1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Sammy

Incendio

Hannoveraner | Hengst | gekört ||DR: S (0) | SPR: S*** (3) | MIL: M (2)

Incendio
Sammy, 1 Jan. 2019
sadasha gefällt das.
    • Sammy
      [​IMG]
      Pflegeberichte aus Inc's Zeit bei Nancy Wizzard auf Echo Forest Stable
      Ankunft Incendio
      Da stand er der Hannoveraner Hengst Incedio er soll mal später neben Cassidy als Start für meine neue Zucht stehe.
      Ob ich die Araber weiter Züchten werde wird sich zeigen leider kosteten sie aktuell mehr geld als das sie einbrachten. Duke würde sicherlich dableiben er stand nun in seiner Paddock Box und beäugte neugierig den neuankömmling.
      Inc stand da und wiehrte laut Hals Geschwitzt war der gute nach der fahrt was aber bei 35 grad kein wunder war. Ich führte den Jungen hengst erst mal in die kleine Halle und lies ihn dort los.
      Nach einem kurzen Blick jagte er buckelnd los und verursachte erst mal einen risige staubwolke, dafür das vor einer halben studne gewässert wurde war es echt mega trocken ich stellte obwohl der Hengst in der Halle war die sprenkel Anlage an.
      Ein entrüstetes Schnauben war zu hören und eine wildes rumgebuckel war die folge doch dann blieb er stehen udn lies sich ohne vorwahnung fallen udn wälzte sich in dem nun feuchten Hallenboden als er wieder auf stand war er hellbraun undd verzog die Schnute.
      Ich lachten nur und würde ihn noch etwa im Regen stehen lassen scheinbar gefiel es ihm ganz gut. Langsam ging ich rüber zum stall und Holte Duke der immern och wartend dar stand genau wissend das er gleich geholt werden würde.
      ich nahm den Araber und führte ihn zu Incendio in die kleine Halle Neugieirg beschnupperten sich die beiden Hengste und quitschen ein wenig rum kanbbten sich testend ein paar mal rum gerenne dann wurde Fellkraulen veranstaltet. Zufriedne brahcte ich beide in dne Paddock wo sie neben den anderne Standne aber nicht zu ihenen hin konnten.
      Heu und Wasser waren frisch aufgefüllt und der schattenspendnen Unterstand frisch ausgestreut.
      Incendio ging erst mal was trinken dann stellte er sich an die heurauf im Schatten und mampfte schaute immer mal wieder zu den anderne auf die Koppel und man schehn ihm anzu merken das er sich wunderte das fast alle hengste zusammen standen.
      mit einem seuftzen da er mich stark an Ice erinnerte ging ich ins Haus und hinter in meinen kleinen garten zog die chuehe aus und lies die beine in den kleinen See baumeln und genoss das schöne Heiße wetter.

      Einkehr in ein neues Heim
      Hi ich bin Nancy Wizzard , ich bin jung und voller taten Drang
      Meine Eltern sind beide super Verdiener und ermöglichen es mir mit einem großen Startkapital meinen Traum von einer eigenen Zucht zu verwirklichen.
      Ich habe mich den Warmblütern verschrieben doch einen gute Freundin von mir die Jani Redinsch musste leider auf Grund ihrer Drillings Geburt alle Pferde abgeben ein Paar werde ich bei mir behalten allen Voran ihr geliebter Duke er wird bei mir die Hengste in Schach alten und Magical Touch die Tinker Stute wird das Start Tier für meine Freizeitpony Tinker Zucht.
      Aktuell Wächst meine kleine Herde um jeden Tag etwas mehr angefangen hat es mit Incendio dann folgte recht schnell die nicht einfache Schimmel Stute Lamira und auch von Cassidy der Jung Stute von Jani erhoffte ich mir Einigens hatte sie doch einen berühmten Vater den Icebreaker der leider Tragisch ums Leben kam.
      Meinen neueste Errungenschaft war Imaginary der große dunkel Schimmel Hengst hatte viel Potnezial und schicke Gänge aber die Sprung Kraft war genial so würde ich ihn auf jedenfalls im Springen Fördern.
      Neelix der Pony Hengst steht aktuell als Gast Pferd einer Freundin in unserem Verband und das Shetty Casanova leistet ihm Gesellschaft.
      Neben den Pferden gehört noch jede Menge Personal und Freunde zu mir und meinem noch kleinen Hof.
      Lee Freeman jüngerer Bruder von Tom Freigeist etwas abgedreht aber ein ehrlicher Mensch hat einen Hang zu Drogen aller Art. Hilft im Stall. (19 Jahre führt sich aber zum Teil auf wie 16)
      Tom Freeman um 7 Jahre älterer Bruder von Lee er ist der Ruhe Pol auf dem Hof und kümmert sich um die Finanzen. Wohnen beide in getrennten Wohnungen auf dem Hof Leitet die Springstunden ( 26)
      May Lieb Trainerin und Reitlehrerin etwas Ruppig in ihrer Art aber meist am Lachen wenn sie dies mal nicht tut sollte man sie besser meiden. Seit 17 Jahren Glücklich mit Sven Lieb verheiratet hat 2 nun erwachsene Kinder. (geschätzt sie will es nie zugeben 45)
      Biene Hampton eigentlich aus Deutschland stammend heiratet früh einen Mike Hampton leider ergab das Schicksal ein anderes er ging ihr fremd und sie ließ sich scheiden seitdem ist sie sehr esoterisch angehaucht und macht einen Ausbildung zur Geistheilerin oder dem waren Titel Heilpraktikerin sowohl für Mensch als auch für Tier. 32 Jahre Sie wohnt im Nachbardorf hat hier aber auch ein eigenes Gästezimmer und vermutlich zukünftig auch ihre Praxis auf dem Hof (vorausgesetzte sie schafft die Ausbildung)
      Sergej aushilfst Kraft aus Polen ist immer ein halbes Jahr da und wechselt sich dann mit Paolo ab der dann für ein halbes Jahr tat Kräftig im Stall für Ordnung sorgt, können das wichtigste in Deutsch leben in den kleinen Mietwohnungen am Hengst Stall.
      So viel dazu heute würde ich endlich zum Reiten kommen nach den der Hof hergerichtet war und die Zäune neu aufgestellt die Dächer neu gedeckt und die Plätze und die Reit Halle neuen Sand erhalten haben.
      Ich holte heute zuerst die Tinkerstute raus und würde mit ihr einen Runde die neue Umgebung erkunden.
      Gesagt getan die kleinen war schnell fertig gemacht und gestattet und dann ging es los erst lange grade dann Berg rauf oben angekommen konnte ich einen unheimlich schönen Blick auf meinem Hof werfen – ja das war meiner und würde hoffentlich bald bis über die vielen Berge hier bekannt und geschätzt sein.
      Nach einer guten Stunde war ich wieder Zurück machte die Isabellstute fertig und stellte sie zu den andern auf die Herbstweide.

      Ein neues Pferd zieht ein
      Nebel hing über den Wisen udn bergen von Echo Forest wie so oft die Tage, ob er heute sich verzeihen würde war fraglich.
      Nachdenklich und im gedanken verzunken stand ich da udn Blickte ins leere im Stall herschte das übliche treiben Biene klappterte mit Holzbrttern in ihrer Praxis rum, ja sie hatte die Ausbildung geschafft udn ein partyy würde es noch geben aber sei wollte so schnell wie mögliche ihre Praxis eröffnen und war nun auch schon arg spät dran 2 Tage bleiben ihr noch bis zur eröffnung ihrer Heilpraxis für PFerde und Kleintiere, ich würde ihr für härtere Fälle dann auch eine box zur verfühgung stellen zumidnest war so der Plan.
      4 Boxen waren noch leer eien davon würde sich heute füllen, Tom gesellte sich grade zu mir " Na auf was wartest du " oh je ich hatte ihm vergessen zu sagen das heute eine neue Stute kam doch mehr als ihn geschockt anschauen konnte ich nicht denn mein handy klingelte udn ich ging eillens ran " Nacy Wizzard " kurze pause " ja ok ja kein Problem gegen Mittag dann ? " wirder pause " ja vielen Dank auf wiederhören" ich drehte mich wieder5 zu Tom um " Die Handwerker für Bene kommen leider erst heute Mittag, da wird sie nicht grade begeistert sein* kurze Pause" ich warte übrigens auf ein neues Pferd , sie ist eine schimmel Stute Trakhener udn super zu reiten Sprungkraft udn schnelligkeit ich dneke sie köntne sich gut wie Image im Vielleseitigkeits Sport beweißen denn nervenstark ist sie auch " Tom nickte nur udn lächelte leicht , das war zustimmung genug und ich war erleichtert denn normalerweiße sollte ich solche käufe mit meinem Team absprechen.
      Ein Poltern kündigteden Transporter ab der über den Platz ffuhr und an der Reithalle an hielt.
      Eien Junge Frau stieg aus und begrüßte mich. ich eilte zu ihr schüttelte freudig ihre Hand und ging dann mit ihr an das andere ende des Transporters sie hatte nichtn ur die Schimmel stute dabei sondern noch 3 weitere Pferde die mich alle Neugierig anschauten als ich ein trat lachen meitne sie " ihr bleibt alle fdrin nur Wave geht, mit dne andren bin ich auf dem weg zu einigene Tunieren " ich wünsche ihr viel Glück udn führte Wave raus auf den feuchten Hof udn führte sie zur kleinen Reithalle hier soltle sie erst einmal die angestaute energie der Langen fahrt ab reagieren vor der Halle nahm ich ihr die blaue Dencke ab udn entließ sie in die Hallo wo sie aufgeregt schaubend udn schweifschalgend erstm al umher trabgte dann Galoppierte sehr eindrucksvoll zeigte das diese Rasse gern mit Arabern verjüngt wird. ich verabschidete mich von der Ehemaligen besitzerin udn beobachtet weiter die 8 Jährige Stute wie sie da in der Halle rum buckelte udn sich austobte.
      Nach einer weile stellte ich fest das sie noch jemand beobachte es war Tom der an die bande gelehnt ihr zu sha und die Stirn runtzele ich seuftze udn ging zu ihm hinter " na wwas meinst du ? " Tom blickte mich an " Der flecke an ihrem Bauch der könnte sich vereerben udn sie passtt von der Rasse nicht esseidenn du holst dir ncoch einen Thrakner Hengst " " Das war der paln " sagte ich leiße " und ja der Flecke den macht sie aber auch grade einzigartig udn einzigartigkeite ist gefragt udn jeder weiß dass sich dieser sabino fleck nicht vererben muss aber kann " ich finde sie klasse und sie wird unsere Zucht auf irgendeine weiße breichern " sagte ich lachend " und sie muss geschoren werden so können wir nicht mit ihr traineiren sie ist ja jetzt schon nass geschwitzt !" sagte Tom " ja das stimmt ich wollte morgen Eh auch die andren Scheren Incendio aht auf einmal wolle geschoben ohne ende " trotz eindecken rechtzeitg dachte ich bei mir hoffentlich würde der winter nicht so eisig werden.
      " Wir sollten Cassidy kurz dazu stellen das es keien gekeife im Stall gibt die box neben ihr hast du ja schon hergerichtet " schuldbewusst blicke ich ihn an " ja " ich geh sie holen" udn verschwand auf dem Hof und eilte Rüber um Cassiy meien junge Stute zu holen sie hatte einen seht bekannten und tollen Vater gehabt der leider verstorben war , sie hatte selbst auch viel fvon ihm die Hellen spitzen kammen ihmmer mehr raus und auch das nussbraune Fell glich ihm stark " mit einem leisen und freundlichem wiehren kündigte se unser kommen an. Vor der Halle streifte ich ihr die Dekce ab auch sie war trotz dicker dekce gut im fell stehend. ich fürhte sie rein hielt mit der Gerte Wave noch auf abstand macht Cass ab und ging au der Halle .
      Die beiden Stuten stecken die Köpfe zusammen udn beschnupperten sich dann wurde gequitscht und dann losgerannt ? neine dann kraulten sie sich gegensietig die Mähne *" ja super das ging ja shcnell " also holte ich die Stuten raus deckte Cassidy wieder ein stellte sie in die Box udn Wave brachte ich unter das Solarium. wärend die Stute da abtrocknete holte ich Casanova vom Paddock der kleien hengst hatte einen leichten schnupfen udn er würde heute zum erst mal unsere Pferde Sauna kenne Lernen .
      Also Packte ich dne viel befellten kleinen hengst aus der decke aus udn führte ihn in die Sauna band ihn dort an udn heizte die Suana ein d nach 10 Min holtei ch ein Dampfendes Muteres Pony wieder raus brahcte ihn zu Wave die ihn neugierig beäugte und Band den kleinen hengst mit guter enfernung neben ihr am andern Solarium an udn duschte das Pony ab ( lauwarm versteht sich ) dann stellte ich das Solarium auf ide Größe eine udn machte es an so soltle der kleien erst mal trockenen udn dnan würde er noch inalierne müssen.
      Wave Packte ich wärenddessen in ihre Decke ein und wüprde bald eien wärmere für sie holen müssen, dann ging es in die Box dorte wartet Frisches Wasser Heu udn müsli alles wurde abgescnuppert aber nichts angerührt dann stellte sie fest das man auch hier raus konnte auf einen kleinen paddock d en betrat sie erst mal und blickte sich um drausen wurde sie von cass begrüßt udn auch lamira wiehrte ihr zu magic hob nur den Kopf .
      Nach dem kurzen Hallo sagen ging sie wieder rein und machte sich über das Müsli her was sie noch vom alten stall mitgrbracht hatte.
      Zufriedne ging ich weiter zu den Hengsten Incendio holte ich raus kraulte den Hengst zwischen den Ohren udn nahm ihm die Burgunder rote Decke ab bürstete über das glatte glänzende fell kurz rüber, sattelte ihn auf und ging mit ihm in die große Reithalle hier baute ich ein paar niedrige Sprünge auf Tom würde mir Unterricht geben.

      Die Reitstunde und ein krankes Pony
      Incendio und ich waren schon eine Weile in der Halle als Tom endlich dazu kam gut aufgewärmt konnte es dann direkt losgehen.
      Tom baute mehrere Sprünge auf und auch ein Kavaletti mit welchem wir anfingen dann erst ging es an die höheren auch wenn er sie nur „ Springgymnastik „ nannte so war es für mich in Inc schon eine kleine Herausforderung am Ende der Stunden hatte wir ein paar Stangen gerissen und waren beide patschnass geschwitzt , lachen entgegnete Tom „ und das jetzt jeden Tag und ihr seid fit für die Turniere. Ich rollte als Antworte nur mit den Augen und wischte mir den Schweiß von der Stirn.
      Inc brachte ich rein und stellte ihn abgesattelt unter das Solarium wo er sich sein Müsli schmecken ließ doch auch ich wusste mir zu helfen und meinte zu Tom er könne ja noch die Schimmelstute reiten die müsste auch ein wenig trainiert werden, Lamira war einen schwierige Stute die so ihre guten und schlechten Tage hatte, er grunzte und machte die Stute fertig und ging auch mit ihr in die aktuelle Springhalle.
      Ich zog mir fix was Trockenes an bracht inc mit decke in seinen Paddock box und zog weiter zu meinem kleinsten Hengst der mir Sorgen bereitete Eddi war da gewesen und hatte ihm Mittelchen da gelassen und meinte es sei eine hartnäckige Erkältung , seufzend tätschelte ich dem kleinen Hengst den Kopf führte ihn raus und packte den wieder mal geschwitzten Ponyhengst unter das Solarium Sauna würde ich sein lassen , fressen wollte er auch nicht etwas Heu hatte er geknappert aber bei weitem nicht genug.
      Die Tabletten waren bis auf eine aufgebraucht besser war es, aber nicht weg, er schwitze einfach viel zu viel und wirkte Lustlos und schlaff ob ich ihn scheren sollte? Warm war es nicht es war sogar eher kalt und es kamen die ersten Flocken vom Himmel doch so konnte ich ihn nicht raus lassen , den Paddock hatte ich auch zu gemacht so dass er nur die Box hatte die Zug frei war und eine Abschwitzdecke hatte er an die dicke Winterdecke wollte ich ihm eigentlich nicht antun aber wenn er jedes Mal so geschwitzt war ich konnte ihn ja schlecht die ganze Nacht unter dem Solarium stehen lassen. Lang überlegte ich was ich noch machen könnte und entschloss dann dem kleinen Hengst die Box randvoll mit Stroh zum Reinkuscheln zu machen und einer Frische Abschwitzdecke würde er auch bekommen. Nach 30 Min war er trocken und ich brachte ihn mit der Decke in seine nun gut gefüllte Box in einer Ecke fast so hoch wie das Pony. Casa schlürfte Müde rein stellte sich in eine Ecke und ließ den Kopf hängen. So konnte es nicht bleiben ich kramte mein Handy raus und rief wie soll es anderes sein den TA an die Box neben Casa hatte ich schon verlegt so das er in Quarantäne stand und Duke sich nicht anstecken konnte denn der zeigte keine Symptome.
      Und durch die Tabletten ging es dem schwarzen auch wieder sehr gut und wie immer war er auf Blödsinn aus einmal nicht aufgepasst hatte er mir die Wollmütze geklaut und war mit nach draußen auf den großen Paddock getrabt mit einem frechen Ausdruck in den Augen und ich hinter her, es hatte mehr geschneit als gedacht denn es war jetzt schon alles weiß und ich Rutsche da ich auf nichts gefasst war fast aus.
      Vom Paddock aus sah ich Tom mit Lamira in der Halle die beiden schienen etwas auszudiskutieren den Lamira Bäumte sich auf und Tom Fluchte bis hier her. Lachend nahm ich Duke die Mütze wieder ab und ging zum Haus rüber meine Hunde wollten sicher auch was zu fressen haben und ich hatte ebenfalls Hunger und würde wie so oft für Tom mit Kochen.

