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Flair

Kronos

Kronosvon: Donnerschallvon: Don Calandrioaus der: Marahaus der: Mon Chérievon: unbekanntaus der: unbekanntAbstammung:folgtGrunddaten:Rasse: TrakehnerGeburtsjahr: 2010Geschlecht: HengstStockmaß: 1,74Farbe: RappeAbzeichen: 2x weiße FesselBesitzer: flairiErsteller/Züchter: flairiVKR: flairiCharakter:"Kronos ist ein wahrer Blickfang. Der vorsichtige, aber nicht zwingend schüchterne Hengst, braucht auf jedenfall eine feste Bezugsperson welche mit ihm arbeitet. Er ist lernwillig und stets interessiert an neuen Aufgaben, jedoch kann er ab einen bestimmten Schwierigkeitsgrad nur durch einen fortgeschrittenen Reiter, mit welchem 'die Chemie stimmt', durch die Lektionen geführt werden, da er besonders sensibel ist. Unterm Sattel ist er eher impulsiv, geht die Aufgaben souverän an und kann sie oftmals mit Bravour meistern. Der Hengst zeigt mit 3 sehr guten Grundgangarten und einer makellosen Sprungmanier beste Vorraussetzungen für eine Karriere als Sport- oder Zuchtpferd."Ausbildungstand:Dressur: ESpringen: EGelände: ADistanz: ERennen: EWestern: EFahren: ESchwerpunktdisziplinen:SpringenEignung:Springen, Dressur, Gelände, DistanzZuchtdaten:Zur Zucht zugelassen: neinGencode: -Erbkrankheiten: -Vererbung: -Nachkommen:keineTurnier- und Zuchterfolge:2. Platz 192. Militaryturnier

Kronos
Flair, 24 Sep. 2014
Bracelet gefällt das.
    • Flair
      Kronos erster Versuch
      06.11.14 // by Angy [2418 Zeichen]


      Ruhig ordnete ich die Zöpfchen in Kronos Mähne, strich die Schabracke mit goldener Umrandung glatt, kontrollierte die weißen Bandagen. Ein letzter prüfender Blick auf den Rapphengst, der nicht mir gehörte, ich stellte ihn nur bei der Körung vor. „Ob das gut geht, ich hätte nicht so kurzfristig fragen sollen!“ wimmerte flairi. Kronos war ein Hengst, der einfach eine feste Bezugsperson braucht und diese bin ich nicht. Kronos stand gelassen am Hänger. Ich rückte mein Jackett zurecht. „ Keine Sorge, wird schon gut geht!“ sagte ich und schwang mich vorsichtig und sanft in den Sattel. Dann gingen wir auf den Abreiteplatz um uns aufzuwärmen.
      Nach wenigen Minuten hörten wir unseren Aufruf. „Meine Damen und Herren, jetzt wird Ihnen der wunderschönen Rapphengst Kronos von Donnerschall aus der Mon Cherie vorgestellt!“
      Mit diesen Worten ritt ich in einem geschmeidigen Trab ein, bei X blieben wir exakt stehen. Ich grüßte die Richter und nahm die Zügel auf. Kronos spitzte die Ohren. Er war bereit. Ich trabte den temperamentvollen Hengst an. Sein Trab war raumgreifend und taktvoll. Ich merkte aber wie sich der Hengst anspannte. Ihm war es wohl nicht ganz geheuer von einer Fremden geritten zu werden. Unmerklich tätschelte ich seinen Hals. Kronos wölbte den Hals wunderschön und wir zeigten eine Pirouette und trabten auf der anderen Seite weiter. Bei A galoppierte ich ihn an und zeigten eine Transversale. Punkt genau vollführte der Hengst seine Aufgaben, nun zeigten wir eine Runde starker Schritt als leichte Entspannung des Hengstes. Nun galoppierte ich den Hengst nochmal an und zeigten noch einige Bahnfiguren. Ich war bis jetzt zufrieden. Ich klopfte zufrieden den Hals. Nun waren noch ein paar Sprünge aufgebaut und diese wären, einen Oxer, einen Steilsprung und ein in and out Sprung. Nun wurde ich leicht nervös. Ich mochte sowieso nicht so gerne springen und noch dazu mit einem arg fremden Hengsten. Entschlossen ritt ich den Rapphengst auf das erste Hindernis zu und wir flogen drüber. Lobend ritt ich das nächste an nach dem Oxer kam das In and out . Ich hörte nur ein dumpfes Klackern und schaute zurück, doch die Stange blieb da wo sie hingehörte und als nächstes kam der Steilsprung, welchen wir wieder sauber überwanden. Ich lobte Kronos und ließ ihn auslaufen unsere Kür war damit beendet.
      Im Schritt am langen Zügel verließen wir die Halle wo wir schon von flairi in Empfang genommen wurden.
    • Ally
      Hufschmiede Relient - Besuch bei Flairi

