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Samanta

Kaltenbach's Ostwind

Ostwind ist ein sehr sturer und eigenwilliger Hengst, der erst Vertrauen aufbauen muss, bevor er sich einem Menschen anschließt.

Kaltenbach's Ostwind
Samanta, 3 Jan. 2018
    • Samanta
      Sein Leben bei Sevannie


      Die Urlaubsvertretung 8:
      Als ich fertig mit den beiden Fohlen war ging ich zu Ostwind.
      Wow dachte ich, welch ein schönes Pferd.
      Ich zeigte keine Angst und ging gechillt in seine Box und holte ihn raus. Es schien überhaupt nichts auszumachen das ich an ihm herumfummelte. Ich hatte ihn angebunden und sein Putzzeug geholt.
      Ab und zu drehte er sich weg oder zog mir den Huf aus der Hand, aber trotzdem habe ich es geschafft ihn zu putzen.
      "Ding Dong!",machte mein Handy.
      Es war wieder eine Nachricht von Mika.

      Na???
      Du hattest ja gesagt das du jetzt bei Ostwind bist,
      sein konsequent dann macht er alles was du willst und vorallem habe keine Angst.

      Ich antwortete kurz und steckte dann mein Handy weg.
      Nach dem Putzen holte ich einen Longiergurt,Peitsche,Longe,Kappzaum und Ausbinder.
      Ich legte Ostwind alles an un dging mit ihm in den Roundpen. Es hatte endlich aufgehört zu regnen. Dann schickte ih ihn nach außen und ließ ihn nach einer Runde antraben. Er hat wirklich schöne Gänge. "Weiter so fein!",lobte ich Ostwind. Manchmal machte er einen Bocksprung, aber das störte mich nicht.
      Nach zwei Runden auf beiden Seiten im Trab galoppierte ich ihn an.
      Er machte toll mit. Da es schon abends war machte ich nicht allzulange Training. Nach drei Runden Galopp parierte ich ihn durch und ging mit ihm in den Stall. Dort machte ich die Ausbinder ab und nahm alles Equipment ab und brachte es weg. Dann holte ich seine Decke und legte sie ihm auf. Danach stellte ch ihn in die Box und gab ihm Müsli. "Tschüssi Schwarzer!", verabschiedete ich mich. Dann ging ich zur nächsten Box.
      _________________
      [3] Rennovierung abgeschlossen und der Umzug! Craignure wir kommen

      Adriane Van helsing
      Tim
      Sam
      Avril
      Mary

      5 Monate später war es endlich soweit, wir konnten in Deutschland die Sachen packen und auf den Hof ziehen. Der Hof ist sehr schön geworden genauso hatte ich es mir innerlich vorgestellt. Als der Hof in Craignure fertig war flog ich mit Tim wieder nach Deutschland um dort alles vorzubereiten. In Craignure hatte ich mir einen Pferde LKW gekauft wo 4 Pferde drauf passten und hatten einige zusammengetrommelt die mit ihren Hängern am Flughafen Ivanhesse auf uns warteten.

      Unser Flug nach deutschland hatte etwas verspätung somit mussten wir am Flughafen warten. Wie ich diese Warterrei hasste.



      „Ich komme jetzt zurück mein Schatz!“ schrieb ich in der Sms. Ich war fast 5 monate von meiner Freundin getrennt, weil mich Adria in Craignur brauchte und das war für uns Beide sehr schwer und vorallem kurzfristig. Böse auf Adria konnte ich auch nicht sein, sie wusste ja nicht das ich erst frisch in einer Beziehung eingegangen bin, und Mary war der hauptgrund das ich nicht mitgehen konnte, da Mary erst 17 war und ihre Eltern es ihr bestimmt nicht erlaubten so weit wegzuziehen, noch dazu das sie dann keine Arbeit hatte außer ihren Freund und das als dreckigen Stalljungen wie er schon von ihrer Mutter belauschen konnte. Er würde sich wünschen, das er einen Weg finden würde doch noch zu Craignure zu ziehen mit Mary. Ob er Adria fragen sollte nach einem Job? Er wusste ja das Mary gerne mit Pferden zu tun haben möchte, sich aber nicht gerade gut auskennt. Ob Adria überhaupt einen lehrling gebrauchen kann? Wären dann die Eltern von Mary einverstanden?. Oder haben sie einfach was gegen mich. Pieps pieps machte es und riss mich aus meinen Gedanken. Mein Handy leuchtete auf . Eine SMS von Mary. „ Hallo Schatz, natürlich freue ich mich dich wiederzusehen, und hoffe das meine Eltern dann endlich sehen das du es ernst meinst. Die Monate waren sehr hart für mich, ich warte aum Flughafen oder nicht wegen deiner Chefin? Warum verheimlichst du mich vor deinen Kollegen und der Chefin? Schämst du dich für mich?!“ las ich in der sms. Auf der einen Seite freute es mich das sie mich vermisste aber die letzte zeilen traten bei ihr doch die zweifel auf, ich hatte angst wie die kollegen reagieren würden.


      „ Ach schatz, ich schäme mich nicht für dich , ich bin stolz ein so wunderschönes Mädchen wie dich mein Mädchen nennen zu dürfen. Und das mit meiner Chefin... Ich würde sie um eine Lehrstelle für dich fragen, und hoffe das deine Eltern damit einverstanden sind, wenn du die lehre bei ihr hast, das du mit kommen kannst. Ich würde gerne mit auswandern, aber wenn das deinen eltern auch nicht reicht würde ich hier bleiben, weil ich dich liebe Mary! Und sendete die sms ab. Ich merkte wie Adria mich beobachtete und ließ das Handy schnell in meiner hosentasche verstecken und schaute mich um.



      Was war mit Tim los? Fragte ich mich mich und beobachtete ihn weiter. Die 5 monate in Craignur schien ihm gefallen zu haben, dachte ich jedenfalls und jetzt am Flughafen ist er so still und bedrückt. Ich beschloss zu warten bis er von selber kommen würde. Schließlich war es nicht meine angelegenheit und schaute mich auf die anzeige und suchte unseren flug, noch 40 minuten Wartezeit. Ich hörte wie bei Tim das handy wieder piepste.


      „Meinst du das ehrlich?! Ich weiß nicht was meine Eltern von der Idee halten, aber es ist doch meine entscheidung und würdest du bitte deine Chefin fragen? Und darf ich dich dann am flughafen abholen?!“ las ich wieder . Klar meinte ich das ehrlich, jetzt hab ich die aufgabe wohl doch noch mit Adria darüber zu reden, ob sie begeistert sein wird? Hat sie die zeit neben der Zucht, hof, Tuniere und Hufschmiedbetrieb noch einen lehrling auszubilden?. Es half alles nichts, ich musste sie fragen. Ich nahm mir allen Mut zusammen und legte los. „ Du....Adri.....a ich äh mir liegt da was auf dem Herzen, also eigentlich wollte ich nicht mit umsiedeln weil ich kurz davor in eine Beziehung gegangen bin. Sie ist 17 und ihre Eltern würden es ihr nicht erlauben mit nach Craignure zu ziehen, da sie keinen job bzw ausbildung hat und ich als dreckigen Stalljungen wohl nicht für ihre Tochter aufkommen kann. Und da dachte ich, weil Mary Pferde mag, ob du vielleicht eine Auszubildende gebrauchten kannst, ich weiß mary hat noch nicht so viel ahnung von Pferden, aber anpacken und tierlieb ist sie. Ich dachte aaa.....lso meine idee wäre gewesen, wenn sie eine Lehre bei dir hat, würden ihre Eltern es vielleicht erlauben mitzuziehen, weil ich würde gerne mit raufziehen, jetzt wo ich weiß wie schön es da oben ist, aber ich möchte meine Beziehung auch nicht wegen dem beenden. Ich liebe Mary doch!“ erzählte ich ihr.



      „ hmm, desshalb wolltest du nicht mit, du weißt ja nur zu gut, was ich für Ausgaben in letzter zeit hatte und eigentlich nicht die zeit habe mich noch um einen Lehrling zu kümmern... Ich muss darüber noch nachdenken und mit Sam besprechen, schließlich müsste sie sich dann um den lehrling kümmern wenn ich nicht da bin. Aber das würden wir hinkriegen. So unser flug ist da kom jetzt. Forderte ich tim auf und wir stiegen in den flieger.


      Zurück in Deutschland


      Als wir endlich am Flughafen angekommen sind erwarteten uns bereits Sam und Avril.Freudig umarmten wir uns. Mir viel ein schüchternes mädchen auf, die zaghaft in tims richtung winkte. Das musste Mary sein, wir hatten den ganzen Flug lang nicht mehr über die Sache diskutiert.

      Tim lächelte in Mary´s Richtung. „ Na hol sie schon her und stell uns vor!“ sagte ich zu Tim. Dieser auch loslief. „ Sam was hälst du von einem Lehrling?!“ fragte ich direkt.

      „ Können wir uns das überhaupt leisten nach dem umbau umzug und und?!“ fragte Sam. „ Ja eigentlich nicht so aber es ist wegen Tim, er möchte mit, aber er hat ne Freundin, und er hofft wenn sie bei mir eine lehre hat, das die eltern von dem mädchen dem umzug zustimmen würden.!“ erklärte ich ihr. „ Naja, sie kann ja jetzt beim umsiedeln helfen so können wir sehen ob es was für sie ist!“ schlug Avril vor sie wollte endlich eine kamaradin haben die in ihrem alter war.

