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sadasha

HMJ Humble ♂️| Rheinisches Warmblut | 16p.

HMJ Humble ♂️| Rheinisches Warmblut | 16p.
sadasha, 14 Mai 2020
xSera, Bracelet, adoptedfox und 7 anderen gefällt das.
    • sadasha
      HMJ 2020
      14. Mai 2020 | 4154 Zeichen von sadasha | 3 Punkte

      Keine Frage, mein Leben ist ruhiger geworden nachdem Bat in ein neues zu Hause gezogen ist und der Alltag Candy und mich schon längst eingeholt hatte. Umso mehr freute ich mich über einen Brief von Hunter. Ich las ihn zur Hälfte und war verwirrt. Faselt da etwas von einem „Joelle Horse Makeover“, mit Rassepferden. Pferde mit Potential. Genau mein Ding. Anbei ein Flyer und eine Promotion-DVD. „Macht man sowas heutzutage noch? In Zeiten von YouTube und Facebook?“. Kopfschüttelnd setzte ich mich mit dem Material auseinander und rief Hunter im Anschluss an. Was hatte den Mann geritten? Das klang nach einem billigen Mustang MakeOver Abklatsch für verwahrloste Tiere, die man schier willkürlich aufgeschnappt hatte. Meine Pferde bekam ich über zig Ecken und bewertet werden wollte ich schon mal gar nicht. Wie naiv ich war... Die Bilder der Pferde ließen mich nicht mehr los. Ebenso wenig Hunter's Worte: „Es ist genau dein Ding. Scheiß auf die Bewertung. Du machst das was du liebst. Es gibt einen Rheinländer...“. Tage lang verfolgten mich immer die gleichen Worte. Nach gut drei Wochen klingelte Hunter mich an und bat mich doch nochmal die Webseite des HMJ zu öffnen, die ich bis dato nicht einmal kannte. Ich tat wie geheißen. Sah ganz professionell aus. Offenbar gab es allerlei Medien um eine möglichst breite Zielgruppe anzusprechen. Jedenfalls... Da stand was von wegen, dass für ein Pferd eine neue Begleitung gesucht würde. „Schreib sie an. Ich hab HMJ Humble (den Rheinländer) nicht mehr gesehen. Den wollte wohl niemand!“, drängte er mich. Es war nicht Hunter's Art einen so unsagbar hartnäckig zu nerven. Ihm lag wohl etwas daran und ja... Er hatte sogar Recht. Es IST mein Ding und ich geb 'nen Scheiss drauf, ob man mich für mein Werk bewertet, solange ich guten Gewissens sagen kann, dass ich das Leben eines Pferdes verbessert habe. „Gut.“, schloss ich. „Du hast es geschafft. Ich frag nach. Gratuliere!“ Hunter jubelte und ich hörte wie Pitch genervt brummelte und wegtapste. „Sogar der erkennt dich nicht wieder.“

      Mein Leben veränderte sich gefühlt von einem Tag auf den nächsten. Mein Weg zum HMJ brachte mich auf das Lindö Dalen Stuteri in Südschweden. Der Hof war am Meer gelegen und war ein in meinen Augen riesiger Komplex aus Anlagen. Beeindruckend! Da der Wettbewerb schon lief, stolperte ich gleich mit Sack und pack über andere Teilnehmer, ehe ich zur Leitung gelangte, die mir sowohl mein Zimmer zeigte, als auch Humble. Humble war Menschen gegenüber sehr offen und kam gleich zu uns. Schnell zeigte er eines seiner größten Laster: Das Koppen. „Hat da schon mal ein Tierarzt drauf geguckt?“, wollte ich wissen und bekam ein untröstliches „Nein“ zurück. Man hatte es noch nicht geschafft sich um das Wohlbefinden des roten Hengstes zu kümmern. Immerhin war er sauber und machte im Gegensatz zu meinen schlimmsten Fällen einen gepflegten Eindruck, wobei er durchaus mehr auf den Rippen tragen könnte. Ich beließ es bei dieser ersten Begegnung und richtete mich in meinem Zimmer ein. Morgen. Dann kann es losgehen. Morgen ist mein erster offizieller HMJ-Wettbewerbstag! Vielleicht war mir die Bewertung ja doch nicht so egal wie ich gedacht hatte. Jetzt, wo ich einmal da war.
      Beim Abendessen erfuhr ich, dass es ein Gewinnspiel gab. „Es gibt zwei Maßsättel zu gewinnen! Go for it!“ Ich nickte und las mir kurz durch worum es ging. Man musste sich zwischen den beiden Sattlern Hunter und Jamie entscheiden. Ich ging auf mein Zimmer und setzte mich in den Loungesessel um mir die Beschreibung der beiden durchzulesen. Mein erster Gedanke war: „Nimm Hunter, das wäre witzig, weil Hunter, Hunter...“. Als ich jedoch die Beschreibung der beiden ein zweites mal gelesen hatte war ich überzeugt, dass Jamie besser zu Humble passt. Ich setzte mich an den großen Studiertisch in meinem Ferienzimmer und nahm Stift und Papier zur Hand:

      „Heya Jamie,

      zu gerne würde ich dir meine Stimme geben bei deinem Wettbewerb gegen Hunter und damit eine Chance auf einen Sattel aus deinen Händen. Warum? Das Pferd, das ich hier so gut ich kann pflege ist ein Rheinisches Warmblut, dem der Weg nach ganz oben offen steht wenn man mich fragt. Er ist ein Pferd in dem ich etwas sehr loyales, sehr edelmütiges sehe. Dazu passt kein Sattel von einem Chaoten gefertigt, der Sättel wie aus einer Laune heraus anfertigt. Humble braucht einen Sattel, der mit Bedacht und viel Liebe auch zu den kleinsten Details gefertigt wurde. Und da sehe ich eher dich, als deinen Kollegen.

