mir mittlerweile jedoch entschieden zu kalt. Ich zog meine Sportsachen an, meditierte eine Runde und begann dann mit meinen Asanas. Als Cooper nach mir sah, war ich bereits geduscht und schnappte mir gerade meine Stalljacke. Um schnell Vertrauen zu Liav aufzubauen, würde ich die Stute nämlich während meines Aufenthalts auch füttern und ich wollte das schöne Tier ja nicht warten lassen. Mit beschwingten Schritten erreichten wir die Stallungen und ich nahm den bereits vorbereiteten Futtereimer für Liav entgegen. Die Stute machte sich sofort über ihr Frühstück her und beachtete mich nicht weiter. Ich blieb bei ihr und beobachtete sie, als die anderen Pferde hinaus auf die Koppel gebracht wurden. Heute stand in erster Linie die Gewöhnung an das Überziehen des Halfters auf unserem Plan. Außerdem wollte ich Liav gründlich putzen und sie dabei wenn möglich auch anbinden. Ab morgen wollte ich dann mit dem Hängertraining beginnen, da das in der Regel die meiste Zeit in Anspruch nahm. Als Liav ihr Frühstück beendet hatte, trat ich mit dem Halfter in der Hand zu ihr. Der wachsame Blick in ihren braunen Augen war noch da, verschwand aber schnell, als ich sie wieder mit dem Halfter abrieb. Diesmal hatte ich mir eine Tasche umgehängt, in die ich Apfel- und Karottenstückchen gepackt hatte, um dem Vollblut die ganze Sache ein wenig schmackhafter zu machen. Ich hielt das Halfter wieder vor Liav's Nase und hielt mit der anderen Hand einen Apfelschnitz durch die Riemen. Liav blähte die Nüstern und schob vorsichtig die Nase an das Halfter heran. Ich bewegte die Hand mit der Leckerei ein ganz kleines bisschen auf die Stute zu und sie kam mir entgegen, um den Apfel sanft von meiner Hand zu nehmen. Zur Belohnung kraulte ich ihr den Hals, immer noch mithilfe des Halfters. Wir wiederholten das Ganze Spielchen nun mehrere Male. Allerdings zog ich meine Hand immer ein Stückchen weiter zurück, sodass Liav ihren Kopf schließlich komplett durch das halfter stecken musste, um an die Leckerei zu bekommen. Schließlich kraulte ich die schöne Stute hinter den Ohren, während ich ihr das Halfter vorsichtig darüberstreifte. Liav zuckte nichteinmal zusammen, sondern schnoberte an meiner Tasche nach einem weiteren Leckerbissen. Ich kicherte. "Ja, du hast ja Recht. Das hast du dir verdient!", sagte ich lobend, während ich ein Stück Karotte aus der Tasche nahm und Liav unter die samtene Nase hielt. Als die Stute die Leckerei genüsslich zerkaut hatte, hakte ich den Führstrick ins Halfter ein und Liav folgte mir brav hinaus auf die Stallgasse. Führen ließ die Stute sich wirklich schon hervorragend. Vor der Boxentür hatte ich Liav's Putzkasten postiert, damit ich die junge Stute nicht alleine lassen musste. Sobald Liav festgebunden war, begann die braune Schönheit herumzuzappeln. "Nana, Süße. Wir haben doch noch gar nicht angefangen. Du hast ja echt Hummeln im Hintern.", sagte ich zu dem Stütchen. Dann beschloss ich, das Gezappel einfach erst einmal zu ignorieren. Ich holte mir einen Gummistriegel aus dem Putzkasten und fuhr damit in kleinen Kreisen über Liav's Fell. Als ich den Druck ein wenig verstärkte, ließ Liav's Hampelei nach und sie genoss die Massage. Das hielt zwar nicht sonderlich lange an, aber ich war mit dem kleinen Fortschritt vollkommen zufrieden. Liav ließ sich überall problemlos putzen, selbst als ich ihre Beine hinunterfuhr, rührte sie sich nicht. ich kämmte ihre kurze schwarze Mähne und verlas den Schweif. Dann ging es ans Hufe auskratzen. Liav hatte bereits Besuch von einem Hufschmied bekommen, seit sie auf Chattahoochee Hill's war, daher rechnete ich nicht mit allzu großen Problemen. Ich fuhr mit der Hand an ihrem linken Vorderbein herab und sagte bestimmt "Gib Huf!", als ich an ihrer Fessel angelangt war. Liav zögerte ein wenig, also lehnte ich mich leicht gegen ihre Schulter. Langsam hob das junge Vollblut den Huf und ich lobte sie, während ich vorsichtig den Hufkratzer benutzte. Genau wie bei meinem Pferdchen auch, waren Liav's Hufe stark vernachlässigt worden, weshalb die Stute ein wenig empfindlich war. Das würde sich erst mit der Zeit geben. Zum Schluss fuhr ich mit der Bürste des Hufkratzers über den Huf und ließ Liav's Bein dann langsam wieder zu Boden. Bevor ich nun mit dem Hinterbein weitermachte, kraulte ich die Stute liebevoll. Dann machte ich mit dem linken Hinterhuf weiter. Liav schien ein wenig um ihr Gleichgewicht zu kämpfen, als sie den Huf hob und ich bemühte mich um besonders langsame Bewegungen, um es der Stute leichter zu machen. Auch die anderen beiden Hufe waren auf diese Weise schnell gesäubert und ich kraulte Liav zur Belohnung am Hals. Nun wollte ich der jungen Stute ein wenig Bewegung verschaffen. Ich band Liav los und führte sie aus dem Stall hinaus. Mit Cooper hatte ich besprochen, dass wir in die Halle gehen konnten und dort angekommen, nahm ich Liav das Halfter ab und ließ die Stute freilaufen. Anfangs sah ich nur zu, wie das Vollblut sich ein wenig austobte, dann stellte ich mich in die Mitte der Bahn und rief nach dem Stütchen. Liav blieb stehen und sah mich mit gespitzten Ohren an. Wieder rief ich den namen der Stute und hielt ihr lockend die Hand hielt. Langsam kam Liav auf mich zu und bekam zur Belohnung einen Apfelschnitz. Da ich soviel lobte, war ich froh, die Leckerbissen in kleine Stücke geschnitten zu haben. Ich strich Liav liebevoll über die Stirn, kraulte ihr den Hals und ließ sie dann wieder gehen. Damit wollte ich erreichen, dass das Vollblut etwas Positives damit verband, auf Menschen zuzugehen. Nach einer paar Minuten rief ich Liav erneut. Die schöne Stute war intelligent und verstand schnell, das sie Streicheleinheiten und Leckerbissen bekam, wenn sie auf mein Rufen hörte. Als ich sie das nächste Mal zu mir rief und Liav sofort angetrabt kam, beschloss ich das Training für heute zu beenden. Wir hatten riesige Fortschritte gemacht, nun hatte Liav sich die Pause redlich verdient. Ich hielt ihr das Halfter hin und grinste erfreut, als sie nach kurzem Zögern ihre weiche Nase hindurchsteckte.

