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Eowin

Lausejunge ♂ ♫ ♣ (Fjordpferd)

Lausejunge Norwegisches Fjordpferd | Hengst von Lucky Boy aus der Liberty Geburtsdatum 21.07.2002 Geschlecht Hengst Rasse Norwegisches Fjordpferd Fellfarbe Mausfalbe Abzeichen --Beinabzeichen hl Krone --Kopfabzeichen / Charakter temperamentvoll, frech, stürmisch Stockmaß 144 cm Gesundheit Sehr gut Besitzer: Eowin Vorbesitzer Isi-Ladys Vorbesitzer Eli Pferd erstellt von Paradise Beschreibung Dieser Hengst wird seinem Namen gerecht! Lausejunge hat das Temperament seines Vaters geerbt ; er ist frech, ungestüm und sehr temperamentvoll. Außerdem ist er sehr dickköpfig und manchmal auch schwierig, denn er ist ein kleiner Durchgänger und Steiger, letzteres ist in letzter Zeit besser geworden. Auf Grund seines Temperaments ist er nicht für jeden geeignet, man sollte schon mit schwierigen Pferden umgehen können. Sein Übermut, den er auch in spielerischem Buckeln zeigt, ist dennoch sehr positiv zu bewerten, sein Gangvermögen ist exzellent. Die hochweiten Trabbewegungen sind ausgezeichnet, der elegante Schritt ist lobenswert und der gut gesprungene Galopp vorbildlich. Wenn er nicht ständig beschäftigt und abgelenkt wird, unternimmt er Ausflüge von der Weide und inspiziert den Hof, die Futterkammer und landet oftmals im naheliegenden Getreidefeld. Glücklicherweise gelang er bisher noch nie zu den Stuten. Da sein Gebäude ebenfalls gut proportioniert ist, erhielt er auf Körungen gute Noten. Seine tollen Eigenschaften machen ihn zu einem außergewöhnlichem Gangpferd und Deckhengst, ebenso zu einem tollen Sportpferd, denn er glänzt auch in der Dressur und insbesondere im Springen. Richterspruch Fohlenschau 2002 "Gut gebautes Hengstfohlen mit überdurchschnittlichem Gangvermögen und viel spritzigem Temperament. Goldfohlen, 1A Prämie." Exterieur : 8.0 Gangvermögen : 8.5 Gesamt : 8.25 Eignung Western, Vielseitigkeit Qualifikationen Galopprennen Klasse L-Leicht Western Klasse L-Leicht Spring Klasse E-Einsteiger Militairy Klasse E-Einsteiger Dressur Klasse E-Einsteiger Distanz Klasse E-Einsteiger Fahren Klasse E-Einsteiger Gewinner der [Hk 150] Pferde/Ponies mit außergewöhnlicher Frisur/Stehmähne 1. Platz 53. Galopprennen 1. Platz 54. Westernturnier 1. Platz 65. Galopprennen 2. Platz 63. Westernturnier PS: Großer Dank an die Isi-Ladys! Ihr seid echt die Besten!

Lausejunge ♂ ♫ ♣  (Fjordpferd)
Eowin, 26 Apr. 2010
    • Eowin
      Alte Pflegeberichte:

      [quote name='Isi-Ladys' date='31 March 2010 - 09:04 PM']
      Pflegebericht für alle Pferde


