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sadasha

Hester - Cooper

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Hester - Cooper
sadasha, 3 Juni 2018
    • sadasha
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      11. Juni 2018 | 13.173 Zeichen von sadasha
      Neuzugänge

      Als mitten in der Nacht das Telefon klingelte drehte ich mich zuerst noch einmal auf die andere Seite, in der Hoffnung den schrillen Ton ignorieren zu können. Doch sobald ich mich umgedreht hatte leckte mit Pitch hektisch über das Gesicht. Genervt schob ich ihn von mir weg und richtete mich ächzend mit einem Blick auf die Uhr auf. Wer zur Hölle ruft um 2:37am an? Die Vorwahl sagte mir nichts und das konnte nur bedeuten, dass der Anrufer von weit weg kam. Wenigstens erklärte das auch die irre Zeit. Verschlafen nahm ich das Gespräch an und brummte ins Telefon. "Ehm… Hunter?" Ich brummte erneut. Eine Frau war am anderen Ende der Leitung und die Verbindung stand eher schlecht als recht, sodass der Ton knisternd und rauschen bei mir ankam. "Hey! Wir hatten uns doch über deine Tinker unterhalten! Und was du suchst und ja… Ich hab eine tolle gefunden, Pearl carrier und… du wolltest keine Fohlen oder?" Nachdenklich schwieg ich. Cooper aus Kanada war am Telefon, doch auch bei ihr musste es jetzt schon spät sein. "Schläfst du auch mal?" brummte ich ohne ihre Frage zu beantworten. Sie lachte. "Ist doch noch früh hier! Oh, hab ich dich geweckt? -" sie brabbelte eine Entschuldigung und redete dann über ein Fohlen, das sie ebenfalls entdeckt hatte. "Double Dilute! Du suchtest doch sowas oder nicht? Und eine Stute! Warte, ich schicke dir Fotos. Und… Hunter ich hab die zwei gekauft, du kannst also nicht Nein sagen. Im Zweifelsfall werden die sicher auch klasse Therapiepferde für deine… Freun-, Kollegin?" Ich hatte nach Fotos mein Gehör eingestellt und kramte nach meinem Laptop. Pitch hatte seinen Kopf auf dem Bett abgelegt und sah mir schwanzwedelnd dabei zu wie ich versuchte klar zu werden. "Warte kurz, der Laptop braucht Strom…" unterbrach ich Cooper. "...und ich brauche Kaffee."

      Nachdem ich mir einen Kaffee gemacht und Pitch auf den Hof gelassen hatte, setzte ich mich mit dem Laptop ins Wohnzimmer wo auch das Ladekabel lag. Die Stute war bereits eingeritten und gefahren und komplett durchgetestet was Erbkrankheiten und Farben betraf. Für mich also perfekt und dass sie Pearl Trägerin war würde später noch mit Mephisto interessant werden. Das Tinkerfohlen war sehr kompakt gebaut trotz der Größe und sie sah auch ansonsten korrekt aus. Hier wurde nicht nur wegen der Farbe gezüchtet. Trotzdem sah ich mir auch die Linien der kleinen Stute ausgiebig an, ehe ich mich bei Cooper bedankte. Gemeinsam planten wir die Überfahrt nach England und klärten das Finanzielle. Als ich auflegte wurde es schon hell und auch Cooper war jetzt müde. Wir wünschten uns also noch eine gute Nacht und legten dann auf. Ich jedoch blieb jetzt wach. Ich ging ins Bad um zu Duschen und mich für den Tag fertig zu machen. Noch bevor einer der Angestellten eintrudelte hatte ich die Fütterung fertig, die ersten Pferde auf die Weiden gebracht und mistete die ersten paar Boxen, bis Beth zum Arbeitstag kam und mir das Werkzeug aus der Hand schnappte. "Guten Morgen!" meinte sie fröhlich und lächelte mich an. "Du hast wohl nichts Besseres zu tun, hm?" Ich verneinte grinsend und streckte mich ausgiebig, ehe ich aus Benjis Box ging. Der kleine Hengst stand zusammen mit seinem Shettykumpel Niffler auf einer doppelt gesicherten Weide aus denen sie nicht mehr ausbüchsen konnten. Zu meiner Überraschung kam mir Ruby entgegen, als ich Thomas von der Weide holen wollte um mit ihm zu arbeiten. Sie hatte ihren Ponyhengst Braddock 'The Parrot' an der Hand. "Mit dir habe ich erst am Nachmittag gerechnet. Keine Schule heute?" Sie grinste über beide Ohren und nickte. "Richtig. Es sind viele Lehrer krank und deshalb dürfen heute zwei Klassen zu Hause bleiben. Ich bin unter den Glücklichen." - "Na dann viel Spaß." meinte ich und ging weiter zu meinem Drum Horse Hengst. "Achja Hunter?!" rief Ruby noch und ich blieb kurz stehen. "Später kommen noch ein paar Freundinnen, können wir uns die Shettys dann leihen? Nur auf dem Hofplatz etwas Spielen mit den Ponys?" Ich nickte und gab ihr einen Daumen hoch, ehe ich wieder kehrt machte. Thomas stand zusammen mit Tank am Rand der Weide, wo das höchste Gras wuchs. Doch im Gegensatz zum Rappen graste er nicht, sondern beobachtete aufmerksam mein Verhalten. Vielleicht erkannte er, dass ich sein Halfter mitschleppte. Jedenfalls trabte er ein paar Schritte auf mich zu, sodass auch Tank kurz aufsah um zu überprüfen was seinen Kumpel aufmischte. "Guter Junge." lobte ich den Schecken und streichelte den kräftigen Hals, als er bei mir stand und sich das Halfter überziehen ließ. Den fast vierjährigen Hengst hatte ich seit Kurzem unterm Sattel und er machte sich soweit ganz gut. Die langen Beine bekam er noch nicht immer richtig geordnet, doch dafür übten wir das ja. Auch heute sattelte und zäumte ich ihn. In der noch recht kühlen Reithalle longierte ich Thomas zuerst ab und schwang mich dann in den Sattel. Im Moment arbeiteten wir an seinem Trab und den Übergängen zum Schritt. Hier und da, wenn die Motivation stimmte versuchten wir es auch schon mit kurzen Galoppphasen. Doch die waren kaum nennenswert und wirklich schlacksig in der Ausführung. In Trab und Schrott kam Thomas aber schon gut runter, lernte sich zu entspannen und versuchte es mir Recht zu machen.
      Nach der Session mit dem Drum Horse Hengst rief ich bei Käthe an. Sie erzählte mir vom ein oder anderen Neuzugang und dass sie nun aufpassen müsse nicht noch mehr Pferde ins Boot zu holen. Ich erklärte ihr, dass es mir da im Moment nicht viel anders ging. Die beiden Neuzugänge Stonery und Hester würden wohl nächste Woche eintreffen. "Achja und wenn du ja jetzt eine Rappstute hast verlange ich ein Shooting zusammen mit Moulan und als Kontrast vielleicht Smooth Gravity, sollten die sich verstehen." meinte ich und lächelte bei dem Bild, das ich mir da zusammenstellte. Echo's Maiden sollte die Rappstute heißen. "Mit blauen Augen!" Ich war sehr gespannt sie kennenzulernen. "Und wenn du so denkst, kannst du Sympathy of the Devil auch gleich mit einplanen. Die ist auch schwarz-weiß." Ich brummte wohlwollend. "Und wen hat dir Occulta noch verkauft?" fragte ich neugierg. "Einen Hengst." sagte sie aufgeregt. "Valentine's Cantastor heißt er. Ein Brauner." Da ging mir sofort ein Licht auf. "Den habe ich gesehen, als ich sie mal besucht habe. Holst du die zwei ab oder werden sie dir gebracht?" Käthe schwieg. "Ich sehe dich nicht, das ist dir aber klar oder?" fragte ich vorsichtig. "Ja klar… Keine Ahnung, das haben wir noch nicht geklärt." Ich lachte leise. "Gut, ich komme später vorbei. Bearing Spots und Compliment erkennen mich vielleicht schon nicht mehr, so lange war ich nicht mehr da." Wir legten auf. Kerry hatte mittlerweile Vikar und Mister Blockhead für heute fertig, sodass sie nur noch die Stuten übrig hatte. "Venetia und Magical Touch spanne ich mir an und bin für etwa eine Stunde im Gelände." erklärte ich und ging mit den Halftern der beiden Stuten auf die Weide. Erleichtert dankte sie mir und schnappte sich das Halfter von Felan. Max und José sind fleißig mit CHH' Classic Spring und PFS Strolch. Die beiden Vollblüter räumten auf den Rennen aktuell viele Schleifen ab. Bald würde ich Bear Brooks Denahi ebenfalls auf die Rennbahn schicken, doch ihr fehlte es noch an Ausbildung.
      Während ich mit den beiden Tinkerstuten unterwegs war überlegte ich was ich am nächsten Tag unternehmen wollte. Die beiden benahmen sich vorbildlich und wir hatten eine sehr entspannte Runde um das Gestüt herum. Die Schatten der Bäume ließen die brennende Sonne nicht zu uns durchdringen, sodass wir immer noch fit waren als wir auf den Hof zurück kehrten. "Crowley, sie sollten was essen!" rief mir Mrs. Clayton von der Türe zu. Ich brachte zuerst die beiden Stuten zurück auf die Weiden und schob die Kutsche die letzten paar Zentimeter in die Scheune, ehe ich zum Essen kam. Danach setzte ich mich mit Pitch ins Auto und fuhr nach Nottingham um Käthe zu besuchen.

