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Sevannie

HGT's Hero of Heaven - Hannoveraner

- Im Besitz seit 01.02.2016 -

HGT's Hero of Heaven - Hannoveraner
Sevannie, 23 Sep. 2019
    • Sevannie
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      Heute war der große Tag auf dem Hof. Es kamen gleich vier Pferde zu mir. Wolkentraum wurde glücklicherweiße abgeholt von Tyler, meinem Stallburschen. Hermann holte ich selbst ab. Get a Movie würde ich danach abholen und Hero of Heaven würde hergebracht werden. Ich war auf dem Hof angekommen wo ich Hermann holte. Er stand schon mit Decke, Transportgamaschen und den ganzen anderen Sachen wie Sattel und Trense auf dem Putzplatz. Als erstes lud ich die ganzen Sachen ein und auch sein Putzkoffer. ,,Hallo du Großer.'',schmunzelte ich und streichelte dem sanften Riesen über die breiten Nüstern. ,,heute gehts Heim!'',meinte ich und lächelte als die Besitzerin um die Ecke kam. ,,Hallo.'' - kleine Begrüßung,Geldübergabe und dann konnte ich ihn schon einladen. Also tat ich dies auch. Der Kaltbluthengst ließ sich locker verladen was mich natürlich freute. Ich verabschiedete mich von der Frau und fuhr dann rasch los. Natürlich nicht schnell da ich keinen Unfall bauen wollte. Es war ja auch ein ekliges Wetter - Regen nicht dauerhaft aber es war kalt. Ich fuhr zu meinem Hof, der auch nicht mehr meiner sein würde in naher Zukunft, da ich zu meinen Zuchtpartnern in die Türkei mit meinen Pferden ziehen würde. So hoffte ich das die neuen Pferde sich nicht zu schnell einleben würden da sie das ja eigentlich garnicht brauchten. Lieber wäre mir ja noch Spanien gewesen aber in der Türkei ist es ja auch schon schön. Die Fahrt dauerte nur knappe zwei Stunden und der Hengst hatte sich recht gut benommen nur kurz kaum als wir weg gefahren waren hat der Hengst seinen ,Freunden' nach gewiehert aber lange hielt dies auch nicht an. Als wir ankamen lud ich ihn natürlich als erstes auf. Tyler und ich hatten heute morgen für ihn und Wolkentraum Weidenstücke abgetrennt, damit die beiden sich kennen lernen konnten, da sie nebeneinander stehen würden im Stall. Ich brachte ihn zum Putzplatz und machte ihm seine Transportdecke und die Transportgamaschen ab und er bekam dann eine Regendecke auf,zwar hatte es mittlerweile aufgehört aber wer weiß wann es wieder anfing. Sanft lobte ich ihn und schmunzelte. ,,Dein neues Heim mein Hübscher.'',murmelte ich als er sich neugierig umschaute. Alles war natürlich neu für ihn,daher nahm ich ihm auch keine Guckereien übel. So führte ich den Hengst auf sein kleines Weidenabteil und machte ich das Halfter ab. So er stand nun und bald müsste Tyler auch mit der Stute da sein. Hermann blieb ganz ruhig stehen und wieherte nochmals laut in den Himmel hinein und bekam weiter weg antworten von unseren Hannoveranern die nicht weit weg standen. Auch hier waren Stuten und Hengste getrennt von einander aber alle konnten den Blick auf ihn richten. Er lief bis zum Weideende hin und schaute sich neugierig die anderen Pferde an. Beschnuppern ging schlecht da zwischen den Weiden ein Weg lang ging - der Weg zu Wald wo ich vielleicht mal mit Hermann noch lang reiten würde, wenn wir nicht vorher umziehen würden. Als ich ein weiteres Auto hörte sah ich zum Hof und schmunzelte. Tyler kam! So lief ich zu diesem und half ihm die Stute Wolkentraum auszuladen. Auch sie begrüßte ich freudig mit einem: ,,Hallo Süße.''. Die Stute sah sich auch neugierig um und auch sie brachte ich zum Putzplatz. ,,Danke für's holen Tyler.'',meinte ich schmunzelnd und er nickte nur. Wir machten auch ihre die Transportsachen ab und brachten sie mit einer Regendecke dann zu ihrem Weidenabteil. Sofort lief Hermann dann in unsere Richtung um die Stute kennen zu lernen. Es war kein Hengstverhalten nur die Neugierde wurde in ihm geweckt.Beide beschnupperten sich und Wolkentraum quitschte auch mal aber nach gut einer Viertelstunde war auch alles rum. ,,Passt du ruhig mal weiter auf und ich hl mal Get a Movie.'',meinte ich und lief lief rasch zum Wagen um Hermann's Sachen noch auszuladen und fuhr dann los als auch das Heunetz aufgefüllt war sowie der Eimer mit Wasser und die Äpfel draußen waren. Als alles vorbereitet war fuhr ich vom Hof und gab im Navi das Ziel ein. 2 1/2 Stunden fahrt.. Zum Glück war kein Pferd so weit weg. Auf dem Hof von Ranga angekommen suchte ich diese auf. ,,Hey Joyce, Get a Movie wartet schon auf dich. Ich hab ihn schon fertig gemacht.'',erklärte sie und ich begrüßte sie ebenso mit einem Hallo. ,,Das ist schön dann kann ich ihn gleich einladen.'' - Sie half mir die restlichen Sachen einzuladen und ich verlud dann Get a Movie. Als der Hengst im Hänger war stand die Geldübergabe wieder an. Als alles geklärt war fuhr ich auch rasch wieder los. Mit ihm wurde nach den zwei Stunden fahrt das gleiche gemacht. Decke und Gamschen ab und Regendecke drauf und auf ein Weideabteil bei den anderen Hannoveraner Hengsten. Somit konnte er sich an diese schonmal gewöhnen und wie sie drauf waren. Später würde er auch mit ihnen auf einer Koppel stehen. Bald müsste auch unser neuer kleiner Hero ankommen. Eigentlich Hero of Heaven. Ein Fohlen das von seiner noch Besitzerin hier her gefahren wurde, was eine große Entlastung für mich war. Auch wollte sie sich den Hof anschauen und wir hier alles ablief wenn er ankommen würde. Als auch sie nach einer weiteren vergangenen Stunde ankam half ich ihr den jungen Hengst auszuladen. Und auch er war sehr neugierig und wir brachten ihn zum Putzplatz. Pepe erklärte mir einiges über den Hengst und über seine Verhaltensweisen. ,,Braucht er nun unbedingt eine Decke es hat schon länger nicht mehr geregnet und er steht nun nur noch zwei Stunden höchstens auf der Koppel.'',wandte Tyler ein und wir verneinten dies. Also kam der kleine Hengst zu den Rest der Fohlen und tobte sich mit diesen noch aus, Komplikationen gab es hier keine, zwar merkte man- wie Pepe schon beschrieb- das er ziemlich dominant war aber er verletzte keine anderen Fohlen. Pepe brauste nach einer dreiviertel Stunde dann auch ab und Tyler und ich misteten die Boxen, alle. Als wir fertig waren brachten wir die Pferde rein und machten ihnen die Decken ab. Gleich im Anschluss darauf gab es dann Futter für alle. Hermann und Wolkentraum fraßen friedlich nebeneinander was mich zum Schmunzeln brachte. Mich freute es das sie sich doch so gut verstanden, sie waren bis jetzt die ersten Kaltblüter hier im Stall. So machten wir die Lichter aus, ließen die Pferde in Ruhe und morgen ginge es dann weiter..

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      Heute hatte ich mal wieder Zeit gefunden meine Fohlen zu besuchen. Putzen stand auf dem Plan damit sie sich dran gewöhnten, sowie dann etwas in der eigentlichen Reithalle toben und dann auf die Koppel nochmal bis heute Abend. Auch wollte ich mich mit unserem Neuankömmling Hero anfreunden. Zur Zeit hatten wir die Fohlen getrennt sie kamen auf eine einzelne Koppel also einmal die Hengste und einmal die Stuten, da aber Velvedere alleine wäre kam sie mit den anderen Stuten auf eine Koppel. Sie sollte nicht alleine stehen und mit den ,Erwachsenen' verstand sie sich ja auch gut. Also machte ich mich in unsere Stallungen und sah die Fohlenköpfe die neugierig rausguckten. Ich lief zuerst zu dem Stütchen Velvedere. Die kleine Scheckstute beäugte mich neugierig. Sanft streichelte ich ihre Nüstern entland und trat in ihre Box ein,samt Halfter und Strick. Ich halfterte sie auf, was sie schon gewohnt war. Ich führte sie auf den Putzplatz und band sie an. Tyler brachte mir gerade die Putzkiste für Velvedere und er brachte die von Abendprinz gleich mit. Denn Tyler nahm sich Abendprinz vor. Zwei Minuten später kam er auch schon mit Abendprinz und band ihn neben Velvedere an. Ich putze schon derweil und machte mich gerade an Mähne und Schopf zum durchkämmen dran. Als dies getan war nahm ich den Hufkratzer und kratze ihr die Hufe aus. Tyler war schnell im Putzen und war auch schon an den Hufen dran. Als wir mit beiden fertig waren liefen wir in die Halle. ,,Einfach laufen lassen oder?'',fragte Tyler und ich nickte daraufhin. ,,Genau sie sollen sich mal richtig austoben und können etwas springen da ich noch eine Stange hinlegen werde.'',erklärte ich und nun nickte er. Bei der Halle angekommen schloss ich schnell auf und wie gingen mit den beiden hinein. Als wir die Stricke lösten petzten sie auch gleich los. Irgendwie war das in der Halle rennen was anderes wie auf der Koppel für die Fohlen, solange sie sich austobten war mir das auch egal. Ich lief zu dem Stangenlager und und legte in mitten der Halle eine hin. Abendprinz kannte Stangen ja eigentlich schon aber er ging hin und beschnupperte diese erneut und rannte dann weg - wie immer dieser kleine Angsthase. Als nächstes kam Velvedere wieder zu mir und verlangte etwas Streicheleinheiten, Abendprinz sah dies und kam natürlich auch gleich an. Wir knuddelten die Beiden kurz, ehe wir sie wieder los ,scheuchten' und sie davon preschten. Velvedere nahm die Stange ernst und sprang begeistert drüber, Abendprinz dagegen achtete schon sehr auf seine Gänge und hob den Schweif auch schön an was mich zum schmunzeln brachte. Als sie langsam zur Ruhe kamen brachte ich Velvedere zu den anderen Stuten und Tyler passte auf Abendprinz auf. Er sollte nicht alleine auf der Koppel stehen deswegen holte ich nun erstmal Dark sweet Temptation. Dark hatte sich gut gemacht in letzter Zeit, das Beißen hatte er sich abgewöhnt und wurde generell auch viel ruhiger. Aber dennoch kann er auch ein Energiebündel sein. Ich ließ ihn vom Strick und er preschte auf Abendprinz zu. Die beiden waren ein Gegensatz wie Tag und Nacht. Von der Fellfarbe bis zum Charakter aber sie hatten sich dennoch so gerne. Auch auf der Koppel spielten sie gerne zusammen. Dark sprang ebenfalls über die Stange und Abendprinz traute sich letztendlich mit seinem Freund auch mal. Ich schmunzelte und meinte dann als Abendprinz zu mir kam ein ,Fein!' zu ihm und lobte ihn kräftig. Er traute sich neues und das war auch gut so, warum sollte ich ihn nicht loben. Mir ging es nichtmals um das Springen auch wenn ich ein Springfan war sondern um das Neues trauen. Nach dieser Aktion beendeten wir dies und ich brachte ihn zusammen mit Tyler und Dark auf die Koppel. Da machten die Fohlen gleich weiter. Sie hatten ja auch noch einige Stunden auf den Koppeln. Als nächstes holten wir Antaris, diesen übernahm Tyler, und ich nahm mir Hero of Heaven,den Neuankömmling. Mittlerweile hatte er sich an die anderen Pferde gewöhnt. Antaris hatte auch schon die Begeisterung am Springen gefunden gehabt vor einigen Monaten. Und so machte er sich gleich an diese. Hero hingegen beschnupperte erstmal die ganze Halle,da dieser noch nicht hier drin gewesen war. Erschrecken tat er sich vor den Spiegeln, vielleicht war er noch in keiner Reithalle,aber das kam auch mit der Zeit. Vor allem wenn wir bald einige Fohlen anfingen zu longieren, natürlich mit unserem Trainer. Die Vorbesitzerin hatte nicht zu viel von Hero's Gängen gesprochen und ich war froh ihn im Stall zu haben. Er war ein schicker, junger Hengst und hatte auch einen tollen Charakter wie wir schon festgestellt haben. Putzen hat er sich ja auch ganz fein lassen. Auch er sprang ab und zu aber bewies auch seine Gänge. Als auch die Beiden fertig waren brachten wir auch sie auf die Koppel. Nun tobten alle Hengstfohlen und das erbrachte mir wieder ein Lächeln. ,,Naja wollen wir mal misten.'',murmelte ich und Tyler grinste mich nur an. Tyler und ich brachten noch schnell die ganzen Putzkisten weg und machten uns dann an das misten. Heute Abend kamen dann alle Fohlen wieder rein,aber solange das Wetter noch einigermaßen ok war konnten sie ja ruhig alle raus. Die Padokks an den Boxen waren zwar auch schon offen aber eine Koppel ist gerade für Fohlen doch was anderes.
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      Nachdem nun Antaris auch anlongiert wurde und dies alles perfekt geklappt hatte, wollte ich mit ihm heute auch das Training an der Longe fortführen. So lief ich zu den Weiden, nachdem wir Krisu und Amaro begrüßt hatten heute Vormittag. Ich pfiff und rief, die Fohlen kamen von weit hinten her angerannt, zumindest die die schon länger hier waren, denn sie kannten das. Antaris war bei der Truppe voran und als erstes am Zaungatter. Krisu und Amaro, sowie Hero standen noch etwas verpeilt dort, aber Hero verstand es nach kurzem und kam auch angaloppiert. ,,Eigentlich wollte ich doch nur Antaris.'',lächelte ich und streichelte die kleine Rasselbande einmal durch. Ich hakte in Antaris' Halfter den Strick ein und führte ihn von der Koppel, die anderen Fohlen blieben brav drin. ,,So ihr kommt später dran.'',lächelte ich und Dark fing an zu brummeln. Ich grinste kurz und führte dann Antaris zum Putzplatz, dort band ich ihn an und lief dann zur Sattelkammer und holte die Putzbox, sowie die Longe. Als ich wiederkam stand Antaris ganz brav da. Ich begann ihn zu putzen und auch hier machte der ,kleine' Hengst keine Faxen. Nachdem er fertig geputzt war, machte ich die Longe an das Halfter und führte den Hengst nun zum Platz. Ja wir hatten auch Round Pen's aber wir wollten ja das Longieren trainieren! Auf dem Platz angekommen, da stellte ich mich in die Mitte und Antaris ging auch schon brav nach Außen. Nun hatte ich nur noch die Schlaufe in den Händen und nun durfte er sich erst mal aufwärmen. Antaris durfte auf jeder Seite 5 Minuten Schritt gehen und dann begann ich damit ihn anzutraben. Hierbei machte er einige Faxen und fing kurze Zeit an zu buckeln, aber als er sich beruhigt hatte lief er auch schon im schönem Trab seine Runden. Nach weiteren zwanzig Minuten, auf jeder Hand zehn, ließ ich ihn wieder eine kleine Schrittpause laufen. Danach durfte er galoppieren und sich austoben. Nach einer Dreiviertelstunde Longieren brachte ich den jungen Hengst auch wieder zum Putzplatz und band ihn an. ,,Hastd u fein gemacht.'',schmunzelte ich und streichelte ihn. Gerade als ich Antaris auf die Koppel brachte, kam mir Tyler mit Hero und Dark entgegen. Ich lächelte und brachte Antaris schnell weg, ehe ich in die Sattelkammer lief und die Putzkisten für die beiden holte, ehe ich auch zum Putzplatz kehrte. Antaris war wieder nach hinten zu den anderen auf der Weide geschossen, anscheinend war er doch nicht ganz so fertig, wie gedacht. Heute war wenigstens ein schöner Frühlingstag und alle könnten noch länger auf der Weide bleiben. Nun war die Frage wollte ich Hero oder wollte ich Dark nehmen.. ,,Ich dachte wir könnten einen Spaziergang mit den beiden machen.'',schmunzelte Tyler und ich nickte lächelnd. Ja das war eine super Idee, ich dachte er wolle nun getrennt in die Round Pen's. Nach dem putzen waren wir auch schon sofort los gedüst, ich hatte nun Hero an der Hand. Da gingen wir mit den beiden Palomino's Richtung Wald. Hier und da guckten sie sich neugierig um und machten auch ein wenig Faxen an der Hand. Vor allem Dark, der kleine freche Hengst, was er sich alles von seiner Mutter abgeguckt hatte, aber man bekam es ja in den Griff auch bei Game Over. Als wir nach 1 ½ Stunden wieder da waren brachten wir die beiden auch wieder auf die Boxen, alles war glatt gelaufen und das machte mich noch glücklicher. So war das alles ja auch richtig. Schmunzelnd sah ich zu Tyler und machte mich nun daran die Fohlen-Boxen zu misten.

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      Schmunzelnd putzte ich den schönen Palominohengst. ,,Hero? Weißt du was wir beide heute machen?'', ja ich ließ eine Pause als würde ich auf eine Antwort machen. Sanft stupste er mich an und ich begann zu schmunzeln. ,,Wir gehen etwas Spazieren.'',grinste ich und putzte ihn fertig, ehe ich den Strick löste und wir zusammen vom Hof gingen. ,,Wartet!'',rief jemand hinter mir und ich blickte zu Tyler welche Velvedere dabei hatte. ,,Wir wollen mit!'',meinte er grinsend und ich schmunzelte. ,,Wollen wir die wirklich dabei haben, Hero?'', er brummelte und schlug freudig mit seinem Schweif. Ja er stand auf Velvedere, irgendwie. Aber gut sie war ja auch eine Hübsche. Schmunzeln lief ich weiter als die beiden aufgeholt hatten und wir liefen erst einmal die Koppeln entlang. ,,Wir müssen die Kaltblutstuten auch bald Umweiden.'',murmelte Tyler und ich blickte zu ihm. ,,Wirklich ?'',murmelte ich und er nickte. Naja umweiden war ja nicht so schlimm. Sie kämen den einen Morgen dann eben gleich auf die andere Koppel. Zuerzeit kamen sie ja am frühen Abend alle wieder rein, weil es eben zu heiß sonst war. Wenn wir ja länger auf diesem Hof bleiben würden, hätte ich auch gesagt kleine Seen auf die Koppeln zu machen, also einfach etwas ausgraben und gut ist. Denn dann könnten sich die Pferde je nach belieben auch etwas abkühlen. Als wir an der Koppel der Kaltlbüterstuten vorbei kamen blickte ich mir diese an. ,,Oh ja..'',murmelte ich leise und seufze auf. ,,Naja dann müssen wir nachher die Weide fertig machen dann können wir sie morgen gleich auf die andere Stellen.'',schlug ich vor und er nickte. Durch unser Geschwätz merkten wir gar nicht das wir eigentlich schon längst an den Koppeln vorbei waren. Wir redeten weiter und die Fohlen neckten sich zwischen zeitlich gerne etwas, jedoch alles nur aus Spaß und nicht irgendwie feindseelig. Nach einer guten halben Stunde kehrten wir den Rücktritt an und waren nach insgesamt einer Stunde wieder auf dem Hof. Wir brausten die Fohlen ab und brachten sie dann wieder auf die Weide. [2033 Zeichen by Sevannie]
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      Es war ein wunderschöner, sonniger Spätsommertag als ich auf Joyce McConners Gestüt ankam. Ich sollte mir heute ihre Fohlen ansehen, die wahrscheinlich allesamt noch keinen Hufschmied gesehen hatten. Umso wichtiger war es ihnen ein positives Bild des Ganzen zu vermitteln und somit auszuschließen, dass sie beim nächsten Mal Angst hatten und oder gar streikten.
      ,,Hallo.'',hörte ich auch schon eine Stimme aus dem Hintergrund sagen als ich meinen Hufschmiedkoffer aus dem Kofferraum meines Autos nahm. Es war Joyce. Sie begrüßte mich und erzählte mir dann während wir in den Stall gingen einiges über ihre kleinen Racker.
      Das erste Fohlen welches ich mir ansah war Pancake Killer. Bei diesem Namen ist man doch schon von Anfang an positiv gestimmt oder? Der junge Tinkerhengst beäugte mich neugierig während ich mich etwas mit ihm bekannt machte. Danach bat ich ihn um sein Bein, welches er nun brav gab und interessiert ein Öhrchen zu mir nach Hinten drehte. Es war alles in Ordnung. Nur ein bisschen Ausschneiden war nötig. Dabei machte ich einen kleinen Probeschnitt in die weiße Substanz des Hufes und wusste so, wie viel Horn ich wegnehmen konnte, was ich anschließend machte. Um dem Ganzen den letzten Schliff zu geben schnitt ich auch seinen Strahl etwas in Form und damit waren die Hufe wieder in einem perfekten Zustand.
      Mein nächster Klient war der Braunschecke Tomenko. Auch er zeigte sich neugierig aber auch sehr kooperativ. Er hatte bei Joyce wohl eine sehr gute Kinderstube gehabt. Somit ließ er sich ganz problemlos durchchecken und stand auch beim Ausschneiden ganz ruhig und gelassen da. ,,Feiner Junge.'',lobte ich am Ende lächelnd und streichelte ihn ein bisschen.
      ,,Und das hier ist Soulmate's Death. Keine Sorge wegen dem Namen sie ist eine ganz Liebe.'',sagte Ms. McConner als sie mir ihr hübsches, schwarzes Stutfohlen zeigte. Die Kleine war schon in diesem jungen Alter ein wahres Prachtstück. Alleine wie sie sich bewegte, ihren Kopf trug und einen durch ihre großen, dunkeln Augen ansah. Ich ließ sie schnuppern und sich ein bisschen mit mir vertraut machen ehe ich auch ihre Hüfchen auf Fehlstellungen, Trockenheit und abnutzungsbedingte Mägel untersuchte. Nichts dergleichen. Nicht einmal ausschneiden war nötig.
      Als nächstes war ebenso ein hübscher schwarzer Hannoveraner an der Reihe. Es war echt unfassbar wie viele gut erzogene Fohlen Joyce hat. Denn auch er bewies sich als richtiger Gentleman; gab immer brav Bein und stand ganz ruhig da und ließ sich kontrollieren. Hufzustand 1A. ,,Seehr gut.'',stellte ich fest und lobte den Rappen nochmals liebevoll für sein gutes Mitarbeiten.
      Das nächste Hannofohlen stammte aus der selben Zucht wie eine meiner eigenen Stuten. HGT's Be my Sunshine war sein Name. Er war ein sehr hübsches, liebenswertes Fohlen das mich jedoch hier und da ein wenig veräppelte. Wenn ich um sein rechtes Vorderbein bat hob er zwar eines, aber das linke anstelle des rechten. Trotz dieser kleinen Barriere klappte es insgesamt betrachtet auch bei ihm sehr gut. Ein Ausschneiden oder eine Korrektur war auch bei ihm nicht notwendig.
      Nach diesem eher extrovertiertem Hengst folgte nun eine eher schüchterne Stute, dennoch ein wahres Goldstück - und ich rede hier nicht von ihrer tollen Fellfabre. Bajau. Man merkte sehr, dass sie sehr auf ihre Besitzerin bezogen war, was ich etwas zu meinem Vorteil nutzte indem ich Joyce dazu anstiftete ihr die Hufe geben zu lassen und ich dann drüber sah. Da sie aber alle in gutem Zustand waren durfte auch sie gleich wieder zurück an ihre ursprüngliche Tätigkeit.
      ,,Torte.'',rief Joyce lächelnd und schon kam ihr Stütchen zu uns. Sie schien kein Problem mit fremden Menschen zu haben, weshalb sie mich ebenso wie ihre Besitzerin interessiert abschnuffte. Dabei musste ich grinsen. Wie zuckersüß. Auch bei der Hufkontrolle zeigte sie sich herzig. Denn sie drehte immer wieder ihr Köpfchen weil sie gestreichelt werden wollte, auch während der Untersuchung. Und das vom Hufschmied. Grinsend brachte ich dennoch meine Arbeit zuende und schnitt ihre Hufe vorsichtig aus.
      Mein nächster Patient war ein hübscher Tigerschecke: Gino. Ihn schien das ganze wenig zu beeindrucken. Brav gab er seine Beine und kaute weiter an seinem Büschel Heu. Interessant fand ich bei ihm die Tatsache, dass seine hinteren Hufe nicht ausgeschnitten werden mussten und die Vorderen dafür umso mehr. Dies tat ich dann auch und entfernte das bereits etwas lose Horn seiner Sohle. Dann war er auch schon fertig.
      Danach war Quintessa dran. Sie bestand vom ersten Moment an darauf gestreichelt zu werden. Somit bekam sie erst eine lange Streicheleinheit ehe ich mich dann der Kontrolle ihrer Hufe widmete. Diese waren, wie nicht anders zu erwarten war, tip-top gepflegt und mussten nicht korrigiert oder ausgeschnitten werden.
      Ebenso schöne, gute Hufe hatte Krisu, die super brav mitmachte. Sie verstand schnell was ich von ihr wollte und tat dies auch vorbildlich. Sie zeigte sich sehr entspannt und als angenehmes Pferd für einen Hufschmied. ,,Sehr fein.'',sagte ich und gab ihr ein Leckerli, welches sie dankbar guckend annahm.
      Nach dieser braven Stute folgte ein kleiner Lausbub. Ramazotti Amaro zeigte sich nämlich stur. Wirklich gerne schien er nicht bei dem ganzen mitzumachen. Vor Allem das Stillstehen konnte er nicht wirklich leiden, tänzelte herum und legte sogar einmal die Öhrchen zurück. Joyce wies ihn daraufhin aber etwas zurecht woraufhin er dann braver war. Die Kontrolle verlief gut, mit dem Ergebnis, dass alles in Ordnung war. Lediglich ein wenig Ausschneiden hier und da und schon war alles 1a.
      Nach dieser etwas anstrengenderen Arbeit freute es mich sehr nun wieder mit einem sehr artigem Fohlen zu tuen zu haben. Millenium's Pride, ein ausgesprochen liebenswürdiger Hengst, schien nämlich alles zu tun um alle glücklich zu machen. Auch wenn er etwas zurückhaltend war vertraute er mir von Anfang an und zeigte sich die Kontrolle über außerordentlich kooperativ. ,,Braver Bub.''
      Als vorletztes Pferd kam Hero of Heaven dran, welcher anscheinend sehr interessiert an diese neue, nicht bekannte Situation war. Er schien sehr wissbegierig zu sein und guckte die gesamte Hufkontrolle lang genau zu was ich da tat. Mitgearbeitet wurde vorbildlich. Beim Hufe ausschneiden bekam er allerdings sehr große Augen meinem Hufmesser gegenüber. Er schien so etwas noch nie gesehen zu haben und dies sehr spannend zu finden. Ich musste die ganze Prozedur über grinsen. Was für ein süßes Fohlen.
      Und last but not least Dark sweet Temptation, welche aufgrund ihres hellen Deck und Langhaars eigentlich alles andere als dunkel war. Lediglich ihre kleinen Kulleraugen waren beinahe ganz schwarz. ,,Na Süße?'',sprach ich sie an und ließ etwas an mir schnuppern. Anschließend kontrollierte ich auch ihre Hufen und schnitt sie ein wenig aus.
      Danach war meine Arbeit getan und ich verabschiedete mich freundlich bei der strahlenden Joyce.

