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Cascar

Himmawallajugaga

Stute | Achal Tekkiner | * 02.02.2012 | im Besitz seit 21.02.2015 / 20.05.2017 | gekrönt: ja | gechippt: ja | geimpft: ja | Decktaxe/Leihgebühr: 310J

Himmawallajugaga
Cascar, 23 Nov. 2017
Lye, Kathrin Pirett und MeisterYoda gefällt das.
    • Cascar
      Weihnachten
      [24.12.2017]

      Weihnachten ist ja eigentlich immer ein Grund zu feiern. Es heißt aber auch, vor dem Vergnügen kommt die Arbeit und genau so ist es im Winterscape Stud: Weihnachten bedeutet vor allem die alltägliche Arbeit. Heute allerdings erschwerend hinzu kommt, dass der Boden des Reitplatzes seit gestern gefroren ist und er deshalb kaum mehr benutzbar ist. Außerdem ist Alois noch unterwegs, kann uns Stallmenschen also nicht helfen. Ich vermute, er ist in Auckland und kauft Weihnachtsgeschenke.
      Obwohl in dieser Hinsicht wirklich mehr als genug Arbeit vor mir und meinen Freunden liegt, bin ich fröhlich. Das liegt zum einen bestimmt an Weihnachten, zum anderen an dem lautstarken Gewieher der Pferde, als ich den Stall an unserem Haus betrete. Wie immer zaubert mir das ein Lächeln ins Gesicht - da weiß man doch gleich, wozu man am Morgen aufgestanden ist.
      Gefüttert sind die Stuten und Lucifer schon, das hat Oliver schon vor sieben Uhr gemacht. Ich bin nun in erster Linie hier, um mich um meine Schätze zu kümmern. Meine Mum begleitet mich, während Tommy drinnen auf die Weihnachtsgans im Ofen für morgen aufpasst. Die ist also schonmal nicht mein Sorge.
      In meinem Schaffensfeld aber steht zum Beispiel meine heißgeliebte Spearmint. Die gescheckte Stute wartet förmlich darauf, dass ich sie aufhalftere und - ohne ihr Fohlen - auf die Stallgasse führe und anbinde. Spearmint wird von mir nur mit Kraftfutter versorgt und geputzt, mehr mache ich mit ihr immer noch nicht. Dazu sind Mutter und Kind noch zu fixiert aufeinander. Die Scheckin genießt es trotzdem sichtlich, dass ich sie betüdle und macht anschließend auch keine Probleme, als ich Spearmint's Cavale Miellée - kurz "Walli" - ebenfalls anbinde und putze. Die junge Stute ist mächtig gewachsen, sie ist ja genau so alt wie Lucifer. Auch ihre Mähne beginnt langsam zu kippen und ist zu meiner Freude alles andere als dünn. Bei dem Papa sollte das auch so sein. Ansonsten ist die Liebe sehr aufgeweckt und auch heute verdammt hibbelig. Ich bin heilfroh, Spearmint und ihr Kind dann auf die Koppel hinter dem Stall entlassen zu können.
      Wenig später folgen den beiden dorthin Versatilely Gold und Spotted Frischkäse. Der Ponystute hat sich Jeannine angenommen, während ich mich um die alte Araberin kümmerte. Wobei VGold ja alles andere als senil ist - sie ist zwar ruhig, gelassen und döst gerne während des Putzens, hat aber nach wie vor einen ordentlichen Appetit und ordentlich Feuer unter dem Hintern. So ist es auch primär sie, die man auf der Weide beim Spielen mit Walli beobachten kann.
      Als ich nach dem kurzen Weidenbesuch in den Stall zurückkehre, kommt mir meine Mum mit der frischgeputzten Cheetah entgegen. Dann ist nur noch Lucifer übrig, der ganz wild Runden in seiner Box läuft und lauthals wiehert. Ich beruhige ihn mit Mühe, aber letztendlich doch, überrede ihn schließlich mit einer Möhre und seiner täglichen, verbliebenen Milchration aus der Flasche. Danach ist er schon wieder ansprechbar und wir können friedlich zur Fellpflege und zu einem kleinen Spaziergang schreiten. Letztendlich hat es aber auch dieser Schecke geschafft und darf zu seiner besten Freundin Spotti auf die Koppel.

