1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Bracelet

Hollywood King Gun │ American Quarter Horse │ Hengst

Husky<3 (18 Punkte)

Hollywood King Gun │ American Quarter Horse │ Hengst
Bracelet, 21 Okt. 2016
Nymeria, Zion und Veija gefällt das.
    • Bracelet
      ~ Pflegeberichtssammlung aus dem alten Zuhause ~

      Pflegeberichte aus der ersten Zeit auf der Gips Reminder Ranch

      [​IMG]
      Thunderstorm? Are you kidding?!
      Benommen schaute ich auf die Uhr. Schon 12? Draußen krachte es einmal laut, was mich zusammenfahren lies. Der Wetterbericht hatte doch Recht behalten. Es schüttete wie aus Eimern und immer wieder zuckten Blitze vom Himmel, gefolgt von einem höllischen Lärm. Ich stand auf und blickte nach draußen. Ich konnte meinen Augen kaum trauen! Da standen meine Pferde, im Gewitter!
      Sofort war ich hellwach und zog mich mehr schlecht als Recht an, ehe ich nach unten stürmte und meine Mitarbeiter zusammenrief: "WER von euch hat die Pferde raus gestellt?!", fragte ich die vier doch keiner wollte mir antworten. "Leute, Regenjacken an und ab! Guckt dass die alle zurück in den Stall kommen!", fauchte ich sie an und zog mir ebenfalls meine Regenjacke an, ehe ich zu den Zuchtstallungen stürmte. Bella, Amarula, Grace und Nova bekam ich alle zusammen in den Stall, ehe mir Brother, Spooky und Funky schnappte und sie in den Stall brachte. Eigentlich musste ich die Pferde nur von ihren Paddocks in den Stall scheuchen, doch das war leichter gesagt, als getan. Schließlich sahen alle Boxen aus wie Sau, weil sich noch niemand erbarmt hatte, diese zu misten. Kurz seufzte ich. Also musste ich nachher ran.
      Nun ging es weiter zu den Vollblütern. Hell, Jagger, Faster, Augen auf, Zucker und Wild Reflex waren von der Koppel schon wieder in ihrem Stall. Lamperd, Nyanda, Sacramento, Scoubidou, Seattle Slew, Pria und Horror brachten Caleb und ich noch zusammen in ihre Stallungen. Auch die beiden Stalltrakte der Vollblüter waren noch nicht gemacht. Seufzend verdrehte ich die Augen und machte mich nun mit Caleb und Aaron im Schlepptau auf zum Trainingsstall. Zum Glück hatten Aliena und Alexis schon fast die Hälfte der Pferde im Stall! So befanden sich Genuine, Gipsy, Lil Princess, Skrudi, Wimpy, Cherokee, What Lies Ahead, Gun and Slide, Moon, Summertime, Dawn of Hope, Emilio. Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Goddess, Sheza, Sweety und Siku schon im Stall. So holten wir zu fünft noch Náttdís, Eldrian, Solitary, Pluie, Cauldron, Annie, Silver, Blue Gun, Possible Pasts, Smoking Chex, King Gun, Sue und Ravi in den Stall. Auch ihre Boxen mussten alle noch gemacht werden, doch zunächst gingen wir zu den Jungpferden am Offenstall.
      Crescent Wolf, Crow, Holly, Harley, Ocarina, Raised from Hell, Lena, Striga, Aquila und Peppy Ann kamen in den Offenstall für die Stuten, dessen Stalltür ich schließen konnte, damit die Pferde für den Tag drin blieben. Zues musste leider in seinem provisorischen Paddock bleiben, so Leid es mir tat. Wildfire, Omira, Kunis und Gunna Whiz kamen in ihren Offenstall, wo ich ebenfalls die Tür schloss. Seufzend trug ich nun jedem auf, welche Pferde er zu misten und zu füttern hatte.
      Also ging ich in den Zuchtstall und kümmerte mich um die dortigen Pferde. Im Moment erwartete keines der Tiere Nachwuchs, was auch nicht so schlecht war, denn ich war ja gerade erst dabei, eine Zucht aufzubauen. Da konnten die Tiere ruhig noch ihr Leben genießen, fernab vom täglichen Training. Eigentlich hatten es die Zuchtpferde und die Jungpferde bei mir am Besten. Sie konnten den ganzen Tag fressen und ihr Leben genießen.
      Kurz lachte ich, ehe ich kopfschüttelnd den Stall verlies. Ich war schon fertig und bereitete nun das Mittagessen vor, was wir um geschlagene 17 Uhr essen würden. Tja, die Pferde gingen eben vor.

      TrainingsberichtBarrel Race LK 5 auf LK 4: Hollywood King Gun[...]Diese Woche hatte ich mir etwas lustiges vorgenommen, denn so viele verschiedene Diziplinen hatte ich noch nie kombiniert trainiert. Dawn of Hope und My sweet little Secret sollten eingeritten werden, Amarula und Abby in Dressur von A auf L gebracht werden, What Lies Ahead in Gangreiten von E auf A, Hollywood King Gun im Barrel Race auf LK 4, Black Sue Dun It im Pole Banding auf LK 4, Marly's Pluie in Pleasure auf LK 3, Comeback of a fallen Goddess in Cutting auf LK 4 und Like Honey and Milk in Hunter under Saddle auf LK 4. Anfangen wollte ich mit Dawn of Hope und Secret. An den ersten beiden Tagen longierte ich sie nur zweimal am Tag eine halbe Stunde, ehe ich am dritten Tag schon den Sattel drauflegte und damit longierte. Beide Pferde schickten sich so gut, dass ich schon am fünften im Sattel saß. Ich ritt Beide noch mit Bosal, um ihnen nicht unnötig im Maul herum zu zerren. Nach zwei Wochen liefen sie mit Wassertrense locker ihre Runden. In der Zwischenzeit hatten Aaron und Alexis Amarula und Abby in der Dressur trainiert und sie beide erfolgreich auf die Stufe L gebracht! Das Gangreiten mit What Lies Ahead erwies sich auch als sehr gut und so lief er nach 2 Tagen in der Stufe A. Mit Hollywood King Gun und Black Sue fuhr ich auf einen Nachbarhof, der mehr auf diese beiden Diziplinen beschränkt war und mir so wertvolle Tipps geben konnte. Die beiden Pferde waren zwar noch etwas langsam, aber das würde sich mit der Zeit legen. Einige Tage später fand ich mich auf einem anderen Hof mit Goddess ein, der sich auf Cutting spezialisiert hatte und mir immer wieder ihre Rinder zur Verfügung stellte. Goddess war ein Naturtalent und spielte nur so mit dem Rind, so dass ich beinahe keine Hilfen geben musste. Auf die Frage hin, ob die Stute zum Verkauf stünde, schüttelte ich nur lachend den Kopf. Als letzte war Honey dran, die ich rasch mit einem Englischsattel sattelte und fertig fürs Training machte. Da sie an sich schon wunderschöne Gangarten hatte und sehr weich zu sitzen war, beendeten wir das Training recht flink und sie konnte wieder auf die Koppel. Geschafft.[...]

      Pflegebericht für alle Pferde
      Langsam reckte ich mich in meinem Bett, ehe ich mich dann doch begannte und aufstand. Nach einer kurzen Dusche, die mal wieder sinnlos war, da ich in einer Stunde wieder nach Pferd riechen würde, zog ich mir eine Jeans und ein kurzes, kariertes Hemd an. Natürlich durfte mein Hut nicht fehlen, wobei ich heute einen schwarzen anzog. Meine Haare band ich davor noch zu einem tiefen Zopf, ehe ich in meine Boots schlüpfte und nach unten an den Frühstückstisch ging, den Aaron freundlicherweise schon gedeckt hatte. "Danke", sagte ich zu ihm, ehe ich mich an den ansonsten leeren Tisch setzte. "Wo ist der Rest?", fragte ich ihn dann, worauf er nur mit einem schulterzucken antwortete. Auch gut, dachte ich mir und schmierte mir mein Brot, ehe ich die neuste Post checkte, die seit neustens Nachts mit der Zeitung kam. Es war mir ganz recht, da ich Post sowie Zeitung dann schon am Frühstückstisch lesen konnte, allerdings tat mir der Postbote leid, da es nachts doch ein wenig ungemütlich hier draußen wurde- besonders im Winter.
      In letzter Zeit bekam ich vermehrt Bewerbungen zu Praktikas oder Ausbildungen, ja auch Jobanfragen! "Eigentlich könnten wir hier noch Unterstützung gebrauchen, oder Aaron? Besonders wenn wir bald auf das neue Gestüt ziehen.", sagte ich mehr zu mir selbst als zu ihm, ehe ich ein Räuspern in der Tür vernahm. Da stand ein fremder junger Mann in Jeans und Karohemd, der bestohlen zu Boden sah. "Ja, bitte?", fragte ich ihn, ehe ich einen Blick hinter ihn warf. Dort stand Caleb und schaute mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. "Mein Auto ist hier in der Nähe liegen geblieben, ich habe eine kleinen Isländerhengst dabei und wir wussten nicht wohin, leider habe ich hier mit meinem Handy keinen Empfang", erklärte er mir kleinlaut, ehe ich einen Blick mit Caleb tauschte und ihm zunickte. Das hieß, dass der Fremde wohl keine bösen Absichten vorhatte und ich mit Aaron zusammen wohl mit ihm klarkommen würde. "Wo ist dein Pferd denn?", fragte ich ihn dann, ehe ich ein fremdes Wiehren hörte und nach draußen sah, wo ich einen kleinen Red Dun farbenen Isländerhengst sah, der wie verrückt um Alexis herumtänzelte.
      "Gut, lass uns mal nach deinem Pferd schauen", sagte ich und stand auf. Er wollte zwar protestieren, ich stahl mich jedoch einfach an ihm vorbei und ging zu dem Hengst der sich panisch umsah. "Whoaaaa", sagte ich leise und beruhigend zu dem Tier und nahm ihn Alexis aus der Hand, ehe wir auf den Stall zugingen. "Ich stelle ihn gerade in eine Box, abseits meiner Pferde, dann kann er sich ein wenig beruhigen, ehe wir den Wagen holen und zu deinem Auto fahren, okay?", fragte ich ihn und wartete die Antwort nicht ab, vernahm jedoch aus dem Augenwinkel ein kurzes Nicken.
      "Wie heißt er denn?", fragte ich ihn beiläufig und nickte dann. "Dynur, ein schöner Name", erwiderte ich dann, ehe Caleb schon mit dem Pick Up auf dem Hof stand, in den der Fremde und ich einstiegen. "Wie heißt du eigentlich?", kam es mir dann in den Sinn, ehe ich einen Blick über die Schulter zu dem Mann warf, der auf der Rückbank des Pick Ups Platz genommen hatte. "Riley", sagte der junge Mann leise. "Riley Fortin." "Ein schöner Name.."murmelte ich noch, ehe auch ich mich vorstellte. "Ich bin Verena O'Connor und der Herr hier neben mit ist Caleb O'Dell."
      Nun waren wir auch an seinem Auto angekommen, welches sich Caleb sofort anschaute. In dieser Zeit unterhielt ich mich weiterhin mit Riley, da Caleb ihm unmissverständlich erklärt hatte, dass er niemanden brauchte, der ihm über die Schulter schaute. "Nimm's ihm nicht krumm, er ist eben so", erklärte ich ihm schulterzuckend, worauf hin er mich nur fragend ansah. "Wo wolltest du eigentlich hin?", fragte ich ihn dann. "Ach.. ich fahre ein wenig durch die Gegend, immer auf der Suche nach einem Job", antwortete er mir und Caleb blickte kurz mit einer hochgezogenern Augenbraue zu mir, ehe er sich die Hände an seiner Hose abklopfte und zu uns kam."Der hier fährt nirgendwo mehr hin, der Motor ist hin", erklärte er Riley, der die Hände über dem Kopf zusammenschlug. "Und jetzt?", murmelte er eher zu sich selbst als zu uns, dennoch beantwortete ich seine Frage für ihn: "Da du ja ein Pferd hast, wirst du ja wohl reiten können. Wie wärs wenn du ein paar Tage bei uns bleibst und im Stall bei den Pferden hilfst, dafür brauchst du nichts zu bezahlen?", fragte ich ihn und er nickte dankend. "Gut, lass uns zurückfahren, wir rufen einen Abschleppdienst."
      Eine gute Stunde später waren wir samt seinem Auto und Hänger auf der Ranch. Riley ging natürlich sofort zu seinem Hensgt, der sich grummelnd an ihn schmiegte.
      Ich räusperte mich kurz. "Nichts da, an die Arbeit junger Mann!", sagte ich lachend und ging mit ihm zum Offenstall, wo die Jungpferde standen. Wir hatten vorher noch Kraftfutter gemischt, welches wir in die Futterraufen im Stall schütteten. Außerdem standen verteilt auf den Koppeln Eimer, damit auch die rangniedrigeren Pferde Energie bekamen. Viele verteufelten ja das Kraftfutter bei Jungpferden, da es nur in den Kopf gehen solle, doch ich war ein totaler Befürworter. Man sah es den Tieren an, dass sie allmählich immer kräftiger wurden.
      Zunächst ließ sich kein Pferd blicken, ehe ich laut nach ihnen rief.Zu erst kamen Crescent Wolf, Magnificient Crow und Natsu's Little Harley. DIcht dahinter Miss Holly Golightly und Snapper Little Lena, wobei diese nie bei der Gruppe waren sondern immer den Eimer nahmen, der am weitesten vom Stall weg war.Ocarina of Time kam auch noch zum Stall, während Raised from Hell nie zum Fressen kam. Das würde noch lustig werden mit der Stute, dachte ich mir seufzend und betrachtete Striga und Princess Peppy Ann, die sich immer mehr angefreundet hatten in letzter Zeit. Auch Aquila T Mistery und Bella'S Dun Gotta Gun standen immer zusammen und hielten sich auch ein wenig vom Stall weg, da sie zusammen mit Gunna Whiz die jüngsten Vertreter waren.Bei den Stuten fertig ging es zu den Hengsten. Wildfire kam sofort auf uns zugerannt und wollte seine Streicheleinheiten abholen, die Riley ihm auch gab. Kunis kam auch sofort zu uns, während Lil Nucu Omira sich ein wenig Zeit ließ, dann aber auch zu uns kam. Zues bekam kein Kraftfutter, der hatte genug Energie und zeigte sie uns jedes Mal aufs Neue, wenn wir zu ihm gingen. "Was ist denn mit dem passiert?", wollte Riley wissen. "Ich habe ihn vom Schlachter aus schlechter Haltung geholt, wurde leider viel zu früh von der Mutter getrennt und war immer Rangniedrigster. Aufgrund seiner Farbe, da ich ja auch auf Farbe züchte, konnte ich den Hengst nicht stehen lassen. Mal schauen, was aus ihm wird", erklärte ich ihm, ehe wir zu den Vollblütern gingen.Die Pferde waren auch aufgeteilt nach Stuten und Hengsten und standen bei dem schönen Wetter alle auf der Koppel. Die übliche Bande, also Drag me to Hell, I've got the moves like Jagger, Faster, Augen auf ich komme, Zuckerschock und Wild Reflex, kamen sofort angelaufen, als sie uns mit den Eimern sahen. Rasch waren sie im Stall am Trog, um die ersten zu sein, die etwas zu fressen bekommen. Nyanda, Praimos Ruffia Kincsem, My lovely Horror Kid und Deadly Ambition ließen sich deutlich mehr Zeit, ehe sie doch langsam in den Stall kamen. Gott sei Dank vertrugen sie sich alle super gut, weshalb es be ihnen nie Kämpfe oder ähnliches gab.Bei den Hengsten waren Firewalker und Lamperd recht schnell bei uns, ehe nach und nach Sacramento, Scoubidou und Seattle Slew kamen, die sich wohl nich nicht so wohl bei mir fühlten- leider. Nun schauten wir in der Zuchtstallung vorbei, wo alle Pferde auf ihren Paddocks standen. Lächelnd bekamen Bella Dun Del Cielo. Spooks Gotta Gun, Supernova, Funky Powerbabe, Amarula van Helsing, Goodbye Graceful, Hollywood's Silver Dream, Soul Sisters Brother of Time und Stormbringer, meiner neusten Ergänzung der bunten Truppe, ihr Futter. Im Trainingsstall trafen wir kein Pferd an, da diese alle auf der Koppel standen und sich den Bauch vollschlugen.Je nach Training bekamen dann Genuine Lil Cut, Cielos Double Dun It, Lil Princess Gun, Skrúður,Wimpys Little Devil, Cherokee Rose, What Lies Ahead, Gun and Slide, Dancing Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Crusing's Dawn of Hope, Emilio, Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, Sheza bat Cat, My sweet little Secret, Siku, Náttdís, Eldiran Antrax, Solitary, Marly's Pluie, Cauldron of Renascence, Annie get your Gun, My Blue Gun, Your possible Pasts, Hot Smoking Chex, Hollywood's King Gun, Black Sue Dun It, Ravi, Blazing Flame, Snuff, HGT's Enjoy Nature, Ahyoka und schließlich die zwei neusten Woodstock Lady und Call of Pripyat ihr Futter. "Fertig", sagte ich und sah auf die Uhr. Ich war um 6 aufgestanden, um 18 Uhr waren wir jetzt fertig mit den Pferden. "Ach Dynur fehlt noch, oder?", fragte ich ihn und ging wieder in die Futterkammer, wo wir das Futter für den jungen Hengst vorbereiteten, dem Riley es dann auch gleich brachte. Nun gingen wir rein und setzten uns an den Küchentisch, wo meine anderen Mitarbeiter schon etwas gekocht hatten. Zusammen aßen wir zu Abend, ehe wir ins Büro gingen und ein wenig Papierkram regelten. "Ab sofort bist du auf Zeit hier eingestellt, Riley. So wie du heute mit den Pferden umgegangen bist, kannst du auch gerne länger bleiben, da wir hier dringend neue Unterstützung gebrauchen könnten!", erklärte ich ihm doch er nickte dankend ab. "Ich bleibe erstmal diesen Monat, dann können wir ja weiter sehen", erklärte er lächelnd, drückte mir die Hand und verließ mein Büro.Nach einem Blick auf den Kalender stockte mir fast der Atem. Morgen würden Catalina und Clarence kommen!Schnell schlich ich mich also ins Bett, um morgen ausgeruht früh aufzustehen.

