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Sammy

Hollywood Undead

Welsh B | Hengst | gekört | F || DR: E (0) | SPR: E (0) | FA: E (0)

Hollywood Undead
Sammy, 22 Okt. 2013
    • Sammy
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      Warmblüter & Ponies - Monatsbericht August 2013

      ~ Paradises Rafinesse & San Salvador ~
      Fröhlich pfeifend ging ich in meinen Warmblüter und Ponystall. Hier standen die Pferde, die zwar fast alle zuchtfähig waren, jedoch nicht zum Hauptstamm meiner Zucht gehörten. Ich begrüßte alle meine Pferde liebevoll und ging dann ans Ende des Stalles, wo meine beiden Fohlen Paradises Rafinesse und San Salvador standen. Die beiden waren schon zu alt um zusammen auf die Koppel zu dürfen, deshalb ließ ich Rafinesse immer mit Mahira und Everybody's Darling und Salvador mit meinen New Forest Hengstfohlen raus. Nun hatte ich ja auch noch zwei Englische Vollblutstutfohlen und ein Hannoveranerstutfohlen, die ich demnächst in die Fohlenherde integrieren würde.
      Rafinesse hörte aufs Wort und war schon gekrönt, deshalb ließ ich sie am langen Strick neben mir her laufen, während ich Salvador etwas kürzer nehmen musste. Der schöne Hengst war nämlich ein wenig scheu. So führte ich meine beiden Jungpferde zum Putzplatz, band sie jeweils an den entgegenliegenden Enden an und begann dann abwechselnd mit meiner Putzarbeit. Als ich schließlich zufrieden war, leuchtete das Fell beider Fohlen. Ich band sie los und lief in Richtung Reitplatz, denn noch war es schön kühl. Rafinesse ließ ich auf dem Weg auf der Stutfohlenkoppel raus, wo sie sofort zu ihrer Freundin Mahira rannte. Darling sah den beiden erst etwas ratlos zu und beschloss dann, trotzdem mitzumachen. Ich lächelte und führte Salvador weiter. Da ich vorhatte den Hengst baldmöglichst auf einer Fohlenschau vorzustellen, war es höchste Zeit ihn dafür vorzubereiten.
      Also übte ich erst einmal die Grundgangarten an der Hand, das Halten aus Schritt und Trab, Rückwärtsrichten und schließlich auch das Freilaufen. Salavdor arbeitete sehr gut mit und ich war wie immer überwältigt von seinen tollen Gängen. Nach einer guten halben Stunde beschloss ich aufzuhören, lobte Salvador überschwänglich, putzte ihn nochmal über und ließ ihn zu den anderen Hengstfohlen auf die Koppe.

      ~ Fatimah, Dark Misery, Intolerable Life & Fair Prince ~
      Nun waren meine vier Isländer Dark Misery, Fair Prince und die Zwillinge Fatimah und Intolerable Life an der Reihe. Eddi würde gleich vorbeikommen und dann würde es mit dem Vierspänner ins Gelände gehen. Ich holte meine vier Ponies schon einmal auf den Putzplatz und begann sie zu säubern. Da Prince und Life beide kein bisschen hengstig waren, war es überhaupt kein Problem sie neben den Stuten stehen zu haben.
      Als ich Fatimah und Misery bereits fertig geputzt hatte, kam Eddi mit rotem Gesicht zu mir gelaufen.
      "Oh, bin ich zu spät?", fragte sie ganz außer Atem.
      "Ne Quatsch, du bist zu früh! Aber ich wusste ja, dass du immer früher kommst, deshalb hab ich schon angefangen!", grinste ich.
      Eddi putzte nun Prince und ich Life. Da ich schneller fertig war, ging ich schonmal in die Sattelkammer und holte die Geschirre für die Pferde raus. Die Kutsche stand bereits im Hof. Nun legten wir den Ponies flott die Geschirre an und führten dann zuerst Misery und Fatimah zur Kutsche. Die beiden Hengste waren mutiger und nicht so schreckhaft, deshalb war es gut, wenn sie voraus liefen. Als wir schließlich fertig waren, zogen wir uns beiden auf den Kutschbock, ich nahm die Zügel auf und es ging im gemütlichen Schritt los.
      Zuerst ließen wir die Ponies über Feldwege laufen, bis wir schließlich entschieden, in die Stadt zu fahren. Dort konnten Eddi und ich uns ein Eis gönnen und die Ponies sahen mal etwas anderes. Wir galoppierten noch bis zum Ende des Feldweges, dann parierte ich wieder zum Schritt durch und schon kurz darauf erreichten wir die Stadt. Die Ponies liefen eifrig vorwärts und waren voll bei der Sache. In der Stadt ernteten wir eine Menge neugieriger Blicke und als wir an der Eisdiele Halt machten, kamen ein paar Kinder mit ihren Müttern und fragten schüchtern, ob sie die Ponies streicheln durften. Die vier genossen die Aufmerksamkeit in vollen Zügen, weshalb Eddi und ich unser Eis - anders als geplant- in der Stadt verzehrten und erst dann wieder heimwärts fuhren. Auf dem Hof angekommen, spannten wir die Ponies flott aus, putzten sie nochmals, gaben ihnen die wohlverdienten Karotten und brachten sie dann zurück zur Koppel.

      ~ Ojos Azules & Someone ~
      Da Eddi noch Zeit hatte, beschlossen wir gleich noch einen netten Ausritt hinten dran zu hängen. Ich überlegte kurz welche Pferde wir nehmen sollten und entschied mich dann für Ojos Azules und Someone. Die zwei waren schon länger nicht mehr im Gelände gewesen. Eddi würde Jojo reiten und ich Someone.
      Also holten wir die Hengste aus ihren Boxen, putzten sie und sattelten sie dann auf. Jojo und Someone vertrugen sich sehr gut, da Jojo eigentlich nie Hengstmanieren zeigte. Deshalb hatte ich auch darauf verzichtete Slaters Secret mitzunehmen, denn er und Someone könnten dann durchaus aufeinander los gehen.
      Als die Pferde gerichtet waren, schwangen wir uns in die Sättel und verließen das Gestüt in Richtung Wald.
      Die Pferde griffen fleißig aus und es war alles in allem ein sehr gemütlicher Ausritt. Da es inzwischen auch recht warm geworden war, legten wir nur einen kleinen Galopp ein und kehrten dann im Schritt zum Hof zurück. Ich bedankte mich bei Eddi für ihre Hilfe und brachte die Hengste in ihre Paddocks, wobei ich Jojo zu Khamar, Branagorn, Prince, Life und Orfino stellte, die sich sehr gut vertrugen. Someone dagegen musste in einen Einzelpadock, damit er mir die anderen Hengste nicht kurz und klein schlug.

      ~ Cinnemont's History, Dorina, Pierre, Salwa, Kolibri, Hollywood Undead, Benjilala & Mizzi ~
      Bevor ich Mittagspause machte musste ich mich noch um Dorina, Benjilala, Salwa, Kolibri, Hollywood Undead, Mizzi und meine neue gekrönte DRP Stute Cinnemont's History kümmern. Die acht hatten heute frei, deshab putzte ich sie nur und stellte sie dann auf die Koppel - History zunächst auf ein kleines abgetrenntes Stück neben der großen Koppel, damit sich die Stuten miteinander vertraut machen konnten. Anschließend ging ich ins Haus, um mir mein Mittagessen zu machen.

      ~ Cuchara ~
      Als es Abends kühler wurde, widmete ich mich meinen beiden letzten Pferden Cuchara und Secret. Zuerst wollte ich meine Andalusierstute Cookie bewegen. Ich holte die wunderschöne Rotschimmelstute aus ihrer Box und putzte sie in aller Ruhe. Dann sattelte ich sie auf und führte sie in die Reithalle.
      "Ich weiß meine Schöne, wir haben schon lange nichts mehr alleine gemacht! Aber heute arbeiten wir mal wieder richtig!"
      Ich stellte Cookie auf der Mittellinie auf, gurtete nach, ließ die Steigbügel herunter und schwang mich in den Sattel. Dann wärmte ich Cookie im Schritt und Trab mit viel Biegen und Wenden auf. Seit unserem Desaster ganz am Anfang hatte Cookie sich wirklich prächtig gemacht. Die Stute war zwar immer noch recht schreckhaft, ging aber nicht mehr ohne Grund unberechenbar los und versuchte mich abzuwerfen.
      Nach einer Weile gab ich Cookie die Hilfen zum Angaloppieren. Die hübsche Stute senkte den Kopf und buckelte einmal übermütig, war aber ansonsten brav. Ich ritt sie noch ordentlich trocken und brachte sie dann auf die Stutenkoppel, wo ich ihr nochmals liebevoll über den feinen Kopf strich.

      ~ Slaters Secret ~
      Nun war nur noch mein gekörter Barockpintohengst Slater's Secret an der Reihe. Ich hatte den Hengst als Fohlen ersteigert, hatte ihn aufgezogen und gekört. Dann war er mir durch einen dummen Zwischenfall weggenommen worden und ich hatte zusehen müssen, wie er von Besitzer zu Besitzer weitergereicht worden war, bis ich endlich wieder die Chance hatte, ihn zu kaufen. Nun stand er in meinem Stall und ich konnte meinen Liebling jeden Tag sehen.
      "Hallo Baby!",säuselte ich, während ich dem großen Hengst das Halfter überstreifte. Dann führte ich den Rappschecken zum Putzplatz, wo ich ihn mit kräftigen Strichen durchbürstete, seine Hufe auskratzte, den Behang kämmte und Schweif und Mähne verlas. Dann sattelte ich den Hengst auf und führte ihn auf den Reitplatz. Secret war ein absolutes Verlasspferd, deshalb wollte ich nun endlich dafür sorgen, dass er in der Dressur vorankam. Ich wärmte ihn ordentlich auf, ritt dann Viereck verkleinern und vergrößern, Schulterherein und Schenkelweichen, danach Vorhandwendungen, Zirkel verkleinern und vergrößer und Versammlungen sowie Verstärkungen. Secret arbeitete wie immer super mit und als ich ihn schließlich trocken ritt war ich wirklich stolz auf ihn. Ich musste unbedingt einen Trainer finden, der ihn für höhere Klassen ausbildete, das Zeug dazu hatte er ja definitiv!
    • Sammy
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      Warmblüter & Ponies - Monatsbericht September 2013

      Intolerable Life, Fair Prince, Pierre, Hollywood Undead, Slaters Secret, Someone & Ojos Azules
      Als ich den Stall meiner Warmblüter und Ponies betrat, wurde ich bereits von lautem Wiehern begrüßt. Mein Saddlebred Hengst Someone schlug ungehalten gegen die Boxentür. "Hey lass das du Spinner!", wies ich ihn zurecht "Ihr kommt ja gleich alle raus, aber hexen kann ich auch nicht", lachte ich dann. Damit Someone nicht dachte, ich würde sein Fehlverhalten belohnen, führte ich nun zuerst Slaters Secret, meinen stolzen Barockpintohengst aus dem Stall, putzte ihn kurz und ließ ihn dann auf seine Hengstkoppel. Dort wieherte er auch sofort drohend Black Soul zu, der seinerseits hoch stieg und mit seinen schwarzen Hufen durch die Luft schlug. Ich schüttelte lachend den Kopf. Dabei waren die Stuten grade nicht einmal in der Nähe!
      Als nächstes nahm ich meine beiden Isländerhengste Fair Prince und Intolerable Life und die Hengste Hollywood Undead und Pierre. Die drei waren so verträglich, dass ich sie problemlos gemeinsam fertig machen und auch mit anderen Hengsten auf die Koppel lassen konnte. Ich putzte beide abwechselnd und brachte sie anschließend zu Branagorn und Orfino auf die Weide.
      "So jetzt bist du dran, du verrücktes Pferd!", neckte ich Someone, als ich wieder im Stall war. Der stattliche Hengst schnoberte meine Hände ab und ließ sich dann ausnahmsweise brav aus der Box führen. Danach war nur noch mein gelassener Andalusierhengst Ojos Azules an der Reihe. Ich putzte den lackschwarzen Hengst und stellte ihn ebenfalls zu den anderen ruhigen Kandidaten auf die Weide.

      Fatimah, Salwa, Kolibri, Dark Misery & Cuchara
      "So meine Damen und jetzt ihr!", rief ich anschließend fröhlich meinen Stuten zu. Meine beiden Isländer Fatimah und Dark Misery, sowie meine Andalusierstute Cuchara, die Welsh Stute Kolibri und meine Lusitanostute Salwa hatten heute ihren freien Tag. Missy und Fatimah nahm ich zusammen, säuberte ihr flauschiges Fell und führte sie auf die Koppel, wo bereits Samiyah und Angels Fall First warteten. Mit Cookie und Salwa wiederholte ich das Spielchen und entließ sie dann ebenfalls auf die Weide. Die schöne Rotschimmelstute legte sofort die Ohren an und stürmte auf Samiyah zu, die ebefalls sofort zurück giftete. Die beiden stritten sich seit Sami's Ankunft andauernd um die Position der Leitstute und ich war schon versucht, die Gruppe zu trennen.

      Paradises Rafinesse & San Salvador
      Als ich in den Stall zurück kehrte, wieherte mir Paradises Rafinesse vorwurfsvoll zu. Ich lächelte und holte auch sie aus ihrer Box. Die hübsche Scheckin kam heute das erste Mal zu den Erwachsenen auf die Koppel und ich war gespannt, wie sie sich benehmen würde. "Na mein Mädchen? Wie konnte ich es nur wagen, die anderen vor dir zu beachten, hm?", säuselte ich, während ich über ihr geschecktes Fell fuhr. Rafinesse fuhr mir vorsichtig mit ihrer weichen Nase über den Arm. "Du bist schon etwas ganz besonderes mein Schatz. Sei so gut und vertrag dich mit den anderen, ja? Mahira kommt dann später auch", mit diesen Worten löste ich den Führstrick und ließ Rafinesse auf die Weide. Sofort hörten Cookie und Samiyah mit ihren Streitereien auf und starrten die neue Stute argwöhnisch an. Rafinesse blickte sich ein wenig erstaunt um, sie suchte wohl ihre Freundin Mahira. Als sie einen zögerlichen Schritt nach vorne machte, kam Sami angerauscht und legte mit böse blitzenden Augen die Ohren flach an den Kopf. Ansonsten war Samiyah ein Engel, doch in 'ihrer' Herde konnte sie ein richtiges Biest sein. Meine wundervolle Rafinesse machte einen erschrockenen Satz rückwärts und sah Samiyah unsicher an. Die Stute ließ es sich trotzdem nicht nehmen, Rafinesse quer über die Weide zu scheuchen, bis sie schließlich genug hatte und wohl beschloss, dass Rafinesse ihr nicht gefährlich werden würde. Da hatte ich bei Mahira schon eher Bedenken...

