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Stelli

Lavengo | Deutsches Reitpony

LavengoRufname VengoGeburtsdatum *2.2.2008Stockmaß 1,49mFellfarbe DunkelfuchsscheckeAbzeichen breite unregelm. Blesse, v.l., h.r, h.l. hochweißer Fuß; v.r. weißer FußCharakter arbeitswillig, gutmütig, aber etwas hibbeligGesundheit gesund Hufzustand 2x vorne beschlagen letzter Hufschmiedbesuch 8.7.2014 - Schmiede 'Heißes Eisen'letzter Tierarztbesuchletzte ImpfungAus der Hopelessaus der Hopeful Chancevon Star ChampionVon Laudate aus der Prinzessvon Landor SRasse Deutsches ReitponyGeschlecht HengstZur Zucht zugelassen ja[ ] nein [x]Zucht -Besitzer StelliErsteller / Züchter Ivi.Kiwi; Zuchtgestüt Burnin' ValentineVKR Ivi.KiwiVerkäuflich NeinReitbeteiligung -QualifikationenGalopprennen Klasse EWestern Klasse -Spring Klasse LMilitary Klasse ADressur Klasse ADistanz Klasse EFahren Klasse LEignung Springen & DressurTraining Springen [E-A], Military [E-A], Fahren [A-L]keine1. Platz Springen bei Eowin's Osterturnier

Lavengo | Deutsches Reitpony
Stelli, 2 Feb. 2014
Snoopy gefällt das.
    • Stelli
      Pflegebericht Lavengo
      - Ankunft

      Abends klingelte mein Telefon. Zu meiner Überraschung war es Ivi.Kiwi, eine gute Freundin von mir, die lange ziemlich Stress hatte. Sie bat mich, schnellstmöglich zu ihr zu kommen. Verwundert machte ich mich fertig und fuhr ins Nachbardorf zu meiner Freundin. Ivi fing mich bereits am Tor ab und führte mich in den Stall. In der Stallgasse stand ein Scheckpony, was mir direkt ins Auge fiel. "Den kenn ich ja gar nicht, wer ist das?", fragte ich. Ivi grinste bis über beide Ohren. "Das ist Lavengo, dein Pferd!". Ich musste zwei Mal überlegen was Ivi da grade gesagt hatte. Verwundert fragte ich nach und erfuhr, das es ein Dankeschön sein sollte. Ich fiel ihr vor lauter Glück um den Hals und begutachtete mein neues Pony. Es war auch noch ein Deutsches Reitpony, welches genau richtig zu unserer Zucht passte. Nachdem wir uns noch lange unterhalten hatten fuhr ich nach Hause und richtete direkt eine neue Box her. Am nächsten Tag würde ich mein neues Pferd holen.
      Früh fuhr ich mit dem Hänger vom Hof um Lavengo zu holen. Ivi hatte ihn bereits fertig gemacht und wartete mit Lavengo auf dem Hof. Ich begrüßte beide freundlich und streichelte Lavengo über die Nase. Beim Verladen zeigte sich Lavengo äußerst brav und folgte mir auf Anhieb auf den Hänger. Ivi gab mir Papiere und alles weitere und dann gings schon in Richtung Heimat. Lavengo bezog seine Box neben Jacarta, die sich direkt gut verstanden. Nun durfte sich Lavengo erstmal in Ruhe einleben.
    • Ravenna
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      Springen E auf A
      ©Ravenna | 4986 Zeichen


      Mit Down with the Sickness hatte ich mein erstes Pferd vor mir welches im Springen trainiert werden sollte – klar bei meinen eigenen Pferden hatte ich dies bereits gemacht, eine Kundin bisher noch nicht. Der junge Hengst gehörte zum Gestüt Tannenheide, auf welchem ich bereits öfters zugegen gewesen war. Mit Stelli war ich mittlerweile per du und als Freundin würde ich sie beinahe auch bezeichnen. Gemeinsam gingen wir in die Halle, mit dem bereits gesattelten Hengst in die Halle – Sicky wie Stelli ihn nannte hatte eine ganz besondere Farbe. Mir war beim Putzen aufgefallen das er ein wenig quirlig war, jedoch im Grunde gut zu händeln. Während Stelli den Sattelgurt von ihrem Hengst Lavengo kontrollierte – der Hengst war neu auf dem Gestüt und sie wollte einmal probieren wie er Springen denn so fand. Erst einmal hatten wir uns zuvor Trabstangen und kleine Kreuzer aufgestellt um die Pferde ein wenig warm zu machen – sie eben auf die folgenden Sprünge warm zu machen. Wir konnten sogar raus gehen, denn der Platz war trocken und die Sonne lachte uns entgegen. Hierbei achteten wir auf die korrekte Versammlung beider Pferde, denn je höher die Sprünge wurden desto mehr musste darauf geachtete werden in welchem Tempo man einen Sprung annahm. Nach einer halben Stunde Aufwärmen wagten wir beide abwechselnd einzelne Hopser über den Kreuzer, wobei es beiden Pferden gelang einfach darüber hinweg zu traben. Also stieg ich ab legte die Stange etwas höher als mein Knie – dies sollten so etwa 50 cm sein. Die anderen beiden Hindernisse stellte Stelli noch auf die selbe Höhe – das letzte in dem Parcours war bereits auf einer Höhe von 1,10 und somit auf einem guten A Niveau. Zunächst ließen wir beiden nur über die kleineren Hindernisse gehen – zweimal verweigerte Sicky, da ich das Hindernis etwas zu schräg angeritten war. Lavengo indes wurde richtig heiß bei dem ganzen gehopse – er lief in einem Elan an die Hindernisse heran. Nachdem er den Parcours erst zweimal gesprungen war - musste ich Stelli ein kleines Geständnis machen. „Der kleine…auch wenn er erst kurz unter dem Sattel ist, aber der trägt dich da einfach durch den Parcours – ganz so als würde er wissen was er machen muss. Sicky ist durchaus Talentiert und Lernwillig, aber Lavengo scheint es im Blut zu haben. Dann lass uns mal mit beiden die nächsthöheren Hindernisse angehen – mal sehen wie sie sich schlagen!“ Im kontrollierten Kanter dirigierte ich Sicky an das erste Hindernis, kurz davor zog er an Tempo an, spitzte die Ohren um dann in einem hastigen Satz darüber weg zu setzten – ich hörte zwar das leise *Plong* als seine Hufe die Stange berührten, doch geschah weiter nichts. Die weiteren Hindernisse nahm er genauso – das letzte jedoch riss er hinunter. Einer der Pfleger kam zu Hilfe und legte die Stange wieder auf. Nun startete Stelli mit ihrem jüngeren Hengst – wie bereits davor gab sie ihm zwar die Richtung, doch den Sprung koordinierte der arbeitswillige Hengst beinahe von selbst. Ich tätschelte Sicky den Hals „Siehst du – so machen wir das auch gleich“ wisperte ich ihm zu als Stelli durch die drei Sprünge hindurch war. Nun ging ich wieder die Hindernisse an – diesmal mit etwas mehr Tempo um Sicky den nötigen Schwung zu geben – trotzdem ich etwas zu spät aus dem Sattel aufstand gelang Sicky der Sprung dieses Mal mit Bravour. Der hochgereckte Daumen von Stelli zeigte mir – wir hatten gute Arbeit geleistet! „Dann steht der Prüfung morgen nichts im Wege. Wirst du mit Lavengo auch teilnehmen?“ Stelli überlegte einen Moment lang, dann schüttelte sie den Kopf „Der kleine ist ja nicht mal angemeldet.“ Das stimmte allerdings..“Naja – wenn die sowieso hier sind. Denke ich das sie beide Pferde begutachten werden. Wir fragen einfach.“