      Trainingsbericht
      Like Honey and Milk- Hunter under Saddle LK 4 auf LK 3, Hollywood King Gun- Barrel Race LK 4 auf LK 3 & Black Sue Dun It- Pole Banding LK 4 auf LK 3

      Mit Caleb und Aliena stand ich draußen vor dem Trainingsstall und wank Aaron zu, wie er mit dem Trailer fahren sollte. Als er dann richtig stand, konnten wir Like Honey and Milk, Hollywood King Gun und Black Sue Dun It einladen. Wo wir hin wollten? Zu einem Nachbarn von uns, der eine riesige Halle mit Tonnen und Stangen hatte, damit wir King und Sue richtig trainieren konnten. Nebenbei würde ich Honey & Milk reiten, da sowieso genug Platz in der Halle war und man sie locker mit den beiden anderen laufen lassen konnte.
      Wir schmissen Aaron also aus dem Truck, Caleb übernahm das Steuer, ich setzte mich missmutig nach hinten und überlies Aliena den Platz vorne. Ich war noch immer sauer auf Caleb, wegen der Sache mit Aliena.Bei unserem Nachbarn angekommen luden wir die drei Pferde aus, die wir im übrigen schon fertig gesattelt in den Hänger gestellt hatten. In Amerika und Kanada war das wohl üblicher, als in Deutschland. So konnten wir nach einer kurzen Begrüßung sofort in die Halle, stiegen in die Sättel und ritten die Pferde warm. Aliena auf Sue, Caleb auf King und ich selbst auf Honey. Honey entwickelte sich immer mehr zu einem "Englisch"- Crack, denn das Springen als auch das reiten mit englischer Ausrüstung machte ihr unglaublich Spaß, weshalb ich sie wohl vor allem in Hunter under Saddle, Hunter Hack, Hunt seat Equitation und auch in der Pleasure fördern wollte. King Gun machte sich mit Caleb ganz gut um den Tonnen. Er konnte wahnsinnig gut das Gleichgewicht halten und lag fast quer auf dem Boden, wenn er die Barrels umrundete! Black Sue war ebenso wendig wie der Hengst. Flink galoppierte sie um die Poles herum, ohne auch nur eine so umzudrücken, dass sie den Boden berührte. Berühren durften die Pferde die Poles ja- nur nicht "umschmeißen".Mit Honey übte ich zunächst viele Schritt-Trab- & Standübergänge, ehe ich den Galopp dazu nahm und die Zügel immer lockerer ließ, bis ich nur noch einen sehr leichten Kontakt zum Maul hatte. Das typische durchhängen der Zügel war hier nicht gerne gesehen. Laut Richtbuch sollten die Pferde auch im normalen Westernsport mit leicht angenommenen Zügeln reiten, doch warum das niemand tat, war mir schleierhaft.Ich war viel früher fertig als die anderen, weshalb ich Honey noch ein wenig an der Hand grasen ließ, ehe auch Caleb und Aliena kamen. Sie quasselten wild durcheinander, ehe ich die Hand hob und zu erst auf Aliena zeigte. "Sie macht sich wirklich gut. Reagiert fein auf die Hilfen, kommt mit dem Galoppwechseln super klar am Ende, wenn wir wieder zurückgaloppieren müssen und und und. Sie ist echt top!", erklärte sie mir froh, ehe ich auf Caleb zeigte. "Er macht seine Sache auch gut. Du hast ihn ja gesehen, was ein bomben Gleichgewicht er hat!", erzählte er mir, ehe wir die Pferde dann in den Trailer luden, uns verabschiedeten und nach Hause fuhren. Nächsten Monat würden wir wieder her kommen. Daheim angekommen wurden die Pferde abgesattelt und noch auf die Koppel gestellt. Ein paar Stunden konnten sie noch grasen.

      [​IMG]
      Hollywood King Gun Barrel Race LK 3 auf LK 2

      "Hopp, hopp, hopp!", sagte ich und schubste Alexis weiter den Flur entlang. "Pferde trainieren!" "Aber ich will nicht!" "Du musst aber" - seufzen. Nicht nur von Alexis, sondern auch von Riley, der mitllerweile bei uns ziemlich eingespannt wurde und anpacken musste, wo gerade Not am Mann war. "Ja, Riley, du auch", sagte ich etwas schnippisch zu ihm und schob auch ihn den Gang entlang. "Come on", sagte Caleb und schnippte seine Kippe weg. Seit neustem rauchte er, was mir gar nicht in den Kram passte. "Caleb!", fauchte ich ihn an und sofort zuckte er zusammen, hob die Zigarette auf und schmiss sie, als sie ganz aus war, in den Mülleimer. "You should stop smoking.. it smells terrible!", sagte ich ihm doch er rollte nur mit den Augen und ging dann auf den Stall zu, wo die Arbeit auf uns wartete. Ich nehme mir Skrúður und Trainiere ihn in Distanz von L auf M, Riley und Alexis ihr trainiert Eldrian Antrax und Cauldron of Renascence in Dressur von A auf L, Alexis, Aaron und Caleb ihr schnappt euch Snuff, Lovely Summertime und Sympathy for the Devil und trainiert sie in Springen von A auf L. Gebongt?", fragte ich alle und bekam ein nicken zur antwort. "Gut, an die Arbeit!", verkündete ich fröhlich und ging zur ox von Skrudi, um ihn mir fertig zu machen. Nach dem putzen schmiss ich ihm seine Decke und einen Vielseitigkeitssattel auf den Rücken, ehe ich ihm die Trense anlegte und mit einem Helm auf dem Kopf den Hof verließ. Im Moment regnete es sehr viel hier in Kanada, weshalb ich für Training außerhalb der Halle immer passende Momente abwarten musste. Diesmal schien ich jedoch Glück zu haben und konnte mir ruhig Zeit lassen mit unserem Ritt. Als ich um die Ecke bog, sah ich schon wie Eldrian sich in der Dressur versuchte und an den neuen Übungen scheiterte. Kurz grinste ich. Der Hengst hatte sich so gut gemacht und war für meine Poloponyzucht so relevant, dass er das einfach hinbekommen musste, da glaubte ich fest an ihn. Skrudi war von seiner Kondition her schon sehr gut, weshalb ich sofort traben und galoppieren konnte, als wir aufgewärmt waren. Wir ritten eine Strecke, die er schon sehr gut kannte, aber diesmal zügiger und auch ein paar kleine Umwege, damit die Strecke länger wurde. Nach einer guten Stunde rief mich Alexis an, welche Pferde nun an der Reihe waren. "Schnappt euch Ravi, Blazing Flame, Lil Princess Gun, Wimpys Little Devil und What Lies Ahead. Trainiert sie in Military von E nach A. Wenn einer von euch früher fertig ist, holt der sich noch Woodstock Lady. Dann machen wir Schluss für heute.", gab ich Anweisungen und hörte, wie ALexis im Hintergrund die Pferde verteilte. Dann legte sie auf. Ich trieb Skrudi ein wenig an, damit er mir nicht unter dem Hintern einschlief. "Guter Junge", sagte ich und klopfte seinen Hals, der schon ordentlich nass vom Schwitzen war, weshalb ich mich entschied, umzudrehen. Schließlich wollte ich nicht, dass der Hengst krank wurde.
      Auf dem Rückweg begegnete ich Caleb, der mir mit Woodstock Lady entgegen kam. Wir nickten uns kurz zu, ehe ich auf dem Hof ankam, Skrudi schnell absattelte und ihm eine Decke auflegte. Dann machte brachte ich ihn in seine Box und gab ihm noch seine Kraftfutterportion. Da die anderen wohl noch lange nicht zurückkommen würden, entschied ich mich dazu, Like Honey and Milk zu satteln und in Hunter under Saddle von LK 3 auf LK 2 zu bringen. Gesagt getan. Nach 10 Minuten war ich mit ihr in der Halle und ging die Grundlagen nochmal alle durch. Honey fand es komischerweise heute gar nicht lustig, dass sie ständig Zug im Maul hatte, doch da musste sie durch, weil ich sie hier nicht mit durchängenden Zügeln reiten konnte. So stand mir eine ganze Stunde voller Diskussionen und Streitereien an, bis Honey einigermaßen ordentlich lief. Ich ließ sie dann aber auch in Ruhe, weil ich unser Training mit einem positiven Ergebnis abschließen wollte. Dann brachte ich sie wieder in ihre Box. Im Stall traf ich die anderen, weshalb wir nun ins Haus gingen und gemeinsam zu Abend aßen.Am nächsten Tag ging es wieder früh los. Naja, was hieß früh, es war 10 Uhr. Von 7 bis 10 hatten wir die Pferde gefüttert und auf die Koppeln gebracht, jetzt ging es ans Training. "Caleb, Aliena, Alexis, Aaron und Riley, ihr teilt euch folgende Pferde auf: Annie get your Gun Trail LK 2 auf LK 1, Hot Smoking Chex Trail LK 3 auf LK 2, My Blue Gun & Your possible Pasts Reining LK 3 auf LK 2 und Enjoy Nature Reining LK 5 auf LK 4. Ich fahre mit Hollywood King Gun und Black Sue DunIt zu unseren Nachbarn, um sie in Barrel Race und Pole Banding weiter zu bringen. Bis heut Abend dann!", verkündete ich die Tagesplanung. Alle nickten zufrieden, weshalb ich nun in den Stall ging und mir King und Sue schnappte, die ich sattelte und in den Hänger stellte. Hier war es üblich, dass die Tiere komplett gesattelt in den Hänger kamen. Natürlich trennte ich die beiden großräumig voneinander, doch ich hatte wenig Hengste, die ausgeprägte Hengstmanieren hatten, so dass ich mir da keine Sorgen machen musste. Bei der Halle angekommen kam mir der Besitzer entgegen der mir seinen Azubi vorstellte. "Oh gut, willst du reiten? Ich hab zwei Pferde dabei, kann jedoch nur eins davon reiten, gleichzeitig geht ja schlecht.. dann kannst du direkt mal andere Pferde kennen lernen.", schlug ich dem jungen Mann vor, der aufgeregt nickte. "Gut, komm mit", sagte ich und führte ihn zum Hänger, wo wir zu erst meine rabenschwarze Sue ausluden, die ich ihm in die Hand drückte, ehe ich meinen Hengst aus dem Henger holte. Er hatte kaum Zeit die Pferde zu bewundern, da war ich schon beinahe bei der Halle. "Kommst du?", fragte ich ihn und hielt ihm die Tür auf. Die Halle war so groß, dass wir gleichzeigt Barrel Race und Pole Banding trainieren konnten. Gemeinsam wärmten wir die Pferde also auf, ehe es losging. Mit King hatte ich gerade mehr zu kämpfen als der junge Mann mit Sue, bei denen es super klappte. King reagierte kaum auf meine Hilfen, wir fielen sogar bei der zweiten Tonne einmal hin. Da der Hengst jedoch sehr flink war, stand er kurze Zeit wieder auf den Beinen. Ich hatte mir natürlich aus Reflex am Sattelknauf festgehalten und konnte noch rechtzeigtig mein Bein wegziehen, bevor er auf es draufgefallen wäre.. Nach einer kurzen Pause machten wir jedoch weiter, da es langsam spät wurde und wir das Training heute noch abschließen mussten. Mittags hatten mich die anderen angerufen, wen sie noch trainieren sollten. Arbeit war ja genug da, weshalb ich ihnen noch Comeback of a fallen Goddess und Marly's Pluie aufs Auge drückte. Goddess musste in Cutting von LK 4 auf LK 3 gebracht werden. Pluie in der Pleasure von LK 3 auf LK 2.Als ich dann spät am Abend heim kam, waren alle Pferde versorgt in ihren Boxen. King und Sue stellte ich noch dazu, gab ihnen Kraftfutter und ging dann erschöpft ins Bett.

      Pflegeberichte aus der Zeit bei den Bria Cliff Stables
      Ich hatte heute einen langen Tag vor mir, da ich und Simon uns vorgenommen hatten meinen Hengsten mal wieder einen ‚Wellnesstag‘ zu gönnen. Dieser beinhaltete ausgiebige Putzen meiner Lieblinge und ein paar Ausritte. Wirklich arbeiten wollte ich heute mit keinem. Gerade Hall of Fame und die anderen Kandidaten, welche ich gerade für die Zucht vorbereitete hatten sich ein bisschen Ruhe und Entspannung nach dem vielen Training verdient. Simon war wie immer eine willkommene Unterstützung und ich war echt froh, dass er damals mit Rachel in mein Leben getreten war. Ich konnte mir mein Leben ohne ihn, Rachel, Joyce und die anderen gar nicht mehr vorstellen. Alle samt waren mir in den letzten Monaten sehr ans Herz gewachsen und ich wusste auch, dass Joyce und Rachel mehr wie nur Zuchtpartner waren. Sie waren wirklich gute Freundinnen geworden. Ohne sie hätte ich die Schicksalsschläge in letzter Zeit wahrscheinlich auch nicht so einfach weggesteckt.
      Simon war wie immer motivierter als ich aber das war ja auch keine Kunst. Ich wollte mir als erstes meinen Liebling The Cirle of Unbroken vornehmen und Simon wollte sich ein bisschen um Ameer kümmern. Ich hatte den kleinen genauso wie jedes meiner Pferde sehr ins Herz geschlossen und freute mich für ihn, genauso wie für alle, über den heutigen Tag. Ich putzte Circle bis er wieder glänzte wie eine Speckschwarte. Er schien dies auch sichtlich zu genießen und schnaubte oft ab. Irgendwann fing er dann auch ganz entspannt an zu dösen und streckte seinen Kopf nur noch selten nach vorne. Der Hengst war einfach wieder wo ganz anders mit seinen Gedanken und das war auch nicht schlimm. Nach seiner Vergangenheit war ich wirklich froh, dass er immer noch einen Charakter aus Gold hatte. Mein Blick schweifte immer wieder zu Simon. Dieser hatte den kleinen Hengst wirklich auf Hochglanz poliert. Sein schwarzes Fell hatte nun wieder einen ganz besonderen Glanz und auch er schien sichtlich zufrieden. Aber auch Simon hatte ein Lächeln im Gesicht, welches zeigte, dass er sehr zufrieden mit seiner Arbeit war. Wir kratzen noch die Hufe der beiden aus, wofür ich meinen großen Liebling leider auch wieder aus seinen Träumen reißen musste. Nachdem wir damit fertig waren, kamen die beiden in ihre Boxen. Auf der Weide waren sie heute schon gewesen, da wir sie im Morgengrauen schon raus gestellt hatten.
      Als nächstes standen Hall of Fame und Chester auf der Liste. Draußen sah es eher aus als hätten wir Herbst und nicht kurz nach Silvester. Es lag kein Schnee, sondern dichter Nebel zog sich über die Weiden. Während wir auf die Weiden zugingen unterhielten wir uns über die Planung der nächsten Tage, die kommenden Turniere und welche Pferde denn bald zur Zucht eingesetzt werden konnten. Ich schlenderte auf meinen Hengst zu, welcher mir zur Begrüßung seinen warmen Atem ins Gesicht puste. Ich umarmte seinen Hals kurz und nahm ihn dann an den Führstrick. Ich ging zum Tor und verließ mit ihm die Weide. Die Begrüßung bei Chester und Simon viel nicht so herzlich aus, aber das war auch nicht zu erwarten. Das war beim Großteil der Pferde so. Keines war so ein Herzenspferd wie Hall of Fame. Er kam bei jedem gut an und mochte eigentlich auch immer jeden. Gemeinsam liefen wir zum Stall, dort putzte ich den Hengst ausgiebig und sah immer wieder zu Simon. Er schien keine Probleme mit dem Warmblut zu haben. „ Wollen wir mit den beiden gleich raus?“ fragte ich ihn und er nickte. „ Du wolltest ja eh mit Hall raus. Das weiß ich auch ohne dass du es sagst“ meinte er dann lachend. „ Gar nicht wahr!“ protestierte ich kurz, doch ich wusste natürlich, dass Simon rechte hatte. Wir holten das Sattelzeug der beiden Hengste und machten sie dann soweit fertig. Draußen stiegen wir auf und ritten von dem gepflasterten Hof auf einen kleinen Nebenweg. Ich ließ meinem Hengst die Zügel lang und er streckte sich entspannt ab. Genauso machte es Simon auch und Chester nahm seinen Kopf auch kurz runter, jedoch schnaubte er nicht ab. Ihm war das ganze anscheinend nicht ganz so Geheuer. Eigentlich war er es ja gewöhnt von anderen Leuten geritten zu werden. Vielleicht hatte er einfach einen schlechten Tag, soll auch mal vorkommen. Wir gingen eine große Runde, welche zum Großteil aus Schritt bestand. Die kleineren Passagen waren einmal Trab und kurzer Galopp am langen Zügel, damit die beiden sich auch austoben konnten. Wieder am Hof angekommen putzten wir die beiden nochmal ausgiebig und brachten sie dann auch in ihre Boxen.
      Wir holten Aldaire und Galawayn aus ihren Boxen und lobten sie dann. Aldaire war noch nicht lange auf unserem Hof und so wollten wir auch mit den beiden Hengsten nur ein bisschen mit den beiden ins Gelände. Als erstes holte ich das Putzzeug der beiden und Simon band die Hengste an. Zwei wirklich tolle Tiere. Stattliche Berberhengste, welche unsere Zucht kräftig unterstützen sollten. Ich ging zu Simon und wir begannen beide die zwei zu putzen. Dann holten wir das Sattelzeug und machten sie fertig. Das Putzen hatte mal wieder lange gedauert, da sie es ja genauso verdient hatten wie die anderen und auch glänzen sollten wie die anderen beiden. Ich lobte meinen Hengst und stieg dann auf dem Platz auf seinen Rücken. Wir wollten die beiden dort erstmal warmreiten, damit Aldaire sich auch schon ein bisschen an diesen gewöhnen konnte. Ich klopfte sanft seinen Hals und sah dann wieder zu Simon. Dieser lobte Gala auch ein paar Mal und nachdem die Hengste warm waren und sich beruhigt hatten, ritten wir in das Gelände. Dort ritten wir den Großteil am fast langen Zügel. Die beiden sollten einfach nur ein bisschen entspannen und gerade Aldaire sollte sich an die Umgebung gewöhnen. Bald würde es auch für ihn mit dem Training losgehen, doch das hatte noch Zeit. Wir sprachen ein bisschen über alles mögliche was so die letzten Tage passiert war. Ich lobte Aldaire immer wieder und schließlich trabten wir dann auch eine Runde und die zwei schnaubten kräftig ab. Sanft klopfte ich danach seinen Hals nochmal und am nächsten Hang parierten wir durch. Nachdem wir wieder auf der Geraden waren, galoppierten wir wieder an. Dies geschah auch alles am langen Zügel und ich merkte, dass der Hengst großen Spaß hatte sich endlich bewegen zu können. Galawayn schien auch Lust an dem Ausritt zu haben. Ich klopfte sanft nochmal den Hals des Hengstes und parierte ihn schließlich durch. Wir ritten die beiden im Gelände noch ab und putzten sie dann. Wie die anderen kamen sie auch in ihre Boxen.
      Die nächsten beiden waren Hollywood King Gun und San Diago. Ich wollte Husky reiten, da er nicht gerade einfach war und Sanny heute auch Ruhe bekommen sollte. Gemeinsam putzten wir sie und ich lobte meinen Hengst immer wieder. Wir machten die beiden Hengste für den Platz fertig und führten sie dann aus. Die beiden waren für ihre Verhältnisse noch sehr ruhig, doch der Schein konnte auch trügen. Ich klopfte Husky nochmal den Hals und stieg dann auf dem Platz auf seine Rücken. Mittlerweile war es dunkel geworden und wir hatten das Flutlicht auf dem Platz anmachen müssen. Auch Sanny stieg auf den Rücken des gefleckten Hengstes. Wir ritten die beiden nebeneinander warm und fingen dann wieder mit den Übungen an. Die beiden sollte wenigstens ein bisschen Arbeiten. Nicht viel aber das bisschen würden sie auch aushalten. Die Arbeit hielt sich auch in Grenzen und die Hengste hatten sich nicht viel anzustrengen. Wir ritten danach wieder ab und brachten die beiden zu den anderen in den Stall. Coming Home stand bereits schon im Stall und ich putzte ihn auch noch kurz. In der Zwischenzeit räumte Simon den Stall auf und versorgte die anderen Pferde. Ich brachte den Hengst danach auch wieder in seine Box und ließ auch ihn fressen. Danach gingen ich und Simon ins Haus und aßen noch ein bisschen.

