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Keep smilings Ehrenpreis | Deutsches Sportpferd

SUmmerlong x Inspiration | ♀ | *01.08.2010 | Dark Bay Tobiano | 171cm | Körpunkte: 6 (+2 HS +2 TA +1 AUS +2 Bild)

Keep smilings Ehrenpreis | Deutsches Sportpferd
RoBabeRo, 4 Aug. 2014
CatyCat gefällt das.
    • RoBabeRo
      Pflegebericht
      5000 Zeichen | (c) RoBabeRo & CatyCat
      Genüsslich saß ich am Esstisch mit CatyCat und unser Frühstück ging gerade zu Ende. Wir besprachen all das organisatorische des baldigen Sommerturniers auf unserem Hof und dem folgenden Summer Cup. "Ach wo wir gerade beim Summer Cup sind, Caty!", fiel ich ihr ins Wort, "ich muss gleich raus und mal unser Hauptpreis pflegen!". Unser Hauptpreis war nämlich unsere selbst gezogene Sportstute Keep smilings Ehrenpreis. Die rassige 171 cm große Dunkelbraunscheckin hatte sich so toll gemacht mit ihren jungen vier Jahren, dass es sehr weh tat sich von ihr zu trennen. Nichtsdestotrotz musste die Gute versorgt werden, was den Trennungsschmerz nicht geringer machte, solch talentierte Pferde voller Potenzial wünschte ich mir bei jedem unserer Fohlen! Ich gab CatyCat ein Luftküsschen und sagte noch bevor ich das Gestütshaus verließ: "Ich mach Ehrenpreis dann soweit fertig, dass du sie nachher mal arbeiten kannst, ich schreib dir auf whatsapp, bis nachher!". Zügigen Schrittes marschierte ich zu den Schubkarren und schnappte mir eine und die Mistgabel. Als erstes wollte ich nämlich Ehrenpreises Box ausmisten. Dies tat ich flott und schüttete gleich das neue Stroh nach. Unsere Boxen waren so riesig und geräumig, dass es mich normalerweise mehr Zeit kostete, aber diesmal ging das echt flott. Ich stellte die Sachen zurück an deren richtige orte und stellte schon mal Ehrenpreises Putzbox an den Putzplatz. Ich schnappte mir dann noch paar Möhrchen und ihr Halfter samt Strick ehe ich mich auf den Weg zu den Weiden machte. Dort angekommen pfiff ich laut. Schnell kamen die Mädels angetrabt. Ich verteilte die Wurzeln erst ehe ich mir Ehrenpreis rauspickte. ich halfterte sie auf um dann gemeinsam die Weide verlassen zu können. Ehrenpreis war so eine hübsche, ihr Anblick verschaffte mir immer wieder gute Laune! Ich kraulte ihren Hals während wir zum Putzplatz spazierten. Dort band ich sie an und konnte zugleich mit dem Putzen beginnen. Ich kratzte zu aller erst ihre Hufe aus ehe ich mich dann mit der Kardätsche an das Fell wagte. Sie glänzte wie eine Speckschwarte. Mit der Wurzelbürste bürstete ich noch die Beine nach, ehe ich mir den Kamm schnappte und ihr dünnes aber seidiges Langhaar durchkämmte. Das Kämmen des Schopfes genoss sie am meisten. Sie liebte die menschliche Zuneigung sehr, sie war sehr brav, hatte aber dennoch genügend pepp. Nach langem Schmusen merkte ich, dass ich CatyCat längst hätte schreiben sollen. Schnell schickte ich ihr eine Nachricht sie könnte jetzt kommen!