      Es dauerte nicht lange und anscheinend sprach sich meine Hufschmiede herum, denn das Telefon klingelte am laufenden Band. Diesen Morgen war es Flairi, die mich aus meinem Schlaf klingelte, und ich räusperte mich, bevor ich dran ging, damit ich wach klang. "Hallo, Hufschmiede Relient?", sagte ich und zog mich während dem Gespräch langsam an. Ich sollte für drei Pferde kommen, die Hufe kontrollieren, ausschneiden und ihnen ein paar Eisen verpassen. Ich schrieb mir alles auf und steckte den Notizzettel in meine Hose. "Okay. Ich könnte jetzt sofort kommen, wenn ihnen das Recht ist?", fragte ich, schluckte das erste Stück von meinem Apfel herunter und zog meine Schuhe an, das Handy zwischen Ohr und Schulter geklemmt. "Ich mache mich dann sofort auf den Weg!" Mit diesen Worten legte ich auf und warf meinen Apfel in die Restmüll-Tonne, ehe ich in meinen geliebten BMW stieg und das Radio anmachte. Ich brauchte immer Lieder, um mich morgens aufzuwecken, und auf dem Weg zu einem Hufschmiedauftrag war das immer nötig. Ich tippte im Takt zur Musik auf mein Lenkrad, als ich die Einfahrt suchte, und nach einiger Zeit entdeckte ich ein Schild, das auf eine mit Bäumen verdeckte Einfahrt zeigte. "Deckstation Green Hills" Mein Mund formte ein großes O, als ich in die Einfahrt einbog. Die Deckstation war zwar noch geschlossen, aber schon ziemlich bekannt, und jeder wartete auf einen Auftrag. Stimmt, jetzt wusste ich, wieso der Name Flairi mir so bekannt vorkam! Ich musterte ihre ellenlangen Weiden und lächelte, als ich schon eine junge Frau am Parkplatz stehen sah. Ich parkte ein und stieg aus. "Ich hoffe, sie haben nicht zu lange auf mich gewartet!", sagte ich, während ich mein Koffer aus dem Kofferraum hievte. "Nein, natürlich nicht, sie sind sogar schneller da als erwartet." Sie hatte ihre drei Pferde schon angebunden, Kronos war ein lackschwarzer, wunderschöner Hengst, Kirito ein Apfelschimmel und Excaliber ein bildschöner Palomino. Ich begrüßte alle drei Hengste und Kronos und Kirito waren eher schüchtern, wobei Excaliber sofort begann, an meinen Hosentaschen zu knabbern. Ich schob ihm ein Leckerli zu und er kaute es genüsslich, ehe ich mich bei Kronos an die Arbeit machte. Erst kontrollierte ich alle seine vier Hufe auf Entzündungen, besonders weiche Stellen oder Krankheiten, aber alle waren gesund, was ich sofort Flairi berichtete. Dann holte ich das Hufmesser und die Feile aus meinem Koffer und begann, seine Hufe ein wenig kürzer zu schneiden, die Ecken zu feilen und ich achtete wie immer darauf, die Hufe nicht zu tief auszuschneiden. Nach einiger Zeit war ich zufrieden mit seinen Hufen und überprüfte, ob er auf allen Hufen gleichmäßig stand, ehe ich das ganze bei Kirito und Excaliber wiederholte. Kirito zappelte ein wenig herum und fand es anscheinend nicht sehr angenehm, an seinen Beinen betatscht zu werden, aber Excaliber hatte damit kein Problem. Er beschnüffelte mich freundlich und nachdem ich seine Hufe begradigt und kontrolliert hatte, gab ich allen drei Hengsten ein Leckerli, das sie sich erheblich verdient hatten. Flairi sah mir während meiner Arbeit erstaunt zu, und ab und an erklärte ich ihr, was ich gerade machte, denn sie schien anscheinend sehr interessiert daran zu sein. Ich band mir die Haare zu einem Zopf hoch und holte dann meine mobile Hufschmiede aus dem Kofferraum. Sie hatte zwar viel gekostet, aber das war es auf jeden Fall wert, denn sie wurde schon nach wenigen Minuten warm und ich konnte für Kronos seine Stolleneisen sehr schnell erhitzen. Es stellte sich aber heraus, das ich viel kleinere Eisen brauchte als erwartet, und ich ließ das erhitzte Eisen auf dem Boden kühlen, rannte zu meinem Auto zurück und holte vier kleinere Stolleneisen. Ich erhitzte die wieder und passte sie individuell an jeden Huf an. "So, und jetzt lasse ich sie kühlen und mache sie dann dran.", erklärte ich Flairi und passte für Excaliber und Kirito die Eisen an, während ich wartete, dass die Eisen für Kronos kühlten. Als sie kalt genug waren, dass ich sie anfassen konnte, befestigte ich sie und rüttelte an ihnen, nachdem die Nägel sicher in dem Huf waren, und knipste dann die Enden von den Nägeln ab, die am anderen Ende der Hufwand herausstanden. Flairi führte Kronos ein wenig herum, ließ ihn sich an seine neuen Eisen gewöhnen, während ich Kirito und Excaliber die Eisen an den Hufen befestigte. Kirito war wie immer ein wenig zappelig, verdiente sich dadurch aber nach jedem Huf ein Leckerli. Excaliber verhielt sich ziemlich brav und prustend richtete ich mich auf. Mein Rücken knackte und ich sah zu Flairi. "So, das wars!", sagte ich lächelnd. "Okay, einen riesigen Dank!" Ich gab ihr meine orangene Visitenkarte, die sie herzlich annahm, und packte dann alle Sachen zusammen. Alle drei Hengste bekamen von mir noch ein Leckerli - ich würde mich nicht wundern, wenn ich irgendwann Beschwerden bekommen würde, weil alle Pferde plötzlich wegen Überfütterung zu dick wurden - und ich stieg in mein BMW. Ich und Flairi unterhielten uns noch kurz, dann verabschiedeten wir uns und mit einem heiteren Song aus dem Radio machte ich mich auf den Heimweg.
    • Flair
      Der Winter steht vor der Tür [Sammelbericht]
      by flairi│ 9. Dezember 2014

