1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Rhapsody

Herbsttraum *

Welshpony – im Besitz seit 04/2021 –

Herbsttraum *
Rhapsody, 24 Apr. 2021
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      1/35

      Nein, nein! Ich bin ein böser Hengst! Hollybrook's Classic Moment und Coco's Landzauber beim laufen lassen!
      unbk. -- Facing

      Pfeifend lief ich geradeaus in den Stall hinein. Heute wollte ich mal einen kleinen Besuch bei Hollybrook's Classic Moment und Coco's Landzauber abstatten. Die beiden standen heute jedoch schon seit für Morgens auf der Koppel. Heute war wirklich - wie gestern - wunderbares Wetter. Es waren zwar nicht Sommertemperaturen aber die Sonne schien, die Luft war angenehm und das Gras war wieder gewachsen. Also standen allesamt auf der Wiese; Die Hengste auf der Hengstweide, dui Stuten auf der Stutenweide. Und Alice sowie Classic standen auf einer abgetrennten Weide. Heute Morgn war auch noch Herbsttraum angekommen - eine Welsh B Stut mit fünf Fohlenschau-Siegen - wobei alles reibungslos verlief. Denn sie schien auch mit den anderen wohl zu fühlen. Sie tobte jetzt gerade, als ich an der Wiese angekommen war, mit Famosia und Party herum. Wie dem auch sei, erstmal holte ich Alice und Classic von ihrer kleinen privaten Wiese und stellte sie in ihre Boxen. Dann ging ich wiederum zurück zu der Hengstweide, von dieser holte ich Landi herunter.
      Der wilde Hengst tänzelte wieder auf der Stelle herum und musste sich mal wieder beweisen - unser kleiner Showmaster, wie Chequi immer so gerne sagte. Aber als wir dann beide in der Box ankamen, waren wir beide heile und Landi begann erstmal eifrig was zu trinken. In dieser zeit holte ich mir einen Strohballen und nahm die eine Hälfte und streute damit Alice's Box ein, mit der anderen Hälfte anschließend Landi's Box. Bald musste ich mal wieder ordentlich misten.. naja, heute noch nicht, vielleicht in den nächsten Tagen..
      Nachdem ich dann noch einmal die Stallgasse durchgefegt hatte, holte ich den hengstigen Landzauber aus seiner frisch eingestreuten Box. Der Hengst tänzelte mal wieder nervös mit mir zum Weg zur Halle, da er natürlich - wie er war - zur Stutenweide wollte. Auf jeden Fall schloss ich hinter Landi und mir die Hallentür, und machte den "wilden" Hengst los vom Strick. Wie bescheuert fetzte der Hengst los und tobte durch die Halle. "Mensch, lass die halle stehen!" rief ich ihm grinsend hinterher als ich die Halle verließ um Hollybrook's Classic Moment aus seiner Box zu tun. Das kleine Hengstfohlen hatte ich noch nicht lange, so kannter er die Halle noch garnicht und kuntschaftete sie erstmal aus, als ich auch ihm vom Strick ließ. Die Stricke von dem Hengste legte ich auf die Bande und beobachtete anschließend die beiden..
      Landi tobte und bockte sie die ganze Zeit aus, und Classic schnupperte über den Boden, sowie an der Bande lang. Landzauber hatte wsirklich atemberaubende Gänge. Mit stolz erhobendem Kopf und Schweif und schwebenden Gänge lief er umher. Bis er dann den kleinen Classic entdeckte. Neugierig lief er zu ihm hin und beschnupperte ihn. Classic stand da nur so verwundert in der Halle, und man konnte echt denken das Classic ihn mochte. Doch plötzlich fing Classic an rumzubocken und auszutreten. So anch dem Motto 'Nein, nein! Ich bin ein böser Hengst!'. Und dann tobten die beiden verrückten, so sah es in dem Moment jedoch wirklich aus, in der Halle herum und machten kleine Späße, aber alles war spielerisch und keinerlei ernst gemeint.
      Nachdem die beiden dann müde und erschöpft waren, fing ich sie ein und krazte nacheinander den beiden die Hufen aus. Anschließend führte ich sie zusammen in den Stall, und brachte erst Landi in seine Box, danach dann meinen kleinen, süßen Classic, der für sein Alter schon ziemlich gut erzogen war. Naja, danach gab ich Classic und Alice ihr "Fohlenkraftfutter" und Landi eine Möhre. Da es schon Abend geworden war, holte ich noch die restlichen Pferde rein. Zufrieden machte ich mich auf den Heimweg..
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      2/35

      Pflegebericht für alle Pferde
      unbk. -- unbk.

