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Veija

KS' Steel Heart

* wieder im Besitz seit 12/2015

KS' Steel Heart
Veija, 28 Dez. 2015
Loulou gefällt das.
    • Veija
      Alte Berichte

      Dressur E auf A vom Januar

      Heute war wieder einer der Tage, an denen ich gar nicht aus dem Bett aufstehen wollte. Ich hatte mir so vielvorgenommen, was ich am Ende des Tages erledigt haben wollte, dass ich es jetzt schon für einen Fehler hielt und am morgigen Tag vor Muskelkater sterben würde.
      Seufzend erhob ich mich aus dem Bett und ging duschen, ehe ich mir meine Thermoreithose und einen warmen Pulli anzog. Dazu meine gefütterten Stiefel. Mit einer dicken Jacke bewaffnet ging ich nach unten, um etwas zu essen. Caleb und die anderen waren schon im Stall und machten ihre Pferde fertig. Natürlich war ich wieder die Letzte. Doch da ich die Chefin war, war das egal.
      Ich zog also meine dicke Jacke an und ging in den Stutentrakt, wo ich zunächst Bella auf die Koppel brachte. Sie brauchte heute nicht trainiert zu werden, weshalb sie ihr Leben heute im Schnee genießen durfte. Zwar stand sie alleine draußen, doch es kamen später noch andere Pferde dazu.
      Caleb hatte sich Lil Princess Gun geschnappt, Aaron machte Vice fertig, ich holte Devil aus der Box und Alexis sattelte gerade Cherokee Rose. Princess sollte in Western von der LK 5 auf die LK 4 in der Reining gebracht werden, Vice ebenfalls, Devil von der LK 4 auf die LK 3 und Rosy ebenfalls auf die Lk 4. Doch das war noch nicht alles. Ich wollte heute alle meine Pferde mit Hilfe meiner Angestellten weiterbilden. Also ans Werk:
      Devil zickte mal wieder rum wie sie es so oft tat, doch nach einer Weile war sie genau wie die anderen Pferde gesattelt und wir gingen in die Halle. Nach dem Nachgurten schwangen wir uns alle in die Sättel und ritten die Pferde warm. Während Caleb Alexis und Aaron erklärte, wie sie die Pferde zu trainieren hatten und anfingen ersteSpins zu drehen, übte ich mit Devil das angaloppieren auf der richtigen Hand, das Stoppen und die Roll Backs. Immer wieder schaute ich zu meinen Angestellten rüber, wie sie die Pferde ritten. Doch mit Calebs Hilfe hatten sie die Tiere bald so weit, dass sie ordentliche Spins konnten, Back Ups kein Problem mehr waren, sie einfache Galoppwechsel ritten konnten und die Tiere langsame Roll Backs konnten. Zufrieden lächelte ich und klopfte Devil den Hals, ehe ich eine leichte Pattern durchritt und sie definitiv in der LK 3 starten konnte. Ich schwang mich vom Pferd, schnappte mir Vice und schwang mich auf ihren Rücken, während Aaron Devil wegbrachte. Auch mit Vice ritt ich eine einfache Pattern um zu schauen, ob sie in der LK 4 starten konnte. Ja, sie konnte. Ich stieg ab, übergab sie Alexis und setzte mich auf Cherokee, die natürlich total rumzickte und es nicht einsah, mit Sporen geritten zu werden. Doch sie fügte sich ihrem Schicksal und ritt Caleb und Princess genau hinterher, da wir die selbe Pattern ritten. Es war zwar etwas umständlich, doch es klappte. Sehr zufrieden lobten wir die Pferde und brachten sie wieder in den Stall, wo Aaron und Alexis schon Summer und Honey sattelten. Ich machte mein Pferd fertig und brachte sie mit Decke auf die Koppel zu den Anderen. Auch Princess kam auf die Koppel, ehe Caleb und ich uns Amarula und Moon fertig machten. Moon wurde mit Bosal geritten, weshalb ich sie lieber selber übernahm, als sie dem radikalen Caleb zu überlassen. Auch wenn es mir nicht gefiel, dass er meine Zicke Amarula ritt. Nach und nach waren wir fertig mit satteln und gingen in die Halle, wo wir uns nach dem Nachgurten in die Sättel schwangen. Da wir alle Pferde von der LK 5 in die LK 4 bringen mussten, war das Training klar: Caleb und ich machten vor, Aaron und Alexis machten nach. So dauerte es nicht lange, bis die Pferde langsame Spins beherrschten, Back Ups kein Problem mehr waren und die Roll Backs einigermaßen klappten. Alles musste heute etwas schneller gehen, weshalb wir die Pferde schon in den Stall brachten, sie absattelten, ihnen die Decken auflegten und sie auf die Koppel brachten.
      Die nächsten Pferde waren die neueren Pferde, mit denen wir etwas langsamer machen mussten. So waren wir sehr schnell mit Angelic Desolation, Born to Die, Goddess und Croatoan in der Halle und brachten ihnen die Grundlagen der Westernkunst bei. Jedoch dauerte es bei ihnen doch etwas länger, so dass wir Goddess, also das Pferd, das schneller lernte, gegen Sheza tauschten. Sheza war durch ihre Platzierungen sehr talentier, weshalb wir sie auch sehr schnell fertig hatten und alle Pferde absatteln und auf die Koppel bringen konnten. Nun folgten die Hengste.
      Genuine Lil Cut, Funky Powerbabe, Dead or Alive und What Lies Ahead waren die nächsten Kandidaten. Auch diese mussten in der Westernklasse von der LK 5 auf die LK 4 gebracht werden.
      Nach dem putzen und satteln waren wir erneut schnell in der Halle und ritten die Pferde warm, ehe die Übungen an der Reihe waren. Die 4 lernten schnell, weshalb wir nach knapp einer halben Stunde richtigem Training fertig waren und wir sie wieder in den Stall bringen konnten. Wir sattelten ab, legten die Decken auf und brachten sie auf die Koppel. Mittlerweile schneite es einzelne Flöckchen, weshalb die nächsten Pferde leider nicht mehr auf die Koppel kommen würden.
      Es folgten die letzten vier Pferde. Zues konnte man ja sowieso nicht anpacken- noch. So machten wir Gun and Slide, Flintstone, Sympathy for the Devil und Siku fertig. Auch sie waren alle relativ neue Pferde und brauchten lange zum warm werden mit uns. Doch es dauerte nicht lange, da liefen sie einzelne Figuren der Westernreitere beinahe perfekt, weshalb wir hier auch nach knapp einer Stunde fertig waren. Wir brachten sie zurück in den Stall und stellten sie dann doch auf die Koppel. Hengste waren nicht so empfindlich wie die Stuten oder unsere Fohlen.
      Draußen war es jetzt schon dunkel, doch die restlichen Pferde wollten auch noch trainiert werden. Doch nun wurde es kompliziert: Ich sollte Gipsy reiten und von der LK 4 in die LK 3 bringen, Aaron würde Emilio im Springen von E nach A bringen, Alexis würde Black Ops von E nach A im Springen bringen und Caleb würde Snuff in der Dressur weiterbringen. Das sah nach einem riesen Durcheinander in der Halle aus, als Caleb Trabstangen aufbaute, Alexis und Aaron die Hindernisse richteten und ich mittendrin mit Gipsy lief. Wir entschieden uns dann um, so dass Alexis und Aaron die Hälfte der Halle nutzen konnten, sowie Caleb und ich die Andere, da wir weniger Utensilien brauchten. Gipsy war wie immer leicht zu reiten und war sehr schnell in allen Lektionen sicher, weshalb ich ihn rasch gegen Steel Heart tauschte, die ich vor kurzem erst eingeritten hatte. Aber auch sie machte gut mit und wir hielten und sehr an Snuff und Caleb, da sie ja die selben Übungen machten wie wir. Aaron und Alexis waren schon vor uns aus der Halle verschwunden, da sie ja auch früher angefangen hatten. Auch Caleb ging irgendwann, so dass ich alleine mit Snuff in der Halle war. Lächelnd lobte ich die Stute, als sie sich schön bog, um die Kehrtvolte zu reiten. Sie war wirklich talentiert, weshalb ich es auch für heute gut sein lies.
      Als ich mit ihr in den Stall ging um sie abzusatteln, waren schon alle Boxen gemistet und alle Pferde wieder in ihren Boxen. Zufrieden sattelte ich die Stute ab und stellte sie weg, nachdem ich sie gelobt hatte. Nächsten Monat hatte ich mehr Zeit für die Pferde und würde sie alle ordentlich trainieren.
      by Veija