      Mit eisigem Atem öffnete ich die schwere Stalltür. Irgendeins der Schaniere müsste dringend mal wieder geölt werden. Insgesamt schauten mich 16 Pferde und Ponyköpfe erwartungsvoll an - schließlich war es Zeit für das Frühstück. Auf dem Weg zur Futterkammer tätschelte ich kurz Conneries Kopf. "Du bekommst gleich deine Portion, mein Guter", murmelte ich. Ich schnappte mir den Futterwagen und stellte noch einen Eimer mit Pellets auf den Berg von Quetschgerste in dem Wagen. Natsu prügelte wild gegen seine Boxentür. Er stand im Gang recht weit hinten und wird ziemlich schnell gierig, wenn er mitbekommt, dass die Pferde vorn schon ihr Futter bekommen. Ich sollte ihn dringen mal umstellen, sonst wird er mir sicherlich eines Tages noch die Box zerlegen. Abgesehen von seinem Radau lief die Fütterung gut. Alle Pferde kauten genüsslich ihre Portionen. Ich schaute kurz Prüfend nach oben. Das Dach scheint wirklich wieder in Ordnung zu sein.
      Nachdem ich auf das heruntergekommene Green Hills zurückkehrte, musste sich tatsächlich dringend etwas tun. Die Gebäude waren nicht mehr besonders instand, die Reithalle sogar einsturzgefährdet. Allerdings stand für mich kein Umzug zur Option - Ich liebte diesen Ort zu sehr und es hingen zu viele Erinnerungen daran. Die Handwerker haben bis zum heutigen Tag gute Arbeit geleistet, und mein Portmonee ist auch nur noch halb so dick wie zuvor. Das Gelände und der Hof sind auf jeden Fall noch ausbaufähig, aber die wichtigsten Teile - wie zum Beispiel der Stall - sind wieder voll funktionsfähig.
      In einer halben Stunde würde ich die Pferde auf die Weide bringen, bis dahin wollte ich mir erst einmal mein Frühstück fertig machen. Ich stapfte zum Gutshaus und beobachtete den Himmel. Keine Wolke zu sehen, eisiger Ostwind wehte um meine Ohren. Ich zog mir meine Mütze weiter über den Kopf.. Wann wohl der erste Schnee fallen würde?
      Im späten Nachmittag waren alle Arbeiten erledigt. Die Pferde standen gut eingepackt auf der Weide und ich konnte in Ruhe die Hausarbeiten erledigen. Im Gutshaus sah es noch etwas chaotisch aus. Quasi als wäre ich erst gestern wieder eingezogen - tatsächlich ist das aber schon 4 Monate her. Ich beschloss einige Zimmer aufzuräumen und in der Küche klar Schiff zu schaffen. Ich hasse diese Arbeiten, da bin ich doch lieber draußen im Schlamm unterwegs und stelle Zäune auf. Aber was will man machen? Auch das muss erledigt werden. Nach einer halben Ewigkeit wollte ich mich selbst Belohnen. Ich zog meine Reithose an, vorsichtshalber mit einer Leggins darunter, und machte mich auf den Weg zur Weide. Ich holte Warrior am Halfter und brachte ihn in den Stall. Ein kleiner Ausritt würde sicherlich nicht schaden. Ich putzte den schneeweißen Schimmelhengst kurz über, auch wenn sich unter der Winterdecke kaum Dreck angesammelt hat. Ich legte ihm seinen Sattel auf und Trenste ihn. auf eine Abschwitzdecke verzichtete ich vorsichtshalber nicht, ich wollte sowieso nur eine kleine Runde im Schritt gehen. Draußen saß ich auf und freute mich auf den Ritt in der Kälte. Warrior schien sich ebenfalls zu freuen. Er schnaubte vergnügt, als es losging. Der Schimmelhengst ist wahrlich ein wundervolles Pferd. Ich war sehr froh darüber, dass er wieder Zuhause ist.
      Nach etwa 45 Minuten kehrten wir auf den Hof zurück. Mittlerweile war es 16.30 und stockduster. Wie sehr ich den Winter doch hasse. Ich ritt gleich bis in den Stall und saß dort ab. Trotz der Leggins war ich ganz schön durchgeforen und war zwischenzeitlich echt neidisch auf Warriors Abschwitzdecke. Ich saß ab, wobei mir ein kurzer Schmerz durch meine verfrorenen Füße fuhr. Ich glaube ich erwähnte schon, wie sehr ich den Winter hasse? Warrior war zufrieden. Ich stellte ihn in seine Box und realisierte, dass Natsu, Pia, Excaliber und Kirito auch schon in den Boxen standen. "Wunderbar", dachte ich. Die vier wurden also auch gearbeitet heute. Ich besuchte kurz noch Natsu in seiner Box und musterte ihn. Er hat sich in den letzten Tagen wirklich gut gemacht. Dann holte anschließend die restlichen Pferde wieder rein. Kronos stand schon am Tor, er hatte vermutlich auch die Nase voll von der Kälte. Pünktlich zu 18.00 standen alle Pferde wieder an Ort und Stelle und ich verteilte das Abendessen. Natsu randalierte wieder wie verrückt, als ich vorne die Scheffeln in die Tröge schüttete. Daran wird sich wohl nie etwas ändern.
    • Flair
      Meine Teilnahme mit Kronos
      by flair // 22.12.14

