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Sammy

Hollybrook's Classic Moment

New Forest Pony | Hengst | gekört | F

Hollybrook's Classic Moment
Sammy, 27 Juni 2013
    • Sammy
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      Alte Berichte (von Facing & rawwrrr)

      Facing sagte am 11 October 2010 - 01:45 PM:


      Nein, nein! Ich bin ein böser Hengst!
      ~*~ Hollybrook's Classic Moment und Coco's Landzauber beim laufen lassen!
      ~*~

      Pfeifend lief ich geradeaus in den Stall hinein. Heute wollte ich mal einen kleinen Besuch bei Hollybrook's Classic Moment und Coco's Landzauber abstatten. Die beiden standen heute jedoch schon seit für Morgens auf der Koppel. Heute war wirklich - wie gestern - wunderbares Wetter. Es waren zwar nicht Sommertemperaturen aber die Sonne schien, die Luft war angenehm und das Gras war wieder gewachsen. Also standen allesamt auf der Wiese; Die Hengste auf der Hengstweide, dui Stuten auf der Stutenweide. Und Alice sowie Classic standen auf einer abgetrennten Weide. Heute Morgn war auch noch Herbsttraum angekommen - eine Welsh B Stut mit fünf Fohlenschau-Siegen - wobei alles reibungslos verlief. Denn sie schien auch mit den anderen wohl zu fühlen. Sie tobte jetzt gerade, als ich an der Wiese angekommen war, mit Famosia und Party herum. Wie dem auch sei, erstmal holte ich Alice und Classic von ihrer kleinen privaten Wiese und stellte sie in ihre Boxen. Dann ging ich wiederum zurück zu der Hengstweide, von dieser holte ich Landi herunter.
      Der wilde Hengst tänzelte wieder auf der Stelle herum und musste sich mal wieder beweisen - unser kleiner Showmaster, wie Chequi immer so gerne sagte. Aber als wir dann beide in der Box ankamen, waren wir beide heile und Landi begann erstmal eifrig was zu trinken. In dieser zeit holte ich mir einen Strohballen und nahm die eine Hälfte und streute damit Alice's Box ein, mit der anderen Hälfte anschließend Landi's Box. Bald musste ich mal wieder ordentlich misten.. naja, heute noch nicht, vielleicht in den nächsten Tagen..
      Nachdem ich dann noch einmal die Stallgasse durchgefegt hatte, holte ich den hengstigen Landzauber aus seiner frisch eingestreuten Box. Der Hengst tänzelte mal wieder nervös mit mir zum Weg zur Halle, da er natürlich - wie er war - zur Stutenweide wollte. Auf jeden Fall schloss ich hinter Landi und mir die Hallentür, und machte den "wilden" Hengst los vom Strick. Wie bescheuert fetzte der Hengst los und tobte durch die Halle. "Mensch, lass die halle stehen!" rief ich ihm grinsend hinterher als ich die Halle verließ um Hollybrook's Classic Moment aus seiner Box zu tun. Das kleine Hengstfohlen hatte ich noch nicht lange, so kannter er die Halle noch garnicht und kuntschaftete sie erstmal aus, als ich auch ihm vom Strick ließ. Die Stricke von dem Hengste legte ich auf die Bande und beobachtete anschließend die beiden..
      Landi tobte und bockte sie die ganze Zeit aus, und Classic schnupperte über den Boden, sowie an der Bande lang. Landzauber hatte wsirklich atemberaubende Gänge. Mit stolz erhobendem Kopf und Schweif und schwebenden Gänge lief er umher. Bis er dann den kleinen Classic entdeckte. Neugierig lief er zu ihm hin und beschnupperte ihn. Classic stand da nur so verwundert in der Halle, und man konnte echt denken das Classic ihn mochte. Doch plötzlich fing Classic an rumzubocken und auszutreten. So anch dem Motto 'Nein, nein! Ich bin ein böser Hengst!'. Und dann tobten die beiden verrückten, so sah es in dem Moment jedoch wirklich aus, in der Halle herum und machten kleine Späße, aber alles war spielerisch und keinerlei ernst gemeint.
      Nachdem die beiden dann müde und erschöpft waren, fing ich sie ein und krazte nacheinander den beiden die Hufen aus. Anschließend führte ich sie zusammen in den Stall, und brachte erst Landi in seine Box, danach dann meinen kleinen, süßen Classic, der für sein Alter schon ziemlich gut erzogen war. Naja, danach gab ich Classic und Alice ihr "Fohlenkraftfutter" und Landi eine Möhre. Da es schon Abend geworden war, holte ich noch die restlichen Pferde rein. Zufrieden machte ich mich auf den Heimweg..

      ~*~ 3639 Zeichen © Facing ~*~


      Facing sagte am 30 September 2010 - 08:08 PM:


      Hollybrook's Classic Moment - eine Bereicherung?
      ~*~ Hollybrook's Classic Moment kommt zu uns!
      ~*~

      Gähnend parkte ich meinen Drahtesel am Fahrradständer und schloss es anschließend ab. Streckend ging ich in die Sattelkammer und hängte meine Tasche in den Spind. Danach ging ich in den Stall. Aber das war nicht das einzigste was heute hier passierte, denn nachdem ich die Pferde auf die Wiese gebracht hatte, sollte Hollybrook's Classic Moment zu mir kommen. Ich hatte ihn von rawwrrr abgekauft, er war ein bildhübsches New Forest Pony. Daraufhin ging ich also erst zu Partytime, nahm ihr Halfter und halfterte sie auf. Dann holte ich sie asu ihrer Box, anschließend holte ich auch Moon Delight aus seiner Box und brachte die beiden Schätze auf die Wiese. Anschließend brachte ich nacheinander Coco's Landzauber, Release Me, Acapulco's Famosia und Fly A Kite auf die Wiesxe. Alice von Landwein ließ ich erstmal in ihrer Box stehen, da sie heute sich mal mit Classic Moment Bekanntschaft machen sollte.
      Mit einem Strohballen im Arm latschte ich zu einer freien Box, öffnete die Boxentür und verstreute den Strohballen in der Box, bis alles schön gleichmäßig auf dem Boden verteilt war. Zufällig lag die Box genau neben Alice und als Begrüßungsgeschenk legte ich eine Möhre und ein paar Leckerlies in den Futter trog. Aufgeregt schaute ich auf meine Uhr. Halb Neun, um neun sollte rawwrrr mit Classic Moment kommen. Also hatte ich noch eine halbe Stunde Zeit. Um diese noch zu nutzen, holte ich mir eine Schubkarre vom Misthaufen und schob diese zu Release Me's Box.
      Die Schubkarre schob ich mir zurecht in die Box und holte mit danach eine passende Mistgabel. Dann machte ich mich daran das nasse Stroh und die Äppel die in der Box lage aus der Box herauszuschaffen und in die Schubkarre zu schmeißen. Dies wiederholte ich solange, bis letztendlich die Schubkarre voll war. Danach brachte ich sie zum Misthaufen und leerte sie aus. Nun war auch die Box sauber und ich brachte die Schubkarre wieder an ihren Platz.
      Zielstrebig ging ich zu der Strohbox und holte mir daraus einen Strohballen den ich dann zu Releas' Box brachte. Auch diesen verteilte ich dann in der Box und fegte dann noch kurz davor. Nun war ich fertig mit misten!
      Einen Blick auf meine Uhr, verrriet mir das es schon kurz nach Neun war. Kurz darauf hörte ich ein Autobrummen, und dann ging der Motor aus. Die Autorüren gingen ebenfalls zu und ich hörte Schritte. Das musste rawwrrr sein! Fröhlich begegneten wir uns und begrüßte uns nett. Danach begutachtete den kleinen Racker Classic Moment im Hänger. Er war wirklich bildhübsch! Ich fand ihn schon immer toll..und ich hatte mich von Anfang an in ihn verliebt! Also luden wir ihn auch gleich aus und führten ihn in den Stall wo Alice schon neugierig aus ihrem Boxenfenster spähte und den "Neuen" musterte. Dann führte ich Classic in seine neue Box. Classic begann gleich seine Möhren, und anschließend sein frisches Stroh. Und anscheinend fand Classic Alice auch sehr interessant, vielleicht würde es ja auch mehr werden zwischen den beiden..
      Wie auch immer, rawwrrr und ich unterhielten uns noch ein wenig über Classic Moment, bis sie dann auch fahr. Wir verabschiedeten uns voneinander und ich gab ihr das Geld, dann holte ich noch schnell alle anderen Pferde rein von der Wiese, verabschiedete mich von denen und Classi und fuhr anschließend fröhlich, doch etwas müde nach Hause...

      ~*~ 3433 Zeichen © Facing ~*~


      Facing sagte am 30 September 2010 - 07:19 PM:


      rawwrrr sagte am 09 July 2010 - 05:06 PM:

      1. Pflegebericht - Hitzewelle
      Ausgerechnet bei einer der größten Hitzewellen seit langem entschloss sich unsere Facility ihr zweites Fohlen zur Welt zu bringen! Sammy, ich und Fasahn - sie mischte neuerdings auch etwas in unserer Zucht mit - schwitzen heftig und von der Stute wollen wir mal nicht reden, denn die Geburt verlief nicht ganz so reibungslos. Schnell verließen Facility die Kräfte und wir mussten etwas mit anpacken, damit uns das Fohlen nicht bei der Geburt verstarb...

      Jetzt, einige Tage später, sah alles schon ganz anders aus, das Fohlen Hollybrook's classic Moment tobte schon mit den anderen Pferden auf der Weide herum und auch seiner Mutter ging es besser, sie hatte sich schnell von den Strapazen erholt. Unser neues war wahrlich ein Prachtstück geworden, Classic war übrigens ein kleiner Hengst und glänzte kupfern in der Sonne, er war ein wunderhübscher Fuchs und hatte zu meiner Begeisterung auch noch viele weiße Abzeichen, ich liebte diese Mischung abgöttisch.
      Mehrmals täglich rannten wir alle zur Weide um zu schauen ob es unseren Pferden auch nicht zu heiß wurde und sie nicht zu sehr von den Bremsen geplagt aber meine Waschungen mit Essig und der Lavendel der überall auf dem Hof gepflanzt war sorgten dafür, dass wir es erträglich hatten mit den Fliegviechern.
      Jetzt umschmuste ich den kleinen Racker etwas und bemerkte im Augenwinkel die neidischen Blicke von Jolie. Das viel größere Stutfohlen mochte es nicht, wenn sie nicht der Mittelpunkt des Geschehens war. Ich lachte vor mich hin und widmete dann meine Aufmerksamkeit wieder Classic, streichelte und knuddelte ihn überall damit er schnell Kontakt zu Menschen bekam und ausserdem übte ich noch Hüfchen heben, nur kurz und schnell aber üben!
      Das war Standard bei uns, weil unsere Fohlen alles von Anfang an als normal ansehen sollten, was wir mit ihnen machten. Classic stellte sich gut an und ich freute mich schon auf die ersten Schauen und Wettbewerbe mit ihm.
    • Sammy
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      Ein kleiner Bekannter kehrt zurück

