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kira

Knives and Pens ♛

Welsh D | Stute | gekört

Knives and Pens ♛
kira, 20 März 2013
    • kira
      [quote name='Monsterflosse' timestamp='1344123813']
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      Kein Schweinskoppvieh!
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      In der letzten Zeit hatte sich viel getan. Ich hatte aus Angys Gestütsauflösung Bonsaj und Lady Äppel übernommen. Aus einer weiteren Gestütsauflösung kam Dakini wieder zu mir.
      Außerdem hatten Delilah und ich beschlossen, wieder eine Zucht zu gründen - wo ich doch eigentlich keine Pferde mehr wollte! Aber wer einmal den Pferdevirus hat...
      Wir kauften ein hübsches kleines Gestüt in der Eifel, und dort standen jetzt weitere Pferde, die ich für die Zucht gekauft hatte. Die beiden Welsh Cobs Knives And Pens und Legacy Of Gold, Shettystute Rebellious Dots und Tinkerstute Velours de passé.
      Und wegen der vielen Pferde hatte ich auch wieder Angestellte beschäftigt, Marcel und Daniel. Die beiden sollten sich um die Zuchtpferde und -Anwärter sowie die Ställe dort kümmern, da der Stall doch ein wenig entfernt war und ich nicht jeden Tag dort hinfahren können würde, während meine Privatpferde weiter auf meinem alten Grundstück im Offenstall leben sollten. Als einziges zukünftiges Zuchtpferd sollte Dakini bei mir bleiben, vor allem da er so zusammen mit Donnerschall aufwachsen konnte.



      Das Telefon klingelte und weckte mich. Ich stöhnte. Wer rief schon so früh an?
      Auch Coletto wurde durch das schrille Klingeln aufgeweckt. Als ich keine Anstalten machte, aufzustehen, tapste er los, nahm das Telefon ins Maul und sprang auf mein Bett. Ich lachte lauthals los - Coletto wusste ganz genau, dass er so an Schmuseeinheiten kommen würde!
      Ich drehte mich auf den Rücken und nahm den Anruf an, während Coletto mich fast zerquetschte, in dem er es sich auf meinem Bauch gemütlich machte. Ich grinste und kraulte seine Ohren. 'Hallo? Larissa?', tönte es aus dem Telefon. 'Ääh ja, hei Daniel! Du rufst an wegen der Aufgabenverteilung, oder?' Er bestätigte. 'Aaaaaalso gut', gähnte ich, 'Ich fänd's toll wenn du mal intensiv mit Legacy und Knives arbeitest, Knives über Hindernisse und Legacy vor der Kutsche. Und Marcel soll bitte ein wenig Freiheitsdressur mit Dots machen und kann sich dann noch auf Velours setzen und sie ein bisschen gymnastizieren. Putzen und so ist ja klar. Und morgen am Besten genauso.' - 'Okay, machen wir, viel Spaß noch mit deinen Pferden und beim Konzert heute Abend!'
      Auf einmal war ich hellwach. Stimmt ja, heute Abend war in unserem Kaff ein Konzert, und auch noch von meiner Lieblingsband! Und das Beste: Ich hatte Karten!
      Sanft schob ich Coletto von meinem Bauch, der mürrisch grummelte und vom Bett sprang. Ich dagegen war regelrecht hyperaktiv aufgesprungen - schließlich musste ich dringend die Pferde fertig machen, damit ich früh zum Konzert konnte! Die erste Reihe wartete schließlich nicht.
      Schnell fütterte ich Krümmel und Coletto, frühstückte, trank meinen schwarzen Tee und zog meine Stallklamotten an.
      Als ich fertig war, kraulte ich kurz Krümmel's Ohren und rief Coletto, damit er mit zu den Pferden kam.

      Bei den Pferden angekommen wurde ich auch gleich von Delite begrüßt und kraulte sie hinter den Ohren und kletterte über den Zaun, um zum Offenstall zu gehen und mir das Putzzeug zu holen.
      Wieder zurück guckten mich alle Pferde und Fohlen erwartungsvoll an. Jedoch hatte ich heute nicht so viel Zeit, weswegen ich mir nur Delite schnappen und zur Reitstunde wollte. Da ich bisher fast nur Englisch geritten bin, brauchten Delite und ich ein wenig Unterstützung - und bis jetzt waren alle begeistert von uns!
      Da ich keinen Hänger hatte, putze und sattelte ich Delite und wir ritten zu dem nicht allzu weit entfernten Reitstall. Coletto tapste brav neben uns her, blieb ab und zu mal zum Schnüffel stehen, kam aber immer wieder neben uns.

      Am Reitstall wurden wir bereits freundlich begrüßt, als würden Thomas, der Reitlehrer, und ich uns schon ewig kennen. Dabei hatten wir erst einmal telefoniert, das hier war meine erste Reitstunde. Das erste, was aus seinem Mund kam, war 'Sieht doch schon ganz gut aus! Delite geht schön entspannt und locker und dein Sitz ist gut, sodass es sie nicht stört. Aber lass uns mal auf den Reitplatz gehen, da steht auch mein Wallach.'
      Ich tat was er sagte. Am Reitplatz öffnete er mir die Tür und innen erwartete uns ein wunderschöner, Fuchsfarbener Quarter Horse-Wallach, der freundlich auf Thomas zulief. 'Wie ich das so sehe, wäre es vielleicht am besten, wenn wir anfangs mal die Pferde tauschen und du Flash nimmst. Wie ich das sehe, habt ihr euch beide angewöhnt, zu sehr am Zügel zu arbeiten und die ganze Zeit Kontakt zu haben, und ich denke es ist besser, wenn ich Delite ein wenig korrigiere, während du den Westernstil auf einem gut ausgebildeten Pferd lernen kannst.' Zustimmend nickte ich, stieg ab und machte mich mit Flash bekannt. Einfach auf ein Pferd zu springen - das habe ich noch nie getan. Als ich merkte, dass wir uns verstehen, sprang ich auf. Kurz danach saß auch Thomas auf Delite. 'Einen wunderschönen, gemütlichen Sattel hast du da', bemerkte ich. 'Danke gleichfalls' Er lachte. Stolz grinste ich, schließlich hatte ich Delite's Sattel ja selbst entworfen und gebaut.
      Sanft drückte ich meine Schenkel an Flash und er lief los. Sofort merkte ich, dass meine Zügel zu kurz waren, denn Flash schüttelte sich irritiert. Natürlich gab ich ihm dann mehr Zügel und arbeitete mehr mit Gewicht - ganz ohne Thomas Anweisungen.
      Aber auch Delite machte sich gut und suchte schon bald gar keine Anlehnung mehr. Fast Syncron klopften wir die Pferde. 'Tausch?', schlug Thomas vor, und ich grinste über beide Backen. Wir tauschten also die Pferde. Was ein schönes Gefühl, wieder auf meinem eigenen Pferd zu sitzen! Thomas freute sich zwar auch sichtlich, wieder sein Pferd unterm Po zu haben, bliebe aber in der Mitte stehen, während Delite und ich unsere Bahnen zogen. Immer wieder verbesserte er uns, und ich versuchte, seine Tipps so gut wie möglich umzusetzen. Mein Gefühl sagte mir 'Das ist der Reitunterricht, den du brauchst!'
      Leider war die Reitstunde auch bald vorbei. 'Du hast Talent', grinste mich Thomas an, 'ich sag's dir, in spätestens einem Jahr steht ein Quarter oder Paint auf deiner Weide.' Ich lachte. 'Neeee, kein son Schweinskopfpferd! Delite reicht mir wohl als Westerntier' Sanft klopfte ich auf Delites Hals. 'Aber wir müssen auch, ich hab noch was vor. Bis dann!' Auch er verabschiedete sich und wir ritten zurück zum Offenstall.

      Auf dem Weg schaute ich auf die Uhr. So spät schon! Ich pfiff nach Coletto, der gerade großen Gefallen an einem angepinkelten Grasbüschel fand und galoppierte Delite an.
      Schon bald hatten wir die Weide erreicht. Schnell sattelte und trenste ich Delite ab und putzte sie. Nicht gründlich, aber so, dass der grobe Schmutz weg war.
      Danach eilte ich nach Hause. Coletto und Krümel bekamen schnell ihr Futter und ich zog mich um. Ich konnte ja schlecht in Stallklamotten zum Konzert!
      Als ich dann das Haus verlies, guckte Coletto mir treudoof hinterher. Selten, dass er allein war, und sein Blick brach mir fast das Herz. Aber da musste er auch mal durch, das musste er auch lernen.

      Und tatsächlich bekam ich noch einen Platz mittig der 1. Reihe - die beste Sicht überhaupt!
      Es ging gleich los mit meinem Lieblingslied und ich vergaß - wie jeder andere dort auch - alles andere um mich herum. Lautstark sang ich mit, bis ich heiser war. Es war einmalig!
      Am Ende holte ich mir von jedem der Mitglieder ein Autogramm und ging dann erfüllt, aber müde nach Hause. Dort knallte ich mich auch sofort aufs Bett und schlief ein.



      Am nächsten Tag weckte mich mein Kater mit permanentem Geschnurre. Als ich ein Auge aufmachte, blieb das nicht unentdeckt: Coletto sprang sofort aufs Bett und schleckte mir durchs Gesicht. 'Coletto, Krümel, guten Morgen!' Liebevoll kraulte ich die beiden, als dann auch mein Wecker klingelte. Ich scheuchte die Tiere vom Bett, die nur widerwillig hinuntersprangen, und setzte mir Wasser für den Tee auf, während ich die Futternäpfe füllte und mich duschte und umzog.
      Nachdem ich gefrühstückt hatte, machten Coletto und ich uns wieder auf den Weg zu den Pferden.

      Angekommen übte ich mit Dakini und Donnerschall erstmal das Fohlen-ABC. Allerdings waren die beiden so gut, dass ich sie bald wieder in die Freiheit entließ und mich Delite annahm. Diese putzte und sattelte ich, um mich dann fahrlässig wie ich war auf ihren Rücken zu schwingen und einen kleinen Ausritt zu wagen.

