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Sammy

Kazumi Princess El Assuad

Englisches Vollblut | Stute | gekrönt|| DR: A (1) | SPR: L (2) | MIL: A (1) | GAL: S*** (5)

Kazumi Princess El Assuad
Sammy, 1 Jan. 2019
    • Sammy
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      Ein Traum wird wahr!
      Die Geburt von Successful Dream & Kazumi Princess El Assuad
      05. Januar 2017
      "Oh Eddi du bist endlich da! Ich bin ja so aufgeregt, keine Ahnung wie ich das noch länger aushalten soll!", begrüßte ich meine liebste Freundin nervös. Nach einem Blick in mein Gesicht seufzte sie, grinste und meinte dann: "Okay, okay lass uns gleich in den Stall gehen. Dann schau ich mir Kagami und Success Story an und packe erst danach aus." Ich umarmte Eddi stürmisch und führte sie sofort zu den Stallungen. Hier war nun zum allerersten Mal ein Teil des linken Stutentrakts vom Rest des Stalles abgetrennt. Hier standen die beiden hochträchtigen englischen Vollblutstuten Kagami El Assuad und Success Story xx. Wegen ihnen war Eddi auch hier. Sie hatte es geschafft sich ein paar Tage frei zu nehmen, um meinen beiden Stütchen und mir beizustehen. Ich führte zuerst Kagami aus ihrer Box. Die normalerweise so aufgedrehte Vollblutstute stapfte schwerfällig neben mir her und ließ sich brav auf der Stallgasse anbinden. Eddi zog sich die langen Handschuhe an und tastete Kagami ab. Sie nahm auch ihren Puls und bestätigte dann, dass Kagami für ihren Zustand topfit war und es nicht mehr lange dauern würde, bis das Fohlen kam. Bei Success Story war es ähnlich, nur dass die braune Stute heute ungewöhnlich unruhig war. Auch sie war die letzten beiden Wochen in eine tiefe Trägheit gefallen, doch heute war davon nichts zu spüren. Ich runzelte besorgt die Stirn, als ich Story mit zwei Stricken festmachte. Eddi besah sich die Vollblutstute ganz genau und wandte sich dann lächelnd zu mir um: "Ich denke wir sollten heute Nacht schon im Stall schlafen. Story zeigt deutliche Anzeichen für die Geburt. Schau mal wie sich der Bauch schon leicht abgesenkt hat und ihr Euter ist auch deutlich angeschwollen. Es könnte schon heute Nacht soweit sein." Ich strahlte meine Freundin an und strich liebevoll über Story's mächtigen Bauch. Wir brachten das Vollblutstütchen zurück in die Box, Eddi streifte isch die Handschuhe ab und wusch sich die Hände und anschließend geleitete ich sie erst einmal ins Gästezimmer, damit sie sich in Ruhe einrichten konnte. Währenddessen machte ich für Eddi und mich die Box gegenüber von Succes Story fertig. Dafür stellte ich zwei Klappbetten hinein, stattete sie mit kuscheligen Schlafsäcken, Fleecedecken und Kopfkissen aus, verlegte ein Verlängerungskabel, damit ich eine kleine Nachttischlampe anschließen konnte und schleppte eine Kiste Mineralwasser heran. Später würde ich uns Bettflaschen machen, je eine große Thermoskanne Tee kochen und Sandwiches richten. Ich betrachtete für ein paar Minuten zufrieden mein Werk, dann richtete ich ich in der Box nebenan alles für das Fohlen her. Erst einmal fuhr ich ein paar Karren mit frischen Sägespänen hinein, damit wir die Streu nach der Geburt schnell auswechseln konnten und Mama und Kind nicht im Nassen liegen mussten. Ich stellte auch Mistgabel und Schaufel bereit. Beides hatte ich gründlichst mit kochend heißem Wasser gereinigt, um die Abfohlboxen so sauber wie möglich zu halten. Zu guter Letzt fand mein Fohlengeburtsset seinen Weg in die leere Box. Darin befanden sich eine Schweifbinde für Success Story, Seife, Handtücher, Desinfektionsmittel, Einweghandschuhe und Jodlösung zum desinfizieren des Nabels. Eddi's Arzttasche platzierte ich direkt daneben. Nun fehlte nur noch der frisch gewaschene Eimer, in den wir dann warmes Wasser füllen würden, wenn es soweit war. Gott sei Dank hatte ich in jedem Stalltrakt einen Hahn anbringen lassen, aus dem sowohl kaltes als auch warmes Wasser floss. Als Eddi zu mir stieß, nickte sie anerkennend. Ich warf einen letzten leicht besorgten Blick auf Success Story, dann führte ich Eddi über mein großes Gestüt. Es war schon sehr lange her, dass sie mehr als ein paar Stunden hier verbracht hatte und so genoss ich es sehr, ihr all meine Schützlinge zu zeigen, von denen sie viele selbst einmal besessen hatte. Vor allem von der kürzlich gekrönten Hollybrook's Fairy Bluebird war sie sehr angetan. Das Stütchen hatte in den letzten Wochen wirklich noch einmal einen rießigen Schritt nach vorn gemacht und mauserte sich zu einem Top-Turnierpferd. Als der Abend hereinbrach schlüpften Eddi und ich in warme Jogginghosen, Wollpullover und Winterstiefel, um uns auf unsere Nacht im Stall vorzubereiten. Ich mistete die Boxen von Kagami und Story gründlich aus und Eddi sah sich beide Stuten noch einmal an. Während Kagami ruhig war, drehte Story Runde um Runde in ihrer Box und scharrte nervös mit den Hufen. "Sieh mal, Harztropfen! Ich bin mir ganz sicher, dass das Fohlen heute Nacht kommt. Das ist wirklich jedes Mal wieder aufregend!", sagte Eddi grinsend, als sie Story's Box verließ. Ich schlüpfte kurz in den Hauptstutentrakt und gab meinen Mitarbeitern Bescheid, dass sie ab sofort nicht mehr in den Abfohlbereich kommen sollten. Dann schloss ich die großen Türen hinter mir und Eddi und ich machten es uns in der hergerichteten Box bequem. Story's Schweif hatten wir bereits hochgebunden und bandagiert, damit er bei der Geburt nicht im Weg war. Keine der beiden Stuten hatte bisher ein Fohlen gehabt, daher wussten wir überhaupt nicht, wie sie sich verhalten würden, doch bei Story waren die Anzeichen ja überdeutlich. Dennoch passierte bis nachts um drei Uhr nicht das Geringste und schließen schliefen Eddi und ich ein. Etwa zwei Stunden später schreckte ich hoch: Story hatte wieder damit begonnen im Kreis zu gehen und in der Streu zu scharren. So leise ich konnte schlüpfte ich aus dem Bett, glitt in meine Schuhe und schlich über die Stallgasse. Selbst in der schummrigen Notbeleuchtung erkannte ich, dass meine Stute stark schwitzte. Schnell huschte ich zurück in die Box. Dort zögerte ich einen Moment und überlegte, ob ich Eddi nicht nur wecken sollte, falls es Probleme gab. Dann schüttelte ich grinsend den Kopf. Wahrscheinlich wäre meine Freundin unheimlich enttäuscht, die Geburt zu verpassen. Ich stellte den kleinen Monitor auf mein Bett, der mit der Kamera in Story's Box verbunden war und stupste Eddi sacht an. Die verzog das Gesicht und setzte sich dann mit einem Schlag auf. "Was ist? Ist was passiert? Ohje, sind wir etwa beide eingeschlafen?", fragte sie durcheinander. Ich legte den Finger an die Lippen und flüsterte: "Nein, alles gut. Aber es geht los, du hattest Recht!" Sofort war Eddi auf den Beinen und gemeinsam starrten wir auf den Monitor. Ich hatte diese Lösung ausgewählt, da wir so zwar direkt vor Ort waren, aber nicht direkt vor der Box der Stute stehen mussten, um zu sehen was vor sich ging. Story grunzte und sank zu Boden. Ich kaute nervös an meinen Fingernägeln und starrte gebannt auf den Bildschirm. Wir beobachteten, wie die Stute mehrere Male schwerfällig auf die Beine kam, im Kreis lief und sich dann wieder ablegte. Schließlich flüsterte Eddi aufgeregt: "Sie nur, die Fruchtblase ist geplatzt, jetzt ist es gleich soweit!" Ich hielt die Spannung kaum noch aus, doch kurz darauf kamen die Vorderbeine und danach der Kopf des Fohlens zum Vorschein. "Gott sei Dank, es lag noch richtig.", seuftze ich erleichtert. Wir warteten, bis das Fohlen ganz draußen war. Die Eihaut war gerissen und indem ich mit der Nase fast den Bildschirm berührte, konnte ich erkennen, dass sich der winzige Brustkorb des Fohlens hob und senkte. Eddi und ich liefen leise nach draußen und blieben gebannt vor Story's Box stehen. Die braune Stute begann nun das nasse Bündel abzulecken. "Sieht aus wie ein kleiner Rappe, was meinst du?", fragte Eddi leise und ich nickte. Allerdings war das Fohlen ja auch nass und im Stall war es recht dunkel, daher konnte es durchaus sein, dass wir mit der Farbe völlig daneben lagen. Schließlich erhob sich Success Story und zerriss dabei die Nabelschnur. Das Pferdebaby hob den Kopf und rollte sich in Brustlage. Bereits nach 10 Minuten unternahm das kleine Wesen die ersten Aufstehversuche. Es schaffte es auch tatsächlich recht schnell auf die Beine zu kommen, fiel dann jedoch sofort zurück auf den Boden. Mit angelegten Ohren unternahm es einen zweiten, dritten, vierten und fünften Versuch und endlich stand es auf wackeligen Beinchen neben seiner Mutter. Success Story hatte ihr Baby keine Sekunde aus den Augen gelassen und es immer wieder aufmunternd angestupst, wenn ein Aufstehversuch missglückt war. Eddi und ich mischten uns selbstverständlich nicht ein, da diese ersten Minuten so unglaublich wichtig für die Bindung von Stute und Fohlen war. Außerdem verlief ja alles genau nach Plan. Als das Pferdekind schließlich Story's Euter gefunden hatte und gierig zu saugen begann spürte ich, dass die Anspannung allmählich von mir abfiel. Nicht mehr lange und wir konnten endlich die Box betreten. Das Fohlen hörte auf zu trinken, knickte an Ort und Stelle die Vorderbeine ein und sank zurück ins Stroh. Eddi nickte mir zu und ich betrat leise die Box. Story wandte mir ihren schönen Kopf zu und ich sprach leise auf sie ein: "Hallo meine Schöne. Du hast das so toll gemacht, ich bin unglaublich stolz auf dich. Aber jetzt müssen wir hier drin sauber machen, damit ihr zwei es schön gemütlich habt, ja?" Story streckte mir den Kopf entgegen und drückte ihr samtweiches Maul in meine Hände. Ich strich ihren Hals entlang kraulte sie hinter den Ohren und beugte mich dann zu dem Fohlen hinunter. Das kleine Stütchen blinzelte mich an, zeigte jedoch keinerlei Scheu. Ich streckte vorsichtig die Hand aus und berührte das feuchte Fell. Nun kam auch Eddi mit den Handtüchern und dem Jod herein. Auch sie begrüßte zuerst Success Story, bevor sie sich neben mich kniete. "Mensch die ist ja wirklich wunderschön. Und du hattest dir ein Stütchen gewünscht!", sagte Eddi ergriffen. Ich nickte und gemeinsam rieben wir das Fohlen trocken. Während Eddi den Nabel desinfizierte, machte ich mich daran die nasse Streu zu entfernen und frische aufzuschütten. Bei Success Story war mittlerweile auch die Nachgeburt abgegangen, sodass ich diese Stelle auch gleich säubern konnte. Ich löste die Schweifbinde der Stute und verließ dann mit Eddi die Box. Kagami war von dem ganzen Trubel ebenfalls aufgewacht, hatte sich schwerfällig erhoben und blickte nun neugierig über die Stallgasse. Normalerweise standen die Stuten nebeneinander, doch für die Geburt wollte ich, dass sie ihre Ruhe hatten. Ich streichelte Kagami und kuschelte mich dann in meinen Schlafsack. Was für eine wunderschöne, aufregende Nacht!