      "Mozart, Lause! Schluss jetzt!" Die beiden Hengste konnten es natürlich wieder nicht lassen und kloppten sich, als hinge ihr Leben davon ab. Da die beiden zusammen mit Azzuro und Rayon de Soleil sowie den beiden Jungehengsten All Pride und Trüffel unsere "Männer-WG" bildeten, war immer Stress vorprogrammiert. "Lass sie auf die Wiese", schlug Sarah seufzend vor und tat, wie sie gesagt. Auch auf der Wiese trat der Norweger weiter nach dem Falabella, aber Letzterer biss Ersteren in die Kruppe. Erst als sie dem Shirehengst Rayon de Soleil zu nahe kamen und dieser genervt die Ohren anlagte und warnend quietschte, ließen sie voneinander ab.
      "Wollen wir ausreiten?", fragte ich, denn ausnahmsweise lud das Wetter heute nochmal dazu ein; natürlich stimmte Sarah zu. Sie nahm auch direkt Lausejunge, damit der mal ein wenig Dampf ablassen konnte und ich entschied mich für Azzuro. Der Welshhengst hatte sein Winterfell schon größtenteils weggeschmissen, aber Sarah musste mit den Haarbüscheln Lauses wirklich kämpfen; trotzdem konnten wir schon 30 Minuten später den Hof verlassen. Meine Schwester hatte es nicht leicht mit dem ziemlich temperamentvollen Norweger, denn er war immer nur aufs Rennen aus. Azzuro wurde dadurch ein wenig angestachelt, blieb aber brav an den Hilfen, als ich ihn leicht ermahnte. Der erste Trab führte uns einen Berg hinauf, doch mussten wir kurze Zeit auf Grund einiger Spaziergänger wieder durchparieren und blieben für eine Weile auch weiter im Schritt, Berg runter. Als sich der Weg gabelte, nahmen wir den rechten Abzweig und konnten erneut antraben. Ausnahmsweise stürmte Lausejunge nicht sofort los, als wir angaloppierten, und nahm sogar den Kopf runter; aber oh, weh, nur um zu buckeln! "Hey!", schrie Sarah empört, nahm stark die Zügel an, sodass der Hengst gezwungen war, den Kopf oben zu halten, und saß die Buckler problemlos aus. "Schritt?", schlug ich vor, aber Sarah schüttelte den Kopf. "Galoppier' du, ich bleibe im Schritt." Ich zögerte kurz, aber als sie mir mit einem Kopfnicken bedeutete, dass ich schon machen sollte, tat ich es auch, jedoch nur im Arbeitstempo. Azzuro störte sich nicht daran, griff eifrig aus, machte aber ruhig, so, wie ich es auch gewollt hatte. Hinter mir ertönte immer wieder ein lautes und scharfes "Nein", was mir aber signalisierte, dass die beiden weiter im Schritt unterwegs waren. Oben angekommen, lobte ich den Auftakt-Sohn, der wirklich nur das Beste von seinem Vater geerbt hatte, und wartete auf Sarah, die mit Lausejunge im langsamen Arbeitstempo Galopp zu mir aufschloss, und den Hengst schließlich grinsend lobte. "Hat geklappt!", teilte sie mir munter und auch stolz mit. Am langen Zügel ritten wir schließlich im entspannten Schritt nach Hause, wobei sich auch Lausejunge gut benahm.
      Nachdem wir die beiden versorgt hatten, brachten wir sie zu den anderen auf die Wiese und schnappten uns von dort Trüffel und All Pride, die ein wenig mit Kolibri auf dem Platz herumlaufen durften. Die beiden Junghengste entwickelten sich gut und waren nicht nur wegen des Spielens an der Stute interessiert, doch da passten wir schon auf. Es war aber wirklich schön anzusehen, wie die drei miteinander spielten, da sie ja auch nicht oft die Gelegenheit dazu hatten, zumindest Kolibri nicht, da diese keine anderen Jungpferde in der Stutenherde hatte, was wir aber schnell ändern wollten. Nach einiger Zeit verabschiedete sich Sarah, um die Paddocks abzuäppeln, während ich das Gleiche mit dem Platz, und später mit den Wiesen tat, und allein damit verbrachten wir viel Zeit.
      Meine Schwester longierte noch Auftakt und Colleen, während ich mit Herbsttraum in der Halle etwas Bodenarbeit an der Hand machte, und versuchte, sie schön zu biegen. Lernwillig wie die Stute war, arbeitete sie konzentriert mit, sodass das Resultat am Ende mehr als zufriedenstellend war.
      Zu guter Letzt ritten wir noch Dimmalimm und Saga, unsere beiden Isländerstuten. Während wir sie putzten, dösten die beiden zufrieden vor sich hin. Sie, Herbsttraum und Kolibri bildeten bei uns die "Stutenherde", da wir für die 4 noch keine passenden Hengste gefunden hatten; anders als Herbstgold und Souvenir, die sich ihre Wiese und den Paddock mit 'ihrem' Auftakt teilen durften.
      Auf dem Platz ritten wir die Stuten erstmal etwas im Schritt warm, bevor wir leicht die Zügel aufnahmen. Nachdem wir nachgegurtet hatten, trabe Sarah mit Saga schonmal auf der Ovalbahn, während ich mit Dimmalimm noch Schritt im Viereck ritt und sie sich strecken ließ, damit sie nachher auch die richtige Gangart fand, und nicht nur töltete statt trabte. Dies klappte schließlich, wie ich es mir erhofft hatte, auch in den Kurven hielt sie ihre Balance, was für sie manchmal noch ein wenig schwierig war. Natürlich durften der Galopp am Ende und etwas Tölt-Arbeit nach dem Traben nicht fehlen.
      Saga und Dimmalimm bekamen nach der Arbeit noch jede ein Stückchen Brot, weil sie sich so gut benommen hatten, bevor wir sie zurück auf die Wiese brachten. Sarah und ich füllten die Heuraufen noch in jedem Herdenpaddock mit Heu, und holten alle Pferde rein und konnten dann endlich den Tag für beendet erklären.​
      [/quote]
    • Eowin
      Abholungsbericht für: Lausejunge, Lytta, Mondlicht

      Voller Vorfreude stieg ich in meinen Wagen und schlug die Tür schwungvoll zu. Schnell war der Wagen angelassen und langsam begann ich zu rollen, achtete genau darauf, was der Pferdeanhänger tat und machte ich auf den Weg, um meine neuen drei Pferde abzuholen.
      Als erstes stand Lytta auf dem Plan, da ich sie von nicht allzu weit weg holen und dann nach Hause bringen konnte, bevor ich Lausejunge und Mondlicht holte, denn so musste ich nicht mit dem Transporter fahren.
      Ich begrüßte Chinchilla herzlich und wir holten gemeinsam die Scheckstute von der Weide, die sich auch bereitwillig auf den Hänger führen ließ.
      Nach einiger weiterer Fahrtzeit kam ich zu Hause an und lud die kleine, überaus brave Stute vom Hänger ab und führte sie in ihre Box, während sie bereits mit gespitzten Ohren ihr neues zu Hause musterte.
      Anschließend stieg ich ein weiteres Mal in den Wagen und machte mich auf den Weg zu meinen neuen Pferden.
      Nun stand das österreichische Warmblut Mondlicht auf dem Plan, die eine wirklich hübsche Schimmelstute war.
      Auf dem Hof angekommen, fand ich zwar schnell meine Stute, aber niemandem auf dem Hof, mit dem ich reden konnte, dass ich sie mitnehmen wollte. Deswegen beschloss ich kurzerhand, weil ich keine Lust hatte, erneut auf den Hof zu fahren, dass ich die Stute trotzdem mitnehmen und eine Notiz hinterlegen wollte.
      Letzteres war schnell gemacht und auch die Stute hatte ich schnell aus ihrer Box geführt. Sie scheute zunächst etwas vor dem Hänger, was kein sonderliches Problem für mich und sehr verständlich war, da sie mich ja schließlich im Prinzip noch gar nicht kannte. Als sie dann aber doch auf den Hänger gegangen war, lobte ich sie ausgiebig und sie wurde schon bald ruhig.
      Nun fuhr ich auf den Hof der Isi-Ladys, wo ich meinen Fjord Lausejunge abholen wollte.
      Ich war den beiden Zwillingen wirklich unsagbar dankbar – denn sie hatten mir den Hengst geschenkt, wofür ich mich schwor, dass ich mich zu einer passenden Gelegenheit revanchieren würde, denn einen größeren Gefallen hätten die Beiden mir gar nicht machen können. Also hatten sie etwas bei mir gut.
      Als mein Auto samt Hänger leicht wankend die Auffahrt herab schritt und ich mal wieder allzu deutlich merkte, dass ich blutiger Fahranfänger war, wurde ich bereits mit breitem Grinsen in den Gesichtern erwartet. Möglichst elegant parkte ich den Wagen, stieg aus und ging auf die beiden Mädchen zu, die meinen Hengst schon von der Weide geholt hatten. Ich stand da und war wirklich überfordert, da ich keine Ahnung hatte, wen ich als erstes begrüßen sollte – die beiden Zwillinge oder den Falben. Ich entschied mich nach einigem hin und her wanken dann für die Zwillinge und umarmte sie dankend, während sie mich breit angrinsten. Dann hockte ich mich hin und sah den Hengst tief in die Augen, bevor ich sein Gesicht mit beiden Händen in die Hände nahm. „Na, Kleiner? Ich freue mich sehr, dass du jetzt mit mir mitkommst. Und ich bin sicher, dass wir eine tolle Zeit haben werden.“
      Als hätte er mich verstanden, schnaubte er mir zu und zeigte für einen Augenblick gar nicht dieses feurige, freche Temperament, für das er sonst so berühmt war und wegen dem ich ihn so liebte.
      Doch dieser traumhafte Moment hielt nicht lange an, denn im nächsten Augenblick zog er direkt den Kopf zur Seite und puffte ihn mir in den Bauch. Natürlich war es nur Spaß und es tat nicht weh, aber dennoch wusste ich, dass sein Temperament ihn wieder gefunden hatte. Und irgendwie machte dies den Moment noch magischer.
      Einen Augenblick standen wir noch so da und tollte miteinander herum, dann dachte ich an Mondlicht, die ruhig und geduldig auf dem Hänger stand und wartete, sodass ich es in Angriff nahm, Lausejunge auf den Anhänger zu führen.
      Ich brauchte mehrere Anläufe, dann ging er jedoch bereitwillig auf den Hänger.
      Unsere Fahrt verlief ruhig und schon bald fuhr mein Wagen die Einfahrt hinauf, die für mich so bekannt und für die Pferde so neu war.
      Ich parkte den Wagen und brachte die Beiden in ihre Boxen. Auf jegliche Arbeit mit ihnen verzichtete ich heute der Eingewöhnungszeit halber.
    • Eowin
      Ich ging zu den pferden Lausejunge, Linnea, Novalis, Khadir, Tiva Wyanet, back in Moment, Eilan, Wish, Colombo, Enya, Maddox, Anor, Luna Lee, bardy und Cheero und elfaron.
      Ich fütterte sie.
      Ich mistete die Bosen aus.
      Ich streichelte und putzte sie.
      Ich brachte sie hinaus auf die Weide.
    • Eowin
      Pflegebericht für alle Pferde