      Am nächsten Tag um 12 Uhr traf ich wieder bei Stelli ein, sattelte mir Sicky und sie den jungen Lavengo – beide Pferde durften den Parcours springen. Dieses Mal erwarteten uns sechs Hindernisse statt der drei – wir würden sehen ob beide Pferde bestehen würden. Im Trab ritt ich in den Parcours, galoppierte an um das erste Hinderniss einen Oxer anzuvisieren – die nächsten paar Sekunden vergingen wie in einer Art Traum. Ich war ganz auf Sicky und die Hindernisse konzentriert um ja keinen Fehler zu begehen – am Ende gingen wir ohne eine gerissene Stange aus dem Parcours. Dann war Stelli auf Lavengo an der Reihe – auch die beiden machten ihre Sache recht gut. Als wir die Pferde im nach hinein dann versorgten während die beiden Richter noch verhandelten, besprachen Stelli und ich unsere Leistungen. Im Anschluss – bekamen wir unsere Protokolle. Sicky hatte die Stufe ohne Probleme bestanden. Lavengo ebenfalls – jedoch eher mit ach und Krach, die Richter bemängelten das er zu wenig auf seinen Reiter achtete, wenn er im Parcours war. Gerade bei höheren Klassen konnte dies zum Problem werden. Nun gut…somit hatte Stelli noch ein wenig mit dem hibbeligen Hengst zu tun, aber wie es das Schicksal wollte besaß sie nun zwei junge Nachwuchsspringer!
    • Rasha
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      Müde stand ich in der Küche, eine große Tasse Kaffee in der Hand, als Stelli dem Raum betrat: „Guten Morgen! Du kannst dich heute um die Weststallung kümmern! Am besten beginnst du gleich mit dem Füttern!“

      Der Kaffee tat seinen Zweck, langsam wurde die Müdigkeit vertrieben. Ich zog meine Stiefel an und ging in Richtung Weststallung. Auf dem Weg dorthin schnappte ich mir Schubkarre und Gabel und lud die Karre voll Heu. Als ich den Stall öffnete, wurde ich brummelnd begrüßt – die Damen und Herren waren schon hungrig. Ich nahm eine große Gabel Heu und öffnete die erste Box. Ben, der bunte Hafimix schaute mir freudig entgegen und begann sofort, das Heu zu fressen. „Langsam, mein Guter! Lass es mich doch erst einmal ablegen!“, meinte ich grinsend.

      In der nächsten Box wartete Never Say Never auch schon auf ihr Frühstück. Die Stute war allerdings zurückhaltender und fraß erst, nachdem ich ihre Portion komplett in der Box abgelegt hatte.
      Zügig versorgte ich die restlichen Pferde des Stalltraktes. Anschließend räumte ich Schubkarre und Gabel zurück und nahm stattdessen die Mistkarre, sowie Mistgabel und Mistboy mit zum Stall. Während die Pferde genüsslich ihr Frühstück verspeisten, entfernte ich nasse Stellen und sammelte die Pferdeäpfel aus den Boxen.
      Bei Lavengo passte ich nicht gut genug auf und so stieß der neugierige Hengst die gesamte Schubkarre voller Mist an. Prompt kippte diese mitten auf die Stallgasse. „Na toll, das hast du ja super hinbekommen!“, meinte ich lachend zu ihm. Schnell holte ich Besen und Schaufel und beseitigte das Malheur. Nachdem ich die Karre geleert und an ihren Platz zurückgestellt hatte, sah ich nach, ob die Führanlage besetzt war.

      Dies war nicht der Fall und daher ging ich in die Sattelkammer und schnappte mir vier Halfter. Die Pferde hatten mittlerweile einen Teil ihres Frühstücks verspeist, sodass ich sie nun guten Gewissens aus den Boxen nehmen konnte. Zuerst ging ich zu Minstrel, einer ausgefallen gefärbten Stute und halfterte sie auf. Danach zog ich Esperanza ebenfalls ein Halfter über und befestigte daran einen Strick. Da beide Stuten sehr gut erzogen waren, traute ich es mir zu, mit beiden Stuten gleichzeitig zur Führanlage zu gehen. Dort angekommen stellte ich die Stuten jeweils in ein Abteil und programmierte erst einmal lockeren Schritt ein, denn ich wollte noch zwei weitere Pferde in die Anlage bringen.

      Schnell ging ich zurück zum Stall, nahm das Halfter, welches ich vorher an Laiths Box gehängt hatte und zog ihr das Halfter vorsichtig über. Die Stute war ein wenig missmutig, so wollte sie doch gerne noch fressen. „Später bekommst du noch etwas mehr. Erst die Arbeit – dann Futter!“, sagte ich zu ihr. Laith folgte mir aus der Box und ich band sie an einem Ring kurz an, um Jacarta aufzuhalftern. Dann führte ich beide Stuten langsam zur Führmaschine. Jacarta wollte lieber in Richtung Weide abbiegen, doch es reichte ein leichtes Zupfen am Führseil, um ihr den korrekten Weg zu zeigen. Um die Stuten in ihre Abteile zu stellen, musste ich die Maschine noch einmal kurz anhalten. Als die vier Damen an ihrem Platz waren, stellte ich ein lockeres Training mit Schritt und Trab auf beiden Händen mit einer Gesamtdauer von einer Stunde ein.

      Ben und Lavengo waren mittlerweile mit ihrer Heuportion fertig. Daher schnappte ich mir Bens Putzzeug und striegelte den freundlichen Hafimix gründlich. Diese Massage genoss er sehr und er döste dabei fast ein. Anschließend holte ich sein Sattelzeug aus der Sattelkammer und bereitete ihn für eine Trainingsstunde vor. Stelli kam währenddessen auch schon in den Stall, um Ben entgegenzunehmen. „Never Say Never und Lavengo kannst du auf die Weiden bringen“, meinte sie zu mir. Darauf holte ich auch ihre Halfter aus der Kammer, striegelte beide kurz mit der Wurzelbürste und brachte sie auf ihre entsprechenden Weiden.

