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Wolfszeit

HMJ Divine| Freiberger

HMJ Divine| Freiberger
Wolfszeit, 20 Apr. 2020
Cooper, Bracelet, MeisterYoda und 3 anderen gefällt das.
    • Wolfszeit
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      20.04.2020|Wolfszeit
      Ein neuer Freiberger für das WHC? & der erste Kontakt mit einem Gott
      Alec| Ich war gerade mit Magnus ausreiten, als sich mein Handy mit einem Pling meldete. Magnus hielt den großen braunen Berberhengst an und Wamzi lief fast in ihn rein. Die gepunktete Stute blieb einfach ein kleiner Tollpatsch. Ich hielt Ases Maskwamozi neben Aldaire an und kramte mein Handy aus der Tasche. Es war ein SMS von Luchy. “Kommt heute Abend vorbei es gibt Neuigkeiten!”, las ich vor. “Na dann steht wohl fest was wir heute Abend machen”, sagte Magnuns. Wir ritten weiter und kurz vor dem Hof begegnete uns Anu die gerade mit Mystic Fantasy Dahila unterwegs war. Ich unterhielt mich kurz mit ihr und informierte sie über die Pläne für den Abend. Am Stall angekommen sattelte ich Wamzi ab und gemeinsam brachten Magnus und ich die beiden Pferde auf die Koppel. Ich wollte als nächstes nach dem neuen Pferd schauen. So ging es zu Löwenherz. Der Tinker war ein wenig schüchtern. Er kommt ursprünglich aus dem Tierschutz und hatte somit wohl keine einfache Vergangenheit. Der Wallach wohnte bei Fanya und Lilli in der Hoffnung dass Lilli ihn beruhigte und ihn ein wenig Sicherheit gab. Immerhin hatte das bei Fanya HMJ 7469 auch funktioniert. Als die Pferde mich sahen kamen Lilli und Fany auch direkt an den Zaun getrottet um sich ein Leckerlie ab zu holen. “Na ihr zwei süßen”, ich kraulte Fanya freundschaftlich an ihrer Lieblingsstelle und sie begann mich zu beknabbern. Löwe beobachtete das Spektakel lieber aus der ferne. Er stand mit gespitzten Ohren und Aufmerksamen Blick, etwa drei Meter entfernt. Auch Lilli vom Hirschberg bekam eine Streicheleinheit. “Na komm Löwe”, lockte ich den Wallach. Er schaute weiterhin neugierig, traute sich aber nicht nach vorne zu kommen. Ich holte ein Leckerlie aus meiner Tasche, der Wallach kam zwar ein Stück näher, hielt aber trotzdem noch Abstand. Ich warf ihm das Leckerlie hin. Der Wallach fraß es zwar, machte aber keine Anstalten näher zu kommen. Ich beschloss den Tinker erst einmal allein zu lassen. Außerdem sollte heute noch eine neue Stute kommen, für die ich noch die Box vorbereiten musste. Ich ging in den Stall und bereitete die Box neben Dahlia vor. Nachdem ich die Box fertig hatte, stellte ich fest das ich noch Zeit hatte um mich Chocolate Churro zu kümmern. Ich holte ihn von der Koppel und auf dem Weg begegnete ich Allister, der gerade dabei war, Torashko anzuspannen. Ich nahm Churro mit auf den Platz wo ich ihn laufen ließ. Nachdem der Hengst sich ausgepowert und gewälzt hatte ließ ich ihn zurück auf die Koppel. Der kleine Balisto, warte am Zaun und hoffe eine Streicheleinheit zu erhalten. Der kleine Tinker war inzwischen ganz schön groß geworden. Vor allem die Haarpracht hatte er von seiner Mutter geerbt. Schon jetzt hatte der zwei jährige Tinker, mehr Langhaar als so manch ausgewachsenes Pferd. Ich kam gerade von der Koppel zurück als der Sammeltransport vor fuhr, der Ermgravin bringen sollte. Ich begrüßte den Transporteur. “So…”sagte er und schaute auf seine Liste. “Sie bekommen die KWPN Stute, richtig?”.”Ja, genau Ermgravin”. Er ging zu Klappe und öffnete diese.” Ein echt schönes Tier bekommen sie da”. In dem LKW Standen ca. 5 Pferde. Ganz vorne stand meine braune Stute. Der Spediteur, Halfter die Stute, öffnete die Trennwand vollständig und lud die Stute aus. Ich übernahm die braune und brachte sie aufs Paddock. Danach unterschrieb ich die Papiere und bekam noch den Pass, der Stute. Anschließend machte der Spediteur sich auf den Weg, Ich ging zu meiner neuen Stute und beobachtete, wie sie das Paddock erforschte. Gräfin war sichtlich erfreut darüber endlich Platz zu haben. Sie wälzte sich erst einmal im Sand bevor sie bocken über den Paddock rannte. Bis zum Abend kümmerte ich mich noch um die restlichen Angelegenheiten auf dem Hof. Bevor wir zu Luchy führen holten wir alle Pferde von der Koppel.
      Luchy| Mein Team samt Jamie, Sheena und Magnus hatte sich im Esszimmer der alten Scheune versammelt. “So, ich möchte euch heute eine Überraschung zeigen. Und zwar geht es um das HMJ 2020, nachdem Alec letztes Jahr, ja schon rechte erfolgreich war, möchte ich, dass wir auch dieses Jahr wieder teilnehmen. Dieses Jahr ist es allerding ein wenig anders. Im vorhinein wurden schon 15 Pferde ausgewählt, die sich allesamt im Tierschutz befinden. Gestern wurden diese bekannt gegeben. Ich habe mich für eines dieser Pferde beworben.Allerdings werde nicht ich das training übernehmen, sondern einer von euch soll das machen.
      Beworben habe ich mich auf dieses Pferd, sagte ich und drehte den Laptop um auf dem das Bild war. HMJ Divine ist ein weißer Freiberger. Er ist fünf Jahre alt und ich mach es einfach, ich lese euch mal seine Charakterbeschreibung vor. Divine hat wahrhaftig etwas göttliches an sich. Obwohl er viel gelitten hat, strahlt er noch immer eine gewisse Zuversicht aus. Er hat jahrelang vergeblich den Kontakt zu Menschen gesucht und ist nun etwas unsensibel, wenn es darum geht, mit Menschen zu kommunizieren. Er würde gerne fürsorglich sein, ist jedoch eher tollpatschig und etwas zu herb und ungestüm. Unter dem Sattel ist er allerdings extrem trittfest und hat ein gutes Gespür für Entfernung und Trittfestigkeit des Bodens. Etwas Schnelligkeit und Motivation könnte ihm nicht schaden.
      Divine stammt aus einer Freibergerzucht, die vor allem auf die dominant weißen Pferde ein Augenmerk gelegt und versucht hat, mit diesen besonderen Exemplaren viel Geld zu verdienen. Bei einer Kontrolle wurden allerdings zu viele Pferde auf zu wenig Raum festgestellt, sodass einige der Pferde abgegeben werden mussten.
      Warum habe ich ihn Ausgewählt? Das ist ganz einfach mit seiner freundlichen Art würde er gut auf unseren Hof passen. Außerdem ist er mit seinem weißen Fell ist der Freibergerhengst ein echte Hingucker. Ich möchte ,dass wir ihm die Chance geben sich dem Menschen anzuschließen. Außerdem soll er die Liebe und Pflege bekommen, die er verdient. Seine Trittsicherheit macht ihm zu einem ausgezeichneten Wanderreitpferd und mit seinem exzellenten Charaktereigenschaften hat er auch ein gutes Zuchtpotenzial. Mit seiner Fürsorglichkeit kann ich mir uns auch vorstellen, dass er mal ein super Lehrpferd werden wird.
      Außerdem war ich sehr beeindruckt von dem Hengst als ich dieses Bild von ihm bei seinem Züchter im Internet fand. Die positive Ausstrahlung, die er trotz der schlechten Lage hat ,hat mich überzeugt, dass er das passende Pferd für das WHC ist.
      Jetzt heißt es abwarten, ob wir den Hengst aufnehmen dürfen.” endete ich meinen Vortrag.
      Mein Team brach in freudiges getuschelt aus. Bis die Pferde Zuteilung erfolgt ist möchte ich wissen er die Verantwortung für Divine oder ein anderes Pferd übernehmen soll.

      6727 Zeichen| Zählt nicht, weil Vorgschichte

      … ein paar Wochen später

      Lina| Gestern waren Luchy und ich in Schweden angekomme. Denn heute sollte es losgehen auf dem Lindö Dalen Stuteri. Schon beim entlangfahren zum Parkplatz, sah man wie groß das Gestüt war. Luch parkte, das Auto und bei Aussteigen entdeckte ich schon eine Bühne, wo auch schon ein paar Leute Standen. Wir gingen zu ihnen Rüber und Luchy fand natürlich direkt ein paar Leute die sie kannte. Nach 10 min rollte ein junger Mann mit einem Rollstuhl vor das Rednerpult und begann mit der Veranstaltung.„Sehr geehrte Teilnehmer und Teilnehmerinnen,

      Danke, dass ihr alle euch auf den Weg gemacht habt, um eure Pferde zu einem neuen Horse Makeover willkommen zu heißen!”, ich hörte nur noch mit halben Ohr zu, als ich neben dem Gebäude einen Mann mit einem weißen Pferd entdeckte. „HMJ Divine...” und schon hatte der junge Mann wieder meine volle Aufmerksamkeit. “...geht mit großer Freude an das White Horse Creek Stud, vertreten durch Luchy Montrose! Das WHC hat bereits in der letzten Runde große Leistung gezeigt und wir vertrauen darauf, dass ihr euch dieses Jahr genauso gut um euren Schützling kümmern werden!“, sagte er als der magere Hengst vorgeführt wurde. Luchy trat entspannt nach vorne, schüttelte dem Veranstalter die Hand, verbeugte sich kurz und nahm dann Divine an sich, um ihn aus dem Trubel herauszuführen. Ich entfernte mich auch von der Bühne und ging zum Auto. Wir hatten nämlich etwas für den Hengst mitgebracht. Ich holte das hübsche Blau-Weiße Halfter mit der schönen Abschwitzdecke aus dem Kofferaum, schnappte mir noch den Putzkoffer und ging zu Luchy, die in der Nähe einen Putzplatz gefunden hatte. Neugierig schnupperte HMJ Divine an der Decke auf meinem Arm. Ich stellte die Putzbox ab, hängte die Decke auf dem Anbindebalken und tauschte ,das Halfer was er jetzt trug, gegen das Neue Halfter. Das blau stand dem Hengst vorzüglich. Während ich begann sein momentan eher graubraunes Fell zu putzen, schnupperte er alles Neugierig ab. Als ich mich hin hockte um seine Beine zu putzen kam er mit seiner Schnauze zu mir runter und prustete mir ins Gesicht. “Na großer”, sagte ich zu Ivi. Der Hengst stupste mich so ungestüm an, dass ich lachend umfiel. “Er ist ja ganz schön ungestüm”, sagte ich Luchy und rappelte mich wieder aus. Divine, war inzwischen damit beschäftigt, die Bürste ansabbern, die mir runtergefallen war. Ich rappelte mich wieder auf und versuchte Ivi die Bürste abzunehmen. Nur widerwillig ließ sich der Hengst die Bürste abnehmen. Nachdem Divine wieder annähernd weiß war, widmete ich mich seinen Hufen. Nicht dass sein körperlicher Zustand schon eine Katastrophe war, waren seine Hufe kein Stück besser. Ich kratzte dem weißen Freiberger die Hufe aus und war erstaunt, wie gut er das machte. Um zu sehen, wie es aussah legte ich ihn die Fleecdecke auf. Sie sah wundervoll an ihm aus. “Luchy kannst du mal ein Foto machen?”. Nach dem Foto packte ich Divine wieder aus. Luchy wollte schonmal unser Ferienhaus erkunden. Ich wollte mit dem Hengst noch eine Runde über den Hof laufen. Das Tat ich auch, bevor er auf seine Weide durfte. Ich war erstaunt über den weißen Freiberger. Er schien ein Grunderziehung gehabt zu haben. Er war zwar etwas tollpatschig und war mir deshalb zwei mal auf die Füße getreten, aber er meinte es nicht böse. Nachdem das Pferd auf der Koppel und alles andere im Auto war, machte ich mich auch auf den Weg zu den Ferienhäusern.

      3422 Wörter |3 Punkte
    • Wolfszeit
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      21.04.2020|Wolfszeit
      Waschtag
      Lina| Heute war ich schon früh auf den Beinen. Sobald die Sonne durch das Fenster schien, war ich aufgestanden. Heute wollte ich mal an schauen, wie HMJ Divine in Bewegung aussah. Ich schnappte mir das Knotenhalfter auf meinem Koffer. Auf dem Weg dahin kam ich an einer Menge Pferden vorbei, unter anderem an einem braun weißen Isländer Hengst.Ich erkannt ihn, da ich in letzter Zeit eine Menge Fotos von ihm gesehen hatte. Es war Glymur, der Vater eines Fohlen was vor kurzem auf dem SMA geboren worden war. Luchy hatte Wamzi von dem Isländerhengst besamen lassen um ein interessantes Fohlen daraus zu bekommen. Glymur schaute freundlich aus seiner Box und ich streichelte ihn kurz. An der Koppel angekommen nahm ich mir einen Augenblick die anderen Pferd auf der Koppel in Augenschein zu nehmen. Neben Divine der relativ nahm am Zaun stand graste ein graues Pony. Der arme Kerl hatte kaum noch Mähne, und das was davon übrig war, hing verfilzt herunter. Unter einem Baum stand ein Braunschecke. Er war fürchterlich dürr und dreckig. Ganz hinten stand ein großer Schimmel, der mich aus der Entfernung böse anstarrte. Ich betrat die Koppel und Ivi wie auch das Pony neben ihm hoben den Kopf. Langsam ging ich auf die Beiden zu. Divine begann auf mich zu zu trotten. Das Pony hatte wohl beschlossen alles lieber aus sicherer Entfernung zu beobachten. “Na große” begrüßte ich den weißen Hengst. “Ich hab dir heute etwas mitgebracht”, sagte ich und holte einen Apfel aus meiner Tasche. Der Hengst schnupperte daran, schleckte den Apfel samt meiner Hand gründlich sauber und halbierte den Apfel mit ein Biss. Krachend kaute Ivi auf dem Apfel herum und sabberte dabei soviel das es auf den Boden tropfte. Nachdem die erste Hälfter verschlungen war, nahm er mir die Zweite Hälfte auf den Hand und biss fast auf meine Finger. “Pass doch auf, du kleiner Tollpatsch”, sagte ich zu Divien und wischte die sabber an seinem Fell ab. Danach streifte ich ihm das blauen Knotenhalfter über. Brav folgte er mir bis zum Tor, wo er mich ungeduldig an rempelte. Ich brauchte eine Weile bis ich das Round Pen fand, weil ich erst daran vorbei lief. Als ich es gefunden hatte betrat ich den Pen und ließ Divine erst einmal frei. In gemütlichem Tempo begann er den Boden ab zu schnüffeln und sich einen Platz zum wälzen zu suchen. Er wurde schließlich genau auf meine Füßen fündig. Schnell hüpfte ich zur Seite um zu verhindern, dass der Hengst mich umwalzte. Er wälzte sich gründlich auf allen Seiten, bevor er sich aufrappelte. doch statt komplett aufzustehen blieb er ein Moment sitzen und schaute die Gegend an. “Daraus könnte man einen Trick machen”, sagte ich zu mir selbst. Ein Vogel setzte sich auf den Zaun. Dies schien Divine zum Anlass zu nehmen aufzustehen und zu dem Vogel zu trotten. Er war noch nicht ganz am Zaun angekommen, da flog der Vogel auf. Der weiße Freiberger sah dem Vogel so neugierig nach, als hätte er noch nie einen Vogel gesehen. “So, Divine jetzt musst du dich aber mal ein wenig Bewegen”, sagte ich zu dem Hengst und trieb ihn an. Er begann in gemütlichem Schritt im Kreis zu laufen. Nach ein paar Minuten wurde mir das zu bunt und ich versuchte ihn in einen fleißigen Schritt zu bekommen. Das gestaltete sich schwer als Gedacht, denn sobald ich aufhörte ihn zu treiben wurde er langsamer. Daran mussten wir definitiv arbeiten! Nachdem er lang genug Schritt gelaufen war, trieb ich ihn zum Trab. Auch hier fiel es ihm schwer ein normales Tempo zu halten. Entweder er schlich durch die Gegend oder er raste davon. Mich beschlich der Verdacht, das er neben der nicht vorhanden Muskulatur, vielleicht auch noch Gleichgewichtsprobleme hatte. Aber nichts desto trotz sollte sich der Tierarzt auch seinen Rücken anschauen. Ich beließ es bei einem kurzen schnelle Galopp, da ich ohne Frühstück nicht die Energier hatte, ihn länger im Galopp zu halten. Ich ließ den Hengst wieder langsamer werden. Er kam zu mir getrottet um mich mit sehr viel Kraft an zu stupsen. Ich war so wenig darauf vorbereitet dass ich umfiel. Lachend fiel ich in den Sand, das beste daran war Divines Gesichtsausdruck. Besorgt schnupperte er mich ab und pustete mir seinen warmen Atem ins Gesicht. Ich streichelte über seine breite Stirn “Du bist ganz schön grob für etwas göttliches”, sagte ich streng zu dem Hengst. Ich schob seinen Kopf zu Seite und rappelte mich auf. Danach klopfte ich mir den Staub von der Kleidung. Da ich genug von Bewegung fürs erste hatte, wollte ich noch sehen ob er sich überall Anfassen ließ. Beim putzen gestern hatte er keine Probleme, aber die Ohren und die Bauchunterseite hatte ich gestern nicht allzu viel Beachtung geschenkt. Ich startete an seinem Maul. Er zeigte kaum eine Reaktion, auch als ich sanft über seine Augen strich. Auch die Ohren, wie auch zwischen und hinter den Ohren war kein Problem. Genüsslich ließ er sich hinter den Ohren kraulen. Sein Mähnenkamm sah leider nicht so gut aus. Die Mähne war größtenteils abgeschubbert und die Haut war trocken und schuppig. Ich werde nach dem Frühstück in die Stadt fahren und Haarwasser kaufen. Auch am restlichen körper hatte Ivi keine Probleme berührt zu werden. Ich gab dem Hengst noch einen Apfel und dann durfte er zurück zur Koppel. Ich hingegen begab mich zum Frühstück, wo ich Luchy auch gleich entdeckte. “Wir müssen gleich Einkaufen gehen. Wir brauchen dringend Sonnencreme, die Nase von Divine ist ganz rot! Und wir brauchen Babyöl und Haarwasser, sowie Teebaumöl & Shampoo für seine trockene Haut.”, berichtete ich ihr gleich. “Ansonsten sollte ein Tierarzt sich seinen Rücken anschauen, er scheint dort ein wenig steif”. Ich quatsche während des Frühstücks mit Luchy und berichtete ihr von der ersten “Trainingseinheit” mit Divine. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Wir bekamen alles und Luch zaubert so gern noch eine Fliegenmaske mit Nüsternschutz aus ihrem Auto. Beladen mit unseren Einkäufen holte ich den Göttlichen also ein zweites Mal von der Koppel. Mit dem Freiberger im Schlepptau suchte ich eine Waschbox und fand diese schließlich auch. Da der Hengst die trockene Haut nicht nur in Schweif uund Möhne zeigte sonder am ganzen Körper, bschloss ich ihn einmal komplett mit Teebaumölshampoo zu waschen. Als ich seine Vorderbeine Abspritze versuchte Divine in den Wasserstrahl zu beißen. An den Hinterbeinen angelangt erschrak er sich kurz und zog den Huf angewidert hoch. Unter dem nassen Fell kamen die Punkte des Hengstes noch mehr zum Vorschein. Das einshampoonieren und das Auswaschen ließ der Hengst brav über sich ergehen. Er war jetzte richtig schön weiß.Erst jetzt kamen die grauen Punkte in seinem Fell richtig zum Vorschein. Auch seine Hufe und Haut waren nun nicht mehr grau, sonder harre einen hübschen rosaton. Wir wechselt zum trocknen unters Solarium. Während der Hengst sich die Wärme auf den Platz strahlen ließ döste er ein wenig. Ich verteilte noch Haarwasser in seiner Mähen, gab Babyöl auf die trockenen Hautstellen und cremet sein Näschen mit Sonnencreme ein. Brav ertrug er alles, nur das kalte Nasse Zeug auf seiner Nase fand er gruselig. Empört über diese Sache stellte er die Ohren auf und prustete. Er beruhigte sich dann doch sehr schnell und ließ sich eincremen. Mit Fliegenmaske ausgestattet gingen wir noch eine Runde über den Hof spazieren. Divine blieb zwar alle zwei Meter stehen um sich entweder die Gegend anzuschauen oder um bei irgendeinem Mensch mit seiner tollpatschigen Art um Aufmerksamkeit zu betteln. Die meisten reagierten Gelassen und streichelten ihn kurz. Unter Luchys Aufsicht, sollte er nun noch auf sein Futter warten. Damit er ein wenig an Gewicht zulegte sollte er Mash bekommen. Ich hatte das Futter schon vorher angerührt, damit es schon aufquellen konnte. Nun legte ich noch zwei Möhren dazu und ging zu ihm zurück. Ungeduldig stecke er die Schnauze in die Schüssel, noch bevor sie am Boden stand. Er verputzte alles. Danach sah er zwar aus wie ein Schweinchen, aber er war sichtlich zufrieden. Ich entließ ihn für heute auf die Koppel. Ich fand, dass wir nun deutlich zufriedener wirkte als heute Morgen. Solang ich noch am Zaun stand ließ er sich kraulen. Ich gab ihm noch ein Möhre bevor ich mich für heute von ihm verabschiedete.


