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Rhapsody

Liara *

Connemara -- im Besitz seit 10/2017 -- Staatsprämienstute -- Aa ee

Liara *
Rhapsody, 5 Juni 2020
Rinnaja, Zaii, Zion und 6 anderen gefällt das.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      1/17

      Ankunft von Liara
      18. März 2017 -- Möhrchen

      Heute herrschte wieder große Aufregung auf meinem Hof, denn ich erwartete eine neue Stute. Ich hatte ihre Anzeige vor wenigen Tagen durch Zufall gefunden und mich auf der Stelle verliebt. Nachdem ich sie gestern persönlich kennen gelernt hatte war ich Feuer und Flamme und konnte es kaum noch erwarten, dass sie endlich ankam. Ihre Vorbesitzerin brachte sie zu mir, also hatte ich noch genug Zeit, alles vorzubereiten.
      Ich schnappte mir also eine Schubkarre, einen Besen und eine Schaufel und machte mich auf den Weg zum Paddock Trail. Namica erwartete mich schon am Tor und ich nahm mir ein bisschen Zeit, um ausgiebig mit ihr zu schmusen. Dann machte ich mich an die Arbeit, säuberte den großen Paddock, mistete die Liegebereiche aus und füllte alle Raufen mit reichlich frischem Heu. Dann kontrollierte ich nochmal beide Tränken und nahm dann Samira mit zum Putzplatz. Bis zu Liaras Ankunft hatte ich noch ein bisschen Zeit, also wollte ich die Zeit noch ein bisschen nutzen, um mit meiner jüngsten Stute zu arbeiten.
      Beim Putzen stand Samira sehr brav, denn das hatten wir bereits viel geübt. Ich schnappte mir einen langen Strick und ging mit Samira auf den Platz. Seit unserem Kurs bei meiner Schwester auf der Küstenranch hatten wir sehr viel Spaß an Zirkuslektionen und üben zu Hause fleißig weiter.
      Ich führte sie eine Weile über den Platz und fragte anhalten, losgehen und rückwärts gehen ab. Samira war sehr aufmerksam bei der Sache. Am langen Strick schickte ich sie um mich herum und sie ging artig von mir weg. In dieser Position ließ ich sie auch ein paar Runden traben, was sie ebenfalls erstaunlich artig machte.
      Anschließend widmete ich mich noch kurz den Zirkuslektionen. Ich fragte zuerst einige Tricks ab, die sie schon kannte. Flehmen, Drehen, sowie der spanische Schritt saßen noch sehr gut. Beim nein sagen hatte sie am Anfang einige Probleme, dann wusste sie aber auch wieder, was ich von ihr wollte. Für heute hatte ich mir das Küsschen geben vorgenommen, also zeigte ich mit einem Leckerli in der Hand auf meinen Mund und Samira drückte sofort ihre Nase in mein Gesicht. Ich lobte sie und gab ihr das Leckerli. Das ganze musste ich nur wenige Male wiederholen und schon hatte sie es begriffen und gab auf Kommando Küsschen. Ich lobte sie und kraulte sie noch eine Weile, dann brachte ich sie zufrieden zurück auf den Paddock.
      Happy Fantasy und Royal ließ ich heute nur kurz auf dem Platz laufen. Sie sollten noch ein bisschen Energie loswerden, bevor ich die Neue in die Herde warf. Ich stellte also zwei Cavaletti auf dem Platz auf und ließ die beiden Stuten frei. Ich brauchte sie nichtmal zu treiben, denn Happy preschte sofort los und Royal folgte ihr bockend. Ich dirigierte sie lediglich einige Male über die Sprünge, denn sie hatten so viel Spaß, dass ich meine Peitsche überhaupt nicht brauchte. Am Ende musste ich die beiden fast bremsen. Happy warf sich noch einmal genüsslich in den Sand und wälzte sich ausgiebig. Da hörte ich auch schon ein Auto auf den Hof fahren und mein Herz machte einen Sprung. Schnell brachte ich Happy und Royal zurück auf den Paddock und lief zum Parkplatz.
      Wir begrüßten uns und ließen dann die Hängerklappe hinunter. Ihre Vorbesitzerin löste die Stange, während ich zu Liara nach vorne ging und ihren Strick löste. Ich begrüßte die süße Stute liebevoll und sie drückte ihre Nase an meinen Arm. Sie war wirklich wunderschön und ich war so glücklich, dass sie jetzt hier war.
      Ich führte sie rückwärts von der Rampe und sie schaute sich schnaubend und mit aufgestelltem Schweif auf dem Hof um. Namica wieherte von der einen, Callimero von der anderen Seite. Liara fing ein bisschen an zu tänzeln, also machte ich mich lieber schnell auf den Weg zum Paddock. Ich scheuchte die anderen Mädels vom Tor weg und ließ Liara dann hinauf. Sie drehte erstmal eine Runde im Galopp, der Rest der Herde hinterher. Dann wurde sie langsamer und ließ sich beschnuppern. Es gab ein bisschen gequietsche und gezicke, aber schon nach kurzer Zeit hatten sie sich wieder beruhigt und Namica zog sich als erste wieder an die euraufe zurück.
      Liaras Vorbesitzerin musste sich wieder auf den Rückweg machen, also begleitete ich sie zu ihrem Auto. Sie übergab mir noch die Papiere und bat mich, sie mit Neuigkeiten zu versorgen. Dann fuhr sie vom Hof und ich machte mich wieder auf den Weg zurück zum Paddock, um die Mädels noch ein bisschen zu beobachten.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      2/20

      Zirsensik Schule
      02. April 2017 -- Frau Holle

      Endlich hatte ich wieder Zeit gefunden, um meine Schwester auf ihrem Hof zu besuchen. Ich freute mich riesig darauf, mit ihrer neuen Stute Liara, die ich bis jetzt nur vom Foto kannte, zu arbeiten.
      Meine Schwester war bereits dabei, die junge Stute zu putzen, als ich ihr mit einem Lächeln auf dem Gesicht entgegenkam. In Deutschland war der Frühling da und das Wetter war einfach nur wunderschön. Nachdem wir uns kurz über die letzten Tage, an denen wir uns nicht gesehen hatten, unterhalten hatten, machte ich mich zusammen mit meiner Schwester und Liara auf den Weg zum Reitplatz. Ich fing an, mit der Stute zu arbeiten und probierte die Grundlagen der Bodenarbeit mit ihr aus. Auch wenn Dinge wie Rückwärts- oder Seitwärtsrichten noch nicht so gut klappten, reichte Liaras Ausbildungsstand aus, um mit der ersten Lektion zu beginnen. Da die Stute sehr neugierig ist und schnell lernt, hoffte ich, dass das Küsschen geben für sie kein Problem darstellt. Mit einem Leckerli versuchte ich sie dazu zu bringen, ihre Nase auf meine zu drücken. Liara fand diese Übung super und streckte mir ihre dicke Nase ins Gesicht. Liara war so motiviert, dass ich sie kaum davon abhalten konnte, mein Gesicht von oben bis unten abzuschlecken. Meine Schwester stand lachend am Zaun. "Die Übung hat sie schnell verstanden", rief ich grinsend zu ihr rüber. Zufrieden kraulte ich Liara am Hals. Die nächste Übung war das Plié und wir machten uns direkt an die Arbeit. Mit einem Leckerli führte ich Liaras Kopf zwischen ihre Beine. Etwas zögerlich folgte die Stute meiner Hansd doch kam schnell aus dem Gleichgewicht. Ich versuchte es immer und immer wieder und sie wurde von Mal zu Mal besser. "Eine kleine Streberin", meine Schwester stand am Zaun und guckte uns gespannt zu. Liara lernte wirklich schnell und nachdem der Ansatz zum Plié da war, machte ich für heute Feierabend.
      Gleich am nächsten Morgen machte ich mich wieder auf den Weg zu Liara. Meine Schwester und ich hatten uns gestern einen gemütlichen Mädelsabend gemacht und ich war noch etwas müde. Trotzdem freute ich mich total auf das Training mit Liara und stand deshalb schon früh am Morgen mit ihr auf dem Reitplatz. Jessica hatte sich ihre Stute Namica geschnappt, sodass wir nun zusammen auf dem Platz trainierten. Das Küsschen geben klappte einwandfrei und wir konnten uns direkt ans Plié machen. Ich ging genau so vor wie gestern: Mit einem Leckerli führte ich Liara mit dem Kopf nach unten. Die Stute hatte noch ein Problem damit, ihr Gewicht auf die Hinterbeine zu verlagern, doch mit viel Übung sollte es immer besser werden. Um Liara etwas Abwechslung zu bieten, wollte ich zwischendurch am Spanischen Gruß üben. Mit meiner Gerte tippte ich sie am Bein an. Für jede kleine Bewegung gab es eine Belohnung und Liara hatte dieses Prinzip schnell verstanden. Nach und nach schaffte sie es, ihr Bein immer weiter in die Luft zu strecken. Bevor ich sie zurück zu ihrer Herde brachte, wiederholte ich noch einmal das Plié.
      Mittags half ich meiner Schwester auf dem Hof: Wir äppelten die Offenställe ab, füllten das Wasser auf und stopften Heunetzte. Nach einer kleinen Kaffeepause machte ich mich erneut an die Arbeit mit Liara.
      Wir kamen beim Training gut voran. Nicht nur das Plié, sondern auch der Spanische Gruß klappte immer besser und man konnte schon erkennen, was unser Ziel war. Auch Jessi hatte das Zirzensik-Fieber gepackt. Heute Nachmittag übte sie fleißig mit ihrem Hengst Haru und während ich mit Liara arbeitetet, konnte ich ihr ab und zu ein paar Tipps rüber werfen. Knappe 45 Minuten übten wir mit den beiden Ponys. Liara und ich waren ein ganzes Stück vorwärts gekommen. Das Küsschen geben klappte nach wie vor, das Plié war noch nicht perfekt, aber wir arbeiteten dran und der Spanische Gruß hatte auch ziemlich form angenommen. Morgen konnten wir uns an den Spanischen Schritt machen und da freute ich mich schon riesig drauf.
      Mit neuer Energie machten Jessi und ich uns am frühen Morgen auf den Weg zum Reitplatz. Der letzte Tag zusammen mit Liara stand an und wir hatten uns für die letzten beiden Trainingseinheiten viel vorgenommen. Meine Schwester hatte sich wieder an die Arbeit mit Haru gemacht und die beiden wurden immer besser. Aber auch mit Liara war ich mehr als zufrieden, denn sie war stets konzentriert bei der Sache. Wir gingen alle drei Lektionen noch einmal durch und machten uns schließlich an den Spanischen Schritt. Während ich sie in einem langsamen Schritt neben mir her führte, tippte ich mit meiner Gerte ihr Bein an. Die Koordination der Beine fiel Liara noch ziemlich schwer. Also hieß es jetzt: Üben, üben, üben! Und genau das taten wir. Wir bauten immer wieder Schrittrunden und Pausen ein, um Liara nicht zu überfordern. Genau wie beim Plié, machten wir auch beim Spanischen Schritt immer größere Fortschritte. Nach einem anstrengenden Training brachte ich Liara in die Mittagspause und auch ich brauchte dringend etwas zu trinken.
      Am Nachmittag hatten Jessi und ich den Hof wieder auf Vordermann gebracht und liefen mit Liara Richtung Reitplatz. Diesmal sollte Jessi mit ihrer Stute üben, während ich ihr vom Rand aus letzte Tipps für das weitere Training gab. Meine Schwester hatte sich inzwischen schon viel von mir abgeguckt und stellte sich in der Zirzensik schon ziemlich gut an. Ich zeigte ihr, wie sie Liara den Spanischen Schritt noch erleichtern konnte.
      Nach einer guten halben Stunde war ich zufrieden mit den beiden und beschloss, das Training zu beenden. Das Küsschen geben klappte nach wie vor. Für das Plié brauchte Liara noch etwas Gleichgewicht, doch das sollte mit der Zeit besser werden. Auch der Spanischen Schritt klappte noch nicht perfekt, aber Liara schafft bereits drei oder vier Schritte hintereinander.
      "Wir werden fleißig weiter üben", versprach Jessi mir. "Ich sehe in Liara noch viel Potenzial. Ihr werdet bestimmt mal weit kommen", sagte ich zu ihr. Wir brachten die Stute zu den anderen und bevor ich mich auf den Weg nach Hause machen wollte, verbrachten wir einen netten Abend zusammen.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      3/17