      Viele Grüße und... bleibt gesund in diesen Zeiten,
      Steffen“

      Zu persönlich? Ich überlegte kurz, beschloss aber, dass ich keine Lust hatte den Brief noch einmal zu schreiben nur um ihn förmlicher zu gestalten. Sorgfältig legte ich ihn in Falten, genau so, dass er in den Briefumschlag passte. Morgen würde ich ihn gleich einschicken und hoffen, dass er rechtzeitig zum Ende des Gewinnspiels ankommt. Nun jedoch war es Zeit sich schlafen zu legen, damit die Batterien morgen wieder aufgeladen sind.
      Zion gefällt das.
    • sadasha
      Unsanft geweckt
      16. Mai 2020 | 4702 Zeichen von sadasha | 3 Punkte

      Es war so ein guter Traum. So tief hatte ich lange nicht mehr geschlafen. Ich träumte von der Landschaft in Schweden, die ich erst gestern Morgen aus der Vogel Perspektive gesehen hatte. Im Traum roch ich noch einmal die wilden Wiesen, an denen ich vorbei gefahren war auf dem Weg vom Flughafen zum Lindö Dalen Stuteri. Alles war wie verwunschen und dann riss mich mein Wecker aus dem Schlaf. Geschockt riss ich die Augen auf und begriff erst ein paar Momente später wo ich war. Es war schon hell und ich hörte Stimmen auf dem Flur. Noch immer nicht ganz wach drehte ich mich aus dem Bett und stolperte über meine Hausschuhe die ich, chaotisch wie ich nun mal war, gestern Abend nicht ordentlich zur Seite gestellt hatte. Der Loungesessel fing mich auf und kippe unter meiner Last um. "Verfluchte..." beschwerte ich mich und richtete mich auf. Was für ein Start in den Tag. Ich atmete tief durch und sah mir das Chaos im Zimmer an. "Wenn der Tag so weiter geht, kann ich morgen gleich wieder abreisen." sagte ich zu mir selbst und lachte. Dennoch war ich voller Hoffnung und gab mir eine zweite Chance. Ein gutes Frühstück, drei Tassen Kaffee und ich war ein neuer Mensch.
      Nach dem Frühstück ging ich noch einmal kurz aufs Zimmer um einen Tierarzt und einen Hufschmied zu finden, was sich als schwierig herausstellte. Überall war besetzt oder die Strecke zu weit. Enttäuscht über diesen Rückfall machte ich mich auf den Weg in den Stall, wo ich schon von der Sattelkammer aus HMJ Humble's Koppgeräusche hörte. Für heute hatte ich mir vorgenommen den Hengst genauer unter die Lupe zu nehmen. Körperliche und seelische Baustellen ausfindig machen, einen Futterplan aufstellen und ein bisschen über das Hofgelände spazieren. Humble sah mich mit großen Augen an, als ich mich samt Halfter und Longe näherte und streckte hoffnungsvoll den Kopf an der Boxentür hoch. Ob er es wohl kannte auf Kommando zurück zu weichen? Ich probierte ein paar Handzeichen aus, doch der Hengst wartete noch immer ungeduldig darauf, dass die Tür sich öffnete. "Nagut." seufzte ich und öffnete die Tür gerade so weit, dass ich Humble mit meiner Hand zurückschieben konnte, damit ich die Möglichkeit hatte einzutreten. Frustriert. Das traf den Nagel auf den Kopf, wenn es darum ging Humble's Verhalten in der Box zu beschreiben. Wenigstens ließ er sich problemlos aufhalftern. „Wenigstens an dieser Stelle kein Trauma.“ flüsterte ich und kraulte den auffallend kräftigen Hals des Fuchses. Humble wurde sofort ruhiger, als wir die Box verlassen hatten und folgte gehorsam bis zum Platz, wo ich ihm etwas mehr von der Longo gab und ihn nach außen schickte. Auch das schien er zu kennen, wenngleich er recht übermütig reagierte. Sobald er die erste angestaute Energie losgelassen hatte, ließ er sich auf die Hilfen ein, die man ihm gab. Erstaunlich wie schön gleichmäßig er lief. Das erwartete man nicht, da sein Rumpf deutlich abgesackt war. An Reiten war erstmal nicht zu denken. Humble musste Muskeln und Gewicht wieder aufbauen. Die Trägerermüdung war zumindest aus meiner Sicht noch nicht so schlimm, dass sie ihn sein Leben lang nachhängen wird. Nur musste man jetzt handeln. Sofort. Dafür musste sich nur ein Tierarzt finden. Ein Therapeut zur stetigen Begleitung wäre auch nicht verkehrt. Ich seufzte schwermütig und ließ Humble zum Schritt parieren. Der Hengst tat wie geheißen und senkte den Kopf um etwas zu entspannen. Man sah deutlich, dass seine Halsmuskulatur verspannt war. Armer Kerl. „Wir finden schon jemanden, der uns hilft dich fit zu machen.“ versprach ich ihm, nachdem ich die kurze Trainingssession für beendet erklärt hatte. Gemeinsam schlenderten wir über die Hofanlage. Hier und da ließ ich Humble etwas grasen und machte mir dabei Gedanken um seinen Futterplan. Er brauchte einen Plan, der ihn beim Aufbau sowohl von Gewicht, als auch von Muskeln half. Gewicht war dabei vorerst wichtiger, wobei ich das auch mit dem Tierarzt besprechen würde, sobald sich einer gefunden hat.
      Beim Spaziergang fiel mir auf, dass Humble auf kleinste Bewegungen und Geräusche achtete. Er war kein Pferd, das man sich einfach schnappte und ins Gelände ging. Man musste sehr auf seine Körpersprache achten. Zum Glück gab er meist Anzeichen von Anspannung, bevor er sich so richtig aufregte. Nur bei seinen Artgenossen ließ er seiner Verzweiflung ohne Vorwarnung freien Lauf. Humble wich anderen Pferden schon viele Meter im voraus aus. Gab es keine Möglichkeit auszuweichen, wehrte er sich dagegen weiter zu gehen. Dabei blieb er nicht nur stehen, sondern tänzelte und rannte einen über den Haufen um dem fremden Pferd aus dem Weg zu gehen. Keine lustige Angelegenheit bei einem großen Warmblut. Wenigstens war das Gelände groß genug, sodass ich Pferdekontakte recht gut meiden konnte. Bisher war das seine größte Baustelle. Körperliche Missstände hin oder her. Da gab es Trainingspläne. Handfeste Methoden. Bei psychischen Problem gestaltete sich die Heilung meist komplizierter. Es brauchte in jedem Fall ein psychisch starkes Pferd, das Humble Sicherheit geben konnte. Man musste dem Fuchs zeigen, dass Artgenossen cool sind und nichts wovor man sich gleich fürchten sollte. Jetzt erklärte sich mir auch, wieso der Hengst alleine stand. Ich brachte ihn nach unserem Spaziergang auf seine Weide, etwas Abseits des großen Treibens. Den Rest des Tages verbrachte ich damit den Futterplan aufzusetzen und versuchte zwischendurch immer wieder Tierärzte oder Hufschmiede zu erreichen. Es war enttäuschend zu sehen wie schwierig sich das gestaltete und so endete dieser Tag mit Bauchschmerzen und einem schlechten Gefühl, Sorgen.

