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HMJ Grace

HMJ-Pferd des Den Vackra Trakehner Stud ♥

HMJ Grace
Bracelet, 20 Apr. 2020
Zion, Wolfszeit, Canyon und 3 anderen gefällt das.
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      Bewerbung der Roanoak Stables
      28. März 2020

      © Sosox3 | 557 Zeichen | 0 Punkte
      ,,Roanoak Stables bewirbt sich für HMJ Grace!
      Brooke sah Grace und verliebte sich in das dicke Pferd. Sie sah jedoch das Potenzial, dass sich in ihr versteckte hinter dem ganzen Speck. Lange spukte ihr im Kopf beim HMJ mitzumachen, doch getraut hatte sie sich bisher nicht, bis ihre Freundin ihr gut zu sprach. Also traute sie sich und bewarb sich für Grace.
      Ich hoffe inständig, dass ich mit der Stute gut warm werde und sie ans Abspecken bekomme. Ihr Charakter passt auch echt gut in den Stall und scheint keine Überforderung auf den ersten Blick zu werden.''

      die Vorgeschichte - aus Sicht des DVTS'

      5. April 2020

      © Bracelet | 5534 Zeichen | 0 Punkte
      Es war einer dieser typischen Ana-Momente. Obwohl man auf Den Vackra Trakehner Stud mittlerweile knapp über 60 Pferde zählte war ich als Besitzerin des schönen Gestüts gerade selbst dabei einem meiner Schützlinge die letzten Schweißüberreste der Vormittagsarbeit aus dem Fell zu bürsten, ehe es für die Stute zurück in ihren Herdenverband auf die Koppel ging. Die Bindung zu jedem einzelnen Pferd war mir sehr wichtig; ich kannte sie alle sehr gut und wusste deshalb auch sportlich genau was ich wann abfragen durfte und wann eher ein lockeres Geländeprogramm sinnvoller war. Dies war allerdings nur aufgrund meines hervorragenden Teams möglich. Dazu gehörte auch Anastasia, kurz ,,Ana'', die sich von einer bloß angestellten Bereiterin, slash Azubi, zu einer meiner besten Freundinnen entwickelt hatte. ,,Du musst sofort kommen!'', rief sie während sie mit ihren übersteifen Dressurstiefeln im Entengang auf mich zu trippelte: ,,Die HMJ-Pferde sind endlich angekommen!'' ,,Angekommen!?'', fragte ich entsetzt. ,,Naaja nicht hier! Aber guck doch mal wir haben eine Einladung bekommen.'', entgegnete Ana und wedelte wie wild mit einem Zettelchen in A4-Format um sich.
      Tatsächlich: In einem liebevoll selbstgeschriebenen Brief wurde unser Gestüt benachrichtigt, dass unsere Bewerbung in die nächste Runde gehen konnte. Wir waren in die nähere Auswahl gezogen worden und durften uns nun auf ein Pferd aus einer kleineren Anzahl an Pferden bewerben, die für das diesjährige Event ausgesucht worden waren.
      Am Ende des Briefs war ein sechsstelliger Code abgebildet, mit dem man auf einer Internetseite exklusiv Einblick erhaschen konnte.
      Natürlich konnten Ana und ich es uns nicht nehmen lassen das noch in den kommenden 5 Minuten zu tun. 15 kleine, große, dicke und dünne Vierbeiner waren es, von denen jeweils ein Foto und eine kurze Charakterbeschreibung vorlag. ,,Ach guck doch mal!'', ließ mich Ana mit ihrer euphorischen Quietsch-Stimme erschaudern. ,,Der Braune da!'', fuhrt sie etwas leiser fort und deutete auf das Bild eines Trakehnerhengstes; definitiv nicht der schlankste aber ein wirklich goldig aussehendes Pferd mit ganz großen braunen Kulleraugen. Neugierig wollte ich schon mit dem Cursor auf das Bildchen klicken, da quetschte sich Anastasia zwischen mich und den Bildschirm. ,,Warte, warte, warte.'', murmelte sie und klickte auf etwas, mir mit ihren lagen Haaren die Sicht verdeckend.
      ,,Ist die denn nicht niedlich?'', meinte Ana, schon im siebten Himmel. Ana hatte wohl eine Schwäche für Pferde in Kugeloptik - so viel konnte ich durch den Haarvorhang gerade noch erkennen und wollte schon einen unsensiblen Witz darüber machen, da gab sie mir die Sicht frei. ,,Ach neein.'', murmelte ich selbst nun in etwas angehobener Stimmlage. Eine zuckersüße Trakehnerstute, lackschwarz, vier weiße Beine - nun - was sollte ich noch sagen?
      Ehe ich mich versah tüftelten wir beide auch schon an der Bewerbung:
      ,,Sehr geehrtes Horse-Makeover-Team!
      In Zusammenarbeit mit den Roanoak Stables, bewerben wir, das Team vom Den Vackra Trakehner Stud, uns hiermit für HMJ Grace.
      Friedrich Hebbel hat einst gesagt: ,,Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Aber es glänzt auch nicht alles, was Gold ist.'' Dieses Zitat finden wir für dieses Event, insbesondere unsere Wunschstute Grace, besonders treffend. Auch wenn man es ihr eventuell auf den ersten Blick nicht ansieht sind wir fest davon überzeugt, dass viel unverborgenes Potential in der Stute steckt, das darauf wartet zum Vorschein gebracht zu werden.
      Bracelet, Gestütsleiterin und Besitzerin des DVTS, ist seit Jahren Trainerin und überaus erfahren im Umgang mit Tieren. Sie hat schon vielfach und ausgiebig mit traumatisierten oder anderweitig vermeintlich als ,,Problempferd'' abgestempelten Pferden gearbeitet. Insbesondere ist sie mit der Ausbildung von Trakehnern bestens vertraut, denen ja doch oft ein sehr eigenwilliges Wesen, genauso wie die Tatsache unterstellt wird, dass sie sich ihren Reiter selbst aussuchen.
      Obwohl auf dem DVTS natürlich der Turniersport und die Zucht allseits präsent sind, ist es uns auf dem Gestüt ein besonderes Anliegen unseren vierbeinigen Freunden in erster Linie ein artgerechtes, glückliches Leben zu ermöglichen, das nicht davon abhängig ist welche Leistung erbracht wird. Auch verhaltensoriginelle Pferde finden hier ein schönes Zuhause, in dem sie Raum haben sich unter besten Vorraussetzungen zu entwickeln ohne zu etwas gezwungen zu werden. Auch Grace würde bei uns alle Zeit der Welt bekommen.
      Für die schwarze Stute würden wir uns wünschen, dass sie die paar Extrapfunde schonend wieder los wird bevor sie ernsthaft beginnen ihre Gesundheit zu beeinträchtigen.
      Da Grace im Grunde wie ein sehr aufgeschlossenes Pferd wirkt könnten wir uns gut vorstellen, dass sie es besonders schätzen wird vom gesamten Team verhätschelt zu werden; natürlich einzig und alleine mit Streicheleinheiten - zu Futter soll sie eine gesündere Einstellung erhalten. Diesem Problem würden wir gerne auf den Grund gehen und ihr helfen fern ab davon andere Tätigkeiten zu finden die ihr Freude machen und ihre Fixierung auf den Drang zu Fressen so gut wie möglich zu beseitigen. Grace soll selbstbewusster werden und lernen selbst Lösungen zu finden, anstelle bloß an anderen Artgenossen anzudocken. Eventuell kommt sie dann auch gleich mal auf andere Ideen, als nur ihr weißes Näschen in den Futtertrog zu stopfen oder den nächsten Hektar Grashalme niederzumähen.
      Wir würden uns sehr über Ihre Rückmeldung freuen!
      Mit freundlichen Grüßen,
      das Team des DVTS''
      Wolfszeit gefällt das.
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      Bekanntgabe der Vergabe der Pferde auf der Lindö Dalen Stuteri in Schweden
      20. April 2020