      In letzter Zeit häuften sich immer mehr Aufträge der gleichen Art bei mir, ich vernachlässigte schon meine Trainerpflichten. Diese Woche war es unsere Tierärztin Joyce McConnor, welche Hilfe beim Pflegen ihrer Pferde brauchte. Schon bald nachdem ihre Anfrage eingeflattert war, machte ich mich zu ihr auf den Weg.

      Ich war schon ein paar Mal auf Joyces Hof gewesen, weshalb sie mich nicht lange einweisen musste, was auch gut war, denn heute musste ich insgesamt 26 Pferde putzen, füttern und ihre Boxen ausmisten. Ich beschloss, im Hengststall zu beginnen und holte zuerst Antaris aus seiner Box. Der Hannoveraner war schnell glänzend geputzt und freute sich sehr über sein Futter, auch wenn die Portion heute kleiner ausfiel, da er ja nicht arbeiten musste. Während er fraß holte ich Schubkarre und Mistgabel und säuberte seine Box, bevor ich Antaris auf den kleinen Paddock vor der Box brachte. In der Box neben Antaris' stand Hero of Heaven, den ich zusammen mit Cinnemonts Accento, Cloud Angel und Get a Movie draußen auf dem Hof anband und sie putzte, bis sie glänzten. Die vier Boxen in der Zeit, in der die vier Hengstefraßen auszumisten war nicht gerade einfach, da ich immer damit rechnen musste, dass sie sich draußen kabbelten. Aber auch Hero of Heaven, Cinnemonts Accento, Clouds Angel und Get a Movie könnten bald auf ihren Paddock, sodass ich mich Schwachkopf und Burnin' Awake and Lifelesszuwenden konnte. Schwachkopf hatte es geschafft, sich vollkommen mit Streu zu bedecken, sodass das Putzen ziemlich lange dauerte, was bei Burnin' Awake and Lifeless zum Glück nicht der Fall. Nachdem ich auch die beiden auf ihren Paddock gebracht hatte, ging ich in den Fohlenstall, wo ich Dark Sweet Temptation, Krisu, Rando und Soulmate's Death allesamt auf Wunden vom Spielen auf der Weide kontrollierte und den gröbsten Dreck aus dem Fell entfernte. Dann kontrollierte ich noch bei jedem Fohlen die Hufe und sah nach, ob sie noch genug Futter hatten, bevor ich in den Stutenstall rüber ging. Eine der Stuten, Epona, kannte ich von einer Stute-des-Monats-Wahl, aber auch von Mistery, die ich zuerst umsorgte, hatte ich zuvor schon gehört. Dann holte ich Veronica, die wie die anderen auch eine Hannoveraner-Stute war, aus der Box, um ihr das falbfarbene Fell zu putzen. Die Stuten kamen nach dem Füttern auf die Weide, weshalb ich mir mit dem Ausmisten der Boxen etwas Zeit lassen konnte. Auch Linara und Muemmi putzte ich gründlich und gab ihnen ihr Futter, bevor ich sie auf die Weide brachte und dann weiter in den Stall der Kaltblutstuten ging, wo mich Augenblick, Ch's De La Luna, Wolkentraum und Golden Gate mit freudigem Wiehern begrüßten. Golden Gates gelblich gescheckte Fell war schon fast sauber, die Stute hatte sich wohl in der Nacht nicht hingelegt. Auch Augenblicks Fell war schnell glänzend geputzt und so brachte ich die beiden auf ihren gemeinsame Weide, bevor ich De La Luna aus ihrer Box holte. Die Stute hatte ich schon zwei Mal trainiert und mich sofort in sie verliebt, weshalb ich mich sehr freute, dass ich mich auch um sie kümmern durfte. Nachdem Luna versorgt war und bei ihrer Herde auf der Weide war, ging ich weiter zu den Kaltblüterhengsten, wo ich mir die Halfter von Sharon IV, Time to Go Darling, A Brave Hearts Freedom und King of Night, die ich, mit einigem Sicherheitsabstand auf dem Hof anband. Bei Sharon und King of Night dauerte das Putzen nur wenige Minuten, während ich bei A Brave Heart's Freedom und Time to go Darling länger als eingeplant brauchte, aber schließlich konnte ich auch sie auf ihren Paddock bringen. Nun standen auf meiner Liste nur noch Staccato und Velvedere, welche ich beide im Privatstall fand. Staccato war ein American Saddlebred mit einer interessanten Schabrackenscheckung, die ich jedoch erst einmal unter den Streustückchen, die er sich ins Fell 'eingearbeitet' hatte, freiputzen musste, bevor er sein Futter bekam und auf den Paddock durfte. Nun wartete nur noch Velvedere, eine junge Holsteiner-Mixstute auf mich. Ihr geschecktes Fell war staubig, aber es dauerte nich lange, bis auch sie ihr Futter bekam und schließlich auf die Weide durfte. Mittlerweile war es schon früher Nachmittag, weshalb ich Joyce aufsuchte um mich zu verabschieden. Sie dankte mir für meine schnelle Hilfe und wir verabschiedeten uns voneinander, bevor ich wieder den Heimweg antrat.

      Heute standen Joyce Hannoveranerhengste auf dem Plan. Als erstes holte ich Hero of Heaven und Ramires aus ihren Boxen und brachte sie nach draußen. Die nächsten zwei waren Karthago und Kaltenbach’s Ostwind. Auch sie kamen zu den anderen beiden. Die Hengste fingen an zu buckeln und miteinander zu kämpfen. Dies sah meistens für Laien schlimmer aus als es wirklich war. Das Kämpfen war nämlich mehr ein spielen. Ich ging also wieder in aller Ruhe in den Stall und holte dort Starmen und Burnin‘ Awake and Lifeless. Ich brachte die beiden auf die Weide und schaute den Hengsten dann kurz zu. Ich konnte mir ein bisschen Zeit lassen, da es nur insgesamt 17 Pferde waren. Antaris und For Pleasure waren die Nächsten, die auf die Weide durften. Ich ließ sie vom Strick und die zwei liefen sofort zu den anderen. Die Hälfte der Pferde waren somit schon auf den Weiden und als nächstes holte ich Admiral Wing’s und Schwachkopf. Mit letzterem wollte ich später noch ausreiten gehen. Ich vermisste es auf seinem Rücken zu sitzen, aber mit meinen eigenen Pferden und den vielen Trainingsaufträgen fehlte meistens die Zeit auch noch ein Pferd von Joyce zu reiten. Cinnemonts Accento und Get a Movie durften schließlich auch zu den andren. Sie freuten sich sichtlich und ich ging nun wieder schnellen Schrittes nach drinnen. Irgendwie hatte ich doch ein bisschen zu arg getrödelt. The Invincible und Belstaff durften auch zur Gruppe dazu und ich war froh, dass ich es bald geschafft hatte. Die letzten drei waren auch relativ schnell auf der Weide. Scottland Yard, Café Latte und Clouds Angel führte ich alle drei zusammen auf die Koppel. Ich mistete die Boxen aus und streute sie dann neu ein. Ich brachte den Mist nach draußen und holte Schwachkopf wieder nach drinnen. Ich band ihn an und holte seinen Putzkasten. Ich begann ihn zu putzten und holte noch sein Sattelzeug. Dieses legte ich seinen Rücken und platzierte seine Trense auf seinem Kopf. Ich führte ihn nach draußen und stieg auf seinen Rücken. Während des Ausritts trabten und galoppierten wir auch, damit er sich mal wieder ein bisschen austoben konnte. Danach brachte ich ihn in seine Box und füllte alles Heunetzte auf. Ich holte die Hengste rein und kontrollierte die Trensen. Als alle drinnen waren, gab es noch Kraftfutter. Ich fegte die Stallgasse ein letztes Mal und kontrollierte alle Boxen. Ich ging in Joyce Büro und sagte ihr, dass die Hengste versorgt waren.
    • Sevannie
      24.10.2016
      Umzug Teil II
      „ Beeilt euch. Der Flieger für die ersten Pferde geht bald!“ rief ich total gestresst in den Stall. Dann flog mein Blick wieder nach draußen. Ich ging zum Hänger und kontrollierte dort alles. Gestresst holte ich mein Handy aus der Hosentasche und sah auf die Uhr. Verdammt wir waren zu spät! Ich schaute in einen der zwei großen Trailer. Meine Pferde waren so gut wie verladen und auch bei Joyce sah es sehr gut aus. Heute begann unser Umzug nach Jasmund und wir hatten bereits früh angefangen alles in die Wagen zu packen. Insgesamt würden heute 14 Pferde mit uns die Reise antreten. Nur ein kleiner Teil, aber immerhin ein Anfang. Simon und Tyler würden noch auf Zasas Hof bleiben und die restlichen Kleinigkeiten regeln. Sie hatten den Hof auch noch nicht mal in echt gesehen. Joyce und ich waren über eine Internetanzeige auf ihn gestoßen und sofort überzeugt gewesen. Ein Besuch hatte uns gezeigt, dass er genau das bat was wir für unser Vorhaben brauchen würden. Der große Stallkomplex war auf dem neusten Stand und konnte uns sowohl mit den Paddockboxen als auch mit dem Aktivstall gleich überzeugen. Zudem hatte unser Team weitere Mitarbeiter bekommen. Einer von ihnen war Linus, welcher bereits auf dem Gestüt auf unsere Ankunft wartete. Ihm hatte ich die Anweisung gegeben, dass er bitte bereits den Stuten und Hengstoffenstall herrichten solle und die Boxen für acht Pferde. Des Weiteren hatte er die Aufgabe den Offenstall für die Hengste und Stuten auf Vordermann zu bringen. Hier würden meine Pferde einziehen, welche heute mit uns hergeflogen waren. Joyce und ich setzten uns nun endlich in Richtung Flughafen in Bewegung. Sowohl die Fahrt als auch alles am und um den Flughafen herum verliefen problemlos. Genauso wie der Flug und die Fahrt danach. Meine Augen strahlten als wir auf das Gestüt fuhren. Ich freute mich bereits sehr auf den Umzug und unseren neuen Plan zu verwirklichen. Wir parkten und stiegen dann aus. Linus begrüßte uns gleich freundlich und erzählte uns, dass die Boxen bereits für die Pferde fertig waren und wir nur noch ausladen mussten. Als erstes luden wir Mistery, Veronica und Linara aus dem Hänger. Wir hatten in Deutschland nur einen Hänger mieten müssen, da dieser größer war. Wir brachten die drei Stuten in den Stall. Die Türen zum Paddock waren offen, dass sie sich ein bisschen mehr bewegen und auch umschauen konnten. Ich holte Muemmi aus dem Hänger und übergab sie an Linus. Dieser brachte sie zu den anderen Stuten und kam dann wieder zu uns. Nun fehlten nur noch ihre Hengste und meine Pferde. Ich holte Scottland Yard aus dem Hänger und ging bereits zum Stall vor. Mir folgte Linus mit Cafe Latte und hinter ihm Joy mit Invincible und Belstaff. Wir brachten die vier in den Hengststall und ließen auch sie auf den Paddock. Die Pferde waren im Vergleich zu anderen Umzügen bereits relativ ruhig. Sie hatten es jedoch nun auch in kurzer Zeit sehr oft mitmachen müssen. Wir gingen wieder zum Hänger und holten aus diesem Fallen Godness und Almost Illegal. Fallen übergab ich an Linus und Almost an Joyce. Ich selbst nahm Overo und ging dann mit den beiden anderen zum Offenstall der Hengste. Wir ließen die drei laufen und sie nahmen dies dankend an. Die anderen Pferde dürften später auch noch kurz auf die Weide, aber erst sollten sie sich in ihren neuen Boxen einleben. Der Zugang zum Offenstallpaddock mit Gras beziehungsweise Erde waren noch gesperrt. Sie durften das überdachte Gelände und das geteerte Stück erst mal erkunden. Wir gingen nochmal zu Hänger und ich holte die letzten Pferde aus diesem. Ich übergab Elanor an Linus und Spotted Face an Joyce. Ich selbst nahm Hollywood Undead. Auch sie durften in den abgetrennten Offenstall. Wir luden das Zubehör der mit uns gereisten Pferde aus dem Hänger und dem Auto. Dieses räumten wir in die jeweiligen Spinde der Ställe, in welchem die Pferde eingestellt waren. Ich schaute noch kurz im jeweiligen Stall nach den Ponies und Pferden. „ Bringen wir die anderen jetzt nach draußen?“ fragte mich Joyce mit müder Stimme. Ich nickte kurz und ging dann in den Hauptstall der Stuten. Gemeinsam mit diesen liefen wir zur Weide und ließen sie dann auf dieser laufen. Nachdem wir auch die Hengste auf der Weide hatten, rief uns Linus zum Essen. Er hatte eine kleine Brotzeit hergerichtet und ich war ihm dafür sehr dankbar. Wie wir alle wohnte er auf dem Gestüt und hatte für sich ein bisschen eingekauft und extra für unseren Besuch natürlich auch.
      Der nächste Tag war bereits wieder unser Abreisetag. Schließlich wartete noch einige Arbeit auf dem Hof von Zasa auf uns. Wir wollten ja bald komplett umziehen. Dennoch konnten wir den ganzen Tag mit unseren Pferden verbringen, da der Flug erst abends ging.
      Mit einem lauten Knallen landete ich einen knappen halben Tag später direkt vor Joyce Füßen. Wir waren im Morgengrauen am Hof angekommen und ich wollte in das Haus, welche Zasa uns vieren zur Verfügung gestellt hatte. Unsere werten Freunde waren jedoch so schlau gewesen und hatten die Umzugskartons direkt in den Eingangsbereich gestellt, damit jeder drüberflog der nichts davon wusste. Naja dieser jemand war natürlich ich gewesen. Wer auch große Töne spucken muss von wegen was soll schon passieren wenn wir das Licht nicht an machen oder ich brech mir schon nichts, hatte es eigentlich nicht anders verdient. Wäre Joyce nicht so geschockt und müde gewesen, dann hätte sie wahrscheinlich laut losgelacht. Jetzt war ihre Reaktion jedoch nur ein entsetztes und unterdrücktes Schreien. Wir wollten ja schließlich nicht, dass Tyler und Simon aufwachten. Die beiden mussten heute nochmal richtig mithelfen, da bereits morgen ein weiterer Flug gebucht war. Zwei Mal hieß es nun noch nach Deutschland fliegen. Das letzte Mal jedoch ohne Rückflug. Ich freute mich schon, dennoch würde ich Zasas Gestüt auch vermissen. Die Pferde hatten gerade sich eingelebt und nun mussten wir sie wieder aus dem gewohnten Feld reißen. Doch es würde ihnen auch in Deutschland gefallen. Ich rappelte mich auf und ging dann mit Joyce ins Wohnzimmer. Wir wollten eigentlich nur kurz noch ein bisschen Fernsehen, aber dies ging nach hinten los. Wir schliefen nämlich beide ein und wachten erst wieder auf als die Männer uns weckten. Wir gingen uns schnell duschen und dann ging es auch schon wieder in den Stall. Wir packten die letzten Koffer und richteten den Hänger her. Eigentlich war geplant gewesen, dass wieder ein Teil von meinen Pferden mitkommen sollte und ein Teil von Joyce. Simon und ich hatten jedoch einen Auftrag erhalten und so musste er auf die Bahamas fliegen. Da Tyler sich mit Joyce Pferden besser auskannte, blieben diese nun bei ihm. Für den jetzigen Flug brauchten wir hier drei Hänger und in Deutschland zwei größere. Es handelte sich immerhin um 26 Pferde. Ich holte als erstes die niederländischen Warmblüter aus ihren Boxen und brachte sie mit Hilfe der anderen dreien in den ersten Hänger. Der erste Hänger war damit schon voll und wir konnten die Klappe schließen. Als nächstes würden die Pferde folgen, welche in Deutschland ihren neuen Offenstall beziehen durften. Eins nach dem anderen wurde im Hänger verladen und angebunden. Sie bekamen alle noch Heu und Wasser, genauso wie die Warmblüter vor ihnen. Als letztes folgten die Fohlen und Jungpferde. Wir hatten bei ihnen zum Glück auch nicht weiter Probleme, da sie es gewohnt waren. Das Hängertraining stand bei uns immer wieder auf dem Programm und da auch ein paar von ihnen mit uns schon umgezogen waren. Als alle im Hänger waren fuhren wir los. Simon fuhr den einen Hänger, Joyce den direkt hinter ihm und das Schlusslicht bildete ich. Am Flughafen angekommen verluden wir alle Pferde in die Reiseboxen und checkten dann ein. Simon hatte sich am Gate noch von mir verabschiedet und war nun auf dem Weg zu seinen Flug auf die Bahamas. Der Flug nach Deutschland kam mir dieses Mal viel länger vor und auch die Kontrolle durch den Flughafentierarzt dauerte unfassbar lange. Nachdem alle Pferde als gesund befunden worden waren und ihnen nichts fehlte durften wir sie in die großen Hänger verladen. Wir fuhren schließlich hintereinander zum Hof und nach geraumer Zeit kamen wir auf diesem auch an. Ich begrüßte Linus und fragte, ob alles gut geklappt hatte. Er bejahte dies und meinte dann, dass er sich freute die neuen Pferde kennenzulernen. Wir erklärten ihm kurz die Neuerung und luden dann als erstes die Fohlen aus. Als erstes durften die Stuten in ihren neuen Aktivstall. Als erstes Baghira, Batida de Coco und Easy Going. Die drei waren in ihrem neuen Stall scheinbar sehr zufrieden, denn sie sahen sich bereits fröhlich um. Als nächstes durften Northern Dancer, Cup Cake und Gabriella zu ihnen. Die drei sahen sich auch um und wir ließen sie in Ruhe laufen. Ich holte General’s Coming Home aus dem Hänger und fragte Joyce, ob sie Stromer’s Victory mitnehmen konnte. Sie brachte ihn gemeinsam mit mir in den Aktivstall der Hengste und ließen die zwei laufen. Als nächstes holten wir die Hengste aus dem Hänger, welche zu den Ponies in den Offenstall durften. Ich führte The Circle of Unbroken, Linus Zokni und Joyce hatte ich Hall of Fame übergeben. Die drei kannten die Ponies ja schon ein bisschen trotzdem wollte ich erst mal ein bisschen zuschauen wie sie sich miteinander verstanden. Nachdem ich mir sicher war, dass alles in Ordnung war ging ich wieder zum Hänger. Aus diesem durften als nächstes Gigolo, General Jack und San Diago heraus. Ich übergab wieder zwei meiner Pferde an die anderen beiden und ging mit ihnen zum Offenstall. Die Gruppe würde ganz schön groß werden, aber ich konnte mir vorstellen, dass sie trotzdem gut harmonieren würden. Als nächstes holte ich Galawayn aus dem Hänger. Ich übergab ihn Linus, welcher ihn zur Weide brachte. Ich selbst brachte Face Down in den Offenstall der Stuten. Dieser war noch leerer und würde es auch vorerst bleiben. Als nächstes durften meine Haupttrainingspferde aus dem Hänger raus. Ich holte als erstes Louis, Chester und Spat Split and White nach draußen. Ich übergab sie an Joyce und Linus und holte dann Nightstorm und Underground nach draußen. Ich führte sie selber in den Stall und ließ sie dann in Ruhe ihre neuen Boxen begutachten. Ich hatte Nightstorm und Underground in den vordersten Boxen des KWPN-Hengstabteils untergeberacht und die anderen hinter ihnen. Louis durfte auch mit im KWPN-Abteil stehen, da ich keine weiteren Hannoveraner hatte und er eher von mir als von Joyce geritten wurde. Nun fehlten nur noch die Stuten für den Hauptstall. Hier übergab ich als erstes Bellami an Joyce, dann Kahlua an Linus und ich führte Kentucky Bourbon in ihre Box. Ich klopfte allen drei die Hälse und ließ sie dann nach draußen auf ihre Paddocks. Ich holte die beiden letzten Pferde aus dem Hänger. Hierbei handelte es sich um Royal Kiss und Anouk. Die beiden folgten brav und durften dann auch ihre Boxen beziehen. Sie sahen sich auch sofort wie die anderen drei auf den Paddocks um. Später würden alle noch auf die Weide dürfen. Ich räumte zusammen mit Joyce und Linus den Hänger aus. Das Zubehör wurde in den dazugehörigen Sattelkammern verstaut und ich kontrollierte alles. Bei dem Flug und der Fahrt war zum Glück nichts beschädigt worden. Ich holte meine Kwpn-Hengste zusammen mit Linus wieder aus den Boxen. Joyce bereite in der Zwischenzeit das Abendessen für uns vor. Nun holte ich auch noch die Stuten nach draußen und ließ sie ihre neuen Weiden erkunden. Sie genossen es merkbar, dass sie sich die Beine vertreten durften. Sowohl ich als auch Linus gingen nach drinnen und aßen dann zusammen mit Joyce ihr bereits gekochtes Essen. Ich ging schließlich noch duschen und ging danach mit Linus und Joyce wieder nach draußen. Die beiden waren auch schon duschen gewesen und außer die Pferde noch reinzuholen, waren wir fertig mit unserem heutigen Tag. Ich gab allen meinen Pferden noch etwas zum Fressen und ging dann wieder in mein Zimmer. Es dauerte nicht lange dann schlief ich auch schon tief und fest in meinem Bett. Ich wachte erst wieder am nächsten Morgen auf, als es eigentlich schon wieder abreisen hieß. Ich verabschiedete mich noch von allen meinen Pferden und flog dann gemeinsam mit Joyce wieder auf unseren alten Hof.