      Nun stand noch Secret Sign, der Appaloosahengst, in seiner Box. Nachdem ich ihn gründlich geputzt hatte, nahm ich den schweren Westernsattel von seinem Halter und ging zu Sing. Ich legte ihm das Pad auf den Rücken und ließ dann behutsam den Sattel auf seinen Rücken sinken. Ich gurtete den Sattel locker fest und streifte dem Hengst seine Trense über. Einen Moment musste ich warten, bis der Hengst das Maul öffnete, um das Gebiss zu nehmen. Den linken Zügel legte ich locker über den Sattel und führte Sign an dem anderen in Richtung Round Pen. Vorsichtig stieg ich auf und ließ mich dann langsam in den Sattel gleiten. Ich legte die Schenkel leicht an und sofort schritt der Hengst zügig los. Nach ein paar Runden nahm ich die Zügel leicht auf, verlagerte mein Gewicht und auf eine leichte Schenkelhilfe trabte er schön an. Dann fing ich an, die Runden zu verkürzen und viele Wendungen durch den Zirkel zu fordern, damit der Hengst sich schön bog. Das klappte super und so stellte ich ihn in die Mitte des Round Pens, wo er ein paar Minuten verschnaufen durfte. Als ich die Zügel wieder annahm, war er sofort wach und arbeitsbereit. Ich verlagerte mein Gewicht nach hinten und trat die Steigbügel aus, um Sign das Signal zum Rückwärtsrichten zu geben. Das klappte gut, doch kamen wir ein wenig schief. Ich setzte mich noch einmal gerade hin und siehe da, es klappte wie auf Schienen – ich hatte wohl mal wieder etwas rechtslastig im Sattel gesessen. Nach ein paar weiteren Trabrunden schnalzte ich Sign zu und sofort galoppierte der auf M Niveau ausgebildete Appaloosa an. Nach ein paar Galopprunden auf beiden Händen klopfte ich Sign lobend und ritt ihn trocken. Danach stieg ich ab, führte ihn zurück zum Stall, wo ich ihn am Halfter anband. Schnell bereitet ich seine Portion Kraftfutter vor, die er während dem Absatteln genüsslich mampfte.
      Anschließend kratzte ich ihm noch die Hufe aus, legte ihm eine leichte Decke über, da er doch noch sehr geschwitzt war und brachte ihn auf die Weide.


      Danach musste ich mich auch schon beeilen, so war doch die Stunde in der Führmaschine schon fast vorüber. Ich nahm die Stuten wieder paarweise aus der Maschine und brachte sie ebenfalls auf die Weide, wo sich Jacarta sofort wälzte und Esperanza mit wilden Bocksprüngen herum jagte.
    • Rasha
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      Heute hatte ich einen Termin bei Stelli und ihren Pferden. Drei Pferde standen auf dem Plan. Als ich in die Hofeinfahrt einbog, sah ich bereits den Putzplatz. Zeitgleich kam Stelli schon mit einer braunen Stute aus dem Stalltrakt.

      Ich stieg aus und begrüßte die beiden. Dann schlüpfte ich in meine Lederschürze, schaltete den Ofen meinem Kofferraum ein und steckte mein Werkzeug in die Taschen.

      Mit einem Leckerli begrüßte ich die Stute, welches sie vorsichtig von meiner Hand nahm. „Das ist Jacarta. Sie benötigt vorne klassische Eisen und hinten musste du sie nur ausschneiden“, berichtete Stelli. Nachdem ich die Hufe ausgekratzt und mir so einen Überblick über ihren Hufzustand gemacht hatte, nahm ich die Abbrechzange zur Hand und entfernte die beiden vorderen Eisen. Dabei blieb die Stute brav stehen, schaute jedoch skeptisch zu, was ich da so trieb.
      Dann nahm ich das Hufmesser und brachte die Hufe und den Strahl in Form. Auch hier gab Jacarta die Hufe gut an und blieb stehen, sodass ich zügig und sorgfältig arbeiten konnte. Anschließend holte ich den Hufbock, um die Hufe zu feilen. Diese beäugte die Stute etwas vorsichtig, hatte jedoch keine Angst. In meinem Kofferraum suchte ich die passende Eisengröße heraus und erhitzte die Eisen im Ofen. Auf meinem Amboss brachte ich sie in Form und brannte sie auf. Als der Rauch zischend aufstieg, zuckte Jacarta kurz zusammen, hielt aber den Fuß oben. Nach dem Abkühlen der Eisen nagelte ich diese an den Vorderhufen fest und knipste die überstehenden Nägel an der Hufoberseite ab. Stelli lief mit der Stute noch einmal vor, es war alles in Ordnung und sie konnte zurück in den Stall.

      Das nächste Pferd war Lavengo, ein toller Schecke. Aufgeregt kam er zum Putzplatz und schaute sich prustend alles an. Nachdem ich ihn mit einem Leckerli begrüßt und ihm die Hufe gesäubert hatte, wollte ich die vorderen Eisen mit der Abbrechzange entfernen. Lavengo konnte jedoch nicht so gut still stehen und daher musste ich die Hufe ein paar Mal absetzen. Dann war es geschafft und ich konnte vorsichtig damit beginnen, die Hufe in Form zu schneiden. Das Raspeln der Hufe fand Lavengo sehr aufregend und er zog öfters seine Beine vom Hufbock herunter. Nach einer kleinen Ermahnung von Stelli blieb er jedoch stehen, sodass ich die Hufe weiter raspeln konnte. Als ich seine Eisengröße gefunden und im Ofen erhitzt hatte, hämmerte ich sie in Form. Ruhig stand er beim Aufbrennen der Hufe, doch das Zischen der abkühlenden Eisen ließ ihn wieder etwas unruhig werden. Daher war es nicht so einfach, die Eisen an seinen Voderhufen zu befestigen. Dann war es geschafft und auch er wurde mir in Schritt und Trab noch einmal zur Kontrolle vorgeführt. „Alles ist in Ordnung, er läuft super“, sagte ich zu Stelli.

