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sweetvelvetrose

Jargo

Jargo
sweetvelvetrose, 27 März 2018
    • sweetvelvetrose
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      Alte Berichte

      24. Juli 2011 - Die Neuankömmlinge
      2409 Zeichen © Samarti


      Hey Eddi! Lange nicht gesehen, sagte ich und lächelte. Ich war in der Stadt und hatte Eddi gesehen. Ich hatte sie zuletzt getroffen als ich noch als Else unterwegs gewesen war, bevor ich Joelle verlassen hatte. Eddi begann zu strahlen und drückte mich kurz. Ja, stimmt, ziemlich lange her. Wie läufts so mit deinen Pferden? Ja, ganz gut, ich hab nur schon wieder zu viele und muss so einige verkaufen. Darunter auch Jargo und Istania... Wäre das ein Problem für dich? Nein, gar nicht, lachte ich. Ja, gut, denn ich wollte fragen, ob du Jargo und Mrs. Pretty haben wollen würdest. Die sind beide schon gekört beziehungsweise gekrönt und das perfekte Haflingerpärchen. Würde ich schon gerne, aber ich habe absolut keine Joellen, erwiderte ich traurig. Eddi lächelte. Ach was, um Joellen geht es mir gar nicht. Ich weiß, dass die Beiden es gut bei dir haben würden. Allerdings... Allerdings was? Allerdings müsstest du mir zwei Pferde einreiten. Einmal den Doc und das andere weiß ich noch nicht. Okay? Okay. Ich freute mich riesig, ich hatte Jargo wieder! Und dazu hatte ich dann noch eine süße Haflingerstute für ihn bekommen...!
      Am nächsten Tag fuhr ich mit Pharlap zu Eddi, damit Michelle die Ankaufsuntersuchung machen konnte. Mit den beiden Ponys passte alles, die PAT-Werte waren normal. Also wurden die beiden Ponys verladen und wir fuhren nach Hause. Aber nicht, bevor wir uns noch einmal richtig bei Eddi bedankt hatten.
      Auf dem neuen Hof angekommen wurden die beiden Ponys sogleich auf zwei der Weiden für Neuankömmlinge verteilt, wir wollten ja nicht, dass Jargo Mrs. Pretty deckte. Als wir an der Hengstweide vorbeikamen, wieherten Herbstblatt , Nacro und Lucane Jargo zu. Die vier kannten sich ja auch noch. Mrs. Pretty war allerdings ein wirklicher Neuzugang, sie kannte keines meiner Ponys. Als die Beiden auf den Weiden verteilt waren, kam auch gleich der nächste Neuankömmling: Caipirinha, eine reinrassige DRP-Stute, die wir von StefStef gekauft hatten. Sie stammte aus der Zucht von Janina2604 und ich kannte die Stute noch von früher. Ich war einmal mit einer meiner Stuten gegen sie angetreten.
      StefStef stieg aus dem Wagen und begrüßte uns. Dann holte sie Cai aus dem Hänger und wir brachten sie auf die leere Weide, da die Neuankömmlingsweiden jetzt alle drei belegt waren. Morgen würde Deli umziehen, dann käme Cai auf die dritte. Vorerst musste sie jetzt auf der großen Weide bleiben.

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      31. Juli 2011 - Einfaches Dressurtraining
      10.695 Zeichen © Samarti


      Else, guck mal, wen ich hier hab!
      Ich drehte mich um und erblickte eine Schimmelstute. Dahiba. Ich erkannte sie sofort, schließlich hatte sie früher einmal Töff gehört. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus und begann ungewollt zu stottern. A-aber w-wo hast du d-die denn her?, brachte ich schließlich heraus. Von rawr. Sie hat sie mir verkauft. Naja, sie war schon ziemlich teuer, finde ich, aber sie ist ja bereits gekrönt. Ich lächelte. Allerdings. Und sie ist eine richtig Hübsche. Zaghaft streichelte ich Dahibas schönen Hals. Dann wollen wir sie doch gleich mal in eine Box bringen, mh?, fragte ich und tätschelte noch einmal ihren Hals, dann führte Michelle Dahiba in eine Box. Den Schimmel interessierte das scheinbar kaum, denn er lief ruhig neben Michelle her und ließ sich in die neue, unbekannte Box führen. Dort angekommen machte Dahiba sich gierig über ihr Futter her. So, nun ab zu den anderen Pferden.
      Gesagt, getan. Schon bald befand ich mich vor Absinths Box. Der Hengst war frisch eingeritten und somit konnten Michelle und ich mit ihm und Casey, seiner Halbschwester, die jetzt auch eingeritten war, einen Ausritt starten. Da meine Casey noch etwas unruhiger als Absinth war, beschlossen wir, dass ich Casey und Michelle Absinth nehmen würde.
      Ich ging zu den Halftern und suchte Absinths heraus, dann stand ich auch schon wieder vor seiner Box. Hey Kleiner, säuselte ich und das Pony drehte sich um. Er hatte inzwischen das Endmaß für ein Pony erreicht und war stolze 1,48m groß. Ich wusste nicht, ob ich davon begeistert sein sollte, denn er würde ja wahrscheinlich noch mehr wachsen. Aber egal. Ich öffnete die Boxentür und ging in seine Box. Danach zog ich ihm das Halfter über den Kopf und streichelte Absinths kräftigen Hals. Das Reitpony war gut gebaut und hatte sich sehr gut entwickelt, seit er geboren wurde. Als ich mit Absinth zum Putzplatz ging, erwartete Michelle mich schon. Sie hatte inzwischen die Putzkästen und das Sattelzeug sowie die Trensen geholt. Nun stand sie dort und wartete. Nur auf Absinth. Ich lieferte Absinth also bei ihr ab und lief dann nochmal zu den Halftern, daraufhin ging ich zu Casey, öffnete die Boxentür und halfterte auch den Grauschecken auf. Auch sie hatte sich sehr gut gemacht, ich war mir sicher, dass aus ihr irgendwann ein gutes Springpony werden würde. Die Veranlagungen dafür hatte sie ja bereits. Sie stammte von guten Eltern ab... Meiner Goldherz. Wie ich sie vermisste. Ich würde alles dafür geben, sie wieder zu besitzen. Sie war mein Lieblingspony gewesen. Aber was geschehen war, war geschehen. Ich konnte sie nicht so einfach von der Gnadenweide holen. Gelassen führte ich Casey zum Putzplatz, wo ich sie anband und dann begann, das Fell der Ponystute zu striegeln. Dann legte ich den Striegel weg, benutzte die anderen Bürsten, kratzte die Hufe aus, verlas den Schweif und kämmte die Mähne. Dann benutzte ich das Fliegenspray. Als ich sprühte, schlug das Pony unwillig mit dem Schweif und tänzelte herum. Ich beruhigte sie, sprühte erneut und lobte das Pony. Als sie sich dann beruhigt hatte, konnte ich sprühen, wie ich wollte und das Stütchen blieb stehen. Stolz lobte ich sie und Casey forderte ein Leckerli, was sie auch bekam. Ich hatte nicht vor, sie zu verhätscheln, doch sie war so ruhig gewesen beim sprühen, da hatte sie sich auch schon ein Leckerli verdient.
      Michelle hatte wesentlich Probleme mit Absinths langer Mähne. Sie war wirklich schnell gewachsen, jetzt ging sie ihm bis unter die Schulter. Auch der Schopf war ziemlich lang. Zusätzlich war sein Langhaar sehr dick, was die Sache erheblich erschwerte. Ich gab Michelle ein Spray, damit sie besser die Mähne und den Schopf kämmen konnte und sie trug es auf. Und siehe da es funktionierte! Innerhalb weniger Zeit fiel Absinths Langhaar seidig herunter. Nun sattelten Michelle und ich meine beiden Ponys auf, sie blieben erstaunlich ruhig. Umso besser für uns. In Windeseile hatte Michelle Absinth aufgetrenst. Ich brauchte bei Casey hingegen etwas länger. Zuerst weigerte sie sich, ihr Maul zu öffnen und hielt es geschlossen. Sie war strikt dagegen, dieses Ding ins Maul zu nehmen! Doch nach einigem guten Zureden klappte es dann doch schließlich. Wir gurteten noch einmal nach, dann setzten wir unsere Reitkappen auf, zogen die Reithandschuhe an und stellten die Bügel auf die richtige Größe. Anschließend stiegen wir auf und ritten in Richtung Ausreitgelände. Den Waldweg wollten wir nicht unbedingt reiten, da es an einer Straße endete und man dann ziemlich lange an dieser entlang reiten musste. Michelle und ich konnten ohne Probleme nebeneinander reiten, da Absinth gute Manieren hatte und Casey nie etwas antun würde. Andersrum erst recht nicht. Ruhig bewegten wir uns auf dem ersten Weg des Ausreitgeländes fort, einem kurzen Waldweg. Dieser führte, wie der Name schon sagt, in einem Wald entlang und endete anschließend an einem Feld, wo eine unserer Galoppstrecken lag.
      Als wir aus dem Wald heraus waren, spitzten beide Ponys die Ohren, weil sie die Galoppstrecke sahen. Anscheinend dachte Michelle das Gleiche wie ich, denn sie sah mich fragend an. Ich nickte. Auf Los gehts Los?, fragte ich. Sie bejahte, dann rief ich: Los! und die Ponys preschten mit uns davon. Ich liebte es. Mehr konnte man nicht sagen. Ich liebte das Gefühl, wenn der Wind durch meine Haare wehte. Und es gab mir irgendwie einen Adrenalinstoß, immer und immer wieder, wenn ich mein Pony so laufen ließ und es praktisch vorwärts preschte, als wäre es auf der Flucht. Es fühlte sich an, als ob Casey über das Feld schweben würde. Als ich zur Seite sah, rauschte alles verschwommen an uns vorbei.
      Nachdem wir mit den Ponys wieder zuhause angekommen waren, verpflegten wir die beiden noch, dann kamen sie auf die Weiden. Anschließend holten wir uns Lucane und Rapsoul, auch die beiden würden heute geritten werden. Michelle ritt auf Lucane etwas Dressur, während ich auf Rapsoul etwas auf dem Springplatz sprang. Ich beobachtete Michelle und den Hengst ab und zu und führ den Anfang sah es schon ganz okay aus. Zugegeben, Lucane war etwas paddelig und das sah man ihm auch an. Aber dafür, dass er eigentlich nicht so dressurbegeistert war, war er gut bei der Sache und konzentrierte sich wirklich. Er versuchte, alles umzusetzen was Michelle ihm sagte und die beiden harmonierten miteinander.
      Rapsoul sprang wirklich gerne. Im Moment war er noch auf E-Niveau, da wir noch auf keinen Turnieren gestartet und er noch vom keinem Trainer besucht worden war. Trotzdem übersprang er locker ein L-Niveau. Das Pony hatte wirklich Talent, wenns um Springreiten ging. Dennoch beließ ich es bei einigen Sprüngen, denn ich wollte Rapsoul nicht überfordern. Er hatte heute gute Arbeit geleistet, war total gut gelaufen und hatte super auf mich gehört. Ich war der Meinung, man sollte das Training immer mit einer guten Erfahrung beenden, deshalb tat ich das jetzt.
      Nachdem auch die beiden bewegt wurden, kamen auch sie auf die Weide und ich rief Eddi, Monsta, Zämb und Midi an und fragte, ob sie Lust auf einen Ausritt hätten. Alle vier bejahten und trafen ungefähr eine halbe Stunde später einzeln auf dem Hof ein. Dann suchten sie sich die Ponys aus. Michelle ritt auf Delicius, Monsta auf Larissa, Zämb auf Nacromancer in the Dark, Eddi auf Allelujah und Midi auf Bel Homme. Schlussendlich saß ich dann auf Else und wir ritten los.
      Es ging durch das Ausreitgelände. Als wir wieder an unserer Galoppstrecke ankamen, machten wir ein Rennen. Auf Los galoppierten alle Ponys los. Zuerst hatten Bel Homme und Larissa die Nase vorn, doch Delicius holte auf. Die drei Ponys waren nun gleichauf und ich ließ Else ruhig galoppieren. Nacro war etwas vor uns, genau wie Allelujah, somit waren Else und ich die letzten. Dann ließ ich Else beschleunigen und ließ sie einfach laufen, ich vertraute ihr vollkommen und das Pony holte mit großen Schritten auf und streckte sich immer weiter. Wir waren nun auf der gleichen Höhe wie Larissa, die sich an die erste Stelle gekämpft hatte. Ich wagte einen Blick zur Seite und grinste Monsta an, die Larissa ebenfalls laufen ließ. Die beiden Ponys kämpften um den ersten Platz, doch schließlich gewann Else. Ich parierte sie am Ende der Galoppstrecke durch und lobte sie kräftig. Mein Pony war das einzigste, was wirklich für Galopprennen geeignet war und hatte somit einen riesen Vorteil. Wir ritten zum Hof zurück und die Ponys wurden fertig gemacht, auf die Weide gebracht und Larissa, Zämb und Midi verabschiedeten sich wieder. Nachdem Eddi und ich noch etwas gelabert hatten, verschwand sie auch.
      Michelle und ich entschieden uns dafür, dass wir mit Sonic Syndicate nur einen kurzen Spaziergang unternehmen würden, Herbstblatt würde mitkommen. Der Hengst hatte fast die gleiche Vergangenheit wie Sonic erlitten. Wir holten die beiden Ponys von der Weide und machten lieber zwei Hengstketten drauf, da es uns zu unsicher war, sie nur mit Halfter zu führen. Bei Sonic konnte man ja nie wissen, wie es ihm nach seiner Vernachlässigung ergangen war und ob er schreckhaft war. Wir unternahmen einen kurzen Spaziergang, damit Sonic seine Bewegung bekam und Herbsblatt wurde so ebenfalls bewegt. Sonic Syndicate war erschreckend ruhig. So kamen wir unbeschwert und froh, es hinter uns zu haben, wieder auf dem Hof an und Sonic kam auf eine Neuankömmlingsweide, damit er auch etwas heraus kam. Herbsti kam auf die Hengstweide. Black Hero longierte ich etwas. Das Pony hatte sich gut erholt, auch er war vernachlässigt worden und wir hatten ihn gerettet. Seitdem hatte er mächtig an Muskeln dazugewonnen und war auch schon etwas dicker geworden, die Rippen waren nun schon nicht mehr zu sehen.
      Die beiden Fohlen Pamino und Love is on Fire wurden auch ein wenig spazieren geführt. Hier und da erschreckten sie sich, doch insgesamt waren sie ziemlich ruhig. Michelle und ich hatten die Beiden gut im Griff. Als sie später auf der Weide standen, spielten sie wie die Besten Freunde. Ich wusste, dass sie gut befreundet sein würden!
      Jargo wurde ein wenig longiert. Der Hengst verstand erst nach einiger Zeit, was ich von ihm wollte, doch als er es verstanden hatte, machte er seine Sache großartig. Er wechselte auf Kommando die Gangarten und war auch insgesamt sehr ruhig.
      Michelle saß auf Mrs. Pretty und übte ein wenig Dressur mit der Hafistute. Sie schwebte wortwörtlich über den Platz. Es sah einfach traumhaft aus. Die Stute hatte eine echte Begabung was die Dressur anging.
      Caipirinha und Sonnenschein wurden nur kurz geputzt, denn wir hatten keine Zeit mehr. Sie genossen es sichtlich. Als Michelle und ich die beiden striegelten, schlossen sie die Augen. Der Kopf wurde gesenkt und die beiden Stute dösten. Auch sie kamen danach auf die Weide.


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      09. August 2011 - Cut my Life into pieces
      27.266 Zeichen © Samarti


      Cut my Life into pieces...
      Mühsam wachte ich auf und rieb mir die Augen. Es war ein früher Samstagmorgen, 6 Uhr in der Früh. Mühselig stand ich auf, sprang unter die Dusche, zog mir meine Stallsachen an und machte mich fertig. Dann ging ich die Treppe herunter, in die Küche und schnappte mir einen Apfel. Danach machte ich mich auf den Weg nach draußen. Ich suchte Michelle zuerst im Stall vergebens. Doch dann hatte ich eine Idee und lief schnell zur Rennbahn. Dort erblickte ich das Mädchen auch schon, sie stand am Rail und nahm die Zeiten der Rennpferde. Anscheinend hatte sie heute schon einige Pferde selbst im Training geritten, denn sonst säße sie jetzt selbst auf einem. Neben ihr entdeckte ich eine andere Person. Mir wurde schnell klar, dass es ein potentieller Käufer für eines ihrer Verkaufspferde sein könnte und verzog mich ganz schnell wieder. Ich wollte das Gespräch nicht unterbrechen, ich hatte alle Zeit der Welt.
      Nachdem ich einige Gedankengänge beendet hatte, zückte ich mein Handy hervor und sah seufzend darauf. 06:12 Uhr. Viel zu früh, wenn es darum ginge, dass ich aufstehen müsste, aber egal. Die Ponys warteten auf ihr Frühstück und so machte ich mich auf den Weg zu den Stallungen. Zuerst ging ich zu den Stuten. Als ich die Stalltür öffnete und noch mehr Licht in die bereits mit Licht überflutete Stallgasse ließ, brummelten mir die ersten hungrigen Stuten schon zu. Einige andere scharrten ungeduldig im Heu herum und eine wagte es sogar, gegen die Boxentür zu treten!
      Ich dufte aber nicht erfahren, wer das war, denn kaum hatte ich die ersten Futtertröge mit den einzeln zubereiteten Mengen an Kraftfutter für jede Stute mit diesem gefüllt, begannen auf einmal alle, sich zu beschweren, warum sie noch kein Futter bekommen hatte.
      Nachdem ich endlich die Stuten versorgt hatte, machte ich mich auf den Weg zu den Hengsten. Diese hatten sich von der Unruhe der Stuten anstecken lassen und warteten schon auf ihr Futter. Sie verhielten sich dabei, als wären sie beinahe verhungert. Ziemlich müde bewegte ich mich zur Futterkiste hin und machte den einzelnen Hengsten das Futter fertig. Als ich Herbstblatt, dem letzten meiner Ponyhengste, der inzwischen schon ziemlich mürrisch drein blickte, das Futter in den Trog schüttete, war ich erleichtert, dass die Hengste nun auch geschafft wurden.
      Weiter ging es bei den Fohlen. Das waren im Moment nur zwei Love is on Fire und Pamino, die beide von Finelore gezüchtet worden waren. Die zwei verstanden sich blendend. Andauernd spielten sie zusammen Fangen oder beknabberten sich. Wenn man einen von den beiden mitnehmen wollte, protestierten beide.
      Auch ihnen bereitet ich das Futter vor und schüttete es in die Tröge. Dann ließ ich die Fohlen ihr Futter fressen und begab mich zurück auf den Hof. Dort angekommen atmete ich die frische, kühle Luft ein. Die Morgenluft war doch die schönste. Es war nicht schwül und einfach erfrischend. Inzwischen war ich nicht mehr müde und lehnte mich an die Wand des Hengststalls. Doch kurz darauf beschloss ich, zur Rennbahn zu gehen. Ich lief also gemächlichen Schrittes zur besagten Rennbahn, wo Michelle immer noch am Rail stand. Leise bewegte ich mich weiter auf sie zu und stand plötzlich neben ihr. Sie bemerkte mich anfangs nicht, da ihre Aufmerksamkeit einem ihrer Verkaufspferde galt, das sie gerade trainierte. Ich erkannte es nicht.
      Nachdem das Pferd noch etwas trocken geritten wurde, beobachtete ich es ebenfalls. Es hatte raumgreifende, schwungvolle Schritte und war eindeutig ein Englisches Vollblut.
      Michelle blickte zur Seite, weil sie zum Führring sehen wollte, da erblickte sie mich. Du schon wach?, fragte sie. Ich nickte. Muss ja auch mal sein. Wollte mich halt mal persönlich um meine kleinen kümmern. Ich lachte, dann sagte ich: Nun ja, ich wollte dir nur eben Bescheid sagen, dass ich einen morgendlichen Ausritt unternehmen werde. Sag mal, wer war das denn vorhin? Ein Käufer oder so? Ja, der war an einem unserer Pferde interessiert, seufzte sie, aber er weiß noch nicht, welches. Es gab da so einige, die ihm gefallen, meinte er. Aber gut, er will sich auf jeden Fall demnächst nochmal melden. Ich hörte ihr zu, dann erzählte ich ihr, dass Sonic Syndicate, der Hengst, den wir gerettet hatten, schon ein bisschen besser aussah und fragte sie, ob sie sich ihn nochmal anschauen könnte. Michelle sagte zu und ich verabschiedete mich, da ich jetzt zu meinem Ausritt aufbrechen wollte. Also begab ich mich in Richtung Hengststall, nahm mir eines der Halfter und lief zielstrebig auf eine der vielen Boxen zu. Dort erblickte ich einen Buckskinhengst. Am Boxenschild stand Delicius. Ich war immer noch der Meinung, dass dies ein richtig geeigneter Name für dieses Pony war. Ich holte meinen kleinen Liebling aus der Box und führte ihn zum Putzplatz, wo ich ihn putzte und anschließend aufsattelte und die Trense über seinen kleinen Kopf streifte. Er hatte das Maul ohne zu Murren geöffnet, was auf keinen Fall schlimm war. Ich gurtete noch einmal nach, setzte dann meinen Reithelm auf und nahm die Gerte in die Hand. Anschließend stieg ich auf und ritt mit Delicius in Richtung Einfahrt. Ich hatte langsam ehrlich gesagt vom Ausreitgelände und dem Waldweg die Schnauze voll, auch wenn es eine schöne Umgebung war. Zwar mussten wir jetzt ein wenig an der Straße lang, aber Delicius hatte damit absolut kein Problem. Ich stieg vorsichtshalber ab, doch wie sich herausstellte, war es gar kein so weiter weg bis zum nächsten Waldweg. Er war ziemlich breit, sodass eigentlich zwei Pferde nebeneinander Platz gehabt hätten. Auch war der Boden ideal als Reitweg. Delicius war noch nicht warmgeritten, also beschloss ich, den Rückweg noch einmal hier entlang zu galoppieren. Wie ich am Ende des Weges bemerkte, war er lang, gerade und einfach perfekt.
      Delicius schien meine Gedanken zu erraten, er tänzelte auf einmal auf dem Weg herum, als wäre hinter ihm etwas explodiert. Ich hielt ihn zurück, sodass er nicht los rennen konnte und murmelte: Später. Ich ritt weiter den Weg entlang, merkte jedoch ziemlich schnell, dass es eine Sackgasse war. Na ja, was hieß hier ziemlich schnell? Wohl eher nach einer guten halben Stunde. Nun gut. Wenn ich noch eine halbe Stunde für den Rückweg einplante, waren wir schon wieder ungefähr eine Stunde unterwegs. Lange genug. Also traten wir den Rückweg an und schon bald waren wir an unserer neu entdeckten Galoppstrecke angekommen. Ich hörte auf, Delicius zurückzuhalten und der Hengst nutzte seine Chance. In einem flotten Galopp, wie ich ihn noch nie zuvor bei ihm erlebt hatte, legte er die Strecke in wenigen Sekunden zurück. Ich liebte dieses Gefühl, wenn der Wind durch meine Haare wehte, auch wenn es aufgrund des Reithelms nicht unbedingt viel davon zu spüren war. Irgendwie fühlte es sich an, als würde das Hengstpony über den Erdboden fliegen und wir würden jeden Moment vom Boden abheben und durch die dichten Wolken fliegen.
      Viel zu schnell war es schon wieder vorbei und ich musste Deli durch parieren, was dem Hengst gar nicht gefiel. Er schüttelte entrüstet den Kopf und ich versuchte ihn zu beruhigen, erfolglos. Also ritt ich mit einem Pony, das anscheinend zu viel Hafer gehabt hatte, vom Waldweg herunter und stieg dann an der Straße wieder ab, um zu führen. Es war mir dann doch zu riskant, jetzt zu reiten, wo der Hengst nun schon so aufgeregt war. Er schnaubte protestierend und hatte anscheinend noch gar nicht genug vom Galopp. Ich stieg an der Einfahrt wieder auf und ritt auf Delicius zur Rennbahn, wo Michelle noch stand und sich mit einem der Jockeys unterhielt. Daneben stand noch jemand, den ich aber jetzt gerade nicht erkennen konnte. Ich ritt auf die Rennbahn, die zum Glück frei war und ließ Delicius ein wenig darauf traben. Als wir an den Startboxen ankamen, ritt ich durch eine hindurch und trieb den Ponyhengst in den Galopp. Dieser nutzte die Chance und gab Vollgas. Ich ging in den leichten Sitz und versuchte, Deli so wenig wie möglich zu stören. Ab und zu vollführte der Hengst einige kleine Bocksprünge. Sie waren nicht wirklich extrem, man spürte sie kaum und so konnte ich auch ohne Probleme auf dem Pony bleiben. Nach gut der Hälfte der Strecke wollte ich Deli erneut durch parieren, aber der Hengst reagierte nicht mehr. Also ließ ich ihn laufen, bis er von alleine langsamer wurde. Hoffentlich hatte er sich nun abreagiert.
      Schließlich kam Deli schwer atmend zum Stehen. Ich lobte den Hengst und ritt noch einige Minuten im Schritt etwas herum, sodass er nicht mehr zu sehr schwitzte, wenn er auf die Weide kam. Ich ließ ihn also am langen Zügel und im Schritt einige Runden drehen, bis er nicht mehr schwitzte und stieg dann ab. Während ich Deli von der Rennbahn führte, beobachtete ich aus den Augenwinkeln heraus die andere Person, die ich bisher noch nicht erkannt hatte.
      Alle?! Was machte der denn hier?
      Ich ließ mir meine Überraschung nicht anmerken und tat, als hätte ich ihn nicht gesehen. Meine ganze Aufmerksamkeit schien Delicius zu gelten, ich hoffte zumindest, dass es so herüberkam. Eigentlich beobachtete ich ja Alle, aber das musste dieser ja nicht unbedingt wissen, oder?
      Beim Putzplatz angekommen trenste und sattelte ich Delicius ab, dann gab ich ihm einen Kuss auf die Nüstern und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Von wegen ich hatte ihn lieb und so etwas halt. Es kam mir vor, als würde er es verstehen, denn er nickte kurz mit dem Kopf, dann rieb er diesen sanft an meinem. Ich lächelte leicht, bevor ich ihn auf die Weide brachte. Jetzt hatte der Hengst genug Zeit zum Fressen. Die nächsten Hengste und Stuten würden gleich auf die Weide gebracht werden, damit auch sie was vom Gras hatten.
      Während ich Deli beobachtete, wie er fraß, zuckte ich plötzlich leicht zusammen. Wer hatte mir da gerade auf die Schulter getippt? Ich drehte mich jedoch nicht um, nein, sah die Person nicht einmal an. Insgeheim hoffte ich, dass es Alle war.
      Auf einmal erschien eine Gestalt neben mir. Alle. Er war kaum größer als ich, wie mir auffiel. Letztens hatte ich ihn noch auf circa 1,80m geschätzt, doch jetzt fiel mir auf, dass er ungefähr 1,74m sein musste. Nur weniger Zentimeter größer als ich. Ich blickte ihn immer noch nicht an, tat, als hätte ich ihn nicht bemerkt. Hey, sagte er dann leise und sah ebenfalls zu meinem Buckskin. Ich drehte meinen Kopf langsam herum, sah ihn dann an und erwiderte seine Begrüßung. Er schaute mich jetzt ebenfalls an und drehte sich dann ganz zu mir um. Auf einmal spürte ich nur noch, wie er mich vorsichtig umarmte, als hätte er Angst, dass ich das nicht wollte. Ich erwiderte seine kurze Umarmung und genoss den Augenblick, der dann leider viel zu schnell verging. Anscheinend merkte man mir meine Enttäuschung an, denn Alle lächelte und sah dann wieder verlegen weg. Verdammt!
      Ich erklärte Alle, dass wir die anderen Ponys auch auf die Weide bringen müssten und er erklärte sich einverstanden. Wir gingen zuerst zum Hengststall, damit Deli nicht allein auf der Weide stehen musste. Ich gab Alle die Halfter von Lucane und Absinth, da ich von den beiden wusste, dass sie lieb und gut zu halten waren. Eigentlich wollte ich Alle Allelujah geben. Alle und Lujah nebeneinander. Ha! Was für eine lustige Vorstellung. Ich grinste innerlich, während ich mir die Halfter von Allelujah und Nacromancer in the Dark holte. Alle wusste schon, wo seine beiden Schützlinge hin mussten und war bereits auf dem Weg zur Hengstweide. Dort ließ er die beiden Ponyhengste laufen und diese freuten sich natürlich sehr über ihre gerade gewonnene Freiheit. Lucane und Absinth waren also schon einmal auf der Weide angekommen. Ich brachte noch Nacro und Absinth hinterher und ehe wir uns versahen, waren wir schon wieder im Hengststall und suchten die Nächsten Ponys heraus.
      Ich nahm Rapsoul und Herbstblatt, während Alle sich mit Black Hero und Bel Homme herum quälte. Eigentlich war Bel Homme ja ein Wallach, aber er stand auch bei den Hengsten und hatte sogar einen ziemlich hohen Rang. Black Hero versuchte die ganze Zeit, Alle auszutricksen und ihn zu dem frischen Gras zu bekommen, wovon Bel Homme sich anstecken ließ und schließlich hatte Alle mit den Beiden zu kämpfen. Als der Hengst und der Wallach sich dazu entschieden hatten, dass sie jetzt auf die Weide wollten, kamen sie brav mit und galoppierten sofort ans andere Ende der Weide, als alle sie frei ließ.
      Rapsoul und Herbstblatt ließen sich Zeit, während sie nach hinten gingen. Ab und zu rupften sie sich ein Grasbüschel ab und zerkauten es, dann liefen sie ruhig weiter. Bloß nicht zu schnell laufen, könnte ja was passieren.
      Während Alle und ich nun zum letzten Mal zum Hengststall gingen, um Jargo und Sonic Syndicate der im Übrigen heute zum Ersten Mal zu den Anderen Hengsten kommen würde auf die Weide zu bringen, unterhielten wir uns über dies und jenes.
      Wir nahmen uns schnell die Halfter und holten unsere beiden nächsten Hengste aus ihren Boxen. Ich nahm vorsichtshalber Sonic, da es mir einfach sicherer war und Alle Jargo, von dem ich wusste, dass er keinen Mist machen würde. Auf dem Weg zur Weide sah Sonic sich genauestens um und schnupperte in der Luft herum. Ich lächelte und streichelte den Hengst beruhigend. Ob er auch so aufgeregt war wie ich?
      Alle ließ Jargo auf der Weide laufen und der Hengst blieb stumpf stehen. Er wartete auf Sonic. Ich führte diesen auf die Weide und dann liefen die beiden Hengste trabend nebeneinander her. Erleichtert bemerkte ich, dass vor allem Black Hero und Herbstblatt Sonic überraschend gut aufnahmen, was wahrscheinlich daran lag, dass alle drei die gleiche Vergangenheit erlitten hatten.

      Wir saßen in der Küche, wo Alle und ich erst einmal etwas tranken und uns unterhielten. Ich wollte wissen, wieso er gekommen war und von ihm erhielt ich folgende Antwort: Ich hab dir doch gesagt, wir sehen uns wieder. Ich lächelte glücklich, Alle erwiderte mein Lächeln, als er es bemerkte. Ich genoss diese Momente mit Alle einfach nur noch. Wenn er mir so gegenüber saß, mich anlächelte und sich mit mir unterhielt. Ich seufzte.
      Was ist los?, wollte Alle wissen und ich antwortete ihm mit einem Lächeln. Ich hoffte, er verstand die Antwort. Ich war gerade unfähig, auch nur ein Wort heraus zu bekommen.

      Alle führte gerade Larissa und Sonnenschein auf die Stutenweide, ich kam mit Casey und Else hinterher. Die vier Ponystuten wurden auf die Weide gebracht, laufen gelassen und das Tor wurde wieder verschlossen. Dann machten Alle und ich uns auf den Weg zu den nächsten beiden Stuten, Mrs. Pretty und Caipirinha. Ich nahm mir das Halfter von der Haflingerstute Mrs. Pretty und zeigte Alle dann, welches das von Caipirinha war. Er nahm dies auch und ging dann zu der Stute in die Box, um sie aufzuhalftern. Caipirinha hielt davon anfangs gar nichts. Sie trickste Alle ununterbrochen aus, sodass er kurz davor war, aufzugeben. Doch irgendwann hatte er es dann doch geschafft und konnte die Stute aus der Box heraus führen.
      Mit Mrs. Pretty hatte ich hingegen weniger Probleme. Ich ging in ihre Box, halfterte die Haflingerstute auf und führte sie heraus. So einfach war das mit dem Ponakel.
      Grinsend ging ich an Alle und Caipirinha vorbei und führte Mrs. Pretty auf die Weide. Die Stute düste sofort zum anderen Ende der Weide. Als Alle Cai dann auch laufen ließ, tat diese es Mrs. Pretty gleich und raste ebenso schnell davon. Hinten angekommen wurden die beiden Stuten von Else und Larissa begrüßt, die auch sofort ihre Köpfe hoben und die beiden beschnupperten. Es dauerte nicht allzu lange, bis Else und Mrs. Pretty sowie Larissa und Caipirinha sich beknabberten.
      Sonnenschein schien das alles nicht zu interessieren, genau wie Casey. Die beiden Ponystuten hatten das Maul im Gras und rupften immer mehr Gras ab, das sie dann genüsslich zerkauten. Ab und zu schnaubten sie mal oder schlugen mit dem Schweif nach Fliegen, die immer mehr wurden, je später es wurde. Hin und wieder stampften einige der sechs Ponystuten mit einem ihrer Hufe auf, weil die Fliegen als auch die blinden Fliegen nervten.
      Alle und ich hatten keine Zeit mehr, den Stuten zuzuschauen, die Fohlen wollten auch auf die Weide. Ungeduldig scharrten sie in ihren Boxen herum und brummelten uns schon eifrig zu, als wie den Stuten- und Fohlenstall betraten, wo die Fohlen hausten. Ich nahm Paminos Halfter, Alle nahm Liofs. Alle ging zu Love is on Fires Box und zog dem Kleinen schnurstracks das Halfter über den Kopf, bei Pamino ging es genauso schnell. Die beiden Fohlen machten keinerlei Terror, sie konnten es wohl kaum erwarten, endlich auf die Weide zu kommen. Auf dem Weg zu der Weide tänzelten sie zwar ab und zu hin und her, doch wir hielten die Stricke mit einem so festen Griff, dass die Fohlen keine Chance hatten, ihn uns aus der Hand zu reißen. Wir kamen bald schon am Weidetor an und öffneten dies. Alle führte Love is on Fire herein und der kleine Hengst sprang schon freudig von einer Stelle auf die Andere. Pamino führte sich nicht so auf, im Gegenteil zu Love is on Fire war er im Moment die Ruhe selbst und ich hatte genug Zeit, das Halfter zu öffnen und ihm vom Kopf zu streifen. Als die beiden Hengstfohlen 'frei' waren, galoppierten sie sofort einige Runden auf der Weide herum, um anschließend abrupt zu stoppen, umzudrehen und fangen zu spielen. Erst nach einigen Minuten begannen sie, sich das Gras schmecken zu lassen.
      Alle und ich entschieden uns dafür, einen kurzen Spaziergang zu zweit zu unternehmen. Er hatte nicht sonderlich viel Zeit an diesem Tag, was mir natürlich gar nicht gefiel...
      Ich ließ Alle entscheiden und er wählte den Waldweg aus. Ich sagte Michelle Bescheid, dass wir etwas länger weg waren und dann gingen wir schon los.
      Wenn man diesen Weg entlanglief, war es schon ein gewaltiger Unterschied zum Reiten. Allerdings kein schlimmer Unterschied, sodass ich jetzt sofort hätte umdrehen müssen. Langsam schlenderten wir den Weg entlang, bis wir an einer Lichtung vorbeikamen, die mir bisher unbekannt gewesen war. Insgesamt hatte ich diesen Weg noch nicht wirklich so erforscht, dass ich behaupten könnte, ich würde ihn auswendig kennen. Vielleicht einen kleinen Teil, mehr nicht.
      Alle schien sich hingegen besser auszukennen. Zielstrebig lief er den Weg entlang und berührte ab und an immer mal wieder meine Hand. Nicht, dass ich was dagegen hätte es fiel mir nur so auf.
      Anscheinend hatte Alle sein Ziel erreicht, denn er blieb auf einmal wie angewurzelt stehen. Ich hatte weniger auf die Umgebung geachtet als auf den Boden. Ständig hatte ich auf den Boden geschaut, in der Hoffnung, Alle würde nicht merken, wie rot ich eigentlich angelaufen war. Zumindest hoffte ich, dass ich es nicht war, aber es fühlte sich an, als würde mein Kopf jeden Moment explodieren. Ich sah also hoch und betete zu Gott, dass ich nicht rot war. Vor mir erstreckte sich ein schmaler Weg, links und rechts davon waren zwei Seen zu sehen, wir standen auf einer saftig grünen Wiese, die bestimmt ein Traum für jedes Pferd gewesen war. Links und rechts von uns verhinderte eine Reihe von Bäumen den Blick auf die Seen. Trotz dessen war es wunderschön. Ich hatte Mühe, nicht mit offenem Mund dazustehen und einfach die Landschaft zu bestaunen. Aber egal. Ich entriss mich auch meinen Gedanken, sah zu Alle und wollte dann wissen, woher er diese Stelle kannte. Ich fügte nicht hinzu, dass ich ganz begeistert davon war. Na ja, grinste Alle verlegen, ich hab mich mal so schlau gemacht, wo man sich so gut hin chillen kann und so. Ich verkniff mir ein Lachen und bemerkte dann, dass ich immer noch meine Reitsachen trug. Naja, war jetzt auch nicht zu ändern. Also, was solls?
      Alle fasste mich bei der Hand und zog mich hinter sich her. Ich war ganz geschockt, weil er so plötzlich meine Hand genommen hatte. Ich wusste nicht, wie ich darauf reagieren sollte.
      Achterbahn der Gefühle. Yippie.
      Alle zog mich weiter hinter sich her und irgendwann schaffte ich es dann doch, neben statt hinter ihm zu laufen. Er ging weiter, bis wir an eine Bank gaben mit Blick auf den See. Die Sonne spiegelte sich darin wider und ließ den See wunderschön aussehen. Bei Vollmond musste es hier ein Traum sein.
      Als hätte er meine Gedanken gelesen, sagte Alle auf einmal nachdenklich: Ich hatte auch schon in Erwägung gezogen, dich bei Vollmond hier mit hinzuschleppen, aber das hätte mir dann doch zu lange gedauert. Der nächste Vollmond ist nämlich erst in drei Wochen. Ich sah ihn kurz erstaunt an, lächelte dann aber. Setz' dich. Alle machte mit der freien Hand eine einladende Geste auf die Bank und ich ließ mich darauf sinken. Daraufhin tat er es mir gleich und lehnte sich dann an die Rückenlehne der Bahn. Ich stieß einen kurzen Seufzer aus, dann drehte ich meinen Kopf in Alles Richtung. Ich musste schon blinzeln, da ich sonst von der Sonne geblendet worden wäre. Alle drehte seinen Kopf ebenfalls zu mir und sah mir dann in meine Augen. Er hob seine Hand und fuhr mir mit seinen Fingern sanft über die Wange.
      Looping.
      Ich blinzelte immer noch gegen die Sonne, konnte Alle kaum erkennen. Allerdings konnte ich mir schon vorstellen, wie er dort saß. Den Kopf zu mir gedreht, mit der einen Hand hielt er meine immer noch fest und sein Blick war so verträumt.
      Und dann klingelte mein Handy. Genervt verdrehte ich meine Augen und wollte gerade mit meiner freien Hand mein Handy aus der Hosentasche holen, da hielt mich Alle zurück. Lass es doch klingeln... Und wenn es wichtig ist?, fragte ich leicht skeptisch. Bitte, erwiderte Alle, seine Stimme klang flehend. Ich konnte es ihm nicht abschlagen und ließ mein Handy Handy sein. Trotzdem nervte das Klingeln ziemlich. Ich war gerade so entspannt gewesen und dann bamm! Versaut mein dummes Handy wieder alles. Innerlich verfluchte ich es. Wer konnte denn angerufen haben? Michelle wusste, dass ich mit Alle unterwegs war. Bei anderen konnte ich mir sowieso keinen Reim draus machen, was wollten sie denn? Vielleicht ein Auftrag für meinen Trainingshof? Oder ein Pferd, was ich bei einem Wettbewerb vorstellen sollte oder pflegen musste? Die Fragen gingen mir nicht mehr aus dem Kopf.
      Alle schien wohl genauso zu denken wie ich, denn er seufzte und sackte ein wenig in sich zusammen. Ich strich mit meiner Hand über seine und er öffnete leicht die Augen. Erst jetzt bemerkte ich diese Farbe ein richtig schönes, dunkles braun, beinahe schwarz. Dagegen waren meine langweiligen grün-blau-grauen Augen ja gar nichts. Ich atmete tief ein und wieder aus, dann lehnte ich meinen Kopf auf Alles Schulter und schloss die Augen. Ich war müde. Verdammt müde. Ich war einfach nicht dafür geschaffen, um sechs Uhr morgens aus dem Bett zu steigen und mich um die Pferde zu kümmern.
      Alle strich mir mit einer Hand leicht durch die Haare. Wie spät ist es?, fragte ich, die Augen halb geschlossen, die Stimme verschlafen. Alle murmelte ein leises Ist doch egal und fuhr weiterhin mit seinen Fingern durch meine Haare. Ich versank in meinen Gedanken bekam nichts mehr um mich herum mit. Erst, als mir einige Regentropfen mein Gesicht herunterliefen, wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Oder waren es Tränen? Ich wusste es nicht. Obwohl es gar nicht regnete
      Alle bemerkte die Tränen und wischte sie weg. Was ist los..., sagte er, ohne irgendeinen fragenden Unterton in der Stimme, als wäre es gar nicht als Frage gemeint gewesen. Ich bewegte kaum merklich meinen Kopf von links nach rechts. Ich weiß nicht, flüsterte ich und meine Stimme drohte, zu versagen. Also hielt ich den Mund.
      In Gedanken versunken hatte ich mich anscheinend auf die Bank gelegt. Mein Kopf lag auf Alles Schoß und ich starrte Löcher in die Luft. Ab und zu erkannte ich einige Wolken, die Ähnlichkeit mit Blumen hatten. Ich entdeckte aber auch eine, die wie ein Herz aussah.
      Ich öffnete langsam die Augen und sah Alles Kopf über mir. Leise fragte ich, ob wir nicht langsam mal gehen müssten. Ich wollte es selbst nicht, aber irgendwann mussten wir ja mal zurück. Alle erwiderte nur ein kurzes Wenn du willst und versank danach anscheinend, genau wie ich vorhin, wieder in Gedanken. Während er nachdachte, streichelte er mir immer noch über den Kopf. Ich stieß einen tiefen Seufzer aus, dann nahm ich langsam den Kopf hoch und setzte mich gerade hin. Mir fiel auf, dass ich Alles Hand immer noch festhielt. Ich hatte aber nicht vor, sie wieder so schnell loszulassen
      Mühsam standen wir auch in liefen dann Hand in Hand zurück zum Gestüt. Dort kam uns Michelle schon entgegen und rief mir entsetzt zu: Else, wieso bist du nicht ans Handy gegangen? Ich habe deine Hilfe gebraucht! Ich sah kurz zu Alle, dann schaute ich auf den Boden. Tut mir Leid.., entschuldigte ich mich. Michelle drehte sich sofort um und lief eiligen Schrittes zurück zum Rennstall. Anscheinend hatte sie in dessen Büro irgendwelche Einschreibungen für verschiedene Rennen herumliegen. Ich beschloss, mit Alle erst einmal ins Haus zu gehen und, dass wir dort weiter schauen konnten. Ich hatte großen Hunger, also beschloss ich, dass wir jetzt erst einmal was essen würden.
      Nachdem wir mit dem Essen fertig waren, gingen wir nochmal kurz nach draußen, um die Pferde wieder hereinzubringen. Es war inzwischen schon 22 Uhr und somit Futterzeit für die Ponys. Wir steckten die Wege zu den einzelnen Ställe ab und öffneten die Tore, vor denen die Ponys schon standen und auf ihr Futter warteten. Der abgesteckte Weg von der Hengstweide führte zum Hengststall, die abgesteckten Wege von Stutenweide und Fohlenweide führten beide zum Stuten- und Fohlenstall. Die Ponys liefen allesamt los und standen dann anschließend auf der Stallgasse. Ich kümmerte mich um die Hengste, während Alle sich den Stuten und Fohlen zuwand und diese in die Boxen einwies. Wir fütterten die Ponys, dann sammelten wir den Zaun wieder ein und verstauten die Plastikpfosten wieder im Hengststall.
      Als wir dies hinter uns hatten, kam Alle zu mir und fasste meine Hand. Wir gingen ins Haus, wo wir uns in mein Zimmer begaben. Ich fragte Alle, ob er unbedingt nach Hause musste. Er meinte, er wäre sowieso schon über den Termin hinaus und habe alle Zeit der Welt. Ich bot ihm an, bei uns zu schlafen, was Alle nicht abschlug. Also verwandelten wir mein Schlafsofa in ein gemütliches Bett, in dem Alle die Nacht schlafen konnte. Wir waren wohl beide ziemlich müde, doch wir setzten uns einfach noch eine Weile nebeneinander und schwiegen. Dann erklärte er mir, dass er den Schlaf wirklich dringend brauchte und jetzt gerne schlafen würde. Ich schlug ihm den Wunsch nicht ab. Ein wenig traurig war ich schon, aber ich ließ es mir nicht anmerken. Ich war ebenso müde wie er und hatte auch morgen wieder einen anstrengenden Tag vor mir. Ich gab Alle einen Gute-Nacht-Kuss und verschwand in mein Bett. Ich war zwar müde, konnte aber gerade wirklich nicht einschlafen. Irgendwann hatte ich es dann doch geschafft.

