Sevannie

* Hermelin Jaela - Irish Tinker *

- Im Besitz seit 06.07.2015 -

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* Hermelin Jaela - Irish Tinker *
Sevannie, 26 Aug. 2018
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    • Sevannie
      19.06.2013 von Gwen
      Es war bereits nach 19 Uhr und ich schlug mein Geschichtsbuch zu, um die Pferde in den Stall zu bringen. Während ich die Treppen hinunter lief, ging ich in Gedanken die Industrialisierung in Deutschland durch. Morgen stand meine Geschichtsklausur an und ich konnte mir immer noch nicht alles merken. Bald würde ich noch verzweifeln! Aber genau aus diesem Grunde kam mir die plötzliche Abwechslung ganz recht. Schnell schlüpfte ich in meine Turnschuhe und verließ das Haus. Draußen empfing mich ein wundervolles Wetter. Natürlich musste gerade an dem Tag, an dem ich lernen musste, die Sonne scheinen und die Vögel zwitschern. Wenigstens hatten die Pferde den Tag auf unserer großen Weide genießen können. Als erstes holte ich die beiden Stuten. Ravi und Magic standen im Schatten ihrer Linde und grasten friedlich. Ich pfiff kurz und schon hoben sich ihre Köpfe. Es dauerte nicht lange, bis sie vor mir standen und sich ohne Probleme aufhalftern ließen. Ich führte die beiden in denn Stall und nachdem sie in ihren Boxen standen, holte ich noch unsere beiden Chaoten Toothless und Tair. Natürlich kamen diese nicht sofort angaloppiert, waren eben halbwüchsige Jungs. Wenigstens benahmen sie sich bei mir, denn bei meiner Mutter oder bei Kathy spielten sie gerne einmal Fange. Ich musste zwar laufen, hatte dafür dann aber auch beide aufgehalftert und war auf den Weg zum Stall, als meine Mutter auf mich zukam. Ich hatte eine böse Vorahnung, denn sie hatte wieder ihr typisches Grinsen aufgesetzt, welches sie immer besaß, wenn sie eine neue Idee hatte. Schnell ließ ich die beiden Hengste in ihre Box und lief ihr entgegen. „Was gibt’s denn so Aufregendes?“ fragte ich und hoffte innerlich auf irgendeine Schnapsidee. „Mensch Gwen! Heute kommen doch unsere drei Tinkerstuten! Ich wollte dich nur fragen, ob du vielleicht die Boxen fertig machen könntest?“ Einen Moment lang vergaß ich, meinen Mund wieder zu schließen. Als ich meine Mutter fragte, was wir mit drei neuen Pferden sollten, sprach sie von Tourismus und Geländeritten in den Riding Mountain Nationalpark. Ich seufzte nur und drehte mich schweigend um. Ob das gut enden würde? Doch ändern würde ich es jetzt erst einmal nicht können. Stattdessen beeilte ich mich lieber, die drei Boxen mitsamt Futter herzurichten, ehe ich die eigentliche Abendfütterung unserer Pferde begann. Als es dann schon fast dunkel war, hörte ich einen Automotor auf unseren Hof rumpeln. Ich kam aus den Stall und sah einen nagelneuen Jeep mit gigantischen Pferdehänger hinten dran. Meine Mutter unterhielt sich mit einer jungen Frau, während zwei Helfer dabei waren, die Pferde auszuladen. Ich fragte nach, ob ich helfen könnte und direkt wurde mir ein Fohlen in die Hand gedrückt. Ich musterte die kleine Scheckstute kurz, ehe ich sie ein wenig herumführte und dann in ihre Box brachte. Die Männer folgten mir mit zwei weiteren Stuten. Als alle drei in ihren Boxen standen und der Besuch wieder gefahren war, ließ ich mir von meiner Mutter die Neuankömmlinge erklären. „Die Kleine ist Highland Moon, sie ist noch nicht einmal ganz ein Jährling, aber sie hat einen wundervollen Charakter! Die weiße Dame ist Hermelin Jalea und wirklich ein mutiges Verlasspferd, sie wird ideal für die Ausritte sein. Und das hier ist Teiga. Sie ist die scheuste von allen und benötigt noch einiges an Training, aber wenn wir das geschafft haben, wird sie sicherlich genial. Außerdem kennen die drei sich schon so lange, da wollte ich sie nicht auseinanderzerren.“ Ich musterte die drei noch ein Weilchen, ehe ich mich bei meiner Mutter entschuldigte und wieder in mein Zimmer verschwand, hoffentlich würde ich zumindest noch ein wenig Geschichte lernen können.

      30.06.2013 von Quall (Tierarzt)
      Heute sollte ich für Gwen drei neue Pferde untersuchen, ob sie auch wirklich gesund waren. Eine Tinkerstute namens Hermelin Jaela, eine weitere Tinkerstute namens Teiga und ein Tinker Fohlen namens Highland Moon. Schnell waren alle Sachen gepackt und ich fuhr zu Gwens Hof, der nicht sehr weit entfernt war. Dort hatte Gwen schon alle drei Pferde am Putzplatz angebunden und ich begrüßte sie, ehe ich meine Sachen auspackte. Ich holte erst das Stetoskop und überprüfte den Herzschlag von allen drei. Er war sehr regelmäßig, nur Teigas war etwas erhöht, was jedoch keine Probleme machen sollte. Dann ging ich zu Hermelin Jaela und tastete ihren Bauch und ihre Beine ab und überprüfte ihre Ohren und Augen. Sie war vollkommen gesund und auch an ihren Hufen waren keine Krankheiten zu erkennen. Als nächstes wandte ich mich dann Teiga zu, die ich erst ein wenig streichelte, da sie sehr unruhig erschien. Als sie Vertrauen zu mir gefasst hatte, tastete ich auch sie ab und begutachtete ihre Ohren, Augen und Hufe. Auch bei ihr war alles gesund. Highland Moon, das Fohlen, war jedoch sehr nervös und zickte mich erst an, als ich ihren Bauch abtasten wollte. Nach einigen Streicheleinheiten und einer kleinen Karotte beruhigte sie sich aber und ich stellte fest, dass ihre Augen etwas tränten. Mit einem Taschentuch trocknete ich ihre Augen und wischte den Schlaf aus diesen heraus. Weitere Probleme müsste dies jedoch nicht machen. Als ich mit allen drei fertig war, sagte ich Gwen Bescheid und sagte ihr, sie solle mich anrufen, wenn Highland Moons Augen weiterhin tränten. Dann verabschiedeten wir uns und ich gab allen drei Kaltblütern ein Apfelstück, ehe ich meine Sachen zusammen packte und zurück in die Klinik fuhr.

      31.07.2013 von Gwen
      Neugierig schaute ich meiner Mutter über die Schulter, während sie versuchte, eine zusammenhängende Strecke auf der Karte zu markieren. „Wenn wir die Wege erst einmal alle haben, kann es so richtig losgehen!“ freute sie sich wie ein kleines Kind. Für ihren Wunsch, Ausritte anzubieten, versuchte sie momentan einige schöne Strecken zu finden, die einerseits aufregend, aber andererseits auch sicher waren. Heute wollten wir zu dritt die erste Strecke abreiten. „Gwen? Nimmst du bitte Teiga, ihr beide kennt euch schon besser. Und Kathy? Du kannst dir aussuchen ob du Jaela oder Magic nehmen willst.“ Gemeinsam mit meiner kleinen Schwester huschten wir schon aus dem Haus, um die drei Tinkerstuten von der Weide zu holen und am Putzplatz anzubinden. Kurz darauf war auch unsere Mutti da und gemeinsam machten wir die Pferde fertig. Kathy wollte lieber Magic nehmen, dass fand sie angenehmer, wenn wir eine fremde Strecke entlang reiten würden. Alle drei Stuten hatten einen nagelneuen Wanderreitsattel aus dem Barefoot-Sortiment, ebenso wie eine neue Trense. „Auf geht’s!“ grinste meine Mutti und schwang sich auf ihre Schimmelstute. Ich murmelte Teiga nochmal beruhigende Worte zu und stieg dann auch auf. Dann ging es schon los. Wir ritten durch den angrenzenden Wald und es dauerte nicht lange, bis wir den Eingang des Riding Mountain Nationalpark erreichten. Gerade jetzt im Sommer war es einfach traumhaft! Unser Weg führte uns an einigen kleineren Seen vorbei, ehe wir uns in höhere Lagen begaben. Die Stuten waren äußerst trittsicher und allesamt total entspannt. Wir standen wie auf einem Plateau und konnte auf die riesige Grasebene unter uns blicken und ab da wusste ich, dass das Geschäft meiner Mutter boomen würde. Vor uns graste eine gigantische Herde von Bisons. „Wow...“ murmelte Kathy nur und lehnte sich über Magics Hals. So etwas hatten wir noch nie gesehen. „Schaut mal, ein Bisonkalb!“ rief ich erfreut, als ich das kleine hellbraune Flausch über das Gras flitzen sah. Meine Mutter schien mal wieder mit sich selbst äußerst zufrieden zu sein. Sie wendete Jaela und ritt weiter. Der Nationalpark lag direkt an einem der großen Seen Kanadas und auch den bekamen wir nun zu sehen. Weit von uns entfernt watete soeben ein Elchbulle durch das flache Ufer. Allmählich machten wir uns wieder auf den Heimweg, doch ich konnte mich an Tieren und der Landschaft wirklich nicht satt sehen. „Mama? Ich glauben wir werden ausgebucht sein.“ lachte ich fröhlich. Wieder zu Hause sattelten wir gemeinsam die Stuten ab und brachten sie wieder auf die Weide. „Diese Strecke war ein voller Erfolg.“ murmelte meine Mutter und begann direkt damit, sie in die große Karte einzuzeichnen, welche bei uns im Stall hing. Ich machte mich auf den Weg zu unserer Kleinsten, Highland Moon.

      23.08.2013 von Gwen
      „Gwen? Kathy?“ tönte es von draußen her. Wir beide antworteten nur mit einen „Hm.“ denn es war klar, wo wir gerade waren. Mama stürmte um die Stalltür und schaute sich suchend um. „In den Boxen, Mama.“ lachte ich fröhlich, wir hatten ihr vorhin ja nur gesagt, dass wir uns an die Stallarbeit machen würden. „Tut mir leid, Kinder. Ich bin gerade ein wenig durch den Wind.“ grinste sie uns an. „Auf alle Fälle habe ich zwei tolle Nachrichten für euch! Erstere, die ersten Buchungen sind eingegangen! Bald sind wir mit unseren Tinkern und den Gästen im Nationalpark unterwegs. Und Zweitens habe ich heute den Anruf erhalten, dass heute Mittag unsere Heu- und Strohlieferung eintrifft. Gott sei Dank, Morgen soll nämlich wieder grauenvolles Wetter sein. Also plant nicht zu viel, wir müssen das Zeug unbedingt auf den Dachboden bringen.“ grinste sie uns freudig an. Puh, das waren viele Neuigkeiten, ich freute mich natürlich riesig, dass Mamas Geschäftsidee mit den Ausritt anscheinend fruchtete, aber auf die Arbeit mit dem Heu und Stroh freute ich mich so gar nicht, zudem das mir gewaltig gegen den Strich ging. „Aber Mama, Kathy und ich wollten heute noch mit Magic und Jalea auf den Platz!“ stöhnte ich genervt und erntete einen missbilligenden Blick. Doch dann bekam ich die Zusage, dass wir das durften, bevor es an die Arbeit gehen würde. Schnell machten wir die restlichen Boxen fertig und machten uns dann direkt auf den Weg zur Weide der Stuten. „Ich nehme heute Jaela!“ rief Kathy und lief vor, um sich das Halfter der großen Schimmelstute. Mir war das ganz recht, dann konnte ich heute wieder mit Magic arbeiten. Die beiden Stuten kamen wie immer ohne Probleme zu uns, ließen sich aufhalftern und folgten uns auf Schritt und Tritt. Am Putzplatz machten wir beide fertig und ich flechtete Magic sowohl Mähne als auch Schweif, denn wenn die Stute schwitzte, war das immer äußerst unangenehm mit ihrem dicken Langhaar und heute war es schon noch angenehm warm. Nachdem beide Stuten gesattelt waren, machten wir uns auf unseren Platz und schwangen uns in die Sättel. Gemeinsam drehten wir im Schritt am langen Zügel unsere Runden, um die Stuten aufzuwärmen. Danach begannen wir mit Wendungen und Handwechsel und nahmen allmählich die Zügel auf, bevor wir in den Trab übergingen. Auch hier ritt ich mit Magic viele Bahnfiguren, um abwechslungsreich zu bleiben. Im Galopp war sie heute ein wenig motivierter als sonst und ich musste sie erst einmal zügeln, doch dann lief sie äußerst angenehm. Auch bei Kathy und Jaela sah das Training gut aus, auch wenn sie die Stute ein wenig mehr vorwärts treiben müsste, doch ich schwieg, Jaela würde ihr den Fehler schon noch früh genug zeigen. Ich parierte Magic zum Stand durch, schwang mich aus dem Sattel und legte einige Trabstangen auf den dritten Hufschlag und gegenüber stellte ich ein Cavaletti. Dann saß ich auch schon wieder auf Magics Rücken und gymnastizierte die Stute ein wenig. Erst nahmen wir die Trabstangen von beiden Seiten und dann auch das Cavaletti, zu Beginn im Trab und dann im Galopp. Auch Kathy nutzte die Stangen, doch beim Cavaletti blieb Jalea einfach stehen, da Kathy einfach zu wenig getrieben hatte vor dem Hindernis. Das zweite Mal klappte dann wesentlich besser. Ich machte mit Magic noch einiges an Galopparbeit, da sie gerade auf der linken Hand Probleme hatte, sich gut zu balancieren, dass Problem würden wir wohl auch noch einmal mit der Longe angehen müssen. Dann parierte ich zum Schritt durch und ritt die Stute ab. Kathy tat es mir gleich, so dass wir eine kleine Runde um unsere Ranch zogen. Dass gefiel den Stuten und uns, denn es war angenehmer als über den Platz zu dümpeln. Nachdem beide Stuten abgesattelt und abgespritzt waren, brachten wir sie wieder auf die Weide. Mama wartete schon ungeduldig auf uns, denn nun mussten wir wirklich anfangen, die Bündel einzustapeln. Morgen würden dann noch die Rollen kommen und dann wären wir für den Winter versorgt.

      05.09.2013 von Gwen und Abajo
      Ich seufzte leise, als ich mich auf den Weg zu unserer großen Wiese machte, mit Halfter und Strick in der Hand. Am Zaun stieß ich einen leisen Pfiff aus und schob mich unter den Latten durch, die Köpfe der Stuten waren schon längst in die Höhe geschossen. In aller Ruhe wanderte ich auf unsere Schimmelstute zu. „Na meine Hübsche.“ murmelte ich und halfterte Jaela auf. Dann verließ ich mit ihr gemeinsam die Weide, um sie zum Putzplatz zu bringen. Dort begann ich die Tinkerdame gründlich zu putzen, eher gesagt herauszuputzen. Jaela schien genau zu wissen, was heute für ein Tag war, denn sie war selbst ganz ruhig und schaute mich gutmütig aus ihren großen braunen Augen an. Ich lächelte zurück und dachte an ihre künftige Besitzerin. Letzte Woche hatte Mama entschieden, dass es keinen Sinn mit den Tinkern machte und wir unser Vorhaben nie umsetzen würden können. Also hatte sie schweren Herzens entschlossen, die drei Ladies zu verkaufen. Am Wochenende waren bereits Interessenten für Jaela dagewesen, eine junge Frau namens Abajo. Sie war mir sofort sympathisch gewesen und ich war glücklich, dass wir für die Stute so eine wundervolle neue Besitzerin finden würden. Nach der Schule hatte ich mir also direkt Zeit für unsere Stute nehmen wollen, welche wir heute Abend zu ihrem neuen Heim fahren würden. Ich putzte sie noch einmal ausführlich, kämmte Mähne und Schweif und fettete sogar die Hufen ein, Jaela sollte schick aussehen, wenn sie heute von ihrer neuen Besitzerin entgegen genommen werden würde. Ich warf ihr ihre Abschwitzdecke über und befestigte die Transportgamaschen, dann kam auch schon Mama aus dem Haus und fuhr den Jeep mit Hänger vor. Während sie noch Jaelas gesamte Ausrüstung zusammensammelte, schmuste ich noch einmal in aller Ruhe mit der Stute. Sie war zwar nicht lange hier gewesen, dennoch hatte ich sie schnell ins Herz geschlossen. „Auf geht’s.“ lächelte ich leise und führte sie auf den Hänger. Nachdem die Stute sicher stand und alles fertig war, stieg ich auf den Beifahrersitz und wir machten uns auf den Weg. Ich musste eingeschlafen sein, denn ich konnte mich an kein Stück des Weges erinnern und war erst jetzt wieder da, nachdem meine Mutti mich geweckt hatte. Wir fuhren gerade auf einen großen geräumigen Hof. Nachdem wir ausgestiegen waren, wurde wir freundlich von Abajo begrüßt, welche schon ganz aus dem Häuschen zu sein schien. Gemeinsam mit ihr lud ich Jaela aus dem Hänger aus. Die Stute blickte sich neugierig um und blähte die Nüstern, um alle neuen Gerüche aufzunehmen. „Sie ist eine wahre Pracht.“ lächelte Abajo glücklich und strich Jaela über den weißen Hals. Dann sagte sie, dass wir sie erstmal auf eine kleinere Weide bringen würden. Ich begleitete die beiden und half beim Abnehmen der Ausrüstung. Jaela lief neugierig los und erkundete die Weide. Meine Mutti und Abajo verschwanden im Büro, um den Papierkram fertig zu machen. Ich machte mich daran, Jaelas Ausrüstung aus dem Auto zu laden und als Abajo wieder da war, halfen wir ihr, das ganze Zeug in Jaelas neuen Spind zu verstauen. Dann gab uns Abajo noch eine Führung über ihren Hof. Er war einfach herrlich, in wunderschöner Lage und mit genialen Arbeitsbedingungen. „Hier wird sie es definitiv gut haben.“ lächelte ich glücklich und wir schauten noch einmal bei der Schimmelstute vorbei. Diese stand zufrieden grasend auf ihrer Weide, kam aber zu uns, als sie uns entdeckte. Ich kraulte sie noch einmal ein Weilchen und verabschiedete mich dann von ihr. Mama tat das Gleiche, dann schlossen wir wieder den Hänger und verabschiedeten uns noch von Abajo. „Viel Spaß mit ihr!“ sagte ich noch fröhlich und stieg dann wieder ins Auto. Gemeinsam mit Mama trat ich den Heimweg an, wir würden allerdings eh erst gegen Neun Uhr wieder zu Hause sein, dort würden schon unsere Pferde auf uns warten. Ich freute mich schon riesig auf Ohnezahn und tröstete mich so über den Abschied von Jaela hinweg. Bei Abajo würde sie es einfach toll haben, dass wusste ich jetzt schon und Abajo wollte uns immer auf dem neusten Stand halten.
      Nachdem Gwen mit ihrer Mutter den Hof verlassen hatte, begab ich mich zurück auf die kleine Weide, auf der wir Jaela zurückgelassen hatten. "Du bist echt eine Hübsche...", redete ich mit mir selbst und beobachtete die Stute, wie sie, trotz Hofwechsel, zufrieden das Graus von der Wiese rupfte. Den heutigen Tag würde sie auf der Weide bleiben, damit sie sich an die neuen Gerüche und Geräusche gewöhnen konnte. Abbey Dawn war ebenfalls noch nicht lange auf meinem Hof, doch auch sie hatte sich schnell eingelebt. Morgen würde ich Jaela die anderen Pferde vorstellen und mit etwas Glück würde sie sich prima mit Abbey und Miss Indepent verstehen. Ich kontrollierte, ob die Stute genug Wasser bekam und streute dann etwas Heu in den kleinen Unterstand. Verhungern und Verdursten würde sie schon nicht. Und der Unterstand schützt sie vor Wind und Wetter. Prima. Zufrieden machte ich mich zurück in den Stall, um mich um die restlichen Pferde zu kümmern.