      Pflegeberichte aus der Zeit nach seiner Rückkehr auf die GRR Ranch
      [​IMG]
      März 2016, by Canyon
      Nachdem ich zusammen mit Octavia bereits die Jungpferde versorgt und betüddelt hatte, ging es für uns beide weiter zu den großen Pferden, bei welchen wir auch Verena und ein paar andere Mitarbeiter trafen. So schnell wie sie konnte, hatte mich Octavia abgeladen und war dann an die andere Seite des Stalls verschwunden, wo ich John erkennen konnte.
      Zum Glück hatte Verena jetzt die Verantwortung übernommen und sagte mir was zu tun war.
      Sie begleitete mich zu den Hengsten, denn auch diese wollten so langsam auf die Weiden gebracht werden, um das angenehme Wetter etwas genießen zu können. Es waren nicht viele, sodass ich nur einmal würde laufen müssen. HGT's Enjoy Nature kannte ich bereits von einem Distanztraining, weswegen mir Verena auch gleich sein Halfter in die Hand drückte. Dazu bekam ich noch Gun an Slide, ein ebenfalls sehr ausgeglichener und ruhiger Hengst. Da Verena ihre Pferde etwas besser kannte, nahm sie sich den etwas schwierigeren Possibility und den nervösen, aber trotzdem überaus hübschen Hollywood King Gun. Ein Mitarbeiter, ich glaube er hieß Arthur oder Aaron oder so was, nahm gleich noch die beiden verbleibenden Pferde, also den Wallach Cielos Double Dun It und Sympathy for the Devil. Zu dritt brachten wir die drei Pferde auf ihre Weiden, bevor wir uns wieder zurück in den Stall begaben und dort uns noch um die Stuten kümmerten.
      Die Stuten waren hier definitiv in der Überzahl, sodass sich zu uns dreien nun auch wieder Octavia und John dazu gesellten, damit wir zu dritt nicht allzu oft zu den Koppeln laufen mussten.
      »Only Known in Texas und Annie get your Gun kommen in die Führanlage, sobald alle Pferde auf den Weiden sind. Alle anderen kommen raus.« gab Verena an alle die Anweisungen, bevor sie die Pferde auf die Mitarbeiter aufteilte. Je mehr jetzt mit Hand anpackten, desto schneller ging alles.
      »Aaron«, so hieß er also, »Du nimmst Miss Holly Golightly und Snapper Little Lena, Octavia am besten Marly's Pluie und Sheza bat cat. John – Du kannst Comeback of a fallen Goddess, sowie Your possible Pasts auf die Koppel führen. Ich würde dann DunIts Smart Investment und My sweet little Secret. Mio, für dich bleiben dann noch Magnificent Crow und Striga. Ich hoffe mal, dass alle mir jetzt ordentlich zugehört haben, damit nichts schief geht!«
      Striga kannte ich schon, da war sie noch ein Fohlen, weswegen ich mich freute zu hören, dass ich sie mal wieder sehen konnte. Natürlich war aus dem hübschen Fohlen eine noch viel hübschere Jungstute geworden, welche genauso artig wie früher war. Crow kannte ich zwar noch nicht und war mit ihr im Umgang etwas vorsichtiger, doch auch sie war recht geduldig und trotzdem etwas nervös. Ich halfterte beide Stuten auf und führte sie dann aus ihren Boxen und hinaus aus dem Stall, wo bereits Verena mit Candy und Sweety auf mich wartete, da ich ja den Weg zu den Weiden noch nicht wirklich kannte.
      Als alle Pferde auf ihren Weiden waren, ging ich zurück in den Stall und führte mit Verena noch die beiden anderen Stuten in die Führanlage. Ich bekam die hübsche Texas und Verena nahm sich Annie, welche sich beide auf etwas Laufen zu freuen schienen.
      Da nun auch hier alle Pferde versorgt waren, ging ich mit Verena zu den nächsten Pferden, welche auch noch etwas Pflege brauchten.

      [​IMG]
      Mai 2016, by Veija - Barrel Racing LK2 auf LK1
      Spoiler
      Seit kurzem war auch Hollywood King Gun, kurz Husky genannt, wieder auf der Ranch. Das hieß allerdings nicht, dass er sich ausruhen durfte, im Gegenteil. Seine alte Besitzerin hatte das Training ziemlich vernachlässigt, weshalb ich jetzt schauen musste, was der Hengst noch drauf hatte. Ich baute also die Tonnen in der Halle auf, ehe ich ihn sattelte und in die Halle ging, wo ich ihn warm ritt und dann angaloppierte, um seine Wendigkeit zu testen. Schon sehr schnell merkte ich, dass seine Kondition komplett weg war, weshalb ich viele Schrittpausen einlegen musste, damit ich ihn mal eine Weile im Galopp halten konnte.
      Dann ritt ich zum Eingang der Halle, wo unser wirkliches Training erst startete. Ich galoppierte ihn an, hielt auf die erste Tonne zu, die wir auch noch super schaffen. Die zweite Tonne schmissen wir um, die dritte brachten wir zum wackeln. "Na da haben wir aber ein ganzes Stück Arbeit vor uns.", sagte ich zu Husky und ritt noch ein paar Runden um eine Tonne, um seine Wendigkeit zu fördern. Dann machte ich Schluss für heute und räumte alles auf.
      Die ganze Woche über arbeiteten wir daran, seine Kondition wieder aufzubauen und auch an seiner Wendikeit arbeiteten wir ziemlich viel, so dass er bald wieder auf LK 2 Niveau war. Nun hieß es nur noch genug trainieren, dass wir in der LK 1 starten konnten, was wir zwei Wochen später auch geschafft hatten.

      [​IMG]
      September 2016, by BellaS
      „Verena, du hast schlicht und einfach zu viele Pferde.“, beendete ich das Telefonat. Den nächsten Tag würde ich wohl oder übel auf der Gips Reminder Ranch in Kanada verbringen, um Verena O‘Connor ein wenig unter die Arme zu greifen.
      Am nächsten Morgen bekam ich von einer abgehetzten Verena mit entschuldigendem Blick eine Liste in die Hand gedrückt. „Du weißt ja wo alles ist.“, meinte sie etwas zerknirscht und hastete direkt davon. Na das fing ja gut an. Ganze fünfzehn Pferde hatte sie mir zugeteilt. Was früher der Trau eins jeden kleinen Reitermädchens gewesen war, war nun purer Stress.
      Ich begann im Stall der Vollblüter. Teasie, My lovely horror Kid, Arsil und Bahar waren allesamt Araber, die nicht unbedingt groß bewegt werden mussten. Ich suchte mir freie Paddocks und lud die vier dort ab. Für ihre Bewegung würden sie heute selbst sorgen müssen und ich hatte schon 4 von 15 Tieren versorgt. Als ich das letzte Pferd auf der Liste sah, Kristy Killings, eine Stute aus dem Zuchtstall, holte ich sie kurzerhand aus ihrer Box und stellte sie zu Teasie. Die beiden würden sich hoffentlich vertragen. Nun widmete ich mich den Pferden aus dem Trainingsstall. Dun Its Smart Investment, genannt Candy, wollte ich meine fehlenden Kenntnisse im Westernsattel nicht antun, daher musste sie an der Longe laufen. Das stellte sich auch schnell als gute Idee heraus, denn sie war eine pure Zicke, mit der ich im unbekannten Sattel wohl nur schwer fertig geworden wäre. Auch der Hengst Hollywood King Gun, genannt Husky, kam an die Longe, da er mir mit seinen drei Jahren noch viel zu jung zum reiten vorkam. Dass Westernpferde in diesem Alter schon längst eingeritten waren und bereits erfolgreich Turniere gingen, erfuhr ich erst am Abend von Verena, als ich ihr von meinem Tag berichtete. Als nächstes kam eine Stute, neben die Verena eine Notiz geschrieben hatte. Sie wurde nämlich unsicher, sobald der Reiter sie nicht führte, ansonsten war die lammfromm. Sweet little Secret war ihr Name. Da ich aber endlich reiten wollte, verzichtete ich einfach auf den Sattel und ging ohne auf den Platz. So war ich wieder vollkommen sicher und konnte die Stute führen, die sich wirklich vorbildlich benahm.
      Zwischendurch machte ich eine kurze Pause um mir etwas zu Essen zu holen und tobte dann mit den vier Fohlen von meiner Liste, Dun Gotta Gun, Bellamy, Wild Berry und Blossom Magic etwas im Roundpen. Anschließend durften auch die Kleinen auf den Paddock, denn ihrem Bewegungsdrang war noch nicht genüge getan. Nun blieben noch drei Pferde. Zwei Stuten und ein Hengst, der aus übler Haltung kam und sich schwer händeln ließ. Zues hieß er. Da ich hier nun wirklich nicht riskieren wollte in den Sattel zu steigen, machten wir ein bisschen Schrecktraining am Boden. Obwohl ich heute eigentlich nichts schaffen musste, erzielten wir ein paar Erfolge und ich war recht zufrieden. Auch wenn ich momentan nicht offiziell trainierte, war doch noch viel vom Trainer in mir übrig. Die zwei Stuten, VK Aquila T Mistery und Snapper Little Lena durften nals letzte sogar einen kleinen Spaziergang genießen. Obwohl beide Stuten es durchaus in sich hatten, konnte ich den kleinen Eindruck Kanadas genießen. Am Abend berichtete ich dann noch Verena. Ich musste eindeutig mal Unterricht im Westernsattel nehmen. Obwohl ich schon hin und wieder auf einem westerngerittenem Pferd gesessen hatte, war ich noch nicht mal ansatzweise sicher und das sagte ich Verena auch. Schließlich war es doch Zeit für die lange Heimreise und erst auf dem Fahrersitz des Leihwagens merkte ich, wie müde ich war.

