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jojomaus

Hollywoods Lil Naomi

Hollywoods Lil Naomi
jojomaus, 23 Juli 2015
Veija gefällt das.
    • jojomaus
      Bericht vom 13.05.2013 © jojomaus

      Ankunft auf dem Wolkenhof (1)
      Unser Traum vom eigenem Pferdehof rückt näher. Der Hof war recht günstig, allerdings muss einiges repariert und erneuert werden, aber das schaffen wir auch noch nach und nach. Jay´s zwei Lieblinge kommen nun in ihr neues Heim. Der Hof ist groß genug sodass man bequem Jeep samt Pferdehänger wenden kann ohne herum rangieren zu müssen. Die 19 jährige Biene, eine Trakehner Stute, und Hollywoods Lil Naomi, eine 6 jährige Quarter Horse Stute sollen vorerst die Stall nahe Koppel mit Unterstand beziehen. So haben wir bis zum Winter noch etwas Zeit Stall und Boxen zu verbessern. Biene ist das verladen gewohnt und steigt problemlos aus dem Hänger, sie und Jay sind ein gutes Team welches sich schon 6 Jahre kennt. Bei Naomi wissen wir noch nicht recht wie sie reagiert, da sie erst seit kurzem bei Jay und ab sofort bei uns ist. Ich übernahm Naomi und schob sie sachte aus dem Hänger und gemeinsam führten wir die zwei Pferde auf die Koppel. Während die Vierbeiner sich umsahen und hier und da an einem Grashalm zupften schnappte ich mir die Bretter vom Rücksitz und Jay sich das Werkzeug. Denn bei der Besichtigung gestern entdeckten wir einige Morsche stellen im Zaun welche wir jetzt ausbessern wollten. Anschließend bugsierten wir unsere mobile Weidetränke auf die Koppel. Nachdem die Pferde nun versorgt waren, war für uns erst einmal Mittagspause angesagt. Nachmittags sollte dann noch meine neue Stute kommen.

      Bericht vom 01.08.2013 © jojomaus

      Erster Ausritt
      Dank meiner inneren Uhr war ich wieder zeitig auf den Beinen und so war ich die erste in der Küche. Ich setzte Tee an und einen Topf Wasser für unsere Frühstückseier. Als ich den Tisch zu Ende gedeckt hatte kam Jay mit einem munteren „Guten Morgen“ in die Küche. Wir besprachen unseren Tagesablauf. Zuerst sollten die Pferde mit Wasser, Heu und einer extra Ration Kraftfutter auf der Weide versorgt werden, anschließend wollte ich mich an den überwucherten Garten wagen und Jay sich an den Schuppen, der unser Futterlager werden sollte. Am Nachmittag versprachen wir uns einen gemeinsamen Ausritt. Nach dem Frühstück war die Küche schnell wieder aufgeräumt und wir machten uns auf zu unseren Vierbeinern. Die Pferde begrüßten uns schnaubend und kamen langsam auf uns zu getrottet, French Lover suchte meine Tasche nach Leckerlies ab, während wir die Heuraufe füllten. Als ich ihn statt dessen streicheln wollte, wich er übermütig zurück, drängelte sich an Biene vorbei und bettelte bei Jay nach Leckerlis. Doch die Stute ließ sich das nicht gefallen und wies den frechen Junghengst zurecht. Jay verteilte die extra Ration Kraftfutter während ich die Weidetränke überprüfte. Wir verabschiedeten uns von unseren genüsslich fressenden Vierbeinern und machten uns auf zu unserer geplanten Arbeit.
      Irgendwann kam Jay und rief mich zum Essen, weit war ich mit meiner Arbeit nicht gekommen. Aber unseren Ausritt haben wir uns redlich verdient. Als wir den Hof in Richtung Weide überquerten sah ich einiges an Gerümpel dort stehen, welches wir demnächst entsorgen mussten. Ich war erstaunt was alles in dem Schuppen stand.
      Die Pferde grasten friedlich. Clair De Lune schien mich überrascht zu mustern während ich ihr das Halfter anlegte. Jay halfterte Hollywoods Lil Naomi und gemeinsam spazierten wir zum Putzplatz. Die Putzsachen lagen schon bereit, da Jay, im Gegensatz zu mir voraus Gedacht hatte. Sorgfältig striegelten wir unsere Stuten und erzählten über unsere geleistete Arbeit hier auf dem Hof. Sobald der Reitplatz und der Stall gemacht sind, kann man sich hier sichtlich wohlfühlen. Nach dem Putzen legten wir Sattel und Trense an und führten Clair und Naomi vom Hof bis zum Reiterweg. Wir liefen zügig im Schritt ein Stück die Straße entlang, bis wir zur Weggabelung kamen. Dort gurteten wir nach und stiegen schließlich auf. Unser erster Ausritt in unseren neuen Heimat. Der Reitweg führte zuerst zwischen zwei Getreidefeldern durch, dann ein Stück um einem See entlang in einen Wald hinein. Wenn ich mich nicht allzu täuschte kämen wir in einem weitem Bogen am Ende bei unseren Koppeln an. Der Waldweg war recht breit und wir malten uns schon aus wo wir ein paar Naturhindernisse hinstellen könnten. Es gab einige Passagen des Weges wo sich der Wald lichtete und in eine Wiese oder ein Feld überging, diese Strecken nutzen wir meist zum Galoppieren. Wir waren länger unterwegs als abgemacht und Jay machte sich schon über mein mehr oder weniger vorhandenes Talent der Streckeneinschätzung lustig, als Clair aufgeregt wieherte und wir ein Pferd antworten hörten. Nach einigen weiteren Schritten kam in der ferne unser Hof in Sicht. Das Pferd welches geantwortet hatte war Biene gewesen, die uns freudig zusammen mit French begrüßte als wir an der Koppel vorbei kamen. Es dämmerte schon als wir unsere Stuten am Putzplatz anbanden, absattelten und überputzten. Am Ende brachte Jay beide Pferde zurück auf die Koppel und ich holte die Abendration Heu und etwas Luzerne. Sobald unsere Lieblinge versorgt waren konnten wir uns um unsere leeren Mägen kümmern.

      Bericht vom 12.09.2013 © jojomaus

      Reitstunde am Nachmittag
      Hollywoods Lil Naomi und Black Berry mussten etwas länger im Stall stehen, da wir nach unserem Ausritt erst einmal zu Mittag aßen. Am Nachmittag kam dann unsere lang erwartete Westernreitlehrrerin. Sie wollte uns ein bisschen was beibringen, da wir ja nun zwei Westernpferdchen hatten. Die Pferde hatten wir bevor unsere Reitlehrerin eintraf in aller Ruhe gestriegelt und schick zurecht gemacht. Zuerst zeigte und erklärte sie uns Sattel und Zaumzeug und wie wir ein Pferd richtig sattelten. Kannten wir zum großen Teil schon, aber es ist auch nicht verkehrt es noch einmal zu wiederholen. Berry kam mir etwas nervös vor, er hielt sich so nah wie möglich bei Naomi und beäugte uns Misstrauisch, ließ sich aber Satteln und trensen. Anschließend ging es auf den Reitplatz, wo wir nach dem Nachgurten aufstiegen. Wir wärmten unsere Tiere auf und unsere Reitlehrerin korrigierte unseren Sitz ein wenig und erklärte uns, dass das Westernreiten ein Impulsreiten wäre und man das Pferd nicht andauernd treibt, sondern wenn man dem Pferd einmal ein Befehl gibt, es diesen solange ausführt bis man etwas anderes möchte und es nur kurz korrigiert wenn es zu schnell wird oder zu langsam. Zum Beispiel soll es so lange Trab gehen und zwar in der gleichen Geschwindigkeit bis man was anderes sagt. Und genau dies probierten wir auch gleich aus. Wir mussten einige Male ermahnt werden nicht so oft zu treiben. Aber Naomi und Berry verhielten sich vorbildlich und nahmen unsere kleinen Fehler nicht so übel. Auch wenn Berrys Ohren in ständiger Bewegung waren und er sich am wohlsten in Naomis nähe fühlte. Ich musste mir also noch etwas Vertrauen bei ihm erkämpfen, was ich mir in nächster Zeit auch vornehmen wollte. Nachdem das Traben so gut funktionierte sollten wir auch einmal den Galopp ausprobieren und hatten eine Menge Spaß dabei unsere Pferde ein wenig gegeneinander reiten zu lassen. Berry taute immer mehr auf, dank des ruhigen Verhaltens von Naomi und ich hoffe auch ein wenig dank mir. Unsere Reitlehrerin unterbrach unser herumgealbere mit einem Lächeln und meinte wir sollten auch die Wechsel noch ein bisschen Üben. Gesagt getan, wir Übten also noch ein wenig und wurden korrigiert wenn es nötig war. Unsere Pferde waren voll bei der Sache und hatten recht Spaß an der Arbeit ihren Besitzern das ein oder andere beizubringen, vor allem Naomi versuchte Jay alles Recht zu machen. Denn Naomi hörte auf die feinsten Hilfen, auch wenn diese eigentlich nicht die waren die Jay beabsichtigte. So kam es nicht selten vor, dass die Stute langsamer, schneller oder plötzlich die Richtung änderte, da sie diese Kommandos bekam und sie sofort ausführte. Jay lernte heute also die Hilfen genauer zu geben und die verschieden Hilfen auseinander zu halten, während ich darum bemüht war das mir Berry mehr Vertraute. Nach dieser lehrreichen Stunde, welche wir etwas überzogen, machten wir uns einen wöchentlichen Termin aus und unsere Reitlehrerin verabschiedete sich für heute von uns. Wir sattelten die Pferde ab und führten sie noch ein wenig trocken und anschließend zu ihren Artgenossen auf die Weide. Jay und ich machten noch ein paar Aufräumarbeiten und ließen nach der Abendration unserer Pferdchen den Tag gemütlich im Garten ausklingen.