      Cinnemont's History & Dorina
      Nun waren meine beiden Deutschen Reitponystuten Dorina und Cinnemont's History an der Reihe. Anna kam mir bereits entgegen, als ich die beiden Stuten aus ihren Boxen holte. Dorina war schon recht lange in meinem Besitz, während ich History erst vor kurzem gekauft hatte.
      "So Anna. Ich dachte wir machen heute ein bisschen Dressur auf dem Reitplatz. Was hälst du davon?", fragte ich das schüchterne Mädchen lächelnd. Ich weiß nicht genau warum, doch ich hatte Anna von Anfang an sehr gern gehabt. Meine übrigen Pfleger waren größtenteils männlich und machten sich nicht viel aus dem Reiten. Anna war da anders. Erst vor kurzem hatte sie sich auf Melody's Girl ins Gelände gewagt, nachdem sie seit einem Reitunfall Jahre lang nicht mehr geritten war.
      Anna schaute mich an. Sie war etwas bleich im Gesicht. "Wen soll ich denn reiten?", fragte sie schließlich.
      "Ich dachte, du könntest Dorina nehmen. History bin ich noch nicht geritten, seit ich sie habe und Dorina kennst du auch schon eine Weile.", antwortete ich.
      Das junge Mädchen schien erleichtert und begann flott Dorina zu putzen und aufzusatteln. Dann führten wir die beiden Stuten zusammen auf meinen großen Dressurplatz.
      "Wärm Dorina erst mal im Schritt auf und wenn du dich sicher genug fühlst, kannst du auch gerne traben und galoppieren.", gab ich Anna Anweisungen. Bei unserem Ausritt waren wir nur Schritt gegangen und ich war gespannt, ob das Mädchen seine Angst schon ein Stück weit überwunden hatte. Doch als ich meine fleißige History nach vielen Lektionen und einer guten Viertelstunde Galopparbeit schließlich zum Schritt durchparierte, hatte Anna noch immer keine schnellere Gangart eingelegt. Die sonst so sanftmütige Dorina wurde ungeduldig und schlug mit dem Kopf. Sofort machte Anna die Beine zu und zog an den Zügeln.
      "Oh oh.", machte ich und ritt schnell zu den beiden hinüber. Ich sah das weiße in Dorina's Augen und sie hatte die Ohren unsicher nach hinten gelegt.
      "Anna ganz ruhig. Sie möchte doch nur laufen. Glaub mir, Dorina würde niemals durchgehen oder so etwas in der Art. Warte kurz hier, ich bringe History schnell weg und nehme dich dann an die Longe.", sagte ich besänftigend.
      "Nein warte. Ich ich geh nicht weg bitte. Was ist wenn Dorina dann Angst bekommt?", fragte Anna und schaffte es kaum, das Beben in ihrer Stimme zu verbergen.
      In genau diesem Moment kam Eddi. Wir waren zum Ausreiten verabredet. Schnell führte ich meine Fuchsstute zum Zaun.
      "Hey Eddi! Meinst du du könntest History versorgen? Ich möchte Anna gern kurz an die Longe nehmen, aber sie möchte nicht alleine hier bleiben...Ich komme dann auch sofort, ich dachte wir könnten Mizzi und Benjilala nehmen!" Eddi lächelte und nahm mir die Zügel aus der Hand.
      Ich schnappte mir die Longe, die über dem Reitplatzzaun hing und befestigte sie mit Longierbrille an Dorina's Trense. Sofort wurde Anna merklich ruhiger und auch Dorina regte sich schnell wieder ab.
      "Okay. Jetzt gib ihr mal die Hilfen zum Antraben", forderte ich Anna auf. Sie sah mich erschrocken an, doch als ich nichts weiter sagte, nahm sie die Zügel auf und drückte zaghaft die Beine an. Die gut ausgebildete Dorina fiel trotzdem sofort in einen zackigen Trab, womit Anna offensichtlich nicht gerechnet hatte. Sie zog wieder an den Zügeln und der alt bekannte panische Ausdruck erschien auf ihrem Gesicht. Ich schüttelte den Kopf und holte Dorina zu mir her. Dann legte ich meine Hand auf Anna's Bein und sagte: "Hör zu. Ich sehe das du Angst hast. Aber ich sehe auch, wie gerne du reitest. Versuch einfach ganz locker zu bleiben, dann klappt auch alles."
      Anna hatte Tränen in den Augen: "Ja ich glaube dir ja, aber ich kann Dorina einfach nicht vertrauen. Ich hab es wirklich versucht..."
      Ich überlegte kurz: "Gibt es denn ein Pferd auf dem Hof, dem du vertraust?", fragte ich vorsichtig.
      "Ja...Bloody Valentine. Er ist so unglaublich!"
      Oh je. Naja einen Versuch war es vielleicht wert: "Na gut ich mache dir einen Vorschlag: Wenn du jeden Tag weiterhin Dorina und vielleicht Melody reitest, kannst du mir dabei helfen Valentine einzureiten und darfst dann später mit ihm arbeiten". Anna schaute mich ungläubig an und trabte im Anschluss tatsächlich zwei Runden mehr oder weniger locker an der Longe. Ich lobte sie und eilte dann zum Stall, um endlich mit Eddi auszureiten.

      Mizzi & Benjilala
      Als ich beim Putzplatz ankam, standen meine Saddlebredstute Mizzi und meine Barockpintostute Benjilala bereits gesattelt und getrenst da und warteten.
      "Oh Eddi , tut mir wirklich Leid! Ich hab nur solches Mitleid mit Anna...". setzte ich an, doch Eddi winkte lachend ab.
      "Weiß ich doch. Und ich finde es toll, was du machst. Lass uns jetzt gehen, die Damen werden schon ungeduldig...Ich nehme an du nimmst Benji?"
      Ich nickte und band die gescheckte Stute los. Anna, die uns mit Dorina entgegenkam, wünschte uns viel Spass und winkte uns zu.
      "Wow sie sieht richtig fröhlich aus. Dabei dachte ich, als ich vorhin da war, sie fängt gleich an zu weinen.", bemerkte Eddi erstaunt, während wir im Schritt den Hof verließen.
      "Ja hat sie auch. Aber ich habe ihr versprochen, dass sie mir mit Bloody Valentine helfen und ihn später arbeiten darf, wenn sie jetzt mit Dorina und Melody am Ball bleibt."
      "Was? Sammy ich weiß, du meinst es nur gut, aber bist du sicher, dass das eine so tolle Idee ist? Ich meine Bloody ist ein junger Hengst, der zudem auch schon ziemlich viel erlebt hat...", wandte Eddi vorsichtig ein.
      "Ja ich weiß. Aber er mag Anna. Und Bloody ist mittlerweile wirklich sehr brav im Umgang. Einreiten werde ich ihn natürlich selbst und sie darf ihn auch nur reiten, wenn sie mir beweist, dass sie den Pferden weder in den Rücken fällt, noch im Maul reißt. Ich werde sie auch Dorina und Melody nur noch gebisslos reiten lassen, am besten mit Halfter...Aber jetzt lass uns endlich reiten, Benji ist viel zu ruhig und dem traue ich nicht!", sagte ich lachend und trieb die Rappscheckstute in einen flotten Trab. Mizzi setzte sofort hinterher. Die hübsche Fuchsstute war sehr angenehm zu reiten, doch wenn man ihr falsche Hilfen gab, setzte sie einen auch gerne einmal in den Sand. Deshalb durfte bisher auch nur Eddi sie reiten. Benji dagegen war auf dem Platz, vor allem bei der Dressurarbeit ein Engel. Doch sobald es ins Gelände ging, führte sie sich auf, als wäre eine Horde Pferdefresser hinter ihr her. Da ich die Stute jedoch bald Einfahren wollte, musste sie dieses Verhalten unbedingt ablegen.
      Nach einer guten Stunde kamen wir lachend aber ziemlich fertig wieder auf dem Hof an. Benji war die erste Hälfte des Rittes totenbrav gewesen und hatte dann plötzlich aus dem nichts angefangen zu spinnen, sodass sie mich fast aus dem Sattel katapultiert hätte. Mizzi hatte sich auch sogleich von der Aufregung anstecken lassen und so hatte auch Eddi alle Hände voll zu tun gehabt.
      "Mann die hatten heute ganz schön Pfeffer unterm Hintern", keuchte sie, während sie abstieg und Mizzi absattelte. Wir machten die Stuten fertig und stellten sie dann noch für ein paar Stunden auf die Koppel....
    • Loulou
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      Ein erneuerter Besuch.
      Schon früh klingelte mein Wecker und ließ somit meinen Arbeitstag beginnen. Heute würde ich wieder zu Sammy fahren, um mich um 12 ihrer Pferde zu kümmern, die gestern nicht dabei waren. Bereits eine halbe Stunde später saß ich im Jeep und befand ich auf den Weg zu ihr. „Guten Morgen, Sammy.“, begrüßte ich sie, als ich auf dem Hof parkte und ausstieg. Auch sie begrüßte mich und so machten wir uns auf den Weg zu den New Forest Ponys. Nur ein Hengst wartete dort auf uns. Hollybrook's Bloody Valentine blickte mir misstrauisch entgegen, als ich den Riegel der Boxentür aufschob und mich durch sie hindurch. „Na du.“, murmelte ich und hielt ihm meine Hand kurz entgegen, doch anstatt wie die meisten Pferde den Hals zu recken, um sie zu begutachten, zuckte er zurück. „Na dann wollen wir nicht herum trödeln und dich unnötig aufregen.“, sagte ich zu ihm und nahm mein Stethoskop aus der Tasche, um ihn auf Herz- oder Lungengeräusche abzuhören. Widerwillig ließ er es über sich ergehen, ebenso wie das Fiebermessen. Ich nahm eine der heute morgen vorbereiteten Spritzen mit dem Impfstoff heraus und injizierte ihm das Ganze, was er mit angelegten Ohren quittierte. „Ganz ruhig.“, murmelte ich und griff nach der Wurmkur, ehe ich seinen Kopf umfasste und ihm das Ganze ins Maul gab. „Und dann bist du auch schon fertig.“, sagte ich, während ich meine Sachen wieder zusammen packte und er missmutig auf der dickflüssigen Masse herumkaute. Als nächstes gingen wir zu den Arabern herüber, zu der dreijährigen Haadeh, welche ganz im Gegensatz zu dem ersten Patienten heute neugierig über die Boxentür hinweg in die Stallgasse blickte. Sie wirkte ein wenig aufgedreht, doch ließ sie die Untersuchung schnell über sich ergehen und auch das Impfen und die Wurmkur bereiteten keinerlei Probleme. Kurz klopft ich ihr den Hals, ehe ich die Box verließ und zur nächsten ging. Adina De Ra'idah, ebenfalls eine dreijährige Stute, doch wohl das genaue Gegenteil von Haadeh. Ängstlich, nahezu panisch schien sie mich zu begutachten, als ich mich ihrer Box näherte. Zu recht, wie Sammy mir erzählte. „Würdest du sie dann festhalten und sie beruhigen, während ich meine Arbeit mache?“, bat ich die junge Frau. Gesagt, getan. Mit angelegten Ohren und rollenden Augen ließ mich die Stute in ihre Box und zuckte zusammen, als sie das kalte Stethoskop berührte. „Alles ist gut.“, murmelte ich, nachdem ich sie abgehört hatte und sie mich nur widerstrebend Fieber messen ließ. Leise seufzte ich, doch sie war vollkommen in Ordnung, so konnte ich nun Impfen. Das ganze bedeutete wohl unheimlich viel Stress für die Stute und so verweilte ich nicht länger als nötig bei ihr in der Box, nachdem sie auch die Wurmkur intus hatte. Ich schlüpfte hinaus und verschloss die Tür, während Sammy sie losließ und die Red Roan Stute sich sogleich in die hinterste Ecke verdrückte. Wir begaben uns als nächstes zu den Warmblütern und Ponys, die gestern Zuwachs bekommen hatten und ebenfalls geimpft und entwurmt werden sollten. Die erste Stute, Little Big Girl, war vollkommen umgänglich und so verließ ich nach wenigen Minuten auch schon wieder ihre Box, um zu Juego zu gehen, einem wirklich schicken Welsh Pony. Auch er war von ruhigem Gemüt und ließ sich rasch untersuchen und impfen, nur die Wurmkur widerstrebte ihm etwas und ich brauchte einiges an Überzeugungskraft, damit er das Maul aufmachte und das Ganze runter schluckte. Und damit ging es zu den englischen Vollblütern in den Stall, die allesamt noch recht neu waren. Als erstes gingen wir zu der Box der 12 jährigen Stute Ace Of Spades, ein schicker Rappe. Das Temperament der Engländer war mir durchaus von meinen eigenen beiden bekannt und so wusste ich gut, damit umzugehen. Doch die gekörte Stute ließ gut mit sich arbeiten und so befand ich mich bald in Black Pearls Box, ebenfalls eine Rappstute. Ich klopfte ihr zur Begrüßung den Hals und begann sogleich mit der Untersuchung, um sie daraufhin zu impfen und zu entwurmen. „Braves Tier, murmelt eich, während ich die Box verließ, Sammy sie verschloss und wir weiter zu Pirate Island gingen. Die Falbstute blickte uns interessiert entgegen und ließ, wie die beiden zuvor auch, alles willig über sich ergehen. „Dann haben wir es ja gleich geschafft.“, meinte ich, als wir zu dem Schimmelhengst Warrior gingen, der mir beim Betreten des Stalles bereits ins Auge gefallen war. Sammys Englische Vollblüter waren bisher sehr angenehme und umgängliche Gesellen, wie Warrior es auch war. Er schien meine Aufmerksamkeit sogar richtig zu genießen, die ihm zu Teil wurde, als ich ihn untersuchte. Doch wie die meisten Pferde, gefiel ihm die Wurmkur weniger gut. „Ihr mögt wohl alle kein Apfel-Zimt, hm?“, schmunzelte ich und klopfte ihm den Hals, ehe wir weiter gingen. El Racino, ein Rappe mit einer doch recht interessanten Färbung blickte mich aus etwas ängstlich wirkenden Augen an, doch der Schein trübte. Er war ebenso umgänglich, wie die anderen Vollblüter zuvor. So kamen wir zu dem vorletzten Patienten Ghostbuster. Unbeteiligt stand er da und malmte auf ein paar Heuhalmen herum, während ich die Box betrat. Er schien nicht allzu beeindruckt von meiner Anwesenheit zu sein, was mir auch selten unterkam, dass ein Pferd so teilnahmslos dastand. Zuerst kam mir in den Sinn, dass er eventuell krank war, doch seine Werte waren okay und Fieber hatte er auch keines. Nun gut. Er wurde geimpft und entwurmt, so dass wir nun zum letzten Pferd meines heutigen Besuches gehen konnten: Tschiwabschischi. „So, nun dich noch und dann sind wir auch schon fertig.“, sagte ich leise zu ihm, hörte Herz und Lunge ab, ehe ich Fieber maß. Alles vollkommen normal. Ich nahm die letzte Spritze mit Impfstoff, injizierte es ihm und gab ihm letztendlich die Wurmkur. Lobend klopfte ich dem Hengst den Hals, ehe Sammy und ich den Stall wieder verließen und ich meine Tasche ins Auto verlud. „Dann bis zum nächsten Mal.“, verabschiedete ich mich freundlich und gab ihr kurz die Hand, ehe ich mich gegen Mittag auch schon wieder auf den Heimweg machte.
      6008 Zeichen by Tikka