      ~*~

      Am nächsten Morgen erwachte ich sehr viel später als sonst. Von draußen waren gedämpft die Stimmen meiner Angestellten zu hören. Ich wollte mich gerade wieder einkuscheln, da viel mir Story's Fohlen ein. Innerhalb einer Minute war ich aus dem Bett, angezogen und stand vor der Box von Mutter und Kind. Das kleine Stütchen war gerade mit trinken beschäftigt und begeistert stellte ich fest, dass sie ein Seal Brown war und kein Rappe, wie Eddi und ich gestern angenommen hatten. Story wieherte mir leise zu und das Fohlen stakste vorsichtig in Richtung Boxentür. Schüchtern war die kleine Maus wirklich gar nicht. Zum ersten Mal betrachtete ich auch ihre Abzeichen genauer. Neben drei Beinabzeichen besaß das Stütchen eine auffällige unregelmäßige Blesse, die unterhalb der linken Nüster auslief. Auch ein Teil der Unterlippe war weiß. Hinter mir vernahm ich ein Seufzen. "Sammy, sie ist wirklich ein absoluter Traum.", sagte Eddi. Ich nickte nur und meinte plötzlich: "Successful Dream. So soll sie heißen." Als hätte das kleine Stutfohlen mich verstanden blickte es wieder zu mir und ich strich vorsichtig mit der Hand über das weiche, flaumige Fell. Anschließend bat ich Eddi doch mal meine Mitarbeiter zu holen, damit sie die neuste Hollybrook-Bewohnerin willkommen heißen konnten. Kurz darauf schlichen sich alle fünf hinter Eddi in den Abfohltrakt und blieben mit leisen "Ohs" und "Ahs" vor Success Story's Box stehen. Vor allem Meg war hin und weg von der Kleinen. Successful Dream starrte von einem zum anderen, stakste unsicher zur Boxentür und streckte ihr kleines Näschen in die Luft. Brian hielt ihr die Hand hin und strich sanft über das weiche Mäulchen. So klapperte Dreamy, wie ich sie insgeheim schon getauft hatte, alle meine Mitarbeiter ab, kehrte anschließend zu ihrer Mutter zurück und sank müde ins Stroh, wo sie fast augenblicklich einschlief. Ich scheuchte die anderen grinsend hinaus. Eddi sah noch einmal kurz nach Story und Kagami, dann verließen auch wir den Stall, um den beiden Stuten und dem neugeborenen Fohlen ihre Ruhe zu lassen. Kagami zeigte auch noch keinerlei Anzeichen für eine bevorstehende Geburt, demnach würden wir heute vielleicht sogar im Haus schlafen können...

      ~*~

      "Sammy, Sammy wach auf!", unsanft rüttelte mich jemand an der Schulter und es dauerte ein paar Sekunden bis ich realisierte, dass es Brian war, der versuchte mich aufzuwecken. Schon saß ich kerzengerade im Bett und tastete nach dem Lichtschalter meiner Lampe. "Was ist denn los? Stimmt was nicht mit Story oder Dreamy?", fragte ich ängstlich. Brian's Gesicht war kalkweiß als er antwortete: "Nein es geht um Kagami. Sie ist ganz plötzlich total unruhig geworden. Ich wollte zu ihr in die Box gehen, um sie zu beruhigen, da hat sie mich gebissen. Tatsächlich fehlte ein Stück aus Brian's Jacke und darunter zeigte sich bereits ein großer rotblauer Fleck. Mit einem Satz sprang ich aus dem Bett, schlüpfte in meine Winterjacke und rannte mit Brian auf den Fersen nach unten. "Weck du Eddi auf, ich gehe schonmal in den Stall!", sagte ich atemlos. Wie konnte das sein? Kagami hatte nicht das geringste Anzeichen gezeigt, dass sie heute ihr Fohlen bekommen würde. Heute Nachmittag war sie noch seelenruhig in ihrem Paddock herumspaziert und hatte dem üblichen Gestütstreiben zugesehen. Ich erreichte den Stall, indem es mucksmäuschen still war. Mit klopfendem Herzen öffnete ich die Tür und hastete zu Kagami's Box. Im Vorbeigehen konnte ich Success Story erkennen, die mit gespitzten Ohren hinüber zu Kagami sah. Dreamy schlief lang ausgestreckt im Stroh. Erleichtert sah ich, dass Kagami auf den Beinen war. Als sie mich hörte legte sie die Ohren flach an den Kopf, stellte sie dann jedoch nach vorn, als ich leise mit ihr sprach. Als ich gerade einen Schritt in die Box gemacht hatte, sog ich scharf die Luft ein: Neben Kagami im Stroh lag ein winziges Bündel Fell, dem die Stute sich nun auch wieder zuwandte. Offensichtlich hatte sie sich nur vergewissern wollen, wer da in den Stall spaziert kam. Ich atmete zitternd aus und starrte das nasse Fohlen an. Angestrengt versuchte ich zu sehen, ob es atmete, als Kagami damit fortfuhr, es sauber zu lecken. Endlich konnte ich eine kleine Bewegung des Brustkorbs ausmachen - das Fohlen lebte. Gleich darauf kam Eddi mit Brian in den Stall, doch ich legte sofort den Finger an die Lippen und deutete auf die Stute. Brian riss die Augen auf und auch Eddi sah höchst erstaunt aus. Wahrscheinlich war das Fohlen bereits da gewesen, als Brian nach Kagami gesehen hatte und die Stute hatte ihr Baby verteidigt, weil er einfach hereingeplatzt war. Ich sah zu wie Kagami ihr Baby sacht anstupste und das kleine Tier sein Köpfchen hob. Das feuchte Fell des Fohlens war gescheckt und da es trotz der Nässe so hell war, handelte es sich wohl weder um einen Braun-, noch um einen Rappschecken. Genau wie Dream gestern streckte das Fohlen nun seine langen Beine aus und versuchte sich hochzustämmen. Sofort knickten ihm die Vorderbeine wieder ein. Beim nächsten Versuch fiel es zur Seite um. Doch es gab nicht auf und schon bald darauf stand es auf wackeligen Beinchen vor Kagami. Das Fohlen hob den Kopf, machte einen unsicheren Schritt auf seine Mutter zu und - lag schon wieder im Stroh. Was mich jedoch wirklich fesselte war der Blick des jungen Stutfohlens. Ich meinte eine Mischung aus Ungeduld und Widerwillen darin zu sehen. Wenn dem tatsächlich so war, kam das Fohlen schon jetzt ganz nach seiner Mutter. Kagami brummelte ihrem Baby aufmunternd zu und schließlich schaffte es das zierliche Tierchen zum Euter der Stute zu gelangen. Ich stand immer noch im Eingang der Box und wagte es nicht mich zu rühren, da ich Mutter und Fohlen auf keinen Fall stören wollte. Auch Brian und Eddi machten keinen Mucks. Erst als das Fohlen wieder ausgestreckt im Stroh lag, ging ich zu Kagami. Sie legte erschöpft den Kopf auf meine Schulter, doch gleich darauf flogen ihre Ohren nach hinten. Eddi hatte die Box betreten. "Na na, was soll denn das? Du magst Eddi doch.", schalt ich sie leise, um das Fohlen nicht zu wecken. Doch Kagami scharrte nervös mit dem Huf und giftete in Eddi's Richtung. Ich schüttelte verwundert den Kopf und bat Brian mir Kagami's Halfter zu reichen. Im Handumdrehen hatte ich die Stute im Griff und stellte mich zwischen sie und Eddi, damit diese das neugeborene Fohlen untersuchen konnte. Ich ließ Kagami sehen was vor sich ging, hatte jedoch eine Hand auf die Nase der Stute gelegt, um sie daran zu hindern auf Eddi loszugehen. Kagami war schon immer schwierig gewesen, doch den Menschen die sie mochte hatte sie nie ein Haar gekrümmt. Und eigentlich hatten sowohl Eddi als auch Brian immer dazugehört. Eddi rieb das Fohlen trocken und desinfizierte den Nabel. Anschließend untersuchte sie auch Kagami. Das gefiel der Stute zwar nicht, schien sie jedoch nicht so sehr aufzuregen, wie wenn jemand das Fohlen berührte. Eddi nickte zufrieden und meinte: "Alles in bester Ordnung. Anscheinend ist die Geburt völlig reibungslos verlaufen und die Nachgeburt ist auch schon abgegangen. Am besten bringst du die Box alleine in Ordnung, dann kann Kagami wieder ein bisschen runter kommen. Ich nickte zustimmend, schloss die Boxentür und entfernte die nasse, blutige Streu, um sie durch frische zu ersetzen. Kagami ließ mich zwar nicht aus den Augen, bewegte sich jedoch auch nicht auf mich zu, nichtmal als ich ihr Baby ein wenig zur Seite schob, um sämtliche nasse Streu zu entfernen. Als ich fertig war, dämmerte es bereits.
      Zusammen mit Eddi sah ich nach Success Story und Successful Dream, nur um gleich darauf wieder zu Kagami zu gehen. Ich hatte mit meiner Farbschätzung richtig gelegen: Das kleine Stütchen war ein wunderschöner Buckskin Tobiano. Dies war meine absolute Wunschfarbe aus dieser Anpaarung gewesen und ich konnte mein Glück kaum fassen. Beide Fohlen waren Stuten, beiden ging es hervorragend und beide waren einfach bezaubernd. Als das kleine Scheckbaby wieder wach war, durften auch die anderen seine Schönheit bewundern. Wie auch Dream stakste das Fohlen vorsichtig auf die Boxentür zu und blieb einen halben Meter davor stehen, um uns zu betrachten. Doch Kagami legte die Ohren an und sprang schützend vor ihr Fohlen. Verwundert und nun auch ein wenig verängstigt lugte das Stütchen unter dem langen weißen Schweif ihrer Mutter hervor. Ich seufzte. Ich musste mir unbedingt überlegen, wie wir Kagami's Verhalten handhaben sollten. Success Story war da wirklich um einiges unkomplizierter. Außerdem war auch die Namenswahl für Kagami's Fohlen um einiges schwieriger als bei Successful Dream. Ich wollte einen Namen, der mit "K" begann und natürlich musste hintendran "El Assuad" stehen, da ich diesen namenszusatz von Khiara zumindest mütterlicherseits immer übernehmen wollte. Ich beschloss Kagami und ihr Baby erst einmal in Ruhe zu lassen, vielleicht würde mir dann ein Name einfallen und Kagami sich hoffentlich wieder ein wenig beruhigen. Eddi meinte nur, dass das vor allem beim ersten Fohlen schon einmal passieren konnte und dass Kagami die Geburt vielleicht sogar hinausgezögert hatte, damit sie alleine war.