      ~ Hollybrook's Classic Moment ~
      Ein kleiner Bekannter kehrt zurück

      "Hey Facing, hier ist Sammy. Ich rufe wegen Classic Moment an, wenn du ihn verkaufst, würde ich den Kleinen gerne zurücknehmen!"
      "100ts? Okay ich komme morgen vorbei und hol ihn, danke! Jap tschau, bis morgen dann!"
      Seufzend legte ich auf. Eigentlich hatte ich mir ja fest vorgenommen, mir keine neuen Pferde mehr anzuschaffen, aber als ich gesehen hatte, dass Facing Classic Moment verkaufte, konnte ich einfach nicht wiederstehen. Mein kleines Fohlen Casanova sehnte sich sowieso nach einem Spielgefährten und ich wollte ganz sicher gehen, dass der süße Classic Moment, das zweite Fohlen meiner wunderschönen Fairylike Faciltiy auch eine gute Ausbildung erhielt und nicht irgendwo vergammelte. Also würde ich den kleinen Fuchshengst zusammen mit Nova großziehen, auf Fohlenschauen und Schönheitswettbewerben vorstellen und dann später entscheiden ob ich ihn als Zuchthengst behalten, oder in gute Hände abgeben würde.
      Nun musste ich aber ersteinmal alles für Classic's Ankunft vorbereiten und vor allem auch rawwrrr sagen, dass wir einen Neuzugang bekamen.
      Es wurde schon wieder dunkel, also beeilte ich mich damit das Licht im Stall anzuschalten und meine Ponies und Pferde von den Koppeln zu holen. Das Futter hatte ich allen schon in die Boxen und nun stürzten sich meine 15 Lieblinge gierig auf ihr Abendessen. Während meine Schätze sich vollfutterten machte ich mich daran eine neue Box herzurichten, und zwar die neben Hollybrook's Casanova. Das Fohlen war mein ganzer Stolz, da es von meinem erfolgreichsten Hengst und meiner schönsten Stute abstammte. Der kleine Silver Dapple sah mich neugierig an, also ging ich noch kuzr zu ihm: "Naa Nova mein Süßer? Soll ich dir mal was verraten? Morgen bekommst du endlich einen Spielkameraden, wie findest du das, hmm?"

      Am nächsten Morgen saß ich bereits um viertel nach neun im Auto und fuhr zu Facing. Unsere Höfe lagen zweieinhalb Stunden Fahrt auseinander und ich wollte lieber nicht daran denken, wie lange ich erst mit dem kleinen Hengst im Hänger brauchen würde. Mit Sicherheit fast das doppelte. Da ich in einen Stau geriet war ich erst um halb eins bei Facing. Ich entschuldigte mich für die Verspätung und wir gingen zusammen in ihren Stall, wo Classic Moment schon schön geputzt in seiner Box stand. Ergriffen ging ich zu dem süßen Hengst. "Mein Gott Classic, wie gróß du geworden bsit!"
      Schweren Herzens wandte ich mich von dem Hengstchen ab und folgte Facing in ihr Büro, wo ich ihr den Scheck über einhunderttausend Joellen überreichte und dafür die Papiere von Classic zurückbekam. Danach konnte ich es kaum erwarten zu dem kleinen Hengst zurückzukommen.
      Ich legte ihm ein Halfter an und hielt ihn dann fest, während Facing den kleinen mit Transportdecke und Gamaschen ausstattete. Anschließend führte ich ihn hinaus zu meinem Hänger.
      Der Süße ging anstaltslos hinein und mit einem Schmunzeln musste ich daran denken, was Casanova jetzt wohl für einen Aufstand gemacht hätte. Er war zwar auch knapp einen Monat jünger, aber selbst nach dieser Zeit könnte ich mir Nova niemals so brav vorstellen. Classic würde ihm bestimmt gut tun. Ich tätschelte das FOhlen noch einmal liebevoll, dann verließ ich den HÄnger, schloss die Rampe und verabschiedete mich dann von Facing. Los gings auf die endlose Fahrt....

      Nach fast viereinhalb Stunden kamen wir endlich auf unserem Hof an. Ich war total fertig und der kleine Classic Moment mittlerweile sicherlich auch. Gähnend stieg ich aus und machte mich sofort daran das Fohlen auszuladen. In diesem Moment flog auch schon die Haustüre auf und Rawwrrr kam herrausgestürmt. Ich führte Classic aus dem Hänger. Der kleine Hengst tänzelte aufgeregt heraus, sichtlich froh wieder auf festem Boden zu stehen und sich die Beine vertreten zu können.
      "Mein GOtt ist der groß geworden! Das gibts ja nicht!", rief rawwrrr. Ihr hatte der kleine Hengst anfangs gehört, bis wir beschlossen hatten, ihn zu verkauefn. Nun würde er ersteinmal mindestens für drei Jahre hier bleiben.
      Ich führte das erschöpfte Hengstfohlen über die schmale Brücke zu meinem Stall. Sofort ertönte das Drohgewieher von Hollybrook's Cheeky Jot, meinem Elitehengst. Classic sah mich unsicher an, dann wieherte er zaghaft zurück. Cheeky schnaubte und scharrte aufgebracht, als wir den Stall betraten. Er hasste es wenn ich mich mit anderen Pferden beschäftigte, vor allem wenn es scih bei denen auch noch um Hengste handelte. "Hey Cheekysüßer reg dich ab! Der kleine hatte schon genug Stress ja?", wies ich meinen Liebling sanft zurecht. Dann brachte ich Classic in die Box neben Casanova. Der stieg sofort an der Boxenwand hoch, um hinübersehen zu können. Nun taute auch Classic auf und er steckte mit Nova die Nase zusammen.
      Als ich eine halbe Stunde später nocheinmal nach meinen SChätzen sah, fand ich Classic lang ausgestreckt, im Stroh schlafend vor....
    • Sammy
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      Monatsbericht Dezember 2010

      ~ Hollybrook Stud ~
      Monatsbericht Dezember 2010

      Total fertig schlug ich die Autotür zu und stapfte bibbernd durch den rutschigen Schneematsch, wohl darauf bedacht, bloß nicht schon wieder auszurutschen. Erleichtert über die wärme meines Hauses stellte ich mich erstmal ins Bad an die Heizung und atmete einmal tief durch. Übermorgen war der letzte Schultag. Endlich. In letzter Zeit war alles so stressig gewesen, dass ich einfach nicht dazu kam alle Pferde regelmäßig zu bewegen. Und das obwohl ich jeden Morgen bereits um 4°° auf den Beinen war und nachts erst weit nach 23°° ins bett fiel.
      Morgen stand nun noch die Englischklausur an und am Mittwoch dann Informatik. Dann war dieses schreckliche Jahr endlich vorbei und ich konnte mich in Ruhe mit meinem hoffentlich bald anstehenden Umzug beschäftigen. Da Rawwrrr ja nun nicht mehr hier wohnte und mir das Anwesen viel zu groß war, würde ich mir etwas gemütlicheres suchen und auch meine Zucht wieder neu aufbauen. FÜr diesen Zweck klickte ich mich auch in jeder freien Minute, von denen es in den letzten Wochen nicht mehr viele gegeben hatte, durch sämtliche Pferdeverkaufsanzeigen, die ich finden konnte und hatte sogar bereits etliche Zusagen erhalten. So würde ich bald meine Quarterhorsestute American Baby zurücknehmen, genauso wie meinen Trakehnerhengst Levistino und den Hannoveranerhengst Black Soul. Außerdem hatte ich noch zwei Vollblut Araber, zwei Welsh Bs, zwei Deutsche Reitponies, eine Angloaraber stute und eine Pintoaraberstute erstanden. Auf die Antwort von haffi07, der ich gerne ihre wunderschöne Mustangstute Noblesse abkaufen würde, wartete ich noch.
      Energisch schüttelte ich den Kopf. Es war höchste Zeit meine Lieblinge von der Koppel zu holen, die Boxen für die Nacht vorzubereiten und das Abendessen für meine vierbeinigen SChätze zu richten.
      Wiederstrebend löste ich mich von der warmen Heizung und schlüpfte in meine Stallklamotten. Dann lief ich so schnell es ging über den rutschigen Hof, schnappte mir gleich fünf Halfter aus der Sattelkammer und eilte zu den Koppeln, denn gerade in diesem Moment begann es zu hageln. Dem wollte ich meine Pferde natürlich nciht aussetzen.
      Zuerst kamen Magical Moment und ihr Fohlen Casanova. DIe beiden anderen FOhlen Nymphomaniac Fantasia und Classic Moment nahm ich ebenfalls gleich mit. Dazu dann noch meinen Andalusierhengst Ojos Azules.
      Hastig schloss ich die Boxentüren hinter jedem Pferd und rannte mit einem neuen Arm voller Halfter wieder nach draußen. Diesmal rettete ich meine beiden Isländer Fatimah und Intolerable Life, sowie meine New Forests Tempelherr, Scaramouche und Thousand Sunny vor dem stürmischen Wetter.
      Nun nahm ich die restlichen Halfter aus der Sattelkammer, warf alle bis auf eins vor das Koppeltor und führte nun nacheinander meine FOrests Cheeky Jot, Naboo, Walk of Fame, Isola della Pirateria, Farylike Facility und danach die Andalusierstute Cuchara und den Englischen Vollbluthengst Pride's Perfection in den Stall. Vor allem Perfection machte mir Probleme. Der junge Hengst war ziemlich schwer verletzt zu mir zurückgekommen und hatte sich nun fast wieder erholt, doch nun stieg er panisch und verscuhte mir den Strick aus der Hand zu reißen. Nicht auszudenken, wenn der hübsche Hengst loskommen und blindlings über das Gelände rasen wrüde! Energisch ruckte ich am Führstrick und als dies auch nichts half, nahm ich ihn am Halfter und ruckte wieder daran. Das wirkte. Perfection hasste es wenn Druck auf seine empfindliche Nase kam, doch bevor er sich wieder ernsthaft verletzte, musste er das eben ertragen.
      Ich nutzte seine Verwirrung über meine Tat aus und führte ihn schnell in den Stall. Schwer atmend und klatschnass schloss ich das Stalltor und begann dann die Pferdeäpfel und das nasse Stroh aus den Boxen zu entfernen.
      Als ich auch damit endlich fertig war, bekam jedes Pferd einen großen Arm Heu in seine Box - Fantasia und Classic Moment teilten sich eine Box- und begann dann das Kraftfutter abzumessen, während meine Schätze sich schonmal über ihr Heu hermachten.
      Während ich die Eimer verteilte herrschte wie immer ein rießen Getöse im Stall. Jeder wollte natürlich der erste sein.
      Als ich mit der Fütterung fertig war und die Stallgasse gekehrt hatte, ging ich nocheinmal bei jedem meiner Pferde vorbei und kraulte es. Dabei ertönte immer wieder ein leises 'plitsch, platsch' aus dem hinteren Teil des Stalls. Das Dach war schon länger undicht, noch ein Grund weshalb ich es eilig hatte, mir eine neue bleibe zu suchen, eine Reperatur war ja unsinnig, wenn wir sowieso bald nicht mehr hier waren.
      Gähnend löschte ich das Licht und ging so schnell es ging zurück ins Haus. Der Hagel war mittlerweile zu dicken, weißen SChneeflocken geworden und ich dachte das erste mal daran, dass in nur vier Tagen bereits Weihnachten war...
    • Sammy
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      Monatsbericht Januar 2011