      Der Rapphengst steht ruhig vor der Halle. er döst vor sich hin, während ich total nervös auf unseren Auftritt warte. Heute ist es Kronos' zweiter Versuch, zu den Siegerhengsten zu gehören und somit zur Zucht zugelassen zu werden. Die Eröffnung von Green Hills stand kurz bevor, und es wäre mein persönliches Weihnachtsgeschenk, diesen Hengst mit in das Angebot der Hengststation einzuräumen. Unsere Vorreitern legte einen absolut tadellosen Ritt hin, die Zuschauer applaudieren laut, während sie aus der Halle reitet. Ich nehme die Zügel auf und erwecke Kronos somit aus seinem Dornröschenschlaf. Verschreckt zuckt er kurz zusammen. Ich reite im versammelten Trab in die Halle. "Nun meine Damen und Herren dürfen Sie die tiefschwarze Schönheit der Hengststation Green Hills bei seinem Auftritt bewundern. Vorgeführt wird die Programmnummer 32, Kronos, vierjährig und reinrassiger Trakehnerhengst von dem vielversprechenden Hengst Donnerschall!" Ich halte bei X und grüße die Richter. Die Glocke läutet, und ich reite im Arbeitstrab an. Der Hengst arbeitet gut mit, locker flockig geht er am Zügel und legt sich mächtig ins Zeug. Auf der linken Hand reite ich auf dem Mittelzirkel, lasse den Hengst ein wenig galoppieren. Ich pariere ihn, gehe wieder ganze Bahn. Dann steht auch schon der erste Handwechsel an. Während ich durch die ganze Bahn wechsle, lasse ich den Hengst auf der Wechsellinie die Tritte verlängern. Kronos kommt richtig in Fahrt und der Kommentator ergreift kurz das Wort: "Eine äußerst saubere Trabverstärkung mit bewundernswerter Knieaktion sehen Sie hier, meine Damen und Herren!" Es folgt kurzer verhaltener Applaus des Publikums. Was war nur mit meinem Pferd los? Die Dressur ist eigentlich nicht so sein Ding. Als ich den Hufschlag erreiche nehme ich dem Rappen den Wind aus den segeln. Im Arbeitstrab lasse ich ihn eine Bahn traben, bevor ich wieder auf den Mittelzirkel gehe und ihn galoppieren lasse. Ich versammle ihn etwas, gehe wieder ganze Bahn und verstärkte an der nächsten langen Seite den Galoppsprung. Schon wieder blüht Kronos auf und freut sich über die freie Strecke, die vor im liegt. vergnügt schnaubt er, als ich ihn wieder versammle. Ich wende mit verkürztem Galoppsprung auf die Mittellinie ab, halte ihn versammelt und setze bei X zur Pirouette an. Auch wenn das nicht auf meinem regulären Ablauf der Kür steht, ich hatte irgendwie im Gefühl, dass diese Pirouette hier und jetzt zu 100% sitzen wird. Und das tut sie auch. Das Publikum applaudierte wieder kurz, doch Kronos lässt sich davon nicht ablenken. Konzentriert achtet der Hengst feinstes auf meine Hilfengebung. Ich reite im versammelten Galopp weiter, linke Hand. Mitte der langen Seite pariere ich den Hengst zum Schritt. Ein Handwechsel noch, aus der Ecke kehrt. Schenkelweichen zurück zum Hufschlag. Kronos fußt etwas zu seitlich, jedoch konnte ich mir diesen kleinen Ausrutscher wohl erlauben, hoffe ich. Im Schritt wendete ich nach dem Handwechsel auf die Mittellinie ab, halte bei X und verabschiede mich von den Richtern. Das Publikum applaudiert, während ich völlig paralysiert von der Darstellung meines Hengstes die Halle am langen Zügel verlasse.
    • Eowin
      Tierarztbericht für Kronos

