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sadasha

Hibiskus | DRP - Tassila

Hibiskus | DRP - Tassila
sadasha, 24 Feb. 2019
    • sadasha
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      15. August 2014 | von Stelli
      Aktuell gab es viel Trubel auf unserem Gestüt. Ich hatte für meine Stallungen beschlossen alles komplett neu zu sortieren. Nach ungefähr zwei Tagen war alles umsortiert, die Pferde und Ponys an ihrem Platz. Sogar die Jungpferde hatten ihren eigenen Trackt. Jedoch wollte ich mich heute um die Reitponys kümmern, welche den Stall bezogen, wo Hengste wie Stuten gemeinsam untergebracht waren. Mir gefiel die neue Odnung außerordentlich gut und war froh diesen Schritt gemacht zu haben. Ich atmete tief durch und begann dann mit der Versorgung meiner geliebten Ponys, beginnend mit Kovu, der eine Box weit vorne bezogen hatte. Ich holte ihn aus der Box und putzte ihn am putzplatz, bevor ich Longe, Ausbinder, Trense und Gamaschen holte. Als alles am Pferd war kritzelte ich ein 'Kovu' in die Roundpenliste und ging zum longieren in den Longierzirkel. Ich longierte Kovu eine gute halbe Stunde vorwärts-abwärts, wobei er auch gut mitmachte. Bis auf einen Zwischenfall blieb er schön locker im Rücken und ließ sich ordentlich fallen. Danach brachte ich ihn auf einen freien Graspaddock. Ich räumte das ganze Zeug zurück an seinen Platz und fuhr mit Down with the Sickness fort. Sickness befand sich derzeit in einer Flegelphase und war nicht einfach. Deswegen beschloss ich heute Bodenarbeit zu machen. Nachdem ich kurz drübergeputzt hatte holte ich ein Arbeitsseil, eine Gerte und ein Knotenhalfter und ging in unsere Bewegungshalle. Sickness testete schnell seine Grenzen, wo ich ihn oftmals zeigen musste, wer das sagen hatte. Recht schnell gab der stute Ponyhengst sich geschlagen und war am Ende sogar recht folgsam. Ich beendete das Training an einem Punkt wo es richtig gut war und brachte ihn ebenfalls nochmal an die frische Luft. Nun war meine Stute Kiss me quick dran, die schon sehensüchtig auf Beschäftigung wartete. Nachdem sie geputzt war sattelte ich sie und ging in die Halle, da sie sich dort besser konzentrieren konnte. Nach der Aufwärmphase arbeitete Kiss me quick super mit. Sie war schön durchlässig und hatte heute kaum mit ihr zu kämpfen. Wir bauten ein paar Schenkelweichen, Renvers und Travers ein und feilten etwas an den Lektionen. Nach einer guten Stunde waren wir an einem Punkt wo beide zufrieden mit der Arbeit waren, deshalb ließ ich sie lang und ritt noch eine kleine Schrittrunde um die vier Ecken. Anschließend stellte ich die Ponystute mit Abschwitzdecke in die Box. Von dort nahm ich direkt Velino mit. Der hocherfolgreiche Zuchthengst war heute etwas aufgedreht, anscheinend hat er sich noch nicht ganz an die neue Stallordnung gewöhnt. Ich putzte ihn kurz bevor ich ihn sattelte und ging mit ihm raus auf den Reitplatz. Auch dort hatte Velino ziemlichen vorwärtsdrang und war anfangs sehr unrittig, was ich normalerweise nicht von ihm gewohnt bin. Der feinfühlige Hengst musste sich wohl noch etwas einleben. Da alles kämpfen nichts brachte bewegte ich ihn einfach nur ohne groß zu arbeiten, da er allgemein sehr spannig war, wieso auch immer. Einmal schoss er mir wie von der Tarantel gestochen los und baute einen feinen Bocksprung ein, der mich beinahe aus dem Sattel katapuliert hatte. Ich ritt ihn anschließend noch ein wenig, dann beendete ich den mehr oder weniger katastrophalen Ritt. Zum abspannen kam mein Lieblingshengst nochmal raus auf die Koppel. Zurück im Stall wartete mein relativ neuer Hengst Lavengo auf mich. Lavengo ist ein talentierter Springer; dieses Talent wollte ich heute ein wenig fördern. Da ich eine halbe Stunde später Springstunde mit ihm hatte beeilte ich mich mit putzen und satteln und fand mich wenig später in der Halle wieder, wo ich ihn bereits ein wenig warm machte. Die Stunde allgemein war sehr gut. Aktuell sprangen wir ein sehr sicheres L-Niveu und zwischendurch war auch mal ein Sprung auf M-Höhe für Ponys. Mein Trainer sagte er könnte es sogar bis in den ganz hohen Ponysport schaffen, was mich sehr bemutigte. Im Großen und Ganzen arbeiteten wir aber eher an der Technik anstatt an der Höhe und ich war sehr zufrieden mit uns. Lavengo war ziemlich geschwitzt, weswegen er unter das Solarium kam, bevor er in die Box zurückgestellt wurde. Mit Silverangel stand heute wieder ein Dressurtraining an. Ich beeilte mich ebenfalls, denn mit ihr hatte ich ebenfalls Reitstunde bei meinem Dressurtrainer. Silverangel konnte bereits sicher die S-Lektionen und war auf einem perfekten Weg bis an die Spitze der Dressur. Obwohl sie sicherlich auch für den Springsport geeignet war fand ich sie als Dressurpony auch sehr nett. Das Training verlief super. Silverangel war locker und total bei der Sache und führte die Lektionen gekonnt und sicher aus. Mein Trainer meinte ich sollte womöglich bald meine erste S-Dressur mit ihr melden, was mich überglücklich machte. Dank Silverangels fantastischer Ausdauer war sie nur etwas geschwitzt weswegen wir noch eine kleine Schrittrunde zum trockenreiten machten. Von meinem Dressurcrack ging es zu einem Pony, was noch ganz an den Anfängen stand. Liscalina war noch nicht weit in ihrer Ausbildung, da sie noch sehr jung ist. Deswegen beschloss ich sie heute zu longieren, da auch ich eine Pause brauchte. Ich trug mich im Longierzirkel ein und packte die Sachen aufs Pony, bevor ich mit dem Training begann. Nachdem ich sie warmlongiert hatte kamen die Ausbinder drauf. Liscalina war heute etwas unkonzentriert am Anfang, was sich aber mit der Zeit besserte, weswegen ich auch Trabstangen mit einbaute. Nach 30 Minuten war ich fertig mit dem Training, da die Stute auch gut mitgearbeitet hatte am Ende und ich sie nicht überfordern wollte. Zum Lob kam sie nochmal raus auf die Koppel, wo sie sich erstmal schön im Schlamm wälze. Als nächstes war Hibiskus an der Reihe, eine meiner zwei neuen Ponystuten. Ich war überglücklich mich endlich als ihre Besitzerin ausgeben zu dürfen. Heute würde ich sie zum ersten Mal bei uns reiten, die Tage zuvor genoss sie draußen oder wurde longiert. Hibiskus ließ sich entspannt putzen und Satteln bevor ich sie in die Halle brachte. Nach dem Warmreiten trabte ich sie an und fühlte mich direkt pudelwohl. Ich liebte die Stute bereits jetzt abgöttisch und würde sie nie wieder ausziehen lassen. Ich lobte Hibiskus zwischendurch immermal damit sie entspannt blieb. Ab und zu schnaubte sie ab, so zufrieden war sie. Anscheinend hatte sie sich gut eingelebt. Ich ritt sie bloß eine halbe Stunde, da ich fand das es reicht. Sie kam danach nochmal auf die Koppel. Die letzte Kandidatin war Nagoya, die ich vor einigen Jahren bereits besaß. Leider verkaufte ich sie weiter und tauchte unter, kurz bevor ich sie wieder kaufen konnte. Jedoch fand ich sie durch puren Zufall und mir gelang es, sie relativ einfach zu kaufen und zu mir zu holen. Sie war ziemlich runtergekommen und brauchte erstmal eine Grundsanierung der Extraklasse, doch ich wusste was sie kann und was in ihr steckte, deswegen nahm ich sie mit gutem Gewissen wieder Zuhause auf. Da sie erst heute wieder einziehen durfte putzte ich sie nur und stellte sie auf ein Paddock, bevor ich mich mit einem Tierarzt in Verbindung setze, welcher sie ordentlich durchchecken sollte.