    • Sammy
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      Kleine Kraftpakete - Monatsbericht November 2013

      Cinnemont's History, Dorina, Little Big Girl, Kolibri & Mississle
      Nachdem ich meine Großpferde auf die Koppeln gebracht hatte, waren meine Ponies, also die Isländer, Deutschen Reitponies, Welsh As und Welsh Bs an der Reihe. Zum Schluss würde ich mich dann um meine siebzehn New Forests kümmern.
      Heute hatten Cinnemont's History, Dorina, Little Big Girl, Kolibri und Mississle frei. Die beiden Welsh A Stuten waren erst seit kurzem auf meinem Gestüt und somit noch in der Eingewöhnungsphase. Dorina, History und die Jungstute Kolibri hatte ich dagegen erst ausgiebig gearbeitet, daher hatten sie sich ihren freien Tag redlich verdient.
      Zuerst holte ich meine beiden Reitponydamen aus den Boxen, putzte sie gründlich, kratzte die Hufe aus, verlas Mähne und Schweif und legte ihnen anschließend die dicken Weidedecken auf. Alle meine ausgewachsenen Pferde waren geschoren, da ich sie ja des öfteren auf Schauen und Turnieren vorstellte. Daher trugen auch alle Decken. Den Fohlen legte ich sie nur auf, wenn auch bei ihnen eine Fohlenschau anstand. Daher waren momentan nur San Salvador, Classic Moment und Casanova geschoren. Als Dorina und History auf der Koppel bei Cookie, American Baby, Benjilala, Mizzi und den anderen waren, widmete ich mich Kolibri und Little Big Girl. Letztere würde heute zum ersten Mal auf die große Stutenkoppel kommen und ich war gespannt, wie die kleine goldene Stute sich verhalten würde. Während ich die beiden prämierten Stütchen fertig machte, summte ich eine leise Melodie vor mich hin. Obwohl es so schrecklich kalt war, hatte ich trotzdem seltsamerweise unglaublich gute Laune... Kolibri trabte kurz darauf auf der Koppel sofort los, drehte sich dann um und sah nach, wo Girlie blieb, die erst einmal unsicher stehen geblieben war. Ich grinste. Kolibri war in meiner Stutenherde immer ein wenig die Außenseiterin gewesen, doch mit Little Big Girl verstand sich mein junges Stütchen richtig gut. Girlie setzte sich langsam in Bewegung und wurde gleich darauf von Samiyah angegiftet. Die junge Cremellostute spielte sich jedesmal unglaublich auf, wenn eine neue Stute in ihre Herde kam. Spätestens im Frühling, wenn die ersten Stuten Fohlen hatten und die beiden Hannoveranerfohlen Inspiration und Pleasure ebenfalls in die Herde kamen, würde ich sie jedoch sowieso trennen und dann hatte Sami erst einmal wieder Ruhe. Die arme Girlie verdrückte sich unterwürfig in eine Ecke und traute sich erst nach einer Weile zu grasen. Zu meiner Freude gesellte sich Kolibri jedoch sofort zu ihr und die beiden beknabberten sich liebevoll. Ich lächelte und ging in den Stall um nun auch Mississle hinaus zu lassen.
      Das junge Welsh A Fohlen würde zusammen mit Inspiration, Pleasure und Everybody's Darling hinaus kommen. Insgeheim hoffte ich sehr, dass sie und Darling sich verstehen würden. Die kleine New Forest Stute hatte ich mit der Flasche aufgezogen und obwohl ich sie so früh wie möglich mit anderen Pferden zusammen gebracht hatte, hing sie sehr an Menschen und ließ die meisten anderen Pferde links liegen. Vielleicht konnte Mississle das ja ändern.
      Ich holte die kleine Scheckstute aus ihrer Box, bürstete ihren kurzen flaumigen Pelz, kratzte die Hufe aus, fuhr mit der Hand durch Mähne und Schweif und führte sie dann hinaus zur Fohlenkoppel. Dort angekommen schloss ich sorgfältig das Gatter und nahm Mississle dann Halfter und Strick ab. Noch standen nur Inspiration und Pleasure auf der Koppel und diese kamen auch sofort neugierig heran, um das neue Stütchen zum Spielen aufzufordern. Nachdem ich noch eine Weile zugesehen hatte, wandte ich mich ab und fuhr mit meiner Arbeit fort.

      Juego & Hollywood Undead
      Als nächstes waren meine beiden Ponyhengste Juego und Hollywood Undead an der Reihe. Juego gehörte mir genau wie Missi und Girlie noch nicht lange und würde später den Stamm meiner Welsh A Zuchtlinie bilden. Doch heute hatte der Rappschecke, genau wie mein Welsh B Hengst Hollywood Undead erst einmal frei. Ich holte beide Hengste zusammen aus den Boxen, da sie sehr verträglich waren und putzte sie wie immer parallel. Für Hollywood's Langhaar brauchte ich auf Grund seiner Länge ein wenig mehr Zeit, doch ansonsten waren die zwei Ponyhengste schnell fertig. Sie durften nun zusammen mit Pierre, Candle in the Wind, Jojo, Branagorn und Salvador auf die Koppel. Später würden auch die Isländerhengste Intolerable Life und Fair Prince, sowie mein New Forest Hengst Ofrino dazu kommen.

      Fatimah, Dark Misery, Intolerable Life & Fair Prince
      Eine Stunde später war ich dann dabei meine vier Isländer zu putzen. Gerade eben hatten Eddi und ich Cuchara und Salwa in der Halle geritten, nun würden wir mit den Isis mit der Kutsche fahren. Eddi hatte heute fast den ganzen Tag Zeit und würde später auch noch einen Ausritt mit Candle in the Wind und Pierre machen. Nun wollten wir aber erst die Island Ponies bewegen. Da ich vorhatte im Sommer Kutschfahrten um das Gestüt anzubieten und auch vermehrt an Fahrturnieren teilnehmen wollte, brauchten die vier hübschen unbedingt Routine. Während ich Fatimah und Dark Misery fertig machte, kümmerte sich Eddi um die Hengste Fair Prince und Intolerable Life. Als alle vier Ponies fertig waren, schleppten wir die Geschirre aus der Sattelkammer und machten die Ponies fertig. Anschließend begannen wir mit dem Anspannen. Hinten Fatimah und Misery, vorne Intolerable Life und Fair Prince. Eddi ging nach hinten, ich saß vorn auf dem Kutschbock und ließ die Pferde mit einem leisen Schnalzen antreten. Unser Ziel war ein ebenes, abgemähtes Feld nicht weit des Hofes. Dort wollten wir das Dressurfahren trainieren. Später musste das natürlich auch auf dem Platz klappen, doch für den Anfang fand ich das weitläufige Feld passender. Die vier Isis griffen weit aus und so waren wir in null komma nix an dem Feld. Nun begann das wirkliche Training. Wir fuhren verschiedene Bahnfiguren - ungefähr doppelt so groß wie normal - und erhöhten nach und nach die Schwierigkeit, indem wir die Figuren kleiner machten, engere Wendungen ritten und Tempowechsel mit einbauten. Nach einer guten halben Stunde anstrengendem Training ging es zuerst im Trab und dann im Schritt zurück zum Hof. Dort versorgten wir die Isländer ordentlich, legten ihnen Decken auf und brachten Fatimah und Misery auf die Stutenkoppel, Life und Prince auf die der Hengste.

      Daemon
      Mittlerweile war es fast dunkel und die Pfleger begann die Pferde für die Nacht hereinzuholen. Ich hatte gerade Eddi verabschiedet und wollte nun noch mit meinem Reitponyhengst Daemon arbeiten. Zu diesem Zweck hatte ich ihn bereits in den Stall geholt und trenste ihn gerade auf, als die ersten Pferde hinein kamen. Wenn die Pfleger erst einmal anfangen würden, das Futter zu verteilen hätte ich nur noch einen Kampf mit dem temperamentvollen Rapphengst. Ich löste die Anbindestricke, setzte meine Reitkappe auf und führte Daemon aus dem Stall zur Reithalle. Dort angekommen gurtete ich nach, zog die Steigbügel herunter und schwang mich in den Sattel. Daemon zappelte ungeduldig herum und ich musste ihn scharf zurecht weisen, damit er endlich ruhig stehen blieb. Dann begann ich behutsam den Hengst aufzuwärmen, wendete und bog ihn im Schritt und dann im Trab. Nach dem ersten Galopp gab Daemon endlich im Hals nach und ich merkte, wie sein Rücken lockerer wurde. Endlich ließ er sich fallen. Ich lobte den Rappen fröhlich, ritt noch ein paar Seitengänge und Tempowechsel und beendete das Training mit einigen Minuten im Schritt. Dann stieg ich ab, steckte Daemon sein Leckerchen zu und führte ihn zum Stall zurück. Eine Viertelstunde später stand Daemon zufrieden an seinem warmen Mash kauend in der Box. Ich lächelte, schloss die Boxentür und sagte all meinen Pferden gute Nacht...
    • Sammy
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      Der große Umzug
      Teil I und II [Umzugsgedanken & Planen, planen, planen!]