      ~ Hollybrook Stud ~
      Monatsbericht Januar 2011

      BMs Yinn, Hollybrooks Nymphomaniac Fantasia, Hollybrook's Classic Moment, Hollybrook's Casanova, Pride's Perfection, Tempelherr, Scaramouche, Isola della Pirateria, Cuchara, Lukas, Dorina, Daemon, Cherish, Trianna, Black Soul, Levistino, Pure Poison, Bittersweet, Kolibri, Hollywood Undead, American Baby, Paradises Rafinesse, Ojos Azules, Intolerable Life, Fatimah, Sahira, Yakima, Someone, Angels Fall First, Wild Tempest, Thousand Sunny, Aimiliani, Hollybrook's Cheeky Jot, Fairylike Faciltiy, Magical Moment, Naboo & Walk of Fame

      Als ich die Augen aufschlug,traute ich kaum meinen Augen: mein gesamtes Zimmer war lichtdurchflutet, ich hörte Vögel zwitschern und im Vergleich zu den letzten Tagen war es sogar richtig warm. Endlich. Endlich nicht mehr das monotone Rauschen des Regens hören, keine völlig durchnässten Kleider mehr an der Heizung trocknen müssen und endlich wieder wunderbare Ausritte im Sonnenschein unternehmen.
      Diese Aussicht ließ mich sofort aus dem Bett springen, obwohl mir nur Sekunden später klar wurde, dass ich heute ganz sicherlich nicht ausreiten würde, da ich noch so viel Papierkram mit dem neuen Hof und natürlich vor allem der Zucht zu erledigen hatte. Aber meine Pferde würden sicher trotzdem ihren Spass haben.
      Also schlüpfte ich schnell in meine Stallklamotten, biss in einen Apfel und joggte aus meinem Haus hinaus zum Stall. Dort wurde ich natürlich gleich vom lauten Gewiehr meiner Pferde begrüßt. "Guten Morgen meine Schätze! Seht euch nur dieses herrliche Wetter an, jetzt könnt ihr endlich mal wieder ein paar Stunden toben!"
      Mein erster Weg führte mich - wie immer - zu meinem Lieblingshengst Cheeky Jot. Das freche New Forest Pony legte seinen Kopf auf meine Schulter und sah völlig zufrieden aus, denn er wusste genau, das er eine ganz besondere Stellung unter meinen Pferden einnahm.
      Anschließend begrüste ich auch Magical Moment, Yakima, Casanova, Rafinesse und Sahira ausgiebig. Ich liebte alle meine Pferde, aber mit diesen sechs hatte ich einfach schon so viel erlebt, dass mich schon der GEdanke sie zu verlieren innerlich fast zerriss.
      Als schließlich Cheeky gegen seine Boxentür trommelte verschwand ich schnell in der Futterkammer und begann das Futter für meine Hübschen zu richten. Anschließend fuhr ich die erste Ladung Eimer mit dem SChubkarren auf die Stallgasse und verteilte das Frühstück. Erst bekamen meine New Forest Pony Stuten Thousand Sunny, Magical Moment, Walk of Fame, Fairylike Facility, Naboo,Aimiliani, Isola della Pirateria und Scaramouche ihr Futter, danach die Fohlen Hollybrooks Casanova, Hollybrooks Classic Moment, Hollybrooks Nymphomaniac Fantasia, Bms Yinn, Paradises Raffinesse, Yakima und schließlich das Welsh B Stütchen Kolibri.
      Dann holte ich die zweite Ladung. Diesmal waren meine HEngst an der Reihe, da sie mir sonst wohl den Stall zusammenhauen würden. Als erstes bekamen Hollybrooks CHeeky Jot und Pride's Perfection, dann Tempelherr, Lukas, Daemon, Black SOul, Levistino, Pure Poison, Hollywood Undead, Ojos Azules, Intolerable Life, Someone und Wild Tempest. Zum Schluss dann noch die verbliebenen Stuten Cuchara, Dorina, Cherish, Trianna, Bittersweet, American Baby, Fatimah, Sahira und Angels Fall First. Als nur noch das gleichmäßige Kauen meiner Pferde zu hören war, verzog ich mich in mein Büro und versuchte mal zu ordnen, was ich heute auf jeden Fall noch erledigen musste. Ca. eine halbe Stunde später begann ich dann die Pferde auf die Koppel zu bringen, wobei ich alle außer Cheeky Jot und Perfection zu zweit führte. Danach stand ich noch eine ganze Weile am Zaun und sah meinen Goldstücken beim TOben zu. Die Pferde genossen das Wetter sichtlich und eigentlich war ich ganz froh, keine Zeit zu haben - so hatten sie zwar wiedermal einen freien Tag, dafür hatte ich aber kein schlechtes Gewissen, weil ich es nicht schaffte, mit allen etwas zu machen und zweitens musste ich sie nicht vom spielen abhalten.
      Irgendwann wandte ich mich ab und ging wieder in den Stall um die Boxen zu misten und mich danach am besten in meinem Büro zu verbarrikadiren, bis ich fertig war....
    • Sammy
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      Monatsbericht März 2011

      Hollybrook Stud
      Monatsbericht März 2011
      Umzugsgedanken....


      "Verdammt!", rief ich gefrustet. Meine wunderschöne - und gerade eben gekrönte - New Forest Ponystute Isola della Pirateria hatte mir schon wieder eine Box zertrümmert. Das Holz war sowieso schon morsch und überhaupt wunderte es mich, dass der Stall noch stand. An allen Ecken und Enden war etwas kaputt und zu wenig Platz hatte ich auch, seit der blöde Bauer anfing mir seine Wiesen wieder wegzunehmen. Die Pferde stanken ihm zu sehr, sagte er. Als wenn sein Kuhmist mehr stinken würde. Er wollte die Weiden nun als Bauland verkaufen und tatsächlich wurde bereits rund um mein sonst so ruhiges Gestüt gebaut.
      Meine Pferde waren total gefrustet, da sie nun nicht mehr so viel Auslauf hatten wie zuvor und außerdem total von dem ständigen Lärm gestresst. Selbst die ruhigsten von ihnen gingen mir dauernd durch oder entwickelten andere Unarten. Alles in allem war das was ich mir solange aufgebaut hatte nicht mehr im geringsten Pferdetauglich.
      Ich atmete tief durch, während ich damit anfing, die Hengste von den zwei verbliebenen Koppeln zu holen. Lukas mein braves Shirehorse, Daemon, den kleinen Reitponyhengst und Black Soul nahm ich zuerst. Pure Poison, Hollywood Undead, Levistino, Ojos Azules, Intolerable Life, Someone und zum Schluss Wild Tempest und Tempelherr. Anschließend holte ich auch Pride's Perfection und Hollybrook's CHeeky Jot von ihren Paddocks herein. Die zwei Hengste bäumten sich auf und Perfection schnappte sogar nach mir. Da ich die beiden nicht mit den anderen Hengsten hinaus lassen konnte, waren sie trotz täglericher Bewegung völlig unausgelastet. Ich seufzte. Nun durften die Stuten für den Rest des Tages hinaus.
      Während ich Angels Fall FIrst, Yakima, Sahira, Fatimah, Paradises Rafinesse, American Baby, Kolibri, Bittersweet, Trianna, Cherish, Dorina, Walk of Fame, Naboo, Magical Moment, Fairylike Facility, Aimiliani, Isola della Pirateria, Thousand Sunny, Cuchara, Scaramouche, BMs Yinn, Hollybrook's Classic Moment, HOllybrook's Nymphomaniac Phantasia und Hollybrook's Casanova immer in zweierpaaren auf die Koppeln brachte, dachte ich über meinen vergangenen Urlaub in Amerika nach.
      Ich hatte Bekannte in Los Angeles, die mich für zwei Wochen zu sich eingeladen hatten. Es war mir nicht leicht gefallen mein Gestüt solange allein zu lassen, doch irgendwann hatte ich mir selbst eingestanden, dass ich zerbrechen würde, wenn ich noch länger hier blieb und den Zerfall meines Lebenstraumes weiter betrachtete.

      Mit diesen Bekannten war ich also die erste Woche in Los ANgeles gewesen und hatte mir einmal den ganzen Stress und die ganze Verantwortung von der Seele getanzt. In der zweiten Woche wollten sie mir dann die andere Seite Amerikas zeigen und so fuhren wir mit dem Auto nach Wyoming auf eine kleine Ranch. Die Besitzer hatten es mit Rinderzucht versucht, waren aber gescheitert. Nun warteten sie auf einen passenden Käufer für die Ranch und wir als zahlende Gäste waren ihnen mehr als Recht gewesen. Sie hatten auch zwei Pferde und diese beiden Tiere waren es, die mich erst so richtig für Wyoming begeistern konnten. Zu der Ranch gehörten rießige Wiesen - zwar nur mit Stacheldraht umzäunt- aber trotzdem eine rießige Weidefläche für die beiden PFerde. Die Bestizerin warnte uns gleich vor, dass es eine Weile dauern könnte, bis die beiden kamen, als sie einen lauten, hellen Pfiff ausstieß, nicht unähnlich dem, mit dem ich auch meine Pferde zu rufen pflegte. Nachdem sie gepfiffen hatte, wandte sie sich zu dem winzigen Holzunterstand und holte zwei Eimer mit ein wenig Hafer, Bürsten und nach und nach Sättel und Zaumzeug hervor. Dann warteten wir knapp zehn Minuten, bis die Pferde angaloppiert kamen. Ich konnte meinen Augen kaum trauen, hatte ich doch nach dem Zustand in dem sich die Ranch befand, zwei recht magere, stumpfe Pferde erwartet. Diese beiden strahlten jedoch soviel Lebenslust und Kraft aus, wie all meine Pferde zusammen.
      "Na ihr beiden? Wo habt ihr euch wieder herumgetrieben?", fragte die Frau leise. Die Pferde waren von oben bis unten dreckverkrustet.
      "Das ist das erste Mal seit drei Wochen, dass ich Jack und Gypsie wieder zu Gesicht bekomme!", lachte die Frau. Als ich sie fragend ansah, erklärte sie mir dass die Stute und der Hengst das ganze Jahr über draußen waren - die Koppel erstreckte sich beinahe fünf Meilen weit. Die Stute war auch jedes Jahr tragend und kam irgendwann mit einem neuen Fohlen zurück, dass die beiden zuritten und anschließend verkauften. Hereingerufen wurden Jack und Gypsie ansonsten nur, wenn sie gebraucht wurden.
      ICh sattelte Gypsie, die Frau nahm Jack. Meine Bekannten blieben und plauderten mit dem Rancher, sie machten sich nichts aus Pferden und die Gegend hier hatten sie schon oft genug gesehen.
      ICh aber war völlig hin und weg. Kaum das wir zehn Minuten geritten waren, kamen wir an einen kleinen, ruhigen, sauberen See, von dem eilig ein paar Rehe wegsprangen, als sie uns kommen sahen. Im Hintergrund zeichneten sich die Umrisse der Rocky Mountains ab und zwischen ihnen und uns erstreckte sich die schier endlose Prärie. Wir gaben den Pferden die Zügel frei und schossen über das beinahe kniehohe Gras hinweg. Als wir schließlich die Pferde auf einer Hügelkuppe zügelten, blieb mir vor Staunen fast die Luft weg. Man hatte von hier oben einfach einen unglaublichen Ausblick und ich konnte mir in diesem Moment wahnsinnig gut vorstellen, hier zu leben. Allein der Gedanke daran, dass meine Pferde so glücklich sein könnten wie diese beiden hier, berauschte mich.

