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ceres

HGT's Massacre Boy ♂

20 Schleifen + 2 Eltern + 3 Trainingseinheiten = 25

HGT's Massacre Boy ♂
ceres, 29 Dez. 2017
Cooper, Lye, sadasha und einer weiteren Person gefällt das.
    • ceres
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      unbekannt, ©LuzifersBraut
      Nachdem ich aus der Sattelkammer die Sachen von Figaros Schattenfalter geholt hatte, ging ich zum Stuten- und Fohlenoffenstall. Das Wetter war auch mal wieder nicht das beste, meine Gesundheit spielte mir auch mal wieder einen Streit. Ich würde am liebsten wieder zurück ins Bett gehen und den Tag verschlafen. Aber da das ja nicht ging, hatte ich mich aus dem Bett quälen müssen. "Wo steckst du denn?", murmelte ich vor mich hin. Als ich den kleinen Hengst entdeckt hatte, ging ich auf ihn zu und legte ihm sein Halfter an. Anschließend befestigte ich den Führstrick am Halfter und führte den kleinen Hengst aus dem Offenstall raus und ging mit ihm zum überdachten Putzplatz. Dort holte ich aus der Putzkiste eine Bürste heraus und fing an den kleinen Hengst zu putzen. Als ich damit fertig war, legte ich die Bürste wieder zurück und nahm den Hufkratzer heraus. Nachdem auch seine Hufe nun sauber waren, legte ich den Hufkratzer wieder zurück. "So, jetzt darfst du ein wenig in der Haller herumtoben", sagte ich zu dem Hengst und ging mit ihm in die Reithalle. Dort löste ich den Führstrick vom Halfter und lies den kleinen Hengst rennen. Wärend er sich austobte und umschaute, ging ich in den Offenstall zurück und holte dort das nächste Fohlen. Dead Snow kam mir schon entgegen getrabt. Nachdem ich die kleine Stute hatte, führte ich auch sie auf den Putzplatz und fing an sie mit einer Bürste zu putzen. Anschließend kratzte ich noch ihre Hufe aus und brachte sie dann zu Figaro in die Halle. Die beiden fingen sofort an zu toben. Nun ging ich wieder in den Offenstall und holte dort Massacre Boy. Nachdem ich auch ihn geputzt hatte, kratzte ich noch seine Hufe aus und brachte ihn zu den anderen beiden Fohlen in die Halle. Nun ging ich ins Haus und holte dort die Kamera um einige Fotos von den dreien zu machen. Ich beobachtete die drei eine ganze Weile beim toben, machte sehr viele Bilder und ging meinen Gedanken nach. Nach einer Stunde, sammelte ich die drei ein und brachte sie wieder in den Offenstall. "So, dann werde ich euch mal Winterdecken bestellen, wird langsam mal Zeit für", sagte ich und räumte ihre Sachen wieder auf. Anschließend ging ich wieder ins Haus und ließ mir ein warmes Bad ein.
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      unbekannt, © Mongofisch
      Ich war auf dem Weg zu Riley, die ein paar Fohlen hatte, welche zum ersten Mal vom Hufschmied besucht werden sollten. Als ich auf dem Hof ankam fuhr ich die Einfahrt entlang und parkte mein Auto auf dem großzügigen Parkplatz. Vom Haupthaus kam eine junge Frau auf mich zu und winkte mir entgegen. Sie stellte sich mir als Riley vor und sagte: „Schön, dass du gekommen bist! Soll ich dir beim Tragen helfen?“ Ich nickte und gab ihr meinen Werkzeugkoffer, selbst nahm ich den Hufbock und wir gingen gemeinsam zum Offenstall, in dem die Fohlen standen. „Es geht um den Tigerschecken und die drei Kleinen dort drüben“, erzählte Riley mir, während sie auf einen Rappen, einen Schimmel und einen Dunkelisabel zeigte. Die Fohlen hatten uns bereits bemerkt und schauten neugierig zu uns rüber. End of Day, der kleine Tigerschecke, war der Erste, der munter auf uns zu lief. Dabei konnte ich mir schon ein erstes Bild seinen Ganges machen. Er lief gut und lahmte nicht. Riley zog dem Hengst ein Halfter über und hielt ihn fest, sodass ich seine Hufe angucken konnte. End of Day gab mir brav alle Hufe und ich stellte nichts ungewöhnliches fest. Die Hufe hatten eine gute Länge und mussten nicht ausgeschnitten werden. Ich lobte den Kleinen und er durfte wieder gehen. Als nächstes war Figaros Schattenfalter dran. Riley führte mir den Hengst vor. Er lief klar, sodass ich mir nun die Hufe aus der Nähe anschaute. Auch seine Hufe sahen sehr gut aus und mussten nicht gekürzt werden. Nun führte Riley mir Dead Snow, die Schimmelstute vor. Auch sie lief taktklar und hatte keine Fehlstellungen. Nachdem ich auch ihre Hufe für gut befunden hatte, war zuletzt Massacre Boy an der Reihe. Nachdem ich seinen Gang begutachtet hatte, hob ich nun einen Huf nach dem anderen. Ich schaute mir die Horn- und Sohlenbeschaffenheit an und kontrollierte, ob ich etwas ausschneiden musste. Das musste ich nicht, also war der Hengst entlassen.
      Ich verabschiedete mich von Riley und machte mich dann auf den Weg nach Hause.
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      unbekannt, © LuzifersBraut
      Heute sollte ein Neuankömmling auf dem Hof ankommen. Sobald sich dieser eingewöhnt hatte, würden die Vorbereitungen zwecks Südafrika beginnen. Ich zog mir meine Stallschuhe an und ging aus dem Haus. Ich ging schnurstracks auf die Sattelkammer zu. Dort holte ich die Sachen von Schattenfalter, Dead Snow, Massacre Boy, End of Day und Quintess mit. Als ich am Offenstall ankam. betrat ich diesen und ging auf Schattenfalter zu. Der kleine Hengst kam neugierig auf mich zu und schnupperte an meiner Hand, in der Hoffnung das ich ein Leckerlie dabei hatte. Als ich ihm eines gegeben hatte, legte ich ihm das Halfter an und führte ihn auf den Putzplatz. Ich holte schnell seine Putzbox, die ich vergessen hatte und fing an ihn zu putzen. Anschließend kämmte ich noch sein Langhaar und kratzte seine Hufe aus. Nun band ich ihn los und brachte ihn auf die Weide. Schließlich machte ich mich wieder auf den Weg zum Offenstall, wo ich Dead Snow holte und zum Putzplatz führte. Dort angebunden holte ich die Putzbox und fing an die kleine Stute zu putzen. Nachdem ich damit fertig war, kämmte ich auch ihr Langhaar und kratzte anschließend ihre Hufe aus. Nun war sie sauber und konnte zu Schattenfell auf die Weide. Dieses mal ging ich erst zum Putzplatz und nahm die beiden Putzkisten mit und verstaute sie wieder in der Sattelkammer. Anschließend nahm ich die Putzboxen von Massacre Boy und End of Day mit. Als ich die beiden am Putzplatz abgestellt hatte, ging ich zum Offenstall wo ich Massacre Boy holte. Beim Putzplatz angekommen, band ich ihn an und fing an ihn zu putzen. Nachdem ich damit fertig war, kämmte ich noch sein Langhaar und kratzte seine Hufe aus. Nun durfte auch er auf die Weide. Ich band ihn los und brachte ihn zur Weide. Als ich den Führstrick vom Halfter gelöst hatte, galoppierte der Hengst fröhlich drauf los. Ich lachte und ging wieder zum Offenstall zurück. Jezt kam End of Day an die Reihe. Nachdem ich dem Hengst das Halfter angelegt hatte, führte ich ihn zum Putzplatz und band ihn dort an. Nun nahm ich Striegel und Kardätsche heraus und fing an ihn zu putzen. Als ich damit fertig war, legte ich die beiden Bürsten zurück und nahm den Hufkratzer heraus. Als ich seine Hufe sauber hatte, legte ich den Hufkratzer zurück und band ihn los. Nun brachte ich ihn auf die Weide und räumte die Putzboxen weg. Zum Schluß fegte ich noch den Platz.
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      unbekannt, © Stelli
      Ein Anruf von Yvan wurf meine Stimmung in eine komplett andere Richtung. Da sie einige ihrer Pferde abgeben musste, entschied ich mich End of Day und Massacre Boy wieder bei mir aufzunehmen. Für Goodbye Heartbreak war leider kein Platz. Ich holte die zwei Hengste am Abend mit dem Hänger. Brav ließen sich die zwei verladen und standen während der Fahrt ruhig auf dem Hänger. Zuhause kamen die beiden in einen Offenstall für Fohlen. Ich ließ End of Day und Massacre Boy zusammen, da sie auch bei Yvan zusammenstanden und gut miteinander auskamen. Die beiden Hengste waren ein mächtiges Stück gewachsen und bald stand der Beritt vor der Tür.
      Doch leider konnte ich die beiden nicht behalten, deswegen sah ich mich für ein neues Zuhause um. Ich inserierte beide Jungpferde und bekam sehr schnell Anfragen für die beiden. Noch am selben Abend konnte ich End of Day an Veija vermitteln und End of Day höchstwahrscheinlich an Sunnyyy. Ich war überglücklich so schnell ein neues Zuhause für die beiden zu finden. Nachdem ich mit beiden telefoniert hatte, ging ich nochmal in den Stall zu den beiden alten Bekannten. Ich kraulte nachdenklich die Hälse der beiden, die zutraulich bei mir standen und die Aufmerksamkeit sichtlich genossen. Nach einiger Zeit huschte ich aus der Box und brachte den Hengsten zwei große Arme voll Heu. Ich sah den beiden noch kurz beim Fressen zu, dann ging ich zurück ins Haus.
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      unbekannt, © Sunnyyy
      Es war eigentlich ein völlig normaler Tag, als ich wieder einmal Verkaufsanzeigen durchstöberte und auf die von einem jungen Englischen Vollblut Hengst stieß. Eigentlich suchte ich ja immer nur Pferde für meine Zucht, aber er hatte es mir sofort angetan. Er war ein bildhübscher Rappe mit einer sehr schön geformten Blesse und seine Abstammung war sehr berühmt für ihre exzellente Rennlinie. Und ich hatte ja schon immer davon geträumt mein eigenes Rennpferd zu haben. Ich rief die Besitzerin an, ob der kleine denn noch zu haben wär und wir verabredeten uns noch für den selben Tag. Dort angekommen begrüßte mich die Frau mit der ich auch telefoniert hatte. Sie erzählte mir von ihrer Zucht, die sie gemeinsam mit einer Freundin leitete und führte mich in den Stall wo der kleine Massacre Boy stand. Er wandte sich sofort neugierig zu mir und beschnüffelte mich. Die Züchterin erklärte mir, dass er noch nicht eingeritten sei und erzählte mir ein wneig von seinem Charakter. Er war definitiv ein Pferd mit Biss und sehr gut für die Rennbahn geeignet. Als ich anmerkte, dass ich ihn dafür haben wollte, war die Züchterin sogar entgegen meiner Erwartungen völlig begeistert und sagte, dass sie sich sehr freuen würde, wenn er eine siegreiche Karriere bestreiten würde. Es beruhigte mich sehr, dass sie mich so unterstütze. So könnten wir wohl auch noch in Kontakt bleiben. Nachdem wir noch ein nettes Bespräch geführt hatten, machte ich mich auf den Heimweg. Ich wollte da ersteinmal noch eine Nacht drüber schlafen. Das sollte ausnahmsweise mal keiner meiner berühmt berüchtigten Spontankäufe werden. Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war ich wild entschlossen und rief noch bevor ich mich angezogen hatte bei der Züchterin an. Wir verabredeten uns auch direkt noch für den selben Tag. Nachdem ich die Pferde versorgt, eine neue Box eingestreut und den Hänger an den Wagen gehägt hatte, machte ich mich auch schon auf den Weg. Er war lang, ging aber schnell um. Vielleicht auch, weil ich ein wneig schneller gefahren war, als eigentlich erlaubt. Auf dem Hof angekommen würde ich diesmal von beiden Züchterinnen begrüßt und sie halfen mir, den Hänger richtig hinzustellen. Dann gingen wir erst einmal ins Reiterstübchen und unterzeichneten den Vertrag. Ich bekam dann natürlich den Pass und wir gingen wieder raus, um den kleinen aufzuladen. Die beiden halfen mir dabei noch und ich bedankte mich herzlich für alles. Als ich davon fuhr, sah ihm die beiden Winken. Mit einem lachendem und einem weinenden Auge, weil sie sich einerseits freuten, für den kleinen einen guten Platz gefunden zu haben, aber ihr Herz eben trotzdem an ihm hing. Massacre Boy machte die Fahrt wirklich gut mit. Zuhause angekommen, brachte ich ihn auf ein Stück Koppel und holte Call of Pripyat dazu, damit sich die beiden Jünglinge anfreunden konnten, bevor ich den Neuling in die große Herde integrierte. Als wir nun so am Zaun standen und den beiden Jungs beim toben zusahen, fragte Brandon mich "Sagmal, hat der kleine denn schon einen Spitznamen?" Ich sah ihn an und antwortete "Nein...." Nach kurzem Nachdenken fügte ich dann aber hinzu: "Ich werde ihn Ace nennen, dann das ist es was er werden soll. Er wird ein Ass sein, ein Gewinner, ein Star. Ich liebe ihn, ich glaube an ihn. Ich weiß es einfach!" Brandon lächelte, schloss mich in seine Arme und ich küsste ihn sanft.
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      26. Januar 2014, © Sunnyyy
      Die Sonnenstrahlen kitzeln durch das Fenster mein Gesicht. 08:00 Uhr morgens, unser Schlafzimmer ist auf der Ostseite. Ich strecke mich genüsslich und kuschel mich noch einmal kurz an Brandon bevor ich ihn dann mit einem Kuss auf die Wanga alleine lasse und mir Stallsachen anziehe. Als ich aus dem Fenster schaue, kriege ich eine Gänsehaut. Draußen ist alles von einem Hauch von Schnee bedeckt. Warum waren wir nochmal ausgewandert? Ach genau, weil Deutschland zu kalt war! Ich lächel müde, schwinge mir den Schal um und ziehe meine dicke Jacke an. Ich flitze direkt vom Haus zum Stall, um der Kälte zu entgehen. Als ich die großen Tore öffne, kommt mir eine Menge warme Luft entgegen und es mief so richtig nach Schlaf. Ich reiße ersteinmal alle Fenster und Türen auf, damit die Luft anständig ausgetauscht wird. Das ist bisher noch das einzige Manko an dem Stall, dass die Belüftung noch repariert werden muss. Aber andererseits haben's die Pferde so wenigstens schön warm. Als nun die Pferde langsam alle wach werden und anfangen nach Futter zu grummeln, fülle ich den Futterwagen auf und gehe rum. Während man durch den ganzen Stall das zufriedene gemalme der Pferde hört, mache ich mich auf den Weg zu den beiden Junghengsten in ihrem Offenstall. Die armen Würstchen mussten bei der Kälte draußen schlafen. Aber stören scheint es die beiden nicht. Sie toben schon wieder munter über die Koppel und stäuben den Neuschnee auf. Mit meiner reichlich beladenen Schubkarre fahre ich hinauf und werde von den beiden fast über den Haufen gerannt. Ich muss lachen, obwohl ich die beiden eigentlich zurecht weisen müsste. Heile an der Heuraufe angekommen, fülle ich das Heu nur schnell auf und hole direkt das Kraftfutter. Sie bekommen beide noch das selbe, aber wenn sie eingeritten sind, wird sich das wohl ändern, da sie ja unterschiedliche Sportler sind. Danach mache ich noch schnell de Offenstall ein wenig sauber, muss dann aber auch schon wieder los, die anderen rauslassen. Zuerst kommen die Hengste raus. Da sie aber unter sich die Rangordnung noch nicht ganz geklärt haben, bringe ich sie alle einzeln raus. Ich möchte ungern dazwischen stehen, wenn sich die Kerle anzicken. Als Matter, Shadil und Joker auf der Koppel sind, spacken sie erstmal richtig ab und Matter packt sich auch erstmal fast hin. Immer diese Kerle. Hauptsache da verletzt sich nicht mal einer. Die Weiber kann ich teilweise zuzweit nehmen, aber teilweise eben auch nicht. Deswegen fang ich mit Razouna und Noell an. Beide habe ich von den Stuten am längsten und sie sind auch am verträglichsten. Noell fängt auch direkt an zu grasen, währen Razouna erstmal mit hoch erhobenem Kopf und Schweif um sie herum trabt. Da merkt man dann doch, dass sie noch jung ist. Danach nehme ich Hestia und Leave. Noch steht Hestia ja mit bei den Nachwuchsstuten, da ich noch nicht ausreichend gekörte Pferde habe. Nachdem dann noch Woody und Heretic auf der Koppel sind, muss ich nur noch Girly und Fee einzeln heraus bringen, da ich Girly noch nicht so gut einschätzen kann und dann ungern die kleine Fee dazwischen haben will. Aber zum Glück ging das ja alles reibungslos. Nun fahre ich erstmal mit dem Jeep ins Dorf Brötchen holen, damit Brandon und ich in Ruhe Frühstücken können. Nach dem Frühstück steht dann erstmal noch Boxenmisten an, bevor wir mit dem täglichen Training beginnen.
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      8. April 2014, © Sunnyyy
      Heute ist ein ausgesprochen ungemütlicher Tag. Aber wie das so ist, muss ich natürlich trotzdem raus und mich um die Dicken kümmern. Es soll ein Sturm aufkommen. Hier im Gebirge soll man zwar nicht allzu viel davon merken, aber dennoch braust der Wind schon reichlich über die Koppeln und bring die Kiefern zum schwangen. Brandon und ich sitzen am Frühstückstisch, um den heutigen Tag zu planen. „Wir müssen uns überlegen, wie wir das machen. Die Zuchtpferde und die Sportpferde kommen auf jeden Fall in den Stall. Wie viele Rettungspferde haben wir aktuell?“, ich schaue Brandon in seine strahlen blauen Augen. Er denkt kurz nach und antwortet dann: „Es sind 18. Und im Zuchtstall haben wir ja noch reichlich Platz.“ „Aber der Zuchtstall ist noch nicht ganz dicht, in den hinteren Boxen könnte es ganz schön ziehen!“, gebe ich zu bedenken. Er schüttelt den Kopf: „Das lass man meine Sorge sein. Du machst die Boxen bewohnbar und ihr sorge dafür, dass der Stall sicher ist.“ Ich lächle ihn an und gebe ihm einen Marmeladenkuss auf den Mund. Zum Glück haben wir uns schon mit reichlich Heu und Stroh für alle Fälle ausgestattet. Nachdem wir beide mit dem Frühstück fertig sind, gehen wir getrennte Wege. Die Pferde standen alle über Nacht auf der Koppel, weil das Wetter am Vortag so klasse war. Aber heute sieht es schon wieder völlig anders aus. Typisch April. Ich gehe erst einmal rüber zum Sportpferdestall. Dort müssen die Boxen nur sauber gemacht werden, weil die ja vor kurzem noch Nachts drinnen standen. Ich fange also damit an die Äppel und das Nasse aus den Boxen zu räumen. Danach stelle ich die Leiter an den Heuboden und kraxel trotz meiner Höhenangst tatsächlich alleine, ohne dass jemand die Leiter unten festhält die 5 Meter hinauf. Was man nicht alles für die Pferde tut. Von oben schmeiße ich jeweils 20 Heu- und Strohbunde herunter. Diese verteile ich dann in die Boxen. Zuerst das Stroh, damit die Pferde eine schöne dicke Matte haben und dann schiebe ich eine Ecke aus, in die das Heu kommt. Als nächstes gehe ich ihn die Futterkammer und fülle den Futterwagen mit dem Grundfutter auf und stelle noch die Eimer mit den verschiedenen Spezialfuttersorten hinein. Während ich nun in jede Box das entsprechende Kraftfutter fülle, überprüfe ich direkt noch die Tränken. Aber die funktionieren alle einwandfrei. Ich muss lediglich aus der einen und anderen ein wenig Heu raus fischen, da ein paar Spezialisten darauf stehen, ihr Heu einzuweichen. Aber das ist ja nichts neues. Nachdem ich noch einmal die Stallgasse gefegt habe, kann ich rüber in den Zuchtstall gehen. Im Zuchtstall sind es nur zwei Boxen, die sauber gemacht werden müssen. Also Erledige ich das kurz und gehe dann auf den Heuboden in diesem Stall. Hier gibt es zum Glück eine Treppe nach oben, weil der Zuchtstall etwas neuer ist. Ich muss Brandon wohl mal darauf ansprechen, ob so was im anderen Stall nicht auch möglich wäre. Diesmal sind es 38 Stroh- und 20 Heubunde, da in die meisten Boxen ja noch mehr Stroh rein muss, weil da noch gar keines drin ist. Nachdem ich diese nun alle runter geschmissen habe, ist mir auch reichlich warm. Nun muss ich nur noch alle verteilen, aber das ist deutlich weniger anstrengend. Allerdings hätte kein Asthmatiker jetzt in den Stall kommen dürfen. Der wäre wohl auf der Stelle erstickt. Als letztes muss ich dann wieder nur Futter verteilen und die Tränken kontrollieren. Allerdings kommt bei den meisten Pferden erst einmal nur das Grundfutter rein, weil ja nicht klar ist, in welche Box nun welches Pferd kommt. Nun kommen also als erstes die Rettungspferde in den Stall. Zuerst schnappe ich mir nur Black Amore, weil man den Braten ja nur alleine führen kann. Er regt sich zwar dann in der Box erst mal auf, weil er für ein paar Sekündchen alleine ist, aber das ist mir nun auch egal. Als Brandon sieht, dass ich die Pferde rein führe, nimmt er sich die Zeit, mir zu helfen. Also nimmt er als nächstes Arikado und Enjoy und ich mache mich an die Stuten. Dort erwarten mich bereits Black Ops und Cara Mia. Während Schatz danach Fate und Glove Lover rein bringt, nehme ich Pünktchen und Diamond mit. Die letzten beiden Stuten, die ich holen muss, sind Strigoi und Xana und Hell und Sunshine kommen auch gerade in den Stall, als ich die beiden Ladys wegstelle. Nun brauche ich nur noch Schatz helfen, die Hengste reinzubringen und dann haben wir die erste Herde durch. Er nimmt nun Iceking und Invisible und ich kriege Gallahead und Tikitak. Somit haben wir's geschafft. Während Brandon nun das Spezialfutter verteilt hole ich noch Hestia und Maifee rein. Als letztes kommen jetzt die Sport- und Nachwuchspferde in den Stall. Da teilen wir es nicht anders auf als zuvor. So kommen zuerst Amir, Pri, Changa und Goldy rein. Darauf folgen Copper, Massacre, Heretic und Höllenflüstern. Die nächsten sind Smoky, Matter, Leave und Noell. Die letzte Vierer-Gruppe besteht aus Shadil, Shakoor, Razouna und Woody und dann werden noch Sinorabis und Joker rein geholt. Erleichtert lehne ich mich gegen Jokers Boxentür und atme erst einmal durch. „Geschafft!“, sage ich mit einem müden Lächeln auf den Lippen. Brandon entgegnet: „Naja, fast. Ich muss noch den Zuchtstall weiter abdichten. Mir fehlen auch noch ein paar Materialien.“ „Pass auf, jetzt essen wir erst einmal Mittag und danach fahren wir nach Topanga , besorgend die restlichen Materialien und fragen Titus, ob sein Sohn und dessen Freunde nicht ein wenig helfen wollen!“, schlage ich ihm vor. Er nickt und so gehen wir erst einmal rein und ich mache eine klassisch deutsche Kartoffelsuppe zum Mittag.