      © Zion & Canyon | 10265 Zeichen | 0 Punkte
      Nico rollte auf das Rednerpodest zu, welches Collin für die Ansprachen vorbereitet hatte. Nico warf Collin einen bösen Blick zu, als er dank seines Rollstuhls vor dem Podest stehen bleiben musste, anstatt, wie es für den Veranstalter üblich gewesen wäre, darauf zu stehen. Ein Helfer stürzte hervor und richtete das Mikrofon auf Nico aus, der ihn jedoch nur wieder mit einer wirren Geste davonschickte.
      Er räusperte sich und blickte sich um. Die Sonne schien und einige der Zuhörer hatten bereits Sonnenbrillen auf. „Sehr geehrte Teilnehmer und Teilnehmerinnen,
      Danke, dass ihr alle euch auf den Weg gemacht habt, um eure Pferde zu einem neuen Horse Makeover willkommen zu heißen!
      Dieses Jahr arbeiten ich und mein Team aktiv mit dem Tierschutz zusammen. Gemeinsam haben wir uns auf die Suche nach Pferden gemacht, die aufgrund von verschiedensten Umständen gerettet oder abgegeben worden sind und nun mithilfe des Makeovers eine neue Aufgabe erhalten sollen.
      Außerdem solltet ich euch dieses Jahr auf den Trainerposten bewerben und ich danke allen, die ihr Glück versucht haben! Wie bereits in euren Einladungen angekündigt, sind alle hier Anwesenden auserwählt wurden. Herzlichen Glückwunsch!“
      Nico legte eine kurze Pause ein und blickte auf die Notizen in seinen Händen. „In wenigen Augenblicken werdet ihr das allererste Mal eure neuen Trainingspartner kennenlernen und gemeinsam in das neue Zuhause eures Schützlings fahren. Um ehrlich zu sein, habt ihr es uns nicht leicht gemacht zu entscheiden! Dennoch erfolgt nun die Verkündung.“
      Nico blickte leicht zu seiner linken Seite und sah, wie bereits der erste Helfer das erste HMJ-Pferd am Strick führte, um es in wenigen Sekunden seinem neuen Besitzer zu übergeben.
      „HMJ Divine geht mit großer Freude an das White Horse Creek Stud, vertreten durch Luchy Montrose! Das WHC hat bereits in der letzten Runde große Leistung gezeigt und wir vertrauen darauf, dass ihr euch dieses Jahr genauso gut um euren Schützling kümmern werden!“, sagte Nico, als der magere Divine vorgeführt wurde. Luchy trat entspannt nach vorne, schüttelte Nico die Hand, verbeugte sich kurz und nahm dann Divine an sich, um ihn aus dem Trubel herauszuführen.
      „HMJ Honesty geht an die Pineforest Stables, vertreten durch Occulta Smith! Als Neuling in der Horsemakeoverwelt hoffen wir sehr, dass auch du begeistert davon bist und deinen Schützling zu einem Partner heranziehst, wie du es bereits bei Matinée getan hast“, sagte Nico als Nächstes und beobachtete Occulta dabei, wie sie Honesty an sich nahm. Bei ihr war er besonders gespannt, wie sie sich zeigen würde.
      Dann wandte er sich wieder seinem Blatt zu. „HMJ Saintly geht an die Bow River Ranch, vertreten durch Caleb O’Dell, sowie seinen Helfer Tschetan. Auch die BRR war beim HMJ 2019 engagiert dabei und deshalb denken wir, dass Saintly bei dir gut aufgehoben sein wird.“
      „HMJ Courtesy geht an das Deer Forrest EC“, fuhr er fort, als Saintly abgeführt war und das nächste Paint Horse auftrat. „Vertreten durch Juna und Luna! Das Gestüt war vergangenes Jahr mit an der Spitze dabei und hat die Stute von Grund auf verändert und deshalb denken wir, dass diese Stute bei euch in guten Händen sein wird.“
      Nico atmete hörbar schwer aus. „Auch bei HMJ Pious war es eine schwierige Entscheidung. Schlussendlich haben wir uns für Leticia Weidner entschieden, die beim HMJ zwar ein weiteres unbekanntes Gesicht ist, uns jedoch mit ihrer offenen Art vollkommen überzeugt hat. Pious wird bei dir in guten Händen sein.“
      Die nächsten Kandidaten und Kandidatinnen stellte Nico recht zügig vor. Er freute sich über die erhellten Gesichter der neuen Besitzer, die zwar einerseits erstaunt über den Zustand der Pferde waren, gleichzeitig aber motiviert in die Zukunft schauten. „HMJ Glory geht an Equitación de Sueños, vertreten durch Cathrine Morgan! Noch ein Neuling, den ich herzlich beim Makeover begrüßen darf. Du wirst mit diesem Schützling eine guten Einstieg ins Makeover haben.“
      „HMJ Charity geht an das Birkenhofgestüt, vertreten von Ian Monroe und Reyna Huntington als Team! Wir freuen uns zu hören, dass Charity die Nächstenliebe im wahrsten Sinne des Wortes mit euch als Team näher bringen kann. Ihr beide wart bereits beide 2019 Mitglieder des Makeovers und wir hoffen, dass ihr beide eure Aktivität noch verstärken könnt.
      „HMJ Blessing geht nach langem Überlegen und Abwägen an das Hollybrook Stud, vertreten durch Samantha O’Neill! Wir denken, dass unsere Blessing am besten zu dir und deinem Hof passt, da du sowohl in der letzten Runde alles gegeben und dabei aus Elfentanz unglaubliches herausgeholt hast, als auch auf eine langjährige Erfahrung mit Vollblütern zurückblicken darfst. Herzlichen Glückwunsch.
      HMJ Sacred geht an den Rosenhof, vertreten durch Nina Beaulieu! Wir freuen uns sehr, sowohl einen Neuling in der Makeoverwelt, als auch ein Neuling in der Gestütsführung begrüßen zu dürfen. Sacred ist kein einfaches Pferd, dennoch glauben wir, dass du als Tierärztin ihm optimal helfen kannst und diesen rohen Diamanten schleifen wirst.
      HMJ Holy geht an das Lindö Dalen Stuteri, vertreten durch Hedda Wallström mit der Hilfe ihres großen Bruders Folke Wallström! Wir freuen uns auch hier Neulinge begrüßen zu dürfen und besonders, dass unser Projekt bereits jüngere Menschen erreicht hat. Auch wenn Holy nicht gerade ein Kinderpony ist, denken wir, dass ihr als Team das schaffen werdet.
      HMJ Brilliance geht an das Canadian Liberty Creek Stud, vertreten durch Stefanie Westside! Über so viele Neulinge kann man sich ja nur freuen und deshalb hoffen wir, dass du mit deinem Schützling einen gutes Star hinlegst und die Stute aufpäppeln wirst.
      HMJ Benevolence geht an das Winterscape Stud, vertreten durch Ann England! Hoffentlich kannst du dir deinen Traum eines Herzenspferdes mit diesem Schützling erfüllen und bereust es nicht, dich hier beworben zu haben.
      HMJ Exaltation geht an die Black Oak Stables, vertreten durch Laraya Shizuka! Unter den vielen Neulingen ein bekanntes Gesicht und wir hoffen, dass du mit diesem Hengst genauso gut klarkommst und das beste aus ihm herausholst, wie du es im letzten Jahr mit Pilgrim getan hast.
      HMJ Grace geht an das Den Vackra Trakehner Stud in Zusammenarbeit mit den Roanoak Stables! Gemeinsam werdet ihr aus Grace eine wunderbare Stute machen und ihr einen neuen, besseren Start ins Leben ermöglichen.“
      Nico blickte auf. Es war fast geschafft. Vierzehn Pferde waren in den letzten Minuten an ihm vorbeigelaufen und hatten ihre neuen Besitzer begrüßen dürfen. Ein Pferd fehlte noch.
      „Leider haben wir für HMJ Humble keinen Interessenten gefunden, weswegen wir uns dafür entschieden haben, ihn mit nach Phoenix Valley zu nehmen und unter Aufsicht unseres verantwortungsvollen Trainers Malte Tordenværson vorerst auszubilden.
      Ich bedanke mich bei euch für eure Aufmerksamkeit!“, beendete Nico seine Rede. Schwaches Klatschen breitete sich zögerlich aus, mehrere Blicke gingen in die Richtung der Pferde, aus Angst, sie könnten sich erschrecken.
      „Nun da wir das hinter uns haben, übergebe ich das Wort an Collin Jones, der stellvertretend für das Lindö Dalen Stuteri euch ein paar Infos zur Unterbringung eurer Pferde unterbreitet wird“, sagte Nico und gab erleichtert das Mikrofon an Collin, der bereits neben ihm stand, jedoch auch davon absah, das Rednerpodest zu verwenden.
      „Danke Nicolaus, ja genau ich bin Collin Jones und wohne mit meinem Team auf dem Lindö Dalen Stuteri auf einer Insel im wunderschönen Schweden. Wir haben zusammen mit den Veranstaltern Malte und Nicolaus beschlossen, dass das diesjährige Horse Makeover seinen Anfang hier haben wird. Als ehemaliger Teilnehmer fühle ich mich sehr geehrt, die Neulinge und ein paar bekannte Gesichter bei uns begrüßen zu dürfen! Ihr habt eine Woche Zeit bis die Pferde in ihr neues Zuhause ziehen dürfen und in dieser Zeit stehen euch die Anlagen des Gestüts zur freien Verfügung: Reitplatz, Halle, Roundpen und eine große Ovalbahn, zudem bietet das große und meernahe Gelände vielfältige Möglichkeiten spazieren zu gehen. Für eure Unterkunft ist im Nachbardorf Revsudden gesorgt. Dort steht euch eine Pension zur Verfügung mit Einzel oder wahlweise Doppelzimmern.
      Die Pferde kommen während der Zeit auf unserem Hof auf Geschlechter getrennten Weiden unter und für ihre Versorgung ist ganztägig gesorgt - große Heuraufen, mit Bioheu aus eigenem Anbau, da die Weiden nicht sonderlich stark bewachsen sind. Wenn euch schon ein spezielles Ernährungskonzept vorschwebt, dann erhaltet ihr das Futter selbstverständlich von uns.
      Die nächste Woche könnt ihr also dafür nutzen, eure Pferde kennenzulernen und dann in aller Rihe den Heimweg anzutreten.“
      Collin hielt kurz inne. „Achso. Außerdem möchte ich euch noch Benni Becks vorstellen.“ Er zeigte auf einen hageren Mann mit kurzen Haaren und großer Brille, der mit seinem sanften Lächeln ein paar Schritte nach vorne trat.
      „Benni ist vom Tierschutz und dieses Jahr für die Gesundheit der HMJ Pferde verantwortlich. Möchtest du noch ein paar Worte sagen?“
      Benni trat neben ihn und nahm das Mikro ab. „Zu allererst sei gesagt, dass ihr euch bitte nicht vor mir fürchten oder schämen müsst. Mein einziges Ziel ist es, dass es den Pferden bald besser gehen wird und das werde ich tatsächlich die nächsten Monate auch regelmäßig kontrollieren. Ich bin selber Tierarzt und auf Pferde spezialisiert und habe in den letzten Wochen alle Pferde sehr gut kennenlernen dürfen. Es wird also angekündigte, wie auch unangekündigte Besuche geben, bei denen ich die Pferde kontrollieren und euch eventuell Fragen stellen werde.
      Aber nicht nur ich werde Fragen stellen, auch ihr dürft gerne jeder Zeit auf mich zukommen. Neben Nico und Collin kann ich euch in fast allen Dingen, die das Makeover betreffen, weiterhelfen.“
      Er gab das Mikrofon an Collin zurück, der einen Moment verwirrt wirkte, was er nun noch sagen sollte. „Nun ja, genau. Wie Benni bereits sagte, wir drei werden in Zukunft eure Ansprechpartner sein. Kommt bitte bei jeglichen Problemen auf uns zu, wir können helfen.“
      Fragend hielt Collin Nico das Mikro hin, der winkte aber entschieden ab, sodass Collin selbst weiterredete.
      „Heute Abend wird es ein gemeinsames Buffet geben, bis dahin: Richtet euch ein, begrüßt eure Pferde und kommt heute Abend zum gemeinsamen Abendbrot!“
    • Bracelet
      erste gemeinsame Stunden
      22. April 2020