      ~*~

      Nach ein paar Tagen durften die beiden Stuten mit ihren süßen Fohlen zum ersten Mal nach draußen. Mittlerweile hatte es richtig geschneit und mein Gestüt sah aus wie das Winterwunderland. Während Eddi sich um Success Story und Successful Dream kümmerte und sie in dicke Winterdecken packte, übernahm ich Kagami und ihr Stutfohlen. Mir war immer noch kein passender Name eingefallen, doch das Stütchen entwickelte sich prächtig. Auch Kagami schien froh zu sein, wieder nach draußen zu dürfen und sie tänzelte aufgeregt neben mir her. Allerdings behielt sie dabei immer ihr Fohlen im Auge, dass eng neben ihr her lief. Auch Dreamy drückte sich dicht an ihre Mutter, als Eddi die Story auf der Fohlenkoppel laufen ließ. Ich ließ Eddi zunächst wieder hinaus, dann löste ich den Strick von Kagami's Halfter und die Stute schritt auf die Koppel. Ihr Stutfohlen allerdings blieb mit weit aufgerissenen Augen am Koppeltor stehen und starrte auf die weiße Schneedecke. Die Wege des Gestüts hatten wir natürlich alle geräumt, doch auf den Koppeln war der Schnee noch unberührt. Das Stütchen stieß ein hohes Wiehern aus und sofort blieb Kagami stehen und antwortete. Sie schien nicht zu verstehen, warum ihr Baby ihr nicht folgte. Behutsam legte ich einen Arm um die Hinterhand des Fohlens und schob es vorwärts. Mit einem rießigen Satz landete das Scheckfohlen im Schnee und blieb wie erstarrt stehen. Dann stakste es los und hob dabei die dünnen Beinchen so hoch, dass es einem Storch recht ähnlich sah. Eddi und ich prusteten los. "Jetzt schau dir mal das Prinzesschen an, die ist ja in dem Alter schon eitler als ihre Mama!", sagte Eddi mit tränenden Augen. Ich starrte sie ein paar Sekunden lang an und fiel ihr dann um den Hals. "Das ist es! Sie heißt Kazumi Princess El Assuad, das bedeutet in etwa Prinzessin der Schönheit, ich finde der Name passt wunderbar." Eddi stimmte mir begeistert zu und wir stützten und auf den Koppelzaun, um die vier Pferde zu betrachten. Endlich hatte auch Kagami's Fohlen seinen namen bekommen.
      Während die beiden Stuten unter der Schneedecke nach ein paar Grasresten suchten, beäugten sich die Fohlen gegenseitig. Sie waren zwar im selben Trakt gestanden, hatten sich aber noch nie richtig gesehen. Successful Dream machte den ersten Schritt und ging auf Kazumi Princess zu. Sofort versteckte sich das Scheckstütchen hinter Kagami und lugte unter ihrem Bauch hindurch, um Dream im Auge zu behalten. Die trabte jedoch einfach um Kagami herum und stand gleich darauf hinter Princess. Die Fohlen starrten sich ein paar Sekunden lang an, dann wirbelte Dreamy herum und galoppierte davon. Princess stand einen Moment völlig verwirrt an Ort und Stelle und setzte ihr dann mit großen Sprüngen hinterher. Eddi und ich sahen den beiden Pferdekindern grinsend zu. "Sieht aus als hätten sich da zwei gefunden", meinte Eddi lächelnd und ich nickte glücklich. Für mich war ein rießen großer Traum in Erfüllung gegangen und ich freute mich schon auf unzählige schöne Tage mit den beiden Stutfohlen.
    • Sammy
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      Ein neues Jahr beginnt!
      12. Januar 2017
      Fröhlich vor mich hinpfeifend hängte ich die letzte blau glitzernde Christbaumkugel an meinen Baum und trat dann einen Schritt zurück, um mein Werk zu bewundern. Die rießige Tanne machte sich toll in meinem Wohnzimmer mit den hohen, stuckverzierten Decken und ich konnte den Weihnachtsabend kaum noch erwarten. Meine Familie würde aus Deutschland herkommen und natürlich hatte ich auch Meg, Brian, Samuel und Donald wieder eingeladen. Meg würde diesmal allerdings in die USA zu ihrer Familie fliegen. Die drei Jungs blieben wie auch die Jahre zuvor bei mir auf dem Gestüt. Patrick hatte es nicht weit, sodass er bei sich zu Hause das Fest verbrachte. In zwei Tagen war endlich Weihnachten und ich steckte noch mitten in den Vorbereitungen. Plätzchen hatte ich bereits gebacken - überall im Stall standen Dosen mit den den süß duftenden Leckereien, von denen sich vor allem die Jungs bedienten. Meg musste nach eigener Aussage auf ihre Figur achten und ich backte sehr viel lieber als die Kekse am Ende auch zu essen. Mein Haus war nun endlich festlich geschmückt und in allen Bäumen und Büschen des Gestüts hingen wunderschöne Lichterketten. Auch die Turniersaison hatte ich vor einer Woche für beendet erklärt. Im Januar ging es dann frisch und munter weiter. Ich riss mich vom Anblick meines Bäumchens los, schnappte mir seufzend meine Jacke und die Autoschlüssel und machte mich ans Einkaufen. Normalerweise kochte ich überhaupt nicht gerne, doch dieses Jahr wollte ich eine Ausnahme machen. Immerhin kam meine Familie zum allerersten Mal auf mein Gestüt, da sollte alles perfekt sein. Auch die Gästezimmer hatte ich bereits hergerichtet, nur die Betten mussten noch bezogen werden.

      ~*~

      "Ich wünsche dir einen guten Flug meine Liebe, meld dich bei mir, wenn du gut angekommen bist, ja? Und lass dich nicht ärgern!", sagte ich ein wenig wehmütig zu Meg, als ich sie am nächsten Tag verabschiedete. "Mache ich. Und falls ich es nicht aushalte, kann ich früher zurückkommen, oder?", fragte sie. Ich grinste nur und drückte sie an mich. Dann winkte ich ihr hinterher, während sie durch die Kontrolle ging und aus meinem Sichtfeld verschwand. Es würde seltsam sein, das erste Weihnachtsfest ohne sie zu verbringen. Ich fuhr zurück zum Gestüt, wo gerade das Heu angeliefert wurde. Die Jungs hievten die Ballen mit hochroten Gesichtern auf Karren, um sie zur Scheune zu bringen. "Das Futter ist schon da und verräumt, Sammy!", informierte Brian mich, bevor er sich dem nächsten Ballen zuwandte. Ich zeigte ihm den erhobenen Daumen und trollte mich in mein Büro. Es gab doch noch ein paar Formalitäten, die ich vor den Feiertagen erledigen wollte. Aber Hauptsache für die Pferde war gesorgt. Mississle und Shamal waren letzte Woche beide gekört worden und ich musste die Akten noch aktualisieren und die Eintragung ins Zuchtregister veranlassen. Außerdem hatte ich zwei Fohlenschauen gefunden, auf der ich meine beiden jüngsten Lieblinge Kazumi Princess El Assuad und Successful Dream vorstellen wollte. Dies alles erledigte ich zuerst, dann ging ich ins Haus um schon einmal das Dessert für den morgigen Abend vorzubereiten, Betten zu beziehen und ein letztes Mal das Haus zu kontrollieren. In dieser Nacht tat ich mich mit dem Einschlafen doch recht schwer, da ich ziemlich aufgeregt war, was meine Familie zu meinem Herzstück sagen würde.

      ~*~

      Am nächsten Morgen war ich trotz der bescheidenen Nacht vor allen anderen auf den Beinen, schlüpfte in meine wintertauglichen Stallklamotten und stapfte durch den frisch gefallenen Schnee hinüber zu den Stallungen. Ich schaltete die Notbeleuchtung aus und das Licht ein, drehte es jedoch ein wenig herunter. Dann begann ich mit der Morgenfütterung. Am Weihnachtsmorgen übernahm ich diese immer selbst und genoss dabei die Ruhe und das Zusammsein mit meinen geliebten Vierbeinern. Ich maß das Kraftfutter ab und stellte zehn Eimer in eine Schubkarre. Wie üblich begann ich bei den Stuten, da die Tür zum Hengsttrakt geschlossen war und sie daher nicht so viel mitbekamen wie meine Damen. Im Stuten-Fohlentrakt angekommen, fütterte ich zuerst Success Story xx und Kagami el Assuad. Ich schlüpfte auch in die Boxen und kraulte meinen Pferden liebevoll die schlanken Hälse. Selbstverständlich widmete ich mich auch den erst wenige Tage alten Bewohnern von Hollybrook Stud: Den beiden wunderschönen Englischen Vollblutmädchen Successful Dream und Kazumi Princess el Assuad. Die zwei entwickelten sich einfach prächtig und ich hatte das Gefühl, dass sie mit jedem Tag noch hübscher wurden. Dennoch riss ich mich ein paar Augenblicke später von den Pferdebabys los. Immerhin warteten auch die anderen Stallbewohner auf ihr Frühstück. Die nächsten Eimer Futter verteilte ich an meine hochtalentierte Andalusierstute Cuchara, die hübsche Barockpintostute Benjilala und die grauschimmernde Lusitanostute Salwa. Die drei restlichen Futterrationen gingen an die Saddlebredstuten Shekitt Quinn, Paradises Rafinesse und Mizzi. Alle drei waren gekrönt und wurden vor allem im Gangreiten auf Turnieren vorgestellt. Während nun langsam schon der Tumult begann, musste ich erst einmal zurück in die Futterkammer, um die nächsten zehn Eimer zu richten. Weiter ging es mit meinen Westernpferden. Wie üblich bekamen zuerst meine beiden geliebten Paints My Golden Heart und The Morticains Daughter ihre Ration, gleich darauf die Quarter Horses Your possible Pasts, American Baby und BB's Harmony und zum Schluss die Appaloosadame Apaches Tomahawk, die ich von meiner besten Freundin Eddi geschenkt bekommen hatte und die beiden Criollos Girlie und Charia. Nun waren die Fohlen beziehungsweise Jungpferde an der Reihe. Die letzten beiden Eimer bekamen die Lewitzer Rosewell und Panta Rhei. Auch die zwei hatte ich von Eddi und sie waren mittlerweile beide langsam bereit zum Einreiten. Beide sollten später im Vielseitigkeitssport gehen und ich war schon sehr gespannt darauf, wie sie sich entwickeln würden. Panta Rhei würde demnächst auch in den Hengsttrakt umziehen. Er würde zusammen mit dem Isländerhengst Ljósfari seine Jungpferdezeit genießen dürfen. Nach einem weiteren Gang in die Futterkammer bekamen auch das Paintstütchen Grace's Cookie'n'Cream, Ljósfari, die Welsh Ds Siberia und Shawnée, die Criollo Jungstute Devil in Prada und die American Miniature Horses Porcelain Doll und Ala' Forza ihr Frühstück. Gerade auf Cookie war ich sehr neugierig, da das Stutfohlen schon durch seine außergewöhnliche Fellfärbung ins Auge fiel. Die drei übrigen Eimer gingen an die noch ungekörten Miniature Horse Stuten Miniature America's Narnia und Hollybrook's Tiny Girl und die erst kürzlich gekrönte Welsh A Stute Mississle. Little Big Girl, die neben Missy untergebracht war, trat gegen ihre Boxentür, doch sie musste sich gedulden, bis ich die nächsten Futterrationen eingefüllt hatte. Danach waren auch die Welsh B Stuten Napayné und Kolibri an der Reihe, die aber geduldig auf ihr Frühstück gewartet hatten. Weiter ging es mit den drei Traberstuten Middle Ages, Ehawee und Rainbow. Gerade Letztere machte immer einen höllischen Aufstand, wenn es um ihr Futter ging und ich war jedesmal froh, wenn sie "abgefertigt" war. Die letzten vier Eimer gingen an die Trakehnerstuten Mahiraund Samiyah und die Hannoveranerstuten Reminiscent Inspiration und Unannounced Pleasure. Inspiration und Pleasure hatten in diesem Jahr nach ihren frühen Krönungen eine lange Turnierpause einlegen dürfen, da ich sie in diesem Alter auf keinen Fall überfordern wollte, doch 2017 wollte ich sie wieder auf Englands Turnierplätze loslassen. Beide waren extrem talentiert, sodass man gut aufpassen musste, es nicht zu schnell anzugehen. Dafür hatte ich mich in diesem Jahr um die Förderung meiner dritten Hannoveranerstute - der Falbscheckin Angels Fall First konzentriert, die nun auch den ersten Eimer der nächsten Fuhre bekam. Das talentierte Stütchen hatte die viele Aufmerksamkeit sichtlich genossen und sich wunderbar entwickelt. Sie zählte nun zu den erfolgreichsten Pferden in meinem Stall. Von den Warmblütern fehlten nun nur noch die Holsteinerstute Wild Lady Roxanne und das gescheckte deutsche Reitpferd Glammy. Ich lief die Stallgasse weiter zu den englischen Vollblutstuten. Da Kagami und Story im Fohlentrakt standen, blieben hier nur noch Backup, Pirate Island, Ace of Spades und Far Cry. Gerade Backup entwickelte sich wahnsinnig gut, weshalb ich in diesem Jahr auch davon abgesehen hatte, sie decken zu lassen. Ich wollte sie nicht in ihrer Hochphase stören. Far Cry wiederum war mittlerweile bereit zum Verkauf, doch ich hatte noch keinen geeigneten Käufer ausfindig gemacht, dem ich die Stute anvertrauen wollte. Erschrocken fuhr ich zusammen, als mich die samtene Nase meiner Achal Tekkinerstute Ivory anstupste. Flott fütterte ich das elegante Stütchen und gab auch den Berberstuten Pangäa und Cirilla ihre Rationen. Mutter und Tochter verstanden sich ausnehmend gut, weshalb ich sie auch nebeneinander stehen ließ. Gleich nachdem ich die nächste Karre mit Kraftfutter geholt hatte, widmete ich mich meinen Araberstuten Sahira, My lovely Horror Kid - die Anfang nächsten Jahres bei einer Krönung mitmischen sollte, Saddy, Haadeh, Little Miss Sunshine, Sharley, Bittersweet, Fallen Immortaliny, Adina de Ra'idah und Melody's Girl. Ich liebte die feingliedrigen Stütchen und freute mich schon sehr auf die zukünftigen Fohlen mit meinen nicht minder talentierten Hengsten. Fehlten nur noch die restlichen Ponies, bevor ich auch meine Hengste versorgen konnte. Das Herzstück meiner alten Zucht - meine New Forest Ponies waren als nächstes dran. Ich begann mit der wunderschönen Magical Moment, machte mit der frisch gekrönten Hollybrook's Fairy Bluebird weiter und ging dann die Stallgasse entlang, vorbei an Thousand Sunny, Aimiliani, Naboo, Isola della Pirateria, Fairylike Facility, Everybody's Darling, Golden Flair und Walk of Fame. Die nächste Fuhre teilte ich auf Precious Scream, die Deutschen Reitponies Dorina und Cinnemont's History, sowie die Isländer Fatimah und Dark Misery auf. Ich wischte mir über die Stirn und atmete einmal tief durch, bevor ich mit dem Hengsttrakt weiter machte. Diese schöne Tradition hatte begonnen, als ich nur zwei Pferde besessen hatte, mit inzwischen 117 Tieren war das doch schon etwas anstrengender. Dennoch machte ich mich gleich darauf wieder an die Arbeit. Als erstes bekamen meine edlen Araberhengste Khamar al Sanaa, Shamal und Wüstentänzer ihr Futter. Danach waren der Achal Tekkiner Candle in the Wind und der Berber Amayyas dran. Da ich mit dem Beginn der Fütterung sofort einen Tumult bei meinen Hengsten auslöste, sauste ich gleich darauf in die Futterkammer und machte bei den New Forest Ponyhengsten Hollybrook's Cheeky Jot, Hollybrook's Casanova, Hollybrook's Bloody Valentine, Hollybrook's Classic Moment, Hollybrook's Zarin, BMs Caradoc und Orfino weiter. Gleich darauf waren auch mein Starhengst Levistino, die Hannoveranerhengste Branagorn und Black Soul, das deutsche Reitpferd Pride & Prejudice und der Holsteiner Fantastic Fly versorgt. Auch die englischen Vollblüter Ghostbuster, Tschiwabschischi, El Racino und Pawaneeh stürzten sich gierig auf ihr Futter. Dagegen ging mein Liebling, der Traberhengst Damon's Dynamo mit schierer Eleganz an die Morgenroutine heran. Meine Ballettänzer - die Pferde die hauptsächlich auf die Dressur spezialisiert waren, waren ebenfalls richtige Gentleman. Dies waren die Andalusier Negresco und Ojos Azules, die Barockpintos Slaters Secret und San Salvador und der Lusitano Pierre. Bei meinen Gangpferden war das Benehmen schon gemischter: Der Saddlebredhengst Someonestürzte sich gierig auf den Trog, kaum dass ich das Futter eingeschüttet hatte, während GH's Safriko und der Paso Fino Wannabe höflich warteten. Auch die Isländer Fair Prince und Intolerable Life zeigten sich von ihrer guten Seite und ich wuschelte ihnen fröhlich durch die dichten Mähnen. Fehlten nur noch die Ponyhengste Juego, Hollywood Undead und der kürzlich gekörte Minihengst Darkwood's Storm Dancing Feather, sowie die Westernpferde Dissident Hawk, Golden Indian Summer, Dream of Wyoming und Cazador. Kaum hatte ich den letzten Futtereimer verräumt, kamen Brian, Donald, Patrick und Samuel durch die Stalltür. Obwohl sie meine Tradition mittlerweile kannten, staunten sie nicht schlecht, dass alle Pferde bereits eifrig am Kauen waren. Sie schnappten sich sofort Mistgabeln und begannen damit die Boxen herzurichten. Mittags durften die Pferde dann hinaus auf die Paddocks, doch ich ging zurück ins Haus, stellte mich unter die Dusche und wartete dann auf die Ankunft meiner Familie. Sie kamen tatsächlich pünktlich und ich ging mit einem leicht nervösen Lächeln hinaus um sie zu begrüßen. Meine Mutter, Tante und Oma sahen sich begeistert um, während mein Onkel etwas fehl am Platz wirkte. Auch mein jüngerer Bruder schien noch nicht zu wissen, ob seine Entscheidung mitgekommen zu sein so gut war. Doch meine Cousine sah aus, als hättte man sie gerade kopfüber in einen Haufen Kuhmist gestippt. Ich unterdrückte den Impuls die Augen zu verdrehen und führte meine Familie in mein Haus. Dort zeigte ich ihnen zuallererst ihre Zimmer. Meine Cousine teilte sich ihres mit meiner Tante, meine Oma mit meiner Mutter, mein Onkel hatte sein eigenes Zimmer und mein Bruder schlief auf der Couch. Ich ließ ihnen ein wenig Zeit und ging zurück in den Stall, um dort noch einmal alles zu kontrollieren, bevor ich mich ans kochen machen würde. Im Stall griff ich Donald, Brian und Samuel unter die Arme, da inzwischen auch Patrick nach Hause gefahren war. Wir rückten Stalldecken zurecht, schlossen die Türen zu den Paddocks, kontrollierten die Tränken und bereiteten die Abendfütterung vor, damit die Jungs es später leichter hatten. Irgendwann tauchte mein kleiner Bruder hinter mir auf und fragte: "Was machst du da? Sind das alles deine?" Mit großen Augen sah er sich um und ich lächelte stolz. "Jap, alles meine. Ich finde auch, dass wir morgen mal einen kleinen Ausritt machen sollten. Komm mal mit.", schlug ich vor und führte ihn hinüber in den Hengsttrakt. Dafür, dass er neun Jahre jünger war als ich, war er mittlerweile einen Kopf größer und brauchte dementsprechend auch ein großes Pferd. Außerdem wusste ich, dass er Pferde mochte, aber Angst hatte für mädchenhaft gehalten zu werden, wenn er reiten ging. Ich blieb vor der Box meines Hannoveranerhengstes Branagorn stehen und öffnete die Tür. Sofort streckte der große Leopardenschecke uns seinen hübschen Kopf entgegen und schnoberte an den Taschen meines Bruders. Der streichelte dem Hengst vorsichtig übers Maul. "Leon, das ist Branagorn. Ich denke, dass du ihn reiten könntest. Er ist zwar ein Hengst, aber ganz brav.", sagte ich. Großspurig lächelnd stimmte Leon zu. Ich legte ihm einen Arm um die Schulter und führte ihn zurück zum Haus.