      Mitten in der Nacht wachte ich von einem Geräusch auf. Ich öffnete verschlafen die Augen und entdeckte einen Umriss an meinem Fußende. Sofort saß ich senkrecht im Bett und schaltete das Licht ein. Dann sah ich, wer dort saß Alle. Fragend zog ich eine Augenbraue hoch und sah ihn an. Er zuckte mit den Schulter, setzte sich neben mich und sah mich an. Ich nahm ihn spontan und den Arm und legte meinen Kopf auf seine Schulter. Irgendwann war ich wohl so eingeschlafen, denn als ich aufwachte, saß Alle immer noch neben mir und strich sanft über meinen Kopf, der auf seinem Schoß lag.
    • sweetvelvetrose
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      August 2011 - Freilauf
      5663 Zeichen © Samarti


      Ich lag gerade auf dem Sofa, den Laptop auf dem Schoß und schaute mir Tödlicher Anruf, einen Horrorfilm, an. Ich war auf alles vorbereitet und hatte eine Decke, unter der ich mich notfalls verstecken könnte, falls ich mich erschrecken sollte. Während ich also den Film sah, skypte ich gerade mit Eddi und einigen anderen Freunden. Da ich mich dabei nicht auf den Film konzentrieren konnte, drückte ich bei diesem auf 'Pause' und widmete mich ganz Skype.
      Auf einmal klingelte mein Handy mit einem Klingelton, den ich noch nicht einmal auf meinem Handy hatte genau der Gleiche wie aus dem Film Tödlicher Anruf. Mein Atem stockte und ich sah auf den Display. Unbekannt. Wer würde mich jetzt schon anrufen? Es war schließlich fünf Uhr morgens. Ich hatte noch genug Zeit, um den Film zu Ende zu schauen und dann ab zu den Ponys. Mit zitternden Händen griff ich nach meinem Handy, hielt es in der Hand und sah mit weit aufgerissenen Augen auf den Display. Es klingelte immer noch. Mit einer schnellen, aber auch etwas zurückhaltenden Bewegung drückte ich auf 'Auflegen'. Dann legte ich das Handy wieder weg und beobachtete den Bildschirm meines Laptops. Skype kam mit den Tönen für neue Nachrichten gar nicht mehr hinterher. Immer noch geschockt war ich nicht in der Lage, irgendetwas zu schreiben und starrte gefühlte paar Stunden auf meinen Laptopbildschirm. Dann klappte ich den Laptop zu und versuchte, klare Gedanken zu fassen, atmete erst einmal tief durch und stand dann auf. Jetzt musste ich erst einmal an die frische Luft. Ich stand auf und lief schnellen Schrittes nach draußen. Dort traf ich Michelle, die mich dann erschrocken ansah. Was ist denn mit dir los?, wollte sie wissen und musterte mich von oben nach unten. Später, hauchte ich nur leise und lief in Richtung Ställe. Bei den drei Hauptställen angekommen entschied ich mich für den Hengststall, wo mir aus einer der hintersten Boxen auch schon ein hübscher Ponykopf entgegen sah und zur Begrüßung wieherte. Allelujah.
      Eilig ging ich auf ihn zu und öffnete die Boxentür. Dann schloss ich diese wieder und setzte mich in eine der Ecken der Box. Bis auf das gelegentliche Rascheln des Strohs oder einem Schnauben eines der Ponys war alles ruhig. Ich genoss die Stille, wenn man es denn so nennen konnte, und beobachtete aus den Augenwinkeln heraus Allelujah. Der Hengst sah mich ebenfalls an. Als hätte er meine Gedanken gelesen, kam er auf mich zu und stupste mich sanft an. Seufzend stand ich auf und vergrub mein Gesicht in seiner dichten Mähne. Es kam mir beinahe so vor, als ob der Hengst mich verstehen würde.
      Nach einiger Zeit ließ ich Alle wieder allein, aber nicht, bevor ich ihm noch rasch eine Karotte zugesteckt hatte. Ich hielt den Zeigefinger vor die Lippen und machte Pssst! als Zeichen, dass er es doch nicht den anderen erzählen sollte. Ich fragte mich, warum ich das getan hatte, dabei war ich mir richtig albern vorgekommen. Aber dann wusste ich schon, warum Lujah hatte mich sowieso verstanden. Ich drehte mich nochmal um, als ich bei der Stalltür ankam und sah zurück. Daraufhin bemerkte ich, dass Lujah mir mit seinen Blicken gefolgt war und ich lächelte kurz. Dann machte ich auf dem Absatz kehrt und lief aus dem Stall. Auf dem Hof traf ich Michelle, die dann noch einmal wissen wollte, was genau geschehen war. Ich erklärte es ihr, dann fügte ich noch hinzu, dass die Ponys gepflegt werden müssten. Sie verstand mich und ich ging gleich wieder in den Stall, um Allelujah zu holen. Der Hengst stand immer noch an der Boxentür und erwartete mich bereits. Eilig öffnete ich die Boxentür und ging dann aus dem Stall. Lujah folgte mir sowieso. Der Kleine war anhänglich, folgte aber nur mir ohne alles. Ich ging mit ihm zum Putzplatz, wo ich hin zurechtwies, stehen zu bleiben und er tat es. Dann holte ich das Putzzeug. Ich putzte Allelujah schnell, dann sattelte und trenste ich ihn auf und ritt mit ihm aus. Auf dem Weg machte ich mir Gedanken über alles Mögliche. Schon bald waren wir wieder zuhause angekommen und ich musste Lujah schon wieder auf die Weide lassen. Gesagt, getan. Ich brachte Lujah auf die Weide und entschied mich dafür, Casey, Sonnenschein, Larissa, Else, Mrs. Pretty und Caipirinha etwas auf dem Reitplatz freilaufen zu lassen. Ich holte die besagten Stuten aus ihren Boxen und brachte sie allesamt auf den Reitplatz, wo ich sie einige Runden drehen ließ, ehe die sechs Ponystuten auf die Weide gebracht wurden. Danach brachte ich Black Hero, Delicius, Jargo, Rapsoul, Nacromancer in the Dark und Lucane auf den Reitplatz. Auch sie ließ ich einige Runden laufen und auch die sechs Ponyhengste kamen anschließend auf die Hengstweide. Als nächstes holte ich Bel Homme, machte ihn fertig und ritt etwas auf dem Reitplatz. Auch er war schneller fertig als geplant und so konnte ich mich den beiden Fohlen widmen. Pamino hatte letztens erst seine erste FS-Schleife gewonnen, der Kleine wurde echt immer besser. Ich war mächtig stolz auf ihn. Love is on Fire war sein bester Freund geworden, hatte aber noch keinerlei Siege zu vermerken. Schade eigentlich. Ich ließ die beiden Fohlen ebenfalls auf den Reitplatz, wo sie ganz von allein schon Runden drehten und am Ende waren sie ganz schön warm, aber sie schwitzten dennoch noch nicht. Sie kamen auf die Fohlenweide, wo sie sich erstmal über das Gras hermachten.
      Als letztes sah ich noch nach Sonic Syndicate und Herbstblatt. Herbstblatt wurde heute nicht bewegt, also kam er direkt auf die Hengstweide. Sonic war erst vor Kurzem in die Herde integriert worden und es ging ihm dort sichtlich gut und sein Zustand besserte sich schon enorm. Auch er kam auf die Weide. Demnächst würde sein Training beginnen.


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      19. August 2011 - Arbeit auf den Ponyhof
      1780 Zeichen © Samarti


      Pfeifend fegte ich die Stallgasse, bis auch der letzte Strohhalm beseitigt war. Ich hatte heute nicht sonderlich viel Zeit, um mit allen meinem Pferden etwas zu unternehmen, doch sie mussten wenigstens auf die Weide gebracht werden. Wegen dem Stress, der inzwischen schon wieder Alltag für mich war, wurden meine Ponys in letzter Zeit ziemlich vernachlässigt. Da ich jedoch knapp bei Kasse war, würde ich mir auch keine Pfleger leisten können. War alles etwas schwer in letzter Zeit.
      Zuerst holte ich die Hengste aus ihren Boxen und brachte sie nacheinander auf die Hengstweide. Zuerst Absinth und Allelujah, dann Black Hero und Delicius, dann Herbstblatt und Jargo, danach Lucane und Nacromancer in the Dark, anschließend Rapsoul und Sonic Syndicate, der sich inzwischen gut erholt hatte. Nachdem die Hengste alle auf der Weide waren, waren die beiden Fohlen Pamino und Love is on Fire an der Reihe. Die beiden kamen auf die Fohlenweide. Als schließlich nur noch Bel Homme und die Stuten im Stall standen, kamen auch er und Caipirinha, Casey und Eiskristall, Else und Larissa, Mrs. Pretty und Smooth'n Angel, die vor kurzem erst angekommen war, auf die Stutenweide.
      Nachdem die Ponys alle auf der Weide waren, machte ich mich daran, die Boxen auszumisten. Da ich heute auf mich allein gestellt war, nahm dies einige Zeit in Anspruch. Schließlich hatte ich es dann doch geschafft und holte die zwanzig Ponys wieder in ihre Boxen. Dann löschte ich das Licht in den Ställen und machte mich auf den Weg ins Haupthaus. Seufzend setzte ich mich an den Schreibtisch und erledigte den Bürokram, dann ging ich noch etwas in Skype on. Allelujah ist online. Ich lächelte kurz, ich wusste, dass er mich gleich anschreiben würde.
      Um Mitternacht ging ich ins Bett und schlief auch sofort ein.
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      22. September 2011 - Arbeit auf den Ponyhof II
      4498 Zeichen © Samarti


      Erst vor ein paar Tagen hatte Michelle mir Bescheid gegeben, dass es Sonic Syndicate, dem Reitponyhengst, den wir gerettet hatten, wieder gut ging. Er hatte sich wirklich sehr gut erholt und Michelle hatte mir grünes Licht gegeben. Sonic durfte nun langsam wieder bewegt werden und das Muskeltraining konnte beginnen. Schon bald könnte er wieder in einer Zucht mitwirken und schöne Nachkommen zeugen. Ich seufzte. Die Vorstellung war traumhaft schön. Sonic, wie er dort stand und freundlich brummelte, um ihn herum spielten seine Fohlen miteinander fangen und er beobachtete sie, passte auf sie auf. Während ich auf dem Weg zu Sonic war, schaute ich noch rasch im Verkaufsstall nach. Caipirinha stand dort und lugte vorsichtig über die Boxentür. Sie musste ich leider auch abgeben schweren Herzens. Ich verließ den Verkaufsstall wieder und ging weiter zu Sonic. Der Hengst kam an den Weidezaun getrabt und brummelte mir zur Begrüßung erfreut zu. Er hatte wirklich viel Vertrauen in mich gewonnen, seit ich mich so intensiv mit ihm beschäftigt hatte. Rasch holte ich ihn aus der Box und legte ihm die Führkette an. Dann ging ich mit ihm in Richtung des Waldweges. Reiten würde ich ihn noch nicht, erst einmal mussten seine Muskeln wieder aufgebaut werden und damit begannen wir nun.
      Nachdem wir wieder auf dem Hof ankamen, brachte ich Sonic auf seine Weide und mistete seine Box aus. Dann streute ich sie mit frischem Stroh wieder ein und machte mich auf den Weg zu Dahiba. Ich wurde jedoch aufgehalten, da in dem Moment ein Auto mit einem Pferdehänger hinten dran auf das Gestüt fuhr. Das musste Dia sein. Sie wollte mir Flame vorbeibringen, denn auch sie zog sich langsam von Joelle zurück. Ich seufzte. In letzter Zeit verschwanden immer mehr Alteingesessene von der Bildfläche. Wir luden Flame rasch aus und brachten sie in ihre neue Box im Stutenstall, wo sie jetzt erst mal einige Zeit verbringen würde, bevor sie am nächsten Tag auf eine der kleineren Weiden kam. Sie wurde versorgt, in ihre neue, große Box gebracht und dann erst einmal allein gelassen. Weiter ging es zu Dahiba. Die Stute beachtete mich nicht, bis ich kurz pfiff. Dann hob sie den Kopf und kam langsam auf den Zaun zugetrottet. Ich halfterte sie auf, holte sie von der Weide und band sie am Putzplatz an. Dort machte ich sie schnell fertig und stieg dann, als wir uns im Dressurviereck befanden, auf. Wir übten ein wenig für die bevorstehenden Turniere, dann beschloss ich, dass es Zeit war, nach den anderen Pferden zu schauen. Also machte ich Dahiba schweren Herzens fertig und brachte sie zurück auf die Weide.
      Als nächstes stellte ich Fada Fid, Requiem und Rubina in die Führanlage. Sie sollten zwar nicht verkauft werden, doch ein bisschen Bewegung brauchten auch sie. Runde um Runde drehten sie nun unermüdlich in der Führanlage und sahen ab und zu mal auf die Rennbahn, wo Else gerade trainiert wurde. Smooth'n Angel, Larissa, Eiskristall und Casey ritt ich danach noch. Angel buckelte wie immer herum und versuchte alles, um mich in den Sand zu setzen. Dieses Pony brachte mich noch in die Hölle! Ich ritt mit ihr auf dem Springplatz, wo zur Zeit keine Hindernisse aufgebaut waren. Die Abgrenzung des Dressurvierecks war mir zu niedrig, um dort vernünftig mit Angel trainieren zu können. Mit Larissa und Eiskristall ritt ich zum Geländeparcours, mit Casey übte ich ebenfalls ein wenig für die Dressurturniere. Anschließend kamen auch die vier Damen wieder auf ihre Weide, wo sie sich die Bäuche mit dem saftig grünen Gras vollschlugen.
      Die sechs Reitponyhengste Herbstblatt, Allelujah, Absinth, Delicius, Lucane und Rapsoul wurden ebenfalls in die Führanlage gebracht, nachdem die drei Araber wieder auf der Weide standen. Dort bekamen auch sie ihre Bewegung.
      Einige Zeit später kamen sie wieder auf die Hengstweide.
      Nun longierte ich noch Beck's Experience, ritt mit Bel Homme aus, sprang mit Elanor über einige Hindernisse, die ich aufgebaut hatte, ließ Jargo, Mrs. Pretty und Nacromancer in the Dark in die Führanlage und brachte die zwei Fohlen Love is on Fire und Pamino auf einen Paddock, wo sie einige Runden drehten und sich so austobten. Nachdem alle Ponys und Pferde dann am Abend in ihren Boxen standen und auf ihr Futter warteten, wusste ich, dass mir der Tag gelungen war. Alle waren versorgt und niemand wurde vernachlässigt. Perfekt.
      Der Tag neigte sich dem Ende zu und so beschloss ich, ins Bett zu gehen. Ich war total erschöpft von der ganzen Arbeit am heutigen Tag. Ich schlief sofort ein.

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      29. Dezember 2011 - Eine Stallhilfe
      972 Zeichen © miimichelle


      Es war schon gegen sechs Uhr abends alls ich kurz bei den Zuchtpferden vorbei sah. ich würde heute Elisa bei der Abendfütterung unter die Arme greifen. Als erstes begrüsste ich alle Pferde. Requiem, Dahiba, Rubina, Elanor und Becks kannte ich am allerbesten, da sie früher in meinem Stallteil gestanden hatten.

      Ich ging zur futterkammer und bereitete jedem Pferd sein Müsli vor. Welches ich ihnen in den Futtertrog ihn ihrer Box schüttete. Die Ponys machten sich darüber her. Nun bekamm noch jedes Pony etwas heu. Im Stall stand auch ein süsses Fohlen nahmens Pamino udn obwohl er noch ganz jung war gehörte er schön jetzt zu den wohl erfolgreichsten Pferden. Sonic udn Herbstblatt , zwei Pferde die wir gerettet hatten sahen auch wieder richtig toll aus. Chronos und Fame waren neu udn ich staunte als ich die beiden schönheiten sah. Bevor ich ging verabschiedete ich mich noch von Jargo und Mrs. Pretty zwei nette Hafis. Dann löschte ich das Licht und ging nach Hause.

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      08. März 2012 - Eine Stallhilfe
      2160 Zeichen © Samarti


      Ich war in letzter Zeit ziemlich beschäftigt gewesen, darunter hatten auch meine Pferde leiden müssen. Gott sei Dank hatte Michelle diese einmal gepflegt, sodass ich nicht noch mehr Arbeit zu erledigen hatte. Doch nun war die Zeit gekommen, dass ich mich mal wieder selbst um meine Pferde kümmerte.
      Ich konnte natürlich nicht alle bewegen, deshalb stellte ich einen Plan für das Personal auf, das für das Training und die Bewegung der Pferde verantwortlich war.

      • Rapsoul: Kurzes Springtraining auf E-Niveau (30 Min.)
      • Nacromancer in the Dark: Dressurtraining auf A-Niveau
      • Casey: Vorbereitungen für Stutenkrönungen
      • Absinth: Führring
      • Lucane: Führring
      • Larissa: Geländeritt, 60 Minuten Training (inkl. 15 Min. Schrittphase) auf E-Niveau
      • Allelujah: Springtraining auf E-Niveau
      • Delicius: Lockeres Training, Dressur & Springen
      • Fada Fid: Führring
      • Smooth'n Angel: Freilaufen auf der Koppel
      • Eiskristall: Führring

      Nachdem der Plan für die Stallpferde aufgehangen wurde, setzte ich mich an den für die Zuchtpferde.

      • Herbstblatt: Springtraining auf M-Niveau
      • Pamino: Freilaufen auf der Koppel
      • Jargo: Lockeres Training, Dressur
      • Mrs. Pretty: Ausritt
      • Sonic Syndicate: Ausdauertraining (30 Min.)
      • Dahiba: Freispringen
      • Elanor: Freispringen
      • Beck's Experience: Spaziergang
      • Rubina: Dressurtraining auf E-Niveau
      • Requiem: Springtraining auf E-Niveau
      • Flame: Freilaufen auf der Koppel
      • Chronos: Geländetraining, 45 Minuten Training (inkl. 15 Min. Schrittphase) auf E-Niveau
      • Da Vinci: Freilaufen auf der Koppel (Gewöhnung an das neue Heim)

      Als auch die Liste für die Zuchtpferde vervollständigt war und am schwarzen Brett hing, machte ich mich auf den Weg und sagte allen Bescheid, dass der heutige Plan aushing. Die Trainer und Pferdepfleger machten sich an die Arbeit. Wenn ein Pferd fertig war, wurde es abgehakt, sodass man immer wusste, wer noch Bewegung haben musste und wer bereits das Futter verdient hatte.
      Die Pferde erhielten ihr Futter, als alle bewegt worden waren.

      Gegen 22:30, als die Pferde alle im Stall standen, sah ich nochmal nach den Rechten. Da alles in Ordnung war, machte ich beruhigt das Licht aus und ging ins Bett.

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      07. Juni 2012 - Eine Stallhilfe
      1299 Zeichen © Samarti


      Da ich in letzter Zeit nicht wirklich viel Zeit hatte, mich um meine Pferde zu kümmern, musste ich mich auch jetzt wieder mächtig sputen. Also erstellte ich nur kurz einen Trainingsplan für meine Pferde und was mit ihnen gemacht werden sollte, damit die Pfleger sie bestmöglich versorgen konnten.

      Zuchtpferde:
      • Herbstblatt: Ausritt
      • Sonic Syndicate: Ausritt
      • Da Vinci: Ausritt
      • Jargo: Dressurtraining, 30 Min.
      • Mrs. Pretty: Springtraining, 45 Min.
      • Dahiba: Dressurtraining, 15 Min.
      • Elanor: Longieren, 30 Min.
      • Beck's Experience: nur Weide
      • Rubina: Ausritt
      • Requiem: Führring, 30 Min.
      • Flame: Dressurtraining, 60 Min.
      • Chronos: Dressurtraining, 30 Min.
      • Pamino: Koppelgang, 45 Min.

      Stallpferde:
      • Eiskristall: Ausritt
      • Smooth'n Angel: Ausritt
      • Fada Fid: Training auf der Rennbahn, 20 Min.
      • Delicius: nur Weidegang
      • Bel Homme: nur Weidegang
      • Allelujah: Springtraining, 30 Min.
      • Larissa: Ausritt
      • Else: Ausritt
      • Nacromancer in the Dark: Geländetraining, 2h
      • Casey: nur Weidegang
      • Rapsoul: Geländetraining, 45 Min.

      Als ich den Trainingsplan an das Schwarze Brett geheftet hatte, ging ich eine Runde durch die Ställe und beobachtete einige Zeit die Pferde. Doch nicht allzu lange und ich musste wieder los ... Also verabschiedete ich mich von meinen Pferden und sagte Tschüss.
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      01. August 2012 - Eine Stallhilfe
      7414 Zeichen © Samarti


      Laut und hart prasselte der Regen gegen meine Fensterscheibe. Wenn man versuchte, durchzublicken, wurde man enttäuscht – eine dichte Schicht vieler Regentropfen, die die Scheibe herunter liefen, blockierte die Sicht. Genauso wie das Wetter war, fühlte ich mich auch und da gab es nur einen Ausweg: Ablenkung. Ablenkung von allem. Einfach allem!
      Ich beschloss also, mich mit meinen Pferden zu beschäftigen, die meine Aufmerksamkeit in letzter Zeit viel zu wenig genossen hatten. Ich musste mich wieder mehr um sie kümmern!
      Und da ich sowieso nichts zu tun hatte, kam mir die Gelegenheit gerade recht.
      Also schlüpfte ich rasch in meine Reitsachen, schnell noch die Regenjacke an und Kapuze über den Kopf – und schon war ich aus dem Haus. Kaum trat ich vor die Haustür, wurde ich auch schon herzlich begrüßt – von Allelujah! Er hatte wohl gesehen, wie ich aus dem Gebäude herausgegangen war und die Tür zuknallen gehört, denn er stand schon neugierig am Weidegatter und brummelte mir entgegen. Ich hielt mir die Hand über die Augen, um mich zu orientieren. Der Regen war zu dicht, um durchzusehen. Hinzu kam noch, dass ein starker Nebel aufgezogen war. Wo war ich denn hier?! In Schottland, oder wie?!
      Na ja, wie auch immer, Lujah wartete jedenfalls auf mich. Also ging ich kurzerhand in die Sattelkammer, holte mir sein Halfter und ging zurück zur Hengstweide. Spontan öffnete ich das Tor, holte ihn heraus und verschloss das Tor wieder gut, damit auch keiner ausbüxen konnte.
      Lujah genoss es, mal so richtig geputzt zu werden. Trotz der Tatsache, dass er klatschnass war, rubbelte ich ihn mit einem Handtuch trocken, zumindest die Sattellage und den Kopf ein wenig, und sattelte ihn dann. Egal, dass das Wetter so scheiße war, ich wollte jetzt springen. Und da Lujah das sowieso so gern tat – Wieso nicht?!
      Als mein kleiner Hengst also fertig war, führte ich Allelujah zur Reithalle, in der zum Glück noch ein Parcours aufgebaut war, da Michelle wohl gestern auch gesprungen war.
      Allelujah spitzte schon die Ohren, als er auch nur die Hindernisse sah. Ich lächelte leicht, dann stieg ich auf und wir begannen mit dem Training.

      Nach dem Training war es gerade mal neun Uhr in der Früh, sodass ich Casey noch holte. Das Wetter hatte sich um einiges gebessert, die Sonne schien und es war größtenteils nur noch feucht, nicht mehr trocken.
      „Hallo meine Süße!“, begrüßte ich Casey und lächelte ihr leicht zu. Die Stute brummelte und freute sich sichtlich, mich zu sehen, denn sie trabte mit gespitzten Ohren und glänzenden Augen auf mich zu. Sie war einfach mein Lieblingspony, da gab es nichts dran zu ändern.
      Sie ist so lieb und meine beste Freundin, niemand könnte sich dazwischen stelle. Sie war einfach immer für mich da. Immer.
      Und wenn „menschliche“ Freunde kamen und gingen, so war sie immer an meiner Seite.
      Ich öffnete das Weidetor und sie lief heraus, dann schloss ich es wieder. Bei Casey brauchte ich kein Halfter, sie lief frei neben mir her, so lange hatten wir das geübt, bis es endlich klappte. Was war ich stolz auf mein Mädchen ♥
      Ich lief mit ihr zum Putzplatz, machte sie fertig und ritt dann auf meinem Grauschecken vom Hof. „Hm, Liebling, wo wollen wir denn heute lang?“, fragte ich sie, wie auf Kommando brummelte sie und lief munter in den Wald hinein.Wollte sie unbedingt springen? Sah so aus, denn sie begab sich auf den Weg zum Geländeparcours. Sofort, als wir angekommen waren, spitzte sie die Ohren, beschleunigte und nur mit Mühe brachte ich sie davon ab, in den Trab zu fallen, ganz gelang es mir jedoch nicht. Sie trippelte in kleinen Trabschritten unter mir her und seufzend gab ich nach. Schon fiel sie in einen raschen, aber kontrollierten Galopp. Als sie immer schneller wurde, nahm ich sie wieder zurück, sodass die Galoppsprünge genau passten, als wir auf die Baumstämme, die im Abstand von circa einem Meter voneinander entfernt lagen. Casey sprang ab, landete, sprang, landete, sprang wieder und landete wieder sanft auf dem Boden. Schon zog sie weiter zum nächsten Hindernis, einer Steinmauer, die ungefähr 1,10 Meter hoch war. Auch diese Aufgabe meisterte sie gut und wir übersprangen noch zwei weitere Hindernisse, bis ich einen Weg einschlug, der einer Rennbahn ähnelte. Meine kleine Rennsau Casey wusste, was jetzt kam und da sie schon warm gelaufen war, ließ ich die Zügel locker und ging in den leichten Sitz über. Das Pony legte rasch an Geschwindigkeit zu, die sie lange hielt. Ich musste nach Luft schnappen, so überrascht war ich. Casey war noch nie so schnell gelaufen, anscheinend musste sie sich echt mal wieder auspowern!
      Viel zu schnell kamen wir am Ende der Strecke an, sodass ich durchparieren musste. Casey schnaubte empört, sie wollte noch weiterlaufen! Doch so leid es mir auch tat, wir mussten zurück. Wir waren inzwischen schon gute anderthalb Stunden unterwegs und ich musste mich noch um die anderen Pferde kümmern, sie durften schließlich auch nicht zu kurz kommen.
      Also machten wir uns auf den Rückweg. Immer wieder versuchte meine Stute, wieder schneller zu laufen, doch ich kam ihr zuvor und so gelang es ihr nicht mehr.
      Schon viel zu früh kamen wir wieder am Gestüt an, ich machte Casey fertig und beschäftigte mich noch eine Weile mit meiner Süßen, dann wurde es Zeit, Abschied zu nehmen. Zumindest für heute! Denn abgeben würde ich sie nie, niemals. Mir war jetzt schon klar, dass sie bei mir ihr Gnadenbrot bekommen würde. Schon als Fohlen hatte ich sie geliebt und es war so schön für mich, ihr beim Aufwachsen zuzusehen. Sie war bei mir, seit sie geboren wurde und bereits damals hatte ich sie geliebt. Mehr geliebt als alles andere.
      Wie auch immer, jetzt war zumindest Rapsoul an der Reihe. Auch er wurde etwas verhätschelt, dann wurde er mit Nacromancer in the Dark, Pamino, Sonic Syndicate und Delicius in den Führring gespannt und hatten dort ihre Bewegung für eine halbe Stunde, anschließend wurden sie der Reihe nach aus dem Führring geholt und sie durften freispringen. Mit großer Freude und vollem Körpereinsatz waren sie bei der Sache und ich war erstaunt, wie gut sich Sonic entwickelt hatte, nachdem wir ihn gerettet hatten. Er war ein richtiges Prachtstück!
      Auch Lucane war danach dran, er wurde auf meine Anweisung hier von einem der Angestellten auf dem Dressurviereck abgearbeitet.
      Bel Homme und Herbstblatt wurden von Michelle und mir rasch geputzt, dann stieg ich auf Bel Homme auf und sie auf Herbstblatt. Wir unternahmen einen ruhigen, entspannten Ausritt zu viert.
      Beck's Experience, Chronos, Jargo, Da Vinci und Reqiuem wurden ebenfalls für eine halbe Stunde in den Führring gespannt, dann ließ ich sie ein wenig auf den großen Reitplatz und sorgte dafür, dass sie sich ordentlich austobten.
      Mit Dahiba, Elanor, Fada Fid, Mrs. Pretty, Flame, Larissa und Rubina hatte ich dasselbe vor, auch sie tobten sich ordentlich aus und liefen gefühlte zehn Stunden im Kreis herum, buckelten und freuten sich sichtlich über die Bewegung.
      Smooth'n Angel wurde nur ein wenig von mir geputzt, damit sie sich daran gewöhnte, dass sie nicht mehr so rumzickte und mal etwas artiger wurde. Mit ihr hatte ich noch viel Arbeit vor mir...



      Als ich mit den Stuten fertig war, war ich total k.o und froh, dass der Tag sein Ende genommen hatte. Kurz nachdem ich es mir im Wohnzimmer gemütlich gemacht hatte, fing es auch schon an, wieder zu gewittern. Es regnete im Strömen und ich war so erleichtert, dass ich rechtzeitig fertig geworden war...
    • sweetvelvetrose
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      August 2012 - Eine Stallhilfe
      4780 Zeichen © Samarti


      Laute Musik ertönte und riss mich aus dem Schlaf. Geschockt wurden meine Augen noch ganz groß, ehe ich sie wieder schloss und sie mir verschlafen rieb. Ein kurzer Blick auf die Uhr bestätigte mir, dass ich schon lange hätte aufstehen müssen.
      Langsam stand ich auf, streckte mich noch einmal und begab mich dann auf den Weg ins Bad, um mich fertig zu machen. Ein harter Tag stand mir bevor.

      „Hey, Casey, meine Süße!“, begrüßte ich die hübsche Stute, die erfreut brummelte, als sie mich erblickte. Sanft strich ich ihr über das weiche Fell an ihrem Kopf und lächelte leicht, als Casey leise wieherte. Romantica schnaubte empört – es kam mir beinah ein wenig eifersüchtig vor – und versuchte so einiges, um meine Aufmerksamkeit auf sie zu lenken. Ein schiefes Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen, die Beiden waren einfach zu süß. Man musste sie einfach lieb haben.
      Schon fast schleichend ging ich über die Stallgasse und legte ebenfalls kurze Zwischenstopps bei den anderen Stuten ein, die bereits darauf warteten, endlich in die Freiheit (oder eher gesagt: auf die Weide) entlassen zu werden und sich den Bauch mit leckerem, saftigen Gras vollzuschlagen.
      Nur bei Smooth'n Angel hielt ich mich zurück. Das Pony ließ mich noch immer nicht an sich heran, doch wir waren schon ein wenig weiter als zuvor. Immerhin rastete sie nicht mehr völlig aus, wenn ich in ihre Nähe kam. Das arme Pferd kam mir völlig verstört und hilflos vor, den Grund kannte ich jedoch nicht. Leider.
      Aus der hinteren Ecke der Stallgasse blickte mit ein schokoladenbrauner, zierlicher Ponykopf entgegen. Fröhlich lief ich nun etwas schneller und schloss das süße Pony in meine Arme. Wie sehr hatte ich sie vermisst. Als Weihnachtsgeschenk wurde Goldherz mir wieder von der Gnadenweide geholt. Michelle hatte alle Hebel in Bewegung gesetzt, um sie mir unbedingt wiederzuholen und ich war ihr dafür wirklich sehr, sehr dankbar. Ihr hatte die Zeit auf der Gnadenweide jedoch nicht geschadet, kein bisschen. Sie sah wunderbar aus. Das Fell glänzte leicht, wenn die Sonnenstrahlen von draußen mein Pony erreichten. Liebevoll schmiegte Goldherz ihren Kopf an mich und ich wusste, dass sie mich genauso vermisst hatte, wie ich sie.

      „Mensch, Dahiba, pass auf!“, ermahnte ich die große Schimmelstute und verdrehte die Augen. Sie konnte es überhaupt nicht erwarten, endlich auf die Weide zu kommen und so versuchte sie die ganze Zeit, schneller dorthin zu gelangen, indem sie mich herum schubste. Während ich versuchte, Dahiba davon abzuhalten, ließ Mrs. Pretty, deren Strick ich in der anderen hand hielt, sich davon nicht beeindrucken. Gelangweilt trottete das Haflingerpony neben mir her und beobachtete mit wenig Elan die Vögel im Himmel. Es wurde Frühling, die Vögel kamen wieder und das Gezwitscher ging wieder los. Darauf hätte ich gut verzichten können, vor Allem am frühen Morgen.
      Nachdem ich die Beiden endlich auf der Weide hatte, holte ich noch Flame und Bel Homme und brachte auch die Pferde zu ihren Freunden auf die Weide. Casey, Goldherz und Romantica standen bereits auf der Wiese und ließen sich das leckere Gras schmecken.

      Als ich Pamino und Sonic Syndicate aus dem Stall führte und mit ihnen zur Hengstweide ging, erblickte Pamino seine Mutter, die er sehr lange nicht mehr gesehen hatte. Trotzdem erkannte er sie sofort wieder und zog mich mit seiner ganzen Kraft zum Weidezaun. Goldherz wieherte leise und trabte auf den Zaun zu, wo Pamino seine Mutter mit einem erfreuten Schnauben empfing. Mutter und Sohn schmiegten ihre Köpfe vertraut aneinander und ich wollte die Beiden ungern aus ihrem Wiedersehen reißen, doch Sonic wurde unruhig und so musste ich Pamino und Sonic auf die Hengstweide bringen. Der Schecke regte sich darüber natürlich ziemlich auf, doch mir blieb keine andere Wahl.
      Danach holte ich noch Da Vinci, Chronos, Delicius, Lucane, Allelujah, Rapsoul, Herbstblatt und Jargo, die von dem Weg zur Weide wesentlich mehr angetan waren als Mrs. Pretty. Sie tänzelten allesamt glücklich herum und so musste ich mit jedem alleine gehen. Alles andere wäre mir zu gefährlich gewesen.

      Nachdem alle Pferde auf ihren Weiden standen, machte ich mich an den anstrengenderen Teil des Tages: die Boxen ausmisten. Ich musste insgesamt achtzehn Boxen ausmisten, doch zum Glück packten zwei meiner Stallarbeiter mit an und so wurden aus achtzehn Boxen, die zu säubern waren, sechs. Wir wurden schnell fertig und setzten uns dann ins Reiterstübchen, wo wir einige Zeit lang saßen, bevor wir die Pferde reinholen würden. Gleich würden wir das Osterfeuer anzünden und wenn meine Lieblinge draußen stehen würden, wäre das keine gute Idee. Letztes Jahr hatten die Pferde dabei so einen Terror veranstaltet, dass sie ab jetzt immer im Stall stehen mussten, wenn irgendeine Veranstaltung stattfand.

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      22. Mai 2013 - Umzug
      18.657 Zeichen © Samarti


      „Ruhig, Allelujah. Der Hänger tut dir nichts“, versuchte ich, meinen Reitponyhengst zu beschwichtigen, doch der Versuch misslang. Auch, wenn bereits fünf weitere meiner Pferde in dem Pferdetransporter standen, ließ Allelujah sich nicht dazu überwinden, ebenfalls das Fahrzeug zu betreten, damit die Fahrt endlich losgehen konnte. In diesem Moment drehte Goldherz ihren Kopf herum, um sich das Spektakel anzusehen. Auch sie war bereits verladen, was sich bei ihr als keinerlei Problem entpuppte. Sie brummelte dem Hengst leise zu, doch davon ließ sich dieser nur wenig beeindrucken. Seufzend drehte ich mich zu dem Hengst um und klopfte ihm den Hals. Ich versuchte bereits seit zwei Stunden, das Pony in den Hänger zu verladen, doch das wurde einfach nichts. Allelujah war viel zu stur, um sich auch nur einen einzigen Schritt dem Hänger zu nähren. Er tat beinahe so, als würde das Fahrzeug ihn gleich auffressen wollen. Leicht genervt führte ich Lujah zurück in seinen alten Stall, so wurde das nichts. Als er in seiner Box stand, nahm ich ihm das Halfter vom Kopf und sperrte ihn ein. Sonderlich viel Zeit für Streicheleinheiten mit ihm hatte ich jetzt nicht. Durch ihn hatte ich immerhin zwei Stunden an Zeit verloren, in denen ich schon mit den anderen Pferden hätte losfahren können.
      Schnell hatte ich mir das Halfter von Pamino geschnappt, ihn aufgehalftert und aus dem Stall geführt. Zum Glück war der Schecke wesentlich entspannter, was das Verladen antraf, denn ich war mit ihm schon oft zu Wettbewerben gefahren, was mit Lujah noch nie der Fall gewesen war. Schon nach wenigen Minuten hatte ich Pamino in den Transporter geführt und festgebunden. Da seine Box im Transporter direkt neben der seiner Mutter, Goldherz, war, war Pamino davon besonders begeistert. Liebevoll streckte er seinen Kopf, um ihn an dem der Ponystute zu reiben. Sanft lächelte ich. Es hatte so lange gedauert, bis er seine Mutter wieder bekommen hatte, doch schlussendlich war es doch geschafft. 2010 hatte ich sie an Juu zurückgegeben, als ich mir eine Auszeit von meinem Hof nehmen musste. Dort verletzte sie sich so sehr, dass Juu beschloss, sie in den wohlverdienten Ruhestand zu geben. Weihnachten letzten Jahres hatte Michelle sie mir geschenkt. Sie hatte schon immer gewusst, wie sehr mir die Stute fehlte. Sie war schon immer mein Lieblingspony, seit ich hierher gezogen war, und sie würde es auch auf ewig bleiben. Nichts konnte uns mehr trennen.
      „Wir können!“, schrie ich über den Lärm hinweg, den man von überall auf dem Hof entnahm. Erst heute hatte ich eine Verkaufsanzeige für Michelles und meinen alten Hof aufgegeben, und schon jetzt hatten sich mögliche Interessenten gemeldet. Michelle blieb derweil noch daheim, während ich mich darum kümmerte, dass alle meine Pferde verladen wurden. Hierfür hatte ich sage und schreibe drei Transporter mit jeweils sechs Stellplätzen organisieren müssen, damit alle meine Pferde unterkamen. Die Fahrt nach England war lang und so wollte ich die Strecke nicht öfter als nötig fahren.
      Der erste Transporter wurde gestartet, das leise Brummen des Motors ertönte. Langsam kam er ins Rollen und kurz darauf war er vom Hof verschwunden. Im nächsten Moment fuhr der zweite Transporter vor. „Matthew! Die nächsten Pferde!“, rief ich dem Mann zu, der mir zunickte. Er hatte meine Anweisung verstanden. Im Nu war er im Hengststall verschwunden, um die nächsten sechs Pferde zu verladen. Als er wiederkam, hielt er den Führstrick von Bel Homme in der rechten und den Führstrick von Lucane in der linken Hand. Die beiden Ponyhengste hatten glücklicherweise ebenfalls keine Probleme beim Verladen, sodass sie recht schnell in dem schwarzen Transporter verladen worden waren. Mat erschien wieder auf dem Hof und begab sich sofort wieder zum Hengststall, wo er nun Chronos und Jargo mit deren Transportsets ausstattete und dann in den Transporter führte. „Matthew, mach bitte Delicius schon einmal fertig. Ich brauche gleich Hilfe bei Allelujah. Vielleicht lässt er sich ja verladen, wenn Deli dabei ist“, bat ich meine Aushilfe. Auf seine Zustimmung hin ging ich wieder zurück zu Allelujahs Box. „Hey, Lujah.“ Meine Stimme war nur ein leises Gemurmel, als ich den Hengst aus der Box holte. Sein Transportset hatte er noch immer angezogen, sodass ich ihn nicht nochmal damit ausstatten musste. Widerwillig schnaubte der Ponyhengst. Er wusste genau, mit was er nun erneut konfrontiert wurde. Nichtsdestotrotz folgte er mir wie ein kleines Fohlen der Mutterstute, als wir zurück zum Transporter gingen. Matthew stand dort bereits und hielt Delicius' Strick in der Hand. Lächelnd ging ich auf ihn zu und formte mit den Lippen ein „Danke, du bist der Beste“, bevor ich den Versuch startete, Lujah durch gutes Zureden in den Transporter zu führen. Mat stand schmunzelnd neben uns.
      „Darf ich mal?“
      Es war keine Frage, sondern eine Aufforderung. Mürrisch gab ich mich geschlagen, ich würde Allelujah heute sowieso nicht mehr in den Transporter bekommen. Matthew drückte mir den Führstrick von Deli in die Hand und nahm wortlos den von meinem Palominohengst entgegen. Es bedurfte einer ordentlichen Portion Zuspruch von Matthew an Allelujah, bis der Palomino einen ersten Huf auf die Rampe machte, die in das Fahrzeug führte. Verwirrt stand ich daneben und beobachtete das Geschehen. Auch, wenn ich mich fragte, warum der Hengst bei Mat weiter ging als bei mir, war ich erst einmal froh darüber, dass er überhaupt Fortschritte machte. Nach und nach gingen die Beiden immer weiter in den Transporter, ich stand mit weit geöffnetem Mund daneben. Schließlich hatte Matthew es geschafft: Allelujah stand in seiner Transportbox!
      Grinsend kam mir der junge Mann entgegen und entnahm mir Delis Führstrick. Schon nach kurzer Zeit war das Pony ebenfalls in der für es vorgesehenen Transportbox und die Rampe wurde geschlossen. Ich gab dem Fahrer noch das Zeichen, dass er losfahren konnte, doch da sprang der Motor bereits an und der Pferdetransporter fuhr los. Schon kurz darauf war der zweite Transporter ebenfalls vom Hof verschwunden.
      Doch der Dritte ließ auf sich warten.