      Dann war der Appaloosahengst Secret Sign an der Reihe. Secret sollte nun vermehrt in der Westerndisziplin Reining trainiert werden und benötigte daher Sliding Eisen. Hier erkundigte ich mich nach der Beschaffenheit des Hallen- und Platzbelags, um die richtigen Eisen für ihn zu finden. Das Begrüßungsleckerli nahm Secret freudig an und auch die Hufe gab er brav. So konnte ich diese schnell auskratzen und die alten Eisen entfernen. Das Ausschneiden und Raspeln war für den Hengst gar kein Problem, er war schon ein richtiger Profi. „Am besten ist es, wenn die Vorderhufe bei einem Sliding Beschlag unbeschlagen bleiben können. Da das aber bei Secrets Hufen leider nicht in Frage kommt, nehme ich leichte Eisen mit guter Abrolleigenschaft. Das ist nötig, damit das Pferd beim Stop die Hufe schnell aus dem Boden bekommt und so Verletzungen vermieden werden“, erklärte ich Stelli. Dann erhitzte ich die Eisen im Ofen und brachte sie in Form. Die leichten Vodereisen waren zügig festgenagelt. Ebenso so schnell konnte ich die breiten und glatten Sliding Eisen an den Hinterhufen anbringen. „Achte bitte darauf, dass er nicht auf zu schnell auf glatten Bodenbelägen läuft, denn die Slider sind sehr glatt, damit es im Sand gut rutscht“, sagte ich zu Stelli, nachdem der Hengst fertig beschlagen war. Stelli führte ihn mir vor, damit ich sehen konnte, wie der Hengst mit den neuen Eisen zurechtkam. Es klappte soweit ganz gut, daher brachte Stelli ihn zurück in den Stall.

      Währenddessen räumte ich mein Werkzeug in den Wagen. „Er wird sich noch daran gewöhnen müssen, aber dann kannst du ihn damit auch ohne Bedenken auf die Weide stellen“, erklärte ich, als Stelli zurück kam. Nachdem wir das Geschäftliche erledigt hatten, bedankte ich mich für den Auftrag und machte mich auf den Weg nach Hause.