      Abschied von Imaginary und die Vorbereitung für den Urlaub
      Wir hatten es nicht kommen sehen und es war so schmerzhaft auch wenn ich den Großen noch kaum gearbeitet hatte so war er immer der gutgelaunte groß rahmige Hengst der alle verzaubert hat.
      AN einem Morgen merkte ich beim Longieren das Imaginary komisch lief, so gekrümmt. Direkt allamierte ich dne Tierarzt einer aus dem Nahen Dorf da ich wusste das mein Hof Ta verreist war.
      Dieser tastet ihn ab und fand einen schmerzhafte stelle, okay er hatte da vielleicht ein tritt abbekommen doch er stand aktuell allein auf dem kleinen Paddock das konnte es also nicht sein. So wurde er erst geultraschallt und das legte schon das große übel frei er hatte einen riesigen also wirklich riesigen Tumor im Bauchraum. Das ließ nur eins zu Einschläfern … Ich Eilte in Haus und holte Tom und die anderen erzählte ihnen was passiert war bzw ist und alle stimmten zu es sofort zu amchen denn man sah dem großen an das es ihm nicht gut ging sein Zustand hatte sich sein den 5 Min Longieren und dem Kommen den Tierarztes zusehens verschlechtert. Der Ta vermutet das durch die Bewegung sich der Tumor verschoben hat und jetzt auf eins der Innerne Organe drückt und schmerzen verursacht.
      Schwer schluckend schaut ich Tom an mit Fehlten die Worte.
      „ hatte man das nicht bei einem Checkup merken müssen ?“ fragte Tom der Arzt verneinte wenn man nicht Ultraschallt bekommt man sowas nicht mit .
      Die Quarantäne Box war mit Inspiration belegt deswegen gingen wir in die Longierhalle hier konnte man auch gut ran fahren so dass der Abdecker das Pferd dann abholen konnte.
      Bine stand auf einmal neben mir und nahm mich in dne Arm jeder abschied ist schwer der Ta setzt die schlafsprizte und dann als er lag den Rest es dauerte nicht lang da war es vorbei und Image schief für immer. Alkle gingen bedröppelt ihre wege ich hatte einen Plane geholt und deckte den Leblosen Körper ab. „ Ich ruf den Abdecker an „ sagt ich Laut in die Runde wobei meine Stimme erstarb „ Brauchst du nicht hab ich schon er ist in 10 min da „ sagte Bine.
      Tom war schon im Stall und hatte Lamira rausgeholt auch Bine war nun in den Stall gegangen und holte Avalon raus die beiden hatten sich super gut angefreundet, sogar so gut das in Bienes bei sein jeder die Stute streicheln durfte.
      Ich holte mir Duke und das Pony Casanova und ging mit beiden Spazieren, Tom würde dem Abdecker Bescheid sagen wo Image lag. Ich musste erstmal vom Hof runter.
      Unterwegs schaute ich noch nach den beiden Fohlen die etwas abseitzs auf der Fohlen Koppel rumsprangen – ja hier war das blöühnede Leben Jejota glätze im Sonnenschein wie pures Gold da hatte der Vater ganze arbeit geleistet und ich hoffte das ihr Opa nicht durchkommen würde uns sie nie zu einem Schimmel wird. Jora hingengeh atte das Felll von dunkelm eben holz und schimmerte im Sonne licht leicht Rötlich.
      Duke brummelte den Jungestute zu und Casa machte einen auf ich bin ein riesiger toller Hengst dsabei war er kleiner als die beiden Fohlen ich lachte ja ich kontne wieder lachen keinen 20 Min nach Images verlust … das llleben ging weiter und mein weg auch.
      Wieder zurück war Image fort abngeholt vom BAdecker als nächstes holte ich Rainy raus und ging mit ihm in die kleine Trianigens Halle leisß ihn laufen baute ein paar kavaletties auf und ließ ihn frei springen mit Freude war der Tinkerhengst dabei. Meine Gendanken schwirrten aber immer wieder rüber zu der kleinen Longierhalle … hättem an ihm das ersparen können ? der Ta sagte nein aber wenn doch ?
      Nahc einer dreiviertel stunde Fing ich den Fuchsschekcen wieder ein und brachte ihn zu Duke und Casa auf die Apfelweide.
      Dann Widmente ich meiner aufmerksamkeit meinem anderen Tinker der sanften stute magic mit ihr machte ich das gleiche wie mit Rainy und auch sei war mit spass dabei merkt aber sensibel wie sie war das es mir nicht so gut ging.
      Nahc 10 Min kam Bine mit Avalon vorbei und steckte den kopf rein „ huhu wie geht’s dir ? ich hab hier was für dich „ ich kam an die Tür und nahm 2 Tabeletten engegen „ Für mich oder das Pferd ? „ fragte ich „ dfür dich kam prombt die antwort „ für was ?“ fragte ich skeptisch „ dann geht’s dir besser „ sagte sie lächelnd „ oh cool Drogen „ meinte ich lachend und nahm die Tabletten die nach Lavendel rochen mit einem Schluck Wasser welches ich immer an der Tür stehen hatte.
      Nach dem auch Magic fertig war brachte ich sie zu Lamira und Avalon auf die Koppel und holte Incedio raus da es mir jetzt besser ging ( waren es vielleicht doch Drogen ? und nicht nur Lavendel ? ) wie dem auch sei es war nicht mehr alles so bedrückend und ich konnte mit Inc etwas reitender weiße arbeiten,. Die Anlehnung ging schon wesentlich besser als noch vor 4 Wochen. „ ich sag doch er kann das „ meinte Tom von der tür der Großen Riethalle aus „ ich hatte ihn nicht bemerkt und zuckte zusammen „ na schreckhaft ?“ fragte er amüsiert ich streckte ihm die Zunge raus und arbeitetr weiter Tom kam derweil mit Wave rein sie hatte ich gestern geritten und hatte ihm von den Anlehnung Problemen geschildert mit ihr würde er heute intensiv trianieren.
      Am Abend waren alle Pferde versorgt und wir sahsen noch lange zusammen Bine und Tom hatten den Paddock von Image gesäubtet und neu eingestreut das es nicht ganz so leer aus sah.
      Inspiration war von mir noch geputzt wordne und mit salbe eingeschmiert der Tierarzt war shcon bestellt denn sie hatte ein Paar offene stellen und auch war ihre Nahrungsaufnahme nicht die beste ich hatte ihr etwas Mesh gegeben nur wenig aber das konnte sie wenigeigtens auflutshcen das würde ich vor dem schalfengehen noch mal machen bis dann der Ta morgen kam.

      Weiterer Besuch bei Nancy - by Friese
      Die nächsten zwei Wochen würde ich auf Nancys Hof gemeinsam mit ein paar anderen Aushilfen für Ordnung sorgen. Sie hatte leider verreisen müssen und konnte sich somit nicht um ihre Pferde kümmern. Jeder von uns hatte die Aufgabe bekommen, sich drei anzunehmen. Ich hatte ihren Schatz Duke zugeteilt bekommen und zwei Warmblüter. Ich freute mich schon mit den dreien die nächsten Tage zu verbringen. Auf einem Araber hatte ich schon lange nicht mehr gesessen und so war das auch für meinen Job eine gute Erfahrung. Heute stand meine Anreise und Nancys Abreise an. Ich war bereits schon auf ihrem Hof gewesen und kannte mich deshalb dort aus. Zudem kam es mir auch zu guten, dass alle drei Hengst waren, was genau mein Fall war. Ich mochte sie einfach lieber als Stuten. Warum wusste ich auch nicht so genau. Ich fuhr vom Flughafen mit meinem gemieteten Wagen zu Nancys Hof. Sie begrüßte mich und führte dann die anderen noch ein bisschen rum. Ich lud in der Zwischenzeit schon meine Koffer aus und verräumte alles in meinem Gästezimmer. Danach stieß ich zur Gruppe dazu und wir verabschiedeten Nancy. Heute würde ich noch Zeit haben meine drei Pflegepferdchen kennenzulernen. Nummer eins war Valentine’s Candy Fireflies. In ihn hatte ich mich bereits bei meinem letzten Besuch verliebt. Ein wirklich hübscher Hengst und ich war echt neidisch auf Nancy. Sein Kopf war ein wirkliches Prachtstück. Ich klopfte ihm den Hals und holte ihn aus seiner Box. In aller Ruhe führte putzte ich ihn und ging eine Runde mit ihm spazieren. Hierbei würde ich ihn dann ein bisschen kennenlernen können. Im Gelände schaute er sich immer wieder um und alles war sehr spannend. Dennoch blieb er ruhig und drehte nicht durch. Genau das hatte mir Nancy aber bereits per Mail geschrieben. Ich lobte den Hengst und drehte irgendwann um. Am Hof angekommen, brachte ich ihn wieder auf die Weide und holte ich gleichen Zug Duke oft he Darkness. Ich putzte sein schwarzes Fell und ging ein bisschen mit ihm in der Halle spazieren. Dort ließ ich ihn auch ein bisschen laufen. Er freute sich hier darüber und sprang wie wild durch die Gegend. Nachdem er sich ein bisschen austoben durfte, brachte ich ihn wieder auf die Weide. Ich klopfte ein letztes Mal seinen Hals und machte mich an das Kennenlernen mit dem dritten und letzten Pferd. Ich holte Incendio nach drinnen und putzte ihn. Nachdem er sauber war, ging ich eine Runde mit ihm spazieren. Hier konnte ich schon ein bisschen genauer einschätzen wie er so drauf war. Er versuchte immer wieder zu ziehen und tänzelte hier und da ein bisschen. Dennoch war er lieb und stupste mich immer wieder an. Ich klopfte ihm Zwischendurch immer wieder den Hals und nach einer guten Stunde waren wir zurück am Hof. Obwohl wir nur spazieren gegangen waren, schwitzte der Hengst doch schon ganz schön. Ich klopfte ihm den Hals. Auch er durfte nochmal ein bisschen auf die Weide und ich würde noch fertig auspacken. Danach ging ich nochmal in den Stall und machte die Boxen der drei Hengste sauber. Ich richtete ihr Futter gemäß des Plans her und füllte die Heunetze. Nachdem ich damit fertig war, holte ich die drei Hengste wieder nach drinnen. Sie stürzten sich auf das Fressen und genossen ihre Ruhe. Ich fegte die Stallgasse ein letztes Mal und dann hieß es auch schon duschen und ab in die Feder. Morgen würde auch wieder ein anstrengender Tag werden.
      Am nächsten Morgen brachte ich die Hengste auf die Weide und machte dann die Boxen sauber. Danach richtete ich das Futter für die drei her und füllte es in ihre Tröge. Das Heu folgte und ich konnte wieder einen von ihnen reinholen. Als erstes holte ich Duke nach drinnen und putzte ihn. Ich lobte ihn in aller Ruhe noch und machte ihn endgültig fertig für unseren gemeinsamen Ausritt. Ich wollte ihm heute nochmal ein bisschen Pause gönnen ehe ich morgen ein bisschen mit ihm Arbeiten würde, denn auch das musste ich als Vertretung machen. Schließlich sollten die Pferde weiterhin auf ihrem Niveau bleiben. Ich klopfte ihm nach dem Ausritt den Hals und brachte ihn noch ein bisschen auf die Weide. Danach ging ich eine Runde mit Incendio auch eine Runde ins Gelände. Ich genoss die Ausritte heute, denn sie waren mal eine Abwechslung zu meinem straffen Trainingsplan, den ich sonst immer hatte. Ich würde heute schon ein bisschen mit der Bodenarbeit mit Fireflies anfangen. Ich wollte, dass er wieder seine Muskeln zurückbekam, welche er vor ein paar Monaten noch hatte. Ich ließ Incendio die Zügel lang und ich klopfte ihm immer wieder den Hals. Dennoch blieb ich vorsichtig und schaute mich regelmäßig um. Nachdem wir uns ein bisschen entspannt hatten, ritt ich zurück und er durfte noch auf die Wiese. Ich holte Fireflies, putzte ihn und zog ihm dann sein Knotenhalfter über seinen Kopf. Gemeinsam gingen wir in die Halle und übten hier die Grundlagen der Bodenarbeit. Klar konnte er diese eigentlich, aber sein Vertrauen war halt doch nicht gerade das Beste und so wollte ich hiermit anfangen. Des Weiteren hatte er mir auch zu wenig Kondition und Muskeln um gleich richtig mit ihm zu arbeiten. Er machte dennoch brav mit und ich freute mich, dass er sein Vertrauen langsam wieder fasste. Natürlich musste ich ihn viel loben, aber mir kam es natürlich sehr zum Vorteil, dass der Hengst mich bereits kannte. Ich brachte ihn wieder auf die Weide und kümmerte mich den restlichen Tag noch um Sachen, welche hier anfielen. Sehr spät abends holte ich die Pferde wieder rein, schließlich sollten sie langsam an das Wetter und das viele Gras gewöhnen. Ich gab ihnen nochmal Heu und morgen würden sie noch länger auf die Weide dürfen beziehungsweise schon früher raus dürfen.
      Die nächsten Tage beziehungsweise Wochen verliefen eigentlich ruhig und regelmäßig ab. Ich stand früh auf, brachte die Pferde raus, machte die Boxen, holte die Pferde nacheinander rein und arbeite mit jedem. Gegen Abend eigentlich schon fast mitten in der Nacht holte ich die Pferde wieder rein und gab ihnen ihr Heu. Bei Nancys Rückkehr wollte ich sie komplett draußen lassen können, damit sie sich nicht mehr drum kümmern musste. Des Weiteren schaffte ich es auch, dass Fireflies wieder gut zunahm und auch an Muskeln wieder aufbaute. Natürlich würde es noch dauern bis der wieder ins Training gehen würde, aber die Grundsteine waren gelegt. Mein Aufenthalt würde noch ein paar Tage, um genau zu sein 1 ½ Wochen dauern und ich würde die drei Pferde jetzt schon merkbar vermissen. Dennoch wollte ich die letzten Tage mit ihnen noch sinnvoll genießen und voll und ganz auskosten. Gerade mit meinen Lieblingen Fireflies und Incendio.
    • Sammy
      [​IMG]
      Trainingsbericht Dressur E-A
      31. August 2016
      "Hollybrook Stud Training Stables, Sie sprechen mit Samantha O`Neill, was kann ich für sie tun?", flötete ich fröhlich ins Telefon. Mir antwortete eine bekannte Frauenstimme: "Hey Sammy, hier ist Jani. Ich habe einen neuen Hengst und wollte fragen, ob du ihn eventuell trainieren würdest? Es geht um eine fundierte Ausbildung in der Dressur, im Springen und in der Vielseitigkeit." Ich blätterte kurz durch meinen Kalender und antwortete dann: "Natürlich, sehr gerne. Ich hätte nächste Woche schon Zeit, wenn du ihn da vorbeibringen könntest? Dann können wir auch alles weitere besprechen. Du müsstest mir nur schon vorab sagen, wie er sich mit anderen Hengsten verträgt, damit ich weiß, wo ich ihn unterbringe." Jani erzählte mir, dass sie den jungen Hengst selbst noch nicht lange hatte, er sich aber sehr gut mit ihrem Araberhengst Duke of Darkness verstand. Wir vereinbarten, dass Jani ihren Hengst am nächsten Montag zu mir aufs Gestüt bringen sollte und verblieben so. Ich berichtete sofort meinen Angestellten von der Neuigkeit. Sie waren auf meine Trainingspferde immer genauso gespannt wie ich und der letzte Hengst, den ich von Jani hier gehabt hatte, war uns allen richtig ans Herz gewachsen. Ich grinste, als ich an Shamal denken musste. Wer weiß, vielleicht würde ich den schönen Araber irgendwann wieder trainieren dürfen...