      "Echt super, was du schon erreicht hast!", meine Cooper am nächsten Tag fröhlich, als ich Liav aufgehalftert und geputzt hatte. Ich nickte dankbar. Liav war ein Pferd, das klare Grenzen setzte und damit konnte ich wunderbar arbeiten. Mal sehen, wie das heutige Hängertraining ablaufen würde. Ich führte die Stute gemeinsam mit Cooper zu einer kleinen Koppel, auf der ein alter Pferdehänger bereitstand. Liav hob den schönen Kopf und tänzelte aufgeregt neben mir her. Ich sah den Hänger an und verspannte mich ganz bewusst. Ebenso bewusst ließ ich einige Sekunden später los und atmete langsam aus. Damit wollte ich Liav zu verstehen geben, dass ich die vermeintliche Gefahr gesehen hatte und sie als unbedenklich einschätzte. Hätte ich überhaupt nicht reagiert, hätte Liav höchstwahrscheinlich an meinen Fähigkeiten als Leittier gezweifelt und selbst die Leitung der "Herde" übernommen. Ich ging nun bestimmt weiter vorwärts und ließ Liav auf der Koppel frei. Sie sollte sich nun erst einmal ganz in Ruhe davon überzeugen können, das der Hänger sie nicht auffressen würde. Cooper und ich beobachteten das Stütchen kurz, dann verabschiedete Cooper sich wehmütig. Immerhin hatte sie ein ganzes Gestüt zu managen. Ich dagegen machte es mir oben auf der Rampe des Hängers bequem. Zu diesem Zweck hatte ich mir von Cooper eine alte Pferdedecke geliehen, eine Thermoskanne mit Tee mitgebracht und natürlich auch mein obligatorisches Buch dabei. Ich ignorierte Liav nun völlig. Da dieses Verhalten völlig entgegengesetzt zu den letzten Tagen war, kam Liav nach einer Weile langsam auf mich zu und beäugte den Hänger dabei misstrauisch. Ich sah von meinem Buch auf, als sie nur noch ein paar Meter entfernt war. "Hallo du Hübsche. Schau mal, es ist richtig gemütlich hier drin. Und du findest bestimmt auch was Leckeres, wenn du mal reinkommst.", sagte ich schmeichelnd. Liav stellte die braunen Öhrchen auf und lauschte meiner Stimme. Langsam legte ich das Buch weg und holte eine Karotte heraus. Ich hielt sie Liav hin und die Stute reckte den Hals, betrat aber die Rampe nicht. Also zog ich die Karotte zurück und biss geräuschvoll davon ab. "Hm, so was Leckeres! Sicher, dass du nichts willst?", fragte ich genüsslich kauend. Liav schien ernsthaft nachzudenken und ich lachte über ihren Ausdruck. Wie in Zeitlupe setzte sie einen Huf auf die Rampe und ich lockte sie soweit vorwärts, bis sie halb auf der Rampe stand. Dann bekam sie natürlich auch die Karotte. Ich stand langsam auf und kraulte Liav's Hals, während sie auf der Rampe stand und ins Innere des Hängers starrte. Ich hatte die Vordertür extra auch aufgemacht, damit etwas mehr Licht in das Gefährt gelangte. "Trau dich, meine Hübsche. Dir passiert nichts.", sagte ich, während ich langsam rückwärts in den Hänger ging. Liav folgte mir tatsächlich bis ans obere Ende der Rampe, dann blieb sie mit einem Schnauben stehen, und rannte beinahe wieder rückwärts hinunter. Ich ließ sie gewähren. Liav sollte sich ruhig Zeit lassen. Das würde Cooper bei jedem Turnier und jedem sonstigen Anlass, bei dem Liav auf den Hänger musste, eine Menge Nerven sparen. Liav galoppierte ans andere Ende der Koppel und ich nahm wieder meinen Platz ein. Diesmal kam die schöne Stute jedoch schon wesentlich schneller an und ich lobte sie freudig. Als Liav schließlich sogar den Kopf in den Hänger streckte und die Wände beschnupperte, beendete ich das Training für diesen Tag und stellte ihr einen Eimer mit ein wenig Futter hin, das sie noch halb im Hänger stehend verschlang.