      „Du kannst jetzt kommen, hab sie schon geputzt und fertig gemacht.“, las ich die WA Nachricht von Roxy. Rasch steckte ich mein Handy weg und schlüpfte in meine Reitstiefel. Schnellen Schrittes stapfte ich in Richtung Stallung und begrüßte Roxy mit einer Umarmung. „Danke Roxy fürs Fertigmachen.“, meinte ich dankend und sie half mir noch beim Satteln und Trensen der hübschen Scheckstute. Gemeinsam gingen wir zum Dressurviereck. Ich führte sie eine Runde auf beiden Händen bevor ich sie zur Mittellinie führte und dort abstellte. Sie blieb brav gestehen, während ich die Aufsteigehilfe aus der Ecke des Platzes holte. Ich streichelte ihr kurz den Hals ehe ich nachgurtete. Dann war ich bereit aufzusteigen. Flott saß ich im Sattel und stellte mir die Bügellänge ein. Als erstes lies ich sie im lockerem Schritt auf der rechten Hand laufen. Ich baute viele große Volten und Schlangenlinien ein und wechselte somit immer mal auf die linke Hand. Man durfte nicht vergessen, dass Ehrenpreis erst seit kurzem unter dem Sattel lief und auch erst vor wenigen Tagen vier Jahre alt geworden ist und dennoch machte sie sich einsame Spitze. Nachdem ich sie schön vorwärtsabwärts im Schritt warm ritt, lies ich sie antraben. Wir vollführten die gesamte Prozedur nun auch im Trab. Nachdem sie schön gelöst war gurtete ich nach und ging in die Arbeitsphase über. In einer schon sehr konstanten und in die Hand dehnende Anlehnung drehten wir viele schöne Runden. Mit mehreren Schritt-Trab Trab-Schritt und Halt-Übergängen stärkte ich ihre, sowieso schon starke, Hinterhandaktivität und machte sie durchlässiger und geschmeidiger. Ich baute engere Biegungen ein und ach paar Schulterhereinintervalle. Als es sich langsam zum Galopp näherte lies ich sie wieder lockerer und sie konnte sich nach unten abdehnen. Fleißig trat sie unter und wir konnten dann auf beiden Händen jeweils eine Runde locker durchgaloppieren. Dann trabte ich sie ab und ritt sie noch im Schritt kurz "trocken". Nach der gelungenen dreiviertelstunde stieg ich ab und führte sie zum Putzplatz zurück. Fix sattelte und trenste ich ab. Ich putzte Ehrenpreis kurz über und kratzte dann ihre Hufe aus. Schnappte mir dann Leckerlies und führte Keep smilings Ehrenpreis wieder auf die Weide zurück. "Hast du soo fein gemacht, meine Süße!" lobte ich sie uberschwenglich während ich ihr die Möhrchen gab. Ich halfterte sie ab und sie spazierte auf der Wiese davon. Schnell verstaute ich all ihre Sachen. Es war ein schöner Tag, sie machte sich toll.
      AliciaFarina gefällt das.
    • RoBabeRo
      [SIZE=36.3636360168457px]Hufschmiedbericht[/SIZE]
      4767 Zeichen | (c) RoBabeRo aka. Hufschmiede 'Keep smiling'
      KS hatte heute einen speziellen Termin bei mir undzwar wollten wir uns der Hufpflege widmen und ihr neue Eisen verpassen. Es war ungemein praktisch als Hufschmied seine Pferde zu bearbeiten, denn alle Utensilien waren immer vor Ort. Ich trank meinen Kaffee zu Ende, bearbeitete noch schnell die letzten Nennungen für unseres großes Sommerturnier und wollte mich dann auf den Weg hinaus begeben. CatyCat war auch schon voll bei der Organisation der ganzen Events und natürlich dem Finale, undzwar dem Summer Cup. KS war nämlich der Hauptgewinn des ganzen Cups und musste bis dahin natürlich auch mit perfekten Hufen und neuen Eisen versehen werden. Ich schnappte mir mein Schmiedewerkzeug aus dem Lager und polterte laut auf den Hof. Es war herrliches Wetter, die Sonne lachte uns förmlich an. Ich wünschte mir sehr dass das Wetter bis zu unseren Turnieren so bleibt, die Wettervorhersage sagte auch nichts anderes. Zügig legte ich mein gesamtes Equipment geordnet an den Putzplatz und begab mich dann in die Stallgasse um KA Halfter und Strick zu holen. Mit einem Leckerlie bewaffnet schlenderte ich nun zu den Pferde-Stutenweiden hinüber. Dort angekommen pfiff ich ganz laut und die Frauentruppe kam angedackelt. Ich liebkoste alle einmal kurz hintereinander ehe ich mir KS rausschnappte und sie aufhalfterte. Dann verliessen wir die Weide und auf dem Weg zum Putzplatz vernaschte KS auch schon ihr Begrüßungsleckerlie. Am Arbeitsplatz angekommen band ich die schöne Dunkelbraunscheckin an und schmuste eine lange Weile mit ihr. Sie war solch ein liebes und gutmütiges