      8215 Zeichen = 5 Punkte
      Mohikanerin gefällt das.
    • Wolfszeit
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      22.04.2020|Wolfszeit
      Ein Tag am Strand
      Heute war ich nicht ganz so früh bei HMJ Divine. Ich hatte länger geschlafen und dann in Ruhe mit Luchy gefrühstückt. Als ich heute zu Koppel kam stand Divine am Zaun und ließ sich von einem ca. 11 Jährigen Mädchen kraulen. Der Hengst sah richtig glücklich aus. Ich ging zu den beiden und begrüßte das Mädchen. “Ganz schön süß dein Pferd” sagte sie nach ein paar Wortwechseln, aber nicht so süß wie meine Holy”, sagte das Mädchen, welches sich als Hedda vorgestellt hatte. “Deine Holy?”, fragte ich sie. “Ja, meine Holy”, wiederholte sie stolz.”Ich und mein Bruder trainieren sie”, sagte das Mädchen grinsend. Ich unterhielt mich noch kurz mit dem Mädchen bis es von seinem Bruder gerufen wurde um sich um ihr eigenes Pferd zu kümmern. Ich hingegen steckte Ivi eine Apfel zu und holte ihn von der Koppel. Zum Glück hatte er seine Fliegenmaske nicht verloren. Sonst hätte ich diese nun suchen müssen. Da sein Gesundheitszustand noch nicht geklärt war, weil der Tierarzt erst morgen kam, hatte ich beschlossen heute nochmal ein leichtes Trainingsprogramm zu machen. Ich hatte gehört, das der Hof nicht allzu weit vom Meer entfernt liegen sollte. Ich machte mich also mit dem weißen Hengst im Schlepptau auf den Weg. Wir kamen an einem Busch vorbei in den es plötzlich raschelte. Divine bleibt stehen und beobachtete den Busch neugierig. Als ein Vogel daraus hervoflatteterte erstarrte mein Pferd zu Salzsäule und beobachtete den Vogeln. Auf Einmal drehte er die Ohren und lauschte Aufmerksam. Ich horte ein rhythmisches Geräusch. Es waren Hufschläge. Kaum hatte ich das Geräusch eingeordnet, galoppierte auch schon ein Tinker an mir vorbei. Das war als Holy. Ein lustiges Pony. Kurz hinter dem Pony kamen Hedda und ihr Bruder angerannt. Da die beiden alles halbwegs unter Kontrolle zu haben schienen. Setzte ich meinen Weg mit Divine fort. Der Hengst war durch Holys rasante Begegnung ein wenig aufgeregt, lief aber brav neben mir her. Endlich am Wasser angekommen fiel dem Freibergerhengst nichts besseres ein, als sich erst einmal in den Sand zu werfen und rum zu kugeln. Nachdem der Hengst ausreichend bestaubt war, führte ich den Hengst zum Wasser. Skeptisch beobachtete er die Wellen die um seine Füße schlugen. Er schnupperte am nassen Sand. Im Sand bewegte sich etwas und nach ein paar Mintuten kam ein Krebs zum Vorschein. Erst beschnupperte Divine, das seltsame kleine Ding und dann versuchte er darauf zu treten. Zum Glück verfehlte er den Krebs. “Lass, das Divine”, schimpfte ich. Um den Hengst von dem armen Krebs abzubringen, führte ich ihn weiter ins Wasser. Die Wellen schlugen im nun bis an den Bauch. Ivi stand dort in den Wellen und schaute mich an, als wollte er sagen : “Und was soll ich jetzt hier?”. Wir blieben noch eine Weile am Strand, bevor wir uns auf dem Rückweg machten. Zurück auf dem Hof spülte ich dem weißen Hengst das Salz aus dem Fell. Danach durfte er unter dem Solarium trockenen, bevor es dann zum Wälzen ins Round Pen ging. Da Divine auf mich nicht so wirke als würde er gleich Ausbrechen, ließ ich ihn dort allein um sein Mash mit ein paar Möhren zu holen. Zum Glück dachte ich daran ihm die Fliegenmaske noch auszuziehen, bevor er sein Futter verschlag. Langsam und gemütlich schlabberte er sein Mash auf. Danach durfte der dreckige aber glückliche Divine zurück auf die Koppel.

      3323 Wörter = 3 Punkte
    • Wolfszeit
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      25.04.2020|Wolfszeit
      Glück gehabt!
      Donnerstag, 23.04.2020

      Nach dem Strandtag gestern und der Feststellung ,dass der Göttliche Vögel furchtbar interessant findet, wollte ich heute ein wenig Wellness Programm für den Hengst machen. Datz gehörte nicht nur putzen, sondern auch ein wenig “Training” mit Balance Pads. HMJ Divines Gesundheitszustand war immer noch ungeklärt war, da der Tierarzt sehr viel zu tun hatte und sich somit erst einmal den ganz schlimmen Fällen annahm. Nachdem Frühstück ging ich zur Koppel von Divine, einer der Hengste, ich glaube er hieß Scared stand flehmend am Koppelzaun und versuchte Kontakt zu den Stuten auf der Nachbarweide aufzubauen. Etwas weiter hinten stand Sainly. Der Paint Hengst, der immer sehr müde gewirkt hatte, wirkte heute morgen schon deutlich wacher und aufgeweckter. Divine spitze die Ohren als ich das Tor öffnete und blickte mir freundlich entgegen. Ivi wirkte jedes mal unheimlich glücklich wenn man ihm Aufmerksamkeit schenkte. Doch schon von weitem musste ich leider feststellen, dass er seine Fliegenmaske verloren hatte. Ich ging erst zu dem Hengst und steckte ihm ein Leckerlie zu, bevor ich mich auf die Suche nach seiner Fliegenmaske machte. Ich fand sie etwas weiter hinten auf der Koppel. Ich sammelte die Maske ein und zog sie dem Göttlichen wieder an, bevor ich ihn halfterte. Ich führte ihn zum Putzplatz, wo ich ihn abstelle um Putzzeug und Balance Pads zu holen. Zurück bei dm Freiberger ließ ihn ihn an einem der Pads schnuppern. Neugierig schnupperte er daran und begann dann schließlich es an zu schlabbern. Es wurde scheinbar als ungefährlich eingestuft. Da es heute ein wenig kühl und windig war, legte ich ihm einen Abschwitzdecke auf. Ich legte nun das Balance Pad knapp vor seinen Huf. Sanft hob ich sein linkes Vorderbein an und stellte es auf das Pad. Etwas irritiert schaute er schon ließ den Huf aber darauf stehen. Ich entfernte mich ein kleines Stück, das er in Ruhe darüber nachdenken konnte, was er von dem wackeligen Ding halten sollte. Nach ein paar Minuten entspannte der weiße Freiberger sich sichtlich. ich ging wieder auf ihn zu und begann mit der Kardätsche sein, noch flauschiges Winterfell zu bearbeiten. Auch wenn es heute kühl war, haarte der Hengst unglaublich viel. Nach ein paar weiteren Minuten begann Divine abzukauen und zu gähnen. Scheinbar gefiel ihm das Balance Pad sehr gut. Nach ca. einer viertel Stunde war die eine Seite von Ivi ansatzweise Haarfrei. Als ich gerade die Seite wechseln wollte nahm er den Huf vom Pad. Ich war schon ein wenig erstaunt das er gleich beim ersten mal gleich solang drauf stehen würde. Ich nahm das Pad mit beim Seitenwechsel und stellte nun das andere Vorderbein darauf. Hier entspannte er sich schneller. Auch die andere Seite wurde gründlich vom losen Winterfell befreit. Auch das rechte Vorderbein ließ Divine ungefähr eine viertel Stunde auf dem Pad. Damit es nicht zu viel für den Hengst heute wird beließ ich es bei den Vorderen Beinen. Ich putze den Hengst weiter, bis er sauber war. Danach bekam er sein Haarwasser in Mähne und Schweif und die trocken Hautstellen cremte ich ein. Zuletzt gab es noch Sonnencreme auf die Nase, für den Fall dass er seine Fliegenmaske wieder verlieren sollte. Ich beschloss noch eine kleine Runde mit ihm Spazieren zu gehen. Divine war sehr entspannt und brav. Sein ruhiger gleichmäßiger Hufschalg, war beruhigen und meine gedanken begannen ein wenig abzuschweifen. Die Gegend hier oben in Schweden war schön. Doch auf eine bestimmte Weise erinnerte sie mich an meine Heimat in Finnland. Ich hatte keine guten Erinnerung an meine Heimat. Meine Mutter hatte uns schon früh verlassen, als ich noch ganz klein war. Mein Vater konnte diesen Verlust nie richtig verarbeiten und hat sich nur das nötigste um uns Kinder gekümmert. So kam es, dass ich und meine Schwester viel Zeit in einem Stall meiner Tante verbrachten. Sie war die einzige die sich um uns wirklich kümmerte. So kam es dazu , dass ich schon mit 5 Reiten lernte. Auf einem kleinen braunen Shetty. Als ich dann zu groß für das Pony wurde setzte meine Tante mich auf eines ihrer Finnpferde. Eigentlich waren die meisten von ihnen Kutschpferde, doch man konnte auch wunderbar mit ihnen Ausreiten.
      Ich bemerkte erst das ich stehengeblieben war als Divine mich besorgt an stupste. “Wo sind wir den gelandet mein großer?”, fragt ich den Hengst. Er schaute mich nur mit seinen großen braunen Augen an und schnupperte mir durch Gesicht. Er schien zu merken, das meine Stimmung auf einmal gekippt war. Sanft pustete er mich warme Luft in den Nacken. Ich lächelte “Auch du bist doch wundervoll”, flüsterte ich ihm zu und Umarmte ihn. Ivi legte den Kopf auf meine Schulter und brummelte. Ein Paar Minuten verharrten wir so. Sein weiches Fell unter meinen Finger beruhigte mich. Zurück auf dem Hof bekam Ivi noch sein MAsh und durfte wieder zu den anderen Pferden auf die Koppel. Erst stand noch ein Weile am Zaun und ließ sich kraulen. als ich dann ging hörte ich ihn sogar leise Wiehern. Ich musste fast anfangen zu Weinen als ich das hörte. Einerseit freute ich mich das Divine sich so schnell an mich gewöhnt hatte, andererseit war das letzte Pferd was so hinter mir her wieherte das alte Kutschpferd meiner Tante gewesen. Viljami war immer ein sehr fürsorglicher Wallach gewesen. Er hatte mir immer zugehört und mir das Gefühl gegeben, dass er mich verstand. Ihm hatte ich blind vertraut. Und nun schien es umgekehrt Divine schien mir blind zu vertrauen. Als ich den Hengst am Montag zum ersten mal sah wirke er so unglücklich und verzweifelt. Bei jedem Menschen bettelte er darum ein kleines bisschen Aufmerksamkeit zu bekommen. Heute war mir zum ersten mal Aufgefallen, dass er nicht schon den ganzen Tag am Zaun gestanden hatte um eine Streicheleinheit von jedem zu bekommen, der vorbei kam. Der Götlliche musste furchtbar darunter gelitten haben, solang allein mit den ganz anderen Pferden auf der Alm verbracht zu haben. Ich beschloss mehr über seine Vergangenheit herauszufinden. Ich schnappte mir meinen Laptop und begann mit der Recherche.

      Ich fand nur soviel heraus, das Divine Glück gehabt hatte eine so besondere Farbe zu haben. Viele der Fohlen waren bei nicht Verkauf leider zum Schlachter gegangen, weil es leider in der Schweiz üblich ist. Viel mehr fand ich leider nicht raus. Also beschloss ich einen Instagram Aufruf zu starten. Ich hatte mir auf Joellegram schon eine kleine Community aufgebaut daher hatte ich die Hoffnung, dass vielleicht irgendwer den Züchter oder den Hengst kannte. Ich hatte Divine noch nicht meiner Community gezeigt, da ich in den letzen Tagen keinen Kopf für sowas hatte. Nun konnte ich die Gelegenheit nutzen um ihn Vorzustellen. Natürlich hatte ich schon Bilder von Ivi gemacht. Ich sucht eines aus. Es war ein sehr hübsches Bild von ihm. Er stand auf dem Bild auf der Weide und schaut in die Ferne. Ich wählte einen Schönen Bildausschnitt und begann zu schreiben.
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      Hallo ihr lieben. Sorry das solange nicht von mir kam, aber bei mir ist ganz schön viel los. Bestimmt haben einige von Euch schon vom HMJ gehört. Letztes Jahr wurde das WHC dort von Alec und Anu vertreten. Fanya HMJ 7469 macht sich inzwischen prächtig. Dieses Jahr vertrete ich das WHC. Und nun zum wichtigen. Ich bin nun seit Montag in Schweden auf dem Lindö Dalen Stuteri um mein HMJ Pferd kennen zu lernen. Mein HMJ Pferd heißt HMJ Divine und hat eine besondere Farbe. Wie der Zufall es will ist Divine ein Freiberger. Ivi ist 5 Jahre alt. Bis jetzt zeigt er sich als freundlicher, Menschenbezogener Hengst. Er ist zwar etwas tollpatschig und ungestüm, aber niemals bösartig. Leider ist Divine Aktuell in einem nicht allzu guten Zustand. Er ist mager und kaum bemuskelt. Leider hat er auch Trabgrandsplaten, die eine längere Behandlung benötigen. Er kommt aus dem Tierschutz und wir wissen leider nicht viel über seine Herkunft. Divine stammt aus einer Freibergerzucht, die vor allem auf die dominant weißen Pferde ein Augenmerk gelegt hat. Bei einer Kontrolle wurden allerdings zu viele Pferde auf zu wenig Raum festgestellt, sodass einige der Pferde abgegeben werden mussten. Mehr wissen wir leider nicht. Falls einer von euch die Zucht kennt oder vielleicht auch mehr über seine Herkunft meldet euch bitte bei mir.
      Nachdem ich den Post veröffentlicht hatte beschloss ich spazieren zu gehen um den Kopf frei zu bekommen. Ich kehrte erst zum Abendessen zurück. Beim Abendessen erzählte ich Luchy von meinem Aufruf und auch sie hoffte, dass ich Erfolg hatte. Doch Divines Geschichte ließ mich einfach nicht los. So nahm ich meinen Laptop mit ins Bett und begann erneut auf die Suche nach Ivis Herkunft.