      Wir folgten den Wegen so wie wir lustig waren. Eine Strecke hatten wir uns nicht überlegt. Und so führte es uns zu einem anderen Gut, auf dem ein paar Pferde standen. Alles sah ein wenig heruntergekommen aus, allerdings hatte der kleine Offenstall riesige Fenster und auch die Weideflächen waren riesig. Jedoch stand am Weidezaun ein Schild:
      'Alle Pferde zu verkaufen!'
      Etwas weiter links direkt vor dem Zaun fiel mein Blick auf eine dunkle Jeans, in der ein ziemlich knackiger Männerhintern steckte. Etwas weiter oben entdeckte ich einen Nietengürtel auch noch lange schwarze Haare und einen großen, schwarzen Hut im Westernstil - was meine guten Vorsätze, bloß nicht anzuhalten, um sich nicht in ein Pferd zu verlieben, entgültig über den Haufen warf.
      Sanft lenkte ich Delite direkt auf den Zaun zu. Der Mann schien uns nicht bemerkt zu haben, er guckte weiterhin auf die Weide. Zumindest gleich musste er uns bemerken, denn Coletto rannte direkt auf ihn zu. 'COLETTOO! BLEIB HIER!', rief ich, aber der Hund war nicht zu bremsen und schmiss sich an den Fremden ran. Schnell sprang ich ab und lief mit Pferd an der Hand zum Hund. 'Entschuldigung, das macht der sonst nie...', murmelte ich peinlich berührt und war dabei, die Leine einzuhaken. Der Mann lachte. 'Lassen sie nur, ist schon in Ordnung, ist ja ein Süßer.' Er sprach beinahe perfektes Deutsch, trotzdem konnte man einen amerikanischen Akzent raushören. Kurz wendete er seinen Blick von der Weide ab und musterte mich. 'Hey, Sie waren gestern auf dem Konzert!' Verwirrt sah ich ihm ins Gesicht und...oh Gott, es war Seth, der Leadgitarrist meiner Lieblingsband! 'Äh...jaa...', antwortete ich, plötzlich ganz kleinlaut. 'Dann können wir uns duzen, nehme ich an?' Ich nickte grinsend.
      Nun musterte er Delite und ließ sie seine Hand beschnüffeln. Obwohl Delite in Sachen Menschen wählerisch ist, schien sie ihn zu mögen und kuschelte sich an ihn. Nun musste ich trotz aller Geschocktheit grinsen. 'Sie mag eigentlich nicht jeden.' - 'Und ich kann eigentlich nicht gut mit Pferden.' Nun lachten wir beide.
      Plötzlich kam ein kleines, fast komplett weißes Fohlen auf uns zugetapst. Neugierig beschnüffelte es erst Coletto und Delite, dann Seth und mich. Auf den ersten Blick war ich fasziniert von diesem Fohlen. Diese blauen Augen, und die paar kleinen braunen Flecken! Es musste einen einfach in seinen Bann ziehen! Vorsichtig hielt ich meine Hand hin und das Fohlen schnüffelte. Seth merkte schnell, wie faziniert ich war. 'Der Kleine heißt Outlaw Torn und ist ein Paint Horse', lächelte er. Erstaunt guckte ich ihn an. 'Woher weißt du das?' - 'Weil ich auch fasziniert von dem kleinen bin und die Besitzer ein wenig ausgefragt habe. Allerdings kann ich kein bisschen reiten und ihn nach Kalifornien zu bringen...das muss nicht sein. Sonst hätte ich ihn wahrscheinlich schon gekauft. Hoffentlich kommt er in gute Hände' Ich nickte verständnisvoll, wusste ich doch genau, wie die großen Turnierreiter mit ihren Pferden umgehen - egal welcher Reitstil.
      Nun kamen auch die anderen Pferde nach vorne. Eine braune Warmblutstute, ein Schimmelwallach und ein geschecktes Pony. 'Hat er hier gar keine anderen Fohlen?' Seth schüttelte den Kopf. 'Armer kleiner Outlaw' Ich kraulte dem kleinen Hengst die Ohren, was er sichtlich genoss. Es drückte seinen Kopf an meinen Bauch und wollte nurnoch näher rücken und schmusen! Leider war der Zaun im Weg, und ich musste mit einer Hand Delite festhalten.
      'Hast du mehrere Pferde?', fragte mich Seth. Ich nickte. 'Ja, Delite steht zusammen mit meinem Welshmix, meiner Haflingerstute, meinem Trakehnerhengstfohlen und meinem Tinkerhengstfohlen auf der Weide.' - 'Hast du nicht noch Platz?'
      Jetzt war ich wirklich perplex. Wollte mir der Leadgitarrist meiner Lieblingsband gerade ein Pferd andrehen? Allerdings war er so süß....beide waren so süß...
      'Eigentlich wollte ich keine Pferde mehr....Fünf Private sind eigentlich schon mehr als ich stämmen kann, dazu kommen noch meine Zuchtpferde auf River Dales, für die ich aber zum Glück Pfleger habe...außerdem kann ich mir den Kleinen wahrscheinlich gar nicht leisten, der Unterhalt ist nicht das Problem, aber momentan geht alles Geld für Renovierungsarbeiten drauf, hier habe ich ja noch nimmals einen Reitplatz...'
      Nun kam eine blonde Frau dazu, anscheinend die Besitzerin der Pferde. 'Monsterflosse!' Sie kannte mich also. Ich lächelte. 'Hallo' Sofort redete sie los. 'Sie interessieren sich für Outlaw? Es würde mich soooo freuen weil...ich weiß dass er es bei ihnen gut hätte und gefördert würde, er hat eine klasse Abstammung und...' - 'Mooooment, eigentlich habe ich nicht vor, noch ein Pferd zu kaufen, auch wenn Outlaw wirklich klasse ist, ich kann es mir nicht leisten.' Sie schien enttäuscht. Da mischte sich Seth ein. 'Und wenn ich ihn bezahle? Dann wüsste ich wenigstens, dass er in guten Händen ist...und für mich sind das Peanuts' Perplex starrte ich ihn an. 'Sie können doch nicht...nein! Das kann ich unmöglich annehmen!' Ich wandte mich an die Besitzerin. 'Was soll er denn kosten?' Die überlegte kurz. 'Ich dachte an so 7.000 Joellen, tiefer kann ich nicht gehen...wegen der Abstammung...der ist von Nacota, Mama ist Saramont...' Ich überlegte. Dann schwang ich mich auf Delite's Rücken. 'Ich muss mal kurz den Kopf freikriegen, ich komme nachher wieder, okay?' - 'Wollen Sie nicht Outlaw als Handpferd mitnehmen?' Ich fand, das sei eine gute Idee und ließ mir den Führstrick mit dem Fohlen am Ende in die Hand geben.
      Entspannt trabten wir durch den Wald, und trotz einiger brenzlicher Situationen blieb Outlaw die ganze Zeit brav und erschreckte sich kein einziges Mal. 'Delite, was meinst du?' Die Stute wieherte. Ich deutete das als 'Kauf ihn!'. 'Aber wie machen wir das mit dem Geld?'
      Langsam trabten wir wieder zu dem Hof. Die Besitzerin und Seth erwarteten uns bereits. Vorsichtig begann ich, mich ein wenig über die Umstände zu erkundigen. 'Weswegen verkaufen sie denn alle Pferde?' Die Besitzerin seufzte. 'Naja komplett alle verkaufe ich nicht...ich hab noch eine Stute, die Sandy, mein absolutes Traumpferd...sie hat so Rückenprobleme und bräuchte einen teuren Maßsattel, das kann ich nicht bezahlen...Außerdem wächst mir der Unterhalt über den Kopf, ich suche schon verzweifelt nach einer neuen Unterstellmöglichkeit, da ich den Hof nicht halten kann...'
      Das brachte mich auf eine Idee. 'Darf ich Delite mal kurz absatteln und mit auf die Weide stellen, damit ich mir Sandy mal anschauen kann?' Verwundert sah sie mich an, nickte aber.
      So gingen wir zu der Stute. Ein wunderschöner Palomino-Araber. Ich machte mich mit der Stute bekannt und betrat die Box, um ihren Rücken abzutasten. 'Hmm...', machte ich, 'vielleicht kann ich Ihnen ein Angebot machen. Ist sie Western- oder Englischgeritten?' - 'Western' Erwartungsvoll guckte mich die Besitzerin an. 'Ich habe Reitsportsattler gelernt und mache auch heute noch die Sättel für meine Pferde selbst, vielleicht kann ich ihnen einen Maßsattel im Tausch gegen Outlaw anbieten? Vielleicht könnten sie Sandy auch mit in den Offenstall zu meinen Pferden stellen, wenn Ihr Hof verkauft ist. Umsonst, sie müssten nur die Kosten fürs Zufüttern zahlen und sich mit mir die Arbeit mit der Instandhaltung der Weide teilen...was meinen sie?'
      Ich hatte ein breites Grinsen auf ihr Gesicht gezaubert, und auch Seth freute sich sichtlich. 'Auf jeden Fall wäre das möglich! Kann ich euch wohl nach Hause begleiten, mit Sandy, damit wir sehen ob die sich verstehen?' Ich nickte, und sie holte Sandys Halfter. Währenddessen sattelte ich Delite und Seth versuchte sich darin, Outlaw einzufangen. Schließlich wollte ich ihn gleich mitnehmen!
      Irgendwann standen wir alle drei am Hofeingang. Da kam mir eine Idee. 'Seth, setz dich doch einfach mal auf Delite!' Er starrte mich mit großen Augen an, als wüsste er nicht, was ich meine. 'Links nebens Pferd stellen, linker Fuß in den Steigbügel und mit dem rechten Bein kräftig abdrücken und dass über den Rücken schwinken. Na los, so schwer ist das nicht! Und Delite ist ganz brav, ich führe sie auch.' Das schien ihn zwar nicht ganz überzeugt zu haben, aber er probierte es. Und schließlich saß er tatsächlich auf Delite, auch wenn er ein wenig unbeholfen aussah. 'Na siehste', grinste ich.
      So gingen wir dann los, bis zu meiner Weide. 'Der Reitplatz und die Reithalle werden wieder aufgebaut, das heißt, bald haben wir auch eine gescheite Möglichkeit zu trainieren. Bis jetzt sind da ja nur die Weiden und der Offenstall, der Rest ist ja abgebrannt' Die Ex-Besitzerin von Outlaw nickte. Ich drückte ihr den kleinen Hengst in die Hand und kümmerte mich erstmal um Delite. Seth sprang (etwas unbeholfen) ab, ich sattelte ab und schickte sie auf die Weide. Dann ließen wir die Pferde sich über den Zaun beschnüffeln. Tatsächlich schien alles gut zu gehen! Also entließen wir auch Outlaw und Sandy auf die Weide. Bei den drei Hengstfohlen war es Liebe auf den ersten Blick, sie fingen sofort an, rumzutoben. Bei den Großen gab es erst ein paar Rangeleien, aber nachdem die Rangordnung geklärt war, grasten sie friedlich nebeneinander. 'Das klappt ja', lächelte Seth. Die Frau guckte auf die Uhr. 'Mist, ich muss weg. Ich nehm Sandy erstmal wieder mit, noch hab ich meinen Hof ja....Outlaw kann ich hier lassen, und tauschen wir schnell Handynummern?' Ich stimmte beidem zu und wir speicherten uns unsere Nummern ein.

      Nun waren die Pferde, Coletto, Seth und ich alleine. Plötzlich wurden wir erschreckt. 'MONSTA, was hab ich dir gesagt mit Paint/Quarter? Und was hast du über 'Schweinskoppviecher' gesagt?' Thomas hatte einen regelrechten Lachflash und umarmte mich begrüßend. Ich war ein wenig perplex, lachte dann aber auch lauthals mit. 'Hey, ich bin Thomas. Und Sie sind?', wandte sich Thomas an Seth. 'Seth', antwortete dieser zurückhaltend. Prüfend musterte Seth Thomas und mich, was mir nicht entging. Ich lächelte leicht, woraufhin Seth anscheinend ein wenig zerknirscht war. Die peinliche Stille breitete sich jedoch nicht weiter aus, denn Thomas musste wieder gehen und verabschiedete sich.
      'Ist Thomas dein Freund?', fragte Seth direkt. Ich schüttelte den Kopf. 'Nein, seit gestern mein Reitlehrer.' Seth's Anspannung schien ein wenig zu weichen und er lächelte wieder. Ich schaute erschrocken fest, dass es Neun Uhr Abends wahr! 'Musst du nicht irgendwann zum Hotel, oder so?', sprach ich Seth darauf an. Er seufzte. 'Ja, eigentlich hast du Recht. Ich muss wohl gehen.' Ich war ein wenig traurig, traute mich aber nicht, nach seiner Handynummer zu fragen.
      Lächelnd nahm er seinen Hut vom Kopf und setzte ihn mir auf. 'Der fehlt dir noch zum Westernreiten, oder?', flüsterte er, lächelte mich noch ein Mal an und ging wortlos.
      Perplex starrte ich ihm nach, wurde jedoch recht bald von Coletto daran erinnert, dass wir auch nach Hause mussten. Schließlich war schon längst Zeit fürs Abendessen!

      Auch Krümmel hatte mich bereits erwartet, also füllte ich schnell die Näpfe und schmierte mir ein Nutellabrot. Während ich dieses aß, guckte ich mir Seth's Hut genauer an. Echtes, weiches, schwarzes Leder, schlicht, ohne großartige Verzierungen. Im Inneren des Hutes stand was. Sein Name und...seine Handynummer!
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      [quote name='Monsterflosse' timestamp='1363775307']
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      Zuchtumstellung?
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      'Hmm. Hmmmm.', machte ich und nahm einen Schluck Tee. Coletto und Krümel stapelten sich auf meinem Schoß, wie sie es gerne taten, und ich kraulte beide nacheinander hinter den Ohren. Währenddessen telefonierte ich mit Delilah, denn wir hatten festgestellt, dass unsere züchterischen Interessen mittlerweile doch ein wenig auseinander gingen. 'Und wenn du River Dales behälst, ich wieder Secret Creek aufmache und wir Partnerzuchten werden, uns also die Zuchtpferde teilen, von den Rassen die wir beide weiterhin haben, also hauptsächlich Shettys?', schlug sie vor. Nach kurzem Überlegen stimmte ich zu, das war wohl das beste. Wir verabschiedeten uns und legten auf.
      River Dales gehörte nun also nurnoch mir. Ich dachte über das Zuchtkonzept nach. Jetzt, da ich privat hauptsächlich Western ritt, waren Welsh Cobs, Tinker und Shettys irgendwie nicht mehr das richtige. Klar, man kann mit ihnen klasse Fahren, mit allen dreien, und besonders mit den Shettys hatte ich viel Spaß an der Bodenarbeit. Tinker machen sich auch unter dem Westernsattel gut. Aber Welsh Cobs mit der riesigen Knieaktion wohl eher weniger... Allerdings liebte ich sie genau deswegen, und sie sind einfach wunderhübsche Tiere. Aber viel mehr konnte ich darüber nicht nachdenken, denn mein Handy klingelte schon wieder. Diesmal war es Thomas, mein Reitlehrer. 'Hey Larissa, wie sieht's aus, heute Zeit für ne Reitstunde?' - 'Klar', lächelte ich, war in Gedanken aber noch bei der Zucht. 'Worüber grübelst du?', hakte Thomas nach. Ich erklärte ihm die Situation. Ich sah förmlich vor meinem inneren Auge, wie er verständnisvoll nickte. 'Und wenn du noch eine Rasse dazu nimmst, die fürs Westernreiten einfach super sind, Quarters zum Beispiel?' Ich überlegte. 'Eigentlich mag ich Quarters ja gar nicht so, ich steh so auf bunte Pfe....hey, vielleicht währen Paints ja was, da hätte ich ja schon einen kleinen Vererber im Stall...' - 'Eigentlich wollte ich dich eh fragen, ob wir die Reitstunde heute nicht sausen lassen wollen und zur Paintzucht, die nur ein paar Kilometer von unserem Reitstall entfernt ist, fahren wollen. Die sind pleite gegangen, haben wohl auch n bisschen Dreck am Stecken, und müssen jetzt alle Pferde abgeben...In dem Sinne gibt's da heute eine kleine Auktion, auch mit Pferden von anderen Höfen. Und ich seh dir an, dass du gerne ein gut ausgebildetes Westernpferd hättest, und solche gibt es da. Du hättest auf jeden Fall genug Talent dazu und es würd sich mit Sicherheit lohnen... Außerdem weiß ich doch mittlerweile, dass du total auf Roans stehst, und da gäb es eine Stute, die Kristy...Paint Horse, Bay Roan Tobiano, wunderhübsch und mit Potenzial, nur etwas schwierig, müsstest du dir angucken. Könnte vielleicht auch ein kleiner Startschuss für die Zucht sein, wir können uns danach ja auch mal vor den Computer hängen und gucken, ob wir noch mehr Paints finden, die dir gefallen könnten, was meinst du? Dein zweiter Offenstall ist doch mittlerweile fertig renoviert und Reithalle sowie Reitplatz doch auch fast und....' - 'MOMENT. Meinst du, ich kann Geld scheißen?' - 'Ich glaube an dein züchterisches und reiterliches Können und würde Anfangs vielleicht mit einsteigen, wenn du magst. Einzige Bedingung wäre, dass ich meinen Flash bei dir unterstellen dürfte, wenn er sich mit deinen Hengsten soweit versteht, und ich eventuell bei dir als Reitlehrer auch für andere Schüler arbeiten könnte... Mit der Paintzucht geht nämlich nicht nur die Zucht an sich pleite, sondern auch der Reitstall, und das ist dieser hier...ich muss hier raus.' Er seufzte tief und ich überlegte. 'Gut, ich komm dann rüber zu euch und wir fahren zu der Auktion. Wenn mir Kristy zusagt, werde ich sie kaufen, und wenn es noch weitere Paints gibt, die mir da gefallen, ließe sich darüber reden, eine Zucht aufzubauen und dich als Reitlehrer einzustellen. Abgemacht? Wann soll ich rüberkommen? Sind Hunde erlaubt?' - 'Meinetwegen kannst du dich auf den Weg machen und ja, du kannst Coletto mitnehmen.' - 'Gut, ich kümmer mich eben noch auf die Arbeitsverteilung auf River Dales und lad dann Coletto ins Auto. Hänger häng ich mal vorsichtshalber an... Ich guck auf dem Weg noch eben auf meiner Weide vorbei und dann komm ich rüber. Bis später!' - 'Bis später!'
      Ich tippte die Nummer von Daniel ins Display. 'Hey Monsta!', begrüßste er mich. 'Hey Daniel. Machen wir's kurz, haste Bock zu Fahren? Dann würd ich vorschlagen du arbeitest Legacy und Morning im Gespann, Marcel kann Knives und Siana zusammen anspannen. Dann könnt ihr euch aufteilen, Dots möchte gerne ein bisschen vom Boden aus gefördert werden und Sorrows soll n bisschen Dressur gearbeitet werden.' - 'Wird gemacht, Chefin.', lachte er ins Telefon, verabschiedete sich und legte auf.