      [​IMG]
      September 2016, by Bracelet - Military E auf A
      Fliegen. Das war definitiv keine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Zumindest nicht solange es nicht auf dem Rücken eines Pferdes stattfand. Nervös krallte ich mich in die Armlehne des dunkelgrünen Sessels des Airbusses. ,,Evangeline. Gib's endlich zu du hast Flugangst.'',stieß Joey neben mir augenrollend aus. ,,Ich? Nein. Ich doch nicht.'',tat ich ihn daraufhin genervt ab. Möglichweise hatte er Recht. Doch es half nichts. Ich wollte unbedingt nach Kanada. Ich hatte bereits Fotos gesehen und unser Reiseziel war wirklich absolut traumhaft. Es würde sich lohnen.
      Einige Stunden später hatte ich endlich wieder festen Boden unter den Füßen. Am liebsten hätte ich diesen geküsst, was ich auch tatsächlich beinahe mehr oder weniger freiwillig getan hätte, da meine Knie so unfassbar weich geworden waren. ,,Komm endlich.'',meckerte Joey schon wieder. Ich schnaufte und trottete hinter dem großgewachsenen Schnösel hinterher. Auch wenn er manchmal noch so süß aussah; mit seinen dunkelbraunen, zotteligen Haaren und seinen mittelgrünen Augen, hätte ich mir in diesem Moment nur gewünscht, dass das Karma ein einziges Mal den Richtigen erwischen würde. Immerhin war es nicht okay was er vor kurzem getan hatte.
      ,,Oh guten Tag.'',sagte ich freundlich als wir endlich auf der wunderschönen Ranch angekommen waren und mir die Besitzerin, eine relativ junge Frau, die Hand reichte. ,,Ich habe euch schon zwei Zimmer frei gemacht. Ich zeige sie euch schnell.'',entgegnete sie etwas schüchtern und ging voraus. Ich zog meinen unpassenden, pinken Mädchenkoffer hinter mir her und folgte ihr. Als wir angekommen waren traute ich erst meinen Augen gar nicht. Das Zimmer war wirklich schön. Etwas rustikaler eingerichtet; ganz im Westernstil. Sehr hell und freundlich. Das Bett sah am bequemsten aus und schien mich nach dem Langstreckenzug magisch anzuziehen. ,,Das hier ist deins, Evangeline.'',sagte die Dame und stellte sich mir anschließend als Verena O'Connor vor. Anschließend bot sie mir das Du-Wort an und meinte, wir könnten uns erst mal ausruhen und morgen zeige sie uns dann die Pferde und das Anwesen.
      Nach einer wunderbaren, erholsamen Nacht und einem ausgiebigem Frühstück schlüpfte ich in meine Reitbekleidung. So ging es dann in Verenas Büro und sie zeigte uns die Pferde und das Whiteboard mit den Trainingsplänen. Zusammen mit Joey sollte ich diesen Monat, welchen ich zur Gänze auf der Gips Reminder Ranch verbringen durfte, 11 Pferde trainieren.
      Das erste Training stand eine Stunde später auch schon an. Es ging auf einen mehr oder weniger entspannten Distanzritt. Die beiden Pferde dabei waren zwei edle Vollblüter. Araber. Eine Rasse mit der ich sonst eher wenig zu tun hatte. Dennoch war ich angenehm überrascht als ich begann mit dem schönen Schecken Bahar zu arbeiten. Schon beim Putzen und Satteln stellte sich heraus, dass er ein überaus angenehmes Gemüt hatte. Er war sofort aufgeschlossen mir gegenüber und sehr gehorsam. Joey befasste sich zur selben Zeit mit Teasie. Die ebenso bildhübsche Scheckstute schien allerdings das Stillstehen in der Stallgasse absolut nicht leiden zu können. Genervt scharrte sie mit dem Huf und trippelte auf der Stelle hin und her.
      Der Ritt an sich gestaltete sich für mich sehr angenehm. Bahar ging gut vorwärts und hatte eine absolut atemberaubende Ausdauer. Auch Teasie, deren Vorwärtsdrang von Joey sogar noch gezügelt werden musste, machte eine gute Figur. Wir erkundeten das Gelände im Umkreis der Ranch und kontrollierten immer wieder, bei den regelmäßigen Pausen, die Herzfrequenz der beiden Pferde. Es sah gut aus. Die Distanzklasse A würden sie wohl ohne Probleme erreichen können.
      Als wir nach diesem kleinen Probetraining wieder am Stall ankamen durften sich die beiden auf der Koppel ausruhen, während ich und Joey schon zu den nächsten beiden Kandidaten gingen. Arsil und My lovely Horror Kid, ebenfalls zwei hoch im Blut stehende Pferde sollten ihre Ausdauer verbessern und anschließend auf der Distanzklasse A stehen. Joey entschied sich dabei für Arsil. Ich machte mich mit Horror vertraut, welche ihrem Namen heute höchste Ehre machen sollte. Zuerst zeigte sie sich freundlich und ließ sich beim Putzen verwöhnen. Doch sobald ich mit dem Sattel kam war klar: Diese Stute hatte überhaupt keine Lust mit mir zu arbeiten. Sie schlug genervt mit dem Schweif und warf ihren Kopf immer wieder hoch in die Luft. Einmal versuchte sie mich zu beißen, konnte aber durch den etwas kürzeren Anbindestrick nicht. Als sie dann startklar war und wir zum Platz Warmreiten gehen wollten zeigte sie wunderschöne Seitengänge im Kreis um mich herum. ,,Heey!'',stieß ich energisch auf und gab ihr einen Impuls mit dem Zügel. Es half kurzzeitig. Dann testete sie mich weiter auf meine Führungsqualitäten. Einige Minuten später schien ich mich vom Boden aus durchgesetzt zu haben. Aber kaum saß ich im Sattel begann die Schwerstarbeit von vorne. Zuerst wollte sie mir nicht Schritt gehen sondern Traben. Dann ließe sie sich nicht mehr antraben sondern ging rückwärts. Dennoch blieb ich hart und wir setzten unsere Trainingseinheit fort. Sobald sie etwas müder wurde schien das Problem behoben. Doch dann galoppierte sie wie von einer Biene gestochen an und hielt ganz plötzlich. daraufhin folgte ein fliegender Übergang in eine Galopppirouette. Dann sprang sie hoch in die Luft und riss mir die Zügel aus der Hand. Irgendwie schaffte ich es dennoch mich zu halten und sie einzufangen. Anschließend verhielt sie sich allerdings ungewöhnlich gehorsam und unsere Trainingseinheit wurde unerwartet dennoch ein voller Erfolg. So störrisch sie anfangs auch war. Talent hatte sie allemal und auch Arsil hinkte ihr um nichts hinterher.
      Nach diesem anstrengenden Ritt gönnte ich mir erst mal eine kleine Mittagspause. Anschließend wollte ich etwas Dressurarbeit mit Shiryo, einem Pferd, welches mich in meiner Zeit bei Verena besonders faszinierte. Sie war wirklich ganz besonders; eigen. Ich putzte sie sehr ausgiebig bei unserer ersten Begegnung. Im Glauben der Cremello würde anschließend für längere Zeit weiß bleiben. Nunja - zumindest ein guter Vorsatz war es und die Stute war tip-top für die Dressurstunde herausgeputzt. Anschließend legte ich ihr eine dunkelblaue Schabracke auf den Rücken, sattelte sie und stattete ihre Beine mit ebenso dunkelblauen Bandagen aus. Dann noch schnell getrenst und schon konnte es los gehen. Unsere Trainingseinheit startete mit ausgiebigen zehn Minuten Schritt am langen Zügel. Shio, wie sie von allen liebevoll genannt wurde, genoss die Bewegung und ebenso das gemütliche dahin schleichen während ihr Stallkamerad Firewalker bereits fleißig arbeitete. Er wurde ebenfalls von der Einsteiger- auf die Anfängerklasse ausgebildet und war voll und ganz konzentriert bei der Sache. Shio tat es ihm anschließend gleich während ich unterschiedliche Hufschlagfiguren und Tempiwechsel mit ihr vollführte. Die engeren Volten und Trabverstärkungen lagen ihr besonders gut. Das aus dem Trab anhalten gelang hingegen am wenigsten, was die neuen Lektionen anging. Sie schien sich nicht allzu gerne plötzlich abzustoppen beziehungsweise heute generell stehen zu bleiben. Dennoch verlief das Training erfolgreich und würde wohl bei erneuter Vertiefung bald Früchte tragen.
      Zu guter Letzt für den heutigen Tag folgte eine Springtrainingseinheit mit Dun Its Smart Investment. Die wunderschöne Stute war zwar etwas stur aber dennoch sehr mutig und wendig, was sie für die Anfängerklasse im Springsport natürlich sehr interessant machte. Sie schien Talent zu haben. Möglicherweise konnte man da noch mehr rausholen aber dies würde sich wohl in Zukunft zeigen. In der heutigen Stunde nahm ich zuerst ein paar kleinere Sprünge mit zwei Vorlegestangen aus dem Trab. Dann ein etwas höheres Kreuz mit Vorlegestange aus dem Galopp. Nach einem besonders schönen Sprung ließ ich es für heute gut sein. Sie sollte immerhin mit einem positiven Bild vor Augen die heutige Einheit beenden. ,,Guuuutes Mädchen!'',lobte ich sie und streichelte sie am Hals ehe ich die letzten paar Schrittrunden mit ihr begann.
      Am darauffolgenden Tag begann ich erneut mit Candy, wie Verena sie zu nennen pflegte. Heute sollte es schon etwas anspruchsvoller werden. Ich hatte mir zuvor einen kleinen Parcours aufgebaut, den ich am Ende der Stunde mit ihr absolvieren wollte. Für den Anfang hieß es jedoch wieder fleißig aufwärmen, dann ein paar Bodenstangen auf gerader und gebogener Linie im Trab, ein paar im Galopp, überspringen und anschließend ein kleines Kreuz nehmen. Diesmal ohne Vorlegestange. Da dies so gut klappte ritt ich sie schon bald auf einige Sprünge des Parcours einzeln zu. Sie zog sehr schön und ließ sich jedoch auch immer gut zurück nehmen. Obwohl Springen für Westernpferde wohl eine sehr ungewöhnliche Aufgabe war mauserte sie sich zur Musterschülerin. Der Parcours am Ende überraschte mich noch einmal mehr. Was für ein tolles Pferd!
      Kurz darauf baute ich die Hindernisse etwas höher. Joey würde Gun and Slide im Springen von A nach L trainieren und ich würde vom Boden aus Aaron unterrichten, der mir von Anfang an sehr symphytisch war. Er würde mit meiner Hilfe mit seiner bildhübschen Stute Scarlet Sun eine Klasse höher erreichen. Zumindest hieß es das für die Stute - der Reiter selbst war bereits bis Anfang M sattelfest. Generell fand ich, dass er wirklich gut ritt. Ein paar Kleinigkeiten gab es natürlich auszumerzen aber ich war fest davon überzeugt, dass er Scarlet gut ausbilden würde. Sie war ebenfalls ein sehr artiges Exemplar und machte alles gut mit.
      Nach einer erfolgreichen Reitstunde ging es für mich und Joey dann Mittagessen. Danach longierte ich Shio über ein paar Bodenstangen um ihr ihren Rücken noch ein wenig mehr zu stärken und ihren Vorwärts-Abwärts-Drang etwas zu unterstützen. Danach ging es mit Joey ins Gelände. Er ritt Hollywood King Gun und ich die bildhübsche My Sweet Little Secret, welche im Military von E nach A trainiert werden sollten. Nach kurzer Zeit aufwärmen teilten sich meine und Joeys Wege. Ich ritt mit Sweety gemütlich noch ein wenig Schritt hinaus ins Gelände. Dabei dachte ich darüber nach wie Joe nur auf die Idee gekommen war einfach nicht mehr im Stall aufzukreuzen und dann plötzlich mein Ausbildungspferd mit in ein anderes Gestüt zu nehmen. Ich war absolut enttäuscht von ihm. Die Stute war mir sehr ans Herz gewachsen und er wusste dies. ,,Wiieh.'',riss es mich aus den Gedanken und Sweety unter mir scheute vor einem Baumstamm neben uns. SIe ging mit ihren Vorderbeinen augenblicklich in die Höh, drehte sich und galoppierte wie wildgeworden in Richtung Stall. Ich nahm augenblicklich die Zügel an. Kaum Reaktion. Meine Hilfegebung wurde stärker. Ich zupfte kurz an den Zügeln. Immer noch keine Reaktion. ,,Heeey Ruuhig.'',versuchte ich es noch einmal mit dem Einsatz meiner ruhigen Stimme ehe ich beschloss sie mir vorne umzudrehen. Sie stockte und reduzierte in der Wendung ihr Tempo. Dann ging sie rückwärts. Mir war klar - dies war wohl ein langwierigeres Problem.
      Im Laufe des kommenden Monats trainierten ich und Joey Verenas Pferde weiter. Candy zum Beispiel wurde ein ausgezeichnetes Springpferd, Shio ein tolles Dressurtalent und Sweety lernte mutiger zu werden, über Naturhindernisse der Klasse A zu springen und im Gelände, zumindest unter meiner Leitung, nicht panisch zur Ranch zurück zu laufen, wenn sie vor etwas Angst bekam. Damit war unsere Arbeit auch schon getan und ich und Joey verabschiedeten uns freundlich von unseren tollen Gastgebern.

      [​IMG]
      Oktober 2016, by Veija
      In den letzten Wochen war viel auf der Ranch passiert. Ein ganzer Haufen Pferde hatte uns verlassen, ein paar waren dazu gekommen. Einige Mitarbeiter und ich hatten an einem Dressurturnier teilgenommen, an dem Aaron und Augen auf! Ich komme, sogar den ersten Platz gemacht hatten!
      Worauf wir besonders stolz waren war, dass Bellamy und Zuckerschock es geschafft hatten, den 3. Platz zu ergattern! Sehr zum Leidwesen von Octavia, die Bellamy regelrecht angeschrien hatte, weil sie eine Platzierung ergattern wollte. Nun waren wieder alle Zuhause und es hätte ja Ruhe einkehren können, wenn da nicht noch immer die Idee wäre, um zu ziehen. Svejn und ich wollten uns heute einen potenziellen Hof anschauen, denn die Ambitionen der Gips Reminder Ranch hatten sich ein wenig geändert, und auch dieser Hof gab nicht mehr das her, was er einmal versprochen hatte.
      "Svejn jetzt komm schon!", sagte ich etwas genervt und drehte den Autoschlüssel in meiner Hand hin und her. "Ich komm ja schon...", sagte er genervt und humpelt voran. Er durfte mittlerweile wieder laufen und auch reiten, aber das Laufen schien ihm noch ziemliche Probleme zu machen, weshalb er seinen Alltag lieber reitend verbrachte- zum Leidwesen seines Physiotherapeuten, denn dieser hatte ihm verboten, zu viel zu reiten. Aber er kannte Svejn mittlerweile ja sehr gut, er konnte nicht ohne reiten.
      Endlich waren wir im Auto und ich konnte los fahren. Die Fahrt verlief eigentlich relativ stillschweigend, denn Svejn musste sich auf sein Handy konzentrieren, um mir den Weg zu sagen- ich musste mich auf die Straße konzentrieren, denn diese Ranch lag wirklich weit ab vom Schuss, aber dennoch in der Nähe der Ferienranch und unserer alten Ranch.
      Dort angekommen schauten wir uns schon skeptisch um, denn die gesamte Ranch wirkte verlassen, überall waren die Zäune kaputt, Hecken und hohes Gras wucherten überall. "Hm, nicht das, was ich mir erhofft hatte.", sagte ich niedergeschlagen zu Svejn, der wohl meine Meinung teilte. "Komm, wir gehen erst mal zum Haus und lassen uns alles zeigen.", meinte er schulterzuckend und zusammen gingen wir zum Haupthaus, wo auch schon auf uns gewartet wurde. "Guten Morgen Mr. & Miss O'Connor.", sagte die junge Dame, die weder Svejn noch ich korrigierten. Svejns Name war einfach zu kompliziert. "Vorweg muss ich ihnen leider sagen, dass die Ranch in keinem guten Zustand ist, denn mein Vater ist vor etwa einem Jahr von uns gegangen und seit dem steht die Ranch leer.", erklärte sie und und fing an, uns eine kurze Runde durch das Haus zu führen. "Warum hatte ihr Vater eigentlich ein so großes Haus?", fragte ich die Dame dann bei der Tatsache, dass hier mein Team dreimal reinpassen würde. "Sie werden gleich bei der Führung sehen, dass sie hier eine riesige Ranch betreten haben. Deshalb ist auch das Haus sehr groß.", sagte sie und führte uns aus dem Haus heraus in die obere Ecke der Ranch. Dort waren zwei Offenställe mit 3 großen Koppeln. "Hier könntest du deine Pferde hin stellen.", sagte ich freudig mit einem Blick auf den Offenstall, bei dem eine große Koppel war. "Und hier könnten die Jungpferde stehen.", schwärmte ich, ehe wir weiter gingen. Es gab ein kleines Gemüsefeld, einen See und nun kamen wir an der Rennbahn an. "Wow.", sagte ich begeistert. Es war um mich geschehen, diese Ranch würde unser neues Zuhause werden. Svejn hatte meinen Blick gesehen und zwanghaft gelächelt, wir würden so viel Arbeit in die Ranch stecken müssen, bevor wir hier einziehen konnten, doch er wusste, dass wir das schaffen konnten.
      Die junge Frau zeigte uns noch den Rest der Ranch, zum Beispiel die drei großen Ställe mit Paddocks und Koppeln, die Offenställe, die Reithalle aber auch die beiden Reitplätze. Neben der Ranch gab es noch einiges an Weideland und einen großen Wald, den wir mit kaufen konnten. "Wir werden uns morgen melden.", verabschiedeten wir uns dann, ehe wir uns auf den Weg nach Hause machten. Diese Fahrt verlief wesentlich lauter. Ich quatschte Svejn die Ohren voll mit der Ranch und dass ich sie unbedingt haben wollte, auch wenn sie einfach viel zu groß für uns war. "Aber wir könnten Einsteller nehmen.", meinte ich dann und er nickte.
      Am Abend erzählte ich meinen Mitarbeitern von der Ranch und schon am nächsten Morgen befand ich mich wieder dort- diesmal in Begleitung von Caleb, damit er sich ein Bild vom Hof machen konnte. Ich legte noch immer viel Wert auf seine Meinung, weshalb ich sein OK haben wollte, bevor ich den Kaufvertrag unterschreiben wollte. Er segnete die Ranch ab und ich unterschrieb den Kaufvertrag, nachdem ich den Preis noch ein wenig gedrückt hatte. Nun kamen die verkauften Pferde der Ranch zugute, denn ohne diesen Verkauf hätten wir die neue Ranch nicht kaufen können und solange wir noch hier lebten, konnten wir die alte Ranch nicht verkaufen.
      So kam es, dass wir eine ganze Weile erst die Pferde auf der alten Ranch versorgten und dann auf die neue Ranch fuhren, um die Zäune zu reparieren, die Stallungen neu zu verputzen, und und und.
      Nun war der Tag des Umzugs endlich gekommen, auf den ich schon so lange gewartet hatte. Leider würde es nur ewig dauern, alle Pferde rüber zu bekommen, denn wir hatten noch immer 63 Pferde. Vermutlich würden bald noch ein paar Pferde den Besitzer wechseln, aber diese 63 Tiere würden allesamt mit auf die neue Ranch kommen. Ein grober Plan, wo welche Pferde hinkamen, war schon gemacht- und da man hier in Kanada oder generell in Amerika nicht so zimperlich war, was Pferde verladen anging, hatten wir uns ein paar einfache Trailer geliehen, in die die Pferde einfach hinein sprangen. Um jedoch trotzdem Verletzungen zu vermeiden, würden alle Pferde Transportgamaschen tragen, denn ganz leichtsinnig musste man ja nicht sein.
      Anfangen wollten wir mit den Jungpferden, da diese am längsten brauchen würden, bis wir sie im Hänger hatten. VK A Gun Colored Lena, Like Twist and Gun, VK Drag's Solo Queen, PFS' Blossom Magic sowie Wimpys Little Devil und ihr Fohlen GRH's Unbroken Soul of a Devil waren die ersten Pferde, die wir verluden und zur neuen Gips Reminder Ranch fuhren. Es dauerte eine ganze Weile, bis wir die Tiere im Trailer hatten, doch sobald alle drin waren, waren wir ruck zuck auf der neuen Ranch und konnten die Tiere auf die Koppel entlassen. Wimpys Little Devil war wirklich ein Ruhepol, was ich nicht gedacht hatte. Ich ließ sie mit ihrem Fohlen noch ein paar Tage bei den Stutfohlen laufen, ehe Devil abgesetzt wurde und die Stute ihre Box im Trainingsstall bezog, denn wir wollten sie wieder aufbauen und im Sport laufen lassen.
      Die nächsten Pferde waren die Hengstfohlen VK Bellas Dun Gotta Gun, Bellamy' O, VK Funky's Wild Berry und PFS' VK' Snap in Style. Zusätzlich fuhren noch Cielos Double Dun It und Chocolate Dream mit. Choco und Gipsy fanden ihren Platz in ihren Stallungen, die anderen Pferde kamen auf die Koppel.
      Nun schauten wir erneut ein wenig nach den Plätzen, wo die Pferde hinkommen sollten, so dass wir in windesweile Arsil, Bahar, Daryl gone Mad, Golden Ebano, Sacramento XX, Scoubidou, Silberstern, Seattle Slew, Turf Runnder, Wildfire, Firewalker, Stiffler, Drag me to Hell, Drama Baby, My lovely Horror Kid, Nyanda, Priamos Ruffia Kincem, Shiryō, Supernova, Teasie, Wolfs Bane, Zuckerschock, Abraham van Helsing, Alan's Psychedelic Breakfast , Cauldron of Renascence , Eldrian Antrax, Funky Powerbabe, Gun and Slide, Hollywood King Gun, Hollywood's Silver Dream, Spooks Gotta Gun, Stormbringer, Amarula van Helsing, Augen auf! Ich komme, Bella Dun Del Cielo, Kristy Killings , Marly's Pluie , Snuff, Blazing Flame, Comeback of a fallen Goddess, Dakota, DunIts Smart Investment, My sweet little Secret, Ocarina of Time, Raspberry, Scarlet Sun, Snapper Little Lena, Striga, VK Aquila T Mistery, Samug, Thjalve van de Jötunheimr und Moon's Pumpkin auf der neuen Ranch hatten. Lediglich bei Zues und Raised from Hell hatten wir unsere Probleme, so dass wir sie beide sedieren mussten, um sie verladen zu können. Sie fanden auch beide einen Platz auf den Koppeln, wo sie 24/7 stehen würden, bis wir mit ihrem Training weiter gekommen waren, dass wir sie anfassen konnten. Zues würde auch bald kastriert werden. Zwar war das schade um seine Abstammung, aber wir konnten das Risiko nicht mehr eingehen und hofften, dass er es als Wallach zumindest ein wenig einfacher haben würde als jetzt als Hengst.
      Erschöpft fiel ich am Abend auf die Couch. "Ich glaube morgen gibts nen freien Tag.", lachte ich und schaute in die Runde, denn noch waren alle Mitarbeiter in der Stube bei mir. "Also.. Pferde misten, füttern und auf die Koppel bringen morgens. Es wir keins trainiert, geritten oder sonst was. Macht, was ihr wollt.", lachte ich und schaute in eine Runde zufrieden nickender Gesichter.
    • Bracelet
      Graue Stunden
      1. Februar 2017