      Heute nahm ich mir mal einige zeit, um wieder mal nach meinen Pferden zu sehen.
      Ich begann damit, alle Pferde auf die Weide zu bringen, damit ich in aller Ruhe die Boxen ausmisten konnte.
      Als ich mit dieser Arbeit abgeschlossen hatte, holte ich mir ein Pferd nach dem anderen von der Weide, um mit ihm zu arbeiten.
      Ich begann direkt mit einem meiner temperamentvollsten Hengste – Lausejunge.
      Ich putzte den Norweger zunächst, dann sattelte ich ihn und ging auf den Außenreitplatz, der nicht allzu matschig war, obwohl es geregnet hatte, und arbeitete ihn westernmäßig. Er machte recht gut mit, neigte allerdings die ganze Zeit dazu, sehr schnell zu werden.
      Dennoch ließ ich ihn arbeiten, bis er sichtlich müde wurde. Als er dann wieder geputzt und trocken war, konnte er wieder in seine Box, wo er sich direkt auf sein Futter stürzte.
      Als nächstes folgte Novalis, die ebenfalls ein Norweger war, aber erheblich ruhiger. Deswegen konnte ich es mir mit ihr auch erlauben, einen Ausritt zu machen. Also putzte und sattelte ich sie. Dann ging es auf. Wir ritten an Feldern und Wäldern vorbei, was die Stute ziemlich gelassen alles an sich vorbeiziehen ließ.
      Auch sie durfte nach dem Ausritt in die Box und fressen.
      Nun war Linnea an der Reihe. Die Fjordpferdedame lag mir sehr am Herzen, sodass ich sie ausgiebig putzte und dann mit einem Englischsattel bestückte. Denn ich wollte ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen und ihre Dressurlektionen in der Reithalle etwas auffrischen. Sie arbeitete brav mit und ich stellte fest, dass sie noch nichts verlernt hatte.
      Mit Tiva Wyanet machte ich Bodenarbeit in der Halle, als sie geputzt war. Dies liebte sie. Vor allem die zirzensichen Lektionen machte sie mit offensichtlicher Freude. So auch heute. Alle Lektionen konnte ich abrufen und sie führte sie korrekt und gelassen aus.
      Bei Colombo ging ich anders vor und ließ den Hengst nach dem Putzen in den Roundpen. Er mochte dieses Ding erstaunlicherweise sehr und galoppierte gelassen seine Runden. Als er müde war, durfte auch er in die Box.
      Enya arbeitete ich anschließend im Barocksattel. Ich erprobte die wichtigsten Dressurlektionen und zirzenscihe Lektionen vom Sattel aus. Alles klappte sehr gut.
      Sammy Shaye benahm sich schon beim Putzen sehr merkwürdig. Er war – obwohl ich ihn angebunden hatte – nur am hin und her laufen und generell sehr aufgekratzt. Deswegen war es mir etwas gefährlich, ihn so heute zu reiten, sodass ich ihn nach dem Putzen wieder auf die Weide brachte.
      Chou hingegen war für ihr Alter heute wirklich sehr brav. Das Fohlen benahm sich sogar sehr gut, als ich eine kleine Runde spazieren mit ihr ging. Sehr stolz war ich, als ich sie wieder auf die Weide brachte.
      Farah hingegen zeigte ihr Arabertypisches Temperament und wieherte ständig, woran ich mich dennoch schon gewöhnt hatte. Ihren Schweif trug sie wie eine Fahne, die Nüstern waren gebläht. Ich putzte sie, dann durfte auch sie wieder auf die Weide, wo sie sich sogleich mit Chou austobte und die beiden im Galopp über das Gras fetzten.
      Auch Bailey’s Candyman putzte ich zunächst. Dann baute ich in der Halle einige Sprünge auf und ging mit ihm freispringen. Alles lief gut und er war wenig verweigerungsanfällig.
      Back in Moment war ebenfalls ein eher ruhiger Hengst. Ich sattelte ihn auf und machte einen kurzen Ausritt mit ihm. Hier und da erschreckte er, aber das war nicht so schlimm.
      Bei Cheero hingegen musste ich mehr aufpassen. Denn der Mustanghengst hatte noch immer die Wildnis nicht vergessen und benahm sich entsprechend. Ich brauchte einiges an Geduld, bis ich ihn geputzt hatte und im Roundpen er sich austoben konnte. Anschließend durfte auch er wieder in die leicht eingegrenzte Freiheit der Weide.
      Nun holte ich Sembro. Auch ihn putzte ich zunächst. Und weil auch dieser Hengst mehr als Temperamentvoll drauf war, beschloss ich, ihn wieder auf die Weide zu bringen.
      Ähnlich war es mit Because, den ich deswegen aber trotzdem ritt. Allerdings zickte er schon beim Aufsattel extrem rum. Also führte ich ihn nur in die Halle, führte ihn ein paar Runden, bis er brav neben mir her ging und brachte ihn dann wieder weg.
      Autumn Coldness und Faidin Melody arbeitete ich zusammen. Zunächst putzte ich das unzertrennliche Pärchen fein Säuberlich, dann ging ich mit beiden zusammen Spazieren. Es klappte sehr gut. Schon bald konnten die beiden wieder zusammen auf die weide. Dort begannen sie sofort, sich zu kraulen.
      Nun putzte ich Bishr. Dann sattelte ich sie auf. Auf dem Platz ritt ich einige Runden Schritt. Es war alles noch ziemlich spannend für sie. Dennoch machte die Jungstute sich sehr gut.
      Als letztes putzte ich Wish. Anschließend ließ ich ihn im Roundpen laufen.
      Dann war ein anstrengender Tag endlich geschafft!
    • Eowin
      Tierisch aufregend - Neuankömmlinge auf dem Gestüt Federsee
      Für alle Pferde