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      7. Juni 2014, © Sunnyyy
      Es war wohl einer der heißesten Tage des Jahres. Schon morgens früh war es so warm, dass ich mich eher aus'm Bett fallen ließ, als geplant, weil ich die Hitze nicht mehr ertragen konnte. Eigentlich war ich noch todmüde, weil ich die Nacht bis 3 nicht schlafen konnte. Brandon und ich hatten uns gestern gestritten und er hatte den Hof verlassen. Was nun war wusste keiner. Ich strauchelte in die Küche und setzte mir erst einmal einen Kaffee auf. Alles war so anders, so still und leer ohne ihn. Nachdem ich die Zeitung durchgeblättert und zu meinem Kaffee noch ein paar Pancakes gegessen hatte, zog ich mir Stallsachen an und ging hinaus. Die Pferde waren auch alle schon wach und standen in ihren Paddocks. Als sie mich erblickten, hörte man es gleich aus alles Ecken wiehern. Ich musste lächeln. Sie waren meine Schätze. Auf sie konnte ich mich immer verlassen. Als erstes fütterte ich einmal alle Pferde und kümmerte mich um die Offenställe. In dem einen standen Arikado, Amore, Enjoy, Fate, Glove, Hell, Sunshine, Iceking, Invisible, Gallahead und Tikitak. In dem anderen Ops, Mia, Angel, Pünktchen, Dia, Strigoi und Xana. Während die Stute n recht friedlich waren, ging bei den Hengsten gleich die große Kabbellei los. Normalerweise fütterte ich sie ja alle einzeln. Aber dafür hatte ich heute nicht auch noch Zeit. Als nächstes brachte ich erst einmal Pleasure, Emilio und Marid auf die Hengst-Weide. So trafen sie einzeln auf den Rest der Heide. Eigentlich kannten sich ja die meisten, aber es würde sicher einiges zu klären geben. Nach einander brachte ich dann auch die anderen Hengste dazu: Amjad, Pri, Copper, Massacre, Smoky, Matter, Shadil, Shakoor, Sinorabis und Joker. Zu Anfang war die Situation noch friedlich, doch je mehr Hengste es wurden, umso unruhiger wurde es auch. Am ende schossen sie alle buckelnd über die Koppel. Da aber keiner versuchte jemandem ernsthaft zu schaden, sah ich da kein großes Problem. Ich hatte kaum Zeit zu zuschauen und brachte direkt noch Hestia und Maifee auf die Zuchtstutenweide. Von den anderen Stuten brachte ich alle bis auf Noell auf die Stutenweide: Changa, Girly, Heretic, Hölle, Leave, Razouna und Woody fingen direkt an zu grasen. Noell ließ ich noch im Stall und machte mich auf den Weg zum Flughaven. Dort sollte nämlich Calista ankommen. Wieder. Nur diesmal sollte sie bleiben. Als ich ankam, war der Flieger bereits dabei zu landen und ich positionierte den Hänger um sie direkt hinein führen zu können. Es ging alles Blitzschnell die Arbeiter packten mit an und ehe ich mich versah, stand das Pferd im Hänger. Und so gings auch direkt wieder nach Hause. Zu Hause ließ ich sie auf eine Koppel, die direkt an der der Stutenherde angrenzte und stellte Noell dazu. So konnten die beiden sich anfreunden und Calista konnte schonmal die anderen beschnuppern. Jetzt mussten nur noch die Ställe gemacht werden und dann war ich damit schon mal fertig. Aber auf dem Schreibtisch wartete auch noch einiges an Papierkram.
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      7. Oktober 2014, © Gwen
      „Dringend spontane Aushilfe im Stall gesucht!“ - so lautete die Überschrift der Anzeige, welche direkt ganz oben am schwarzen Brett angepinnt war. Ich zögerte nicht lange und riss eine der Telefonnummern ab, um mich mit der Besitzerin des Inserats in Verbindung zu setzen. Schon zehn Minuten später hatte ich meine Antwort und der Plan für den morgigen Tag stand fest: Ich würde im Stall von WCR aushelfen!
      Schon kurz nach um sieben schwang ich mich auf mein Rad und machte mich auf den Weg zur Ranch. Es dauerte nicht gar so lange und ich war auch schon da, wurde herzlich von Sunny begrüßt, welche mir auch die gesamte Ranch ausgiebig zeigte. Dann erledigten wir erst einmal die anstehenden Stallarbeiten, ehe die Pferde an der Reihe waren. Wir begannen mit den Fohlen und so holte Sunny Call of Pripyat, Sinorabis und Massacre Boy von der Weide. Wir putzten die drei gründlich und ließen sie dann kurz in der Halle laufen, ehe sie auf ihre Weide durften. Danach waren die älteren an der Reihe. Zuerst kümmerten wir uns um Woodstook Lady und Small Joker like Duns it. Die beiden Westernpferde putzten wir gründlich und longierten sie dann nacheinander. Der hübsche Araber Shakoor bekam heute komplett frei, genauso wie sein Kumpel Shadil – beide durften den Tag auf der Weide genießen. Die Araberstute Razouna hingegen musste sich etwas mehr bewegen, genauso wie die Warmblüterin Noell. Danach putzten wir No matter what that say und Marid, ehe ich eine Pause hatte, während Sunny I'll never leave you ritt. Als circa die Hälfte geschafft war, gönnten wir uns einen Ausritt auf Hot Smoking Chev und Höllenflüstern, wobei ich ersteren ritt. Als wir wieder mit neuer Energie auf der Ranch ankamen, putzten wir direkt noch Heretic Anthem und Golden Girl. Danach ließen wir Emilio und Copper Nightmare in der Halle laufen, ehe wir noch Change besuchten. Zuletzt waren Calista und Amjad Amir an der Reihe. Beide longierten wir noch ein Weilchen, ehe wir uns dann daran machten, den Stall für den Abend vorzubereiten und alle Pferde wieder hineinzuholen.
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      29. Januar 2015, © Eddi
      Es erst kurz nach sieben Uhr morgens, als ich bereits das Haus verließ. Momentan war ich des Öfteren wieder auf der Suche nach Arbeit, wurde aber schnell fündig. Sunny musste für ein paar Tage weg und hatte mich aus dem Grund gebeten, mich um ihr Gestüt zu kümmern. Natürlich nahm ich dieses Angebot gerne an, so dass ich eine Stunde später auf dem großen Hof stand. Sunny war schon weg, hatte mir aber in einem kleinen Notizheft alles Wichtige aufgeschrieben, so dass ich mich bereits jetzt schon relativ gut auskannte. Es begann sowieso wie in jedem Stall, das hieß also Pferde füttern, Stallgasse kehren und dann die Pferde nacheinander auf die Weide bringen. Danach wurde erst einmal die Stallarbeit erledigt, also die Boxen ausgemistet und wieder hergerichtet. Ehe ich damit fertig war, war es bereits kurz vor Mittag und machte erst einmal eine kleine Pause, um was zu essen. Mein Plan war es, erst die Kleinen zu beschäftigen und dann die Großen. Also gesagt getan. Ich schaute im Notizbüchlein nach und schnappte mir dann das Halfter von Abqa Hasna. Die hübsche Araberstute war ziemlich aufgeweckt, weshalb ich mit ihr ein wenig die Grundlagen üben wollte. Sie war inzwischen 3 Monate alt und ließ sich schon allmählich aufhalftern. Dennoch wich sie ihrer Mama immer noch nicht wirklich von der Seite, so dass wir auf der Weide blieben und das ganze übten. Danach war Call of Pripyat an der Reihe. Ich holte den hübschen Quarter von der Weide, putzte ihn gründlich und ging dann mit ihm in die Halle, um ihn dort etwa 20 Minuten zu longieren. Danach führte ich ihn noch trocken und wieder zurück auf die Weide. Damit hatte ich die Zwerge auch schon hinter mich gebracht und machte mit den Großen weiter. Ich begann mit Amjad Amir, dem hübschen Rappen. Ich sammelte ihn von der Weide ein, putzte und sattelte ihn. Dann gingen wir gemeinsam in die Halle und ich wärmte ihn auf. Danach trainierten wir ein wenig die fließenden Übergänge zwischen den Gangarten und das feine hören auf die leichtesten Gewichtshilfen. Zufrieden konnte ich die Trainingseinheit beenden und das Kerlchen zurück bringen. Calista war direkt danach an der Reihe. Die große Fuchsstute blickte mich aufmerksam an, während ich sie putzte und ihr dann den Kappzaum anlegte. Ich wollte sie etwas longieren und dabei vor allem auch Stangenarbeit einbauen. Sie machte wunderbar mit und schon nach 20 Minuten lief sie locker flockig. Als kleine Pause gönnte ich mir kurz darauf einen Ausritt mit Changa. Die Stute war wirklich ein Sonnenschein und der Ausritt machte sehr viel Spaß. Ich hatte Copper Nightmare als Handpferd mitgenommen und das ganze klappte besser als gedacht, so dass wir auch wieder heil zu Hause ankamen. Dort machte ich direkt weiter und holte Golden Girl von der Weide, putzte sie gründlich und gab ihr eine ausgiebige Massage. Sie schien manchmal ziemlich aufgeregt zu sein, weshalb ich mit ihr lockere Bodenarbeit machte. Das Gleiche tat ich auch mit dem jungen Massacre Boy, ehe beide zurück auf die Weide durften. Laut dem Notizheft hatten heute die Pferde Heretic Anthem, Hot Smoking Chex und Höllenflüstern frei, so dass ich die drei nur gründlich putzte. Mit No matter what the say machte ich einen kleinen Spaziergang und als ich zurückkam, schnappte ich mir direkt Noell und ging noch einmal die Runde. Razouna war als Nächstes an der Reihe. Ich putzte und sattelte die Stute und ging dann raus auf den Platz. Am Anfang lauerten überall Gespenster, doch schon bald war die Luft raus und wir konnten entspannt arbeiten. Genauso gut lief danach das Longieren von Shadil, so dass ich zufrieden eine Nachmittagspause einlegen konnte. Danach ging es aber noch mal voller Motivation weiter: Mit dem jungen Hengst Shakoor machte ich 20 Minuten Bodenarbeit, bei welcher er wirklich wunderbar mitarbeitete und schnell neue Dinge lernte. Sinorabis gönnte ich durch einen Spaziergang eine kleine Auszeit, ehe ich mich auch schon auf Small Joker Likes Dun schwang, Woodstook Lady als Handpferd, und den Tag mit einem schönen Ausritt beendete.
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      28. Mai 2015, © Sunnyyy
      Heute Morgen waren die Wolken etwas grau und die Sonne war weit und breit nicht zu sehen. Trotzdem hörte man überall die Vögel zwitschern. Ich quälte mich aus meinem Bett und zog mich an. Auf dem Weg in die Küche, weckte ich meine Schwester und während sie sich anzog, kochte ich Kaffee und deckte den Frühstückstisch. Gemeinsam frühstückten wir und planten den heutigen Tag. Zuerst wollten wir uns zusammen um Hestia und Maifee kümmern.Als wir mit dem Frühstück fertig waren, zogen wir Gummistiefel und Stallkluft an und gingen in den Zuchtstall. Sobald ich die Türen öffnete, begannen Hestia und Fee zu wieheren. Wir gaben den beiden erst einmal ihr Futter und statteten uns mit Mistgabeln und Schubkarren aus. Ich machte das Radio an und während Vera die Box von Fee ausmistete, machte ich Hestias Box sauber. Nachdem die beiden Stuten ihr Futter ausgefressen hatten, schauten sie uns neugierig beim sauber machen zu und ließen sich von uns durch die Box dirigieren, sodass sie nie im Weg standen. Als der ganze Dreck aus den Boxen raus war, kletterte ich auf den Heuboden und schmiss Vera zwei Strohballen runter, die sie in den Boxen verteilte.Nun holten wir die beiden aus ihren Boxen raus und banden sie auf der Stallgasse an. Die beiden hatten noch etwas Winterfell, was wir ihnen ausbürsteten. Ansonsten waren sie aber sehr sauber, da sie ja über Nacht noch in der Box standen. Hestia stattete ich mit ihrem Westernsattel und Zaumzeug aus, Fee legte Vera den Longiergurt und die Trense mit Langzügeln an. So führten wir die beiden in die kleine Reithalle, wo ich aufsaß. Wir wärmten die beiden Stuten im Schritt und Trab auf und begannen dann mit der Arbeitsphase. Ich übte mit Hestia zuerst ihre Lieblingslektionen, bis sie zufrieden schnaubte und ganz locker und fleißig lief. Jetzt machten wir weiter mit den Lektionen, die sie noch nicht so gut konnte. Vera übte währenddessen mit Fee die Dressurlektionen. Als bei beiden Pferden die Luft raus war, hörten wir auf und machten noch ein paar Runden im Schritt weiter, damit sie trocken wurden.Nach getaner Arbeit nahmen wir ihnen alles wieder ab und bürsteten sie noch einmal über. Danach durften Fee und Hestia auch raus auf die Koppel. Zuletzt füllten wir schonmal Heu und Kraftfutter für den Abend auf und gingen dann zum Privatstall.Dort bekamen dann auch erst einmal alle Pferde ihr Futter. Als erstes nahmen wir uns dann Abqa Hasna und Call of Pripyat vor. Während ich mit Abby lediglich am Putzplatz übte, ging Vera mit Pri auf den Longierplatz und longierte ihn mit Ausbindern, damit er schon einmal die anlehnung kennen lernte. Abby schlug sich ganz gut und war recht brav, sodass ich sie am Ende mit lockerem Strick stehen hatte. Pri versuchte sich zu Anfang sehr dem Druck zu entziehen und buckelte auch ein paar Mal rum. Als er aber bemerkt hatte, dass das nichts brachte, fand er heraus, wie es mit Ausbindern am angenehmsten zu laufen war und lief nachher schon ganz schön. Nach getaner Arbeit brachten wir die beiden dann schon einmal auf die entsprechenden Koppeln und holten uns Amjad Amir und Calista. Die beiden bekamen ihre Vierseitigkeitssättel auf und dann ging es zur Geländestrecke. Dort wärmten wir uns erst einmal auf und fingen dann an an einzelnen Sprüngen zu üben. Wir schauten uns gegenseitig ein wenig zu und gaben Tipps, was noch zu verbessern wäre. Am Ende ritten wir dann noch eine kleine Strecke zusammen und machten ein kleines Wettrennen drauß, dass Vera auf Amjad gewann. Wir ritten die beiden trocken und brachten sie auch auf die Koppeln, sodass Abqa Hasna und Call Of Pripyat nicht mehr alleine waren. Als nächstes waren Changa und Copper Nightmare dran. Die beiden bekamen ihre Westernausstattung an und dann ging es wieder in die kleine Halle. Wir wärmten die beiden ordentlich auf und begannen dann mit dem Westerntraining. Hier gab ich meiner Schwester nebenbei eine kleine Westernreitstunde, da sie darin noch etwas unsicherer war. Dafür war Changa, als Verlasspferd natürlich super geeignet und da Copper mich schon sehr gut kannte, benahm er sich auch, wenn ich mal mit der Aufmerksamkeit nicht hunderprozentig bei ihm war. So lernte Vera noch was dazu und ich übte mich mal wieder als Reitlehrerin. Auch die beiden kamen nach der Arbeit auf die Koppel und wir holten uns Golden Girl und Heretic Anthem. Während Vera Girly nur draußen im Longierzirkel longierte, ritt ich Heretic in der Hallle Western. Die Stute hatte sich mittlerweile sehr gut gemausert und war zu einem stattlichen Quarter geworden, dem man seine Vergangenheit garnicht ansah. Nachdem ich sie trockengeritten hatte, brachten wir die beiden Mädels raus und Vera erzählte mir kurz, wie Girly sich geschlagen hatte. Dann holte ich mir HGT's Massacre Boy und Vera Sinorabis. Massacra bekam seinen Rennsattel auf und Sinorabis seinen Gangreitsattel und dann gingen wir auf die kleinere Ovalbahn. Nachdem die beiden aufgewärmt waren, versuchte ich aus Massacre seine besten Zeiten rauszuholen und Vera trainierte mit Sinus Tölt und Pass. Wenn ich mal kurze Pausen einlegte, konnte ich den beiden zusehen. Sinus lief mittlerweile schon sehr klasse. Am Ende ritten wir noch ein paar Runden im Schritt und brachten die beiden danach auch weg. Die nächsten, die arbeiten mussten waren Hot Smoking Chex und Höllenflüstern. Mit ihnen gingen wir wieder in die Halle und trainierten sie im Western. Auch hier ritt Vera wieder das bravere von beiden Pferden und setzte die Tipps vom letzten Mal um. Nachdem wir die beiden auf die Koppel gebracht hatten, holten wir uns I'll Never Leave You und Noell. Wir machten sie fertig und ritten mit ihnen ein wenig ganz in Ruhe aus und unterhielten uns über Gott und die Welt. Danach konnte Vera dann ganz ihn Ruhe selbständig Shadil reiten, während ich mit Razouna an der Ausbildungsskala arbeitete. Die kleine war mittlerweile schon deutlich sicherer und lief ganz anständig unter dem Sattel. Als nächstes arbeitete ich dann mit Shakoor und Vera mit Small Joker Likes Dun. Shakoor hatte sich zu einem klasse Distanzpferd entwickelt und so trainierte ich in weiter in Distanzen. Während dessen ritt Vera mit Joker ein wenig Western. Als letztes bekam Vera noch eine Reitstunde auf Woodstook Lady. Woody war ganz brav und Vera ritt mittlerweile auch shcon ganz gut Western.
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      9. Oktober 2015, © Veija
      Es war Anfang Oktober, 5 Uhr morgens. Das Wetter war bescheiden- eher schlecht als recht, denn es regnete. Ab und zu donnerte es auch, aber es war ja auch Gewitter gemeldet- schon wieder. Heute würden wir die Sonne wohl nicht zu Gesicht bekommen, doch das brauchten wir auch nicht, denn wir würden heute mit der gesamten Mannschaft ins Gefängnis fahren. Warum? Tja, das wussten die anderen auch noch nicht. Zu erst mussten wir jedoch die Pferde füttern, weshalb wir alle ja auch schon um 5 Uhr aufstehen mussten. Alexis übernahm den Verkaufsstall, Caleb kümmerte sich um die Zuchtstallung, Aliena übernahm die Vollblüter und Aaron später die Jungpferde. Zu guter Letzt übernahm ich die Trainingspferde. Als wir damit fertig waren, sprangen wir alle schnell unter dich Dusche, packten etwas zu essen ein und machten uns mit dem 7-Sitzer und dem Pick Up auf den Weg zum Gefängnis, wo wir eine Aktion unterstützen wollten, die jugendlichen Kriminellen half, wieder festen Boden unter den Füßen zu bekommen. Es dauerte gute 2 Stunden, ehe wir am Gefängnis ankamen, die Autos am Parkplatz parkten und erstmal alle Sachen im Auto ließen, die wir wahrscheinlich nicht durch die Sicherheitskontrolle bekommen hätten. So blieben alle Handys im Auto und auch Caleb ließ, wenn auch wiederwillig, sein Messer im Wagen. So gingen wir also "unbewaffnet" zum Eingang und wurden sofort in eine große Mensa geführt, wo die Gefangenen schon auf uns und andere Rancharbeiter warteten. Ich hatte eine Präsentation vorbereitet, so wie die anderen auch, die wir den Gefangenen zeigen würden, damit sie eine Ahnung davon hatten, was sie auf den Höfen erwartete. Beim Rundumblick fielen mir sofort 4 Personen ins Auge, drei Jungs und ein Mädchen, die zusammen an einem Tisch saßen, wovon zwei Jungs den dritten argwöhnisch ansahen. Dieser grinste sie jedoch nur süffisant an und das Mädchen legte ihm eine Hand auf den Arm, sagte ihm etwas und schon wandte er den Blick wieder nach vorne, während die anderen beiden Jungs ihn noch seltsam anschauten. "Schaut euch die vier da hinten mal an", sagte ich zu meinen Mitarbeitern und sie nickten. Caleb setzte ebenfalls sein süffisantes Grinsen auf und schaute damit das Mädchen der vier an. Von dem Jungen rechts von ihr, der ihr sehr ähnlich sah, bekam er einen ziemlich eindeutigen Blick ab, so dass Caleb den Blick abwendete. Nun erhob der Chef des Gefängnisses das Wort. "Da nun alle eingeladenen Personen angekommen sind, herzlich willkommen Ihnen allen. Sie wissen hoffentlich alle warum Sie hier sind", begann er seine Rede und uns wurde etwas zu trinken gebracht. "Von einem Gefängnis in Colorado wissen wir, dass die Arbeit mit Pferden Jugendliche stark verändern kann. Sie alle", sagte er und zeigte zu erst auf die Gefangenen, dann auf uns: "haben ein besseres Leben bei diesen Leuten verdient. Sie werden die Chance haben, auf einer Ranch zu leben und zu arbeiten, wieder zur Schule zu gehen und sich ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Die Arbeit auf der Ranch wird so lange dauern, wie sie Ihre Gefängnisstrafe hier eigentlich absitzen müssten. Wenn sie dann Fuß gefasst haben, können sie selbst entscheiden, ob sie weiterhin auf der Ranch bleiben wollen, oder ob Sie einen anderen Weg einschlagen möchten. Ich wiederhole es nur gerne noch einmal, es ist eine riesen Chance für Sie, etwas aus ihrem Leben zu machen. Ruinieren Sie sich das nicht. Over and out.", sagte der stämmige Mann zum Schluss noch und gab das Wort an die erste Ranch. Insgesammt standen 7 Ranches zur Auswahl, wovon wir die letzte waren, die sich vorstellte. Ich schmiss meinen Stick in den Laptop, startete die Präsentation und wandte mich den Jugendlichen zu. "Hallo und herzlich willkommen auch noch einmal von mir und meinen Mitarbeitern. Ich bin Verena O'Connor, das ist meine Cousine Alexis O'Connor, das Aaron Felhorn, Caleb O'Dell, Aliena O'Dell und unser neusterZugang Riley Fortin. Wir kommen von der Gips Reminder Ranch in Kanada und möchten Sie heute aufmerksam auf unseren Hof machen.", sagte ich und atmete einmal tief durch. Es waren doch viele Augen die mich anstarrten und wissbegierig zwischen der Leinwand und meinen Mitarbeitern hin und her sahen. Nun ergriff Caleb das Wort, der nicht so nervös war und mir einfach nur unter die Arme greifen wollte, obwohl er keine Ahnung von der Präsentation hatte. "An erster Stelle steht das Wohl der Pferde auf unserer Ranch. Ich sag es Ihnen sofort klipp und klar wie es ist. Sehen wir einen von euch, der die Pferde misshandelt, seinen es unverdiente Schläge, Tritte oder Sonstiges, sei es mutwillig falsch gemischtes Futter...", sagte er und merkte, wie das Mädchen, welches sich als Octavia herausstellte große Augen machte. "Ja Octavia, man kann ein Pferd umbringen, wenn man sein Futter falsch mischt. Das ist so. Also wo war ich.. ach ja.. wenn ihr den Pferden Leid antut, geht es für euch zurück ins Gefängnis. Es kommt jedoch auf die Schwere des Vergehens an, wir werden da jedoch nicht zimperlich sein. Wenn ihr jedoch meint, euch gegenseitig an die Gurgel zu gehen, dann schön. Wir schicken euch nicht zurück, aber ihr müsst mir Konsequenzen rechnen..", erklärte er und ich räusperte