      In der Zwischenzeit haben - wie ich mitbekomme - Ann und Oliver schon fast den Ganzen Südoststall auseinandergenommen: Worgait und Cyclone stehen schon geputzt auf dem Paddock schräg gegenüber des Wohnhauses und ich sehe hinter den geöffneten Paddocktüren zwei Schatten die Boxen ausmisten. Ich zögere nicht lange und geselle mich zu den Beiden. "Ahoi!", sagt Olli, als ich einen Gruß in den Stall rufe und mir eine Mistgabel schnappe. In dem Moment kommt auch Jeannine und beginnt, Kazooms ohnehin schon spiegelndes Fell noch glänzender zu putzen. Der Tekke bekommt daraufhin eine Decke auf den Rücken und wird auch auf die Weide gebracht. Mehr Arbeitsaufwand haben nach dem Putzen Distraction und Gepir. Der Rappe wird von mir geputzt und gesattelt, Ann nimmt sich ihrer Reitbeteiligung an und wir begeben uns zusammen für eine Runde um die westlich liegende, große Koppel auf den Feldweg. Vorrangig gehen wir Schritt und Trab, verbringen aber vor allem gut Zeit mit unseren Pferden. Als wir zurückkehren, ist Olli gerade fertig damit, Ashqar zu putzen. Der Araber hat quasi - wie Kazoom - Winterferien und ich nehme ihn dann mit Dizzy und Gepir mit auf die Weide. Im Stall ist dann nur noch unser Cherti, der unter der Abwesenheit seiner Freunde zunehmend unruhig wird und den ich deshalb am Anbindebalken auf dem Hof putze und sattle, im Sichtkontakt mit Cyclone und Worgait. Da wird Cherti auch wieder entspannter und ich gehe auch mit ihm noch eine Runde, bevor der Hengst auf die Koppel darf.
      Als ich dann auf den Hof zurückkehre, ist es schon nach 15:00 und die Sonne neigt sich bereits dem Horizont entgegen. Ich mache mich auf die Suche nach meinen Freunden und finde sie an der Stutenkoppel. Die Pferde des Hauptstalls sind nämlich heute Morgen direkt auf die Weide gegangen und werden jetzt erst zurechtgemacht, bevor sie wieder in ihre ausgemisteten Boxen dürfen. Dazu gehören unter anderem Himmawallajugaga, die ich zusammen mit Charelle und so auch Blomquist an den Anbindebalken im Windschatten des Stallgebäudes nehme. Dort macht sich Olli an Himmis kurzem Fell zu schaffen, ich kümmere mich behutsam um Mutterstute und Fohlen. Blomquist ist nämlich der jüngste und an das Absetzen ist noch gar nicht zu denken. Nelly passt auch auf ihn auf wie ein Fuchs. Deshalb dreht sie sich während des Putzens ständig um die Vorderhand, um ja ihren Sohn im Blick zu haben. Ich mache da mal geduldig mit - es ist ja Weihnachten - und atme sehr erleichtert auf, als Charelle fertig ist. Blomquist holt sich dann erstmal eine Milchration ab, dann dürfen alle drei Pferde - auch Himmi - in den warmen Stall. In der Zwischenzeit sind dort bereits auch CH's Unglück und Earl Grey's Darjeeling eingetroffen - zu meiner Überraschung geführt von Carina. Ich begrüße sie herzlich, nachdem die Pferde weggebracht sind und wünsche ihr frohe Weihnachten.
      Dann geht es wieder an die Arbeit. Jeannine holt und putzt Devrienterreuth, die mittlerweile langsam wieder fit ist, und Carina und ich begeben uns mit Ann und Oliver in den letzten Stall, den Südweststall. Auch dort sind die Boxen schon ausgemistet, die Hengste, die hier wohnen, tummeln sich zufrieden auf den Offenstallweiden zur Straße hin. Und sie sind natürlich richtig schön dreckig. An erster Stelle steht da Hic Rhodus, hic salta!. Er ist gleich zwei Nuancen hellbrauner durch den verkrusteten Schlamm und wird deshalb zielstrebig von Carina zum Putzen in die Stallgasse gezogen. Ich wähle kurzerhand Empire of Darkness und Oliver überlassen wir damit sein Pferd Empire of Grace. Während des Putzens bekommen die Hengste gleich ihr Futter - nach den genannten auch der gute Klappstuhl und Bem-Te-Vi. Damit sind dann alle Pferde versorgt und ich atme mehr als erleichtert auf, als ich die letzte Boxentür schließe. Mehr Personal ist definitiv ein Verbesserungspunkt für 2018.
      Es ist schon 18:00 und ich beeile mich an diesem Abend, noch duschen zu gehen, bevor wir zur Weihnachtsmesse nach Auckland fahren. Die Bescherung im Kreise meiner Familie wird wohl noch ein paar Stunden auf sich warten lassen …
    • Cascar
      Stufenerhöhung Springen (L/M)
      [02.01.2018]

      Unsere Trainingsrunde ist geschrumpft. Und das, obwohl die Temperaturen für winterliche Verhältnisse mit 15°C recht lau sind. Nein, der Grund ist, dass Yacedor Gepir sein Springtraining angeschlossen hat. Seit einigen Wochen arbeitet Ann ihn wieder aktiv in der Dressur.
      Und so sind es nunmehr Carina, Paul und ich, dir Earl Grey's Darjeeling, Himmawallajugaga und Distraction auf dem Putzplatz zurecht machen und satteln. Meine Laune ist ausnahmsweise auf einem Hoch, weil Kira drinnen, bei meiner Mum, ist und Louis und Cedric bis zur Einstellung unserer neuen Stallknechte am Ende des Monats beim Ausmisten aushelfen müssen. Ich sehe sie also nicht.
      Mit einem Lächeln auf den Lippen streife ich also Distraction seine Trense über, während Paul Himmis Sattelgurt verschließt und vorsorglich die Steigbügellänge einstellt. Nebenbei redet er scherzhaft mit Carina. Es versetzt mir zwar einen Stich, aber ich muss mir wohl eingestehen, dass Paul dir Holländerin mehr als nur "ein bisschen attraktiv" findet. Sollte aus den beiden was werden, gönne ich es ihnen jedenfalls.
      Bis dahin - und für diese Gesprächsrunde - habe ich Dizzy. Der im Winter schwarze Hengst geht ruhig, aber aufmerksam um sich blickend, neben mir zum Reitplatz. Weil er ein bisschen quirlig scheint, nehme ich ihn zehn Minuten an die Longe, bevor ich mit Carina und Paul aufsteige.
      Der Parcours ist schon aufgebaut, aber Olli gesellt sich sicherheitshalber zu uns, die treue Seele, und überwacht aufmerksam unser Warmreiten.
      Es geht für alle ganz normal, wenn auch unabhängig voneinander, mit den Grundgangarten und Bahnfiguren los. Es werden viele Biegungen und Gangartwechsel geritten, bevor es tatsächlich erst an die Cavalettis, dann an die Gymnastiksprünge geht. Diese Art des Trainings läuft so schon seit Wochen für jeden von uns. Die einzige Besonderheit ist heute, dass die Sprünge in der letzten halben Stunde einige Zentimeter höher und manchmal auch länger sind. Dizzy scheint diesen Unterschied nicht zu merken, er fliegt über die Stangen, als wäre nichts gewesen. Manchmal reißt er, aber meistens ist unsere beide Konzentration so beisammen, dass die Kombinationen klappen.
      Carina und Early haben allerdings schon ganz schön zu tun. Auch, weil Early recht jung ist und besonders im Parcours noch ihren Takt finden muss. Außerdem fällt es Carina recht schwer, die Ruhe zu bewahren, als ihr Pferd immer und immer wieder reißt - aber immerhin springt. Trotzdem bin ich der Meinung, dass die zwei heute nicht ihren besten Tag haben und deshalb das Training einfach nach bestem Wissen und Gewissen in den kommenden Wochen fortsetzen sollten, um sicherer zu werden.
      Auch Himmi und Paul sind etwas durch den Wind. Paul hat augenscheinlich Angst vor der Hindernishöhe und der langen Flugphase. Zumindest glaube ich das in seinen Augen zu sehen. Umso erstaunlicher ist es, wie souverän sein Pferd die Höhe meistert: Himmawallajugaga scheint das Vertrauen zu genießen, dass Paul mangels Erfahrung in sie setzt. Sie scheint förmlich zu sagen :"Komm, ich nehme dich mit!". Das gefällt mir. Aber die Rappschimmelstute war ja noch nie unemanzipierte Frau unter den Stuten.
      Letztendlich ist die Springstunde so doch ganz erfolgreich. Alle haben die M-Höhe gemeistert - alles weitere bringt das kontinuierliche Training. Ich gratuliere Carina nach dem Absteigen, deren Wangen ganz rot sind, und Paul auch, obwohl der eher erleichtert wirkt, auf dem Pferd geblieben zu sein. Immerhin scheint auch er es schätzen zu können, was Himmi geleistet hat, denn er lobt sie überschwänglich und ist es am späten Nachmittag persönlich, der ihr das Kraftfutter bringt.
      Die Tekkiner und Early bleiben dann den Rest des Tages mit ihrer Decke auf den jeweiligen Weiden. Ihre Tagesaufgabe haben die Pferde zweifellos erfüllt.
    • Cascar
      Bericht
      [09.04.2018]

