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Stelli

Leviathan's Levisto | KWPN

4 Punkte

Leviathan's Levisto | KWPN
Stelli, 17 Okt. 2020
    • Stelli
      Alte Pflegeberichte
      Privatpferde des Gestüts

      Heute begann der Tag ein wenig aufregender. Wir hatten für heute einen großen Gruppenausritt mit den Hengsten des Gestüts geplant. Da alle gut händelbar waren und auch gemeinsam in einer Hengstgruppe toll zu reiten waren, hatten wir uns dafür entschieden diesen geplanten Ritt auf einen Sonntag zu verlegen an dem alle den ganzen Tag über Zeit hatten. Gesagt, getan, lief ich gerüstet in Reiterbekleidung zu den Weiden herüber, auf denen die Hengste bereits standen. Mit einem lauten Wiehern entdeckte mich der Reitponyhengst Zipje und machte mit großen Galoppsprüngen einen Satz auf mich zu, ehe die restliche Herde lautstark wiehernd und schnaubend folgte. Am Gatter angekommen, erhaschte sich Zipje dann eine kleine Möhre und genoss die Streicheleinheiten sichtlich.
      Gerade als ich den Strick mit einem Klick an seinem Halfter befestigte, kamen bereits die Anderen und holten sich ihre Pferde für den Ausritt. Gemeinsam liefen wir zu dem Putzplatz am Rande der Scheune und begannen gleich die Pferde sorgfältig von oben bis unten zu putzen. Ich hatte im Vergleich zu den anderen Pferden den größten Drecksspatz von allen ausgesucht und hatte damit sichtlich zu kämpfen. Der angetrocknete Schlamm und die vom Regen verformten und verklebten Haare zierten Zipje‘s gesamtes Fell. Zu meiner Belustigung ging es der Reitbeteiligung von Artali van Ghosts aber genauso. Das Erschreckende daran war nur, dass er eine Decke trug. Aber wie auch immer er es geschafft hatte, war der Schlamm bis unter die Decke gezogen. Negronamer stand als Erster geputzt und gestriegelt in den Startlöchern, gefolgt von Pleasure Harlekin und Levianthan‘s Levisto. Zu guter Letzt waren dann auch Zipje und Artali fertig. Wir stiegen auf und ritten als kleiner Trupp durch das Hoftor, gleich hinüber zur Waldlichtung. Von dort aus folgten wir den etlichen Waldwegen und ließen uns ein wenig von Negronamer, welcher ganz vorne mit ritt, leiten. An der nächsten Gabelung, hielten wir uns rechts und verließen den Wald. Von dort aus, konnte man sehr gut an den Feldern entlang reiten, welche vollständig umkreist von asphaltierten Wegen waren. Um genügend Platz für Füßgänger und Fahrradfahrer zu lassen, ritten wir im Entenmarsch weiter und entfernten uns immer mehr vom Gestüt. Wir waren bereits eine knappe Stunde unterwegs, als wir uns entschieden den Rückweg anzutreten. Wir nahmen noch einen kleinen Umweg, um ein wenig am Wasser entlang zu reiten und gingen dann auf direkten Weg zurück. Am Hof angekommen, putzten wir erneut über das Fell der Hengste, entfernten Sattel und Trense und verstauten diese an ihren dafür vorgesehenen Platz. Anschließend gabs für jeden eine Belohnungsmöhre, bevor sie wieder zurück auf die Weide durften. Wir stattdessen kümmerten uns schon einmal um die Boxen, misteten diese und bereiteten das Abendessen für alle Pferde vor.
      Gegen Nachmittag führte es mich erneut zur Weide. Dieses Mal jedoch auf die der Stuten. Da Miss Roxana und Lady I eh relativ zeitgleich zurück in die Box kamen und Miss Roxana gerade fleißig am arbeiten war, schnappte ich mir Lady für eine mittellange Longeneinheit. Ich schnallte ihr den Longiergurt um, zog ihr das Kappzaum über und begann dann einige Minuten in einem entspannten Schritt zu longieren. Im Anschluss wärmte ich sie weiterhin mit einem entspannten Trab über beide Hände auf und holte sie dann zu mir in die Mitte. Ich verschnallte die Ausbinder und Gurte und trieb sie mit einem Stimmkommando wieder auf den Hufschlag. Es folgten schnelle Schritt-Trab Wechsel und Trab-Galoppwechsel. Dann wechselte ich die Hand und tat dasselbe. Zu guter Letzt lockerte ich die Gurte wieder und ließ sie nochmals locker auf beiden Händen etwas Traben und Galoppieren, bevor sie von einem entspannten Trab in den Schritt wechselte und solange im Schritt verweilte, bis sie ordentlich abgepumpt hatte. Im Anschluss rollte ich die Longe auf und klappte die Pitsche zusammen. Am Putzplatz angekommen, verräumte ich sämtliches Zubehör wieder in ihrem Spind und brachte Lady mit einer Abschwitzdecke in ihre Box, wo bereits ein großer Haufen Heu auf sie wartete. Auch Roxana kam wenige Augenblicke später dazu und brummelte neugierig.
      Zufrieden kraulte ich ihre Nüstern und fegte die Stallgasse noch ein wenig, während ich dem angenehmen Kauen der Pferde lauschte.
      Der Tag endete wieder viel zu früh, dennoch war ich froh, als ich wieder in meinem warmen Bett lag und schließlich einschlief.