      Das Team der Stardust Ranch wächst
      07. April 2017 -- Möhrchen

      Viel zu früh wälzte ich mich schon im Bett umher. Da ich eh nicht mehr schlafen konnte, machte ich mich schon um kurz vor 6 auf den Weg nach draußen. Ich schnappte mir eine Schubkarre und machte mich daran, den Paddock Trail abzuäppeln. Heute war ein großer Tag für die Stardust Ranch und es war in den letzten Tagen alles so schnell gegangen, dass ich es selbst noch nicht richtig glauben konnte. Vor einigen Wochen hatte meine Freundin Zoey mich angerufen, die ich noch aus dem Studium kannte und danach leider ein wenig aus den Augen verloren hatte. Sie kam aus England und war damals zum Studieren nach Deutschland gekommen. Seit unserem Abschluss lebte sie wieder in England. Wir hatten die folgenden Tage viel geschrieben und telefoniert und ich hatte ihr natürlich viel von der Stardust Ranch erzählt. Irgendwann hatten wir angefangen, einen Plan zu spinnen, denn sowohl Zoey als auch ihre große Schwester Carina träumten schon lange davon, sich den Traum vom eigenen Stall zu erfüllen.
      Lange Rede, kurzer Sinn, nur wenige Wochen später war es beschlossen: Zoey würde samt ihrer Schwester und deren kleiner Tochter Emma auf die Stardust Ranch ziehen. Das Haus war sowieso viel zu groß für mich alleine und ich hatte es satt, den Großteil der Zeit alleine auf dem Hof zu leben und zu arbeiten. Ich freute mich sehr darauf, mir meinen Hof, die Pferde und auch die Arbeit mit zwei weiteren Mädels zu teilen.
      Vor zwei Wochen waren die beiden für 4 Tage zu Besuch gewesen. Emma konnte noch nicht dabei sein und blieb bei ihrem Vater, aber die Schwestern waren total begeistert. Wir ritten zusammen aus und ich zeigte ihnen den Hof, es war, als hätten wir uns schon immer gekannt. Und noch etwas hatte mich sehr gefreut: Fenicio, mit dem ich auch nach Monaten noch immer nicht richtig warm geworden war, hatte in Carina wohl endlich seinen Menschen gefunden. Ich hatte ihn ihr für einen Ausritt gegeben und die beiden hatten sich auf Anhieb perfekt verstanden. Er konnte also auf der Stardust Ranch bleiben und Carina würde ihn übernehmen. Das schien die perfekte Lösung für alle zu sein.
      Ich grinste vor mich hin, während ich den Paddock Trail abäppelte. Es klang einfach alles zu perfekt. Liara stieß mich von hinten an und ich drehte mich um, um der rotbraunen Stute die Stirn zu kraulen. Aber sie wollte gar nicht gekrault werden, stattdessen schnappte sie sich meinen Äppelboy am Griff und schleuderte ihn durch die Gegend. Ich musste lachen und nahm ihn ihr wieder weg. „Hey, du kleine Hexe.“, lachte ich „Gib den wieder her!“.
      Langsam arbeitete ich mich weiter vor, leerte die Schubkarre auf dem Misthaufen aus, füllte alle Heuraufen auf und kontrollierte Zäune und Tränken. Dann öffnete ich eins der Tore zu einem Weidestück, denn die Stuten durften seit wenigen Tagen endlich wieder stundenweise auf die Weide. Samira und Happy Fantasy stürmten sofort los und rannten buckelnd über die Wiese. Namica, Royal Disturbance, Donatella und Nökkvadís folgten in etwas ruhigerem Tempo, machten sich aber auch sofort über das frische Gras her.
      Als alles erledigt war, fuhr ich mit der Karre rüber zum Stall und säuberte den Offenstall von Nocciola und Baileys. Die beiden waren mal wieder dabei, sich zu streiten und ich hörte nur ein lautes quietschen hinter mir. Baileys machte sich mit angelegten Ohren aus dem Staub, während Nocciola sich mir langsam näherte. Aus der zickigen Stute war langsam ein aufmerksames Pony geworden, das sogar ab und zu meine Nähe suchte. Ich zerzauste ihren Schopf und sie ließ es brav geschehen. Bei Baileys brauchte ich das gar nicht erst zu versuchen, die ließ sich freiwillig kaum berühren...
      Als der kleine Offenstall fertig war, ging ich erst einmal ins Haus zum Frühstücken. Als ich gerade dabei war, meine Küche aufzuräumen, klingelte mein Handy. „Zoey“, rief ich ins Telefon. „Wir sind jetzt in Deutschland angekommen“, sagte sie und ich konnte ihre Aufregung quasi durchs Telefon hören. Im Hintergrund hörte ich Emma plappern. „Wir brauchen noch etwa zwei bis zweieinhalb Stunden, dann sind wir da“. „Sehr gut, ich freue mich total!“ „Wir uns auch, wir können es kaum erwarten. Und die Kleine hört gar nicht mehr auf, von Ponys zu quatschen“, Zoey lachte. „Dann noch eine gute Fahrt, fahrt vorsichtig!“
      Ich vertrieb mir den Rest der Zeit damit, noch einmal durch die Wohnung im ersten Stock zu gehen, in die die beiden einziehen sollten. Aber eigentlich hatte ich sie bereits komplett eingerichtet und zigmal kontrolliert, sodass ich mich darauf beschränkte, die Vorhänge glatt zu streichen und die Fenster ein Stückchen zu öffnen.
      Ich ging also wieder raus, schnappte mir Haru und ging mit ihm auf den Reitplatz. Ich verteilte ein paar Stangen auf dem Platz und ließ ihn nur mit Halfter ein paar Runden an der Longe joggen. Im Trab und auch im Galopp dirigierte ich ihn in verschiedenen Reihenfolgen über die Stangen und er war sehr motiviert bei der Sache. Ein paar Mal schummelte er sich an den Stangen vorbei, aber die meiste Zeit folgte er brav meinen Anweisungen. Am Schluss der Einheit übte ich noch einmal die Bergziege, die er vor wenigen Tagen mit meiner Schwester geübt hatte. Er hatte sie noch nicht verlernt, es war zwar noch nicht perfekt, aber es sah schon ganz gut aus.
      Als ich Haru wieder zurück auf seinen Paddock gebracht hatte, entschied ich mich spontan, noch eine kurze Runde mit Calli zu drehen. Nur mit Halfter schwang ich mich auf seinen Rücken und drehte eine entspannte Runde um die Galoppbahn. Eigentlich war ich ein bisschen zu groß für ihn, aber für ab und zu mal war es gerade noch okay. Wir legten sogar einen kurzen Galopp ein, bevor ich gemütlich zurück zum Offenstall ritt und ihn wieder auf den Paddock stellte. Ich blieb noch eine Weile am Zaun stehen und beobachtete meine Hengste. Haru hatte sich in die Sonne gestellt und döste mit aufgestelltem Huf. Callimero wälzte sich erstmal genüsslich und schlenderte dann zurück zur Heuraufe. Gegenüber kraulten sich Fenicio und Elliot gegenseitig am Widerrist. Auch Elliot hatte sich auf Anhieb mit Carina verstanden und wir hatten gemeinsam beschlossen, dass er ein Schulpferd für Carinas Reitschule werden sollte. Obwohl er ein Hengst war, war er sehr anständig und ein echtes Verlasspferd, ich war mir sicher, dass er in der neuen Aufgabe aufgehen würde.
      Während ich noch meinen Gedanken nachhing, hörte ich es auf der Straße laut hupen. Haru schreckte aus seinem Mittagsschlaf hoch und spitze gespannt die Ohren. Ich machte auf dem Absatz kehrt und rannte zum Parkplatz. Dort angekommen hatte Carina bereits ihr knallrotes Auto abgestellt und Zoey war bereits vom Beifahrersitz gesprungen. Eigentlich hatte ich mich noch umziehen wollen, aber das war mir jetzt auch egal. Ich fiel erst Zoey, dann Carina um den Hals: „Willkommen zu Hause!“. Carina öffnete die Autotür und ließ Emma hinaus. Endlich konnte ich auch das kleinste Mitglied unserer neuen Mädels-WG kennen lernen. Mit großen Kulleraugen schaute Emma sich auf dem Hof um. „Hallo kleine Maus“, sagte ich zu ihr und sie strahlte mich an. Für sie war es anscheinend das Größte, jetzt mit so vielen Pferden und Ponys zusammen zu leben.
      Zuerst machten wir einen Rundgang über den Hof und zeigten Emma die Pferde. Carina wollte als erstes zu Fenicio und der Schimmelhengst wieherte sogar, als er sie sah. Mir ging das Herz auf, als sie ihm um den Hals fiel und er sich sichtlich freute. So gerne hatte ich ihm genau das geben wollen, aber irgendwie passte es einfach nicht zwischen uns. Umso besser, dass er jetzt seinen Menschen gefunden hatte, ohne sein Zuhause verlassen zu müssen.
      Wir führten Emma über den ganzen Hof. Sie war natürlich besonders begeistert von Nocciola und Baileys, wobei gerade die beiden die letzten waren, die ich auf ein Kind loslassen würde. Aber auch Donatella fand sie toll, und bei ihr konnte ich mir sehr gut vorstellen, dass sie Emma problemlos auf sich reiten lassen würde. Aber nicht mehr heute, wir hatten ja jetzt ganz viel Zeit.
      Wir räumten alle Koffer und Taschen aus dem Auto und leerten auch den Anhänger. Als wir alle Sachen in die Wohnung geräumt hatten, trafen wir uns in meiner Küche und kochten zusammen. Bei Auflauf und Sekt (und Limonade für die Kleine) ließen wir den Abend ausklingen und stießen auf unsere neue WG an. Carina brachte Emma ins Bett und setzte sich dann wieder zu uns. Wir quatschten noch bis tief in die Nacht, bevor sich die Schwestern verabschiedeten und ins Bett gingen. Ich freute mich schon sehr auf den nächsten Tag und konnte es kaum erwarten. Es war ein sehr gutes Gefühl, endlich nicht mehr alleine im Haus zu schlafen.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      4/17

