1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Eddi

Leitz ♛

Holsteiner ♂ gekört

Leitz ♛
Eddi, 13 Apr. 2020
Stelli, Zion, Zaii und 4 anderen gefällt das.
    • Eddi
      Zitat von Eddi:
      07.08.2012 - Ein neuer Anfang

      “Guten Morgen meine Süßen!” rief ich fröhlich, als ich der Weide entgegeneilte. Heute würde ein anstrengender Tag werden, doch zuerst sollten die Gnadenbrotpferde gefüttert werden. Zwar war Fly die einzige Stute unter vier Wallachen, dennoch war sie eindeutig die Chefin. Ich betrat den Offenstall und kraulte der Warmblutdame kurz die Stirn. Zu ihrer Linken stand der kleine Calimero, frech wie eh und je war unser 29-jähriges Shetty und die rechte Hand von Fly. Auch die anderen Pferde kamen sofort zu mir. Insgesamt bewohnten fünf Tiere den großen Offenstall mit anliegender Weide. Ich begrüßte zuerst Snickers und Star, beide waren wie immer Seite an Seite und ließen sich nur zusammen kraulen. Auch jetzt waren sie noch unzertrennlich, Kumpels für immer. Zu guter Letzt führte mich mein Weg zu Rashid. Auch er war näher gekommen, stand dennoch abseits. Unser Saddlebred war auf seinem linken Auge erblindet und deshalb stets vorsichtig. Ich redete lächelnd mit ihm und begann ihn zu kraulen, was er auch sichtlich genoss. Ich tätschelte ihm den Hals und macht mich dann ans Werk. Es war erst früh um sechs und dennoch schien die Sonne schon hell vom Himmel. Flott kontrollierte ich die Tränke und füllte nach. Dann schob ich die Schubkarre herein und verteilte das Heu in den Raufen. In aller Ruhe, wie Senioren eben sind, setzten sich die Pferde in Bewegung und begannen zu frühstücken. Danach nutzte ich sogleich die leergewordene Schubkarre, um den Paddock abzuäppeln und den Offenstall zu misten. Mit allem fertig, holte ich noch frisches Stroh und dann öffnete ich das Gatter zur Weide. Wenn sie wollten, würden die Guten sich schon im Grünen vergnügen. Ich hatte mich jedoch fast zu lange mit ihnen beschäftigt, denn es war bereits um sieben. “Mist…” fluchte ich. Ich hatte doch um diese Zeit schon auf Nasty Past sein wollen. Entschuldigt, ich meine damit unseren ehemaligen Hof. Denn heute stand der große Umzug an. Nachdem uns Monat für Monat immer mehr Helfer abgesprungen waren, hatten wir zuletzt nur noch zu zweit mit einem riesigen Hof und vielen Pferden dagestanden. Schwermütig hatten wir uns von den größten Teil getrennt und ich hatte nach einem neuen Hof gesucht, welchen ich auch mit Erfolg gefunden hatte. Er besaß alles, was wir brauchten, war aber gemütlicher und übersichtlicher. Heute würden noch die übrigen zwölf Pferde hier einziehen. Als Hilfe stand uns nun auch unsere Jahrespraktikantin Trudi zur Verfügung, welche uns nur zu gern half. Sie würde sich hauptsächlich um die Ordnung und Sauberkeit auf dem Hof kümmern, ab und an mit den Fohlen arbeiten und vielleicht auch manchmal reiten. Die Frage war nur wen, denn die Pferde waren doch noch sehr kompliziert. Doch ich musste erst einmal los.
      Auf dem großen Hof angekommen, stieg ich gähnend aus dem Auto und begrüßte eine ungeduldige Fee. “Ich bin doch pünktlich.” lachte ich. Als erstes wollten wir die Fohlen fahren. Also machten wir zuerst Moon River und Lulu für die Fahrt bereit. Die beiden waren auch schnell und ohne große Probleme verladen und ich konnte losfahren. Die beiden Zwerge Existenz und Calero würden von Fee gefahren werden, während meine Pflegerin Chrissi, auf die anderen Tiere aufpasste. Es dauerte nicht lange und wir kamen auf den neuen Hof an. Gemeinsam luden wir die Fohlen aus und brachten sie in die komplett neuen Boxen, welche Trudi schon fleißigerweise eingestreut und schön hergerichtet hatte. Es war ein Stall für zwanzig Pferde und jede Box besaß auch einen großen Paddock. Die Fohlen schienen sich wohlzufühlen. Wir fuhren direkt wieder zurück, um nun die Stuten zu holen. Das würde ein Spaß werden… Oh ja, das war es. Wir teilten so ein, dass jeweils eine ruhige Stute zu der nervösen kam. Als erstes waren Key und Success Story an der Reihe. Während Key mir ohne Weiteres brav hinauffolgte, sträubte Story sich wie eine Raubkatze. Sie stieg, tänzelte umher und wieherte ohrenbetäubend. Eine halbe Stunde brauchten wir, eh sie auf dem Hänger stand. Danach war die zweite Hürde an der Reihe. Zuerst verluden wir unsere Warmblutstute Deep Silent Complete. Sie ging auch ohne große Probleme auf den Hänger. Ihre Mitfahrerin Cual Maniaca, unsere Achal Tekkiner Dame, streikte noch schlimmer als Story. Beinahe riss sie sich los. Nur mit vereinten Kräften und gutem zureden schafften wir es auch bei ihr, sie auf den Hänger zu schaffen. Mit viel Radau ging die Fahrt los. Gott sei Dank war der andere Hof nur eine halbe Stunde entfernt, länger hätte ich das nicht ausgehalten. Das Ausladen gestaltete sich fast genauso schlimm und wir fahren froh, als wir unsere Vollblüter sicher in ihren Boxen stehen sahen. Besonders Manni schwitzte tierisch, also bekam sie direkt eine Stalldecke darauf. Story entspannte sich allmählich. Während man Key und Silly die Umstellung kaum anmerkte. Zu guter Letzt würden unsere vier Hengste kommen. Während ich Fiebertraum und Hoppla fuhr, würde Fee Leitz und Tiramisu übernehmen. Bei ihnen brauchten wir nicht ganz so lange, eh sie auf den Hängern standen. Glücklich fuhren wir auch die letzten vier Pferde auf den neuen Hof. Als auch unsere Hengste sicher in den Boxen standen, konnten wir verschnaufen. Der alte Hof stand nun leer, er war auch schon verkauft. In unseren neuen Hof zog gerade Leben ein. Für heute würden die Süßen im Stall bleiben müssen, aber sie hatten ja ihre Paddocks. Ab morgen würde es dann zum Test auf die Weiden gehen. Nachdem nun alle Pferde anwesend waren, gab es erstmal Mittagessen als Begrüßung. Jeder bekam seine spezielle Portion.
      Damit fertig, säuberten wir die Hänger und fuhren ein letztes Mal auf den riesigen Hof. Nun würde noch die Sattelkammer ausgeräumt werden. Ein langwieriges Unterfangen, denn wir säubert alles gleich, ehe wir es verpackten. Es dauerte zwar ewig, eh wir fertig waren, aber am späten Nachmittag war die neue Sattelkammer komplett eingeräumt und glänzte strahlend. Rundum zufrieden genoss ich die aufkommende Ruhe. Die Vögel zwitscherten noch und die Sonne gab ihre wärmenden Strahlen ab. Der Tag war erfolgreich geschafft und wir konnten stolz auf und sein. Fee musste relativ früh wieder weg und auch Trudi entließ ich nach Hause. Die ersten Tage würde ich alles mit ihr zusammen machen, damit sie die Pferde kennenlernte und alles. Wenn sie reiten würde, würde ich sie wahrscheinlich auf Key setzen. Sie ist die Ruhigste und hat genug Vertrauen in Menschen, Bei Silly wäre das eventuell auch möglich. Gegen Abend fütterte ich noch mal unsere Neuankömmlinge und nahm Manni ihre Decke ab. Dann machte ich mich auf den Weg zur Weide und pfiff die Gnadenbrotpferde zusammen in den Offenstall, um das Weidetor schließen zu können. Ich verteilte noch das Nachtheu, sagte jedem gute Nacht und bezog mein Nachtquartier im Büro.
      6740 Zeichen © by me

      Zitat von Eddi:
      10.08.2012 - Zwei Sturköpfe

      “Kannst du Leitz bitte im Stall stehen lassen?” rief ich Trudi, unserer Pflegerin, fragend zu. Diese nickte und ich halfterte die letzten beiden Stuten auf. Nachdem ich auch sie auf die Weide gebracht hatte, waren alle draußen. Nun konnte ich mich um unser Goldstück kümmern. Dieser protestierte jedoch schon lautstark im Stall und trat gegen die Boxentür. Deshalb gab es erst einmal Theater meinerseits, eh ich die Boxentür öffnete und ihn aufhalftern wollte. Stattdessen zickte der Hengst herum und wollte sich an mir vorbeidrängeln. Ohne zu zögern gab das einen nett gemeinten Klaps auf die Nase, als er Anstalten machte zu Steigen. Natürlich hatte ich vor seinem 1.80m Stockmaß Respekt, dennoch durfte er sich so etwas nicht erlauben. Ich diskutierte fünf Minuten mit ihm, eh die Rollen klar verteilt waren und ich ihn aufhalfterte. Streng führte ich ihn zum Putzplatz und begann ihn zu putzen, sauber war er ja Gott sei Dank. So konnte ich ihn schnell satteln. Damit fertig, trenste ich ihn auf. Danach schnallte ich noch den Martingal ein und befestigte die Gamaschen und Streichkappen. Heute stand Springen auf dem Plan. Mit allem fertig, band ich den Hengst los und machte mich auf den Weg in die Halle. Dort hatte ich heute früh zusammen mit Trudi einiges aufgebaut. Einerseits Trabstangen und Cavaletti, aber auch eine Kombination und einige Hindernisse, aber so, dass noch ein Zirkel komplett frei war. Leitz tänzelte neben mir her, er schien sauer zu sein, nicht mit auf die Weide gedurft zu haben. Ich seufzte und schloss die Hallentüren. Dann gurtete ich nach und schwang mich in den Sattel. Ich hatte noch nicht ganz die Zügel geordnet, schon lief Leitz los. Er schien wahrlich energiegeladen zu sein. Normalerweise begann ich mit einigen Minuten im Schritt am langen Zügel, aber Leitz ließ mir nicht die Möglichkeit. Ich nahm die Zügel leicht auf und gab Paraden. Diese beantwortete Leitz jedoch mit einem eleganten Sprung nach vorn, ehe er im Galopp losging und versuchte zu buckeln. Sofort zügelte ich ihn und warnte ihn mit einem scharfen “Nein!”. Ich stöhnte, gestern noch das liebste und fleißigste Pferd und heute ein wahrer Sturkopf. Ich merkte, wie sauer er war, doch das konnte ich ihm nicht durchgehen lassen. Meine fünf Minuten Schritt zog ich dennoch durch, eh ich antrabte. An sich lief Leitz perfekt, er trug sich selbst, trat stark unter und ich merkte seine Vorwärtsdrang. Doch es scheiterte an der Mitarbeit, er streikte. Stetig versuchte Leitz zu galoppieren und mir die Chefposition abzunehmen. Wendungen, Handwechsel und Tempowechsel hinderten ihn jedoch daran. Ich schickte ihn über Trabstangen und Cavaletti und band sogar einige Dressurlektionen in unser Training mit ein. Erst dann wagte ich zu galoppieren. Zuerst auf dem Zirkel, dann auf der ganzen Bahn. Die Buckelaktionen des Hengstes ignorierte ich gekonnt. Heute trafen zwei Sturköpfe aufeinander. Doch allmählich schien er Spaß an der Arbeit zu finden. So begann ich mit dem Springen, die ersten beiden Hindernisse liefen super, dann folgte die Kombination… Das erste Hindernis bewältigten wir mit Leichtigkeit und viel Luft dazwischen, doch schon der Buckler danach machte mich stutzig. Es passierte rasant schnell und es dauerte, eh ich verstand, dass Leitz sich hinwarf, mit Absicht! Er hatte ausbrechen wollen und legte sich in seiner scharfen Kurve hin. Der Boden kam mir unverständlich nahe, doch bevor ich ihn wirklich erreichte, ging es schon zurück in die Höhe. Erschrocken rutschte ich zuerst das Stück zurück in den Sattel, dann starrte ich Leitz an, der selbst verdutzt über seinen Fehler war. “geht’s noch?!” knurrte ich. Er war heute ja wirklich richtig stinkig. Ich seufzte, nahm die Zügel leicht auf und ließ ihn im Schritt laufen. Doch er lief taktrein. Ich stieg kurz ab und kontrollierte alles, doch er hatte sich bei dem Sturz nichts getan. Also schwang ich mich wieder in den Sattel und trabte an. Viele Seitengänge und Wechsel folgten. Ich ließ dem Holsteiner keine Zeit zum Nachdenken, Arbeiten war angesagt. Wir nahmen wieder die Stangen mit dazu und diesmal sprang er einwandfrei. Trotz einigen Bucklern, welche ich weiterhin ignorierte, kamen wir durch den Parcours. Doch ich forderte auch noch Kanter und fliegende Galoppwechsel von ihm, damit er seine Konzentration nicht verlor. Erst nach einer ordentlichen Stunde, ritt ich ihn ab. Leitz hatte ordentlich geschwitzt, ich auch. Doch er schnaubte zufrieden ab und streckte sich in die Tiefe. Auch ich war zufrieden und tätschelte ihm den Hals. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten hatte das Training doch positiv geendet. Ich machte mich zurück auf den Weg zum Stall und parierte vor dem Waschplatz. Trudi schaute nicht schlecht, als sie uns zwei so verschwitzt sah. Leitz machte Springtraining nämlich sonst kaum was aus. Sie kam sofort und nahm mir den Sattel und die Gamaschen ab. Dann wechselte ich noch Trense gegen Halfter und schnappte mir den Schlauch. Erst die Beine, dann Schulter und Brust, danach der Hals und zum Schluss noch die Sattellage. Leitz brummelte genüsslich und trank auch vom Schlauch. Dann schnappte ich mir noch das Schweißmesser und danach den Hufauskratzer. Mit allem fertig band ich den Palomino los und führte ihn auf die Hengstweide. Kurz begrüßte er seine Kumpels und wälzte sich dann auch direkt, ehe er begann zu grasen. Ich räumte noch die Ausrüstung gesäubert weg, eh ich auch mir eine Pause gönnte.
      5409 Zeichen © by me

      Zitat von IGottaFeeling:
      28.10.2012 - Reif für den Winter

      Kurz vor sieben klingelte mein Wecker, Doch mit mehreren gekonnten Schlägen lies ich ihn verstummen. Meine Lust aufzustehen war am Nullpunkt angekommen. Aber was sein muss, muss sein. Denn heute war nicht nur die übliche Stallarbeit an der Reihe, nein ganz im Gegenteil. Der Schmied wollte uns besuchen. Also überwindete ich mich trotzdem und stand aus meinem warmen Bett auf. Der erste Blick wanderte aus meinem Fenster hinaus, worauf ich erstmal nicht schlecht staunte. Es lag Schnee, ziemlich viel sogar. Verschlafen lief ich in die Küche hinunter und nahm mir ein Sandwich aus dem Kühlschrank, lies mir einen Kaffee ein und durchblätterte die heutige Zeitung. Kaum war ich mit meinem Kaffee fertig hörte ich ein Auto auf unseren Hof fahren, es war der Schmied.