      Umzugsgedanken…
      Aufgeregt und voller Vorfreude stieg ich aus dem Flugzeug, lief zum Kofferband und lud so schnell ich konnte meine Tasche ab. Anschließend ging ich nach draußen und atmete die kühle Luft des Londoner Flughafens ein. Jetzt im Januar war es noch ziemlich frisch. Ich sucht mir ein Taxi und nannte dem Fahrer mein Ziel: ein kleines Hotel in Winchester. Von dort aus wollte ich endlich meine Suche starten – die Suche nach meinem neuen Gestüt.
      Ich hatte mir schon vor einiger Zeit überlegt umzuziehen und zunächst hatte es mich nach Kentucky in die USA gezogen. Nach reiflicher Überlegung war mir dieser Plan jedoch zu gewagt. Amerika war einfach zu weit weg, diese lange Reise wollte ich meinen Pferden nicht antun. Zudem wären auch die Umzugskosten kaum zu stämmen, da ich ja auch den neuen Hof noch bezahlen musste. Nicht zuletzt wäre ich auch völlig ab vom Schuss gewesen und hätte all meine Freunde zurückgelassen. England jedoch lag nicht ganz so sehr aus der Welt und gab auch ein schönes Plätzchen für einen Kurzurlaub ab. Ich hatte auch schon mit einigen Leuten telefoniert, die Gestüte und Höfe zu verkaufen hatten und erhoffte mir von diesen Besuchen natürlich viel. Ich hatte ein ganz genau festgelegtes Budget, welches für den Kauf, eventuelle Renovierungen und Umbauten reichen musste. Den Rest brauchte ich dann für den Umzug und natürlich die tierärztliche Versorgung meiner Pferde. Ich hatte eine ganze Weile gebraucht, um endlich eine Woche zu finden, in der ich nach England fliegen konnte. Zu Hause war momentan schrecklich viel los. Für Wüstentänzer und Melody’s Girl standen nächste Woche Körungen an, Unannounced Pleasure, San Salvador und Reminiscent Inspiration sollten auf Fohlenschauen gehen und natürlich waren viele meiner Pferde für die laufenden Turniere gemeldet. Gott sei Dank hatten sich einige meiner Freunde bereit erklärt, sich diese eine Woche um meine 73 Pferde zu kümmern. Drei davon würde ich auf alle Fälle verkaufen, bei zweien war ich mir noch nicht sicher. Der Rest jedoch durfte bleiben und würde meine Zucht begründen. Früher mit Rawwrrr hatte ich nur New Forest Ponies gezüchtet. Nun wollte ich neben meinen geliebten New Forests jedoch auch Araber, Englische Vollblüter, Trakehner, Hannoveraner, Holsteiner, Isländer, Deutsche Reitponies, Welsh As, Welsh Bs, Andalusier, Lusitanos, Saddlebreds und Barockpintos züchten, sodass ich insgesamt auf 14 Rassen kam. Desweiteren überlegte ich mir auch Quarter Horses und Paints in die Zucht mit aufzunehmen. Dafür hatte ich schon zwei Stuten: einmal meine American Baby, die schon gekört war und dann noch My Golden Heart, eine junge und sehr viel versprechende Paint Horse Stute. Mit diesen beiden Rassen könnte ich auch die Westernreiter abdecken, was mir sicherlich eine etwas größere Kundschaft einbrachte. Sonst waren meine Pferde nämlich bis auf zwei Ausnahmen englisch geritten und ausgebildet.
      Neben der Zucht hatte ich außerdem vor, auch meinen Ausbildungsbetrieb , die Hollybrook Stud Training Stables weiterzuführen. Dies würde allerdings von da an auf meinem Gestüt stattfinden, da ich dann hoffentlich die richtige Anlage dafür bieten konnte.
      Der Taxifahrer hielt vor einem kleinen, aber netten Hotel. Ich bezahlte, stieg aus und checkte schnell ein. In zwei Stunden hatte ich bereits meinen ersten Termin. Solange wollte ich schon einmal auspacken und mich im Internet nach weiteren Angeboten schlau machen.
      Bisher hatte ich vier hoffnungs erweckende Termine, doch ich rechnete eigentlich damit, mir noch mehr Anwesen ansehen zu können. In England gab es eine Vielzahl wunderschöner, alter Höfe, Villen, Schlösser – viele waren jedoch zu teuer oder standen unter Denkmalschutz. Daher war ich umso gespannter, was mir meine Besichtigungen bringen würden.
      Zwei Stunden später hatte ich bereits vier weitere Besichtigungstermine rund um Winchester vereinbart und außerdem für Freitag einen Ausflug in den New Forest Nationalpark geplant. Vier Tage würden mir mit Sicherheit reichen, um ein passendes Gestüt zu finden.
      Mein erstes Ziel lag zwischen Winchester und Stonehenge. Ich hatte mir für diese Woche ein Auto mit Navi gemietet und fand den Hof so auch recht schnell. Es war ein nettes Anwesen, mit einem modernen Stallgebäude und einem schönen Garten. Für mich jedoch viel zu klein und vor allem auch völlig überteuert. Dies lag wohl an der Nähe zu Stonehenge, da der Ort natürlich viele Touristen anlockte. Ich verabschiedete mich schon sehr schnell wieder von der Frau und besichtigte Stonehenge, um mir die Zeit totzuschlagen.
      Mein nächster – und für heute auch letzter – Termin war nahe bei Southampton. Ich fuhr eine kurze Auffahrt hinauf und wurde prompt von einer molligen jungen Frau begrüßt. Sie führte mich über den Hof und erzählte, dass sie das gute Stück geerbt hatte, aber eher ein Stadtmensch war. Der Hof besaß ein paar wirklich schöne Gebäude und sah auch ordentlich gepflegt aus. Renovierungsarbeiten würden hier wohl kaum anfallen. Ich vereinbarte mit der Frau, dass ich mich bis Ende dieser Woche wieder bei ihr melden würde und versicherte ihr, dass ich auf jeden Fall Interesse hatte. Billig war der Hof zwar nicht, aber für das was geboten wurde auf jeden Fall angemessen…
      Die Tage vergingen und viel zu schnell war es Freitag geworden. Ich hatte mir nun vierzehn Höfe angesehen und bereits morgen früh würde ich wieder nach Deutschland fliegen. Nun hatte ich vier Höfe ausgewählt, die in Betracht kommen würden. Keine Frage, es waren alles sehr schöne Anwesen, nur so wirklich „klick“ gemacht, hatte es bei keinem von ihnen. Es fehlte einfach das Gefühl, das perfekte neue Zuhause gefunden zu haben. Ich packte gerade meine Sachen und richtete mir dann belegte Brötchen und etwas zu trinken für meinen Ausflug in den New Forest Nationalpark.
      Von dort stammten meine beiden Gründerponies Caspar und Precious Scream ab. Somit hatten auch ihre Nachkommen Caradoc, Cheeky Jot, Valentine, Casanova, Classic Moment, Nymphomaniac Fantasia und Fairy Bluebird Vorfahren in England. Als ich fertig war, trat ich aus dem Hotel, setzte mich in mein Auto und fuhr los.
      Als ich einige Zeit später schließlich endlich in Tiptoe, einem kleinen Dorf im New Forest ankam, blickte ich mich überwältigt um. Diese Landschaft hier war einfach wunderschön. Ich kaufte mir noch eine Karte der näheren Umgebung und zog dann los, immer faszinierter von der Natur um mich herum. Wohin man auch blickte, waren Wiesen, rießige Bäume, idyllische Waldwege, Brücken und Lichtungen zu sehen. Ab und an stieß man auf ein winziges Dorf, dass aussah als wäre es dem Mittelalter entflohen. Als ich gerade die Dorfstraße entlanglief, kamen mir plötzlich zwei Ponies entgegen. Da die Menschen sie überhaupt nicht beachteten, fragte ich einen Mann danach. Dieser antwortete grinsend: „Ach sie sind Touristin, ja? In diesen Teil des Waldes verirren sich eher weniger Leute..Die Ponies gehören einer Familie aus dem Dorf. Das weiß jeder und deshalb dürfen sie frei herumlaufen. Sie entfernen sich auch nie weiter als ein paar hundert Meter und kommen, sobald man sie ruft.“ Ich bedankte mich und sah staunend den beiden Ponies hinterher. Kurz darauf befand ich mich wieder im Wald und genoss die Ruhe, als ich plötzlich ein weiteres Pony auf mich zugaloppieren sah. Erst dachte ich, das wäre ebenfalls in Ordnung so, doch dann hörte ich eine Kinderstimme rufen. Ich holte schnell ein Stück Zucker aus meiner Tasche und hielt es dem Pony hin. Dieses hob den Kopf, fiel in den Schritt und nahm mir vorsichtig den Leckerbissen ab. Ich griff schnell nach der Mähne des Ponies und wartete auf den kleinen Jungen, der mir mit hochrotem Kopf entgegengerannt kam.
      „Danke, dass sie Funny eingefangen haben! Das ist schon das dritte Mal in dieser Woche, dass sie ausgebüxt ist. Mein Opa wäre sehr wütend geworden, wenn ich sie diesmal nicht gefunden hätte.“
      „Ach kein Problem, das hab ich doch gern gemacht. Wohnt ihr hier in der Nähe?“, fragte ich den Jungen.
      Der antwortete: „Ja noch. Aber wahrscheinlich nicht mehr lange. Mein Opa hat nicht genug Geld um so ein rießiges Grundstück in Schuss zu halten, sagt er. Ich mache jetzt bei ihm Ferien und meine Mama hilft ihm all seine Sachen zu packen. Aber niemand will den Hof kaufen. Und weil Opa jetzt immer so schlechte Laune hat, spricht er die ganze Zeit davon, Funny zu verkaufen! Dabei hab ich sie doch so lieb!“
      Ich sah den Jungen ein wenig entgeistert an. So einen Gefühlsausbruch hätte ich ihm gar nicht zugetraut. Dann fragte ich: „Dein Opa hat einen Hof zu verkaufen sagst du? Mein du du könntest mich mal zu ihm bringen? Ich bin nämlich gerade auf der Suche nach einem schönen Grundstück für mein neues Gestüt.“
      „Wirklich? Oh das wäre ja schön! Obwohl. Sie sehen so nett aus, da gefällt ihnen der Hof bestimmt nicht. Bisher sind alle netten Leute schnell wieder gegangen und die blöden, hochnäsigen wollten alles abreißen und irgendwelche blöden Hotels darauf bauen.“
      Ich lief neben dem Jungen her und unterhielt mich solange mit ihm über sein Pony. Die kleine Stute war ein New Forest Pony-Mix und ziemlich dick. Er erzählte mir, dass er versuchte, sie auf Diät zu setzen, doch Funny lief einfach immer wieder davon und schlug sich irgendwo anders den Bauch voll.
      So verging die Zeit recht schnell und ein rießiges, schmiedeisernes Tor kam in Sicht. Ich schluckte. Das sah irgendwie ziemlich beklemmend aus. Wir traten durch das Tor und gingen auf ein recht großes, jedoch ziemlich verfallenes Herrenhaus zu. Obwohl der Hof auf den ersten Blick recht verwahrlost wirkte, verliebte ich mich sofort in diesen Ort. Ich wusste nicht wieso, doch ich fühlte mich hier auf Anhieb richtig wohl. Eine wütende Stimme riss mich aus meinen Träumereien: „Wo zum Geier kommst du her? Wir warten mit dem Tee auf dich! Sag bloß das verflixte Tier ist dir schon wieder abgehauen? Deine Mutter hat sich Sorgen gemacht! Und wer ist überhaupt diese Frau?“
      Dann sagte der ältere Mann freundlich zu mir: „Hat er sie etwa belästigt Madam?“
      „Oh nein nein im Gegenteil. Er sagte mir, dass sie einen Hof zu verkaufen haben und zufälligerweise bin ich zur Zeit auf der Suche nach einem. Ich habe mir auch bereits 14 Höfe angesehen, aber wirklich das Passende war nicht dabei.“, erwiderte ich schnell.
      „Timm? Los gib mir das Pony und geh dann zu deiner Mutter. Ich werde die Dame über den Hof führen.“ Mit diesen Worten nahm der Mann dem Jungen Funny’s Strick aus der Hand und ging mit dem Pony los.
      „Also ich weiß nicht was sie führ Ansprüche haben, aber wie sie sehen ist der Hof nicht mehr das, was er einmal war. Früher war dies ein Herrenhaus mit wunderbaren Ställen und einem rießigen Park. Nun..naja das sehen sie ja selbst. Also. Was haben sie denn mit dem Hof vor?“, fragte er.
      „Ich habe 74 Pferde, mit denen ich mir eine erfolgreiche Zucht aufbauen möchte. Außerdem leite ich einen Trainings- und Ausbildungsbetrieb den ich hier gerne weiterführen möchte. Daher suche ich ein Anwesen das ausreichend Platz für ein großes Haus, Top moderne Ställe für ca 100 Pferde, Trainingsanlagen und Weiden bietet. Schöne Ausreitmöglichkeiten wären ebenfalls von Vorteil.“, antwortete ich, wie aus der Pistole geschossen.
      „Aha“, meinte der Alte „Naja wenn ich ehrlich bin, sind die ganzen Gebäude die hier stehen nicht mehr zu gebrauchen. Sie sind alt, morsch, viel zu klein und dunkel. Die Zäune , die den Hof umgeben sind ebenfalls größtenteils kaputt. Das einzige, was mit ein wenig Aufwand wieder in Stand gesetzt werden könnte, wäre das Haupthaus. So viel zu den Nachteilen des Hofs.“, er sah mich erwartungsvoll an, als würde er damit rechnen, dass ich sofort reiß aus nehmen würde. Als ich jedoch nichts sagte, fuhr er fort: „Die Vorzüge des Anwesens liegen sicherlich zum einen in seiner Größe. Ich werde gleich den Wagen holen, wenn wir Funny weggebracht haben, denn zu Fuß schaffe ich das nicht mehr. Es grenzt westlich direkt an den Wald und im Osten an die Heiden. Im Norden liegt in ca fünf Minuten Entfernung das Dorf Sway. Ein sehr hübscher Ort übrigens. Dorthin werde ich ziehen, wenn ich den Hof verkauft habe. Meine Tochter und ihr Mann haben mir netterweise ein Zimmer in ihrem Haus angeboten. Wo war ich jetzt noch gleich stehen geblieben? Ach ja. Im Süden liegen vor allem Felder und Wiesen und außerdem die Bundesstraße. Von dort aus gelangen sie nach etwa fünf Milen nach Milford on Sea, welches direkt am Ärmelkanal liegt. Platz und Ausreitmöglichkeiten hätten sie hier auf jeden Fall mehr als genug.“, schloss er seinen Bericht. Ich hatte aufmerksam zugehört und schwärmte immer mehr für den idyllisch gelegenen Hof. Da auch die Anbindung zur Schnellstraße gut war und Sway einen Bahnhof besaß, wäre mein Gestüt auch sehr leicht erreichbar, was mir sehr wichtig war.
      „Also ich muss sagen, das hört sich alles nicht schlecht an. Könnten wir vielleicht einmal über das ganze Anwesen fahren?“, bat ich den Mann. Dieser nickte und stellte Funny auf eine kleine, mit Stromzaun umsteckte Weide. Dann knipste er kopfschüttelnd den Strom an. „Der Junge ist wirklich unmöglich. Wundert mich nicht, dass das kleine Biest immer abhaut, wenn nie Strom auf dem Zaun ist. Ich lächelte in mich hinein und wir gingen zu einem alten Auto. Ich war recht froh, mal aus der Kälte rauszukommen und wäre gleichzeitig am liebsten draußen geblieben, um mir alles ganz genau anzusehen. Der alte Mann fuhr zunächst um das Herrenhaus herum und dann in weiten Bögen über das Anwesen. Es waren kaum Gebäude zu sehen, eigentlich nur kaputte Zaune und Wiesen. Außerdem lief ein schmaler Bach durch das Anwesen. Es war weitgehend flach, nur hier und da erhob sich ein Hügelchen aus dem Boden. Um den gesamten Hof lief eine halb zerfallene Steinmauer und dahinter konnte man bereits Einblicke in die darumliegenden Wälder und Felder bekommen. Auch wenn dieser Hof unglaublich arbeitsintensiv war, ich hatte mich hoffnungslos verliebt. Der Platz war ausreichend, um einen rießigen Stall, viele großzügige Koppeln, Reitplätze, eine Halle, eine Rennbahn und noch mehr aufzubauen. Die Möglichkeiten hier waren schier unbegrenzt.
      Als wir schließlich wieder vor dem Haupthaus standen, kamen bereits Timm und seine Mutter hinaus und sahen mich gespannt an. Auch der alte Mann schien zu warten, dass ich etwas sagte.
      „Wie viel hätten sie denn gerne für das Anwesen?“, fragte ich dann.
      „Sie..Sie wollen es nehmen? Ich meine, sie kaufen es und bauen dann hier ihr Gestüt?“, stammelte der alte Mann und ich hatte schon ein bisschen Angst, dass er gleich umfallen würde.
      „Naja , ich hätte auf jeden Fall großes Interesse. Aber das kommt natürlich auf den Preis an. Hier ist so viel Instand zu setzen und ich habe leider auch nicht alles Geld der Welt zur Verfügung.“
      „Das verlangt ja auch kein Mensch! Meine Notlösung, dieser reiche Schnösel, der hier ein Hotel bauen wollte, hat mir 200ts Joellen geboten. Er meinte, wenn ich diese Woche noch einwillige und sofort hier verschwinde, verdoppelt er sein Gebot sogar noch.“
      Ich sah meinen Traumhof in Gedanken bereits zerplatzen. So viel war einfach nicht drin, wenn ich die ganzen Renovierungsarbeiten und Materialkosten einrechnete. Dies wollte ich dem Mann gerade mitteilen, als er fort fuhr: „Mir geht es aber nicht darum, dieses Anwesen möglichst teuer zu verkaufen. Ich möchte jemanden, der es zu schätzen weiß und gut damit umgeht. Der Schnösel hätte alles platt gemacht und überall hässliche Betonkästen hingestellt. Das möchte ich aber nicht. Mir gefällt die Idee hier bald ein Gestüt zu haben, viel viel besser. Daher würde ich ihnen anbieten, dass sie mir 20ts Joellen für das Grundstück zahlen und dann hier das schönste Gestüt in der Gegend aufbauen!“
      „Ja! Und wenn sie hier sind, um die Bauarbeiten zu überwachen, können Sie gerne bei meiner Familie unterkommen. Wir haben ein großes Haus mit Gästezimmer, nur fünf Minuten von hier entfernt!“, setzte seine Tochter hinzu. Timm strahlte mit den beiden Älteren um die Wette.
      Ich schaute die drei völlig fassungslos an. 20ts war für so ein rießiges Anwesen eigentlich nichts. Schon fast geschenkt. Ich nickte glücklich und ging mit den dreien ins Haus, um sofort den Kaufvertrag zu unterschreiben. Der alte Mann ließ auch sofort einen Notar kommen, der uns das Ganze beglaubigte und dann gehörte das Grundstück tatsächlich mir. Ich konnte es kaum glauben.
      „Miss? Wenn sie doch hier einen Trainingshof aufmachen, darf ich dann ab und zu mit Funny kommen? Sie ist manchmal soo störrisch. Ein bisschen Training würde ihr sicherlich nicht schaden!“, fragte Timm mich leise. Ich wollte gerade antworten, da viel sein Großvater mir ins Wort:
      „Also Timm was erlaubst du dir? Bitte Madam, hören sie einfach nicht auf ihn. Ach so eine Sache noch, würde es sie stören, wenn ich erst morgen ausziehe? Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich nun so schnell einen passenden Käufer finden würde.“
      „Aber natürlich! Ich fliege morgen früh zurück nach Deutschland. Dort werde ich dann erst einmal alles regeln und komme in frühestens zwei Wochen zurück. Also lassen sie sich ruhig Zeit. Und Timm – wenn ich Zeit habe, darfst du gern mit Funny herüber kommen. Weißt du, ich habe auch New Forests. Zwei davon stammen sogar von hier.“
      Ich verabschiedete mich fröhlich von den drei Leuten, nahm einen Bus zu meinem Auto und fuhr dann nach Winchester zurück, wo ich das Auto wegbrachte, meine Sachen packte und schnell den anderen vier Hofbesitzern absagte.
      Am nächsten Morgen um sieben saß ich bereits im Flugzeug nach Deutschland und konnte es kaum erwarten, meinen Freunden von dem Hof zu erzählen und alles haarklein zu planen…