      Ich holte die Leine von Coletto und hakte sie ins Halsband. Mein Blick fiel auf den Hut, den mir Seth geschenkt hatte...kurz betrachtete ich ihn, mit einem schlechten Gewissen, noch nimmals abends eine SMS geschrieben zu haben. Ich redete mir ein, dass ich jetzt eh keine Zeit hätte (was ja auch irgendwo die Wahrheit war) und ging zum Auto, den Hut in der Hand, sozusagen als Glücksbringer. Dort legte ich Coletto sein Geschirr um, schnallte ihn an und hängte den Hänger an. So fuhr ich erst zu meiner Weide, wo alles in bester Ordnung war und alle Pferde friedlich grasten, und danach zum Reitstall, um dort Thomas zu begrüßen. Der sprang auch sofort ins Auto und so fuhren wir zu der Paint Horse-Zucht.
      Da die Auktion erst in einigen Stunden anfing, blieb noch genug Zeit, die Pferde anzusehen. Dank Thomas und seiner Kontakte zu diesem Hof, konnte ich glücklicher Weise darauf vertrauen, dass alle Pferde gesund waren. Er konnte mir zu jedem Pferd einen kleinen Roman erzählen. Als er mir von jedem Pferd erzählt hatte, gingen durch den Stall.

      Mir fiel sofort eine Rappscheck-Stute ins Auge. Ich ließ sie an meiner Hand schnüffeln. Sie war etwas zurückhaltend, aber ganz sanft. 'Ob ich die mal probereiten darf?', hauchte ich, fasziniert von den blauen Augen der Stute. 'Ja klar', meinte eine Männerstimme und drückte mir eine Trense in die Hand. 'Geputzt ist sie ja für die Auktion, der Sattel ist unten rechts in der Sattelkammer.' Während Thomas den Sattel holte, schlüpfte ich in die Box und legte der Stute - die übrigens Mausi gerufen wird, aber eigentlich The Morticians Daughter hieß - die Trense an. Mir gefiel sie voll und ganz, selbst der Name war total nach meinem Geschmack.
      Als Thomas und ich sie aufgesattelt hatten, ließ sie sich ohne Probleme aus der Box auf den Reitplatz führen. Dieser war rappelvoll. In einer Ecke sah ich eine Roanscheckstute, die ihren Reiter nicht aufsteigen ließ, und schmunzelte. Bei Mausi hatte ich mit dem Aufsteigen keine Probleme und bereits nach ein paar Runden war ich regelrecht verliebt. Thomas nahm mir die rosarote Brille ab. 'Wolltest du nicht entweder was ganz gut ausgebildetes oder ein ganz junges mit viel Potenzial? Mausi ist jetzt sieben, also weder super ausgebildet noch ganz jung...' Ich überlegte. Aber ich war doch so verliebt... 'Gucken wir, was der Preis so sagt', meinte ich und sprang ab. Nun konnte ich mir das Schlamassel mit der Roanscheckstute in der Ecke nicht mehr ansehen. Der Reiter hatte es noch immer nicht geschafft, aufzusteigen. Mausi drückte ich Thomas in die Hand und ging zu den beiden. Auf meine Frage, ob er Hilfe bräuchte, erntete ich nur ein zickiges 'machen Sie es doch besser!'. Das ließ ich mir nicht zwei Mal sagen. Ich nahm die Stute aus seiner Hand und führte sie ein paar Runden. Soweit das ging, immer wieder versuchte sie, die Führung zu übernehmen, sei es durch Zwicken oder einfach überholen. Damit hatte ich allerdings gerechnet.
      Nach ein paar Runden stoppte ich sie und stieg geschickt schnell auf, ohne dass die Stute Zeit zum Nachdenken hatte. Ich lächelte süffisant und klopfte sie. Sanft gab ich ihr Schenkeldruck und sie gehorchte aufs Wort und setzte sich in Bewegung. Sie schnaubte zwar missmutig, aber sie tat, was ich von ihr wollte.
      Währenddessen kam Thomas zurück und lachte. 'Du hast Kristy entdeckt. Ich wusste dass du mit ihr klarkommst! Wie gesagt, sie ist nicht unbedingt einfach, hat aber unheimlich Potenzial. Sie bräuchte einfach den richtigen Reiter...und sie würde in dein Beuteschema passen, mit 5 Jahren ist sie noch relativ jung.' Ich nickte überlegend und brachte die Stute zum Traben.
      Nach ein paar Wendungen und Gangwechseln stellte auch ich fest, dass die Stute unheimliches Potenzial hatte und unterm Sattel nicht halb so biestig war, wie im Umgang. Langsam ritt ich zu Thomas, um seinen Rat zu hören. 'Was meinst du?' - 'Ich würde mich freuen, wenn du sie nimmst. Ich habe Angst, dass sie sonst durch zig Hände geht, weil sie eben nicht einfach ist, auch wenn sie unheimliches Potenzial hat... Und du kommst super mit ihr klar, das könnte was werden.' Ich nickte und überlegte mir, wie hoch ich höchstens für sie gehen würde, während ich sie zurück in die Box brachte.
      Ich wollte mich schon so langsam auf die Plätze bei der Auktion begeben, als Thomas mich zurückrief. 'Hey, wenn du eine Zucht aufbauen möchtest...suchst du nicht noch einen Stammhalter, so lange Outlaw noch zu jung ist? Ich hab hier ein ganz besonderes Exemplar von Paint Horse gefunden...'
      In der hintersten Box stand ein schwarzbrauner Hengst. Ich schmunzelte. 'Paint Horse? Ich hätte schon gern nen bunten als Stammhalter...' Thomas grinste. 'Er ist bunt.' Ungläubig beäugte ich Thomas. 'Wo?' - 'Hol ihn mal raus und reit ihn mal Probe, ich glaub er ist klasse, zumindest was Abstammung und so angeht.' Ich tat wie Thomas sagte und legte ihm die Trense an. Als wir die Box verließen, kamen ein vollkommen weißer Hintern und zwei vollkommen weiße Hinterbeine zum Vorschein. Ich grinste. 'Als wäre er in einen Topf Farbe gefallen - genial!' Nun freute ich mich ein wenig mehr aufs Probereiten und auch unter dem Sattel machte er sich 1A. Er war zwar noch nicht perfekt ausgebildet, wie ich es eigentlich wollte, aber dieses Potenzial...unglaublich! Auch für ihn dachte ich mir schon innerlich ein Höchstgebot aus, als wir ihn zurück brachten. Ich MUSSTE diesen Hengst haben!

      Die Auktion begann gleich mit Mausi. Sie hatte einige Interessenten und ich fürchtete schon, keinen Zuschlag zu bekommen. Doch ich irrte mich, ich war tatsächlich Höchstbietende! Mausi gehörte MIR!
      Ich war immernoch voller Endorphine, als Kristys Auktion begann. Thomas stupste mich an, damit ich endlich aufmerksam wurde. '1.000 Joellen? Höre ich 1.000 Joellen?' Stille. Niemand bot. 'Niemand? Wirklich niemand für diese wunderschöne Stute?' Promt biestete Kristy ihre Führperson an. 'Irgendwo kann ichs verstehen...ich muss verrückt sein', flüsterte ich zu Thomas und hob endlich meine Hand. '1.000 Joellen von der Dame dort hinten! 1.500? Höre ich 1.500?' Der Auktionator versuchte alles erdenkliche, um mehr herauszuschlagen, doch letztenendes war das Startgebot auch das Höchstgebot und Kristy war meine.
      Immernoch glücklich sah ich, wie der Hengst in die Halle geführt wurde. Die Gebote schallten nur so durch den Raum und es wurde immer mehr. Ich sah ihn innerlich schon in einem anderen Stall, denn mir ging das Geld aus. Doch Thomas schaltete sich ein. 'Was du nicht hast, lege ich drauf', meinte er und hob seine Hand.
      Schließlich wurde 'Unbroken Soul Of A Rebel' das teuerste Pferd des Abends. Trotzdem ging auch er an uns!

      Überglücklich gingen wir zum Auto und öffneten den Hänger. Zum Glück hatte ich gleich das Modell für 3 Pferde mitgenommen. Jetzt mussten sich die drei nurnoch verstehen.
      Wider Erwarten war das jedoch kein Problem und schon kurze Zeit später standen die drei Pferde friedlich nebeneinander. Kristy hatte regelrecht einen Narren an Mausi gefressen...
      Auch auf der Weide zu Hause hatten wir keine Probleme. Ich schnappte mir gleich Bonsaj und Lady, um einen kleinen Spaziergang zu wagen und ein wenig nachzudenken.
      Thomas kam mir auf Flash entgegen und riss mich aus meinen Gedanken (die sich übrigens fast ausschließlich um Seth drehten, obwohl ich mir wohl mehr Gedanken um die Zucht machen sollte). 'Wie sieht's jetzt eigentlich aus mit der Zucht?', lachte er. Ich grinste. 'Mit drei Pferden im Gepäch, die sich alle für die Zucht eignen würden, würde ich wohl sagen....beschlossene Sache. Du kannst hier bald als Reitlehrer anfangen.' Er lächelte, sprang von Flash ab und nahm mich in den Arm. 'Danke', hauchte er mir ins Ohr. 'Ich hab zu danken', lächelte ich und erinnerte ihn an Unbroken, der ohne Thomas jetzt nicht auf meiner Weide stehen würde. 'Ich setz mich heute Abend noch vor's Internet und suche geeignete Stuten und Wallache, für Zucht, aber vor Allem für Reitschule und nicht zuletzt für den Sport. Schließlich wollte ich doch eigentlich ein perfekt ausgebildetes Paint für den Sport, naja', grinste ich. Er lächelte immernoch, musste dann aber weiter und auch ich brachte die beiden Ponys wieder auf die Weide.
      Dort sah ich, wie sich Unbroken und Delite ausgiebig beknabberten und Mausi mit Kristy über die Weide fetzte. Ich lächelte über das Glück, das ich mit den Pferden hatte. Bis jetzt hatte sich jeder mit jedem Vertragen.

      Coletto und ich fuhren im Auto zurück nach Hause. Dort öffnete ich erst einmal eine Flasche Sekt und fütterte Hund und Katze. Danach schaltete ich den PC ein. Während dieser hochfuhr, nahm ich einen Schluck, drehte die Musik aus und spielte mit dem Hut in meiner Hand. Würde bestimmt klasse aussehen, wenn ich dazu einfach eine schicke Röhre tragen würde, Westernboots, einen schicken Pyramidennietengürtel, Lederjacke,... Am besten mit einem schwarzen Sattel mit Trense ebenfalls mit Pyramidennieten.... Mit diesen Gedanken im Kopf schnappte ich mir erstmal Bleistift und Papier und entwarf einen Sattel. Irgendwann würde ich einen solchen für eins meiner Pferde bauen!
      Ich hörte Krallen auf dem Laminat schlürfen und schon bald saß Coletto neben mir. Neugierig betrachtete er den Hut, kam näher, beschnüffelte ihn und stupste auf die Stelle mit Namen und Handynummer von Seth. Schon hatte ich wieder ein schlechtes Gewissen... Tröstend legte Coletto seinen Kopf auf mein Bein und sah mich mit einem Dackelblick an. Sanft kraulte ich ihm die Ohren und überlegte... Rufe ich ihn an? Jetzt noch? Schreib ich ihm ne SMS?
      Ich zog das Handy aus meiner Hosentasche. Speicherte die Nummer ins Adressbuch. Öffnete das Adressbuch. Starrte auf die Nummer. Schloss das Adressbuch. Öffnete es wieder. Starrte wieder auf die Nummer. Schloss es wieder...
      Wenn ich anrufen würde, was würde ich überhaupt zu ihm sagen? Hallo, hier ist son Fan, dem du deinen Hut geschenkt hast, wollen wir uns mal treffen? Sicher nicht. Coletto winselte und auch Krümel gesellte sich zu uns. Als ich das Handy weglegen wollte, biss er mir in den Finger. 'Krümel!', rief ich erschrocken, behielt das Handy aber in der Hand. Endlich drückte ich auf die Nummer. Es tutete. Allerdings nicht lange. 'Hello?' Mein Herz schlug bis zum Hals 'Hallo Seth...', krächzte ich. Sehr sexy. 'Monsterflosse?' ER KANNTE MICH NOCH! Ich nickte, stellte dann aber fest, dass er das nicht hören könnte, und brachte ein schüchternes 'ja...' hervor. 'Ich dachte schon du meldest dich nicht mehr, ich freu mich so! Sag mal hast du irgendwann mal Zeit oder so?' Seine Stimme überschlug sich beinahe, was mich dann doch ein wenig grinsen lies. Also nahm ich allen Mut zusammen und sagte 'ich hab gerade eine Flasche Sekt geköpft und wollte mich vor dem Computer nach Verkaufspferden umschauen, hat sich n bisschen getan was meine Pferdepläne angeht....Interessiert dich wahrscheinlich weniger, aber vielleicht hast du Lust, mir beim Vernichten der Flasche Sekt zu helfen?' Ich hörte förmlich, wie er breit lächelte, und meine Anspannung wich. Ein bisschen zumindest. 'Natürlich, wo wohnst du denn?', fragte er und ich verriet ihm, wo ich wohnte.
      Er machte sich also auf den Weg und ich zog mir noch schnell was feineres an. Dann schloss ich mein Handy an die Anlage an, ein bisschen Musik konnte ja nie schaden.

