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Mohikanerin

Kembingur | Aegidienberger | Ungekört

- kommt noch - Rufname Uwe

Kembingur | Aegidienberger | Ungekört
Mohikanerin, 23 Mai 2014
    • Mohikanerin
      Langer Tag mit den Pferde
      Heute bin ich extra früher aufgestanden um mehr mit den Pferden machen zu können. Ausserdem wird es heute voll warm und Thor und ich ahben heute eh keine Termine, weder Amt noch Reitschüler. Also wird heute ein schöner Tag. Gemeinsam frühstücken wir. Fynja und Fynn sind im Urlaub. Hayley ist ausgezogen und wir haben wieder neue Pferde gekauft. Dem entsprechend ist es etwas stressig, die alle in die Herde zu bringen. Beim Essen unterhalten wir uns und gehen danach auch schon los.
      Ich hole Fífa von der Weide und Thor White. Am Anbinder schnell die Pferde angebunden und geputzt und anschließend gesattelt und los. Es ist 8 Uhr und wir sind schon mit Pferd unterwegs. Wir steigen auf und reiten Richtung Wald, aber an der Ausfahrt rechts statt zum See. Es ist noch frisch, aber nicht kalt. Im Schritt reiten wir den Weg entlang und unterhalten uns. Zwischen druch traben wir mal an oder auch kleine Galoppabschnitte. Doch jetzt besonderes, weil Fífa noch verletzt ist bzw im Training. Ihr Tölt lässt in letzter Zeit zu Wünschen übrig und auch sonst ist sie sehr schlecht drauf. Um so schöner läuft White, die ich auf einem Dressurtraining bald schicke. Doch jetzt fehlt noch die Zeit und ähnliches. Da wir nur ne kleine Runde reiten sind wir schon wieder fast am Hof. Den Rest des Weges reiten Thor und ich im Schritt. Es war ein sehr unspektakulerer Ausritt. Wir steigen am Hof ab und machen die Pferde Weide fertig. Langsam kommen die alle wieder ohne Halfter Raus. Nur bei den Hengsten nicht. Thor spritzt White ein bisschen die Beine ab und wäscht ihren Schweif. Ich dagegen schmiere das Bein von Fífa ein und bringe sie weg. Auch Thor folgt mir wenig später. Weiter geht es mit den nächsten Pferden.
      Ich geh mir Draki von den Hengsten holen und Thor bringt sich Buried mit wieder mal putzen die Pferdchen und satteln auch anschließend. Ich geh mit dem Dicken auf die Ovalbahn und Thor in die Halle, springen mit Buried. Also trennen sich diesmal unserer Wege, aber nicht dramatisch. Nachher müssen wir auch noch einkaufen gehen. Währrenddessen ist Thor in der Halle und regt sich auf, dass wieder alle Hindernisse nicht richitig aufgebaut sind. Aber er macht sich schon Musik an. Normale Reaktion von uns allen. Doch ich sitze schon auf Draki, warm geritten ist er auch schon. Also trabe ich ihn als erstes an und geh als erstes auf einen Zirkel und lasse ihn immer größer werden bis wir auf der Bahn aussen sind. Ohne Probleme klar sein Takt und auch das Gleichgewicht kann er super halten. Aber Thor hat nicht so viel Glück in der Halle. Buried reist andauernd die Hindernisse und auch ist sie ganz spritzig und unentspannd. Dass kann er gar nicht leiden. Nach einer Stunde reiten bringe ich Draki weg und Thor wartet bereits auf mich im Stall. Er hilft mir den Hengst fertig zu machen und wir bringen den Hengst weg. Er hat noch die Fressbremse um bekommen. Bald soll er noch mal decken, bevor er verkauft wird.