      Freitag, 24.05.2020
      Ich musste Eingeschlafen sein. Denn als ich wach wurde schien die Sonne durch das Fenster und ich hörte dumpf die Vögel zwitschern. Auf meinem Laptop sah ich eine geöffnete Website. Elevage spécial Freiberg Elevage spécial Franches-Montagnes stand groß als Überschrift. Darunter eine Liste mit alles Freibergerstuten, die entweder Urfreiberger oder Freiberger in Sonderfarben züchteten. Es waren ca. 20 Gestüte. Wie sollte man denn da, das finden wo, Divine herkommt. Mit einem Blick auf die Uhr sprang ich aus dem Bett. Es war schon 10 Uhr, Ivi warte bestimmt schon auf mich. Ich zog mich schnell um und ging zur Koppel. Divine stand schon am Zaun und wieherte als er mich sah. Ich halfter ihn und ging mit ihm ins Round Pen. Dort ließ ich ihn ein wenig in Schritt und Trab laufen. Wegen seiner Hufe wollte ich ihn nicht galoppieren lassen. Heute lief er schon etwas besser als Gestern, die Balance Pad Therapie scheint anzuschlagen. Ich wollte sehen was Ivi tun würde wenn ich ihn einfach machen ließ. Also setzte ich mich in die Mitte des Pens und wartete. Der Hengst schnüffelte am Boden, versucht den Sand zu essen. Nach einer Weile jedoch kam er auf mich zu getrottet und begann an meinen Haaren zu knabbern. “So ein baver”, lobte ich den Hengst und hielt ihm einen Apfel hin. Ich Stand auf und begann durch den Pen zu laufen. Ivi folgte mir. Nach einer Weile des Nachlaufs ließ ich ihn kurz allein im Round Pen um sein Futter zu holen. zurück bei ihm zog ich ihm die Fliegenmaske aus, damit er diese nicht vollsaute und stellte ihm sein Mash hin. Genüsslich begann er es auf zu schlabbern. Als er gefressen hatte, begann er mit der Schüssel zu Spielen und sie in Maul zu nehmen. Er hob sie an und trug sie zu mir um sie mir vor die Füße zu werfen. “Hat da jemand noch Hunger?”, fragte ich den Hengst. Ich lobte ihn und ging dann ein Stück von dem Freiberger Weg. Nach ein paar Minuten, nahm er wieder die Schüssel ins Maul und trug sie herum. Ich lobt ihn erneut. Wir wiederholten das ganze noch ein paar mal , bevor ich die Übung beendete. Ich zog ihm seine Fliegenmaske wieder an und brachte ihn zurück zu Koppel. Mit einem Pling meldete sich mein Handy. Ich hatte gerade eine Nachricht auf Joellegramm erhalten.

      Hallo Lina, ich glaube ich kenne das Pferd aus deinem letzten Post. Es stammt glaube ich aus der Zucht Les Breuleux. Kontaktier mal Vivivien.fourtuiern@joellemail.com Sie könnte mehr über ihn wissen.

      LG

      Das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Zurück im Haus schnappte ich mir sofort meinen Laptop und schrieb eine Mail.

      Hallo Vivien,
      Ich habe gehört du könntes mir bei etwas weiterhelfen. Es geht um ein Pferd, welches über den Tierschutz zu mir kam. Er soll wohl aus der Zucht Les Breuleux stammen. Divine ist 5 Jahre alt. Hier noch ein paar Fotos von Ihm. Kennst du den Hengst?
      Viele Grüße,
      Lina

      Den Nachmittag verbrachte ich damit Divine auf der Koppel zu beobachten und ein paar schöne Fotos zu machen. Zwischendrin sah im immer wieder auf joellegramm in die Kommentare. Viele freuten sich darüber ,dass der Hengst ein neuen Chance bekam. Leider war kein weiterer dabei der Glaubte etwas über den Hengst zu wissen. Etwas enttäuscht darüber nicht über Ivis Vergangenheit herausgefunden zu haben ging ich heute früh ins Bett.

      Samstag, 25.04.2020
      Das erste was ich wahrnahm als ich aufwachte war das Pling meines Handys. In der Hoffnung, dass es eine Email war. Es war jedoch keine Mail sondern eine Nachricht von Luchy. Es war ein Bild. Heute Nacht hatte es geregnet und dem schneeweißen Hengst, war nicht besseres Eingefallen als sich in die größe Pfütze zu werfen die er finden konnte. Oh man, wie gut das wegen seiner trocken Haut heute eh Waschtag war. Doch ich hatte auch eine Mail bekommen, doch die musste warten erst erst einmal musste der Göttlich von seiner Schlammpackung befreit werden. Ich rollte mich aus dem Bett und ging duschen. Als ich dann nach dem Frühstück an der Koppel ankam stand mein nun nicht mehr weißes Pferd fröhlich am Koppelzaun und wartete auf mich. Ich holte das Schlammmonster von der Koppel und wir gingen den schon den bekannten Weg zur Waschbox und ich parkte das ehemals weiße Pferd dort. Als erstes spritzte ich den Schlamm von Ivi runter. Danach wurde er ein shampooniert und mit Haarwasser versorgt. Danach ging es für den nun wieder sauberen Hengst unter das Solarium zum trocken. Nachdem er wieder trocken war, stellte ich ihm am Putzplatz noch einmal auf die Balance Pads. Während Divine sich entspannte öffnete ich die Mail.

      Hallo Lina,
      Ich kenne deinen Hengst tatsächlich und er stammt wirklich aus der Zucht Les Breuleux. Er hieß dort Prince. Er gehörte einer Freundin von mir. Sie hatte ihn von ihrem Vater, der Züchter, Geschenkt bekommen. Der kleine hatte echt Glück gehabt, denn er hätte seine Geburt fast nicht überlebt. Er war zu groß und wäre fast stecken geblieben. Seine Mutter Rosalie hat es leider nicht überlebt. So wurde er mit der Flasche aufgezogen. Er war das mit Abstand Menschebzogenste Fohlen, was ich je gesehen hatte. Ein Jahr später verunglückte meine Freundin schwer bei einem Reitunfall und überlebte es leider nicht. Daraufhin verkaufte sein Vater alle Pferde. Leider weiß ich nicht wo Prince hinkam, aber wenn du möchtest kann ich mich mal bei der Familie erkundigen. Einerseits fand ich es sehr traurig, als ich die Bilder sah, die du mir von Prince gesendet hast. Das er in scheinbar so schlechte Hände kam. Andererseits war ich froh ein Lebenszeichen von ihm zu bekommen. Bei dir scheint er sehr gut Aufgehoben zu sein.
      LG
      Vivien
      P.S. Ich müsste irgendwo noch Babybilder von ihm haben. Ich werde sie dir zusenden wenn ich sie finde.

      Einerseit traurig über Divines Schicksal andererseit glücklich, ein wenig über ihn herausgefunden zu haben begann ich eine Antwort zu schreiben.

      Hallo Vivien,
      Das mit deiner Freundin tut mir sehr leid. Vielen Dank für die Informationen über Divine. Er ist immernoch sehr Menschenbezogen und freundlich. Ich würde mich sehr freuen, wenn du herausfinden würdest wo er hinkam. Ich freu mich auch über die Babybilder von ihm. Es geht ihm inzwischen auch schon besser. Ich halte dich gerne auf dem laufenden über seinen Zustand.
      LG Lina


      Der Göttlich hatte inzwischen beschlossen, dass er genug trainiert hatte, also brachte ich ihn auf die Koppel. Nachdem Mittagessen würde ich noch einmal ein kurzes Hänger training mit ihm machen. “So mein großer, ich hoffe du wirst dich nicht noch einmal in den Schlamm”, ermahnte ich ihn bevor ich ihm noch eine Möhre gab.

      Nach dem Mittagessen holte ich mir noch einmal Divine und zu meinem Glück, war er tatsächlich sauber geblieben. Luchy hatte einen Hänger organisiert sodass ich mit Divine ein wenig trainieren konnte. Divine schien von dem Teil deutlich unbeeindruckt. Das hineingehen war für ihn auch kein Problem. Wieder einmal kam mir das Gefühl, dass er eine gute Grundausbildung gehabt haben musste. Nachdem der Hengst kein Problem mit dem Hänger hatte gingen wir noch eine kurze Runde spazieren und der weiße Hengst dufte den restlichen Nachmittag mit den anderen Pferden auf der Weide verbringen.

      15743 Zeichen = 11 Punkte
    • Stelli
      Pferdeklinik Birkenau
      - Check-up für HMJ Divine -
      Ich begann die neue Woche mit einem erneuten Besuch auf Lindö Dalen Stuteri in Schweden. Diesmal war meine Auftraggeberin Lina Valo, die sich mit HMJ Divine, einem Freibergerhengst, beschäftigte. Auf Lindö Dalen Stuteri kannte ich mich bereits gut aus, ich hatte in letzter Zeit einige Aufträge in Schweden. Ich stellte mein Auto auf meinem ‚Stammplatz‘ ab und stieg aus. Wenige Augenblicke später kam mir eine nett ausschauende, junge Frau entgegen. Es war Lina; sie führte mich zu dem Sorgenkind Divine. Wir gingen einen Feldweg entlang zu einer riesigen Koppel. Ich wartete vorne am Koppeleingang, während Lina einen Schimmel brachte, der in keiner guten Verfassung war. Eigentlich ein wunderschöner Kerl, wenn man die deutliche Unterernährung und die schuppige Haut außer Betracht lässt. „Na du armer Kerl?“, begrüßte ich ihn. Neugierig schnupperte er an meinem Pullover. Er schien ein sehr nettes Pferd zu sein! „Lass uns am Besten ein Stück runter gehen.“, meinte ich zu Lina. Wir gingen zurück in Richtung Gestüt, dort konnte ich den Hengst besser behandeln. „Könnte ich mir zuerst den Pass ansehen?“, fragte ich höflich. Lina hatte ihn bereits dabei und ich konnte den Impfstand überprüfen. Leider war das Impfen dringend notwendig, die letzte Impfung war schon mehr als 4 Jahre her, im Fohlenalter. So fand auch keine Grundimmunisierung statt, leider von keiner einzigen Impfstoff. „Wenn er Anfang nächster Woche, Montag, ausreisen soll, MUSS er wenigstens die ersten Impfungen der Grundimmunisierung haben… Ich hoffe, dass sein Gesundheitszustand es zulässt, das wir Impfen können.“, meinte ich besorgt. Lina schien beunruhigt. Eigentlich sollte Divine heute noch Schweden verlassen. Daraufhin machte ich mich direkt ans Abhören. „Hat er mal gehustet, seitdem er hier ist?“, fragte ich, worauf Lina nur den Kopf schüttelte. Sorgfältig hörte ich eine Stelle nach der anderen ab, um den Zustand der Lunge festzustellen. Zu meiner Erleichterung war sie frei von Verschleimungen. Anschließend hörte ich direkt das Herz ab. Auch dieses schlug regelmäßig, kräftig und gesund. „Was ein Glück, wir können ihn nachher impfen.“. Lina atmete erleichtert auf und streichelte Divine über die Stirn. Ich trat ein Schritt zurück und ließ das Pferd nochmal auf mich wirken. Er war in einem schlechten Ernährungszustand, die Haut war trocken und schuppig und die Hufe wiesen zahlreiche Spalten auf. Es war mir immerwieder ein Rätsel, Pferde so verwahrlosen zu lassen. Zum Glück nimmt sich das Gestüt in Schweden dieser Pferde an und peppeln sie gemeinsam wieder auf. Ich sah mir die schuppigen Stellen genauer an. Ich konnte nichts krabbeln sehen, daher konnte ich Parasiten ausschließen. Sicher kommt die schlechte Haut durch Mangelerscheinungen, so wie es bei vielen Pferden der Fall war. Dies lässt sich aber nur über das Blut feststellen, was ich später abnehmen wollte. Ich fuhr über Devines Körper um eventuelle Abnormalitäten zu erkennen. Dabei bekam ich fast nur sein Skelett zu spüren. Lina meinte, ihm würde sein Rücken Probleme machen. „Bitte lauf einmal im Schritt von mir weg und auf mich zu, das gleiche dann nochmal im Trab.“. Lina lief los und ich analysierte genaustens Devines Gangbild. Von den Beinen sah alles sehr gleichmäßig aus, auch auf dem Zirkel, den Lina anschließend auf beiden Seiten vortrabte. Er schien jedoch sehr Festgehalten über die Oberlinie, vom Hals über den kompletten Rücken. Ich tastete den Rücken komplett ab. Seine Muskulatur war stark atrophiert. Die Unterernährung hatte quasi seine gesamte Muskelmasse ‚weggesaugt‘, um zu überleben. Er schien trotzdem an manchen Stellen empfindlich, der noch kaum vorhandene Muskelrest war sichtlich verspannt. Ich schüttelte den Kopf. „Man könnte den Rücken spritzen, jedoch ist das hier in diesem Fall nicht ratsam. Ich würde ihn, wenn er sich vom Ernährungszustand weiter erholt, an der Longe langsam gymnastizieren, sodass er den Rücken aufwölbt und dort neue Muskulatur aufbauen kann und sich die alte Muskulatur lockert. Eventuell Physio oder Chiropraktiker hinzuziehen. Sollte es dann immernoch nicht besser werden, kann man immernoch spritzen.“, sagte ich zu Lina. „Du kannst seinen Rücken aber trotzdem täglich mit einem Massageball massieren, das hilft ihm sicher. Oder du nimmst deinen Ballen der Hand und massierst ihn damit vorsichtig.“, fügte ich hinzu. „Was kann ich gegen den Sonnenbrand auf seiner Nase machen?“, fragte sie mich anschließend. Ich sah ihn mir genauer an. Die Nase war deutlich gerötet, aber nicht allzuschlimm. „Ich würde die Nase mit einer Wund-und Heilsalbe einreiben. Du kannst aber auch die Pflegelotion nehmen, die ich euch später dalasse. Es könnte sein dass sich die Haut schuppt und häutet, das ist aber soweit nicht tragisch. Das kann passieren“. Nun wollte ich Divine noch Blut abnehmen, um zu schauen, wie es innerlich aussieht. Im Auto holte ich ein paar Röhrchen, Kanülen und Tupfer. Ich desinfizierte die Halsvene des Pferdes gründlich und stach die Kanüle in einem Rutsch in die Vene. Sofort floss venöses Blut, welches ich in den Röhrchen sammelte. „So. Ich bin gespannt wie es bei dir aussieht, kleiner Mann!“, meinte ich zu dem Freiberger, der mich freundlich mit schiefem Kopf ansah. Ich lachte und streichelte seinen Hals, bevor ich sein Blut ins Auto brachte. Von dort aus machte ich die Impfungen für den Hengst fertig. Es gab eine Kombi-Impfung aus Tetanus und Influenza, sowie eine Einzelimpfung Herpes. Ich zog die Impfungen in zwei Spritzen auf und ging erneut zu meinem Patienten. Mit einem gezielten Stich saß die Nadel in der linken Brust, wo der Kombiimpfstoff injiziert wurde. In die rechte Brust folgte der Herpesvakzine. „So mein Süßer, das wars!“, lobte ich Devine, der nicht ein Mal mit der Wimper zuckte und alles vorbildlich über sich ergehen ließ. „Braver Junge. Ich melde mich sofort, sobald die Blutergebnisse vorliegen. Einer Ausreise steht nichts mehr im Weg.“, sagte ich zu Lina und lächelte. Ich verabschiedete mich von Pferd und Trainerin und verließ das Gestüt.
      Wenige Tage später lagen auch Divines Ergebnisse vor. Er hatte einen Selen- und starken Zinkmangel sowie veränderte Leberwerte. Alles andere, was eventuell vorlag, hat sich sicherlich durch Linas gute Pflege kompensiert. Divine bekam ein Zink- und Selenpräparat verschieben, sowie eine Wurmkur. Ich packte ebenfalls ein Zusatzmittel von Mangesium und Mangan hinzu, was der Muskulatur helfen wird. Für die Leber gab es eine Leberkur, die er 1x am Tag bekommen sollte. Aufgrund der Leberwerte kann es sein, dass die Muskulatur zusätzlich fest ist. Ich adressierte das Paket an Lina Valo und schickte beste Genesungswünsche mit!