      4422. Zeichen by Floooh
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      21 Mai 2019
      Versorgung vom Verkaufsstall
      Coco - CLC's Blue Oqueana - La Fleur's Ayana - Sugarlips Habasi - Sayidah - Ártali van Ghosts - Levianthan's Levisto - CLC's Papermoon


      Meine Pferde im Verkaufstall hatten leider bis jetzt noch keinen neuen Besitzer gefunden, also musste ich mich weiter um sie kümmern. Also holte ich mir den Araberhengst Coco und begann sein weißes Fell zu reinigen. Es war eine mühselige Arbeit die ich auch ohne Waschen nicht perfekt abschließen konnte, doch Waschtag war erst in ein paar Tagen. Also musste es so erstmal reichen und ich kümmerte mich weiter um die Mähne, den Schweif und die Hufe. Dann beschloss ich ihn heute nur etwas zu Longieren. Nach einer halben Stunde durfte er entlassen werden und ich holte mir CLC’s Blue Oqueana von der Weide und kümmerte mich erstmal um ihre Fellpflege, kämmte dann ihr Langhaar und säuberte zum Schluss die Hufe aus. Dann sattelte ich sie auf und drehte ein paar Runden über den Platz und wir übten die Hufschlagfiguren. Nach 10 Minuten aufwärmen und 20 Minuten Training, ritt ich sie trocken und säuberte nochmal ihr Fell, ehe sie in ihre frisch gemistete Box kam. Blue durfte dann erstmal ein wenig stärkendes Mesh futtern. La Fleur’s Ayana, war die nächste Kandidatin, also holte ich sie aus der Box und begann das helle Fell gründlich zu striegeln. Dann säuberte ich ihre Hufe und flechtete die Mähne. Da sie die letzten Tage fleißig in der Dressur trainiert wurde, durfte sie heute für eine halbe Stunde entspannt durch die Führanlage laufen. Somit holte ich mir die nächste Dame aus den Verkaufstall, Sugarlips Habasi eine wunderschöne Palomino Stute. Die kleine striegelte ich erstmal gründlich und entfernte das restliche Winterfell, dann bekam sie einen Sattel auf und wir drehten eine kleine Runde durch den Wald, da es die letzte Zeit zum Glück nicht geregnet hat, war der Wald trocken. Am Hof zurück, stellte ich sie auf die Weide und nahm mir das nächste Verkaufspferd vor. Sayidah eine gekrönte Overo Reitponystute, wirklich wunderschön, war nun dran. Ich holte mir die Süße von der Weide und begann sie erstmal ordentlich zu putzen, ihr weiß hatte einige braune Flecken. Ganz sauber bekam ich sie aber leider nicht, also widmete ich mich flott dem Langhaar und den Hufen. Als ich fertig war bekam sie ihren Vielseitigkeitssattel ran und ich ritt auch mit ihr aus. Gegen frühen Nachmittag kamen wir nach einer Stunde zurück und ich grüßte Sina, die mich später mir Levisto begleiten wollte. Ich brachte Sayidah erstmal in die Box und holte mir CLC’s Papermoon, diesen musste ich ein wenig im Springen aufpeppen. Währenddessen kümmerte sich Sina um Levianthan's Levisto und Ártali van Ghosts. Sie striegelte in der Zeit wo ich trainierte die beide Hengste und säuberte ihre Hufen, das Langhaar band sie zusammen. Als ich Papermoon nach dem Sprungtraining trocken geritten hatte, brachte ich ihn weg und half Sina mit dem Auftrensen und –satteln. Dann saßen wir uns auf die Hengste und machten uns auf den Weg vom Hof. Wir ritten im gemütlichen Schritt in den Wald hinein und genossen die kurze Stille. Dann unterhielten wir uns ein wenig und trabten dann den langen Waldrand entlang. Wir wollten heute einfach mal entspannt reiten also ließen wir uns Zeit und kamen nach knapp drei Stunden zurück am Hof an.

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      Verkaufsstallrunde

      Heute ging ich mal wieder flott in den Stall und holte mir zuerst Ártali van Ghosts und Jake CLC's Latinka Nadjara. Wir holten beide aus ihren Boxen und schnappten die Putzkästen. Da fingen wir an beide Pferde zu striegeln, ihr Langhaar zu kämmen und die Hufe zu säubern. Als wir fertig waren, sattelten wir beide Pferde auf un bewegten beide auf dem Reitplatz. Als wir fertig waren mit ein wenig Training, brachten wir sie auf die Weide. Nun kamen Katniss Everdeen und La Fleur's Ayana an die Reihe welche wir aus den Boxen holten und begannen sauber zu machen. Dann holten wir uns zuerst den Striegel und säuberten ihr Fell, dann kämmten wir ihr Langhaar und anschließend säuberten wir ihre Hufe. Nachdem sie sauber waren holten wir uns ihre Longen und brachten beide Pferde auf den Platz, wo wir sie ein wenig longierten. Dann vollführten wir noch ein paar Bodenarbeitsaufgaben und stellen anschließend beide Pferde zurück auf die Weide
      Levianthan's Levisto, Macareno und CLC's Papermoon kamen nun an die Reihe, welche wir von der Weide holten und zum Putzplatz brachten. Dort holten wir uns die Striegel heraus und begannen mit der gründlichen Fellpflege. Als das Fell wieder sauber glänzte, nahmen wir uns die Bürsten und kämmten ihr Langhaar, bis es wieder seidig glatt und ausgefilzt war. Dann säuberten wir ihre Hufe und sattelten beide Pferde mit Springsattel auf. Dann liefen wir zum Springplatz und begannen mit ein wenig Warmreiten ehe wir mit dem Trainieren begannen. Als wir eine Weile trainiert hatten, brachten wir die Pferde zum Putzplatz, misteten ihre Boxen und brachten beide Pferde dann in den Stall.
      Nun kamen Peeta Mellark und River's Baghira an die Reihe, welche wir aus den Boxen holten und zum Putzplatz brachten. Dann misteten wir flott ihre Boxen und gingen dann zurück zu den Pferden. Hier fingen wir an mit dem Striegeln und Langhaar pflegen. Als wir fertig waren, säuberten wir ihre Hufe und sattelten sie auf, ehe wir den Reitplatz etwas beritten. Wir machten ein wenig Stangenarbeit und ritten zum Ende die Pferde noch trocken. Dann brachten wir die Pferde in die Boxen und gingen zu den nächsten.
      Jetzt holten wir uns Sayidah, Soldier und Zipje. Hier stieß auch Loona zu uns weswegen wir gemütlich alle drei Pferde machten konnten. Also schnappten wir uns Striegel und Hufkratzer und begannen mit dem putzen. Als die drei Pferde gründlich gereinigt worden waren, schnappten wir uns nochmal die Kämme und machten das Langhaar wieder schön. Als wir fertig waren mit den Pferden brachten wir sie alle auch schon ausgerüstet die Pferde auf die Plätze und begannen mit ein wenig Grundtraining. Als wir fertig waren brachten wir die Pferde zum Stall zurück, misteten ihre Boxen. Dann war der Tag auch schon zu Ende.