      Thor und ich holen mit Knotenhalfter, welches er mitgenommen hat, Suicide von der Weide holen. Der Hengst ist noch recht ängstlich und auf der Weide eher alleine. Ich mache ihm das Halfter um und wir gehen zum Stall. Da wir ihn nicht anbinden können, hält Thor in solange ich ihn putze. Er steht still und ich kann in ruhe arbeiten. Anschließend mache ihm Sattel rauf, nehme schlaufies mit und Trense hat er auch um. Gemeinsam gehen wir in die Halle. Dort longiere ich ihn noch mal und dann setzt sich Thor rauf. Der Hengst kann besser mit Männern, deshalb wird es vielleicht ein Pferd, welches er mehr reitet, aber mal sehen. Wir haben ja jetzt mehrere Jungpferde die angeritten werden. Als erstes lasse ich ihm Schritt und heute ist der Große auch motiviert. Die letzten Tage konnte man ihn nicht nicht mal holen, dass ist schlimm. Ansonsten ist alles gut. Nach 20 Minuten longieren mach ich die Ausbilder lockerer und Thor setzt sich erstes mal rauf. Doch wir machen kein grosses Drama rum. Da Suicide nichts von Leckerlies hält muss die Stimme reichen. Ich streiche über sein Hals und Thor steht schon im ersten Steigbügel. Ich hallte gegen und er legt sich vorsichtig über den Sattel. Etwas hammelt der Hengst rum, aber auch nichts schlimmes. Dieses wiederholen wir mehr mal's, auch mit noch ein paar Runden Trab als Pause. Bei dem fünften mal ist es schon normal für ihn. Alle meine Pferde reite ich ganz schnell ein. Danach kriegen sie eine Pause und dann reiten, Zucht oder Turniere. Aber auch verkauf kann sein. Doch ich führe Suicide und Thor noch ein Stück. Als wir fertig sind mache ich das Zeug ab und wir bringen ihn auf die Weide. Mit dem Hengst kann super Bodenarbeit machen, aber ich habe leider nicht so viel Geduld. Egal.
      Dann geht es weiter mit Down und meinem Marsi Baby. Thor ist sogar etwas eifersüchtig auf den Hengst, doch darüber denke ich später nach. Er holt sich den Down und ich meinen. Gemeinsam gehen wir zum Hof und putzen die Hengste. Ich weiss noch nicht, was ich mit dem Hengst machen soll. Doch dann entscheide ich mich für's Dressurreiten. Also hole ich einen Sattel mit einem tieferen Sitz. Thor geht mit Down ins Roundpen. Nur etwas laufen lassen, dass er mehr Bewegung hat. Er ist so zu sagen, für den Urlaub hier. Doch die Besitzerin holt ihn einfach nicht ab. Trotzdem arbeitet Thor gern mit den kleinen Shettys. Also alles gut. Ich mach Marsi noch die Trense rein und geh dann ins Viereck. Es ist nun schon 11:25 Uhr und sehr Warm. Doch der Stall spendet Schatten in der einen Hälfte des Vierecks. Als erstes reite ich den Hengst warm mit einfachen Übungen wir Zirkel, Volten oder Schulterhinien. Auch mal einen Schlangenlinie kommt zwischen durch. Dann fange ich nach einem Handwechsel mit Trab an. Marsi trabt sicher mit sehr weithohen Bewegungsabläufen und zeigt auch sonst gute Tempi Unterschiede. Auch ist sehr Motiviert und schlierft nicht mit der Hinterhand. Leute, die im Café waren sind langsam zugucken gekommen und es werden immer mehr. Ist mir sehr gruselig, aber ich versuche mich weiter zu konzentrieren und eine ordentlicher Linienführung. Immer wieder reiten wir Zirkel und Schlangenlinien. Auch mal einfache Volten macht er. Am Ende verabschiede ich mich noch vom Publikum und reite am langen Zügel ganze Bahn. Die Zuschauer klatschen. Ich hätte nicht gedacht, dass er so gut läuft. Aber ich bin froh ihn zu haben. Traumpferd. Ich führe ihn raus und mache ihn ebenfalls für die Weide fertig. Thor hat bereits Down weggebracht. Das Shetty ist nur rumgaloppiert am Anfang. Doch gegen Ende konnte er auch so'n bisschen Schritt gehen. Doch er müsste Bald weg.
      Jetzt machen wir mittagspause und müssten vorher was zu essen holen. Der Kühlschrank und alles ist leer. Also müssten wir noch mal los. Ich hole mir Nico von der Weide und Thor holt sich Skör. Zwar haben sich Leute schon für ihn gemeldet, aber wir sind uns noch nicht sicher. Deshalb warten wir noch. Aber jetzt geht es erst mal ins Dorf. An den Sattel machen wir die großen Satteltaschen und reiten los. Der Weg ist recht entspannd. Mal etwas Trab und Tölt zwischen durch und dann sind wir schon in 20 Minuten am Discounter, aber wir sind vorher noch ein kleines bisschen durch Wald, also den langen Weg. Vor dem Teil hält Thor die beiden Hengste. Ich geh drin genug einkaufen und packe alles in den Taschen. Die Leute die vorbei laufen, lachen und reden mit uns. Die hätten sowas noch nie gesehn und sowas. Aber das werden sie jetzt öfter seen, aber egal. Im Schritt reiten wir zurück. Ab und zu mal bisschen Tölt und das war es dann aber auch. Das Essen und Trinken soll nicht rausfallen. Thor brint schon das essen rein und ich mach die Pferde für die Weide fertig und bringe sie schon weg. Dann geht es rein – essen machen.