      19.11.2013 von Ravenna
      Also – nachdem ich ebenfalls eine Weile mit Amy gequatscht hatte – erhielt ich eine Nachricht von Abajo, setzte mich ins Auto und fuhr auf direktem Wege über die Landstraße zu meinem alten Heim. Ihre Stute Miss Independent war mir bereits durch einen Ausritt bekannt, doch den Rest ihrer Bande hatte ich noch nicht kennengelernt. Bei einem kurzen Gespräch erfuhr ich, das die Pferde sowohl die Impfung als auch eine Wurmkur gebrauchen könnten. „Okey, dann machen wir uns heute mal an den Impfmarathon – die Wurmkur lass ich dir einfach mal hier. Die kannst du in etwa einer Woche selber verabreichen.“ Mit Abajo in der Führung ging es ab in den Stall..wir teilten einander die Aufgaben, während ich dabei war die Pferde rein äußerlich zu untersuchen und schließlich zu impfen sollte sie die neuen Spritzten bereits aufziehen und das nächste Pferd vor der Box anbinden. Wir begannen mit der mir bereits bekannten Miss schien mir etwas gelangweilt entgegen zu blicken, als ich jedoch begann sie an einigen Körperstellen zu berühren begann blickte sie neugierig nach all meinen Bewegungen – im Grunde ließ sie sich alles Kommentarlos gefallen. Die Spritze stellte keine Probleme dar und ich konnte den nächsten Patienten abtasten. Ariabolo war ein außergewöhnlich brauner Lusitanohengst, ließ sich zunächst etwas bitten, denn die anwesende Stute ließ ihn ein wenig Nervös werden..Im Grund fuhr er einfach auf sie ab – wie Abajo mir versicherte. Ich lächelte etwas in mich hinein, verabreichte auch dem Hengst seine Dosis Impfstoff – stellte ihn wieder in die Box um zum nächsten lief. Aquito schien ein sehr gechillter Hengst zu sein, der mit einer Art Engelsgeduld alles nötige über sich ergehen ließ – ganz anders als sein Vorgänger Ariabolo der von einer Seite zur nächsten gelaufen war und mir die Arbeit erschwert hatte. Im nächsten Schritt war ein wahrer Riese an der Reihe und ein Blick in die Box daneben – oder eher das Pferd das Abajo gerade heraus führte war ebenso riesig. Unverkennbar beides Shire Horses – auf dem Halfter des jungen Hengstes stand „Albus“ – zumindest die Farbe seines Bartes, die Länge seiner Haare und sein Name passten zum alten Zauberer aus Harry Potter, doch das Alter stimmte nicht ganz. Einer der Pfleger hielt den Hengst am Halfter, denn manchmal schien er nicht der brave Riese zu sein den ich jetzt vermutet hätte. Aber Albus machte dem alten Zauberer reine Ehre, verhielt sich sehr ruhig und gelassen. Bei der Spritzte brabbelte er etwas unwillig vor sich her, stampfte mit dem Fuß ließ es danach jedoch bleiben. Seine riesenhafte Kumpanin Abbey ließ ebenso wie Aquito alles gelassen über sich ergehen – die Red Roan Stute wurde von mir noch etwas beknuddeln, denn irgendwie hatte ihre Farbe, ihre Art und natürlich der Gesamteindruck gefielen mir wirklich. Nun folgte ein weiterer Lusitanohengst - der zwar als er aus der Box geführt wurde stolz den Hals aufwölbte, leicht vor sich her brummelte, aber im Umgang mehr als grottenbrav blieb. Das Hufe heben um die Gelenke an den Beinen zu kontrollieren, der kurze Blick zwischen die Nüstern und die Augen stellten keinerlei Probleme dar. Die Spritzte wurde ohne weitere Reaktionen angenommen, sodass ich die nächste an die Reihe nehmen konnte. Die nächste Stute ließ ihrem Namen keine Zweifel offen – den ebenso wie ein Hermelin im Winter war auch Jaela Blüten weiß. Beinahe fasziniert strich ich über ihr weißes Fell – damit absolvierte ich ebenfalls gleich die Kontrolle ihrer äußeren Erscheinung. Auch Jaela war die Ruhe weg, ließ mich hantieren wie ich wollte und erleichterte mir die Arbeit dadurch. Ein Blick auf die Uhr verriet mir das es nun etwa 11 Uhr war – „Hey, wenn du magst können wir noch einen kleinen Kaffee trinken?“ fragte Abajo in diesem Moment. Ich sagte zu, machte jedoch gleich klar, dass ich nicht unbedingt allzu viel Zeit hatte. Wieder verschlug es mich auf Pepe’s Hof. Sie hatte mich vor einigen Tagen gebeten, nach ihren Schätzchen zu sehen. „Hey Pepe! Sorry, dass ich erst jetzt hier bin, aber Weihnachten hat mir einiges an Stress bereitet.“, begrüßte ich sie freundlich, als ich ihr im Stall begegnete. „Hallöchen Jamie! Das ist doch gar nicht schlimm – es ging mir ja genauso.“, erklärte sie mir und lächelte verständnisvoll. „Mit wem willst du denn anfangen?“ „Ich würde sagen, dass wir uns erstmal deinem Hermelinchen widmen.“, schlug ich vor und Pepe ging los, um die Stute herzuholen. Kurze Zeit später stand die hübsche Tinkerdame angebunden auf der Stallgasse und ich begrüßte sie freundlich. „Hallo, Kleine.“, sagte ich leise und hielt ihr meine Hand zum Beschnuppern hin. „Na? Wie geht es dir denn heute?“ Auf den ersten Blick sah Hermelin Jaela sehr gut aus. Ihr weißes Fell war gepflegt und glänzte, ihre Hufe sahen gut aus. Sie hatte keine offensichtlichen Fehler im Exterieur und sie stand gut im Futter. Ihre Augen waren aufmerksam und trugen einen wachen und freundlichen Ausdruck. „Das sieht doch gut aus.“, sagte ich zufrieden und ging zu meinem Köfferchen, um mir mein Stethoskop zu nehmen. Zunächst überprüfte ich den Herzschlag des Pferdes und dann die Atmung. Beides sprach zu meiner völligen Zufriedenheit und ich lächelte. Behutsam tastete ich noch die Beine ab und ging dann zum Kopf der Stute, um mir die Schleimhäute näher anzusehen. Vorsichtig hob ich meine Hände an ihren Kopf und betrachtete dann die Schleimhäute der Augen. Hermelinchen tolerierte die Prozedur friedlich und ich sah mir nun die Nüstern näher an. Bis jetzt war alles makellos und ich schaute mir noch kurz die Maulschleimhaut an, die ebenfalls von einer gesunden rosa Färbung war. Nachdem ich dann noch die Kapillarfüllzeit überprüft hatte und diese von einer guten Durchblutung sprach, wandte ich mich an Pepe. „Super! Die Maus ist in einem guten Zustand.“, teilte ich ihrer Besitzerin zufrieden mit und ging wieder zurück zu meinem Köfferchen. Dort bereitete ich die Impfungen vor und kurze Zeit später war die Stute bis März 2014 wieder komplett abgedeckt. Kurz räumte ich die Spritzen ordnungsgemäß in mein Köfferchen, ehe ich mir das Tütchen mit dem Transponder holte. Ich nahm die bereits vorbereitete Spritze aus der Tüte, in der sich noch einige Aufkleber mit der Chipnummer befanden, und drückte sie dann Pepe in die Hand. Nun ging ich zu Hermelinchen und desinfizierte kurz auf der linken Halsseite die Einstichstelle, ehe ich den Chip auch schon unter der Haut platziert hatte. Die Tinkerdame war lammfromm und schaute mir interessiert nach, als ich wieder zu meinem Köfferchen ging. „So – die Maus ist schon fertig.“, sagte ich zu Pepe und räumte die Spritze weg. „Die Wurmkur gebe ich dir nachher.“ „Okay – dann ab mit dir in deine Box, Mäuschen.“, sagte Pepe fröhlich und brachte Hermelin Jaela wieder in ihre Box, ehe sie mit Advery wieder zu mir kam. „Bevor du dein Schätzchen jetzt hier anbindest, lauf bitte mit ihm einmal die Stallgasse auf und ab. Erst im Schritt und danach noch einmal im Trab, ja?“, wies ich Pepe freundlich an und beobachtete den Bewegungsablauf des Pferdes. Im Schritt konnte man nur erahnen, dass Advery vorne links leicht lahmte. Im Trab sah man dann aber deutlicher, dass der Hengst den Huf nicht voll belastete. „Okay, danke. Jetzt kannst du ihn anbinden.“, sagte ich und beurteilte zunächst den äußeren Eindruck des Fjords. Sein Fell glänzte und war gepflegt, ebenso wie seine Hufe. Der junge Hengst stand gut im Futter und seine Augen glänzten wachsam. Vorsichtig trat ich zu ihm und hielt ihm meine Hand zum Beschnuppern hin. Pepe hatte mir beim Telefonat schon berichtet, dass er ein kleines Sensibelchen ist. Interessiert aber etwas schüchtern nahm er meinen Geruch auf und beäugte mich fast schon misstrauisch. „Ist gut, Dicker. Alles ist gut.“, flüsterte ich ihm beruhigend zu und legte meine Hand nun an seine Schulter, um ihn ein wenig zu Kraulen. „Das machst du klasse.“ Einige Minuten lang kuschelte ich einfach mit dem Fjordpferd und ging dann zu meinem Köfferchen, um Leckerchen und mein Stethoskop zu holen. Ein Leckerchen war schon nach wenigen Sekunden im Maul des Pferdes angelangt und ich wartete, bis Advery mit Kauen fertig war. Dann hielt ich ihm mein Stethoskop zum Beschnuppern hin und Advery erkundete es mit seinem Maul und fand es nach einigen Sekunden uninteressant. Nun hörte ich sein Herz und seine Atmung ab. Beides sprach von Aufregung, war aber an sich ohne Mängel oder Auffälligkeiten. „So Riesenbaby. Dann wollen wir doch mal deine Schleimhäute kontrollieren.“, sagte ich leise und trat zum Kopf des Hengstes. Behutsam kraulte ich erst seinen Hals und wanderte dann vorsichtig immer weiter in Richtung seines Kopfes. Advery fand die Prozedur schon jetzt nicht mehr so toll und versuchte seinen Kopf von meiner Hand wegzurichten. „Nein. Advery – hier spielt die Musik.“, wies ich das Pferd an und kramte dann mit meiner anderen Hand ein Leckerchen aus meiner Tasche, das ich ihm vor die Nase hielt. Diese Bestechung veranlasste Advery dazu, dass er sich dem Leckerchen zuwandte und meine Hand mehr oder weniger ignorierte. „Klasse, Mäuschen.“, lobte ich ihn und zog dann vorsichtig sein Unterlid ein wenig nach unten und erhaschte einen kurzen Blick auf die Schleimhaut, die gesund aussah. Selbiges machte ich dann noch auf der anderen Seite, ehe ich mich den Nüstern des Hengstes zuwandte. Sie waren leicht zusammengekniffen, was aber daran lag, dass Advery inzwischen ziemlich genervt war. Ich versuchte noch kurz die Maulschleimhaut des Pferdes anzusehen und konnte mich zufrieden an Pepe wenden: „Also, an sich ist dein Kleiner super in Form. Nur das Bein ist ein Problem.“ Ich lobte Advery und kuschelte einige Momente mit ihm, ehe ich mich seinem linken Vorderlauf zuwandte. Behutsam tastete ich die deutliche Schwellung ab. Sie war genau im Bereich der Beugesehne und zog sich vom unteren Bereich des Fesselgelenkes bis zum Vorderfußwurzelgelenk. Ich fühlte eine leichte Wärme und Advery versuchte sein Bein aus meinem Griff zu lösen. Es schmerzte anscheinend leicht. „Pepe? Was hast du denn schon gemacht?“, fragte ich sie und ließ von Advery ab. „Ich habe es mit Wasser gekühlt. Mehr nicht.“, erklärte sie mir. „Okay. Bevor ich dein Mäuschen mit Antibiotika gegen eine Entzündung abdecke, würde ich gerne einen Druckverband machen. Und dich würde ich bitten, zwei Mal täglich das Bein mit einer kühlenden Bandage zu bandagieren. Du kannst auch einmal täglich das Bein mit kalten Quark einschmieren und abspülen, wenn der angetrocknet ist.“, erklärte ich ihr freundlich. „Und der Kerl sollte das Bein schonen. Also keine Weide die nächsten drei bis fünf Tage.“ „Okay.“ „Und dann gibst du mir bitte bescheid, ob die Schwellung weg ist, okay? Wenn ja, dann kannst du dem Kerl noch ein Paar Tage Ruhe geben und dann langsam wieder anfangen mit ihm zu arbeiten. Wenn es nicht besser geworden ist, rufst du nochmal an und dann behandeln wir gegen eine Entzündung oder machen einen Ultraschall.“, erklärte ich ihr und ging zu meinem Köfferchen, um einen Druckverband herauszuholen und ihn dann am linken Vorderlauf des Hengstes anzubringen. „Guter Junge.“, lobte ich Advery und ging dann zu meinem Köfferchen, um die Impfungen vorzubereiten und danach zu verabreichen. „So – jetzt noch chippen und dann kann der Kleine schon wieder in seine Box.“ Wenige Minuten später war der Transponder unter der Haut der linken Halsseite platziert und ich räumte die Spritzen weg. „Fertig! Advery kann sich jetzt wieder in seine Box begeben.“, sagte ich lächelnd und wartete, bis Pepe den schicken Hengst wieder in seine Box gebracht hatte und mit einem kleinen und knuddeligen Fohlen zurückkam. „Oh nein! Wie niedlich!“, entfuhr es mir und ich musste grinsen. Pepe kam mit einem schicken Isländerbaby auf mich zu und band den jungen Hengst an. „Das ist Dynur fra Frelsi.“, stellte sie mir das Fohlen vor. „Der Kleine ist jetzt das erste Mal beim Tierarzt – ich weiß nicht wie er reagieren wird.“ „Das wird sich zeigen. Jetzt wird erstmal gekuschelt!“, sagte ich begeistert und musste anfangen zu lachen. Das kleine Pferd schaute mich mit großen, dunklen Augen an und verfolgte interessiert meine Bewegungen, als ich mich ihm behutsam näherte. „Na, Kleiner? Wie geht es dir heute?“ Ich redete leise und freundlich mit ihm und hockte mich dann vor ihn. Vorsichtig streckte ich dem jungen Fohlen meine Hand entgegen und ließ es an ihr schnuppern. Das weiche Maul betastete ganz schüchtern meine Hand und seine Ohren waren interessiert zu mir gewandt. Nach einigen Sekunden empfand Dynur meine Hand anscheinend als harmlos und wandte sich von ihr ab, um gleich darauf an meinem Arm und dann an meinem Kopf zu schnuppern. Es kitzelte und mir entfuhr ein herzliches Lachen, das den Hengst gar nicht interessierte. Ganz begeistert von meinem Geruch „erkundete“ er das komische Wesen vor ihm. „Du bist aber ein Charmeur.“, lobte ich den Kleinen und stand dann auf, um den äußeren Eindruck zu begutachten. „Also – dann wollen wir doch mal. Sein Exterieur sieht schon mal gut aus. Er ist zwar schlaksig, aber nicht zu dünn – also genau richtig für sein Alter. Sein Fell glänzt und ist gepflegt, ebenso wie seine Hufe. Die Augen von dem Kleinen sind auf jeden Fall ausdrucksstark und er ist sehr interessiert an seiner Umgebung.“, erzählte ich Pepe und ging dann wieder zu Dynur, um ihn ein wenig zu streicheln. „Auf den ersten Blick ist er auf jeden Fall fit.“ „Okay.“, sagte Pepe freundlich und ich ließ meine Hand nun von der Schulter des Fohlens bis hin zu seinem Kopf wandern. Dynur interessierte meine Hand herzlich wenig, was vielleicht daran lag, dass ein Leckerchen ganz zufällig in seinem kleinen Maul gelandet war. „Dann schauen wir uns doch mal die Schleimhäute an.“, sagte ich leise zu mir selbst und zog nun das Unterlid ein wenig nach unten. Dynur hob den Kopf und schaute mich etwas verärgert an, aber ich konnte erkennen, dass die Färbung der Schleimhaut gut war. „Ist gut, Dynur.“, lobte ich ihn und sah mir nun die Nüstern an. Diese Sprachen ebenfalls zu meiner vollen Zufriedenheit und ich lächelte. „Pepe? Magst du mir jetzt einmal helfen?“, fragte ich sie freundlich. „Bitte geh auf seine andere Seite und kraule ihn ein bisschen, rede mit ihm, betüddel ihn ein bisschen. Ich will mir jetzt sein Maul anschauen.“ Gesagt getan: Pepe betüddelte ihr Schätzchen, während ich behutsam das Maul des Fohlens öffnete und einen Blick auf die kleinen, gesunden Zähne werfen konnte. Die Maulschleimhaut sah ebenfalls sehr gut aus und ich ließ von dem kleinen Racker ab. „Fein! Das hast du klasse gemacht!“, lobte ich das Fohlen überschwänglich. Dynur hatte zwar versucht seinen Kopf aus meinem Griff zu entwinden, aber war an sich ruhig geblieben. Ein weiteres Leckerchen fand den Weg in das Maul des jungen Pferdes und ich ging zu meinem Köfferchen, um mein Stethoskop zu holen. Um Dynur nicht direkt zu schocken, ließ ich ihn erst einige Zeit an dem Monster schnuppern und berührte seinen Körper damit einige Male vorsichtig, ehe ich dann wirklich sein Herz und seine Lunge abhörte. Beides war etwas schnell, aber kräftig und regelmäßig. Bis auf die Aufregung, war alles in bester Ordnung. „Das war schon die Untersuchung – der Kleine ist super fit und kann ohne Bedenken geimpft werden.“, sagte ich zufrieden und bereitete an meinem Köfferchen die Impfungen vor. Insgesamt mussten drei Spritzen in den Kreislauf des Pferdes, da sich die Impfstoffe untereinander nicht direkt vertrugen. „So, Schatzi. Das wird jetzt einmal zwicken, aber Frauchen wird dich davon ablenken, nicht wahr?“, sagte ich liebevoll, drückte Pepe ein paar Leckerchen in die Hände und desinfizierte dann kurz die Einstichstelle. Pepe war schon voll in ihrem Element und betüddelte ihren kleinen Burschen wie aus dem Lehrbuch. Ich nutzte die Gelegenheit und setzte die erste Impfung. Dynur zuckte kurz zusammen, wurde dann aber sofort wieder von seiner Besitzerin abgelenkt. Als die Impfdosis dann im Körper des Kleinen war, zog ich die leere Spritze von der Kanüle und setzte die zweite und danach die dritte Impfung. „Das war’s! Impfungen sind geschafft.“, sagte ich zufrieden und lobte den kleinen Kerl ausgiebig. „Jetzt muss nur noch der Chip platziert werden.“ Wieder ging ich zu meinem Köfferchen, räumte die benutzen Spritzen weg und nahm dann die Tüte mit dem Chip. Aus ihr nahm ich die vorbereitete Spritze und gab Pepe das Tütchen mit dem restlichen Inhalt. „Ja nicht die Aufkleber von den Mäusen vertauschen, ne?“, sagte ich lächelnd zu Pepe und ging dann auf die linke Seite des Fohlens, wo ich kurz die Einstichstelle desinfizierte und dann den Transponder setzte, während Pepe den Kleinen wieder ablenkte. „Geschafft! Das war’s. Der Kleine darf wieder in seine Box!“, erklärte ich freundlich und räumte meine Sachen auf. Als Pepe wieder bei mir war, gab ich ihr die Wurmkuren für ihre Schätzchen.
      „Die kannst du deinen Mäusen in fünf bis sechs Tagen geben. Bei Dynur kannst du ruhig noch ein oder zwei Tage länger warten, weil die Impfung den Kleinen doch ein bisschen mitnehmen kann. Also am besten die nächsten Tage etwas mehr Ruhe an den Tag legen. Bei Advery solltest du den Druckverband Morgen gegen frühen Nachmittag abnehmen und dann das Bein mit kaltem Quark einschmieren oder mit Wasser kühlen. Abends dann nochmal kühlen. Und dann am besten die nächsten drei Tage dreimal täglich kühlen. Ansonsten sollte er Boxenruhe bekommen und ab und zu ein paar Mal die Beine im Schritt vertreten. Und dann gibst du mir bitte Bescheid, ob es besser geworden ist.“, erklärte ich ihr, ehe wir uns von einander verabschiedeten und ich gut gelaunt vom Hof fuhr.
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      13.694 Zeichen (c) Trostpferd
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      What a nice day!
      Heute war ich wieder zu Besuch bei Pepe, ich wollte ihr ein wenig beim Pferdepflegen unter die Arme greifen. Das Wetter war herrlich, also entschied ich mich, die Pferde für das Boxenmisten auf die Weide zu bringen. Über mir zogen ein paar wenige, flauschige Wolken durch den strahlend blauen Himmel, als ich aus dem Auto stieg und zum Stallgebäude des Hofes lief. Plötzlich fiel mir ein, dass ich Pepe vielleicht zuerst begrüssen sollte. Ich machte kehrt und klingelte an der Haustür, kurz darauf wurde die Tür geöffnet. Ich besprach kurz mit ihr, wie ich vorgehen würde und sie zeigte mir, wo die Schubkarre und die Besen waren. Sobald mir alles bekannt war, legte ich auch schon los. Zunächst lief ich in den Bereich wo die Hengste waren. Ich schnappte mir zwei Halfter und brachte die stolze Herrschaft einen nach dem anderen nach draussen. Ich blieb noch einen Moment beim Tor stehen und beobachtete ein paar kleine Raufereien um sicherzugehen, dass sie friedlich miteinander umgingen. Der freche Uhrzeigersinn legte sich im ersten Moment mit Checkpoint an, der viel grösser und war und dies seinem dominanten Gehabe nach zu urteilen auch wusste. Doch dann entspannten sich die beiden und grasten etwas abseits voneinander, die Rangordnung war geklärt. Dann mistete ich nacheinander die Boxen von Sorrow, Uhrzeigersinn, Lambardo, Cracker, dem Paso Fino Klappstuhl, Checkpoint, Cloudbreaker und Götterdämmerung. Die Zeit verging wie im Fluge, vielleicht kam es mir auch nur so vor, weil ich die ganze Zeit über Musik hörte. Ich überprüfte auch gleich bei allen Boxen die Tränken und reinigte diese, falls sie verdreckt waren. Zu guter Letzt schmiss ich in jede Box ein wenig Heu, damit die Hengste etwas zu knabbern hatten. Ich holte sie jedoch noch nicht gleich zurück in den Stall, sondern liess sie noch ein wenig die Sonne geniessen. Schliesslich hatte das Gestüt mehrere Weiden, die allesamt in einem tollen Zustand waren. Ich lief also zu den nächsten Boxen, die der Fjordpferde. Hier standen nur zwei etwas einsam wirkende Hengste, sodass ich beschloss, sie auf die Nachbarweide der anderen zu bringen. Sie direkt auf dieselbe Weide zu bringen wollte ich nicht riskieren, da es sonst vielleicht zu grösseren Gruppendynamiken gekommen wäre. Ich säuberte auch die Boxen dieser Beiden Kerle, ehe ich zu den Fohlen wechselte. Die beiden standen zusammen in einem Laufstall, sodass sie genug Raum hatten, um meiner Mistgabel Ausweichen zu können. Ich Hatte trotzdem etwas länger bei den beiden, da besonders Dynur immer wieder kam und hinten am Stiel der Gabel knabbern wollte. Wild Fire hingegen interessierte sich für meine Schuhe und schnupperte jeweils vorsichtig daran, wenn ich mich nicht zu stark bewegte. Ich kraulte das weiche Fohlenfell belustigt und prüfte die Tränke. Als ich fertig war, holte ich die Hengste wieder rein, da ich die Stuten auch noch rausbringen wollte und nicht wusste, wie sie darauf reagieren würden, wenn diese auf einer Weide in der Nähe wären. Sorrow freute sich besonders darauf, zu dem frischen Heu zu kommen, daher zog er etwas sehr am Strick. Ich wies ihn sanft aber bestimmt zurecht und entliess ihn dann in die saubere Box. Die anderen benahmen sich, weshalb ich wiederum rasch fertig war. Nun ging’s also zu den Stuten. Ich war schon gespannt auf die verschiedenen Damen, schliesslich war es immer wieder interessant, neue Pferde kennenzulernen. Zwei Tinker, Jaela und Velours fielen mir sofort auf. Ich mochte diese Rasse, hatte jedoch aus Platzgründen selber keine Tinker zuhause. Die beiden liessen sich brav führen, ebenso wie das Reitpony Santa und das Exmoor Pony Soul Dance. Für die Boxen der vier brauchte ich wiederum etwas länger, da ich langsam müde wurde. Ich war froh, als ich endlich fertig war und die Stuten wieder nach drinnen bringen konnte, aber die Arbeit hatte mir dennoch grossen Spass gemacht und ich hatte viele interessante neue Pferdebekanntschaften gemacht. Ich verabschiedete mich von Pepe und wünschte ihr einen schönen Abend, ehe ich nach Hause fuhr und mich um die eigenen Vierbeiner kümmern ging.
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      Prophylaxe