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      Auf dem alten Hof angekommen, überkamen mich einige Erinnerungen. Vor einigen Wochen erst hatte ich den Sturz mit Get a Movie gehabt. Uns beiden ging es gut, doch seither war da etwas die Bindung angeknackst, nur konnte ich nicht sagen an wem es wirklich gelegen hatte, dass wir gestürtzt waren. Der Scheckhengst war beim Springen immer aufmerksam, auch im Gelände brachte ihn nichts aus der Ruhe. Anscheinend waren wir beide etwas Unaufmerksam gewesen, daher hatte ich mich derzeit an der Bodenarbeit mit ihm versucht, doch halfen tat es nicht wirklich. Vielleicht brachte ja der neue Umzug dann wieder ein neues Umfeld und neue Begebenheiten mit sich, so das dies auch wieder was wird. Ich holte den Hengst in den frühen Morgenstunden aus seiner Box, ich hatte mal wieder nicht wirklich schlafen können und daher machte ich mich daran, ihn zu putzen und seine Transportausrüstung ihm anzulegen. Nachdem ich mit Get a Movie fertig war, torkelte auch Elena schlaftrunken in den Stalltrakt des alten Hofes. ,,Guten Morgen.'',murmelte sie und musterte mich mit meinem Hengst. ,,Morgen.'',murmelte ich leise und streichelte über die Scheckung am Halse von dem Hannoveraner. ,,Get ist feritg.'',murmelte ich und sie nickte nur. Kurz musterte ich erneut seine Beine, welche keine Blessuren aufwiesen, nein es war eindeutig nur ein seelischer Knacks - bei uns beiden. Er hatte zwar einige Tage gelahmt und ich hatte einige böse Hämatome, doch nichts gebrochen oder geprellt. Nur ich hatte wie ein Schlosshund geweint, weil mir es für meinen Hengst so leid tat. Ich führte ihn zum LKW, welcher wiedereinmal der Transporter darstellte. In diesem hatte ich Heu und Wasser für die Fahrt bereitgestellt, wie es eben üblich war. Zuerst kam Get rein, danach folgte Clouds Angel, welcher von Elena fertig gemacht worden war. Tyler brachte währenddessen die ganze Ausrüstung der Pferde in den Hänger, sowie das Auto. Er fuhr extra, da wir mit einem Schwung gleich alle Hengste rüber schaffen wollten. Wir verluden nach Cloud noch Cinnemont's Accento, Schwachkopf, Admiral's Wings, For Pleasure und Antaris. Damit waren die meisten schon einmal drin. Wir legten eine kurze Kaffeepause ein, ehe es weiter ging. Zum Glück waren meine Hengste diesen 'Stress' gewohnt und fühlten sich in dem geräumigen LKW sehr wohl, wie es mir schien. Irgendwelche Probleme untereinander gab es ja auch nicht, da alle zusammen auf der Koppel standen und sich kannten. Nach der kleinen Pause ging es dann weiter mit Starmen, Burnin' Awake and Lifeless, Kaltenbach's Ostwind, Karthago, Hero of Heaven und Ramires. Damit waren alle meine Hengst verladen und ich half Tyler noch mit dem restlichen Equipment. Als alles, aber auch wirklich alles, der Hengste verstaut war, ging es dann endlich los auf dem Weg zum Flughafen.
      ...
      Der Flug kam mir immer länger vor, umso öfters wir diesen tätigten. Das Schlimme war ja wir hatten noch zwei bis drei Flüge vor uns. Ich hatte etwas Bange vor den nächsten Flügen, vor allem vor dem mit den Kleinen.. Immer wieder biss ich mir nervös auf die Unterlippe, wenn ich über solche Sachen nach dachte, ehe dann auch schon die Landung angesagt wurde. Kurz sprang mein Herz etwas höher und ich schnallte mich wieder an, Elena schlief tief und fest, so tat ich dies für sie und weckte sie sanft. ,,Wir landen gleich.'',murmelte ich und schmunzelte bedenklich, ehe sie dieses Schmunzeln erwiderte.
      Nach gut vier Stunden kamen wir mit zwei LKW's auf dem Hof an. Wie immer brauchten wir hier mehr Hänger, als ind er alten Heimat, aber das war ja alles kein Problem. Wir ließen nicht viel Zeit vergehen und luden die Pferde aus, sie durften sofort auf die Weide und sich dort etwas die Beine vertreten, nach und nach wurden die Hänger leerer und die Weiden füllten sich wieder mit Leben, da die Hengste auch hier und dort mal buckelten vor Freude. Schmunzelnd betrachtete ich das ganze, doch war bei Gedanken immer noch bei Get und dem Unfall, sowie bei dem Umzug der Fohlen. ,,Alles in Ordnung?'',murmelte Elena, welche neben mir stande und ich nickte nur kurz. ,,Ja klar.'',murmelte ich und drehte mich um zum Stalltrakt und lief auf diesen zu. Linus hatte auch hier alles vorbereitet und die Boxen waren startklar für die Hengste. Hoffentlich war der Umzug schnell gemeistert und ich fand dann eventuell mehr Schlaf. Es dauerte nicht lange und der Abend brach an, so holten wir die Pferde, welche bis jetzt schon auf dem Hof waren, in ihre Boxen rein und gaben ihnen ihr Futter. ,,Ich hab noch Essen von heute Mittag, für euch beide.'',meinte Linus mit einem Lächeln und ich winkte dankend ab. ,,Ich dusche und lege mich ins Bett. Ich hab keinen Hunger.'',murmelte ich und schmunzelte kurz, ehe ich dann auch schon meinen Plan in die Tat umsetzte. Als ich im Bett lag hörte ich Elena und Linus noch reden, ehe ich dann die Augen schloss und versuchte zu schlafen.
      ...
      Der nächste Morgen war wieder einmal mit Hektik geplant, denn seitdem ich diese Schlafstörungen hatte, verschlief ich kontinuirlich.. Elena hatte mich kurz vor knapp geweckt, so war ich noch schnell ins Badezimmer gehüpft und stand nun mehr als verschlafen neben ihr am Flughafen, darauf wartend, dass wir endlich in das Flugzeug konnten. Auch diesen Flug fand ich erneut keinen Schlaf, Elena hingegen schon. Heute Abend noch würde der nächste Flieger gehen, so hofften wir das Zuhause alles bereits geklappt hat und Tyler und Simon klar kamen, denn viel Zeit blieb nicht. Wir kamen nur kurz auf den Hof, halfen noch die restlichen Pferde in den Hänger zu laden, ehe es dann wieder los ging. Mit Tyler hatte ich heute kein Wort gewechselt, auch wenn er es versucht hatte. Mein Fokus lag zur Zeit einzig und alleine auf meinen Pferden, das sie alle ohne Probleme in Deutschland ankamen und und und.. Mein Kopf war voll und der Stress für mich viel zu Groß. Ebenso die Zukunftsängste die mich zur Zeit etwas plagten.. - Wie lief das Geschäft in Deutschland als Tierarzt? Wie würde die Zucht laufen und der Verkauf der Fohlen? Würde es diesmal der letzte Hof sein den wir beziehen würden? Fragen um Fragen und keiner konnte mir Antwort geben. Da blieb eben die Zeit mit Tyler auf der Strecke, aber wir waren ja auch nicht zusammen oder so was, auch wenn Elena desöfteren nachgehakt hatte. Kurz lächelte ich, als ich daran dachte wie sie immer und immer wieder nachstocherte. Ich blickte auf die Hänger, insgesamt waren es 16 Pferde die nun die Reise antraten. In dem einem Hänger befanden sich die Stuten; Irritable, Gameover, Shiny Sunlight, Royal Rubina, Millenium GC, Epona, Golden Wonder, Lotte Buff und Alice Cullen. Im anderen Hänger meine kleinen Schützlinge, welche ich aus verschiedenen Gründen bei mir aufgenommen hatte; Velvedere, Staccato, Klein aber Oho, Calero, Neskur, Wild Reflex und Massacre Boy. Damit war der heutige Umzug dieser Pferde vorbei, morgen gäbe es erneut einen solchen Stress mit den Fohlen und in drei Tagen kämen dann noch die Kaltblüter und die zwei Welsh-Ponies. Tief atemte ich ein und aus und blickte kurz zu Tyler, Simon und Elena, welche etwas abseits standen und redeten. Vielleicht über mich? Ich blickte auf die Uhr und seufze auf. ,,Elena wir müssen.'',rief ich zu der kleinen Gruppe und Tyler nickte Elena zu, ehe er auf mich zu kam. Kurz schenkte er mir ein Lächeln, ehe er in den einen LKW einstieg. ,,Ty, was machst du da?'',fragte ich nach und lief zum Führerhaus. ,,Ich komme mit dir. Elena wollte sich mit Simon hier um die Pferde kümmern, um deine Fohlen etc.'',murmelte er und ich blickte zu Elena welche mich herzlichst anlächelte und winkte. Kurz verengten sich meine Augen, ehe ich diese Entscheidung akzeptierte, immerhin kannte sich mich zu gut und sie kannte vor allem meine Fohlen auch am Besten. Ich nickte kurz und lief zum anderen LKW, Ty fuhr vor und ich hinter her.
      ...
      Mitten in der Nacht kamen wir auf dem neuen Hof an, wir ließen die Pferde natürlich nicht auf die Weide, sondern führten sie in ihre neuen Boxen. Während des Flugs hatte Tyler das Gespräch gesucht, doch ich blieb ruhig und hatte dann so getan als würde ich schlafen. Ich wollte erst einmal den Umzug hinter mich bringen, ehe er mich vollprabbeln konnte. Als die Stuten und auch die 'Privatpferde' in ihren Boxen waren, bekamen sie noch etwas Kraftfutter und durften dann auch ihre Ruhe genießen. ,,Ein anstrengender Tag.'',murmelte ich leise und blickte kurz zu Tyler, bevor ich dann zum Haupthaus lief. Er ergriff sanft meine Hand und zog mich mit. ,,Was hast du denn vor? Wir müssen schlafen, morgen früh geht es früh los und..'' - ,,- pscht!'',murrte er kurz, dennoch sanft und zog mich in eine Box. ,,Wir werden schlafen, aber nicht in einem normalen Bett.'',grinste er keck und ich schüttelte den Kopf. ,,Für sowas haben wir keine Zeit, Ty. Wir sind mitten im Umzug, was ist wenn wir verschlafen oder sonst was?'',murmelte ich fraglich und blickte mich in der Box um. Es waren Decken bereitgelegt und auch einige Strohballen. Süß war es schon, aber für so etwas hatten wir definitv keine Zeit, eigentlich. ,,Ich will doch nur das es dir gut geht.'',murmelte er und setzte sich auf die Strohballen, ehe er mich zu sich zog. Unwillkürlich landete ich auf seinem Schoß, atmete tief ein und aus und schüttelte etwas den Kopf.. ,,Tyler, ich hab zuviel im Kopf ich will doch einfach nur..'' - ,,-Entspannen.'',beendet er meinen Satz und strich mir eine Haarsträhne hinter mein Ohr. ,,Aber nicht so! Ich will den...'' - ,,Umzug hinter dich bringen und das alles wieder normal läuft, in deiner gewohnten Rutine.'',beendet er erneut meinen Satz und ich blickte ihn leicht verärgert an. Er legte sich gegen die Wand zurück und zog mich weiter an seine Brust. Kurz schloss ich die Augen und vergaß alles um mich herum. Ein leichtes Schmunzeln legte sich auf meine Lippen und ich vergaß den leichten Ärger über Tyler, genoss einfach die Ruhe, das Kauen der Pferde im Hintergrund, bevor ich dann tatsächlich einschlief.
      ...
      Mein Handy weckte mich mit einem lauten, schrillen Ton, welchen ich seit neustem als Wecker hatte. Ich schrak auf und blickte mich in der Box um. Die Decke über mich gewunden und es roch seltsamer weiße nach Kaffee im Stall. Ebenso hörte ich die Pferde immer noch kauen. Oder wieder? Ich rieb mir verschlafen die Augen und stand auf. Was ein Tag, oder eher eine Nacht.. Ich stand auf und blickte mich um, Tyler kam gerade mit einer Tasse Kaffee in die Box gelaufen und einem Teller mit zwei belegten Brötchen darauf. ,,Guten Morgen.'',lächelte er und übergab mir das Frühstück, ehe ich mich wieder setzte und einen Schluck vom Kaffee nahm. ,,Morgen und Danke.'',schmunzelte ich herzhaft und blickte ihn an. ,,Gut geschlafen?'',fragte er nach und ich nickte, als ich gerade in das Brötchen hinein biss. ,,Ja! Und wie.'',murmelte ich mit halbvollen Mund und er lächelte, ehe er sich wieder weg machte. Ich frühstückte zu Ende und folgte ihm dann. Kurz blickte ich mich im neuen Stalltrakt um, ehe ich auf die Uhr schaute. Es war noch einiges an Zeit übrig. So machte ich mich auf den Weg in das Haupthaus und machte mich in das Badezimmer. Nach gut einer halben Stunde war ich dann auch wieder fertig für den Tag und machte mich runter zu den LKW's. Tyler stand startklar am Hof und ich musterte ihn kurz. ,,Danke.'',murmelte ich leise, als ich vor ihm stand und er nickte. ,,Nicht dafür.'',murmelte er ebenso leise und ich umarmte ihn. So machten wir uns wieder auf den Weg zum alten Hof..
      ...
      ,,Das ständige Pendel geht mir langsam auf die Nerven, zum Glück ist es das letzte mal!'',murrte ich mittlerweile etwas sauer und blickte auf den kleinen Bildschirm im Flugzeug. Die Fohlen hatten wir gestern rüber gebracht und sie hatten es alles gut überstanden. Ich hatte mir nämlich bei ihnen gestern die Zeit genommen und hab sie abends beim reinholen noch durchgecheckt. Ich hatte bei ihnen am meisten Sorge, dass es irgendwie nicht gut laufen würde. Elena war seitdem auf dem neuen Hof geblieben und ich war gerade auf der letzten Reise zum neuen Hof mit Tyler an meiner Seite. Im Gepäck waren die letzten dreiundzwanzig Pferde. Die Kaltblüter und die beiden Welsh-Ponies. Damit wäre der Umzug erledigt, da wir jeden Tag auch immer wieder Umzugskartons geschleppt hatten, waren unser Hab und Gut, abgesehen von den Pferden, auch alles auf dem neuen Hof. ,,Danach haben wir es endlich geschafft.'',murmelte Tyler leise und streichelte mir mit seinem Daumen über meine Hand, ehe er seine wieder entfernte und sich durch die kurzen Haare griff. Kurz blickte ich auf dem Fenster, ehe ein letztes Mal das signal ertönte man solle sich anschnallen. Tyler und ich taten dies auch sofort, ehe die Ansage ertönte das wir gleich landeten. Nach mehreren Stunden war dann auch alles geregelt und wir konnten endlich los fahren. Auf dem Hof angekommen luden wir erneut die Pferde nach und nach aus. Tyler übernahm Amaretto und Winter's End. Ich nahm mir Hermann, Elena nahm Götterdämmerung, Simon nahm Battle Scars und Linus übernahm King of Night. Somit war der erste Hänger fast leer. Die Kaltblüterhengste kamen auf eine extra Weide und buckelte sich dort for Freude erst einmal aus. Die zwei Welsh- Ponies kamen zu den anderen 'Privatpferden' - zu der Hengstkoppel derer. Die nächsten sechs Pferde wurden aus dem ersten Hänger entladen; A Brave Hearts Freedom, Time to go, Darling, Sharon IV, Geoffrey's Brother, Hope in Despair und Arikado. Auch die sechs Hengste wurden auf ihre Weide gebracht, ehe ich zu der Fohlenweide hinüber blickte, auf welcher sich meine Fohlen und die von Elena freudig austobten. Sie dürften die ersten Tage noch die Ruhe genießen, da wir sonst auch erst einmal alles einrichten mussten und einiges an Papierkram zu erledigen hatten. Mit Amaretto und Winter's End brachten wir auch die letzten beiden Pferde aus dem ersten Hänger, welche nun entgültig leer war. Es stand der letzte Hänger an, der mit meinen Kaltblüterstuten. Die ersten die auf die Weide gebracht wurden, waren: Wolkentraum, Golden Gate, Augenblick, Ch's De la Luna, Winter Cloud und Hermelin Jaela. Auch die Stuten preschten erst eine Runde im Galopp über die Weide, machten jedoch auch Halt an den verteilten Heustationen. Noch hatten wir keine Raufen, daher war das Heu lose auf dem Boden verteilt. Es war wie gesagt noch alles eher Roh hier, doch auch bald wären solche Kleinigkeiten Geschichte. Die letzten fünf Stuten, welche da waren Roxy, Grey Love, Walking to the Moonlight, Calacirya und unser Neuzugang und das passende Gegenstück zu Hermann -> Hannelore. Auch diese fünf Stuten preschten erneut im Galopp los, ehe sie auch Halt machten an den Heustationen. Schmunzelnd betrachtete ich das Schauspiel und legte dann das Halfter von Hannelore weg. Tief atmete ich ein und wieder aus, schloss die Augen und lächelte kurz. Es war endlich geschafft, alle Pferde waren nun hier in Deutschland auf dem neuen Gestüt! Innerlich kam ein kleiner Siegesschrei und natürlich ganz viel Freude, doch ich bewahrte die Ruhe und machte mich zur Fohlenweide. Über diese tobten in kleinen Grüppchen verteilt unter anderem meine fünfzehn Sprösslinge, welche auch teilweise bald auf die Weide der Großen kamen. Karl, Gino und Tomenko hielten sich etwas Abseits von dem Getümmel und herum Gebuckel der anderen. Sie fraßen lieber gemütlich ihr Heu. Saevita, Soulmate's Death, Bajau und Torte bildeten die erste Gruppe und fegten im Galopp über die ellenlange Weide. Mir fiel immernoch ein Stein vom Herzen, wenn ich dran dachte, dass es meinen Kleinen so gut ging und sie so unbeschwert ihre Fohlenzeit genossen. Rando, Be my Sunshine, Pancake Killer, Ramazotti Amaro und Dark sweet Temptation waren die zweite Gruppe und rangelten sich unter einander etwas, während Krisu, Quintessa und Millenium's Pride eher wie zwei verliebte Stutfohlen auf die jungen Hengste vom anderen Zaunende rüber blickten. Auch im Fohlenalter waren die Geschlechter getrennt. Elena kam neben mich getreten und blickte auf ebenfalls auf die Fohlen. ,,Wir haben es wieder einmal geschafft.'',lächelte sie und blickte mich dann an. Schmunzelnd nickte ich und sah dann auch zu ihr. ,,Wieder einmal und hoffentlich auch das letzte Mal, hoffentlich ist das nun der Hof, von dem wir sagen können, dass er für immer unser ist.'',murmelte ich nachdenklich und sie zwickte mich kurz in die Seite. ,,Jetzt hör auf so zu denken!'',grinste sie keck und lief dann zu Simon, Linus und Tyler, welche vor dem Stalltrakt standen.
      Hör auf.. hallten ihre Worte mit sanfter Stimme in meinem Kopf nach und ich blickte auf die Viere. Kurz biss ich mir auf die Unterlippe, ehe ich wieder auf die Fohlen blickte, von den ganzen Gedanken und Ängsten der letzten Tage gefesselt. Gefesselt von dem Moment, wo ich auch entfliehen konnte, als mir Tyler in dieser nicht ganz so einfachen Zeit geholfen hat.. Lächelnd machte ich auf dem Absatz kehrt und lief zu den Vieren. ,,Wo ist der Sekt? Ich glaube wir haben was zum Anstoßen!'',grinste ich freudig und biss mir erneut auf die Unterlippe. Elena wackelte mit beiden Flaschen in den Händen vor meine Nase herum. ,,Hier!'',grinste sie ebenfalls so froh und munter wie ich, ehe die Korken knallten und wir uns einige Gartenstühle schnappten und uns vor den Stalltrakt setzten. Ein gelungener Umzug musste natürlich auch etwas gefeiert werden.