      Der Umzug
      12. Mai 2017 -- Möhrchen

      Wie ein aufgescheuchtes Huhn lief ich durch meine Wohnung. Ich war einfach so aufgeregt, dass ich nicht wusste, wohin mit mir. In der letzten Zeit hatte sich so einiges geändert in meinem Leben und heute war es endlich so weit: ich würde die Stardust Ranch verlassen.
      Mein Freund und ich hatten genug von unserer Fernbeziehung und hatten schon lange gesponnen, endlich zusammen zu ziehen. Er wollte allerdings auf keinen Fall seinen Job aufgeben und ich wollte nicht mehr ohne eigenen Hof leben. Schon fast 1,5 Jahre waren wir ziemlich unzufrieden mit der Situation, denn seine Besuche am Wochenende waren einfach viel zu kurz und ich konnte meinen Hof nur selten verlassen.
      Vor 3 Wochen hatte er ganz aufgeregt bei mir angerufen und erzählt, dass nur wenige Kilometer von seiner Wohnung entfernt ein Gestüt zum Verkauf stand... Zuerst war es nur eine Idee, aber spätestens, als wir dort waren, um es uns anzuschauen, war es um mich geschehen. Er kündigte seine Wohnung, ich regelte alles auf der Ranch und fing an zu planen.
      ~
      Und nun war es so weit: Zwischen riesigen Kartonstapeln, Sätteln und Möbeln stand ich mitten auf dem Hof. Vor Aufregung knabberte ich an meinen Fingernägeln. Die Organisation des Transports war ziemlich kompliziert gewesen und ich hoffte einfach nur, dass alles wie geplant klappen würde. Wir hatten uns für heute einen großen Transporter mit Platz für 10 Pferde gemietet. Mein Freund wollte mit seinem 6er-Trasporter kommen und einige Pferde holen und ich hatte bereits meinen Hänger vorbereitet. So hoffte ich, dass wir alle 18 Pferde heil auf den neuen Hof kriegen würden.
      ~
      Wenige Stunden später war der Kartonstapel auf dem Hof verschwunden, denn ein Möbelwagen hatte meine Möbel und sonstigen Sachen bereits abgeholt. Nun waren die Pferde an der Reihe und ich machte mich daran, die ersten Pferde für den großen Transporter vorzubereiten. Mein Freund musste noch arbeiten und würde daher erst in einigen Stunden da sein.
      Ich holte nacheinander Liara, Samira, Namica, Happy Fantasy, Narla, Donatella, Nökkvadís und Royal vom Trail und band die 8 Stuten am Putzplatz an. Ich bürstete sie alle kurz über, eine Decke brauchten sie nicht, da es ein ziemlich milder Tag war. Ich holte meine große Kiste mit Transportgamaschen aus der Sattelkammer und suchte für jedes Pferd sie richtige Größe heraus. Ich hatte in den letzten Wochen so einige Paare kaufen müssen, denn auf einen Transport von allen Pferden gleichzeitig war ich nicht vorbereitet.
      Als ich für jeden ein paar gefunden hatte, machte ich mich ans anziehen. „Soll ich dir helfen?“, fragte Zoey, die gerade aus dem Haus kam. Ihre Schwester und sie würden auf der Stardust Ranch bleiben, was mich sehr glücklich machte. Denn mein Herz hing doch an diesem Hof und mir fiel es schwer, ihn zu verlassen. Während wir die ersten Pferde anzogen, fuhr der Transporter auf den Hof.
      Der Fahrer war sehr nett und ich führte Royal zuerst auf den Hänger. Ich band sie ganz hinten an und schloss die erste Klappe. Während Zoey nach und nach den Pferden die Gamaschen anlegte, führte ich eins nach dem anderen die Rampe hinauf. Happy Fantasy stürmte in ihrer üblichen Art wie eine Verrückte die Rampe hinauf. Die anderen Stuten waren artig, nur bei Liara und Samira brauchte es ein bisschen Überredungskunst. Aber sie waren ja auch noch jung und hatten noch keinen großen Transporter gesehen.
      Nach kurzer Zeit waren alle Pferde auf dem Transporter und knabberten an ihren Heunetzen. Der Fahrer verabschiedete sich und wir vereinbarten, dass er die Pferde auf dem neuen Hof so lange im Hänger ließ, bis mein Freund und ich auch angekommen waren. Dann rollte der LKW vom Hof und ich konnte nur noch die Daumen drücken, dass alles gut gehen würde.
      Als mein Freund endlich ankam, luden wir noch meine restlichen Sachen in mein Auto, stellten Nicciola, Baileys, Callimero, Caillou und Elliot in den 6er- Transporter und ich verlud Haru und Fenicio in meinen Hänger. Nun waren alle Pferde verpackt, das Sattelzeug verstaut und alle meine Sachen im Auto. Unglaublich, wie viele Sachen ich eigentlich hatte, sowas fiel mir meistens erst bei einem Umzug auf.
      ~
      Und dann war es soweit: ich fiel zuerst Zoey, dann Carina und auch Emma um den Hals. Unsere gemeinsame Zeit auf der Stardust Ranch war viel zu kurz gewesen, aber ich freute mich so sehr auf den Neuanfang mit meinem Freund, dass mir der Abschied nicht so furchtbar schwer fiel. Und es ging ja auch nicht allzu weit weg, ich würde die drei auf jeden Fall besuchen. Ich gab meinem Freund einen Kuss zum Abschied und er fuhr mit dem Transporter vom Hof. Mit Tränen in den Augen stieg ich schließlich ins Auto und startete den Motor: Auf in ein neues Leben!
      ~
      Fenicio und Haru standen super ruhig auf den Hänger und die Fahrt verging wie im Flug. Schon 3 Stunden später tauchte endlich unsere neue Heimat am Horizont auf. Einen Namen hatte mein neuer Hof noch nicht, aber der würde mir sicherlich bald einfallen. Auf jeden Fall war er wesentlich größer als die Stardust Ranch und lag nur 30 Reitminuten von der Nordsee und wenige Kilometer von der dänischen Grenze entfernt.
      Als ich auf den Parkplatz fuhr, kribbelte es im ganzen Körper. Der große LKW stand bereits auf dem großzügigen Hof. Da ich schon im Voraus geplant hatte, welches Pferd in welche Box einziehen sollte und wer sich mit wem verstand, wusste ich genau, wer wohin sollte. Ich bestand darauf, jedes Pferd selbst aus dem Hänger zu holen. Als erstes zog Liara zusammen mit Samira, Namica und Royal in den größeren der beiden Paddocktrails ein. Ich kontrollierte allen Pferden die Beine auf Verletzungen und nahm ihnen die Gamaschen ab. Liara und Samira lieferten sich erstmal ein Wettrennen auf der neuen Trailstrecke, während Royal und Namica es ein bisschen ruhiger angehen ließen und sich erstmal alles in Ruhe anschauten. Ich hatte allerdings nicht viel Zeit, ihnen zu zusehen, denn ich wollte die anderen Pferde so schnell wie möglich aus den Hängern befreien.
      Haru und Fenicio bezogen zwei Paddockboxen mit riesigem eigenen Auslauf im südlichen Stall. Sie liefen aufgeregt schnaubend alles ab und Haru sprang auf dem großen Auslauf buckelnd in die Luft.
      Als nächstes bezogen Nocciola und Baileys einen kleinen Offenstall am Nordstall, der extra den kleinsten vorbehalten war. Zum Glück waren sie so klein und hatten daher etwas weniger Kraft, denn die beiden wehrten sich wie immer gegen alles, was ich von ihnen wollte. Nocciola hatte sich in der Hinsicht schon etwas gebessert, aber Baileys war nach wie vor eine Katastrophe im Umgang. Mit ihr musste ich unbedingt mehr üben, sobald ich jetzt nach dem Umzugsstress mehr Zeit hatte.
      Donatella, Narla, Nökkvadís und Happy Fantasy bezogen jeweils eine große Paddockbox im Nordstall. Ab morgen sollten sie tagsüber zusammen auf der Weide stehen und nachts die Ruhe in ihren Paddockboxen genießen. Bei ihnen ging der Umzug relativ ruhig von statten, keiner der vier Damen regte sich übermäßig auf. Nökkvadís hatte allerdings eine kleine blutige Schramme am Bein, die ich sofort mit etwas Salbe behandelte.
      Als letztes zogen die drei Ponyhengste Callimero, Caillou und Elliot in ihre Männer-WG im Offenstalltrakt ein. Sie benahmen sich, als hätten sie nie wo anders gestanden und schienen auch die Fahrt bestens überstanden zu haben.
      Als alle Pferde ausgeladen waren, verabschiedeten wir den Fahrer, der sich nun wieder auf den Rückweg machen konnte. Unsere eigenen Fahrzeuge übernahm mein Freund, er säuberte sie und parkte sie auf dem Parkplatz. Währenddessen hatte ich noch viel zu tun: ich verteilte Heu an alle Pferde und schaute bei allen noch einmal vorbei.
      ~
      Erst spät am Abend hatte ich Zeit, meinen eignen Kram notdürftig auszupacken. Zum Glück hatte mein Freund schon im Vorfeld die meisten Möbel aufgebaut. Gegen Mitternacht machte ich noch eine letzte Runde durch alle Ställe, dann fiel ich todmüde ins Bett. Unsere erste Nacht auf UNSEREM eigenen Hof...!
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      5/17