      Ziemlich aufgeregt ließ ich den Opel Astra die Auffahrt hinauf hoppeln. Der Wagen war nicht mehr der jüngste und ich war es gewohnt, VW zu fahren, nicht Opel. Aber mein Polo hatte keine Anhängerkupplung. Und hinter dem silbergrauen Auto hing der kleine, schwarzgraue Pferdeanhänger. Mit meinem neuen Pärchen – Colour of the Rainbow und What is it.
      Ich war wirklich aufgeregt, als ich die mit Kopfsteinpflaster gepflasterte Einfahrt hinauf fuhr und beobachtete, wie die Schneeflocken in Zeitlupe langsam auf die kahlen Kirschbäume niederfielen.
      Ich parkte nahe beim Stall und ließ dann sogleich die Klappe herunter und führte die beiden Pferde die kleine Rampe hinunter. Jenseits der weißen Holzzäune hatten sich bereits beinahe alle Pferde freudig versammelt und wieherten die Neuankömmlinge an.
      Von der Hengstweide her lugten uns Sammy Shaye, Bailey’s Candyman und Colombo ruhig entgegen, während Cheero, Wish, Back in Moment und Sembro schon deutlich neugieriger waren und mit gespitzten Ohren über den Zaun blickten. Feuerspiel tänzelte ziemlich hin und her und wieherte beinahe unterbrochen, während Lausejunge schon prustend da stand und mit einem Huf scharrte. Einzig Because schien mehr als nervös bei der Ankunft des Neuankömmlings zu sein. Er lief mit hoch getragenem Schweif und geblähten Nüstern im Galopp immer wieder am Zaun entlang und wieherte den Hengst an.
      Ich wusste, dass ich zunächst diesem Stress Einhalt gebieten musste. Also band ich Rainbow erst vorsichtig am Hänger an und brachte What auf die Weide zu den anderen Hengsten. Nervös schloss ich das Tor hinter ihm wieder und stellte mich an den Zaun, um die Herde zu beobachten.
      Die ruhigeren Hengste hielten sich von Anfang an sehr bedeckt im Hintergrund. Sembro begehrte gewaltig auf und giftete What an, aber das Pony konnte sich durchsetzen. Erst, als Feuerspiel, Lausejunge und Because mit ihm abgerechnet waren, war die Rangfolge wieder geklärt. What ordnete sich hinter den Dreien ein und wurde, als er diese Stellung akzeptiert hatte, auch gut in der Herde aufgenommen. Sie hatten sich nicht ernsthaft bekämpft und keines der Pferde hatte nennenswerte Schrammen davon getragen.
      Ich war beruhigt und widmete mich Rainbow.
      Sie sollte auf die Stutenweide.
      Ich führte sie dort hin. Hier vertrug sich das Herdenverhalten anders. Die Stuten Bishr, Linnea, Novalis, Tiva Wyanet und Enya standen alle beisammen da, ganz friedlich, mit gespitzten Ohren und wieherten ihr ruhig entgegen.
      Ich ließ Rainbow auf die Weide und schloss wieder das Tor hinter mir. Sofort unterwarfen sich Novalis, Tiva und Enya. Linnea und Bishr begehrten sofort auf und wiesen ihr ihren Platz zu. Bishr war eine wirklich sehr gute Leitstute und sorgte so dafür, dass die Stute ohne irgendwelche Angriffe einen guten Platz in der Herde hatte. Schon wenige Augenblicke später fraßen sie friedlich nebeneinander.
      Gerade wollte ich aufatmen, weil alle Pferde ihren neuen Platz gefunden hatten, da hörte ich einen Wagen die Hofeinfahrt hoch rumpeln.
      Pepe war mit She’s like the Wind angekommen!
      Wie sehr ich mich auf diese Stute gefreut hatte!
      Ich rannte auf den Wagen zu, begrüßte Pepe.
      Sofort führten wir gemeinsam die Stute vom Anhänger. Sie sollte zu den anderen Fohlen Pferden auf die kleine Weide und das Paddock.
      So führten wie sie direkt gemeinsam zu Faiding Melody, Autumns Coldness, Chou und Farah.
      Auch hier war die Rangfolge schnell geklärt: Wind legte sich kurz mit Farah um Platz zwei ein und ordnete sich dann bereitwillig unter dem Leithengst Melody ein.
      Ich freute mich sehr, dass es keine größeren Auseinandersetzungen gegeben hatte, denn Farah war wirklich eine kleine Zicke.
      Ich sah Pepe an.
      “Das hat toll geklappt!“, stellte ich begeistert fest und grinste sie breit an. „Was hältst du von warmem Kakao?“
    • Eowin
      Wieder Neulinge auf dem GF