      [29417 Zeichen by Sevannie & Friese]

      26.04.2017
      Renovierungsarbeiten
      Wir hatten uns mittlerweie alle schon ziemlich gut im neuen Heim zurecht gefunden und jetzt, nach den ersten paar Monaten, wollten wir auch weiter mit den Renovierungsarbeiten machen. Es stand noch auf dem Plan, dass die Weiden hier und da erneut werden müssten, ebenso wollten wir die Zaunlatten alle streichen, damit sie wieder im schönen weiß für den Sommer erstrahlen konnten. Auch wollten wir weiter am Gästestall arbeiten, denn dieser war als einziger Stalltrakt noch nicht fertig gestellt und sollte für die Trainingspferde dienen, der andere Trakt daneben für die Pferde, die tierärztlich versorgt werden mussten. Neben den beiden Projekten wollte ich auch die nächsten Tage den Stall an sich in Angriff nehmen, dort sollte nämlich auch die Wände noch einmal neu gestrichen werden. Es war früh am morgen und Tyler hatte das Frühstück schon vorbereitet als ich in Stoffhotpants und Top in die Küche kam. Die letzten Tage waren morgens immer knackig frisch und mittags war es brechend warm für diese Jahreszeit, wer weiß, was auf uns im Sommer zukommen würde. Ich streckte mich, noch etwas schlaftrunken, ehe ich mir einen Kaffee eingoss und Tyler mit einem 'Guten Morgen' freundlich begrüßte. ,,Guten Morgen, meine Liebe.'',lächelte er süffisant und ich runzelte die Stirn. ,,Was ist denn mit dir los?'' - ,,Nichts, ich habe einfach gute Laune und wir haben viel vor in den nächsten Tagen. Ich hab gedacht während ihr beide und Mercy die Streicharbeiten in die Hand nehmt, fange ich mit Simon und Linus an den Stalltrakt weiter auszubauen.'', stumm nickte ich und schmunzelte. War doch ein guter Plan, so wurden zwei Baustellen in Angriff genommen und es ging sicherlich schnell vorran. ,,Erstmal müssen wir uns um die Pferde kümmern.'',murmelte ich schmunzelnd und setzte mich an den Tisch. Wir begannen z frühstücken und nach und nach trudelten auch die anderen in die Küche ein. Bald saßen wir schon zu sechst am Tisch. ,,Wollen wir zuerst die Weiden machen, oder den Stall?'',fragte Mercy und ich sah Elena an. ,,Den Stall oder? Wenn wir die Pferde gemacht haben können sie noch auf die Weide, wenn die Zäune gestrichen sind erstmal nicht.'',erklärte sie und ich nickte. ,,Bis heute Abend müssten ja die Wände im Stall trocken sein.'',meinte ich zustimmend und Elena war nun die, die nickte. Wir aßen fertig und räumten alles weg, ehe ich mich ins Bad machte. Die anderen gingen schon einmal hinaus und begannen zu füttern. Ich war auch schnell fertig für den Tag und folgte ihnen. Im Stall angekommen wurde auch ich, als Nachzügler, noch mit einem Brummen und Wiehern von unseren Pferden begrüßt. Ich machte mich zu den Fohlen und gab ihnen ihre morgendliche Portion Futter. Das Heu wurde von Tyler auf den Weiden schon fertig gemacht. Es dauerte nicht lange, da waren die Pferde auch alle fertig mit dem Fressen und wir brachten sie nach und nach auf die Weide. Ich schnappte mir Winter's End und Amaretto. Mercy nahm sich Hannelore und Calacirya. Tyler folgte mit Walking to the Moonlight und Grey Love. Elena und Simon nahmen sich Roxy, Hermelin Jaela, Winter Cloud und Ch's De la Luna und zu guter letzt kam Linus noch mit Augenblick und Golden Gate hinter her. Wolkentraum blieb absichtlich drin, da Mercy sie gleich putzen sollte und dann longieren sollte. Sie brachten die Kaltlüterstuten auf deren Weide, während ich die beiden Verkaufspferde auf die ihre brachte. Mercy band Wolkentraum am Putzplatz an und begann diese zu putzen. Wir anderen brachten die restlichen Pferde auf die Weide und begannen mit den Kaltblüterhengsten. Arikado, Hope in Despair, Geoffrey's Brother, Sharon IV, Time to go, Darling, A brave Hearts Freedom, King of Night, Battle Scars, Götterdämmerung und Hermann kamen auf ihre großflächige Weide und durften sich dort über den Vormittag austoben. Somit waren die Kaltblüter schon einmal alle draußen und Mercy war schon am Longieren von Wolkentraum. Als nächstes machten wir uns an die Privatpferde des Gestüts, diese sollten nämlich zu den Verkaufspferden auf eine Weide. Staccato, Neskur und Massacre Boy und Calero kamen zu Amaretto und Winter's End. Wild Reflex, Klein aber Oho und Velvedere kamen auf die nebenliegende Weide. Somit waren diese dann auch schon draßen. Als nächstes ging es an die Fohlen, welche ebenfalls eine extra Weide besaßen und auch schon nach Geschlechtern getrennt wurden. Mit Saevita und Soulmate's Death ging ich vorran, folgen taten mir die anderen mit Bajau, Torte, Quintessa, Krisu und Millenium's Pride. Die Hengstfohlen Ramazotti Amaro, Gino, HGT's Be my Sunshine, Rando, Tomenko, Pancake Killer und Karl, folgten auf die andere Weide. Somit blieben noch die Hannoveraner Hengste und Stuten übrig, welche nun noch folgen würden. Wir fingen mit den Stuten Alice Cullen, Lotte Buff, Golden Wonder, Epona, Millenium GC, Royal Rubina, Shiny Sunlight, Gameover, Irritable und Muemmi an, danach kamen noch Linara, Veronica und Mistery. Nun fehlten noch die Hengste die auch schnell draußen waren, Dark sweet Temptation war neu im Bunde, war also noch nicht lange auf der Weide mit dabei, dennoch hatte er sich gut eingelebt. Die anderen Hengste waren quasi schon ''eingesessen''. Also brachten wir Ramires, Hero of Heaven, Karthago, Kaltenbach's Ostwind, Burnin' Awake and Lifeless, Starmen, Antaris, For Pleasure, Admiral Wings, Schwachkopf, Cinnemont's Accento, Get a Movie, The Invincible, Belstaff, Scottland Yard, Clouds Angel und Café Latte raus. Mercy war gerade mit Wolkentraum fertig, also durfte sie sich nun noch an meinen Liebling Dark sweet Temptation machen und diesen putzen und longieren. Was sie natürlich gerne und mit einem dicken Grinsen machte, denn sie fand den Palominohengst auch so klasse wie ich. Mercy zog wieder von dannen und die Jungs machten sich nun an den Gasteställ dran. ,,Dann wollen wir mal anfangen zu misten und dann zu streichen.'',belächelte ich Elena und sie nickte schmunzelnd. ,,Die Drecksarbeit dürfen wir mal wieder machen.'',lachte sie und ich stimmte mit ein. Kurz darauf fanden wir uns in den Boxen wieder und lasen die Äpfel und das vollgepinkelte Stroh aus. Die Boxen waren schnell gemistet, da es nie sonderlich viel zu misten gab. Als wir mit dem Misten auch fertig waren, begannen wir auch schon mit den ersten Wänden. Diese wurden vorerst abgewaschen, damit wir nicht den ganzen Dreck einfach nur anstrichen. Elena blickte mir einen verdutzten Gesicht auf ihre Uhr und sah mich an. ,,Wir sollten mit dem Kochen beginnen.'',murmelte sie, ich blickte auf meine Uhr und nickte. ,,Fang du schon an, ich werde den Rest fertig machen, dann können die Wände so lange trocknen.'',erklärte ich und sie stimmte mir zu, ehe sie dann auch schon in das Haus lief.

      ____________________________________
      Das Essen war wunderbar und nun waren wir alle gestärkt um unsere arbeiten weiter auszuführen. Mercy war nun erst einmal fertig mit den Pferden und half uns nun beim Streichen der Boxenwände. Die hintere Steinwand strichen wir nämlich wieder schön weiß, ebenso sollten die eisernen Pfosten zwischen jeder Box noch gestrichen werden, sowie die Gitterstäbe. Damit das Gestüt auch im neuen Glanz erstrahlen konnte.
      [Fortsetzung folgt]

      26.10.2017
      Hilfe für Joyce
      Bericht für: Winter’s End, Amaretto, Hannelore, Calacirya, Walking to the Moonlight, Grey Love, Roxy, Hermelin Jaela, Winter Cloud, CH’s De la Luna, Augenblick, Golden Gate, Wolkentraum, Arikado, Hope in Despair, Geoffrey’s Brother, Sharon IV, Time to go, Darling, A Brave Heart’s Freedom, King of Night, Battle Scars, Götterdämmerung, Hermann, Wild Reflex, Massacre Boy, Neskur, Calero, Klein aber Oho, Staccato, Velvedere, Saevitia, Karl, Pancake Killer, Tomenko, Soulmate’s Death, Rando, HGT’s Be my Sunshine, Bajau, Torte, Gino, Quintessa, Krisu, Ramazotti Amaro, Millenium’s Pride, Alice Cullen, Lotte Buff, Golden Wonder, Epona, Millenium GC, Royal Rubina, Shiny Starlight, Gameover, Irritable, Muemmi, Linara, Veronica, Mistery, Dark Sweet Temptation, Ramires, Hero of Heaven, Karthago, Kaltenbach’s Ostwind, Burnin’ Awake And Lifeless, Starmen, Antaris, For Pleasure, Admiral’s Wings, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Get a Movie, The Invincible, Belstaff, Clouds Angel, Scottland Yard, Café Latte


      Heute wollte ich Joyce ein bisschen unter die Arme greifen und so brachte ich als erstes alle Pferde von ihr nach draußen auf die Weiden und machte dann mit Hilfe der anderen die Boxen sauber. Unsere Zeit war leider auch ein bisschen beschränkt, da wir noch meine Pferde versorgen mussten und so musste auch das Heu verteilen schnell gehen. Simon und Linus füllten die Tröge auf und ich fegte die Ställe noch zu Ende. Die Zeit war wirklich ratzfatz vergangen und so mussten wir nun auch schon weitermachen und die Boxen meiner Pferde ausmisten und ihre Tröge füllen. Zudem machten wir das Heu für alle Pferde. Ich holte mir danach Epona rein und putzte sie ein bisschen. Danach sattelte und trenste ich sie. In der Halle ritt ich die Stute warm und klopfte ihr den Hals. Nachdem ich damit fertig war, ging ich ein paar A-Dressur Aufgaben mit der Stute durch und ritt sie danach wieder ab. Als es dunkel wurde holten wir gemeinsam wieder alle Pferde rein und versorgten sie ein letztes Mal.

      24.04.2018
      Die Reise von Deutschland nach Russland
      Bericht für Augenblick, Time to go, Daling, A Brave Heart’s Freedom, Sharon IV, King of Night, Inspiration, Louis, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Shades of Grey, Vermillion, Boston, Paintball Gun, Xanti, Didga, Pennyroyal, Pandora II, Roses are red, Ramazotti Amaro, Hannelore, Calacirya, Walking to the Moonlight, Hermelin Jaela, Götterdämmerung, Pancake Killer, Geoffrey’s Brother, Hermann, Lotte Buff, Alice Cullen, Royal Rubina, Icaria, Bajau, Quintessa, Millenium’s Pride, Dark Sweet Temptation, Hero of Heaven, Burnin‘ Awake and Lifeless, Antaris, Get a Movie

      Es war alles vorbereitet. Sowohl in Deutschland, von wo unsere neuen Pferde kommen sollten, als auch hier in Russland. Die Pferde würden heute in die Hänger verladen werden und dann zu uns gefahren werden. Die Entscheidung die Pferde mit dem Hänger und nicht dem Flugzeug zu uns kommen zu lassen war eine einfache finanzielle Überlegung gewesen. Bei zirka 40 Pferden wäre das einfach viel zu teuer gewesen. So hatten wir einem Unternehmen den Auftrag über zwei LKW’s gegeben. Der eine Hänger würde die Stuten und Fohlen transportieren und der zweite die Hengste. Nachdem wir nicht vor Ort sein konnten beim Verladen hatten wir nachdringlich nach Fotos gefragt und dies wurde auch erfüllt. Auch das Unternehmen hatte sich bereit erklärt uns regelmäßig mit Fotos zu versorgen. Schließlich würde der Transport ja auch ein paar Tage dauern. Es handelte sich immerhin um rund 2.000 Kilometer. Die Fahrt war für alle Pferde sehr anstrengend und somit war uns bereits klar, dass sie die Tage danach komplett auf den Koppeln verbringen durften. Wir waren schon sichtlich nervös, denn schließlich war der Kauf von 44 Pferden auch nicht einfach ein Pappenstiel und wenn etwas passierte, dann konnte es ganz schnell sehr teuer werden. Uns war die Gestütsauflösung ganz gelegen gekommen, denn so konnten wir relativ schnell unsere Zucht aufbauen.

      Nach mehreren Tagen kamen dann auch endlich unsere Pferde an. Die Briefe für jedes Pferd hatten die Fahrer dabei und wir unterschrieben nachdem wir jedes Pferd angeschaut hatten, dass alles in Ordnung war. Die Stuten kamen alle gemeinsam auf eine große Weide mit den Fohlen. Die Hengste teilten wir vorab in die Gruppen ein, in welchen sie auch auf dem vorherigen Hof gestanden waren. Gemeinsam verträumten wir noch das Zubehör und verstauten dann die Briefe und alles weitere der Pferde. Dies nahm einiges in Zeit in Anspruch und so wollten wir heute nur nochmal kurz schauen, ob soweit alle gut angekommen waren. Bis auf kleine Kratzer hier und da, war aber bei allen Pferden alles in bester Ordnung. Die nächsten Tag würden alles weitere mit sich bringen und ihnen noch zur Ruhephase dienen.
    • Sevannie
      Sevannie - 21. Oktober 2018
      Bericht für:
      Paintball Gun, Vermillion, Shades of Grey, Boston, Xanti, Didga, Louis, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Ramazotti Amaro, Inspiration, Sharon IV, King of Night, Time to go Darling, A Breave Heart's Freedom, Augenblick, Golden Quabri, Pennyroyal, Rosewood, Pandora II, Roses are red, Quintessa, Hannelore, Calacirya, Hermelin Jaela, Waling to the Moonlight, Götterdämmerung, Hermann, Geoffrey's Brother, Pancake Killer, Lotte Buff, Alice Cullen, Royal Rubina, Icaria, Dark sweet Temptation, Hero of Heaven, Burnin' Awake and Lifeless, Antaris, Get a Movie, Bajau, Millenium's Pride
      Heute war ich wieder unterwegs für mich und meine Freundin Friese. Es war noch recht früh am Morgen, also begann ich damit alle Pferde von dem Gestüt Newa zu füttern. Jeder bekam seine eigene Portion, welche extra für das Pferd berechnet wurde. Hier war der Hof sehr individuell gestaltet. Kein Pferd kam zu kurz und jedes der Pferde bekam seinen eigenen Trainings- und Futterplan. Nachdem alle Pferde fertig gefressen hatten brachte ich sie nach und nach auf die vorhergesehenen Weide. Schmunzelnd schaute ich mir das Schauspiel an, wie die Hengste ihre kleinen Machtkämpfe austrugen und dann sich doch lieber dem Gras mit frischem Tau widmeten. Ich grinste und machte mich in den leeren Stall zurück, ehe ich anfing die Boxen zu misten. Hierbei hatte ich Unterstützung von einigen Stallhelfern. Gegen Mittag waren wir auch schon fertig. Ich bereite die Boxen mit ihren Portion Heu für heute Abend vor.
      Gegen Abend brachte ich zusammen mit den Stallhelfern die Pferde wieder herein und wir fütterten ihre abendliche Portion. Die Pferde wurde von uns allesamt über den Tag bewegt, die einen weniger intensiv die anderen mehr. Manche kamen nur in die Führanlage andere wurden geritten oder longiert.

      Friese - 21.April 2019
      Bericht für:
      Paintball Gun, Vermillion, Shades of Grey, Boston, Xanti, Didga, Louis, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Ramazotti Amaro, Inspiration, Sharon IV, King of Night, Time to go Darling, A Breave Heart's Freedom, Augenblick, Golden Quabri, Pennyroyal, Rosewood, Pandora II, Roses are red, Quintessa, Hannelore, Calacirya, Hermelin Jaela, Waling to the Moonlight, Götterdämmerung, Hermann, Geoffrey's Brother, Pancake Killer, Lotte Buff, Alice Cullen, Royal Rubina, Icaria, Dark sweet Temptation, Hero of Heaven, Burnin' Awake and Lifeless, Antaris, Get a Movie, Bajau, Millenium's Pride
      Heute ging es für mich wieder in den Stall zu unseren Pferden. Wie jeden Tag mussten diese gemistet und gefüttert werden. Doch davor wurden erstmal alle auf die Koppel gebracht. Bei dieser Anzahl an Pferden würde das alleine zu lange dauern und so war ich wirklich froh, dass wir eigentlich immer zu zweit waren. Nachdem alle draußen waren machten wir uns gemeinsam an das ausmisten und neueinstreuen der Boxen. Danach wurden noch alle Heunetzte gestopft und in den Boxen platziert. Ich prüfte noch alle Tränken und füllte bei jedem Pferd das entsprechende Futter auf. Leider war heute zeitlich auch mal wieder kein Training drinnen, da wir wieder viel zu organisieren hatten. Dementsprechend hieß es nun für uns ab vor die Computer und planen. Unsere Pferde durften den ganzen Tag auf den Koppel ihre Ruhe genießen. Erst als es abends wieder dunkel wurde mussten alle wieder rein.
    • Sevannie
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      Pflegebericht für: Aria, Missing Misty, Darling Diva xx, Quintessa, Alice Cullen, Royal Rubina, Hannelore,
      Velvedere, Icaria, Dark sweet Temptation, Sweet Poison, Pancake Killer, Hermann, HGT's Hero of Heaven,
      Burnin' Awake and Lifeless, Antaris, Shining Sommerdream

      Sevannie I 37.910 Zeichen
      Wie alles begann..
      Tja, nun stand ich hier. Reyna Huntington und ihre Pferde, auf einem Hof namens 'Gestüt Birkenhof'. Ich hatte mich von meinem störrischem Exfreund abgewandt, lebte in der Stadt und hatte meinen geliebten Hannoveraner Hengst Dark sweet Temptation in einem Stall außerhalb der Stadt untergebracht. Und nun? Nun hatte ich meinen eigenen Hof den es galt zu renovieren. Ich hatte viel vor, große Pläne mit diesem riesigen Anwesen und es war einfach nur herunter gekommen. Ich seufze auf und blickte zu dem hellem Hengst an meiner Seite, zupfte das Heu von seinem Halfter und schmunzelte. ,,Was meinst du Dark? Hier wird es uns doch sicherlich gefallen, oder?'', grinste ich und musterte das heruntergekommene Stallgebäude und seufze auf. ,,Naja irgendwann, nicht sofort.'', erklärte ich dem Hengst, welcher mit seinen Ohren spielte und so band ich ihn am Hänger an und holte aus meinem Kofferraum erst einmal die Litze und die Plastik-Weidepfähle. So konnte ich auf dem Paddok mit dem heruntergekommenen Zaun erst einmal etwas für meinen Hengst abstecken, solange ich eine Box für ihn herrichtete. Mein Vater war von alle dem nicht begeistert, doch mein Opa war Feuer und Flamme und traute sich mehr zu als mir lieb war. Er war alt und die zahlreichen Beschwerden die er hatte sollte man nicht einfach so auf die leichte Schulter nehmen, deswegen musste ich ihn ab und an wieder einmal bremsen und zum hinsetzen auffordern. Doch das ließ es bereitwillig zu, weil er ja schließlich selbst merkte, dass es nicht mehr so gut funktionierte. Ich wandte meine Gedanken von meinem Opa ab und machte mich daran, einen begrenzten Raum für Dark abzustecken, wollte ja immerhin, dass er sich nach der Fahrt etwas die Beine vertreten könnte. Noch war er vielleicht alleine, aber morgen würden schon einige meiner neuen Errungenschaften ankommen, woher ich das Geld hatte? Na Opa und angespartes. Hatte mir so einige andere Hannoveraner zulegen können und wollte diese trainieren und mit ihnen auf Turnieren starten, ja sogar vielleicht bei Körungen vorstellen. Wobei der ein oder andere schon gekört war. Das Abstecken gestaltete sich als sehr leicht, das der Boden sehr locker war von dem zuvor anhaltendem Regen. Somit brachte ich den Jungspund auf das neu abgesteckte Stück und er lief gleich einige Runden und entspannte sichtlich. Er schnaubte ab und schaute sich immer wieder um, schnupperte am Boden und sah dann doch wieder zu mir. Seine Ohren schienen zu tanzen, so wie er mit ihnen wackelte. Ich lächelte und lief dann zum Stalltrakt. ,,So..'', murmelte ich vor mich her und sah mich um. Überall Spinnennetze und abgeplatzte Farbreste. Verrostete, angenagte Gitterstangen. Oh weh Heimat, da hatte ich Arbeit vor mir. Aber hier sollten ja nach und nach die Boxen eh neu gemacht werden. So blickte ich auch gleich auf die Uhr und schmunzelte. 11 Uhr in der früh, bald müsste der Schreiner hier sein, welcher mir die erste Box abbauen sollte und die neue gleich auf. Ja das passierte hier alles Schrittweise. Jetzt erstmal eine Box die ich soeben herrichten konnte für Dark, dann soweit wir kamen um für die anderen Pferde morgen die Boxen fertig zu haben. Bei dem Design hatte ich mich abgewandt von komplett geschlossenen System. Von Box zu Box waren sie noch komplett geschlossen durch Gitterstäbe, doch nach vorne war ein geschwungener Boxen eben dieser Stäbe und jedes Pferd konnte somit quasi den Hals über de Wandung legen und mitten auf die Stallgasse schauen. ,,Frau Huntington?'', murmelte eine tiefe, dunkle Stimme hinter mir und ich schreckte aus meinen Gedanken hoch. Ich fuhr herum und sah in die strahlend dunkelbraunen Augen eines großgewachsenen Mannes. Das dunkelbraune, fast schon schwarze, Haar war kurz, dennoch schafften es einige Strähnen auf seine Stirn zu fallen. Ich schmunzelte und streckte ihm sogleich meine Hand entgegen. ,,Reyna.'', stellte ich mich knapp vor und er tat es mir gleich, schüttelte meine Hand. ,,Ian.'', lächelte er und ich nickte. ,,Schön. Dann können wir ja loslegen. Ich hab selbst gerade erst den ersten Blick rein gewagt.'', gestand ich dem recht muskulösem Schreiner und schmunzelte als ich mich wieder umdrehte. Er schritt neben mich und seufze auf. ,,Ach das bekommen wir schon hin, ich hab schlimmeres erwartet.'', grinste er und ich verengte kurz die Augen, doch schüttelte den Kopf. ,,Na dann.'', grinste ich und wir machten uns auch sogleich an die Arbeit.

