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Sammy

Hollybrook's Casanova

New Forest Pony | Hengst | gekört | F || DR: L (1) | SPR: L (2) | MIL: A (1)

Hollybrook's Casanova
Sammy, 27 Juni 2013
    • Sammy
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      Ein Champion wird geboren

      ~ Hollybrook's Casanova ~
      Ein Champion wird geboren

      "Rawwrrrrrrr! Steh auf, ich kann das nciht allein, ich dreh gleich durch!", rief ich und rüttelte an rawwrrr's Schulter. Meine Freundin brummelte und setzte sich dann plötzlich kerzengerade auf.
      "Mann wieso hast du mich einschlafen lassen? Ich bin doch extra deshalb hergekommen du Nuss!"
      "Ganz ruhig, es geht noch nich los, aber ich bin so nervös..du weißt ja dass ich alle meine stuten liebe, aber Magical Moment is einfach etwas ganz besonderes...und dann ist das Fohlen ja auch noch von Cheeky..."
      Rawwrrr stand auf und ging erstmal runter in die Küche, um uns einen Kaffee zu machen. Keine fünf Minuten später standen wir wieder im Stall vor der Abfohlbox. Magcial Moment lief unruhig umher und wieherte mir zu. Ich konnte wie immer nicht wiederstehen und betrat die Box der Stute, um ihren feinen Kopf in die Arme zu nehmen.
      "Schon gut mein Liebling. Es wird alles gut gehn und bald hast du ein wunderschönes Baby an deiner Seite, versprochen!" Magical Moment drückte ihren Kopf kurz gegen mich, dann begann sie wieder in ihrer Box rumzurennen. Ich ging wiederstrebend zu rawwrrr zurück und wir setzten uns in die Sattelkammer - von dort hatten wir einen guten Blick auf die Palominostute, störten sie aber nicht.
      Nachdem ich das fünfte Mal aufgestanden war, eine Runde in der Sattelkammer gedreht und rawwrrr gefragt hatte, ob sie etwas zu trinken wollte, rief diese:
      "Maaan Sammy jetzt reg dich mal ab! Das ist ja heute nicht auszuhalten mit dir!" Sie grinste, aber ich schaffte trotzdem nicht, mich zu beruhigen. Ich hatte solche Angst, dass irgendetwas schief ging und ich meine geliebte Magical Moment oder Cheekys erstes Fohlen verlieren würde.
      Eigentlich müsste es jetzt langsam wirklich mal soweit sein, die Fruchtblase war vor ca 15 minuten geplatzt. Endlich legte sich Magical Moment hin und die Geburt begann. Einen Moment lang war ich doch tatsächlich versucht, die Augen zu schließen, doch dann fesselte mich der Anblick wie immer so, dass ich einfach nicht wegsehen konnte. Stattdessen bohrte ich mir meine Fingernägel in den Arm, so nervös war ich.
      Als schließlich ein winziges Bündel im Stroh lag, stürzte ich so leise wie möglich aus der Sattelkammer; rawwrrr kam mir mit Tüchern, Iod und allem was wir sonst noch so brauchten hinterher.
      Langsam schob ich die Boxentür auf. "Magic mein Liebling, du hast es geschafft! Und was für ein süßes Baby du jetzt hast!", flüsterte ich und ging auf meine Stute zu, um ihr liebevoll über die Stirn zu reiben.
      Anschließend kniete ich mich neben das Fohlen und betupfte dann vorsichtig den Nabelstumpf mit Iod. Magic erhob sich schwerfällig und trat neben mich. Ich machte ihr Platz und sah zu, wie sie ihr Fohlen vorsichtig trocken leckte.
      Ich konnte nicht genau erkennen, was für eine Farbe das winzige Hengstchen hatte, nur das es sehr dunkel war und fast weißes Langhaar besaß. Der kleine regte sich und versuchte aufzustehen. Unbeholfen rappelte er sich hoch, plumste wieder zurück ins stroh und startete sofort den nächsten Versuch. Rawwrrr und ich sahen uns glücklich an. Es war immer etwas ganz besonderes, wenn Hollybrook neuen Nachwuchs bekam.
      Im selben Moment stemmte sich das Hengstchen ein drittes Mal hoch und diesmal stand er! Etwas wackelig zwar, aber er stand. Magic stupste ihn führsorglich an, wobei der Kleine fast wieder das Gleichgewicht verloren hätte. Vorsichtig versuchte er einen Schritt, dann noch einen, bis er schließlich gierig begann bei Magic zu trinken. Dabei wedelte er glücklich mit seinem kleinen Schweifchen.
      Ich seufzte - ich würde wohl oder übel später nocheinmal kommen müssen, die anderen Pferde begannen nämlich schon lautstark nach ihrem Frühstück zu verlangen....

      ~ * ~

      Ca eine Stunde später standen rawwrrr und ich wieder vor der Box des jüngsten Hollybrook-Bewohners. Völlig baff starrte ich erst rawwrrr und dann das Fohlen an. Ungläubig schüttelte ich den Kopf. "Oh mein Gott rawwrrr, sieh ihn dir nur an! Das ist ja wahnsinn!"
      Auch rawwrrr sah das Fohlen mit absoluter Begeisterung in den Augen an. "Ja...Was für ein Prachtkerl! Der hat ja schon allein durch seine Farbe das Zeug zum Zuchthengst! Jetzt nimm noch die Eltern dazu, plus eine hervorragende Ausbildung...und du hast einen absoluten Traumhengst!"
      Ehrfürchtig betrat ich die Box. Sofort kam mir der kleine Hengst entgegen gestakst und stupste mich neugierig an. Ein Silver Dapple. Ein richtiger wahrhaftiger Silver Dapple! Ich strich über das kuschelige Fell des Fohlens, dann über seine breite, leuchtendweiße Blesse. Dieses Fohlen war definitiv etwas ganz besonderes. Es hatte eine helle Schulter und Vorderbeine, der Rest war mit dunkleren Dapples übersäht, die sich an der Hinterhand langsam ausliefen und schließlich völlig verschwanden. Das süße Dingelchen starrte mich mit großen Runden Augen an, dann warf er den Kopf hoch und stupste mich wieder an. Ich lachte. Der kleine hatte so wahnsinnig viel von Cheeky geerbt, er musste einfach ein Champion werden und dann könnte ich ihn auch als Zuchthengst hierbehalten! Schweren Herzens zwang ich mich die Box zu verlassen und ging mit rawwrrr ins Haus - darauf mussten wir erstmal anstoßen!
    • Sammy
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      Monatsbericht Juni 2010