      ~*~

      Das gesellige Essen am heiligen Abend war wunderbar gewesen und fast alle hatten sich prächtig verstanden. Die Ausnahme war natürlich wieder einmal meine Cousine gewesen. Sie hatte die ganze Zeit eine missbilligende Miene aufgesetzt und jegliche Unterhaltungsversuche der Jungs ignoriert. Dennoch hatte ich die Zeit mit meiner Familie sehr genossen. Auch der erste Weihnachtsfeiertag begann herrlich. Der Himmel war stahlblau, über Nacht hatte es nochmals geschneit und bis auf meine Oma und meinen Onkel wollten alle auf den Ausritt mitkommen. Das hatte mich allerdings ein wenig überrascht, da ich nicht gedacht hätte, dass meine Cousine uns begleiten würde. Nun war ich schon eine Stunde vor meinen Mitreitern im Stall, um Pferde auszuwählen und mit dem Putzen zu beginnen. Leon setzte ich wie versprochen auf Branagorn. Meine Tante sollte den pechschwarzen Andalusierhengst Ojos Azules reiten, meine Mutter Pierre, meine Cousine bekam Cazador und ich selbst würde Damon's Dynamo ein wenig Auslauf verschaffen. Alle fünf Pferde waren sehr verträglich, sodass ich sie alle nebeneinander auf der Stallgasse anbinden konnte. Mein kleiner Bruder kam in den Stall und ich gab ihm das Putzzeug für Branagorn, während ich die anderen vier Hengste fertig machte. Gerade als ich Branagorn den Sattel auflegte, kamen auch die anderen durch die Stallgasse geschlendert. Ich stellte jeden neben sein Pferd und machte mich ans auftrensen. Dann führte ich Dynamo hinaus, band ihn draußen am Halfter fest und half den anderen. Meine Mum durfte zuerst aufsitzen und streichelte begeistert Pierre's schlanken Hals. Auch meine Tante war mit meiner Wahl vollauf zufrieden, nur meine Cousine rümpfte wiederum die Nase. "Warum muss ich in so einem komischen Sattel reiten?", fragte sie hochnäßig und deutete auf Cazador's Westernsattel. "Weil Cazador ein Westernpferd und auch westernmäßig ausgebildet ist. Außerdem hast du dadrin einen sichereren Sitz, als im Vielseitigkeitssattel. Unsere Mütter hatten früher ein Pony und Leon habe ich selbst schon Reitstunden gegeben, also bist du die einzige, die noch keine Erfahrung hat. Cazador wird dir gefallen, keine Sorge.", sagte ich und musste mich sehr zusammenreißen, um meinen ungeduldigen Ton zu unterdrücken. Ich half meiner Cousine in den Sattel und führte Cazador neben Pierre und Jojo, die brav auf die Kommandos ihrer Reiter warteten. Nun trat ich neben meinen kleinen Bruder, der plötzlich recht beklommen wirkte. "Was ist denn los?", fragte ich mit gesenkter Stimme. Er schluckte und meinte: "Branagorn ist doch ziemlich groß. Bist du sicher, dass er mich nicht einfach abwirft?" Ich lächelte: "Ganz sicher. Branagorn ist das liebste Pferd hier, auch wenn man es ihm nicht gleich ansieht." Leon nickte und ich half ihm in den Sattel. Unsicher nahm er die Zügel auf und zog sie zu eng. Vorsichtig verlängerte ich sie ein wenig und strich Branagorn lobend über den Hals. In diesem Moment kamen auch Donald und Samuel auf Negresco und Hollybrook's Zarin aus dem Stall. Sie würden uns begleiten, während Brian mit Black Soul ein wenig Dressurarbeit machte. Der ruhige Mann hatte es lieber, wenn er den Hof für sich hatte, um mit dem stürmischen schwarzen Hengst zu arbeiten. Ich selbst schwang mich auf Dynamo's Rücken, schickte Donald vor und reihte mich selbst neben meinem kleinen Bruder ein. Samuel ritt neben meiner Mutter und meine Cousine neben meiner Tante. Kaum waren wir vom Hof runter, wurde Leon's Haltung entspannter. Ich grinste. Offenbar hatte er schon verstanden, dass der Hannoveranerhengst tatsächlich brav war. Dynamo schritt eifrig aus und ich musste den energiegeladenen Traber ein wenig zurück halten, damit er meine Cousine auf Cazador nicht überholte. Als wir an einen ebenen Feldweg kamen, der schneebedeckt war, schlug ich vor ein Stück zu galoppieren. Meine Mutter und meine Tante winkten ab, doch mein Bruder und meine Cousine wollten mitmachen. Also ließ ich Donald und Samuel zurück, damit sie Jojo und Pierre daran hindern konnten uns hinterherzustürmen. Die Hengste waren zwar brav, aber das war doch eine sehr große Versuchung. Unterdessen erklärte ich meinen beiden Mitreitern, was sie zu beachten hatten und ritt zum Anfang der Galoppstrecke. Ich wartete bis die beiden bereit waren und galoppierte Dynamo mit einem Schenkeldruck und leisem Zungenschnalzen an. Branagorn fiel ebenfalls sofort in seinen wunderbaren, raumgreifenden Galopp, während Cazador eher eine Art Stechtrab zeigte. Meine Cousine hatte die Zügel viel zu eng angezogen und hinderte den Schecken am galoppieren. Ich hielt Dynamo zurück, bis ich gleich auf mit ihr war und rief: "Lass die Zügel locker, sonst kann er nicht laufen!" Sie gehorchte Augen rollend und sofort galoppierte der Criollohengst an. Im Stillen dankte ich ihm für seine Geduld und trieb Dynamo wieder ein wenig vorwärts. Als das Ende der Galoppstrecke in Sicht kam, setzte ich mich vor Branagorn und Cazador und parierte durch. Aus Gewohnheit taten es die anderen beiden Hengste dem schönen Braunen gleich und verlangsamten das Temp ebenfalls. Nun warteten wir auf die Nachzügler. Meine Cousine starrte mit verbissener Mühe in den Schnee - sie hatte ihr braves Reitpferd nicht einmal gelobt. Ich lenkte Dynamo neben Cazador und klopfte dem Schecken den Hals. "Was soll denn das? Er hat nicht gehorcht!", schnappte meine Cousine. Ich biss mir auf die Zunge, doch da kamen schon Donald, Samuel und unsere Mütter an. "Konnte er ja nicht, so eng wie du die Zügel gehalten hast.", bemerkte meine Mutter in ihrer direkten Art. Meine Cousine starrte zu Boden und sagte kein Wort mehr. Ich schüttelte über so viel Uneinsichtigkeit den Kopf, beschloss jedoch mir davon die Laune nicht verderben zu lassen. Als sie die Zügel jedoch wieder so sehr anzog, dass Cazador sein Maul aufriss, nahm ich ihr die Zügel aus der Hand und gab sie Donald auf Zarin als Handpferd. Sie protestierte zwar, merkte aber schnell, dass nicht einmal ihre Mutter auf ihrer Seite war.
      Als wir wieder auf dem Gestüt waren, machte Donald noch schnell ein Familienfoto, dann versorgten wir die Pferde. Auch Leon, meine Tante und meine Mutter halfen mit, nur meine Cousine zog sich ins Haus zurück.