      Wolfszeit gefällt das.
    • Wolfszeit
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      27.04.2020|Wolfszeit
      Coming Home!
      Nachdem gestern endlich der Tierarzt da gewesen war, stand der Nach Ausreise nichts ,mehr im Weg. Zum Glück ging es HMJ Divine verhältnismäßig gut. Von Vivien gab es leider noch nichts neues, aber ich war froh jemanden gefunden zu haben, der etwas über den hübschen wusste. Heute sollte es nach Hause gehen. Doch als erstes muss Ivi gefüttert werden. Also holte ich den weißen Hengst von der Koppel. Ich beschloss ihn erst zu putzen und noch einmal auf die Balance Pads zu stellen. Die Tierärztin hatte mir empfohlen, ihm den Rücken zu massieren um seine Verspannungen zu lösen. Nachdem Divine sauber war, begann ich vorsichtig seinen Rücken zu massieren. Anfänglich, war es ihm sichtlich unangenehm, aber mit der Zeit entspannte er sich und auch an sein Rücken wurde lockerer. Nachdem putzen schmierte ich ihn noch mit der Lotion ein die ihm verschrieben wurde. Danach ging es an sein Futter. Ich machte ihm wie jeden Tag Mash, auf anraten der Tierärztin gab ich noch Rübenschnitzel hinzu. Dazu kam noch ein Seelen- und Zinkpräparat, welches sein Hautbild verbessern sollte. Zuletzt kam noch ein Muskelaufbaupräparat und etwas für seine Leber dazu. Wie immer schnitt ich noch eine Möhre als Leckerbissen hinein und rührte alles gut um. Der Freibergerhengst wieherte leise, als er mich mit seinem Futter kommen sah. Genüsslich fraß er sein Futter. Nach seinem Frühstück gabs noch eine Wurmkur, bevor wir noch einen kurzen Spaziergang machten.

      Zwei Stunden später

      Endlich war alles soweit gepackt, dass es auf den Weg nach Hause gehen konnte. Das einzige was noch fehlte, war das Pferd. Luchy war bereits vorgefahren. Ivi und ich würden von einem Mitarbeiter des Hofes zum Flughafen gebracht. Ich ging ein allerletztes mal zu Koppel. Divine stand schon am Zaun und wartete. Ich halfter ihnen und führte ihn ein letztes mal zum Putzplatz des Lindö Dalen Stuteri. Dort legte ich ihn die hübsche Abschwitzdecke an, dazu bekam er noch Transportgamaschen. Ich führte ihn noch einmal über den Hof. Die ersten Schritte lief er wie ein Storch im Salat. Mit gemischten Gefühlen stellet ich den Hengst in den Hänger. Einerseits freute ich mich Nachhause zu kommen und meine ganzen Schützlinge wiederzusehn. Andererseits fand ich es traurig, Schweden so schnell schon wieder verlassen zu müssen. Ich schloss die Hängerklappe und wurde ein wenig sentimental als ich ins auto stieg. Auf dem Weg zum Flughafen verfasste ich einen neuen Instagram Post. Das Bild hatte ich vor ein paar Tagen gemacht, als Divine die Schüssel durch den Round Pen trug.
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      Hallo ihr lieben,
      Es ist nun soweit ich und Divine machen sich auf den Weg nach Hause. Vielen Dank an euch alle für all die lieben Kommentare. Divine geht es soweit gut. Es gibt auch Neuigkeiten zu seiner Vorgeschichte, doch das erzähl Ich euch wenn wir Zuhause angekommen sind. Ich halte euch auf dem laufenden.

      Wir kamen um 11 Uhr am Flughafen an unser Flug ging in einer halben Stunde. Luchy und ein Mitarbeiter des Flughafens erwartete uns schon. Er erklärte uns kurz den Ablauf und zeigte uns den Container in den Divine verpackt wurde. Danach ging es auch schon ums verladen. Erst holte ich den weißen Hengst aus dem Hänge. Neugierig sah er sich um. Ich führte ihn ein Runden im Kreis, damit er sich nochmal kurz die Beine vor dem 2 Stunden Flug vertreten konnte. Danach ging es in die Halle in der die Box schon vorbereitet war. Nun wurde der sonst so ruhige Freiberger doch ein wenig nervös und begann ein wenig zu tänzeln. “Ruhig, mein großer”, sagte ich und streichelte ihm sanft über den Hals. Der Container schien ihm Angst zu machen. Vermutlich, weil er deutlich enger und niedriger als ein Hänger war. Ivi prustete laut, ließ sich abe einen Schritt nach vorne bewegen. Ich holte eine Karotte aus meiner Tasche und versucht ihn damit zu locken. “Na komm mein großer”, redete ich ihm sanft zu. Laut prustet ließ er sich Stück für Stück auf den Container zu führen. “Brav”, lobte ich den Hengst, als er endlich in dem Container stand. Er bekam noch Wasser und ein Heunetz in den Container, dann ging es auch schon los und der Container wurde in den Bauch des Flugzeugs befördert. Wir flogen mit einem Frachtflieger nach Deutschland, damit wir dort umsteigen konnten. Da es nach Kanada eine lange Strecke war, konnten wir nicht direkt fliegen. Nachdem alles verstaut war, ging es auch schon los.

      … ca. 2 Stunden später

      “Liebe Fluggäste, wir landen gleich in Frankfurt am Main”, kam die Durchsage vom Piloten. 20 Minuten später, standen wir auf Deutschen Boden. Wir hatten 2 Stunden Aufenthalt. Wir durften Divine ausladen um ihn ein wenig zu Bewegen. Raus ging der Hengst deutlich schneller als rein. Er war ein wenig aufgeregt, als er aus der Halle kam. Damit er sich beruhigte führte ich ihn eine ganz Weile lang. Nach ca. 10 Minuten hatte er sich auch schon deutlich beruhigt. Nichtsdestotrotz führte ich ihn noch eine dreiviertel Stunde. Danach ließ ich ihn auf einem Grasstreifen etwas grasen. Eine halbe Stunde, bevor der Flug ging hieß es dann wieder rein in den Container. Dieses mal ließ der Hengst sich wieder bitten. Warum hatte der sonst so umgängliche Hengst soviel Angst davor? Mit viel Geduld stieg Divine auch diesmal wieder ein. Pünktlich um 16 Uhr hob das Flugzeug Richtung Toronto ab.

      5261 Zeichen = 4 Punkte
    • Wolfszeit
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      29.04.2020|Wolfszeit
      Finally Home!
      Es war bereits dunkel gewesen als wir in Edson gelandet waren. Nachdem wir den Tag in Toronto verbracht hatten, waren wir am frühen Abend richtung Edson aufgebrochen.Dort hatte Jace auch schon mit den Hänger auf uns gewartet. Luchy klärte noch die letzten Formalien. “Na, kleine hast du unse ein hübsches Pferd mitgebracht”, scherzte er. Jace nannte mich immer kleine, dabei war ich gar nicht so klein. Gespielt empört erwiderte ich “Ja, ein viel hübschen Kerl als dich”. “Hübscher als ich also”, sagte er ein wenig beleidigt. “Ja, hübscher als du. Die Welt dreht sich nicht um dich mein Lieber”, sagte ich und ging auf ihn zu. Ich umarmte ihn zur begrüßung und sein warmer Duft stieg mir in die Nase. Er roch nach Pferd, nach Heu und ein wenig nach Schweiß. Ich spürte seine wärme auf meiner Haut und jetzt fiel mir auf das ich ihn vermisst hatte. Definitiv mehr, als man nur einen Kumpel vermisste. Ich biss mir auf die Lippe und versuchte mir nichts anmerken zu lassen, als ich mich von ihm löste. “Und wie war euer Aufenthalt in Schweden?”, fragte er und sah mich mit seinen blau - braunen Augen an. “Es war toll. Die Landschaft dort oben ist wunderschön. Der Hof lag so nahm am Meer. Das ist der Traum von jedem Reiter.”, begann ich zu erzählen. “Lina, lädst du Divine aus. Jace hilft du mir mit den Koffern?”, rief Luchy uns zu. Zusammen gingen wir zu dem Tierterminal rüber. Divine wurde samt Kiste gerade von einem kleinen Auto zu der Ladeplattform gefahren. Ein wiehern kam aus der Kiste. Ich hibbelte ein wenig auf der Stell herum bis ein Flughafenmitarbeiter die Kiste öffnete. Vorsichtig führte ich den Hengst rückwärts die Klappe hinunter. Aufgeregt wieherte der Hengst und schaute sich um. “Alles ist gut Divine”, sprach ich ruhig zu ihm und strich über sein Seidiges Fell. Ich führte ihn raus auf dem Vorplatz und führte ich ein paar Runden. Nach drei Runden war er auch schon deutlich ruhiger geworden. Ich ging Richtung Hänger und Jace kam auf uns zu “Das ist er also, der Göttliche”, sagte er und strich dem weißen Freibergerhengst über das Fell. “Etwas mager, aber er könnte definitiv hübsch werden”, sagte Jace schmunzelnd. “Jace, mach bitte diese blöde Hängerklappe auf, ich möchte heute noch Zuhause ankommen.”, sagte ich ein wenig grummelig. Grinsend öffnete er daraufhin die Klappe, damit ich Divine hineinführen konnte. Wow, Jace hatte tatsächlich daran gedacht ein Heunetz aufzuhängen. Brav stieg Divine in den Hänger. Auch ihm war anzumerken, dass er ganz schön erschöpft war von der Langen reise.Leider hatten wir schon den direktesten Weg nach Hause gewählt. Ich schloss die Klappe hinter dem Hengst und stieg ins Auto. Jace und Luchy hatten unser Gepäck bereits Verstaut. Ich merkte jetzt erst richtig wie müde ich war. Ich lehnte meinen Kopf ans Fenster und sah in die schwarze Nacht. Die Lichter des Flughafens verschwanden recht schnell in der Ferne. Mit meinen Gedanken, war ich noch in Schweden. In dieser einen Woche war so viel geschehen. Dort waren so viele Menschen, Pferde und vor allem Schicksale gewesen. Einige von ihnen waren mir besonders in Erinnerung geblieben. Da war dieser Painthorse Hengst gewesen. Er sah furchtbar aus. Total abgemagert und müd hatte er auf der Weide gestanden. Jedesmal wenn ich ihn sah wirkte er abwesend, als hätte er ich eigentlich schon von dieser Welt verabschiedet gehabt. Saintly, irgendwie passte der Name zu dem dunklen Hengst. Er wirkte wirkte wenig wie ein Mätyrer, eigentlich am ende seiner Kräfte, aber trotzdem noch, da. Der Painthengst, war indem was ich mitbekommen hatte auch ganz anders als Divine. HMJ Saintly ließ zwar alles über sich ergehen, aber es schien nicht an seinem Gemüt zu liegen, sondern an seinem schlechten Zustand. Was steckte wohl hinter dem jämmerlichen Knochengerüst? Vielleicht würde ich den Hengst mal besuchen, schließlich war die Bow River Ranch, von wo der Trainer von Saintly kam nicht allzu weit entfernt. Noch während ich das dachte, schweiften meine Gedanken schon weiter zu Pious. HMJ Pious, war mit seinem grauen Fell nicht besonders auffällig gewesen. Auch hatte er sich auf der Weide immer eher im Hintergrund gehalten, wenn ein Mensch in der Nähe war. Der kleine Hengst schien keine gute Erfahrungen gemacht zu haben. Auch hatte er ein klägliches Bild abgegeben mit seiner Mähne die nur noch in langen zerzausten Strähnen an ihm herab hing. Armer kleiner Kerl … Ein Name kam mir in den Kopf… HMJ Exaltation….. Wobei nach Begeisterung hatte der Hengst nicht gerade ausgesehen. Immer wenn ich ihn sah, stand er in einer Ecke der Koppel und sorgte mit drohgebärden dafür dass man auch genug Abstand zu ihm hielt. Auf mich hatte er nicht gerade wie ein freundlicher Weggefährte gewirkt. Er schien sehr Selbstbewusst und scheinbar kam er auch gut ohne Menschen klar. So ein Pferd zu trainieren war bestimmt sehr schwierig. Zwei weitere Pferde waren mir im Gedächtnis geblieben. HMJ Grace und HMJ Holy. Grace war vom Körperlichen Zustand das komplette Gegenteil von Saintly. So Rund wie die schwarze Stute war wirkte sie auch nicht besonders Anmutig. Sie war freundlich, aber auch sie bettelte wie mein Pferd. Während Divine nach Aufmerksamkeit bettelte, bettelte die Lackschwarze Stute nach Futter. Bei jedem der an ihr vorbei kam. Doch nicht freundlich und höflich wie es Ases tat. Stellte Grace fest, dass man nichts zu fressen hatte wurde sie äußerst unfreundlich. Doch das Pferd besser gesagt Pony, was mir am meisten im Gedächtnis geblieben war, war Holy. Ein lächeln schlich sich auf meine Lippen, als ich an das kleine Mädchen dachte, das so stolz über ‘’Ihre Holy’’ geredet hatte. Doch die Tinkerstute schien noch ganz schön grün hinter den Ohren zu sein. Gleich am zweiten Tag auf dem Gestüt, bekam ich mit wie sie einfach durch einen Zaun rannte nur um gleich darauf einen Futtereimer zu stehlen. Holy. Sie hieß bestimmt nicht so, weil sie so brav war. Aber Scheinheilig aussehen konnte sie sehr gut. Am Tag mit dem Zaun stand sie ein paar Stunden später ganz unschuldig auf der Koppel als wäre nie etwas gewesen. Doch ein Tag später beschloss sie , dass alleine Spazieren viel interessanter war als auf das kleine Mädchen zu hören. Zu dem Zeitpunkt war ich gerade mit Divine unterwegs gewesen und wir staunten beide nicht schlecht, als der Tinker und kurz darauf seine Besitzer an uns vorbei rannten. Das Tinkermädchen hatte definitiv dafür gesorgt ,dass es nie langweilig wurde...Während ich mich noch einmal an Schweden erinnerte fielen mir die Augen zu.

      Ich wachte auf als eine Autotür zu schlug. Mühsam öffnete ich die Augen, wir waren endlich Zuhause. Als ich aus dem Auto stieg, war Jace schon dabei die Hängerklappe zu öffnen. Ich lud Divine langsam aus und der Hengst blieb erst einmal stehn um die frische Luft zu genießen. “Wo soll er hin?”, frage ich Jace und deute auf den weißen Hengst. Sein weißes Fell reflektierte das Mondlicht geradezu, sodass er wie ein Geist wirkte. “Wir haben ihm die leere Box im Torstall fertig gemacht. Wenn er sich eingewöhnt hat, soll er in die Offenstallherde.” Da das Mondlicht hell durch das Oberlicht fiel verzichtet ich darauf Licht zu machen. Die meisten Pferde lagen im Stroh und schliefen. Ein paar dösten auch nur. Einzig der braune Fellponyhengst blicke mir mit dunklen Augen entgegen. Look at my hair grummelte freundlich, als er den Hengst an meiner Seite wahrnahm. Sein dunkle lange Mähne glänzte seidig im Mondlicht. “Ja, Looki du bist ein freundlicher Kerl”, flüsterte ich und strich ihm über die Stirn. Ich brachte den weißen Freibergerhengst in seine Box und blieb noch eine Weile auf der Stallgasse stehen. Divine beschupperte die Box ausgiebig, bevor er erst einmal ausgiebig trank. Als er begann sein Heu zu fressen, war ich beruhigt, dass es ihm gut ging. “Gute Nacht, mein großer”, flüsterte ich dem Hengst zu. Er hob den Kopf und pustete mir sanft ins Gesicht. Als ich den Stall verließ wieherte er mir leise hinterher. Doch wie in einem Traum hörte ich nicht den Freibergerhengst rufen. Ich hörte ein anderes Pferd. Vor meinem inneren Auge sah ich den Fuchshengst über die Weide galoppieren und dann hörte ich sein schrilles Wiehern… Sein letztes Wiehern. Tränen lösten sich aus meinen Augen.

      Ich ging zu Haus. Meine Koffer standen im Flur. Jace musste sie reingetragen haben. Ich streifte die Schuhe ab und ließ sie achtlos neben dem Koffer stehen. Die Koffer würde ich morgen auspacken. Ich beschloss mir einen Kako zu machen. Meine Schwester hatte mir früher immer einen Kako gemacht wenn ich traurig war. Auf dem Weg in die Küche nahm ich war, dass im Wohnzimmer noch der Kamin an war. Erst jetzt merkte ich wie kalt mir war. Ein Schauer lief mir über den Rücken und ich zog meinen dünnen Pulli fester um mich. Mit meinem Kako in der Hand betrat ich das Wohnzimmer. Niemand war hier. Nur die glut glimmte noch im Kamin. Ich ließ mich auf das gemütliche Sofa fallen und starrte einfach in die Glut. Ich spürte wie sich die Tränen erneut einen Weg über meine Wangen suchten.

      “Hey, kleine was ist los mit dir?”, fragt Jace auf einmal. Ich erschrak. “Jace!”.”Was machst du hier?”. “Ich habe mich gewundert, warum du nicht in dein Zimmer gegangen bist, ich wollte schauen ob es dir gut geht”, sagte der große blonde Mann und blicke mich besorgt an. “Alles gut”, nuschelte ich und blickte wieder in die Glut. “Das sieht aber nicht so aus”, sagte er als er mir ein Wolldecke um die Schultern legte. “Was ist los?, ist es wegen dem neuen Pferd”, fragt er und setzte sich neben mich. “Ja….Nein, eigentlich nicht. …. Ach, du verstehst das nicht”. grummelte ich und eine Träne tropfte von meinem Gesicht und versickerte in dem weichen Stoff der Decke. Jace sagte nichts, sonder legte nur seine Hand verständnisvoll auf mein Knie. “Ich habe kaum jemandem davon erzählt…”, begann ich. “Außer Samu und meiner Familie weiß es eigentlich keiner”. Ich ließ das Detail weg, das meine Familie, eigentlich meine Schwester war, denn außer ihr hatte sich nie wirklich jemand für mich interessiert. “Weißt du, dieses Pferd da draußen, erinnert mich an ein anderes Pferd”, das letzte Wort war kaum zu hören. “ Er hieß Viljami… Er war eines der Kutschpferde meiner Tante.” Weitere Tränen lösten sich aus meinen Augen und versickerten in der Decke. “Er war neben meiner Schwester, der einzige der mir zuhörte, der für mich da war…”. Jace strich mir sanft über den Rücken. “Dieses Pferd bedeutete einfach alles für mich…. Doch eines Tages geschah ein schrecklicher Unfall… Sie stießen mit einer entgegenkommenden Kutsche zusammen, die Deichsel durchbohrte Vijamis Brust…” ich bekam kaum noch Luft. “Ich habe alles mit angesehn bis meine Schwester mich wegzog. Meine Tante und Vijami verstarben bei dem Unfall. Danach hatte wir niemanden mehr der sich um uns kümmerte” die letzen Sätze flüsterte ich nur noch. Jace, nahm mich einfach nur in den Arm. Er hatte die ganze Zeit nichts gesagt, nur dagesses und zugehört. Dankbar über das stille Verständnis schmiegte ich mich in deine Umarmung. Wir saßen noch lange einfach still nebeneinander. Die einzigen Geräusche kamen vom Kamin, der noch leise knacke. Erst in den frühen Morgenstunden ging ich ins Bett und fiel in einen tiefen Traumlosen schlaf.