      Kurzer Besuch bei Thjalfe van de Jötunheimr, BOS Pink Chrome, Éamonn, Levianthan's Levisto, Horik, Pilgrim | HMJ 8400, Deamon, Coco, Lamiro, Sweet Revenge, HGT's Be My Sunshine, WHC Jaydee, Levante
      Heute machte ich einen spontanen Abstecher zu Laraya und ihren Pferden. Einerseits wollte ich meinen Revenge und Thjalfe nochmal wiedersehen, andererseits war ich neugierig auf die anderen Pferde.
      Ich kam bei Laraya an, sie zeigte mir kurz mein Zimmer und ich verstaute meine Tasche dort. Dann gingen wir raus auf die Koppeln. Die Pferde hatten hier viel Platz. Bald würde Laraya selbst wieder viel Zeit haben, sich um die Pferde zu kümmern. Ich streichelte jedes einmal kurz über die Nase, ging mit ein paar der Pferde spazieren und dann war der Tag auch schon wieder vorbei.
    • Stelli
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      Springen E -> A

      Coronabedingt hatten wir eher eine Flaute, was unseren Ausbildungsbetrieb betraf. Nur vier Aufträge kamen bislang diesen Monat hinein. Ich nutzt diese Zeit intensiv, um mich um meine Schützlinge zu kümmern und diese in dieser Zeit auszubilden. Dabei hatte ich einiges vor mir. Fürstenherz, einer meiner neusten Pferde, stand noch ganz am Anfang seiner Ausbildung, genau wie Leviathan’s Levisto, der meinen Hof am gleichen Tag erreichte wie Fürstenherz. Bei den Beiden stand mir also alles frei, mit was ich beginnen wollte. Shavalou wollte ich in der Distanz ausbilden, da dies die einzige Klasse war, wo er noch keine Erfahrungen sammeln konnte. Sezuan, mein erstes Pferd auf meinem Hof, hatte bereits einige Turniererfolge sammeln können. Hier entschied ich, ihn im Galopprennen auszubilden. Bei den Stuten ging es erstmals für Grey Rose ins Training. Nachdem sie bereits zwei Siege ergattern konnte, ging es diesen Monat für sie in die Ausbildung. Grey Rose erhält im Oktober eine Ausbildung der Dressur zur Klasse A. Zu guter Letzt noch Golden Highlight, welche ich ebenfalls im Galopprennen fördern wollte. Wie man sah, ich hatte ganz schön was vor mir. Momentan aber auch genügend Zeit und Motivation dafür.
      Als mein Trainingsplan stand, ging es los. Ich startete das Training mit meiner Stute Grey Rose. Nachdem ich meine Stute geputzt und gesattelt hatte, ging es los mit dem Training. Ich saß auf und ritt raus auf den Platz. Das Wetter war heute traumhaft! Nachdem ich sie eine gute halbe Stunde ordentlich im Schritt aufgewärmt hatte, trabte und galoppierte dann später auch an. Rose war heute etwas stutig am Bein, aber davon ließ ich mich wenig beeindrucken. Nachdem sie einigermaßen locker war, saß ich im Trab aus und nahm sie im Genick etwas höher. Sie nörgelte anfangs etwas herum, weil es anstrengend für sie wurde, aber nach vielen Handwechseln, Volten und Übergängen bekam ich sie langsam auf meine Seite. Im Schritt probierte ich mich erstmals am Viereck verkleinern. Die erste Reaktion war ein simples Schweifschlagen, aber auch hier wurde sie von Mal zu Mal probieren durchlässiger und verstand langsam, was ich von ihr verlangte. Als ich zufrieden mit ihr war beendete ich die heutige Trainingseinheit und machte mit dem nächsten meiner Pferde weiter. Dies war Golden Highlight, die ich weiter im Rahmen der Stutbucheintragung ausbilden wollte. Die Palominostute wollte ich in der Renndisziplin ausbilden, nämlich von Klasse E zur Klasse A. Nachdem ich Grey Rose weggebracht hatte, holte ich Highlight aus ihrer Box, putzte und sattelte sie, bevor es für uns Beide raus ins Gelände ging. Dort stand zuerst das Ausdauertraining auf dem Plan, da Golden Highlight zugegebenermaßen nicht die allerbeste Kondition besaß. Dies war jedoch der Grundstein für ein ordentliches Rennen der Warmblüter. Die Wege, die wir im Trab und Galopp nichz bestreiten konnten, nahm ich natürlich im Schritt. Mein heutiges Ziel war eine leichte Steigung, die ich im Galopp nehmen wollte. Als wir diese erreichten, galoppierte ich meine Stute noch vor der Steigung an. Da war sie noch ziemlich übermotiviert, wie immer, wenn wir im Gelände galopipierten. Ihre Energie ließ aber rasch nach, als wir den Hügel hochgaloppierten. Ich versuchte, sie etwas über den Schmerzpunkt hinaus im Galopp zu halten, parierte aber frühzeitig durch. Ich merkte, dass wir noch einiges vor uns hatten und ritt am langen Zügel im Schritt zum Stall zurück. Denn dort warteten ja bereits die anderen Pferde auf mich. Nachdem Golden Highlight wieder zum Ausruhen in der Box war, holte ich Fürstenherz, genannt Herzi, aus seinem Stall. Ihn hatte ich erst wenige Tage und bin ihn noch nicht oft geritten, allerdings musste es auch für ihn weiter gehen. Daher machte ich den sensiblen Perlinohengst fertig für unser erstes richtiges Training. Mein Freund baute draußen einen Pacours auf, während ich mit Herzi Schritt ging. Praktisch, denn diesen konnte ich für Leviathan’s Levisto gleichermaßen nutzen, denn beide Hengste befanden sich auf dem exakt selben Ausbildungsstand. Fürstenherz hielt sich am Anfang noch etwas fest, als er um die Sprünge traben und galoppieren sollte, den er war in seinem Leben noch nicht allzu viel gearbeitet worden. Deswegen nahmen wir auch zuerst ein paar Trabstangen, die er schon kannte, bevor wir uns an die ersten kleinen Hüpfer machten. Auch hier merkte man seine anfängliche Unsicherheit, welche aber mit der Anzahl der Sprünge immer kleiner wurde. Wir nahmen erstmal Kreuze und Mini-Steilsprünge, bevor wir uns an Sprünge der Klasse E herantrauten. Schließlich sollte er keine Angst vor wachsender Höhe bekommen. Im gesamten Training verweigerte er zwei Mal, was aber nicht schlimm war. Da fehlte ihm noch Mut und Erfahrung am Sprung. Nachdem er nochmal fein gesprungen war, ließ ich es gut sein. Mein Freund hatte bereits Leviathan’s Levisto gesattelt und Schritt geführt, sodass ich einen nahtlosen Übergang von Pferd zu Pferd machen konnte. Levi war im gegensatz zu Herzi etwas selbstsicherer. Ihn ließen die vielen Sprünge und Stangen relativ unbeeindruckt. Auch, wenn er genauso wenig Erfahrung hatte wie Herzi. Auch bei Levi fang ich erst mit Trabstangen an, bevor wir uns ans Springen machten. Levi nahm alles völlig cool mit seinen sechs Jahren und dachte dabei immer mit. Ich war begeistert von seiner Arbeitseinstellung und ich malte mir schon aus, wie wir mal über Hindernisse der schweren Klasse fliegen würden. Beim ersten Kreuz zögerte er kurz, sprang aber. Ich wiederholte zuerst einige Male das Kreuz, bevor wir uns an die anderen Sprünge trauten. Er hatte total Spaß bei der Sache und machte seinen Job für seinen ersten Pacours fantastisch. Nach ihn spang ich heute nur auf E-Niveau, um ihn nicht zu überfordern. Ich lobte meinen Hengst und ließ ihn am langen Zügel Schritt gehen. Nun standen für heute noch zwei Pferde auf meinem Trainingsplan. Shavalou und Sezuan. Shavalou war der nächste und für ihn stand Distanztraining auf dem