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      04. Januar 2015 | von Stelli
      Im neuen Jahr ging es nicht anders zu als im Alten auch. Wie gewohnt mussten die vielen Pferde auf dem Gestüt versorgt und bewegt werden. Mein erster Weg führte zu Kovu. Mit ihm wollte ich heute einen schönen Winterausritt genießen. Eine Freundin hatte spontan Lust auf einen Ausritt, weswegen sie pünktlich im Stall ankam. Ich hatte Kovu und Never say Never bereits geputzt und so mussten wir nurnoch satteln. Draußen im Gelände war es traumhaft. Die Sonne kam ab und zu durch die dichte Wolkenschicht und wir sogen quasi jeden Sonnenstrahl ein. Ich wählte heute eine besondere Strecke, indem die Pferde ein gutes Stück bergauf laufen mussten. In den Höhenlagen lag noch teilweise recht viel Schnee. Unsere Snowgrips sollten wenigstens mal einen Nutzen haben. Also galoppierten wir eine nette Tiefschneestrecke entlang, was irgendwann wirklich an der Ausdauer der Pferde kratze. Nach dem eifrigen Galopp machten wir uns entspannt zurück zum Gestüt. So hatten wir Ausritt und Training miteinander verbunden. Zuhause angekommen versorgten wir die Pferde, bevor ich Down with the Sickness longieren ging. Fix schrieb ich mich in die Longierhalle ein und machte ihn fertig. In der Longierhalle longierte ich ihn erst wie gewohnt und legte dann eine Stange mit hinein. Nach 30 Minuten war die Einheit beendet. Die nächste auf meiner gedanklichen Liste war Kiss me quick, eine meiner Lieblingsstuten. Ich putzte sie schnell bevor ich mich ans satteln machte. Dressurstunde stand auf dem Programm. Nachdem wir ordentlich aufgewärmt und locker waren gingen wir an die Arbeit. Pünklich erschien unser Dressurlehrer auf der Matte, der Kiss me quick und mich eine halbe Stunde lang ordentlich knechtete. Wir beide waren danach ziemlich fertig und geschafft, aber es hatte sich gelohnt. Wir waren beide ein Stückchen weiter gekommen. Während meine Stute unter dem Solarium trocknen durfte, holte ich Velino aus seiner Box und bereitete dieses für die nächste Reitstunde vor. Ich hatte nur eine halbe Stunde Zeit, also musste ich mich beeilen. Bereits beim warmreiten war Velino ungewöhnlich locker und kaute zufrieden auf seiner Kandare herum. Auch während der Dressurstunde zeigte er sich willig und machte super mit, was auch meinen Trainer begeisterte. Nach einer halben Stunde bemerkte ich allerdings seine und auch meine Erschöpfung, weswegen ich noch ein wenig vorwärts-abwärts trabte und es gut sein ließ. Nach den zwei Reitstunden stand Pause auf dem Programm. In der Bewegungshalle durfte sich Lavengo ordentlich austoben und wälzen. Da er schon länger nicht mehr frei laufen durfte, genoss er es in jedem Zug, beziehungsweise Bocksprung. Irgendwann reichte es aber und Lavengo durfte nochmal auf einen Paddock. Denn nun stand Springstunde auf dem Programm. Liscalina war schnell fertig gemacht und wir bereiteten uns in der Halle auf die kommende Stunde vor. Liscalina war anfangs ziemlich unkonzentriert und machte einige Fehler, jedoch wurde dies mit der Zeit besser. Irgendwann hatte die schlaue Stute allerdings keine Lust mehr und fing wieder zu schludern an. Deswegen beschloss ich, nach einer letzten guten Abschlussrunde das Training sein zu lassen. Hibiskus war die nächste im Bunde. Da ich sie gestern ordentlich gefordert hatte, ritt ich sie nach dem Fertigmachen nur etwas vorwärts-abwärts und ging danach noch eine kleine Schrittrunde raus. Hibiskus war noch nicht sonderlich erfahren was das Gelände betrifft, weswegen sie noch etwas unsicher und schreckhaft war. Wir wollten es nicht übertreiben und blieben deshalb nur im Schritt. Nun musste ich noch Nagoya versorgen. Mit ihr wollte ich heute auch nur in die Longierhalle. Ich schnappte mir meine neue Longierhilfe, machte sie fertig und führte sie noch 10 Minuten Schritt, da sie das einfach vor der Longenarbeit brauchte. Das bewies sie auch während des Longierens. Sie schwingte schön im Rücken und trat von hinten wunderbasr mit. Am Ende war sie ordentlich an Oberlinie und Flanke geschwitzt, was von unserer Arbeit zeugte. In der ganzen Hektik hatte ich allerdings Silverangel vergessen. Also putzte ich die nette Ponystute und brachte sie in die Führanlage. Während sie ihre Runden drehte, äppelte ich nochmal alle Boxen ab. Nach 20 Minuten konnte ich Silverangel wieder aus der Führmaschine holen. Endlich hatte ich alle Vierbeiner geschafft. Ich war im großen und ganzen sehr zufrieden mit meinen Ponys.


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      10. Juni 2015 | von Stelli
      Als Nächstes widmete ich mich meinen Lieblingen, den Deutschen Reitponys. Ich betrat die Stallgasse und wirde direkt von einem freundlichen Wieheren empfangen. Ich begann diesen Stalltrakt mit Back to Business, einer meiner Lieblingshengste hier. Business putzte udn sattelte ich, dann wollte ich etwas springen gehen. Das Traumwetter lies dies auch zu, also begaben wir uns auf den Springplatz und sprangen ein wenig. Nachdem wir das Training beendet hatten, ging es mit Nagoya weiter. Die zarte Falbstute musste heute mal wieder an die Longe, was ich auch in die Tat umsetzte. Mit Kappzaum bewaffnet gingen wir in die Longierhalle und machten ein wenig Longenarbeit. Danach war meine Stute Hibiskus an der Reihe. Mit ihr hatte ich heute eine Dressurstunde bei dem Landestrainer geplant, der alle zwei Wochen zu uns kam. Hibiskus zeigte sich in dieser Stunde sehr konzentriert und willig, was uns einen weiten Schritt nach vorne trug. Das nächste Pferd war die Stute Liscalina. Nach dem anstrengenden Dressurtraining suchte ich mit der distanzerfahrenen Reitponystute Ausgleich bei einem entspannten Ausritt. Liscalina war sehr erfahren, ruhig und trittsicher, was jeden Ausritt sehr erholsam machte mit einem hohen Spaßfaktor. Wir waren insgesamt 1,5 Stunden unterwegs durch Wälder und Wiesen, selbst die zwei entgegenkommenden Kutschen ließen Liscalina kalt und ruhig. Auf dem Hof zurück war Silverangel dran. Sie durfte heute in der Bewegungshalle ein wenig flitzen, was sie heiß und innig liebte. Nach einem ordentlichen Sandbad bretterte die schicke Dame durch die Halle und bockte sich dabei ordentlich frei. Nun war Lavengo an der Reihe. Mit ihm plante ich heute Arbeit an der Doppellonge. Wir hatten das zusammen noch nicht oft gemacht, aber er war sehr lernwillig und ließ sich nicht schnell irritieren oder stressen, weswegen das zu Lernen für mich und für ihn als sehr angenehm gestaltete. Eine Einstellerin am Hof brachte es mir bei und Lavengo und ich hatten eine unheimlich erfolgreiche Trainingseinheit. Nun war Velino dran, mein Prämienhengst den ich auch unheimlich liebte. Für den guten kam heute der Physiotherapeut, denn ich merkte beim Reiten die ein oder andere Verspannung, da er sich bei manchen Lektionen nicht im Rücken locker machen wollte und sich dabei immer nur selbst blockiert. Der Physiotherapeut fand direkt einige Baustellen in den langen Rückenmuskeln und Bauchmuskeln und Velino, der anfangs etwas skeptisch war, genoss es sichtlich. Nun hieß es zwei bis drei Tage Schritt und dann schauen. Mit meiner Elitestute Kiss me Quick wollte ich heute auch ein wenig in die Halle gehen. Mit ihr hatte ich schon eine gefühlte Equigkeit nichts mehr in dressurmäßiger Richtung gemacht, was wirklich wieder Zeit wurde. Nachdem ich geputzt und gesattelt hatte setzte ich meinen Plan in die Tat um und quälte mich und sie durch eine Stunde Dressur. Sie war am Anfang unheimlich nölig und wollte überhaupt nicht mitmachen, was nach einer halben Stunde aber wie weggeblasen war und sie schön durchlässig wurde. Als letzte wollte Never say Never bewegt werden. Mit ihr machte ich heute auch ein wenig Longenarbeit. Sie war von anfang an locker und konnte die Longierarbeit richtig auskosten. Nun waren alle Ponys bewegt und ich ging zu den Großpferden über.