      Western E-A
      19. Juni 2017 -- Cascar

      Mein Weg, oder besser das Flugzeug, führten mich heute zur Rainbow Ranch. Insgesamt 18 Stunden dauerte der Anreiseweg und allein die Zeitverschiebung war beträchtlich. Ganz zu schweigen von der Großartigkeit des Pferdes - oder besser Ponys - das ich in den folgenden Wochen trainieren sollte.
      Die grundliegenden Daten des vierjährigen Connemarafuchses Liara lagen vor mir, auf dem heruntergeklappten Bordtisch und während ich meinen Orangensaft trank und immer mal wieder einen neuen Film im Bordfernsehen zu schauen begann, arbeitete ich einen Trainingsplan aus. Western sollte es sein. Ein Training, das Pferde wie Spearmint oder Bem-Te-Vi als Grundlagentraining erhalten hatten, das ich aber noch nie offiziell angeboten oder das Pferd eines Anderen gelehrt hatte. So würde Liara gewissermaßen eine Premiere werden.
      Mit lagen ein paar Fotos und ein Brief der Besitzerin zur Bestandsaufnahme vor: Demnach kannte und akzeptierte die Connemaradame den Reiter bereits, gab sich aber noch etwas unbeholfen und unsicher. Wir würden also zu Beginn ihr Selbstvertrauen und ihr Gleichgewicht sichern, bevor wir mit der Sattelarbeit begännen.
      Ich schreckte aus dem Schlaf, als wir den Landeanflug begannen, sicher aufsetzten und der Flugkapitän einige Dankesworte an die Passagiere richtete. Hastig raffte ich mein Handgepäck zusammen, nachdem das Flugzeug die Parkposition erreicht hatte, und beeilte mich, meinen Koffer in der Halle vom Band zu angeln, um möglichst flott zum Taxi zu kommen. Jenes bugsierte mich direkt (wenn auch zu horrenden Preisen) zur Rainbow Ranch, die mich schon in der Hofeinfahrt aufgrund ihres traumhafte Flairs begeisterte: Das Land war weit und die Koppeln schienen riesig; beinahe am Horizont waren erst die Stallungen zu erkennen. (Ich dankte schließlich dem Fahrer, dass er mich nicht vor der Einfahrt abgesetzt hatte, sondern bis zum Parkplatz fuhr.)
      Kaum war ich dann ausgestiegen, würde ich enthusiastisch und herzlich von einer jungen Frau empfangen: "Hi, sind Sie Miss Winterscape?", fragte sie. Ich bejahte und fügte "Nur Cascar, bitte." hinzu. "Ich bin Jessica. Schön, dass du da bist!", meinte meine Gegenüber (prompt im Du) und ich glaubte ihr diese Worte, so ehrlich waren sie ausgesprochen worden. "Magst du erst dein Gepäck rein bringen oder lieber gleich Pferdeluft schnuppern?", forschte sie weiter. Ich wählte die erstere Möglichkeit, auch um mir Reitsachen anziehen zu können, und ließ mir von Jessi meine eigene kleine Ferienwohnung zeigen. Daraufhin ließ sie mich eine Weile alleine; nach dem Frischmachen suchte ich sie selbst wieder auf, irrte gut zehn Minuten orientierungslos durch den Kleinen Stall, bevor ich sie, umringt von einer Traube eifriger Reitschülerinnen, mit einer Schubkarre über den Hof gehen sah. Hastig ging ich ihr entgegen. "Fein. Dann stelle ich dir mal Liara vor.", meinte Jessica, nachdem sie die Schubkarre geleert hatte. Ich stimmte begeistert zu und gemeinsam (und mit den Reitkindern) bewegten wir uns langsam, aber stetig zu einem der nordwestlich liegenden Offenställe. Die Pferde dort waren nicht sehr groß (waren es Ponys?) und grasten weit verstreut. Jessi nahm ein an einem Koppelpfahl hängendes Halfter in die Hand und reichte es mir mit den Worten: "Die neugierige Fuchsstute; sieht aus wie auf dem Bildern, die ich dir geschickt habe." Ich bedankte mich grinsend und begab mich auf die Jagd. Gut vier Minuten taperte ich über offenes Gelände, bis ich das gesuchte Pferd erreichte und somit Liara zum ersten Mal die Stirn kraulte. Die Stute schloss schnell Vertrauen und war interessiert an mir. Außerdem versuchte sie sich in das Halfter zu drängeln, was ich als Arbeitsfreude auffasste, die Gelegenheit nutzte und das Pony mit zum Gatter nahm. Dort empfing mich Jessi wieder und hielt mir das Tor auf, während mich die Reitschüler mit großen Augen beobachteten. Sie tobten auch gleich voran, als Liaras Besitzerin verkündete, wir würden zurück, auf den Hof, gehen.
      Kurzum - an diesem ersten Tag machte ich mich sorgfältig mit Liara bekannt. Ich putzte ihr Fell, besonders Bauch und Beine, um eventuell empfindliche Stellen zu reizen (was nicht der Fall war), kratzte die Hufe aus und verlas als Geduldsprobe den Schweif der Ponystute. Bis auf ein wenig Zappligkeit und Geknabber am Führstrick klappte das problemlos, sodass ich beschloss, noch dem Longierzirkel für circa zwanzig Minuten einen Besuch abzustatten.
      Auf dem Weg dorthin versuchte meine Pferdepartnerin dann doch mal, mich zu überholen, oder den ein oder anderen Grashalm als Snack mitzunehmen. Ich ließ von Anfang an nicht mit mir spielen und die Stute stets einen Zirkel um mich laufen, wenn sie aufhörte, sich an mir zu orientieren. So war die Rangordnung schon halbwegs geklärt, als wir den heiligen Sandboden erreichten. Dort stellte ich Liara nun auf den Hufschlag, nahm den Strick ab und bewegte mich langsam zur Mitte.
      Das Resultat war, dass Pony schon einmal alleine losging. Mit einem energischen "Na!" und einer körpersprachlichen Blockade vor ihrem Körper hinderte ich die Dame zwar daran, reizte wohl aber auch ihren Dickkopf, sodass sich die Stute kurzerhand auf der Hinterhand drehte und mit einem angedeuteten Ausschlagen auf der anderen Hand im Zirkel trabte. Ich ließ sie gewähren.
      Liara war noch jung und unerfahren und ich würde erst mit ihr arbeiten können, wenn sie nicht mehr wild umherschaute und mich im Stechtrab umkreiste. Deshalb wartete ich neutral in der Mitte darauf, dass die Stute mir ihre Ohren und ihren Kopf zuwandte. Erst als das geschah, parierte ich sie mit einem "Eeeeeasy" zum Schritt durch. Die Füchsin schnaubte und ich lobte sie mit warmer Stimme. Dann klappte alles recht gut - wir übten Schritt- und Trabübergänge, ein wenig Galopp. Einzig das Anhalten fiel Liara schwer und ich brauchte recht viel Durchsetzungsvermögen. Letztendlich kaute sie aber und ließ sich willig von mir an den Strick nehmen und wieder auf die Weide führen.