      ~ Hollybrook Stud - Zuchtpferde & Anwärter ~
      Juni 2010 - Monatsbericht

      "Don't stop make a pop, DJ blwo my speakers up..", dudelte mein Wecker los. Ich schrak hoch und wischte dabei mein Buch vom Bett. Na super. Ich war mal wieder eingeschlafen. Vorsichtig streckte ich mich und kroch dann aus dem Bett. Die ganze Woche war das reinste Chaos gewesen, ich war jeden Tag heimgekommen, hatte gelernt, meine Pferde versorgt, weitergelernt. Ich war jede Nacht erst um eins ins Bett gekommen und um fünf wieder aufgestanden, sonst hätte ich das alles zeitlich überhaupt nicht mehr hinbekommen.
      Ich tapste ins Bad und rieb mir verschlafen die Augen. Es war nicht unbedingt angenehm die ganze Nacht in Straßenklamotten zu verbringen, aber was solls. Jetzt nochmal einzuschlafen brachte rein gar nichts und immerhin war heute Samstag. Der einzige Tag an dem ich mich rundum um meine geliebten pferde kümmern konnte.
      Ich wusch mich schnell, zog meine Stallklamotten an und putzte mir die Zähne, dann joggte ich die Treppe hinunter und aus meinem großen Haus hinaus. Ein großer Teil meiner Sachen stand in Kartons gepackt herum, da ich bald zu rawwrrr ziehen würde - endlich würden wir unser Gestüt wieder gemeinsam leiten!
      Ich betrat den Stall und sog tief meinen alerliebsten lieblingsgeruch ein - Pferdeduft. Dann machte ich mich daran in jede Box einen Arm voll Heu zu werfen und verteilte Kraftfutter in die Tröge. Im Stall war es völlig ruhig - meine Ponies standen im Sommer nachts über auf den Koppeln und ich holte sie erst gegen zehn Uhr in den Stall, wenn es langsam warm wurde.
      Als ich fertig war fegte ich die Stallgasse und machte mich daran, das Sattelzeug zu putzen.
      Es war bereits halb elf als ich mit der Lederpflege fertig war, also schnappte ich mir schnell zwei Halfter und lief zu der Stutenkoppel. Dort holte ich zunächst meine beiden hochträchtigen Stuten Aimiliani und Thousand Sunny rein. Bei beiden müsste es in ca zwei Wochen soweit sein und ich freute mich schon rießig auf die Fohlen. Als nächstes kamen Magical Moment mit ihrem Fohlen Casanova und Fairylike Facility, ebenfalls mit Fohlen. Die kleine Rappstute hatte bereits einen besitzer gefunden und ich versuchte nciht allzu traurig zu sein, dass sie uns bald verlassen würde. Wenigstens hatte ich noch Casanova. Und natürlich Everybody's Darling. Die süße Stute machte sich prächtig und trabte eifrig neben ihrer Ziehmutter Isola della Pirateria her, als ich sie in den Stall brachte. Nun folgten Golden Flair und Walk of Fame, Elektra und Precious Scream, Naboo und Scaramouche, die mir ohne Fürhstrick folgte, Calabash und Talima und schließlich Sweet Sixteen und Come Cover Me.
      Als nächstes holte ich auch die Hengste in den Stall. Cheeky Jot wieherte schon ungeduldig, er hasste es noch draußen zu stehen wenn die Stuten schon im Stall waren. Immerhin musste er ja auf sie aufpassen. Also nahm ich meinen Lieblingshengst zunächst mit und brachte anschließend auch Orfino, Caradoc, Caspar und meinen Neuzugang unter den Hengsten - Tempelherr in den Stall.
      Mittlerweile war es schon richtig heiß geworden und ich begann zu schwitzen. Also machte ich mich schnell daran, auch meine Miniature Horses in den kühlen Stall zu holen. Als erstes nahm ich LM Hawks Stand out Loud, dann Pequeno und CS Royal Toros Fire und anschließend meine beiden Stuten Talina und Valentine's Day. Ich hoffte inständig dass die zwei bald gekrönt werden würden, damit wir endlich auch Minis züchten konnten.
      Als endlich alle Ponies friedlich im Stall standen und ihr Frühstück genossen, genehmigte auch ich mir einen kleinen Snack. Anschließend begann ich mit meinem täglcihen Fittnessprogramm: drei Kilometer weit zum See joggen, schwimmen und wieder zurück. In letzter Zeit hatte ich das zeimlich vernachlässigt, da ich einfach keine Zeit mehr gehabt hatte, doch nun wollte ich unbedingt wieder damit anfangen....
      Wieder daheim angekommen holte ich nacheinander alle Pferde aus ihren Boxen und putzte sie gründlich. Als ich fertig war, wurde es bereits langsam dunkel, doch ich beschloss wenigstens meine Hengste, Naboo und Walk of Fame noch ein wenig zu bewegen, da sie sonst ziemlich unleidig wurden. Schließlich war es halb elf als alle Ponies wieder auf der Weide standen und ich müde aber zufrieden mit dem heutigen Tag ins Bett fiel....
    • Sammy
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      Seuche & Tod.. wie ein altes Leben endet und ein neues seinen Anfang nimmt

