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Rhapsody

Last Caress || Welsh Sek. A

Name................................Last CaressDate/Place of Birth.................december 2007 in Cardigan, WalesSire / Dam..........................unknown // unknownGender..............................mareHeight....................................1.15cmCoat.....................................blackBiography...............................Last Caress war schon immer eine kleine Rebellin; sie hatte schon früh das Zeug zur Leitstute, schikanierte Jüngere und legte sich mit den Älteren (und Größeren) an. Ihr Züchter muss wohl eine Vorliebe für Horror Punk gehabt haben, denn sie wurde nach einem Lied der legendären Misfits benannt – und diesem Lied macht sie alle Ehre.Sie ist flink und geschickt, riecht Leckerlis auf 5 Kilometer und hat keine Skrupel, auch mal ihre Zähne zu benutzen. Keine Frage: sie braucht eine weiche Hand, die durchgreifen kann – denn sie hasst nichts mehr als einen Reiter mit harter Hand und gibt das auch gerne zu verstehen. Mit konsequentem Training wird aus ihr aber ein absolut ausgeglichenes VerlasspferdMit 7 wurde sie schließlich an Meilion Aur verkauft.Character traits........................sly; diligent; focusedTraining...................................Fahren: E – Dressur: ESpecialty..................................dressageErsteller/VKR/Besitzer: Samarti/Samarti/Rhapsody

Last Caress  ||  Welsh Sek. A
Rhapsody, 15 Jan. 2014
    • Rhapsody
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      New Best: 11
      Mit einem Grummeln steckte ich mein Handy wieder in die Tasche. Flappy Bird lenkte eh zu sehr von der Arbeit ab.
      Ich war mittlerweile seit gut 5 Wochen auf dem Gestüt meiner Tante in Wales, aber ins Klima eingelebt hatte ich mich noch nicht. Ich glaube, in den 5 Wochen hatten wir nur ein Wetter; bewölkt, ab und zu ein Schneeschauer, Schnee, der 2 Tage liegen blieb und Regen. Alles ziemlich deprimierend, wenn man keine Beschäftigung hat.
      Aber zum Glück hatte ich sowas. Sogar eine, die Geräusche macht – das hat nicht jeder!
      Vor meiner viertel Stunde Smartphone-Tippen-und-gegen-Röhren-fliegen hatte ich ausgemistet und den Pferden allen einen Arm voll Heu auf die Weiden geschmissen. Jetzt begann also die wahre Arbeit: Bewegen.
      Mit einem kurzen Pfiff rief ich Ciaran an den Zaun der Hengstweide, und er kam mit gespitzten Ohren auf mich zu. Nach einem kurzen Begrüßungsschnuffer halfterte ich ihn auf und während ich ihn am Putzplatz putzte, pfiff ich House of Gold vor mich hin.
      Als ich den letzten Huf auskratzte, merkte ich, dass ich eigentlich keinen Plan hatte, was ich machen wollte. Ausreiten? Lieber mit Favorita ausreiten? Lieber auf den Platz?
      „Was meinst du, Cia?“ fragte ich ihn, doch er guckte mich nur an. Doofes Pferd. Aber lieber ritt ich mit ihm aus, da hatte ich wenigstens eine Lebensversicherung.
      Vor mich hin summend sattelte ich also Cia, holte meinen Helm und ritt kurz später durch die Tore. Cias dichtes Winterfell schützte ihn vor dem Wind, der mich angriff und wegen dem ich es sofort bereute, nur ans Ausreiten gedacht zu haben. Cia schien aber mega Spaß daran zu haben, also drehte ich nicht sofort wieder um.
      Auf den kleinen Feldwegen, die teilweise auch durch den Wald, ließ ich ihn dann antraben und hielt die Zügel locker. Vielleicht war das ein bisschen zu gewagt, vor allem für die kurze Dauer, die ich Ciaran besaß und ritt, aber manchmal ist Liebe eben blind. (Ja, es ist Liebe, komm damit klar.)
      Eine gute halbe Stunde später ritt ich den Trampelpfad, der von hinten aufs Gestüt führte, hinunter und bekam eine Handvoll Zweige ins Gesicht geklatscht. Das wars, meine Lust auf irgendwelche Ausritte war vergangen. Und wie sich später herausstellte, hatte einer der Zweige einen schönen roten Striemen auf meiner Backe hinterlassen. „Ausgeritten wird erst, wenn hier aufgeräumt wird“ grummelte ich vor mich hin und stieg dann schließlich ab.
      Während Cia sein Müsli geräuschvoll am Putzplatz mampfte, packte ich Symbolic Splash und ließ sie im Longierzirkel ein paar Runden mit einem Gymnastikball rennen. Als ich sie dann wieder auf die Weide führte, nahm ich mir vor, ihr so schnell wie möglich einen Freund im gleichen Alter zu suchen.
      Der Himmel zog sich weiter zu, deswegen putzte ich Favorita und Last Caress nur kurz übers Fell und ließ sie dann beide in der Reithalle laufen. Die zwei hatten sich ziemlich schnell angefreundet, auch wenn Favorita ein paar Zentimenter größer war als das Pony.