      Immer noch etwas angeschlagen und sentimental. Saß ich bei Divine auf den Paddock. Divine würde heute frei bekommen, einerseit damit er sich von der langen Reise erholen konnte, andererseits hatte ich heute noch die Energie ihn wirklich zu arbeiten. Gedankenversunken malte ich Kreise in den warmen Sand. Sanft pustete mir der Hengst, seinen warmen Atem in den Nacken und stupste mich an. Tollpatschig und ungestüm wie er war, schubste er mich dabei fast um. Ich musste schmunzeln. Dieser Hengst war einfach einzigartig. “Na, großer”, sagte ich zu ihm und strich ihm über seine weichen Nüstern. Aufmerksam beobachte Divine mich und begann an meinen Haaren zu knabbern. “Bei dir kann man einfach nicht traurig sein”. Ich rappelte mich auf und strich dem Hengst über seinen Hals. Ich blieb noch eine Weil bei dem weißen Hengst. Da Makotka und Nabuko heute in der Reitstunde liefen und Peppermint heute frei hatte musste ich mich nur um Curly Lure kümmern. Ich war ganz froh, dass für die freundlicher Haflingerdame heute Wanderreitraining auf dem Programm stand. Die Pferde standen bereit auf der Koppel. Doo Wop und Curly lebten aktuell allein, das Antigone mit den anderen tragenden Stuten auf einer anderen Weide wohnte. Die hübsche Criollo Stute graste Seite an Seite mit Curly. Beide Stuten hoben den Kopf und begrüßten mich freundlich. Ich holte die hellbraune Haflingerstute von der Koppel und wir begaben uns zum Putzplatz. Nachdem das Fell schön sauber war flocht ihr ihre schöne lange Mähne ein. Da wir für die doch eher zierliche Stute noch keinen passenden Wanderreitsattel hatten musste ihr Vielseitigkeitssattel herhalten. Als die Stute fertig war ging es in gemütlich Schrittempo Richtung Berge. Bei einem Wanderritt, ist anders als bei einem Distanzritt nicht die Geschwindigkeit ausschlaggebend. Ein Wanderitt und dementsprechend auch das training besteht. Ich genoss das schöne Wetter und die Zweisamkeit mit meiner Stute. Nach einigen Stunde, waren wir wieder auf dem Hof angekommen. Auf der Koppel wälzte sich die Stute erst einmal ausgiebig. Ich war heute sehr zufrieden mit der Stute und so hatte sie sich auch ihre Futter heute verdient. Den Restlichen Tag verbrachte damit Divine auf seinem Paddock zu beobachten. Wie er so in der Sonnenstand wirke er schon beinahe wie aus einer anderen Welt. Jetzt wo wir wieder Zuhause waren, kam mir das so surreal vor, das ich dieses wundervolle Pferd trainieren durfte.
      13614 Zeichen = 9 Punkte
    • Wolfszeit
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      01.05.2020|Wolfszeit
      Weiße Wolken von Gefühlen!
      Lina|“Pling” macht mein Laptop. Aufgeregt sprang ich aus dem Bett um die Mail zu öffnen. Sie war von Vivian.

      Hallo Lina,
      ich habe gute Neuigkeiten. Ich habe rausgefunden, das Prince zusammen mit vielen anderen Pferden des Gestüts, an einen Jungzüchter ging. Dort ist er wohl aufgewachsen und wurde dann dreijährig zum Feldtest geschickt. Seine Noten sind 7/7/8.Nach dem Feldtest wurde er unter dem Namen White Cloud verkauft. Danach verliert sich die Spur wohl. Vielleicht solltest du dich dich mit dem Tierschutz auseinander setzen.
      Seid ihr gut in in Kanada angekommen?
      Wie versprochen hab ich dir noch Fohlenbilder angehängt.

      LG Vivien

      Neugierig öffnete ich die Bilder. Auf dem ersten war ein kleines weißes Fohlen zu sehen was mit der Flasche gefüttert wurde. Anhand der Charakteristischen Flecken im Fell erkannte ich, dass es Divine war. Auf dem zweiten Bild flitze das Fohlen über eine Koppel.

      Hallo Vivien,
      Vielen Dank für deine Mühe. Das freut mich sehr neue Infos, über ihn zu bekommen. Die Bilder von dem kleinen sind ja echt niedlich.
      Das ist einen gute Idee. Ich werde mich definitiv mal mit dem Tierschutzverein auseinander setzen. Wir sind sehr gut in Kanada angekommen. Gestern war er noch ein wenig müden, was aber nach de langen Reise verständlich ist. Sein Hautbild hat sich aber definitiv schon verbessert und der hübsche schubbert sich auch kaum noch.

      LG Lina

      Vivien hatte mich neugierig gemacht. Und ich begann im Internet selbst zu suchen. Tatsächlich fand ich unter dem Namen White Cloud ein paar Bilder von dem Feldtest. Auch auf diesen Bildern, könnte ich das Pferd als Divine identifizieren. Mit einem Blick auf die Uhr löste ich mich von meinem PC und zog mich an. Ich ging als erstes in den Torstall ,weil ich nach HMJ Divine schauen wollte. Der Hengst in der Box schaute mir freundlich aus seiner Box entgegen. “Guten morgen, mein hübscher” begrüßte ich den Hengst. “Möchtest du dein frühstück haben?”, sagte ich und strich ihm über seine Stirn. Danach ging ich in die Futterkammer um ihm sein Mash zu machen. Ein paar Minuten später schüttete ich das dampfende Futter in den Trog des Hengstes. Während der weiße Hengst sein Frühstück mampfte, wollte ich mich einem anderen Junghengst widmen. Für Divine würde es danach mit einem Besuch vom Hufschmied weitergehen. Ich ging rüber zu den Außenboxen, wo der Leopardschecke schon auf mich wartete. Ich halfterte den Hengst und führte ihn zum Putzplatz. Luchy war besonder stolz darauf den Hengst auf dem Gestüt zu haben, denn der hübsche jung Hengst stammt aus einer Cassini’s Girl Tochter. Obwohl die Stute einige Nachkommen hatte, sind nur wenig von denen in der Zucht aktiv. Umso stolzer sind wir auf jeden Nachkommen, der es zur Zucht schafft. Lancasters Peppermint hatte definitiv die guten Gänge und das Springtalent seiner Großmutter geerbt. Geduldig warte der hübsche Junghengst bis er geputzt war. Mit Longiergurt ausgestattet ging es dann mit Pepper im Schlepptau zu unserer Longierhalle. Wie immer, sollte sich der Hengst erst im Schritt etwas aufwärmen. Dafür, dass der Hengst erst seit 5 Monaten wirklich aktiv gearbeitet wurde machte er die Sache schon ganz gut. Seit Trainingsbeginn hat er schon eine Menge Muskel zugelegt und aus dem schlaksigen Jungpferd, war ein echt hübscher Kerl geworden. Brav zirkelte er um mich herum. Da er heute sehr gut mitarbeitet, waren wir auch schon nach 30 Minuten fertig mit dem training. Ich befreite den Hengst von Gurt und Kappzaum und er durfte sich gründlich im Sand kugeln. Dankbar nahm Pepper das Angebot an und rollte zufrieden durch den Sand. “Lina, ich fahr jetzt den Schmied abholen. Ich bin in 10 Minuten zurück”, rief Jace. “OK”, rief ich zurück. “So Peppy, das heißt für dich, das du auf die Koppel darfst. Auf der Koppel warteten schon seine Kumpels, die bereits rausgebracht wurden. Auf dem Rückweg sammelte ich das Longierzeug ein und verstaute es in der Sattelkammer. Danach schnappte ich mir Divine, der inzwischen mit seinem Frühstück fertig war und stellte mich auf den Putzplatz.
      Hufschmiedbesuch bei HMJ Divine | Hufkontrolle, Auschneiden, Vier mal ¾ Eisen
      Stefanie| Heute hatte ich einen Abstecher nach Layland Mountain in Kanada, Alberta geplant. Meine Stute hatte heute Pause und deswegen nahm ich diesen Auftrag mit Freuden an. Der Weg war nicht sehr weit, also wenn man mit dem Helikopter reisen konnte. Ich hatte das Glück einen Onkel bei mir in der Nähe zu haben, der mich gerne fliegen würde. Die normale Strecke mit dem Auto betrug knapp 5 Stunden, mit dem Helikopter waren wir nicht mal eine Stunde unterwegs. Das wichtigste an meine Utensilien hatte ich dabei, Gasofen, Amboss, Schweißgerät , Röntgengerät und die Werkzeuge, sowie einiges an Eisen. Per Telefon hatte mir Lina Valo grob alles erzählt und mir Bilder geschickt, damit ich vorerst eine Ferndiagnose machen konnte.
      Nachdem der Flug sich dem ende neigte, landeten wir auf einer nahegelegenen Wiese des Gestüts und ich wurde freundlicherweise mit dem Auto abgeholt. Am Hof angekommen war viel los, von weiten konnte ich aber schon meinen Patienten sehen. Auch ein Dominat White Pferdchen, wie meine kleine stand dort und wartete auf seine Behandlung. Ich ließ den Hengst nicht lange warten und begann auch gleich mit meiner Arbeit, man sah jetzt schon die Tragrandspalten, welche unbedingt behandelt werden mussten. Doch zuerst kümmerte ich mich um das innere des Hufes, ich schnitt mit dem Hufmesser das abgestorbene Horn weg und besserte den Strahl ehe ich Divines Huf auf den Hufbock stellte und mich dem Außenhorn widmete. Der Hengst machte brav mit und blickte des öfteren neugierig nach unten, während ich sein Huf bearbeitete. Zu aller erst schnitt ich das überstehende Horn weg, damit das Huf eine normale Form bekommen würde. Dann kontrollierte ich mit meinen mobilen Röntgengerät wie tief die Risse saßen und fand einen der besonders tief war, also musste ich meine Handfräse aus dem Koffer holen und den Riss auffräsen: „Ich mache das hier, bei diesen Hornspalt mit Auffräsen damit ich auf das gesunde Horn runter komme und wir eine spezielle Schwebe einbauen können oder anders gesagt werde ich hier ein ¾ Hufeisen an seinen Fuß beschlagen. Mit diesen Eisen möchte ich bewirken, dass wir diesen Spalt hier entlasten und wir mit Glück das Horn vollständig nachwachsen lassen können.“, erklärte ich Lina, welche anfangs etwas verdutzt schaute. Dann war der Spalt auch schon zurecht gefräst und ich konnte mit dem Eisen bearbeiten anfangen. Ich hatte mir verschiedene Versionen von solchen Eisen für Schwere Warmblüter mitgenommen und hoffte das diese passend sein würden. Das erste legte ich an und musste noch ein paar Stellen bearbeiten, also schmiss ich den mobilen Gasofen an und ließ das Eisen warm werden. In dieser Zeit stellte ich sein Huf auf den Boden zurück und widmete mich dem nächsten Huf vorne, hier säuberte ich dieses und schnitt dann mit dem Hufmesser das abgestorbene Innenhorn weg. Dann bockte ich den Vorderfuß auf dem Hufbock auf und schnitt das überstehende Horn weg, ehe ich auch hier die Tragrandspalten mit dem Röntgengerät untersuchte und diesmal auf der rechten Seite einen tieferen Riss entdeckte, also musste ich auch hier den Riss auffräsen bis ich auf gesundes und festes Horn stieß. Dann nahm ich mir eines meiner ¾ Eisen und schnitt die Schwebe darin vorerst weg, damit ich sie anschließend neu Anpassen und richtig Anschweißen konnte.
      Das erste Eisen glühte und ich konnte es mit der Zange raus nehmen und am Amboss bearbeiten, ich schlug es mit ein paar gekonnten Schlägen passend zurecht und ging zurück zu Divine, welcher neugierig zu dem glühenden etwas blickte und schon fast mit der Nase ran wollte: ,,Divine keine gute Idee, dass wird sonst schmerzhaft!“, ermahnte Lina ihren Freibergerhengst und zupfte am Strick um seinen Kopf Richtung Ihr zu wenden. Ich hob das erste Huf an und legte das glühende etwas daran. Es zischte und stank, da das Horn darunter verbrannte, nach ein paar Sekunden hielt ich es wieder weg und sah mir den Abdruck an, es passte also konnte ich das neue Eisen abkühlen. Rauch stieg aus dem Metalleimer und von dem glühenden Eisen fehlte jede Spur. Ich nahm mir ein paar Hufnägel zur Hand und begann das Eisen am Fuß des Pferdes zu befestigen, knipste überstehende Nägel weg, schlug kleine Kerben rein und bettete sie mithilfe der Krokodilszange ein. Sein Fuß wanderte wieder zurück auf den Boden und ich glättete mithilfe der Hufraspel den Rand der Nägel, dann widmete ich mich auch schon den zweiten Eisen. Hier war bereits alles getrennt und ich bat Lina darum den Huf kurz für mich zu halten, damit ich schauen konnte, wo ich die Querstrebe einschweißen musste. Mit einem Nicken bedankte ich mich bei Lina und widmete mich dem fest schweißen. Dies dauerte wenige Minuten und ich hatte ein schönes neues Eisen in der Hand. Dieses legte ich noch einmal Probeweise an Divines Fuß und musste nichts mehr weiter Anpassen also befestigte ich auch dieses Eisen im gleichen Ablauf.
      Nun waren die Hinterfüße an der Reihe und ich begann zuerst wieder das Innenhorn auszuschneiden, ich entfernte das abgestorbene und verwachsene Horn und besserte den Innenstrahl aus. Dann bockte ich sein Huf auf und begann das überstehende Horn zu entfernen. Mit dem Röntgengerät kontrollierte ich wieder die Risse und musste auch hier zwei Spalten etwas einfräsen, welche aber nicht sonderlich groß waren. Also fräste ich mit meiner Fräse bis zum gesunden Horn herunter und machte mich dann an das nächste ¾ Eisen ran. Der eine Riss war stärker ausgeprägt also musste hier Entlastung geschaffen werden, der andere war wirklich recht klein und sollte gut verheilen. Doch zuerst musste das Eisen wieder auseinander geschnitten werden, damit ich das innere Eisen passend platzieren konnte, dies geschah innerhalb zehn Minuten und ich bat Lina wieder den Fuß anzuheben damit ich es einmal Ranhalten konnte. Der Abdruck sah wie gewünscht aus und ich kühlte das Eisen ab. Dann nahm ich mir erneut meine speziellen Hufnägel zur Hand und begann das Eisen gründlich an Divines Huf zu befestigen. Der Hengst hatte bis jetzt super brav mitgemacht außer ein paar kleinen Aussetzern mit zu viel Neugierde. Als das Eisen dran war, knipste ich die überstehenden Nägel ab, haute Kerben rein und bettete sie anschließend mit der Krokodilszange ins Horn ein. Dann glätte ich mit der Hufraspel den Rand und konnte das vorletzte Hufeisen als erledigt ansehen. Dann widmete ich mich dem letzten Fuß, hier säuberte ich es vorerst und schnitt dann das abgestorbene und verwachsene Innenhorn weg, dann kümmerte ich mich um das Äußere und schnitt überstehendes Horn weg, dann überprüfte ich mit dem Röntgengerät die Spalten und musste hier nur eine Auffräsen, welche aber nicht allzu groß war. Dann passte ich noch das letzte Eisen mit dem Schweißgerät und meinen mobilen Gasofen an. Fertig war das ¾ Eisen und genauso schnell hatte ich es auch schon befestigt.
      Ich bat Lina darum, mit Divine eine Runde zu drehen und konnte ihr zufrieden mitteilen das alles passte, somit merkte ich noch ein paar wichtige Dinge zum Hornwachstum an: ,,Du solltest Divinie täglich Biotin und Vitamin A zufüttern damit die Hornqualität schnell verbessert werden kann. Dazu würde ich dir eine Lorbeersalbe empfehlen, welche du auf den Kronrand auftragen musst damit das Hornwachstum beschleunigt wird und somit die Wundheilung verbessert werden kann. In vier Wochen würde ich gerne noch einmal zur Kontrolle kommen wollen, da wir mit Glück dann die hinteren Eisen abnehmen können und nur noch die vorderen beobachten müssen, da ich leider nicht versprechen kann, dass diese auch weg können, da hier der Spalt leider ziemlich tief sitzt und wir schauen müssen ob das Horn nachwächst oder es so bleibt.“
      by Snoopy

      Lina| Nachdem der Schmied fertig war, hieß es auch für Divine Arbeiten. Schließlich bauen sich Muskeln nicht von allein auf. Ich schnappte mir sein Knotenhalfter und wir machten uns auf dem Weg zum Geländeplatz. Wir steuerten einen Hügel an. Um seinen Rücken wie auch sein Körpergefühl zu schulen, wollten wir dort ein wenig trainieren. Zu Anfang ließ ich ihn erst einmal ganz normal den Berg hinaufklettern. ich hatte den eindruck, dass seitdem er regelmäßig seine Massagen bekam, sich deutlich wohler fühlt und auch wenige Steif. Ich schickte ihn mehrfach den Berg rauf und runter. Mal rückwärts, mal Seitwärts, mal vorwärts. Bei dieser Übung viel mir seine Trittsicherheit mal wieder besonders auf. Nach dem Training cremte ich den Hengst noch ein und er durfte auf die Koppel. Später wollte ich ihm noch mit dem ersten seiner neuen Mitbewohner bekannt machen. Doch nun sollte er erst einmal eine Pause haben. Als nächstes wollte ich mich um Emil kümmern. Der junge Esel brachte noch ein wenig Erziehung. Auf dem Weg dorthin kam ich am Platz vorbei. jace war gerade dabei LMR Fashion Girl für das Springtraining aufzuwärmen. Ich blieb am Zaun stehen um ihn zu beobachten. Die junge Stute hatte definitiv die kraftvollen Bewegungen ihrer Mutter geerbt. Die große Stute harmonierte wundervoll mit Jace. Noch Einmal merke ich wie sehr ich den blonden Mann vermisst hatte. Dennoch hatten wir seit Dienstag Nacht noch nicht wieder richtig geredet.