      ~*~

      Die nächsten Tage vergingen wie im Flug und schon war der Tag gekommen, an dem meine Familie wieder abreiste. Mit meiner Mutter und meinem kleinen Bruder hatte ich viel Zeit bei den Fohlen verbracht, vor allem natürlich bei Kazumi Princess El Assuad und Successful Dream. Ein wenig traurig war ich zugegebenermaßen schon, doch auf der anderen Seite war ich auch über alle Maßen froh, dass ich meine Cousine jetzt wieder für eine Weile los war. Sie war einfach ein unglaublich anstrengender Mensch. Es waren keine zwei Stunden vergangen, nachdem meine Familie abgereist war, als mein Handy klingelte. Eine Sekunde lang blieb mir der Mund offen stehen, denn Meg's Nummer wurde mir angezeigt. Hastig nahm ich ab. "S..S..Sammy?", krächzte eine verheulte Meg durch das Telefon. "Meg! Was ist denn los?", fragte ich alamiert. "Ich bin am Flughafen, kannst du mich morgen abholen? Ich weiß, es ist Silvester, aber....", schluchzte sie. "Natürlich hole ich dich, schreib mir einfach nur wann, ja? Aber was ist denn passiert?" "Ach, ich weiß nicht was ich erwartet habe, aber es waren alle einfach furchtbar. Ich halte es keinen Tag länger mehr hier aus. Aber ich muss jetzt Schluss machen, sonst wird die Telefonrechnung unbezahlbar." Ich seufzte: "Okay, Süße. Aber halt die Ohren steif, morgen bist du wieder daheim."

      ~*~

      Nervös trommelte ich mit den Fingern auf die Armlehne des Stuhls, auf dem ich saß. Es war bereits vier Uhr nachmittags und ich saß am Flughafen und wartete auf Meg. Eigentlich hatten Donald und Samuel mitkommen wollen, doch ich hatte sie überredet bei den Pferden zu bleiben. Am Silvesterabend wollte ich unbedingt Leute auf dem Gestüt haben. Das Essen war bereits vorbereitet, fehlte nur noch Meg. Endlich kam die Durchsage für ihren Flug. Ich suchte das Kofferband auf dem ihr Gepäck ankommen würde und schloss sie schon ein paar Minuten später in die Arme. Ihr Gesicht war rot und verquollen, doch ich wollte sie hier am Flughafen nicht ausfragen. Als wir im Auto saßen, brach es jedoch wie von selbst aus Meg hervor: "Meine Mutter hat die ganze Zeit nur gestichelt, dass ihre jüngste Tochter ja so gar nichts auf die Reihe bekommt. Immerhin haben Terry und Rima schon Kinder und Jonathan ist Anwalt. Als ich ankam hat sie meine gesamten Klamotten in die Waschmaschine gekippt, weil sie meinte die stinken nach 'diesen widerlichen Viechern mit denen ich mich ja permanent umgebe' und das würde sie nicht aushalten. Meine Geschwister haben vorgestern sogar einen Teil meiner Kleider verbrannt und meinten ich solle mir doch mal was anständiges kaufen, da ich sie so nur beschämen würde. Aber mein Vater war am Schlimmsten. Er hat kein Wort mit mir geredet, hat einfach so getan, als wäre ich überhaupt nicht da. Er hat mir zu Weihnachten nichtmal was eingeschenkt und die Pute einfach direkt an Jonathan weitergereicht." Nun liefen Meg regelrächte Tränenbäche über die Wange. Ich setzte den Blinker, fuhr links ran und nahm sie in den Arm. Ich hatte gewusst, dass Meg aus einer sehr wohlhabenden amerikanischen Familie stammte, die mit ihrem Berufswunsch überhaupt nicht einverstanden war, doch als die Nachricht ihrer Mutter eingetroffen war, dass sie sie über Weihnachten gerne bei sich haben wollte, hatte ich doch Hoffnung gehabt. Dass diese angebliche Familie die herzensgute Meg nun so gequält hatte, machte mich rasend. Ich fuhr erst weiter, als Meg sich ein wenig beruhigt hatte.
      Eine Stunde später fuhr ich durch das Tor meines Gestüts und sofort kamen die Jungs angerannt, um Meg zu begrüßen. Alle nahmen sie fest in den Arm und Donald trug sofort ihren Koffer hinüber zu den Personalwohnungen. "Siehst du Meg, du hast doch eine Familie - hier bei uns!", flüsterte ich ihr ins Ohr und das erste Mal an diesem Abend sah ich sie lächeln. Ich führte sie ins Haus und bat sie einen Moment zu warten. Dann reichte ich ihr einen schmalen Umschlag und ein in seidenpapier eingewickeltes Päckchen. Sie riss den Umschlag zuerst auf und starrte mich mit großen Augen an. "Ist gestern gekommen, ich wollte es dir aber lieber persönlich überreichen!", sagte ich lächelnd. "Meine Assistenztrainerlizenz.... du hast mir ja gar nicht gesagt, dass du sie schon beantragt hast!", sagte Meg fassungslos. "Ich weiß, aber du bist soweit. Und ich wollte dich überraschen. Aber jetzt mach mal dein Weihnachtsgeschenk auf!", forderte ich sie grinsend auf. Innerhalb von zwei Sekunden war das Papier aufgerissen und zum Vorschein kam ein Seidenblouson in royalblau und gold - den neuen Hollybrook-Farben. Dabei waren auch lederne Handschuhe und ein Helmüberzug in den selben Farben. Nun stand Meg's Mund endgültig offen. "Das.. was... oh wow.", stammelte sie. "Ich möchte, dass du endlich richtig für Hollybrook reitest und dass das auch jeder sehen kann. Du musst doch absolut super aussehen, wenn du Kazumi Princess und Successful Dream in ihren ersten Rennen reitest oder?" Meg flog mir um den Hals und schluchzte erneut hemmungslos. So waren die Jungs ein wenig fassungslos, als sie die Küche betraten, doch sie fingen sich schnell wieder und stiegen einfach in das Gruppenkuscheln ein.
      Wir verbrachten ein wunderschönes Essen, erfreuten uns an dem rießigen Feuerwer, dass hier auf dem Land in alle Richtungen meilenweit zu sehen war und gingen anschließend zu den Pferden um ihnen ein frohes neues Jahr zu wünschen. Ich wusste einfach, dass dieses Jahr noch besser werden würde als das letzte. Immerhin hatte ich die tollsten Pferde und das tollste Team, das man sich nur wünschen konnte!
    • Sammy
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      Das böse Monstrum, oder auch: Das Halfter kommt!
      08. Februar 2017
      „Meg? Bist du gerade beschäftigt?“, rief ich fröhlich durch die Stallungen. „Ähm.. Ich… warte kurz!“, kam es zurück und schon kam meine Angestellte und Freundin Meg um die Kurve geschlittert. Als sie mich um die Ecke zum Fohlentrakt stehen sah, lief sie knallrot an und meinte: „Bin heute extra früher aufgestanden, um mit meinen Boxen schneller fertig zu sein als die anderen.“ Ich grinste nur wissend. „Ich dachte mir schon, dass du bei unseren beiden Süßen bist. Ich möchte ein bisschen mit ihnen in die Halle, damit sie sich austoben können und ihnen zum ersten Mal das Halfter anlegen. Kommst du mit?“ Als Antwort bekam ich nur ein begeistertes Quietschen zu hören, was ich wohl als „Ja“ auffassen konnte.

      Successful Dream und Kazumi Princess El Assuad waren beide gerade einmal einen knappen Monat alt und hatten bisher noch nicht allzu viel von uns mitbekommen. In den ersten Tagen hatte mein Kontakt zu den beiden Vollblutbabys aus der täglichen Kontrolle und der Nabelpflege bestanden. Ansonsten hatte ich mich ausgiebig um Kagami El Assuad und Succes Story gekümmert. Deren Babys waren jedoch so neugierig gewesen, dass sie bereits nach kurzer Zeit von selbst auf mich zugekommen waren. Vor allem bei Successful Dream war dies unfassbar schnell geschehen – Kazumi hatte ein wenig länger gebraucht. Wenn die zwei Süßen angekommen waren, hatte ich sie gekrault und gestreichelt und hatte das ein oder andere Mal auch schon die Hand an ihren Beinen hinuntergleiten lassen, um sie an die Berührung zu gewöhnen. So war daraus eine Art tägliches Schmuseritual geworden, auf dass sich beide Fohlen und auch ihre Mamas freuten. Ich dagegen verliebte mich jeden Tag ein bisschen mehr in Princess und Dreamy und konnte mir jetzt schon kaum noch vorstellen, wie das Leben auf dem Gestüt vor ihrer Geburt gewesen war. Kagami machte mir immer noch etwas Sorgen, da sie niemanden außer mir und Meg an sich, geschweige denn an ihr Baby heranließ. Ich hoffte, dass dieses übertriebene Schutzverhalten abnahm, wenn Princess älter und selbstständiger wurde, ansonsten konnte das Absetzen in ein paar Monaten lustig werden. Jetzt war es aber erst einmal an der Zeit einen wichtigen Schritt in der Ausbildung der Fohlen zu gehen. Wir würden ihnen die Halfter überziehen und sie dann unter Aufsicht ein wenig laufen lassen. Ich machte das nach Möglichkeit immer so, da die meisten Fohlen durch das Herumtollen mit den anderen Pferdekindern so abgelenkt waren, dass sie das seltsame Ding an ihrem Kopf gar nicht mehr wahrnahmen. Sobald der Schnee und vor allem das Eis auf den Koppeln vollständig abgetaut waren, durften die beiden neusten Hollybrook-Bewohner auch mit der großen Stutenherde hinaus auf die Koppel. Vor dem Absetzen würden wir sie dann in meine bereits bestehende Fohlenherde integrieren.