      Der Schmied bei Leitz

      "Guten Morgen, hattest du eine gute fahrt?", fragte ich meine langjährige Freundin. Nach einem kurzen Plausch fingen wir an uns um Leitz zu kümmern, für den Winter brauche er neue Schuhe. Natürlich hatte Sie jegliche Eisen und Stollen in ihrem Auto dabei, sodass wir gleich mit der Arbeit anfangen konnten. Ich lief die breite Stallgasse entlang zu der Box von Leitz der schon sehnsüchtig seinen Kopf hinausreckte. "Guten Morgen großer", begrüßte ich den Hengst freundlich. Auch der Schmied gab ihm zur Begrüßung ein Stück Mohrrübe. Das wird ein Spaß. Ich halfterte ihn auf und brachte ihn hinaus auf die Stallgasse, damit der Schmied seine Arbeit verrichten konnte. Leitz war zum Anfang etwas unruhig was sich dann aber schnell legte als ich merkte das seine neuen Schuhe ziemlich angenehm waren. Auch meine Freundin hielt viel von ihm, da er so ein ausgeglichenes Gemüt für einen Hengst seines Alters hatte. Es vergingen einige Minuten bis Leitz wieder mit seinen neuen Schuhen in der Box stand. "Gute Arbeit", lobte ich den Schmied und lud sie zu einem schnellen Kaffee im Büro ein. Sie bedankte sich auch und lies sich das Angebot natürlich nicht abschlagen. Eine kleine Stärkung zwischen der Arbeit ist immer gut.

      2043 Zeichen © by me

      Zitat von Eddi:
      22.05.2013 - Frühjahrsputz

      „Morgen Fee!“ rief ich meiner Freundin fröhlich entgegen, als ich mich vom Rad schwang und Nessie an die Leine nahm. Heute war herrliches Wetter, doch uns stand ein anstrengender Tag auf Nasty Past bevor. Ich glaube wir hatten uns nun lang genug vor dem Frühjahrsputz gedrückt, so dass wir nun wirklich anfangen mussten. Doch zuerst waren die Pferde an der Reihe, denn sie spielten hier die Hauptrolle. Schon seit langem hatte Nasty Past kein neues Pferd mehr aufgenommen, so dass allmählich ein geregelter Alltag einhergegangen war und sich die Pferde dank unserer Unterstützung immer besser erholten. Dieses Jahr wollten wir sogar die ein oder anderen schon auf so manches Turnier schicken. Während Fee sich um die Morgenfütterung im Stall kümmerte, besuchte ich unsere Gnadenbrotpferde. Calimero kam als erster an, um sich einige Streicheleinheiten zu holen. Rashid war der zweite, welcher mich bemerkte und mir fröhlich entgegenbrummelte. Nightshine stand noch bei der Heuraufe und döste vor sich hin, währenddessen Snickers und Star schon ungeduldig am Weidegatter herumliefen und endlich auf die große Weide wollten. Die beiden waren wie Zwillinge und trennten sich nie. Ich begrüßte noch Nightshine, eh ich das Gatter des Paddocks öffnete und die Pferde auf die Wiese ließ. Trotz ihres Alters buckelten die beiden großen Schecken erfreut durch die Gegend. Calimero suchte Schutz neben der ruhigen Nightshine, um in ihrem Schutz zu bleiben. Rashid trabte stattdessen elegant hinfort. Ich schnappte mir sogleich die Schubkarre und eine Mistgabel, um den Paddock sauber zu machen. Dafür brauchte ich auch nicht lange, so dass ich nach einer Viertelstunde schon wieder verschwinden konnte und Fee bei dem Rausbringen der Pferde half. Als erstes schnappten wir uns die Fohlen. Fee nahm die Zwerge Calero und Existenz, währenddessen ich mir Moon River und Lulu schnappte. Als die vier auf ihrer großen Weide standen, waren noch die großen an der Reihe. Nachdem auch diese auf der Weide standen, machten wir uns an die Stallarbeit. Diese nahm heute wesentlich mehr Zeit in Anspruch, denn wir putzten auch die Fenster, machten die Spinnweben weg und kümmerten uns um das Aufräumen in der Sattelkammer. Nach drei Stunden waren wir durch und der Stall erstrahlte wieder in alten Glanz. Es war noch nicht lange her, dass wir umgezogen waren, doch im Winter hatte niemand große Lust, etwas zu machen. Ein Glück hatten wir uns zumindest letzte Woche schon um die Weiden und den Reitplatz gekümmert und die Reithalle hatten wir aktiv im Winter instand gehalten. Lediglich der Offenstall der Gnadenbrotpferde könnte noch einen neuen Anstrich gebrauchen, aber das würden wir auch noch schaffen. Nun wollten wir uns eine Pause gönnen, so dass wir uns Key und Silly schnappten, um mit den beiden Stuten auszureiten. Es war so schönes Wetter, dass wir uns zum See aufmachten und wir wurden für unseren Weg auch belohnt. Die beiden Pferde konnten sich abkühlen und wir hatten ein herrliches Panorama vor uns. Als wir wieder da waren, machten wir uns an die Arbeit: Fee ging mit Hoppla in den Longierzirkel, um mit dem Falabella einige Zirkuslektionen fortzuführen, während ich mir Leitz sattelte und an unseren Springkünsten feilte, denn dieses Jahr sollte seine erste Saison wieder losgehen. Bei meiner heutigen Motivation wagte ich mich dann sogar an die Dressurarbeit mit unserer Vollblutstute Success und bei dem schönen Wetter gingen wir natürlich auf den Reitplatz. Fee folgte bald mit Manni, unserer Achal Tekkiner Stute, so dass wir es uns am Ende nicht nehmen ließen, noch ein Pas de deux zu reiten. Das klappte heute auch erstaunlich gut, so dass sich unsere Laune immer mehr anhob. Die letzten unbewegten Pferde waren die Hengste Dreamer und Tiri. Ich freute mich schon riesig auf unseren Araberhengst und wir beschlossen, an deren Muskeln und Ausdauer zu arbeiten, so dass es heute Hügel hoch und wieder runter ging, damit die Muskeln geschult wurden. Danach waren beide auch ziemlich k.o, und wir hatten alles geschafft. Schnell war die Abendfütterung durch und alle Pferde konnten zurück in den Stall. Dann machten wir uns auf den Weg zu den Gnadenbrotpferden, welche schon vorbildlich im Paddock waren und wir nur noch das Gatter schließen mussten. Um den Tieren noch eine Wohltat zu tun, putzten wir heute noch alle gründlich durch und waren dann mit unserem Tageswerk vollends zufrieden.
      4395 Zeichen © by me

      Zitat von Eddi:
      11.08.2013 - Ein Neuzugang?
      Ich gähnte und warf die Decke von mir, schlaftrunken wanderte ich ins Bad und machte mich fertig. Unten in der Küche bekam mein Kater schnell sein Frühstück, währenddessen ich mir meinen Cappuccino in eine Thermoskanne goss und mir noch ein Toast schnappte. Ich wollte heute einmal pünktlich auf Nasty Past ankommen, weshalb ich extra früh aufgestanden war. Zu meiner Enttäuschung dann doch zu früh, denn schon Punkt sechs Uhr stand ich vor den Stallungen, von Fee oder Trudi natürlich noch keine Sicht. Ich war stolz auf mich, einmal die Überpünktliche zu sein und begann bereits die Pferde zu füttern. Während diese fraßen, kontrollierte ich kurz die Weidezäune und schaute bei der Gnadenweide vorbei. Dort wurde ich wie immer fröhlich begrüßt und von allen einmal angeknabbert. Wieder im Stall halfterte ich zuerst die Fohlen auf. Die vier Zwerge nahm ich immer zusammen, denn Calero und Existenz machten bei ihrer Größe keine Probleme, genauso wie Moon River und Lulu, welche beide bestens erzogen waren. Als alle ihr Halfter abhatten, preschte die kleine Fohlenherde davon und ich machte mich auf den Rückweg. Auch die vier Hengsten teilten sich unsere größte Weide. Doch hier halfterte ich zuerst Tiri und Leitz auf und brachte die beiden auf die Weide, da sie sonst ein riesiges Theater machen würden, wenn sie erst als zweites an der Reihe wären. Danach waren der kleine Hoppla und Dreamer an der Reihe. Als auch die Hengste auf der Weide standen, kamen wir zu den letzten. Erst brachte ich die sanftmütige Key und deren Weidepartnerin Story auf die Weide und dann kümmerte ich mich um unsere Diva Manni, welche nur mit Silly zusammen auf eine Weide konnte, da sie sich mit keinen anderen Pferd vertrug. „Morgen Eddi!“ rief Fee grinsend und umarmte mich. Kurz nach ihr kam auch Trudi und grüßte uns. Gemeinsam machten wir uns an die Stallarbeit, damit so schnell wie möglich die Boxen fertig waren. Dank dem langen Weideaufhalt hatten wir nicht gar so viel zu tun. Dann setzten wir uns vor den Stall und tranken unseren Kaffee beziehungsweise ich meinen Cappuccino. Dabei besprachen wir den heutigen Ablauf und ich berichtete von den heute anstehenden Dingen. „Ich habe interessante Neuigkeiten. Wir bekommen einen Neuzugang!“ grinste ich, während es Fee und Trudi die Kinnlade runterklappte. „Aber ich dachte Nasty Past wäre inzwischen inaktiv?“ fragte Trudi verwirrt. Also klärte ich die beiden ausführlich über unseren baldigen Neuankömmling auf. „Es ist eine junge Tekkenstute namens Unglück. Ich weiß nicht ob ihr mitbekommen habt, dass Hedone gehen musste, auf alle Fälle kann sie sich aus privaten Gründen nicht mehr um ihre Pferde kümmern. Also hat BluePearl mich angeschrieben, ob ich etwas für Unglück tun könnte, da sie die Züchterin der Stute ist. Ich habe gefragt, ob es okay wäre, wenn sie auf Nasty Past stehen würde und beide haben zugestimmt. BluePearl übernimmt auch den Transport, heute Abend wollte sie sie bringen.“ beendete ich meine Erläuterungen. Und dann unterhielten wir uns noch ausgiebig über die Vorbereitungen. „So, jetzt aber an die Arbeit!“ grinste ich. Wie immer würde Trudi die Fohlen bespaßen, während Fee und ich uns um die Großpferde kümmern würden. „Heute reitest du Manni.“ stöhnte Fee und ich musste lachen. Die Stute war letzte Stunde unter Fee äußerst spaßig draufgewesen. Aber zu Beginn wollten wir uns um Tiri und Dreamer kümmern. Wir holten die beiden Hengste von der Weide und begannen mit dem Putzen. Trudi hatte sich zu Beginn Moon River geholt und wollte sie longieren. Nachdem alle Pferde vorbereitet waren, gingen wir zu dritt in die Halle. Fee und ich drehten einige Runden im Schritt, während Trudi auf einen verkleinerten Mittelzirkel ging und begann, die schon groß gewordene Moon zu longieren. Sie baute auch auf der einen Seite drei Trabstangen auf und auf der anderen ein Cavaletti. Für uns waren diese gut durch eine gerittene Schlangenlinie oder einen Handwechsel zu erreichen. Im Trab begannen Fee und ich, ebenso die Stangen zu nutzen. Gerade für Dreamer war dies ein Genuss, denn der Vollbluthengst hasste Dressurarbeit, er war eher der Renner und Springer. Doch die Grundlagen mussten auch sitzen. Deshalb hatte Fee es manchmal gar nicht so leicht, zu dem Hengst durchzudringen und ihn munter zu halten. Sie ritt abwechslungsreich mit Hand- und Tempiwechseln. Ich hatte mit Tiri nicht so viel Arbeit, der Araber arbeitete heute wieder voller Begeisterung mit. Auch wenn er anfangs ein wenig Angst vor den Stangen zeigte und oftmals versuchte auszuweichen. Als wir zum Galopp übergingen war Trudi mit Moon bereits wieder verschwunden. „Pass auf, dass er dir nicht durchgeht.“ grinste ich Fee an, als sie im Galopp mit Dreamer das Cavaletti nahm. Er zog tüchtig davor an und sprang mit einen riesigen Satz darüber. Bei Tiri sah das nicht annähernd so kraftvoll aus, es war eher ein Ponyhüpfer, dafür brauchte ich heute aber wenigstens keine Handschuhe zum Reiten. Zum Abschluss ritten wir die beiden im Schritt ab und drehten noch eine kleine Runde um den Hof, um den beiden Hengsten noch ein wenig Abwechslung zu können. Wir sattelten die verschwitzten Hengste ab, spritzten die Beine ab und brachten beide dann wieder auf die Weide. Um keine sinnlose Pause zu machen, holten wir uns den kleinen Hoppla und putzten ihn gründlich. Während Fee seinen Schweif flocht, versuchte ich mich an einem spanischen Zopf für seine Mähne. Als er fertig war, machten wir uns auf den Weg zum Reitplatz, um dort ein wenig Bodenarbeit mit ihm zu machen. Hoppla war ein richtiges Showpony. Trudi trainierte gerade mit Existenz und Calero ein wenig Sicherheit, indem sie ein Schrecktraining machte. Als Hoppla wieder auf der Weide stand, holte ich Manni und Fee ging zur Hengstweide, um sich Leitz zu schnappen. Wir machten unsere beiden Pferde geländefest und ritten dann schon zum Springplatz, wo bereits unsere Trainerin wartete. Wir begrüßten sie und ritten uns im Schritt und Trab warm. Wie immer begannen wir mit Stangenarbeit zum erwärmen und dann mit niedrigen Sprüngen. Beide Pferde waren bei niedrigen Sprüngen immer ein wenig schläfrig und wurden erst ab einer gewissen Höhe wach. Denn dann konnte man die beiden kaum noch halten. Leitz sprang heute fließend und mit einer super Manier. Bei Manni hatte auch ich zu tun, sie zu halten und mich darauf zu konzentrieren, dass wir passend auf den Sprung zuritten, sicher sprangen und landeten. Aber man merkte deutlich, wie viel Spaß es den beiden machte. Nach einer Stunde waren dann aber nicht nur die Pferde verschwitzt. Dennoch zogen wir noch unser Ründchen um den Hof, ehe wir die Pferde versorgten. Es war inzwischen Nachmittag und da Trudi nun auch mit Lulu fertig war, welche sie auch longiert hatte, schlug ich einen Ausritt vor. Trudi ließen wir auf Key, da die Stute ein Sonnenschein war, Fee holte sich Silly und ich schnappte mir Story. Wir machten die drei Stuten ausrittfertig und schwangen uns dann in den Sattel. Wie so oft ritten wir erst durch den Wald und dann zum See, es war einfach ein herrliches Gebiet rundum Nasty Past. Die Stuten konnten sich am See die Beine abkühlen und ihren Durst stillen, ehe wir uns auf den Heimweg machten. Wie immer ritten wir ein Wettrennen und bei Story kam deutlich das Rennpferd hervor. Aber auch Key und Silly waren nicht gerade ohne. Als wir wieder da waren, gab ich Story in die Hände von Fee, da plötzlich ein Wagen auf den Hof rollte. „Hey BluePearl!“ lächelte ich und begrüßte sie, schnell sprachen wir alles ab und luden dann die Stute ab. Unglück war ein traumhaft schönes Pferd. Aufgeweckt blickte sie sich um und prustete uns an. Dann gab sie ein scharfes Wiehern von sich und bekam auch direkt Antwort von den Weiden. Wir brachten sie direkt in ihre neue Box und gaben ihr das Abendbrot. BluePearl musste sich schon wieder verabschieden, so dass wir die anderen Pferde reinholen konnten, fütterten und uns dann selbst an unser Abendessen machten. Während Trudi und Fee schon im Haus verschwanden, kontrollierte ich nochmal alle Pferde und blieb noch ein Weilchen bei Unglück. "Na du Kleine? Du bringst eine ganz andere Geschichte mit, als der Rest, der hier steht." lächelte ich sie an. Sie war das erste Pferd bei dem wir uns keine Gedanken machen mussten, wie wir sie wieder aufpäppelten und zähmten. Unglück war einfach da und ein wahrer Sonnenschein, rundum versorgt und glücklich. "Ich werde deine Besitzerin vermissen..." murmelte ich leise und kraulte ihre Stirn, ehe Fee mich zum Essen rief.
      8375 Zeichen (c) Edfriend