      © Bracelet | 7853 Zeichen | 4 Punkte
      ,,Und ihr schafft das bis Samstag?'',fragte ich besorgt. Amelia seufzte: ,,Jaa Brace! Jetzt fahr und genieß es gefälligst.'', woraufhin ein freundliches Lachen folgte. Ich sah ihr an, dass wohl die dreidutzend Listen und das viermalige Abprüfen der täglichen To-Do-Liste den Bogen bis zum Maximum gespannt hatte. Eigentlich hatte ich sie damals eingestellt um mir lediglich die Pferde fertig zu machen und etwas anzupacken, wo es nötig war. Daraus wurde allerdings wie auch bei mir und meiner Bereiterin Anastasia eine innige Freundschaft und so vertraute ich ihr nun auch meinen Lebenstraum, das DVTS, einigermaßen guten Gewissens an. Ana und ich waren nämlich vorgestern schon einmal auf der Lindö Dalen Stuteri gewesen da uns im Zuge des Horse Makeovers 2020 Grace anvertraut wurde. Wir waren ganz aus dem Häuschen gewesen!
      Da es für uns allerdings doch etwas überraschend kam mussten wir noch einiges auf dem Den Vackra Trakehner Stud erledigen, weshalb wir mit unserem Pferdchen noch gar keine Zeit verbringen konnten, sondern recht rasch wieder nach Hause fahren mussten. Zum Glück lagen beide Ställe in Schweden. Dennoch würde dieses stundenlange Pendeln auf Dauer nicht funktionieren. Deswegen hatte ich nun für eine Woche gepackt, Anastasia zumindest bis Samstag.
      Nachdem mich die beiden dann irgendwie vom Hof schaffen konnten ging es im Jeep ab zur Lindö Dalen Stuteri. Dort angekommen ging es auf das uns zugeteilte Zimmer in einem der hübschen Ferienhäusern. ,,Fühlt sich ja fast an wie Urlaub!'',meinte Ana grinsend als sie den liebevoll eingerichteten Raum betrat. Auch ich musste zugeben, dass es tatsächlich so war. Trotzdem überwog bei mir meine Neugierde und der Tatendrang. Dementsprechend wurde der Koffer nur schnell geöffnet um die Stallbekleidung herauszuholen.
      Keine halbe Stunde später standen wir dann auch schon am Rand der Stutenkoppel. ,,Ach guck! Da ist sie!'',rief Ana und wedelte mit der Hand vor meiner Nase umher. ,,Schwierig das einzige schwarze Pferd zu finden, das kein Barockpinto ist.'',entgegnete ich sarkastisch. ,,Sie ist die Hübscheste!'',fuhr Ana, nach wie vor im siebten Himmel, fort. ,,Sie ist eine Kugel!'',meinte ich hingegen. ,,Aber die schönste Kugel!'',so Ana überzeugt: ,,Ich sag's dir die wird einmal ein Kracher. Ich fühle das.'' Da musste ich ihr beipflichten. Obwohl sie zur Zeit wirklich ein armes, dickes Tierchen war sah ich es auch sofort: Grace besaß unter all den Pölsterchen ein überaus schönes Exterieur. Ich konnte mir sogar vorstellen, dass sie sogar ganz gute Gänge mitbringen könnte. Unter der Voraussetzung, dass sie sich natürlich überhaupt bewegen würde. Zu diesem Zeitpunkt stand sie beinahe reglos neben zwei anderen Pferdchen, die Schritt für Schritt kleine, unförmige Ostereikreise um Grace zogen als ob sie zwei dieser kleinen, sündhaft teuren Rasenmähroboter wären. Bei Grace hingegen bewegte sich lediglich ihr Köpfchen ein bisschen um genug Grashalme zu erwischen. Dafür fraß Grace ihr Fleckchen allerdings auch besonders gründlich ab, ehe sie sich einen Millimeter zu den nächsten Halmen bewegte.
      ,,Komm wir holen sie!'',rief ich beinahe schon, als wir bestimmt schon eine viertel Stunde am Gatter gestanden hatten. Während ich auf Grace zusteuerte nahmen die anderen beiden Pferde Reißaus. Grace spitzte ihre Öhrchen in meine Richtung. Als sie bemerkte, dass ich tatsächlich auf sie zukam verharrte sie kurz. Wie eine zum Leben erweckte Statue bewegten sich dann nach einigen Sekunden wieder ihre Kiefer weiter. ,,Naa du?'',sprach ich sie an. Um jetzt doch noch zu flüchten und wo anders weiter zu fressen war sie wohl zu faul; also riss sie noch einen letzten Halm aus und hob langsam den Kopf. Ich kam näher. Grace bewegte sich nicht vom Fleck. Erst als ich nahe genug bei ihr war um ihr die Hand hin zu halten streckte sie ihr Köpfchen ein bisschen in meine Richtung. Sie schien abzuchecken ob ich vielleicht irgendetwas für sie dabei hatte. ,,Fehlanzeige, Mäuschen.'',sagte ich mit ruhiger Stimmlage, leicht schmunzelnd, und berührte sie vorsichtig am Hals. Auch dieser war ganz weich und wabbelig. ,,Was haben sie denn nur mit dir gemacht, hmm?'',murmelte ich etwas betrübt: ,,Du warst doch bestimmt mal eine ganz Hübsche.'' Nachdem ich sie ein bisschen gestreichelt hatte nutzte ich das mir entgegengebrachte Vertrauen und harkte meinen Strick in ihr Halfter ein. ,,Na komm!'',meinte ich und führte sie in Richtung Ausgang. Anfangs wusste sie wohl nicht wie sie das finden sollte, folgte dann allerdings sehr brav, wenn auch etwas im Slow-Motion-Style.
      Anastasia öffnete uns die Koppel und wir gingen zu einem Putzplatz, wo Anastasia Grace übernahm während ich versuchen wollte sie zu putzen. Allerdings war ihr dies ziemlich schnuppe. Ihr ungeteiltes Interesse galt Ana. Neugierig inspizierte sie sie von oben bis unten ehe sie mit der Nase an Anas Jacke stupste. Dabei guckte sie wie ein verhungerndes Fohlen. Da keine Reaktion vom Futterautomaten kam wurde dieser anschließend etwas unsanfter vom rosa Schnäuzchen attackiert. ,,Autsch!'',fuhrt Ana kurz darauf hoch als nicht nur Graces Oberlippe, sondern auch ein Teil der Zähne zum Einsatz kamen. Grace zuckte kurz zurück. Dann war sie aber auch schon wieder fixiert auf Anas Taschen. Sonderlich schüchtern schien die Stute ja wohl nicht zu sein.
      Nachdem meine Bereiterin sie dann abwimmeln und ich sowohl ihren Körper, als auch ihre Beine zu Ende putzen konnte ging es ans Hufe geben. Dabei zeigte sich Grace sehr kooperativ. Trotzdem schien es ihr extrem schwer zu fallen ihr Gleichgewicht zu halten, was allerdings nicht verwunderlich war wenn man bedachte, dass dabei all das Gewicht auf drei ihrer Streichholzbeinchen lastete. Der Rappe war wohl nämlich im Grunde ein recht zierliches Pferd. ,,Mit schlechter Hornqualität.'',fügte ich im Kopf hinzu als ich beinahe ein Stückchen davon raus brach während ich nur leicht den Matsch aus ihrem Huf entfernen wollte.
      Einigermaßen unbeschadet schaffte ich es dann zum Glück aber doch noch jene zu säubern. Daraufhin übernahm ich Grace wieder und ging mit ihr zusammen ein wenig auf dem Hof spazieren. Die Stute schaute sich dabei interessiert um und folgte mir gehorsam. ,,Also eine Grundausbildung hat sie ja definitiv genossen!'',stellte Anastasia fest und war ganz erstaunt wie brav das dunkle Tier doch war.
      Nach einigen Runden ging es dann noch auf den Reitplatz neben der Halle, wo wir ein paar ganz entspannte Runden in den ersten stärkeren Frühlingssonnenstrahlen drehten. Seit ich nach Schweden gezogen war wusste ich diese, nach den hier doch um einiges härteren Wintern, umso mehr zu schätzen.
      Nach insgesamt circa einer Stunde Schritt ging es für Grace dann auch wieder zu den anderen auf die Koppel. Sofort dockte sie wieder am Gras an, wobei mir sofort klar war, dass wir da etwas gegen machen müssten wenn wir sie je schlanker bekommen wollten.
      Danach ging es für Anastasia und mich zum Abendbuffet in den Aufenthaltsraum, ehe wir halfen Grace in den Stall zu führen und zu füttern. Dabei ordnete ich gleich mal an, dass das Kraftfutter schrittweise reduziert werden sollte, ehe es Null erreichte. Erstmal sollte sie nur Heu bekommen und auch davon nicht zu viel. Damit sie aber trotzdem über die Nacht noch genug davon hatte stopfte ich zusammen mit Ana zwei große Heunetze, die einen doppelten Effekt hatten: so konnte sie auch nicht schlingen. Grace schien nämlich wenn es um Heu ging alles so rasch es ging in sich verschwinden zu lassen. Hatte sie eventuell früher einmal nicht ausreichend davon bekommen? Natürlich sah sie zur Zeit keinesfalls so aus, aber irgendwoher musste doch ihr gestörtes Fressverhalten kommen.
      Alles in Allem sah Grace allerdings dennoch glücklich aus. ,,Das bekommen wir alles hin, Maus.'',murmelte ich und beobachtete sie noch ein wenig ehe wir auf unser Zimmer gingen und den Abend entspannt ausklingen ließen.
    • Bracelet
      neue Eindrücke
      23. April 2020