      Ein wütendes Wiehern riss mich aus meiner Träumerei. Seit genau zwei Wochen war ich also nun wieder hier in der Einöde Deutschlands und alles wurde immer schlimmer. Das Pärchen hatte mir die Ranch sogar zu einem Spottpreis angeboten, als sie hörten dass ich in meinem jetztigen ZuHause überhaupt nicht glücklich war. Aber noch grauste es mir bei der Vorstellung meine Pferde in ein Flugzeug zu stecken und auf diese unglaublich lange Reise mitzunehmen. Geld genug hätte ich - auch für die Renovierung und Modernisierung der Ranch, aber hatte ich auch den Mut dazu? Es würde immerhin bedeutten, dass ich mein Heimatland verließ, mein Gestüt, meine Familie und vor allem meine Freunde. Amerika lag nun einmal nicht gerade um die Ecke und es störte mich ja jetzt schon, dass ich soweit von rawwrrr, Eddi und all den anderen entfernt wohnte. Andererseits hätten sie bestimmt auch nichts dagegen ab und zu ein bis zwei Wochen Ferien auf einer echten Ranch zu machen...So liefen meine Gedanken hin und her den ganzen Tag und nachts träumte ich davon. Selbst wenn ich auf dem Pferd saß, stellte ich mir vor wieder in Wyoming zu sein, den scharfen Präriewind um mich herum zu spühren und die Maiestätischen Berge vor mir zu sehen. Man könnte wohl fast schon sagen, dass ich Heimweh nach einem Land hatte, das nicht mein Zu Hause war. Aber trotzdem merkte ich, wie der entschluss immer mehr heranreifte und als ich eines Morgens zum Telefon griff und mit den beiden Ranchbesitzern die Renovierungsarbeiten besprach wusste ich, dass ich mich entschieden hatte: Ich würde Deutschland verlassen und in Amerika einen völligen Neuanfang wagen - FÜr meine PFerde und für mich!
    • Sammy
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      Monatsbericht Juli 2011 (von Eddi)

      Hollybrook Stud
      Monatsbericht Juli 2011
      Eddi & Co zu Besuch


      Heute gab es eine große Tagesaufgabe, ich hatte Sammy versprochen, mich heute um ihre Pferde zu kümmern. Natürlich konnte man sich schlecht alleine um 29 Zuchtpferde und 9 Anwärter kümmern. Und Hayes End konnte ich auch nicht einen ganzen Tag alleine lassen. Gott sei Dank waren momentan so viele auf Hayes End als Hilfe anwesend. Schon Morgens am Frühstückstisch erklärte ich meinen Plan. “Also … zumindest zwei oder drei Leute sollten ihr bleiben, dann bekommen die Pferde heute eben mal einen Ruhetag. Der Rest kommt mit mir auf das Gestüt Raffinesse. Freiwillige?” fragte ich grinsend und schlug mein Ei auf. “Bei 38 Pferden werde ich dir dort im Stall helfen.” bot Jake freundlich an und ich nickte ihm dankend zu. Sophia schaute mich schüchternd an. “Ich kann auch jemanden gebrauchen der mir hilft die Pferde zu bewegen.” lächelte ich sie fröhlich an und sie nickte erleichtert. “Gut, dann bleiben Joe und ich hier.” erklärte sich Chrissi bereit. “Du weißt, dass ich an Hayes End mehr hänge.” lachte sie fröhlich. “Juli was hast du vor?” schaute ich fragend meine Freundin an. “Hm … Ich bleibe lieber hier, fremde Pferde sind mir nichts …” murmelte sie schüchtern, doch ich nickte nur verständlich. “Okay, also kommt Nicole noch mit, sie wird sich sicherlich freuen.” lächelte ich zufrieden und ließ mein Team in Ruhe zu Ende frühstücken.
      Gott sei Dank war Nicole heute überpünktlich und so machten wir uns zu viert zum Gestüt Raffinesse auf. Ich wusste, dass Sammy von dieser Gegend nicht mehr begeistert war. Ich schaute mich um, immer mehr wurde um den Hof herum gebaut. Ich seufzte, ich ahnte natürlich von ihren Umzugsgedanken. Ich hatte das Glitzern in ihren Augen gesehen, als sie von Wyoming gesprochen hatte. Und ich verstand sie nur zu gut, außerdem wäre es genial immer mal Ferien in Amerika zu machen. Jake schaute mich fragend an, als er sah, dass die Straße plötzlich endete. Ich schüttelte nur lächelnd den Kopf. “Der Weg zu Gestüt ist inzwischen nur etwas … unwegsam…” murmelte ich fuhr ungerührt weiter. Als wir auf dem Hof ankam, war nicht diese friedliche Ruhe vorhanden, sondern man spürte den Stress. Die Pferde schienen auch nicht unbedingt ausgeglichen und entspannt zu sein. “Tja unser heutiges Tagesziel, die Pferde von diesem Mist ablenken.” Murmelte ich. Jake, Nicole und Sophia nickten.
      Ich schaute, was uns an Weiden zur Verfügung standen, ehrlich? Es war nicht sehr viel. Gerade einmal drei recht kleine Vierecke, eigentlich sogar nur zwei, aber die eine hatten wir für heute eiskalt abgesteckt. Ich seufzte. Gott sei Dank besaß Sammy noch zwei größere Paddocks. “Okay, auf die mittlere Weide bringen wir erstmal alle Fohlen.” erklärte ich. Also ging es los. Nach einer Viertelstunde standen Casanova, Classic Moment, Fantasia, Yakima, Paradises Raffinesse, Kolibri und Yinn auf der kleinsten Weide. Als nächstes sollten die ’Renner’ auf die rechte Weide. “Ich kenne die, die werden uns heute sonst den Tag zur Hölle machen.” murmelte ich seufzend. Dieser Bauer war aber auch unausstehlich. Sammy einfach das ganze Weideland wegnehmen. Ich brachte als erstes Pride’s Perfection auf die Weide. Er tobte sich richtig aus und Jake verstand, was ich gemeint hatte. Dazu kamen noch Someone, Pure Poison, Ojos Azules, Daemon, Tempelherr und Cheeky Jot. Nach anfänglichen Streitereien beruhigten sich die Hengste und nun brachten wir noch einige Stuten auf die andere Weide. Das waren Walk to Fame, Isola della Pirateria, Cherish, Bittersweet, Sahira, Myu und Cuchara. “Das sind glaube ich die Hitzköpfigsten.” erklärte ich und die Nicole und Sophia nickten. Scaramouche durfte zusammen mit Naboo, Magical Moment und Thousand Sunny auf den ersten Paddock. Auf den zweiten ließ ich Lukas, Levistino, Wild Tempest und Intolerable Life. So standen nur noch acht Pferde im Stall. Sieben Stuten und ein Hengst. Wir vier hatten Mitleid mit dem armen Hollywood undead und brachten ihn noch mit auf die Hengstweide. Das Welsh würde nun wirklich nicht so viel Stress machen.
      “Also kümmern wir uns zuerst um die sechs Stuten.” murmelte ich und schaute mir die Liste an. Sechs Pferde und vier Leute. Jake wollte und konnte ich noch nicht auf die Pferde setzen, also drei Reiter … “Jake? Verwöhnst du Fatimah ein wenig und gehst dann mit ihr spazieren? Und das Gleiche kannst du danach auch mit Dorina machen.” lächelte ich. Er nickte und verschwand, um sich die Pferde zu suchen. “Okay Mädels, dann wollen wir die Damen mal aufheizen!” lachte ich. Sophia gab ich die junge Stute Trianna. Nicole bekam Angels Fall First und ich nahm Aimiliani. Wir holten uns die drei Stuten aus dem Stall und begannen sie gründlich zu putzen. Als wir uns dann zum Reitplatz machten, ging Jake mit Fatimah los. Er schien froh zu sein, ein wenig weiter weg von dem Stress und Krach zu kommen. Wir drei ritten unsere Pferde schön warm und dann ging es ans Springen. Trianna war heute leider recht hitzig, aber nach einer Weile enspannte sie sich. Angels Fall First war total in ihrem Element und auch Aimiliani schien Gefallen am Springen zu finden. Nach einer Stunde beendeten wir das Training und versorgten die Stuten. Da alle drei kräftig geschwitzt hatten, spritzten wir noch ihre Beine ab. Am Putzplatz trafen wir Jake der Dorina putzte. Ich überlegte, irgendwie ging das mit den Pferden nicht auf. “Jake? Würdest du schon mit dem Stall anfangen? Nicole kann Dorina reiten, sonst haben wir jetzt nur zwei Pferde und das wäre doof.” er schien erfreut zu sein, sich nicht noch mit einer zickigen Stute herumschlagen zu müssen und gab die Stute gerne ab. Sophia gab ich Fairylike Facility und ich schnappte mir American Baby. Wieder wurden die drei Stuten gründlich geputzt und diesmal ging es in die ruhigere Halle. Jetzt war etwas Dressur angesagt. Sophia war von Anfang an von Fairy begeistert, ebenso Nicole von der deutschen Reitponystute. American Baby ritt ich dennoch Western, gab den anderen ab und an Anweisungen und so verbrachten wir wieder eine geschlagene Stunde damit, die Pferde auszupowern. Dann wurden die Stuten abgesattelt und auch abgespritzt. Jake war schon recht weit im Stall und hatte schon 15 Boxen geschafft. Wir halfen ihm noch bei den Rest und binnen einer Dreiviertelstunde waren alle Boxen sauber. Ich überlegte und zu viert steckten wir das freie Land zwischen Haupthaus und Stall noch zur Weide. Dann konnten die sieben Stuten aus dem Stall auch mal noch raus. Nun hatten wir es geschafft, alle Pferde aus dem Stall zu bringen, auch wenn es nur auf kleinem Platz war.
      “Und nun?” fragte Jake und ich schlug vor, dass er mir beim Freispringen half, während Nicole und Sophia noch Pferde ritten. “Okay … Also fürs Freispringen nehmen wir Perfection, Black Soul, Levistino, Daemon, Tempelherr und Cheeky Jot.” Jake nickte und holte die erste beiden. “Okay und ihr.” ich deutete auf Nicole und Sophia. “Ihr könnt euch mal Scaramouche, Cuchara, Myu und Bittersweet vornehmen.” auch sie nickten und dann machten wir uns an die Arbeit. Während Jake die Springgassen aufbaute, putzte ich die Hengste und brachte sie immer in die Halle. Jake kümmerte sich um die Bewegung der Pferde und ich putzte schon die nächsten beiden. Wenn ich die dann brachte, konnte ich die anderen zwei schon mitnehmen. Jedes Pferd sprang etwa eine halbe Stunde und das auf gutem Niveau. Da wir so schnell fertig waren nahm ich noch Someone und Wild Tempest dazu. Auch Nicole und Sophia waren bald fertig. “Nehmt euch noch Cherish und Thousand Sunny vor.”
      Nach einer Stunde waren wir auch damit fertig und ich lehrte Jake in das Longieren ein. Dafür hatten wir uns Magical Moment geschnappt. Jake hatte schnell die Grundkenntnisse drauf und ich holte mir kurz darauf Sahira um einen Ausdauerritt zu machen. 30 Minuten Trab. “Jake? Du kannst dir danach noch Pirateria nehmen. Nicole und Sophia? Ihr könnt einen Ausritt mit Naboo und Walk to Fame machen. Aber! Sophia reitet Fame.” erklärte ich. Dann schwang ich mich in den Sattel. Ich hatte Jake die jüngste Stute dagelassen und meine erfahrenste Reiterin auf Fame gesetzt. Naboo war eigentlich lieb, also dürfte so gesehen nichts passieren. Sahira wollte nur ich reiten. Sie war Sammy’s Schatz und ich war nicht wild darauf, dass sie jemand anderes herunterwarf. Mit Ausdauer meinte ich dann auch viel Trab und Galopp. Doch Sahira hatte sowieso viel Power und Pepp, sodass sie wirklich erst nach einer ganzen Stunde k.o. war. Ich machte mich auf den Rückweg zum Gestüt.
      Es ging allmählich auf Abend zu, als ich ankam. Auch Nicole und Sophia waren wieder da und Jake war mit Pirateria fertig. Er beschimpfte sie als ungelehriges Miststück, was mich zum Grinsen brachte. Ich machte die verschwitzte Sahira schnell fertig, spritzte sie ab und stellte sie mit Abschwitzdecke in ihre Box. Dann folgten allmählich alle anderen Pferde. Ich konnte es nicht glauben, wir hatten alle Pferde bewegt. Gut die Fohlen hatten nur auf der Weide gestanden, aber immerhin. Nachdem alle Pferde wieder im Stall standen, war Fütterungszeit. Während Nicole und Sophia die Weiden abgingen und alles kontrollierten, fütterten Jake und ich die Pferde. “Oh Gott, das war anstrengend.” lachte er und ich lachte mit. “Ich hoffe sie entscheidet sich für Wyoming, das hier ist wirklich kein Zustand …” murmelte ich und schaute mich bedauernd um, nein das war es wirklich nicht und Jake gab mir recht. Nachdem dann alle Pferde ihr Heu und Kraftfutter hatten, fuhren wir geschafft nach Hause. Dort empfingen uns Chrissi, Joe und Juli mit einen komfortablen Abendessen, was wir dankend annahmen.
    • Sammy
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      Monatsbericht Januar 2012