      Zitat von Eddi:
      21.12.2013 - Weihnachten auf Nasty Past
      „Guten Morgen meine Lieben!“ lächelte ich fröhlich, als ich den Stall betrat. Neugierige Blicke wurden mir von allen Seiten zugeworfen, anscheinend warteten alle schon begierig auf ihr Frühstück. Flott schnappte ich mir also die Heuballen, zerteilte sie und schob jedem Pferd sein Frühstück in die Box. Während ich meine Arbeit verrichtete, dachte ich über die kommenden Tage nach, denn in drei Tagen würde Weihnachten sein! Deshalb war ich der Meinung, dass wir den Stall doch noch schön schmücken mussten! Dementsprechend warf ich Fee schon früh aus dem Bett, damit wir nach der Fütterung einkaufen fahren würden. Doch vorher versorgte ich noch die Gnadenbrotpferde und äppelte deren Paddock ab. Gegen neun Uhr kam dann Fee und wir fuhren in die Stadt, um Weihnachtszeug zu kaufen.
      Schon nach Eineinhalbstunden waren wir wieder da und machten uns an unsere Lieblingsbeschäftigung, nämlich den Stall zu schmücken! Über das große Tor hängten wir einen hübschen Weihnachtskranz und ganz oben an der Spitze des Daches befestigten wir einen roten Stern. Im Stall hängten wir weihnachtliche Girlanden auf und hier und da ein wenig Schmuck. Auch hatten wir eine Lichterkette für den Tannenbaum gekauft, der vor dem Stall stand und trotz seiner spitzen Nadeln, schafften wir es, ihn zu dekorieren. Als alles an Ort und Stelle war, nickte ich Fee zufrieden zu. Nun konnten wir uns um die Pferde kümmern, welche alle friedlich auf der Weide standen und ihre Freiheit genossen.
      Wir holten uns Unglück und Key von der Weide, um mit beiden einen kleinen Ausritt zu wagen. Leider lag bei uns immer noch kein Schnee, obwohl doch heute sogar Winteranfang war! Ich hoffte inständig, dass es vor Weihnachten endlich noch schneien würde. Für uns war es natürlich auch praktisch, denn so ging die Arbeit noch wesentlich leichter von der Hand. Die beiden Stuten putzten und sattelten wir flott, eh wir in Richtung Wald ritten. Es war interessant zu sehen, dass einige Bäume tatsächlich noch ihr Laub besaßen. Mit den beiden Vollblutstuten konnte man sehr angenehm ausreiten und so kamen wir auch wohlbehalten wieder an.
      Als nächstes holte ich mir die aufgedrehte Success Story, während Fee sich lieber mit Deep Silent Complete beschäftigte. „Ey, Eddi! Hast du schon gehört, dass Joelle Galopp wieder aktiv wird?“ fragte mich Fee begeistert und ich strahlte sie an. Auf Nasty Past standen inzwischen so viele Vollblüter mit Potenzial und wenn wir bei solchen Rennen erfolgreich sein würden, könnten wir den Rettungshof wesentlich besser finanzieren! Während wir in der Halle ein wenig Dressur ritten, unterhielten wir uns noch sehr angeregt über Joelle Galopp, denn das wäre wahrlich eine geniale Idee.
      Generell hatten wir uns letzter Zeit zurückgezogen, so dass wir direkt beschlossen im Jahr 2014 wieder aktiver zu werden. Während wir Hoppla und Cual Maniaca putzten, nahmen die Pläne allmählich Gestalt an. Wir wollten Turniere veranstalten, um wieder einige Spenden zu bekommen, denn momentan wurde es doch langsam knapp, was das Geld für Tierärzte und Hufschmiede betraf. Alles aus eigener Tasche zu bezahlen war doch auch happig. Immerhin besaßen Fee und ich auch noch eigene Gestüte. Dennoch machte uns die Arbeit mit den Nasty Past Pferden riesigen Spaß und den kleinen Hoppla würde ich gewiss nicht mehr abgeben. Ihn und Cual Maniaca longierten wir heute nur.
      Danach waren noch Leitz und Fiebertraum an der Reihe. Mit ihnen wollten wir springen und da kamen wir schon auf die Turniere zurück, beziehungsweise Fiebertraum wäre der geborene Sprinter für Joelle Galopp. Während wir die Hengste mit Trabstangen und Cavalettis gymnastizierten, besprachen schon einige Dinge und inzwischen standen unsere Teilnahmen bei Joelle Galopp fest. Nur die Winter Cups würden wir wohl noch nicht mitmachen können, aber man sollte ja auch nicht alles überstürzen. Schließlich würden wir vorher noch fleißig trainieren müssen.
      Da kamen wir schon zum nächsten Problem, wo denn mit Vollblütern trainieren? Fee und ich stellten uns an die Weide der Vollblutstuten, welche wir damals von Sevannie übernommen hatten. Sie hatten sich inzwischen richtig gut eingelebt und ich hoffte doch, dass das mit dem Training nur noch besser werden würde. Already und Paper Heart kamen zum Zaun getrabt und begrüßten uns herzlich. Besonders Already hatten wir jetzt schon ins Herz geschlossen, die Stute war einfach wunderbar und so liebenswürdig! Allerdings konnte sie auch, genauso wie Paper Heart, ziemlich abgehen.
      Die Vollblüter standen im kleinen Stall, unserem eigentlichen Quarantänestall, aber dort waren sie am besten aufgehoben. Den Fuchshengst Calvados hatten wir mit zu unseren Hengsten gestellt und nach anfänglichen Eskapaden hatte er sich auch integriert. Ich holte ihn von der Weide, um ihn gründlich zu putzen und dann zu longieren. Fee wollte sich lieber um die beiden Fohlen Zanaro und Crown Jewel kümmern. Gemeinsam putzten wir die drei und splitteten uns dann auf, ich ging in die Halle und Fee ging spazieren. Nach einer halben Stunde trafen wir uns dann wieder und dann standen nur noch wenige Pferde an.
      Schnell putzten wir noch Moon River und Lulu, um die beiden älteren Stutfohlen dann noch ein wenig in der Halle zu fordern. Auch hier hieß es longieren oder zumindest daran gewöhnen. Als die beiden dann wieder in ihrer Box standen, holten wir noch die Zwerge Calero und Existenz. Beide putzten wir nur noch, ehe sie in ihre Boxen durften, dann folgten auch schon die anderen Pferde. Nachdem dann alle in ihren Boxen standen, fütterte ich im großen Stall und Fee kümmerte sich um die Vollblüter. Mit Fürsorge begutachtete ich noch einmal jedes Pferd, eh es sein Müsli und das Heu bekam. Den Abschluss unserer Abendrunde machten wir bei den Gnadenbrotpferden. Dort hieß es noch ein wenig kuscheln und das Heu verteilen, ehe wir müde nach Hause fuhren.

      Zitat von Eddi:
      Bei Nasty Past zu Besuch
      medy | 8254 Zeichen
      Mit einem Blick auf die Strasse setze ich den Blinker und biege rechts ab. Heute sollte es wieder zu Eddi gehen, zusammen mit ihr und Fee kümmern wir uns heute um die Pferde des Rettungshof und auch ein Frühlingsputz ist angesagt. Ich fahre dem Kiessträsschen entlang und bald erblicke ich den grossen Hof. Als ich dann aus dem Auto springe, kommen mir Eddi und Fee schon entgegengelaufen. Mit einem hellem "Hallo" begrüsse ich die beiden, bevor wir uns noch rechts und links drei Küsschen geben. Ich schaue mich mit strahlenden Augen auf dem Hof um, ich war schon einmal hier, da habe ich mich um Eddi's Fohlen gekümmert. Fee kenne ich noch nicht so gut, ich hoffe, dass wir uns an diesem Tag besser kennenlernen. Sie macht einen sympathischen Eindruck. "Und, wo fangen wir an?", frage ich dann die beiden Mädels. "Ich wäre dafür, dass wir zuerst alles auf Vordermann bringen, und uns dann um die Pferde kümmern. Wer weiss, vielleicht haben wir ja am Schluss noch Zeit für einen Ausritt...?", zwinkert mir Fee zu. Ich lache und erwidere: "Na, da bin ich einverstanden. Wo fangen wir an?" Nachdem mir Eddi antwortet, dass es vielleicht am besten wäre, wenn wir zuerst die Weidetränke reparieren würden, marschieren wir schon los. "Zuerst kontrollieren wir mal ob es überhaupt etwas zu reparieren gibt, und geputzt werden müssten die Tränke auch", grinst Eddi mich an, schlüpft unter den Zaun durch und wir folgen ihr. Auf der Weide schauen und viele Pferde neugierig an. "Oh, wie süss. Wer ist denn das dort hinten?", ich zeige auf ein Trakehner, ein Palomino. "Oh, das ist unser hübscher Fiebertraum.", antwortet Fee mir, während sie zu ihm geht und ihn streichelt. "Der Name passt ja aber gar nicht, ts ts", meine ich gespielt empört,"das ist doch kein Fiebertraum, das ist ein Traum auf Erden!" Wir lachen und die beiden stellen mir auch noch die anderen Pferde vor. Innert einiger Minuten habe ich praktisch alle Pferde des Rettungshof kennengelernt. Cual Maniaca, Hoppla, Fiebertraum und ZM’s Zanaro haben es mir doll angetan. Nun führt Fee mich auch schon zu den Weidetränken. Der erste scheint noch intakt zu sein, da müssen wir nichts machen, ausser ihn zu putzen. Beim zweiten sieht es aber schon anders aus; ein langer Riss schlängelt sich durch die Tränke. „Eddi, müssen wir den wohl ersetzen oder geht das vielleicht auch anderst …?“, fragte Fee an Eddi gerichtet. Eddi erwidert nicht, grinst nur und eilt davon. Was sie wohl im Sinn hat? Wenig Später kommt sie mit viel Klebband zurück. „Das wird doch nicht reichen!“, meint Fee kritisch. „Ach was, komm Klebband, denen zeigen wir es!“, lacht Eddi und fängt an, die Tränke zu reparieren. Und siehe da, nachdem wir der Wassertränke einen Wassertest gemacht haben, hält es perfekt. „Ha!“, ruft Eddi und zeigt mit dem Zeigefinger auf Fee, „da hast du es!“ Wir alle drei fangen an zu lachen und kontrollieren auch noch die anderen Tränke. Nachdem wir dann alle geputzt und kontrolliert haben, machen wir uns am Zaun zu schaffen, an einigen Stellen hält der nicht so gut. Deep Silent Complete bleibt immer in meiner Nähe und schaut neugierig zu, was ich da denn treibe. Ich erlaube mir hin und wieder eine kurze Pause und streichle ihren schönen Kopf.
      Später, nachdem wir alle erledigt von der Weide zurückkommen, bringt uns Eddi ein kaltes Getränk, genau das Richtige. Wir trinken und unterhalten uns über Belangloses, ehe wir uns wieder an die Arbeit machen. In der Sattelkammer sollte man wieder mal aufräumen und aussortieren und auch der Stall sollte wieder geputzt werden. Also erheben wir uns wieder und machen uns auf den Weg zur Sattelkammer. „Letztes Jahr haben wir Sachen gefunden, von denen wir gar nicht wussten, dass wir sie hatten. Hoffen wir es geht diese Jahr genau so“, lacht Fee und wir stimmen mit ein. „Das ist doch immer so“, grinse ich. In der Sattelkammer nehmen wir uns die erste Kiste vor und entdecken immer wieder neues, spannendes Zeug. „Ich wusste ja gar nicht das wir Laufferzügel haben!“, meint Fee plötzlich erstaunt. So ist es, man hat Sachen, welche man gar nicht braucht. Wir putzen Zügel, begutachten Schabracken und suchen zusammen passende Steigbügel. Nach einer guten Stunde, oder auch zwei, ist alles geputzt und sortiert an seinem richtigen Platz. „So, dann wollen wir uns mal die Stallungen vornehmen“, seufzt Fee und ich nicke mit gespielt ernster Miene. Im Stall befreien wir Boxenwände vor Spinnennetze, putzen das Fenster und reinigen allgemein den ganzen Stall. Plötzlich quieke ich auf und schreie: „Ratte! Eine Ratte!“ Ich hasse nämlich Ratten. Erschrocken von dem Geschrei eilen mir Fee und Eddi zur Hilfe. Als ich dann aber auf die graue, fette Ratte zeige, fallen sie in lautes Gelächter. Ich verziehe die Lippen und schmolle, entferne mich von der Ratte. „Nicht witzig“, brummle ich und verschränke die Arme. Als mich dann aber Fee anschaut, muss ich auch lachen. „Aber was soll ich den machen wenn ich Ratten hasse?“, ziehe ich die Schultern hoch und frage die beiden. Als Antwort lachen sie erneut. Nach diesem Zwischenfall arbeiten wir weiter, ich schaue mich immer wieder misstrauisch um, ob irgendwo eine Ratte lauert. Zum Glück läuft mir aber keine mehr über den Weg. In der Zwischenzeit haben Eddi und Fee Musik laufen lassen, und ich summe fröhlich mit.
      Nachdem wir alles sauber geputzt haben, wenden wir uns den Pferden zu. Zuerst hole ich Paper Heart von der Weide und putze sie gründlich. Sie geniesst die Putzeinheit und döst vor sich hin. Danach bringe ich sie wieder zurück und hole zuerst Already und dann Crown Jewel von der Weide. Beide Hüh putze ich gründlich, Already ist sehr verschmust und reibt ihren Kopf immer wieder an meiner Jacke. Crown jedoch ist schnell langweilig und versucht eine Befreiungsaktion. Erfolgslos. In der Zwischenzeit hat Eddi Lulu, Moon River und Calvados geputzt, währendem Fee sich um Key, Success Story und Hoppla gekümmert hat. Nun bleiben noch Leitz, Cual Maniaca, Fiebertraum, CH’s Unglück, CH’s Zanaro und Geoffrey’s Brother übrig. Zusammen putzen wir zuerst CH’s Unglück, dann CH’s Zanaro und Geoffrey. „Und was ist mit Calero und Existenz?“, frage ich Eddi und Fee und schaue die beiden Fohlen sehnsüchtig an. „ Um die beiden haben wir uns heute Morgen schon gekümmert“, meint Fee und lächelt mich an. Nun sind alle Pferde geputzt, ausser drei, denn mit Leitz, Cual Maniaca und Fiebertraum wollen wir auch noch einen Ausritt unternehmen.
      Nachdem wir die Pferde gesattelt haben, ich reite Fiebertraum, währendem Eddi Cual nimmt und Fee Leitz, zäumen wir unsere Pferde. Fiebertraum ist nicht ganz so brav und reisst seinen Kopf in die Höhe. „Nicht so mit mir“, lache ich und nach einigen Minuten ist es mir gelungen, ihn zu zäumen. Fee hat mir erzählt, dass der feine Kerl sehr sensibel ist und unter dem Sattel temperamentvoll. Mit ihm werde ich noch meinen Spass haben. Nun steigen wir auch schon auf und entfernen uns vom Hof. „Eddi?“, frage ich nach hinten, „wie gross ist denn eigentlich Fiebertraum?“ „Er sollte so circa 165 cm gross sein“, antwortet mir Eddi und ich antworte mit einem Okay. „Wollen wir dann mal traben?“, durchbricht nun Fee das friedliche Schweigen und bald darauf traben wir auch schon an. Fiebertraum hat einen wundervollen Trab, zuerst wollte er schneller davonpreschen, doch schnell mache ich ihm klar, dass ich hier das Sagen habe. „Aber keine Angst, Grosser. Wir werden schon noch galoppieren“, spreche ich mit ihm. Nachdem wir eine Weile getrabt sind, parieren wir die Pferde wieder in den Schritt und plaudern über Gott und die Welt. Irgendwann sagt dann aber Eddi: „So, hier könnten wir galoppieren. Lust auf ein Wettrennen?“ Wir bejahen und schon schnellen wir vor. Fiebertraum, froh endlich laufen zu können, rennt und ich könnt jubeln vor Glück. Das Vollblut ist unglaublich schnell. Eine Weile rennen die Pferde Kopf an Kopf, bis dann Fee aber leider sagt: „Nun müssen wir wieder bremsen“ Fiebertraum wollte zunächst nicht, doch nach einigen Paraden fällt dann auch er in den Trab. Wir traben noch ein Stückchen ehe wir dann ganz in den Schritt fallen. Zufrieden schauen wir uns an und lächeln. Nun kommt auch schon der Hof in Sichtweite, bald muss ich gehen. „ Heute war es echt toll hier bei euch!“, grinse ich die beiden an, und sie grinsen zurück.

