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Raven

Inocence-ASH

[center][img]%20http://www.abload.de/img/lonewolfranchl5zo.png[/img] [img]http://i50.tinypic.com/2qdsta0.png[/img] Inocence [img]http://www.abload.de/img/abstammung32or.png[/img] Von: Paleness V:- M:- Aus: Sailors Moon V:- M:- Geb: 2003 Geschlecht: Hengst Rasse: American Saddlebred Größe: 1,67m Farbe: grey Abzeichen Kopf: / Abzeichen Beine: / [img]%20http://www.abload.de/img/charakterl3ky.png[/img] Inocence ist ein ruhiger umgänglicher Hengst, den nichts aus der Ruhe bringt. Er wird gerade ins Showbiz eingeführt und ist dabei Showlektionen zu erlernen. Er ist Scheinwerfer, Flutlicht oder Ähnliches gewohnt und liebt es im Rampenlicht zu stehen, möglichst noch zurechtgemacht und mit mindestens 5 streichelnden Bewunderern neben ihm. Auch bei Kindern oder Reitstunden macht er alles mit. Beschreibung: Er ist ein Importhengst mit großen Dressur- und Fahrambitionen, 7 Jahre alt, geboren in Kentucky. [img]%20http://www.abload.de/img/qualifikationen85qo.png[/img] Gewinner der BHK [317] Achal Tekkiner und Saddlebreds [img]http://i42.tinypic.com/vg357p.png[/img] 1. Platz 187. Westernturnier 2. Platz 105. Fahrturnier [img]http://i44.tinypic.com/33xfuvm.gif[/img][img]http://www.joelle.de/uploads/1241369550/gallery_5_5269_5005.gif[/img] Galopprennen Klasse: E Western Klasse: A Spring Klasse: E Militairy Klasse: E Dressur Klasse: E Distanz Klasse: E Fahr Klasse: A [img]%20http://www.abload.de/img/nachkommenf2ch.png[/img] *keine Nachkommen* Besitzer: Raven Vorbesitzer: Fratzi Pferd erstellt von: Fratzi Gesundheit: sehr gut[/center] [center][URL=http://www.joelle.de/gallery/image/126396-inocence-auf-originalhintergrund/][IMG]http://www.joelle.de/uploads/gallery/album_6570/gallery_10915_6570_19411.jpg[/IMG][/URL][/center]

Inocence-ASH
Raven, 19 Sep. 2010
    • Raven
      Ankunft von Roanoke, Tender Rose und Inocence:

      Aufgeregt machte ich mich auf den Weg zum Pferdehänger. Endlich! Heute würde ich den letzten Schritt tun, mein Traum von einer eigenen Westernzucht würde wahr werden. Ich hatte auf einer Auktion drei Zuchttiere ersteigert. Eigentlich waren sie nicht nur das. Die zwei Stuten und der Hengst waren reinrassige Saddler. Gemeinsam auf der Weide mussten diese hochbeinigen Geschöpfe einfach atemberaubend wirken. Nicht gemeinsam, verbesserte ich mich. Der Hengst würde wohl vorerst getrennt bleiben müssen. Er würde hoffentlich bald einen Kameraden bekommen, doch ersteinmal mussten jetzt die Pferde zu mir und dann die Zucht offiziell angemeldet werden.
      Nachdem ich den Anhänger anmontiert hatte, stieg ich vollter Vorfreude in mein Auto. Mit breitem Grinsen machte ich mich auf den Weg. Ich konnte es immer noch nicht fassen. Die Vorbesitzerin der drei Pferde würde ich wohl bis an mein Lebensende vergttern. Und natürlich die Pferde. So fuhr ich eine ganze Weile. Ein Summel entschlüpfte meinen Lippen. Ich war wohl der glücklichste Mensch auf der Welt. Zuvor hatte ich im Gestüt alles hergerichtet. Bis jetzt standen dort erst Jade und Caresse. Die Beiden würden jetzt Gesellschaft bekommen. Bei dem Gedanken an die kunterbunde Herde verbreiterte sich mein Grinsen noch. Was ich erst merkte, als ich irgendwann einen Krampf bekam. Wo man die alles bekommen konnte. Mit ungetrübter Heiterkeit setzte ich meinen Weg fort. Bis ich schließlich ankam.
      An das prächtige Gestüt würde ich mich später kaum noch erinnern können. Mein Gehirn war auf drei wesentlich wichtigere DInge konzentriert. So traf ich die Vorbesitzerin, übergab das Geld geben die Papiere. Dann durfte ich zu ihnen. Die Stuten und der Hengst waren bereits gehalftert. Um sie alle getrennt von einander transportieren zu können, hatte ich mir einen speziellen Transporter von einer Freundin geliehen.
      Die Erste war Roanoke. Die dunkle Stute mit der hellen Mähne war atemberaubend schön und schien dies auch zu wissen. Sie beschnupperte meine ausgestreckte Handfläche. Diese befand sie schließlich für in Ordnung, denn sie ignorierte sie nun und sah statt ihrer mich genauer an. Wir würden uns gut verstehen, dessen war ich mir sicher. Noch einmal bewunderte ich die Größe der Stute. Ihr Stockmaß musste um die 1,80 betragen. Dann brachte ich sie zum Hänger und ging weiter zu Tender Rose. Als erstes nahmen ihre himmelblauen Augen mich in ihren Bann. Sie stupste mich neugierig an und ich gab ihr ein Leckerli. Temperament war bei dieser Rasse nie falsch. Ich freute mich darüber und ging auch mit ihr zügig zum Pferdehänger. Erst nachdem die beiden Schönheiten sicher untergebracht waren, ging ich zurück zum Stall um auch den Hengst Inocence zu holen. Der Schimmel wirkte mystisch mit seinem schneeweißen Fell. Auch sein Charakter war wieder ganz anders. Ruhig und geduldig, aber sich seines Könnens bewusst. Er war etwas kleiner als die Damen, doch im Gesamtbild einfach perfekt so. Ihm steckte ich eine Möhre zu, bevor wir gemeinsam zu Auto gingen. Nach dem Einladen verabschiedete ich mich noch einmal von der Verkäuferin und bedankte mich durch das offene Wagenfester, bis wir den Hof verlassen hatten und sie mich nicht mehr hören konnte. Die Rückfahrt ging gefühlsmäßig wesentlich schneller vorbei als die Anreise.
      Jedes der Pferde bekam seine Box. Roanoke und Rose stellte ich nebeneinander, und gemeinsam neben Jade und Caresse. Inocence musste als Hengst etwas abseits stehen. Um einen Kumpel für ihn würde ich mich als nächstes kümmern. An Rasser würden sich Saddler, Criollos oder Paints empfehlen, doch eigentlich liebte ich sämtliche Westernrassen.
      So nahm ich den Neuankömmlingen die Halfter und Transportsachen ab und lies sie sich einleben. Nachdem ich noch eine ganze Weile von Box zu Box geschlichen war und immer mal wieder nach ihnen gesehen hatte, verließ ich dann für heute den Hof. Morgen würde ich früh auf der Matte stehen um mich zu vergewissern, dass ich nicht nur geträumt hatte.
    • Raven
      Ankunft von Flying Rock, Tahama und Gammycon

      Es war ein wundervoller Tag. Die Sonne strahlte noch einmal heller als an manch einem Sommertag. Allein die kühle Briese lies erahnen, dass es in weiten Schritten auf den Winter zuging. Der Herbst war da. Die Blätter lagen links und rechts im Graben während ich zu meinem Stall fuhr. Es war ein großer Tag für uns. Für mich und meine Pferde. Wir würden Zuwachs bekommen und so konnte ich nun davon träumen in wirklich absehbarer Zeit die Zucht offiziell zu machen. Endlich das erste Fohlen zu erblicken und ihm den Start ins Leben so angenehm wie möglich zu bereiten.
