Sammy

HMJ 7786 Elfentanz

Trakehner | Stute | 10 Pkt. | HMJ: 222 Pkt. || DR: L (0) | SPR: S (4) | MIL: E (0)

HMJ 7786 Elfentanz
Sammy, 10 Okt. 2019
Wolfszeit, Zaii, Cooper und 2 anderen gefällt das.
    • Sammy
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      Das erste Turnier
      21. November - 24. November
      12.622 Zeichen | 7 Punkte

      "Sammy, das sieht ja schon richtig gut aus!", rief Edward vom Zaun meines Reitplatzes herüber. Mein Makeover-Pferdchen, HMJ 7786 Elfentanz, drehte nervös die Ohren, lauschte jedoch sogleich wieder meiner Stimme. "Stimmt, unser Elfenpferd macht sich ganz toll!", antwortete ich Edward, nachdem ich mein Stütchen beruhigt hatte. Beinahe drei Wochen waren nun vergangen, seitdem ich mich das erste Mal auf Elfentanz' Rücken geschwungen hatte und die Stute machte unglaubliche Fortschritte. Da mein Elfenpferd mir immer unmittelbares Feedback gab, fiel es mir leicht, das Tempo an die sechsjährige Stute anzupassen. Verstand meine Elfe etwas nicht, blieb sie einfach stehen und spielte unsicher mit den Ohren. Hatte sie eine Aufgabe jedoch gemeistert, war sie mit umso mehr Elan und Freude bei der Sache. In drei Tagen würden wir auf unser erstes Dressurturnier fahren. Eigentlich war es ein Turnier für Jungpferde - zu welchen Elfentanz offiziell nicht mehr zählte - doch ich hatte den Veranstalter durch die Geschichte des schönen Pferdes dazu bewegen können, uns starten zu lassen. Es handelte sich um ein kleines Vereinsturnier der Klasse E. Somit waren verhältnismäßig wenig Menschen zu erwarten und ich hoffte, dass dies Elfentanz ihren Einstieg in die Turnierwelt erleichtert würde. Da es nun mit großen Schritten auf den Dezember zuging, rückte auch unsere Teilnahme an der Horse Makeover Show näher und langsam sollte ich wirklich meine endgültige Kür auf die Beine stellen. Aber eins nach dem anderen. Ich konzentrierte mich wieder auf Elfentanz' schwungvollen Trab. Das war bisher die Lieblingsgangart der Stute. Die Galopparbeit klappte auch schon ziemlich gut, doch Elfentanz war beim Galopp auf gebogenen Linien noch ein wenig unsicher, weswegen wir uns um diesen Punkt erst einmal vom Boden aus kümmern würden. Für das Turnier mussten wir nur einmal auf jeder Hand um die ganze Bahn galoppieren und das klappte reibungslos. Ich verlagerte mein Gewicht und rahmte Elfentanz mit den Schenkeln ein, um sie auf den Zirkel abzuwenden. Mit dem inneren Zügel gab ich nur einen ganz leichten Impuls und strahlte, als mein Elfenpferd promt abwendete. Elfentanz liebte unsere Dressurstunden. Danach erschien sie mir immer viel selbstbewusster. Vor zwei Tagen hatte sie sich sogar gegen Cassidy durchgesetzt, die im Rang eigentlich über Elfentanz stand. In ein paar Wochen wollte ich auch meine Zicken, also die ranghöchsten Stuten wieder zur Herde lassen. Ich wechselte durch den Zirkel und saß zweimal aus, um auf dem richtigen Fuß leichtzutraben. Beim Aussitzen wurde mein Elfenpferd kaum merklich schneller. Das tat sie, weil sie das Aussitzen mit dem folgenden Angaloppieren verband. An sich saß ich im Training noch so gut wie nicht aus, um Elfentanz zu entlasten. Ich strich Elfentanz beruhigend über den glänzenden Hals und stellte erfreut fest, dass die Stute erneut Muskeln aufgebaut hatte. Daran hatten wir in den letzten Wochen hart gearbeitet. Immerhin machten die richtigen Muskeln beim Reiten einen unglaublich großen Unterschied. Mitte der kurzen Seite parierte ich Elfentanz aus dem Trab heraus zum Halten durch. In den meisten E-Dressuren wurden nur Wechsel zwischen einer Gangart verlangt, doch da Elfentanz im Trab so toll vorankam, hatte ich den Halt aus dem Trab bereits geübt. Mein Elfenpferd kam ohne Eile zum Halten. Natürlich stand sie noch nicht geschlossen da, wie ein Profi, doch sie hatte sauber gehalten und wartete nun ruhig auf mein nächstes Kommando. Ich ließ die Zügel lang und lobte mein Elfenpferdchen, als ich sie im Schritt trocken ritt. Meiner Meinung nach waren wir fit für das Vereinsturnier. Morgen würden wir an Elfentanz Gleichgewicht im Galopp arbeiten und Tag darauf hatte Elfentanz frei. An diesem Tag würden wir maximal einen schönen Spaziergang unternehmen - vielleicht zusammen mit Hollywood Undead II.