      © Bracelet | 2778 Zeichen | 3 Punkte
      Es war noch sehr früh am Morgen als mich die ersten Sonnenstrahlen aus dem Bett kitzelten. Wie konnte es auch anders sein war mein erster Gedanke natürlich HMJ Grace. Kaum hatte ich daran gedacht war ich auch schon keine halbe Stunde später auf dem Weg zu ihrer Box. Als ich zu ihr kam war sie gerade dabei ihre morgendliche Portion Heu zu mümmeln. ,,Naa du Hübsche?'',murmelte ich, noch leicht verschlafen. Grace spitzte nur ihre Öhrchen in meine Richtung, schien mir jedoch doch einen Teil von ihrer Restaufmerksamkeitskapazität zu schenken.
      Ich blieb noch ein wenig, ehe ich zum Frühstücksbuffet schlenderte. Anschließend ging es, diesmal zusammen mit Anastasia, wieder zu Grace. Bevor die Pferde auf die Koppel kamen wollten wir sie abpassen und uns ein wenig mit ihr beschäftigen.
      Das klappte zum Glück ganz gut. Die dunkle Stute war ziemlich entspannt, obwohl sie als Letzte im Stall zurück blieb. ,,Braav!'',lobte ich und streichelte sie. Danach übten wir wieder ein wenig am Hufe auskratzen und Putzen, wobei dies Grace auch heute ziemlich egal zu sein schien. Im Gegenteil: Grace wirkte dabei, als ob sie die Prozedur ganz angenehm fand und die Zuneigung zu schätzen wusste.
      ,,Na? Gehen wir heute ein wenig spazieren?'',meinte ich anschließend und nahm das Halfter vorsichtig in meine Hand. Mit der anderen fuhr ich ihr vorsichtig erst über die Ganasche, dann an die Stelle wo im Normalfall der Nasenriemen einer Trense saß. Ohne wirklich Druck auszuüben versuchte ich ihr hiermit zu signalisieren da zu bleiben während ich mit der anderen Hand das Halfter aufzog. Wieder überhaupt kein Problem für sie; da gab es keinerlei Faxen!
      Anschließend harkte ich den Karabiner des Stricks in den Halfterring ein und führte sie aus der Box. Wir starteten wieder mit einer kleinen Runde über die Lindö Dalen Stuteri, ehe wir in Richtung Trainingsbahn gingen. Hier war zum Glück nicht all zu viel los um diese Uhrzeit. ,,Die innere Bahn dürfen wir zum Schritt gehen nutzen.'',meinte Ana und wir bogen darauf ab. Grace schien nun fast schon ein bisschen aufgeweckt zu sein und trug ihren Kopf ganz hoch oben. Dabei spitzte sie neugierig die Öhrchen und spielte ein wenig mit diesen, da sie versuchte alle Reize auf einmal wahr zu nehmen. Trotzdem blieb sie absolut artig und bei mir.
      Nach ein paar Runden ging es dann auch schon wieder zurück in Richtung Koppeln, wo Grace etwas anzackelte. ,,Na schau da steckt ja doch Energie drin!'',scherzte ich glücklich. Ana hatte in der Zwischenzeit schon den Zaun geöffnet und ich konnte Grace gleich vom Halfter lassen. Sie dockte natürlich wie gestern gleich wieder am Gras an und interessierte sich nicht weiter für uns oder ihre Artgenossen.
      Am Abend halfen wir dann wieder beim rein holen und schmusten ein wenig mit unserem Kügelchen.
    • Bracelet
      täglich grüßt das Graceytier
      24. April 2020

      © Bracelet | 2559 Zeichen | 3 Punkte
      Tag Drei mit HMJ Grace startete für mich diesmal erst nach dem Frühstücksbuffet. Danach ging es jedoch wieder direkt in den Stall, wo die schwarze Stute gerade die letzten Halme ihres losen Heus aufmümmelte. Sie bekam morgens ein kleines Häufchen zusätzlich zum Heunetz, damit sie sich nach der langen Nacht erstmals den Bauch etwas vollfressen konnte. Das Kraftfutter hatten wir nun beinahe ganz abgesetzt. Nur eine kleine Hand voll bekam sie mittlerweile noch, damit sie nicht als Einzige leer ausging wenn die verlockenden Futterwägen an ihr vorbei geführt wurden.
      Ich wartete noch einige Minuten ab, ehe die Pferde allmählich auf die Koppeln gebracht wurden. Für Grace ging es hingegen wieder auf ihre Vormittagsspazierrunde. Dabei ging es wie gewohnt erstmals über den Hof. Schritt am harten Boden zum Aufwärmen ganz nach Lehrbuch sozusagen. Allerdings eher aus Gewohnheit und weniger weil ich bei Grace Sorge darum gehabt hätte, dass sie sofort aufdrehen würde. Trotzdem fand ich dieses Schrittgehen auf verschiedenen Böden gar nicht all zu schlecht.
      Besagten Bodenbelag wechselten wir danach wie am Vortag auch schon wieder recht rasch, da es wieder auf die Trainingsbahn ging. Das hatte dem Rappen gestern ja so gefallen und die Große ein Stückchen aufblühen lassen. Dort angekommen waren auch schon ein paar andere Pferde unterwegs. Gestern war es hier um diese Uhrzeit noch sehr ruhig gewesen; nun rasten diverse Rennpferde über die langen Bahnen. Grace fand das heute nochmal deutlich spannender als am Vortag und trug den Kopf nochmal ein kleines Stück höher. ,,Na Gracey? Wird jetzt gleich piaffiert und passagiert?'',scherzte Anastasia lachend. ,,Ich sag's dir.'',musste ich grinsen: ,,Wer weiß vielleicht hast du ja von Anfang an recht gehabt und da wird noch ein Dressurpferd draus.'' Ich hatte kaum den Satz ausgesprochen da zeigte Grace tatsächlich ein paar kleine Trabschritte und wieherte aufgeregt. ,,Also doch ein Trakehner und keine Kugel!'',so Ana weiter. ,,Na geeh mobben musst du sie jetzt aber auch nicht.'',musste ich entgegnen und schmunzeln.
      Wir drehten also zusammen mit Grace weiter unsere Runden über die innere Bahn, während die Stute immer ruhiger wurde. Es dauerte nicht lange da schien ihr all das bunte Treiben und Drumherum auch schon wieder egal zu sein. Sie wirkte wirklich wie ein ganz besonderes Pferd. Wenn sie dies beibehalten würde machte sie dies eventuell tatsächlich noch zu einem ganz tollen Begleiter. Elektrisch aber dann auch wieder zu beruhigen! Eine Kombination mit der man definitiv gut arbeiten konnte.
    • Sosox3
      Die erste Longierarbeit
      25. April 2020
      2984 Zeichen |3 Punkte
      Brooke | Der Weg nach Schweden war problemlos verlaufen und ich setzte gerade den Fuß aus meinem Leihwagen, als ich von Bracelet stürmisch empfangen wurde. "Grace ist soo fett", lachte sie mich an und ich wollte mir nur zu gerne ein Bild von dem Schwarzen Pferd aka Pflugel machen. Uns führte der Weg direkt in die Stallgasse, in der mich HMJ Grace erwarten sollte. Die letzten Tage sei sie nur spazieren gewesen und ich wollte nach einem Mittagessen und einer Besprechung mit Bracelet, die Stute heute mal longieren. Ich wusste zwar nicht, was sie alles konnte, aber ich war zuversichtlich und wusste, dass ich ihr das beibringen konnte. "Aber pass auf, die ist soo verzogen, die braucht dringend eine Kompletterziehung in Sachen Privatsphäre", informierte mich meine Partnerin. "Okey, also schaffen wir jegliche Leckerlis ab, bin ich der Meinung", grinsend öffnete ich die Boxentür und mich traf der Schlag. So ein verfettetes Pferd hatte ich lange nicht mehr gesehen. Das letzte Mal war es, als ich 15 war und wir durch die Felder Irlands gefahren sind zum Strand und dort auf einer Wiese ein richtig dicker Tinker stand. Ich zog ihr das lila Knotenhalfter an, welches wir von Royal Peerage gesponsert bekommen hatten und kratzte ihr in der Box noch die Hufe aus. Mir entgang aber nicht, wie sie ihre Nase langsam in Richtung meiner Hosentasche glitt und ich sie direkt zurück wies. Grace legte in dieser Sekunde schon die Ohren an und quietschte laut durch den Stall. "Lass das!", maßregelte ich sie und machte dann weiter mit meiner Arbeit. Ich führte sie zu den Putzplätzen und begann sie zu putzen. Immer und immer wieder suchte sie nach einem Leckerli und immer wieder legte sie pissig die Ohren an, als ich sie zurück richtete. Ich ließ es mir nicht nehmen sie immer wieder zurück gehen zu lassen, aber ich merkte jetzt schon, dass Grace ein sturer Bock war. Ich legte ihr also die Trense an und führte sie zum Round Pen. Die Longe in der einen Hand, die Rappstute in der anderen und begann mit leichter Schrittarbeit. Ich forderte nicht viel, nur dass sie locker im Schritt um mich herum ging. Sie verstand jedes Signal und wusste, was sie zu tun hatte. Aber sie kam immer wieder zu mir in die Mitte, wenn ich sie lobte. Also entschied ich, sie erst zu loben, wenn die Arbeit komplett erledigt wäre. Ich nehm auch noch den Trab und dem Galopp dazu, ließ sie aber mehr galoppieren als traben. Sie sollte Last auf die Hinterhand aufnehmen, bevor wir die Trabarbeit richtig begannen. "Gut Grace", sagte ich am Ende und lobte sie nur mit der Stimme am Ende. Von mir gab es keine Leckerlis, das musste sie lernen. Abspecken war immer schwerer als zunehmen. Hart aber fair, lautete mein Motto und ich ließ sie noch einmal auf eines der Paddocks, damit sie sich die Beine vertreten konnte. Sie suchte im Sand nach kleinen Grasbüscheln und wurde regelrecht wütend als sie nichts fand. "Schein frustrierend zu sein, oder Pflugel", grinste ich und schaute mich hier noch ein bisschen um.
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    • Bracelet
      von Kugeldrachen, Körbchen und Safety Snaps
      26. April 2020