      Nach Kirito war als nächstes Kronos an der Reihe, welcher ein Halbbruder zu ersterem war.
      Der mittlerweile fünfjährige Hengst war groß und beinahe vollständig schwarz, sodass er eine sehr imposante Gestalt hatte. Ich begrüßte ihn kurz nund streichelte ihm sanft über die markanten Nasenknochen.
      Mit gespitzten Ohren beäugte er mich genau und folgte jeder meiner Bewegungen. Ich spürte, dass ich ein Sensibelchen vor mir hatte.
      Dennoch war er ganz ruhig und ließ sich – zumindest momentan – artig von mir händeln und anfassen.
      Flair machte mich mit Kronos bereit für die Röntgenbilder. Erneut hüllte ich sie in die Bleischürze, zog mich selbst entsprechend an und holte das mobile Gerät, die Platten sowie den kleinen Bock, auf den man den Huf auf die Kante stellte.
      Der Rappe verließ sich offensichtlich ganz auf seine Bezugsperson. Artig ließ er es über sich ergehen, dass wir die Hufe immer wieder an eine andere Stelle stellten, ihn dann zum ruhig stehen anhielten oder den Huf auf die Kante stellten. Das Gerät summte leise vor sich hin und so ließen sich rasch die Röntgenbilder anfertigen. Geruhsam schaute der Trakehner durch die Gegend während wir an ihm herumdokterten.
      Als wir alle Bilder bekommen hatten, lobte ich ihm und klaute ihm einige Haare für die Gentests. Diese verpackte ich sorgsam in ein Röhrchen, welches ich mit seinem Namen beschriftete.
      Nun machten wir uns auf den Weg zum Hof.
      Dort nahm ich einen Huf nach dem anderen hoch und machte die Beugeprobe. Noch immer ließ Kronos alles in Seelenruhe über sich ergehen.
      Ich lobte ihn, dann horchte ich ihn ab und notierte mir Puls und Atemfrequenz. Auch schaute ich mir die Schleimhäute, Augen, Nüstern, Muskeln und Gelenke genau an, tastete alles ab, kontrollierte die Zähne und Genitalien.
      So weit schien alles in Ordnung zu sein.
      In der Reithalle folgte der Belastungstest.
      „Das kennst du ja schon!“, lachte ich Flair an und drückte ihr die Longierpeitsche in die Hand. Recht fix raste der Rappe davon und plusterte sich tierisch auf – treiben brauchte seine Besitzerin gar nicht.
      Als die Zeit vorbei war, hatten wir eine gewisse Mühe, den Hengst wieder so weit zu beruhigen, dass ich ihn in Ruhe erneut abhören konnte. Wie erwartet waren Puls und Atemfrequenz etwas erhöht, was aber sicherlich auf die Aufregung zu schieben war.
      Anschließend ließen wir Kronos noch einmal in allen Gangarten frei laufen, damit ich diese beurteilen konnte.
      Als ich mir ein Bild gemacht hatte, erklärte ich: „Ganz typisch – sein Schritt ist recht kurz gehalten, aber ohne Phasenverschiebung, was für eine solide Ausbildung spricht. Der Trab ist besser, hier hat er mehr Go und kommt mehr von hinten. Auch ist er hier im Rücken elastischer. Der Galopp ist ganz typisch Springpferd: kraftvoll und gleitend mit sehr gleichmäßigen Sprüngen – was sicherlich auch für ein gewisses Talent spricht. Generell ist sein Gangwerk gut, wird aber in der Dressur etwas begrenzt sein. Im großen Viereck sehe ich ihn nicht.“
      Anschließend stellte Flair den Hengst auf Pflaster zur Exterieurbeurteilung auf.
      „Er hat recht wenig Ganaschenfreiheit und der Halsansatz ist recht hoch. Vermutlich wird er etwas Probleme haben, wirklich locker in der relativen Anlehnung zu laufen. Die Kruppe ist etwas abgeschlagen und der Rücken recht tief – hier muss man gut auf das Training achten, damit sich keine Tendenz zum Senkrücken entwickelt. Hinten ist er etwas zu steil gefesselt, was ihm die Hankenbeugung erschweren wird. Aber er hat eine schön schräge Schulter, die seine tolle Vorhandaktivität erklärt und ist insgesamt sehr gut bemuskelt. Die Gelenke sind trocken und groß – wieder ein Punkt für ihn als Springer.“
      Zu guter Letzt gingen wir wieder in den Stall und ich impfte Kronos gegen Tetanus und Influenza. Er zuckte kurz, blieb ansonsten aber artig.
      Ich lobte ihn, dann machte ich die Eintragungen in seinen Equidenpass, während Flair ihn wieder in seine Box führte und das nächste Pferd holte.

      Ergebnisse des Gentests:
      EE aa
      Kronos ist frei von Erbkrankheiten.

      Ergebnisse des TÜV:
      Kronos hat eine kleine Veränderung im Hufbein hinten rechts. Dies stellt keinen Grund zur Besorgnis dar. Röntgenklasse II.

      4176 Zeichen
    • Flair
      Erste Vorbereitungen [Sammelbericht]
      by flairi│ 6. Februar 2015

      Auf dem Hof herrscht das reinste Chaos: Überall laufen Handwerker und Helfer herum, und obendrein ist es auch noch saumäßig kalt. Ich fröstelte und zog mir Meine Ärmel bis über die Hände. "Könnten Sie sich auch nochmal ganz schnell eine meiner Boxentüren anschauen? Ich habe da einen Kerl der ständig wütend wird und in der Box etwas... randaliert." Der Handwerker nickt, ich habe es aber kaum mitbekommen. In Gedanken bin ich längst bei Natsu, ich muss ihn dringend woanders hinstellen, sonst wird er mir den Stall noch zerlegen. Ich folge dem Handwerker in den Stall und werde von einem Herzerwärmenden Wiehern meiner Lieblinge begrüßt. "Diese hier?", fragt der Handwerker und deutete auf die sichtlich geschundene Box von Natsu. "Ja.. Genau die müsste einmal wieder auf Vordermann gebracht werden." Ich hole Natsu nach draußen und er macht sich an die Arbeit. "Kommen Sie klar?", frage ich vorsichtshalber. "Ja natürlich, mittlerweile weiß ich ja, wo ich suchen muss, wenn ich etwas benötige." Ich gehe mit Natsu am Strick nach draußen und mache einen Spaziergang über den Hof. Am 1.2. wird mein unbewohnter Teil des Hofes bezogen, und am 6.2. findet die Eröffnung der Hengststation statt. Peinlich, ich habe bis zu diesem Termin nur drei Hengste im Angebot, eigentlich wollte ich Kronos längst mit dabei haben - Aber deswegen jetzt einen Rückzieher zu machen wäre äußerst umprofessionell, also werde ich bis dahin wohl das Beste aus der Sache machen. Immerhin wird nach der heutigen Aktion alles Tip-Top aussehen! Die Vorbereitungen für das Turnier sind auch schon getroffen, und heute morgen kamen per Post auch schon die Schleifchen an, welche für die die Gewinner der jeweiligen Prüfungen vorhergesehen sind. Dadurch, dass ich noch Kontakt zu einigen Sponsoren von damals habe, ist der Gewinnerpreis glücklicherweise recht hoch gesetzt, sodass hoffentlich viele Teilnehmer am 6.2. auf Green Hills eintreffen werden. Natsu schnaubt vergnügt und holt mich aus meinen Gedanken zurück zum heutigen Tag. Ich wuschle ihm lachend durch seine kurze Mähne. Es beginnt zu schneien, was mein Pferd höchst erfreut. Interessiert prustet er die Schneeflocken vor seiner Nase weg und erfreut sich darüber, wie sie durch die Luft gewirbelt werden. Natsu ist ein echter Schatz. ich freute mich schon, seine Fohlen auf unterschiedlichsten Höfen besuchen zu können und ihren Werdegang zu verfolgen. Als ich mit Nastu wieder vor dem Stall ankomme, ist der Mann immernoch damit beschäftigt, die Tür vernünftig hinzubekommen. Also bringe ich Natsu auf die Weide, in der Hoffnung, dass er sich nicht sonderlich an dem frisch gestrichenen Zaun interessiert. Als ich ihm das Halfter abnehme, dreht er sich auf dem Absatz um und rast bis zum anderen Ende der weitläufigen Weide, um dann mit dem Neuschnee zu spielen. Ich glaube, wegen des Zaunes muss ich mir keine Gedanken machen. Auf dem Weg zum Gutshaus fällt mir ein, dass ich noch unbedingt die Anmeldung für das Turnier online stellen muss.
      In der Küche pelle ich mich aus meiner Kleidung und setze erst einmal einen Kaffee auf. Die Internetseite war schnell aktualisiert. Ich checke noch schnell meine Mails und registriere eine neue aus Kanada. Gespannt klicke ich auf "öffnen" und lese den Inhalt. Der Einzug am 1.2. wird klappen! Zur Feier des Tages öffne ich einen Wein und stoße mit mir selbst an. Das wird eine abgefahrene Woche, auf jeden Fall!
    • Flair
      Endlich Sommer [Sammel-, Kurzbericht]
      by flairi│ 19. Juni 2015