      ~*~

      Endlich war der 24. November und damit der Tag des Turniers gekommen. Ich konnte es kaum noch erwarten und versuchte mich so gut wie möglich zu beruhigen, um Elfentanz nicht mit meiner Aufregung anzustecken. Auch wenn ich im positiven Sinne aufgeregt war, würde es das junge Pferd nervös machen. Und ich wollte, dass mein Elfenpferd so viele positive Erinnerungen wie nur möglich an diesen Tag behielt. Das Turnier begann erst am Nachmittag, daher hatte ich viel Zeit, um Elfentanz vorzubereiten. Ich bürstete ihr Fell auf Hochglanz und flocht dann zum allerersten Mal in ihrem Leben ihre Mähne ein. Das war nicht vorgeschrieben, doch mir war danach. Und je eher Elfentanz die Abläufe vor großen Turnieren kennenlernte, desto besser. Als ich Elfentanz schließlich Transportgamaschen und Transportdecke anlegte, lagen wir immer noch gut in der Zeit. Sattel- und Zaumzeug waren bereits im Hänger verstaut, genauso wie ein Netz mit Heu und ein Eimer für Wasser. Ana stellte gerade noch Elfentanz' Putzkiste in den Lagerraum, damit wir dem Stütchen vor unserem großen Auftritt die Hufe noch einmal auskratzen konnten und in der Lage waren, mit einem weichen Tuch auch noch das letzte Staubkörnchen von ihrem dunkelbraunen Fell zu wischen. Elfentanz ging anstandslos in den Hänger. Das klappte schon seit unserem nachgeholten Fohlen-ABC ganz gut und ich hatte Elfentanz zwischendurch immer wieder mal verladen und war ein paar Minuten mit ihr durch die Gegend gefahren, damit sie sich vor einem Turnier nicht unnötig aufregte. Ich band mein Stütchen sorgfältig fest und gab ihr dann einen Kuss auf die samtweiche Nase. "Bis gleich meine Süße, wir haben es nicht weit.", sagte ich liebevoll zu dem Pferd und stieg aus dem Hänger. Gleich darauf waren Edward und ich auch schon unterwegs zu Elfentanz' allererstem Turnier. Ana schaute uns wehmütig hinterher. Aber sie wurde auf dem Gestüt gebraucht. Edward hingegen kannte die Abläufe noch nicht so gut und war daher entbehrlicher als die junge Frau. Da ich Ana aber erlaubt hatte, heute mit Bearing Spots - ihrem neuen Lieblingspferd - auf den Platz zu gehen, hielt der Wehmut meiner Freundin sicherlich nicht lange an. Edward summte ein fröhliches Liedchen und ich konzentrierte mich aufs Fahren.
      Nach guten fünfundzwanzig Minuten Fahrt, bog ich auf den Parkplatz eines kleinen Reitvereins ein. Ich sprang aus dem Auto und überließ es Edward, uns anzumelden. Jetzt musste ich dringend nach meinem Elfenpferd sehen. Während der Fahrt war die Stute ruhig gewesen, doch als ich jetzt den Hänger betrat, stand sie mit hocherhobenem Kopf da und wackelte nervös mit den Ohren. "Alles gut, meine Süße. Ich weiß schon, das sind fremde Geräusche und Gerüche, aber Edward und ich sind bei dir.", säuselte ich und kraulte Elfentanz' Hals mit festen Bewegungen. Langsam entspannte sich die Stute und als Edward mit unserer Startnummer zurückkam, drückte Elfentanz gerade vertrauensvoll ihr Maul in meine Hand. "Hey ihr Turteltauben, sollten wir uns nicht langsam mal ans Werk machen?", fragte der junge Mann grinsend. Ich streckte ihm die Zunge heraus und gab ihm einen Wink, die Rampe des Pferdehängers zu öffnen. Dann band ich meine Trakehnerstute los und führte sie rückwärts die Rampe hinunter. Auf der Hälfte der Rampe wieherte ein Pferd und Elfentanz machte einen erschrockenen Satz rückwärts. Sofort war ich wieder an ihrer Seite und strich ihr beruhigend über die Stirn. Es war klar, dass meine Elfe Angst hatte, doch ihr Vertrauen in mich, bestärkte mich in meiner Entscheidung, sie so früh zum Turnier gemeldet zu haben. Edward befreite die junge Stute von der Transportausrüstung, dann gingen wir mit Elfentanz spazieren. Die meisten anderen Teilnehmer waren ebenfalls schon da und die Konkurrenz war überschaubar. Von der Klasse her konnte Elfentanz wahrscheinlich all diese Pferde schlagen, doch mit ihrer Vergangenheit war das eine ganze andere Frage. Allerdings erwartete ich nicht, dass wir uns heute platzierten. Ich wollte, dass Elfentanz Erfahrungen sammeln konnte. Mit der ersten Schleife rechnete ich nach frühestens einem Dutzend Starts. Und das auch nur, wenn an diesem Tag wirklich alles reibungslos klappte. Aber das war auch völlig in Ordnung so. Elfentanz bekam alle Zeit, die sie brauchte. Etwa eine halbe Stunde vor unserem Start kehrten wir zu unserem Hänger zurück. Edward kratzte Elfentanz' Hufe aus, während ich an ihrem Kopf stand und ihr gut zuredete. Die Stute schwitzte ein wenig, hatte sich jedoch einigermaßen beruhigt, als weder fremde Menschen noch Pferde etwas von ihr gewollt hatten. Gemeinsam sattelten wir Elfentanz auf und bandagierten ihre Beine. Bei Turnieren der höheren Klassen waren Bandagen selbstverständlich nicht mehr erlaubt, aber am Anfang der Turnierpferde-Karriere, waren sie noch kein Problem. Eigentlich brauchte Elfentanz sie schon gar nicht mehr, doch ich ging lieber auf Nummer sicher, da ich nicht wusste, wie sie bei diesem Turnier reagieren würde. Ich zog meine weiße Bluse und mein schwarzes Jackett über und schloss die Reitkappe. Ein Zylinder war mir auf einem Vereinsturnier doch übertrieben erschienen. Dann übernahm ich Elfentanz von Edward und schwang mich in den Sattel. Sofort fühlte ich die Anspannung der jungen Stute. Edward ging dicht neben uns her, als wir zum Abreitplatz ritten. Dort angekommen, wärmte ich Elfentanz nach dem ihr bekannten Schema auf und spürte, wie sich die braune Stute allmählich entspannte. Ich redete permanent auf mein Stütchen ein und sie hatte die Ohren aufmerksam nach hinten gedreht. Plötzlich rempelte uns ein riesiger Fuchs an und Elfentanz machte quietschend einen Satz nach vorne. Ich war so mit ihr beschäftigt, dass ich nicht einmal Zeit hatte, dem Reiter des Fuchses einen bösen Blick zuzuwerfen. Allerdings bekam ich ein paar Minuten später mit, wie er vom Platz verwiesen worden war, weil sein Pferd beinahe frontal in ein anderes gerannt wäre. Blöd war nur, dass der Kontakt mit dem unerzogenen Pferd Elfentanz völlig aus dem Konzept gebracht hatte. Plötzlich war die Stute fahrig und unkonzentriert und ich hatte keine Zeit mehr, um sie zu beruhigen, da wir in diesem Moment aufgerufen wurden. Ich ritt im Schritt zur Halle und lächelte Edward etwas gequält zu. Elfentanz fühlte sich an wie ein Pulverfass. Ich wusste aus Erfahrung, dass die Stute nicht durchgehen würde, doch ihre abgehackten Tritte waren sicher nichts, was die Richter beeindrucken würde. Als wir im Trab in die Halle einritten, war von Takt nichts zu spüren und Elfentanz reckte den Hals wie eine Giraffe, um sich umsehen zu können. Die Reithalle hatte ich ihr vor unserem Auftritt ja nicht zeigen dürfen. Der Halt bei X klappte nur mehr oder weniger und ich grüßte die Richter mit rotem Kopf. Die mussten denken, dass ich völlig verrückt war, mit einem scheinbar so untrainierten Pferd hier mitzumachen. Ich trabte Elfentanz erneut an und begann meine Kür. Die gesamte Aufgabe dauerte nur etwa fünf Minuten und kurz vor dem Ende merkte ich plötzlich, wie mein Elfenpferd sich entspannte. Ihr Trab wurde schwungvoll, sie wölbte den Hals und reagierte wie gewohnt auf jede noch so kleine Hilfe. Als ich diesmal im Trab die Mittellinie herunterritt, hatte ich ein Grinsen im Gesicht. Wir parierten bei X zum Halten durch, ich verabschiedete mich mit einem weiteren Gruß von den Richtern und verließ im Schritt die Halle. Das war vielleicht keine Glanzleistung gewesen und sicherlich würden wir hier und heute keinen Blumentopf gewinnen. Aber Elfentanz hatte ihr erstes Turnier bestritten und zum Ende hin war sie hervorragend gelaufen. Wer weiß, wie es ausgegangen wäre, wenn dieser Fuchs uns nicht angerempelt hätte? Edward kam uns mit einem ebenso breiten Grinsen entgegen, wie ich eines im Gesicht hatte und gemeinsam kümmerten wir uns um unser Elfenpferd. Als ich meine braune Stute gerade auf den Hänger führte kam der Veranstalter zu uns. "Tolle Stute haben sie da. Und nach ihrer Vergangenheit war das ein ziemlich phänomenaler erster Auftritt. Ich werde sie im Auge behalten, vielleicht ergibt sich irgendwann einmal die Möglichkeit, ihnen dieses Pferd oder einen ihrer Nachkommen abzukaufen.", sagte der Mann mit den grau-melierten Haaren freundlich und dankte uns dann noch für die Teilnahme. Glücklich und zufrieden fuhren wir nach Hause. Heute Abend hatte Elfentanz sich ein extra leckeres Abendessen verdient und ich war schon gespannt auf unser nächstes Turnier. Demnächst wollte ich auch schon beginnen, an den Lektionen für Dressuren der Klasse A zu arbeiten. Die dort verlangten Lektionen spielten alle im Schritt oder Trab und sollten damit für Elfentanz zu packen sein. Und der Galopp war nach unserem Balance-Training vor zwei Tagen auch schon wesentlich besser geworden. Wie auch immer - für uns ging es steil bergauf.
    • Sammy
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      Unsere Teilnahme an der Horse Makeover Show