      Inzwischen kam Tim mit seiner Freundin wieder zu uns und stellten uns vor. Wir erzählten unser Vorhaben und Mary war begeistert. Nun lagen nur noch daran die eltern zu überzeugen. Ich bad mary einen Treffen zu arrrangieren . Sie freute sich. Dann ruhren wir schließlich alle gemeinsam auf den hof. Wir packten diverse sachen ein, trensen, gebisse, schabracken, hufglocken, bandagen, decken , alles was so rum lag in kisten und stopften sie in das große Auto. Ich hatte extra einen Flieger gemietet für uns alleine, wo genug platz . Es gab leider nur flieger die maximal 5 Pferde mittransportieren konnten so mussten wir halt eben mit mehreren flügen planen. Aber das würde gehen. Wir hatten inzwischen alles verpackt auch das Gestütshaus war leer und sauber, jetzt mussten die Pferde für den Transport und flug bereit gemacht werden. Zuerst kamen Existenz, Sabrid Sahir, For Pleasure, Rebelmouse und Skadi an die reihe, diese pferde würden als erstes mit Sam rüber fliegen. Und sie würde die 5 pferde auf den hof bringen, ein netter her wartete bereits am flughafen von schottland und er kannte ja den weg zum hof. Als nächstes kam Bifröst, Donnerschall, Ostwind,Lynna und Cleabration of Dance. Der Flieger wurde immer mit pferden und umzugskartons beladen, diesmal flog avril mit. Ich hoffte das alles gut lief. In der zwischenzeit wo ich die pferde zum flughafen kutschiere und zurück fuhr machte mary die anderen pferde fertig und Timm mistete die boxen mit dem Radlader leer. Als nächstes kamen Starmen, Azazel, torte, mirror und Petit jayaprada drann. Zum glück liefen die pferde ohne probleme in den hänger und auf den Flieger. Jetzt waren es nur noch zwei pferde die zum flieger gebracht werden müssen und dann noch den rest. Die kleine von Sam musste ich noch schnell bei der oma abholen, die sie mir weindend übergab.. Irgendwie tat es mir leid.. und nun saßen wir alle zusammen im flieger auch mary ich hatte es geschafft ihre Eltern zu überzeugen bei mir eine Lehre anzufangen. Timm war überglücklich.
      Nach einigen stressigen Wochen, fand ich wieder einen Tag an dem ich mich meinen Pferden voll und ganz widmen wollte, zumindest einem Teil der großen 'Herde'. Ich lief fröhlich pfeifend aus dem Haus, nachdem ich den restlichen Papierkram erledigt hatte und machte mich in den Stalltrakt, dort traf ich Rachel und Elena an, diese kamen gerade von der Halle wieder. Das Wetter war mehr als schön, auch wenn es kalt war, aber zum Ausreiten war es perfekt. Genau das hatte ich als erstzes vor! Ich wollte Ausreiten, mit Hermann und Götterdämmerung, jedoch suchte ich noch wen freiwilliges der mit mir käme. ,,Jemand von euch Lust mit mir und meinen Kaltblüter etwas im Gelände herum zu dödeln?'' - ,,Ich doch immer!'',grinste Elena und ich schmunzelte. ,,Rachel du auch?'', hakte ich nach und sie nickte eifrig. ,,Ja wunderbar. So Ich werde Hermann nehmen, ihr könnt euch um Götterdämmerung und Arikado zoffen!'',grinste ich frech und schon begannen sie zu diskutieren. Nach wenigen Schritten zur Weide hin, hatte sich auch schon alles geklärt. Elena nahm Götterdämmerung und Rachel nahm sich Arikado zu Herzen. Der Hengst war frisch eingeritten und somit noch ein kleiner Angsthase im Gelände, doch mit den älteren Hasen war das sicherlich kein Problem. Während ich den Brabanter an das Halfter nahm und den Strick einhakte, machten die beiden anderen das bei ihren Pferden. Wir liefen im Gänsemarsch hinunter zum Putzplatz und 'parkten' dort die Pferde. Die Weidedecken kamen hinunter und der Vorteil von diesen war ganz klar. Das lange Fell der etwas stämmigeren Pferde war sauber und man hatte nicht mehr gar so viel zu putzen. So kämmten wir Mähne und Schweif noch einmal durch, befreiten die Beine und den Hals, sowie den Kopf vom Schmutz und kratzten danach noch die Hufe aus. Als alle drei Hengste sauber waren, begannen wir relativ zeitgleich zu satteln und zu trensen. ,,Wo soll es lang gehen?'' - ,,Die Hügel hinauf und dann etwas Berg ab – Berg auf – Training!'',schlug Elena motiviert vor und ich schmunzelte. ,,Hört sich gut an. Wie wär's auch dann noch eine etwas größere Galoppstrecke einzuplanen damit die drei dann richtig ausgepowert sind?'' - ,,Das ist super!'', grinste Rachel und so sagte ich Tyler Bescheid, dass die drei Boxen bitte gemistet werden sollten, damit die Pferde gleich darein konnten. Denn bei dem kühlen Wetter sie noch einmal auf die Weide zu stellen, wenn sie schwitzten wäre sicherlich nicht ganz so Vorteilhaft. Tyler nickte und wünschte uns viel Spaß, so schwangen wir uns vorsichtig in die Sättel und ritten im gemütlichen Schritt los. Ich war mit einer Gerte bewaffnet, da der träge Herr unter mir nun mal gerne etwas langsamer unterwegs war wie seine beiden Kumpanen. Ich gab Elena noch den Tipp das sie mit Götterdämmerung auch gerne hinter uns beiden bleiben sollte und ab und zu etwas Schenkelweichen probieren sollte, denn der Gute war zwar sonst ein Lieber aber wenn es ihm zu langweilig wurde dann konnte er auch im Gelände mal loslegen. Bei Rachel brauchte ich nichts sagen, Riko war ein Lieber und würde keine Unruhen machen. Nach einigen Minuten trabten wir auch an, bis wir zu unseren liebsten Hügelstellen kamen. Man war gerade einen runter geritten da kam der nächste schon zum hoch reiten wieder. Dies förderte natürlich die Muskulatur und somit war es wieder ein schöner Vorteil der Natur. Diese Berge oder eher Hügel erklommen wir erst im Schritt, dann ging das ganze im Trab zurück und danach ritten wir auch schon zu der ewig weiten Galoppstrecke, damit sie hier nochmal die ganze Energie frei lassen konnten. Bei der Galoppstrecke angekommen, durfte Rachel den Vortritt machen, da sie den Jüngsten im Bunde hatte. Danach kam Elena mit Götterdämmerung und zu guter Letzt ich mit Hermann. Wobei Hermann erst etwas schneller trabte, doch nach einer klaren Ansage mit der Stimme lockte ich den Renner aus ihm heraus und wir holten das Verlorene recht schnell wieder auf, überholten jedoch nicht. Sanft lobte ich ihn zwischendurch und nach wenigen Momenten des Galopps waren wir am Ende der Strecke und es ging im gemütlichen Schritt wieder zurück. Nun machte Götterdämmerung auch keine Faxen mehr und blieb brav, da er anscheinend auch ausgelaugt war. Am Stall angekommen brachten wir die Pferde in die frisch gemisteten Boxen und zogen ihnen noch die Abschwitzdecke drüber. ,,Ich danke euch beiden für den schönen Ausritt.'',lächelte ich und lobte Hermann nochmal, ehe ich ihm einen neuen Leckstein in die Box hängte und mich dann aus dieser heraus machte. Da kam gerade Tyler um die Ecke. ,,Danke Ty.'',schmunzelte ich und wuschelte ihm die Haare durch. ,,Ich wollte Massacre Boy und Wild Reflex in die Führanlage bringen, wenn das für dich okay ist?'' - ,,Klar, ich hab eh nicht so viel Zeit alle Pferde heute zu machen. Aber ich helfe dir gerne vorher beim Putzen.'', lächelte ich und lief mit Tyler zu den Weiden. Ich holte die Schimmelstute von der Koppel und Tyler den Rapphengst. Farblich waren sie ja schon irgendwie zusammen ein wunderschöner Hingucker.. So banden wir sie am Putzplatz an und ich kuschelte erst einmal eine Runde mit meiner verloren gegangener Liebe von damals. Sanft streichelte ich ihre Nüstern, ehe ich dann anfing zu putzen. Tyler hingegen war bald fertig mit dem Hengst. ,,Mach mal langsam.'',lächelte ich und er musterte die Schimmelstute. ,,Du bist doch auch bald fertig.'',murmelte er grinsend und band dann Massacre Boy ab und wartete auf mich. ,,Wir stellen sie aber nicht hintereinander rein.'',stellte ich nochmal klar und er nickte. ,,Hatte ich jetzt nicht vor.'',murmelte Ty und ich brachte die Stute zur Führanlage. Beide kamen in diese Anlage und liefen ihre Runden, Ty blieb hier um nach dem rechten zu schauen denn ganz ohne Aufsicht wollte ich die beiden auch nicht da drin lassen. So machte ich mich nun auf den Weg und holte mir Tomenko von der Weide. Der dreijährige Braunschecke war etwas von Übermut beholfen als ich ihn von der Koppel holte, so gab es lediglich eine Katzenwäsche und dann ging es auch in die Halle. Heute stand für ihn etwas Bodenarbeit an und so begann ich mit ihm das Führen weiter auszubauen. Er sollte stehen bleiben wenn ich stand, das tat er nach guten fünf Minuten dann auch schon. Danach gab es eine kleine Dehneinheit. Erst die beiden Vorderbeine, dann die Hinterbeine. Zuletzt der Hals etwas, indem ich ein Leckerli an seinen Rücken hielt und er sich nach diesem streckte. Sanft lobte ich ihn, als er dies tat und tat das gleiche noch einmal auf der anderen Seite. Nach der Dehneinheit, ging es dann weiter mit etwas Zirzensik. Ich nahm mir ein Leckerli und hielt es zwischen seine Vorderbeine, wollte damit erreichen, dass er mit seinem Kopf hinunter geht und es sich holen möchte. Dies tat er auch ganz brav und er schien mir mit vollem Elan bei der Sache zu sein. Immer wieder versuchten wir das ganze und am Ende der Übungen für heute streckte er die Vorderbeine, wie gewollt, etwas mehr um an das Leckerli zu kommen. Es war zwar noch nicht ganz das klassische Verbeugen aber der Ansatz war da und er war gut. Sanft lobte ich ihn erneut, ehe ich mit ihm wieder aus der Halle ging und in seine Box stellte. Auch diese hatte Tyler nun schon gemistet und etwas weiter weg standen auch schon Massacre Boy und Wild Reflex wieder in ihren Boxen. ,,Danke Ty.'',rief ich zu ihm und dieser nickte lächelnd. Bevor ich mich jedoch an das nächste Pferd wagte, mistete ich erstmals seine Box. Der Isländerhengst Neskur, sollte heute ein wenig in Dressur gefördert werden. So holte ich diesen nach dem Misten von der Koppel und band ihm am Putzplatz an. Er wäre auch das letzte Pferd für heute, denn es fing schon an zu dämmern. Also machte ich ihn rasch und dennoch gründlich fertig, ehe ich mit ihm in die Halle lief. Dort ritt gerade Tyler meine liebste Lotte Buff. Wobei er gerade etwas mit ihr ausdiskutierte. Die Stute hatte auch gerade ihre Krönung hinter sich, was heißt das sie nun eine Zuchtstute des Gestüts war, dennoch vergaßen wir das Training nicht und die Gute schien heute gar keine Lust zu haben. ,,Alles gut, Ty?'', hakte ich nach, als ich dann im Sattel von Neskur saß. ,,Jaja!'',murmelte er mürrisch und ich seufze auf. Stimmt, Ty wurde ja nicht gerne gestört, vor allem nicht wenn er gerade am diskutieren war. Wie Lotte eben so war.. Ich ritt Neskur warm und achtete dabei den anderen beiden möglichst aus dem Weg zu gehen. Lotte schien nach guten zehn Minuten Tyler oben drauf zu akzeptieren und lief nun auch wieder schön und nicht mehr so störrisch. Schmunzelnd nahm ich derweil die Zügel auf und trieb Neskur in den Trab. Für mich war es noch etwas schwierig ihn in Dressur zu fördern, da er auch gerne mal den Trab mit dem Tölt oder Pass verwechselte.. Da wieder heraus zu kommen war für mich noch etwas unbeholfen, deswegen suchte ich mir auch schon einen Trainer der mich und Neskur etwas darin schulen konnte, denn ewig sollte dies ja auch nicht so bleiben. Lotte schien geschwitzt und Tyler parierte sie in den Schritt, zusammen legten die beiden eine kleine Pause ein, während Neskur und ich gerade Gas gaben. ,,Wir müssen auch gleich die Pferde rein holen.'',erklärte Tyler und ich nickte kurz, denn wenn ich am reiten war sprach ich auch kaum was, außer in der Schrittpause. ,,Rachel und Elena waren vorhin noch in den Round Pens, vielleicht haben sie ja auch schon einige reingeholt.'',murmelte er dann und nahm die Zügel wieder auf. Wir beide vollendeten die Trainingseinheiten der unterschiedlichen Pferde und nach einer guten Dreiviertelstunde war ich auch schon draußen mit Neskur. Er kam in seine Box, genauso wie Lotte. ,,Jetzt aber schnell, sieht aus als würde es gleich regnen.'',murmelte ich und lief mit Tyler hoch zu den Weiden. Nach und nach holten wir die Pferde rein, zwischendrin halfen Rachel und Elena auch noch. Als alle Pferde drinnen waren, fütterten wir noch, bevor wir dann in das Haupthaus gingen. ,,Erstmal 'nen Bier!'',meinte Tyler direkt und lief zum Kühlschrank. ,,Ich gerne ein Cola-Bier!'',meinten Rachel, Elena und ich im Chor. So kam Tyler mit vier Flaschen wieder. ,,Wo ist eigentlich Simon?'' - ,,Noch unterwegs der kommt er spät abends.'',murmelte Rachel. Stumm nickte ich und trank einen Schluck. ,,Ich muss nachher mal schauen wie weit ich mit meinem Papierkram bin..'',seufze ich und Elena murmelte etwas davon das sie das ja auch noch machen müsste. Die Finanzen hielten wir drei eigentlich eher getrennt, doch wenn es bei jemanden knapp wurde, halfen wir uns gegenseitig aus. Ich trank mein Bier leer, ehe ich dann aufstand. ,,Bis morgen früh.'',schmunzelte ich und lief hoch zu meinem Zimmer, wo ich mir noch einen Überblick verschaffte über den ganzen Papierkram, davon noch einiges erledigte, ehe ich ins Bett huschte. Duschen würde ich morgen früh, bevor es dann wieder hinaus ging in die Pferdewelt.



      Früh am Morgen war ich wieder wach, wie immer die ersten die wach war. Ich kochte Kaffee und machte mich hurtig ins Bad. Schnell war ich wieder frisch geduscht und die Zähne geputzt. Tyler trudelte ins Bad, gerade als ich fertig war. ,,Guten Morgen.'',lächelte ich und er brummelte nur kurz – wie immer. Schmunzelnd lief ich wieder in die Küche und backte die Brötchen auf. Ich frühstückte und trank dabei meinen Kaffee, ebenso blätterte ich in der Zeitung umher. Hm.. Neue Verkaufsanzeigen. Darunter ein wunderschöner Tinkerhengst in Palominolackierung mit hochweißen Abzeichen und einer schönen Blesse. Reinweißes Langhaar und der Behang ebenso. Oh weh.. Sofort schnappte ich mir das Telefon und rief dort an. Sieben Uhr morgens, da müsste ja wer wach sein. Und ja dem war so. Ich deutete mein Interesse und schilderte der Frau am Telefon die derzeitige Situation am Hof. Wir quatschten noch ziemlich lange, ehe ich wieder auflegte. Sie sagte sie würde sich melden. Gut gut. So räumte ich mein Geschirr weg und zog mir meine Stiefel an. Tyler war mittlerweile auch schon am Frühstücken. Ich lief hinaus in den Stall und fütterte die Pferde, machte dabei das Radio an. Während die Pferde noch fraßen, kuschelte ich mit dem kleinem Hofhund Aika. ,,Na meine Süße. Du hast doch sicherlich auch Hunger.'',schmunzelte ich und lief mit ihr zu ihrem Napf und füllte diesen mit ihrem Hundefutter.