mich, damit ich wieder die schönen Seiten des Ranchlebens erläutern konnte. "Zur Zeit besitzen wir um die 60-70 Pferde. Es kommen und gehen immer andere Pferde, so dass ihr nie mit den Selben arbeiten werdet. Wenn ihr also mit uns auf den Hof kommt, sollte euch bewusst sein, dass wir euch zunächst einen Monat beobachten, wie ihr füttert, mistet, Pferde auf die Koppel bringt, im Haushalt helft und und und.. Bemerken wir besonderes Interesse an den Pferden, bringen wir euch das Reiten bei und ihr dürft uns auf Turniere und Ausritte begleiten.", erklärte ich und setzte dann zu meiner ersten Frage an. "Wer von euch ist denn schon einmal geritten?", fragte ich die jungen Menschen und sah zu meiner Erleichterung, dass Octavia aufzeigte. Ich schenkte ihr ein kurzer Lächeln und sah dann in die Runde. Es sah relativ karg aus. "Wer von euch möchte denn reiten lernen?", zaghafte Hände hier und da, Octavias Hand ganz weit nach oben gestreckt. Die anderen 3 an ihrem Tisch hoben ebenfalls kurz die Hände. "Gut", sagte ich. "Sehr gut. Wisst ihr warum ihr auf der Gips Reminder Ranch besonders gut aufgehoben seit? Wir haben viele Pferde der Westernsparte, Quarter und Paint Horses. Wir haben jedoch auch zwei Missouri Foxtrotter, die es nicht so oft gibts. Zudem haben wir eine ganze handvoll Englische Vollblüter, wir haben Dressur, Spring, Distanz und Military Pferde. Eininge sind auch im Fahrsport tätig. Isländer und Ponies gibt es auch!", erklärte ich ihnen freundlich und sah, wie Octavia sich zu dem Mann an ihrer rechten wandte und ihm freudenstrahlend etwas erzählte. Er strich ihr sanft über den Arm und bewegte sie dazu, wieder nach vorne zu schauen. "Ihr werdet also eine riesige Auswahl an Pferden haben, mit denen ihr täglich arbeiten könnt. An Wochenenden gilt es auch früh aufstehen, auch wenn ihr abends mal raus feiern wart.. ja, das dürft ihr bei uns auch. Jedoch kommt immer einer oder ein paar von uns mit. Wir sind schließlich auch noch jung und möchten das Leben genießen.", sagte ich und lachte kurz, als Caleb mir einen vorwurfsvollen Seitenblick zuwarf. "Ich denke das war alles, wenn ihr noch fragen habt kommt gerne hier zu uns rüber. Danke für eure Aufmerksamkeit!", beendete ich meine Rede und setzte mich unter Applaus wieder an unseren Tisch. Wir redeten eine ganze Weile mit den jungen Leuten, erklärten ihnen noch mehr über den Hof und verließen dann mit den anderen Arbeitern den Raum. Wir bekamen Mappen vorgelegt und sollten uns die Jugendlichen näher anschauen. Es dauerte eine ganze Weile, ehe wir alle Mappen durch hatten und uns wirklich für die 4 entschieden, die ich mir am Anfang schon ausgesucht hatte. Zu meiner Freude hatte jeder der 35 Jugendlichen einen Platz auf einer Ranch gefunden... Voraussetzung war, dass sie dort hin wollten. Auf einer Liste die uns vorgelegt wurde, standen die Namen derer drauf, die auf unsere Ranch wollten. Es waren 7 Leute, von denen wir vier sicher mitnehmen würden, die anderen 3 waren unsicher, weshalb wir zunächst die sicheren Kandidaten verkündeten. "Bellamy Blake, Octavia Blake, Finn Collins und Jonathan Murphy, wenn ihr möchtet, könnt ihr mit zu uns", sagte ich ihnen und die vier nickten. Sie durften aufstehen und ihre Sachen zusammenpacken. Nun standen noch 3 Leute auf unserer Liste. Emily, Grace und Ethan. Ich schaute meine Mitarbeiter kurz an. Wir hatten im Auto keine Plätze mehr frei, da im Pick Up nur 3 Sitze waren. Sie schüttelten bedrückt den Kopf. "Leider können wir im Moment nur 4 neue Arbeiter aufnehmen, doch ich weiß welche Ranches euch gerne hätten, da werdet ihr es auch sehr gut haben!", erklärte ich Emily, Grace und Ethan. Ich schüttelte ihnen die Hand und wir 6 machten uns dann zu unseren vier auf. Sie stellten sich uns nochmal einzeln vor und Jonathan wollte einfach nur John oder Murphy genannt werden. "Finn und Murphy zu mir, Bellamy und Octavia zu Caleb", sagte ich freundlich und hielt Finn und Murphy die Tür auf, so dass sie in den 7-Sitzer steigen konnten. Bellamy und Octavia gingen zusammen mit Caleb in den Pick Up. Die restlichen Mitarbeiter kamen mit zu mir, so dass es auch gleich losgehen konnte. Die Fahrt dauerte nicht allzulange, so dass wir recht schnell am Hof ankamen und Octavia ohne zu warten aus dem Auto raussprang, um sich umzusehen. Ich wollte ihr noch nachrufen, da nickte mir ihr Bruder, wie ich erfahren hatte, zu und sprang ihr hinterher, um sie am Arm fest zu halten. "O, warte doch", sagte er leise und schaute etwas eingeschüchtert zu mir rüber. Finn und Murphy waren auch schon ausgestiegen und schauten sich mit großen Augen um. "Willkommen in eurem neuen Zuhause!", sagte ich freundlich und blickte in 4 endlos zufriedene Gesichter. "Ich habe euch 2 Zimmer fertig gemacht, eins mit 3 Betten, eins mit 2. Wenn es für dich, Octavia jedoch oke ist, können du und dein Bruder zusammen in einem Zimmer schlafen, anstatt du alleine und die drei Jungs zusammen?", fragte ich sie und sah, wie sie fragend zu ihrem Bruder sah. "Okay, dann das Einzelzimmer. Die Zimmer liegen ja nebeneinander", sagte ich und zeigte auf ihr Gepäck. "Holt euer Zeug, ich zeig euch die Zimmer. Und ihr anderen, ab an die Arbeit!", frügte ich mit Nachdruck an, weil ich sah, wie Caleb mich wieder angaffte. "Caleb, now", sagte ich lachend und gab ihm einen Klaps gegen den Arm. Entschied mich dann jedoch, Caleb mitzunehmen. Ich traute John und Bellamy noch nicht so wirklich über den Weg, vor allem da sie sich die ganze Zeit herablassend anschauten. "Das klappt ja mit euch 3 auf einem Zimmer, oder?", fragte ich skeptisch und schaute zwsichen den 3 Jungs hin und her. "Ja..", sagte Bellamy dann und setzte ein Lächeln auf, ehe er seiner Schwester einen Arm um die Schultern legte und sie zu sich heran zog. Er flüsterte ihr etwas ins Ohr, ehe sie zu strahlen anfing und sich umschaute. "Ich glaube, ich habe genau das richtige Pferd für dich, Octavia", sagte ich und zauberte ihr ein noch größeres Lächeln ins Gesicht. Unterwegs kam uns Amy Lee entgegen, die auch erst seit kurzem hier war. "Amy hat zur Zeit ein Einzelzimmer, aber falls du dich mit ihr verstehst, Ocativa, könnte ihr gerne zusammen in eins", erklärte ich lächelnd, nachdem ich Amy vorgestellt hatte. Dann waren wir an den Zimmern angekommen und ich ließ die 4 in Ruhe auspacken. In der Zwischenzeit ging ich runter in die Küche und bereitete einen kleinen Snack vor, da die vier bestimmt Hunger hatten. Zwischendruch kam Amy in die Küche, um zu fragen, was sie arbeiten solle. In der letzten Zeit ging leider alles etwas drunter und drüber, weshalb die Arbeitspläne natürlich auch hinterher hingen. "Geh die anderen fragen welche Pferde noch übrig sind, die kannst du dann arbeiten", sagte ich lachend. "Spätestens in zwei Tagen sind die neuen Pläne fertig, dann hast du fest zugeteilte Pferde", erklärte ich ihr und fing Octavia ab, die schon fertig mit auspacken war. Sie setzte sich an den Tisch und aß meine Snacks mit Freude, während sie etwas über ihr bisheriges Leben erzählte. Auch Bellamy, Finn und Murphy kamen nach einer Weile in die Küche, um sich zu uns zu gesellen. Dann gingen wir zum Offenstall, wo die Jungpferde der Gips Reminder Ranch standen. Nach und nach stellte ich ihnen die Pferde vor. Snapper Little Lena, Miss Holly Golightly, Striga, Natu's Little Harley, Raised from Hell, Ocarina of Time, VK Aquila T Mistery, Magnificient Crow, Crescent Wolf, Blossom Magic, Invest in Enterprise, VK Funky's Wild Berry, Day Gone By, das namenlose Fohlen, welches wir Bellamy 'O tauften, Dynur fra Frelsi, Call of Pripyat, VK Bella's Dun Gotta Gun, Kunis, VK Gunna Whiz, Lil Nucu Omira, Wildfire xx und Zues. Octavia war sofort von den Fohlen begeistert, während Murphy sich besonders für Zues interessierte. Na das konnte ja was werden, dachte ich mir lachend und ging dann mit den vier in den Stall. Zu erst waren die Zuchpferde dran: Amarula van Helsing, Bella Dun Del Cielo, Cherokee Rose, Funky Powerbabe, Goodbye Graceful, Hollywood's Silver Dream, Souls Sisters Brother of Time, Sacramento xx, Spooks Gotta Gun, Stormbringer, Supernova, Wimpys Little Devil und Yoomee. Anscheinend war kein Pferd dabei, was den vier gefiel. Aber das lag wahrscheinlich auch daran, dass sie sowieso nicht mit ihnen arbeiten durften. Dann ging es weiter zu den Vollblütern: Drag me to Hell, I've got the moves like Jagger, Faster, Augen auf! Ich komme, Zuckerschock, Wild Reflex, Nyanda, Scoubidou, Seattle Slew, Priamos Ruffia Kincsem, My lovely Horror Kid, Deadly Ambition, HGT's Massacre Boy, Chocolate Dream und Versatilely Gold. Hier war Octavia nun Feuer und Flamme. Sie wusste gar nicht, welches Pferd sie als nächstes Steicheln sollte. Kurz lachte ich. "Leider dauert es noch eine ganze Weile, bis du eines von diesen reiten darfst, Octavia.", entmutigte ich sie und sah ihr an, wie enttäuscht sie war. "Naja, vllt darfst du dich bald mal auf Chocolate Dream setzen", sagte ich lächelnd und zeigte ihr den Hengst, der ihr brummelnd die Nase entgegenstreckte. "Der ist wunderschön", sagte sie leise und streichelte über seine Nase. "Ja, das ist er." Flink klapperten wir nun die Pferde im Trainingsstall ab: Siku, Firewalker, Solitary, Skrúður, Eldrian Antrax, Cauldron of Renascence, Ravi, Blazing Flame, Snuff, Ahyoka, Horror Halloween, Nojrsodsch, Maracuja Limes, Bijou, Náttdís van Ghosts, Genuine Lil Cut, What Lies Ahead, Gun and Slide, Lovely Summertime, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, My sweet little Secret, Marly's Pluie, Crusing's Dawn of Hope, Annie get your gun, My Blue Gun, Your possible Pasts, Hot Smoking Chex, Sheza bat cat, HGT's Enjoy Nature, Woodstock Lady, Ciel.os Double Dun It und Lucy never say goodbye. Spätestens jetzt war mindestens ein Pferd dabei, wofür sich die vier begeistern konnten. Außer natürlich Octavia, denn sie war für jedes Pferd zu begeistern. "Ich hoffe, euch hat der kleine Rundgang gefallen und ihr habt ein Pferd gefunden, das ihr später mal arbeiten möchtet.", erklärte ich ihnen fröhlich. "Doch bis da hin, ab an die Arbeit", fügte ich nun lachend bei und drückte jedem eine Mistgabel in die Hand, mit denen ich sie in die Boxen schickte, wo die Pferde schon auf der Koppel standen.
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      26. November 2015, © Sevannie
      Nach einigen stressigen Wochen, fand ich wieder einen Tag an dem ich mich meinen Pferden voll und ganz widmen wollte, zumindest einem Teil der großen 'Herde'. Ich lief fröhlich pfeifend aus dem Haus, nachdem ich den restlichen Papierkram erledigt hatte und machte mich in den Stalltrakt, dort traf ich Rachel und Elena an, diese kamen gerade von der Halle wieder. Das Wetter war mehr als schön, auch wenn es kalt war, aber zum Ausreiten war es perfekt. Genau das hatte ich als erstzes vor! Ich wollte Ausreiten, mit Hermann und Götterdämmerung, jedoch suchte ich noch wen freiwilliges der mit mir käme. ,,Jemand von euch Lust mit mir und meinen Kaltblüter etwas im Gelände herum zu dödeln?'' - ,,Ich doch immer!'',grinste Elena und ich schmunzelte. ,,Rachel du auch?'', hakte ich nach und sie nickte eifrig. ,,Ja wunderbar. So Ich werde Hermann nehmen, ihr könnt euch um Götterdämmerung und Arikado zoffen!'',grinste ich frech und schon begannen sie zu diskutieren. Nach wenigen Schritten zur Weide hin, hatte sich auch schon alles geklärt. Elena nahm Götterdämmerung und Rachel nahm sich Arikado zu Herzen. Der Hengst war frisch eingeritten und somit noch ein kleiner Angsthase im Gelände, doch mit den älteren Hasen war das sicherlich kein Problem. Während ich den Brabanter an das Halfter nahm und den Strick einhakte, machten die beiden anderen das bei ihren Pferden. Wir liefen im Gänsemarsch hinunter zum Putzplatz und 'parkten' dort die Pferde. Die Weidedecken kamen hinunter und der Vorteil von diesen war ganz klar. Das lange Fell der etwas stämmigeren Pferde war sauber und man hatte nicht mehr gar so viel zu putzen. So kämmten wir Mähne und Schweif noch einmal durch, befreiten die Beine und den Hals, sowie den Kopf vom Schmutz und kratzten danach noch die Hufe aus. Als alle drei Hengste sauber waren, begannen wir relativ zeitgleich zu satteln und zu trensen. ,,Wo soll es lang gehen?'' - ,,Die Hügel hinauf und dann etwas Berg ab – Berg auf – Training!'',schlug Elena motiviert vor und ich schmunzelte. ,,Hört sich gut an. Wie wär's auch dann noch eine etwas größere Galoppstrecke einzuplanen damit die drei dann richtig ausgepowert sind?'' - ,,Das ist super!'', grinste Rachel und so sagte ich Tyler Bescheid, dass die drei Boxen bitte gemistet werden sollten, damit die Pferde gleich darein konnten. Denn bei dem kühlen Wetter sie noch einmal auf die Weide zu stellen, wenn sie schwitzten wäre sicherlich nicht ganz so Vorteilhaft. Tyler nickte und wünschte uns viel Spaß, so schwangen wir uns vorsichtig in die Sättel und ritten im gemütlichen Schritt los. Ich war mit einer Gerte bewaffnet, da der träge Herr unter mir nun mal gerne etwas langsamer unterwegs war wie seine beiden Kumpanen. Ich gab Elena noch den Tipp das sie mit Götterdämmerung auch gerne hinter uns beiden bleiben sollte und ab und zu etwas Schenkelweichen probieren sollte, denn der Gute war zwar sonst ein Lieber aber wenn es ihm zu langweilig wurde dann konnte er auch im Gelände mal loslegen. Bei Rachel brauchte ich nichts sagen, Riko war ein Lieber und würde keine Unruhen machen. Nach einigen Minuten trabten wir auch an, bis wir zu unseren liebsten Hügelstellen kamen. Man war gerade einen runter geritten da kam der nächste schon zum hoch reiten wieder. Dies förderte natürlich die Muskulatur und somit war es wieder ein schöner Vorteil der Natur. Diese Berge oder eher Hügel erklommen wir erst im Schritt, dann ging das ganze im Trab zurück und danach ritten wir auch schon zu der ewig weiten Galoppstrecke, damit sie hier nochmal die ganze Energie frei lassen konnten. Bei der Galoppstrecke angekommen, durfte Rachel den Vortritt machen, da sie den Jüngsten im Bunde hatte. Danach kam Elena mit Götterdämmerung und zu guter Letzt ich mit Hermann. Wobei Hermann erst etwas schneller trabte, doch nach einer klaren Ansage mit der Stimme lockte ich den Renner aus ihm heraus und wir holten das Verlorene recht schnell wieder auf, überholten jedoch nicht. Sanft lobte ich ihn zwischendurch und nach wenigen Momenten des Galopps waren wir am Ende der Strecke und es ging im gemütlichen Schritt wieder zurück. Nun machte Götterdämmerung auch keine Faxen mehr und blieb brav, da er anscheinend auch ausgelaugt war. Am Stall angekommen brachten wir die Pferde in die frisch gemisteten Boxen und zogen ihnen noch die Abschwitzdecke drüber. ,,Ich danke euch beiden für den schönen Ausritt.'',lächelte ich und lobte Hermann nochmal, ehe ich ihm einen neuen Leckstein in die Box hängte und mich dann aus dieser heraus machte. Da kam gerade Tyler um die Ecke. ,,Danke Ty.'',schmunzelte ich und wuschelte ihm die Haare durch. ,,Ich wollte Massacre Boy und Wild Reflex in die Führanlage bringen, wenn das für dich okay ist?'' - ,,Klar, ich hab eh nicht so viel Zeit alle Pferde heute zu machen. Aber ich helfe dir gerne vorher beim Putzen.'', lächelte ich und lief mit Tyler zu den Weiden. Ich holte die Schimmelstute von der Koppel und Tyler den Rapphengst. Farblich waren sie ja schon irgendwie zusammen ein wunderschöner Hingucker.. So banden wir sie am Putzplatz an und ich kuschelte erst einmal eine Runde mit meiner verloren gegangener Liebe von damals. Sanft streichelte ich ihre Nüstern, ehe ich dann anfing zu putzen. Tyler hingegen war bald fertig mit dem Hengst. ,,Mach mal langsam.'',lächelte ich und er musterte die Schimmelstute. ,,Du bist doch auch bald fertig.'',murmelte er grinsend und band dann Massacre Boy ab und wartete auf mich. ,,Wir stellen sie aber nicht hintereinander rein.'',stellte ich nochmal klar und er nickte. ,,Hatte ich jetzt nicht vor.'',murmelte Ty und ich brachte die Stute zur Führanlage. Beide kamen in diese Anlage und liefen ihre Runden, Ty blieb hier um nach dem rechten zu schauen denn ganz ohne Aufsicht wollte ich die beiden auch nicht da drin lassen. So machte ich mich nun auf den Weg und holte mir Tomenko von der Weide. Der dreijährige Braunschecke war etwas von Übermut beholfen als ich ihn von der Koppel holte, so gab es lediglich eine Katzenwäsche und dann ging es auch in die Halle. Heute stand für ihn etwas Bodenarbeit an und so begann ich mit ihm das Führen weiter auszubauen. Er sollte stehen bleiben wenn ich stand, das tat er nach guten fünf Minuten dann auch schon. Danach gab es eine kleine Dehneinheit. Erst die beiden Vorderbeine, dann die Hinterbeine. Zuletzt der Hals etwas, indem ich ein Leckerli an seinen Rücken hielt und er sich nach diesem streckte. Sanft lobte ich ihn, als er dies tat und tat das gleiche noch einmal auf der anderen Seite. Nach der Dehneinheit, ging es dann weiter mit etwas Zirzensik. Ich nahm mir ein Leckerli und hielt es zwischen seine Vorderbeine, wollte damit erreichen, dass er mit seinem Kopf hinunter geht und es sich holen möchte. Dies tat er auch ganz brav und er schien mir mit vollem Elan bei der Sache zu sein. Immer wieder versuchten wir das ganze und am Ende der Übungen für heute streckte er die Vorderbeine, wie gewollt, etwas mehr um an das Leckerli zu kommen. Es war zwar noch nicht ganz das klassische Verbeugen aber der Ansatz war da und er war gut. Sanft lobte ich ihn erneut, ehe ich mit ihm wieder aus der Halle ging und in seine Box stellte. Auch diese hatte Tyler nun schon gemistet und etwas weiter weg standen auch schon Massacre Boy und Wild Reflex wieder in ihren Boxen. ,,Danke Ty.'',rief ich zu ihm und dieser nickte lächelnd. Bevor ich mich jedoch an das nächste Pferd wagte, mistete ich erstmals seine Box. Der Isländerhengst Neskur, sollte heute ein wenig in Dressur gefördert werden. So holte ich diesen nach dem Misten von der Koppel und band ihm am Putzplatz an. Er wäre auch das letzte Pferd für heute, denn es fing schon an zu dämmern. Also machte ich ihn rasch und dennoch gründlich fertig, ehe ich mit ihm in die Halle lief. Dort ritt gerade Tyler meine liebste Lotte Buff. Wobei er gerade etwas mit ihr ausdiskutierte. Die Stute hatte auch gerade ihre Krönung hinter sich, was heißt das sie nun eine Zuchtstute des Gestüts war, dennoch vergaßen wir das Training nicht und die Gute schien heute gar keine Lust zu haben. ,,Alles gut, Ty?'', hakte ich nach, als ich dann im Sattel von Neskur saß. ,,Jaja!'',murmelte er mürrisch und ich seufze auf. Stimmt, Ty wurde ja nicht gerne gestört, vor allem nicht wenn er gerade am diskutieren war. Wie Lotte eben so war.. Ich ritt Neskur warm und achtete dabei den anderen beiden möglichst aus dem Weg zu gehen. Lotte schien nach guten zehn Minuten Tyler oben drauf zu akzeptieren und lief nun auch wieder schön und nicht mehr so störrisch. Schmunzelnd nahm ich derweil die Zügel auf und trieb Neskur in den Trab. Für mich war es noch etwas schwierig ihn in Dressur zu fördern, da er auch gerne mal den Trab mit dem Tölt oder Pass verwechselte.. Da wieder heraus zu kommen war für mich noch etwas unbeholfen, deswegen suchte ich mir auch schon einen Trainer der mich und Neskur etwas darin schulen konnte, denn ewig sollte dies ja auch nicht so bleiben. Lotte schien geschwitzt und Tyler parierte sie in den Schritt, zusammen legten die beiden eine kleine Pause ein, während Neskur und ich gerade Gas gaben. ,,Wir müssen auch gleich die Pferde rein holen.'',erklärte Tyler und ich nickte kurz, denn wenn ich am reiten war sprach ich auch kaum was, außer in der Schrittpause. ,,Rachel und Elena waren vorhin noch in den Round Pens, vielleicht haben sie ja auch schon einige reingeholt.'',murmelte er dann und nahm die Zügel wieder auf. Wir beide vollendeten die Trainingseinheiten der unterschiedlichen Pferde und nach einer guten Dreiviertelstunde war ich auch schon draußen mit Neskur. Er kam in seine Box, genauso wie Lotte. ,,Jetzt aber schnell, sieht aus als würde es gleich regnen.'',murmelte ich und lief mit Tyler hoch zu den Weiden. Nach und nach holten wir die Pferde rein, zwischendrin halfen Rachel und Elena auch noch. Als alle Pferde drinnen waren, fütterten wir noch, bevor wir dann in das Haupthaus gingen. ,,Erstmal 'nen Bier!'',meinte Tyler direkt und lief zum Kühlschrank. ,,Ich gerne ein Cola-Bier!'',meinten Rachel, Elena und ich im Chor. So kam Tyler mit vier Flaschen wieder. ,,Wo ist eigentlich Simon?'' - ,,Noch unterwegs der kommt er spät abends.'',murmelte Rachel. Stumm nickte ich und trank einen Schluck. ,,Ich muss nachher mal schauen wie weit ich mit meinem Papierkram bin..'',seufze ich und Elena murmelte etwas davon das sie das ja auch noch machen müsste. Die Finanzen hielten wir drei eigentlich eher getrennt, doch wenn es bei jemanden knapp wurde, halfen wir uns gegenseitig aus. Ich trank mein Bier leer, ehe ich dann aufstand. ,,Bis morgen früh.'',schmunzelte ich und lief hoch zu meinem Zimmer, wo ich mir noch einen Überblick verschaffte über den ganzen Papierkram, davon noch einiges erledigte, ehe ich ins Bett huschte. Duschen würde ich morgen früh, bevor es dann wieder hinaus ging in die Pferdewelt.