      Der Boden war leicht gefroren, aber nicht glatt, sodass ich die Pferde von den Winter-Paddocks auf die Weiden lassen konnte. Da sich nicht alle unsere Hengste gut miteinander verstanden, kamen sie zu ihren Stuten. Burggraf und Mousse au Chocolat teilten sich eine kleinere Wiese, Wunschträumer kam mit seiner Anmut auf eine der Koppeln, Auftakt, Herbstgold, Avec Charme und Herbsttraum durften zusammen auf eine der etwas größeren Weiden und Rayon de Soleil, Lausejunge und Mozart stellten wir auf die Wiese daneben.
      Besonders die kleine Herbsttraum hatte viel Spaß : An der frischen, klaren Luft konnte sie sich erfrischen und an einigen Stellen lud der Boden wirklich zum Galoppieren ein, was die Kleine natürlich sofort nutzte. Übermütig buckelte sie an ihrer Mutter vorbei, die ein wenig besorgt den Kopf hob und ihrer Tochter nachwieherte. Herbsttraums Ohren zuckten zurück, doch das Fohlen selbst verringerte seine Geschwindigkeit nicht und versuchte nun, ihren Vater zum Spielen zu überreden. Ganz der stolze Papa trabte Auftakt nun neben seiner galoppierenden Tochter her und konnte locker mit ihr mithalten. Geschickt wich er den spielerischen Bissattacken aus und fing ebenfalls an, zu galoppieren. Er erhöhte sein Tempo, sodass sich Herbsttraum viel Mühe geben musste bei diesem Wettrennen. Kurz bevor sie Herbstgold erreichten, ließ Auftakt das Stutfohlen zu sich aufschließen. Die Kleine nutzte die Gelegenheit sofort und preschte an ihm vorbei, wie es der Hengst gewollt hatte. Stolz wiehernd und schnaubend trabte Herbsttraum noch ein wenig hin und her, bevor sie zu den anderen lief, die sich um einen Heuberg versammelt hatten. Das Stutfohlen mochte das Heu noch nicht so ganz und trank lieber bei Herbstgold.
      Auch der temperamentvolle Lausejunge jagte über die Wiese. Er erschreckte vor einigen Krähen, die kreischend auseinanderstoben, als der Hengst die kleine Versammlung erreicht hatte. Der Norwegerhengst galoppierte ziemlich flott wieder zurück, diesmal an den Zaun. Auf der Wiese daneben kauten Wunschträumer und Auftakts Tochter Anmut an einigen Heuhalmen. Die Ohren gespitzt wollte Lausejunge der jungen Rappstute imponieren und trabte aufgeregt und stolz den Kopf schüttelnd am Zaun entlang. Wunschträumer legte feindselig die Ohren an und trabte wütend auf den übermütigen Hengst zu. Als er nach Lausejunge schnappen wollte, verzog dieser sich schnell und gesellte sich dann zu Rayon de Soleil und dem Falabellahengst Mozart, die dem Treiben belustigt zu gesehen hatte, als Popcorn hatte ihr ebenfalls Heu hergehalten.
      Bei Burggraf und Mousse au Chocolat gab es ein kleines Flirt-Vergnügen. Ganz der Gentleman trat der Hengst zurück und ließ seine Stute einen guten Fressplatz aussuchen, bevor er sich neben sie stellte und am Heu kaute. Danach war Schmusen angesagt : Burggraf kraulte der Achal Tekkiner Stute die Kruppe, anschließend kraulten beide einander den Widerrist. Dennoch durfte der Hengst der hübschen Mousse au Chocolat noch nicht vollständig den Hof machen, aber lange würden wir auf ein Fohlen wohl nicht mehr lange warten müssen.
      Erfreut hatte ich unseren Pferden zugeschaut und mistete nun noch die Paddocks aus, bevor ich wieder ging. Nachher würde ich alle reinholen und dann gab es die letzte Fütterung.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      3/35

      Pflegebericht für alle Pferde
      unbk. -- unbk.