      Wir waren nach gut anderthalb Stunden fertig mit der ersten Box und ich keuchte auf. ,,Sollte es heute so warm werden?'', fragte ich murrend und Ian lachte kurz auf. ,,Ja.'', grinste er und ich sah ihn gespielt sauer an. ,,Sehr witzig.'', murmelte ich und zog mir kurzerhand den Pulli aus, hatte ja darunter ein schwarzen Top an. ,,Glaub' niemals, eine Frau hat für solche Sachen nichts im Petto.'', konterte ich nun und grinste. ,,Aber natürlich.'', sagte er beschwichtigend und ich lief zu meinem Auto und holte dort zwei Wasserflaschen heraus, gab eine davon Ian. ,,Danke. Also wenn wir in diesem Tempo weiter machen sollten wir bis heute Abend so vier Boxen fertig haben. Vielleicht auch fünf.'', erklärte er und ich nickte. ,,Das soll dann auch erstmal reichen, will ja nicht das du Überstunden machen musst.'', sagte ich und er nickte nun. Schien mir dankbar für diese Aussage. Es war ja schon hart genug bei solch einem Wetter zu schaffen, da sollte man nicht auch noch Überstunden machen müssen. So machten wir auch gar nicht groß eine Pause und uns gleich weiter an die Arbeit.
      Und so wie er prophezeit hatte, waren wir Abend mit weiteren fünf Boxen, also insgesamt sechs, fertig. ,,Vielen Dank, Ian.'', lächelte ich und er nickte. ,,Ist doch mein Job, immerhin bezahlst du mich dafür.'', sagte er belustigt und dennoch wusste er meinen Dank zu schätzen. Ich schmunzelte. Wir hatten uns über die Arbeit hinweg sehr gut verstanden. ,,Dann bis Morgen, Reyna.'' - ,,Bis morgen, schönen Feierabend.'', lächelte ich und er bedankte sich, wünschte mir ebenso einen und stieg in sein Auto. Mit grölendem Motor verabschiedete sich der Wagen vom Hof und ich blickte dem alten PickUp hinter her, ehe ich mich wieder den Boxen zuwandte. Ich wusste ja nun wie es ging und baute so noch zwei weitere alte Boxen ab, so konnten wir morgen gleich durchstarten. Doch nun war es mittlerweile schon recht spät und so machte ich Dark's Box fertig, streute sie mit Spänen ein und holte den Hengst. ,,So, mein Liebster. Ab sofort gibt es nur noch Späne.'', grinste ich. Die Boxen waren hier, Gott sei Dank, so eben, dass ich hier auch wirklich Späne einstreuen konnte. In den alten Boxen war es nicht so gewesen, da waren noch sowas wie Kopfsteinpflaster gelegt oder irgendwie sowas derartiges.. Da war das unmöglich die aufgeweichten Späne aus den Ritzen raus zu bekommen. Ich brachte dem Palomino noch sein Heu und schüttete in seinen frisch gewaschenen Trog seine vorbereitete Portion Kraftfutter. ,,Morgen kommen neue Freunde!'', versprach ich ihm und verabschiedete mich mit diesen Worten. Ich hatte heute noch nichts im Haupthaus gemacht, also übernachtete ich in der Box nebenan, denn meine Wohnung war schon gekündigt. Hatte ja auch alles im Auto verstaut und meine Möbel und Ähnliches waren alle bei meinem Vater verstaut in seiner Garage. Ich schloss meine Augen, während ich mich auf zweier der Heuballen bette und spürte wie die Dunkelheit mich mit sich in das Traumland riss.

      Am nächsten Morgen wurde ich durch das aufgeregte Brummeln von Dark geweckt und schmunzelte. Ich streckte mich auf beider Heuballen und stand dann auf. Spürte die zerzausten Haare auf meinem Kopf. Kopfüber stand ich nun in der Box und wuschelte mir durch die braune Mähne, wuschelte somit etwas von dem Heu heraus. Ich schwang den Kopf zurück in den Nacken und kämmte sie mir provisorisch mit der Hand, ehe ich zu dem Hengst in der Nachbarsbox sah. Ein Blick auf mein Handy verriet mir, ebenso das Gebrummel, es war Zeit fürs Frühstück. Es war nämlich schon acht Uhr in der Früh. So machte ich mich zu meinem Auto und holte die nächste Box, welche ich parat gemacht hatte, mit dem Futter darin. Ich gab dieses in seinen Trog, ehe ich mich wieder zum Auto machte, mir die Zähne putzte und die Haare kämmte. Etwas ansehnlicher sah ich danach auch gleich aus. ,,Guten Morgen, Rey!'', hörte ich eine mir allzu bekannte Stimme und fuhr auf den Absatz herum. ,,Opa! Papa!'', grinste ich und sah zu den beiden Männern, welche auf mich zu kamen. Hatte ihr Auto gar nicht auf den Hof fahren hören. So umarmte ich beide und schmunzelte. ,,Wir haben die Käsebrötchen mitgebracht.'', schmunzelte mein Opa und ich bedankte mich, nahm doch gleich eines zu mir und begann zu Essen. ,,Oma hat sich alle Mühe gegeben.'', lachte er und wir liefen zum Stall. ,,Schöne Bruchbude, die du dir ausgesucht hast.'', erwiderte mein Vater als er sich den 'Trümmer Haufen' ansah und ich seufze. Ich schluckte den Rest des Brötchens und sah ihn an. ,,Du wirst schon sehen, das wird später mal einer der größten Höfe hier in der Umgebung.'', lächelte ich zuversichtlich und er hob eine Augenbraue, konnte meinen Worten wohl noch nicht so viel Glauben schenken. ,,So, dann sag mal was wir tun sollen.'', warf mein Opa ein und ich nickte. ,,Ihr könntet weiterhin die Boxen abbauen, der junge Mann, welcher mir gestern geholfen hat, wird auch bald da sein.'', erklärte ich und beide nickten, machten sich dann an die Arbeit. So brachte ich Dark wieder auf das Paddokteil und warf ihm noch etwas Heu hin, damit er genüsslich weiter frühstücken konnte, während wir am schuften waren. Papa und Opa schleppten ein Teil nach dem Anderen heraus und wie gerufen kam dann auch schon Ian auf den Hof gefahren. ,,Guten Morgen.'', grinste er zuversichtlich und sah voller Tatendrang aus. ,,Oh, wir haben weitere Unterstützung.'', stellte er schmunzelnd fest und begrüßte meinen Opa und Vater, stellte sich als der Schreiner vor. ,,Na dann wollen wir mal.'', sagte ich voller Elan und wir machten uns an die Arbeit. Ian und ich stellten die neuen Boxenwände auf und Papa und Opa bauten die alten Teile ab.

      Gegen Nachmittag hörte ich ein weiteres Auto auf den Hof fahren und lief aus dem Stalltrakt raus. Meine Oma! Ich grinste, denn sie hatte uns Mittagessen mitgebracht und so legten wir alle samt eine Pause ein und genossen dieses. ,,Danke Oma.'', entgegnete ich, als ich fertig mit dem Essen war und sie nickte zufrieden als Ian sich ebenfalls bedankte und sagte es war sehr lecker. ,,Ein schönes Anwesen, Liebling.'', sagte sie und sah sie um. ,,Zwar sehr Renovierungsbedürftig aber das bekommst du hin.'', lächelte sie und ich nickte. Wenigstens eine die wirklich an all das hier glaubte. ,,Wie viele Boxen sind es noch?'' - ,,Drei Stück, dann ist der Hauptstall fertig.'', sagte Ian und ich nickte wieder. ,,Okay. Dann machen wir diesen heute noch und der Rest bleibt für morgen.'', erklärte ich und er nickte, stellte den Teller weg und machte sich wieder an die Arbeit. Mein Vater und Opa folgten sogleich. Ja neben dem Hauptstall gab es noch den Nebenstall, wo ich welche Pferde hinstellte war mir selbst noch nicht ganz bewusst. Hatte vorerst geplant, alle Pferde in den Hauptstall einzuquartieren und später dann zu selektieren. Wahrscheinlich kamen dann die Zuchtpferde in den Haupttrakt und die Pferde welche eben noch keine Zuchtlizenz hatten in den Nebentrakt. Fohlen wären vorerst noch bei den Müttern und wenn sie alt genug waren würde ich schon sehen wo ich sie unterbrachte. Ich sah zu meinem Hengst, welcher mit seinen Ohren spielte während er das Heu immer noch genüsslich vor sich her kaute. Ja, nachdem die Ställe fertig waren, kam das Haupthaus dran. Die Halle war ja nicht sonderlich renovierungsbedürftig, brauchte nur einen neuen Anstrich und einige Bretter von der Bande müssten ausgetauscht werden, also eher eine Kleinigkeit. Der Zaun um den Reitplatz müsste komplett erneuert werden und bei dem Round Pen müsste nach dem Dach geschaut werden. Die Führanlage hatte ein elektrisches Problem, doch da wollte sich mein Vater als Elektriker drum kümmern. Übrig blieben dann noch die Weiden, die neu eingezäunt werden müssten, sowie die Paddoks. Also es war noch einiges an Arbeit, aber überschaubar. Oma lief derweil etwas umher und sah sich genauer um, lief dann in das Haupthaus um sich dort umzusehen. Ich blickte in den Stall, wo die drei Männer schafften. In ein paar Wochen würde das alles bei diesem Tempo schon ganz anders aussehen! Aber erstmal machte ich nun die neuen Boxen fertig, streute diese ein. Heute Abend schon würden die anderen Pferde kommen und sollten natürlich gleich in die Boxen, da die Paddoks noch nicht für so viele ausgelegt waren.

      Wir waren gerade mit allen Boxen des Hauptstalls fertig, da kam der erste LKW mit den neuen Pferden. ,,Wie viele sind es denn?'', Ähm ja. Ich zuckte mit den Schultern und sah zu meinem Dad. ,,Einige.'', lachte ich auf und begrüßte den Fahrer, unterschrieb die Papiere und er öffnete den Hänger. Ein lautes und wildes Gebrummel schoss uns entgegen. ,,Das muss HGT's Hero of Heaven sein!'', verkündete ich und musterte den Palomino-Hengst, er war ein Palomino wie Dark einer war, jedoch war seine Fellfarbe dunkler. ,,Hallo mein Hübscher.'', entgegnete ich ihm und streichelte seine weichen dunklen Nüstern. Seine Ohren tänzelten und ich schmunzelte bei dem Anblick. ,,Na wenn du und Dark euch nicht gut verstehen werdet.'', schmunzelte ich und hielt es dennoch für klug ihn nicht gleich neben Dark zu stellen. Die ehemaligen Besitzer teilten mir die Grundzüge der Pferde mit und sagten mir das Hero ein dominanterer Typ wäre. Ich entschied mich, den Hengst neben ihm, Burnin' Awake and Lifeless zwischen Dark und Hero zu stellen. So übergab ich Hero meinem Vater und Life an meinen Opa. Beide brachten unter meiner Anweisung die Pferde in die Boxen und ich blickte zu einem ganz anderem Kaliber. ,,Du musst Hermann sein!'', grinste ich den sanften 'Riesen' an. Er war schon ein ganz schönes Koloss. Schmunzelnd streichelte ich auch seine Nüstern und er rieb diese an meiner Hand. ,,Du kommst erstmal direkt neben Hero.'', verkündete ich und löste den Strick vom Hänger und brachte ihn in seine neue Box. Die Hengste blickten sich alle neugierig um, schnaubten und blähten die Nüstern. Ja so viel neues war es für und dennoch kannten sie sich alle schon. Denn alle Pferde stammten von einem aufgelöstem Hof, hatte meine Chance ergriffen und gleich zugeschlagen. Und ich bereute es keine Sekunde, in der Realität sahen sie alle noch besser aus, als zuvor auf den Bildern. So viel schöner und prachtvoller. Ich schmunzelte und wies meinen Vater dann an den Tinker Hengst zu holen. Er trug den Namen Pancake Killer und war ein Braunschecke mit langem Langhaar und Behang. Ein richtiger Augenschmaus und so hoffte ich ihn auch bald mal als Deckhengst einsetzen zu können, doch vorerst bräuchte auch er seine Zuchtlizenz. Pancake kam direkt neben Hermann und neben ihm folgte der Kleinste der Truppe und dennoch war es der größte Kavalier. ,,Sweet Poison.'', schmunzelte ich als mein Opa mit dem Welsh A-Hengst um die Ecke kam. Er machte seinem Namen alle Ehre und schien ein aufgewecktes kleines Kerlchen. Er kam erst einmal neben Pancake Killer, denn auch im LKW standen die beiden schon nebeneinander und waren sich nicht an die Gurgel gegangen. ,,So, das war die erste Ladung.'', verkündete ich und der LKW Fahrer sagte mir, das gleich der zweite Hänger folgen würde. Dort wären zwei weitere Hengste drin und drei Stuten. Auch erklärte er mir, dass er morgen die letzte Fuhre brachte mit vier Stuten und zwei Fohlen. Ich nickte und bedankte mich, wünschte ihm noch einen schönen Tag. ,,Der ist so chic!'', lächelte meine Oma und sah zu Pancake Killer. ,,Ja das ist er.'', lächelte ich und stellte mich neben sie. Der Hengst schritt auf uns zu und meine Oma streichelte seine Ganasche. ,,So verschmust.'', sagte sie und kicherte darauf wie ein junger Teenie. ,,Aber glaub' nicht dass du jetzt öfter hier sein wirst.'', tadelte mein Opa belustigt und sah sich um. ,,Da steckt einiges Potential in den diesen Pferden.'', sagte er und ich sah zu ihm. ,,Oh ja. Das sind all die, die noch keine Lizenz haben. Die anderen beiden mit Lizenz kommen gleich und auch die Stuten mit Lizenz.'', sagte ich und lächelte. Die Freude in mir stieg immer mehr, denn so langsam füllte sich der Stall mit leben. Ian kam auf mich zu, verkündete das er den Feinschliff an der letzten Box fertig hatte und ich verabschiedete ihn, wünschte ihm einen schönen Feierabend denn wir würden uns ja auch morgen schon wieder sehen. Gerade als der junge Mann vom Hof fuhr, kam der zweite Laster. ,,Oh!'', rief ich fröhlich aus und eilte los zum Fahrer. Ich unterschrieb die Papiere und auch er öffnete uns die Türen, gedämpftes Hufgetrappel und Wiehern schlug mir entgegen. Ich blickte zu den Hengsten, welche nebeneinander auf der einen Seite standen und dann zu den Stuten, welche auf der anderen Seite standen. Mutig Hengste und Stuten in einem Hänger zu fahren, was wäre gewesen wenn eine der Stuten rossig gewesen wäre. Mein Opa schnappte sich den Fuchshengst Shining Sommerdream und ich mir den Braunen. Er trug den Namen Antaris und war der Vater des Fohlens, welches morgen ankommen würde. So kam neben Sweet Poison Shining Sommerdream und neben diesem dann Antaris. So schien ich die Aufteilung erstmal als sehr sinnvoll, da mir gesagt wurde, dass der Fuchshengst kleiner Pferde oder Ponies schon fast liebte. So würden er und Seet Poison sicherlich später ein gutes Kumpelteam abgeben. Ich betrachtete die Hengstreihe und schmunzelte, wandte mich dann auf die gegenüber liegende Seite. Sollten die Hengste wirklich tag täglich die Stuten sehen können? Mir wurde gesagt, dass die Hengste und Stuten Koppeln neben einander gehabt hätten, natürlich mit Luft zwischen den Beiden, aber sie hatten immer Blickkontakt zueinander. Vielleicht war das auch der Grund wieso sie auch zusammen auf einem Hänger gefahren wurden. Also entschied ich mich für diese Variante und wir brachten die drei Stuten in die Boxen. Zuerst kam der schwarze Traum, Royal Rubina war ihr Name und sie war wunderschön. Mein eigener Traum in schwarz, denn in sie hatte ich mich beim ersten Blick verliebt. Sie erinnerte mich an meine Reitbeteiligung als Kind. Neben ihr in die Box zog dann auch gleich Alice Cullen ein, ja die Ironie des Namens aus der Twilight-Saga war mir bewusst, doch störte mich relativ wenig. Sie war eine bildhübsche, glänzende braune Stute und sah anmutig aus. Sie schien so edel. Schmunzelnd betrachtete ich die letzte Stute, eine Tinkerstute. Ihr Name lautete Quintessa und sie war ein Fuchsschimmel, was man daran erkannte das sich ein leichter weiß-gräulicher Schleier über ihr Fell legte, jedoch nur Stichelhaar-Artig. Sie schien mit ihren fünf Jahren noch nicht fertig, denn irgendwann wäre sie sicherlich komplett weiß. Doch so wie sie nun in der Box stand, noch fuchsig und dennoch schon an manchen stellen heller, so gefiel sie mir am Besten. Wusste jedoch, das man den Prozess nicht aufhalten konnte. Ich strich über ihre Nüstern und sie brummelte mir leise entgegen, ihre Ohren waren aufgerichtet. Damit waren die Pferde für heute alle angekommen und ich betrachtete die Stallgasse die nun fast gefüllt schien. Nur eine Box war leer, die am Anfang der Hengstreihe. So holte ich meinen Dark vom Paddok und stellte ihn in seine Box. ,,So meine Lieben, Fressen gibt es später. Wir machen uns erst einmal an die Paddoks, damit ihr da morgen drauf könnt.'', erklärte ich der Pferdemenge, als würden sie das alles verstehen und akzeptieren wenn ich ihnen es erklärte. Papa, Opa und Ich machten uns also an das besagte und waren auch relativ schnell fertig. Der Holzzaun war schnell aufgestellt und die Litze dazu auch befestigt. ,,So können sich alle morgen die Beine vertreten, wenn wir noch immer an den Ställen arbeiten.'', sagte ich. Mein Vater und Opa verabschiedeten sich, meine Oma war ja schon gefahren. So legte ich mich auch wieder in einer der Boxen, nachdem ich die Pferde gefüttert hatte und schlief auch nach diesem kräftezehrendem Tag schnell ein.