      Endlich gelangte ich zu den Boxen fünf mir sehr vertraute Nasen zeigten in meine RIchtung. "Heute bekommt ihr neue Freunde.", versprach ich. Besonders für Inocence waren die Neuen gut. Gemmycon war schließlich auch ein Hengst und so würden beide, sofern sie sich denn vertrugen, nicht mher alleine auf ihren Weiden stehen müssen. Sie würden eine herrlische Farbkombilation abgeben. Beinahe vor Vorfreude platzend schritt ich auf dem Hof herum. Eine Freundin von mir hatte versprochen die drei Neuankömmlinge Innocence, Tender Rose und Flying Rock zu mir zu bringen, weil sie einen geeigneten Pferdehänger besaß und ich schlichtweg nicht. Als sie endlich auftauchte wurde ich beinahe überfahren bei dem Versuch möglichst schnell zu meinen neuen Pferden zu kommen. Die beiden Criollostuten und der Mustanghengst befanden sich jedoch in einem gemeinen Anhänger, der mir jegliche Blicke verwehrte. Sobald der Wagen endlich stand riss ich die Klappe vielleicht etwas zu schnell nach unten und befreite dann schon vorsichtiger und weitaus langsamer die Scheckstute. Tahoma ging neben mir rückwerts von der Klappe. Ihre großen braunen AUgen musterten mich und ich strich ihr lobend über den Hals. Dann gingen wir schnell zu ihrer Box, damit ich die anderen auch noch holen konnte. Die Boxen waren neu gebaut und Tahoma war die erste, die diese Box je bewohnt hatte. Nachdem ich ihr das eröffnet hatte, das Halfter abgenommen und den Rest der Transportsachen entfernt hatte, ging ich zum Auto zurück. Nun war Rock an der Reihe. Sie würde sich mit Caresse und Tahamo eine Weide teilen. Hoffentlich würden die beiden Stuten, die sich ja schn vom Vorbesitzer kannten, meine arme Caresse freundlich empfangen. Flying Rock ging zügig aus dem Hänger und wir waren recht schnell bei den Boxen. Tahoma wieherte ihr zur Begrüßung entgegen. Ich nahm auch Rock alles Zeug ab und lies sie in ihrer frischen neuen Box, während ich nun auch Gemmycon holte. Der Hengst war atemberaubend schön, doch das dachte ich mitlerweile so oft bei meinen Pferden, dann ich mir darüber Gedanken machen musste, ob ich wirklich noch objektiv war. Ich liebte sie alle einfach viel zu sehr. Gemmy kam zu Innocence. Die beiden ließen sich zumindest durch die Boxentüren am Leben.
      Nun würde ich bald die Tore der Ranch öffnen und Fohlen würden über die Weiden tollen. Ich freute ich auf die Zukunft und verließ für heute den Hof, nachdem ich Casesse, Jade, Roanoke, Rose und Innocence gefüttert hatte. Die Neuen hatte in ihrer Box schon eine Portion Hafer empfangen.
    • Raven
      Fleißig huschte ich auf dem Hof herum. So ein großes Gehöft wollte schließlich in Ordnung gehalten werden. Das Futter verteilte ich in Eimern. Der schiebbare Futterwagen würde erst nächste Woche geliefert werden. Bis dahin würde eine Übergangslösung schon ausreichen. Jedes Pferd bekam seine eigene Zusammenstellung an Futter. Rose, Roanoke und Inocence bekamen eine Gerstemischung, um sie für das Training fit zu halten. Es war auch ein Anteil von Hafer dabei. Die Criolloherde ,bestehend aus Caresse, Rock und Tahoma, sollte ein Müsli erhalten, das hauptsächlich aus Gerste bestand. Gemmycon und Jade Bekamen Hafer und Gerste zu ungefähr gleichen Anteilen. Für Jade mischte ich dann noch etwas Mais dazu, da sie noch im Wachstum war und die zusätzlichen Kalorien brauchte. Dann waren noch die Kleinen an der Reihe. Ciara und Dise, sowie Angel würden ein spezielles Fohlenfutter erhalten. Da Summer mitlerweile doch schon deutlich größer war, als ihre drei Freundinnen, mischte ich ihr Fohlenfutter mit etwas Hafer und Gerste.
      Nun stapfte ich von Box zu Box und verteilte die Nahrung. Dann ließ ich sie ersteinmal fressen, während ich mich an das Misten der Boxen machte. Nach und nach arbeitete ich mich durch. Als ich bei der Hälfte der Ställe angekommen war, hatten alle zuende gefressen und ich brachte sie auf die drei verschiedenen Koppeln. Fohlen von Stuten und diese von Hengsten getrennt. Dann beendete ich noch meine Arbeit und versorgte alle Boxen mit Stroh und Heu.
      Mittags holte ich dann einen nach dem anderen von der Koppel, um mit ihm zu arbeiten. Die drei Jüngsten: Dise, Angel und Ciara durften sich in der Halle gemeinsam austoben, dann gab es noch einen gemeinsamen Ausflug. Die Stütchen benahmen sich gut. Anders hätte ich den drei Stricken in meiner Hand auch nicht standhalten können. Als nächstes war dann Summer dran. Sie wurde zum ersten Mal longiert. Zum eingewöhnen ließ ich es erstmal bei Schritt und Trab. Wir übten, bis ich merkte, dass bei der Kleinen die Konzentration merklich nachließ. Heute war erst zum Eingewöhnen und das hatte mehr als gut funktioniert.
      Die Großpferde trainierte ich heute ebenfalls ausgiebig. Ein Freundin kam vorbei und half mir. Da es früh dunkel wurde, gingen wir davor noch mit Caresse und Tahoma ins Gelande. Ich ritt Flying Rock und hatte die liebe Caresse als Handpferd, während neben mir die Freundin auf Tahoma saß. Wir ließen sie Criollos sich richtig auspowern, dann kamen sie zurück in ihre Boxen und wir zogen in die Halle um. Während ich erst Rose ausgebunden longierte, ritt sie Roanoke. Dann setzte ich mich zum zweiten Mal auf Jade und schritt fort sie einzureiten. Dafür hatte ich die Halle für mich. Meine Freundin, für deren Hilfe ich ihr wirklich sehr dankbar war, fütterte in der Zwischenzeit. Dann ritten wir gemeinsam die beiden Hengste, achteteen jedoch darauf, dass jeder in seiner Hälfte der Halle blieb. Ich überließ ihr den gehorsamen Inocence und wandte mich dem Mustang Gemmy zu.
      Als dann irgendwann alle zufrieden kauend in ihren Boxen standen, ging ich noch ein letztes Mal die Reihe durch um mich zu vergewissern, dass sie alle für die mitlerweile doch schon recht kalten Winter eingedeckt waren. Dann verabschiedete ich mich und fuhr noch meine Assistentin nachhause.
    • Raven
      Mit irgendeiner seltsamen Melodie im Ohr betrat ich das große Gelände, welches ich nun mein Eigen nennen durfte. Darauf hatt ich es schließlich am meisten angelegt. Viel Platz. Alles Andere kommt später. Das Schicksal hatte es denoch gut mit mir gemeint und so hatte ich zu meinem Land auch schon die Stallungen für im Moment 50 Pferde, eine Reithalle und Sattel-, sowie Futterkammer gekauft. Mitlerweile waren die Koppeln abgesteckt und ich hatte in mühevoller Arbeit mit Freunden einen Holzzaun errichtet. Solarium und Abspritzplatz waren die neusten Errungenschaften und nun sparte ich auf eine Bewässerungsanlage für die Reithalle. Doch mein Geld wollte sich einfach nicht ansammeln.
      Ohne schlechtes Gewissen näherte ich mich dem Pferdehänger, den ich kurz zuvor dortabgestellt hatte. Die beiden Stuten waren schließlich kein rausgeschmissenes Geld. Ganz im Gegenteil. Und außerdem hatte ich Girlie aus schlechten Verhältnissen gerettet. Girlie, die Tochter meiner Stute Caresse. Flink öffnete ich die Klappe und legte sie so geräuschlos wie möglich auf den Steinboden auf. Dann ging ich um die Pferde herum zum Anbindeplatz und löste die Knoten. Beziehungsweise zuerst den von Royal Fairy. Die feurige Stute war unruhiger als Girlie. Sie tänzelte, schien jedoch nicht wirklich verstört. So brachte ich sie in ihre neue Box. Dort war bereits alles vorbereitet. Dann ging ich zurück zu Girlie. Sie würde zu ihrer Mutter in die Nähe kommen. Ich plante eh, die Pferde ein wenig nach Rasse zu sortieren. Die Saddlestute und der verspielte Criollo schienen sich gut zu verstehen,desshalb plante ich, bei ihnen den Übergang von Criollos zu Saddlern festzulegen. Das alles hatte aber noch Zeit.