      Seuche & Tod....wie ein altes Leben endet und ein neues seinen Anfang nimmt

      Ich bibberte, als ich mich zwang aus meinem kuschelig warmen Bett zu kriechen. Wieso um alles in der Welt war es so kalt? Himmel noch mal, es ist doch Sommer?
      Ein Blick aus dem Fenster ließ mich resigniert seufzen. Es regnete in Strömen und die Bäume auf meinem Gestüt wurden von heftigem Wind nur so geschüttelt.
      Ärgerlich schüttelte ich den Kopf. Jetzt waren endlich die so lang ersehnten Sommerferien da und es regnete ohne Unterbrechung. Okay. Daran hatte ich mich mittlerweile gewöhnt, aber dass es jetzt auch noch so verdammt kalt war? Das war doch wohl wirklich die Höhe!
      Ich zog meinen Morgenmantel fester um mich und schlurfte ins Bad. Das hieß mal wieder kein schöner, ruhiger Ausritt heute.
      Ich stellte mich erstmal unter die heiße Dusche, um mich aufzuwärmen, dann schlüpfte ich in meine Stallklamotten und zwang mich hinaus in die Kälte und Nässe zu gehen. Immerhin warteten rund 70 Pferde auf ihr Frühstück. Ich begann wie immer im Zuchtstall, wo ich vor allem meinen Lieblingshengst Cheeky Jot ausgiebig begrüßte, machte im Stall der Hollybrook Anwärter weiter, dann kamen die Pferde die mit Hollybrook nichts zu tun hatten und zum Schluss meine 49 Verkaufspferde. Sie waren alle noch von meinem ehemaligen Gestüt – den Blue Moon Stables – übrig geblieben. Viele von ihnen waren von dem schrecklichen Brand traumatisiert, ließen sich nicht reiten oder verweigerten das Fressen. Solche Pferde wollte niemand kaufen, also hatte ich beschlossen sie alle zu behalten, aufzupäppeln und erst danach ein gutes Heim für sie zu finden.
      Ein lautes, gequältes Husten aus einer der hinteren Boxen im Verkaufsstall ließ mich aufhorchen. Das klang überhaupt nicht gut. Schnell hastete ich zu der Box und fand meine hübsche Araberstute Sharley liegend in der Box vor.
      „Sharley meine Kleine was hast du denn?“ Die Palominostute sah mich flehend an und sank dann mit einem röchelnden Schnauben auf die Seite.
      Ich stand erstmal völlig geschockt da, dann machte ich auf dem Absatz kehrt und rannte zum Telefon um meine Tierärztin anzurufen.
      Kaum zehn Minuten später stand Dr. Nyur im Stall und untersuchte Sharley.
      „Hmm…also.. ich vermute Sharley hat eine einfach Grippe.. Ich verabreiche ihr vorerst ein Antibiotikum, das sollte schnell Wirkung zeigen, aber sie sollten sie trotzdem so schnell wie möglich in eine Quarantänebox stellen, um eine Ansteckung der anderen Pferde zu vermeiden.“
      „Natürlich, vielen Dank Dr. Nyur.“ Ich wartete bis die Ärztin Sharley das Medikament verabreicht hatte und führte die süße Stute dann sofort in den hinteren Teil des Stalles. Dort richtete ich in Rekordzeit die riesige Quarantänebox her, bevor ich Sharley hineinstellte. Ich hoffte sosehr, dass es meiner Stute bald wieder besser gehen würde, doch ich sollte sehr schnell erfahren, dass das Glück nicht auf meiner Seite war. Sharley von den anderen Pferden zu trennen hatte nicht das Geringste gebracht. Wir waren viel zu spät gewesen. Kaum eine Woche später waren insgesamt 15 der Verkaufspferde erkrankt und jeden Tag traten bei anderen Pferden die Symptome des Virus auf. Dr. Nyur war ratlos. Sie wusste nicht was sie den Pferden noch verabreichen sollte und ich beschloss einen zweiten, dann einen dritten und schließlich sogar einen vierten Tierarzt dazuzuholen. Alle stellten sie etwas anderes fest, doch keiner von ihnen hatte eine brauchbare Lösung parat.
      Ich lebte nun praktisch im Stall der Verkaufspferde und kümmerte mich um die kranken Tiere. Für meine anderen Pferde hatte ich Pfleger engagiert, die natürlich strengste Anweisungen hatten, meine Pferde nicht mal in die Nähe des Verkaufsstalls zu lassen.
      Heute war es mal wieder bitterkalt und ich zog die Pferdedecke die ich umgewickelt hatte, fester. Der Wind heulte draußen, hier drinnen war nur der rasselnde Atem meiner Pferde zu hören. In dieser Nacht starb Sharley. Ich war einem Zusammenbruch nahe, als die schöne Stute mich zum letzten Mal ansah und Bilder schossen mir durch den Kopf. Wie ich Sharley damals als kleines, schwaches Fohlen aus dem Tierschutzverein gerettet hatte, wie ich sie aufgezogen und hochgepäppelt hatte, bis sie zu einer lieben und stolzen Stute heranwuchs. Das ganze Training, meine vielen Stürze. Dann die erfolgreiche Krönung, kurz darauf die Bestätigung das Sharley unfruchtbar war. Meine unendliche Trauer darüber und gleichzeitig die wahnsinnige Liebe die ich mit diesem Pferd verband.
      Schluchzend sank ich neben der toten Stute auf die Knie und umarmte ihren leblosen Körper. Und Sharley sollte nicht die einzige sein.
      Nur zwei Wochen nach Sharley’s Tod wurde bekannt, dass in weitem Umkreis überall Pferde erkrankten und verstarben. Niemand wusste ein Heilmittel, niemand wusste wie weit sich der Virus bereits ausgebreitet hatte. Wusste denn überhaupt irgendjemand etwas? Ich erlebte die nächsten Wochen wie in Trance. Versuchte das Sterben meiner Pferde zu verstehen. Versuchte zu verstehen was ich verbrochen hatte, dass mir schon wieder so ein Unglück widerfuhr. Der Brand war gerade mal ein Jahr her, ich hatte mir ein neues Leben mit neuen wundervollen Tieren aufgebaut. Und wieder sollte alles zerstört werden? Das war doch nicht fair.
      Jeden Tag wurde in den Medien von dem schrecklichen Geschehen berichtet, dass sich hier abspielte, doch niemand machte sich die Mühe etwas dagegen zu tun. Der Bau von Atomwaffen, Intrigen und die Durchführung von Kriegen irgendwo auf der Welt waren wichtiger. Alles war wichtiger.
      Jeden Tag starb mindestens eins meiner Pferde. Jeden Tag wurde ich mut- und kraftloser. So langsam hatte ich keine Ahnung mehr wie ich das alles überstehen sollte. Immerhin eines hatten die Tierärzte herausgefunden: Der gesamte Verkaufsstall war infiziert und es war mehr als wahrscheinlich, dass auch meine anderen Pferde bereits erkrankt waren. Irgendein dämlicher Reporter schlug mir lachend vor, den ganzen Hof doch einfach in Brand zu stecken, man könnte sowieso nichts mehr retten. Das ich ihm nicht an die Gurgel ging war auch schon alles. Ich schmiss ihn in hohem Bogen von meinem Hof. Ich würde nicht aufgeben. Niemals. Ich würde auch noch um das letzte Pferd kämpfen, und wenn es das letzte war, was ich tat.
      In den nächsten Tagen wachte ich über die letzten fünf Pferde die aus dem Verkaufsstall noch übrig geblieben waren. Latina, Little Miss Sunshine, Pierre, Benjilala und Salinero’s Shitan. Alle von ihnen waren todkrank. Keines von ihnen würde die nächste Woche überleben. Und doch…ich wollte ihnen das Gefühl geben, dass ich für sie da war. Das ich sie beschützen würde, bis zum bitteren Ende.
      Irgendwann kam einer der neuen Pfleger in den Stall, um mir zu sagen, dass ich einen Anruf bekommen hatte. Davon wollte ich nichts wissen und schickte ihn weg. Dabei übersah ich, wie er Pierre liebevoll über die Stirn strich und ihn kraulte. Ich sah alles wie durch einen Nebelschleier. Alles war so furchtbar unwirklich. Vielleicht träumte ich nur? Einen schrecklichen Alptraum? Und wenn ich aufwachte war alles wieder wie vorher?
      ‚Sammy hör auf damit und mach dir nichts vor. Du träumst nicht. Du bist wach und das alles hier passiert wirklich’, schalt ich mich in Gedanken selbst. Was brachte es schon vor der Wahrheit davonzulaufen? Überhaupt nichts.
      Nur zweieinhalb Tage später wurde Pierre abtransportiert und mit ihm auch das letzte Pferd des Verkaufsstalls. Ich atmete zitternd ein. 49 Pferde. Alle tot. Ich hatte keinem einzigen von ihnen helfen können. Schluchzend sank ich in einer Ecke des Stalls zusammen, als ich plötzlich ein Pferd wiehern hörte – Cheeky!
      Ich riss mich zusammen und stand auf. Erstmal musste ich mich gründlich säubern, damit auch ja keine Viren zu den gesunden Pferden gelangten.
      Als ich fertig war rannte ich so schnell ich konnte zu meinem geliebten Hengst und fiel ihm um den Hals.
      „Oh Gott Cheeky, es ist alles so furchtbar!“, weinte ich in die seidige Mähne des Hengstes.
      Dann gähnte ich. Ich hatte fast einen Monat lang nicht mehr richtig geschlafen. Das bemerkte auch einer der Pfleger und ‚befahl’ mir ins Bett zu gehen, sie würden sich schon um meine Pferde kümmern. Ich wollte eigentlich nicht weg vom Stall, doch ich konnte mich kaum noch auf den Beinen halten, es war wohl einfach das Beste, wenn ich mal richtig ausschlief.
      Doch bereits um drei Uhr morgens wurde ich aus dem Bett geklingelt.
      „Sammy! Komm schnell, Sahira geht es überhaupt nicht gut, ich glaube sie hat den Virus auch!“
      Nein…das konnte einfach nicht sein. Ich würde es nicht ertragen, noch einen Stall voller Pferde sterben zu sehen. Am liebsten hätte ich mir die Decke über den Kopf gezogen und mich darunter verkrochen, doch das ging natürlich nicht.
      Ich zog mir nur schnell etwas über und rannte dann dem Pfleger hinterher zum Stall. Dort sank ich vor Sahira zu Boden. Tief in meinem Innern wusste ich schon, dass meine geliebte Falbstute ebenfalls sterben würde. Genau wie die ganzen anderen Pferde, die mir so sehr ans Herz gewachsen waren.
      In der Box neben Sahira hustete Khamar und auch Everybody’s Darling tränten die Augen. Da fasste ich einen Entschluss: Ich musste um jeden Preis die Pferde die noch von dem Virus verschont waren hier heraus bringen, weit weg von diesem verfluchten Ort.
      Also lief ich in mein Büro und bestellte fünf der absolut besten Pferdespezialisten auf meinen Hof. Ich hatte inzwischen keinerlei Hoffnung mehr, dass sie das Virus irgendwie aufhalten würden, doch vielleicht konnten sie wenigstens die noch gesunden Tiere vor diesem furchtbaren Schicksal behüten.
      Etwa drei Stunden später standen die Spezialisten im Stall. Jeder bekam eine Liste mit den Namen meiner Pferde und jeder begann bei einem anderen Pferd.
      Zum Schluss kamen alle auf etwa gleiche Ergebnisse und ich hängte mich sofort ans Telefon.
      Rawwrrr hatte mir ja schon angeboten, dass ich zu ihr ziehen konnte, nun war sie meine einzige Hoffnung. Zitternd tippte ich ihre Nummer ein und wartete.
      Erst nach dem zehnten Klingeln nahm meine Freundin ab.
      „Hallo?? Tut mir Leid, wer auch immer es ist, aber es ist grade ein bisschen unpassend!“
      „Hey rawwrrri..sorry wenn ich störe, aber ich muss dringend mit dir sprechen!“
      „Sammy! Gott du hörst dich furchtbar an! Und warum hast du dich so lange nicht mehr gemeldet?! Wie geht’s dir und den Pferden? Ich hab von dem Virus gehört, das bei euch wütet!“
      Ich holte tief Luft und versuchte die Tränen zurückzuhalten, dann erzählte ich Rawwrrr die Kurzfassung von dem, was sich auf meinem Hof abspielte.
      Nachdem ich fertig war, schwiegen wir beide erstmal eine Weile. Dann brachte Rawwrrr zitternd hervor:
      „Mein Gott das ist ja furchtbar. Weißt du denn schon, wie viele deiner Pferde noch gesund sind?“
      „Naja..also bei neun Pferden hat keiner der Spezialisten etwas gefunden. Bei Rafinesse, Demonia und Orfino sind sie sich nicht einig…die drei werde ich auf jeden Fall in einen gesonderten Stall bringen, aber was ich dich eigentlich fragen wollte ist, ob ich mit den gesunden Pferden zu dir ziehen darf. Ich würde es nicht ertragen sie alle zu verlieren…..“
      „Sag mal, was denkst du denn? Natürlich kannst du kommen, das hatten wir ja sowieso so gut wie beschlossen….Der Stall des Fohlenhofs ist auch schon fertig, da sind 20 Boxen drin…“
      Ich bedankte mich bei ihr und legte dann einigermaßen erleichtert auf. Als nächstes bestellte ich zwei Rießentransporter und begann sofort damit, meine Pferde transportfertig zu machen.
      Als erstes holte ich Magical Moment mit dem kleinen Casanova. Sie waren am gefährdetsten, da Nova ja erst wenige Tage alt war und Magic noch von der Geburt geschwächt. Gleich danach führte ich meine beiden letzten New Forest Hengste Cheeky Jot und Tempelherr auf den Transporter und anschließend Naboo und Fairylike Facility. Als nächstes holte ich Cuchara, Jojo und meine beiden Isländerzwillinge Fatimah und Intolerable Life aus den Ställen, legte ihnen die Decken und Gamaschen an und führte sie ebenfalls auf den Transporter. Damit war der erste Transporter voll und ich machte mich daran, die letzten vier Pferde zu holen. Thousand Sunny, Walk of Fame, Isola della Pirateria und Scaramouche. Kaum hatte ich die Klappe geschlossen, fuhren die beiden Transporter vom Hof, in die rettende Geborgenheit von Rawwrrr’s Hof.
      Ich dagegen kehrte in die Ställe zurück und brachte die drei Zweifelsfälle vom Hof auf eine meiner Waldkoppeln. Dort richtete ich den Unterstand für sie her um es ihnen so angenehm wie möglich zu machen……

      Drei Wochen später war auch ich auf dem Weg zu Rawwrrr. Keines der Pferde hatte überlegt. Auch Rafinesse, Demonia und Orfino waren dem Virus erlegen. Ich hatte jeden Tag mit Rawwrrr telefoniert, mich erkundigt wie es meinen verbliebenen neun Pferden ging und schließlich heute morgen, um ihr zu sagen, dass heute Nacht Rafinesse, das letzte meiner Pferde gestorben war und ich sofort zu ihr aufbrechen würde. Ich hatte mir bereits vor einer Woche einen Möbeltransporter bestellt und die wichtigsten meiner Sachen zusammengepackt. Ich würde niemals mehr an diesen Ort zurückkehren. Und nie mehr würde ich mir ein neues Pferd anschaffen, wenn es nicht dringend nötig war. Diesen neun Pferden würde ich das Leben so schön machen wie ich nur konnte, doch mehr wollte ich nicht mehr. Dazu hatte ich einfach nicht die Kraft….
    • Sammy
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      Endlich wieder vereint!