      [4547 Zeichen, lettercount.com, Text: Rasha]
    • Stelli
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      Aktuell gab es viel Trubel auf unserem Gestüt. Ich hatte für meine Stallungen beschlossen alles komplett neu zu sortieren. Nach ungefähr zwei Tagen war alles umsortiert, die Pferde und Ponys an ihrem Platz. Sogar die Jungpferde hatten ihren eigenen Trackt. Jedoch wollte ich mich heute um die Reitponys kümmern, welche den Stall bezogen, wo Hengste wie Stuten gemeinsam untergebracht waren. Mir gefiel die neue Odnung außerordentlich gut und war froh diesen Schritt gemacht zu haben. Ich atmete tief durch und begann dann mit der Versorgung meiner geliebten Ponys, beginnend mit Kovu, der eine Box weit vorne bezogen hatte. Ich holte ihn aus der Box und putzte ihn am putzplatz, bevor ich Longe, Ausbinder, Trense und Gamaschen holte. Als alles am Pferd war kritzelte ich ein 'Kovu' in die Roundpenliste und ging zum longieren in den Longierzirkel. Ich longierte Kovu eine gute halbe Stunde vorwärts-abwärts, wobei er auch gut mitmachte. Bis auf einen Zwischenfall blieb er schön locker im Rücken und ließ sich ordentlich fallen. Danach brachte ich ihn auf einen freien Graspaddock. Ich räumte das ganze Zeug zurück an seinen Platz und fuhr mit Down with the Sickness fort. Sickness befand sich derzeit in einer Flegelphase und war nicht einfach. Deswegen beschloss ich heute Bodenarbeit zu machen. Nachdem ich kurz drübergeputzt hatte holte ich ein Arbeitsseil, eine Gerte und ein Knotenhalfter und ging in unsere Bewegungshalle. Sickness testete schnell seine Grenzen, wo ich ihn oftmals zeigen musste, wer das sagen hatte. Recht schnell gab der stute Ponyhengst sich geschlagen und war am Ende sogar recht folgsam. Ich beendete das Training an einem Punkt wo es richtig gut war und brachte ihn ebenfalls nochmal an die frische Luft. Nun war meine Stute Kiss me quick dran, die schon sehensüchtig auf Beschäftigung wartete. Nachdem sie geputzt war sattelte ich sie und ging in die Halle, da sie sich dort besser konzentrieren konnte. Nach der Aufwärmphase arbeitete Kiss me quick super mit. Sie war schön durchlässig und hatte heute kaum mit ihr zu kämpfen. Wir bauten ein paar Schenkelweichen, Renvers und Travers ein und feilten etwas an den Lektionen. Nach einer guten Stunde waren wir an einem Punkt wo beide zufrieden mit der Arbeit waren, deshalb ließ ich sie lang und ritt noch eine kleine Schrittrunde um die vier Ecken. Anschließend stellte ich die Ponystute mit Abschwitzdecke in die Box. Von dort nahm ich direkt Velino mit. Der hocherfolgreiche Zuchthengst war heute etwas aufgedreht, anscheinend hat er sich noch nicht ganz an die neue Stallordnung gewöhnt. Ich putzte ihn kurz bevor ich ihn sattelte und ging mit ihm raus auf den Reitplatz. Auch dort hatte Velino ziemlichen vorwärtsdrang und war anfangs sehr unrittig, was ich normalerweise nicht von ihm gewohnt bin. Der feinfühlige Hengst musste sich wohl noch etwas einleben. Da alles kämpfen nichts brachte bewegte ich ihn einfach nur ohne groß zu arbeiten, da er allgemein sehr spannig war, wieso auch immer. Einmal schoss er mir wie von der Tarantel gestochen los und baute einen feinen Bocksprung ein, der mich beinahe aus dem Sattel katapuliert hatte. Ich ritt ihn anschließend noch ein wenig, dann beendete ich den mehr oder weniger katastrophalen Ritt. Zum abspannen kam mein Lieblingshengst nochmal raus auf die Koppel. Zurück im Stall wartete mein relativ neuer Hengst Lavengo auf mich. Lavengo ist ein talentierter Springer; dieses Talent wollte ich heute ein wenig fördern. Da ich eine halbe Stunde später Springstunde mit ihm hatte beeilte ich mich mit putzen und satteln und fand mich wenig später in der Halle wieder, wo ich ihn bereits ein wenig warm machte. Die Stunde allgemein war sehr gut. Aktuell sprangen wir ein sehr sicheres L-Niveu und zwischendurch war auch mal ein Sprung auf M-Höhe für Ponys. Mein Trainer sagte er könnte es sogar bis in den ganz hohen Ponysport schaffen, was mich sehr bemutigte. Im Großen und Ganzen arbeiteten wir aber eher an der Technik anstatt an der Höhe und ich war sehr zufrieden mit uns. Lavengo war ziemlich geschwitzt, weswegen er unter das Solarium kam, bevor er in die Box zurückgestellt wurde. Mit Silverangel stand heute wieder ein Dressurtraining an. Ich beeilte mich ebenfalls, denn mit ihr hatte ich ebenfalls Reitstunde bei meinem Dressurtrainer. Silverangel konnte bereits sicher die S-Lektionen und war auf einem perfekten Weg bis an die Spitze der Dressur. Obwohl sie sicherlich auch für den Springsport geeignet war fand ich sie als Dressurpony auch sehr nett. Das Training verlief super. Silverangel war locker und total bei der Sache und führte die Lektionen gekonnt und sicher aus. Mein Trainer meinte ich sollte womöglich bald meine erste S-Dressur mit ihr melden, was mich überglücklich machte. Dank Silverangels fantastischer Ausdauer war sie nur etwas geschwitzt weswegen wir noch eine kleine Schrittrunde zum trockenreiten machten. Von meinem Dressurcrack ging es zu einem Pony, was noch ganz an den Anfängen stand. Liscalina war noch nicht weit in ihrer Ausbildung, da sie noch sehr jung ist. Deswegen beschloss ich sie heute zu longieren, da auch ich eine Pause brauchte. Ich trug mich im Longierzirkel ein und packte die Sachen aufs Pony, bevor ich mit dem Training begann. Nachdem ich sie warmlongiert hatte kamen die Ausbinder drauf. Liscalina war heute etwas unkonzentriert am Anfang, was sich aber mit der Zeit besserte, weswegen ich auch Trabstangen mit einbaute. Nach 30 Minuten war ich fertig mit dem Training, da die Stute auch gut mitgearbeitet hatte am Ende und ich sie nicht überfordern wollte. Zum Lob kam sie nochmal raus auf die Koppel, wo sie sich erstmal schön im Schlamm wälze. Als nächstes war Hibiskus an der Reihe, eine meiner zwei neuen Ponystuten. Ich war überglücklich mich endlich als ihre Besitzerin ausgeben zu dürfen. Heute würde ich sie zum ersten Mal bei uns reiten, die Tage zuvor genoss sie draußen oder wurde longiert. Hibiskus ließ sich entspannt putzen und Satteln bevor ich sie in die Halle brachte. Nach dem Warmreiten trabte ich sie an und fühlte mich direkt pudelwohl. Ich liebte die Stute bereits jetzt abgöttisch und würde sie nie wieder ausziehen lassen. Ich lobte Hibiskus zwischendurch immermal damit sie entspannt blieb. Ab und zu schnaubte sie ab, so zufrieden war sie. Anscheinend hatte sie sich gut eingelebt. Ich ritt sie bloß eine halbe Stunde, da ich fand das es reicht. Sie kam danach nochmal auf die Koppel. Die letzte Kandidatin war Nagoya, die ich vor einigen Jahren bereits besaß. Leider verkaufte ich sie weiter und tauchte unter, kurz bevor ich sie wieder kaufen konnte. Jedoch fand ich sie durch puren Zufall und mir gelang es, sie relativ einfach zu kaufen und zu mir zu holen. Sie war ziemlich runtergekommen und brauchte erstmal eine Grundsanierung der Extraklasse, doch ich wusste was sie kann und was in ihr steckte, deswegen nahm ich sie mit gutem Gewissen wieder Zuhause auf. Da sie erst heute wieder einziehen durfte putzte ich sie nur und stellte sie auf ein Paddock, bevor ich mich mit einem Tierarzt in Verbindung setze, welcher sie ordentlich durchchecken sollte.