      Der nächste Tag verging auch wie im Fluge, Ian und ich waren heute wieder alleine und hatten uns an den Nebenstall gemacht, schon früh's hatte ich die Pferde alle raus gestellt und wir warteten nun auf den LKW, der damit der letzte sein würde. Vorerst. Sicherlich würden im Laufe der Zeit noch weitere Pferde Einzug einnehmen. ,,Wie viele Pferde sind es denn dann insgesamt?“, fragte Ian und sah zu mir. ,,16 meine ich. Wenn alles nach Plan läuft und ich mich nicht verzählt habe.“, lachte ich auf und schüttelte den Kopf. Wäre ja nichts Neues bei meiner Schusseligkeit. Ja es war ein bunt gemischter Haufen, hauptsächlich meine liebste Pferderasse die Hannoveraner, doch auch waren vier Kaltblüter dabei und insgesamt 2 Englisches Vollblüter. Eine ausgewachsene 5 jährige Stute und ein Stutfohlen. Das Stutfohlen hatte ich von einer anderen Zucht aus England erworben und hielt es für ein Fohlen mit viel Potential, so hatte ich kurzerhand dafür geboten und siehe da, heute würde es einziehen. Zudem hatte ich in Planung noch weitere Vollblüter zu erwerben, nicht sofort aber irgendwann und hier und da noch eventuell was von einer anderen Rasse. Vielleicht auch eine Freundin für Sweet Poison? Der kleine Kavalier würde sich sicherlich freuen. Ich schmunzelte bei dem Gedanken und sah zu Ian. ,,Und du, was machst du so in deiner Freizeit?“, hakte ich neugierig nach und er zuckte mit den Schultern. ,,Nichts wildes. Hab meinen kleinen Hund und sonst noch das Fitnessstudio.“, gab er zurück und ich nickte. ,,Einen Hund? Wie süß, was denn für eine Rasse?“, hakte ich weiter nach und er fischte sein Handy aus der Hosentasche und zeigte mir Bilder von dem kleinen Jack Russel Terrier. ,,Ach nein, wie goldig!“, quietschte ich auf und er lächelte. ,,Ja, zwar vielleicht nicht unbedingt der Hund den man erwartet aber sie ist eine superliebe kleine Nervensäge.“, lachte er auf und stimmte mit ein. Er erzählte mir noch einige Geschichten über die quirlige Dame und dass sie Aika hieß. ,,Wenn du magst kannst du sie auch gerne mit her bringen.“, erläuterte ich und er nickte, sagte dass er dies gerne annahm dann war sie wenigstens nicht den Tag über alleine. Ich schmunzelte und hörte im nächsten Moment den Laster auf den Hof fahren. ,,Na dann.“, lächelte ich und tat es wie gestern schon zweimal. Ich unterschrieb die Papiere bei dem Fahrer und lief zum Hänger. ,,Hallo meine Hübschen!“, grinste ich in diesen hinein und sah zwei kleine Schnuten aus zwei der Boxen blitzen. Ach wie goldig. Ich blickte in die erste hinein und sah Aria, ein braunes Stutfohlen von Antaris und Alice Cullen. Als ich ihre Nüstern streicheln wollte, schnappte sie mit ihrer Lippe nach meinen Fingern und ich fing an zu kichern. ,,Du freches Ding.“, grinste ich und sah zu dem weiß-braun geschecktem Fohlen. ,,Und du musst Missing Misty sein.“, lächelte ich und auch sie streichelte ich zuvor. ,,Du bist ja eine Süße!“, stellte ich lächelnd fest, als sie mir sogleich ihren Kopf in die Hand legte und ihr kleiner Schweif wild umher schlug. Da bekam man ja fast einen Zuckerschock! Ich schmunzelte und sah zu Ian. ,,Hast du schon einmal ein Pferd geführt?“, fragte ich und er schüttelte den Kopf, trat näher heran und blickte auf das Fohlen. ,,Süß.“, entgegnete auch er und sah sich dann im Hänger um. ,,Nein hab ich noch nicht, aber ich könnte es versuchen.“, lächelte er und lief zu einer der Stuten. Es war die Palomino-Schecktstute, ein Holsteiner-Pinto-Mix, Velvedere. Die beiden schienen sich auf Anhieb zu verstehen. Ich schmunzelte und löste ihm den Strick von der Hängerwand und gab ihm diesen, ehe ich die Boxentür öffnete. ,,Links laufen nicht rechts.“, erklärte ich knapp und er blickte etwas verwundert drein. Ja das war so eine Grundregel die man jedem Anfänger doch sagte oder? So lief er mit ihr aus dem Hänger, meisterte es ganz souverän. Ich folgte mit der Brabanter Stute Hannelore. Er blieb mit der sportlichen Stute vor dem Stall stehen und streichelte deren Hals. ,,Und in welche Box?“, hakte er nach und ich zuckte mit den Schultern. ,,Erstmal eine Box neben der von Quintessa frei lassen, da kommt Hannelore rein, daneben kannst du sie stellen.“, erklärte ich ihm und er nickte, tat wie ihm aufgetragen und ließ eine Box für Hannelore frei. So stellte ich die Kaltblüterstute also neben die Tinkerdame, welche gerade noch auf dem Paddok stand. Ich nahm ihr das Halfter ab und schloss die Boxentür, ging hinüber und sah, dass Ian der Mixstute schon das Halfter abgenommen hatte. ,,Häng‘ es einfach dort hin.“, erklärte ich und schmunzelte, ehe wir wieder hinaus liefen. Als nächsten folgten dann Icaria und Darling Diva xx. Beides zwei braune Stuten die eine jedoch ein sanftes Warmblut und das andere eine temperamentvolle Vollblutstute. So führte ich Darling Diva xx und überließ ihm Icaria. Neben Velvedere kam die temperamentvollere Stute und dann neben diese der Ruhepol von Warmblut. Ich denke mal so wären hier alle Charaktere einigermaßen berücksichtigt. ,,Nun noch die zwei Kleinen.“, schmunzelte ich und er nickte, wandte sich von Icaria ab und wir gingen ein letztes Mal zum Hänger. ,,Sag, welches magst du neben?“, lächelte ich und er betrachtete die zwei Kleinen, entschied sich dann für Missing Misty und ich nickte. Er löste diesmal den Strick und wir gingen mit den Kleinen zu den Boxen. Sie waren brav beim führen, kannten ja auch beide schon mit Bravour das Fohlen ABC. So kam neben Icaria dann Aria und daneben Missing Misty. ,,Das war‘s. Das waren nun alle.“, schmunzelte ich und dankte Ian, verabschiedete noch rasch den Fahrer des Lasters und lief wieder in den Stall. Ian stand wieder bei Velvedere und streichelte diese. ,,Sie ist so hübsch.“, entgegnete er und ich lächelte. ,,Ja das ist sie.“, schmunzelte ich und blickte in die großen braunen Augen, die sich trotz unseren Streicheleinheiten neugierig umschauten. ,,Ist es schwierig? Das alles meine ich. Pferde zu besitzen, zu reiten..“, er lächelte wage und sah mir dann in die Augen. Zeigte er nun auf einmal Interesse am Pferdesport? Ich schmunzelte bei dem Gedanken und sah wieder zu Velvedere. ,,Wenn man gute und brave Pferde hat nicht. Aber es ist anstrengend. Da gibt es kein Tag frei.. und wenn man züchtet muss man noch mehr auf der Hut sein. Wenn sie Fohlen bald kommen, könnte jeder Moment der Richtige sein und die Stute fohlt ab, eventuell braucht sie oder das Neugeborene Unterstützung.“, erklärte ich wage und sah wieder zu ihm. ,,Ein Fulltime Job wie man so schön sagt.“, sagte ich lächelnd und er nickte. Er konnte sich wahrscheinlich nicht wirklich vorstellen was das alles mit sich brachte, immerhin waren es ja nur wenige Ausschnitte die ich ihn erklärte. ,,Und was hast du vor? Auch züchten?“ - ,,Nebenbei etwas ja, hauptsächlich will ich als Turnierreiterin etwas durchstarten und eventuell hier und da ein paar Reitstunden an Kindern vergeben. Neben meinem Job und dem sonstigem hier auf dem Hof wird da nicht viel mehr Zeit bleiben.“ - ,,Als was arbeitest du denn?“ - ,,Tierärztin.“, lachte ich auf, sein Gesicht schien göttlich. ,,Das ist doch schon ein Fulltime Job und dann noch einen mit diesem Hof? Etwas Freizeit braucht der Mensch doch auch?“, lächelte er erneut und sah mir wieder in die Augen. ,,Man möchte nicht viel mehr freie Zeit, man verbringt sie sowieso mit seinen Pferden. Also so oder so wäre ich in meiner Freizeit hier auf dem Hof. Klar kann ich abends auch mal weg am Wochenende oder so. Wenn denn keine Fohlen anstehen aber das brauch ich sowieso nicht so oft.“, erklärte ich und er nickte. Die erste Neugier schien damit befriedigt. Er wandte sich von Velvedere ab und räusperte sich. Er sagte er wolle nochmal in den Nebenstall und den neu aufgebauten Boxen den Feinschliff verpassen. Ich nickte und sah ihm nach, sah dann zu meinen Pferden und schmunzelte. Die Paddoks hatten wir auch für sie schon zusammen gebastelt gestern, für die zwei Fohlen ein größeres Stück damit sie dort morgen zusammen drauf konnten. Doch es schien mir spät und so holte ich nach und nach die Pferde rein und gab jedem sein Heu und das Kraftfutter. Morgen müsste ich mich mal um das Haupthaus kümmern, damit ich nicht immer hier schlafen musste. War bis jetzt nur einmal drin gewesen um heute früh rasch zu duschen. Ich erschauerte als ich daran dachte wie viele Spinnen ich begegnet war und seufze auf. Meine Beine trugen mich nun wieder in den Nebenstall, Ian würde gerade fertig. ,,Ich denke morgen sind auch die restlichen Boxen fertig und dann könnten wir uns an ein neues Projekt wagen.“, lächelte er und ich nickte. ,,Du darfst dir aussuchen ob wir im Haupthaus weiter machen oder doch lieber was anderes. Morgen kommen mein Opa und Papa auch wieder.“, erklärte ich und er war es nun, der nickte. ,,Das ist doch klasse, Unterstützung ist immer gut. Ich würde sagen wir fangen dann mit dem Haupthaus an, wenn nichts dringlicheres ansteht?“, ich schüttelte den Kopf und er schmunzelte. ,,Gut.“, ich verabschiedete mich wieder einmal von ihm und erinnerte ihn, dass ich die kleine Aika gerne kennen lernen wollte und er grinste. ,,Ich bring sie morgen mit.“, sagte er mit einem Zwinkern an mich gewandt und ich schmunzelte. So bettete ich mich wieder einmal auf meinen zwei Heuballen und lauschte dem Kauen der Pferdemenge um mich herum zu, schmunzelte bei dem Gedanken, dass nun alle meine Pferde bei mir, in meinem neuen Zuhause waren. Nein, vielmehr unser neues Zuhause!
      ...
      Mittlerweile war es schon Freitag früh, gestern hatten Ian und ich am Haus weiter gearbeitet zusammen mit meinem Vater und Opa. Wir hatten soweit es nötig war, alles was kaputt war ersetzt und Ian war heute noch mit der Treppe beschäftigt die in den zweiten Stock führte. Der Rest wäre dann meine Sorge, Naja bis auf den Balkon, da müsste Ian auch noch einen Blick drüber werfen. Ich hatte mich bis dato dazu noch nicht getraut, weil eben die Treppe fast einstürzen zu schien. Nun denn. Währen Ian noch drin beschäftigt war, hatte ich mich an das neue Einzäunen des Reitplatzes gemacht. Hier sollte demnächst ein schöner neuer weißer Zaun stehen. Weiß war er noch nicht, müssten ihn abschleifen und dann streichen, aber das kam später. Erstmal sollte der Zaun ja stehen. Ich war gerade mit der Hälfte fertig, da kam Ian auch schon raus. ,,So die Treppe wäre soweit auch. Hat zwar länger gedauert als vermutet aber nun denn.“, grinste er und ich schmunzelte. ,,Sehr schön. Einen Gefallen müsstest du noch tun, der Balkon der vom Schlafzimmer raus führt, über den müsstest du glaube ich noch einmal drüber schauen.“, erklärte ich und er nickte. ,,Aye! Aye, Madam!“, grinste er scherzend und fuhr auf dem Absatz herum. Das war vielleicht ein Chaot. Und dennoch brachte er einen immer zum Lächeln, ja die Arbeit mit ihm hier machte wirklich Spaß. Ich sah dem dunkelhaarigem Mann hinter her und lächelte, als sein Hund an ihm vorbei schoss zu mir. ,,Hey du kleine Maus!“, rief ich aus und ließ von der Arbeit ab. Ich ging in die Hocke und streichelte Aika. ,,Na du.“, sie winselte vor Freude und wandte sich nach links und rechts, ihre Rute schlug wild um sich. Ja manchmal hatte sie so kleine Anfälle wo sie sich einfach nur freute. Ich grinste und nahm sie auf den Arm. ,,Du Süße.“, lächelte ich und sah zu Ian, welcher stehen geblieben ist und das Schauspiel beobachtete. ,,Ich glaub sie hat mich viel lieber als dich!“, rief ich zu ihm und er lachte. ,,Ja bestimmt.“, sagte er belustigt und kam doch wieder auf uns zu. Je näher er kam umso mehr stieß Aika sich von mir ab und wollte in seine Arme. So übergab ich sie ihm und lächelte. War ja schon ein schöner Anblick, ein so groß gewachsener Mann mit dunklem kurzen Haar und breitem Kreuz und Armen hielt so eine kleine quirlige Jack Russel Dame auf dem Arm. ,,Was?“, lächelte er und sah zu mir. ,,Ach nichts.“, schmunzelte ich und mir wurde erst jetzt bewusst dass ich die beiden regelrecht angestarrt hatte, so wandte ich meinen Blick ab und spürte sogleich das Blut in meinen Wangen pulsieren. Auch wenn ich mich sonst so gut unter Kontrolle hatte, ab und zu errötete auch ich noch. Was früher fast schon Gang und Gebe bei mir gewesen war, war heute nur noch in den „üblichen“ Situationen, also gemäßigter. Er gab die kleine Hündin wieder frei und sie sauste gleich über den Sandplatz, lächelnd sah ich ihr hinterher. ,,Ihr scheint es hier zu gefallen.“, stellte ich fest und er nickte. ,,Ja, viel Neues und viel Platz zum Rennen.“, erwiderte er und ich sah wieder in die dunklen Augen. Ein Schmunzeln zuckte um seine Lippen, ehe er nun den Kopf schüttelte und wieder sich abwendete zum gehen. Wollte meiner Bitte mit dem Balkon wahrscheinlich nachgehen. Erneut sah ich über den breiten Rücken und die Schultern. Man sah ihm deutlich an, dass er ins Fitnessstudio ging. Ich biss mir kurz auf die Lippen, bevor ich meinen Blick und die Gedanken wieder auf meine Arbeit richtete. Etwas träumen durfte man ja wohl, oder?
      So kam ich meiner Arbeit nach und war gegen Abend auch endlich fertig mit dem Zaun. Ich seufze auf und ließ mich auf die alte Bank fallen, sah dann zum Haupthaus aus welchem Ian gerade kam. ,,Soo.“, schmunzelte er und sah mich an. ,,Ich bin fertig für heute, würde ich behaupten.“, ich nickte und sah zu ihm. ,,Ja ich auch.“, prustete ich und band mit meine braunen Haare zu einem neuen Zopf zusammen. ,,Hast du noch was vor heute oder hast du noch etwas Zeit?“, grinste ich und er hob fragend eine Augenbraue und musterte mich. ,,Nichts schlimmes.“, lachte ich auf und sprang auf. War vorhin ja kurz in die Stadt gefahren und so lief ich zu meinem Auto und spürte den Blick Ian‘s auf mir als ich wegging. Ich kam mit einer Sechserträger Bier wieder und er begann zu Lächeln. ,,Na da sag ich nicht nein.“, lachte er und wir setzten uns auf die Bank. Ich hab ihm eine Flasche und öffnete mir die meine. ,,Na dann Prost! Auf eine weitere gute Zusammenarbeit!“, grinste ich und er pflichtete mir bei, beide nahmen wir einige Schlücke und ich sah dann zu der kleinen Aika, welche gerade angerannt kam. ,,So lässt es sich doch leben, auf seinem eigenen Hof draußen vor dem Reitplatz ein Bierchen.“, kicherte ich und lehnte mich zurück, sah dann zu Ian welcher schmunzelte. ,,Ja es ist schön hier, vor allem hat man seine Ruhe.. nicht so wie bei uns zuhause, nicht wahr Aika?“, sagte er und sah zu der Hündin welche vor ihm saß, ein Bein angehoben und wild mit ihr Rute auf dem Boden hin und her wedelte. Er streichelte ihren zierlichen Kopf und nahm dann noch einen Schluck aus der Flasche. ,,So schlimm bei dir, ja?“, hakte ich nach und er nickte. ,,Naja, ich würde lügen wenn Schreiner ein so gut bezahlter Job wäre, dass ich mir was besseres leisten könnte.“, murmelte er und sah dann zu mir, nachdem er seine Ellbogen auf den Beinen abgestützt hatte und die Hände samt Flasche vorn überkreuzte. Ich nickte nur stumm. ,,Ich finde das ist doch gerade das wichtigste, das man Abends richtig abschalten kann, was bei Stadtlärm wohl weniger möglich ist. Ich sprech‘ aus Erfahrung.“, murmelte ich und lächelte schief, nur kurz erwiderte er das. ,,Ja aber was soll ich denn groß machen? Umschulen sicherlich nicht, mir macht die Arbeit ja Spaß.“ - ,,Und wenn du dich selbstständig machst?“ - ,,Dafür fehlt auch das nötige Startgeld.“, ich nickte und seufze auf. Blöde Situation. Wir saßen nach diesem Thema eine ganze Weile schweigend und ich hatte den Blick auf den Reitplatz abgewendet. ,,Bist du schon mal geritten?“, warf ich dann ein, als mir die Stille zu unbehaglich wurde. Er lachte auf. ,,Nein, um Gotteswillen. Ich würde wahrscheinlich geradewegs auf der anderen Seite wieder runter fallen wenn ich nur aufsteige, zumal kursiert das Gerücht, dass es ganz schöne Schmerzen bereitet.“, sagte er lachend und ich schüttelte den Kopf. ,,Nein, nein. Es gibt so viele erfolgreiche männliche Reiter, Ich glaube kaum dass ihnen das so weh tun kann, sonst würden sie es nicht über all die Jahre machen.“, sagte ich darauf und stieg in sein Lachen mit ein. ,,Würdest du es denn mal versuchen wollen?“, hakte ich nach und er sah mich etwas ungläubig an. ,,Wie?“ - ,,Na ich hab doch Pferde, du Dummchen.“, lachte ich und schlug ihm spaßeshalber auf den Oberarm, ehe er sich zurück legte und grinste. ,,Wieso nicht? Wenn du mir versprichst dass ich nicht falle und auch nicht vor Schmerzen oben drauf umkomme.“ - ,,Also versprechen kann ich dir gar nichts..“, lachte ich und er grinste, sah zu mir hinab als er so dicht neben mir saß. Ich schmunzelte und sah auf das Bier zwischen meinen Händen. ,,Wenn wir hier fertig mit allem sind, oder wann immer du Lust hast, kannst du gerne auf ein Pferd deiner Wahl drauf, nur lege ich mein Veto ein bei welchen, die schwierig zu handhaben sind.“ - ,,Ich dachte du hast net gute und brave Pferde?“, wandte er ein und ich schüttelte lächelnd den Kopf. ,,Nein manche können auch unter‘m Sättel richtige Biester sein!“, lachte ich auf und er grinste. ,,Wie wär‘s mit morgen? Ich hab Zeit und sollte ich runter fallen und ich aufgeben so könnte ich dir noch helfen.“, erklärte er und sah sich hier um. ,,Nein, du musst nicht an einem Samstag arbeiten.“, winkte ich ab und er schüttelte den Kopf. ,,Ney, das wäre kein Arbeiten. Nennen wir es ein freundschaftlicher Dienst, im Gegenzug dass ich reiten darf.“, lachte er auf und ich stieg mit ein. Die Zweideutigkeit in diesem Satz war uns beiden wohl nur zu bewusst. ,,Na dann, wenn du unbedingt das so sehen möchtest.“, kicherte ich und trank meine Flasche leer, öffnete mir gleich das nächste und gab Ian eine neue Flasche. ,,Du hast aber nen Zug drauf.“, tadelte er und blickte in seine halbvolle Flasche, leerte diese mit einem Mal. ,,Du aber auch.“, gab ich keck zurück und grinste. So tranken wir noch jeder dieses Bier und verabschiedeten uns dann voneinander. Er fuhr mit Aika von Dannen, während ich mich los mache die Pferde reinzustellen und mich in das Heu bettete, erneut.
    • Sevannie
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      Pflegebericht für: First Spark, Maleficent Mistress, Native Dancer xx, Glee, Aria, Missing Misty,
      Venetia, Darling Diva xx, Quintessa, Alice Cullen, Royal Rubina, Hannelore, Abbey Dawn,
      Baileys Irish Cream, Delightful Joy, Cotton Eye, Caprice, Namica, Velvedere, Icaria, Diadora,
      Ramazotti Amaro, Xanthos, Dreamdancer, Rainy Afternoon, Deadly Overdose xx, La Paz, Thiago,
      Dark sweet Temptation, Sweet Poison, Pancake Killer, Hermann, HGT's Hero of Heaven,
      Burnin' Awake and Lifeless, Antaris, Shining Sommerdream, Mephisto, Schwachkopf, Albus

      Sevannie (Reyna Huntington) & Obi-Wan (Ian Monroe) I Zeichen

      Kennenlernen

      Ian Monroe | Es war Samstag in der Früh, dürfte wohl so um 6 Uhr sein. Ich legt auf dem Bauch in meinem Bett, eine Hand hing über die Bettkante das dunkle Haar stand zerzaust vom Kopf ab. Ich war am Vorabend relativ früh schlafen gegangen, da die Arbeit und das Bier welches ich mit Reyna getrunken hatte dafür gesorgt hatten das ich wirklich müde geworden war. Es war ein ruhiger und traumloser Schlaf in welchen ich gesunken war. Er endete genau in diesem Moment als ich etwas Warmes und Feuchtes auf meiner Hand spürte. Ich zuckte zusammen, öffnete die Augen einen Spalt, hob den Kopf gerade soweit um zu sehen das Aika sich an meiner Hand verging. „Morgen“, brummte ich der Hündin entgegen und entzog ihr meine Hand. Mhh… Hundesabber am Morgen was konnte es denn schöneres geben? Ich wälzte mich auf den Rücken, bedeckte meine Augen mit einem Unterarm. Ein herzhaftes Gähnen entkam mir und eigentlich war ich schon wieder beim Einschlafen, als Aika ihre Vorderpfoten auf die Bettkante legte, den Kopf zwischen ihre Pfoten und leise vor sich hin winselte. Ich seufzte und spähte zu ihr hinüber, wie sie mich mit ihren großen braunen Augen flehend anstarrte. Wieder erklang dieser leise Ton der verkündete, dass sie auf ihr Frühstück bestand. „Schon gut!“ gab ich schließlich mit einem Seufzen nach und schlug die warme Bettdecke zur Seite. Meine Füße schob ich über die Bettkante und saß erstmal aufrecht dort, fuhr mit einer Hand durch mein Haar und kratzte mich am Hinterkopf. Aika indes lief aufgeregt im Kreis, herum gähnte und streckte ihr Hinterteil in die Höhe, bevor sie trippelnd wieder auf die Beine kam und um das Bett herum lief. Ich dachte über den Tag nach, dachte daran was heute denn zu tun war und dann fiel mir ein, dass ich mir ja mit Reyna ausgemacht hatte heute wieder zu ihr zu fahren. Sie wollte mir das Reiten beibringen… nun zumindest sollte ich mich heute mal auf ein Pferd setzen. Unwillkürlich spürte ich die Aufregung dabei. Ob das wirklich gut gehen würde? Noch war ich ja nicht so davon überzeugt, aber einfach kneifen konnte ich doch jetzt auch nicht mehr. Gut das erste Problem stellte sich mir ja schon, als ich vor dem Kleiderschrank stand. Was zog man denn zum Reiten an? Vielleicht hätte ich da Reyna doch lieber Fragen sollen… Ich seufzte leise bei dem Gedanken an die hübsche junge Frau geriet ich leicht ins Schwärmen. Mit einem Seufzen entschied ich mich einfach für eine Jeans und ein einfaches T-Shirt. So machte ich mich mit Aika auf den Weg zum Stall, stieg in den alten Pick-up ein. Bevor ich jedoch zum Stall fuhr, fuhr ich noch an einem Coffee Shop vorbei, nahm für Reyna und mich jeweils einen Kaffee und je einen Donut mit. Hoffte, dass ihr das zusagen würde. So fuhr ich eine viertel Stunde später auf dem alten Gestüt ein und wenn ich mir so die Gebäude von außen ansah, konnte ich noch jede Menge Arbeit sehen… in meinem Kopf hätte ich auch schon den einen oder anderen Plan wie man ein paar Dinge verbessern könnte. Das waren eben die Augen eines Handwerkers… Ich parkte wie die Tage zuvor auch schon am Rand, stellte den Motor ab und stieg aus. Aika sprang gleich hinter mir hinaus und zischte auf der nächste Fleckchen Wiese zu, um erstmal ausgiebig zu schnuppern und sich zu erleichtern. Ich lächelte und ging mit dem Kaffee und der Tüte mit den Donuts in der Hand auf die Suche nach Reyna. „Reyna?“ fragte ich in den Stall hinein und sah mich um, betrat die Stallgasse. Es roch nach Sägespäne und frischen Holz, nur unterschwellig kam auch der Duft der Hinterlassenschaften der Tiere durch. Die Pferde schienen alle ihr eigenes Frühstück schon zu haben, zumindest war meine Anwesenheit ihnen so gut wie egal. Nur ein zwei hoben ihre Köpfe, das Maul voll mit dem grünen getrockneten Gras. Ich fand mich bei der Box der hübschen hell gescheckten Stute wieder. Sie spitzte neugierig ihre Ohren als sie mich wahrnahm und kam sogar heran um an der Tüte zu schnuppern die ich in der Hand hatte. Ich grinste und machte lieber einen Schritt zurück. „Ich glaube nicht das Donuts was für dich sind meine Hübsche“, schmunzelte ich. Das Tier schnaubte schüttelte ihren Kopf, bevor sie sich wieder ihrem Futter widmete.