      Die Sonne scheint, nicht zum ersten Mal dieses Jahr, aber es ist doch ein Anblick von seltener Schönheit. Es ist noch früh, gerade mal neun; die Pferde haben ihr Futter gegen sechs bekommen und warten ungeduldig in ihren Boxen auf sich vorfreuende Reiter wie mich.
      Und das tue ich tatsächlich. Heute findet der erste diesjährige Geländeritt statt, der erste große, der für die erfahrenen Distanzpferde wie Ashqar und Himmawallajugaga das Ankommen in der neuen Saison 2018 bedeutet, für die weniger Erfahrenen, die den Winter über aufgrund ihrer Turnierpause viel im Gelände gewesen sind, ist die heutige Runde bereits ein echtes Training, mit dem sie sich für Kurzstreckenläufe qualifizieren werden. Mit von der Partie sind neben Dads schwarz-weiß-gefleckter Hündin Kira Carina und Earl Grey's Darjeeling, Paul, Olli und CH's Unglück, außerdem ich mit Omega und Ann führt Gepir aus. Meinem Dad habe ich ausnahmsweise genehmigt, meinen Hengst zu reiten, sodass ich mich um die wesentlich jüngere Stute kümmern kann.
      Unser Gespann besteht also aus zwei erfahrenen und vier unerfahrenen Pferden. Trotzdem stehen die Pferde letztendlich alle nebeneinander am Anbindebalken – Hengste wie Stuten – und wir sind alle frohen Mutes, die Kälte lässt und zügig arbeiten und die Pferde hibbelig werden. Stani und Ewa misten in der Zwischenzeit schon die Boxen aus und bringen einige Pferde auf die Koppel. Mit zunehmender Tageslänge wird es auf dem Hof auch geschäftiger, als Louis und Cedrick eintreffen und beginnen, die Pferde zu bewegen. Letztendlich ist es zehn, als alle fertig sind, wir zum Warmwerden einige Runden über den Hof gehen und schließlich geschlossen nachgurten, aufsitzen und vom Hof reiten.
      Unsere Tour führt uns anfangs an der Straße entlang, die trotz ihrer Stadtnähe verlassen daliegt. Wir reiten landeinwärts, als eine große Kolone. Dad und Ashqar ganz vorne, Paul und Himmi ganz hinten. Omega unter mir läuft zügig, aber entspannt – nur einmal erschrickt sie sich vor einem Leguan im Gestrüpp und sie beginnt bald zu schwitzen, unter ihrem schweren Westernsattel.
      Auch Carina und Early haben ihre Mühe, als wir vom Weg abbiegen und einen recht steil ansteigenden Waldweg hinaufreiten. Die Stute schnauft, als wir oben ankommen, aber Carina ermutigt sie, fleißig weiterzugehen. So haben wohl alle ihre Probleme. Anns beginnen beim Durchqueren eines kleinen Flusses – letztendlich springt Gepir darüber, aus Angst, die Gruppe zu verlieren. Die einzigen neben Dad und Paul, die gar keine Probleme zu haben scheinen, sind Kira, der die Zunge fast bis zum Boden hängt, und Olli und Unglück. Oliver tut mir leid, weil sich gestern ein Käufer für seinen Hengst gefunden hat und er ihn deshalb schon heute Abend verabschieden wird. Gleichzeitig scheint er auch ein wenig befreit und locker, deswegen geht es Unglück unter ihm vermutlich auch so gut.
      Insgesamt ist die Stimmung also gelöst. Aller anderthalb Stunden machen wir zehn Minuten Pause, in denen die Vitalfunktionen der Pferde gemessen und in der Notizfunktion meines Handys festgehalten werden. So steht schon bald fest, dass Earlys und Omegas Kondition die schlechteste ist, aber das macht ja nichts. Wir schaffen es trotzdem alle, nach einer letzten, einstündigen Trabphase, zurück nach Hause und vom insgesamten Fitnessprofil steht es für mich außer Frage, dass die Pferde Anfängerdistanzen vielleicht nicht gewinnen, aber laufen können, ohne körperlich überlastet zu sein. Gegen 17:00 grasen unsere Schützlinge dann endlich friedlich auf der Weide und wir Reiter haben uns alle ein Bier verdient.
    • Cascar
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      Tierarztbericht (Calypso)
      [28.04.2018]
      Heute verschlug es mich zu Cascar Winterscape nach Neuseeland. Wir kannten uns bereits, sie hatte ein paar Pferde von mir trainiert, und ich war froh sie mal wieder zu sehen. Gegen Nachmittag kam ich bei ihr an und die Begrüßung war sehr freundlich und vertraut. Sie führte mich sogleich zu ihrem Achal Tekkiner Hengst Yacedor Gepir. Der große, schlanke Cremello Hengst begrüßte mich mit einem energischen Schnauben. Nach dem ersten Kennenlernen ließ ich ihn mir zuerst von Cascar auf dem Hof vorführen, im Schritt und Trab. Danach tastete und hörte ich ihn genauestens ab. Er war sehr temperamentvoll, das merkte ich schnell, aber keineswegs ängstlich oder aggressiv. Nach der Routineuntersuchung wollte ich weiter machen mit den Impfungen. Ich sah mir seinen Impfpass genau an und bereitete dann alles vor. Cascar hielt den Hengst am Halfter fest als ich die Spritzen verabreichte. Ein bisschen rumgezappel und aufgeregtes Schnauben waren alles was Yacedor Gepir von sich gab. Lobend tätschelte ich ihn am Hals. „Gut dann machen wir gleich mit den Zähnen weiter.“ beschloss ich und sah mich um ob wir hier an Ort und Stelle die Behandlung fortsetzen konnten. Vorher checkte ich aber noch schnell den Chip mit dem Lesegerät. Schließlich, nach einigen Diskussionen, hatte Gepir das Maulgitter dran und ich sah in sein Maul. Ich konnte nichts gravierendes feststellen und feilte nur ein paar Kanten ab. Der Hengst schlug sich tapfer und war zum Glück recht händelbar. Kurz darauf stand er wieder zufrieden in seiner Box und würdigte mich keines Blickes mehr. Ich nahm ihm das nicht übel, so reagierten die meisten Patienten von mir. „Gut, dann hole ich mal Himmawallajugaga.“ meinte Cascar und machte sich auf den Weg zur Box. Wow, was für ein Name, dachte ich mir und musste grinsen.Die fast schwarze Stute wurde angebunden und machte auf mich sogleich einen ruhigen, ausgeglichenen Eindruck. Auch bei ihr fing ich wieder damit an sie abzuhören mit dem Stethoskop und abzutasten. Cascar führte sie dann auf dem Hof im Schritt und Trab vor. Sie lief taktrein und alles war in Ordnung. Impfen klappte mit Himmawallajugaga einwandfrei. Ein paar beruhigende Worte und Streicheleinheiten und die Stute ließ alles mit sich machen. Ich hoffte das es mit der Zahnbehandlung genauso ablaufen würde. Auch bei ihr kontrollierte ich natürlich die Chipnummer und holte dann das Maulgitter für die Zahnuntersuchung. Bei ihr war es zunächst nicht ganz so leicht das Maulgitter anzulegen. Sie warf den Kopf hoch und ging etwas rückwärts. Mit viel Geduld schafften Cascar und ich es dann doch und die Pferdebesitzerin hielt sie gut fest, während ich mir das Gebiss genauestens ansah. Auch bei ihr waren nur kleinere Unebenheiten im hinteren Zahnbereich, die ich leicht weg feilen konnte. Ich arbeitete mit einer Handfeile und keiner elektrischen. So konnte ich genauer sein und ich hatte die Erfahrung gemacht das es die Pferde viel weniger nervös machte. Nach einer halben Stunde waren wir fertig und die dunkle Stute wurde entlassen. Ich trug dann die Impfungen in deren Pässe ein und schrieb eine Überweisung für Cascar´s Hengst Bem-Te-Vi. Er sollte kastriert werden aber ich machte solche Eingriffe nicht ambulant, das war mir einfach zu riskant. Durch die Überweisung würden sie schneller einen Termin in einer Pferdeklinik bekommen. Die Überweisung und die Wurmkuren gab ich Cascar mit und wir hielten noch einen kurzen Plausch, bevor ich mich auf den Weg nach Hause machte.
    • Cascar
      Sammelbericht
      [03.05.2018]