    • Stelli
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      Im neuen Jahr ging es nicht anders zu als im Alten auch. Wie gewohnt mussten die vielen Pferde auf dem Gestüt versorgt und bewegt werden. Mein erster Weg führte zu Kovu. Mit ihm wollte ich heute einen schönen Winterausritt genießen. Eine Freundin hatte spontan Lust auf einen Ausritt, weswegen sie pünktlich im Stall ankam. Ich hatte Kovu und Never say Never bereits geputzt und so mussten wir nurnoch satteln. Draußen im Gelände war es traumhaft. Die Sonne kam ab und zu durch die dichte Wolkenschicht und wir sogen quasi jeden Sonnenstrahl ein. Ich wählte heute eine besondere Strecke, indem die Pferde ein gutes Stück bergauf laufen mussten. In den Höhenlagen lag noch teilweise recht viel Schnee. Unsere Snowgrips sollten wenigstens mal einen Nutzen haben. Also galoppierten wir eine nette Tiefschneestrecke entlang, was irgendwann wirklich an der Ausdauer der Pferde kratze. Nach dem eifrigen Galopp machten wir uns entspannt zurück zum Gestüt. So hatten wir Ausritt und Training miteinander verbunden. Zuhause angekommen versorgten wir die Pferde, bevor ich Down with the Sickness longieren ging. Fix schrieb ich mich in die Longierhalle ein und machte ihn fertig. In der Longierhalle longierte ich ihn erst wie gewohnt und legte dann eine Stange mit hinein. Nach 30 Minuten war die Einheit beendet. Die nächste auf meiner gedanklichen Liste war Kiss me quick, eine meiner Lieblingsstuten. Ich putzte sie schnell bevor ich mich ans satteln machte. Dressurstunde stand auf dem Programm. Nachdem wir ordentlich aufgewärmt und locker waren gingen wir an die Arbeit. Pünklich erschien unser Dressurlehrer auf der Matte, der Kiss me quick und mich eine halbe Stunde lang ordentlich knechtete. Wir beide waren danach ziemlich fertig und geschafft, aber es hatte sich gelohnt. Wir waren beide ein Stückchen weiter gekommen. Während meine Stute unter dem Solarium trocknen durfte, holte ich Velino aus seiner Box und bereitete dieses für die nächste Reitstunde vor. Ich hatte nur eine halbe Stunde Zeit, also musste ich mich beeilen. Bereits beim warmreiten war Velino ungewöhnlich locker und kaute zufrieden auf seiner Kandare herum. Auch während der Dressurstunde zeigte er sich willig und machte super mit, was auch meinen Trainer begeisterte. Nach einer halben Stunde bemerkte ich allerdings seine und auch meine Erschöpfung, weswegen ich noch ein wenig vorwärts-abwärts trabte und es gut sein ließ. Nach den zwei Reitstunden stand Pause auf dem Programm. In der Bewegungshalle durfte sich Lavengo ordentlich austoben und wälzen. Da er schon länger nicht mehr frei laufen durfte, genoss er es in jedem Zug, beziehungsweise Bocksprung. Irgendwann reichte es aber und Lavengo durfte nochmal auf einen Paddock. Denn nun stand Springstunde auf dem Programm. Liscalina war schnell fertig gemacht und wir bereiteten uns in der Halle auf die kommende Stunde vor. Liscalina war anfangs ziemlich unkonzentriert und machte einige Fehler, jedoch wurde dies mit der Zeit besser. Irgendwann hatte die schlaue Stute allerdings keine Lust mehr und fing wieder zu schludern an. Deswegen beschloss ich, nach einer letzten guten Abschlussrunde das Training sein zu lassen. Hibiskus war die nächste im Bunde. Da ich sie gestern ordentlich gefordert hatte, ritt ich sie nach dem Fertigmachen nur etwas vorwärts-abwärts und ging danach noch eine kleine Schrittrunde raus. Hibiskus war noch nicht sonderlich erfahren was das Gelände betrifft, weswegen sie noch etwas unsicher und schreckhaft war. Wir wollten es nicht übertreiben und blieben deshalb nur im Schritt. Nun musste ich noch Nagoya versorgen. Mit ihr wollte ich heute auch nur in die Longierhalle. Ich schnappte mir meine neue Longierhilfe, machte sie fertig und führte sie noch 10 Minuten Schritt, da sie das einfach vor der Longenarbeit brauchte. Das bewies sie auch während des Longierens. Sie schwingte schön im Rücken und trat von hinten wunderbasr mit. Am Ende war sie ordentlich an Oberlinie und Flanke geschwitzt, was von unserer Arbeit zeugte. In der ganzen Hektik hatte ich allerdings Silverangel vergessen. Also putzte ich die nette Ponystute und brachte sie in die Führanlage. Während sie ihre Runden drehte, äppelte ich nochmal alle Boxen ab. Nach 20 Minuten konnte ich Silverangel wieder aus der Führmaschine holen. Endlich hatte ich alle Vierbeiner geschafft. Ich war im großen und ganzen sehr zufrieden mit meinen Ponys.
    • Samarti
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      Military E-A
      Ein nächstes von Janinas Deutschen Reitponys wartete bereits darauf, trainiert zu werden: Diesmal betraf es Lavengo, einen Scheckhengst, der in Military auf das Niveau der Klasse A gebracht werden sollte.
      Der Geländeritt benötigte einiges an Ausdauer und auch besonders Kondition – Stärke, Geschwindigkeit und auch ein kluger Kopf waren wesentliche Bestandteile der Military. Dementsprechend verbrachten wir viel Zeit im freien und unternahmen lange Schritt- und Trabausritte, um Lavengo auf das Niveau vorzubereiten.
      Das Gelände, auf welchem wir die Ausritte durchführten, war oft genug uneben und hügelig, sodass Lavengo noch konzentrierter sein musste. Der arbeitswillige Hengst machte dabei gut mit, schien die Beschäftigung zu mögen, was das Training ziemlich erleichterte.
      Doch nicht nur das mussten wir üben: Eine Streckenlänge von 1500 bis zu 3000 Metern war eben kein Zuckerschlecken. Hierbei war das vorherrschende Tempo 500 Meter die Minute, weshalb es natürlich auch das Tempo nicht zu vergessen galt, ebenso wie benötigte Rhythmus- und Balanceübungen.
      Danach gingen wir die optimale Vorbereitung von Pferd und Reiter durch ein fachlich orientiertes systematisches Aufbautraining durch, sodass unser Weg uns vom Springtraining in der Halle bald schon nach draußen auf die Geländestrecke führte. Zuvor hatten wir nur in der Halle trainiert, damit Lavengo mit den Höhen und Weiten der Klasse A bekanntgemacht wurde, was jedoch nicht lange dauerte, da der Gute im Springen bereits die Klasse L erreicht hatte.