      Früh am Morgen war ich wieder wach, wie immer die ersten die wach war. Ich kochte Kaffee und machte mich hurtig ins Bad. Schnell war ich wieder frisch geduscht und die Zähne geputzt. Tyler trudelte ins Bad, gerade als ich fertig war. ,,Guten Morgen.'',lächelte ich und er brummelte nur kurz – wie immer. Schmunzelnd lief ich wieder in die Küche und backte die Brötchen auf. Ich frühstückte und trank dabei meinen Kaffee, ebenso blätterte ich in der Zeitung umher. Hm.. Neue Verkaufsanzeigen. Darunter ein wunderschöner Tinkerhengst in Palominolackierung mit hochweißen Abzeichen und einer schönen Blesse. Reinweißes Langhaar und der Behang ebenso. Oh weh.. Sofort schnappte ich mir das Telefon und rief dort an. Sieben Uhr morgens, da müsste ja wer wach sein. Und ja dem war so. Ich deutete mein Interesse und schilderte der Frau am Telefon die derzeitige Situation am Hof. Wir quatschten noch ziemlich lange, ehe ich wieder auflegte. Sie sagte sie würde sich melden. Gut gut. So räumte ich mein Geschirr weg und zog mir meine Stiefel an. Tyler war mittlerweile auch schon am Frühstücken. Ich lief hinaus in den Stall und fütterte die Pferde, machte dabei das Radio an. Während die Pferde noch fraßen, kuschelte ich mit dem kleinem Hofhund Aika. ,,Na meine Süße. Du hast doch sicherlich auch Hunger.'',schmunzelte ich und lief mit ihr zu ihrem Napf und füllte diesen mit ihrem Hundefutter.