      An diesem Morgen ist mein erstes Ziel - wie üblich - Mrs. Fluffy. Die kleine Ponystute lümmelt mit halb geschlossenen Augen unter der Rotlichtlampe und gerät ganz plötzlich aus dem Häuschen, als sie mich mit der Milchflasche erblickt. Ich lache und rede mit ihr, während sie wie die übrigen Pferde ihr morgendliches Futter bekommt. Es ist um sechs und in den Ställen des WCS herrscht rege Betriebsamkeit. Ewa und Stani sind zurzeit die einzigen Stallarbeiter, was angesichts der knapp dreißig Pferde eine große Herausforderung ist. Zwei helfende Hände mehr machen da schon viel aus – meine zum Beispiel.
      So bin ich es heute, die Versatilely Gold, Spearmint und Walli (Spearmint's Cavale Miellée), Spottted Frischkäse und Cheetah Heu- und Kraftfutter ausgibt. Die Wege in diesem Stallgebäude sind nicht sonderlich lang, sodass ich recht zügig durchkomme.
      Danach geselle ich mich zu Ewa in den Hauptstall. Das Mädchen versorgt die Stuten, so ist das hier. Grinsend begrüße ich sie mit einer Umarmung, bevor wir fortfahren. Omega knabbert bereits an ihrem Heu, Himmawallajugaga hat noch mit dem Kraftfutter zu tun. Ewa ist gerade bei Earl Grey's Darjeeling und wirft ihr noch eine Möhre in den Trog. Eine Box weiter wartet Charelle, der ich eine größere Portion Heu mit der Heugabel zuschiebe, weil auch ihr Fohlen Blomquist langsam ernsthaft auf feste Nahrung umsteigt. Dann ist da noch Devrienterreuth, die mit Schwung von ihrem Paddock nach drinnen kommt, um ihre Futterration hastig zu verschlingen. Ich mahne sie scherzhaft zur Ruhe, dann geht es auch schon weiter. Ewa hat inzwischen Taste of Desire und Ashinta versorgt und so bleibt noch CH's Unglück, die fortwährend leise wiehert, als ich ihren Futtertrog fülle.
      Halb sieben ist der Stall also auch fertig. Draußen treffen wir auf Oliver, der gerade mit dem Fahrrad in die Hofeinfahrt biegt. Er winkt und mit einem strahlenden Lächeln. Wir treffen ihn bald darauf im ersten Hengststall. Stani war bereits hier und die Pferde kauen zufrieden. Ich gehe einfach einmal durch die Stallgasse - Hic Rhodus, hic salta! schaut nicht einmal auf, mit ihm, Empire of Darkness, Bem-Te-Vi und Klappstuhl ist alles in Ordnung.
      Den Pfleger finden wir letztendlich in den Südweststallungen, bei den Tekkinerhengsten. Und bei Ashqar, der mir mit Distraction und Lucifer entgegenwiehert. Außer den dreien steht hier noch Worgait, der sein Futter auf der Koppel vor seiner Box bekommt, dann noch Cyclone, Yacedor Gepir und Kazoom. Zuletzt ist da noch Cherti zu nennen. Der Schecke hat es mir besonders angetan, er gehört nur leider nicht mir und ich gebe zu, ich bin nicht der optimale Reiter für ihn als Gang- und Dressurpferd. Da passt Louis schon besser.