      Als die ersten Tropfen fielen, hatte ich gerade das Tor geschlossen und rannte zur Tür des Gutshauses.
    • Eddi
      Zu Besuch bei einer guten alten Freundin
      Nachdem mein Leben auf dem französischen Gestüt so plötzlich geendet hatte, brauchte ich dringend Ablenkung.
      Durch Zufall entdeckte ich „meillion aur“ und als ich den Namen der Besitzerin las, stand fest, dass ich den Wales einen Besuch abstatten würde.
      Schon vor ein paar Monaten hatte es mich dort hingezogen, allerdings als Tierärztin. Während ich die Auffahrt hinauffuhr, erinnerte ich mich wieder an die großen Weiden und den schönen kleinen Stall.
      Angekündigt hatte ich mich, das hatte ich nicht für nötig gehalten und eigentlich wollte ich auch nur kurz für ein oder zwei Stunden vorbeischauen.
      Ich parkte neben dem Haus und stieg aus. Der Herbst war in den Wales schon längst angekommen. Die Bäume färbten sich in den verschiedensten Gelb-, Rot- und Orangetönen und es wehte ein kühler Herbstwind.
      Neugierig schaute ich mich um, konnte aber niemanden entdecken. Also beschloss ich, dem Stall einen Besuch abzustatten, denn wenn, fand man meistens dort die Besitzer.
      Doch auch auf der Stallgasse herrschte Ruhe. Man hörte lediglich das zufrieden Brummeln einiger Pferde. Neugierig schlenderte ich die Gasse entlang und schaute mal hier mal dort in die Boxen.
      Alle waren nicht gefühlt, aber ich hatte schon bei meiner Ankunft gesehen, dass viele der Pferde auf den Weiden standen.
      Während ich gedankenversunken in die nächste Box schaute, runzelte ich plötzlich die Stirn, denn das kleine gescheckte Fohlen kam mir sehr bekannt vor.
      „Na aber hallo! Das ist ja die kleine Symbolic Splash!“, meinte ich lächelnd und begrüßte das neugierige Stutfohlen. Sie war eine Tochter von Elisas geliebten Pamino und sie war sehr nach ihrem Vater gekommen.
      Während ich das kleine Fohlen betüddelte, wurde plötzlich die Stalltür aufgerissen und Hufgeklapper erfüllte den Stall.
      Erschrocken drehte ich mich um und entspannte mich gleich wieder, denn da kam Juli hinein, neben ihr das Exmoorpony Ciaran – anscheinend kamen sie gerade von einem Ausritt, denn Juli war warm angezogen und beide sahen ziemlich zerzaust aus.
      Ungläubig starrte sie in meine Richtung. „Eddi? Bist du das?“, fragte sie und dann grinste sie von einem Ohr bis zum anderen, ließ Ciaran einfach stehen und lief mir entgegen, um mich zu umarmen.
      „Lange nicht mehr gesehen!“, lachte sie und begann sofort mich auszufragen. Ich versuchte ihren Fragen auszuweichen, denn über meine unangenehme Lage wollte ich nicht zwingend sprechen, stattdessen fragte ich vermehrt sie, wie es denn mit dem Gestüt hier lief.
      „Irgendwann gewöhnt man sich an das Wetter, aber schön ist was anderes. Man sieht es ja an Ciaran, der hat schon wieder Fell wie ein Plüschbär – oh Ciaran!“, meinte sie erschrocken, wandte sich um und sammelte ihr Pony ein, welches es sich in einer der vorderen Box gemütlich gemacht hatte und dort das Heu fraß.
      „Ähm. Ich sattele ihn schnell ab.“, sagte sie nur knapp und machte das Pony fertig, während sie mir noch von den neusten Ereignissen berichtete.
      Als Ciaran dann in seiner eigenen Box stand, schaute Juli stirnrunzelnd auf die Uhr. „Also, wenn du Zeit hast, würde ich schnell noch Last Caress bespaßen und dann können wir gerne einen Ausritt machen!“
      Dazu sagte ich natürlich nicht nein, stattdessen half ich Juli gerne bei dem Betüddeln ihrer Welshstute.
      Wir putzten den kleinen Rappen gründlich und dann durfte sie sich auf dem Longierzirkel ein wenig austoben. „Nennt sich Beschäftigungstherapie.“, meinte Juli grinsend, als sie der Stute noch einen Gymnastikball dazu gab.
      Kurze Zeit später hatten wir die beiden Stuten Favorita und Spotlight von der Weide geholt, geputzt und gesattelt. „Dann zeige ich dir mal die wunderschöne Landschaft der Wales!“, lächelte Juli und ich ritt ihr bedächtig hinterher.
      Da mir Spotlight mit ihren 1.78m Stockmaß einen Ticken zu groß war, hatte ich Favorita bevorzugt und war auch sehr glücklich mit der Knabstrupperstute unter mir, welche sich von ihrer besten Seite zeigte.