      Zitat von Gast:
      Springtraining
      Im Stechschritt eilte ich den Weg zum Stall hoch. Ich war jetzt schon spät dran, und wenn ich mich auch noch um meine eigenen Pferd kümmern wollte musste ich echt sputen. In Windeseile begrüßte ich den riesigen Palomino Hengst Leitz und halfterte ihn auf. Er ließ sich Seelenruhig Putzen und döste vor sich hin. Er war nicht sonderlich dreckig und so putzte ich ihn nur schnell über und rückte dann mit seinem Springsattel an. Er schaute aufmerksam als ob er es kaum erwarten könne endlich über den Springplatz zu fegen. Pfeifend sattelte ich Leitz und legte ihm Gamaschen und Springglocken an ehe ich ihn auftrenste. Dann setzte ich mir meinen Helm auf und zog meine Stiefel an. Auf dem Weg zum Springplatz schnappte ich mir noch eine kurze Springgerte und stieg kurzentschlossen von einem Stein auf um die letzten Meter zum Springplatz zu reiten. Als der Palomino die bunten Hindernisse entdeckte wurde er augenblicklich munter. Er spitzte die Ohren und legte einen Zahn zu. Auf dem Platz angekommen ritt ich ihn zuerst 10 Minuten Locker vorwärts abwärts in Schritt und Trab ehe ich mit leichter Cavaletti Arbeit im Trab und im Galopp begann. Leitz war die ganze Zeit mit viel Elan und einem Feuereifer dabei und schien sichtlich Spaß an der Arbeit zu haben. Zum Schluss ließ ich ihn noch ein paar Leichte Gymnastik Sprünge gehen und sprang zu guter Letzt noch einen kleinen Parcours. Ich ritt wieder zum Stall, und als ich abstieg und absattelte stellte ich fest das er nur an Brust und Sattellage ein wenig geschwitzt hatte. Gute Kondition also. Der Hengst schien zufrieden, also ließ ich es für heute Gut sein. Ich spritzte ihm noch die verschlammten Beine ab und entließ ihn mit ein wenig Kraftfutter wieder in seine Box.
      (c) Keroseno
      1744 Zeichen; prooved by Lettercount.com

      Zitat von Eddi:
      Pflegebericht für alle Pferde - Januar 2015

      Es war noch früh am Morgen, als Fee an meine Tür klopfte - laut genug, dass ich sofort hellwach war. Seufzend hievte ich mich aus dem Bett und schlüpfte in meine Stallsachen. Unten in der Küche erwarteten mich schon frisch gebackene Brötchen und heißer Kaffee. Doch auch das konnte meine Motivation nicht wirklich hervorrufen, denn draußen goss es aus Eimern. "Was für ein wundervoller Januarmorgen!", murmelte ich frustriert und frühstückte zusammen mit Fee. Die hatte schon die Post geholt, wo auch ein Sale-Katalog von Krämer dabei war und sie strich sich gerade fleißig Dinge an, die sie unbedingt kaufen wollte. "Falls Helme im Angebot sind, sag mir Bescheid, ich brauche einen neuen!", meinte ich und dachte an meinen inzwischen sehr labilen Helm zurück.
      Nachdem wir mit dem Frühstück fertig waren, ging es direkt in den Stall. Während ich alle Pferde fütterte, holte Fee schon Stroh und Heu vom Dachboden herunter, damit wir nachher schneller fertig sein würden. Dann kamen die Pferde auf die Weide und wir machten uns an die Stallarbeit. Also wurden die Boxen ausgemistet und frisch eingestreut. Das Heu wurde verteilt und die Tränken wurden kontrolliert. Als wir dann mit allem fertig waren, fuhren wir erst einmal in die Stadt, weil wir dringend neue Pellets kaufen mussten. Und nebenbei konnte man ja schön durch den Laden stöbern...
    • Eddi
      Zitat von Eddi:
      07.08.2012 - Ein neuer Anfang

      “Guten Morgen meine Süßen!” rief ich fröhlich, als ich der Weide entgegeneilte. Heute würde ein anstrengender Tag werden, doch zuerst sollten die Gnadenbrotpferde gefüttert werden. Zwar war Fly die einzige Stute unter vier Wallachen, dennoch war sie eindeutig die Chefin. Ich betrat den Offenstall und kraulte der Warmblutdame kurz die Stirn. Zu ihrer Linken stand der kleine Calimero, frech wie eh und je war unser 29-jähriges Shetty und die rechte Hand von Fly. Auch die anderen Pferde kamen sofort zu mir. Insgesamt bewohnten fünf Tiere den großen Offenstall mit anliegender Weide. Ich begrüßte zuerst Snickers und Star, beide waren wie immer Seite an Seite und ließen sich nur zusammen kraulen. Auch jetzt waren sie noch unzertrennlich, Kumpels für immer. Zu guter Letzt führte mich mein Weg zu Rashid. Auch er war näher gekommen, stand dennoch abseits. Unser Saddlebred war auf seinem linken Auge erblindet und deshalb stets vorsichtig. Ich redete lächelnd mit ihm und begann ihn zu kraulen, was er auch sichtlich genoss. Ich tätschelte ihm den Hals und macht mich dann ans Werk. Es war erst früh um sechs und dennoch schien die Sonne schon hell vom Himmel. Flott kontrollierte ich die Tränke und füllte nach. Dann schob ich die Schubkarre herein und verteilte das Heu in den Raufen. In aller Ruhe, wie Senioren eben sind, setzten sich die Pferde in Bewegung und begannen zu frühstücken. Danach nutzte ich sogleich die leergewordene Schubkarre, um den Paddock abzuäppeln und den Offenstall zu misten. Mit allem fertig, holte ich noch frisches Stroh und dann öffnete ich das Gatter zur Weide. Wenn sie wollten, würden die Guten sich schon im Grünen vergnügen. Ich hatte mich jedoch fast zu lange mit ihnen beschäftigt, denn es war bereits um sieben. “Mist…” fluchte ich. Ich hatte doch um diese Zeit schon auf Nasty Past sein wollen. Entschuldigt, ich meine damit unseren ehemaligen Hof. Denn heute stand der große Umzug an. Nachdem uns Monat für Monat immer mehr Helfer abgesprungen waren, hatten wir zuletzt nur noch zu zweit mit einem riesigen Hof und vielen Pferden dagestanden. Schwermütig hatten wir uns von den größten Teil getrennt und ich hatte nach einem neuen Hof gesucht, welchen ich auch mit Erfolg gefunden hatte. Er besaß alles, was wir brauchten, war aber gemütlicher und übersichtlicher. Heute würden noch die übrigen zwölf Pferde hier einziehen. Als Hilfe stand uns nun auch unsere Jahrespraktikantin Trudi zur Verfügung, welche uns nur zu gern half. Sie würde sich hauptsächlich um die Ordnung und Sauberkeit auf dem Hof kümmern, ab und an mit den Fohlen arbeiten und vielleicht auch manchmal reiten. Die Frage war nur wen, denn die Pferde waren doch noch sehr kompliziert. Doch ich musste erst einmal los.
      Auf dem großen Hof angekommen, stieg ich gähnend aus dem Auto und begrüßte eine ungeduldige Fee. “Ich bin doch pünktlich.” lachte ich. Als erstes wollten wir die Fohlen fahren. Also machten wir zuerst Moon River und Lulu für die Fahrt bereit. Die beiden waren auch schnell und ohne große Probleme verladen und ich konnte losfahren. Die beiden Zwerge Existenz und Calero würden von Fee gefahren werden, während meine Pflegerin Chrissi, auf die anderen Tiere aufpasste. Es dauerte nicht lange und wir kamen auf den neuen Hof an. Gemeinsam luden wir die Fohlen aus und brachten sie in die komplett neuen Boxen, welche Trudi schon fleißigerweise eingestreut und schön hergerichtet hatte. Es war ein Stall für zwanzig Pferde und jede Box besaß auch einen großen Paddock. Die Fohlen schienen sich wohlzufühlen. Wir fuhren direkt wieder zurück, um nun die Stuten zu holen. Das würde ein Spaß werden… Oh ja, das war es. Wir teilten so ein, dass jeweils eine ruhige Stute zu der nervösen kam. Als erstes waren Key und Success Story an der Reihe. Während Key mir ohne Weiteres brav hinauffolgte, sträubte Story sich wie eine Raubkatze. Sie stieg, tänzelte umher und wieherte ohrenbetäubend. Eine halbe Stunde brauchten wir, eh sie auf dem Hänger stand. Danach war die zweite Hürde an der Reihe. Zuerst verluden wir unsere Warmblutstute Deep Silent Complete. Sie ging auch ohne große Probleme auf den Hänger. Ihre Mitfahrerin Cual Maniaca, unsere Achal Tekkiner Dame, streikte noch schlimmer als Story. Beinahe riss sie sich los. Nur mit vereinten Kräften und gutem zureden schafften wir es auch bei ihr, sie auf den Hänger zu schaffen. Mit viel Radau ging die Fahrt los. Gott sei Dank war der andere Hof nur eine halbe Stunde entfernt, länger hätte ich das nicht ausgehalten. Das Ausladen gestaltete sich fast genauso schlimm und wir fahren froh, als wir unsere Vollblüter sicher in ihren Boxen stehen sahen. Besonders Manni schwitzte tierisch, also bekam sie direkt eine Stalldecke darauf. Story entspannte sich allmählich. Während man Key und Silly die Umstellung kaum anmerkte. Zu guter Letzt würden unsere vier Hengste kommen. Während ich Fiebertraum und Hoppla fuhr, würde Fee Leitz und Tiramisu übernehmen. Bei ihnen brauchten wir nicht ganz so lange, eh sie auf den Hängern standen. Glücklich fuhren wir auch die letzten vier Pferde auf den neuen Hof. Als auch unsere Hengste sicher in den Boxen standen, konnten wir verschnaufen. Der alte Hof stand nun leer, er war auch schon verkauft. In unseren neuen Hof zog gerade Leben ein. Für heute würden die Süßen im Stall bleiben müssen, aber sie hatten ja ihre Paddocks. Ab morgen würde es dann zum Test auf die Weiden gehen. Nachdem nun alle Pferde anwesend waren, gab es erstmal Mittagessen als Begrüßung. Jeder bekam seine spezielle Portion.
      Damit fertig, säuberten wir die Hänger und fuhren ein letztes Mal auf den riesigen Hof. Nun würde noch die Sattelkammer ausgeräumt werden. Ein langwieriges Unterfangen, denn wir säubert alles gleich, ehe wir es verpackten. Es dauerte zwar ewig, eh wir fertig waren, aber am späten Nachmittag war die neue Sattelkammer komplett eingeräumt und glänzte strahlend. Rundum zufrieden genoss ich die aufkommende Ruhe. Die Vögel zwitscherten noch und die Sonne gab ihre wärmenden Strahlen ab. Der Tag war erfolgreich geschafft und wir konnten stolz auf und sein. Fee musste relativ früh wieder weg und auch Trudi entließ ich nach Hause. Die ersten Tage würde ich alles mit ihr zusammen machen, damit sie die Pferde kennenlernte und alles. Wenn sie reiten würde, würde ich sie wahrscheinlich auf Key setzen. Sie ist die Ruhigste und hat genug Vertrauen in Menschen, Bei Silly wäre das eventuell auch möglich. Gegen Abend fütterte ich noch mal unsere Neuankömmlinge und nahm Manni ihre Decke ab. Dann machte ich mich auf den Weg zur Weide und pfiff die Gnadenbrotpferde zusammen in den Offenstall, um das Weidetor schließen zu können. Ich verteilte noch das Nachtheu, sagte jedem gute Nacht und bezog mein Nachtquartier im Büro.
      6740 Zeichen © by me