      Während Meg sich darum kümmerte, Success Story zu putzen, machte ich Kagami fertig. Die großramige Palominostute drückte verschmust ihren hübschen Kopf gegen mich, bevor sie von Princess zur Seite geschoben wurde. Natürlich hatte Princess dazu nicht die Kraft, doch Kagami wich ihrem Baby bereitwillig. Ich kraulte das süße Scheckfohlen unter dem Kinn und führte Kagami kurze Zeit später aus ihrer Box. Meg folgte mir mit Story und Dreamy auf dem Fuß. Die beiden Stutfohlen hielten sich gerade wenn es nach draußen ging noch sehr nah bei ihren Müttern, nur bei Spielen entfernten sie sich mehr als ein paar Meter von ihnen. Die zwei winzigen Fohlenhalfter hatte ich mir über die Schulter gehängt, um Kagami fest im Griff zu haben. Die Vollblutstute war schon immer recht unberechenbar gewesen, leider hatte sich dieses Verhalten durch ihren ausgeprägten Mutterinstinkt noch verstärkt. Princess stakste neben uns über den Weg und ein Blick über die Schulter sagte mir, dass auch Dreamy brav bei ihrer Mama blieb. In der Halle angekommen, schloss ich die großen Türen und löste den Strick von Kagami’s Halfter. Kurz darauf trotteten die beiden Stuten im Schritt durch die Halle. Ihre Babys folgten ihnen anfangs noch, doch schon bald fiel Dreamy zurück, um Princess zum Spielen zu animieren. Die beiden Fohlen waren seit ihrem ersten gemeinsamen Ausflug auf die Koppel ein Herz und eine Seele und ich erfreute mich immer wieder daran, ihnen beim Toben zuzusehen. Nachdem die beiden sich eine Runde durch die Halle gejagt hatten, rief ich ihre Mütter auf Pfiff zu mir und verfütterte ein paar Leckerlis an sie. Neugierig wie sie waren, kamen sofort auch die Babys an. Ich nickte Meg zu und diese nahm eines der Halfter von der Bande. Nun rieben wir die zwei Fohlen und auch ihre Mütter vorsichtig damit ab, damit die fremdartigen Dinger wenigstens nach ihnen rochen. Während Dreamy voller Tatendrang freiwillig den Kopf durch das dargebotene Halfter streckte, machte Princess erst einmal ein paar Schritte rückwärts. „Mach es mal zu, wenn sie sich schon so bereitwillig anbietet. Und lob sie!“, wies ich Meg an, während ich darauf wartete, dass Princess wieder zu mir kam. Das junge Fohlen ließ es schließlich zu, dass ich das Halfter über ihre Ohren zog und verschloss, allerdings schien ihr das neue Accessoire nicht wirklich zu gefallen. Sie nahm den Kopf nach unten und buckelte einmal kräftig. Dreamy hatte währenddessen einfach nur dagestanden und versucht, mit den Lippen an das Halfter heranzukommen. Als Princess nun jedoch ein entrüstetes Quieken ausstieß, sah Dream sich sofort zum Spielen animiert und hüpfte um ihre Mutter herum. Die beiden lieferten sich ein spritziges Rennen und als sie beide wieder neben ihren Müttern standen, begannen sie sofort zu saugen. Wie ich gehofft hatte, waren die Halfter vollkommen vergessen. Wir hakten die Stricke wieder in die Halfter von Kagami und Story ein und führten das Vierergespann zurück in den Stall. Dort sanken die Pferdebabys sofort ins Stroh und beinahe zeitgleich fielen ihnen die Augen zu. Ich beugte mich leise herunter und befreite Princess von ihrem Halfter, bevor ich bei Dreamy dasselbe tat. Liebevoll strich ich den beiden durch die flauschigen Mähnen, gab ihren Müttern jeweils ein Küsschen auf die Nase und verließ dann den Fohlentrakt. Den Schlaf hatten sich die Babys nun redlich verdient und ich war sehr stolz auf ihre ersten Ausbildungslektion.
    • Sammy
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      Der erste Ausflug
      15. März 2017
      „Mensch, das Wetter heute ist ja traumhaft!“, rief ich fröhlich, als ich an diesem frühen Samstagmorgen aus meinem Haus trat. Endlich hatte der Frühling Einzug auf Hollybrook gehalten und das versetzte sowohl Mensch als auch Tier in Hochstimmung. Während ich im Garten meinen Tagesplan für heute aufstellte, überlegte ich mir, dass es eigentlich an der Zeit war, den ersten Spaziergang mit Successful Dream und Kazumi Princess El Assuad – den beiden jüngsten Hollybrookfohlen zu unternehmen. Selbstverständlich waren ihre Mamas dabei, denn das war ja gerade der Sinn an der Sache. Ich wollte die beiden Vollblutbabys an so viele Dinge wie möglich gewöhnen, während sie noch an der Seite ihrer Mütter Success Story und Kagami El Assuad liefen, um sie bestmöglich auf ihr späteres Leben auf dem Gestüt vorzubereiten. Das Halfter kannten die beiden bereits und ließen es sich auch problemlos anlegen. Das übten wir alle paar Tage mal. Manchmal in der Box, manchmal draußen auf den Koppeln. Die zwei Babys gingen mittlerweile auch jeden Tag mit ihren Müttern hinaus auf die Stutenkoppel der Vollblüter, um pferdegerechtes Sozialverhalten zu lernen. Mit ihren zwei Monaten waren sie teilweise schon recht aufmüpfig und brauchten die Zurechtweisung der älteren Stuten für ihre Erziehung. Auch ich hatte zwei oder dreimal bereits etwas bestimmter durchgreifen müssen. Bei meiner kleinen Prinzessin, da sie während unserer täglichen Schmusestunde manchmal doch etwas zu grob wurde und bei Dream, weil sie anfing Menschen einfach zur Seite zu schubsen, wenn sie der Meinung war, dass sie ihr im Weg standen. Beides Verhalten, die jetzt vielleicht noch putzig erscheinen mochten, später aber durchaus zu großen Problemen führen konnten. Princess war mir nach ihrem ersten Klaps auf die Nase so beleidigt gewesen, dass sie mir während des gesamten Tages keine Beachtung mehr geschenkt hatte. Dreamy verkraftete die Zurückweisung besser und versuchte es einfach noch einmal. Gerade Letztere legte sich ab und an bereits mit den älteren Stuten an, sie würde später sicherlich einmal die Stelle der Leitstute übernehmen wollten. Glücklicherweise ließ sie aber wenigstens die momentane Anführerin Sahira außen vor. Die wunderschöne Araberstute verstand nämlich überhaupt keinen Spaß, wenn es um ihre Stellung ging. Ich lief auf der Suche nach Meg durch den Stall, bis mir einfiel, dass sie heute auf der Galopprennbahn war, um ein paar Pferde von anderen Gestüten im Morgentraining zu reiten. Gut, dann würde ich eben Brian mitnehmen, auch wenn das Meg wohl nicht gefallen würde. Aber laut Wetterbericht sollte es heute Nachmittag regnen und ich wollte unbedingt mit meinen beiden Kleinen nach draußen. Als ich Brian gefunden und ihm meine Pläne erläutert hatte, leuchteten die Augen des jungen Mannes begeistert auf. Er liebte die Arbeit mit den Pferden und freute sich immer, wenn ich ihn noch mehr einband. Gemeinsam machten wir die beiden Mutterstuten fertig, legten ihren Fohlen die Halfter an und verließen dann den Stall. Brian ging mit Success Story und Dreamy voran, ich folgte mit Kagami und Princess. Kagami giftete Brian zu meinem Leidwesen immer noch an, wenn er in ihre Nähe kam und dass, obwohl sie ihn vor der Geburt ihres Babys eigentlich gemocht hatte. Story hatte dagegen überhaupt kein Problem mit seinem Kontakt zu ihrer Kleinen. Als wir das Gestüt verließen bekamen beide Pferdekinder riesige Augen und sogar die aufmüpfige Dream drückte sich eng an ihre Mama. Ich hatte beschlossen den Weg in die Heide einzuschlagen, da der Wald für den Anfang vielleicht doch ein bisschen fiel für die zwei Babys war. Außerdem war auch Kagami nicht unbedingt das verlässlichste Geländepferd, weshalb Story voranging. Als Princess und Dream bemerkten, dass ihre Mütter auch hier draußen ruhig vorwärtsgingen, entspannten sie sich allmählich und sahen sich mit gespitzten Öhrchen nach allen Seiten um. Während Dream auch noch nach einer ganzen Weile bei jedem Geräusch zusammenzuckte, war Princess erstaunlich nervenstark. Brian und ich tauschten überraschte Blicke. Eigentlich war das genaue Gegenteil zu erwarten gewesen. Es hatte mich Monate gekostet, um Kagami im Gelände ohne größere Gefahr spazieren führen oder gar reiten zu können. Mit Princess würden wir dieses Problem wohl eher nicht haben. Auf einer kleinen Wiese machten wir Rast, ließen die Stuten ein wenig grasen und schauten den Fohlen beim Herumtollen zu. Ausnahmsweise war es diesmal Princess, die das Ganze ins Rollen brachte, da Dreamy viel zu beschäftigt damit war, ihre Umgebung zu scannen. Schließlich ließ sie sich aber doch vom Übermut des einen Tag jüngeren Fohlens anstecken und die beiden rannten um ihre Mütter herum, um fangen zu spielen. Als wir schließlich wieder auf dem Gestüt ankamen, waren die Babys doch recht erschöpft von den vielen neuen Eindrücken, die sie heute gewonnen hatten. Wir brachten sie auf ein abgetrenntes Stück der Koppel, damit sie ihre Ruhe hatten und den schönen Tag dennoch genießen konnten. Beide ließen sich im Schatten eines Kirschbaumes nieder und waren ein paar Minuten später friedlich eingeschlafen. Ich blieb noch eine kleine Weile am Koppelzaun stehen, schmuste ein wenig mit Story und beobachte die Zukunft meines Gestüts.
    • Sammy
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      Führtraining
      10. April 2017
      „So ihr zwei Hübschen, allmählich geht’s zur Sache!“, sagte ich aufgeregt zu meinen beiden englischen Vollblutbabys Successful Dream und Kazumi Princess El Assuad. Die beiden standen gerade mit ihren Müttern Success Story und Kagami El Assuad auf der Stutenkoppel der Vollblüter. Sie waren mittlerweile bereits ganze vier Monate alt und heute wollte ich mit dem Führtraining beginnen. Anfangs war das Ganze noch vollkommen unspektakulär, doch bevor sie in etwa zwei Monaten abgesetzt wurden, musste das Führen sitzen. Princess und Dream ließen sich mittlerweile am ganzen Körper berühren, akzeptierten das Halfter und rempelten einen nicht mehr einfach so über den Haufen, wenn man neben ihnen stand. Alles in allem war ich mit den Fortschritten der kleinen Racker sehr zufrieden. Princess hatte leider die Angewohnheit, Sachen kaputt zu machen, vor allem dann, wenn ihr etwas nicht passte. So hatte sie schon diverse Decken, Bürsten und Stricke auf dem Gewissen und meine Mitarbeiter machten schon Witze darüber, ob sie diese Kosten wohl später mit ihren Turniersiegen wieder wett machen würde. Ich war der festen Überzeugung, dass sie das ohne Probleme schaffen würde, aber dennoch wäre es mir lieber, nicht alle Nase lang neue Ausrüstung kaufen zu müssen. Um Meg zu entschädigen, dass sie beim letzten großen Schritt nicht hatte dabei sein können, durfte sie mir nun heute assistieren. Normalerweise trainierten wir die beiden Fohlen immer zusammen, heute war das nicht möglich. Da Princess tendenziell die unerschrockenere von beiden war, begannen wir mit ihr. Meg streifte Kagami das Halfter über und führte die Vollblutstute von der Koppel. Princess folgte ihr auf dem Fuß und ich legte auch ihr das Halfter an. Den Strick hatte ich bereits daran befestigt. Alles, was wir die ersten Male tun würden, war, die Fohlen hinter ihren Mamas herzuführen – sie würden ja sowieso hinter ihnen bleiben. Meg führte Kagami langsam an und ich hielt Princess noch einen kurzen Moment zurück, bevor ich sanft am Strick zupfte. Das junge Scheckfohlen blieb wie erstarrt stehen und setzte sich erst behutsam in Bewegung, als ich meinen Arm um seine Hinterhand legte und Princess leicht anschob. Anschließend konnten wir Kagami jedoch völlig normal folgen. Ab und an gab ich Meg ein Zeichen und sie hielt mit der großen Vollblutstute an, was ich dann mit ihrem Baby nachahmte. So erlernte Princess bereits die ersten Grundlektionen, die für ihr späteres Leben als Sportpferd so wichtig waren. Das gesamte Training dauerte lediglich eine Viertelstunde, doch ich wollte meine kleine Maus keinesfalls überfordern. Wir brachten die beiden Süßen zurück auf die Koppel und holten uns Success Story und Successful Dream. Auch Dreamy streifte ich das Halfter mit dem daran befestigten Strick erst in der Halle über. Als ich sie jedoch anführen wollte, lehnte sie sich gegen den Strick. Ich gab nach, um ihr den unangenehmen Druck zu ersparen, da sie mit der ersten Lektion im Führen keinesfalls Negatives verbinden sollte. Als Dream keinen Gegendruck spürte, blieb sie wieder stehen und sah mich an. Anstatt diesmal am Strick zu zupfen, schob ich sie leicht von hinten an. Diesmal trat Dream ein paar Schritte nach vorn und ich konnte mit lockerem Strick neben ihr hergehen. Allerdings wiederholte sich dieses Spiel jedes Mal, wenn wir Success Story und Succesful Dream halten ließen. Also begann ich gleich die dazugehörigen Stimmkommandos einzuführen, was Dream deutlich besser gefiel. Kurz darauf genügten ein Schnalzen und das Anführen von Story, damit Dream ebenfalls im Schritt losging. Ich lobte die beiden Stuten und entließ sie wieder auf die Koppel, wo sich sofort ein wildes Spiel zwischen Dream und Princess entwickelte.
    • Sammy
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      Anbinden und das Pferdefressermonster namens Hänger
      21. Mai 2017
      „Guten Morgen meine Süßen“, säuselte ich wie üblich, als ich den Stutentrakt betrat, in dem auch meine beiden Englischen Vollblutstuten Success Story xx und Kagami El Assuad mit ihren Stutfohlen Successful Dream und Kazumi Princess El Assuad untergebracht waren. Die Pferdebabys waren nun bereits ganze fünf Monate alt und ich konnte kaum glauben, wie schnell die Zeit verging. Mittlerweile ließen sie sich überall anfassen, konnten bereits die dünnen Beinchen heben, ließen sich halftern und neben ihren Müttern herführen. In der letzten Woche hatten wir auch schon damit begonnen, die Stütchen ohne ihre Mütter herumzuführen. Zu diesem Zweck hatten Meg und ich Kagami und Story in der Halle oder auf dem Platz freilaufen lassen und Dreamy und Princess kreuz und quer durch die Bahn geführt. Dream sträubte sich zuweilen noch gegen das Führen, im Großen und Ganzen klappte es aber schon sehr gut. In diesem Monat standen nun noch zwei größere Ausbildungsschritte an, bevor wir im nächsten Monat mit dem Absetzen beginnen würden. Wir wollten die beiden Vollblutbabys zum einen anbinden und zum anderen neben ihren Müttern auf den Hänger schicken. Während Princess bereits eine Fohlenschau und damit eine Hängerfahrt hinter sich hatte, stand Dream’s erste Schau erst in diesem Monat an. Ich schickte all meine Fohlen vor dem Absetzen auf eine Schau, wenn ich die Möglichkeit dazu hatte, um ihnen bei diesen besonders aufregenden Ereignissen wenigstens einmal die Begleitung durch ihre Mütter zu ermöglichen. Ich gab Kagami und Princess jeweils ein Küsschen auf die samtenen Nüstern und halfterte die Palominostute anschließend auf. Am Putzplatz angekommen, band ich Kagami fest und legte nun auch Princess das Halfter an, um sie neben ihrer Mutter anzubinden. Das Kommando „Steh!“ kannte das junge Fohlen bereits und immer, wenn Princess zu zappeln begann, wiederholte ich es. Ich band das Stutfohlen immer nur 3-5 Minuten an, bevor ich sie laufen ließ und Kagami putzte. Während ich mich mit Princess beschäftigte, störte sie sich sowieso herzlich wenig an Strick und Anbindering. Dafür war sie noch viel zu sehr damit beschäftigt, die Bürstenmassage zu genießen oder beim Huf geben das Gleichgewicht zu halten. Als Kagami und Princess sauber waren, erklärte ich die Übungseinheit für beendet und brachte beide Vollblüter auf die Koppel. Als nächstes waren nun Success Story und Succesful Dream an der Reihe. Dream war einen Tag älter als Princess und die beiden waren bereits unzertrennlich. Ich hoffte sehr, dass ihnen dieser Umstand das Absetzen im nächsten Monat erleichtern würde. Dort sollten die beiden Stütchen dann auch in meine bereits bestehende Fohlenherde eingegliedert werden, was wohl für allem für Dream ein Problem darstellen würde, da sich das junge Stütchen nicht sehr gut mit seinen Artgenossen verstand. Auch das Anbinden war für Dream ein größeres Drama als für Princess. Die junge Stute wurde nicht gerne bevormundet, beruhigte sich durch die Aufmerksamkeit beim Putzen jedoch schnell wieder. Dennoch dauerte die Prozedur mit Dream wesentlich länger, da ich die Pausen länger und Dream’s Anbindephasen kürzer gestalten musste. Schließlich hatte jedoch auch Dream diese erste wichtige Lektion auf dem Weg zum Stillstehen hinter sich und durfte zu ihrer Freundin auf die Weide.