      "Hallo, meine Hübschen!"
      Munter radelte ich auf den hof.
      In diversen Boxen, Paddocks und auf den Weiden waren meine Pferde vorzufinden.
      Und heute brauchte sie Bewegung und Pflege!
      Zunächst, bevor ich mich um meine Pferde kümmerte, mistete ich den Reitplatz und die Halle ab und kehrte ein wenig den Hof.
      Schließlich holte ich Mozart von der Weide - der quicklebendige, kleine Hengst genoss die Fellpflege sichtlich, denn ich putzte ihn. Mit einer Kardätsche entfernte ich den groben Dreck, der Striegel beseitigte einige lose Haare. Dann kratzte ich die hufe aus, verlas den Schweif und kämmte die lange Mähne vorsichtig. Als dies getan war, besprühte ich das Fell sowie Mähne und Schweif mit einem Glanzspray, die Hufe wurden eingefettet.
      Die gleiche Prozedur wiederholte ich mit Mozarts Freund Rayon de Soleil - dem großen Shire Hengst. Auch dieser mochte das Pflegeprogramm, welches etwas länger dauerte als bei Mozart, da Rayon größer war.
      Als die beiden sauber und rein, wie mit "Perwoll gewaschen" waren, entließ ich sie zum Toben und Erkunden auf den gut umzäunten Reitplatz, auf den ich vorher noch einige Stangen und Reifen gelegt hatte, damit die beiden beschäftigt waren.
      Kurze Zeit sah ich den beiden zu, doch ich musste ja auch noch die anderen Pferde versorgen.
      Zuerst holte ich Burggraf und Mousse aus ihrem Gemeinschaftspaddock.
      Auch die beiden wurden intensiv geputzt, Hufe wurden ausgekratzt. Da sich viel Dreck am Bodenangesammelt hatte, kehrte ich die Haare zusammen und warf sie in die eigens eingerichtete Haartonne, bevor ich Burggraf sattelte und trenste. Auch Mousse au Chocolat, seine Gefährtin, wurde getrenst und ich schnallte einen etwas längeren Führstrick in den Trensenring.
      Ich schwang mich auf Burggrafs Rücken. Ausnahmsweise stand er still und zappelte nicht herum, wie es sonst seine Art war.
      Ich gab ihm die Hilfe zum Antreten und er befolgte meinen Befehl. Seine Stute lief entspant neben ihm her, ohne am Führstrick zu rucken oder zu ziehen. Der ganze einstündige Ausritt durch den Wald verlief problemlos, und wir waren sogar ein Stückchen galoppiert. Glücklicherweise ließ sich Mouss leicht halten ; Burggraf zu reiten und sie als Handpferd mitzunehmen funktionierte immer ; doch anders herum nicht, denn Burggraf wollte nicht das gleiche Tempo halten, das sah er einfach nicht ein.
      Wir kehrten also zurück auf den Hof und ich sattelte sowie trenste die beiden ab. ihre Beine waren etwas dreckverkrustet, deshalb spritzte ich diese ab und entließ Stute und Hengst auf die Weide, nachdem ich ihnen ihren Eimer zum Fressen gegeben hatte.
      Als nächstes holte ich Mozart und Rayon vom Reitplatz, auch sie bekamen einen Eimer zu fressen und durften zurück in den Paddock.
      Schließlich holte ich Wunschträumer und Anmut aus ihren Boxen ; sie wurden kurz übergeputzt, da sie nicht sonderlich dreckig waren. Ich brachte sie in die Reithalle, wo schon ein Stangenlabyrinth und diverse Geschicklichkietshindernisse aufgebaut waren. Mit Begeisterung arbeiteten beide artig und eifrig mit, nacheinander kam das Labyrinth, die Wippe und die Flatterplane dran, als letztes war ein Sprung an der Hand zu überwinden. Super gemacht! Wir beendeten die Übung und sie durften auf der Weide etwas Gras fressen.
      Auftakt war der nächste ; auch mit ihm ritt ich aus. Ich genoss ihn in vollen Zügen ; Auftakt war so einfach zu reiten und dressurmäßig gut ausgebildet, stand hervorragend am Zügel und schritt gut aus. Auf dem Hof zurück brachte ich ihn auf die Weide, dazu gesellte sich später Avec Charme, nachdem ich sie geputzt hatte.
      Bald darauf befasste ich mich mit Herbstgold ; die Palominostute wurde erst wieder leicht angearbeitet, da sie vor kurzem ein Fohlen bekommen hatte. ich putzte auch sie, sattelte und trenste sie und gemeinsam übten wir auf dem Reitplatz. Um sie nicht zu überfordern ritt ich sie lange im Schritt ab, bevor ich nachgurtete und sie im Arbeitstempo traben ließ. Daraufhin folgten einfache Dressurübungen ; Schulterherein im Schritt, über die Wippe gehen und eine Hinterhandwendung. zum Schluss galoppierten wir zwei Runden, bevor ich das Training beendete. Auch Herbstgold bekam einen Eimer Futter, anschließend vertrat sie sich die Beinde - zusammen mit Auftakt und Avec Charme.
      Lausejunge war nun an der Reihe - der lehafte, überaus temperamentvolle Hengst wurde an der Doppellonge gearbeitet, das forderte seine volle Konzentration und béreitete ihm Spaß. Begeistert ließ er sich darauf ein und war immer für neue Aufgaben zu haben.
      Herbsttraum, das kleine Fohlen, war die letzte für heute ; sie bekam eine Massage, wurde geputzt und etwas herumgeführt. Schließlich begann ich mit dem Ausbildungsprogramm ; Heute war die Lektion Hufegeben. Sie absolvierte alles mit großer Geduld und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Brav, Herbsttraum! Sie bekam eine Mähre und eine halbe Banane.
      Dann fuhr ich nach Hause.
      Bis bald, meine hübschen!
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      4/35

      3. Bericht
      unbk. -- unbk.

      "Hallo, Herbsttraum!", begrüßte ich die kleine Falbstute zärtlich und kraulte ihre Nüstern, woraufhin sie prustete.
      Ich holte sie aus dem Paddock und band sie am Putzplatz an. Heute war wieder ein übungstag!
      Zunächst sollte sie stillstehen.
      Ich fuhr mit meinen Händen über ihren zierlichen Körper, um sie auf die Putzutensilien einzustimmen.
      Brav blieb sie stehen und schlug nur ab und zu mit dem Schweif nach einer Fliege.
      Als nächstes putzte ich sie ; Kardätsche, Striegel, weiche Massagebürste, Lammfellbürste.
      Schließlich kümmerte ich mich auch um ihr noch kurzes Langhaar und achtete darauf, nicht zu ziepen.
      Bald darauf folgten die Hufe ; ich hob erst alle vier hoch. Erst beim zweiten Durchgang kratzte ich diese dann vorsichtig aus.
      Als Belohnung bekam sie einen kleinen "Obstsalat" ; etwas Kraftfutter, dazu eine halbe Banane und einen halben Apfel.
      Schließlich entließ ich sie auf die grüne Weide.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      5/35

      Pflegebericht für alle Pferde
      unbk. -- unbk.