      Schon bevor es klingelte, rannte Coletto wie von einem Schwarm Bienen verfolgt zur Tür. Etwas perplex stand ich dann schon an der Tür, bevor Seth die Chance hatte, überhaupt zu klingeln.
      Dieser wurde auch sofort von Coletto angewuselt. Lachend griff ich in sein Halsband und zog ihn ein wenig zurück, worauf hin mich Seth lächelnd mit einer Umarmung begrüßte.
      Wir gingen sofort ins Wohnzimmer und ich verteilte ein wenig Sekt. Kaum saßen wir, kam auch schon Krümel und schlich um unsere Beine. 'Ich hoffe du hast nichts gegen Katzen, Krümel ist ein wenig...anhänglich.', lächelte ich schüchtern. Seth lächelte zurück. 'Kein Problem. Was hast du denn jetzt geplant, was die Zucht angeht?' Ich erklärte ihm den kompletten Plan und er hörte gespannt zu. 'Also suchst du noch Shetlandponys und Paints, wenn ich das richtig verstanden habe?', hakte er am Schluss ab. 'Genau.' - 'Ja dann mal los!'
      So öffneten wir das Internet und begaben uns auf die Suche. Das erste Pferd, was uns ins Auge stieß, war eine prämierte Cremelloscheckstute und sofort griff ich nach dem Telefon, um den Besitzer zu kontaktieren. Dieser schien nett und erzählte mir von der angeblich besonders freundlichen, ruhigen Stute. Wir machten ein Termin für den nächsten Tag aus, damit ich mir die Stute ansehen konnte. Während wir telefonierten, hielt Seth Ausschau nach weiteren Pferden. Gerade als ich auflegte, hatte Seth eine weitere Stute gefunden. 'Die sieht besonders aus wie die talentiertesten Paints bei uns in Amerika!', berichtete er begeistert. Und auch ich war sehr angetan. Eine wunderschöne, knallig rotbraun-gescheckte, sehr bemuskelte, gut ausgeblidete Stute. Genau das was ich gesucht hatte! Wir scrollten etwas herunter, um die Beschreibung zu lesen. 'Sie heißt Splattersplatterbloodsplatter', schmunzelte Seth. 'Snow White's Poison Bite, wuhu!', lachte ich. 'Du kennst die?' - 'Klar, ich mag die total.' Seth lächelte 'Ich auch' Und so riefen wir auch ihren Besitzer an, um einen Termin zu vereinbaren.
      'Ich gucke mal kurz meine Mails nach, mittlerweile hat sich meine Suche ja ein wenig herumgesprochen, vielleicht meldet sich ja noch jemand mit Pferden für mich.' Und so war es tatsächlich. So wurde mir ein Graufalb-Shetlandfohlen angeboten, Winnie wollte ihre Jungstute Caramel Sensation abgeben - aber ausdrücklich nur in gute Hände, weswegen sie sich an mich wandte, und RoniChoni hatte einige Shettyzuchtpferde abzugeben. Alle boten mir an, einfach irgendwann vorbei zu kommen. Vielleicht ließe sich das ja morgen noch einrichten, nach den beiden Paintstuten, überlegte ich.
      'Lass uns mal ein bisschen weitergucken, du wirst ja sicher nicht alle angeguckten nehmen', schlug Seth vor. Also surften wir noch ein wenig herum.
      'Woa.', entfuhr es uns beiden, als wir, ziemlich am Ende der Kleinanzeigen angekommen, auf einen Hengst stoßen. Ein Silver Bay Sabino, Stichelhaare, Dapples, weiße Ohrspitzen. Ein wahrer Hingucker. 'Eigentlich hab ich genug Hengste...', überlegte ich, aber Seth klickte schon auf den Verkäufer, um sich den näher anzugucken. 'Vielleicht hat der Verkäufer ja noch ein paar ebenso nette Stuten, und das mit dem Hengst kannst du dir dann überlegen, wenn du ihn dir einfach mal anguckst.' Ich nickte und wir sahen durch die anderen Verkäufe durch. Dort befanden sich zwei als Quarter Pony eingetragene Mischlings-Ponystuten und tatsächlich eine schöne, Roanfarbene Paintstute, die wir uns näher ansahen und entschieden, auch bei diesem Verkäufer anzurufen und einen Termin zu machen.
      Damit wanden wir uns aber entgültig der noch relativ vollen Flasche Sekt zu und fuhren den PC runter. 'Mit wem willst du dir die Pferde eigentlich angucken?', fragte Seth. Ich brauchte da nicht lang überlegen. 'Ich denke mal mit Thomas, ich ruf ihn morgen früh dann gleich an, ob er Zeit hat... Der hat mehr Ahnung als ich, vor Allem was Paints angeht' Seth nickte. 'Kann ich vielleicht mitkommen?', fragte er etwas schüchtern. Ich lächelte. 'Klar, wenn du willst.' Er freute sich, ich mich auch, und wir beide nahmen einen Schluck Sekt.
      Und dann redeten wir. Redeten und redeten, über Tiere, Musik, Motorräder, Haare, einfach über alles. Stunden lang. So lang, dass er plötzlich auf die Uhr sah und feststellte, dass es schon Mitternacht war. Und so lang, dass wir gar nicht bemerkten, wie schnell alles draußen von einer dichten, weißen Schicht überdeckt wurde. So schlichen wir zum Fenster und sahen, mit dem letzten Glas Sekt in der Hand, in eine weite, weiße Landschaft, die von vielen weißen Flocken immer mehr bedeckt wurde. Es war eine wunder, wunderschöne Aussicht.
      Diese trübte sich jedoch bald, als wir auf den Parkplatz sahen, und feststellten, dass das Räumfahrzeug schon da war. Und alle Autos zugeschippt hatte. 'Den krieg ich ja nie da weg...', seufzte Seth. Tatsächlich traf es sein Auto am Schlimmsten. Während hinter meinem nur ein kleiner Berg war, versank das Heck seines Autos regelrecht in einem Schneeberg. Demotiviert ging er zum Stuhl und ließ sich auf diesen fallen. Offensichtlich machte er sich Gedanken, wie er denn bitteschön wieder zum Hotel kam. Ich atmete tief durch. 'Und was wenn du einfach hier bleibst? Ich find schon nen Platz und Decke und Kissen sollten sich auch auftreiben lassen...' Er sah mir in die Augen. 'Ehrlich? Hast du da kein Problem mit? Immerhin bin ich fast n Fremder...' Ich schüttelte mit dem Kopf. 'Passt schon. Du müsstest nur damit klar kommen, nicht allzu viel Schlaf zu bekommen, ich muss nämlich früh raus zu meinen Pferden.' Er lächelte. 'Kein Problem' Ich lächelte ihn ebenfalls kurz an und machte mich daran, Decken und Kissen zu suchen. 'Jetzt müsste man nurnoch ein Gästezimmer oder ein etwas breiteres Sofa haben', seufzte ich und starrte auf mein schmales Sofa, auf dem man unmöglich schlafen konnte. 'Geht schon', meinte er, und ich schüttelte nur mit dem Kopf. 'Ich kann dich da unmöglich schlafen lassen, da bekommt man Rückenschmerzen von, alles schon ausprobiert.' Er stand auf und kam einen Schritt näher. Nachdenklich starrte ich in Richtung meines Schlafzimmers, in dem ein großes Doppelbett stand. 'Und wenn...?', fragte er vorsichtig und folgte meinem Blick. 'Na gut', meinte ich und schleppte Kissen und Decken in mein Schlafzimmer. Er folgte mir.
      Schnell schnappte ich mir meinen Schlafanzug und ging ins Bad, um mich bettfertig zu machen. Wieder angekommen, stand er immernoch dort wie zuvor. 'Ich habe keinen Schlafanzug dabei...', murmelte er fast unverständlich. Ich grinste. 'Meinst du echt ich hätte ein Problem damit, wenn du nur in Unterwäsche schläfst?' Nun grinsten wir uns an. Kurz darauf machte ich es mir schon auf meiner Seite im Bett bequem, er entledigte sich unnötiger Kleidung und legte sich schnell auf die andere, konnte so jedoch nicht ganz meinen bewundernden Blicken entgehen. 'Was sagst du zu Tieren im Bett?', fragte ich vorsichtig. Er lächelte. 'Kein Problem, so lange mich keines rausschmeißt.' Als hätten sie das gehört, kamen Krümel und Coletto angetapst und sprangen mehr oder weniger elegant aufs Bett. Krümel auf die äußere Seite meines Kopfkissens und Coletto machte es sich zwischen Seth und mir bequem. 'Er scheint dich zu mögen', lächelte ich Seth an, und er streichelte dem Hund zärtlich über den Kopf. Dieser grunzte glücklich. Nachdem er seine abendlichen Streicheleinheiten abgeholt hatte, tapste er ans untere Bettende und kuschelte sich ein wenig unter meine Bettdecke. 'Sehr praktisch, wenn man kalte Füße hat', stellte Seth fest. 'Jep, deswegen hab ich ihm auch erlaubt im Bett zu schlafen', lachte ich. 'Gute Nacht' - 'Gute Nacht' So schaltete ich das Licht aus und kuschelte mich gemütlich in meine Decke. Seths und Colettos leisen Atemzügen lauschend schlief ich auch bald zufrieden ein.


      'Piep - Piep - Piep!'
      Das immer lauter werdende gepiepse meines Weckers weckte mich. Und das bleib nicht lange unbemerkt - Coletto kroch sofort hoch zu mir, natürlich unter der Decke, es könnte ja kalt werden. Mit einem Blick auf den noch schlafenden Seth schaltete ich den Wecker aus und begrüßte Coletto, indem ich ihn ausgiebig kraulte. Danach schlich ich mich aus dem Bett, ab in die Küche, das Futter für die Tiere vorbereiten. Ausnahmsweise folgten mir die beiden nicht - Krümel war noch am Schlafen und Coletto schien noch ein wenig bleiben zu wollen. Also stellte ich die vollen Näpfe einfach auf den Boden, zog mir Stallkleidung an und bereitete mit den wenigen Zutaten, die ich im Haus hatte, ein kleines Frühstück vor.
      Danach entschied ich, dass Seth so langsam auch aufstehen musste, und schlich wieder ins Schlafzimmer. 'Guten Morgen', flötete ich. Ein bereits hellwaches 'Guten Morgen' kam zurück und ich sah, wie sich Coletto auf Seths Bauch gemütlich gemacht hatte und gekrault wurde. Ich grinste. 'Frühstück wäre fertig, wenn du Hunger hast.' Seth lächelte. 'Danke, gern, ich zieh mir nur eben was an und komm dann rüber'
      Daraufhin ging ich zurück in die Küche und schnitt ein paar Scheiben Brot ab. Seth gesellte sich schon bald dazu und auch Coletto und Krümel machten sich nun eifrig über ihr Futter her. 'Kann ich dir vielleicht gleich helfen, mit deinen Pferden? Ich kann zwar nicht so gut mit Pferden umgehen aber du hast noch so viel vor heute da kannst du vielleicht ein bisschen Hilfe gebrauchen...' Ich lächelte. 'Klar, gerne'
      Und so setzten wir uns ins Auto und fuhren zusammen mit Coletto zu den Pferden. Der Schnee war mittlerweile wieder weggetaut, es herrschten 8°C und es schien herrlich die Sonne. Verrücktes Wetter.
      Am Zaun wurden wir auch gleich von Unbroken begrüßt. Kurz darauf folgten Mausi, Delite, Dakini, Outlaw, Whiskey und Bonsaj. Nur Kristy galoppierte unbeirrt über die Weide und buckelte ausgelassen. 'Selbst Schuld', murmelte ich und steckte allen Pferden eine Möhre zu. 'Okay, was kann ich tun?', fragte Seth. 'Du könntest schnell das Wasser hier vorne auffüllen, der Hahn ist am Offenstall. Ich hole währenddessen das Heu und...hm so viel war gar nicht zu tun, Arbeiten tu ich die Pferde heute Abend. Bonsaj und Lady haben eh eine Reitbeteiligung, die fünf neuen brauchen Ruhe und Delite schadet ein freier Tag auch nicht, nur die Fohlen brauchen ein bisschen Beschäftigung. Ich rufe mal eben Thomas an, ob er auch mitkommen kann' Seth nickte und ich wählte Thomas' Nummer, der auch ziemlich schnell am Apparat war. 'Hallo?', tönte es durch den Lautsprecher. 'Hi Thomas! Du ich hab mich mal ans Internet gesetzt und ein bisschen nach Pferden geguckt, kurz um, ich habe jetzt Termine bei sechs Leuten, um mir die Pferde anzuschauen. Du hast nicht zufällig Zeit und magst mir ein wenig helfen?' Er lachte. 'Das wird stressig, aber okay. Ich verbring gern Zeit mit dir.' - 'Seth kommt übrigens auch noch mit...' Thomas schien nicht sonderlich begeistert. 'Der Bandtyp da, der Gitarrist? Na wenns sein muss... Treffen wir uns an deiner Weide?' Ich stimmte zu und wir legten auf.
      Bald kam Thomas an - mit seinem großen Trailer - und wir fuhren los.

      Kurze Zeit später kamen wir bei Stute Nummer 1 an. Freundlich kam sie schon am Zaun auf uns zu und wir alle waren schon vom ersten Augenblick von der weißen Stute namens Goodbye Graceful begeistert, sodass nach dem Probereiten schon bald fest stand, dass wir sie mitnehmen würden. Wir wollten sie dann gleich abholen, wenn wir bei den anderen Pferden waren.
      Die zweite Stute, die gut ausgebildete Scheckstute, verschlug uns einfach nur die Sprache. Unheimlich bemuskelt, blutrot, schön und dieses Talent! Damit hatten wir heute schon die zweite Stute gekauft.
      Danach fuhren wir zu mKay, die uns auch sofort freundschaftlich begrüßte und uns die Shetlandponys zeigte, die sie abgeben wollte. Besonders Window, Nabila und Werina hatten es mir angetan und damit waren es heute schon fünf Pferde, die wir kauften. Zum Glück hatte ich viel gespart, um die Zucht aufbauen zu können.
      Das nächsten Pferde, die wir uns ansahen, waren wieder Shettys. Dieses Mal hatte es mir aber nur ein Fohlen namens 'Sweet Present' angetan. Auch für sie unterschrieben wir den Kaufvertrag.
      Bei Caramel Sensation war es keine Frage, ich kannte die Stute ja schon länger bei Winnie und fand sie einfach von Anfang an klasse. Auch sie hatte unheimliches Talent und war einfach wunderschön!
      Unsere letzte Anlaufstelle war der Besitzer des Silver Dapple-Hengstes und der Roanstute. Wir erfuhren, dass auch er seine vier Pferde privat hielt, jedoch in der Landwirtschaft auf Bio Umstieg und für diesen Umstieg viel Geld benötigte und sich die vier somit nicht mehr leisten konnte. Trauig streichelte er die schokobraune Ponystute, die an den Zaun gekommen war. 'Wow, wie ein Miniatur-Quarter', entfuhr es dem sichtlich beeindruckten Thomas. 'Ist ja auch ein Quarter Pony', lächelte der Besitzer traurig. Auch Seth und ich waren schon bald begeistert von der kleinen, wunderschönen Stute. Thomas nahm mich beiseite. 'Wie wäre es, wenn wir noch Quarter Ponys züchten?' - 'Hatte ich auch schon drüber nachgedacht...lass uns mal gucken was er für sie will und so und dann gucken wir weiter' Thomas nickte und wir gingen zurück zu Seth und dem Besitzer. Mittlerweile waren auch noch die drei anderen Pferde am Zaun. Ich ritt alle vier Probe und alle vier begeisterten mich. Noch dazu stellte sich herraus, dass Gisela die Tochter von der heute gekauften Goodbye Graceful ist und so entschied sich schon bald, dass wir alle As War Fades, Nevaeh, Gisela und Abigail übernehmen wollten.