      „Fuck!“, schrie ich und schlug mit der Faust gegen die Wand. Es war inzwischen 12:30 Uhr, der dritte Transporter war noch immer nicht auf den Hof eingefahren. Matthew stand hinter mir, seine Hand verweilte beruhigend auf meinem Rücken. Doch auch das änderte nichts daran, dass der Transporter nun schon sage und schreibe viereinhalb Stunden Verspätung hatte. Völlig aufgebracht wollte ich den Telefonhörer nehmen, doch Mat war schneller und griff ihn. Er wählte irgendeine Nummer und hielt sich den Hörer ans Ohr.
      „Hello, here's Matthew. Where the fuck are you?!“
      Matthew sprach Englisch, er rief also den Fahrer an. Das wusste ich, weil unser Fahrer ausschließlich Englisch sprach – er kam aus England direkt hierher, um meine Pferde nach England zu fahren. Auch Matthew war aus England hergekommen, er würde mich wieder zurück nach Großbritannien begleiten und mir dort auf meinem Hof unter die Arme greifen. Ich konnte mir ein leichtes Lächeln nicht verkneifen und so entwich es mir. Ein schwaches Lächeln umspielte nun meine Lippen. Mat ging ungeduldig im Zimmer auf und ab.
      „We're waiting for more than four hours now.“
      Sein Ton klang ziemlich vorwurfsvoll, als würde ein Vater mit seinem Sohn schimpfen, der vier Stunden zu spät nach Hause gekommen war. Diesmal war ich es, die dem Mann beruhigend die Hand auf die Schulter legte. Ich wusste, dass Matthew leicht zu provozieren war und wollte dies auf keinen Fall herausfordern. Nicht, dass wir später gar keinen Fahrer mehr hatten.
      „Okay. See you then.“
      Er legte auf und stellte das Telefon zurück in die Ladestation, dann drehte er sich zu mir um. „Er ist auf dem Weg. Steht im Stau“, murmelte er leise und ließ sich auf einen der wenigen Stühle fallen, die noch im Wohnhaus standen. Das Haus war fast vollständig leergeräumt, da meine ganzen Möbel und Gegenstände bereits im neuen Zuhause in Kent, einer Grafschaft im Südosten Englands, waren. Nur die wenigen Möbel, die ich nicht mehr hatte, würden mit dem Grundstück einen neuen Besitzer finden. Ich zog mir einen der anderen Stühle heran und nahm ebenfalls Platz. „Wann wird er da sein?“
      Matthew sah kurz zu mir hoch, ein entschuldigender Blick machte sich auf seinem Gesicht breit.
      „In frühestens zwei Stunden.“
      Ein mulmiges Gefühl machte sich in meiner Magengegend breit. „Na super“, entfuhr es mir. Wir hatten also noch zwei Stunden Zeit, um die sechs Pferde transportbereit zu machen, bis wir sie endlich verladen konnten.
      „Komm mit.“ Ich stand auf, ergriff Matthews Hand und zog ihn mit mir in den Stutenstall, wo ich ihn vor Dahibas Box stellte. „Sattel sie auf“, forderte ich ihn auf und sah zu, wie er Dahiba bereit zum Reiten machte. Währenddessen holte ich Flame aus ihrer Box, nahm sie mit zum Putzplatz und bereitete sie dort vor. Die Lusitanostute genoss die Aufmerksamkeit, ich hatte mich leider in der letzten Zeit viel zu wenig um sie gekümmert. Sie schloss die Augen, als ich mit dem Striegel in kreisenden Bewegungen über ihr glänzendes Fell fuhr, um die Massage zu genießen.
      Matthew hatte Dahiba bereits fertig gesattelt. Da Dahiba Matthew bereits kannte und sich mit ihm angefreundet hatte, war es für sie kein Problem, von ihm geritten zu werden, obwohl sie sonst nur ihre Bezugsperson an sich heranließ. Auch Flame war kurz darauf fertig und so stiegen wir beide in den Sattel. Ich wusste nicht, wie lange es her war, dass ich mit Flame ausgeritten war. In letzter Zeit hatte ich sie beinahe nur trainiert, was mir inzwischen Leid tat. Sie hatte viel zu wenig Aufmerksamkeit von mir bekommen, auch Dahiba erging es leider ähnlich. Ich nahm mir vor, mich in Zukunft wieder mehr um die Beiden zu kümmern, damit es ihnen so gut wie möglich bei mir erging.
      Als wir an Michelle vorbei ritten, bedeutete ich ihr kurz, dass wir auf einen kleinen Ausritt gehen würden, bis der nächste Transporter endlich ankommen würde. Sie verstand und nickte daraufhin. „Viel Spaß“, formten ihre Lippen noch, ehe sie sich wieder den Interessenten für das Gestüt zuwendete.
      „So endet es also“, nuschelte ich leise, doch Matthew verstand, was ich gesagt hatte. Er schenkte mir ein leichtes Lächeln. „Es musste irgendwann so kommen. Das Anwesen ist einfach zu groß für euch geworden, seitdem ihr so viele Pferde in den Ruhestand geschickt habt. In England wird es mit Sicherheit schön.“
      Ich brummelte nur ein gedämpftes „Du hast Recht“ vor mir hin, dann konzentrierte ich mich wieder auf Flame. Sie war wesentlich interessiert an der Umgebung, diesen Weg kannte sie noch gar nicht. Sonst war ich höchstens mit ihr den Weg im Wald geritten, doch jetzt waren wir gerade auf dem Weg zum Geländeparcours. Von dort aus ging es quer über einige verwachsene Felder und schließlich durch den Wald wieder zurück. Es war die perfekte Strecke, um ein wenig abzuschalten. Matthew sah ein paar Mal zu mir herüber, was ich im Augenwinkel wahrnahm. Ich wusste, dass ich mich immer auf ihn verlassen konnte. Er hatte sich vor einigen Wochen bei mir als Stallhilfe beworben, als ich eine Anzeige aufgegeben hatte, doch inzwischen war er viel mehr als das. Er ist mein bester Freund geworden und stand mir immer bei, wenn ich Hilfe brauchte. Zusätzlich hatte er immer ein paar Tipps für mich auf Lager und kannte sich mit Pferden bestens aus, manchmal kam er mit meinen Pferden sogar besser zurecht, als ich selbst. Zudem war er immer dazu bereit, ein wenig zu scherzen und heiterte mich immer wieder auf, wenn es mir nicht so gut ging, wie in diesem Moment. Lächelnd sah ich zu Matthew, dann trieb ich Flame an. Wir hatten bereits die ersten zwanzig Minuten im Wald hinter uns gelassen, wir waren gerade am Geländeparcours angekommen. Die Stute verstand sofort, was ich vorhatte und spitzte erfreut die Ohren. Grinsend schnalzte ich mit der Zunge und schon fiel der Lusitano in einen flotten Trab, der dann dem Galopp wich. Flame hatte ein wahnsinniges Tempo drauf, ich wechselte in den leichten Sitz und genoss den Moment.
      Als ich den ersten Sprung sah, ein Stapel von Baumstämmen, steuerte ich mein Pferd direkt darauf zu. Wir näherten uns dem Hindernis, während ich die Galoppsprünge zählte. Flame versammelte sich vor dem Sprung noch einmal mit großer Sicherheit, im nächsten Moment flogen wir durch die Luft. Auch, wenn dieser Moment nicht von langer Dauer war, schloss ich die Augen und kostete das Gefühl der Schwerelosigkeit vollständig aus.
      Beim Ende des Parcours parierte ich Flame durch. Widerwillig galoppierte sie noch ein Stück weiter zum Wald hin, vollführte ein paar grandiose Bocksprünge, die mich fast aus dem Sattel schmissen und blieb schließlich doch stehen. Mein Atem ging wahrscheinlich genauso schwer wie der von Flame, doch das interessierte mich zu dem Zeitpunkt relativ wenig. Viel mehr achtete ich auf das Hufgetrappel, welches sich uns näherte. Breit grinsend drehte ich mich im Sattel um, um Dahiba und den vor Freude strahlenden Matthew auf uns zugaloppieren zu sehen. Die Hannoveranerstute stoppte so abrupt, dass Matthew fast aus dem Sattel geschleudert wurde, weil er darauf absolut nicht vorbereitet war, doch er konnte sich gerade noch rechtzeitig fangen, um weiterhin auf dem Pferderücken zu bleiben.
      Lobend klopfte ich Flames Hals, was die Stute sichtlich freute. Sie schnaubte und nickte mit dem Kopf, als würde sie sagen wollen „Ich war doch super, oder nicht?!“. Ein Grinsen machte sich auf meinem Gesicht breit. Es war toll, einfach so loslassen zu können, weil man wusste, dass man dem mächtigen und starken Tier unter sich vollständig und blind vertrauen konnte.
      Nachdem auch Matthew Dahiba gelobt hatte und wir sowohl uns als auch den Pferden eine kurze Pause gönnten, ritten wir im Schritt weiter. Der Weg führte uns über Feldwege, an verlassenen Farmen und vergessenen Wiesen und Feldern vorbei. Mit einem sehnsüchtigen Blick auf das fantastische Ausreitgelände entfuhr mir ein enttäuschter Seufzer. Auch, wenn ich wusste, dass es in Kent genauso schön, vielleicht sogar noch schöner werden würde. Shepway lag direkt an der Nordsee, das Grün war endlos und es gab eine große Anzahl an Feldern sowie einen Fluss, der das Bild noch vervollständigte. Ich war bereits mehrmals dort im Urlaub gewesen und hatte mir Eindrücke von der Landschaft verschafft, bis ich vor Kurzem das Anwesen „Terosa“ gekauft hatte. Für mich war es bereits jetzt völlig klar, dass ich dort unbedingt hinziehen wollte – dabei spielte es keine Rolle, dass ich Deutschland dafür verlassen musste. Mein Traum war es schon immer gewesen, endlich nach England zu ziehen. Jetzt hatte ich mir diesen Traum erfüllt, was ich keinesfalls bereute.
      Schon bald wanderte mein altes Zuhause in unser Blickfeld. Wir ritten im langsamen Schritt zurück auf den Hof und stiegen ab. Nach kurzer Zeit waren die beiden Stuten abgesattelt und malmten zufrieden an dem bisschen Heu, was wir ihnen als Belohnung in ihre Futterraufe geschüttet hatten.
      Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es bereits 14:15 Uhr war, also musste der Transporter in einer Viertelstunde endlich da sein.
      Matthew und ich begleiteten Michelle noch ein wenig, die den Interessenten für das Grundstück dieses zeigte. Als wir dann aber den Transporter gesehen hatten, liefen wir schnell wieder in den Stall. Matthew kam mit Mrs. Pretty und Romantica neben sich wieder, ich hingegen holte Casey und Smooth'n Angel. Ich war schon gespannt, was das Pony sich diesmal wieder einfallen lassen würde. Mat hatte keinerlei Probleme damit, die Haflingerstute und Paminos Halbschwester zu verladen, auch Casey ging brav in den Transporter. Ich bereitete mich nun auf das Schlimmste vor, ich kannte es schließlich von Smooth'n Angel, dass sie alle um sich herum in die Hölle schicken wollte. Matthew stand neben mir, um mir zu helfen, falls ich seine Hilfe brauchte.
      Komischerweise ging Angel sofort in den Transporter und ließ sich auch brav von mir in ihre Transportbox bringen. Während ich noch darüber verwundert war und mich fragte, woher ihr plötzlicher Sinneswandel kam, holte Matthew bereits Flame und Dahiba aus dem Stall und verlud auch sie in den Transporter. Zu guter Letzt rannte ich noch zu Michelle und fiel ihr in die Arme. Meine Augen wurden feucht und einige wenige, salzige Tränen bahnten sich ihren Weg über meine Wangen. Michelle wusste sofort, was los war, auch ihre Augen begannen, sich zu nässen und nach weniger Zeit wurde auch ihr Gesicht von glänzenden Tränen geschmückt. Wir verharrten fünf Minuten lang so und standen dort Arm in Arm.
      „Versprich mir, d-dass du mich besuchst“, brachte ich unter Tränen hervor, meine Stimme verlor sich in einem Schluchzen. Das Mädchen nickte nur schwach und flüsterte ein leises „Versprochen“. Ich würde sie unglaublich vermissen, doch meine Tür stand für sie immer offen. „Viel Glück“, murmelte ich, meine Stimme war schwach und gedämpft.
      Ich ließ meine Arme sinken und löste mich aus der innigen Umarmung. Sowohl meine als auch Michelles Augen waren gerötet und angeschwollen, ein geschwächtes Lächeln schmückte meine Lippen. Dann drehte ich mich um, winkte Michelle ein letztes Mal und kletterte in die Fahrerkabine des Transporters, wo Matthew bereits wartete. Auch Loric, ein Freund von mir, der mir schon oft auf dem Hof geholfen hatte, saß bereits im Wagen. Ebenso wie Matthew begleitete er mich nach Großbritannien, um mir dort dabei zu helfen, mir mein neues Gestüt aufzubauen.
      Die sechsstündige Fahrt nach Shepway konnte beginnen.

      „Elisa! Wach auf, wir sind da!“
      Verschlafen öffnete ich meine Augen und blickte in ein paar dunkelbrauner Augen, die vor Freude glänzten. Es waren Matthews. „Wir sind endlich in Shepway“, murmelte er erneut und man konnte ihm das Glück aus der Stimme heraushören. Ein leichtes Lächeln entwich meinen Lippen, als ich sah, was für eine gute Laune der junge Mann hatte.
      Ich stieg auf, verließ den Transporter und befand mich auf dem Hof, den ich zuvor nur auf Fotos gesehen hatte. Es war ein Kauf gewesen, bei dem ich mich von meinem Bauchgefühl hatte leiten lassen und so, wie es momentan aussah, war es kein Fehler gewesen.
      Auf der Weide sah ich bereits Herbstblatt und Sonic Syndicate, die friedlich nebeneinander grasten. Sie wurden bereits auf die Weide gestellt, was ein ziemliches Glück für mich bedeutete. Auch Da Vinci und Rapsoul erblickte ich in der Nähe.



      Nachdem alle anderen Pferde ebenfalls auf der Weide standen, ging ich ins Haus, um mich ein wenig einzuleben. Meine Möbel standen bereits alle im Haus, die Kartons würde ich morgen auspacken. Jetzt war ich viel zu müde, um noch irgendetwas zu machen und ließ mich in mein Bett fallen. Schon nach kurzer Zeit fiel ich in einen tiefen, traumlosen Schlaf.

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      25. Juni 2013 - Tierarztbesuch
      9520 Zeichen © miimichelle


      Heute hatte ich einen gross Auftrag! Samarti hatte mich gebeten alle ihre Pferde durchzuchecken und zu impfen. Ich machte also schon sehr früh morgens, direkt nach dem wir die Pferde gefüttert und auf die Weiden gestellt hatten, auf den Weg. Ich hatte alle nötigen Sachen in mein Auto gepackt, ehe ich los fuhr. Die Sportpferdezucht Terosa die Elisa mittlerweile leitete war nur eine knappe halbe Stunde von der Pferdeklinik entfernt.

      Um circa halb Neun erreichte ich den Hof. Ich parkierte mein Auto direkt neben dem grossen Zuchtstall, damit ich meine Ausrüstung zur Hand hatte. Da niemand zu sehen war betrat ich den Stall, zuhinterst entdeckte ich dann Elisas Stallburschen, der gerade eine Box ausmistete. "Guten Morgen!", rief ich und ging auf ihn zu. "Wo finde ich denn Elisa?"; fragte ich ihn. "Die ist gerade auf der Weide bei den Ponys", sagte er. Ich dankte ihm, nahm mein Arzt Köfferchen und machte mich auf den Weg zur Weide.
      Doch irgendetwas stimmte nicht. Ich sah Elisa schon von weitem. Sie stand neben dem Wallach Bel Homme und sah sich sein Bein an. Das Pony wirkte apatisch, als hätte es Schmerzen und seine Besitzerin wirkte angespannt. "Elisa", rief ich öffnete das Koppeltor und ging auf sie zu. Sie liess Bel Hommes Bein los und drehte sich zu mir um. "Du kommst gerade genau richtig!", sagte sie. Sie erzählte mir das Bel Homme heute Morgen urplötzlich gelahmt hatte. Gestern war noch alles in Ordnung gewesen, sie hatten eine Springstunde gehabt und der Wallach war super gelaufen. Sie hatten sich für das grosse Sommerturnier in der Umgebung vorbereitet. "Am besten wir bringen in den Stall, dort kann ich ihn mir besser ansehen als hier auf der Koppel", sagte ich ruhig und liess mir meine Bedenken nicht anmerken.

      Wir brachten alle Ponys in den Stall. Ich schnappte mir Romantica und Rapsoul, Elisa nahm Casey und Bel Homme. Elisas Stallbursche nahm Lucane. Wir brachten alle Ponys in ihre Boxen. Bel Homme banden wir auf der Stallgasse an. Elisa hielt den Kopf des Wallaches fest während ich mich niederkniete und sein linkes Vorderbein untersuchte. Bel Homme reagierte sehr schmerzempfindlich auf die leisesten Berührungen, er hatte auf jeden Fall grosse Schmerzen. Das Bein war dick geschwollen und fühlte sich heiss an. "Ich würde ihn gerne mal traben sehen. Am besten du lässt ihn einmal die Stallgasse rauf und runter traben", sagte ich. Elisa nahm den Braunen am Halfter und trabte mit ihm. Er folgte ihr nur unwillig und versuchte das verletze Bein nicht zu belasten, so das er fast nur auf drei Beinen humpelte. Er ging sehr stark lahm. Danach band Elisa den Wallach wieder an.

      „Ich vermute eine Verletzung der Beugesehne. Das ist die lange Sehne auf der Hinteren Seite des Unterschenkel, die über das Karpalgelenk bis hinunter zum Huf geht. Ich vermute das sie gerissen ist, aber ohne einen Kernspin ist es schwer zu sagen ob sie angerissen oder ganz gerissen ist.“, erklärte ich Elisa. Wir schwiegen eine Weile. Wir wussten beide nur zu genau wie schwerwiegend diese Verletzung war. „Ich gebe Bel Homme zuerst einmal ein Schmerzmittel und etwas zur Beruhigung damit er ruhig ist und keinen zusätzlichen Schaden anrichtet“, sagte ich und zog die Medikamente in einer Spritze auf. Ich gab Bel Homme ein Stück Karotte und ihm selben Moment kam die Spritze zum Einsatz, dann war das ganze schon vorbei. „Also es sieht so aus. Ich schiene sein Bein, danach muss sein Bein mehrmals täglich 10 Minuten mit Wasser gekühlt werden und neu eingebunden werden. Ich verschreibe ihm strengst Boxenruhe, er darf sich so wenig wie nur möglich bewegen. Nach einiger Zeit, je nachdem wie gut das Bein verheilt, darfst du anfangen ihn täglich 10 Minuten auf hartem Untergrund zu führen. Es kommt darauf an wie schwer die Beugesehne verletzt ist, es wird aber sicherlich 5 -6 Monate dauern bis das Bein verheilt ist. In dieser Zeit darf er weder auf den Paddock noch auf die Weide oder geritten werden.“ Ich machte eine Pause und fügte dann hinzu: „ Die zweite Möglichkeit wäre in einzuschläfern. Allerdings bin ich zuversichtlich dass er wieder auf die Beine kommt, aber es ist dein Pferd und die Entscheidung liegt bei dir.“

      Elisa schwieg einen Moment dann sagte sie: „ Ich möchte ihn nicht einschläfern …“ Ich nickte und holte meine restliche Ausrüstung aus meinem Wagen. „Eins sollte dir aber klar sein. Bel Homme ist 13 Jahre alt und damit kein junges Pferd mehr. Wenn alles gut verheilt könntest du ihn nach der Aufbauphase frühestens in einem Jahr wieder reiten, wahrscheinlich wir es sogar anderthalb Jahre dauern. Er wäre dann 14 oder 15 Jahre alt und das Risiko einer erneuten Verletzung der Sehne wird trotz allem sehr hoch sein. Eine Springkarriere könntest du mit ihm somit vergessen, du wirst mit ihm noch gemütliche Ausritte unternehmen können. Aber er sollte danach in den Ruhestand geschickt werden“, sagte ich.

      Elisa nickte und sagte dass ihr das klar seie. Danach kühlte ich Bel Hommes Bein, schiente es und gab Elisa Kühlgel und Antibiotika, Schmerzmittel in Pulverform und ein Beruhigungsmittel mit. „Ich komme in einer Woche wieder und sehe ihn mir nochmal an“, sagte ich ihr.

      Nachdem wir eine kurze Pause gemacht hatten, kamen nun die anderen Pferde an die Reihe.

      Als erstes war Romantica an der Reihe. Es handelte sich dabei um eine hübsche, vierjährige Scheckstute. Das junge Tier war aufgeweckt und kerngesund. Beim Impfen zappelte sie ein wenig, mit etwas gutem Zureden und einem Apfel als Erpressung hielt sie allerdings brav still. Danach entwurmte ich sie noch, das passte ihr nicht da die Paste ekelhaft schmeckte.

      Als wir fertig waren durfte Romantica wieder auf die Koppel.

      Der nächste Kandidat war ebenfalls ein Schecke, diesmal handelte es sich aber um einen hübschen 10 Jahre alten Hengst. Lucane liess sich brav überall anfassen und war auch relativ brav als ich ihm ins Maul schaute, allerdings zeigte er klar dass er davon nicht sehr begeistert war. Da Impfen kannte er schon so dass er ruhig dastand und nur kurz zusammen zuckte. Ich klopfte ihm lobend den Hals und auch er bekam einen Apfel. Abschliessend wurde er noch entwurmt, dann schickten wir ihn auf die Hengstweide.

      Den nächsten Patienten kannte ich nur zu gut. Es handelte sich dabei um Rapsoul, der lange meine RB gewesen war und dann auch einige Zeit bei mir gestanden hatte, bevor er zu Elisa umgezogen war. Ich begrüsste das Pony fröhlich und checkte ihn dann durch. Auch er war gesund und munter. Nach dem impfen und entwurmen durfte auch er zu Lucane auf die Hengstkoppel.

      Das letzte Pony aus diesem Stall war Casey. Sie war ebenfalls eine sehr junge Deutsche Reitponystute mit ihren 5 Jahren. Sie war etwas nervös, liess sich aber mit gutem Zureden untersuchen. Beim Impfen hielt Elisa sie fest und fütterte sie mit Karottenstückchen. Ich beeilte mich mit dem Impfen und noch bevor Casey reagieren konnte, war die ganze Prozedur schon vorbei. Nun entwurmten wir sie noch, dabei hob sie den Kopf und lief rückwärts, aber mit etwas Geschick und Elisas Hilfe schafften wir es sie zu entwurmen.

      Danach gingen wir zum Zuchtstall. Die Pferde standen schon ihn ihren Boxen bereit, nach dem Impfen würden wir sie nach draussen auf ihre Weiden und Paddocks bringen.

      Im Zuchtstall fing ich mit Herbstblatt an, einem schwarzem Deutschen Reitponyhengst den Elisa damals aus sehr schlechter Haltung gerettet hatte. Er hatte sich sehr gut erholt und hatte sich zu einem prächtigen Hengst entwickelt. Mittlerweile hatte er im Springen und in der Dressur Klasse S*** erreicht. Vorsichtshalber kontrollierte ich seine Beine besonders gut und liess ihn auch vortraben. Den Rücken sah ich mir auch genauer an. „Es ist wichtig seine Beine immer gut zu Kontrollieren und auch zu schützen. Er ist erst 8 Jahre alt und hat noch eine wahnsinnige Karriere vor sich, aber die hohen Sprünge sind eine enorme Belastung für ein solch junges Pferd“, sagte ich. Da ich nichts finden konnte, impfte und entwurmte ich den Hengst und ging zum nächsten Pferd.

      Als nächstes war Pamino an der Reihe, der Hengst war zwar erst vier Jahre alt, aber schon jetzt ein echter Überflieger. Er hatte eine SW und zwei FS gewonnen und ich hatte das Gefühl das er es noch sehr weit bringen würde. Zudem hatte er edelste Vorfahren. Eine solche Abstammung versprach viel.

      Ich checkte ihn durch, impfte und entwurmte ihn.

      Als nächstes waren die Hafis an der Reihe. Jargo und Mrs. Pretty waren wie alle Haflinger sehr robust und auch sie waren beide kerngesund. Aber ich erwartete auch nichts anderes den Elisa und ihr Team kümmerten sich vorbildlich um ihr Pferde.

      Sonic Syndicate war ein wirklich schickes Pony. Niemand würde denken das er einmal fast gestorben wäre. Wir hatten ihn damals gerettet und mühsam aufgepäppelt. Mittlerweile war er ein stolzer Hengst geworden und hatte sich gut entwickelt. Er war kern gesund und voller Lebensenergie. Ich impfte den Hengst und entwurmte ihn, dann durfte er auf die Hengstweide.

      Nun war Dahiba an der Reihe. Sie war das was man eine echte Schönheit nannte und ich war mehr als begeistert von ihr. Manchmal vermisste ich sie ein wenig, aber bei Elisa hatte sie es gut, wurde geliebt und verwöhnt. Dahiba war gesund, so dass ich sie impfen und entwurmen konnte.

      Dann kamen noch Flame, Chronos, Da Vinci und zum Goldherz. Alle vier waren gesund und munter, so dass ich sie impfen konnte.

      Als wir fertig waren füllte ich noch sämtliche Impfbücher aus und übereichte sie Elisa. Ich wünschte ihr alles Gute und viel Erfolg mit ihrem neuen Hof dann verabschiedete ich mich von ihr.
    • sweetvelvetrose
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      25. Juli 2013 - Eine Stallhilfe
      10.232 Zeichen © Ponyfreak


      „Grr, was für ein Wetter“, sagte ich und stieg aus meinem Auto, welches ich gerade auf dem Hof von Samarti parkt hatte. Es regnete in Strömen und ein kalter Wind blies über den Hof. Ich zog demonstrativ die Kapuze meiner Regenjacke über den Kopf und marschierte schnurstracks in Richtung Pferdestall,wo ich mit einem lauten Gewieher empfangen wurde. Ich beschloss mich zuerst um Samartis Reitpferde zu kümmern,ehe mich den Zuchtpferden zu widmen. Gleich rechts vom Stalleingang sahen mir vier hübsche Scheckstute entgegen und ich lief näher zu ihnen. Anhand den Boxenschildern konnte ich erkennen, dass es sich um Smooth'n Angel, Santa Fee, Casey und Romantica handelte. Ich beschloss die drei frei in der Halle laufen zu lassen, da das Wetter zu nass war um sie auf die Weide zu stellen. So ging ich in Romanticas Box um diese aufzuhalftern. Anschließend halfterte ich Casey und Angel auf,welche mit angelegten Ohren neben mir herlief. Mit den vier Stuten am Strick lief ich nun in Richtung Halle. Dort angekommen, ließ ich sie laufen und Casey galoppierte sofort los, dicht gefolgt von Romantica und Santa Fee. Die Einzige, welche sich zuerst nicht in das Spiel einmischte,war Smooth'n Angel, welche sich lieber niederlegte und ausgiebig wälzte. Nachdem sie sich wieder aufrichtete,schüttelte sie sich und galoppierte bockend und mit zurückgelegten Ohren den anderen drei Stuten hinterher. Ein Glück, dass die Halle überdacht war! So beobachtete ich eine Weile das bunte Treiben zwischen den vier Stuten,ehe ich sie wieder zurück in ihre Boxen brachte. Nun waren die Hengste an der Reihe. Ich ging zu Delicius in die Box, um diesen aufzuhalftern, was kein Problem war.Anschließend führte ich ihn aus seiner Box und band ihn am Putzplatz an. Ich holte geschwind seinen Putzkasten und began mit dem Putzprogramm. Zuerst bürstete ich den groben Dreck aus seinem Fell,ehe ich mit der Feinarbeit begann. Nach einer knappen halben Stunde Powerputzen glänzte und blinkte Delicious und ich brachte ihn wieder zurück in seine Box. Sein Boxennachbar Bel Homme erwartete mich schon sehnsüchtig. Als ich den Wallach aus seiner Box führte, um ihn für die Longestunde fertig zu machen, folgte er mir brav ohne zu zicken. Nachdem ich ihn ausgiebig geputzt hatte, legte ich ihm die Ausbinder an und verschnallte diese mit der Trense. Als ich nun fertig war, hakte ich die Longe ein und ging mit Bel Homme in die Reithalle. Ich stellte mich in die Mitte des oberen Zirkels und trieb den Wallach auf den äußersten Hufschlag. Dort angekommen,lief er brav im Schritt auf dem Zirkel. Nach einer Viertelstunde Aufwärmtraining,ließ ich ihn antraben und er folgte brav meinen Anweisungen. Nach einer halben Stunde wechselte ich die Hand und ließ Bel Homme angallopieren. Dieser machte zu Beginn einen riesigen Satz und preschte buckelnd los. Da merkte man deutlich,dass das Fohlen in ihm durchkam. Nach ein paar Runden verlangsamte er sein Tempo und kaute zufrieden auf seinem Gebiss. Nun longierte ich ihn noch eine halbe Stunde,ehe ich die Longenstunde für beendet erklärte.Ich lobte ihn ausgiebig und brachte ihn zurück in seine Box nachdem ich ihn abgetrenst hatte. Nun wendete ich mich an Lucane, Allelujah und Rapsoul. Nachdem ich ausgiebig ihre Steckbriefe gelesen hatte, kam ich zu dem Entschluss, die drei ebenfalls frei in der Halle laufen zu lassen, da sie sich untereinander verstanden. So halfterte ich die drei auf und brachte sie in die Reithalle. Als ich sie losband, blieben sie zuerst fest angewurzelt stehen,ehe Lucane in einem wahrlich traumhaften Trab mit aufgestelltem Schweif an der Bande entlang zu traben. Daraufhin machte Allelujah einen Hopser nach vorne und wieherte laut hörbar durch die gesamte Halle. Rapsoul blickte daraufhin misstrauisch um sich,ehe er im gestreckten Galopp Lucane folgte, welche immer noch seine Runden auf dem äußersten Hufschlag drehte. Als nun Rapsoul dicht neben Lucane galoppierte, wurde es diesme zu bunt und schlug nach hinten aus.Da Rapsoul eine wahnsinnig gute Reaktion hatte,konnte dieser gerade noch ausweichen.Nun mischte sich Allelujah ein,welcher mit Hengsthals auf die Beiden zugetrabt kam.Nochmals blieb er stehen und wieherte durch die Halle.Nun steig er und ging auf Rapsoul los.Dieser tat es ihm gleich und die beiden Hengste mischten sich in ein Kneuel und man konnte böses Gewieher hören.Mir lief es in diesem Moment kalt den Rücken hinunter,da ich wirklich Angst um Samartis Pferde bekam. Mit einer Gerte bewaffnet kletterte ich über die Bande und ging zwischen die zwei Hengste.Als ich diese nun trennen konnte, nahm ich alle drei beim Halfter und führte diese wieder zurück in ihre Box. Nun ging ich zu Samartis Zuchtpferde.Sofort stach mir ein Schwarzbrauner Ponyhengst in das Auge, welcher laut wiehernd mir entgegensah. Ich schlüpfte in seine Box und halfterte den Hengst auf.Anschließend führte ich Herbstblatt auf den Putzplatz, wo ich ihn für eine Springstunde vorbereitete.Als alles saß,nahm ich die Zügel in die Hand und ging in Richtung Springplatz. Mittlerweile hatte es aufgehört zu regnen und die Sonne spickelte hinter den Wolken hervor. Als wir nun auf dem Springplatz angekommen warn,gurtete ich nochmal nach und schwang mich in den Sattel von Herbstblatt.Mit langen Zügeln ließ ich ihn erst einmal im Schritt gehen.Anschließend nahm ich die Zügel etwas auf und ließ ihn antraben um seine Muskulatur zu lockern und aufzuwärmen. Nach einer 15-minütigen Aufwärmphase ging es an die Arbeit.Wir überwanden Steilsprünge, Oxer,Wassergräben, Kombinationen und diverse andere Sprünge ohne Probleme.Nach einer intensiven Trainingsstunde,lobte ich Herbstblatt ausgiebig, da er seine Aufgabe sehr gut gemacht hatte und führte ihn wieder in seine Box und sattelte ihn ab. Nun ging ich zu seinem Boxennachbar Pamino, welchen ich mit einer kleinen Schmuse-und Streicheleinheit verwöhnte.Anschließend war Jargo, der verschmuste Haflinger an der Reihe.Ich nahm seinen Putzkoffer direkt mit in die Box.In einer knapp einstündigen Putzsession polierte ich ihn auf Hochglanz und flocht sein Langhaar ein.Nachdem ich damit fertig war, ging ich zu Mrs. Pretty, welche als sehr kompliziert galt. Als ich ihre Box betrat,sah sie mich misstrauisch an. Als ich ihr jedoch einen Apfel anbot nahm sie diesen ohne zu zögern und ich beschloss ein wenig Bekanntschaft mit ihr zu schließen. So näherte ich ihr mir immer mehr an und streichelte sie. Als sie mehr Mut gefasst hatte, schwang ich mich auf ihren Rücken und beobachtete, was sie machte. Sie sah interessiert um sich und ich tätschelte sie.Nach einer knappen Stunde verließ ich ihre nun ihre Box und ging mit ein paar Leckerlies bewaffnet zu Sonic Syndicates Box.Als ich die große Boxentüre öffnete,trat der Kohlfuchs in das hinterste Eck seiner Box zurück und kehrte seinen Hintern in meine Richtung. Ich redete beruhigend auf ihn ein,jedoch half dies nichts.So setze ich mich kurzerhand in die gegenüberliegende Ecke und redete munter weiter über alles mögliche. So verflog die Zeit und Sonic wendete sich interessiert zu mir. Eine Weilchen später kam er mit gespitzten Ohren auf mich zu und ich lobte ihn ausgiebig mit meiner Stimme.Dies sollte für den Anfang genügen und so verließ ich wieder seine Box.Als ich zu Dahiba in die Box trat,fand ich diese gelangweilt in einer Ecke stehen.Ich halfterte sie auf und führte sie in die Reithalle,wo ich sie Freispringen ließ. Dahiba war begeistert mit bei der Sache und hüpfte wie ein großer Gummiball über die Hindernisse. Als ich sie wieder zurück in ihre Box führte,schnaubte sie zufrieden und ich lobte sie nochmals ausgiebig. Nun widmete ich mich Flame, welche ausgiebig geputzt wurde, da sie aussah, wie ein kleines Wildschwein. Man sah ihr den letzten Weidegang im Schlamm und Matsch deutlich an und deshalb war heute eine Putzsession auf dem Programm. Nach einr geschlagenen Stunde war es vollbracht und man konnte nichtsmehr von Wildschwein erkennen. Nun ging ich zu Chronos, einem schneeweißen Lusitanohengst mit beachtlichem Stockmaß.Als ich seine Boxentüre öffnete,kam mir der sanfte Riese entegegen und ich halfterte ihn auf um ihn auf den Putzplatz zu führen.Als ich ihn fertig für den Ausritt gemacht hatte, began es wieder zu regnen.Ich gurtete noch einmal nach und schwang mich in den Sattel und nahm die Zügel auf.Nun konnte es losgehen! Im gemütlichen Schritt verließen wir den Hof und ritten in Richtung Wald.Dort angekommen,nahm ich die Zügel auf und setzte mich in den leichten Sitz. Chronos verstand sofor und preschte im vollen Galopp los. Mit enorm kraftvollen Galoppsprüngen rasten wir den Wald hinunter. Wir befanden uns auf einem Art Rundweg,welcher um den Hof ging. Mit der Zeit wurden CHronos Galoppsprünge etwas gemächlicher und ich verlangsamte sein Tempo,so dass es im flotten Trab weiterging.Nach einer weiteren knappen halben Stunde kamen wir wieder an den Hofeingang. Dieser passierten wir im Schritt und ich lobte den Hengst, da er sehr artig auf unserem gemeinsamen Ausritt war.Als ich ihn abgesattelt hatte,brachte ich ihn in seine Box und verabschiedete mich von ihm.Sein Boxennachbar Da Vinci erwartete mich schon sehnsüchtig. Nachdem ich im rasanten Tempo den kleinen DRP-Hengst für die Dressurstunde fertig gemacht hatte,nahm ich die Zügel der Kamdarre in die Hand und lief in Richtung Reithalle.Dort angekommen,gurtete ich nochmals nach und stieg dann auf.Die 15minütige Aufwärmphase verflog wie im Flug und ich machte mich daran mit Da Vinci,welcher sehr kooperationsbereit war, schwierige Lektionen aus der S-Dressur, wie etwa die Piaffe, Passage oder den fliegenden Galoppwechsel, zu üben. Dies klappte sehr gut und ich war begeistert von seinen federleichten und doch sehr kraftvollen Bewegungen.Nachdem ich die Dressurstunde beendet hatte und den Hhengst versorgt hatte, war es bereits dunkel geworden. Nun war noch Goldherz an der Reihe, mit welcher ich einen kleinen Spaziergang unternehmen wollte. Ich halfterte sie auf undführte sie in Richtung der Weiden.Ab und zu legten wir während unserem kleinen Spaziergang eine Pause ein, in der die Scheckstute etwas grasen konnte. Nach einer Stunde brachte ich sie wieder zurück in ihre Box und verabschiedete mich von Samartis Pferde. Anschließend stieg ich in mein Auto und verließ den Hof.


      11. Oktober 2013 - Jargo und Mrs. Pretty kommen an!
      1669 Zeichen © Jackie


      Es war später Nachmittag als ich Jargo und Mrs.Pretty bei meiner Freundin Samarti abholen wollte. Samarti hatte mir ein Tag zuvor eine E-Mail geschrieben, da ich damals schon Interesse an den zwei Haflingern gezeigt hatte. Jargo ist der Vater von Figaro. Mein Gott ich bin so glücklich !! Wie lange habe ich schon auf diesen Moment gewartet ? Endlich kann ich Figaro's Vater auf Heartland willkommen heißen !! Ich stieg aus dem Jeep an dem ein Hänger angekoppelt war. Samarti wartete bereits mit Jargo und Pretty. Als sie mich sah winkte ich ihr sogleich entgegen. "Hallo Amy ! Freut mich das du doch noch an den beiden interessiert bist!" Ich nickte heftig "Hey" umarmte meine Freundin schnell ehe ich fortfuhr "Na bei diesen Prachtstücken kann man gar nicht nein sagen !" Wir unterhielten uns ausgiebig, während wir die Haflinger in den Hänger luden. "Hör mal ich habe gehört ihr erwartet ein Fohlen ?" Ich schmunzelte als Samarti mich darauf ansprach. "Little Baby ist gedeckt wurden, aber ob sie trächtig wird.. das kann man nur hoffen !" - "Und was wollt ihr mit dem Nachwuchs machen, wenn es dann welchen gibt ?" Samarti hob ihre Augenbrauen. Ich grinste breit "Floooh ist an sie/ihn interessiert." Ich übergab ihr das Geld für die beiden und verabschiedete mich. Zu Hause brachte ich die beiden auf die Weide. Es war ein wunderschönes Herbstwetter zu dieser Zeit, aber es war verdammt kalt. Ty empfing mich schon als ich auf den Weg zurück war. Er stand am Gatter und betrachtete die Neuankömmlinge. "Sind das die zwei von denen du so lange geschwärmt hast ?" Ich nickte. Ty und ich waren nur beste Freunde, aber irgendwie... war er für mich mehr als nur das...

      14. Oktober 2013 - Tierarztbesuch bei Amy
      2918 Zeichen © Jual


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      Tierarztbesuch bei Amy
      Heute hatte ich bereits einen ‚Großauftrag‘. Es ging zu Amys mir bekannten Haflinger- und Trakehnerzuchthof. Heute kamen allerdings nur Haflinger an die Reihe. Das übliche, Durchchecken und Impfen, sowie entwurmen. Amy stand schon mit dem Hengst Jargo bereit. Ich begrüßte beide und begann mit meiner Arbeit. Ich horchte Jargo ab. Sah in Augen, Nüstern, Mund und Ohren, tastete Beine und Bauch ab und abschließend kontrollierte ich ob der Hengst Fieber hatte. Er war gesund, also fuhr ich mit dem Impfen fort. Bis jetzt hatte Jargo alles brav über sich ergehen lassen. Die Spritze war schnell gefüllt und Jargo geimpft. Anschließend verabreichte ich ihm oral die Wurmkur.
      „Fertig. Du kannst die nächste Kandidatin holen.“, sagte ich. Amy kam nun mit der gekörten Stute Mrs. Pretty. Eine wirklich schöne Stute. Sie war etwas nervös, doch davon ließ ich mich nicht ablenken. Es nahm eben etwas mehr Zeit in Anspruch. Doch auch mit dieser Stute war ich nach der Untersuchung zufrieden. „Kerngesund.“, erklärte ich und klopfte der Stute den Hals. Das Impfen gestaltete sich etwas schwieriger. Mrs. Pretty drehte sich von einer Seite zur anderen, warf den Kopf hoch und stampfte mit den Füßen. Ich holte eine Schale mit kleingeschnittenen Möhren. „Halt sie ihr hin, das müsste sie für die Zeit beschäftigen.“, sagte ich und hielt Amy die Schalte hin. Mrs. Pretty steckte sofort den Kopf hinein und ich konnte impfen. Ich nahm nun die Schale wieder entgegen und gab ihr die Wurmkur. „So, an mich gewöhnst du dich noch, dann geht das auch schneller.“, lachte ich.
      Amy holte nun Nordstern. Eine etwas unsichere Stute. Ich gab ihr zur Begrüßung ein Stück Apfel. „Alles gut, hm?!“, sagte ich zu der Stute, „Ich bin ganz vorsichtig.“. Nordstern verfolgte jede meiner Bewegungen genau. Sie war sehr brav und mit ihr war ich sehr schnell fertig. Auch beim Impfen und Entwurmen war die Stute ein absoluter Schatz. „Mensch, klasse diese Maus.“, sagte ich zu mir selbst während Amy sie wegbrachte und mit Lana wiederkam. Sie ist eine temperamentvollere Stute. Das merke ich sofort. Sie beschnüffelte meine Tasche und nahm ein paar Beutel mit dem Mund heraus. Lachend nahm ich sie zurück und stellte die Tasche außerhalb ihrer Reichweite ab. Nun spielte sie an dem Strick, war mir recht denn sie war beschäftigt und stand schön still. Sie war schnell untersucht und auch die Spritze hatte ich schnell an einer Vene geleert. Die Wurmkur wollte sie aber nicht.
      Ich spritzte die Flüssigkeit in ein bisschen Hafer und gab sie ihr zu Essen. Schnell hatte sie diese ausgeleckt und Amy konnte mit dem letzten Patient, Suburb Lights kommen. Er ging am schnellsten. Stand die ganze Zeit still und ließ alles sehr brav über sich ergehen. Zur Belohnung gab ich ihm den Rest des Apfels.
      „Denk dran, dass ich bald wiederkommen muss um die Impfungen fortzuführen.“, erinnerte ich Amy und fuhr anschließend wieder zurück zur Klinik.
      2.918 Zeichen © by Jual

      16. Oktober 2013 - Hufschmiedbesuch
      2332 Zeichen © Sosox3


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      Hufschmiedbericht Mrs. Pretty

      Mein nächster Auftrag erwartete mich bei Amy, einer gutn Freundin von mir. Sie wollte das ich bei Jargo und Mrs. Pretty die Hufe kontrolliere, Auschneide, Korrigiere, Rasple und sie mit neun Slidinghufeisen Ausstatte. Ich hatte mich direkt auf den Weg gemacht und war nun dort angekommen.

      Ich sah mich im Stall um und fand Jargo in einer Schönen Box und nahm ihn am Halfter aus der Box. Ich band ihn außerhalb der Box an und kratzte ihm fein-säuberlich die Hufe aus. Ich merkte das die Hufe in einem Schlechten Zustand waren, doch konnte man hier noch viel Retten. Ich kontrollierte jeden seiner Haflingerhufe und fand zum Glück keine Auffälligkeiten für Krankheiten. Dann konnte ich mich ja nun an das Ausschneiden wagen und schnitt die langen Hufe aus. Es musst viel Horn weggeschnitten werden ehe ich mit dem Korrigieren einer Fehlstellung vorne Rechts beginnen konnte und mir die Raspel schnappte. Ich raspelte die Aufflagefläche zurecht, damit die Hufeisen ihm auch passten, welche ich im Anderen Moment auch schon erhitzte und zu Formen began. Ich musste nicht viel verändern am Hufeisen und konnte sie auch direkt nach einem Blick schauen ob diese auch Passten. Ich nagelte die Nägel in die Hufe und knipste diese mit der Krokodilzange kürzer. Der Hengst war nun erledigt und ich machte mich an die Stute.

      Mrs. Pretty war die nächste. Auch ihre Hufe waren in einem Schlechten Zustand und mussten um längen gekürtzt werden. Auch der Strahl müsste hier bearbeitet werden, wie ich beim Hufe auskratzen bemerkte. "Ach, du kleine Maus, du", sagte ich tröstend zu der Stute und nahm mir mein Hufmesser. Ich schnitt das ganze Zu lange Horn weg und Mrs. Pretty stand nun 2 cm Tiefer und war somit auch noch mal kleiner geworden. Ich musste kurz Grinsen ehe ich die Raspel nahm und die Kanten und die Aufflagefläche zurecht raspelte. Sie musste ein paar Mal die Hufe abstellen da sie noch nicht soo das Gleichgewicht hatte, so schien es. Doch sie machte sich mit kürzeren Hufen gut und ich konnte nach einer Halben Stunde Rasplerei die Sliding Hufeisen erhitzen. Die ziemlich dünnen Eisen wurden beim Westernreiten eingesetzt und waren schnell erhitzt und geformt. Beim Beschlagen hielt Mrs. Pretty brav Still und ließ mich die Nägel in den Huf hauen und die Zu langen Nägel abknipsen. Dann ließ ich sie Probelaufen und sie war fertig.

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      22. Oktober 2013 - Eine ziemliche Herausforderung
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      4. Kapitel - Eine ziemliche Herausforderung
      Amy stand bereits um 5 Uhr morgens auf. Sie stand in der Küche und schmierte sich ein Marmeladenbrot, dabei hörte man sie leise Fluchen. "Amy ruh dich aus, Amy leg dich hin, Amy tu dies, Amy tu das! Mal im Ernst, so schlecht geht es mir doch gar nicht!", doch in diesen Moment stolperte sie nach vorne. "MIST!" sie fing sich gerade noch am Tisch auf. Beinahe... aber nur beinahe... hätte ich wieder eine Woche im Rollstuhl verbringen können. Das rothaarige Mädchen schlang ihr Brot runter und schlüpfte in ihre Latzhose um mit der Stallarbeit zu beginnen. Ihr war es egal ob ihr was passierte, immerhin mussten die Pferde versorgt werden. Was steht heute denn überhaupt an ? Amy kramte einen Notizzettel aus ihrer Hosentasche und las laut vor "Black Bird wird verkauft, sie muss geputzt und gefüttert werden, gegen Nachmittag ihre Box ausmisten. Talitha 1 Pferd von Zaii wird zum ausbilden gebracht, bitte eine Box frei machen (ausmisten) und Futter auffüllen." Sie hob ihre Augenbrauen. Oh, wie wundervoll. Wahrscheinlich darf ich beim ausbilden mal wieder nur zusehen... Amy kam sich nutzlos vor. Sie sah wieder auf den Zettel "Abajo und Blettur wird heute angekommen, bitte zwei Boxen frisch machen. Lakritz trainieren (Gelassenheitsspaziergang) und Findus an sein Halfter gewöhnen. Außerdem soll Figaro, Nachtigall und Money decken." Amys Augen wurden größer "Heilige... das schaff ich niemals !! Ich werde Ty, Cayden und Sarah fragen müssen ! Vielleicht hat Lou auch Zeit."