Plan. Auch hier befand sich mein Hengst auf dem Einsteigerniveau, welches wir dringend ändern wollten, da auch er eines Tages mal in die Zucht einsteigen sollte. Da er aber schon zu alt für die normale Körung war, musste das über Erfolge geschehen. Und die konnten wir am Besten über ein breites Ausbildungsspektrum sammeln. Also ging es los. Auch für Shavalou ging es – wie bei Golden Highlight – raus ins Gelände. Ein langer Ausritt stand auf dem Plan, um seine Ausdauer zu trainieren. Ich baute einige Trab und viele Galoppreprisen ein, natürlich alles in einem entspannten Tempo. Nach einiger Zeit war mein Hengst allerdings schon ziemlich erschöpft und geschwitzt, da es auch des Öfteren bergauf ging. Auch hier hatten wir in Sachen Kondition noch einiges vor uns. Im Stall zurück ging es ein letztes Mal ins Gelände, dieses Mal jedoch mit Sezuan, meinem KWPN-Hengst. Bei ihm hatte ich das Ziel, ihn im Rennen weiter auszubilden. Auch er stand am Anfang seiner Karriere. Nachdem auch er reitfertig gemacht war, ging es raus in die frische Luft. Ich wählte die selbe Galoppstrecke wir für Golden Highlight’s Training, jedoch war Sezuan zu meiner Überraschung um einiges ausdauernder als meine Stute. Bei ihm wird die Ausbildung nicht so lange dauern, soviel stand fest. Denn: schnell war er auch noch dazu. Abends fiel ich sehr müde ins Bett. Es war viel, aber ich wollte die Förderung meiner Pferde.
      In der ersten Woche wiederholte ich vieles aus dem allerersten Training meiner Pferde. Ich wollte sie nicht überfordern, deswegen nahm ich mir nicht zu viel auf einmal vor, sondern arbeitete mich Stück für Stück voran. Grey Rose wurde jeden Tag durchlässiger und war nicht mehr so ganz nörgelig. Da war ich mir sicher, dass das bald ganz Geschichte sein würde. Auch das Viereck verkleinern und vergrößern saß mittlerweile echt gut. Golden Highlight wurde viel ins Gelände geritten, genau wie Sezuan. Dabei entwickelte sich Sezuan schneller als die Stute, was aber nicht schlimm war. Fürstenherz gewann im Laufe der Woche immer mehr an Selbstsicherheit im Pacours und auch Levisto’s Leviathan setzte nochmal einen drauf, was seinen Mut betraf. Trotzdem blieb der Pacours die Woche auf dem untersten Niveau. Bei Shavalou merkte ich nicht allzuviel von einer Entwicklung, kann man aber in der ersten Woche auch nicht wirklich erwarten. Sein Futter wurde angepasst und ich war auf die nächsten Wochen gespannt.
      Woche zwei war interessant. Grey Rose machte eine unglaubliche Entwicklung und kam immer mehr aufs Hinterbein. Ich hatte mich inzwischen an die Verstärkungen im Trab und Galopp gemacht, was sie auch sehr gut umsetzte. Es dauerte nicht mehr lang, bis man sie definitiv in der Klasse A vorstellen konnte. Mit Golden Highlight und Sezuan bin ich in der Woche zwei Mal auf die Galopprennbahn gefahren, um mal auf einer Rennstrecke trainieren zu können. Ganz langsam merkte man das Ausdauertraining von Golden Highlight, während Sezuan schon beinahe die Idealzeit der Klasse A erreicht hatte. Bei der Stute würde das sicher noch zwei, drei Wochen dauern. Bei Sezuan könnte es sein, dass er in der nächsten Woche schon soweit war. Unsere zahlreichen Ausritte machten sich anscheinend bezahlt! Fürstenherz wurde immer selbstbewusster und mittlerweile sprang er sehr zuverlässig einen E-Pacours, sodass wir in der kommenden Woche sicherlich den Pacours höher ziehen konnten. Lecianthan’s Levisto dagegen war so Feuer und Flamme fürs Springen, dass wir uns schon auf einem guten A-Niveau befanden. Nur in der Kombination wurde er manchmal etwas unsicher, aber das dürfte auch bald Geschichte sein. Shavalous Futteroptimierung machte sich deutlich bemerkbar und er gewann zusehends an Kondition, welche für den Distanzsport unerlässlich war. Ganz sachte verlängerten wir unsere Ritte peu à peu, damit er weiter an Ausdauer und Kraft zulegte. Ich war gespannt auf Woche drei meiner Ausbildung.
      Mittlerweile waren Grey Rose’ Verstärkungen deutlich sichtbar und auch die Rückführung klappte immer besser. Ich konnte jegliche Lektionen der Klasse A abrufen, dazu gehörte Vierekc verkleinern oder vergrößern im Schritt, Tritte verlängern im Trab und Galopp und natürlich das etwas höher getragene Genick. Ich ritt zur Überprüfung des Ausbildungsstandes eine abschließende A-Dressur durch und war sehr zufrieden mit der Trakehnerstute. Ihre Ausbildung war fürs erste abgeschlossen. Nun konnte sie sich die nächsten Tage entspannen, bis es für sie nächsten Monat weiterging mit Festigung der gelernten Lektionen und Vorbereitung auf die Klasse L. Mit Golden Highlight und Sezuan war ich, wie letzte Woche auch, zwei Mal auf der Rennbahn. Ein dort angestellter Trainer unterstützte uns diese uns letzte Woche sehr gut, sodass auch Golden Highlight langsam sichtbare Fortschritte machte. Shavalou nahm das ganz gelassen, für ihn schien diese Aufgabe beinahe ein Klacks zu sein. Jede Runde rannte er eine vorbildliche Zeit, was auch den Trainer beeindrucke. Bei seiner letzten Runde nahm er nochmals die Zeit. Ich beugte mich während des Rennens dicht über seinen Hals und ließ ihn einfach unter mir galoppieren. Mittlerweile war diese Runde schon kein Problem mehr. Mit einer spitzen Zeit rannte er ins Ziel und auch der Trainer war beeindruckt. „Ja… Gratulation, eine spitzen Zeit! Da gibt es nichs mehr hinzuzufügen.“, meinte er nur, worauf ich sehr stolz war. Auch Sezuan hatte es geschafft und befand sich auf Klasse A des Galopprennens. Golden Highlight würde sicherloch noch ein paar Wochen brauchen, bis sie nachziehen würde. Bei Fürstenherz hatten wir uns mittlerweile an einen höheren Pacours getraut, kaum merklich hochgezogen. Aber mittlerweile hatte er wirklich Spaß dabei und seine anfängliche Unsicherheit war gänzlich verflogen. Er sprang jetzt schon fast auf einem soliden A-Nivau. Leviathan’s Levisto hingegen war schon durch mit der Ausbildung auf die nächsthöhere Klasse. Er hatte so viel Mut und Ehrgeiz entwickelt, dass ich dachte, er würde über Häuser mit mir springen. Egal welcher Unterbau, egal welche Sprünge aufgebaut waren: er sprang ausnahmslos alles. Immer mit dem Wille, alles richtig zu machen. Der abschließende A-Pacours war ein Witz für ihn. Fehlerfrei übersprang er die neun Sprünge, bestehend aus Steilsprüngen, Oxern und einer Kombination aus Steilsprung und Oxer. Es würde nicht lange dauern, bis ich ihn schon im L-Springen vorstellen konnte. Die Einstellung des Fuchshengstes war abnormal! Shavalou hat auch einen enormen Sprung in seinem Training gemacht. Er wurde immer ausdauernder und kraftvoller und schaffte schon locker eine Distanz von fünfunddreißig Kilometern. Jetzt brauchten wir nur noch zehn Kilometer zusätzlich, damit er sich auf der Klasse A befand. Unser Training ging also weiter. Viel ins Gelände, viel Trab und Galopp, ab und an mit Steigung. Ich war gespannt auf die nächste Woche.