      Langsam wurde es wieder wärmer und die ersten Stechmücken ärgern die Pferde auf der Weide. Es ist noch früh, halb 6 am morgen und trotz allem war mir beim füttern wahnsinnig heiß geworden. Das Thermometer in der Stallgasse zeigt schon jetzt 20° an. Heute wird es also wohl wahnsinnig heiß werden. Natsu polterte gegen seine Boxentür. Er machte mich so langsam aber sicher verrückt damit. Ich griff nach einem Halfter, ging zu seiner Box und holte ihn nach draußen - einfach nur um dem gepolter ein Ende zu machen. Touchi lag noch in seiner Box herum, der Rest der Mannschaft guckte noch recht schläfrig drein. War halt wieder nur der eine kleine Rabauke der hier Terror machte. Also schnell auf die Weide mit dem Störenfried. Ich stellte danach auch noch Pia, Connerie, Kronos, Davino, Kirito, Warrior, Bloody. Tsuki, Exi, Enjoy, Raggie, Happe, Fee und Nero nach draußen. bei dem Wetter sollte wirklich keiner in der Box bleiben. Ich setzte mich zum frühstücken nach draußen und beobachtete, wie auf meinem Hof einfach nichts passierte. Abgesehen davon, dass sich ab und an die Pferde anzecken, war es still. Herrlich. Gegen 9 trudelten die ersten Reiter ein. Zum ersten man in diesem Jahr war ich froh, selbst nichts tun zu müssen und den anderen bei der Arbeit zu zusehen zu können.
    • Rhapsody
      Pine Grove Stud Hufschmiede
      by Rhapsody | 28. Oktober 2015

      Mit Jetlag stundenlang in einem Leihwagen zu fahren war vielleicht nicht ganz so super. Aber nach Sammys Auftrag wollte ich nicht noch einen Tag warten und ich war ja schon bei flairi auf Green Hills angemeldet.

      Es war jetzt auch nicht die megalange Strecke, deswegen war das vorhin eigentlich nur Rumgejammere. Jetlag lag mir einfach nicht (Jetlag lag wohl keinem, aber ich wurde dann sehr schnell wehleidig und das komplette Gegenteil vom eigentlichen Ich und das mochte keiner), aber zum Glück gab es Kaffee und bekannte Kaffeehausketten auch in England. Mehr oder weniger frisch, aber definitiv wach, stieg ich auf Green Hills aus dem Auto aus und machte mich mit dem Coffee-to-go auf den Weg zum Haupthaus, um mich anzukündigen.

      Auf dem Weg dorthin lief mir aber schon flairi über den Weg und begrüßte mich sofort. Sie sah nicht aus, als hätte sie gerade einen zwei-Stunden-Mittagsschlaf machen können und würde jetzt gelassen in den Stall gehen, um mir in aller Ruhe jedes einzelne Pferd zu zeigen, deswegen beließ ich es bei flüchtigen Blicken in die Boxen, als sie mir meinen ersten Patienten/Kunden/Klienten zeigte.

      Und was für ein Hengst dieser Kronos war. Groß, schlank, lackschwarz – alles in einem ein Traumpferd. Ein wenig schüchtern wirkte er, als ich ihm meine Hand zum Beschnuppern anbot, doch das war nicht weiter tragisch. Solange er mich bei der eigentlichen Arbeit nicht k.o. schlagen würde, war alles in Ordnung.

      Das Vorführen zeigte mir keine großartigen Fehlstellungen oder sonstige Einschränkungen, auf die ich achten musste. Auch, als ich bei flairi noch einmal nachhakte, als sie Kronos anband, konnte sie mir versichern, dass alles in Butter war. Dann konnte ich ohne schlechtes Gewissen beginnen. Zuerst mussten Kronos alte, abgelaufene Eisen ab. Der Huf darunter sah gesund aus – müsste Kronos nicht auf jedem erdenklichen Boden springen, würde ich fast meinen, er dürfte wohl keine Probleme barhuf haben. Aber genau das war seine Spezialität: Springsport und Geländespringen. Deswegen wohl auch die Eisen mit Stollen. Man Zoe, Kaffee brachte dich ja richtig auf Zack!