      Zitat von Eddi:
      10.08.2012 - Zwei Sturköpfe

      “Kannst du Leitz bitte im Stall stehen lassen?” rief ich Trudi, unserer Pflegerin, fragend zu. Diese nickte und ich halfterte die letzten beiden Stuten auf. Nachdem ich auch sie auf die Weide gebracht hatte, waren alle draußen. Nun konnte ich mich um unser Goldstück kümmern. Dieser protestierte jedoch schon lautstark im Stall und trat gegen die Boxentür. Deshalb gab es erst einmal Theater meinerseits, eh ich die Boxentür öffnete und ihn aufhalftern wollte. Stattdessen zickte der Hengst herum und wollte sich an mir vorbeidrängeln. Ohne zu zögern gab das einen nett gemeinten Klaps auf die Nase, als er Anstalten machte zu Steigen. Natürlich hatte ich vor seinem 1.80m Stockmaß Respekt, dennoch durfte er sich so etwas nicht erlauben. Ich diskutierte fünf Minuten mit ihm, eh die Rollen klar verteilt waren und ich ihn aufhalfterte. Streng führte ich ihn zum Putzplatz und begann ihn zu putzen, sauber war er ja Gott sei Dank. So konnte ich ihn schnell satteln. Damit fertig, trenste ich ihn auf. Danach schnallte ich noch den Martingal ein und befestigte die Gamaschen und Streichkappen. Heute stand Springen auf dem Plan. Mit allem fertig, band ich den Hengst los und machte mich auf den Weg in die Halle. Dort hatte ich heute früh zusammen mit Trudi einiges aufgebaut. Einerseits Trabstangen und Cavaletti, aber auch eine Kombination und einige Hindernisse, aber so, dass noch ein Zirkel komplett frei war. Leitz tänzelte neben mir her, er schien sauer zu sein, nicht mit auf die Weide gedurft zu haben. Ich seufzte und schloss die Hallentüren. Dann gurtete ich nach und schwang mich in den Sattel. Ich hatte noch nicht ganz die Zügel geordnet, schon lief Leitz los. Er schien wahrlich energiegeladen zu sein. Normalerweise begann ich mit einigen Minuten im Schritt am langen Zügel, aber Leitz ließ mir nicht die Möglichkeit. Ich nahm die Zügel leicht auf und gab Paraden. Diese beantwortete Leitz jedoch mit einem eleganten Sprung nach vorn, ehe er im Galopp losging und versuchte zu buckeln. Sofort zügelte ich ihn und warnte ihn mit einem scharfen “Nein!”. Ich stöhnte, gestern noch das liebste und fleißigste Pferd und heute ein wahrer Sturkopf. Ich merkte, wie sauer er war, doch das konnte ich ihm nicht durchgehen lassen. Meine fünf Minuten Schritt zog ich dennoch durch, eh ich antrabte. An sich lief Leitz perfekt, er trug sich selbst, trat stark unter und ich merkte seine Vorwärtsdrang. Doch es scheiterte an der Mitarbeit, er streikte. Stetig versuchte Leitz zu galoppieren und mir die Chefposition abzunehmen. Wendungen, Handwechsel und Tempowechsel hinderten ihn jedoch daran. Ich schickte ihn über Trabstangen und Cavaletti und band sogar einige Dressurlektionen in unser Training mit ein. Erst dann wagte ich zu galoppieren. Zuerst auf dem Zirkel, dann auf der ganzen Bahn. Die Buckelaktionen des Hengstes ignorierte ich gekonnt. Heute trafen zwei Sturköpfe aufeinander. Doch allmählich schien er Spaß an der Arbeit zu finden. So begann ich mit dem Springen, die ersten beiden Hindernisse liefen super, dann folgte die Kombination… Das erste Hindernis bewältigten wir mit Leichtigkeit und viel Luft dazwischen, doch schon der Buckler danach machte mich stutzig. Es passierte rasant schnell und es dauerte, eh ich verstand, dass Leitz sich hinwarf, mit Absicht! Er hatte ausbrechen wollen und legte sich in seiner scharfen Kurve hin. Der Boden kam mir unverständlich nahe, doch bevor ich ihn wirklich erreichte, ging es schon zurück in die Höhe. Erschrocken rutschte ich zuerst das Stück zurück in den Sattel, dann starrte ich Leitz an, der selbst verdutzt über seinen Fehler war. “geht’s noch?!” knurrte ich. Er war heute ja wirklich richtig stinkig. Ich seufzte, nahm die Zügel leicht auf und ließ ihn im Schritt laufen. Doch er lief taktrein. Ich stieg kurz ab und kontrollierte alles, doch er hatte sich bei dem Sturz nichts getan. Also schwang ich mich wieder in den Sattel und trabte an. Viele Seitengänge und Wechsel folgten. Ich ließ dem Holsteiner keine Zeit zum Nachdenken, Arbeiten war angesagt. Wir nahmen wieder die Stangen mit dazu und diesmal sprang er einwandfrei. Trotz einigen Bucklern, welche ich weiterhin ignorierte, kamen wir durch den Parcours. Doch ich forderte auch noch Kanter und fliegende Galoppwechsel von ihm, damit er seine Konzentration nicht verlor. Erst nach einer ordentlichen Stunde, ritt ich ihn ab. Leitz hatte ordentlich geschwitzt, ich auch. Doch er schnaubte zufrieden ab und streckte sich in die Tiefe. Auch ich war zufrieden und tätschelte ihm den Hals. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten hatte das Training doch positiv geendet. Ich machte mich zurück auf den Weg zum Stall und parierte vor dem Waschplatz. Trudi schaute nicht schlecht, als sie uns zwei so verschwitzt sah. Leitz machte Springtraining nämlich sonst kaum was aus. Sie kam sofort und nahm mir den Sattel und die Gamaschen ab. Dann wechselte ich noch Trense gegen Halfter und schnappte mir den Schlauch. Erst die Beine, dann Schulter und Brust, danach der Hals und zum Schluss noch die Sattellage. Leitz brummelte genüsslich und trank auch vom Schlauch. Dann schnappte ich mir noch das Schweißmesser und danach den Hufauskratzer. Mit allem fertig band ich den Palomino los und führte ihn auf die Hengstweide. Kurz begrüßte er seine Kumpels und wälzte sich dann auch direkt, ehe er begann zu grasen. Ich räumte noch die Ausrüstung gesäubert weg, eh ich auch mir eine Pause gönnte.
      5409 Zeichen © by me

      Zitat von IGottaFeeling:
      28.10.2012 - Reif für den Winter

      Kurz vor sieben klingelte mein Wecker, Doch mit mehreren gekonnten Schlägen lies ich ihn verstummen. Meine Lust aufzustehen war am Nullpunkt angekommen. Aber was sein muss, muss sein. Denn heute war nicht nur die übliche Stallarbeit an der Reihe, nein ganz im Gegenteil. Der Schmied wollte uns besuchen. Also überwindete ich mich trotzdem und stand aus meinem warmen Bett auf. Der erste Blick wanderte aus meinem Fenster hinaus, worauf ich erstmal nicht schlecht staunte. Es lag Schnee, ziemlich viel sogar. Verschlafen lief ich in die Küche hinunter und nahm mir ein Sandwich aus dem Kühlschrank, lies mir einen Kaffee ein und durchblätterte die heutige Zeitung. Kaum war ich mit meinem Kaffee fertig hörte ich ein Auto auf unseren Hof fahren, es war der Schmied.

      Der Schmied bei Leitz

      "Guten Morgen, hattest du eine gute fahrt?", fragte ich meine langjährige Freundin. Nach einem kurzen Plausch fingen wir an uns um Leitz zu kümmern, für den Winter brauche er neue Schuhe. Natürlich hatte Sie jegliche Eisen und Stollen in ihrem Auto dabei, sodass wir gleich mit der Arbeit anfangen konnten. Ich lief die breite Stallgasse entlang zu der Box von Leitz der schon sehnsüchtig seinen Kopf hinausreckte. "Guten Morgen großer", begrüßte ich den Hengst freundlich. Auch der Schmied gab ihm zur Begrüßung ein Stück Mohrrübe. Das wird ein Spaß. Ich halfterte ihn auf und brachte ihn hinaus auf die Stallgasse, damit der Schmied seine Arbeit verrichten konnte. Leitz war zum Anfang etwas unruhig was sich dann aber schnell legte als ich merkte das seine neuen Schuhe ziemlich angenehm waren. Auch meine Freundin hielt viel von ihm, da er so ein ausgeglichenes Gemüt für einen Hengst seines Alters hatte. Es vergingen einige Minuten bis Leitz wieder mit seinen neuen Schuhen in der Box stand. "Gute Arbeit", lobte ich den Schmied und lud sie zu einem schnellen Kaffee im Büro ein. Sie bedankte sich auch und lies sich das Angebot natürlich nicht abschlagen. Eine kleine Stärkung zwischen der Arbeit ist immer gut.

      2043 Zeichen © by me

      Zitat von Eddi:
      22.05.2013 - Frühjahrsputz

      „Morgen Fee!“ rief ich meiner Freundin fröhlich entgegen, als ich mich vom Rad schwang und Nessie an die Leine nahm. Heute war herrliches Wetter, doch uns stand ein anstrengender Tag auf Nasty Past bevor. Ich glaube wir hatten uns nun lang genug vor dem Frühjahrsputz gedrückt, so dass wir nun wirklich anfangen mussten. Doch zuerst waren die Pferde an der Reihe, denn sie spielten hier die Hauptrolle. Schon seit langem hatte Nasty Past kein neues Pferd mehr aufgenommen, so dass allmählich ein geregelter Alltag einhergegangen war und sich die Pferde dank unserer Unterstützung immer besser erholten. Dieses Jahr wollten wir sogar die ein oder anderen schon auf so manches Turnier schicken. Während Fee sich um die Morgenfütterung im Stall kümmerte, besuchte ich unsere Gnadenbrotpferde. Calimero kam als erster an, um sich einige Streicheleinheiten zu holen. Rashid war der zweite, welcher mich bemerkte und mir fröhlich entgegenbrummelte. Nightshine stand noch bei der Heuraufe und döste vor sich hin, währenddessen Snickers und Star schon ungeduldig am Weidegatter herumliefen und endlich auf die große Weide wollten. Die beiden waren wie Zwillinge und trennten sich nie. Ich begrüßte noch Nightshine, eh ich das Gatter des Paddocks öffnete und die Pferde auf die Wiese ließ. Trotz ihres Alters buckelten die beiden großen Schecken erfreut durch die Gegend. Calimero suchte Schutz neben der ruhigen Nightshine, um in ihrem Schutz zu bleiben. Rashid trabte stattdessen elegant hinfort. Ich schnappte mir sogleich die Schubkarre und eine Mistgabel, um den Paddock sauber zu machen. Dafür brauchte ich auch nicht lange, so dass ich nach einer Viertelstunde schon wieder verschwinden konnte und Fee bei dem Rausbringen der Pferde half. Als erstes schnappten wir uns die Fohlen. Fee nahm die Zwerge Calero und Existenz, währenddessen ich mir Moon River und Lulu schnappte. Als die vier auf ihrer großen Weide standen, waren noch die großen an der Reihe. Nachdem auch diese auf der Weide standen, machten wir uns an die Stallarbeit. Diese nahm heute wesentlich mehr Zeit in Anspruch, denn wir putzten auch die Fenster, machten die Spinnweben weg und kümmerten uns um das Aufräumen in der Sattelkammer. Nach drei Stunden waren wir durch und der Stall erstrahlte wieder in alten Glanz. Es war noch nicht lange her, dass wir umgezogen waren, doch im Winter hatte niemand große Lust, etwas zu machen. Ein Glück hatten wir uns zumindest letzte Woche schon um die Weiden und den Reitplatz gekümmert und die Reithalle hatten wir aktiv im Winter instand gehalten. Lediglich der Offenstall der Gnadenbrotpferde könnte noch einen neuen Anstrich gebrauchen, aber das würden wir auch noch schaffen. Nun wollten wir uns eine Pause gönnen, so dass wir uns Key und Silly schnappten, um mit den beiden Stuten auszureiten. Es war so schönes Wetter, dass wir uns zum See aufmachten und wir wurden für unseren Weg auch belohnt. Die beiden Pferde konnten sich abkühlen und wir hatten ein herrliches Panorama vor uns. Als wir wieder da waren, machten wir uns an die Arbeit: Fee ging mit Hoppla in den Longierzirkel, um mit dem Falabella einige Zirkuslektionen fortzuführen, während ich mir Leitz sattelte und an unseren Springkünsten feilte, denn dieses Jahr sollte seine erste Saison wieder losgehen. Bei meiner heutigen Motivation wagte ich mich dann sogar an die Dressurarbeit mit unserer Vollblutstute Success und bei dem schönen Wetter gingen wir natürlich auf den Reitplatz. Fee folgte bald mit Manni, unserer Achal Tekkiner Stute, so dass wir es uns am Ende nicht nehmen ließen, noch ein Pas de deux zu reiten. Das klappte heute auch erstaunlich gut, so dass sich unsere Laune immer mehr anhob. Die letzten unbewegten Pferde waren die Hengste Dreamer und Tiri. Ich freute mich schon riesig auf unseren Araberhengst und wir beschlossen, an deren Muskeln und Ausdauer zu arbeiten, so dass es heute Hügel hoch und wieder runter ging, damit die Muskeln geschult wurden. Danach waren beide auch ziemlich k.o, und wir hatten alles geschafft. Schnell war die Abendfütterung durch und alle Pferde konnten zurück in den Stall. Dann machten wir uns auf den Weg zu den Gnadenbrotpferden, welche schon vorbildlich im Paddock waren und wir nur noch das Gatter schließen mussten. Um den Tieren noch eine Wohltat zu tun, putzten wir heute noch alle gründlich durch und waren dann mit unserem Tageswerk vollends zufrieden.
      4395 Zeichen © by me