      Wir ritten direkt auf einen breiten Wassergraben zu, die bereits bei einem A-Geländeparcours eine Weite von sage und schreibe zwei Metern haben durften. Zwar schaute Lavengo etwas nervös und auch sein Gang wurde etwas unsicherer, doch ich murmelte ihm ermutigende Worte zu, um ihn ruhig zu halten. Er sprang jedoch mit meiner Hilfe auch hier wieder recht passend ab, sprang über das Hindernis und während ich noch unter uns sah, kam der inzwischen fast Siebenjährige mit den Vorderhufen im kalten Nass auf. Kurz zuckte der Schecke zusammen, weil er dies nicht erwartet hatte, doch ich entlastete mich kurz im Sattel und klopfte ihm lobend den Hals, da er es dennoch gut gemacht hatte.
      Es war das insgesamt siebte Hindernis, das wir an diesem Tag bereits hinter uns gelegt hatten; der Parcours bestand insgesamt aus 13 verschiedenen Geländesprüngen. Momentan hielt ich den Hengst jedoch noch auf einem Tempo von 400 Metern die Minute, da dies die Mindestgeschwindigkeit für einen Stilgeländeritt der Klasse A war – im Geländeritt derselben Klasse musste man dann mit 500 Metern die Sekunde durch den Parcours reiten. Der Unterschied zwischen den beiden Ritten ist, dass beim Stilgeländeritt zum Schluss eine Wertnote gegeben wird, welche schwerpunktmäßig auf dem korrekten und ausbalancieren leichten Sitz und der Geschicklichkeit des Reiters beim Überwinden einer Geländestrecke ausgerichtet sind. Zwar wirkt auch der Gesamteindruck sich auf die Wertnote aus, doch beim Geländeritt wird dann lediglich auf die Zeit und die Höhe der Strafpunkte geachtet.
      Das nächste Hindernis war ein Baumstamm, der eine geschätzte Weite von 1,20 Metern hatte. Lavengo spitzte aufmerksam die Ohren und bevor er die Chance bekam, sein Tempo anzuziehen, hielt ich ihn bereits zurück und zählte innerlich die Galoppsprünge, die wir bis zum Absprung noch vor uns hatten.
      Im selben Moment, in dem Lavengo sich kraftvoll mit den Hinderbeinen vom Boden abstieß, wechselten ich in den leichten Sitz und entlastete mich im Sattel, um ihm das Springen zu erleichtern. Daraufhin folgte eine etwa einhundert Meter lange, flache Strecke, auf der wir das Tempo etwas erhöhten, um Zeit zu gewinnen. Daraufhin erwartete uns eine Kombination aus zwei schmalen Holzhindernissen, die jedoch an Höhe gewannen und dementsprechend auch nicht von allzu niedriger Schwierigkeit waren. Dennoch meisterte Lavengo die Sprünge problemlos. Vier weitere Sprünge folgten noch, einer davon war ein Tiefsprung mit einer Tiefe von 1,10 Metern. Die Tiefsprünge hatte ich besonders häufig mit dem jungen Hengst wiederholt, damit er sich an das Gefühl gewöhnte, nach unten zu springen. Meist sprang er stets nach oben oder auf geraden Ebenen, deshalb war der Sprung nach unten eine völlig neue Erfahrung, die für den Hengst inzwischen allerdings bereits zum Alltag gehörten.