      © Bracelet | 7681 Zeichen | 4 Punkte
      ,,Guten Morgen!'',versuchte ich freundlich zu murmeln, als ich mich zu Brooke an den Frühstückstisch setzte.
      Was mein morgendliches Energielevel anging war ich definitiv für meinen Job ungeeignet. Dennoch schaffte ich es zuhause, auf dem Den Vackra Trakehner Stud, wie von Wunderhand jeden Tag rechtzeitig aufzustehen um noch die morgendliche Pferdefütterung beaufsichtigen zu können. Da kam mein Kontrollzwang ja genau richtig. Zur Zeit genoss ich es aber umso mehr, dass ich ein paar kostbare Minuten mehr Schlaf bekam und das Versorgen der Pferde, zumindest morgens, andere übernahmen.
      Beim Frühstück tauschten Brooke und ich uns über die Arbeit mit HMJ Grace aus. Gestern hatte sie mit unserer Pflugel die erste Longeinheit hinter sich gebracht. Es schien als ob die Stute bevor sie so aufgefüttert wurde sehr wohl ein Reitpferdeleben genossen hatte. Beziehungsweise hatte zumindest das Fundament dazu jemand gelegt, denn laut Brooke war sowohl die Trense, als auch kein einziges Signal beim Longieren unbekannt. Was Grace wohl noch alles kannte und konnte?
      Den Vormittag würde heute ich mit Grace verbringen. Aus diesem Grund schlüpfte ich nachdem ich aufgegessen hatte auch schon in meine Stiefletten und ging hinüber in den Stall, wo mein Schützling zum Glück im Gegensatz zu den meisten anderen noch nicht hinaus geführt wurde. Dies traf sich deshalb so gut weil ich das Maulkörbchen, das ich für sie besorgt hatte, noch anpassen wollte ehe sie sich den Bauch erneut vollschlagen konnte. ,,Guck mal Grace.'',meinte ich und zog ihr ein stabiles Lederhalfter über. Dann nahm ich das Körbchen zur Hand und montierte es geschickt am Halfter. Die schwarze Stute hielt brav still. Sie schien sich noch von gestern gemerkt zu haben, dass es dieses ständige Betteln weder bei Brooke, noch bei mir gab. Interessanterweise hatte sie mich bisher noch nie so richtig wegen eines Leckerli bedrängt. Das lag wohl aber daran, dass sie sich Anastasia als Opfer ausgesucht hatte, die ja auch wirklich immer wieder etwas eingesteckt hatte. ,,Schlau bist du Gracey, neh?'',musste ich bei dem Gedanken an neulich grinsend sagen, während ich nochmal überprüfte ob das neue Weideaccessoire auch tadellos saß. Da das der Fall war nahm ich es auch erstmal wieder ab und stattdessen Graces normales Halfter zur Hand.
      Ich führte sie damit zum Putzplatz, wo ich das erste Mal probierte die Dunkle anzubinden. Ich verwendete dazu natürlich einen Strick mit Panikharken. Einerseits war Ana nicht mehr da um sie mir zu halten, andererseits musste sie dies ja kennen wenn sie auch an der Longe alles verstand. Panisch erschien mir Grace auch nicht und dies sollte sich auch bestätigen, denn die Stute stand ganz ruhig am Putzplatz und entlastete das rechte Hinterbein während ich sie ausgiebig putzte.
      Nachdem das erledigt war tauschte ich das Stallhalfter gegen das lila Knoti, das sie von Royal Peerage geschenkt bekommen hatte. Ich knipste die Safety Snap meines Arbeitsseils ein und gab Grace das Kommando mir zu folgen. Sie setzte sich sofort in Bewegung und schlenderte mit mir hinüber zu einem der Außenplätze, auf dem zur Zeit nichts los war. Ich nutzte dies um ein wenig Führtraining mit Grace zu machen.
      Ich wollte, dass sie mehr auf mich achtete. Zuerst lief sie wenn ich stehen blieb noch ein paar Schritte weiter, dann wollte sie sich wieder lieber gar nicht bewegen. Allerdings lernte Grace nicht langsam: nur nach wenigen Versuchen und etwas extra Motivation durch den Einsatz meines Bodenarbeitssticks klappte das wirklich gut.
      Deshalb ging ich eine Stufe weiter und versuchte Grace rückwärts zu schicken. Das fand der Rappe erstmal doof und legte die Öhrchen nach hinten. ,,Nah nah!'',schimpfte ich ein bisschen mit ihr und schüttelte mit dem Seil. Da keine Reaktion von ihr kam verstärkte ich den Druck und klopfte ihr mit dem Seilende auf die Brust. Instinktiv kam der Kopf hoch und die Beine wichen einen Schritt nach hinten. ,,Guuut.'',lobte ich sie mit der Stimme. Das tat ihr nicht weh, unterstrich aber wohl ausreichend genug meine Autorität. Da sie das gut gemacht hatte gab ich ihr eine klitzekleine Pause, ehe ich nach etwa fünf Sekunden wieder leicht das Seil vor ihrer Brust bewegte und ein paar Schritte von Vorne auf sie zuging. Langsam aber doch legte die Stute dann auch den Rückwärtsgang ein und ging ein paar Tritte. Ich lobte sie wieder und ließ sie ein paar Sekunden stehen. Dann wiederholte ich die Lektion noch einmal bevor ich wieder vorwärts mit ihr ging. Hier folgte sie sehr rasch, da sie das wohl deutlich angenehmer fand als die andere Richtung.
      Nach ein paar Runden Schritt an der Hand ließ ich Grace wieder stehen. Ich hob meinen Stick an und bewegte mich damit auf ihre Hinterhand zu. Sie spitzte ihre Ohren in meine Richtung. Kurz bevor ich ganz bei ihrer Kruppe angelangt war bewegte ich den Stick vor und zurück. Daraufhin trat die Stute über und ging somit einen Schritt von mir weg. Ich senkte den Stick, wartete, wiederholte das Ganze. Immer ein paar Tritte mehr. Dabei stoppte ich sie am Knoti so, dass sie nicht einfach nach vorne weg gehen konnte, sondern wirklich auch schön kreuzen musste. Natürlich wiederholte ich dies auch auf der anderen Seite.
      Diese Kleinigkeiten übte ich daraufhin abwechselnd mit ihr. Nachdem Grace verstanden hatte, dass sie ohnehin tun musste was ich ihr sagte weil ich lästig blieb und nicht locker ließ, arbeitete sie so gut mit, dass ich sie sogar dazu motivieren konnte neben mir her zu traben. Ich merkte, dass sie sich dabei sehr schwer tat. Die ganzen angefressenen Kilos erschwerten ihr jeden Tritt. Trotzdem bemerkte ich, dass sie eigentlich schon wollte, wenn sie könnte.
      Nach einer ausgiebigen Einheit spazierte ich dann noch eine kleine Runde über den Hof um zu sehen ob sie auch trotz Ablenkung auf mich fokussiert blieb. Natürlich musste ich mir außerhalb vom Platz wieder ihre ganze Aufmerksamkeit neu erarbeiten. Als ich die jedoch hatte erinnerte sich Grace genau an alles eben gelernte.
      ,,Soo du Pflugel. Jetzt darfst du noch auf die Weide bis Brooke am Nachmittag noch ein bisschen was mit dir macht.'',murmelte ich als ich in der Box Knoti gegen Lederhalfter tauschte. Nun sollte Gracey allerdings noch ihr blaues Wunder erleben: Als ich sie nämlich auf die Koppel brachte und sie wie zuvor gleich am Gras andocken wollte war da doch irgendetwas dazwischen, das sie vom Fressen abhielt! Ein paar Halme bekam sie natürlich trotzdem zu fassen. Dennoch verringerte das Maulkörbchen nun deutlich die aufnehmbare Menge pro Zeiteinheit.
      Grace schüttelte ihren Kopf mehrmals und versuchte dann wieder das Grün unter ihren Hufen zu fassen zu bekommen. Erfolglos. nach ein paar Minuten legte sie dann die Ohren an und warf mir den Blick des Todes zu. Ich seufzte: ,,Tut mir leid Kugel, aber das ist die einzige Möglichkeit. Sonst musst du drinnen oder alleine auf dem Paddock bleiben.''
      Während ich sie mitleidig betrachtete geschah allerdings etwas ganz neues: die Stute drehte eine Runde über die Wiese. Im Schritt, aber immerhin. Etwas ganz neues für sie. Bei den anderen Stuten blieb sie schließlich stehen und entlastete auch schon wieder entspannt ihr Hinterbein. Trotzdem sah sie dabei noch einmal in meine Richtung und legte genervt die Ohren an. Damit wollte sie mir wohl vermitteln, dass das Ganze noch ein Nachspiel haben würde. Ob und wenn ja wie lange das Körbchen bei unserem furiosen Kugeldrachen nun wohl überleben würde? Was ich wusste war, dass es für sie so wohl das beste war, wenn sie das auf Dauer nicht all zu sehr frustrierte. Immerhin war jeder Kilo den sie verlor Gold wert und für ihre Gesundheit überaus wichtig, bevor sie wegen dem ganzen Fett noch eine gröbere Erkrankung bekam.
    • Bracelet
      Verladetraining
      27. April 2020