      ~ Endlich wieder vereint ~
      Cuchara, Ojos Azules, Intolerable Life, Fatimah, HBs Casanova, HBs Cheeky Jot, Magical Moment, Thousand Sunny, Naboo, Walk of Fame, Isola della Pirateria, Tempelherr, Fairylike Facility & Scaramouche

      Wütend drückte ich auf dem Radio des Möbeltransporters herum, um schnell einen anderen Sender zu finden, möglichst einen der etwas anderes als 'When you're gone' oder ähnliches spielte. Irgendwann gab ich es auf und legte mir meine Sum 41-CD ein, die mich hoffenlich auf andere Gedanken bringen würde. Ich war mittlerweile bereits sechs Stunden unterwegs und müsste bald bei Rawwrrr ankommen. Als hätte sie das gehört, klingelte in dem Moment mein Handy.
      "Hey Rawwrrri!"
      "Hay Samsel, ich wollte nur mal fragen, wo du bist?" "Also ich schätze ich brauch noch ca. eine Stunde...Mit dem Transporter geht das halt alles ein bisschen länger..aber jetzt hab ichs ja fast geschafft!"
      "Okay, dann fang ich jetzt mit kochen an, bis später!" Es klickte und Rawwrrr war weg. Ich fand es total süß wie sie meine Ankunft vorbereitete. Sie hatte ja auch allein die 14 Boxen für meine Pferde hergerichtet, da ich diese ja vorgeschickt hatte, um eine Ansteckung zu vermeiden.
      Als ich an meine verstorbenen 70 Pferde dachte, begann die Straße vor mir zu verschwimmen und ich fuhr schnell rechts ran. Dort legte ich den Kopf auf den Lenker und versuchte mich zu beruhigen. Ich musste jetzt einfach damit klar kommen. Genau wie mit dem Brand von vor einem Jahr. Dort waren 'nur' 9 Pferde gestorben, doch mein gesamter Hof war zerstört worden. Nun waren fast alle Pferde von damals tot, nur Cookie, Jojo und meine Isizwillinge hatten den schrecklichen Brand miterlebt, doch für mich stand absolut fest, dass ich trotzdem nie mehr auf meinen schönen Hof zurückkehren würde. Rawwrrr hatte mir ja schon vor einiger Zeit angeboten, dass ich zu ihr konnte, doch zu der Zeit hatte ich mich einfach nicht dazu aufraffen können, so viele meiner Pferde zu verkaufen und dass ich mit fast 100 Pferden zu ihr zog, war natürlich unmöglich.
      Ich atmete noch einmal tief ein, trank einen großen Schluck aus meiner Wasserflasche, setzte den Blinker und fuhr wieder los....

      Knapp eineinhalb Stunden später fuhr ich auf den Hof von Rawwrrr's Gestüt. Sie hatte mir eine genaue Wegbeschreibung gegeben und ich hatte keinerlei Probleme gehabt, den Hof zu finden.
      Kaum hatte ich den Motor ausgeschaltet, flog auch schon die Haustür auf und Rawwrrr stürmte hinaus. Ich versuchte ein fröhliches Gesicht aufzusetzen und stieg aus, sofort umarmte sie mich stürmisch zur Begrüßung.
      "Hey! Endlich bist du da. Wie gehts dir? Gute Fahrt gehabt?"
      Ich grinste. Das war so typisch sie. "Hast du Hunger? Ach was ist mir eigentlich völlig egal, du isst einfach was!"
      Ich nickte, da ich ja wirklich Hunger hatte und folgte ihr in das große Haus. Rawwrrr hatte erst vor einiger Zeit angefangen hier zu bauen und es würde auch noch einiges an Arbeit vor ihr beziehungsweise jetzt natürlich uns liegen.
      Drinnen war es trotzdem schon richtig gemütlich und ich war froh endlich etwas bequemeres zum sitzen zu haben, als den Transportersitz. Wir hockten uns auf die Couch, futterten Rawwrrr's Nudeln mit Käsesoße und redeten über alles mögliche. Als wir fertig waren und abgespühlt hatten, zog es mich jedoch hinaus zu den Ställen. Also ging Rawwrrr mit mir über den Hof und gab mir eine kurze Führung.
      "Also Spring- und Dressurplatz sind leider noch nicht fertig, die kommen da drüben hin, auf die andere Seite vom Fluss! Da steht übrigens auch dein Stall! Und hier haben wir meinen Stall, die Reit- und die Longierhalle und den Außenplatz. Auch alles noch nicht ganz fertig, aber soweit dass man es benutzen kann auf jeden Fall!
      Ich hörte ihr gespannt zu und sah mich interessiert um. Auch ihre Pferde schaute ich mir kurz an und blieb natürlich besonders lange bei Classic Moment, ihrem süßen Hengstfohlen aus meiner Fairylike Facility. Auch Jolie und Pale, ihr Englisches Vollblutfohlen und die wunderschöne New Foreststute knuddelte ich zur Begrüßung. Danach hielt ich es nicht länger aus - ich musste jetzt unbedingt zu meinen Schätzen. Rawwrrr grinste nur und führte mich über die Brücke zu einem wunderschönen Stall. Ich öffnete die Türe und zog den herrlichen Geruch meiner Pferde ein. Viel zu lange hatte ich darauf verzichten müssen. Dann stieß ich einen leisen Pfiff aus und war schon wieder den Tränen nahe, also sofort vierzehn Köpfe hochschossen und ein mehrstimmiges, lautstarkes Begrüßungswiehern über die Stallgasse schallte.
      "Uha, ich dachte ja eigentlich sie würden mich mögen, aber sieht so aus, als hätten die dich alle verdammt arg vermisst!", lachte rawwrrr "Ich wusste nur nicht genau, wie du sie zusammenstellen möchtest, aber die waren bis gestern sowieso alle draußen auf den Koppeln, also kannst du das ja auch noch ändern."
      Ich nickte nur und ging von einem Pferd zum anderen, unendlich froh, dass es allen gut ging und wir ein so schönes zu Hause gefunden hatten.
      Nachdem ích an jeder Box zweimal vorbeigegangen war, sah ich mir die Sattel- und Futterkammer an. Die Ausrüstung für meine Pferde würde ich mir größtenteils neu kaufen, nach dem Brand hatte ich sowieso fast nur noch zerschlissenes Sattelzeug und ein wenig abgenutzte Decken besessen, doch mittlerweile hatte ich mir genug Geld zusammengespart, um meinen Pferden eine neue, schöne Ausrüstung zu gönnen. Sieben Boxen des Stalls standen leer und das würde größtenteils auch so bleiben. In der Sattelkammer waren zwanzig Ständer an den Wänden angebracht, für Sättel, Trensen und Decken. Außerdem war eine Wand mit Spinden bestückt, die genug Platz für die restliche Ausrüstung der Pferde boten.
      ICh drehte mich freudestrahlend zu Rawwrrr um. "Das ist einfach unglaublich! Ich fühle mich in dem Stall wohler, als in meinem eigenen!"
      "Najaaa das ist ja jetzt dein eigener...freut mich aber, dass er dir gefällt", erwiederte Rawwrrr fröhlich. Ich hakte mich bei ihr unter, wünschte meinen Pferden gute Nacht, holte das nötigste aus dem Transporter und ging mit Rawwrrr ins Haus. Wir hatten noch vieles zu besprechen und irgendwann würde ich dann wohl auch schlafen gehen, die Fahrt war lang und anstrengend gewesen und ich sehnte mich nach einem gemütlichen Bett.....
    • Sammy
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      Das Training beginnt!

      ~ Hollybrook's Casanova ~
      Das Training beginnt!