      Nachdem die Pferde alles aufgefressen haben, fuhr ich zusammen mit Tyler Heu hoch zu den Weiden. Wir füllten die Futterkrippen auf, damit sie über den Tag noch fressen konnten, ehe wir nach und nach die Pferde raus stellten. Drin ließen wir jedoch Quintessa und RoyalRubina. Ich machte mich daran die kleine Tinkerdame zu putzen, während Tyler sich an Royal dran machte. Rasch waren beide Pferde fertig und wir konnten uns der Arbeit widmen. Ich ging mit Quintessa in den Round Pen, Tyler ritt mit Royal die Weiden ab um nach den Zäunen zu schauen. Heute Nacht schien es böse geweht zu haben, da war es sicherlich nicht verkehrt um nochmal nach dem rechten zu schauen, abgesehen davon gönnte er der lieben Royal somit einen kleinen Ausritt. Mit Tessa hatte ich das gleiche vor wie mit Tomenko gestern, etwas Bodenarbeit und Zirsensik. Sollte ja jedem Fohlen nicht schaden. Wie auch mit Tomenko übte ich noch einmal das halten und laufen beim Führen, danach gab es die Dehneinheit und zu guter Letzt noch das Verbeugen weiter ausbauen. Tessa war in der Sache schon etwas weiter wie Tomenko, doch ich hatte mit ihr auch deutlich früher angefangen gehabt. Sanft lobte ich sie kurz und stellte sie ebenfalls auf die Weide, ehe ich anfing ihre Box zu misten, danach kam die Box von Royal dran. Somit waren wieder zwei Pferde für heute erledigt und nun kamen auch schon Rachel und Elena aus dem Haus, welche freudig von Aika begrüßt wurden. ,,Guten Morgen.'',begrüßte ich beide lächelnd, wobei Elena noch etwas verschlafen aussah. ,,Morgen.'',murmelten sie im Chor und machten sich ebenfalls an die Arbeit. Ich dagegen lief wieder Richtung Weide und sah mir die zahlreichen Pferde an.. Wen nun? Ich blickte den dunkelbraunen Hengst Karthago an, ehe ich schmunzelte. Immer wieder schnappte er nach Ostwind. Hm. Mit den beiden könnte man doch etwas Freispringen machen! So holte ich zu erst Karthago von der Koppel und putzte ihn, ehe ich noch Ostwind hinzu holte und auch ihn putzte. Zusammen mit beiden Hengsten lief ich in die Halle und baute rasch einige Sprünge auf, ehe ich die Hengste von den Stricken ließ und sie laufen ließ. Zuerst durften sie sich frei bewegen, durfte sich selbst warm laufen, was sie auch taten. Immer wieder trabten sie an und neckten sich gegenseitig. Ja die beiden haben sich gefunden. Der eine temperamentvoll, wild und stur, der andere manchmal etwas nervig, aufdringlich und unausgelastet oder eher verspielt. Irgendwie ergänzten sie sich. Der eine powerte den anderen aus. Nach einer Weile ließ ich sie beiden dann jedoch springen, denn sie sollten ja nicht den ganzen Tag herum albern. Zuerst sprang Ostwind über die Hindernisse und Karthago wollte sofort hinterher und es nach machen. Man merkte natürlich sofort wer dies als Spiel ansah und wer es ernst nahm. Somit sprang Ostwind fehlerfrei und Karthago schien sich nicht konzentrieren zu wollen. Kurz schimpfte ich mit diesem, damit er mal zur Vernunft kam, wenn es auch nicht lange anhalten würde. - Danach gab es erneut einen Durchgang. Wieder hopsten beide drüber und diesmal lief auch Karthago fehlerfrei. In ihm steckte viel, jedoch blieb er anscheinend immer etwas mehr Fohlen als andere. Nach weiteren Durchgängen brachte ich die beiden auch wieder auf die Weide, mistete deren Boxen. Derzeit kam auch Tyler mit Royal wieder. ,,Na alles gut?'' - ,,Ja die Zäune haben es überlebt, Gott sei Dank.'',murmelte er und ich nickte schmunzelnd. ,,Magst du vielleicht noch Battle Scars was unternehmen? Am liebsten wäre mir etwas Dressurtraining, aber natürlich gerne auch etwas anderes.'',fragte ich zuckersüß nach und Tyler lächelte. ,,Aber nur weil du es bist!'',grinste er und wuschelte mir die Haare durch. ,,Lass den Scheiß!'',meinte ich lachend und schlug ihm seinen Arm weg, ehe ich mich mit ihm zusammen zu den Weiden machte, nachdem ich fertig gemistet hatte. Wie besprochen holte er sich Battle Scars und ich mit Millenium GC mit meiner Grullo-Stute wollte ich ebenfalls etwas die Dressur trainieren. So liefen wir mit den beiden unterschiedlichen Pferden zu Putzplatz und putzten diese erneut. Ich musste mich etwas ran halten, es war bald Mittag und ich müsste auch noch einige Tierarztbesuche hinter mich bringen, aber vorher wollte ich noch sechs Pferde machen. Denn erst dann wäre das Tagesziel heute erreicht, aber ich hatte ja noch Tyler der mir gerne half, dafür war er schließlich auch da. ,,Cala, Moon und Grey Love, kommen bitte noch in die Führanlage für heute. Du passt dann bitte solange auf die auf okay? Weil dann kann ich mich Pancake und Karl widmen.'',erklärte ich frech grinsend und er sah mich fragend an. ,,Wieso passt du nicht auf die drei Stuten auf und ich mache die beiden anderen?'' - ,,Weil ich die Chefin bin.'',meinte ich und streckte ihm die Zunge raus, ehe er mich grinsend ansah und wir die Pferde fertig sattelten. ,,Du darfst Sunshine dafür noch machen.'',erklärte ich und lief mit Mille zur Halle und schloss hinter mir und Tyler die Tür. Ich gurtete noch einmal nach, ehe ich dann aufstieg und die Stute warm ritt, neben an ritt Tyler. Wir unterhielten uns noch etwas während dem Warmreiten, ehe wir dann auch schon anfingen zu schweigen und uns auf die Arbeit konzentrierten. Die Stute war heute gut gelaunt, wie es mir schien, denn sie schmiss die Beine förmlich weg. Sie lief mit einem Vorwärtsdrang wie ich es nur selten von ihr kannte. Ich war es gewohnt, dass sie lauffreudig war, so jedoch nun auch nicht. So trabte ich mit ihr die Bahn entlang und ritt mit ihr unsere Kür durch, schaute jedoch immer wieder das wir Tyler nicht behinderten. Die Kür von der Stuten des Monat's Wahl war sowohl in meinem Kopf, als auch in ihrem noch wie eingebrannt und es ging immer noch perfekt von statten. Sanft lobte ich sie und gönnte ihr eine Schrittpause. Nach einer Stunde des erfolgreichen Trainings und der Wiederholung der Kür stieg ich ab und kratzte ihr noch einmal die Hufen aus. Zusammen mit Tyler und den Pferden verließ ich die Halle und wir kehrten auf den Putzplatz zurück. Wir sattelten die Pferde ab und brachten sie anschließend auf die Weide, während ich die beiden Boxen mistete, beschäftigte sich Tyler damit die Stuten in die Führanlage zu bringen und beobachtete das ganze Szenario erneut. Ja an sich war es etwas langweilig, aber so hatte er nun auch nochmal eine Pause. Ich hingegen holte mir Pancake von der Weide und lief mit ihm zur Führanlage. ,,Na du.'',grinste ich und blickte zu Calacirya, Grey Love und Walking to the Moonlight. Der Braunschecke neben mir blickte die Stuten in der Führanlage neugierig an. ,,Willst du das auch mal versuchen oder was?'',fragte ich verwundert nach und ließ ihn in das letzte Gatter rein. So war er zwischen Cala und Moon. Brav lief der Hengst in der Führanlage mit herum und blickte uns immer wieder neugierig an. ,,Siehe einer an.'',meinte ich lachend und sah zu Tyler. ,,Dann mach ich mich mal an Sunshine.'',grinste dieser und verschwand auch zugleich. ,,Ey!'',murmelte ich und rief ihm noch hinter her das er Karl mitnehmen solle. Dann wären alle Pferde für heute geschafft. Ich setzte mich auf den Stuhl und blickte den Pferden hinter her, welche nach und nach an mir vorbei liefen. Die Führanlage war ja schon was tolles. Tyler kam mit Be my Sunshine und Karl zu mir. ,,Na ihr drei.'' - ,,Wir gehen jetzt eine Runde spazieren und dann wieder auf die Weide.'',erklärte Tyler und Sunny wieherte auf, als er Pancake in der Führanlage sah. Kurz darauf legte er die Ohren an, da er ihn nun nicht mehr sah. ,,Na wo ist er hin?'',meinte ich zu dem jungen Hengst und dieser blickte mich verdutzt an. Als Pancake wieder kam stellten sich seine Ohren rasch auf. Kurz musste ich lachen. ,,Du bist ein Spinner.'',murmelte Tyler zu Sunny und lief dann mit den beiden los. Ich setzte mich wieder und schmunzelte. Alle Pferde geschafft! Ich holte die Stute aus der Führanlage und brachte sie nach und nach wieder auf die Weide, auch Pancake kam wieder auf die Weide. Ich mistete deren Boxen und auch die von Karl und Sunny. Ich streute die Boxen noch rasch neu ein, ehe ich mich in das Haupthaus machte und das Mittagessen kochte.
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      26. Mai 2016, © Friese
      Heute standen wieder Pferde von Joyce an der Reihe. Dieses Mal nur vier Stück und so konnte ich danach noch etwas mit meinen eigenen Pferden machen. Ich holte Massacre Boy und Neskur aus ihren Boxen und ging dann wieder nach drinnen. Ich holte Calero und Staccato aus den Boxen und brachte sie nach draußen. Die beiden freuten sich genauso wie die anderen, dass sie wieder nach draußen durften. Ich nahm den Schubkarren und ging in den Stall. Dort mistete ich die Boxen aus, ging zum Misthaufen und lehrte ihn aus. Ich ging wieder nach drinnen und streute dort die Boxen wieder ein. Ich füllte noch die Heunetzte und hängte diese dann in die Boxen. Ich ging zu meinen Pferde, welche gerade nicht im Training waren. Als erstes holte ich Overo aus der Box und brachte ihn auf seine Weide. Der Hengst fing wie so oft an, wie ein verrückter zu buckeln. Ich ging wieder nach drinnen und holte dann Rosenprinz und Zokni auf die Weide. Die zwei schienen sich auch wie die anderen zu freuen. Denn auch sie buckelten über die Weide. Nachdem sie sich beruhigt hatten und wieder fraßen, ging ich nach drinnen. Dort nahm ich mir Hall of Fame und Galawayn mit nach draußen. Ich stellte sie zu den anderen Hengsten und lobte sie dann noch kurz. Overo konnte wie so oft keine Ruhe geben und musste jeden der Hengste zum kämpfen herausfordern. Ich ging ein letztes Mal nach drinnen und holte von dort Almost Illegal. Der Welsh B Hengst hob den Kopf weit nach oben und wieherte laut los als er die anderen sah. Ich ließ ihn direkt am Tor laufen und er preschte zu den anderen. Ich ging wieder nach drinnen und machte dort auch die Boxen meiner Hengste sauber. Den Mist brachte ich nach draußen und streute danach die Boxen wieder ein. Ich füllte die Heunetzte meiner Hengste auf und kontrollierte dann nochmal alle Tränken. Ich füllte sowohl bei meinen als auch bei Joyce Pferden das Kraftfutter auf. Danach fing ich schon mal damit an die Hengste nach drinnen zu holen, da dies auch wieder einiges an Zeit brauchen würde. Als erstes kamen Joyce Pferde rein und schließlich meine. Alle stürzten sich auf das Fressen und ich fegte die Stallgasse zum Abschluss noch. Ich kontrollierte die Boxentüren und ging dann wieder in unser Haupthaus.
    • ceres
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      24. Oktober 2016, © Sevannie & Friese
      „ Beeilt euch. Der Flieger für die ersten Pferde geht bald!“ rief ich total gestresst in den Stall. Dann flog mein Blick wieder nach draußen. Ich ging zum Hänger und kontrollierte dort alles. Gestresst holte ich mein Handy aus der Hosentasche und sah auf die Uhr. Verdammt wir waren zu spät! Ich schaute in einen der zwei großen Trailer. Meine Pferde waren so gut wie verladen und auch bei Joyce sah es sehr gut aus. Heute begann unser Umzug nach Jasmund und wir hatten bereits früh angefangen alles in die Wagen zu packen. Insgesamt würden heute 14 Pferde mit uns die Reise antreten. Nur ein kleiner Teil, aber immerhin ein Anfang. Simon und Tyler würden noch auf Zasas Hof bleiben und die restlichen Kleinigkeiten regeln. Sie hatten den Hof auch noch nicht mal in echt gesehen. Joyce und ich waren über eine Internetanzeige auf ihn gestoßen und sofort überzeugt gewesen. Ein Besuch hatte uns gezeigt, dass er genau das bat was wir für unser Vorhaben brauchen würden. Der große Stallkomplex war auf dem neusten Stand und konnte uns sowohl mit den Paddockboxen als auch mit dem Aktivstall gleich überzeugen. Zudem hatte unser Team weitere Mitarbeiter bekommen. Einer von ihnen war Linus, welcher bereits auf dem Gestüt auf unsere Ankunft wartete. Ihm hatte ich die Anweisung gegeben, dass er bitte bereits den Stuten und Hengstoffenstall herrichten solle und die Boxen für acht Pferde. Des Weiteren hatte er die Aufgabe den Offenstall für die Hengste und Stuten auf Vordermann zu bringen. Hier würden meine Pferde einziehen, welche heute mit uns hergeflogen waren. Joyce und ich setzten uns nun endlich in Richtung Flughafen in Bewegung. Sowohl die Fahrt als auch alles am und um den Flughafen herum verliefen problemlos. Genauso wie der Flug und die Fahrt danach. Meine Augen strahlten als wir auf das Gestüt fuhren. Ich freute mich bereits sehr auf den Umzug und unseren neuen Plan zu verwirklichen. Wir parkten und stiegen dann aus. Linus begrüßte uns gleich freundlich und erzählte uns, dass die Boxen bereits für die Pferde fertig waren und wir nur noch ausladen mussten. Als erstes luden wir Mistery, Veronica und Linara aus dem Hänger. Wir hatten in Deutschland nur einen Hänger mieten müssen, da dieser größer war. Wir brachten die drei Stuten in den Stall. Die Türen zum Paddock waren offen, dass sie sich ein bisschen mehr bewegen und auch umschauen konnten. Ich holte Muemmi aus dem Hänger und übergab sie an Linus. Dieser brachte sie zu den anderen Stuten und kam dann wieder zu uns. Nun fehlten nur noch ihre Hengste und meine Pferde. Ich holte Scottland Yard aus dem Hänger und ging bereits zum Stall vor. Mir folgte Linus mit Cafe Latte und hinter ihm Joy mit Invincible und Belstaff. Wir brachten die vier in den Hengststall und ließen auch sie auf den Paddock. Die Pferde waren im Vergleich zu anderen Umzügen bereits relativ ruhig. Sie hatten es jedoch nun auch in kurzer Zeit sehr oft mitmachen müssen. Wir gingen wieder zum Hänger und holten aus diesem Fallen Godness und Almost Illegal. Fallen übergab ich an Linus und Almost an Joyce. Ich selbst nahm Overo und ging dann mit den beiden anderen zum Offenstall der Hengste. Wir ließen die drei laufen und sie nahmen dies dankend an. Die anderen Pferde dürften später auch noch kurz auf die Weide, aber erst sollten sie sich in ihren neuen Boxen einleben. Der Zugang zum Offenstallpaddock mit Gras beziehungsweise Erde waren noch gesperrt. Sie durften das überdachte Gelände und das geteerte Stück erst mal erkunden. Wir gingen nochmal zu Hänger und ich holte die letzten Pferde aus diesem. Ich übergab Elanor an Linus und Spotted Face an Joyce. Ich selbst nahm Hollywood Undead. Auch sie durften in den abgetrennten Offenstall. Wir luden das Zubehör der mit uns gereisten Pferde aus dem Hänger und dem Auto. Dieses räumten wir in die jeweiligen Spinde der Ställe, in welchem die Pferde eingestellt waren. Ich schaute noch kurz im jeweiligen Stall nach den Ponies und Pferden. „ Bringen wir die anderen jetzt nach draußen?“ fragte mich Joyce mit müder Stimme. Ich nickte kurz und ging dann in den Hauptstall der Stuten. Gemeinsam mit diesen liefen wir zur Weide und ließen sie dann auf dieser laufen. Nachdem wir auch die Hengste auf der Weide hatten, rief uns Linus zum Essen. Er hatte eine kleine Brotzeit hergerichtet und ich war ihm dafür sehr dankbar. Wie wir alle wohnte er auf dem Gestüt und hatte für sich ein bisschen eingekauft und extra für unseren Besuch natürlich auch.
      Der nächste Tag war bereits wieder unser Abreisetag. Schließlich wartete noch einige Arbeit auf dem Hof von Zasa auf uns. Wir wollten ja bald komplett umziehen. Dennoch konnten wir den ganzen Tag mit unseren Pferden verbringen, da der Flug erst abends ging.
      Mit einem lauten Knallen landete ich einen knappen halben Tag später direkt vor Joyce Füßen. Wir waren im Morgengrauen am Hof angekommen und ich wollte in das Haus, welche Zasa uns vieren zur Verfügung gestellt hatte. Unsere werten Freunde waren jedoch so schlau gewesen und hatten die Umzugskartons direkt in den Eingangsbereich gestellt, damit jeder drüberflog der nichts davon wusste. Naja dieser jemand war natürlich ich gewesen. Wer auch große Töne spucken muss von wegen was soll schon passieren wenn wir das Licht nicht an machen oder ich brech mir schon nichts, hatte es eigentlich nicht anders verdient. Wäre Joyce nicht so geschockt und müde gewesen, dann hätte sie wahrscheinlich laut losgelacht. Jetzt war ihre Reaktion jedoch nur ein entsetztes und unterdrücktes Schreien. Wir wollten ja schließlich nicht, dass Tyler und Simon aufwachten. Die beiden mussten heute nochmal richtig mithelfen, da bereits morgen ein weiterer Flug gebucht war. Zwei Mal hieß es nun noch nach Deutschland fliegen. Das letzte Mal jedoch ohne Rückflug. Ich freute mich schon, dennoch würde ich Zasas Gestüt auch vermissen. Die Pferde hatten gerade sich eingelebt und nun mussten wir sie wieder aus dem gewohnten Feld reißen. Doch es würde ihnen auch in Deutschland gefallen. Ich rappelte mich auf und ging dann mit Joyce ins Wohnzimmer. Wir wollten eigentlich nur kurz noch ein bisschen Fernsehen, aber dies ging nach hinten los. Wir schliefen nämlich beide ein und wachten erst wieder auf als die Männer uns weckten. Wir gingen uns schnell duschen und dann ging es auch schon wieder in den Stall. Wir packten die letzten Koffer und richteten den Hänger her. Eigentlich war geplant gewesen, dass wieder ein Teil von meinen Pferden mitkommen sollte und ein Teil von Joyce. Simon und ich hatten jedoch einen Auftrag erhalten und so musste er auf die Bahamas fliegen. Da Tyler sich mit Joyce Pferden besser auskannte, blieben diese nun bei ihm. Für den jetzigen Flug brauchten wir hier drei Hänger und in Deutschland zwei größere. Es handelte sich immerhin um 26 Pferde. Ich holte als erstes die niederländischen Warmblüter aus ihren Boxen und brachte sie mit Hilfe der anderen dreien in den ersten Hänger. Der erste Hänger war damit schon voll und wir konnten die Klappe schließen. Als nächstes würden die Pferde folgen, welche in Deutschland ihren neuen Offenstall beziehen durften. Eins nach dem anderen wurde im Hänger verladen und angebunden. Sie bekamen alle noch Heu und Wasser, genauso wie die Warmblüter vor ihnen. Als letztes folgten die Fohlen und Jungpferde. Wir hatten bei ihnen zum Glück auch nicht weiter Probleme, da sie es gewohnt waren. Das Hängertraining stand bei uns immer wieder auf dem Programm und da auch ein paar von ihnen mit uns schon umgezogen waren. Als alle im Hänger waren fuhren wir los. Simon fuhr den einen Hänger, Joyce den direkt hinter ihm und das Schlusslicht bildete ich. Am Flughafen angekommen verluden wir alle Pferde in die Reiseboxen und checkten dann ein. Simon hatte sich am Gate noch von mir verabschiedet und war nun auf dem Weg zu seinen Flug auf die Bahamas. Der Flug nach Deutschland kam mir dieses Mal viel länger vor und auch die Kontrolle durch den Flughafentierarzt dauerte unfassbar lange. Nachdem alle Pferde als gesund befunden worden waren und ihnen nichts fehlte durften wir sie in die großen Hänger verladen. Wir fuhren schließlich hintereinander zum Hof und nach geraumer Zeit kamen wir auf diesem auch an. Ich begrüßte Linus und fragte, ob alles gut geklappt hatte. Er bejahte dies und meinte dann, dass er sich freute die neuen Pferde kennenzulernen. Wir erklärten ihm kurz die Neuerung und luden dann als erstes die Fohlen aus. Als erstes durften die Stuten in ihren neuen Aktivstall. Als erstes Baghira, Batida de Coco und Easy Going. Die drei waren in ihrem neuen Stall scheinbar sehr zufrieden, denn sie sahen sich bereits fröhlich um. Als nächstes durften Northern Dancer, Cup Cake und Gabriella zu ihnen. Die drei sahen sich auch um und wir ließen sie in Ruhe laufen. Ich holte General’s Coming Home aus dem Hänger und fragte Joyce, ob sie Stromer’s Victory mitnehmen konnte. Sie brachte ihn gemeinsam mit mir in den Aktivstall der Hengste und ließen die zwei laufen. Als nächstes holten wir die Hengste aus dem Hänger, welche zu den Ponies in den Offenstall durften. Ich führte The Circle of Unbroken, Linus Zokni und Joyce hatte ich Hall of Fame übergeben. Die drei kannten die Ponies ja schon ein bisschen trotzdem wollte ich erst mal ein bisschen zuschauen wie sie sich miteinander verstanden. Nachdem ich mir sicher war, dass alles in Ordnung war ging ich wieder zum Hänger. Aus diesem durften als nächstes Gigolo, General Jack und San Diago heraus. Ich übergab wieder zwei meiner Pferde an die anderen beiden und ging mit ihnen zum Offenstall. Die Gruppe würde ganz schön groß werden, aber ich konnte mir vorstellen, dass sie trotzdem gut harmonieren würden. Als nächstes holte ich Galawayn aus dem Hänger. Ich übergab ihn Linus, welcher ihn zur Weide brachte. Ich selbst brachte Face Down in den Offenstall der Stuten. Dieser war noch leerer und würde es auch vorerst bleiben. Als nächstes durften meine Haupttrainingspferde aus dem Hänger raus. Ich holte als erstes Louis, Chester und Spat Split and White nach draußen. Ich übergab sie an Joyce und Linus und holte dann Nightstorm und Underground nach draußen. Ich führte sie selber in den Stall und ließ sie dann in Ruhe ihre neuen Boxen begutachten. Ich hatte Nightstorm und Underground in den vordersten Boxen des KWPN-Hengstabteils untergeberacht und die anderen hinter ihnen. Louis durfte auch mit im KWPN-Abteil stehen, da ich keine weiteren Hannoveraner hatte und er eher von mir als von Joyce geritten wurde. Nun fehlten nur noch die Stuten für den Hauptstall. Hier übergab ich als erstes Bellami an Joyce, dann Kahlua an Linus und ich führte Kentucky Bourbon in ihre Box. Ich klopfte allen drei die Hälse und ließ sie dann nach draußen auf ihre Paddocks. Ich holte die beiden letzten Pferde aus dem Hänger. Hierbei handelte es sich um Royal Kiss und Anouk. Die beiden folgten brav und durften dann auch ihre Boxen beziehen. Sie sahen sich auch sofort wie die anderen drei auf den Paddocks um. Später würden alle noch auf die Weide dürfen. Ich räumte zusammen mit Joyce und Linus den Hänger aus. Das Zubehör wurde in den dazugehörigen Sattelkammern verstaut und ich kontrollierte alles. Bei dem Flug und der Fahrt war zum Glück nichts beschädigt worden. Ich holte meine Kwpn-Hengste zusammen mit Linus wieder aus den Boxen. Joyce bereite in der Zwischenzeit das Abendessen für uns vor. Nun holte ich auch noch die Stuten nach draußen und ließ sie ihre neuen Weiden erkunden. Sie genossen es merkbar, dass sie sich die Beine vertreten durften. Sowohl ich als auch Linus gingen nach drinnen und aßen dann zusammen mit Joyce ihr bereits gekochtes Essen. Ich ging schließlich noch duschen und ging danach mit Linus und Joyce wieder nach draußen. Die beiden waren auch schon duschen gewesen und außer die Pferde noch reinzuholen, waren wir fertig mit unserem heutigen Tag. Ich gab allen meinen Pferden noch etwas zum Fressen und ging dann wieder in mein Zimmer. Es dauerte nicht lange dann schlief ich auch schon tief und fest in meinem Bett. Ich wachte erst wieder am nächsten Morgen auf, als es eigentlich schon wieder abreisen hieß. Ich verabschiedete mich noch von allen meinen Pferden und flog dann gemeinsam mit Joyce wieder auf unseren alten Hof.
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      Auf dem alten Hof angekommen, überkamen mich einige Erinnerungen. Vor einigen Wochen erst hatte ich den Sturz mit Get a Movie gehabt. Uns beiden ging es gut, doch seither war da etwas die Bindung angeknackst, nur konnte ich nicht sagen an wem es wirklich gelegen hatte, dass wir gestürtzt waren. Der Scheckhengst war beim Springen immer aufmerksam, auch im Gelände brachte ihn nichts aus der Ruhe. Anscheinend waren wir beide etwas Unaufmerksam gewesen, daher hatte ich mich derzeit an der Bodenarbeit mit ihm versucht, doch halfen tat es nicht wirklich. Vielleicht brachte ja der neue Umzug dann wieder ein neues Umfeld und neue Begebenheiten mit sich, so das dies auch wieder was wird. Ich holte den Hengst in den frühen Morgenstunden aus seiner Box, ich hatte mal wieder nicht wirklich schlafen können und daher machte ich mich daran, ihn zu putzen und seine Transportausrüstung ihm anzulegen. Nachdem ich mit Get a Movie fertig war, torkelte auch Elena schlaftrunken in den Stalltrakt des alten Hofes. ,,Guten Morgen.'',murmelte sie und musterte mich mit meinem Hengst. ,,Morgen.'',murmelte ich leise und streichelte über die Scheckung am Halse von dem Hannoveraner. ,,Get ist feritg.'',murmelte ich und sie nickte nur. Kurz musterte ich erneut seine Beine, welche keine Blessuren aufwiesen, nein es war eindeutig nur ein seelischer Knacks - bei uns beiden. Er hatte zwar einige Tage gelahmt und ich hatte einige böse Hämatome, doch nichts gebrochen oder geprellt. Nur ich hatte wie ein Schlosshund geweint, weil mir es für meinen Hengst so leid tat. Ich führte ihn zum LKW, welcher wiedereinmal der Transporter darstellte. In diesem hatte ich Heu und Wasser für die Fahrt bereitgestellt, wie es eben üblich war. Zuerst kam Get rein, danach folgte Clouds Angel, welcher von Elena fertig gemacht worden war. Tyler brachte währenddessen die ganze Ausrüstung der Pferde in den Hänger, sowie das Auto. Er fuhr extra, da wir mit einem Schwung gleich alle Hengste rüber schaffen wollten. Wir verluden nach Cloud noch Cinnemont's Accento, Schwachkopf, Admiral's Wings, For Pleasure und Antaris. Damit waren die meisten schon einmal drin. Wir legten eine kurze Kaffeepause ein, ehe es weiter ging. Zum Glück waren meine Hengste diesen 'Stress' gewohnt und fühlten sich in dem geräumigen LKW sehr wohl, wie es mir schien. Irgendwelche Probleme untereinander gab es ja auch nicht, da alle zusammen auf der Koppel standen und sich kannten. Nach der kleinen Pause ging es dann weiter mit Starmen, Burnin' Awake and Lifeless, Kaltenbach's Ostwind, Karthago, Hero of Heaven und Ramires. Damit waren alle meine Hengst verladen und ich half Tyler noch mit dem restlichen Equipment. Als alles, aber auch wirklich alles, der Hengste verstaut war, ging es dann endlich los auf dem Weg zum Flughafen.
      ...
      Der Flug kam mir immer länger vor, umso öfters wir diesen tätigten. Das Schlimme war ja wir hatten noch zwei bis drei Flüge vor uns. Ich hatte etwas Bange vor den nächsten Flügen, vor allem vor dem mit den Kleinen.. Immer wieder biss ich mir nervös auf die Unterlippe, wenn ich über solche Sachen nach dachte, ehe dann auch schon die Landung angesagt wurde. Kurz sprang mein Herz etwas höher und ich schnallte mich wieder an, Elena schlief tief und fest, so tat ich dies für sie und weckte sie sanft. ,,Wir landen gleich.'',murmelte ich und schmunzelte bedenklich, ehe sie dieses Schmunzeln erwiderte.
      Nach gut vier Stunden kamen wir mit zwei LKW's auf dem Hof an. Wie immer brauchten wir hier mehr Hänger, als ind er alten Heimat, aber das war ja alles kein Problem. Wir ließen nicht viel Zeit vergehen und luden die Pferde aus, sie durften sofort auf die Weide und sich dort etwas die Beine vertreten, nach und nach wurden die Hänger leerer und die Weiden füllten sich wieder mit Leben, da die Hengste auch hier und dort mal buckelten vor Freude. Schmunzelnd betrachtete ich das ganze, doch war bei Gedanken immer noch bei Get und dem Unfall, sowie bei dem Umzug der Fohlen. ,,Alles in Ordnung?'',murmelte Elena, welche neben mir stande und ich nickte nur kurz. ,,Ja klar.'',murmelte ich und drehte mich um zum Stalltrakt und lief auf diesen zu. Linus hatte auch hier alles vorbereitet und die Boxen waren startklar für die Hengste. Hoffentlich war der Umzug schnell gemeistert und ich fand dann eventuell mehr Schlaf. Es dauerte nicht lange und der Abend brach an, so holten wir die Pferde, welche bis jetzt schon auf dem Hof waren, in ihre Boxen rein und gaben ihnen ihr Futter. ,,Ich hab noch Essen von heute Mittag, für euch beide.'',meinte Linus mit einem Lächeln und ich winkte dankend ab. ,,Ich dusche und lege mich ins Bett. Ich hab keinen Hunger.'',murmelte ich und schmunzelte kurz, ehe ich dann auch schon meinen Plan in die Tat umsetzte. Als ich im Bett lag hörte ich Elena und Linus noch reden, ehe ich dann die Augen schloss und versuchte zu schlafen.
      ...
      Der nächste Morgen war wieder einmal mit Hektik geplant, denn seitdem ich diese Schlafstörungen hatte, verschlief ich kontinuirlich.. Elena hatte mich kurz vor knapp geweckt, so war ich noch schnell ins Badezimmer gehüpft und stand nun mehr als verschlafen neben ihr am Flughafen, darauf wartend, dass wir endlich in das Flugzeug konnten. Auch diesen Flug fand ich erneut keinen Schlaf, Elena hingegen schon. Heute Abend noch würde der nächste Flieger gehen, so hofften wir das Zuhause alles bereits geklappt hat und Tyler und Simon klar kamen, denn viel Zeit blieb nicht. Wir kamen nur kurz auf den Hof, halfen noch die restlichen Pferde in den Hänger zu laden, ehe es dann wieder los ging. Mit Tyler hatte ich heute kein Wort gewechselt, auch wenn er es versucht hatte. Mein Fokus lag zur Zeit einzig und alleine auf meinen Pferden, das sie alle ohne Probleme in Deutschland ankamen und und und.. Mein Kopf war voll und der Stress für mich viel zu Groß. Ebenso die Zukunftsängste die mich zur Zeit etwas plagten.. - Wie lief das Geschäft in Deutschland als Tierarzt? Wie würde die Zucht laufen und der Verkauf der Fohlen? Würde es diesmal der letzte Hof sein den wir beziehen würden? Fragen um Fragen und keiner konnte mir Antwort geben. Da blieb eben die Zeit mit Tyler auf der Strecke, aber wir waren ja auch nicht zusammen oder so was, auch wenn Elena desöfteren nachgehakt hatte. Kurz lächelte ich, als ich daran dachte wie sie immer und immer wieder nachstocherte. Ich blickte auf die Hänger, insgesamt waren es 16 Pferde die nun die Reise antraten. In dem einem Hänger befanden sich die Stuten; Irritable, Gameover, Shiny Sunlight, Royal Rubina, Millenium GC, Epona, Golden Wonder, Lotte Buff und Alice Cullen. Im anderen Hänger meine kleinen Schützlinge, welche ich aus verschiedenen Gründen bei mir aufgenommen hatte; Velvedere, Staccato, Klein aber Oho, Calero, Neskur, Wild Reflex und Massacre Boy. Damit war der heutige Umzug dieser Pferde vorbei, morgen gäbe es erneut einen solchen Stress mit den Fohlen und in drei Tagen kämen dann noch die Kaltblüter und die zwei Welsh-Ponies. Tief atemte ich ein und aus und blickte kurz zu Tyler, Simon und Elena, welche etwas abseits standen und redeten. Vielleicht über mich? Ich blickte auf die Uhr und seufze auf. ,,Elena wir müssen.'',rief ich zu der kleinen Gruppe und Tyler nickte Elena zu, ehe er auf mich zu kam. Kurz schenkte er mir ein Lächeln, ehe er in den einen LKW einstieg. ,,Ty, was machst du da?'',fragte ich nach und lief zum Führerhaus. ,,Ich komme mit dir. Elena wollte sich mit Simon hier um die Pferde kümmern, um deine Fohlen etc.'',murmelte er und ich blickte zu Elena welche mich herzlichst anlächelte und winkte. Kurz verengten sich meine Augen, ehe ich diese Entscheidung akzeptierte, immerhin kannte sich mich zu gut und sie kannte vor allem meine Fohlen auch am Besten. Ich nickte kurz und lief zum anderen LKW, Ty fuhr vor und ich hinter her.
      ...
      Mitten in der Nacht kamen wir auf dem neuen Hof an, wir ließen die Pferde natürlich nicht auf die Weide, sondern führten sie in ihre neuen Boxen. Während des Flugs hatte Tyler das Gespräch gesucht, doch ich blieb ruhig und hatte dann so getan als würde ich schlafen. Ich wollte erst einmal den Umzug hinter mich bringen, ehe er mich vollprabbeln konnte. Als die Stuten und auch die 'Privatpferde' in ihren Boxen waren, bekamen sie noch etwas Kraftfutter und durften dann auch ihre Ruhe genießen. ,,Ein anstrengender Tag.'',murmelte ich leise und blickte kurz zu Tyler, bevor ich dann zum Haupthaus lief. Er ergriff sanft meine Hand und zog mich mit. ,,Was hast du denn vor? Wir müssen schlafen, morgen früh geht es früh los und..'' - ,,- pscht!'',murrte er kurz, dennoch sanft und zog mich in eine Box. ,,Wir werden schlafen, aber nicht in einem normalen Bett.'',grinste er keck und ich schüttelte den Kopf. ,,Für sowas haben wir keine Zeit, Ty. Wir sind mitten im Umzug, was ist wenn wir verschlafen oder sonst was?'',murmelte ich fraglich und blickte mich in der Box um. Es waren Decken bereitgelegt und auch einige Strohballen. Süß war es schon, aber für so etwas hatten wir definitv keine Zeit, eigentlich. ,,Ich will doch nur das es dir gut geht.'',murmelte er und setzte sich auf die Strohballen, ehe er mich zu sich zog. Unwillkürlich landete ich auf seinem Schoß, atmete tief ein und aus und schüttelte etwas den Kopf.. ,,Tyler, ich hab zuviel im Kopf ich will doch einfach nur..'' - ,,-Entspannen.'',beendet er meinen Satz und strich mir eine Haarsträhne hinter mein Ohr. ,,Aber nicht so! Ich will den...'' - ,,Umzug hinter dich bringen und das alles wieder normal läuft, in deiner gewohnten Rutine.'',beendet er erneut meinen Satz und ich blickte ihn leicht verärgert an. Er legte sich gegen die Wand zurück und zog mich weiter an seine Brust. Kurz schloss ich die Augen und vergaß alles um mich herum. Ein leichtes Schmunzeln legte sich auf meine Lippen und ich vergaß den leichten Ärger über Tyler, genoss einfach die Ruhe, das Kauen der Pferde im Hintergrund, bevor ich dann tatsächlich einschlief.
      ...
      Mein Handy weckte mich mit einem lauten, schrillen Ton, welchen ich seit neustem als Wecker hatte. Ich schrak auf und blickte mich in der Box um. Die Decke über mich gewunden und es roch seltsamer weiße nach Kaffee im Stall. Ebenso hörte ich die Pferde immer noch kauen. Oder wieder? Ich rieb mir verschlafen die Augen und stand auf. Was ein Tag, oder eher eine Nacht.. Ich stand auf und blickte mich um, Tyler kam gerade mit einer Tasse Kaffee in die Box gelaufen und einem Teller mit zwei belegten Brötchen darauf. ,,Guten Morgen.'',lächelte er und übergab mir das Frühstück, ehe ich mich wieder setzte und einen Schluck vom Kaffee nahm. ,,Morgen und Danke.'',schmunzelte ich herzhaft und blickte ihn an. ,,Gut geschlafen?'',fragte er nach und ich nickte, als ich gerade in das Brötchen hinein biss. ,,Ja! Und wie.'',murmelte ich mit halbvollen Mund und er lächelte, ehe er sich wieder weg machte. Ich frühstückte zu Ende und folgte ihm dann. Kurz blickte ich mich im neuen Stalltrakt um, ehe ich auf die Uhr schaute. Es war noch einiges an Zeit übrig. So machte ich mich auf den Weg in das Haupthaus und machte mich in das Badezimmer. Nach gut einer halben Stunde war ich dann auch wieder fertig für den Tag und machte mich runter zu den LKW's. Tyler stand startklar am Hof und ich musterte ihn kurz. ,,Danke.'',murmelte ich leise, als ich vor ihm stand und er nickte. ,,Nicht dafür.'',murmelte er ebenso leise und ich umarmte ihn. So machten wir uns wieder auf den Weg zum alten Hof..
      ...
      ,,Das ständige Pendel geht mir langsam auf die Nerven, zum Glück ist es das letzte mal!'',murrte ich mittlerweile etwas sauer und blickte auf den kleinen Bildschirm im Flugzeug. Die Fohlen hatten wir gestern rüber gebracht und sie hatten es alles gut überstanden. Ich hatte mir nämlich bei ihnen gestern die Zeit genommen und hab sie abends beim reinholen noch durchgecheckt. Ich hatte bei ihnen am meisten Sorge, dass es irgendwie nicht gut laufen würde. Elena war seitdem auf dem neuen Hof geblieben und ich war gerade auf der letzten Reise zum neuen Hof mit Tyler an meiner Seite. Im Gepäck waren die letzten dreiundzwanzig Pferde. Die Kaltblüter und die beiden Welsh-Ponies. Damit wäre der Umzug erledigt, da wir jeden Tag auch immer wieder Umzugskartons geschleppt hatten, waren unser Hab und Gut, abgesehen von den Pferden, auch alles auf dem neuen Hof. ,,Danach haben wir es endlich geschafft.'',murmelte Tyler leise und streichelte mir mit seinem Daumen über meine Hand, ehe er seine wieder entfernte und sich durch die kurzen Haare griff. Kurz blickte ich auf dem Fenster, ehe ein letztes Mal das signal ertönte man solle sich anschnallen. Tyler und ich taten dies auch sofort, ehe die Ansage ertönte das wir gleich landeten. Nach mehreren Stunden war dann auch alles geregelt und wir konnten endlich los fahren. Auf dem Hof angekommen luden wir erneut die Pferde nach und nach aus. Tyler übernahm Amaretto und Winter's End. Ich nahm mir Hermann, Elena nahm Götterdämmerung, Simon nahm Battle Scars und Linus übernahm King of Night. Somit war der erste Hänger fast leer. Die Kaltblüterhengste kamen auf eine extra Weide und buckelte sich dort for Freude erst einmal aus. Die zwei Welsh- Ponies kamen zu den anderen 'Privatpferden' - zu der Hengstkoppel derer. Die nächsten sechs Pferde wurden aus dem ersten Hänger entladen; A Brave Hearts Freedom, Time to go, Darling, Sharon IV, Geoffrey's Brother, Hope in Despair und Arikado. Auch die sechs Hengste wurden auf ihre Weide gebracht, ehe ich zu der Fohlenweide hinüber blickte, auf welcher sich meine Fohlen und die von Elena freudig austobten. Sie dürften die ersten Tage noch die Ruhe genießen, da wir sonst auch erst einmal alles einrichten mussten und einiges an Papierkram zu erledigen hatten. Mit Amaretto und Winter's End brachten wir auch die letzten beiden Pferde aus dem ersten Hänger, welche nun entgültig leer war. Es stand der letzte Hänger an, der mit meinen Kaltblüterstuten. Die ersten die auf die Weide gebracht wurden, waren: Wolkentraum, Golden Gate, Augenblick, Ch's De la Luna, Winter Cloud und Hermelin Jaela. Auch die Stuten preschten erst eine Runde im Galopp über die Weide, machten jedoch auch Halt an den verteilten Heustationen. Noch hatten wir keine Raufen, daher war das Heu lose auf dem Boden verteilt. Es war wie gesagt noch alles eher Roh hier, doch auch bald wären solche Kleinigkeiten Geschichte. Die letzten fünf Stuten, welche da waren Roxy, Grey Love, Walking to the Moonlight, Calacirya und unser Neuzugang und das passende Gegenstück zu Hermann -> Hannelore. Auch diese fünf Stuten preschten erneut im Galopp los, ehe sie auch Halt machten an den Heustationen. Schmunzelnd betrachtete ich das Schauspiel und legte dann das Halfter von Hannelore weg. Tief atmete ich ein und wieder aus, schloss die Augen und lächelte kurz. Es war endlich geschafft, alle Pferde waren nun hier in Deutschland auf dem neuen Gestüt! Innerlich kam ein kleiner Siegesschrei und natürlich ganz viel Freude, doch ich bewahrte die Ruhe und machte mich zur Fohlenweide. Über diese tobten in kleinen Grüppchen verteilt unter anderem meine fünfzehn Sprösslinge, welche auch teilweise bald auf die Weide der Großen kamen. Karl, Gino und Tomenko hielten sich etwas Abseits von dem Getümmel und herum Gebuckel der anderen. Sie fraßen lieber gemütlich ihr Heu. Saevita, Soulmate's Death, Bajau und Torte bildeten die erste Gruppe und fegten im Galopp über die ellenlange Weide. Mir fiel immernoch ein Stein vom Herzen, wenn ich dran dachte, dass es meinen Kleinen so gut ging und sie so unbeschwert ihre Fohlenzeit genossen. Rando, Be my Sunshine, Pancake Killer, Ramazotti Amaro und Dark sweet Temptation waren die zweite Gruppe und rangelten sich unter einander etwas, während Krisu, Quintessa und Millenium's Pride eher wie zwei verliebte Stutfohlen auf die jungen Hengste vom anderen Zaunende rüber blickten. Auch im Fohlenalter waren die Geschlechter getrennt. Elena kam neben mich getreten und blickte auf ebenfalls auf die Fohlen. ,,Wir haben es wieder einmal geschafft.'',lächelte sie und blickte mich dann an. Schmunzelnd nickte ich und sah dann auch zu ihr. ,,Wieder einmal und hoffentlich auch das letzte Mal, hoffentlich ist das nun der Hof, von dem wir sagen können, dass er für immer unser ist.'',murmelte ich nachdenklich und sie zwickte mich kurz in die Seite. ,,Jetzt hör auf so zu denken!'',grinste sie keck und lief dann zu Simon, Linus und Tyler, welche vor dem Stalltrakt standen.
      Hör auf.. hallten ihre Worte mit sanfter Stimme in meinem Kopf nach und ich blickte auf die Viere. Kurz biss ich mir auf die Unterlippe, ehe ich wieder auf die Fohlen blickte, von den ganzen Gedanken und Ängsten der letzten Tage gefesselt. Gefesselt von dem Moment, wo ich auch entfliehen konnte, als mir Tyler in dieser nicht ganz so einfachen Zeit geholfen hat.. Lächelnd machte ich auf dem Absatz kehrt und lief zu den Vieren. ,,Wo ist der Sekt? Ich glaube wir haben was zum Anstoßen!'',grinste ich freudig und biss mir erneut auf die Unterlippe. Elena wackelte mit beiden Flaschen in den Händen vor meine Nase herum. ,,Hier!'',grinste sie ebenfalls so froh und munter wie ich, ehe die Korken knallten und wir uns einige Gartenstühle schnappten und uns vor den Stalltrakt setzten. Ein gelungener Umzug musste natürlich auch etwas gefeiert werden.
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      26. April 2017, © Sevannie
      Wir hatten uns mittlerweie alle schon ziemlich gut im neuen Heim zurecht gefunden und jetzt, nach den ersten paar Monaten, wollten wir auch weiter mit den Renovierungsarbeiten machen. Es stand noch auf dem Plan, dass die Weiden hier und da erneut werden müssten, ebenso wollten wir die Zaunlatten alle streichen, damit sie wieder im schönen weiß für den Sommer erstrahlen konnten. Auch wollten wir weiter am Gästestall arbeiten, denn dieser war als einziger Stalltrakt noch nicht fertig gestellt und sollte für die Trainingspferde dienen, der andere Trakt daneben für die Pferde, die tierärztlich versorgt werden mussten. Neben den beiden Projekten wollte ich auch die nächsten Tage den Stall an sich in Angriff nehmen, dort sollte nämlich auch die Wände noch einmal neu gestrichen werden. Es war früh am morgen und Tyler hatte das Frühstück schon vorbereitet als ich in Stoffhotpants und Top in die Küche kam. Die letzten Tage waren morgens immer knackig frisch und mittags war es brechend warm für diese Jahreszeit, wer weiß, was auf uns im Sommer zukommen würde. Ich streckte mich, noch etwas schlaftrunken, ehe ich mir einen Kaffee eingoss und Tyler mit einem 'Guten Morgen' freundlich begrüßte. ,,Guten Morgen, meine Liebe.'',lächelte er süffisant und ich runzelte die Stirn. ,,Was ist denn mit dir los?'' - ,,Nichts, ich habe einfach gute Laune und wir haben viel vor in den nächsten Tagen. Ich hab gedacht während ihr beide und Mercy die Streicharbeiten in die Hand nehmt, fange ich mit Simon und Linus an den Stalltrakt weiter auszubauen.'', stumm nickte ich und schmunzelte. War doch ein guter Plan, so wurden zwei Baustellen in Angriff genommen und es ging sicherlich schnell vorran. ,,Erstmal müssen wir uns um die Pferde kümmern.'',murmelte ich schmunzelnd und setzte mich an den Tisch. Wir begannen z frühstücken und nach und nach trudelten auch die anderen in die Küche ein. Bald saßen wir schon zu sechst am Tisch. ,,Wollen wir zuerst die Weiden machen, oder den Stall?'',fragte Mercy und ich sah Elena an. ,,Den Stall oder? Wenn wir die Pferde gemacht haben können sie noch auf die Weide, wenn die Zäune gestrichen sind erstmal nicht.'',erklärte sie und ich nickte. ,,Bis heute Abend müssten ja die Wände im Stall trocken sein.'',meinte ich zustimmend und Elena war nun die, die nickte. Wir aßen fertig und räumten alles weg, ehe ich mich ins Bad machte. Die anderen gingen schon einmal hinaus und begannen zu füttern. Ich war auch schnell fertig für den Tag und folgte ihnen. Im Stall angekommen wurde auch ich, als Nachzügler, noch mit einem Brummen und Wiehern von unseren Pferden begrüßt. Ich machte mich zu den Fohlen und gab ihnen ihre morgendliche Portion Futter. Das Heu wurde von Tyler auf den Weiden schon fertig gemacht. Es dauerte nicht lange, da waren die Pferde auch alle fertig mit dem Fressen und wir brachten sie nach und nach auf die Weide. Ich schnappte mir Winter's End und Amaretto. Mercy nahm sich Hannelore und Calacirya. Tyler folgte mit Walking to the Moonlight und Grey Love. Elena und Simon nahmen sich Roxy, Hermelin Jaela, Winter Cloud und Ch's De la Luna und zu guter letzt kam Linus noch mit Augenblick und Golden Gate hinter her. Wolkentraum blieb absichtlich drin, da Mercy sie gleich putzen sollte und dann longieren sollte. Sie brachten die Kaltlüterstuten auf deren Weide, während ich die beiden Verkaufspferde auf die ihre brachte. Mercy band Wolkentraum am Putzplatz an und begann diese zu putzen. Wir anderen brachten die restlichen Pferde auf die Weide und begannen mit den Kaltblüterhengsten. Arikado, Hope in Despair, Geoffrey's Brother, Sharon IV, Time to go, Darling, A brave Hearts Freedom, King of Night, Battle Scars, Götterdämmerung und Hermann kamen auf ihre großflächige Weide und durften sich dort über den Vormittag austoben. Somit waren die Kaltblüter schon einmal alle draußen und Mercy war schon am Longieren von Wolkentraum. Als nächstes machten wir uns an die Privatpferde des Gestüts, diese sollten nämlich zu den Verkaufspferden auf eine Weide. Staccato, Neskur und Massacre Boy und Calero kamen zu Amaretto und Winter's End. Wild Reflex, Klein aber Oho und Velvedere kamen auf die nebenliegende Weide. Somit waren diese dann auch schon draßen. Als nächstes ging es an die Fohlen, welche ebenfalls eine extra Weide besaßen und auch schon nach Geschlechtern getrennt wurden. Mit Saevita und Soulmate's Death ging ich vorran, folgen taten mir die anderen mit Bajau, Torte, Quintessa, Krisu und Millenium's Pride. Die Hengstfohlen Ramazotti Amaro, Gino, HGT's Be my Sunshine, Rando, Tomenko, Pancake Killer und Karl, folgten auf die andere Weide. Somit blieben noch die Hannoveraner Hengste und Stuten übrig, welche nun noch folgen würden. Wir fingen mit den Stuten Alice Cullen, Lotte Buff, Golden Wonder, Epona, Millenium GC, Royal Rubina, Shiny Sunlight, Gameover, Irritable und Muemmi an, danach kamen noch Linara, Veronica und Mistery. Nun fehlten noch die Hengste die auch schnell draußen waren, Dark sweet Temptation war neu im Bunde, war also noch nicht lange auf der Weide mit dabei, dennoch hatte er sich gut eingelebt. Die anderen Hengste waren quasi schon ''eingesessen''. Also brachten wir Ramires, Hero of Heaven, Karthago, Kaltenbach's Ostwind, Burnin' Awake and Lifeless, Starmen, Antaris, For Pleasure, Admiral Wings, Schwachkopf, Cinnemont's Accento, Get a Movie, The Invincible, Belstaff, Scottland Yard, Clouds Angel und Café Latte raus. Mercy war gerade mit Wolkentraum fertig, also durfte sie sich nun noch an meinen Liebling Dark sweet Temptation machen und diesen putzen und longieren. Was sie natürlich gerne und mit einem dicken Grinsen machte, denn sie fand den Palominohengst auch so klasse wie ich. Mercy zog wieder von dannen und die Jungs machten sich nun an den Gasteställ dran. ,,Dann wollen wir mal anfangen zu misten und dann zu streichen.'',belächelte ich Elena und sie nickte schmunzelnd. ,,Die Drecksarbeit dürfen wir mal wieder machen.'',lachte sie und ich stimmte mit ein. Kurz darauf fanden wir uns in den Boxen wieder und lasen die Äpfel und das vollgepinkelte Stroh aus. Die Boxen waren schnell gemistet, da es nie sonderlich viel zu misten gab. Als wir mit dem Misten auch fertig waren, begannen wir auch schon mit den ersten Wänden. Diese wurden vorerst abgewaschen, damit wir nicht den ganzen Dreck einfach nur anstrichen. Elena blickte mir einen verdutzten Gesicht auf ihre Uhr und sah mich an. ,,Wir sollten mit dem Kochen beginnen.'',murmelte sie, ich blickte auf meine Uhr und nickte. ,,Fang du schon an, ich werde den Rest fertig machen, dann können die Wände so lange trocknen.'',erklärte ich und sie stimmte mir zu, ehe sie dann auch schon in das Haus lief.