      Nachdem wir alle Pferde abgeholt und mit den anderen bekannt gemacht hatten, setzten wir uns alle auf den Zaun und genossen den Anblick tobender Pferde vor einem wunderschönen Sonnenuntergang. Zum Glück hatten sich wieder alle vertragen. 'So, ich muss mich jetzt noch um den Verkauf meiner Welshis kümmern, auch wenns mir schwer fällt, und dann kann's so langsam los gehen mit River Dales', seufzte ich. 'Ich freu mich schon drauf, vor allem auf unsere Zusammenarbeit, auch wenn das mit dem Geld wohl ein wenig knapp wird, aber irgendwie schaffen wir das schon.' Auch ich freute mich bereits. 'Joa, die anderen Weiden und die Abfohlbox und ein Hauptgebäude müssen wohl erst einmal warten, wenn überhaupt', gab ich von mir. Da schaltete Seth sich ein. 'Vielleicht kann ich euch ein wenig behilflich sein? Wenn ich dafür Reitunterricht bekomme und n bisschen Einfluss habe. Meine Eltern haben mal erfolgreich Border Collies gezüchtet, da hab ich auch ein wenig Erfahrung, auch wenns was anderes ist als so ein Pferd, aber im Grunde...'
      Das würde Thomas und mir natürlich sehr helfen, und ich fand die Idee grunsätzlich gut, nur machte ich mir Sorgen um Thomas' Meinung. Doch nachdem ich ihn ansah, schien ihm die Idee doch zu gefallen, und so konnte ich beruhgt sagen: 'Meinetwegen gern!' Seth grinste breit. 'Dann seh ich auch meinen kleinen Outlaw öfter mal' Ich nickte.
      Thomas züchte eine Sektflasche und drei Plastikgläser. 'Darauf müssen wir anstoßen!'

      So ließen wir den Abend ausklingen und fuhren dann alle Richtung zu Hause. Bei mir angekommen schaute Seth ein wenig bedröppelt. 'Ich denke ich muss mich mal wieder bei meiner Band blicken lassen. Wir sehen uns ja hoffentlich...morgen oder so?' Traurig nickte ich. 'Bis morgen', verabschiedete ich mich. Seth sah mir einen Moment in die Augen und drückte mich dann zärtlich. 'Bis morgen', flüsterte er mir ins Ohr und ging.
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    • kira
      Pflegebericht

      Vor einem Monat hatte ich drei neue Zuchtpferde abgeholt. Einen Hengst und zwei Stuten der Rasse Welsh Cob. Die drei waren wunderbar und hatten alle außergewöhnliche Farben.

      Der Hengst hieß Legacy of Gold, sehr passend wie ich fand, denn er war ein Lichtfuchs. Er sah zwar etwas Haflinger ähnlich aus, hatte aber einen schöneren Körperbau als diese und Puscheln an den Füßen. Ihn spante ich heute vor die Kutsche und fuhr durch den nahen Wald. Er machte seine Sache super, ich hatte ihn bisher erst einmal fahren können. Munter lief er und hörte fein auf die Hilfen. Als wir auf dem Rückweg an einer Koppel mit Pferden vorbei kamen, wurde er etwas unruhig und wiehrte kurz. Legacy ließ sich aber mit Beschwichtigung, dann ohne weitere größere Problem dran vorbei fahren. Im Stall angekommen versorgte ih ihn noch und er kam in seine große Box.

      Mit der Stute Knives and Pens machte ich heute ein kleines Springtraining. Bevor ich sie ritt baute ich auf dem Außenplat einen A** Pacour auf. Nachdem sie warm und schön gelockert war ritt ich mit ihr erst ein paar einzelne Sprünge. Sie machte ihre Sache sehr gut, vielleicht würde sie ja bald L gehen? Dann sprang ich mit ihr einmal den Pacour durch und dann waren wir auch schon fertig. Ich wollte es bei diesem Erfolgserlebniss belassen und sie nicht überstrapazieren.

      Danach ging ich mit Siana in die HAlle. Das Stütchen machte fein mit, war anfangs etwas unruhig, was sich aber legte. Die Dressurarbeit machte ihr Spaß. Etwas Schenkelweichen, Übergänge und Rückwehrtsrichten übten wir. Danach wurde auch sie versorgt und zu Knives auf das Paddock entlassen.
    • kira
      Pflegebericht für die Zuchtstuten

      Früh morgens stand ich auf um mich um meine Zuchtstuten zu kümmern. Die vier kleinen Ponystuten Star, Nosferatu, Dracula´s Wife und Happy Steffi holte ich aus ihrem Laufstall und brachte sie auf´s Paddock, wo sie sich genüsslich wälzten und tobten.

      Dann wendete ich mich meinen beiden hübschen Welsh Cob Stuten zu. Siana und Knives and Pens wollte ich heute nochmal fahren. Also holte ich die beiden nacheinander aus ihren Boxen, um sie dann zu putzen und das Fahrgeschirr anzulegen. Dann spannte ich sie gemeinsam in die Kutsche ein. Noch ein kurzer Check ob alles richtig saß und befestigt war, dann füren wir los. Die beiden waren tolle Kutschpferde und gaben ein schönes Bild ab, das mochte aber bestimmte auch an der Rasse liegen, denn diese war oftmals ein gutes Kutschpferd. Brav hörten die beiden auf mich und liefen im Gleichschritt durch die Felder. Nach einem kurzen Abstecher in den Wald fuhr ich wieder heim. Zuhause am Stall angekommen putze und versorgte ich die beiden.

      Als ich fertig war holte ich die beiden Stuten Pangäa und Famiah aus ihren Boxen. Dann brachte ich sie gemeinsam auf die Weide, worüber sie sich sehr freuten und ausgelassen tobten und immer wieder ab und an stehen blieben um einen Büschel Gras auszurupfen.

      Danach begann ich die Ponystuten wieder rein zu bringen. Eine nach der anderen holte ich vom Paddock und putzte sie strahlend sauber. Als alle vier in ihrem Laufstall standen brachte ich ihnen ihre Ration Heu.

      Zu letzt holte ich noch Pangäa und Famiha von der WEide und putzte auch sie bevor ich sie in ihre Boxen stellte. Dann bekamen sie ihr Futter und ich verließ den Stall für den Moment.
    • Tequila
      Tierarztbericht für Knives and Pens:

      Ich hatte schon alles fertig als kira mit meiner letzten Patientin Knives and Pens aus dem Stall kam. Die hübsche, dunkelfuchs Stute spitzte die Ohren als sie mich sah. Ich streichelte sie zur begrüßung und untersuchte dann sogleich ihre Nüstern, Ohren und Augen. Alles war prima und auch ihre Lunge und ihr Herz war in Ordnung. Ich holte schnell die Spritzen und sobald ich die richtige Stelle hatte stach ich erst die Tetanus-Influenza Impfung ein und dann die Herpes und Tollwut Spritze. Ich lobte die Stute die ruhig geblieben war und holte dann direkt die Wurmkur. ich schob sie ihr in die Maulspalte und drückte ihr die Paste ins Maul. Sie war wirklich brav und ich streichelte und lobte sie. Dann wandte ich mich an kira, redete kurz mit ihr. räumte meine ganzen Sachen ein und stieg dann in meinen Jeep. Durch das offene Fenster verabschiedete ich mich noch von ihr und fuhr dann vom Hof.
    • Gwen
      Pflegebericht

      „Guten Morgen!“ begrüßte ich Kira fröhlich, als ich gerade vom Rad abstieg. Zu meinem Glück hatte es bisher noch nicht geschneit, nur der Raureif tunkte unsere Landschaft in ein sauberes Weiß. „Dann können wir ja direkt anfangen.“ grinste Kira und schleifte mich in den Stall, gemeinsam mit ihr kümmerte ich mich darum, dass alle Pferde auf die Weiden kamen. Als wir damit fertig waren, war die Stallarbeit an der Reihe. Schnell hatten wir alle Boxen ausgemistet und konnten zufrieden in unsere Mittagspause gehen, ehe danach die Bewegung der Pferde anstand. Als erstes holten wir Frisco, Legacy Of Gold und Coco's Landzauber. Wir putzten die drei Hengste gründlich und sattelten dann Frisco und Legacy auf. Ich durfte Legacy reiten, da Kira Coco als Handpferd nehmen wollte und Frisco da wesentlich entspannter war. Zu fünft machten wir uns auf einen entspannten Ausritt durch die kalte Landschaft. Die Sonne ließ alles herrlich glitzern und es war einfach richtig schön! Wieder auf dem Hof versorgten wir die Pferde und machten uns schon an die nächsten Pferde. „Heute sind die Zuchtstuten dran.“ lächelte mich Kira an und drückte mir das Halfter von Antigone in die Hand. Ich sollte die hübsche Fellponystute longieren, also tat ich wie geheißen, holte sie von der Weide und putzte sie gründlich. In der Halle trafen wir dann wieder auf Kira, welche sich Knives and Pens fertig gemacht hatte und diese nun warm ritt. Antigone arbeitete wieder gut an der Longe mit und als ich sie dann zum Schluss noch ein wenig im Schritt laufen ließ, konnte ich Kira und Knives zuschauen. Die Stute hatte wahrlich fantastische Bewegungen! Ich brachte Antigone zurück in den Stall, versorgte sie und brachte sie wieder auf die Weide. Als ich damit fertig war, kam auch Kira wieder und bat mich, schon einmal Siana und Happy Steffie von der Weide zu holen. Gemeinsam machten wir die Stuten dann fertig und gingen in die Halle. Beide wurden ein wenig in der Dressur gearbeitet, ehe Kira dann Gymnastiksprünge aufbaute und wir noch ein wenig hüpften. Als dann wieder die Stuten auf der Weide standen, lud Kira mich zu ihrer Springstunde ein. Wie immer ritt sie Draculas Wife, während ich mit Nosferatu teilnehmen durfte. Die beiden Welshstuten waren herrlich zu reiten und es machte einen riesigen Spaß. Danach waren wir beide aber ziemlich k.o., so dass wir mit der kleinen Star erst einmal eine Runde spazieren gingen. Als wir wieder da waren, standen noch Famiah und Pangäa auf dem Plan. Kira schnappte sich die ungeduldige Araberstute und ich ritt die Berberdame. Gemeinsam verschwanden wir noch einmal in die Halle und ritten eine Stunde. Als wir dann fertig waren, sattelten wir die Stuten ab und brachten sie in ihre Boxen. Auch die restlichen Pferde holten wir wieder in den Stall und kümmerten uns um die Abendfütterung.
    • kira
      Hufschmiedin Atha - Hufschmiede ~Freedom~

      Heute war ein großer Auftrag, da ich viel zu tuen hatte fuhr ich schon früh morgens zu kira. Heute waren alle Pferdchen von ihr dran und ich freute mich auf jedes einzelne! Als ich auf ihrem Hof ankam begrüßte ich sie freudig, da wir keine Zeit verlieren wollten gingen wir sofort los. Als erstes waren die Zuchtstuten an der Reihe, dort warete auch schon Nosferatu. Die Welsh B Stute kam neugierig zu mir, als ich ihre Box betrat. Ich fing an ihre Huf zu säubern, das machte ihr nichts aus. Auch das korrigieren ließ sie mich machen "Sie ist ein Traum!" meinte ich nach dem ich die Box wieder verlassen hatte. Als nächstes kam Draculas Wife, wie erwartet war sie auch ein Welsh B. Die Stute sah mich an, sie war neugierig aber auch zurückhaltend. ich gab ich eine Möhre und machte das gleiche wie bei Nosferatu, Wife zog hin und wieder mal den Huf weg, doch das störte mich nicht. Nach ihnen kamen noch die etwas eigensinnige Famiah, die temperamentvolle Pangäa, die tollpatschige Star, die aufgeschlossene Happy Steffi, die Welsh Cob Stute Siana, die schüchterne Knieves and Pens und zu letzt Fellpony Stute Antigone. Alle waren super lieb, doch wir mussten uns beeilen, schnell gingen wir in den Hengst Stall, dort erwartete uns schon A le Hope, der Hengst war echt schwierig. Immer wieder zog er die Hufe weg, zwickte mir in die Hüfte oder durchsuchte meine Taschen. Es dauerte ewig bis ich fertig war, zum Glück waren die anderen leichter. Golden Pirat war ein Engel, Legacy of Gold war das Traumpferd, Coco´s Landzauber war verdammt frech, Frisco hat fast nur gedöst, Look at my Hair war echt freundlich und Admiral wollte immer mit mir spielen und hat den Sinn des Hufschmiedes noch nicht ganz verstanden! Da es mittlerweile Nachmittag hatten und uns kaum noch Zeit blieb, hasteten wir in den nächsten Stall. Davour, der Achal-Tekkiner Hengst, merkte das ich mich beeilte und blieb lieb stehen, auch All Pride blieb lieb stehen, Wild Dream machte seinem Namen alle Ehre, Valentine´s Candy Fireflies war etwas verspielt blieb aber trotzdem gut stehen. Ich hatte nicht mehr viel Zeit, doch ich machte trotzdem alles ordentlich, Flaschenzieherin war verdammt ruhig, Rumpelstilzchen ärgerte mich mal hin und wieder, Laheeb al Amara blieb ganz lieb stehen, Drachenlady stand geduldig da und freute sich als ich kam. Asfari Sharin war schreckhaft, Club Can´t Handel Me war mega gehorsam, I like It zickte etwas rum, Wie konntest du nur war eine echt neugierige Stute. Diese ging langsam unter und auch die Pferde wurden müde, ich hatte es auch bald geschafft. White Dance war sensibel aber lieb, Snow Whites Beauty schlief einfach ein, Eisenmann war etwas arrogant, Pancake Killer war so süß und Juwel der Stille war ein weiterer Engel auf Erden. Da ich nun fertig war, machte ich mich auf den Heimweg und freute mich auf mein Bett!
    • kira
      Hallo, Looki!