      ~ Gestüt Rafinesse ~
      Monatsbericht Januar 2012
      Ein Neubeginn – wieder einmal.

      „Ciao meine Süßen. Es tut mir unglaublich Leid, dass ich euch hierlassen muss, aber glaubt mir, hier geht es euch besser. Es ist einfach das einzig richtige“, verabschiedete ich mich leise von einem Großteil meiner Pferde.
      Ich war gerade auf einem Gnadenhof in der Nähe meines alten Gestüts. Wenn man es denn noch so nennen konnte. Der blöde Bauer der mir nach und nach immer mehr meiner Weiden genommen und an Bauunternehmen verkauft hatte, hatte schließlich um mich komplett zu vertreiben giftigen Dünger auf eine meiner verbliebenen Weiden gestreut – was ich ihm natürlich nicht nachweisen konnte, da ich keine Beweise hatte. Aber wer sollte es denn sonst gewesen sein?
      Auf jeden Fall hatte ich einen Teil meiner Pferde, darunter auch Walk of Fame, Scaramouche, Bittersweet, Yakima, Nymphomanic Fantasia, American Baby, Wild Tempest und Someone einschläfern lassen müssen. Beim Gedanken an die Armen stiegen mir sofort wieder Tränen in die Augen. Und nun? Tja ich hatte endgültig den Entschluss gefasst, mit meinem Freund nach dem Abitur nach Amerika zu ziehen, wo wir uns ein neues Leben aufbauen wollten. Bis dahin waren es nun noch ca zweieinhalb Monate und ich hatte schweren Herzens meine Pferde aussortiert. Nur 17 Stück durften mich begleiten. Pride’s Perfection wieherte laut, als ich mich abwendete um für immer zu gehen. Den Hengst hierzu lassen kam mir wie ein furchtbarer Verrat vor, doch ich war mir sicher dass die lange Reise ihm nur schaden würde. Er war sowieso auf Grund einer alten Rennverletzung gefährdet, da er sich so leicht aufregte. Hier auf dem Gnadenhof durfte er auf der Weide stehen und wurde von Kindern und Jugendlichen verhätschelt. Auch Lukas, Salwa, Dorina, Daemon, Casino Royal, Cherish, Trianna, Kolibri, Hollywood Undead, Angels Fall First, Black Soul und Co ließ ich hier. Sie alle waren entweder zu sensibel oder zu alt für eine solche Aktion und würden den freiwilligen Helfern sicher viel Spaß bereiten.
      Seufzend setzte ich mich ins Auto und fuhr zum Gestüt zurück, um meine restlichen 17 Pferde zu verladen.
      Ojos Azules, Cuchara, Fatimah, Intolerable Life, Rafinesse, Sahira, Levistino, Mahira. Und natürlich meine Forrests Casanova, Classic Moment, Cheeky Jot, Magical Moment, Thousand Sunny, Isola della Pirateria, Naboo, Aimiliani, Fairylike Facility. Bei ihnen konnte ich nur hoffen, dass sie die Fahrt gut überstanden und bei Jojo, Life, Classic Moment, Sunny, Cheeky, Casanova, Fatimah, Mahira, Levistino, Magic, Aimiliani und Fairy war ich mir da auch ziehmlich sicher. Meine Sorgen galten eher Cookie, Sahira, Rafinesse, Naboo und vor allem Isola della Pirateria. Die fünf waren eigentlich nicht für so eine Reise gemacht, doch auf dem Gnadenhof konnte ich sie nicht lassen, dafür waren sie zu aufgedreht und wild. Und verkaufen konnte ich sie einfach nicht. Nicht wenn ich nicht in der Nähe sein und mich ab und zu vergewissern konnte, dass es ihnen gut ging.
      Nachdem ich auch das letzte Pferd eingeladen hatte, fuhr die kleine Hänger Kolonne los zum Pesionsstall. Er würde die nächsten drei Monate das Zu Hause meiner verbliebenen Pferde sein. Die Miete zahlte ich durch den Verkauf meines alten Hauses. Und gleich nach dem Abitur würde es endlich nach Amerika gehen. Wir hatten bereits ein hübsches Häuschen in Malibu gefunden, mit Stall direkt hinter dem Haus. Dann konnte ich endlich wieder Strandausritte machen. Im Pensionsstall angekommen, lud ich alle Pferde aus und fütterte sie. Dann ging ich noch einmal zu jedem einzelnen in die Box, drückte ihm einen Kuss auf die weiche Nase und sagte leise: „Bis morgen meine Lieblinge, ihr werdet sehen, hier wird’s euch an nichts fehlen und morgen früh dürft ihr auf die rießigen Koppeln!
    • Sammy
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      Monatsbericht April 2012

      [SIZE=36.03603744506836px]Hollybrook Stud

      Monatsbericht April 2012[/SIZE]


      Ojos Azules, Cuchara, Fatimah, Intolerable Life, Sahira, Mahira, Levistino, Branagorn, Paradises Rafinesse, Hollybrook’s Cheeky Jot, Hollybrook’s Casanova, Hollybrook’s Classic Moment, Hollybrook’s Bloody Valentine, Magical Moment, Isola della Pirateria, Aimiliani, Fairylike Facility, Thousand Sunny, Naboo


      Gähnend lief ich durch den Stall. Ich fühlte mich einfach nur furchtbar. Müde und ausgelaugt. Der Umzug nach Amerika stand irgendwie noch in weiter Ferne und ich musste schuften wie ein Tier, um meine insgesamt 19 Pferde in dem nicht gerade billigen Pensionsstall halten zu können. Zwar wurde mir ein großer Teil der Miete erlassen, dafür musste ich aber meinen Teil in der Reitschule beitragen und zusammen mit meinem Job und dem Versorgen der Pferde lastete mich das alles ziemlich aus. Dazu kam natürlich, dass der Umzug auch geplant werden wollte. Zumindest der Stall und die Weiden mussten fertig sein, der Flug musste gebucht und alles organisiert werden und natürlich musste ich auch die ganze Ausrüstung sowie meinen Krempel tausende von Kilometern weit transportieren – und dass so komfortabel und günstig wie möglich.

      Wie üblich streckten meine Pferde schon erwartungsvoll ihre Köpfe über die Boxentüren, als sie mich erkannten. „Hey meine Hübschen! Na, habt ihr den Tag gut überstanden? Lasst mich mal überlegen, was ich heute mit euch anfange…“

      Cheeky schlug mit seinem Vorderbein gegen die Tür und wieherte laut. Ich sah ihn mahnend an und verzog mich dann erstmal in die Sattelkammer, um mir meinen Plan für diesen Nachmittag zurechtzulegen. Heute hatte ich endlich mal wieder keine Verpflichtungen in der Reitschule, da der Lehrer auf einer Fortbildung war. Somit hatte ich sogar die komplette Halle,sowie den Außenreitplatz für mich allein und beschloss das auch auszunutzen.

      Zunächst würde ich all meine Fohlen mit auf den Platz nehmen, um sie dort freilaufen zu lassen und gleichzeitig ein wenig mit ihnen zu trainieren. Somit wären Mahira, Rafinesse, Casanova, Classic Moment, und Valentine erledigt. Um Valentine machte ich mir immernoch ziemliche Sorgen. Das junge Fohlen hatte viel durchgemacht und ich bekam es nicht so wirklich auf die Reihe, den kleinen wieder schön aufzupäppeln. Aber gut, die Vernachlässigung die er erlitten hatte, musste nun einmal durch viel Geduld wieder gutgemacht werden.

      Cheeky Jot, Magical Moment, Cookie, Jojo, Fatimah, Life, Aimiliani, Levistino, Facilitiy und Sunny hatten heute frei und durften auf die Koppeln. Genauso Branagorn, mein neuer Hannoveranerhengst, dem ich erst noch etwas Zeit zum eingewöhnen lassen wollte. Sahira, Isola und Naboo – meine drei wildesten, wollte ich heute mal wieder richtig schön arbeiten, ohne dabei gestört zu werden.

      Also begann ich damit meine 11 Pferde auf die Koppeln zu verteilen. Die Stuten Magical Moment, Cookie, Fatimah, Aimiliani, Facilitiy und Sunny durften gemeinsam auf die große Koppel und auch Jojo, Life und Levistino stellte ich zusammen, da die drei sich ganz gut verstanden. Lediglich Cheeky und Branagorn kamen auf die beiden kleinen Weiden des Pensionsstalls, Branagorn hatte bisher zwar kaum Hengstmanieren gezeigt, doch sicher war sicher. Und Cheeky..ja war eben Cheeky. Er würde die anderen Hengste wahrscheinlich in ihre Einzelteile zerlegen, solange seine Stuten nicht mehrere hundert Kilometer weit entfernt waren…

      Anschließend machte ich mich daran die Fohlen aus ihren Boxen zu holen. Zuerst Casanova, Moment und Valentine, da die drei sich schon kannten und ich wusste, dass sie die zwei Minuten, die ich weg war um Mahira und Rafinesse zu holen keinen Unfug anstellen würden. Bei den beiden Stütchen dagegen war ich mir dessen überhaupt nicht sicher. Als ich dann alle Fohlen auf dem Platz hatte, ließ ich sie erstmal eine Weile toben und sah ihnen schmunzelnd dabei zu.