      TA-Bericht vom Februar

      Heute hatte ich wieder einen Großauftrag vor mir. Ich sollte alle Pferde von Verena behandeln. Von meiner Wohnung bis zu ihr war es nicht sehr weit, weshalb ich sehr schnell bei ihr war. Außerdem freute ich mich, da ich meine Beiden Pferde Snuff und Steel Heart besuchen konnte. Leider mussten mich meine Pferde verlassen, da ich beruflich bedingt umziehen musste und die Pferde nicht mitkommen konnten.
      Bei Verena angekommen verwickelte mich Caleb zunächst in ein Gespräch und wollte mich gar nicht mehr gehen lassen. Als ich mich dann endlich von ihm lösen konnte, kam mir Verena auch schon entgegen und umarmte mich lächelnd. Wir redeten eine Weile, bevor wir uns zu dem ersten Pferd begaben. Die erste war Drag me to Hell, die ihre alte Besitzerin sofort erkannte. Sie wiehrte mir freudig entgegen und streckte ihren Kopf aus der Box heraus, um gestreichelt zu werden. "Na mein Mädchen?", sagte ich und nahm sie raus. Es folgte eine allgemeine Untersuchung aller Vitalwerte, doch die waren top in Ordnung. Ich schaute mir ihren Pass an, ehe ich die nötigen Impfungen auffrischte und ihr die Wurmkur verpasste. Zum Schluss wurde sie gechippt, was ihr nicht so wirklich gefiel, aber das musste sein.
      Schon waren wir mit ihr fertig, ehe Verena schon das zweite Pferd holte. Es war Supernova, die mich auch noch erkannte. Lächelnd streichelte ich ihren Kopf und überprüfte ebenfalls ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie. Fertig war auch Nova.
      Nun kam Verena mit einer wunderschönen Red Roan Sabino Stute. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Als nächstes war Faster an der Reihe. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Nun war ein Hengst an der Reihe. Firewalker hies der Gute. Auch seine Vitalzeichen wurden überprüft, seine Imfpungen aufgefirscht, die Wurmkur verpasst und der Chip unter die Haut gesetzt. Das Selbe geschah auch mit dem kleinen Hengst Filly. Augen auf betrachtete ich nur durch die Box hindurch, ihr fehlte nichts, da der Tierarzt erst vor Kurzem nach ihr geschaut hatte.
      Wir waren fertig mit den Englischen Vollblütern und gingen zu den 3 Pferden der Angestellten. Der alte Wallach Emilio war der erste, um den ich mich kümmerte. Ich checkte seine Vitalzeichen, frischte Impfungen auf, gab ihm die Wurmkur und setzte den Chip unter seine Haut. Alles lies er brav über sich ergehen, ehe ich ihm ein Lekerli hinstreckte, welches er genüsslich fraß.
      Das nächste Pferd war Black Ops. Sie kannte ich auch noch, auch wenn sie sich nicht mehr an mich erinnern konnte. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Das letzte Pferd der drei war ein Isländer Mix, mit einer sehr schönen Farbe. Die Kleine war zunächst etwas zickig, doch auch hier klappte alles. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Der erste im Sportstall war Gipsy. Ihn kannte ich auch noch. Er war neben Bella Verenas Lieblingspferd. Ich konnte mir nicht vorstellen, was wohl geschehen würde, wenn einem der Beiden etwas zustoßen würde. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor seine Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihm eine Wurmkur und chippte ihn. Schon war der Wallach fertig.
      Die nächste war eine sehr ungewöhnliche Stute. Eine Kreuzung aus Quarter Horse und Andalusier. Doch auch ihre außergewöhnliche Rasse konnte sie nicht vor dem Tierarzt schützen. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Es folgten Skrúður, Vin, Hængur, Gulrót, Harley, Náttdís und Eldrian Antrax, deren Vitalzeichen alle in Ordnung waren, weshalb ich sie impfen konnte bzw die Impfungen auffrischen konnte. Allen verpasste ich eine Wurmkur und chippte die Pferde, die noch nicht gechippt waren.
      Bei Snuff und Steel Heart ging ich besonders gründlich vor, da die Beiden erst vor ein paar Tagen in Verenas Stall gewechselt hatten. Die beiden hatten etwas erhöhte Temperatur, doch das kam durch den Stress und die ganzen neuen Pferde. Dennoch konnte ich impfen, Wurmkur verpassen und chippen. Schon waren wir mit den Sportpferden fertig, weshalb Verena und ich zu den Westernpferden gingen. Zu erst waren die Hengste dran.
      Die ersten waren Genuine und Spooky. Es folgten Ready for Action und Stütchen. Mit Stütchen war natürlich Funky Powerbabe gemeint, doch für mich und Verena war er mehr weiblich, als männlich. Genau so stellte er sich auf an, als wir chippen wollten. Doch es sei ihm verziehen. Die nächsten waren King Bee, Enjoy und Ali. Gefolgt von What Lies Ahead, Gun and Slide und Charly. Bei ihnen klappte auch alles super, weshalb ich schnell bei Flintstone, Sympath und Siku war.
      Nun kam der schwierigste Kandidat: Zues. Impfen mussten wir mit dem Blasrohr, die Wurmkur mischten wir ihm in sein Futter. An chippen war nicht zu denken.
      Schon waren wir fertig mit den Hengsten, weshalb es zu den Stuten ging. Die erste war Bella, die mich neugierig beäugte. Sie kannte mich ja auch schon lange. Lächelnd klopfte ich ihren Hals, ehe ich ihre Vitalzeichen untersuchte, sie impfte, ihr die Wurmkur gab und schließlich chippte.
      Bei Snapper Little Lena war das Ganze etwas schwieriger. Die Stute war nämlich blind und reagierte auf alles ganz anders, als die anderen Pferde. Wir holten ihr Holly Golightly zur Hilfe, damit sie sich an ihr orientieren konnte. Ständig hatte sie ihre Nase an Hollys Fell, um sich zu vergewissern, dass sie noch da ist. Die Untersuchung verlief noch sehr gut. Das impfen und die Wurmkur ging auch noch, nur das chippen machte ihr und Holly ein wenig Probleme. Doch alles verlief gut, weshalb wir uns den restlichen Pferden widmen konnten.
      Princess Gun, Vice, Devil, Cherokee Rose, Amarula, Moonrise, Summertime, Dawn of Hope, Honey, Angelic Desolation, Born to Die, Comeback of a fallen Goddess, Croatoan, Raised from Hell, Sheza, Secret, Wusel und Crow. Mal verlief die Untersuchung sehr gut, mal hatten wir ein paar Probleme. Doch nun waren wir fertig und Verena zeigte mir noch voller Stolz ihr erstes Paint Horse Fohlen. Aquila. "Wirklich eine Schönheit", sagte ich und wir gingen noch ein wenig ins Haus, um zu reden. Schließlich verabschiedete ich mich von ihr und ihren Mitarbeitern, ehe ich nach Hause fuhr.
      by Yumika



      Distanz E auf A vom Februar

      Im Moment war mal wieder gar keine Zeit für die Pferde. Ein Wunder, dass ich mit dem Trainieren nachkam. Doch heute würden wir uns um alle Tiere kümmern, schließlich sollten sie bald Kör- und Krönbereit sein!
      Ich schmiss Bellas Vielseitigkeitssattel auf ihren Rücken, Aliena kümmerte sich um Princess, Alexis kümmerte sich um Wimpy, Caleb um Amarula und Aaron um Shadow, die mit Abstand die bravste von allen war.
      Die Strecke war schnell ausgesucht: die selbe wie für alle anderen Pferde, die wir auf A bringen wollten. Also ging es nach dem satteln schon los. Zunächst über den Hof, auf den Feldweg. Dann eine lange Schrittstrecke, einen Berg hoch im Galopp, ein wenig Trab, eine lange Schritstrecke, eine Galoppstrecke und eine lange Trabstrecke. Dann waren wir auch schon wieder daheim und konnten sagen, dass die Pferde mit ein wenig mehr Training fertig für die Klasse A waren. Fertig für ihre Box stellten wir die 5 Pferde weg, ehe 5 andere an der Reihe waren.
      Nun ging es um Summer, Honey, Ally, Bailey und Goddess. Wir entschieden uns spontan, wer wen reiten sollte, wobei ich mich für Goddess entschied. Schließlich konnte ich nicht immer die selben Pferde reiten- aber es gab welche, auf die ich niemand sonst lies; normalerweiße. Zu diesen Pferden gehörten Gipsy und Bella.
      Also ging es ans satteln. Wir brauchten ein wenig länger, als vorher, weil die 5 auf der Koppel gestanden hatten und dementsprechend aussahen. Doch endlich ging es los!
      Wir ritten die selbe Strecke wie eben: zunächst über den Hof, auf den Feldweg. Dann eine lange Schrittstrecke, einen Berg hoch im Galopp, ein wenig Trab, eine lange Schritstrecke, eine Galoppstrecke und eine lange Trabstrecke. Dann waren wir auch schon wieder daheim. Leider dämmerte es nun, weshalb diese fünf die Letzten für heute waren. Nach dem absatteln kamen sie in die Box, wo sie reichlich Heu und Kraftfutter bekamen, damit das Training in den nächsten Tagen besser weitergehen konnte. Nun gingen alle ins Bett und freuten sich auf morgen- oder auch nicht. Denn es stand noch mehr Arbeit an.
      Schon am frühen Morgen waren wir alle auf den Beinen und machten Toy, Sheza, Grace, Gen und Spooky fertig.
      Nun standen wir vor der Frage, wer die Hengste reiten sollte. Zum Schluss entschieden wir uns dafür, dass ich meinen geliebten Spooky ritt und Caleb sich Gen schnappte. Aliena ritt Toy, Alexis Sheza und Aaron Grace. Nach dem satteln also ritten wir auf den Hof, wo wir uns nach dem nachgurten auf die Pferde setzten. Wir ritten die selbe Strecke wie am Tag zuvor und konnten am Ende des Trainings 5 erfolgreich in der Klasse A laufenden Pferde vorstellen. Etwas schneller als gestern machten wir die Tiere für die Koppel fertig, ehe neue fünf folgten. Funky, Ali, Winny, Blue und Flint. Auch mit ihnen waren wir ruck zuck auf der Strecke und wieder zurück. Für zehn Pferde hatten wir heute noch Zeit. Doch wir alle wollten Feierabend machen, weshalb wir uns doch sehr beeilten. Die nächsten waren: Dash, Suke, Sol, Gipsy und Emil.
      Hier waren die Reiter sofort klar- naja, zwei davon. Gipsy würde ich reiten und Emilio würde von keinem Anderen außer außer Aaron geritten werden. Nach dem satteln ging es auf die Pferde und auf die Strecke. Weil wir ein wenig auf den alten Wallach achten mussten, blieben Aaron und ich ein wenig zurück, während die anderen drei ihre Pferde ganz normal trainierten. In dieser Zeit verquatschten Aaron und ich uns, so dass wir viel zu spät am Hof ankamen, und es schon dunkel wurde. Da wir nichts riskieren wollten, beließen wir es für heute dabei und brachten alle Pferde weg.
      Am morgigen Tag waren alle ziemlich schlecht gelaunt. Sie hatten alle Muskelkater- verständlicherweise. Doch die Arbeit musste getan werden und wir waren fast fertig!
      Es fehlten nur noch: Skrudi, Vin, Hartmut, Letty, Ops, Snuff, Heart und Maracuja, die bald wieder zurück an Ofagwa gehen würde. Nichts desto trotz, trainierte ich sie mit.
      Wir mussten die Pferde zwar aufteilen, und mit Snuff, Heart und Cuja zu dritt gehen, doch es lohnte sich allemal.
      Am Ende des Tages waren alle Pferde in Distanz auf der Klasse A angelangt! Wir hatten zwar über einen Monat mit dem ganzen Training gebraucht, doch hauptsache wir konnten sie jetzt weiter fördern.
      Pflegebericht vom April
      Pflegebericht für alle meine Pferde
      "Darling"
      Schon früh am Morgen waren meine Mitarbeiter und ich auf den Beinen. Schließlich stand heute eine Art "Frühlingsputz" an, in dem wir alle Pferde bewegen wollten und ihnen ein wenig Aufmerksamkeit zukommen lassen.
      Wir begannen im Stutentrakt, wo Caleb, Aaron, Alexis, Aliena und ich nacheinander Bella, Princess, Devil Rosy, Amarula, Shadow, Summer und Like Honey and Milk in die Führanlage brachten, ehe wir uns um die Boxen kümmerten. Nach einer halben Stunde waren diese wieder sauber, so dass wir in jede Box einen Sack "Streupellets" schütteten, ehe wir die Heunetze auffüllten, das Wasser kontrollierten und jedem Pferd seine Ration Kraftfutter dosierten. Dann kamen die 8 Pferde wieder rein. An eine Pause war jedoch nicht zu denken, da wir nun Angelic Desolation, Bailey, Goddess, Croatoan, Sheza, Crow, Grace & Pluie in die Führanlage brachten, ehe wir auch deren Boxen ausmisteten. Raised from Hell und Annie blieben im Stall. Annie sollte sich noch ein wenig einleben, bevor es an die Arbeit ging. Raised from Hell bekamen wir nur mit Mühe ausgemistet, da sie noch nicht wirklich händelbar war. Seufzend schüttelte ich den Kopf. Sie war wohl ein Pferd, dass man brechen musste, um mit ihr arbeiten zu können. Caleb und ich würden uns in der nächsten Zeit wohl mit ihr beschäftigen müssen... Nun kamen die 8 wieder rein und stürzten sich auf ihr Kraftfutter.
      Weiter ging es zu den Hengsten. Gen, Spooky, Funky, Ali, Winny, Blue, Flint und Pathy kamen ebenfalls in die Führanlage. Siku stellten wir in den Round Pen, Sol kam kurz auf die Koppel. Zues stand noch immer in Penals eingezwängt auf einem Stück der Koppel, weshalb wir ihn nicht ausmisten mussten. Erneut waren wir nach einer guten halben Stunde fertig, so dass alle Pferde wieder in ihre Boxen zurück konnten- ganz zum Leidwesen von Sol, dem das bisschen Gras, was zur Zeit auf der Wiese war, sichtlich schmeckte.
      Weiter ging es zu den Vollblütern, wo wir in den letzten Tagen zwei Neuzugänge bekommen hatten.
      Erneut brachten wir die Pferde in die Führanlage. So waren Hell, Nova, Jagger, Faster, Abby, Zucker, Manni und April innerhalb 5 Minuten in Bewegung. Faster stellten wir in den Round Pen, da wir ihn nicht gerne mit den Stuten zusammenliesen. Nach etwa einer halben Stunde waren wir soweit fertig, dass die Pferde wieder reinkonnten.
      Es war fast geschafft, denn es fehlten nur noch 2 Stallteile. Nun waren wir also bei den Sportpferden angelangt: Gipsy kam auf die Koppel, Skrudi, Vin, Haengur und Glaeta kamen zusammen mit Ops, Oca, Snuff und Heart in die Führanlage. Emilio, Antrax, Maracuja, Callus und Kunis stellte ich auf verschiedene Koppeln. Für die Pferde viel zu schnell waren wir fertig mit der Arbeit, denn sie wollten liebend gerne noch weiter grasen. Doch alles fanden wieder ihren Platz in ihren Boxen.
      Nun gingen wir zu den Jungpferden in den großen Offenstall. Lächelnd begrüßten wir Lil, Holly, Action, King, Enjoy, Striga, Gulrót, Peppy, Dawn, Wildfire, Harley, Charly, Secret, Wusel, Náttdís, Aquila, Nucu und Nani. Wir verbannten alle Fohlen aus dem überdachten Bereich des Stalls, so dass wir in Ruhe ausmisten konnten. Aliena und Alexis gingen zudem noch über die Koppel und äfpelten diese ab. Als wie fertig waren, konnten die Fohlen und Jungpferde wieder unter den überdachten Teil. Es fing nun ziemlich stark an zu regnen, weshalb alle unter Dach wollten. Natürlich spielte Wildfire wieder mit dem Stroh und schmiss alles durch den Stall. Lachend schauten wir den Tieren zu, ehe wir überlegten, ihnen beim nächsten Misten auch Pellets zu geben. Doch uns war es lieber, die Fohlen schliefen im warmen Stroh.
      Wieder im Hauptstall angekommen, zog mich Caleb zur Seite. "So... something changed", sagte er unerwartet zu mir und ich merkte, wie mein Herz in meiner Brust hämmerte. "Something changed?", fragte ich ihn. "Yes, darling", sagte er in seinem charmanten Ton. In letzter Zeit hatte er mich immer öfter darling genannt, ohne dass er mir wirklich aufgefallen war- naja, jetzt viel es mir auf. "I'm sorry..", sagte er noch leise, ehe er seine Lippen auf die Meinen presste. Völlig verwirrt reagierte ich einfach gar nicht und stand stocksteif vor ihm, ehe ich den Kuss leicht erwiderte. Viel zu plötzlich löste er sich von mir und verschwand einfach in der regnerischen Nacht. "Wow..", sagte ich leise und strich mir über die Lippen, bevor ich ein unterdrücktes Lachen hörte. Aaron hatte uns gesehen. "Na was der Kerl vorhat...", sagte er unschuldig und zuckte mit den Schultern. Natürlich wusste er über Calebs Vorhaben bescheid, doch er wollte mir nichts verraten. Verwirrt ging dann also zurück ins Haus, wo ich mich nach dem Duschen sofort ins Bett legte.