      "Erin ist mit Hibana unterwegs." erklärte Käthe und küsste mich sanft zur Begrüßung. "Wir haben den Hof für uns!" Hinter ihr stand Amistad und stupste sie ungeduldig an. "Wir bringen den kurz weg ja? Dann zeig ich dir auf dem Rückweg Echo's Maiden und dann gehen wir rein. Die beiden anderen sind ja noch nicht hier. Aber ich hab Fotos!" erzählte sie stolz. Dass ich auch nach den beiden Fohlen gucken würde war selbstverständlich. For an Angel streckte neugierig den Kopf aus der Box, als wir an ihr vorbeigingen. Amistad war auch nicht abgeneigt gegenüber der hübschen Stute, doch Käthe kannte keine Gnade und zog den Scheckhengst weiter bis zu seiner Box. "Wo sind denn die Kleinen?" wollte ich wissen. Käthe zeigte nach draußen und ich beschleunigte meinen Schritt. Bearing Spots und Compliment standen gleich draußen, wenn man aus dem Stall kam und warteten darauf reingeholt zu werden. "Die sollen noch draußen bleiben, Hunter!" rief Käthe, als ich das Tor öffnete um mich auf die Weide zu mogeln. Sofort kamen die beiden zu mir und taxierten mich neugierig. Doch Leckerchen hatte ich heute nicht dabei. Besonders Compliment hatte nochmal einen ordentlichen Wachstumsschub. Ich ließ meinen Blick über die anderen Weiden schweifen. Grenzfee stand auch noch draußen zusammen mit der neuen Rappstute. Smarty Jones war der einzige, den ich noch nicht gesehen hatte. Aber er würde dann wohl in seiner Box stehen. Pitch fing an zu quängeln, weil ich ihn nicht mit auf die Weide gelassen hatte und bevor er richtig laut wurde kam ich lieber wieder raus und ging mit ihm Käthe hinterher ins Haus. Hier tauschten wir uns über unser beider Neuzugänge aus. "Ach, ich hab ganz vergessen dir Echo's Maiden zu zeigen." sagte Käthe schockiert. Doch ich unterbrach sie, ehe sie weitersprechen konnte. "Ich hab sie eben schon gesehen. Sie sieht toll aus. Wunderbar groß!" - "Und ihr Fell ist total samtig!" fügte Käthe hinzu woraufhin ich schmunzelte.