      Die beißende Kälte hatte mittlerweile die Mauern meiner Schützenden Behausung durchdrungen und nagte nun einmal mehr an mir als ich um halb fünf Uhr morgens aus meinem Bett stieg. Ich hüllte mich in eine dicke Wollweste und ging die Treppen des Haupthauses hinunter. Nie hätte ich gedacht, dass mir Kälte so viel ausmachen würde; war ich doch immer ein sehr unempfindlicher Mensch diesbezüglich gewesen. Doch dies war auch der erste Winter im neuen Heim, der erste Winter in Schweden, den ich miterlebte. Doch es lang nicht an den eisigen Temperaturen, dass ich die ganze Nacht nicht schlafen konnte. Während ich mir den Kamin einheizte versank ich dann endgültig in Gedanken. Meine Sorgen kamen wie schon so oft von meinem Deo Volente. Der Rappe brachte mich nun seit über drei Jahren regelmäßig auf die Palme, oder eher hinaus ins Universum. Schon als ich ihn bekam wusste ich, was ich mir da aufhalste. Er war absolut kein leichtes Pferd. Wofür andere zwei Wochen brauchten brauchte Deo vier. Einfach und alleine schon aus dem Grund, dass er einfach nicht mitarbeiten wollte. Andere Pferde taten sich schwer und der Trainingserfolg verzögerte sich deswegen. Bei Deo war es schlicht und ergreifend einfach sein Sturschädel, der jede noch so kurze Trainingseinheit mit ihm zu einer nervenaufreibenden Sache machte, die nicht selten mit meinem Unfreiwilligem Abstieg endete. Nein, an Deos Potential lag es nicht. Davon hatte er genug und dies war einer der Gründe dafür, dass ich einer Freundin vor kurzem erzählt hatte, dass ich überlege den rabenschwarzen Wildfang zu verkaufen und genau diese Freundin hatte sich vor einigen Tagen bei mir gemeldet und ihr Interesse bekundet.
      Seufzend saß ich beinahe eine Stunde vor meinem Kamin und starrte in die Decke. Es war so traurig. Aber es würde wohl das Beste für ihn sein. Hier auf dem DVTS würde er nicht weiter kommen. Er würde praktisch verstauben weil ich mich immer vor dem Training mit ihm drückte und Anastasia wollte ich das nicht antun. So hart dies klang. Es war einfach zu gefährlich und ich wollte nicht die Verantwortung dafür übernehmen, wenn mein Rappe seine fünf Minuten bekam und sie dabei verletze.
      Hustend verließ ich dann meinen bequemen Sessel, zog mich schnell um und ging in den Stall um die Pferde zu verpflegen. Als ich die Stallgasse betrat beäugte mich auch schon meine Hummels Enterprise. Sie schien nichts dagegen zu haben heute schon etwas früher an ihr Heu zu kommen. Sie zauberte mir ein kleines Lächeln auf die Lippen und ebenso taten es Dempsey, Vaconda und Christmas Joy, die ihre Hälse nun ebenfalls neugierig in die Höhe ragten. Ich schlenderte also hinüber zur Futterkammer und ging dann bewaffnet mit Scheibtruhe, Heugabel und Heu die Boxen ab. Dabei begann ich bei Take my Hand und Takada. Die letzte war Dreaming Of Better Days, die sich am gelassensten gab und am wenigsten Hunger klagte.
      Anschließend verschlug mich meine Morgenmotivation, oder wohl eher mein Ablenkungsritus, in die Sattelkammer, wo ich beschloss, dass es an der Zeit war neue Schabracken unter die Sättel zu geben. Mein Neuling Roommate zum Beispiel hatte noch nicht mal eine. Dies änderte sich nun. It's Showtime stieg von Dunkelblau auf Weinrot um, Batman's Rendezvous von Grün auf Beige, Master Of Gold von Weiß auf Schwarz und N'oubliez Jamais von Hellblau auf Pastellgelb. Danach putzte ich noch eine knappe halbe Stunde die Trensen meiner Spitzenhengste Seattle's GT'aime und Costa de la Bryére.
      Als dies auch vollbracht war brachte ich meinen Party Shaker zusammen mit Waldjunge raus aufs Paddock. Ich sah den Beiden anschließend kurz zu und brachte dann Romulus, Sir Donnerhall, Wastl, Nephilim und Vina auf die Weide. Ihnen folgten Scarlet Sun, Pinochio, Sookie, Birdcatcher, Black Pearl, Herbstblüte, Donella, Golden Eye, Angels Kiss und I've got the moves like Jagger.
      Dies lenkte mich eine Zeit lang ab. Inzwischen waren auch meine Mitarbeiter schon auf den Beinen und freuten sich einen Kaffee länger genießen zu dürfen, da ich die Pferde ja schon auf die Koppeln gebracht hatte. Nur Anastasia traf ich in der Stallgasse an. Sie hielt ihren Reitplan in den Händen und grübelte ob sie nun mit Only Known in Texas oder Simple Little Melody beginnen sollte. Ich grüßte sie nett und ging holte Hollywood King Guns Putzzeug. Diesen putzte ich ausgiebig und schmuste ein wenig mit ihm. Ich hatte ihn leider noch nicht sehr lange aber jeder Tag mit ihm brachte mir eine Menge an Glücksgefühlen. So auch heute.
      Nachdem ich Husky, wie wir ihn zu nennen pflegten, in der Halle gearbeitet hatte ging es für mich am heutigen Tage zu den Jungpferden. Chestnut und VK Gunna Whiz trainierte ich momentan gerade für das bevorstehende Anreiten. Sie machten sich sehr gut, weshalb ich diesem sehr positiv entgegenblickte.
      Leider war der Tag nun noch immer nicht vorbei und meine Trauer um den bevorstehenden Abschied, welcher unausweichlich immer näher kam, drohte überzuschwappen. Deshalb beschloss ich nun zur Koppel meiner Zuchtstuten zu gehen, da mich der Anblick dieser mit ihren Fohlen immer und immer wieder glücklich machte. Bereits auf dem Weg dorthin sah ich Caddylack, Capri, Bambina und Backfett durch den hohen Schnee toben und fühlte mich ein klein wenig besser. Dann sah ich sie endlich. HGT's Nightmare trabte gerade mit aufgestellter Schweifrübe den Trampelweg entlang, der sich im Laufe der letzten schneelosen Tage gebildet hatte. Neben ihr im vollen Galopp DVTS' Colour the Nightsky; mein erstgeborenes Zuchtfohlen. Die Kleine musterte sich immer mehr, wenn sie auch noch etwas tollpatschig war. Sie hing sehr an ihrer Mutter, konnte jedoch mittlerweile auch schon damit umgehen von ihr getrennt zu sein, wenn ich Nighti etwas arbeitete. Sie stand dann immer mit Vintage Gold und deren Fohlen DVTS' Cascadeur de la Vie zusammen. Winterzauber und ihr Fohlen grenzen sich immer ein wenig von der kleinen Herde ab, standen interessanterweise konstant alleine immer zehn bis fünfzehn Meter entfernt. DVTS' Seattle's Wintertime war trotzdem ein sehr soziales Fohlen. Bloß ihre Mama schien keine Lust auf den Trubel zu haben.
      Am Abend erreichte mich dann der erwartete Anruf. Meine Freundin fragte nach, wie es denn mit Deo aussah und ich willigte schweren Herzens ein. Nachdem ich den Hörer zur Seite gelegt hatte ging ich noch ein letztes Mal für den heutigen Tag in den Stall. Deo Volente stand nichtsahnend in seiner Box. Wie gewohnt begann er zu Scharren als er mich kommen hörte und erwartete, dass ich ihm einen Leckerbissen mitgebracht hätte. Meist war dem allerdings nicht so und Deo ließ mit seiner lästigen Angewohnheit nicht locker. Diesmal allerdings hatte er Glück: Ich hatte ihm extra einen halben Kilo Möhren mitgebracht. Diese nahm er gerne an.
      Nachdem ich meinen Rappen anschließend ein wenig geputzt hatte kamen mir dann endgültig die Tränen. Ich wusste, dass er es gut haben würde doch leicht würde es wohl nie werden ein Pferd zu verkaufen, das man schon so lange besaß wie ich Deo.​
    • Bracelet
      Stallburschen im Urlaub

      Dadurch, dass meine Stallburschen Urlaub hatten mussten ich und Ana eine Woche um alle Pferdchen kümmern. Misten, Füttern und alles mögliche andere stand dabei auf dem Plan. Am ersten Tag war bereits das füttern wirklich schwierig, da wir ja zu genügen Pferde hatten. Ich begann dabei bei den Youngsters Chestnut, VK Gunna Whiz, Caddylack und Vina, ehe es zu meinen Trakehnern ging; Cost da la Bryére, HGT's Nightmare, N'oubliez Jamais, Party Shaker, Takada, Seattle's GT'aime, Waldjunge, Batman's Rendezvous, Master of Gold, Dreaming of better Days, Christmas Joy, Winterzauber, Vintage Gold, Vaconda, It's Showtime, Roommate, Hummels Enterprise, Dempsey, Akira, Take my Hand, Give me Chocolate, Raffinessca und Traumfänger. Anschließend bekamen meist Dreammaker, Mihály, Lead me Home, Cornetto, Last in Love, Cotsworlds Eik, Wastl, Romulus, Sir Donnerhall, Scarlet Sun, Pinochio, Hollywood King Gun, Only Known in Texas, Nephilim Son Of Angel & Devil, Sookie, Angels Kiss, Birdcatcher, Black Pearl, Donella, Golden Eye, Herbstblüte, I've got the moves like Jagger, Simple little Melody, Aiana, DVTS' Takinou, DVTS' Magic Movements, Sir Bacardi, DVTS' Seattle's Wintertime, DVTS' Cascadeur de la Vie, DVTS' Colour the Nightsky, Backfett, Bambina und Capri Heu. Anschließend begann ich wieder von vorne die Pferde auf die Koppeln zu bringen ehe es los ging mit dem Reiten. Das würde noch eine anstrengende Woche werden.
    • Bracelet
      Frischer Wind

      Viel früher als gewohnt ereilte uns nach dem kurzen, milden Sommer auch schon wieder die eisige Kälte, die uns der Nordwind gebracht zu haben schien. Die kurzen T-Shirts, die ich diesen Sommer doch so sehr lieben gelernt hatte, wurden bereits Anfang September durch Pullover und funktionelle, langärmlige Funktionsunterwäsche ausgetauscht. Die Jacken dicker den je für diesen Monat. Schweden hatte leider, wenn es den wunderschönen Schleier ablegte und damit das vermeintlich schöne Gesicht zum Vorschein kommen sollte, eine nicht all zu schöne Seite an sich. Die allgegenwärtige Kälte schien mir dieses Jahr gar nicht gut zu tun. Sie schlug mir mehr als merklich aufs Gemüt und schwächte mich körperlich mehr als je zu vor.
      Objektiv betrachtet hatte das Ganze jedoch schon seinen Reiz. Als ich kurz vor 10 Uhr die Trainingspläne für die kommende Woche fertiggestellt hatte und vor die Haustüre trat wirbelte der Wind gerade gelbe, orangene und rotbraune Blätter über den Asphalt. Die Sonne stand hoch am himmel und wärmte sanft meine eisigen Hände, dich ich dieser jedoch bald entzog und in wärmende Handschuhe einpackte.
      Auf dem Weg in den Stall kamen mir zwei meiner Stallburschen entgegen, die soeben Aiana, Bambina, Backfett und Vina in die entgegengesetzte Richtung, zu den Stutenkoppeln, führten. In der Stallgasse angekommen wartete auch schon Neuzugang Mihály fertig getrenst und aufgesattelt auf mich in seiner Box. Mit dem hübschen ungarischen Halbbluthengst hatte ich mir einen ganz großen Traum erfüllt. Schon lange hatte ich nach einem Pferd wie ihm gesucht. Einem Pferd, dem die Welt offen zu stehen scheint wie kaum einem anderen. Es gab keine Sparte des Reitsportes, in dem ich bei Mihály von Anfang an zu wissen schien, dass ich diese mit ihm nicht komplett episch gestalten würde. Und noch dazu war er ein ungarisches Halbblut; eine Rasse von der ich immer schon geträumt hatte. Umso glücklicher war ich jeden Tag wenn ich ihn reiten durfte. Heute gab es jedoch alles andere als Intensivtraining. Es war Sonntag. Ruhetag, wie er bei uns ganz klassisch praktiziert wurde. Ein kleiner Ausritt stellte jedoch sicher, dass der Hengst sich am heutigen Tage dennoch etwas bewegte. Da Mihály im Gelände absolut gelassen war drifteten meine Gedanken zur zukünftigen Gestütsplanung ab. Die Youngsters, die ich eigentlich im Frühling schon anreiten wollte, durften diesen Sommer noch wilder denn e und je auf der gebirgigsten Wiese meines Eigentums verbringen. Sie war riesig und relativ weit vom Stalltrubel weg. Der perfekte Ort für junge Hengste um sich noch einmal so richtig auszutoben. Natürlich hatten sie nun alle ihre Geschlechtsreife erreicht und Vina wurde bereits in die Stutenkoppel integriert und war nicht mit ins Geschehen involviert. Caddylack, Chestnut und VK Gunna Whiz jedoch verwilderten jedoch beinahe ein wenig. Natürlich verbrachten sie den Sommer nicht ohne Aufsicht meiner alten Hasen. Nunja; alt waren sie noch nicht wirklich. Dennoch bekam sie eine Sommerpause, da sie in ihren jungen Jahren ohnehin schon genug geleistet hatten und ich mich dieses Jahr vorwiegend auf die Nachwuchspferde des Gestüts konzentriert hatte. So fiel die Wahl damals unter anderem auf Wastl, der mittlerweile 16 Jahre alt war, was natürlich für heutige Verhältnisse noch lange nicht alt war. Dennoch wurde dieser von mir nur noch spaßhalber geritten. Natürlich durfte er noch seine Lektionen laufen und wurde hin und wieder gesprungen. Dennoch war dies nicht mehr so sehr auf Druck wie früher. Er war immerhin gekört und solange keine Vorstellungen mit ihm stattfanden musste ich ihn diesem Stress einfach nicht mehr aussetzen. Dasselbe galt für seinen zwölfjährigen Koppelkollegen Seattle's GT'aime, der zusammen mit ihm den Somer über die Junghengste etwas erziehen sollte. Die Zeit in den Bergen schien ihnen gut zu tun, weshalb ich sie, wie auch Chesi, Caddy und Nano wohl erst gegen Ende des Septembers herunter holen würde, wenn es dann auch langsam gefährlich werden würde über Stock und Stein zu huschen und ein schützender Stall von Vorteil war.
      Nachdem ich mit Mihály wieder zurück war machte ich mich daran ein paar Sprünge aufzubauen und seitlich ein Flatterband zu ziehen. Freispringen stand auf dem Programm. Zuvor ließ ich die Kandidaten sich aber in der Schrittmaschine warm laufen und sich in der Halle ein wenig austoben. Gerade die Pferde mit ohnehin schon zu viel Energie schabten mir in den letzten tagen endgültig über. Allen voran mein wunderschöner, brauner Deckhengst Master Of Gold. Dieser war zusammen mit seinem Kumpel N'oubliez Jamais als erstes an der Reihe. Bei den Beiden ließ ich mir die Freiheit die Stangen mit der Zeit ein wenig höher zu legen, da sie frei locker über die 160cm-Marke sprangen. Sie schienen ihren Spaß zu haben, weshalb ich ihnen relativ viel Zeit ließ, bis mich Ana dann schon mit den nächsten beiden Pferden dazu zwang ihr meine beiden Hengste wieder mitzugeben. Party Shaker, Batman's Rendezvous, Christmas Joy, Dreaming Of Better Days, Winterzauber, HGT's Nightmare, Takada, Vintage Gold, Hummels Enterprise, Raffinessca, Take my Hand, Akira, Give me Chocolate und auch Herbstblüte folgten. Glücklich über die Masse springbegabter Pferde auf dem DVTS ging es für mich dann zum Essen, ehe ich Waldjunge eine halbe Stunde lang locker longierte, was ich dann auch mit Black Pearl machte. Anschließend ritt ich Dempsey auf dem Platz ein wenig vorwärts abwärts. In der Zwischenzeit war Anastasia ebenfalls schon am Reiten und drehte mit Romulus und Sir Donnerhall eine kleine Runde im Gelände.
      Für mich ging es daraufhin ebenfalls ins Gelände. Nachdem ich mit Hollywood King Gun und Golden Eye bloß jeweils eine halbe Stunde draußen Schritt gegangen war galoppierte ich meine beiden englischen Vollblüter Cotsworlds Eik und Last in Love ein ordentliches Stück auf der Galoppstrecke. Es war für die beiden zwar nicht sonderlich fordernd; dennoch erfüllte es den Zweck sie ihre Energie ausleben zu lassen.
      Davon wieder zurück berichtete mir Ana, dass sie Scarlet Sun und Only Known in Texas freilaufen gelassen hatte und Pinochio longiert hatte. Es war mittlerweile schon relativ spät, weshalb ich beschloss Sookie, Birdcatcher, I've got the moves like Jagger, Donella, Angels Kiss und Lead me Home, die ich heute noch für etwas Bewegung einspannen wollte, lediglich in die Schrittmaschine stellte.
      Damit neigte sich der Sonntag auch schon wieder dem Ende zu. Am nächsten Tag trug ich noch in die Trainingstabelle des Hofes die ausstehenden Stunden ein, die ich mit Training mit Vaconda, Costa de la Bryére, It's Showtime und Roommate auffüllte. Anschließend erzählte mir Anastasia noch vom gestrigen, abendlichen Longieren mit Cornetto, Nephilim Son Of Angel & Devil, Traumfänger und Simple Little Melody.
      Weitaus spannender jedoch waren für mich meine Überlegungen was ich mit Dreammaker machen würde, der ja nun wieder zu mir zurück gekommen war. Obwohl ich den hübschen Holsteiner mit den auffällig gefärbten Abzeichen wirklich gerne hatte war ich mir mittlerweile relativ sicher, dass ich den Süßen bald wieder abgeben würde. Ob es nun aus einer Laune heraus zu sein schien oder deswegen, weil ich mit meinen anderen Pferden bereits genug zu tun hatte, konnte ich nicht mit Sicherheit sagen. Deswegen würde er vorerst wohl doch noch hier bleiben, ehe es dann Adieu hieß.
      Ein Pferd, für das es jedoch so bald nicht mehr Adieu heißen wird, kam Mitte September zu mir. Es war ein ganz besonderes Pferd, das ich schon seit Jahren im Auge hatte. Es handelte sich dabei um Magic Attack; einen wundervollen englischen Vollbluthengst, der abgesehen von seinem unfassbaren Talent zu laufen auch noch eines der schönsten Pferde war, die ich je zuvor gesehen hatte. Der prämierte Schönling wurde mir mit einem bekannten Transportunternehmen am Morgen des 12. Septembers auf den Hof gebracht, wo ich schon sehentlich auf ihn wartete. Bereits beim Entladen des Hengstes fielen mir seine guten Manieren auf. Er reagierte sehr fein auf meine Körpersprache und verzauberte mich damit ein weiteres Mal. Magic, wie ich den Schabrackenschecken ab nun liebevoll nannte, durfte nun erstmal eine Woche bloß auf der Koppel verbringen, ehe ich langsam wieder beginnen wollte ihn ein wenig locker zu arbeiten. Noch standen meine genauen Pläne für den Zehnjährigen in den Sternen. Dennoch hatte ich da schon meine Ideen für den Süßen - wenn sich diese auch teilweise nicht verwirklichen ließen, wie ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste. Wenn meine Gebirgspferdchen nämlich wieder da waren wollte ich probieren den Hengst in die kleine Herde zu integrieren, was jedoch, wie ich später, kurz vor knapp, herausfand keine gute Idee gewesen wäre, da Magic ein Pferd war, dass sehr harmoniebedürftig zu sein schien und deswegen wohl nicht glücklich mit der Aufgabe gewesen wäre. Was ihn jedoch glücklich machte war es, mit seinen neuen Kumpel Eik jeden Schritt auf der Koppel zusammen zu gehen. Eik, der ja bekanntlich ein sehr dominantes Pferd war, hatte Magic, der sich, ohne je aufmüpfig zu sein, von Anfang an untergeordnet hatte sehr schnell ins Herz geschlossen. Er beschützte seinen neuen Freund vor all den anderen Pferden, wenn sich diese Magic anlegen wollten. Nicht etwa, dass der hübsche Schecke es notwendig gehabt hätte. Trotzdem war es für diesen wohl sehr bequem.
      Da sich mein Neuankömmling so gut einlebte konnte ich mich relativ intensiv meinen Nachwuchspferden widmen, für die die Sterne in ihren jungen Jahren noch ganz wo anders standen. Sie würden erst zeigen müssen was sie konnten und wie ihr zukünftiges Leben wohl aussehen sollte. DVTS' Takinou, DVTS' Magic Movements, Magic Attacks Sohn, Sir Bacardi, DVTS' Seattle's Wintertime, DVTS' Cascadeur de la Vie, DVTS' Colour the Nightsky und Capri wussten dies jedoch klarerweise noch nicht und wuchsen erst noch stresslos auf den schönen Koppeln des Gestüts auf, ehe der Ernst des Lebens wohl eher früher als später beginnen würde. Dennoch war ich bereits jetzt schon zuversichtlich, dass sie alle Hürden, die ihnen noch in den Weg gelegt werden würden, gut meisten würden.
    • Veija
      Kurzer Pflegebericht für:
      Éamonn, Belmonts Beo, Caddylack, VK Gunna Whiz, Chestnut, Vina, Brouk, Poltergeist, Costa de la Bryére, HGT's Nightmare, N'oubliez jamais, Party Shaker, Seattle's GT' aime, Takada, Batman's Rendezvous, Waldjunge, Master of Gold, Christmas Joy, Dreaming Of Better Days, Winterzauber, Vaconda, Vintage Gold, It's Showtime, Dempsey, Hummels Enterprise, Roommate, Traumfänger, Raffinessca, Akira, Give me Chocolate, Take my Hand, Magic Attack, Dreammaker, Mihály, Lead me Home, Cornetto, Last in Love, Cotsworlds Eik, Romulus, Sir Donnerhall, Wastl, Scarlet Sun, Hollywood Kind Gun, Only Known in Texas, Pinochio, Nephilim Son of Angel & Devil, Sookie, Angels Kiss, Birdcatcher, Black Pearl, Donella, Golden Eye, Herbstblüte, I've got the moves like Jagger, Simple Little Melody, Aiana, DVTS' Takinou, DVTS' Magic Movements, Sir Bacardi, DVTS' Seattle's Wintertime, DVTS' Cascadeur de la Vie, DVTS' Colour the Nightsky, Backfett, Bambina, Capri