      Veija gefällt das.
    • sadasha
      Crescent Acres Farriery
      22. Mai 2020 | 4332 Zeichen von Zaii | 6 Punkte

      „Steffen?“, richtete ich meine Frage über den gesamten Parkplatz, als mir ein junger Mann entgegen kam, während ich gerade meine Heckklappe öffnete. Er nickte und als er neben mir stand, reichten wir uns die Hand. Sein Handschlag war kräftig, der Blick klar und aufmerksam. Auf dem Hof herrschte reges Treiben, aber Steffen schien sich eingewöhnt zu haben. Er nickte zwei Frauen lächelnd zu, die im Vorbeigehen grüßten und wandte sich dann wieder an mich. Gemeinsam trugen wir das Equipment zum Putzplatz, der sich zu meiner Freude direkt nebenan befand. Während ich meinen Koffer öffnete, machte Steffen sich daran, meinen heutigen Kunden zu holen. Er hatte bereits am Telefon von HMJ Humble, den er selbst Teddy nannte, erzählt. Das Warmblut hatte vor allem Probleme mit Artgenossen, nicht aber mit Menschen. Eine Tatsache, die mir meine Arbeit angenehmer machte. Als Steffen mit dem Fuchs auf mich zukam, sah man bereits, dass es an mehr als einer Stelle an Muskeln fehlte. Teddy hielt sich brav an Steffen, als ich mir Schritt und Trab des Hengstes zeigen ließ, während ich meine Schürze umband. Zwar sah man, dass der Hengst noch einiges an Arbeit benötigen würde, aber nichts deutete darauf hin, dass seine Hufe oder Beine dabei Probleme im Weg standen. Mir reckte der Hengst mit gespitzten Ohren die Schnute entgegen, als er vor mir stand. Wir machten uns bekannt, ehe Steffen sich am Kopf des Hengstes positionierte und ich mit meiner Arbeit begann.
      Teddy wehrte sich nicht, als ich den ersten Huf anhob und mich daran machte, die Hufwand zu kürzen. Trotz der Kraft, die durch das Schlageisen auf den Huf wirkte, entlockte ich ihm nicht mehr als ein interessiertes Kopfdrehen. Steffen schien zufrieden mit seinem Schützling: „Wir arbeiten noch nicht lange zusammen, aber wenn wir es schaffen, an seinen Baustellen zu arbeiten, steht ihm alles offen.“ Nur zu gern hörte ich mir an, was Steffen mir vorschwärmte. Ich hatte zwar etwas vom HMJ mitbekommen, aber weder ich noch sonst jemand aus unserem Team hatte bisher das Interesse verspürt, sich selbst einzubringen. Entsprechend war dieser Termin eine gute Gelegenheit, das Gelände, die Menschen und vor allem eines der Problempferde kennenzulernen. Teddy zeigte sich dabei absolut problemlos. Steffen erzählte, dass der Hengst koppte, aber kannte man die Bedingungen, unter denen er vor der Beschlagnahmung leben musste, war dies nicht sehr verwunderlich. Im Umgang mit mir war der Hengst allerdings musterhaft. Weder das anschließende Ausschneiden des Zerfallshorns, noch das plan Raspeln der Hufwand verunsicherten den Hengst. Auch das Berunden der Kanten machte er vorbildlich mit. Selbst die Hinterbeine, derer ich mich erst annahm, nachdem ich beide vorderen Hufe bearbeitet hatte, gab Teddy ohne Probleme. Nur einmal musste er seinen rechten Huf absetzen, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren, aber davon ab, war das ein Termin wie aus dem Bilderbuch, was ich auch vor Steffen kommunizierte. Der ruhige Mann nickte zufrieden und dankte. Teddys Durchhaltevermögen belohnte ich mit einem Stück Möhre aus meiner Tasche, das der Hengst mit Begeisterung entgegen nahm.
      Ich bat Steffen, mir den Hengst noch einmal in Schritt und Trab vorzuführen. Dafür nutzen wir den Weg direkt vor dem Putzplatz. Im Schritt trat Teddy brav auf der Höhe von Steffens Schulter voran. Gerade, als Steffen umgedreht hatte und den Hengst zum Trab animierte, kam eine Frau mit einem schwarzen Endmaßpony in Sichtweite. So beließ es das Rheinische Warmblut bei einigen wenigen Trabschritten, ehe er entschieden die Hufe in den Boden drückte. Steffen redete bereits beruhigen mit dem Hengst und ließ ihm mehr Strick. Jede Faser im Körper des Hengstes wirkte angespannt und er hatte den Kopf bereits in die Höhe gerissen, drauf und dran, das Weite zu suchen. Auch die Besitzerin des Rappen hatte die Situation erkannt und verringerte das zügige Tempo, das sie eingeschlagen hatte. Sie signalisierte mit einem Handzeichen, dass sie in den Roundpen gehen würde. Ich nickte ihr zu, denn Steffen konzentrierte sich ganz auf Teddy. Erst, als das andere Paar hinter der geschlossenen Tür des Roundpen verschwunden war, wich die Anspannung langsam aus dem Körper des Hengstes, doch der Argwohn schien für den Moment zu bleiben. Ich hielt mich entsprechend kurz: „Was ich gesehen habe, sah unauffällig auf. Sollte er allerdings in den nächsten Tagen Probleme beim Laufen bekommen oder wenn dir sonst etwas auffällt, dann meld‘ dich direkt.“ Steffen nickte dankend, ehe er sich verabschiedete. Ich würde meine Werkzeuge allein zurück ins Auto bringen, während Teddy von Steffen auf dessen Stück Weide und damit aus der aufwühlenden Situation gebracht wurde. So schnell war aus dem verträglichen Hengst ein Pferd voller Angst und Panik geworden. Es stand außer Frage, dass Steffen mit dem Fuchs noch einiges an Arbeit vor sich hatte, doch auf mich wirkten die beiden bereits wie ein gutes Gespann, welches sicherlich zu einer noch besseren Einheit zusammenwachsen würde. Mein Interesse hatten sie jedenfalls geweckt und ich nahm mir vor, ihre Fortschritte regelmäßig über die Social Media Kanäle des HMJ zu verfolgen.
    • sadasha
      Ein erster Ausgang
      01. Juni 2020 | 3289 Zeichen von sadasha | 3 Punkte