      Bericht vom 26.10.2013 © JayPie

      Der Ausritt
      Als wir zu Mittag gegessen hatten ging es auch direkt wieder zu den Pferden. Berry, Naomi und Geoffrey mussten noch bewegt werden.
      Ich nahm mir Geoffrey und machte ihn zum Springen fertig. Derweile holte sich Jojo Berry und Naomi und longierte beide. Ich ging mit Geoffrey auf den Platz, auf dem ich vorher ein Kreuz aufgebaut hatte. Erst einmal ritt ich ihn warm. Ganze Bahn, Zirkel, durch die Bahn wechseln. Dann ritt ich ein paar Schlangenlinien und Volten, um ihn aufmerksam zu machen und schon ging es über das Kreuz. Sein Springstil sah nicht schlecht aus, aber ließ noch etwas zu wünschen übrig, aber wir arbeiten daran. Nachdem wir 5-mal über das Hindernis gesprungen waren ritt ich ihn noch ein paar Runden im Galopp. Schließlich ritt ich ihn trocken und entließ ihn auf die Weide. Jojo hatte Berry und Naomi schon fertig gesattelt. Ich nahm Jojo Berry ab, da er immer noch etwas misstrauisch ist und ich unbedingt daran arbeiten musste. Also gurteten wir nach und schwangen uns dann in die Sättel. Dann ging es los quer über den Hof Richtung Wald. Wir ritten im Schritt an den Feldern vorüber. Als wir in den Wald einquerten, trabten wir an. Nach einer Weile gingen wir wieder in den Schritt über und ritten aus dem Wald heraus. Es ging ein paar Feldern vorbei. Jojo meinte: „Komm lass uns auf das abbiegen und galoppieren.“. Also ging es auf’s Feld und in den Galopp. Wir veranstalteten sogar noch ein kleines Wettrennen. Auf der anderen Seite des Feldes parierten wir wieder durch und ritten im Schritt in den Wald, hier war ein Fluss und wir mussten ihn überqueren um weiter reiten zu können. Doch dies sollte sich als Problem herausstellen. Berry blieb stocksteif stehen, als ich über die Brücke reiten wollte. Jojo ritt mit Naomi drüber und wartete. Ich stieg ab und wollte Berry führen, doch er blieb stehen. Jojo kam mit Naomi zurück und ich wollte direkt hinter ihr drüber reiten, doch Berry blieb wieder an der Brücke stehen. Also kam Jojo wieder zurück. Jetzt stiegen wir beide ab. Ich redete Berry gut zu und führte ihn direkt hinter Naomi. Dann liefen wir zusammen zur Brücke und waren erstaunt, als Berry Naomi folgte. Ok, das hätten wir geschafft. Also schwangen wir uns wieder in die Sättel und es ging weiter.
      Nach 2 Stunden waren wir zu Hause angekommen und sattelten die Beiden ab. Dann brachten wir sie auf die Weide.

      Bericht vom 09.01.2014 © jojomaus

      Veränderung
      ...

      Jay war schon auf Arbeit und so musste ich allen Pferden ihr Frühstück bringen und auf die jeweiligen Koppeln. Es machte sich stark bemerkbar das zwei Pferde fehlten, aber ich konnte Jay schon verstehen. Sie wollte mir nicht die ganze Arbeit aufhalsen. Naomi ist auch schon fast verkauft und wird nicht mehr lange bei uns stehen. So verbrachte ich bei ihr einige Minuten mehr mit Schmuseeinheiten, während ich wartete, dass unsere Vierbeiner mit Fressen fertig waren.
      Mit geübten griffen brachte ich Biene und Flying Star auf die Koppel, als nächstes folgten Cetera und Naomi ehe ich dann in den Hengststall ging und mir Der Physiker schnappte. Hibbelig lief er neben mir her und kaum hatte ich den Strick gelöst donnerte er mit Affenzahn davon. Er musste vorerst allein auf der Koppel bleiben.
      ...
      Nach dem Misten und Hof fegen gönnte ich mir erst einmal eine Pause, die ich mit Naomi verbringen wollte. Ich holte die Stute von der Koppel, putzte und Sattelte sie Western. Wir hatten zwar nur wenige Westernstunden gehabt, aber ein bisschen Üben kann man ja immer. Bevor ich sie zum Platz führte bereitete ich mir diesen erst einmal vor. Stangenarbeit war angesagt und so legte ich mir schnell welche zurecht. Vier Sangen legte ich für den Walk Over zurecht und nochmals vier für den Trott Over. Etwas erhöht, damit das Pferd lernt immer die Beine zu heben und den besten Winkel zu finden, um in die Zwischenräume zu treten. Und fixiert, sodass sie nicht immer Wegrutschen, wenn das Pferd davor getreten hat. Dann holte ich Naomi und ritt sie warm. Das Warmreiten lockerte ich ein wenig auf indem ich auch mal ohne Steigbügel ritt. Dann begann ich mit der Stangenarbeit. Naomie arbeitete hervorragend mit und auch wenn sie manchmal die Stangen berührte ließ sie sich leicht korrigieren und lernte so es zu unterlassen. Die Arbeit im Trab gelang uns nicht so gut und da ich uns die Laune nicht vermiesen wollte mit einer Übung für die wir noch nicht soweit waren, ging ich wieder zum Walk Over über und schloss unser Üben mit einem Positivem Erlebnis ab. Da wir größten Teils nur im Schritt gearbeitet hatte viel unser trocken reiten aus und ich führte Naomi stattdessen ein wenig auf dem Hof herum, ehe ich absattelte und sie zu den anderen Stuten auf die Weide zurück brachte.

      Bericht vom 17.02.2014 © jojomaus

      Schneegestöber
      Es schneite fürchterlich, als ich mit zügigem Schritt zur Futterkammer ging und mit der Morgenration der Pferde anschließend zum Stall eilte. Der Wind wehte mir hart die Flocken ins Gesicht. Im Stall war es mollig warm, es roch nach Pferden und Heu, man hörte die Tiere schnauben und grummeln. Kaum hatten sie mich bemerkt wurde es unruhig im Stall, ungeduldiges Wiehern und Stampfen. Mit routinierten Handgriffen verteilte ich jedem Pferd seine Ration und am Ende hörte man nur noch zufriedene Kaugeräusche. Während alle am Fressen waren, machte ich mich schon daran den gröbsten Mist aus den Boxen zu nehmen und neu Einzustreuen. Fertig mit der Arbeit, schaute ich kurz hinaus, es schneite immer noch, aber mir kam es weniger Windig vor.
      ...
      Da es bis zum Mittag heftig schneite, ließ ich die Pferde im Stall und verdonnerte mich selber zur Hausarbeit und suchte nebenbei nach einer Möglichkeit trotz des Wetters meine Pferde trainieren zu können. Nach und nach ließ der Schnee dann doch nach. Die Pferde wollten nach dem längerem Stalltag beschäftigt werden. Als ich den Stall betrat wurde ich auch sogleich lautstark begrüßt.
      Vorerst brachte ich Jay´s Pferde auf die Koppel. Biene und Cetera stürmten auch sogleich freudig durch den noch unberührten Schnee. Schnell beeilte ich mich auch Hollywoods Lil Naomi und Panthera zu den beiden auf die Koppel zu bringen. Naomi durfte vorerst doch noch bei uns bleiben, da die Käuferin abgesprungen war. Mich störte es nicht im geringstem, von mir aus durfte die freundliche Quarter Horse Stute für immer bei uns bleiben. Als letztes brachte ich noch die kleine einjährige zu den großen Mädels hinaus. Sie wurde von allen recht freundlich in die Herdengemeinschaft auf genommen. Somit hatte ich ein Problem weniger.

      Bericht vom 06.04.2014 © kleinesMonster

      Besuch bei Undercovergirl
      Heute stand ich etwas früher auf um früh genug bei Undercovergirl zu sein... Nach einem kleinen Besuch bei meinen Pferden, fuhr ich zu ihrem Hof... Ich begrüßte sie und holte anschließend Hollywood von der Weide. Die kleine lief brav neben mir her, beim putzen drehte sie ab und an ihren Kopf zu mir und ich streichelte sie dann immer liebevoll am Hals. Ich entschied mich fürs Westernreiten... Fertig gemacht und bereit zum Start, schnell noch ein Foto und dann gings los. Wir ritten einen kleinen Feldweg Richtung Wald entlang, es war warm aber nicht zu warm. Der Feldweg endete an einer Straße, wir überquerten sie und ritten in den kühlen Wald hinter der Straße... In den Baumwipfeln zwitscherten Vögel aber sonst war es fast still. Nach einer Wegbiegung lag quer ein niedriger Baumstamm über dem Weg, ich lies Hollywood antraben und schließlich galoppieren, mit einem klein Hopser überwanden wir das Hindernis. Ich lobte sie und parrierte in den Trab. Am Ende des Waldes war eine große grüne Wiese, bepunktet von gelben Löwenzahnblüten... Im Schritt ging es über die Wiese bis zur hälfte, ich gab ihr galopphilfen und mit leichten Schritten galoppierte sie über die Blumen und das frische Graß. Nachdem wir noch einen Feldweg entlang ritten konnte man in der Ferne schon Undercovergirls Hof sehen. Im Schritt ging es dann zurück auf den hübschen Hof. Biene wieherte Hollywood freudig zu und erhielt eine Gegenantwort. Lachend schwang ich mich aus dem Sattel und lobte sie mit einem Leckerlie. Nach dem absatteln legte ich ihr eine Abschwitzdecke über und knuddelte die hübsche Stute nochmal ganz dolle*-* natürlich knipste ich noch ein paar süße Erinnerungsfotos und legte dann ihre Decke wieder ab. Als ich sie abgehalftert hatte, galoppierte sie freudig mit Biene über die Weide.
    • jojomaus
      HS-Bericht vom 25.04.2014 © Jackie
      Als nächstes schnappte ich mir Hollywoods Lil Naomi. Auch sie hatte sehr lange Hufe, als ich sie jedoch über den Hof führte, musste ich feststellen das sie sich einer Fehlstellung angeeignet hatte. Ich wand mich an Jay. "Leider hat Hollywood Lil Naomi eine Fehlstellung. Sie steht zu weit nach innen. Ich werde ihr 2 Hufschuhe geben, ich werde sie mit normalen Stahleisen beschlagen. Hinten gibt es keine Probleme. Du kannst wegen der Fehlstellung auch zum Tierarzt gehen. Tierklinik Federsee kann ich nur weiterempfehlen, dort lassen wir unsere Pferde auch immer behandeln" Jay nickte. Dann bittete ich Amy erneut das Pferd festzuhalten damit ich sie besser überprüfen konnte. Ich hob den Hufbock an und stellte ich vor den ersten Vorderhuf des Pferdes. Hollywood blies den Bock sacht an. "Braves Mädchen." lobte ich sie, da sie offenbar keine Angst empfand. Ich hob den Huf an und stellte ihn auf den Bock ab. Dann nahm ich die Zange und schnitt die Überwucherungen ab. Da der Huf zu hoch gewachsen war, konnte ich hier nur mit der Raspel arbeiten. Es dauerte gefühlte 5 Minuten bis ich mit dem Vorderhuf fertig war und zu dem nächsten Huf übergehen konnte. Nachdem auch die Hinterhufe, so wie der andere Vorderhuf fertig war, schnitt ich wie auch bei Cetera die Sohle aus und kürzte den Hufstrahl. Im Nu sah der Huf wieder aus wie neu. Dann griff ich nach den Hufschuhen um sie anzupassen und anschließend beschlagen zu können. Für die Hinterhufe benötigte ich ein rohes Eisen, welches ich in Form schlug und erneut am Hinterhuf anpasste. Durch die Hitze brannte das Eisen die Unebenheiten welche beim Raspeln entstanden, ohne Probleme weg. "Passt noch nicht ganz." grummelte ich, schlug das Eisen erneut in Form. Diesmal mit Erfolg. Ich kühlte es im Wasserbad ab und nagelte es am Huf an. Auch der andere Hinterhuf wurde im Nu mit einem Eisen versorgt.