Pferd, das wurde mir ganz warm ums Herz, dass wir sie alleine gezogen haben, ihre Eltern sind aber auch zwei Ausnahmepferde! Langsam begab ich mich der Arbeit. Zuallererst begutachtete ich alle vier Hufe und analysierte schon Unebenheiten aus bevor ich zu meinem Werkzeug griff. Hinten links stand sie schon teilweise zu sehr auf der Hufwand, sonst waren die Hufe in einem wunderbaren Zustand. Sie hatte sehr gesunde und robuste Hufe. Ich schnappte mir die Hufschneidezange, das Hufrinnmesser und die Raspel und fing gemütlich an. Nacheinander hob ich die Beine also, fixitierte sie zeischen meine Schenkel und fing dann mit der Zange und dem Rinnmesser an die Hufe auszuschneiden. Gleichmäßig kürzte ich die Tragränder und beseitigte kleine Unebenheiten. KS war tiefenentspannt, sie liebte die Behandlung ihrer Hufe, fast so sehr wie manche Frauen die Zeit im Nagelstudio genossen. Nachdem ich den einzelnen Huf dann ausschnitt, raspelte ich diesen dann für den folgenden Beschlag noch glatt. Als ich das Bein wieder abstellte, komtrollierte ich meine Arbeit damit ich bei Not sofort nochmal korrigieren konnte. Doch alle vier sahen am Ende klasse aus. Ich lobte die Stute und widmete mich dann der Hufbadmixtur. Das Hufbad bestand aus wohltuenden Kräutern, aus dem eigenem Garten, um die Hufe auf natürliche Weise gesund zu halten, zu stärken und zu schützen! Das Hufbad goss ich dann in eine spezielle flache Wanne in die ich KS Hufe dann nacheinander eintauchte. Auch dies machte KS trotz ihres jungen Altern ausnahmslos perfekt. Nachdem die Hufe frisch gebalsamt und auch wieder getrocknet waren, konnte ich anfangen die beiden Stahleisen mit Stollenlöchern anzupassen. Mit dem Amboss und dem Hammer konnte ich sie nun in die Form rücken und steckte die Eisen in den benachbarten Ofen um sie dann perfekt zurecht zu biegen. Die heißen Eisen passte ich schließlich an KS Hufe und nagelte sie dann mit zügigen Griffe auf. Schnell hatte Ks wieder ihre beiden Eisen drauf. Mit der Hufbeschlagszange konnte ich dann noch in Ruhe die überstehenden Nägel abknipsen. Nun war Ks theoretisch fertig und neu und sauber beschlagen, praktisch wollte ich sie aber nochmal vortraben lassen um gegebenfalls Ungleichmäßigkeiten auszugleichen. Ich schrieb CatyCat eine Nachricht auf whatsapp ob sie nicht kurz rauskommen konnte um KS fix vortraben zu lassen. CatyCat erschien dann auch schnell und KS folgte ihr in einem wunderschönem Mitteltrab auf dem harten Steinboden. Es sah alles gut aus. Dank einer so ruhigen und hufschmiedefrommen Stute wie KS war die Arbeit also schnell erledigt. Nach erneutem Schmusen zu dritt mit CatyCat durfte KS dann wieder zurück auf die Weide. Während CatyCat wieder im Büro verschwand, spazierte ich mit Ks zurück. Ehe KS dann durch das Tor aufs Gras verschwand gab ich ihr noch ein Küsschen auf die Nase. Mit edel glitzernden silbernden Beschlag stolzierte sie davon. Schnell machte ich mich auf den Weg zurück, verstaute erstmal KS Halfter und Strick bevor ich den Putzplatz kurz fegend von den Huf- und Nagelresten befreite. Am Ende packte ich dann noch all mein Schmiedezeugs in die Schmiede zurück und schaltete den Ofen aus. Das war eine sehr gelungene Hufbearbeitung.
    • RoBabeRo
      [SIZE=36.3636360168457px]Tierarztbericht mit Röntgenbildern[/SIZE]
      [SIZE=12.727272033691406px]10934 Zeichen | © Edfriend aka. Pferdeklinik Caen[/SIZE]​
      Erster Besuch
      „Guten Abend, Pferdeklinik Caen, Dr. Canary am Apparat, wie kann ich Ihnen helfen?“ nahm ich freundlich das Telefon ab.
      Eigentlich hatte ich um diese Uhrzeit nicht mehr mit einem Anruf gerechnet und es war auch eher Zufall, dass ich noch in der Praxis war, denn der Papierkram hatte mich heute etwas länger aufgehalten.
      „Hallo, hier ist Roxy. Hättest du für Morgen noch ein Plätzchen frei?“ fragte mich eine junge Frau und ich musste direkt grinsen. „Für dich doch immer.“ meinte ich lachend, schnappte mir meinen Planer und einen Kuli und schrieb fleißig auf, was mich Morgen erwarten würde.
      „Um 10 Uhr bin ich da. Bis Morgen!“ verabschiedete ich und legte auf. Noch einmal überflog ich die lange Liste. „Das schaffen wir mit Sicherheit nicht bei einem Besuch.“ murmelte ich und überlegte schon, wie ich das Ganze aufteilen würde.