      Um sieben sind also alle Pferde versorgt. Keine Stunde später bringen wir die Pferde alle auf die Koppeln. Der nächste Marathon beginnt, das Ausmisten der Boxen. Ich bewahre mir, die Boxen meiner eigenen Pferde selbst auszumisten, also die von Spearmint, Dizzy, Ashqar und Omega, einfach weil ich der Meinung bin, dass es dazu gehört. Alle anderen übernehmen Ewa und Stani.
      Louis und Cedrick treffen am Vormittag ein und bewegen - an der Longe oder im Sattel - ausgewählte Pferde. Ich selbst gehe mit Ashqar, Oliver und Bem-Te-Vi ins Gelände. Als wir wieder da sind, macht Paul mit Rhodus im Roundpen Bodenarbeit und Carina verliest Earlys Schweif. Später, nach dem Mittagessen, trifft auch Ann ein und reitet Gepir. Am Ende des Tages dann, gegen sieben, bringen wir die Pferde alle in den Stall, wo sie ihr Futter genießen und den Tag auf dem Paddock ausklingen lassen können.
    • Cascar
      Stufenerhöhung Rennen (A/L)
      [09.05.2018]

      Himmawallajugaga ist jetzt seit knapp einem Monat wieder auf der Rennbahn unterwegs - gleich bei ihrem ersten Rennen hat sie überraschend gesiegt. Anders als Worgait ist sie aber auch noch in anderen Bereichen des Reitens aktiv wie kleinen Springturnieren oder Distanzritten. Kurzum - Himmis vordergründiger Sport ist nicht der eines Rennpferdes, deswegen schreitet ihr Training diesbezüglich sehr langsam und sacht voran. Worgait hingegen hat eine andere Geschichte, weswegen er heute zum ersten Mal richtig auf der Bahn trainiert wird: Erst seit letztem Sommer ist der Hengst wirklich händelbar. Mit dem Rennen - das haben wir gemerkt - wird der Liebe auch ausgelasteter und damit generell ein bisschen ruhiger. Das bekomme ich schon zu spüren, als ich den Buckskin aus seiner Offenstallbox hole und außen an seiner Box anbinde. Er lässt sich recht still putzen, entlastet zwar nicht und legt warnend die Ohren an, als ich an seinen Bauch komme und ihm den Rücken zukehre, um die Hufe auszukratzen, aber das ist im Vergleich zum Anfang eine wirklich tolerante Reaktion. Der Hengst bekommt anschließend eine Stalldecke umgelegt und wird dann von mir auf den Hof geführt, wo der Pferdehänger bereitsteht. Worgait mag viele Macken haben, aber den Hänger schließen die - Gott sei Dank - nicht mit ein, da rennt er förmlich drauf und ich muss aufpassen, nicht unter die Hufe des Pferdes zu geraten. Wenig später ist es Cedric, der Himmawallajugaga - ebenfalls mit einer Stalldecke - zum Anhänger bringt. Ehrlich gesagt bin ich ein bisschen angespannt, denn Worgait und Himmi kennen sich nur vom Sehen. Wir haben auch extra die hohe Zwischenwand eingebaut, damit eventuelle gewollte Zahnkontakte vermieden werden. Tatsächlich gibt es ein gan schönes Geruckel im Innenraum, als Himmi in ihren Anteil tritt. Ein paar Hufe landen an der Zwischenwand, die Stute macht ein paar merkwürdige Geräusche, aber schließlich atme ich auf und wir können endlich losfahren.
      Ich sitze im Auto neben meinem Dad, der fährt, und Cedric, der die ganze Fahrt am Handy sitzt und eigentlich nur mit ist, um die Pferde warmzuführen und zu satteln. So wie ich. Auch für das Training bin ich nämlich als Jockey nun endgültig zu schwer und zu groß. Heute lernen wir deshalb unsere neuen Leute diesbezüglich kennen. Nach Rubys Unfall sind sie und Diego nämlich erstmal nach Hause, auf den australischen Kontinent, zurückgekehrt und das auf nicht absehbare Zeit. Ich persönlich habe dafür vollstes Verständnis, Alois auch, das weiß ich, aber er ist dann eben auch schnell gereizt, weil gute Leute für den Job zu finden nicht leicht ist.
      Auf dem Rennbahngelände wartet erstmal eine Gute und das ist Maria. Sobald die Autotür offen steht, begrüße ich sie stürmisch - Maria Wernske ist unsere Trainerin, war aber auch einige Zeit auf Reisen, um in einem Auslandsaufenthalt in England ihre Arbeit mit den Vollblütern zu perfektionieren. Das ist also heute praktisch unser großes Wiedersehen. Zum Erzählen kommt sie aber gar nicht, denn nach einem kurzen Handschlag mit Alois und Cedric müssen wir die Pferde vom Hänger holen und direkt in den offenen Holzboxen anbinden und satteln. Während ich mir Worgait vornehme und Cedric sich Himmi, besprechen Maria und Alois das geplante Training. Maria ist es auch, die beide Pferde noch einmal durch Vorführen auf Lahmheit und den gesundheitlichen Allgemeinzustand überprüft. Kurz bevor wir dann zum Warmführen aufbrechen, erscheinen unabhängig voneinander zwei neue Gestalten im Rondel. Der Eine kommt vom Parkplatz, ist augenscheinlich mit dem Auto angereist, männlich und Brillenträger. Er mag Mitte zwanzig sein, reicht mir aber nur bis zur Schulter und hat dunkles Haar. Der Andere erreicht das Gelände mit dem Fahrrad und stellt es hastig ab. "Er" ist auch ein Mann, vielleicht dreißig, aber das ist schwer zu schätzen, weil er von der Haut her definitiv afrikanische Wurzeln besitzt und außerdem eine Glatze hat. Unattraktiv macht ihn das nicht, im Gegenteil. Er ist aber auch ein Stückchen größer als Ersterer und damit ja prädestiniert für den Hengst.