      Unser Ausritt wurde jäh unterbrochen, als es aus heiterem Himmel zu regnen anfing – und zwar kein einfacher Nieselregen, sondern es prasselte richtig stark auf uns herab.
      Im Eiltempo machten wir uns auf den Heimweg, wo dann erst einmal die Pferde trocken gerubbelt werden mussten, ehe Juli mich zu einer Tasse heißen Kakao einlud.
      „Du, wenn du willst kannst du auch bei mir übernachten. Dann können wir Morgen vielleicht der Stadt einen Besuch abstatten!“, meinte Juli begeistert und ich war genauso von der Idee angetan.
      „Total gerne! Genau das brauche ich momentan!“, grinste ich glücklich und nahm dankend die Tasse Kakao entgegen.
    • Gwen
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      Einfahren

      Emails über Emails erwarteten mich, als ich abends auf der Couch saß und nach neuen passenden Aufträgen suchte. Es wurde Zeit, wieder etwas aktiver zu werden und die Nachfrage war auf jeden Fall da. Normalerweise nahm ich jeweils die ersten drei Aufträge, aber dieses Mal zögerte ich. Eine junge Frau war mit der Bitte an mich herangetreten, ihre Stute erneut einzufahren. Ich hatte es versäumt irgendwo aktiv hinzuschreiben, dass ich kein Fahren anbot. Allerdings kam es mir auch falsch vor, sie wegen meiner Unwissenheit abzuweisen, also rief ich verzweifelt Elisa an.
      „Daniel Smith...“, wiederholte ich den Namen, nachdem ich aufgelegt hatte. Natürlich hatte Elisa direkt eine Idee für mich gehabt, denn sie war nicht die einzige Trainerin auf Crown Hill, dort gab es noch viele mehr. Unter anderem eben Daniel, welcher sich auf Kutschpferde spezialisiert hatte. Also würde ich de Gelegenheit meiner neusten Kunden nutzen, um mit ihm die Kunst des Einfahrens zu erlernen.

      Unruhig lief ich im Stall umher. Wir hatten vereinbart, die auszubildenden Pferde auf Crown Hill unterzubringen, da Daniel hier arbeitete und es für mich kein weiter Weg war. Auch heute war ich mit dem Rad gekommen und hatte ihm geholfen, die Boxen vorzubereiten. Es hatte sich nur eine Kleinigkeit geändert: Statt einem Pferd kamen heute zwei. Eigentlich war das nicht der Plan gewesen, aber nachdem ich eine so liebe Mail von Juli erhalten hatte, konnte ich ihr nicht absagen.
      Daniel meinte sogar, es wäre gar nicht schlecht, wenn die beiden Stuten kamen, denn dann würde er es mit mir an Last Caress gemeinsam erarbeiten können und mit Flying Star konnte ich alleine arbeiten, denn die Trakehnerstute kannte die gesamte Prozedur bereits, es sollte nur noch einmal aufgefrischt werden.
      Während ich meinen Gedanken nachhing, vergaß ich vollkommen das Warten und dann kam auch schon ein großer Trailer auf den Hof gefahren. Daniel begrüßte den Fahrer herzlich und ich half ihm dabei, die Stuten auszuladen. Caress war eine kleine Welshstute, hatte es aber faustdick hinter den Ohren und das zeigte sie mir direkt am ersten Tag.
      Die beiden Stuten durften sich erst einmal ihre Boxen anschauen und sich einleben, aber Daniel hatte die erste Trainingseinheit schon für heute Nachmittag eingeplant. „Also ruht euch fein aus, ihr müsst heute noch was tun.“, meinte ich lächelnd zu den beiden und kraulte Caress hinter den Ohren, dann ließ ich die beiden ein wenig allein und stöberte stattdessen in den Lehrbüchern, welche Daniel mir gereicht hatte.

      Mit Daniel zu arbeiten war einfach toll, denn er verbreitete ständig gute Laune und man konnte gar nicht anders, als sich von ihm anstecken zu lassen. Wir arbeiteten zuerst mit Caress, welche ich an Longe hatte gründlich aufwärmen sollen. Dann überreichte mir Daniel eine zweite Longe, denn nun sollte ich Caress mit der Doppellonge arbeiten.
      Zuerst ließ ich die äußere Longe über ihren Rücken laufen, damit sie sich an den Zug auf der anderen Seite gewöhnen konnte, ohne direkt überfordert zu sein, wenn die Longe direkt um ihre Hinterhand ging. Nachdem das ganz gut klappte, hielt ich Caress an und legte die Longe vorsichtig um ihre Hinterhand. Caress schien das schon zu kennen und so konnte ich sie so weiterarbeiten.
      Daniel unterbrach uns irgendwann und erklärte mir, wie man den Pferden lehrte, die Fahrkommandos zu erlernen. Ich sollte schräg hinter Caress laufen und sie nun von hinten größtenteils mit Stimmkommandos dirigieren. Das funktionierte auch ganz gut, obwohl Caress ab und an stehen blieb und sich verdutzt zu mir umdrehte. Leichte Zügelhilfen gab ich auch schon dazu und hörte genau auf Daniels Anweisungen.