      Wir waren erst spät wieder heim gefahren und so schaffte ich es in dieser Nacht wieder nicht den verlorenen Schlaf nachzuholen. Doch es half nichts. Wenigstens war Kerry früher da und hatte sich schon Iseabail und Lady Lyneth Bowen gewidmet. Ich ging daher sofort über zu meinen Vollblütern. Kerry würde später noch Xana bespaßen. Ich begann mit Happy Fantasy. Die Stute kam grundsätzlich etwas zu kurz und deshalb gehörte mein Vormittag heute gänzlich ihr. Ich putzte sie ausgiebig, sattelte sie dann und ging mit ihr auf die Militarystrecke in Mitten der Rennbahn. Von hier aus konnte ich meinen Jockey bei der Arbeit zusehen. Sie hatten heute die Oldies Ehrengold und Mikado aus dem Stall geholt. In der Mittagspause erklärte ich den beiden dass ich mir als nächstes Mr. Raw Depression rausnahm. Die beiden nickten und sagten dann dass sie PFS' Savory Blossom und Raving Hope Slayer rennen wollten.
      Ich freute mich sehr, als am Nachmittag Isaac aus dem Urlaub kam. Übersäht mit noch mehr Sommersprossen als üblich und mit heller Fläche rund um die Augen, weil er wohl die Sonnebrille nicht abgenommen hatte bevor er sich an den Strand gelegt hatte. Freundschaftlich begrüßten wir uns und gingen zusammen in den Stall. Blütenzauber und Riven in a Dream waren die nächsten, die wir uns vornahmen. So heiß wie es war zogen wir uns in die Reithalle zurück, wo auch Abby schon den ganzen Tag war. Sie hatte sich mit Moulan beschäftigt und jetzt gerade ritt sie Scarlet in Birth warm. "Beth macht das mit den Fohlen gut oder?" fragte Isaac, der unsere Stallhilfe vor seinem Urlaub auserkoren hatte die Fohlenarbeit zu übernehmen. Sie hatte damit zu Beginn sehr zu kämpfen. "Sie hat sich gut mit ihnen eingespielt, ja." gab ich zurück. Besonders das Hengstfohlen Golden Sugar hatte sie ganz gut im Griff. Die Flausen von PFS' Storm Cat oder Stars of Magic waren dagegen ein Witz. Als wir mit den beiden Stuten fertig waren hatte Beth gerade Little Miss Backyard an der linken und Fantastic Sonata an der rechten Hand. "Könnt ihr nicht noch die letzten beiden übernehmen?" flehte sie und Isaac und ich tauschten vielsagende Blicke aus. Wir stimmten aber zu. So konnte Beth mit der Stallarbeit weiter machen und Isaac und ich schnappten uns What Rainbow und Rouge Trap. Die beiden Stuten brannten schon darauf die Welt zu erkunden. Als wir jedoch mit ihnen nach draußen gehen wollten um eine Runde um den Hof herum zu machen scheuten sie und wollten lieber wieder zurückgehen. Wir tasteten uns also eine Ecke vorsichtiger heran und ließen die beiden Stutfohlen in Ruhe gucken und das Tempo selbst bestimmen. Weit kamen wir so zwar nicht, aber wir konnten das Führtraining mit einem positiven Gefühl abschließen, als wir nach einer halben Stunde auf den Hof zurück kehrten um die Fohlen in ihre Boxen zu bringen wo sie übernachten würden.
      Am nächsten Tag hatten die meisten Pferde frei und so konzentrierte ich mich auf Slap Happy. Isaac hatte sich Bear Totem's Denali fertig gemacht und Kerry nahm LMR Lady Luna mit auf einen gemeinsamen morgendlichen Ausritt. Am Nachmittag kümmerten sich die beiden um Verdine und Tainted Whiz Gun, sodass ich frei hatte. Ich nutzte die Zeit um mit Pitch zum See zu gehen und die Woche ruhig ausklingen zu lassen. Nächste Woche würden die beiden Neuzugänge eintreffen und die Stallordnung wieder mal aufmischen.
    • sadasha
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      12. Juni 2018 | 2866 Zeichen von sadasha
      [FS 266] Eine spontane Entscheidung

      Hester war gerade zwei Tage auf dem Hof und schon überlegte ich sie an einer hiesigen Fohlenschau zu melden. Die kleine Stute hatte keinerlei Probleme mit der neuen Umgebung und fand sich gut in die Jungpferdegruppe ein, wenngleich sie als Kaltblut kaum mit den Vollblutfohlen mithalten konnte. Kerry und Isaac sprachen mir beide täglich nur Mut zu, sodass ich Hester schlussendlich für die Schau kommende Woche registriert hatte. Und jetzt standen wir hier in der prallen Mittagssonne. Hester trug ein helles Lederhalfter mit kleinen Strasssteinen besetzt. Bevor wir den Richtern vorgestellt wurden hatte ich sie so gut sie es zuließ geputzt. Den Behang ließ sie sich sogar schon waschen, sodass dieser nun nicht mehr grünlich verfärbt war. Ein wenig unwohl fühlte ich mich dennoch Hester schon nach so kurzer Zeit bei mir diesem Stress auszusetzen. Dann endlich wurden wir aufgerufen. Ich fasste die kurze Führleine nach und ging mit Hester bei Fuß zum abgesteckten Viereck auf der Wiese, um welches sich einige interessierte Zuschauer versammelt hatten. Mitten auf der freien Fläche begrüßte ich zwei Richter, die mir etwas Zeit gaben um Hester aufzustellen. Da ich mit der jungen Stute nicht viel trainieren konnte schob ich sie ein wenig zurück und ließ sie wieder vorkommen, bis sie meiner Meinung nach ordentlich stand. Hesters Ohren rotierten und der flauschige Schweif schlug aufgeregt von links nach rechts und wieder zurück. Die Richter blieben sehr ruhig und umkreisten uns einmal, ehe sie sich ihre Notizen machten. Dann brachten sie Bewegung ins Spiel. Wieder nahm ich den Strick kurz und zupfte ein paarmal daran, damit Hester mir in fixem Tempo folgte. Ich joggte gerade so schnell, dass ich die Kontrolle über mein Fohlen behielt und dieses im Trab blieb. Denn das war die Gangart, die man hier jetzt sehen wollte. Hesters Trab war zweckmäßig. Nicht außergewöhnlich raumgreifend, aber ausreichend um später einmal darauf aufzubauen. Auf beiden Händen stellte ich die kleine Stute vor, ehe wir wieder zum Stehen kamen. Wieder warteten wir einige Momente ehe die Richter sich ihre Notizen gemacht hatten. Erst als sie fertig waren wurde ich angewiesen den Strick zu lösen und Hester frei laufen zu lassen. Gesagt getan: Hester blieb jedoch bei mir stehen ohne sich auch nur einen Zentimeter weg zu bewegen sank sie den Kopf und sah dem Strickende, das gerade eben nach an ihrem Halfter hing. „Na komm.“ motivierte ich sie und joggte kurz los, damit Hester mir folgte. Es dauerte einen Augenblick, ehe sie nicht mehr an mir klebte und losgelöst quer durch das Viereck trabte. Den Schweif erhoben und locker in all ihren Bewegungen. Am anderen Ende blieb sie stehen und sah sich nach mir um. Sobald sie begriffen hatte, dass ich ihr nicht gefolgt war setzte sie zum Galopp an und kam zurück. Die Richter hatten sich das wohl etwas anders vorgestellt, aber Hester war frisch abgesetzt und suchte in mir eine Bezugsperson. Und aufscheuchen wollte man die jungen Pferde noch nicht. Man beließ es nun dabei und so lobte ich Hester mit Streicheleinheiten, ehe ich mich von den Richtern verabschiedete und das Viereck verließ. Dass die junge Perlinostute sich so schnell neu binden würde, hätte ich nicht erwartet. Umso glücklicher war ich jedoch diese Fohlenschau nicht hab sausen lassen nur wegen meinen Zweifeln. Vielleicht sahen auch die Richter ihr Potential und würden uns mit einer guten Bewertung lohnen.