      © Bracelet | 5318 Zeichen | 3,5 Punkte
      ,,Graace!'',rief ich freudig über die Koppel. Sie blickte kurz in meine Richtung, ehe sie sich doch tatsächlich in Bewegung setzte! Ich hatte mich schon beinahe gefreut, da merkte ich, dass sie nicht in meine Richtung stapfte, sondern weg von mir. Scheinbar erinnerte sich der Kugeldrache noch genau daran, dass ich ihr das Maulkörbchen das erste Mal verpasst hatte. Oder hatte sie einfach nur keine Lust zu arbeiten? Brooke hatte sie immerhin heute vormittags ordentlich an der Longe gearbeitet. Zum Glück war es nicht schwer das dicke Tierchen einzufangen. ,,So schlimm sind wir aber auch nicht, als dass du vor uns flüchten müsstest.'',murmelte ich als ich mit ihr in Richtung Koppelausgang ging.
      Nach unserer täglichen Putzroutine halfterte ich sie wieder mit dem Knoti und hängte das Arbeitsseil ein. So ging es in Richtung Parkplatz, wo eine größere Fläche frei war und ich zuvor den Hänger geparkt hatte. Die Rampe hatte ich vorher auch bereits herunter gelassen und einige weitere Vorkehrungen getroffen. Da HMJ Grace, wie auch die anderen Stuten, bald die Lindö Dalen Stuteri verlassen würde wollte ich den heutigen Nachmittag nutzen um auszuprobieren wie die schwarze Stute sich verladen ließ.
      Zuerst ging ich mit Grace einen kleinen Kreis um daraus abzuwenden und eine schöne, gerade Linie zum Hänger zu haben. Sie spitzte die Öhrchen in Richtung Pferdeanhänger und folgte mir brav. Kurz vor der Rampe wurde sie etwas zögerlich. Trotzdem versuchte ich möglichst gelassen und normal weiter zu gehen. Sie stieg auch die ersten Schritte brav weiter, als sie aber mit den Hinterbeinen ebenso auf das schräge Etwas treten sollte und ihr Kopf in das geschlossene Ding hinein sollte stoppte sie. Grace hob den Kopf empor und stämmte sich ins Halfter. ,,Aalles gut.'',sagte ich mit ruhiger Stimme und streichelt sie vorsichtig am Hals. Als sie etwas weniger Gewicht ins Halfter lehnte ließ ich auch mit dem Druck ein bisschen nach. ,,Na komm, Mäuschen.'',animierte ich sie und gab ihr leichte Impulse am Seil. Da sie den Kopf etwas senkte und das Gewicht zu mir verlagerte ließ ich wieder locker. Das Pflugel beäugte den Innenraum neugierig, aber auch deutlich skeptisch. Ich streichelte sie dabei ausgiebig. ,,Gut machst du das.'',lobte ich, ehe ich sie behutsam rückwärts richtete und ihr eine Verschnaufpause gab.
      Anschließend ging es wieder einen Kringel und dann gerade auf die Rampe zu. Grace spitzte erneut die Öhrchen. Vor dem Hänger wendete ich ab und wiederholte das zweimal. Dann wendete ich nicht ab sondern ging siegessicher die Rampe hinauf. Diesmal schafften wir es mit allen vier Hufen auf die Schräge. Erst dann blockierte Grace wieder; diesmal allerdings nicht so sehr wie beim ersten Versuch. Wieder ließ ich ihr die Zeit sich zu akklimatisieren, ehe ich wieder etwas Druck auf das Seil ausübte. Der Trakehner ließ sich daraufhin dazu bewegen einen Tritt in meine Richtung zu machen, woraufhin ich sofort den Strick locker ließ und sie mit der Stimme lobte. Grace schnaubte ab, woraufhin ich sie am Hals streichelte. Kurz darauf übte ich noch einmal leicht Druck aus. Grace folgte daraufhin und stieg wieder einen Schritt in meine Richtung. Ich verstärkte dies wieder positiv, ehe ich sie vorsichtig rückwärts richtete.
      Wieder ging ich ein paar Kreise mit ihr. Dabei machte sich das Führtraining von gestern schon bezahlt. Damit sie das Gelernte aber auch nicht vergaß baute ich die Basics von gestern nun auch ein wenig ein bevor es wieder auf den Hänger zuging. Dieses Mal schien Grace schon deutlich gelassener zu sein und folgte mir sehr flüssig hinauf auf die Rampe. Dass es gar so schnell zu solchen Fortschritten kam musste aber bestimmt damit zu tun haben, dass sie das schon ab und an mal gemacht hatte oder zumindest einfach eine coole Socke war. ,,Super Grace!'',lobte ich sie dann überschwänglich, denn sie folgte mir bis ganz in den Hänger hinein. Nun drehte sie die Öhrchen zwar etwas hin und her, schien in Summe aber mehr entspannt als angespannt zu sein.
      Nun war ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt, denn die Kugel sollte jetzt ja keine Panik bekommen und beim Rausgehen noch von der Rampe fallen. Nicht nur weil da einiges passieren konnte, sondern vor allem auch deshalb weil sie dann eine schlechte Erfahrung gemacht hätte und das Einsteigen dann genauso negativ besetzt wie das missglückte Raus gewesen wäre. Deshalb schickte ich sie ganz langsam nur zwei Tritte zurück. Dann ließ ich sie stehen. Dies wiederholte ich ein paar Mal bis der kritische erste Tritt auf die Schräge kam. Grace drehte die Ohren daraufhin ruckartig nach hinten. ,,Gaanz brav.'',beruhigte ich sie und ließ sie stehen. Zum Glück nahm sie das an und so konnte ich sie wieder zwei Tritte zurück schicken, dann wieder Stopp machen und dann die letzten Tritte schön gerade von ihr hinunter abfragen. Außerhalb vom Hänger angekommen bekam sie eine überschwängliche Streicheleinheit.
      Nach einer kurzen, weiteren Pause wiederholte ich das in den Hänger gehen und wieder heraus schicken noch einmal. Sie machte das super! Aus diesem Grund brach ich das Hängertraining an dieser Stelle ab und führte sie wieder zurück auf die Koppel. Hoffentlich würde das an dem Tag der Tage auch so gut klappen. Allerdings wusste ich, dass ich da Brookes Hilfe haben würde und wir das zusammen bestimmt gut meistern würden.
    • Bracelet
      Prophylaxe
      28. April 2020
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      © Cooper | 10708 Zeichen | 4 Punkte

      Nachdem ich mich nach einer Woche wieder an meine Routine gewöhnt hatte, war es nun auch wieder Zeit bei den Aufträgen der Klinik vorbeizuschauen. Ich setze mich an meinen Laptop, trank Kaffee und schaute ein wenig nervös auf die Liste. Zwei meiner Kunden „Nicolaus du Martin“ und „Laraya Shizuka“ musste ich den Auftrag stornieren, da dieser schon zu lange her war und ich nicht wusste ob diese noch aktuell gebraucht werden. Ich erstatte den Beiden Kunden die Kosten und sie bekamen eine Gutschrift für ein Tierarztbesuch in Höhe dessen vorab aufgegebenen Auftrags. Leider hörte ich bis heute noch nichts. Ich seufzte leise und schaute nach unten. Dann wieder auf den Bildschirm des Laptops. Ich bekam mit das ein neues HMJ Event offen war, kam dieses Jahr leider ab nicht dazu mich dort anzumelden. Außerdem wollte ich mich ein wenig auf meine „eigentlichen“ Pferde konzentrierten, vor allem jetzt wo einige Stuten trächtig sind. Ich schaute auf die Aufträge und sah das „Bracelet“ einen gegeben hatte. Sie machte anscheinend dieses Jahr mit und erfragte die Prophylaxe für ein Pferd namens „HMJ Grace“. Aufgeregt schrieb ich mir den Auftrag auf und kontaktierte meine Auftraggeberin. Ich kannte Brace schön länger. Sie war einer meiner guten Freunden in der verrückten Equinen Welt, wo sich niemand etwas gönnt. Dementsprechend freute ich mich darüber sie mal wieder zu sehen und sie beim „HMJ Event“ unterstützen zu können. „Super, ich freue mich schon so sehr dich mal wieder zu sehen“ sagte sie am Telefon mit ihrer zierlichen aber durch Wände dringenden Stimme. Ich lachte, denn ich konnte mir genau bildlich vorstellen wie sie ihre blonden Haare zurückstreift, lächelt, ein bisschen mit dem Oberkörper vor Freude wackelt und dann den Satz sagt. Ich machte mit ihr einen Termin aus und bereitete dann alles für meinen Ausflug nach Schweden vor.