      Es war halb 6 und die Pferde mussten gefüttert werden. Amy mischte Hafer, Kleie und einige wichtige Kräuter individuell für die Pferde an. Black Bird bekam Melissenblätter in ihr Futter, damit sie den Transport heute beruhigt entgegentreten konnte. Aus dem Stall vernahm man ein fröhliches brubbeln und schnauben. Amy streute frisches Heu in Prince, Cindarellas, Luzifers, Puppys, Lakritzs, Findus und Wikotikabesas Box. Die restlichen Pferde standen über Nacht auf der Weide. Moon und Figaro sowieso. Anschließend prüfte Amy die Wassertränken, diese funktionierten einwandsfrei. Ah! Was ist das ?! Etwas knabberte an Amys Schulter, sie drehte sich überrascht um und sah Puppy. "Huch! Wie kommst du denn hier hin ?" offensichtlich habe ich beim Heu auffüllen nicht aufgepasst... dachte sie sich. Sie nahm das Fohlen am Halfter und führte es zurück in die Box. "Du bist mir ja ein Schlawiener" Amy grinste und schloss die Boxentür. Dann strich sie sich mit ihren Handrücken über die Stirn. "Das wäre erstmal geschafft... jetzt muss noch der Zuchtstall gemacht werden... füttern, Tränken kontrollieren..." sie seufzte. Gerade als sie sich umdrehen wollte erschrak sie. "TY!" Ihr bester Freund und Stallbursche stand hinter ihr. "MENSCH! Du hast mich fast zu Tode erschreckt..." Ty lachte. "Nette Begrüßung. Brauchst du vielleicht Hilfe ?" ihr grinste auffordernd.Wahrscheinlich stand er die letzten Minuten schon hier... dann war es bestimmt Ty weshalb Puppy ausgebrochen ist. Sie reichte ihm den Futtereimer entgegen. "Zuchttrackt... füttern, Tränken kontrollieren. Ich mach die Bo... achja, ich kann ja nicht." sie deutete genervt auf ihre Krücken. "Ich werde die Weidenpferde putzen." Ty sah sie wehleidig an. "Scheint als hätten wir heute ganz schön viel zu tun."
      "Darauf kannst du wetten Ty!" Amy seufzte wieder. "Ich hoffe Cayden kommt pünktlich."

      Mit langsamen Strichen verwöhnte sie ihre Trakehnerstute Mon Chérie. Währenddessen sprach sie zu ihr. Amy sprach immer mit ihren Lieblingen wenn ihr was auf dem Herzen lag. "Ach Chérie, wir haben heute noch so viel zu tun... und ich fühle mich so eingeschränkt ! Nur wegen diesen doofen Unwetter musste ich ins Krankenhaus und darf jetzt erstmal eine Woche mit Krücken rumlaufen... dabei würde ich doch so gerne mit dir ausreiten..." Sie strich der Stute sanft über den Rücken und lehnte ihren Körper an ihren Bauch an, sie spürte die Wärme des Pferdekörpers. Mon Chérie schnaubte. "Ich weiß, du hast leider auch keinen Ratschlag für mich. Aber Süße ? Ist dir aufgefallen das Ty momentan etwas anders mir gegenüber ist ? Vielleicht bilde ich mir das auch einfach nur ein...". Amy putzte ihre Flanken als sie eine Stimme von hinten vernahm. "Bestimmt nicht Amy." Es war ihre Freundin Sarah. Es war bereits vormittag. "Kann ich helfen?" Amy sah nach hinten. "Leider ja, ich wünschte wir hätten nicht so viel Arbeit." Sarah lächelte sie an. "Vielleicht solltest du dir einen weiteren Stallburschen zulegen." Daran habe ich auch schon gedacht... Amy schmunzelte. Putzte währenddessen weiter. "Machst du Chéries Hufe ? Danach müssen 2 Stallboxen freigemacht werden, Futter auffüllen und Tränken prüfen. Immerhin kommt heute Abajo und Blettur an." Sarah lächelte. "Blettur..." flüsterte sie geistesabwesend. Blettur war Sarahs erstes Fohlen das sie mit Moonlight Shadow bekommen hat. Sie hatte ihn (Blettur) sofort gekauft als man ihn wieder verkaufen wollte. Nun wird er sein Leben auf Heartland verbringen. "Ich geh kurz rein und ess mir noch eine Kleinigkeit, vielleicht finde ich Cayden." Amy fiel es sofort auf als ihre Freundin auf den Namen errötete. "Nanana, habe ich da etwas verpasst?" fragte sie sie grinsend. Sarah schüttelte verschämt den Kopf. "Ich bring Chérie schon weg, kümmer du dich um dein Essen." Sarah zwinkerte ihr zu. Wie schön wenn man Freunde hat.

      "Hallo!" Cayden stieg gerade aus seinem Wagen als Amy aus der Türschwelle trat. "Gut das du kommst !!" in dem Moment kam auch Lou an. "Wieso?" fragte sie ihre Schwester. "Lou wir haben heute noch so viel zu tun! Cayden machst du bitte eine Box frisch ? Heute kommt ein auszubildenes Pferd. Und Lou ? Könntest du Lakritz spatzieren führen ? Aber arbeite mit ihm ! Er soll lernen gelassen am Strick zu gehen. Ich denke du schaffst das ohne mich". Sie lächelte ihre Schwester an. Lou sah allerdings alles andere als überzeugt aus. "Bist du dir sicher?" Amy nickte kräftig. "Cayden wenn du fertig bist, putz bitte Black Bird. Sie wird heute verkauft. Und wenn du auch damit fertig bist, müssen die Weidenpferde geputzt werden." Lou blickte zu Cayden und anschließend zu Amy. "Und die dreckigen Boxen?" Amy seufzte. "Die müssen auch noch ausgemistet werden." Lou schüttelte den Kopf. "So kann das nicht weitergehen! Bis das alles fertig ist, ist es schon spät am Abend. Amy wie hast du dir das vorgestellt ?! Wir brauchen Unterstützung." Amy verzog das Gesicht. "Wenn du jemanden findest..." Doch sie musste sich eingestehen das sie auf Lou vertrauen konnte. Sie war die Person die sich mit solchen Dingen auskannte.

      Ty war mit dem füttern fertig. Amy entdeckte ihn im Stall, er war gerade dabei Death und Angel zu putzen. "Hey, ich helfe dir!" rief Amy durch die Gasse. Ty lächelte verständnisvoll. "Das ist sehr lieb von dir. Ich muss nachher noch den Gang durchkehren, aber das erst wenn alle Pferde geputzt sind." Amy sah ihn dankbar an. "Was würden wir nur ohne dich machen! Ich bin so froh das du immer zu uns hälst. Selbst als dich Val Grant abwerben wollte." Ty musste lachen. "Zu DENEN wäre ich selbst in meinen schlimmsten Alpträumen nicht hingegangen!". Die beiden himmelten sich nahe zu an. "Als Amy Death Rücken striegelte spürte sie kurz Tys Hand an ihrer. Er striegelte den Hengst auf der anderen Seite. Eine beklemmte Röte stieg in ihr Gesicht welches sie süß wirken ließ. "Ty wie wäre es eigentlich mit einem Stallfest? Lou sucht außerdem noch Stallburschen, alleine schaffen wir das nicht mehr." Ty dachte nach. Stallfeste sind doch schön. "Ja wieso nicht. Ich mein vielleicht finden wir ja auch einen Stallburschen nach dem Stallfest." Amy war froh das Ty so dachte wie sie. "Ich bin froh dich zu haben!" sagte Amy verträumt. Ty sah ihr in die Augen. Sein Blick war gar fesselnd. "Was meinst du ?"
      "Na, ohne dich wäre es tot langweilig!" sie zog das tot in die Länge und zwinkerte ihm zu. Ty grinste. "Sowas hört man doch gerne!". "Wann decken wir die Stuten ? Nach dem Talitha angekommen ist ?" Ty nickte. "Und nachdem Svartur da war um Black Bird abzuholen." Amy nickte "Das wird wohl das Beste sein."

      Als Zaii mit Talitha auf dem Hof einfuhr, waren bereits alle Weidenpferde geputzt. Es war 2 Uhr und das gröbste an Arbeit war Gott sei Dank geschafft. Talitha sollte sich heute an ihre neue Box gewöhnen, weshalb erstmal nicht trainiert werden sollte. "Na da ist ja die Süße." scherzte Amy und umarmte Zaii. Zaii kam nicht zum ersten mal nach Heartland um ihre Pferde ausbilden zu lassen. "Freut mich dich wieder zu sehen!" begrüßte sie Amy. Ty stand neben ihr. Sarah war bereits im Gelände verschwunden, sie wollte ihr Pferd Moonlight Shadow reiten. Der Schwarzwald war eine traumhafte Landschaft für Ausritte. "Also nur longieren?" fragte Amy freundlich nach. "Ja, das wäre sehr lieb." Amy nickte. "Natürlich." Ty nahm ihr das Pferd ab und führte es in die Box. "Möchtest du noch auf einen Kaffee ins Haus kommen?", doch Zaii lehnte ab. "Ich habe noch so viel zu tun." das überraschte Amy nicht. "Ist bei uns leider genau das selbe." Die Mädchen lächelten sich noch ein letztes mal an, ehe Zaii vom Hof fuhr. Eine Stunde später kam Svartur an, um Black Bird zu holen. Ty war die Nacht zuvor nochmal mit Black Bird um den Hänger gegangen, damit sie heute keine zicken machte. Und es wirkte. Ty war nach Amy ein Speziallist wenn es um die Ausbildung von Pferden ging. Amy sah zu Ty als Svartur nach einer halben Stunde wieder fuhr. "Wirst du sie vermissen?" Amy legte ihren Kopf an seine Schulter. "Ja. Aber nun hat sie einen guten Besitzer gefunden."

      Amy und Ty standen am Zaun der Zuchtweide. Dort standen Figaro und Nachtigall. Es war nicht das erste mal das die 2 verpaart wurden. "Ich bin stolz auf ihn." flüsterte Amy ihren Freund ins Ohr. Ty sah zu Figaro. Dieser knabberte an Nachtigall und folgte ihr. "Er hat schon viele schöne Fohlen gezeugt, nicht wahr ?" - "Ja." sagte Amy verträumt. Das Tys Schulter so schön warm ist...Nachtigall wollte nicht so recht, aber Figaro schaffte es schließlich sie zu befruchten. Es dauerte zwar länger als geplant, aber es war endlich geschafft "So mein Lieber, spar dir noch etwas für die nächste Stute." Scherzte Amy während sie Nachtigall von der Weide führte. Ty holte Money. "Meinst du er packt das ohne Hilfe?"
      "Mal schauen." sagte Amy und setzte sich auf das Gatter. Ty stand hinter ihr und hielt sie fest. Cayden und Sarah gewöhnten währenddessen Findus an Halfter und Decke. Am Abend sollten sie von dem Spektakel erzählen, auch Lou die Lakritz spazieren führte. Gegen Nachmittag kamen auch Abajo und Blettur an, diese wurden von Großvater Jack empfangen.
      Im Ganzen, dieser Tag war für alle eine ziemliche Herausforderung.

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      17. Februar 2014 - Nimaya erleichtert mir das Leben
      6751 Zeichen © Nimaya


      Sehr früh weckte mich mein Wecker und ich schaltete ihn genervt aus. Heute sollte ich in den Stall zu Amy und mich um ihre Pferde kümmern, darauf freute ich mich schon sehr und sprang voller Übermut aus dem Bett und stolperte über meine eigenen Hausschuhe. 'Autsch.' Aus meinem Schrank nahm ich mir eine frische Reithose und einen dicken Wollpullover, damit machte ich mich dann auf den Weg in die Küche um mir dort ein Marmeladenbrot zu schmieren.
      Als das Brot verschlungen und das Glas Wasser ausgetrunken war, ging ich in den Flur, zog mir die Stiefel und Jacke an und setzte mich ins Auto und fuhr los zu Amy.
      Auf dem Hof war es sehr still als ich ankam, was mich jedoch nicht davon abhielt in den Stall zu huschen. Dort war es sehr warm und es duftete herrlich nach Heu und Pferden. Einige Köpfe mit braunen Kulleraugen schauten mir neugierig entgegen als ich den Weg zur Futterkammer entlang ging.
      Während ich die Eimer für die Pferde richtete, hörte ich einige Pferde ungeduldig schnaufen und andere scharten am Boden. Als ich den Pferden ihr Futter in die Tröge gab und sie zufrieden mampften, kehrte ich die Stallgasse, die Futterkammer und die Sattelkammer.
      Nachdem ich mich vergewissert habe, dass die Wasserspender der Pferde gingen und sie alles aufgegessen hatten, brachte ich die Fohlen Findus II, Puppy, Par Dieux und HGT's Dead Snow zusammen auf die Weide. Ich sah ihnen zu wie sie auf die Koppel preschten und hinterher miteinander wild spielten. Danach brachte ich noch die Haflingerfohlen Picola, L'Ombre de la Lune, Mirabella und Figaros Schattenfalter gemeinsam auf eine Koppel. Auch sie stürmten davon und spielten wild miteinander.
      Bevor ich mich um die anderen Pferde kümmern wollte, mistete ich die Boxen der Fohlen aus. Es beantspruchte sehr viel Zeit, obwohl ich nur das Nasse und die Pferdeäpfel rausmachte und frischen Stroh darüber warf. Auch bekamen sie frisches Heu in die Box gelegt. Nachdem die Boxen der Fohlen gesäubert waren, wollte ich eine kurze Pause einlegen und mich um ein paar der Pferde zu kümmern. Deshalb betrat ich Cinderellas Box mit ihrem Halfter in der Hand. Ich halfterte sie auf und band sie am Putzplatz an. Einen Putzkasten hatte ich mir schon bereit gestellt, den ich für alle Pferde benutzen würde. Mit der Kardätsche putzte ich sanft über ihr grau-geschecktes Fell und strich vom Hals zur Schulter hin. Sie schien es sehr zu genießen. Ich strich ihr mit der Wurzelbürste über die Beine und kratze ihr die Hufe aus. Hinterher führte ich sie ein bisschen auf dem Hof herum, ließ sie einen Graßbüschel abreißen und brachte sie wieder in ihre Box.
      Ich ging an Mon Chérie vorbei, die mir den Kopf entgegen streckte. Kurz hielt ich inne und sah die hübsche Trakehnerstute an. Sie wollte ich in der Box stehen lassen und gab ihr eine Möhre, ehe ich mich wieder an die Arbeit machte.
      Nachdem ich nun alle Boxen ordentlich gesäubert hatte und frisches Stroh darüber schmieß und Heu in eine Ecke legte, wollte ich mich noch um die anderen Pferde kümmern, also begab ich mich in Wikotikabesas Box, halfterte sie auf und brachte sie an den Putzplatz, wo ich mich um die Pflege ihres Fells und ihrer Hufe kümmerte. Da sie sehr temperamentvoll ist, wollte ich noch nichts mit ihr machen, deswegen ging ich auch mit ihr nur ein bisschen auf dem Hof spazieren und brachte sie dann wieder in ihre Box. Ich traute mich noch nicht so recht an alles Pferde. Ich wollte zunächst bei allen ein bisschen Vertrauen aufbauen, ehe ich mich auf den Rücken der wundervollen Tiere schwang. I See You wollte ich ein wenig auf dem Platz laufen lassen, damit er sich die Beine vertreten konnte. Ich putzte ihn zuerst und kratzte auch ihm die Hufe aus und ging dann mit ihm gemeinsam auf den Platz. Ich halfterte ihn erstmal nicht ab, aber löste den Strick. Er schaute neugierig und lief dann los. Ich nahm die Gerte, die hier rumlag und wollte ihn damit ein bisschen antreiben, deshalb stellte ich mich mitten auf den Platz und trieb ihn mit Stimme und Gerte so gut es ging an. Erst als ich das Gefühl hatte, jetzt ist genug, lockte ich ihn zu mir und befestigte den wieder den Strick am Halfter. Ich führte ihn zurück in seine Box und gab ihm eine Möhre.
      Lakritz, The Death Angel, Luzifer, Prince Of The Half Moon und The Black Death befreite ich nur gründlich vom Schmutz, kratzte die Hufe aus und lief mit ihnen nur kurz auf dem Hof spazieren. Auch putzte ich Hollywood Undead II gründlich, doch sie sattelte ich und ging mit ihr auf den Platz. Ziemlich nervös stieg ich auf, nachdem ich mit ihr kurz Laufen war um ihr dann den Sattelgurt ordentlich zuzuziehen. Ich konnte mich nicht immer davor drücken, die Pferde nicht zu reiten. Oben drauf, merkte ich nichts von ihren 1,60m und sie war sehr brav. Ich ritt sie im Schritt warm und trabte dann langsam an. Sie hatte einen wirklich schwungvollen Trab und ich war sehr gespannt auf ihren Galopp, denn ich gleich danach ausprobieren wollte. Hollywood Undead II war eine wirklich feine Dame und ich war mir sicher, dass sie sehr gut auf Tunieren reiten würde. Ich ging mit ihre ein paar Bahnfiguren im Trab und im Schritt. Nach einiger Zeit hielt ich sie an, stieg ab und legte ihr die Abschwitzdecke über. Ich lief noch eine Weile mit ihr auf dem Platz um sie Trocken zu bekommen und brachte sie dann wieder an den Putzplatz. Ich sattelte und trenste sie ab, kratzte die Hufen aus und brachte sie dann wieder in ihre Box. Ich gab Hollywood Undead II eine Möhre zur Belohnung und wollte mich dann noch um die Haflinger kümmern.
      Ich putzte L'ombre de la Figaro, Askan, Sternsinger, Lana und Jargo von Kopf bis Hufe, bewegte sie nur kurz auf dem Hof und brachte sie wieder in ihre Box zurück. Samie putzte ich ebenfalls, lief dann aber auch noch eine kleine Runde um den Stall, an einigen Feldern entlang und brachte ihn, nachdem seine Hufe von dem Schmutz befreit waren, zurück in seine Box. Mit Windsor und Abajo tat ich das selbe, ging aber mit beiden zur Rechter und zur Linken um den Stall herum, ließ sie hier und da einen Graßbuschel abfressen und brachte sie hinterher wieder in ihre Boxen.
      Es war schon sehr spät und ich wollte meinen Tag langsam beenden, deshalb brachte ich sie Fohlen wieder in ihre Boxen und gab jedem der Pferde eine Möhre.
      Little Baby, Money in a Bank, Nachtigall, Amsterdam Girl, Meike, Nordstern, Sunshine Shadow, Golden Diamond, Bonito und Mrs. Pretty bekamen von mir eine Möhre und ich versprach ihnen, dass ich mich beim nächsten Mal zuerst um sie alle kümmern würde. Wenige von ihnen schnaubten mir liebevoll hinterher und bei Suburb Lights blieb ich einen Moment stehen. Er bekam eine Möhre von mir und ich tätschelte ihn kurz am Hals und verschwand dann. Ich schloss die Tür vom Stall, stieg in mein Auto und fuhr entspannt nach Hause.
    • sweetvelvetrose
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      23. Mai 2014 - Jargos neue Reitbeteiligung
      4354 Zeichen © Nebelkind


      Ich durchsuchte das Internet nach einem passenden Pflegepferd, als ich ihn entdeckte. Ihn, diesen Hengst, der mir sofort gefiel. Vertrauensvoll blickte er in die Kamera und doch hatte er etwas Stolzes an sich.
      Nun war ich am Stall angekommen. Die Besitzerin Amy Fleming kam mit Jargo auf mich zu. „Wow, er ist noch schöner als auf dem Foto.“ sage ich und strecke eine Hand aus, die er neugierig beschnuppert. „Ich hoffe, ihr versteht euch gut. Er ist wirklich lieb, aber hat halt auch seinen eigenen Kopf. Wirklich akzeptieren tut er nicht jeden.“ Als sie sah, wie Jargo entspannt schnaubte, während ich seine Stirn streichelte, lächelte sie. „Nun, das sieht ja schon mal gut aus. Wenn du möchtest, kannst du ihn gern nehmen.“ Sagte sie dann und hielt mir den Strick hin. Ich freute mich, als Jargo mir willig zum Putzplatz folgte und ganz ruhig und entspannt dastand, als ich ihn von oben bis unten putzte. Sein Fell war seidig weich und ich konnte kaum aufhören, mit den Fingern darüber zu fahren. Amy saß auf dem Anbindebalken und sah neugierig zu, wie Jargo und ich miteinander auskamen. Ich drehte mich strahlend zu ihr um. „Darf ich mit ihm noch etwas Bodenarbeit machen?“ Fragte ich etwas unsicher. „Natürlich, aber ich muss bald los. Ich helfe dir noch etwas aufzubauen und bleibe am Anfang dabei, ja? Bedenken habe ich bei euch beiden aber eigentlich keine.“
      Wir gingen zum eingezäunten Reitplatz hinüber und bauten einen kleinen Parcours aus Pylonen, Trabstangen und drei Cavalettis auf. Ich schnappte mir eine eher kurze, unbiegsame Gerte und führte Jargo auf den Platz. Erst lief alles wunderbar. Er folgte mir, überholte mich nicht und hielt einen respektvollen Abstand. Dann wollte ich beginnen, ihn vor mir weichen zu lassen, um die Fronten zu klären. Ich ließ ihn anhalten, stellte mich vor ihn und hielt ihm die Gerte vor die Brust. Nichts geschah. Ich baute mich auf und ließ ein energisches „Zurück“ verlauten. Keine Reaktion. Ich wiederholte meine Forderung und verdeutlichte sie mit einem leichten Klaps mit der Gerte. Wieder nichts. Ich fasste den Strick kürzer und brachte so etwas druck auf sein Nasenbein, dann gab ich ihm zeitgleich mit einem noch deutlicheren „Zurück“ wieder einen Klaps, diesmal etwas stärker. Widerstrebend machte er zwei kleine Schritte rückwärts, doch das reichte mir zunächst. Ich nahm den Druck raus und lobte ihn überschwänglich. Nach einiger Zeit musste ich ihm nur noch die Gerte vor die Brust halten und er begann rückwärts zu gehen, bis ich stehen blieb. Amy hatte das alles neugierig beobachtet und kam nun zu mir auf den Platz. Ich sah ihr an, dass sie wusste, dass ich Jargo nicht weh getan hatte und das auch nicht tun würde. Nicht jeder verstand diese konsequente Art der Arbeit und ich war wirklich erleichtert, dass es sie nicht zu stören schien. „Das habt ihr zwei ja schon ganz gut hinbekommen. Ich muss jetzt echt los, bin schon spät dran. Mach ruhig noch etwas weiter und lernt euch noch etwas kennen.“ Sie streichelte Jargo den Hals. „Danke, Amy. Ich werde gut auf den kleinen Dickkopf aufpassen. Bis dann.“ Sie fuhr noch kurz mit den Fingern über seine Nase und ging winkend zu ihrem Auto. Ich nutzte die Unterbrechung für eine kleine Pause und kraulte Jargo ausgiebig.
      Anschließend nutzte ich den von uns errichteten Parcours. Ich lotste ihn vorwärts und rückwärts durch die Pylonen und übte Seitengänge. Dann lief ich los und er trabte locker neben mir her. Wir überquerten die Trabstangen und hielten anschließend auf die Cavalettis zu,die ich mit zwei Trabschritten Abstand aufgestellt hatte. Beim ersten Mal kam er leicht aus dem Takt, da er etwas übereifrig auf die Hindernisse zu stürmte, doch beim zweiten Mal klappte es bereits besser und beim dritten Mal ging er taktklar und gelassen über alle drei Hindernisse. Ich war sehr zufrieden mit unserer ersten Trainingseinheit und verließ nach ein paar Runden Schritt mit ihm den Reitplatz.
      Zurück am Putzplatz kontrollierte ich Jargos Hufe und gab ihm eine kleine Portion Futter als Belohnung. Ich bürstete noch einmal schnell über und brachte ihn dann in seine Box. Ein gelungener erster Nachmittag mit dem Hengst neigte sich seinem Ende entgegen. Sorgfältig räumte ich Reit- und Putzplatz auf und stieg auf mein Fahrrad. Auch während der Fahrt nach Hause wollte das überglückliche Grinsen nicht von meinem Gesicht verschwinden.

      21. Juni 2014 - Pflegebericht von Nebelkind
      3819 Zeichen © Nebelkind


      Pflegebericht - Jargo
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      (geprüft mit www.zeichenzähler.de)

      Heute besuchte ich Jargo erneut. Es war ein schöner Sommertag und ich freute mich auf den geplanten Spaziergang. Wenn es gut klappte, würde ich danach einmal aufsitzen und ein paar Runden im Schritt mit ihm auf dem Reitplatz drehen. Der Hof war außergewöhnlich leer, als ich ankam. Amy schien unterwegs zu sein und auch sonst erblickte ich keinen Menschen. Ich holte das Halfter aus dem Stall und machte mich auf den Weg zur Weide, wo ich den Hengst mit einem anderen spielend vorfand. Sie stiegen, knufften sich und jagten sich gegenseitig über die Weide. Die Mähnen wehten im Wind und die Hufe donnerten über den Boden.
      Nach einiger Zeit beruhigten sich die Pferde und ich rief Jargo an das Gatter. Er schaute mich keck an und setzte sich in Bewegung. Als er ankam, lobte ich ihn, halfterte ihn auf und brachte ihn zum Putzplatz. Er war sehr staubig und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis er zumindest halbwegs sauber war. Dann fuhr ich noch mit einem feuchten Lappen über das Fell, um noch möglichst viel von dem verbliebenen Staub zu beseitigen. Ich nahm mir noch die Zeit, Mähne und Schweif zu verlesen, kratzte dann die Hufe aus und band Jargo los.
      Ein schöner Sandweg führte vom Hof weg, den Rand säumten Büsche, Bäume und Blumen. Jargo lief mit gespitzten Ohren neben mir her. Er wirkte aufgeweckt und neugierig aber keinesfalls angespannt. Zwischendurch lobte ich ihn immer wieder, weil er so lieb neben mir herlief. Als wir an eine Weggabelung kamen, wählte ich einen Weg, der in ein kleines Waldstück führte, wo die Bäume uns etwas Schatten spenden konnten. Ich beschloss mal einen Gang zuzulegen und verfiel mit einem Schnalzen ins laufen. Jargo trabte an, wollte mich allerdings erst überholen. Mit einem leichten Klaps auf die Brust bremste ich ihn aus und er begann sich an meinem Tempo zu orientieren. Ich parierte ihn durch und wir schlenderten weiter durch den Wald. Nach einiger Zeit drehte ich um.
      Auf dem Rückweg fiel mir ein kleiner See am Wegesrand auf, zu dem ein Trampelpfad führte. Ich folgte mit Jargo dem Pfad, zog Schuhe und Socken aus und krempelte meine Hose hoch. Zu meiner Überraschung ging Jargo ohne Umschweife mit mir ins Wasser und begann mit dem Huf immer wieder ins Wasser schlug und mich total nass spritzte. Er hatte richtig Spaß. Wir planschten einige Minuten und spritzten uns gegenseitig nass. Dann machten wir uns auf den Weg zurück zum Hof.

      Dank des Wetters waren Jargo und ich trocken, als wir wieder ankamen. Ich band ihn erneut am Putzplatz an und überprüfte seine Hufe. Dann holte ich seine Trense, zäumte ihn auf und führte ihn zum Reitplatz. Dort schnappte ich mir den Hocker und stieg auf. Es war ein schönes Gefühl, auf Jargo zu sitzen. Seine Bewegungen waren gleichmäßig und ruhig. Ich lies ihn einige Runden am langen Zügel mit gestrecktem Hals laufen und nahm die Zügel dann auf. Er begab sich sofort an den Zügel und wölbte seinen Hals auf. Dann lies ich ihn auf dem Zirkel laufen und aus dem Zirkel wechseln. Beides machte er sehr schön. Ich ritt wieder ganze Bahn und lies ihn eine Volte laufen. Für den ersten Ritt sollte das ausreichen. Er durfte sich noch eine Runde lang strecken, dann saß ich ab und brachte ihn direkt zurück auf die Weide.
      Ich räumte den Putzplatz auf und machte mich dann an Jargos Box. Zunächst entfernte ich das nasse und schmutzige Stroh, um dann frisch einzustreuen. Danach sah die Stallgasse aus wie ein Schlachtfeld und ich schnappte mir schnell einen Besen, damit sich erst niemand darüber aufregen konnte. Als alles wieder annehmbar aussah, ging ich erneut zur Weide, um mich von Jargo zu verabschieden. Er kam zum Zaun und ich gab ihm einen Apfel. Dann schmusten wir noch eine ganze Weile. Als ich dann losging, blieb er am Zaun stehen und sah mir nach. Ich stieg auf mein Fahrrad und fuhr müde aber zufrieden nach Hause.

      21. Juni 2014 - Bei den Haflingern
      9809 Zeichen © medy


      Bei den Haflinger
      [SIZE=medium]© medy | 9809 Zeichen[/SIZE]

      [SIZE=10pt]Gemütlich nippe ich an meine Kaffeetasse. Heute darf ich den Tag bei Amy und ihren vielen Pferden verbringen, ich freue mich schon, die grosse Haflingerzucht kennen zu lernen. Um zehn Uhr soll es dann losgehen, bis dahin habe ich noch ein bisschen Zeit. Nicht einmal das schlechte Wetter kann meine Stimmung ruinieren. Fröhlich räume ich das Geschirr ab und packe meine Sachen zusammen, gehe aus dem Haus und schon sitze ich im Auto, auf dem Weg zu Amy. Das Gestüt kenne ich schon, allerdings nicht so gut. Nach einigen langen Minuten komme ich endlich an, Amy und Ty warten schon auf mich. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht steige ich aus und begrüsse sie. „Tut mir leid, dass ich zu spät komme, es hatte wieder einmal Stau gegeben“, entschuldige ich mich für meine Unpünktlichkeit. „Ach, das macht doch nichts, wir haben ja genug Zeit“, winkt Amy ab. Dann erklärt mir Ty das Programm für Heute. „Ok, alles klar“, lächle ich die beiden an und hole meine Sachen aus dem Auto. Zuerst steht komplett Fütterung an; Amy und Ty haben schon alles vorbereitet, so dass ich nur noch das Futter in die Boxen tun muss, Gesagt – getan.[/SIZE]

      [SIZE=10pt]„Komm, ich zeig dir mal den ganzen Hof“, meint Ty zu mir und schon marschieren wir zu den Weiden los. Zuerst zeigt er mir die Zuchtpferde, und ich komme gar nicht mehr aus dem Staunen heraus; die Haflinger haben es mir angetan. Ty schmunzelt und stellt mir dann die Pferde vor; „ Siehst du die Dunkle Stute, hinten im Ecken? Das ist Meike. Rechts neben ihr steht Nordstern, und links vonMeike, dass ist Jargo.“ Ich gebe mir Mühe, mir die Namen zu merken und schon fährt Ty fort. Bald schon habe ich Nachtigall, Amsterdam Girl, Askan, Golden Diamond, Windsor sowie auch Suburb Lights, Sunshine Shadow, Sternsinger und Mrs. Pretty kennengelernt, ehe ich Ty bitte, eine Pause einzulegen, um mir die Namen zu merken. „Dass wirst du nie und nimmer schaffen“, spottete Ty mit einem Lächeln auf dem Gesicht. „Wir werden ja sehen“, grinse ich. Dann wende ich mich wieder den Haflinger zu. Friedlich grasen sie nebeneinander, es sind wirklich schöne Pferde. „Ty? Wie heissen den die Pferde dort hinten rechts?“, frage ich ihn. „ Also, von links nach rechts, das sind Samie, Figaro, Little Baby, Money in a Bank, Bonito und Abajo. Und rate mal, welches Fohlen Picolaheisst.“, er zeigt zu den Fohlen. Ich begutachte die süssen Fohlen und entscheide mich dann für einen ganz hellen Haflinger. „Vielleicht die?“, frage ich Ty. „Nein, dass ist L’Ombre de la Lune, Picolaist das Stutfohlen neben Mirabella. Mirabella kennst du ja, nicht?“, antwortet er. Ich nicke und erinnere mich an die Fohlenschau, die ich gemeinsam mit Mirabella gemeistert habe. Die Kleine war ganz brav und folgte fantastisch. „Und hinter Mirabella, das ist Schattenfalter. So, dass wären dann mal die Haflinger“, reisst mich Ty nun aus meinen Gedanken. Dann schaut er nach oben in den Himmel und verzieht das Gesicht. Ich folge seinem Blick, es sieht so aus, als würde es bald anfangen zu regnen. „Also, machen wir uns an die Arbeit?“, frage ich Ty, denn wir sollten noch einige Boxen ausmisten. „Ja, gehen wir“, antwortet er. Ich werfe noch einen Blick auf die Haflinger, ehe wir zu den Stallungen gehen. „ Du kannst ansonsten die Boxen von den Haflinger Fohlen übernehmen, ok?“, lächelt mich Amy an, die mir eine Mistgabel in die Hand drückt. „Ja, alles klar“[/SIZE]

      [SIZE=10pt]Nachdem ich alle vier Boxen der Fohlen ausgemistet habe, miste ich auch noch Lakritz’s undHollywood Undead’s Box aus. Lakritz ist ein brauner Isländerhengst und Hollywood ein Palomino – Trakehner. Plötzlich fängt es draussen zu donnern an. „Oh-Oh“, murmle ich. Dann geht es auch schon los, es prasselt wie aus dem Kessel Regen. Amy rennt hastig in die Sattelkammer, holt haufenweise Halfter und wirft mir einige zu: „ Wir müssen die Pferde in die Boxen tun“, erklärt sie. Dann eile ich auch schon los, Richtung Weide der `Nicht-Haflinger`. Schnell öffne ich das Gatter, gehe rein und streife Prince of the Half Moon und Wikotikabesa die Halfter über. Auch The death Angel und The Black Death bekommen von mir ein Halfter angelegt. Mit je zwei Stricke in der Hand gehe ich dann mit den Pferden zu den Boxen. Sobald sie in den Boxen sind, und das Wetter wird immer schlimmer, nun hagelt und blitzt es schon, hole ich die anderen Pferden auch noch von den Weiden. Luzifer, Lakritz, I see You, Hollywood Undead, Mon Chérie sind nun mit Hilfe von Ty sicher in ihren Boxen. Auch die Fohlen Findus, Puppy, Par Dieux, Dead Snow, Cabbalero und Valentines Cilion haben wir von den Weiden geholt. Um die Haflinger haben sich Amy und das andere Personal gekümmert.[/SIZE]

      [SIZE=10pt]„Uff, geschafft“, seufze ich. „Ich wäre froh, wenn du noch Windsor, Abajo und Samie putzen würdest“, sagt Amy später zu mir. „Ok, dann putze ich die mal gründlich durch“, antworte ich ihr lächelnd. Also hole ich nun Windsor aus seiner Box und binde ihn an. „Jaa, jetzt wirst du wieder mal verwöhnt“, erkläre ich ihm, währendem ich sein dreckiges Fell begutachte. „Du hast es dringend nötig, geputzt zu werden!“, lache ich. Nun schlabbert er meine Hand auf, die ich aber schnell zurückziehe. „Ne ne du, zuerst die Arbeit“ Schnell ist sein Fell wieder ganz hell, und man sieht wieder seine Fellfarbe. Nachdem ich ihn noch ein bisschen verwöhnt habe, bringe ich ihn wieder zurück in die Box . „Machs gut, mein Hübscher!“, verabschiede ich mich von ihm, ehe ich zu Abajo’sBox gehe und mich mit Abajo bekannt mache. „Gefällt dir das Wetter? Mir nicht. Ich hoffe es lässt nacher ein wenig nach“, plaudere ich mit ihm. Auch ihn putze ich gründlich durch, bis sein Fell fast glänzt. „Jetzt bist du wieder ein ganz Hübscher!“ Und wieder bringe ich das Pferd zurück in die Box und hole Samie raus. Und wieder putze ich den hübschen Hengst gründlich durch. Ein paar mal versucht er, mir einige Pferdekekse zu klauen, jedoch ohne Erfolg, denn leider war meine Jacke zwischen seinem Maul und den Keksen. „Du bist ja ein Verfressener, ne? Aber ganz ein süsses Verfressener!“ Nachdem ich ihn auch wieder versorgt habe, suche ich Amy auf und frage sie, ob ich nun etwas mit Figaro unternehmen sollte. „ Wenn du magst, kannst[/SIZE]
      [SIZE=10pt]du mit ihm in der Halle springen", antwortet sie mir. „ Liebend gerne!“, strahle ich sie an.[/SIZE]

      [SIZE=10pt]Nachdem ich Figaro geputzt, gesattelt und gezäumt habe, schnappe ich mir eine Gerte und gehe mit ihm in die Halle. In der Halle waren schon Sprunghindernisse aufgestellt, verwundert schaue ich mich um und erblicke Ty, der mir zuwinkt: „Ich hab schon mal alles aufgestellt“ „Oh, danke das ist lieb!“, antworte ich. Nun steige ich in den Sattel, Figaro bleibt ruhig stehen. Ich gurte nochmals nach und verstelle die Steigbügel, damit alles passt. „So, dann wollen wir mal, mein Bursche“ Im Schritt und Trab lockere ich ihn auf, ehe ich nach einigen Runden das erste Hindernis in Visier nehme. Ich gebe Figaro Schenkelhilfen, und schon fällt er in einen ruhigen Galopp. Wie immer zähle ich in Gedanken die Galoppsprünge ab, ehe wir über das Hindernis schiessen. Wow, Figaro kann wirklich gut springen. Wir überspringen einige Hindernisse, ehe ich ihn wieder trocken reite. „Und, wie ist es so, Figaro zu reiten?“, fragt mich Amy, die in der Zwischenzeit auch in die Halle gekommen ist. „Er ist fantastisch! Du kannst wirklich stolz sein, ihn im Besitz zu haben“ Ich lobe Figaro und steige dann ab. „Das hast du ganz super gemacht!“, lobe ich ihn nochmals. Schnell sattle ich ihn ab und putze ihn, kratze im die Hufe aus und bringe ihn in seine Box. Nun gönne ich mir eine kleine Pause, in der ich Figaro betüddle.[/SIZE]

      [SIZE=10pt]„Nun bist du an der Reihe, du kleiner Wildfang“, begrüsse ich Cabbalero, ein hübscher Fuchs. Cabbalero ist ein Trakehner Fohlen, der wie gesagt, nicht so ein Einfacher ist. Amy hat mir aber erklärt, dass er in letzter Zeit ruhiger geworden ist. Heute sollte ich mit ihm ein Join Up machen, zuerst putze ich ihn aber noch. Nachdem sein Fell wieder rot strahlt, kratze ich ihm seine kleine Hufe aus und lobe ihn. Zum Glück hat das Wetter nachgelassen, so dass wir im Roundpen unser Join Up machen können. Auf dem Weg zum Roundpen tänzelt Cabbalero nervös auf seinen langen Beine und schüttelt hin und wieder seine kurze Mähne. Im Roundpen ziehe ich ihm das Halfter ab und schicke ihn an dem Rand des Roundpen’s. Mit dem Seil in meiner rechten Hand fuchtle ich herum, mache mich gross und beänstigend, sofort prescht Cabbalero los. Schultern parallel zu seinen Schultern, Auge in Auge. Im Jagdgalopp rennt er und buckelt, bis ich ihn die Seite wechseln lasse. Wieder lasse ich ihn einige Runden rennen. Dann, endlich wird er langsamer, sein Inneres Ohr ist auf mich gerichtet und er senkt den Kopf. Ich warte noch einen Moment. Und siehe da, er fängt an zu Kauen. Das ist das Zeichen, auf dass ich gewartet habe. Ich stelle mich passiv, wende mich von Cabbalero ab und warte. Vorsichtig und zaghaft nähert er sich mir, bis er schliesslich seinen warmen Atem mir in den Nacken prustet. Langsam, sodass ich ihn nicht erschrecke, drehe ich mich um und kraule ihn, ohne ihm in die Augen zu schauen. „Braver Junge!“ Dann hat auch Cabbalero nun Feierabend. Zum Schluss füttertere ich Cillion, Castiel und Panino.[/SIZE]

      [SIZE=10pt]„Ich muss sagen, ihr habt es hier wirklich schön“, sage ich zu Amy und Ty. Amy hat mir ein Kaffee angeboten, und ich habe eingewilligt. Doch nun muss ich bald heim. „ Also der Tag war anstrengend, aber schön“, setze ich fort. Amy antwortet: „ Ich denke ohne dich hätten wir das heute nicht geschafft“ „Ach was“, winke ich ab. „Also, dann begleiten wir dich noch zum Auto“, grinst Ty und wir erheben uns. Draussen werfe ich noch einen Blick auf die vielen hübschen Pferde. „Machts gut, ihr Hübschen“, flüstere ich ihnen zu. Bevor ich ins Auto steige, verabschiede ich mich von Amy und Ty. „Also, bis dann ein anderes Mal!“, rufe ich ihnen noch zu, bevor ich mit dem Auto wegfahre.[/SIZE]
      22. Juli 2014 - Tierarztbesuch
      5641 Zeichen © Edfriend


      „Da sage ich nicht nein.“ meinte ich lächelnd. Amy war auf der Suche nach Zuchtmitgliedern für ihre Haflingerzucht gewesen, damit sie allmählich wieder auf Touren kommen konnte. Als Tierärztin war ich im Team gerne gesehen und freute mich auch, mit dieser tollen Rasse arbeiten zu dürfen. Heute stand deshalb ein großer Besuch auf ihrem Gestüt an, es würden allerhand Patienten auf mich warten und der Tag würde lang werden.
      Amy nahm mich kurz nach neun herzlich in Empfang und wir machten uns direkt auf den Weg in den Stall. Dort wartete Ty bereits mit dem ersten Patienten. „Na dann wollen wir mal.“ meinte ich grinsend und begrüßte Amys liebsten Figaro. Misstrauisch hielt er still, während ich mit der Untersuchung begann. Zuerst warf ich einen Blick in Augen und Maul, um die Farbe der Schleimhäute zu kontrollieren. Danach hörte ich Herz, Lunge und Darm ab, ehe ich mich noch entlang der Wirbelsäule tastete, um eventuell Verspannungen zu entdecken. Zum Schluss kontrollierte ich noch die Körpertemperatur und dann konnten wir impfen.
      Ein Blick in Figaros Impfpass reichte, um zu sehen, dass alle Impfungen mal wieder von Nöten waren. Es gab vier Spritzen, denn er musste gegen Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut geimpft werden. Danach verabreichte ich ihm noch die Wurmkur und dann gab es noch die Augen- und Zahnkontrolle. Figaros Zähne sahen wunderbar gesund aus und auch seine Augen funktionieren einwandfrei.
      Direkt auf Figaro folgte Amys zweiter Zuchthengst Samy. Auch ihn untersuchte ich erst einmal grundlegend. Hörte und tastete ihn ab, ehe ich auch noch seine Körpertemperatur kontrollierte. „Wunderbar.“ meinte ich lächelnd zu Amy und schaute in den Impfpass. Für Samy standen nur Influenza und Herpes an, genauso wie die Wurmkur. Umso schneller waren wir mit ihm fertig.
      Die Zuchtstute Little Baby mochte mich von Anfang an nicht und ließ die Untersuchung nur ungern über sich ergehen. Nur musste ich ihr sogar die Maulsperre einsetzen, denn die Kleine litt an Zahnschmerzen. An diesem Tag würde sie wohl keinem Menschen mehr wohlgesonnen sein. Nachdem sie geimpft und entwurmt war, ging es direkt weiter. Ich durfte Money in a Bank begrüßen und machte mich direkt an die Arbeit. Auch sie wurde abgehört und abgetastet, wobei ich eine kleine Verspannung in ihrer Hüfte entdeckte, welche aber schnell eingerenkt werden konnte. Dann gab es noch die Impfungen und die Wurmkur und gut war.
      „Och, das ist ja eine Hübsche!“ meinte ich schwärmend, als Amy gerade mit Nachtigall um die Ecke kam. Diese Haflingerstute hatte es mir einfach angetan, sie war ein Träumchen! Auch bei der Untersuchung war sie wunderbar lieb und ließ sich ohne Probleme abhören und abtasten. Dann gab es noch zwei Spritzen und eine Wurmkur und fertig war die Kleine. Nun stand ein schöner Hengst vor mir, wie Amy meinte, war er aber leider noch nicht gekört, was ich wirklich schade fand, denn er war ein toller Kerl. Auch vom Charakter her ließ er sich wunderbar handeln und wir waren schnell mit ihm fertig.
      Amsterdam Girl, eine wirklich bezaubernde Stute, mochte mich aber leider nicht sonderlich. Die Untersuchung war ohne Probleme gelaufen, aber dann als wir impfen wollten, sprang sie von einer Seite zur anderen. Auch die Wurmkur nahm sie nur sehr ungern an. Meike war da geduldiger und ruhiger und hatte die unangenehme Prozedur schneller hinter sich als ihre Vorgängern. Nach dem Haufen Pferden brachte uns Amy erst einmal eine Tasse Kaffee und wir machten eine kleine Pause, damit wir kurz durchatmen konnten. Weiter ging es mit Nordstern und es war wirklich schade, dass diese Stute noch nicht gekrönt war. „Na das wird noch.“ meinte ich lächelnd. Trotz der vielen ungekörten, hatte Amy aber auch schon allerhand Zuchtstuten auf ihrem Gestüt.
      Danach war Surburb Lights an der Reihe. Ich untersuchte sie gründlich, hörte und tastete sie ab. Danach gab es die Spritzen und die Wurmkur und dann durfte die kleine Stute wieder gehen. Sternensinger war der nächste, der Kleine litt an einer Bindehautentzündung, weshalb ich ihn genauer unter die Lupe nahm. „Na, das sieht aber schon wieder viel besser aus.“ meinte ich lächelnd, denn das Auge war kaum noch gerötet. „In ein paar Tagen kann er wieder unter Fliegenmaske unterwegs sein.“ meinte ich lächelnd und stülpte ihm die Maske wieder über.
      Danach kam Sunshine Shadow, welcher an Nesselfieber erkrankt gewesen war. Ich konnte Amy grünes Licht geben, denn es sah alles wieder gut aus. Nun kamen erst einmal zwei Zwerge, welche Ty extra gemeinsam holte, damit sie ihren Tierarztbesuch besser überstanden. Mirabella hatte ein wenig Angst vor, hielt aber tapfer durch. Picola hingegen wollte mich sogar zwicken, die kleine freche Lady! Aber das half ihr auch nichts, die Impfungen gab es trotzdem. Die beiden nächsten, Golden Diamond und Bonito kannte ich schon lange. Damals hatten sie in der Zucht von Janina und mir gestanden, bis wir sie zu Amy geschickt hatten. Beide hielten die Untersuchung gut aus und schon waren wir fertig.
      Der Name der nächsten Patientin war ein wahrer Zungenbrecher: L'Ombre de la Lune. Die Kleine hielt tapfer still und so war sie ihrem Nachfolger Jargo einiges voraus, denn der machte während des Impfens wirklichen Stress. Umso dankbarer war ich dann über Abajo und Windsor, welche sich beide ohne Probleme impfen und entwurmen ließen. „Brave Jungs.“ meinte ich lächelnd, als auch der letzte im Bunde, Schattenfalter, sich ohne Probleme hatte impfen lassen. „So das wärs!“ meinte ich erleichtert zu Amy und sie nickte. „Oh ja.“ meinte sie lachend. Ich musste mich jetzt auf den Weg zu Riley machen, denn dort wollten noch zwei weitere Haflinger versorgt werden.
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    • sweetvelvetrose
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      22. Juli 2014 - Hufschmiedbesuch
      3412 Zeichen © Jackie