      Erst einmal versorgte ich die anderen Pferde. Mit Caresse war ich bereits morgens im Gelände gewesen und hatte Jade am Strick mitgehen lassen, um sie auch an diese Rolle zu gewöhnen. Nun brachte ich Caresse auf die Koppel und lies auch Faith zu ihr. Der sanften Stute würde ich noch ein paar Tage geben, bevor wir mit der Arbeit unter dem Sattel begannen.
      Die beiden Hengste brachte ich auf eine etwas kleinere Koppel. Sie verglichen sich miteinander, es kam aber nie zu wirklichen Auseinandersetzungen. Meist spielte sich Gemmycon auf, solange bis Inocence sich dazu hinab lies ihm zu zeigen, wo es lang geht. Erst dann hat Gemmy Ruhe und die beiden grasen einträchtig nebeneinander.
      Tahoma hatte ich longiert. Sie sollte Muskeln aufbauen. Zeitweise hatte ich sie sogar mit Flying Rock an der Doppellonge gehen lassen, doch Tahoma schien mir eher eine Einzelkämpferin zu sein. Gegen die ihr vertraute Rock zeigte sie sich nicht feindselig, doch auch nicht wirklich erfreut über deren Anwesenheit. Um das zu unterbinden stellte ich Tahoma nun trotzdem nicht nur mit Rock, sondern auch mit der ruhigen Faith und Caresse auf eine Koppel. Jade würde ich gleich reiten, desshalb blieb sie im Stall. Ich sah noch einmal bei den beiden Neuen vorbei, doch Girlie und Fairy schien es gut zu gehen. So brachte ich noch Rose und Roanoke zusammen raus. Später würde auch Jade zu ihnen kommen und bald wohl auch Fairy.
      Mit dem Gedanken ging ich zurück zu Jade um sie für das Training fertig zu machen.
    • Raven
      Schnell fuhr ich zum Hof. Eine ganze Woche war ich nicht dort gewesen und hatte mich während des Urlaubs von einer Freundlin vertreten lassen. Aber jetzt war ich endlich wieder hier. Mit einem Eimervoller Leckereien spurtete ich also zu den Boxen. Kleine und große Köpfe lugten mir entgegen und ein Lächeln stahl sich auf meine Lippen. "Habt ihr mich ein wenig vermisst?" An der ersten Box machte ich Halt. Partytime. Die braune Stute war angekommen, als ich nicht da war. Soetwas mochte ich nicht unbedingt, doch in ihrem Fall war es unvermeidbar gewesen. Zielsicher schnappte ich mir ihr Halfter und eine Banane, dann önnfete ich die Boxentür. Die Stute sah mich neugierig an. Es war für mich immer wieder spannend, neue Pferde hier auf dem Hof zu haben. Ein neuer Charakter, sie waren alle so unterschiedlich.
      Mit flacher Hand bot ich Partytime die Banane an. Sie nahm sie gerne. Dann halfterte ich die Criollodame und es ging auf die Koppel mit uns. Der erste Eindruck war damit vorüber. Ich hoffte, dass die Stute mich mögen würde. Die anderen Pferde hatte sie in meiner Abwesenheit ja schon kennen gelernt. Mit Partytime würde ich heute noch nicht so viel Machen, desshalb ging ich nun nach einem Weidekameraden für sie Ausschau halten, während ich die Pferde bewegte. Malwieder verließ ich mich auf Caresse. Die erfahrene Zuchstute würde bei Partytime bleiben und ihr Gesellschaft leisten. Mit ihr war immerhin gewährleistet, dass die Pferde sich nicht ignorierten, sie aber auch keinen Streit begonnen.
      Royal Fairy würde ich heute longieren. Sie hatte sich im letzen Monat an die anderen Pferde gewöhnt und nun würde ich ihr die Halle zeigen. Wir mussten ja nichts überstürzen, desshalb legte ich ihr nach dem Putzen auch nur einen Longiergurt an Stelle eines Sattels auf. Während ich mit der Stute in die Halle ging, dachte ich darüber nach, wie viele Pferde ich heute noch bewegen musste. So kurz nach den Feiertagen hatte niemand helfen wollen. Sie genossen wohl die letzen freien Tage. Also longierte ich Royal Fairy und putzte Faith später ausgiebig. Die stille und verschmuste Stute genoss das am Meisten, desshalb entschied ich mich so.
      Die Aufgedrehteren würde ich in der Halle ein Wenig laufen lassen. Ich entschied mich hierbei für Flying Rock, meine Tänzerin, für Roanoke, die bei so einer Aktion nicht fehlen durfte, für Rose und auch für Jade. Sie war noch nicht oft mit den anderen in der Halle gelaufen und würde es genießen.
      Nachdem wir fals zwei Studen in der Halle verbracht hatten, lies ich die Stuten wiede auf die Koppel und ging zu Gemmycon. Er würde heute in der Führanlage etwas seine überschüssige Energie loswerden. Gemmy hatte den Tatendrang als Mustang einfach in den Genen. Fehlten nur noch Tahoma, Inocence und Girlie. Gerne wäre ich mit Girlie und Tahoma ins Gelände gegangen, doch Tahoma war nicht die Geselligste. Sie blieb lieber für sich, als würde ich sie nicht zwingen den ganzen Weg dicht an dicht mit der hibbeligen Girlie zu gehen. Tahoma bekam einen freien Tag und dafür nen Extraapfel.
      Mit Ino und Gierlie hatte ich ein Experiment vor. Ich hoffte von ganzen Herzen, dass es nichtin Chaos endete. Ich würde versuchen auf Girlie mit Ino als Handpferd ins Gelände zu gehen. Der Hengst kam mir immer so vor, als wolle er seine Kontrolle und Überlegtheit unter Beweis stellen. Jetzt sollte er seine Chance haben. und Girlie musste das mit dem Handpferd lernen. Sie sollte sich konzentrieren und ruhig gehorchen.
      Es klappte besser als erwartet. Derweiße Hengst stellte all sein Können unter Beweiß, indem er die quirlige Criollostute ignorierte und Girlie war so auf den Hengst an ihrer Seite fixiert, dass sie sich alles gefallen ließ.
      Am Ende des Tages waren also alle bewegt und zufrieden. Ich mistete noch einmal die Boxen und holte die Pferde dann rein. Anschließend gab es Futter und ich verabschiedete mich.
    • Raven
      Ein durchstrukturierter Tag

      Eilig lief ich zum Stall. Die letzen Wochen waren eine Tortur gewesen, jetzt war ich froh, endlich wieder für meine Pferde da sein zu können. Ich hatte viel arbeiten müssen und nebenbei noch mit der Schule zu tun, aber jetzt konnte ich all das hinter mir lassen, denn es hatte sich gelohnt. Wir würden erneut Zuwachs bekommen. Obwohl ich im Moment oft neue Pferde kaufte, hielt ich das nicht für grundsätzlich schlecht. Schließlich verbrachte ich im Vergleich zu anderen oft sogar mehr Zeit mit ihnen, als Menschen mit nur einem Pferd. Man musste das nur alles irgendwie menagen. Dank der neuen Führanlage und den großen Koppel, auf die ich so viel Wert gelegt hatte, stand meinem Glück nichts mehr im Wege. Also ging ich zu den Ställen wo schon die Köpfe meiner Lieben mit entgegenblickten. Das all morgendliche Programm nahm endlich wieder seinen Lauf.