      Nachdem der Hufschmied uns bestätigt hatte, dass HMJ Humble gute und gesunde Hufe hatte, warteten wir nun noch auf den Tierarzt, der uns auch bei Futter- und Trainingsplan weiter helfen würde. In der Zwischenzeit machte ich nach bestem Wissen und Gewissen weiter, wie ich es für richtig hielt. Ich führte Humble an Artgenossen heran und zeigte ihm, wie ein normaler Stallalltag aussehen sollte. Der Hengst gewöhnte sich langsam an mich und schien schnell Vertrauen aufzubauen. Das war eine gute Basis um ihn zu resozialisieren. Bei unserer täglichen Longeneinheit zeigte mir Humble, dass er mehr konnte. Mehr als ich dachte. Vielleicht war er sogar bereits an- oder eingeritten. Ich freute mich darauf das herauszufinden sobald wir nach dem Gesundheitscheck endlich nach Deutschland reisen konnten. Für heute hatte ich unseren ersten Spaziergang außerhalb des Hofgeländes vorgesehen. Humble wartete auf seinem kleinen Paddock und trabte munter zum Tor, als ich mit Halfter und Strick hereinkam. "Guter Junge!", lobte ich ihn und schob ihm ein Leckerlie zu, bevor ich ihm das Halfter überzog. Ich führte Humble an ein paar Weiden vorbei, auf denen Pferde standen. Der Hengst reagierte wie gewohnt etwas gestresst, ließ sich aber zügig weiter führen. Sobald die Pferde außer Sicht waren beruhigte er sich wieder. Sofort lobte ich den Fuchs und schob ihm abermals ein Leckerlie zu. "Du wirst dich irgendwann daran gewöhnen.", sagte ich leise, während ich den Strick fest machte. Die Putzsachen hatte ich mir schon im Voraus hingestellt. Dreckig war der Hengst nicht, dennoch putzte ich einmal mit dem Striegel über und entschied dann spontan das Langhaar zu schneiden. "Was hältst du von einem feschen Turnierschnitt, Großer?" Keine Reaktion. Ich ließ Humble erst an Schere und Kammschnuppern um zu sehen ob er das kannte. Der Hengst wirkte gelassen, also machte ich mich an der Mähne zu schaffen. Ich war geübt darin Mähnen zu schneiden. Zuerst schnitt ich grundsätzlich ein ganzes Stück runter, in etwa auf die Länge, wie ich sie haben wollte. Dann begradigte ich das ganze und zum Schluss schnitt ich senkrecht mit kurzen Abständen in die spitzen um dem Ganzen einen natürlicheren Look zu verleihen. Gegen die natürliche Veranlagung von Humbles Mähne sich für ein kurzes Stück am oberen Hals auf die rechte Seite zu kippen konnte ich leider nichts tun. Sobald wir zu Hause waren würde ich die Mähne dafür regelmäßig einflechten und hoffen, dass sie sich irgendwann meinem Willen beugt. Für's Erste reichte es mir aber eine angenehmere Länge zu haben. Auch den Schweif kürzte ich ein wenig. Er sah jetzt voller und gesünder aus als zuvor. "So können wir uns sehen lassen." Ich klopfte die Schulter von Humble und räumte dann meinen Putzkasten weg, ehe ich den Strick löste und mit dem Hengst das Gelände verließ. Wir machten eine kleine ruhige Runde an Wald und Feld vorbei. An ein paar Stellen konnte man das Meer in der Ferne rauschen hören, doch ich wagte mich noch nicht den Hengst dort hinzuführen. Er kannte nichts. Vermutlich würde er sich dort losreißen und erstmal panisch davonlaufen. Das Risiko war mir zu hoch und so suchte ich uns ruhige Strecken. Das war genug Aufregung für uns, denn Humble fand auch manche Sträucher, Kleintiere oder Schilder äußerst befremdlich. Es war anstregend mit dem Hengst spazieren zu gehen. Es gab immer mindestens eine brenzlige Situation, in der man die Fassung nicht verlieren durfte und Stärke beweisen musste. Am Ende des Tages waren 30 Minuten Gassi gehen mit Humble ein effektives Workout für jedermann, der kühn genug war sich auf dieses Abenteuer zu wagen. Ich war froh, als wir heute wieder im Stall waren und ich Humble zurück auf seinen Paddock entlassen konnte. Ich bereitete ihm nun noch Futter zu, prüfte die Funktionalität von Tränke und Zäunen und suchte mir dann selbst etwas zum Abendessen, ehe ich nach einer Dusche ins Bett fiel und sofort tief und fest einschlief.
    • sadasha
      Meilensteine
      05. Juli 2020 | 5123 Zeichen von sadasha | 4 Punkte