      „Schönen guten Tag!“ begrüßte ich Lea, bei welcher meine nächsten zwei Patienten schon auf mich warten würden. Es war früher Nachmittag, als ich auf ihrem Gestüt ankam und schon bei dem Weg vom Auto zum Stall begann ich zu schwitzen. „Eine Hitze...“ stöhnte ich und Le konnte nur zustimmend nicken. Momentan waren es fast 30°C und die Sonne prasselte unablässig auf uns herab. Es war langsam wirklich nicht mehr schön. Leas Pferde schienen heute auch alle größtenteils frei zu haben und so musste sie die beiden Stuten erst einmal von der Weide holen. In der Zwischenzeit packte ich meine Sachen aus und bereitete alles vor.
      Meine erste Patientin war eine Tinkerstute namens Hermelin Jaela und sie war einfach wunderschön, anders konnte man es nicht sagen! Aber sie war auch groß, dafür aber auch eines der liebsten Pferde, welches ich kennenlernen durfte. Zuerst warf ich einen Blick in Augen und Maul, kontrollierte die Farbe der Schleimhäute und testete ihren Pupillenreflex. Dann horchte ich die weiße Lady ab, zuerst Herz und Lunge und dann noch den Darm. Als dort alles okay war, tastete ich mich entlang ihrer Wirbelsäule, um eventuelle Verspannungen zu entdecken. Alles war in Ordnung und auch ihre Körpertemperatur lag im Idealbereich. Guten Gewissens konnten wir so impfen. Geschwind bekam Jaela ihre vier Impfungen gegen Herpes, Influenza, Tetanus und Tollwut. Zum Schluss musste sie nur noch die Wurmkur schlucken und dann war sie schon fertig. Als nächstes war die kleine Stute Soul Dance an der Reihe. Wir beide kannten uns schon und so ahnte Soul Dance bereits etwas und war ganz und gar nicht von mir begeistert. Dennoch ließ auch sie sich in Ruhe untersuchen. Auch bei ihr kontrollierte ich erst einmal die Schleimhäute und den Pupillenreflex, ehe sie abgehört und abgetastet wurde. Als dort alles in Ordnung war und ihre Temperatur auch wunderbare 37,5° anzeigte, konnte auch sie ohne große Probleme geimpft werden. Tapfer hielt sie den vier Spritzen stand und dann gab es noch die Wurmkur. Fertig war sie jedoch noch nicht, denn Lea bat mich, auch noch ihre Zähne anzuschauen. Also bekam die Stute die Maulsperre hinein, mit welcher ich einen besseren Überblick über die Zähne bekam. Dann leuchtete ich mit der kleinen Lampe die Reihen durch und suchte nach gefährlichen Kanten oder ähnlichen. Einmal musste ich Raspeln, doch mehr gab es dann auch nicht und so war auch Soul Dance für heute fertig. Wie ich erfuhr, war das ihr erster Zahnarztbesuch und dafür bekam sie direkt ein Leckerli von mir, denn sie hatte sich toll benommen. „Das wars dann.“ lächelte ich Lea an und machte mich auf den Weg zu den nächsten Patienten.
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      Hufschmiedbericht für Hermelin Jaela
      "Willkommen auf Heartland!", begrüßte ich eine neue Kundin, als sie aus ihrem Wagen stieg. Ihre Haare waren zu einem Zopf zusammen geflochten und ihre Schuhe sahen frisch imprägniert aus. Fast schon reflexartig hob ich meine Augenbrauen, als sie ihre Sonnenbrille abnahm und mir in die Augen blickte. Ihre Augen ähnelten die eines Leopardens. Wachsam und doch so ausdrucksvoll. Amy stand neben mir. Natürlich blieb ihr meine Reaktion nicht aus. Verärgert stieß sie mich an und flüsterte mir entgegen: "Ty, bleib auf den Boden, sonst kannst'e sehen wo du heute Nacht schläfst." Also räusperte mich und fragte was denn zu tun sei. "Ich habe Hermelin Jaela hinten im Hänger, sie sollte nur beschlagen werden. Leichte Eisen mit Stollen. Ach und Ty ? Danke für deine schnelle Zusage!". Ich nickte anerkennend. Ging zum Hänger und öffnete die Laderampe. Dort stand sie, ein großer weißer Tinker. "Na meine Süße!" mit einem Abstand von ihren Hinterteil (Mein weiß ja nie was passieren könnte). Näherte ich mich dem Kopf der Stute um sie mit Hilfe des Strickes aus dem Hänger zu führen. Nun eher zu drücken. Gott sei Dank war Hermelin diesen Prozess gewohnt, so konnte ich sie ganz einfach vor meine Schmiede führen. Ich band sie fest und ließ mir von Amy die Raspel geben. "Hufe sind nicht lang, müssten lediglich nachgeraspelt werden." Das Raspeln dauerte nur 3 Minuten, weil wirklich kaum etwas getan werden musste. Dann nahm ich eines der leichten Eisen, erwärmte es in meinem Hofen und hielt es am Huf dran. Amy hielt in mir fest, achtete aber darauf, nicht das Hufeisen ab zu bekommen, denn dann gäbe es einen Pflegefall mehr auf Heartland. "Sollte jetzt recht flott geben." sagte ich zu der Frau und formte das Eisen am Amboss. Noch mal angepasst und schließlich gekühlt. Nun konnte das Eisen angenagelt werden. Gleicher Vorgang bei den weiteren 3 Hufen. Danach gab ich meiner Kundin Stollen für die Eisen. "Bitte nur dann benutzen, wenn es sein muss, da Stollen nicht gerade gesund sein können." 1996 Zeichen | © Jackie
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      Schwere Zeiten
      „Ben?“, rief ich durch die Stallgasse. In einer der Stallecke hörte ich ihn. „Hier bist du. Das Amt hat gerade angerufen…“ Ben stockte in der Bewegung und sah mich an. „Der Transport geht klar, allerdings nicht alle auf einmal.“, informierte ich ihn. Ben nickte nur und füllte weiter die Futterrationen auf. „Dann werden wir uns für einige Wochen trennen müssen, du fliegst schon nach England und ich bleibe hier.“, sagte er trocken und kurz. Ich schluckte, aber was hatte ich erwartet? „Wann kommt der Transporter?“, fragte er mich. „Morgen denke ich. Mein Flug geht am Sonntag.“ Ben nickte und schloss die Futtertonnen. Er blickte auf und umarmte mich. Es tat gut, seine Nähe noch einmal zu spüren. „Ich werde dich vermissen Ben…“, flüsterte ich ihm zu. „Aber die Vorstellung mit dir in England neu anfangen zu können ist wunderbar.“ Wir lösten uns und verteilten gemeinsam das Abendbrot für die Pferde, bevor wir selbst in unsere Küche gingen. Ich wärmte das Essen von gestern auf und Ben deckte den Tisch. „Wenn wirst du mitnehmen, Lea?“, fragte er mich. Ich seufzte, darüber hatte ich mir noch überhaupt keine Gedanken gemacht. „Wollen wir gemeinsam nach dem Abendessen überlegen?“, fragte ich Ben und er nickte.
      Früher Morgen am nächsten Tag Ich war früh wach und blickte aus dem Fenster. Dichter Nebel lag über dem Wald und unserem kleinen See, irgendwie würde ich das schon alles vermissen. In der Küche hörte ich Geschirrgeklapper, Ben war wohl schon wach. Ungewöhnlich für ihn, aber ich war froh, dass wir die letzten gemeinsamen Tage noch etwas genießen konnten. Ich zog mich an und stieg die Treppe hinunter. „Guten Morgen Ben!“, rief ich ihm entgegen. Ben brummte nur etwas und sah mich nicht an. „Ist was passiert?“, erkundigte ich mich und trat neben ihn. „In der Tat. Die Bank hat angerufen. Die Zinsen sind ihnen zu niedrig und sie wollen den Kredit für den Hof auflösen.“ Ich starrte ihn nur an. In meinen Ohren rauschte das Blut, das konnte doch nicht wahr sein! „Lea, wir müssen hierbleiben. Wir können uns nicht noch mehr verschulden.“ Ich nickte und versuchte meine Tränen zurückzuhalten. Ich sah ihn an: „Wir werden uns von einigen unseren Lieblingen trennen müssen, das weißt du, oder…?“ Ben nickte. „Ich habe sogar schon in England angerufen und unsere Situation erklärt. Wir können zurzeit nicht hin, aber eines Tages sicherlich schon.“ Wie froh ich doch war ihn zu haben! Die gleichen Gedanken hatte wohl auch Ben und sah mir tief in die Augen wie noch nie. Und dann küsste er mich und flüsterte: „Gemeinsam schaffen wir das.“ Ich drückte ihn fest und ließ meinen Tränen freien Lauf.
      Nachmittag am gleichen Tag
      Durch die offene Küchentier hörte ich das Telefon klingelt. Ben nahm ab und ich hörte ihn nur etwas leise murmeln. Als er aufgelegt hatte, kam er zu mir ins Wohnzimmer. „Die Bank. Wir haben 8 Wochen Zeit die Tilgung zu bezahlen, ansonsten haben wir alles verloren.“ Erneut kullerten mir die Tränen über die Backen. Ben setzte sich neben mich und nahm mich in den Arm. Vor mir verstreut lagen Fotos, Pferdepässe und Kaufverträge. „Hast du schon einige Entscheidungen getroffen?“ Ich nickte. Ich wollte das schlimmste was ich je befürchtet hatte, möglichst schnell hinter mich bringen. „Lass uns die Anzeigen aufgeben.“
      Abend am gleichen Tag Traurig ging ich durch die Ställe. Viele konnten wir nicht behalten, aber vorerst waren wir hoffentlich gerettet. Bei Oak blieb ich stehen. „Hey mein Süßer! Manchmal möchte ich dein unbeschwertes Leben haben, wenn du wüsstest was hier los ist…“, raunte ich ihm zu. Der Araber prustete in meine Haare und legte seinen Kopf auf meine Schultern. „Er bleibt bei dir, oder?“ Ich hatte gar nicht bemerkt, dass Ben ebenfalls im Stall war und die Abendfütterung vorbereitete. Ich nickte. Niemals konnte ich den Hengst weggeben, gleichgültig wie viel er eigentlich wert war. „Hoffentlich haben wir es bald geschafft.“ [3889 Zeichen]
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      Ruhe
      Endlich war Ruhe eingekehrt. Durch den Verkauf einiger Pferde konnten wir mehr Zeit gewinnen, von der Bank hatten wir vorerst unsere Ruhe. Gedankenverloren saß ich mit meinem Kaffee am Küchentisch und blickte hinaus. Ich bemerkte nicht, dass Ben das Haus betrat und mich von hinten umarmte. Es war viel passiert in den letzten Wochen und Ben wich mir in keiner Sekunde von der Seite, egal wie schwer sie war. „Was denkst du?", fragte er mich und drückte mir einen Kuss in die Haare. Ja, Ben und ich waren nun ein Paar. „Vielleicht sollten wir doch das Angebot aus England annehmen. Sieh dir mal an, wie viel Platz wir nun auf dem Hof haben, bald wird der nächste Brief von der Bank kommen..." Ben setzte sich und schenkte sich eine Tasse Kaffee ein. „Vielleicht hast du Recht." Wir sahen uns an und ich begann zu weinen. Ich hatte so viele Pferde gehen lassen müssen, der Verkauf von einigen stand mir noch bevor. „Hey Liebes, nicht weinen...", flüsterte Ben und drückte mich fest. Nach dem Mittagessen ging ich in den Stall um mich etwas abzulenken. „Na Oak?", sanft strich ich dem Araberhengst über die weiche Nase. Er schnaubte und schloss die Augen. Ich hatte erst gestern mit ihm einen langen Ausritt gemacht, heute würde er eine Pause bekommen. Von draußen hörte ich ein helles Wiehern. Annakiya, eine Tochter von Oaklands Cloudbreaker. Ich nahm das Halfter der jungen Stute vom Harken und betrat ihren Paddock. Mit etwas Zucker lockte ich sie an, wie wenig ich mit ihr in den letzten Tagen doch gearbeitet hatte... Geschwind streifte ich ihr das Halfter über, bisher machte sie keine großen Probleme. Ich öffnete die Boxentür und zupfte am Strick. Vor der Box band ich Annakiya an und nahm den Hufauskratzer zur Hand. „Huf!", rief ich ihr zu und strich sanft am zierlichen Vorderbein der Stute gen Boden. Das Bein zuckte, doch der Araber machte keine Anstalten den Huf auch nur ansatzweise zu heben. Ich wiederholte den Befehl, diesmal etwas energischer. Annakiyas Ohren spielten und sie wusste, dass der Spaß bald ein Ende hatte. Ich drückte sanft gegen das Bein und die Stute hob den Huf. „Fein gemacht!", raunte ich ihr zu. „Lea?" Es war Ben der mir entgegen kam. „Da ist jemand für dich am Telefon..." Die Abendfütterung übernahm Ben. Ich fing währenddessen an, unsere Zukunft zu planen... [2311 Zeichen]
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      Die letzten Tage in Kanada
      Es war kalt geworden in Kanada, der Winter war noch nicht vorbei. Ich kuschelte mich in die Bettdecke und öffnete langsam die Augen und sah neben mich. Ben war bereits aufgestanden, wie spät war es schon? Ich setzte mich auf und hörte nur Stille. Ben war sicher im Stall und ich hatte verschlafen. Ich stand auf und zog meine Stallsachen an. Dabei entdeckte ich die Kaffeetasse neben meinem Bett, mit einem Zettel nebendran ‚Kuss‘. Ich lächelte, hob die Tasse an und nahm sie mit in die Küche. In dem Moment hörte ich ein Auto auf den Hof fahren.
      „Lea?!“, kam es aus dem Stall. „Alles gut, ich mach das schon.“, rief ich ihm zurück und ging aus dem Haus. Ich wusste, wen der nette Herr aus dem Transporter dabei hatte - unseren Neuankömmling. Ich konnte ihn nicht in Kanada lassen, zu sehr schmerzten noch die Notverkäufe. Der Fahrer nickte mir zu und öffnete die Ladeklappe. Ich hörte Hufgetrappel und aus dem Hänger stieg eine Welshstute. „Birdy!“, rief ich begeistert und lief zu ihr. Die Stute brummelte und rieb sich an mir. Ben kam aus dem Stall und blieb wie angewurzelt stehen. „Alles gut, Süßer, sie wird mit nach England kommen.“ Ben’s Miene bliebt hart, aber er nickte mir zu. Ich führte die Stute in die frisch eingestreute Box, in der etwas Heu auf sie wartete. „Danke für die schnelle Abwicklung.“, bedankte ich mich bei dem Mann und nahm Birdys Papiere entgegen. Dann verabschiedete ich mich von ihm. „Ben?“ Es brummelte aus der Futterecke. „Alles okay?“ Er nickte, fragte mich aber gleichzeitig, wieso ich wieder ein Pferd gekauft hatte. Ich erzählte ihm die Geschichte von Birdy und mir. Scheinbar taute Ben’s liebevolle Herz auf und nahm mich in den Arm. „Tut mir Leid, das wusste ich alles nicht…“ Ich küsste ihn und gemeinsam bereiteten wir das Futter für die nächsten zwei Tage zu. Als ich aus dem Stall trat, um zurück ins Haus zu gehen, fing es an zu schneien. Besorgt blickte ich zum dunkelgrau-verhangenen Himmel. ‚Hoffentlich hält der Schnee sich in Grenzen, nicht, dass der Umzug gefährdet werden könnte…‘, dachte ich und bereitete ein Mittagessen zu. Ben schlang gierig die Nudeln hinunter. „Gibt’s was Neues, wegen dem Transport?“, fragte ich er mich mit vollem Mund. Ich nickte. „Wir haben den Sondertransport genehmigt bekommen, am Donnerstag werden alle abgeholt und sind pünktlich mit uns in England.“ „Wenigstens etwas klappte.“, murmelte Ben und räumte den Tisch ab. Nach dem Abwasch ging ich in den Stall. Es hatte sich eingeschneit, wie ich leider feststellen musste. Ich ging zu Oaklands Cloudbreaker und streichelte ihn auf der Stirn. „Na Hübscher?“ Oaks große, dunklen Augen sahen mich ruhig an. Ich öffnete die Boxentür und warf dem Hengst einen Strick um den Hals. „Komm raus Großer, lass mich sehen, wie es dir geht.“, flüsterte ich ihm zu und er folgte mir aus der Box. Ich lief einige Schritte und hörte hinter mir den gleichmäßigen Huftakt. Ich blieb stehen und Oak folgte meiner Bewegung und stand ruhig. Ich ging um ihn herum und tastete alle Beine ab. Sie waren normal warm. Ich seufzte. Der Hengst brauchte noch seine Sonderbeschläge, erst dann wollte ich ihn wieder anfangen zu bewegen. Ich putzte den Hengst kurz über, dreckig war er ja nie und brachte ihn mit einer Möhre zurück in seine Box. Weiter ging es zu seiner Tochter, dem Stutfohlen Annakiya. Als sie mich hörte steckte sie neugierig die Nase über die Boxentür. Ich lächelte und knuffte die Stute in die Schnauze. Sie quietschte kurz und sah mich dann ruhig an. Wie Oak. Wie wenn beide eine Seele wären. Ich putzte sie in der Box, Annakiya stand mittlerweile ruhig und brav auf einer Stelle, manchmal beobachtete sie mich. Ich nahm ihr Halfter von der Boxentür und führte sie hinaus. Ben hatte vorsichtshalber alle Paddockboxen geschlossen, wer weiß, wie das Wetter in ein paar Stunden werden würde. Ich schon die Stalltür auf und zeigte Annakiya den Schnee. Mit geblähten Nüstern und großen Augen stand sie an der Schwelle. „Na komm, das macht Spaß!“, rief ich ihr zu und nahm eine handvoll Schnee und warf es in die Luft. Das Araberfohlen erschrak sich kurz, zeigte aber Neugierde und ging einen Schritt auf mich zu. Sie steckte die Nase in den Schnee und begann zu prusten. Ich lachte und streichelte sie. Ob es in England auch wieder so viel Schnee gäbe? Annakiya scharrte im Schnee und ließ sich daraufhin eine kleine Runde über den Hof führen. Der Wind war eisig und schneereich, eine Runde reichte und ich brachte die Stute wieder zurück in ihre Box. Ich suchte Ben und fand ihn neben Kvest. Er putzte bereits den Hengst und ich steckte ihm eine Möhre zu, Ben bekam einen Kuss. „Mit Dynur bin ich schon fertig, der fand den Schnee total langweilig. Ach und Jaela und Abigail keifen sich etwas an. Scheinen wohl schon rossig zu sein. Hab beiden nur eine Möhre reingeworfen, da wollte ich nicht dazwischen stehen.“ Ben grinste. Ich drückte ihn und holte den Futterwagen. Alle Pferde bekamen Mittags eine kleine Schippe Hafer oder Müsli, Ben hatte schon alles vorbereitet. Nachdem auch das Wasser überall aufgefüllt war, vorsichtshalber in Eimern, die Tränken waren zwar beheizt, aber wer weiß.
      Den Nachmittag verbrachten Ben und ich mit Ausmisten der Boxen. Danach wollte ich nochmal nach England telefonieren. [5228 Zeichen]
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      Schlechtwetterfront
      Heute hatte ich etwas sehr interessantes in der Zeitung gesehen. Einen Wohnanhänger. Schon lange hatte ich nach so etwas Ausschau gehalten, aber immer waren sie mir viel zu groß gewesen. Ich wollte am liebsten so einen kleinen, fast runden, in den gerade das rein passte, was man zum Leben brauchte. Ein Bett, ein Kühlschrank und eine Kaffeemaschine. Gerne noch ein Klo und ein Fenster. Fertig. Und da ich eh gerade im Begriff war zu Jaela zu düsen, baute ich diesen kleinen Umweg noch für den Heimweg mit ein. Aber erst mal in den Stall. Dort angekommen, stellte ich fest, dass die Tinker-Stute gar nicht im Stall, sondern auf dem Paddock stand. Und in diesem Fall, wie erwartet: frisch paniert. Schön. Hach, wenn ich ja sonst kein Befürworter von Decken war, in solchen Fällen war ich bereit von meiner Meinung abzugehen. Ich wechselte schnell mein Schuhwerk von bequem zu praktisch und tingelte Richtung Gatter. Kaum auf dem Paddock stand ich erst mal da und schaute mir die Stute in Ruhe an. Sie war gerade dabei genüsslich am Heu zu naschen und strahlte einen wohltuende Ruhe aus. Schon von weitem begann ich zu ihr zu sprechen und achtete darauf, wohin ich trat. Vor gar nicht langer Zeit war ich erst auf einem anderen Paddock, der wesentlich mehr nach Regen und Winter ausgeschaut hatte, mit dem Stiefel stecken geblieben und der Nase nach in voller Länge reingeklatscht. War lustig, sollte jedoch kein neues Hobby werden. Nachdem ist der äußerst braven Stute das Halfter angelegt hatte stapften wir vom Feld und ich suchte uns erst mal ein Dach über dem Kopf, da es im Moment zu regnen angefangen hatte. Na prima. "Wenn deine Kruste jetzt auch noch nass wird.."setzte ich an und schaute dann wieder gen Himmel. "Is` nich` wahr. Das ist kein Regen, das ist Schneeregen. Na herrlich.", brummelte ich. Jaela dagegen schien das überhaupt nicht zu stören. Sie verarbeitete gemütlich die Heureste im Maul weiter zu Brei. "Tinker..", dachte ich laut und betrachtete mir das Pferdchen genauer. "Ja, das liebe ich so an euch." nickte ich ihr zu und griff dann beherzt in ihre Putzkiste und fischte die Mähnenbürste hervor. "Tadaaaaa!" triumphierend hielt ich das gute Teil hoch in die Luft und schritt gleich weiter zur Tat. Bis auf Kopf und Füße ginge damit alles vom Dreck zu befreien. Ich fing bei der langen Mähne an und erst als die seidig am Hals lag, hob ich sie wieder hoch, um den Hals darunter zu bürsten. Winterfell war eine tolle Sache. Jedenfalls bei Tinkern. Dann machte ich mit der Brust weiter und scchwuppdiwupp waren auch die Beine so gut wie sauber. "Ok, ok.. schneeweiß bekomme ich dich damit nicht, aber das können wir heute ohne knicken.", entschuldigte ich mich bei Jaela. Sie kaute immer noch und wuuhuuw..wedelte mal mit dem Schweif. "Nur nicht zu viel Aktion Madame. Denk an deinen Kreislauf.", lachte ich ihr zu. Irgendwann waren auch der Rumpf und die restlichen Beine sauber und ich konnte beginnen mich durch diesen extrem wuscheligen Schweif zu kämpfen. Jaela drehte ihren Kopf und schaute zu mir nach hinten. "Ach komm, das Beste hast du schon verpasst. Ich bin fast fertig und jetzt (!) fällt dir ein, du könntest mir ein wenig Beachtung schenken?!", ich tat, als sei ich beleidigt. Jaela - kaute. Und drehte ihren Kopf wieder weg. "pfffff..", stieß ich gut hörbar aus und verlas weiter ihren Schweif, bis ich alle Knote beseitigt hatte und endlich vorsichtig bürsten konnte. Jetzt fehlten nur noch die Füße. Mit etwas warmen Wasser entfernte ich den groben Dreck und kontrollierte erst mal unterhalb des Behanges, ob alles trocken war. Perfekt. Hufe auskratzen war für sie wohl die einfachste Übung. "Soll ich dir den Kratzer da lassen und du machst es selbst?", bot ich ihr an, aber auch jetzt, obwohl ich doch damit ein Lob aussprechen wollte.. wurde ich mit gemütlicher Ignoranz gestraft. "na gut..", schmollte ich und schaute zu, dass ich zum Ende kam. Ein Blick nach draußen ließ all meine Lust noch groß etwas zu unternehmen auf Null sinken. Ich wollte schon nicht raus aus dem Stall. Ob Jaela das dann wollte? Ich schnappte mir ihren Strick und wir wanderten die Stallgassen auf der Suche nach ihrer Box ab. Mächtig brav trottelte sie hinter mir her - und kaute. "Sag mal, wie viel Proviant hast du eben mitgenommen?", staunte ich und brachte sie letztendlich grinsend in ihre vier Wände. Auch hier wartete schon Heu auf sie und weil es grade alles so gemütlich war, nahm ich ihr das Halfter ab und setzte mich einfach noch eine Weile zu ihr in die Box. 3748
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      Es wird ernst
      Ben’s Freunde wuselten durch den Stall. Ich war so froh, dass sie mit anpackten, alleine hätten Ben und ich das nie geschafft. „Hier ist noch Putzzeug!“, rief einer quer durch den Stall. Hektisch deutete ich auf eine Kiste. Auf dem Hof parkten 3 Transporter. Sie würden die Pferde zum Quarantänestall bringen und von dort aus nach England fliegen. Ein Tierarzt war auch anwesend. Ben half ihm die Pferde fertig zu machen, jedes einzelne musste kurz durchgecheckt werden. „Oak übernehme ich!“, rief ich, als ich den Araberhengst erblickte. Ben nickte und drückte mir den Strick in die Hand. „Oak hat eine kleine Lahmheit, die neuen Beschläge warten in England.“, informierte ich den Tierarzt. Er nickte und strich alle vier Röhrbeine ab, Oak zuckte kein bisschen. Guter Kerl! Der Tierarzt nickte wieder und ich brachte ihm die Transportgamaschen und -Decke an. „Los geht’s, Kleiner.“, flüsterte ich ihm zu und lief mit ihm Richtung Hänger. Ich band ihn sicher an und knuddelte ihn noch einmal kurz. 2 Stunden später waren alle Pferde gut und sicher in den Transportern. Die Transportkisten mit allem Möglichen Kleinkram waren gepackt, der Stall war leer. Ben und ich verabschiedeten uns von den Fahrern und schauten nochmal bei jedem Pferd vorbei. Bald würden wir sie ja wieder sehen!