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    • sadasha
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      12. September 2018 | 9.308 Zeichen von sadasha

      Isaac | Mit einem bestimmten Ruck zog ich Pitch näher an mich heran, der heute Morgen permanent an der Leine zog. „Heel!“, korrigierte ich ihn nachdrücklich und wandte meinen Blick dafür kurz von den Zäunen der Weiden des Hofes ab, die wir gemeinsam kontrollierten. Ich markierte mir Stellen, die repariert werden mussten, auf einem Lageplan. Heute würden sämtliche Reparaturen rund um die Stutenweide erledigt werden, denn heute kam Essence of Life auf den Hof. Die Zeit dafür war knapp, aber da wir nur wenige Leute auf dem Hof waren mussten diese Arbeiten zwischengeschoben werden, wo es nur möglich war. Nach ein paar Minuten Ruhe zog Pitch abermals wie ein Weltmeister. „Heel.“, wiederholte ich und zog den schwarzen Rüden, als er meine Befehle ignorierte wieder zu mir. „Spinnst du? Ich kann dich nicht loslassen, wer weiß wo du dann hinrennst!“ Aus mir sprach die schiere Verzweiflung, da Pitch mich einfach nicht verstand oder verstehen wollte. Seufzend nahm ich seine Leine kürzer um ihn besser im Griff zu haben und ignorierte sein Ziehen fortan um mit dem Ablaufen der Weide fertig zu werden. Der Blick auf das Haupthaus versetzte mir einen Stich ins Herz. Seit einigen Tagen war es nicht mehr so bewohnt wie üblich. Traurig ließ ich Pitch wieder lang und brachte ihn zurück ins Haus um ihn einzuschließen. Langsam und nachdenklich schlenderte ich zum Schuppen um mir Werkzeug, eine neue Planke und etwas Draht zu holen. Bei der Gelegenheit stellte auch gleich den Strom am Weidezaun aus, damit ich bei der Arbeit keine gewischt bekam. Dann ging ich wieder zu den Weiden. Die Sonne kroch langsam aber stetig über die den Hof umgebenden Wälder, während ich die markierten Missstände des Zaunes wieder glatt bügelte. Als ich nach drei Stunden fertig war und zurück zum Stall ging waren die Stallhilfen, Jockeys und Abby schon da, arbeiteten mit den ersten Pferden und brachten den Stall auf Vordermann. Im Haupthaus traf ich auf die Claytons. Elise sah mich besorgt an „War der Hund denn noch nicht draußen?“, fragte sie und zeigte auf Pitch, der mich aufgeregt begrüßte und sich vor mir langstreckte. Ich seufzte. „Der war mit mir draußen, aber ich lasse ihn nicht von der Leine. Das ist mir zu riskant.“ Mrs Clayton nickte verständnisvoll. „Er ist so nervös. Ich weiß nicht was ich machen soll.“ Entschuldigend hob ich die Hände. „Wir können nur hoffen, dass hier bald wieder der normale Alltag Einzug findet.“, beteuerte ich. „Ich kann mich leider nicht kümmern. Jeden Moment kommt ein neues Pferd auf den Hof, das ich dann zuerst versorgen muss und danach muss ich mich den Turnierpferden zuwenden.“ Abermals seufzte ich und schlug die Lider nieder. Elise legte mir eine Hand auf die Schulter, was ich ihr hoch anrechnete, da ich gut zwei Köpfe größer war als sie. Sanft lächelte ich zurück, als ich ihren beschwichtigenden Blick sah.

      Die Ankunft von Hunters neuem Pferd verzögerte sich etwas, sodass ich noch Zeit fand Rouge Trap, Fantastic Sonata und Golden Sugar auf ihre Weiden zu bringen. Gerade als ich zurück auf den Hof kam hörte ich Motorgeräusche. Da war sie also. Eine helle Fuchsscheckstute die mit rotierenden Ohren die neue Gegend erkundete, schon während wir sie vom Hänger luden. Sie war sehr lebhaft und wir hatten fast schon Schwierigkeiten sie auf der Rampe zu halten. Doch wir schafften das Abladen unfallfrei. Elise nahm die Papiere entgegen und brachte sie ins Haus um sie auf Hunters Schreibtisch abzulegen. Den finanziellen Part hatte Hunter zum Glück schon im Voraus geklärt. Wir gaben dem Fahrer dennoch ein angemessenes Trinkgeld, ehe er sich wieder auf den Heimweg machte. Nach dem Rundgang über das Gelände hatte ich Essence of Life wieder beruhigt und lief brav neben mir her. Ich brachte sie nun in ihre frisch eingerichtete Box und ging dann meiner üblichen Arbeit wieder nach. Zwischendrin rief ich Hunter an um ihn darüber in Kenntnis zu setzen, dass Alles gut verlaufen war.