      Zuerst würden alle auf die Koppel kommen. Anfangen tun wir mit Jade, ging ich im Kopf die Liste durch. Für sie hatte ich unter anderem den neuen Paint Horse Hengst Smooth'n Hill gekauft. Aber zu dem kam ich ja später noch. Ich begrüßte Jade und gab ihr eine Leckerei. Dann halfterte ich sie und holte sie aus der Box. Vor Caresses Box musste sie dann kurz angebunden warten, weil ich die mit Jade zusammen hochführen würde. Caresse merkte man fast garnicht, so ruhig und lieb war sie. Wie froh ich war, sie gekauft zu haben, dachte ich, während ich mit Jade und Caresse auch schon auf dem Weg zur Koppel war. Jetzt waren die nächsten an der Reihe. Tender Rose mein quirliges Mädchen würde ich nicht mit Girlie führen können. So wählte ich für sie Faith. Das zweite ruhige Glied in meiner Stutenherde. Damit die kleineren Koppeln sich erholen konnten, würde ich diesmal alle Stuten auf eine große Koppel bringen. Ich war mir sicher, dass das schon klappen würde. Nachdem Faith und Rose ebenfalls oben waren, holte ich Inocence alleine auf die Koppel etwas abseits und bedeutete ihm zu warten. Ich war nicht der Mensch, der Hengste akribisch von einander trennte. Gemmy und Inno waren zwar nicht die besten Freunde, aber ohne Stuten in der Nähe ging das mit den zwei besser, als alleine. Desshalb holte ich im Anschluss auch erstmal Gemmy auf die Weide zu Innocence. Hoffentlich würde Hill sich mit den beiden vertragen. Drei war ja bekanntlich einer zu viel. Oder ich musste noch einen Hengst dazukaufen. Schmunzelnd ging ich erneut zu den Boxen und halfterte Roanoke meine Diva und nach zögern auch Girlie. Die Stute benahm sich oft wie ein Fohlen und nervte Roanoke ab und zu, aber die musste das später bei eigenen Fohlen schließlich auch ertragen. Es klappte ganz gut, so konnte ich auch noch Rock die mürrische Einzelgängerin und Fairy, die um einiges größer war als die Criollostute zur großen Stutenkoppel bringen. Dann noch schnell Partytime begrüßen und zur Koppel bringen, und schon waren die Pferde vorerst zufrieden, sodass ich die Boxen misten konnte.
      Eine Box nach der anderen forderte immer und immer wieder die selben Abläufe. Zuerst mit Mistgabel alles dunkle und Pferdeäpfelähnliche in die Schubkarre verfrachten. Die dann an und zu ausleeren. Der Weg zum Misthaufen und zurück war noch das Lästigste. Dann mit frischer Einstreu zurück zu den Boxen und eine nach der anderen füllen. Schubkarre weg und verteilen. Dann noch Futter verteilen und fertig. Währendessen war meine Freundin auch angekommen. Sie half mir frendlicherweise. Ich gab ihr also zuerst Inocence mit ins Gelände. Gemmycon stellte ich in die Führanlage. So waren die beiden Hengste schonmal bewegt. Die Fohlen Ciara, Angel, Para und Haji durften dann auf ihre eigene keine Weide, die ich abgesteckt hatte. Während dem Misten hatte ich die vier jungen Stuten drin behalten, um sie an das Misten zu gewöhnen. Dann ging ich selbst hoch in die Halle und ritt Partytime. Die Stute war gut unter dem Sattel und wir waren recht lange in der Halle. Zwischendurch kam meine Freundin kurz vorbei. Sie war mit meinem Hengst zurück und hatte ihn nochmal auf die Koppel gestellt. Sie würde jetzt auch Gemmy zu ihm bringen und dann mir Rose in die Halle kommen. Gerade als sie das tat, ging ich um Partytime wegzubringen und Girlie und Caresse zu holen. Ich wollte die zwei an die Doppellonge gewöhnen, weil sie zusammen als Mutter und Tochter bestimmt ein herrliches Bild abgaben. Caresse würde schnell verstehen was ich von ihr wollte und es umsetzen. Der zweite Punkt würde bei der energiegeladenen Gierlie etwas dauern. Meine Freundin ging schließlich aus der Halle und stellte noch Rock und Tahoma in die Führanlage. Während ich an der Doppellonge mit Girlie und Caresse arbeitete, machte sie Fairy und Roanoke zum ausreiten fertig. Das würde unser Abschluss werden. Als ich also mit den zwei Tigern fertig war, durften auch sie nochmal auf die Koppel. Dann holte ich gerade Faith und Jade als Handpferd und es konnte losgehen. Im Gelände ritt ich Fairy, weil sie noch neuer war und nahm meine geliebte Jade an den Strick. Die Freundin begleitete mich auf Roanoke und mit Faith neben sich.
      Nach dem Ausritt lies ich meine Freundin noch Rock und Tahoma aus der Führanlage holen, dann dankte ich ihr tausendmal und verabschiedete mich. Jetzt nahm ich Roanoke und Fairy Sattel und Trense ab und brachte auch sie raus. Jade und Faith waren schneller fertig gewesen und desshald bereits auf der Weide. Während ich dann mit jedem meiner Fohlen einzeln in der Halle arbeitete, meist Longiertraining, hatten die erwachsenen Pferdis freie Zeit. Nach nochmal fast zwei Stunden war es Abend geworden und die Dämmerung brach herein. Ich würde eine Reitlehrerin engagieren müssen, damit durch die Reistunden die Pferde bewegt würden, schoss es mir durch den Kopf. Alle kamen in ihre gemisteten Boxen und hatten ihr Fressen vor sich. So konnte ich losfahren, um Smoothn abzuholen.
    • Raven
      Während ich so über die Zukunft meines Hofes nachdachte, trödelte ich über den Hof. Die Pferdchen hatte ich bereits gefüttert, wesshalb im Moment nichts zu tun war. Ich würde mich schließlich auch nicht freuen, wenn jemand mein Bett machen würde, während ich in ihm frühstücken wollte. Also erst warten, bevor ich mit dem Misten begann. Die Homepage meiner werdenden Zucht beschäftigte mich besonders. Momentan war sie etwas ins Stocken geraten, aber das würde werden. Hoffentlich würde sie auch Anklang finden. Naja, Hauptsache war es ja, dass die Fohlen leistungsstark waren und nicht rein als optischen Gründen gezüchtet wurden, oder gar aus Versehen. Alles andere würde sich ergeben. Ich musste mir nur den Kopf soweit freihalten. Da meine Zuchtpartnerin sich genau so reinzuhängen schien, würde das sicher toll werden.
      Aber mitlerweile hatten alle ihre Mahlzeiten beendet, sodass ich mit dem Misten beginnen konnte. Heute war es seit langem mal wieder ein wärmerer Tag. Aber vielleicht täuschte mich das auch nur, weil ich krank war und so wie so immer fror. Desshalb würde ich heute auch nicht so viel machen. Irgendwer hatte mal gemeint, mit Erkältung Sport zu machen ginge direkt aufs Herz. Dummerweise konnte ich das nie vergessen. Und Vorsicht war besser wie Nachsicht. Desshalb hatte ich der Frau vom Nachbarhof erlaubt, dass sie für ihre Reitschulkinder auch einige meiner Pferde nutzen durfte. Die Hengste sollten besser nicht unter Kindern ins Gelände, desshalb stellte ich Gemmy, Smoothn und Ino in die Führanlage. Die Hengstis brauchten einfach ihre Bewegung. Die Stuten konnte ich ja einfach auf die Weide stellen, zumindest einige. Der Nachbarhöflerin konnte ich Caresse mitgeben, auf die war immer Verlass. Jade war noch zu jung. Die würde auf die Koppel kommen. Rose war mir zu quirlig, Roanoke konnte höchstens vorn gehen. Rock konnte sie noch mitnehmen. Und vielleicht Taho. Weil ich mich auf fünf beschränken musste brachte ich schließlich Caresse, Faith, Taho, Rock und Girlie zum Putzplatz. Die Criollodamen waren auch nicht so groß. Das schuf vertrauen bei den Kindern. Fairy, Party, Roanoke, Rose und Jade nahm ich dann auf die Weide.