      "Hallo, Herbsttraum!", begrüßte ich das kleine, neugierige Stutfohlen freundlich und holte sie sogleich aus dem Paddock.
      Momentan stand sie alleine, da es kein anderes Fohlen bei uns gab und sie einerseits zu jung wäre, sie zu einem Hengst zu lassen, andererseits war sie zu alt für ihre Mutterherde.
      Aufmunternd schnalzte ich mit der Zunge und trippelnd folgte mir die Kleine brav. Mittlerweile lief sie sehr gut am Führstrick und beherrschte das Fohlen-Abc. Die täglichen Übungen absolvierte sie mit Leichtigkeit und Freude an der Arbeit.
      Zunächst jedoch wollte ich sie putzen ; als erstes fuhr ich mit meinen Händen sanft über ihren gesamten Körper, um sie an die Berührung zu gewöhnen. Dann benutzte ich Kardätsche und Striegel und sprach geduldig mit der kaum zappelnden herbsttraum. "Guuuutes Fohlen", lobte ich sie, bevor ich abermals das Hufegeben mit ihr übte, welches auch gut klappte.
      Heute nahm ich mir vor, zum zweiten Mal das Handpferdereiten mit ihr zu machen und beschloss, Auftakt, ihren lerneifrigen und ruhigen, vorbildlichen Vater als Führpferd zu nehmen.
      Kurz darauf hatte ich ihn schnell übergeputzt, gesattelt und getrens ; Herbstgold hatte ich solange in einer Box untergebracht, damit ihr nicht allzu langweilig wurde und holte sie nun wieder heraus, nachdem ich ihr ein Halfter angezogen hatte und einen längeren Führstrick eingehakt hatte.
      Endlich ging es ab in den Wald ; aufgeregt lief sie neben ihrem Vater her und zerrte ab und zu am Strick, blieb aber immer brav an seiner Seite. Zweimal trabten wir an und auch in dieser Gangart benahm sie sich außerordentlich lieb ; sie hatte eindeutig den tollen Charakter Auftakts geerbt.
      Nach einer halben Stunde kehrten wir auf den Hof zurück, wo sowohl der Hengst als auch die junge Stute gut versorgt wurden und in ihre Boxen kamen.
      Ich beschloss, mich nun um Herbstgold und Avec Charme zu kümmern, die beiden Welsh Stuten, Gefährtinnen Auftakts. Sie bekamen beide eine Etxra Portion Futter und durften sich gemeinsam in der Halle austoben, wo schon diverse Stangen und Planen aufgebaut waren. In der Zeit, in der sie spielten und herumtollten, mistete ich die Boxen aus und die Weiden ab, was etwa eine Dreiviertelstunde in Anspruch nahm. Anschließend holte ich die beiden wieder ab, schickte sie auf die Weide und Rayon und Mozart kamen in den Genuss des Parcours.
      Währenddessen befasste ich mich mit dem übermütigen, frechen Lausejunge. Ihn arbeitete ich heute mal an der Doppellonge und forderte viele neue, anstrengende Übungen, die ihn konzentrierten. Am Ende des Trainings schien er zufrieden mit seiner Leistung und auch etwas erschöpft, obwohl ich ihn nicht hatte galoppieren lassen; an der Longe drehte er dabei zu sehr auf.
      Bald darauf kehrten auch der Tigerscheckhengst und sein großer Schimmelfreund in den Stall zurück, nachdem ich ihnen ebenfalls einige kleine Belohnungen in Form von Obst gegeben hatte.
      Als nächstes räumte ich die Halle auf und kehrte in Rekordzeit die Stallgasse ; schon 16 Uhr! Ich hatte noch viel vor mir.
      Sooo, jetzt kam Dornenblatt an die Reihe, der hübsche Mustanghengst. Ihn ritt ich auf dem Platz, im Schritt zum Aufwärmen, dann im Trab viele, dehnende Bahnfiguren, unter anderem arbeitete ich danach mit Schulterherin und Traversalen sowie Kurzkehrt. Nach einem belohnenden Galopp ruhte er sich weiter auf der Weide aus.
      Zu guter Letzt waren noch Mousse und Burggraf zu versorgen ; die beiden standen seit heute Morgen im Paddock, also holte ich sie heraus und putzte beide ausgiebig. Schon 18 Uhr, sagte mir ein Blick auf die Uhr.
      Ich entließ beide auf die große Weide mit den Apfelbäumen. Ein letzter kontrollierender Rundgang - bis bald, ihr Hübschen!
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      6/35

      5. Pflegebericht
      unbk. -- unbk.

      "Hallo, Herbsttraum", begrüßte ich die junge Stute lachend und freundlich ; sofort suchte sie in meinen Taschen nach Leckereien, doch diesmal musste ich sie auf später vertrösten.
      Bevor ich mit dem heutigen Training anfing, putzte ich sie, wie jedes Mal.
      Auch heute genoss sie es sichtlich und hatte mittlerweile schnell gelernt, still stehen zu bleiben, um einen Apfelschnitz, eine Rübe oder Ähnliches zu erhalten, selbstverständlich belohnte ich sie nach dem Putzen mit einer solchen Leckerei. Mit strahlenden Augen wurde die halbe Banane von der quirligen Jungstute verzehrt.
      Schließlich löste ich den Strick vom Anbindering und führte Herbsttraum in die Reithalle, die nun frei war, und ließ sie dort frei laufen, während ich einige kleine Hindernisse aufbaute. Eine Wippe, eine Flatterplane, einen Regenschirm und Ähnliches, auch einen kleinen Sprung und ein Stangenlabyrinth. Herbsttraum hatte mir neugierig zugeschaut und stupste mich ab und zu an, machte jedoch keine Anstalten, auf die Sachen zuzugehen.
      Wir begannen mit dem Regenschirm, der leichtesten Aufgabe, an dem sie ohne mit der Wimper zu zucken vorbei ging, schnaubte kurz misstrauisch, bevor sie diese Übung mit mir wiederholte. Abermals klappte es reibungslos und wir nahmen uns als nächstes die Flatterplane vor, über die sie rübergehen sollte. Hier scheute die Kleine ; auch mit kleinen Leckereien war sie nicht zum Gehen zu überreden. Ständig sprang sie zurück oder seitwärts, versuchte, daran vorbeizutrippeln.
      Lange dauerte es, bis sie endlich tat, was ich von ihr forderte. Beim zweiten Mal funktionierte es etwas besser, wenn auch nicht viel. Beim dritten Versuch machte sie keine Mätzchen mehr.
      Schließlich wandten wir uns dem Stangenlabyrinth zu. Erst später würde sie lernen, kleine Vorhandwendungen zu machen, heute sollte sie nur ohne Anzuecken durchgehen. Brav absolvierte sie diese Aufgabe mit Bravour, beim zweiten Mal ebenso. Dann versuchten wir es mit "Rückwärtseinparken". Nach wenigen Anläufen beherrschte sie auch das. Freudig arbeitete sie mit, war eifrig dabei und abermals belohnte ich sie.
      Bei der Wippe sprach ich ihr gut zu, und war überrascht, dass sie scheinbar viel Spaß an dieser hatte. Immer wieder stupste sie mich an und zerrte während der folgenden Aufgabe zu ihr hin. Schließlich gab ich nach und ließ sie einmal stolz wippen, bevor wir den kleinen Handsprung in Angriff nahmen, der ihr ebenfalls Freude bereitete. Schnaubend, als ob ich unmögliches verlangen würde, bleib sie oft davor fast stehen und sprang dann mit einem Riesensatz auf die andere Seite.
      Bald darauf beendete ich das Training, für heute hatte sie genug gelernt. Ich räumte kurz auf, währenddessen durfte sie die Halle erkunden, insbesondere der Spiegel faszinierte sie, doch von diesem musste sie sich losreißen. Ich war fertig und nun sollte sie ihren kleinen Futtereimer bekommen. Dafür mischte ich etwas Kraftfutter und Müsli zusammen, verrührte dies mit wenigen Apfelstückchen und Bananenscheiben. Zufrieden kaute sie und durfte wieder zurück in die große Laufbox.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      7/35