      Der Tanz um den Respekt war in den ersten Tagen ein grundsätzlicher Bestandteil des Trainings. Ganz nebenbei trainierten wir da Liaras Geschicklichkeit - viel in Form von Bodenarbeit oder dem Friendly Game auf dem Trail Platz und zeitweise unter den wachsamen Augen Jessicas. Mit zunehmender Zeit (genau genommen innerhalb von fünf Tagen) lernte das Pony so, sich auf mich zu verlassen und auch kleine Hilfen anzunehmen. Am Ende der Woche erst, nachdem wir am Vortag das Longieren am Hang geübt hatten, näherte ich mich der kleinen Stute zum ersten Mal mit einem Sattel. Es war ein schwarzer, baumloser Westernsattel, den Liara problemlos entgegennahm und mich festgurten ließ. Ähnlich verhielt sie sich bei der Trense, auf deren Gebiss meine Partnerin jedoch zu Beginn heftig kaute. Ich klopfte trotzdem Liaras Hals und führte sie nach dem Anlegen der Gamaschen auf den Reitplatz. Wir waren dort momentan, am späten Vormittag, die einzigen und wir ließen uns zum Ablongieren und Nachgurten reichlich Zeit.
      Schließlich schwang ich mich behutsam auf Liaras Rücken und nahm die Zügel auf, um sie am sofortigen Loslaufen zu hindern. Das wurde durch heftiges Kauen quittiert, gelang aber. Ich lobte sie.
      "So, Mädchen. Dann gehen wir mal zum Hufschlag.", wies ich sie mit Worten an, gab Schenkeldruck und schnalzte. Die Fuchsstute setzte sich zögerlich in Bewegung und ließ sich dann recht problemlos im Schritt zu unserem Zielpunkt reiten. Wir gingen ein wenig ganze Bahn, bevor wir zum Erwärmen auch Handwechsel und Volten in Angriff nahmen. Liara gab dabei stets ihr Bestes, löste sich aber noch nicht so gern von der Bande. Das Traben dann klappte trotzdem ganz gut, ebenso das Galoppieren. Mit zunehmender Stundenlänge übten wir immer "unabhängigere" Figuren, zum Beispiel die korrekte Bewegung auf dem mittleren Zirkel. Und wieder wurde die Stute ein klein wenig sicherer und verließ sich mehr auf mich, sodass wir das Training dieses Tages mit einem positiven Ergebnis beenden konnten.
      Am folgenden Tag war das schwieriger - Liara schien mit dem falschen Fuß aufgestanden zu sein oder Muskelkater zu haben. Auf jeden Fall war sie zappeliger denn je und unter dem Sattel wollte sie sich nicht recht konzentrieren. Sie war nicht so weich wie gestern, aber trotzdem ritt ich sie. Die Stute musste schließlich lernen, dass die kontinuierliche Arbeit nun zu ihrem Leben gehörte. Um sie dennoch nicht zu überfordern, ritten wir aber viel Trab und wiederholten lediglich Lektionen des Vortags.
      Zu meiner großen Erleichterung dann hatte sich das Pony am nächsten Tag wieder im Griff und wir konnten etwas produktiver herangehen - auf dem Plan standen die Grundlagen der Zügelführung in Verbindung mit einigen Traillektionen. Insgesamt war es ja mein Ziel, die Stute so hilfenfest und gehorsam zu bekommen, dass man sich mit ihr ohne Scheu auf einem allgemeinen Westernturnier der Leistungsklasse vier zeigen konnte. Deswegen übten wir an diesem Tag - wieder geritten - das Annehmen meiner Hilfen unter einem zusätzlichen Anlegen des äußeren Zügels an den Hals: Neck Reining. In den kommenden Klassen dann würde das eine der Kenntnisse sein, die man bei einem Westernpferd zur Perfektion treiben konnte und die vor allem im Reining, wenn Spin, Roleback und Ähnliche gefordert sein würden, eine große Rolle spielten. Doch heute ging es vor allem um die Grundlagen; der Zügel legte sich nun also in jeder Biegung an, egal was wir taten. Außerdem gab es einen Einführung in das Rückwärtsgehen und die indirekte Zügelführung: Für ersteres hielten wir auf dem Hufschlag, ich verlagerte mein Gewicht nach hinten und nahm die Beine etwas nach vorn; ich wippte sachte mit den Schenkeln und schnalzte langsam. Liara stand still und begann zu überlegen; mit zunehmender Zeit nahm ich die Zügel immer mehr zurück, bis sie einen Huf zurücksetzte. Ich ließ daraufhin allen Druck fallen und lobte das Pony, dann machten wir erstmal etwas anderes. Später aber hielten wir noch einmal mit der Front zu Bande. So konnte Liara nicht nach vorne weglaufen. Ich griff indes den rechten Zügel von unten, gab mit dem rechten Schenkel weit hinten Druck und führte den Zügel nach schräg oben. So wurde ein unmissverständlicher Schub auf die Hinterhand ausgeübt und als Liara einen Schritt in die gewünschte Richtung tat (und gleichzeitig einen großen in Sachen Vorhandwendung), lobte ich sie auch dafür ausführlich. Sie machte sich wirklich super.
      Mit diesem Erfolg nun beendeten wir das Tagestraining; am Tag darauf war ein von mir verordneter Ruhetag - auch ein Pferd musste schließlich neue Eindrücke verdauen und wir beschränkten uns auf vierzig Minuten Longieren und einen Spaziergang.
      Erst im Laufe der restlichen Woche festigten wir die begonnenen Lektionen mit viel Lob; am kommenden Dienstag wagten wir uns dann zum ersten Mal beritten auf den Trailplatz. Dort fiel es Liara zu Beginn reichlich schwer, das auf dem Reitplatz Gelernte auf die neue und größere Umgebung zu übertragen - auch das war eine Frage der Kontinuität und es dauerte Tage, bis das Rückwärtsgehen halbwegs problemlos klappte. Schlussendlich war ich aber sehr zufrieden, als ich am Donnerstag der dritten Woche das Pferd an seine Besitzerin zurückgab. "Sie ist eine ganz Feine. Ich schlage für morgen einen Proberitt vor.", meinte ich lächelnd und Jessica stimmte mir zu. So gingen wir am Freitag zu dritt auf das Trainingsgelände. Ich longierte Liara zu Beginn zum Warmwerden und stieg dann als Erste auf. Ich führte Jessica sozusagen vor, was ihre Stute Neues gelernt hatte - dazu gehörten eine beinahe komplette Vorhandwendung (die auch eine Grundvoraussetzung für die Traillektion des "Tors" war), die Anfänge des Neck Reinings, die Liara mittlerweile gut verstand, und das Durchqueren eines Stangen-L's, rückwärts. Die Connemarastute präsentierte sich in Bestform, schien von meiner Geduld und meinem Lob zu profitieren und zeigte sich außerdem viel sicherer in dem, was sie tat, als noch vor knapp drei Wochen. Auch Jessica war begeistert und so tauschten wir kurzerhand die Positionen - sie schwang sich in den Sattel und ich bewegte mich in Sichtweite, um Pferd und Reiter beratend zur Seite zu stehen. Es dauerte eine Weile, bis sich Jessi eingefuchst hatte, dann lief ihr Training aber ganz gut und ich war mehr als zuversichtlich, dass Liara in der Leistungsklasse vier des Westernreitens einfach aufgrund ihrer gewonnenen Sensibilität mehr als aufgehoben war.
      Das bedeutete jedoch, dass ich mich schon am kommenden Tag von Pferd und Reiter und den mir mittlerweile so vertrauten Gemäuern der Rainbow Ranch verabschieden musste. Ich wünschte Jessica viel Erfolg und bedankte mich für Unterkunft, Herzlichkeit und die Trainingszeit mit Liara. Wieder holte mich ein Taxi ab - dieses Mal aber an der Hofeinfahrt, sodass ich meinen Koffer den langen Weg zwischen den großen Koppeln zur Straße ziehen musste - vielleicht ja nicht zum letzten Mal.
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      6/17