      Das Essen war wunderbar und nun waren wir alle gestärkt um unsere arbeiten weiter auszuführen. Mercy war nun erst einmal fertig mit den Pferden und half uns nun beim Streichen der Boxenwände. Die hintere Steinwand strichen wir nämlich wieder schön weiß, ebenso sollten die eisernen Pfosten zwischen jeder Box noch gestrichen werden, sowie die Gitterstäbe. Damit das Gestüt auch im neuen Glanz erstrahlen konnte.
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      26. Oktober 2017, © Friese
      Bericht für: Winter’s End, Amaretto, Hannelore, Calacirya, Walking to the Moonlight, Grey Love, Roxy, Hermelin Jaela, Winter Cloud, CH’s De la Luna, Augenblick, Golden Gate, Wolkentraum, Arikado, Hope in Despair, Geoffrey’s Brother, Sharon IV, Time to go, Darling, A Brave Heart’s Freedom, King of Night, Battle Scars, Götterdämmerung, Hermann, Wild Reflex, Massacre Boy, Neskur, Calero, Klein aber Oho, Staccato, Velvedere, Saevitia, Karl, Pancake Killer, Tomenko, Soulmate’s Death, Rando, HGT’s Be my Sunshine, Bajau, Torte, Gino, Quintessa, Krisu, Ramazotti Amaro, Millenium’s Pride, Alice Cullen, Lotte Buff, Golden Wonder, Epona, Millenium GC, Royal Rubina, Shiny Starlight, Gameover, Irritable, Muemmi, Linara, Veronica, Mistery, Dark Sweet Temptation, Ramires, Hero of Heaven, Karthago, Kaltenbach’s Ostwind, Burnin’ Awake And Lifeless, Starmen, Antaris, For Pleasure, Admiral’s Wings, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Get a Movie, The Invincible, Belstaff, Clouds Angel, Scottland Yard, Café Latte