      Grey Rose, Leviathan’s Levisto und Sezuan waren bereits durch mit der aktuellen Trainingseinheit. Golden Highlight war die Erste auf dem Plan. Wir hatten weiterhin viel an ihrer Kraft gearbeitet und fuhren heute zum abschließenden Training in die Rennarena. Ich war nervös, ob sich unser intensives Training auszahlen würde. Als der Startschuss fiel galoppierte meine Palominostute sehr ehrgeizig nach vorne. Ich schmiegte mich an ihren Hals und feuerte sie an. Wir bogen recht fix auf die Ziellinie ein, wo der Trainier bereits an der Reling stand und uns akribisch beobachtete. Wir durchritten die Lichtschranke mit einer schönen Zeit. Da abschließende Gespräch war zufriedenstellend, wir müssen zwar immernoch an unserer Schnelligkeit arbeiten, aber sie hatte es geschafft. Golden Highlight rennt ab heute nun auf der Klasse A mit. Ich war sehr stolz auf meine Stute, aber mussten natürlich weiter dranbleiben und uns stetig verbessern. Auch Fürstenherz hatte sich zur vorherigen Woche nochmal gesteigert. Wir sind wieder viel gesprungen und hatten an seiner Technik gearbeitet. Und wirklich, im Vergleich zu seiner Anfangszeit als Springpferd war keine Spur mehr zu sehen. Er war Mutig am Sprung geworden, machte sich auch schon selbst die Distanzen passend. Der Abschlusspacours war eine Leichtigkeit für ihn geworden. Fehlerfrei sprang er den ein Meter hohen Pacours mit Freude durch. Ich war begeistert von ihm! Ich war mir sicher, dass er mit wachsender Selbstsicherheit auch in anderen Sparten ein tolles Turnierpferd werden wird. Zu guter Letzt konnte ich auch zufrieden mit er Entwicklung von Shavalou sein. Kurzerhand entschloss ich, mich an die fünfundvierzig Kilometer lange Distanz zu trauen. Die Strecken vorher waren schon keine Herausforderung mehr für ihn, hatte mich aber noch nicht an längere Strecken getraut. Zu meiner Überraschung nahm er die lange Strecke aber mit ziemlicher Coolness. Und das auch in einer vorzeigbaren Zeit. Stolz wie Bolle berichtete ich meinem Freund von diesem Fortschritt. Auch er war nun zu guter Letzt auf A-Niveau angekommen. Nun konnte es mit allen Pferden weitergehen!
    • Stelli
      Pflegebericht November 2020
      So langsam wurde es kalt draußen. Nachts gab es bereits schon Frost und das Jahr neigte sich dem Ende zu. Nichtsdestotrotz mussten die Pferde – wie jeden Tag – versorgt werden. Nachdem ich mir meinen Mantel und die dicken, wetterfesten Schuhe angezogen hatte, ging es raus in die Kälte und in den Stall. Ich wurde mit einem erwatungsvollem Wieheren begrüßt. Die Pferde wussten genau, dass es Zeit fürs Frühstück war. Nachdem ich auch dem letzten Pferd sein Kraftfutter gegeben hatte, wartete ich kurz, bis ich die ersten Pferde bewegen und rausstellen konnte. Heu gab es heute ganz früh schon. In der Zeit, wo die Pferde gefressen hatten, machte ich einen heutigen Tagesplan:


      PFS‘ Colours of Life – Geländeritt mit Blue Moon


      Blue Moon II – Geländeritt mit Colours of Life


      Sezuan – Dressurtraining


      Diamond’s Shine – Longentag


      Smarty Jones – Koppeltag


      Shavalou – Springtraining


      Leviathan’s Levisto – lockeres Reiten


      Fürstenherz – lockeres Reiten


      It’s Tea Time – Koppeltag


      Golden Highlight – Koppeltag


      Grey Rose – Dressurtraining


      Rosenzauber di Royal Peerage – Fohlen ABC


      Als ich fertig war, ging es wenig später auch ans Eingemachte. Zum Glück hatte ich meinen Freund, der genauso Pferdeverrückt ist wie ich es bin. So ging alles viel schneller.


      Nachdem die Pferde nach ihrem jeweiligen Tagesprogramm bewegt waren, gingen sie natürlich raus auf die Koppel. Nach dem letzten Pferd war der Großteil des Tages schon vorbei. Wir misteten noch die Boxen und streuten sie neu ein, als alle Pferde auf Koppel und Paddocks waren. Wir bereiteten das Futter für heute Abend vor und gaben bereits Heu in die Boxen.


      Am Abend holten wir alle Pferde nacheinander in den Stall und fütterten noch Kraftfutter. Vor dem Schlafengehen machten wir unsere Kontrollrunde und sahen noch einmal nach PFS‘ Colours of Life, Blue Moon II, Sezuan, Diamond’s Shine, Smarty Jones, Shavalou, Leviathan’s Levisto, Fürstenherz, It’s Tea Time, Golden Highlight, Grey Rose und Rosenzauber di Royal Peerage. Alles war in Ordnung und alle mümmelten zufrieden ihr Heu. Somit konnten wir den Abend in Ruhe ausklingen lassen.
    • Stelli
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      Dressur E -> A

      Und zack, war das Jahr auch schon fast wieder rum. Mittlerweile hatten wir schon November. Nächsten Monat ist schon Weihnachten und auch Silvester. Wahnsinn, wie die Zeit gerannt war. In der Zeit war auch nicht viel los. Corona wütete immernoch durch unsere Pläne und Vorhaben, deswegen hatte ich viel Zeit, mich meinen Pferden zu widmen. Daher plante ich einen neuen Trainingsabschnitt für meine Vierbeiner. Diesen Monat betrifft es Grey Rose, welche ich in der Distanz von Klasse E auf A trainieren wollte, Fürstenherz, der in der Dressur von E nach A trainiert werden soll, genau wie sein Boxennachbar Leviathans Levisto. Shavalou wollte ich auch im Distanzbereich weiter fördern und Sezuan wollte ich ebenso in dieser Disziplin von Klasse E auf A trainieren. Also hatte ich drei Pferde in der Distanz und zwei in der Dressur. Ich freute mich riesig drauf, denn so konnte ich mehrere Pferde auf einmal mit zum Training nehmen.