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      Trällend und pfeifend lief ich zur Koppel der Stuten, gerade hatte ich unsere Neuankömmling Hope in Despair etwas ausgelastet aber nun ging es zu Golden Wonder. Die 15-jährige Stute hatte schon einige Fohlen und war für mich eine Legende, so freute ich mich das ich sie nun auf meinem Hof hatte - gehen lassen würde ich sie nicht mehr! Ich pfiff und einige der Stuten kamen nach vorne an den Zaun, jedoch Golden Wonder noch nicht. Naja sie würde es sicherlich noch lernen, das kam mit der Zeit. Das war bei anderen Pferden ebenfalls so gewesen. Also schnappte ich mir Halfter und Strick von ihr und betrat die Weide. Verfolgt wurde ich von den anderen Stuten. Schmunzelnd lief ich zu der palominofarbenen Stute und streichelte sie. ,,So meine Große, wir wollen dann mal was arbeiten.'',murmelte ich als ich sie aufhalfterte und führte sie zum Weideausgang. Ich wollte mit ihr eine Runde durch's Gelände gehen, dabei dann gleich die Military-Strecke kontrollieren, vielleicht würde ich dann heute nochmal auf diese gehen mit irgendeinem Pferdchen. Für Wonder würde es nur ein Ausritt bleiben. So band ich sie dann am Putzplatz an. Sattel und Putzzeug sowie das ganze andere Drumherum hatte ich schon bereit gelegt. Also machte ich mich nun als erstes ans Putzen, was etwas länger dauerte da das Langhaar der Stute recht verschmutzt war. Aber einem Pferd wollte ich es nicht verübeln wenn es sich wälzte, außer bei schimmelfarbenen Pferden, die waren schlimm sauber zu machen. Als ich dann auch den letzten Huf ausgekratzt hatte, packte ich alles an Putzzeug wieder in die Kiste und schloss diese. Die Stute war bis jetzt noch brav, so kraulte ich sie noch einen Moment. Im nächsten Moment sah ich das Tyler Hermelin Jaela von der Weide geholt hatte, vielleicht mochte er ja mal wieder mit ausreiten? Als er mit der Schimmelstute am Putzplatz ankam schmunzelte ich. ,,Was willst du mit ihr machen?'' - ,,Weiß ich noch nicht genau, vielleicht etwas Ausreiten oder Dressuraufgaben auf dem Platz.'',meinte er und nickte dann. ,,Ich wollte die Military-Strecke abgehen beziehungsweiße abreiten, du kannst ja mitkommen?'',fragte ich nach und er nickte. ,,Klar doch, gerne!'',meinte er begeistert. Heute war Tyler eh nicht so gut gestimmt, zumindest nicht auf richtiges Arbeiten. Lag bestimmt am schwülen Wetter. Somit machten wir beide Pferde fertig, was bei ihm etwas länger dauert weil ich schon geputzt hatte und Jaela ein Schimmeltierchen war was sich gerne dreckig machte. Aber nach einer Viertelstunde waren wir dann auch schon auf den Pferden und ritten gerade an den Koppeln vorbei. Die Pferde auf diesen kamen an den Zaun galoppiert und liefen uns etwas nach, solange bis die Weide endete. Bald waren wir dann auch im Wald angekommen, wo die Strecke begann. So blieben wir am Start stehen. Die Linie sah man noch gut und auch die Pfosten standen noch. Ich nickte Ty zu und wir ritten weiter, als wir die komplette Strecke abgeritten waren, ritten wir noch etwas durch die Felder. Wir galoppierten und trabten etwas, ehe wir uns wieder auf den Heimweg machten. Ich wollte mit Torte und Bajau noch etwas machen, daher viel der wirkliche Ausritt etwas kleiner aus, aber er sollte genügen. Als wir am Stall wieder ankamen saßen wir ab und entfernten die Ausrüstung von den Pferden. Beide bekamen wieder die Halfter an und wir führten sie zu den Koppeln, auf dem Weg dorthin teilten sich unsere Wege, da die Kaltblüterstuten auf einer anderen standen wie die Hannoveranerstuten. Als ich Golden Wonder in die Freiheit wieder entließ galoppierte sie noch einmal kräftig los und zu den anderen Stuten. Tyler machte sich an die nächsten Pferde, während ich noch die Boxen von Jaela und Wonder mistete.