      Piep, piep, piep... nervig und unnachgibig riss mich mein Wecker aus dem Schlaf. Langsam kam ich stöhnend auf die Beine und kroch, mich reckend, aus meinem Bett. Wie fast jeden Morgen führte mich mein erster Weg in die Küche zur Kaffeemaschiene.
      Während ich langsam am heißen Kaffee nippte und mein Marmeladenbrötchen aß, ging ich meine Stallkleidung anziehen. Nach einem Blick aus dem Fenster schnappte ich mir auch noch meine mit Fleece gefütterte Regenjacke und wappnete mich innerlich auf einen "Schlechtwetter-Schock". Trotz dieser Vorbereitung kam es "Scheiße ist das kalt!... ihhh und es regnet!" über meine Lippen. Ich war froh über meinen heißen Kaffee.

      Schnell war ich in den Stall gehuscht, hier war es von den ganzen Pferdekörpern schön warm drinnen. Freudiges wiehren und scharren begrüßte mich. Der eine raffte sich verschlafen auf, wären ander schon längst auf ihr Futter warteten oder noch lagen und schliefen. Ich ging zielstrebig in die Futterkammer, wo ich den Futterwagen frisch auffüllte, mit Kraftfuttermischungen, reinem Hafer und Pellets. Danach packte ich noch einige Eimer zum portionieren in den Wagen. Bevor ich los konnte meine Futterrunde drehen holte ich aus dem kleinen Waschraum an Futter- und Sattelkammer einen Eimer Rübenschnitzel, welchen ich am vor Abend aufgesetzt hatte und stellte diesen zusätzlich in den Futterwagen.

      Die Futterkammer war im ersten Stalltrakt gelegen. Hier standen die Zuchthengste und einige weitere Hengste. Nacheinander gab ich A le Hop, Legacy of Gold und Golden Pirate ihre morgentliche Ration. Dann schob ich den Futterwagen ein Stück weiter, um auch dem Zuchthengst Coco´s Landzauber und seinem noch nicht gekörten Sohn All Pride ihr Frühstück zu geben. Die Eimer füllte ich wieder auf. Einen brachte ich Frisco, meinem gekörten Fellpony Hengst, welcher heute die Stellung als einziger Fellpony Zuchthengst in meinem Stall verlieren würde. Um die MIttagszeit würde ich einen weiteren abholen. Schnell hatte ich auch den anderen drei Hengsten, ungekörte, ihr Futter gegeben. Wild Dream, Asfari Sharin und Eisenmann stürzten sich gesund und munter wie alle anderen auf ihr Futter. Die Zehnte Box in diesem Stalltrakt war frei, hier würde heute der neue Hengst einziehen, ich hatte das Glück gehabt, dass sie nicht besetzt war, so musste kein Pferd umziehen und die Box nachher nur eingestreut werden.

      Als nächstes ging ich in den direkt anliegenden Stalltrakt mit Freizeit und Tunierpferden. Auch diese waren längst durch den Tumult im Nebengebäude wach geworden und erwarteten ihr Futter. Routiniert und schnell fütterte ich, mit einem Kontrollblick auf den Gesundheitszustand und die Box, Davour, Club cant Handle me, Laheeb al Amara, und Drachenlady. Einige Boxen in diesem Stalltrakt waren leer, was aber nicht störte und für Notfälle immer gut war. An diesen Stalltrakt gelegen waren direkt die Zugänge zu den erst neuerlich errichteten Laufställen mit Paddockbereichen über welche auch Weiden erreicht werden konnten. Doch momentan bei den schlechten Wetter waren die Pferde drinnen und die Tore nach draußen geschlossen. Mit mehreren Eimern bewaffnet ging ich zum ersten Stall wo ich in zwei lange Raufen das Futter für White Dance, I like it., Wie konntest du nur und Snow Whites Beauty verteilte. Die vier Puschel, wie ich sie nannte, passten gut zueinander, auch wenn es ab und an gezicke gab. Doch sie waren halt Stuten. Im zweiten Laufstall waren zwei Jungspunde, Panecake Killer und Valentines Candy Fireflies, zusammen mit den beiden älteren Stuten Flaschenzieherin und Juwel der Stille und dem AMH Hengst Rumpelstielzchen untergebracht. Auch hier verteilte ich das Futter in Raufen. Die beiden älteren Stuten leisteten gute Arbeit und erzogen die Frechen kleinen Machos, langsam wurden diese "Gesellschaftsfähig". Was aber auch Zeit wurde da ich diese bald von den Stuten trennen müsste, aber noch konnten diese auf die Jungs einwirken.

      Als nächstes bekamen meine neun Zuchtstuten ihre erste Mahlzeit an diesem Tag, sie waren auf zwei weiter Laufställe aufgeteilt. Ich war einfach ein großer Fan von dieser Haltungsart und auch den Pferden schien es zu gefallen. Erst fütterte ich Famiah, Pangäa, Knives and Pens und Siana und auf der gegenüberliegenden Hallenseite Star, Dracula's Wife, Happy Steffi, Antigone und Nosferatu. Bald würden erste Fohlen kommen und ich war mächtig gespannt. Sorgsam betrachtete ich alle Tragenden Stuten auf erste Anzeichen einer nahenden Geburt. Doch noch bei keiner war es soweit. Sollten sich Anzeichen Zeigen würden die Stuen in eine geräumige, zugfreie und ruhige Box ziehen und erst nach einigen Wochen, mit ihren Fohlen, sich wieder im Laufstall zusammen finden.

      Der Futterwagen wurde weggebracht und danach verteilte ich in alle Boxen und Ställe Heu, schließlich war Raufutter das Grundnahrungsmittel von Pferden. Und meine Pferde sollten guter Gesundheit sein. Daher bekamen sie auch über den Tag verteilt fünf Rationen Raufutter, vorwiegend Heu, durch mich, oder Stallburschen, gefüttert.

      Endlich fertig mit dem Füttern machte ich mich daran die frei Box einzustreuen. Damit fertig brachte ich Halfter,Decke und Transportgamaschen, sowie ein gefülltest Heunetzt in meinen kleinen Hänger. Diesen benutzte ich meist wenn ich mit jur einem Pony oder Pferd unterwegs war. Nachdem das Heunetz aufgehängt und alles andere verstaut war verteilte ich mit Hilfe meines Stallburschens bei allen Pferden die zweite Tagesration Heu. Dann setze ich mich in den Wagen und machte mich auf den Weg um Look at my Hair abzuholen.

      Ivi.Kiwi kam nach einem kurzen Anruf, dass ich da wäre zu mir und begrüßte mich freundlich. Sie holte mit mir zusammen Looki und wir machten ihn reise fertig. Brav ließ der tolle Hengst in den Hänger führen. Mit den Papieren in der Hand verabschiedete ich mich und stieg in mein Auto.

      Zuhause auf den Gestüt angekommen holte ich den Hengst aus dem Hänger. Looki schaute sich aufmerksam und mit gespitzen Ohren um. Als ich ihn zu seiner Box führte blieb er einmal kurz stehen und wiehrte laut und schrill. "Die Stuten lernst du auch noch schnell genug kennen!", meinte ich lachend zu ihm. Nach einem kurzen zupfen am Strick folgte er mir aber wohl erzogen in seinen neunen Stall. In der Box entledigte ich ihn von seiner Decke und Transportgamaschen und zuletzt, nachdem ich vorherige weggebracht hatte, auch von Halfter und Strick. Er schien nicht sonderlich beunruhig von der neuen Umgebung, sodass ich ihn guten Gewissens allein lassen konnte. Die nächste Heuration der Pferde stand an und ich musste noch bescheidgeben, dass ich wieder da war, dass Looki und ich sicher Zuhause angekommen waren.
    • kira
      Pflegebericht Zuchtstuten

      Die Zuchtstuten waren schon seit Anfang Mai 24h auf einer der umliegenden Weiden. In meist 2 bis 3 Gruppen von mehreren Stuten konnten sie dort grasen und ihr leben genießen, während ihre Fohlen in Gesellschaft anderer aufwuchsen. Da die meisten nicht mehr geritten wurden und wenn sie bei guter Gesundheit waren jedes Jahr, wenn Abnehmen da waren, ein Fohlen bekamen, war dies das schönste Leben für sie. In der kalten Jahreszeit standen sie in Laufställen. Um den Abfohltermin herum kamen sie für einige Tage vor und nach der Geburt in eine große Abfohlbox um sie und die Geburt und später das Fohlen im Auge zu haben, damit nichts passierte. Aber war Mutter und Fohlen soweit gut auf und gekräftigt wurden sie wieder in die Gruppe integriert, was normal reibungslos klappte.

      Die meisten Stuten hatte ihre dies Jährigen Fohlen schon bekommen, welche übermütig tobten. Die Stuten grasten ruhig und schauten ab und an nach ihren Sprösslingen oder kuschelten auch noch miteinander. Auf der ersten Weide standen Nosferatu, Draculas Wife, Star, Happy Steffi und Antigone. Als ich zum Gatter kam reckten schon Star und Steffi ihre Hälse und kamen auf mich zugaloppiert, während Steffi elegant zum stehen kam stolperte Star ein mal wieder fast über ihre eigenen Beine und schrammte haarscharf daran vorbei sich auf die Nase zu legen. Das ganze sah einfach so komisch aus, dass ich laut über den kleinen Tollpatsch lachen musste. Aber trotz dem Star andauernd so kleine Missgeschicke passierten war sie eine wundevoll fürsorgliche und sanfte Mama. Durch mein Lachen aufmerksam gemacht kamen nun auch langsam die anderen Stuten angelaufen. Das Gras war recht hoch, weswegen sie sich zu mir durch diesen Dschungel durchkämpften, doch sie hatten die Eimer in meinen Händen gesehen. Nachdem ich mit diesen schnell durch das Tor geschlüpft war und dieses verschlossen hatte, versuchten schon die ersten die Deckel von den Eimern zu knabbern, doch das würde nichts werden. Strickt maschierte ich zu der großen Futterraufe, wo alle Pferde dran Platz fanden, ohne einander dauernd zu verscheuchen. So bekam jeder etwas ab. Aber zuerst verstaute ich die Eimer unter der Raufe. Dann ging ich nacheinander zu den beiden Wassertrögen, um sie zu kontrollieren und frisches Wasser einzulassen. Als dies erledigt war ging ich zusammen mit Nosa, welche mir die ganze Zeit gefolgt war und so auch ein paar Streicheleinheiten eingesteckt hatte, zurück zur Futterraufe. Erst musste ich Antigone von den Eimern verscheuchen, sie hatte die ganze Zeit versucht an diese ran zu kommen, es aber zum Glück nicht geschafft. Den Inhalt der Eimer verteilte ich nun gleichmäßig, woraufhin sich direkt alle Pferde auf die Leckereien stürzten. Es waren Apel- und Möhrenstücke, aber auch Pellets in den Eimern gewesen, was sie alles begeistert fraßen. Nach einer kurzen Kontrolle der Gesundheit meiner Stütchen, und dem Feststellen, dass es allen blendend ging, konnte ich die erste Weide wieder verlassen.

      Nach einem kurzen Abstecher zurück zum Stall kam ich mit neuen Eimern beladen auf der zweiten Weide, welche von den Zuchtstuten belegt wurde an. Hier standen Famiah , Pangäa , Siana und Kni ve and Pens. Auch nachdem ich durch das Tor der Weide geschlüpft war hatten die vier mich noch nicht bemerkt, was wohl auch damit zusammen hängen mochte das sie fast am anderen Ende der weitläufigen Weide am grasen waren. Das störte mich aber nicht, so konnte ich in Ruhe auf dem Weg zu Trog und die Wasserwanne neues Wasser füllen und musste nicht die Eimer verstecken, um sie vor verfressenen Pferden zu schützen. Auf dem Weg vom aufgefüllten Wassertrog zur Futterraufe rief ich die vier dann aber doch: "Stuuuuuuuttttiiiiiiiisss!!! Koooommtt! Kommt her! Es gibt Futter!" Nacheinander hoben die vier ihre Köpfe und kamen mehr oder weniger schnell angelaufen. Noch während ich am verteilen des Futers war kam Pangäa angaloppiert, kurz danach auch meine vollblütige Araberstute Famiha. Siana und Knives kamen eher ruhiger angedackelt, machten sich aber mit der gleichen freude ans vernichten des Futters wie die vorherig Angekommenen. Auch die vier erfreuten sich nach meinem kurzen routinemäßigen Kontrollcheck bester Gesundheit. So konnte ich mich auch von ihnen nach einigen Kraulen verabschieden und ging mit den leeren Eimern wieder Richtung Hof.
    • Eowin
      Tierarztbericht für die Zuchtstuten von Kira