      Nach den ersten zwei Patienten fuhr ich dann zum Gestüt 'Keep Smiling'. Vor dem Stall wartete schon Roxy grinsend auf mich. „Fühle dich geehrt, du bist die erste, die sie zu Gesicht bekommt.“ meinte sie lachend und führte mich in den Stall.
      Bei meiner heutigen Patientin handelte es sich nämlich um den Hauptpreis des Summer Cup 2014 und schon jetzt waren alle Teilnehmer sichtlich aufgeregt, denn die junge Stute hatte sich bisher noch nicht im Rampenlicht gezeigt.
      Sie war ein deutsches Sportpferd und dementsprechend groß war die Lady auch. „Das ist Ehrenpreis.“ grinste Roxy mich an und ich musste sagen, der Name passte einfach zu allem. Neugierig kam sie an die Boxentür, als Roxy sie rief und ließ sich aufhalftern. „Du wirst mal ein großer Star, stimmts?“ meinte Roxy lächelnd und führte sie zum Putzplatz.
      Dort konnte dann auch ich mich ausbreiten und alles vorbereiten. Neugierige braune Augen beobachteten jeden meiner Handgriffe und schienen alles genau ins Visier zu nehmen.
      „Roxy? Ich habe entschieden, dass ich für die AKU in drei Tagen noch einmal vorbeischaue, das wird sonst heute zu viel.“ meinte ich lächelnd und Roxy nickte zustimmend.
      Dann ging es aber auch schon der Stute an den Kragen. Zum Glück war sie mir sehr wohlgesonnen und ließ sich brav untersuchen.
      Gründlich nahm ich sie von außen in Augenschein. Ich hörte und tastete sie komplett ab, kontrollierte die Körpertemperatur und war mir dann schon sicher, dass wir impfen konnten. Die große Untersuchung würde sowieso noch anstehen.
      Ehrenpreis bekam drei Spritzen und wir begann mit der Kombi-Impfung von Herpes und Influenza. Danach folgten noch Tetanus und Tollwut und die ersten Spritzen hatte die Kleine schon hinter sich gebracht.
      Kurz darauf folgte allerdings das unangenehmste, denn als angehendes Sportpferd sollte sie natürlich auch gechippt werden. Also bereitete ich das Präparat vor und schneller als gedacht war der Chip schon unter ihrer Haut verschwunden.
      Vorsichtig fuhr ich mit dem Lesegerät über die besagte Stelle am Hals, registrierte den Chip und trug die Nummer im Pferdepass des Sportpferdes ein.
      Dann gab es für die Kleine noch eine Wurmkur mit Apfelgeschmack, welche sie allerdings nur mehr oder weniger gerne schluckte.
      Ehrenpreis hatte nun eine kleine Verschnaufpause, während ich die benutzten Sachen sicher verpackte und wegräumte, denn fertig war sie bisher keineswegs.
      „Ich nehme ihr heute das Blut ab, dann kann ich das große Blutbild bereits anfertigen lassen und in ein paar Tagen ist das dann auch da.“ meinte ich lächelnd zu Roxy und bereitete die Kanüle vor.
      Die Stute bekam plötzlich ganz große Augen und schien gar nicht begeistert von meiner Idee zu sein, doch eh sie sich versah, war ich auch schon fertig und hatte einige kleine Violen mit ihrem Blut gefüllt.
      Vorsichtig verstaute ich sie sicher in dem gepolsterten Köfferchen, welches ich eigens dafür mitgebracht hatte.
      „Bald hast du es geschafft.“ meinte ich lächelnd und tätschelte der Stute den Hals. Nun stand nur noch die Tupferprobe an.
      Ich verkniff mir den Kommentar, dass es gleich etwas unangenehm werden würde, als ich mit der rektal-palpatorischen Untersuchung begann. Allerdings war es schon wichtig zu wissen, ob bei der Stute wirklich alles in Ordnung war.
      Als sie das dann hinter sich gebracht hatte, ließ ich mir von Roxy nacheinander zwei Tupfer reichen, um die Proben zu entnehmen. Nachdem auch diese sicher verschlossen war, konnte ich ehrlich sagen, dass die Stute es für heute geschafft hatte.
      „Na dann sehen wir uns in drei Tagen noch einmal!“ meinte ich lächelnd zu Roxy und der Stute neben ihr und machte mich auf den Heimweg.