      Am Nachmittag hatte ich mir Jamie als Unterstützung geholt. Ich wollte Divine mit El Pancho bekannt machen. Da El Pancho der Verträglichste von den Hengsten war, sollte er den Anfang machen. Ich warte bereits mit einer Gerte für den Notfall bewaffnet, am Zaun von Divines Koppel. Jamie holte den Knabstrupperhengst. Neugierig kam Divine an den Zaun, als er den grauen Hengst erblickte. El Pancho rechte freundlich seine Nase über den Zaun. Laut prustend beschnuppern sich die Hengste. Da beide keine Zeichen von Angst oder aggressivität zeigten, ließen wir Pancho zu dem weißen Freiberger. Beide beschnuppern sich noch einmal gründlich. Nach ein paar Minuten begann Pancho, sanft an Ivis Mähne zu knabbern. “Panchy, lass das er hat doch kaum Mähne”, schimpfte ich leise vom Zaun aus. “Ach, lass ihn doch.”, lachte Jamie. “Das ist halt eine Männerfreundschaft”. Auch Divine begann nun El Pancho zu beknabbern. Unter meiner Aufsicht durften die Hengste den Nachmittag zusammen auf der Koppel verbringen, bevor El Pancho wieder in seinen Offenstall kam und Ivi für die Nacht in seine Box,wo er noch sein Abendessen bekam.

      Als alle Pferd versorgt waren setzte ich mich zum Zeichenen auf die Terrasse. ich zeichnete gerne draußen, besonders dann wenn die Sonn tief stand und den Himmel in ein zartes Rosa tauschte. Gedankenverloren zeichnete ich vor mich hin. Nach und nach entstand ein Pferd mit einem jungen Mann als Reiter. In Gedanken verloren war mir nicht Aufgefallen, dass ich Jace gemalt hatte. Als ich Schritte hinter mir hörte blätte ich schnell um. “Hey, kleine”, erklang die mir wohl bekannt Stimme hinter mir. “alles Klar bei dir”, fragte er mich und ging vor mir in die Hocke. Ich sah in seine wunderschönen Augen und merkte wie mir warm ums Herz wurde. Das war ein Gefühl welches man nicht für seine Arbeitskollegen haben sollte und schon garnicht, wenn er dein bester Freund war. “Ja, es ist schön wieder zu Hause zu sein”, sagte ich und schmunzelte. “Und du kommst klar damit?”, fragte er besorgt. Ich wusste genau was er meinte. Auch wenn mich Divine sehr an Vijami erinnerte, ließ er mich da vergessen, was passiert war. Divine war wie ein Zuhörer, der allerdings ohne Worte verstand. Dennoch spürte ich wie die Tränen in mir hochstiegen “Ja, alees gut “, sagte ich wendete aber den Blick ab. Ich spürte wie mir eine Träne über die Wange lief. “Alles ist gut. Ich bin für dich da wenn du reden möchtest”, sagte Jace mitfühlen und wischte mir die Träne aus dem Gesicht. “Ach, das weiß ich doch”, sagte ich während er mich in den Arm nahm. Ich genoss die Umarmung und sog seinen Duft in mich auf. “Ich geh nochmal nach Divine sehen”, nuschelte ich als ich mich von ihm löste. Ich brauchte Zeit um nachzudenken. Ich stand auf und ging in den Stall. Die Sonne war beinahe untergegangen, sodass nur noch ein schmaler roter Streifen hinter den bergen zu sehen war. Im Stall umfing mich gleich der Geruch nach Pferd und Stroh. Divine stellte gleich die Ohren auf und wieherte leise als ich den Stall betrat. “Hallo, hübscher”, sagte ich als ich seine Box öffnete. Leise schloss ich die Tür hinter mir und strich den Hengst über sein weiches Fell. Ich setzte mich ins Stroh und schloss die Augen. Einen Moment lang lauschte ich einfach. Die Pferd raschelten leise im Stroh und ich nahm Divines regelmäßige Atemzüge war. Ich spürte das Stroh hinter mir und den warmen Atem den mir Divine wieder einmal in Gesicht bließ. Grob stupste er mich an als wollte er sagen “Alles ok?”. Ich öffnete die Augen und blickte in zwei schöne braune Augen. Divine sah ein wenig verwirrte aus. Ein Ohr war auf mich gerichtet, das andere lauschte auf die anderen Pferde. “Ach, Ivi, wenn du wüsstest”. Ich bewunderte den Hengst immer noch für seine Positive Ausstrahlung. Ich wollte nicht über Jace nachdenken. Um mich Abzulenken kam mir ein Einfall. “Soll ich dir was zeigen großer?”, flüsterte ihm zu und holte mein Handy aus der Tasche. Ich öffnete die Mail mit den Fotos. “Schau mal das bist du, Prince”. Als ich seinen alten Namen aussprach spitze er die Ohren. Scheinbar schien er sich an diesen Namen zu erinnern. Doch diese Aufmerksamkeit hielt nur kurz. Der Hengst beschäftigte sich lieber damit mein Handy an zu sabbern. Als er festgestellt hatte, dass man das nicht essen konnte, schubste er mich an. “Das kann man nicht Essen”, schien er zu sagen. “Du hast ja recht großer. Ich hol dir was richtiges”, sagte ich und lachte. Tatsächlich ging ich in die Futterkammer und holte ein Möhre für den Hengst. “Du bist doch ein Wunder”, sagte ich leise zu dem Heng und sah fasziniert zu wie er die Möhre fraß. Auf Einmal zupfte der Hengst ein Blattpapier aus meiner Hosentasche. Es war, das Bild. Damit Jace es nicht doch noch sah hatte ich es in die Hosentasche gestopft. Ich nahm es dem Hengst aus dem Maul. “Nein Großer, darüber wollen wir heute nicht Nachdenken”, sagte ich mehr zu mir selbst, als zu ihm. Ich stopfte es zurück in meine Hosentasche. “Wir sollten jetzt beide schlafen, mein großer. Morgen, beginnt dein Training erst richtig”. Ein letztes Mal strich ich über das weiße Fell.“Gute Nacht Divine”. Mit diesen Worten verließ ich den Stall. Auf den Weg in mein Zimmer begegnete ich zum Glück niemanden mehr. Um nicht über meine Gefühle Nachdenken zu müssen, ging ich direkt ins Bett. Da ich immer noch erschöpft war von der Reise, schlief ich auch nahezu direkt ein.
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    • Wolfszeit
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      02.05.2020|Wolfszeit & Sammy
      Ein Anruf aus Kanada
      Samantha|Mein Rücken knackte, als ich mich gähnend streckte. Es war erst acht Uhr Abends, aber ich war trotzdem schon hundemüde. Gerade hatte ich die Abendfütterung hinter mich gebracht und saß nun in meinem gemütlichen Wohnzimmer, wo ich auf einen Anruf von Lina Valo wartete. Die junge Frau trainierte HMJ Divine und wir hatten uns während unseres Aufenthalts in Schweden angefreundet. Ich steckte mir gerade einen Chocolate-Chip-Cookie in den Mund, als mein Telefon klingelte. Prompt verschluckte ich mich an meinem Keks und meldete mich mit einem Husten: “Hallo, Samantha O’Neill vom Hollybrook Gestüt am Apparat.”
      “Hallo, hier ist Lina Valo. Bist du mit Blessing gut Zuhause angekommen?”, meldete sich eine junge Frau.
      “Huhu, Lina! Schön, von dir zu hören. Die Fahrt war super anstrengend, aber Blessing und ich sind noch letzten Sonntag wieder gut in England angekommen. Inzwischen hat das Mäuschen sich auch ganz gut eingelebt. Und ihr? Divine musste ja einen viel längeren Weg ertragen, als mein Stütchen.”, berichtete ich.
      “Die Flüge sind soweit gut gelaufen. Wir hatten nur ein paar Einstiegsschwierigkeiten, was bei einer so großen gruseligen Kiste auch nicht verwunderlich ist. Da wir erst recht spät angekommen sind, war er am Mittwoch noch etwas müde, aber er ist inzwischen wieder top fit. Es ist einfach unglaublich wie brav dieser Hengst ist. Ist Blessing inzwischen ein wenig aufgeschlossener? Auf der Koppel wirkte sie immer sehr zurückhaltend.”
      “Ach herrje, das glaube ich sofort! Ich bin heilfroh, dass ich mit Blessing kein Flugzeug besteigen musste. Sie verhält sich zwar die meiste Zeit über ziemlich apathisch, aber Angst hat sie halt doch. Divine machte aber auch wirklich einen sehr gelassenen Eindruck. Blessing’s Haltung ändert sich beinahe stündlich. Ab und an wirkt sie tatsächlich interessiert, aber den richtigen Schlüssel zu ihr habe ich bisher noch nicht gefunden. Wie läuft euer Training denn so?”
      “Wir lassen es aktuell noch ein wenig langsam anlaufen. Divine ist zwar sehr aufgeschlossen, aber er muss sich erst einmal an seine neuen Eisen gewöhnen. Er macht den Eindruck als hätte er noch nie welche drauf gehabt. Gestern durfte er erst einmal den ersten von seinen neuen Weidekumpels kennenlernen. Erstaunlicherweise fand El Pancho ihn deutlich interessanter als, Divine ihn. Divine fand es spannender in meinen Taschen nach Leckerlies zu suchen. Hast du schon herausgefunden warum deine hübsche Stute so apathisch ist?”
      Ich lachte bei der Vorstellung, wie der schöne Schimmel sein Maul in Lina’s Tasche vergrub und antwortete: “Das mit den Eisen kann ich mir sehr gut vorstellen. Bei Blessing ist es gerade umgekehrt. Heute Mittag war der Hufschmied da und hat den Verdacht bestätigt, dass Blessing viel zu häufig wechselnde Beschläge bekommen hat. Daher darf sie nun erst einmal eine Weile barhuf laufen. Oh und ich soll jeden Tag Wasserbäder mit ihr machen. Findet sie überhaupt nicht lustig. War Divine beim Hufschmied denn brav? Blessing hat wie üblich einfach alles über sich ergehen lassen. Bezüglich ihrer Apathie habe ich einen Verdacht. Blessing hat ziemliche Angst vor der Rennbahn, ist aber gleichzeitig vollkommen fasziniert davon, wenn ich meine Vollblüter auf der Bahn laufen lasse. Daher gehe ich davon aus, dass sie beim Training misshandelt wurde und dadurch ihr Vertrauen und ihre Lebensfreude verloren hat. Das ist aber natürlich nur eine Theorie. Über Blessing’s Vergangenheit lässt sich ja leider so gut wie nichts herausfinden...Weißt du inzwischen ein wenig mehr über Divine’s Geschichte?”
      “Oh, das tut mir leid für Blessing”, sagte die junge Frau mitfühlend. “Ich würde Divine eigentlich lieber Barhuf laufen lassen, aber das lässt sein Hufzustand aktuell leider nicht zu. Aber ich inzwischen immerhin Erfahren, dass Divine wohl eine Handaufzucht ist, da seine Mutter bei der Geburt verstarb. Deshalb vermutete ich dass er ein wenig fehlgeprägt ist. Zumindest würde das seinen starken Bezug zu Menschen erklären. Er wurde wohl einjährig verkauft wo er zwei Jahre in einer Jungpferdeherde verbrachte und dann 3 Jährig zum Feldtest ging. Danach verliert sich seine Spur leider. Dafür habe ich gestern immerhin super süße Fohlenbilder von ihm bekommen. Und er hieß wohl früher Prince. Irgendwie passend.”
      “Oh wow, da hast du ja eine ganze Menge über deinen Hübschen herausgefunden!”, sagte ich überrascht. Über HMJ Blessing konnte ich tatsächlich so gut wie nichts in Erfahrung bringen. Beim Gedanken an Divine als Fohlen huschte ein Lächeln über mein Gesicht. “Magst du mir die Bilder später mal schicken?”, fragte ich Lina. “Ich würde Divine zu gerne einmal als Baby sehen, er war bestimmt zuckersüß! Und stimmt, der Name Prince hätte auch sehr zu ihm gepasst. Wobei ich Divine ja auch toll finde. Er hat einfach so was Göttliches an sich.”
      “Natürlich, ich schicke dir die Bilder später, er ist echt zuckersüß als Baby”, erwiderte Lina. “Ich bin auch gespannt wie er mal aussehen wird , wenn er mal ordentlich Muskeln hat. Er wird bestimmt hübsch, die kleine von meiner Chefin hat ihn schon als Einhorn bezeichnet.”, sagte die junge Frau lachend.” Wobei Blessing auch definitiv Potenzial hat ein richtig hübsches Pferd zu werden. Ihre Abzeichen sind echt hübsch.”
      “Das glaube ich auch! Haha, immerhin weißt du schon, als was du Divine verkleiden kannst, wenn ihr mal an einem Kostümwettbewerb teilnehmt.”, sagte ich lachend. “Ich bin völlig verliebt in Blessing und für mich ist sie auch jetzt schon wunderschön. Aber wenn sie mal ordentlich trainiert ist, ihr Fell wieder glänzt und ihr Langhaar richtig nachgewachsen ist, wird sie bestimmt noch viel schöner. Ich glaube auch, dass Blessing mal eine gute Mutter wird. Sie ist zumindest völlig fasziniert von meinen Fohlen. Hast du vor, Divine später in der Zucht einzusetzen?”, fragte ich neugierig.
      “Vermutlich wird er einmal in der Zucht eingesetzt. Mit seiner Fellfarbe ist er einen echte Rarität unter den Freibergern. Und auch beim Feldtest scheint er nicht so schlecht abgeschnitten zu haben. Allerdings muss er vorher wohl nochmal lernen, das Pferde für ihn interessanter sein sollten.”, sagte Lina und lachte. “Oh du hast ein neues Fohlen? Das ist ja toll”
      “Schon vier.”, lachte ich. “Das jüngste Baby ist heute zur Welt gekommen. Nun fehlen aber immer noch sechs, mal sehen, wie lange sie sich noch Zeit lassen. Und Divine findet eine nette Stute bestimmt irgendwann interessant, vielleicht hat er ja einfach nur für El Pancho nicht ganz so viel übrig gehabt.”, sagte ich grinsend. “Blessing hat auch noch keine wirkliche Freundin gefunden, aber ich hoffe, dass sich das gibt, wenn sie irgendwann mal mehr Freude am “Pferd-sein” hat.”
      “Wenn sie Fohlen so interessant findet, solltest du sie vielleicht mit denen Vergesellschaften”, überlegte Lina laut. “ Ja, mit Stuten haben wir es noch nicht versucht. Divine soll sich erst einmal an seine Kumpels gewöhnen. Ein paar von denen haben nämlich Faustdick hinter den Ohren. Damit sollte der hübsche erst einmal genug zu tun haben. Ja, bei uns lassen ein paar Fohlen uns auch noch warten. Aber die, die schon da sind sind Aktuell das Highlight bei unseren Reitschüler, besonders unsere beiden Zwillinge.”
      “Keine schlechte Idee. Ich hab tatsächlich auch schon überlegt, ob ich Blessing mit auf die Fohlenkoppel stelle, aber ich fürchte, dass ich damit warten muss, bis die Babys abgesetzt sind.”, sagte ich nachdenklich. Bei der Erwähnung der Zwillinge grinste ich:”Dass die beiden das Highlight sind, glaube ich sofort! Irgendwann würde ich mir Chex’s Zwillinge auch zu gerne einmal ansehen. Und Kumpels sind für einen Hengst ja auch was Wichtiges. Ist wie bei den Männern. Die brauchen auch andere Kerle um sich herum, um glücklich zu sein - auch wenn sie das manchmal gar nicht wissen.” Ich blickte auf die Uhr und riss erschrocken die Augen auf. Schon so spät! “So meine Liebe, ich muss dringend ins Bettchen. Aber es war super schön, mit dir zu reden. Vielleicht können wir das ja bald mal wiederholen?”
      "Klar sehr gerne! Schlaf gut!"
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    • Wolfszeit
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      09.05 & 12.05.2020| Wolfszeit & Canyon
      Besuch von Dr. Becks und wie das Schicksalspielt
      09.05
      Lina| Inzwischen waren wir seit fast ½ Wochen Zuhause. Divine machte sich sehr gut. Er hatte schon gut zugelegt und auch die Musklen kamen so langsam. Wenn er weiter so gut Aufbaut wollte ich in 1 Wochen man schauen was er vom Sattel hielt. An vernünftiges Reiten war natürlich lange noch nicht zu denken, aber ich war neugierig was mein Hengst denn noch so alles konnte. Laute dem was ich gefunden hatte war er wohl auch eingefahren, aber ich wollte mich damit erst befassen, wenn Divine ein wenig mehr Muskeln hatte. Heute stand ein Kontrollbesuch von Bennie Becks an.Dr. Becks war der Tierarzt des Tierschutzvereins. Doch das würde noch ein wenig dauern: Als erstes hieß es Frühstück für den weißen Hengst. Also ging es in die Futterkammer Mash machen. Carry on My Wayward Son, der direkt gegenüber von HMJ Divine wohnte, versucht sein Schnauze in die Schüssel zu stecken, als ich an ihm vorbei wollte. “Nein, das ist nicht für dich, großer du bist schon rund genug, sagte ich zu dem Painthengst,der aktuell noch ordentlich Winterspeck hatte. Das Mash landete in Divines trog und zufrieden fing er an, sein Frühstück zu schlüpfen. Da ich heute für die Fohlenrunde verantwortlich war, wollte ich die Zeit nutzen und die Fohlen kontrollieren. Ich stecke noch ein Paar Möhren ein und machte mich auf den Weg zur Fohlenkoppel.