      Aufgrund der Tatsache, dass Lavengo bereits im Springen auf Klasse L war und die Hindernishöhen und -weiten somit größtenteils schon kannte, hatte es nicht lange gedauert, bis ich ihn auch in der nächsten Disziplin eine Stufe höher eintragen lassen konnte und Janina diese Nachricht mit Freude überbrachte.
    • Samarti
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      Fahren A-L
      Das nächste Pony, das ich trainieren sollte, war Lavengo von Janina. Ihn sollte ich in der Disziplin Fahren auf das L-Niveau trainieren.
      Hierbei entschieden wir uns für das Dressurfahren. Das Training unterteile sich also in drei Abschnitte: die Hufschlagfiguren, die Gangarten und die Lektionen. Dabei übten wir alles zunächst vom Pferderücken aus, bis es unter dem Sattel vernünftig klappte, danach würde ich Lavengo das Ganze an der Doppellonge und schließlich an der Kutsche beibringen.
      Hierbei übten wir immer wieder eine Kür der Klasse L, die den Anforderungen einer Prüfung entsprach.
      Im Arbeitstrab fuhren wir ein und hielten bei X, wo wir die imaginären Richter grüßen mussten. Danach ging es wieder im Arbeitstrab weiter, wechselten auf den Mittelzirkel und fuhren ein halbes Mal herum, bevor wir durch den Mittelzirkel wechselten und eine ganze Bahn im Arbeitstrab fuhren. Danach wechselten wir auf die linke Hand und fuhren nun im Arbeitsgalopp weiter, danach wechselten wir in den Mittelgalopp. Nur kurze Zeit später ging es wieder im Arbeitsgalopp weiter. Nach einer ganzen Bahn parierte ich Pferdename wieder in den Arbeitstrab durch und wechselte mithilfe eines Wechsels durch die ganze Bahn wieder auf die rechte Hand, ehe wir erneut auf die Mittellinie wendeten und bei X wieder zum Halten kamen, um die Richter zu verabschieden. Danach verließen wir im Schritt die Bahn.
      Als ich mir sicher war, dass alles so funktionierte, wie es sollte, beendete ich das Training damit und teilte Janina mit, dass ihr Reitponyhengst Lavengo nun im Fahren L-fertig war.
    • Gwen
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      Distanz E-A
      „Na klar! Bring‘ die drei einfach demnächst vorbei, dann spann ich sie noch spontan mit ein“, erklärte ich lächelnd und legte dann auf. Seufzend lehnte ich mich zurück und rechnete kurz. Der Monat hatte noch sechs Tage, allerdings fielen davon zwei weg, weil ich dank des Studiums einmal nach Winnipeg musste. Also hatte ich noch vier Tage übrig, an denen ich Pferde trainieren konnte. Problem war nur, dass sich meine Auftragsliste immer mehr verlängerte. Mit Janinas Pferden war ich nun schon bei fünf Pferden und das, obwohl dieses Wochenende auch noch das Jungpferdetreffen anstand und da auch noch einmal allerhand Vierbeiner bei uns eintrudeln würden. Ich überlegte also nicht lange und griff zum Telefon.
      „Elisa? Kann ich dich mit einspannen? Notfalls geht auch Matthew, aber ich muss gestehen, dass ich deine Gegenwart bevorzuge“, erklärte ich knapp und grinsend und natürlich sagte Elisa nicht nein, auch wenn ihr Monat auch nur noch sechs Tage hatte und sie sich um ihren Dressurlehrgang kümmern musste. Hach, was waren wir für tolle Organisationskünstler! Janina erwies sich schneller als gedacht, denn kurz nachdem ich das Haus verlassen hatte, piepte mein Handy. In der SMS stand, dass sie in zwei Stunden da sein würde, also musste ich mich schleunigst auf den Weg in den Stall machen und die drei Boxen vorbereiten, damit wäre der Stall dann auch voll belegt gewesen.
      Ein ziemlich großer Trailer fuhr auf unseren kleinen Hof und blockierte direkt die Einfahrt. Janina stieg aus und grüßte mich dankend. Dann luden wir die drei Reitponys aus: Lavengo, Hibiskus und Back to Business. Lächelnd begrüßte ich die drei und brachte sie gemeinsam mit Janina in die Boxen. Janina musste dann auch schon wieder los und so konnte ich mich direkt an die Trainingspläne der drei machen. Sie würden nur eine Woche hier sein, also sollte alles husch husch gehen. Die drei standen allerdings sehr gut im Training und waren topfit, also würde ich direkt loslegen dürfen.
      Lediglich bei Lavengo machte ich mir Gedanken, da sich der Hengst erst einmal an das kanadische Klima gewöhnen musste, ehe ich ihn guten Gewissens in der Distanz fördern könnte. Also entschied ich spontan, dass ich mit ihm heute noch einen kleinen Ausritt unternahm. So würden wir beide uns kennenlernen und er frische Luft schnappen dürfen.
      Gesagt, getan. Eine halbe Stunde später saß ich auf dem Schecken und ritt los. Sein Charakter war mir von Anhieb sympathisch und er würde sich als gutes Reitpferd erweisen. Schon bei unserem ersten gemeinsamen Ritt fiel mir auf, dass der Hengst wirklich fit war und ich die Anforderungen recht schnell würde hochschrauben können. „Für dich suche ich ein paar schöne Strecken heraus“, murmelte ich grinsend und kraulte ihm den Hals, während wir uns auf den Heimweg machten.
      Vor dem Stall lief bereits Elisa auf und ab und wartete schon ungeduldig auf mich. „Endlich!“, entfuhr es ihr genervt und sie begrüßte kurz Lavengo, ehe sie ihn eingehend musterte. Bei Elisa war kein Reitpony sicher, aber Lavengo konnte sich wahrscheinlich in Sicherheit wähnen, im Gegensatz zu Back to Business. „Ich trainiere ihn!“, meinte Elisa direkt, als ich Lavengo in die Nachbarbox stellte. „Fangen wir heute an?“, fragte sie und war schon dabei, den Palomino aus der Box zu holen und zu putzen. Widerspruch war zwecklos, weshalb ich die hübsche Hibiskus aus der Box holte und auch putzte.
      Nachdem beide Pferde gesattelt waren, machten wir uns auf den Weg in die Halle und schon ging es los. „Uff, ist die klein! Meinst du nicht, wir sollten lieber bei mir trainieren?“, und das durfte ich mir die ganze Zeit über anhören, während wir die Pferde warmritten. Erst als es an die Arbeit ging, verstummte Elisa und konzentrierte sich nur noch auf Back to Business. Ich tat es ihr gleich und probierte erst einmal aus, was Hibiskus schon alles konnte. Beide Ponys sollten in der Dressur auf das L-Niveau gebracht werden, also konnten wir ganz entspannt sein, dafür waren beide nämlich wirklich schon weit. Heute verbrachten wir das Training lediglich mit dem Trainieren der Seitengänge und Übergänge. Aber wir würden die Woche genug zu tun haben und nach dem Training willigte Elisa ein, dass sie täglich vorbeikommen und Back to Business trainieren würde. „Danke!“, meinte ich lächelnd und entließ sie.
      Die Woche ging verdammt schnell herum und ich hatte alle Hände voll zu tun, neben den eigenen Pferde auch die drei Einsteller zu versorgen und vor allem zu bewegen. Umso dankbarer war ich über Elisas Anwesenheit, die mir viel Arbeit bei dem Palomino abnahm. Mit Lavengo ritt ich täglich immer größer werdende Runden in den Nationalpark, dessen Gelände sich hervorragend für Distanzritte eignete. Wenn ich dann müde, durchgefroren und meistens auch pitschnass nach Hause kam, blieb nicht viel Zeit zum Ausruhen, ehe Elisa auf der Türschwelle stand und ich schon mit Hibiskus Training weiter machen musste. Abends fiel ich dann müde ins Bett, nachdem ich mir eine heiße Dusche gegönnt hatte.
      Es war Samstag, der letzte Tag, bevor es für die drei Reitponys nach Hause gehen würde. Heute hatte Elisa Matthew mitgebracht, der uns „bewerten“ sollte. Also es war immer gut, wenn jemand anderes einem auf die eigenen Finger schaute und Matthew war dafür perfekt. Insgeheim betete ich dennoch, dass er heute einen guten Tag hatte. Elisa und ich machten die beiden Reitponys fertig, wärmten sie auf und da es einigermaßen schön war, gingen wir auf den wesentlich größeren Außenplatz. Matthew jagte uns regelrecht durch die L-Lektionen und danach waren nicht nur die Pferde nass geschwitzt. Aber sein Fazit klang gut und ich würde die beiden Ponys guten Gewissens nach Hause schicken können.
      Und dann kam für mich erst die richtige Tortur. Nachdem Hibiskus und Back to Business versorgt waren, machte ich Lavengo und mich fertig und dann ging es gemeinsam mit Matthew ins Gelände. Das Gemeine: Er saß auf einem Quad. Tja und so mussten wir einige Kilometer im flotten Trab absolvieren, Berg auf und Berg ab. Dabei setzte der momentan typische Frühlingsregen wieder ein und durchnässte uns innerhalb einer Viertelstunde. Dafür war dann das Durchqueren des Flusses nur noch halb so schlimm und umso dankbarer waren wir dann, als wir die Prüfung mit Bravour geschafft hatten, Matthew nach Hause fuhr und wir uns ausruhen konnten.
      An dem Abend rief ich noch bei Janina an und berichtete ihr von der vergangenen Woche. „Stress pur, das sag ich dir! Aber dafür sind Hibiskus und Back to Business jetzt bereit für die kommenden L-Dressuren und Lavengo hat sich in den Anforderungen der Stufe A auch gut geschlagen und darf bestimmt bald sein nächstes Distanzturnier bestreiten“, meinte ich lächelnd, aber müde. Wir machten den Abholtermin für Morgen aus und dann fiel ich vollkommen erschöpft ins Bett.
    • Stelli
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      Reitponys
      Als Nächstes widmete ich mich meinen Lieblingen, den Deutschen Reitponys. Ich betrat die Stallgasse und wirde direkt von einem freundlichen Wieheren empfangen. Ich begann diesen Stalltrakt mit Back to Business, einer meiner Lieblingshengste hier. Business putzte udn sattelte ich, dann wollte ich etwas springen gehen. Das Traumwetter lies dies auch zu, also begaben wir uns auf den Springplatz und sprangen ein wenig. Nachdem wir das Training beendet hatten, ging es mit Nagoya weiter. Die zarte Falbstute musste heute mal wieder an die Longe, was ich auch in die Tat umsetzte. Mit Kappzaum bewaffnet gingen wir in die Longierhalle und machten ein wenig Longenarbeit. Danach war meine Stute Hibiskus an der Reihe. Mit ihr hatte ich heute eine Dressurstunde bei dem Landestrainer geplant, der alle zwei Wochen zu uns kam. Hibiskus zeigte sich in dieser Stunde sehr konzentriert und willig, was uns einen weiten Schritt nach vorne trug. Das nächste Pferd war die Stute Liscalina. Nach dem anstrengenden Dressurtraining suchte ich mit der distanzerfahrenen Reitponystute Ausgleich bei einem entspannten Ausritt. Liscalina war sehr erfahren, ruhig und trittsicher, was jeden Ausritt sehr erholsam machte mit einem hohen Spaßfaktor. Wir waren insgesamt 1,5 Stunden unterwegs durch Wälder und Wiesen, selbst die zwei entgegenkommenden Kutschen ließen Liscalina kalt und ruhig. Auf dem Hof zurück war Silverangel dran. Sie durfte heute in der Bewegungshalle ein wenig flitzen, was sie heiß und innig liebte. Nach einem ordentlichen Sandbad bretterte die schicke Dame durch die Halle und bockte sich dabei ordentlich frei. Nun war Lavengo an der Reihe. Mit ihm plante ich heute Arbeit an der Doppellonge. Wir hatten das zusammen noch nicht oft gemacht, aber er war sehr lernwillig und ließ sich nicht schnell irritieren oder stressen, weswegen das zu Lernen für mich und für ihn als sehr angenehm gestaltete. Eine Einstellerin am Hof brachte es mir bei und Lavengo und ich hatten eine unheimlich erfolgreiche Trainingseinheit. Nun war Velino dran, mein Prämienhengst den ich auch unheimlich liebte. Für den guten kam heute der Physiotherapeut, denn ich merkte beim Reiten die ein oder andere Verspannung, da er sich bei manchen Lektionen nicht im Rücken locker machen wollte und sich dabei immer nur selbst blockiert. Der Physiotherapeut fand direkt einige Baustellen in den langen Rückenmuskeln und Bauchmuskeln und Velino, der anfangs etwas skeptisch war, genoss es sichtlich. Nun hieß es zwei bis drei Tage Schritt und dann schauen. Mit meiner Elitestute Kiss me Quick wollte ich heute auch ein wenig in die Halle gehen. Mit ihr hatte ich schon eine gefühlte Equigkeit nichts mehr in dressurmäßiger Richtung gemacht, was wirklich wieder Zeit wurde. Nachdem ich geputzt und gesattelt hatte setzte ich meinen Plan in die Tat um und quälte mich und sie durch eine Stunde Dressur. Sie war am Anfang unheimlich nölig und wollte überhaupt nicht mitmachen, was nach einer halben Stunde aber wie weggeblasen war und sie schön durchlässig wurde. Als letzte wollte Never say Never bewegt werden. Mit ihr machte ich heute auch ein wenig Longenarbeit. Sie war von anfang an locker und konnte die Longierarbeit richtig auskosten. Nun waren alle Ponys bewegt und ich ging zu den Großpferden über.
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    Himmel - ungepflegte Pferde
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    Stelli
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    2 Feb. 2014
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