      Ergebnis: Hollywoods Lil Naomi hat eine Fehlstellung, ihre Beine liegen zu eng aneinander. Sie trägt nun vorne beschlagene Hufschuhe und hinten einen normalen Stahlbeschlag.
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      TA-Bericht vom 28.04.2014 © Eowin
      Tierarztbesuch bei Hollywoods Lil Naomi
      Wieder einmal packte ich meinen Krempel in den silberfarbenen Combi, um mich auf den Weg zu einem neuen Patienten zu machen.
      Vor ein paar Tagen hatte ich einen Anruf erhalten – bei der Quarter Horse Stute Hollywoods Lil Naomi war eine Fehlstellung diagnostiziert worden und ich sollte mal draufschauen, was ich noch daran machen konnte.
      Ich fürchtete bereits, ohne die Stute jemals gesehen zu haben, dass es bei der siebenjährigen nicht unbedingt einfach würde, doch ich hatte mir ein paar Gedanken gemacht und Fachliteratur gewälzt, sodass ich nun guter Dinge mich auf den Weg machte.

      Ich hatte keine sonderlich lange Fahrt vor mir, sodass ich recht schnell ankam.
      Auf dem Hof wurde ich sofort von einer jungen Frau begrüßt, sie sich als Besitzerin von Naomi herausstellte.
      Nachdem ich mich zu der Quarter-Stute führen lassen hatte, schaute ich mir ihr Gesamtbild zunächst genau an. Als erstes fiel mir auf, dass sie für einen Quarter wirklich erstaunlich groß war.
      Mein Blick auf ihre Beine verriet mir, dass es sich um eine Bodenenge Fehlstellung handelte – die gesamten Beine liefen V-förmig nach unten hin zu.
      Ich tastete die Beine ab und machte eine Beugeprobe, die Gott Lob negativ ausfiel.
      Auf die Nachfrage hin, wozu diese gut sei, erklärte ich, dass die Folge von Fehlstellungen oftmals Arthrosen seien, die man oft gut auch durch die Beugeprobe feststellen konnte, was ich gerne machte, da jedes Mal Röntgenbilder anfertigen für die Besitzer oft horrende Kosten verursachte. Gingen die Pferde bei der Beugeprobe nicht lahm und zeigten keinen Wendeschmerz, so konnte ich mir in fast allen Fällen sicher sein, dass ich auch keine großen Anomalien auf den Bildern finden würde.
      Nachdem ich mir ein umfangreiches Bild von der Fuchsstute gemacht hatte, erklärte ich meinen Eindruck der Besitzerin:
      „Ich kann ohne weiteres nicht genau erkennen, woran die Fehlstellung nun liegt. In den allermeisten Fällen werden Fohlen mit Fehlstellungen geboren, welche nicht erkannt werden und somit auch nicht korrigiert werden. Andere können sich entwickeln. Vor allem ist dies der Fall, wenn die Hufbearbeitung unzureichend ist oder zu selten stattfindet. Achte deshalb darauf, dass Naomi wirklich regelmäßig von einem kundigen Hufschmied ausgeschnitten und korrigiert wird. Das hat bei ihr höchste Priorität.“
      Die Besitzerin nickte, dann erklärte ich weiter.
      „Nun ist es leider so, dass es sehr, sehr schwer ist, Fehlstellungen im Erwachsenenalter zu beheben; meistens muss dies im Fohlenalter passieren.
      Ich lasse dir Biotin- und Calciumpräparate da, um Hufe und Knochen zu stärken, in der Hoffnung, dass sich das besser korrigieren lässt und dass die Knochen und Gelenke keinen Schaden davon tragen.
      Aber wenn das Fundament eines Hauses falsch gebaut wurde, nützt es nichts, wenn ich das Dach repariere.
      Du solltest außerdem darauf achten, ihr viel Bewegung zu ermöglichen. Auch auf hartem Boden. Und vielleicht wäre Wassergymnastik sinnvoll – diese stärkt die Muskulatur, die Kleine bewegt sich und dennoch werden Knochen und Gelenke dabei nicht so sehr beansprucht. Das würde ich dir wirklich ans Herz legen.“
      Nun ließ ich die Präparate da, klopfte der Stute noch einmal den Hals, wünschte alles gute und verabschiedete mich dann, etwas missmutig und traurig, dass ich nicht mehr für die Stute tun konnte, doch ich sah durch die Fehlstellung keinen Anlass zu Operation, welche die nächste Möglichkeit wäre.
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      Bericht vom 29.05.2014 © Rasha

      Ein Traum erfüllt sich…
      Nachdem nun erst vor ein paar Tagen mein Traum von einem Isihengst in Erfüllung gegangen war, wollte ich meinem Mann Timo etwas Gutes tun. Er hatte sein Herz an die Westernpferde verloren und suchte noch nach einer geeigneten Stute. Zum einen für Turniere, aber eben auch, um ggf. mal mit unserem Hengst Possibility zu züchten.
      Die Kapazität für ein weiteres Pferd war noch da und eine Stute könnte ich noch in meine Isiherde integrieren. Also stöberte ich in diversen Verkaufsportalen, wurde jedoch nicht so recht fündig. Ich entschied mich daher, heimlich eine Suchanzeige zu verfassen.

      Als ich am Abend noch einmal in meine Mails schaute, hatte ich bereits eine Antwort. Es verkaufte jemand eine traumhaft schöne Fuchsstute. Schnell vereinbarte ich einen Termin. Am nächsten Tag lockte ich Timo mit dem Vorwand ins Auto, wir müssten für meine Freundin Fynja ein Pferd ansehen, da für diese der Weg zu weit wäre. Am Hof angekommen wartete die Verkäuferin bereits mit der Quarterstute „Hollywoods Lil Naomi“ am Putzplatz. Timo begrüßte die großrahmige Stute, während ich mit der – natürlich eingeweihten – Verkäuferin über Naomi sprach. Diese fragte Timo, ob er die Stute vertretungsweise probereiten wolle. Da er sichtlich angetan von der Stute war, bejahte er. Die Dame sattelte Naomi und brachte uns zum Roundpen. Hier ritt Timo ein paar Runden im Schritt, bevor er in den Jog über ging. „Naomi ist natürlich prädestiniert für die Westerndisziplinen, zeigt aber auch sehr gute Veranlagungen im Bereich Galopp und Springen“, erzählte die Verkäuferin, während wir die beiden beobachteten. Timo harmonierte sehr gut mit der Stute, das konnte man sofort sehen.

      Als er den Proberitt beendet hatte und die Stute versorgt wurde, fragte ich ihn, was er von der Stute hielt. „Ich finde sie klasse!“ sagte er sofort, „Schade, dass sie für Fynja ist, sie würde mir auch gefallen!“ „Okay, dann rufe ich Fynja schnell an und mache die Papiere fertig. Kannst du den Hänger schon vorbereiten?“, fragte ich ihn. Dann ging ich mit der Verkäuferin ins Reiterstübchen, um den Verkauf abzuschließen. Als wir fast fertig waren, kam Timo zu uns und ich meinte grinsend zu ihm: „So, du musst nur noch hier unterschreiben, dann kannst du DEIN Pferd mitnehmen!“ Völlig überrumpelt wusste er nicht, wie ihm geschah und „schwuppsdiwupps“ hatte er seine lang ersehnte Quarterstute gekauft. Wir drei lachten und alle freuten sich über die gelungene Überraschung.

      Die Verkäuferin verabschiedete sich von ihrer Stute, während Timo ihr die Transportgamaschen anlegte. Die brave Naomi folgte ihm sofort in den Hänger, sodass wir ohne große Umstände den Heimweg antreten konnten – auf dem Fahrersitz saß mein vor Freude breit grinsender Ehemann.


      Trainingsbericht Western E-A 30.05.2014 © Gwen
      „Gwen? Dein neuer Schützling kommt!“ meinte Elisa grinsend und lief die Treppe zur Veranda hoch. Sofort sprang ich auf, denn während ich mich noch mit Fachlektüre zum Thema Westernreiten befasst hatte, musste ich wohl eingenickt sein. Tatsächlich fuhr soeben ein großer Jeep mit einem riesigen Hänger auf die Ranch. Knapp vor dem Stall blieb er stehen und eine junge Frau stieg aus. „Hallo! Ich bin Jessica Rheinburg und bringe meine Quarterstute vorbei.“ stellte sie sich freundlich vor und ich gab ihr sofort die Hand, während ich mich selbst vorstellte. „Na dann zeig uns mal die Hübsche!“ meinte ich lächelnd.
      Gemeinsam luden wir die siebenjährige Stute aus und ich begutachtete sie ausgiebig. Sie hatte die typische Statur eines Quarter Horses, auch wenn sie für deren Verhältnisse wirklich riesig war. „Wie groß ist die Gute denn?“ fragte ich neugierig und war bei der Antwort genauso überrascht wie Elisa, denn die Stute war 1,65m groß. „Aber schön ist sie wirklich!“ meinte ich lächelnd und bot Jessica an, ihr und ihrer Stute die neue Weide zu zeigen. Naomi bekam ihre eigene kleine Wiese, welche nah am Stall lag, damit ich sie immer im Blick hatte. Aufgeregt trabte sie am Zaun entlang und wieherte allem möglichen entgegen.
      „Na dann erzähl mal was über ihre Fehlstellung.“ meinte ich lächelnd, denn Naomi am aus schlechter Haltung und hatte daher eine Fehlstellung ihrer Vorderbeine bekommen. Direkt beeinträchtigen tat dies die Stute nicht, so lange man sich fürsorglich darum kümmerte. Dementsprechend wurden mir direkt spezielle Zusatzfutter in die Hand gedrückt, welche die Hufen festigen sollten. Dabei handelte es sich um Biotin- und Calciumpräparate von welchen sie morgens und abends jeweils einen Esslöffel in ihr Futter bekommen sollte. Zudem trug die Stute zum Reiten immer Hufschuhe, welche mir Jessica auch direkt aushändigte.
      Neugierig schaute sich die Besitzerin um. „Ich glaube das ist das perfekte Gelände für sie!“ meinte sie begeistert und erklärte mir, dass Naomi viel auf hartem Boden laufen sollte und Wassergymnastik auch wichtig war. Ich grinste sie an und erklärte, dass das hier sicherlich kein Problem sein würde. Auch wenn es Jessica schwer fiel, verließ sie uns nach einer Stunde dann wieder, aber nicht, ohne sich ausgiebig von ihrer Stute verabschiedet zu haben. Elisa stand neben mir und betrachtete die Stute. „Na dann wirst du ja alle Hände voll zu tun haben!“ meinte sie und tätschelte mir die Schulter. „Jaja, nur weil du momentan faulenzt.“ grinste ich frech und eilte davon, ehe Elisa mich zu fassen bekam.