      Nach dem Essen geht Thor sich Hikandi holen, er würde jetzt gern alleine Ausreiten. Ich kümmere mich der Weil um die neuen Pferde. Scrappy und Kembingur stehen am Hof in den Paddocks und ich fütter die beiden. Mit Kembingur will ich heute noch ein bisschen was im Zirkel machen. Bei dem Kaltblut bin ich mir noch nicht sicher. Also hole ich den Schimmel als erstes raus und mache das Knotenhalfter um, auch einen langen Strick nehme ich mit. Dann geht es ins Viereck. Der Hengst ist ein Draki Nachkomme. Es soll dem nächst in der Reitschule mitlaufen. Doch heute machen wir ein paar einfache Bodenarbeitübungen. Auch longieren tu ich ihn ein bisschen. Nach 20 Minuten bin ich fertig und bringe ich auch wieder weg.
      Mit dem Kaltblut will ich ein paar Kunststückchen üben und geh mit ihm in das Roundpen. Als erstes lasse ich auch Scrappy etwas laufen. Er trabt schön aber darf war scheinlich dann auch in die Reitschule. Jocki läuft auch bald mit. Nach paar Minuten hole ich den Schecken in die Mitte und lobe ihn. Dann geht es los mit einfachen dingen. Als erstes mache ich Clicker. Dafür mache einfache Übung, wo er die Hand berühren muss wo der Clicker ist und nicht das Leckerlie. Schon beim zweiten Mal hat er es kapiert. Auch den nächsten Schritt mit dem laufen und loben kapiert er rasch. Dann pack ich das Teil ein und mach etwas Kompliment Üungen. Erste Stufe ist den Kopf runter nehmen und beim nächsten mal auch Bein heben und so weiter. Doch das reicht auch heute und ich Bring hn wieder weg. Es ist jetzt auch tierisch warm jetzt.
      Thor und Hikandi kämpfen der Weil im Wald gegen dsas Viehzeug aber geben dann auch auf und kommen zurück und gehen auf die Bahn. Dort übt Thor mit ihm noch bisscheb Tölt und Trab Tempiunterschiede. Dann kommt er auch wieder un macht ihn Weide fertig. Ich geh jetzt Mittagsschlaf machen.
      9526 Zeichen | © Mohikanerin | 2014
    • Mohikanerin
      Handpferd
      Ich soll mich schonen, sagte der Arzt. Doch was ist das? Weil er genau weiß, dass ich eh mache was ich will. Gemeinsam holen wir Uwe und Nennir. Die Sonne scheint schon extrem, aber trotzdem möchte ich mit den Pferden arbeiten. Das Papierzeug kann Thor heute machen. „Halt mal“, sage ich und drücke ihn den Strick von Nennir in die Hand. Dann stürze ich mich ins Haus, schließlich muss ich noch Thor Bescheid sagen. „Duuuu? Kannst du heut' den Papierkram machen, Bitte.“ Er nickt nur und ich gehe wieder raus. Georgio steht immer noch draussen mit den Pferden in der Hand. Ich nehme ihm wieder Nennir ab. Beide Pferde binden wir an und machen sie sauber. Da heute das Wetter nicht mehr soo heiß ist, wollen wir länger im Wald bleiben. „Ähm, Wen willst du dann eigentlich reiten?“, fragt Georgio mich an. „Ach ja, du wolltest ja Uwe reiten. Mist. Ach dann gehe ich mir White holen. Sie steht schon recht lange, die Gute.“, antworte ich. Dann schleife ich mich in den Stall. „Ach gib her, ich hole sie und du machst die Pferdchen weiter.“, sagt Georgio. Er gibt mir dann noch einen Kuss auf die Stirn und geht los. „Ach Uwe, er ist schon ein Schatz.“, rede ich mit dem Pferd. Etwas später kommt er mit der Stute. Uwe habe ich bereits gesattelt und von White das Zeug rausgeholt. Ich putze die Stute rasch und er geht noch noch mal auf die Toilette. Nennir steht ganz ruhig da, ich bewundere diese Stute. Sie hat mich überall hin begleitet und war immer brav. Der ständige Pferdewechsel hat ihr nichts gemacht. Einige Narben hat sie, aber immer war sie treu bei mir und nie böse oder ähnliches.