      Es ist nun schon viel Zeit vergangen, seitdem ich mich das letzte Mal einem Bericht gewidmet hatte. Das lag unter anderem daran, dass ich eigentlich erst wieder schreiben wollte nachdem der Tierarzt seinen Bericht abgeliefert hatte und zum Anderen daran, dass die Arbeit mit HMJ Humble so flüssig voran ging, dass die Zeit wie im Flug an mir vorbei ging. Der Hengst war mittlerweile bei mir in Deutschland zu Hause und hatte sich gut eingelebt. Wir konnten nun an anderen Pferde vorbeigehen und ich hatte herausgefunden, dass Humble wohl bereits eingeritten war. Oder er war ein Überflieger. Ist auch gleich, weil ich den hübschen Fuchs ganz so behandelte, als wüsste er nichts. Umso mehr freute ich mich dann, wenn er schnell begriff was ich von ihm wollte. Ich führte eine Art "Reaktivierung" seiner erlernten Fähigkeiten durch. Es fühlte sich an wie Knöpfe drücken. Vom Tierarzt hatten wir das okay langsam aber sicher mit dem Reiten anzufangen. Dennoch arbeitete ich Humble die meiste Zeit vom Boden aus. Sein Rücken kam immer mehr hoch und die Trägerbelastung ließ mehr und mehr nach. Es machte Spaß zu beobachten wie Humble immer mehr aufblühte. Eine Restangst würde ihm unter Garantie immer bleiben. Er wird sicher nie ein Pferd das gerne im Gelände unterwegs war. Er war schnell überfordert von Eindrücken. Ein Schritt nach dem anderen gewöhnte ich Humble an sein neues Zu Hause und zeigte ihm mit genügend Abständen neue Dinge. Unser aktuelles Stückchen Arbeit waren Kühe. Der Hengst hatte offenbar noch nie eine Kuh gesehen. Es war ein wahnsinns Erlebnis beim ersten Mal. Wir machten schnurstracks kehrt, nachdem Humble sich beinahe losgerissen hatte vor Aufregung. Seitdem gehen wir die Strecke immer wieder bis zu den Kuhweiden. Bestückt mit ausreichend Leckerlies und viel Geduld. Wir kamen immer ein wenig näher heran. Es war wie bei fremden Pferden. An Who Loves Candy hatte sich Humble bereits wunderbar gewohnt. Er ordnete ich ihm unter und konnte problemlos mit ihm auf einer Wiede stehen. Wenn ich daran zurückdachte wie wir angefangen hatten machte mein Herz einen Purzelbaum vor Freude. Heute waren Sattler und Osteo da. Wir suchten für Humble einen Vielseitigkeitessattel für den Alltag. Er sollte gerade wegen der Trägerbelastung perfekt sitzen. Meine Osteopathin "Olivia" aka "Livi" leistete mir von Beginn meiner Karriere schon gute Dienste an den Pferden um die ich mich kümmerte. So wird sie sich auch um Humble kümmern, der ihr eher skeptisch gegenüberstand. Dennoch bemerkte der Fuchs schnell, dass sie ihr Gutes tat und ließ die Behandlung heute über sich ergehen und fing gegen Ende sogar an zu dösen. Währenddessen suchte ich mit dem Sattler einen Sattel aus der mir gefiel. Dank ihrer Weiterbildung zur Sattelanpasserin konnte Livi das gewählte Stück direkt auf Humble zuschneiden. Es wurde ein brauner Sattel. Nichts Besonderes. Gut kombiniert aber sicher sehr elegant und passend zum Rheinländerhengst. Aufregung stieg in mir auf, als ich Humble seinen Sattel zum ersten Mal auflegte und wie von Geisterhand gleich in die richtige Position gleitete. Humble warf einen aufmerksamen Blick nach hinten und wirkte ebenfalls leicht nervös. Ich griff unter seinem Bauch nach dem Gurt und zog ihn leicht an, gerade so dass der Sattel nicht mehr rutschte. Humble schlug sich mit einem Hinterbein leicht gegen den Bauch. Sicher. Das war etwas, das er lange nicht gespürt hatte. Ich beobachtete, nein studierte das Verhalten des Fuchses und führte ihn ein wenig umher. Keine Anstalten mehr. Humble wirkte als sei ein sattel für ihn das normalste dieser Welt. Seine natürlich Anspannung außen vor gelassen, wirkte er sehr vertraut mit der Situation. Ich zog den Gurt ein bisschen fester, sodass man theoretisch aufsteigen konnte. Olivia sah mich kurz ein wenig fragend an. "Macht er gut, nicht wahr?" sagte ich stolz und ging auf sie zu. Sie nickte lächelnd. "Sicher, ich hatte nicht vor ihn heute gleich zu reiten." meinte ich verständnisvoll. Sie lachte. "Vielleicht solltest du kurz aufsitzen, damit wir sehen können ob auch wirklich Alles passt." Mir entwich ein kurzes "Oh". Klar. Wie dumm von mir. Darauf hatte sie gewartet, während ich minutenlang nur über den Innenhof spazierte und mein Glück nicht fassen konnte. Ich führte den Hengst auf den Reitplatz. Ich stellte die Bügel auf die richtige Länge ein und schwang mich in einem geschmeidigen Zug in den Sattel. Humbles Kopf schoss nach oben und die Ohren nach hinten. Ich spürte wie sein Brustkorb sich etwas schneller als üblich bewegte. Ich rechnete damit, dass er jeden Moment stieg oder nach vorne lospreschte. Doch nichts dergleichen. Humble beruhigte sich. Er senkte langsam seinen Kopf, sodass ich in Olivias erstauntes Gesicht blicken konnte. Auch ihr hatte der Atem gestockt. Sie kam nun ebenfalls auf den Reitplatz und kontrollierte den Sitz des Sattels von allen Seiten. "Beweg dich mal ein bisschen." Ich tat wie geheißen. "Sieht gut aus." Sie lächelte und ich trieb Humble vorsichtig ein Stück vorwärts. Sofort hob er seinen Kopf und machte ein paar langsame Schritte, ehe er Gefallen an der Bewegung fand und fleißiger lief. Die Nervosität fiel von mir ab und ich lobte den Fuchs unter mir. Ich ging ein paar Runden um Olivia herum und blieb schließlich bei ihr stehen. Es war nicht schwer Humble zu steuern. Er tat was man verlangte, wenngleich er offenbar keine Ahnung von gleichbleibendem Tempo hatte. Er variierte die Schnelligkeit seines Schrittes nach eigenem Ermessen und man musste ihn stets korrigieren. Etwas das einfach ein wenig Übung benötigte. Ebenso wie die Steifheit in Biegungen. Olivia kontrollierte abermals den Sitz des Sattels und wirkte weiterhin zufrieden. Ich stieg ab und lobte Humble abermals. "Guter Junge!" Ich bedankte mich beim Sattler und bei Olivia für ihre Arbeit und brachte den Hengst auf die Stallgasse um ihn abzusatteln und im Anschluss auf seine Weide zu bringen. Meine Gedanken kreisten nun um neue Pläne mit ihm. Die Abenteuer die man bald mit ihm erleben konnte wirkten auf mich grenzenlos und ich freute mich auf die nächste Zeit. Humble wird wieder ein Reitpferd!
    • sadasha
      Das ganz normale Hauspferd
      02. Dezember 2020 | 2111 Zeichen von sadasha | 3 Punkte