      Als nächstes waren die Zuchtstuten von Kira an der Reihe.
      „Viele der Stuten sind tragend, bei manchen weiß ich es noch nicht genau. Deswegen wäre es mir lieb, wenn wir nur das Veträglichste impfen würden“, bat Kira mich.
      Ich nickte, dann begann ich, zu erklären: „Es gibt extra Impfstoffe, die auch für tragende Stuten verträglich sind. Klar kann es da zu Problemen kommen, aber das Risiko ist eigentlich nicht größer wie wenn man ein Turnierpferd impft, dass da eine Unverträglichkeit aufkommt.
      Aber es ist bei Zuchtstuten und vor allem bei tragenden Stuten von enormer Wichtigkeit, dass lückenlos geimpft wird, weil das Fohlen durch die Muttermilch passiv immunisiert wird. Hat die Mutter keine Antikörper, ist auch keine Immunisierung des Fohlens möglich, was ein sehr großes Risiko für das Pferdebaby bedeuten würde.“
      Kira nickte verstehend, dann machten wir aus, dass alle Stuten gegen Tetanus, Influenza, Herpes und Virusabort geimpft würden, sofern dies zeitlich wieder notwendig war.
      Ich erklärte ihr, dass das Auffrischen der Impfungen drei Monate vor dem errechneten Abfohltermin von großer Wichtigkeit sei und deswegen unbedingt eingehalten werden solle.
      Als erstes war Nosferatu an der Reihe. Zunächst kontrollierte ich den Gesundheitszustand und wenn ich schon einmal dabei war überprüfte ich auch den Verlauf der Trächtigkeit. Hier war alles in Ordnung, sodass ich beruhigt impfen konnte.
      Bei der Wurmkur musste ich noch einmal zum Auto, um Wurmkur zu holen, die für tragende Stuten geeignet war. Diese verabreichte ich Nosferatu dann. Sie nahm sie einigermaßen artig an.
      Es folgte Draculas Wife. Bei dieser Stute war es noch nicht sicher, ob sie tragend war und das Deckdatum war noch nicht lange genug her, dass man nun eine Trächtigkeit feststellen konnte.
      Sie war jedoch vollkommen gesund und wegen der Unklarheit behandelte ich sie, als wäre sie tragend. So bekam sie geeignete Impfstoffe injizierte und eine Wurmkur verabreicht.
      Selbiges Problem galt bei Famiah. Doch auch diese Stute erfreute sich bester Gesundheit und wurde schließlich von mir geimpft und entwurmt.
      Ich fand sie wirklich hübsch und überlegte, dass sie mit meinem Hengst Asis Baschir bestimmt hervorragend angepaart wäre. Da es jedoch Kiras Angelegenheit war, welchen Hengst sie wählte, erwähnte ich diesen Gedanken nicht.
      Auch die hübsche Stute Pangäa war schnell gemacht, obgleich sie das Impfen alles andere als lustig fand. Sie quietschte und stampfte mit dem Huf auf, sodass ich froh war, als alle Spritzen fertig waren. Auch sie war vollkommen gesund. Ich war jedoch froh, als ich feststellte, dass die Wurmkur weniger Probleme bereitete als das Impfen.
      Nun war Star an der Reihe. Die kleine Welsh-Stute war ein wirklich liebenswertes Wesen und machte alles so gelassen mit, dass sie schnell fertig war. Sie war ebenfalls sehr gesund, hatte jedoch eine kleinere Macke an der Flanke.
      Ähnlich verfuhr ich mit Happy Steffi. Sie hatte hervorragendes glänzendes Fell und war insgesamt sehr gesund. Sie war bei der Wurmkur leicht mäkelig, machte ansonsten aber alles gut mit.
      Ich war froh, dass wir so schnell voran kamen, denn schon brachte Kira Steffi in den Stall und holte die nächste Stute heran.
      Diese war Siana. Ich begrüßte den hübschen Kohlfuchs zunächst, dann checkte ich auch sie durch, impfte sie und verabreichte eine Wurmkur.
      Sie machte ihr Ding gut, wenngleich sie mich misstrauisch beäugte.
      Nun war Knives ans Pens an der Reihe. Von dieser Stute wusste Kira ebenfalls sicher, dass sie tragend war. Und auch die Kontrolle des Verlaufs der Trächtigkeit zeigte, dass alles in Ordnung war. Sie war fit wie der buchstäbliche Turnschuh.
      Ich impfte sie und verabreichte eine Wurmkur, dann durfte die Stute, die schon deutlich Fohlenbauch zeigte, wieder in ihre Box.
      Auch Antigone war tragend, sodass ich auch bei ihr die Trächtigkeit überprüfte. Sie war schon recht weit und das Fohlen war sehr gut entwickelt.
      Ich impfte und entwurmte sie, dann war die nächste Dame an der Reihe.
      Diese war Vanity, ein Pony, welches ebenfalls tragend war. Auch sie war vollkommen fit und ihre Trächtigkeit verlief vollkommen normal.
      Routiniert impfte ich sie, dann drückte ich ihr die Paste der Wurmkur tief in den Schlund, was sie zu schlucken zwang. Sie machte es gut, sodass ich sie kurz lobte.
      Last but not least war Lillifee an der Reihe. Auch bei ihr und ihrer Trächtigkeit war alles vollkommen in Ordnung. Auch sie wurde gegen Virusabort, Herpes, Tetanus und Influenza geimpft sowie entwurmt. Sie nahm alles einigermaßen artig hin, obgleich sie schon etwas stutig war.
      Dann durfte sie wieder in die Box und ich rieb mir die Hände, die langsam ermüdeten. Bald waren wir fertig.

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    • kira
      Sammelpflegebericht | Zuchtstuten | © Islandpony
      Ich fuhr mit meinem Auto in den Hof. Es war halb acht Uhr morgens und der Tag vor dem ersten Advent. Kira, eine Freundin von mir, war gestern zu ihren Eltern gefahren, um dort den Anfang der Weihnachtszeit ausgiebig zu feiern. Sie kam erst Montag zurück und hatte jemanden gesucht, der ihre Zuchtstuten am Samstag versorgte. Klar, dass ich mich da gemeldet hatte. Schließlich konnte ich sie nicht im Stich lassen. Ich machte mich direkt auf den Weg zum ersten Stalltrakt, wo wohl die Stuten standen. An der Tür hing ein Zettel. „Hi Farina. Ja, hier wohnen die Zuchtstuten. Bitte bevor du mistest alle auf die Koppel. Du darfst mit ihnen machen, was du willst. Reiten, Longieren, Bodenarbeit. In die Führanlage kannst du auch ein paar tun. Die ist direkt neben dem Platz. Ist nicht schlimm, wenn du nicht alle schaffst. Sie waren dann ja zumindest auf der Koppel. Und noch mal riesigen Dank für deine Hilfe. Liebe Grüße, Kira.“ Las ich. Okay, es waren elf Pferde, wahrscheinlich würde ich nicht alle schaffen zu trainieren, aber zumindest ein paar. Ich öffnete die Stalltür und mehrere Pferdeköpfe schossen hoch und sahen mir aufmerksam entgegen. „Hallo, ihr“, begrüßte ich sie. Die Halfter hingen direkt an der Box, so musste ich nicht mal suchen. Erstmal ging ich einmal durch die Gasse und sah mir alle Stuten an. Es waren wunderhübsche Pferde. Und es war keines dabei, das mir nicht gefiel. Jetzt musste ich mich aber beeilen, wenn ich bis heute Abend fertig sein wollte.

      Das erste Pferd, welches ich raus brachte, war eine Welsh Stute. Nosferatu hieß sie. Eine hübsche, kleine, schwarzbraune Stute. Ich öffnete die Boxentür und sie spitzte neugierig die Ohren. „Na Kleine?“, sprach ich mit ihr, während sie das Leckerli aus meiner Hand nahm. Ich griff nach dem Halfter und zog es ihr über. Dann machten wir uns auf den Weg zur Koppel. Diese war hinter der Reithalle, wie mir Kira erklärt hatte. Als wir die Stallgasse verließen, zuckte ich kurz zusammen. Draußen war es wirklich verflucht kalt. Mir stiegen schon beim Atmen kleine Rauchwölkchen aus dem Mund. Hoffentlich schneite es bald auch. Dann würde sich das Frieren immerhin lohnen. Wir gingen über den Hof. Nosferatu folgte mir brav und schnupperte nur ab und zu am Boden oder an Gegenständen. An der Koppel angekommen, führte ich sie rein, löste das Halfter und schloss den Zaun. Die Schwarzbraune trabte ein paar Schritte vom Zaun weg und senkte dann den Kopf um zu fressen. Ich ging wieder zum Stall, hängte das Halfter ordnungsgemäß weg und ging dann zur nächsten Box. Die nächste war ebenfalls ein Welsh B mit einer interessanten Farbe. Wenn ich mich recht erinnerte, hieß das Muster Birdcatcher Points. Ihr Name war Dracula´s Wife. Ich öffnete die Schiebetür und die Stute stellte zwar freundlich die Ohren auf, blieb jedoch unsicher in ihrer Futterecke stehen. Ich ging betont langsam auf sie zu und ließ sie erst an meiner Hand schnuppern. Sie ließ sich brav aufhalftern und wir gingen nach draußen. Sie folgte mir brav bis zur Koppel. Dort ließ ich sie zu Nosferatu. Die schien sie schon vermisst zu haben. Sie trabte gleich zu ihr und die beiden fraßen Seite an Seite. Süß. Ich ging zurück, um das nächste Pferd zu holen. Diesmal war es eine große Stute. Famiah, ein Vollblutaraber. Sie hatte eine wunderschöne Farbe, war mir jedoch ein bisschen zu hoch. Ich mochte kleine Pferde lieber. Misstrauisch blickte sie mir entgegen, als ich die Box betrat. Trotzdem wurde sie nicht aggressiv, sondern ich konnte sie problemlos aufhalftern und aus dem Stall führen. Als wir den Hof betraten, trabte sie jedoch flott los und wollte mich mitziehen. Energisch rief ich „Hoooolaaaaa!“ In Panik geriet ich bei so etwas schon lange nicht mehr. Ich hatte es ja auch ständig bei meinem Cola. Tatsächlich reagierte sie und ging nur noch im schnellen Schritt. Dann blieb sie plötzlich stehen und wollte nicht mehr weiter. Energisch ruckelte ich am Strick und gab ihr damit eines auf den Hintern. Ich schnalzte und richtete mich auf. So konnte ich sie im Endeffekt dann überzeugen, mir zu folgen. Jetzt hetzte sie wieder. Ich war unbeschreiblich erleichtert, als ich sie auf die Koppel lassen konnte. Sie schoss erstmal ans andere Ende der Koppel. Eins musste ich der eigensinnigen Stute lassen. Sie hatte einen wunderschönen Galopp. Es sah aus, als würde sie den Boden nur antupfen und trotzdem war sie unheimlich schnell. Schließlich riss ich mich los, um das nächste Pferd zu holen. Diesmal war es eine Blue Roan-Berber Stute namens Pangäa. Sie kam direkt zur Tür und trat dann, als ich öffnete auch selbstständig auf die Stallgasse. Dort halfterte ich sie auf und wir gingen los. Als erstes musste natürlich der leere Futtereimer an der Wand gründlich untersucht werden. So gründlich, bis er umfiel. Logisch. Als nächste der Wassernapf der Hunde und die Nase musste natürlich auch tief in den Eimer mit den Haaren gesteckt werden. So brauchten wir für den Weg ziemlich lange, aber irgendwann kamen wir dann doch an der Koppel an. Dort löste ich das Halfter und im nächsten Moment erkannte ich Pangäa nicht mehr wieder. Sie machte sich ganz flach und schoss in einem unheimlich hohen Tempo los. Was war denn mit dem neugierigen, verspielten Pferd von gerade passiert? Ich bewunderte sie. Aber jetzt musste ich flott weitermachen. Das nächste Pferd war eine kleine, braune Welsh A Stute namens Star. Als ich die Tür öffnete, kam sie gleich mit Dackelblick auf mich zu. Sie beschnupperte mich und ich streichelte ihr die Nase. Dann halfterte ich sie auf und wir machten uns auf den Weg zur Koppel. Sie ging brav mit, schmiss jedoch aus Versehen die Schubkarre mit den Mistgeräten um. „Mensch du!“, schimpfte ich, ein wenig genervt, da ich durch die wenige Zeit für elf Pferde ein wenig gestresst war. Star erschrak sich vor meiner lauten Stimme und sprang ein wenig zur Seite. Dann senkte sie beschämt den Kopf und sah mich mit ihren großen Augen an. Da musste ich ihr einfach vergeben. Ich klopfte sie und dann gingen wir weiter zur Koppel. Dort fing sie direkt am Tor an zu grasen. Die nächste Stute war ein Welsh B mit der Farbe Buckskin. Sie hieß Happy Steffi. Freundlich schnaubend kam sie in der Box auf mich zu und wollte gestreichelt werden. Ich erfüllte ihr den Wunsch und streichelte ein paar Minuten. Dann musste es aber weitergehen. Ich halfterte auf und wir gingen zur Koppel. Sie folgte mir brav und lief auf der Koppel gleich zu Nosferatu und Dracula´s Wife. Jetzt fraßen sie zu dritt. Und ich holte das nächste Pferd. Unsicher sah ich auf die Uhr. Oh je, schon acht… jetzt musste ich mich aber beeilen. Ich hatte ganz schön getrödelt. So entschied ich mich, immer zwei Pferde auf einmal zu nehmen. Das machte ich ja sogar mit Larissa und Cola, den Streithähnen, da würde ich es auch mit zweien von Kiras Pferden schaffen. Die nächste war die Pony-Kohlfuchsstute Siana. Diese ließ sich brav von mir begrüßen und aufhalftern. Dazu nahm ich noch Knives and Pens. Gleiche Rasse, jedoch ein Dunkelfuchs. Ich nahm sie dazu. Kaum hatte ich Siana link und Knives and Pens rechts, unterwarf sich letztere. Sie machte sich klein und war unsicher. Siana machte jedoch keine Anstalten sie anzugreifen. Trotzdem war Knives and Pens nervös. Zum Glück folgten mir die beiden trotz alledem brav. Auf der Koppel trabte Siana zur Dreier-Welshi Gruppe dazu, welche dann zu einer Vierergruppe wurde. Knives and Pens fraß in einer der Ecken alleine und tat mir ein wenig Leid… Aber dafür hatte ich jetzt keine Zeit. Als nächste kam die Fellponystute Antigone. Ein Palominoschecke mit einem wunderschönen Exterieur. Sie kam gleich freundlich zu mir und ich begrüßte sie mit einem: „Na du Kleine. Jetzt geht´s auf die Koppel.“ Sie schnaubte und ich halfterte sie auf. Dazu nahm ich noch die Welsh Stute Vanity. Diese kam in der Box gleich auf mich zu und schnupperte mich von oben bis unten ab. Dann sah sie mich an, als wolle sie sagen: „Du bist aber nicht Kira.“ Ich lachte und wuschelte ihr durch die Mähne. Dann halfterte ich auch sie auf und ging mit den beiden nach draußen. Dort kamen wir an die Wasserpfütze, durch Welche die anderen Pferde bisher brav durchgegangen waren. Deshalb machte ich mir keine Gedanken. Oh, da gab es aber Ärger. Vanity weigerte sich standhaft, auch nur einen Schritt ins Wasser zu setzen. Das langweilte Antigone dann und sie wollte mich weiterziehen. Schließlich gab ich es auf und wir gingen einfach an der Seite vorbei. Dann ließ ich auch die zwei zur Koppel. Sie gesellten sich zu Star, so war zumindest die nicht mehr so allein. Jetzt noch eine und dann konnte ich endlich beginnen zu misten. So drehte ich mich um und wollte in Richtung Stall gehen. Aber da stand mir ja was im Weg. Es war eine Braune Stute, klein und mit heller Mähne, deren Augen mich frech anblitzten. Das war wohl Lillifee. Offensichtlich hatte sie es sich nicht gefallen lassen wollen, alleine im Stall auf mich zu warten und war mir gefolgt. Schlussfolgerung: Boxentüren waren kein Hindernis für sie. Na ja, sollte mir recht sein, so musste ich zumindest nicht noch jemanden holen. Ich lotste sie auf die Koppel, schloss das Tor gründlich, überprüfte den Strom und stellte dann die Schubkarre wieder auf und fuhr damit gleich in den Stall. Ich mistete Box für Box, überprüfte die Tränken und streute neu ein. Dann fegte ich die Stallgasse und der Stall war fertig.