      Neulinge: Larissa, Bluebayou, Easy Silence


      Rumpelnd folgte der Anhänger dem robusten Geländewagen die Einfahrt hinauf. Die Pferde darauf wurden unruhig, obwohl sie bisher immer ruhig geblieben waren. Sie schienen zu spüren, dass die Reise ein Ende nahm.
      Ich parkte so, dass ich keine Schwierigkeiten mit dem Ausladen haben würde und die Pferde entspannt auf die Weide bringen konnte.
      Wenn sie in die Herde integriert waren, waren sie aus dem gröbsten heraus und konnten sich gut einleben.
      Als erstes widmete ich mich den Hengsten, da ich nur einen Hengst, das Shetty Bluebayou, zu integrieren hatte.
      Ich führte ihn auf die Weide und sofort kam eine Horde neugieriger Hengste auf den Mini zu. Bailey’s Candyman störte sich herzlichst wenig an dem Neuling, ähnlich wie Sammy Shaye, Colombo und Cheero, die sich ihm auch schnell unterwarfen, da sie kein Interesse daran hatten, in der Rangfolge aufzusteigen. Sie kannte es allesamt, unten zu stehen.
      Doch als Wish, Back in Moment und Sembro kamen, kamen die ersten Streitigkeiten auf. Schnell kamen auch die höher gestellten Hengste What is it und Feuerspiel hinzu, bis sich schließlich auch die Leithengste Lausejunge und Because unter die Masse tummelten. Durch ihr Erscheinen legte sich der Streit. Sie stellten die Rangordnung der Herde wieder her, schlichteten den Streit und brachten die Streithähne auseinander. Blue musste sich nun also unter Wish einordnen und blieb im unteren Drittel. Er schien allerdings nicht allzu unglücklich damit zu sein und begann bald friedlich zu grasen, wobei er sich mit Wish und Cheero bereits herzlichst anfreundete.
      Nun holte ich die DRP-Stute Larissa und die Warmblutstute Easy Silence vom Hänger. Sie in die Herde zu integrieren, würde vermutlich schwieriger werden, da meine Stuten allesamt aggressiver und verbissener waren – zumindest, wenn es um neue Mitglieder ging. Ansonsten hielten sie mehr als gut zusammen und verteidigten einander. Wenn die Rangordnung geklärt war, waren sie auch äußerst fair – doch dieses Klären ging oftmals nicht ohne Blutvergießen von sich.
      Daher hatte ich etwas Angst, als ich das Tor öffnete und die Stuten auf die Weide ließ.
      Wie ich erwartet hatte, kam die gesamte Herde in eisernem Zusammenhalt vom letzten Ende der Weide im vollen Galopp auf die Stuten zu. Larissa und Easy schienen sich schon zu verbrüdern, erste Freundschaftsbande gegen den „Feind Herde“ zu knüpfen. Dann kamen sie, unter donnerndem Hufgetrappel: Vorne weg die Leitstute Bishr, dann Linnea, dann Colour of the Rainbow, gefolgt von Novalis, Tiva Wyanet und Enya.
      Sofort ging Bishr voran und beäugte die Neulinge.
      Erstaunlicherweise unterwarfen sich Larissa und Easy direkt Bishr und Linnea, sodass es zu keinen ernsthafteren Auseinandersetzungen kam. Mit den anderen Stuten kam nun ein allgemeines Giften, Ohren Anlegen, umherwandern und Andeutungen zum Treten auf, dann waren schnell die Fronten geklärt. Larissa und Easy behaupteten sich den anderen Stuten gegenüber und erlangten die Plätze Drei und Vier in der Rangordnung.
      Ich war sehr erleichtert und ließ die Stuten erst einmal alleine, aber ohne meine Neulinge aus den Augen zu lassen.
      Ich ging rasch in die Scheune und holte Heu, mit dem ich zunächst die Raufen unter den Unterständen auf der Hengst- und Stutenweide auffüllte. Auch hier herrschte bereits ein ruhiges Klima und kein Gerangel um die besten Plätze.
      So ging ich beruhigst in Richtung Paddock und fütterte hier auch für Faiding Melody, Autumn Coldness, She’s like the Wind, Chou und Farah Heu.
      Am Abend holte ich alle Pferde hinein, brachte sie in ihre Boxen und fütterte das Kraftfutter für die, die welches bekamen – Bluebayou gehörte nicht dazu.
      So klingte ein aufregender Tag auf dem Gestüt Federsee mit ausgeglichenem Schnauben und das Klirren von Pferdenasen in Futtertrögen für mich aus.
    • Eowin
      Eine bunte Mischung Neuankömmlinge