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      25. November 2015 | von Stelli
      Ein bitter kalter Tag brach heute morgen an, an dem ich kaum aus dem Bett kam. Alles war mich motivierte ist der vertraute Stallgeruch, also schlüpfte ich wenig später in meine Stallklamotten und stellte erfreut fest, dass es über Nacht bestimmt 5cm Neuschnee gab, den ersten Schnee seit Sommer. Ich ging zuerst in das Stallabteil der Ponys, die mich erwartungsvoll ansahen und auf ihr Frühstück warteten. Der Stallbursche hatte bereits um 6:30 Uhr das Heu verteilt und so war ich nur mit dem Kraftfutter dran. Anschließend fütterte ich die Warmblüter und anderen Pferde und machte mich dann an die Arbeit. Back to Business ritt ich eine Stunde in der Halle, er war ziemlich knackig und hatte ernormen Vorwärtsdrang. Nagoya und Hibiskus gingen gemeinsam auf ein großes Winterpaddock und durften ihren freien Tag genießen. Liscalina longierte ich eine halbe Stunde, danach ritt ich Silverangel ein wenig vorwärts/abwärts, da vorgestern der Osteo vorbeigeschaut hatte. Lavengo longierte ich ebenfalls und Velino musste an eine anstrengende Dressureinheit glauben. Kiss me quick durfte ein wenig in der Halle hüpfen und Never say Never kam in die Führanlage und danach auf ein Winterpaddock. Die vier Jungpferde Love is Confidence, Dark Prince, Déchante und Shadowlight standen wie immer in ihrem Offenstall und freuten sich über den ersten Schnee. Anschließend ging es zu den Großen über. Place Royal bekam heute Vollberitt von einer Bereiterin, Offical Legito ritt ich dagegen ein bisschen Dressur, wobei er sich gut anstellte. Until Tomorrow longierte ich eine halbe Stunde und Pacey sprang ich über Cavalettireihen. Lago Puccini kam zusammen mit All in All in die Führanlage und Red Diamond stellte ich 40 Minuten aufs Laufband. Danach gings mit den Stuten weiter. Lady Donatella wurde heute locker von ihrer Reitbeteiligung geritten, genau wie Jacarta, die von ihrer Reitbeteiligung longiert wurde. Laith dagegen ritt ich im Schritt durch das Gelände, sie liebte Schnee einfach über alles. Ima Banana Split musste sich in der Longierhalle beweisen und Esperanza, Call me bubble und ihre Mutter Forever Yours kamen zu dritt raus, sie hatten heute frei. Die feurige Ysun musste ich in der Reithalle schaffen, sie ist immer noch impulsiver wenn es kalt wird als sonst. Kalympia kam zusammen mit Summer Wine und Minstrel in die Führanlage. Smarty Jones ließ ich in der Bewgeungshalle laufen, Pekinpah ritt ich locker Western und Irpa kam auf die Koppel. Mara und Ben führte ich gemeinsam Schritt durchs Gelände, Arrivederci wurde von meiner Cousine geritten, Jade kam aufs Laufband und Silvano wurde longiert.


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      05. Februar 2016 | von Stelli
      Momentan war alles ziemlich stressig. Darunter mussten leider auch meine geliebten Pferde leiden, aber ich hoffte sehr, dass sich das bald ändern würde. Stören tut es die Pferde allerdings nicht, denn sie genossen den sehr warmen Januar und jetzt auch schon Februar größtenteils im Freien auf Koppel oder Paddocks. Unterstützt wurde ich von einigen Freunden und meinen zuverlässigen Reitbeteiligungen. Auch heute hatten viele Pferde einen unbeschwertes Leben auf den Koppeln. Ich ging vom Stall aus rüber zu den Koppeln um nach meinen Vierbeinern zu schauen. Von weitem erkannte ich den auffälligen Smarty Jones und Peninpah auf der Hengstkoppel. Jade und Silvano standen etwas abseits und grasten gemütlich, nur Ben schien mich wahrzunehmen und kam brummelnd an den Zaun, wo er direkt was abstauben konnte. Die anderen Pferde bemerkten dies und kamen ebenfalls. Ich überzeugte mich von ihrer besten Gesundheit, schmuste mit jedem und ging dann weiter zu den Stuten. Irpa stand im hintersten Eck und graste, Mara und Arrivederci standen zusammen etwas abseits. Sie hatten ihre kleinere Herdenkoppel, da sie ein prima Gespann waren. Den Dreien ging es gut, also ging ich weiter. Ich kam zu der Koppel meiner vier Jungspundte Shadowlight, Dark Prince, Déchante und Love is Confidence. Sie kamen alle direkt an den Zaun. Sie waren ziemlich schlammig, da sie den ganzen Tag und Nacht draußen standen und noch ihre Reitfreie Zeit genießen konnten. Um zu den anderen Koppeln zu gehen musste ich einmal quer über den Hof und sammelte auf dem Weg noch einige Leckereien für die Ponys und Pferde ein. Ich sah direkt mal nach dem Rechen, denn Nagoya und Liscalina wurden gerade von ihren Reitbeteiligungen bewegt. Lisca war heute etwas aufmüpfig und Nagoya brav wie meist immer, aber die Reiter hatten alles bestens im Griff. Die Hengste standen einzeln auf den Hengstkoppeln. Zuerst sah ich nach Back tu Business, der sich fein im Matsch gewälzt hatte und sein goldenes Fell einem Wildschwein gleichte. Lavengo ließ sich nicht berirren und graste uninteressiert weiter, als ich am Koppelzaun stand. Er teilte sich seine Koppel mit seinem Kumpel Kovu, der Kopf an Kopf bei Lavengo stand und brav mitmachte. Velino begrüßte mich ebenfalls und durchsuchte meine Taschen gierig nach Fressbarem. Meine Zuchtstuten Hibiskus, Silverangel, Kiss me quick und Never say Never standen wiederrum zusammen und sahen alle munter und zufrieden aus. Nun ging ich rüber zu den Warmbluthengsten. Diese standen ebenfalls alle auf ihren eigenen Koppeln. Was ein Glück können wir hunderte Koppeln aus unserem weitläufigem Grundstück schöpfen! Auf den ersten Blick sah ich alle Hengste zufrieden grasen und keiner war auffällig. Place Royal ließ sich nicht beirren und nahm mich nicht wahr, sah aber sehr fit aus. Offical Legito kam genauso wie Pacey und Red Diamond an den Zaun und ließ sich beschmusen und befüttern. Until Tomorrow kam nach etwas zögern auch zu mir und All in All graste ebenfalls und drehte mir den Po zu. Lago Puccini wurde grade von unserer Bereiterin longiert und stand deshalb nicht draußen. Die Stuten wiederrum waren in zwei große Gruppen unterteilt. Lady Donatella, Laith, Ima Banana Split, Conversation und Minstrel teilten sich eine Weide und kamen direkt zu mir als sie mich sahen. Schön zu sehen wie eine kleine Herde angaloppiert kamen. Ihnen ging es allen gut und ich konnte beruhigt zu den anderen Stuten gehen. Diese Gruppe bestand aus Kalympia, Summer Wine, Ysun, Jacarta, Esperanza, Call me bubble, Forever Yours. Ysun war die erste am Zaun und staubte sich die größte Karotte ab. Die anderen brauchten etwas länger, waren dann aber vollzählig und konnte mich von ihrer besten Gesundheit überzeugen. Nach meinem ausgedehnten Besuch bei meinen Pferden konnte ich mich nun wieder der Lernerei widmen.