      Total vollgefressen machte ich mich zum zweiten Mal an diesem Tag auf den Weg zum meinem neuen Stall. Heute morgen hatte ich ja bereits mit meinem Lieblingshengst Cheeky Jot eine lange Erkundungstour gemacht, dann mit Rawwrrr zu mittaggegessen und jetzt wollte ich mit meinem einzigen Fohlen arbeiten. Cheeky's erstem und bis jetzt auch einzigem Sohn, Hollybrook's Casanova.
      Wir hatten uns erst vor kurzem für diesen Namen entschieden, weil uns nicht wirklich etwas passendes für das Traumfohlen eingefallen war. Casanova allerdings passte wie die Faust aufs Auge. Der Süße Silver Dapple war erst einige Wochen alt und tat bereits alles um den vielen Stuten des Gestüts zu imponieren. Und es schien zu funktionieren. Ich hatte noch nie ein Fohlen erlebt, dass so von allen Stuten akzeptiert wurde wie der kleine Casanova. Bei uns Menschen lief es übrigens nicht anders. Das Hengstchen wurde von allen geliebt und bewundert und ich konnte es kaum erwarten, ihn endlich auf einem Schönheitswettbewerb oder einer Fohlenschau vorzustellen.
      Genau deshalb würde ich heute auch mit ihm trainieren bzw den Süßen ans Halfter gewöhnen und vielleicht auch schon ein bisschen das Führen üben. Wenn er das draufhatte stand einem Schönheitswettbewerb so gut wie nichts mehr im Weg.
      Ich betrat die Koppel mit Magics Halfter in der Hand und stieß einen leisen Pfiff aus, der die meisten meiner Stuten dazu brachte, sofort auf mich zuzugaloppieren. Nur die scheue Rappstute Isola della Pirateria blieb wo sie war. Als erstes erreichte mich wie immer Naboo, die Leitstute der kleinen Herde.
      Ich begrüßte die Rappscheckin mit einem liebevollen Klaps und arbeitete mich dann zu Magical Moment und Nova vor. Die wunderschöne Palominostute war das Juwel meiner Zucht und gepaart mit Cheeky's wahnsinnigem Charme war eben Casanova geboren worden. Sanft strich ich Magic den langen Schopf aus der Stirn und streifte ihr dann das Halfter über. Anschließend führte ich sie unter dem protestierenden Gewiehr der anderen Stuten von der Koppel. Wieder ein Grund wieso ich meine Ponies so sehr liebte. Sie freuten sich einfach auf die Arbeit oder auch einfach nur auf die Zeit, die ich ganz allein ihnen widmete.
      Als wir an Cheeky's Koppel vorbeikamen, galoppierte der Hengst buckelnd auf den Zaun zu und sah mich dann vorwurfsvoll an.
      "Nana Chexx, was soll den das jetzt bitte, hm? Mit dir war ich doch heute schon so lange unterwegs!"
      Cheeky schüttelte den Kopf und trabte solange neben uns her, bis er das Ende seiner Weide erreichte. Ich führte Magic auf den Putzplatz, Casanova hielt sich dicht neben seiner Mutter. Er war zwar normalerweise absolut aufgeweckt und neugierig, doch von Magic ließ er sich überhaupt nicht gerne trennen. Solange er sie sah war alles okay, aber wehe sie verschwand mal hinter einer der anderen Stuten, dann war Nova kurz vorm Durchdrehen.
      Ich band die schöne Stute an und begann dann ihr seidiges Fell zu bürsten. Anschließend war auch Nova dran. Rawwrrr und ich brachten unseren Fohlen von Geburt an bei, sich überall berühren zu lassen und Hufe zu geben. Ob er dabei nun angebunden war oder nicht, spielte für Nova keine Rolle, er blieb stehen und genoss die Massage.
      Ich lobte den kleinen Ausgiebig und führte dann Magic zur Longierhalle. Dazu mussten wir über den Fluss, der durch unser Grundstück floss. Magic ging ruhig über die Brücke, doch Nova blieb unsicher am anderen Ende stehen. Als wir den Fluss überquert hatten, wendete ich Magic und rief Nova aufmunternd zu: "Komm schon, Süßer. Seit wann bist du denn ein Angsthase, mm? Das ist doch nur wasser!" Auch Cheeky hatte sich anfangs gesträubt durch pfützen oder überhaupt nur in die Nähe von Wasser zu gehen und wiedermal wunderte ich mich über die Ähnlichkeit der beiden.
      Schließlich jedoch nahm sich Nova ein Herz und galoppierte mit wehendem Schweif über die Brücke auf uns zu. Anschließend wirbelte er herum und starrte die Brück herrausfordernd an. Als diese keine Reaktion zeigte wandte er sich stolz an uns und bekam natürlich postwendend Lob.
      Ca. drei Minuten später waren wir endlich in der Longierhalle und ich schloss die Türe. Dann nahm ich Magical Moment den Strick ab, sie durfte ruhig ein wenig umherlaufen, während ich mit Nova arbeitete....
      "Nova du Süßer, komm mal her!", rief ich den Silver dapple zu mir. Brav kam Casanova angetrabt und ich lobte ihn erstmal. Dann hielt ich ihm das winzige Fohlenhalfter vor die Nase. Nova schaute es misstrauisch an, schnupperte dann aber daran und wollte sich schon gelangweilt abwenden, als ich seine Aufmerksamkeit mit einem Haferplätzchen auf mich zog. Die liebte Nova nämlich über alles. Nun hielt ich das Halfter aber so, dass Nova den Kopf hindurchstecken musste, um an das Leckerli zu kommen. Ohne zu zögern schob der kleine Fresssack seinen Kopf in das Halfter. Ich half noch ein wenig nach, indem ich ihm das Halfter über die Ohren zog und dann den Verschluss einhakte.
      Nova kaute erstmal ganz genüsslich feritg und begann erst danach seinen hübschen Kopf zu schütteln. Das seltsame Ding am Kopf schien ihm nicht unbedingt zu gefallen, aber da musste er nunmal durch.
      Ich streichelte seinen Hals und versuchte den kleinen ein wenig abzulenken, indem ich ihn nacheinander alle vier Hufe geben ließ. Anschließend bekam er nocheinmal eins der heißbegehrten Plätzchen.
      Mittlerweile schien Casanova sich auch nicht mehr weiter an dem Halfter zu stören, also beschloss ich das Führen noch ein wenig zu üben. Ich nahm Magics Strick, hakte ihn in Nova's Halfter und zupfte dann leicht daran. Der kleine Hengst sah mich skeptisch an, als wollte er sagen: 'Was soll denn das jetzt schon wieder werden, hm?'
      "Komm schon süßer, das kannst du...und..das müssen die meisten Pferde irgendwann einmal lernen!"
      Wieder zupfte ich am Strick und diesmal machte Nova einen zögerlichen Schritt nach vorne, den ich sofort mit viel Lob belohnte.
      Schließlich lief er auf jeder Hand neben mir her und ich war wahnsinnig erstaunt, wie schnell der kleine lernte...ganz genauso wie sein Vater..."Na kommt meine beiden Lieblinge, das wars für heute!", sagte ich, nahm Magic am Halfter und führte die beiden zurück auf ihre Koppel. Nova hielt sich die ganze Seit brav neben mir, sogar über die Brücke lief er diesmal ohne zögern - wenn das mal nicht ein erfolgreicher Tag gewesen war!
    • Sammy
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      Monatsbericht Oktober 2010

      ~ Hollybrook Stud ~
      Monatsbericht Oktober 2010
      Pride's Perfection, Cuchara, Ojos Azules, Intolerable Life, Fatimah, Hollybrook's Casanova, Tempelherr, Hollybrook's Cheeky Jot, Magical Moment, Fairylike Facility, Naboo, Walk of Fame, Isola della Pirateria, Thousand Sunny & Scaramouche