      Primavera April 2015, by Cata
      Zum Glück hatte ich nach dem kleinen Schreck bei Benny genug Kraft gesammelt, um zu duschen, etwas zu essen und dann weiter zu machen. Ich schaute kurz bei Benny nach. Bella war unterwegs, und Tabea passte darauf auf, dass er sich nicht hinlegte. "Ich mache jetzt weiter mit Steel. Wenn was ist-" "Ja, dann rufe ich!", rief Tabea genervt. Zwei Boxen weiter stand Steel Heart. Die war gestern hier angekommen, leider war ich Schottland und konnte sie so erst jetzt begrüßen.
      Sanft fraß sie das Heu, das in der kleinen Raufe war, und hatte dabei mich im Blick, wie ich die Arme auf die Boxtür legte und ihr zu sah. Sofort trat sie zurück, ihr Schweif zuckte umher. Die ersten Fliegen schienen sie wohl zu stören. Der Frühling – samt Vor- und Nachteile – kehrte langsam wieder in Deutschland ein. Langsam schritt ich in die Box, und hatte die Hand ausgestreckt. Nervös zuckten ihre Nüstern, dann schnaubte sie lautstark und schnupperte an meiner Handinnenfläche. Das brachte sie aber nicht davon ab, mich argwöhnisch zu mustern. Also hockte ich mich ein wenig hin, hatte die Hand weiter ausgestreckt und schaute ihr zu, wie sie auf mich zu ging und immer wieder an mir roch. Als ich sie streicheln wollte, scheute sie und drängte sich in die Ecke. Also musste ich nach härteren Mitteln greifen und hielt ihr einen Apfel hin, den ich eigentlich essen wollte. Steel ging ein paar Schritte zurück, entschied sich dann aber anders und knabberte zaghaft die Schale des Apfels an, der wiederum fiel auf den Boden. Steel zuckte kurz, senkte dann aber den Kopf und verschlang den Apfel sofort.
      "Vergiss nicht, dass heute der Hufschmied kommt, Cata!" "Für Steel?" "Jap.", Bella blätterte durch die Ansammlung von Zetteln, die am Schwarzen Brett hingen. So einen gab es in jeden der Privatstallungen. "Steht da sonst noch was drauf?" "Jaaah – du wolltest Steel und Dorn pflegen," "Bin ich dabei.", unterbrach ich, dann sagte sie noch "und sie eventuell trainieren. Steel am Langzügel und mit Dorn in Springen." Okay, das wird interessant. "Danke, Steißbein." Bella nickte nur und winkte mir zu.
      Sogleich wandte ich mich Steel wieder zu. Bevor ich mit ihr heute ins eiskalte Wasser springen wollte, holte ich ihr Halfter (mit Lammfell gepolstert) und legte es ihr um. Auch dabei schien sie nicht von mir begeistert zu sein, und trat bestimmt zurück. "Hey hey, gaaanz ruhig.", wisperte ich leise und streichelte sie zwischen den Ohren. Steel blinzelte, trat dann neben mir aus der Box heraus und ließ sich gelehrig anbinden. Als dann das Tor zu fiel, riss sie den Kopf hoch. "Schhhhh, es ist nichts passiert." Über die nächsten fünfzehn Minuten putzte ich sie vorsichtig, achtete dabei auf ihre Körpersprache. Sie blinzelte häufiger, wandte den Kopf mir zu, als ich ihren Rücken und Bauch bürstete und sie dann sanft am Hals kraulte. Und jetzt – ab auf den Platz, mit Langzügeln!

      L-Dressur am Langzügel April 15 by Cata
      Um die Stute gut auf die Einheit vorzubereiten, ging ich mit ihr am langen Strick locker über den Platz. An der frischen und leicht warmen Luft schien sie aufzublühen. Sie ging selbstbewusster, hatte aber immer noch ein Auge auf mich geworfen. Das würde sich aber auch nicht ändern über die nächsten Tage, da ich das Training (Gewöhnung und Dressur) über einen längeren Zeitraum ausdehen wollte. Aber jetzt konzentrierte ich mich darauf, die Stute aus ihrer Reserve zu locken. Ich ging neben ihr her mit einem Meter Abstand und schnalzte einmal mit der Zunge. Steel stellte interessiert die Ohren auf. Und fiel synchron mit mir in den Trab hinein. Bewundernd betrachtete ich, wie sie ihre Hufe sorgsam aufsetzte, um ja keinen Staub aufzuwirbeln. Nach einer Runde fischte ich die Longe aus dem Kasten, der am Gatter stand, und tauschte den Strick mit der Longe aus.
      Ich stand ja glücklicherweise bei D und hatte genug Abstand zu der scheuen Jungstute. Es folgten Galopp- und Trabrunden, immer im Wechsel, um ihr Reaktionsvermögen zu prüfen. Langsam taute die Reitponystute auf. Ihre Mähne wallte nach hinten. Dann holte ich sie zu mir, fuhr über ihr Nasenbein und ihre Nüstern und hakte das andere Ende der Longe ein, um mit ihr die A-Dressur Bahnfiguren durchzugehen; im Schritt und Trab natürlich. Die Wendungen waren zwar am Anfang etwas unpräzise, aber wir mussten uns beide kurz eingewöhnen. Die großzügigen Biegungen klappten sehr gut, soweit Steel Heart mitspielte und zielstrebig die Figuren ging.
      Anschließend ließ ich sie normal an der Longe laufen, um die Gang- und Tempowechsel zu vertiefen. Verena hatte gute Arbeit mit ihr geleistet. Obwohl sie sehr unvertraut mit dem Umgang durch Menschen war, waren ihre Ausführungen präzise und ihre Gangwechsel akkurat. Auch die danach folgenden Übungen – die allerdings kürzer kamen, als gehofft – schienen der Stute genug Forderung zu sein.
      Am Ende der Einheit war die Stute sehr froh, alleine in ihrer Box zu stehen. Seufzend packte ich ihre Sachen ordentlich weg. So wie es aussieht, würde das eine lange Reise werden.



      Hufschmiedbericht Steel Heart April 15 by Sosox3
      Ich sah auf die Uhr. 25 Minuten hatte ich noch bis ich auf dem Hof von Catalina antreten musste um mich um die Hufe ihrer menschenscheuen Stute zu kümmern. Ich dachte immernoch nach wie ich das anstellen wollte, aber ich könnte es ja genauso machen wie bei Bucks von Sarah. Das Neuroleptikum hatte gute Arbeit geleistet und die Stute würde in Etwa genauso viel wiegen wie der Hengst, vielleicht 10-20 kg leichter, ändert aber nichts an der Dosierung. Ich öffnete die Thermoskanne und goss mir eine Tasse voll Kaffee ein, ehe ich aus dem Auto ausstieg. Ich umging das Auto zum Kofferraum und öffnete das Seitenfach der Ablagefläche und nahm das Vetranquil aus seiner Verpackung. Ich sah es kurz an, drückte das Döschen fest in meine Handfläche und steckte es dann in meine Jackentasche. Ich hiefte meinen Koffer mit den Utensilien in den Stall in dem die Privatpferde untergebracht sein sollten und sah mich um, bis ich zu einer Box schritt und das Boxenschild mit dem Namen KS‘ Steel Heart las. Ich war richtig. Es waren noch ein paar Minuten bis Catalina kommen sollte, doch auch sie kam früher an der Box an als ausgemacht. „Am besten Sedieren wir sie in dem wir ihr 4 Löffel des Neuroleptikums in ihr Futter geben und einfach eine halbe Stunde warten bis sie ein wenig eingedöst ist, dann kannst du sie rausführen und ich kann ihr die Hufe machen“, schlug ich vor und die junge Dame nickte einstimmend.
      -
      Nach der halben Stunde warten, konnte Catalina die junge Stute aus ihrer Box herausführen und sie draußen anbinden. Sie war ruhiggestellt, nicht scheu. Ihrem Gesichtsausdruck zu urteilen, konnte man sogar sagen das sie aussah als wäre sie high. Ich konnte mich ganz dem Auskratzen der Hufe widmen und stellte fest, so viel musste gar nicht an Horn weg. Ich schnitt das Horn rasch weg und raspelte ordentlich über ehe ich die Hufe nach Fehlstellungen absuchte und dennoch nicht fündig wurde. „Die kleine hat echt gute Hufe. Relativ hart, bräuchte eigentlich keine Eisen“, sagte ich zu ihr und erhitzte nun Ponyhufeisen der 2. Ponyhufgröße die ich in meinem Sortiment hatte. Ich legte sie auf ihr Horn und eine Dampfwolke benebelte mich. Es passte und so wiederholte ich den Vorgang drei weitere Male. Als ich fertig war legte ich ihr ein Leckerli in den Futtertrog und verabschiedete mich von Catalina und Steel Heart.