      Als erstes kam mir die kleine WHC’ Candela zusammen mit WHC’ Mitena entgegen. Candy und Mitena waren schon recht groß geworden. So langsam ließ sich bei den beiden Erkennen wie hübsch die beiden werden. Candela würde bald ausziehen. Und zwar nach Schweden auf das Lindö Dalen Stuteri. Mitena würde bei uns bleiben. Die beiden Fohlen aus dem letzten Jahr schnupperten interessier an den Möhren bevor sie eine nahmen. ich strich Mitena über das hübsche Fell, was in der Morgensonne golden glänzte. Von den beiden jungen Stuten verfolgt ging ich zum Waldrand, wo der Bach entlang floss. Dort standen die beiden Fellponystuten Antigone und Baroness Of The Guard und tranken Seite an Seite. “Na ihr zwei süßen”, sprach ich sie an bevor ich näher ging. Die Stuten hoben den Kopf und blickten mich aus ihren großen dunklen Augen an. Antigone war inzwischen doppelt so breit wie vorher und besonders lange konnte es nicht mehr dauern bis ihr Fohlen kommt. ich kontrollierte ihr Euter, doch das war noch normal groß. Baroness war frühesten nächsten Monat dran, sicherheitshalber kontrollierte ich auch sie, aber es war alles wie es sein sollte. schon aus der Entfernung sah ich wie sich WHC’ Mimithe an WHC’ Oshawa ran schlich, um kurz darauf in ihn reinbeißen. Der deutlich größere Hengst zuckte zusammen und wand sich zu der kleinen Tiegerscheckstute um. Mimi ergriff kurzerhand die Flucht und der schwarz-weiße Hengst flitze hinter ihr her. Die Mutterstuten Minnie Maus und Sunny Empire standen etwas auseinander und grasten friedlich. Neben Empire, wie immer die Arabische Stute Mas’uda. Masu erwartete zwar kein Fohlen, stand aber auf der Koppel, weil sie Empires ‘’Blindenführpferd’ ist. Während Mimi und Oshawa fangen spielten, probierte Mimis Schwester mal ob das Gras schmeckte. WHC’ Minya sah allerdings nicht wirklich überzeugt aus. Promise Of Sundance und Chesqueen grasten friedlich während die beiden Fohlen inzwischen um sie hermutollten. Mimi schlüpfte sogar einmal unter Chess durch, was die erfahrene Stute nicht wirklich störte. LMR Fashion Girl und Vakany standen etwas abseits. Girl döste ein wenig, während Vaknany ihr Fohlen säugte. WHC’ Venice war meiner Meinung nach, das hübscheste Fohlen was wir dieses Jahr bekommen hatten. Ihr Fell hat einen schönen Rotbraun Ton und ist übersät mit weißen Punkten, die sie von ihrem Papa geerbt hat. Ihre Stirn wurde von einer hübschen Blesse geziert. Äußerlich hatte sie nicht sonderlich viel von Ihrer Mutter geerbt, dafür aber umso mehr vom Charakter. Ich sah auf meine Uhr, es war bereits halb Neun. In 20 Minuten sollte Bennie Becks kommen. Also machte ich mich auf den Weg zurück zum Stall. Divine war inzwischen Fertig mit fressen, sodass ich ihn aus der Box holte und ihn draußen auf den Putzplatz stellte. Ich wollte ihn noch ein wenig Putzen bis Dr. Becks da war. Als erstes machte ich sein Maul sauber was noch ganz braun vom Mash war. Danach versorge ich ihn mit Sonnencreme und setzte ihn seine Sonnenschutzfliegenmaske auf. Da sein Rücken immer noch sehr verspannt war, begann ich ihn als erstes ein wenig zu Massieren um seine Muskeln zu lösen. Er war an sich zwar auch so brav, aber nach einer Massage fühlte er sich sichtlich wohler und genoss das putzen dann besonders. Als ich gerade mit der Massage fertig war, fuhr auch schon Dr. Becks vor. Der Mann stieg aus. Ich ging auf ihn zu und begrüßte ihn: “Hallo, sie müssen Dr. Becks sein. Ich bin Lina, die Trainerin von Divine”. “Ja genau der bin ich”, erwiderte der Mann beim Händedruck.
      “Da vorne steht unser Patient”, sagte ich und deutete auf den weißen Hengst, der entspannt in der Sonne döste. “Also die Diagnose von unseren Tierarzt war mittelmäßige Unterernährung mit Selen- und Zinkmangel. Dagegen bekommt er zum Heu einmal täglich Mash mit Rübenschnitzel, dazu noch Ein Zink- und Selenpräparat, wie auch noch etwas für die Leber. Für seine trocken Haut haben wir eine Lotion bekommen. Ansonsten ist er geimpft und entwurmt. Die Verspannungen werden mit Massage und Training behandelt. Wegen der Tragrandspalten haben wir seit ca. 1 Woche Eisen drauf”, erklärte ich während wir zu Divine rüber gingen.

      Benni Becks begutachtete Divine schon von Weiten aufmerksam. „Ich sehe jetzt schon eine deutliche Verbesserung, im Vergleich zu dem Tag, als ich ihn das erste Mal untersucht habe“, sagte er und ich seufzte erleichtert auf. Die Einschätzung des Tierarztes war ein wichtiger Punkt in diesem HMJ. „Ich war dabei, als wir Divine abgeholt haben und obwohl er noch immer zu mager ist, sehe ich jetzt schon einen neuen Glanz in seinen Augen.“
      Wir waren mittlerweile bei Divine angekommen. Er stand brav angebunden am Putzplatz, begutachtete uns jedoch aus neugierigen Augen. Vielleicht bildete ich es mir ein, aber bei Dr. Becks Anblick schien der Hengst aufmerksamer zu werden.
      „Vielleicht erkennt er mich noch“, sagte Benni und streichelte über den Kopf. Er lachte kurz auf. „Aber das wünsche ich mir als Tierarzt natürlich von jedem Kunden und nur in den wenigsten Fällen tritt es wirklich auf.“ Benni hatte zwar seine Tasche dabei, untersuchte den Hengst aber vorerst nur mit seinen Händen. Es schien, als würde er nur durch das Berühren der Pferde nach Auffälligkeiten und Unstimmigkeiten suchen. Er untersuchte vorsichtig den Kopf samt Auge, Ohr und den Nüstern, warf einen kurzen Blick ins Maul, bis Divine den Kopf ruckartig zur Seite zog.
      „Wann war der Tierarzt das erste Mal da?“, fragte er, während er aus seiner Tasche ein Stethoskop zog.
      „Vor zwei Wochen“, sagte ich. „Eine sehr ausführlich arbeitende Tierärztin, vielleicht kennst du sie ja. Stelli heißt sie.“
      „Mhm“, murrte Benni, während er Divine abhorchte. „Die sagt mir was. Bis jetzt kann ich ihrer Diagnose auch in allen Punkten zustimmen. Ich würde das mit der trockenen Haut auch nicht auf die leichte Schultern nehmen. Daraus können sich im schlimmsten Fall noch weitere Symptome entwickeln.“ Benni beendete das Abhorchen und wendete sich wieder mir zu, das Stethoskop locker in der Hand. „Aber bei Dominant Weißen Pferden kann es schnell zu Hautentzündungen kommen, ich wünsche euch da Glück, dass das in Zukunft keine weiteren Probleme geben wird. Divine war damals-“, wollte anfangen zu erzählen, als der Hengst seinen Kopf etwas zur Seite streckte und nach dem Stethoskop schnappte. Benni war zu langsam. Das Maul schloss sich und Divine riss dem erstaunten Tierarzt das Gerät aus der Hand, um es dann mit viel Schwung hin und her zu schleudern.
      „Divine!“, quietschte ich erschrocken auf und wollte dem Pferd das Stethoskop aus dem Maul ziehen. Benni war jedoch schneller, hatte sein Stethoskop gepackt und Divine im Gegenzug ein Stück Möhre aus seiner Jackentasche angeboten.
      „Du hast Recht“, sagte der Doktor zu dem Pferd. „Die Möhre hätte ich dir schon längst geben sollen.“
      „Das tut mir so Leid!“, sagte ich und nuschelte noch ein paar Entschuldigungen. „Ich hoffe, es ist nicht weiter kaputt gegangen.“
      „Ach Quatsch“, Benni lachte erfreut auf. „Es ist schön zu sehen, dass es ihm gut geht.“ Divine schnaubte zustimmend.
      „Sie waren gerade dabei etwas von Divines Vergangenheit zu erzählen. Ich wäre sehr interessiert mehr darüber zu erfahren.“
      „Wir können uns gerne duzen, ich bin Benni.“ Er reichte mir abermals die Hand und wir lächelten uns freundlich an. „Aber ja, ich kann deinen Wunsch nachvollziehen. Viele Teilnehmer des HMJs haben mich schon nach mehr Informationen gefragt. Leider fallen die meisten Infos unter den Datenschutz, alles über den Vorbesitzer und so weiter. Aber vielleicht fallen mir noch ein paar Dinge ein.“ Er packte sein Stethoskop wieder zurück in seine Tasche. „Aber zuerst würde ich dich nochmal bitten, dass du Divine einmal im Schritt und einmal im Trab auf und ab führst. Dann habe ich bei meinem nächsten Besuch einen guten Vergleich, ob sich seine Verspannungen gebessert haben.“
      Ich band Divine los und zeigte erst seinen Schritt, dann den Trab. Benni stand mit zusammengekniffenen Augen daneben und begutachtete den Hengst. „Sehr gut“, sagte er, als ich wieder neben ihm stand. „Also natürlich nicht sehr gut, aber im Vergleich schon besser und ich denke, ihr werdet das schon schaffen. Habt ihr schonmal darüber nachgedacht, einen Physio- oder Chiropraktiker hinzuzuziehen? Natürlich nur, wenn ihr euch das geldlich leisten könnt. Ansonsten sind seine Beschwerden auch mit gutem Training und guter Pflege in naher Zukunft zu verbessern. Gute Arbeit Lina, wirklich gute Arbeit bis jetzt.“
      Ich lächelte zufrieden. Es war gut zu hören, dass Benni voll und ganz hinter meiner Arbeit mit Divine stand.
      „Ich glaube“, sagte Benni, „du kannst den Guten jetzt erstmal befreien. Ich habe nichts weiter an ihm zu untersuchen. Dass die Hufe viel besser aussehen, dass sehe ich von weiten. Da kommt natürlich auch noch Arbeit auf euch zu, aber trotzdem hat der Hufschmied da schon viel geleistet.“
      „Darf ich dich dann noch auf einen Kaffee oder einen Tee einladen?“, fragte ich.
      „Zu einem Tee sage ich nicht nein“, sagte Benni. „Ich würde meine Tasche vorher zurück zum Wagen bringen. Was hältst du davon, wenn wir uns in ein paar Minuten vor dem Stall treffen?“
      Ich nickte begeistert und brachte dann Divine auf den Paddock, wo El Pancho schon auf seine Gesellschaft wartete. Da die beiden Hengste friedlich waren, durften sie zusammen stehen. Danach ging ich noch schnell in Haus den Tee für Benni aufkochen.
      Einige Minuten später kam ich zurück zum Stall. Benni saß bereits auf der Bank vor dem Stall und schaute auf sein Handy. „Termine koordinieren“, sagte er. „Bei dem ganzen Trubel ist das gar nicht so einfach.“
      Ich hielt Benni die noch dampfende Tasse Kräutertee hin, die er dankend annahm, nachdem er sein Handy in die Jackentasche gesteckt hatte.
      „Du warst also wirklich dabei, als ihr Divine beschlagnahmt habt?“, hakte ich nach.
      „Ja, Divine und noch ein paar andere. Insgesamt fünf, denke ich. Eine trächtige Stute konnten wir zum Glück schnell unterbringen. Meinen Informationen nach hat sie vor kurzem ein gesundes Fohlen zur Welt gebracht. Die anderen drei sind gerade noch auf Pflegehöfen. Aber Divine war wirklich der Außergewöhnlichste der Pferde.“
      „Fünf Pferde auf einmal. Ich hoffe, die anderen finden auch schnell ein gutes Zuhause.“
      „Da mach dir mal keine Sorgen, Lina“, sagte Benni und nahm einen Schluck von dem Tee. „Das ist unser Job. Es müsste nur mehr Menschen wie dich geben, dann wäre das deutlich einfacher.“ Er lachte kurz auf. „Auch wenn Divines Vorbesitzer die Pferde erst nicht rausrücken wollte, schien er dann doch ziemlich erleichtert. Alle fünf Pferde hatten gesundheitliche Probleme, auf dessen Kosten er nun nicht mehr sitzt. Aber was soll man machen, so konnten wir sichergehen, dass jedes der Tiere die Behandlung bekommt, die es benötigt.“
      „Habt ihr denn etwas erfahren können, woher Divine ursprünglich stammt?“, fragte ich. „Ich habe ein Bild gefunden von seinem Feldtest als dreijähriger, aber danach verliert sich seine Spur.“
      „Tiefergehend haben auch wir leider nicht recherchiert. Der Züchter, eine Schande, dass man ihn so nennen kann, hat gerne billige und oft illegale Pferdegeschäfte im Ausland betrieben. So etwas wie Kaufverträge oder Impfpässe waren da Fehlanzeige. Aber wenn du möchtest, kann ich vielleicht einen Kontakt mit der Nachbarin des Züchters herstellen. Sie hat uns damals kontaktiert und hält uns seitdem über die Verhältnisse dort auf dem neuesten Stand. Vielleicht weiß sie noch mehr über Divine, immerhin ist er wohl mit einer der auffälligsten.“
      „Sehr gerne“, sagte ich. „Ich möchte wirklich so viel wie möglich erfahren, um Divine und seine Eigenarten besser verstehen zu können.“
      „Natürlich“, sagte Benni. „Alles verständlich.“ Er stand auf und reichte mir die Tasse. „Es hat mich gefreut und ich hoffe, dass ich beim nächsten Besuch wieder so guten Mutes ankommen und abreisen darf. Deine Nummer habe ich ja, ich melde mich in den nächsten Tagen bei dir, wenn ich vielleicht Neuigkeiten über Divine habe.“
      „Danke“, sagte ich. Dann verabschiedeten wir uns voneinander und Benni machte sich auf den Weg zum nächsten Pferd. Ich hingegen holte die kleine Aleen bei Colin ab und machte mich mit ihr zusammen auf den Weg zum Hallenauslauf. Dort holten wir Farena vom Auslauf und putzen sie. Das Shetlandpony hatte immer noch ganz schön viel Fell, so half ich Aleen, das Pony halbwegs Haarfrei zu bekommen. Als das Pony in sein Fliederfarbenes Outfit verpackt war, ging es zum Reitplatz. Dort hieß es dann Nachgurten und Aufsteigen. Ich ließ Aleen schon im Schritt die ersten Aufgaben Reiten. Ein paar Zirkel, einen Salom und ein Paar Schlagenlinien. Aleen hatte mit ihren 5 Jahren das Pony schon sehr gut unter Kontrolle.Im Trab ließ ich sie nochmal die selben Figuren reiten. Das Einzige was noch nicht so gut klappte war der Galopp, da das flotte Pony dazu neigte ein wenig zu viel Gas zu geben. Deshalb nahm ich das kleine Mädchen dafür an die Longe. Nach einer ¾ Stunde, waren wir fertig. Zum Abreiten, ritten wir noch eine Runde um den Hof bevor Farena zu den anderen Ponys auf die Weide durfte. Ich versprach Aleen noch, dass wir später noch einmal spazieren gehen würden, da sie das Pony am liebsten nicht mehr loslassen wollte. Freudestrahlen rannte die kleine zu ihren Eltern, während ich mich um meine anderen Pferde kümmerte.