      Planen, planen und nochmals planen!
      Kaum war ich wieder Zuhause angekommen, rief ich sofort Edfriend an, um ihr die tollen Neuigkeiten mitzuteilen. Sie sagte mir außerdem zu, mir zu helfen wo sie nur konnte. Ich erzählte ihr alles was ich bisher über den Hof wusste. Der alte Mann, Mister Bane, hatte mir inzwischen die früheren Baupläne, sowie Lagepläne und genaue Auflistungen über den Hof zukommen lassen, so dass meiner Organisation eigentlich nichts mehr im Wege stand. Nachdem Eddi und ich uns für nächste Woche verabredet hatten, lief ich hinaus auf den Hof, um Immanuel zu finden. Ihm gehörte der Stall, indem ich 27 meiner Pferde untergebracht hatte. Nämlich meine 17 New Forest Ponies und meine Hannoveraner, Holsteiner und Trakehner. Er erließ mir einen Teil der Stallmiete, dafür dass ich seinen Schülern Unterricht gab oder auch Vorführungen mit meinen Pferden ritt.
      Bei Klaus, der einen Stall ca 6 Kilometer von hier entfernt besaß, hatte ich meine englischen und arabischen Vollblüter, also 21 Pferde untergestellt. Ihm half ich beim Trainieren und Korrigieren seiner Privatpferde und stellte sie ab und an auch auf Turnieren vor.
      Die restlichen 26 Pferde standen 20 Kilometer entfernt, auf einem recht großen Zuchtgestüt. Auch hier half ich wo ich nur konnte, um meine Stallmiete so gering wie möglich zu halten. Auch wenn ich Immanuel und Klaus mittlerweile sehr lieb gewonnen hatte, war ich doch unglaublich froh, bald endlich wieder mein eigenes Gestüt zu leiten. Es war einfach nicht dasselbe, ‚nur‘ ein Einsteller zu sein und außerdem waren die Stallmieten trotz meiner tatkräftigen Mithilfe immer noch horrend.
      Ich teilte also allen dreien mit, dass ich mir einen eigenen Hof gekauft hatte und diesen in nächster Zeit in Stand setzen würde. Immanuel und Klaus sicherten mir zu, beim Transport der Pferde zu helfen und meinten außerdem, sie würden mir die Kündigungsfrist erlassen, damit ich mir um das genaue Umzugsdatum keine Sorgen machen musste. Sollte ein Monat angebrochen werden, würden sie die Kosten einfach anteilig berechnen. Nicht so hingegen Herr Kramer, dem das Zuchtgestüt gehörte. Er verlangte sofortige Auskunft darüber, wann ich umziehen wollte, bestand auf einer fristgerechten Kündigung und meinte außerdem hämisch grinsend, dass ich natürlich die gesamte Monatsmiete zu zahlen hätte, wenn ich erst einen Tag später als geplant den Stall verließ. Ich seufzte resigniert. Der Kerl hatte über 250 Boxen auf seinem Gestüt und über die Hälfte davon stand leer. Aber natürlich konnte er ja nicht wissen, wann genau er die Boxen meiner 26 Pferde brauchen würde!
      Nun gut, das musste ich eben in meiner Planung berücksichtigen. Dann mussten die Pferde, die bei ihm standen, eben zuerst umziehen. Ich fertigte Tabellen an, in die ich all meine Pferde eintrug. Dann überlegte ich: Wir waren vier Leute, die mitfahren würden. Immanuel und Klaus besaßen je einen dieser rießigen Pferdetransporter, in denen man bis zu 10 Pferden transportieren konnte. Eddi und ich hatten beide einen Vierer-Hänger. Somit könnten wir pro Fahrt 28 Pferde nach England bringen. Das wiederum bedeutete dreimal England und wieder zurück. Das war natürlich eine große Belastung, vor allem da Immanuel, Eddi und Klaus ja ihre eigenen Gestüte zu führen hatten. Ich beschloss, einmal bei Herrn Kramer nachzufragen, ob ich seinen großen Pferde-LKW mieten konnte und vielleicht einen seiner Stallburschen als Fahrer. Da wir sowieso zeitversetzt fahren würden und die Fähren nach England jede Stunde ablegten, sollte das kein Problem werden. Die erste Fahrt würde auf jeden Fall ich machen und Eddi sollte das Schlusslicht bilden. So war ich bei der Ankunft der Pferde bereits da und Eddi konnte das Verladen gut im Auge behalten. Außer mir kannte sie meine Pferde immerhin am besten. Ich griff sofort zum Hörer und rief im Büro von Herr Kramer an.
      „Na haben Sie jetzt endlich einen Kündigungstermin für mich?“, bellte er ins Telefon.
      Ich verkniff mir einen bissigen Kommentar und fragte so höflich wie möglich: „Nein, leider noch nicht. Ich muss erst mit den Bauunternehmen reden. Aber ich wollte Sie fragen, ob ich mir ihren großen Pferde-LKW für zwei Fahrten ausleihen könnte? Und vielleicht einen Pfleger der ihn fährt? Selbstverständlich bezahle ich Ihnen auch etwas.“
      Herr Kramer lachte: „Na von mir aus können Sie das tun. Ich möchte für jede Fahrt 1000 Joellen. Zusätzlich zu der Tagespauschale von 500 Joellen. Ach und natürlich müssen sie mir meine Stallkraft ersetzen. Macht noch einmal 1000 Joellen pro Tag.“
      Ich schluckte, konnte meine Wut jedoch nicht völlig unterdrücken: „Sie verlangen von mir 8000 Joellen, dafür dass ich ihren Hänger für eineinhalb Tage miete?“
      „Ja. Wenn sie das nicht möchten, suchen sie sich jemand anderen, auf Wiederhören.“, damit verabschiedete sich der widerliche Kerl und legte einfach auf. Nun gut, ich würde erst einmal mit Immanuel, Klaus und Eddi reden, bevor ich mir überlegte einen Transportverleih zu kontaktieren. Wobei der garantiert immer noch günstiger war, als das Angebot von Herrn Kramer.
      Eine halbe Stunde später saß ich wieder vor meiner Tabelle. Alle drei hatten zugesagt, zu jeder Fahrt mitzukommen, sie würden aber am Tag darauf auch wieder nach Deutschland fahren. Ich war wirklich gerührt von ihrer Hilfsbereitschaft.
      Wenn wir bei den ersten beiden Fahrten alle Transporter voll machten, waren bereits 56 Pferde in England. So könnte ich dann schon dort bleiben, um alles zu regeln und die Pferde zu versorgen. Die restlichen 17 Pferde konnte man dann anders verteilen. Klaus konnte zu Hause bleiben und noch mit nach Immanuels Pferden sehen. Immanuel dagegen würde noch einen Vierer-Hänger an seinen LKW koppeln und Eddi wiederum mit ihrem Vierer-Hänger das Schlusslicht bilden. Immanuel sagte, er würde nicht so gerne mit zwei Anhängern fahren, doch für das eine Mal konnte er eine Ausnahme machen. Nun galt es nur noch zu überlegen, welche Pferde in welchem Transport mitfahren sollten.
      Ich beschloss meine Sensibelchen auf der zweiten Fahrt mitzunehmen. So hatten sie mich die ganze Zeit um sich und sahen bei ihrer Ankunft auch schon ein paar vertraute Gesichter wieder.
      Dazu zählten: Hollybrook’s Cheeky Jot, Hollybrook’s Bloody Valentine, Naboo, Isola delle Pirateria, Walk of Fame, Precious Scream, Wüstentänzer, Sahira, Adina De Ra’idah, Samiyah, Mahira, Cuchara und Black Soul. Also war noch Platz für 15 Pferde. Ich beschloss die Hengste in einen der großen Hänger zu stecken, damit ich zu den nervösen Kerlen auch noch ein paar ruhige stellen konnte. Also brauchte ich noch sechs Hengste. Ich entschied mich für Orfino, Khamar al Sanaa, Branagorn, Warrior, Ghostbuster und Juego. Damit war einer der LKW’s belegt.
      Die acht Stuten wollte ich dagegen aufteilen. Zwei sollten je in einen der Vierer-Hänger und die restlichen Vier kamen in den zweiten LKW. Ich würde Isola delle Pirateria, Adina De Ra’idah, Magical Moment und Thousand Sunny in meinen Hänger nehmen. Eddi bekam Sahira, Precious Scream, Melody’s Girl und Rose de Soleil. In den zweiten LKW kamen demnach Naboo, Walk of Fame, Samiyah, Mahira, Golden Flair, Fairylike Facility, Aimiliani, Cuchara, Angels Fall First und Wild Lady Roxanne. Zufrieden mit meiner Einteilung harkte ich die Pferde in meiner Tabelle ab und widmete mich den anderen beiden Fahrten. Meine Fohlen kamen auf jeden Fall in die letzte Fuhre. Und in der ersten sollten möglichst viele Pferde vom Gestüt von Herr Kramer mitfahren.
      Wieder begann ich aufzuteilen: Bei Kramer im Gestüt standen 26 Pferde. Cuchara und Juego würden allerdings erst in der zweiten Woche nachkommen, die konnte ich dann solange bei Immanuel unterbringen. Blieben 22 Pferde für die erste Fahrt, um bei Kramer die Boxen frei zu räumen. Die Fohlen Mississle und San Salvador würde ich bereits vorher abholen und zu Immanuel stellen.
      Es waren genau 10 Hengste, die ich alle zusammen in einen der großen LKWs stecken wollte. Somit wären Candle in the Wind, Laruna, Ojos Azules, Someone, Slaters Secret, Pierre, Fair Prince, Intolerable Life, Daemon und Hollywood Undead versorgt. Die 14 Stuten würde ich auf den zweiten LKW und auf einen der Hänger verteilen, sodas noch ein Hänger blieb, in den ich Hengste laden konnte. In den Vierer-Hänger sollten Fatimah, Dark Misery, Paradises Rafinesse und Mizzi. Den LKW würden dann My Golden Heart, American Baby, Benjilala, Salwa, Dorina, Cinnemont’s History, Little Big Girl und Kolibri belegen. Außerdem sollten ihnen Haadeh und Little Miss Sunshine Gesellschaft leisten. In den Vierer-Hänger würde ich Levistino, Fantastic Fly, Caradoc und Caspar stellen. Somit waren die Pferde für die zweite Fahrt ebenfalls aufgeteilt.
      Fehlten nur noch die 18 Pferde für die letzte Fahrt. 9 von ihnen waren Fohlen – 6 Stutfohlen und 3 Hengstfohlen. Meine insgesamt fünf Hengste sollten zusammen mit den Stutfohlen in den großen Hänger. Somit wurde der LKW von Tschiwabschischi, El Racino, San Salvador, Hollybrook’s Casanova, Hollybrook’s Classic Moment und den Stutfohlen Reminiscent Inspiration, Unannounced Pleasure, Backup, Mississle und Ravenback belegt. In Eddi’s Hänger würden Everybody’s Darling, Hollybrook’s I Love You My Dear, Sharley und Bittersweet mitfahren. Der Hänger, der an den LKW gekoppelt wurde, würde somit von Fallen Immortaliny, Ace of Spades, Black Pearl und Pirate Island belegt werden.
      Aufatmend machte ich mir eine Tasse Tee und überdachte meine Aufteilung dann noch eine Weile. Im Großen und Ganzen war ich aber ziemlich zufrieden. Nun musste ich noch mit Immanuel abklären, dass Cookie, Juego, Mississle und San Salvador für eine Weile in seinem Stall unterkommen sollten, damit ich die Boxen bei Herr Kramer alle zusammen kündigen konnte. Immanuel erklärte sich sofort einverstanden und so konnte ich diesen Punkt auf meiner Liste auch abhaken. Nun ging es an den aufwändigeren Teil: Ich musste mir überlegen, wie mein Gestüt aussehen sollte, das Ganze mit Architekten abklären und natürlich Baufirmen beauftragen, damit die Renovierung schon bald beginnen konnte.
    • Sammy
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      Der große Umzug
      Teil III
      Fahrt 1
      Aufgeregt wälzte ich mich in meinem Bett herum. Seitdem ich mein neues Gestüt gekauft hatte, war inzwischen ein halbes Jahr vergangen und heute würden wir endlich die erste Fuhre mit Pferden nach England bringen. Die zweite Fuhre folgte dann am nächsten Wochenende und mit dieser würde auch ich endgültig nach England ziehen. Während dieser einen Woche vor dem Umzug würden sich Mr. Bane, Liz und Tim um meine Pferde kümmern, Eddi, Immanuel und Klaus übernahmen dann die Pflege für die Woche nach meinem Umzug. Außerdem hatte ich für den nächsten Tag fünf Vorstellungsgespräche anstehen, immerhin brauchte ich Personal um mein Gestüt zu versorgen.
      Obwohl es erst halb vier Uhr morgens war, stand ich schließlich auf, duschte mich und schlüpfte in meine Stallklamotten. Dann ging ich in die Sattelkammer und kontrollierte noch einmal, ob ich auch nichts vergessen hatte. Das Zubehör der Pferde, die diese Woche mitkamen war bereits fein säuberlich verstaut, nur die Halfter, Transportdecken und Gamaschen lagen noch draußen.
      Ich legte mir einen Stapel Zubehör über den Arm und hängte alles ordentlich vor die Box des jeweiligen Pferdes. Anschließend begann ich damit meine Pferde zu putzen.
      Ich begann mit Fatimah und Dark Misery. Anschließend waren Mizzi und Paradises Rafinesse an der Reihe. Das waren die vier Stuten die als erstes mit mir mitkommen würden. Ich war gerade mit Rafinesse fertig, als Eddis fröhliche Stimme die morgendliche Stille zerriss.
      "Wusste ich doch, dass du auch nicht mehr schlafen kannst! Ich bin schon mit dem Hänger da, wen soll ich putzen?"
      "Oh hi Eddi, wie schön, dass du schon da bist! Übernimmst du die Pferde, die bei Immanuel mitfahren? Das wären Candle in the Wind, Dream of Wyoming, Ojos Azules, Someone, Slaters Secret, Pierre, Fair Prince, Intolerable Life, Daemon und Hollywood Undead. Dann würde ich mit den Stuten anfangen, die in Klaus' LKW kommen.", bat ich meine Freundin.
      Die nickte, schnappte sich einen Putzkoffer und legte sofort los.
      Ich dagegen begann mit My Golden Heart, die kürzlich gekrönt worden war, und machte dann mit American Baby, Benjilala, Salwa, Dorina, Cinnemont's History, Little Big Girl, Kolibri, Haadeh und Little Miss Sunshine weiter. Als Eddi und ich fertig waren, war es auch Zeit, die erste Fuhre transportfertig zu machen. Also legten wir Fatimah, Misery, Rafinesse und Mizzi Transportdecken und Gamaschen an und führten die vier in meinen Hänger. Der war bereits vorbereitet: Die Heunetze waren gefüllt und das Zubehör war sicher verstaut. Auch mein Auto war rappelvoll beladen mit den ersten Klamottenkisten und sonstigem Kram, den ich flott brauchte.
      Nachdem wir die Pferde noch einmal kontrolliert hatten, ging ich mit Eddi noch einmal den Ablauf durch:
      "Also zwei Stunden nachdem ich los gefahren bin, sollte sich Immanuel mit den zehn Hengsten auf den Weg machen. Eine Stunde später kommt dann Klaus mit den Stuten und du bildest dann wieder eine Stunde später die Nachhut mit Levistino, Fantastic Fly, BMs Caradoc und Caspar, ja? Die Tickets hast alle du, vergiss also nicht, sie Immanuel und Klaus zu geben. Ich freue mich schon schrecklich darauf, dass du mein Gestüt kennen lernst, bis später dann!", ratterte ich hinunter, setzte mich hinters Steuer und fuhr los in Richtung Frankreich.
      Als ich endlich am Hafen ankam, stand die Fähre nach England schon bereit und ich konnte sofort mit dem Hänger darauf fahren. Dann verzog ich mich in den Hänger, um nach den Pferden zu sehen. Meine vier Stuten reckten zwar aufgeregt die Hälse, blieben aber verhältnismäßig ruhig, sodass ich als das Schiff ablegte ein wenig an Deck ging. Dort holte ich mir etwas zu Essen und stellte mich an die Reling, um ein wenig über die letzten Wochen nachzudenken.
      Ich war ständig zwischen Deutschland und England hin und her gereist, um möglichst viele der Arbeiten auf dem Hof zu überwachen. Zuallererst hatten wir die ganzen zerfallenen Gebäude abreißen und den Müll vom Grundstück entfernen lassen. Gleich im Anschluss begannen die Bauarbeiten an der Mauer, die das Grundstück umgab, immerhin sollte sie auch die Hengstkoppeln und die Gemeinschaftskoppeln an ihrer Außenseite begrenzen und musste deshalb so früh wie möglich fertig gestellt werden. Das Streichen der Mauer hatten dann Tim, Liz und ich übernommen, wobei wir literweise wetterfeste, weiße Farbe verbraucht hatten.
      Im Anschluss daran hatte endlich der Bau des rießigen Stalles begonnen. Ich hatte sehr lange mit meinem Architekten darüber gesessen, bis ich endlich zufrieden gewesen war. Und das Endergebnis konnte sich mehr als nur sehen lassen: In dem Stall war Platz für insgesamt 100 Pferde samt deren Ausrüstung. Außerdem befand sich eine große Futterkammer für das Kraftfutter darin.
      Der Stall war hufeisenförmig angelegt und hatte drei Eingänge. Der Haupttrakt, sowie die linke Seite sollte meine Stuten beherbergen. Im linken Teil gab es zudem einen extra abgetrennten Trakt für die werdenden Mütter und die frischgebackenen Mütter mit ihren Fohlen. Im Haupttrakt befanden sich zusätzlich zwei Eckboxen, die doppelt so groß waren, wie die normalen und gegenüber der Boxenseite befanden sich Futter- und Sattelkammer. Jede Box maß 4x3,5 Meter, besaß eine gerundete Front mit goldenem Namensschild und Halfterhalter und ließ zudem Kontakt zu den Nachbarpferden zu, da die Wände keine Gitterstäbe besaßen. Außerdem waren es alles Außenboxen, an die jeweils ein Paddock angeschlossen war. In der Mitte des Stallkomplexes war mein Putz- und Waschplatz angelegt worden. Er bot genügend Platz und war überdacht, sodass die Pferde auch bei schlechterem Wetter dort fertig gemacht werden konnten.
      Direkt hinter dem Stalltrakt lag die Gemeinschaftskoppel der Hengste, auf der all meine verträglichen Hengste zusammen stehen durften. Daneben folgten dann drei Koppeln für meine Stuten.
      Rechts neben dem Stallgebäude gelangte man zu den einzelnen Hengstkoppeln. Hier würden die Hengste stehen, die sich überhaupt nicht mit anderen verstanden, bzw die, die nur mit einem anderen Hengst auskamen.
      Das Zentrum meines Gestüts war nach wie vor das Haupthaus. Dieses hatten wir auch nicht abgerissen, sondern wunderschön restauriert, was dem alten Mr. Bane unglaublich glücklich gemacht hatte. Er hatte mir erzählt, dass seine Familie schon seit Generationen hier gelebt hatte und es ihn sehr stolz machte, dass der Hof endlich wieder gepflegt wurde.
      Mein Haus war umgeben von einem großzügigen Garten. Darum herum trafen sich sämtliche Wege des Gestüts. Direkt hinter dem Haus lag die Fohlenkoppel, damit ich meine kleinen Schätze auch aus dem Büro heraus im Auge behalten konnte.
      Auf der anderen Seite des Gestüts befanden sich die modernen Trainingseinrichtungen. Der erste Weg führte zum überdachten Longierzirkel und zum Schwimmbad, der zweite zur Grasrennbahn, die auf einer Seite komplett von Tribünen umgeben war, der dritte zur großen Reithalle mit direkt anschließendem Außenplatz und der letzte schließlich zu den Dressur- und Springplätzen. Auch hier waren zwei große Tribünen aufgestellt, da ich vorhatte des öfteren Turniere auf meinem Hof abzuhalten.
      Neben den ganzen Einrichtungen für die Pferde befanden sich aber auch ein Geräteschuppen, sowie ein schönes Gästehaus auf dem Hof. In dem Gästehaus sollte auch mein zukünftiges Personal wohnen und ich hoffte sehr, dass es allen gefallen würde. Der Parkplatz befand sich direkt an der Außenmauer des Gestüts, lediglich in Notfällen wollte ich Autos und Hänger auf meinem Hof haben.
      Gedankenverloren riss ich mich von der Reling los und stieg wieder hinab, um nach meinen Pferden zu sehen. Eigentlich müssten wir auch gleich ankommen.
      Und tatsächlich legten wir eine Viertelstunde später in Dover an. Ich startete den Motor und fuhr langsam von der Fähre. Bisher war alles großartig gelaufen. Auch die vier Pferde hatten die ca. 1 1/2 Stunden auf der Fähre gut überstanden. Insgesamt hatten wir nun bereits etwa acht Stunden Fahrt hinter uns und mussten noch knapp drei Stunden weiter fahren, bis wir endlich auf dem Gestüt angelangt waren. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass wir gut im Plan lagen und das Gestüt etwa um vier Uhr Nachmittags erreichen würden. Das hieß, dass alle Pferde bis sieben Uhr angekommen sein müssten, wenn alles gut lief.
      Wie bisher kam ich gut voran und erreichte um Viertel nach vier mein neues Zuhause. Das Tor stand offen, sodass ich gleich auf den Parkplatz fahren konnte. Ich stellte mich ganz nach hinten, da Immanuel und Klaus sehr viel mehr Sachen in ihren LKWs hatten, die wir zum Stall schleppen mussten.
      Ich stieg aus und streckte mich glücklich. Endlich war ich daheim. Plötzlich riss mich eine kleine Gestalt fast von den Füßen.
      "Tim! Was machst du denn da?", schimpfte gleich darauf Liz und lächelte mich entschuldigend an.
      "Wir haben schon Heu und Stroh vor die Ställe gebracht, du musst uns nur noch sagen, welche Boxen wir fertig machen sollen." Ich lächelte sie dankbar an.
      "Moment ich schaue schnell auf meinen Plan.", antwortete ich und kramte in meiner Handtasche herum.
      "Also Paradises Rafinesse und Mizzi kommen in die ersten beiden Boxen im linken Trakt auf der rechten Seite. Dark Misery und Fatimah bekommen die dritte und vierte Box von rechts im Haupttrakt.
      "Alles klar, gib uns ne Viertelstunde, dann können sie rein", meinte Liz und joggte mit Tim los, um die Boxen vorzubereiten.
      In dem Moment kam Mr. Bane um die Ecke und blieb erwartungsvoll vor dem Hänger stehen.
      "Ich muss sagen, ich bin sehr gespannt ihre ganzen Pferde zu sehen, nachdem sie so von allen geschwärmt haben!", sagte er lächelnd.
      Ich öffnete die Rampe und führte als erstes Mizzi heraus. Die hübsche Fuchsstute sah sich neugierig um, blieb aber ruhig. Nachdem ich sie am Hänger festgemacht hatte, durfte auch Rafinesse hinaus. Meine erst kürzlich eingerittene Jungstute war schon um einiges nervöser als ihre Freundin. Sie blähte aufgeregt die Nüstern und sah sich mit spielenden Ohren um. Danach waren Dark Misery und Fatimah an der Reihe. Die Isländer ließen sich brav aus dem Hänger führen und drehten ihre flauschigen Ohren in alle Richtungen, um so viel wie möglich mitzubekommen.
      "Sehr schöne Tiere, die Sie da haben Miss Sammy. Wie viele kommen denn heute noch an?", fragte Mr. Bane.
      "Insgesamt 24. Die nächsten müssten auch in einer Dreiviertelstunde ankommen, wenn alles gut läuft. Bis dahin sollten wir die Boxen vorbereitet haben, denn die Hengste sind meistens etwas ungeduldiger als meine Stuten", sagte ich zu ihm.
      Kaum hatten wir meinen vier Stuten die Transportsachen abgenommen, kamen auch schon Liz und Tim zurück und sagten, dass wir die Pferde nun in den Stall bringen konnten.
      "Darf ich auch eine nehmen?", fragte Tim mit leuchtenden Augen. Ich nickte lächelnd und drückte ihm Fatimah's Strick in die Hand. Die Isistute war brav und Tim würde sicherlich mit ihr klarkommen. Liz übernahm Mizzi, Mr. Bane die etwas schwierigere Misery und ich band Rafinesse los. Wir liefen an dem Springbrunnen vorbei, den die Pferde erst kurz ängstlich ansahen und von da aus direkt auf das Stallgebäude zu. Ich lief mit Liz in den linken Stutentrakt, während Liz und Tim die Isländer im Haupttrakt in ihre Boxen führten.
      "So, lasst uns schnell die Sachen ausladen und dann sollten wir die restlichen Boxen herrichten, denn meine drei Freunde kommen dann im Abstand von nur einer Stunde hier an.", berichtete ich den anderen.
      Zuerst machten wir die Boxen für Candle in the Wind, Dream of Wyoming, Ojos Azules, Someone, Slaters Secret, Pierre, Fair Prince, Intolerable Life, Daemon und Hollywood Undead fertig. Als auch die restlichen vierzehn Boxen eingestreut waren, kontrollierten wir die Tränken und hängten Heunetze in jeder Box auf.
      Kurz darauf war ein Hupen zu hören und wir rannten zum Parkplatz um Immanuel zu begrüßen.
      Der Gestütsbesitzer sah recht müde aus, lächelte aber beim Aussteigen.
      "Es ist alles gut gegangen, die Pferde waren auch recht ruhig, nur Someone, Wyoming und Daemon musste ich ein Beruhigungsmittel geben, als wir mit der Fähre abgelegt haben.
      Er half mir dabei die Hängerklappe zu öffnen und führte dann sofort Fair Prince und Intolerable Life aus dem Hänger. Ich folgte ihm und band Hollywood Undead los, um Tim dessen Führstrick in die Hand zu drücken. Liz übernahm Pierre, Mr. Bane Daemon und ich holte Someone aus dem Hänger. Der Cremellohengst hatte weit aufgerissene Augen und sah sich nervös um. Als wir am Springbrunnen vorbeikamen, sträubten sich Daemon und Someone, doch sobald wir den ruhigen Hengststalltrakt betraten, begannen sie sich abzuregen.
      "Pierre kommt auf die rechte Seite in die zweite Box vor dem Durchgang zu den Stuten. Someone stelle ich direkt daneben. Intolerable Life soll auf die linke Seite in die sechste Box vom Stutendurchgang, Fair Prince daneben und Daemon stellen wir neben Prince. Ach so Tim, Hollywood Undead bekommt die Box neben Daemon.", ratterte ich herunter.
      Gleich darauf waren wir wieder beim Hänger. Tim durfte Ojos Azules nehmen, was dem Jungen ein Leuchten in die Augen zauberte. Liz übernahm Candle in The Wind, Mr. Bane Slaters Secret und ich band Dream of Wyoming los. Immanuel trug schon einmal einen Teil der Ausrüstung in die Sattelkammer.
      "Candle in the Wind kommt neben Intolerable Life, Jojo neben Pierre, Secret soll neben Someone und Wyoming kommt zwei Boxen weiter.", sagte ich wieder, während ich meinen Appaloosa in seine Box führte. Der Hengst drehte sich mit schiefgelegten Ohren im Kreis und entdeckte dann sein Heunetz. Das beschäftigte meine Hengste fürs erste.
      Nachdem wir auch die Ausrüstung der Pferde verstaut hatten, luden wir mein Auto aus, richteten unser Luftmatratzen - Lager für die Nacht und räumten meine Lebensmittel in den Kühlschrank.
      Dann gingen wir hinaus und warteten auf Klaus.
      Der kam auch kurz darauf angefahren und streckte sich erst einmal ausgiebig.
      Er übergab mir die Führstricke von My Golden Heart und American Baby, übergab Tim Cinnemont's History und Liz Dorina, drückte Mr. Bane die Führstricke von Little Big Girl und Kolibri in die Hand, Immanuel Benjilala und Salwa und führte zuletzt meine Araberdamen Haadeh und Little Miss Sunshine aus dem Hänger.
      Zwischendurch pfiff er beim Anblick meines neuen Gestüts immer wieder durch die Zähne.
      "Meine Güte Sammy, du hast dir hier echt was tolles aufgebaut! Ich bin gespannt wie deine Zucht laufen wird."
      Vor dem Stall teilte ich die Pferde gleich auf. Benjilala und Salwa kommen in den kleinen Stutentrakt neben Mizzi. My Golden Heart und American Baby ziehen in die Boxen auf der linken Seite und zwar in die vierte und fünfte vom Durchgang gezählt. Little Big Girl und Kolibri beziehen im Haupttrakt die Randboxen rechts und zwar die erste und zweite vom Hengstdurchgang aus. History und Dorina kommen in die ersten Boxen von rechts aus. Haadeh bezieht die dritte Box links vom Eingang im Haupttrakt und Little Miss Sunshine die zweite."
      Als alle Stuten gut versorgt waren, atmete ich erleichtert auf. Wir versorgten auch nun die Ausrüstung und begannen dann mit der Abendfütterung. Kurz darauf traf Eddi mit den letzten vier Hengsten für heute ein. Diesmal bat ich Liz, Tim und Mr. Bane das Sattelzeug zu nehmen, da diese vier Hengste doch ein wenig eigen waren. Eddi übernahm Caradoc, Immanuel Caspar, Klaus Levistino und ich meinen frisch gekörten Hengst Fantastic Fly.
      "So. Die vier kommen natürlich alle in den Hengsttrakt. Levistino bekommt die sechste Box auf der rechten Seite, Fly die daneben. Caradoc zieht auf die linke Seite in die fünfte Box und Caspar in die sechste. Und außerdem darf ich nun endlich verkünden: Das wars für heute, ich bestellte uns jetzt Pizza. Wer möchte noch?"
      Diese Ansage wurde mit zustimmendem Jubel aufgenommen und so machten wir uns gleich darauf auf, um den Lieferservice anzurufen. Bis dahin erntete ich weiterhin viele Komplimente für meinen wunderschönen Hof und meine noch schöneren Pferde. Ich war unglaublich froh, dass die erste Fahrt so gut geklappt hat und hoffte, dass die beiden ausstehenden auch reibungslos verliefen.