      Ausgiebig gähnend stieg ich aus dem Bett und bekam erstmal einen kleinen Schüttelfrost. Es war über Nacht verdammt kalt geworden. Schnell rannte ich ins Bad und drehte die Heizung hoch. Anschließend schlüpfte ich in meine Leggins, zog die Reithose darüber und meinen dicken Norwegerpulli an. Handschuhe, Mütze und Schal und - perfekt, jetzt konnte mir die Kälte nichts mehr anhaben.
      ICh machte mich auf den Weg nach unten in die Küche, wo ich schnell ein Glas Wasser hinunterschüttete, dann trat ich aus der Türe auf unsern Hof. Damit ich nicht doch anfing zu frieren, rannte ich bis zu meinem Stall. Das war wirklich abartig. Gestern war es noch einigermaßen warm gewesen und heute hatte es vielleicht noch 1 Grad. Ich musste unbedingt meine Pferde eindecken.
      Im Stall angekommen wurde ich schon von ungeduldigem Gewiehr begrüßt.
      "Schon gut meien SChätze, bin ja sofort bei euch!", rief ich und ging ich die Futterkammer, wo ich sorgfältig das frühstück für meine Lieblinge zubereitete. Anschlißend verteilte ich die Eimer in die Boxen, warf jedem Pferd noch einen Arm voll Heu hinein und ließ meine Lieblinge dann alleine, um schonmal die fünfzehn Winterdecken zum Putzplatz zu bringen. Danach ging ich in den Stall zurück und begann schoneinmal mit dem Ausmisten der Boxen. Als alle Pferde ihr Frühstück beendet hatten, war ich mit ca der Hälfte der Boxen fertig. Nun begann ich meine Lieblinge für die Koppel fertig zu machen. Zunächst nahm ich Hollybrook's Cheeky Jot und Tempelherr - natürlich einzeln, da die beiden Hengste des Gestüts sich überhaupt nicht leiden konnten - zum Putzplatz, bürstete sie kurz über und legte ihnen dann die Winterdecken auf. Zum Schluss kam jeder auf seine eigene Koppel.
      Ab jetzt konnte ich die Pferde auch immer zu zweit holen. Die ersten waren Naboo und Fairylike Facility. DIe beiden verstanden sich super, da Naboo ja Leitstute war und Facility nie versuchte gegen sie aufzumucken. Als auch die zwei zufrieden auf der grüßten meiner Koppeln standen holte ich nacheinander Magical Moment mit ihrem Fohlen Casanova, Walk of Fame, Scaramouche, Thousand Sunny und Isola della Pirateria. Dann widmete ich mich den fünf Pferden die nichts mit unserer, momentan eingestellten, Zucht zu tun hatten. Wieder waren als erstes die drei Hengste dran. Pride's Perfection, mein Englisches VOllblut, spielte sich mächtig auf, als ich ihn an der Koppel der New Forest Stuten vorbeiführte und Cheeky ließ sofort ein drohendes Wiehern ertönen. Er hasste es wie die Pest, wenn andere Hengste in die Nähe seiner Stuten kamen. Intolerable Life und vor allem mein Andalusier Ojos Azules waren da schon um einiges ruhiger. Die beiden konnte ich auch ohne Probleme zusammen auf eine Koppel stellen. Nun standen nur noch meine beiden Schönheiten Cuchara und Fatimah im Stall. Beide hatten bereits einen Schönheitswettbewerb gewonnen und ich hatte es einfach nicht über mich gebracht mich von ihnen zu trennen, ganz besonders nicht von Fatimah, die ja die Zwillingsschwester von Intolerable Life war. Ich sah meinen Lieblingen noch eine Weile zu und machte mich dann daran den Rest der Boxen zu misten. Anschließénd putzte ich noch mein recht altes Sattelzeug und kehrte dann müde aber zufrieden mit dem was ich bereits geschafft hatte zurück zum Haus....
    • Sammy
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      Monatsbericht Dezember 2010

      ~ Hollybrook Stud ~
      Monatsbericht Dezember 2010

      Total fertig schlug ich die Autotür zu und stapfte bibbernd durch den rutschigen Schneematsch, wohl darauf bedacht, bloß nicht schon wieder auszurutschen. Erleichtert über die wärme meines Hauses stellte ich mich erstmal ins Bad an die Heizung und atmete einmal tief durch. Übermorgen war der letzte Schultag. Endlich. In letzter Zeit war alles so stressig gewesen, dass ich einfach nicht dazu kam alle Pferde regelmäßig zu bewegen. Und das obwohl ich jeden Morgen bereits um 4°° auf den Beinen war und nachts erst weit nach 23°° ins bett fiel.
      Morgen stand nun noch die Englischklausur an und am Mittwoch dann Informatik. Dann war dieses schreckliche Jahr endlich vorbei und ich konnte mich in Ruhe mit meinem hoffentlich bald anstehenden Umzug beschäftigen. Da Rawwrrr ja nun nicht mehr hier wohnte und mir das Anwesen viel zu groß war, würde ich mir etwas gemütlicheres suchen und auch meine Zucht wieder neu aufbauen. FÜr diesen Zweck klickte ich mich auch in jeder freien Minute, von denen es in den letzten Wochen nicht mehr viele gegeben hatte, durch sämtliche Pferdeverkaufsanzeigen, die ich finden konnte und hatte sogar bereits etliche Zusagen erhalten. So würde ich bald meine Quarterhorsestute American Baby zurücknehmen, genauso wie meinen Trakehnerhengst Levistino und den Hannoveranerhengst Black Soul. Außerdem hatte ich noch zwei Vollblut Araber, zwei Welsh Bs, zwei Deutsche Reitponies, eine Angloaraber stute und eine Pintoaraberstute erstanden. Auf die Antwort von haffi07, der ich gerne ihre wunderschöne Mustangstute Noblesse abkaufen würde, wartete ich noch.
      Energisch schüttelte ich den Kopf. Es war höchste Zeit meine Lieblinge von der Koppel zu holen, die Boxen für die Nacht vorzubereiten und das Abendessen für meine vierbeinigen SChätze zu richten.
      Wiederstrebend löste ich mich von der warmen Heizung und schlüpfte in meine Stallklamotten. Dann lief ich so schnell es ging über den rutschigen Hof, schnappte mir gleich fünf Halfter aus der Sattelkammer und eilte zu den Koppeln, denn gerade in diesem Moment begann es zu hageln. Dem wollte ich meine Pferde natürlich nciht aussetzen.
      Zuerst kamen Magical Moment und ihr Fohlen Casanova. DIe beiden anderen FOhlen Nymphomaniac Fantasia und Classic Moment nahm ich ebenfalls gleich mit. Dazu dann noch meinen Andalusierhengst Ojos Azules.
      Hastig schloss ich die Boxentüren hinter jedem Pferd und rannte mit einem neuen Arm voller Halfter wieder nach draußen. Diesmal rettete ich meine beiden Isländer Fatimah und Intolerable Life, sowie meine New Forests Tempelherr, Scaramouche und Thousand Sunny vor dem stürmischen Wetter.
      Nun nahm ich die restlichen Halfter aus der Sattelkammer, warf alle bis auf eins vor das Koppeltor und führte nun nacheinander meine FOrests Cheeky Jot, Naboo, Walk of Fame, Isola della Pirateria, Farylike Facility und danach die Andalusierstute Cuchara und den Englischen Vollbluthengst Pride's Perfection in den Stall. Vor allem Perfection machte mir Probleme. Der junge Hengst war ziemlich schwer verletzt zu mir zurückgekommen und hatte sich nun fast wieder erholt, doch nun stieg er panisch und verscuhte mir den Strick aus der Hand zu reißen. Nicht auszudenken, wenn der hübsche Hengst loskommen und blindlings über das Gelände rasen wrüde! Energisch ruckte ich am Führstrick und als dies auch nichts half, nahm ich ihn am Halfter und ruckte wieder daran. Das wirkte. Perfection hasste es wenn Druck auf seine empfindliche Nase kam, doch bevor er sich wieder ernsthaft verletzte, musste er das eben ertragen.
      Ich nutzte seine Verwirrung über meine Tat aus und führte ihn schnell in den Stall. Schwer atmend und klatschnass schloss ich das Stalltor und begann dann die Pferdeäpfel und das nasse Stroh aus den Boxen zu entfernen.
      Als ich auch damit endlich fertig war, bekam jedes Pferd einen großen Arm Heu in seine Box - Fantasia und Classic Moment teilten sich eine Box- und begann dann das Kraftfutter abzumessen, während meine Schätze sich schonmal über ihr Heu hermachten.
      Während ich die Eimer verteilte herrschte wie immer ein rießen Getöse im Stall. Jeder wollte natürlich der erste sein.
      Als ich mit der Fütterung fertig war und die Stallgasse gekehrt hatte, ging ich nocheinmal bei jedem meiner Pferde vorbei und kraulte es. Dabei ertönte immer wieder ein leises 'plitsch, platsch' aus dem hinteren Teil des Stalls. Das Dach war schon länger undicht, noch ein Grund weshalb ich es eilig hatte, mir eine neue bleibe zu suchen, eine Reperatur war ja unsinnig, wenn wir sowieso bald nicht mehr hier waren.
      Gähnend löschte ich das Licht und ging so schnell es ging zurück ins Haus. Der Hagel war mittlerweile zu dicken, weißen SChneeflocken geworden und ich dachte das erste mal daran, dass in nur vier Tagen bereits Weihnachten war...
    • Sammy
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      Monatsbericht Januar 2011

      ~ Hollybrook Stud ~
      Monatsbericht Januar 2011

      BMs Yinn, Hollybrooks Nymphomaniac Fantasia, Hollybrook's Classic Moment, Hollybrook's Casanova, Pride's Perfection, Tempelherr, Scaramouche, Isola della Pirateria, Cuchara, Lukas, Dorina, Daemon, Cherish, Trianna, Black Soul, Levistino, Pure Poison, Bittersweet, Kolibri, Hollywood Undead, American Baby, Paradises Rafinesse, Ojos Azules, Intolerable Life, Fatimah, Sahira, Yakima, Someone, Angels Fall First, Wild Tempest, Thousand Sunny, Aimiliani, Hollybrook's Cheeky Jot, Fairylike Faciltiy, Magical Moment, Naboo & Walk of Fame