      "Ok ich bin bereit, wir können loslegen!", ich sah zu Amy rüber, welche nacheinander die Haflinger holen sollte. Als erstes war unser Liebling Figaro dran. "Ausschneiden, Raspeln, neuer Beschlag.", ich nickte konzentriert, ließ mir den Hengst vor der Schmiede festbinden und griff zu der Zange. Währenddessen holte meine Freundin Samie. "Wie weit bist du ?", fragte sie mich mit einem Schmunzeln. "Geraspelt und ausgeschnitten, bräuchte noch die Eisen." - "Mach Sprungeisen drauf". Ich nickte, griff zu den Eisen um es heiß zu machen und anzupassen, damit ich es endlich annageln konnte. Gleicher Vorgang bei Samie, nur mit Sliding Eisen. "Little Baby's Hufe müssen nur geraspelt und ausgeschnitten werden", sagte Amy als sie die beiden Hengste wegbrachte und die Stute holte. Das raspeln ging schnell, so schnell das Amy gar nicht mit Money in a Bank hinterher kam. Sie grinste blöd als ich sie auffordernd ansah "Na los! Hop Hop!", schnell waren Moneys Hufe nacheinander auf den Hufbock gehoben, um sie schließlich zu feilen. "Ty, nimm bitte auch Huföl, ihre Hufe haben schon risse" - "Ja mache ich". Nachdem die Hufe eingepinselt waren, war Nachtigall an der Reihe. Amy brachte mir allerdings auch den Haflingerhengst Askan hinterher. Ich korrigierte und beschlug die Hufe der beiden Pferde, damit Amy sie wieder in die Box bringen konnte. "Nun ?" - "Amsterdam Girl". Ich folgte ihr damit es etwas schneller ging. Amy führte Amsterdam Girl und Suburb am Strick, ich die beiden Fohlen Mirabella und Picola. So konnte ich schnell Girlys und Lights Hufe ausschneiden, raspeln und anschließend ordentlich beschlagen. Ich schaute etwas geschwitzt auf die Uhr. "Wir müssen uns beeilen, wenn wir nachher noch bei Eddi vorbei schauen wollen" - "Kann ich irgendwie helfen ?", nachdenklich starrte ich sie an. "Ja, klar! Du kannst schon mal die mobile Schmiede zum Tor fahren.", so machte sich Amy auf dem Weg zum Tor, während ich die Hufe der Fohlen kürzte und korrigierte. "Das macht ihr super !"
      Ich brachte die Haflinger wieder weg um 2 neue zu holen. Golden Diamond und Bonito. Zwei Zuchtpferde. Ich griff mir am Kopf und atmete angespannt aus. "Wir haben echt eine Menge Pferde", Amy grinste mich bloß an, als sie aus dem Wagen stieg. "Beschlag die beiden ok?" - "Ja, muss nur noch die Hufe kürzen. Die sind viel zu lang". Amy nickte. Nahm mir bereits Diamond ab um mir L'Ombre de la Lune zu holen. "Wie viele kommen denn noch ?", fragte ich ein wenig verzweifelt, da die Zeit rannte. "Nur noch 4 von uns, danach müssen wir zu Eddi fahren".
      Gegen 18 Uhr war ich mit Mrs. Pretty, Jargo, Abajo und Windsor endlich fertig."Los jetzt, ab zu Eddi!", ich scheuchte Amy in den Wagen, gab ihr einen flüchtigen Kuss und fuhr mit 80 Sachen die Straße entlang. Es dauerte eine Gute Weile bis wir auf Eddis Hof angekommen waren. "Schön dich zu sehen!", begrüßte Eddi mich, als ich ausstieg. "Ich habe Pinocchio bereits rausgeholt.", ich nickte dankbar. "Hoffe die Fahrt war nicht so anstrengend." - einen Blick auf meine Uhr und ich musste feststellen das 2 gute Stunden um waren. "Es geht schon" Amy lief zum Hengst um ihn rüber zu holen, meine Knochen waren bereits im Ruhemodus, denn ich spürte meine Beine nicht mehr. Als Ich Pinocchio sah, gab es eine Menge zu tun. Kürzen, korrigieren, ausschneiden, Raspeln, Huföl, Beschlag. Aber immerhin waren wir nun fertig.
      So konnte ich gegen Mitternacht mit Amy schlafen gehen.
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      31. Juli 2014 - Brand auf Heartland
      13453 Zeichen © Jackie


      "Schatz, Sarah kommt heute zu besuch", meine Augen strahlten bei dem Gedanken meine beste Freundin wieder zu sehen. "Und was habt ihr geplant ?" fragte er neugierig. "Auf jeden Fall reiten. Sarah hatte gesagt sie hätte eine besondere Überraschung für mich. Irgend so ein Keltisches Ritual" - "Hört sich ja interessant an." Ty gab mir einen Kuss, ging in den Flur und zog sich seine Jacke an. "Ich bring mal die Pferde auf die Weide."

      Als es klingelte, stürmte ich aufgeregt zur Tür. Es war Sarah. "SARAH!" ich umarmte sie stürmisch und zog sie ins Haus. "Mensch es ist so toll dich zu sehen!", begrüßte sie mich und sah sich um. "Bei euch sieht es immer noch so schön rustikal aus.", bewundernd blickte sie Richtung Kamin. "Ja, ich mag es Rustikal. Aber sag mal Sarah, was ist denn deine Überraschung so genau ?" Sarah nahm meine Hand und blickte zur Decke, als wolle sie sich etwas vorstellen. "Du kennst doch sicherlich noch das letzte Fest - das Fruchtbarkeitsfest, auch genannt Imbolc". Ich nickte. Sarah drehte sich spontan auf mich zu und sagte aufgeregt: "Wie wäre es mit einem Fruchtbarkeitsfest auf Heartland?!". Tatsächlich blickte ich sie überrascht an. "Wie stellst du dir das vor ?" Sarah erklärte mir ihren Plan und ich stimmte ihr begeistert zu.

      Der Tag des Imbolcs

      Als wir alles vorbereitet hatten und die ersten Gäste ankamen, stieg mein Herzschlag in die Höhe. "Mensch das wird der Hammer", rief ich begeistert aus und umarmte Sarah. Ty stand neben mir und grinste bloß schief. "Ich hatte mich nie so für Rituale oder Keltische Feste interessiert." Sarah und ich sahen ihn böse an. "Hey guck mal, da ist ja diese blöde Kuh Ashley." grunzte ich abwägig und blickte in ihre Richtung. "Wer hat die denn eingeladen?" murmelte Sarah. "Also ich jedenfalls nicht." Ashley kam auf uns zu. "Na, ihr hockt ja wie die Hühner auf der Stange beieinander." ich verdrehte die Augen -"Wer hat dich denn eingeladen. Und jetzt erzähl mir nicht das du dich für Keltische Feste interessierst." Ashley lachte bloß. "Wieso auch nicht.", dann drehte sie uns den Rücken zu und ging in die Menschenmenge. "Unglaublich ! WAS denkt sie sich nur dabei!" schnauzte ich meinem Freund entgegen. "Einfach so aufzutauchen und uns das ganze Fest zu ruinieren! Unglaublich, so eine Tussi. Und hast du gehört was sie sagte, wir hocken wie die HÜHNER auf einer Stange!? Das ist doch wohl das lächerlichste was ich je gehört habe." Sarah seufzte. "Komm lass uns einfach Spaß haben." Ich nahm mir einen der selbst gebrauten Cocktails und trank ihn in einen Zug. Ty legte seine Hand auf meine Schulter. "Amy wehe du trinkst aus Frust wegen diesem Mädchen.", doch ich ignorierte ihn. "Lass uns doch zum Lagerfeuer gehen." seine warmen braunen Augen durchbohrten mich und ich gab schließlich nach. "Ja Ty, du hast Recht."

      Am Lagerfeuer angekommen traute ich meine Augen nicht. Ashley stand an den Boxen des Zuchtstalls. Dort wo seit wenigen Wochen unser Fohlen Calla, mit Mrs.Pretty hauste. "Na du.." Ashley's Hand glitt über das flauschige Fell des Haflinger-Fohlens. Ich biss meine Zähne zusammen. "Mach nur eine falsche Bewegung, und ich bringe dich um". Dachte ich voller Hass. Doch Ashley redete nur auf das kleine Wesen ein. "Amy, du musst dir keine Gedanken um sie machen. Sie ist einfach nur dumm." Sarah versuchte mich abzulenken. "Wahrscheinlich hast du recht." gab ich zu. Ty umarmte mich innig und gab mir einen Kuss nach dem anderen, erst auf die Wange, dann auf den Hals, und schließlich auf den Mund. Es war so romantisch mit seinen Mann der Träume vor einem Lagerfeuer zu sitzen und sich einfach nur zu lieben. Es gab nichts schöneres.

      Als das Fest der Fruchtbarkeit (Als guten Start für unsere Zucht) vorbei war, legte ich mich in mein Bett. Sarah schlief im Bett neben an. Um die Überreste der Feier wollte ich mich morgen kümmern. Ich schloss meine Augen... doch durch einen seltsamen Geruch wurde ich wach. Ich atmete tief ein, meine Nase arbeitete sich aus dem Bett. Bis mir plötzlich einfiel was das für ein Geruch war. Bissiger Rauch... FEUER! "FEUER!" panisch schrie ich durch die ganze Wohnung. Rannte in jedem Zimmer um Sarah, Grandpa, Lou und Ty zu warnen. "FEUUERR!", keine 10 Sekunden stürmten wir über den Hof, da man schon deutlich sehen konnte aus welcher Richtung das Feuer kam. "DER ZUCHTSTALL!!!" Mein Herz blieb stehen als ich an Calla dachte. "TY TY !! TY CALLA UND PRETTY!" meine Stimme bebte vor Angst. Ty und ich rannten zum Stall in denen man schon panisches wiehern hören konnte. Grandpa rief die Feuerwehr an und Lou holte etwas zum löschen. "Ty wir können sie nicht dem Feuer überlassen!" Tränen liefen von allen Seiten meiner Wange hinab...



      ... das Feuer breitete sich immer weiter aus, meine Gedanken schlugen Loopings. Was soll ich nur machen ? Meine schönen Pferde, meine armen Lieblinge, ich kann sie nicht dem Tod überlassen, bis die Feuerwehr da ist, ist doch alles schon verloren. In meinem Gedanken spielten sich Bilder ab. Bilder von Callas Geburt, von Little Baby, wie sie Figaro zur Welt brachte und wie ich mit Meike mehrere Turniere gewann. Aber auch wie in schlechten Zeiten, als das Unwetter aufkam und ich von Figaro fiel und schließlich im Krankenhaus aufwachte. Wie Sarah tagelang um mich gesorgt hat, bis ich wieder laufen konnte. Und wie ich mit Ty am See zusammen kam. Als er mich im Wasser umschlang, seine nassen Haare an die meine legte und wie er mir zuflüsterte das er mich liebte. Und so viel meine Entscheidung, ich hielt mir mein T-Shirt vor dem Mund und stürmte in den Stall. Auf meine Familie und meine Freunde, welche mir entgegen schrien achtete ich nicht. Die Welt war wie verstummt. Nur ich war da, ich, das Feuer und meine Pferde. Als ich das Scheunentor hektisch öffnete, spürte ich die Hitze in meinem ganzen Körper aufsteigen. Eine gewaltige Rauchwolke kam mir entgegen, doch darum kümmerte ich mich nicht. Ich stürzte mich auf jede Box die mir in die Augen kam um diese zu öffnen. Das glühendheiße Metall prägte sich auf meinen Fingern, ich musste husten, es tat so weh, es fühlte sich so an, als wolle der stechende Rauch meinen Hals wegätzen. Ich zog an den Halftern, mit der Hoffnung das die Pferde selber den Ausgang fanden. Als ich mich zur nächsten Box umdrehte, sah ich das ich nicht alleine war. Ty hielt ebenfalls sein T-Shirt vor dem Mund, ich sah das er kreidebleich war. Vor Angst, vor Sorge ?
      Plötzlich knarzte die Decke, als ich über mich blickte, war es zu spät. Ein brennender Balken fiel auf eines der Pferde hinab. Meine Augen weiteten sich panisch. "TY!! Bring die anderen Pferde nach draußen!" Wie in Zeitlupe versuchte sich Figaro vom brennenden Balken zu befreien, welcher sich geradewegs durch sein Fell brannte. Ich erblickte mein ein und alles, das Pferd welches mich durch mein ganzes Gestüts-Leben begleitet hat. Man hätte schon fast sagen können, das ich mit meinen Tränen das Feuer löschen konnte, aber als ich mit allen Mitteln versuchte das glühend heiße Holz zu entfernen, glaubte ich schon die Hoffnung zu verlieren. Vielleicht würde es klappen wenn ich meine Hände frei habe. Ohne auf die Konsequenzen zu achten, ließ ich mein T-Shirt los und griff in das lodernde Feuer. Ich schrie vor Schmerz, so wie Trauer über dem was meinem armen Pferd passiert war. Aber auch Figaros Blick war voller Schmerz erfüllt. Ich spürte nasse Kälte an meinen Fingern, dann verlor ich das Bewusstsein (Wie schon das letzte mal).
      Die Feuerwehr kümmerte sich nun um den Rest. Löschen, löschen, löschen. Während Ty und Jack die Pferde in Sicherheit brachten. Allesamt voller Panik, ein Einsatzteam trug mich aus dem Stall und halfen Figaro aus seinem Elend. Als sie den Hengst aus dem Stall befördert bekamen, gaben sie ihm eine Betäubungsspritze, so das Figaro zu Boden fiel und seine Schmerzen vergessen konnte.

      "Schwesterherz", liebevoll beäugte mich Lou. Sie streichelte sanft meine Stirn. Ich blinzelte benommen, noch sah ich alles verschwommen. FIGARO! Ich zuckte zusammen, sah die letzte Nacht vor mir. Wie Figaro sich versuchte vom brennenden Balken zu retten, wie ich mich ins Feuer stürzte... Ty, ty, Ty, bring die anderen Pferde in Sicherheit. Ty, bitte, bitte Ty, rette dich und die Pferde - ich liebe dich! Lou drückte meinen Arm. "Alles wird gut, ich bin bei dir". Erneut schlug ich die Augen auf, diesmal erkannte ich ihr Gesicht, ihre dunklen Haare und ihre blauen Augen. Lou war so viel schöner als ich. "Wa.. Was ist passiert?" murmelnd sah ich Lou an. "Es ist alles gut"Alles ist gut ? Was ist mit Figaro ? Mit Ty ? Warum sagt sie denn nichts ? Bei Mum hat sie auch nicht gesagt! Also ist gar nicht alles gut. LOU sag mir verdammt noch mal was passiert ist. In meinen Gedanken spielte sich ein Dialog ab, selber brachte ich kaum ein Wort über die Lippen. "Lou, bitte sag.. mir", meine Augen zuckten aufgeregt, schließlich beugte sich Lou über mich:
      "Es ist alles gut, Figaro konnte befreit werden und befindet sich momentan im Aufwachraum von Clinic Cean. Er hat eine Betäubungsspritze bekommen, aber wir wissen nicht ob er schwere Schäden erlitten hat. Wir wissen auch nicht ob er durchkommen wird. Wäre Ty nicht mit dir gekommen, geschweige denn, wärst du nicht in den Stall gerannt, so wäre die Überlebenschance der Pferde gering, bis hin zu unmöglich. Amy du warst so mutig! Aber du solltest dich jetzt ausruhen, du sieht furchtbar aus.", stöhnend bestätigte ich das was meine Schwester sagte, ein Zeichen dafür - das ich ihr zugehört habe. Lou gab mir einen letzten Kuss auf die Wange und verabschiedete sich. Nun war ich alleine im Zimmer. Krankenhäuser, ich konnte Krankenhäuser nie leiden. Diese sterile Art, helle, kalte Farben, stinkende Betten, nervige Nachbarn und unangenehme Ärzte und Schwestern. Und dann diese Langweile, diese niemals endende Langeweile, bis man endlich nach Hause darf. Ich hob meine Hände, sie schmerzten unerträglich. Als ich sie sah, durchfuhr mich ein schauer. Brandnarben, bis über meinen Handrücken. Sie sahen furchtbar aus, waren aber auch die Bestätigung dafür, das ich unsere Pferde gerettet hatte. Niedergeschlagen ließ ich mich ins Bett fallen. Oh , was habe ich nur getan. war es das richtige, oder war es doch das falsche ?

      So vergingen Tage und Wochen, bis ich endlich aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Hin und wieder besuchten mich meine Familie, aber auch mein Freund Ty. Sarah brachte mir ständig Blumen mit, und sagte mir, wie leid es doch täte. " Ach Sarah, Du musst dich nicht dafür entschuldigen, du kannst Du selber nichts dafür." als ich meinen Satz ausgesprochen hatte, musste ich selber darüber nachdenken. Wie es das Feuer eigentlich entstanden, wenn Sarah nichts dafür kann, der weiß dann. Dann fiel es mir wieder ein, das letzte Mal im Stall war doch dieser Ashley, sie schien mir von Anfang an so seltsam. Vielleicht war sie es die das Feuer im Stall gelegt hat. Schnell erzählte ich meiner Freundin Sarah, meine Vermutung. Sie sah mich mit großen Augen an. "Glaubst du echt das es Ashley war ? Ich mein ja sie war das letzte Mal im Stall, aber dass Ashley so etwas tun sollte das glaube ich weniger." - "Vielleicht magst du Recht haben, aber trotzdem die ganze Sache bereitet mir Sorgen. Ich mein in der letzten Nacht, wäre fast mein Pferd Figaro gestorben. vielleicht wollte Ashley das, damit ich keine Turniere mehr reiten kann." - "Ach Amy, du glaubst doch wohl nicht selbst dass Ashley so egoistisch ist, dass sie dein Pferd umbringen würde, nur damit du keine Turniere mehr reiten kannst." nachdenklich sah ich sie an. "Der ollen Kuh traue ich alles zu". Dann stand Sarah auf und ging zur Tür. "Ich hole Lou. Ich denk mal heute wird dein letzter Tag sein, dann kannst du wieder nachhause", lachend sah ich sie an: "Das will ich doch hoffen!"
      Und so dauerte es nicht mehr lange, bis ich zurück nachhause kehrte. Doch als ich sah was aus unserem Hof geworden ist, breitete sich erneut einen Gefühl aus Kummer und Trauer in mir auf. Schwarze verbrannte Scheunen, und teilweise zusammengebrochene Häuser, zierten unser Gestüt. Nur vom weitem konnte ich unsere Pferde auf den Wiesen grasen sehen. Ob sie wussten was in geschehen ist, dass sie fast gestorben wären. Ich blickte über die Wiesen, mit meiner Hand schirmte ich das Sonnenlicht ab. Ich erschrak als ich eine Hand auf meiner Schulter spürte, es war Ty. "Mensch Amy, bin ich froh das du wieder da bist. Du weißt ja gar nicht was in den letzten Wochen passiert ist. Aber mach dir keine Sorgen, Figaro geht es gut". "Was hälst du davon, wenn wir erst einmal die Pferde füttern ? Die kleine Calla wartet schon ungeduldig auf ihr Frühstück." Ty küsste mich liebevoll. Ich lächelte verwirrt "Woher habt ihr das Heu genommen ?" - "Occulta Smith, hat uns eine ordentliche Spende rüber gereicht. Bei ihr stehen zur Zeit auch die Zuchtpferde, nur Calla nicht, die grast lieber bei den anderen Fohlen.", Ty und ich, nahmen nun das Heu aus einer Scheune (oder zumindest das, was noch davon übrig geblieben ist) und streuten es auf die Weiden aus. Gierig fraß die kleine Haflingerdame das Vitaminreiche Grünzeugs. "Amy ? Ich habe etwas für dich". Verwundert sah ich ihn an. "Wie meinst du das? Oder eher gesagt, was hast du für mich ?". Ty räusperte sich. "Ein anderes Mal Amy, jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür." Vielen Dank Ty! Jetzt werde ich wohl vor Neugier nicht mehr schlafen können. Aber was will er mir denn schenken ? Und vor allem wieso nicht jetzt ? Was ist an diesem Zeitpunkt so schlimm ? Ich verstehe das nicht!

      03. September 2014 - Stallhilfe auf Heartland
      7940 Zeichen © Keroseno


      Gähnend und mit einem "Coffee To Go" von der Tanke stieg ich wieder in meinen schwarzen Pickup. Mit einer Hand rangierte ich den Wagen aus der Parklücke und machte mein Navi an um mich auf den Weg nach Heartland zu machen. Nach gut 30 Minuten Fahrtzeit kam ich auf dem Großzügigen Gehöft von Amy und Ty an. Ich parkte meinen Wagen und hüpfte raus and die kühle Luft. Ich trank den letzten Schluck meines inzwischen kalten Kaffees aus und lief im Eilschritt den langen Weg zu den Haflingern hoch. Dort angekommen verschwand ich sofort in der Futterkammer und füllte den Futterwagen mit den nötigen Futtermitteln. Ich ging die Stallgasse hinunter und fing mit Figaro an. "Hallo mein Großer" lächelte ich und kraulte ihm die Stirn. Er grummelte mir zu als er merkte was ich vor mir herschob. Ich lachte und schüttete die auf der Stalltafel angegeben Menge an Futter in den Trog. Die anderen Pferde wurden zusehends unruhig, und ich beeilte mich auch Samie seine Morgenration zu verabreichen. Auch Little Baby spähte mir bereits gierig aus ihrer Box entgegen. Money in a Bank jedoch interessierte sich mehr für Streicheleinheiten als für ihr Futter und so tätschelte ich ihr den Hals und fuhr ihr durch den üppigen Schopf. Als ich mich zu Nachtigall wand, schnaufte Money empört und wandte sich schließlich auch ihrem Futter zu. Als nächstes war Askan an der Reihe. Der hübsche Lehmfuchs Hengst in den ich mich, zugegebener Maße ein wenig verliebt hatte. Er erntete Extra Streicheleinheiten und bekam dann auch seine zugeteilte Ration an Kraftfutter. Als ich Amsterdam Girl die Kelle mit Kraftfutter in den Trog kippte und ihre Nachbarin Meike neugierig zwischen den Boxenstäben hervorguckte quietschte Sie empört und legte die Ohren an. Lachend besänftigte ich sie und gab der verdutzten Meike ihr Futter. Die junge Stute Nordstern Stand in der hintersten Ecke der Box und blickte verunsichert drein als ich ihr Pellets in den Trog kippte. Ich ermutigte sie und hielt ihr meine Hand hin. Unsicher spielte sie mit den Ohren und machte einige Schritte auf mich zu. Hastig beschnüffelte sie meine Hand und stürzte sich dann auf ihr Futter. Surburb Lights Strecke mir Munter den Kopf entgegen und schubbelte sich kurz an meinem Rücken als ich mich zu dem Futterwagen drehte. Lachend kippte ich das Futter in den Trog doch sie schien empört das kein Apfel dabei war. Nun war ich bei einem relativ großen Hengst angelangt, der mir besonders gefiel. Sunshine Shadow. "Na hübscher?" Lächelte ich und gab ihm seinen Hafer. Von nebenan kam ein empörtes Grummeln von Sternsinger. Der kleine Hengst hatte wohl Angst vergessen zu werden. Schnell kraulte ich ihm die schmale Stirn und versorgte ihn. "Na plüschi?" Lachte ich als mir die Zweijährige Mirabella gierig den Kopf entgegenreckte. Ihre blauen Augen machten sie zu etwas besonderen und ich fragte mich ob da nicht doch noch unbekannte Gene drinsteckten. Nun war die Jährlingsstute Picola dran, die mich erst mal in einem unbeobachteten Moment in den Po kniff. Empört fuhr ich rum und schnipste ihr lachend gegen die kleine Schnute, ehe ich ihr ein paar Pellets gab und mich Jargo zuwand. Der Hengst starrte den Wagen wie hypnotisiert an und brummelte als ich ihm sein Frühstück gönnte.
      Nun war ich bei Abajo angelangt, ein großer, dunkler aber schon etwas älterer Herr. Er beachtete mich kaum und stürzte sich gierig auf sein Futter. Der nächste Kandidat
      Windsor klaute mir mein Schlüsselbund und so
      musste ich es erst wieder aus den Tiefen seiner Box bergen. Lachend widmete ich mich Schattenfalter der für seine zwei Jahre bereits sehr groß war. Der dunkle Hengst döste immer noch Seelenruhig als ich mit der Futterkarre bereits zum nächsten Pferd weiter rollte. Calla war eine sehr plüschige Jähelingsstute die ich besonders ins Herz geschlossen hatte, und so schmuste ich noch einige Zeit mit ihr ehe ich den Wagen wieder in die Futterkammer zurück brachte. Als ich aus dem Stall kam musste ich feststellen das es angefangen hatte zu regnen, und so zog ich mir schnell die Kapuze meines Parkers über den Kopf und joggte zum Haupstall. Wieder im trockenen rief ich ein Guten Morgen in die Runde ging die Gasse hoch in die Futterkammer. Ich fing mit Prince an. Der Palomino Hengst blickte mir freundlich entgegen und fraß sein Kraftfutter in aller Ruhe. Nun war Black Death an der Reihe. Mein heimlicher Liebling. Das Riesentier reckte mir den hübschen Kopf entgegen und seine Augen verzauberten mich auf der Stelle. Von nebenan kam ein hohes empörtes Wiehern. "Cindy." Lachte ich Kopfschüttelnd und tätschelte ihr den Hals. Ihre Nachbarin The Death Angel schlug mit dem Vorderbein bereits vor ihre Boxentür und ich gab ihr das Futter bevor sie sich noch verletzte. Nun war Luzifer an der Reihe. Der große Friese schlug unwillkürlich mit dem Kopf vor lauter Vorfreude. Lachend gönnte ich ihm sein Frühstück und gab auch Lackritz, der Flauschkugel nebenan sein Futter. Nun wollte Findus meine volle Aufmerksamkeit. Die wilde Mischung reckte mir mit großen Augen den Kopf entgegen und ich streichelte ihm über die Weichen Nüstern. Nun war Puppy an der Reihe. Wie es aussah war sie eine der jüngsten hier. Aber hübsch war sie bereits jetzt. So fütterte ich auch den Rest der Pferde. Anschließend brachte ich sie auf die Weide als erstes holte ich Mon Cherie, Wikotikabesa und die restlichen Stuten die keine Fohlen hatten und brachte sie auf die Weide. Als nächstes waren I See you, Panino und Azzurro an der Reihe ihre Freizeit auszuleben. Nun schnappte ich mir Par Dieux, Cabbalero, Valentines Cilion, Burnin' Castiel HGT's Dead Snow, die restlichen Fohlen und die Mutterstuten auf eine Weide. Jetzt waren die Boxen wieder frei und ich hatte die Gelegenheit die vom der Nacht dreckigen Boxen auszumisten und neu einzustreuen. Damit die Knochenarbeit schneller vonstatten ging, schaltete ich mir das Stallradio ein und hatte schon bald einen neuen Ohrwurm. Nach einer guten Stunde waren die Boxen wieder bezugsfähig und ich widmete mich den Hafis, welche ich auch auf die entsprechenden Weisen brachte und die Boxen wieder frisch machte. Nassgeschwitzt und um einige Schichten Klamotten erleichtert schob ich die letzte Schubkarre mit dreckigem Einstreu zum Mist und leerte sie. Jetzt überlegte ich mir wen ich reiten wollte. Ich entschied mich für den nicht ganz so einfachen Death und lief pfeifend zur Koppel um den Jungen Hengst wieder abzuholen. Zuerst zierte er sich aufhalten zu lassen, doch dies war nach einer kleinen Diskussion bereits passé. So latschten wir gemeinsam zum Stall und ich band ihn am Putzplatz an. Ich putzte ihn auf Hochglanz, legte ihm seine Gamaschen und Glocken am und sattelte ihn bevor ich mich in meine Stiefel quetschte und meinen Helm aufsetzte. Dann trennte ich Death und stieg auf. Am langen Zügel Ritt ich ihm zum Dressurplatz. Dort angekommen ritt ich ihn 10 Minuten am hingegeben Zügel warm und fing dann mit ein paar Schenkelweichen im Schritt am. Dann lies ich ihn fleißig vorwärts abwärts traben und galoppieren. Im Galopp musste ich ein paar mal deutlich regulieren, doch mit der Zeit wurde er auch dort immer gehorsamer. Als fing ich an mit Schenkelweichen im Trab und ließ ihn danach sofort angaloppieren und auf dem Zirkel galoppieren. Ich bemühte mich dem Hengst immer etwas anderes zu bieten damit ihm nicht langweilig wurde. Nach einer Dreiviertelstunde intensiver Dressurarbeit ritt ich ihn am langen Zügel trocken und legte ihm die Abschwitzdecke über die Kruppe die ich mitgenommen hatte da es etwas frisch und windig war. Ich fasste den Entschluss noch eine kleine Runde im Wald zu drehen, wo der Riese trotz dem anstrengenden Training noch immer voller Gehwille war. Als wir auf den Hof zurückkamen, sattelte ich ihn ab und stellte ihm in die Box. Ich holte auch all die anderen Pferde rein und machte die Abendrunde. Ich fütterte sie uns verteilte Heu ehe ich mich bei Amy und Ty verabschiedete und Hundemüde nachhause fuhr und ins Bett fiel.

      30. Januar 2015 - Sammelbericht
      4955 Zeichen © SopherlMacaulay


      Noch ehe ich mir eines der Fohlen schnappen konnte, wurde ich heute von Picola und Mirabella fast überannt. Die beiden Stutenfohlen bestanden auf einer ausgiebigen Schmuseeinheit ehe ich mit ihnen das Hufe geben für den Tierarzt und den Hufschmied üben konnte. L´Ombre de la Lune hingegen konnte ich heute für gar nichts begeistern, deswegen ließ ich sie einfach auf der Koppel grasen. Mit Figaros Nachtschatten übte ich ein wenig das führen, auf dass er später mal ruhig und gelassen neben seinem Reiter laufen würde. Mit Calla übte ich spielerisch ein paar zirzinsische Lektionen, da die junge Stute lernwillig war und sich schnell für neues begeistern konnte.
      Danach ging ich weiter zu L´Ombre de la Figaro um mit ihm Springen zu trainieren. Er sollte fit für die nächste Turniersaison werden, vielleicht würden wir ein paar Turniere mit ihm gehen. Mit Samie machte ich heute Longentraining, da ich ihn zu nichts anderem begeistern konnte. Er lief langsam und zeigte mir deutlich, dass für ihn heute kein Arbeitstag war, eher ein Tag um seine Faulheit ganz und gar auszuleben. Mit Little Baby ging ich heute eine ins Gelände, eine Schrittrunde. Mit ihr hatte ich die letzten Tage exzessiv geübt und ich wollte einfach ein wenig Ruhe gönnen bevor ich wieder mit ihr ins Training ging. Money in a Bank gönnte ich heute eine ausgiebige Schmusestunde ehe ich auch mit ihr ins Gelände ging. Sie liebte die Ausritte und wer war ich ihr diese Freude zu verweigern? Ich würde die kommenden Wochen eh wieder mit ihr trainieren, so konnten wir uns jetzt ganz entspannt der schönen Natur widmen. Mit Nachtigall hatte ich heute im Training ein paar kleine Schwierigkeiten, da sie ihr Temperament voll ausspielte. Sie wollte um jeden Preis rennen, was sich an der langen Seite der Halle bemerkbar machte. Sie war auch aus dem Gallopp kaum in den Trab zu bekommen weswegen ich ihr das rennen auf der Koppel nach dem Training von Herzen gönnte. Hoffentlich tobte sie sich aus, dann war sie morgen bestimmt leichter zu reiten. Askan hingegen war heute arbeitswillig und sprang schon fast sobald er die Hindernisse beim Eintreten in die Halle entdeckte. Sobald ich ihn aufgewärmt hatte ging ich mit ihm geschmeidig über die Hindernisse und entspannte mich zusehends.
      Da Amsterdam Girl meinte, sie müsse heute einmal wieder zickig sein, longierte ich sie nur. An der Longe buckelte sie und weigerte sich auch manchmal vorwärts zu gehen und ich war froh sie nach dem Training wieder auf die Weide zu bringen. Mit Meike machte ich ein paar zirzinsische Lektionen bevor ich sie an die Longe nahm. Die lernwillige Stute freute sich sichtlich über das leichte Training. Mit Nordstern arbeitete ich etwas an ihrer Gelassenheit, da die Stute manchmal noch ein wenig schreckhaft war. Danach ließ ich auch sie über die Weide toben. Mit Suburb Lights machte ich ein wenig Dressurtraining, kam jedoch nicht weit, da sich der Hengst heute dachte, dass er keine Lust hatte. Träge zog er seine Bahnen und an die hohe Kunst war heute nicht zu denken. Dafür war er wieder einmal sehr verschmust und so verbrachte ich die Zeit lieber damit mit ihm zu kuscheln als wirklich mit ihm zu arbeiten. Dafür war Sunshine Shadow heute arbeitswillig und so trainierte ich im Gelände ein wenig seine Kondition für die anstehenden Distanzritte.
      Mit Sternsinger schmuste ich ausgiebig und machte ein wenig Gelassenheitstraining mit ihm, um ihn auf die Turniere vorzubereiten. Auch sein Vertrauen zu mir wollte ich ein wenig trainieren um ihm seine Ängstlichkeit zu nehmen. Mit Golden Diamond übte ich heute ein paar Zirkuslektionen um ihr ein wenig Abwechslung zu bieten. Dankbar nahm die lernwillige Stute das Angebot an. Mit Bonito hatte ich eigentlich vorgehabt ein wenig auf dem Platz zu arbeiten, aber der Sturkopf wollte lieber ins Gelände. Er stellte sich auf den Hof und war nicht zum Reitplatz zu bringen. Also gut, dann eben Gelände. Dort blühte er auf und ich konnte ein paar Übungen in den Ausritt mit einbauen. Mit Mrs Pretty übte ich Reining, was ihr nicht so ganz gefiel, doch ich blieb stur. Die Turniersaison stand vor der Tür und ich überlegte mir mit ihr zu Turnieren zu gehen. Dazu musste ich aber noch ein ganzes Stück mit ihr arbeiten. Um Jargo Abwechslung zum Alltag zu bieten versuchte ich heute einige Übungen aus dem Nature Horsmannship mit ihm. Begeistert nahm er die Übungen an und zeigte Arbeitseifer. Mit Abajo wollte ich dressur üben. Der Arbeitswillen überzeugte mich schon fast, sodass ich unachtsam wurde, was der schlaue Hengst dazu nutzte auszubrechen. Von da ab wurde es etwas schwieriger, allerdings schafften wir das Training doch noch ganz gut abzuschließen. Auch mit Windsor trainierte ich Dressur, nur um ihm die abtrainierten Kilos später wieder als Leckerlis während der nachfolgenden Schmuseeinheit wieder auf die Rippen zu füttern. Der Haflingerhengst war heute so niedlich und brav gewesen im Training, da hatte er sich die Leckerlis wahrlich verdient.
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      19. März 2015 - Sammeltierarztbericht
      13425 Zeichen © SopherlMacaulay