      HMJ Humble und ich sind über die letzten Monate zu einem funktionierenden, guten Team herangewachsen. Es fühlte sich an, als sei es bereits Jahre her, seit wir uns ausschließlich mit Bodenarbeit und Aufbau beschäftigt hatten. Heute gehörte Reiten zu unserem Alltag dazu. Der Fuchs kannte nun das Leben eines ganz normalen Hauspferdes, so wie es schon immer hätte sein sollen. Ich war stolz auf das, was wir geschafft hatten und in Zusammenarbeit mit Hunter hatte ich das Gefühl, wir konnten alles erreichen. Aktuell überlegte ich Humble zu ihm in Beritt zu geben. Der Hengst zeigte ein Talent für die Dressur und es tut ihm außerdem gut bestimmte Übungen für seinen allgemein etwas schwächeren Rücken durchzuführen. Bodenarbeit war deshalb weiterhin unablässlich. Ich ließ mir viel Zeit mit der Ausbildung des Hengstes. Was das Event betraf, lagen wie so oder so weit hinten, sodass ich keine Ambitionen hatte irgendetwas an Punkten aufzuholen. Im Grunde hätte es auch schon längst beendet sein sollen, doch die globale Pandemie machte ein Zusammenkommen aller Teilnehmer schwierig. Ich hielt während dieser Zeit des Wartens, schon wieder Ausschau nach einem neuen Schützling, den ich "retten" konnte. Die Angst gegenüber Artgenossen hatten wir im Übrigen im Griff. Zwar war Social Distancing zu dieser Zeit gefragt wie eh und je, doch wir konnten gemeinsam mit Stallgenossen ausreiten, ohne dass Humble in Panik ausbrach. Er war wachsam, das erlaubte ich ihm, aber er ließ sich führen und verließ sich auf mein Urteilsvermögen. Etwas, das uns viel Arbeit gekostet hatte und worauf ich sehr stolz bin. Es kristallisierten sich jetzt kleinere Baustellen heraus. Kleinere Ängste, wie zum Beispiel die vor zu starkem Wind oder vor Traktoren, egal ob deren Motor an oder aus war. Ängste, die ich von anderen Pferden bereits kannte und mit denen ich umzugehen wusste. Es machte Spaß zu sehen, wie aus Humble kein Anfängerpferd, aber ein Reitpferd wurde, das ganz typische Baustellen hatte. So konnte ich ihn irgendwann jemandem anvertrauen, der Lust hatte weiter mit ihm genau an diesen Alltagsproblemen zu arbeiten.
    • sadasha
      Ein Zuhause für Flöckchen
      14. März 2021 | von sadasha