      ~*~

      Eine knappe Woche später betrat ich den Hengsttrakt, um zu sehen, ob Samuel und Donald die Box für mein neues Trainingspferd fertig gemacht hatten. Zufrieden nickend spähte ich über die Boxentür. Es war alles vorbereitet, fehlten nur noch Jani und ihr neuer Hengst. Ich würde das Pferd neben meinem Andalusierhengst Ojos Azules unterbringen, da er sehr ruhig war und sich mit den meisten Hengsten gut verstand. Zu ihm stellte ich auch immer meine Jungspunde, damit er ihnen ein wenig Benehmen beibringen konnte.
      "Sammy! Sie kommen!", rief meine Lieblingsangestellte und Freundin Meg da lauthals durch den Stall und ich eilte sofort hinaus auf den sonnigen Hof, um Jani und ihr Pferd in Empfang zu nehmen. Der Transporter rollte gerade durch mein schmiedeisernes Eingangstor, als ich den Parkplatz erreichte. Jani stellte den Motor ab und stieg aus ihrem Wagen, um mich zu begrüßen. Anschließend öffnete ich die Rampe ihres Transporters, während sie durch die Seitentür zu ihrem Hengst schlüpfte und ihn gleich darauf rückwärts aus dem Hänger dirigierte. Vor Überraschung blieb mir der Mund offen stehen, da ich eigentlich einen Araber erwartet hatte. Jani war bekannt für ihre Araberzucht und deshalb war ich einfach davon ausgegangen, dass es sich bei dem neuen Pferd ebenfalls um ein Tier dieser Rasse handeln würde. Jani bemerkte meinen Blick und lächelte: "Ja, kein Araber, sondern ein Hannoveraner. Er heißt Incendio und soll zusammen mit meiner Stute meine neue Zuchtlinie begründen." Jetzt war ich völlig baff. "Und deine Araber?", fragte ich. Nun zuckte Jani die Schultern: "Ich weiß es noch nicht genau. Einige werden sicherlich bleiben, andere nicht." Ich nickte. Auch ich hatte schon eine Zuchtumstellung hinter mir und wusste daher, wie schwer es war sich von seinen geliebten Zuchtpferden zu trennen, nur weil es wirtschaftlich vielleicht nicht so lief, wie man sich das eigentlich vorgestellt hatte.
      Incendio sah sich mit hoch erhobenem Kopf um und stieß dann ein lautes, kräftiges Wiehern aus, das sofort vielstimmig beantwortet wurde. "Komm wir führen ihn zum Longierzirkel, da können wir ihn ein bisschen laufen lassen. Die Bewegung tut ihm sicherlich gut.", schlug ich vor und Jani stimmte sofort zu. Also führten wir den wunderschönen braunen Hengst über meinen Hof und ließen ihn in der Longierhalle laufen. Incendio legte ein paar bemerkenswerte Bocksprünge hin und ließ ordentlich Energie ab. Wir fingen ihn erst wieder ein, als er von sich aus in den Schritt fiel. In dieser Zeit hatte mir Jani alles über den Hengst erzählt, was sie selbst wusste. Wenn dieses Training gut klappte, würde ich Incendio fortan ausbilden. Welche der drei Disziplinen ich dabei zu welcher Zeit trainierte, war Jani egal. Ihr war es wichtig, dass ihr schicker Hengst eine gute, pferdegerechte Ausbildung erhielt. Sie führte den Braunen neben mir her zu den Stallungen und ich zeigte ihr Incendio`s neues Heim. Jojo stand bereits im Stall, damit der junge Hengst nicht alleine war, doch in knapp zwei Stunden würden auch die anderen Pferde von den Koppeln hereingeholt werden. "Der ist aber schick!", staunte Jani und als ich ihr erzählte, dass der Andalusier auch schon Shamals Weidegenosse gewesen war, lachte sie und meinte: "Na dann hat er ja schon Erfahrung! Ganz so ungestüm wie Shamal ist Incendio nicht!" Wir sahen dem jungen Hengst noch zu, wie er seine Box und den angrenzenden Paddock in Augenschein nahm und schließlich Jojo beschnupperte. Wie erwartet blieb mein Rappe völlig ruhig und ließ sich auch von Incendio`s Quietschen nicht aus der Ruhe bringen. Morgen würde ich die beiden mal zusammen auf einen der Hengstkoppeln stellen, doch heute war es dazu schon zu spät. Auch Jani verabschiedete sich, da sie natürlich wieder auf ihr Gestüt zurück musste.

      ~*~

      Am nächsten Morgen sah ich zuerst nach meinem neuen Schützling. Incendio war kein bisschen schüchtern, sondern kam sofort zur Boxentür, als er mich erblickte und schnoberte mich mit seinen weichen Nüstern ab. Ich lachte, als seine Tasthaare mich kitzelten und gab ihm ein Stückchen Möhre. Sofort wurde es laut im Hengststall und so verbrachte ich die nächste Zeit erst einmal damit, all meinen Hengsten ein Leckerchen zuzustecken.
      Da es momentan selbst im oft regnerischen England sehr heiß wurde, beschloss ich sofort mit Incendio zu arbeiten. Ich holte den schönen Hengst aus seiner Box, führte ihn zum Putzplatz und machte ihn in aller Ruhe fürs Training fertig. Dies war meine Art, mich mit einem Pferd bekannt zu machen. Als Incendio`s Fell glänzte, seine kurze Mähne ordentlich über seinen schlanken Hals fiel und seine Hufe ausgekratzt waren, bandagierte ich dem jungen Pferd die Beine. Heute würde ich nur vom Boden aus mit ihm arbeiten, um zu sehen was er schon konnte. Außerdem mussten wir für den Aufstieg in Klasse A der Dressur das Rückwärtsrichten erarbeiten und das übte ich immer zuerst vom Boden aus. Ich hakte mein langes Bodenarbeitsseil in Incendio`s Halfter und führte den Hengst wieder zum Longierzirkel. Dort angekommen longierte ich ihn im Schritt und Trab auf beiden Händen, um ihn aufzuwärmen. Dabei stellte ich erfreut fest, dass Incendio bereits sehr gut auf Stimmkommandos hörte. Jani wusste nicht viel über seine bisherige Ausbildung, doch schlecht war sie auf keinen Fall gewesen. Ich löste die Longe und schickte Incendio von mir weg. Das junge Pferd galoppierte augenblicklich an und buckelte wieder übermütig. Langweilig würde es in seinem Sattel wohl nicht werden. Nach ein paar Minuten rief ich ihn zu mir und hielt ihm auf der ausgestreckten Hand ein Stückchen Apfel entgegen. Incendio überlegte kurz, dann kam er im Trab zu mir herüber und wurde natürlich prompt gelobt. Das klappte ja soweit schon sehr gut. Ich legte immer viel Wert auf ein gutes Verhältnis zu meinen Trainingspferden, doch bei denjenigen, die ich langfristig ausbilden sollte, war dies natürlich noch sehr viel wichtiger. Ich hakte mein Bodenarbeitsseil wieder in Incendio`s Halfter. Nun wollte ich das Rückwärtsrichten mit dem braunen Hengst üben, damit wir es später beim Training unter dem Sattel leichter hatten. Ich stellte mich vor dem großen Braunen auf, hob die Hand mit dem Seil und wackelte leicht daran. Dabei sagte ich: "Back!". Incendio sah mich aufmerksam an, verstand jedoch ganz offensichtlich nicht, was ich von ihm erwartete. Also verstärkte ich die Wackelei an dem Seil, bis ich bemerkte, dass Incendio sein Gewicht nach hinten verlagerte. Sofort ließ ich die Hand sinken, trat zu dem Hengst und kraulte ihm den Hals. Diese Prozedur wiederholten wir nun. Diesmal hielt ich aber erst Still, als Incendio auch einen Schritt zurück machte. Der Hengst schien sehr intelligent zu sein, denn er begriff nun schnell was er tun sollte. Am Ende des Trainingstages wich Incendio zuverlässig eine Pferdelänge zurück, wenn ich nur ein wenig an dem Seil wackelte.
      Ich führte den Hengst zurück zum Stall, putzte ihn kurz über und rief dann Donald zu, er möge doch bitte Jojo von der großen Hengstkoppel holen. Es wurde Zeit unseren Gast ebenfalls auf die Koppel zu bringen. Bevor wir die beiden Hengste laufen ließen, durften sie sich erst einmal beschnuppern. Wie auch gestern schon, blieb Jojo völlig gelassen, auch als Incendio sich ein wenig aufführte. Somit durften die beiden das erste Mal zusammen auf die Weide. Der ruhige Andalusier ließ sich sogar einmal von dem jungen Hannoveraner anstecken und jagte mit ihm im Galopp über die Koppel, bevor er sich wieder seinem geliebten Gras widmete. Wurde Incendio einmal zu übermütig, legte Jojo nur drohend die Ohren an und das jüngere Pferd wich zurück. Ich lächelte zufrieden und widmete mich den anderen Pferden, die zur Zeit auf meinem Hof untergebracht waren.

      ~*~

      Ein paar Tage später stand unser vorletztes Training auf dem Programm. Ich hatte mich inzwischen gut mit Incendio vertraut gemacht. Wir hatten viel vom Boden aus gearbeitet, waren um das Gestüt herum spazieren gewesen und hatten das Rückwärtsrichten verfeinert. Inzwischen ging Incendio zurück, wenn ich meinen Finger hob und ihm zusätzlich das Stimmkommando gab. Vor allem Letzeres war sehr nützlich für unser heutiges Training. Ich führte den aufgesattelten Hengst in die Reithalle, gurtete nach, ließ die Steigbügel herunter und schwang mich in den Sattel. Da Incendio brav stehen blieb, strich ich ihm sofort obend über den Hals. Das hatte uns nämlich auch ein Weilchen gekostet. Der Hengst war anfangs immer schon losgelaufen, wenn ich gerade mal einen Fuß im Steigbügel hatte. Ich ritt ihn mit einem leichten Schenkeldruck im Schritt an und ließ ihn am langen Zügel um die Bahn gehen. Ich liebte Incendio`s Gangarten. Außerdem war er trotz seines Temperaments sehr gelehrig und gut zu kontrollieren. Nachdem ich den Hengst im Schritt und Trab mit Volten, Zirkeln, einfachen Schlangenlinien und Tempo-Wechseln aufgewärmt hatte, wiederholte ich kurz das Schenkelweichen. Dies hatte Incendio ja bereits im Training für Klasse E der Dressur lernen müssen, doch wir brauchten es heute auch. Für Klasse A waren nämlich die Vorhandwendung, Viereck verkleinern und vergrößern, das Rückwärtsrichten und die Schritt-Galopp-Übergänge gefordert. Ich begann mit dem Viereck verkleinern und vergrößern. Dazu ritt ich Incendio im Schritt um die Bahn, stellte ihn bereits in der zweiten Ecke der kurzen Seite leicht nach außen und trieb direkt nach der Ecke mit dem äußeren Bein vorwärts-seitwärts, während mein inneres Bein verwahrend hinter dem Gurt lag. So ließ ich den Hannoveraner in Richtung Mittellinie weichen, richtete ihn kurz vor E geradeaus, ließ ihn zwei Pferdelängen vorwärts gehen und dirigierte ihn anschließend im Seitwärtsgang zurück zum Hufschlag. Incendio hatte ein Ohr aufmerksam zu mir nach hinten gerdreht und ich merkte ihm an, wie sehr er sich konzentrierte. Es war herrlich anzusehen, wie sehr der Hengst gefallen wolllte. Eine hervorragende Voraussetzung für die Dressur, aber auch fürs Springen und das Geländereiten. Wenn Incendio sich weiterhin so toll entwickelte, würde er Jani mit Sicherheit noch viel Freude bereiten. Wir wiederholten die Lektion auch auf der anderen Hand und widmeten uns gleich darauf den Übergängen. Da Incendio so feinfühlig auf jedwede Hilfe reagierte, machte ich mir eigentlich keine allzu großen Sorgen wegen dieser Übung. Ich ritt den Hengst im Schritt um die Bahn und gab ihm in die zweite Ecke der langen Seite die Hilfen zum Angaloppieren. Incendio zögerte nur eine Sekunde lang, dann sprang er mit großen Sätzen vorwärts. Ich musste ihn ein wenig aufnehmen, um ihn im Arbeitstempo gehen zu lassen, doch ansonsten hatte der Übergang ja wunderbar funktioniert. Beim nächsten Versuch stellte ich ihn noch ein wenig mehr an meine Hilfen, um ihn so besser unter Kontrolle zu haben und grinste fröhlich, als Incendio sauber und gleichmäßig angaloppierte.
      Beim Übergang vom Galopp in den Schritt bereitete ich den Hengst frühzeitig mit halben Paraden auf das nun Kommende vor, damit er vermehrt Gewicht mit der Hinterhand aufnahm und nicht zu ruckartig durchparierte. Die ersten Übergänge fielen trotzdem noch etwas holprig aus, doch sobald Incendio verstanden hatte, was von ihm erwartet wurde und ich meine Hilfengebung noch mehr an das junge Pferd angepasst hatte, funktionierte auch dieser Übergang bestens.
      Für das nun folgende Rückwärtsrichten parierte ich Incendio bei A zum Halten durch. Nun hob ich mich leicht aus dem Sattel, ließ die Zügel anstehen und gab dem Hengst das bereits vertraute Kommando: "Back!" Wieder ging ich Schritt für Schritt vor. Beim ersten Mal stellte ich die Hilfen ein, als Incendio sein Gewicht nach hinten verlagerte, beim zweiten Mal erst nach dem ersten Tritt rückwärts und so weiter. Unser Bodentraining zeigte seine Wirkung, denn die ganze Prozedur ging sehr viel schneller von statten, als vom Boden aus. Incendio trat zwar noch ein wenig zögerlich zurück, doch das würde sich mit der Zeit geben.
      Nun fehlte nur noch die Vorhandwendung. Auch diese hatte ich mit dem schönen Hengst bereits vom Boden aus erarbeitet. Ich lenkte ihn auf den zweiten Hufschlag und ließ ihn dort zum Stehen kommen. Dann stellte ich ihn leicht in Richtung Bande, trieb mit dem äußeren Bein seitwärts und legte das innere verwahrend eine Handbreit hinter den Gurt, um Incendio`s Bewegung zu begrenzen. Nun ließ ich den jungen Hengst Tritt für Tritt um seine Vorhand herum wenden, bevor ich die Lektion mit einer ganzen Parade beendete. Dabei achtete ich besonders darauf, dass Incendio keinen einzigen Schritt nach vorn machte. Nachdem wir diese letzte Übung auch auf der anderen Hand wiederholt hatten, ritt ich den Hengst am langen Zügel trocken und lobte ihn überschwänglich. Er hatte den Aufstieg in Klasse A theoretisch jetzt schon geschafft, doch ich wartete immer erst das Urteil der Besitzer ab, bis ich die Stufenerhöhung offiziell machte.

      ~*~

      Als Jani am nächsten Mittag auf meinem Gestüt ankam, hatte ich Incendio bereits auf Hochglanz geputzt, sodass wir kurz darauf schon auf dem Weg zum Reitplatz waren. Dort angekommen, schwang ich mich in den Sattel, ritt Incendio warm und zeigte seiner stolzen Besitzerin anschließend eine A-Dressur. Incendio lief gewohnt eifrig unter mir her, reagierte auf jede Hilfe und führte die Lektionen, die wir in den letzten Tagen erarbeitet hatten, schon sehr gut aus. Nachdem ich aus dem Sattel gerutscht war, saß Jani auf. Ich erklärte ihr, dass sie die Lektionen alle paar Tage wiederholen sollte, damit sie sich festigten und die junge Frau nickte lächelnd. Auch unter ihr machte Incendio seine Sache hervorragend und ich freute mich schon jetzt auf das nächste Training mit diesem tollen Pferd!
    • Sammy
      [​IMG]
      Trainingsbericht Dressur A-L
      29. September 2016
      "Guten Morgen, du Schöner, na wie geht es dir heute?", säuselte ich leise, als ich die Tür der Box öffnete, in der der schicke Hannoveranerhengst Incendio untergebracht war. Seine Besitzerin Nancy hatte ihn gestern hier hergebracht und nun sollte ich ihn in der Dressur auf L-Niveau trainieren. Da der Hengst bei unserem letzten Stufentraining bereits so toll mitgearbeitet hatte, rechnete ich auch bei diesem Training nicht mit großen Schwierigkeiten. Das Talent für die schwierigeren Dressurlektionen hatte Incendio auf jeden Fall. Ich wollte ihn an diesem Morgen lediglich ein wenig longieren und die schon bekannten Stimmkommandos wiederholen. Den Nachmittag durfte der schöne Hannoveraner dann mit meinem Andalusierhengst Ojos Azules auf der Koppel genießen, bevor es morgen mit dem eigentlichen Stufentraining losging.
      Ich führte Incendio aus seiner großen Box und führte ihn hinaus auf den Putzplatz. Da es hier in England mittlerweile doch schon empfindlich kalt geworden war, trugen alle Sportpferde und so auch Incendio über Nacht Stalldecken. Von dieser befreite ich den Hengst zuerst, als ich ihn angebunden hatte. Anschließend begann ich ihn mit gleichmäßigen, festen Bürstenstrichen zu stiegeln. Nachdem ich auch Incendio`s Hufe ausgekratzt, die kurze Mähne gekämmt und seinen seidigen Schweif verlesen hatte, bandagierte ich dem Braunen die Beine, legte ihm den Longiergurt auf und trenste ihn schlussendlich. Gleich darauf machten wir uns auf den Weg zu meinern Longierhalle. Incendio tänzelte neben mir her, wölbte den Hals und sah sich aufmerksam nach allen Seiten um. Das Schöne dabei war, dass er sich trotzdem absolut gut kontrollieren ließ. Mir war bei unserem letzten Training schon aufgefallen, was er für einen angenehmen Charakter besaß. In der Longierhalle angekommen, ließ ich Incendio auf beiden Händen locker im Schritt um mich herumgehen. Bevor ich ihn antraben ließ, schnallte ich locker Ausbinder in die Trensenringe, um den Hengst den Weg vorwärts-abwärts zu weisen. Ich achtete sehr darauf, die Ausbinder keine Winzigkeit zu eng einzuschnallen, da ich Incendio nicht nach unten zwingen wollte, er sollte diese Haltung von selbst als angenehm empfinden. Mit taktreinen, langen Tritten trabte Incendio um mich herum und auch der Galopp an der Longe bereitete ihm keinerlei Probleme. Als ich Incendio auf beiden Händen in allen drei Grundgangarten bewegt hatte, holte ich den Hengst zu mir und machte ein paar Führübungen. Ich schickte ihn rückwärts und seitwärts, rief ihn zu mir und regulierte sein Tempo nur über meine Stimme. Es freute mich sehr zu sehen, wie toll der Hengst mitarbeitete. Somit konnte ich das heutige Einstiegstraining mit einem sehr positiven Gefühl beenden und den Hengst zu Jojo auf die Koppel lassen. Der junge Hengst begrüßte den Schwarzen wie einen alten Bekannten - es war ja auch noch nicht allzu lange her, dass er für sein erstes Training bei mir auf dem Hof gewesen war. Die beiden jagten sich ein paar Minuten lang über die Koppel, dann begannen sie einträchtig nebeneinander zu grasen. Lächelnd machte ich kehrt und widmete mich meinen anderen Aufgaben, die für heute anstanden.