      Hail, Schottland!
      "Good morning, UK! You are listening to The Voyage, this is Stephanie Coren. We have 12 degrees, the sun is shining and the time is 6.30 – today's topics are: Prince Harry is in love with a manatee; will Arsenal London defeat Liverpool – even though Joel Campbell and Lukas Podolski are sick and Theo Walcott has seen a red card two games before – in tonight's Premier League game?; and last but definitely not least – what name will Prince William's youngest child have? I wish you a good start in this day with One Republic's Marching On!" Der Radiowecker dudelte noch vor sich hin. Ich lag derweil im Bett und wunderte mich, einen englischen Sender zu hören. Obwohl ich mittlerweile eine halbe Woche hier lebte, war Schottland doch ein komplett anderes Kaliber als Deutschland. Aber die Nachricht über Prinz Harrys neueste Errungenschaft ließ mich schmunzelnd aufstehen. Das arme Säugetier...Seufzend schwang ich meine Beine über die Matratze und huschte in mein Bad. Für heute stand so einiges auf dem Programm. Nicht nur, dass ich die Pferde auf die Weide bringen musste, damit der Stall gesäubert werden konnte; ich musste sie ja auch noch fördern und dann mit Dorn bei Sarah vorbei schauen. Und die Fohlen sollten so langsam an ihr Leben als Reit- oder Kutschpferd gewöhnt werden.
      Nach der kurzen Dusche und dem noch kürzeren Frühstück verließ ich das Wohngebäude und trat in den Stall. Bevor ich die Pferde auf die Weide brachte, begrüßte ich jeden einzeln. Steel und Dorn waren endlich mental auch angekommen und schmusten – soweit es ihnen durch die Stäbe möglich war – miteinander. Ich machte ein awe und knipste ein Foto. Das schickte ich in die Whatsapp-Gruppe, die ich mit den anderen Trainern von Legacy of Scotland gegründet hatte.
      Sarah: Haha nein wie süß ^^
      Cayden: Ist das nicht der Zwerg, den Hansi trainiert?
      Hans: Grummel...
      Lachend scheuchte ich alle Pferde auf die Weide. Dank Hansis 'Training' konnte ich Dorn ohne Probleme auf die Weide und in den Stall bringen. Auch Benedick durfte nach draußen, aber nur auf den Paddock. Ich stiefelte zurück, zurrte den Reißverschluss meiner Jacke hoch und fing dann an, den Stall sauber zu machen. Dabei hörte ich zu, wie Stephanie Coren über die Liebesgeschichten von Prinz Harry tratschte wie eine alte Tante bei einer Teeparty und ich konnte mir dabei teilweise kein Grinsen verkneifen.
      Sobald ich damit fertig war, streute ich die Boxen wieder ein und schnappte mir als erstes Meyja. Die zierliche Isländerstute wurde geputzt und dann an der Longe bewegt. Ich probierte es dieses Mal auch mit dem Kappzaun. So durfte sie im Round Pen ihren Bewegungsdrang stillen, ehe sie wieder auf die Weide kam und ich mit Blacky weiter machte. Für ihn hatte ich heute ein paar blaue Tonnen in die Reithalle gestellt. Doch vorerst putzte ich ihn gründlich und sattelte ihn auf. Das 'Tonnen-Training' war eine gute Geschicklichkeitsübung. Es war für mich zwar etwas schwer, ihn in den Ecken traben und nicht tölten zu lassen, aber bald schon hatten wir den Bogen raus und ich konnte die Übung dann auch mit Grace noch machen, bei der Stute allerdings mit kleineren Hütchen, um die wir herumbalancierten mussten. Danach gingen wir im Round Pen einige Runden Galopp, damit sie komplett ausgelastet war.
      Gut zwei Stunden später hatte ich mit Tigrotto und Delyx etwas Longentraining gemacht, Steel und Dorn wurden an der Longe bewegt (gesattelt) und Tomenko...der Junghengst ging mit mir ein wenig spazieren, graste ein Stückchen Weide ab und wurde dann auf die Weide gestellt.
      Und Benny? Der gute Alte durfte ein wenig traben und einen kleinen Lastwagen mit altem Stroh zu meinem Misthaufen ziehen. Zum Schluss bekam er noch einen kleinen mehligen Apfel und durfte dann den Rest seines Tages auf der Weide verbringen.
      Mai 15 by Cata

      Steel Heart, M-Dressur

      Über die wenigen Wochen traute sich die zierliche Stute doch zu mir. Jeden Tag mit ihr zu arbeiten hatte wohl doch was Gutes. Ich halfterte sie auf, führte sie durch ihren Auslauf in die Box und so zum Putzplatz, wo bereits alles vorbereitet war damit ich sie trainieren konnte. Erst in der Halle saß ich auf. Ohne Gerte ging es erst im Schritt, dann auch im Trab und auch eine Bahnseite im Galopp, bis ich zunächst nur einfache Bahnfiguren mit ihr ging und dann die der L-Dressur. Auch hier ging ich ähnlich vor wie mit dem Warmreiten. Schritt, Trab, und auch Galopp. Eigentlich wollte ich sie nicht trainieren, aber sie zu reiten wollte ich schon. Die Zügel waren locker, obwohl die Verbindung zum Maul doch eingehalten wurde, als wir nach einem Mittelzirkel angaloppierten. Draußen honkte ein Horn, und die Stute brannte durch. Sie tänzelte zur Seite, bäumte sich auf und raste dann auf die Bande zu. Nur im letzten Moment konnte ich sie davon abhalten, frontal da rein zu rasen und ließ sie sich abreagieren. Das dauerte einige Minuten. Vorsichtshalber saß ich ab, hielt die Zügel fest und ging an ihren Kopf. Ich strich ihr eine zerzauste Strähne aus den Augen und fuhr dann über ihren Wangenknochen. Daraufhin riss sie den Kopf hoch und wieherte leise. "Alles okay, Kleine. Alles okay, ja? Komm, wir hören auf.", gemächlich führte ich sie weg, um sie dann auf die Weide zu bringen.
      May 15 by Cata

      Das Leben genießen
      Um sieben Uhr heute morgen kamen Handwerker und die Glaser. Es hatte zweieinhalb Tage und viel Überredenskunst gekostet, sie aufzutreiben nach dem Sturm. Da Clark okkupiert war (erst hatte er die Pferde auf die Weide bzw die Jungpferde auf den Paddock geschickt, da die Fohlenweide und die Stutenweide in Mitleidenschaft gezogen wurden, und jetzt machte er den ganzen Stalltrakt sauber), zeigte ich den Schotten, was kaputt waren. Gegen zehn wäre alles repariert, da sie gleich einfach mal alles kontrollieren wollten. Kurz darauf erschien dann auch der Lieferant. Futter in die Kammer, Lederfett, Pads, winterfeste Decken und Gamaschen in die Spinde. Puuh. Clark häufte derweil das ganze alte Stroh auf einen Haufen, und ich wollte mich währenddessen um die Fohlen kümmern.

      Delyx und Tigrotto spielten munter miteinander, Tomenko stand – wie immer – etwas abseits, schien aber recht amüsiert davon zu sein, wie die Fohlen herum tollten. Meyja, Benny und Grace lagen auf dem Bauch. Besorgt ging ich erst auf Benny zu. Doch als der dann mit etwas Mühe aufstand und sich von mir inspizieren und streicheln ließ, atmete ich beruhigt aus. Ich schnappte mir die drei Fohlen und schickte sie dann in den Round Pen. Mittels eines Gymnastikballes konnte ich sie dann für eine halbe Stunde unterhalten. Danach kamen sie zurück auf den Paddock. Weiter ging es mit Benny. Den wollte ich heute noch etwas trainieren, doch vorher führte ich das alte Kaltblut zum Putzplatz. Der Strohhaufen türmte sich schon auf Höhe des Tores, und interessiert schnupperte der Wallach daran. Ich schob ihn zur Seite, danach musste ich sein Fell ordentlich putzen. Der Dreck war richtig in sein Fell eingearbeitet, und mir tat anschließend das Handgelenk weh. Danach half ich Clark dabei, das Stroh wegzubringen, um danach direkt in die Sattelkammer zu gehen und ein Pad für den Dicken zu holen. Ich war ihn noch nie geritten, und wollte es heute einmal probieren. Und da der Arme keinen Sattel tragen konnte, war das für uns beide nur ein Schonprogramm. Mittels Clark saß ich dann auf und folgte dem geteerten Weg zum Round Pen. Dort angekommen, schnaufte er schon wie ein alter Motor, daher gab es nur einige Runden im Trab und ein paar Galoppsprünge. Somit entließ ich ihn und schnappte mir dann Grace und Meyja. Ich hatte ein Doppellongenset bestellt, dass ich mit den beiden ausprobieren wollte. Dabei musste die zierliche Isländerstute innen laufen, da Grace mehr Feuer im Hintern hatte. Doch ich musste die beiden erst einmal daran gewöhnen, zusammen zu laufen. Grace war die Alphastute und somit nicht wirklich angetan von der Idee. Obwohl sie kaum Probleme mit Meyja hatte, wollte sie das Tempo vorgeben. Mehrmals musste ich sie daher bremsen, und nach etwa zehn Minuten trabte sie auf dem Hufschlag, und die braune Isländerstute trippelte neben ihr her. Nach einem Wechsel und weiteren Runden lobte ich sie und sie durften auf die Weide. Weiter ging es mit Middle Ages. Grazil trabte sie auf mich zu, als ich sie her pfiff. Mit ihr wollte ich auch im Round Pen arbeiten, danach – da es schon kurz nach halb zehn war – wollte ich bei den Handwerkern nachfragen und nach Clark sehen. Die Stute war recht sauber. Mit voller Reitmontur schickte ich sie an die Longe. Ohne Peitsche, denn die Traberin wusste sofort, was ich von ihr wollte. Einmal an dem Baumwollseil gezupft, lief sie schon los. Kopf hoch erhoben, hielt sie auch die Beine recht hoch, als wolle sie staken. Daher nahm ich etwas von der Spannung, gab die Hand immer wieder an, sodass sie etwas ruhiger traben konnte. Gelegentlich legte sie die Ohren an, da sie wohl auch galoppieren wollte. Ich gewährte ihr ihren Wunsch. Einmal kurz wiehernd, sprang sie sofort an und preschte los. Wenig später parierte sie, um im Leichttrab zu äpfeln, danach galoppierte sie wieder an, und blieb dann stehen. Sanft stubste mich die Scheckstute an. "Nein, jetzt ist erst einmal Pause, heute Nachmittag gehts weiter.", bestimmt führte ich die gesattelte Stute zum Paddock. Abgesattelt und ab ging es. Danach schaute ich nach Clark. Der sattelte gerade Black Lemontree. "Ich will mal mit ihm ausreiten. Darf ich?", ich nickte nur. Der Stall war sauber. Mit Topas' Comtesse am Strick ging ich nun die Handwerker suchen. Die rauchten sich eine und quatschten. "Wir rauchen die nur zu Ende, danach schauen wir uns die Weidezäune an.", sagten sie, als ich sie fragte, warum sie nur rumstünden. Achselzuckend schnappte ich mir dann noch den Berber, um mit ihnen spazieren zu gehen. Aldaire und Topas ignorierten sich in aller Ruhe, und der Hengst schien sich doch sehr mit dem Gras zu begnügen, das am Wegesrand wuchs. Topas hingegen lief einfach nur neben mir her. Eine halbe Stunde stromerten wir über die Wiese zurück zum Hof. Dann putzte ich die beiden noch, ehe ich sie wieder auf die Weide/auf den Paddock stellte. Auch Clark war schon sehr fleißig. Nach Blacky kam er nun mit Meyja zurück. "Hast du die beiden gleichzeitig bewegt?" "Meyja ging als Handpferd." Nickend winkte ich den Handwerkern zu, die nun wegfuhren.
      Es war elf Uhr. Nach einer entspannenden Dusche zog ich nun zur letzten Stute. Clark longierte derweil Dorn und hatte einige Probleme mit dem dominanten Hengst. Bevor ich die Stute also aufsattelte half ich Clark damit, den Hengst an der Longe zu halten. Danach fing ich Steel Heart vom Paddock und putzte sie. Ganz ruhig war sie – ungewohnt war es doch, als ich sie ohne Probleme satteln konnte und dann mit ihr in der nun reparierten Halle reiten konnte. Es gab aber nur Trabrunden, denn nach dem letzten Mal wollte ich nicht unbedingt mit ihr durch die Halle jagen. Doch sie stellte sich ganz gut an, wirkte konzentriert und nahm meine sanften Hilfen sehr gut an, und stolperte einmal. Es folgte eine Pinkelpause, dann trabte sie wieder an und wir konnten weitermachen.