      „Du verreist wieder“ sagte Joey als ich dies bei einer Teambesprechung bekannt gab. Ich schaute ihn verwirrt an. „Ja, das ist, mein Job“ sagte ich lachend. Auf Chattahoochee Hill’s war alles wieder beim alten und Routine war wieder eingekehrt, also konnte ich seine Reaktion irgendwie nicht verstehen. Zudem ging es sich hier um lediglich drei Tage und so Mau wie die Auftragslage aussah, würde das so oder so nicht mehr so oft passieren die nächsten Wochen. Ich packte meinen Rucksack und packte dann den die Sachen ein, die ich für die Untersuchung brauchte. Ich meldete die meldepflichtigen Sachen und Injektionen bei der Fluggesellschaft an und machte mir keine Gedanken mehr über Joeys Aussage. Eine Woche später war es dann soweit. Fliegen war immer noch nicht meine Lieblingsbeschäftigung, dennoch hatte ich mich dran gewöhnt. Schweden war zudem wunderschön und auch einer meiner Urlaubsziele. Im Hotel der Insel angekommen bestellte ich erstmal etwas zu essen, ging duschen und stellte mich dann auf die Prophylaxe morgen ein. Ich schaute mir dafür einige Eckdaten des Tieres an. „Trakehner, etwas Dick, von 2011“ murmelte ich im minimalistisch eingerichteten Hotelzimmer. Ich schaute kurz vom Bildschirm weg und schaute dann wieder hin, um mir weitere Daten des Pferdes aufzuschreiben. „HMJ Tier, Stute, Hufzustand schlecht, aber noch nicht begutachtet“. Erneut murmelte ich, aber etwas leiser als vorher. Der Charakter des Pferdes schien recht angenehm, keine Art von Aggression außer beim Futter. Ein Mitläufer Tier und dem Menschen unterwürfig. Zufrieden erstellte ich noch die Kartei des Pferdes für die Dokumentation in der Klinik, erledigte einige Turnieranmeldungen für meine Pferde zuhause und klappte zufrieden den Laptop zu.

      Der Start in den Tag war früh, aber extrem erholreich, trotz langer anreise. Probleme gab es beim Zoll diesmal auch nicht, obwohl Schweden recht strenge auflagen hatte. Ich erledigte meine Morgenroutine ganz in Ruhe und hatte sogar noch Zeit, um etwas zu entspannen und zu lesen. Dann fuhrt ich mit dem geliehenen Wagen zum Gelände des „Lindö Dalen Stuteri“. Es war tatsächlich beeindruckend groß. Ich suchte eine passende Parklücke auf dem Parkplatz und wurde dann aber direkt von Bracelet begrüßte. Brace war fast genauso groß wie ich, etwas kleiner. Aber genauso dünn. Tatsächlich kam sie nicht auf mich zu gelaufen, sondern gerannt. Ich schmunzelte. Wir nahmen uns in den Arm und tauschten uns erstmal über alles aus, außer über den eigentlichen Grund, weshalb ich dort war. Ich begrüßte ein paar andere Teilnehmer und begutachtete die Pferde, die noch auf dem Gestüt waren. „Schade, dass du nicht teilnimmst. Liav und du waren letztes Jahr so toll“ sagte Brace. Ich lächelte. „Aw, vielen Dank. Es war sehr anstrengend muss ich dazu sagen. Dieses Jahr muss ich mich mehr um meine verrückten kümmern. Vor allem sind einige davon trächtig“ lachte ich, während sie mich durch das Gelände führte. Unsere letzte Station waren dann die Stallungen der HMJ Pferde. „Hier ist die gute“. Ich lächelte, wie immer, und legte dann den Kopf schief. Eine schlechte Angewohnheit. Ich konnte mir vorstellen das es für Außenstehende komisch aussehen muss und nahm ihn dann sofort wieder hoch. Verlegen schaute ich Brace an „Wie ist das mir Fremden?“. „Alles gut, bis jetzt nichts Auffälliges. Sie ist halt recht ruhig“. Ich nickte und führte den ersten Annäherungsversuch durch, der aber kein Problem war. „Sie verhält sich gegenüber Menschen eigentlich normal, wo wie jedes andere Pferd eigentlich auch. Aber so lange kenn ich sie nun dann doch nicht. Ich bin gespannt“. Bracelet streifte ihr Haar zurück, diesmal hinter das Ohr, und kam ebenfalls in die Box, um die Stute zu loben und ihr das Halfter anzuziehen. Ich führte einen kurzen, von mir erstellten, Fragebogen für die psychische Gesundheit von Pferden durch. „So wie du das beschreibst scheint sie wirklich psychisch in Form zu sein. Das macht mich glücklich und ist erleichternd. Das mit dem Drang nach Futter bekommst du schon hin“. Ich dokumentiere die psychische Stabilität des Tieres und stufte es bei „stabil-normal“ ein. Nachdem Bracelet das Tier in der Stallgasse angebunden hatte begutachtete ich sie zunächst visuell. Ich ging einmal um sie um und bückte mich, um den Bauch und die Extremitäten zu begutachten. „Äußerlich sieht alles gut aus“ sagte ich konzentriert und dokumentiere. Darauf hin näherte ich mich der braven Stute langsam und schaute mit ihrem Kopf an. Hier ertastete ich dann auch bestimmte Stellen. Ich begutachtete das Maul und die Schleimhaut, dann die Augen und Ohren. „Möchtest du einen Abstrich“. Bracelet reagierte auf meine Frage mit einem noch mehr fragenden Gesichtsausdruck. „Keine, Ahnung. Was meinst du denn?“. Ich lachte erneut. „Grundsätzlich müssen wir nicht. Ihr Auge, die Mundschleimhaut und auch die Ohren sehen gesund aus. Ich dachte nur. Manche wollen das bei neuen Pferden, wegen Ansteckungsgefahr für die anderen Tiere. Aber ich sehe null Hinweis auf eine Dringlichkeit“. Bracelet entschied sich somit gegen einen Abstrich und ich kontrollierte den Körper des Pferdes weiter mit abtasten. Es schien alles in bester Ordnung zu sein. Keine rauen oder wunden stellen, kein Pils oder Schädlingsverdacht. Ich dokumentierte erneut. „Warum schreibst du das eigentlich auf. Ich sehe sowas zum ersten Mal bei einem Tierarzt“. Ich schaute aus meiner hockenden Position hoch. „Ich dokumentiere einfach gerne. Auf Chattahoochee Hill’s hat jedes Pferd sein eigenes Buch indem die wichtigsten Sachen einfach kurz aufgeschrieben werden. Somit kann man eventuelle Fehler oder Ursachen analysieren oder auch ausschließen, falls sich etwas ergibt. Das gleiche Prinzip wende ich auch bei meinen „Patienten“ an“ erläuterte ich und holte Luft, um weiter zu sprechen. „Außerdem bekommt ihr als Besitzer auch die Auskunft, die ihr über den Besuch wissen müsst, da ihr eine Kopie von alle dem bekommt. Und falls ich noch mal komme, weiß ich sofort über den Grundzustand Bescheid“. Ein bisschen überfordert schaute Bracelet mich an „Das ist recht, plausibel“ lachte sie und streichelte Grace zwischen den Nüstern. Als die Vitalzeichen, Puls, Atmung, Herzfrequenz und Temperatur ermittelte, konnte die Stute nicht mehr von mir lassen. Sie steckte ihr Maul dauerhaft in meine Taschen des Pullis und lies auch nicht locker. „Na hör mal, sowas ist unhöflich“. Ich stupste mit zwei Fingern ihre Nüster. Sie fand das nicht toll, lies sich vom Rumschnüffeln aber nicht abhalten. Ich schüttelte humorvoll den Kopf. „Also. Vitalzeichen sind alle super. Durch das Übergewicht ist der Blutdruck etwas erhöht, aber wirklich nur minimal“. Ich kam aus der Hocke hoch und ging noch mal alles durch, um sicher zu gehen das ich nichts vergessen hatte. „Die Hufen brauch ich mir nicht anschauen. Die sind vom weitem schon schrecklich. Aber du sagtest ja das der Hufschmied dafür bald kommt. Sollte er sagen, dass da medizinisch was dran gemacht werden muss, kannst du mich gern kontaktieren“. Trotz alle dem schaute ich doch einmal auf die „Füße“ des Tieres. Auch auf die angrenzenden Gelenke, um eine eventuelle bakterielle Entzündung ausschließen zu können. Die Beugprobe und die Probe für Entzündungen waren negativ. Auch meine Begutachtung der Hufen lies nicht auf eine nötige medizinische Behandlung dessen schließen. „Gut, bereit für’s Immunisieren?“. Ich fasste mir hinter den Kopf und schaute Brace etwas verzagt an. „Da muss sie leider durch“ antwortete sie. Ich nickte und bereitete die Immunisierungen vor. Die Immunisierungen gingen sehr überraschenderweise recht unkompliziert von statten. Somit konnte man von ausgehen das sie schon mal Immunisierungen hatte und den Prozess auch kannte. Entspannt erwartete sie ein Leckerli, was sie auch von ihrer Besitzerin bekam. Ich lobte die schwarze von mal extra durch ein leichtes Hals Klopfen und gab dann die Wurmkur. Die sie runterschling als wäre es Banenenbrei. Bracelet und ich schüttelten den Kopf und grinsten. „Gut. Dann räum ich das Chaos hier mal auf“. Bracelet brachte die Stute in den Stall und half mit dann dabei die Sachen aufzuräumen. Sie bedankte sich jetzt schon. „Kein Problem, ehrlich. War schön helfen zu können“. Wir entschieden uns dafür noch gemeinsam Mittag zu essen und dann noch ein bisschen Zeit auf dem Gestüt zu verbringen und uns mit anderen Teilnehmern zu unterhalten und auszutauschen. Bevor ich wieder in das Hotelzimmer fuhr gab ich Bracelet noch schnell die übliche Unterweisung. „Also. Grace 24- 48 Stunden nur leicht Bewegen. Kein Training oder sonstige! Aufregung und Stress vermeiden. Sollte Fieber auftreten kontaktiere einen Lokalen Tierarzt und sag ihm das sie die Grundimmunisierungen bekommen hat“. Bracelet hörte aufmerksam zu und nickte. „Erneut vielen Dank“. Wir umarmten uns zur Verabschiedung und ich gab ihr noch den Durchdruck der Dokumentation.
    • Bracelet
      der Tag der Wahrheit - ein Check-Up für Grace
      28. April 2020