      ~*~

      Am nächsten Tag war es nun soweit: Ich wollte mit Incendio die ersten Lektionen erarbeiten, die für den Aufstieg in die Klasse L der Dressur verlangt wurden. Ich machte Incendio wie immer in aller Ruhe für das anstehende Training fertig und führte ihn aufgesattelt in die Reithalle. Was mir zuerst auffiel war, dass Incendio brav stillstand, während ich nachgurete, die Steigbügel herunter ließ und mich in den Sattel schwang. Lächelnd strich ich dem Hengst über das glänzende Fell. Wir hatten das Stillstehen beim Aufsitzen bei unserem ersten Training eine ganze Weile geübt und dementsprechend freute ich mich nun, dass das Training sich augenscheinlich bei dem Hengst gefestigt hatte. Mit einem leichten Schenkeldruck ließ ich Incendio im Schritt antreten und ritt ihn am langen Zügel um die Bahn. Anschließend wärmte ich ihn ordentlich auf, indem ich Zirkel, Volten, einfache Schlangenlinien, Handwechsel und Übergänge ritt. Ich wiederholte auch die Aufgaben aus Klasse A: Ich ritt Schenkelweichen, richtete ihn rückwärts, wiederholte die Vorhandwendung und das Viereck verkleinern und vergrößern. Wie auch schon in der letzten Trainingseinheit arbeitete Incendio sehr gut mit, reagierte prompt auf jede noch so kleine meiner Hilfen und lief frisch vorwärts. Im Galopp musste ich ihn mit mehreren halben Paraden etwas zurücknehmen, doch ansonsten verlief das Aufwärmen wirklich tadellos, sodass wir schon bald mit den Lektionen für Klasse L anfangen konnten. Für diesen Aufstieg wurden der Außengalopp, die Kurzkehrt, die Hinterhandwendung und den einfachen Galoppwechsel verlangt. Mit Letzterem wollte ich nun auch beginnen, da ich die Schritt-Galopp-Übergänge ja bereits für den Aufstieg in Klasse A mit Incendio erarbeitet hatte. Ich ließ den großen Hengst angaloppieren und wendete auf den Zirkel ab. Kurz vor X parierte ich ihn zum Schritt durch, ließ ihn drei Tritte vorwärts gehen, stellte ihn währenddessen um und galoppierte erneut an - diesmal natürlich auf der anderen Hand und mit einem Wechsel aus dem Zirkel. Wie erwartet bereitete diese Übung Incendio kaum Probleme und ich konnte nach wenigen Wiederholungen auf beiden Händen bereits mit der nächsten Lektion fortfahren.
      Dies war der Außengalopp. Incendio hatte, wie die meisten anderen Pferde auch, in seiner gesamten bisherigen Ausbildung gelernt im Handgalopp anzuspringen, weshalb diese neue Anforderung manchen Pferden Schwierigkeiten bereitete. Ich galoppierte Incendio zunächst im Handgalopp an und ritt dann einfache Schlangenlinien mit dem Hengst. Somit lief der Hengst zumindest in dem Bogen bereits im Außengalopp. Ebendiesen Bogen zog ich nun mit jedem Durchgang mehr in die Länge. Als diese Übung auf beiden Händen gut klappte, wechselte ich mit dem jungen Hengst durch die ganze Bahn. Kurz vor Erreichen des Hufschlags saß ich so ruhig wie nur irgend möglich, um Incendio bloß nicht zum Umspringen zu animieren. Den fliegenden Wechsel hatten wir zwar bisher noch nicht trainiert, doch es gab unter Pferden sogenannte Naturwechseler, die von sich aus auf die andere Hand umsprangen. Das wollte ich aus naheliegenden Gründen natürlich vermeiden. Als das geschafft war, ließ ich den Hengst zwei Runden im Außengalopp um die Bahn gehen, bevor ich ihn wieder zum Trab durchparierte. Die Ecken durfte der Braune anfangs noch abkürzen, da sie im Außengalopp schwerer zu meistern waren als normalerweise.
      Nachdem wir das Training für den Außengalopp auch auf der anderen Hand wiederholt hatten, übte ich ein paar neue Bahnfiguren mit dem fleißigen Hengst. Genauer gesagt waren das die doppelten Schlangenlinien, Schlangenlinien durch die ganze Bahn mit drei und vier Bögen sowie die Kehrtvolte.
      Im Anschluss daran fehlte uns nur noch eine Übung, dann war das Training für heute beendet. Bei dieser handelte es sich um die sogenannte Kurzkehrt, als Vorbereitung auf die Hinterhandwendung, welche wiederum die Vorbereitung für die Schrittpirouette darstellte, die für Klasse M der Dressur verlangt wurde. Um die Übung einzuleiten, parierte ich Incendio zum Schritt durch und ritt ihn an der langen Seite entlang. Dann wendte ich den Hengst ab, um den Anfang einer Volte zu reiten. Diese diente mir lediglich als Mittel zum Zweck, da der Hengst somit schon perfekt für die folgende Aufgabe gestellt war. Ich führte Incendio nun nämlich lediglich noch mehr in die Biegung der Volte hinein, trieb mit meinem inneren Schenkel seitwärts und fing mit meinem äußeren Bein die Bewegung ab. Die Gerte legte ich ebenfalls verwahrend an Incendio`s Schulter. Für diese erste Trainingseinheit ließ ich den gelehrigen Hengst immer nur zwei bis drei Tritte auf einmal wenden, da ich auf keinen Fall wollte, dass er sich einfach so herumwarf. Es ging bei dieser Übung darum, jeden Tritt einzeln herauszureiten - gerade im Hinblick auf die später folgende Pirouette. Das Ganze wiederholte ich auf beiden Händen, bevor ich die Zügel lang ließ und Incendio unter viel Loben am langen Zügel trocken ritt. Der Hengst hatte heute hervorragend mitgearbeitet und wir waren ein gutes Stück vorangekommen. Nachdem ich ihn versorgt und mit Jojo auf die Koppel gebracht hatte, schrieb ich sofort eine E-Mail an Nancy, in der ich ihr haarklein von den Fortschritten ihres Schützlings berichtete.

      ~*~

      Einige Tage später fand ich mich wieder auf Incendio`s Rücken wieder, bei unserem zweiten Dressurtraining, indem wir neues erarbeiten wollten. In der Zwischenzeit hatte der schöne junge Hengst einen Tag frei gehabt, wir waren eine kleine Runde ausreiten gewesen und hatten ansonsten die bereits erarbeiteten Übungen wiederholt und vertieft. Incendio schien richtig Spaß an den Aufgaben zu haben, sodass es nun an der Zeit war, das Training fortzuführen.
      Wie üblich wärmte ich mein Trainingspferd durch viel Biegen und Wenden im Schritt und Trab auf beiden Händen auf, bevor das eigentliche Training begann. Dann begann ich wieder damit, doppelte Schlangenlinien zu reiten. Außerdem baute ich diesmal auch Volten mit 8 Meter Durchmesser sowie Zirkel verkleinern und vergrößern ein, um die geforderten Bahnfiguren für KIasse L abzudecken. Nachdem ich den Außengalopp nochmals wiederholt hatte, war es an der Zeit daran zu arbeiten, dass Incendio auch direkt in diesem ansprang. Dazu trabte ich den Hannoveraner an, stellte ihn dann leicht nach außen, legte das innere Bein eine Handbreit hinter den Gurt und drückte das äußere an. Anstatt anzugaloppieren, spielte Incendio unsicher mit den Ohren und erhöhte das Tempo, sodass ich kurzzeitig ganz schön im Sattel durchgeschüttelt wurde. Also verstärkte ich meine Hilfen ein wenig und schnalzte zusätzlich noch auffordernd mit der Zunge, um Incendio zum Anspringen zu animieren. Nun galoppierte er tatsächlich an, allerdings nicht im Außengalopp. Sofort nahm ich ihn in den Trab zurück und versuchte das Ganze noch einmal. Diesmal klappte es und wir umrundeten im Außengalopp die Bahn. Ich hatte Incendio bereits nach dem ersten Galoppsprung ausgiebig gelobt, damit er auch ja verstand, dass er diesmal alles absolut richtig gemacht hatte. Ich wiederholte die Lektion noch ein paar Mal, bevor wir uns der nächsten Aufgabe widmeten, die heute auf dem Programm stand.
      Wir arbeiteten nun wieder an der Kurzkehrt. Ich verlangte dem schönen Hengst immer mehr aneinanderhängende Tritte ab, bis wir schließlich bei einer Vierteldrehung angelangt waren. Danach gönnte ich Incendio erst einmal eine kurze Schrittpause. Diese Übungen erforderten viel Konzentration und ich wollte das junge Pferd keinesfalls überfordern.
      Nach dieser Pause galoppierte ich Incendio nochmals an, diesmal aber im Handgalopp. Nun war die 8-Meter-Volte im Galopp an der Reihe. Da Incendio sein Gewicht schon sehr schön mit der Hinterhand aufnahm, hatte ich wenig Bedenken, was die Ausführung der Volte anging. Dennoch verkleinerte ich zunächst einmal einen Zirkel, um den Hengst langsam an den geforderten Durchmesser der Volte heranzuführen.
      Als letzte Übung für heute, wollte ich die Kurzkehrtwendung abschließen. Dafür mussten wir allerdings die 180 Grad schaffen. Ich ritt sorgfältig jeden einzelnen Tritt heraus, tippte Incendio ab und zu an, wenn er anfing zu schlurfen und tastete mich so an die perfekte Kurzkehrt heran. Als wir auf beiden Händen die komplette Drehung mit anschließendem geradeausgehen im Schritt gemeistert hatten, ließ ich die Zügel lang und kraulte dem braunen Hannoveranerhengst mit beiden Händen den Hals. "Das hast du unglaublich toll gemacht! Nancy kann wirklich stolz auf dich sein!", sagte ich liebevoll zu dem Hengst, während ich mich aus dem Sattel gleiten ließ und ihn hinüber zu den Stallungen führte.

      ~*~

      Schon viel zu bald war der Tag gekommen, an dem Nancy ihren Hengst wieder abholte. Ich verbrachte den Morgen noch mit Incendio, bevor ich ihn auf Hochglanz putzte, damit seine Besitzerin sich sofort auf den Heimweg machen konnte, wenn sie auf meinem Gestüt ankam.
      Während der letzten Woche hatten wir nocheinmal in aller Ausführlichkeit alle Lektionen geübt und gefestigt. Zudem hatte ich den einfachen Wechsel auch in die Schlangenlinien durch die ganze Bahn und den Wechsel durch die ganze Bahn eingebaut, damit Incendio ihn nicht nur mit dem Zirkel verband, sondern den Wechsel an jeder beliebigen Stelle der Bahn ausführen konnte. Und selbstverständlich hatten wir auch die Hinterhandwendung erarbeitet. Der Unterschied zwischen ihr und der Kurzkehrt lag eigentlich nur darin, dass Letztere aus dem Halt heraus geritten wurde und auch wiede mit einer ganzen Parade im Halten endete. Doch Incendio arbeitete sehr gut mit und da er so schnell lernte, hatte er auch die Hinterhandwendung schnell raus. Selbstverständlich würde Nancy weiterhin mit ihm an den Lektionen arbeiten müssen, um sie zu festigen und zu perfektionieren, doch die Anforderungen für Klasse L der Dressur beherrschte der schöne Hengst nun und Nancy durfte ihn offiziell auf Turnieren der Klasse L starten lassen.
      Als sie am frühen Mittag bei mir ankam, verabschiedete ich mich mit einem lächelnden und einem weinenden Auge von ihrem herrlichen Tier und drückte ihr außerdem ein Foto des Hengstes in die Hand, das ich beim Longieren aufgenommen hatte. Sie bedankte sich herzlich, verlud Incendio und machte sich mit ihrem Hengst auf den Heimweg.
    • Sammy
      [​IMG]
      Trainingsbericht Springen E-A
      31. Oktober 2016
      "Leute, ist die Box für Incendio fertig? Nancy müsste in einer halben Stunde da sein. Sie hat gerade angerufen, dass die Fähre jetzt endlich angelegt hat.", rief ich durch den Stall. Sofort kam Samuel um die Ecke geflitzt und salutierte vor mir: "Natürlich Chef. Die Box ist sauber und dick eingestreut. Tränke geputzt, Heunetz gefüllt, Kraftfutter im Trog." Ich lachte: "Du bist doch echt ein Spinner, Samuel. Aber danke." Dennoch lief ich keine zwei Minuten später selbst in den Hengsttrakt, um mir die Box anzusehen. Nancy war mit meinem Dauer-Trainingspferd über vier Stunden zu spät, da sie erst im Stau gestanden und dann ihre Fähre verpasst hatte. Incendio hatte sicher nicht gerade die beste Laune. In diesem Monat kam er auf mein Gestüt um das A-Niveau im Springen zu erreichen. Um die Zeit zu überbrücken, lief ich an den Boxen meiner Pferde vorbei und schmuste ein wenig mit ihnen. Sie waren bereits seit einer halben Stunde wieder im Stall und hatten auch schon ihr Abendessen bekommen. Daher war es nun recht ruhig im Stall und ich hörte Nancy's Auto von weitem. Schnell lief ich über den Hof, um meine Kundin und ihr Pferd zu begrüßen. Nancy streckte sich erst einmal und eilte dann nach einem kurzen Händeschütteln sofort zu Incendio. Aus dem Innern des Hängers war aufgeregtes Schnauben zu hören und es klang, als hätte der Hengst mit dem Huf gegen die Hängerwand getreten. Samuel und ich ließen flott die Rampe herunter und schon kam der glänzende braune Hintern des Pferdes in Sicht. Der sonst sehr umgängliche Incendio tänzelte mit hoch erhobenem Kopf neben Nancy her und ruckte dauernd am Führstrick. So waren wir alle sehr froh, als wir den Hengst in der großzügigen Box neben meinem Andalusierhengst Ojos Azules untergebracht hatten. Incendio drehte zwar erst einmal ein paar Runden in der Box, widmete sich dann jedoch seinem gefüllten Futtertrog. Wir beobachteten ihn noch ein paar Minuten, dann lud ich Nancy zum Abendessen ein. Ich hatte ihr natürlich auch angeboten, die Nacht in meinem Gästezimmer zu verbringen, doch sie hatte nur erwidert, dass sie sich um ihre Pferde kümmern müsse. Also tischte ich ihr flott ein warmes Essen auf, wir unterhielten uns ein wenig über Incendio's Trainingsprogramm und dann machte sich die junge Frau auch schon wieder auf den Heimweg. Ich dagegen erledigte den Abwasch und schaute dann für meinen allabendlichen Rundgang im Stall vorbei. Normalerweise begann ich im linken Stutentrakt, doch heute wollte ich zuerst nach dem Neuankömmling sehen und begann daher im Hengsttrakt. Incendio wirkte immer noch recht nervös und so beschloss ich kurzerhand ihn noch ein wenig in der Halle laufen zu lassen. Da es draußen bereits stockdunkel war und Incendio sich hier nicht auskannte, bat ich Donald mit Ojos Azules mitzukommen. Es tat mir sehr Leid meinen Mitarbeiter Überstunden machen zu lassen, doch Donald nahm es gelassen. Beide Hengste waren sauber, sodass wir nur kurz die Hufe auskratzten, ihnen Bandagen anlegten und sie dann hinaus in die kalte Nacht führten. Incendio machte es mir keineswegs leicht, er tänzelte um mich herum, schlug mit dem Kopf und stieg einmal sogar leicht auf die Hinterbeine. "Ohje, das lange Stehen hat ihm wohl gar nicht gut getan.", meinte Donald mit hoch gezogenen Augenbrauen. Der Hengst war ja bereits zweimal bei mir auf dem Gestüt gewesen und war im Umgang stets brav gewesen. In der Halle angekommen schaltete Donald das Licht ein und schloss hinter uns die großen Hallentüren. Dann ließ er Jojo los. Der rabenschwarze Andalusier blieb dicht bei ihm stehen und senkte den Kopf. Er hatte seine Bewegung heute bereits gehabt und schien nicht so richtig zu verstehen, was er nun schon wieder hier drin zu suchen hatte. Als gleich darauf jedoch Incendio an ihm vorbeigaloppierte, kam doch ein wenig Leben in den Rappen. Erst sah er dem übermütig herumtollenden Hengst aufmerksam zu, dann ließ er sich dazu hinreißen, ein paar Runden mit ihm durch die Halle zu galoppieren. Während Jojo nach dieser "anstregenden" Bewegung schon wieder die Nase voll hatte, brauchte Incendio gute 15 Minuten, bis er endlich ruhiger wurde. Die lange, anstregende Fahrt hatte ihm offensichtlich doch ganz schön zugesetzt. Ich fing den schönen Hengst wieder ein und strich ihm liebevoll über die weiche Nase. Incendio senkte den Kopf und stupste mich an. "Na du Schöner, ist es jetzt besser?", säuselte ich, während ich den Führstrick ins Halfter hakte. Auch Donald hatte Jojo bereits wieder am Halfter und gemeinsam führten wir die Hengste zurück in den Stall. Dort angekommen stellten wir sie noch kurz unters Rotlicht und legten ihnen danach die Stalldecken auf. Incendio zupfte ein paar Halme von seinem Heu und ließ sich dann in die Spähne sinken. Fröhlich grinsend sah ich den braunen Hengst an, sagte meinen anderen Hübschen gute Nacht und verließ den Stall.