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      31. Juli 2016 | von Stelli
      Es war ein wunderschöner und glücklicherweise nicht allzuwarmer letzter Julitag in diesem Jahr. Alle meine Pferde genossen den schönen Tag draußen in der angenehm warmen Sonne und ließen die Seele baumeln. Ich trottete rüber zu meinen jüngsten Pferden Shadowlight, Déchante, Dark Prince und Love is Confidence, die mittlerweile in Hengste und Stuten getrennt waren. Sie grasten zufrieden, Prince lag dabei sogar. Neben der Weide standen meine Ponys. Bei den Hengsten Back to Business, Lavengo, Velino und Kovu, bei den Stuten Nagoya, Hibiskus, Liscalina, Silverangel, Kiss me quick und Never say Never. Auch hier schien alles ruhig zu sein. Hibiskus und Silverangel dösten unter einem Baum zusammen während die anderen Stuten Gras fraßen. Bei den Hengsten panierte sich Kovu grade ausgelassen. Ich stand eine Weile da und beobachtete meine Ponys auf ihren großflächigen Weiden bevor ich weiterzog. Bei den Großpferden sah die Aufteilung dieses Jahr anders aus. Weil letztes Jahr sich einige Hengste in die Haare bekommen hatten, hatten wir - wenn möglich - kleine Gruppen oder sie standen alleine. Place Royal verstand sich super mit Lago Puccini, während Offical Legito, Red Diamond und Until Tomorrow alleine standen. Pacey verstand sich seit kurzem recht gut mit All in All. Die Hengste sahen allesamt prächtig aus und waren alle momentan im Training. Einige wichtige Wettbewerbe und Turniere standen vor der Tür, manche auch schon bestritten. Ich freute mich, solche guten Hengste im Besitz zu haben. Legito kam an den Zaun gelaufen und sahne ein Leckerli ab, auch Red Diamond kam und ließ sich was abgeben. Die anderen schenken weiterhin nur der Wiese beachtung. Die Warmblutstuten wiederrum standen in zwei Herden zusammen. Lady Donatella, Laith, Ima Banana Split, Minstrel, Kalympia und Ysun standen in einer Herde, Jacarta, Esperanza, Forever Yours, Call me bubble, Conversation und Summer Wine in der Anderen. Laith und Banana kraulten sich grade, sie verstanden sich supergut. Die anderen Stuten standen etwas abseits. Ysun war friedlich und ließ die anderen in Ruhe fressen. Auch bei der anderen Gruppe schien alles entspannt zu sein. Sie standen weit hinten auf der Koppel, aber ich konnte jeden einzelnen von ihnen erkennen. Zu guter letzt befand sich auf der anderen Seite des Stalls die Koppel der Privatpferde. Auch hier waren Stuten und Hengste, beziehungsweise Wallache, getrennt. Smarty Jones stand demnach mit Pekinpah, Jade, Silvano und Ben zusammen. Bei den Stuten waren es Irpa und bunte Duo Mara und Arrivederi. Sie hatten die 'kleinste' Koppel, obwohl man diese nicht klein nennen konnte. Ben kam durch mein ihm vertrautes Schnalzen brummelnd zum Koppelzaun und wurde von mir mit einem Banenenleckerli liebevoll begrüßt. Ich war glücklich und zufrieden dass alle meine Pferde entspannt den Sonntagmittag genossen und konnte mich mit einem guten Gefühl wieder der Stallarbeit widmen.


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      07. Januar 2017 | von Stelli
      Ein eisiger Wind fegte durch die Stallgasse. Schnell schloss ich die Stalltüren, sodass die wohlige Wärme schön im Stall blieb. Ich befand mich bereits in den letzten Zügen der heutigen Stallarbeit. Zurückblickend konnte ich stolz auf mein heutiges Werk sein. Lady Donatella wurde ein wenig v/a geritten, Jacarta genoss etwas Bodenarbeit, Laith wurde dressurmäßig auf Kandare gearbeitet, Ima Banana Split, Esperanza, Forever Yours und Call me bubble waren in der Führmaschine. Conversation wurde eine halbe Stunde longiert und Ysun sprang ich persönlich über ein paar Kreuze zur Gymnastik. Kalympia, Summer Wine und Minstrel übernahmen die zweite Führmaschinenschicht. Die Jungpferde, Shadowlight, Déchante, Dark Prince und Love is Confidence teilte ich in Stuten und Hengste und ließ sie laufen. Back to Business ritt ich etwas Dressur, Nagoya wurde von ihrer Reitbeteiligung ebenfalls geritten. Hibiskus wurde eine halbe Stunde longiert, Liscalina und Silverangel ließ ein Pfleger zusammen in der Lauflasshalle laufen. Lavengo genoss das Laufband ein wenig. Velino ritt ich ebendalls Dressur, Kiss Me Quick durfte ein klein wenig Springen. Never say Never wurde heute beschlagen und durfte danach etwas faulenzen. Kovu hatte heute seinen freien Tag. Place Royal wurde von einem hofeigenen Bereiter unter dem Sattel gearbeitet. Offical Legito wurde parallel dazu von mir in der Halle geritten. Until Tomorrow genoss heute ebenfalls einen neuen Beschlag und hatte frei. Mit Pacey machte ich heute etwas Stangenarbeit vom Sattel aus. Lago Puccini und All in All gingen zusammen in die Führmaschine. Red Diamond ritt ich heute Dressur. Mit Smarty Jones ging ein Bereiter von uns auf die Rennbahn, die grob um den Hof führte, da das Wintertraining nicht zu kurz kommen durfte. Pekinpah wurde ebenso von einer professionellen Westernausbilderin gefördert. Irpa bespaßte heute ihre liebe Reitbeteiligung Anna. Mara und Arrivederci gingen gemeinsam in die Führmaschine. Jade wurde locker longiert und Silvano hatte seinen freien Tag. Liebling Ben ritt ich ein wenig v/a und ließ es gut sein. Natprlich genossen die meisten Pferde Paddock oder Winterkoppel. Nachdem ich die letzten Heukrümel zusammen mit meinen Helfern von der Stallgasse gekehrt hatte, ging ich müde aber zufrieden ins Haus zurück. Mich aufwärmen.


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      13. Mai 2018 | von Tassila
      Moya, Orpheus, Here comes Copycat, Gigolo's smokin Silverado, Depressed Mr. Dexterity, Lune de Miel, Efeu, VK Golden Redstar, Official Legito, Laith, Connerie, tc Roses never Die, Chuckling dancing Mess, Valentine's Dublin, scs Silmaril, Seleya, Belfalas, tc Amor Casdove, scs Sweeney Todd, Allons-y Alonso, Hibiskus, tc My little colored Ken, scs Suddenly Airborne, scs Might Bite a Bit, Acapulco goes for Gold, Aerith, scs Sing my Lullaby, Aquila, Joaquín

      Der Sommer hat Einzug gehalten in Bayern, und das schon im April. Temperaturen bis 28 Grad haben jeden auf dem Hof den eisigen Winter vergessen lassen und die Pferde haben endlich wieder frisches Grün. Zunächst stundenweise werden die Gruppen auf die Koppeln losgelassen, und wie jedes Jahr ist der erste Weidegang eine rasante Angelegenheit.

      Zudem beginnt die Turniersaison und erste Erfolge gibt es auch schon zu verbuchen. Jedes Wochenende schwärmen die Reiter aus, auf Veranstaltungen in allen Sparten des Sports sind die Teams zu finden. Zu Hause läuft das alltägliche Training und es laufen die Planungen für das geplante Hoffest, das Ende Juli stattfinden soll..

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      18. August 2018 | von Tassila
      Moya, Orpheus, Here comes Copycat, Gigolo's smokin Silverado, Depressed Mr. Dexterity, Lune de Miel, Efeu, VK Golden Redstar, Official Legito, Laith, Connerie, tc Roses never Die, Chuckling dancing Mess, Valentine's Dublin, scs Silmaril, Seleya, Belfalas, tc Amor Casdove, scs Sweeney Todd, Allons-y Alonso, Hibiskus, tc My little colored Ken, scs Suddenly Airborne, scs Might Bite a Bit, Acapulco goes for Gold, Aerith, scs Sing my Lullaby, Aquila, Joaquín, Albatros, Vintage Brass Affaire

      "... und gegen Abend steigendes Gewitterrisiko in Teilen der Oberpfalz und Niederbayern..." - hatte gestern Abend zumindest der Wetterfrosch der lokalen Radiostation behauptet, wobei das mal wieder alles oder nichts heißen konnte. In diesem Falle: nichts, kein Tröpfchen Regen ging im Tal nieder, die anhaltende Hitze ging langsam aber sicher jedem hier auf den Geist. Ausser vielleicht den Wüstenpferden, die fühlen sich wahrscheinlich gerade wie im Land ihrer Ahnen. Für die Normalsterblichen heißen Temperaturen bis zu 36° aber vor allem eines: Training nur in den Morgenstunden und Abends. Auch sind die für Pferde zugänglichen Gewässer der Umgebung ein sehr populärer Anlaufpunkt, kaum ein Ausritt kommt daran vorbei. Man munkelt, dass auch schon berittene Exkursionen losgeschickt wurden, um die Qualität der Eisdielen der umliegenden Dörfer zu erforschen...

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      31. Januar 2015 | von Samarti
      Dressur E-A

      Lautstark schimpfend machte ich mich auf den Weg in den Pensionsstall, in welchem Hibiskus untergebracht worden war. Sie war das nächste der Reitponys, welche ich für Janina trainieren sollte, diesmal betraf es wieder die Disziplin Dressur.

      Wir hatten bereits einige Trainingsstunden hinter uns, in denen wir hauptsächlich die E-Anforderungen wiederholt hatten, als wir mit den Gangarten in einer A-Dressur begannen. Die Hufschlagfiguren – eine Schlangenlinie mit vier Bögen und zehn Meter-Volten im Trab – mussten wir nicht mehr üben, da wir diese in das vorherige Training mit einfließen lassen hatten.
      Nun wandten wir uns dem Mitteltrab zu. Hierfür wurden Stangen auf den Boden gelegt, damit Hibiskus ihre Beine und sich selbst mehr streckte und sich somit im Rahmen vergrößerte. Es dauerte eine Weile, da sie ihre Beine zwar anhob, sich jedoch nicht sonderlich streckte. Irgendwann wurde dies jedoch auch besser und wir konnten zum Mittelgalopp übergehen. Hier das gleiche Spiel: Die Galoppsprünge sollten verlängert werden und nur noch acht Galoppsprünge für eine vierzig Meter lange Bahn benötigt werden. Hierbei erfolgte eine Rahmenerweiterung, was einer Dehnung im Pferd entsprach. Allerdings sollte man nicht eiliger werden, sondern nur raumgreifender. Durch allmähliches Steigern sollte man das Ziel erreichen, ein zu plötzlicher Start würde keine guten Folgen mit sich bringen.
      Durch treibende Kreuz- und Schenkelhilfen trieb ich zunächst in die stehende, dann in die nachgebende Hand hinein und brachte das Deutsche Reitpony schließlich mithilfe dieser Hilfen dazu, einen Mittelgalopp zu erreichen. Auch hier dauerte das Ganze eine Weile, doch nach einigem Üben klappte auch diese Gangart, sodass wir mit den Tempi einer A-Dressur fertig waren.