      Also gut, ran an die Arbeit! Dachte ich mir als ich den Stall betrat. Verschlafen blinzelten mich die Tiere an denn heute hatte ich mich früh zu ihnen begeben. Die Routineuntersuchung stand an und ich hatte Jackie zugesichert, dass ich mich heute ihren Haflingern widmen würde.
      Das Fressen war schon verteilt worden, weswegen einige noch genüsslich malmten, andre sich jedoch schon wieder ins Stroh hatten zurückplumpsen lassen hatten. Ich fegte zuerst noch einmal die Stallgasse, bis sie meinen Sauberkeitsansprüchen genügte, stellte meine Arzttasche vor die erste Box und holte Figaro heraus. Der ruhige Hangst sah mich unter halb geschlossenen Lidern an und döste schon wieder als ich ihn abtastete. Vom Hals über den Rücken zu den Beinen – alles in Ordnung. Mit den Hufen tat ich mir heut etwas schwer, als ich diese anhob, lehnte er sich dösig an mich – so ein Haflinger war schwer wenn er einen als Stütze gebrauchte! Nichts desto trotz waren auch die Hufe schnell kontrolliert und waren genauso gesund wie die Augen, die Figaro nur ungern öffnete und die Zähne, die er sich heute schon eher kontrollieren ließ.
      Samie ließ sich nur unwillig von seiner Futterkrippe wegholen, er suchte sie gerade noch nach einem letzten Fitzelchen ab. Ärgerlich grummelte er, als ich ihn auf der Stallgasse anband. Dennoch ließ er sich untersuchen. Eigentlich war er ja ein total lieber Kerl, der mir auch keine Schwierigkeiten machte. Er war halt nur verfressen und hätte noch gern etwas länger nach etwas essbarem gesucht. Rücken, Beine und Hufe machten eine gute Figur, aus den Augen blitzte es neugierig heraus und die Zähne waren auch in Ordnung, auch wenn hier und da noch ein essesnrest hing. Ich streichelte ihn liebevoll und scherzte dass er sich keine Notration aufbewaren musste, er käme ja bald auf die Weide.
      Baby machte mir auch keinerlei Schwierigkeiten als ich sie endlich aus der Box draußen hatte. Die Stute hatte heute wohl beschlossen einen Schneckentag einzulegen, denn ich hatte das Gefühl im laufen einzuschlafen als ich sie aus der Box holte. Dafür war die verschmuste Stute eine liebe Patientin die alles mit sich machen ließ. Schnell war abgeklärt dass ihr nichts fehlte, auch wenn es etwas langwierig gewesen war ihren Mund aufzukriegen. Dafür belohnte sie mich in dem sie sich liebevoll ankuschelte – eines der schönsten Geschenke das sie einem machen konnte.
      Money hingegen hatte heute ihren zickigen Tag. So kam es mir zumindest vor. Sie blieb ruhig, grummelte jedoch und als ich ihren Körper und die Beine kontrolliert hatte, ließ sie sich nur widerwillig die Hufe kontrollieren. Augen gingen dann wieder, jedoch das Maul bekam ich nur mit Hilfe eines Leckerlis auf. Und doch waren alle in Ordnung. Ich brummelte Money an warum sie mir das denn nicht gleich hatte zeigen können, schnappte mir sie, Samie, Baby und Figaro und brachte die vier erstmal auf die Weide. Zurück im Stall fegte ich noch einmal die Gasse und schnappte mir dann Nachtigall.
      Die Stute wollte ihrem Namen heute alle Ehre machen und wieherte in den höchsten Tönen die sie herausbrachte. Ich untersuchte sie daher mit Argusaugen, ob sie irgendwas hatte, das kannte ich von ihr ja gar nicht. Am Rücken war nichts, an den Beinen erkannte ich jedoch das Problem. Sie musste sich irgendwo aufgeschrammt haben, am Bein war eine Blutkruste zu sehen und auch abwinkeln ließ sich das Bein nur schlecht. Ich vermutete eine Entzündung und spritzte schnell ein Schmerzmittel ein, damit ich die Wunde säubern konnte. Auch das war schnell getan, zum Abschluss noch eine antiseptische Salbe aufgetragen und das Bein bandagiert. Noch eine Antibiotikaspritze und das Bein war soweit versorgt. Noch die augen kontrolliert, die mich dankbar ansahen, es sah so aus als hätte ihr das Bein wohl die ganze Nacht Schmerzen bereitet. Die Zähne waren auch in Ordnung, Zeit die Stute in die Box zu bringen. Vorerst, beschloss ich, würde sie in der Box bleiben, ich würde das Bein morgen noch einmal kontrollieren.
      Askan scharrte praktisch schon mit den Hufen. Er hatte gesehn dass ich ein paar Pferde nach der Untersuchung auf die Koppel gebracht hatte und da wollte er wohl auch hin. Kaum hatte ich die Boxentür offen, trabte er auch schon heraus und stellte sich so hin, dass ich überall gut hinkam. Ich musste furchtbar lachen, band ihn an und untersuchte ihn. Er war in exzellenter Verfassung, keine Verspannung, Beine und Füße in gutem zustand, wache Augen und ein Paradebeispiel von Gebiss. Mal ganz abgesehn davon dass er super aussah und eine enorme Ausstrahlung hatte. Der temperamentvolle Hengst faszinierte mich.
      Temperamentvoll war er wirklich, denn als ich Amsterdam aus der Box holte, wieherte ungläubig, als könne er es nicht fassen, dass ich ihn nicht sofort auf die Weide brachte. Ich grinste und wandte mich der Stute zu, ein wenig musste Askan sich noch gedulden. Er machte zudem seine Nachbarin noch verrückt, sie war heute zickiger als sonst. Ich hatte sie schon kurz angebunden, jedoch keifte sie Askan an und stampfte mit ihren Hufen auf den Boden, was es mir nicht gerade leicht machte sie zu untersuchen. Doch schnell war auch ihr Gesundheitszustand als wunderbar eingetragen und ich ließ sie weiterzicken, denn es warteten noch mehr Hafis auf mich.
      Meike war zwar farbtechnisch mein Liebling, da sie so schön dunkel war, allerdings machte auch sie mir heute das Leben schwer. Sie wollte Amsterdam zurechtweisen, die sich von Askan provozieren ließ, welcher sie demonstrativ anwieherte. Wobei, ich war mir bei ihm nicht sicher ob er nicht nach der Weide schrie. Ich band Meike an und schnappte mir Askan um ihn wieder in die Box zurück zu bringen. Beleidigt sah er mich an, dann war aber wenigstens Ruhe. Und Meike ließ sich auch wunderbar untersuchen. Wobeis das bei ihr gar nicht gebraucht hätte. Auch sie war gesund und strotzte nur so vor Energie.
      Nordstern wollte nach dem Getöse erst gar nicht aus der Box. Nur zaghaft folgte sie mir und als sie endlich draußen stand, sah sie sich nervös um. Ich ließ mich nicht aus der Ruhe bringen und untersuchte sie langsam wie gründlich, was ihr ein wenig Sicherheit gab. Bis auf ein paar nervöse Verspannungen, die sich bestimmt am Abend wieder gelegt hatten, hatte sie nichts. So, jetzt. Askan herausgeholt, Meike und Askan auf der einen und Amsterdam und Nordstern auf der andren ließ ich die vier zur Weide traben und war froh dass sie sich nun draußen anzickten und nicht mehr den ganzen Stall verrückt machten.
      Nach einer erneuten Kehrrunde weckte ich Bubi aus seinem Schlaf. Gemächlich folgte er mir und war wie immer mehr daran interessiert mit mir zu schmusen als sich untersuchen zu lassen. Nach dem Stress gerade kam mir eine kleine Schmuserunde grade recht, jedoch verlor ich das Ziel auch nicht aus den Augen und so wanderte mein Blick kurz darauf prüfend über Körper, Beine, Hufe, augen und Maul. Alles in Ordnung soweit mit ihm, ich konnte mich Sun widmen. Dem hatte der Stress von vorhin auch nichts ausgemacht und er folgte mir bereitwillig auf die Stallgasse. Auch er war schnell untersucht, ebenso gesund wie sein Nachbar.
      Sternsinger sah sich erst vorsichtig um ehe er mir auf die Stallgasse folgte. Der junge Hengst hatte noch nicht so richtig Vertrauen zu mir gefasst, daher ließ ich es ruhig angehn. Er sah sich nach links und rechts um während ich ihn abtastete und Augen und Mund kontrollierte. Bis auf seine Nervosität ging es ihm richtig gut und das nervöse würden wir auch noch hinbekommen.
      Golden Diamond hatte s sich auch zur Aufgabe gemacht mich zu trainieren. Die Stute folgte mir nur sehr widerwillig in die Stallgasse und lies sich genauso widerwillig untersuchen. Immer wieder drehte sich sich nach mir um, schlug mich mit dem Schweif und kniff Augen und Maul zusammen.
      Ich seufzte und war sehr froh als ich auch diese vier auf die Koppel gebracht und die Stallgasse gesäubert hatte.
      Bonito hingegen machte den ganzen Stress wieder wett. Er schmiegte sich an und wollte mich schon gar nicht mehr fort lassen. Er hob auch ganz brav alle Hufe von selber an und schob mir die zu untersuchenden Körperteile regelrecht hin, dass ich mich schon fast kaum bewegen musste. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht holte ich Mr Pretty aus der Box. Die Stute schob sich einmal mehr ins Rampenlicht in dem sie sich erstmal im Sonnenlicht platzierte, welches langsam immer heller den Stall durchflutete. Auch wollte sie zuerst gestreichelt werden und ein paar nette Worte bei der Untersuchung schadeten auch nicht. Für das Lob arbeitete sie aber auch gut mit, auch wenn sie den Kopf nicht gerne senkte, dazu genoss sie mit geschlossenen Augen und hochgerecktem Kopf zu sehr die Sonne die den Stall aufwärmte.
      Jargo drängte quasi aus der Box hinaus. Die Untersuchung wollte er nicht über sich ergehen lassen, er wollte sofort hinaus. Doch weit gefehlt, diesmal gelang es mir meinen Dickkopf durchzusetzen. Auch wenn er die Untersuchung nicht gebraucht hätte. Der Körper strotzte vor Kraft, die Hufe waren in tadellosem Zustand und die Zähne waren bereit das Gras zu zermahlen. Aus den Augen strahlte so eine Energie, dass ich mich beeilte Abajo aus der Box zu holen. Der erwies sich heute auch als Querulant und strebte wie Jargo dem Ausgang zu, dass ich mich mit beiden Füßen in den Boden stemmen musste um ihn aufzuhalten. Verärgert grummelte er als ich ihn anband und mit der Untersuchung begannt. Ich merkte deutlich wie er die Muskeln anspannte und auch die Beine waren schwierig zu untersuchen, da er die ganze Zeit auf dem Boden herum stampfte. Dass er mich nicht bei der Untersuchung des Mauls zwickte war alles denn langsam verwandelte sich der Ausdruck in seinen Augen von Unmut zu Wut.
      Als ich die vier zur Koppel brachte flog ich praktisch dahin. Jargo und Abajo hatten es so eilig dass sie wohl beschlossen hatten mir das fliegen beizubringen. Ich freute mich als ich das Tor hinter ihnen geschlossen hatte und mich ans kehren machte – nur noch 2 erwachsene Tiere und dann nur noch die Jährlinge. Die Kleinen würden zwar lebendig sein jedoch noch nicht so schwer zurück zu halten wie die Großen.
      Mit Freude holte ich Windsor aus der Box. Natürlich musste er mich erst mal wieder beknabbern bevor er sich den Gitterstäben und seinem Führstrick zuwandte. Wenigstens war er gut beschäftigt und ich konnte ihn in Ruhe untersuchen. Als ich mir seinen Mund ansah fand er meine Haare zwar spannender, aber auch den Mund hatte ich, dank seiner hervorragenden Gesundheit, schnell inspiziert. Ich überließ ihm seinem Knabberwahn und wandte mich Joker zu, den ich nur mit Überredungskünsten aus der Box bekam. Ein wenig scheu war er noch, aber nachdem ich mich schon im Vorfeld ein wenig mit ihm befasst hatte, ließ auch er sich brav von mir untersuchen. Beim Kopf musste ich ein wenig vorsichtig sein, jedoch war auch das schnell geschafft und ich konnte die beiden auch schnell nach draußen bringen.
      Nun noch die Jährlinge. Als erstes holte ich unsere Jüngste heraus, Calla. Die junge Stute, bei der wir erst vor kurzem begonnen hatten sie abzusetzten, blickte neugierig in der Gegend rum und wollte mich gar nicht loslassen. Meinen Arztkittel fand sie besonders toll und wurde zur Giraffe, als ich um sie herumwanderte, nur um den Kittel nicht loslassen zu müssen. Jedoch ging die Untersuchung schnell vonstatten, denn Calla war zwar neugierig aber total brav und bei bester Gesundheit.
      Figaros Schattenfalter folgte mir nur vorsichtig. Bei ihm ließ ich Vorsicht walten und ging alles langsam an, der Kleine war verwahrlost wieder zu uns zurückgekommen und brauchte erstmal Zeit bis er den Menschen wieder vertrauen konnte. Aber abgesehn von den seelischen Narben ging es ihm gut. Er hatte auch wieder zugenommen und sein Fell gewann auch langsam wieder an Glanz.
      Die wachen Augen sahen mir aufmerksam zu, als ich ihn abtastete und seine Hufe kontrollierte. Auch die Zähne waren in Ordnung und aus den Augen sprühte Lebensfreude. Zufrieden darüber, dass Amy ihn wieder auf die Beine bekommen hatte, wandte ich mich Lune zu. Die junge Stute war heute aufgeweckt und kaum zum Stillstehen zu bekommen. Abtasten ging grad noch, aber für die Beine und Hufe wünschte ich mir schon fast einen Schraubstock im Boden um den Huf einzuspannen. Wenigstens gab sie sich redlich Mühe mich nicht aus Versehen zu treffen.
      Dabei hätte sie sich gar nicht so anstellen brauchen, bei ihr war alles in bester Ordnung.
      Picola zeigte sich heute mal wieder temperamentvoll. Lauthals wieherte sie als sie aus der Box herauskam und das anbinden wurde eine Wissenschaft für sich. Jedoch konnte ich sie so platzieren, dass die Sonne sie wärmte, was sie sehr genoss. Das gab mir ein wenig ruhe für die Untersuchung, solang ich nicht die Sonne verdeckte. Als ich die Beine untersuchte, gab sie Unmutslaute von sich, schließlich kühlten ihre zarten Beinchen gerade ab! Auch ins Maul wollte sie sich nicht schauen lassen, das gelang mir nur unter lautstarkem Prozess. Mit einem leichten Klaps auf den Hintern verabschiedete ich mich von ihr um mich um Mirabella zu kümmern. Diese hatte heute ihren verschmusten Tag und brauchte viele Streicheleinheiten ehe sie der Untersuchung zustimmte. Auch musste ich immer wieder unterbrechen um sie zu streicheln. Das zog sich und Figaros Schattenfalte wieherte sie ungeduldig an, woraufhin Mirabella es sich nicht nehmen ließ zurückzuzicken.
      Ich war froh als ich die Jährlinge auf die Weide gebracht hatte und die Stallgasse ein letztes Mal fegte.

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      24. März 2015 - Pflegebericht
      4469 Zeichen © SopherlMacaulay


      Nachdem die Turniersaison schon fast begonnen hatte, übte ich vermehrt mit Figaro, der heute aber mal so gar keine Lust hatte. Dauernd versuchte er stehen zu bleiben und mir die Zügel aus der Hand zu reißen was mir das Training erschwerte, doch es half nichts, da mussten wir beide jetzt durch. Samie hingegen forderte mich heute, der neugierige Hengst musste auf unserem Spaziergang alles begutachten und es war schon eher ein Stop and Go. Aber Hauptsache er hatte seinen Spaß und der Ruhetag tat ihm gut. Little Baby meisterte das für sie vorgesehene Trainingsprogramm zur vollsten Zufriedenheit. Heute war führte ich sie an Hindernisse heran, oder versuchte es zumindest. Neugierig machte die Stute mit. Money hatte heute Hummeln im Hintern, sodass an ordentliches Training gar nicht zu denken war. Ständig rannte sie mir quer über den Reitplatz, was mich dazu veranlasste mit ihr ins Gelände zu gehen und sie sich auf den Rennstrecken austoben zu lassen.
      Nachtigall wurde zuerst von mir an den Hängern vorbeigeführt, schonmal vorbereitet für das spätere Hängertraining ehe ich mit ihr in die Halle ging und trainierte.
      Askan bereitete mir heute eine wahre Sternstunde. Mit Eifer flog er über die Hindernisse. Mit ihm hatte ich am Springtraining richtig Spaß. Amsterdam hatte es heute auf mich abgesehn. Ständig drängte sie an den Reitplatzrand oder buckelte was ihre Beine hergaben. Sie wollte mich unbedingt vom Rücken runter haben und sie schaffte es auch. Nicht mit mir dachte ich mir jedoch und saß wieder auf. Das überraschte sie derart, dass sie den Rest des Trainings brav war. Mit Meike legte ich heute ein Vertrauenstraining ein. Die Stute hatte mir die letzte Zeit gezeigt dass sie nicht viel von mir hielt, so ging ich im Gelände mit ihr spazieren und führte sie über enge Wege und Stege um ihr zu zeigen, dass sie sich auf mich verlassen konnte. Auch mit Nordstern konnte ich heute nicht auf den Platz, die junge Stute war heute etwas schreckhaft. So drehte ich eine kleine Runde zu Fuß mit ihr und ließ sie schnell wieder auf die Koppel. Bubi war heute Faulpelz in Person und ließ sich gerade mal zu ein paar Trabrunden auf dem Reitplatz überreden bevor er seine Füße in den Boden stemmte und nicht einen Schritt mehr weiter tat. Sunshine machte jedoch alles wieder wett. Ich hatte ein Ausdauertraining heute angesetzt, welches er mit Bravour meisterte. Sternsinger und ich waren heute für eine Springstunde eingetragen. Es war zwar nicht unbedingt leicht ihn über die Hindernisse zu bekommen, er hatte heute seinen ängstlichen Tag und scheute vor fast allem. Trotz alledem hatte er sich am Ende der Stunde ein Leckerli verdient. Diamond hatte ihren wilden Tag. Stillstehen war heute nicht wirklich etwas für sie, weswegen ich sie heute nur longierte. Nachdem ich ein paar Mal beinahe umgerannt worden wäre, war ich froh mit Bonito ins Gelände zu gehen. Ohne Sattel zockelten wir durchs Gelände und ließen uns die Sonne auf den Pelz scheinen. Mit Mrs Pretty hatte ich heute Reining geplant, doch die Stute wollte es ruhig angehen lassen, weswegen ich auf ein Trailtraining umschwenkte. Mit Dickkopf Jargo war heute kein richtiges Training möglich, da es ihm mehr gefiel herumzustehn und sich die Sonne auf den Pelz brennen zu lassen. Also machte ich mit ihm nur ein wenig Bodenarbeit. Abajo hingegen war heute eifrig bei der Sache, weswegen ich mit ihm Dressur trainierte. Der Hengst folgte meiner Zügelführung willig und war ein echtes Traumpferd. Auch mit Windsor war ein Dressurtraining angesetzt und er machte wunderbar mit. Die Hufe flogen hoch und die Halswölbung war so perfekt dass ich mich kurz einmal zu den olympischen Spielen träumte. Joker holte mich von der Wolke sieben wieder zurück. Auch er war heute äußerst arbeitswillig, verzieh mir aber keine Unaufmerksamkeit ohne Unfug zu machen.
      Calla hatte die letzten Tage beim zirzensischen Training so wunderbar mit gemacht, dass ich ihr einen Ruhetag gönnte. Figaros Schattenfalter hatte heute Auslauf nötig, weswegen ich mit ihm einen Spaziergang machte und dabei gleich das führen trainierte. Bei Lune begann ich mit dem Fohlen ABC. So langsam wollte ich sie darauf einstimmen und die nächsten Tage daran noch weiter mit ihr arbeiten. Auch mit Picola fging ich ins Gelände, ein wenig ihre Gelassenheit schulen. Mit Mirabella ging ich ein wenig auf dem Springplatz umher und legte die ein oder andre Stange auf den Boden um das Jungtier schon einmal mit Hindernissen bekannt zu machen.

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    • sweetvelvetrose
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      03. August 2015 - Pflegebericht für alle Pferde
      5244 Zeichen © Veija


      August 2015, by Veija
      Pflegebricht für alle Pferde von Jackie

      Heute war ich auf dem Weg zur Heartland Farm- also zu Amy Fleming. Sie hatte im Internet eine Anzeige aufgegeben, bei der sie dringend um Hilfe bei der Pflege ihrer Pferde bat. Da ich schon ein paar ihrer Pferde geritten hatte meldete ich mich sofort und fuhr nun also mit dem Wagen auf ihren Hof. Dort angekommen begrüßte sie mich kurz, ehe sie wegen eines dringenden Termins vom Hof verschwand. Da ich mich schon ein wenig auskannte, ging ich sofort zu ihrem Haflingerstall und fing mit dem ersten Pferd an. Nimué war eine 2-Jährige Haflingerstute, die nur Flausen im Kopf hatte. Ich wollte sie aufhalftern, da hob sie den Kopf und knabberte einfach den Strick an. "Ey, lass das!", sagte ich zog ihn ihr aus dem Maul, ehe ich es dann doch schaffte das Halfter über ihren Kopf zu bekommen.Dann brachte ich sie raus auf die Koppel, ehe ich wieder in den Stall ging um das nächste Pferd raus zu bringen. Burberry war der nächste Kandidat, den ich auf eine andere Koppel stellte. Da ich mir nicht sicher war wo hin mit den Halftern, zog ich sie einfach den Pferden aus und hängte sie wieder an die Box. Schließlich musste ich die Pferde ja auch wieder reinbringen. Das nächste Pferd war Lady Äppel. Bei ihrem Namen musste ich leicht schmunzeln, da ich dabei sofort an das Gerät "Apple" dachte, ehe ich an Äpfel denken mussten und mein Bauch sich knurrend zu Wort meldete. Doch noch war die Arbeit nicht getan, schließlich wollten alle Pferde auf die Koppel!
      Das nächste Pferd war Small Joker. Ein westernmäßig gerittener, recht heller Haflinger. Ein wunderschönes Pferd. Doch als ich Calla sah, war es um mich geschehen. Ich liebkoste das wunderschöne Fohlen und wollte es gar nicht mehr gehen lassen, doch es drängte um auf die Koppel zu kommen. Das nächste Pferd war nun Figaros Schattenfalter, den ich recht schnell auf der Koppel hatte. Nun hatte ich noch 6 Pferde vor mir, ehe ich mein Frühstück auspacken würde. So brachte ich nacheinander Windsor, Abajo, Jargo, Mrs. Pretty, L'Ombre de la Lune und Bonito auf die Koppel. Bei Bonito musste ich schmunzeln. Ich hatte ihn für Amy auf einer Körung geritten und seit dem hatte er sich wirklich verändert! Er war wirklich kräftig geworden und ich hatte auch schon einige Fohlen von ihm gesehen- ein wunderschönes Pferd. Nun machte ich eine kurze Frühstückspause und aß meinen Apfel und ein Brot, ehe ich wieder an die Arbeit ging. Nun kamen Golden Diamond, Picola, Mirabella, Sternsinger, Sunshine Shadow und Suburb Lights auf die Koppel. Zu meinem Glück hatte Amy einen Koppelplan aufgehangen, damit ich wusste, welches Pferd auf welche Weide kam. Nun waren es noch 9 Haflinger, die ich auf die Koppel bringen musste. Nordstern, Meike, Amersterdam Girl, Askan, Nachtigall, Money in a Bank, Little Baby, Samie und L'ombre de la Figaro. Auf letzteren achtete ich besonders, da ich wusste, dass er einer von Amys Lieblingen war.
      Nun ging es zum anderen Stall, schließlich wollten die anderen Pferde auch auf die Koppel und nicht den ganzen Tag im Stall stehen!
      Das erste Pferd, welches ich auf die Koppel brachte, war Rékja. Eine wirklich schicke Isländerstute gefolgt von As War Fades, für den ich mal Interesse gezeigt hatte. Wenn nachher noch Zeit bleiben würde, würde ich ihn noch kurz reiten, doch jetzt war keine Zeit dazu. Nach War Fades kamen Herbert, Maelis, Skywalker, HGT's Dead Snow, auch ein wunderschönes Westernpferd, Azzurro, Panino und Burnin' Castiel auf die Koppeln.
      Es folgten Valentines Cilion, Cabbalero, der sich wirklich gut gemacht hatte, I see you und Wikotikabesa. An diese Stute konnte ich mich noch besonders erinnern, da Amy und ich uns beinaje gestritten hatten, wer denn nun ihr Besitzer sei. Wir hatten sie beide besucht und Probe geritten und wollten sie beide haben. Durch ein Missverständnis kamen wir beide am gleichen Tag mit Hängern an und wollten sie mitnehmen. Da sie aber an Amy verkauft war, ging ich leer aus. Umso mehr freute ich mich, ein paar Minuten mit der wunderschönen Stute verbringen zu können. Doch da die Arbeit nicht wartete, musste es weiter gehen. So brachte ich Par Dieux, Mon Chérie, Puppy, Findus II, Lakritz, Luzifer, The Death Angel, Cindarella, The Black Death und Prince of the half moon auf die Koppeln, ehe es ans ausmisten ging. Bei so vielen Pferden war ich natürlich den ganzen Tag beschäftigt, so dass ich erst abends um 10 Uhr alle Pferde wieder im Stall hatte. Jedes der Tiere hatte seine Ration Heu bekommen. Nach einem Plan, den Amy im Stall hängen hatte, hatte ich allen Pferde Kraftfutter rationiert und war schließlich an As War Fades' Box stehen geblieben. Schmunzelnd betrachtete ich den Hengst, ehe ich ihn doch nochmal aus der Box holte und mit ihm in die Halle ging. Ich longierte ihn eine Weile, ehe ich ein paar Trailübungen vom Boden aus machte. Der Hengst machte willig mit und ich lobte ihn zum Schluss, indem ich ihm den Hals klopfte. "Guter Junge", sagte ich und brachte ihn wieder in den Stall. Ich hatte ihn doch nicht mehr reiten wollen, da ich von Amy keine Erlaubnis bekommen hatte, eines der Tiere zu satteln. Wäre dann etwas passiert, hätte ich nicht so gut dagestanden. Vielleicht würde sich irgendwann anders die Gelegenheit ergeben, den Hengst und auch Amys Paint Stute Wikotikabesa zu reiten.

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      24. Oktober 2015 - Lune wird eingeritten
      12.195 Zeichen © Jackie


      Voller Tatendrang stürzte ich mich in den Stall hinein. "Ok Ty, ich möchte dass du heute selbst ein Pferd einreitest !" - mein Freund blickte mich völlig erstaunt an. Dann kam ein leises "Ich ?" aus seinem Mund. Ich gab ihn einen flüchtigen Kuss. Ein Kopfnicken bestätigte seine Frage. "Lune ist noch nicht eingeritten, darum wirst du dich kümmern"

      "Aber ich habe doch gar keine Ahnung wie das geht"

      "Darum bin ich ja hier". Lächelnd reichte ich ihm den Strich und das Halfter. "Zieh es ihr über", anschließend führte er die junge Haflingerstute aus dem Stall. Brav und ahnungslos folgte sie dem Stallburschen. Ich holte in der Zwischenzeit einen Dummy, welcher die Stute an das Gewicht eines Reiters gewöhnen soll. Nachdem ich den Dummy zum Roundpen getragen hatte, eilte ich erneut in den Stall um Trense, Sattelpad und Westernsattel zu holen. Ich hätte zwar vor, Lune in Zunft ohne Gebiss zu reiten - doch sollte sie sich an das Gebiss gewöhnen, sollte ich es irgendwann mal benötigen. Ty wartete artig im Roundpen und verwöhnte in der Zwischenzeit die Stute mit sanften Fingerbewegungen. Ich rollte mit den Augen als ich den dösenden Blick der Stute sah. "Lass uns beginnen", Ty nahm den Strick auf "Ich werde Lune nun für dich halten. Als erstes werden wir sie mit dem Gewicht des Dummys vertraut machen. Drücke erstmal mit den Handflächen auf ihren Rücken, nicht all zu fest - aber es sollte Druck vorhanden sein." Ty befolgte meinen Anweisungen und verlagerte sein Gewicht in seine Handflächen. Lune zuckte kurz zusammen, anschließend beschnupperte sie Ty neugierig. Ich kraulte die Stute sanft, sodass Ty nun den Dummy auf den Rücken legen konnte. "Sei vorsichtig und lege ihn mit ruhigen Bewegungen drauf. Wir wollen die Stute nicht verängstigen". Als der Dummy ihren Rücken erreichte, wollte die Stute nach vorne los preschen. Doch ich hatte sie fest im Griff und beruhigte sie, indem ich ihre Stirn mit Kreisbewegungen kraulte. "So ist braaav", murmelte ich mit tiefer Stimme. "Das machst du gut Ty. Ich führe Lune nun eine Runde durch den Roundpen. Lune taumelte neben mir her, kämpfte immer noch mit dem 'Ding' auf ihren Rücken. Dennoch vertraute sie mir und versuchte nicht zu buckeln, oder los zu rennen. Nachdem ich wieder stehen blieb, sagte ich Ty, er solle den Dummy vom Pferd nehmen und das Westernpad auf den Rücken legen. Dieses akzeptierte Lune, es war schließlich leichter als der Dummy - außerdem war sie an Decken gewöhnt. "Und jetzt den Sattel" - Die Stute wollte immer wieder ausweichen, als sie das riesige Monster sah - doch dazu ließ ich ihr keine Wahl. Ehe sie in Panik geriert, rieb ich sie sanft mit Lavendelöl ein, das lenkte sie ein wenig ab. "So ist gut Ty, und jetzt drauf damit". Möglichst sanft, schwang er den Sattel über den Rücken. Nun trat Lune aus, machte einen kleinen Buckler und wollte erneut lospreschen. "Sie weicht jetzt nicht aus, will aber den Sattel von ihrem Rücken bekommen. Ist ja selbstverständlich wenn man sich in ihre Lage versetzt", erklärte ich Ty. Ich hielt sie auf, führte sie stattdessen noch mal eine Runde. Wir mussten aufpassen, dass der Sattel nicht vom Rücken fiel - immerhin war er noch nicht fest gegurtet. "Ty, den Gurt... mach ihn erstmal locker." Lune lehnte die die Ohren nach hinten, der Gurt war recht locker angezogen - dennoch so fest, dass der Sattel nicht runterfallen konnte. "Wir longieren sie erstmal. Dann regt sie sich ab." Wie auch beim Join-Up scheuchten wir die Stute durch den Zirkel. Sie richtete relativ schnell die Ohren nach innen und begann zu kauen. Es war immerhin nicht das erste mal das Lune ein Join-Up machte. Nachdem die Stute zu uns lief, fuhren wir mit dem Training fort. „Nun die Trense“, ich reichte dem Jungen die dunkelbraune Westerntrense und machte ihm Platz. „Halt am besten ein Leckerchen unter dem Gebiss“. Leckerchen ? Die Stute nahm die Trense nichts ahnend entgegen. Das war unser Vorteil ! Lune war an manchen Tagen echt verfressen. Mümmelnd genoss sie das Banenen-Apfel-Leckerchen und sabberte fröhlich auf den Sand. „Besser ging es nicht oder?“

      „Nein, besser hätte es gar nicht werden können“.

      Wir lachten und lobten die Stute. Ehe sie sich gegen die Trense wehrte, reichten wir ihr das nächste Leckerchen. Lune hatte richtig Spaß sich mit solchen Köstlichkeiten bedienen zu lassen. Ob sie die Trense überhaupt wahr nahm ? „Wir führen sie erstmal ok?“, Ty nickte, nahm die Zügel und führte die Stute durch den Roundpen. Sanft redeten wir auf sie ein, lobten sie und reichten hin und wieder die ein oder andere Köstlichkeit entgegen. Nun war die Stute entspannt genug, damit wir nachgurten konnten. Ty zog den Gurt an. Lune stöhnte etwas, das war sie einfach noch nicht gewohnt. „Ty, ich steig lieber zuerst auf, für den Fall der Fälle“

      „Ich kann das auch gerne machen“, bestand Ty. Also überließ ich ihm die Zügel und beobachtete ihn wie er mit einem Mal auf dem Pferd saß. Die Zügel blieben locker, ich fixierte Lune zur Sicherheit, sie sollte ja nicht gleich lospreschen. „Und jetzt lob sie kräftig“. Sie wurde nahezu verwöhnt. Während Ty sie streichelte, ihren Hals klatschte und sie lobte, versorgte ich sie mit Bananen Leckerchen. „Super Lune!“. „Und jetzt mach langsam Ty.“, er ritt im Schritt durch den Zirkel. Hielt zwischendurch mal an, wurde manchmal schneller. Die Zügel blieben locker.

      Nach einer guten Stunde, hatten wir es geschafft Lune in allen Gangarten zu reiten. Natürlich mussten wir die Übung mehrmals wiederholen, ansonsten könnte man nicht sicher gehen, dass sie wirklich reitbar ist.



      „Ty, kümmer du dich um Lune... Futter, Wasser, Striegeln, eindecken. Ich trainiere nämlich jetzt Windsor.“ Windsor war ein robuster Haflinger. Er hatte bereits ein Dressurturnier gewonnen und wurde mehrmals trainiert. Ich war stolz ihn im Stall stehen zu haben. Elsaria, eine nette Frau mit welcher ich vor Jahren mal Kontakt hatte – war die ehemalige Besitzerin von Windsor. Mit ihr hatte ich in früheren Zeiten mal über eine Haflingerzucht nachgedacht. Es ist traurig, dass wir Windsor nun eine so lange Zeit besaßen und er immer noch nicht gekört war. Aber das Leben war leider kein Ponyhof. Also trainierten wir ihn regelmäßig um ihn für die Kör, aber auch für die kommenden Turniere in Form zu halten. Windsor war für ein Haflinger recht erfahren was die Dressur angeht. Darum musste er heute für das S-Niveau vorbereitet werden. Diesen Monat müssten wir das halten aus der Passage, die Traversalverschiebung im Galopp, eine halbe und ganze Pirouette im versammelten Galopp, den fliegenden Galoppwechsel, die Schaukel, die Piaffe und die Passage üben. Aber auch einige neue Bahnfiguren würden auf uns zu kommen. Da ich mich die letzten Tage bereits mit Windsor beschäftigt hatte, lag es nun an mir die ganzen Lektionen zu wiederholen. Auf die Piaffe freute ich mich am meisten. Es war einfach das schönste, zu merken wie das Pferd unter dem Sattel eines der schwierigsten Anforderungen erfüllt. Ich ritt Windsor zunächst im Schritt warm, anschließend trabte ich im versammelten Trab auf den Hufschlag eine ganze Bahn. Windsor sollte im Takt kommen. Gott sei Dank war heute kein regnerischer Tag. Sonst hätte ich gar nicht üben können. Leider besaßen wir auf Heartland keine Reithalle, aber wir dachte alle ernsthaft darüber nach eine zuzulegen. Doch fehlte uns dafür noch ein wenig mehr Platz. Nach 10 Minuten kam Ty zu mir. Er beobachtete mich und Windsor gespannt. „Was tust du da?“, fragte er neugierig „Das hier ist eine Traversal. Ich werde ihn nun angaloppieren um die Traversalverschiebung zu üben“. Nach der Traversalverschiebung erfolgte der fliegende Galoppwechsel. Auf der linken Hand, ritt ich eine 10 Meter Volte im Galopp. Windsor arbeitete anständig mit. Ich ritt wieder auf den Zirkel, wechselte dann erneut im fliegendem Galopp und steuerte auf die ganze Bahn zu. Ich nahm die Zügel auf und bremste Windsor in den Trab ab. In der Ecke machte ich kehrt, anschließend führte ich eine Passage aus. Ich ritt in die Mitte des Platzes, zügelte ihn erneut und gab ihm eine Beinhilfe wodurch er die Piaffe ausübte. Mit hoch angehobenen Beinen stolzierte Windsor mittig des Platzes. Ty klatschte begeistert. „Mensch, der ist ja richtig gut geworden“. Ich zog meinen imaginären Zylinder ab und verbeugte mich vor ihm. Wir lachten zusammen „Klappt super!“ In einer Travers ritt ich zurück zum Hufschlag, zügelte Windsor in einen versammelten Schritt und ritt ihn anschließend zum Tor. „Ich würde sagen er ist fertig für das nächste Turnier!“, Ty blickte stolz auf mich „Der ist echt ein Naturtalent.“.

      Nachdem wir Windsor in den Stall gebracht hatten, übernahm Caleb und deckte den schwitzenden Haflinger ein. „Fütterst du ihn?“, fragte ich den Stallburschen. „Ja“, Caleb griff bereits zum Futtereimer und bewegte sich Richtung Futterkammer. „Caleb warte, ich komme mit!“ - rief ich noch schnell hinterher. Mir fiel nämlich ein, dass wir die restlichen Pferde auch noch füttern wollten. Das würde eine Ewigkeit dauern. Gut das Mellory und Ty uns zur Hand gehen wollten. „So gab es endlich eine Möglichkeit Mellory zu beschäftigen“, dachte ich amüsiert.



      Wir begannen im Zuchtstall. Mit mehreren Schubkarren voller Heu, begaben wir uns auf den Hof. „Lass uns zuerst zur Stuten und Fohlenweide gehen“. Die sogenannte Zuchtweide. Mellory folgte mir. Caleb und Ty fuhren mit einem Traktor zur Hengstweide. Da wir nur einen Traktor besaßen mussten wir eben die Schubkarren voll Heu schieben. Auf der Stutenweide angekommen, füllte ich mit Mellory die große Heuraufe. Lana, Figaros Schattenfalter, L'ombre de la Lune, Lady Äppel, Golden Diamond und Amsterdam Girl galoppierten gierig auf die Raufe zu. Genüsslich fraßen sie das frische Heu. „Ich sehe schon, das wird nicht ausreichen. Lass uns noch mal zurück gehen und die Schubkarren füllen.

      In der Zwischenzeit füllten Caleb und Ty die Heuraufe auf der Hengstweide auf. Windsor, Bonito, Sunshine Shadow, Askan, Samie, aber auch Small Joker stürmten zu dem frischen Futter. Waren Haflinger eigentlich immer so verfressen ? Jargo schlief unter dem Unterstand, neben ihm stand Burberry. „Ich glaube der Unterstand müsste auch mal wieder gemistet werden“, Ty seufzte. Da kam L'ombe de la Figaro auf die beiden zugetrabt. „Ja, du bist bestimmt gleicher Meinung was?“ er kraulte den Hengst. Suburb Lights kam schließlich auch zu der Herde galoppiert um vom Heu zu fressen. Golden Samurai döste in der Herbstsonne und Sternsinger schmuste mit Abajo. „Caleb lass und mal den Offenstall ausmisten“. Caleb stöhnte, gab aber dann nach.

      Mellory und ich erreichten wieder die Stutenweide, und wir begaben uns zur zweiten Raufe. Als wir diese aufgefüllt hatten, kamen schon die kleinen Fohlen Picola und Mirabella auf sie zu. Fröhlich knabberten die beiden an unseren Jacken. Mrs. Pretty und Little Baby trottelten entspannt zu der zweiten Raufe um sich schließlich auch etwas zu gönnen. Aber auch Calla und Nachtigall kamen nach. Nordstern und Meike schienen kein Interesse zu haben, sie blieben lieber mit Money in a Bank und Nimué zusammen am Fluss um zu trinken. Die Haflinger wären hiermit versorgt. „Lass uns nun zu der anderen Stutenweide gehen. Vorher müssen wir aber noch mal Heu auffüllen“ - Leider war der Alltag auf Heartland nicht immer amüsant. Darum mussten wir uns auch solchen monotonen Aufgaben widmen. Auf der anderen Stutenweide standen Rékja, Maelis, Wikotikabesa, Puppy, Mon Chérie, The Death Angel, Burnin Castiel, Valentines Cillion, Par Dieux, Cabbalero, Findus, HGT's Dead Snow und die kleine Cindarella. Während wir uns um die Heuraufen der Stuten kümmerten, waren Ty und Caleb mit dem ausmisten des Offenstalls fertig. Sie fuhren mit dem Trecker durch und schoben den Mist nach draußen. Als sie fertig waren begaben sie sich zur Hengstweide um auch die anderen Hengste zu versorgen. The Black Death, Prince of the Half Moon, Laktritz und Luzifer, Azzurro, Skywalker, Panino und Herbert, standen mit Celsius, As war Fades und I See you zusammen in einer Herde.



      Nun waren alle Pferde versorgt. Erleichtert und doch völlig ausgepowert verbrachten wir den Abend gemeinsam im Wohnzimmer. „Wir sollten echt mehr Stallburschen einstellen“. Sagte Lou zu uns. „Ihr seht ja völlig fertig aus!“.

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      26. Oktober 2015 - Hufschmiedbesuch
      11.820 Zeichen © Bracelet


      Am Morgen des 25. Oktobers 2015 kam ich schon gegen 7 Uhr auf das wunderbare Haflingersport und Zuchtgestüt Heartland, welches unter der Führung der Familie Fleming stand. Vor einer Woche hatte ich von dieser auch meinen Auftrag bekommen. Leider war es mir nicht möglich früher anzureisen, da mein eigenes Gestüt, welches kurz vor dem Umzug nach Schweden stand und mich dementsprechend dringend brauchte.
      Wie dem auch sei, nun war ich hier; in Millarville, Kanada. Ich hatte mir solange ich hier war einen größeren Jeep ausgeliehen, in welchem mein ganzer Kram zu verstauen war. Hufmesser, Feilen, Zangen, Hufeisen, Hammer und alles Mögliche andere, ja - sogar ein spezieller Eisen-Ofen war mit dabei.
      Kälte. Dies war das erste, was mich hier auf dem Anwesen in Empfang nahm. ,,Brr.'',stieß ich aus und wickelte mich schnell in meine Jacke, die ich nun in Windeseile zuzippte. Dann ging ich nach hinten um mein Köfferchen, in dem die wichtigsten Utensilien waren, aus dem Auto zu nehmen.
      ,,Was machst du da?'',hörte ich eine Stimme aus dem Hintergrund sagen. Ich drehte mich um und blickte in die großen, braunen Augen eines braunhaarigen Mädchens. Sie lächelte mich an und fragte ,,Achso - du bist die Hufschmiedin, oder?''. Ich nickte kurz, nahm mein Köfferchen aus dem Kofferraum und sagte lieb:,,Jap. Und wer bist du?'' ,,Georgie.'',entgegnete sie als mich dann auch schon Amy, mit der ich zuvor telefoniert hatte, begrüßte.
      Diese führte mich anschließend auch zu den Pferden. Sie erzählte mir auf dem Weg, dass sie schon im Vorhinein alle geputzt hatte und ich nun nur mehr meine Arbeit tun müsse. Amy Fleming war, wie gewohnt, sehr sympathisch, weshalb mir dieser Auftrag heute wohl ebenso sympathisch erschien. Dennoch entschieden das dann immernoch die Pferde. Also sahen wir mal.
      Mein erster vierbeiniger Patient war Bonito, ein überaus kräftiger, hübscher Haflingerhengst. Er erschien mir von Anfang an sehr ruhig und ausgeglichen, weshalb ich mir beinahe sicher war, dass ich keine Probleme mit ihm haben würde, was sich nachher bestätigte.
      Er stand ganz brav da und gab gehorsam immer sein Bein her, wenn ich ihn im Laufe des Prozedere darum bat. Als erstes begann ich mit der Hufkontrolle. Dabei begutachtete ich die Hufstellung, den Winkel des Hufhorns, Strahl und Sohle, sowie sein Gangbild in Form eines Vortrabens. Mit diesem wurde auch begonnen. Dabei durfte Amy laufen und ich guckte kritisch auf Bonitos Hufe. Alles gut. Sowohl im Trab als auch im Schritt zeigte sich nichts ungewöhnliches oder auffälliges. Was den Hufzustand an sich betraf, stellte ich fest, dass diese zwar sehr gut gepflegt waren, dennoch aber Eisen brauchte. Dies hatte Amy mir aber zuvor schon berichtet, denn er sollte ganz spezielle Slidingeisen bekommen, die ich üblicherweise nicht im Repertoire hatte und extra besorgen musste.
      Nun - hier waren sie. Die im Vorfeld besprochene Größe passte optimal, weshalb ich die Eisen nun nur noch in meinem Ofen erwärmen und aufbrennen musste. Selbst diese, oftmals kritische, Angelegenheit meisterte Bonito ohne mit der Wimper zu zucken. Er war anscheinend schon ein alter Hase in diesem 'Business'. Zu guter Letzt bekam der Hübsche noch auf allen vier Hufen eine gute Schicht Hufbalsam, woraufhin diese wunderbar glänzten. Dann durfte er auch wieder auf die Wiese, da ich ihn, noch vorm beschlagen, ausgeschnitten und korrigiert hatte und nun alles wieder in bester Ordnung war.
      Die nächste Kandidatin war Calla, die Blume. Diese Stute gefiel mir besonders gut, da sie diesen süßen, verhätschelten Welpenblick absolut beherrschte und mich damit ganz und gar in ihren Bann zog. Im Juli diesen Jahres hatte ich die Jährlingsstute zum ersten Mal besucht. Nun fand das Widersehen statt.
      ,,Na du?'',sagte ich zu ihr. Sie spitzte daraufhin neugierig ihre kleinen Öhrchen und tapselte auf mich zu. ,,Wiieh.'' Ich grinste. ob sie mich tatsächlich noch kannte, oder nur an dem Leckerchen in meiner Jackentasche interessiert war, wusste ich nicht. Möglicherweise war es auch eine Mischung aus Beidem. ,,Hier.'',sagte ich dann grinsend und hielt ihr meine Hand samt dem Leckerli hin. Amy lachte: ,,Sie bekommt wirklich immer was sie will.''
      Nach einer kleinen Annäherungsphase begann ich dann auch ihre Hufe zu kontrollieren, wobei ich wieder darauf achtete, dass sie das ganze so angenehm wie möglich empfand. Immerhin waren die jetzigen Eindrücke Callas prägend für den Verlauf des Rests ihres Lebens. Sie schien es aber gar nicht nicht zu genießen, dass ich und Amy ihr so viel Aufmerksamkeit schenkten. Im Gegenteil. Sie machte brav mit und schnaubte hin und wieder.
      Die Hüfchen waren ausgezeichnet. Bloß etwas Ausschneiden war von Nöten, weshalb ich dann mit meinem Hufrinnenmesser das lose, beziehungsweise überschüssige, Horn von ihren Hufen entfernte und auch ihren Strahl etwas korrigierte.
      Danach war sie auch schon fertig und bekam nur noch ein wenig Hufbalsam aufgepinselt ehe sie wieder zurück zum Spielen mit den Anderen durfte.
      ,,Und das ist Nachtigall.'',sagte Amy. Auch dieses Stütchen war außerordentlich hübsch, kein Wunder dass sie gekört war.
      Nachdem ich sie etwas schnuppern ließ und sie sich an mich gewöhnt hatte begutachtete ich auch ihre Hufe. Anders als bei den beiden ersten Pferden, wollte Nachtigall nicht so recht ihre Beine heben, tat dies dann im Endeffekt aber trotzdem. Es war mir klar, dass sie mich wohl etwas testete, was völlig okay war. Hätte ja sein können, dass ich sie dann gleich wieder in Ruhe gelassen hätte.
      Was bei der Stute außer Ausschneiden nötig war, war eine Kürzung der Hufe, welche ich sehr behutsam aber effektiv vollzog, nachdem ich ihre alten Hufeisen heruntergab. Nachdem dies getan war, bereitete ich die Trageflächen auf den neuen Beschlag vor. Dazu wurde gefeilt und geraspelt bis alles schön glatt war. Dies bat dann das optimale Fundament für den neuen Slidingbeschlag, welchen ich ihr daraufhin verpasste. Den letzten Schliff gab ich, durch das Aufpinseln des Hufbalsams.
      Auch Small Joker und Samie, meine nächsten Clienten, wurden nach einer ausführlichen Kontrolle von ihren alten Eisen getrennt und, nachdem ihre Hufe ausgeschnitten und korrigiert wurden, neu mit Slidinghufeisen beschlagen.
      Dann folgte Nordstern. Ein hübsches, erst etwas schüchternes Pony. Nach ein wenig Schnuppern wachte sie allerdings langsam auf und zeigte etwas Entspannung. Bei der Hufkontrolle fiel auf, dass sie sehr trockene Hufe hatte, die kleine, aber eher tiefe Risse aufwiesen. Dies sollte natürlich lieber nicht sein, weshalb ich Amy sagte, dass sie bei dieser Stute einfach doppelt so oft einfetten, beziehungsweise einbalsamieren sollte, als bei den anderen Pferden. Es konnte in diesem Fall nicht schaden und war für den Winter auch ganz gut, da das Hufbalsam, welches ich Amy extra für dieses Pony mitgenommen hatte vor der Kälte schützte. Um gleich damit anzufangen fettete ich alle vier Hüfchen ordentlich mit dem Zeug ein.
      Danach ging es zu Money in a Bank, welche kontrolliert, mit Hufbalsam bepinselt, ausgeschnitten und korrigiert wurde. Ebenso fand bei ihr ein Umstieg von Militaryeisen auf die deutlich leichtere Variante der Kunststoffesen statt. Dies klappte sehr gut und ohne Komplikationen, da die Stute sehr brav im Umgang war.
      Das nächste Pony war Nimué. Sie schien mich von Anfang an zu mögen und bewies aufs neue, wie gut die Pferde der Familie Fleming erzogen waren.
      Bei der Kontrolle Nimué's Hufen machte ich jedoch die Entdeckung, dass die Kleine eine sehr starke Abnutzung der Trageflächen hatte und deswegen dringend Hufeisen benötigte, ehe sich eine Fehlstellung einschleichen konnte.
      Bevor ich sie allerdings beschlagen konnte musste sie ausgeschnitten werden. Ebenso musste ich ihre Hufe etwas in Form raspeln, damit die Eisen gleichmäßig saßen. Erst dann konnte ich die Größe der Eisen bestimmen und diese anschließend auf Nimués Hufe aufbrennen, wobei die junge Stute sich erst etwas erschrak, dann jedoch nach und nach gelassener wurde. Danach wurden die Eisen im kalten Wasserbad versenkt und aufgenagelt, wobei die junge Stute außerordentlich brav war.
      Zu guter Letzt wurde auch bei ihr Hufbalsam aufgetragen.
      Daraufhin kontrollierte ich Jargo und Mrs. Pretty, bei welchen alles in bester Ordnung war. Dennoch wurden Beide ausgeschnitten und leicht in der Hufform korrigiert, damit die neuen Eisen gut saßen. Die Neuen waren nun allerdings keine Stahleisen mehr sondern eine Variante aus Kunststoff, mit welcher ich auch Nimué beschlagen hatte. Das Besondere an diesen Eisen war, neben des optimalen Gewichtes, dass sie beim Laufen den Stoß dämpfen und somit die Gelenke schonen.
      Und auch zwei weitere Pferde bekamen, nach ausgiebiger Kontrolle und einer leichten Hufkorrektur und Ausschneiden, leichte Kunststoffeisen. Dabei handelte sich um Suburb Lights und Little Baby. Bei Suburb Lights sorgten die Eisen für eine langfristige Korrektur der Hufstellung, welche nicht optimal war. Die neuen Eisen waren so angepasst, dass sie wie eine Einlage wirkten und das Stellungsproblem behoben. Bei Little Baby sollten die Eisen lediglich das Fortschreiten der Hufabnutzung verhindern. Die Beiden bekamen ebenfalls etwas Hufbalsam, für etwas mehr Feuchtigkeit.
      Mein nächster Patient war der bekannte L'ombre de la Figaro. Er war der wohl gefragteste Deckhengst dieses Gestüts und umso dringender war die Behebung eines Problems. Figaro, wie er liebevoll genannt wurde, lahmte nämlich seit zwei Tagen und konnte so seine zuchttechnischen Pflichten nicht erfüllen. Ebenso belastete natürlich einfach die Unklarheit über den Gesundheitszustandes des Hengstes.
      Erst ließ ich ihn mir im Schritt vorführen und anschließend auch im Trab. Ich beobachtete das ganze sehr genau und stellte fest, dass er, wenn er stand wohl kaum Schmerzen haben konnte. Dies las ich seines Erscheinungsbildes ab. Also musste das Problem entweder am Stoß, also der Belastung, oder am Eisen liegen, was sich bestätigte. Es war schlichtwegs etwas locker; Von außen kaum bis gar nicht bemerkbar, für das Pferd allerdings störend und, je mehr diesem Problem Beachtung geschenkt wurde, konnte es das Gangbild beeinflussen. Dadurch, dass das Pferd dem nervenden Gefühl ein Ende setzen will.
      Gottseidank ließ sich das schnell beheben. ,,Klick klick.'',schon waren die Nägel heraus geklippst und das Eisen konnte abgenommen werden.
      Dann wurde noch der Rest kontrolliert und die Hufe ausgeschnitten. Eine Korrektur war nicht mehr notwendig. Bloß ein neuer Beschlag sollte her. Diesmal zwei Paar Aluminiumeisen mit Stollen zum hinein und herausschrauben.
      Dann wurden die Hufe noch mit Balsam bepinselt und Figaro ging es wieder bestens.
      Der nächste war Abajo. Ein Pferd mit sehr interessanter Fellfarbe. Er war nämlich ein Lehmfuchs, und nach all den Lichtfüchsen, eine wahre Besonderheit für mich, zumal ich diese Färbung noch nie in echt beobachten konnte.
      Die Hufkontrolle bei Abajo verlief sehr gut und zeigte, dass er sehr gesunde und harte Hufe hatte. Dennoch mussten die alten Hufeisen herunter, ausgeschnitten und korrigiert werden und anschließend neue Slidingeisen drauf. Dabei war er sehr gutmütig und brav, was mir die Arbeit sehr leicht machte. Zum Schluss bekam er auch noch etwas Hufbalsam.
      Und last but not least: Picola und Mirabella. Zwei Fohlis, die kontrolliert und ausgeschnitten werden sollen. Eine Korrektur war bei Beiden nicht notwendig. Die Zusammenarbeit mit Amy klappte sehr gut, da sie die Fohlen kraulte, während ich meine Arbeit tat, und sie dadurch ganz entspannt und kooperativ waren. Ich hoffe, sie haben nun einen positiven Eindruck vom Schmied. Es wirkte jedenfalls vor Ort so.
      Nun hatte Jackie noch 6 Behälter Hufbalsam, weshalb ich ihr 3 neue Fläschchen mit gab.
      Dann war es bereits 17 Uhr und ich entschied mich sofort die Heimreise anzutreten. Amy verabschiedete mich und ich fuhr dann guten Gewissens nach Hause.