      Also ging es auch schon relativ schnell los, nachdem ich den Trainingsplan geschrieben hatte. Ich begann heute mit dem Distanztraining von Grey Rose, Shavalou und Sezuan. Da ich aber nicht alle Pferde auf einmal reiten konnte, was sehr schade ist, teilte ich mir das Training mit meinem Freund. So konnten wir uns prima gegenseitig unterstützen. So machten wir Grey Rose und Shavalou fertig. Heute nahm ich die Stute und mein Freund den Hengst. Im Distanzsport war es wichtig, dass man die Ausdauer und nachher auch die Schnelligkeit trainiert. Somit widmeten wir uns heute dem Punkt der Ausdauer. Wir sattelten beide Pferde und gingen ins Gelände. Wir wählten für den heutigen Tag eine Strecke mit vielen Hügeln, Steigungen und Hängen, damit wir gleichzeitig auch an der Kraft feilen konnten. Zuerst ritten wir gemütlich im Schritt, nachher aber auch im Trab und Galopp die Steigungen hinauf. Bergab ging es nur im Schritt, da ich zu viel Sorge um die Beine habe. Generell, immer. Meine Pferde müssen nicht auf Biegen und Brechen trainiert werden, die Gesundheit steht dabei immer an erster Stelle. Wir merkten, dass Grey Rose und Shavalou schon ziemlich schnell müde waren, weswegen wir das Training langsam beendeten. Mit Sezuan wählte ich die gleiche Strecke, nachdem wir Grey Rose und Shavalou weggebracht hatten. Sezuan war schon mehr ‚an‘ als die anderen Beiden. Ihm fiel die Hanglage deutlich einfacher, er hatte aber einfach auch einen unheimlichen Ehrgeiz entwickelt. Aber auch hier ließ ich es nach einer halbe Stunde klettern gut sein, damit die Muskulatur nicht übersäuerte. Ich war gespannt, wie die Pferde sich morgen im Training zeigen würden. Als ich wieder Zuhause war waren noch Fürstenherz und Leviathan’s Levisto dran, die mein Freund bereits beide gesattelt hatte. Die zwei Hengste müssen langsam näher an die Dressur gebracht werden, und wir würden heute den Grundstein dafür legen. Beide befinden sich zum aktuellen Zeitpunkt auf einem soliden, vielleicht auch ausbaufähigem E-Niveau. Schritt, Trab und Galopp konnte man in sicherer Anlehnung abrufen, vielleicht auch mal ein Schenkelweichen reiten, mehr aber auch nicht. Ich war gespannt, wie sich die Beiden machen würden. Auch hierbei half mir mein Freund, der wegen Corona ähnlich wenig zu tun hatte wie ich. Er schwang sich auf Levi’s Rücken, ich ritt heute Fürstenherz. Wir ritten die Hengste erstmal ordentlich warm, bevor wir locker antrabten und erstmal leichttrabten. Wir lösten die Beiden erstmal in einem schönen vorwärts-abwärts mit vielen Handwechseln und Hufschlagfiguren. Im Galopp nahmen wir erstmal ein frisches Grundtempo ein, bevor es an die Arbeit ging. Im Trab saßen wir nun aus, auch das war kein Problem für Leviathan’s Levisto und Fürstenherz. Levi hob sich ab und an Mal raus, was aber sofort korrigiert werden konnte. Im Trab hieß es nun: versuchen, das Genick etwas weiter oben zu halten, während wir aussitzen. Das klappte gut, aber schließlich war das auch Teil unseres täglichen Trainings. Eigentlich mussten die Hengste nur die Verstärkungen und das Viereck verkleinern/vergrößern lernen. Heute widmeten wir uns aber zuerst nur den Basics. Ansatzweise testeten wir, ob das Viereck verkleinern möglich war, einzuleiten. Fürstenherz verstand auf Anhieb, was ich von ihm wollte. Levi hingegen war am Anfang recht klemmig und wollte kaum seitwärts treten, aber nach dem dritten Anlauf machte es auch bei ihm langsam ‚klick‘.


      In der ersten Woche des Trainings gingen wir mit Grey Rose, Shavalou und Sezuan viel ins Gelände. Abwechselnd ritten wir viel am Hang, denn das steigerte enorm die Kraft und somit die Ausdauer. Es war gut, dass wir zu zweit waren, denn die Pferde motivierten sich täglich gegenseitig. Wir ritten aber auch immer in anderen Konstellationen. Mal Grey Rose mit Shavalou, mal Sezuan und Shavalou, oder Grey Rose mit Sezuan. Wir Pferde wurden zum Mal zu Mal eifriger. Grade, wenn es auf die lange Galoppstrecke ging. Mittlerweile mussten wir die Trainingseinheiten von Dressur und Distanztraining splitten, denn die Distanzritte wurden immer länger und ausgedehnter. Bei den Galoppstrecken versuchten wir, die Pferde anfangs immer in einem ruhigen Grundtempo zu halten und die Energie nicht auf einmal zu verbraten. Das ging anfansg nur mäßig gut, grade die beiden Hengste Sezuan und Shavalou schaukelten sich gegenseitig ziemlich hoch, weswegen wir diese Konstellation zum Ende der Woche hin eher nicht mehr wählten. Bei Levi und Fürstenherz machte sich das Dressurtraining auch ganz gut. In der ersten Woche konnten wir noch eine signifikanten Unterschiede feststellen, was aber ok und auch normal war. Lieber step by step aber dafür richtig. Wir hatten uns so langsam an die Verstärkungen in Trab und Galopp rangetastet. Da beide Pferde mit einem netten Gangwerk ausgestattet sind, macht das die Verstärkungen einfacher. Nur das Abfangen brauchte noch mehr Durchlässigkeit und musste schneller gehen. Das ist fohl der Fokus für Woche zwei des Trainingsprogramms.


      In der zweiten Woche begannen wir auch hier wieder mit der Distanzarbeit. Es war toll, die Pferde so zu erleben. Gefühlt täglich bekamen sie mehr Kraft und Ausdauer und hatten einfach Spaß an der Arbeit im Gelände. Wir nahmen trotzdem immer mal wieder die Hanglage mit, damit auch weiterhin die Hinterhand gestärkt wird. Aber der Fokus lag definitiv auf den langen Strecken, die wir im Schritt, aber natürlich auch Trab und Galopp nahmen. Die Pferde hatten mittlerweile gelernt, in einem gleichmäßigen, ruhigen Tempo zu laufen, um sich die Kraft einzuteilen. Ziel dieses Trainings im November war, dass die Pferde an der vierzig Kilometer Marke kratzten. Neununddreißig Kilometer mussten sie bis zur Klasse A in einer Durchschnittsgeschwindigkeit von zehn km/h zurücklegen. Wir schafften mittlerweile gute dreizig Kilometer, danach waren die Pferde aber auch ziemlich erschöpft und am Ende der Kräfte. Es hieß also: Weitertrainieren und dran bleiben. Ich hatte das Gefühl, in zwei Wochen dürften alle Pferde die vierzig Kilometer in geeigneter Zeit schaffen. Grey Rose konnte nach meinem Gefühl jetzt schon beinahe die vierzig Kilometer schaffen, denn sie hatte einen unglaublichen Ehrgeiz. Die Hengste waren etwas schwächer als sie, grade Shavalou brauchte recht lange um Kraft und Ausdauer aufzubauen. Sezuan befand sich nach Woche zwei in einem guten Mittelfeld. Daher hieß es weiter Ausdauer trainieren. Bei den Dressurlern verlief die zweite Woche ähnlich erfolgreich. Fürstenherz hatte mittlerweile verstanden, dass Rahmenerweiterung gefragt wurde bei den Verstärkungen. Er konnte seine Beinchen sehr gut in Szene setzen, was mich unheimlich stolz machte. Aber auch Leviathan’s Levisto verstand das Prinzip so langsam, auch wenn er mehr Springpferd als Dressurpferd werden wollte. Dennoch glaube ich an das Potenzial des Fuchshengstes. Wir übten auch viel am Seitwärtsgehen und somit war das Viereck verkleinern und vergrößern seit dieser Woche bei beiden Hengsten kein Problem mehr.