      Es war anders.
      In der Hitze auf der Bank zu sitzen, ungetrübter blauer Himmel über mir, Vögel in den Bäumen, meine Pferde hinter den weißen Holzzäunen in Sichtweite. Der Schweiß rann mir von der Stirn, als ich in einer jähen Bewegung meine Bluse abstreifte und fortan nur noch mit Top auf der Bank vor dem Wohnhaus saß.
      Doch an nichts konnte ich mich erfreuen. Nicht an der Wärme, der Sonne. Nicht an dem rosafarbenen Blütenmeer, das meine Einfahrt säumte und so dicht war, dass man hier und da kaum das Kopfsteinpflster unter ihm erkennen konnte. Und auch nicht der Gedanke an die vielen Kirschen, die aus diesen Blüten heranwachsen konnte.
      Nein.
      Denn ich saß da und wartete auf meine neuen Pferde, die ich mir gekauft hatte.
      Normalerweise holte ich sie immer selbst ab, aber da meine Nase gebrochen war und ich keine Brille tragen konnte, war ich diesmal gezwungen gewesen, die Vorbesitzer darum zu bitten, mir meine neuen Lieblinge zu bringen.
      Ich seufzte tief. Welch mühseliges Warten! Ja, ich bekam beinahe eine Krise und stellte wie so oft schon fest, dass ich viel zu wenig Geduld hatte.
      Endlich hörte ich ein lautes Rattern.
      Ja, es war so weit! Das erste Pferd fuhr im Pferdewagen hinter einem kantigen Transporter die lange, von Kirschbäumen umsäumte Einfahrt hinauf!
      In einer raschen Bewegung stand ich auf, spurtete zur Auffahrt. Es war Stef mit dem Araber Black Smokey Dreamer, kurz Blacky.
      „Hallo!“, begrüßte ich Stef herzlich, als sie geparkt und ausgestiegen war. „Schön, dass du da bist. Noch einen Moment länger und ich wäre geplatzt vor Vorfreude!“
      Wir lachten gemeinsam, dann holten wir Blacky vom Anhänger.
      Der Kleine war klatschnass geschwitzt.
      „Auf den Hänger gehen ist kein Problem, aber mit ihm fahren findet er ziemlich grausam“, stellte Stef fest.
      „Das sieht man“, meinte ich nüchtern. Auch diese Macke würde ich in den Griff bekommen.
      Gemeinsam brachten wir den Hengst auf die Weide und beobachteten, wie er sich langsam an die anderen Pferde annäherte, als bereits der nächste Wagen auf die Einfahrt geschlittert kam.
      Lost la Hija del Viva wurde gebracht.
      Ich freute mich sehr und nahm die Stute herzlich in Empfang, während Stef sich verabschieden musste, da sie noch weitere Termine hatte.
      Schnell war auch Hija in der Herde integriert.
      Als nächstes kamen Norwi und La Petite auf den Hof. Ich freute mich ganz arg, nicht nur, weil ich die Stute schon sehr, sehr lange kannte und schon einmal besessen hatte, sondern weil Norwi meine beste Freundin war, aber nur recht selten zugegen sein konnte.
      Wir brachten nun also auch die Araberstute Petite auf die Weide und beschlossen, nachher gemeinsam ein Eis zu essen, bevor Norwi wieder abreisen musste.
      Bis dahin war aber noch etwas Zeit und ich berichtete ihr, dass noch zwei weitere Pferde ankommen sollten, woraufhin sie mir versprach, mir zu helfen.
      Als nächstes kam Love Sux an. Die Carmaguestute stieg unerschrocken und gähnend vom Pferdeanhänger und nahm genau so ruhig, ja beinahe gelangweilt, die Annäherungsversuche der anderen Stuten in der Herde hin.
      Als letztes ratterte Headless’ Wagen die Einfahrt hinauf.
      „Das ist Tiny“, sagte ich leise und trocken, während ich spürte, wie sich ein Kloß in meinem Hals verfestigte. Wie sehr hatte ich mich auf das Ministütchen gefreut!
      Head stieg aus, ein fröhliches Lächeln auf den Lippen, und begrüßte uns trällernd. An ihrem breiter werdenden Grinsen ließ sich erkennen, dass man mir meine Nervosität offenbar am Gesicht ablesen konnte. Aber das machte nichts.
      Wir begrüßen uns, dann holten wir das Stütchen vom Anhänger und ich begrüßte die Kleine kniend. Ja, sie war wirklich klein. Und zuckersüß!
      Sie war fleißig dabei, mein Herz im Sturme zu erobern.
      Und als sie auf die Weide zu den anderen Stuten kam, legte sie eine Lebensfreude an den Tag, die mein Herz erweichen ließ.
      Ja, ich war schon jetzt hoffnungslos vernarrt in das Stürchen!
      Als auch Head sich verabschiedet und Ruhe in den Herden eingekehrt war, konnten wir rundgehen und füttern.
      Wish, Bishr, Fading Melody, Autumn Coldness, Because, Feuerspiel, Colour of the Rainbow, She’s like the Wind und Domina führte ich zuallererst in ihre Boxen. Dort bekam jades einzelne Pferd eine gute Portion Heu, Müsli und Möhre und Apfel.
      Als der Teil der Pferde fleißig am Fressen war, holte ich den nächsten Teil, der aus Larissa, Bluebayou, Easy Silence, Sammy Shaye, Chou, Farah und Cheero bestand.
      Auch diese bekamen ihre Futterrationen, und diese musste ich noch neu nachstreuen, da ich das heute Morgen nicht mehr geschafft hatte.
      Als letztes holte ich die Zuchtpferde Lausejunge, Linnea, Novalis, Tiva Wyanet, Enya und Colombo rein. Diese bekamen ebenfalls ihre Futterration.
      Nun gingen Norwi und ich erschöpft aber froh durch den Stall, wo man überall zufriedenes Schnauben und Mampfen vernehmen konnte, und setzten uns in den Wagen, um unser versprochenes Eis zu genießen.
    • Eowin
      Ankunftsbericht für:

      Halik, Hektor, Blue Moon, Black eyed Smokey, Bestla, Leviathan, Love Sux, La Petite