      Pflegebericht für alle Pferde
      unbk. -- unbk.

      Wieder einmal war ein schöner Tag, daher fuhr ich mit dem Fahrrad zum Hof, wo meine Pferde standen.
      Zunächst pfiff ich Auftakt, Herbstgold und Charme heran, die drei Welsh Bs, die gemeinsam auf einer Weide standen.
      Ich trieb sie zum Stall, wo ich ihnen einen Futtereimer geben wollte.
      Gekonnt trabten sie fröhlich den Weg entlanng und gingen wir selbstverständlich in die große Laufbox, die ich geöffnet hatte und bald darauf schloss. Der Hengst und seine zwei Stuten stampten ungeduldig mit den Hufen auf, während ich das Futter zubereitete und wenig später ihnen jeweils einen Eimer vor die Nase stellte.
      Ich wusste, dass bei ihnen kein Futterneid bestand und während sie mampften, trainierte ich wieder einmal mit herbsttraum, der tochter Herbstgolds. Herbsttraum war eine kleine Fohlenfalbstute mit tollem Charakter, bald wird sie auswachsen.
      Heute beschloss ich, mit ihr an der Longe zu arbeiten und putzte sie erstmals.
      Anschließend legte ich ihr das Zeug an, führte sie auf den Platz und dann in den Longierzirkel.
      Wir begannen im Schritt,damit sie sich aufwärmen konnte. Dies geschah auf beiden Händen, also links herum und rechts herum.
      Bald darauf ließ ich sie auch kurzzeitig angaloppieren, allerdings nur eine kurze Strecke, damit sie nicht ins Rennen kam.
      Zu guter Letzt ließ ich sie noch im Schritt verschnaufen, bevor wir uns auf den Weg zum Reitplatz machten und "Fahren vom Boden aus" übten, bei dem sie sich gut machte. Eifrig wie immer arbeitete sie brav mit und hatte auch nichts gegen die kleine Möhre und den Apfelschnitz einzuwenden, die ich ihr zur Belohnung gab. Später brachte ich sie auf die kleine Weide und holte Auftakt aus der Laufbox, die zwei Stuten ließ ich in den Paddock, sattelte und trenste Auftakt auf, dann gings ins Gelände.
      Eine Stunde, zwei Trabstrecken und eine Galoppstrecke später sattelte ich ihn ab. Zufrieden brummelte er und trottete bereitwillig zu seinen Mädels.
      Als nächstes holte ich Mozart und Rayon aus dem stall. Auch mit den beiden wollte ich ausreiten gehen,, dazu ritt ich den großen, sanftmütigen Shire Hengst, sein kleiner gefleckerter Freund lief als Handpferd mit. Auch dies klappte entspannt und ich war sehr zufrieden, ebenso wie meine beiden Hübschen.
      Schließlich kümmerte ich mich um Dornenblatt und Lausejunge, die beien temperamentvollsten im Bunde.
      Ich entließ sie in die Reithalle, wo sie sich ein bisschen spielerisch rauften und später bekamen auch sie ihre Eimer.
      Zu guter Letzt ritt ich Fabelhaft, den neuen Hackney-Pony Hengst auf dem Platz und seine scheue Freundin Careful anschließend in der Halle. Puh! Wie die Zeit verging. Und ich musste noch ausmisten... Das tät ich als nächstes.
      Dann lonigerte ich sowohl Burggraf als auch Mousse au Chocolat und brachte die beiden in ihre Boxen.
      Ein anstrengender, aber schöner Tag geht zu Ende...
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      8/35

      Herbsttraum [Isi-Ladys] zu Besuch bei Anmut [Toffifee]
      unbk. -- Isi-Ladys

      "Na komm, Herbsttraum", lockte ich das kleine, falbfarbene Welsh B Fohlen die Hängerrampe hinauf.
      Mutig folgte sie mir und ihre zierlichen Hufe klackerten auf dem Metall.
      Oben angekommen gab ich ihr zur Belohnung eine Möhre und band sie schließlich an.
      Dann ging die Fahrt los ; wohin? Zu Anmut, ihrer Halbschwester, im Besitz von Toffifee. Gemeinsam wollten wir die beiden miteinander bekannt machen und zusammen spielen lassen.