      [3695 Zeichen by Sevannie]

      Nach der stressigen Weihnachts- und Neujahrszeit, kehrte so langsam wieder der Rhythmus ein in den Briar Cliff Stables. Schlimm genug das mir des öfteren Freunde und Verwandte aushelfen mussten, nun hatte ich aber den ganzen Papierkram erledigt und auch alles andere was in einem neuen Jahr alles so anfiel. Leider Gottes hatte uns Rachel verlassen und nun stiefelte Zasa Levy bei uns ein. Unsere neue Zuchtpartnerin war schnell gefunden und endlich konnte ich mit ruhigem Gewissen wieder nachts schlafen! Zasa war klasse, ebenso wie ihre Pferde. Einige durfte ich durch Tierarztbesuche auch mal kennen lernen und unter anderem war auch Cloud dabei! Auf ihn hatte ich es ja immer abgesehen, doch Zasa wollte ihn niemals hergeben. Nun stand der Hengst auch bald auf unserem Hof oder wir zogen allesamt noch einmal um, wer weiß. Das stand allerdings noch in den Sternen. Früh war ich schon wach, zusammen mit Tyler. Wir beide hatten schon gefrühstückt und die Pferde waren auch schon fleißig am kauen. Während diese noch beschäftigt waren, wollten Tyler und ich die Futterraufen auf den Paddoks und Weiden wieder auffüllen, so schnappte sich jeder von uns eine Karre, füllte sie mit Heu und dann ging es auch zur Weide oder den Paddoks, je nachdem. Als die Raufen alle befüllt waren, stellten wir die Karren wieder an ihren Platz. Alle Pferde kamen nun auf die Weide, das Eis auf diesen war mittlerweile getaut und die Sonne kam heute auch zum Vorschein. Wie es halt so üblich war, hatten wir zwei Pferde in den Boxen gelassen, da wir mit diesen als erstes arbeiten wollten. Während sich Tyler Ramazotti Amaro schnappte, lief ich zu der weißen Tinkerstute Hermelin Jaela. Ich holte die Stute aus der Box und band sie am Putzplatz an. Neugierig sah sich diese um und konnte es anscheinend kaum fassen, dass die Sonne sich endlich wieder zeigte. Bevor es an das Putzen ging, gab es erst einmal eine große Schmuseeinheit für die weiße Schönheit. ,,Ich verspreche dir in Zukunft mich mehr mit dir zu beschäftigen, Knutschkugel.'',flüsterte ich und steckte ihr ein Möhrchen zu, ehe ich dann doch anfing mit dem Putzen, denn der Zeitplan war streng. Erst wollte ich Jaela longieren, danach mit Golden Wonder etwas Dressurtraining vollziehen. Danach noch andere Pferde machen, so war ich froh das Tyler mir für heute wieder einmal half. Dieser zog auch gerade mit Ramazotti vorbei zu den Round Pens. Zum Glück hatten wir mehrere, denn da wollte ich auch rein. Als Jaela fertig geputzt war, zog ich ihr den Longiergurt auf und die Trense ebenfalls, denn die Ausbinder kamen heute auch etwas zum Einsatz. Ich schnappte mir noch die Longe, ehe ich diese in die Longierbrille an der Trense einhakte und mit Jaela zu den Round Pen's lief. Tyler war schon fleißig dabei mit Ramazotti zu rangeln, der kleine Hengst hatte heute anscheinend keine Lust auf Round Pen und würde lieber in der Halle düsen. Ich belächelte das Geschehen und lief mit Jaela in das andere Round Pen. Hinter uns schloss ich das Tor und ließ Jaela im Schritt um mich umher laufen. Auf jeder Seite zehn Minuten um sicher zu gehen das sie auch wirklich warm ist, danach ging es zum Trab über. Hier und da blickte Jaela als auch ich rüber zu Tyler und Ramazotti, doch wir widmeten uns hauptsächlich der Arbeit. Nachdem sie einige Runden getrabt ist, setzte ich ihr den Longiergurt auf und band die Ausbinder dran. So sollte sie nun fünf Minuten auf jeder Seite laufen, ehe ich dann wieder die Ausbinder abnahm. Dauerhaft lief kein Pferd mit diesen Ausbindern.Als ich zu Tyler rüberschaute, sah ich wie er nun mit Ramazotti in die Halle ging. Ok der Kleine hatte es für heute anscheinend geschafft. Nachdem Jaela ihre Schrittpause dann aber beendet hat, ließ ich sie wieder traben und galoppieren. Nach gut einer Stunde der Wechsel zwischen Trab und Galopp, sowie mit und ohne Ausbinder, führte ich die Stute wieder zum Putzplatz. Ich nahm ihr alles auf und halfterte sie wieder auf. ,,Nun darfst auch du auf die Weide.'',lächelte ich und brachte sie auch zu dieser. Danach lief ich zu der Weide der Fohlen und holte Torte von der Koppel. Torte ist ja eigentlich das komplette Gegenteil von Ramazotti, wie ich finde. Die Stute ist ruhig und artig, lieb und vor allem verschmust. Schmunzelnd streichelte ich die Kleine auf dem Weg zum Putzplatz. Ich wollte mit ihr in die Halle und dort etwas mit Stangen arbeiten, damit sie sich besser an die gewöhnte. Aber eigentlich kannte sie diese ja schon recht gut. Schmunzelnd putzte ich die bald vierjährige Stute und zog ihr dann das Kappzaum auf. Sanft lobte ich sie, hakte die Longe in den Ring des Kappzaums ein und lief mit ihr zur Halle. ,,Alles okay?'',rief ich hinein und Ramazotti düste fröhlich bockend an mir vorbei. ,,Ja.'',murmelte Tyler leise und wollte gerade die Stangen weg räumen. ,,Lass liegen, ich brauch sie auch.'',schmunzelte ich und frag in die Halle hinein ob die Tür frei wäre, als Ramazotti wieder am Strick hing. ,,Ja!'',rief Tyler zurück und ich nickte. Zusammen mit Torte lief ich in die Halle hinein und Tyler lief mit Ramazotti heraus. Gut der Plan hatte sich nun doch etwas geändert. Aber jeder variiert ja gerne. Ist ja auch egal welches Pferd ich wann mache. Tyler hatte die Stangen für den Zirkel bereit gelegt und diese konnte ich also gleich nutzen. Ich lief in die Mitte des Zirkels und ließ Torte außen herum laufen. Brav lief sie vorwärts und beäugte dabei die Stangen im Vorbeigehen neugierig. Schmunzelnd schnalzte ich nach einem Wechsel und weiteren zehn Minuten Schritt. Torte wurde schnell und fiel so langsam in den Trab. Sanft lobte ich sie mit der Stimme und ließ sie dann über die Trabstangen laufen. Brav lief sie darüber, doch sie hob die Beine noch nicht anständig, da die Hufe noch gegen die Stangen prallten. Zwar nicht alle aber einige. Also schnalzte ich noch einmal kurz vor den Stangen, damit die Aufmerksamkeit bei diesen lag. Der zweite Durchgang verlief dann auch viel besser. Nach weiteren fünf Runden durfte sie dann wieder im Schritt um mich herum, ehe es einen erneuten Wechsel gab. Nach dem Wechsel gab es erneut die Übung im Trab mit den Stangen, ehe ich sie wieder galoppieren ließ. Nach einer halben Stunde Arbeit, durfte sie dann noch etwas alleine in der Halle umher laufen, während ich die Stangen weg räumte. Als die Stangen weg waren, hakte ich die Longe wieder ein und führte sie erneut zum Putzplatz. Auf dem Putzplatz angekommen, tauschte ich das Kappzaum gegen das Halfter ein und brachte die junge Stute wieder zur Weide. Als ich das Halfter abzog, galoppierte die Stute mit starken Schritten hinfort. Schmunzelnd blickte ich ihr nach, ehe ich dann auf die Uhr schaute. 10:03 Uhr. Hm, also noch haufenweise Zeit. Also holte ich mir For Pleasure von der Weide, Tyler war auch gerade dort und holte sich Starmen von dieser. Zwei Springpferde vereint. ,,Wollen wir zusammen auf den Platz? Ist zwar etwas matschig, aber machbar.'',schmunzelte ich und öffnete das Tor der Weide. Tyler blickte in den Himmel, welcher wolkenlos war. ,,Na gut.'',grinste er und schloss das Tor hinter uns. Zusammen mit den Pferden liefen wir zum Putzplatz und begannen dort die Fuchshengste anzubinden und zu putzen. Der Kohlfuchs schaute sich neugierig um. Tyler war mittlerweile seine feste Bezugsperson, deswegen machte ich mit Starmen eigentlich so gut wie gar nichts, außer ihn zur Weide zu bringen. Der Gute war halt ein 'Projekt' für Tyler, welches er alleine meistern wollte. Zum Glück war nur keine Stute da. Zusammen begannen wir die Hengste zu satteln und zu trensen, ehe wir auf den Platz gingen. Die Hindernisse waren noch aufgebaut auf L Niveau. So ritten wir die Pferde zuerst warm, ehe wir dann einzelne Sprünge sprangen, wieder eine kleine Etappe des Warmreitens. Nach und nach bauten wir mehr Sprünge ein, ehe wir dann durch den ganzen Parcours ritten. For Pleasure legte ein gutes Tempo an den Tag, trotz des matschigen Bodens. Ebenso sprang er mit einer Leichtigkeit über die Hindernisse, aber er war ja auch im Springen bis S*** platziert ist und Starmen erst bis L. Ein gutes Lernniveau für Starmen und für For Pleasure eine gute Wiederholung. So konnte ich mich mit ihm eher auf die Zeit konzentrieren statt auf den Stil. Nach mehreren Durchgängen waren die Pferde dann auch schon dran zu schwitzen. ,,Schluss für heute.'',murmelte ich und lobte den Fuchs kräftig. ,,Hast du klasse gemacht!'',lobte ich ihn weiterhin, auch Tyler lobte Starmen kräftig. Der Kohlfuchs hatte seine Sache gut gemacht und ich fand das sie auch druchaus mal Klasse M reiten könnten. Wir ritten zum Putzplatz und stiegen dort ab. Nach einander brachten wir das Sattelzeug weg,während ich dieses von dem Matsch-Sand-Gemisch säuberte, gönnte Tyler den Hengsten eine Dusche. Als ich gerade fertig war, brachte er diese in unsere sogenannte 'Wärmekammer' zum trockenen. Diese Solarien waren schon klasse, zumal bei so einem Wetter, so konnten die Pferde danach wieder auf die Weide und noch etwas entspannen. Mittlerweile war es dann auch schon 12:19 Uhr. So machte ich mich in das Haupthaus und kochte uns eine Tomatensuppe, keine aus der Tüte sondern eine selbst gemachte.

      Als Joyce gerade in das Haupthaus ging, lief ich erneut zu den Weiden. Die Hengste kamen wieder auf diese und ich machte mich an das nächste Pferd. Ich wollte mich nun an Roxy wagen.Mit der Rappscheckstute wollte ich etwas im Gelände herum tüdeln, ehe es dann Essen geben sollte. Dazu nahm ich mir Golden Wonder als Handpferd. Also holte ich zuerst die ruhige Stute Roxy von der Weide, band sie am Putzplatz an und holte zugleich die Palominostute von der anderen Weide. Als beide Stuten am Putzplatz standen, begann ich auch gleich diese zu Putzen. Während sich Roxy alle Mühe gegeben hat, nicht mehr weiße Flecken auf dem Körper zu haben sondern Matschbraune, hat Wonder versucht so sauber zu bleiben wie es nur ging. Als ich sie vorhin auf die Weide gebracht habe, wollte sie eigentlich gar nicht drauf, da es ihr anscheinend zu dreckig war. Schmunzelnd legte ich Roxy Trense und Sattel an, ehe ich Golden Wonder eine Longe an das Halfter klippte und mich in den Sattel schwang. Zusammen mit den beiden ruhigen Stuten ritt ich vom Hof. Auch die dominante Stute Wonder sollte mal lernen, dass sie nicht immer nur das sagen hat, sondern das auch so ausgeglichene Pferde wie Roxy mal dominieren. Immer wieder versuchte Wonder sich nach vorne zu drängen, doch ich schob sie mit der Gerte wieder etwas nach hinten, indem ich sie an der Brust mit dieser antippte. Es klappte alles an sich recht gut, auch Wonder gab es irgendwann auf und lief halbwegs entspannt neben her. Wir drehten keine allzu große Runde, da es ja auch bald Essen geben sollte.
      Am Hof wieder angekommen, stieg ich am Putzplatz ab und machte beide Stuten wieder für die Koppel zurecht. Sie konnten dort nun noch etwas toben und irgendwie schien es mir, als würde Wonder nun mehr Respekt vor Roxy haben. Denn auch am Putzplatz verhielt sie sich etwas anders. Ich führte also beide zusammen zu den Weiden, die eine kam auf diese und die andere eine Weide weiter weg. So wie sie nun mal getrennt waren: Hannoveraner und Tinker. Nun hieß es erst einmal Essen!

      Nach dem Essen ging es auch gleich weiter. Nur noch zwei Pferde für heute, dann hieß es misten! Also schnappte sich Tyler die kleine Stute Bajau und ich nahm mir Hope in Despair zu Herzen. Der sanftmütige Tinker und die etwas zurückhaltende und schüchterne Hannoveranerstute. Schmunzelnd streichelte ich die Kleine, als auch sie mit Tyler am Putzplatz ankam. ,,Und was machen wir mit Ihnen?'',fragte ich Tyler etwas planlos und sah zu diesem, als er die junge Stute putzte. Während er überlegte, putzte ich den Rappschecken weiter. ,,Ich werde in die Halle gehen und mit ihr das mit den Stangen üben, das hat sie leider noch nicht so drauf.'',murmelte er und ich nickte. ,,Gute Idee, vielleicht hat sie nicht ganz so viel Angst davor, wenn Hope ihr es zeigt wie es geht?'',schmunzelte ich und Tyler nickte. ,,Vielleicht klappt es ja.'',schmunzelte er und nachdem die Pferde sauber waren, führten wir diese in die Halle. Dort legten wir wieder die Stangen zurecht und ließen die Pferde sich warm laufen. Nachdem die ersten zehn Minuten verstrichen waren und die Hand gewechselt wurde, ließ ich Hope antraben. Bajau blickte zuerst erschrocken, ehe sie dann doch die Tritte von Hope genaustens studierte. Tyler bemühte sich, dass sie wieder ihre Aufmerksamkeit an ihn richtete doch sie wollte nicht wirklich hören. Also ließ ich den Hengst langsamer werden, bis er wieder in den Schritt fiel. Bajau fand dies irrelevant und widmete sich wieder Tyler, welcher schnalzte. Die junge Stute trabte an und wich die ersten Male den Stangen aus, ehe sie sich wie Hope drüber traute. Sie machte die Sache recht gut, aus Angst hob sie die Beine sehr hoch und kam auch kaum gegen die Stangen. Beim zweiten Durchgang sah es nicht mehr gar so verkrampft aus, da sie anscheinend gemerkt hatte, dass es gar nicht so schlimm ist wie sie dachte. Also begann ich wieder mit Hope zu traben, der Hengst trabte erneut über die Stangen und auch die Stute trabte fleißig weiter. Schmunzelnd führten wir dieses Szenario fort. Nach einer halben Stunde beließen wir das ganze und wir brachten die beiden Pferde wieder auf die Koppel. Nachdem dann auch die letzten Pferde für heute auf der Koppel standen, begannen wir noch die Boxen durch zu misten und neu einzustreuen...

      13387 Zeichen @ Sevannie - Kursiv -> Tyler

      Es war noch dunkel als ich die große Stalltüre aufschob und den Geruch der Pferde tief in meine Nase zog. Doch das war auch nötig. Es standen immerhin 34 Pferde auf meiner Liste, diese waren allesamt nur Stuten. Anfangen wollte ich damit erst mal meine Stuten auf die Weide zu bringen. Ich fing mit Northern Dancer und Hollywood Undead II an. Nachdem die beiden auf der Koppel waren, holte ich Kristy Killings und Elanor. Ich lobte die beiden und ließ sie dann auch laufen. Sie freuten sich natürlich alle über den Auslauf. Ich ging den Weg wieder zum Stall zurück und holte dann Kahlua und Bellami. Die beiden waren erst vor ein paar Tagen aus Kanada wieder gekommen. Ich war sehr froh, dass sie wieder einmal dort ins Training gehen konnten. Ich lobte die beiden als wir an der Weide ankamen und ließ sie dann laufen. Nun fehlten nur noch drei meiner eigenen Pferde. Ich holte Cup Cake und Face Down. Ich ließ die beiden auch laufen und holte zu letzt Spotted Face. Danach ging ich wieder nach drinnen. Nun waren Joyce Stuten an der Reihe. Als erstes holte ich Walking tot he Moonlight und Calacirya. Ich brachte die beiden auf die Koppel und ging dann wieder nach drinnen. Bei ihren Stuten musste ich mich ein bisschen mehr beeilen, da es um einige mehr waren. Roxy und Grey Love durften als nächstes auf die Weide. Besonders mit Roxy musste ich gerade noch kurz kuscheln. Ich ging wieder nach drinnen und holte Hermelin Jaela und Winter Cloud aus der Weide. Ich brachte die beiden nach draußen und ließ auch sie dann in Ruhe mit den anderen laufen und fressen. Es standen immer noch 19 Pferde auf meiner Liste und ich hatte das Gefühl ich war schon ewig beschäftigt. Das konnte aber auch daran liegen, dass die Sonne mittlerweile schon fast ganz aufgegangen war. Ich holte Augenblick und Golden Gate nach draußen. Die Aussicht die Boxen zu misten war auch nicht gerade aufbauend. Ich ging dennoch schnell wieder nach drinnen und holte Ch’s De la Lune und Wolkentraum. Somit waren meine Pferde und ihre Kaltblüter auf der Weide. Ich zog meine Weste aus und legte sie im Stall über einen der Sattelhalter. Durch das viele laufen war mir mittlerweile doch warm geworden. Ich ging zu den nächsten beiden Boxen und holte Alice Cullen und Lotte Buff aus ihren Boxen. Gemeinsam ging ich mit den beiden wieder zur Koppel und lobte sie dann. Ich ließ sie vom Strick und ging wieder nach drinnen. Ich holte Epona und Golden Wonder nach drinnen. Ich klopfte den beiden ihre Hälse und streckte mich danach einmal kurz. 34 Pferde hatten es schon gehörig in sich. Ich ging wieder nach drinnen und holte Millenium GC und Royal Rubina nach draußen. Wieder lobte ich sie und überlegte dann kurz. Nun waren es nur noch neun Pferde. Es ging halbwegs voran. Ich holte Gameover und Shiny Sunlight aus den Boxen und lief dann mit ihnen zur Weide. Als nächstes folgten Muemmi und Irritable. Ich brachte die beiden auf die Weide und ging dann schnell wieder in den Stall. Dort ging es auch sofort weiter mit Pferde holen. Nun waren es nur noch 4. Soweit ich das noch richtig im Kopf hatte. Ich führte Linara und Veronica auf die Weide und schaute dann kurz nach allen. Danach holte die nächten zwei Stuten. Diese waren eine Hannoveranerdame und das weiße EVB. Ich ließ Wild Reflex und Mistery auf der Weide laufen. Mir viel ein, dass ein Pferd noch fehlte. Naja eher gesagt Pony. Aus genau diesem Grund ging ich Klein aber Oho holen. Ich stellte sie auf die Weide und klopfte dann kurz ihren Hals. Danach ging ich wieder in den Stall und machte alle Boxen sauer. Dies dauerte natürlich sehr lange und ich war danach auch echt müde. Ich ging wieder nach draußen und schaute nach den Pferden. Ich ging wieder nach drinnen und streute die Boxen ein. Ich hatte eigentlich schon gar keine Lust, aber wenigstens meine Stuten mussten noch ein bisschen arbeiten. Vor allem Bellami und Kahlua. Ich streckte mich nach dem Misten und Einstreuen. Ich ging in die Sattelkammer und holte dort Bellamis Sattel und ihre Trense. Diese platzierte ich vor ihrer Box. Dann fegte ich die Stallgasse. Ich holte ihren Putzkoffer noch und stellte ihn dann vor die Box. Müde ging ich wieder zur Weide und holte dann meine Stute. Ich band sie vor der Box an und putzte sie dann ausgiebig. Danach platzierte ich das Sattelzeug auf ihr und ging mit ihr nach draußen. Ich stieg auf ihren Rücken und ritt dann los. Nachdem ich sie warmgeritten hatte, ging es auf die Geländestrecke. Dort übten wir die Sprünge für das nächste Turnier mal wieder genauer. Die Stute machte wirklich gut mit. Bald würde sie auch wieder häufiger ins Training gehen dürfen, da ich ja jetzt selber Trainer war. Nach dem Training ritten wir zurück zum Hof und ich sattelte und trenste sie ab. Dann putzte ich sie nochmal und brachte sie wieder auf die Weide. Solange ich noch mit Kahlua trainieren würde dürfte sie noch ein bisschen in Ruhe grasen. In diesem Zuge nahm ich Kahlua gleich mit und klopfte sanft ihren Hals. Ich gähnte einmal müde und putzte dann meine Stute. Danach holte ich ihren Sattel und die Trense. Ich platzierte beides auf ihr und stieg draußen auf seinen Rücken. Ich trieb sie an und klopfte nochmal sanft ihren Hals. Meine Stute trottete brav nach vorne und langsam kamen wir auf unseren Trainingsweg. Die Stute war mittlerweile warm geworden und so trabte und galoppierte ich sie noch ein bisschen. Dann ritt ich auf den Geländeweg und sprang die Sprünge mit ihr. Brav nahm sie jeden Sprung und schnaubte dann danach ab. Ich klopfte ihren Hals und ritt sie auf dem Weg zurück ausgiebig trocken. Im Stall angekommen brachte ich sie in die Box und füllte dann das Heu und Kraftfutter für alle Pferde auf. Nun kam der anstrengende Part. Ich musste alle Pferde wieder reinholen. Nachdem dies endlich erledigt war, kehrte ich nochmal die Stallgasse und kontrollierte dann alles.