      Bericht vom 20.12.2019
      4.999 Zeichen | 3 Punkte

      Ich zog die Schultern hoch bis zu den Ohren und ließ sie mit dem Ausatmen nach hinten unten sinken. Das war meine Lieblingstechnik, um mich zu beruhigen. Soeben hatte ich meine Startnummer für die Horse Makeover Show geholt und bevor ich zurück zu meiner geliebten Trakehnerstute HMJ 7786 Elfentanz ging, wollte ich sichergehen, dass ich gelassen war. Das Training mit meinem Elfenpferd lief hervorragend und wir hatten inzwischen bereits die ersten Schleifen sammeln können. Und obwohl das Publikum bedeutend kleiner war, als bei anderen Shows und Turnieren, war mein Lampenfieber heute größer. Daher hatte ich mir auch sehr viele Gedanken darum gemacht, was ich heute zeigen wollte. Entschieden hatte ich mich schlussendlich für eine Demonstration von Elfentanz' Vertrauen in mich. Daher würden wir von allem etwas zeigen und ich war schon sehr gespannt, wie die Vorstellung bei den anderen Trainern ankommen würde. Als Elfentanz mich kommen sah, spitzte sie ihre braunen Öhrchen und brummelte mir entgegen. Diese kleine Geste vertrieb sogleich jegliche Aufregung aus meinem Körper und ich nahm liebebvoll den Kopf der Stute in die Arme. "Wir machen das schon, mein Spatz.", flüsterte ich ihr ins Ohr. Elfentanz war bereits auf Hochglanz geputzt und ihre Mähne in ordentliche Zöpfchen geflochten. Außerdem hatte Ana Elfentanz bereits mit Bandagen und meinem Bareback-Pad ausgestattet. Ich wollte die ersten Lektionen nämlich vom Boden aus zeigen und dabei war ein Sattel hinderlich. Gerade war Johanna mit ihrem Pony an der Reihe und ich drückte der jungen Frau beide Daumen. Ich bedauerte es ein wenig, das Meiste der Show zu verpassen, doch Elfentanz ging vor. Ich holte den Zaum der Stute, überprüfte mein eigenes Outfit und band Elfentanz dann los. Ich wollte die braune Stute ein wenig herumführen, damit sie locker blieb. Bislang war Elfentanz nämlich unglaublich gelassen. Allerdings war die Show auch so organisiert, dass wir alle genügend Platz für unsere Pferde hatten, was mit dem üblichen Turniertrubel nicht vergleichbar war. Ana und ich führten Elfentanz weg vom Hänger und die große Stute spitzte die Ohren und richtete sich auf. Sie kannte die Abläufe inzwischen und wusste genau, dass es nun bald losging.
      Als wir endlich aufgerufen wurden, war ich mehr als erleichtert. Elfentanz war zwar ein wenig hibbelig, ließ sich aber gut kontrollieren. Meine Nerven jedoch gingen allmählich mit mir durch. Bevor ich die Halle betrat, atmete ich noch einmal tief durch und lief dann schnurstracks zu X, wo ich die Richter grüßte. Ich konnte bereits die verwirrten Gesichter sehen, da ich alleine in die Halle gekommen war. Elfentanz stand mit Ana vor dem Eingang. Ich blickte die Richter an und hob die Stimme: "Ich stelle Ihnen heute mein Makeover-Pferd HMJ 7786 Elfentanz vor. Der Schwerpunkt unserer Arbeit lag bisher auf dem Vertrauensaufbau. Daher möchte ich demonstrieren, was wir in diesem Hinblick bereits erreicht haben." Ich drehte mich zu Ana um und nickte der jungen Frau zu. Diese nahm Elfentanz das Halfter ab. Ich pfiff leise durch die Zähne und meine wunderschöne Elfe setzte sich in Bewegung. Ana schloss die Bandentür und unsere Kür begann. Was ich nun zeigte, hatte ich mir zum Teil von dem bekannten Trainer Parelli abgeschaut und zum Teil vom Verhalten junger Pferde auf der Koppel. Ich ließ Elfentanz erst einmal zu mir kommen und strich ihr liebevoll über die Nase. Dann joggte ich los - Elfentanz dicht neben mir. Wir bewegten uns quer durch die ganze Halle. Mal hielt ich an, mal lief ich Rückwärts. Mal rannte ich, mal schlich ich nur so vor mich hin. Elfentanz reagierte auf jeden meiner Schritte, bis wir zum Schluss der Aufgabe sogar im Seitwärtsgang durch die Halle schritten. Diese Lektion hatten wir erst vor kurzem erarbeitet, doch meiner Stute bereiteten die Seitengänge so viel Freude, dass ich beschlossen hatte, die Lektion in unsere Kür einzubauen. Gleich darauf stand ich mit Elfentanz wieder bei X und trenste Stute auf. Eine Aufstieghilfe stand schon bereit, sodass ich mein Elfenpferd dorthin dirigierte und von dort aus auf ihren Rücken stieg. Die Stute blieb brav stehen, wie sie es gelernt hatte. Die Zuschauer waren angenehm leise und Elfentanz beachtete sie kaum. Mit einem leichten Schenkeldruck ließ ich die Stute im Schritt antreten und trabte gleich darauf los. Ich liebte Elfentanz' Trab und ich konnte an den Gesichtern der Richter erkennen, dass sie beeindruckt waren. Als ich mein Stütchen angaloppierte, schlich sich ein Grinsen auf mein Gesicht. Ich konnte noch immer kaum glauben, wie weit wir in dieser kurzen Zeit gekommen waren. Elfentanz' Ohren waren permanent nach hinten gerichtet und sie lauschte auf jedes meiner Signale. Wir bewegten uns auf ein kleines Hindernis zu und Elfentanz flog in einwandfreier Springpferdemanier darüber hinweg. Ich parierte die Stute bei X zum Halten durch, verabschiedete mich von den Richtern und verließ lächelnd die Halle. Nun hieß es warten. Aber ich war wahnsinnig stolz auf meine Hübsche.
    • Sammy
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      Dressur Klasse E-A
      31. Dezember 2019
      4.295 Zeichen | 4 Punkte
      "Hallo, meine Hübsche! Bereit für deinen ersten Stufenaufstieg?", fragte ich fröhlich, als ich an diesem Morgen den Paddock meiner Trakehnerstute HMJ 7786 Elfentanz betrat. Die junge braune Stute hatte sich seit ihrer Ankunft auf meinem Gestüt unglaublich entwickelt. Obwohl sie über wunderschöne Grundgangarten verfügte, hatte es bisher "nur" für Platzierungen im Springen gereicht. Das lag ganz einfach daran, dass sich Elfentanz im Springparcours ganz auf die Hindernisse konzentrierte. Bei Dressurturnieren war die schöne Stute dagegen recht abgelenkt. Aber ich war zuversichtlich, dass wir dieses Problemchen mit der Zeit auch noch in den Griff bekommen würden.
      Vor knapp zwei Wochen hatten wir dann unseren ersten Auftritt vor der Konkurrenz gehabt. Und zwar bei der Horse Makeover Show. Elfentanz war etwas nervös gewesen, weshalb wir den ersten Platz um einen Punkt verpasst hatten, doch ich war dennoch sehr stolz auf die Leistung meiner geliebten Stute. Heute jedoch ging es um etwas vollkommen anderes. Elfentanz sollte den Aufstieg in die Klasse A der Dressur schaffen. Inoffziell hatte sie das selbstredend längst, doch ich brauchte ein Abschlusstraining, um sie auch offiziell hochstufen zu dürfen. Genau das wollten wir heute abhalten. Nächsten Monat wollte ich die Stute dann im Springen trainieren, um eine gleichmäßige Ausbildung zu gewährleisten.
      Ich holte Elfentanz vom Paddock in den Stall und band sie auf der Stallgasse fest. Dann putzte ich das kastanienbraune Fell der schönen Stute und sattelte sie anschließend auf. Das alles klappte inzwischen vollkommen reibungslos und ich rieb dem Stütchen liebevoll über den Hals. Es war noch recht früh am Morgen, doch heute war der 31.12. - Silvester. Da wollte ich mit meinen Pferden kein Risiko eingehen und ritt nur sehr zeitig und auch nur direkt auf dem Gestüt. Ich war sehr gespannt, wie Elfentanz diese Nacht überstehen würde, doch ich hoffte das Beste.