      © Bracelet | 5323 Zeichen | 3,5 Punkte
      Am heutigen Tag hatte ich mir HMJ Grace mal wieder direkt bevor die Pferde raus auf die Koppel sollten geschnappt. ,,Guten Moorgen.'',summte ich leise. Für großartiges Herrichten konnte ich mir heute nicht die Zeit nehmen also wurde lediglich der Kopf, wie auch die Vorderbeine geputzt. ,,Autsch das tut fast schon weh.'',sagte ich leidend zur noch überaus restverstaubten Kugel als ich ihr Gamaschen anlegte und sie auftrenste.
      Unser Weg führte uns wieder auf einen der Reitplätze, wo ich longieren durfte da hier noch kein Reiter unterwegs war den ich stören würde. Nach fünf Minuten an der Hand gerade aus begann ich auf der linken Hand und schickte den Rappen Runde um Runde auf einen Durchmesser von schließlich 20 Metern. Grace stapfte nach draußen und schenkte mir den Großteil ihrer Aufmerksamkeit. Der restliche Teil schien irgendwo zwischen Energiesparmodus erhalten und den Vögelchen zu schwanken, die sich aufgeweckt am Rand des Platzes in einer kleinen, dreckigen Pfütze badeten.
      Nach ein paar weiteren Runden Schritt, in denen ich Grace schon ein wenig mit der Peitsche zum fleißiger gehen genötigt hatte, trabte ich sie nun an. Überraschenderweise reagierte sie recht zackig und zeigte einen erst untertourigen, dann aber doch gar nicht so unspektakulären Trab. Mit einigem an Specki weniger und etwas Stangenarbeit, Bergaufgalopp und konsequenter Dressurarbeit konnte ich mir vorstellen, dass da wirklich etwas draus werden konnte. Was ich aber auch im Hinterkopf hatte war, dass sie für ihren Zustand nicht mal wenig bemuskelt war, was wie so vieles andere dafür sprach, dass sie bevor sie vom Tierschutz aufgelesen wurde durchaus gearbeitet wurde. In Anbetracht der sonstigen Umstände hoffte ich dabei nur inständig, dass das nicht allzu lange und intensiv der Fall war; sonst würden wir wohl bald unschöne Arthrosen und ähnliches bei ihr vorfinden können. Natürlich musste dies nicht sein, aber ich hatte während meiner langjährigen Pferdeerfahrung schon so einiges gesehen. ,,Gel, Gracey? Du willst noch auf keine Koppel und da mit deinen neun Jahren den Ruhestand genießen?'',sagte ich fragend zu ihr ehe ich sie angaloppierte.
      Nach einer recht guten fünfzehnminütigen Arbeitsphase, gleichmäßig auf beiden Händen, beendete ich das Training für heute auch schon wieder und führte die schwarze Stute noch ein paar Runden über den Platz.
      Brooke hatte sich inzwischen zu uns gesellt und ein wenig beobachtet. ,,Na? Wie waren wir?'',scherzte ich. ,,Naja, also eine 9 würde ich euch noch nicht geben. Natürlich nuur wegen den Abzügen bezüglich der Staubschicht!'',gab diese grinsend an mich zurück: ,,Aber jetzt ehrlich ich finde sie macht sich, findest du nicht?''
      Nachdem wir uns noch etwas unterhielten ging es mit Grace zurück in die Box, wo wir sie zusammen noch putzten. Brooke musste daraufhin ein paar Dinge klären, weshalb ich alleine mit Grace auf die Tierärztin wartete, die heute kommen sollte. Es handelte sich dabei um Cooper Chattahoochee, eine langjährige Freundin von mir. Da ich mit Grace zum Glück früh genug fertig war, dass sich diese zuvor noch akklimatisieren konnte, wartete ich dann doch noch recht lange bis sie, pünktlich auf die Minute, ankam. Hach wie ich mich freute meine Freundin endlich mal wieder zu sehen!
      Nach dem Check-Up und der restlichen Prophylaxe musste sie leider auch schon wieder los. Sie gab mir zum Abschluss noch ein paar Dinge mit: unter anderem einen Durchlag ihrer Notizen. Diese und die bereits erläuterten Ausführungen zu Grace' Zustand ließen mich aufatmen. Ich konnte es schon gar nicht mehr erwarten alles Brooke zu erzählen. Außer etwas Bluthochdruck und den erwartet schlechten Hufen, die sich aber ohnehin in den kommenden Tagen ein Hufschmied ansehen würde, war das Pferd gesund! Zumindest von dem was man so sagen konnte; Röntgen und Blutbild waren nicht notwendig, da von Außen keine Notwendigkeit dazu bestand und ich ja keine große AKU für ein neues Sportpferd machen ließ.
      Da Grace durch die Grundimmunisierung nun erstmal Ruhe brauchte, der Termin aber leider nicht anders gelegt werden konnte da mir überaus wichtig war, dass sie diese noch bekam bevor sie umzog, hatte mir die Besitzerin der Lindö Dalen Stuteri angeboten, dass ich die Pflugel vorübergehend noch in eine der Gastpaddockboxen stellen durfte. So würde sie nicht mitbekommen, dass heute und morgen die meisten anderen Stuten auszogen und so hofften wir ihr einiges an Stress zu ersparen. Da Grace ohnehin ein sehr unkompliziertes Pferd war wenn sie etwas essbares in der Box hatte klappte dieser kleine Umzug überaus reibungslos. Ein Stallbursche hatte ihr bereits ein Heunetz hergerichtet, das sie sofort ansteuerte und zufrieden neben dem Fressen das Hinterbeinchen entlastete. Für Grace war die Welt an dieser Stelle wieder in Ordnung.
      Den Rest des Tages durfte sie mit besagter Beschäftigungsquelle verbringen und sich, falls sie Lust hatte, am zugehörigen Paddock die Sonne aufs Fell scheinen lassen. Abends sah ich nochmal nach ihr und kontrollierte ob sie irgendwelche Anzeichen einer Impfreaktion zeigte. Immerhin war sie gegen Influenza, Tetanus, Herpes und Tollwut geimpft worden, was sie erstmal wegstecken musste. Allerdings sah es gut aus: bisher war noch alles gut. Brooke bestätigte mir diese Meinung ebenso, weswegen wir guten Gewissens schlafen gehen konnten.
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  • Album:
    Wettbewerbspferde - Horse Makeover 2020
    Hochgeladen von:
    Bracelet
    Datum:
    20 Apr. 2020
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  • HMJ Grace
    Trakehner
    Stute | *2011 | 1,68m
    Rappe

    Grace liebt es zu fressen und das sieht man ihr auch an. Leckereien und Süßigkeiten, vor allem Bananen sind vor Grace nicht sicher. Leider ist Fressen für Grace zu einer wahren Sucht geworden und wenn man nicht immer ihrem Drang nach neuem Essen folgt, so wird die eigentlich ruhige und folgsame Stute zu einer kleinen Furie.
    Grace akzeptiert den Menschen und folgt ihm, manchmal sogar ein Stück zu viel. Sie steckt ihre Nase in jede Tasche und ist nur schwer weggeschickt zu bekommen.
    Ohne Menschen ist sie ein eher ruhiges Pferd, welches sich gerne an einen Anführer hängt, um nicht selber eine Lösung finden zu müssen.
    Auch wenn der Name der Stute auf den ersten Blick nicht ihrem Aussehen entspricht, steckt bestimmt auch in ihr die Anmut eines Pferdes. Grace zeigt in Ansätzen sehr schöne Gänge und sofern ihr Körper dies zulässt, kann sie auch gut arbeiten.
    Grace wurde eines Morgens auf den Weiden des Tierschutzes gefunden. Der Grund für die anonyme Abgabe ist nicht bekannt.

    Körperlicher Zustand:
    Ernährungszustand: ein bisschen zu dick
    Erscheinungsbild: sauber, gepflegt, gut bemuskelt
    Hufzustand: minimalst zu weich, durchschnittlich
    Hautzustand: gut
    (Stand: 08.07. 2020)

    Ernährungszustand: viel zu dick
    Erscheinungsbild: sauber, gepflegt, gut bemuskelt
    Hufzustand: porös, weich, schlecht
    Hautzustand: gut
    (Stand: 20.04. 2020)


    Tierärztliches Check-Up & Prophylaxe:
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    Sehr geehrte Frau Bracelet ///,
    bei der Prophylaxe von HMJ Grac wurde ein
    Fragebogen und eine Begutachtung über die psychische Stabilität ihres Pferdes erhoben.
    Das Ergebnis ist "stabil- normal". Die klinische Beugprobe der Gelenke war negativ.
    Die Hufe ihres Tieres ist in einem kritischen Zustand.
    Ich habe vermerkt das die Hufe vom Hufschmied kontrolliert wird.
    Es wurden keine weiteren Auffälligkeiten gefunden.

    Desweiteren ist ihr Tier nun vor Influenza, Tetanus, Herpes, Tollwut sowie Würmer geschützt.
    Bitte beachten Sie das ihr Pferd 24-48 Stunden nur leicht Bewegt werden darf.
    Sollte Fieber auftreten kontaktieren sie einen lokalen Tierarzt.
    Ich bitte darum die Summe innerhalb drei Tagen zu begleichen.
    Falls es bei der Zahlung zu Verzögerungen oder Komplikationen kommt, bitten wir um Rücksprache.

    Hinzu erhalten Sie unentgeltlich unseren Aufkleber (für den Steckbrief) für das Boxenschild.
    So können Ausstehende sofort erkennen das ihr Tier geschützt ist.

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    Liebe Grüße und weiter anhaltende Gesundheit wünscht,
    Dr.med.Cooper Chattahoochee

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