      Nachdem ich noch zugesehen hatte, wie die Kinder die Criollostuten putzen und zum Ausritt fertig machten und hier und da geholfen hatte, ging ich dann zur Weide. Die restlichen Stuten grasten friedlich. So konnte ich nochmal nach den Hengsten in der Führanlage sehen. Denen ging es soweit gut. Jeder benahm sich und alle waren fit. Also hatte ich eigentlich garnicht mehr so viel zu tun. Das war wanz ungewohnt und ich ätte auch lieber mehr getan, aber die Erkältung lies mir keine Wahl. Und eigentlich litten die Pferde ja auch nicht darunter. Also mistete ich noch die letzen Boxen. Dann noch Heu für alle und den Putzplatz fegen. Irgendwie musste ich ja die Zeit totschlagen. Dann kamen passender Weise die Criollostuten vom Ausritt zurück und ich schickte die Kinderchen die etwas in Verzug mit ihrer Zeit waren zurück nach drüben, um meine Damen selbst eine nach der anderen zu putzen. Alle Schätze waren irgendwann sauber. Dann durften auch die fünf auf die Weide zu den anderen. DIe große Weide war vom Grad her noch völlig in Ordnung, also konnten sie alle zusammen. Die Hengste durften dann auch auf ihre Koppel. Zum Glück vertrugen sie sich, da die Stuten weit genug entfernt waren. Aus den Augen aus dem Sinn. Ich leibe meine Hengste.
      Jetzt da alle auf der Koppel waren udn auch so alles geregelt war wurder ich nervös. Was sollte ich die ganze Zeit machen? Sonst verbrachte ich immer viel mehr Zeit im Stall. Aber heute war es ja wirklich alles erledigt.
      Die Fohlen Angel, Para, Ciara, Haji und Summer hatten ihre Sohlenwiese und waren in der Halle gewesen. Und mit Miguel war ich gestern auf der Hengstschau gewesen, die er leider knapp verloren hatte. Ich erinnerte mich noch gut an den Tag: Misstrauisch sah San Miguel in die Reithalle. Ich hatte für seine erste Schau extra eine kleine Schau ausgewählt. Nachdem die Lautsprecher unsere Namen angesagt hatten, lief ich los. Diese Kür begann mit einer Runde auf dem Hufschlag der ganzen Bahn. So konnte ich meinem Hengst all die Leute zeigen, die ihm zusehen würden. Solange sie auf ihren Plätzen blieben, würde er sie tolerieren. Solange ich nicht auf die Zuschauer einging, würde er es auch nicht tun. Damit der Silver Dapple Hengst sich den RIchtern zeigte, musste ich nicht viel tun. Er hatte trotz seiner Abneigung gegen alles Fremde vertraute er mir bedingungslos und fühlte sich stark. Er war nicht schutzlos. Bei A wendete ich dann auf die Mittellinie ab. Bei X hielten wir an. Nun kamen die Richter in die Halle um San Miguel zu begutachten. Er spitzte die ohren und stand geschlossen und aufmerksam. Ich entlastete ein Bein um ihm zu zeigen, dass ich entspannt in der Gegenwart der Richter war. Der Hengst blieb ruhig, während ich betete, dass sie mein noch immer im Bezug auf Fremde traumatisiertes Pferd nicht zu lange berührten. Doch es verlief alles ohne Komplikationen und schließlich konnten wir antraben und auf dem Zirkel bleiben. Durch die Bewegung beschäftigt entspannte sich Miguel. Danach wechselten wir durch den Zirkel. Als ich mich dem anderen Zirkel zuwandte, folgte mir der Hengst an meiner Seite. Er hatte nie vergessen, wie er meinen Körper lesen konnte. Als ich schneller lief, galoppierte er an. Wir blieben drei Runden auf den Zirkel. So, dass es nicht langweilig wurde und ich immernoch atmen konnte. Dann durfte ich wieder etwas langsamer laufen und im Trab wechselten wir durch die Diagonale. San Miguel wurde lockerer. Er glaubte wohl sicher sein zu können, dass die fremden Menschen dort blieben wo sie waren, dass sie nur gekommen waren, um ihm zuzusehen. Er schnaubte sogar, was er in Gegenwart Fremder normalerweise nicht tat. Bei C angekommen hielten wir dann auf dem Trab an. Weil wir die Abläufe der Schau geübt hatten, war Miguel darauf vorbereitet gewesen und hatte auf mein Zeichen gewartet. Im Schritt ging es dann rückwärts. Ich berührte sanfst seine Brust und er trat zurück. Das hatte eine Weile gebraucht, denn seit ich ihn wiederbekommen hatte, hatte er es nicht gerne, am Strick zurück zu gehen. Doch wir schafften fünf Schritte. Dann durfte er wieder antraben. Seine Muskeln lockerten sich. Wir hielten uns auf dem Zirkel. Jetzt durfte er das letzte Mal für heute galoppieren, also lies ich ihn. Er durfte wieder drei Runden galoppiren, dann parierte ich den Hengst zum Trab durch. Die Schau war so gut wie zuende und mein Schatz hatte sich gut geschlagen. Den Rest würden die Richter entscheiden. Wir parierten noch zum Schritt durch und gingen nebeneinander auf der Mittellinie auf X zu. Dort hielten wir an. Nun lag Miguels ganze Aufmerksamkeit auf mir. Ich grüßte die Richter und ging mit ihm im Schritt aus der Halle. Den Strick lies ich lang, während ich leise lobend zu ihm sprach.
      Naja, sein Tag würde auch noch kommen. Und verkaufen würde ich ihn vorerst nicht mehr. Der Arme würde bei mir bleiben.
    • Raven
      Nach der Fohlenschau, auf der ich mit Ciara und Paradise gewesen war, ging ich nun zu den Zuchtställen. Sie waren von dem Stallburschen, den ich eingestellt hatte, gemistet worden. Aber ich wollte einfach ein Auge darauf haben. Außerdem gab es noch genug anderes zu tun. So ging ich zuerst zur ersten Box. Dort stand Smooth'n Hill. Er war aus einer tolle Zucht gekommen und ich war immer noch stolz, dass ich ihn hatte zu mir nehmen dürfen. Jetzt streichelte ich die sanfte Nase des Hengstes. Dann gab ich ihm eine der mitgebrachten Karotten. Gehalftert führte ich meinen Schecken zum Putzplatz, wo er wartete, während ich seine Box frisch machte. Nachdem dort alles sauber war, natürlich hatte der Stallbursche mir nicht wirklich Arbeit übrig gelassen, eilte ich zu meinem Hengst zurück. Weil heute jedes der Pferde geritten werden sollte, ging ich mit Smooth'n in die Halle. Er war einen Reiter gewohnt, das merkte man. So ging ich mit ihm alle Gänge und unzählige Bahnfiguren durch, um ihn zu testen. Er schien werder besonders auf Dressur, noch auf Wesern fixiert zu sein. Das war eine gute Voraussetzung für ein Allroundpferd. Nach der Arbeit durfte Hill auf die Hengstkoppel. Zu ihm stellte ich Inocence und Gemmycon. Die beiden würde ich noch später reiten. Nun kamen auch die Reitschüler. Unsere neu eingestellte Reitlehrerin teilte ihnen Pferde aus einer Auswahl zu, die ich ihr gestellt hatte. Weil eines der Kinder, man musste eher Jugendlichen sagen, schon wirlich gut ritt und viel Zeit mitbrachte, durfte sie Partytime reiten. Ich ging mit Royal Fairy in die Halle. Die bezaubernde Stute sollte mal wieder richtig arbeiten. Es gab auch einige nicht zu hohe Hindernissen, die ich nutzte. Natürlich hatte ich die Stute zuerst ausgiebig geputzt. Das war alles neben dem Mädchen bei Partytime und die zwei Geschwistern geschehen, die ebenfalls ihre Pferde pflegten. Sie hatten Girlie und Faith bei sich. Das war nicht sehr verwunderlich. Die Stuten standen nebeneinander in den Boxen und vertrugen sich gut. In der Halle gab es wie erwartet also keine Probleme. Im Anschluss an ihre Reitstunden brachten die Geschwister ihre Stuten auf die Koppel. Ich schlug der Reiterin von Partytime in Anschluss an ihre Reitstunde vor, noch eine kurze Runde ins Gelände gehen. Die Reitlehrerin, mit der ich mich gut verstand, begleitete uns auf Tahoma. Die einzelgängerische Scheckstute drängelte nicht, sonderte sich aber unter den Hilfen der professionellen Reiterin auch nicht von Partytime und mir auf Fairy ab.