      "Hallo", begrüßt uns der kleinere Mann freundlich und mit strahlendem Lächeln. Von Nahem sieht man auch einen nicht ungepflegt wirkenden Dreitagebart. "Ich bin Ken Williams." – "Freut mich, Alois Winterscape.", erwidert mein Dad und auch Cedric und ich grüßen und stellen uns vor. Kurz darauf erreicht uns der Zweite: "Tag. Martin Craft. Aber ihr kennt mich Blacki nennen.", sagt er mit einem schelmischen Lächeln. Mir ist er gleich noch sympathischer als Ken. Während mein Dad noch überlegt, wie er den beiden Neuen so gegenübertreten soll, machen sich Cedric und ich daran, Worgait und Himmi warmzuführen. Die Pferde spüren die Nähe der Bahn und sind entsprechend schnell hitzig und aufgeregt. Nachdem sich Ken und Martin umgezogen haben, ist es für Beide nicht einfach, in den Sattel zu kommen. Wie ich mir das gedacht hatte bekommt der Größere den Hengst, der Kleinere die Stute. "Alles klar?", frage ich Martin und er lacht und bejaht. Man sieht ihn jetzt schon an, dass er Erfahrung mit Rennpferden hat, auch wenn man ihm das vielleicht nicht gleich zutraut.
      Cedric und ich führen die Pferde samt Reiter in die jeweiligen Startboxen und tauchen dann unter der Wand an die Seite der Bahn ab. Maria und Alois haben bereits auf dem "Turm", wie ich es nenne, dem höchsten Punkt der Tribüne, auf dem normalerweise der Kommentator hat und den Überblick über Zeiten und Kameras hat. Von dort ertönt dann auch das Startsignal und sofort öffnen sich die Türen der Startboxen und das Rennen zwischen unseren Tekkinern beginnt. Ich merke schon zu Beginn, aus meiner Perspektive von schräg hinten, dass Ken Mühe hat, Himmi zu halten. Martin scheint da souveräner. Für die erste Kurve lenkt er den Buckskin hinter Himmi, worauf der zwar die Ohren anliegt, Martin ihm aber keine Gelegenheit lässt, auszubrechen oder andere Spirenzchen zu machen. Die lange Seite vergeht dann wortwörtlich wie im Flug und in der letzten Kurve wendet sich das Blatt: Worgait holt mit drei kräftigen Sprüngen ein Stück auf und auf der Zielgeraden kann ich kaum an mich halten, weil es so spannend ist. Während sich Ken unheimlich flach und klein auf dem Pferderücken macht und den Hals der Stute aktiv in die Bewegung drückt, während die Zügel lang sind, holt Martin ein paar Mal - eigentlich zu oft - mit der Gerte aus und schlägt in die Luft. Trotzdem rennt der Hengst unter ihnen wie von der Tarantel gestochen und kommt schließlich einen knappe Meter vor Himmi und Ken ins Ziel. Wahnsinn.
      Ich zögere nicht lange und gehe auf das Pferd zu, das gewonnen hat. Martin bremst ihn bereits zum Schritt. Er atmet so schwer wie das Pferd, letzteres schwitzt außerordentlich. Ich kann aus der Ferne erkennen, dass das auch bei Himmi der Fall ist. Worgait ist ganz platt, so ruhig hat er sich schon lange nicht mehr führen lassen. In dem Rondell zum Absatteln treffen wir Maria und Alois. Während Erstere mit Cedric und mir die Pferde abspritzt, redet Dad mit den beiden Reitern. Ich erfahre danach von ihm, dass die Pferde die Zeiten bravourös gemeistert haben, er aber Martin klipp und klar gesagt habe, dass Peitschenhiebe definitiv nur anzudeuten seien und das auch nur genau zwei Mal, wie es vorgeschrieben ist. Gerade bei einem Pferd wie Worgait sei es wichtig, dem Pferd gegenüber fair zu sein. Ich stimme ihm da zu.
      Von Martin und Ken verabschieden wir uns an der Rennbahn und fahren dann, mit den geduschten und dann trocken geführten Pferden wieder nach Hause. Was ich von den Jockeys halte, muss ich noch überlegen, aber unsere Pferde haben mich heute definitiv von sich überzeugt.
    • Cascar
      Sammelbericht
      [26.06.2018]

      Ich bin gerade am Ausmisten, als Stani, Ewa und Oliver einmal die ganze Tekkentruppe auf die Koppel führt. Dazu gehören Kazoom, Worgait, Cyclone, Yacedor Gepir, Distraction, Blomquist und Lucifer. Antar ibn Dahr ist gleich darauf ganz aufgebracht, wird aber zum Glück zusammen mit Ashqar und Cherti auch auf die Weide verfrachtet.
      Zu ihnen stoßen, nachdem ich im Südweststallung fertig bin, die mittlerweile sehr gut harmonierenden Wallache Bem-Te-Vi, Bixs und Hic Rhodus, hic Salta! sowie Klappstuhl und Empire of Darkness.
      Auch die Stuten genießen heute einen freien Tag und so wandern auch Spearmint, Spearmint's Cavale Miellée, Versatilely Gold, Spotted Frischkäse, Mrs. Fluffy und Cheetah auf die Weide.
      Getrennt von ihnen folgen die Stuten des Hauptstalls. Die bereits von Carina gearbeitete Earl Grey's Darjeeling führt eine lange Schlange, bestehend aus Himmawallajugaga, Charelle, CH's Unglück, Ashinta, Devrienterreuth, Taste of Desire und letztendlich Omega an, die dann gleich mal eine kräftige Galopprunde auf der Koppel drehen. Ich schaue den Pferden eine Weile zu, dann geht es wieder an die Arbeit. Boxen und Paddocks sind auszumisten und Futter zu mischen.
    • Cascar
      Die Krönung
      [27.06.2018]