      Wir steigen auf und ich nehme Nennir neben mir. Erst versteht er nicht mal, was ich von ihm will. Doch dann setzt sich der Junghengst in Bewegung. Richtung Wald reiten wir los. Viel spannendes passiert nicht, ausser das Nennir den Wald etwas skeptisch finden. Nach ca.40 Minuten sind wir wieder am Hof. Alle drei Pferde haben keinerlei Verletzungen. Auch mir geht es recht gut. Als erstes bringe ich den junge Hengst wieder auf die Weide. Anschließend räume ich noch das Sattelzeug weg. Georgio hat mir White schon abgesattelt und gemeinsam mit Uwe auf die Koppel gebracht. Zusammen gehen wir in den Stall, Zeug aussortieren zum Verkaufen bzw für die Reitschule.
      2263 Zeichen | © Mohikanerin | 2014
    • Eowin
      Tierarztbericht für die Hengste
      Nachdem die Stuten fertig machen, machte ich mich für die Hengste bereit: ich legte eine neue Folie an und zog mit dem Edding galant Striche, um daraus eine Tabelle zu machen.
      Hier konnte ich nach und nach wieder Impfstoffe und die Barcodes der Transponder aufkleben.
      Die Impfstoffe zog ich vorher bereits weitestgehend auf, sodass ich meine Arbeit schnell erledigen können würde. Auch die Alkoholtupfer legte ich bereit.
      Auch die Hengste sollten gegen Tetanus, Influenza und Herpes geimpft werden.
      Als erstes war Nico an der Reihe. Er zuckte zwar kurz, war dann aber schnell versorgt und durfte wieder auf die Weide.
      Es folgten Ghosts, der eine wirklich besondere Ausstrahlung hatte, und Skrýmir, der mir besonders gut gefiel. Seine Farbe war unglaublich schön.
      Beide benahmen sich recht gut und wir kamen rasch voran.
      Dann kamen Valentines Nennir, Loki, Marsimoto, Scrappy, Kembingur, Flic Flac’s Milano, Sir Jordan Wolfenstein, Voodoozirkus und PFS‘ Bring me to Life. So weit lief alles recht gut. Zwar musste ich mich so manches Mal mit Hengstmanieren, Gehampel und Gewieher abmühen – davon teilweise direkt in mein Ohr. Aber die meisten Pferde waren recht artig und spätestens beim zweiten Anlauf saß alles da, wo es sitzen sollte. Die Liste in meinem Auto füllte sich langsam und ich war froh, als ich langsam ein Ende sah und es danach aussah, dass ich bald alle Pferde des Hofes geimpft und gechipt hätte.
      „Jetzt kommt mein Sorgenkind“, meinte Vina und kam mit einem Pferd um die Ecke, dessen Alter ich so schätzen würde, dass es sich um einen Jährling handelte.
      Es war River’s Haru, wurde mir erklärt und auch genau das, warum er ein Sorgenkind war. Auf der rechten Halsseite hatte er einen gewaltigen Ausschlag, blutig gescheuert und voll mit Eiter.
      „Herrje, was hat der denn gemacht?“, entfuhr es mir und ich sah mir den Kleinen genauer an.
      Die Wunde war größer als meine Handfläche und ich konnte kaum etwas erkennen, sodass ich beschloss, ihn zunächst zu impfen und zu chippen, während ich Vina darum bat, mir viel klares, lauwarmes Wasser und einen Lappen zu holen.
      Gesagt, getan. Haru war nicht sonderlich nett im Umgang, wie ich schnell feststellte, ließ mich aber nach einmal ordentlich Mahnen machen und beäugte mich misstrauisch. So war das, weswegen ich eigentlich da war, schnell erledigt und die Liste, die in meinem Auto lag, war schnell vervollständigt. Ich legte sie zusammen mit der von den Stuten und heftete sie via Büroklammer zusammen, als ich sah, dass Vina mit einem großen Eimer um die Ecke kam.
      Ich schnappte mir den Lappen und reinigte die Wunde sorgsam vom Eiter. Während das Wasser trüb wurde, kam etwas zum Vorschein, wo ich mir sicher war, dass er es sich selbst zugefügt hatte: Mit ziemlicher Sicherheit hatte der kleine Zwerg sich gekratzt. Dies erkannte man deutlich, weil in der Mitte wirklich die gesamte Haut fehlte, außen jedoch nur teilweise und dann nur das Fell, sodass man genau die Umgebung sah, wo er sich geschubbert hatte.