      Wir liefen mit flotten Schritten über den Hof und in der Halle angekommen schloss ich sowohl die Hallentüren, als auch die Bandentür. Sicher war sicher. Dann stellte ich mein Elfenpferd auf der Mittellinie auf, gurtete nach und schwang mich leichtfüßig in den Sattel. Wie üblich ritt ich meine Elfe zunächst in aller Ruhe warm, bevor ich mit der A-Dressur begann. Für den Stufenaufstieg hatte ich mit Elfentanz das Rückwärtsrichten, das Viereck verkleinern und vergrößern, die Vorhandwendung und die Schritt-Galopp-Übergänge erarbeitet. Inzwischen saßen diese Übungen beinahe perfekt. Ich ritt Elfentanz im Mitteltrab die Mittellinie hinunter und parierte bei X zum Halten durch, um imaginäre Richter zu grüßen. Dann trabte ich wieder an und wendete auf die linke Hand ab. Nachdem ich einige Zirkel, Volten und einfache Schlangenlinien geritten war, parierte ich Elfentanz aus dem Trab bei A zum Halt durch und ließ die Stute eine Pferdelänge rückwärts treten. Zügelhilfen brauchte ich dabei sogut wie keine, Elfentanz reagierte hauptsächlich auf meine Stimme und meine Gewichtsverlagerung. Gleich darauf ließ ich die fleißige Stute im Schritt antreten und galoppierte sie in die zweite Ecke der langen Seite im Arbeitstempo an. Elfentanz sprang eifrig vorwärts und ich brauchte eine halbe Runde um die Bahn, um sie in ein ordentliches Tempo zu bringen. Wir ritten auch im Galopp einen großen Zirkel, dann parierte ich mein Stütchen aus dem Galopp zum Schritt durch und ritt an beiden langen Seiten Viereck verkleinern und vergrößern. Anschließend wechselten wir durch die ganze Bahn und galoppierten erneut an. Diesmal auf der anderen Hand. Nachdem wir noch ein paar Bahnfiguren im Trab gegangen waren, parierte ich Elfentanz auf dem zweiten Hufschlag zum Halten durch und stellte sie leicht nach außen, um sie mit der Hinterhand Tritt für Tritt um ihre Vorhand herumzudirigieren. Als das geschafft war, ritten wir das Viereck verkleinern und vergrößern auf der anderen Hand und wiederholten dann auch die Vorhandwendung auf dieser Hand. Anschließend ritt ich zurück zu X, verabschiedete mich mit einem weiteren Gruß von den nicht vorhandenen Richtern und klopfte Elfentanz anschließend begeistert den Hals.
      Damit hatte Elfentanz den Aufstieg in die Klasse A der Dressur offiziell mit Bravour gemeistert! Nun konnte das neue Jahr kommen. Wir waren definitiv bereit.
    • Sammy
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      Neues Jahr, neues Glück?!
      09. Januar 2020
      21.726 Zeichen | 10 Punkte
      Gähnend rollte ich mich herum und schlug auf meinen Wecker, um den nervtötenden Piepston auszustellen. Das blöde Ding hatte seit Neustem eine Macke und schaltete automatisch auf diesen Ton um, anstatt mir meine geliebte Aufwachmusik zu gönnen. Es war Anfang Januar und heute hatte ich mir einen trainingsfreien Tag eingeplant. Auf meinem Programm standen heute diverse Planungen für das Jahr und vielleicht der ein oder andere entspannte Ausritt in das herrlich schneebedeckte Gelände, rund um mein Gestüt. Meine englischen Vollblüter hatten heute Morgen frei, daher konnte ich es mir erlauben, länger im Bett zu bleiben. Die Morgenfütterung bekamen meine Angestellten auch ohne mich hin. Ich drehte mich auf den Bauch, legte den Kopf auf die Arme und ließ das letzte Jahr Revue passieren. Es war einiges vorgefallen. Gutes, wie Schlechtes. Das nun kommende Jahrzehnt war das wohl Entscheidendste meines Lebens. Würde ich den richtigen Mann finden? Würde ich Kinder haben? Wie entwickelte sich das Gestüt und vor allem die Zucht? Würden all meine Verkaufspferde ein schönes Zuhause finden? Und ganz aktuell: Wie würde meine schöne Trakehnerstute HMJ 7786 Elfentanz beim Abschlusswettbewerb des Horse Makovers abschneiden? Letzteres war für meine Zukunft als Trainerin natürlich enorm wichtig. Wer sich in diesem Wettbewerb platzierte, würde mit Sicherheit auch in Zukunft genügend Aufträge bekommen. Und auch die Prestige für mein Gestüt wäre enorm. Allerdings zweifelte ich in letzter Zeit daran, ob mein großes Gestüt der richtige Ort für eine sensible Stute wie Elfentanz war. Ich liebte das Stütchen und sie liebte mich, doch ich war mir nicht sicher, ob sie hier wirklich jemals zur Ruhe kommen konnte. Anderen Pferden gegenüber war Elfentanz noch immer sehr scheu und zurückhaltend und gerade von Hengsten hielt sie überhaupt nichts. Auf Springturnieren glänzte mein Makeoverpferdchen absolut, bei der Dressur gingen ihr noch zu sehr die Nerven durch. Daher hatte ich mich auch gegen die Teilnahme an einem Stutbuchwettbewerb entschieden. Es war einfach noch zu früh. Dafür stand mit meinem Elfentanz bereits morgen das Abschlusstraining für den Aufstieg in die Klasse L der Dressur an. Im Training machte sich Elfentanz ganz wunderbar. Sie war intelligent, arbeitete immer fleißig mit und wollte unbedingt gefallen. Zumal ihre Grundgangarten ein echter Traum jedes Dressurreiters waren. Dennoch - momentan spielte ich mit dem Gedanken, die schöne Stute nach dem Wettbewerb an jemanden zu verkaufen, der einen kleineren Hof sein eigen nannte. Oder jemanden, der noch gar kein Pferd hatte und Elfentanz in einem kleinen, ruhigen Pensionsstall unterbringen konnte. Allein der Gedanke mich von dem jungen Pferd zu trennen, bereitete mir Bauchschmerzen, doch ich wollte, dass es Elfentanz an nichts fehlte. Ich seufzte und schlug die Bettdecke zurück. Dann schüttelte ich den Kopf, um den traurigen Gedanken zu vertreiben. Diese Entscheidung musste ich noch nicht jetzt fällen. Elfentanz hatte in den letzten drei Monaten so viele Fortschritte gemacht, vielleicht lernte sie ja noch, mit dem Trubel der mit einem Gestüt wie meinem nun einmal einherging, umzugehen. Ich sprang unter die Dusche, kuschelte mich in meinen Lieblingspulli und eine Leggins und ging hinunter in die Küche. Dort bereitete ich mir ein leckeres Frühstück bestehend aus Obstsalat, Latte Macchiato und Naturjoghurt zu und setzte mich in mein Wohnzimmer auf die Couch. Dort stand schon mein Laptop bereit. Außerdem bedeckten diverse Blätter meinen Wohnzimmertisch. Unter anderem waren das die Baupläne für mein Gestüt. Der Umsatz im letzten Jahr war - vor allem durch meinen Trainingsbetrieb - ziemlich gut gewesen, daher hatte ich mich entschieden, in neue Anlagen zu investieren. Die ein oder andere davon würde mir mit Sicherheit noch mehr Trainingspferde einbringen und auch das Training mit meinen eigenen Vierbeinern erleichtern.