      Nachdem die Pferde alles aufgefressen haben, fuhr ich zusammen mit Tyler Heu hoch zu den Weiden. Wir füllten die Futterkrippen auf, damit sie über den Tag noch fressen konnten, ehe wir nach und nach die Pferde raus stellten. Drin ließen wir jedoch Quintessa und RoyalRubina. Ich machte mich daran die kleine Tinkerdame zu putzen, während Tyler sich an Royal dran machte. Rasch waren beide Pferde fertig und wir konnten uns der Arbeit widmen. Ich ging mit Quintessa in den Round Pen, Tyler ritt mit Royal die Weiden ab um nach den Zäunen zu schauen. Heute Nacht schien es böse geweht zu haben, da war es sicherlich nicht verkehrt um nochmal nach dem rechten zu schauen, abgesehen davon gönnte er der lieben Royal somit einen kleinen Ausritt. Mit Tessa hatte ich das gleiche vor wie mit Tomenko gestern, etwas Bodenarbeit und Zirsensik. Sollte ja jedem Fohlen nicht schaden. Wie auch mit Tomenko übte ich noch einmal das halten und laufen beim Führen, danach gab es die Dehneinheit und zu guter Letzt noch das Verbeugen weiter ausbauen. Tessa war in der Sache schon etwas weiter wie Tomenko, doch ich hatte mit ihr auch deutlich früher angefangen gehabt. Sanft lobte ich sie kurz und stellte sie ebenfalls auf die Weide, ehe ich anfing ihre Box zu misten, danach kam die Box von Royal dran. Somit waren wieder zwei Pferde für heute erledigt und nun kamen auch schon Rachel und Elena aus dem Haus, welche freudig von Aika begrüßt wurden. ,,Guten Morgen.'',begrüßte ich beide lächelnd, wobei Elena noch etwas verschlafen aussah. ,,Morgen.'',murmelten sie im Chor und machten sich ebenfalls an die Arbeit. Ich dagegen lief wieder Richtung Weide und sah mir die zahlreichen Pferde an.. Wen nun? Ich blickte den dunkelbraunen Hengst Karthago an, ehe ich schmunzelte. Immer wieder schnappte er nach Ostwind. Hm. Mit den beiden könnte man doch etwas Freispringen machen! So holte ich zu erst Karthago von der Koppel und putzte ihn, ehe ich noch Ostwind hinzu holte und auch ihn putzte. Zusammen mit beiden Hengsten lief ich in die Halle und baute rasch einige Sprünge auf, ehe ich die Hengste von den Stricken ließ und sie laufen ließ. Zuerst durften sie sich frei bewegen, durfte sich selbst warm laufen, was sie auch taten. Immer wieder trabten sie an und neckten sich gegenseitig. Ja die beiden haben sich gefunden. Der eine temperamentvoll, wild und stur, der andere manchmal etwas nervig, aufdringlich und unausgelastet oder eher verspielt. Irgendwie ergänzten sie sich. Der eine powerte den anderen aus. Nach einer Weile ließ ich sie beiden dann jedoch springen, denn sie sollten ja nicht den ganzen Tag herum albern. Zuerst sprang Ostwind über die Hindernisse und Karthago wollte sofort hinterher und es nach machen. Man merkte natürlich sofort wer dies als Spiel ansah und wer es ernst nahm. Somit sprang Ostwind fehlerfrei und Karthago schien sich nicht konzentrieren zu wollen. Kurz schimpfte ich mit diesem, damit er mal zur Vernunft kam, wenn es auch nicht lange anhalten würde. - Danach gab es erneut einen Durchgang. Wieder hopsten beide drüber und diesmal lief auch Karthago fehlerfrei. In ihm steckte viel, jedoch blieb er anscheinend immer etwas mehr Fohlen als andere. Nach weiteren Durchgängen brachte ich die beiden auch wieder auf die Weide, mistete deren Boxen. Derzeit kam auch Tyler mit Royal wieder. ,,Na alles gut?'' - ,,Ja die Zäune haben es überlebt, Gott sei Dank.'',murmelte er und ich nickte schmunzelnd. ,,Magst du vielleicht noch Battle Scars was unternehmen? Am liebsten wäre mir etwas Dressurtraining, aber natürlich gerne auch etwas anderes.'',fragte ich zuckersüß nach und Tyler lächelte. ,,Aber nur weil du es bist!'',grinste er und wuschelte mir die Haare durch. ,,Lass den Scheiß!'',meinte ich lachend und schlug ihm seinen Arm weg, ehe ich mich mit ihm zusammen zu den Weiden machte, nachdem ich fertig gemistet hatte. Wie besprochen holte er sich Battle Scars und ich mit Millenium GC mit meiner Grullo-Stute wollte ich ebenfalls etwas die Dressur trainieren. So liefen wir mit den beiden unterschiedlichen Pferden zu Putzplatz und putzten diese erneut. Ich musste mich etwas ran halten, es war bald Mittag und ich müsste auch noch einige Tierarztbesuche hinter mich bringen, aber vorher wollte ich noch sechs Pferde machen. Denn erst dann wäre das Tagesziel heute erreicht, aber ich hatte ja noch Tyler der mir gerne half, dafür war er schließlich auch da. ,,Cala, Moon und Grey Love, kommen bitte noch in die Führanlage für heute. Du passt dann bitte solange auf die auf okay? Weil dann kann ich mich Pancake und Karl widmen.'',erklärte ich frech grinsend und er sah mich fragend an. ,,Wieso passt du nicht auf die drei Stuten auf und ich mache die beiden anderen?'' - ,,Weil ich die Chefin bin.'',meinte ich und streckte ihm die Zunge raus, ehe er mich grinsend ansah und wir die Pferde fertig sattelten. ,,Du darfst Sunshine dafür noch machen.'',erklärte ich und lief mit Mille zur Halle und schloss hinter mir und Tyler die Tür. Ich gurtete noch einmal nach, ehe ich dann aufstieg und die Stute warm ritt, neben an ritt Tyler. Wir unterhielten uns noch etwas während dem Warmreiten, ehe wir dann auch schon anfingen zu schweigen und uns auf die Arbeit konzentrierten. Die Stute war heute gut gelaunt, wie es mir schien, denn sie schmiss die Beine förmlich weg. Sie lief mit einem Vorwärtsdrang wie ich es nur selten von ihr kannte. Ich war es gewohnt, dass sie lauffreudig war, so jedoch nun auch nicht. So trabte ich mit ihr die Bahn entlang und ritt mit ihr unsere Kür durch, schaute jedoch immer wieder das wir Tyler nicht behinderten. Die Kür von der Stuten des Monat's Wahl war sowohl in meinem Kopf, als auch in ihrem noch wie eingebrannt und es ging immer noch perfekt von statten. Sanft lobte ich sie und gönnte ihr eine Schrittpause. Nach einer Stunde des erfolgreichen Trainings und der Wiederholung der Kür stieg ich ab und kratzte ihr noch einmal die Hufen aus. Zusammen mit Tyler und den Pferden verließ ich die Halle und wir kehrten auf den Putzplatz zurück. Wir sattelten die Pferde ab und brachten sie anschließend auf die Weide, während ich die beiden Boxen mistete, beschäftigte sich Tyler damit die Stuten in die Führanlage zu bringen und beobachtete das ganze Szenario erneut. Ja an sich war es etwas langweilig, aber so hatte er nun auch nochmal eine Pause. Ich hingegen holte mir Pancake von der Weide und lief mit ihm zur Führanlage. ,,Na du.'',grinste ich und blickte zu Calacirya, Grey Love und Walking to the Moonlight. Der Braunschecke neben mir blickte die Stuten in der Führanlage neugierig an. ,,Willst du das auch mal versuchen oder was?'',fragte ich verwundert nach und ließ ihn in das letzte Gatter rein. So war er zwischen Cala und Moon. Brav lief der Hengst in der Führanlage mit herum und blickte uns immer wieder neugierig an. ,,Siehe einer an.'',meinte ich lachend und sah zu Tyler. ,,Dann mach ich mich mal an Sunshine.'',grinste dieser und verschwand auch zugleich. ,,Ey!'',murmelte ich und rief ihm noch hinter her das er Karl mitnehmen solle. Dann wären alle Pferde für heute geschafft. Ich setzte mich auf den Stuhl und blickte den Pferden hinter her, welche nach und nach an mir vorbei liefen. Die Führanlage war ja schon was tolles. Tyler kam mit Be my Sunshine und Karl zu mir. ,,Na ihr drei.'' - ,,Wir gehen jetzt eine Runde spazieren und dann wieder auf die Weide.'',erklärte Tyler und Sunny wieherte auf, als er Pancake in der Führanlage sah. Kurz darauf legte er die Ohren an, da er ihn nun nicht mehr sah. ,,Na wo ist er hin?'',meinte ich zu dem jungen Hengst und dieser blickte mich verdutzt an. Als Pancake wieder kam stellten sich seine Ohren rasch auf. Kurz musste ich lachen. ,,Du bist ein Spinner.'',murmelte Tyler zu Sunny und lief dann mit den beiden los. Ich setzte mich wieder und schmunzelte. Alle Pferde geschafft! Ich holte die Stute aus der Führanlage und brachte sie nach und nach wieder auf die Weide, auch Pancake kam wieder auf die Weide. Ich mistete deren Boxen und auch die von Karl und Sunny. Ich streute die Boxen noch rasch neu ein, ehe ich mich in das Haupthaus machte und das Mittagessen kochte..