      Heute wollte ich Joyce ein bisschen unter die Arme greifen und so brachte ich als erstes alle Pferde von ihr nach draußen auf die Weiden und machte dann mit Hilfe der anderen die Boxen sauber. Unsere Zeit war leider auch ein bisschen beschränkt, da wir noch meine Pferde versorgen mussten und so musste auch das Heu verteilen schnell gehen. Simon und Linus füllten die Tröge auf und ich fegte die Ställe noch zu Ende. Die Zeit war wirklich ratzfatz vergangen und so mussten wir nun auch schon weitermachen und die Boxen meiner Pferde ausmisten und ihre Tröge füllen. Zudem machten wir das Heu für alle Pferde. Ich holte mir danach Epona rein und putzte sie ein bisschen. Danach sattelte und trenste ich sie. In der Halle ritt ich die Stute warm und klopfte ihr den Hals. Nachdem ich damit fertig war, ging ich ein paar A-Dressur Aufgaben mit der Stute durch und ritt sie danach wieder ab. Als es dunkel wurde holten wir gemeinsam wieder alle Pferde rein und versorgten sie ein letztes Mal.
    • ceres
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      Galopprennen E - A
      unbekannt, © Sunnyyy
      Nun war es soweit und Massacre wurde für die nächste Stufe Rennen traininert. Wir gingen täglich auf die Rennbahn und erhöhten die Strecke Stück für Stück. Außerdem versuchte ich immer noch etwas mehr Tempo aus ihm heraus zu holen. Sein eiserner Wille half ihm dabei und er versuchte immer mehr zu geben. Am Ende hatten wir die notwendige Strecke erreicht und versuchten nur noch die bisherigen Zeiten zu knacken, damit er besten auf die nächsten Rennen vorbereitet war. Und tatsächlich, am Ende war er rekordverdächtig schnell und hatte richtig Blut geleckt. Man merkte, wie sehr ihm das Training Spaß machte.
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      Galopprennen A - L
      unbekannt, © Veija
      Nachdem sich Massacre Boy ein wenig bei uns eingelegt hatte, war es auch an der Zeit, dass er mit ins Training kam. Lächelnd sattelte ich den jungen Hengst und ritt ihn ein wenig auf dem Platz warm, ehe es zur Rennbahn ging. Ich hatte mir Aaron geschnappt, der mir mit Rat und Tat zur Seite stand. Er half mir auch Boy in die Startbox zu bekommen, was länger dauerte als gedacht. Er schien wohl panische Angst davor zu haben, weshalb Aaron sich Gipsy holen ging- er war mit der Einzige, der den Wallach reiten durfte, und ihn neben Massacre in die Box stellte. Dieser schien sich sofort mit dem Wallach anzufreunden und ging nun etwas zögernd in die Startbox. Ich lobte ihn für sein Verhalten und als die Türen sich öffneten, sah ich Gipsy auch nach vorne preschen. Aaron, der nicht damit gerechnet hatte, hielt sich krampfhaft am Sattelhorn fest, damit er nicht im hohen Bogen vom Pferd fiel. Lachend schüttelte ich den Kopf. Gipsy hatte schon so oft Trackpony bei den Rennen gespielt, da wollte er wohl auch einmal eines mitlaufen. Leider konnte er natürlich nicht gegen das Englische Vollblut mithalten, so dass wir bestimmt 20 Pferdelängen vor ihm und Aaron ins Ziel preschten. "Er ist einfach losgerannt!", sagte Aaron atemlos, als er neben mich geritten kam. "Kein Problem Aaron, wenigstens bist du nicht runtergeflogen!", sagte ich scherzend und stieg dann ab. Aaron tata es mir gleich und so brachten wir die Pferde wieder in den Stall.
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      Galopprennen L - M
      unbekannt, © Veija
      Arbeit, Arbeit, Arbeit, dachte ich mir als ich die Stallgasse entlang schlurfte. Im Schlepptau hatte ich Drag me to Hell, Augen auf! Ich komme, Sacramento und My lovely Horror Kid. Mento und Horror mussten beide von E nach A gebrachte werden, Hell von A auf L und Abby von M auf S. Da ich das Ganze natürlich nicht alleine meistern konnte, hatte ich mir fleißige Bienchen gesucht, die mich unterstützen wollten. Aliena, Aaron und Alexis. Aaron kam auf Horror, Aliena auf Mento, Alexis auf Hell und ich ritt Abby.
      Nachdem wir sie nun alle gründlich geputzt und gesattelt hatten, ging es in die Halle, wo wir sie zunächst einmal gut warm ritten, bevor wir mit den Lektionen anfangen wollten. Um die Pferde zu lockern, ritten wir alle Lektionen aus der E Klasse, darunter zB Zirkel, Mittelzirkel, Aufmarschieren, Schlangenlinien und und und...
      Weiter ging es für alle mit den A Lektionen, wobei ich Abby nicht viel mitmachen ließ, da sie gleich noch genug zu tun hatte. So wurden Volten, Mitteltrab, Mittelgalopp, fließende Übergänge, Viereck verkleinern & vergrößern und Kehrtwendungen geübt. Somit waren Horror und Mento auch schon fertig, so dass sie wieder in den Stall konnten. Übrig blieben Aliena auf Hell und ich auf Abby. Aaron blickte der Stute betrübt nach, so war es doch eigentlich seine Stute, die aber voll im Training stand und zur Zeit nicht von ihm geritten werden konnte.
      Aliena übte derweil mit Hell Außengalopp, versammelter Trab & Galopp, Kehrtwendungen, Kurzkehrtwendung, einfache Galoppwechsel und doppelte Schlangenlinien. Hell verstand alles recht schnell, so dass ich mich weiter um Abby kümmern konnte. Die Lektionen der Klasse M beherrschte sie schon wunderbar, was daran lag, dass sie sehr intelligent war. Was wir jetzt noch üben mussten war jedoch alles andere als einfach: Schulterherein, Traversale, Travers, Traversalverschiebungen im Trab und Galopp, Renvers, fliegender Galoppwechsel, Schaukel, Pirouette, Piaffe und Passage. Abby kämpfte sich ziemlich ab, um alles auf die Reihe zu bekommen, hatte es am Ende jedoch geschafft, sich alles zu merken! Die Dressurturnier konnten kommen!
      Nun waren I've got the moves like Jagger und Faster an der Reihe. Beide mussten im Springen von A auf L gebracht werden. Da ich mir Aaron zur Hilfe geholt hatte ging das auch recht schnell, weshalb wir uns nun unseren Galoppern widmen konnten. Hier waren es Zuckerschock und Deadly Ambition die von A auf L gebracht werden mussten, Massacre Boy, der von L auf M gebracht werden musste und Nyanda, Seattle Slew und Priamos Ruffia Kincsem, die von M auf S gebracht werden mussten. Wir hatten bei keinem der Pferde Probleme, außer bei Pria, die wieder nach vorne preschen wollte wie von der Tarantel gestochen. Ich seufzte auf ihrem Rücken und versuchte sie zurück zu halten, gab es jedoch irgendwann auf. Wenn sie sich kein Bein während eines Rennen brachs, war sie die geborene Gewinnerin.
    • ceres
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      Golden Comet, HGT's Massacre Boy, Vaughn, Layali