      Schließlich stieß ich einen leisen Pfiff aus und sofort trabten Casanova, Classic Moment und Rafinesse auf mich zu. Mahira und Valentine blieben verdutzt über die plötzliche Spielunterbrechung stehen und starrten zu uns herüber. Als ich jedoch begann, die anderen Fohlen zu loben und zu streicheln kam auch Mahira herangeprescht. Die kleine Stute war unglaublich anhänglich und manchmal hatte ich das Gefühl, sie suchte den Kontakt zum Menschen mehr als den zu anderen Pferden. Valentine schien immernoch nicht so recht zu wissen was er von dem ganzen halten sollte. Der früher so aufgeweckte Hengst schaute jetzt ziemlich schüchtern aus der Wäsche. Er war nun knapp zwei Jahre alt und damit das älteste Jungpferd, dass ich besaß. Doch er zeigte weder viel Intersse am Kontakt mit Menschen noch mit anderen Pferden. Ich seufzte und kraulte Mahira am Widerrist, die sich genüsslich gegen meine Hand lehnte. Mit der süßen Stute würde ich bald auf ihre erste Fohlenschau fahren, und war schon sehr gespannt was dabei herauskam. Nun nahm ich mir jedes der jungen Pferde einzeln vor, übte das freie neben oder hinter mir hergehen, stehen bleiben, auf Pfiff herkommen und noch ein paar andere Sachen. Sinn der Übung – auch für die ‚alten Hasen‘, wie beispielsweise die bereits gekrönte Rafinesse – war einfach, dass sie sich auch auf mich konzentrierten, wenn um sie herum Radau war, oder wenn sie vielleicht lieber etwas anderes tun wollten. Mit Mahira übte ich besonders intensiv, als Vorbereitung auf die Fohlenschau. Anschließend sah ich zu Bloody Valentine herüber. Seit ich den jungen Hengst abgeholt hatte, sah er schon wesentlich besser aus, doch war er nun auch nicht mehr apathisch sondern eher leicht aggressiv, sowohl Menschen als auch Pferden gegenüber. Leise auf ihn einredend, ging ich auf Valentine zu und streckte meine Hand nach ihm aus. Er hob den Kopf so hoch er konnte und legte die Ohren an. Natürlich war er nie geschlagen worden, doch ich nahm an, dass die Vernachlässigung sein Vertrauen in Menschen einfach komplett zunichte gemacht hatte. Ich seufzte. Vielleicht sollte ich mit Valentine doch lieber erstmal alleine üben, er war ohnehin eigentlich schon zu alt, um mit den Stutfohlen zusammen herumzutollen – was er ja sowieso nicht tat.

      Nacheinander fing ich nun meine Fohlen wieder ein und brachte sie zurück in den Stall, bis nur noch Valentine übrig war. Als der junge Hengst sich unbeobachtet fühlte, ließ er den Kopf sinken, drehte ein paar Runden auf dem Platz und wälzte sich dann genüsslich. Somit beschloss ich , Valentine noch eine Weile draußen zu lassen, passieren sollte da eigentlich nichts.

      Im Stall angekommen, ging ich zu meiner Schönheit, Sahira. Die hübsche Araberstute war schon immer sehr temperamentvoll gewesen, doch nach den vielen Stallwechseln, wurde sie nun auch ausgesprochen launisch. Mir tat es natürlich unendlich Leid, der noch relativ jungen Stute schon wieder einen Umzug zumuten zu müssen, doch genauso wenig konnte ich es übers Herz bringen, sie zu verkaufen. Liebevoll streichelte ich ihr über den edlen Kopf, streifte ihr dann das Halfter über und führte sie anschließend in die Stallgasse. Nachdem ich das Falbfarbene Fell der Araberstute auf Hochglanz gebracht hatte, sattelte ich sie auf. Sahira tänzelte schon aufgeregt auf der Stelle und schlug mit dem Kopf. Lachend verdrehte ich die Augen. Ich hatte schon länger keine Gelegenheit mehr gehabt, länger und ganz in Ruhe mit der hibbeligen Stute zu arbeiten, umso mehr freute ich mich auf jetzt. In der Halle angekommen, schloss ich die Tür, stellte Sahira auf der Mittellinie auf, gurtete nach und schwang mich in den Sattel. Wie erwartet trabte Sahira sofort aus dem Stand an. Ich setzte mich tief in den Sattel, nahm die Zügel auf und sagte mahnend: „Sahira steh! Wo sind denn bitte deine guten Manieren geblieben?“ In der Tat war die Stute schon einmal wesentlich bräver gewesen. In dieser Zeit hatten wir zusammen einen Stutbuchwettbewerb und sogar die Stute des Monatswahl gewonnen. Ich begann damit, Sahira im Schritt zu biegen und zu wenden. Dabei ritt ich alle nur erdenklichen Figuren, damit die Stute auch ja nicht auf dumme Gedanken kam. Als ich schließlich zum angaloppieren kam, ließ sie es sich natürlich trotzdem nicht nehmen, ordentlich zu buckeln. Ich ließ sie einfach kurz machen, bevor ich wieder damit anfing, sie zu versammeln. Zum Schluss ging meine temperamentvolle Maus dann auch tatsächlich am hingegebenen Zügel, völlig entspannt unter mir. Ich lobte sie ausgiebig, stieg ab und brachte sie noch eine Weile zu den anderen Stuten auf die Koppel.

      Zwischendurch sah ich wieder nach Valentine. Der junge Hengst stand nun am Zaun des Platzes und sah zu den anderen Pferden herüber. Der Blick mit dem er sie dabei studierte, erinnerte mich irgendwie an Cheeky, der ja sein Halbbruder war. Ich hatte mir auch schon überlegt, Valentine kastrieren zu lassen, doch irgendwie brachte ich das nicht übers Herz. Der junge Hengst hatte einfach die perfekte Abstammung und würde mit seiner seltenen Fellfarbe mit Sicherheit interessante Fohlen in die Welt setzen. Ich beschloss Valentine draußen zu lassen, bis ich meine beiden anderen Stuten auch noch bewegt hatte und machte mich somit wieder auf den Weg zum Stall, um nun Naboo zu holen. Mit der Hübschen wollte ich heute ein bisschen springen, zu dem Zweck hatte ich mir auch schon ein paar Hindernisse in der Halle aufgebaut.

      Als ich mit Naboo die Halle betrat, wölbte die schöne Scheckin den Hals und tänzelte aufgeregt neben mir her. „Jaja, ich weiß, wir sind schon viel zu lange nicht mehr gesprungen!“, sagte ich lächelnd, als Naboo das Hindernis neben dem Eingang anschnaubte und zur Seite hopste. Ich hatte ein bisschen Mühe die Stute auf der Mittellinie aufzustellen und aufzusteigen, da sie die ganze Zeit herumhampelte. Das ging so lange, bis ich sie schließlich kurzerhand mit dem Kopf voraus in eine der Ecken stellte und einfach von rechts aufstieg. Damit verwirrte ich sie so sehr, dass ich tatsächlich die Zeit hatte, mich ordentlich hinzusetzen und meine Füße in die Steigbügel zu schieben.

      Als Naboo merkte, dass ich sie überlistet hatte, war es schon zu spät. Ich richtete die hübsche Stute rückwärts und begann dann damit sie aufzuwärmen. Bis auf ein paar kleinere Bocksprünge benahm sich Naboo auch sehr vorbildlich, sodass ich sie schon bald darauf angaloppieren ließ. Sofort warf die Stute den Kopf hoch, versuchte mir die Zügel aus der Hand zu reißen und steuerte auf das nächstbeste Hindernis zu. Ich gab Naboo eine energische Parade, setzte mich tief in den Sattel und wendete sie so in eine enge Volte, die sie zwang ihr Tempo zu verringern, bis sie schließlich in einen abgehackten Trab fiel. „So nicht mein Schatz!“, schimpfte ich mit der Rappscheckin. Zur ‚Strafe‘musste meine Kleine also weiter schön Volten, Zirkel, Schlangenlinien und Schenkelweichen gehen, bis sie wieder im Rücken nachgab und schön an meine Hilfen gestellt vorwärts ging. Also galoppierte ich sie erneut an und siehe da – Naboo konnte auch brav galoppieren, wer hätte das gedacht! Anstatt nun aber sofort zu springen, ritt ich sie erst eine Weile um die Hindernisse herum, damit sie nicht wieder so heiß wurde. Erst nach einiger Zeit steuerte ich auf das erste Hinderniss zu. Sofort flogen Naboo’s Ohren nach vorn und ihre Sprünge wurden automatisch ein wenig länger und kraftvoller. Diesmal ließ ich sie gewähren, da sie immer noch gut an meine Hilfen gestellt war. So flogen wir in perfekter Harmonie durch den Parcours. Am Ende schnaubte Naboo zufrieden. Ich ritt nochmal ein paar Bahnfiguren, dann ritt ich die Stute trocken und brachte sie auf die Koppel, natürlich nicht, ohne sie vorher ausgiebig zu loben.

      Nun kam mein schwierigster Fall an die Reihe. Die New Forrest Stute Isola della Pirateria. Die junge Stute war zwar bereits gekrönt, allerdings hatte ich sie noch nie geritten und würde es wohl auch eine ganze Weile noch nicht tun. Die Krönung hatte man zum Glück auch führen dürfen und wenigstens das schaffte ich mit Isola mittlerweile. Die Stute war aber immer noch extrem scheu, biss sobald man ihren Bauch oder Rücken berührte und trat zuweilen auch mal aus. Heute wollte ich mal sehen, wie sie sich so beim Freispringen machte. Also baute ich die Hindernisse in einer Gasse auf und machte ich anschließend daran, Isola zu putzen. Wie üblich giftete die Stute mich an, als ich ihr das Halfter überstreifte und versuchte zu beißen, während ich sie anband. Ich seufzte. Mittlerweile stand sie sogar in der eigentlichen Abfohlbox, da die von der Stallgasse durch einen weiteren, verschließbaren Gang getrennt war. Dorthin hatte sie umziehen müssen, nachdem eine Reitschülerin mal kurz zu dem wunderschönen Pferd gehen und es streicheln wollte. Isola hatte der kleinen zum einen einen ziemlich hässlichen, hufförmigen Bluterguss am Oberschenkel, sowie einen gehörigen Schrecken eingejagt. Als ich das schwarze Fell der Stute endlich einigermaßen sauber hatte, war ich bereits schweißgebadet. „Mann hey, zum Glück bist du kein Schimmel!“, sagte ich zu ihr, dann legte ich ihr – wieder mit größter Vorsicht vor den wirbelnden Hufen- die Gamaschen an, trenste sie auf und führte sie dann in die Halle. Isola sah sich aufgeregt um und rannte, als ein Vogel auf dem Dach der Halle landete, einfach los, wobei sie mich ein kurzes Stück hinter sich herschleifte. Ich unterdrückte einen Fluch und rieb mir meine schmerzenden Hände. Zum Glück hatte ich die Führleine noch lösen können, nicht auszudenken, wenn Isola da hineingetreten wäre. Doch nun überraschte mich die junge Stute. Ersteinmal musste sie sich die bunten Dinger natürlich genau ansehen, schnupperte daran, wirbelte herum und rannte davon, dann das gleiche Spiel wieder. Als sie dann jedoch aus Versehen in die Gasse geriet und ich das hintere Ende einfach mal blockierte, galoppierte die Stute ohne zu zögern an und setzte über die drei Hindernisse, als wären sie überhaupt nicht vorhanden. Das allein überraschte mich natürlich nicht, ich hatte darauf gesetzt, dass sie so unbedingt zum Ausgang wollte, dass ihr alles andere egal war, nein was mich verblüffte, war ihre Springhaltung. Den Hals gestreckt, die Vorderbeine weit an den Bauch gezogen, setzte sie mit einer schier unglaublichen Leichtigkeit über die Sprünge und es schien ihr doch tatsächlich Spass zu machen, denn als ich mich vom Eingang wegbewegte, drehte Isola wirklich noch eine zweite und sogar eine dritte Runde. Ich konnte es kaum fassen. Wenn ich jetzt Isolas Temperament noch in den Griff bekam, wäre sie das perfekte Zuchtpferd. Nach weiteren drei Runden, in denen ich die Hindernisse unter den aufmerksamen Blicken Isolas noch etwas weiter erhöht hatte, beschloss ich noch ein wenig Vertrauenstraining mit der Stute zu machen. Da sie nun auch etwas müde schien, brauchte ich gar nicht lange, um sie einzufangen. Auch die anschließenden Übungen, wie brav hinter mir herzugehen, stehen zu bleiben, wenn ich stehen blieb usw klappten eigentlich recht gut, sodass ich bald Schluss machte, die Stute versorgte und auf die Koppel brachte. Es wurde nun zwar schon fast dunkel, doch ich hatte immerhin noch 19 Boxen zu misten. Nachdem ich auch das erledigt hatte, kam in jede Box noch eine schöne Portion Heu, sowie in jeden Trog das entsprechende Kraftfutter. Dann ging ich zur Koppel und holte meine Pferde in den Stall. Diesmal ließ sich sogar Valentine problemlos aufhalftern, auch er wusste inzwischen, dass ihn bei Rückkehr in den Stall eine leckere Mahlzeit erwartete…
    • Sammy
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      Morgenarbeit (von Eddi)