      "So meine Liebe, es war toll, dich zu sehen! Ich wünsche dir noch ganz viel Spaß mit Liav und wir sehen uns ja dann spätestens beim Abschluss des Makeovers!", sagte ich zu Cooper, als diese mich am Flughafen absetzte. Das Training mit Liav war toll gelaufen. Die Stute ließ sich nun problemlos putzen, anbinden, das Halfter anziehen und sogar auf den Hänger führen. Das wir Letzteres schaffen würden, hätte ich nicht gedacht. Doch im Grunde genommen war Liav wirklich sehr umgänglich, wenn sie ihre Angst erst einmal überwunden hatte. Ich war mir sicher, dass das schöne Stütchen ein wunderbares Reitpferd werden würde und dementsprechend gespannt auf ihre Entwicklung. Nun musste ich jedoch nach Hause zu meinem eigenen Makeover-Pferdchen.
      Bracelet und Cooper gefällt das.
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  • Album:
    |CHH Showhorses|
    Hochgeladen von:
    Cooper
    Datum:
    8 Okt. 2019
    Klicks:
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    Kommentare:
    21
  • [​IMG]
    Liav
    Lia
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    Exterior

    Rasse Englisches Vollblut
    Herkunft unbekannt
    Zuchtherkunft unbekannt [zuletzt: Bow River Ranch]
    Geschlecht ♀
    Alter 2013'

    Stockmaß 1,72cm
    Deckhaar Brauner
    Langhaar Braun
    Abzeichen
    | vr [x]| vl [x] | hr [x] | hl [x]|


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    Interior

    verklemmt/ angespannt | rastlos | offen

    Charakter/ nature
    Liav besitzt leider einige tiefliegende negative Eigenschaften, die den Umgang mit ihr nicht wirklich erleichtert. Sie ist ein rastloses Pferd und immer auf 100%, Entspannung und Ruhe findet kaum bis gar nicht statt. Ein großartiger Vorteil, vor allem für die Arbeit mit dem Tier, ist es das die Stute sehr offen und meist freundlich auf alle zugeht. Was nach ihrem Werdegang eher eine Seltenheit ist. Als Abwehrmechanismus und bei Angst hat die Stute sich das beißen und treten angewöhnt.