      Zwei Stunden später waren alle Pferde ausreichend bewegt. Pendragon durfte zusammen mit dem Neuankömmling Nummer eins, HGT's Enjoy Nature, die Halle unsicher machen. Der Quarter Hengst war nicht die einzige Errungenschaft. Ein weiteres Westernpferd war auch mit von der Partie. Denn jetzt stand ich mit Verena in der Halle und begutachtete, wie die beiden Braunen sich beschnupperten und jagten. Und auch das neue Fohlen, Wild Berry, war doch aufgetaut. Das erste Fohlen von der Powertunte wurde direkt für mich reserviert und als er die anderen Pferde sah, stieg er und wieherte keck. Der kaum ein Jahre alte Junghengst schien sich aber mit Enjoy doch sehr gut zu verstehen, wenn der große Hengst ihm wohl doch noch sehr zu wider ist. Verena versicherte mir, bei dem Training – sprich dem Einreiten und den ersten Westernlektionen – mir zu helfen. Solange ich nur mal wieder nach Kanada fliegen würde. Grinsend winkte ich ab, denn jetzt kamen schon die ersten ungeduldigen Anrufe von Annabell und Stefanie.
      Juni 15 b Cata

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      Steel Heart, S-Dressur

      Nach der Mittagspause ging es weiter mit Steel. Die junge Stute stand auf der Weide und ließ sich von Benny pflegen. Ich hatte mich von Clark verabschiedet, denn der war jetzt für eine Woche weg. Ich würde es auch ohne ihn schaffen. Die Weide war heute recht leer. Merkwürdig. "Steel!", ich schnalzte einmal kurz mit der Zunge. Benny war der erste, der mich hörte und den Kopf zu mir drehte. Steel, die mich von der Seite anschaute, stampfte einmal mit ihrem linken Vorderhuf auf. Dann, zögerlich, als wolle sie gar nicht zu mir kommen, ging sie auf mich zu. Das letzte Training war eine halbe Katastrophe. Daher musste ich mit ihr auch die M-Lektionen durchgehen. Die zartbesaitete Stute stubste mich auf den Weg zum Putzplatz mehrfach an. Ich roch nach Äpfeln. Ihre Stubserei ignorierte ich, bis ich sie anband und in der Sattelkammer verschwand. Von dort aus nahm ich ihren Dressursattel, ihr Zaumzeug und das Putzzeug von der DRP-Stute und legte alles neben und bei ihr ab. Mit dem Gummistriegel und der harten Bürste pflegte ich das Oberfell des Fuchsschimmels. Die Haare und der Dreck rieselten auf meine Schuhe und die Hose, naja. Damit muss ich leben. Ich warf beide Bürsten in den Kasten – nachdem ich die enthaart hatte – um dann mit der Kardätsche ihr Fell auf Hochglanz zu bringen. Danach wurden die Beine und die Hufe geputzt, ehe ich sie auftrenste und sattelte. Sie scharrte erneut mit ihren Hufen, schnaubte. In Ruhe führte ich sie in die Halle. Das Licht war ausgestellt. Es war düster – ich knipste die Hauptlichter an, gurtete die Stute nach und schwang mich dann in den Sattel. Steel war sehr ruhig, als wir auf dem Hufschlag blieben und dann im Trab und Galopp einige Runden hinter uns brachten. Ich hoffte inständig, dass draußen keiner ein Getöse veranstaltete. Bei A bereitete ich uns auf einige Zirkel vor, die ich dann, nachdem die Stute sich in die Bewegung gelegt hatte, in der Größe und Schrittlänge variierte. Sobald wir nach einigen Minuten wieder auf dem Hufschlag waren, blieben wir dort auch und machten eine Kehrtwende hinter H. Die Gerte wechselte die Hand, ich saß einmal aus und hörte, wie das Tor geöffnet wurde. Sofort parierten wir durch und ich hielt sie fest am Zügel. Doch es waren nur Dorn und Hansi. Die Hochzeit von Cayden und Sarah hatte den Hünen anscheinend dazu 'gezwungen', den Lewitzer häufiger zu trainieren als gewohnt. "Ich bleibe nur für einige Momente. Der Kleine ist etwas störrisch, wir bleiben auf dem unteren Zirkel.", damit lenkte er den Lewitzer auf den genannten Zirkel. Steel galoppierte aus dem Stand an. Etwas erschrocken hielt ich mich am Hilfsgriff fest und blieb mit ihr auf dem Zirkel. Der Hengst wieherte einmal erbost.

      Am Nachmittag, nach Middles Training, schnappte ich mir die Stute erneut. Die war ja schon recht sauber, und wir blieben dieses Mal draußen, denn ein frischer Wind wehte bei überraschenden 20 Grad. Steel wirkte drösig, als ich ihr Maul kraulte und dann die Trense anlegte. Gesattelt war sie schon, und auf dem Platz ging es nach dem Aufwärmtraining weiter mit der S-Dressur. Die Hohe Schule der Dressur war nicht komplett für die zarte Stute geeignet, aber die Traversalen, die jetzt mit ihr studierte, schien sie doch zu verstehen. Meine ehemalige Reitlehrerin würde mich wahrscheinlich umbringen, dass meine linke Hand über den Kamm ging und ich mich nach rechts lehnte, aber so konnte ich es – wenn auch übertrieben – ihr näher bringen. Nach und nach verfeinerte ich die Hilfen, damit sie leichter darauf ansprang. Auch die Volten und Übergänge in den Ecken wurden geprobt. Bei X hielten wir an. Ich lehnte mich etwas nach hinten, nahm die Zügel auf und führte mit ihr eine Pirouette aus. Die war etwa zwei Meter groß und wurde daher verkürzt, bis sie sich nur noch auf einem kleinen Punkt um sich herum bewegte und mit dem Kopf beinahe ihren Bauch berührte. Damit sie keine Halsprobleme bekam, ließ ich die Zügel wieder locker, und trabte mit ihr auf dem Platz. Über die Wochen, die die kleine Stute hier verbracht hatte, hatte ich sie schon ins Herz geschlossen. Und auch, wenn sie schon sehr ängstlich war manchmal, schien sie mich auch zu mögen.
      Juni 15 by Cata

      Steel Heart wurde erfolgreich in der S-Dressur trainiert.

      Ein Haufen Arbeit...
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      S*-Dressur
      Pendragon (A-Fahren), Jim (A-Springen), Blacky (Einfahren), Steel (S-Dressur), Middle (M-Rennen), Benny (M-Fahren), Grace (A-Dressur), Meyja (M-Dressur)

      Clark hat wieder angerufen! Das erste von vier Seminaren hatte er nun hinter sich. Jetzt fing er mit seiner Ausbildung an. Und wo? Natürlich bei mir! Obwohl es gerade mal vier Uhr war, als er anrief, war ich überglücklich und stolz, dass ich die ganze Arbeit nun nicht mehr alleine bewältigen musste. Und heute konnte er mir schon helfen.
      Und die Liste war lang. Neben der normalen Stallarbeit – Putzen, Füttern und die Sattelkammer auf Vordermann bringen – durfte er heute bei Grace und Meyja helfen. Bei seiner Ausbildung hatte er sich auf Dressur und Distanz festgelegt, aber auch Westernlektionen wollte er erteilen. Da konnte ich ihm leider nicht mithelfen; ich wusste aber, wer schon. Und da ich jetzt eh schon wach war, konnte ich am Schwarzen Brett Notizen anhängen. Die Pferde waren alle noch dösig.