      ~*~

      Am nächsten Morgen führte mich mein erster Weg wieder zu dem braunen Hengst. Incendio begrüßte mich gewohnt freundlich. Von seiner gestrigen Anspannung war rein gar nichts mehr zu spüren. Ich verschwand sogleich in mein Büro, um Nancy zu berichten, dass ihr Hengst die Strapazen gut überstanden hatte und machte mich dann über meine Arbeit, während meine Angestellten die Morgenfütterung und das Ausmisten der Boxen übernahmen. Am frühen Nachmittag holte ich Incendio von der Koppel, auf der er gemeinsam mit Incendio stand, führte ihn in den Stall und band ihn auf der Stallgasse fest. Anschließend putzte ich den Hannoveraner in aller Ruhe, bis sein seidiges Fell glänzte. Die kurze Turniermähne bürstete ich aus und seinen fließenden Schweif verlas ich, um keine Haare auszureißen. Anschließend sattelte ich das Hengstchen auf und führte ihn in die Reithalle. Dort hatte ich ein paar Trabstangen für uns bereit gelegt, mehr würden wir heute springtechnisch noch nicht machen. Im Gegenteil. Meine Reitlehrerin hatte früher immer gesagt, dass ich "Dressur über die Hindernisse" reiten sollte. Es hatte lange gedauert, bis ich das wirklich verstanden hatte, doch heute gehörte es zu meinen absoluten Trainingsgrundsätzen. Somit würde ich heute lediglich ein wenig Dressurtraining machen und zum Abschluss die Trabstangen mit einbauen. Ich war auch noch nie mit Incendio gesprungen, sodass wir uns sowieso langsam an die Aufgabe herantasten würden. Ich wollte den jungen Hengst immerhin auch auf keinen Fall überfordern. Nancy wollte ihn später als Vielseitigkeitspferd einsetzen, da war es absolut notwendig, dass die Grundlagen richtig saßen. Ich stellte den Hengst auf der Mittellinie auf, gurtete nach, stellte die Steigbügel ein und schwang mich leichtfüßig in den Sattel. Wie er es gelernt hatte, wartete Incendio geduldig, bis ich ihn zum Antreten aufforderte. Ich strich lobend über seinen glänzenden Hals und ritt am langen Zügel um die Bahn. Incendio schritt fleißig aus und reagierte wunderbar auf meine leicht eingesetzten Hilfen. Ich prüfte nach und nach sämtliche Lektionen aus den Klassen E, A und L der Dressur ab und freute mich sehr, dass Incendio alles perfekt beherrschte. Nancy hatte offensichtlich gut mit dem Hengst gearbeitet. Da freute es mich natürlich um so mehr, den Hengst weiter zu trainieren. Als Incendio eine wunderbare Hinterhandwendung hingelegt hatte, ließ ich ihn schwungvoll antraben und ritt in gerader Linie auf die Trabstangen zu. Die Zügel ließ ich recht lang, damit Incendio die Stangen sah und alleine darauf reagierte. Ich achtete bei meinem Training immer sehr darauf, die Pferde zur Selbstständigkeit zu erziehen. Dies war gerade für das Gelände später sehr wichtig. Schon manches gut trainierte Pferd hatte kleine Unaufmerksamkeiten und Fehler seines Reiters ausgleichen können. Incendio senkte den Kopf und trabte mit großen Schritten über die Stangen. Lediglich an die letzte stieß er mit dem Hinterhuf an, doch ich lobte ihn dennoch für die gute Leistung. Das Ganze wiederholten wir einige Male, wobei ich ihm leichte Impulse via Schenkeldruck gab. Mehr wirkte ich jedoch nicht auf den Hengst ein. Und siehe da: Am Ende drehten wir Runde um Runde über die Stangen ohne dass Incendio eine von ihnen berührte. Zufrieden ritt ich den Hengst trocken und versorgte ihn umsichtig.

      ~*~

      Am nächsten Tag stand freispringen über Cavaletti und ein niedriges E-Hindernis auf unserem Programm. Ich wollte erst einmal Incendio's Springmanier beobachten, bevor ich selbst mit ihm in den Parcours ging. Ich baute die kleine Springgasse in der Reithalle auf und lief dann zu den Stallungen um den schicken Hengst fürs Training fertig zu machen. Diesmal stattete ich ihn mit Zaumzeug und Gamaschen aus. Außerdem schnappte ich mir eine Longierbrille und die Longe. Dies würde ich brauchen um den Hengst aufzuwärmen. Normalerweise erledigte ich das auch ganz gerne mit Freilaufen, doch ich wollte nicht, dass Incendio die Hindernisse nahm bevor er richtig aufgewärmt war. Ich ließ ihn auf beiden Händen im Schritt und Trab um mich herumlaufen, galoppierte ihn auf beiden Händen kurz ab und schickte ihn anschließend das erste Mal in die Gasse. Incendio spitzte die Ohren und hob den Kopf, als er die Hindernisreihe vor sich sah. Dann nahm er jeden Sprung mit viel Platz und weit an den Körper gezogenen Vorderbeinen. Ich grinste fröhlich. An seiner Springmanier musste ich schon einmal nicht arbeiten. Teilweise passte der Abstand noch nicht ganz, doch dafür war ich ja da. Ich ließ Incendio ein paar Mal durch die Gasse gehen, wobei ich die Cavaletti nach und nach durch E-Sprünge ersetzte. Immerhin sollte der Hengst am Ende der Trainingszeit ein sicheres A-Niveau schaffen. Als ich ihn schließlich eingefangen und trocken geführt hatte, lobte ich ihn ausgiebig und entließ ihn dann zu seinem Kumpel auf die Koppel.

      ~*~

      Die Tage vergingen wie im Flug und schon war der Tag unseres Abschlusstrainings gekommen. Ich hatte täglich mit Incendio gearbeitet, allerdings hatte es natürlich Tage gegeben, an dem ich nur ein wenig Bodenarbeit mit dem Hengst gemacht hatte oder eine Runde mit ihm Spazieren gewesen war. So festigte sich die Bindung zwischen uns und er bekam seine wohlverdiente Erholung. Unter dem Sattel machte Incendio sich wunderbar. Er war zwar ein wenig stürmisch, wenn es in den Parcours ging, allerdings blieb er dabei stets gut händelbar, weshalb ich sein wohl dosiertes Temperament sehr genoss. Nancy würde gleich ankommen, um sich das letzte Training des Hengstes anzusehen und ich war doch ein wenig nervös. Dies war immer der Fall, wenn die Besitzer der Pferde zum zuschauen kamen und dass, obwohl sie bisher immer zufrieden gewesen waren. Gerade Nancy, die Incendio ja nun schon das dritte Mal zu mir auf den Hof gebracht hatte. Wahrscheinlich würde ich diesen kleinen Nervenkitzel niemals loswerden. Ich betrat Incendio's Box und begrüßte ihn wie üblich mit einem Stückchen Möhre. Dann band ich ihn auf der Stallgasse an und putzte ihn auf Hochglanz. Erst als sich kein Staubkörnchen mehr auf seinem schönen Fell befand, kratzte ich seine Hufe aus, verlas den Schweif und kämmte seine Mähne. Dann legte ich ihm Gamaschen, Streichkappen, den Vielseitigkeitssattel, das Vorderzeug und das Zaumzeug an und führte ihn hinaus in die kalte Herbstsonne. Samuel hatte die Anweisung Nancy zum Springplatz zu führen, wenn sie ankam. Solange wollte ich ihren Hengst schon einmal aufwärmen. Auf dem Platz hatte ich selbstverständlich schon einen netten und recht anspruchsvollen A-Parcours aufgebaut, um Nancy zu zeigen, was ihr Hengst bei mir gelernt hatte. Er bestand aus insgesamt sieben Sprüngen, darunter ein 2,50 Meter breiter Wassergraben und zwei zweifache Kombinationen. Ansonsten hatten die Hindernisse eine Maximalhöhe von 1,10 Metern und eine Maximalweite von 1,25 Metern. Einzige Ausnahme neben dem Graben war die Tripplebarre, die stolze 1,75 Meter maß. Mit leicht zittrigen Fingern gurtete ich nach, zog die Steigbügel herunter und schwang mich in den Sattel. Dann ritt ich Incendio am langen Zügel um die Bahn und wärmte ihn im Schritt und Trab auf. Kaum, dass ich mit Abgaloppieren begonnen hatte, kamen Nancy und Samuel an den Zaun. Ich winkte Incendio's Besitzerin freundlich zu und konzentrierte mich gleich darauf wieder auf das gleichmäßig unter mir hergaloppierende Pferd.
      "So mein Hübscher, jetzt wird es ernst!", flüsterte ich ihm leise zu, bevor ich ihn auf den ersten Steilsprung zu lenkte. Wie üblich hatte ich mich völlig umsonst verrückt gemacht. Incendio zeigte sich von seiner besten Seite und übersprang die Hindernisse als hätte er Flügel. Nach dem Steilsprung folgte eine Mauer, dann ging es auch schon in die erste zweifache Kombination, vor der ich ein wenig Tempo herausnahm, nur um Incendio gleich darauf auf der langen Geraden anzutreiben. Vor dem Wassergraben brauchten wir sehr viel mehr Schwung als vor den anderen Hindernissen. Doch auch dieser schwierige Sprung stellte kein Problem für den eifrigen Hannoveranerhengst dar. Es folgte die Tripplebarre, die zweite Kombination und zum Abschluss eine weitere Mauer. Ich wirkte wie üblich so wenig wie möglich auf den Hengst ein; zeigte ihm nur den Weg zu dem jeweils nächsten Hindernis und verkürzte bzw. verlängerte seine Galoppsprünge, wenn ich bemerkte, dass der Abstand nicht passte. Als wir die Ziellinie überquerten, applaudierten Nancy und Samuel laut und Nancy sah mit leuchtenden Augen zu ihrem geliebten Pferd auf, als ich zu ihnen hinüberritt. "Mensch, der sah ja aus wie ein richtiger Profi, ich bin total begeistert!", sagte sie stolz und strich Incendio über das samtene Maul. Ich glitt aus dem Sattel, befreite Incendio von der Ausrüstung und führte ihn gemeinsam mit Nancy über das Gestüt, damit er trocknen konnte. Währenddessen erzählte ich Nancy alle Einzelheiten des Trainings und versprach ihr auch, ihr das Foto zu schicken, dass ich beim Freilaufen von Incendio geschossen hatte. Als der Hengst gut versorgt war, verlud Nancy ihn auf ihrem Hänger und verabschiedete sich mit einem Lächeln im Gesicht von mir und meinen Angestellten. Das war wieder eine sehr erfolgreiche Trainingszeit gewesen und ich freute mich schon sehr auf das nächste Mal, wenn ich den schönen Hengst wieder auf meinem Gestüt begrüßen durfte...
    • Sammy
      [​IMG]
      Trainingsbericht Springen A-L
      31. Dezember 2016
      "Morgen Sammy! Eine Nancy Wizzard hat angerufen und du sollst zurückrufen.", teilte mir Samuel gähnend mit, als ich an diesem kalten Dezembermorgen die Stallungen betrat. Ich konnte mir schon denken um was es ging. In der Vergangenheit hatte ich bereits mehrmals Nancy's wunderschönen Hannoveranerhengst Incendio trainiert und nahm an, dass sie ihn wieder zu mir aufs Gestüt bringen wollte. Im Büro suchte ich flott die Mappe des Trainingspferdes heraus, blätterte sie durch und wählte Nancy's Nummer. Aufgrund der Zeitverschiebung müsste es in Kanada momentan ca. 10 Uhr Abends sein, doch da Nancy's Anruf erst einige Minuten her war, hatte ich kein schlechtes Gewissen, als ich es klingeln ließ. Als ich gerade auflegen wollte, meldete sich die junge Frau: "Echo Forest Stable, Sie sprechen mit Nancy Wizzard." "Hey Nancy, hier ist Sammy von Hollybrook Stud. Du hattest angerufen?", fragte ich freundlich. "Ah, Sammy! Toll, dass du dich so schnell meldest. Ich wollte fragen, ob ich Incendio in drei Wochen zu dir bringen dürfte, damit du ihn weiter trainierst? Du weißt ja schon, dass er in Dressur, Springen und Military gefördert werden soll." Ich blätterte schnell durch meinen Terminkalender. Jetzt am Ende des Jahres hatte ich sehr viel mehr Luft als mitten in der Turniersaison, deshalb sagte ich sofort zu. Militarytraining würde zwar aufgrund des Schnees wieder nicht möglich sein, doch ich konnte mich ja zwischen einem Springtraining auf Klasse L oder einem Dressurtraining auf Klasse M entscheiden. Der Vielseitigkeit würden wir uns dann widmen, wenn es wieder wärmer wurde. Wir vereinbarten, dass Nancy mir die genauen Daten ihres Fluges in den nächsten Tagen durchgeben würde, dann legte ich auf und widmete mich meinen eigenen Pferden.