      Der erste Schnee!
      08. Dezember 2017 -- Möhrchen

      Es war eine unheimlich stressige Zeit gewesen und ich hatte mich bei der Stallarbeit wochenlang auf das nötigste beschränkt. Ich hatte mich fast rund um die Uhr um meine Mutter gekümmert, die am anderen Ende von Deutschland mit einem gebrochenen Bein im Krankenhaus lag. Meine Pferde waren wirklich eine ganze Weile lang zu kurz gekommen. Langsam wurde es besser, trotz allem hatte ich auch heute wieder nicht viel Zeit. Jetzt ging es auch schon auf Weihnachten zu, wo es in der Familie auch nicht unbedingt entspannter werden würde.
      Meine Pferde hatten also vorerst Winterpause und ich hoffte, im Januar wieder voll durchstarten zu können.
      Als ich die Vorhänge zurück schlug, traute ich meinen Augen kaum. Die ganze Zeit hatten wir keine einzige Flocke Schnee abbekommen und jetzt war draußen dichtes Schneegestöber und die Erde war schon leicht gezuckert. Ich schlüpfte also in meine dicken Thermostiefel und setzte meine Mütze auf. Dann machte ich mich auf den Weg in den Stall, das Frühstück musste heute mal warten.
      Ich fing mit der Stallarbeit auf dem Stutentrail an. Die Mädels waren heute ordentlich aufgedreht, Curly, Anni, Snooky und Viona fegten gerade in einem Affenzahn den Trail entlang. Lillifee stand dagegen entspannt an der Heuraufe und schaute sich das Spektakel aus der Ferne an. Liara und Narla standen im Unterstand und kraulten sich gegenseitig den Widerrist. Ich ging zum Koppeltor und öffnete die größte Koppel. So konnten sie sich zumindest noch ein bisschen austoben. Sobald sie sahen, dass das Tor offen war, stürmten die vier Wildfänge auf die Wiese und setzten ihr Spiel dort fort. Auch Liara und Narla spitzten die Ohren und schossen dann hinter ihnen her. Nur die Kleinste der Bande, Lillifee, spazierte im Schritt hinter den anderen her. Ich musste grinsen, als ich meine Mädels so über die Weide fegen sah. Da ging einem doch trotz all dem Stress das Herz auf.
      Ich beeilte mich mit der Stallarbeit, äpplte den Paddock ab, kontrollierte Tränken und füllte Heu und Stroh auf. Dann machte ich mich mit der voll beladenen Schubkarre auf zu den Hengsten.
      Auf dem Trail der Hengste ging es etwas gemächlicher zu, nur Corry und Fallen hatten sich von den Stuten anstecken lassen und tänzelten unruhig am Zaun entlang. Caillou, Calimero und Armani standen einträchtig an der großen Heuraufe und zupften die letzten Halme aus dem Netz. Haru, Yakari und Damon hatten sich in die Liegehalle zurückgezogen und hielten ein Nickerchen. Haru hielt Wache, während die anderen beiden es sich im Stroh bequem gemacht hatten. Auch für sie öffnete ich die Weide, doch die drei Schlafmützen im Unterstand ließen sich davon gar nicht stören. Die Kleinen machten sich dagegen begeistert auf den Weg auf die Koppel und drehten auch ein paar flotte Runden im Schnee. Calli schmiss sich sofort auf die verschneite Wiese und rollte sich genüsslich von einer Seite auf die andere.
      Ich sammelte auch hier alles ab, mistete geschickt und die schlafenden Ponys herum aus und füllte alle Heuraufen wieder auf. Zum Glück hatte ich beheizte Selbsttränken und musste kein Wasser schleppen. Zum Ausruhen setzte ich mich noch kurz zu den Großen ins Stroh und genoss ein bisschen die winterliche Stille. Damon und Yakari ließen sich davon gar nicht stören, was mich sehr freute.
      Im Stutenstall warteten alle sehnsüchtig darauf, dass sie auf die Koppel durften. Nach und nach brachte ich die Stuten auf die große Winterkoppel, die inzwischen schon mehr weiß als grün war. Royal und Namica machten den Anfang, dann folgten Donatella und Brött und zu guter Letzt Nökkvadís und Raya. Heute schienen echt alle Pferde ordentlich Pfeffer im Hintern zu haben, denn während die ersten vier bisher noch entspannt gegrast hatten, schossen sie jetzt mit Ankunft der letzten beiden wie die verrückten los und buckelten wild über die Koppel. Ich blieb einen Moment am Zaun stehen und schaute ihnen zu, bis schließlich wieder Ruhe einkehrte. Dann machte ich mich an das Misten der Boxen und Füllen der Heunetze.
      Nun fehlten nur noch die kleinsten im Offenstalltrakt. Sie blieben bei dem Wetter auf dem Paddock. Anscheinend fanden sie den Schnee sehr interessant, schließlich hatten sie so etwas noch nie gesehen. Thalima schob begeistert ihre Nase durch den dünnen Schnee und freute sich über die kleinen Häufchen, die sie zusammen schob. Pantoffelchen steckte ihren Kopf durch das Gatter und schaute fasziniert in die weiße Landschaft hinaus. Nayomi und Bina kämpften gerade ein bisschen und versuchten quietschend, sich anzusteigen. Nayomi verlor dabei fast das Gleichgewicht und wäre beinahe auf den Rücken gefallen. Nur Umpalumpa und Lakota hatten nichts für den Schnee übrig und standen gelangweilt im Unterstand herum. Für die war das weiße Zeug ja schließlich nichts Neues.
      Ich striegelte alle Fohlen kurz ein bisschen. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir dann aber, dass ich mich langsam beeilen musste. In Windeseile äppelte ich die Paddocks ab und verteilte frisches Heu und Stroh. Dann eilte ich zurück ins Haus, um mir trockene Klamotten anzuziehen.
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      7/17

      Der Frühling ist da!
      18. April 2018 -- Möhrchen

      Endlich war es so weit: es war warm, richtig warm, und die Sonne strahlte vom strahlend blauen Himmel. Endlich Frühling! Während vor ein paar Wochen noch Schnee lag, waren jetzt schon an die 25 Grad und ich hatte richtig gute Laune, als ich vom Frühstückstisch aufstand und meinen Teller in der Geschirrspüler räumte.
      Gestern hatte ich mich mit meinen beiden besten Freundinnen zu einem Hoftag verabredet und ich freute mich auf einen fröhlichen und produktiven Stalltag. Noch bevor die beiden ankamen, machte ich mich an die Stallarbeit. Zuerst mistete ich die beiden Paddocktrails ab und füllte die Heuraufen. Dann ließ ich die Boxenpferde auf die Koppel und machte mich daran, die Boxen zu misten. Während ich noch am Misten war, kamen Sina und Kathi laut schnatternd in die Stallgasse gelaufen. Wir begrüßten uns herzlich, da wir uns eine ganze Weile nicht mehr gesehen hatten. Dann schnappten sie sich kurzerhand eine Mistgabel und halfen mir beim Misten.
      Zu dritt waren wir schnell mit der Stallarbeit durch. Da das Wetter uns einfach nach draußen lockte, entschieden wir uns, zuerst einen Ausritt in den Wald zu machen. Ich sattelte also Liara, Sina nahm Narla und Kathi Curly Lure. Als Handpferde nahmen wir Viona, Lillifee und Snooky mit, sodass wir mit einer richtig großen Truppe von Hof ritten. Es war wirklich ein tolles Ausritt, wir trabten viel und nutzten auch meine Lieblings-Galoppstrecke gründlich aus. Die Pferde waren artig und entspannt und hatten richtig Spaß. Zufrieden ritten wir zurück auf den Hof, spritzten den verschwitzten Pferden die Beine ab und stellten sie zurück auf den Trail.
      Anschließend nahm ich Anni mit zum Putzplatz, schrubbte ihr gründlich das lose Winterfell ab und schnitt ihre Mähne nach. Ansonsten hatte sie heute frei und durfte weiter auf dem Paddock die Sonne genießen.
      Auch mit den Wallachen entschieden wir uns zu einem Ausritt. Ich sattelte Haru und nahm Callimero als Handpferd, Sina zog mit Yakari und Caillou los und Kathi schnappte sich Armani und Corry. Die Jungs waren etwas flotter drauf als die Mädels und genossen einen sehr ausgedehnten Galopp im Gelände. Yakari und Caillou bekamen sich auf dem Ausritt etwas in die Wolle, sodass ich den Rückweg mit zwei Handpferden meisterte. Aus diesem Grund ritten wir auch gemütlich plaudernd im Schritt zurück und es klappte besser als gedacht.
      Zurück am Hof bekamen auch die Jungs ein Fußbad und durften dann für ein paar Stunden auf die große Wiese.
      Währenddessen machten wir Mädels noch ein kleines Beautyprogramm mit Fallen Godness, Damon, Umpalumpa und Raya. Dann bauten wir auf dem Platz ein paar kleinere Sprünge auf führten Nökkvadís, Brött, Donatella, Namica und Royal Disturbance warm. Die Stuten waren entspannt und drehten brav mit uns ihre Runden. Nach 10 Minuten ließen wir sie vom Strick und ließen sie erstmal ein paar Minuten toben. Dann verteilten wir uns auf dem Platz und dirigierten sie nach außen über die Sprünge. Anfangs hatten sie mächtig Spaß und das Ganze glich eher einem Wettrennen als einem Freispringen. Aber nach ein paar Runden beruhigten sie sich etwas und sprangen gesittet ein kleines Kreuz nach dem anderen. Namica buckelte übermütig und schnaubte danach zufrieden ab. Nach 20 Minuten waren alle Ponys müde und wurden immer langsamer. Wir ließen sie noch eine Weile auf dem Platz, damit sie ihr verschwitztes Fell genüsslich im Sand wälzen konnten, was sie auch begeistert annahmen. Dann stellten wir sie zurück auf die Wiese.
      Zum Schluss waren noch die Fohlen an der Reihe. Wir setzten uns einfach zu ihnen auf den Paddock und ließen uns belagern. Sofort kamen sie an und beschnupperten uns neugierig, ließen sich kraulen und Bina legte sich nach einer Weile sogar neben uns in den Sand. Lakota verlor nach einiger Zeit das Interesse, während Tahlima und Nayomi sich stundenlang kraulen ließen. Pantoffelchen stand etwas abseits und beobachtete das Geschehen. So ließen wir den Abend gemütlich ausklingen und quatschten über Gott und die Welt, während die Fohlen um uns herum langsam müde vom Spielen wurden.
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      8/17