      Der Sommer brach über uns herein wie ein Sturm meiner Pfeile, die ich in manchen Momenten meines Lebens auf den Baum bei uns im Garten gejagt hatte. Nur diesmal war ich der Baum und nicht der Bogen und heißen Sonnenstrahlen waren die Pfeile. Sie trafen mich, nahmen mir den Weg zum Atmen und ließen mich im Glauben, jeden Moment ersticken zu müssen. Die grauen Wiesen sahen aus wie abgebrandt und der Staub war die Asche und das einzige, das noch von den ehemals saftigen Weiden des Frühlungs übrig geblieben war.
      Golden Comet und ich nutzten die schwülen Tage für eine Trainingspause. Mittlerweile standen die Pferde der Big Bear Ranch nur über Nacht unter freiem Himmel, am Tag dösten sie in ihren Boxen. Massacre, der Hengst des Gestütsbesitzersohnes, legte seinen Kopf regelmäßig in die Tränke, nur um den abgestandenen Schweiß sich vom Kopf spülen zu lassen.
      Paulette hingegen wollte sich nicht der Sommerhitze hingeben. Mit Vaughn arbeitete sie angestrengt mehrmals die Woche und obwohl der junge Hengst sonst sehr energiegeladen war, hatte der Sommer auch ihm die Kraft genommen, sich gegen Paulettes anstrengende Trainingseinheiten zu währen.
      Seit einigen Tagen hingegen gab es eine neue Stute im Stall. Layali hieß sie, eine Ausländerin aus Europa. Sie war ein Morgan Horse und gehörte einem jungen Mädchen, vielleicht im gleichen Alter wie ich es war. Sie schien bekannt mit den Winterbottoms zu sein und das bedeutete viel in dieser Gegend.
      Wenn der Himmel hin und wieder doch leicht bewölkt war, unternahm ich mit Comet Ausflüge zum nahegelegenen See. Dann plantschten wir gemeinsam im kühlen Wasser und entspannten unter den Bäumen am Ufer, wo die Sonne uns nicht stören konnte. Eigentlich genoss ich den Sommer, er zeigte mir, wie ausgeliefert wir Menschen doch der Macht der Natur sind. Die einzige Chance die ich hatte, war also, mich dem hinzugeben und das tat ich.
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    • ceres
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      Golden Comet, Vaughn, HGT's Massacre Boy, Layali, Teufelstanz, I'll never Leave You

      Viel langsamer, als der Sommer gekommen und gegangen war, war der Herbst über uns hereingebrochen, hatte bis zum letzten Tag versucht, zu überleben, nur um Mitte November dann doch seine Kraft zu verlieren. Die Blätter worden von den Bäumen geweht und bis zur Mittagsstunde lag nun eisiger Reif auf der Natur. Es war ein Vorbild, wie es bald aussehen würde, wenn die wirkliche Kälte kommen würde.
      Ariana und ihre Stute Layali waren in den letzten Monaten zu Paulettes Erzfeinden geworden. Einen Grund gab es nicht. Sie waren einfach da und zu gut. Laut Paulette war sie zu gut in allem. Zu gut beim Reiten, zu gut im Aussehen und vor allem zu gut im Küssen und Paulette wusste, wovon sie redete. Immerhin hatte sie es sich zu Aufgabe gemacht, Ariane und den reichen Sohn der Winterbottoms dabei zu beobachten, wie sie sich gegenseitig bei jeder Gelegenheit um den Hals fielen. James und Ariana, gemeinsam gingen sie mit Massacre Boy und Layali auch Turniere in den unterschiedlichsten Sparten des Reitsports und das auch noch mega erfolgreich. "Die ist doch bestimmt mit dem Kerl zusammen, damit sie das beste Training in ganz Nordamerika bekommt. Is' doch klar!", sagte Paulette immer wieder. So gerne wie ich ihr da zustimmen würde, so sehr sah ich auch, dass die beiden durchaus verliebt schienen und dann redete ich mir immer ein, dass er sowieso nichts für mich wäre.
      Um mir etwas Geld dazuzuverdienen, hatte ich an den Wochenenden extra Stalldienst übernommen. In den letzten Monaten unter der Leitung von Karl Winterbottom, war das Gestüt immer mehr gewachsen und nun wimmelte es hier nur noch von Vollblütern und eleganten Gangpferden. Zwei der Neuankömmlinge waren so die Stute Teufelstanz und I'll Never Leave You, deren Boxen ich auch an diesem Sonntagmorgen, mit dicken Handschuhen und einer Wollmütze auf dem Kopf, entmistete.
      Es wurde Zeit, dass der Frühling kam und ich und Golden Comet wieder über die saftigen Wiesen springen könnten. Und dann, dass ihr Fohlen kommen würde. Vaughn war der perfekte Partner und ich könnte es auch Miss Wilson, dass ihr Wunsch eines Fohlens noch einmal in Erfüllung gehen würde und wer weiß, vielleicht würde auch damit mein erstes eigenes Pferd geboren werden.
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    • Sevannie
      Verschoben am 30.08.2019

      Grund: 6 Monate keine Pflege.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    ceres
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    29 Dez. 2017
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    HGT's Massacre Boy
    27.09.2010 | ♂
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    Rappe | 172cm
    Englisches Vollblut

    Boy ist das perfekte Rennpferd. Er ist dominant, was für einen starken Kampfgeist sorgt und sein Temperament gibt ihm eine grenzenlose Energie, wie man sie nur selten sieht. Durch seine Neugierde kann er sehr schnell lernen und ist somit auch für andere Sportarten geeignet. Doch sollte man immer damit rechnen, dass er tut, wonach ihm gerade beliebt.

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    Eingeritten |

    Eingefahren |

    Galopprennen S | S
    Military E | L
    Springen S | S
    Dressur A | L

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    346. GR | 425. WT | 326. DT | 426. WT| 478. DT | 335. DT | 228. SS | 239. SS

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    240. SS | 242. SS | 497. ST | 501. ST | 244. SS | 247. SS | 248. SS | 249. SS

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    251. SS | 255. SS | 260. SS | 261. SS


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    Von: Muskat
    Aus der: Ace of Spades

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    [HK 497]

    Zur Zucht zugelassen |
    Gencode: EE aa
    Eingetragene Zucht: Hofgut Tannenheide (HGT)

    Nachkommen

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    Tierarzt
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    Hufschmied
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    Ergebnis:

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