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      11. März 2016 - Samanta hilft aus
      14.727 Zeichen © Samanta


      Gestern war ich in Kanada angekommen. Ich hatte Lou Fleming nämlich zugesagt, dass ich mich einen Tag um all ihre Pferde kümmern würde. Ein Tag voller Pflege stand heute an. Amy, deren Freund und Thomas würden mir dabei helfend zur Hand gehen. Früh hatte ich mich aus dem Bett gequält. Ich war Frühaufsteher, so war das nicht, aber letzte Nacht war dann doch etwas länger gewesen. Einmal kalt geduscht und ich fühlte mich fit, noch schnell einen Tee hinterher und der Morgen sah schon viel freundlicher aus. „Dann wollen wir mal“, murmelte ich und schickte ein Gähnen hinterher, grinste dabei über mich selbst. Diese Motivation war unbezahlbar. Ich schnappte mir meine Jacke und beschloss zuerst zum Nebenstall zu gehen. Ausmisten stand bei allen Pferden auf dem Plan, ein paar würde ich außerdem putzen. Wer das war hatte ich jetzt noch nicht festgelegt. Das würde sich nach dem Schmutzgrad der Pferde entscheiden. Bevor das aber passierte, mussten alle erst mal mit Futter versorgt werden. Unterwegs stießen Amy, Ty und Thomas zu mir und ich scheuchte sie zum Zuchstall sowie zur GreenBriar Ridge, damit sie dort die Pferde schon mal mit dem Futter versorgen konnten. Ich würde dann später zu ihnen stoßen, wenn ich im Nebenstall fertig war. Halb hüpfend, halb gehend legte ich den Weg zum Stall zurück, um die Motivation anzukurbeln. Ehrlich, ich war normalerweise nicht so schwer wach zu kriegen, aber heute musste ich wirklich alle Register ziehen. Am Stall angekommen krempelte ich meine Arme hoch und sagte zu mir selbst: „Auf geht’s.“ Das Füttern hatte ich relativ schnell erledigt. Trotzdem hatte es seine Zeit gebraucht, denn als ich beim letzten Pferd fertig war, war das erste Pferd beinahe schon wieder fertig mit seinem Futter. Langsam? Nein, das war ich wirklich nicht gewesen, aber ich hatte dann auch nochmal gründlich die Stallgasse gefegt und das hatte auch nochmal Zeit gekostet. Ich griff nach dem ersten Halfter und sah mich suchend im Stall um. Celsius brauchte dringend eine Putzeinheit. Ich wusste nicht wieso, aber Schimmel waren konsequent braun. Egal, wie oft man sie putzte. Die braunen Flecken gingen wirklich nur raus, wenn man sie wusch und sobald sie wieder im Stall oder auf der Koppel waren, fanden sie die dreckigste Stelle zielsicher. Ich holte Celsius aus der Box und band ihn an. „Ehrlich, wieso bist du nicht einfach zufrieden mit der Farbe, die du hast? Das Weiß sieht doch so schön aus.“ Grinsend begann ich damit den Hengst zu putzen und wich immer wieder geschickt seinen Versuchen aus, seinen Huf an einem meiner Körperteile zu platzieren. Wieso der Hengst so aggressiv war, konnte ich nicht sagen, aber ich sah es ihm nicht nach. Lou und Amy arbeiteten gerade daran, dass er dem Menschen mehr vertraute. Das Putzen schien ihn jedoch gnädig zu stimmen, denn irgendwann entspannte er sich und ich konnte ihn gründlich putzen, sodass er wenigstens ansatzweise wieder wie ein Schimmel aussah. Ich nutzte die Gelegenheit, dass er gerade so ruhig stand dafür, seine Box auch gleich mit auszumisten. Die Boxen hatten es definitiv alle nötig. Nachdem das erledigt war, konnte der Hengst auch schon wieder zurück in seine Box. Hätten wir das auch schon mal geschafft. Die nächste Kandidatin auf meiner Liste war The Dead Angle. Mit ihr hatte ich wieder zielstrebig einen Schimmel erwischt. Die Stute sah nicht ganz so schlimm aus, wie Celsius, aber es reichte, um definitiv einer Komplettreinigung gerecht zu werden. Heute hatte sie sich offenbar dazu entschieden ihre süße Seite zu zeigen. Ganz entspannt ließ sie sich von mir putzen und blieb auch artig stehen, während ich ihren Stall ausmistete. Es folgte Cindarella. Auch sie wollte ich definitiv putzen. Viele weiße und graue Stellen, ihr versteht? Die kleine Prinzessin machte ihrem Namen wirklich alle Ehre, genoss es sichtlich, dass sie gerade im Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit stand und ließ sich das Ganze in königlicher Würde gefallen. Schmunzelnd entwirrte ich Schweif und Mähne, kratzte die Hufe aus und putzte auch den Rest ihres Körpers ordentlich. Auch ihren Stall mistete ich aus und nachdem ich fertig war, brachte ich sie zurück in ihre Box. Kurze Pause. Währenddessen schaute ich aus, wie es so in den beiden anderen Ställen aussah. Ty und Amy besuchte ich zuerst. Sie hatten mittlerweile alle Pferde gefüttert und Everyday as it comes, Picola, HL Figaros Schattenfalter, Franzl von Falkenstein und Faster ausgemistet, sowie geputzt. „Ich bin stolz auf euch“, sagte ich grinsend, „weiter so. Ich komme nachher noch vorbei und dann helfe ich euch, wenn noch etwas zu tun ist.“ Sie nickten und grinsten mich an. „Ich lass euch ja schon alleine“, sagte ich und verschwand lachend zu Thomas, der sich um die Pferde in GreenBriar Ridge kümmerte. Er hatte bereits Rekja geputzt und ihren Stall ausgemistet, hatte Mellow Billow ebenfalls ausgemistet und war gerade dabei Darly gone Mad zu putzen. Ich beschloss ihn noch beim Stall ausmisten zu unterstützen, schnappte mir eine Mistgabel und eine Karre und begann die Box des Hengstes auszumisten. Nachdem ich fertig war, umarmte ich Thomas und sagte: „Ich danke dir für deine Hilfe. Ohne dich und die anderen beiden wäre ich echt aufgeschmissen.“ Er meinte, es sei selbstverständlich und er würde mir jederzeit wieder helfen. „Ich weiß." Ich beschloss ihn noch beim Stall ausmisten zu unterstützen, schnappte mir eine Mistgabel und eine Karre und begann die Box des Hengstes auszumisten. Nachdem ich fertig war, umarmte ich Thomas und sagte: „Ich danke dir für deine Hilfe. Ohne dich und die anderen beiden wäre ich echt aufgeschmissen.“ Er meinte, es sei selbstverständlich und er würde mir jederzeit wieder helfen. „Ich weiß.“ Grinsend machte ich mich auf den Weg zurück zum Nebenstall. Da es mir zu langsam ging mit den Pferden alle in ihren Boxen schmiss ich erst mal konsequent nach und nach alle Pferde auf ihre Koppel und begann dann systematisch alle Ställe zu misten. Nur Celsius, The Dead Angle und Cindarella blieben in ihrer Box, da ich die drei schon geputzt hatte. Bei den anderen würde ich dann später entscheiden, wen ich putzte und wen nicht. Es war gar nicht mal so einfach, wirklich alle Boxen auszumisten und nicht die Motivation zu verlieren, aber die Tatsache, dass es gemacht werden musste, machte die Sache doch etwas einfacher. Ich strich mir eine Strähne aus dem Gesicht. „Geschafft“, murmelte ich und sah sich zufrieden in dem sauberen Stall um. Anschließend holte ich noch die letzten drei verbleibenden Pferden rein und überlegte mir, wen ich noch putzen sollte. Eigentlich alle, so wie die nach dem Weidegang aussahen. Ich beschloss nur die ganz harten Fälle wirklich gründlich zu putzen. Die anderen würde ich einfach nur ein bisschen überputzen, damit ich jedem Pferd ihre Aufmerksamkeit gewidmet hatte. Zuerst nahm ich mir die ‚harten‘ Fälle vor. Darunter waren Luzifer, Prince of the Halfmoon, Valentine’s Cilion und Wikotikabesa. Ich begann mit Luzifer. Der Friese war wirklich wunderschön, aber gerade sah er aus, wie … Dafür gab es keine Worte. Ich ‚kratzte‘ den Dreck nur so runter, aber danach erstrahlte er wieder in gewohntem Glanz und war auch dem Leckerli, das ich ihm hinstreckte sicherlich nicht abgeneigt, ließ sich dafür auch brav von mir knuddeln. Was man für Leckerlis nicht alles tat. Ich grinste und brachte den Hengst zurück in seine Box. Es folgten die anderen, bereits genannten Pferde. Jedes bekam meine volle Aufmerksamkeit und dem einen gefiel es gut, dem anderen eher weniger. Das war nun mal einfach so. Nachdem ich kurz etwas getrunken und gegessen hatte, begann ich damit My Blue Gun, Double Diamonds, As War fades und Herbert über zu putzen. Diese vier waren relativ schnell abgehandelt, was nicht hieß, dass sie nicht ebenfalls meine volle Aufmerksamkeit bekamen. Es wurde geknuddelt, geputzt und ermahnt, wenn einer nicht stehen blieb und ich hatte viel Spaß bei der ganzen Sache. Sicherlich mehr, als beim Ausmisten, wenn ich ehrlich war. Es folgte die Fohlenfront, namentlich: Maelis, HGT’s Dead Snow, Burnin‘ Castiel, Cabbalero, Par Dieux, Puppy und Findus II. Diese Süßen genossen jede Aufmerksamkeit, die sie kriegen konnten und man merkte bei ihnen einfach, dass sie noch voll Fohlen waren, denn sie hatten es faustdick hinter den Ohren. Keiner war frech, aber sie nutzten doch jede Gelegenheit um Schabernack mit mir zu treiben. Lachen blieb hierbei definitiv nicht aus. Neben den Dreckfinken gab es dann natürlich auch diejenigen, die ich gar nicht putzen brauchte, deren Ställe ich einfach nur ausgemistet hatte und die meine Aufmerksamkeit durch kurze Massagen, Putzen und Knuddeln erhielten. Dazu zählten Skywalker, Azzurro, Panino, I see you und Mon Chérie. „Ich liebe euch“, sagte ich grinsend, „ihr seid wirklich ganz artig.“ Mittlerweile hatte ich eine dünne Staubschicht auf Haaren, Gesicht und so ziemlich jedem anderen Körperteil, das nicht durch Klamotten geschützt war, aber das war der Preis der Freiheit und den zahlte ich für das Glück der Pferde natürlich gerne. Ein letztes Mal griff ich noch zum Putzzeug und widmete mich Lakritz und The Black Death. Auch die beiden waren einigermaßen sauber, sodass ich mich wirklich nur aus das nötigste beschränkte und lieber Zeit zum Kraulen mit ihnen hatte. Wie bei allen anderen auch, schaute ich die Hufe nach eventuellen Steinen ab und entfernte diese notfalls. Fertig. Zumindest mit diesem Stall und der GreenBriar Ridge. Nun musste ich noch schauen, wie weit Amy und Ty mittlerweile im Zuchtstall gekommen waren. Wenn sie nicht irgendwo knutschend lagen. Was sie natürlich nicht taten. Mittlerweile hatte sie alle Pferde ausgemistet und waren gerade dabei Pearl und Golden Girl zu putzen. Ich nahm mir also First von Rothen vor. Die Sache war schnell erledigt, denn der Hengst hatte sich wohl dazu entschieden, dass er heute besonders schön aussehen wollte, was mir natürlich zu Gute kam. Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich nicht vermutet, dass er ein Anglo-Araber war, höchstens ein bisschen vom Temperament her, aber ansonsten hätte er auch gut einen Haflinger-Mix abgeben können. Also dann die nächsten Kandidaten, bitte. „Ich will Lana“, teilte ich den beiden mit. Die Stute war einigermaßen sauber. Ty übernahm Lady Äppel und Amy widmete sich HL L’ombre de la lune. Die drei waren auch relativ schnell geputzt, sodass ich noch eine Weile mit Lana schmuste. Schnell hatte sie raus, wie sie die Tasche meiner Jacke öffnen konnte und so bekam sie auch ein Leckerli. Ich musste einfach lachen, denn die Stute hatte es tatsächlich Faustdick hinter den Ohren. Niedlich fand ich das, konnte mir aber auch vorstellen, dass es anstrengend war. Windsor, Golden Diamond, Sunshine Shadow und Amsterdam Girl mussten nicht geputzt werden, sodass wir die vier einfach nur ein bisschen betüddelten und immer mal wieder untereinander tauschten, bevor wir uns Bonito, Askan und HL Calla widmeten. Ich putzte Bonito. Ty und Amy nahmen sich der beiden anderen Pferde an. Bonito war wirklich ein Schönling. Der Hengst gefiel mir wirklich gut und es machte mir Spaß ihn zu putzen und seine lange Mähne zu entwiren und zu kämmen. Schnell wurde ich mit seiner Verschmustheit bekanntgemacht, in dem er sich an mich drückte und mich erst mal eine ganze Zeit nicht mehr gehen ließ. Ich lachte und sagte: „Ich schätze ihr zwei müsst ohne mich weitermachen, ich habe hier jemanden an der Backe.“ Amy grinste und meinte dann: „Das könnte dir so passen. Du hast uns das ganze hier doch erst eingebrockt, also hilfst du uns gefälligst.“ Ich verabschiedete mich bedauernd von Bonito und versprach ihm zum Schluss nochmal vorbeizukommen, bevor ich mich Nachtigall widmete. Ty und Amy hatten in der Zwischenzeit, während ich bei Bonito war, schon Small Joker, Samie, Nordstern, Money in a Bank und HL Nimué geputzt. Teilweise sehr gründlich, wenn die Pferde dreckig gewesen waren, teilweise aber auch einfach nur übergeputzt, damit auch sie Aufmerksamkeit bekommen hatten. Ja, ich gab es zu, ich war ziemlich lange bei Bonito gewesen. Nachtigall musste ich nicht sonderlich lange putzen, nur bei der Mähne und beim Schweif hatte ich einiges an Arbeit. Die Mähne war zwar nicht außergewöhnlich lang, aber dafür extrem dick, sodass sie sich leicht verknotete und intensiver Pflege bedurfte. Nachdem auch das erledigt war, kam bei mir Mrs. Pretty dran. Ty kümmerte sich um Little Baby und sagte grinsend zu Amy: „My little Baby, die bekommt natürlich die beste Behandlung.“ Amy ignorierte das gekonnt und kümmerte sich stattdessen um Meike. „Leute wir sind auf der Zielgeraden“, sagte ich nach einem Blick durch den Stall. Drei Pferde mussten noch intensiv geputzt werden und das waren Mirabella, Burberry und Abajo. Diesen drei widmeten wir uns noch einmal mit großer Geduld. Die anderen kamen natürlich auch nicht zu kurz. Wir putzten oder knuddelten Golden Samurai, Sternsinger, L’ombre de la figaro, Suburb Lights und Jargo mit der gleichen Aufmerksamkeit, die die anderen bekommen hatten, nur manchmal etwas weniger zeitintensiv. Dafür würden sie dann bei den nächsten Malen sicher mehr Aufmerksamkeit bekommen. Wichtig war nur, dass wir uns um alle Pferde gekümmert hatten. Lou stieß zu uns, als wir uns gerade erschöpft den Schweiß von der Stirn wischten. „Ruf mich nie wieder an“, sagte ich grinsend und zwinkerte ihr zu. Amy und Ty stimmten mir zu. „Das war echt heftig.“ Das war es, aber es hatte auch Spaß gemacht. „Kommt mit rein, es gibt Kuchen.“ Es war mittlerweile schon dunkel draußen, aber Kuchen konnte ich immer essen und so nahm ich die Einladung an. Wir unterhielten uns noch lange alle zusammen und hatten wirklich viel Spaß zusammen, aber schließlich verabschiedete ich mich und sagte: „Ich muss jetzt wirklich ins Bett, sonst falle ich einfach um.“ Ich machte mich noch auf den Weg nach Hause. Gott sei Dank musste ich nicht selbst fahren, denn sonst wäre ich wohl einfach sang und klanglos irgendwo dagegen gefahren. Natürlich hätte ich auch bei Lou und Amy übernachten können, aber ich war die letzten Wochen so viel rumgereist, dass ich den Heimflug noch auf mich genommen hatte. Alan holte mich vom Flughafen ab und es dauerte keine zwei Sekunden, da war ich schon auf dem Beifahrersitz eingeschlafen. Anstatt mich zu Hause zu wecken, trug er mich einfach hoch in mein Bett und deckte mich zu. Die Klamotten hatte er mir vorher noch ausgezogen. Am nächsten Morgen würde er dafür etwas von mir zu hören bekommen, aber momentan war ich einfach nur froh, schlafen zu können. Ich würde Lou und Amy trotzdem jederzeit wieder helfen. Sie brauchten nur zu fragen und ich würde kommen und einspringen. Egal, was war. Dazu waren Freunde schließlich da und ich verstand mich definitiv als eine Freundin, hoffte auch, dass es umgekehrt ebenso war.

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      24. Juli 2016 - Ray kommt zu Besuch!
      32.438 Zeichen © Canyon

      "Boar Stanley, hast du noch nen Bier in deinem Rucksack? Bei dieser Schweinehitze kratz ich ja voll ab."
      "Ian alter, kauf dir selbst nen Bier und halt endlich deine Fresse, sonst klebe ich sie dir mit Panzertape zu."
      Ich schlug meine Hand vors Gesicht und atmete tief durch. Alles wird gut, alles wird gut, sagte ich mir, bevor ich die Hand wieder vom Gesicht wegnahm und meinen Blick wieder Richtung Decke wandte. Eine einsame Spinne hatte sich dort in der Ecke ein Netz gesponnen und wartete nun vergebens darauf, dass eine Fliege den Weg dort hinein fand. Allerdings schienen auch die Fliegen der Sommerhitze in irgendeiner dunklen Ecke entkommen zu wollen und so wartete die Spinne vergebens.
      Nur noch knapp eine Stunde, sagte ich mir, dann wäre ich endlich am Ziel meiner Reise.
      Seit, ich blickte auf die Uhr, genau zwei Stunden und 43 Minuten saß ich nun schon in dem Abteil eines verrauchten, stinkenden Zuges, welcher stetig gen Westen fuhr, genau auf Alberta zu.
      Ich wusste selbst nicht, warum ich den Zug genommen hatte und nicht etwas Einfacheres und schnelleres, wie zum Beispiel ein Flugzeug, aber anscheinend hatte ich mir die Fahrt viel angenehmer vorgestellt, als sie im Endeffekt geworden war.
      Eine kleine Jungsbande, alle so um Anfang zwanzig, waren kurz nach mir eingestiegen, schimpften sich seit dem gegenseitig voll und hatten zusammen nun schon den zweiten Kasten Bier geleert. Ein dritter fehlte.
      Ich hatte sogar die Langeweile gehabt, mir die Namen aller zu merken und kannte nun nicht nur Stanley und Ian mit Vorname, sondern auch Frank, Kevin und Steven, welche zusammen so sehr stanken, wie ein ganzer Kühlschrank voll saurer Milch und ich wusste, wovon ich redete.
      Ich schloss meine Augen, versuchte die nervigen Stimmen der Jungs zu ignorieren und vielleicht noch etwas Schlaf zu finden, bevor ich in Millarville ankommen würde.
      Und tatsächlich. Als ich kurz darauf von einem nuschelnden Schaffner geweckt wurde, der so etwas Ähnliches murmelte wie: "Sir, sie müssen aussteigen, Millarville.", wurde mir bewusst, dass ich tatsächlich geschlafen hatte.
      Meine unangenehme Begleitung schien mittlerweile auch ausgestiegen zu sein, oder zumindest konnte ich sie nirgends mehr entdecken. Solch schräge Menschen. Wenn ich überlegte, dass es auf der Welt davon so viele gab...
      Ich schnappte mir meinen Rucksack und meine Jacke vom Hacken und verließ dann eilig den Zug und fand mich, wie erwartet, auf dem Bahnhof von Millarville wieder.
      Noch etwas orientierungslos blickte ich mich um, wurde jedoch kurz darauf von einer jungen Frau begrüßt, welche mir ihre Hand hinhielt und meinte: "Lou Fleming. Sie müssen Ray Greenwald sein, nehme ich an?"
      Ich nickte. "Richtig, freut mich ihre Bekanntschaft zu machen!"
      Ich hatte keine Ahnung, was mich dazu angetrieben hatte auf die Anzeige der Heartland Ranch zu klicken, welche für einige Wochen etwas Aushilfe suchte, allerdings hatte es mich gejuckt, wieder einmal ein neues Gestüt und neue Pferde kennenzulernen, seitdem die letzte Ranch, für welche ich gearbeitet hatte, den Bach herunter gegangen war. Nun würde ich den Sommer auf dem Zuchtgestüt für Haflinger arbeiten und hoffentlich einige nette Menschen kennenlernen.
      Lou brachte mich zu ihrem Auto, mit welchem wir dann den letzten Abschnitt meiner Reise hinter uns brachten. Während sie mich nun Richtung Heartland kutschierte, erzählte sie mir schon das Wichtigste vom Ablauf des Tages. So bekam ich mit, dass es außerdem dem Zuchtstall der Haflinger noch einen Nebenstall mit jeder Menge anderer Pferde gab. Lou teilte mich auch schon für die erste Zeit im Nebenstall ein, später würde ich dann auch wechseln, um auch die anderen Pferde kennenzulernen.
      Die Heartlandranch war ein riesiges Anwesen mit jeder Menge Weiden und vielen Möglichkeiten Pferde zu trainieren und zu reiten. Bereits auf den ersten Blick konnte ich einen Springplatz, Paddocks und ein großes Stallgebäude erkennen.
      Das Wohnhaus, in welchem ich die nächsten Wochen auch ein Zimmer haben würde, lag gleich auf der linken Seite und besaß nach hinten hin eine gigantische Aussicht auf einen See, welchen ich wohl auch die nächste Zeit genießen durfte.
      Nachdem wir den Wagen abgestellt hatten, zeigte mir Lou mein Zimmer und ließ mir etwas Zeit, mich einzurichten. Viel war es ja nicht: Etwas Arbeitskleidung und ein paar wichtige Dinge für den Alltag, mehr würde ich wahrscheinlich nicht brauchen.
      Eine halbe Stunde später trag ich Lou vor dem Wohnhaus, von wo aus sie mich als Erstes zum Stall führte.
      Ich schüttelte jede Menge Hände, hörte mir Namen an (Amy, Jack, Mallory, Ty und noch viele mehr) und durfte einen ersten Blick auf die Pferde werfen.
      Ich war kein wirklich guter Reiter, hatte mich nur mal hier und da aus Spaß auf ein Pferd gesetzt, und trotzdem mochte ich diese kraftvollen und eleganten Geschöpfe, weswegen ich mich auch dafür entschieden hatte, ein einfacher Stallbursche zu werden. Man lernte viele verschiedene Menschen kennen, hatte einen vollen Arbeitstag, jedoch ständig voller Abwechslung und man hatte immer mit Tieren zu tun.
      Die junge Mallory konnte es kaum abwarten, dass Lou zurück ins Haupthaus ging und mich den anderen überließ, denn kaum war sie weg, hatte ich eine kleine Fessel am Fuß, welche mir unbedingt das ganze Gestüt und die Pferde zeigen wollte.
      Es war gerade erst früher Nachmittag, doch ich war jetzt schon so geschafft vom Tag, dass ich meine Augen mit aller Kraft davon abhalten musste, zuzufallen. Die frühe und lange Zugfahrt und die unangenehme Begleitung hatten mich doch anscheinend ganz schön geschafft.
      Für heute war ich noch nicht in die Arbeit angebunden, morgen früh musste ich jedoch um sieben auf der Matte stehen und das am besten wach!
      Dank Mallory lernte ich einige der Mitarbeiter gut kennen und konnte mir schonmal einen ersten Eindruck verschaffen, allerdings bedankte ich mich irgendwann bei ihr und meinte, dass ich wohl heute zeitig ins Bett müsse. Sie schien etwas enttäuscht und zog eine kleine Schnute, jedoch versprach ich ihr, dass sie die nächsten Wochen noch genügend von mir haben könnte.
      Mein erster Tag auf der Ranch ging dann zum Glück doch noch ganz entspannend zu Ende, so dass ich am Abend früh und schnell einschlafen konnte.
      *--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------*
      Der nächste Tag begann tatsächlich recht früh, allerdings war ich dies ja auch schon von meinen anderen Arbeitsstellen gewöhnt. Vor allem im Sommer freute man sich dann, in der frühen Morgenkälte arbeiten zu dürfen, als in der Hitze des Mittags.
      Nach einem gemeinsamen Frühstück mit all denen, die auf der Ranch arbeiteten, begaben wir uns in den Stall.
      Jack Bartlett, der Besitzer der Ranch, wie mir Mallory mitgeteilt hatte, hatte sich netterweise dafür bereit erklärt, die ersten Tage mein "Aufpasser" zu sein, bevor ich wohl von selber wissen würde, was anstand.
      Obwohl Jack schon recht alt aussah, ich traute mich nicht ganz so zu schätzen, wer weiß, vielleicht war er auch noch gar nicht so alt, hatte er noch ganz schön viel Kraft in seinen Knochen. Mit seinen knorrigen Händen hob er noch jede Schubkarre und jeden Wassereimer, ohne auch nur zu stöhnen. Wie peinlich, das schaffte ja noch nicht mal ich!
      Jack und ich waren heute eingeteilt, uns um die Jungpferdefraktion zu kümmern. Das waren gar nicht allzu wenige und waren dazu noch die unterschiedlichsten Rassen. Ich konnte einige Trakehner ausfindig machen, aber auch Englische Vollblüter und einen Isländer. Eine interessante Mischung hier! Unterschiedlich alt waren sie auch noch alle.
      Zuerst stand das Füttern an der Reihe. Jeder bekam seine Portion Kraftfutter, sowie etwas Heu. In jeder Box kontrollierten wir dann auch noch das Wasser, bevor wir damit begonnen, die Youngster auf den Weiden zu verteilen.
      "Ray!" rief mich Jack durch den Stall. "Komm mal her."
      Ich kam aus einer der Boxen und schritt zu Jack, welcher im Gang stand und auf mich wartete. "Wir fangen mit den beiden Stuten an, die kommen auf eine andere Weide als die Hengste. Da du noch nicht weißt wohin, muss ich wohl mitkommen. Morgen machst du das aber alleine."
      Ich nickte und fühlte mich fast so wie in meiner Ausbildungszeit, der Mann hatte echt Selbstvertrauen.
      Die eine der kleinen Stuten hieß Maelis und war eine überaus hübsche Trakehnerstute, während die andere den verdammt niedlichen Namen Puppy trug. Natürlich bekam ich die kleine Isländerstute, während Jack Maelis das Halfter umlegte. Zum Glück waren die Weiden hier ja nicht allzu weit auseinander, sodass wir recht schnell wieder zurück im Stall waren, um auch die Hengste nach draußen zu bringen.
      Jack betrachtete mich im Stall eingehend, bevor er kurz seine Nasenflügel nach oben zog und mich dann fragte: "Meinst du, du schaffst drei Pferde auf einmal? Dann müssen wir nicht doppelt gehen und außerdem mögen diese kleinen Racker es sowieso nicht, wenn man sie von ihren Freunden trennte."
      Ich zuckte mit den Schultern. "Klaro, warum nicht!"
      Jack brummte kurz, bevor er mir meine Anweisungen gab. "Gut, dann schnappe dir mal Par Dieux, Findus und Dead Snow, wir treffen uns gleich vor dem Stall."
      Zugegeben, es war doch gar nicht so einfach, drei übermütige Hengste zusammen aus den Boxen zu holen und durch die enge Stallgasse nach draußen zu bringen, allerdings wollte ich Jack unbedingt zeigen, dass ich es voll drauf hatte. Bei diesem Gedanken musste sogar ich lachen.
      Jack war natürlich schneller gewesen und wartete draußen bereits mit Castiel, Cilion und Cabbalero, drei feurigen Jungpferden, welche, magischerweise, alle mit C begannen. Magic!
      Der Weg mit drei Pferden zu den Koppeln war definitiv weitaus anstrengender als mit einem. Ständig wechselte einer der drei die Seite, blieb plötzlich stehen oder drängelte sich an einem anderen vorbei.
      Jacks Rat war nur: "Zeig ihnen wo der Hacken hängt, die machen sonst nur Blödsinn mit dir"
      Er hatte ja leicht Reden, würde ich das bereits seit dreißig Jahren jeden Morgen machen, hätte ich das bestimmt auch drauf. Bestimmt...
      Als wir zurückkamen hatten die anderen Mitarbeiter bereits die anderen Pferde auf die Weiden gebracht, sodass nun natürlich die richtige Stallarbeit anstand. Boxen ausmisten, neues Stroh und Heu holen und Stallgasse fegen; Es war bereits Mittag, als auch diese Arbeit erledigt war.
      Nach einer Mittagspause ging die Arbeit weiter. Diesmal arbeiteten wir allerdings viel weitgefächerter und jeder ging seinem Job nach.
      Amy konnte ich immer wieder mit Pferden auf den Platz gehen sehen, andere äppelten die Weiden ab oder reparierten Zäune. Ich musste zugeben, zu diesem Zeitpunkt war ich etwas überfordert, hoffte jedoch, dass dies schnell jemand mitbekommen würde.
      Und tatsächlich: Der junge Ty schien dies zu bemerken und half mir, in dem er mir eine Schubkarre vor die Nase stellte. "Komm Ray, abäppeln!"
      Ich seufzte, diese Arbeit hatte ich schon immer geliebt!
      *--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------*
      Die nächsten Tage verliefen meist recht gleich. Ich war am Morgen weiterhin für die Jungpferde zuständig und ich musste sagen, dass ich mich jeden Tag verbesserte und die Fohlen auch besser kennenlernte. Auch am Nachmittag fand ich nun des Öfteren viel schneller einen Arbeitsplatz, je tiefer ich in der ganzen Rancharbeit drinnen steckte. Zum Abäppeln dazugekommen war jetzt auch, dass ich des Öfteren dabei half, die Pferde zum Training von der Weide zu holen und vorzubereiten, mit den Jungpferden spazieren zu gehen oder mit dem Traktor umherzufahren und Dinge von A nach B zu schleppen. Vor allem gefiel mir die freundliche Stimmung und die gute Zusammenarbeit unter den Mitarbeitern, sodass ich die Ranch am liebsten gar nicht mehr verlassen wollte.
      Nach einigen Tagen sagte mir Jack dann, dass es für mich bei den Fohlen zu Ende war und ich zu den Großpferden gelassen wurde.
      Hier arbeitete ich meist zusammen mit Ty oder Lou, welche mich die ersten Tage immer gut begleiteten.
      Jeden Morgen und jeden Abend, brachte und holte ich die Pferde von den Weiden und dazwischen die Zeit verging wie im Flug.
      Die ersten Tage war ich wieder für die Stuten verantwortlich, wovon es doch erstaunlich wenige gab. Wikotikabesa, Mon Chérie, The Death Angel und Cindarella waren alle vier leicht zu händeln und ich liebte den Alltag mit den vier Stuten. Doch trotzdem hieß es auch irgendwann für mich, weiter gehts, denn natürlich wollte ich auch noch die unhaffigen Hengste kennenlernen, bevor es für mich zu den Zuchtpferden gehen würde.
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      Ich konnte mir gar nicht vorstellen, was die Heartlandranch so mit Hengsten hatte, denn davon gab es hier im Übermaß, was ich natürlich nicht schlimm fand. Es war nur - etwas mehr Arbeit.
      Um all die Hengste früh auf ihre Weiden zu bringen, benötigten wir dringend mehr Hände, die mit anpackten. So stießen zu mir, Amy und Ty auch noch Caleb und Chase, welche beide nicht ganz so mein Typ waren, allerdings musste ich ja nur mit ihnen zusammen arbeiten können.
      Damit keine Pferde verloren gehen würden, trafen wir uns jeden Morgen kurz zu einer Besprechung im Stall, welche meist von Amy oder Ty geführt wurde. Vor allem am ersten Morgen war ich noch etwas überfordert, da ich die meisten der Pferde noch nicht allzu gut kannte. Natürlich hatte ich den ein oder anderen schonmal geputzt oder für den Hufschmied festgehalten, aber das war es dann auch schon.
      "Da Ray ab heute für einige Tage hier mit helfen wird," meinte Ty am ersten Morgen zu den anderen, "Wird die Aufteilung etwas anders sein." Und dann teilte er zu. Es waren dreizehn Pferde und jeden Morgen etwa vier bis fünf Helfer im Stall. Es war daher mit Sicherheit so, dass wir nicht alle Pferde auf einmal verschiffen konnten.
      Ich würde zweimal laufen, einmal mit Jim Beam Bastian, einem hübschen Welsh C Hengst, und mit Celsius, einem Deutschen Reitpony. Das zweite Mal teilte mir Ty nur einen großen gepunkteten Hengst zu, an der Boxentür stand: Herbert. Innerlich musste ich laut auflachen. Allerdings schien der Name Herbert für alle schon so normal geworden zu sein, dass das außer mir kein anderer witzig fand.
      Jeden Morgen brachte ich nun diese drei auf die Weide, mistete auch ihre Boxen aus und holte sie am Abend wieder hinein. Ich verstand die anderen ja, dass hier Ordnung angesagt war, aber etwas langweilig war es schon.
      Da Ty wegen seines Jobs als Tierarzt nicht immer da sein konnte und auch der ein oder andere mal frei hatte, gab es dann auch Tage, an denen ich noch andere Pferde nach draußen bringen durfte.
      So war ich einmal ganz erstaunt, als ich zurück in den Stall kam und mir Caleb zwei große dunkle Hengste in die Hand drückte und meinte, dass ich die nach draußen bringen sollte. Ich war ganz erstaunt, tat aber wie mir geheißen.
      Die beiden kannte ich schon etwas, oder jedenfalls hatte ich mir ihre Namen von den Boxenschildern gemerkt. Der Friese besaß den anmutigen Namen Luzifer, die Farbe und der Name waren genau der gleiche wie von meiner alten Katze, und der Trakehner hieß The Black Death. Ich konnte mich noch daran erinnern, dass es bei den Stuten eine gegeben hatte, die auch Trakehner gewesen war und so einen ähnlichen Namen getragen hatte.
      Zum Glück war es keine ganz so schwierige Aufgabe, die beiden auf die Weiden zu bringen, auch wenn Death etwas temperamentvoll und eigensinnig war, dafür behielt jedenfalls Luzifer die Ruhe, sodass beide dort landeten, wo sie hingehörten.
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      Einmal die Woche hatte ich frei. Immer an unterschiedlichen Tagen, was mich aber nicht störte. Mein nächster freier Tag fiel dieses Mal jedoch auf einen Samstag. Auch diesen nutzte ich wieder gründlich, um etwas schlaf nachzuholen und stand so erst kurz vor dem Mittag auf, um mir in der Küche etwas zum Frühstück zu machen.
      Wenig später traf ich im Stall mal wieder Mallory, welche sich natürlich riesig freute mich zu sehen. Sie faselte mich natürlich wieder mit den neuesten Geschichten zu und ich schaffte es, ihr jedenfalls mit einem halben Ohr zuzuhören.
      Mit dem anderen war ich in den Trubel im Stall vertieft. Ich genoss es, einfach mal die anderen entspannt zu beobachten.
      Ty brachte gerade ein großes hübsches Saddlebred, der Name war glaube ich Prince of the half moon oder so, nach draußen und kurz darauf kam Amy mit den beiden kleineren Lakritz und Skywalker hinterher. Auch sie verschwand durch einen Ausgang nach draußen, sodass ich nun Mallory auch meine andere Hälfte des Ohrs schenken musste.
      "Ray, was hältst du eigentlich von einem Ausritt? Ich bin mir sicher, dass Amy damit einverstanden wäre. Bist du bis jetzt eigentlich schonmal hier ausgeritten?"
      Ich brauchte etwas länger um ihren Worten folgen zu können, bevor ich zu einer Antwort ansetzte. Ich wusste nur noch nicht so ganz was ich sagen sollte, weswegen nur ein "Hä" oder so aus meinem Mund kam.
      "Jaja, ein Ausritt! Du hast doch heute frei oder? Bei diesem schönen Wetter MUSS man einfach das Gelände rund um Heartland kennenlernen, wirklich!"
      Ich zuckte mit den Schultern. "Ach Mal, ich weiß nicht, ich bin nicht gerade wirklich ein guter Reiter und ob man mir hier ein Pferd zutraut, bei den ganzen wertvollen Pferde..." versuchte ich mich herauszureden.
      "Ach Quatschradatsch, ich kläre das mit Amy und Ty sobald sie zurück sind, die werden bestimmt nichts dagegen haben!" meinte sie und rannte in Richtung Weiden.
      Ich seufzte. Ein Ausritt, wo ich beweisen konnte, dass ich es nicht konnte, war eigentlich das Letzte was ich jetzt wollte. Ich ließ mich vor dem Stall auf einer Bank nieder und genoss die warmen Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht. Die Temperaturen waren bereits die letzten Tage angenehm gewesen. Nicht zu warm, nicht zu kalt, ohne Regen, aber mit einer leichten Dauerbrise im Gesicht, welche einem die Mücken von den Armen wehte. Perfekt, vor allem bei einem Ausritt...
      Als Mallory mit Ty und Amy zurückkam, schien sie die Beiden schon davon überzeugt zu haben, einen Ausritt zu machen. Es war jetzt Mittagszeit, so dass die Zeit für alle da war.
      Wie es der Zufall so wollte, stieß auch Lou einige Minuten später noch zu uns. Auch sie schien sich auf einen Ausritt zu freuen.
      Der zweite Zufall war, dass noch fünf Pferde im Stall standen. Eins für jeden von uns. So langsam fingen meine Beine an zu zittern und meine Gedanken wirbelten umher wie die Gemüsesuppe in der Schulkantine, wenn die dicke Köchin wild mit dem Löffel in dieser herum rührte. Jedenfalls war das zu meiner Schulzeit so gewesen. Ich hasste Gemüsesuppe.
      Ich nahm mir kurz die Zeit um durchzuatmen, bevor mich auch schon Ty rief. "Ray? Komm, ich zeige dir dein Pferd!" schallte seine Stimme durch den Stall.
      Oh nein, oh nein, das würde mein Untergang sein! Lou und Amy würden mich vom Hof werfen und das bestimmt ohne Bezahlung, wenn sie sahen, was ich mit ihren armen Pferden anstellte. Ich war erledigt, ich würde mein restliches Leben von Harz IV leben müssen, ich... Plötzlich tauchte Mallory neben mir auf und zupfte mir am Ärmel. "Wo bleibst du denn Ray, wir müssen uns etwas beeilen!" Dann zog sie mich zu Ty, welcher vor einer Box mit einem mittelgroßen aber übermäßig hübsch gescheckten Hengst, an dessen Boxentür nur "I See You" stand. Na etwas gruselig war der Name ja schon!
      "Bittschön", meinte Ty und deutete auf die Box. "Ein überaus ruhiger und nervenstarker Hengst. Der wird dir bestimmt gefallen, wie ich dich kenne!" meinte Ty mit einem freundlichen Lachen. "Sage mir einfach Bescheid, sobald du Hilfe brauchst oder Satteln möchtest. Einer von uns wird dir bestimmt helfen."
      Ich nickte nur leicht eingeschüchtert und murmelte ein "Danke", mit welchem sich Ty aber zufriedengab und sich dann zu seinem eigenen Pferd begab.
      "Ray, du siehst ja fast so aus als hättest du Angst? Wie witzig!" Mallory lachte, bevor sie sich hüpfend zu einer Box, einige Meter neben meiner, aufmachte.
      Ok, sagte ich mir, Putzen ist doch kein Problem, das hatte ich jetzt schon oft gemacht, kein Problem. Sachte schob ich die Boxentür auf und hielt Isee (ich nannte den jetzt einfach so) meine Hand hin. "Na du?" flüsterte ich, "Du nimmst es mir doch bestimmt nicht übel, wenn ich vielleicht nicht so gut reiten kann, oder?"
      I See You blickte mich einfach mit dunklen Augen an, ohne mit der Wimper zu zucken. Ich deutete das jetzt mal als "Ja".
      Putzen war zum Glück wirklich nicht so schwer, beim Satteln holte ich mir dann aber die Hilfe von Mallory, welche mir Isees Sattel zeigte und diesen dann auch mit mir zusammen auf den Rücken des Hengstes verfrachtete. So ein Westernsattel hatte doch schon ganz schön Gewicht! Die Trense hängte ich erstmal nur an das Horn (ach, was war ich stolz, dass mir dieser Begriff einfiel!) und half dann auch Mallory, ihr Pferd zu satteln. Gegenseitige Hilfe uns so... Das junge Mädchen durfte einen großen und kräftigen Knabstrupper Hengst namens Panino reiten, was bedeutete, dass der Sattel noch weiter hochgestemmt werden musste, als bei Isee. Ich hätte wohl doch ab und zu etwas Sport machen sollen, dachte ich bei mir.
      Als auch Panino fertig war, ging ich wieder zurück zu Isee, welcher nun nur noch getrenst werden musste. Nur noch, was für eine Ironie! Der Hengst schien es nicht einzusehen, dass Gebiss in den Mund zu nehmen und so peinlich es mir dann auch war, ich rief Mal ein weiteres mal um Hilfe an. Sie schaffte es innerhalb von Sekunden, was mich noch mehr verunsicherte, ob ich einem Ausritt gewachsen war, aber jetzt gab es kein Zurück mehr.
      Als alle fünf mit ihren Pferden vor dem Stall standen, ging es ans Aufsteigen. Mallory hatte mit ihrem Knabbi als Jüngste tatsächlich das größte Pferd erwischt, während Lou mit dem Quarter Horse As War Fades das kleinste Pferd hatte. Ich lag dann irgendwo in der Mitte, was ich ganz praktisch fand.
      Die anderen beiden Pferde kannte ich noch nicht beim Namen, aber Mal half mir wie immer weiter. "Das Pferd bei Ty heißt My Blue Gun und Amy reitet Azzurro, den Barockpinto." erklärte sie mir auf meine Bitte hin.
      Ich war ganz geschickt, in dem ich die Bank, auf welcher ich mich vor kurzem noch gesonnt hatte, als Aufstiegshilfe nutzte und auch wenn mir dabei der schlecht sitzende Helm verrutschte, so kam ich trotzdem ganz gut rauf, wie ich fand.
      Im Endeffekt war der Ausritt dann doch gar nicht so schlimm gewesen; Ty, Amy und Lou hatten mir immer wieder Tipps, aber auch Lob gegeben und anscheinend waren sie doch gar nicht so verwundert darüber gewesen, dass ich kein Grand Prix Reiter war, zum Glück! Ich hatte mir also wohl unnötigerweise Gedanken gemacht.
      Im Schritt, wie aber auch im Galopp hatte ich mich gut im Sattel halten können, was mich besonders stolz machte. Isee war wirklich ruhig, auch wenn er ganz aufgeregt getänzelt hatte, als wir an der großen Rinderwiese vorbeigeritten sind. Das Cuttingblut steckte bei ihm wirklich im ganzen Körper!
      Auch wenn es nur ein gemütlicher Ausritt gewesen war, so hatte ich viel gelernt und die Ranch war mir noch ein Stückchen näher ans Herz gewachsen.
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      Nach der Hälfte meiner Zeit, traute man mir nun zu, mich um die Zuchtpferde zu kümmern. Das waren noch mehr, als die Nichtzuchtpferde aus dem Nebenstall und mein größtes Problem war, dass sie alle gleich aussahen.
      Selbst nach den ersten Tagen kannte ich nur ein paar markante Pferde, welche vielleicht eine dunklere Farbe besaßen oder dessen Mähne unnatürlich lang war.
      Vor allem war mir da natürlich Golden Samurai aufgefallen, ein überaus stattlicher und prächtiger Hengst, welcher sogar schon seine Körung hinter sich hatte. Figaros Schattenfalter war, im Gegenteil zu der hellen Masse der anderen, viel dunkler, fast schwarz und so wie mir Amy erklärte, nannte man seine Farbe Kohlfuchs.
      Außer den Haffis gab es dann noch fünf Pferde, welche zur Veredlung da waren, aber auch die hatten diesen Haflinger-Farbton. Faster das große Englische Vollblut und dann noch vier Araber. So wie ich das mit bekommen hatte, waren Golden Girl und Pearl Arabische Vollblüter, während First von Rothen ein Anglo-Araber war und Everyday As It Comes eine Shagya-Araber Stute. Also eine bunte Mischung.
      Der Rest der Pferde, ja wie sollte ich es ausdrücken, bei denen fiel es mir schwer sie mir wirklich zu merken.
      Bei den Stuten gab es da eine Picola und eine Lana und die freche Calla und dann hörte es mit Namen auf. Alle anderen kannten diese natürlich und machten sich regelmäßig, aber ohne böse auf mich zu sein, sich über mich lustig. Auch Mallory, welche nach der Schule oft ihre Freizeit auf dem Gestüt verbrachte, fragte mich eines Tages: "Also ehrlich Ray, wie hast du es nur bis jetzt geschafft durchs Leben zu kommen, wenn du dir noch nicht mal so ein paar einfache Dinge merken kannst?"
      Einfach, sie hatte gut reden, das war ein 20 Kilometer Lauf für mein Gehirn, wenn ich versuchen würde all die Namen dort zu speichern! Und trotzdem gab ich mir jeden Tag aufs neue Mühe und wiederholte den Namen jedes Pferdes fünfmal, bis ich fast alle konnte.
      Die grazile, recht große Stute hieß L'ombre de la Lune, oder einfach nur Lune genannt. Die, die man immer von der Koppel ziehen musste, weil sie mal wieder nicht aufhören wollte zu fressen, hieß Nimué und die mit der langen gelockten Mähne war Money in a Bank. So ging das weiter. Ich suchte bei jedem Haffi eine auffällige Eigenschaft und versuchte den Namen darum zu puzzeln. Nordsterns Mähne leuchtete zum Beispiel so hell wie ein Nordstern, die Farbe von Golden Diamond war sehr extrem und die lange Mähne von Mrs. Pretty hatte genau die gleiche Farbe wie ihr Fell.
      Die jüngste hieß Mirabella und war so ein Sonnenschein, dass ich mich am ersten Tag in sie verliebte. Verschmust und anhänglich, genau mein Geschmack!
      Ich konnte Ty und Amy nicht davon überzeugen, dass sie mich nicht mehr auf die armen Pferde setzen sollten, aber sie ließen gar nicht mit sich reden und gaben mir weiterhin Reitunterricht, was ich natürlich nicht bereute! Reiten war toll, nur war man als Junge in der Schule gleich Außenseiter gewesen, wenn man geritten ist und später hatte ich nie das Geld dazu gehabt. Beide waren außerdem davon überzeugt, dass das ganze nur auf einem Haflinger stattfinden sollte, wenn ich schon einmal auf der Heartland Ranch war.
      So saß ich den einen Nachmittag mal auf der alten Meike, sonntags dann auf Nachtigall und des Öfteren auf Little Baby, welche sich besonders gut reiten ließ, wie ich fand.
      Auf Amsterdam Girl saß ich nur einmal und das auch recht kurz, bevor sie beschlossen hatte, mich mit einem Hüpfer in den Sand zu versetzen und mir mein Bein dann leider so wehgetan hatte, dass ich es kein zweites Mal versuchen konnte. Aber das gehörte nunmal auch zum Reiten dazu, im Sand zu landen.
      Auf dem Rücken einer Stute fühlte ich mich wohl, weswegen man es mir auch nicht übel nahm, dass ich mich nicht mal auf einen der berühmten Heartlandhengste setzen wollte.
      Bei den Hengsten hatte ich nämlich leider auch das gleiche Problem wie bei den Stuten, die Namen wollten einfach nicht in meinen Kopf. Außer L'ombre de la Figaro, welchen ich von Turnieren und so kannte, waren es einfach alles Haffis für mich.
      Eines Abends nahm ich mir dann mal die Zeit und ging die Stallgasse entlang, während ich mir jeden Namen notierte und mit meiner nicht allzu guten Handykamera von jedem Pferd ein Bild machte. Bis Mitternacht saß ich dann in meinem kleinen Zimmer und sortierte die Namen den Pferden zu, um am nächsten Tag jeden mit meinem Wissen zu überraschen.
      Die Pferde mit S waren besonders schlimm. Samie, Small Joker, Sunshine Shadow, Surburb Lights und Sternsinger. Das schlimme war ja, dass sie dann auch noch alle gleich aussahen! Surburb Lights (oder einfach Bubis) Mähne war recht lang, die von Sunshine allerdings auch, weswegen es für mich immer schwer war auf die Anweisung von Ty hin ("Hole mal den und den von Weide" und so) auf Anhieb das richtige Pferd zu erkennen.
      Abajo, Bonito und Burberry waren noch leichter zu erkennen als Jargo, Windsor, Askan und Franzl von Falkenstein, DOCH irgendwann hatte ich es drauf. Aber so was von richtig. Früh, wenn alle auf die Weiden gebracht wurden, zwischendurch zum Reiten und zum Arbeiten und abends, als alle Pferde wieder zurück in den Stall kamen, ich wusste, wer Abajo war, wer Franzl und wer Sunshine. Mit viel Arbeit hatte ich das für mich unmögliche geschafft und jedem Pferd in meinem Kopf einen Platz gegeben, wo es hoffentlich noch lange bleiben würde.
      *--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------*
      Kurz bevor ich Heartland wieder verlassen würde, fragten mich Ty und Amy eines Samstagnachmittags, ob ich nicht morgen mit zu einem in der Nähe gelegenen Verkaufshof kommen wollte. Die beiden wollten nach Pferden Ausschau halten, welche vielleicht für ihre Zucht praktisch wären.
      Ich fuhr ohne jegliches Vorherwissen mit zu den Briar Ridge Stables, doch als ich bereits durch die Fensterscheibe des Wagens blickte, merkte ich, dass das nicht ganz so mein Geschmack war. Zu spießig, war mein erster Gedanke.
      Amy schien die Besitzer zu kennen und auch wenn sie das nicht sagte, so hatte sie doch anscheinend eine kleine Abneigung gegen diese.
      Wie mir mein erstes Gefühl bereits bestätigt hatte, fanden wir, oder besser gesagt Amy und Ty, hier keine passenden Pferde, auch wenn einige wirklich vielversprechend aussahen!
      Auf dem Green Briar Ridge gab es Pferde jeder Rasse, jedes Aussehens und jeder Größe und so war eine breite Auswahl an Interessenten damit abgedeckt. Und so stach mir vor allem eine junge Isländerstute namens Rékja in die Augen, aber auch ihre Nachbarin, ein interessant gepunktetes Warmblut namens Double Diamonds fiel mir sofort auf.
      Amy und Ty standen einige Zeit vor einer Box, in welcher ein Isländer stand, welcher vom Aussehen her viele Ähnlichkeiten mit einem Haffi hatte. Bjatur hieß dieser laut einem Schild an der Box.
      Eine Box daneben stand Acacia, allerdings schon verkauft, wie ein großes rotes Schild besagte und noch eine Box weiter stand ein Hengst namens Heros. Hübsch aber leider auch nicht mein Ding.
      Da der Besuch auf dem Gestüt nicht der gewünschte Erfolg gewesen war, entschieden wir uns einstimmig dafür, noch etwas anderes zu machen. Eis essen, da waren wir uns alle einig. Nachdem ich die letzten Wochen nur auf der Ranch verbracht hatte, tat es gut endlich mal wieder draußen zu sein und auch wenn Stadtluft nicht besonders gut roch, so hatte ich sie doch vermisst.
      Meine Zeit auf der Heartland Ranch war bald vorbei, besser gesagt nur noch zwei Tage, bis ich wieder in Millarville in den Zug steigen würde und mit diesem diesmal in die entgegengesetzte Richtung, nach Osten nämlich, fahren würde.
      Umso mehr genoss ich deswegen die letzten paar Stunden mit meinen neuen Freunden, wie ich sie hoffentlich nennen durfte.
      Amy und ich fanden auch eine neue Gemeinsamkeit: Wir beide waren ganz vernarrt in Stracciatella Eis. Ich liebte Stracciatella!
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      Zwei Tage später war es dann auch soweit: Ich hatte mein Zimmer gründlich geputzt, all meine Kleidung und Souvenirs eingesteckt, ein letztes Mal Reitunterricht bekommen und nochmal alle Mitarbeiter verabschiedet und alle Pferde gestreichelt, denn nun ging es für mich nach Hause. Nach Hause, das hörte sich fast komisch an, denn in den letzten Wochen war die Heartland Ranch zu meinem "Zuhause" geworden und es zerbrach mir fast das Herz, diese nun wieder verlassen zu müssen.
      Aber wer weiß, vielleicht würde meine Hilfe ja auch irgendwann mal wieder gefordert sein und dann würde ich zur Stelle sein!
      Als ich in Millarville in den Zug einstiegt und auf einem Platz am Fenster Platz nahm, störten mich noch nicht mal die lauten Geräusche der Jugendlichen, oder die Spinne in der Ecke oder die stickige Luft, ich hatte einfach nur ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen, blickte entspannt in die Zukunft und winkte Lou, Ty und Amy ein letztes Mal, welche mich alle mit zum Bahnhof gebracht hatten.
      Auch wenn ich es nie für möglich gehalten hatte, so hatte die Heartland Ranch mir gezeigt, was ich wirklich wollte und nun wusste ich, in welche Richtung ich laufen sollte, um meinen Weg zu finden.