      Am nächsten Morgen verabschiedeten sich Eddi, Immanuel und Klaus schon sehr früh wieder. Ich wünschte meinen Freunden eine gute Heimfahrt und teilte ihnen mit, dass ich am Dienstag wieder zurückfahren würde.
      Dann räumte ich ein wenig im Haus auf, putzte meinen Pferdehänger und wartete dann vor meinem Haus auf die Bewerber.
      Insgesamt hatte ich zehn Termine vereinbart und Kandidat Nr 1 müsste in wenigen Minuten auftauchen.
      Tatsächlich tauchte kurz darauf ein großer, blonder junger Mann auf. Zu meiner Verwunderung kam ihm jedoch noch ein zweiter mit roten Haaren hinterer. Ich stand auf und ging auf die beiden zu.
      "Guten Tag! Willkommen auf Hollybrook! Ich nehme an, einer von Ihnen ist Samuel?", fragte ich neugierig.
      Der Blonde errötete ein wenig und meinte lächelnd: "Ja das bin ich, wir hatten telefoniert. Es tut mir sehr Leid, wenn ich Sie verwirre, aber Donald hier ist ein sehr guter Freund und kann wunderbar mit Pferden umgehen. Er hat nur leider vor kurzem seine Stelle verloren und deshalb dachte ich, sie könnten sich vielleicht einmal von ihm überzeugen?"
      Ich musterte Donald. Er war recht kräftig gebaut und machte einen netten Eindruck.
      "Na klar. Ich würde sagen, wir gehen mal zu den Ställen, dann kann ich mich mal von eurem Umgang mit den Pferden überzeugen. Ihr dürft euch nur nicht wunder, die Guten hatten gestern eine sehr lange Fahrt und sind deshalb heute vielleicht ein wenig gereizt."
      Die zwei Männer folgten mir und ich verfolgte aus den Augenwinkeln wie sie sich staunend das Stallgebäude ansahen.
      "Ich würde sagen, wir fangen bei den Hengsten an.", sagte ich, während ich die Tür zum Hengsttrakt öffnete.
      Sofort erschallte lautes Gewieher und den Neuankömmlingen wurden zwölf Köpfe entgegen gereckt. Nur Daemon und Dream of Wyoming kamen nicht an die Türen.
      "Ich würde sagen ihr holt jetzt Levistino und Fantastic Fly aus ihren Boxen, führt sie nach draußen auf den Putzplatz und macht die zwei dann sauber.", wies ich die beiden an und zeigte ihnen die Hengste.
      Samuel nahm meinen hübschen Schimmel, Donald halfterte Fantastic Fly auf. Die beiden großen Hengste waren zwar im Grunde brav, hatten allerdings auch eine gehörige Portion Temperament.
      Als erstes sah ich mir an, wie die beiden die Hengste anbanden. Dabei punkteten sie schon damit, dass sie mit den Tieren redeten und sie nicht direkt nebeneinander stellten.
      Auch beim Putzen gingen sie sorgfältig vor und Donald schaffte es, Fly innerhalb einer Bestzeit zu beruhigen, als der junge Hengst sich mal wieder unnötig aufregte.
      Auf die Fragen der beiden meinte ich: "Levistino ist ein achtjähriger Trakehner, Fly ist ein Holsteiner und erst vier. Beide sind bereits gekört und ich lege sehr viel Wert auf eine gute Ausbildung. So werde ich auch meinen Trainingsbetrieb wieder aufnehmen, sobald hier alles fertig ist. Es würde übrigens auch mit zu den Aufgaben der Pfleger gehören, ab und an beim Training der Pferde zu helfen. Aber das kommt nach und nach, da ich natürlich nicht jeden auf den Rücken meiner Pferde lasse."
      Die beiden nickten und führten ihre Hengste dann zu den Koppeln. Die beiden mussten zu meinem Leidwesen auf Einzelkoppeln, da sie sehr ausgeprägte Hengstmanieren hatten und sofort auf die anderen Tiere losgegangen wären.
      Ich bedankte mich bei den beiden Männern und versprach, mich noch am selben Abend bei ihnen zu melden.
      Kaum dass die beiden weg waren, kam auch schon die nächste Kandidatin.
      Am Ende des Tages hatte ich ohne Mühe sechs junge Leute ausgewählt. Außer Samuel und Donald würden Patrick, Brian, Anna und Meg bei mir anfangen. Arbeitsbeginn war der nächste Sonntag und alle sechs freuten sich schon sehr auf die Arbeit.
      Donald, Samuel, Brian und Meg würden außerdem bei mir auf dem Gestüt wohnen.
      Ich war sehr zufrieden mit dem Tag und fiel hundemüde auf meine Luftmatratze.
      Am nächsten Morgen holte ich Liz ab und fuhr mit ihr zu einem großen Möbelhaus. Samuel und Donald verdienten sich ein wenig Geld dazu, indem sie die Zimmer in dem Gästehaus strichen. Wir würden die Wohnungen der Mitarbeiter alle identisch einrichten, ein kleines Bad und eine Küchenzeile waren bereits vorhanden. Die Zimmer für die Gäste hatten ebenfalls ein Bad, jedoch keine Küche.
      Liz und ich verbrachten den ganzen Tag in dem Möbelhaus. Neben der Einrichtung für das Gäste- und Personalhaus kauften wir auch gleich meine neuen Möbel. Dann vereinbarten wir mit dem netten Herrn an der Information , dass die Möbel nächsten Samstag geliefert und auch gleich in die entsprechenden Räume gebracht werden sollten. Also würde ich bereits am Freitag mit den nächsten Pferden wieder herfahren.
      Nachdem ich meine Pferde versorgt und Liz und Tim die Futterpläne ausgehändigte hatte, ging ich schlafen, um am nächsten Morgen gut ausgeruht nach Deutschland fahren zu können.