      ~*~


      Punkt halb sechs. Ich hatte noch geduscht und mich angezogen, die Wäsche war in der Waschmaschine – ab zu den Pferden. Mit einer Gerte scheuchte ich alle heraus. Sogar Dante durfte nach draußen, aber auf die Hengstweide, ein separates Stückchen stand ihm zur Verfügung. Benny brauchte natürlich etwas länger als sonst, aber auch er durfte bei den Stuten mitgrasen. Ich sah ein Taxi die Einfahrt hoch tuckern. Auf meiner Höhe blieb es stehen und der blonde Wuschelkopf von Clark lugte heraus. Wir liefen auf einander zu und ich gratulierte ihm zur erfolgreichen Seminarwoche. "Ach was.", winkte er ab, als er seine Tasche in seine kleine Wohnung brachte und sich dann mit verschränkten Armen gegen seinen Schreibtisch lehnte. "Was steht heute an?" "Da ich jetzt deine Lehrmeisterin bin, darfst du heute richtig arbeiten. Mit Meyja und Grace. Aber fang mit Grace an, sie hat dich vermisst.", damit huschte ein breites Grinsen auf sein Gesicht, aber sein Magen versaute ihm die Tour. "Okay, es gibt Essen.", wandte ich lachend ein, dann frühstückten wir. Ich hatte in der letzten Zeit auf Fleisch verzichtet; nur vom Fisch konnte ich mich nicht losreißen. Clark machte anschließend den Abwasch, dann holten wir beide Grace und Steel von der Weide. Die beiden verstanden sich ausgesprochen gut für zwei unterschiedliche Tiere unterschiedlicher Rangordnung. Clark wirkte glücklich, 'seine' Stute wieder zu sehen. "Hey, mitmachen habe ich gesagt!", ich gab ihm eine Kopfnuss. Was war da nur los? Er sollte sie vorbereiten, nicht anschmachten. Er zuckte zusammen, und brummelte, als er die dominante Stute fertig machte. "Du kennst die Grundlagen der Dressur. Ich bleibe in der Nähe. Wenn du Fragen hast, frag!", den letzten Satz fauchte ich schon fast. Ich kannte sein Ich-muss-alles-alleine-hinkriegen-Gen nur zur Genüge. Steel schüttelte den Kopf. Sie wollte mich wohl maßregeln. Lächelnd klopfte ich ihren Hals. Eigentlich wollte ich sie nicht trainieren, da sie noch von der Krönung sich erholen durfte, aber ich wollte es unbedingt. Gemeinsam mit Clarence ging es in die Halle. Ob der ruhigen Haltung der Stuten blieben wir in den verschiedenen Hallenhälften. Wir beide wärmten die Pferde synchron auf. Mit lockeren Biegungen und kleineren, mal größeren Zirkelwendungen machte ich die Stute bereit für einen kleinen Wechsel. Clark schaffte es, die Stute zu bändigen, und als wir aufgewärmt waren, sagte er, er ginge auf den Platz, um weiter zu trainieren. Mehr Platz für mich.
      Gut eine halbe Stunde verbrachten wir mit Gang- und Tempowechseln. Sehr löblich führte sie alles aus. Ohne Gerte. Sie würde sonst tänzeln und nicht mitmachen wollen. Ich wusste immer noch nicht, was bei ihr schief gegangen war; auch Verena wusste nichts genaueres. Nach einer Traversale und einem anschließenden Übergang in den versammelten Galopp war auch Schluss für sie. Die Weidesaison war im vollen Gange; sie durfte jetzt ihre Tage beim Grasen genießen. Clark wirkte konzentriert, als er mit der Warmblutstute angaloppierte und auf dem Zirkel abwendete. "Gib den inneren Zügel nicht so nach. Sie muss sich doch an die Körperstellung während der Wendung gewöhnen. Und drück die Fersen runter!", ich fühlte mich wie eine altbackene Reitlehrerin, trotzdem machte Clarence, was ich ihm abverlangte und parierte dann durch. "Und?" "Die Kleine erkennt mich schon ein wenig." "Ist ja schön, aber ich bin mit Steel schon fertig. Ich mach dir Meyja fertig, dann prüfe ich dich mal ein wenig." Gequält blickte der Mann drein. "Du musst nur eine kleine Kür laufen können. Ich sage dir Figuren, du machst sie. Und Meyja ist lieb, das weißt du!" "Und was machen wir danach?" "Ich schau in der Sattel- und Futterkammer nach dem Rechten, du bestellst Heu, Pellets für Benny und die übliche Ration an Medikamenten.", ratterte ich runter. Clarence nickte nur. "Na, los, ab jetzt! Geh mit ihr noch ein paar Runden im Trab, bis ich Meyja fertig habe, dann geht's richtig los!", ich klatschte auf das Holz der Bande um dem eben Gesagten Betonung zu verleihen. Grace wieherte dann. Ich drehte mich um, und holte schnurstracks Meyja von der Weide. Die war froh, als sie geputzt und gesattelt wurde und stubste mich an. Am Platz angekommen, tauschten wir die Pferde. "Macht euch warm, ich komme gleich wieder!" Grace sattelte ich direkt an der Weide ab, und brachte das Zeug in die Sattelkammer. Es war witzig, wie Clark auf der kleinen Isländerstute auf dem Mittelzirkel trabte. "Bereit?" Der Walise nickte. "Abwenden auf den Hufschlag, linker Hand. Dann eine Kehrtwende. Und gib dann ein bisschen mehr Gas, Meyja kann auch flotter." Ich lehnte mich gegen das Holz und sah zu, wie Clarence nun diese Wendungen ritt. "In der zweiten Ecke angaloppieren, Volte bei E, dann noch mal eine Volte. Ganze Bahn und dann zum Trab durchparieren." Gesagt, getan. "Weitertraben! Treib sie an, sie soll nicht so schlurfen!" Nach einer Runde durfte sie nun im Schritt gehen und auch bleiben. "Musst du so rummeckern?", maulte der Azubi rum. "Ja. Muss ich. Du bist so schlampig.", ich konnte mir das Grinsen nicht verkneifen. Der Mann brummelte. "Da wirst du mich noch einige Monate aushalten müssen. Trab mal wieder an. Dann einen Zirkelwechsel und eine Kehrtvolte. Das war's dann auch für sie. Nächste Pferde wären dann Pendragon und Blacky." Die beiden sollten eingefahren werden. Blacky, unser Crackhengst, kannte das Gespann schon. Pendragon würde über die nächsten Tage daran gewöhnt werden. Der Isländer zog die Kutsche wie ein stolzer Barockhengst. Die Lieferungen würden binnen zwei Tagen hier sein. Auch Benny wurde nun trainiert. Der alte Teddybär hatte es in sich. Er machte sogar Galopphüpfer! Es war sehr amüsant, als er dann wie ein Hengst neben mir her stolzierte. "Was ist mit Benny los?" "Keine Ahnung." Auch er wurde nun vor die Kutsche gestellt. Ich erinnerte mich an den Kommentar von Hansi, dass diese Rasse "mit der Kutsche im Arsch geboren sei" und daher wirklich dafür gedacht war. Stimmte ja auch.
      Am nächsten Tag wurden dann auch noch einmal Steel, Pendragon und Grace trainiert. Mit Middle Ages ging es auf die Rennbahn, und Jim wurde im Springen trainiert, auch wenn es nicht seine Disziplin war.
      Juli 15 by Cata

      Little Miss Universe versus Toretto Hill

      Es war kurz nach sechs Uhr. Frisch angezogen war ich gewappnet für den heutigen Tag. Aus der Küche entstieg ein himmlischer Duft, eine Kombination aus gebratenem Speck und Quittenmarmelade. Maxine, die stets gut gelaunte Köchin und Reiterin, hatte ein Frühstück daher gezaubert, dass einem Königsmahl gleichte.

      Die Olsens lebten nun seit drei Monaten hier. Fast zeitgleich war auch Clark ausgezogen. Es gab noch sehr viele Veränderungen und Schicksalsschläge. Benedick war seinem hohen Alter und den Auswirkungen seiner Kolik erlegen, und auch Fire's Grace hatte das Zeitliche gesegnet. Äußerst betrübt hatte ich fast alle Pflichten vernachlässigt, bis Danielle ordentlich auf den Putz gehauen hatte.
      Maxine und August waren die Oberhäupter der Olsens. Die beiden waren äußerst liebenswürdig, flexibel, hatten aber auch ihren eigenen Kopf. Während August sich auf die Berber fixierte, wollte Maxine sich einfach um alle Pferde kümmern. Collin und Danielle waren noch Schüler. Collin hatte Interesse am Westernreiten, Danielle wollte mir unbedingt meine DRPs abluchsen. Kein Wunder; Arcany und Pendragon haben es ihr angetan. Nur von dem sieben Jahre alten Mick konnte man nichts erwarten. Die Pferde waren einfach zu groß.

      Schon um sieben Uhr standen alle auf ihren zugehörigen Weiden. Collin und August wurden mit der unseligen Aufgabe beauftragt, die Boxen sowie den Stalltrakt zu putzen. Maxine kümmerte sich um die Futter- und die Sattelkammern. Und währenddessen packte ich mit Danielle eine Tasche für das Wochenende. In der Nähe gab es eine Ausstellung einer für mich sehr interessanten Ponyrasse. Pony of the Americas hieß die noch junge Rasse. Danielle, Maxine, Mick und ich wollten daher nach Cardiff fahren. Gut, Cardiff war nicht unbedingt 'in der Nähe', aber nach Amerika fliegen? Kam für mich nicht in Frage.
      „Kann ich dann ein Pony kriegen?“ Dani schwärmte seit Tagen von der sehr hübschen und vielfältigen Rasse. Mit einem kleinen Lachen zuckte ich mit den Schultern. „Wenn du dann das Futter und den Tierarzt selber bezahlst, werde ich sehen, was sich machen lässt.“ Ihre grauen Augen strahlten förmlich, als sie von ihrem zukünftigen POA träumte und sich ausmalte, mit ihm (oder ihr?) Turniere zu gewinnen.