      Jetzt ging es mit der Bewegung der Pferde weiter. Als erstes war Nosferatu dran. Ich nahm das Halfter und ging zur Koppel. Die Schwarzbraune stand immer noch in der Welshie-Vierergruppe. Als ich kam, sahen die vier aufmerksam auf und Nosferatu schien ihr Halfter zu erkennen. Jedenfalls kam sie direkt zu mir, ich legte das Halfter an und führte sie von der Koppel. Am Putzplatz band ich sie an und begann mit dem Putzen. Währenddessen überlegte ich, was ich mit ihr machen wollte. Kira hatte ja gemeint, ich dürfte alles. So entschied ich mich fürs Ausreiten. Im gleichen Moment sah ich das Plüsch auf dem Rücken der Stute. Weiches, warmes Winterfell. Richtig gemütlich. Ob ich auch ohne Sattel ausreiten durfte? Ich schickte Kira eilig eine SMS und kratzte dann noch die Hufe aus. Zum Glück schrieb Kira schnell zurück. „Ja klar.“ So holte ich die Trense und legte sie Nosferatu an. Dann zog ich noch meinen Helm auf und stieg auf den Putzkasten und von da aus auf den weichen Ponyrücken. Nun legte ich die Schenkel an und mein Stutchen trat mit weiten, motivierten Schritten an. Im flotten Tempo verließen wir den Hof. Oh, wie gerne ich doch ohne Sattel ritt. Man spürte jede Bewegung des Pferdes, warm und weich. Und man war so nah am Tier dran. Ich bog nach einiger Zeit an der Straße auf einen Feldweg und legte die Schenkel an. Schnaubend trabte die Welsh Stute an. Sie hatte butterweiche Gänge, weswegen ich problemlos auch ohne Steigbügel das Gleichgewicht halten konnte. Am Ende des Weges parierte ich durch, bog links ab und wir kamen an eine Anhöhe. Hier gab ich die Galopphilfen und Nosferatu schoss los. Im schnellen Galopp ging es den Berg hoch. Ich konnte nicht anders, ich musste ein „Juchheeee!“, ausstoßen. Zum Glück störte mein Pferd sich nicht daran. Auf der Anhöhe parierte ich wieder zum Schritt und am langen Zügel ritten wir zurück zum Hof. Als wir an der Koppel vorbei kamen, stürzten gleich alle Pferde zu uns an den Zaun. Nosferatu begrüßte sie schnaubend und wir blieben kurz stehen. Nach dem alle begrüßt waren, ritten wir zurück zum Putzplatz. Dort rutschte ich vom Rücken der Stute, nahm ihr die Trense aus dem Maul und befestigte das Halfter wieder. So führte ich sie in den Stall.

      Als ich gerade das Nächste Pferd holen wollte, bekam ich eine SMS von Kira: „Falls du jemanden in die Führanlage tust bitte nur Famiah, Knives and Pens, Vanity und Happy Steffi“, lautete diese. Okay, dann brachte ich diese Vier mal in die Führanlage. Ich holte die Halfter und holte die vier. Hoffentlich ließen sie sich brav gemeinsam führen. Aber das war kein Problem, sogar Famiah benahm sich jetzt zivilisiert. Ich ließ sie in die Führanlage und holte jetzt das nächste Pferd. Da die Führanlage direkt neben dem Platz war, musste ich jetzt wohl Dressur reiten.

      Für die Dressur entschied ich mich für Dracula´s Wife. Die hübsche, braune Stute ließ sich brav von der Koppel holen. Ich band auch sie am Putzplatz an und putzte gründlich. Sie hatte sich gewälzt, weswegen die ganze Prozedur ein wenig länger andauerte als bei Nosferatu vorhin. Sie ließ sich brav satteln und auftrensen und schnappte nur einmal beim Gurt festziehen ein bisschen in die Luft. Ich führte sie zum Platz und kontrollierte kurz, ob in der Führanlage alles in Ordnung war. Dann stellte ich mir die Bügel ein und saß auf. Als erstes ritt ich die Stute am langen Zügel zehn Minuten warm. Sie schnaubte gut ab. Dann trabte ich am langen Zügel eine Runde ab. Schließlich nahm ich die Zügel an und ritt ein paar Zirkel und Schlangenlinien. Dracula bog sich zwar ordentlich, latschte aber ziemlich. So setzte ich ein paar Mal hintereinander die Gerte ein, sodass sie schließlich flott wurde. Wir wechselten die Hand und machten dort ebenfalls Zirkel und Schlangenlinien. So langsam wurde Dracula motivierter und ging mit flotteren Tritten voran. Sie nahm sogar die Nase ein bisschen runter. Als sie gut gebogen war, trabte ich an. Dracula hatte einen tollen Trab, der schwungvoll und leicht zu sitzen war. Im Trab bog sie sich auch besser. Ich ritt alle möglichen Bahnfiguren wild durcheinander und trainierte beide Hände. Nach einiger Zeit fing mein Pferd an, eifrig am Gebiss zu kauen und zu schnauben. Das war der richtige Moment um anzugaloppieren. Ich setzte mich hin, legte das äußere Bein zurück und… sie sprang mit einem weiten Sprung an. Ihr Galopp war schwungvoll und leicht zu sitzen. Ich ritt auf beiden Händen, lobte sie, parierte durch und ritt dann ab. Nach einer Viertelstunde hielt ich sie an, saß ab, zog die Bügel rauf und führte sie zum Putzplatz. Dort band ich sie an und sattelte ab. Danach bekam sie noch eine Karotte und durfte zurück in ihren Stall.

      Ich holte nun die Pferde aus der Führanlage nacheinander nach drinnen, um dann mit dem nächsten Pferd weiterzumachen. Jetzt wollte ich longieren. Hierbei hatte ich mich für die Kohlfuchsstute Siana entschieden. Ich holte ihr Halfter und ging dann zur Koppel. „Na, Siana. Jetzt bist du dran“, begrüßte ich sie fröhlich und ging dann mit ihr zum Putzplatz. Dort band ich sie an und begann mit der Fellsäuberung. Dann noch die Hufe und Longiergurt anlegen. Beim Gurt festziehen schnappte sie frech nach mir. Mit einem „Nein!“, konnte ich das aber Regeln. Ich befestigte die Longe am Kappzaum und nahm Peitsche und Ausbinder mit. Auf dem Platz stellte ich mich dann in die Zirkelmitte und scheuchte Siana nach draußen. Brav ging sie außen entlang. Ich ließ sie auf beiden Händen jeweils 5 Minuten Schritt gehen und dann drei Runden abtraben. Schließlich holte ich sie wieder zu mir in die Mitte und befestigte die Ausbinder. Jetzt ging es los mit der Arbeit. Erst ließ ich die Stute fünf Minuten im flotten Schritt gehen, dann schnalzte ich und sie fiel sofort in einen schönen Trab. Ich war stolz, wie schön sie durchs Genick lief. Nach einigen Runden ließ ich sie wieder in den Schritt fallen und eine Runde verschnaufen. Dann schnalzte ich erneut und ermunterte die Stute zum Galoppieren. Brav sprang sie an und fiel auch nicht aus. Ich lobte sie und wiederholte die ganze Prozedur noch mal auf der anderen Hand. Dann machte ich die Ausbinder raus und ließ sie noch zehn Minuten ausschnaufen. Danach führte ich sie zum Putzplatz, machte Kappzaum und Longiergurt ab und führte die Kleine in ihre Box.

      Weitermachen wollte ich mit Lillifee. Mit der kleinen, frechen Stute wollte ich jetzt Bodenarbeit machen. Mal gucken, ob ich ihr damit ein bisschen Disziplin beibringen konnte. Ich ging mit dem Halfter auf die Koppel und ganz selbstverständlich auf die Stute zu. Da hatte ich mich aber verrechnet. Sie spitzte frech die Ohren und trabte vor mir Weg. Ich verfolgte sie, aber sie schien es lustig zu finden, mit mir Fangen zu spielen. Ich war schon kurz vorm Zusammenbrechen, als sie nach einer Viertelstunde stehen blieb und ich sie fangen konnte. Trotzdem sie mir einige Zeit geklaut hatte, musste ich lachen. Es war einfach zu gut, wie sie mich ausgetrickst hatte. Na ja, die Strafe bekam sie damit, dass ich nun keine Zeit mehr hatte, um sie zu Putzen. Ich führte sie in die Halle und ließ sie dort los, während ich ein Stangenlabyrinth, einen Stern, Trabstangen und eine Stange um „Jojo“ zu spielen. Diesmal ließ sich die Kleine Gott sei Dank gut einfangen und wir begannen. Ich fing mit dem Labyrinth an. Betont langsam führte ich sie um die engen Kurven und half immer wieder ein wenig mit Strick und Gerte nach. Nach dem zweiten Versuch klappte es sogar, ohne anzustoßen. Dann ging ich mit ihr zum Stern. Der verunsicherte sie zunächst ein wenig und sie stolperte in der ersten Runde ziemlich oft. Aber nach einigen Versuchen und viel Lob wurde es besser. Danach waren die Trabstangen dran. Das war nun eher anstrengend für mich, da ich ja nebenher rennen musste. Aber es klappte trotzdem. Dann spielten wir noch „Jojo“ hierbei führte ich Lillifee erst mit einem Huf über die Stange und wieder zurück, dann mit dem Zweiten und dann mit dem Dritten. Nachdem wir eine halbe Stunde hart gearbeitet hatten, durfte auch sie in ihre Box.

      Als letztes holte ich nun Pagäa und Star von der Koppel. Ich hatte nicht mehr viel Zeit, weswegen ich die beiden nur in der Halle frei laufen lassen wollte. Beide ließen sich brav von der Koppel holen und machten auch beim Führen keinerlei Probleme. In der Halle ließ ich die beiden los. Ich nahm eine Gerte und sah erstmal zu. Pagäa schoss gleich im flotten Galopp los und wirbelte Sägespäne auf. Star hingegen sah ihr zu und wollte sich nicht unbedingt vorwärts bewegen. Ich musste ziemlich energisch mit der Peitsche kommen, bis auch sie dann in einen Trab und daraus in einen Galopp fallen ließ. Wir spielten ein wenig und bauten auch Stangen mit ein. Aber bald wurde es für mich Zeit, zu fahren. So brachte ich die beiden in den Stall, fegte noch den Putzplatz und mistete Platz und Halle ab. Dann verabschiedete ich mich von allen Pferden und fuhr nach Hause.
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  • Album:
    Hauptstall Stuten
    Hochgeladen von:
    kira
    Datum:
    20 März 2013
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  • Knives and Pens
    Penny
    05.2007

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    Knock Out
    Knives and Pens
    Mayflower

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    Rasse Welsh D
    Geschlecht Stute
    Stockmaß 139cm
    Fellfarbe Dunkelfuchs Sabino
    Gencode ee Aa FF StySty nSb

    Charakter schüchtern, liebevoll, ängstlich, brav
    Beschreibung
    Die für ihre Rasse eher kleine Stute Knives and Pens ist eine etwas schüchterne, aber dennoch begabte Vetreterin ihrer Rasse.

    Im Umgang mit Menschen, insbesondere mit Kindern, ist sie sanft und vorsichtig, braucht allerdings auch ein bisschen Zeit, bis sie dem Menschen vertraut. Auch auf der Weide geht sie Streitereien aus dem Wege und ist deswegen im Herdenverband auch immer eher auf den niedrigeren Rängen zu finden,
    Unter dem Sattel zeigt sie sich sehr gehorsam und reagiert auf sehr feine Hilfen, wenn sie weiß das sie ihrem Reiter vertrauen kann, gibt sie sich voll und ganz hin und lässt sich nicht so schnell ablenken - auch von ach so gruseligen Gegenständen nicht. Genau so verhält es sich auf der Weide und am Strick - so lange ein Mensch oder ein Tier dabei ist, dem sie vertraut und der offensichtlich keine Angst vor einem gruseligen Objekt hat, bleibt auch sie ruhig. Alleine neigt sie dazu, sich schnell zu erschrecken und panisch zu werden, weswegen man sie auch nicht zu kurz anbinden sollte, besonders wenn man mal kurz den Putzkasten holt. Am besten legt man den Strick nur locker um die Anbindestelle.

    Penny ist definitiv kein Fan der Dressurarbeit, auch wenn sie gut zu reiten ist, fällt es ihr schwer, die Konzentration lange aufrecht zu erhalten. Leichtere Lektionen sind okay, aber bei schwereren Aufgaben ist sie schnell überfordert. Wenn man mit ihr die nötige Dressurarbeit macht, sollte man es mit der Länge der Trainingseinheit nicht übertreiben und ihr immer wieder Pausen gönnen.
    Springen und Military liegen ihr dafür umso mehr - sofern sie einen Reiter hat, dem sie vertraut, denn so Wassergräben und bunte Stangen sind schon ein wenig gruselig. Gleiches gilt für das Distanzreiten, zu lange Distanzen sollte man ihr aber nicht zumuten, da sie ihrer Rasse entsprechend nicht die riesige Ausdauer wie z.B. ein arabisches Vollblut besitzt. Allerdings genießt sie Distanzritte, sie liebt Ausritte und Zeit mit einem Reiter dem sie vertraut abgöttisch.

    Springen A
    Dressur E
    Distanz E
    Military E
    Western E
    Galopprennen E
    Fahren E
    Besitzer Kira
    Ersteller/VKR Monsterflosse

    Gekört ja/nein
    Nachkommen
    Sir Henry
    Luzifer´s Erbe

    Erfolge
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    Gewinnerin der [SK 385]Stuten mit mindestens zwei Abzeichen
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    3. Platz 41. Synchronspringen

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