      ~*~

      Fahrt 2
      In der darauffolgenden Woche packte ich mein letztes Hab und gut in Kisten, auch das Sattelzeug der verbliebenen Pferde sammelte ich bereits zusammen.
      Als der Freitag schließlich gekommen war, fing ich meine beiden jungen Ragdolls ein, schob sie in ihren Transportkorb und ging dann hinaus, um mich zu verabschieden und Isola della Pirateria, Adina de Ra'idah, Magical Moment und Thousand Sunny einzuladen.
      Eddi bekam von mir sämtliche Dokumente für die anderen Pferde, sowie die Verladungs- und Abfahrtspläne.
      Dann verabschiedete ich mich von meiner besten Freundin und nahm ihr das Versprechen ab, sich am Sonntag vor der Abfahrt noch einmal kurz zu melden.
      Bis zur Fähre lief alles wunderbar, doch als das Schiff ablegte, wurden Isola und Adina sehr unruhig. Also verabschiedete ich mich von dem Gedanken, die Überfahrt an Deck zu verbringen und öffnete die Vordertür des Hängers, um meine Stuten zu beruhigen.
      In diesem Moment rauschte mir etwas grau-weißes entgegen und ein aufgeregtes: "Finn, aus!", schallte durch die Schiffsgarage.
      Ich sah mich einem äußerst hübschen Australian Shepherd gegenüber, der mit eingeklemmten Schwanz versuchte, an mir vorbeizukommen.
      Gleich darauf kam mir ein großer, muskulöser Typ mit schwarzen Haaren und unglaublich grünen Augen entgegen und nahm den Hund mit hochrotem Kopf von mir weg.
      "Das tut mir wirklich sehr Leid, eigentlich ist Finn gut erzogen, aber er hasst die Überfahrt nach England...", begann er seine Entschuldigung.
      "Ach das macht doch nichts! Ich habe auch ein paar Vierbeiner dabei, die nicht ganz so begeistert sind.", sagte ich lachend.
      "Ja das dachte ich mir schon. Die machen ja nen ganz schönen Radau. Würde es Ihnen etwas ausmachen, wenn ich Ihnen ein wenig Gesellschaft leisten würde? Es ist so unglaublich langweilig alleine.", fragte er mit seinem unglaublich süßen englischen Akzent.
      Ich stimmte freudig zu und so setzten wir uns samt Finn in den Vorraum meines Hängers. In unserem Gespräch stellte sich heraus, dass der nette Typ Kevin hieß, er Familie in Deutschland hatte, aber in Oxford studierte.
      "Und du eröffnest also ein Gestüt?", fragte er mit leuchtenden Augen nach.
      "Ja, dieses Wochenende kommt das zweite Drittel meiner Pferde nach England. Und nächste Woche hab ich dann wenn alles gut geht, alle drüben. Kannst du reiten?", antwortete ich.
      "Naja, ich hab es mal gelernt, aber wirklich gut bin ich glaube ich nicht... Du könntest es mir ja beibringen", meinte er grinsend.
      Ich schluckte und wurde mir zum ersten Mal der Nähe bewusst, die mittlerweile zwischen uns herrschte. Ich errötete und sah lächelnd zu ihm auf.
      Er wurde nun ebenfalls rot und stammelte: "Das war nur ein Scherz, keine Sorge!"
      Ich lächelte tapfer weiter, war aber insgeheim etwas enttäuscht. Mir war schon lange kein so netter Kerl wie Kevin mehr begegnet. Aber wie es aussah, würde ich ihn wohl nicht wieder sehen.
      Kurz darauf legten wir an und ich verabschiedete mich wehmütig von Kevin. Er hatte nicht einmal nach meiner Handynummer gefragt.
      Ich seufzte und machte mich auf, um den letzten Streckenabschnitt zu bewältigen.
      Auf dem Gestüt angekommen, wurde ich wieder von Liz und Tim erwartet. Heute war das Wetter nicht so toll, daher war Mr. Bane zu Hause geblieben, da sein Rheuma ihm Probleme bereitete.
      Ich führte Magical Moment aus dem Hänger und freute mich über die staunenden "Ohs" und "Ahs" von Tim und seiner Mutter. Meine Elitestute sorgte einfach immer für Bewunderung.
      Ich drückte Tim ihren Führstrick in die Hand und grinste, als er vor stolz einen ganz roten Kopf bekam.
      "Liz würdest du kurz hierblieben? Isola und Adina sind beide ein wenig schwierig, ich kann nicht beide zusammen nehmen, aber auch keine von ihnen alleine lassen.", bat ich meine neue Freundin. Liz nickte und ich führte Isola della Pirateria aus dem Hänger. Die junge Rappstute tänzelte mit aufgerissenen Augen neben mir her und drängte sich eng an Magical Moment.
      Vor dem Springbrunnen rammte sie die Hufe in den Boden und quiekte erschrocken.
      "Tim? Dreh Magic mal um und warte dann kurz auf uns!", rief ich dem Jungen hinterher, da Magic natürlich ohne Probleme am Brunnen vorbei ging. Nach einigen Überredungsversuchen bewegte sich Isola schließlich im Stechtrab an dem Brunnen vorbei. Wir banden die beiden am Putzplatz fest und nahmen ihnen die Ausrüstung ab. Tim und Liz hatten die vier Boxen bereits eingestreut, weshalb ich Tim auch nicht sagen musste, wohin die Stuten kamen.
      Ich wurde von freudigem Wiehern begrüßt und Isola entspannte sich sofort ein wenig. Magical Moment bezog die Box im Haupttrakt direkt rechts neben der Stalltür. Isola kam in die dritte Box daneben. Als ich mich versichert hatte, dass die Rappstute keinen Unsinn anstellen würde, joggten wir zurück zu Liz. Diesmal bekam sie den Strick von Thousand Sunny, ich übernahm Adina De Ra'idah und Tim trug schon einmal einen Teil der Ausrüstung zum Stall.
      Auch Adina zickte am Brunnen ein wenig herum, doch als sie das Wiehern von Little Miss Sunshine hörte war sie kaum noch zu halten. Wir nahmen auch den beiden die Ausrüstung ab und führten sie in ihre Boxen.
      Nachdem dann auch die ganzen Zubehörkisten verräumt waren, machten wir uns im Haus an die Arbeit. Morgen sollten schließlich die ganzen Möbel geliefert werden und zwar samt der rießigen Küche für mein Haus.
      Daher besorgten wir uns Wandfarben und strichen die Wände meines Hauses.