      Nach fast einer Stunde beendeten wir die erste Einheit. Caress bekam eine Schippe Pellets als Belohnung und durfte den Rest des Tages dann auf ihrer kleinen Privatweide verbringen. Ich machte mich stattdessen daran, Flying Star aus ihrer Box zu holen und sie gründlich zu putzen. Die Stute schien die extra Aufmerksamkeit zu genießen und mir machte es Spaß, ihr Fell in langen Bürstenstrichen zu bearbeiten.
      Als wir so weit waren, ging ich auch mit ihr in die Halle. Dort wagte ich es direkt, sie mit der Doppellonge zu arbeiten und behielt Recht, denn Flying Star kannte das bereits. Sie arbeitete fleißig mit und so konnte ich sie in aller Ruhe aufwärmen und lockern. Dann arbeitete ich mit ihr wie mit Caress und lief schräg hinter ihr. Flying Star gehorchte sofort auf meine Kommandos und zögerte kein einziges Mal. Bei ihr wagte ich es sogar, sie traben zu lassen, während ich hinter ihr hereilte. „Fein gemacht, mein Mädchen!“, lobte ich sie nach der vor allem für mich anstrengenden Einheit.
      Auch für Flying Star gab es zur Belohnung eine Schippe Kraftfutter, ehe sie den schönen Herbsttag auf der Weide verbringen durfte. Sie stand direkt neben der Weide von Caress und die beiden Stuten schienen sich von Anfang an zu verstehen. „So, bis Morgen meine Lieben!“, meinte ich lächelnd, warf jedem noch ein paar Möhrenstückchen zu und machte mich auf den Heimweg.

      Der nächste Morgen begann schon sehr früh für mich. Ich verließ bereits das Bett, da war es draußen noch fast dunkel. Schnell eilte ich ins Bad, um zu duschen und mich fertig zu machen. Natürlich ließ Mum mich nicht ohne Frühstück aus dem Haus, also schlang ich schnell ein Toast und ein Glas Orangensaft herunter, um dann meine Stallarbeiten auf der eigenen Ranch zu machen, ehe ich rüber auf das Crown Hill Gestüt fuhr.
      Dort begrüßte mich schon das rege Treiben auf einem großen Gestüt. Etwas verschlafen wanderte ich die Stallgasse entlang, um Caress und Flying Star zu begrüßen und zu füttern. Da sie meine auszubildenden Pferde waren, hatte ich mich auch bereit erklärt, alle aufkommenden Arbeiten bezüglich der beiden auf mich zu nehmen. Heute war ich schon so früh da, weil Daniel nachmittags mit Elisa auf eine der großen Auktionen in der Nähe fahren würde. Allerdings brauchte ich gerade jetzt noch seine Anweisungen, damit alles wirklich problemlos klappte.
      Er trainierte gerade eines der Reitponys aus Elisas Zuchtstall, versprach mir aber, in einer Stunde in der Halle zu sein. Also machte ich mich daran, die kleine Caress herauszuputzen und fertig zu machen. Da ich noch genügend Zeit hatte eh Daniel kam, longierte ich die kleine Welshstute schon einmal und wärmte sie so auf. Außerdem schadete es ja nichts, die Stimmkommandos direkt einmal aufzufrischen. Als Daniel dann kam, konnten wir heute den nächsten Schritt wagen.
      Erst einmal beobachtete er uns, wie wir uns mit dem „Fahren ohne Gewicht“ schlugen. Caress hörte schon relativ gut auf mich, denn sie hatte bei ihrer Besitzerin eine gute Grundausbildung genossen, das war nun hier von Vorteil. Als sie auch im Trab sicher lief, ohne mir auszubrechen, gab Daniel mir das Okay für den nächsten Schritt. Denn nun sollte ich nicht mehr schräg hinter ihr, sondern direkt hinter ihr laufen.
      Für Caress war das eine ziemliche Umstellung, denn plötzlich konnte sie mich nicht mehr sehen. Deshalb lief Daniel anfangs vorne neben ihr her und verstärkte meine Hilfen dadurch ein wenig. Irgendwann blieb aber auch er weg und Caress musste nur noch auf mich hören. Das war gar nicht so leicht, denn die kleine Stute sah gar nicht ein, dass zu machen, was ich gerne wollte. Anfangs blieb sie unerwartet stehen oder brach aus, aber nach der Trainingseinheit lichtete sich allmählich der Nebel und Caress und ich hatten allmählich den Dreh heraus.
      Ich versorgte Caress und brachte sie auf die Weide. Danach putzte ich Flying Star kurz und brachte dann auch sie auf die Weide. Mit der großen Stute wollte ich erst heute Nachmittag arbeiten, da ich dafür Daniels Hilfe nicht brauchte. Also konnte ich mich in Ruhe daran machen, die Boxen von den beiden Stuten auszumisten und ihre Ausrüstung zu putzen.