      ~*~


      Drei Wochen später warf ich einen großen Arm voll Heu in die frisch eingestreute Box, um für den Neuankömmling alles herzurichten. Ich war momentan etwas im Stress, da meine Angestellte und Freundin Meg über Weihnachten zu ihrer Familie nach Amerika geflogen war. Dass sie fehlte, merkte man leider allzu deutlich, weshalb ich den Jungs im Stall aushalf. Wie üblich sollte Incendio neben meinem Andalusierhengst Ojos Azules stehen, da die beiden sich von Anfang an gut verstanden hatten. Als alles bereit war, ließ ich meinen Blick glücklich über die Pferdeboxen wandern. Meine Hengste waren bereits alle im Stall, für die Nacht eingedeckt und malmten zufrieden ihr Abendessen. Für gewöhnlich ging ich um diese Zeit ins Haus, sah noch ein wenig fern und legte mich dann schlafen, doch heute erwartete ich selbstverständlich die Ankunft meiner Kundin und ihres Pferdes. Die Jungs hatte ich in ihren wohlverdienten Feierabend geschickt und so genoss ich das beruhigende Kauen meiner Pferde, bis ich den Kies der Auffahrt knirschen hörte. Ich hatte die Beleuchtung vor dem Stall angelassen, schlang mir meinen Schlag eng um den Hals und lief mit schnellen Schritten über den Hof. Nachts war es hier draußen angenehm still, was ich allerdings nur mochte, weil ich nie alleine war. Ich begrüßte Nancy, die müde gähnte und half ihr zuallererst dabei, Incendio auszuladen. Der braune Hengst wirkte ebenfalls erschöpft, aber immerhin hatte er auch eine lange Reise hinter sich. Nancy überließ es mir Incendio zu führen und holte seine Ausrüstung aus dem Hänger. Als wir den Stall betraten, wurde Incendio sofort munterer, stellte die feinen Ohren auf und reckte den Kopf in die Höhe, um ein tiefes Wiehern auszustoßen, das selbstverständlich vielstimmig erwidert wurde. Selbst im Stutentrakt wachten einige meiner Schönheiten auf. Ich band den stolzen braunen Hengst auf der Stallgasse an und befreite ihn von den Transportgamaschen. Dann tauschte ich die aufwendig verschnallte Decke gegen eine normale Stalldecke, kontrollierte seine Hufe und führte ihn in die frisch hergerichtete Box. Das Pferd drehte sich einmal im Kreis, streckte kurz den Kopf mit Jojo zusammen und begann dann gierig zu fressen. Nancy hatte Incendio's Ausrüstung vor seiner Box abgelegt und ich entschied spontan, dass ich mich morgen ans Aufräumen machen würde. Es war auch für mich ein langer Tag gewesen und ich sehnte mich nach meinem Bett. Im Haus wärmte ich Nancy noch flott etwas von meinem Abendessen auf und unterhielt mich ein wenig mit ihr über ihr Gestüt. Dann zeigte ich ihr das Gästezimmer, wünschte ihr eine gute Nacht und fiel todmüde in mein kuscheliges Bett.

      ~*~

      Am nächsten Morgen war ich wie üblich schon früh auf den Beinen, schlüpfte in meine Stallklamotten und horchte leise an der Tür des Gästezimmers. Da ich kein Geräusch vernahm, schlich ich mich aus dem Haus und ging hinüber zu den Stallungen. Nancy würde erst am frühen Abend zurück nach Kanada fliegen, also konnte ich sie ausschlafen lassen. Im Stall angekommen, sah ich zuallererst nach Incendio. Der schöne Hengst war hellwach und beobachtete interessiert das rege Treiben um sich herum. Meine Mitarbeiter leisteten wie immer ganze Arbeit: Die Stuten waren bereits alle gefüttert und auch bei den Hengsten ging es gut voran. Ich strich Incendio über das weiche Maul und drehte meine allmorgendliche Runde durch den Stall, um all meine Pferde zu begrüßen. Als ich gerade meine beiden jungen englischen Vollblutfohlen besuchte, führte Meg Nancy in den Stall. Ich erkundigte mich, ob die junge Frau gut geschlafen hatte und zeigte ihr dann die Stallungen. Incendio hatte Nancy bereits besucht und sich vom Wohlergehen ihres Lieblings überzeugt. "Ich habe entschieden, ihn diesen Monat im Springen zu trainieren, beim nächsten Mal steht dann wieder die Dressur auf dem Plan, wenn du einverstanden bist.", erklärte ich Nancy mein Vorhaben. Sie nickte zustimmend und erkundigte sich, was heute für Incendio anstand. Gegen Nachmittag musste sie zurück zum Flughafen fahren und ich versprach ihr, Incendio's Training frühzeitig abzuhalten, damit sie zusehen konnte. Erst einmal durfte der Hengst jedoch zusammen mit Ojos Azules auf den Paddock, während ich für alle Frühstück machte. Nancy half mir dabei Speck zu braten, eine rießige Pfanne voll Rührei zu machen und schnitt zum Schluss das frische Brot auf. Ich dagegen zauberte noch ein paar Blaubeermuffins von gestern hervor und rief meine Angestellten zum Frühstück. Wir frühstückten mindestens einmal die Woche zusammen, wenn die Zeit es zuließ auch öfter. Ich genoss Nancy's Gesellschaft sehr, da ich ohne Meg doch ein wenig in der Unterzahl war. Als alles ordentlich verräumt war, schnappte ich mir meine Chaps, Handschuhe und die Reitkappe und lief mit Nancy hinüber zu den Stallungen. Dort machten wir gemeinsam Incendio fertig. Da es draußen bitterkalt war, wurden die Pferde im Stall für das Training vorbereitet. Incendio betrachtete das Treiben um sich herum anfangs mit wachem Blick, doch dann lenkte ihn die zweiseitige Massage doch ab und er döste ein wenig vor sich hin. Als das dunkelbraune Fell des schönen Hengstes schimmerte, seine Hufe ausgekratzt, die kurze Turniermähne gekämmt und der Schweif verlesen war, legte ich ihm Gamaschen und Streichkappen an und sattelte ihn anschließend auf. Nancy hatte einen Vielseitigkeitssattel mitgebracht, der für das Training wunderbar geeignet war. Heute stand nur Dressur und ein wenig Stangenarbeit auf dem Plan. Ich wollte Incendio erst einmal wieder an mich und mein Gestüt gewöhnen und sehen wie weit er momentan war, bevor wir ans L-Springen gingen. Wir führten den Hengst gemeinsam in die Halle und Nancy nahm in eine Decke gewickelt auf der Tribüne Platz. Die Stangen hatte ich bereits vor der Bande platziert. Ich führte Incendio zu X, stellte ihn auf und schlug die Fleecedecke ein wenig zurück, die wir ihm zum Schutz vor der Kälte über den Rücken gelegt hatten. Nachdem ich nachgegurtet und die Steigbügel eingestellt hatte, schwang ich mich leichtfüßig in den Sattel und schlug die Enden der Decke um meine Knie. Incendio blieb brav stehen und wartete, bis ich ihm leicht die Schenkel in die Seiten drückte und ihn somit im Schritt antreten ließ. Der schöne Hengst war sehr angenehm zu reiten, da er trotz seines Temperaments gut händelbar war. Ich ritt Incendio auf beiden Händen im Schritt am langen Zügel um die Bahn, bis ich ihn schließlich an der Bande durchparierte, die Decke darauflegte und die Zügel aufnahm. Nun trabte ich ihn locker an und hob mich im gleichmäßigen Takt aus dem Sattel. Der Hannoveraner lief fleißig vorwärts und ich musste ihn wie gewohnt ein wenig zurück halten. Ich spielte mit den Zügeln und schließlich nahm Incendio den feinen Kopf herunter und begann auf dem Gebiss zu kauen. Nun konnten wir mit der eigentlichen Arbeit beginnen. Da ich den Hengst bereits zwei mal in der Dressur trainiert hatte, prüfte ich diese Aufgaben nun nacheinander ab. So gewöhnten wir beide uns wieder aneinander und Incendio war für die Stangenarbeit ausreichend aufgewärmt und vorbereitet. Ich ließ Incendio Schenkelweichen, richtete ihn rückwärts, prüfte den Außengalopp, den einfachen Wechsel, die Vor- und die Hinterhandwendung ab. Incendio arbeitete die ganze Zeit über gut mit und Nancy zeigte mir den erhobenen Daumen, als ich ihr Prachtstück schließlich zum Schritt durchparierte. Damit ich nicht absteigen musste, zog sie schnell die vier Trabstangen in die Bahn und legte sie im richtigen Abstand auf den Hufschlag. Ich ließ Incendio solange ein paar Runden im lockeren Trab gehen, damit er nicht auskühlte und zeigte ihm anschließend die neuen Trainingsutensilien. Gleich darauf schwebte der Hengst auch schon über die Stangen. Ich ließ die Zügel lang und störte ihn so wenig wie möglich, damit er seinen eigenen Rhythmus finden konnte und selbstständig denken musste. Diesen Aspekt konnte ich am Training mit Pferden nie genug hervorheben, doch der Erfolg mit meinen eigenen Vielseitigkeitspferden gab mir recht. Incendio war bereits viel routinierter als bei meinem ersten Springtraining mit dem Hengst und ich lobte Nancy für ihre Arbeit. Es freute mich immer wieder, wenn ich sah, dass mit den Trainingspferden ordentlich weiter gearbeitet wurde und Incendio merkte man dies überdeutlich an. Nach dem dritten Durchgang parierte ich den Hengst zum Schritt durch, legte ihm wieder die Decke über den Rücken und ritt ihn ein paar Minuten am langen Zügel durch die Bahn. Dann glitt ich aus dem Sattel und Nancy und ich kümmerten uns liebevoll um den Hengst. Wir stellten ihn zum Schluss noch einige Minuten unters Rotlicht, damit er völlig trocken war, wenn er in seine Box zurückkam. Kurz darauf war es für Nancy auch schon wieder Zeit, ihrem Liebling vorerst "Auf Wiedersehen" zu sagen und ich musste ihr versprechen, mich so oft wie möglich zu melden. Ich dagegen verzog mich in mein Büro, um Incendio's Trainingsplan auszuarbeiten. Dies erledigte ich immer erst nach der ersten Trainingseinheit mit dem Pferd, um dessen Trainingsstand abzuprüfen.


      ~*~


      Während die Wochen vergingen, arbeiteten Incendio und ich ausgesprochen hart. Mein Plan für den Hengst beinhaltete neben dem obligatorischen Training im Parcours auch Dressurstunden, Ausritte, Spaziergänge, Bodenarbeit und Freispringen. So hatte ich ein abwechslungsreiches Trainingsprogramm zusammen gestellt. Einen Tag in der Woche hatte der Hengst Pause und durfte die ganze Zeit mit Jojo auf den Paddock. Die Weiden waren momentan leider nicht nutzbar, da unter der Schneedecke eine dicke Eisschicht versteckt war. Incendio und ich kamen immer besser miteinander zurecht und auch meinen Angestellten war der Hengst wieder richtig ans Herz gewachsen. Beim Freispringen war er immer sehr kontrolliert, auf Ausritten dagegen manchmal stürmisch wie ein junges Fohlen. Die Dressur schien dem Braunen genauso zu liegen wie das Springen und allmählich bekam ich immer mehr Lust darauf, ihn auch im Gelände springen zu lassen. Soweit war es allerdings noch nicht. Als der Tag des Abschlusstrainings näher rückte, wurde ich wie immer ein wenig melancholisch. Es fiel mir jedes Mal aufs Neue schwer, meine Trainingspferde wieder gehen zu lassen, aber bei Incendio konnte ich mir wenigstens sicher sein, ihn wiederzusehen.
      Als Nancy schließlich wieder auf meinem Gestüt eintraf, um ihren Hengst mitzunehmen, hatte ich den Braunen bereits fein säuberlich herausgeputzt, seine langen Beine mit Gamaschen und Streichkappen geschützt und ihn aufgesattelt. Wie auch bei der Anreise würde Nancy eine Nacht hierbleiben und morgen früh war noch ein kurzer Ausritt geplant, damit Incendio sich vor der langen Heimreise die Beine vertreten konnte. Doch nun stand erst einmal sein Abschlusstraining auf dem Programm. Dafür hatte ich bereits einen anspruchsvollen L-Parcours in meiner Halle aufgebaut. Leider gab es nur einen provisorischen Wassergraben, mit dem richtigen würden wir dann im Frühjahr und Sommer arbeiten. Ich führte den imposanten Hannoveraner schon einmal in die Halle, während Nancy sich frisch machte und eine Kleinigkeit zu sich nahm. Beim Aufwärmen musste sie ja nicht zwingend dabei sein, aber es war bereits sechs Uhr abends und ich wollte Incendio bis zur Fütterungszeit wieder im warmen Stall haben. Als der Hengst den leuchtend bunten Parcours sah, begann er sofort neben mir herzutänzeln und ich lächelte über seinen Arbeitseifer. Incendio merkte man die Freude am Training richtiggehend an, weshalb die Arbeit mit ihm auch solchen Spaß machte. Der Parcours bestand aus 6 Hindernissen mit einer maximalen Höhe von 1,20 Metern und einer maximalen Weite von 1,35 Metern. Der Wassergraben maß 2,80 Meter und die Tripplebarre 1,83 Meter. Außerdem warteten zwei zweifache und eine dreifache Kombinationen auf und. Ich suchte mir ein freies Plätzchen, stellte Incendio auf und schwang mich in den Sattel. Im hinteren Teil der Halle hatte ich zwei E-Sprünge und ein Cavaletti aufgebaut, um mein Trainingspferd einzuspringen. Erst einmal ging es jedoch darum, den Hengst gut aufzuwärmen. Ich trabte Incendio gerade locker um die Bahn, als Nancy die Halle betrat. Ich winkte ihr kurz lächelnd zu, konzentrierte mich dann aber sofort wieder auf mein Pferd. Als ich dem Hengst die Hilfen zum Angaloppieren gab, setzte er sofort mit gleichmäßigen Sprüngen los und zog in Richtung des nächsten Hindernisses. Ich gab mit dem äußeren Zügel halbe Paraden und dirigierte ihn so wieder in den hinteren Teil der Halle, um zuerst die kleinen Hindernisse zu springen. Wie erwartet klappte dies ohne Probleme, sodass wir uns gleich darauf dem Parcours widmen konnten. Der schöne Braune flog regelrecht über die Sprünge hinweg und hatte am Ende immer noch massenhaft Energie übrig. Ich parierte ihn durch und ließ ihn noch eine Runde um die Hindernisse traben, bis er sich beruhigte. Wir waren fehlerfrei in einer guten Zeit gegangen, lediglich am Wassergraben hatte der Hengst gezögert, da die Reithallenbeleuchtung auf der blauen Folie reflektiert hatte. Da er gleich darauf jedoch trotzdem sauber abgesprungen war, war dies ein Problem dem wir uns beim nächsten Springtraining widmen konnten. Auch Nancy war sehr zufrieden mit ihrem Pferd und gab ihm einen Kuss auf die samtweichen geblähten Nüstern. Gemeinsam versorgten wir unser Energiebündel und gingen dann schlafen. Immerhin war morgen ein weiterer anstrengender Tag.

      ~*~

      Wie üblich war ich bereits vor dem Morgengrauen auf den Beinen und kümmerte mich um meine Pferde. Als wir danach gemeinsam gefrühstückt hatten, kehrten Nancy und ich in den Stall zurück, um Incendio und Ojos Azules für unseren Ausritt fertig zu machen. Wir putzten die beiden Hengste, sattelten sie auf und verließen dick eingepackt den warmen Stall. Dann ging es im gemütlichen Schritt durch die verschneite Heidelandschaft und später auf einen kurzen Trab in den Wald. Der war hier an einigen Stellen nämlich so dicht, dass kein Schnee die gewundenen Pfade bedeckte. Als wir zurück auf dem Gestüt waren und die Pferde versorgt hatten, kochten Nancy und ich zusammen Mittagessen. Viel zu schnell war die Zeit von Incendio's Abreise da und ich nahm Nancy wieder einmal das Versprechen ab, den schönen Hengst bald wieder hier her zubringen. Dann stand immerhin schon ein Dressurtraining der Klasse M auf dem Programm!
    • Sammy
      [​IMG]
      Nagelneue Schuhe für Incendio
      von Floooh
      12. Januar 2017