      Am nächsten Morgen wollte ich direkt mit dem Training beginnen. In der Futterkammer hatte Naomi ihren eigenen Schrank bekommen und so machte ich ihr Futter auch als erstes fertig. Die Nächte verbrachte die hübsche Fuchsstute bei uns immer im Stall, während sie die restlichen zwölf Stunden dann auf der Weide verbringen durfte. Damit sie nicht alleine stand, hatte ich meine ruhigen Genossen Magical Touch und Ravi auf die Nachbarweide gestellt, so dass Naomi nicht ohne pferdigen Kontakt blieb.
      Nach der morgendlichen Fütterung wollte ich mich auch schon mit Naomi bekannt machen. Ich öffnete ihre Boxentür und bot der Stute ihr Halfter an. Wie von selbst schlüpfte sie hinein und ich brauchte es nur noch zu schließen und sie aus der Box zu führen. Ich ahnte schon, dass die Arbeit mit der Stute wunderbar angenehm werden würde. Auch während des Putzens stand sie geduldig am Putzplatz, entlastete ein Hinterbein und döste vor sich hin. Ich ließ mir während des Putzens viel Zeit, denn ich wollte mich gerne erst einmal mit der Stute bekannt machen, ehe wir mit dem Training beginnen würden. Deshalb wollte ich heute eine Longeneinheit zum Beginn einschieben. Auch wenn Naomi ein Westernpferd war, konnte ich sie mit Kappzaum und Longe longieren, nur eine Besonderheit gab es für die Stute. Da sie auf harten Boden bewegt werden sollte, mied ich Halle und Reitplatz lieber und ging stattdessen auf eine von mir freigestellte Weide. Für Naomi hatte ich diese extra mähen lassen, so das wir nun einen Grasplatz hatten, auf dem wir arbeiten würden. Nachdem ich Naomi die Hufschuhe umgeschnallt hatte, ging es auch schon los.
      An der Longe wollte ich mir erst einmal ein Bild von ihrer Grundausbildung machen und dort schon schauen, wo es vielleicht haperte und was wiederum gut lief. Erst gestern hatte ich mir die Ausbildungsskala des EWU zu Herzen geführt und die sechs wichtigen Punkte hinter die Ohren geschrieben. Zu Anfang standen dort Takt, Losgelassenheit und Nachgiebigkeit, alles konnte ich schon an der Longe austesten und schauen, inwieweit Naomi schon bereit für neue Dinge war. Nach der langen Aufwärm- und Dehnphase fragte ich erst einmal alle Grundgangarten ab. Trotz ihrer Fehlstellung lief Naomi richtig klar, so dass man schon merkte, wie fleißig sie mit ihrer Besitzerin trainierte. Nur an der Losgelassenheit mangelte es noch ein wenig. Zwar suchte sie stets den Weg in die Tiefe, aber einen „festen“ Punkt fand sie noch nicht. Gerne arbeitete ich dieses Problem an der Longe aus, da sich von oben zu schnell Probleme einschlichen. Da Naomi sonst wirklich vorbildlich lief und mich als Chef akzeptierte, wollte ich heute direkt die erste Problembearbeitung beginnen. Gesundes Reiten basierte auf der gesunden Selbsthaltung des Pferdes, diese spielte im Westernreiten noch eine wesentlich größere Rolle als bei uns klassischen Reitern, dementsprechend würde das auch unser erster Anlaufpunkt sein. Wie auch in der Dressur war auch hier die Hinterhand die entscheidende Energiequelle, denn nur wenn die Hinterhand aktiven Schub nach vorne brachte, konnte sich das Pferd vorne fallen lassen. So baute ich Trabstangen, Cavaletti und Pylonen auf, um Naomi nicht nur körperlich sondern auch geistig zu fördern. Schnell merkte ich, wie lernfreudig die Fuchsstute war und dass sie stets mit ihrer Aufmerksamkeit bei mir war. Sie analysierte meine Körpersprache bis ins kleinste Detail, so dass es manchmal doch zu Missverständnissen kam. Schnell fanden wir aber auch die richtige Kommunikation und ich konnte Naomi mit den kleinsten Hilfen durch den Parcours leiten. Wie gehofft begann Naomi ihre Hinterhand vermehrt zu nutzen, um jedes Hindernis präzise zu bewältigen. Schon bald fand sie von ganz alleine den Punkt, an dem sie ihren Rücken aufwölben konnte und die Bauchmuskeln aktivierte. Als ich diesen Moment bemerkte, arbeitete ich nicht mehr lange mit ihr, denn das Training sollte mit einem positiven Aspekt beendet werden. Stattdessen durfte Naomi als Belohnung noch ein wenig über die Wiese traben und sich auch wälzen.
      Jessica hatte mich auch um die Wassergymnastik gebeten, um dies jedoch ermöglichen zu können, wollte ich erst einmal das Verhältnis von Naomi zu Wasser in Erfahrung bringen. Das war bei uns auf der Ranch gar nicht schwer, immerhin besaßen wir schon zwei Seen bei uns auf dem Gelände. Ich lief mit Naomi zum Stall, tauschte Kappzaum und Longe gegen Knotenhalfter und Rope und entfernte ihre Hufschuhe. Dann marschierten wir den Pfad durch unseren Wald entlang zu unserem kleinen Badesee. Neugierig beobachtete Naomi das Schwanenpaar was sich auf unserem See angesiedelt hatte, schien aber auch keine Angst zu haben. Als sie das Wasser sah, steckte sie als erstes ihre Nüstern tief hinein und fing mit blubbern an. Anscheinend war sie ja eine kleine Wasserratte, denn sie plantschte vergnügt im Wasser umher und schon nach einigen Minuten war ich pitschnass. Als ich kurz nicht aufpasste, sank Naomi auf die Knie und legte sich in das seichte Wasser das Ufers. „Na Moment! Das ist aber keine Wassergymnastik mehr.“ grinste ich sie an, ließ sie aber noch ein wenig liegen. Dann bat ich sie, sich wieder zu erheben, damit ich sie auf ihre Weide bringen konnte, für heute hatte sie es geschafft.

      Die letzten Tage hatte ich mit der Stute nur vom Boden aus gearbeitet und an ihrer Biegung und Haltung gearbeitet. Mit den verschiedenen Hindernissen funktionierte das auch wunderbar und als ich mir sicher war, dass Naomi von selbst verstand, wie sie das Reitergewicht am besten tragen konnte, wollte ich mit dem Reiten beginnen, denn das Ganze sollte schließlich auch unter dem Reiter funktionieren. Als ich an das Gatter ihrer Weide trat, kam die Stute sofort angelaufen und holte sich ihr Leckerli ab. Schon nach einer Woche hatte ich sie zu meinen anderen Stuten gestellt und das Herdensystem funktionierte ausgesprochen gut. Das hatte natürlich auch sehr positiv dazu beigetragen, dass Naomi sich hier wie zu Hause fühlte und die Lernerfolge gefördert.
      Wie immer halfterte ich sie auf und brachte sie zum Putzplatz, wo sie sich ihrer Lieblingsbeschäftigung, nämlich dem Dösen, hingab, während ich sie putzte und fertig machte. Als ich mit dem Sattel um die Ecke kam, war sie direkt munterer und schaute mich neugierig an. Auch beim Satteln war sie brav und als wir die Hufschuhe umhatten, konnten wir zu unserer Reitwiese gehen. Ich war dankbar, dass ich gerne mit meinen Pferden an kleineren Westernturnieren teilnahm, denn so hatte ich meine Westernerfahrung nie vergessen. Naomi war nur ganz anders, als meine Ponys, sie war eben ein richtiges ausgebildetes Westernpferd. Die Impulse, welche sie zur Kommunikation benötigte, waren tausendmal feinfühliger als alles andere, was ich seit zwei Jahren unter dem Sattel gehabt hatte. So fühlten wir uns die erste Viertelstunde erst einmal ein wenig ein, ehe ich mit der Arbeit beginnen konnte. Viel hatte sich an dem Trainingsablauf nicht geändert, wir nutzten die gleichen Hindernisse für den Parcours, nur dass ich Naomi nicht mehr an der Longe hatte, sondern nun von oben leitete. Die Umstellung war dafür umso größer und Naomi musste erst wieder ihre passende Haltung finden. Doch dank der Bodenarbeit zuvor, ging das besser als gedacht und schnell konnten wir loslegen. Durch den kleinen Trailparcours trainierten wir aufs genauste die Reaktionen der Stute auf meine Gewichtshilfen, ebenso ging ich heute genauer auf die Stellung und Biegung der Stute ein, wiederum aber auch auf das Geraderichten. Zur Perfektion würden wir das in den kommenden Wochen nicht bringen, doch dafür war Naomi auch gar nicht hier. Denn hier sollte sie nur die Grundlagen für das nächsthöchste Niveau lernen, um dann gemeinsam mit Jessica den weiteren Weg zu bestreiten. Für heute würden wir es dabei belassen, denn schon jetzt reagierte Naomi sehr sensibel auf die Hilfen. Außerdem hatte ich stets ihre Fehlstellung im Hinterkopf, weshalb ich mit dem Reiten erst langsam beginnen wollte, nachdem wir ausgiebig in der Bodenarbeit trainiert hatte.
      Dafür würde es heute für Naomi eine besondere Belohnung geben. Unser Training hatte sich auf eine Dreiviertelstunde beschränkt, denn den Rest wollte ich gerne für einen kleinen Ritt ins Gelände nutzen. Dabei wählte ich stets die Wege mit härteren Böden, was bei uns nicht schwer war, denn im Nationalpark gab es alles. Am Ende des Ritts stand für Naomi eine große Überraschung an, denn ich wollte mit ihr den Fluss durchqueren. In der Mitte war er so tief, dass ich wohl zu tun haben würde, keine nassen Füße zu bekommen, doch für Naomi war das einfach ideal. Mutig stapfte sie in die Fluten hinein und kurzerhand kamen wir auch schon auf der anderen Seite an. Ich lobte die nasse Stute ausgiebig und machte mich auf den Heimweg. Zu Hause gab es für Naomi dann ihr Futter mit den zusätzlichen Präparaten und dann durfte sie für den Rest des Abends auf die Weide.
      Ab sofort war unser Trainingsplan klar strukturiert. Am Vormittag erwartete Naomi meist das Westerntraining, entweder vom Boden oder vom Sattel aus. Am Nachmittag sorgte ich dann immer mit einem Ausritt oder einem Spaziergang dafür, dass ihre Hufe auf hartem Boden geschult worden und Naomi schwimmen gehen durfte.
      Als die Stute erst einmal im Training drin war, kamen die Lernerfolge wie von selbst angeflogen. Zuerst lief sie immer besser in ihrer Selbsthaltung und ich konnte meine Hilfen zum dirigieren der Stute immer mehr beschränken, bis es wirklich nur noch kleine Impulse waren. Auch die drei speziellen Gangarten des Westerns hatten wir dazugenommen, so dass Naomi nun die Tempiwechsel kannte. Walk, Jog und Lope waren schon bald kein Fremdwort mehr für die Stute, sondern die reinen Wechsel zwischen den Gangarten klappten immer besser. Für die nächsthöchste Klasse brauchte die Lady noch nicht mehr. Lediglich das sofortige Anhalten aus jeder Gangarten und das saubere und geradlinige Rückwärtsrichten trainierten wir.
      Es steckte viel Arbeit dahinter, doch bei unserer Prüfungsstunde mit Elisa stand schnell fest, dass Naomi so weit war, um die nächsthöchste Stufe der Turniere bestreiten können würde. Dies sollte natürlich auf Stress auch getestet werden und schon am nächsten Tag waren wir für ein D-Turnier der LK 5 angemeldet.