      Die erste und wichtigste Veränderung war ein Umbau der Stallungen. Da ich mich von vielen Pferden trennte, hatte ich für diese Maßnahme endlich den benötigten Platz. Stuten- und Hengsttrakt würden zukünftig komplett voneinander getrennt sein. Der gesamte Hengsttrakt wurde abgerissen, der Stutentrakt blieb bis auf vier neue Putzboxen mit Rotlichtanlagen so wie er war. Direkt an den Stutentrakt sollte eine Reithalle angebaut werden. Vom Stutentrakt aus, kam man in der Mitte der langen Seite in die Halle hinein. An die kurze Seite bei A sollte es einen zweiten Ausgang geben, der direkt an den Hengsttrakt anschloss. So mussten wir bei Regen, Unwetter und im Winter nicht immer über die gesamte Anlage laufen, um mit den Pferden zu trainieren. Weiterhin sollte es auf dieser Seite meines Gestüts einen kleinen Außenreitplatz und einen weiteren überdachten Roundpen geben. Die Anlagen auf der anderen Seite würden immer noch meine Haupttrainingsorte sein, doch gerade wenn ich einmal Events auf meinem Gestüt veranstaltete, gestaltete sich das alltägliche Training meiner Pferde eher schwierig. Auf diese Art und Weise konnte ich den Weg, der zu Koppeln und Stallungen führte einfach absperren und meine Pferde und Pfleger hätten ihre Ruhe. Die zweite große Neuerung war ein Pferdeschwimmbad. Ich besaß viele Sportpferde, die außerhalb der Wintermonate mehr als zwölf Stunden auf den weitläufigen Koppeln verbrachten. Da waren Verletzungen leider keine Seltenheit. Ganz davon abgesehen, war Schwimmtraining eine hervorragende Methode, um Muskeln aufzubauen. Gerade bei Jungpferden, um sie auf das Einreiten vorzubereiten, aber auch bei Sportpferden, die nach einer Verletzung wieder antrainiert werden sollten. Das Schwimmbad kostete mich fast so viel, wie meine großzügige Reithalle, doch es war schon lange mein Traum gewesen, eine solche Anlage mein Eigen nennen zu dürfen. Die vorerst letzte Neuerung war mein ganzer Stolz, da mir nicht bekannt war, dass es in der näheren und ferneren Umgebung eine solche Anlage gab. Das Training meiner Rennpferde hatte mich in diesem Winter vor größte Herausforderungen gestellt, da die Bahn zur Zeit unmöglich zu benutzen war - trotz dem Spezialboden auf meiner Sandbahn. Deshalb hatte ich beschlossen, eine Indoor-Rennbahn zu errichten. Sie würde die Sandbahn ersetzen. Damit war sie zwar ein wenig kleiner, als meine normale Grasrennbahn, doch ich konnte meine Vollbüter im Winter genauso trainieren, wie im Sommer. Früher hatte ich mit den Vollblütern im Winter einfach andere Trainingsschwerpunkte bearbeitet, zum Beispiel hatten vermehrt Bodenarbeit, Spaziergänge und Dressur auf dem Plan gestanden. Doch seit Successful Dream im Training war, klappte das nicht mehr so wirklich. Die junge Stute wurde fürchterlich unleidig, wenn sie nicht richtig rennen durfte. Und das war bei dieser Witterung nunmal weder im Gelände noch auf der Bahn möglich. Daher hatte das junge Vollblut des Öfteren versucht, in der Halle durchzustarten, was beinahe damit geendet hätte, dass wir beide in der Bande hingen. Seit letztem Jahr hatte ich nun ein weiteres Pferd, das so tickte - Little Miss Backyard. Die wunderschöne Scheckstute war beinahe noch eigensinniger als Dreamy und machte das Training zwar interessant, aber auch ein wenig anstrengend. Die beiden Stuten waren im Moment reine Pulverfässer und das wollte ich im nächsten Winter unbedingt vermeiden. Die Investition, die ich für diese Rennbahn war enorm, doch ich hoffte, damit auch ein wenig Geld reinholen zu können. In den USA flog man seine Rennpferde oft in wärmere Staaten, um sie auch im Winter starten zu lassen. Ich bot nun mit meiner Rennbahn englischen Trainern die Möglichkeit, dasselbe hier zu tun. Außerdem würde ich benachbarten Höfen anbieten, ihre Pferde im Winter entweder bei mir einzustellen oder zum Training herzufahren. Das würde natürlich auch wieder Einnahmen bringen. Die Indoor-Rennbahn würde eine bewegliche Startbox und diverse Tribünen besitzen. Außerdem sollte es Kameras geben, um das Training seines Tieres aufzuzeichnen und zu analysieren. Wenn all diese Vorhaben erst einmal in die Tat umgesetzt waren, würde mein Gestüt definitiv eines der bestausgestattetsten in ganz England sein.
      Ich lächelte bei dem Gedanken daran und klappte dann meinen Laptop auf, um den Fohlenkalender zu öffnen. Im letzten Jahr hatte ich mir endlich meinen Traum erfüllt und zwei Stuten von meinem Spitzenhengst Levistino decken lassen. Der Trakehner war der erste und noch immer einzige Gewinner von Jolympia und darauf war ich mächtig stolz. Die Entscheidung darüber, welche meiner Stuten ich von Levistino decken lassen sollte, war mir absolut nicht leicht gefallen. Die beiden Stuten, auf die meine Wahl gefallen war, waren meine Cremellostute Samiyah und meine Chestnut-Frame-Overo Stute Mahira. Beide hatten eine sehr gute Abstammung und bereits einige Schleifen eingeheimst. Außerdem erhoffte ich mir durch ihre Fellfärbung interessante Farben für die beiden Fohlen. Weiterhin war mein absoluter Liebling - Levistino's Enkelin Leveneza trächtig von meinem Trakehnerhengst Cadeau. Ihr Fohlen würde als deutsches Sportpferd eingetragen werden und hoffentlich die Talente seiner Eltern erben. Und dann war da natürlich noch Corde de la Cerise. Occulta hatte die schöne Stute im letzten Jahr von Levistino decken lassen, was bedeutete, dass ich noch ein reinrassiges Trakehnerbaby erwartete. Auch meine beiden Hannoveranerstuten Unannounced Pleasure und Reminiscent Inspiration waren hochträchtig. Während Reminiscent Inspiration von meinem Hannoveranerhengst Incendio gedeckt worden war, hatte ich bei Pleasure meine erste Vollblut-Warmblut-Paarung vorgenommen. Die wunderschöne Buckskin-Tobiano Stute war trächtig von meinem erfolgreichen Vollbluthengst Pawaneeh, der durch seine hervorragende Abstammung glänzte. Auf dieses Fohlen war ich besonders gespannt.
      Aber natürlich würde ich auch einige reinrassige Englische Vollblutfohlen bekommen. Meine Stute Backup war ebenfalls trächtig von Pawaneeh und meine geliebte Kazumi Princess El Assuad, der Nachkomme der berühmten Khiara El Assuad, war trächtig von meinem Rapphengst El Racino. Dies bedeutete, dass hoffentlich bald acht niedliche Pferdebabys meinen Hof bevölkern würden. Die Termine waren von Ende Januar bis Mitte März angesetzt und ich war sehr gespannt, ob meine Stuten sich daran halten würden. Ich checkte die Termine für die Kontrolluntersuchungen der Stuten und nahm mir vor, gleich heute nach den Abfohlboxen zu sehen. Man konnte ja nie wissen, ob eine der Stuten auf die Idee kam, ihr Baby früher auf die Welt zu bringen. Eigentlich hätte ich auch Successful Dream gerne decken lassen, doch die Stute war mir noch zu unausgelastet, um Mama zu werden. Vielleicht würde sie im nächsten Jahr ihr erstes Fohlen bekommen. Ich träumte noch eine Weile vor mich hin und stellte mir die acht niedlichsten Pferdebabys vor, die meine Fantasie hervorbringen konnte. Insgeheim träumte ich ja von einem Silver Buckskin aus der Anpaarung von Levistino mit Samiyah, doch diese Chance war extrem gering. Außerdem wollte ich mit den Fohlen Geld verdienen, was bedeutete, dass ich sie verkaufen musste. Und das würde mir auch schon ohne außergewöhnliche Fellfarben schwer genug fallen...