      Dressur A-L
      28. November 2018 -- Gwen

      Da ich mich auf Royal Peerage sehr wohl fühlte und mir die Arbeit unglaublich viel Spaß machte, entschied ich, mich noch ein wenig länger hier aufzuhalten. Dazu sagte die Gestütsleiterin nicht nein und nach einem gemeinsamen Gespräch hatte ich neben der Gidranstute zwei weitere Berittpferde. Beziehungsweise waren es eher Ponys. Ich arbeitete sehr gerne mit den Kleineren und nach den ersten Ritten hatte ich beide auch sofort ins Herz geschlossen. Momentan hatte Cielo mehr Training bei mir. Er war ein achtjähriger Arravanihengst und richtig aufgeweckt. Gemeinsam gingen wir auch bereits Turniere und dementsprechend war ich bei ihm in der Woche öfter als bei Liara.
      Liara war eine fuchsfarbene Connemarastute, welche sich erst seit kurzem auf Royal Peerage befand und momentan auch noch nicht so gut im Training stand. Deshalb hatten wir entschieden, es mit ihr ruhiger angehen zu lassen und zu schauen, wie viel Zeit sie benötigte. Aber in regelmäßigen Abständen ritt ich auch sie und konnte mich bisher keineswegs beschweren.
      Heute begann ich wie immer mit Cielo und holte mir den kleinen Braunen von der Weide. Mit seinen gerade mal 1.28m Stockmaß gehörte er mit zu den Kleinsten des Gestüts. Zu meinem Glück deckte er mich dennoch sehr gut ab. Zum einen war Cielo sehr robust und breit gebaut und zum anderen war ich nicht besonders groß und schwer. So hatten wir uns sehr schnell und sehr gut einfinden können.
      Cielo wollte mich heute mit einer dicken Schlammschicht erfreuen und so hatte ich zunächst gut mit Putzen zu tun, ehe überhaupt an das Reiten zu denken war. Da der Hengst in der Dressur bereits auf einem guten Grundniveau lief, hatten wir uns direkt auf das Springen fokussiert. In beiden Disziplinen war Cielos Begabung nicht allzu groß, doch neben dem gesunden Reiten, machte ihm das Springen auch besonders viel Spaß. Bisher hatte er sich dabei immer sehr motiviert gezeigt.
      Nach dem Satteln und Trensen ging es also in die Halle, wo ich bereits einen kleineren Parcours aufgebaut hatte. Zunächst wärmte ich Cielo in aller Ruhe auf und dann nahm ich nach und nach alle Gangarten hinzu. Danach arbeiteten wir mit Trabstangen und Cavaletti, ehe es wie immer an die ersten Sprünge ging. Heute zog Cielo vor dem Sprung gut an, sprang sauber ab und landete auch einwandfrei auf der anderen Seite. Er war aufmerksam an den Hilfen und so konnte ich ihn problemlos kontrollieren.
      Wir sprangen mittlerweile auf A-Höhe und hatten einige Kombinationen und schwerere Parcourselemente hinzugenommen. Da Cielo so wendig war, funktionierte das meiste bei ihm ohne Probleme. Schwieriger war es, die großen Abstände, besonders in Kombinationen, zu schaffen. Meist fuhr man besser, wenn man seine Galoppsprünge etwas verkürzte und einen zusätzlichen einfügte. Auf Turnieren, besonders bei Zeitspringen, wäre das nur bedingt von Erfolg gekrönt gewesen, doch das war auch primär nicht unser Ziel.
      Cielo war eher das zuverlässige Kinderpony des Hofes und dementsprechend trainierte ich ihn auch: Auf Sicherheit und Ruhe. Und nebenher sollte es dem Pferd ja auch Spaß machen. Bisher funktionierte das wirklich gut und sollte einer seiner kleinen Reiter in kommender Zeit ambitionierter werden, hätte er ein sicheres und motiviertes Springpony unter dem Sattel.
      Mit einem guten Abschluss beendete ich dann auch das Training und ritt Cielo ab. Im Stall sattelte ich ihn fix ab, putzte noch einmal drüber und brachte ihn dann wieder hinaus auf die Weide. Von dort aus nahm ich mir direkt Liara mit, welche heute auch einen Trainingstag bei mir hatte. Die Stute war charakterlich ein wahres Goldstück. Man merkte ihr selten an, dass sie erst vier Jahre alt war. Lediglich beim Reiten merkte man eben, dass sie noch nicht so routiniert war wie andere Pferde. Doch das kompensierte sie gekonnt mit viel Mühe, es ihrem Reiter immer Recht zu machen.
      Liara war schnell geputzt und gesattelt und so ging es auch mit ihr in die Halle. Schnell baute ich einige Sprünge ab und machte mir so wieder Platz, ehe ich Liara in Ruhe aufwärmte. Momentan arbeiteten wir an der Dressur, denn eine gute Grundlage war wichtig für die weitere Ausbildung. Liara kannte inzwischen die Grundlagen: Takt, Losgelassenheit und Anlehnung. Inzwischen arbeiteten wir viel am Schwung und weiterhin an ihrem Gleichgewicht und ihrer Durchlässigkeit.
      Wenn Lektionen ihr schwer fielen, versuchte sie sich gerne ins Tempo zu retten, wurde dadurch aber auch fester. So drosselte ich gerne vermehrt ihr Tempo, damit sie erst einmal ihre Balance fand und wenn die Übungen in dem ruhigen Tempo sicher funktionierten, konnte man sich um den Schwung kümmern. Bisher funktionierte das bei Liara auch wirklich gut. Sie gab sich viel Mühe und meistens verstand sie die Aufgaben bereits nach dem ersten Mal.
      Aktuell übten wir viel das Anhalten aus dem Trab, besonders, dass sie die Hinterhand während des Haltens schön unter den Schwerpunkt schob. Das war eine ungemeine Gleichgewichts-Übung, doch Liara machte das wirklich gut. Auch der Außengalopp war inzwischen viel besser geworden. Wieder eine Übung, die Gleichgewicht und Durchlässigkeit forderte, besonders in den Ecken. Meist lockerte ich Liara zu Beginn mit Seitengängen und Rückwärtsrichten. Ebenso halfen viele Übergänge, die Stute zu lockern.
      Auch heute machte sie ihre Aufgabe wirklich einwandfrei und als der einfache Galoppwechsel ohne Probleme funktionierte, entschied ich, die Einheit für heute zu beenden. Liara lobte ich ausgiebig und ritt sie dann ab. Danach ging es auch für sie wieder in den Stall. Da sie wesentlich mehr als Cielo geschwitzt hatte, legte ich ihr eine Abschwitzdecke über und stellte sie in die Box. In der Zwischenzeit räumte ich den Putzplatz auf und baute die Hindernisse in der Halle wieder ab. Als ich dann fertig war, war Liara auch schon so gut wie trocken und durfte wieder hinaus auf die Weide.
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      9/17