      Einige Wochen später…

      Hunter | Wieder zu Hause konnte ich schon sehen, dass sich meine neue Stute gut eingelebt hatte. Isaac hatte ich sehr bemüht sie in den Hofalltag zu integrieren und sich mit ihr zu beschäftigen, wenn gleich sein Tag dadurch noch stressiger wurde. Auch um Pitch hatte er sich großartig gekümmert. In der ersten Zeit nach meiner Heimkehr wurde auch ich mit umsorgt, bis ich wieder auf die Beine kam und eigenständig kleinere Arbeiten übernehmen konnte. Auf einer Auktion hatte ich ein Fohlen erstanden. Framed in Fantasy aus einer ganz wunderbaren Anpaarung, die mir viel versprach. Der kleine Hengst würde sich als zukünftiges Springpferd gut machen. Doch jetzt war er noch viel zu klein. Er mischt im Moment die etwas träge Hester ordentlich auf. Ebenfalls auf dieser Auktion sah ich einen Schimmelhengst, dessen Blick mich direkt ins Herz getroffen hatte. Er hieß Reverence. Kein Rennpferd. Das zeigte auch sein im Vergleich massiger Körperbau sehr deutlich. In meinen Augen ein Allrounder. Ausgebildet war er jedoch besonders im Springreiten. Ich hatte noch ein paar Tage Bedenkzeit ehe ich mich entscheiden müsste ob ich den Hengst kaufen wollte oder nicht. Doch es sah Alls danach aus, als würde ich ihn nicht ablehnen können. Ich besprach Szenarien mit meinem Team und überprüfte auch die finanzielle Lage mehrfach. Käthe war sowieso überzeugt davon, dass das Bear Brook EC mehr Hengste durchaus vertragen würde. Das einzige Problem an der Sache wäre die Weidensituation. Es war jetzt schon etwas kompliziert die Pferde alle konfliktfrei zu sortieren. Immer wieder gerieten Hengste aneinander und es musste sich eine Lösung überlegt werden. „Je mehr Hengste, desto mehr Probleme.“ Das waren die Worte meines Vaters dazu. Recht unbeteiligt hatte er das erwähnt, doch sie regten mich einmal mehr zum Nachdenken an. Meine Mutter versuchte mir gut zuzureden. „Du findest eine Lösung.“, sagte sie und legte mir tröstend eine Hand auf.

      Am nächsten Tag rief ich gleich nach der täglichen Weidenkontrolle beim Verkäufer an. r schlug mir vor den Hengst zur Probe zu reiten, was ich natürlich nicht ablehnen wollte. Ich gab Elise Bescheid, der Rest des Teams war in seine Arbeit versunken und sollte nicht gestört werden. Dann packte ich Pitch ins Auto und machte mich auf den Weg. Der Hof lag quasi um die Ecke und ich wurde freundlich begrüßt, als ich aus dem Wagen stieg. „Hier entlang.“ Reverence sah aus wie frisch aus dem Ei gepellt. Als ich sein helles Fell anfasste war es, als würde man ein Plüschtier streicheln. „Wir haben ihn heute Morgen gebadet.“, erklärte der Verkäufer schmunzelnd. Das einzige was das Bild etwas trübte, war ein zerpflückter Führstrick. Reverence‘ Verkäufer folgte meinem Blick. „Aah, ja. Entschuldigen sie den Strick. Sie müssen wissen: Reverence hat Stricke und Zügel zum Fressen gern, wann man ihn damit alleine lässt.“, meinte er zwinkernd und klopfte dem Hengst auf die Schulter. Der kleine Mann sattelte und zäumte den Schimmel. Ich folgte auf den Reitplatz wo ich aufstieg. Der Platz war nass vom Regen der letzten Tage und Reverence bewegte sich gleich beim Aufsteigen vorwärts. „Etwas, an dem wir arbeiten müssen.“, murmelte ich und setzte meinen zweiten Fuß in den Steigbügel. Ich nahm die Zügel etwas auf und ritt ihn einige Runden in Schritt und Trab warm. Abgesehen davon, dass der Schimmel unglaublich unruhig war und ein ruhiges Schrittlaufen oder Stehen nicht fehlerfrei abzurufen war, ließ er sich ordentlich reiten. Es gab durchaus unruhigere Kandidaten in meinem Stall. Er wirkte sogar sehr faul auf mich, da man ihm immer wieder bewusst machen musste, dass er gerade zu arbeiten hatte. Besonders im Galopp wurde deutlich, dass Reverence ein Springpferd war. Mit meinem Bein jedoch wollte ich das nicht testen. Leichttraben und Galopp reichten schon um mir schmerzhaft klar zu machen, dass ich eigentlich noch nicht wieder im Sattel sitzen sollte. Ich ließ Reverence in Trab und Schritt abkühlen und stieg dann wieder ab. Die ersten Schritte hinkte ich leicht, doch der weiche Boden war viel angenehmer als das Sitzen im Sattel. „Hat das geholfen bei ihrer Entscheidung? Ich kann auch gerne noch ein paar Sprünge aufbauen.“, schlug der Verkäufer vor. Ich wank dankend ab. „Er gefällt mir.“, erklärte ich und musterte den Hengst noch einmal gründlich. Seine Hufe und Beine waren vom sumpfigen Sand bedeckt, doch seine Augen strahlten. Es wirkte fast als sei er froh mit der Arbeit fertig zu sein. Ich seufzte und ging noch einmal in Gedanken meine Pläne durch. Dann hielt ich dem Verkäufer meine Hand hin. Seine Augen weiteten sich in Erstaunen, bevor er mit strahlendem Lächeln einschlug. „Sie werden es nicht bereuen. Er hat Charakter!“ Ich lachte rau. „Das hab ich gemerkt!“ – „Wann wollen sie –„, er sah kurz zu meinem Wagen in dem Pitch geduldig wartete, „ich kann ihnen gerne meinen Hänger ausleihen.“ Ich schüttelte noch immer lächelnd den Kopf. „Schon gut.“, erklärte ich. „Ich komme in zwei Stunden vorbei, wenn es ihnen nichts ausmacht?“ Der Verkäufer nickte glücklich und brachte Reverence zurück zum Putzplatz um ihn abzusatteln. Bevor ich fuhr klärten wir das vertragliche und ich gab ihm eine Anzahlung. Am Ende des Tages hatte ich einen stattlichen Schimmelhengst auf dem Bear Brook EC und konnte es kaum erwarten Käthe davon zu berichten und mir eine Schelle abzuholen dafür, dass ich trotz Verletzung im Sattel saß.
    • sadasha
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      01. November 2018 | von sadasha
      Schnelle Pflege für alle Pferde