      Achtsam suchte ich nach Ursachen, bis ich durch Zufall auf eine stieß: Ich fand eine Stelle mit kreisrundem Haarausfall und als ich an den äußeren Haaren zog hielt ich direkt ein Büschelchen in den Händen.
      „Der Kleine hat Pilz“, stellte ich fest, während ich die Wunde am Hals gründlich desinfizierte. Er hüpfte hin und her – offenbar war das Desinfektionsmittel nicht so Brenn-frei wie es propagiert wurde.

      Offenbar hatte er so eine Sorte Pilz, die höllisch juckte und es hatte sich wohl vom Hals aus ausgebreitet.
      Ich ließ Vina Imaverol da, womit sie ihn alle zwei Tage gründlich waschen sollte. Außerdem ließ ich eine Creme da, die die Wundheilung förderte und ein Antiseptikum enthielt, damit wir die Wunde wieder in den Griff bekämen.
      „Achte darauf, wie viel er sich kratzt. Nach einer Woche müsste das deutlich besser sein und auch die Wunde sollte dann nicht mehr entzündet und mit Krusten bedeckt sein. Bis das komplett weg ist kann das aber wohl etwas dauern“, erklärte ich und drückte ihr die Medikamente in die Hand.
      Dann verabschiedete ich mich von ihr und ihrem Fohlen und machte mich auf den Weg zum nächten Termin.

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    • Veija
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      Western(Reining) E auf A
      Heute ging es mal wieder drunter und drüber. Ich hatte keine zeit für nichts, und doch musste es weitergehen. Das nächste Pferd auf meiner Liste war Kembingur, ein Aegidienberger, dem ich die Westernreitkunst etwas näher bringen sollte. Ich hatte mich die letzten Tage schon einmal auf den Weg machen wollen, doch mir war etwas dazwischengekommen. So setzte ich mich nun endlich ins Auto und machte mich auf den Weg zu Vina und ihrem Hengst Uwe, wie sie ihn liebevoll nannte. Während der Autofahrt dachte ich ein wenig darüber nach, wie ich dem Hengst die Reitweise näherbringen konnte. Am Telefon wurde mir erzählt, dass er schon einige Erfahrungen mit Back Up gemacht hatte. Das hieß dann also, dass ich ein komplett rohes Pferd und viel Arbeit vor mir hatte.
      Endlich bei ihr angekommen, stellte ich mich kurz vor ehe sie mir den Hengst zeigte. Er war eher misstrauisch mir gegenüber, was mir allerdings nicht viel ausmachte, da ich wusste wie ich damit umzugehen hatte.
      Ich halfterte Uwe auf und ging von der Koppel in den Stall, wo ich ihn putzte und sattelte. Vina stand noch neben mir und da der Hengst erst seit kurzem einen Westernsattel hatte, erklärte ich ihr wie er zu liegen hatte, damit er nirgendwo drückte. Als ich damit fertig war, erklärte ich ihr, dass sie doch liebend gern zuschauen solle, denn sie konnte ja nur lernen dabei. Sie willigte ein, auch wenn sie nicht so viel Zeit hatte und nur kurz zuschaute. Wir gingen in die Halle und ich gurtete nochmal nach, ehe ich mich in den Sattel schwang. Der Hengst machte sofort einen Satz nach vorne, doch da hatte er den falschen Reiter auf sich sitzen. Ruckartig nahm ich die Zügel an und schickte ihn rückwärts an die Stelle zurück, an der ich aufgestiegen war. "Das ist die erste Lektion", sagte ich zu Vina. "Die Pferde sollen so lange stehen bleiben, bis sie einen Befehl bekommen. Vorher haben sie nichts zu machen." Vina nickte und schaute mir dann eine Weile beim Aufwärmen zu, ehe sie doch gehen musste. Ich ritt den Hengst im Schritt, Trab und Galopp verschiedene Figuren durch die Halle, jedoch am meisten auf dem Zirkel, zumindest im Galopp. Nach dem Aufwärmen wollte ich zu erst probieren, wie er sich beim Turn Around machte. Ich stoppte den Hengst aus dem Trab, legte mein linkes Bein an, nahm die Zügel in meiner linken Hand ganz nach rechts, nahm das rechte Bein komplett weg und tippte ihn schnell mit der linken Spore an. Als er rumsprang und fast gerade stand, legte ich blitzschnell das rechte Bein an