      Das HMJ wurde mit einiger Verspätung abgeschlossen, nein, HMJ Humble hat seinen Rückstand nicht aufholen können, aber er hat dennoch gewonnen. Er hat ein Leben gewonnen, das ihm bislang immer verwährt wurde. Der rote Hengst hatte eine große Entwicklung hinter sich und lief nun viele unterschiedliche Turniere mit um zu sehen wo sich verborgene Talente finden ließen. Ja, vielleicht würde ich ihn behalten. Er war mir ans Herz gewachsen, aber ein Teil von mir, wollte ihn lieber irgendwo unterbringen wo er gebraucht wurde. Ich würde sicherlich nicht "Nein" sagen, wenn jemand ihn kaufen wollte dem ich vertraute gut mit einem ehemals gebrochenem Pferd umzugehen. Man durfte auch nicht außer Acht lassen, dass die Gesundheit des Hengstes empfindlich war. Er machte durchaus mehr Arbeit als ein ganz normal aufgezogenes Pferd in seinem Alter. Doch ich liebte ihn für das Pferd, das er nun geworden war. Er hatte einen starken Willen bewiesen und ich konnte mit ihm die besten Ausritte machen, die mich von all dem Unheil ablenkten, das aktuell durch die Pandemie verursacht wurde. Das ganze HMJ wurde davon bestimmt und das Ende fühlte sich unfassbar surreal an, weil es kein Abschlussevent gab. Wir bekamen die Erklärung per Post. Ich hatte es schwarz auf weiß in einem Brief stehen, aber die Information hatte mein Gehirn trotzdem noch nicht erreicht.
      Das lag eventuell auch daran, dass ich gerade dabei war ein Shetlandpony zu 'retten'. Die Schimmelstute wurde gekauft als Reitpferd für ein Kind. Nun, als das Kind älter wurde, wurde das Pony immer uninteressanter, bis es schließlich durch ein großes Reitpferd ersetzt und vernachlässigt wurde. Ich machte dem Mädchen keinen Vorwurf. Es lebte das, was ihm von seinen Eltern vorgegeben wurde. Vielleicht war ich auch abgestumpft von all den traurigen Geschichten, die ich schon miterlebt hatte. Die Geschichte von Flöckchen war dagegen eine der harmlosesten. Das Pony war sehr gut erzogen. Man spürte deutlich, dass sich zu Beginn seines Lebens viel gekümmert wurde. Es konnte sogar den ein oder anderen Trick und war auch in seinem Wesen sehr gewitzt. Es gelangt vermutlich nur in meine Hände, weil ich in nächster Nähe lebte und aktuell niemand, absolut niemand, daran dachte ein Pony zu kaufen. Bevor das kleine Flöckchen also komplett verwahrlost wurde, nahm ich es auf. Ich zahlte einen Appel und ein Ei als Ablöse und brachte sie nach Hause. Es fühlte sich nicht so an, als würde ich jemals ein neues Heim für sie finden. Aber ich würde viel Spaß daran haben mit ihr zu arbeiten. Es tat gut eine Pony mit so purem, reinen Charakter im Stall zu haben. Unberührt von einem schweren Schicksal, neugierig darauf, was das Leben noch zu bieten hatte. Mit ihren fünf Jahren lag ihr die Welt zu Füßen.
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  • Album:
    Pferdehandel van Heeringen
    Hochgeladen von:
    sadasha
    Datum:
    14 Mai 2020
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  • HMJ Humble
    Humblebumble / Bummelbär / Teddy

    Zum Spind

    ____________________________________

    Exterieur
    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
    Hengst
    *2014
    Rheinisches Warmblut
    163cm
    Fuchs


    ____________________________________
    Interieur
    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
    Verhalten in der Box Gelangweilt/Koppen
    Verhalten auf der Weide zurückhaltend/ängstlich

    Charaktereigenschaften

    freundlich, unterwürfig gegenüber Menschen, lernwillig, ängstlich gegenüber Artgenossen


    ____________________________________
    Beschreibung
    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
    Charakter/Vorgeschichte
    Humble ist freundlich zu allen, leider hat er sich in der Vergangenheit
    das Koppen angewöhnt, wahrscheinlich durch reine Boxenhaltung und
    keinen Kontakt zu Artgenossen. Vor Menschen ist Humble sehr unter-
    würfig und freut sich über jede Kontaktaufnahme und Beschäftigung.
    Anderen Pferden gegenüber ist er sehr zurückhaltend und ängstlich, wahr-
    scheinlich durch fehlende Erfahrung von Beginn an. Humble’s Besitzer
    wurde mehrmals aufgrund seiner Verhaltensstörung, die mehreren Nach-
    barn aufgefallen war, dazu aufgefordert, die Haltungsbedingungen
    zu verbessern. Als dies nicht geschah, wurde er vom Tierschutz
    beschlagnahmt.