      Die Tage vergingen wie im Flug und schon bald bewegten wir uns auf das Trainieren der neuen Lektionen vor. Dies waren ganze vier Stück – der einfache Galoppwechsel, das Viereck verkleinern und vergrößern, das Rückwärtsrichten und das Zügel aus der Hand kauen lassen. Alles in allem nichts, was man nicht schaffen könnte.
      Ich beschloss, mit dem einfachen Galoppwechsel zu beginnen und trieb Hibiskus somit, nachdem sie ordentlich aufgewärmt war, in den Galopp. Um ihr den einfachen Galoppwechsel beizubringen, ritten wir einige Schritt-Galopp-Übergänge, heißt: Wir galoppierten an, parierten in den Schritt durch und nach einer kurzen Schrittphase, die meist um die drei oder vier Schritte beinhaltete, galoppierten wir wieder an; diesmal auf der anderen Hand. Während der Schrittphase stellte ich die Stute um, gab ihr eine halbe Parade. Gleichzeitig nahm ich den äußeren Schenkel zurück und schob meine Hüfte nach vorn. Der neue innere Zügel gab nun nach, woraufhin Hibiskus wieder in den Galopp umspringen konnte. Hatten wir anfangs mit vier Schritten begonnen, so verringerten wir die Anzahl der Schritte immer weiter, bis ich mir sicher war, dass auch diese Lektion keine Probleme mehr darstellen würde.
      Daraufhin wandten wir uns dem Viereck verkleinern und vergrößern zu, das durch das Schenkelweichen hergeleitet wurde. Dies hatte ich Hibiskus in einer der vorherigen Stunden eingetrichtert, da es für diese Lektion von hoher Bedeutung war. Deshalb dauerte es nicht lange, bis auch diese Übung in ihrem Hirn verankert war.
      Das Rückwärtsrichten erreichten wir, indem Joline uns half. Ich saß auf Hibiskus' Rücken und entlastete mich im Sattel ein wenig, zeitgleich nahm ich meine Beine ran. Als das Tier unter mir schließlich vorwärts treten wollte, parierte ich sie rückwärts – und Joline tippte die Vorderbeine mithilfe einer Gerte leicht an, sodass Hibiskus schließlich rückwärts trat. Anfangs waren wir auf Joliness Hilfestellung deutlich angewiesen, ohne klappte es nicht. Nach einiger Zeit jedoch war die Lektion auch ohne die Gerte auszuführen und ich war mit dem Ergebnis so zufrieden, dass ich ihr die nächste Lektion lehren konnte.
      Das Zügel aus der Hand kauen lassen war nicht sonderlich schwer und eigentlich eine der einfachsten Lektionen der A-Dressur. Um es zu erreichen, nahm ich den äußeren Zügel strammer als den Inneren, sodass ich noch Kontakt zum Pferdemaul hatte. Daraufhin gab ich immer wieder kleine, kurze Paraden, sodass das Reitpony sich irgendwann fallen ließ und als das passierte, gab ich meine Hände nach vorn, damit Hibiskus sich vernünftig dehnen konnte. Es klappte beinahe von Anfang an, die Stute schien sofort zu verstehen, was ich von ihr verlangte und was ich erreichen wollte.

      Mit Abschluss der Lektionen stand uns auch der Abschluss des Training bevor, denn Hibiskus hatte sich großartig gemacht und die arbeitswillige, menschentreue Stute hatte in der Disziplin Dressur das A-Niveau erreicht. Ein weiteres Mal erhielt Janina von mir eine erfreuliche Nachricht, und da ich mit dem Training fast durch war, klang meine Stimme immer stolzer.


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      26. Februar 2015 | von Samarti
      Military E-A

      Auch Hibiskus traf wieder bei mir ein, um in der Disziplin Geländeritt trainiert zu werden.
      Der Geländeritt benötigte einiges an Ausdauer und auch besonders Kondition – Stärke, Geschwindigkeit und auch ein kluger Kopf waren wesentliche Bestandteile der Military. Dementsprechend verbrachten wir viel Zeit im freien und unternahmen lange Schritt- und Trabausritte, um Hibiskus auf das Niveau vorzubereiten.
      Das Gelände, auf welchem wir die Ausritte durchführten, war oft genug uneben und hügelig, sodass Hibiskus noch konzentrierter sein musste. Die arbeitswillige Stute machte dabei gut mit, schien die Beschäftigung zu mögen, was das Training ziemlich erleichterte.
      Doch nicht nur das mussten wir üben: Eine Streckenlänge von 1500 bis zu 3000 Metern war eben kein Zuckerschlecken. Hierbei war das vorherrschende Tempo 500 Meter die Minute, weshalb es natürlich auch das Tempo nicht zu vergessen galt, ebenso wie benötigte Rhythmus- und Balanceübungen.

      Wir ritten direkt auf einen breiten Wassergraben zu, die bereits bei einem A-Geländeparcours eine Weite von sage und schreibe zwei Metern haben durften. Zwar schaute Hibiskus etwas nervös und auch ihr Gang wurde etwas unsicherer, doch ich murmelte ihr ermutigende Worte zu, um sie ruhig zu halten. Sie sprang jedoch mit meiner Hilfe auch hier wieder recht passend ab, sprang über das Hindernis und während ich noch unter uns sah, kam das Pony mit den Vorderhufen im kalten Nass auf. Kurz zuckte der Palomino zusammen, weil er dies nicht erwartet hatte, doch ich entlastete mich kurz im Sattel und klopfte ihm lobend den Hals, da er es dennoch gut gemacht hatte.
      Das nächste Hindernis war ein Baumstamm, der eine geschätzte Weite von 1,20 Metern hatte. Hibiskus spitzte aufmerksam die Ohren und bevor sie die Chance bekam, ihr Tempo anzuziehen, hielt ich sie bereits zurück und zählte innerlich die Galoppsprünge, die wir bis zum Absprung noch vor uns hatten.
      Nach dem Sprung folgte eine etwa einhundert Meter lange, flache Strecke, auf der wir das Tempo etwas erhöhten, um Zeit zu gewinnen. Daraufhin erwartete uns eine Kombination aus zwei schmalen Holzhindernissen, die jedoch an Höhe gewannen und dementsprechend auch nicht von allzu niedriger Schwierigkeit waren. Dennoch meisterte Hibiskus die Sprünge problemlos. Vier weitere Sprünge folgten noch, einer davon war ein Tiefsprung mit einer Tiefe von 1,10 Metern. Die Tiefsprünge hatte ich besonders häufig mit der jungen Stute wiederholt, damit sie sich an das Gefühl gewöhnte, nach unten zu springen. Meist sprang sie stets nach oben oder auf geraden Ebenen, deshalb war der Sprung nach unten eine völlig neue Erfahrung, die für die Stute inzwischen allerdings bereits zum Alltag gehörten.

      Nachdem wir das A-Niveau lange trainiert hatten und es sehr gut klappte, teilte ich Janina die gute Nachricht mit und sie bedankte sich erfreut.