      Schon früh am Morgen wollten wir uns auf den Weg machen, denn das Turnier war weiter weg als gedacht. Ich packte Naomi vorbildlich in Transportgamaschen und Decke ein und verlud die hübsche Stute. Auch ihre Ausrüstung war schnell verladen, wobei mir Elisa tatkräftig zur Seite stand. Sie würde uns heute auch begleiten und unterstützen. Die Fahrt dauerte eine halbe Ewigkeit und als wir auf dem Turnier ankamen, waren wir definitiv nicht die ersten. Während ich mich um Naomi kümmerte, besorgte Elisa uns Startnummern, Zeitplan und Patterns. Ich bedankte mich bei ihr und ging alles gründlich durch. Wir waren relativ früh an der Reihe, was mir nicht unbedingt mehr Behagen brachte. Schon eine Stunde später wärmten Naomi und ich uns auf dem Abreitplatz auf. Viele andere Reiter waren heute hier unterwegs und wir wurden gerne wegen Naomis Fehlstellung schief angeschaut. Elisa schüttelte nur den Kopf und ließ sofort einige Schimpftiraden gegen diese Menschen aus. Ich ignorierte das alles und konzentrierte mich vollkommen auf das Pferd und die Prüfung. Wir starteten zwar nur in einem Western Pleasure, aber dennoch war der Wille da, uns gut zu präsentieren und vor allem zu beweisen, dass Naomi trotz ihrer Fehlstellung viele andere in den Schatten stellen würde. Noch ein letztes Mal überprüfte ich auch mein Outfit und dann wurden wir auch schon aufgerufen.
      Da die Aufgaben während der Prüfung angesagt wurden, brauchte ich da eine Sorge haben. Auch meine Gruppe ließ mich aufatmen, denn allesamt hatten ihr Pferd sehr gut unter Kontrolle, so dass auch wir uns wunderbar in dieses Bild einfügen konnten. Gefordert wurden die drei Grundgangarten und das Rückwärtsrichten. Dabei wurde besonders auf die exakte Ausführung der Wechsel geachtet. Ebenso fielen Reinheit der Gänge und das Gesamtbild von Pferd und Reiter in die Bewertung mit ein. Meiner Meinung nach meisterten wir die Prüfung mit Bravour, auch wenn die Richter das wohl anders sahen. Naomi hatte sich super geschlagen und war noch besser gelaufen, als wie im Training. Für sie gab es als Belohnung einen kleinen Eimer Möhren, welchen sie genüsslich verspeisen durfte, während ich mit Elisa über unser Ergebnis diskutierte. Abzug hatten wir tatsächlich größtenteils nur bei der Taktreinheit und dem Gesamtbild bekommen. Anscheinend mussten ein oder zwei Richter der Meinung gewesen sein, dass ein Pferd mit Fehlstellung einfach nichts auf einem Turnier zu suchen hatte. Dafür hatten sie aber auch wirklich nur dort etwas meckern können. Für eine Platzierung reichte es dennoch leider nicht aus, dafür hatte es aber wirklich Spaß gemacht und auch Naomi schien die Turnierluft sehr gut zu gefallen, so dass wir uns alle gut gelaunt auf den Heimweg machten.

      Noch am Abend des Turniers hatte ich Jessica angerufen und ihr von den Fortschritten ihrer Stute erzählt, sie war natürlich hin und weg gewesen und hatte sich riesig gefreut, dass Naomi bald wieder zu Hause sein würde. Schon zwei Tage später fuhr der Jeep auf die Ranch und als Naomi ihre Besitzerin erkannte, wieherte sie aufgeregt und kam ans Gatter getrabt. Das Wiedersehen war wirklich herzzerreißend und man merkte, wie sehr Naomi doch an ihrem Zuhause hing. Gemeinsam mit Jessica klärte ich die weiteren Schritte ab, beendete den Papierkram und schickte das Paar dann nach Hause. „Ich würde mich freuen, ab und an von euren Erfolgen zu hören!“ meinte ich grinsend. „Und den Trainingspass schicke ich dir mit der Post zu, tut mir leid, dass sich das ganze verzögert, aber so einen wirklichen Techniker haben wir hier nicht.“ meinte ich grinsend und winkte Jessica noch, als sie die Auffahrt hinab fuhr.

      HS-Bericht vom 10.06.2014 © Boralie/Waiting
      Hufpflege vom Kleinen Sprung
      Mein nächster Kunde an diesem Tag war Jessica mit ihrer Quarterstute Hollywoods Lil Naomi. Dadurch, dass sie vorne eine Fehlstellung hat, habe ich mich mit ihrem TA in Verbindung gesetzt um mehr darüber zu erfahren. Auch ich hatte in einigen Fachliteraturen nach Hilfestellung gesucht, um besser vorbereitet zu sein. Nachdem ich bei Jessica auf dem Hof angekommen war, packte ich mein Werkzeug und mein Hufbock aus. Ich legte mir meine Lederschürze an und hob meine Kiste voller Hufschuhe aus dem Auto, um später besser suchen zu können, falls welche gebraucht würden. Nun kam auch schon Jessica mit Hollywoods Lil Naomi. Wir begrüßten uns und die Stute bekam ein Stück Karotte von mir. Zu aller erst sah ich mir ihre Vorderhand genau an. Wie vom Tierarzt beschrieben, stand sie vorne in der V-Stellung. Wie gewohnt bearbeitete ich dann die Vorderhufe. Zuerst entfernte ich mit meinem Hufmesser das Zerfallshorn, dann kürzte ich den Strahl, trug die Trachten und Hufwände auf Sohlenniveau ab und raspelte. Zum Schluss fertigte ich noch eine Mustang-Role an. Die Hinterhand war beschlagen, somit konnte ich hier keine Arbeit leisten, da die Stute ihre Eisen behalten sollte und ich nicht beschlage.
      Nun sah ich mir die Vorderhand noch einmal an. Ich ließ mir die Stute auch vorführen, um zu sehen, wie sie sich bewegte. "Für sie wäre es gut, wenn du sie auf unebenem Boden bewegst, da muss sie ihre Beine kontrolliert weiter auseinander stellen. Und Seitengänge. Seitengänge sind auch gut um die Muskeln an den Innenseiten der Beine zu dehnen und zu stärken, damit sie mehr Last aufnehmen können.", erklärte ich Jessica. "Den Wassersport auch weiterführen, damit sie die Muskeln behält.", meinte ich und strich an einem Vorderbein von Hollywoods Lil Naomie herunter. Die Stute arbeitete sehr gut mit, und achtete stets genau auf mich. Ich ließ sie ein paar Schritte seitwärts gehen, um Jessica zu zeigen, welche Muskeln hier wichtig sind. "Die Fehlstellung wird sie immer behalten, aber man kann durch die Übungen und das Zusatzfutter das du ihr fütterst Schmerzen lindern und spätere, schwerwiegende Probleme mindern oder sogar verhindern. Hufschuhe bringen hier nur im Gelände oder auf Schotterwegen etwas, damit sie sich mehr auf das Gehen konzentrieren kann anstatt darauf, ob die Steine pieksen und sie dann stolpert oder sich selbst mit ihren Vorderbeinen verletzt weil sie durch die V-Stellung das andere Bein erwischt. Gerade dafür ist das richtige Training der Vorderbeine wichtig.", erklärte ich Jessica. "Da du ja Hufschuhe hast, brauchst du keine anderen. Bei der Arbeit geradem und weichem Boden brauchst du die Hufschuhe nicht."
      Nachdem ich Jessica alles erklärt und gezeigt hatte, versorgte diese die Stute wieder.
      Ich räumte derweil mein Werkzeug, meine Kiste mit Hufschuhen und meinen Hufbock wieder ins Auto. Ich streifte mir noch meine Lederschürze ab, dann notierte ich Jessica die wichtigsten Punkte für das Training mit der Stute auf einem Blatt Papier. Dieses reichte ich Jessica, und verabschiedete mich dann von ihr.
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      Trainingsbericht Dressur E-A vom 2.07.14 © Ravenna
      In den letzten Wochen hatte ich mich ausgiebig mit Hollywoods Lil Naomi beschäftig – sie war in der Dressur außerordentlich begabt, eine solide Grundausbildung hatte sie bereits genossen und nun nutzte ich die Sommerzeit um auf dem Platz mit ihr zu üben. Wir hatten erst eine kleine Ewigkeit benötigt um einander kennenzulernen, ihr schwungvoller Trab war um so vieles anders gewesen als der von Moon oder Varulv. Mit einiger Mühe war es mir gelungen ihr eine konstante Anlehnung nahe zu bringen – oft hatte ich sie longiert um ihr auch an der Longe mit der Hilfe von Ausbindern nahe zu bringen, das dieses etwas Gutes war. Auch Cayden hatte sich in ihren Sattel geschwungen, während ich mich ebenfalls mit Varulv beschäftigt hatte. Naomi lernte enorm schnell dazu, den einfachen Galoppwechsel bekam sie sogar am schnellsten auf die Reihe, die Schwierigkeiten stellten sich erst ein als es darum ging die verschiedenen Tempowechsel einzubauen. Naomi rannte im Trab oftmals unter dem Sattel fort, dann musste ich mich etwas schwer machen ihr ein wenig an Tempo nehmen, sonst wirkte das Reiten von ihr bald zu hektisch. Unabdingbar klemmte ich mich also dahinter ihr dieses hektische als ein wenig „auszutreiben“ - auch an der Longe. Zusammen mit Cayden longierte ich sie öfter, nahm ihr mit der Stimme stetig Tempo aus der jeweiligen Gangart und alsbald rannte sie weniger unter dem Sattel. An einem Abend unternahm ich einen kleinen Spazierritt zusammen mit Gwen auf Altair und Naomi. Ab und an gingen wir auch gemeinsam auf den Platz, trainierten beide Pferde und quatschten allgemein ein wenig. Die Ritte durch die Wälder und Wiesen taten Naomi mehr als gut, es klärte ihren Kopf machte sie frei für neues. Auf dem Platz arbeitete sie freudiger mit, ließ sich regulieren fort an brachten uns die einzelnen Tempowechsel keine Schwierigkeiten mehr – im Mitteltrab durchquerten wir die Diagonale wechselten in eine 10 Meter Volte um schließlich aus ihr an zu galoppieren. Doch immer wieder sah ich gern wie wir im gestreckten Galopp um die Bahn preschten – am Ende der Arbeit schien dies eine Art der Lösung für sie zu sein…vielleicht so etwas wie eine Belohnung ihrer Arbeit. Würde sie diese Lebensfreude auch an ihre Fohlen weitergeben können? Für heute stieg ich von ihrem Rücken, sattelte sie ab. Ich zog ihren Duft in mich auf – ehe ich sie zu den anderen auf die Koppel brachte – gemeinsam freuten sie sich über die Rückkehrerin, tollten einander umher, jagten, stoppten und preschten dann wieder los als wären sie des Lebens nimmer satt.
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      Bericht vom 8.07.14 © Rasha