      Bald war die Fahrt beendet und wir fuhren auf Toffis wundervolle, saubere Anlage. Auf dem Parkplatz parkte ich den Hänger, stieg aus und begrüßte Toffi mit einer Umarmung. Sie half mir dabei, die neugierige Herbsttraum auszuladen, die schon ungeduldig hin und her trampelte. Aufmerksam schaute sie sich um und tänzelte am Führstrick, machte hin und wieder den Hals lang, schnupperte in der Luft herum und sog die verschiedenen neuen Gerüche in ihre Nüstern.
      Bald darauf hatte Toffi auch schon ihre schöne Anmut aus dem Stall geholt, beide banden wir am Putzplatz an.
      Wir tauschten : Ich putzte Anmut, die ehemals in meinem Besitz war, und sie befasste sich mit dem kleinen, frechen Fohlen, dass heute einfach nicht stillstehen wollte. Dennoch unterhielten wir uns beim Pferdesäubern, die Pferde genossen die Massage und wir erfreuten uns an Herbsttraums kleinen Eskapaden, hin und wieder liebkoste ich die Stirn der schwarzen Anmut.
      Als nächstes ließen wir die beiden auf die kleine, grüne Weide. Das Fohlen versuchte immer wieder, die Ältere zum Spielen aufzufordern, die zunächst darauf einging, gegenseitig jagten sie sich über die Weide. Schnaufend blieben sie irgendwann stehen, Anmut nutzte die Pause, um genüsslich das saftige Gras zu verspeisen. Das war jedoch gar nicht in Herbsttraums Sinne ; empötr kniff sie der anderen spielerisch in den Hintern, die daraufhin qiekte, nach ihr ausschlug und sie nochmals jagte. Vergnügt buckelte die Falbe und freute sich an der Bewegung.
      Nach einer Stunde - Anmut graste, das Fohlen lag im Gras und döste - holten wir die beiden wieder von der Weide.
      Da Herbsttraum sehr müde zu sein schien, beendeten wir für heute den Spielenachmittag. Kläglich wieherte sie der Rappstute zu, als sie in den Hänger geführt wurde, ihre Muskeln waren aber zu müde, um sich zu widersetzen.
      Ich verabschiedete mich nochmals von Töff und bedankte mich bei ihr, dass wir hier sein durften und wir beschlossen, das Ganze bald zu wiederholen.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      9/35

      8. Pflegebericht
      unbk. -- unbk.

      'Cool! Ich werde Herbsttraum sehen!'. Denn heute machte ich mit auf den Weg zum Gestüt Landwein, dort stand Herbsttraum. Eine junge wunderschöne Welsh B Stute. Ich hatte sie auf 5 Fohlenschauen gesehen und diese hatte sie auch immer gewonnen. Irgendwie liebte ich das kleine Ding. Danach hatte ich mich mal mit den Besitzern Isi-Ladys in Verbindung gesetzt und tatsächlich ein "ja" für den Besuch von Herbsttraum bekommen! Wir hatten den 22.März.2009 einen Sonntag, nämlich heute ausgemacht und ich war total gespannt. Gestüt Landwein lag leider nicht um die Ecke sondern 1 1/2 Stunden entfernt, aber diese Fahrt nahm ich auf mich. Als ich geparkt hatte stieg ich aus und lief zu den Haupthaus. Dort ging ich hinein und suchte das Büro der Zwillinge. Endlich gefunden nahmen diese mich freudig in Empfang. Stolz führten sie mich raus zu den großen Weiden von Landwein. Auf einer der Weiden standen die Stuten, also auch Herbsttraum. Da drüben stand Avec Charme! Eine hübsche Rappscheckstute die sehr kräftig gebaut war und dort Herbstgold! Sie war die edle Mutter von Herbsttraum. Die Stute entdeckte ich noch nicht. Denn die Stutenweide war noch zu weit weg. Jetzt kamen wir erstmal bei den Hengsten vorbei. Da standen der kleine Mozart, der freche Lausejunge, Rayon de Soleil der edle Riese, Dornenblatt ein schicker Mustang und Fabelhaft der Gentlemen-Hackney. Und da! Ja da war der preisgekrönte Auftakt! Er war der stolze Vater von Herbsttraum. Er war mehrfacher Sieger in der Dressur, aber auch im Military. Er war der (glaube ich) Liebling der Isi-Ladys sie hatten ihn schon ewig und wenn ich es mir nicht falsch gemerkt hatte war er schon stolzer 6-facher Vater. Nachdem die beiden ihre Hengste begrüßt hatten gingen wir zu den Stuten. Dort standen wie gesagt Avec Charme und Herbstgold. Und dort Careful! Die hübsche Hackneystute, da Colleen die neue Welsh B Stute und dort ... ja dort stand Herbsttraum! Sie war wunderschön! Die Ladys drückten mir ein Halfter mit Strick in die Hand und ließen mich auf die Weide. Alle Stuten kamen an und wollten ein Leckerli kurz streichelte ich allen über die Nüstern, blieb aber bei Herbsttraum stehen. Schnell halfterte ich sie auf und ging dann mit ihr wieder zu den Ladys. Die ließen uns aus der Weide und wir gingen zurück zum Stall. Dort banden wir sie am Putzplatz an und ich putzte sie. Währenddessen holten die Ladys Auftakt und Mozart und verwöhnten diese. Als ich fertig war, Herbsttraum gebürstet hatte, die Mähne gekämmt, den Schweif verlesen, die Hufen gesäubert und eingefettet hatte holte die Ladys das Longierset und sagten mir das ich sie longieren durfte! Besser konnte der Tag nicht mehr werden! Ich legte ihr schnell die Ausrüstung an und wir gingen auf den Reitplatz. Dort begann ich ganz langsam sie zu longieren. Die Stute war das schon gewöhnt und machte auch keine Probleme. Nach einer Stunde reichte es dann aber und wir gingen zurück zum Stall. Dort putzte ich sie noch und brachte sie wieder auf ihre Weide. Total happy verabschiedete ich mich von den Ladys und fuhr wieder nach Hause. Vllt würde ich ja mal wieder zu Besuch kommen.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      10/35

      Pflegebericht für alle Pferde
      unbk. -- unbk.