    • Sevannie
      24.10.2016
      Umzug Teil II
      „ Beeilt euch. Der Flieger für die ersten Pferde geht bald!“ rief ich total gestresst in den Stall. Dann flog mein Blick wieder nach draußen. Ich ging zum Hänger und kontrollierte dort alles. Gestresst holte ich mein Handy aus der Hosentasche und sah auf die Uhr. Verdammt wir waren zu spät! Ich schaute in einen der zwei großen Trailer. Meine Pferde waren so gut wie verladen und auch bei Joyce sah es sehr gut aus. Heute begann unser Umzug nach Jasmund und wir hatten bereits früh angefangen alles in die Wagen zu packen. Insgesamt würden heute 14 Pferde mit uns die Reise antreten. Nur ein kleiner Teil, aber immerhin ein Anfang. Simon und Tyler würden noch auf Zasas Hof bleiben und die restlichen Kleinigkeiten regeln. Sie hatten den Hof auch noch nicht mal in echt gesehen. Joyce und ich waren über eine Internetanzeige auf ihn gestoßen und sofort überzeugt gewesen. Ein Besuch hatte uns gezeigt, dass er genau das bat was wir für unser Vorhaben brauchen würden. Der große Stallkomplex war auf dem neusten Stand und konnte uns sowohl mit den Paddockboxen als auch mit dem Aktivstall gleich überzeugen. Zudem hatte unser Team weitere Mitarbeiter bekommen. Einer von ihnen war Linus, welcher bereits auf dem Gestüt auf unsere Ankunft wartete. Ihm hatte ich die Anweisung gegeben, dass er bitte bereits den Stuten und Hengstoffenstall herrichten solle und die Boxen für acht Pferde. Des Weiteren hatte er die Aufgabe den Offenstall für die Hengste und Stuten auf Vordermann zu bringen. Hier würden meine Pferde einziehen, welche heute mit uns hergeflogen waren. Joyce und ich setzten uns nun endlich in Richtung Flughafen in Bewegung. Sowohl die Fahrt als auch alles am und um den Flughafen herum verliefen problemlos. Genauso wie der Flug und die Fahrt danach. Meine Augen strahlten als wir auf das Gestüt fuhren. Ich freute mich bereits sehr auf den Umzug und unseren neuen Plan zu verwirklichen. Wir parkten und stiegen dann aus. Linus begrüßte uns gleich freundlich und erzählte uns, dass die Boxen bereits für die Pferde fertig waren und wir nur noch ausladen mussten. Als erstes luden wir Mistery, Veronica und Linara aus dem Hänger. Wir hatten in Deutschland nur einen Hänger mieten müssen, da dieser größer war. Wir brachten die drei Stuten in den Stall. Die Türen zum Paddock waren offen, dass sie sich ein bisschen mehr bewegen und auch umschauen konnten. Ich holte Muemmi aus dem Hänger und übergab sie an Linus. Dieser brachte sie zu den anderen Stuten und kam dann wieder zu uns. Nun fehlten nur noch ihre Hengste und meine Pferde. Ich holte Scottland Yard aus dem Hänger und ging bereits zum Stall vor. Mir folgte Linus mit Cafe Latte und hinter ihm Joy mit Invincible und Belstaff. Wir brachten die vier in den Hengststall und ließen auch sie auf den Paddock. Die Pferde waren im Vergleich zu anderen Umzügen bereits relativ ruhig. Sie hatten es jedoch nun auch in kurzer Zeit sehr oft mitmachen müssen. Wir gingen wieder zum Hänger und holten aus diesem Fallen Godness und Almost Illegal. Fallen übergab ich an Linus und Almost an Joyce. Ich selbst nahm Overo und ging dann mit den beiden anderen zum Offenstall der Hengste. Wir ließen die drei laufen und sie nahmen dies dankend an. Die anderen Pferde dürften später auch noch kurz auf die Weide, aber erst sollten sie sich in ihren neuen Boxen einleben. Der Zugang zum Offenstallpaddock mit Gras beziehungsweise Erde waren noch gesperrt. Sie durften das überdachte Gelände und das geteerte Stück erst mal erkunden. Wir gingen nochmal zu Hänger und ich holte die letzten Pferde aus diesem. Ich übergab Elanor an Linus und Spotted Face an Joyce. Ich selbst nahm Hollywood Undead. Auch sie durften in den abgetrennten Offenstall. Wir luden das Zubehör der mit uns gereisten Pferde aus dem Hänger und dem Auto. Dieses räumten wir in die jeweiligen Spinde der Ställe, in welchem die Pferde eingestellt waren. Ich schaute noch kurz im jeweiligen Stall nach den Ponies und Pferden. „ Bringen wir die anderen jetzt nach draußen?“ fragte mich Joyce mit müder Stimme. Ich nickte kurz und ging dann in den Hauptstall der Stuten. Gemeinsam mit diesen liefen wir zur Weide und ließen sie dann auf dieser laufen. Nachdem wir auch die Hengste auf der Weide hatten, rief uns Linus zum Essen. Er hatte eine kleine Brotzeit hergerichtet und ich war ihm dafür sehr dankbar. Wie wir alle wohnte er auf dem Gestüt und hatte für sich ein bisschen eingekauft und extra für unseren Besuch natürlich auch.
      Der nächste Tag war bereits wieder unser Abreisetag. Schließlich wartete noch einige Arbeit auf dem Hof von Zasa auf uns. Wir wollten ja bald komplett umziehen. Dennoch konnten wir den ganzen Tag mit unseren Pferden verbringen, da der Flug erst abends ging.
      Mit einem lauten Knallen landete ich einen knappen halben Tag später direkt vor Joyce Füßen. Wir waren im Morgengrauen am Hof angekommen und ich wollte in das Haus, welche Zasa uns vieren zur Verfügung gestellt hatte. Unsere werten Freunde waren jedoch so schlau gewesen und hatten die Umzugskartons direkt in den Eingangsbereich gestellt, damit jeder drüberflog der nichts davon wusste. Naja dieser jemand war natürlich ich gewesen. Wer auch große Töne spucken muss von wegen was soll schon passieren wenn wir das Licht nicht an machen oder ich brech mir schon nichts, hatte es eigentlich nicht anders verdient. Wäre Joyce nicht so geschockt und müde gewesen, dann hätte sie wahrscheinlich laut losgelacht. Jetzt war ihre Reaktion jedoch nur ein entsetztes und unterdrücktes Schreien. Wir wollten ja schließlich nicht, dass Tyler und Simon aufwachten. Die beiden mussten heute nochmal richtig mithelfen, da bereits morgen ein weiterer Flug gebucht war. Zwei Mal hieß es nun noch nach Deutschland fliegen. Das letzte Mal jedoch ohne Rückflug. Ich freute mich schon, dennoch würde ich Zasas Gestüt auch vermissen. Die Pferde hatten gerade sich eingelebt und nun mussten wir sie wieder aus dem gewohnten Feld reißen. Doch es würde ihnen auch in Deutschland gefallen. Ich rappelte mich auf und ging dann mit Joyce ins Wohnzimmer. Wir wollten eigentlich nur kurz noch ein bisschen Fernsehen, aber dies ging nach hinten los. Wir schliefen nämlich beide ein und wachten erst wieder auf als die Männer uns weckten. Wir gingen uns schnell duschen und dann ging es auch schon wieder in den Stall. Wir packten die letzten Koffer und richteten den Hänger her. Eigentlich war geplant gewesen, dass wieder ein Teil von meinen Pferden mitkommen sollte und ein Teil von Joyce. Simon und ich hatten jedoch einen Auftrag erhalten und so musste er auf die Bahamas fliegen. Da Tyler sich mit Joyce Pferden besser auskannte, blieben diese nun bei ihm. Für den jetzigen Flug brauchten wir hier drei Hänger und in Deutschland zwei größere. Es handelte sich immerhin um 26 Pferde. Ich holte als erstes die niederländischen Warmblüter aus ihren Boxen und brachte sie mit Hilfe der anderen dreien in den ersten Hänger. Der erste Hänger war damit schon voll und wir konnten die Klappe schließen. Als nächstes würden die Pferde folgen, welche in Deutschland ihren neuen Offenstall beziehen durften. Eins nach dem anderen wurde im Hänger verladen und angebunden. Sie bekamen alle noch Heu und Wasser, genauso wie die Warmblüter vor ihnen. Als letztes folgten die Fohlen und Jungpferde. Wir hatten bei ihnen zum Glück auch nicht weiter Probleme, da sie es gewohnt waren. Das Hängertraining stand bei uns immer wieder auf dem Programm und da auch ein paar von ihnen mit uns schon umgezogen waren. Als alle im Hänger waren fuhren wir los. Simon fuhr den einen Hänger, Joyce den direkt hinter ihm und das Schlusslicht bildete ich. Am Flughafen angekommen verluden wir alle Pferde in die Reiseboxen und checkten dann ein. Simon hatte sich am Gate noch von mir verabschiedet und war nun auf dem Weg zu seinen Flug auf die Bahamas. Der Flug nach Deutschland kam mir dieses Mal viel länger vor und auch die Kontrolle durch den Flughafentierarzt dauerte unfassbar lange. Nachdem alle Pferde als gesund befunden worden waren und ihnen nichts fehlte durften wir sie in die großen Hänger verladen. Wir fuhren schließlich hintereinander zum Hof und nach geraumer Zeit kamen wir auf diesem auch an. Ich begrüßte Linus und fragte, ob alles gut geklappt hatte. Er bejahte dies und meinte dann, dass er sich freute die neuen Pferde kennenzulernen. Wir erklärten ihm kurz die Neuerung und luden dann als erstes die Fohlen aus. Als erstes durften die Stuten in ihren neuen Aktivstall. Als erstes Baghira, Batida de Coco und Easy Going. Die drei waren in ihrem neuen Stall scheinbar sehr zufrieden, denn sie sahen sich bereits fröhlich um. Als nächstes durften Northern Dancer, Cup Cake und Gabriella zu ihnen. Die drei sahen sich auch um und wir ließen sie in Ruhe laufen. Ich holte General’s Coming Home aus dem Hänger und fragte Joyce, ob sie Stromer’s Victory mitnehmen konnte. Sie brachte ihn gemeinsam mit mir in den Aktivstall der Hengste und ließen die zwei laufen. Als nächstes holten wir die Hengste aus dem Hänger, welche zu den Ponies in den Offenstall durften. Ich führte The Circle of Unbroken, Linus Zokni und Joyce hatte ich Hall of Fame übergeben. Die drei kannten die Ponies ja schon ein bisschen trotzdem wollte ich erst mal ein bisschen zuschauen wie sie sich miteinander verstanden. Nachdem ich mir sicher war, dass alles in Ordnung war ging ich wieder zum Hänger. Aus diesem durften als nächstes Gigolo, General Jack und San Diago heraus. Ich übergab wieder zwei meiner Pferde an die anderen beiden und ging mit ihnen zum Offenstall. Die Gruppe würde ganz schön groß werden, aber ich konnte mir vorstellen, dass sie trotzdem gut harmonieren würden. Als nächstes holte ich Galawayn aus dem Hänger. Ich übergab ihn Linus, welcher ihn zur Weide brachte. Ich selbst brachte Face Down in den Offenstall der Stuten. Dieser war noch leerer und würde es auch vorerst bleiben. Als nächstes durften meine Haupttrainingspferde aus dem Hänger raus. Ich holte als erstes Louis, Chester und Spat Split and White nach draußen. Ich übergab sie an Joyce und Linus und holte dann Nightstorm und Underground nach draußen. Ich führte sie selber in den Stall und ließ sie dann in Ruhe ihre neuen Boxen begutachten. Ich hatte Nightstorm und Underground in den vordersten Boxen des KWPN-Hengstabteils untergeberacht und die anderen hinter ihnen. Louis durfte auch mit im KWPN-Abteil stehen, da ich keine weiteren Hannoveraner hatte und er eher von mir als von Joyce geritten wurde. Nun fehlten nur noch die Stuten für den Hauptstall. Hier übergab ich als erstes Bellami an Joyce, dann Kahlua an Linus und ich führte Kentucky Bourbon in ihre Box. Ich klopfte allen drei die Hälse und ließ sie dann nach draußen auf ihre Paddocks. Ich holte die beiden letzten Pferde aus dem Hänger. Hierbei handelte es sich um Royal Kiss und Anouk. Die beiden folgten brav und durften dann auch ihre Boxen beziehen. Sie sahen sich auch sofort wie die anderen drei auf den Paddocks um. Später würden alle noch auf die Weide dürfen. Ich räumte zusammen mit Joyce und Linus den Hänger aus. Das Zubehör wurde in den dazugehörigen Sattelkammern verstaut und ich kontrollierte alles. Bei dem Flug und der Fahrt war zum Glück nichts beschädigt worden. Ich holte meine Kwpn-Hengste zusammen mit Linus wieder aus den Boxen. Joyce bereite in der Zwischenzeit das Abendessen für uns vor. Nun holte ich auch noch die Stuten nach draußen und ließ sie ihre neuen Weiden erkunden. Sie genossen es merkbar, dass sie sich die Beine vertreten durften. Sowohl ich als auch Linus gingen nach drinnen und aßen dann zusammen mit Joyce ihr bereits gekochtes Essen. Ich ging schließlich noch duschen und ging danach mit Linus und Joyce wieder nach draußen. Die beiden waren auch schon duschen gewesen und außer die Pferde noch reinzuholen, waren wir fertig mit unserem heutigen Tag. Ich gab allen meinen Pferden noch etwas zum Fressen und ging dann wieder in mein Zimmer. Es dauerte nicht lange dann schlief ich auch schon tief und fest in meinem Bett. Ich wachte erst wieder am nächsten Morgen auf, als es eigentlich schon wieder abreisen hieß. Ich verabschiedete mich noch von allen meinen Pferden und flog dann gemeinsam mit Joyce wieder auf unseren alten Hof.