      Zitat von Eddi:
      11.08.2013 - Ein Neuzugang?
      Ich gähnte und warf die Decke von mir, schlaftrunken wanderte ich ins Bad und machte mich fertig. Unten in der Küche bekam mein Kater schnell sein Frühstück, währenddessen ich mir meinen Cappuccino in eine Thermoskanne goss und mir noch ein Toast schnappte. Ich wollte heute einmal pünktlich auf Nasty Past ankommen, weshalb ich extra früh aufgestanden war. Zu meiner Enttäuschung dann doch zu früh, denn schon Punkt sechs Uhr stand ich vor den Stallungen, von Fee oder Trudi natürlich noch keine Sicht. Ich war stolz auf mich, einmal die Überpünktliche zu sein und begann bereits die Pferde zu füttern. Während diese fraßen, kontrollierte ich kurz die Weidezäune und schaute bei der Gnadenweide vorbei. Dort wurde ich wie immer fröhlich begrüßt und von allen einmal angeknabbert. Wieder im Stall halfterte ich zuerst die Fohlen auf. Die vier Zwerge nahm ich immer zusammen, denn Calero und Existenz machten bei ihrer Größe keine Probleme, genauso wie Moon River und Lulu, welche beide bestens erzogen waren. Als alle ihr Halfter abhatten, preschte die kleine Fohlenherde davon und ich machte mich auf den Rückweg. Auch die vier Hengsten teilten sich unsere größte Weide. Doch hier halfterte ich zuerst Tiri und Leitz auf und brachte die beiden auf die Weide, da sie sonst ein riesiges Theater machen würden, wenn sie erst als zweites an der Reihe wären. Danach waren der kleine Hoppla und Dreamer an der Reihe. Als auch die Hengste auf der Weide standen, kamen wir zu den letzten. Erst brachte ich die sanftmütige Key und deren Weidepartnerin Story auf die Weide und dann kümmerte ich mich um unsere Diva Manni, welche nur mit Silly zusammen auf eine Weide konnte, da sie sich mit keinen anderen Pferd vertrug. „Morgen Eddi!“ rief Fee grinsend und umarmte mich. Kurz nach ihr kam auch Trudi und grüßte uns. Gemeinsam machten wir uns an die Stallarbeit, damit so schnell wie möglich die Boxen fertig waren. Dank dem langen Weideaufhalt hatten wir nicht gar so viel zu tun. Dann setzten wir uns vor den Stall und tranken unseren Kaffee beziehungsweise ich meinen Cappuccino. Dabei besprachen wir den heutigen Ablauf und ich berichtete von den heute anstehenden Dingen. „Ich habe interessante Neuigkeiten. Wir bekommen einen Neuzugang!“ grinste ich, während es Fee und Trudi die Kinnlade runterklappte. „Aber ich dachte Nasty Past wäre inzwischen inaktiv?“ fragte Trudi verwirrt. Also klärte ich die beiden ausführlich über unseren baldigen Neuankömmling auf. „Es ist eine junge Tekkenstute namens Unglück. Ich weiß nicht ob ihr mitbekommen habt, dass Hedone gehen musste, auf alle Fälle kann sie sich aus privaten Gründen nicht mehr um ihre Pferde kümmern. Also hat BluePearl mich angeschrieben, ob ich etwas für Unglück tun könnte, da sie die Züchterin der Stute ist. Ich habe gefragt, ob es okay wäre, wenn sie auf Nasty Past stehen würde und beide haben zugestimmt. BluePearl übernimmt auch den Transport, heute Abend wollte sie sie bringen.“ beendete ich meine Erläuterungen. Und dann unterhielten wir uns noch ausgiebig über die Vorbereitungen. „So, jetzt aber an die Arbeit!“ grinste ich. Wie immer würde Trudi die Fohlen bespaßen, während Fee und ich uns um die Großpferde kümmern würden. „Heute reitest du Manni.“ stöhnte Fee und ich musste lachen. Die Stute war letzte Stunde unter Fee äußerst spaßig draufgewesen. Aber zu Beginn wollten wir uns um Tiri und Dreamer kümmern. Wir holten die beiden Hengste von der Weide und begannen mit dem Putzen. Trudi hatte sich zu Beginn Moon River geholt und wollte sie longieren. Nachdem alle Pferde vorbereitet waren, gingen wir zu dritt in die Halle. Fee und ich drehten einige Runden im Schritt, während Trudi auf einen verkleinerten Mittelzirkel ging und begann, die schon groß gewordene Moon zu longieren. Sie baute auch auf der einen Seite drei Trabstangen auf und auf der anderen ein Cavaletti. Für uns waren diese gut durch eine gerittene Schlangenlinie oder einen Handwechsel zu erreichen. Im Trab begannen Fee und ich, ebenso die Stangen zu nutzen. Gerade für Dreamer war dies ein Genuss, denn der Vollbluthengst hasste Dressurarbeit, er war eher der Renner und Springer. Doch die Grundlagen mussten auch sitzen. Deshalb hatte Fee es manchmal gar nicht so leicht, zu dem Hengst durchzudringen und ihn munter zu halten. Sie ritt abwechslungsreich mit Hand- und Tempiwechseln. Ich hatte mit Tiri nicht so viel Arbeit, der Araber arbeitete heute wieder voller Begeisterung mit. Auch wenn er anfangs ein wenig Angst vor den Stangen zeigte und oftmals versuchte auszuweichen. Als wir zum Galopp übergingen war Trudi mit Moon bereits wieder verschwunden. „Pass auf, dass er dir nicht durchgeht.“ grinste ich Fee an, als sie im Galopp mit Dreamer das Cavaletti nahm. Er zog tüchtig davor an und sprang mit einen riesigen Satz darüber. Bei Tiri sah das nicht annähernd so kraftvoll aus, es war eher ein Ponyhüpfer, dafür brauchte ich heute aber wenigstens keine Handschuhe zum Reiten. Zum Abschluss ritten wir die beiden im Schritt ab und drehten noch eine kleine Runde um den Hof, um den beiden Hengsten noch ein wenig Abwechslung zu können. Wir sattelten die verschwitzten Hengste ab, spritzten die Beine ab und brachten beide dann wieder auf die Weide. Um keine sinnlose Pause zu machen, holten wir uns den kleinen Hoppla und putzten ihn gründlich. Während Fee seinen Schweif flocht, versuchte ich mich an einem spanischen Zopf für seine Mähne. Als er fertig war, machten wir uns auf den Weg zum Reitplatz, um dort ein wenig Bodenarbeit mit ihm zu machen. Hoppla war ein richtiges Showpony. Trudi trainierte gerade mit Existenz und Calero ein wenig Sicherheit, indem sie ein Schrecktraining machte. Als Hoppla wieder auf der Weide stand, holte ich Manni und Fee ging zur Hengstweide, um sich Leitz zu schnappen. Wir machten unsere beiden Pferde geländefest und ritten dann schon zum Springplatz, wo bereits unsere Trainerin wartete. Wir begrüßten sie und ritten uns im Schritt und Trab warm. Wie immer begannen wir mit Stangenarbeit zum erwärmen und dann mit niedrigen Sprüngen. Beide Pferde waren bei niedrigen Sprüngen immer ein wenig schläfrig und wurden erst ab einer gewissen Höhe wach. Denn dann konnte man die beiden kaum noch halten. Leitz sprang heute fließend und mit einer super Manier. Bei Manni hatte auch ich zu tun, sie zu halten und mich darauf zu konzentrieren, dass wir passend auf den Sprung zuritten, sicher sprangen und landeten. Aber man merkte deutlich, wie viel Spaß es den beiden machte. Nach einer Stunde waren dann aber nicht nur die Pferde verschwitzt. Dennoch zogen wir noch unser Ründchen um den Hof, ehe wir die Pferde versorgten. Es war inzwischen Nachmittag und da Trudi nun auch mit Lulu fertig war, welche sie auch longiert hatte, schlug ich einen Ausritt vor. Trudi ließen wir auf Key, da die Stute ein Sonnenschein war, Fee holte sich Silly und ich schnappte mir Story. Wir machten die drei Stuten ausrittfertig und schwangen uns dann in den Sattel. Wie so oft ritten wir erst durch den Wald und dann zum See, es war einfach ein herrliches Gebiet rundum Nasty Past. Die Stuten konnten sich am See die Beine abkühlen und ihren Durst stillen, ehe wir uns auf den Heimweg machten. Wie immer ritten wir ein Wettrennen und bei Story kam deutlich das Rennpferd hervor. Aber auch Key und Silly waren nicht gerade ohne. Als wir wieder da waren, gab ich Story in die Hände von Fee, da plötzlich ein Wagen auf den Hof rollte. „Hey BluePearl!“ lächelte ich und begrüßte sie, schnell sprachen wir alles ab und luden dann die Stute ab. Unglück war ein traumhaft schönes Pferd. Aufgeweckt blickte sie sich um und prustete uns an. Dann gab sie ein scharfes Wiehern von sich und bekam auch direkt Antwort von den Weiden. Wir brachten sie direkt in ihre neue Box und gaben ihr das Abendbrot. BluePearl musste sich schon wieder verabschieden, so dass wir die anderen Pferde reinholen konnten, fütterten und uns dann selbst an unser Abendessen machten. Während Trudi und Fee schon im Haus verschwanden, kontrollierte ich nochmal alle Pferde und blieb noch ein Weilchen bei Unglück. "Na du Kleine? Du bringst eine ganz andere Geschichte mit, als der Rest, der hier steht." lächelte ich sie an. Sie war das erste Pferd bei dem wir uns keine Gedanken machen mussten, wie wir sie wieder aufpäppelten und zähmten. Unglück war einfach da und ein wahrer Sonnenschein, rundum versorgt und glücklich. "Ich werde deine Besitzerin vermissen..." murmelte ich leise und kraulte ihre Stirn, ehe Fee mich zum Essen rief.
      8375 Zeichen (c) Edfriend

      Zitat von Eddi:
      21.12.2013 - Weihnachten auf Nasty Past
      „Guten Morgen meine Lieben!“ lächelte ich fröhlich, als ich den Stall betrat. Neugierige Blicke wurden mir von allen Seiten zugeworfen, anscheinend warteten alle schon begierig auf ihr Frühstück. Flott schnappte ich mir also die Heuballen, zerteilte sie und schob jedem Pferd sein Frühstück in die Box. Während ich meine Arbeit verrichtete, dachte ich über die kommenden Tage nach, denn in drei Tagen würde Weihnachten sein! Deshalb war ich der Meinung, dass wir den Stall doch noch schön schmücken mussten! Dementsprechend warf ich Fee schon früh aus dem Bett, damit wir nach der Fütterung einkaufen fahren würden. Doch vorher versorgte ich noch die Gnadenbrotpferde und äppelte deren Paddock ab. Gegen neun Uhr kam dann Fee und wir fuhren in die Stadt, um Weihnachtszeug zu kaufen.
      Schon nach Eineinhalbstunden waren wir wieder da und machten uns an unsere Lieblingsbeschäftigung, nämlich den Stall zu schmücken! Über das große Tor hängten wir einen hübschen Weihnachtskranz und ganz oben an der Spitze des Daches befestigten wir einen roten Stern. Im Stall hängten wir weihnachtliche Girlanden auf und hier und da ein wenig Schmuck. Auch hatten wir eine Lichterkette für den Tannenbaum gekauft, der vor dem Stall stand und trotz seiner spitzen Nadeln, schafften wir es, ihn zu dekorieren. Als alles an Ort und Stelle war, nickte ich Fee zufrieden zu. Nun konnten wir uns um die Pferde kümmern, welche alle friedlich auf der Weide standen und ihre Freiheit genossen.
      Wir holten uns Unglück und Key von der Weide, um mit beiden einen kleinen Ausritt zu wagen. Leider lag bei uns immer noch kein Schnee, obwohl doch heute sogar Winteranfang war! Ich hoffte inständig, dass es vor Weihnachten endlich noch schneien würde. Für uns war es natürlich auch praktisch, denn so ging die Arbeit noch wesentlich leichter von der Hand. Die beiden Stuten putzten und sattelten wir flott, eh wir in Richtung Wald ritten. Es war interessant zu sehen, dass einige Bäume tatsächlich noch ihr Laub besaßen. Mit den beiden Vollblutstuten konnte man sehr angenehm ausreiten und so kamen wir auch wohlbehalten wieder an.
      Als nächstes holte ich mir die aufgedrehte Success Story, während Fee sich lieber mit Deep Silent Complete beschäftigte. „Ey, Eddi! Hast du schon gehört, dass Joelle Galopp wieder aktiv wird?“ fragte mich Fee begeistert und ich strahlte sie an. Auf Nasty Past standen inzwischen so viele Vollblüter mit Potenzial und wenn wir bei solchen Rennen erfolgreich sein würden, könnten wir den Rettungshof wesentlich besser finanzieren! Während wir in der Halle ein wenig Dressur ritten, unterhielten wir uns noch sehr angeregt über Joelle Galopp, denn das wäre wahrlich eine geniale Idee.
      Generell hatten wir uns letzter Zeit zurückgezogen, so dass wir direkt beschlossen im Jahr 2014 wieder aktiver zu werden. Während wir Hoppla und Cual Maniaca putzten, nahmen die Pläne allmählich Gestalt an. Wir wollten Turniere veranstalten, um wieder einige Spenden zu bekommen, denn momentan wurde es doch langsam knapp, was das Geld für Tierärzte und Hufschmiede betraf. Alles aus eigener Tasche zu bezahlen war doch auch happig. Immerhin besaßen Fee und ich auch noch eigene Gestüte. Dennoch machte uns die Arbeit mit den Nasty Past Pferden riesigen Spaß und den kleinen Hoppla würde ich gewiss nicht mehr abgeben. Ihn und Cual Maniaca longierten wir heute nur.
      Danach waren noch Leitz und Fiebertraum an der Reihe. Mit ihnen wollten wir springen und da kamen wir schon auf die Turniere zurück, beziehungsweise Fiebertraum wäre der geborene Sprinter für Joelle Galopp. Während wir die Hengste mit Trabstangen und Cavalettis gymnastizierten, besprachen schon einige Dinge und inzwischen standen unsere Teilnahmen bei Joelle Galopp fest. Nur die Winter Cups würden wir wohl noch nicht mitmachen können, aber man sollte ja auch nicht alles überstürzen. Schließlich würden wir vorher noch fleißig trainieren müssen.
      Da kamen wir schon zum nächsten Problem, wo denn mit Vollblütern trainieren? Fee und ich stellten uns an die Weide der Vollblutstuten, welche wir damals von Sevannie übernommen hatten. Sie hatten sich inzwischen richtig gut eingelebt und ich hoffte doch, dass das mit dem Training nur noch besser werden würde. Already und Paper Heart kamen zum Zaun getrabt und begrüßten uns herzlich. Besonders Already hatten wir jetzt schon ins Herz geschlossen, die Stute war einfach wunderbar und so liebenswürdig! Allerdings konnte sie auch, genauso wie Paper Heart, ziemlich abgehen.
      Die Vollblüter standen im kleinen Stall, unserem eigentlichen Quarantänestall, aber dort waren sie am besten aufgehoben. Den Fuchshengst Calvados hatten wir mit zu unseren Hengsten gestellt und nach anfänglichen Eskapaden hatte er sich auch integriert. Ich holte ihn von der Weide, um ihn gründlich zu putzen und dann zu longieren. Fee wollte sich lieber um die beiden Fohlen Zanaro und Crown Jewel kümmern. Gemeinsam putzten wir die drei und splitteten uns dann auf, ich ging in die Halle und Fee ging spazieren. Nach einer halben Stunde trafen wir uns dann wieder und dann standen nur noch wenige Pferde an.
      Schnell putzten wir noch Moon River und Lulu, um die beiden älteren Stutfohlen dann noch ein wenig in der Halle zu fordern. Auch hier hieß es longieren oder zumindest daran gewöhnen. Als die beiden dann wieder in ihrer Box standen, holten wir noch die Zwerge Calero und Existenz. Beide putzten wir nur noch, ehe sie in ihre Boxen durften, dann folgten auch schon die anderen Pferde. Nachdem dann alle in ihren Boxen standen, fütterte ich im großen Stall und Fee kümmerte sich um die Vollblüter. Mit Fürsorge begutachtete ich noch einmal jedes Pferd, eh es sein Müsli und das Heu bekam. Den Abschluss unserer Abendrunde machten wir bei den Gnadenbrotpferden. Dort hieß es noch ein wenig kuscheln und das Heu verteilen, ehe wir müde nach Hause fuhren.