      Mit zwei Halftern 'bewaffnet' öffnete ich das Tor zur Mutterstuten- und Fohlenweide, um Kolibri und Trüffel zu holen. Die beiden Fohlen waren von ihren Müttern nicht angenommen worden, sodass wir und unsere fürsorglichen Stuten bereitwillig die Betreuer spielten, vor allem auch, da wir die beiden Fohlen gekauft hatten.
      Fröhlich kamen mir beide schon entgegengetrabt und suchten erstmal meine Taschen nach Leckerlis ab, ließen sich allerdings auch ohne artig aufhalftern. Eifrig folgten sie mir durchs Tor rüber zum Stall, wo ich sie in der Stallgasse anband. Heute sollte wieder das Hufegeben trainiert werden, was z.B. wichtig war, wenn der Hufschmied kommt oder fürs alltägliche Hufeauskratzen. "Trüffel, Huuf", sagte ich ruhig, aber bestimmt, nachdem ich meine Hand um seine Fessel gelegt hatte. Ich übte leichten Druck gegen seine Schulter aus und das Hengstfohlen mit der wunderschönen Farbe folgte brav meiner Anweisung. Zuerst tänzelte er übermütig herum, als ich den linken Hinterhuf nehmen wollte, stand dann aber still, als ich es von ihm erwartete. Auch Kolibri machte ihre Sache gut und gab alle ihre Hufe artig, wenn sie auch sie schon nach einigen Sekunden wegziehen wollte. Zufrieden steckte ich den beiden ein Leckerli zu und führte sie dann zum Reitplatz hinunter, wo ich sie freilaufen ließ. Spielerisch bissen sie sich gegenseitig in Kruppe und Mähnenkamm und veranstalteten Wettrennen, bei denen ich ihnen zusah.
      Nach etwa einer halben Stunde Rauferei entließ ich beide nach dem Putzen auf der Stallgasse auf die Wiese, wo ich Akzent und seine Mutter Colleen holte, um ihnen ein wenig mehr Bewegung und etwas Abwechslung zu verschaffen. Diese entpuppte sich nach einer ausgiebigen Putzaktion als Training. Akzent hatte zwar schon an seiner ersten Fohlenschau teilgenommen und war eines der beiden Siegerfohlen, doch das richtige Führen neben der Mutter musste ebenfalls gelernt werden. Also band ich Colleen einen Longiergurt um den noch Bauch und befestigte das Halfter ihres Sohnes daran. Als ich die Stute nun losband, schlug der Kleine etwas unwillig mit dem Kopf und tänzelte umher, doch schnell erkannte er, dass dies nichts Böses war und folgte seiner Mutter und mir neugierig. Ich machte mit den beiden einen kurzen Spaziergang durch den Wald und an den Gerstenfeldern entlang. Akzent linste aufmerksam zu den Gerstenhalmen, die sich im leichten Wind wiegten, hinüber, wohl aber eher hungrig als erschreckt. Auch Colleen genoss den Spaziergang und ging entspannt neben mir her, spitzte immer mal wieder die Ohren und reckte den Hals, um zu sehen, wo der ein oder andere Vogel saß, der uns mit einem Ständchen beglückte. Zurück auf dem Hof spritzte ich beiden die Hufe ab, nachdem ich Akzents Mutter von dem Longiergurt und somit auch Akzent 'befreit' hatte. Dankbar über seine wiedererhaltene Kopffreiheit schüttelte er den Kopf und tänzelte ein wenig spielerisch auf der Stelle herum, um dem Wasserstrahl zu entkommen. Colleen aber ließ sich fein die Hufe abspritzen, stand dabei ruhig da und trank etwas von dem Wasser, als ich ihr den Strahl vors Maul hielt. Auch diese beiden brachte ich zurück auf die Wiese, auf der auch Auftakt, Herbstgold und Avec Charme standen.
      Die beiden zuletzt genannten Stute halfterte ich auf und band sie vor dem weiß gestrichenen Stallgebäude an. Mit ihnen wollten Sarah und Ich einen entspannten Ausritt machen. Ich putzte, sattelte und trenste ihr Herbstgold, da meine Schwester gerade noch dabei war, den quirligen Mozart zu longieren. Nachdem sie ihn zurück auf die Wiese zu unserer 'Hengst-WG', bestehend aus Rayon de Soleil, Dornenblatt und ihn, gebracht hatte, nahm sie mir dankbar die palominofarbene Stute ab und wir konnten endlich los. Auch jetzt wählten wir den Weg durch den Wald und an den Gerstenfeldern eines Bauerns entlang, verlängerten die Runde jedoch noch, indem wir am Fluss und über die große Wiese ritten. Mit weit ausgreifenden, schwingenden Schritten trabten die beiden Stuten unter uns daher und setzten sich freudig in den Galopp, als wir sie dazu antrieben. Beide verlängerten ihre Galoppsprünge mühelos und schienen ebenfalls sehr viel Gefallen an der flotten Gangart zu haben. Nach einer längeren Schrittrunde und kurze Rast am Fluss, welchen wir anschließend überquerten, legten wir nochmals einen Galopp über die Wiese ein. Das Gras war mittellang und eignete sich sehr gut dafür. Wieder setzten sich Herbstgold und Charme eifrig in Bewegung, als wir schnalzten. Auch der zweite Galopp war super schön gewesen, als der Wind unsere Haare und die Mähnen der Stuten durch die Luft peitschte. Sarah und ich lachten heiter und auch unsere beiden Süßen schnaubten zufrieden, nachdem wir sie durchpariert hatten. Am langen Zügel bogen wir nun nach einer weiteren Viertelstunde in die Einfahrt