      Luchy| Ich saß gerade mit meinem Mann auf der Veranda um eine kurze Pause zu machen, als mein Handy mit einem klingeln dazwischen an. Der Anrufer war Caleb O’Dell, der Besitzer der Bow River Ranch. “Hallo Caleb”, meldete ich mich am Telefon. “Hallo, Luchy. Ich rufe an wegen den Pferden von Juna die du in Pflege hast. Es gab da einen Schicksalschlag weswegen jetzt alle Pferde verkauft werden sollen. Juna mir aufgetragen die Pferd zu vermitteln”. “Ok”, sagte ich ein wenig schockiert über diese Nachricht. Ich rufe deshalb an , weil ich dir Mitteilen wollte, dass Pudgy, Totbringer und Cielo bereits verkauft sind. Pudgy geht zurück zu Cooper Chattahoochee, sie wollte sich noch mit dir in Verbindung setzen wann sie ihn abholt. Cielo und Totbringer gehen nach Schweden. Tori soll dort wohl ihr Gnadenbrot bekommen und Cielo weiter Ausbildung. Ich Informiere dich nochmal wann die beiden abgeholt werden. Ich schicke dir auch gleich noch eine Mail mit den weiteren Pferden die noch ein Zuhause suchen. Vielleicht interessiert dich ja eins von ihnen”. “Alles klar. Ich werde mir die Pferde mal ansehen. Danke für die Information. Wie läuft es bei euch den mit eurem HMJ Pferd?”, fragte ich den Ranchleiter. “Der arme Kerl sah ja ganz schön Schlimm aus”.”Ja, das sah er: So langsam sieht er tatsächlich aus wie ein Pferd. Vorallem wird er immer aufgeweckter. Gestern ist er allein über den Hof spazieren gegangen”, erzählte Caleb mit ein wenig belustigung in der Stimme. “Wie läuft es bei euch?”, erkundigte er sich. “Divine macht sich sehr gut. Lina trainiert schon fleißig mit ihm. Ab nächster Woche möchte sie testen ob er schon einmal geritten wurde”,erzählte ich. “Das klingt ja gut. Ich muss jetzt weiterarbeiten”, saget der Mann am anderen Ende und wir verabschiedeten uns. “Das war Caleb, er hat wegen Junas Pferden angerufen”, sagte ich zu Colin. “Und was ist mit denen?”, fragte mein Mann. “Sie sollen verkauft werden. Juna kann sie wohl nicht mehr halten. Mehr hat Caleb nicht gesagt”. Aleen kam um die Ecke. Die kleine kam gerade von ihrer Reitstunde mit Lina. “Na wie war deine Reistunde, meine kleine?”, fragte Colin die kleine und nahm sie auf den Schoß. “Super”, das kleine Mädchen strahlte wie ein Honigkuchenpferd. “Und Lina, hat gesagt wir gehen später nochmal mit Farena spazieren”, erzählte unsere Tochter. Farena von Hulshóf war ihr Pony. Farena war ein typisches Shetty, flauschig, freundlich, aber dennoch eigenwillig. Trotz mancher Schwierigkeiten waren die beiden unzertrennlich.

      Lina| Inzwischen war es Nachmittag und alle Pferde waren auf der Koppel. Divine und El Pancho standen noch allein auf der Hauskoppel. Heute wollte ich Divine in die Herde integrieren. Rumkugel, verstand sich leider nicht mit dem Weißen Hengst. Da die Kugels sich allerding mit Injaki und seiner Herde verstand, würden wir Rumkugel mit Divine tauschen. Rumkugel kam dann in die Box in der jetzt Divine stand und Divine in den Auslauf. Als erstes holte ich El Pancho, der die Herde schon kannte. Zwar hatten wir Divine schon immer einzeln zu den anderen Gelassen, aber in der Herde war das schließlich etwas anderes. Eigentlich machte ich mir nicht allzu viele Gedanken. Cleavant ‘Mad Eye’ war zwar neugierig, aber unkompliziert, Abe’s Aelfric würde sich vermutlich kaum für den Neuankömmling interessieren und die anderen Ponys waren meisten damit beschäftigt, sich gegenseitig zu ärgern. Also holte ich den weißen Hengst und stellte mich mit ihm an den Koppelzaun. Wie erwartet stand die gesamte Bande, bis auf Aelfric auf der andern Seite und begutachtete den neuen. Aelfric fand sein Gras spannender. Auch El Pancho, der schon den ganzen Tag mit Divine zusammen gestanden hatte, verlor schnell das interesse und begann wieder zu grasen. Mad Eye schnupperte freundlich an Divine, der das freundlich erwiderte. Mad Eye hatte wohl beschlossen, dass keine Gefahr von dem weißen Hengst ausging, denn er trottete nun in gemütlich Tempo zurück zu Aelfric. Nabuko folgte Mad Eye lieber anstatt sich mit dem Neuen anzugeben. So standen nun nur noch 3 Ponys am Zaun. PFS’ Caruso, PFS’ Artic Tiger und Amigo. Divine nahm seinen Kopf runter um Amigo und Tiger zu beschnuppern. Tiger oder auch von allen wegen seines Felles Silver genannt, war ausnahmsweise mal friedlich und schnupperte nur an Divine. Amigo hingegen nahm den neuen zum Anlass sich aufzuspielen. Er quietschte laut und begann sein Imponiergehaben. Der Porzellanschecke und das Minipony nahmen dies zum Anlass ein Wettrennen zu starten.Amigo vergaß den weißen Hengst und flitze den anderen beiden so schnell wie es sein Kugelbauch zu ließ hinterher. Ich ließ Divine nun auf die Koppel, wo er als erstes das Gras inspizierte. Er zeigte keinerlei Interesse an den rennenden Ponys. Nach einer Weile ließ er vom Gras ab und trotte zu Mad Eye, Nabuko und Aelfric rüber. Divine blieb etwa eine Nasenlänge von Aelfric entfernt stehen und strecke die Nase nach ihm aus. Aelfric nahm nur angewidert den Kopf weg und ging weg. Soweit scheint die Vergesellschaftung friedlich zu sein. Ich blieb noch eine halbe Stunde am Zaun und als ich sah , das alles friedlich war ging ich meinen anderen Tätigkeiten nach.

      Luchy| Ich hatte gerade Aleen ins Bett gebracht und setzte mich neben Colin aufs Sofa. Ich lehnte mich an ihn und er schloss die arme um mich. Endlich hatte ich Zeit die Mail von Caleb zu lesen. Colin legte sein Kinn auf meine Schulter und las mit.

      Von: BowRiverRanch@joellemail An:WhitehorseCreekStud@Joellemail
      Betreff: Gestütauflösung Deer Forest Equestrian Center

      Hallo Luchy,
      leider muss ich Mitteilen, das Juna Preschke, Leiterin den Deer Forest EC , durch einen Schickalsschlag nichtmehr in der Lage ist ihre Pferde zu versorgen. Sie hat mir den Auftrag gegeben ihre Pferde in ein neues Zuhause zu vermitteln. Zum Verkauf stehen grundsätzlich alle Pferde. Frigg, Totbringer und Cielo gehen an das Lindö Dalen Stuteri. Nevia geht zurück nach Italien zu Royal Peragee. Sayidah und Solider gehen zurück an Steffanie Westside. Briair und Pudgy gehen zurück zu Cooper.

      Noch zu verkaufen sind:
      Rhiakou's Pride, Traber
      Greased Lightning, Englisches Vollblut
      Glanny Hope, Englisches Vollblut
      Darkness Lord, Österreichisches Warmblut
      Elsa, Österreichisches WB
      Gold Veronica, Österreichisches WB
      CLC's Papermoon, DRP
      Delorian, Warmblut
      Grey Starbucks, Warmblut
      Flanell D'Egalité, Österreichisches WB
      Beastly Domina, Österreichisches WB
      Uruguay, Ungarisches Halbblut
      Hibana, Oldenburger
      Bittersweet Temptation, Paint Horse, falls ihn niemand nimmt kommt er zu mir zurück.
      Liebe Grüße,
      Caleb O’Dell

      “MMMMM, Domina ist eigentlich ein Interessantes Pferd”, sagte Colin zu mir. Ich klicke auf den Link und sah mir die Beschreibung an. Auch Flanell sah ich mir an. “Beide sind toll. Flanell bekommen wir bestimmt auch unter, aber wer kümmer sich um Mina?”, sagte ich und runzelte die Stirn. In dem Moment kam Jamie ins Zimmer. “Um was geht es?”, fragt der Schotte. “Es geht um ein HMJ Pferd vom letzten Jahr. Seine Besitzerin hat keine Zeit mehr für sie. Allerding ist sie nicht ganz einfach, ähnlich wie Miss Griselda Braun. Ich würde sie gerne Aufnehmen, aber wer soll sich denn um sie kümmern?”, erklärte ich ihm. “Ich würde sie übernehmen”, sagte er. “Bist du dir ganz sicher?”, hakte ich nach. “Ja, doch. Seit ich Lady Moon hab, fällt mir auf wie gerne ich Großpferde hab”, sagte der große rothaarige Mann schmunzelnd. “Gut, dann ruf ich Caleb an und sagt ich Bescheid”, murmelte ich während ich seine Nummer wählte. “Hey Caleb, ich nochmal. Ich habe mir gerade deine Mail angesehen und ich hätte Interesse an zwei Pferden”, sagte ich in das Telefon. “mm, ok”, kam es nur von der anderen Seite “Und zwar geht es um Flannel d’ Egalité und Beastly Domina. Flanell wurde mit seiner besonderen Farbe und seinem Potenzial unsere Zucht gut bereichern.Bei Mina geht es mir vorallem darum, dass sie ein gutes Zuhause bekommt. Mina wir immer ein Schwieriges Pferd bleiben”, erläuterte ich. “Oh, ja das ist gut, gerade bei Mina habe ich gehofft das sie an jemanden erfahrenen geht. Wenn ich mich Recht Erinnere hast du schon ein ähnlich traumatisiertes Pferd oder ?”, fragte Caleb nach. “Ja, genau Grisi hatte auch keine gute Vergangenheit”. “Zu Mina möchte ich dir noch was sagen und zwar ist sie tragend, laut Junas Mitarbeiterin, hat sie ihr Fohlen angeblich verloren, aber wenn ich ehrlich bin sieht die Stute nicht so aus. Also sei darauf Vorbereitet, dass sie tragend ist”, sagte Caleb. “Ok, das sollte kein Problem sein, wir haben eine Menge Fohlen hier und auch noch ein paar tragende Stuten. Ok, dann würde ich noch vorschlagen, dass wir das so Regeln, dass Tory und Cielo abgeholt werden wenn Mina und Flanell kommen. Dann braucht der Spediteur nicht zweimal hieraus fahren”.
      “Klar, ich klär das”. Wir verabschiedeten uns und ich legte auf. “Sieht aus als bekämen wir zweieinhalb neue Pferde”, sagte ich. “Zweieinhalb ?”, fragte mich beide Männer gleichzeitig. “Ja, Mina ist vermutlich tragend”, sagte ich ein wenig resigniert.
      Der Rest des Abends verlief ruhig, auch wenn ich und Colin noch lange am Kamin saßen und unsere Entscheidung überdachten.

      ...4 Tage später
      12.05
      Lina| Ich hatte gerade Divines Putzeug weggebracht, als der Transporter vorfuhr. Jamie und Luchy warten bereits im Hof. “Sind das die neuen Pferde?”, fragte ich Luchy. “Ja, genau”, bestätigte sie. Der Fahrer stieg aus und begrüßte uns, bevor er die Laderampe herunter ließ. Als erstes Stand die braune Stute auf dem Transporter. “Der Tierarzt musste sie sedieren, sonst wäre sie nicht auf den Hänger gegangen”, sagte der Fahrer. Vorsichtig führte er die Stute vom Hänger. Etwas müde starkste sie vom Hänger. “Wow, ich glaube Caleb hatte Recht. Diese Stute ist definitiv tragend”, sagte Jamie als er die Stute sah. Minas Bauch hatte ungefähr den dreifachen Umfang eines normalen Pferdes. “Ich bring sie unters Solarium, da kann sie erst einmal wach werden.”, murmelt Jamie und übernahm die Stute. Als nächstes holte der Fahrer Flanell vom Hänger. “Wow, ist der hübsch”, sagte ich und bewunderte den Tigerschecken, der aus dem Hänger trat. “Lina, brigst du ihn auf die Koppel neben der Außenboxherde, damit er schonmal seine Mitbewohner kennenlernen kann?”, fragte Luchy. “Na klar”, erwiderte ich und nahm den Hengst entgegen. Brav folgte mir Flanell bis zur Koppel. LMR Royal Champion, Lancasters Peppermint, Little Buddy und What’s Happend In The Dark standen neugierig am Zaun. Ich ließ Flanell auf der Nachbarkoppel frei und der Hengst ging gleich seine Kumples inspizieren. Pepper, der eigentlich immer freundlich war beschnupperte Flanell Aufmerksam und begann auch bald an seiner Mähne zu knabbern. Auch der sanfte Buddy war brav und freundlich zu dem Neuen. Champ schnupperte nur kurz und verlor ,dann das Interesse. Einzig Darky wollte lieber Streit anfangen, anstatt freundlich zu sein. Ich verscheuchte alle Zaungäste und ging erst, als ich sah, das alle wieder friedlich grasten. Auf dem Rückweg nahm ich Cielo und brachte ihm zum Transporter. Todbringer war bereits verladen. Auch Cielo ging auf den Hänger und dann hieß es Abschied für die beiden Ponys. Nachdem die Pferd abgeholt worden waren macht ich mich auf dem Weg zu Divine. Der weiße war inzwischen sehr gut in der Herde angekommen. Dennoch freute er sich über jeden Besuch von mir oder auch von jedem anderen Menschen. Es war immer wieder schön sein Wiehren zu hören, wenn ich kam. Heute stand ein langer Spaziergang auf dem Plan. Ich holte Divine also von der Koppel und schlug den Weg Richtung Bach ein. Freundlich und motiviert wie immer lief er neben mir her. Am Bach angekommen, ließ ich divine etwas im Bach planschen, bevor wir uns auf dem Rückweg machten. Zurück auf dem Hof bekam Divine noch sein übliches Wellnessprogramm. Morgen wollte ich es wagen und Divine einen Sattel zeigen. Deshalb bekam er heute den Rest des Tages frei.
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  • Album:
    WHC Oberhausauslauf
    Hochgeladen von:
    Wolfszeit
    Datum:
    20 Apr. 2020
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    EXIF Data

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    Height:
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    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • HMJ DIVINE
    engl. göttlich
    [​IMG]
    by Wolfszeit

    EXTERIEUR
    Geschlecht: Hengst
    Geburtstag: 2015/5 Jahre
    Geburtsort: Schweiz

    Rasse: Freiberger
    Stockmaß: 159 cm
    Gewicht: 540 Kg
    Deck-|Langhaar: Dominante White| Weiß
    Abzeichen| Scheckung: Keine
    Gencode: Ee aa nW1

    STAMMBAUM

    von: Unbekannt
    von: Unbekannt | aus der: Unbekannt
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    aus der: Unbekannt
    von: Unbekannt | aus der: Unbekannt
    von: Unbekannt | aus der: Unbekannt | von: Unbekannt | aus der: Unbekannt


    INTERIEUR & BESCHREIBUNG

    Rufname: Divine| Ivi| Prinz

    Zuversichtlich|Menschenbezogen| tollpatschig|fürsorglich| ungestüm| trittfest

    Divine hat wahrhaftig etwas Göttliches an sich. Obwohl er viel gelitten hat, strahlt er noch immer eine gewisse Zuversicht aus. Er hat jahrelang vergeblich den Kontakt zu Menschen gesucht und ist nun etwas unsensibel, wenn es darum geht, mit Menschen zu kommunizieren. Er würde gerne fürsorglich sein, ist jedoch eher tollpatschig und etwas zu herb und ungestüm.
    Unter dem Sattel ist er allerdings extrem trittfest und hat ein gutes Gespür für Entfernung und Trittfestigkeit des Bodens. Etwas Schnelligkeit und Motivation könnte ihm nicht schaden.

    Divine stammt aus einer Freibergerzucht, die vor allem auf die dominant weißen Pferde ein Augenmerk gelegt und versucht hat, mit diesen besonderen Exemplaren viel Geld zu verdienen. Bei einer Kontrolle wurden allerdings zu viele Pferde auf zu wenig Raum festgestellt, sodass einige der Pferde abgegeben werden mussten. Inzwischen wissen wir, dass er angeritten ist, allerdings nicht sonderlich gut. Neben einem Gurtzwang zeigt er auch noch weitere Unarten.


    Letzter Tierarztbesuch:
    Chipnummer:
    Gesamteindruck: unterernährt| mager | ungepflegt | kaum bemuskelt
    Hautzustand: trocken

    Letzter Hufschmiedbesuch:
    Hufbeschaffenheit:
    hart, Tragrandspalten
    Beschlag: Barhuf

    AUSBILDUNG & QUALIFIKATIONEN
    Eignungen: Dressur| Fahren| Wanderreiten
    Schleifenaufstieg | Trainingsaufstieg | Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Variationen
    Springen: S*

    Potenzial: M

    Military: L
    Potenzial: L -M

    Dressur: L

    Potenzial: M-S

    Fahren: S**

    Potenzial: S

    Distanz A

    Potenzial: A-L

    ERFOLGE
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    1.Platz
    490.Fahtunier | 350.Synchonspringen| 353.Synchonspringen
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    2.Platz
    489.Fahrtunier | 493. Fahrtunier | 397.Militarytunier| 480. Militarytunier| 625.Springen| 354.Synchonsprinegn
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    3.Platz
    480. Fahrtunier | 348. Synchonspringen|490.Fahtunier| 472. Distanztunier | 623.Springtunier| 495.Fahtunier

    BESITZERLEGENDE
    Besitzer/Besitzerin: Wolfszeit (Luchy Montrose)
    Vorbesitzer/Vorbesitzerin:
    Verkaufsrecht/Ersteller: Canyon
    Reitbeteiligung/Trainer:

    zu Verkaufen : Nein
    Kaufpreis|Pferdewert: "250" Joellen


    Spind|Offizeller Hintergrund