      Es war ein ganz kurzer Besuch bei Bracelet und ihren Pferden, denn das Frühjahr und damit der alljährliche Stress um den Frühjahrsputz ließ auch sie und ihren Hof nicht aus. Ich hatte mir vorgenommen zu erst am Angus Og Stud vorbeizuschauen, denn dort standen zwei Pferde. Èamonn und Beo. Schicke Tiere, die leicht zu händeln waren. In der Youngsterstallung traf ich ein altes Gesicht, VK Gunna Whiz. Es freute mich zu sehen, dass er sich gut bei Bracelet machte. Trakehner hatte sie eine ganze Menge, fast mehr als wir Westernpferde- und fast genauso bunt. Fohlen! Fohlen hatte sie eine ganze Menge. Sir Bacardi und Movements, das fleckige Vollblut, gefielen mir dabei besonders gut. In den Nebenstallungen erkannte ich auch ein paar Pferde wieder. Magic Attack, von dem ich schon viel gehört hatte zum Beispiel. Doch auch King Gun, der mal der alten Gips Reminder Ranch gehört hatte. Er hatte sich auch toll entwickelt.
      Das war es auch schon für dieses Mal gewesen, alle Pferde waren versorgt und Bracelet musste sich keine Sorgen um ihre Schützlinge mehr machen.​
    • Mohikanerin
      Besuch aus Berlin - zwei Tage in Schweden
      15. September 2018


      Balounito | CHH' Sence of Humor | Brouk | Poltergeist | Costa de la Bryére | N'oubliez jamais | Party Shaker | Seattle's GT'aime | Batman's Rendezvous | Waldjunge | Master of Gold | It's Showtime | Roommate | Traumfänger
      Cherokee Gold | HGT's Nightmare | Takada | Christmas Joy | Dreaming Of Better Days |

      Winterzauber | Vaconda | Vintage Gold | Dempsey | Hummels Enterprise | Raffinessca |
      Akira | Give me Chocolate | Take my Hand
      Magic Attack | Dreammaker | Mihály | Lead me Home | Cornetto | Last in Love | Cotsworlds Eik | Romulus | Sir Donnerhall | Wastl | Hollywood King Gun | Pinochio | Nephilim Son Of Angel & Devil | Black Pearl | Golden Eye
      Scarlet Sun | Sookie | Angels Kiss | Birdcatcher | Donella | Herbstblüte | I've got the moves like Jagger | Simple Little Melody
      DVTS' Takinou | DVTS' Magic Movements | Sir Bacardi | DVTS' Cascadeur de la Vie | Capri
      Aiana | DVTS' Seattle's Wintertime | DVTS' Colour the Nightsky | Backfett | Bambina


      “Ich hab eine Überraschung für euch”, erzählt Vater beim Essen und wir gucken ihn Gespannt an.
      “Wir fahren zu Bracelet auf den Vackra Trakehner Stud nach Schweden. Sie züchtet Trakehner und hat auch noch ein paar andere Großpferde zu stehen.Deshalb habe ich organisiert, dass wir alle dort einen Tag verbringen. Vriska kommt auch mit.”, beendet er die Überraschung.
      “Um 23 Uhr geht es dann los. Also packt eure Reitsachen und alles ein. Wir fahren eine Weile.

      Der Weg dauert ewig und ich schlafe immer wieder ein. Wir alle wirken sehr gelangweilt.
      “Links seht ihr die ersten Weiden. Wir sind also so gut wie da.”, sagt Vater. Ein Jubeln geht durchs Auto. Die 10h Fahrt war ziemlich anstrengend und ich bin froh mich erstmal strecken zu können.
      “Willkommen, ich bin Bracelet. Wahrscheinlich war die lange Fahrt anstrengend. Wir haben was zu Essen vorbereitet. Kommt mit. Wollt ihr vorher eure Zimmer sehen?”, erzählt Brace und Vater nickt. Aus dem Auto nehmen wir also die Sachen und gehen zu den Zimmern. Es stehen drei Schlafzimmer zur Verfügung. Also müssen wir nur noch die Einteilung klären, aber das läuft schneller ab als Gedacht. Tyrell und Ilja teilen sich ein Zimmer, eine Eltern und Vriska und ich gehen in das “Kinderzimmer”. Dort steht nämlich ein Hochbett.
      Wir haben ein Frühstücksbuffet vorbereitet. Also bedient euch. Zusammen mit den Angestellt stärken wir uns, bevor es los geht. Hier wirkt alles sehr familiär wie bei uns.
      Nach einer Hoftour geht es an die Pferde. Als erstes stellt sie uns die Fohlen vor, bei denen wir noch nicht waren. Die Stuten stehen natürlich getrennt von den Hengst. Dieser riesige Hof ähnelt unserem in vielen Punkten, was mich überrascht und fasziniert.
      Sie erzählt: “Aktuell haben wir 5 Hengste und 5 Stuten wovon 4 bald an den Hof kommen, um mehr und besser mit ihnen zu arbeiten.” Gemeinsam gehen wir auf die Hengstweide und Brace stellt uns die Pferde vor. “Der Graue hier, Tacki, stammt aus unserer Zucht. Magic, der mit den Punkten auch. Casi, der Schecke dort hinten dürfen wir auch schon von Anfang an begleiten. Ansonsten sind das noch Capri und Backi.”, stellt sie und die Pferde vor. Wir streicheln die kleinen Großen und geben ihnen einige Leckerein, bevor wir weiter zu den Stuten gehen. “Aus unserer Zucht sind Winter und das Prinzesschen hier.”, erzählt ihr als eine Overo Stute streichelt. “Ansonsten sind hier noch Aina, Backfett und Bambi.”, stellt sie uns die anderen Stuten vor. Auch die bekommen ein paar Leckerchen von uns und wir gehen zurück zum Hof. Nebenbei erzählt Brace ein paar Geschichten der Pferde.
      “Was haltet ihr von Ausreiten?”, fragt sie als wir wieder angekommen sind. Ein positives Feedback kommt aus der Gruppe und wir gehen gemeinsam in den Trakehner Stall. Brace sagt uns, wer welches Pferd nehmen könnte und hilft uns dann beim holen der Pferde. Ich habe mir einen tollen Hengst ausgesucht - Traumfänger. Er soll ein absolutes Traumpferd sein. Ich bin gespannt und freue mich schon. Vriska hat sich auch schon mit ihrer Wahl angefreundet. Hummelchen ist auch eine hübsche Stute. Ich bin fast neidisch. Tyrell hat Raffinesca, eine Dunkelfuchsstute, bekommen. Vater kann sich mit Handy begnügen, die laut der Beschreibung eine freundliche Stute ist. Bisher gibt es keine Schwierigkeiten. Mutti hat auch eine liebe Stute bekommen, die Dreamy heißt. Choco, ebenfalls eine Scheckstute, kann Ilja nehmen. Sie ist wohl im Gelände etwas schwieriger, aber er packt das schon. Am Hof arbeitet schließlich mit Ponys, die auch nicht immer ganz leicht zu händeln sind. Bruce nimmt ihren Brouk, dann sie wohl vorher schon als Reitbeteiligung hatte. Gemeinsam machen wir die Pferde fertig. Im gleichen Moment arbeiten bereits Bracelets angestellten mit den Zuchthengsten. Costa und Party werden gerade auf dem Reitplatz longiert, während Schnuller und Seattle in der Halle geritten werden.
      Der Ausritt beginnt völlig entspannt, auch Ilja kommt mit Choco gut klar. Nach einigen Diskussionen sind die Beiden sich einig. Traumfänger ist wirklich so toll wie versprochen. Auch alle Anderen wirken sehr zufrieden, besonders Mutti, die ungern andere Pferde reitet nach ihrem Unfall vor ein paar Jahren. “Ich hatte die Idee, dass wir einen kurzen Abstecher zu den Zuchtstuten machen. Aktuell sind sie alle noch trächtig. Deshalb kann ich euch keine niedlichen Fohlen zeigen, außer die Anderen, bei denen wir bereits waren”, sagt sie und trabt Brouk an. Mit ein paar Schwierigkeiten trabt auch Vriska an und ist ganz hinten. Ich pariere den Hengst wieder durch um auf Vriska zu warten. “Wäre nicht nötig gewesen”, witzelt sie und wir schließen zusammen zur Gruppe auf.
      An der Weide angekommen, passen Mutti und Vati auf die Pferde auf, während wir die Weide betreten, um nach den Stuten zu schauen. Neugierig kommen bereits sie bereits zum Zaun. “Aww, da ist ja die Mutter von Amnesia”,sage ich begeistert und gehe sofort zu Takada. Bracelet lacht und geht zu Vintage. Danach wirft sie noch einen Blick auf Jagger. Vriska folgt mir, während Ilja Winter und Tyrell Nighti kontrolliert. Alles okay und wir steigen wieder auf die Pferde. Der Ausritt geht genauso entspannt weiter und nach einer Stunde sind wir zurück am Hof. Die Angestellten sind gerade dabei Baty und Bubi zu reiten auf dem Dressurplatz und zwei andere sind wieder am lonigieren von Magic und Wastl. Wir versorgen die Pferde und bringen sie zurück in den Stall. Für mich, Vriska und Tyrell ist keine Pause angesagt. Wir bekommen eine Reitstunde von Brace im Springen. Vriska hat noch etwas Angst, weshalb sie eine freundliche Stute bekommt - Chero. Ich darf Nino nehmen und Tyrell Ghost. Nephilim wird nebenbei auch mit geritten auf dem Springplatz. Die Anderen der Truppe helfen beim Pferde versorgen.
      Die Reitstunde war ein Traum. Nino zeigte sich ähnlich wie mein Rappe, den ich gehen lassen musste. Auch Vriska hat sich getraut über ein Kreuz zu springen und eine zweifache Kombination. Das hat sie echt gut gemacht.
      Langsam naht der Abend und wir umsorgen noch Sence, Showtime, Mate, Joy, Waldjunge,
      Vaconda, Dempsey, Akira, Dreamaker, Lead me Home und Cornetto. Die Pferde bekommen eine Fuhre Heu und etwas Aufbau fressen.
      Für uns gibt es ein Abendbuffet und freue mich schon sehr aufs Essen. Auch jetzt ist die Auswahl ziemlich groß. Auf dem Zimmer gucken wir alle zusammen noch einen Film und reflektieren den heutigen Tag. Morgen gucken wir uns noch ein paar Pferde an, bevor die Heimfahrt antreten.
      Der nächste Tag begann ziemlich früh und Bracelet hat uns direkt mit eingeplant. Beim Frühstücker zählt sie uns den Plan. Heute ist Dressur angesagt. Ich darf Mihály nehmen, Vriska bekommt Sookie, Tyrell Birdy und Ilja Herbstblüte. Nach dem Frühstück geht es dann auch schon los. Die Angestellten haben zuerst die Führanlage angemacht in der Eik, Love, Romulus und Scarlet ihre Runden drehen. Auch meine Eltern sind auf dem Hof noch etwas unterwegs. Mama bekommt Unterricht auf King Gun, da sie zuhause selber die Westernpferde reitet. Man lernt schließlich nie aus. Papa wird gleichzeitig von einem kleinen Schlingel beknabbert. Pinochio durfte mit die Halle um sich zu bewegen, aber lieber nervt er Vati. Der Reitunterricht läuft gut. Bracelet hat mich noch ein paar Tricks gezeigt, was mir bei den Jungpferden helfen kann, da es mir noch schwer fällt die Gerte zu verwenden in der Dressur. Im Springen ist diese schließlich viel kürzer. Als wir zurück kommen stehen wieder andere Pferde in der Anlage. Es sind Donnerhall, Angel, Donella und Melody. Gegen Mittag machen wir uns auf den Rückweg. Zuvor haben wir und noch mit Bracelet über den Hof und einzelne Pferde unterhalten. Die beiden Tage auf einem Hof waren eine ganz neue Erfahrung für mich und trotzdem freue ich mich wieder auf meine Tiere zuhause. Wir verabschieden uns und fahren los. Die meiste Zeit schlafen wir, weil es schon ziemlich anstrengend war.
    • Bracelet
      Frühlingsüberlegungen
      14. März 2019

      Zur Zeit standen einige Veränderungen auf dem Gestüt an. Es ging mal wieder darum welche Pferde in der kommenden Saison aktiv im Turniersport gehen sollten und welche eventuell verkauft werden sollten. Ebenfalls standen einige Fellnäschen auf der Liste für eine mögliche Rente; ob bloß aus dem hohen Sport oder allgemein.
      Die Youngsters, kleinsten Fellnäschen und Trakehner im allgemeinen sollten relativ unverändert bleiben. Bezüglich der Nebenstallungen war ich allerdings am unschlüssigsten. Magic Attack sollte allmählich in Rente gehen; vielleicht allerdings zuvor noch ein oder zwei Fohlen zeugen. Dreammaker sollte etwas weiter ausgebildet werden und nachließen verkauft werden. Bezüglich Romulus war ich unschlüssig. Mihály sollte 2019 häufiger auf Turnieren vorgestellt werden; genauso wie Lead me Home, Cornetto, Last in Love, Cotsworlds Eik, Sir Donnerhall, Hollywood King Gun und Scarlet Sun. Wastl und Nephilim Son Of Angel & Devil sollten dieses Jahr ein paar mal öfter decken. Pinochio sollte weiter ausbildet werden. Cookie und Birdcatcher waren demnächst bereit einen Krönungsversuch zu unternehmen, Black Pearl sollte Turniererfahrung sammeln und Angels Kiss und Donella eventuell in Rente gehen. Golden Eye wollte ich 2019 körfertig bekommen, Simple Little Melody und Herbstblüte Schleifchen sammeln schicken. Bezüglich Ive Got The Moves Like Jagger war ich mir unsicher. Sollte sie dieses Jahr ein weiteres Fohlen bekommen oder eine Pause haben? Sie in Rente schicken? Eine schwere Angelegenheit; immerhin lag mir die wunderschön gefärbte Vollblutstute sehr am Herzen.​
    • Bracelet
      Irische Aussichten
      September 2019