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      Große AKU
      Ein Blick auf die Uhr reichte und ich wusste sofort, dass ich verdammt spät dran war.
      Leider half mir dieser gottverdammte Stau auch nicht weiter und so tippte ich Roxys Nummer ins Handy ein, um ihr mitzuteilen, dass ich leider etwas später kommen würde.
      Nach einer Stunde kam dann aber auch ich endlich auf dem Gestüt an und Roxy nahm mich grinsend in Empfang. „Gute Reise gehabt?“ meinte sie lachend und ich stöhnte nur.
      Im Stall wartete schon die junge Stute auf mich. Wir kannten uns bereits und so war sie bei meinem Anblick nicht ganz so begeistert.
      Nach einem Leckerli sah die Welt aber schon ganz anders aus und dann ging es auch schon los.
      „Also heute steht die AKU an, mitsamt von Endoskopie, Ultraschall und Röntgen.“ meinte ich zu Roxy und sie nickte grinsend, denn das war allerhand für Ehrenpreis. Allerdings würde sie auch bald ihren Besitzer wechseln und dann sollte wirklich alles perfekt sein.
      Erst einmal musterte ich die Stute gründlich, doch sie sah nach wie vor fit aus. „Hatte sie Probleme mit den Impfungen?“ fragte ich Roxy, denn manche Pferde verkrafteten Impfungen nicht sonderlich gut. „Nein, gar nicht.“ meinte Roxy.
      Die Körpertemperatur der Stute lag genau im Idealbereich, also gab es auch dort keine Schwankungen. Heute schaute ich mir die Ohren genauer an. Mit dem Otoskop bekam ich einen besseren Einblick und konnte auch nach dem Trommelfell schauen.
      Alles sah wunderbar aus, es waren keine Parasiten zu sehen und das Trommelfell war vollkommen in Ordnung. Danach war der Pupillenreflex an der Reihe und immer noch funktionierte er einwandfrei.
      Mit dem Augenspiegel suchte ich den Augenhintergrund ab, doch es waren keine Auffälligkeiten zu entdecken. Nun war nur noch der Blick ins Maul an der Reihe.
      Die Schleimhäute besaßen eine gesunde Farbe, alle Zähne standen wunderbar und die Zunge hatte ihre normale Beschaffenheit. „Wunderbar.“ murmelte ich zufrieden. Nun begannen die anstrengenderen Untersuchungen, zumindest für Roxy.
      Erst einmal kontrollierte ich Atem- und Herzfrequenz im Ruhestand und hörte ganz genau die Organe ab, um eventuelle Nebengeräusche zu entdecken. Alles war in Ordnung und nun ging es auf den Platz, wo Roxy die Stute ein Weilchen longierte, vor allem im Trab und Galopp.
      Danach wurden noch einmal die Frequenzen gemessen und ich konnte sehen, ob sich unter Belastung Auffälligkeiten zeigten. „Tip top.“ meinte ich zu Roxy und nickte. Nun war der Bewegungsapparat an der Reihe.
      Ich schaute nach eventuellen Fehlstellungen oder Lahmheiten. Sowohl auf harten als auch auf weichem Boden führte Roxy mir die Stute vor. Einmal auf der geraden Linie und einmal auf der gebogenen. Dann ging es an die Beugeprobe aller vier Gliedmaßen.
      Jedes Bein war ohne jeglichen Befund. „Magst du sie mir mal vorreiten?“ fragte ich Roxy, während ich gerade alle wichtigen Notizen in mein Formular kritzelte, denn alles musste genau dokumentiert werden.
      Während ich schon grob meinen Bericht schrieb, sattelte Roxy die Stute und ritt sie vor, in allen drei Gangarten, auf der geraden Linie und auf dem Zirkel. Die Stute lief zufrieden unter ihrer Reiterin und war sehr aufmerksam. Auch waren ihre Gänge locker und schwungvoll, von Steifheit oder sonstigen Problemen konnte ich keine Anzeichen entdecken. Auch diesen Test hatte Ehrenpreis bestanden.
      „Gönnen wir ihr erst einmal eine Pause, da kann ich in der Zwischenzeit mit dir das Blutbild besprechen.“ erklärte ich Roxy, während sie die Stute in ihre Box brachte. Natürlich war die Untersuchung für das Pferd auch Stress, auch wenn Madame sich das nicht ansehen ließ.
      Im Büro packte ich die wichtigen Dokumente aus. Roxy war nicht ganz unerfahren auf dem Gebiet und ich musste ihr nicht gar so viel erklären. „Die gute Nachricht ist, dass es eigentlich keine Auffälligkeiten gab.“ meinte ich und zeigte ihr die große Tabelle. „Bei den Blutbestandteilen gibt es eigentlich gar nichts zu sagen, die Lady ist kerngesund.“ grinste ich und fuhr mit dem Finger die Tabelle hinunter.
      „Hier lässt sich auch gar nichts auffälliges entdecken, außer der erhöhte Blutzucker-Wert. Er ist aber nicht so hoch als das man sich Gedanken machen müsste. Eher kommt es von dem Stress, den die Stute die letzten Tage mit der Reise hierher hatte.“ lächelte ich, denn das Blutbild der Stute war wie aus dem Lehrbuch kopiert.
      Nun war die Stute wieder an der Reihe, denn einige Untersuchungen standen noch an. Zuerst begannen wir mit der Endoskopie. Begeistert war Ehrenpreis nicht wirklich davon, aber da musste sie wohl durch.
      Besonderes Augenmerk legte ich bei der Spiegelung auf die Atemwege, die Gebärmutter und die Harnblase. Auch den Magen nahm ich noch einmal genauer unter die Lupe, doch alles war wunderbar.
      Kurz ließ ich von der Stute ab, um die Geräte zu wechseln, denn nun kamen wir noch zum Ultraschall.
      Hier ging es vor allem um die Gebärmutter, denn die Stute sollte bei ihrem späteren Besitzer vielleicht auch einmal in die Zucht gehen und so wollte Roxy jegliche Krankheiten ausschließen.
      Zehn Minuten später konnte ich sie auch beruhigen, denn bei der Stute sah alles wunderbar aus. „Na dann sind wir bald fertig.“ meinte ich lächelnd, denn das einzige was noch fehlte war das Röntgen.
      Roxy und ich zogen uns Bleischürzen über und dann kam das mobile Röntgengerät schon an die Reihe.
      Da Ehrenpreis beim Abtasten des Rückens keinerlei Reaktion gezeigt hatte, beschränkten wir uns auf das röntgen der Beine. Insgesamt wurden heute 10 Bilder gemacht.
      Zuerst machte ich von allen Hufen und Fesseln aus zwei Perspektiven eine Röntgenaufnahme. Danach waren die Dornfortsätze an der Reihe und die Kniegelenke. Zuletzt kamen noch die Sprunggelenke an der Reihe und dann hatte die Stute auch den heutigen Besuch geschafft.
      Ich baute alles wieder ab und packte das Röntgengerät gut weg. Auch der Rest wurde wieder im Kofferraum meines Autos verstaut.
      „Bezüglich des Röntgens rufe ich dich heute Abend oder Morgen noch einmal an.“ meinte ich lächelnd zu Roxy und verabschiedete mich nun für heute.