      Reyna Huntington | Ich war heute etwas später wach geworden als sonst, tat mich schwer aus dem Bett zu kommen. Ja ich schlief endlich in meinem Bett. Nachdem Ian gegangen war hatte ich mich drauf und dran gemacht das Schlafzimmer wenigstens halbwegs ins Lot zu bringen. Oder zumindest das Bett, denn langsam aber sicher bekam ich Rückenschmerzen von der Haltung auf den Heuballen. Kaffee gab es jedoch immer noch nicht für mich, wobei ich froh drum wäre nun einen zu haben. Ich schlurfte in das Badezimmer und machte mich fertig für den Tag, alles was dazu gehört. Zähne putzen, Schminken und und und. Ja man sah mir meine Müdigkeit an, sehr sogar, bekam ja kaum die Augen auf. Aber sicherlich legte sich das gleich wieder, wenn ich in den Stall gehen würde um die Pferde zu füttern. So zog ich mir heute die dunkelblaue Reithose an und ein lockeres Shirt, darüber eine Sweatshirtjacke denn in den letzten Tagen war es immer morgens kalt, dafür am Nachmittag brechend heiß. Ich musste mich unbedingt mal an die Wiesen dran machen, damit die Pferde wenigstens über den Morgen dort etwas grasen konnten, das Paddok war ja keine dauerhaft Lösung für sie. Zumindest nicht bei der Hitze und ohne Unterstand, so holte ich sie jeden Mittag wieder rein und ließ sie abends noch einmal hinaus. Ich streckte mich ausgiebig als die kühle Luft mich vollends weckte, ehe ich meine Jacke schloss. Ich wollte wahrscheinlich gar nicht wissen wie viel Grad es wirklich waren. So lief ich die Treppen hinunter und gleich in den Stall, die Pferde wärmen diesen immer ganz gut. Und die Wärme hielt sich hier, genauso wie Mittags die kühlere Luft wenn ich einen Durchzug startete nachdem alle auf dem Paddok waren. Ich wurde von erwartungsvollem Gebrummel und Fohlen Wiehern begrüßt, was mir ein Lächeln auf die Lippen zauberte. ,,Guten Morgen.“, rief ich in den, bis auf die Pferde, leeren Gang hinein und lief zur Futterkammer die es heute auch noch halt zu füllen. Wieso hatte ich bei meinem vollen Terminplan nochmal Ian eingeladen? Ja ich wollte ihn aufs Pferd setzen, ihm weiß machen wie schön das Reiten sein kann und hoffte auch das es mir Gelang, nur warum nochmal heute? Ich bereitete das Futter vor und gab jedem seine Portion nach und nach. Einen Teil vom Heu bekamen sie jetzt schon, den anderen verteilte ich derweil auf den Paddoks. Ich sah zum Stall hinüber, sah das alle natürlich noch am Kauen war und beschloss kurzer Hand meine Arbeit am Haupthaus und dessen Zimmer weiter zu vollziehen. Wollte dort ja irgendwann mal richtig einziehen und nicht so halbherzig. So lief ich die Treppen wieder hoch und begann in der Küche. Ich öffnete die Fenster und schmiss die alte Sachen wahllos in den Container der, Gott sei Dank dass ich ihn hab dort hinstellen lassen, unter dem Fenster stand. Wieso hatte der Vorbesitzer denn wirklich gar nichts mitgenommen, so schien es zumindest. Alte Küchengeräte und der Tisch im Esszimmer. Das Bett und so die Standardmöbel waren noch da, teilweise sogar noch Bilder. Ich schüttelte den Kopf, konnte nicht verstehen wieso man Bilder hängen ließ, die hatten doch eine Bedeutung. Ein kurzer Blick auf mein Handy verriet mir, dass es schon halb 9 war und ich wenigstens schon das ganze Kleingetraddel aus der Küche verbannt hatte. Eine neue würde ich mir derzeit noch nicht leisten könnten, so müsste diese halten. Eventuell das Holz neu streichen, aber das war eher ein kleineres Übel, sonst sah sie ja noch gut in Schuss aus, bis auf den Staub. Ich streckte mich erneut und der Wunsch, nun einen Kaffee zu haben, stieg wieder in mir auf. Ja dahinter steckte schon fast ein bisschen Suchtpotential, aber es war eben mein Lebenselixier. Früher hätte man mich vor meinem ersten Kaffee gar nicht ansprechen dürfen, zum Glück hatte sich das gelegt gehabt. Meine Beine trugen mich wieder aus dem Haupthaus und ich entdeckte Ians Auto. Oh! Lächelnd lief ich in den Stall. Ja wir verstanden uns gut und der Gedanke, seiner bloßen Anwesenheit, versetzte mir schon ein Lächeln auf die müden Gesichtszüge. Ich rieb mir die Augen, lief dann weiter. Aika schien mich schon zu hören, denn die kam geradewegs auf mich zugerannt. ,,Guten Morgen du Süße!“, rief ich und hockte mich hin, mit einem Sprung landete sie in meinen Armen und ich richtete mich auf. ,,Na du kleine Maus, gut geschlafen?“, lächelte ich und streichelte die aufgeregte Dame, welche fast zu explodieren schien vor Freude. Lächelnd und mit dem Hund auf dem Arm trat ich in den Stall. Sah den groß gebauten Mann mit einer Tüte und zwei Kaffeebechern in den Händen an, beobachtete wie er sich mit Velvedere unterhielt. Diese Stute hatte es ihm wirklich von Anfang an angetan. Aber es war ein wahrlich schöner Anblick. Ein hübscher Mann, welcher selbst noch etwas verschlafen drein blickte, der meine Velvedere streichelte und ihr erklärte warum sie nicht das haben könne was in der Tüte auch immer war. Ganz genau verstand ich seine Worte nicht und er schien mich auch nicht wirklich zu bemerken. Ich schmunzelte und musterte ihn, das Shirt spannte etwas an seinen muskulösen Oberarmen, sowie an der Brust auch etwas. Ja man sah ihm deutlich an, dass er ins Fitnessstudio ging. Und ich würde lügen, würde ich sagen dass dieser Mann mit seinem Aussehen nicht manchmal bestimme Gedanken hervorrief. Oder auch mit seiner Art, seiner überaus charmant Art, welche er zeitweise an den Tag legte. Ich schob diese Gedanken beiseite und sah wieder sein Profil an. „Guten Morgen Ian.“, rief ich ihm zu und ließ Aika wieder hinunter, ging ein paar Schritte auf ihn zu. ,,Gut geschlafen?“, fragte ich schmunzelnd nach und fuhr mir mit der Hand durch die Haare, strich sie nach hinten, damit sie mir nicht weiterhin ins Gesicht fallen. Müsste nachher wohl wieder zum Haargummi greifen, wie eigentlich schon die ganze Woche. Ich glaubte sogar, Ian hatte noch nicht einmal meine offenen Haare gesehen, glaubte er kannte mich nur mit hochangesetztem Pferdeschwanz da es für die Arbeiten angenehmer war, wenn mir die Haare nicht ständig ins Gesicht fielen.

      Ian Monroe | Mein Blick lag weiterhin auf dem hübschen Pferd, welches sich mittlerweile wieder von mir abgewandt hatte. Beobachtete fasziniert wie sie mit ihren Lippen kleine Halme aus den Sägespäne sammelte anstatt ihr Maul einfach in die Raufe zu stecken. Eine bekannte Stimme riss mich von dem beinahe schon meditativen Anblick los, ich drehte meinen Kopf und ein breites Lächeln trat unwillkürlich in mein Gesicht als ich der hübschen jungen Frau entgegen sah. „Morgen Reyna!“ erwiderte ich den Gruß und kam ihr entgegen. Ich nickte als sie fragte ob ich gut geschlafen hatte. „Ja sehr gut sogar, danke der Nachfrage“, antwortete ich ihr und grinste. „Und du?“ fragte ich sie zurück und beobachtete wie sie ihre Haare zurück strich. Wie sie durch das Licht was hier rein fiel glänzten als wären sie aus seinem feinen Stoff gewoben. Folgte dieser Bewegung mit den Augen und fragte mich ob sie sich so seidig anfühlten wie sie aussahen. Sie sah so ungewohnt aus mit den offenen Haaren – ungewohnt im guten Sinne, fast schon sexy, hatte ich sie die Woche doch nur mit Pferdeschwanz gesehen. Ich räusperte mich um schnell wieder meine Gedanken los zu werden, wurde mir dann den Doppelhalter in meiner Hand, indem die beiden Kaffees standen, wieder gewahr. „Öhm… ich habe Kaffee und Donuts mitgebracht“, lenkte ich also schnell ab, hob die Hände mit den Bechern und der Tüte in der Hand in die Höhe um darauf aufmerksam zu machen. Schenkte ihr wie üblich eines meiner charmanten Lächeln und hoffte das es ihr nicht aufgefallen war, dass ich sie angegafft hatte. „Ich fürchte nur er ist nicht mehr ganz so heiß“, meinte ich dann und lächelte entschuldigend. Hielt ihr dann den Papphalter hin. „Links ist glaube ich der Latte Macchiato und rechts ein doppelter Espresso“, erklärte ich. Nachdem ich ja nicht wusste wie sie ihren Kaffee gerne trank hatte ich einfach zwei verschiedene genommen und da ich ja nicht zimperlich war würde ich eben den nehmen der über blieb. Reyna sah zumindest so aus als könnte sie einen Kaffee gut gebrauchen und innerlich klopfte ich mir auf die Schulter für diese Idee. Denn das Lächeln das sie mir daraufhin schenkte war einfach atemberaubend schön und sie griff sogleich nach dem Latte. Gut das würde ich mir also für die Zukunft merken. Moment Zukunft? Ich kannte sie gerade mal die Woche, war eigentlich auch nur hier durch meinen Arbeitgeber. Nun gut heute nicht, denn es war Samstag und ich war hier, weil sie mich auf eines ihrer Pferde setzen wollte. Etwas nervös war ich aufgrund dessen schon, aber wollte mir das natürlich erstmal nicht ansehen lassen. – Wie schwer konnte es denn schon tatsächlich sein? - Wir verließen nochmal den Stall um das Essen drüben beim Haus auf der Bank einzunehmen auf der wir gestern schon Bier miteinander getrunken hatten. Ich reichte ihr lächelnd ihren Donut. Die Kaffeebecher waren leer, die Donuts gegessen. Aika hatte sich neben mir abgelegt und sah von dieser Position aus aufmerksam in die Gegend. Dann wandte sich Reyna schließlich mit einem Schmunzeln und einer Frage an mich: „Also für welches Pferd hast du dich denn nun entschieden?“
      Das war eine gute Frage, sie hatte sehr schöne Tiere nur wusste ich sehr wenig von dem Ganzen. Gestern hatte sie schon gesagt das ich aussuchen dürfte und sie ihr Veto einlegen würde, würde ich eines auswählen das nicht geeignet für...nun ja mich war. Ich lehnte mich auf der Bank zurück und dachte darüber nach. Natürlich kam mir gleich die hübsche gefleckte Stute in den Sinn. "Hmm.. was ist mit der hübschen hellen gescheckten Stute?" fragte ich also sogleich nach. Das Grinsen von Reyna sagte mir gleich, dass dieses Pferd wohl nichts für mich war. Was sich mit ihren Worten bestätigte, als sie mir sagte das Velvedere noch nicht zugeritten war. Gut... definitiv nichts für mich. Ich fuhr mit einer Hand durch mein Haar. "Na dann lieber nicht", meinte ich leise lachend, bevor ich mich vorbeugte. "Welche sind denn ..zugeritten?" fragte ich nach und musterte die hübsche Frau neben mir. Irgendwie.. rutschte man bei solchen Worten wie von selber in zweideutige Gedanken.

      Reyna Huntington | Hatte er mir doch tatsächlich schon den Tag versüßt mit dem Latte Macchiato und dem Donut. Auf meine frage hin, welches Pferd er gerne nehmen würde sagte er, was mit der hellen gescheckten Stute wäre. Ich schüttelte grinsend den Kopf, er schien sich wirklich gut mit ihr zu verstehen. ,,Vel ist nicht eingeritten und somit fällt sie leider raus. Ich könnte dir Hermann empfehlen.'', erklärte ich und er sah mich verdutzt an. Na klar wusste er nicht wer wer war. ,,Das große braune Kaltblut.'' - Achja. Ich vergaß, dass er sich damit auch nicht auskannte. War er doch ganz neu auf dem Gebiet. ,,Der große Braune, stämmige Hengst.'', erklärte ich dann und auf seinen Gesichtszügen breitete sich ein kleines Schmunzeln aus, wusste er doch nun wen ich meinte. ,,Der ist ganz lieb und ruhig, oder Icaria, sie ist auch ein Warmblut und sehr ruhig.'', erklärte ich knapp und stand dann auf, nahm ihm den Müll ab. ,,Komm, wir gehen am besten durch den Stall, so hat das doch keinen Zweck.'', lachte ich auf, als er erneut so süß verwirrt drein blickte. So schmiss ich den Müll schnell in die Tonne, bevor wir wieder in den Stall traten. Hatte mir zuvor auch gleich wieder die Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden, da sie mich durch den Wind jetzt schon störten. Wir blieben vor Icaria's Box stehen, welche nur kurz ihren Kopf neugierig hob und dann doch wieder ihre Aufmerksamkeit dem Heu zuwandte. ,,Das ist Icaria. Eine Hannoveranerstute und sehr geduldig und ruhig.'', sagte ich und musterte die braune Stute mit den wunderschönen Abzeichen auf ihrem Kopf. War sie doch sehr außergewöhnlich durch dieses und das machte sie so besonders, zumal ihr Charakter goldwert war. Wir liefen zu Hermann, welchem ich Ian auch noch etwas vorstellte, bevor es weiter zu HGT's Hero of Heaven ging. ,,Er wäre vielleicht auch was, zeigt er kaum Hengstmanieren und ist eigentlich sehr lernwillig. Vielleicht wäre es auch für ihn eine gute Erfahrung um zu Lernen wie man sich vorsichtig gibt.'', sagte ich und streichelte dem dunklen Palomino über die grauen, samtweichen Nüstern die er uns gerade entgegen streckte. Hero brummelte leise und streckte seinen Hals, drehte seinen Kopf und schielte zu Ian hoch, was mir ein Kichern entlockte. ,,Ja er ist auch gerne mal ein Quatschkopf.'', fügte ich hinzu und wir gingen weiter. Ich stellte ihm noch Pancake Killer als potentiellen Kandidaten vor. So war der Tinker-Hengst ebenso ein ruhiger Kandidat, auch wenn er etwas tollpatschig war. Sweet Poison fiel aufgrund des Größenunterschieds aus, war es doch nicht sonderlich förderlich, einen so großen, gut gebauten Mann auf einen so viel kleineren Hengst zu setzen. Auch wenn mir Ian's Kommentar nicht entging, dass genau er doch der richtige wäre, könne er doch nicht so weit fallen sollte es dazu kommen. Ich kicherte und schüttelte dann grinsend den Kopf. ,,Nein keine Option.'', unterstrich ich meine Aussage und wir gingen zu dem letzten Kandidaten. ,,Antaris.'', sagte ich und streckte meine Arme zu der Box aus, in welcher der braune Hengst stand. ,,Er ist auch sehr ruhig und ein wahrer Schatz, wenn man ihn lässt.'', schmunzelte ich über meinen Zuchthengst und sah dann erwartungsvoll zu Ian, dem die Entscheidung wohl alles andere als leicht fiel. ,,Nun, lass es dir durch den Kopf gehen. Ich bringe solange die anderen Pferde auf die Paddoks.'', sagte ich und machte mich dann auch schon daran. Ich nahm zuerst Royal Rubina und Alice Cullen zu mir, lief mit den beiden aus dem Stall und zu den besagten Paddoks. Nach und nach folgten dann auch der Rest, wobei mir Ian auch half. So kamen zu guter Letzt noch Missing Misty und Aria raus auf ein gemeinsames Stück. ,,Und? Schon entschieden?'', fragte ich grinsend und drehte mich zu dem dunkelhaarigem Mann um, welcher doch recht nah vor mir stand. Ich schmunzelte, spürte das leichte erröten meiner Wangen und trat einen Schritt zurück. Musste ich doch immer wieder den Kopf in den Nacken legen um auch in die braunen Augen des Mannes sehen zu können. War er doch schon ein ganzes Stück größer als ich es war. Ich schmunzelte, betrachtete das kantige Gesicht und die harten Züge, doch Aika riss mich aus dem Anblick. War es sicherlich auch ein guter Zeitpunkt gewesen, die kleinen Vorderpfoten an meine Wade anzulehnen und mich mit stark wedelnder Rute anzuschauen. Sie quietschte leise, schien so aufgeregt und sich zu freuen. Ich lächelte und hob die kleine Maus hoch. ,,Aika wartet wohl auch schon auf eine Entscheidung.'', lächelte ich weiterhin und streichelte die kleine Hündin auf meinem Arm, sah dann wieder zu Ian auf. ,,Uhm.. Wie hieß der große Braune nochmal?'', hakte Ian nach und ich konnte mich nicht halten wieder los zu kichern. ,,Antaris oder Hermann?'' - ,,Der ruhige, stämmige.'', murmelte Ian peinlich berührt und kratzte sich am Hinterkopf. Sein Lächeln ließ mich ebenso schmunzeln. ,,Hermann.'', sagte ich dann und ließ die kleine Hündin wieder von meinem Arm, ehe ich mit Ian zu dem Paddok lief auf dem Hermann stand. ,,Wir können den ersten Ritt auch verschieben auf wann anders, wenn du magst? Vielleicht willst du ihn so erstmal kennen lernen?'', sagte ich dann und legte die Arme auf den Zaun des Paddoks, die Litzen waren ja etwas davon entfernt, also brauchte ich auch keine Angst haben, im nächsten Moment eine gewischt zu bekommen. Mein Blick fiel von dem Braunen wieder auf Ian, der den Hengst gerade ansah. Betrachtete währenddessen etwas ungehalten das markante Gesicht. Nun war ich wohl die, die starrte. So wandte ich den Blick ab und sah auf den Boden vor uns wartete auf die Antwort von Ian. Ich strich mir einer der Haarsträhnen aus dem Gesicht.

      Ian Monroe | Natürlich war das ganze Gerede über den Tieren von dieser Warte hier etwas... nun ja verwirrend. Sie nannte Namen, aber natürlich sagte mir das kaum etwas. Sah auf meine Hände als sie mir den Leeren Becher und das Papier abnahm. Ich kratzte mich an Hinterkopf und dachte fieberhaft darüber nach. Innerlich war ich natürlich aufgeregt, versuchte es jedoch nicht zu zeigen. Dann forderte sie mich auf aufzustehen, lachte mir mit diesem umwerfenden Lachen ins Gesicht. Es wirkte nicht als ob sie sich über mich lustig machen würde. Ich grinste schief und erhob mich auch so gleich mit einem eifrigen Nicken. Ich folgte Reyna und kam nicht umhin meinen Blick über ihre hübschen Körper gleiten zu lassen, hinunter zu dem hübschen kleinen Hintern der bei jedem Schritt hin und her wackelte. Ich biss mir auf die Zunge und zwang mich schnell wieder auf ihren Hinterkopf zu sehen, bot der auf und ab wippende Pferdeschwanz doch auch eine Schöne Aussicht! Wir blieben vor der Box der Stute stehen die sie zuvor erwähnt hatte und ich warf einen Blick über die Boxenwand. Begutachtete die braune Stute mit dem rosa Maul die sich auf dem Boden ihr Heu zusammen suchte. Dann führte mich Rey weiter zu dem stämmigen braunen Pferd. "Ganz schön viel Haar..." murmelte ich und sah auf die lustigen weißen Puschen die er an jeden seiner Füße hatte -sah fast aus als gehöre er zu einer Abba Revival-band oder sowas. Ich ging weiter und ließ mir nur zu gerne von Rey alle ihre Pferde zeigen und bedachte sie dabei mit einem genauen Blick. Die Art wie ihre Augen dabei regelrecht zu glühten war einfach umwerfend. Liebte sie diese Tiere wohl wirklich sehr, jedes Einzelne schien ihr am Herz zu liegen. Nickte dann als sie meinte, dass sie erstmal die anderen rausführen wurde. Sah sie mein Zögern wohl so das ich noch überlegen musste. Sie kehrte zu mir zurück und fragte ob ich mich denn schon entschieden hatte und stand dabei ganz nah bei mir. So das ich den Duft von ihr in die Nase bekam, gemischt mit dem von Pferd und ich empfand es als sehr... angenehm... mehr als das. Sie wartete auf eine Antwort also gab ich ihr diese. "Uhm... Wie hieß der große Braune nochmal?" fragte ich also peinlich berührt nach und kratzte mich am Hinterkopf. Sie kicherte und nannte zwei Namen. Oje.... "Der ruhige, stämmige", murmelte ich und ließ meine Hand eben gleich an meinem Hinterkopf wo sie schon dort oben war. Hermann... Ja, das war es gewesen. Irgendwann würde ich mir das schon merken... ich meine, wenn ich öfter hier wäre. Ja wenn... Mein Blick lag auf Rey und ich grinste ihr verwegen entgegen. Dann meinte die hübsche Frau vor mir, dass wir den resten Ritt ja auch verschieben könnten und ich ihn erstmal kennen lernen könnte. "Oh..." machte ich und räusperte mich, fühlte ich nun doch die Aufregung. "Wie wäre es, wenn wir erstmal das tun, was man vor dem Reiten ebenso tut mit Pferden? Und wir entscheiden dann?" meinte ich und lächelte ihr charmant entgegen. Hoffte das man mir die Aufregung nicht allzu stark ansah. Rey lachte wieder und nickte, unschlüssig stand ich da als sie auf den Auslauf des Pferdes ging. Ihr Blick ging Auffordernd zu mir, ebenso der von Aika die neben Rey stand und ich kam sogleich hinterher. Ging doch nicht an, dass die beiden Mädels mich wie einen begossenen Pudel hier stehen ließen! Wir gingen auf den Braunen zu, der uns neugierig entgegen sah. Rey drückte mir sogleich das Halfter, wie sie es nannte in die Hand und sagte mir wie ich es anzulegen hatte. "So etwa?" fragte ich und steckte es gleich mal verkehrt über die Nase des Tieres. Rey lachte und schüttelte den Kopf, ihre Hände legten sich auf die meinen und irgendwie.. es durchströmte mich ein warmes Gefühl dabei, es kribbelte wie verrückt in meinen Körper... und das lag nicht an der Aufregung neben einem gut 700 Kilo schweren Tier zu stehen, das mich wenn es ihm gefiel einfach umwerfen könnte. Zusammen mit Rey schaffte ich es schließlich das Halfter richtig anzulegen und sie überließ es auch gleich mir ihn von der Koppel zu führen. Sagte mir immer wieder wie ich es tun musste und wichtig... einfach ruhig bleiben.