      Zitat von Eddi:
      Bei Nasty Past zu Besuch
      medy | 8254 Zeichen
      Mit einem Blick auf die Strasse setze ich den Blinker und biege rechts ab. Heute sollte es wieder zu Eddi gehen, zusammen mit ihr und Fee kümmern wir uns heute um die Pferde des Rettungshof und auch ein Frühlingsputz ist angesagt. Ich fahre dem Kiessträsschen entlang und bald erblicke ich den grossen Hof. Als ich dann aus dem Auto springe, kommen mir Eddi und Fee schon entgegengelaufen. Mit einem hellem "Hallo" begrüsse ich die beiden, bevor wir uns noch rechts und links drei Küsschen geben. Ich schaue mich mit strahlenden Augen auf dem Hof um, ich war schon einmal hier, da habe ich mich um Eddi's Fohlen gekümmert. Fee kenne ich noch nicht so gut, ich hoffe, dass wir uns an diesem Tag besser kennenlernen. Sie macht einen sympathischen Eindruck. "Und, wo fangen wir an?", frage ich dann die beiden Mädels. "Ich wäre dafür, dass wir zuerst alles auf Vordermann bringen, und uns dann um die Pferde kümmern. Wer weiss, vielleicht haben wir ja am Schluss noch Zeit für einen Ausritt...?", zwinkert mir Fee zu. Ich lache und erwidere: "Na, da bin ich einverstanden. Wo fangen wir an?" Nachdem mir Eddi antwortet, dass es vielleicht am besten wäre, wenn wir zuerst die Weidetränke reparieren würden, marschieren wir schon los. "Zuerst kontrollieren wir mal ob es überhaupt etwas zu reparieren gibt, und geputzt werden müssten die Tränke auch", grinst Eddi mich an, schlüpft unter den Zaun durch und wir folgen ihr. Auf der Weide schauen und viele Pferde neugierig an. "Oh, wie süss. Wer ist denn das dort hinten?", ich zeige auf ein Trakehner, ein Palomino. "Oh, das ist unser hübscher Fiebertraum.", antwortet Fee mir, während sie zu ihm geht und ihn streichelt. "Der Name passt ja aber gar nicht, ts ts", meine ich gespielt empört,"das ist doch kein Fiebertraum, das ist ein Traum auf Erden!" Wir lachen und die beiden stellen mir auch noch die anderen Pferde vor. Innert einiger Minuten habe ich praktisch alle Pferde des Rettungshof kennengelernt. Cual Maniaca, Hoppla, Fiebertraum und ZM’s Zanaro haben es mir doll angetan. Nun führt Fee mich auch schon zu den Weidetränken. Der erste scheint noch intakt zu sein, da müssen wir nichts machen, ausser ihn zu putzen. Beim zweiten sieht es aber schon anders aus; ein langer Riss schlängelt sich durch die Tränke. „Eddi, müssen wir den wohl ersetzen oder geht das vielleicht auch anderst …?“, fragte Fee an Eddi gerichtet. Eddi erwidert nicht, grinst nur und eilt davon. Was sie wohl im Sinn hat? Wenig Später kommt sie mit viel Klebband zurück. „Das wird doch nicht reichen!“, meint Fee kritisch. „Ach was, komm Klebband, denen zeigen wir es!“, lacht Eddi und fängt an, die Tränke zu reparieren. Und siehe da, nachdem wir der Wassertränke einen Wassertest gemacht haben, hält es perfekt. „Ha!“, ruft Eddi und zeigt mit dem Zeigefinger auf Fee, „da hast du es!“ Wir alle drei fangen an zu lachen und kontrollieren auch noch die anderen Tränke. Nachdem wir dann alle geputzt und kontrolliert haben, machen wir uns am Zaun zu schaffen, an einigen Stellen hält der nicht so gut. Deep Silent Complete bleibt immer in meiner Nähe und schaut neugierig zu, was ich da denn treibe. Ich erlaube mir hin und wieder eine kurze Pause und streichle ihren schönen Kopf.
      Später, nachdem wir alle erledigt von der Weide zurückkommen, bringt uns Eddi ein kaltes Getränk, genau das Richtige. Wir trinken und unterhalten uns über Belangloses, ehe wir uns wieder an die Arbeit machen. In der Sattelkammer sollte man wieder mal aufräumen und aussortieren und auch der Stall sollte wieder geputzt werden. Also erheben wir uns wieder und machen uns auf den Weg zur Sattelkammer. „Letztes Jahr haben wir Sachen gefunden, von denen wir gar nicht wussten, dass wir sie hatten. Hoffen wir es geht diese Jahr genau so“, lacht Fee und wir stimmen mit ein. „Das ist doch immer so“, grinse ich. In der Sattelkammer nehmen wir uns die erste Kiste vor und entdecken immer wieder neues, spannendes Zeug. „Ich wusste ja gar nicht das wir Laufferzügel haben!“, meint Fee plötzlich erstaunt. So ist es, man hat Sachen, welche man gar nicht braucht. Wir putzen Zügel, begutachten Schabracken und suchen zusammen passende Steigbügel. Nach einer guten Stunde, oder auch zwei, ist alles geputzt und sortiert an seinem richtigen Platz. „So, dann wollen wir uns mal die Stallungen vornehmen“, seufzt Fee und ich nicke mit gespielt ernster Miene. Im Stall befreien wir Boxenwände vor Spinnennetze, putzen das Fenster und reinigen allgemein den ganzen Stall. Plötzlich quieke ich auf und schreie: „Ratte! Eine Ratte!“ Ich hasse nämlich Ratten. Erschrocken von dem Geschrei eilen mir Fee und Eddi zur Hilfe. Als ich dann aber auf die graue, fette Ratte zeige, fallen sie in lautes Gelächter. Ich verziehe die Lippen und schmolle, entferne mich von der Ratte. „Nicht witzig“, brummle ich und verschränke die Arme. Als mich dann aber Fee anschaut, muss ich auch lachen. „Aber was soll ich den machen wenn ich Ratten hasse?“, ziehe ich die Schultern hoch und frage die beiden. Als Antwort lachen sie erneut. Nach diesem Zwischenfall arbeiten wir weiter, ich schaue mich immer wieder misstrauisch um, ob irgendwo eine Ratte lauert. Zum Glück läuft mir aber keine mehr über den Weg. In der Zwischenzeit haben Eddi und Fee Musik laufen lassen, und ich summe fröhlich mit.
      Nachdem wir alles sauber geputzt haben, wenden wir uns den Pferden zu. Zuerst hole ich Paper Heart von der Weide und putze sie gründlich. Sie geniesst die Putzeinheit und döst vor sich hin. Danach bringe ich sie wieder zurück und hole zuerst Already und dann Crown Jewel von der Weide. Beide Hüh putze ich gründlich, Already ist sehr verschmust und reibt ihren Kopf immer wieder an meiner Jacke. Crown jedoch ist schnell langweilig und versucht eine Befreiungsaktion. Erfolgslos. In der Zwischenzeit hat Eddi Lulu, Moon River und Calvados geputzt, währendem Fee sich um Key, Success Story und Hoppla gekümmert hat. Nun bleiben noch Leitz, Cual Maniaca, Fiebertraum, CH’s Unglück, CH’s Zanaro und Geoffrey’s Brother übrig. Zusammen putzen wir zuerst CH’s Unglück, dann CH’s Zanaro und Geoffrey. „Und was ist mit Calero und Existenz?“, frage ich Eddi und Fee und schaue die beiden Fohlen sehnsüchtig an. „ Um die beiden haben wir uns heute Morgen schon gekümmert“, meint Fee und lächelt mich an. Nun sind alle Pferde geputzt, ausser drei, denn mit Leitz, Cual Maniaca und Fiebertraum wollen wir auch noch einen Ausritt unternehmen.
      Nachdem wir die Pferde gesattelt haben, ich reite Fiebertraum, währendem Eddi Cual nimmt und Fee Leitz, zäumen wir unsere Pferde. Fiebertraum ist nicht ganz so brav und reisst seinen Kopf in die Höhe. „Nicht so mit mir“, lache ich und nach einigen Minuten ist es mir gelungen, ihn zu zäumen. Fee hat mir erzählt, dass der feine Kerl sehr sensibel ist und unter dem Sattel temperamentvoll. Mit ihm werde ich noch meinen Spass haben. Nun steigen wir auch schon auf und entfernen uns vom Hof. „Eddi?“, frage ich nach hinten, „wie gross ist denn eigentlich Fiebertraum?“ „Er sollte so circa 165 cm gross sein“, antwortet mir Eddi und ich antworte mit einem Okay. „Wollen wir dann mal traben?“, durchbricht nun Fee das friedliche Schweigen und bald darauf traben wir auch schon an. Fiebertraum hat einen wundervollen Trab, zuerst wollte er schneller davonpreschen, doch schnell mache ich ihm klar, dass ich hier das Sagen habe. „Aber keine Angst, Grosser. Wir werden schon noch galoppieren“, spreche ich mit ihm. Nachdem wir eine Weile getrabt sind, parieren wir die Pferde wieder in den Schritt und plaudern über Gott und die Welt. Irgendwann sagt dann aber Eddi: „So, hier könnten wir galoppieren. Lust auf ein Wettrennen?“ Wir bejahen und schon schnellen wir vor. Fiebertraum, froh endlich laufen zu können, rennt und ich könnt jubeln vor Glück. Das Vollblut ist unglaublich schnell. Eine Weile rennen die Pferde Kopf an Kopf, bis dann Fee aber leider sagt: „Nun müssen wir wieder bremsen“ Fiebertraum wollte zunächst nicht, doch nach einigen Paraden fällt dann auch er in den Trab. Wir traben noch ein Stückchen ehe wir dann ganz in den Schritt fallen. Zufrieden schauen wir uns an und lächeln. Nun kommt auch schon der Hof in Sichtweite, bald muss ich gehen. „ Heute war es echt toll hier bei euch!“, grinse ich die beiden an, und sie grinsen zurück.

      Zitat von Gast:
      Springtraining
      Im Stechschritt eilte ich den Weg zum Stall hoch. Ich war jetzt schon spät dran, und wenn ich mich auch noch um meine eigenen Pferd kümmern wollte musste ich echt sputen. In Windeseile begrüßte ich den riesigen Palomino Hengst Leitz und halfterte ihn auf. Er ließ sich Seelenruhig Putzen und döste vor sich hin. Er war nicht sonderlich dreckig und so putzte ich ihn nur schnell über und rückte dann mit seinem Springsattel an. Er schaute aufmerksam als ob er es kaum erwarten könne endlich über den Springplatz zu fegen. Pfeifend sattelte ich Leitz und legte ihm Gamaschen und Springglocken an ehe ich ihn auftrenste. Dann setzte ich mir meinen Helm auf und zog meine Stiefel an. Auf dem Weg zum Springplatz schnappte ich mir noch eine kurze Springgerte und stieg kurzentschlossen von einem Stein auf um die letzten Meter zum Springplatz zu reiten. Als der Palomino die bunten Hindernisse entdeckte wurde er augenblicklich munter. Er spitzte die Ohren und legte einen Zahn zu. Auf dem Platz angekommen ritt ich ihn zuerst 10 Minuten Locker vorwärts abwärts in Schritt und Trab ehe ich mit leichter Cavaletti Arbeit im Trab und im Galopp begann. Leitz war die ganze Zeit mit viel Elan und einem Feuereifer dabei und schien sichtlich Spaß an der Arbeit zu haben. Zum Schluss ließ ich ihn noch ein paar Leichte Gymnastik Sprünge gehen und sprang zu guter Letzt noch einen kleinen Parcours. Ich ritt wieder zum Stall, und als ich abstieg und absattelte stellte ich fest das er nur an Brust und Sattellage ein wenig geschwitzt hatte. Gute Kondition also. Der Hengst schien zufrieden, also ließ ich es für heute Gut sein. Ich spritzte ihm noch die verschlammten Beine ab und entließ ihn mit ein wenig Kraftfutter wieder in seine Box.
      (c) Keroseno
      1744 Zeichen; prooved by Lettercount.com