      Nachdem ich endlich vom Arzt das Go bekommen habe meine Pferde wieder zum teil selbst zu versorgen, machte ich mich heute früh gleich auf in den Stall um bei der Fütterung auszuhelfen. Ich fing bei meinen Zuchtstuten an um sie als erste auf ihre Weide bringen zu können. LMR Lady Luna, PFS' Savory Blossom und Scarlet in Birth streckten schon neugierig die Köpfe aus der Box, als sie den Fuggerwagen hörte. Slap Happy kam erst zur Tür, als ich bereits vor ihr stand. Als Boxennachbarin wurde dann auch Mikado neugierig. Riven in a Dream war noch im Halbschlaf und musste erstmal aufstehen, als sie das Futter hörte. Ich versuchte noch ein Foto davon zu machen, wie sie in ihrer Box lag, doch ich war zu langsam und erwischte sie mitten in der Bewegung. Die Dunkelheit gab dann den Rest dazu, das Bild war komplett verschwommen. Als nächstes waren Moulan, Blütenzauber und Bear Totem's Denali an der Reihe. Die Vollblut Zuchtstuten waren damit fertig. Nach der Fütterung kamen sie auf ihre Weide. Jetzt waren Tainted Whiz Gun, Verdine und Happy Fantasy bereit für ihr Frühstück. Die bunte Truppe stand nicht mit den Zuchtstuten auf einer Weide. Sie hatte ein eigenes Weideplätzchen und war so harmonisch, dass ich sie gar nicht in die große Herde werfen wollte. Die "Youngsters" hingegen schon. CHH' Classic Spring, PFS' Storm Cat, Rouge Trap, Fantastic Sonata und Essence of Life konnten sich schonmal daran gewöhnen mit tragenden Stuten und Fohlen umzugehen. Sie waren meine Anwärter. Die Jährlingsstuten Little Miss Backyard, Stars of Magic und What Rainbow standen zusammen mit Hester auf einer Weide weiter weg von ihren Mutterstuten. Das Absetzen hatten sie bereits hinter sich, doch ehe sie wieder zu den Großen kommen, würde noch etwas Zeit versteichen. Framed in Fantasy, mein neuster Zuwachs stand zusammen mit Braddock 'The Parrot', Niffler und Benji auf einer Weide, da ich aktuell keine Hengstfohlen außer ihm auf dem Hof hatte. Als die Fütterung der Stuten durch war öffnete ich die Paddockboxen der Hengste. Dabei ließ ich zuerst die älteren Hengste raus. Ehrengold und Mr. Raw Depression und danach Reverence. Zuletzt kamen Raving Hope Slayer und PFS Strolch auf ihre Paddocks.
      Mirko hatte sich in der Zwischenzeit um den zweiten Stalltrakt gekümmert und Xana, Stonery, Venetia, Felan, Magical Touch, Delmara, Iseabail, Lady Lyneth Bowen und Uschi komplett versorgt. Beth war noch dabei die Kaltbluthengste raus zu bringen. Maeyr, Schneemann und Mister Blockhead hatte ich schon draußen gesehen. Tank, Buck or Two, Thomas, Vikar und Mephisto standen noch in ihren Boxen. Ich hatte noch zwanzig Minuten Zeit um eine Box fertig zu machen für den heutigen Neuankömmling. Ramira, eine Tinkerstute, die auch Kerry gut gefallen wird. Sie war charakterlich einwandfrei und genoß bislang ein sehr liebevolles zu Hause in dem sie ordentlich in der Freiarbeit gefördert wurde. Für ein Therapiepferd exzellente Voraussetzungen. Nach der langen Reise aus Deutschland würde sie erstmal Ruhe brauchen. Ich streute deshalb so ein, dass sie es gemütlich hatte. Futter würde sie Portionsweise mitbringen, sodass ich mir darum vorerst keine Gedanken machen musste. Futterumstellungen hatte ich nun schon zu genüge umgesetzt und auch Ramira wird damit sicher gut zurecht kommen, sobald ich damit beginne. Ich legte ein paar saftige Möhren in den Futterkrug und öffnete das Fenster zum Innenhof. Damit war ich mit meinem Tagesplan fertig.
    • sadasha
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      1. April 2019 | von sadasha
      Frühlingseinbruch