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      20. Dezember 2016 - Eine Stallhilfe
      1967 Zeichen © Iiona


      Ich hatte die Nacht über ziemlich gut geschlafen, aber heute war echt eine verdammt große mega Aufgabe. Heute war es bitterkalt auf dem Hof von Amy Fleming und heute wollte ich die 31 Haflinger putzen, es sind wirklich unglaublich viele. Vorgehen tat ich eigentlich genauso wie bei den Nebenstallungen, also putzen, kämen und waschen, jedoch holte ich immer 3 Pferde auf einmal aus dem Stall. Die ersten waren Mirabella, Wendy und Picola und ich hatte mit den dreien wirklich Glück außer, dass Mirabella hin und wieder einzuschlafen schien, waren alle samt super lieb. So holte ich Figaros Schattenfalter, Franzl von Falkenstein und Lana und auch diese drei hatte ich schnell abgearbeitet, denn ich hatte wirklich unglaublichen Zeitstress. Auch L´ombre de la Lune, Lady Äppel, Windsor, Golden Diamond, Sunshine Shadow, Amsterdam Girl, Bonito und Askan waren ein Geschenk des Himmels. Dann jedoch kam Calla, die heute ihren nervigen Tag hatte und somit probierte sie mich zu sabortieren wo es auch nur ging, weshalb sie mir eine Ewigkeit kostete. Ich atmete tief durch als ich Nachtigall, Small Jocker und Samie holte, doch die waren heute wohl wirklich gut gelaunt, denn sie ließen sich in Ruhe putzen und ich konnte so wenigstens einigermaßen weiter kommen. Dann bewiesen mir die Pferde, dass Amy ihre Pferde wirklich gut erzog, denn Nordstern, Money in a Bank, Nimué, Meike, Mrs. Pretty, Little Baby, Jargo, Suburb Lights und Burberry waren unglaublich gut erzogen. Alle verloren nicht die Geduld sonder standen ruhig und warteten, was wirklich selten ist. Sternsinger hingegen war eher ängstlich,was mir leid tat, denn ich wollte ihm ja nichts tun. Ich probierte sein Vertrauen zu gewinnen, was auch einigermaßen gut klappte. Zu guter letzt waren L´ombre de la Figaro, Abajo, und Golden Samurai an der Reihe und nach diesen war ich auch wirklich erschöpft! Ich war müde, konnte gerade noch so das Abendessen herunterschlucken und wanderte dann direkt in mein Bett.


      PFLEGEBERICHT
      30.04.2017, Wolfszeit
      Heute ging es zu Jackies Haflingern. Ich sollte die Pferd füttern, etwas bewegen und auf die Koppel stellen. Um den Rest würde sich jemand anderes kümmern. Zuerst ging ich in den Stall und machte das Futter für alle Pferde fertig um es dann zu füttern. Als alle Pferd glücklich Mampfen sorgte ich für dafür da allen Boxen genug Heu war und begann damit Wendy,Picola, Figaros Schattenfalter, Franzl von Falkenstein, Lana und L'ombre de la Lune nacheinander in die Führanlage zu bringen. Als alle Pferde darin waren schaltet ich die Anlage an. Während die vier Pferde liefen longierte ich Lady Apple. Als ich sie fertig longiert hatte tauschte ich die vier in der Führanlage gegen Windsor, Golden Diamond, Sunshine Shadow, Amsterdam Girl und Bonito aus. Währenddessen ließ ich Askan im Round Pen laufen um danach erneut die Pferd in der Führanlage gegen Calla ,Nachtigall, Small Joker, Samie und Nordstern auszutauschen. Nun ließ ich Money in a Bank laufen und stellte nun Nimué, Meike, Mrs. Pretty, Little Baby und Jargo in die Führanlage. Anschließen lief ich erst Suburb Lights, Burberry, L'ombre de la Figaro, Sternsinger, Abajo und anschließend Golden Samurai im Round Pen laufen. Mirabella ließ ich etwas in der Halle spielen und rennen bevor ich alle Pferde nacheinander auf die Koppel brachte. Als alle Pferde zufrieden grasten machte ich mich auf den nach Hause Weg.



      Pflegebericht für alle Pferde von Jackie
      06.09.2017 | (c) Muemmi
      Haflinger
      Abajo, Sternsinger, L´ombre de la Figaro, Golden Samurai, Mirabella, Nimué, Money in a Bank, Nordstern, Meike, Mrs. Pretty, Little Baby, Burberry, Suburb Lights, Jargo, Golden Diamond, Sunshine Shadow, Amsterdam Girl, Bonito, Askan, Calla, Nachtigall, Small Joker, Samie, Wendy, Picola, HL´ Figaros Schattenfalter, Franzl von Falkenstein, Lana, L´ombre da la Luna, Lady Äppel, Windsor

      Turner Valley Ranch
      Lütt Lorbas, Pünktchen, Jim Beam Bastian, Wookie (Highlandrind), Celsius, Skywalker, Panino, Cabbalero, Par Dieux, Mon Chérie, Puppy Findus II, Cindarella, Prince of the half Moon, Puppy

      Verkaufspferde
      Bjatur, Double Diamonds, Rékja, Herbert, Lakritz, The Death Angel, The Black Death

      Vollblüter
      Burnin ´ Castiel, Valentines Cilion, Laheeb al Amara ox, ZM´s Sweety Candypie, PFS ´ Bring me to Life, Silberstern, Everyday As It Comes, Faster, Pearl, Golden Girl, First von Rothen

      Westernpferde
      Tainted Love Toffifee, Hollywoods Silver Dream, Kristy Killings, Changa, Black Sue Dun It, Tainted Whiz Gun, Sheza Bat Cat, Annie get your Gun, What Lies Ahead, HGT´s Enjoy Nature, Cherokee Rose, Abigail, Possibility, My Blue Gun, As War Fades, HGT´s Dead Snow, I See You, Wikotikabesa


      Die Steine knirschten unter den Reifen meines Geländewagens, als ich über dem Weg zu Jackies Hof fuhr. Ich hielt den Xtrail auf dem Parkplatz, stieg aus und hievte meine Tasche vom Rücksitz. Ich war schon früher auf Jackies Hof gewesen und kannte mich aus. Ich schlenderte durch die Stallungen, als ich meine Tasche im Haupthaus gebunkert hatte und sah mich nach den Pferden um. Jackie hatte mich vor einigen Wochen beauftragt, mich um ihre Pferde zu kümmern und sie gegebenenfalls Korrektur zu reiten. Da es sich mittlerweile um einige Pferde handelte, würden mich im Laufe des Tages Leo, Tom und Mia unterstützen, sobald sie auf unserem Hof mit den täglichen Aufgaben fertig wären. Ich fing an zu misten, füttern und die Haflinger auf die Weiden zu führen. Ich mochte die kleinen Lichtfüchse wie Abajo, Meike, Nordstern Sternsinger und Figaro. Mirabella kannte ich noch als Fohlen, Golden Samurai, Nimué, Money, Little Baby, Burberry, Suburb, Jargo, Diamond, Shadow, Amsterdam, Bonito, Askan, Calla, Nachtigall, Joker, Samie, Wendy, Picola, Schattenfalter, Falkenstein, Lana, Luna, Lady Äppel und Windsor folgten. Ich brauchte fast eine halbe Stunde, um nur die Haflinger auf ihre Weide zu bringen. Da hörte ich auf dem Hof ein weiteres Auto ankommen. Ich winkte von weitem den Dreien und ging auf sie zu. Mia würde sich den Westernpferden annehmen und sich um die Hübschen kümmern. Sie war bezaubert von Tainted Whiz Gun, einer Tochter von Toffifee, der mittlerweile auch Jackie gehörte. Sie führte Silver Dream, Kristy, Changa und Black Sue hinaus auf die Weide, während Leo zu den Verkaufspferden ging. Bjatur, Diamond, Rékja, Herbert, Lakritz, Angel und Black Death waren schnell versorgt und ihre Boxen gemacht. Da ging Leo Mia zur Hand und mistete die Boxen der Westernpferde, während sie Bat Cat, Annie, Lies Ahead, Enjoy Nature, Rose, Abigail, Possibility, Blue Gun, War Fades, Dead Snow, I See You und Wikotikabesa ebenfalls hinaus auf die Weiden brachte und mit Leo zusammen die Boxen fertig mistete. Währenddessen machte sich Tom bei den Pferden der Turner Valley Ranch zu schaffen und kümmerte sich um die Lieblinge Lorbas, Pünktchen, Jim Beam, Celsius, Skywalker, Panino, Cabbalero, Par Dieux, Mon Chérie, Puppy Findus, Cindarella, Prince of the half Moon und Puppy. Wir brauchten den ganzen Tag, um die Stallungen zu misten, die Gassen zu kehren, die Pferde zu putzen, striegeln und versorgen. Als ich bei den Haflingern fertig war, ging ich hinüber den zu Vollblütern, da mein Gebiet ja immer noch bei den schwierigen, übermütigen und jungen Pferden lag. Castiel, Cilion, Amara, Candypie, Bring me to Life, Silberstern, Everyday, Faster, Perl, Golden Girl und First von Rothen waren aber ganz zauberhafte Pferde und genossen die Aufmerksamkeit. Auch ihre Boxen mistete ich, kratze ihre Hufe aus, fütterte sie und brachte sie dann auf die Weide. „Und jetzt reiten wir noch eine Runde aus.“ beschloss Tom am Ende. Wir vier sahen uns grinsend an und jeder suchte sich aus den Schönheiten Jackies ein passendes Pferd aus zum Abschluss dieses arbeitsreichen Tages.
    • sweetvelvetrose

      Kleiner Pflege Bericht:

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      Anweiden:


      Endlich war es so weit der Frühling war da in Voller Pracht die wiesen waren grün und mittlerweile auch so hoch das die Pferde auf die Weide könnten, wenn da nicht das an weiden wäre – also war es heute und die nächsten Tage soweit das alle Pferde nach einander bzw. in kleinen Gruppen auf die Nahegelege Winterweide kommen .

      Zuerst würden die Hengste rauskommen

      Duke of Darkenss Shinig Sommer Dream und Tainy Afternoon machten die erste Runde alleo Bockten erst mal Herzhaft rum bis sie sich dem Saftigen Grün mit Goldenen Tupfern Löwenzahn hermachten.

      Danach folgten die 3 Hengst Fohlen Arias, Mytos, und der kleinen Mustag Kukuniwi sie intressierten sich noch nicht so stanrk für das Saftige Grün es wurde mehr rumgetobt als gefressen aber das war auch gut.

      Jetzt folgten Ginnies Casanova Apanco Jargo und Shaddow so wie Tiramisu der sich direkt auf das Grün stürtzte und die andernen Bockenednen Ponys Ignorierte. Es dauerte etwas länger als ei den anderen mit dem einfachen vorallem Casanova war der meinung das es viel zu gut schmeckt und das olle Heu im mal egal sein kann , aber auch ihn erwischten wir und er kam wieder zu dne Fohln auf den Paddock.
    • Friese
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      Pflegebericht für Rubina, Cardiac – GH’s Schenk mir dein Herz, Jora, Jejota, Moschi, Sunshine Shadow, Jargo, Tiramisu, Kuckunniwi, Arias, Mytos
      Heute machte ich mich ein weiteres Mal wieder auf den Weg zu Nancy. Sie hatte die nächste Woche einiges mit ihren Feriengästen zu tun und somit wollte ich mich um ein paar ihrer Pferde kümmern. Für uns war es ja mehr wie praktisch, dass sie nur um die Ecke wohnte beziehungsweise ich. So konnte man sich immer mal wieder aushelfen, wenn mal Not am Mann war. Genau deshalb hatte ich auch zugesagt und da sie auch immer wieder Pferde zu mir ins Training brachte, konnte ich fast nicht nein sagen. Mit gepackter Tasche machte ich mich also auf den Weg zu Nancy. Da ich nicht wusste, ob sie wirklich noch auf dem Hof war, wenn ich ankam hatte ich mir Essen und Trinken eingepackt und vorsichtshalber mal ein zweites T-Shirt, denn es war wirklich warm und da ich ein bisschen reiten wollte, war mir fast klar, dass ich schwitzen würde. Des Weiteren war noch die Jacke für Spätabends dabei, denn es konnte gut und gerne noch zuziehen und Gewittern. Typisch deutsches Sommerwetter eben! Innerhalb kurzer Zeit war ich bei Nancy und wie ich mir bereits dachte waren sie bereits unterwegs und die Pferde standen schon auf den Weiden. Ich begrüßte Martin, welcher bereits dabei war die Boxen zu misten. Ich half ihm dabei indem ich ihm die Heunetze der Pferde stopfte und das restliche Futter gleich herrichtete. Danach holte ich mir Rubina von der Weide und begann ihr Fell zu putzen. Bevor ist sie sattelte und trenste, kratze ich noch die Hufe aus. Ich klopfte ihren Hals und stieg draußen auf ihren Rücken. Ich wollte eine kleine Runde um den Hof reiten, denn ich kannte mich ja bereits ein bisschen aus und die Stute war laut Nancy auch relativ brav. Hier und da ein bisschen ängstlich, aber nichts wo man sich sonst Gedanken machen musste. Ich ritt sie anfangs warm, ließ jedoch die Zügel nicht komplett lang, falls sie sich doch erschreckte oder ich eingreifen musste. Immer wieder lobte ich sie und nahm dann die Zügel noch weiter auf. Nachdem sie komplett warm war, trabte ich ein Stück mit ihr und parierte sie danach wieder durch. Allzu lang wollte ich sie aber auch nicht traben lassen, denn es war bereits relativ warm und ich wollte sie nicht überfordern. Ich klopfte der Stute immer wieder den Hals und ließ ihr danach im Schritt die Zügel wieder ein bisschen länger. Im Schritt ritt ich zurück zum Hof und klopfte dort nochmal ihren Hals. Sie war wirklich brav gewesen und hatte sich den restlichen Nachmittag auf der Weide verdient. Ich räumte ihr komplettes Zubehör auf und holte mir danach Jargo von der Koppel. Danach band ich den Haflinger vor der Box an und putzte ihm sein Fell. In aller Ruhe klopfte ich nochmal seinen Hals und holte dann sowohl die Trense als auch den Sattel. Ich platzierte den Sattel mitsamt der Schabracke auf seinem Rücken und trenste ihn danach. Vor dem Gebäude stieg ich auf seinen Rücken und ritt danach zum Platz. Ich wollte ein bisschen schauen was in ihm steckte, damit ich dies Nancy mitteilen konnte. Ich ritt ihn also erstmal in aller Ruhe auf dem Platz warm und begann dann mit ein paar leichten Dressuraufgaben. Nicht zu viel, da er bereits nach kurzer Zeit schon sehr zum Schwitzen anfing. Schließlich war es auch wirklich warm und Jargo war nichtmehr sonderlich im Training. Nachdem wir gut eine halbe Stunde aktiv miteinander gearbeitet hatten, gab es jetzt eine Pause für den Hengst beziehungsweise das Ende des heutigen Trainings. Ich ließ ihm die Zügel lang und ritt ihn danach ab. Ich klopfte ihn den Hals und lobte ihn mit meiner Stimme. Nach dem Abreiten stieg ich von seinem Rücken und führte ihn wieder zu seiner Box. Dort band ich den Hengst nochmal an und entfernte danach sowohl Trense als auch Sattel. Da er relativ arg schwitzen musste, brachte ich ihn noch kurz nach draußen und spritzte ihm dann die Beine und den Hals ab. Ich klopfte ihm nochmal den Hals und brachte ihn danach wieder auf die Weide. Hier wälzte er sich ausgiebig und begann dann entspannt zu grasen. Ich holte direkt danach Arias von der Koppel. Ihn kannte ich bereits, denn er war vor kurzem erst zu Besuch auf meinem eigenen Hof gewesen. Ich hatte den Hengst eingeritten und heute wollte ich nochmal nach ihm schauen. Ich band ihn vor seiner Box an und putzte danach das Fell des Arabers. Nachdem er sauber war, kratzte ich die Hufe noch aus. Ich holte den Sattel und die Trense und platzierte dann beides auf dem Hengst. Danach führte ich ihn zum Reitplatz und stieg auf seinen Rücken. Ich ritt ihn erstmal am langen Zügel eine viertel Stunde warm. Danach übte ich ein paar Bahnfiguren im Schritt und trabte ein paar ganze Bahnen mit ihm. Ich parierte ihn wieder durch und lobte ihn ausgiebig und ließ ihm die Zügel ein bisschen länger. Ich arbeite noch ein bisschen mit ihm im Schritt und im Trab, dann ritt ich ihn bereits wieder ab. Er durfte danach wieder auf die Koppel und ich räumte seine Sachen auf. Als Belohnung bekam er noch eine Karotte, denn er hatte ja schließlich auch wieder brav mitgemacht. Ich klopfte ihm noch den Hals und ging danach wieder zu den Stuten. Hierbei handelte es sich um Jora, welche ich nun holte. Ich klopfte der Stute den Hals und band sie danach vor der Box an. Ich putzte sie genauso ausgiebig wie die zwei Hengste vor ihr und sattelte sie schließlich. Danach folgte noch die Trense und ich führte sie zum Platz. Als erstes führte ich sie warm und ritt sie danach noch zehn Minuten warm. Ich klopfte der Stute den Hals und ritt auch mit ihr ein paar Bahnfiguren im Schritt. Ich klopfte ihr ein weiteres Mal ihren Hals und begann nun auch mit dem Trab. Hierbei baute ich einfach Bahnfiguren wie Zirkel, halbe Bahn und Handwechsel im Trab ein. Sie war hierbei wirklich brav und so ließ ich ihr bereits nach zehn bis 15 Minuten wieder die Zügel lang und ritt sie ab. Ich war der Meinung, dass die Pferde immer ein positives Erlebnis haben musste zum Ende hin und man nicht auf Biegen und Brechen eine halbe Stunde machen musste. Ich band sie vor der Box wieder an und klopfte ihr noch ein letztes Mal. Ich trenste sie ab und es gab noch eine Möhre zur Belohnung. Ich wusch die Trense aus und hing sie wieder in den Spind. Danach sattelte ich sie wieder ab und brachte sie auf die Koppel. Ich klopfte ihr den Hals und ließ sie dann laufen. Ich ging zurück in den Stall und räumte den Sattel auf. Ich fegte noch die Stallgasse und ging wieder zu den Koppeln. Von dort holte ich Jejota. Auch sie putzte ich und machte sie komplett fertig für das Reiten. Ich klopfe ihr den Hals und führte sie auf den Platz. Dort führte ich sie ein paar Runden warm und stieg danach auf ihren Rücken. Natürlich legte ich nicht sofort los, sondern ritt nochmal zehn Minuten im Schritt warm. Danach baute ich auch im Schritt ein paar Bahnfiguren ein und begann auch schon ein bisschen zu traben. Auch hierbei baute ich ein paar einfache Grundlektionen ein. Ich lobte sie immer wieder und ließ auch ihr relativ schnell wieder die Zügel lang. Sie hatte wirklich brav mitgemacht und ich wollte sie nicht gleich überfordern. Nachdem ich sie eine viertel Stunde abgeritten hatte, stieg ich von ihrem Rücken und klopfte ihren Hals. Ich führte sie zu ihrer Box und band sie dort an. Im gleichen Zug entfernte ich die Trense und schließlich die Trense. Ich sattelte sie noch ab und brachte sie danach in ihre Box. Ein letztes Mal klopfte ich ihren Hals und ließ sie in aller Ruhe fressen. Danach holte ich die restlichen Pferde nach drinnen und diese begannen alle eifrig zu fressen. Obwohl sie den ganzen Tag draußen waren, taten sie als wären sie am verhungern. Ich fegte noch die Gasse und räumte das komplette Sattelzeug auf.

      Am nächsten Morgen fuhr ich wieder zu Nancy. Ich brachte alle Pferde nach draußen und machte danach gemeinsam mit Martin die kompletten Boxen leer. Nachdem wir damit fertig waren, streuten wir sie neu ein und füllten in allen Boxen das Heu und Kraftfutter auf. Heute hatte ich nicht allzu viel Zeit und wollte deshalb nur mit einem von Nancys Pferden etwas machen. Ich musste auf meinem eigenen Hof einfach noch ein bisschen was klären. Für mein heutiges Training hatte ich mir Tiramisu ausgewählt. Ich wollte sein Distanzniveau mal genauer abfragen. Hierfür holte ich ihn wieder von der Koppel und putzte ihn. Er war hierbei wirklich brav und ich war schon gespannt auf das Reiten. Nancy hatte mich bereits vorgewarnt, dass er teilweise ein bisschen schwieriger sein konnte. Der Hengst hatte eine relativ schlimme Vergangenheit gehabt als Jungpferd. Heute war das Wetter bereits ein bisschen anders als gestern. Es war bewölkt und hin und wieder ging ein kalter Wind. Auf der einen Seite war dies gut, denn man konnte mit den Pferden richtig arbeiten ohne, dass man nach fünf bis zehn Minuten gleich Angst haben musste, dass die Tiere einen Hitzeschlag bekamen. Nachdem ich den Hengst komplett geputzt hatte, machte ich ihn komplett fertig. Ich klopfte seinen Hals und führte ihn danach wieder nach draußen. Ich lobte ihn ein weiteres Mal und stieg danach auf seinen Rücken. Er legte hierbei kurz die Ohren tief in den Nacken und versuchte ihn zu beruhigen. Dies gelang mir auch halbwegs und so ließ ich ihm die Zügel wieder länger. Ich klopfte seinen Hals und ritt dann mit ihm los. Ich ließ die Zügel nie komplett durchhängen für den Fall, dass er doch einmal abschoss. Kontrolle war mir hierbei einfach wichtiger. Ich klopfte nochmal seinen Hals und stellte an meiner Uhr einen Timer ein. In 15 Minuten würde dieser zum Klingeln anfangen und mir somit Bescheid geben, dass ich mit dem Training beziehungsweise meiner heutigen Tätigkeit mit dem Hengst beginnen konnte. Auf dem Pferd war es einfach immer schwer die Zeit abzuschätzen und so wusste ich genau Bescheid. Als mein Wecker klingelte druckte ich auf die Uhr, danach setzte ich eine Nadel auf der Karte meiner Map in der Uhr. Sie war mit meinem Handy verbunden, also eine Smartwatch, und übertrug die kompletten Daten. Ich ritt den Hengst die Hälfte der Strecke, welche für sein aktuelles Distanzniveau gefordert war und drehte dann um. Die zweite Hälfte war unser Rückweg. Kurz vor dem Hof war die Strecke um und so konnte ich ihn noch entspannt im Schritt abreiten. Er hatte seine Sache wirklich gut getan. Hin und wieder mal ein kleiner Buckler, ein nervöses Schauen oder ein Haken waren für seine Rasse und Vergangenheit mehr wie in Ordnung. Kurz vor dem Hof ließ ich ihm die Zügel doch ganz lang und lobte ihn kräftig. Im Hof stieg ich wieder von seinem Rücken und klopfte ihm den Hals ein weiteres Mal. Ich nahm die Zügel in die Hand und führte ihn in die Stallgasse. Dort tauschte ich die Trense gegen sein Halfter und gab ihm zur Belohnung eine Möhre. Auch den Sattel entfernte ich und räumte alles auf. Ein letztes Mal putzte ich über sein Fell und brachte ihn danach wieder nach draußen. Gegen Abend holte ich alle Pferde wieder nach drinnen und ließ sie in Ruhe fressen.

      Den letzten Tag verbrachte ich damit, dass ich wieder alle Pferde auf die Koppeln brachte und die Boxen sauber machte. Heute bekamen sie alle eine Pause auf der Weide. Ich hingegen wollte einfach nur ein bisschen aufräumen und mich um das Sattelzeug kümmern. Ich begann also damit die Boxen zu misten und neu einzustreuen. Danach füllte ich das Heu auf und kontrollierte alle Tränken. Nachdem ich damit fertig war, holte ich mir Sattelzeug für Sattelzeug und putzte es. Dann fette ich alles und ließ es noch ein bisschen in der Sonne trocknen. Die Sattelschränke wischte ich auch alle sauber aus. Ich räumte wieder alle Schränke ein und schaute mal kurz nach den Pferden. Die Sättel waren auch alle wieder getrocknet und ich hing sie wieder auf die Sattelhalter. Die Trensen hing ich in die Schränke der einzelnen Pferde und verschloss schließlich alle. Für mich ging es nun bereits wieder nach Hause. Heute Abend würden die Angestellten die Pferde selber reinholen, denn ich musste mich auch um meine eigenen Pferde kümmern. Sie waren die letzten zwei Tage nur auf den Koppeln gestanden und ein paar durften heute wieder arbeiten. Dies dauerte jedoch nicht zu lange und ich wollte heute wieder zu meinen eigenen Pferden. Das Pendeln zwischen den beiden Höfen hatte viel Zeit in Anspruch genommen und ich musste auf meinen eigenen Hof wieder klar Schiff machen. Hin und wieder neigte ich einfach dazu mir ein bisschen zu viel aufzuladen und kam dann wieder in einen ganz schönen Stress. Dies war hier auch der Fall gewesen, aber ich würde dennoch immer wieder zusagen, da Nancy einfach eine gute Freundin war und man half sich wo man nur konnte.
    • sweetvelvetrose
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      Pflege Berichte für Rubina, Zanyah, Sahdy, Cardiac – GH´s Schenk mir dein Herz, Barajia, Badriyah, La petite ,Valhalla Meike, Cassidy, Baltic Wave , Jora , Jejota, ZW´s Moschi , Duke of Darkness, ,Rainy Afternoon Ginnies Casanova,Tiramisu, Shining sommerdream,
      Kuckunniwi , Arias, Mytos,Apancho, Sunshin Shadow und Jargo

      Bade und Putz Tag.


      Heiß es war seit Tagen einfach nur heiß aber die Pferde müssen dennoch sauber gemacht werden und bewegt werden. Die weiden waren dürr und somit verbrachen die Vierbeiner ihren Sommer auf den Winterweiden und wurden jetzt schon mit Heu zu gefüttert und ich musst nach bestellen das es über den Winter reichen würde.


      Gut eingeschmiert mit Sonnencrem ging es los Ginnies Casanova war vor die kleine Kutsche gespannt und die Kinder gackerten aufgeregt Rainy Afternoon war an dieser angebunden und döste in der Sonne Apancho, Sunshin Shadow und Jargo standen gesattelt da und hatten auch schon jeweils ihren Reiter auf dem Rücken . Ich hatte mir Duke gesattel und schwang mich auf seinen Rücken und auf ging der Marsch durch dne kleinen wald zum Meer heute war baden angesagt mit allen die wollten.


      Nach guten 4 Stunden ging es auf den Rückweg und alle halfen felißig die Pferde fertig zu machen .


      Die Araber Rubina, Zanyah, Sahdy, Cardiac – GH´s Schenk mir dein Herz, Barajia, Badriyah, La petite und auch die anderen Stuten Valhalla Meike, Cassidy, Baltic Wave , Jora , Jejota, ZW´s Moschi Wurden nacheinander oder in kleinen Gruppen in der Halle laufen gelassen während dessen lief die Beregnungsanlage was ein Spaß für alle beteiligten.


      Danach kamen noch die restlichen Hengste in die Halle. Tiramisu, und Shining sommerdream kamen zusammen rein und schnoberten erst mal alles ab roch ja doch richtig gut nach Stute .


      Nach den beiden ältern kamen die Jungspunde Kuckunniwi , Arias, Mytos und die legten richtig los waren doch alle drei keinen Fohlen mehr sondern stattliche 3 järige die ziemliche viele Flausen im Kopf hatte.

      Um 17 Uhr waren wir dann fertig und ging zu den andern in den großen Swimming Pool und ließen den Nachmittag ausklingen. Ehe es dann am Abend großens Grillen gab und einen Nachritt.
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    xxxGnadenHof des Fuchsbaus xxxx
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    sweetvelvetrose
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    27 März 2018
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  • Abstammung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Von unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt
    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt​


    Exterieur
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    Hengst
    02.01.2004

    (13 Jahre gealtert)​
    Rasse: Haflinger
    Stockmaß: 146cm
    Gewicht: 429kg
    Deckhaar: Lichtfuchs
    Abzeichen: keine​


    Interieur / Beschreibung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Verhalten in der Box: Neutral
    Verhalten auf der Weide: Stur

    Charaktereigenschaften:
    Ausgeglichen ●●●●● Unausgeglichen
    Aufmerksam ●●●●● Unaufmerksam
    Intelligent ●●●●● Unintelligent
    Sozial ●●●●● Unsozial
    Begabt ●●●●● Unbegabt
    Ruhig ●●●●● Nervös
    Loyal ●●●●● Untreu
    Gutmütig ●●●●● Boshaft
    Nervenstark ●●●●● Scheu
    Temperamentvoll ●●●●● Faul

    Auf der Suche nach Figaros Vater, stieß Amy auf Jargo. Jargo war von allen Vorfahren ihrer Pferde am einfachsten zu finden, doch stand er nicht zum Verkauf und sein Vorbesitzer ging auch nicht auf Amys Angebot ein. Was daran lag, das Jargo den Kindern der Familie gehörte. War eines der Kinder groß geworden, ritt das nächste ihn. Da die Familie jedoch eine Menge Schulden hatte, konnten sie Jargo nicht länger behalten und beschlossen, ihn schweren Herzens auf einer Auktion zu verkaufen. Als Amy ihn dort sah, zögerte sie keine Sekunde. Viele glaubten nicht an den kleinen dickköpfigen Haflingerhengst, doch Amy schon. Und nun ist er ein stolzer und erfolgreicher Zuchthengst.

    Jargo ist ein ausgeglichener Haflingerhenst, welcher sowohl beim Training, auch im Gelände aufmerksam auf die Hilfen seines Reiters reagiert. Auch wenn Jargo lernwillig ist, lernt er neue Dinge nur langsam. Anderen Pferden gegenüber ist er gutmütig, aber auch seinem Besitzer gegenüber. Dennoch würde er für Futter, oder Leckerbissen seinen Reiter im Regen stehen lassen. Jargo ist vollkommen ruhig und gelassen und nervenstark in brenzligen Situationen.
    Weide: Hengstweide
    Unterbringung: Box & Weide​

    Einstreu: German Horse Pellets
    Futtersorte: 7kg Heu, 1kg Kraftfutter, 400g Weizenkleie​
    Fütterungszeiten: 8:00 Uhr Heu, 17:30 Uhr Kraftfutter​


    Besitzer: Jackie (Heartlandfarm)​
    VKR/Ersteller: Sweetvelvetrose​


    Qualifizierungen & Erfolge
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    ● Schleifenaufstieg ● Trainingsaufstieg ● Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Qualifikation durch TB's

    Western E A L M S S* S** S***
    Trail: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Offiziell
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    2. Platz - 183 Westernturnier
    Inoffiziell

    -
    Zuchtverband

    -
    GHP - Prüfungen

    -
    Gewinnsumme: x
    Verursachte Kosten: x​


    Ausbildung und Zuchtdaten
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Trainingsplan
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren x
    Westernpferdeausbildung (ab 3 Jahre)

    Einreiten ✔ | Startboxgewöhnung x | Stangenarbeit x | Gelassenheitstraining x

    1 = Sehr gelassen, 6 = schlechtes / unsicheres Verhalten
    ● Angeboren ● Antrainiert ✪ Prüfung Abgeschlossen
    Fremde Umgebungen: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Platz/Halle: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Hufschmied: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Tierarzt: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Wasser: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Gelände: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Straßen: 6 5 4 3 2 1 ✪​

    Stangenarbeit: 3 2 1 ✪
    Longenarbeit: 3 2 1 ✪
    Verladefromm: 3 2 1 ✪
    Schrecktraining: 3 2 1 ✪​


    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Komando kommen x
    Freiheitsdressur / Zirzensik

    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Pferdepass

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    HK296 - Fuchsponys

    Gencode: ee Aa ff​
    Zur Zucht zugelassen: ja
    Eingetragene Zucht: Heartlandfarm
    Züchter/Herkunft: unbekannt​

    Nachkommen


    1. L'ombre de la Figaro
    2. Amsterdam Girl
    3. Nordstern
    4. Samie
    5. Calla

    Gesundheitszustand
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Letzter Tierarztbesuch: 11.11.2015
    Chipnummer: 124 4 80 233575829
    zuletzt kontrolliert [x]

    Letzte Zahnpflege (jedes Jahr) überfällig
    Wurmkur (jedes Jahr) überfällig
    Tollwut Impfung (jedes Jahr) überfällig
    Tetanus Impfung (alle 2 Jahre) überfällig
    Influenza Impfung (alle 6 Monate) überfällig
    EHV-1 + EHV-4 (alle 6 Monate) überfällig

    Gesamteindruck:
    Aktue Krankheit/en:
    Chronische Krankheit/en:
    Erbkrankheit/en:

    Letzter Hufschmiedbesuch: 26.10.2015
    Ausgeschnitten/Korrigiert: 26.10.2015
    Hufbeschaffenheit:
    Hufkrankheit/en:

    Beschlag vorne: Kunststoffeisen
    Beschlag hinten: Kunststoffeisen

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    PNG | Puzzel PNG | JPG
    Spind: x​