      Ich hatte mir etwas Freizeit gegönnt und mich wieder fleißig belesen, als ich am Nachmittag auf Crown Hill zurückkehrte. Es wurde Zeit mit Flying Star zu arbeiten. Als ich an den Zaun ihrer Koppel trat und sie rief, hob sie erst nur neugierig den Kopf, kam dann aber angetrabt. Ich reichte ihr einige Karottenstückchen und lobte sie. Dann brachte ich sie in den Stall, um sie zu putzen und auf unsere Trainingseinheit vorzubereiten.
      Schnell waren wir dann in der Halle, wo ich auch Flying Star erst einmal an der Longe aufwärmte und gymnastizierte. „Braves Mädchen.“, lobte ich die große Stute und gönnte ihr kurz eine Pause. Flying Star war etwas eigen und zeigte gerne mal, dass auch sie der Chef sein konnte, aber bisher hatte sich dieses Verhalten in Grenzen gehalten. Nun trainierte ich mit ihr wieder das Spiel von gestern. Flying Star arbeitete klasse mit und schnell konnte ich meine Position verändern. Anfangs war Flying Star etwas unsicher, aber dann klappte es immer besser, so dass wir kaum noch Probleme hatten.
      Ich beendete die Einheit mit einem positiven Ereignis, so dass Flying Star hochmotiviert zu mir kam und dann ihr Leckerli holen durfte. Danach durfte sie zurück auf die Weide, wo sie kurz Caress über den Zaun begrüßte und dann begann zu grasen. Ich verschwand wieder im Stall und putzte noch das kleine Geschirr von Caress, denn Morgen sollten die beiden Stuten zum ersten Mal das richtige Leder auf ihrem Rücken spüren.

      Als ich den Tag auf Crown Hill ankam, hatte ich mich eigentlich schon auf viel Arbeit vorbereitet, aber da hatte ich mich wohl geirrt. Die Trainingseinheiten der Stuten liefen wie die letzten vergangenen Tage ab. Erst versorgte ich sie gründlich, dann wurde longiert und dann die Kommandos trainiert. Nur mit dem Unterschied, dass ich beiden das Geschirr zur Trainingseinheit anlegte, doch keine der beiden Stuten schien das großartig zu stören. Sie hatten es sofort akzeptiert und waren ohne Probleme damit gelaufen. Selbst Daniel hatte die Stirn in Falten gelegt und sich gefragt, wie das nur klappen konnte. „Das können nur Naturtalente sein.“, meinte er grinsend und so konnten wir schneller als gedacht mit dem nächsten Schritt beginnen.
      Nun sollten die Stuten an das Gewicht hinter ihnen gewöhnt werden. Das bestand erst nur aus einem Reifen, dann aus einer schwereren querliegenden Holzstange und dann wurde es immer mehr, was sie ziehen mussten. Mit den Trainingseinheiten erhöhten wir das Pensum immer mehr. Meine freie Zeit verbrachte ich damit, auch das Schrecktraining mit den Stuten zu wiederholen, so dass sie nicht mehr vor blauen Plastikplanen oder Luftballons scheuten.
      Mit der Zeit wurde es immer besser: Bei Flying Star merkte man, dass sie die Ausbildung schon recht gut kannte, obwohl auch ihr manches etwas ungeheuer schien. Caress dagegen fand manche Dinge gar nicht so toll und weigerte sich dann auch gerne einmal etwas zu machen, aber mit viel Überzeugungskraft schaffte ich auch das.
      Letztendlich waren wir dann nach drei Wochen so weit, den einzig großen Schritt zu wagen: eine richtige Kutsche!

      Daniel war vollkommen entspannt, während ich unruhig hin und her trippelte. Wir begannen heute ausnahmsweise mit Flying Star, damit Daniel mir alles in Ruhe erklären konnte. Damit die Stute etwas zum abschauen hatte, wurde sie gemeinsam mit Star angespannt. Die ältere Reitponystute hatte schon viel Erfahrung und diese Ruhe übertrug sich auch auf Flying Star.
      Daniel spann erst Star an und stellte dann Flying Star daneben. Anfangs sollte diese gar nicht mitziehen, sondern einfach nur nebenher laufen, der Rest wurde von Star erledigt. So zogen wir unsere erste Runde über den Hof. Dann hielt Daniel die beiden an und spannte Flying Star richtig an. Anfangs war diese ja gar nicht davon begeistert, zog aber dennoch fleißig mit.
      Als dann alles rund lief, durfte ich die Leinen in die Hand nehmen und unter Anleitung von Daniel eine Runde fahren. Ich hätte nie gedacht, dass Kutsche fahren so viel Spaß machen konnte, aber das tat es! Lächelnd stieg ich nach einer halben Stunde vom Kutschbock und lobte Flying Star ausgiebig. Ihre erste Tour hatte sie hervorragend gemeistert! Ich versorgte sie ausgíebig und bereitete dann Caress vor.
      Mit der kleinen Welshstute war es nicht ganz so entspannt, denn sie neigte dazu, nach links ausbrechen zu wollen, sobald sie auch nur annähernd Zug auf ihrem Geschirr spürte. Doch Daniel gab nicht nach und ließ Star loslaufen, so dass Caress mitlaufen musste. Irgendwann gewöhnte sich auch die sture Ponystute daran, ihre Runden neben Star über den Hof zu machen. „Heute spannen wir sie aber noch nicht richtig mit an. Caress braucht noch mehr Zeit.“, erklärte er mir und spannte die beiden Stuten dann ab.