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      25. März 2015 | von Gwen
      Dressur A-L

      „Na klar! Bring‘ die drei einfach demnächst vorbei, dann spann ich sie noch spontan mit ein“, erklärte ich lächelnd und legte dann auf. Seufzend lehnte ich mich zurück und rechnete kurz. Der Monat hatte noch sechs Tage, allerdings fielen davon zwei weg, weil ich dank des Studiums einmal nach Winnipeg musste. Also hatte ich noch vier Tage übrig, an denen ich Pferde trainieren konnte. Problem war nur, dass sich meine Auftragsliste immer mehr verlängerte. Mit Janinas Pferden war ich nun schon bei fünf Pferden und das, obwohl dieses Wochenende auch noch das Jungpferdetreffen anstand und da auch noch einmal allerhand Vierbeiner bei uns eintrudeln würden. Ich überlegte also nicht lange und griff zum Telefon.
      „Elisa? Kann ich dich mit einspannen? Notfalls geht auch Matthew, aber ich muss gestehen, dass ich deine Gegenwart bevorzuge“, erklärte ich knapp und grinsend und natürlich sagte Elisa nicht nein, auch wenn ihr Monat auch nur noch sechs Tage hatte und sie sich um ihren Dressurlehrgang kümmern musste. Hach, was waren wir für tolle Organisationskünstler! Janina erwies sich schneller als gedacht, denn kurz nachdem ich das Haus verlassen hatte, piepte mein Handy. In der SMS stand, dass sie in zwei Stunden da sein würde, also musste ich mich schleunigst auf den Weg in den Stall machen und die drei Boxen vorbereiten, damit wäre der Stall dann auch voll belegt gewesen.
      Ein ziemlich großer Trailer fuhr auf unseren kleinen Hof und blockierte direkt die Einfahrt. Janina stieg aus und grüßte mich dankend. Dann luden wir die drei Reitponys aus: Lavengo, Hibiskus und Back to Business. Lächelnd begrüßte ich die drei und brachte sie gemeinsam mit Janina in die Boxen. Janina musste dann auch schon wieder los und so konnte ich mich direkt an die Trainingspläne der drei machen. Sie würden nur eine Woche hier sein, also sollte alles husch husch gehen. Die drei standen allerdings sehr gut im Training und waren topfit, also würde ich direkt loslegen dürfen.
      Lediglich bei Lavengo machte ich mir Gedanken, da sich der Hengst erst einmal an das kanadische Klima gewöhnen musste, ehe ich ihn guten Gewissens in der Distanz fördern könnte. Also entschied ich spontan, dass ich mit ihm heute noch einen kleinen Ausritt unternahm. So würden wir beide uns kennenlernen und er frische Luft schnappen dürfen.
      Gesagt, getan. Eine halbe Stunde später saß ich auf dem Schecken und ritt los. Sein Charakter war mir von Anhieb sympathisch und er würde sich als gutes Reitpferd erweisen. Schon bei unserem ersten gemeinsamen Ritt fiel mir auf, dass der Hengst wirklich fit war und ich die Anforderungen recht schnell würde hochschrauben können. „Für dich suche ich ein paar schöne Strecken heraus“, murmelte ich grinsend und kraulte ihm den Hals, während wir uns auf den Heimweg machten.
      Vor dem Stall lief bereits Elisa auf und ab und wartete schon ungeduldig auf mich. „Endlich!“, entfuhr es ihr genervt und sie begrüßte kurz Lavengo, ehe sie ihn eingehend musterte. Bei Elisa war kein Reitpony sicher, aber Lavengo konnte sich wahrscheinlich in Sicherheit wähnen, im Gegensatz zu Back to Business. „Ich trainiere ihn!“, meinte Elisa direkt, als ich Lavengo in die Nachbarbox stellte. „Fangen wir heute an?“, fragte sie und war schon dabei, den Palomino aus der Box zu holen und zu putzen. Widerspruch war zwecklos, weshalb ich die hübsche Hibiskus aus der Box holte und auch putzte.
      Nachdem beide Pferde gesattelt waren, machten wir uns auf den Weg in die Halle und schon ging es los. „Uff, ist die klein! Meinst du nicht, wir sollten lieber bei mir trainieren?“, und das durfte ich mir die ganze Zeit über anhören, während wir die Pferde warmritten. Erst als es an die Arbeit ging, verstummte Elisa und konzentrierte sich nur noch auf Back to Business. Ich tat es ihr gleich und probierte erst einmal aus, was Hibiskus schon alles konnte. Beide Ponys sollten in der Dressur auf das L-Niveau gebracht werden, also konnten wir ganz entspannt sein, dafür waren beide nämlich wirklich schon weit. Heute verbrachten wir das Training lediglich mit dem Trainieren der Seitengänge und Übergänge. Aber wir würden die Woche genug zu tun haben und nach dem Training willigte Elisa ein, dass sie täglich vorbeikommen und Back to Business trainieren würde. „Danke!“, meinte ich lächelnd und entließ sie.
      Die Woche ging verdammt schnell herum und ich hatte alle Hände voll zu tun, neben den eigenen Pferde auch die drei Einsteller zu versorgen und vor allem zu bewegen. Umso dankbarer war ich über Elisas Anwesenheit, die mir viel Arbeit bei dem Palomino abnahm. Mit Lavengo ritt ich täglich immer größer werdende Runden in den Nationalpark, dessen Gelände sich hervorragend für Distanzritte eignete. Wenn ich dann müde, durchgefroren und meistens auch pitschnass nach Hause kam, blieb nicht viel Zeit zum Ausruhen, ehe Elisa auf der Türschwelle stand und ich schon mit Hibiskus Training weiter machen musste. Abends fiel ich dann müde ins Bett, nachdem ich mir eine heiße Dusche gegönnt hatte.
      Es war Samstag, der letzte Tag, bevor es für die drei Reitponys nach Hause gehen würde. Heute hatte Elisa Matthew mitgebracht, der uns „bewerten“ sollte. Also es war immer gut, wenn jemand anderes einem auf die eigenen Finger schaute und Matthew war dafür perfekt. Insgeheim betete ich dennoch, dass er heute einen guten Tag hatte. Elisa und ich machten die beiden Reitponys fertig, wärmten sie auf und da es einigermaßen schön war, gingen wir auf den wesentlich größeren Außenplatz. Matthew jagte uns regelrecht durch die L-Lektionen und danach waren nicht nur die Pferde nass geschwitzt. Aber sein Fazit klang gut und ich würde die beiden Ponys guten Gewissens nach Hause schicken können.
      Und dann kam für mich erst die richtige Tortur. Nachdem Hibiskus und Back to Business versorgt waren, machte ich Lavengo und mich fertig und dann ging es gemeinsam mit Matthew ins Gelände. Das Gemeine: Er saß auf einem Quad. Tja und so mussten wir einige Kilometer im flotten Trab absolvieren, Berg auf und Berg ab. Dabei setzte der momentan typische Frühlingsregen wieder ein und durchnässte uns innerhalb einer Viertelstunde. Dafür war dann das Durchqueren des Flusses nur noch halb so schlimm und umso dankbarer waren wir dann, als wir die Prüfung mit Bravour geschafft hatten, Matthew nach Hause fuhr und wir uns ausruhen konnten.
      An dem Abend rief ich noch bei Janina an und berichtete ihr von der vergangenen Woche. „Stress pur, das sag ich dir! Aber dafür sind Hibiskus und Back to Business jetzt bereit für die kommenden L-Dressuren und Lavengo hat sich in den Anforderungen der Stufe A auch gut geschlagen und darf bestimmt bald sein nächstes Distanzturnier bestreiten“, meinte ich lächelnd, aber müde. Wir machten den Abholtermin für Morgen aus und dann fiel ich vollkommen erschöpft ins Bett.


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      09. Oktober 2018 | von sadasha
      Hibiskus und Thaurissan

      Auf dem Caenheide Gestüt erhielten vor Kurzem gleich zwei neue Pferde Einzug. Die Ponystute Hibiskus kam von einer alten Bekannten und hatte sich schon gut eingelebt. Sie war recht unkompliziert im Umgang, wenngleich sie durchaus verrückte Züge an sich hatte. Sie stand mittlerweile mit Eismärchen, Princess Sansa, Arcany und Pleasing auf einer Weide. Die Ponystuten hatten aktuell Pause und genossen die langen Tage auf der Weide, ehe die Temperaturen wieder so kühl wurden, dass man sie mindestens über Nacht in den warmen, schützenden Stall holen musste. Ebenfalls neu eingezogen war der stattliche Braune Thaurissan. Der Hengst verstand sich nicht ganz so gut mit anderen Pferden, weshalb er noch alleine stand, ehe man ihn mit einem Partner vergesellschaftete. Die Zeit dazu war im Moment einfach nicht da. Das Augenmerk des Ehepaars liegt zur Zeit auf den Pferden Thavila, Paminta, Skittles, Stracciatella, Thornheart und Emrys. Die beiden Ponyhengste PFS' Heart of Ocean und Golden Samurai standen aktuell leider auch viel herum. Um diese leichte Vernachlässigung alsbald zu beenden denken die Zieglers über weiteres Personal nach. Besonders freut es das Team, dass Focus, der erst frisch eingeritten wurde schon auf einem Wettbewerb punkten konnte. Phoebe ist ebenfalls als Newcomer heiß im Rennen und soll demnächst eingeritten werden, damit ihre Karriere starten kann. Leveneza wird im Moment ebenfalls schonend angeritten, ihre Ausbildung wird jedoch mit noch mehr Geduld angegangen, da sie bereits durch ihre Erfolge aus Fohlentagen genug Leistung erbracht hat. Devotionund General haben endlich das Licht der Welt erblickt und ihre Mütter Corde de la cerise und Morgane erholen sich gemeinsam mit ihren Anhängseln auf den Weiden. Damit ist die Fohlensaison 2018 auf dem Gestüt beendet. Pensive Cuddlepot, Louvré und Extra Sugarstehen als Youngstergruppe noch separat von den jungen Mutterstuten. Die beiden Morganhorse Stuten Estrada Dourada und Senda Oscura wurden regelmäßig für ausgiebige Erholungsausritte genutzt und bekam dadurch ausreichend Beschäftigung. Übrig bleiben nur noch die prämierten und gekörten Warmblüter. Vakany, May Bee, Yuno, S'Cada, Fix the Flame, Busted Cherry Cake und Chessqueen wurden in kleinen Gruppen in der Führanlage bewegt und durften dann ihren Alltag auf den Weiden genießen. Die Hengste Ghost Merchant, Deo Volente, Red Diamond, Cadeau, St Pauli, Ostid OC und Sacred Assault wurden einzeln in der Halle trainiert. Im Großen und Ganzen läuft es also ganz rund. Lediglich die Zeit ist knapp und es bedarf einer künftig besseren Organisation um diese Masse an Pferden angemessen zu beschäftigen. Vor allem den Fohlen muss sich wieder mehr gewidmet werden, damit sich ihre Erziehung und Entwicklung nicht zu stark verschlechtert.
    • sadasha
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      06. März 2019 | von sadasha