      Als ich die Augen aufschlug,traute ich kaum meinen Augen: mein gesamtes Zimmer war lichtdurchflutet, ich hörte Vögel zwitschern und im Vergleich zu den letzten Tagen war es sogar richtig warm. Endlich. Endlich nicht mehr das monotone Rauschen des Regens hören, keine völlig durchnässten Kleider mehr an der Heizung trocknen müssen und endlich wieder wunderbare Ausritte im Sonnenschein unternehmen.
      Diese Aussicht ließ mich sofort aus dem Bett springen, obwohl mir nur Sekunden später klar wurde, dass ich heute ganz sicherlich nicht ausreiten würde, da ich noch so viel Papierkram mit dem neuen Hof und natürlich vor allem der Zucht zu erledigen hatte. Aber meine Pferde würden sicher trotzdem ihren Spass haben.
      Also schlüpfte ich schnell in meine Stallklamotten, biss in einen Apfel und joggte aus meinem Haus hinaus zum Stall. Dort wurde ich natürlich gleich vom lauten Gewiehr meiner Pferde begrüßt. "Guten Morgen meine Schätze! Seht euch nur dieses herrliche Wetter an, jetzt könnt ihr endlich mal wieder ein paar Stunden toben!"
      Mein erster Weg führte mich - wie immer - zu meinem Lieblingshengst Cheeky Jot. Das freche New Forest Pony legte seinen Kopf auf meine Schulter und sah völlig zufrieden aus, denn er wusste genau, das er eine ganz besondere Stellung unter meinen Pferden einnahm.
      Anschließend begrüste ich auch Magical Moment, Yakima, Casanova, Rafinesse und Sahira ausgiebig. Ich liebte alle meine Pferde, aber mit diesen sechs hatte ich einfach schon so viel erlebt, dass mich schon der GEdanke sie zu verlieren innerlich fast zerriss.
      Als schließlich Cheeky gegen seine Boxentür trommelte verschwand ich schnell in der Futterkammer und begann das Futter für meine Hübschen zu richten. Anschließend fuhr ich die erste Ladung Eimer mit dem SChubkarren auf die Stallgasse und verteilte das Frühstück. Erst bekamen meine New Forest Pony Stuten Thousand Sunny, Magical Moment, Walk of Fame, Fairylike Facility, Naboo,Aimiliani, Isola della Pirateria und Scaramouche ihr Futter, danach die Fohlen Hollybrooks Casanova, Hollybrooks Classic Moment, Hollybrooks Nymphomaniac Fantasia, Bms Yinn, Paradises Raffinesse, Yakima und schließlich das Welsh B Stütchen Kolibri.
      Dann holte ich die zweite Ladung. Diesmal waren meine HEngst an der Reihe, da sie mir sonst wohl den Stall zusammenhauen würden. Als erstes bekamen Hollybrooks CHeeky Jot und Pride's Perfection, dann Tempelherr, Lukas, Daemon, Black SOul, Levistino, Pure Poison, Hollywood Undead, Ojos Azules, Intolerable Life, Someone und Wild Tempest. Zum Schluss dann noch die verbliebenen Stuten Cuchara, Dorina, Cherish, Trianna, Bittersweet, American Baby, Fatimah, Sahira und Angels Fall First. Als nur noch das gleichmäßige Kauen meiner Pferde zu hören war, verzog ich mich in mein Büro und versuchte mal zu ordnen, was ich heute auf jeden Fall noch erledigen musste. Ca. eine halbe Stunde später begann ich dann die Pferde auf die Koppel zu bringen, wobei ich alle außer Cheeky Jot und Perfection zu zweit führte. Danach stand ich noch eine ganze Weile am Zaun und sah meinen Goldstücken beim TOben zu. Die Pferde genossen das Wetter sichtlich und eigentlich war ich ganz froh, keine Zeit zu haben - so hatten sie zwar wiedermal einen freien Tag, dafür hatte ich aber kein schlechtes Gewissen, weil ich es nicht schaffte, mit allen etwas zu machen und zweitens musste ich sie nicht vom spielen abhalten.
      Irgendwann wandte ich mich ab und ging wieder in den Stall um die Boxen zu misten und mich danach am besten in meinem Büro zu verbarrikadiren, bis ich fertig war....
    • Sammy
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      Der erste Erfolg!

      ~ Hollybrook's Casanova ~
      Der erste Erfolg

      Bibbernd zog ich meine Jacke enger um mich, während ich zügig auf die Box meiner Magical Moment und ihres Fohlens Casanoca zuschritt. Ich öffnete die Boxentür und begrüßte meine Schätze ersteinmal ausgiebig. "Heute ist dein großer Tag Nova, dein allererster Schönheitswettbewerb!", sagte ich dann fröhlich und streifte den beiden Ponies die Halfter über. Da es Nova's erster Wettbewerb war und ich das FOhlen natürlich noch nicht entwöhnt hatte, würde Magic mitkommen. Die hübsche Stute hatte schon so einige Schleifen geholt, daher würde sich ihre Ruhe hoffentlich ein wenig auf Casanova auswirken. Der süße Hengst stand zwar unglaublich gerne im Rampenlicht, doch genauso sehr hing er auch an seiner Mutter.
      Am Putzplatz brachte ich beide Pferde auf Hochglanz und legte ihnen dann die Transportdecken in den Farben meines Gestüts auf - ein dunkles grün, durchwirkt mit goldenen Stickereien. Anschließend verlud ich die zwei in meinen großen Pferdehänger. Nova schien das alles nicht so richtig geheuer zu sein und so drückte er sich eng gegen seine Mutter.
      Kaum das ich die Pferde eingeladen hatte, fuhr auch schon Eddi auf den Hof. Sie hatte mir angeboten mitzukommen, um Magic zu halten und uns beiden die Daumen zu drücken, immerhin war Casanova mein großer Hoffnungsträger.
      Nachdem wir ca eine halbe Stunde Fahrt hinter uns hatten, kam endlich der Reitverein in Sicht, auf dem der Schönheitswettbewerb für Ponyfohlen stattfinden sollte.
      Ich scuhte mir einen Parkplatz und lud dann zusammen mit Eddi meine Pferde aus. Magic schaute sich gelassen um und bog stolz den Hals, wenn andere Pferde vorbeigeführt wurden. WIe sie es gewohnt war, erntete sie dafür natürlich bewundernde Blicke. Nova dagegen ließ ein nervöses Quieken hören und verschwand unter dem üppigen Schweif seiner Mutter.
      Ich lachte, als er sich irgendwann traute, den Kopf unter ihm hervorzustrecken. "Nova was soll denn das? Die anderen Fohlen denken noch, du wärst ein Muttersöhnchen!"
      Doch insgeheim machte ich mir ein wenig Sorgen. Die meisten Fohlen die wir bisher gesehen hatten, waren viel älter als Casanova und manche von ihnen hatten auch schon ein paar mal an Schauen teilgenommen und waren nicht im geringsten so nervös wie Nova.
    • Sammy
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      Monatsbericht März 2011

      Hollybrook Stud
      Monatsbericht März 2011
      Umzugsgedanken....


      "Verdammt!", rief ich gefrustet. Meine wunderschöne - und gerade eben gekrönte - New Forest Ponystute Isola della Pirateria hatte mir schon wieder eine Box zertrümmert. Das Holz war sowieso schon morsch und überhaupt wunderte es mich, dass der Stall noch stand. An allen Ecken und Enden war etwas kaputt und zu wenig Platz hatte ich auch, seit der blöde Bauer anfing mir seine Wiesen wieder wegzunehmen. Die Pferde stanken ihm zu sehr, sagte er. Als wenn sein Kuhmist mehr stinken würde. Er wollte die Weiden nun als Bauland verkaufen und tatsächlich wurde bereits rund um mein sonst so ruhiges Gestüt gebaut.
      Meine Pferde waren total gefrustet, da sie nun nicht mehr so viel Auslauf hatten wie zuvor und außerdem total von dem ständigen Lärm gestresst. Selbst die ruhigsten von ihnen gingen mir dauernd durch oder entwickelten andere Unarten. Alles in allem war das was ich mir solange aufgebaut hatte nicht mehr im geringsten Pferdetauglich.
      Ich atmete tief durch, während ich damit anfing, die Hengste von den zwei verbliebenen Koppeln zu holen. Lukas mein braves Shirehorse, Daemon, den kleinen Reitponyhengst und Black Soul nahm ich zuerst. Pure Poison, Hollywood Undead, Levistino, Ojos Azules, Intolerable Life, Someone und zum Schluss Wild Tempest und Tempelherr. Anschließend holte ich auch Pride's Perfection und Hollybrook's CHeeky Jot von ihren Paddocks herein. Die zwei Hengste bäumten sich auf und Perfection schnappte sogar nach mir. Da ich die beiden nicht mit den anderen Hengsten hinaus lassen konnte, waren sie trotz täglericher Bewegung völlig unausgelastet. Ich seufzte. Nun durften die Stuten für den Rest des Tages hinaus.
      Während ich Angels Fall FIrst, Yakima, Sahira, Fatimah, Paradises Rafinesse, American Baby, Kolibri, Bittersweet, Trianna, Cherish, Dorina, Walk of Fame, Naboo, Magical Moment, Fairylike Facility, Aimiliani, Isola della Pirateria, Thousand Sunny, Cuchara, Scaramouche, BMs Yinn, Hollybrook's Classic Moment, HOllybrook's Nymphomaniac Phantasia und Hollybrook's Casanova immer in zweierpaaren auf die Koppeln brachte, dachte ich über meinen vergangenen Urlaub in Amerika nach.
      Ich hatte Bekannte in Los Angeles, die mich für zwei Wochen zu sich eingeladen hatten. Es war mir nicht leicht gefallen mein Gestüt solange allein zu lassen, doch irgendwann hatte ich mir selbst eingestanden, dass ich zerbrechen würde, wenn ich noch länger hier blieb und den Zerfall meines Lebenstraumes weiter betrachtete.