    • Sammy
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      Baby's erster Erfolg!
      28. Mai 2017
      "So meine beiden Süßen, jetzt ist es gleich soweit!", sagte ich liebevoll zu meinen beiden Pferden. Heute würde ich das jüngste Fohlen meines Gestüts, Kazumi Princess El Assuad, auf einer Fohlenschau für alle Rassen vorstellen. Da Princess noch so jung war, hatte ich natürlich auch ihre Mutter Kagami mit dabei. Das wunderschöne Stutfohlen drückte sich zwar eng an Kagami, sah sich aber gleichzeitig mit gespitzten Ohren auf dem Gelände um. Mit ihrer hübschen Scheckung und der auffälligen Fellfärbung fiel Princess sofort auf und noch schien sie sich nicht ganz sicher zu sein, wie sehr sie diese Aufmerksamkeit mochte. Als schließlich unser Aufruf ertönte führte ich Kagami im Trab in die Halle ein und Princess folgte ihrer Mama auf dem Fuß. Bei X parierte ich die Stute zum Stehen durch und grüßte die Richter. Princess war so sehr von den Zuschauern fasziniert, dass sie ein paar Schritte weiter als Kagami lief. Als sie bemerkte, dass Kagami nicht mehr neben ihr war, wirbelte sie herum und lugte ein paar Sekunden später unter Kagami's Schweif hervor. Ich grinste und winkte Samuel heran, der das junge Fohlen wieder neben seiner Mutter aufstellte, damit die Richter es begutachten konnten. Princess hielt vom Stillstehen jedoch noch herzlich wenig und so war ich froh, als wir uns wieder in Bewegung setzen konnten. Ich führte Kagami im flotten Schritt um die Bahn, sodass Princess antraben musste, um mit ihrer Mama Schritt zu halten. Das kleine Fohlen zeigte schon jetzt außergewöhnlich schöne Gänge und natürlich wollte ich diese den Richtern ausreichend präsentieren. Als ich Kagami antraben ließ, galoppierte Princess neben ihr her. So ganz zusammenreißen konnte sich das kleine Stutfohlen trotz der ganzen Aufregung nicht und buckelte einmal quer durch die Halle, bevor sie wieder zu Kagami zurückkehrte. Samuel schaute etwas gequält aus der Wäsche, doch ich lächelte ihm nur zu. Dies war Princess' erste Fohlenschau, ich erwartete nicht von ihr, dass sie sich "perfekt" benahm. Wir kehrten zu X zurück, ich stellte Kagami und Princess seitlich auf und begann mit lauter Stimme in ein Mikrofon zu sprechen: "Kazumi Princess El Assuad kan mit einer hervorragenden Abstammung aufwarten. Eltern, sowie Großeltern mütterlicherseits sind sehr erfolgreich im Turniersport unterwegs und es gibt bereits klare Anzeichen, dass Kazumi Princess ihr Talent geerbt hat. Das charmante Stutfohlen mit der auffälligen Fellfärbung ist...." in diesem Moment steckte mir Princess die Nase ins Gesicht, um das Mikrofon zu begutachten. Das Publikum war begeistert. Ich schob Princess' Nase zärtlich weg und machte weiter: "Wie Sie sich gerade selbst überzeugen konnten ist Kazumi Princess sehr neugierig und keineswegs menschenscheu. Sie braucht zwar eine kleine Weile bis sie sich an eine neue Situation gewöhnt hat, doch dann badet sie förmlich in der Aufmerksamkeit, die man ihr schenkt. Princess ist ein ganz und gar außergewöhnliches Fohlen und wir sind stolz sie auf unserem Gestüt haben zu dürfen!"
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    • Sammy
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      Fohlenjammer alias Absetzen
      02. Juli 2017
    • Sammy
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      Schnelle Pflege für alle Pferde
      13. Juli 2017
      Gähnend betrat ich die Stallungen und fing gemeinsam mit meinen Mitarbeitern an die Pferde auf die Koppeln zu bringen. Wir führten Levistino, Branagorn, Black Soul, Fantastic Fly und Pride and Prejudice auf die Weiden. Meg und Brian kümmerten sich solange um Glammy, Wild Lady Roxanne, Samiyah, Mahira, Unannounced Pleasure, Reminiscent Inspiration und Angels Fall First. Weiter ging es bei den Englischen Vollblütern. Meine wundervollen Rennpferde durften diesen schönen Sonnentag natürlich auch draußen verbringen. Wir holten Ghostbuster, Tschiwabschischi, El Racino, Pawaneeh, Success Story xx mit Successful Dream, Kagami El Assuad mit Kazumi Princess El Assuad, Backup, Pirate Island, Ace of Spades und Far Cry aus ihren Boxen und führten sie hinaus. Gleich darauf folgten meine Wüstentänzer Amayyas, Pangäa, Cirilla, Ivory, Candle in the Wind, Khamar al Sanaa, Shamal, Wüstentänzer, Sahira, My lovely Horror Kid, Saddy, Haadeh, Little Miss Sunshine, Bittersweet, Sharley, Fallen Immortaliny, Adina De Ra'idah und Melody's Girl. Als das geschafft war holten wir meine Baletttänzer nach draußen - also die Warmblütern, deren Ausbildungsschwerpunkt in der Dressur lag. Das waren Negresco, Ojos Azules, Cuchara, Slaters Secret, San Salvador, Benjilala, Pierre und Salwa. Anschließend folgten die Bewegungskünstler Damon's Dynamo, Rainbow, Ehawee, Middle Ages, GH's Safriko, Mizzi, Someone, Paradises Raffinesse, Shekitt Quinn, Wannabe, Fair Prince, Intolerable Life, Fatimah und Dark Misery. Gleich darauf kamen die ganz kleinen: Rumpelstielzchen, Darkwood's Storm Dancing Feather, Miniature America's Narnia, Hollybrook's Tiny Girl, Juego, Mississle, Little Big Girl, Hollywood Undead, Kolibri und Napayné. Fehlten nur noch drei Sparten. Als erstes waren meine Westernpferde an der Reihe. Das waren Arriba, Dissident Hawk, The Morticains Daugther, My Golden Heart, Golden Indian Summer, American Baby, Girlie, Cazador, BB's Harmony, My possible Pasts, Chaira, Dream of Wyoming und Apaches Tomahawk. Danach folgten meine Vielseitigkeitsponys Panta Rhei, Rosewell, Hollybrook's Cheeky Jot, Hollybrook's Casanova, Hollybrook's Bloody Valentine, BMs Caradoc, Orfino, Hollybrook's Zarin, Hollybrook's Classic Moment, Hollybrook's Fairy Bluebird, Magical Moment, Thousand Sunny, Isola della Pirateria, Aimiliani, Naboo, Fairylike Facility, Everybody's Darling, Golden Flair, Walk of Fame, Precious Scream, Daemon, Dorina, Cinnemont's History und Eddi's Dead Pop Romance. Nun fehlten nur noch die Pferde, die noch nicht gekört waren. Das waren Ma Belle apasionada, Porcelain Doll, Ala' Forza, PFS' Glenn's Cookie, Grace's Cookie 'n Cream, GE's Ljosfari, Siberia, Shawnée und Devil in Prada. Sie alle durften diesen herrlichen Tag draußen verbringen und hatten somit frei. Meine Mitarbeiter und ich machten uns dagegen an die Stallarbeit...
    • Sammy
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      Es wird kalt auf Hollybrook!
      30. Oktober 2017
      Bibbernd zog ich meine gefütterte Stalljacke enger um meine Schultern, als mir beim Verlassen des Hauses ein eisiger Wind entgegen schlug. Mittlerweile war es Ende Oktober und der schöne Sommer war endgültig vorüber. Letzte Woche hatte es angeblich noch zwei sonnige Tage gegeben, doch nun regnete es seit Tagen beinahe ununterbrochen. Die Koppeln waren reine Schlammwiesen und meinen Pferden schlug das Wetter ebenfalls auf die Laune. Dazu kam, dass ich in den letzten Monaten sehr viel unterwegs gewesen war. Erst vor zwei Stunden war ich aus dem Flieger gestiegen und mich nach kurzem Überlegen entschlossen, zuerst meine Lieblinge zu besuchen. Meine Mitarbeiter hatten zwar die Pflege und das Training der Pferde übernommen, doch weiter ausgebildet hatten sie sie selbstverständlich nicht. Sie hatten lediglich den Auftrag bekommen, sie in Form zu halten und alte Lektionen zu festigen, sowie die Gehorsamkeit und Beweglichkeit zu schulen. Ich hoffte, dass ich nun auf den Winter hin wieder mehr Zeit auf meinem geliebten englischen Gestüt verbringen konnte, um meine Pferde während der Turnierpause weiter auszubilden. Auch die Arbeit mit den Fohlen würde dann an vorderster Stelle stehen. Kazumi Princess El Assuad und Successful Dream wurden bald ein Jahr alt und auch die beiden Pineforest Stable Fohlen PFS' Isis und PFS' Beck's Little Diva hatten ihr erstes Lebensjahr bald hinter sich. Devil in Prada, Shawnée und Siberia durften Anfang des Jahres unter den Sattel und auch für Ljósfari wurde es demnächst ernst. Grace's Cookie n' Cream, Ala' Forza, PFS' Glenn's Cookie und PFS' Daydream of Money mussten auf ihre ersten Fohlenschauen vorbereitet werden und meine kleine Porcelain Doll gewann hoffentlich ihre zweite. Ansonsten mussten selbstverständlich die Anwärter Ma Belle apasionada, Lamira, Incendio und Roi du Soleil für ihre Körungen bzw. Stutbuchwettbewerbe trainiert werden.
      In diesem Moment wurde ich unsanft aus meinen Überlegungen geholt, als mich ein besonders heftiger Windstoß beinahe von den Füßen riss. Ich biss die Zähne zusammen und legte den Rest zum Stall im Laufschritt zurück. Drinnen wurde ich wie gewohnt von warmer Luft und vielstimmigem Gebrummel empfangen. Glücklich schloss ich die Augen und so den herrlichen Stallgeruch ein, der mir entgegenschlug. Bei all dem Stress in letzter Zeit war es einfach herrlich, mal wieder einen ganzen Morgen in aller frühe mit meinen geliebten Vierbeinern zu verbringen. Mein erster Weg führte mich heute zu meinen Vielseitigkeitschampions. Levistino drückte liebevoll sein weiches Maul in meine Hand und ich kraulte ihm seine Stirn und strich seinen langen weißen Schopf aus seinem Gesicht. Gleich darauf wechselte ich zu meinem Holsteinerhengst Fantastic Fly, der mich erst einmal ein paar Sekunden lang ignorierte. Dann hielt der schöne Fuchs es jedoch nicht länger aus und empfing mich mit einem leisen Brummeln. Auch das deutsche Reitpferd Pride and Prejudice ließ sich erst ein wenig betteln. Einige meiner Pferde waren extrem eigen und das zeigte sich eben, wenn ich einmal nicht so viel Zeit für sie hatte wie sonst immer. Nachdem ich auch mit meinen Hannoveranerhengsten Black Soul, Incendio und Branagorn gekuschelt hatte, waren meine Vollbluthengste an der Reihe. Da waren die englischen Vollblüter Ghostbuster, Pawaneeh, Tschiwabschischi und El Racino, der Achal Tekkiner Candle in the Wind, der Berber Amayyas, die Araber Khamar al Sanaa, Wüstentänzer und mein Nachwuchstalent Shamal. Sie alle bekamen eine extra Portion Streicheleinheiten und vor allem bei dem schönen Araberschimmel Khamar entschuldigte ich mich. Der Hengst war schon lange Zeit bei mir und hatte einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Weiter ging es mit den Andalusiern Negresco und Ojos Azules, den Barockpintos Slaters Secret und San Salvador, dem Lusitano Pierre, dem Traber Damon's Dynamo, den Saddlebreds GH's Safriko und Someone, dem Paso Fino Wannabe und den Isländern Fair Prince und Intolerable Life. Als ich gerade durch die dicke Mähne des Rappschecken fuhr, stieß mein Liebling bei den Ponys - Hollybrook's Cheeky Jot - ein entrüstetes Wiehern aus. Der schöne Hengst hasste es, ignoriert zu werden und anscheinend hatte ich mir für seinen Geschmack mit den anderen zu viel Zeit gelassen. Also wandte ich mich dem schönen Hengstchen zu und schlang ihm die Arme um den kräftigen Hals. Meine Mitarbeiter hatten wirklich ganze Arbeit geleistet, meine Pferde sahen wunderbar aus. Nach Cheeky war sein Sohn Hollybrook's Casanova an der Reihe, dann Hollybrook's Bloody Valentine, Hollybrook's Classic Moment, Hollybrook's Zarin, BMs Caradoc, Orfino, Panta Rhei, der Neuzugang Roi du Soleil, Eddi's Dead Pop Romance und Daemon. Als nächstes wurde meinen Minis Aufmerksamkeit zuteil. Die Miniature Hengste Rumpelstielzchen und Darkwood's Storm Dancing Feather waren als erstes dran, dann ging es mit Juego und Hollywood Undead weiter. Nachdem ich auch meine Westernpferde Dissident Hawk, Golden Indian Summer, Dream of Wyoming und Cazador geknuddelt hatte, bekamen meine Schätze ihr Frühstück.
      Da ich bei den Hengsten mit den Westernstars aufgehört hatte, waren die Stuten unter ihnen nun als erstes an der Reihe. Ich besuchte die Criollos Chaira, Arriba und Girlie, dannach Apaches Tomahawk, American Baby, BB's Harmony, Your possible Pasts, My Golden Heart und The Morticains Daughter. Auch die Minis des Hofes, Miniature America's Narnia, Hollybrook's Tiny Girl, Mississle, Little Big Girl, Napayné und Kolibri bekamen ihre Streicheleinheiten. Die Traber Rainbow, Ehawee und Middle Ages interessierten sich herzlich wenig für mich, sondern eher für die Möhren, die ich ihnen zusteckte. Meine Saddlebred Stute Shekitt Quinn genoss die Aufmerksamkeit dafür umso mehr. Genauso wie Paradises Rafinesse, Mizzi, Ma Belle apasionada und die Isländer Fatimah und Dark Misery. Gleich im Anschluss daran ging ich weiter zu Cuchara, Benjilala, Salwa, Pangäa, Cirilla, Ivory, Sahiar, My lovely Horror Kid, Saddy, Haadeh, Sharley, Bittersweet, Little Miss Sunshine, Fallen Immortaliny, Adina De Ra'idah und Melody's Girl. Nun fehlten nur noch die Ponys, die Englischen Vollblüter und meine Militarypferde. Erstere waren gleich an der Reihe. Rosewell, Hollybrook's Fairy Bluebird, Magical Moment, Thousand Sunny, Aimiliani, Naboo, Isola della Pirateria, Fairylike Facility, Everybody's Darling, Golden Flair, Walk of Fame, Precious Scream, Dorina und Cinnemont's History freuten sich sichtlich über die Aufmerksamkeit. Vor allem Isola, Darling und Fame bekamen nicht so viele Streicheleinheiten, wenn ich nicht da war. Aber auch die Vollblüter, um die sich vor allem Meg heiß und innig kümmerte, freuten sich über meine Anwesenheit. Backup, Success Story xx mit ihrem Fohlen Successful Dream, Kagami el Assuad mit Kazumi Princess El Assuad an ihrer Seite, Pirate Island, Ace of Spades und Far Cry bekamen alle eine kurze Rückenmassage, bevor ich weiter zu meinen Warmblütern ging. Der Neuzugang Lamira war zuerst dran, dann folgte die Leitstute Samiyah, Mahira, Unannounced Pleasure, Reminiscent Inspiration, Angels Fall First, Wild Lady Roxanne und Glammy. Nachdem ich all meine Stuten gefüttert hatte, setzte ich mich bei Everybody's Darling in die Box und döste ein wenig neben dem Fuchsstütchen. Geweckt wurde ich vom spitzen Schrei meiner Freundin und Angestellten Meg, die mich als erstes entdeckt hatte. "Du kommst mitten in der Nacht zurück und hast dann nichts besseres zu tun als die Pferde zu füttern? Du hättest mich wecken können!", beschwerte sie sich. "Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es sich nicht mehr lohnt, ins Bett zu gehen. Außerdem musste ich doch meine Babys begrüßen! Und jetzt erzähl mir alles. Jedes Detail, ich muss alles wissen.", wies ich Meg grinsend an.
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  • Album:
    Blitzstarter
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    Sammy
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    1 Jan. 2019
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  • Kazumi Princess El Assuad
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    [Jap./Engl.: "Prinzessin der Schönheit von Assuad"]
    Spitzname: Princess