      __________
      Auf dem alten Hof angekommen, überkamen mich einige Erinnerungen. Vor einigen Wochen erst hatte ich den Sturz mit Get a Movie gehabt. Uns beiden ging es gut, doch seither war da etwas die Bindung angeknackst, nur konnte ich nicht sagen an wem es wirklich gelegen hatte, dass wir gestürtzt waren. Der Scheckhengst war beim Springen immer aufmerksam, auch im Gelände brachte ihn nichts aus der Ruhe. Anscheinend waren wir beide etwas Unaufmerksam gewesen, daher hatte ich mich derzeit an der Bodenarbeit mit ihm versucht, doch halfen tat es nicht wirklich. Vielleicht brachte ja der neue Umzug dann wieder ein neues Umfeld und neue Begebenheiten mit sich, so das dies auch wieder was wird. Ich holte den Hengst in den frühen Morgenstunden aus seiner Box, ich hatte mal wieder nicht wirklich schlafen können und daher machte ich mich daran, ihn zu putzen und seine Transportausrüstung ihm anzulegen. Nachdem ich mit Get a Movie fertig war, torkelte auch Elena schlaftrunken in den Stalltrakt des alten Hofes. ,,Guten Morgen.'',murmelte sie und musterte mich mit meinem Hengst. ,,Morgen.'',murmelte ich leise und streichelte über die Scheckung am Halse von dem Hannoveraner. ,,Get ist feritg.'',murmelte ich und sie nickte nur. Kurz musterte ich erneut seine Beine, welche keine Blessuren aufwiesen, nein es war eindeutig nur ein seelischer Knacks - bei uns beiden. Er hatte zwar einige Tage gelahmt und ich hatte einige böse Hämatome, doch nichts gebrochen oder geprellt. Nur ich hatte wie ein Schlosshund geweint, weil mir es für meinen Hengst so leid tat. Ich führte ihn zum LKW, welcher wiedereinmal der Transporter darstellte. In diesem hatte ich Heu und Wasser für die Fahrt bereitgestellt, wie es eben üblich war. Zuerst kam Get rein, danach folgte Clouds Angel, welcher von Elena fertig gemacht worden war. Tyler brachte währenddessen die ganze Ausrüstung der Pferde in den Hänger, sowie das Auto. Er fuhr extra, da wir mit einem Schwung gleich alle Hengste rüber schaffen wollten. Wir verluden nach Cloud noch Cinnemont's Accento, Schwachkopf, Admiral's Wings, For Pleasure und Antaris. Damit waren die meisten schon einmal drin. Wir legten eine kurze Kaffeepause ein, ehe es weiter ging. Zum Glück waren meine Hengste diesen 'Stress' gewohnt und fühlten sich in dem geräumigen LKW sehr wohl, wie es mir schien. Irgendwelche Probleme untereinander gab es ja auch nicht, da alle zusammen auf der Koppel standen und sich kannten. Nach der kleinen Pause ging es dann weiter mit Starmen, Burnin' Awake and Lifeless, Kaltenbach's Ostwind, Karthago, Hero of Heaven und Ramires. Damit waren alle meine Hengst verladen und ich half Tyler noch mit dem restlichen Equipment. Als alles, aber auch wirklich alles, der Hengste verstaut war, ging es dann endlich los auf dem Weg zum Flughafen.
      ...
      Der Flug kam mir immer länger vor, umso öfters wir diesen tätigten. Das Schlimme war ja wir hatten noch zwei bis drei Flüge vor uns. Ich hatte etwas Bange vor den nächsten Flügen, vor allem vor dem mit den Kleinen.. Immer wieder biss ich mir nervös auf die Unterlippe, wenn ich über solche Sachen nach dachte, ehe dann auch schon die Landung angesagt wurde. Kurz sprang mein Herz etwas höher und ich schnallte mich wieder an, Elena schlief tief und fest, so tat ich dies für sie und weckte sie sanft. ,,Wir landen gleich.'',murmelte ich und schmunzelte bedenklich, ehe sie dieses Schmunzeln erwiderte.
      Nach gut vier Stunden kamen wir mit zwei LKW's auf dem Hof an. Wie immer brauchten wir hier mehr Hänger, als ind er alten Heimat, aber das war ja alles kein Problem. Wir ließen nicht viel Zeit vergehen und luden die Pferde aus, sie durften sofort auf die Weide und sich dort etwas die Beine vertreten, nach und nach wurden die Hänger leerer und die Weiden füllten sich wieder mit Leben, da die Hengste auch hier und dort mal buckelten vor Freude. Schmunzelnd betrachtete ich das ganze, doch war bei Gedanken immer noch bei Get und dem Unfall, sowie bei dem Umzug der Fohlen. ,,Alles in Ordnung?'',murmelte Elena, welche neben mir stande und ich nickte nur kurz. ,,Ja klar.'',murmelte ich und drehte mich um zum Stalltrakt und lief auf diesen zu. Linus hatte auch hier alles vorbereitet und die Boxen waren startklar für die Hengste. Hoffentlich war der Umzug schnell gemeistert und ich fand dann eventuell mehr Schlaf. Es dauerte nicht lange und der Abend brach an, so holten wir die Pferde, welche bis jetzt schon auf dem Hof waren, in ihre Boxen rein und gaben ihnen ihr Futter. ,,Ich hab noch Essen von heute Mittag, für euch beide.'',meinte Linus mit einem Lächeln und ich winkte dankend ab. ,,Ich dusche und lege mich ins Bett. Ich hab keinen Hunger.'',murmelte ich und schmunzelte kurz, ehe ich dann auch schon meinen Plan in die Tat umsetzte. Als ich im Bett lag hörte ich Elena und Linus noch reden, ehe ich dann die Augen schloss und versuchte zu schlafen.
      ...
      Der nächste Morgen war wieder einmal mit Hektik geplant, denn seitdem ich diese Schlafstörungen hatte, verschlief ich kontinuirlich.. Elena hatte mich kurz vor knapp geweckt, so war ich noch schnell ins Badezimmer gehüpft und stand nun mehr als verschlafen neben ihr am Flughafen, darauf wartend, dass wir endlich in das Flugzeug konnten. Auch diesen Flug fand ich erneut keinen Schlaf, Elena hingegen schon. Heute Abend noch würde der nächste Flieger gehen, so hofften wir das Zuhause alles bereits geklappt hat und Tyler und Simon klar kamen, denn viel Zeit blieb nicht. Wir kamen nur kurz auf den Hof, halfen noch die restlichen Pferde in den Hänger zu laden, ehe es dann wieder los ging. Mit Tyler hatte ich heute kein Wort gewechselt, auch wenn er es versucht hatte. Mein Fokus lag zur Zeit einzig und alleine auf meinen Pferden, das sie alle ohne Probleme in Deutschland ankamen und und und.. Mein Kopf war voll und der Stress für mich viel zu Groß. Ebenso die Zukunftsängste die mich zur Zeit etwas plagten.. - Wie lief das Geschäft in Deutschland als Tierarzt? Wie würde die Zucht laufen und der Verkauf der Fohlen? Würde es diesmal der letzte Hof sein den wir beziehen würden? Fragen um Fragen und keiner konnte mir Antwort geben. Da blieb eben die Zeit mit Tyler auf der Strecke, aber wir waren ja auch nicht zusammen oder so was, auch wenn Elena desöfteren nachgehakt hatte. Kurz lächelte ich, als ich daran dachte wie sie immer und immer wieder nachstocherte. Ich blickte auf die Hänger, insgesamt waren es 16 Pferde die nun die Reise antraten. In dem einem Hänger befanden sich die Stuten; Irritable, Gameover, Shiny Sunlight, Royal Rubina, Millenium GC, Epona, Golden Wonder, Lotte Buff und Alice Cullen. Im anderen Hänger meine kleinen Schützlinge, welche ich aus verschiedenen Gründen bei mir aufgenommen hatte; Velvedere, Staccato, Klein aber Oho, Calero, Neskur, Wild Reflex und Massacre Boy. Damit war der heutige Umzug dieser Pferde vorbei, morgen gäbe es erneut einen solchen Stress mit den Fohlen und in drei Tagen kämen dann noch die Kaltblüter und die zwei Welsh-Ponies. Tief atemte ich ein und aus und blickte kurz zu Tyler, Simon und Elena, welche etwas abseits standen und redeten. Vielleicht über mich? Ich blickte auf die Uhr und seufze auf. ,,Elena wir müssen.'',rief ich zu der kleinen Gruppe und Tyler nickte Elena zu, ehe er auf mich zu kam. Kurz schenkte er mir ein Lächeln, ehe er in den einen LKW einstieg. ,,Ty, was machst du da?'',fragte ich nach und lief zum Führerhaus. ,,Ich komme mit dir. Elena wollte sich mit Simon hier um die Pferde kümmern, um deine Fohlen etc.'',murmelte er und ich blickte zu Elena welche mich herzlichst anlächelte und winkte. Kurz verengten sich meine Augen, ehe ich diese Entscheidung akzeptierte, immerhin kannte sich mich zu gut und sie kannte vor allem meine Fohlen auch am Besten. Ich nickte kurz und lief zum anderen LKW, Ty fuhr vor und ich hinter her.
      ...
      Mitten in der Nacht kamen wir auf dem neuen Hof an, wir ließen die Pferde natürlich nicht auf die Weide, sondern führten sie in ihre neuen Boxen. Während des Flugs hatte Tyler das Gespräch gesucht, doch ich blieb ruhig und hatte dann so getan als würde ich schlafen. Ich wollte erst einmal den Umzug hinter mich bringen, ehe er mich vollprabbeln konnte. Als die Stuten und auch die 'Privatpferde' in ihren Boxen waren, bekamen sie noch etwas Kraftfutter und durften dann auch ihre Ruhe genießen. ,,Ein anstrengender Tag.'',murmelte ich leise und blickte kurz zu Tyler, bevor ich dann zum Haupthaus lief. Er ergriff sanft meine Hand und zog mich mit. ,,Was hast du denn vor? Wir müssen schlafen, morgen früh geht es früh los und..'' - ,,- pscht!'',murrte er kurz, dennoch sanft und zog mich in eine Box. ,,Wir werden schlafen, aber nicht in einem normalen Bett.'',grinste er keck und ich schüttelte den Kopf. ,,Für sowas haben wir keine Zeit, Ty. Wir sind mitten im Umzug, was ist wenn wir verschlafen oder sonst was?'',murmelte ich fraglich und blickte mich in der Box um. Es waren Decken bereitgelegt und auch einige Strohballen. Süß war es schon, aber für so etwas hatten wir definitv keine Zeit, eigentlich. ,,Ich will doch nur das es dir gut geht.'',murmelte er und setzte sich auf die Strohballen, ehe er mich zu sich zog. Unwillkürlich landete ich auf seinem Schoß, atmete tief ein und aus und schüttelte etwas den Kopf.. ,,Tyler, ich hab zuviel im Kopf ich will doch einfach nur..'' - ,,-Entspannen.'',beendet er meinen Satz und strich mir eine Haarsträhne hinter mein Ohr. ,,Aber nicht so! Ich will den...'' - ,,Umzug hinter dich bringen und das alles wieder normal läuft, in deiner gewohnten Rutine.'',beendet er erneut meinen Satz und ich blickte ihn leicht verärgert an. Er legte sich gegen die Wand zurück und zog mich weiter an seine Brust. Kurz schloss ich die Augen und vergaß alles um mich herum. Ein leichtes Schmunzeln legte sich auf meine Lippen und ich vergaß den leichten Ärger über Tyler, genoss einfach die Ruhe, das Kauen der Pferde im Hintergrund, bevor ich dann tatsächlich einschlief.
      ...
      Mein Handy weckte mich mit einem lauten, schrillen Ton, welchen ich seit neustem als Wecker hatte. Ich schrak auf und blickte mich in der Box um. Die Decke über mich gewunden und es roch seltsamer weiße nach Kaffee im Stall. Ebenso hörte ich die Pferde immer noch kauen. Oder wieder? Ich rieb mir verschlafen die Augen und stand auf. Was ein Tag, oder eher eine Nacht.. Ich stand auf und blickte mich um, Tyler kam gerade mit einer Tasse Kaffee in die Box gelaufen und einem Teller mit zwei belegten Brötchen darauf. ,,Guten Morgen.'',lächelte er und übergab mir das Frühstück, ehe ich mich wieder setzte und einen Schluck vom Kaffee nahm. ,,Morgen und Danke.'',schmunzelte ich herzhaft und blickte ihn an. ,,Gut geschlafen?'',fragte er nach und ich nickte, als ich gerade in das Brötchen hinein biss. ,,Ja! Und wie.'',murmelte ich mit halbvollen Mund und er lächelte, ehe er sich wieder weg machte. Ich frühstückte zu Ende und folgte ihm dann. Kurz blickte ich mich im neuen Stalltrakt um, ehe ich auf die Uhr schaute. Es war noch einiges an Zeit übrig. So machte ich mich auf den Weg in das Haupthaus und machte mich in das Badezimmer. Nach gut einer halben Stunde war ich dann auch wieder fertig für den Tag und machte mich runter zu den LKW's. Tyler stand startklar am Hof und ich musterte ihn kurz. ,,Danke.'',murmelte ich leise, als ich vor ihm stand und er nickte. ,,Nicht dafür.'',murmelte er ebenso leise und ich umarmte ihn. So machten wir uns wieder auf den Weg zum alten Hof..
      ...
      ,,Das ständige Pendel geht mir langsam auf die Nerven, zum Glück ist es das letzte mal!'',murrte ich mittlerweile etwas sauer und blickte auf den kleinen Bildschirm im Flugzeug. Die Fohlen hatten wir gestern rüber gebracht und sie hatten es alles gut überstanden. Ich hatte mir nämlich bei ihnen gestern die Zeit genommen und hab sie abends beim reinholen noch durchgecheckt. Ich hatte bei ihnen am meisten Sorge, dass es irgendwie nicht gut laufen würde. Elena war seitdem auf dem neuen Hof geblieben und ich war gerade auf der letzten Reise zum neuen Hof mit Tyler an meiner Seite. Im Gepäck waren die letzten dreiundzwanzig Pferde. Die Kaltblüter und die beiden Welsh-Ponies. Damit wäre der Umzug erledigt, da wir jeden Tag auch immer wieder Umzugskartons geschleppt hatten, waren unser Hab und Gut, abgesehen von den Pferden, auch alles auf dem neuen Hof. ,,Danach haben wir es endlich geschafft.'',murmelte Tyler leise und streichelte mir mit seinem Daumen über meine Hand, ehe er seine wieder entfernte und sich durch die kurzen Haare griff. Kurz blickte ich auf dem Fenster, ehe ein letztes Mal das signal ertönte man solle sich anschnallen. Tyler und ich taten dies auch sofort, ehe die Ansage ertönte das wir gleich landeten. Nach mehreren Stunden war dann auch alles geregelt und wir konnten endlich los fahren. Auf dem Hof angekommen luden wir erneut die Pferde nach und nach aus. Tyler übernahm Amaretto und Winter's End. Ich nahm mir Hermann, Elena nahm Götterdämmerung, Simon nahm Battle Scars und Linus übernahm King of Night. Somit war der erste Hänger fast leer. Die Kaltblüterhengste kamen auf eine extra Weide und buckelte sich dort for Freude erst einmal aus. Die zwei Welsh- Ponies kamen zu den anderen 'Privatpferden' - zu der Hengstkoppel derer. Die nächsten sechs Pferde wurden aus dem ersten Hänger entladen; A Brave Hearts Freedom, Time to go, Darling, Sharon IV, Geoffrey's Brother, Hope in Despair und Arikado. Auch die sechs Hengste wurden auf ihre Weide gebracht, ehe ich zu der Fohlenweide hinüber blickte, auf welcher sich meine Fohlen und die von Elena freudig austobten. Sie dürften die ersten Tage noch die Ruhe genießen, da wir sonst auch erst einmal alles einrichten mussten und einiges an Papierkram zu erledigen hatten. Mit Amaretto und Winter's End brachten wir auch die letzten beiden Pferde aus dem ersten Hänger, welche nun entgültig leer war. Es stand der letzte Hänger an, der mit meinen Kaltblüterstuten. Die ersten die auf die Weide gebracht wurden, waren: Wolkentraum, Golden Gate, Augenblick, Ch's De la Luna, Winter Cloud und Hermelin Jaela. Auch die Stuten preschten erst eine Runde im Galopp über die Weide, machten jedoch auch Halt an den verteilten Heustationen. Noch hatten wir keine Raufen, daher war das Heu lose auf dem Boden verteilt. Es war wie gesagt noch alles eher Roh hier, doch auch bald wären solche Kleinigkeiten Geschichte. Die letzten fünf Stuten, welche da waren Roxy, Grey Love, Walking to the Moonlight, Calacirya und unser Neuzugang und das passende Gegenstück zu Hermann -> Hannelore. Auch diese fünf Stuten preschten erneut im Galopp los, ehe sie auch Halt machten an den Heustationen. Schmunzelnd betrachtete ich das Schauspiel und legte dann das Halfter von Hannelore weg. Tief atmete ich ein und wieder aus, schloss die Augen und lächelte kurz. Es war endlich geschafft, alle Pferde waren nun hier in Deutschland auf dem neuen Gestüt! Innerlich kam ein kleiner Siegesschrei und natürlich ganz viel Freude, doch ich bewahrte die Ruhe und machte mich zur Fohlenweide. Über diese tobten in kleinen Grüppchen verteilt unter anderem meine fünfzehn Sprösslinge, welche auch teilweise bald auf die Weide der Großen kamen. Karl, Gino und Tomenko hielten sich etwas Abseits von dem Getümmel und herum Gebuckel der anderen. Sie fraßen lieber gemütlich ihr Heu. Saevita, Soulmate's Death, Bajau und Torte bildeten die erste Gruppe und fegten im Galopp über die ellenlange Weide. Mir fiel immernoch ein Stein vom Herzen, wenn ich dran dachte, dass es meinen Kleinen so gut ging und sie so unbeschwert ihre Fohlenzeit genossen. Rando, Be my Sunshine, Pancake Killer, Ramazotti Amaro und Dark sweet Temptation waren die zweite Gruppe und rangelten sich unter einander etwas, während Krisu, Quintessa und Millenium's Pride eher wie zwei verliebte Stutfohlen auf die jungen Hengste vom anderen Zaunende rüber blickten. Auch im Fohlenalter waren die Geschlechter getrennt. Elena kam neben mich getreten und blickte auf ebenfalls auf die Fohlen. ,,Wir haben es wieder einmal geschafft.'',lächelte sie und blickte mich dann an. Schmunzelnd nickte ich und sah dann auch zu ihr. ,,Wieder einmal und hoffentlich auch das letzte Mal, hoffentlich ist das nun der Hof, von dem wir sagen können, dass er für immer unser ist.'',murmelte ich nachdenklich und sie zwickte mich kurz in die Seite. ,,Jetzt hör auf so zu denken!'',grinste sie keck und lief dann zu Simon, Linus und Tyler, welche vor dem Stalltrakt standen.
      Hör auf.. hallten ihre Worte mit sanfter Stimme in meinem Kopf nach und ich blickte auf die Viere. Kurz biss ich mir auf die Unterlippe, ehe ich wieder auf die Fohlen blickte, von den ganzen Gedanken und Ängsten der letzten Tage gefesselt. Gefesselt von dem Moment, wo ich auch entfliehen konnte, als mir Tyler in dieser nicht ganz so einfachen Zeit geholfen hat.. Lächelnd machte ich auf dem Absatz kehrt und lief zu den Vieren. ,,Wo ist der Sekt? Ich glaube wir haben was zum Anstoßen!'',grinste ich freudig und biss mir erneut auf die Unterlippe. Elena wackelte mit beiden Flaschen in den Händen vor meine Nase herum. ,,Hier!'',grinste sie ebenfalls so froh und munter wie ich, ehe die Korken knallten und wir uns einige Gartenstühle schnappten und uns vor den Stalltrakt setzten. Ein gelungener Umzug musste natürlich auch etwas gefeiert werden.