    ____________________________________

    Qualifizierungen
    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
    ● Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Qualifikation durch TB's

    Dressur E A L M S
    Lektionen der Dressur E A L LM LP M S


    Springen E A L M S
    Show Jumping E A* A** L M* M** S* S** S*** S****

    Military E A L M S
    Geländestrecke CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****

    Distanz E A L M S
    Distanzritte EL EVG1 EVG2 EVG3 EVG4 CEN* CEN** CEN***

    Fahren E A L M S
    Dressurprüfung: CAI-A1 CAI-A2 CAI-A4
    Ausdauerprüfung: CAI-M-A1 CAI-M-A2 CAI-M-A4
    Hindernisfahren: CAI-C-A1 CAI-C-A2 CAI-CA4



    ____________________________________

    Erfolge
    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
    Offiziell
    [​IMG][​IMG][​IMG]
    571. Westernturnier | 472. Militaryturnier | 572. Westernturnier

    [​IMG][​IMG][​IMG]
    542. Rennen | 576. Westernturnier | 490. Fahrturnier

    [​IMG][​IMG][​IMG]
    476. Militaryturnier | 493. Fahrturnier | 580. Westernturnier

    [​IMG][​IMG][​IMG]
    495. Fahrturnier | 625. Springturnier | 582. Westernturnier
    [​IMG][​IMG]
    550. Rennen | 627. Dressurturnier


    Inoffiziell
    -


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    Ausbildung
    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
    Trainingsplan
    Fohlen ABC ✓ | Eingeritten ✓ | Eingefahren x

    Abstammung 0
    Schleifen 14
    HS 0
    TA 0
    Trainer 0
    Zubehör 2
    Gesamt 16

    Fohlenausbildung (bis 2 Jahre)
    Anfassen ✓ | Putzen ✓ | Aufhalftern ✓
    Führen ✓ | Hufe geben ✓

    Jungpferdeausbildung (ab 2 Jahre)
    Gebiss annehmen ✓ | Sattel aufgelegen ✓ | Reitergewicht ✓
    Schrecktraining - | Verladen - | Longieren ✓

    Springpferdeausbildung (ab 3 Jahre)
    Einreiten ✓ | Hindernisgewöhnung - | Stangenarbeit - | Gelassenheitstraining -

    Dressurpferdeausbildung (ab 3 Jahre)
    Einreiten ✓ | Stangenarbeit - | Gelassenheitstraining -

    Kutschpferdeausbildung (ab 3 Jahre)
    Einreiten ✓ | Einfahren x | Stangenarbeit x | Gelassenheitstraining x


    1 = Sehr gelassen, 6 = schlechtes / unsicheres Verhalten
    ● Angeboren
    Antrainiert Prüfung Abgeschlossen


    Fremde Umgebungen 6 5 4 3 2 1 ✪
    Platz/Halle 6 5 4 3 2 1 ✪
    Hufschmied 6 5 4 3 2 1
    Tierarzt 6 5 4 3 2 1 ✪
    Wasser 6 5 4 3 2 1 ✪
    Gelände 6 5 4 3 2 1 ✪
    Straßen 6 5 4 3 2 1 ✪

    Stangenarbeit 3 2 1
    Longenarbeit 3 2 1 ✪
    Verladefromm
    3 2 1 ✪

    Schrecktraining 3 2 1

    Bodenarbeit
    Treiben + Bremsen ✓ | Rückwärtsrichten - | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Halten ✓
    Abstand halten ✓ | Wenden + Handwechsel ✓ | Abruf -

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Kompliment x | Knien x | Liegen x | Sitzen x | Stehen -
    Rückwärtsrichten - | Spanischer Schritt x | Spanischer Trab x
    Passage x | Piaffe x | Seitengänge x | Traversalen x | Fliegender Wechsel x | Pirouette x
    Steigen (undefiniert) x | Levade x | Pesade x | Ballotade x | Croupade x
    Kapriole x | Courbette x | Lancade x

    ____________________________________

    Zuchtdaten
    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
    Schleife
    HK

    Zur Zucht zugelassen nein
    Besitzer sadasha (Steffen van Heeringen)
    VKR/Ersteller Canyon

    Nachkommen
    x

    ______________________________
    Gesundheitszustand
    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
    Letzter Tierarztbesuch unbekannt

    Zahnpflege (jedes Jahr) unbekannt

    Wurmkur (jedes Jahr) unbekannt
    Tollwut Impfung (jedes Jahr) unbekannt
    Tetanus Impfung (alle 2 Jahre) unbekannt
    Influenza Impfung
    (alle 6 Monate) unbekannt
    EHV-1 + EHV-4 (alle 6 Monate) unbekannt


    Körperlicher Zustand
    Gesamteindruck x
    Ernährungszustand mager
    Erscheinungsbild sauber, wenig bemuskelt, Trägerermüdung und übermäßige Ausbildung der Halsmuskulatur
    Akute Krankheit/en x
    Chronische Krankheit/en x
    Erbkrankheit/en x


    Letzter Hufschmiedbesuch 22. Mai 2020
    Ausgeschnitten/Korrigiert 22. Mai 2020
    Hufbeschaffenheit gut
    Hufkrankheit/en keine

    Beschlag vorne x
    Beschlag hinten x


    ______________________________

    Bilddaten
    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾
    PNG | Puzzel PNG | Offizieller Hintergrund