      Das letzte Jahr über hatte ich intensiv daran gearbeitet meinen Zweitstall, einen idyllischen Hof in Irland, bezugsbereit für einige meiner Pferde, die zur Zeit auf dem DVTS standen, vorzubereiten.
      Es handelte sich dabei um ein nun wieder unbezahlbares Juwel in Mitten der weitläufigen, märchenhaften Natur, die es umgab. Bevor die letzten Besitzer es besaßen, war es bereits vor über 50 Jahren erbaut worden, hatte einen altertümlichen Cham, konnte jedoch locker mit all den neuen Reitställen mithalten, die ich so kannte. Es hatte etwas magisches; man fühlte sich hier sofort wohl, geborgen.
      Aber was das wichtigste war: es war ein Paradis für meine Vierbeiner. Untertags bat es die Möglichkeit alle Pferde auf weitläufige Graskoppeln zu stellen und auch Schlechtwetterkoppeln standen zur Verfügung. Im letzten Jahr hatte ich auf sämtlichen Wiesen und Paddocks Selbsttränken installiert und überdachte Heuraufen, sowie Unterstände, aufgestellt. Einige Wiesen hatte ich neu umzäunt, andere waren nach wie vor in gutem Zustand geblieben. So zum Beispiel auch die von Èamonn und Belmonts Beo, die ich damals ja samt Hof übernommen hatte und praktisch komplett in Gingers Obhut standen; damit also bloß auf dem Papier mir gehörten.
      Das hübsche Angus Og Stud besaß einen hübschen Stall, dessen Stallgebäude aus 2 Trakten bestand und Platz für 30 Pferde besaß. Es handelte sich dabei um ein lichtdurchflutetes Gebäude, was den vielen Glasfenstern zu verdanken war. Auch ein großer Pluspunkt war einerseits die wirklich optimale Belüftung; dennoch zog es zu keinem Zeitpunkt, andererseits die pferdegerechte Haltungsmöglichkeit; die Boxen waren nämlich so konzipiert, dass die Vierbeiner Kontakt zu einander hegen konnten, auch größere Pferde genug Bewegungsfreiheit hatten und in die Stallgasse blicken konnten. In der wärmeren Jahreszeit konnte man die Fenster öffnen, wodurch die Fellnäschen auch das Geschehen außerhalb des Stalles mitverfolgen, oder sich auch einfach nur ein wenig die Sonne aufs Köpfchen scheinen lassen konnten.
      Als ich das AOS übernommen hatte, bot es ebenso Platz für Pferde in insgesamt 4 Offenställen, wovon ich nur zwei so beibehielt. Die übrigen beiden wollte ich zu Schlechtwetterkoppeln umfunktionieren; einer erneuten Umwidmung stand jedoch nichts im Wege, falls die Kapazität einmal nicht mehr genügen würde.
      Abgesehen davon besaß das Gestüt ein hübsches Haupthaus, wie auch die übrigen Gebäude in einer netten Steinoptik, mit einer hölzernen Veranda davor. Ein bisschen Efeu schlängelte sich gleich einiger Kletterrosen an den Wänden empor. Im Gebäude fand man einen leicht rustikaler Look, klassisch mit einem Kamin im Wohnzimmer, vor. Ginger besaß ein nettes Zimmer im zweiten Stock und auch ich hatte mir eines für die Tage eingerichtet, in denen ich hier war.
      Allmählich hatte ich es hier lieben gelernt. So gerne ich auch auf dem DVTS in Schweden war, war dieser Ort ein wahrer Traum; nicht unweit der Cliffs of Moher, an der Westküste Irlands. Umso schöner, dass dieses Juwel tatsächlich mir gehörte.
      Zum Glück hatte dieser Platz etwas, was einem einem neue Energie gab, denn die Vorbereitungen für den Umzug, Renovierungsarbeiten und die Leitung eines Zucht- und Sportpferdestalls war wohl keine leichte, unanstrengende Aufgabe. Ebenso die Entscheidungen zu treffen welche Pferde denn nun tatsächlich umziehen sollten.
      Die Youngsters Caddylack, VK Gunna Whiz, Vina und Chestnut waren davon genauso wenig betroffen wie meine Fohlen. Immerhin sollten diese die Grundausbildung bei mir und meiner besten Bereiteren genießen.
      Bei den Trakehnern war die Entscheidung durch die gleiche Überlegung geprägt; Balounito, CHH’ Sence of Humor, Cherokee Gold, Brouk, Poltergeist, Waldjunge, Vaconda, Dreaming of better days, Christmas Joy, It’s Showtime, Dempsey, Hummels Enterprise, Roommate, Traumfänger, Raffinessca, Akira, Give me Chocolate und Take my Hand sollten weiterhin gefördert werden und ihre Turniere laufen. Costa de la Bryére, HGT’s Nightmare, N’oubliez Jamais, Party Shaker, Seattle’s GT’aime, Takada, Batman’s Rendezvous, Master of Gold, Winterzauber und Vintage Gold standen als Zuchtpferde; aktiv oder nicht, ebenso nicht zur Disposition.
      Interessant war es also bei den Pferden die zur Zeit in den ,,Nebenstallungen’’ standen. Für meine beiden Vollblüter Last in Love und Cotsworlds Eik würden sich durch die zahlreichen Galoppstrecken um das AOS herum eine gute Trainingsmöglichkeit bieten. Dennoch haderte ich nach wie vor mit mir, da ich bei ihrem Training sehr heikel war. Magic Attack hingegen war ein Kandidat bei dem ich mir ziemlich sicher war, dass der gute bald den weg nach Irland einschlagen würde. Er hatte schon einige Fohlen gezeugt und Tiefkühlsperma war von ihm auch noch reichlich vorhanden. Schon länger hatte ich darüber nachgedacht ihn denn nicht in seine wohlverdiente Pension zu schicken; nicht endgültig, geritten werden sollte er sehr wohl noch und eventuell eignete er sich auch als Lehrmeister um mit Ginger noch ein paar kleine Turniere zu gehen. Immerhin war der Zwölfjährige noch gut in Form und wusste sich zu präsentieren. Wastl war ebenso ein Kandidat dafür, weswegen er Magic wohl folgen würde und wo wir schon bei Warmblütern waren: Sir Donnerhall, Scarlet Sun, Simple Little Melody und Golden Eye sollten ebenso schon sicher nach Irland ziehen. Nephilim Son of Angel & Devil, Cornetto und Mihály hingegen würden zu 100% bei mir in Schweden bleiben. Bezüglich Dreammaker, Lead me Home, Romulus, Hollywood King Gun, Pinochio, Sookie, Birdcatcher, Angels Kiss, Black Pearl, Donella, Herbstblüte und I’ve got the moves like Jagger war jedoch noch alles offen.
      Einige Pferde überlegte ich auch in die Vollpension, in einen der Offenställe in Irland, zu schicken. Genau genommen handelte es sich dabei um Donella, Angels Kiss und Golden Eye. Dies stand allerdings noch in den Sternen.
      Nun hieß es erstmal den September über noch alle nötigen Handlungen durchzuplanen, die notwendigen Papiere zu besorgen und die Transportfirmen zu engagieren und anschließend hoffte ich, dass alles gut ging. Die Vorfreude auf meinen zweiten Stall überwiegt jedoch gegenüber allen Sorgen.
    • Bracelet
      Sichelöhrchen
      März 2020

      Ich stand gerade in der Dressurarena des Den Vackra Trakehner Stud, wo Anastasia Master Of Gold arbeitete. Da der Hengst nicht mehr aktiv im Turniersport eingesetzt wurde eignete er sich wunderbar als Lehrpferd für meine Bereiterin. Nebenher führte mir unser Stallbursche Melvin unseren Neuzugang Pluie warm, den ich eigentlich gleich reiten wollte. Das Ganze wurde allerdings durch einen lauten Rums unterbrochen, denn Pluie, ,,Plüsch’’, wie wir ihn bereits nannten, machte einen Satz und landete etwas unsanft mit einem Bein an der Bande. Überrascht drehte ich mich um und sah, dass Amelia, unsere Pferdepflegerin, sprichwörtlich mit der Tür ins Haus gefallen war. „Ist etwas passiert?“, wollte ich natürlich wissen, ehe ich bemerkte, dass sie wild wedelnd mit einer Pferdezeitschrift auf mich zukam. „Tüüür frei“,rief sie, nun natürlich viel zu spät, und nahm jedem die Möglichkeit vorweg entsprechend zu reagieren, geschweige denn zu antworten. „Das musst du dir unbedingt ansehen!“,rief sie ganz aufgeregt und drückte mir kurz darauf das Magazin in die Hand: „Da! Schau mal, wäre das denn nichts für uns?“
      Stirnrunzelnd betrachtete ich die geöffnete Seite mit den Verkaufsanzeigen. Ganz oben nahm ich sofort zwei Fotos von zwei außergewöhnlich aussehenden Pferden wahr. „Das sind Marwaris! Pferde aus Indien. Die haben diese niedlichen Sichelöhrchen!“,fuhr Amelia fort und machte ein ziemlich lustig aussehende Handbewegung über ihrem Kopf. „Mmhm“,murmelte ich ehe es, nun in meinem Kopf, zu rattern begann. Das Angus Og Stud, das ich mir ja geleistet hatte, hatte definitiv noch Kapazitäten frei und genau genommen fehlte dort ohnehin ein konkretes Zucht- oder Sportziel. Abgesehen davon gefielen mir diese beiden blütigen Pferde wirklich gut. Sie wirkten überaus edel und schienen tatsächlich eine Rarität zu sein.
      Schlussendlich bat ich Amelia den Plüsch zu longieren und selbst die Zahlen zu checken, ehe ich mich ein paar Tage darauf tatsächlich entschied die beiden zu kaufen. „Meereen“ und „Tamana“. Alleine was für klingende Namen die beiden hatten.
      Die kommende Woche verbrachte ich noch auf dem DVTS; immerhin war hier wirklich überaus viel zu tun im Moment. Auch wenn ich vor hatte einige Pferde und Tätigkeiten damit auf das AOS auszulagern, musste ich mir langsam eingestehen, dass ich wohl mehr Personal brauchte. Vor allem Bereiter würde ich wohl ein paar mehr einstellen müssen, denn ich und Ana alleine konnten all die Pferde kaum stemmen. Meine Zuchtstuten HGT‘s Nightmare, Takada, Winterzauber, Vintage Gold, I’ve got the moves like Jagger und Donella gingen zur Zeit überhaupt nur ihre Runden in der Schrittmaschine. Mehr Bewegung konnten sie sich zwar selbst auf den Paddocks holen, doch alleine schon Longearbeit gab es nur, wenn Amelia die Zeit fand. Sie durfte nämlich immer mal wieder wenn sie die notwendigen Aufgaben erledigt hatte ein wenig lockere Arbeit vom Boden aus mit den Pferdchen machen. Meist entschied sie sich dann aber doch dafür entweder Feierabend zu machen oder ihrem Lieblingspferd Dreaming Of Better Days, die ja ein wahres Goldstück war, Boden- oder Freiarbeit zu machen, was für mich, trotz der stetig bergauf gehenden Dressurkarriere der Stute, absolut in Ordnung ging; immerhin machte es ihr uns Dreamy immer super viel Spaß, weshalb ich dabei ab und an auch ganz gerne mal zusah. Für mich selbst blieb leider, wohl auch bedingt durch den eben erwähnten Personalmangel, für solche Dinge leider kaum Zeit mehr, wenn es nicht gerade für die Jungpferdeausbildung von Nöten war. Hier war ich allerdings zur Zeit mit den meisten meiner Youngsters an anderen Punkten. Mit DVTS’ Daeny und Aiana war ich gerade noch mit den Basics wie dem Halftern und Führen in Schritt und Trab beschäftigt. DVTS’ Takinou, Backfett, DVTS’ Magic Movements und Sir Bacardi waren da schon deutlich weiter. Alle vier Jungpferde waren bereits mit den Basics vertraut und wurden bereits longiert. Hierbei hatte ich auch schon Stangen integriert, was den Muskelaufbau begünstigte, der bei mir immer vor den ersten Steps des Anreitens kam.
      DVTS’ Seattle’s Wintertime, DVTS’ Cascadeur de la Vie, Caddylack, Bambina und DVTS’ Colour the Nightsky waren bereits recht weit, was die Longearbeit betraf. Sie reagierten alle schon sehr fein auf die Stimm-, wie auch Peitschenhilfe. Außerdem waren sie bereits an das Gebiss gewöhnt, das sie bisher alle schon super annahmen. Handarbeit hatte ich auch schon in die Arbeit mit dazu genommen, genauso wie im Zuge dessen die ersten Anfänge der Seitengänge. Casi machte sich dabei besonders gut und mauserte sich trotz leichtem hengsteln als Musterschüler. Die Ausbildung dieses Pferdes war für mich im Generellen etwas ganz besonderes. Auch wenn ich tatsächlich auf meinen gesamten ersten Fohlenjahrgang sehr stolz war, war Cascadeur für mich in der Arbeit der, der momentan am positivsten heraus stach. Der dressurgezogene Hengst schien ganz nach seinen Eltern zu kommen. Charakterlich zeigte er sich jetzt schon besonders stark, obwohl er ein wirkliches Prachtexemplar an Hengst zu werden schien und sich so langsam richtig zu präsentieren begann. Er war auch stets bedacht dem Menschen nichts zu tun, obwohl ihm das Testosteron nun sehr deutlich einschoss, was bei einem Hengst auch etwas sehr angenehmes war.
      Chestnut und Vina waren schon noch weiter. Bei Chestnut war es bald soweit, als dass er offiziell als Angeritten und auf E-Niveau befindlich gelten konnte.
      Für VK Gunna Whiz und Hollywood King Gun hatte ich seit einigen Wochen einen professionellen, externen Westernbereiter am Hof, der die beiden zwei bis dreimal ritt und sie, sobald alles harmoniert, auch auf Turnieren vorstellen würde. Auch wenn ich eiinige Stunden Westernunterricht hinter mir hatte und mich regelmäßig fortbildete wurde ich den Beiden so einfach nicht gerecht. Immerhin hatte ich am Ende des Tages eine englische Reitausbildung. Trotzdem war ich sehr stolz auf meine beiden Schätze und sah immer gerne beim Training zu.
      Abgesehen davon starteten mit Vaconda und Give me Chocolate nun aktiv die Vorbereitungen auf die jeweilige Stutenkrönung. Vaconda war im Training unfassbar stark; Choco ritt ich beinahe nur noch locker Dressur, in Kombination mit einigen Gymnastikreihen, denn die hohen Sprünge und der Parcours lief mit ihr wie von selbst, da war sie unfassbar sicher geworden.
      An der Sicherheit arbeiten musste ich noch mit meinen Nachwuchspferden. Brouk war leider nach wie vor schwierig, auch wenn er sich schon deutlich verbessert hatte. Er war nunmal von Natur aus schon kein Anfängerpferd, wie ich es von seiner Mutter auch schon gewohnt war, und im Zusammenspiel mit seiner Vorgeschichte war es oft wirklich ein Kampf, den ich nicht führen wollte. Deshalb hatte ich vor einigen Wochen beschlossen, ihm einfach die Zeit zu lassen die er zur Entwicklung benötigte und alle Ambitionen bei ihm runter zu schrauben; auch wenn der Hengst eigentlich ein enormes Talent hatte, nicht nur vor der Kutsche, wovor er allerdings leichter zu händeln war als beispielsweise am Sprung oder gar in Parcours oder Dressuraufgabe. Hier hatte ich mit Balounito überhaupt kein Problem, denn der junge Hengst zeigte deutlich, dass er auch ein Springpferd sein wollte. Sein bester Koppelbuddy CHH’ Sence Of Humor hatte zur Zeit auch eine super Phase und war ebenso eine Freude zu Reiten. Ebenso It’s Showtime, Waldjunge, Poltergeist, Christmas Joy, Dempsey, Hummels Enterprise, Roommate, Cherokee Gold, Traumfänger, Akira, Take my Hand, Scarlet Sun, Cornetto, Lead me Home, Romulus, Pinochio, Simple little Melody, Birdcatcher, Sookie, Golden Eye und Sir Donnerhall. Ich hatte also im großen und Ganzen wirklich Glück mit meinen Schätzen.
      Etwas intensiver musste das Training zur Zeit mit Mihály sein. Der Hengst hatte nämlich zur Zeit eine kleine Flegelphase und etwas zu viel Energie. Schaffte ich es aber dies zu Ausdruck in der Arbeit umzuwandeln lief der wunderschöne Fuchs wirklich unfassbar toll.
      Nur locker ritt ich zur Zeit meine Deckhengste Costa de la Bryére, Seattle’s GT’aime, N’oubliez Jamais, Party Shaker und Wastl. Etwas mehr Aufmerksamkeit bekam Nephilim Son Of Angel & Devil, da ich bei ihm immer all meinen Stress vergessen konnte und dies gewissermaßen seelenstreichend wirkte.
      Magic Attack befand sich genauso wie Angels Kiss, Black Pearl und Dreammaker noch in der Winterpause. Bei Magic war dies gewissermaßen eine Art wohlverdienter Semiruhestand. Dies hatte ich auch seiner Vorbesitzerin versprochen, denn der hübsche Hengst hatte in seinem Leben bereits genug geleistet und sich etwas mehr Ruhe und Pferd-sein-dürfen mehr als nur verdient.
      Breathing your Love und Cotsworlds Eik wurden zur Zeit ausschließlich von Anastasia trainiert.
      Diese vertrat mich auch so gut sie konnte, während ich ein paar Tage auf dem Angus Og Stud war, um Meereen und Tamana im neuen Heim willkommen zu heißen. Ginger freute sich dabei auch wie immer über meinen Besuch und berichtete mir von den Fortschritten, die Belmonts Beo seit meinem letzten Besuch gemacht hatte. Abgesehen davon hatte sie auch viel über An Affair to Remember zu zählen, die sich, höchstwahrscheinlich nur vorübergehend, bei uns befand.
      Während die beiden Marwaristuten sich bereits einige Tage eingelebt hatten gab es noch eine große Überraschung für mich, denn wir hatten einen weiteren Neuzugang zu begrüßen: For Pleasure, ein wunderschöner und überaus begabter Fuchs, der bereits einige Erfolge in der Sparte Springen verbuchen konnte. Ein Ausnahmehengst wie er im Buche stand; bei dem ich nie erwartet hätte, dass dieses tolle Pferd tatsächlich in meinen Besitz kommen würde. Aber nicht nur ich war hin und weg als er ankam: auch Ginger strahlte über beide Augen, was auch verständlich war denn sie hatte erstmal das Vergnügen wohl die meiste Zeit mit dem Hübschen zu verbringen.
      Nachdem ich mit Ginger noch einen Plan bezüglich dem Training von Tamana, Meereen, Beo und For Pleaure ausgetüftelt hatte, musste ich leider auch schon wieder auf das DVTS zurück. Bald würde ich aber wieder kommen um etwas mehr Zeit auf dem Hof zu verbringen.
    • Bracelet
      der ganz normale, alltägliche Wahnsinn

      „Ruuhiger. Ruhiger. Ruhiger.“,wiederholte ich mantraartig. Anastasia saß gerade auf Take my Hand und versuchte bereits das dritte Mal auf der Mittellinie Viererwechsel zu reiten. Handy spielte da allerdings wenig mit und raste los sobald Ana abwendete. „Parier die mal durch.“,sagte ich schließlich kopfschüttelnd. Meine Bereiterin seufzte: „Ich verstehe das einfach nicht. Was hat sie denn plötzlich?“ „Sie läuft nicht weg weil sie heiß wird. Ich glaube sie hat genug für heute. Sie kann’s einfach noch nicht. Nicht weil du’s ihr nicht gut genug erklärst, sondern weil sie es körperlich nicht schafft und das hat sie wohl schon im Kopf wenn wir sie abwenden.“,analysierte ich. Ana schaute traurig. „Komm, lass mich das nochmal testen. Sie soll noch einen schönen Fliegenden springen, dann reicht‘s für heute. Aber du bist jetzt auch schon so verkopft.“,sagte ich schließlich mit ziemlich neutralem Tonfall, auch wenn ich wusste, dass Anastasia das sicher zu denken gab. Die Brünette stieg ab und ich klopfte ihr auf die Schulter. „Mach dir keinen Kopf. Morgen wird’s wieder besser! Mach du in der Zwischenzeit schon mal Akira warm. Amelia hat sie bestimmt schon gesattelt. Ich reite dann anschließend die Aky und du lässt dir Simple Little Melody fertig machen und holst sie sobald ich Akira übernehme. Spiel ein wenig mit ihr. Üb das mit den Fliegenden, für dich. Du weißt, dass du eine gute Reiterin bist.“,versuchte ich Ana aufzumuntern. Ich wusste wie viel Spaß es ihr machte mit Melody, die ja mittlerweile S*** fertig und top im Training war, an den Lektionen zu feilen. Grundsätzlich war Anastasia ja einer sehr einfühlsame Reiterin, der es ein leichtes war Pferden neue Lektionen beizubringen oder bereits erlernte zu verbessern. In Handy hatte sie wohl gerade einmal wieder ihre Grenzen kennengelernt. Die Stute wusste schon wie sie uns austricksen konnte. Hier kam mir jedoch meine langjährige Erfahrung in der Pferdeausbildung zu Gute. Und auch reiterlich war ich schließlich auch schon weiter als Anastasia und konnte so noch ein paar Knöpfe mehr drücken als Ana.