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      Röntgenbilder
      "Guten Abend! Hier ist Dr. Canary, die Röntgenergebnisse kamen schneller als gedacht." meinte ich grinsend und am anderen Ende des Telefon jauchzte es bereits vor Freude. "Es gibt noch mehr Anlass zur Freude: Die Stute gehört zur Röntgenklasse I. Röntgenologisch ohne besondere Befunde, die als anatomische Formvarianten eingestuft werden können. Also ist alles wunderbar." meinte ich lächelnd und Roxy dankte mir nur noch ausgiebig, ehe wir uns auch schon in unsere Feierabende verabschiedeten.
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      Röntgenbilder (c) RoBabeRo
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    • RoBabeRo
      [SIZE=36.3636360168457px]Ausbildungsbericht Tag 1[/SIZE]
      1949 Zeichen | © CatyCat aka. Horse Sport Center - Keep Smiling
      "Guten Morgen meine Süße.", begrüßte ich die hübsche Scheckstute. Meine Aufgabe war es KS's Ehrenpreis in der Dressur auf A Niveau auszubilden. Vorsichtig fühte ich die junge Stute zum Anbindeplatz und band sie mit dem Pferdeknoten an. Großzügig putzte ich sie und sattelte. Unsicher legte sie die Ohren nach hinten, hielt aber still, als ich den Sattelgurt festzog. Artig folgte sie mir zum Dressurviereck und schnaubte gelassen. Sanft schwang ich mich in den Sattel und ritt ins Viereck ein. KS's Ehrenpreis fußte bereits im Schritt energisch ab und streckte sich Vorwärts-Abwärts. Nach guten zehn bis fünfzehn Minuten Warmreiten und erstem Schultervor und Hinterhand übertreten lassen, ließ ich sie vom Fleck weg antraben. Ihr Körper bewegte sich geschmeidig unter mir und sie suchte sofort die Verbindung zur Reiterhand. Roxy war inzwischen dazu gekommen und beobachtete uns vom Rand aus. "Soll ich euch ein paar Trabstangen hinlegen?", bot sie an und ich nickte.
      "Danke dir.", meinte ich, nachdem Roxy alle 4 Trabstangen so hingelegt hatte, wie ich mir das vorgestellt hatte und sie das Viereck wieder verlassen hatte. KS's Ehrenpreis und ich galoppierten an und gingen etwas ganze Bahn, dan wieder auf dem Zirkel und machten bei X einen einfachen Galoppwechsel und wehchselten aus dem Zirkel. Begeistert klopfte ich ihren Hals. "Klasse Mausi!", lobte ich die talentierte Stute und ließ die Zügel aus der Hand kauen. "Noch einmal kurz über die Trabstangen und dann machen wir für heute auch Schluss.", versprach ich und die Ohren der Stute spitzten sich. Eifrig schmiss sie die Beine, als wir über die Stangen ritten und ihr Rücken schwang elastisch. "Was für ein geiles Pferd!", rief ich fasziniert aus. "Man Mädel, hast du ein Vermögen!", jauchzte ich euphorisch und klopfte ausgiebig ihren Hals. Am langen Zügel ritt ich KS's Ehrenpreis noch trocken, dann ritt ich sie zurück zum Putzplatz und brachte sie anschließend wieder auf ihr Paddock.
    • RoBabeRo
      [SIZE=36.3636360168457px]Ausbildungsbericht Tag 2[/SIZE]
      1740 Zeichen | © CatyCat aka. Horse Sport Center - Keep Smiling
      Tag Zwei von Keep Smilings Ehrenpreises Dressurausbilung zur Klasse A brach an. Heute hatte ich mir vorgenommen, an der Losgelassenheit noch etwas zu arbeiten, da sie sich bei Handwechseln gerne mal verkantete. „Ehrenpeeeeeis!“, rief ich laut über die Pferdeweide. Die gescheckte deutsche Sportpferdestute kam erwartungsvoll ans Weidetor getrabt und ließ sich auch anstandslos aufhalftern. Am langen Strick folgte Ehrenpreis mir mit gesenktem Kopf über den Hof zum Putzplatz. Eilig, aber dennoch gründlich putzte ich ihr Fell über und strich die Beine mit der Wurzelbürste über. Rasch sattelte und trenste ich sie und klemmte die Dressurgerte unter das Sattelblatt. Als ich gerade am Dressurviereck aufsteigen wollte stellte ich fest, dass ich meine Sporen vergessen. „Oh Mist man. So ein Dreck.