      Nach dem Ausritt im Gelände verabschiedete ich das Mädchen, das Party noch auf die Koppel zu den anderen Stuten brachte. Katrin, die Reitlehrerin ging mit Tahoma noch auf den Außenplatz. Das Wetter war um die Mittagszeit richtig schön geworden. Nachdem ich Fairy auf die Koppel direkt neben den anderen Stuten gebracht hatte, die würde sonst später zu voll, ging ich Roanoke holen. Sie würde nach der Arbeit dann zu Fairy auf die Koppel kommen und ihr Gesellschaft leisten. Roanoke war seit dem Winter nicht mehr draußen gewesen und tänzelte jetzt etwas unruhig herum. Die Anwesenheit von Tahoma beruhigte sie allerdings. Roanoke war ich ja immer etwas divahaft gewöhnt. Wir gingen über Stangen, die am Boden lagen und ich trainierte sie etwas auf Ausdauer, doch die hatte sie ganz offensichtlich nicht verloren, denn sie war immernoch genauso energiegeladen, nachdem wir lange galoppiert waren. Dann bereitete ich die Stute noch auf Schauen vor und führte sie etwas. Katrin hatte Roanoke zu Faith, Party und Girlie gebracht und war mitlerweile gegangen. Als ich nun auch Roanoke zur Koppel brachte und zu Fairy stellte, sah ich den Stallburschen herumlungern. "Hi Tom.", grüßte ich ihn. Er sah auf und hob die Hand kurz. Weil er unglücklich aussah, hakte ich nach und stellte fest, dass auch er gerne reiten würde. Das passte für mich ganz gut. So sparte ich mir seine Bezahlung, die eh nicht so hoch gewesen war, und er durfte dafür reiten. Zumindest sah so vorerst der Plan aus. Wenn er sich nicht benahm, würde ich ihn wohl ganz feuern, als ihn weiter zu meinen Tieren zu lassen.
      Für seinen ersten Ritt holte ich Inocence. Während ich mich um Tom kümmerte, konnte ich sowieso kein zweites Pferd bewegen, da konnte er auch den Hengst reiten. Ino war ja braver als manch eine meiner Stuten. Wir putzten ihn gemeinsam und ich erklärte Tom alles. Dann sattelten wir und gingen raus zum Platz. Dort halft ich meinem Stallburschen beim aufsteigen. Er war noch recht unbeholfen und sagte kaum etwas. Ao führte ich ihn einfach einige Runden im Schritt, dann nahm ich ihn an die Longe und lies ihn Übungen mit den Armen machen, sodass er ein Gefühl fürs Pferd bekam. Für heute reichte das, denn ich war ab jetzt alleine und musste noch die anderen Pferde bewegen. Tom war so lieb mir schonmal Tender Rose zu putzen. So konnte ich mit Ino ein wenig Springen. Für seine Größe tat er das ganz gut. Ino war einfach ein Charmeur und Streber. Eigentlich wäre als nächstes Gemmycon an der Reihe gewesen, doch dann hätte Hill alleine draußen gestanden, was ich nicht für ihn wollte. Überhaupt war es überraschen, wie gut sich die drei Hengste vertrugen. Natürlich wurde mal gerauft, aber es floss nie Blut. Plötzlich riss Tom mich aus den Gedanken. Er musste los und informierte mich, dass Rose gestriegelt und gesattelt auf mich wartete. Also brachte ich Ino schnell zu den anderen Jungs raus und setzte mich dann in den Sattel der hübschen Fuchsstute. Wenn ich mit ihr fertig war, musste ich nur noch drei Pferde bewegen. Aber da ich mir vorgenommen hatte, dass heute alle geriten werden würden, hielt ich mich auch daran. Mit Rose ging ich einfach ins Gelänge. Wir galoppierten über Felder und sprangen über umgestürzte Baumstämme. Durch und durch ausgelassen kehrten wir dann zurück auf den Hof. Sie durfte zu Raonoke und Fairy, ich durfte zu Gemmycon. Den putzte ich nun selbst und ging dann in die Halle, weil draußen Wolken die Sonne verdeckten. Im Schatten wurde es dann zu kalt. Wir trainierten ein paar schwierigere Übungen und ich ließ ihn arbeiten. Gemmy musste mehr Muskeln aufbauen. Im Moment glich sein Körperbeu eher dem einer Stute.
      Nach Gemmy, der wieder bei den Hengsten auf der Koppel stand ritt ich auch noch Caresse. Die erfahrene Stute musste nicht mehr so viel arbeiten. Sie war einfach die gute Seele im Stall. So war ich dann auch recht schnell bei Jade und lies Caresse mir den anderen Criollodamen grasen. Jade hatte in letzter Zeit recht wenig hart gearbeitet. Nun bekam sie erstmal Ausbinder drauf. So konnte ich mich ohne Sporen darauf konzentrieren, dass sie trotzdem fleißig ging. Am Ende war sie richtig geschwitzt, sodass ich sie in der Sattellage und an den Beinen abspritzte. Nach dem Abziehen durfte dann auch sie auf die Koppel. Weil die Criollos schon so viele waren, stellte ich Jade zu den Saddlebred Stuten. Dort war sie gut aufgehoben.
      Erst am Abend holte ich die Pferde wieder rein und brachte noch jedem sein Abendfutter. Dann verabschiedete ich mich von ihnen und ging.
    • Raven
      Heute ging ich wieder meine Lieblinge besuchen. Ich war extra früh aufgestanden, um mehr Zeit für die Bande zu haben. Da ich einige Pferde verkauft hatte, um mehr Zeit und Platz zu haben, hatte ich mich unbewusst auf das nahmende Schicksal vorbereitet. Gerade war ich einmal eine Runde von Box zu Box gegangen, als mich ein Anruf erschreckte. Verzweifelt kramte ich in meiner Tasche und Girlie, vor deren Box ich Halt gemacht hatte, stupste mich umgeduldig an. Sie vermutete wohl, dass ich eine Leckerei hervorholen würde. Trotz meiner Eile oder gerade desshalb fand ich mein Handy nicht rechtzeitig. Als ich es in der Tasche zu fallen bekam, hatte ich einen Anruf in Abwesendheit. Ich rief die mir bekannte Nummer zurück. Sofrt meldete sich am anderen ENde meine Freundin und schimpfte mich dafür, dass ich nicht eher hatte drangehen können. So erfuhr ich, dass in der Nähe von ihr ein Stütchen angeboten wurde. Ein Mustang-Quarter-Mix. Viel mehr konnte sie mir nicht sagen. Sofort schoss mir ein Name in den Kopf: Angel Eyes. Die Stute war mir schon auf mehreren Auktionen begegnet. Jedes Mal war ich zu diesem Zeitpunkt fast pleite oder hatte einfach nicht genug Platz auf den Hof. Aber jetzt hatte ich ja das neue Gehöft. Hier gab es locker Platz für 50 Pferde. Und durch den Verkauf der anderen und einiger Fohlen konnte ich mir nun die Stute leisten.