    • Sammy
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      Monatsbericht August 2012

      Hollybrook Stud Zuchtgestüt
      Monatsbericht August 2012

      Sahira, Mahira, Levistino, Cuchara, Ojos Azules, Paradises Raffinesse, San Salvador, Fatimah, Intolerable Life, Branagorn, Magical Moment, Isola della Pirateria, Naboo, Fairylike Facility, Aimiliani, Thousand Sunny, Hollybrook’s Cheeky Jot, Hollybrook’s Casanova, Hollybrook’s Bloody Valentine, Hollybrook’s Classic Moment


      Schon als ich mit meinem Auto auf den Reiterhof einbog, indem meine 20 Pferde untergestellt waren, hörte ich den selbst für einen Wochentag ungewöhnlichen Lärm. Alarmiert sprang ich aus dem Auto, knallte die Tür zu und lief zum Stall. Drinnen hatte sich eine Traube um eine Reitschülerin gebildet, die laut und herzzerreißend schluchzte. Ich runzelte die Stirn und schob mich dann durch die Mädchen. „Was ist denn passiert,hm?“ , fragte ich das weinende Mädchen freundlich. Die anderen, die bis dahin laut durcheinander geschwätzt hatte, verstummten augenblicklich. Das Mädchen bedachte mich mit einem bitterbösen Blick: „Dein dummes Pferd hat nach mir geschnappt und mir mein neues T-Shirt kaputt gemacht! Wenn meine Mutter das erfährt, bist du dran, das war nämlich richtig teuer!“ Ich verzog das Gesicht und überlegte kurz. Das einzige meiner Pferde das schnappte, war Sahira und die stand glücklich und zufrieden auf einer freien Koppel. „Red keinen Unsinn, Sahira ist doch überhaupt nicht…Moment mal – warst du etwa bei isola?“ Ich schaute sie streng an und das Mädchen reckte trotzig das Kinn. „Die anderen haben mir erzählt, dass das ein ganz armes, scheues Pferd ist und ich wollte eben nachsehen.“ Ich musste mich zusammenreißen, um sie nicht anzuschreien: „Okay. Dann würde ich sagen, bist du selber Schuld. An der Tür zu dem Gang hängt sogar ein Schild, dass vor Isolas Bissen und Tritten warnt. Und noch etwas: Ich gehe jetzt zu deinem Reitlehrer und berichte ihm davon. Isola steht dahinten, damit ihr sie in Ruhe lasst. Durch ein blödes Geschrei hast du sie wahrscheinlich wieder unglaublich aufgeregt!“, machte ich meinem Ärger nun doch Luft. Dann drehte ich mich auf dem Absatz um und suchte den Stallbesitzer auf, um ihm von dem Vorfall zu berichten. Dieser zuckte jedoch nur entschuldigend mit den Schultern: „Tut mir Leid…Die kleine Madame ist neu hier und ihre Eltern sind verdammt reich…Du weißt ja wie das ist…“ Ohne ihm eine Antwort zu geben, ging ich zur Koppel um mich etwas zu beruhigen. Ich hielt das hier einfach nicht mehr aus. Geld zählte mehr als die Tiere und jedes noch so zickige Mädchen durfte hier seinen Willen durchsetzen.
      Cheeky Jot kam langsam auf den Koppelzaun zu und stupste mich auffordernd an. Zum ersten Mal an diesem Tag huschte ein Lächeln über mein Gesicht. Ich kletterte unter dem Zaun durch und umarmte meinen Lieblingshengst. „Ach wenn ich dich nicht hätte, Cheeky! Ich bin ja so froh dich wieder zu sehen!“, seufzte ich glücklich. Die letzten drei Wochen hatte ich in den USA verbracht, um meinen Umzug dorthin voranzutreiben. In dieser Zeit hatte sich meine gute Freundin Edfriend um meine Pferde gekümmert und ich war ihr unendlich dankbar dafür. Nur heute hatte der Stallbesitzer die Pferde zur Koppel gebracht, was auch der Grund dafür war, dass Isola im Stall stand. Die Schönheit ließ sich nämlich nicht von ihm berühren.
      Während ich Cheeky kraulte, dachte ich darüber nach, was ich alles geschafft hatte. Das Wohnhaus war bereits so weit renoviert, dass ich einziehen konnte und auch die Ställe waren endlich fertig. Auf den Koppel gab es keine einzige Giftpflanze mehr und zusammen mit meinen Freunden aus Amerika, hatte ich sämtliche Stacheldrahtzäune durch wunderschöne, weiß gestrichene Holzzäune ersetzt. Sogar die Sattelkammer hatte ihren Anstrich bereits erhalten und war mit Sattelständern und Spinden für jedes einzelne meiner Pferde ausgestattet. Zwei Tage vor meiner Heimreise waren dann auch die hübschen, halb offenen Boxentüren angekommen und wir hatten fast alle eingebaut. Die paar die nun noch fehlten, würden meine Freunde ohne mich schaffen. Innerhalb der nächsten zwei Wochen sollten auch Einstreu, Heu und Futter geliefert werden, womit wir eigentlich umziehen könnten. Daher hatte ich heute auch meine Kündigung für die Pensionsboxen und meine kleine Mietwohnung in der Tasche. In einem Monat ging der Flieger – samt ca 10 Pferden. Die anderen 10 würden mit einer anderen Maschiene eine Woche später ankommen und ich hoffte Edfriend überreden zu können, mit diesen Pferden mitzufliegen und dann gleich eine oder zwei Wochen Urlaub bei mir zu machen.
      Cheeky stupste mich auffordernd an. „Jaja, ist ja gut, ich kümmere mich gleich um dich…Aber erst muss ich sehen, wie der Belegungsplan der Halle heute aussieht, damit ich überlegen kann, was ich mit euch Hübschen anstelle.
      Gerade als ich zum Stall zurückkehren wollte, trat der Stallbesitzer auf mich zu. „Du Sammy, ich bräuchte gleich mal deine Hilfe. Für heute ist ein längerer Geländeritt geplant und Angela lieg mit Grippe im Bett….“. Ich seufzte. Angela war seine Begleitreiterin und Aushilfe und alleine konnte er natürlich nicht mit acht teilweise unerfahrenen Kindern ausreiten gehen. Also nickte ich: „Also gut, ich komme mit..Welche Pferde willst du denn einteilen?“, fragte ich ihn. Während er mir die Schulpferde aufzählte, ging ich in Gedanken meine Pferde durch. Cheeky, sowie Sahira, Naboo und Isola fielen von vorneherein gleich weg, da zum einen Stuten mitgingen und sie zum anderen zu temperamentvoll waren. Vielleicht würde ich Branagorn nehmen. Der schöne Hengst hatte bisher kaum Hengstmanieren gezeigt und hatte sich auch sonst immer vorbildlich verhalten. Nachdem ich mir den Hallenplan angesehen hatte, ging ich in den Stall um Isola zu holen. An Arbeit mit ihr war heute nicht zu denken, da die Halle immer belegt war und ich auch auf dem Platz keine Ruhe haben würde – das wusste ich aus Erfahrung. Aber wenigstens auf die Weide wollte ich die kleine Wilde lassen. Als ich Isolas Box betrat, erschrak ich jedoch. Die Stute war schweißnass und rollte heftig mit den Augen als ich die Tür zum Stalltrakt mit den Abfohlboxen betrat. „Hey meine Maus, ist ja gut, ich bins doch nur“, redete ich leise auf sie ein. In Gedanken verwünschte ich das verfluchte kleine Gör, dass meine Isola so aufgeregt hatte. Was hatte die denn bitte getrieben?
      Vorsichtig betrat ich die Box und fasste Isola am Halfter. Dann strich ich ihr langsam über den Kopf und nach und nach ihren Körper entlang, allerdings nur an Stellen, wo sie es auch mochte. Schließlich beruhigte sie sich soweit, dass ich sie nach draußen und zur Koppel führen konnte. Nun hieß es die dreieinhalb Stunden, die mir bis zu dem Ausritt blieben noch sinnvoll zu nutzen. Also beeilte ich mich und longierte Cuchara und Ojos Azules und mit Fatimah und Intolerable Life machte ich Bodenarbeit. Das waren schonmal die vier Pferde, die sich überhaupt nicht am Lärm der Reitschüler störten, denn die kleinen verwöhnten Dinger schrieen sogar in der Halle – während dem Unterricht herum.
      Magical Moment, Aimiliani, Thousand Sunny, Naboo, Sahira, Isola und Fairylike Facility, sowei meine Fohlen Rafinesse, Casanova, San Salvador, Mahira, Classic Moment und Valentine hatten heute frei. Somit würde ich also mit Branagorn ausreiten gehen, womit nur noch Cheeky und Levistino blieben. Ich sah auf die Uhr und seufzte. Beide würde ich vor dem Ausritt unmöglich schaffen. Also sprintete ich zur Koppel, holte Levistino im Trab zum Putzplatz und machte ihn reitfertig. Im Stillen dankte ich dem schönen Trakehnerschimmel, dass er sich wirklich niemals schmutzig machte. Mehr als eine halbe Stunde Dressur war nicht mehr drin und selbst dann musste ich mich danach höllisch beeilen um rechtzeitig fertig zu werden. Ich wärmte Levistino also kurz auf und trabte den Hengst dann an. Seine silbergraue Mähne wehte mir entgegen und ich schloss kurz genüsslich die Augen, als ich spürte, wie weich und federnd die Tritte des Hengstes waren. Levistino war eines meiner Pferde, dass ich am liebsten Ritt. Er machte so gut wie nie Schwierigkeiten, sondern gab immer 100 Prozent ohne dabei langweilig zu werden. Als ich ihn schließlich angaloppierte, fühlte ich mich wie auf Wolke sieben. Da riss der Hengst mich mit einem Hüpfer zur Seite plötzlich aus meinen Schwärmereien. Doch ich lachte nur: „Tschuldigung Süßer, hab ich dir zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt? Das tut mir wirklich Leid“. Ich konzentrierte mich wieder mehr auf mein Pferd, ritt noch ein paar anspruchsvollere Figuren und parierte schließlich zum Schritt durch. Die halbe Stunde war fast vorrüber und ich musste ihn ja schließlich noch trocken reiten. Als ich fertig war, joggte ich zurück zum Stall – diesmal mit Branagorn im Schlepptau. Die Reitschülerinnen waren bereits dabei, ihre Pferde aufzutrensen und auch der Stallbesitzer war schon fertig. Er sah mich strafend an, sagte aber nichts. Ich wusste genau wie sehr er unpünktlichkeit hasste, aber noch war ich nicht unpünktlich. Ich putzte Branagorn kurz über, beeilte mich Mähne und Schweif einigermaßen zu verlesen und sattelte ihn dann in Rekordgeschwindigkeit auf. Kaum dass das letzte Mädchen im Sattel saß, schwang auch ich mich auf Branagorns Rücken. Die kleine Zicke, die Isola gestört hatte grinste und sagte altklug: „Na du hast aber Glück. Gerade noch so geschafft. Immanuel mag es überhaupt nicht, wenn man zu spät ist.“ Ich sah stirnrunzelnd zu hier hinüber, sagte aber nichts. Es wunderte mich nicht, dass sie auf dem wertvollsten der Schulpferde saß, und wenn sie wirklich so reich war, wie Immanuel behauptete, hoffte ich für sie dass sie auch gut reiten konnte. Raphael – der bildhübsche Fuchs, auf dem sie so hochnäsig saß, war nämlich nicht gerade einfach und sicherlich nichts für eine Anfängerin. Nur übersah Immanuel so etwas leicht mal, wenn reiche Eltern im Spiel waren.