      20.310 Zeichen by Sevannie
      Heute standen Joyce Hannoveranerhengste auf dem Plan. Als erstes holte ich Hero of Heaven und Ramires aus ihren Boxen und brachte sie nach draußen. Die nächsten zwei waren Karthago und Kaltenbach’s Ostwind. Auch sie kamen zu den anderen beiden. Die Hengste fingen an zu buckeln und miteinander zu kämpfen. Dies sah meistens für Laien schlimmer aus als es wirklich war. Das Kämpfen war nämlich mehr ein spielen. Ich ging also wieder in aller Ruhe in den Stall und holte dort Starmen und Burnin‘ Awake and Lifeless. Ich brachte die beiden auf die Weide und schaute den Hengsten dann kurz zu. Ich konnte mir ein bisschen Zeit lassen, da es nur insgesamt 17 Pferde waren. Antaris und For Pleasure waren die Nächsten, die auf die Weide durften. Ich ließ sie vom Strick und die zwei liefen sofort zu den anderen. Die Hälfte der Pferde waren somit schon auf den Weiden und als nächstes holte ich Admiral Wing’sund Schwachkopf. Mit letzterem wollte ich später noch ausreiten gehen. Ich vermisste es auf seinem Rücken zu sitzen, aber mit meinen eigenen Pferden und den vielen Trainingsaufträgen fehlte meistens die Zeit auch noch ein Pferd von Joyce zu reiten. Cinnemonts Accento und Get a Movie durften schließlich auch zu den andren. Sie freuten sich sichtlich und ich ging nun wieder schnellen Schrittes nach drinnen. Irgendwie hatte ich doch ein bisschen zu arg getrödelt. The Invincible und Belstaff durften auch zur Gruppe dazu und ich war froh, dass ich es bald geschafft hatte. Die letzten drei waren auch relativ schnell auf der Weide. Scottland Yard, Café Latte und Clouds Angel führte ich alle drei zusammen auf die Koppel. Ich mistete die Boxen aus und streute sie dann neu ein. Ich brachte den Mist nach draußen und holte Schwachkopf wieder nach drinnen. Ich band ihn an und holte seinen Putzkasten. Ich begann ihn zu putzten und holte noch sein Sattelzeug. Dieses legte ich seinen Rücken und platzierte seine Trense auf seinem Kopf. Ich führte ihn nach draußen und stieg auf seinen Rücken. Während des Ausritts trabten und galoppierten wir auch, damit er sich mal wieder ein bisschen austoben konnte. Danach brachte ich ihn in seine Box und füllte alles Heunetzte auf. Ich holte die Hengste rein und kontrollierte die Trensen. Als alle drinnen waren, gab es noch Kraftfutter. Ich fegte die Stallgasse ein letztes Mal und kontrollierte alle Boxen. Ich ging in Joyce Büro und sagte ihr, dass die Hengste versorgt waren.
      „ Beeilt euch. Der Flieger für die ersten Pferde geht bald!“ rief ich total gestresst in den Stall. Dann flog mein Blick wieder nach draußen. Ich ging zum Hänger und kontrollierte dort alles. Gestresst holte ich mein Handy aus der Hosentasche und sah auf die Uhr. Verdammt wir waren zu spät! Ich schaute in einen der zwei großen Trailer. Meine Pferde waren so gut wie verladen und auch bei Joyce sah es sehr gut aus. Heute begann unser Umzug nach Jasmund und wir hatten bereits früh angefangen alles in die Wagen zu packen. Insgesamt würden heute 14 Pferde mit uns die Reise antreten. Nur ein kleiner Teil, aber immerhin ein Anfang. Simon und Tyler würden noch auf Zasas Hof bleiben und die restlichen Kleinigkeiten regeln. Sie hatten den Hof auch noch nicht mal in echt gesehen. Joyce und ich waren über eine Internetanzeige auf ihn gestoßen und sofort überzeugt gewesen. Ein Besuch hatte uns gezeigt, dass er genau das bat was wir für unser Vorhaben brauchen würden. Der große Stallkomplex war auf dem neusten Stand und konnte uns sowohl mit den Paddockboxen als auch mit dem Aktivstall gleich überzeugen. Zudem hatte unser Team weitere Mitarbeiter bekommen. Einer von ihnen war Linus, welcher bereits auf dem Gestüt auf unsere Ankunft wartete. Ihm hatte ich die Anweisung gegeben, dass er bitte bereits den Stuten und Hengstoffenstall herrichten solle und die Boxen für acht Pferde. Des Weiteren hatte er die Aufgabe den Offenstall für die Hengste und Stuten auf Vordermann zu bringen. Hier würden meine Pferde einziehen, welche heute mit uns hergeflogen waren. Joyce und ich setzten uns nun endlich in Richtung Flughafen in Bewegung. Sowohl die Fahrt als auch alles am und um den Flughafen herum verliefen problemlos. Genauso wie der Flug und die Fahrt danach. Meine Augen strahlten als wir auf das Gestüt fuhren. Ich freute mich bereits sehr auf den Umzug und unseren neuen Plan zu verwirklichen. Wir parkten und stiegen dann aus. Linus begrüßte uns gleich freundlich und erzählte uns, dass die Boxen bereits für die Pferde fertig waren und wir nur noch ausladen mussten. Als erstes luden wir Mistery, Veronica und Linara aus dem Hänger. Wir hatten in Deutschland nur einen Hänger mieten müssen, da dieser größer war. Wir brachten die drei Stuten in den Stall. Die Türen zum Paddock waren offen, dass sie sich ein bisschen mehr bewegen und auch umschauen konnten. Ich holte Muemmi aus dem Hänger und übergab sie an Linus. Dieser brachte sie zu den anderen Stuten und kam dann wieder zu uns. Nun fehlten nur noch ihre Hengste und meine Pferde. Ich holte Scottland Yard aus dem Hänger und ging bereits zum Stall vor. Mir folgte Linus mit Cafe Latte und hinter ihm Joy mit Invincible und Belstaff. Wir brachten die vier in den Hengststall und ließen auch sie auf den Paddock. Die Pferde waren im Vergleich zu anderen Umzügen bereits relativ ruhig. Sie hatten es jedoch nun auch in kurzer Zeit sehr oft mitmachen müssen. Wir gingen wieder zum Hänger und holten aus diesem Fallen Godness und Almost Illegal. Fallen übergab ich an Linus und Almost an Joyce. Ich selbst nahm Overo und ging dann mit den beiden anderen zum Offenstall der Hengste. Wir ließen die drei laufen und sie nahmen dies dankend an. Die anderen Pferde dürften später auch noch kurz auf die Weide, aber erst sollten sie sich in ihren neuen Boxen einleben. Der Zugang zum Offenstallpaddock mit Gras beziehungsweise Erde waren noch gesperrt. Sie durften das überdachte Gelände und das geteerte Stück erst mal erkunden. Wir gingen nochmal zu Hänger und ich holte die letzten Pferde aus diesem. Ich übergab Elanor an Linus und Spotted Face an Joyce. Ich selbst nahm Hollywood Undead. Auch sie durften in den abgetrennten Offenstall. Wir luden das Zubehör der mit uns gereisten Pferde aus dem Hänger und dem Auto. Dieses räumten wir in die jeweiligen Spinde der Ställe, in welchem die Pferde eingestellt waren. Ich schaute noch kurz im jeweiligen Stall nach den Ponies und Pferden. „ Bringen wir die anderen jetzt nach draußen?“ fragte mich Joyce mit müder Stimme. Ich nickte kurz und ging dann in den Hauptstall der Stuten. Gemeinsam mit diesen liefen wir zur Weide und ließen sie dann auf dieser laufen. Nachdem wir auch die Hengste auf der Weide hatten, rief uns Linus zum Essen. Er hatte eine kleine Brotzeit hergerichtet und ich war ihm dafür sehr dankbar. Wie wir alle wohnte er auf dem Gestüt und hatte für sich ein bisschen eingekauft und extra für unseren Besuch natürlich auch.
      Der nächste Tag war bereits wieder unser Abreisetag. Schließlich wartete noch einige Arbeit auf dem Hof von Zasa auf uns. Wir wollten ja bald komplett umziehen. Dennoch konnten wir den ganzen Tag mit unseren Pferden verbringen, da der Flug erst abends ging.
      Mit einem lauten Knallen landete ich einen knappen halben Tag später direkt vor Joyce Füßen. Wir waren im Morgengrauen am Hof angekommen und ich wollte in das Haus, welche Zasa uns vieren zur Verfügung gestellt hatte. Unsere werten Freunde waren jedoch so schlau gewesen und hatten die Umzugskartons direkt in den Eingangsbereich gestellt, damit jeder drüberflog der nichts davon wusste. Naja dieser jemand war natürlich ich gewesen. Wer auch große Töne spucken muss von wegen was soll schon passieren wenn wir das Licht nicht an machen oder ich brech mir schon nichts, hatte es eigentlich nicht anders verdient. Wäre Joyce nicht so geschockt und müde gewesen, dann hätte sie wahrscheinlich laut losgelacht. Jetzt war ihre Reaktion jedoch nur ein entsetztes und unterdrücktes Schreien. Wir wollten ja schließlich nicht, dass Tyler und Simon aufwachten. Die beiden mussten heute nochmal richtig mithelfen, da bereits morgen ein weiterer Flug gebucht war. Zwei Mal hieß es nun noch nach Deutschland fliegen. Das letzte Mal jedoch ohne Rückflug. Ich freute mich schon, dennoch würde ich Zasas Gestüt auch vermissen. Die Pferde hatten gerade sich eingelebt und nun mussten wir sie wieder aus dem gewohnten Feld reißen. Doch es würde ihnen auch in Deutschland gefallen. Ich rappelte mich auf und ging dann mit Joyce ins Wohnzimmer. Wir wollten eigentlich nur kurz noch ein bisschen Fernsehen, aber dies ging nach hinten los. Wir schliefen nämlich beide ein und wachten erst wieder auf als die Männer uns weckten. Wir gingen uns schnell duschen und dann ging es auch schon wieder in den Stall. Wir packten die letzten Koffer und richteten den Hänger her. Eigentlich war geplant gewesen, dass wieder ein Teil von meinen Pferden mitkommen sollte und ein Teil von Joyce. Simon und ich hatten jedoch einen Auftrag erhalten und so musste er auf die Bahamas fliegen. Da Tyler sich mit Joyce Pferden besser auskannte, blieben diese nun bei ihm. Für den jetzigen Flug brauchten wir hier drei Hänger und in Deutschland zwei größere. Es handelte sich immerhin um 26 Pferde. Ich holte als erstes die niederländischen Warmblüter aus ihren Boxen und brachte sie mit Hilfe der anderen dreien in den ersten Hänger. Der erste Hänger war damit schon voll und wir konnten die Klappe schließen. Als nächstes würden die Pferde folgen, welche in Deutschland ihren neuen Offenstall beziehen durften. Eins nach dem anderen wurde im Hänger verladen und angebunden. Sie bekamen alle noch Heu und Wasser, genauso wie die Warmblüter vor ihnen. Als letztes folgten die Fohlen und Jungpferde. Wir hatten bei ihnen zum Glück auch nicht weiter Probleme, da sie es gewohnt waren. Das Hängertraining stand bei uns immer wieder auf dem Programm und da auch ein paar von ihnen mit uns schon umgezogen waren. Als alle im Hänger waren fuhren wir los. Simon fuhr den einen Hänger, Joyce den direkt hinter ihm und das Schlusslicht bildete ich. Am Flughafen angekommen verluden wir alle Pferde in die Reiseboxen und checkten dann ein. Simon hatte sich am Gate noch von mir verabschiedet und war nun auf dem Weg zu seinen Flug auf die Bahamas. Der Flug nach Deutschland kam mir dieses Mal viel länger vor und auch die Kontrolle durch den Flughafentierarzt dauerte unfassbar lange. Nachdem alle Pferde als gesund befunden worden waren und ihnen nichts fehlte durften wir sie in die großen Hänger verladen. Wir fuhren schließlich hintereinander zum Hof und nach geraumer Zeit kamen wir auf diesem auch an. Ich begrüßte Linus und fragte, ob alles gut geklappt hatte. Er bejahte dies und meinte dann, dass er sich freute die neuen Pferde kennenzulernen. Wir erklärten ihm kurz die Neuerung und luden dann als erstes die Fohlen aus. Als erstes durften die Stuten in ihren neuen Aktivstall. Als erstes Baghira, Batida de Coco und Easy Going. Die drei waren in ihrem neuen Stall scheinbar sehr zufrieden, denn sie sahen sich bereits fröhlich um. Als nächstes durften Northern Dancer, Cup Cake und Gabriella zu ihnen. Die drei sahen sich auch um und wir ließen sie in Ruhe laufen. Ich holte General’s Coming Home aus dem Hänger und fragte Joyce, ob sie Stromer’s Victory mitnehmen konnte. Sie brachte ihn gemeinsam mit mir in den Aktivstall der Hengste und ließen die zwei laufen. Als nächstes holten wir die Hengste aus dem Hänger, welche zu den Ponies in den Offenstall durften. Ich führte The Circle of Unbroken, Linus Zokni und Joyce hatte ich Hall of Fameübergeben. Die drei kannten die Ponies ja schon ein bisschen trotzdem wollte ich erst mal ein bisschen zuschauen wie sie sich miteinander verstanden. Nachdem ich mir sicher war, dass alles in Ordnung war ging ich wieder zum Hänger. Aus diesem durften als nächstes Gigolo, General Jack und San Diago heraus. Ich übergab wieder zwei meiner Pferde an die anderen beiden und ging mit ihnen zum Offenstall. Die Gruppe würde ganz schön groß werden, aber ich konnte mir vorstellen, dass sie trotzdem gut harmonieren würden. Als nächstes holte ich Galawayn aus dem Hänger. Ich übergab ihn Linus, welcher ihn zur Weide brachte. Ich selbst brachte Face Downin den Offenstall der Stuten. Dieser war noch leerer und würde es auch vorerst bleiben. Als nächstes durften meine Haupttrainingspferde aus dem Hänger raus. Ich holte als erstes Louis, Chester und Spat Split and White nach draußen. Ich übergab sie an Joyce und Linus und holte dann Nightstorm und Underground nach draußen. Ich führte sie selber in den Stall und ließ sie dann in Ruhe ihre neuen Boxen begutachten. Ich hatte Nightstorm und Underground in den vordersten Boxen des KWPN-Hengstabteils untergeberacht und die anderen hinter ihnen. Louis durfte auch mit im KWPN-Abteil stehen, da ich keine weiteren Hannoveraner hatte und er eher von mir als von Joyce geritten wurde. Nun fehlten nur noch die Stuten für den Hauptstall. Hier übergab ich als erstes Bellami an Joyce, dann Kahlua an Linus und ich führte Kentucky Bourbon in ihre Box. Ich klopfte allen drei die Hälse und ließ sie dann nach draußen auf ihre Paddocks. Ich holte die beiden letzten Pferde aus dem Hänger. Hierbei handelte es sich um Royal Kiss und Anouk. Die beiden folgten brav und durften dann auch ihre Boxen beziehen. Sie sahen sich auch sofort wie die anderen drei auf den Paddocks um. Später würden alle noch auf die Weide dürfen. Ich räumte zusammen mit Joyce und Linus den Hänger aus. Das Zubehör wurde in den dazugehörigen Sattelkammern verstaut und ich kontrollierte alles. Bei dem Flug und der Fahrt war zum Glück nichts beschädigt worden. Ich holte meine Kwpn-Hengste zusammen mit Linus wieder aus den Boxen. Joyce bereite in der Zwischenzeit das Abendessen für uns vor. Nun holte ich auch noch die Stuten nach draußen und ließ sie ihre neuen Weiden erkunden. Sie genossen es merkbar, dass sie sich die Beine vertreten durften. Sowohl ich als auch Linus gingen nach drinnen und aßen dann zusammen mit Joyce ihr bereits gekochtes Essen. Ich ging schließlich noch duschen und ging danach mit Linus und Joyce wieder nach draußen. Die beiden waren auch schon duschen gewesen und außer die Pferde noch reinzuholen, waren wir fertig mit unserem heutigen Tag. Ich gab allen meinen Pferden noch etwas zum Fressen und ging dann wieder in mein Zimmer. Es dauerte nicht lange dann schlief ich auch schon tief und fest in meinem Bett. Ich wachte erst wieder am nächsten Morgen auf, als es eigentlich schon wieder abreisen hieß. Ich verabschiedete mich noch von allen meinen Pferden und flog dann gemeinsam mit Joyce wieder auf unseren alten Hof.
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      Auf dem alten Hof angekommen, überkamen mich einige Erinnerungen. Vor einigen Wochen erst hatte ich den Sturz mit Get a Movie gehabt. Uns beiden ging es gut, doch seither war da etwas die Bindung angeknackst, nur konnte ich nicht sagen an wem es wirklich gelegen hatte, dass wir gestürtzt waren. Der Scheckhengst war beim Springen immer aufmerksam, auch im Gelände brachte ihn nichts aus der Ruhe. Anscheinend waren wir beide etwas Unaufmerksam gewesen, daher hatte ich mich derzeit an der Bodenarbeit mit ihm versucht, doch halfen tat es nicht wirklich. Vielleicht brachte ja der neue Umzug dann wieder ein neues Umfeld und neue Begebenheiten mit sich, so das dies auch wieder was wird. Ich holte den Hengst in den frühen Morgenstunden aus seiner Box, ich hatte mal wieder nicht wirklich schlafen können und daher machte ich mich daran, ihn zu putzen und seine Transportausrüstung ihm anzulegen. Nachdem ich mit Get a Movie fertig war, torkelte auch Elena schlaftrunken in den Stalltrakt des alten Hofes. ,,Guten Morgen.'',murmelte sie und musterte mich mit meinem Hengst. ,,Morgen.'',murmelte ich leise und streichelte über die Scheckung am Halse von dem Hannoveraner. ,,Get ist feritg.'',murmelte ich und sie nickte nur. Kurz musterte ich erneut seine Beine, welche keine Blessuren aufwiesen, nein es war eindeutig nur ein seelischer Knacks - bei uns beiden. Er hatte zwar einige Tage gelahmt und ich hatte einige böse Hämatome, doch nichts gebrochen oder geprellt. Nur ich hatte wie ein Schlosshund geweint, weil mir es für meinen Hengst so leid tat. Ich führte ihn zum LKW, welcher wiedereinmal der Transporter darstellte. In diesem hatte ich Heu und Wasser für die Fahrt bereitgestellt, wie es eben üblich war. Zuerst kam Get rein, danach folgte Clouds Angel, welcher von Elena fertig gemacht worden war. Tyler brachte währenddessen die ganze Ausrüstung der Pferde in den Hänger, sowie das Auto. Er fuhr extra, da wir mit einem Schwung gleich alle Hengste rüber schaffen wollten. Wir verluden nach Cloud noch Cinnemont's Accento, Schwachkopf, Admiral's Wings, For Pleasure und Antaris. Damit waren die meisten schon einmal drin. Wir legten eine kurze Kaffeepause ein, ehe es weiter ging. Zum Glück waren meine Hengste diesen 'Stress' gewohnt und fühlten sich in dem geräumigen LKW sehr wohl, wie es mir schien. Irgendwelche Probleme untereinander gab es ja auch nicht, da alle zusammen auf der Koppel standen und sich kannten. Nach der kleinen Pause ging es dann weiter mit Starmen, Burnin' Awake and Lifeless, Kaltenbach's Ostwind, Karthago, Hero of Heaven und Ramires. Damit waren alle meine Hengst verladen und ich half Tyler noch mit dem restlichen Equipment. Als alles, aber auch wirklich alles, der Hengste verstaut war, ging es dann endlich los auf dem Weg zum Flughafen.
      ...
      Der Flug kam mir immer länger vor, umso öfters wir diesen tätigten. Das Schlimme war ja wir hatten noch zwei bis drei Flüge vor uns. Ich hatte etwas Bange vor den nächsten Flügen, vor allem vor dem mit den Kleinen.. Immer wieder biss ich mir nervös auf die Unterlippe, wenn ich über solche Sachen nach dachte, ehe dann auch schon die Landung angesagt wurde. Kurz sprang mein Herz etwas höher und ich schnallte mich wieder an, Elena schlief tief und fest, so tat ich dies für sie und weckte sie sanft. ,,Wir landen gleich.'',murmelte ich und schmunzelte bedenklich, ehe sie dieses Schmunzeln erwiderte.
      Nach gut vier Stunden kamen wir mit zwei LKW's auf dem Hof an. Wie immer brauchten wir hier mehr Hänger, als ind er alten Heimat, aber das war ja alles kein Problem. Wir ließen nicht viel Zeit vergehen und luden die Pferde aus, sie durften sofort auf die Weide und sich dort etwas die Beine vertreten, nach und nach wurden die Hänger leerer und die Weiden füllten sich wieder mit Leben, da die Hengste auch hier und dort mal buckelten vor Freude. Schmunzelnd betrachtete ich das ganze, doch war bei Gedanken immer noch bei Get und dem Unfall, sowie bei dem Umzug der Fohlen. ,,Alles in Ordnung?'',murmelte Elena, welche neben mir stande und ich nickte nur kurz. ,,Ja klar.'',murmelte ich und drehte mich um zum Stalltrakt und lief auf diesen zu. Linus hatte auch hier alles vorbereitet und die Boxen waren startklar für die Hengste. Hoffentlich war der Umzug schnell gemeistert und ich fand dann eventuell mehr Schlaf. Es dauerte nicht lange und der Abend brach an, so holten wir die Pferde, welche bis jetzt schon auf dem Hof waren, in ihre Boxen rein und gaben ihnen ihr Futter. ,,Ich hab noch Essen von heute Mittag, für euch beide.'',meinte Linus mit einem Lächeln und ich winkte dankend ab. ,,Ich dusche und lege mich ins Bett. Ich hab keinen Hunger.'',murmelte ich und schmunzelte kurz, ehe ich dann auch schon meinen Plan in die Tat umsetzte. Als ich im Bett lag hörte ich Elena und Linus noch reden, ehe ich dann die Augen schloss und versuchte zu schlafen.