    Beschreibung/ description
    Die Stute besitzt einen edelen und leichten Kopf, ihre Nüstern und Augen sind Groß und sind rassetypisch. Ihr Körperbau ist harmonisch und muskulös. Die Muskeln sind verkürzt sowie verklebt/verspannt. Eine Hohe Gruppe sowie ein hoch angesetzter Schweif ist ebenfalls rassetypisch und gern gesehen. Durch die starke Vernachlässigung ist es ungewiss ob die Stute an Rennen teilnehmen wird.

    Geschichte/ history
    Liav war für eine unbestimmte Zeit, schätzungsweise Fohlenalter, in der Gewalt der Pferdemafia. Papiere existieren nicht und auch die Herkunft konnte nicht bestimmt werden. Die Stute hatte vor einigen Monaten das Glück teil einer Auflösung gewesen zu sein und bekommt jetzt, als eines von vierzehn anderer Pferde, eine zweite Chance auf Chattahoochee Hill's durch das Horse Makeover Projekt 2019.

    Sozialverhalten/ social behavior

    1 (schwierig)-5 (unproblematisch) points
    herd [2] | conspecific [3] | towards humans [3]


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    Breed Information

    Gekört []
    Nachkommen
    Gencode

    Besitzer Horse Makeover 2019 |
    Cooper Chattahoochee | CHH'
    VKR Canyon
    Ersteller Canyon

    Ancestry
    aus der♀
    von
    aus der


    von♂

    von
    aus der

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    Achievements & Qualifications
    eligbility: | |
    Dressur E A L M S S* S** S***
    Springen E A L M S S* S** S***
    Military E A L M S S* S** S***
    Distanz E A L M S S* S** S***
    Rennen E A L M S S* S** S***
    Western E A L M S S* S** S***
    Fahren E A L M S S* S** S***


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    Grinds & Successes


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    Training & Educational State
    Fohlen ABC [] | Eingeritten [] | Rittigkeit [] | Gelassenheit [2]
    1(schwierig)-5(unproblematisch)
    Halftern [2]
    Trensen []
    Satteln []
    Führen [2]
    Putzen [2]
    Anfassen [2]
    Ladefromm [4]
    Schmiedefromm [3]

    JHM- Punkte [Total: 150P.]

    1 Pflegebericht: 4P.
    2 Pflegebericht 3P.
    Bewegungsbild mit Halfter: 4P.
    3. Pflegebericht 3P.
    Bewegungsbild mit Person und Halfter 6P.
    Portrait 7P.
    4. Pflegebericht 3P.
    5. Pflegebericht 4P.
    2tes Bewegungsbild mit Halfter 5P.
    Hufschmiedbesuch 4P.
    6. Pflegebericht
    4P.
    1. Tierarztbericht 4P
    3tes Bewegungsbild mit Halfter, Longe und Pad 6P.
    7. Pflegebericht 4P.
    Fohlen ABC by Sammy 4P.
    Lineart Bewegung (Trab) 4P
    2tes Portrait mit Blarr 7P.
    8. Pflegebericht 4P.
    9. Pflegebericht 3P.
    4tes Bwegungsbild mit Trense, Zügel und Ball 6P.
    3. Platz bei Krönung des Oktobersieges 3P.
    5tes Bewegungsbild (Lines) Longieren 8P.
    1. Trainingsbericht by Bracelet (Einreiten) 4P.
    2. Trainingsbericht by Bracelet (Einreiten) 0P.
    10. Pflegebericht 4P.
    6tes Bewegungsbild (Dehnübungen) 8P.
    3. Trainingsbericht by Bracelet (Endbericht EInreiten) 4P.
    11. Pflegebericht 3P.
    12. Pflegebericht 4P.
    Teilnahme 565 Dressurturnier 1P.
    Teilnahme an RS79 5P.
    Text für HMJ Show 4P.
    13 . Pflegebericht 4P.
    7. Bewegungsbild im Schnee (Lineart) 4P.

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    Health Condition
    (TA + HS) Verzeichnis
    Chronische Erkrankung:
    Akute Erkrankung:
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