      Ich bin furchtbar hibbelig und aufgeregt und Himmawallajugaga, die mitgespitzten Ohren
      neben mir steht und mit mir darauf wartet, dass wir aufgerufen werden, übernimmt meine
      Stimmung leider eins zu eins. Dabei führe ich sie nur am Showhalfter, ihr gräuliches Fell
      glänzt, weil es mit dem Lammfellhandschuh eine gute Stunde "geputzt" wurde, das Woll-
      band in altrosa stellt einen wunderbaren Kontrast zu ihrer schwarzen, sorgfältig
      eingeflochtenen Mähne dar. Eigentlich kann ich gar nicht aufhören, die Stute zu betrachten.
      Nur schließlich werden wir aufgerufen und als ich losgehe, tänzelt Himmi
      trabend neben mir – fast über die Schulter – in die Halle. Wir halten
      in der Mitte und ich mustere den Rappschimmel gekonnt vor, dann grüße ich.
      Mit dem einsetzen der Musik führe ich das Pferd auf den Hufschlag. Himmawallajugaga ist ein
      Renn- und Distanzpferd, deswegen wird geführt und nicht geritten. So zeigt sich auch ihr Trab
      auf der linken wie der rechten Hand viel schöner und schwungvoller, während sie trotz allem
      souverän an meiner Schulter rechts neben mir geht. Anschließend präsentieren wir im Schritt
      eine 10-m-Volte und finden uns schließlich bei C auf dem Zirkel ein, wo ich Himmi mit wenig
      Motivation in den Galopp bekomme. In derselben Gangart wechseln wir aus dem Zirkel, bei X
      springt die Stute selbstständig um, sodass wir auch den Innengalopp auf der anderen Hand gut
      gebacken bekommen. Schließlich pariere ich das Pferd zum Schritt durch und so kommen wir
      noch zum Schritt auf dieser Hand.
      Letztendlich finden wir uns wieder in der Mitte der Halle ein und zum Ende der Kür
      verabschiede ich die Richter, dann lobe ich Himmawallajugaga, die gleichzeitig im
      Applaus der Zuschauer ihre Ohren spitzt und ein wenig hektisch umherblickt.
      Ich grinse darüber – jetzt kann ich wieder lächeln – und
      führe das Pferd in Ruhe nach draußen.
    • Cascar
      Sammelbericht
      [14.12.2018]

      Es wird Sommer, in Neuseeland. Jeden Tag steigen die Temperaturen, die Luftfeuchtigkeit ist manchmal nur mit gekühlten Getränken zu ertragen. Auf die Pferde hat das unterschiedliche Auswirkungen - während unsere Vollblüter besonders in den Morgen- und Abendstunden während des Trainings voller Energie sind und gerne mal einen Schritt zulegen, sind Ponys und schwerere Pferde wie Hic Rhodus, hic salta! eher träge.
      Insgesamt passt Weihnachten ganz gut in's Konzept - einige der Angestellten wie Ewa und Stani sind schon zu ihren Familien nach Europa geflogen. Für mich heißt das aber, dass um so mehr zu tun ist.
      Für gewöhnlich (und heute ist "gewöhnlich") kümmere ich mich um Spearmint, Versatilely Gold, Spotted Frischkäse, Spearmint's Cavale Miellée, Mrs. Fluffy, Cheetah, Omega, Ashqar und Taste of Desire. Das umfasst Putzen, füttern, Pferde auf die Weide bringen und jeweils zwei aus der Gruppe morgens oder abends arbeiten.
      Oliver hat einen ähnlichen Stundenplan mit Himmawallajugaga, Kazoom, Cyclone, Antar Ibn Dahr, Lucifer, Blomquist, Distraction und Charelle. Ann arbeitet Yacedor Gepir wie gewöhnlich, Paul sein Pferd Rhodus und Carina Earl Grey's Darjeeling. Marc ist außerdem über Weihnachten bei uns und verschwindet meistens für Stunden mit seinem Pferd Empire of Darkness ins Gelände.
      Mein Vater ist zurzeit zuhause - Weihnachtsbedingt - und ist deswegen so freundlich, die Stuten Ashinta und Devrienterreuth sowie Bixs, Bem-Te-Vi und Klappstuhl zu übernehmen. Unser Neuzugang A Caramel Touch ist auch unter seiner persönlichen Obhut, er arbeitet sie jeden Abend. Reitstunden, wenn auch zurzeit in reduzierter Zahl, gibt meine Mum täglich außer sonntags und so schaffen wir es doch insgesamt, trotz Weihnachtsstress und Hitze den Hof am laufen zu halten.
    • Cascar
      Bericht ('Geburt von Himalaya')
      [19.05.2019]

      Himalaya wurde in der Nacht auf den 19. Mai 2019 und während eines kräftigen Gewitters geboren. Wenn Engel reisen, weint eben der Himmel.
      Es war Stani, der außer Atem in die Küche platzte, in der Dad, Mum, Tommy und ich gerade frühstückten, und uns aufgeregt und mit polnischem Akzent (stärker als sonst, meine ich) berichtete, dass Himmawallajugaga ihr Fohlen zur Welt gebracht hat. Wir sind alle sofort aufgesprungen und über den Hof, unter noch immer schweren, grauen Wolken zum Hauptstall gelaufen - mein Bruder nicht ohne seine Kaffeetasse. Und da war sie, meine liebe, zerzauste Himmi, ihr kleines, braunes Fohlen, noch ein wenig verklebt und wackelig auf den Beinen, aber munter und fleißig am Trinken. Wir waren alle so entzückt!