      Meine Freundin, die hinter meinem Schweigen eine schlechte Telefonverbindung vermutete, schrie mich wach. Erschrocken fuhr ich aus meinen Gedanken hoch und versicherte ihr, dass ich um die Mittagszeit da sein würde. Eher lies es sich leider nicht einrichten. Dann kam mir der Gedanke, dass es sich bei der Stute vielleicht garnicht um Angel handeln könnte. Doch nun war der Enfschluss gefasst. Ich eilte zu den Boxen. Dort traf ich schon Tom. Der Stallbursche musste mir helfen die Pferde auf die Weide zu bringen. Ich schnappte mir Gemmycon und zwang ihn, sich zu benehmen, während ich auf der anderen Seite Inocence führte. Nur dank der Geduld des Schimmels und seiner Erfahrung war das Möglich. Und also ich bereits zurück zu den Ställen eilte, um mir die nächsten Zwei zu schnappen, da kam mir Tom bereits mit Faith und Partytime entgegen. Ich folgte ihn kurz darauf mit Flying Rock und Caresse. Wir beließen es bei der üblichen Koppeleinteilung von Criollostuten, Hengsten und Saddlestütchen plus Jade. Auch für sie würde ein Quarter-Mix einen neunen Spielkamerad bedeuten. Aber nun musste ich erstmal noch Girlie und Tahoma rausschmeißen. Als ich weit genug entfernt war, holte Tom noch Smooth'n Hill als den letzten Hengst zur Koppel. Auf die Dauer musste ich mich wohl nach noch einem Hengst für die Koppel umsehen. Drei war immer einer zu viel. Vielleicht ein Criollohengst. Der würde gut züchterisch zu meinen ganzen Stuten passen, dachte ich. Aber jetzt erstmal noch die anderen Mädels raus, dann konnte ich im später planen. Royal Fairy und Tender Rose nahm ich noch, Tom kümmerte sich um Roanoke. So kam ich noch dazu meine Jade zum Putzplatz zu bringen.
      Da das neue Stütchen vor allem für sie eine Freundin abgeben sollte, so hatte ich mich entschlossen Jade mit in den Transporter zu nehmen. Jade kam nicht aus der Übung, was das Reisen anging und die Neue war nicht so alleine.
      Mit dem Putzkasten eilte ich zu Jade. In kreisenden Bewegungen striegelte ich ihr für einen Falben recht dunkles Fell. Zum Glück war der Fellwechsel jetzt fast vorbei. Das sparte einiges an Zeit. Nach dem Striegeln bürstete ich mit der weichen Bürste noch alte Haare und Staub aus Jades Fell. Dann kratzte ich ihre Hufe aus und legte der Stute die Transportgemaschen an. ANschließend reinigte ich nur mit den Schwämmchen ihr Gesicht und kämmte die wuschelige Mähne, die ich so liebte. Kurz ließ ich mich dazu hinreisen mein Gesicht an den Hals des Falben zu legen, den ich als so kleines Fohlen bekommen hatte. Dann riss ich mich zusammen und verlaß den Schweif, bovor es zum Pferdehänger ging. Jade ging brav hinein. So kannte ich mein Mädchen. Ich schwang mich ins Auto. Dann sah ich auf dem Hof Tom rumschlurfen und cih stieg noch einmal aus und eilte zu ihm. "Du mistest die Boxen bis ich dan bin, oder? Und kannst du für die Neue eine frische Box bei Jade in der Nähe einrichten? Das wäre super." Er nickte etwas lahm, doch ich musste mich jetzt beeilen. Es war ja noch garnicht sicher, ob ich die Stute überhaput bekommen würde.
      Doch das Schicksal war auf meiner Seite. Die Stute war nicht nur meine Angel Eyes, sondern ich durte sie auch noch kaufen. Das verlangte zwar, dass ich das Geld, das ich beim Verkauf der Pferde mühsam eingenommen hatte wieder uagab, aber das war es mir wert. Die braune Stute sollte nun endlich mir gehören. So bot ich mit, bis sich keiner mehr höher wagte und tauschte dann Papiere gegen Geld. Die Stute hatte erst ein Fohlen gehabt und war noch jung. Sie würde sicher ihr Geld wert sein, abgesehen davon, dass ich sie einfach wundervoll fand. Und dieser Wunder führte ich bald darauf zum Hänger. Es ging mit Angel und Jade in Richtung Heimat. Dort hatte Tom bereits die Boxen frisch gemacht. Bis jetzt war alles erstaunlich gut gelaufen. Nun konnte es so weitergehen. Erstmal stellte ich Angel Eyes in ihre Box und Jade in die daneben. Sie würde heute drinnen bleiden und der Braunen Gesellschaft leisten. Währenddessen ging für mich die Arbeit auf dem Hof weiter. Das letzte Mal hatte ich viel in der Halle gearbeitet, nun zog es mich nach draußen. Katrin half mir zum Glück wieder und ritt Gemmycon, während ich mit Roanoke und Royal Fairy am langen Zügel ins Gelände ging. Die beiden waren eine Temperamentvolle Mischung, so verlangte es mir nach dem Ausritt nach etwas Ruhe. Ich danke Katrin, dass sie Tender Rose und Faith für eine Reitstunden genommen hatte. Sie durfte mit unserem auch noch recht neuen Smooth'n Hill ins Gelände, weil ja nun Gemmy zurück bei Inocence auf der Koppel war. Danach würde Katrin aber gehen, was für mich noch einiges an Arbeit bedeutete. Ich ließ nacheinander Girlie, Tahoma, Caresse, Partytime und Flying Rock in der Halle freispringen. Das war die praktischste Lösung, denn alle waren lange nicht gesprungen und die Hindernisse musste ich nicht ständig verstellen, weil die Stuten alle ungefähr gleich hoch waren. Gerade Partytime sprang besonders gut. Im Anschluss ritt ich dann noch Inocence. Katrin war längst zuhause und Tom war gegangen, nachdem er den Pferden Futter in ihre Boxen gegeben hatte. Wenn ich sie später reinholte, war dann alles fertig für sie. mit Inocence wagte ich mich ebenfalls an die Hindernisse, die ich noch nicht abgebaut hatte. Er hatte mich nur noch zusätzlich zu tragen.
      Nach der Arbeit mit Ino holte ich dann zuerst die Fohlen von der Koppel. Rock'n'Roll Angel, Ciara la Perla, Burnin' Paradise, back in Summer und Hajira waren heute das erste Mal auf der größeren Koppel gewesen. Auch wonderful Sky war bei ihnen. Für sie war es überhaupt das erste Mal auf der Koppel.
      Ich holte alle Stuten und schließlich auch die Hengste rein. Dann sah ich nochmal nach Jade und der neuen Angel Eyes. Alles war soweit friedlich. Ich konnte mich verabschieden und gehen.
    • Raven
      Ein neues Konzept. Das war nötig, um auch weiterhin den Fortbestand meines Hofes zu sichern. Sicher, ich hatte ein großes Grundstück gekauft und mehr durch harte Arbeit und ein unverhofftes Erbe einen intakten Reitstall erworben. Aber das alles war nicht dauerhaft, wenn ich nicht hinter alles ein bestimmtes Regelwerk legte. Schon die letzen Wochen war mir immer wieder aufgefallen, dass die Pferde sehr unkoordiniert gearbeitet wurden. Ich kannte meine Tiere, hatte aber nicht die nötige Zeit um mich täglich um alle von ihnen zu kümmern. Die Leute die ich angestellt hatte, folgten jedoch nur ihren eigenen Vorstellungen und wussten oft einfach nicht, was der andere mit welchem Pferd tat. Ich hatte mir also die Einführung einer kleinen Liste überlegt. Dort wurde für jedes Pferd der jeweilige Arbeitsplan festgelegt.