      Springturnier mit Hollywoods Lil Naomi
      Eigentlich war ich von der Idee gar nicht so überzeugt…ein Pferd mit Fehlstellung, welches eigentlich Western ausgebildet ist, ein einem Springen starten?? Jedoch hatte mir die Vorbesitzerin von Naomis großer Springfreude erzählt und Tierarzt und Hufschmied hatten mir bestätigt, dass sie alles machen könne, was sie wolle.
      Da gerade ein kleines Springturnier in der Nähe stattfand, beschloss ich, aus „Jux und Dollerei“ einfach mal mit Naomi zu starten. Eine Englischausrüstung hatte sie schon und über die kleinen E-Hindernisse konnte ich auch springen. Warum also nicht mal einen Versuch wagen?

      Am Turniertag war ich sehr aufgeregt und auch Naomi ließ die Atmosphäre nicht kalt. Man merkte ihr die Anspannung an. Dann war es so weit, ich sattelte meine Stute und ritt mit ihr zum Abreiteplatz. Dort wurden wir – aufgrund ihrer Fehlstellung – etwas abschätzig angeschaut. Aber das kannten wir ja schon und daher machte ich mir da nichts draus. Auf dem Platz waren ein paar Hindernisse aufgebaut und ich sprang mit Naomi darüber. Es fühlte sich besser an, als bei unseren Trainingsversuchen zu Hause. Die Stute war sehr motiviert und dies machte mir Mut.

      Endlich wurden wir aufgerufen. Mit klopfendem Herzen ritt ich in die Halle und grüßte die Richter. „Oh jeh, hoffentlich habe ich mir den Parcours auch richtig gemerkt“, dachte ich ängstlich. Doch dann war keine Zeit mehr, ich ritt los. Der erste Sprung war noch unsicher, aber dann stellten wir uns aufeinander ein. Ich war mir zwar nicht sicher, ob wir noch in der richtigen Reihenfolge ritten und dann hatten wir aber auch schon alle Hindernisse fehlerfrei hinter uns gebracht. Erleichert lobte ich meine Stute sehr ausgiebig, während wir die Halle verließen.

      „Das war klasse! Ihr habt eine super Zeit hingelegt!“, meinte Timo, der uns entgegenkam. Darauf hatte ich nun wirklich nicht geachtet. Ich wollte nur heil durch den Parcours kommen. „Naja, mal abwarten. Erst einmal reite ich Naomi trocken“, antwortete ich.

      Als die Siegerehrung angekündigt wurde, ging ich gespannt zur Halle. Würden wir wohl unter den ersten Zehn gelandet sein? Nach und nach wurden die Starter aufgerufen. Wir waren nicht dabei und daher dachte ich, dass ich aufgrund eines Fehlers in der Hindernisreihenfolge wohl disqualifiziert worden wäre. Doch plötzlich hörte ich: „Und den ersten Platz belegt Jessica Rheinburg mit ihrer Quarterstute Hollywoods Lil Naomi“. Wie in Trance ging ich nach vorne und nahm den Preis entgegen. Mit so einem Ende hatte wohl niemand gerechnet!!!
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      Bericht vom 25.12.14 © Rasha

      Viele Überraschungen…
      Ich war nun doch zwei Wochen nicht zu Hause gewesen, da ich unter anderem einige Aufträge im Ausland zu erledigen hatte und dann noch meine Eltern besuchte.

      Bei einem Zwischenstopp im Ausland fiel mir auf einem Hof eine wunderschöne braune Isländerstute auf. Da sie mir nicht mehr aus dem Kopf ging, telefonierte ich letztendlich mit dem Züchter und wir wurden uns schnell einig. Ein paar Tage später fuhr ich auf dem Rückweg dort vorbei und sah mir Snoppa noch einmal an und ritt sie Probe. Die Stute überzeugte mich voll und ganz. Sie war sehr brav und zeigte, trotz ihrer bisher eher geringen Ausbildung, bereits ein gutes Gangvermögen. Da Timo mittlerweile doch großes Interesse an den Isländern zeigte, dachte ich, dass sie vielleicht etwas für ihn sein könnte. Natürlich soll man keine Tiere als Weihnachtsgeschenk kaufen, aber die Stute würde von mir auf Turnieren vorgestellt werden und vielleicht auch mal unsere im Aufbau befindliche Gangpferdezucht bereichern. Also lud ich Snoppa in den Hänger und fuhr mit ihr Richtung Heimat.

      Auf dem Hof angekommen kam mir Timo bereits entgegen. Er ging davon aus, dass ich den Hänger leer wieder mit zurück brachte. So hatte ich doch eines unserer Verkaufspferde in seine neue Heimat gebracht. Doch umso größer war sein Erstaunen, als ich ihn bat, eine Box bereit zu machen und mir beim Ausladen der Stute zu helfen. Ich öffnete den Hänger und rief: „Frohe Weihnachten!“.
      Timo freute sich sehr und begrüßte das Stütchen. Dann führte er sie in die Stallgasse und meinte, ich solle erst einmal alles verstauen, bevor ich den Pferden „Hallo“ sagen dürfte. Das wunderte mich ein wenig, doch Timo erledigte immer gerne alles zuerst, wohingegen ich lieber viele andere Dinge machte, als aufzuräumen. Als ich mein Gepäck ausgeladen und Hänger und Auto wieder geparkt hatte, war Snoppa bereits versorgt und Timo kam aus dem Stall.

      „Ich habe auch ein Weihnachtsgeschenk für dich“, meinte er grinsend. „Bleib wo du bist, ich hole es schnell“, sagte er und verschwand in den Stall. Dann hörte ich Hufgetrappel und dachte an ein neues Pferd. Doch stattdessen kam er mit meiner Quarterstute Hollywoods Lil Naomi aus dem Stall, welche eine rote Schleife an der Trense trug. Irrtiert sah ich ihn an, woraufhin er meinte: „Draufsetzen, ausprobieren!“. Ich nahm ihm Naomi ab und führte sie in die Halle. Nachdem ich sie warm geritten hatte, rief Timo ganz aufgeregt: „Los jetzt, reite mal ein paar Manöver!“ Immernoch irritiert fragte ich ein paar Reiningmanöver der Klasse M ab, in der sich Naomi befand. „Neeee, mach mal was schwereres!!!“, rief Timo ungeduldig. So langsam ahnte ich, was mein Geschenk war. Ich fragte einen schnellen Spin, Sliding Stop und einen Roll Back ab und war erstaunt, mit welcher Leichtigkeit Naomi diese Aufträge ausführte. Vor dem Urlaub hatten wir noch einige Probleme damit, vor allen Dingen mit den Roll Backs.

      Mittlerweile hüpfte Timo vor Aufregung und Freude hinter der Bande auf und ab und platzte dann mit der Überraschung heraus: „Als du unterwegs warst, habe ich Naomi zu Gwen gebracht. Sie hat sie in den letzten zwei Wochen eine Klasse höher trainiert! Jetzt kannst in den hohen LK starten!! Ich soll dir noch viele Grüße ausrichten! Ein Foto von den beiden habe ich auch bekommen.“ Wow, das war wirklich eine tolle Überraschung! „Da muss ich nachher unbedingt mal bei Gwen anrufen und mich bedanken! Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet!“, sagte ich.

      Dann ritt ich noch ein paar Hufschlagfiguren und Manöver, bevor ich abstieg und Naomi absattelte. Anschließend legte ich ihr die Abschwitzdecke auf und brachte sie in ihre Paddockbox. Doch was war das? An der Box neben Naomi war ebenfalls eine dicke rote Schleife angebracht. Ich drehte mich zu meinem Mann um, welcher mit einem noch breiteren Grinsen hinter mir stand. „Das war noch nicht alles…du hast so viel Freude an den Westernpferden gefunden, da habe ich noch etwas für dich…“, meinte er. Er nahm mir Naomi ab und sagte: „Geh doch mal gucken!“ Vorsichtig öffnete ich die Boxentüre und ging durch den Lamellenvorhang auf den Paddock. Dort stand eine wunderschöne Painthorsestute in meiner Lieblingsfarbe.
      Vorsichtig näherte ich mich der Stute und begrüßte sie. Sanft schnupperte sie an meiner Hand und ich strich ihr über die Stirn. „Sie ist wunderschön!“, sagte ich zu Timo, der mittlerweile Naomi versorgt hatte und zu uns gekommen war. „Ihr Name ist Kisshimbye“, erklärte er, „Ich habe sie gesehen und sofort an dich gedacht. Sie ist sehr gelehrig und könnte auch ein Grundstock unserer Westernzucht sein. Wenn du sie nicht magst, dann bleibt sie mein Pferd“ Doch so weit ließ ich es erst gar nicht kommen! „Nicht mögen?? Wie kann ich so ein tolles Pferd nicht mögen???“, rief ich und warf mich ihm in die Arme, „Dankeeee!“.

      Im Bett dachte ich noch einmal an den schönen Abend zurück. Das war ja eine Heimkehr mit vielen vielen Überraschungen gewesen. Da konnten die kommenden Weihnachtstage ja nur noch langweilig dagegen werden… ;)
    • jojomaus
      Bericht vom 11.05.15 © Rasha
      In den letzten Monaten hatte ich leider nicht viel Zeit für die Pferde. Aber heute war es endlich wieder so weit. Ich holte Hollywods Lil Naomi von der Weide und putzte sie am Putzplatz.
      Anschließend sattelte ich sie und ging mit ihr eine Runde auf den Reitplatz. Dort übte ich noch einmal die Reiningpatterns, um die Stute weiterhin auf ihrem Trainingsniveau zu halten. Nach dem Training ritt ich sie im Geländer trocken. Auf dem Hof angekommen, sattelte ich die Stute ab und fütterte sie mit etwas Müsli. Nachdem ich die Hufe kontrolliert hatte, durfte sie auch schon wieder zurück auf die Weide, wo sie bereits von den anderen Stuten erwartet wurde.