      Eine entspannte Zeit war es aktuell auf dem Caenheide Gestüt. Die Turniersaison war vorbei und würde erst in ein paar Monaten wieder beginnen, keine Stute war für das kommende Jahr gedeckt und so bestand die tägliche Arbeit darin den Betrieb in Stand zu halten. Ein wenig auf den Kopf stellte uns das ganze nur die Ankunft gleich zwei neuer Schützlinge. Darlington, war eine besondere Trakehner Stute aus Irland, die wir durch Zufall beim Stöbern durch Verkaufsanzeigen gefunden hatten. Jeune Mariée hingegen war Franziskas wahr gewordener Traum eines bunten Trakehnerfohlens. Die beiden Stuten kamen in der gleichen Woche, nur wenige Tage versetzt auf dem Hof an und lebten sich derzeit ein. Die Quarantäne Zeit war bald vorüber und dann würde kein Zaun mehr bei der Kontaktaufnahme mit den Koppelfreunden stören. Franziska verbrachte viel Zeit damit ihr Stutfohlen einfach nur zu beobachten, das Fohlen ABC abzufragen. Immer wieder erinnerte ich sie daran, dass es auch noch andere Pferde auf dem Gestüt gab, die sich über ihre Zuneigung freuen würden. So widmete sie sich auch den anderen Jungpferden. Devotion, General und Pensive Cuddlepot waren bald bereit für die ersten Schritte in Richtung Beritt. Es war erschreckend wie groß die drei nun schon waren. Phoebe gesattelt und beritten zu sehen, brachte uns jedes Mal ins Staunen. Extra Sugar war da noch eine ganze Ecke kleiner, verspielter und unberechenbarer. Die Jüngste auf dem Gestüt, neben Marie. Gedankenversunken stand ich neben May Bee und verlas ihren dichten Schweif. Meine Frau konnte ich durch das offene Stallfenster bespitzeln. Sie lief draußen hin und her um die Koppeln ohne automatische tränken mit Wasser zu versorgen. Als ich meine Stute fertig geputzt und schon aufgesattelt hatte kam Franziska auf die Stallgasse und sah mich mit weitem Blick an. „Was ist los?“, fragte ich, unsicher darüber was sie wohl schockierte. Sie hob eine Hand um mir Einhalt zu gebieten. „Warte einen Moment, ich komme mit S'Cada mit!“ Hektisch wandte sie sich um und entspannte sich just in dem Moment, als sie sah, dass S'Cada mit Abschwitzdecke in ihrer Box stand. Das Putzen würde so ein wenig schneller gehen. Lächelnd beobachtete ich das Prozedere und kraulte May Bee an Hals und Schulter. Irgendwann fand ich genau den Punkt, der die Fuchsstute dazu brauchte sich lang zu strecken, den Kopf zu senken und das Gesicht zu einer lustigen Grimasse zu verziehen. Als sie dann auch noch anfing zu stöhnen lachte ich und hörte kurz auf. Enttäuscht wandte May Bee den Kopf zu mir um. Auch Franziska hielt kurz inne, ging dann jedoch in die Sattelkammer. Keine zehn Minuten später ritten wir uns in der Halle warm. Wir blieben nicht lange hier. Kaum waren die beiden Stuten warm ging es raus ins Gelände. Wir ritten bis hoch zum Wald und suchten die Wege aus, die noch trocken genug waren, damit wir das Tempo ab und an erhöhen konnten. Für S'Cada und May Bee war das am Ende des Ritts eine gelungene Trainingseinheit. Wir bewegten den Rest des Tages noch Vakany und Corde de la cerise. Die übrigen Pferde hatten heute frei und würden morgen bewegt werden. Wir ließen den Abend mit einem gemeinsamen Essen ausklingen und gingen dann ins Bett.
      Der nächste Morgen begann mit viel Sonne und entsprechend guter Laune. „Hengsttag.“, beschloss Franzi beim Frühstück. „Erst der Senior?“, schlug sie vor und funkelte mich begeistert an. Ich nickte und bereitete mich in Gedanken auf eine Springstunde mit
      Red Diamond vor. Er war der älteste Hengst auf dem Hof und lief keine Wettbewerbe mehr. Ab und an gab es noch Interessenten für einen Natursprung, doch er hatten hier ein weitestgehend ruhiges Leben und durfte bei uns bleiben, bis es irgendwann zu Ende geht. Nach dem Senior schnappten wir uns Cadeau und Ostid OC. Die zwei ritten wir in der Reithalle, wo wir abermals auf unsere Trainer trafen. Deo Volente und Sacred Assault wurden von ihnen gerade gearbeitet. Die Hengste verstanden sich nur minder gut und wir gingen uns so gut es ging aus dem Weg. Alltag im Umgang mit Hengsten, sie mussten trotzdem lernen auch bei Anwesenheit anderer Pferde, egal welchen Geschlechts, bei der Sache zu bleiben und ihren Job zu machen. Auch Focus war davon nicht ausgenommen, wenngleich er noch so jung war, dass wir nicht allzu viel erwarteten. Überraschender Weise arbeiteten heute vor allem diese beiden besonders fleißig mit und ließen sich nicht irritieren. Wir machten nach den eher eintönigen Trainingseinheiten auf Halle und Platz einen gemeinsamen Ausritt mit Thaurissan und Golden Samurai. Zwei Hengste, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Wir genossen die warme Sonne auf unseren Gesichtern und setzten nicht viel daran die Pferde zum arbeiten zu bekommen. Der leichte Wind machte den fast schon frühlingshaften Tag perfekt. Zumindest solange, bis sich unter die rauschenden Geräusche der Umgebung auch ein klägliches Jammern mischte. „Hörst du das?“, flüsterte Franziska und sah mich mit besorgter Miene an. Wir hielten die Hengste an und versuchten das Klagen zu orten. „Da!“, rief Franziska und deutete auf den Feldgraben. Ein sich bewegendes Bündel lag dort im Dreck. Wir stiegen ab und nahmen die Pferde mit, die uns nur unsicher folgten. Das Bündel war eine Leinentasche. Darin wuselten drei kleine Katzen. „Wer tut so etwas?“, fragte Franziska enttäuscht und nahm die Kätzchen eins nach dem anderen hoch. Sie waren dreckig und verschnupft. „Leg sie zurück in die Tasche, dann können wir sie einfacher transportieren.“, bestimmte ich und Franziska folgte meinem Rat. Wir machten uns sofort auf den Heimweg. Samurai war zum Glück ein wenig entspannter als Thaurissan, was das merkwürdige Bündel betraf. Ruhig ließ er sich führen und schnupperte ab und an an den Kätzchen, wenn sie besonders laut Maunzten. Mein brauner Hengst hingegen spielte sich ab und an so sehr auf, dass ich lieber ein paar Meter hinter meiner Frau ging. Ich konnte es dem Hengst nicht verübeln. Es sah merkwürdig aus, wenn sich die Katzen in dem Beutel hin und her bewegten, das könnte auch ein besonders agiles Alien sein! Zu Hause angekommen legten wir die Katzen in einem Wäschekorb ab und sattelten unsere Pferde ab und brachten sie in ihre Boxen. Erst dann schickte ich Franziska los mit den Katzen zum Tierarzt zu gehen und danach ins Tierheim. Ich kümmerte mich in der Zwischenzeit um Punchdrunk, Emrys und Thornheart. Die drei Reitponyhengste ritt ich nicht, ich steckte sie in die Führanlage und blieb dann mit meiner Frau über das Smartphone in Kontakt. Sie war so aufgeregt, schaltete sofort Anzeigen im Internet ob jemand die Katzen vermisste. Doch es war unter diesen Umständen recht eindeutig, dass die Katzen ungewollt waren. Man hatte sie ausgesetzt. Immer wieder fragte Franziska was für Menschen so eine Tat vollbrachten, wohlwissend, dass die Kätzchen auch hätten sterben könnten. Sie vergoss in der Nacht einige Tränen darüber und dachte sich viel zu sehr in die Materie hinein. Tröstend streichelte ich ihr über den Rücken und sagte gar nichts dazu. Egal was ich gesagt hätte, es wäre nicht richtig gewesen oder hätte die bösen Gedanken nur vertieft. „Ich möchte sie alle behalten, wenn sie überleben.“, beschloss Franzi. Auch das ließ ich unkommentiert. Wir würden noch genug Zeit haben diese Überlegung zu diskutieren, doch jetzt war dafür der falsche Zeitpunkt. Ich kümmerte mich am Tag darum meine Frau mit Arbeit abzulenken. Ich suchte für sie die Ponys aus, mit denen sie arbeiten sollte und ritt selbst ein paar der Großpferde. Am Ende waren Hibiskus, Pleasing und Eismärchen von ihr beschäftigt worden. Ich hingegen hatte mich um Stracciatella, Aphedril und Thavila gekümmert. Die Trainer hatten Arcany am Morgen gearbeitet. Nachmittags hatten sie dann Estrada Dourada und Senda Oscura rausgenommen. Die beiden Morganstuten waren auch für sie eine Herausforderung und Spaß zugleich. Wir hatten ihnen beigebracht wie sie mit ihrer zusätzlichen Gangart zu reiten waren und sie nutzten jede freie Minute um mit ihnen zu üben. Franzi und ich verbrachten den Nachmittag damit uns um die Kätzchen zu kümmern. „Das ist eine prima Vorbereitung auf eigene Kinder.“ Franziska schmunzelte und lächelte mich vielsagend an. „Ich dachte die Pferde sind unsere Kinder, reicht das nicht?“, fragte ich feixend. Ich sah ihr an, dass sie überlegte eine Diskussion zu starten, doch sie ließ es bleiben. Es hätte die Stimmung zu sehr gedrückt und deshalb bin ich ihr dankbar. Sie ließ mir die Zeit, die ich brauchte. Eigene Kinder waren ein großer Schritt, vor Allem wenn man nebenbei einen Betrieb führen musste. Konnten wir das überhaupt stemmen? Zeitlich? Vielleicht irgendwann, doch nicht jetzt, nicht in nächster Zukunft. Wenn mehr Personal da ist, die Einnahmen stabil sind. Kurz: Wenn der Betrieb auf einer stabilen Basis steht.
    • sadasha
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      11. März 2019 | 3000 Zeichen von sadasha
      Reiterspiel 77 - Ponyspiele