      ...
      Der nächste Morgen war wieder einmal mit Hektik geplant, denn seitdem ich diese Schlafstörungen hatte, verschlief ich kontinuirlich.. Elena hatte mich kurz vor knapp geweckt, so war ich noch schnell ins Badezimmer gehüpft und stand nun mehr als verschlafen neben ihr am Flughafen, darauf wartend, dass wir endlich in das Flugzeug konnten. Auch diesen Flug fand ich erneut keinen Schlaf, Elena hingegen schon. Heute Abend noch würde der nächste Flieger gehen, so hofften wir das Zuhause alles bereits geklappt hat und Tyler und Simon klar kamen, denn viel Zeit blieb nicht. Wir kamen nur kurz auf den Hof, halfen noch die restlichen Pferde in den Hänger zu laden, ehe es dann wieder los ging. Mit Tyler hatte ich heute kein Wort gewechselt, auch wenn er es versucht hatte. Mein Fokus lag zur Zeit einzig und alleine auf meinen Pferden, das sie alle ohne Probleme in Deutschland ankamen und und und.. Mein Kopf war voll und der Stress für mich viel zu Groß. Ebenso die Zukunftsängste die mich zur Zeit etwas plagten.. - Wie lief das Geschäft in Deutschland als Tierarzt? Wie würde die Zucht laufen und der Verkauf der Fohlen? Würde es diesmal der letzte Hof sein den wir beziehen würden? Fragen um Fragen und keiner konnte mir Antwort geben. Da blieb eben die Zeit mit Tyler auf der Strecke, aber wir waren ja auch nicht zusammen oder so was, auch wenn Elena desöfteren nachgehakt hatte. Kurz lächelte ich, als ich daran dachte wie sie immer und immer wieder nachstocherte. Ich blickte auf die Hänger, insgesamt waren es 16 Pferde die nun die Reise antraten. In dem einem Hänger befanden sich die Stuten; Irritable, Gameover, Shiny Sunlight, Royal Rubina, Millenium GC, Epona, Golden Wonder, Lotte Buff und Alice Cullen. Im anderen Hänger meine kleinen Schützlinge, welche ich aus verschiedenen Gründen bei mir aufgenommen hatte; Velvedere, Staccato, Klein aber Oho, Calero, Neskur, Wild Reflex und Massacre Boy. Damit war der heutige Umzug dieser Pferde vorbei, morgen gäbe es erneut einen solchen Stress mit den Fohlen und in drei Tagen kämen dann noch die Kaltblüter und die zwei Welsh-Ponies. Tief atemte ich ein und aus und blickte kurz zu Tyler, Simon und Elena, welche etwas abseits standen und redeten. Vielleicht über mich? Ich blickte auf die Uhr und seufze auf. ,,Elena wir müssen.'',rief ich zu der kleinen Gruppe und Tyler nickte Elena zu, ehe er auf mich zu kam. Kurz schenkte er mir ein Lächeln, ehe er in den einen LKW einstieg. ,,Ty, was machst du da?'',fragte ich nach und lief zum Führerhaus. ,,Ich komme mit dir. Elena wollte sich mit Simon hier um die Pferde kümmern, um deine Fohlen etc.'',murmelte er und ich blickte zu Elena welche mich herzlichst anlächelte und winkte. Kurz verengten sich meine Augen, ehe ich diese Entscheidung akzeptierte, immerhin kannte sich mich zu gut und sie kannte vor allem meine Fohlen auch am Besten. Ich nickte kurz und lief zum anderen LKW, Ty fuhr vor und ich hinter her.
      ...
      Mitten in der Nacht kamen wir auf dem neuen Hof an, wir ließen die Pferde natürlich nicht auf die Weide, sondern führten sie in ihre neuen Boxen. Während des Flugs hatte Tyler das Gespräch gesucht, doch ich blieb ruhig und hatte dann so getan als würde ich schlafen. Ich wollte erst einmal den Umzug hinter mich bringen, ehe er mich vollprabbeln konnte. Als die Stuten und auch die 'Privatpferde' in ihren Boxen waren, bekamen sie noch etwas Kraftfutter und durften dann auch ihre Ruhe genießen. ,,Ein anstrengender Tag.'',murmelte ich leise und blickte kurz zu Tyler, bevor ich dann zum Haupthaus lief. Er ergriff sanft meine Hand und zog mich mit. ,,Was hast du denn vor? Wir müssen schlafen, morgen früh geht es früh los und..'' - ,,- pscht!'',murrte er kurz, dennoch sanft und zog mich in eine Box. ,,Wir werden schlafen, aber nicht in einem normalen Bett.'',grinste er keck und ich schüttelte den Kopf. ,,Für sowas haben wir keine Zeit, Ty. Wir sind mitten im Umzug, was ist wenn wir verschlafen oder sonst was?'',murmelte ich fraglich und blickte mich in der Box um. Es waren Decken bereitgelegt und auch einige Strohballen. Süß war es schon, aber für so etwas hatten wir definitv keine Zeit, eigentlich. ,,Ich will doch nur das es dir gut geht.'',murmelte er und setzte sich auf die Strohballen, ehe er mich zu sich zog. Unwillkürlich landete ich auf seinem Schoß, atmete tief ein und aus und schüttelte etwas den Kopf.. ,,Tyler, ich hab zuviel im Kopf ich will doch einfach nur..'' - ,,-Entspannen.'',beendet er meinen Satz und strich mir eine Haarsträhne hinter mein Ohr. ,,Aber nicht so! Ich will den...'' - ,,Umzug hinter dich bringen und das alles wieder normal läuft, in deiner gewohnten Rutine.'',beendet er erneut meinen Satz und ich blickte ihn leicht verärgert an. Er legte sich gegen die Wand zurück und zog mich weiter an seine Brust. Kurz schloss ich die Augen und vergaß alles um mich herum. Ein leichtes Schmunzeln legte sich auf meine Lippen und ich vergaß den leichten Ärger über Tyler, genoss einfach die Ruhe, das Kauen der Pferde im Hintergrund, bevor ich dann tatsächlich einschlief.
      ...
      Mein Handy weckte mich mit einem lauten, schrillen Ton, welchen ich seit neustem als Wecker hatte. Ich schrak auf und blickte mich in der Box um. Die Decke über mich gewunden und es roch seltsamer weiße nach Kaffee im Stall. Ebenso hörte ich die Pferde immer noch kauen. Oder wieder? Ich rieb mir verschlafen die Augen und stand auf. Was ein Tag, oder eher eine Nacht.. Ich stand auf und blickte mich um, Tyler kam gerade mit einer Tasse Kaffee in die Box gelaufen und einem Teller mit zwei belegten Brötchen darauf. ,,Guten Morgen.'',lächelte er und übergab mir das Frühstück, ehe ich mich wieder setzte und einen Schluck vom Kaffee nahm. ,,Morgen und Danke.'',schmunzelte ich herzhaft und blickte ihn an. ,,Gut geschlafen?'',fragte er nach und ich nickte, als ich gerade in das Brötchen hinein biss. ,,Ja! Und wie.'',murmelte ich mit halbvollen Mund und er lächelte, ehe er sich wieder weg machte. Ich frühstückte zu Ende und folgte ihm dann. Kurz blickte ich mich im neuen Stalltrakt um, ehe ich auf die Uhr schaute. Es war noch einiges an Zeit übrig. So machte ich mich auf den Weg in das Haupthaus und machte mich in das Badezimmer. Nach gut einer halben Stunde war ich dann auch wieder fertig für den Tag und machte mich runter zu den LKW's. Tyler stand startklar am Hof und ich musterte ihn kurz. ,,Danke.'',murmelte ich leise, als ich vor ihm stand und er nickte. ,,Nicht dafür.'',murmelte er ebenso leise und ich umarmte ihn. So machten wir uns wieder auf den Weg zum alten Hof..
      ...
      ,,Das ständige Pendel geht mir langsam auf die Nerven, zum Glück ist es das letzte mal!'',murrte ich mittlerweile etwas sauer und blickte auf den kleinen Bildschirm im Flugzeug. Die Fohlen hatten wir gestern rüber gebracht und sie hatten es alles gut überstanden. Ich hatte mir nämlich bei ihnen gestern die Zeit genommen und hab sie abends beim reinholen noch durchgecheckt. Ich hatte bei ihnen am meisten Sorge, dass es irgendwie nicht gut laufen würde. Elena war seitdem auf dem neuen Hof geblieben und ich war gerade auf der letzten Reise zum neuen Hof mit Tyler an meiner Seite. Im Gepäck waren die letzten dreiundzwanzig Pferde. Die Kaltblüter und die beiden Welsh-Ponies. Damit wäre der Umzug erledigt, da wir jeden Tag auch immer wieder Umzugskartons geschleppt hatten, waren unser Hab und Gut, abgesehen von den Pferden, auch alles auf dem neuen Hof. ,,Danach haben wir es endlich geschafft.'',murmelte Tyler leise und streichelte mir mit seinem Daumen über meine Hand, ehe er seine wieder entfernte und sich durch die kurzen Haare griff. Kurz blickte ich auf dem Fenster, ehe ein letztes Mal das signal ertönte man solle sich anschnallen. Tyler und ich taten dies auch sofort, ehe die Ansage ertönte das wir gleich landeten. Nach mehreren Stunden war dann auch alles geregelt und wir konnten endlich los fahren. Auf dem Hof angekommen luden wir erneut die Pferde nach und nach aus. Tyler übernahm Amaretto und Winter's End. Ich nahm mir Hermann, Elena nahm Götterdämmerung, Simon nahm Battle Scars und Linus übernahm King of Night. Somit war der erste Hänger fast leer. Die Kaltblüterhengste kamen auf eine extra Weide und buckelte sich dort for Freude erst einmal aus. Die zwei Welsh- Ponies kamen zu den anderen 'Privatpferden' - zu der Hengstkoppel derer. Die nächsten sechs Pferde wurden aus dem ersten Hänger entladen; A Brave Hearts Freedom, Time to go, Darling, Sharon IV, Geoffrey's Brother, Hope in Despair und Arikado. Auch die sechs Hengste wurden auf ihre Weide gebracht, ehe ich zu der Fohlenweide hinüber blickte, auf welcher sich meine Fohlen und die von Elena freudig austobten. Sie dürften die ersten Tage noch die Ruhe genießen, da wir sonst auch erst einmal alles einrichten mussten und einiges an Papierkram zu erledigen hatten. Mit Amaretto und Winter's End brachten wir auch die letzten beiden Pferde aus dem ersten Hänger, welche nun entgültig leer war. Es stand der letzte Hänger an, der mit meinen Kaltblüterstuten. Die ersten die auf die Weide gebracht wurden, waren: Wolkentraum, Golden Gate, Augenblick, Ch's De la Luna, Winter Cloud und Hermelin Jaela. Auch die Stuten preschten erst eine Runde im Galopp über die Weide, machten jedoch auch Halt an den verteilten Heustationen. Noch hatten wir keine Raufen, daher war das Heu lose auf dem Boden verteilt. Es war wie gesagt noch alles eher Roh hier, doch auch bald wären solche Kleinigkeiten Geschichte. Die letzten fünf Stuten, welche da waren Roxy, Grey Love, Walking to the Moonlight, Calacirya und unser Neuzugang und das passende Gegenstück zu Hermann -> Hannelore. Auch diese fünf Stuten preschten erneut im Galopp los, ehe sie auch Halt machten an den Heustationen. Schmunzelnd betrachtete ich das Schauspiel und legte dann das Halfter von Hannelore weg. Tief atmete ich ein und wieder aus, schloss die Augen und lächelte kurz. Es war endlich geschafft, alle Pferde waren nun hier in Deutschland auf dem neuen Gestüt! Innerlich kam ein kleiner Siegesschrei und natürlich ganz viel Freude, doch ich bewahrte die Ruhe und machte mich zur Fohlenweide. Über diese tobten in kleinen Grüppchen verteilt unter anderem meine fünfzehn Sprösslinge, welche auch teilweise bald auf die Weide der Großen kamen. Karl, Gino und Tomenko hielten sich etwas Abseits von dem Getümmel und herum Gebuckel der anderen. Sie fraßen lieber gemütlich ihr Heu. Saevita, Soulmate's Death, Bajau und Torte bildeten die erste Gruppe und fegten im Galopp über die ellenlange Weide. Mir fiel immernoch ein Stein vom Herzen, wenn ich dran dachte, dass es meinen Kleinen so gut ging und sie so unbeschwert ihre Fohlenzeit genossen. Rando, Be my Sunshine, Pancake Killer, Ramazotti Amaro und Dark sweet Temptation waren die zweite Gruppe und rangelten sich unter einander etwas, während Krisu, Quintessa und Millenium's Pride eher wie zwei verliebte Stutfohlen auf die jungen Hengste vom anderen Zaunende rüber blickten. Auch im Fohlenalter waren die Geschlechter getrennt. Elena kam neben mich getreten und blickte auf ebenfalls auf die Fohlen. ,,Wir haben es wieder einmal geschafft.'',lächelte sie und blickte mich dann an. Schmunzelnd nickte ich und sah dann auch zu ihr. ,,Wieder einmal und hoffentlich auch das letzte Mal, hoffentlich ist das nun der Hof, von dem wir sagen können, dass er für immer unser ist.'',murmelte ich nachdenklich und sie zwickte mich kurz in die Seite. ,,Jetzt hör auf so zu denken!'',grinste sie keck und lief dann zu Simon, Linus und Tyler, welche vor dem Stalltrakt standen.
      Hör auf.. hallten ihre Worte mit sanfter Stimme in meinem Kopf nach und ich blickte auf die Viere. Kurz biss ich mir auf die Unterlippe, ehe ich wieder auf die Fohlen blickte, von den ganzen Gedanken und Ängsten der letzten Tage gefesselt. Gefesselt von dem Moment, wo ich auch entfliehen konnte, als mir Tyler in dieser nicht ganz so einfachen Zeit geholfen hat.. Lächelnd machte ich auf dem Absatz kehrt und lief zu den Vieren. ,,Wo ist der Sekt? Ich glaube wir haben was zum Anstoßen!'',grinste ich freudig und biss mir erneut auf die Unterlippe. Elena wackelte mit beiden Flaschen in den Händen vor meine Nase herum. ,,Hier!'',grinste sie ebenfalls so froh und munter wie ich, ehe die Korken knallten und wir uns einige Gartenstühle schnappten und uns vor den Stalltrakt setzten. Ein gelungener Umzug musste natürlich auch etwas gefeiert werden.
      [29417 Zeichen by Sevannie & Friese]
      Wir hatten uns mittlerweie alle schon ziemlich gut im neuen Heim zurecht gefunden und jetzt, nach den ersten paar Monaten, wollten wir auch weiter mit den Renovierungsarbeiten machen. Es stand noch auf dem Plan, dass die Weiden hier und da erneut werden müssten, ebenso wollten wir die Zaunlatten alle streichen, damit sie wieder im schönen weiß für den Sommer erstrahlen konnten. Auch wollten wir weiter am Gästestall arbeiten, denn dieser war als einziger Stalltrakt noch nicht fertig gestellt und sollte für die Trainingspferde dienen, der andere Trakt daneben für die Pferde, die tierärztlich versorgt werden mussten. Neben den beiden Projekten wollte ich auch die nächsten Tage den Stall an sich in Angriff nehmen, dort sollte nämlich auch die Wände noch einmal neu gestrichen werden. Es war früh am morgen und Tyler hatte das Frühstück schon vorbereitet als ich in Stoffhotpants und Top in die Küche kam. Die letzten Tage waren morgens immer knackig frisch und mittags war es brechend warm für diese Jahreszeit, wer weiß, was auf uns im Sommer zukommen würde. Ich streckte mich, noch etwas schlaftrunken, ehe ich mir einen Kaffee eingoss und Tyler mit einem 'Guten Morgen' freundlich begrüßte. ,,Guten Morgen, meine Liebe.'',lächelte er süffisant und ich runzelte die Stirn. ,,Was ist denn mit dir los?'' - ,,Nichts, ich habe einfach gute Laune und wir haben viel vor in den nächsten Tagen. Ich hab gedacht während ihr beide und Mercy die Streicharbeiten in die Hand nehmt, fange ich mit Simon und Linus an den Stalltrakt weiter auszubauen.'', stumm nickte ich und schmunzelte. War doch ein guter Plan, so wurden zwei Baustellen in Angriff genommen und es ging sicherlich schnell vorran. ,,Erstmal müssen wir uns um die Pferde kümmern.'',murmelte ich schmunzelnd und setzte mich an den Tisch. Wir begannen z frühstücken und nach und nach trudelten auch die anderen in die Küche ein. Bald saßen wir schon zu sechst am Tisch. ,,Wollen wir zuerst die Weiden machen, oder den Stall?'',fragte Mercy und ich sah Elena an. ,,Den Stall oder? Wenn wir die Pferde gemacht haben können sie noch auf die Weide, wenn die Zäune gestrichen sind erstmal nicht.'',erklärte sie und ich nickte. ,,Bis heute Abend müssten ja die Wände im Stall trocken sein.'',meinte ich zustimmend und Elena war nun die, die nickte. Wir aßen fertig und räumten alles weg, ehe ich mich ins Bad machte. Die anderen gingen schon einmal hinaus und begannen zu füttern. Ich war auch schnell fertig für den Tag und folgte ihnen. Im Stall angekommen wurde auch ich, als Nachzügler, noch mit einem Brummen und Wiehern von unseren Pferden begrüßt. Ich machte mich zu den Fohlen und gab ihnen ihre morgendliche Portion Futter. Das Heu wurde von Tyler auf den Weiden schon fertig gemacht. Es dauerte nicht lange, da waren die Pferde auch alle fertig mit dem Fressen und wir brachten sie nach und nach auf die Weide. Ich schnappte mir Winter's End und Amaretto. Mercy nahm sich Hannelore und Calacirya. Tyler folgte mit Walking to the Moonlight und Grey Love. Elena und Simon nahmen sich Roxy, Hermelin Jaela, Winter Cloud und Ch's De la Luna und zu guter letzt kam Linus noch mit Augenblick und Golden Gate hinter her. Wolkentraum blieb absichtlich drin, da Mercy sie gleich putzen sollte und dann longieren sollte. Sie brachten die Kaltlüterstuten auf deren Weide, während ich die beiden Verkaufspferde auf die ihre brachte. Mercy band Wolkentraum am Putzplatz an und begann diese zu putzen. Wir anderen brachten die restlichen Pferde auf die Weide und begannen mit den Kaltblüterhengsten. Arikado, Hope in Despair, Geoffrey's Brother, Sharon IV, Time to go, Darling, A brave Hearts Freedom, King of Night, Battle Scars, Götterdämmerung und Hermann kamen auf ihre großflächige Weide und durften sich dort über den Vormittag austoben. Somit waren die Kaltblüter schon einmal alle draußen und Mercy war schon am Longieren von Wolkentraum. Als nächstes machten wir uns an die Privatpferde des Gestüts, diese sollten nämlich zu den Verkaufspferden auf eine Weide. Staccato, Neskur und Massacre Boy und Calero kamen zu Amaretto und Winter's End. Wild Reflex, Klein aber Oho und Velvedere kamen auf die nebenliegende Weide. Somit waren diese dann auch schon draßen. Als nächstes ging es an die Fohlen, welche ebenfalls eine extra Weide besaßen und auch schon nach Geschlechtern getrennt wurden. Mit Saevita und Soulmate's Death ging ich vorran, folgen taten mir die anderen mit Bajau, Torte, Quintessa, Krisu und Millenium's Pride. Die Hengstfohlen Ramazotti Amaro, Gino, HGT's Be my Sunshine, Rando, Tomenko, Pancake Killer und Karl, folgten auf die andere Weide. Somit blieben noch die Hannoveraner Hengste und Stuten übrig, welche nun noch folgen würden. Wir fingen mit den Stuten Alice Cullen, Lotte Buff, Golden Wonder, Epona, Millenium GC, Royal Rubina, Shiny Sunlight, Gameover, Irritable und Muemmi an, danach kamen noch Linara, Veronica und Mistery. Nun fehlten noch die Hengste die auch schnell draußen waren, Dark sweet Temptation war neu im Bunde, war also noch nicht lange auf der Weide mit dabei, dennoch hatte er sich gut eingelebt. Die anderen Hengste waren quasi schon ''eingesessen''. Also brachten wir Ramires, Hero of Heaven, Karthago, Kaltenbach's Ostwind, Burnin' Awake and Lifeless, Starmen, Antaris, For Pleasure, Admiral Wings, Schwachkopf, Cinnemont's Accento, Get a Movie, The Invincible, Belstaff, Scottland Yard, Clouds Angel und Café Latte raus. Mercy war gerade mit Wolkentraum fertig, also durfte sie sich nun noch an meinen Liebling Dark sweet Temptation machen und diesen putzen und longieren. Was sie natürlich gerne und mit einem dicken Grinsen machte, denn sie fand den Palominohengst auch so klasse wie ich. Mercy zog wieder von dannen und die Jungs machten sich nun an den Gasteställ dran. ,,Dann wollen wir mal anfangen zu misten und dann zu streichen.'',belächelte ich Elena und sie nickte schmunzelnd. ,,Die Drecksarbeit dürfen wir mal wieder machen.'',lachte sie und ich stimmte mit ein. Kurz darauf fanden wir uns in den Boxen wieder und lasen die Äpfel und das vollgepinkelte Stroh aus. Die Boxen waren schnell gemistet, da es nie sonderlich viel zu misten gab. Als wir mit dem Misten auch fertig waren, begannen wir auch schon mit den ersten Wänden. Diese wurden vorerst abgewaschen, damit wir nicht den ganzen Dreck einfach nur anstrichen. Elena blickte mir einen verdutzten Gesicht auf ihre Uhr und sah mich an. ,,Wir sollten mit dem Kochen beginnen.'',murmelte sie, ich blickte auf meine Uhr und nickte. ,,Fang du schon an, ich werde den Rest fertig machen, dann können die Wände so lange trocknen.'',erklärte ich und sie stimmte mir zu, ehe sie dann auch schon in das Haus lief.