      [29417 Zeichen by Sevannie & Friese]

      26.04.2017
      Renovierungsarbeiten
      Wir hatten uns mittlerweie alle schon ziemlich gut im neuen Heim zurecht gefunden und jetzt, nach den ersten paar Monaten, wollten wir auch weiter mit den Renovierungsarbeiten machen. Es stand noch auf dem Plan, dass die Weiden hier und da erneut werden müssten, ebenso wollten wir die Zaunlatten alle streichen, damit sie wieder im schönen weiß für den Sommer erstrahlen konnten. Auch wollten wir weiter am Gästestall arbeiten, denn dieser war als einziger Stalltrakt noch nicht fertig gestellt und sollte für die Trainingspferde dienen, der andere Trakt daneben für die Pferde, die tierärztlich versorgt werden mussten. Neben den beiden Projekten wollte ich auch die nächsten Tage den Stall an sich in Angriff nehmen, dort sollte nämlich auch die Wände noch einmal neu gestrichen werden. Es war früh am morgen und Tyler hatte das Frühstück schon vorbereitet als ich in Stoffhotpants und Top in die Küche kam. Die letzten Tage waren morgens immer knackig frisch und mittags war es brechend warm für diese Jahreszeit, wer weiß, was auf uns im Sommer zukommen würde. Ich streckte mich, noch etwas schlaftrunken, ehe ich mir einen Kaffee eingoss und Tyler mit einem 'Guten Morgen' freundlich begrüßte. ,,Guten Morgen, meine Liebe.'',lächelte er süffisant und ich runzelte die Stirn. ,,Was ist denn mit dir los?'' - ,,Nichts, ich habe einfach gute Laune und wir haben viel vor in den nächsten Tagen. Ich hab gedacht während ihr beide und Mercy die Streicharbeiten in die Hand nehmt, fange ich mit Simon und Linus an den Stalltrakt weiter auszubauen.'', stumm nickte ich und schmunzelte. War doch ein guter Plan, so wurden zwei Baustellen in Angriff genommen und es ging sicherlich schnell vorran. ,,Erstmal müssen wir uns um die Pferde kümmern.'',murmelte ich schmunzelnd und setzte mich an den Tisch. Wir begannen z frühstücken und nach und nach trudelten auch die anderen in die Küche ein. Bald saßen wir schon zu sechst am Tisch. ,,Wollen wir zuerst die Weiden machen, oder den Stall?'',fragte Mercy und ich sah Elena an. ,,Den Stall oder? Wenn wir die Pferde gemacht haben können sie noch auf die Weide, wenn die Zäune gestrichen sind erstmal nicht.'',erklärte sie und ich nickte. ,,Bis heute Abend müssten ja die Wände im Stall trocken sein.'',meinte ich zustimmend und Elena war nun die, die nickte. Wir aßen fertig und räumten alles weg, ehe ich mich ins Bad machte. Die anderen gingen schon einmal hinaus und begannen zu füttern. Ich war auch schnell fertig für den Tag und folgte ihnen. Im Stall angekommen wurde auch ich, als Nachzügler, noch mit einem Brummen und Wiehern von unseren Pferden begrüßt. Ich machte mich zu den Fohlen und gab ihnen ihre morgendliche Portion Futter. Das Heu wurde von Tyler auf den Weiden schon fertig gemacht. Es dauerte nicht lange, da waren die Pferde auch alle fertig mit dem Fressen und wir brachten sie nach und nach auf die Weide. Ich schnappte mir Winter's End und Amaretto. Mercy nahm sich Hannelore und Calacirya. Tyler folgte mit Walking to the Moonlight und Grey Love. Elena und Simon nahmen sich Roxy, Hermelin Jaela, Winter Cloud und Ch's De la Luna und zu guter letzt kam Linus noch mit Augenblick und Golden Gate hinter her. Wolkentraum blieb absichtlich drin, da Mercy sie gleich putzen sollte und dann longieren sollte. Sie brachten die Kaltlüterstuten auf deren Weide, während ich die beiden Verkaufspferde auf die ihre brachte. Mercy band Wolkentraum am Putzplatz an und begann diese zu putzen. Wir anderen brachten die restlichen Pferde auf die Weide und begannen mit den Kaltblüterhengsten. Arikado, Hope in Despair, Geoffrey's Brother, Sharon IV, Time to go, Darling, A brave Hearts Freedom, King of Night, Battle Scars, Götterdämmerung und Hermann kamen auf ihre großflächige Weide und durften sich dort über den Vormittag austoben. Somit waren die Kaltblüter schon einmal alle draußen und Mercy war schon am Longieren von Wolkentraum. Als nächstes machten wir uns an die Privatpferde des Gestüts, diese sollten nämlich zu den Verkaufspferden auf eine Weide. Staccato, Neskur und Massacre Boy und Calero kamen zu Amaretto und Winter's End. Wild Reflex, Klein aber Oho und Velvedere kamen auf die nebenliegende Weide. Somit waren diese dann auch schon draßen. Als nächstes ging es an die Fohlen, welche ebenfalls eine extra Weide besaßen und auch schon nach Geschlechtern getrennt wurden. Mit Saevita und Soulmate's Death ging ich vorran, folgen taten mir die anderen mit Bajau, Torte, Quintessa, Krisu und Millenium's Pride. Die Hengstfohlen Ramazotti Amaro, Gino, HGT's Be my Sunshine, Rando, Tomenko, Pancake Killer und Karl, folgten auf die andere Weide. Somit blieben noch die Hannoveraner Hengste und Stuten übrig, welche nun noch folgen würden. Wir fingen mit den Stuten Alice Cullen, Lotte Buff, Golden Wonder, Epona, Millenium GC, Royal Rubina, Shiny Sunlight, Gameover, Irritable und Muemmi an, danach kamen noch Linara, Veronica und Mistery. Nun fehlten noch die Hengste die auch schnell draußen waren, Dark sweet Temptation war neu im Bunde, war also noch nicht lange auf der Weide mit dabei, dennoch hatte er sich gut eingelebt. Die anderen Hengste waren quasi schon ''eingesessen''. Also brachten wir Ramires, Hero of Heaven, Karthago, Kaltenbach's Ostwind, Burnin' Awake and Lifeless, Starmen, Antaris, For Pleasure, Admiral Wings, Schwachkopf, Cinnemont's Accento, Get a Movie, The Invincible, Belstaff, Scottland Yard, Clouds Angel und Café Latte raus. Mercy war gerade mit Wolkentraum fertig, also durfte sie sich nun noch an meinen Liebling Dark sweet Temptation machen und diesen putzen und longieren. Was sie natürlich gerne und mit einem dicken Grinsen machte, denn sie fand den Palominohengst auch so klasse wie ich. Mercy zog wieder von dannen und die Jungs machten sich nun an den Gasteställ dran. ,,Dann wollen wir mal anfangen zu misten und dann zu streichen.'',belächelte ich Elena und sie nickte schmunzelnd. ,,Die Drecksarbeit dürfen wir mal wieder machen.'',lachte sie und ich stimmte mit ein. Kurz darauf fanden wir uns in den Boxen wieder und lasen die Äpfel und das vollgepinkelte Stroh aus. Die Boxen waren schnell gemistet, da es nie sonderlich viel zu misten gab. Als wir mit dem Misten auch fertig waren, begannen wir auch schon mit den ersten Wänden. Diese wurden vorerst abgewaschen, damit wir nicht den ganzen Dreck einfach nur anstrichen. Elena blickte mir einen verdutzten Gesicht auf ihre Uhr und sah mich an. ,,Wir sollten mit dem Kochen beginnen.'',murmelte sie, ich blickte auf meine Uhr und nickte. ,,Fang du schon an, ich werde den Rest fertig machen, dann können die Wände so lange trocknen.'',erklärte ich und sie stimmte mir zu, ehe sie dann auch schon in das Haus lief.

      ____________________________________
      Das Essen war wunderbar und nun waren wir alle gestärkt um unsere arbeiten weiter auszuführen. Mercy war nun erst einmal fertig mit den Pferden und half uns nun beim Streichen der Boxenwände. Die hintere Steinwand strichen wir nämlich wieder schön weiß, ebenso sollten die eisernen Pfosten zwischen jeder Box noch gestrichen werden, sowie die Gitterstäbe. Damit das Gestüt auch im neuen Glanz erstrahlen konnte.



      [Fortsetzung folgt]

      26.10.2017
      Hilfe für Joyce
      Bericht für: Winter’s End, Amaretto, Hannelore, Calacirya, Walking to the Moonlight, Grey Love, Roxy, Hermelin Jaela, Winter Cloud, CH’s De la Luna, Augenblick, Golden Gate, Wolkentraum, Arikado, Hope in Despair, Geoffrey’s Brother, Sharon IV, Time to go, Darling, A Brave Heart’s Freedom, King of Night, Battle Scars, Götterdämmerung, Hermann, Wild Reflex, Massacre Boy, Neskur, Calero, Klein aber Oho, Staccato, Velvedere, Saevitia, Karl, Pancake Killer, Tomenko, Soulmate’s Death, Rando, HGT’s Be my Sunshine, Bajau, Torte, Gino, Quintessa, Krisu, Ramazotti Amaro, Millenium’s Pride, Alice Cullen, Lotte Buff, Golden Wonder, Epona, Millenium GC, Royal Rubina, Shiny Starlight, Gameover, Irritable, Muemmi, Linara, Veronica, Mistery, Dark Sweet Temptation, Ramires, Hero of Heaven, Karthago, Kaltenbach’s Ostwind, Burnin’ Awake And Lifeless, Starmen, Antaris, For Pleasure, Admiral’s Wings, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Get a Movie, The Invincible, Belstaff, Clouds Angel, Scottland Yard, Café Latte


      Heute wollte ich Joyce ein bisschen unter die Arme greifen und so brachte ich als erstes alle Pferde von ihr nach draußen auf die Weiden und machte dann mit Hilfe der anderen die Boxen sauber. Unsere Zeit war leider auch ein bisschen beschränkt, da wir noch meine Pferde versorgen mussten und so musste auch das Heu verteilen schnell gehen. Simon und Linus füllten die Tröge auf und ich fegte die Ställe noch zu Ende. Die Zeit war wirklich ratzfatz vergangen und so mussten wir nun auch schon weitermachen und die Boxen meiner Pferde ausmisten und ihre Tröge füllen. Zudem machten wir das Heu für alle Pferde. Ich holte mir danach Epona rein und putzte sie ein bisschen. Danach sattelte und trenste ich sie. In der Halle ritt ich die Stute warm und klopfte ihr den Hals. Nachdem ich damit fertig war, ging ich ein paar A-Dressur Aufgaben mit der Stute durch und ritt sie danach wieder ab. Als es dunkel wurde holten wir gemeinsam wieder alle Pferde rein und versorgten sie ein letztes Mal.

      24.04.2018
      Die Reise von Deutschland nach Russland
      Bericht für Augenblick, Time to go, Daling, A Brave Heart’s Freedom, Sharon IV, King of Night, Inspiration, Louis, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Shades of Grey, Vermillion, Boston, Paintball Gun, Xanti, Didga, Pennyroyal, Pandora II, Roses are red, Ramazotti Amaro, Hannelore, Calacirya, Walking to the Moonlight, Hermelin Jaela, Götterdämmerung, Pancake Killer, Geoffrey’s Brother, Hermann, Lotte Buff, Alice Cullen, Royal Rubina, Icaria, Bajau, Quintessa, Millenium’s Pride, Dark Sweet Temptation, Hero of Heaven, Burnin‘ Awake and Lifeless, Antaris, Get a Movie

      Es war alles vorbereitet. Sowohl in Deutschland, von wo unsere neuen Pferde kommen sollten, als auch hier in Russland. Die Pferde würden heute in die Hänger verladen werden und dann zu uns gefahren werden. Die Entscheidung die Pferde mit dem Hänger und nicht dem Flugzeug zu uns kommen zu lassen war eine einfache finanzielle Überlegung gewesen. Bei zirka 40 Pferden wäre das einfach viel zu teuer gewesen. So hatten wir einem Unternehmen den Auftrag über zwei LKW’s gegeben. Der eine Hänger würde die Stuten und Fohlen transportieren und der zweite die Hengste. Nachdem wir nicht vor Ort sein konnten beim Verladen hatten wir nachdringlich nach Fotos gefragt und dies wurde auch erfüllt. Auch das Unternehmen hatte sich bereit erklärt uns regelmäßig mit Fotos zu versorgen. Schließlich würde der Transport ja auch ein paar Tage dauern. Es handelte sich immerhin um rund 2.000 Kilometer. Die Fahrt war für alle Pferde sehr anstrengend und somit war uns bereits klar, dass sie die Tage danach komplett auf den Koppeln verbringen durften. Wir waren schon sichtlich nervös, denn schließlich war der Kauf von 44 Pferden auch nicht einfach ein Pappenstiel und wenn etwas passierte, dann konnte es ganz schnell sehr teuer werden. Uns war die Gestütsauflösung ganz gelegen gekommen, denn so konnten wir relativ schnell unsere Zucht aufbauen.

      Nach mehreren Tagen kamen dann auch endlich unsere Pferde an. Die Briefe für jedes Pferd hatten die Fahrer dabei und wir unterschrieben nachdem wir jedes Pferd angeschaut hatten, dass alles in Ordnung war. Die Stuten kamen alle gemeinsam auf eine große Weide mit den Fohlen. Die Hengste teilten wir vorab in die Gruppen ein, in welchen sie auch auf dem vorherigen Hof gestanden waren. Gemeinsam verträumten wir noch das Zubehör und verstauten dann die Briefe und alles weitere der Pferde. Dies nahm einiges in Zeit in Anspruch und so wollten wir heute nur nochmal kurz schauen, ob soweit alle gut angekommen waren. Bis auf kleine Kratzer hier und da, war aber bei allen Pferden alles in bester Ordnung. Die nächsten Tag würden alles weitere mit sich bringen und ihnen noch zur Ruhephase dienen.

    • Sevannie
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      Sevannie - 21. Oktober 2018
      Bericht für:
      Paintball Gun, Vermillion, Shades of Grey, Boston, Xanti, Didga, Louis, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Ramazotti Amaro, Inspiration, Sharon IV, King of Night, Time to go Darling, A Breave Heart's Freedom, Augenblick, Golden Quabri, Pennyroyal, Rosewood, Pandora II, Roses are red, Quintessa, Hannelore, Calacirya, Hermelin Jaela, Waling to the Moonlight, Götterdämmerung, Hermann, Geoffrey's Brother, Pancake Killer, Lotte Buff, Alice Cullen, Royal Rubina, Icaria, Dark sweet Temptation, Hero of Heaven, Burnin' Awake and Lifeless, Antaris, Get a Movie, Bajau, Millenium's Pride

      Heute war ich wieder unterwegs für mich und meine Freundin Friese. Es war noch recht früh am Morgen, also begann ich damit alle Pferde von dem Gestüt Newa zu füttern. Jeder bekam seine eigene Portion, welche extra für das Pferd berechnet wurde. Hier war der Hof sehr individuell gestaltet. Kein Pferd kam zu kurz und jedes der Pferde bekam seinen eigenen Trainings- und Futterplan. Nachdem alle Pferde fertig gefressen hatten brachte ich sie nach und nach auf die vorhergesehenen Weide. Schmunzelnd schaute ich mir das Schauspiel an, wie die Hengste ihre kleinen Machtkämpfe austrugen und dann sich doch lieber dem Gras mit frischem Tau widmeten. Ich grinste und machte mich in den leeren Stall zurück, ehe ich anfing die Boxen zu misten. Hierbei hatte ich Unterstützung von einigen Stallhelfern. Gegen Mittag waren wir auch schon fertig. Ich bereite die Boxen mit ihren Portion Heu für heute Abend vor.

      Gegen Abend brachte ich zusammen mit den Stallhelfern die Pferde wieder herein und wir fütterten ihre abendliche Portion. Die Pferde wurde von uns allesamt über den Tag bewegt, die einen weniger intensiv die anderen mehr. Manche kamen nur in die Führanlage andere wurden geritten oder longiert.
    • Friese
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      Friese - 21.April 2019
      Bericht für:

      Paintball Gun, Vermillion, Shades of Grey, Boston, Xanti, Didga, Louis, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Ramazotti Amaro, Inspiration, Sharon IV, King of Night, Time to go Darling, A Breave Heart's Freedom, Augenblick, Golden Quabri, Pennyroyal, Rosewood, Pandora II, Roses are red, Quintessa, Hannelore, Calacirya, Hermelin Jaela, Waling to the Moonlight, Götterdämmerung, Hermann, Geoffrey's Brother, Pancake Killer, Lotte Buff, Alice Cullen, Royal Rubina, Icaria, Dark sweet Temptation, Hero of Heaven, Burnin' Awake and Lifeless, Antaris, Get a Movie, Bajau, Millenium's Pride

      Heute ging es für mich wieder in den Stall zu unseren Pferden. Wie jeden Tag mussten diese gemistet und gefüttert werden. Doch davor wurden erstmal alle auf die Koppel gebracht. Bei dieser Anzahl an Pferden würde das alleine zu lange dauern und so war ich wirklich froh, dass wir eigentlich immer zu zweit waren. Nachdem alle draußen waren machten wir uns gemeinsam an das ausmisten und neueinstreuen der Boxen. Danach wurden noch alle Heunetzte gestopft und in den Boxen platziert. Ich prüfte noch alle Tränken und füllte bei jedem Pferd das entsprechende Futter auf. Leider war heute zeitlich auch mal wieder kein Training drinnen, da wir wieder viel zu organisieren hatten. Dementsprechend hieß es nun für uns ab vor die Computer und planen. Unsere Pferde durften den ganzen Tag auf den Koppel ihre Ruhe genießen. Erst als es abends wieder dunkel wurde mussten alle wieder rein.
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  • Album:
    ~ Gnadenweide ~
    Hochgeladen von:
    Sevannie
    Datum:
    26 Aug. 2018
    Klicks:
    187
    Kommentare:
    4

    EXIF Data

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    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

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    Von Finigan
    Von Fleck Aus der Walking to the Moonlight

    Aus der
    Tinkerbell
    Von Nord Twilight Aus der Light of Kingdom

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    Rasse: Tinker
    Geburtsdatum: 22.04.2006
    Geschlecht: Stute
    Stockmaß: 165 cm
    Fellfarbe: Schimmel
    Kopfabzeichen: //
    Beinabzeichen: //

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    Mit ihrem Stockmaß gehört die sportliche Tinkerstute zu den Größten im Stall. Dementsprechend ist aber auch Jaelas Charakter, denn sie strahlt stets eine angenehme Ruhe aus, welche sowohl Menschen als auch anderen Pferden zu Gute kommt. Sie liebt lange Schmuseeinheiten und sucht auch von selbst die Nähe zum Menschen. Doch statt sich eine Bezugsperson zu suchen, ist Jaela stets ein offenes und ehrliches Pferd.Im Gelände ist die Gute eine wahre Lebensversicherung, egal wie holprig der Weg ist. Trotz ihrer Gutmütigkeit ist sie aber auch eine talentierte und manchmal strenge Lehrerin, denn wenn ihr etwas ganz und gar nicht passt, dann gibt sie dies einem deutlich zu erkennen. Dies macht sie eigentlich zu einem idealen Reitpferd für Jedermann.

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    Gekört/Gekrönt: Ja

    Vererbung:
    Farbe: Ee aa Gg
    Charakter: unb.
    Gangarten: unb.

    Nachkommen:
    //

    Besitzer: Sevannie
    VKR/Ersteller: sweetvelvetrose
    Pferdewert: //

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    Springen: E
    Western: A
    Dressur: E
    Military: E
    Distanz: A
    Rennen: E
    Fahren: S*
    Gangreiten: E

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    2. Platz 181. Fahrturnier,
    1. Platz 223. Fahrturnier,
    3. Platz 186. Distanzturnier,
    3. Platz 260. Westernturnier,
    3. Platz 194. Fahrturnier,
    2. Platz 182. Fahrturnier

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    Fohlen ABC ✔
    Eingeritten ✔
    Eingefahren ✔
    Verladefromm ✔
    Schmiedefromm ✔

    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Komando kommen x

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x

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    Letzter Tierarztbesuch: //
    Letzter Hufschmiedbesuch: //