      Springen A-L
      12. Dezember 2018 -- Gwen

      Auch auf Royal Peerage war die Weihnachtsstimmung deutlich zu spüren. Das Team hatte den Stall und die Halle weihnachtlich dekoriert und im Reiterstübchen gab es immer warmen Punsch und Plätzchen, wenn man sich bei den kälteren Temperaturen doch einmal aufwärmen wollte. Außerdem sahen die Trainingspläne für diesen Monat lockerer aus als sonst. Die Pferde wurden zwar regulär trainiert, aber trotzdem war eine gewisse Gemütlichkeit eingekehrt. In so einem Umfeld fühlte ich mich auch mehr als wohl und war wie immer sehr motiviert auf den Weg in den Stall. Es war noch früh am Morgen, aber die Pferde standen bereits auf den Weiden. Ich wollte heute mit Cielo beginnen und wagte mich seit langem mal wieder an eine Disziplin, die weniger zu meinen Begabungen gehörte. Als Trainerin war ich aber vielseitig unterwegs und da wir uns bisher auf Grundniveau befanden, würden wir uns schon einfinden.
      Cielo war eingefahren und lief bisher auf E-Niveau und bisher auch nur im Dressurfahren. Mit einem Einspänner war es sowieso immer entspannter als mit Zweispänner. So machte ich zunächst alles bereit, um dann das Geschirr schon in richtiger Reihenfolge parat zu haben. Die Kutsche hatten mir bereits zwei Mitarbeiter vorbereitet, so dass diese schon auf dem Hof stand. Bisher hatten wir mit dem Winterwetter Glück, so dass das Kutschfahren im Gelände gut möglich war. Ich holte Cielo von der Weide und band ihn am Putzplatz an. Dort putzte ich ihn routiniert und legte ihm dann das Geschirr an. Als er fertig war, führte ich ihn hinaus auf den Hof und spannte ihn an. Inzwischen war das für Cielo schon alltäglich. Er war ja sowieso eingefahren gewesen und die längere Pause hatte man ihn gar nicht angemerkt.
      Am Anfang hatte ihm vor allem die Ausdauer und Kraft gefehlt. Wir hatten also kürzere Strecken in Angriff genommen und ich hatte Cielo öfters geraderichten müssen. Gerade wenn den Pferden noch die Balance fehlte, drifteten sie gerne zu einer Seite ab. Im Verlauf des Trainings hatte man aber deutlich gemerkt, wie Cielo immer mehr von alleine die Spur halten konnte und ich immer weniger machen musste. Heute zog er gewohnt motiviert an und wir verließen den Hof. Inzwischen hatten wir unsere eingefahrenen Runden und auch schon ein gutes Trainingspensum. Im Schritt durfte sich Cielo erst einmal aufwärmen, ehe wir irgendwann in den Trab wechselten.
      Der Hengst war unglaublich ausdauernd und bei unseren Trabphasen kamen schon einige Kilometer zusammen. Ab und an ließ ich ihn auch mal galoppieren und wenn die Wege es zuließen, durfte er durchaus auch mal ordentlich zulegen und Dampf ablassen. Er machte das nur zu gerne und da er inzwischen super fein auf alle Hilfen reagierte, war das auch kein Problem mehr. Mehrmals die Woche fuhren wir auf dem großen Reitplatz die Dressuraufgaben, um Cielos Wendigkeit zu schulen. Heute war mal wieder einer der Geländetage. Die bevorzugte ich ja persönlich und Cielo machten sie auch unglaublich Spaß. Wie gewohnt fuhren wir unsere Runde und kamen irgendwann wieder am Hof an.
      Ich spannte Cielo ab und führte ihn in den Stall. Nachdem er das Geschirr los war, warf ich ihm eine Abschwitzdecke über, da er doch gut ins Dampfen gekommen war. Eine Mitreiterin begrüßte mich und meinte, dass Cielo unbedingt als Rentier verkleidet mal die Kutsche ziehen müsste, am besten noch mit Glöckchen. Bei dem Gedanken musste ich lachen, aber so routiniert wie der Hengst war, wäre das wahrscheinlich nicht mal mehr ein Problem gewesen.
      Nachdem Cielo getrocknet war, durfte er wieder hinaus auf die Weide und ich holte mir Liara, denn für mich ging es direkt weiter. Die Fuchsstute war nun seit einem Monat in meiner Obhut und machte sich wirklich prima. Sie war unglaublich fleißig und motiviert und man konnte sich nie über sie beschweren. Zuletzt hatten wir die Grundlagen in der Dressur gefestigt und aktuell sprangen wir. Mittlerweile sogar auf gutem L-Niveau. Auch heute hatte ich wieder einen ähnlichen Parcours aufgebaut. Doch zunächst musste ich die Stute von ihrer Schlammschicht befreien und dann satteln.
      Als das Pferd endlich sauber war, konnten wir in die Halle gehen, wo ich sie in Ruhe warm ritt. Nachdem ich sie in allen Gangarten in Dehnungshaltung gelockert hatte, nahm ich allmählich die Zügel auf und baute Trabstangen und Cavaletti ein. Dann ging es auch schon an die ersten Sprünge und Liara zog heute fleißig an. Wir arbeiteten vor allem daran, dass sie zügig über die Hindernisse kam, ohne große Schwebepausen einzubauen, außerdem wollten wir eine schönere Springmanier erarbeiten, so dass ich die Abstände gerne mal etwas enger machte, damit Liara gut aus der Hinterhand absprang. Sie machte es wirklich einwandfrei und das heutige Training konnte sich sehen lassen.
      Am Ende sprangen wir den Parcours fehlerfrei mit all seinen Tücken und ich beendete das Training zufrieden. Die Stute hatte super mitgemacht und trotz ihrer Motivation im Parcours übertrieb sie es nie, sie war wirklich ein sehr angenehmes Reitpferd. Im Stall sattelte ich sie wieder ab und führte sie noch kurz etwas umher, ehe sie auch schon wieder hinaus auf die Weide durfte. Ich war nun schon beinahe fertig, nur noch BS' Je'taime stand auf dem Plan. Momentan arbeitete ich mit jedem Berittpferd in einem anderen Bereich. Während ich Cielo regelmäßig vor die Kutsche spannte, sprang ich Liara und mit Amy arbeitete ich aktuell weiter in der Dressur.
      Dort lief die Gidranstute bereits gutes A-Niveau, obwohl sie auch schon allerhand Sachen aus der L-Klasse vorher beherrscht hatte. Auch Amy war so ein Pferd, was sich absolut problemlos trainieren ließ. Immer fleißig, immer motiviert und stets an den Hilfen. Heute hatte sie wieder einen besonders guten Tag und sprühte vor Energie. Teilweise zu viel Energie, die ich ab und an mal zügeln musste. Die Übergänge vom Schritt in den Galopp funktionierten prima, ebenso der Außengalopp und die Wechsel. Dafür war ihre heutige Motivation super, nur die Versammlungen klappte heute weniger auf den Punkt, weil ich zu tun hatte, Amy reell zu versammeln. Ich wusste aber aus Erfahrung, dass sie das an den anderen Tagen immer gut konnte, also wollte ich mich nicht beklagen.
      Wir arbeiteten noch ein wenig an den Seitengängen, ihrer Paradelektion und dann beendeten wir auch unser Training. Ich ritt Amy ab, versorgte sie dann und brachte sie danach wieder hinaus auf die Weide. Alle drei Pferde waren für heute versorgt und ich war mir sicher, dass ich mit ihnen noch einen netten Jahresabschluss haben würde. Auch wenn wir es zwischen Weihnachten und Neujahr sicherlich noch einen Ticken entspannter angehen lassen würden.
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      10/17

      Es wird wärmer
      17. Februar 2019 -- Maleen

      Ganz langsam wurde es in Italien wärmer und das Wetter besser, das zog alle nach draußen sodass der Hof nicht mehr wie ausgestorben wirkte. Ende letzten Jahres waren ein paar neue Vierbeiner zu uns gekommen, die sich mittlerweile prima eingelebt hatten.
      Auf meinem Weg den Hügel hinunter zur Weide der Ponystuten, machte ich halt bei Liara. Dass sie ein Pony aus dem Tierschutz war, sah man ihr überhaupt nicht mehr an. Der Beritt tat ihr sichtlich gut und auf Turnieren war sie regelmäßig ganz vorn mit dabei. Neugierig kam sie zu mir als sie mich am Zaun ihres Paddocks entdeckte, sie schien darauf zu warten dass sie wieder etwas tun drufte. Ich strich ihr kurz über die Stirn und kraulte sie hinter ihren Ohren, dann ging ich weiter.
      Es dauerte ein paar Minuten bis man die Ponyweide erreichte, da sie etwas weiter vom Stall entfernt war. Aber das machte nichts, der Weg dorthin war inzwischen nicht mehr matschig und ich genoss das schöne Wetter.
      Noch bevor ich den Zaun erreichte starrten mich einige interessierte Augen an, ganz vorne natürlich Funkenflug di Royal Peerage, die es mittlerweile wohl echt satt hatte ohne ihre Mädels bei den Pony herum zustehen. Gleich dahinter Chatana und Wednesday, nur Happy Steffi schien sich nicht so sehr zu interessieren und graste etwas Abseits. Nachdem ich über den Zaun geklettert war, gab es wie immer für alle zur Begrüßung ein Stückchen Apfel. Ich schaute mir alle Stuten an um zu sehen ob sie in Ordnung waren und von Funkenflug ließ ich mir zur Übung kurz die Hufe geben. Dann gab es zum Abschied noch einige Streicheleinheiten und ich verschwand wieder in Richtung des Hofs.
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  • Album:
    2 | Tullamore Creek
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    Rhapsody
    Datum:
    5 Juni 2020
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  • [​IMG]

    Liara
    "die Leuchtende"


    [​IMG]
    Exterieur & Interieur

    Connemara
    Stute
    7 Jahre

    144cm
    Fuchs
    Schnippe, h.l. halbweißer Fuß

    Liara ist eine echte Traumstute. Sie hat viel Energie und steht nicht sehr gerne still, dafür ist sie aber immer super eifrig bei der Arbeit und hat Spaß an jeglicher Art der Beschäftigung. Dabei lernt sie sehr schnell, wodurch sie leider auch schnell Blödsinn lernt. Neuen Dingen gegenüber ist sie sehr aufgeschlossen und geht neugierig auf jeden zu.
    Kennt sie jemanden nicht, testet sie in typischer Ponymanier gerne ihre Grenzen aus, hat man sich aber ihr Vertrauen erarbeitet, geht sie für einen durchs Feuer und lässt fast alles mit sich machen.
    In der Herde ist sie eher rangniedrig, lässt sich aber trotzdem nicht unterbuttern.

    Liara ist eine sehr lernwillige und eifrige Stute. Mit ihren 4 Jahren steckt sie mitten in ihrer Grundausbildung. An der Longe läuft sie bereits recht sicher in allen Gangarten und sie kennt bereits den Sattel und das Reitergewicht auf ihrem Rücken. Richtig geritten ist sie allerdings bisher noch nicht.
    Für ein Pony hat sie herausragende Gänge und wird sich daher besonders für die Dressur eignen. Aber auch am Freispringen hat sie sehr viel Spaß und ist mit viel Eifer und Talent bei der Sache.
    Ziel ist es, sie zu einem sehr vielseitigen Sportpony auszubilden und später auch in die Zucht zu nehmen.


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    Pedigree

    von: unbekannt
    v: unbk.
    v. unbk.
    a.d. unbk.


    a.d. unbk.
    v. unbk.
    a.d. unbk.


    aus der: unbekannt
    v: unbk.
    v. unbk.
    a.d. unbk.


    a.d. unbk.
    v. unbk.
    a.d. unbk.


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    Training

    Englisch geritten
    Fohlen ABC – Eingeritten

    Dressur
    E A L M* M** S*

    Springen
    E A L M*

    Military

    E A

    Distanz

    E A L

    Fahren

    E A L M* M**

    Western (Trail)

    E A



    Erfolge

    Offiziell

    327. Springturnier
    352. Dressurturnier
    428.Dressurturnier
    429.Springturnier
    376.Distanzturnier
    482.Westernturnier 1.Auslosung
    482.Westernturnier 2.Auslosung
    534.Springturnier
    538.Springturnier
    393.Militaryturnier
    500.Westernturnier 1.Auslosung
    500. Westernturnier 2. Auslosung


    Inoffiziell

    -


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    Stallintern

    Besitzer: Rhapsody
    Ersteller/VKR: Maleen


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    Zucht

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    SK 467 - Alle Stuten


    Aa Ee
    Leihmutterschaft:
    Aus der Zucht: privat
    Nachkommen: -


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    Gesundheit

    826 4 88 745962158
    Erkrankungen: -
    Letzter Tierarztbesuch:
    23.02.2020, Tierklinik Birkenhof

    harte Hufe
    Fehlstellungen: -
    Beschlag: Stahleisen mit Schraubstollen
    Letzter Hufschmiedbesuch:
    31.01.2020, Hufschmiede Snoopeisen


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    Spind