      Zitat von Eddi:
      Pflegebericht für alle Pferde - Januar 2015

      Es war noch früh am Morgen, als Fee an meine Tür klopfte - laut genug, dass ich sofort hellwach war. Seufzend hievte ich mich aus dem Bett und schlüpfte in meine Stallsachen. Unten in der Küche erwarteten mich schon frisch gebackene Brötchen und heißer Kaffee. Doch auch das konnte meine Motivation nicht wirklich hervorrufen, denn draußen goss es aus Eimern. "Was für ein wundervoller Januarmorgen!", murmelte ich frustriert und frühstückte zusammen mit Fee. Die hatte schon die Post geholt, wo auch ein Sale-Katalog von Krämer dabei war und sie strich sich gerade fleißig Dinge an, die sie unbedingt kaufen wollte. "Falls Helme im Angebot sind, sag mir Bescheid, ich brauche einen neuen!", meinte ich und dachte an meinen inzwischen sehr labilen Helm zurück.
      Nachdem wir mit dem Frühstück fertig waren, ging es direkt in den Stall. Während ich alle Pferde fütterte, holte Fee schon Stroh und Heu vom Dachboden herunter, damit wir nachher schneller fertig sein würden. Dann kamen die Pferde auf die Weide und wir machten uns an die Stallarbeit. Also wurden die Boxen ausgemistet und frisch eingestreut. Das Heu wurde verteilt und die Tränken wurden kontrolliert. Als wir dann mit allem fertig waren, fuhren wir erst einmal in die Stadt, weil wir dringend neue Pellets kaufen mussten. Und nebenbei konnte man ja schön durch den Laden stöbern...
    • Eddi
      [​IMG]
      Neue und alte Gesichter
      19.06.2019
      Seit Anfang des Jahres hatte sich wieder ein wenig in unseren Stallungen verändert. Drei neue Hengste waren hinzugekommen. Exciting Force und Leitz waren altbekannte Gesichter und stets willkommen und neu mitgebracht hatten sie ihren Weidegenossen Phex. Leider waren die drei aus einem nicht so schönen Grund zu uns gezogen. Ihre Besitzerin und eine sehr enge Freundin meinerseits hatte einen schweren Unfall gehabt und hatte vorerst die Pferde und ihr Gehöft aufgeben müssen. Ich drückte die Daumen, dass es irgendwann wieder besser werden würde, aber bisher stand die Zukunft noch in den Sternen.
      Die drei Hengste hatten sich zumindest sehr schnell eingelebt. Oft standen sie mit bei Altyn, Pajero und Cover the Sun, aber auch mit dem Rest der Herde verstanden sie sich prima. Fiebertraum und Nochnoi Dozor hatten sich auch gemacht und waren nun offiziell nicht mehr die Neuen. Heute würde ich noch die neuen Turniernennungen abschicken müssen. Das betraf vor allem Catani, Dr. Insektor, Calimero II und He's called Trüffel. Der Rest hatte momentan mehr oder weniger Ruhe. Feuervogel und Varulv fuhren ab und an mit, wenn es sich anbot, aber wir machten uns keinen Stress.
      Vor kurzem hatten wir mit unseren Westernpferden an einer kleiner Westernshow in der näheren Umgebung teilgenommen. Dissident Aggressor war sowieso bekannt wie ein bunter Hund und auch Call me a Twist brauchte sich nicht zu verstecken. HGT's Unitato und Outlaw Torn hatten wir tatsächlich auch mitgehabt. Es wurde Zeit, dass sich die Jüngsten daran gewöhnten.
      Aristo und Thorondor fristeten ihr friedliches Dasein. Aktuell wurden die beiden nur von mir trainiert, aber es ging super voran und gerade das Training mit Thorondor machte unglaublich Spaß. Auftakt, BonnyBoy, Fürst der Finsternis und Single Malt waren nun langsam wieder auf ihrem alten Trainingsstand und liefen hier und da im Reitunterricht mit und machten ihre Sache auch gut. Abschließend gab es noch Erutan Wishes und What does the Fox say. Das Ponyduo war vor der Kutsche unschlagbar und dort wurden sie auch immer bewegt.
    • Eddi
      [​IMG]
      Neujahr
      03. Januar 2020
      Mississle, Teasie, Sarabi, Possy Pleasure Mainstream, Razita, Walking In The Air, Like Honey and Milk, Shattered Glass, Raunchy's Limited, Naimibia, Das Kürbisvieh, Amadahy, Lila Wolken, Herbsttraum, Alice von Landwein, Nandalee, Nesquik, Sally, Batida de Coco, Polka Dot, My Hope Nymeria
      Panta Rhei, Phex, Leitz, Exciting Force, Altyn, Fiebertraum, Nochnoi Dozor, Catani, Cover the Sun, Pajero, Dr. Insektor, Aristo, Thorondor, Call me a Twist, Dissident Aggressor, HGT's Unitato, Outlaw Torn, Feuervogel, Varulv, Calimero II, Vertigo, Auftakt, BonnyBoy, Fürst der Finsternis, He's called Trüffel, Single Malt, Erutan Wishes, What does the Fox say
      Graceful Eclipse, Merida, Maelis, Lady Fox, Korah, Nabiri, Acariya, Herbstmond, Cover the Moon, Paddington, Feuerdrache, Applaus


      Das neue Jahr war angebrochen und mit ihm auch ein neues Jahrzehnt. 2020 hatten wir erreicht und ich war stolz auf das, was das Gestüt Sapala darstellte. Wir hatten ein funktionierendes, tolles Team, welches sich mit ganzem Herzblut um die Pferde kümmerte und die konnten sich auch wirklich nicht beklagen.
      Das vergangene Jahr hatten wir ruhig und entspannt enden lassen. Wie immer schickte ich meine Mitarbeiter über die Feiertage zu ihren Familien in ihren wohlverdienten Urlaub. Zu den Tagen schafften wir es auch mit wenigen, den Stall in Stand zu halten und die Pferde hatten zum Großteil frei.
      Natürlich waren wir alle Pferdemenschen und die ließen es sich nicht nehmen, auch ihre freie Zeit im Stall zu verbringen. Es war immerhin unsere Leidenschaft. So hatten wir zum 23.12. einen großen gemeinsamen Weihnachtsritt mit gemeinsamen Mittagessen gemacht und am 01.01. hatten wir uns alle zum Neujahrsritt versammelt.
      Mein Team hatte die vergangenen Tage damit verbracht, ihre kleinen Reitschülergrüppchen auch an so etwas wie einem Neujahrsritt teilhaben zu lassen. Natürlich ging das nicht alles an einem Tag, aber so waren die ersten Tage des neuen Jahres direkt gut gefüllt gewesen.
      Ende Januar würde unser jährliches Neujahrsturnier anstehen und die jungen Reiter trainierten jetzt schon fleißig und waren sehr ehrgeizig. Auch für meine Mitarbeiter gab es eine eigene Abteilung, auch sie sollten sich messen dürfen und ihren Spaß haben.
      Ich war schon voll in den Vorbereitungen hierfür, bereitete die Schleifen und Gewinne vor und plante das Event und schrieb Listen. Draußen war es heute diesig und nass, so dass ich gerne mal den Tag zum Großteil im Büro verbracht. Den Morgen über hatte ich bereits auf mehreren Pferden gesessen, denn nun ging das Antrainieren wieder los, wenn wir dann im März in die diesjährige Turniersaison starten wollten.
      Die ersten Tage des Jahres würde ich noch viel für Organisatorisches gebrauchen, aber dann sollte alles wieder seinen gewohnten Gang gehen.
    • Eddi
      [​IMG]
      Sommergewitter
      14. Juni 2020
      Mississle, Teasie, Sarabi, Possy Pleasure Mainstream, Razita, Walking In The Air, Like Honey and Milk, Shattered Glass, Raunchy's Limited, Naimibia, Das Kürbisvieh, Amadahy, Lila Wolken, Herbsttraum, Alice von Landwein, Nandalee, Nesquik, Sally, Batida de Coco, Polka Dot, My Hope Nymeria
      Panta Rhei, Phex, Leitz, Exciting Force, Altyn, Fiebertraum, Nochnoi Dozor, Catani, Cover the Sun, Pajero, Dr. Insektor, Aristo, Thorondor, Call me a Twist, Dissident Aggressor, HGT's Unitato, Outlaw Torn, Feuervogel, Varulv, Calimero II, Vertigo, Auftakt, BonnyBoy, Fürst der Finsternis, He's called Trüffel, Single Malt, Erutan Wishes, What does the Fox say
      Graceful Eclipse, Merida, Maelis, Lady Fox, Korah, Nabiri, Acariya, Herbstmond, Cover the Moon, Paddington, Feuerdrache, Applaus


      Das Gewitter überraschte uns unwillkürlich. Die vergangenen drei Tage hatten wir schönstes Wetter gehabt und die Temperaturen waren bis zu den 30 Grad hochgeklettert, und dann brach es herein. Ein richtiges Sommergewitter und zwar eins von der fiesen Sorte. Und hier oben an der Küste erwischte es uns mehr, als es lieb war. Innerhalb einer Stunde schlug das komplette Wetter um. Im Himmel brauten sich die dunklen Wolken zusammen und man hörte bereits den ersten Donner, während die Blitze bisher kaum sichtbar war.
      Ich war gerade mit Leitz ausreiten und wir machten uns, so schnell es ging, auf dem Heimweg. Während Leitz leicht flockig vorwärts trabte, rief ich bereits zu Hause an, damit dort alles sturmsicher gemacht wurde. Außerdem mussten die Pferde in den Stall. Natürlich hatten wir alle Herden inzwischen auf den großen Sommerweiden. Aber die meisten davon waren nicht unbedingt für solche Gewitter geeignet und ich wusste meine wertvollen Tiere lieber in Sicherheit.
      Als ich mit Leitz am Stall ankam, sprang ich aus dem Sattel und drückte den schönen Palomino einen meiner Stallburschen in die Hand. Eigentlich war das nicht meine Art, aber ich schnappte mir vier Stricke und eilte zu den Jungpferden, um dort zu helfen. Gerade die Jungspunde hatten nicht so viel mit Menschen zu tun und würden es nur bedingt einsehen, jetzt unbedingt mitkommen zu müssen. Doch sie benahmen sich alle einwandfrei und eine halbe Stunde später standen alle im Stall.
      In der Zwischenzeit hatte es bereits begonnen zu nieseln. Inzwischen schüttete es aus Eimern. Ich rannte mit Batida und Polka Dot an meiner Seite noch schnell in den Stall und schon waren alle Pferde drin. Die beiden Ponys packte ich in ihre Box, wo sie sich direkt zufrieden aufs Futter stürzten. Alle Pferde standen drin, während der Regen auf das Dach einprasselte. Auch mein Team fand sich komplett im Stall ein, manche noch trocken, manche ganz schön durchnässt - doch alle gut gelaunt.
      Gemeinsam verzogen wir uns in unser Reiterstübchen wo ich Tee aufsetzte und Alexa Sandwiches verteilte. So verbrachten wir gemeinsam den Abend, ehe ich alle früher als sonst nach Hause schickte, denn es regnete und stürmte immer noch und ich wollte gerne, dass alle heil zu Hause ankamen. Vermutlich würde es die ganze Nacht über weiter so gewittern.
    • Eddi
      [​IMG]
      Weihnachten steht vor der Tür
      10- Dezember 2020
      Der dritte Advent stand vor der Tür und auch Weihnachten rückte immer näher. Aufgrund der aktuellen Situation hatten wir unsere Turnierpräsenz rapide minimiert und waren schon eher in die Jahreswechsel-Pause gestartet, so dass wir auf Sparflamme liefen. Außerdem hatte sich unser Pferdebestand radikal verkleinert. Natürlich auf meinen Wunsch, aber so hatten wir wieder mehr Zeit für unsere aktuellen Schützlinge.
      Für die Turniere blieben weiterhin Amadahy, Catani und Nochnoi Dozor im vollem Training und das reichte auch. Die drei wollte ich diesen Winter gerne weiter fördern, damit wir kommendes Jahr hoffentlich aktiv durchstarten konnten. Auch für unsere kleinen Schützlinge war einiges geplant.
      Cover the Moon und Feuerdrache waren noch recht jung mit ihren drei Jahren und ich gab beiden noch etwas Zeit. Dennoch lernten sie diesen Winter bereits alles Nötige kennen und wurden allmählich mit Bodenarbeit antrainiert. Anders sah es für Paddington, Herbstmond und Maelis aus. Für die drei wurde es bereits wesentlich ernster und neben dem Einreiten, wurden sie auch langsam mehr gefordert.
      Unser Neuzugang Silmpy's Ronja durfte sich zunächst in ihrer neuen Herde eingewöhnen. Sie hatte zunächst sich schnell mit meinen älteren Damen Walking In The Air und Teasie angefreundet. So bildeten die drei die zweite Rentnergruppe neben den Hengsten Call me a Twist, Vertigo und Thorondor, welche auch zusammenstanden.
      Aufgeweckter waren da zum einen die Mädelsgruppe bestehend aus Sarabi, Shattered Glass und Like Honey and Milk. Aufgrund der Winterzeit hatte ich die Gruppen verkleinert, damit die kleineren Weiden kein Problem machten. So standen nun Amadahy, Das Kürbisvieh und Mississle zusammen.
      Auch die Hengste hatte ich ein wenig auseinandergezogen, wobei sie die größeren Koppeln bezogen hatten. Es gab drei Hengstgruppen: Die Gruppe aus Leitz, Phex und Pajero stand dem Stall aktuell am nächsten und ich konnte die drei gerade schön beobachten.
      Catani, Cover the Sun und Nochnoi Dozor standen etwas weiter entfernt, ebenso wie Dissident Aggressor, Aristo und He's called Trüffel. Inzwischen war auch das gesamte Gestüt weihnachtlich geschmückt und wenn man über den Hof lief, konnte man sich sehr über die schönen Dekorationen freuen.
      Besonders der Offenstall der Ponystuten Polka Dot, Batida de Coco und My Hope Nymeria war von den Reitkindern sehr liebevoll geschmückt worden, so dass es auf Gestüt Sapala inzwischen wirklich weihnachtlich war. Zufrieden schlürfte ich an meinem heißen Kakao und zog mich allmählich zurück. Kommende Woche würde noch viel anstehen, denn es sollten auch zwei alte Bekannte zurückkehren. Napayné und Apache's Tomahawk würden endlich wieder zu uns ziehen und ich freute mich schon riesig.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    Hengststall
    Hochgeladen von:
    Eddi
    Datum:
    13 Apr. 2020
    Klicks:
    239
    Kommentare:
    6

    EXIF Data

    File Size:
    211,4 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Name: Leitz
    Geboren: 2002
    __________________


    Von: Lord Winter
    Aus der: Harmony
    __________________


    Rasse: Holsteiner
    Geschlecht: Hengst

    Farbe: Palomino
    Stockmaß: 180cm


    Beschreibung:
    Leitz hat im seinem Leben wohl so einiges durchgemacht und auch seine Höhen und Tiefen erlebt. Eine Zeitlang hat der Hengst, welcher eigentlich recht tough ist, sein Selbstvertrauen verloren.
    Mit den Jahren insensiver Betreuung jedoch, gewann er schnell zu alter Stärke zurück und ist so gut wie wieder ganz der Alte.
    Und zwar:
    Der Holsteiner ist wohl der Liebling von allen. Er arbeitet unglaublich gerne, ist ein tolles Turnierpferd und Springen ist sein Leben. Er hat seine Vergangenheit schon längst hinter sich gelassen und ist schon lange immer bei allem gerne mit dabei. Er ist ein klasse Verlasspferd, wenn man sich einmal sein Vertrauen erarbeitet hat. Dennoch ist er gerne mal noch ungestüm und ein Pferd was viel Kopfarbeit braucht.

    Ersteller: sweetvelvetrose
    Besitzer: Eddi
    Vorkaufsrecht: Arktiswolf/sweetvelvetrose


    Dressur E -- Springen S*** -- Military S*** -- Distanz L -- Galopp L

    [​IMG] [​IMG] [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]
    [​IMG] [​IMG]
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]

    [​IMG][​IMG]
    1. Platz 45. Militaryturnier
    1. Platz 5. Synchronspringen
    2. Platz 153. Militaryturnier
    1. Platz 173. Militaryturnier
    2. Platz 204. Distanzturnier
    3. Platz 205. Distanzturnier
    3. Platz 254. Springturnier
    1.Platz 322. Springtunier
    1. Platz 227. Militarytunier
    2.Platz 228. Militaryturnier
    3.Platz 100. Synchronspringen
    3. Platz 320 Galopprennen
    1.Platz 383 Springtunier
    2. Platz 384 Sprimgtunier
    2.Platz 279 Militarytunier
    1.Platz 390 Springtunier
    1. Platz 360 Galopprennen
    2.Platz 279 Militarytunier

    __________________


    Gekört: ja, [HK 476] Alle Rassen
    [​IMG]


    Nachkommen:
    --