      Reyna Huntington | Ian stand bei Hermann und streichelte behutsam über den Hals des stämmigen Hengstes. Wollte er wohl etwas Vertrauen aufbauen. ,,Gut, dann putzen wir mal.'', schmunzelte ich und stellte die Putzkiste neben den beiden ab und drückte sogleich Ian die erste Bürste in die Hand. Es dauerte auch nicht lange, da Hermann fast schon sauber war. So erklärte ich Ian gleich die Bürsten und dessen Anwendungsgebiete, versicherte ihm dass es beim öfteren Putzen der Pferde irgendwann wie eine Gewohnheit war und man nicht mehr drüber nachdachte, welche Bürste denn nun dran kam. Die Puschen von Hermann waren das Einzige, was etwas dreckiger war, doch leuchteten sogleich auch wieder in ihrem weiß. Mein Blick ging zu Ian der gerade wieder die Nüstern des Hengstes streichelte. ,,Ich würde sagen, wir spazieren doch erst einmal ein bisschen und danach gehts an die Longe?'', hakte ich nach und Ian sah verwirrt drein. Ja ich mochte diesen Blick irgendwie. Wirkte es schon ziemlich süß, dass man so einen Mann so leicht verwirren konnte. Dafür kannte ich mich eben auf seinem Gebiet nicht wirklich aus.. ,,Wir satteln ihn gleich schon und machen ihm die Trense drauf, dann können wir von dem Spaziergang gleich auf den Platz.'', lächelte ich ihm entgegen und wandte mich zum Gehen ab.
      Mit Sattel und Trense kam ich schließlich wieder und hängte die Trense an einen der Haken an der Wand. Ich legte den Sattel gleich auf den sanften Riesen und rückte ihn zurecht. Erklärte Ian auch gleich auf was man achten sollte und gurtete den Sattel. ,,Ganz wichtig, vor dem Aufsteigen nochmal nachgurten, sonst rutscht man höchstwahrscheinlich samt Sattel runter.'', erklärte ich und sah über meine Schulter hinweg wieder zu Ian. Ertappte ihn dabei, wie sein Blick über meinen Körper ging und schmunzelte vor mich her. Männer, irgendwo waren sie doch alle gleich oder? Konnte es ihm aber kaum verübeln, musste mich bei Hermann eben etwas mehr strecken um den Sitz des Sattels nochmal zu kontrollieren. Es ging weiter zum Trensen. Hatte das Halfter dafür schon abgemacht und der Hengst stand ohne da. Ian fragte, ob er nicht auch einfach abhauen könnte und ich nickte. ,,Sicher, aber er weiß, was er hier hat.'', kicherte ich und legte die Zügel über den Hals des Tieres, bevor ich ihm das Gebiss ins Maul legte, für welches er auch gleich das Maul aufmachte. Ich befreite den dicken Schopf von den Zwängen des Stirnriemens und erklärte Ian auch die Verschnallung der Trense. Wollte ihm eben einen kleinen Input geben, auch wenn mir klar war, dass es wahrscheinlich zu viel sein würde. Aber wenn er ja öfter zum 'Pferde einmaleins' kommen wollte, würde er das auch alles verstehen. Ich nahm die Zügel wieder von dem Hals des Tieres und drückte sie Ian in die Hand, lächelte ihm aufmerksam zu. ,,Komm.'', schmunzelte ich ihm entgegen und löste mich nur schwer von seinem Blick, lief dann mit ihm zusammen den gepflasterten Weg entlang. Es sollte ja nur eine kleine Runde zum Warm werden sein. Aika freute sich über diesen Auslauf auch, schnupperte sie überall umher und rannte als gäbe es kein Morgen mehr.
      Wir folgten dem Weg, der abseits des Hofes in einen trockenen Feldweg mündete und an dem Wald entlang. Danach wendeten wir auch wieder ab, liefen zwischen den Weiden umher und sprachen noch über die weiteren Projekte des Hauses, oder eher allgemein der Gebäude. Ian hatte da schon großartige Ideen, ich war eher etwas planlos und wollte einfach nur, dass sie wieder in Schwung kamen und nutzbar waren. War doch vieles mit der Zeit hier auf dem Hof herunter gekommen und wirkte.. alt. Ich wollte, dass der Fachwerkstil erhalten blieb, es verlieh meiner Vorstellung etwas klassisches und trotzdem sollte es eben modern wirken. Wie schon erwähnt, Ian fiel da vieles zu ein. Die Tatsache, dass wir noch Sommer hatten und so relativ gut bauen konnte spielte uns da gut in die Karten. Dank meinem Kredit wäre da das Geldproblem auch erst einmal bei Seite geschoben. Verdiente ich doch mit meinen derzeitigen Aufträgen genug um auch die Raten abdecken zu können. Wir kamen wieder an dem Putzplatz an und ich deutete Ian auf den Reitplatz, sahen diese auch noch etwas herunter gekommen aus weil der Zaun nicht mehr schön weiß war und auch einige Latten herunter gefallen war durch das morsche Holz.. ,,Geh schon mal hin, ich hole noch die Longe und die Peitsche.'', sagte ich zu ihm und er nickte. Er zuppelte wieder an den Zügeln und der Hengst folgte ihm mit gesenktem Kopf. Man konnte fast meinen, wir hätten Hermann schon ausgepowert mit dem Spaziergang. War er doch sehr träge und auf der Körung hatte ich es zu spüren bekommen. Musste ich ihn da doch schon um einiges mehr treiben, aber am Ende des Tages hatte er seine Lizens bekommen und ich könnte nun offiziell mit ihm züchten. Da ich aber darauf pochte nur reinrassige Pferde zu züchten, musste ich wohl noch auf die Körung und die Lizens von Hannelore warten.
      Ich hatte mir die Longe schnell aus der Sattelkammer geholt, ebenso die Peitsche und kam bei Ian und dem Hengst wieder an. Aika schnuffelte immer noch umher und sauste durch den Sand des Platzes. Nun gut. Ich hakte die Longe in das Gebiss der Trense ein, legte vorher noch die Zügel über den Hals von dem Braunen. Diesmal ließ ich auch gleich schon Ian nachgurten und stellte mit ihm die Bügel ein. ,,So und nun rauf!'', grinste ich und sah zu Ian, stellte mich auf die andere Seite um im Sattel gegen zu halten. ,,Du kriegst doch dein auch soweit hoch, oder?'', kicherte ich und zwinkerte dem Mann keck zu, als ich so über den Rücken des Tieres sah. Hatte ihm nochmal gesagt, dass sein linkes Bein in den Bügel müsste und er sich nicht so sehr in den Sattel fallen lassen sollte.
    • Sevannie
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      Namica Dressur A -> L I HGT's Hero of Heaven E -> A I Burnin' Awake and Lifeless E -> A
      Nathan | “Brooke, ich glaub du musst mal mitkommen, es sind drei Pferde auf dem Gestüt Birkenhof!” “Muss ich das, ja? Wie ist das denn mit meiner Fotografie?”, murmelte sie und warf die Haare nach hinten. “Ja, während ich Reyna eine Reitstunde auf Burnin’ Awake and Lifeless gebe, wirst du ihren Hengst HGT’s Hero of Heaven reiten.” “Guter Plan.” Es dauerte also nicht lange da waren wir schon auf dem Weg zum befreundeten Gestüt. Dort angekommen begrüßte Reyna uns auch schon. “Hey, schön dass ihr da seid. Namica kennst du ja noch “, begrüßte sie uns fröhlich und reichte uns beiden nacheinander die Hände. “Die Freude ist ganz Meinerseits”, antwortete ich höflich und grinste bei dem Namen Namica. Natürlich konnte ich mich an sie erinnern. Sie war hart zu knacken gewesen, doch ich hatte es geschafft umso mehr freute ich mich, sie in der nächsten Woche wieder reiten zu dürfen. “Ich weiß ja noch wo sie steht”, sagte ich und ließ uns dann zu den Pferden führen und dann zu der Ferienwohnung in der wir die Woche verbringen würden.
      Etwa zwei Stunden später fand ich mich im Stall wieder und war gerade dabei Namica zu satteln, während Brooke sich um Heaven kümmerte. Sie wollte wissen wie der junge Hengst drauf war, bevor sie sich das erste Mal auf ihn setzte. Namica folgte mir artig zum Reitplatz und ließ mich sie erstmal ordentlich an den Zügel stellen und biegen.

      Brooke | Hero war bildschön! Und wüsste ich es nicht besser, hätte ich Reyna wohl gefragt, ob ich ihn ihr nicht irgendwie abkaufen könnte. Aber ich würde wahrscheinlich fragen, ob ich ihn mal zum Bedecken einer Stute nutzen dürfte. Er zeigte nur wenig Hengstmanieren und blieb auf dem Weg zur Halle ziemlich ruhig und aufmerksam. Die große Halle war leer und so hatte ich allen Platz der Welt den doch so ruhigen Hengst zu longieren. Ich stellte mich also in den Zirkel und ließ ihn die ersten Schritte um mich herum im Schritt gehen. “So ist gut!”, lobte ich den Palomino, den ich zunächst für einen Dunkelfuchs gehalten hatte. Er kaute ordentlich ab, sobald er zu traben begann. Er aktivierte die Hinterhand noch nicht so, wie ich es wollte und ich sah, dass sein Potenzial weiter oben zu finden war. Ich würde ihn sogar bis zur Klasse S** einschätzen und wenn man ihn so weit bekommen wollte, musste man natürlich die Grundlagen entsprechend ebnen. Hero arbeitete heute sehr gut mit und umso erfreuter war ich die nächsten Tage, wenn ich mit ihm arbeiten sollte. Ich bemerkte im Augenwinkel wie eine Person zu uns in die Halle kam und sich an die Bande stellte und uns beiden zu sah, wie wir uns langsam aufeinander einspielten. Ich erkannte, dass es sich um Reyna handelte und grinste sie freundlich an. Auch wenn ich eigentlich keine Person war, die es genoss wenn man mir zusah, umso stolzer fühlte ich mich im Umgang mit Hero. Sie erwiderte mein Grinsen mit einem Lächeln und ging dann wieder aus der Halle. Sie wollte also nur nach dem rechten schauen. Ich leitete den Handwechsel ein und merkte gleich, dass die linke Hand ihm gar nicht mal so gut gefiel, wie die rechte, auf der er sich von seiner Besten Seite zeigte. “Das müssen wir aber üben!”, merkte ich an. Auch wenn ich alleine in der Halle war, so sprach ich öfter zu mir selbst. Ich baute öfter einen Übergang mit ein, damit diese nicht mehr so holprig aussahen. Je flüssiger der Übergang umso besser war die Bewertung bei den Turnieren. Das war definitiv ein Fakt, den ich nach langen Jahren in der Turnierreiter spüren musste. “So ist gut”, rief ich den Hengst zu mir und lobte ihn. “Das hast du gut gemacht!”, klopfte ich die Schulter und führte ihn aus der Halle wieder in seine Box. Seinen Zaum brachte ich wieder in die Sattelkammer und sah mich auf dem Hof um. Ich erblickte Nathan, der Namica gerade trocken ritt. “Und Bruderherz, wie läufts mit der Zicke?”, grinste ich ihn an und stellte mich an den Zaun des Reitplatzes. “Sie läuft viel Besser, ich denke, wenn die Woche rum ist, läuft sie solide auf L-Niveau. Zumindest kann sie dann die Turniere auf Trensen-L laufen.” Ich nickte ihm zu. “Bei Burnin’ wurde schon viel vorgearbeitet, ich geb ihr gleich eine Stunde auf ihm um noch ein paar kleinere Korrekturen vorzunehmen.” “Okey, aber danach gehen wir was essen okey!” “Ja , alles gut.” Ich bewegte mich zurück zur Ferienwohnung und vernahm dann ein leises Vibrieren. Mein Handy! Ich schaute aufs Display. Jack. “Was ist los Jack?”, nahm ich ab und kramte meinen Schlüssel raus. “Ich vermiss dich, Kleine”, flüsterte er und ich schaute verwirrt als ich die Tür hinter mir schloss. “Du solltest Tanja vermissen und nicht mich. Ich bin für eine Woche weg und du rufst schon nach ein paar Stunden an um mir das zu sagen. Dann mach doch Schluss”, zuckte ich mit den Schultern. Ich durfte das nicht zulassen, dass ich noch mehr Gefühle für ihn empfand. “Ich muss jetzt auflegen.” Ich tippte auf den roten Button und warf das Handy aufs Sofa und seufzte. Nate sollte sich beeilen.

      Nathan | Während ich Namica absattelte und sie dann aufs Paddock führte, machte Reyna Burnin’ Awake and Lifeless fertig für die Reitstunde. “Was könnt ihr denn schon alles auf A-Niveau?”, fragte ich vorsichtig. Ich wollte ihr nicht zu nahe treten. “Eigentlich alles relativ gut, nur die Kehrtwendung macht uns noch Probleme und das Überstreichen im Galopp, aber ich denke, wir haben schon gut vorgearbeitet!”, sagte sie mir und ich war sichtlich erfreut. “Sehr gut, zeig mir gleich mal ein bisschen von allem und ich geb dir die Lösungsansätze und sage dir, was wir in der Woche noch verbessern können.” Wir redeten noch etwas über Namica auf dem Weg in die Reithalle. Sie machte sich nämlich sehr gut und die weiteren Lektionen schienen ihr gut zu liegen, was die Arbeit mit ihr ziemlich vereinfachte. Die Versammlung machte ihr zwar noch etwas zu schaffen, weil sie sich nicht so lange tragen konnte. Aber das würden wir schon hinbekommen. Reyna ritt den dunkelbraunen Hengst ordentlich im Schritt und Trab warm, sodass er jetzt schon bei den warmen Temperaturen ins Schwitzen kam und kaute ordentlich ab. “Sieht doch schonmal vielversprechend aus. Er macht sich richtig locker”, rief ich ihr zu und fand es toll, wenn man so einen Streber im Stall hatte, der einem versuchte alles Recht zu machen. Dann begann sie mit dem einfachen Übungen und den Bahnfiguren und zeigte mir dann ihr Problem bei der Kehrtwendung. Die erfolgte nämlich noch etwas abgehackt und so gab ich ihr den Tipp, das Pferd etwas runder zu reiten und den inneren Schenkel noch etwas deutlicher anzulegen. Und siehe da, nach zwei Versuchen klappte es schon besser. “Ich reite ihn morgen mal und dann kannst du weiter an den Problemen arbeiten!” “Okey”, sagte sie außer Puste und lobte Life dabei. Sie ritt ihn ordentlich vorwärts und die Probleme waren nur kleine, sodass wir die Stunde positiv beenden konnte, nachdem sie mir noch weitere Lektionen gezeigt hatte. Vor Allem das Verkleinern und Vergrößern des Vierecks fiel dem großrahmigen Hengst einfach und ich hatte nur wenig zu beanstanden. “Ich würde sagen, wir belassen es heute bei dem Ganzen und widme mich jetzt meinem Mittagessen”, grinste ich freute mich so richtig auf die Pizza, die wir uns gleich holen würden.

      Brooke | Die Tage waren schnell vergangen und umso mehr ich mit Hero arbeitete, umso mehr freute ich mich auf meine eigenen Pferde und mein eigenes Bett. Heute war Tag der Abreise und ich würde von Nate eine letzte Stunde auf ihm bekommen, damit er bald die A-Turniere gehen konnte und mit Erfolg bestehen. Ich ritt ihn locker warm und legte mein Augenmerk auf die Übergänge und wir hatten in der kurzen Zeit schon einige Fortschritte vermerken können, sodass ich eine Kür nachreiten würde. Ich ritt sauber zu X um die Richter zu grüßen und hielt geschlossen zum Gruß an. Dann trabte ich ihn an und es ging gleich rechts rum um dann eine Volte zu zeigen. Das Longiertraining hatte sich ausgezahlt, denn er zeigte einen tollen runden Kreis und war die ganze Zeit bei mir. Darauf folgte dann durch die Länge der Bahn im Trab. Die Kehrtwendung erfolgte auch gut. Die restliche Kür meisterte er auch mit Bravour und ich konnte ihn gegen Ende noch mehr loben. Er war eines meiner Lieblingspferde, von denen die ich bisher außer Haus geritten war. “Dann bring ihn mal aufs Paddock und bring mir Namica mit. Ich muss heute noch einmal alles durchgehen. Reyna hat Life super geritten und ich finde, die beiden können auf A-Niveau starten. Das schaffen sie.” “Okey, dann ist Namica heute das letzte Pferd, das wir machen müssen und dann geht es heim?”, fragte ich ihn mit einer Vorfreude, die ich selbst nicht recht von mir kannte. Eigentlich war ich gerne unterwegs, auch gerne mal länger, aber heute freute ich mich doch umso mehr auf zuhause und noch mehr auf ein Wiedersehen mit Jack. Wir wollten am Abend in eine Bar gehen und irgendwie hatte dieses Verheimlichen unserer Treffen doch etwas Verlockendes an sich. Ich schaute Nate noch dabei zu, wie er Namica in einer L-Dressur vorstellte. Sie zeigte ein taktreines Gangbild , was ich von ihr nicht erwartet hatte, jedoch sah man, dass sie heute einen schlechten Tag hatte und sie sich immer wieder versuchte hinter der Senkrechten zu verkriechen und Nate hart arbeiten musste, dass sie genau das eben nicht tat. Am Ende sagten wir Reyna und den Pferden noch Tschüss und besprachen kurz den weiteren Werdegang im Training der Dreien.
    • Sevannie
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      Pflegebericht für: First Spark, Maleficent Mistress, Native Dancer xx, Glee, Aria, Missing Misty,
      Venetia, Darling Diva xx, Quintessa, Alice Cullen, Royal Rubina, Hannelore, Abbey Dawn, Winona,
      Baileys Irish Cream, Delightful Joy, Cotton Eye, Caprice, Namica, Velvedere, Icaria, Diadora,
      Ramazotti Amaro, Xanthos, Dreamdancer, Rainy Afternoon, Deadly Overdose xx, Thiago,
      Dark sweet Temptation, Sweet Poison, Pancake Killer, Hermann, HGT's Hero of Heaven,
      Burnin' Awake and Lifeless, Antaris, Shining Sommerdream, Mephisto, Schwachkopf, Albus
      Commander's Colibri, Lord Coleman (HMJ 9925), Twister (HMJ 3315)


      Sevannie (Reyna Huntington) & Obi-Wan (Ian Monroe) I Zeichen
      Der tägliche Wahnsinn

      Heute hatten wir nicht viel Zeit für die Pferde. Demnach wurden sie, nach ihrem Frühstück, erst einmal alle auf die Paddoks und Weiden verteilt. Ian und ich begannen die Boxen zu misten, welche heute auf dem Plan standen, ehe wir uns auch schon fertig machten für unsere heutige Hauptveranstaltung: dieser Tag galt nämlich einzig und allein, naja mehr oder weniger, der Hochzeit zweier Freunde. Ich glaubte ja auch, das so ein Tag fernab des täglichen Wahnsinns uns mal gut tun würde und wir abschalten konnten...
      Gegen Abend bekam ich auch schon die SMS meiner Freundin, welche die Pferde alle reingestellt hatte und auch versorgt hatte. Alles wäre okay und wir bräuchten uns keine Sorgen machen - konnten also weiterhin den Abend genießen und hier ausklingen lassen. Später wenn wir wieder Zuhause ankommen würden, würde ich noch einmal durch die Stallungen huschen und mich selbst vergewissern, dass alles gut ist.
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  • Album:
    ~ Hengste im Sport ~
    Hochgeladen von:
    Sevannie
    Datum:
    23 Sep. 2019
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  • [​IMG]
    Von Ardanos Sirius
    Von Ifandir Aus der Pandaorra

    Aus der Golden Wonder
    Von Samian Aus der Golden Sugga

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    Rasse
    : Hannoveraner
    Geburtsdatum: 20.03.2011
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß: 173 cm
    Fellfarbe: Dunkler Palomino
    Kopfabzeichen: unregelmäßige Blesse
    Beinabzeichen: v.l. halbweißer Fuß, v.r. halbweißer Fuß, h.l. habweißer Fuß, h.r. halbweißer Fuß

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    Hero ist ein sehr intelligenter Hengst, der kleine Kerl lernt schnell was dazu und tut dies auch sehr gerne. Der dunkle Palomino ist dominant und selbstbewusst, er hat eher weniger Angst und wenn dies einmal passiert, lernt er schnell daraus. Hero ist ziemlich neugierig und erkundet gerne alles um sich rum, von daher lernt er auch so schnell. Er ist wie seine Eltern sehr lernwillig und freut sich immer mit jemanden zu arbeiten und Neues zu lernen. Wie auch seine Eltern ist er menschenbezogen und liebt seinen Besitzer über alles und würde sogarfür diesen durchs Feuer gehen. Seine Gänge sind kräftig und ausdrucksvoll mit sehr viel Gelenkigkeit und Wendigkeit gekrönt.

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    Gekört/Gekrönt: Nein

    Vererbung:
    Farbe: ee aa Cc
    Charakter: unb.
    Gangarten: unb.

    Nachkommen:
    //

    Besitzer: Sevannie
    VKR/Ersteller: Occulta
    Pferdewert: //

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    Springen
    : S***
    Western: E
    Dressur: A
    Military: L
    Distanz: E
    Rennen: E
    Fahren: E
    Gangreiten: E


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    - Zur Schleifenwand -

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    Fohlen ABC ✔
    Eingeritten ✔
    Eingefahren X
    Verladefromm ✔
    Schmiedefromm ✔

    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Kommando kommen x

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x

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    Letzter Tierarztbesuch: //
    Letzter Hufschmiedbesuch: //

    - Zum Spind -​