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    ~ Abstammung ~
    Von:
    Mr. Raw Depression
    V: ?
    M: ?

    Aus der: Kagami El Assuad
    V: Pawaneeh
    VV: Cataract
    VVV: Shirocco xx
    MVV: Nushin
    MV: Delta Queen
    VMV: Solo xx
    MMV: Desecration Smile xx

    M: Khiara El Assuad
    VM: El Jamarico
    MM: Kashida El Assuad


    --------------------------------------------------

    Rasse: Englisches Vollblut
    Geschlecht: Stute
    Geburtsdatum: 06. Januar 2017
    Stockmaß/Endmaß: 1,70m
    Fellfarbe: Buckskin Tobiano
    Gencode: Ee | Aa | Crcr | nTo
    Kopfabzeichen: Blesse
    Beinabzeichen: v.l., v.r., h.l. hochweißer Stiefel, h.r. weißer Stiefel

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    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Kazumi Princess El Assuad ist äußerlich ein absolutes Bilderbuchfohlen. Sie besitzt einen korrekten Körperbau, eine auffällige Fellfärbung und eine Ausstrahlung mit der man sie einfach nicht übersehen kann.
    Ihre Eltern, Mr. Raw Drepression und Kagami El Assuad sind beide äußerst erfolgreich im Turniersport unterwegs und haben somit einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht. Während der Schwerpunkt bei Kagami's Training erst einmal im Galopprennen lag, wurde Mr. Raw Depression zum Vielseitigkeitspferd ausgebildet. Daher ist zu erwarten, dass Kazumi Princess beide Talente ihrer Eltern geerbt hat und sich später einmal in diesen Sparten profilieren wird.
    Charakterlich vereint das wunderhübsche Stütchen die Wesenszüge seiner Eltern in sich. Das heißblütige Temperament und die Sensibilität hat sie wohl von beiden Elternteilen geerbt, ebenso wie ihre auffallend schönen Gänge, ihre Aufmerksamkeit und Intelligenz bei der Arbeit. Im Gegensatz zu ihrer Mutter zeigt Princess in vielen Situationen eine große Nervenstärke, während es andere Gelegenheiten gibt, bei denen sie sich ängstlich unter Kagami's Schweif versteckt. Ein weiterer Wesenszug, indem sie sich von ihrer Mutter unterscheidet, ist ihr Sozialverhalten. Princess braucht Pferde und Menschen um sich herum, die ihr Aufmerksamkeit schenken, wie die Luft zum Atmen. Sie verträgt es überhaupt nicht, alleine gelassen zu werden und beginnt dann mit Vorliebe damit Dinge zu zerstören (wie beispielsweise diverse Weidendecken). In der Herde ordnet sich Princess zwar nicht direkt unter, strebt aber auch nicht die Position des Leittiers an. Am besten versteht sie sich mit der eher sozial unverträglichen Successful Dream. Schon nach wenigen gemeinsamen Ausflügen auf der Koppel sind die beiden unzertrennlich.
    Was dagegen die Gutmütigkeit angeht kommt die kleine Schönheit bereits jetzt ganz nach ihrer Mutter. Wenn Princess etwas nicht passt, zeigt sie dies ganz genau. Dann kann es durchaus auch einmal passieren, dass das Stütchen schnappt, buckelt, davonläuft oder - wie schon erwähnt - alle möglichen Dinge in ihrer Nähe kaputt macht.
    Alles in allem ist Kazumi Princess ein absolut wunderschönes Charaktertier, das zwar viel Erziehung und Geduld braucht, doch sicherlich später einmal ein herausragendes Sportpferd werden wird!
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    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: /
    Ersteller: sadasha
    Vkr: sadasha

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    ~ Qualifikationen ~
    Dressur:
    A
    Springen: L
    Military: A
    Galopprennen: S***

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    ~ Schleifen ~
    BSK[463] - Winterzeit
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    1. Gewinnerin der [BFS 263] Mixe & Schecken
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    2. Platz beim 535. Dressurturnier
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    3. Platz beim 476. Galopprennen
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    2. Platz beim 478. Galopprennen
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    3. Platz beim 479. Galopprennen
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    2. Platz beim 279. Synchronspringen
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    1. Platz beim 280. Synchronspringen
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    1. Platz beim 395. Militaryturnier
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    3. Platz beim 480. Galopprennen
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    481. RE
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    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig:
    Ja
    Nachkommen: ///