      Den Kopf auf eine Hand gestützt, saß ich auf dem Hocker in der Sattelkammer. Ich starrte die offene Dose Lederfett an, die vor mir auf dem Boden stand, sah sie jedoch nicht. Ich war mit meinen Gedanken bei meinen Eltern, suchte Lösungen für das Dilemma, das sich um sie wob, wie ein giftiges Netz. Die Nachricht vom Schlaganfall meines Vaters hatte mich vor zwei Tagen aus der Bahn geworfen. Meine Mutter war vollkommen aufgelöst und lief herum wie ein aufgescheuchtes Huhn, wenn man sie besuchte. Sie fand sich alleine nur schwer zurecht. Jahrzehnte lang hatte sie meinen Vater an ihrer Seite, ihr Ruhepol, ihr Anker. Jetzt war er im Krankenhaus und kämpfte mit den Folgen des Schlaganfalls. Die Ärzte wollten uns nicht zu viel versprechen, er würde vielleicht wieder gehen lernen, vielleicht wieder sprechen können, aber sein Geist war sehr mitgenommen. Ich hatte meine Mutter wegen ihrer ebenfalls schlechten Verfassung nach Hause geholt. Hier konnte ich immer ein Auge auf sie werfen, sie ablenken. Mein Team half mir dabei und es zeigte bereits Wirkung. Aber war das die Lösung? Sicher nicht. Ich musste mir für die Zukunft etwas anderes überlegen.
      Ich seufzte und riss mich aus meinem Gedankenkarussell. Jemand hatte die Tür hinter mir geöffnet. Als ich mich umwandte sah ich, dass es Kerry war. Sie brachte Sattel und Trense von Vikar nach ihrem Training zurück. „Vikar kam heute aus dem Schwitzen kaum noch raus. Auch die anderen Kaltblüter tun sich schwer mit dem plötzlichen Frühlingseinbruch. Kannst du mir helfen sie zu scheren? Ich bin mit der Maschine so unsicher.“, fragte sie, als sie das Zubehör fertig verstaut hatte und sich zum Gehen wandte. Ich nickte zum Sattel auf dem Bock vor mir. „Ich mach den noch fertig, dann komme ich.“
      Kerry hatte Tank auf die Stallgasse geholt und ihn gründlich geputzt. Der Shirehengst sah mich aufmerksam an, als ich mich mit der Schermaschine näherte. Er war meistens entspannt. Das Scheren kannte er und gerade ihm mit seinem schwarzen Fell, war es immer eine große Erleichterung, wenn wir ihm beim Fellwechsel halfen. „Ich hol schon mal den nächsten Kandidaten, dann kann ich Putzen, solange du Tank scherst.“ Abermals nickte ich und schloss die Maschine am Strom an. Ich stellte eine recht kurze Haarlänge ein und begann am Hals gegen den Strich zu scheren. Kerry hatte die Mähne fest eingeflochten, sodass sie mich jetzt nicht störte, selbst wenn sich Tank einmal schüttelte. Ich nahm mir die Zeit um langsam die Bahnen zu ziehen und auf Unebenheiten zu achten. Schließlich wollte ich den Hengst nicht verletzen. Immer wenn ich absetzte prüfte ich die Temperatur der Schermaschine. Wurde sie zu heiß, setzte ich für ein paar Minuten aus, damit sie sich abkühlen konnte. Nach Tank war Felan an der Reihe. Kerry brachte den Hengst weg und ich ging eine Stallgasse weiter um die Schimmelstute zu scheren. Felan war auch sehr ausgeglichen und ruhig. Der Krach der Schermaschine machte ihr nichts. Ihre dunkle Haut ließ das Fell grau erscheinen. Kerry half mir beim Po und hob den Schweif an, da Felan ihn nicht von selbst hochnahm, wenn ich in die Gegend kam. Dadurch dass die Stute deutlich kleiner war, als Tank war ich auch viel schneller mit dem Scheren fertig. Kerry hatte dennoch schon das nächste Pferd fertig geputzt. Schneemann war zwar auch weiß, hatte aber eine helle Haut, da er kein Schimmel war. Er bekam eher einen rosa Touch, wo die Haut durchschimmerte. Während ich ihn scherte, putzte Kerry Uschi, deren Dapples beim Schervorgang deutlicher zum Vorschein kamen. Eine Herausforderung stellte Maeyr dar. Der Hengst war mal wieder in Höchstform und schnappte immer wieder nach mir, wenn ihm eine Stelle nicht passte. Als ich seine Spinnereien satt hatte bat ich Kerry ihn abzulenken, damit ich den Schervogang in Ruhe abschließen konnte. Auch Mister Blockhead war nicht begeistert vom heutigen Tagesprogramm. Nach ihm legten wir erstmal eine Pause ein und aßen zu Mittag.
      „Holt ihr die anderen? Wir haben für Alle gekocht.“, bat meine Mutter, als wir die Küche betraten. Sie sah glücklich aus. Mrs. Clayton deckte im Hintergrund den Tisch. Es roch köstlich nach gebratenem Fleisch und Rosmarin. Kerry und ich teilten uns auf und holten den Rest des Teams. Ein so üppiges Essen hatten wir selten. Meistens gab es Eintöpfe, Suppen, irgendwas, das sich schnell für eine große Truppe anrichten ließ. Jetzt wo Mrs. Clayton jedoch die Hilfe von meiner Mutter hatte tischten sie gemeinsam auf. Sie waren ein ausgezeichnetes Team. „Als nächstes scheren wir Mephisto und Buck or Two. Dann sind es nur noch die übrigen Stuten.“, erklärte Kerry. Liz sah auf. „Das macht ihr also den ganzen Tag! Vielleicht könnte man bei der Gelegenheit die Fohlen an das Geräusch gewöhnen?“, schlug sie vor. Ein zustimmendes Murren ging durch die Reihe, da niemand den Mund leer hatte um in Worten zu antworten. Den Rest des Essens diskutierten wir aus wie dir das Fohlentraining am besten einbringen konnten ohne die Kleinen komplett zu verschrecken. Am besten ging das mit den sehr routinierten Stuten. Xana, Venetia, Ramira und Sovereign boten sich an.
      Nach dem Essen ging es dann an die Umsetzung. Ich begann damit die Stuten zu scheren und Kerry sah immer mal wieder mit einem der Fohlen vorbei. Zuerst mit Hester, die das Alles recht wenig interessierte. Gut für sie, denn als Tinker würde die später öfter in den Genuss kommen zum Fellwechsel geschoren zu werden. Aber auch die Vollblutfohlen Little Miss Backyard, What Rainbow und Framed in Fantasy konnten sich mit dem Geräusch und dem Vorgang etwas vertraut machen. Als die vier Stuten unseres Vertrauens durch waren mit Scheren, fehlte nur noch Stonery. Auch sie wurde heute von überschüssigem Winterfell befreit und anschließend mit einer leichten Decke eingedeckt.
      Der nächste Tag begann ganz standardmäßig. Es war für mich schon so normal, meine Mutter im Haus zu haben, dass es sich unnatürlich anfühlte, sie demnächst wieder wegzuschicken, damit sie weiter mit meinem Vater leben konnte. Doch für den Moment genoss ich ihre Anwesenheit und ihre Hilfsbereitschaft im Haushalt. Sie hatte sogar Pitch raus gelassen, sodass ich sofort an die Arbeit mit den Pferden gehen konnte. Ich schnappte mir zuerst Ehrengold und Sunday Morning und steckte sie in die Führanlage, die beiden braunen Hengste verstanden sich erstaunlich gut und so konnte man sie halbwegs unbeaufsichtigt ihre Runden drehen lassen. Von der Reithalle aus konnte ich sie beobachten. Ich machte mir Riven in a Dream fertig und wärmte sie zuerst einmal gründlich auf. Als ich damit fertig war betrat Isaac mit Mikado in die Halle. „Keine Stangen aufgebaut? Bist du krank?“ Ich lachte. „Kein Bedarf. Aber nur zu, wenn du Stangenarbeit machen möchtest: Fühl dich frei.“, gab ich zurück und trabte Riven an. Isaac beließ es für seine erste Trainingseinheit des Tages dabei und baute erst nachdem er Mikado weggebracht hatte ein paar Stangenlektionen auf. Ich hatte nun PFS Strolch unter mir und nutzte die Stangen ebenfalls. Da Isaac jetzt den Halbbruder PFS' Straight Alignment ritt kamen wir mit den Abständen in etwa hin, wenngleich Ally ein Stückchen kleiner war. Die Schrittlänge war erstaunlicher Weise recht ähnlich. Nach dem Mittag schnappte ich mir zuerst Golden Sugar und später Reverence und machte ihn für den Geländeparcours fertig, der sich endlich wieder bereiten ließ, nach all den nassen Tagen. Die Hofeigene Strecke hatte ich für mich alleine, da heute nur Isaac als Trainer auf dem Hof war. Er blieb jedoch den Tag über in der Halle. Die Stuten PFS' Savory Blossom und Essence of Life würde das freuen, da sie sonst gleich gewaschen werden müssten, was keine von ihnen sonderlich mochte. In der Führanlage liefen, als ich von meiner Geländesession zurück kam, Rouge Trap, PFS' Storm Cat, Tainted Whiz Gun und CHH' Classic Spring. Damit waren die Vollblüter für heute bewegt. Frei war mein Nachmittag jedoch trotzdem nicht, da ich noch ein paar Besorgungen für die Schmiede machen musste. Erst als ich spät Abends wieder nach Hause kam, hatte ich endlich frei und konnte mit Pitch die Ruhe genießen.
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  • Album:
    Gnadenweide | Pferdehimmel
    Hochgeladen von:
    sadasha
    Datum:
    3 Juni 2018
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  • [​IMG]
    Stute
    04. Januar | ½ Jahr
    Rasse Tinker
    Stockmaß/Endmaß 162cm
    Fellfarbe Perlino
    Geno EE AA CrCr