      Mit diesen Bekannten war ich also die erste Woche in Los ANgeles gewesen und hatte mir einmal den ganzen Stress und die ganze Verantwortung von der Seele getanzt. In der zweiten Woche wollten sie mir dann die andere Seite Amerikas zeigen und so fuhren wir mit dem Auto nach Wyoming auf eine kleine Ranch. Die Besitzer hatten es mit Rinderzucht versucht, waren aber gescheitert. Nun warteten sie auf einen passenden Käufer für die Ranch und wir als zahlende Gäste waren ihnen mehr als Recht gewesen. Sie hatten auch zwei Pferde und diese beiden Tiere waren es, die mich erst so richtig für Wyoming begeistern konnten. Zu der Ranch gehörten rießige Wiesen - zwar nur mit Stacheldraht umzäunt- aber trotzdem eine rießige Weidefläche für die beiden PFerde. Die Bestizerin warnte uns gleich vor, dass es eine Weile dauern könnte, bis die beiden kamen, als sie einen lauten, hellen Pfiff ausstieß, nicht unähnlich dem, mit dem ich auch meine Pferde zu rufen pflegte. Nachdem sie gepfiffen hatte, wandte sie sich zu dem winzigen Holzunterstand und holte zwei Eimer mit ein wenig Hafer, Bürsten und nach und nach Sättel und Zaumzeug hervor. Dann warteten wir knapp zehn Minuten, bis die Pferde angaloppiert kamen. Ich konnte meinen Augen kaum trauen, hatte ich doch nach dem Zustand in dem sich die Ranch befand, zwei recht magere, stumpfe Pferde erwartet. Diese beiden strahlten jedoch soviel Lebenslust und Kraft aus, wie all meine Pferde zusammen.
      "Na ihr beiden? Wo habt ihr euch wieder herumgetrieben?", fragte die Frau leise. Die Pferde waren von oben bis unten dreckverkrustet.
      "Das ist das erste Mal seit drei Wochen, dass ich Jack und Gypsie wieder zu Gesicht bekomme!", lachte die Frau. Als ich sie fragend ansah, erklärte sie mir dass die Stute und der Hengst das ganze Jahr über draußen waren - die Koppel erstreckte sich beinahe fünf Meilen weit. Die Stute war auch jedes Jahr tragend und kam irgendwann mit einem neuen Fohlen zurück, dass die beiden zuritten und anschließend verkauften. Hereingerufen wurden Jack und Gypsie ansonsten nur, wenn sie gebraucht wurden.
      ICh sattelte Gypsie, die Frau nahm Jack. Meine Bekannten blieben und plauderten mit dem Rancher, sie machten sich nichts aus Pferden und die Gegend hier hatten sie schon oft genug gesehen.
      ICh aber war völlig hin und weg. Kaum das wir zehn Minuten geritten waren, kamen wir an einen kleinen, ruhigen, sauberen See, von dem eilig ein paar Rehe wegsprangen, als sie uns kommen sahen. Im Hintergrund zeichneten sich die Umrisse der Rocky Mountains ab und zwischen ihnen und uns erstreckte sich die schier endlose Prärie. Wir gaben den Pferden die Zügel frei und schossen über das beinahe kniehohe Gras hinweg. Als wir schließlich die Pferde auf einer Hügelkuppe zügelten, blieb mir vor Staunen fast die Luft weg. Man hatte von hier oben einfach einen unglaublichen Ausblick und ich konnte mir in diesem Moment wahnsinnig gut vorstellen, hier zu leben. Allein der Gedanke daran, dass meine Pferde so glücklich sein könnten wie diese beiden hier, berauschte mich.

      Ein wütendes Wiehern riss mich aus meiner Träumerei. Seit genau zwei Wochen war ich also nun wieder hier in der Einöde Deutschlands und alles wurde immer schlimmer. Das Pärchen hatte mir die Ranch sogar zu einem Spottpreis angeboten, als sie hörten dass ich in meinem jetztigen ZuHause überhaupt nicht glücklich war. Aber noch grauste es mir bei der Vorstellung meine Pferde in ein Flugzeug zu stecken und auf diese unglaublich lange Reise mitzunehmen. Geld genug hätte ich - auch für die Renovierung und Modernisierung der Ranch, aber hatte ich auch den Mut dazu? Es würde immerhin bedeutten, dass ich mein Heimatland verließ, mein Gestüt, meine Familie und vor allem meine Freunde. Amerika lag nun einmal nicht gerade um die Ecke und es störte mich ja jetzt schon, dass ich soweit von rawwrrr, Eddi und all den anderen entfernt wohnte. Andererseits hätten sie bestimmt auch nichts dagegen ab und zu ein bis zwei Wochen Ferien auf einer echten Ranch zu machen...So liefen meine Gedanken hin und her den ganzen Tag und nachts träumte ich davon. Selbst wenn ich auf dem Pferd saß, stellte ich mir vor wieder in Wyoming zu sein, den scharfen Präriewind um mich herum zu spühren und die Maiestätischen Berge vor mir zu sehen. Man könnte wohl fast schon sagen, dass ich Heimweh nach einem Land hatte, das nicht mein Zu Hause war. Aber trotzdem merkte ich, wie der entschluss immer mehr heranreifte und als ich eines Morgens zum Telefon griff und mit den beiden Ranchbesitzern die Renovierungsarbeiten besprach wusste ich, dass ich mich entschieden hatte: Ich würde Deutschland verlassen und in Amerika einen völligen Neuanfang wagen - FÜr meine PFerde und für mich!
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  • Album:
    Verkaufsstall
    Hochgeladen von:
    Sammy
    Datum:
    27 Juni 2013
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    Kommentare:
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  • Hollybrook's Casanova
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    Spitzname: Nova

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    ~ Abstammung ~
    Von:
    Hollybrook's Cheeky Jot
    VV: BMs Caradoc
    VVV: Caspar
    MVV: Precious Scream

    MV: Walk of Fame
    VMV: Miracle
    MMV: Famous Princess

    Aus der: Magical Moment
    VM: Magic Touch
    MM: Magical


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    Rasse: New Forest Pony
    Geschlecht: Hengst
    Geburtsdatum: 11. Juni 2011
    Stockmaß: 1,48m
    Fellfarbe: Silver Dapple
    Kopfabzeichen: Blesse
    Beinabzeichen: h.l.: Stiefel, h.r.: weiße Fessel

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    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Hollybrook's Casanova ist ein Jungpferd wie es im Buche steht. Der Hengst besitzt ein nahezu perfektes Exterieur und sticht schon allein durch seine absolut außergewöhnliche Fellfarbe sofort ins Auge.
    Seine beiden jungen, doch bereits sehr erfolgreichen Eltern Hollybrook's Cheeky Jot und Magical Moment haben dem süßen Junghengst alles vererbt was es braucht um einmal ein echter Champion zu werden: Schon jetzt zeigt Casanova wunderschöne Gangarten und Spaß an der Arbeit. Er besitzt einen ausgezeichneten Charakter - menschenbezogen und treu, mit einer gehörigen Portion Temperament- und allein bei dem putzigen Blick Casanova's schmilzt man nur so dahin. Er verzaubert Menschen wie auch Tiere innerhalb von Sekunden und das auf eine schier unglaubliche Art und Weise!
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    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: /
    Ersteller: Sammy
    Vkr: Hollybrook Stud

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    ~ Qualifikationen ~
    Dressur:
    L
    Springen: L
    Military: A
    Fahren: A

    --------------------------------------------------
    ~ Schleifen ~

    Gewinner der [HK 460] für Pferde bis 1,48m
    Gewinner des [SW 222] Ponyfohlen
    Gewinner der [FS 213] Fohlen mit Äppelung
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    3. Platz bei der 69. HdMW
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    1. Platz beim 194. Fahrturnier
    1. Platz beim 49. Synchronspringen
    2. Platz beim 185. Militaryturnier
    2. Platz beim 57. Synchronspringen
    1. Platz beim 280. Dressurturnier

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    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig: ja
    Nachkommen: ///
    Geschwister:
    Hollybrook's Fairy Bluebird [Stute | a.d. Fairylike Facility ]