      Heute erreichte mich ein Auftrag der Echo Forest Ranch. Nancy Wizzard, Besitzerin meines „Patienten“ heute, bat um einen schnellen Termin für ihren Hengst Incendio. Klang alles äußerst magisch irgendwie... So einen Namen gab es sicherlich nicht oft. Gespannt verglich ich ihr ausgefülltes Formular mit meinem Inventar, welches bereits im Wagen verstaut war. Als auch wirklich nichts vergessen wurde, starte ich den Motor und machte mich auf den Weg zur Ranch.
      Dort angekommen empfing mich gleich eine bunte Hofkatze. Mit tapsigen Schritten schnurrte sie um meine Beine herum und akzeptierte erst eine kleine Krauleinheit als angemessene Begrüßung. So kannte ich das ebenfalls von meinen Katzen. Waren alle rundum kleine Diven.
      Ein Stückchen weiter stand ein langbeiniger dunkelbrauner Hengst mit weißen Vorderbeinen und einem durch die Mähne hervorschimmernden Stern angebunden am Putzplatz. Daneben eine junge Frau, welche mir gleich entgegen kam.
      „Guten Tag, Frau Wizzard“ entgegnete ich höflich ihrer bereits herausgestreckten Hand und sah mir Incendio mit einem flüchtigen Blick an. „So... Das ist also Incendio?“ Sie nickte und erklärte mir worum es ging. Sie wollte ihren Hengst gerne beschlagen lassen und zusätzlich eine Beratung, welche der Angeboten für ihn als Springpferd angemessen waren. Ich zückte ein kleines Buch aus meiner Tasche und blätterte ein wenig darin rum. Dabei beging ich ein wenig zu erzählen.
      „So prinzipiell sehe ich erst einmal keinen orthopädischen Grund Eisen anzulegen. Sie hatten allerdings erzählt, dass er die nächste Zeit wohl auf Springturniere gehen sollte.“ Nancy Wizzard bestätigte dies und erklärte mir die Umstände. In dieser Gegend war es wohl üblich Turniere auf dem Rasen zu veranstalten... Bei den typischen Wetterverhältnissen hier immer eine rutschige Angelegenheit - Die Überlegung Hufeisen anzulegen also durchaus sinnvoll. Da Incendio jedoch nicht nur ein reines Springpferd, sondern auch ein Allroundtalent war mussten die Eisen ebenso Allroundtalente sein.
      „Wir haben natürlich viele verschieden Arten von Eisen im Sortiment und bieten verschiedene Beschläge an, hier würde ich allerdings zu üblichen Eisen tendieren, schließlich werden sie dann einiges standhalten müssen.“
      Wieder blätterte ich ein wenig in meinem kleinen Buch herum, wo man einige Beispiele sehen konnte. „Das hier wären einige Beispiele.. Standardeisen vorne und hinten. Was ich allerdings zusätzlich empfehle sind Stollen, welche gerade auf einem rutschigen Untergrund Halt bieten.“ Erneut schlug ich eine Seite um auf der verschiedenste Stollenarten zu sehen waren. „Üblich sind inzwsichen eigentlich nur noch sogenannte Schraubstollen. Ich empfehle diese auch immer mehr, da Stollen immer ein gewissen Risiko mit sich bringen. Sowohl für den Reiter als auch für das Pferd. Und natürlich auch für andere Pferde, wenn es angeschweißte Stollen sind.“
      Ich deutete auf etwas breitere Stollen mit 6-eckigen Kanten und erklärte, dass diese gerade bei matschigen Untergründen geeignet seien. Optimal also für Wiesen. Für gewöhnlich setzt man auch hinten etwas breitere an um den Halt zu verstärken. Eigenen würden sich auch hier aber auch sogenannte H-Stollen, die den Sprung abfedern. In meinen inneren Monolog dachte ich schnell nach. Beide haben gewisse Vor- und Nachteile. Letztendlich stellte ich die erste Variante als Empfehlung aus. „Also lange Rede kurzer Sinn... Ich empfehle Ihnen, sowohl vorne, als auch hinten Standardeisen auzulegen und sowohl an allen vier Hufen Löcher hinein zu bohren, damit sie die Schraubstollen anlegen können. Diese würde ich ihnen mitgeben und natürlich erklären. Eigentlich in der Handhabung super einfach. Diese werden dann kurz vor der Prüfung angelegt.“ Schnell besprachen wir noch Einzelheiten, ehe ich mein Material auspackte und mit der Behandlung anfing.
      Zu Beginn feilte ich die Hofen des Hengstes nach, raspelte sie gerade und schnitt das Innere des Hufes aus, damit die Eisen später einen guten Halt hatten. Dies dauerte nicht besonders lange, da Incendio wunderbar still stand und alles brav über sich ergehen ließ. Anschließend nahm ich mir einige Hufeisengrößen und legte sie zur Probe auf den ersten Huf. Passte perfekt. Das gab es auch nicht selten - ersparte mir allerdings Arbeit. Bei den zweiten Huf war die Angelegenheit schon etwas heikler. Kein Huf war imme rzu 100 Prozent gleich, so auch dieser nicht. Ich sah mir das Eisen mit einem prüfenden Blick an, als es an der Unterseite des Hufes lag und schmiedete anschließend mit Amboss und Hammer etwas nach. Solange bis es auch dann passte. Auch die Eisen der Hinterhufe waren ncht optimal, also mussten auch diese angepasst und gerichtet werden. Gerade bei dem letzten Huf erforderte es ein wenig Geschick und Zeit, bis auch dieser optimal saß.
      Nun mussten noch die Stollenlöcher hinein gefräst werden. Ich passte die Löcher an meine vorhandenen Stollen an, sodass das Gewinde wunderbar hinein passte. Jedes Hufeisen bekam 2 Löcher, jeweils am oberen Ende. Nach insgesamt Acht Löchern war das Ganze erledigt.
      Als Nächstes ging es ans Anbringen der Eisen.
      Ich hob die Hufe erneut an und legte wieder das erste Eisen an. Als es richtig saß, begann ich nach und nach die Nägel in den äußeren Hufrand zuschlagen. 4 Nägel pro Huf. Zwar bereitete dies keinem Pferd bei richtiger Anbringung Schmerzen, dennoch gab es viele Pferde die durch die Geräusche und Gerüche verunsichert waren. Jedoch nicht dieser Hengst. Er war absolut händelbar und ließ sogar den Kopf entspannt hängen. So etwas hatte ich gern! Unkompliziert und lieb.
      Nachfolgend wurden nun auch die restlichen Hufe beschlagen. Einige Zeit später war alles geschafft und vor mir stand ein etwas höher gelegter Hengst, welcher neugierig auf den Boden schaute, als jeder Schritt etwas klackerte. „Die Anfangszeit kann es natürlich ungewohnt sein.. Kennt man ja von neuen Schuhen. Sollte jedoch alles schnell gehen. Sollte es jedoch Probleme geben, immer gleich anrufen“ sagte ich während ich nochmal die Eisen begutachtete.
      Zu guter Letzt, nahm die Stollen und erklärte ein letztes Mal den richtigen Umgang mit den Stollen. „Wie gesagt, um die Verletzungsgefahr wirklich zu minimieren, werden diese Stollen erst unmittelbar VOR dem Reiten angebracht... also am besten vor dem Warmreiten. Vorher müssen die Löcher gereinigt werden. Dazu eignet sich ein Schraubenzieher ganz gut, um hartnäckigen Schmutz zu lösen. Gegebenenfalls müss das Gewinde nachgeschnitten werden. Da gebe ich ihnen aber einen Gewindeschneider mit. Ist laut meinen Erfahrungen aber selten der Fall. Wenn man sich den Stress vor dem Turnier ersparen möchte oder die Zeit dann nicht mehr hat, das Gewinde zu reinigen, kann man vorher einfach ein bisschen Watte in Huföl tränken und hinein stopfen. Dann erspart man sich das ganze. Und nach dem Turnier können die Stollen einfach wieder entfernt werden. Am besten mit einem Rollgabelschlüssel“ Bevor ich mich wieder völlig im Reden verfing, gab ich ihr eins der kleinen Handbücher mit, sowie den Gewindeschneider. Davon hatte ich ohnehin viel zu viele.
      Dankend nahm Nancy diese entgegen und stellte noch einige kurze Frage bezüglich der Handhabung etc. Während ich meine Materialien zusammen räumte, gab ich ihr noch einige Tipps und schleimte mich zu guter Letzt noch einmal bei dem schicken Hengst ein, bevor ich mich wieder auf den Weg machte.
      „Viel Erfolg bei den anstehenden Turnieren“ gab ich den Beiden noch mit und stieg schließlich in meinen Wagen ein. Ich freute mich sehr, dass ich helfen konnte und war gespannt, ob sie es schafften... Sportlich war dieser Hengst alle Male!

      7595 Zeichen | Floooh
    • Sammy
      [​IMG]
      Trainingsbericht Dressur L-M
      31. Januar 2017
      "Hallo Nancy, wie schön euch wiederzusehen!", begrüßte ich die junge Frau aus Kanada freundlich, als sie an diesem verschneiten Tag Ende Januar auf meinem Gestüt eintraf. Mit dabei war natürlich ihr brauner Hannoveranerhengst Incendio, den ich in der Dressur auf Klasse M trainieren würde. Der junge Hengst war mir richtig ans Herz gewachsen und sein Training bereitete mir immer viel Spaß, weshalb ich mich jedes Mal freute ihn wieder auf meinem Gestüt zu haben. Fast noch mehr freute ich mich auf das Training im Gelände, das jedoch leider erst stattfinden konnte, wenn dieser fürchterliche Schnee endlich weg war. Nicht, dass ich etwas gegen Schnee hatte. Ich mochte ihn - von Anfang Dezember bis nach Neujahr. Danach durfte er wieder gehen. Leider scherte sich das Wetter Englands überhaupt nicht um meine Wünsche und so hatte es erst vorgestern Nacht noch einmal so viel Schnee gegeben, dass wir uns regelrecht zum Stall hatten durchgraben müssen. Nun waren wieder alle Wege geräumt, doch von Arbeit im Gelände konnte keine Rede sein. Ich riss mich aus meinen Gedanken und widmete mich wieder meinen Gästen. Gemeinsam luden wir Incendio aus und der Hengst stieß seinen üblichen Willkommensgruß aus, wobei sich weiße Wölkchen um seine Nüstern bildeten. "Mensch, das ist bei euch ja genauso eklig kalt wie bei uns.", sagte Nancy bibbernd, während sie die Ausrüstung ihres Hengstes aus dem Hänger holte. Ich nickte zustimmend und vergrub die Nase noch tiefer in meinem kuscheligen Schal. Als Incendio wohlbehütet in seiner Box neben meinem Andalusierhengst Jojo stand, führte ich Nancy ins Haus, wo ich uns beide erst einmal mit Tee und Gebäck versorgte. Ich könnte in der Weihnachtszeit jedes Jahr eine eigene Bäckerei eröffnen, dementsprechend hatte ich auch noch einiges übrig. Auch wenn meine Jungs die Leckereien ganz schön dezimiert hatten. Wir ließen den Abend bei einem netten Film und viel Plauderei über das Gestütsleben ausklingen und gingen zeitig zu Bett, um für den morgigen Tag gerüstet zu sein.

      ~*~

      Anders als beim letzten Mal ging Nancy's Flieger diesmal schon um zwölf Uhr Mittags, weshalb sie bereits um acht los musste. Das bedeutete, dass sie bei Incendio's erstem Training nicht dabei sein konnte, doch wie immer versprach ich ihr Fotos vom Training. Am ersten Tag stand sowieso noch nichts weltbewegendes an. Incendio stand sehr gut im Training, dennoch würde ich heute nur Lektionen aus den Klassen E, A und L wiederholen. Ab morgen ging es dann frisch und munter an die neuen Lektionen, die wir für den Aufstieg in Klasse M benötigten. Ich holte den schönen Hengst aus seiner Box, machte ihn fertig und führte ihn in die Reithalle. Wie gewohnt blieb der große Braune ruhig stehen, bis ich mich auf seinem Rücken zurechtgefunden hatte und trat auf mein Zeichen hin im Schritt an. Der schöne Hengst schien heute ein wenig verspannt zu sein, das lag aber höchstwahrscheinlich an der langen Anreise, die er hinter sich hatte. Um ihn aufzulockern ritt ich unzählige Übergänge und viele Biegungen und Wendungen. Das machte ich solange, bis Incendio im Rücken weicher wurde und den Kopf fallen ließ. Sofort lobte ich den Hannoveraner und ließ ihn die Zügel aus der Hand kauen. Damit sollte das Training für heute auch beendet sein, da die Lockerungsübungen doch einige Zeit und Kraft gebraucht hatten. Statt Incendio also weiter zu arbeiten, führte ich ihn in den Stall, sattelte ihn ab und massierte ihn gut eine Stunde lang, um die Muskeln zu lockern und ihn zu entspannen. Danach wirkte der junge Hengst in der Tat um einiges gelöster und ich konnte zufrieden meinen übrigen Aufgaben nachgehen.

      ~*~

      Am Tag darauf war von Incendio's Verspannungen nichts mehr zu merken, also wiederholte ich nach dem Aufwärmen die Lektionen aus den niedrigeren Klassen, wie ich es eigentlich für gestern geplant hatte. Heute standen für uns der Halt aus dem Galopp, das Schulterherein und der fliegende Galoppwechsel auf dem Programm. Diese Lektionen würden wir dann weiter verfeinern, bis es schließlich an den Rest der Anforderungen ging. Wir begannen mit dem Schulterherein. Dazu ließ ich Incendio zunächst von der Mittellinie aus Schenkelweichen, bevor ich ihn auf den Hufschlag dirigierte, ihn leicht ins innere der Bahn stellte und mit meinem inneren Schenkel seitwärts trieb. Der äußere rahmte den Hengst ein und fing die Bewegung ab. Incendio folgte zwar der Zügelhilfe und drehte den Kopf, lief aber dennoch einfach weiter geradeaus. Somit verstärkte ich die Schenkel- und Gewichtshilfen, bis ich spürte, das der Hengst die richtige Bewegung ausführte. Sofort stellte ich meine Hilfen ein und lobte ihn ausgiebig. Schließlich musste ich ihm erst einmal klar machen, was ich überhaupt von ihm wollte. Wir wiederholten das Ganze noch ein paar Mal, wobei ich Incendio immer maximal vier Tritte im Schulterherein gehen ließ. Ich wollte den Hengst langsam an die neue Aufgabe gewöhnen. Nachdem wir die Lektion auch auf der anderen Hand geübt hatten, war der Halt aus dem Galopp an der Reihe. Das schwierige an dieser Lektion war, das Pferd versammelt und geschlossen zum Halten zu bringen. Ich galoppierte Incendio im Arbeitstempo an und ließ ihn eine Runde um die Bahn gehen, bevor ich ihm Mitte der langen Seiten die Hilfen zum Durchparieren gab. Der Hengst sträubte sich zunächst ein wenig gegen die Hilfen und fiel in einen abgehackten Schritt bevor er ganz zum Stehen kam. Also versuchte ich die Übung noch einmal, nur bereitete ich den braunen Hengst diesmal wesentlich früher auf das Kommende vor. Tatsächlich kamen wir nun sofort zum Stehen und ich kraulte den muskulösen hals des Hengstes. Als letzte Lektion für heute war nun nur noch der fliegende Wechsel übrig. Da ich bereits wusste, dass Incendio ein sogenannter Naturwechsler war, würde ich die Methode des "Umwerfens" benutzen, die im Übrigen schlimmer klingt als sie es in Wahrheit ist. Ich galoppierte den Hannoveraner erneut an und wendete gleich darauf auf den Zirkel ab. Bei X verlagerte ich mein Gewicht betont auf die andere Seite und zwar genau in dem Moment, als Incendio sich mit dem inneren Vorderbein abdrückte. Derart aus dem Gleichgewicht gebracht, sprang der Hengst von alleine um und wurde dafür postwendend gelobt. Es würde eine Weile gehen die Hilfen für die Lektion zu verfeinern, doch ich war sehr zuversichtlich, dass Incendio auch diese Aufgabe meistern würde. Ich wiederholte noch einmal alles, was wir heute gelernt hatten und beendete dann das Training. Auch diesmal bekam Incendio wieder eine ausgiebige Massage und ich versprach ihm, dass wir morgen Ausreiten würden. Gerade beim Erarbeiten neuer Lektionen war es wichtig den Pferden Abwechslung zu bieten, da sie sonst schnell "sauer" wurden und die Mitarbeit verweigerten. Dies wollte ich natürlich unter allen Umständen vermeiden.

      ~*~

      Etwas mehr als eine Woche später beherrschte Incendio den Halt aus dem Galopp, das Schulterherein und die fliegenden Wechsel wirklich gut. Die Lektionen waren noch nicht perfekt, doch sie näherten sich dem langsam an. Der Halt aus dem Galopp erfolgte geschlossen und ohne Hektik, das Schulterherein war sauber und die fliegenden Wechsel kamen zuverlässig, ohne dass ich mich auf die andere Seite des Pferdes werfen musste. Die Hilfen musste ich zwar noch weiter verfeinern, doch wir hatten unser Ziel vor Augen. Daher sollte es heute auch weitergehen. Die Seitengänge standen ganz oben auf dem Plan. Den Anfang bildeten Travers und Renvers als Vorbereitung auf die Schrittpirouette, die auch noch auf unserer Agenda stand. Ich wärmte den schönen Hengst wie immer zuerst in aller Ruhe auf, prüfte die Lektionen ab, die wir bisher erarbeitet hatten und machte dann nahtlos mit dem Travers, oder auch Kruppeherein weiter. Wie auch beim Schulterherein stellte ich Incendio ins Bahninnere, doch diesmal trieb ich mit dem äußeren Schenkel vorwärts-seitwärts, sodass der Hengst mit seiner Hinterhand in die Bahn auswich. Wenn Incendio zu sehr seitwärts ging und das Vorwärts vernachlässigte, gab ich mit dem inneren Schenkel einen kurzen Impus und trieb ihn aus dem Kreuz heraus mehr nach vorn. Da der Hengst sehr gut auf Hilfen reagierte, klappte diese Methode super. Ich wiederholte und vertiefte das Ganze auf beiden Händen im Schritt und Trab, bevor wir uns schließlich dem Renvers zu wandten. Diese Lektion wurde auch Kruppeheraus genannt. Ich stellte Incendio nach außen, trieb mit dem äußeren Schenkel vorwärts-seitwärts und fing die Bewegung mit dem inneren Bein ab. Der Renvers war etwas anspruchsvoller als der Travers, da die Bande nicht mehr als Begrenzung diente, dennoch machten wir für den ersten Versuch eine ganz passable Figur. Nun fehlten nur noch die Traversale und die halbe Pirouette im versammelten Schritt. Allerdings gönnte ich dem eifrigen Hengst erst eine kurze Schrittpause, Die Traversale leitete ich ein, indem ich das Schulterherein abprüfte und dann aus der Ecke kehrt ritt. Auf diese Weise war Incendio bereits richtig gestellt. Nun musste ich nur noch mit dem inneren Schenkel vorwärts-seitwärts treiben und mit dem äußeren die Bewegung begrenzen. Für den Anfang ritt ich die Traversale nur von der Mittellinie bis zur Bande, allerdings würde ich sie vor dem offiziellen Aufstieg in Klasse M erschweren, indem ich Incendio auch die halbe, die doppelte und die Zickzacktraversale abverlangte. Dies würde ich aber erst während der nächsten Tage in Angriff nehmen. Heute stand nur noch die Pirouette auf dem Plan, dann hatten wir uns den Feierabend redlich verdient. Trotz der winterlichen Temperaturen lief mir der Schweiß übers Gesicht und auch Incendio's Hals glänzte. Für die Pirouette ritt ich in Traversalstellung Zirkel verkleinern, bis Incendio's Hinterhand sich in der Mitte des Zirkels befand. Nun erhielt ich mit dem inneren Bein weiter die Biegung und trieb den Hengst seitwärts, sodass seine Hinterhand einen Halbkreis beschrieb. Danach ließ ich die Zügel lang, rieb ihm begeistert den Hals und sagte: "Das war deine erste Pirouette! Das müssen wir unbedingt Nancy erzählen!"