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      Das Essen war wunderbar und nun waren wir alle gestärkt um unsere arbeiten weiter auszuführen. Mercy war nun erst einmal fertig mit den Pferden und half uns nun beim Streichen der Boxenwände. Die hintere Steinwand strichen wir nämlich wieder schön weiß, ebenso sollten die eisernen Pfosten zwischen jeder Box noch gestrichen werden, sowie die Gitterstäbe. Damit das Gestüt auch im neuen Glanz erstrahlen konnte.



      [Fortsetzung folgt]
      Bericht für: Winter’s End, Amaretto, Hannelore, Calacirya, Walking to the Moonlight, Grey Love, Roxy, Hermelin Jaela, Winter Cloud, CH’s De la Luna, Augenblick, Golden Gate, Wolkentraum, Arikado, Hope in Despair, Geoffrey’s Brother, Sharon IV, Time to go, Darling, A Brave Heart’s Freedom, King of Night, Battle Scars, Götterdämmerung, Hermann, Wild Reflex, Massacre Boy, Neskur, Calero, Klein aber Oho, Staccato, Velvedere, Saevitia, Karl, Pancake Killer, Tomenko, Soulmate’s Death, Rando, HGT’s Be my Sunshine, Bajau, Torte, Gino, Quintessa, Krisu, Ramazotti Amaro, Millenium’s Pride, Alice Cullen, Lotte Buff, Golden Wonder, Epona, Millenium GC, Royal Rubina, Shiny Starlight, Gameover, Irritable, Muemmi, Linara, Veronica, Mistery, Dark Sweet Temptation, Ramires, Hero of Heaven, Karthago, Kaltenbach’s Ostwind, Burnin’ Awake And Lifeless, Starmen, Antaris, For Pleasure, Admiral’s Wings, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Get a Movie, The Invincible, Belstaff, Clouds Angel, Scottland Yard, Café Latte
      Heute wollte ich Joyce ein bisschen unter die Arme greifen und so brachte ich als erstes alle Pferde von ihr nach draußen auf die Weiden und machte dann mit Hilfe der anderen die Boxen sauber. Unsere Zeit war leider auch ein bisschen beschränkt, da wir noch meine Pferde versorgen mussten und so musste auch das Heu verteilen schnell gehen. Simon und Linus füllten die Tröge auf und ich fegte die Ställe noch zu Ende. Die Zeit war wirklich ratzfatz vergangen und so mussten wir nun auch schon weitermachen und die Boxen meiner Pferde ausmisten und ihre Tröge füllen. Zudem machten wir das Heu für alle Pferde. Ich holte mir danach Epona rein und putzte sie ein bisschen. Danach sattelte und trenste ich sie. In der Halle ritt ich die Stute warm und klopfte ihr den Hals. Nachdem ich damit fertig war, ging ich ein paar A-Dressur Aufgaben mit der Stute durch und ritt sie danach wieder ab. Als es dunkel wurde holten wir gemeinsam wieder alle Pferde rein und versorgten sie ein letztes Mal.
    • Samanta
      Der erste Tag
      15.04.2018