      Eine Woche hatten wir noch für die Ausbildung eingeplant und die nutzten wir auch sehr klug. Bei Flying Star legte ich das Augenmerk auf den Aufbau von Kondition und Muskeln, während Daniel mit ihr immer längere Touren unternahm und sie dabei auch an all die Dinge gewöhnte, auf die sie später sicherlich auch einmal treffen würde. Bei Caress arbeiteten wir noch an den Grundlagen, und zwar an denen, dass sie wirklich ohne Probleme alleine an der Kutsche lief. Aber das wurde dann auch mit der Zeit immer besser.
      Flying Star verließ uns dann eine Woche vor Caress, denn mit der kleinen Stute konnten wir erst jetzt richtige Touren unternehmen und wir wollten sie erst wirklich sicher an der Kutsche haben, ehe sie zu ihrer Besitzerin zurückkehren würde. Die Abschiede waren gar nicht so leicht und ich vermisste Flying Star schon jetzt. Als dann auch noch Caress ging, musste ich mich erst einmal mit einer Menge Arbeit ablenken, denn ich würde die beiden auf jeden Fall tierisch vermissen!
    • Rhapsody
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      Sobald es herbstlich wurde, wurde ich krank. Das war in Deutschland so, und anscheinend auch in Wales. Vor ein paar Wochen, als meine alte Freundin Eddi mich besuchen kam und wir im schönsten Spätsommer ausritten gingen, ging es mir noch super – und jetzt hatte ich die Erkältung des Jahrtausend.
      Was natürlich nicht meinte, dass die Boxen sich von selbst ausmisten würden.
      Die Herbstsonne, die mich heute Morgen noch geweckt hatte, hatte sich jetzt hinter dicke Wolken verkrümmt und kündigte Regen an, wie schon die letzten Tage. Das erste Mal wurde ich noch durchgeweicht (Symbolic Splash hatte es gefallen, in den Pfützen zu spielen anstatt zu arbeiten – die Matschflecken waren immer noch in meiner alten Jeans), doch seit zwei Tagen blieb ich größtenteils in der Reithalle oder verließ den Hof nur mit Regenjacken und –decken.
      Und jetzt, auch nur mit selbstgestrickten Schalen und Mützen, optional Hustenbonbons oder, wenn’s sein musste, Thermoskannen mit Zitronentee.
      Als ich so drüber nachdachte, musste ich glatt wieder husten. Ich brauchte definitiv einen Helfer für den Stall brauchte, der mir unter die Arme griff, wenn ich krank war. Oder falls meine Tante sich doch noch entschließen würde, wieder zu züchten und ich jeden Tag dreißig Boxen ausmisten musste. Und krank war. Dann musste man doch bestimmt einen Stallhelfer beim Amt beantragen können.
      Vor mich hingrummelnd lud ich die letzte Schaufel dreckiges Stroh auf die Schubkarre und fuhr sie aus Lashy’s Box. Jetzt nur noch einstreuen, dann konnte ich wenigstens mit der Arbeit anfangen.
      Last Caress war gerade erst aus Kanada zurückgekommen, denn sie wurde von Gwen (mithilfe eines Daniel Smiths, den ich leider nicht kennenlernen dürfte) eingefahren, und so wollte ich – sollte die Wolkendecke doch mal aufreißen – zusammen mit ihr und Ciaran eine kleine Kutschfahrt machen. Meine Tante hatte mir eine Kutsche dagelassen, das Geschirr hatte ich mir am gleichen Tag besorgt, an dem Caress zurück kam. Das war jetzt fast schon eine Woche her, aber das Wetter hatte mich immer davon abgehalten, eine Ausfahrt zu machen.
      Als ich Spotlights Box eingestreut hatte, holte ich gleich ihre Putzbox und hängte ihren Sattel über die Boxenwand. Zuerst war Dressurtraining angesagt.
      Die nächsten Wochen würde nämlich ein Trainer kommen, um mit uns beiden zu trainieren. Spotlight konnte ein richtiges Sportpferd werden, doch dazu musste sie erst einmal aufhören, gegen den Reiter zu arbeiten. Das wollte ich in dieser Woche noch hinkriegen, damit wir uns nicht vollkommen blamierten.
      Sie sah mir jedoch schon angesauert entgegen, als ich die Weide betrat. Zusammen mit Favorita – die beiden waren richtige Freunde geworden, obwohl sie vom gleichen Holz geschnitzt waren – oder genau deswegen. Aber im Gegensatz zu ihrer 1.78m großen Freundin brummelte mich Favorita an und schnupperte an meinen Händen. Sie hatte in den letzten Wochen viele Turniere, auf denen wir nicht mal schlecht abgeschnitten hatten, und durfte sich jetzt eine Pause gönnen.