      Tigrotto und Mick waren ein Traumpaar. Zu schade, dass der Junge irgendwie Angst vor ihr hatte. Aber wie er auf ihr ritt war einfach nur göttlich. Wie ein zu klein geratener Prinz saß er auf dem Longierpad und hielt sich an dem -gurt fest. August strahlte, als er mit der Stute und seinem Jüngsten im Schlepptau über den Platz stoppelte. „Oh nein, ich glaube, so wird das nichts.“, gibbelte Maxine. Die Französin aus Lyon hielt sich den Bauch und schaute teils verwundert, teils bewundernd ihren Sohn an, der mit einem glücklichen Lachen auf der AMH-Stute herumhüpfte. „Aber so kann Tigrotto sich an das Gewicht von Kindern gewöhnen.“ „Aber nicht mit Mick!“, gestand Collin sich ein. Der war etwas verstroht und hustete. Brüderlich legte er einen Arm auf Danis Schulter, die diesen sofort herunterschob. „So, wenn Tigrotto bewegt wird, möchte ich mit Danielle gerne die Ponys unterhalten. Collin kann auf Corry ein bisschen Dressurarbeit leisten und Maxine-“ Maxine wusste Bescheid. Die Dame kam mit Pünktchen und Pashmina gut klar.
      Danielle und ich machten Arcany und Steelheart für einen kleinen Ausritt in die Wälder bereit. Die Füchsinnen verstanden sich prächtig. Während des Sattelns unterhielten sie sich lautstark und stubsten sich an. „Worauf musst du achten, wenn du mit Steel arbeitest?“ „Konkretes und langsames Befehlegeben. Es lieber ruhiger angehen lassen, damit sich keiner überanstrengt.“, berichtete sie und band ihre langen Haare geschickt zusammen. Manchmal konnte man regelrecht auf die 15jährige eifersüchtig sein. Nicht nur auf ihr Haar, sondern auch auf ihre Naivität, die sie doch häufig an den Tag legte. Wie zum Beispiel vor einer Woche, als sie achtkantig von Pünktchen abgeworfen wurde. Der gute Herr ließ sich von nicht jedem unterbuttern. Die beiden Ponystuten hingegen waren brav wie Lämmer, als wir im Trab an die viereinviertel Kilometer hinter uns brachten und gelegentlich für Fotos anhielten.
      „So, und jetzt?“ Ich nahm mich der beiden Stuten an und schickte Dani los zu Pendragon. Gemeinsam mit Collin auf Corry Cracker gab ich ihnen eine kleine Reitstunde. Corry wirkte sehr ehrgeizig, seinen Mitstreiter zu übertrumpfen. Das artete etwas aus, sodass ich wohl oder übel mit ihm über den Platz ging, Seite an Seite. „Wenn er sowas noch mal abzieht greifst du die Zügel auf und treibst ihn voran, verstanden?“, rief ich Collin zu, der mit angestrengtem Gesichtsausdruck nickte und dann verbissen dreinblickte. Die restliche Stunde verlief sehr gut, auch der Galopp saß wie angegossen. Auch wenn Collin ein wenig im Sattel hüpfte...
      Monster Delusion durfte nur leicht vom Boden aus bewegt werden. Seine Fesseln waren dick und glühten wie Feuer. Doch nach einer halben Stunde vermehrt im Schritt konnte er im Trainingsstall seine Box mit Paddock beziehen. Direkt neben Pünktchen. Der hübsche Knabstrupper hatte erste Erfolge in der Dressur und auch auf Turnieren erlangt und bewies Köpfchen, wenn es um das Abluchsen von Naschereien ging. Leider bekam ich in der letzten Zeit häufiger Anfragen, den Hengst zu verkaufen. Zuerst war ich entrüstet, doch nach und nach schickte ich einfach eine simple Ablehnung, niemals würde ich den Onkel verkaufen wollen! Onkelchen triezte mich gerade. Für ihn ging es auf das Wasserlaufband. Nachdem er sich aus unerfindlichen Gründen die Fesselgelenke aufgekratzt hatte – die Weide war giftpflanzen- und distelfrei, sorgte die therapeutische Maßnahme für eine Leistungssteigerung. Er wirkte allgemein fitter und schien Spaß am Laufen im nassen Element zu haben, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass er immer noch angeschlagen war.
      Pashmina stieg konzentriert über einige Stoffstangen. Genauso konzentriert blicke Maxine drein, als diese das Berberfohlen über die Hindernisse geleitete, manchmal das Stutfohlen antrieb oder lenkte. „Und?“, mit den Armen verschränkt auf der Bande, wollte ich die alles entscheidende Antwort haben. „Nö. Bei mir klappts auch nicht so ganz.“, erwiderte die Französin. Schade, dass Pasha keine Seelenverwandte in ihr gefunden hatte. In wem könnte der passende Reiter für das Fohlen stecken? Das plagte mir so manche Bauchschmerzen. „Kannst du mir dann noch bei Daryl helfen?“

      Passend zum Start der sechsten Staffel The Walking Dead vergangenen Montag hatte der Vollbluthengst benannt nach einem der Hauptdarsteller sich doch noch an mich und August gewöhnt. Daryl sorgte auch so schon genug für Aufregung. Er ließ sich mittlerweile auch reiten – ohne Gerte oder andere Pferde in der näheren Umgebung, aber es klappte immerhin. Einen passenden Sattel gab es für den feinen Herren nicht. Ein Reitpad und ein modifiziertes gebissloses Zaumzeug taten es aber, und man konnte an der Vertrauensbasis anfangen. Die bestand hauptsächlich aus ganzen Runden und einigen Zirkeln. Zu viel Einwirkung auf das Maul fand er nämlich auch nicht so töfte; der Kopf wurde hoch gerissen und man blieb direkt stehen und verweigerte jegliches Weitergehen. Doch mit gutem Zureden und Pfefferminze schaffte man es bei ihm eine vernünftige und sogar ansehbare Runde im Trab hervorzuzaubern.

      Genauso zauberhaft war das Zusammenspiel zwischen Aldaire und seinem weiblichen Partner in Crime Numidia – ein Herz und eine Seele. Die beiden schmusten am Putzplatz miteinander herum, umgarnten sich und brummelten sich verliebt an. Aus den beiden würden wunderbare Fohlen entspringen, mit genauso sahnebonbonfarbenen Augen und dem verträumten Blick. Im Round Pen an der Doppellonge zeigten sie, aus was für einem Holz sie geschnitzt waren. Was Holz angeht kenne ich mich ja nicht aus, aber bei ihnen war es etwas Edles, Standhaftes und Biegsames. So etwas wie Bambus, nur nicht...in..grün...Der raumgreifende Trab und die schwungvollen Bewegungen wahrten das Antlitz meines stolzen Paares, und jetzt verstand ich, warum diese Rasse mit den Arabischen Vollblütern gekreuzt wurden, um neue, genauso edle Rassen hervorzubringen. Als sie angaloppierten, stürmten sie praktisch durch den Sand, als wären sie in ihrem Heimatland Marokko und nicht in England, wo die feine britische Art existierte. Mehr als nur zufrieden mit der Leistung meiner Pferde gab ich dem inneren Druck nach, mit der Tasche zum Auto zu gehen. Ein finaler Abschiedsgruß und -kuss von meinen Schätzen – und ab ging es nach Cardiff!

      European Ponys Of The Americas Association – Cardiff 12th to 15th October 2015

      Mehrere der rot-weiß gefärbten Banner mit der schwarzen Aufschrift wiesen uns auf dem Eventgelände den Weg. Mit unseren Weekcards hatten wir Zugang zu sämtlichen Shows und Vorstellungen. Auch an einigen Auktionen und Verkäufen konnten wir teilnehmen. Danielle und Mick machten sich zu den Kinderaktionne auf, während Maxine und ich uns die Informationsstände unter die Lupe nahmen.

      Mit einer erfolgreichen Züchterin aus Texas geriet ich in ein sehr schönes Gespräch über den Nutzen von POA's. „Mir ist es bei ihnen nicht unbedingt um das Fell wichtig. Klar, die permanent papers sind ein Muss, aber ich weiß nicht, wie groß die Kriebelmückenpopulation bei uns ist.“, erklärte ich der Züchterin. „In England, Richtung Küste hin ist die Wahrscheinlichkeit eher gering. Hier im Inland würde ich nicht unbedingt halten wollen.“ Die Frau erzählte uns von der Plage aus 2013, in der sie fast zehn Tiere einschläfern lassen mussten. Zwar reagierten sie nur allergisch, aber ihre Jungstuten hatten einen allergischen Schock erlitten, der sie für die Zucht und die Nutzung als Reitponys unnütz machte. Es klang brutal, aber das Geschäft mit und um das Pferd war in Amerika und England so brandaktuell wie das Flüchtlingsdilemma in Deutschland, Österreich und Co. „Es ist halt leider so, dass hier in England kein Verband für unsere Ponys existiert. Registrierte Tiere gibt es leider keine.“, sagte die Frau mit traurigem Lächeln. Registriert bedeutete prämiert oder gekört, und 'normale' Ponys gab es nur an die zwanzig. Schließlich musste jedes eingebrachte Tier von einem fremden Kontinent eingetragen werden. „Ich will Sie nicht bedrängen, die Zucht hier zu mobilisieren, aber bedenken Sie nur: in Deutschland gibt es 350 Ponys of the Americas! Und alle im Zuchtverband, das ist eine der höchsten nicht amerikanischen Zahlen weltweit!“, sie grinste triumphal. Ich lächelte eher bedeckt, als sie mir weitere Zahlen und Fakten vorlegte und dann noch auf ihre Verkaufsaktion heute Nachmittag hinwies. Ich bedankte mich, aber insgeheim überlegte ich es mir doch noch drölfmal, dort wirklich ein oder zwei Ponys zu erstehen.

      „Guck mal, die Fohlen!“ Wie Kinder zur Weihnachtszeit strahlten Mick und Dani. Und wirklich; die Fohlen, die auf ihrer kleinen Weide standen und toll herumspielten wollte ich mich am liebsten dem Drang hingeben mich zu ihnen zu setzen und sie zu knuddeln. Unauffällig beugte ich mich zu Maxine vor und wisperte ihr ins Ohr: „Ich denke, so ein Pärchen wäre doch gar nicht so schlecht, oder?“, doch die machte nur schnell pschhh!

      „Wirklich?!“ Mick gab Dani ein Babyhighfive und lachte glücklich. „Oh je, was habe ich nur angestellt?“, fragte ich hypothetisch, als die Kinder mich von einem Halter zum nächsten zogen, auf der Suche nach dem perfekten Paar.
      *
      „Little Miss Universe!“ - „Nein, Toretto Hill!“ „LITTLE MISS UNIVERSE!“ „NEIN, TORETT-“ Rasch mutete ich die Kinder mit einer Hand auf ihren Mündern. „Ruhe! Die Armen sind doch schon total verängstigt!“ Das war eine Lüge. Die beiden Kinder fanden die beiden Ponys total spannend. Little Miss Universe, eine braune Stute mit Spotted Blanket hatte einen sehr lieben, schüchternen Blick drauf, der zusammen mit Toretto Hill, einem Grauschecken, einfach nur wundervoll aussah. Toretto wirke schon eher wie ein wacher und neugieriger Hengst, der ohne Scheu von Mick gekrault wurde.

      Später, am Ende des Tages, ließ ich mir heimlich die Nummer der Besitzerin geben, um über das Paar zu verhandeln.
      Oktober 15 by Cata
    • Canyon
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      April 2016, by Canyon