      ~*~

      "Sammy?! Sagmal, kommst du heute auch mal noch nach draußen? Ich hab Holly und Elfentanz gesattelt. Komm schon, wir wollten doch ins Gelände!", weckte mich Edward, indem er an meine Haustür hämmerte. Ich schreckte von der Couch hoch und wankte zur Tür. Mist, da war ich doch einfach wieder eingeschlafen. Ich rieb mir die Augen und öffnete die Tür. Edward strahlte mich an und zog dann die Augenbrauen hoch. "Ähm Sammy, du hast da Tinte im Gesicht, weißt du?", grinste er. Ich wurde rot. "Ich hab über Fohlennamen nachgedacht und muss dabei eingeschlafen sein.", gab ich zu. Edward rollte nur die Augen. "Reitest du so aus? Ich meine, Elfentanz lässt dich sicherlich auch in dem Aufzug auf ihren Rücken, aber ich stelle mir das doch ein bisschen kalt vor.", zog er mich auf. Nun war es an mir, die Augen zu verdrehen. "Gib mir zwei Minuten, ich komme gleich.", rief ich, während ich schon auf dem Weg nach oben war.
      Kurz darauf stand ich dick eingepackt neben meinem Elfenpferd. Die junge braune Stute schnoberte mich liebevoll ab, als ich behutsam nachgurtete und ihr über den inzwischen recht muskulösen Hals strich. Edward saß bereits auf meiner Trakehnerstute Hollywood Undead II, die zu Elfentanz bester Freundin geworden war. "Wenn du dann mit deinem Liebesgeflüster fertig bist, könnten wir vielleicht los? Ich friere ja schon auf Holly fest.", maulte Edward gespielt genervt. Ich rollte nur mit den Augen, schwang mich auf Elfentanz' Rücken und ließ die Stute sofort antreten. Holly trabte ruckartig an, um zu uns aufzuschließen, was Edward unsanft durchrüttelte. "Blöde Kuh!", schmollte der, aber ich lachte nur. Edward's Eltern hatten Geld wie Heu, hatten ihn aber rausgeschmissen, weil er seinen Job in einem renommierten Stall hingeworfen hatte. Ich hatte den jungen Mann kennengelernt, als ich Elfentanz nach Hause gebracht hatte und ihm angeboten, auf meinem Gestüt mitzuarbeiten und dafür kostenlos hier zu wohnen. Mittlerweile war Edward mein bester Freund. Dass er schwul war erleichterte die ganze Sache, denn alle Mädchen, die ich kannte, verknallten sich sofort in den gut aussehenden Mann. Wir ritten vom Hof in Richtung Heide. Dort war ich im Winter nicht allzu oft, da man aufgrund der Witterung meist nur im Schritt reiten konnte, doch heute stand sowieso nur ein gemütlicher Spazierritt auf dem Plan. Elfentanz schritt ruhig vorneweg und ich konnte kaum glauben, welch große Fortschritte die Stute in den letzten drei Monaten gemacht hatte. Sie war so sehr über sich hinausgewachsen, wie es ich niemals erwartet hätte. Als ein Vögelchen aus einem Gebüsch flog, zuckte Elfentanz kurz zusammen und richtete beide Öhrchen nach hinten, um auf mich zu lauschen. Ich klopfte ihr beruhigend den Hals und es ging weiter. Früher wäre die sensible Stute in solchen Momenten völlig ausgeflippt. Wenn sie so weitermachte, wurde sie noch zum echten Verlasspferd. Das wäre bei ihrer Vergangenheit ein richtiges Wunder.
      Nach fast zwei Stunden kehrten wir auf das Gestüt zurück und versorgten Holly und Elfentanz umsichtig. Die zwei durften gemeinsam auf einen der größeren Paddocks, während ich mal einen Rundgang durch meine Stallungen machte. Heute begann ich im Hengsttrakt. Levistino und Cadeau waren gerade mit Samuel und Donald draußen im Gelände. Brian arbeitete mit seinem Liebling Amayyas in der Halle an ein wenig Bodenarbeit und Patrick ging mit Incendio spazieren. Somit waren die ersten beiden Hengste, die ich begrüßte, der Holsteiner Fantastic Fly und das deutsche Reitpferd Pride & Prejudice. Ich strich beiden über die samtenen Mäuler und ging dann weiter. Pawaneeh und El Racino standen gemeinsam mit Ojos Azules und Negresco auf der Koppel. Die vier Hengste verstanden sich recht gut und ich war sehr froh, dass Racino endlich Artgenossen gefunden hatte, mit denen er auskam. Weiter ging es zu Damon's Dynamo, Khamar al Sanaa und Shamal. Letzterer war heute so liebesbedürftig, dass er mich am liebsten gar nicht mehr gehen lassen wollte. "Heute Nachmittag mache ich auch mit dir einen schönen langen Ausritt, versprochen, mein Hübscher!", tröstete ich ihn, als ich meinen Rundgang fortsetzte. Die Ponyhengste Roi du Soleil, Hollybrook's Cheeky Jot, Rumpelstielzchen, Darkwood's Storm Dancing Feather und GE's Ljósfari begrüßten mich ausgelassen. Auch bei PFS' Artic Alinghi verbrachte ich ein wenig Zeit. Das süße Miniature Horse war mittlerweile fast ausgewachsen und versprach ein wunderschöner Hengst zu werden. In diesem Frühjahr würde ich bei ihm mit dem Dressurtraining beginnen und ihn dann langsam auf eine passende Hengstkörung vorbereiten. Die beiden Westernhengste Dissident Hawk und Golden Indian Summer standen ruhig gemeinsam auf ihrem Paddock und beobachteten das Treiben um sich herum. Im Frühjahr würden sie alle in provisorische Stallungen umziehen, damit der Stall umgebaut werden konnte. Doch noch hatten sie ihre wunderschönen Boxen mit den dazugehörigen Paddocks. Ich blickte mich ein letztes Mal im Hengststall um und ging dann weiter zu den Stuten. Dort begann ich bei den Westernpferden. Meine Criollo's PFS' Devil in Prada und Arriba schmusten ein wenig mit mir, während meine Paint Horse Stute My Golden Heart mich völlig ignorierte. Die schöne Stute war sehr aufmerksamkeitsbedürftig und scheinbar hatte ich ihr in letzter Zeit zu wenig davon gewidmet. The Morticains Daughter und Your possible Pasts standen zur Zeit sehr gut im Training und auch mein Nachwuchspferdchen Grace's Cookie 'n Cream machte sich gut. Die Welsh D Stute PFS' Daydream of Money war nun auch allmählich so weit, angeritten zu werden und ich war sehr gespannt darauf, ob sie so gut zu Roi du Soleil passen würde, wie ich mir das vorstellte. Meine beiden absoluten Lieblinge bei den Stuten waren aber das Trakehnerfohlen Jeune Mariée, die zu einer wunderschönen, eleganten Stute heranwuchs und mein Araberfohlen PFS' Isis. Im Grunde liebte ich sie jedoch alle. Picturesque Diova war wunderschön geworden und auch PFS' Beck's Little Diva und PFS' Glenn's Cookie brachten meine Augen zum leuchten. Beide hatten sich zu einmalig schönen Ponys entwickelt und würden meine kleine Nebenzucht um ein Vielfaches bereichern. Ich ging weiter und erreichte mein neuestes Pferd - Pashmina. Sie sollte die Partnerin für meinen Berber Amayyas sein und ich konnte noch immer kaum glauben, dass die edle Stute endlich mir gehörte. Als ich die Box von Where's Sleep erreichte, war ich nicht überrascht, die schöne Stute mit dem traumhaften Langhaar drinnen vorzufinden, während die meisten anderen Pferde den Nachmittag auf ihren Paddocks verbrachten. Sleepy wurde nicht gerne nass oder dreckig und hielt sich im Winter daher lieber drinnen auf, als draußen herumzutollen. Das war für mich völlig in Ordnung, Hauptsache war, dass die Stute die Möglichkeit bekam, nach draußen zu gehen. Meine Traberstuten Rainbow und Ehawee standen gemeinsam auf einem Paddock, da sie ziemlich unzertrennlich waren. Erst vor kurzem hatte ich entschieden, die beiden doch erst einmal zu behalten. Irgendwie träumte ich eben doch von zwei reinrassigen Dynamo-Fohlen. Cuchara tollte draußen herum und schenkte mir daher weniger Beachtung, aber dafür kamen meine beiden Araberstuten Saddy und My lovely Horror Kid sofort herein, als sie mich kommen hörten. Auch meine Ponys freuten mich, dass ich sie besuchte - obwohl ich das ja jeden Tag tat. Rosewell legte mir den Kopf auf die Schulter und Magical Moment drückte mir ihren Kopf gegen die Brust. Das hatte das wunderschöne Tier schon getan, als sie zu mir auf den Hof gezogen war und seitdem war es ihr Markenzeichen. Allerdings hatte sich mein Goldpferdchen vor zwei Wochen verletzt, weshalb sie nicht mit den anderen Ponies hinaus auf die kleine Koppel durfte. Dort standen also im Moment nur Naboo, Fairylike Facility, Aimiliani, Thousand Sunny, Isola della Pirateria, Porcelain Doll und Miniature America's Narnia. Meine englischen Vollblutstuten standen dafür alle in ihren Boxen, beziehungsweise auf den Paddocks. Princess und Backup würden demnächst in den Abfohltrakt umziehen, damit sie mehr Ruhe hatten. Für Dreamy, Kagami El Assuad, Ace of Spades, Success Story xx, Pirate's Pride, Bearing Spots, PFS' Storm Cat und Little Miss Backyard ging es dagegen mit dem gewohnten Training weiter. Die letzten drei sollten auch gleich Anfang des Jahres bei einem Suttbuchwettbewerb mitmischen, den sie sicherlich erfolgreich absolvieren würden. Nun fehlten nur noch meine heißgeliebten Warmblüter. Natürlich machte ich erst Halt bei meinen hochträchtigen Stuten Corde de la Cerise, Unannounced Pleasure, Samiyah, Mahira, Reminiscent Inspiration und Leveneza. Auch diese sechs Stuten würden demnächst umziehen, damit sie ihre Ruhe hatten. Lamira, Cassidy, Wild Lady Roxanne, Coeur de Lilith und Hollywood Undead II sollten dagegen weiterhin bei den Winterturnieren um den Sieg kämpfen. Vor allem auf Lilith war ich unsagbar stolz. Ihr erstes Fohlen konnte ich kaum erwarten, doch das war frühstens nächstes Jahr soweit, da die junge Stute erst vor kurzem gekrönt worden war. Ich ging weiter und öffnete die Tür zum Abfohltrakt. Alle acht Boxen waren bereits vorbereitet und dick eingestreut. Außerdem war die Wächter-Kammer geputzt und aufgeräumt. So nannten wir das kleine Zimmer, in dem in der heißen Phase immer einer von uns schlafen würde, um die Stuten zu beobachten, ohne sie zu stören. Ich lächelte. Meine Mitarbeiter hatten an alles gedacht und alles vorbereitet, bevor ich auch nur ein Wort sagen musste. Was konnte man sich als Arbeitgeber schon mehr wünschen?
      Als letztes machte ich einen Abstecher zu meinen Verkaufspferden. Auch wenn ich sie verkaufte, bedeuteten sie mir unglaublich viel. Daher tat ich mich bei manchen auch recht schwer, einen Besitzer auszuwählen. Dennoch hatten mich im letzten Jahr einige Pferde verlassen. Noch hier waren aber Hollybrook's Barakah al Sanaa, Candle in the Wind, Girlie, Apaches Tomahawk, Hollybrook's Tiny Girl, Hollybrook's Fairy Bluebird, Hollybrook's Zarin, Cirilla, Middle Ages, Ivory, Wannabe, Pangäa, Chaira, Napayné, Glammy, Eddi's Dead Pop Romance, Dream of Wyoming, BB's Harmony, Wüstentänzer, Juego, Pirate Island, American Baby, Hollywood Undead, Kolibri, Dorina, Branagorn, Hollybrook's Casanova, Hollybrook's Classic Moment, Hollybrook's Bloody Valentine, BMs Caradoc, Black Soul, Angels Fall First, Someone, Mizzi, Pierre, Salwa, Sharley, Little Miss Sunshine, Golden Flair, Precious Scream und Adina De Ra'idah. Dieses Jahr mussten sie unbedingt einen geeigneten Platz finden, denn ich brauchte den Platz für meine Zucht und die neuen Fohlen...
    • Sammy
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      Dressur Klasse A-L
      09. Januar 2020
      2.933 Zeichen | 4 Punkte