      Ich rieb Favorita’s Stirn und versuchte, Spotlight so gut es ging zu ignorieren. Sie graste wieder friedlich, doch kaum machte ich einen Schritt auf sie zu, sprang sie zurück. „Heute nicht,“ meinte ich entschlossen und griff nach dem Halfter, dass gut einen halben Meter über mir in der Luft war. Als ich den Führstrick einhakte, schnaubte Spotlight missbilligend, folgte mir aber ohne große Zwischenfälle von der Weide.
      Ich putzte sie schnell und gründlich, bandagierte ihr dann die Beine um die Sehnen zu unterstützen und sattelte sie schließlich. Es hatte draußen wieder begonnen zu tröpfeln, und die fünf Schritte, die wir nass wurden, gefielen der Hannoveranerstute ganz und gar nicht. Sie drängelte, trat mir zweimal auf den Fuß und war kurz vorm Steigen (okay, das war übertrieben. Aber sie war extrem nervig.)
      Nachdem wir beide aufgelockert waren und uns abreagiert hatten, fing ich mit der eigentlichen Arbeit an. Sie sollte lernen, den Rücken nicht mehr wegzudrehen, und so fing ich an, sie weiter über den Rücken zu reiten. Auch, wenn sie am Anfang noch ordentlich motzte und auch schon ihren Kopf zwischen die Beine zog, letztendlich war Spotlight genauso zufrieden wie ich. Zur Belohnung ließ ich ihr die Zügel lang und ließ sie noch ein paar Runden Schritt gehen, ehe ich sie zurück in den Stall führte und ihr die Abschwitzdecke überwarf. Es würde jedoch wenig helfen – die Gute hatte einfach schon zu viel Winterpelz. Ich konnte nicht mal sagen, ob sich Scheren wirklich lohnte, da ich sie ja noch kein ganzes Jahr hatte; ich hatte also keinen Plan, wie stark ihr Immunsystem war.
      Ich kramte mein Handy hervor, während die Stute auf ihrem Müsli herumkaute, und machte eine neue Notiz, die mich daran erinnern sollte, dass ich so früh wie möglich Eddi Bescheid geben musste, sollte sie sich doch irgendeine Erkältung holen.
      Als Spotlight, immer noch etwas nass aber sichtlich zufrieden, wieder auf der Weide stand, hatte es aufgehört zu regnen. Der Himmel sah immer noch grau aus, aber ich nahm das Risiko auf mich und führte schließlich Caress von der Weide. Die Welsh-Stute hatte es, laut Ex-Besitzer, faustdick hinter den Ohren, doch das hatte ich noch nicht gespürt. Sie war brav an der Longe, eine Lebensversicherung im Gelände und ich würde sie jederzeit an Kinder übergeben. Auch jetzt folgte sie mir freudig von der Wiese, ließ sich ohne Probleme putzen und zuckte nicht einmal zusammen, als ich die Ponykutsche an den Stalleingang stellte. Ich holte noch fix Ciaran, ehe ich dann beide vor die Kutsche spannte und vom Hof bugsierte. Die beiden waren zuvor noch nicht an der Kutsche zusammen gegangen, doch dafür machten sie sich prima.
      Mit zwei dreckigen Ponies und pitschnass – uns hatte doch ein kleiner Wolkenbruch überrascht – kehrte ich eine halbe Stunde später zurück. Nachdem Ciaran und Caress noch ihr Müsli gemampft hatten, schickte ich die beiden Sauponies wieder auf die Weide und krallte mir die Thermoskanne.
      *
      Es war bereits dunkel und nieselte wieder als ich am Abend nochmal auf den Hof fuhr. Meine Mama hatte mir ausnahmsweise ihr Auto geliehen, während sie zu Besuch war, also wurde ich nicht durchgenässt.
      Die Pferde waren mittlerweile wirklich alle matschig aber glücklich. Wenigstens das. Hoffentlich würde ich das morgen auch noch wissen, wenn ich alle putzen musste.
      Als alle ihr Heu mampften und im trockenen Stall standen – Lashy hatte sich sogar schon hingelegt und schlummerte, schaltete ich das große Stalllicht aus, sodass nur noch ein dämmriges Licht schien. Ich strich Ciaran noch über die Stirn, dann ging ich nach Hause, wo schon ein neuer Kübel Pfefferminztee auf mich wartete.
    • Rhapsody
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      Ein Frösteln übermannte mich sofort, als ich die Haustür öffnete. Es war kalt. Kalt und nass. Und obwohl es schon halb eins war war es düster, als hätte die Sonne komplett aufgegeben. Ich grummelte, funkelte den Himmel streitlustig an, ehe ich zusperrte und mich auf mein Fahrrad schwang.
      Nach dem Füttern heute morgen hatte ich mich wieder auf den Heimweg gemacht und gehofft, die ewige Wolkendecke würde aufbrechen und mich ein wenig mit Motivation bescheren, aber nada.

      *
      Als ich am Hof ankam, wieherte Ciaran mir von der Weide schon freudig entgegen. Er war eine regelrechte Pelzkugel im Gegensatz zu seinem Weidekumpel Attonito. Reggie hatte bis jetzt nur ein bisschen Winterfell gekriegt, was ziemlich schade war – ich würde seine ausgefallene Fellfarbe nur zu gerne mit Pelz sehen.