      Bevor ich jedoch an diese Aufgabe ging, hatte ich noch andere zu erledigen. Weil es regnete, mussten die Pferde heute drinnen bleiben, so mistete ich eben in ihrem Beisein. Bis auf gewisse Spielkinder, wie Girlie, die die Schubkarre lieben gerne mit der Schnauze zu Fall brachten, war das auch kein Problem. Das Futter stellte ich für die Mittagsfütterung bereit. Nun ging es an die Arbeit. Ich begann mit einer meiner ersten Pferde, mit meiner ersten Zuchtstute Caresse, die bei mir ihr Gnadenbrot bekam. Die getupfte Maus stand in ihrer Box und wartete neugierig auf mich. Heute würde ich sie einfach mal ausgiebig putzen und ihr an sonsten einen ruhigen Tag gönnen. Also halfterte ich die Stute und führte sie zum Putzplatz, wo ich sie mit einem schnellen Knoten anband. Nachdem ich ihren Putzkoffer angeschleppt hatte, begann ich mit dem gründlichen Striegeln. Dann bürstete ich die losen Haare aus ihrem Fell und entfernte den letzten Staub. Ihre Hufe kratzte ich aus und fettete sie anschließend ein. Nun sah meine Süße wieder wie ein junger Engel aus. Ihre Mähne kämmte ich noch und schnitt sie etwas begradigend zurecht, sodass sie wieder richtig voll wirkte. Ich verlaß den Schweif und reinigte auch das Gesicht der Stute. Dann durfte sie wieder in ihre Box. Zum Glück musste sie auf dem Weg nicht durch den Regen. Schnell legte ich auch ihr Programm der nächsten Tage fest. Dann war meine kleine Jade an der Reihe. Sie würde für mich einfach immer die Kleine bleiben. Das war wie mit einem Kind. Ich hatte die Falbstute aufwachsen sehen und doch würde sie für mich wohl immer das samtige Baby bleiben, das sie war, als sie zu mir kam. Aber dieses Baby wollte nun geputzt werden. Dann ging es in die Halle mit uns. In letzten Springtunier hatte man uns bei den Anfängern den ersten Platz zugestanden. Nun mussten wir etwas trainieren, um mit den neuen Gegnern mithalten zu können. Wir gingen kleinere Hindernisse. Meine Hauptaufgabe bestand heute mit Jade darin, dass sie selbstsicher sprang und sich voll und ganz auf mich verließ. Ich wusste ja, dass sie gut sprang, was die Höhe betraf. So übten wir heute vor allem ungewöhnlich gefärbte Hindernisse und solche, durch die man nicht hindurch sehen konnte.
      Im Anschluss war Tender Rose dran. Auch sie putzte ich zuerst. Dann ging ich mit ihr zu meinem Zweispänner. Ich hatte eine mal wieder ganz neue Idee. Weil Inocence ja so tolerant war, was Stutengesellsvchaft anging, und weil er eingefahren war, wollte ich mit Rose und ihn ein paar Testrunden fahren. Die Fuchsstute hatte beim Vorbesitzer einige Fahrschleifen ergattert und hatte mich neugierig gemacht. Und es funktionierte tatsächlich mit den beiden. Ino ließ Rose weitgehend in Frieden und diese forderte den Hengst, indem sie jeden kleinsten Befehl meinerseits ausführte und ihn damit in Zugzwang versetzte. Auch mit Ino musste ich das Fahren umbedingt fortsetzten. Doch erstmal musste ich jetzt weiter zur nächsten Box. Roanoke, unsere Dressurmeisterin. Die Stute hatte in dieser Disziplien schon unzählige Schleifen gewonnen. Aber eben nur in der. Jetzt wollte ich sie vielseitiger machen. Dafür ging ich mit ihr erstmal entspannt ins Gelände. Die dunkle Sute mit dem hellen Langhaar war die Halle zu sehr gewöhnt. Nun musterte sie meinen Regenmantel skeptisch und wollte erst nicht hinaus in den Regen. Später machte ihr der Ausritt aber sichtlich Spaß und sie wollte schnell werden, als ich es zulassen konnte. Schließlich war Roanoke nasses Gras nicht gewöhnt und sollte unter keinen Unständen ausrutschen und fallen. Am Ende rubbelte ich sie noch sorgfältig trocken. So blieb Flying Rock der Regen erspart. Mir ihr ging ich dann wieder in die Halle. Ich hatte ihr nach dem Putzen Bandagen angelegt. Jetzt testete ich ihre Dressurkünste. Man war nur so stark, wie seine schwächste Stelle. Aber Als Criollo hatte Fly garnicht mal so schlechte Eigenschaften zur Dressur. Ich musste nur die richtigen Hilfen zur richtigen Zeit geben. Während ich das alles tat, kümmerte sich Katrin durch ihre Reitstunden um Tahoma, Girlie und Keep the Faith. Sie wurden von den Reitkindern auch geputzt, was mich ungemein entlastete. Während ich mit Gemmycon Ausdauer im Gelände trainierte, war Tom, der Stallknecht, bei Smootn'n Hill. Den Painthengst würde ich reiten, wenn die Reitschüler fort waren, damit wir die alle für uns alleine hatten. Royal Fairy darute dann Tom reiten. Im gab ich am Ende des Tages noch eine Reitstunde. Die hatte er sich nach der Arbeit auf dem Hof gewünscht und auch verdient. Fairy war nicht dumm, aber sie nutzte Toms Unkenntnis auch nicht aus, was sie zu einem guten Anfängerpferd machte.
      Für Partytime fand ich Zeit, während ich Tom unterrichtete. So konnte ich mich persönlich um mein wohl am besten ausgebildetes Pferd kümmern. Die Stute war einfach ien Talent in jeder Hinsich. Schlechte Reiter spürte man jedoch gleich, wenn man nach ihnen ritt, wesshalb ich bei Partytime immer besonders sorgfältig die Personen wählte, die sie reiten durften. Also machte ich das oft selbst, nicht weil ich mich für den besten Reiter unter der Sonne hielt, sondern weil ich immerhin wusste, dass ich nichts kaputtritt. Sonst überließ ich Party gerne Katrin als Reitlehrerin. Nach Partytime ging ich dann zu unserem Neuankömmling. Angel Eyes würde ich heute erstmal alles zeigen. So nahm ich die Mixstute an den Strick und führte sie erst durch die Halle und dort etwas herum, bis Angel alles in Ruhe beguckt hatte. Dann zeigte ich ihr die Boxen der anderen Pferde, indem ich sie dort vorbei führte, wobei ich die Hengstboxen natürlich ausließ. Dann zeigte ich Angel noch den Hof und ließ sie etwas am Rande des Hauptplatzes grasen. Mitlerweile hatte es aufgehört zu regnen und das Gras war nicht so nass. Weil San Miguel nun doch bei uns geblieben war, kümmerte ich mich besonders zeitintensiv um ihn. Der Hengst war mir wriklich ans Herz gewachsen und ich wollte ihn nicht einfach an jeden geben. Da war das Geld dann auch nebensächlich. Ich hatte ich zwar auf einer Auktion vorgestellt, doch der Trubel dort war nichts für meinen Hengst gewesen. So hatte ich ihn wieder mitgenommen. Heute ging es einfach entspannt ins Gelände. Bald würde ich anfangen, mit Miguel Tuniere zu gehen.
      Die Fohlen Ciara la Perla, Back in Summer, Hajira, Burnin' Paradise, Wonderful Sky und Rock'N'Roll Angel durften heute mal alle zusammen auf eine neue Koppel. Man konnte ihnen richtig ansehen, wie viel Spaß sie beim Erkunden der neuen Landschaft hatten. Doch ich ließ sie nicht zu lange dort, denn sie sollten nicht aus Langeweile an den noch feuchten Halmen knabbern und womöglich eine Kolik bekommen. Als ich fertig auf dem Hof war, war es trotzdem bereits dunkel geworden. Und das nach Sommerzeit. Ich verabschiedete mich schnell von meinen Pferden und verschwand dann im Auto.

      Zuchtpferdeübersicht:
      Caresse: ausgiebige Pflege - Ausritt - Waschtag
      Jade: Springtraining (Vertrauen und Selbstsicherheit) - Reitstunde - Springen (Technik)
      Tender Rose: Fahren mit Inocence vor'm Zweispänner - Ausflug zum See - Reitstunde
      Inocence - Fahren mit Tender Rose vor'm Zweispänner - Fahrübungen - Springen auf Leistung
      Flying Rock: Dressur - Reitstunde - längerer Geländeritt
      Tahoma: Reitstunde - Putzen - Ausdauertraining
      Keep the Faith: Reitstunde - Dressurlektion lernen - Westerneinführung
      Girlie: Reitstunde - Verladetraining - Longenarbeit
      Gemmycon: Ausdauertraining im Gelände - Bahnfiguren üben - Tunierübungen
      Smooth'n Hill: Western - Waschtag - Ausritt
      Parytime: Hallenarbeit - Beritt durch Katrin - Koppeltag
      Royal Fairy: Toms Reitstunde - Vertrauensübungen - Reitstunde
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Raven
    Datum:
    19 Sep. 2010
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