      Nachdem alle vier Hufe zu meiner Zufriedenheit gekürzt waren und mir auch beim Vorführen nichts weiter aufgefallen war, ging es ans Beschlagen. Aufgrund seiner Turniertätigkeiten hatten flairi und ich uns für Aluminiumbeschläge geeinigt. In diese mussten nur noch die Stollenlöcher, dann waren sie fertig zum Anpassen. Das ging mit Aluminiumbeschlägen immer besonders gut – kein Erhitzen, Auflegen, Anpassen, Auskühlen, Aufnageln. Das war einer der Gründe, warum ich Aluminiumbeschläge so mochte; sie waren im Aufwand einfach nicht so „schlimm“ wie normale Eisen (und sie glänzten schön).

      Das Aufnageln erfolgte ohne Zwischenfälle; Kronos gab brav jeden Huf, wie ein alter Profi. Nachdem der letzte vernietet war und ich mich noch ein letztes Mal vergewissert hatte, das wirklich alles passte und der Hengst keinerlei Probleme kriegen würde, brachte flairi ihn schließlich wieder auf die Weide und hatte, als sie wiederkam, ein weiteres Prachtstück an der Hand. Julis Holsteinerliebe begann langsam, sich auf Adèle und mich auszubreiten, deswegen war ich bei Tsuki Akari – oder „nur Tsuki, auf was anderes hört er schon gar nicht mehr“ – gleich hin und weg. Ich merkte schon, würde ich auf Green Hills arbeiten, würde wohl kaum irgendwelche Arbeit gemacht werden weil ich zu beschäftigt mit Pferde anstarren war. Im Gegensatz zu Kronos kam Tsuki sofort mit gespitzten Ohren zu mir und suchte mich auch gleich nach Leckerlis ab. Trotzdem musste er erst einmal vorgeführt werden, bevor ich auch ihn mit fehlerfreien Gängen abstempeln konnte und wieder zum Hufmesser griff.

      Dieser Patient/Kunde/Klient/was auch immer gestaltete sich dann als ein wenig aufgeweckter als sein Vorgänger. Zwar war er angebunden, doch das hielt ihn nicht besonders davon ab, einen Schritt nach vorne zu gehen, wenn etwas weiter hinten auf der Stallgasse polterte. Ich war jetzt auch auf mich allein gestellt; bei Kronos hatte mir flairi noch über die Schultern gespitzt, jetzt war sie selbst irgendwo unterwegs und würde in etwa zwanzig Minuten zurück sein. Das bedeutete, dass es eine Weile dauerte, bis ich mit dem Kontrollieren und Ausschneiden der Hufe fertig war und mit dem Aufnageln der fertigen Beschläge anfangen konnte. Da war dann glücklicherweise flairi wieder da und so war Tsuki im null komma nichts fertig. Ein letzter Check und ich konnte beruhigt meine Sachen zusammen packen und mich wieder auf den Weg ins nächste Motel machen, ehe morgen mein Flieger zurück nach Winnipeg ging.
    • Eddi
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      Grummelnd blickte ich hoch zum Himmel, der war nämlich grau und es sah stark nach Regen aus. Das Wetter musste natürlich auch wieder genau an dem Tag umschlagen, der vollgepackt mit Terminen war. Seufzend stieg ich ins Auto und richtete das Navi ein, damit ich auch sicher nach Green Hills finden würde. Mein Navi führte mich auch sicher durch den täglichen Verkehr und wir kamen schnell und heile bei Flair an. Diese fand ich auch direkt im Stall, wo sie mich herzlich begrüßte. Heute würden bei ihr zwei Hengste an der Reihe sein, beide gut erzogen und ruhig. Also würden wir nicht gar so viele Probleme haben.

      Wir begannen mit Tsuki Akari, dem hübschen Schecken, der uns schon neugierig begrüßte, als wir an die Box herantraten. Flair halfterte ihn auf und führte ihn aus seiner Box hinaus. Ich bat sie direkt, ihn mir einmal im Schritt und einmal im Trab die Stallgasse entlang zu führen, damit ich mir ein Bild von seinem Bewegungsapparat machen konnte. Tsukis Gänge waren klar und er lief entspannt neben seiner Besitzerin her. Zufrieden machten wir uns also auf den Weg zum Putzplatz, wo die restliche Untersuchung stattfinden würde.

      Hierfür warf ich erst einmal einen kurzen Blick in Augen und Maul. Die Schleimhäute waren gesund gefärbt und auch die Zähne des Hengstes sahen gut aus. Um einen besseren Blick zu haben, nutzte ich auch die kleine Taschenlampe, konnte aber auch da keine Auffälligkeiten im Maul entdecken. Danach hörte ich Herz und Lunge ab, kontrollierte die Werte, ehe ich auch noch ein Gehör auf die Darmgegend warf. Nun machte ich mich an das Messen der Körpertemperatur. Das gefiel zwar Tsuki nicht sonderlich, aber er hielt still. Zu guter Letzt tastete ich noch seine Wirbelsäule und die Beine ab und dann war er auch schon mit der grundlegenden Untersuchung fertig.

      Nun waren nur noch die Impfungen an der Reihe. Tsuki würde das Rundumpaket erhalten: Influenza, Tetanus, Herpes und Tollwut. Die Spritzen hielt er tapfer aus und dann gab es abschließend nur noch die Wurmkur und schon war der erste Kandidat fertig. Tsuki durfte zurück in seine Box und stattdessen ging es für uns jetzt zu Kronos. Ein großer schicker Rapphengst, der auf den ersten Blick sehr imposant wirkte, aber in Wirklichkeit recht schüchtern und ruhig war. Auch ihn ließ ich mir einmal im Schritt und dann nochmal im Trab vorführen, ehe es zum Putzplatz ging.