      „Na ihr?“ begrüßte ich beide Hengste und steckte ihnen ein paar Apfelschnitze zu. Als ich weiterlief und vor mich hinsummte folgten sie mir bis der Zaun sie daran hinderte. Dafür streckte sich mir ein zarter kleiner schwarzer Kopf durch die Lücke in der beginnenden Umzäunung der Stutenkoppel. Last Caress hatte wohl gesehen, dass die Hengste Leckerlis bekamen und fühlte sich natürlich ausgeschlossen. Ich kraulte ihr die Nüstern, ehe ich auch ihr einen Apfel anbot, den sie natürlich nicht verschmähte. Wenige Sekunden später hörte man, wie sich kleine Hufe herannäherten. „Ihr habt euch doch gegen mich verschworen!“ murmelte ich, doch natürlich bekam auch Symbolic Splash ein Apfelstück.


      *
      Die Stalltür hinter mir fiel schwer ins Schloss und sofort spitzten sich zwei Ohrenpaare und zwei Köpfe ragten über aneinandergrenzende Boxen. Spotlight und Favorita freuten sich genauso über die Willkommensgabe wie die anderen, aber Spotlight war schnell gelangweilt und Favorita fand es zusehend blöd, wie ich versuchte, ihre Augen zu überprüfen. Die letzten 10 Tagen waren die nämlich stark gereizt und tränten. Das Ganze begann, als es letztendlich kälter und windiger wurde, doch auch mit Boxenruhe in einem winddichten Stall war es noch nicht besser geworden. Mit gerunzelter Stirn setzte ich einen schwachen Kamilletee auf und reichte nach einem sauberen Stalllappen. Das würde ihr noch weniger gefallen, aber da musste sie jetzt einfach durch.
      Spotlight sah uns gelangweilt zu, wie ich versuchte, Favoritas Auge auszuspülen. Am Ende hatte ich zweimal den Zähnen der Stute ausweichen müssen und meine Zehen litten unter wiederholten unvorsichtigen Schritten. Für ihre Tapferkeit bekam Favorita noch einen Apfel, ehe sie zurück in die Box durfte und sich erstmal mit Spotlight anzickte.
      Kopfschüttelnd verließ ich den Stall. Wie die beiden beste Freundinnen geworden sind war mir unklar.


      *
      Es wurde langsam dunkel und das hieß für mich: Pferde reinbringen, heim gehen, sich mehr über den Winter und das blöde englische Wetter zu beschweren. Wie gewohnt musste ich Lashy einfangen, wie gewohnt folgten mir Reggie und Ciaran brav und Last Caress stemmte beide Hufe in den Boden, als ich sie einen Schritt von der Weide führen wollte.
      Am Ende standen sie aber alle in ihren Boxen, zufrieden auf Heuhalmen kauend, und beschwerten sich nicht, als ich das helle Licht zum Dämmerlicht umschaltete. Dann musste ich nur noch das Frühstück für morgen vorbereiten und konnte dann heimgehen. Ein schlechtes Gewissen hatte ich natürlich, aber dafür nahm ich mir vor, demnächst einen Wohlfühltag einzulegen. Komplett mit lackierten Hufen und Gurkenmasken.
    • Zion
      Hufschmeide "Kaltes Eisen":
      Ach endlich hatte ich wieder Zeit einem Pferd die Hufe zu machen, da bei Rhapsody noch ein Pferd eine Pediküre brauchte passte das.
      Ich war auf dem Hof angekommen und stieg aus dem Auto.
      "Hallo!",begrüßte ich alle auf dem Hof. Dann ging ich in den Stall zu Last Caress. Ich holte die äußerst gewitzte Stute aus der Box und band sie an.
      Ich holte schnell meine Werkzeuge, Pflegemittel und das Anti-Rutschmittel. Danach fing ich an die Hufe zu feilen und zu raspeln. Nun hatten alle Hufe die richtige Länge. Aber das war vielleicht eine Arbeit, erst knabberte sie mir die ganze Zeit an der Jacke und dann drehte sie sich immer weg und dazu hat sie mir immer den Huf aus der Hand gezogen.
      Nachdem das geschafft, schnitt ich die Hufe gründlich aus und kontrollierte sie genau. Keinerlei Krankheiten oder anderes ganz Gesund, waren ihre Hufe. "Jetzt hör doch mal auf!", schimpfte ich it Last Caress, weil sie immer wackelte. Dann trug ich das Huföl und die Strahlpflege auf. "Ja so ist fein!", lobte ich Last.
      Nachdem alles getrocknet war strich ich noch die Anti-Rutschschicht auf die Hufe. Plötzlich kam Rhapsody in den Stall. Sie übernahm Last gleich und ging mit ihr raus. "Tschüssi!"; verabschiedete ich mich.
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  • Album:
    10 | Friedhof
    Hochgeladen von:
    Rhapsody
    Datum:
    15 Jan. 2014
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