      Heute kamen mal wieder einige Pferde auf meinem Hof an.
      Ich war bestens vorbereitet: Die Weiden waren abgeäppelt, die Tränken gesäubert, die Raufen mit Heu befüllt, die Ställe waren ausgemistet.
      Jetzt musste nur noch ein Pferd nach dem anderen eintreffen.
      Ich hatte die Ankunftszeiten absichtlich so geplant, dass erst die Hengste und dann die Stuten ankommen sollten.
      Ich war schon sehr gespannt als der erste Anhänger ankam.
      Die Hengste, die kommen sollten, waren Halik Ibn Hawar, Hektor, Blue Moon und Leviathan.
      Sie kamen in geringen Abständen an.
      Ich holte mir einige Helfer hinzu und stellte sie zu den anderen Hengsten What is it, Feuerspiel, Because, Fading Melody, Wish, Sembro, Bailey’s Candyman, Sir William, Galoppwunders Stern, Exotic Energy, Hollywoods Silver Dream, Goldnight, Offspring, Bullet form y Valentine, Lanzelot, Merry, Back in Moment, Majestro II, Coco, Black Smokey Dreamer, Bluebayou, Sammy Shaye, Cheero, Colomco und Lausejunge.
      Es war ein eigenartiger Anblick, sie Herde war in größer Aufruhr. Es wurde imponiert, getreten, gestiegen, gebuckelt, gegiftet und gebissen.
      Es dauerte eine lange Weile, bis sich die Herde ordnete, Ruhe einkehrte. Doch es schien noch um einiges länger zu dauern, bis die Rangordnung vollends geklärt war, denn immer wieder quiekte ein Pferd, dann trat eines aus oder brach vollends aus der Herde aus. Manche Hengste wurden verdrängt und man erkannte sehr genau, wer eher ruhig und wer ein Draufgänger war.
      Ich beobachtete das Spiel voller Genuss.
      Anschließend kamen die Stuten Black eyed Smokey, Bestla, Love Sux und La Petite an.
      Wieder bat ich meine Helfer, die Pferde mit mir auf die Weide zu bringen. Hier hatte ich bereits erheblich mehr Angst, da ich nicht nur harmlose Stuten hatte.
      Dennoch stellte ich sie zu den anderen Stuten A Tiny Pleasure, Domina, Novalis, Linnea, Tiva Wyanet, Enya, Lost la Hija del Viva, Larissa, Easy Silence, Chou, Farah, Rainy, Saphir, Wusel, Tarifa, Jumping Flea, She’s like the Wind, Colour of the Rainbow, Autumn Coldness und Bishr.
      Und wie erwartet entbrannte ein ziemlich harter Kampf. Sehr stutentypisch wurde enorm viel gequiekt und so viel gebissen, getreten und was weiß ich, dass ich mir sicher war, dass ich morgen wieder Wunden zu versorgen hatte.
      Aber das war nicht schlimm. Diese Rangkämpfe waren notwendig. Und zudem natürlich. Also ließ ich sie machen.
      Bald verteilten sich jedoch auch die Stuten wieder in der Weide und gingen sich bis zum nächsten Kampf aus dem Weg oder rotteten sich in kleinen Gruppen zusammen. In drei Wochen werden alle sich aneinander gewöhnt haben und die Herde wäre wieder eins.
      Darauf freute ich mich schon.
      Und bis dahin ließ ich die Pferde allein und hoffte, dass alle sich gut einlebten.
    • Eowin
      Von zwei Fohlen und einer Bombe

      Ankunftsbericht für: GH’s Saturday Affair, Abdul-Aziz. Dwynn


      Ziemlich hibbelig saß ich auf der Bank an der Reithalle, von der aus ich den gesamten Hof gut im Blick hatte.
      Heute kamen wieder neue Pferde an.
      Ich freue mich wahnsinnig!
      Bald kam Darkie an, mit seiner immer fröhlichen Laune hüpfte Alex auf mich zu und umarmte mich.
      “Naa, hast du die Perle dabei?“, frage ich neugierig und er wies auf den Wagen hinter mir, in dem sein Bruder Chrissi saß. Genervt ließ er langsam die Klappe herunter und das bildhübsche Saddlebred Fohlen Saturday Affair trat vom Hänger. Neugierig blicke das Stütchen sich um.
      „Gut sieht sie aus!“, stellte ich fest und Alex klopfte ihr wehmütig den Hals.
      „Na, dann lass uns mal gucken, ob sie sich mit deinen Stuten versteht!“, schlug er vor. Ich nickte.
      Bei den Stuten standen derzeit folgende Pferde: A Tiny Pleasure, Domina, Novalis, Linnea, Tiva Wyanet, Enya, Lost la Hija del Viva, Easy Silence, Chou, Farah, Rainy, Saphir, Wusel, Tarifa, Jumping Flea, She’s like the Wind, Colour of the Rainbow, Autumn Coldness und Bishr.
      Das Scheckfohlen trat interessiert in die große Runde der Pferde, alle stürmten direkt auf sie zu uns musterten sie. Doch zu meiner Überraschung trat zuerst Domina mit ihr in den Kontakt und beschnupperte sie. Als sie sie akzeptierte, überprüfte Bishr die Lage, doch auch sie gab schnell und ohne Murren das Okay zu dem Stutfohlen. So wurde Affair schon mal sehr gut in der Herde aufgenommen.
      Alex, Chrissy und ich waren sehr beruhigt und beobachteten die Pferde noch eine Weile auf der Weide, als wir plötzlich ein Geräusch hörten und aufgeregt zum Hof rannten.
      Von weitem erahnten wir, dass ein Auto mit Anhänger die Auffahrt hochfuhr. Als daraufhin plötzlich etwas quietschte und dann ein lautes Hupen ertönte, wussten wir, was los war: Meine beiden anderen neuen Pferde – Dwynn und Abdul-Aziz – wurden gebracht, aber Chrissi hatte mit seinem Anhänger die Auffahrt versperrt!
      Schnell machten wir den weg wieder frei und Cavi und Gaitano, die eine Fahrgemeinschaft gebildet hatten, stiegen aus dem Auto.
      Wir begrüßten uns und es wurde herzlich über den Zwischenfall gelacht, bis wir endlich das noch sehr, sehr junge Hengstfohlen und den sehr temperamentvollen Hengst vom Hänger holen konnten.
      Wir brachten sie gemeinsam zu den Hengsten und Wallachen auf die Weide.
      In dieser Herde standen derzeit folgende Pferde: What is it, Feuerspiel, Because, Fading Melody, Wish, Sembro, Bailey’s Candyman, Sir William, Galoppwunders Stern, Exotic Energy, Hollywoods Silver Dream, Goldnight, Offspring, Bullet form y Valentine, Lanzelot, Merry, Back in Moment, Majestro II, Coco, Black Smokey Dreamer, Bluebayou, Sammy Shaye, Cheero, Colombo und Lausejunge.
      Hier ging es dieses Mal erstaunlicherweise erheblich härter zur Sache als bei den Stuten. Dwynn wurde nur kurz beschnüffelt und dann direkt als Baby akzeptiert, auch wenn er sich durch seine rüpelige Art oftmals giftende Blicke einfing.
      Doch Abdul-Aziz war das absolute Highlight.
      Er galoppierte wie wahnsinnig mit hoch erhobenem Schweif durch die Weide und forderte beinahe einen Hengst nach dem anderen heraus. Er giftete beständig, biss und trat wo er nur konnte und stand ständig mit mindestens zwei Hufen – ob vorne oder hinten – in der Luft.
      Ich war schon beinahe auf dem Weg, ihn von der Herde zu trennen, als Chrissi mich zurückhielt.
      „Lass ihn. Die müssen das eh alleine klären. Oder willst du die Bombe da nur in der Box halten?“, sagte er ruhig. Und da hatte er Recht.
      Also blieb ich stehen und beobachtete, wie er sogar bei den Hengstfohlen allzu deutlich klarstellte, dass er der Boss war.
      Ich konnte mir die Tränen kaum verkneifen, als die Situation endlich etwas ruhiger wurde. Die Rangkämpfe würden noch etwas andauern, aber er ließ die anderen Pferde nun erstmal weitgehend in Ruhe. Das beruhigte mich.
      Ich fütterte noch alle Pferde und reinigte die Tränken, nachdem ich mich von meinen Gästen verabschiedet hatte. Dann war auch für mich dieser pferdige Tag beendet.
    • Eowin
      Tag der offenen Tür auf dem GF