      Am nächsten Morgen stand ich bereits sehr früh auf und wartete auf meine Möbel. Um kurz nach acht fuhr bereits der rießige Laster vor und vier Männer sprangen heraus. Zwei von Ihnen kümmerten sich um meine Küche, die anderen begannen damit die Möbel ins Gästehaus zu bringen. Kurz darauf tauchte auch Liz auf und half mir alles zu koordinieren. Nachdem die Männer alle Möbel in die jeweiligen Zimmer gebracht hatten, fuhren sie wieder ab, während ihre beiden Kollegen die Küche anschlossen und aufbauten. Ich verzog mich währenddessen mit Liz in mein Schlafzimmer und wir verbrachten die nächsten Stunden damit mein Bett, den Kleiderschrank und die Badezimmermöbel aufzubauen.
      Anschließend gönnten wir uns eine Pause, verabschiedeten die beiden Handwerker und begrüßten dafür den Elektriker, der sämtliche Lampen in meinem und im Gästehaus anschließend sollte.
      Liz und ich verzogen uns mit dem Mann zusammen in die Personalwohnungen, die über den Garagen für Kutschen und Sulkys standen.
      Dort bauten wir jeweils ein Bett, einen Schrank, einen Spiegelschrank im Bad, einen Schreibtisch, einen Nachttisch, ein Bücherregal und eine Kommode auf. Die Küchenzeilen samt Hängeschränken waren bereits aufgebaut und auch die Badezimmer inklusive Waschmaschine waren bereits fertig.
      Wir schlossen unsere Arbeit in den Zimmer ab, indem wir die Vorhangstangen mit Vorhängen aufhängten, die Betten bezogen und in drei der Zimmer eine Schale mit Süßem stellten.
      "Puh das wars für heute. Ich fahre dich schnell nach Hause, du ziehst dich um und dann gehen wir essen, was hälst du davon?", fragte ich Liz. Die nickte fröhlich und machte noch einen kurzen Abstecher mit in mein Haus, um meine zwei süßen Kätzchen zu knuddeln.

      Der nächste Morgen begann genauso früh wie der Samstag. Wieder kamen Liz und Tim, um mir zu helfen. Zu allererst waren natürlich die Pferde an der Reihe. Wir versorgten die Pferde, die bisher hier standen und streuten dann 24 weitere Boxen ein.
      Gleich darauf machten wir uns daran, mein Haus weiter einzurichten. Wir bauten die restlichen Möbel in der Küche auf, danach war das große Esszimmer an der Reihe. Immerhin sollte es hier irgendwann einmal sehr gesellig zugehen, da ich nicht nur mein Personal des öfteren hier haben wollte, sondern natürlich auch meine Gäste bewirten musste.
      Als wir schließlich schon recht müde das Werkzeug verräumten, hörte ich die Stimmen meiner neuen Mitarbeiter. Ich hatte sie gebeten so rechtzeitig zu kommen, dass sie beim Ausladen der Pferde helfen konnten.
      Kurz darauf fuhr auch schon Immanuel auf den Parkplatz.
      "Immanuel nimmst du Black Soul? Er kommt in den Hengsttrakt, rechte Seite in die zweite Box links von Fly. Samuel, Donald nehmt ihr Wüstentänzer und Khamar al Sanaa. Die beiden kommen auch auf die rechte Seite in die ersten Boxen vom Eingang weg. Patrick du übernimmst Branagorn. Er kommt zwischen Fantastic Fly und Black Soul. Brian dir gebe ich Ghostbuster. Er kommt neben Wüstentänzer. Liz, Tim? Ihr übernehmt Orfino und Juego. Orfino kommt rechts neben Caradoc, Juego zwischen Caspar und Hollywood Undead. Bleiben noch Hollybrook's Casanova, Hollybrook's Cheeky Jot und Hollybrook's Bloody Valentine. Valentine nehme ich. Anna du übernimmst Nova und Meg du hast die Ehre meinen Liebling Cheeky zu führen. Cheeky kommt in die erste Box auf der linken Seite, Valentine daneben und Nova neben Valentine."
      Nachdem wir alles verräumt hatten, atmeten wir erleichtert durch und ich schickte Immanuel ins Haus, damit er sich ausruhen konnte. Mein Freund wollte nämlich noch an diesem Abend wieder nach Hause fahren.
      Kurz darauf traf dann auch schon Klaus mit den Stuten ein. Wieder ratterte ich los:
      "Samuel, Donald euch gebe ich Samiyah und Mahira. Samiyah kommt in den Haupttrakt auf die linke Seite , in die erste Box an der Seite. Mahira steht direkt daneben. Brian du nimmst Wild Lady Roxanne. Sie soll neben Mahira. Liz und Tim ihr bekommt Golden Flair und Fairylike Facility. Anna du gehst gleich mit Aimiliani mit und Meg du nimmst Naboo. Die kommt neben Magical Moment, Aimiliani neben Isola, Facility zwei Boxen rechts von Thousand Sunny und Golden Flair zwei Boxen von Facilty weg. Patrick du nimmst Angels Fall First, Klaus geht gleich mit Cuchara mit und ich schnappe mir Walk of Fame. Angel kommt rechts neben My Golden Heart, Cuchara neben Salwa und Fame stelle ich zwischen Thousand Sunny und Fairylike Facility."
      Ich atmete tief durch als wir auch hier alles erledigt hatte und zeigte Samuel, Donald und Meg ihre neuen Wohnungen. Die drei waren restlos begeistert und bedankten sich überschwänglich. Anschließend schickte ich sie nach Hause und Klaus in mein Haus, da wir mit den vier Stuten die Eddi mitbrachte auch alleine fertig wurden.
      Als Eddi schließlich ankam übernahmen Liz und Tim Melody's Girl und Rose de Soleil, während Eddi und ich uns mit Precious Scream und Sahira abmühten. Meine Araberstute kam in die Box neben Little Miss Sunshine, Scream durfte zwischen Facility und Flair ziehen, Soleil kam rechts neben Adina und Melody links neben Adina.
      Ich kontrollierte gerade noch einmal alles, als Eddi grinsend auf mich zu kam.
      "Du vor dem Gestütseingang steht ein mega süßer Typ, der nach dir gefragt hat. Hast du vielleicht vergessen mir was zu erzählen?", fragte sie mich neckisch.
      "Ich hab keine Ahnung wer das sein könnte. Vielleicht noch ein Bewerber für einen Job...", meinte ich Schulter zuckend und ging zum Tor.
      Dort traf mich jedoch fast der Schlag, denn der mega süße Typ war kein anderer als Kevin!
      Er bemerkte meinen überraschten Blick und lief knallrot an.
      "Also ich muss dir was gestehen. Ich hätte mich Ohrfeigen können, dass ich dich nicht nach deiner Adresse oder wenigstens deiner Handynummer gefragt habe und deshalb bin ich dir am Freitag einfach hinter her gefahren, bis ich ungefähr wusste, wo du hinwillst. Ich war aber zu feige, dich da schon anzusprechen.
      Aber jetzt bin ich da und deshalb: Hättest du Lust nächsten Freitag mit mir Essen zu gehen?", ratterte er hinunter.
      Ich konnte mein Glück kaum fassen und nickte ihm strahlend zu.
      "Oh okay, das ist ja toll! Also..ich denke du hast zu tun und ich muss heute auch wieder zurück nach Oxford, aber ich freue mich schon sehr auf Freitag. Ach ja und hier, meine Nummer!", meinte Kevin, stieg in sein Auto und brauste davon.
      Eddi grinste übers ganze Gesicht und löcherte mich bis tief in die Nacht mit Fragen. Mein Umzug nach England lief wirklich besser, als ich es mir jemals erträumt hätte....

      ~*~

      Fahrt 3
      Endlich war der Tag gekommen, an dem der Rest meiner Pferde ankommen sollte. In der letzten Woche hatte ich mein Personal eingearbeitet, mein Haus eingerichtet und war nun daran, Charme in meinen Hof zu bekommen. Und natürlich hatte ich mich am Freitag mit Kevin getroffen. Seitdem telefonierten wir jeden Tag mindestens zwei Stunden und er hatte versprochen, das nächste Wochenende ganz hier zu verbringen.
      Ich stand bereits vor dem Tor und wartete auf Immanuel, der ja diesmal mit vierzehn Pferden ankommen würde. Auch meine Mitarbeiter, sowie Liz, Mr. Bane und Tim waren hier, um zu helfen.
      Als der rießige Transporter schließlich ankam, verteilte ich sofort wieder die Pferde.
      Immanuel übernahm Tschiwabschischi, Samuel El Racino, Donald San Salvador und Brian Classic Moment. Tschiwi kam neben Ghostbuster, Racino zwischen Tschiwi und Levistino, San Salvador zog zwischen Slaters Secret und Wyoming und Classic Moment kam auf die gegenüberliegende Seite neben Candle in the Wind.
      Liz schnappte Unannounced Pleasure, in die sie sich sofort verliebte, Tim nahm Reminiscent Inspiration, Anna übergab ich Levistino's Hope und Meg nahm Mississle. Für Patrick und mich blieben nun nur noch Backup und Ravenback.
      Die beiden Vollblutfohlen bezogen die Boxen ganz rechts im Haupttrakt. Mississle kam neben Little Big Girl, Inspiration und Pleasure kamen in den rechten Stutentrakt auf die rechte Seite direkt an den Durchgang und Hope auf die gegenüberliegende Seite neben Cuchara.
      Im zweiten Hänger warteten nun noch Ace of Spades, Black Pearl, Pirate Island und Fallen Immortaliny. Fallen durfte zwei Boxen rechts von Soleil stehen, Black Pearl neben Ravenback, Island neben Pearl und Spades zwischen Island und Melody.
      Kaum eine Stunde später war auch Eddi mit der letzten Fuhre da.
      Sie transportierte Everybody's Darling, die zwischen Naboo und Isola stand, Barakah al Sanaa, die die Box neben Hope bezog, Sharley und Bittersweet. Die beiden Araberdamen durften die Boxen rechts und links von Fallen Immortaliny ihr neues heim nennen.
      Ich atmete erleichtert durch Es hatte alles geklappt und endlich hatte ich alle Pferde sowie auch die ganze Ausrüstung hier. Ich kochte für meine Gäste ein feines Essen und lud sie dann alle ein, in ein paar Wochen zur Eröffnungsparty herzukommen.
      Endlich konnte ich meinen Lebenstraum verwirklichen!
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  • Album:
    Verkaufsstall
    Hochgeladen von:
    Sammy
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    22 Okt. 2013
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  • Hollywood Undead
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    [engl.: "Untotes Hollywood" ]
    Spitzname: Hollywood


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    ~ Abstammung ~
    Von: Humand Mind

    V: /
    M: /

    Aus der: ?
    V: /
    M: /


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    Rasse: Welsh Pony Sektion B
    Geschlecht: Hengst
    Geburtsdatum: 22.02.2008
    Stockmaß: 1,37 m
    Fellfarbe: Red Roan mit schwarzem Langhaar
    Kopfabzeichen: breite Blesse
    Beinabzeichen: 4x weiß gestiefelt


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    ~ Beschreibung & Charakter ~
    folgt

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    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: IGottaFeeling
    Ersteller:Fratzi
    Vkr: ///


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    ~ Qualifikationen ~
    Dressur:
    E
    Springen: E
    Fahren: E

    --------------------------------------------------

    ~ Schleifen ~

    Gewinner der BHK 328

    --------------------------------------------------

    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig: Ja
    Nachkommen: ///