      Bericht vom 22.05.15 © Svartur

      Besuch bei Rasha!
      „Uff, hier weht ja doch eine frische Brise“, murmelte ich leise vor mir her während ich aus dem Auto stieg. Schnell zog ich mir eine Jacke über und stapfte dann auch schon in Richtung Stall. Ich war heute zu Besuch bei Rasha und würde mich um ihre Pferde kümmern, da sie für einen Tag bei Bekannten war. Ich war bereits oft bei ihr zu Besuch gewesen und hatte erst letzte Woche ein Pferd von ihr gekauft, welches gut bei mir angekommen war. Ich kannte mich also aus, sodass Rasha mich guten Gewissens alleine agieren lassen konnte. Zu Beginn stellte ich die beiden Jungpferde Jule und Hrafn auf die Wiese, wo die beiden in Ruhe toben könnten und auch etwas vom noch frischen, saftigen Gras fressen konnten. Besonders Hrafn gefiel mir sehr gut, er würde sicherlich mal ein prächtiger Hengst werden, wobei auch Jule eine schicke Stute war, doch mit Kaltblüter konnte ich einfach nicht viel anfangen.

      Nachdem die beiden für’s erste versorgt waren widmete ich mich den anderen Pferden im Stall und fing an sie zu füttern. Schnell war dies erledigt, sodass ich zu den nächsten Pferden überging. Mein Weg führte zu der Possi’s Box – den Hengst hatte ich Rasha vor inzwischen einiger Zeit verkauft, da ich mit ihm nicht viel anfangen konnte, doch ich hing noch immer sehr an ihm, sodass ich mich nun umso mehr freute mich heute wieder um ihn kümmern zu dürfen. Ich putzte ihn gründlich und fing dann an ihn zu satteln und zu trensen ehe ich mich auf seinen Rücken schwang. Ich ritt mit ihm zum Reitplatz und arbeitete ihn dort eine knappe Stunde. Wie ich es noch von damals von ihm gewohnt war arbeitete er gut mit und war stets bemüht alles richtig zu machen, auch wenn ihm manches nicht auf Anhieb gelang. Am Ende der Stunde war ich sehr zufrieden und brachte ihn zurück in den Stall, wo ich ihn absattelte und ihm sein verdientes Kraftfutter gab. Anschließend ging es auch für ihn noch etwas auf die Wiese.

      Als nächstes schnappte ich mir Lykkja und Snót. Rasha hatte mir berichtet, dass Lykkja gerade mit Fremden eher ungerne alleine ist, sodass ich beschloss sie zusammen mit Snót zu arbeiten. Die verlässliche Stute würde Lykkja sicherlich Sicherheit vermitteln, damit diese ruhig bleiben würde. Beide hatte ich fix geputzt und Snót schnell gesattelt, sodass ich schon bald in eine kleine Geländerunde startete. Wie erwartet verhielten sich beide Stuten sehr brav und manierlich während ich sie etwas gemütlich im Wald ritt. Lykkja lief als Handpferd brav mit – man musste sie weder viel treiben noch bremsen, was die ganze Sache sehr angenehm machte. Auch Snót war zügig unterwegs, sodass ich einige Trabstrecken und zum Abschluss sogar eine Galoppstrecke nutzte um beide etwas auszupowern. Zurück am Hof versorgte ich sie und brachte sie dann zusammen auf die Koppel.

      Da der Tag schneller voranschritt als ich geplant hatte beschloss ich die nächsten beiden Pferde auch gemeinsam zu arbeiten. Ich holte die beiden Quarterstuten Naomi und Kisshimbye und putzte sie gründlich. Um etwas Zeit zu sparen führte ich beide Pferde auf den Reitplatz und ließ sie sich erstmal etwas im Schritt umschauen und warmmachen bevor ich sie im Trab losschickte. Beide Stuten waren sehr lauffreudig und schon bald brauchte ich sie gar nicht mehr zum Laufen animieren – nebeneinander preschten sie umher und genossen die Möglichkeit sich mal richtig auszupowern. „Was für eine Kraft und Ausstrahlung diese Pferde schon haben…und das ganz ohne Blingbling, einem Reiter oder Sonstigem..“, schoss es mir durch den Kopf während ich die Pferde fasziniert betrachtete – so oft ich nun schon Pferde gesehen hatte, sie waren einfach jedes Mal wieder faszinierend und schafften es mich zu verzaubern! Doch allzu viel Zeit für Träumereien hatte ich heute nicht, weshalb ich die Stuten bald wieder einfing und auch diese auf die Weide brachte.

      Phantom war der nächste in der Reihe. Auf ihn freute ich mich besonders, da ich noch nie die Möglichkeit gehabt hatte mit einem richtigen Wildpferd zu arbeiten – und ich war gespannt ob er noch anders auf verschiedene Bewegungen und Hilfen des Menschen reagieren würde als andere Pferde. Beim Putzen war er jedoch sehr gelassen und entlastete schon bald. Ich war fasziniert welch ein Vertrauen das ehemals absolut wilde Pferd dem Menschen entgegenbrachte und beschloss ihn etwas am Kappzaum zu longieren. Auch beim Training zeigte er sich erstaunlicherweise recht gelassen und ruhig, sodass ich schon bald fast vergaß, dass ich mit einem Wildpferd arbeitete. Der Hengst ließ den Hals schön fallen und trat gut von hinten an, was die Arbeit erleichterte. Auch auf Stellungen und Seitengänge am Kappzaum sprang er gut an, hier hatte Rasha gute Arbeit mit ihrer Ausbildung des Hengstes geleistet! Viel zu schnell war es Zeit das Training zu beenden und den Hengst zu versorgen und auf die Wiese zu stellen.

      Doch es war noch Einiges zu tun, sodass ich nun Bleikskjóni holte. Der Hengst war ein bombensicheres Pferd und ließ sich keineswegs davon beirren, dass ihn nun ausnahmsweise mal nicht seine Besitzerin, sondern eine für ihn fremde Person holte. Ich säuberte ihn sorgfältig und stattete ihn dann mit Glocken und Gamaschen aus bevor ich mit ihm zum Roundpen ging. Dort longierte ich ihn erst etwas bis er ordentlich aufgewärmt war und stellte ihm dann zwei Cavalettis in den Roundpen. Der vorher etwas träge Hengst wurde nun aufgeweckt und schien sichtlich Spaß an den kleinen Hindernissen zu haben. Nach einer Weile stellte ich beide Cavalettis auf die höchste Einstellung und ließ ihn springen. Er sprang mit viel Energie ab und kam zuverlässig gut über den Sprung, sogar mit einer relativ guten Technik, was für einen Isländer recht ungewöhnlich war. Nach dem Springen ging ich mit ihm noch eine kleine Runde zu Fuß ins Gelände ehe ich auch ihn etwas auf das Sandpaddock brachte.

      Langsam wurde es schon Abend und ich beeilte mich mit den letzten beiden Stuten. Die nächste würde Luna sein. Ich putzte auch sie in Ruhe und machte sie dann fertig für etwas Doppellongenarbeit. Ich arbeitet mit ihr eine gute halbe Stunde auf dem Platz, bei der sie nach ein paar Startschwierigkeiten aufgrund ihrer Dickköpfigkeit gut mitarbeitete. Anschließend forderte ich noch ein paar Seitengänge an der Hand ehe ich sie zurück in den Stall brachte.