      Mein Rücken knackte, als ich mich streckte. Zur Zeit verbrachte ich definitiv zu viele Stunden am Schreibtisch, anstatt auf dem Pferderücken. Heute sollte sich das allerdings ändern. Zunächst einmal stand für mein Joelle Horse Makeover Pferdchen HMJ 7786 Elfentanz das Abschlusstraining in der Dressur für den Aufstieg in Klasse L an. Eigentlich hatte ich Elfentanz im Springen offiziell eine Klasse weiter trainieren wollen, doch die Springturniere liefen hervorragend, während es in der Dressur noch ein wenig hakte, da Elfentanz sich bei Dressurturnieren zu sehr auf das Publikum konzentrierte. Ich hatte die Hoffnung, dass dies in anspruchsvolleren Prüfungen nachlassen würde, wenn sich die Stute mehr auf die Dressurlektionen konzentrieren musste. Daher hatten wir in den letzten Wochen sehr hart an den Lektionen gearbeitet, die für den Aufstieg in Klasse L erforderlich waren. Zunächst einmal kamen die versammelten Gangarten hinzu, also der versammelte Trab und der versammelte Galopp. Zudem wurden an Lektionen der Außengalopp, der einfache Galoppwechsel, die Kurzkehrt und die Hinterhandwendung verlangt. Letztere hatte uns die meisten Schwierigkeiten bereitet, während die Galoppwechsel überhaupt kein Problem gewesen waren. Allerdings konnte Elfentanz sogar schon fliegende Wechsel - diese brauchte sie immerhin im Springparcours. Ich betrat die Box meiner geliebten Stute, putzte sie gründlich und sattelte sie anschließend auf. Mittlerweile brauchte Elfentanz für das normale Training weder Bandagen noch Gamaschen, da sie inzwischen aufpasste, wo sie hintrat. Wie gesagt, wir machten große Fortschritte. In der Halle angekommen, stellte ich mein Elfenpferd auf der Mittellinie auf, zog die Steigbügel herunter, gurtete nach und schwang mich leichtfüßig in den Sattel. Dann wärmte ich Elfentanz in aller Ruhe im Schritt und Trab auf und galoppierte sie kurz auf beiden Händen ab. Anschließend ritt ich eine simulierte Kür, bei der ich sogar nicht vorhandene Richter grüßte, um das Ganze so real wie möglich zu gestalten. Wir ritten im versammelten Trab die Mittellinie hinunter und grüßten die Richter. Dann ging es im Trab weiter. Wir zeigten Zirkel, doppelte Schlangenlinien, Schlangenlinien durch die Bahn und diverse Volten und Handwechsel. Im versammelten Trab ging es an der langen Seite entlang, bevor wir auf den zweiten Hufschlag ritten und zum Halt kamen. Dort zeigten wir die Hinterhandwendung, wechselten mit der Kurzkehrt die Hand und wiederholten das Ganze - inklusive weiterer Kurzkehrt - auf der anderen Hand. Dann war die Galopparbeit an der Reihe. Wir präsentierten den Außengalopp, wechselten mit einem einfachen Wechsel aus dem Zirkel und zeigten den Außengalopp auch auf der anderen Hand. Dann beendeten wir die Kür, indem wir die Richter ein weiteres Mal grüßten.
      Ich ließ die Zügel lang und lobte Elfentanz überschwänglich. Den Aufstieg in Klasse L der Dressur hatte sie mit Bravour gemeistert!
    • Sammy
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      Prophylaxe
      08. Januar 2020
      von Eddi
      1.498 Zeichen | 4 Punkte

      "Sammy! Lange nicht mehr gesehen!", rief ich fröhlich, als meine Freundin über ihren schneebedeckten Hof auf mich zukam. Ich war schon lange nicht mehr auf Hollybrook Stud gewesen und freute mich nun umso mehr, wieder einmal hier zu sein. Zumal Sammy ein neues, ganz besonderes Pferd hatte. Sie nahm am Joelle Horse Makeover teil und hatte in diesem Rahmen die Trakehnerstute HMJ 7786 Elfentanz bei sich aufgenommen. Ebenjene sollte ich nun kurz durchchecken, da schon in dieser Woche das Abschlussevent des Wettbewerbs startete.
      Sammy umarmte mich und führte mich gleich zu meiner Patientin. Elfentanz war wirklich wunderschön und beäugte mich neugierig. Allerdings sah sie nicht so aus, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Ihr Fell glänzte, die Muskeln spielten gut sichtbar unter dem gepflegten Braun. Mähne und Schweif waren seidig und dicht und ihre Augen blickten wach und intelligent. "Wow. Du hast einiges an Arbeit geleistet, hm?", fragte ich grinsend und Sammy lief nur rot an.
      Zunächst führte sie mir Elfentanz im Schritt und Trab vor. So konnte ich mich davon überzeugen, dass die Stute schön gleichmäßig lief. Auch die Beugeprobe verlief problemlos. Ich hörte Herz und Lunge ab, kontrollierte die Temperatur und schaute kurz in Ohren, Augen und Maul. Wie erwartet, war alles einwandfrei. Das heute war ja auch nur der Check vor der Prüfung, daher hatte ich damit gerechnet, dass alles okay war. Elfentanz war topfit und ich war sehr gespannt, wie sich die Stute noch entwickeln würde.
    • Sammy
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      Hufschmiedbericht
      von Elsaria
      18. Januar 2020
      Heute ging es nach England zu Samantha O´Neill. Ich kannte die junge Gestütsbesitzerin bereits vom Make Over Spektakel. Ihr wurde die Stute HMJ 7786 Elfentanz, der sie den Namen gab anvertraute. Diese wäre nun heute mein Kandidatin neben Bearing Spots. Mein Flieger ging letzte Nacht schon und ich war gerade im Mietauto für Hufschmiedbedarf auf dem Weg zum Hollybrook Stud. Ich hatte meine Lieblingsmusik im CD Player und summte zu den Liedern fröhlich mit. Endlich kam ich auf dem schön gepflegten modernen Hof an und wurde von Samantha begrüßt. Sie hatte mir schon einige Informationen bei der Auftragserteilung gegeben, da sie nur jetzt Zeit hatte fingen wir mit Elfentanz an. Die wunderschöne Trakehnerstute hatte ich noch total verwahrlost und abgemagert in Erinnerung. Erstaunlich was 3 Monate Pflege und Zuwendung ausmachen. Sam hatte gut mit ihr gearbeitet. Ich bewunderte die braune Stute als sie gebracht worden war. Sam stand bei Elfentanz und redete beruhigend auf sie ein. Ich ließ Elfentanz meine Hand beschnuppern und strich ihr sanft über den Hals. “ Na, meine Schöne, brauchst keine Angst zu haben, ich tue dir nichts, ich gebe dir nur ein paar neue Schuhe! Da stehen wir Frauen doch darauf, oder nicht?!” scherzte ich mit ihr. Ich holte die alten Eisen ab und schnitt die Hufen auf die richtige Länge ab. Ich lobte die Stute immer wieder. Ihre neuen Eisen waren bereits im Ofen. Ich holte eins, und schlug es auf dem Amboss auf ihre Größe zurecht dann brannte ich das Eisen auf das Horn. Ihr tat das nicht weh, es qualmte nur und es stank und manche Pferde werden da nervös, so auch Elfentanz. “Hoho, Süße ist ja gut!” sagte ich und lenkte die Stute dann ab. Ich machte dies gleich mit den anderen Hufen damit sie diese Prozedur nicht nochmal machen musste, und bekam ein Leckerlie, ich lobte die Stute. Inzwischen waren schon 45 Minuten vergangen, normalerweise wäre ich etwas schneller aber bei Elfentanz wollte ich mir Zeit lassen und alles mit der Ruhe machen. Hektik und nicht auf sie eingehen, wäre für die Stute genau das Falsche gewesen. Außerdem bot mir Samantha an, auf dem Hof zu übernachten, falls ich nicht beide an einem Tag schaffte, dies ließ den “Zeitdruck” etwas abfallen. Als die Stute sich wieder beruhigt hatte, nagelte ich die Eisen, die in der Zwischenzeit wieder kalt waren auf den Huf und zwickte die Enden der Nägel ab und feilte diese rund. Dies machte ich bei den anderen auch und fettete die Hufe zum Schluss noch ein. Brauchen würde es die Stute nicht, aber es sah einfach schön aus. Es war Mittag geworden ich wurde zum Essen eingeladen und nahm dankend an. Am Nachmittag wollte ich mich der nächsten Stute Bearing Spots widmen. Samantha erklärte mir wie die Stute aussah und wo sie sich befand, da sie am Nachmittag auf einem wichtigen Termin sei. Das Essen schmeckte wirklich vorzüglich. Nachdem ich mich etwas ausgeruht hatte ging ich wieder in den Stall und holte Bearing Spots aus ihrer Box. Die Stute war wunderschön, sie sollte auch die Eisen erneuert werden. Sie bekam Alueisen. Ich holte die alten Eisen herunter. Schnitt die Hufe wieder auf ihre Länge und strich der wunderschönen Stute den Hals. Dann nagelte ich die Alueisen auf ihre Hufen und fettete diese ein. Dann brachte ich sie wieder zurück in die Box räumte auf und fuhr nachhause.
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  • Album:
    Trainingsstall
    Hochgeladen von:
    Sammy
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    10 Okt. 2019
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  • HMJ 7786 Elfentanz
    --------------------------------------------------