      Die Vorbereitungen

      Es war nun endlich so weit. Die Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür auf dem Gestüt Federsee liefen auf Hochtouren und es war nun meine Aufgabe, Arbeiten zuzuteilen und die Pferde zuzuweisen.
      Ich hatte einige Helfer zusammengetrommelt.
      Mein Hufschmied nagelte die letzten Hufeisen wieder an, mein Tierarzt sah noch einmal nach dem Gesundheitszustand der Tiere und zahlreiche Freunde halfen mir beim Ausmisten, Abäpfeln der Weiden und polieren des Zubehörs.
      Der Hof wurde gefegt, die Kirschbäume zurechtgeschnitten, die Gärten geharkt, Werbung wurde an die Banden der Außenreitplätze befestigt, gesponserte Hindernisse kamen an, Imbissbuden wurden aufgebaut und Getränke und Nahrungsmittel kaltgestellt.
      Alles lief perfekt.
      Alles? Naja, fast alles.
      Ich saß in meinem Büro am Schreibtisch und musste Pferde in verschiedene Kategorien einteilen: Beispiel Reitunterricht, Führpferde für Kinder, Ponyspiele, Verkaufsschau, Show jeglicher Art und so weiter.
      Leicht war es für mich, die Verkaufspferde zuzuteilen. Sie wurden auf der Weide gelassen und bei Interessenten an der Hand und eventuell unter’m Sattel vorgeführt.
      Hiervon waren Sembro, Sir William, Rainy, Galoppwunders Stern, Exotic Energy, Goldnight, Offspring, Bullett for my Valentine, Merry und Back in Moment betroffen.
      Rainy hatte zwar schon beinahe sicher einen neuen Besitzer, aber dennoch würde sie so an der Veranstaltung teilnehmen.
      Bei allen anderen Pferden fiel es mir erheblich schwerer.
      Sicher war ich, dass ich zwei Leute mit zwei meiner Minis durch die Gegend laufen lassen wollte, als Niedlichkeitsbonus.
      Hier fiel letzten Endes die Wahl auf A Tiny Pleasure und Hektor.
      Die anderen Minis, also Mirror, Frechdachs und Bluebayou wurden als Führponys für die ganz Kleinen eingesetzt.
      Die Zuchtpferde sollten hauptsächlich in den Showbereich einbezogen werden.
      Also sollte Enya beispielhaft für barockes Reiten gelten. Colombo übernahm den Westernteil, Tiva Wyanet sollte das Springen übernehmen, Domina die Dressur.
      Die Norweger, also Apancho, Linnea, Novalis und Lausejunge hingegen wurden für eine Quadrille vorbereitet.
      Die Fohlen Antarktik, Over the Bridge, Stay with me, Dwynn, Feuerspiel, CocoDemba Diadem, GH’s Saturday Affair, Lost la Hija de la Luna, Chou und Farah kamen auf die Paddocks und galten als indirekter Niedlichkeitsbonus und als Beispiel für die Zucht, die wir betrieben.
      In den Reitunterricht kamen zudem Cheero, Black Smokey Dreamer, La Petite, Love Sux, Leviathan, Bestla, Black eyed Smokey, Abdul-Aziz, KaZee Bonaparte, Everspring und Buried alive by Love sowie Dusty, What is it, Colour of the Rainbow, Because, Autumn Coldness und Faiding Melody und Wish.
      Die Pferde, die noch übrig waren, also Bishr, Colonels Smokin Gun, Blue Moon, She’s like the Wind, Halik Ibn Hawar, Zuma und Power of Love wurden teils für Show eingesetzt, teils als Körugsanwärter präsentiert.

      Jetzt, wo ich alle Pferde fertig eingeteilt hatte, ließ ich mich geschafft in den Sessel sinken und atmete schwer aus.
      Das war wirklich viel Arbeit!
      Nun ging ich hinaus und sah noch einmal nach allen Pferden, verteilte liebevoll Heu und Futter und löschte dann die Lichter im Stallkomplex.
      Jetzt konnte der Tag der offenen Tür kommen!
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Eowin
    Datum:
    26 Apr. 2010
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