      „Ich würde dir empfehlen Emrys statt Kuskus für die Reiterspiele zu nehmen, Schatz.“, meinte Leon mit Blick zur Weide. Kuskus stand als einziges Pferd mitten im Regen und war vermutlich bis auf die Haut durchnässt, doch das machte ihr nichts. Ich schnaubte barsch und schnappte mir dennoch das blaue Halfter meiner Palomino Stute und stiefelte zur Weide. Kuskus kam sofort wiehernd auf mich zu, als sie mich sah. „Feines Mädchen.“, lobte ich sie und kraulte kurz die nasse Stirn. Leon stand mit verschränkten Armen am Stalltor und beobachtete unseren Eintritt kopfschüttelnd. „Hast du vor sie trocken zu föhnen?“ Ich lachte. „Sie muss nicht komplett trocknen. Sie hat sich nicht gewälzt, sie ist nur nass. Ich rubbel sie so gut ich kann trocken und dann geht’s los!“ Leon sah mich mit großen Augen an. „Aber...“ - „Wir reiten ohne Sattel, sie scheuert sich schon nichts auf. Vertrau mir!“, unterbrach ich ihn unwirsch.
      Zwei Stunden später standen wir als Team am Rand der Reithalle und beobachteten die Teilnehmer, die vor uns an der Reihe waren, ehe wir aufgerufen wurden. Kuskus war so gut wie trocken und ich hatte guten Halt auf ihrem Rücken. „Franziska Ziegler und Hibiskus!“, tönte es aus den Lautsprechern und ich nahm die Zügel auf. Im Schritt ritten wir in die Halle ein und trabten kurz vor den zehn Hütchen an. Aufmerksam wie Kuskus nunmal war konzentrierte sie sich voll und ganz auf die Pylonen und ließ sich von meinen unterstützenden Hilfen im Slalom um sie herum leiten. Sie wandte sich dynamisch und trabte locker wie eh und je. Als wir den Slalom beendet hatten lobte ich meine Stute kräftig und ritt im leichten Galopp zum nächsten Hindernis. Wir kamen quer vorm Eingang des Stangen-Us an, sodass ich uns mit einer Vorhandwende in die richtige Position brachte um rückwärts gerichtet die erste Strecke zu bewältigen. Kuskus nahm den Kopf hoch und ging vorsichtig Schritt für Schritt, besonders in den Ecken war sie bemüht nicht die Stangen zu berühren. Sie kannte schwierigere Stangenlabyrinthe von unseren Trainingseinheiten zu Hause. Dennoch hielt ich die Stute hier und da etwas zurück um bloß keinen Fehler zu erlauben. Wir absolvierten das U tadellos und ritten noch ein paar Schritte weiter, bis ich anhielt um abzusteigen. In einer Ecke der Halle lag die nächste Aufgabe bereit. Ich führte Kuskus bis zum Heunetz und nahm ihr die Trense ab, damit sie problemlos vom Heu fressen konnte. Sie half mir dadurch ungewollt das rote Tuch zu finden, das in dem Netz mit versteckt wurde. Es dauerte keine zwei Minuten, bis Kuskus am Netz zog und das Tuch mit herausflutschte. „Großartig!“, rief ich freudig aus und deutete meiner Stute an sich vom hinreißenden Heu abzuwenden. Ein wenig widerwillig ließ sie sich überreden mir bis zum Ziel zu folgen. Nachdem wir die Linie passiert hatten lobte ich Kuskus ausgiebig und griff nun endlich in meinen Leckerliebeutel um ihr den wohl verdienten Dank für ihr gutes Benehmen zuzustecken. Den restlichen Tag warteten wir auf die Ergebnisse.

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  • Album:
    Gnadenweide | Pferdehimmel
    Hochgeladen von:
    sadasha
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    24 Feb. 2019
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    Stute
    06. Juni 2009 | 8 Jahre
    Rasse Deutsches Reitpony
    Stockmaß/Endmaß 143cm
    Fellfarbe Palomino
    Geno unbekannt

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    Charaktereigenschaften
    freundlich, fleißig, umgänglich

    Beschreibung
    Freundliches, arbeitswilliges und umgängliches Pony, das immer für einen Spaß zu haben ist.
    Kuskus, wie sie auf dem Hof genannt wird, sie ist ein wahrer Schatz nur leider etwas durchgeknallt. Die Stute ist sehr menschenbezogen und wiehrt jeden an, egal ob sie die Person kennt oder nicht. Außerdem liebt sie es im Regen draußen zu stehen, Boxenhaltung ist für sie der reinste Horror, sie ist am liebsten draußen und protestiert auch ordentlich wenn sie mal als einzige rein soll. Aber sonst ist Kuskus sehr umgänglich und versucht wenigstens mitzuarbeiten.


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    Trainingsplan
    Eingeritten ✔ | Eingefahren ✔

    Schleifenaufstieg | Trainingsaufstieg | Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Variationen

    Dressur E A L M

    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M


    Springen E A L M
    Show Jumping: E A* A** L M*

    Military E A L M S

    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****


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    Offiziell
    62. Synchronspringen | 77. Synchronspringen | 223. Fahrturnier | 227. Fahrturnier
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    Inoffiziell

    1. von Landsberg Springturnier - Niveau L - Keine Platzierung
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    Körpunkte
    Abstammung 0
    Schleifen 4
    HS 0
    TA 0
    Trainer 3
    Zubehör 0
    Gesamt 7


    Schleife
    SK

    Eingetragene Zucht Caenheide

    Besitzer sadasha (Franziska Ziegler)
    VKR/Ersteller Tassila


    Nachkommen
    keine


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    [​IMG]
    Letzter Tierarztbesuch unbekannt
    Gesamteindruck unbekannt


    Letzte Zahnpflege überfällig
    Letzte Wurmkur überfällig
    Letzte Impfung überfällig


    Letzter Hufschmiedbesuch unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert nein


    Beschlag vorne keiner
    Beschlag hinten keiner


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