    Spitzname: ?


    --------------------------------------------------
    ~ Abstammung ~
    Von: ?

    V: ?
    M: ?
    Aus der: ?
    V: ?
    M: ?
    --------------------------------------------------

    Rasse: Trakehner
    Geschlecht: Stute
    Geburtsdatum: 2013
    Stockmaß: 1,66m
    Fellfarbe: Brauner
    Kopfabzeichen: ///
    Beinabzeichen: ///

    --------------------------------------------------

    ~ Beschreibung & Charakter ~

    HMJ 7786 oder Elfentanz, wie wir die Stute genannt haben gehört zu den 15 geretteten Pferden aus einer illegalen Pferdemafia. Sie ist nun Teil des Horse Makeovers und kam in diesem Zuge auf das Hollybrook Stud Zuchtgestüt nach England.
    Elfentanz war höchstwahrscheinlich von Geburt an in den Händen der Pferdemafia und hat in ihrem Leben noch nicht viel Gutes erfahren. Sie ist ängstlich und unsicher uns besitzt keinen Funken Selbstvertrauen. Elfentanz war wohl mit mehreren sehr dominanten Pferden auf engem Raum eingepfercht, denn sie hat auch Angst vor den eigenen Artgenossen.
    Allerdings ist Elfentanz kein bisschen aggressiv. Sie hat wunderschöne Gänge, die sie nur zeigt, wenn sie sich unbeobachtet fühlt und kann mit viel Liebe und Fürsorge sicherlich einmal ein treuer Begleiter und vielleicht sogar ein vielversprechendes Sportpferd werden.

    --------------------------------------------------

    Punkte Horse Makeover: 222
    Pflegeberichte:
    105 Pkt.
    10.10.19: 20.149 Zeichen = 10 Pkt.
    11.10.2019: 17.501 Zeichen = 9 Pkt.
    12.10.2019: 11.431 Zeichen = 6 Pkt.
    13.10.2019: 8.240 Zeichen = 5 Pkt.
    14.10.2019: 5.986 Zeichen = 4 Pkt.
    18.10.2019: 50.436 Zeichen = 22 Pkt.
    20.10.2019: 8.416 Zeichen = 5 Pkt.
    18.11.2019: 30.244 Zeichen = 14 Pkt.
    20.11.2019: 20.263 Zeichen = 10 Pkt.
    24.11.2019: 12.622 Zeichen = 7 Pkt.
    31.12.2019: 4.999 Zeichen = 3 Pkt.
    09.01.2020: 21.726 Zeichen = 10 Pkt.

    Trainingsberichte: 8
    Dressur E-A im Dezember: 4 Pkt.
    Dressur A-L im Januar: 4 Pkt.

    HS-/TA-/ TR- Berichte: 12
    Prophylaxe, Impfen, Chippen am 11.10.2019 = 4 Pkt.
    Dressur E-A am 31.12.2019 = 4 Pkt.
    Prophylaxe am 09.01.2020 = 4 Pkt.

    Bewegungen: 38 Pkt.
    Wer ist HMJ 7786?: 5 Pkt.
    Der Tierarzt war da!: 6 Pkt.
    Eine Elfe tanzt!: 4 Pkt.
    Hilfe, ein Pferdefresser!: 8 Pkt.
    Portrait: 7 Pkt.
    Elfentanz zieht Kreise: 8 Pkt.

    Turnierteilnahmen: 32
    Teilnahme am 564. Dressurturnier: 1 Pkt.
    Teilnahme am 298. Synchronspringen: 1 Pkt.
    Teilnahme am 564. Springturnier: 1 Pkt.
    Teilnahme am 408. Militaryturnier: 1 Pkt.
    Teilnahme am 565. Dressurturnier: 1 Pkt.
    Teilnahme am 299. Synchronspringen: 1 Pkt.
    Teilnahme am 565. Springturnier: 1 Pkt.
    Teilnahme am 409. Militaryturnier: 1 Pkt.
    Teilnahme am 566. Dressurturnier: 1 Pkt.
    Teilnahme am 566. Springturnier: 1 Pkt.
    Teilnahme am 300. Synchronspringen: 1 Pkt.
    Teilnahme am 567. Dressurturnier: 1 Pkt.
    Teilnahme am 567. Springturnier: 1 Pkt.
    Teilnahme am 301. Synchronspringen: 1 Pkt.
    Teilnahme am 410. Militaryturnier: 1 Pkt.
    Teilnahme am RS 79: 5 Pkt.
    Teilnahme am 411. Militaryturnier: 1 Pkt.
    Teilnahme am 568. Dressurturnier: 1 Pkt.
    Teilnahme am 568. Springturnier: 1 Pkt.
    Teilnahme am 302. Synchronspringen: 1 Pkt.
    Teilnahme am 569. Springturnier: 1 Pkt.
    Teilnahme am 569. Dressurturnier: 1 Pkt.
    Teilnahme am 303. Synchronspringen: 1 Pkt.
    Teilnahme am 412. Militaryturnier: 1 Pkt.
    Teilnahme am 413. Militaryturnier: 1 Pkt.
    Teilnahme am 570. Dressurturnier: 1 Pkt.
    Teilnahme am 570. Springturnier: 1 Pkt.
    Teilnahme am 304. Synchronspringen: 1 Pkt.

    Turniergewinne: 31
    Monatssiegerin HMJ Oktober: 10 Pkt.
    3. Platz beim 299. Synchronspringen: 2 Pkt.
    Monatssiegerin HMJ November: 10 Pkt.
    2. Platz beim 300. Synchronspringen: 2 Pkt.
    2. Platz beim 301. Synchronspringen: 2 Pkt.
    3. Platz beim 303. Synchronspringen: 2 Pkt.
    3. Platz HMJ Dezember: 3 Pkt.


    --------------------------------------------------

    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: Pferdemafia
    Ersteller: Canyon
    Vkr: Canyon

    --------------------------------------------------

    ~ Qualifikationen ~
    Dressur: L
    Springen: S
    Military:
    E

    --------------------------------------------------
    ~ Schleifen ~
    Monatssiegerin HMJ Oktober
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    Monatssiegerin HMJ November
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    299. SynSPR | 300. SynSPR | 301. SynSPR | 303. SynSPR
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    ~Dokumente~
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    Equiden- & Impfpass by Cooper
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    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig:
    Nein
    Nachkommen: ///
    Punkte: 10 (4 Schleifen, 2x Training, Tierarzt, HS)

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    Hintergrund by Samarti! ♥
    Offizieller HG
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