      ~*~

      Knappe drei Wochen später knuddelte ich den schönen Braunen ein letztes Mal, bevor er uns wieder verließ. Sein Training für die Dressur auf M-Niveau war abgeschlossen und wie immer hatte er seine Sache ausgezeichnet gemacht. Erst gestern Abend hatten wir Nancy eine wunderbare M-Kür gezeigt, in der der Hengst förmlich durch die Halle getanzt war. Ich war mir auch sicher, dass er es auf S-Niveau schaffen konnte, doch da ich in nächster Zeit keine freien Termine hatte, würde unsere nächste Begegnung wohl etwas auf sich warten lassen. Für Incendio war dies jedoch nur von Vorteil, da Nancy so die schwierigen Lektionen, die wir erarbeitet hatten, festigen konnte. Ich zupfte Incendio's Decke zurecht und umarmte Nancy, nachdem sie den Hengst verladen hatte. Dann wünschte ich ihr noch viel Erfolg mit dem Prachtkerl und winkte dem kleiner werdenden Gespann zu, bis sie außer Sichtweite waren.
    • Sammy
      [​IMG]
      Trainingsbericht Military E-A
      31. Mai 2017
      "Oh, hey Nancy! Wie war dein Urlaub?", fragte ich fröhlich, als ich die Stimme der jungen Frau aus Kanada erkannte. Erst kürzlich war ich auf ihrem Hof Echo Forest gewesen, um mich um drei ihrer Pferde zu kümmern. Danach hatte ich noch einen weiteren Trainingsauftrag in Kanada zu erledigen gehabt, doch nun war ich wieder daheim in meinem geliebten England. "Wunderbar, aber ich bin jetzt auch wirklich froh, wieder bei meinen Pferden zu sein. Du kannst das ja sicherlich nachvollziehen! Aber was ich eigentlich fragen wollte war, ob ich Incendio nächsten Monat vorbeibringen dürfte? Du meintest ja, in den warmen Monaten würdest du gerne mit ihm an der Vielseitigkeit arbeiten." Hastig blätterte ich in meinem Terminkalender und stellte erfreut fest, dass ich zu dieser Zeit noch genügend Luft hatte, um dem Hengst ausreichend Beachtung zukommen zu lassen. "Natürlich! Ich freue mich wirklich schon wahnsinnig darauf, endlich mit Incendio im Gelände zu springen. Das wird sicherlich toll.", sagte ich und wir vereinbarten schnell den genauen Termin von Incendio's Ankunft.

      ~*~

      Knappe dreieinhalb Wochen später war Incendio's übliche Box vorbereitet und ich wartete sehnsüchtig auf die Ankunft des braunen Hengstes. Es war das erste Mal, dass Nancy mein Gestüt im Frühling beziehungsweise Sommer zu Gesicht bekam und ich war schon gespannt was sie sagen würde. Die rosaroten Blüten der Kirschbäume bedeckten die Wege, es wehte ein sommerlicher leichter Wind und auf den endlich wieder nutzbaren Koppeln tummelten sich über 100 Pferde. Ich liebte diese Jahreszeit über alles und mein Gestüt sah zu keiner Zeit schöner aus. Naja. Außer vielleicht völlig eingeschneit, kurz vor Weihnachten, wenn abertausende Lichter in den Bäumen glitzerten. Aber jetzt freute ich mich über den Sommer. Als der Hänger auf den Parkplatz fuhr, lief ich Nancy und ihrem Pferd wie immer sofort entgegen. Es war erst früher Nachmittag, daher herrschte auf dem Hof reges Treiben. Bisher war Incendio immer erst gegen Abend angekommen, wenn alle Pferde in ihren Boxen standen und die Angestellten Feierabend hatten. Eben dies fiel Nancy auch sofort auf, denn sie bemerkte stauend: "Wow, hier ist ja was los! Und die ganzen Kirschbäume, das sieht traumhaft aus!" Ich lächelte glücklich. Wem gefiel es auch nicht, wenn jemand von seinem "Baby" schwärmte? Wir befreiten den wunderschönen Incendio aus seinem Hänger und der Hengst tänzelte sofort auf der Stelle und stieß ein trompetenartiges Wiehern aus. So viel Trubel war auch er von meinem Gestüt nicht gewohnt. "Wenn du einverstanden bist, lassen wir den Schönen gleich zu Jojo auf die Koppel, dann kann er sich noch ein paar Stunden die Beine vertreten.", schlug ich vor und Nancy nickte lächelnd. Also nahmen wir Incendio vor den Stallungen schnell seine Transportausrüstung ab und führten ihn dann zu den Hengstkoppeln. Eigentlich war mein Andalusierhengst Ojos Azules so verträglich, dass er mit den anderen braven Hengsten auf der großen Koppel stand, doch da er und Incendio sich gut leiden konnten, zog der Rappe nun kurzerhand auf eine der kleineren Hengstkoppeln um. Als wir Incendio vorbeiführten muckte sofort mein New Forest Ponyhengst Cheeky Jot auf und ich verdrehte die Augen. Als auch Casanova im Imponiertrab auf den Zaun seiner Koppel zukam, lachte ich. "Wie der Vater, so der Sohn. Echt unmöglich die beiden." Der große braune Hannoveraner ließ sich von dem Gehabe der Zwerge nicht beeindrucken, doch sobald wir auf der Koppel den Strick vom Halfter lösten, buckelte er fröhlich los. Jojo machte kurz mit, dann widmete er sich wieder dem Gras zu seinen Hufen. Nachdem Incendio sich ausgiebig gewälzt hatte, gingen wir zurück zum Stall um seine Ausrüstung zu verstauen. Nancy würde nur kurz etwas essen und dann gleich weiter fahren, da sie heute noch einen Termin hatte.

      ~*~

      Am nächsten Tag machte ich Incendio für unsere erste Trainingseinheit fertig. Da der Hengst in der Dressur bereits auf M-Niveau und im Springen auf L-Niveau ging, konzentrierten wir uns für den Stufenaufstieg hauptsächlich aufs Gelände. Dafür war zu allererst einmal Konditionstraining angesagt. Also würden wir heute die Militarystrecke abreiten, ohne dass ich Incendio über die Hindernisse gehen lassen würde. So konnte ich seine Kondition abschätzen und darauf aufbauend den Trainingsplan für seine Zeit auf meinem Gestüt ausarbeiten. Ich holte den schönen Hengst aus seiner Box und band ihn auf dem Putzplatz an, um ihn fürs Training fertig zu machen. Jojo konnte uns heute leider nicht begleiten, da der Hengst konditionstechnisch höchstwahrscheinlich nicht mithalten konnte. Jojo war ein Dressur- und Fahrpferd, kein Geländerunner. Stattdessen sollte Brian uns auf meinem gekörten Hannoveranerhengst Branagorn begleiten. Der Tigerschecke war ruhig, unerschrocken und verstand sich super mit anderen Hengsten. Ich hoffte, dass er Incendio ein wenig Ruhe vermitteln konnte. Als Brian den großen Hengst aus dem Stall führte, brummelte Incendio, beachtete den fremden Hengst ansonsten jedoch nicht weiter. So weit so gut.
    • Sammy
      [​IMG]
      Lamira und Incendio ziehen ein!
      31. Juli 2017
    • Sammy
      [​IMG]
      Trainingsbericht Springen L-M
      31. Juli 2017
      "Hallo mein Großer! Bereit für ein bisschen Training?", fragte ich meinen braunen Hannoveranerhengst Incendio liebevoll. Der Hengst befand sich zwar noch nicht lange in meinem Besitz, doch ich kannte ihn ja bereits von diversen Trainingseinheiten. Genauso wie Incendio mein Gestüt bereits kannte und sich deshalb schon wunderbar hier eingelebt hatte. Heute stand das Abschlusstraining im Springen für Klasse M auf unserem Programm. Wie all meine deutschen Warmblüter lief Incendio in der Vielseitigkeit und war dort bereits sehr erfolgreich. Ich rechnete damit, ihn noch in diesem Jahr zu Körung schicken zu können. Meine Angestellte und Freundin Meg hatte mir den großen Hengst bereits geputzt, sodass ich ihn nun nur noch fürs Training fertig machen musste. Ich legte dem Braunen Gamaschen, Streichkappen und Springglocken an und sattelte ihn anschließend auf. Zum Schluss fädelte ich die Zügel durch die Ringe des Martingals, dann führte ich den Hannoveraner zum Springplatz, auf dem bereits ein netter kleiner Parcours aufgebaut war. Incendio tänzelte übermütig, aber ich wusste, dass der Hengst sich sehr gut händeln ließ. Die meiste Zeit über war er ein wahrer Gentleman. Ich stellte Inc auf der Mittellinie auf, gurtete nach, ließ die Steigbügel herunter und schwang mich leichtfüßig in den Sattel. Unser heute zu überwindender Parcours bestand aus 10 Hindernissen, inklusive einem vier Meter breiten Wassergraben und zwei zweifachen sowie einer dreifachen Kombination. Die Höhe maß maximal 1,35 Meter. Ich wärmte Incendio in aller Ruhe um die Hindernisse herum auf und er bemühte sich sichtlich, es mir recht zu machen und sich nicht zu sehr von den bunt bemalten Stangen ablenken zu lassen. Dafür liebte ich den braunen Hengst umso mehr. Schließlich galoppierte ich Incendio an und nahm Kurs auf das erste Hindernis: einen gold-blau gestrichenen Steilsprung. Gleich darauf flogen wir über die Hindernisse der ersten Zweifachen und im Anschluss daran gab ich Incendio mehr Zügel und wir jagten auf den mächtigen Wassergraben zu, den Incendio dennoch spielerisch überwand. Der Hengst machte auch in der Dressur eine sehr gute Figur, aber seine Leidenschaft war eindeutig das Springen. Er fühlte sich an wie ein Pulverfass, allerdings ein sehr gut kontrollierbares. Als wir über die Tripplebarre- den letzten Sprung des Parcours flogen, ertönte vom Zaun her Applaus und ich sah Meg dort mit der Schimmelstute Lamira stehen. Lamira hatte heute nämlich ihr Abschlusstraining in der Dressur und leider war der Tag heute so vollgepackt, dass ich die Stute nicht selbst hatte fertig machen können. Ich parierte Incendio zum Schritt durch und ritt ihn am langen Zügel auf den Zaun zu. Kurz bevor ich diesen erreichte, sprang ich aus dem Sattel und drückte Incendio einen dicken Kuss auf die samtweiche Nase. "Das hast du ganz hervorragend gemacht, mein Liebling!", sagte ich, bevor ich mit Meg die Pferde tauschte.
      Lamira war ebenso wie Incendio ein Hannoveraner, stammte von Sweetvelvetrose's Gestüt und war bereits zum Einreiten auf meinem Hof gewesen. Ich hatte mich damals auf den ersten Blick in die zickige, eigensinnige Stute verliebt, auch wenn sie nicht ganz einfach zu händeln war. Aber Lamira besaß einfach das gewisse Etwas und das zeigte sie mir nun auch im Training. Für sie stand der Aufstieg in Klasse A der Dressur an und wir hatten bereits alle dafür erforderlichen Lektionen erarbeitet. Das waren das Rückwärtsrichten, die Vorhandwendung, das Viereck verkleinern und vergrößern im Schritt und Trab und die Schritt-Galopp-Übergänge. Das ganze hatte mit viel Bodenarbeit begonnen, doch mittlerweile beherrschte die Hannoveranerstute die Lektionen auch unter dem Sattel. Ich führte sie hinüber ins Dressurviereck, gurtete nach und schwang mich auf ihren Rücken. Lamira das still stehen beizubringen, bis ich im Sattel saß, hatte gefühlte Ewigkeiten gedauert, doch meine Hartnäckigkeit hatte sich ausgezahlt. Obwohl Lamira ein recht hibbeliges Pferd war, stand sie nun brav still und wartete auf mein nächstes Kommando. Ich wärmte sie erst einmal in aller Ruhe im Schritt und Trab auf und ritt dann eine nette kleine A-Dressur-Aufgabe. Lamira ging in der Dressurarbeit völlig auf. Auch sie sollte später in der Vielseitigkeit gehen, doch noch hatten wir mit dem Springtraining nicht begonnen. Allzu lange war die junge Stute ja auch noch nicht unter dem Sattel. Lamira präsentierte sich auch sehr gerne, was mir natürlich nur zugute kam, solange ich ihre Energie in die richtigen Bahnen lenkte. Immerhin bekam Frau Pferd ja auch Aufmerksamkeit, wenn sie jemanden in den Dreck beförderte oder anderweitige Kapriolen vollführte. Aber wir waren wirklich auf einem sehr guten Weg und als sogar Lamira's nicht gerade geliebtes Rückwärtsrichten funktionierte, hatte ich ausgezeichnete Laune. Gleich zwei meiner Pferde waren heute in ihrer jeweiligen Disziplin eine Stufe aufgestiegen, was sie einen großen Schritt näher in Richtung Körung brachte!
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    Überflieger
    Hochgeladen von:
    Sammy
    Datum:
    1 Jan. 2019
    Klicks:
    600
    Kommentare:
    22

    EXIF Data

    File Size:
    209,4 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Incendio
    --------------------------------------------------

    Spitzname: Inc

    --------------------------------------------------

    ~ Abstammung ~
    Von:
    Fabulus
    V: ?
    M:?
    Aus der: Café la Crema
    V: ?
    M: ?

    --------------------------------------------------

    Rasse: Hannoveraner
    Geschlecht: Hengst
    Geburtsdatum: 30. März 2011
    Stockmaß: 1,75 m
    Fellfarbe: Darkbay
    Kopfabzeichen: Stern
    Beinabzeichen: v.l. + v.r. weißer Fuß

    --------------------------------------------------

    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Ink ist ein freundlicher, ruhiger Hengst der aber auch aufdrehen kann und voll dabei ist. Seine Sanftmut lässt ihn auch für Kinder gut händelbar sein, man sollte sie dennoch nicht unbeaufsichtigt lassen. Er ist ein leichter flotter Hengst, der gern sich präsentiert und zeigt was er kann. Springen ist seine Leidenschaft aber auch im Viereck zeigt er sein Können.
    Bei Stuten ist er vorsichtig und ein Chameur, kann einem mit seinem dauernden leisen Gebrummel aber auf den Keks gehen.
    Incendio war lange Zeit mein Trainingspferd, als ich dann die Chance bekam, ihn bei mir aufzunehmen, habe ich sofort zugeschlagen. Der schöne Hannoveraner wird wie zuvor in der Dressur, dem Springreiten und der Vielseitigkeit gefördert und soll später in die Warmblutlinie des Hollybrook Zuchtgestüts eingehen.
    --------------------------------------------------

    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: Sweetvelvetrose
    Ersteller: Sweetvelvetrose
    Vkr: Sweetvelvetrose ♥

    --------------------------------------------------

    ~ Qualifikationen ~
    Dressur: S
    Springen: S***
    Military: M

    --------------------------------------------------
    ~ Schleifen ~
    Gewinner der HK [501] Großpferde
    [​IMG]

    3. Platz beim 321. Militaryturnier
    [​IMG]

    2. Platz beim 230. Sychronspringen
    [​IMG]

    2. Platz beim 519. Springturnier
    [​IMG]

    3. Platz beim 525. Springturnier
    [​IMG]

    2. Platz beim 383. Militaryturnier
    [​IMG]
    --------------------------------------------------

    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig: Ja
    Nachkommen: ///


    --------------------------------------------------
    Hintergrund by Samarti! ♥
    Offizieller HG