      Woche drei des Workouts war großartig. Meine fünf Pferde machten einen gewaltigen Sprung nach vorne, das Training trug endlich Früchte. Leviathan’s Levisto und Fürstenherz waren mittlerweile wirklich auf einem guten A-Niveau der Dressur angekommen. Sobald es auf die Diagonale ging im Trab, gingen die Öhrchen nach vorne und ab die Post. Man musste beide regelrecht bremsen, mal nicht zuzulegen wenn man durch die ganze Bahn wechseln wollte. Zum krönenden Abschluss wollte ich auf beiden Pferden eine A-Dressur zur Überprüfung des Leistungsstandes durchreiten. Zuerst machte ich Leviathan’s Levisto dafür fertig. Wenig später konnte es dann auch schon losgehen. Aufgewärmt und bereit für unsere erste richtige A-Dressur. Mein Freund saß am Rand des Reitplatzes und laß mir die Aufgabe vor. Mittellinie einreiten und Grüßen war grade und geschlossen. Das Antraben vom Fleck weg war schonmal besser und durchlässiger, alles aber noch im Rahmen. Mittlerweile konnte ich wirklich spüren, wie Levi unter mir anfing zu schwingen. Schritt, Trab und Galopp waren kein Problem. Auch das Zulegen im Trab und Galopp war deutlich sichtbar herausgeritten, auch das Abfangen wurde immer besser. Das Viereck verkleinern war nach vielem Üben auch keine Hürde mehr für den KWPN-Hengst. Ich war sehr zufrieden mit seinem Werdegang als zukünftiges Springpferd auf Abwegen. Danach war die Leistungsüberprüfung von Fürstenherz dran. Auch mit ihm ritt ich die gleiche Aufgabe. Die erbrachte Leistung war sogar noch besser als die von Levi. Fürstenherz war einfach ein tolles Dressurpferd, der wusste, wie man sich präsentiert. Er wusste auch einfach, dass er schön ist. Auch hier waren die Kernlektionen wie Tritte verlängern im Trab und Galopp sowie Viereck verkleinern im Schritt sauber geritten und deutlich erkennbar. Auch hier konnte man vermerken, dass sich Herzi auf sicherem A-Niveau befand. Somit war dieser Part der Trainingssession im November abgeharkt und beide Pferde liefen zuverlässig auf A. Nun mussten wir noch das Distanztraining abschließen. In der Woche waren wir wieder viel im Gelände und erweiterten jeden Tag peu a peu die Strecke. Sie hatten mittlerweile enorm Kraft und Ausdauer bekommen. Auch Shavalou, der immer erst ein wenig brauchte, bis er mithalten konnte. Grey Rose und Sezuan hatten eine unglaubliche Entwicklung in der doch eher kurzen Zeit gemacht. Somit konnten wir sonntags auswärts fahren, um unser Können unter Beweis zu stellen. Damit wir nicht zwei Mal fahren mussten, fragte ich eine Freundin, ob sie eins meiner Pferde auf dem Distanzritt reiten konnte. Sie willigte ein und nach einem Probetraining, welches super war, konnten wir zu Dritt in den Kampf ziehen. Ich ritt Sezuan, mein Freund Shavalou und Lara, meine Freundin, Grey Rose. Nachdem wir die Pferdehänger bepackt hatten, ging es los zur auswärtigen Distanzstrecke. Die Pferde waren auf fremden Terrain relativ entspannt und ich konnte es kaum erwarten, bis es losging und wir das harte Training endlich abschließen konnten. Nachdem wir gesattelt hatten, ging es los. Der Prüfer nahm die Zeit, jedoch ließen wir es ganz entspannt angehen. Wir hatten eine Menge Spaß auf unserem Distanzritt und bauten viele Trab und Galoppstrecken abwechselnd ein. Wir waren einige Stunden unterwegs, wie lange wusste ich gar nicht. Ich hatte jegliches Zeitgefühl verloren und war fast traurig, als der Ritt schon vorbei war. Der Richter gratulierte uns recht herzlich zu den bestandenen neununddreißig Kilometer in einer guten Zeit. Somit war es amtlich: Grey Rose, Shavalou und Sezuan liefen auf A-Niveau, was Distanzritte betrifft. Glücklich und zufrieden mit den Leistungen der Pferde und deren Werdegänge in den letzten Wochen machten wir uns auf den Weg Richtung Heimat, wo wir die Stufenerhöhungen der Pferde ausgiebig in kleinem Kreis bei einer Flasche Sekt feierten.
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    02 - Hofgut Birkenau | Hengststallungen
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    17 Okt. 2020
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  • Leviathan's Levisto


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    Vom: unbekannt
    Vom: unbekant
    Aus der: unbekannt

    Aus der: unbekannt
    Vom: unbekant

    Aus der: unbekannt


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    Rufname: Levi
    Geburtsjahr: 2014
    Stockmaß: 1.67 m
    Rasse: KWPN
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Fuchs (eeaa)
    Abzeichen: 4x weiß
    Gesundheit: Sehr gut


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    Levi ist ein großes Riesenbaby. Er schmust gern und ist dazu sehr intelligent. Es würde ihm 5 Minuten brauchen um zu checken, wie Tore aufgehen oder ähnliches. Unter dem Sattel ist er noch nicht lang, macht seine Sache aber sehr gut. Seine Konzentration ist wahrlich gut für ein junges Pferd, jedoch ist er gleichzeitig auch gern mal etwas nervös oder will spielen.


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    Besitzer: Stelli

    Ersteller: sweetvelvetrose
    VKR: -
    Verkäuflich: Nein

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    Zuchtzulassung: Nein
    Nachkommen: -
    Decktaxe: -
    Stationiert: -


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    Galopprennen Klasse: E
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: A
    Military Klasse: E
    Dressur Klasse: A
    Distanz Klasse: E
    Fahren Klasse: E

    Eignung: Springen, Dressur, Military
    Geritten: Ja


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