seinen Bauch und trieb ihn mit Küsschen und beiden Beinen nach vorne. Mit flach am Kopf liegenden Ohren sprang er zwar im Galopp nach vorne, es passte ihm aber gar nicht was ich da auf ihm machte. Das ganze wiederholte ich drei bis vier mal bis ich glaubte, dass er es begriffen hatte. Aus dieser Übung heraus konnte ich auch den Spin versuchen. Ich sortierte Hände und Füße genau wie beim Turn Around, jedoch klopfte ich langsamer an seinen Bauch. Für den Anfang legte ich dann doch mein rechtes Bein ganz weit zurück, so dass er merkte, dass er seine Hinterbeine stehen lassen sollte und dass er nicht wie bei der Piaffe im Kreis hüpfen sollte. Natürlich konnte das nicht sofort klappen und er ging kleine Kreise. Doch je länger er Kreise ging desto anstrengender wurde es ihm und er blieb immer mehr mit der Hinterhand stehen, bis er auf der rechten Hand langsame Spins hinlegte. Ich hielt ihn an und lobte ihn ganz doll. Denn sogleich probierte ich es auf der anderen Seite. Auch da ging er zu erst kleine Kreise, ehe er anfing zu spinnen. Begeistert klopfte ich seinen Hals und übte mit ihm das Angaloppieren aus dem Stand. Ich nahm zum Üben die Zügel in beide Hände, da dies für so ein unerfahrenes Pferd leichter war. Zum Annehmen der Zügel legte ich beide Beine fest an den Bauch des Hengstes und zog die Zügel in kleinen Schritten immer mehr zurück, bis der Hengst den Kopf runternahm. Dann lies ich mir die Zügel langsam aus der Hand kauen, ehe ich ihn mit meiner Stimme, also Küsschengeräuschen, antrieb. Er sprang im Kreuzgalopp an, doch nach einem Galoppwechsel war dies kein Problem mehr. So galoppierten wir große schnelle Zirkel auf der linken Hand und kleine langsame, ehe ich ihn am Punkt X wechseln lies und auf der rechten Hand langsame kleine Zirkel und große Schnelle lief. Als er auch das verstanden hatte, blieben uns noch zwei Übungen. Sliding Stop und Back Up. Zu erst wollte ich Back Up probieren, da er das schon kannte und sich wie Mohi mir gesagt hatte, über Gewicht steuern lies. Also hielt ich ihn in der Mitte an. Die Zügel lagen locker an seinem Hals und ich lehnte mich zu erst nur nach hinten und schnalzte- keine Reaktion. Ich lehnte mich nach hinten, tippte ihn mit den Sporen an und schnalzte- keine Reaktion. Erst als ich ein wenig an den Zügeln zupfte, ging er langsam rcükwärts. Das Ganze baute ich dann in den zwanzig Minuten während ich diese Übung machte so aus, dass der Hengts rückwärts ging, wenn ich mich nach hinten lehnte und schnalzte. Je schneller ich schnalzte, desto schneller ging er rückwärts.
      So langsam neigte sich unser Training dem Ende zu, denn uns fehlte nur noch der Sliding Stop. Ich ritt ihn im Schritt quer durch die Halle und gab immer wieder Hilfen zum stehenbleiben, begleitet von einem "Whoa". Das Ganze versuchte ich dann aus dem Trab. Zwar hielt der Hengst immer wieder an, schiend jedoch sichtlich verwirrt. Aus dem Galopp würde ich ihn nur einmal stoppen lassen, und das auch nur langsam, da Mohikanerin den falschen Sand dazu in ihrer Halle hatte. Damit musste man wirklich aufpasssen. Ich galoppierte ihn also an. Zu erst schnelle Zirkel, dann immer langsamerere, so dass er kaum schneller galoppierte als er traben konnte. Ich sagte einmal laut "Whoa" und gab ihm die passenden Hilfen. Sofort stoppte der Hengst und blieb schnaufend stehen. Ich lobte ihn doll und ritt ihn dann einige Runden trocken, ehe ich absteig und in den Stall ging. Dort sattelte ich ihn ab und brachte ihn wieder auf die Koppel. Ich verabschiedetete mich von Vina und fuhr nach Hause.
      6028 Zeichen, by Veija
    • Jackie
      Dein Pferd wurde am 23.03.2015 in den Himmel verschoben.
      Grund: 6 Monate sind vergangen
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Mohikanerin
    Datum:
    23 Mai 2014
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