      Wieder warf ich als erstes einen Blick in Augen und Maul. Der Pupillenreflex funktionierte einwandfrei, aber bei Kronos' Zähnen musste etwas gemacht werden. Also holte ich die Maulsperre und kümmerte mich darum, dass seine Kauflächen wieder gleichmäßig abgenutzt werden würden, indem ich die rechte begradigte. Danach war er aber auch schon fertig und ich konnte weiter machen. Seine Körpertemperatur lag im Normalbereich und auch beim Abhören und Abtasten fielen mir keine Auffälligkeiten auf.

      Also gab es auch für Kronos nur noch die vier Impfungen und dann noch die Wurmkur und schon war Pferd Nummer zwei fertig. Während Flair den Hengst wieder in die Box führte, füllte ich die Impfpässe aus und räumte dann meine Sachen zusammen. Ich unterhielt mich noch kurz mit Flair, ehe ich mich auch schon verabschieden musste, denn die nächsten Patienten warteten schon auf mich.
    • Flair
      Winterstimmung [Sammelbericht]
      by flairi│ 19. Juni 2015

      Auf Green Hills war es sehr ruhig geworden. Mit der Hengststation ging es nicht so gut voran wie ich es mir vorgestellt hatte. In weniger zeit gab es neben einigen Turniersiegen eher weniger Erfolgserlebnisse. Ich ging über den Hof und schaute kurz prüfend zur Weide, ob noch alle Pferde da waren, wo sie hingehörten. Bereits in ihre Winterdecken gepackt spielten Natsu und Tsuki miteinander, während Connerie, Davino und Kronos im Hinteren Teil der Wiese die letzten Grashalme vom Boden trennten. Excaliber und Bloody waren auf Streife und gingen zusammen im Schritt den Zaun am Waldrand entlang. Es war schon recht kahl geworden und vor dem Weidetor aufgrund des Betriebs davor und dahinter auch schon ziemlich matschig. Meine beiden Schimmel Kirito und Warrior standen nah am Tor, aber nicht im Matsch. Vermutlich hatten die beiden keine Lust mehr, draußen zu sein, aber um auch nur einen Fuß in den Schlamm zu setzen, dafür waren sich die Herrschaften dann doch zu fein. Bei ihrem bedröppeltem Anblick musste ich lächeln und beschloss wenigstens Kirito von seinen Qualen zu befreien. Ich holte sein Halfter und sein Strick aus dem Stall, wo mich Sickness, Touchi, Pia, Nero, Enjoy und Blue Rag freundlich begrüßten. Nach meinem Ausritt mit Kirito würde ich die Pferde die jetzt im Stall waren auch noch auf die Weide bringen. Ich schnappte mir sein Halfter, ging wieder nach draußen in die Kälte und schnappte mir den großen Apfelschimmel. Er stapfte zufrieden los, Warrior wollte direkt mit in den Stall kommen, aber ich ließ ihn noch auf der Weide stehen. Er sollte noch ein wenig den Auslauf genießen, obwohl ich befürchtete, dass er weiterhin vor dem Tor auf seine Abholung wartete. Im Stall band ich Kirito an, befreite ihn von seiner Winterdecke und striegelte sein graues Fell. Als ich fertig war sattelte und trenste ich ihn. Er machte absolut keine Probleme, stand still und genoss die Zuwendung. Als ich fertig war führte ich ihn nach draußen, gurtete nach und saß auf. Er schnaubte zufrieden und marschierte eilig los. Er freute sich wohl genau so sehr auf die kleine Runde wie ich. Ich ritt angesichts der Temperaturen eine ganze Weile Schritt, gurtete nach 15 Minuten ca noch einmal nach und fing dann an etwas zu traben. Kirito kaute eifrig auf seinem Gebiss und ging schwungvoll vorwärts. Ich musste ihn etwas zurückhalten, weil er in letzter Zeit auch im Trainig dazu neigte, sich etwas zu überennen. Als wir auf einem breiteren Samdweg angelangt sind, ließ ich ihn angaloppieren. Der kalte Wind bließ mir ins Gesicht, Kirito schnaubte erfreut über das Tempo und galoppierte wie ein Uhrwerk über den Sand. Meine Nase begann zu laufen, ich nahm die Zügel kurz in eine Hand und wischte mir mein Gesicht mit dem Ärmel ab. Etwas ekelig, aber ich hatte echt keine Tempos dabei. Außerdem wollte ich Kirito nur ungern durchparieren, er machte das gerade so vernünftig. Als das Ende des Weges in Sicht war, parierte ich ihn wieder durch. Ich ritt Richtung Wald, trabte zwischendurch noch einige Male. Kirito war nun auch etwas konzentrierter und rannte im Trab nicht mehr so sehr davon. Nach einer ausgiebigen Runde schlug ich den Weg zurück zum Hof ein. Die lange Allee ritt ich noch im Schritt und ließ die Zügel lang. Kirito streckte sich und Schnaubte zufrieden. Zuhause angekommen sattelte ich ihn ab und bschloss ihm gleich wieder seine Winterdecke über zu legen, da er kaum geschwitzt hatte. Ich brachte ihn zurück in seine Box, wo er sich gleich über das frische Stroh hermachte und sich großzügig an der Tränke bediente. Jetzt tauschte ich die Truppen auf der Weide aus und holte ein Pferd nach dem anderen rein. Natürlich fing ich mit Warrior an, denn der stand noch immer vor dem Tor und wollte ganz dringend rein in den Stall. Er war absolut kein Fan vom Winter befürchtete ich.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Flair
    Datum:
    24 Sep. 2014
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