“, fluchte ich genervt und zog die unmotivierte Stute hinter mir wieder zurück zum Anbindeplatz. Dort ließ ich sie einfach unangebunden stehen und zog die Sporenriemen um meinem Reitstiefel fest. Kurz ging in Gedanken durch, ob ich nicht vielleicht noch etwas vergessen hatte, aber mir fiel nicht ein was noch fehlen könnte. Ich zupfte an KS's Ehrenpreis's Zügel und widerstandlos folgte sie mir zum zweiten Mal zum Dressurplatz. Sanft schwang ich mich dank der Aufstiegshilfe in den Sattel und ritt die Scheckstute warm. Etwa zehn bis fünfzehn Minuten später begann ich mich dem Leichttraben. Erst ließ ich sie ganze Bahn laufen, dann baute ich auch Handwechsel ein und schließlich erste Galoppphasen. Keep Smilings Ehrenpreis arbeitete zuverlässig mit und auch Lektionen wie Kurzkehrt und aus dem Schritt angaloppieren klappen super. Zum Abschluss ritt ich mit der hübschen Stute noch eine Runde ins Gelände, um sie etwas ausspannen zu lassen.
    • RoBabeRo
      [SIZE=36.3636360168457px]Ausbildungsbericht Tag 3[/SIZE]
      1838 Zeichen | © CatyCat aka. Horse Sport Center - Keep Smiling
      „Maaaauuussiii!“, rief ich vom Weidezaun aus nach der hübschen deutschen Sportpferdestute. Keep Smilings Ehrenpreis kam zu mir herangetrabt und schnaubte laut. Vorsichtig streifte ich ihr ihr Halfter über und führte sie von der Weide. Damit sich die anderen Pferde nicht mit hinausdrängten, schloss ich fix das Gatter und verschloss es sicher. Zuversichtlich führte ich sie in den Stall und band sie an. Das Wetter zog sich zusammen und dunkle Wolken bedeckten den Himmel. Als ich mein Putzzeug hervorkramte hörte ich, wie der Regen auf das Stalldach niederprasselte und dunkles Grollen ertönte. „Uff, na dann mal Beeilung!“, sagte ich mir und eilte zu Keep Smilings Ehrenpreis. Rasch reinigte ich ihr Fell von Staub und Schmutz, ehe ich ihr die Schabracke und den Dressursattel auf den Rücken legte und vorsichtig angurtete. Zu guter letzt schob ich ihr das Gebiss ins Maul und trenste sie auf. Draußen schüttete es nun heftig, sodass wir in die Reithalle ausweichen mussten, die glücklicherweise direkt an die Stallung anschloss, sodass wir nicht nass wurden. In der Halle tönte das Prasseln des Regens nur noch dumpf in meinen Ohren, doch Keep Smilings Ehrenpreis lief selbstsicher ihre Runden. Nach etwas Aufwärmarbeit begann ich damit an der Rittigkeit der schönen Scheckstute zu arbeiten, indem wir viele Tempowechsel inerhalb der Gangarten ritten. Ehrenpreis arbeitete motiviert mit und machte ihren Job hervorragend. „Super kleine Maus!“, lobte ich sie und ließ sie zum Abschluss noch etwas Vorwärts-Abwärts traben. Dann setzte ich mich in den Sattel und parierte zum Schritt. Am langen Zügel ritten wir ab und marschierten zurück in die Stallgasse. Bevor ich Keep Smilings Ehrenpreis in ihre geräumige Box entließ, schob ich ihr noch ein Leckerlie, das sie sich absolut verdient hatte zwischen die Zähne und klopfte ihr den Hals.
    • RoBabeRo
    • RoBabeRo
    • RoBabeRo
    • RoBabeRo
      Pflegebericht 2
      1084 Zeichen | © Ranjit
      Aus der Sattelkammer holte ich nun Halfter, Führstrick und Putzbox von Keep smilings Ehrenpreis und machte mich auf den Weg zu ihrer Box. Dort angekommen, stellte ich die Putzbox ab und öffnete die Boxentür. Ich betrat die Box und streichelte die Stute zur Begrüßung hinter den Ohren und legte ihr anschließend ihr Halfter an und befestigte den Führstrick daran. Nun führte ich die Stute aus ihrer Box heraus und band sie davor an. Ich öffnete die Putzbox, nahm Striegel und Kardätsche heraus und fing an, die Stute zu putzen. Danach kämmte ich ihr Langhaar und kratzte ihre Hufe aus. Anschließend räumte ich die Putzbox wieder auf und nahm ihr Sattelzeug mit. Als die Stute gesattelt war, führte ich sie aus dem Stall und stieg auf. Wir ritten Richtung Strand. Als wir die Strecke erreichten, auf der man wunderbar gallopieren kann, lies ich die Stute laufen. Sie genoss es richtig. Als wir den Ausritt beendet hatten, sattelte ich die Stute ab und brachte sie auf die Weide. Nachdem ich ihre Sachen aufgeräumt hatte, mistete ich ihre Box noch aus und kehrte den Platz vor ihrer Box.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    RoBabeRo
    Datum:
    4 Aug. 2014
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  • Keep smilings EHRENPREIS