      Als letztes Pferd hatte ich mir noch ein Highlight aufgehoben: Hrydja war ebenfalls eine Stute die mal mir gehört hatte und die ein riesiges Gangsporttalent hatte. Sie war keine einfache Stute doch sie zu reiten machte aufgrund ihrem großen Potential einfach Spaß! Doch schon beim Putzen war sie etwas unruhig, was mich erahnen ließ, dass das Reiten heute spannend werden könnte. Beim Satteln verhielt sich sich jedoch recht brav, sodass ich motiviert auf den Reitplatz ging. Die ersten Runden im Schritt waren kein Problem, doch schon beim ersten antraben kreuzte sie meine Wege – statt einem geforderten ruhigen Trab schoss die Stute im Galopp los. Ein Glück, dass ich sie kannte und mich auf solche Attacken vorbereiten konnte. So hatte ich sie recht schnell wieder im Griff und von dort an lief sie bis auf kleinere Versuche durchzustarten gut. Besonders der Tölt war sehr gut, denn wenn ein so energiegeladenes Pferd losgeht im Tölt – dann ist das wohl tatsächlich noch um einiges schöner als Fliegen! Auch hier ging die Zeit viel zu schnell vorbei und nur widerwillig stieg ich ab – insgeheim bereute ich fast es sie damals abgeben zu haben, doch ich wusste, dass sie bei Rasha in guten Händen war! Ich versorgte sie noch in Ruhe und stellte auch sie noch für ein halbes Stündchen auf die Wiese während ich im Stall schonmal fütterte und jedem Pferd seine Kraftfutterportion in den Trog brachte. Danach holte ich alle Pferde rein, schloss den Stall ab und fuhr wieder nach Hause.
    • jojomaus
      Ein Wiedersehen und Endgültiges Zuhause
      Ich hatte mal wieder in den Verkaufsanzeigen herum gestöbert, nicht dass ich noch mehr Pferde brauchte, mich interessierte einfach nur was für Pferde so verkauft wurden. So stieß ich auf Hollywoods Lil Naomi, was mich traurig stimmte. „Jay, du stimmst mir doch wohl zu, dass wir dieses Pferd zu uns holen!“ „Nein Jojo, nicht schon wieder.“ Jay trat an meine Seite und sah sich die Anzeige an. „Das ist ja Naomi!“ „Also sind wir einer Meinung?“ Natürlich stimmte mir Jay zu und so war es abgemacht. Ich setzte mich mit der noch Besitzerin also in Kontakt und erläuterte ihr die Situation. Ich wollte die Stute kaufen ohne Proberitt, da ich sie ja schon kannte und auf jeden Fall nehmen wollte. So war der Verkauf schnell über die Bühne gelaufen und ich konnte sie sogar schon am selben Tag abholen kommen. Denn das war die einzige Bedingung, den Transport würde ich übernehmen. „Schade, dass ich heute Schicht habe, ich würde dich so gerne begleiten.“ Während Jay sich für die Arbeit fertig machte, bereitete ich alles für den Transport vor und setzte auch Garry in Kenntnis über den geplanten Pferdekauf. Die einzige Reaktion von ihm war ein Lachen: „Es wird wohl nach der Rennbahn noch ein weiterer Stall folgen!“ Er hätte definitiv nichts dagegen wenn die Stallanlage weiter wachsen würde. Ich half ihm noch dabei die Pferde zu Ende zu versorgen, ehe ich mich ins Auto setzte um zu Naomi zu fahren. Ich freute mich darauf sie wieder zu sehen und noch mehr sie wieder zu uns auf den Hof zu holen. Vor Vorfreude fuhr ich schneller als gewöhnlich und war so auch bei Zeiten auf dem Verkaufshof angekommen. Freundlich wurde ich in Empfang genommen und in den Stall zu Naomi geführt. Wiehernd begrüßte uns die Stute, sie sah fabelhaft aus, hatte sich gut gemausert. Mir wurde noch einmal erläutert wie es mit ihrem Hufproblemen voran ging und auf was ich alles zu achten hatte und ich versicherte der noch Besitzerin, dass es Naomi bei uns an nichts mangeln würde. Dann durfte ich die Püppi aufhalftern und aus dem Stall führen und zusammen bereiteten wir sie für den Transport vor. Bevor es in den Hänger ging musste Naomi aber am Putzplatz noch etwas ausharren, damit wir den Papierkram erledigen konnten und die Stute nicht zu lange im Hänger verbringen musste. Erst danach konnte es zurück nach Hause gehen. Die Fahrt verlief ruhig, Naomi war das Transportieren gewohnt. Garry kam mir schon entgegen als ich auf den Hof fuhr und half mir beim Abladen der Stute. Kaum war sie auf dem Hof wieherte sie Lautstark. „Na Mädchen erkennst alles wieder? Dann führen wir dich mal ein wenig herum.“ Ich erzählte Naomi was in ihrer Abwesenheit hier sich so alles Verändert hatte und ging mit ihr ein wenig Spazieren. Die Stute sah sich um und schien mit sich voll auf zufrieden zu sein. Nach dem kurzen Rundgang brachte ich sie vorerst in die Box damit sie sich Aklimatisieren konnte. „Später darfst du raus auf die Weide.“
    • jojomaus
      Sammelpflegebericht:
      Ein Pferdesamstag
      Gleich nach der morgentlichen Fütterung ging es ans tägliche Training. Es war Samstag und Jay würde sich heute bei uns einklinken, weswegen wir auch mit Hollywoods Lil Naomi und The Little Bit I Didn´t Lose anfangen wollten. Mit beiden ging es nach dem Putzen und Satteln auf den Platz um ein wenig Westerntraining zu veranstalten. Jay freute sich Naomi wieder einmal auspowern zu dürfen und selber wieder etwas im Western vorwärts zu kommen. Die Quarter Horse Stute war nämlich eine sehr gute Lehrerin. Ich konnte dagegen mit Little nicht ganz so sehr mithalten, da meine Kleine einfach noch nicht so Erfahren unterm Sattel war. Garry hatte sich indessen Sheregi geschnappt um ihn in der Halle an der Longe zu Arbeiten und ihn vorsichtig mit der Trense bekannt zu machen. Sobald Little nicht mehr so Aufnahmefähig war beendete ich das Training mit ihr und ließ Jay mit Naomi in Ruhe weiter arbeiten. Am Putzplatz traf ich Garry, welcher mit Sheregi ebenfalls fertig war. „Er hat sich eigentlich ganz gut angestellt. Beim nächsten Mal wird es dann noch besser laufen. Ich nehm gleich noch Joker's Jackpot mit in die Halle. Er ist bestimmt auch schon soweit.“ Ich war mit der Idee mehr wie einverstanden und nachdem ich abgesattelt hatte begaben wir uns zusammen zu den Weiden um beide Pferde zurück zu bringen. Ich schnappte mir Baby Doll Melody, Garry wie besprochen Joker und gemeinsam ging es zurück zum Putzplatz. Garry war recht schnell fertig mit dem Putzen und verschwand mit dem Junghengst in die Halle. Sobald ich mit meiner Appaloosastute fertig für meine geplante Westernstunde war, hatte Jay ihr Training beendet und bereitete Naomi nach. „Es war herrlich, sie ist so eine Süße. Anstrengend aber herrlich“, schwärmte sie mir vor. Jay würde als nächstes Flying Star für dieDressurarbeit zurecht machen und mir auf dem Platz Gesellschaft leisten. Während wir Mädels noch mitten im Training waren hatte Joker sich tapfer geschlagen mit dem Trensentrainig und durfte zurück auf die Weide. Als nächstes war Lulu mit dem Trensentraining dran, auch sie war nun soweit sich mit dem Erwachsen werden vertraut zu machen. Garry hatte ein Händchen für Jungpferde, daher überließ ich es ihm. Baby Doll war heute äußerst Motiviert und Leistungsbereit so dass ich mich an einer neuen Lektion wagen konnte, am Ende war ich mit uns beiden mehr wie zufrieden und bis Jay mit Flyings Training fertig war ritt ich sie im Schritt herum. Garry hatte in der Zwischenzeit Lulu zurück auf die Weide gebracht und sah den Rest der Zeit uns beim Training zu, da wir danach zusammen die Weiden kontrollieren und säubern wollten, zusammen ging diese Arbeit viel schneller und spaßiger vorüber. Nach einer anschließenden Frühstückspause, während der sich meine Schwester zu uns gesellte, konnte es im Tagesablauf auch schon weiter gehen. Für heute war ein gemeinsamer Ausritt geplant. Jay wollte Samantha übernehmen,Garryseinen Calvados, meine Schwester freute sich auf Apha FL Dashing und ich selber würde auf Ramazotti reiten. So ging es wieder auf die jeweiligen Weiden um die Pferde zu holen und anschließend für den Ritt vorzubereiten. Bei Zeiten waren wir soweit und stiegen in die Sättel. Es war zwar kalt aber die Sonne schien und lud uns ein zu einem tollen Ritt. Warm würde uns schon noch werden. Wir waren solange unterwegs bis uns der Hunger schließlich wieder nach Hause trieb, wir die Tiere versorgten, wieder auf die Weide brachten und dann gemeinsam ein spätes Mittag aßen. „So erzählt, was steht noch an? Ihr könnt beim Training bestimmt noch eine helfende Hand gebrauchen.“ Meine Schwester war noch immer voller Tatendrang und wir besprachen unseren weiteren Tagesablauf. Solange das Wetter noch so gut hielt sollte Der Physiker in Millitary gefördert werden, das würde Garry übernehmen und machte sich auch gleich ans Werk. Meiner Schwester übergab ich die Aufgabe des Longierens, darin war sie die beste. Ich erläuterte ihr kurz was ich für ein Training vorhatte und gab ihr die Trainingsbücher. Mit Clair De Lune sollte sie anfangen und sich dann auch mit Regis Filia und Miss Liddle Sunshine beschäftigen. In der Zeit in der die beiden ihre Pferde vorbereiteten baute ich zusammen mit Jay einen Springparcours auf und trennten unseren großen Reitplatz ab. Damit meine Schwester in rhe longieren konnte. Jay würde nun mit Rebellmouse springen und ich trainiere in der Halle French Lover in der Dressur. So waren wir vorerst alle beschäftigt. Mein kleiner frecher Camarguehengst machte sich heute ganz gut, auch wenn unsere Erfolge nur klein Ausfielen. Es ist halt noch kein Meister vom Himmel gefallen. Nachdem ich ihn nachbereitet hatte und er wieder auf der Weide herum tollen konnte war Panthera an der Reihe. Auch sie sollte in der Dressur gearbeitet werden. Während ich noch beschäftigt war beendete Jay das Springen, versorgte die Stute und räumte den Platz wieder auf. Meine Schwester hatte mittlerweile unsere kleine Prinzessin an der Longe und genoss es wieder einmal mit Pferden zu Arbeiten. Filia verhielt sich vorbildlich und zeigte in ihren jungen Jahren schon erstaunlich Gänge. Als ich mit Pan aus der Halle zurück kam um die Stute zu versorgen war mein Schwesterchen schon mit Liddle Sunshin am arbeiten, als auch Garry endlich wieder zurück kam mit einem sichtlich erschöpften Phey. Gemeinsam erledigten wir noch Hofarbeiten und versorgten die Tiere mit ihrer Abendration ehe wir uns auch um unser Essen kümmerten und den Abend gemütlich ausklingen ließen.
    • Occulta
      Verschoben am 26.10.2016
      Grund: 6 Monate lang keine Pflege
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    jojomaus
    Datum:
    23 Juli 2015
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    EXIF Data

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    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Rufname: Naomi

    Abstammung

    Vater: Unbekannt
    Mutter: Unbekannt


    Grunddaten

    Rasse: Quarter Horse
    Geschlecht: Stute
    Alter: 8 Jahre
    Stockmaß: 1,65m
    Fellfarbe: Fuchs

    Abzeichen: in Nüstern auslaufende Blesse; Hr, Hl und Vl habweißer Fuß


    Beschreibung

    Naomi ist eine Intelligente und gelerige Stute, welche schon auf sehr feine Hilfen reagiert und ihrem Reiter versucht alles Recht zu machen.
    Die Quarter Horse Stute hat einen relativ kurzen und breiten Kopf mit kleinen, spitzen Ohren. Ihre Hinterhand ist sehr muskulös, die Schulter kräftig und nicht zu schräg. Der Rücken ist ziemlich kurz.

    Da ihre Hufpflege leider oft zu kurz kam, hat sie sich eine Fehlstellung angeeignet. Auf Anweisung der Tierärztin bekommt Naomi nun Biotin- und Calciumpräparate, um die Hufe und Knochen zu stärken. Außerdem soll sie viel Bewegung bekommen, auch auf hartem Boden, und nach Möglichkeit Wassergymnastik.


    Zuchtdaten

    Züchter: //

    Zur Zucht vorgesehen: Ja

    Gekört/ Gekrönt: Nein

    Besitzer: Jojomaus

    Vorbesitzer: Rasha

    Ersteller/Vkr: JayPie

    Qualifikationen

    Eignung: Western (Reining), Springen, Galopp

    Eingeritten: ja / Eingefahren: nein


    Dressur: E A L M S S* S** S***
    We
    stern: E A L M S S* S** S***
    Springen: E A L M S S* S** S***
    Distanz: E A L M S S* S** S***
    Military: E A L M S S* S** S***
    Fahren: E A L M S S* S** S***
    Galopp: E A L M S S* S** S***

    Erfolge

    1. Platz - 262. Galopprennen

    1. Platz – 255. Westernturnier
    3. Platz - 262. Westernturnier

    1. Platz - 277. Springturnier
    3. Platz - 61. Synchronspringen mit Eowin (Peeta Mellark)
    3. Platz - 283. Springturnier


    Sonstiges

    HS-Besuch: war am 25.04.14
    Hufe: vorne Fehlstellung + Hufschuhe; hinten Stahlbeschlag

    TA-Besuch: war am //
    Gesundheit: //