      Ich seufzte und ritt Branagorn neben Immanuel. „Soll ich hinten reiten und aufpassen, dass uns niemand verloren geht?“, fragte ich ihn. Er nickte und sah dann zweifelnd auf meinen Hengst: „Du weißt aber schon, dass heute auch Stuten dabei sind oder?“ Ich nickte: „Natürlich. Aber Branagorn ist ziemlich gut erzogen und hat kaum Hengstmanieren. Du solltest doch eigentlich wissen, dass ich so etwas immer bedenke.“ Statt einer Antwort lächelte er nur und setzte sich dann an die Spitze der Gruppe. Die erste Stunde verlief dann ganz gemütlich im Schritt und gelegentlichem Traben durch den nahegelegenen Wald. Während ich aufpasste, dass auch jeder sein Pferd im Griff hatte, schweiften meine Gedanken ab und zu wieder in die USA und zu meinem baldigen Umzug. Ich freute mich schon so sehr darauf, dass ich bestimmt irgendetwas vergessen würde. Als auf einmal Raphaels Hintern immer näher kam, sah ich leicht verärgert hoch, bis ich merkte, dass die kleine Zicke ihr Pferd absichtlich zurückhielt. Also ließ ich Branagorn ein wenig mehr vorwärts gehen, um zu ihr aufzuschließen. „Was ist los, stimmt etwas nicht?“, fragte ich fürsorglich. Doch sie sah mich nur hochnäsig an: „Ich werde Immanuel sagen, dass ich das nächste Mal dein Pferd reiten will. Es ist unfair, dass er dir einen Hengst gibt und mir nicht. Ich hab das Anrecht auf das schönste Pferd.“ Ich zog die Augenbrauen zusammen und sah sie streng an: „Tja, tut mir Leid, aber das kannst du vergessen. Branagorn ist mein Pferd und ich lasse keine halbwüchsigen, zickigen Mädchen auf ihm reiten, die denken, nur weil ihre Eltern Geld haben, können sie sich alles erlauben.“ Damit hatte ich ihr wohl erst einmal den vorlauten Mund gestopft, denn sie schloss mit verzerrtem Gesicht wieder zu ihrer Mitreiterin auf. Bevor ich mich jedoch weiter über die unverschämte Göre aufregen konnte, gab Immanuel das Zeichen zum angaloppieren und sofort wechselte die ganze Gruppe in die schnellere Gangart. Auch ich gab Branagorn die Galopphilfen und der Hengst sprang brav in einen ruhigen, flüssigen Galopp. Ich lobte ihn unter seiner langen weißen Mähne und genoss den kühlen Wind, der mir entgegenbließ. Plötzlich hörte ich einen Aufschrei und sah wie Raphael vor mir unwillig den Kopf schüttelte und dann plötzlich außen an der Gruppe vorbeizog. Sofort gab Immanuel das Zeichen zum Durchparieren, damit das durchgehende Pferd nicht dachte, das hier wäre ein Rennen. Doch Raphael lief munter weiter. Ich ritt neben den Stallbesitzer und sah ihn fragend an. Raphael war nicht unbedingt einfach, aber durchgehen war eigentlich nicht so sein Ding. Immanuel schüttelte ratlos den Kopf. „Sie ist doch heute das erste Mal dabei, wenn er zuweit läuft, verirrt sie sich am Ende noch. Aber wenn wir ihr hinterherreiten, wird Raphael nur noch schneller.“ Ich nickte: „Bleib du mit der Gruppe hier, oder reitet im Schritt weiter, dann gehe ich auf den Waldpfad und sehe zu, dass ich ihr entgegenreiten kann.“ Als Immanuel lächelte wendete ich Branagorn auf den schmalen Pfad ab und galoppierte den Hengst wieder an. Trotz des schmalen Weges spornte ich Branagorn weiter an. Ich mochte die hochnäsige Göre zwar nicht, aber dennoch konnte ich natürlich nicht zulassen, dass ihr oder dem armen Raphael etwas passierte. Als wir schließlich den Hauptweg wieder erreichten, schwitzte Branagorn schon ganz schön. Ich wendete ihn in die Richtung aus der wir gekommen waren und trabte an. Weit konnte Raphael nun nicht mehr sein, außer natürlich er war durchs Unterholz gebrochen, doch das hoffte ich jetzt einfach mal nicht. Und tatsächlich sah ich kurz darauf den großrahmigen Fuchs auf mich zustürmen. Die kleine Göre hatte sich in die Zügel gekrallt und riss dem Pferd im Maul herum, während sie gleichzeitig mit ihren Beinen immer wieder abrutschte und ihn damit nur noch weiter antrieb. Ich stellte Branagorn so quer auf den Weg, dass Raphael auf beiden Seiten nur noch extrem wenig Platz blieb und tatsächlich hob der Wallach verwundert den Kopf und wurde langsamer. Kurz sah es so aus, als wollte er sich an Branagorn vorbeiquetschen, doch als hätte dieser seine Gedanken erraten, legte er drohend die Ohren an. Dies veranlasste Raphael dann doch, dicht neben uns zum Stehen zu kommen. Ich ließ mich aus dem Sattel gleiten und griff nach Raphaels Zügeln. Dann sah ich das in seinem Sattel hängende Mädchen an: „Und alles klar bei dir?“ „Ob alles klar ist? Das Mistvieh hätte mich fast umgebracht! Ich bleibe keine Sekunde länger hier oben!“, schimpfte sie. Ich hatte jetzt endgültig genug. Überschwänglichen Dank hatte ich zwar nicht erwartet, aber das war wirklich zu viel. „Na gut. Dann läufst du eben den Weg zurück und ich nehme Raphael als Handpferd.“ Mit diesen Worten stieg ich wieder in den Sattel und sah sie dann auffordernd an. „Was ist jetzt? Wir müssen zu den anderen zurück“. Damit wendete ich Branagorn und ließ ihn und Raphael im Schritt antreten. Die kleine stampfte mit dem Fuß auf und schrie: „Spinnst du? Lass mich gefälligst auf dein Pferd. Ich laufe sicher nicht!“ „Na gut, dann bleibst du eben hier. Aber sag mir jetzt Bescheid, weil ich will wieder zurück.“ Wiederwillig lief sie schließlich neben mir her, bis wir die anderen erreichten. Immanuel sah mich schockiert an, als ich ihm erklärte, dass ihr zwar nichts passiert war, sie sich aber weigerte in den Sattel zu steigen. Seufzend sah er sich um und beorderte dann die eigentliche Reitern von Raphael vom Pferd. „Natalie du kannst Pacco nehmen. Dann soll Rachel wieder auf Raphael reiten.“ Ich lächelte Rachel zufrieden zu. Das Mädchen war eine meiner liebsten Reitschülerinnen und sie kam wunderbar mit dem Fuchswallach zurecht. Natalie verzog zwar wütend den Mund, stieg aber ohne Widerworte auf das wesentlich ältere und ruhigere Schulpferd auf, sodass wir uns endlich wieder auf den Rückweg machen konnten.
      Nachdem ich Branagorn ausgiebig gelobt und versorgt hatte, holte ich Cheeky von der Koppel. Doch anstatt wie geplant eine ausgiebige Trainingsstunde mit dem schönen Hengst abzuhalten, ging ich nur ein wenig mit ihm spazieren. Cheeky war das egal, hauptsache es beschäftigte sich jemand mit ihm. Anschließend versorgte ich meine Pferde für die Nacht und suchte dann Immanuels Büro auf, um alles Weitere mit ihm abzusprechen.
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  • Album:
    Verkaufsstall
    Hochgeladen von:
    Sammy
    Datum:
    27 Juni 2013
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  • Hollybrook's Classic Moment
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    [engl.: Hollybrook's klassicher Moment]
    Spitzname: Classic


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    ~ Abstammung ~
    Von:
    Caspar
    V: Cascavello
    M: Sonia

    Aus der: Fairylike Facility
    V: Saroman
    M: Fashion Week


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    Rasse: New Forest Pony
    Geschlecht: Hengst
    Geburtsdatum: 05.10.2010
    Stockmaß: 1.45 m
    Fellfarbe: Fuchs
    Kopfabzeichen: Flocke
    Beinabzeichen: v.l.: hochweißer Stiefel, h.l.: hochweißer Stiefel, h.r.: weiße Fessel

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    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Classic Moment - klassischer Moment. Er ist wunderschön und sein Gemüt ziemlich sinnlich und ausgeglichen. Sieht der kleine Hengst jedoch andere Pferde lässt er sich sehr gerne ablenken und es ist überaus schwer, nochmals seine Aufmerksamkeit zu erhalten. Sein Charakter könnte sich negativ, als auch positiv entwickeln. Mit Geduld wird der Fuchs sicherlich ein Prachtkerl werden, die Fähigkeiten bringt er mit bester Abstammung mit.
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    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: Facing
    Ersteller: Fasahn / Groß by Sammy
    Vkr: ///

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    ~ Qualifikationen ~
    Dressur:
    S*
    Springen: S
    Fahren: M
    Military: S

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    ~ Schleifen ~
    Gewinner der HK[473] Alle Rassen
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    2. Platz beim 318. Dressurturnier
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    3. Platz beim 215. Militaryturnier

    3. Platz beim 88. Synchronspringen
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    3. Platz beim 3. Synchronfahren
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    3. Platz beim 91. Synchronspringen
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    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig: Ja
    Nachkommen:
    Geschwister: ///