      Sie sieht ja nun auch aus wie eine Kreuzung aus ihren Eltern. Mit Himmis Stichelhaaren und der weißen Flocke auf der Stirn war der Name "Himalaya" dann ja auch schnell gefunden und jetzt hoffen wir, dass die Liebe ihrem Namen gerecht wird und zu ungeahnten Höhen aufsteigt.
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  • Album:
    WCS - Hauptstall
    Hochgeladen von:
    Cascar
    Datum:
    23 Nov. 2017
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  • Stallinterne Informationen
    _________________________________

    Zuchtname des Pferdes: Himmawallajugaga
    Rufname(n): Himmi, Walla, Rose
    Besitzer: Cascar Winterscape
    Reitweise: Englisch
    Vorbesitzer: Canyon
    Vorkaufsrecht: Zambi

    Tierarzt: Eddi Caen
    Hufschmied:
    Ausbilder: Cascar Winterscape
    Reitbeteiligung:

    Stall: Stutenstall
    Weide: im Gelände liegende Koppeln
    Einstreu: Stroh
    Futter: Heu, Saftfutter;
    Kraftfutter 2x täglich
    Anmerkungen:

    Portrait:


    Abstammung
    _________________________________


    Von: Glucerinus
    Glacoom x Kjirgia

    Aus der: Hamba Nala
    Klimaxx x Hamba Senegal

    Zur Zucht zugelassen: ja
    [​IMG]
    Gewinnerin der SK 459


    Züchter: unb.
    Eingetragene Zucht:
    Akhal Teke Breeding Association (ATBA)
    / Winterscape Stables (WCS)
    Gencode: n. g.
    Vererbung: n. g.
    Nachkommen:


    Exterieur
    _________________________________

    Geschlecht: Stute (weiblich)
    Geburtsdatum: 02.02.2012
    Rasse: Achal Tekkiner
    Herkunft: Neuseeland

    Stockmaß/Endmaß: 170 cm
    Art: Pferd
    Typ: Vollblut

    Fellfarbe: Rappschimmel, metallic
    Langhaar: dunkelgrau
    Abzeichen:
    Sonstige Erkennungsmerkmale:


    Interieur
    _________________________________


    freundlich ◆◆ bösartig

    introvertiert ◆◆◆ extrovertiert

    intelligent ◆ unintelligent

    selbstbewusst ◆◆◆ unsicher

    sozial ◆◆ unsozial

    nervös ◆◆◆◆ beständig

    ausgeglichen ◆◆◆ unausgeglichen

    temperamentvoll ◆◆◆ ruhig

    aufmerksam ◆◆◆◆ unaufmerksam

    streitlustig ◆◆◆ friedlich

    naiv ◆ dominant

    loyal ◆◆◆◆ untreu

    arbeitsfreudig ◆◆◆ faul

    geduldig ◆◆◆ ungeduldig


    Charakterbeschreibung: Himmawallajugaga ist eine imposante und, im Vergleich zu anderen
    Pferden ihrer Rasse, recht große Erscheinung. So bringt sie eine gewisse Austrahlung, die nur
    einigen Tekkinern eigen ist, von Haus aus mit. Besonders auf Shows und in der Freiheitsdressur
    kann sie so Zuschauer in ihren Bann schlagen und für die Rasse begeistern.
    Charakterlich besitzt Himmi viele Eigenschaften, die sie außerhalb der Bahn zu einem
    ruhigen, verlässlichen Pferd machen, das gerne arbeitet gefordert werden will.
    Im Wettbewerb hingegen entwickelt sie einen eigenen Kopf, zeigt Ehrgeiz und Entschlos-
    senheit. Nicht zuletzt diese Eigenschaften machen den Schimmel zu einem guten Rennpferd.

    Geschichte: Himmawallajugaga stammt aus Neuseeland, wurde jedoch einst aufgrund der
    Auflösung der Tekkinerzucht nach Norwegen verkauft. Nun soll ebendiese wieder in das Leben
    gerufen werden, weshalb die Stute erneut einen Platz in der Herde der WCS findet.
    Der Schwerpunkt ihrer Förderung liegt derzeit im Renn- und Distanzbereich.


    Qualifizierungen & Erfolge
    _________________________________


    Eignung: Distanz, Galopprennen

    Springen: E A L M S
    Military: E A L M S
    Western:
    Distanz: E A L M S S* S** S***

    Galopprennen: E A L M S S* S** S***
    Fahren:

    Dressur: E A L M
    Gangreiten:
    Wendigkeit: E A L M S

    Turnierbedingter Aufstieg | Trainingsaufstieg | Potential

    Auszeichnungen:

    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]

    2. Platz; 266. Distanzturnier | 1. Platz; 356. Galopprennen
    1. Platz; 440. Galopprennen | 1. Platz; 441. Galopprennen
    1. Platz; 442. Galopprennen | 2. Platz; 444. Galopprennen



    Ausbildungsstand
    _________________________________


    Fohlen ABC:
    Longiert:
    Eingeritten:
    Eingefahren:

    Beurteilung: Himmi ist stets konzentriert bei der Arbeit, möchte
    aber gefordert werden und ist selten erschöpft. So stellt sie an einen Trainer
    recht hohe Ansprüche.

    Gelassenheitstraining:
    Hindernisgewöhnung: ✔
    Hängergewöhnung:
    Startboxgewöhnung:

    Roundpen: schnell, konzentriert, buckelt gern
    Reitplatz/Reithalle: gibt nur ungern im Nacken nach,
    raumgreifende Gänge
    Gelände: schaut gerne alles an, für jeden Spaß zu haben,
    mag Wasser und Querfeldeinritte, trittsicher


    Gesundheitszustand
    _________________________________

    Gechippt: ja
    Geimpft: ja
    Bekannte Krankheiten:
    Anmerkungen:

    Hufzustand: annehmbar
    Prüfstand:
    Beschlag vorn:
    Beschlag hinten:
    Anmerkungen: etwas lange Hufe,
    nicht beschlagen