      Pflege und Ausritt

      Ich hätte nie gedacht, dass die Gips Reminder Ranch so viele Pferde beherbergte, jedoch waren immer noch welche zu versorgen, nachdem ich bereits bei den Jungpferden und einigen Trainingspferden gewesen war.
      Die ganze Mannschaft versammelte sich sogleich vor den nächsten Pferden, welche auf die Weide gebracht werden sollten. Wieder gab Verena die Anweisungen, was nun genau passieren sollte. Natürlich hatten auch alle anderen bereits den täglichen Ablauf verinnerlicht, jedoch war es lieb von ihr, dass sie es für mich nochmal erklärte.
      »Wie immer kommen alle Pferde auf ihre Weiden, oder wartet, was haltet ihr von einem gemeinsamen Ausritt, nachdem die Arbeit im Stall erledigt ist?«, fragte sie in die Runde. Darauf gab es viel Genicke und zustimmendes Gemurmel, was wohl bedeuten sollte, dass alle damit einverstanden waren.
      »Gut, dann sucht euch jeder ein passendes Pferd aus und sagt mir Bescheid, welches ihr nehmen wollt, nicht, dass es ausversehen mit nach draußen gebracht wird.« fügte sich noch hinzu und wandte sich dann an mich, als alle auseinander wuselten, um ein Pferd zu wählen und mit der Arbeit zu beginnen. »Möchtest du denn mitkommen? Es würde mich sehr freuen und außerdem hättest du gleich noch ein kleines Dankeschön.« fragte Verena mich freundlich.
      Klar freute ich mich auch und wollte gerade zu einem Dankeschön ansetzen, als ein junger Mann den Stall betrat. Natürlich erkannte ich ihn sofort wieder, ich hatte ja erst vor kurzem ein Pferd von ihm gekauft und würde sogar bald zu Besuch auf seiner Ranch sein, um ein Pferd zu trainieren, aber hier hätte ich ihn jetzt nicht unbedingt erwartet.
      Svejn hielt mir freundlich seine Hand zu einer Begrüßung entgegen und drückte Verena kurz, welche ihm auch so gleich erklärte, dass ein kleiner gemeinsamer Ausritt anstand. Svejn zögerte kurz, ließ sich aber dann doch dazu überreden, sich uns anzuschließen.
      »Verena, welches Pferd würdest du mir denn zutrauen?«, fragte ich sie, nachdem die Diskussion mit Svejn beendet schien. Sie überlegte kurz und ich sah ihr deutlich an, wie sie all ihre Pferdenamen durchging, bevor sie sagte: »Amarula, die ist echt geländesicher und mit ihr auszureiten macht echt viel Spaß. Das ist die hübsche Paint Stute, gleich am Anfang des Stalls.«
      Ich bedankte mich bei ihr und folgte den anderen dann in den Stall, wo sie bereits dabei waren, die Pferde aufzuteilen.
      Zu erst waren natürlich wieder die Hengste an der Reihe. Immer diese Männer, welche einfach keine Geduld hatten! Zum Glück waren es nur acht, sodass sich vier zusammen fanden, welche sie nach draußen bringen würden.
      Darunter war auch eine weitere Aushilfe, welche Samuel hieß und hier für etwas Geld ab und zu auch mal mit anpackte, wie mir Aaron erklärte. Ich merkte ihm jedoch an, dass er Samuel nicht ganz so mochte, wie er zu gab und als ich nochmal etwas tiefer nachhackte, erzählte er mir auch seine Gründe. »Er ist einfach anstrengend und weiß ständig alles besser und dazu hat er noch Ähnlichkeiten mit Caleb-« Hier beendete er seine Erklärung und wandte sich von mir ab.
      Samuel schien sich das Sagen etwas an sich gerissen zu haben, obwohl er nicht zum Team gehörte, denn er verteilte an Octavia, Aaron und mich die Pferde. Ich war trotzdem recht zufrieden mit meinen Beiden: Stormbringer und Abraham van Helsing. Samuel teilte sich selbst Soul Sisters Brother of Time und Genuine Lil Cut, sodass für Octavia und Aarin nur noch What Lies Ahead, Willo' the Wisp und Cauldron of Renascence und Race is Hope übrig blieben. Zu viert führten wir die Hengste auf die Weiden, während die anderen im Stall bereits die Stuten fertig machten und auf die Weiden brachten.
      Als wir zurück kamen, sah ich gerade noch, wie Svejn und Verena zu zweit die fünf restlichen Stuten auf die Weide brachten und sich dabei genüsslich über etwas lustiges zu unterhalten schienen.
      Ich stupste Octavia leicht an und fragte sie dann nach den Pferdenamen, denn ich wollte so schnell wie möglich all diese ganzen Namen lernen.
      »Das große Vollblut was Verena führt heißt Drag Me To Hell und daneben ist Supernova. Beide stehen zur Zeit auch zum Verkauf. Dieser Svejn führt KS' Steel Heart, Snuff und Yoomee, für die sucht Verena wahrscheinlich auch einen neuen Besitzer. Also falls du Interesse hast - «
      Ich schüttelte schnell den Kopf, musste aber trotzdem lachen. »Ne du, ich habe genügend bei mir zu Hause stehen!«
      Octavia zuckte nur mit den Schultern und verschwand dann im Stallgebäude – Ein interessantes Mädchen.
      Da gerade alle anderen bereits dabei waren ihre Pferde für den Ausritt fertig zu machen, schloss ich mich ihnen an und machte erste Bekanntschaft mit Amarula van Helsing, einer hübschen Paint Horse Stute, welche sich darüber zu freuen schien, dass es wieder hinaus in die Natur ging.
      Wie auch alle anderen putzte ich sie ausgiebig und gründlich, jedoch mit einem Blick auf die anderen, und ließ mir dann von der jungen Amy ihr Sattelzeug zeigen.
      Interessanterweise war ich doch genauso schnell wie die ganze Mannschaft, welche sich vor dem Stall versammelte und nur noch auf Verena und Svejn wartete, welche natürlich etwas länger gebraucht hatten.
      So lange wie ich noch Zeit hatte, versuchte ich die Namen der Pferde zu lernen, welche mit auf den Ausritt kommen würden. Wenn ich einen Namen nicht wusste, benahm ich mich etwas kindisch und fragte den nächstbesten, bis ich ihm Kopf eine kleine Liste von allen hatte.
      Octavia würde den hübschen Argo reiten, Alexis die Cherokee Rose, Aaron den großen Sacramento XX, Amy Lovely Summertime, Samuel Funky Powerbabe, Aliena den hübschen Spooks Gotta Gun und Riley Wimpys Little Devil.
      Als auch Verena und Svejn mit gesattelten Pferden aus dem Stall kamen, hatte ich die Namen schnell erfragt und ärgerte mich darüber, dass ich nicht selbst erkannt hatte, dass das Pferd an Verenas Seite niemand anderes als Bella Dun Del Cielo war, eine der bekanntesten Pferde der Ranch. Den Namen des Hengstes neben Svejn hörte ich jedoch das erste Mal: Hollywood's Silver Dream. Trotzdem gefiel er mir und passte dazu noch perfekt zu Bella.
      Ich schwang meiner Amarula nun die Zügel über den Hals und suchte mir einen etwas größeren Stein, von welchem aus ich mich in den bequemen Westernsattel der Stute zog. Um ich herum taten es mir neun Leute gleich, sodass wenige Sekunden später ein kleiner Tross das Gelände verließ.
      Schon nach wenigen hundert Metern hatten sich kleine Grüppchen gebildet, je nachdem wie schnell ein Pferd ging un natürlich auch, welches Pferd und welcher Reiter sich mit wem gut verstand.
      Ich ritt zusammen mit Svejn und Verena an der Spitze, fühlte mich jedoch etwas unwohl, als die beiden über Geschichten erzählten, welche ich nicht verstehen konnte. Ich ließ mich deswegen bald etwas zurück fallen und fand mich neben Samuel und seinem Funky wieder, welche uns gekonnt ignorierten.
      Mich störte es nicht weiter, so hatte ich jedenfalls genügend Zeit mich umzusehen und mich mit meiner Amarula zu beschäftigen.
      Auch als wir gemeinsam das Tempo erhöhten, schienen Funky und Amarula nebeneinander bleiben zu wollen, was ich extrem knuffig fand.
      Wir waren nicht lange unterwegs und trotzdem hatte ich das Gefühl, jede Menge von der Landschaft gesehen zu haben und dazu war ich noch mit Amarula fast perfekt zurecht gekommen, aber das war ja auch von einer Trainerin zu erwarten!
      Insgesamt war das Tempo recht langsam gewesen, doch das war kaum aufgefallen, da vorallem viel erzählt und gelacht wurde, auch wenn einige, vorallem Samuel, sich aus den meisten Gesprächen heraus hielten.
      Zurück auf dem Gestüt ließ sich jeder aus dem Sattel gleiten und putzte sein Pferd etwas über, bevor auch diese zu den anderen auf die Weide kamen.
      Es war bereits Nachmittag und bis ich heute Abend bereits wieder nach Hause fahren würde, wartete noch einige Stallarbeit auf uns. Nicht nur Ställe mussten ausgemistet werden, sondern auch Heunetze aufgefüllen, Weiden abgeäppeln und Futter vorbereiten stand auf dem Plan, sodass jeder alle Hände voll zu tun hatte.
      Ich half vorallem im Stall, wo ich die Hinterlassenschaften der Pferde, Box für Box in die Schubkarre und dann auf den Misthaufen beförderte.
      Die Sonne ging bereits unter, als ich meinen Rucksack aus dem Haus holte und mich von allen verabschiedete, denn auch ich musste wieder nach Hause, wo genauso viel Arbeit auf mich wartete. Ich war mir sicher, dass es nicht mein letzter Besuch auf der Gips Reminder Ranch gewesen war!
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  • Album:
    BRR Gnadenweide
    Hochgeladen von:
    Veija
    Datum:
    28 Dez. 2015
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  • [​IMG]

    by Veija

    Exterieur
    Name: KS' Steel Heart
    Rufname: Steel
    Geburtsdatum/Alter: 21.12.2008, 7 Jahre
    Geschlecht: Stute
    Größe: 1,54m
    Rasse: Deutsches Reitpony x Arabisches Vollblut
    Fellfarbe: Fusschimmel
    Abzeichen: 4 halbweiße Beine

    Stammbaum
    von: Couchpotato

    von: Cafee Latte OS
    aus der: Pochahontas


    aus der: Sheza
    von: Maysoun ox
    aus der: Shetha ox

    Charakter:
    schreckhaft, unvertraut mit Menschen

    Beschreibung

    Steel ist eine sehr schreckhafte junge Stute. Niemand weiß genau, wie es ihr vorher ergangen ist, doch scheut sie meist vor dem Menschen zurück. Mit ihr zu arbeiten erfordert viel Ruhe und Geduld. Zwar ist sie sehr intelligent, doch durch ihre Scheu vor Menschen verliert sie schon nach wenig Arbeit die Konzentration und versucht sich gegen die Hand zu wehren. Wenn man ihr jedoch mit Respekt entgegen tritt, zeigt sie langsam Fortschritte. Auf der Weide und gegenüber Artgenossen ist der Mix wie ausgewechselt. Sie ist gelassen und aufgeschlossen, tobt ihrem Alter entsprechend mit den anderen umher und man sieht, dass sie wohl mehr Zeit mit Pferden wie mit der Gewöhnung an den Menschen verbracht hat. Und falls doch, werden dies keine guten Erfahrungen gewesen sein.
    Herdenverhalten: siehe Beschreibung.

    Zuchtinfos
    Gekört: ja

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    [HK 431] Alle Rassen
    Decktaxe: 210 Joellen -> Carenté Pferd
    Nachkommen: Eismärchen
    Geschwister: -

    Besitzer: Veija
    Vorbesitzer: Catalina
    Gezüchtet bei/Zucht:
    -
    VKR: Roxy(verfallen)

    Kaufpreis: 0
    Zu Verkaufen: nein
    Verkaufspreis: -

    Qualifikationen:
    Eingeritten: ja
    Eingefahren: ja

    Eignung:
    Dressur: S*/S**
    Galopprennen: E
    Springen: E/S*
    Military: E/M
    Fahren: E

    Distanz: L/S**
    Western:

    Erfolge:
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    1. Platz 82. Synchronspringen, 2. Platz 83. Synchronspringen, 1. Platz 312. Dressurturnier, 2. Platz 209. Distanzturnier, 2. Platz 312. Springturnier, 2. Platz 317. Dressurturnier

    Gesundheit:
    Gesundheitszustand: geeimpft, gechippt, entwurmt
    Letzter Besuch: 2.2.15

    Hufschmied:
    Letzter Besuch: 25.4.25

    Beschlag: 4x normale Eisen