      „Na komm.“,sagte ich ruhig, während ich mich auf den Rücken der braunen Stute setzte. Diese sah Anastasia hinterher wie sie die Halle verließ. „So du Filou. Konzentrier dich.“,gab ich grinsend von mir und holte mir die Stute im Schritt rasch ans Bein, ehe ich sie locker nach vorne trabte. Sie schnaubte bereits ganz schön, da wir schon über ihrer normalen Arbeitszeit lagen. Deswegen wollte ich die Wechselgeschichte nun auch rasch hinter mich bringen. Bevor ich allerdings an die Fliegenden ging ließ ich Handy ordentlich vor galoppieren, führte sie wieder zurück und ließ sie wieder nach vorne ziehen. Anschließend holte ich sie mir schön aufs Hinterbein und ritt einen Umkehrtwechsel. „Auußengalopp.“,nörgelte ich leicht mit dem Trakehnertier unter mir, das in diesem Moment nur so auf den Wechsel lauerte. Erst eine halbe Runde später ließ ich sie schließlich umspringen und wiederholte das Spiel in die andere Richtung. Da sie hier gut bei mir war ging’s dann wieder auf die Diagonale. Ich spürte schon davor wie Handy sich anspannte, den Rücken wegdrücken wollte und ordentlich Gewicht in den Zügel gab. „Neein.“,sprach ich ruhig mit ihr und führte sie absichtlich einmal mehr zurück. Schrittübergang. Angaloppieren. Schritt. Galopp. Wechsel! „Braaaaav!“,rief ich und lobte die Stute. Auf der nächsten Diagonale wiederholte ich das Ganze. Wieder gesetzt und durch. „Seehr Brav.“,lobte ich, ehe ich nach vier Sprüngen noch einen Wechsel einbaute. „Guuut!“,gab ich schließlich von einmal von mir, parierte sie zum Schritt durch und ließ die Zügel lang. Ich klopfte sie und ritt mit ihr aus der Halle hinaus. Da am Dressurviereck gerade Melvin mit dem Traktor unterwegs war und den Boden machte beschloss ich kurzerhand noch eine kleine Runde um die Koppeln mit ihr zu drehen. Als wir wieder zurück waren übergab ich sie an Amelia und sputete zur Dressurarena, wo Ana gerade Akira abtrabte. „Du kannst sie schon haben wenn du willst.“,rief mir meine Bereiterin gleich entgegen. „Gerne.“,gab ich zurück und wir vollführten den zuvor angesprochenen Pferdetausch.

      Nachdem ich Aky fertig gearbeitet hatte wies ich Anastasia noch an als nächstes unseren Neuzugang Hokuspokus zu longieren, wenn sie mit Melody fertig war. Anschließend war auch noch Hannifee an der Reihe, die heute einen ruhigeren Trainingstag am Programm hatte. Sie hatte sich die letzte Zeit gut gemacht, wurde zur Zeit nur dreimal richtig dressurmäßig gearbeitet, einmal die Woche ausgeritten und einmal longiert. Für mehr bot sich leider auch nicht die Zeit im Moment, da gerade andere Prioritäten anstanden. Trotzdem baute die außergewöhnlich gefärbte Stute stetig an Muskeln auf und machte weiterhin ihre Fortschritte. So war es dann im Endeffekt auch gar nicht so wichtig, dass sie wohl auch fünfmal die Woche auf Pump Dressur geritten hätte werden können. Generell war sie ja zur Zeit noch am Anfang ihrer Karriere bei uns. Dennoch brachte mich das wieder an den Punkt, dass ich mir eingestehen musste, dass wir eigentlich mehr Personal hier auf dem DVTS brauchen würden.

      Nachdem das mit Anastasia geklärt war brachte ich Aky zurück in den Stall, wo sie unsere Pflegerin, aka Mädchen für Alles, Amelia, übernahm um sie zu versorgen.

      Es war nun kurz vor Acht, morgens, und somit also höchste Zeit, dass die Pferde auf die Koppel kamen. Melvin war gerade dabei den Beinschutz und die Fliegenhauben an die Pferde zu montieren. „Hej!“,grüßte ich ihn, was er freundlich erwiderte. „Sehr gut ihr seit ja schon voll bei der Sache.“,stellte ich fest als ich auch die übrigen Stallburschen in den Boxen entdeckte. „Jaja. Schon fast ein wenig spät.“,erwiderte er kritisch während er Vacondas Ohr durchs Koppelhalfter fädelte. Die Stute machte es ihm nicht leicht. Sie hatte noch Heu und wollte sichtlich lieber darin ihre Nase drin versenken. „Ach, das passt schon. Hauptsache richtig.“,merkte ich locker an. HGT‘s Nightmare in der Nebenbox wartete auch schon und steckte ihr Köpfchen in die Stallgasse; auch sie bereits im Alienlook.

      „Ich mache Takada rasch die Gamaschen drauf und nehme sie dann zusammen mit Nighti.“,sagte ich. „Okay, dann mach ich noch Christmas Joy und wir gehen gleich mit allen Vieren.“,meinte Melvin. Gesagt getan.

      Erst warteten die vier Grazien geduldig. Dann beschloss Nightmare los zu traben und Joy quittierte das mit einem heftigen Buckeln. Von jetzt auf gleich liefen sie los und galoppierten wild über die Wiese. Ein wunderschöner Anblick! Es dauerte nicht lange, da kamen sie an Winterzauber und Vintage Gold vorbei, die zuvor schon rausgebracht wurden und eben noch genüsslich gegrast, sich nun aber anstecken hatten lassen und mitliefen. Ich musste lächeln. Was eine Rasselbande. Viel Zeit zum Zusehen blieb allerdings leider nicht.

      Nachdem wir die nächste Partie bestens aus Dempsey, Hummels Enterprise, Cherokee Gold und Give me Chocolate raus gebracht hatten ließ ich Melvin zusammen mit den anderen weiter machen und huschte zu den Fohlen, beziehungsweise Jungpferden, hinüber. Backfett entdeckte mich als erste und streckte mir sofort ihr graues Näschen entgegen. „Helloow.“,begrüßte ich sie mit viel zu hoher Tonlage. Mit meinen Fohlen redete ich tatsächlich wie mit Kleinkindern, was auch nicht aufhörte wenn sie etwas älter wurden. Mit DVTS‘ Magic Movements zum Beispiel sprach ich auch nach wie vor so, obwohl der schicke Vollbluthengst von Magic Attack und aus meiner Roanstute I‘ve got the moves like Jagger mittlerweile überhaupt nicht mehr nach Babypferd aussah. „Wiieh.“,unterbrach Aiana meinen Gedankenausflug und holte mich zurück in die Realität. Auch sie wollte nun endlich etwas zu naschen haben. „Jaaja. Ihr seit mir ja welche.“,meinte ich seufzend und holte zwei kleine Äpfelchen aus meiner Tasche hervor. „Stopp!“,rief ich schließlich als auch DVTS‘ Daeny mich von hinten überfiel. „Ich muss den erst teilen.“,jammerte ich und halbierte die beiden rotgrünen Früchte mit meinem Taschenmesser: „So. Na da habt ihr.“

      Nachdem ich im alles kontrolliert und die Mäuse auf die Koppel entlassen hatte ging es noch zu DVTS‘ Takinou, der zur Zeit in einer der Abfohlboxen stand. In den nächsten Tagen sollte er in die Youngsterstallungen übersiedeln, wobei ich schon alles hergerichtet hatte, die Tränke in der entsprechenden Box aber einfach nicht funktionieren wollte, weshalb zur Zeit diese Zwischenlösung gefunden werden musste. „Na komm, Hüscher.“,sprach ich ihn an, bevor ich auch ihm die Gamaschen anlegte und Fliegenhaube, wie Halfter aufsetzte. „Los geht’s.“,sagte ich dann und ging mit ihm zu den Koppeln, wo er zusammen mit Pluie und Brouk stand, was ganz gut funktionierte. Takinou zeigte sich im Gegensatz zu den Stuten von vorhin ziemlich unspektakulär. Keine zwei Trabtritte von mir weg, gerade so, dass er das Gefühl hatte ich würde ihn nicht sofort wieder greifen und mitnehmen, steckte er die Nase auch schon in die leider nicht mehr ganz so saftige Wiese. Leider waren Teile schon sehr angefressen und ob es sich auszahlte jetzt noch ein weiteres Wiesenstück abzusperren wusste ich auch nicht. Immerhin begann ja schon der September und damit war die Koppelsaison erfahrungsgemäß ja leider auch schon bald wieder an ihrem Ende angelangt; vollkommen kaputtgetreten, weil zu feucht, sollte sie ja auch nicht werden um nächstes Frühjahr wieder ganz regeneriert zu sein.

      „Brace, wen soll ich denn als nächstes fertig machen?“,rief Amelia schließlich. „Äää.“,stammelte ich erstmal und musste erst überlegen wer heute aller noch auf dem Plan stand. „Springen will ich erst am Nachmittag. Anastasia soll heute noch Waldjunge, N‘oubliez Jamais, Seattle‘s GT‘aime, Master of Gold, Costa de la Bryére und Party Shaker longieren, bitte. Die brauchen nur ein wenig Bewegung, aber keine richtige Arbeit. Ich werde jetzt den Vormittag noch Dressur reiten. Starten wir vielleicht mit It‘s Showtime, dann Roommate, Traumfänger und zu guter letzt würde ich gerne noch Sir Donnerhall machen.“,beschloss ich dann. „Ach und Amelia?“,rief ich dann noch als sie sich schon auf den Weg machen wollte: „Hast du die Körung von Lead Me Home schon genannt?“ „Nein das mache ich aber heute Mittag gleich noch.“,kam zurück. „Mhm.“,murmelte ich darauf, ein wenig besorgt darüber, dass wir die Prüfung verpassen könnten wenn sie vergessen sollte. Ich hatte immer gerne alles rasch geregelt und in trockenen Tüchern.

      Bevor ich mit der Dressurarbeit für heute begann holte ich noch Dreaming Of Better Days zusammen mit HMJ Grace aus der Box. Die Beiden waren wirklich vom ersten Tag an ein Herz und eine Seele und stritten auch praktisch nie, was ich für Stuten schon in gewisser Weise untypisch fand. Allerdings waren ja sowohl Grace als auch Dreamy wirklich zwei Schätze. „Na kommt ihr Zwei.“,sagte ich, nachdem sie erstmal stehen blieben und sich gegenseitig beschnupperten, nachdem ich die Pflugel aus ihrer Box geholt hatte. Für die Beiden ging es leider nach wie vor am Vormittag auf die Schlechtwetterkoppel, um Grace‘ Gewicht weiter gut im Auge behalten zu können, wobei man wirklich schon sagen musste, dass sie nicht wiederzuerkennen war.

      Der Vormittag endete zur Abwechslung mal ohne weitere, außergewöhnliche Vorkommnisse. Ich hatte also endlich mal in Ruhe Zeit mir etwas warmes zu essen zu kochen. Anschließend telefonierte ich noch mit Ginger, die mir von Tamana, Meereen, For Pleasure, Belmonts Beo und An Affair to Remember berichtete, denen es wohl zur Zeit allen ganz gut ging. In Zukunft wollte ich mir trotzdem irgendwann mal wieder selbst ein Bild machen und vorbei schauen.

      Nach dem Essen ging es für mich wieder zurück zum Stall. I‘ve got the moves like Jagger, Scarlet Sun, Donella, Birdcatcher, Sookie, Angels Kiss, Pinochio, Wastl, Hollywood King Gun, Romulus, Cornetto, Dreammaker, Cotsworlds Eik, Magic Attack, Mihály, Black Pearl und Golden Eye waren bereits schon wieder auf der Koppel. Zu Mittag waren sie nämlich zum Kraftfutter herein geführt worden, wie es bei den meisten meiner Pferde der Fall war. Drinnen geblieben war CLC‘ Papermoon, mein Neuzugang, den ich vor kurzem sehr spontan übernommen hatte. Für ihn war es der letzte Ausweg. Leider waren dabei aber Seiten seines Passes verloren gegangen und seine Vorgeschichte nicht mehr komplett rekonstruierbar, was ich wirklich schade fand. Trotzdem war ich froh das hübsche Pony gerettet zu haben und war gespannt auf den gemeinsamen Weg, wobei vor allem Anastasia ihn zur Zeit ritt, da sie nochmal etwas zierlicher war als ich.

      Ich hingegen wollte als nächstes Breathing your Love reiten, gefolgt von meinen beiden ebenfalls neu hinzugekommenen Barockpintos Miss Moonlight und Averything Black.

      Am Nachmittag folgte dann das Springen mit meinen Spring- und Vielseitigkeitspferden für diesen Tag.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    DVTS' Nebenstallungen ♥
    Hochgeladen von:
    Bracelet
    Datum:
    21 Okt. 2016
    Klicks:
    982
    Kommentare:
    10

    EXIF Data

    File Size:
    155 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Hollywood King Gun

    Exterieur
    Name: Hollywood King Gun
    Rufname: Husky
    Geburtsdatum/Alter: 2012, 4 Jahre
    Geschlecht: Hengst
    Größe: 1,54m
    Rasse: American Quarter Horse
    Fellfarbe: Grullo, verstecktes Splash Gen
    Abzeichen: Fischauge, unterbrochene Schnurblesse, h.l. Socke, v.r., v.l. + h.r. weißer Kronrand

    Stammbaum
    von: Hollywoods Black Gun

    von: Hollywood Dun It
    aus der: Sheza German

    aus der: Sheza King
    von: Hollywood Jac 86
    aus der: Smart and Shiney

    Charakter:
    "Husky", wie er liebevoll von allen genannt wird, ist ein schicker, dreijähriger Grullohengst, der wie eine Mischung aus einem Australien Shepard und einem Husky aussieht. Daher auch sein Spitzname.
    Husky ist nervös, unruhig und verfällt sehr schnell in Panik. Man muss mit ihm immer sehr sorgfältig und langsam umgehen, da ihn jede Bewegung verschrecken könnte. Er ist absolut kein Kinderpferd, da er bei Ausritten (als Handpferd) vor allem zurückschreckt.

    Zuchtinfos
    Gekört/Gekrönt: nein
    Vorgesehen für die Zucht: ja
    Decktaxe:
    Nachkommen:
    Geschwister:

    Besitzerdaten
    Besitzer: Bracelet
    Vorbesitzer: Veija
    Vorbesitzer: Friese
    Gezüchtet bei/Zucht:
    VKR: sweetvelvetrose (erloschen)

    Kaufpreis: 200 Joellen
    Zu Verkaufen: nein
    Verkaufspreis: -

    Qualifikationen:
    Eingeritten: ja
    Eingefahren: nein

    Eignung:
    Dressur: E
    Rennen: E
    Springen: L
    Military: A
    Distanz: A

    Barrel Raceing: LK 1

    Erfolge:
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]

    3. Platz 86. Synchronspringen
    1. Platz 92. Synchronspringen
    2. Platz 322. Westernturnier
    1. Platz 410. Westernturnier
    2. Platz 340. Distanzturnier
    3. Platz 443. Westernturnier
    2. Platz 519. Westernturnier
    3. Platz 527. Westernturnier
    3. Platz 528. Westernturnier
    3. Platz 544. Westernturnier
    3. Platz 545. Westernturnier
    2. Platz 563. Westernturnier (1. Auslosung)
    1. Platz 563. Westernturnier (2. Auslosung)

    Gesundheit:
    Gesundheitszustand: gut
    Hufzustand: gut
    Beschlag: keiner
    Sonstiges
    Offizieller HG
    PNG ganz
    PNG geteilt