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    'Abstammung'
    Von:
    Summerlong

    Von: Cartman

    von: Unbekannt
    aus der: Liane Cartman

    Aus der: Saddy
    Von: El Sorit ox
    Aus der: Santila ox


    Aus der: Inspiration

    Von: Insterburg
    Aus der: Fieder's Lady


    'Grunddaten'
    Rasse: Deutsches Sportpferd
    Alter: 01.08.2010
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Dunkelbraunschecke (Dark Bay Tobiano)
    Stockmaß: 1,71m
    Abzeichen: 1x Laterne, 1x Socke
    Gesundheit: 100% (Sehr Gut)
    Hufe: 100% (Sehr Gut)

    'Besitzerdaten'
    Zucht: Keep Smiling
    Besitzer: Summer Cup Gewinner
    Ersteller: by RoBabeRo
    Vorkaufsrecht (VKR): RobabeRo & CatyCat

    'Qualifikationen'
    Dressur Klasse: E
    Spring Klasse: E
    Western Klasse: E
    Galopprennen Klasse: E
    Militairy Klasse: E
    Distanz Klasse: E
    Fahren Klasse: E

    'Schleifen & Preise'

    'Sonstiges'

    PNG
    PUZZLE PNG
    Röntgenbild Huf und Fessel links
    Röntgenbild Huf und Fessel rechts
    Röntgenbild Huf und Fessel unten

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