      Schon seit ein paar Wochen standen Ostwind und Be my Sunshine nun bei mir und ich hatte sie sich erst einmal an alles gewöhnen lassen. Heute jedoch wollte ich die beiden etwas bewegen und schauen wie ich mit den beiden arbeiten konnte. Während Sunny noch ein Fohlen war, würde ich mit Ostwind schon etwas mehr arbeiten können. Zunächst kümmerte ich mich um Sunny. Der Hengst hatte sich mittlerweile mit Levante gut angefreundet und dementsprechend enttäuscht war das Fohlen als ich ihm seinen Freund entführte. "Nur ein paar Minuten, mein Süßer. Dann hast du ihn wieder." Ich begann das Fohlen erst einmal zu putzen und merkte schnell, dass der Hengst das wirklich sehr genoss. Sunny war ein Wildfang, aber wenn man ihn putzte konnte man ihn auf jeden Fall etwas von seiner wilden Natur nehmen und ein wenig mit ihm schmusen. Als ich damit fertig war, ging ich mit ihm noch spazieren. Hierbei merkte ich schnell, dass er es sehr langweilig fand, wenn man ihn nicht beschäftigte, denn er versuchte immer wieder an mir vorbeizurennen und andere Wege einzuschlagen als ich das gerne gewollt hätte. Mir gelang es schließlich ihn einigermaßen entspannt neben mir hergehen zu lassen, aber bis wir uns komplett aneinander gewöhnt hatten würde es wohl noch eine Weile dauern. Schließlich brachte ich Sunny zurück auf die Koppel, wo er sich sofort mit Levante vergnügte. Ostwind wollte ich heute nur longieren. Ich holte ihn von der Koppel und begann ihn dann zu putzen. Der Hengst blieb zwar brav stehen, man merkte aber, dass er relativ ungeduldig war und so beeilte ich mich und machte ihn dann fürs Longieren fertig. Auch hier zeigte sich, dass er einen eigenwilligen Charakter hatte und sich nicht so einfach von mir alles sagen ließ. Ich musste mich bei ihm einfach durchsetzen und wir mussten uns aneinander gewöhnen und unseren Weg finden, um zueinander zu finden. Nach einer halben Stunde beendete ich das Training und beschäftigte mich noch eine Weile mit dem Tier, versuchte sein Vertrauen zu gewinnen. Es würde natürlich nicht so schnell gehen, aber nach dem Training mit dem Hengst fühlte es sich schon besser an. Ich brachte ihn wieder auf die Koppel und beendete meine Arbeit mit meinen Pferden für heute.
    • Samanta
      Das erste Training
      16.10.2018
      Beim letzten Mal hatte ich gemerkt, dass Ostwind länger brauchen würde, um Vertrauen aufzubauen. Er war mir gegenüber misstrauisch und deshalb wollte ich heute einfach mal ein wenig Vertrauensarbeit mit ihm machen. Ich holte ihn also von der Koppel und beschloss erstmal ein wenig entspannt mit ihm spazieren zu gehen. Er lief neben mir her und sah sich interessiert um. Nach und nach wurde er etwas ruhiger und schien sich in seiner neuen Umgebung etwas besser zu fühlen. Es war nicht so, dass er nicht auch weiterhin alles im Blick behielt und mich auch immer mal wieder misstrauisch beäugte, aber zumindest war er etwas lockerer als wir nach einer halben Stunde wieder am Hof ankamen. Ich brachte ihn erst einmal zum Putzplatz, wo ich ihn putzte. Da ich wusste, dass er das Putzen nicht unbedingt toll fand, machte ich zwar schnell, versuchte aber immer wieder auch Stellen zu finden, die ihm gefielen. Nachdem ich damit fertig war, brachte ich ihn wieder zurück auf die Koppel und verbrachte eine Weile noch auf der Weide, ließ ihn zu mir kommen, wenn er das wollte. Irgendwann kam er auch und schnupperte an mir, ließ sich von mir streicheln und ging dann wieder. Ich beendete das Training für heute und ging danach noch zu Be my Sunshine, um den ich mich auch noch kümmern wollte.
    • Samanta
      Ostwind fasst Vertrauen
      22.04.2019
      In den letzten Wochen und Monaten hatte ich mich viel mit Ostwind beschäftigt, war zu ihm auf die Koppel geholt, war spazieren gegangen und hatte alles dafür getan, dass es ihm hier auf meinem Hof gut ging. Nach und nach war der Hengst zutraulicher geworden und heute hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass er mir wirklich vertraute. Ich konnte ihn ohne Probleme von der Koppel holen und auch beim Putzen war er sehr entspannt. Weil es so gut klappte, beschloss ich langsam das Training mit ihm zu beginnen. Erst einmal wollte ich ihn an der Longe sehen und Bodenarbeit mit ihm machen, damit wir auch vom Boden aus eine gute Verbindung herstellen konnten, bevor ich nach und nach mit dem Reiten anfangen würde. Der Hengst ließ sich brav fürs Longieren bereit machen und ich ging mit ihm zunächst in den Roundpen, um ihm die Möglichkeit zu geben ohne Longe zu laufen. Wir trainierten ungefähr eine halbe Stunde. Er kannte vieles aus der Bodenarbeit schon, sodass ich ihn fordern musste, damit er aufmerksam blieb. Zwischendurch hatte ich einige kleine Pausen eingelegt und ihm die Möglichkeit gegeben entweder zu mir zu kommen oder sich seinen Raum zu suchen und etwas auf Abstand zu gehen. Meistens war er auf Abstand geblieben, aber ab und zu war er auch zu mir gekommen und hatte sich von mir streicheln lassen. Wir hatten definitiv Fortschritte gemacht und ich war zuversichtlich, dass es in den nächsten Wochen viel besser mit uns klappen würde. Nachdem ich ihn versorgt hatte, brachte ich ihn auf die Koppel und machte mich dann auf den Weg zu Be my sunshine, um den ich mich heute auch noch kümmern wollte.
    • Samanta
      Ein gemeinsamer Tag
      22.10.2019