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    Charaktereigenschaften
    Ausgeglichen, Neugierig, Stur, Verschmust

    Vorgeschichte
    Hester stammt aus Irland. Die anerkannte Zucht von erfolgreichen Tinkern von Sektion A, B und C hatte vor einigen Wochen ihre Zuchtfohlen präsentiert und ich wusste das einer meiner besten Freunde neue Tinker sucht. Ich wusste auch dass nur erwachsene Tiere gesucht werden, jedoch war Hester ein Perlino, genau das, was ebenfalls gesucht wird. Ich zögerte nicht lange und schloss den Verkauf innerhalb kürzester Zeit ab.

    Beschreibung
    Die junge Perlinostute besitzt üppiges, dichtes Langhaar und einen typisch kurzen Rücken. Auch ihr Behang ist schon sehr ausgeprägt. Sie stammt aus der Sektion A und ihr Körperbau ist sehr kompakt sowie muskulös. Ihr Kopf ist grade und hält große runde Augen. Hester ist ein sehr ausgeglichenes Fohlen, was auch zum Charakter der Tinker gehört. Sie zeigt große Neugier und weicht Unbekannten Situationen nicht aus. Sie hat ihren eigenen Kopf und ist schwer von der Stelle zu bewegen wenn sie keine Lust hat. Auch den Hänger mag Sie nicht gern. Jedoch ist sie mit Leckerlis und vielen Streicheleinheiten lieb und ihr Herz gehört dann garantiert dir.


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    Trainingsplan
    Fohlen ABC - | Eingeritten x | Eingefahren x

    Schleifenaufstieg | Trainingsaufstieg | Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Variationen

    Dressur E A L M S

    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M S
    Doma Classica: WE WA WL WM WS
    Alta Escuela: WE WA WL WM WS
    Doma Vaquera: WE WA WL WM WS


    Western E A L M S
    Western Pleasure: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Reining: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Trail: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Cutting: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Barrel Racing: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Pole Bending: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Roping: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
    Hunter under Saddle: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1


    Fahren E A L M S
    Dressurprüfung: CAI-A1 CAI-A2 CAI-A4
    Ausdauerprüfung: CAI-M-A1 CAI-M-A2 CAI-M-A4
    Hindernisfahren: CAI-C-A1 CAI-C-A2 CAI-CA4



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    Offiziell
    keine

    Inoffiziell

    keine



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    Körpunkte
    Abstammung 0
    Schleifen 0
    HS 0
    TA 0
    Trainer 0
    Zubehör 0
    Gesamt 0


    Schleife
    SK

    Eingetragene Zucht Bear Brook EC

    Besitzer sadasha (Hunter Crowley)
    VKR/Ersteller Cooper

    Nachkommen
    keine

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    Letzter Tierarztbesuch unbekannt
    Gesamteindruck unbekannt


    Letzte Zahnpflege überfällig
    Letzte Wurmkur überfällig
    Letzte Impfung überfällig


    Letzter Hufschmiedbesuch unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert nein


    Beschlag vorne keiner
    Beschlag hinten keiner


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    PNG | Puzzel PNG | Offizieller Hintergrund