      Nach langer Zeit wollte ich heute einmal wieder einen Tag mit meinem ganzen Team verbringen und so hatte ich sie alle überredet heute einen gemeinsamen Ausritt zu unternehmen. Jonathan, Alan, Isabella, Juan und ich. Ich lächelte zufrieden und nachdem wir alle unsere Pferde ausgesucht hatten, machten wir uns daran sie für den Ausritt fertig zu machen. Juan hatte sich wie immer für Carinoso entschieden, Jonathan wollte Simba reiten, Isabella hatte sich für Batteries not Included entschieden, Alan würde Prince Amber Dream reiten und ich wollte heute zum ersten Mal mit Kaltenbach's Ostwind ausreiten gehen. Der Hengst hatte sich mittlerweile gut eingelebt, vertraute aber bisher nur mir, sodass ich viel Zeit mit dem Hengst verbrachte um zu versuchen, dass er ein wenig mehr Vertrauen fasste. Deshalb unter anderem auch heute der gemeinsame Ausritt. Ich hatte Ostwind in den vorherigen Wochen und Monaten viel vom Boden gearbeitet und immer weiter Fortschritte gemacht, bis er schließlich den ersten Ritt zugelassen hatte. Danach hatte ich viel Abwechslung in unser gemeinsames Training gebracht und immer wieder Bodenarbeitsphasen eingebaut, die fruchtbar waren und dem Hengst etwas vertrauen schenkten. Heute sollte er zum ersten Mal in der Gruppe gehen. Er war ein wenig angespannt, als ich begann ihn zu putzen, aber nach und nach entspannte er sich. Die anderen Pferde um ihn herum, die allesamt ruhig waren und sich gerne von ihren Reitern putzen ließen, gaben ihm zusätzliche Sicherheit. Nachdem wir unsere Pferde fertig gemacht hatten, führten wir sie auf den Hof und saßen auf. Ostwind und ich liefen in der Mitte und wurden von den anderen vier Pferden eingerahmt, was ihm gut zu gefallen schien. Nach ein paar Minuten spürte ich deutlich wie er sich entspannte und neugierig die Umgebung ins Visier nahm. Der Ausritt mit meinen Mitarbeitern und Freunden war wirklich gelungen. Ostwind hatte die erste Hürde auf seinem steinigen Weg genommen. Auch die anderen Pferde schienen es zu begrüßen jemand neuen in der Herde aufgenommen zu haben. Sie genossen den Ausritt ebenso wie wir und selbst der stürmische Simba zeigte sich heute von seiner besten Seite. Wir ritten die Pferden erst einmal gut 15 Minuten nur im Schritt, bevor wir die erste Trabstrecke in Angriff nahmen und schließlich auch einen Galopp einbauten. Die Pferde, angestachelt von der Sonne und dem leichten Wind in der Mähne, gaben ihr bestes und schienen noch zufriedener nach dem schnellen Ritt. Unterwegs machten wir eine kurze Pause an einem kleinen See und ließen die Pferde etwas grasen und sich erholen, bevor wir weiterritten und noch eine gute Stunde unterwegs waren, bevor wir wieder zu Hause ankamen. Es war ein großartiger Tag gewesen und bei Kaffee und Kuchen ließen wir den Ausritt Revue passieren und beschlossen, dass wir solche Ausritte gerne öfter machen wollten.
    • Samanta
      Tage der Glückseligkeit
      20.03.2020

      Die nächsten Tage würden sehr intensiv und voller Freude sein, denn ich hatte mir vorgenommen meine Pferden ordentlich zu bewegen. Jeder sollte auf seine Kosten kommen und so hatte ich meine Mitarbeiter mit ins Boot geholt, damit wir jeden Tag mindestens 2 Pferde trainieren konnten. Am ersten Tag waren die Glücklichen Prince Amber Dream, Simba, Demba Diadem und Batteries Not Included. Juan, Alan, Allison und ich würden heute gemeinsam ausreiten und mit den vieren eine Geländestrecke absolvieren. Während Prince und Simba dazu prädestiniert waren, sollten Demba und Betty das Gelände kennenlernen und ein wenig ihren Horizont erweitern. Juan würde Simba reiten, ich hatte mich Prince angenommen, Alan würde Betty übernehmen und Allison schließlich Demba. Gemeinsam und voller guter Laune machten wir uns auf den Weg und holten die Pferde von der Koppel. Prince und Simba waren heute etwas nervöser, weil die Stuten mit dabei sein würden, aber sowohl Juan als auch ich waren gute Reiter und hatten unsere Pferde stets im Griff. Wir begannen erst einmal die vier zu putzen und quatschten unterdessen ausgelassen miteinander. Die Aufmerksamkeit, die die vier Pferde bekamen, gefiel ihnen augenscheinlich gut und so war es nicht weiter verwunderlich, dass wir uns für sie viel Zeit nahmen, bevor wir sie sattelten und trensten und uns schließlich auf den Weg machten. Zunächst wollten wir die Pferde ein wenig im Gelände aufwärmen, sodass wir einen kleinen Umweg machten, bevor wir uns in Richtung Geländestrecke aufmachten. Simba und Prince schritten fleißig vorwärts und man merkte ihnen an, dass sie gearbeitet werden wollten. Demba und Betty ließen sich etwas mehr Zeit, aber sie hielten gut mit. Als wir an der Geländestrecke angekommen waren, waren sie alle gut aufgewärmt. Prince und Simba waren beide sehr aufmerksam geworden und Juan begann sogleich mit dem Hengst eines der Hindernisse in Angriff zu nehmen. Allison und Alan waren beide noch etwas unsicher, was die Sache anging, aber ich gesellte mich zu ihnen und zeigte ihnen welche Hindernisse sie zu Üben verwenden konnten. Mit Anleitung von mir und Juan gelang es den beiden die Pferde ordentlich über die Sprünge zu bekommen und man merkte, dass es den beiden Stuten und ihren Reitern nach und nach wirklich Spaß machte. Wir trainierten ungefähr 30 Minuten, bevor wir beschlossen, dass es für heute gut sein sollte und noch eine entspannte Runde durchs Gelände hinten dran hängten, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten. Zu Hause versorgten wir gemeinsam die Pferde und trafen uns dann mit den anderen Mitarbeitern zum gemütlichen Beisammensein.

      Der nächste Tag brach an und ich beschloss, dass ich heute gemeinsam mit Juan Carinoso und El Montino bewegen wollte. Für die beiden stand heute Dressur auf dem Trainingsplan. Juan würde mir von unten Tipps geben, während ich die beiden bewegen würde, sodass heute nur zwei Pferde drankommen würden. Ich holte zuerst den hübschen Palamino von der Koppel. Carinoso war aufmerksam und etwas hibbelig, sodass ich beschloss ihn heute gut zu arbeiten. Ich begann erstmal damit ihn gründlich zu putzen, bevor ich ihn aufsattelte und trenste. Wir beschlossen, dass wir heute auf den Außenplatz gehen würden, da das Wetter traumhaft war. Nachdem ich aufgestiegen war, merkte ich sehr schnell, dass er heute gefordert werden wollte. Ich ritt ihn im Schritt etwa 15 Minuten warm, bevor ich dazu überging langsam anzutraben. Juans kritischer Blick folgte mir und immer mal wieder warf er hier und da etwas ein, was ich sofort versuchte umzusetzen. Carinoso arbeitete wunderbar mit und nachdem er seine überschüssige Energie herauslassen konnte, war er aufmerksam und willig etwas zu lernen. Wir übten heute ein wenig an den Seitengängen und an flüssigen Übergängen sowie an der Versammlung, die er nach und nach erwerben sollte. Nicht, dass er sich nicht stellen und biegen ließ, aber zwischendurch haperte es noch etwas an der gesunden Versammlung. Mit Juans Tipps allerdings gelang es mir ihn nach und nach besser an die Hand herantreten zu lassen. Schließlich beendete ich das Training für heute und versorgte Carinoso bevor ich mich El Montino zuwendete und auch ihn für das Training vorbereitete. Der Hengst war ja eher das geborene Distanzpferd, trotzdem wollte ich nicht, dass er nur einseitig trainiert wurde und auch in der Dressur eine gute Figur machte. Nachdem ich aufgestiegen war, merkte ich schnell, dass er heute sehr gut drauf war. Er bot sich mir gut an und ließ sich brav stellen und biegen. Der Trab war geschmeidig, wenn auch noch etwas schnell und der Galopp war ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Juan sagte mir immer wieder, wie ich zu ihm durchkommen konnte und erinnerte mich daran wie wichtig es auch für die Distanz war, dass das Pferd ordentlich über den Rücken geritten war. Es war ein erfolgreicher und sehr lehrreicher Tag für mich und auch für die Pferde und so konnte ich am Abend entspannt mit meinem Freund zusammensitzen und die Zeit genießen, die wir zusammen hatten.

      Am dritten Tag schließlich wollte ich gemeinsam mit Alan ausreiten gehen. Dazu hatten wir uns Kaltenbach's Ostwind und HMB Mountain's Girl ausgesucht. Für Ostwind würde es sein erster Ausritt sein, aber ich hatte vertrauen, denn in den letzten Monaten waren wir wirklich zusammengewachsen und er hatte begonnen mir zu vertrauen, was mich natürlich sehr freute. Gemeinsam machten wir die Pferde fertig und ritten schließlich entspannt los. Ostwind war etwas nervös, aber Girly hatte eine so ruhige Art, dass sie sich nach und nach auch auf den Hengst übertrug und der Ausritt als erfolgreich verbucht werden konnte. Alan hatte ebenfalls eine sehr ruhige und geduldige Art, sodass auch ich mich nach und nach entspannt hatte. Der Ausritt war gelungen und wirklich schön gewesen und auch die Pferde waren auf ihre Kosten gekommen. Ostwind hatte die Galoppstrecken kennengelernt und man hatte gemerkt, dass ihm der schnelle und lange Ritt wirklich gut getan hatte. Er war ausgeglichener und beim nächsten Mal würde ich wieder viel bessere mit ihm arbeiten können. Auch Girly wirkte zufrieden und da ich heute noch etwas Kapazität hatte, beschloss ich auch noch Imperioso heute zu arbeiten. Der Hengst war momentan der einzige meiner Pferde, der noch nicht eingeritten worden war, wurde aber nach und nach darauf vorbereitet. Die Arbeit an der Longe klappte schon wirklich gut und so war es auch heute. Er hatte mittlerweile den Sinn der Longenarbeit einigermaßen verstanden. Das vorwärts-abwärts konnte natürlich noch ausgebaut werden, aber dafür dass er noch am Anfang seiner Karriere war, machte der Hengst gut mit und ließ sich von mir locker arbeiten. Er würde einmal ein tolles Reitpferd abgeben, aber erst einmal wollte ich es langsam angehen und ihm die nötige Zeit und das nötige Training geben, bevor ich daran denken wollte, ihn einzureiten. Ich würde es zum gegebenen Zeitpunkt gemeinsam mit Juan in Angriff nehmen. Heute jedoch arbeitete ich ihn an der Longe und sensibilisierte ihn auch auf meine Stimme, denn ich hatte die Erfahrung gemacht, dass die Stimme ein wichtiges Element beim Einreiten war. Man konnte durch sie viele Hilfen bereits vom Boden etablieren, sodass die Pferde einfacher verstanden, wenn man sie schließlich beim Reiten mit der Stimme kombinierte. Nach einer dreiviertelstunde beendete ich das Training mit Imperioso, kümmerte mich um ihn und entließ ihn schließlich wieder auf die Koppel zu seinen Freunden. Ich war sehr zufrieden mit den letzten Tagen und freute mich schon auf die nächsten Trainings mit meinen Pferden.
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  • Album:
    Rote Rose - Hengste
    Hochgeladen von:
    Samanta
    Datum:
    3 Jan. 2018
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  • Abstammung
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    Exterieur
    Rasse Hannoveraner
    Geschlecht Hengst
    Alter 5 Jahre [12.05.2010]
    Stockmaß 1,70 m
    Fellfarbe Rappe
    Abzeichen Stern

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    Interieur & Beschreibung
    Temperamentvoll | Wild | Stur | Eigenwillig

    Ostwind ist ein Pferd was man meist auf Filmen kennt; ein 'echtes' Wildpferd. Er ist sehr stur und eigenwillig, setzt also gerne seinen eigenen Kopf durch bevor er auf andere in seiner Umgebung achtet. Er liebt es auf den Koppeln herumzu galoppieren und seine Energie dort liegen zu lassen. Auch ist der Hengst sehr temperamentvoll, was sich sehr unter dem Sattel zeigt: Er springt unheimlich gerne und hat auch hier ein hohes Potenzial. Doch mit der richtigen Person an seiner Seite wird auch er zum ruhigsten Pferd auf Erden.

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    Gesundheit & Wohlbefinden
    Gechippt [x]
    Letzte Impfung /
    Letzte Wurmkur /

    Beschlagen [ ]
    Letztes mal Ausgeschnitten /
    Letztes mal Geprüft /

    ♣--------------------------------------♣

    Besitzerdaten
    Besitzer Sevannie
    VKR Nuray
    Verkaufspreis Nicht zu verkaufen

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    Qualifikationen
    Dressur E
    Springen E
    Military E
    Distanz E
    Rennen E
    Western E
    Fahren E
    Wendigkeit E

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    Ausbildungsstand & Zuchtdaten
    Eingeritten [x]
    Eingefahren [ ]
    Potential Springen, Dressur, Military


    Gekört/Gekrönt [ ]
    Eingetragene Zucht /
    Gencode EE aa

    ♣--------------------------------------♣
    Erfolge:

    [​IMG]
    1. Platz 70. Synchronspringen