des Hofes ab, in wessem Zentrum wir absaßen. Wir putzten die Stuten nochmals über und brachten sie dann zu Auftakt, den ich den beiden jedoch entführte. Sarah hatte sich derweil den jungen und äußerst temperamentvollen Traumtänzer geholt, der im Moment nicht sehr einfach im Umgang und im Sattel war. Er war hengstig, doch er musste auch anständig zu seinen Geschlechtsgenossen sein, weshalb wir den freundlichen Auftakt mitgenommen hatten. Der Braune zuckte noch nicht einmal mit den Ohren, als Traumtänzer ihn angiftete. Die beiden waren rasch gesattelt und ich lenkte Auftakt vor den jungen Hengst unter Sarah, um das Tempo des Schimmels zu drosseln. Denoch hatte Sarah Mühe, ihn mit halben Paraden im Schritt zu halten, doch wir gaben nicht auf. Er schlug unwillig mit dem Kopf, doch ließen unsere Pferde nur im Schritt gehen. Als der Weg noch etwas breiter wurde und bergauf führte, lenkte ich Auftakt neben Traumtänzer, welcher sofort wieder die Ohren anlegte. Doch der Braune tat so, als würde er es gar nicht bemerken und ging gelassen neben ihm her. Mit der Zeit ließ der Schimmel seine ewigen Galoppversuche und fügte sich dem Schrittgehen. Er wurde zusehends ruhiger, wenn auch er nicht so artig daher ging wie sein Geschlechtsgenosse. Nach etwa 40 Minuten kehrten wir wieder zurück und brachten auf die beiden zurück zu ihren Stuten. Ich holte mir nun noch Rayon de Soleil und Dornenblatt, während Sarah dabei war, Traumtänzer Souvenir und Herbsttraum zu entführen.
      Sie würde zuerst Souvenir auf dem Platz reiten, ich Rayon longieren. Der kräftige und riesige Shirehengst wandte mir freundlich und blubbernd den Kopf zu, als ich ihn an seiner Lieblingsstellte an der Brust kratzte. Er schnorchelte zufrieden und hatte die Ohren zur Seite geklappt, während er das Kraulen genoss. Ebenso willig ließ er sich in den Longierzirkel führen, welchem der Platz angeschlossen war, sodass ich Sarah ebenfalls beobachten konnte. Wir wärmten die Pferde erstmal im Schritt auf beiden Händen auf und ließen sie dann etwas traben. Rayons durch seine Größe bedingten großen Trabschritte waren auch heute wieder weit und er griff eifrig aus, was mir bald einen Drehwurm vom schnellen Drehen in der Mitte bescherte, also ließ ich den Shire-Hengst etwas Schritt gehen. Sarah war gerade dabei mit Souvenir am Stangen-Labyrinth zu üben, sodass die Hälfte des Platzes frei war und ich Rayon dorthin führte. Hier hatte er mehr Platz zum Galoppieren, was er auch genoss, obwohl er es im ruhigen Arbeitstempo tat.
      Nach einigen Runden Galopp auf beiden Händen parierte ich ihn wieder durch zum Schritt und schaute nochmals zu Sarah, die etwas ungeduldig zu mir herüber schaute. Ich nickte ihr nur entschuldigend zu und verließ mit dem Schimmel den Platz und führte ihn zum Abkühlen noch ein wenig herum, obwohl er kaum geschwitzt hatte. Nachdem ich ihn abgespritzt, geputzt und mit einem Eimer Obst und Gemüse versorgt hatte, stellte ich ihn zurück zu Mozart, der seinen großen Freund mit einem innigen Wiehern begrüßte.
      Rasch sattelte ich mir Herbsttraum und führte sie zum Reitplatz herunter, wo ich sie im Schritt mit Zirkeln, Volten, Schlangenlinien und Handwechseln aufwärmte, während Sarah Souvenir noch etwas galoppieren ließ. Zufrieden mit dem Training gesellte sie sich etwas zu mir und schwärmte von den immer besser werdenden Gängen der Welsh Stute. Ich lächelte, ebenfalls etwas verträumt, denn ich wusste, wie schön Souvenir gehen konnte. Doch dann konzentrierte ich mich wieder auf Herbsttraum, nachdem Sarah den Platz verlassen hatte und nach etwa 10 Minuten begann, Dornenblatt zu longieren. Ich trabte die falbfarbende Stute leicht an und ritt mit ihr im Arbeitstempo Schlangenlinien an den langen Seiten und durch die ganze Bahn, Zirkel und Handwechsel, wobei sie aufmerksam meinen Hilfen lauschte. Nach etwas Galopp auf beiden Händen ritt ich mit ihr zum Springplatz hinüber, wo ich sie erstmal über einige Cavalettis traben und anschließend auch Springen ließ. Ich spürte Herbsttraums Freude, als sie die rot-weißen oder grün-gelben Stangen ins Visier nahm und taxierte, um passend hinüberzuspringen. Ich lobte sie zufrieden und taxierte nach einer kurzen Schrittpause den A- Parcours, der noch aufgebaut war. Er begann mit einem einfachen Steilsprung, der leicht zu taxieren war und den die junge Stute fehlerfrei übersprang. Die gebogene Linie zum folgenden Oxer auf 6 Galoppsprünge war etwas schwieriger, da es einmal eine kurze Rechts- und eine Links-Kurve gab, doch Herbsttraum überwand auch dieses Hindernis mit meiner Hile fehlerfrei. Nach der roten Mauer, bei der nichts klapperte, lenkte ich sie auf die zweifache Kombination, bestehend aus zwei Oxern zu. Man musste mit viel Schwung anreiten, doch zwischen den beiden Sprüngen war nicht mehr Platz als ein verlängerter Galoppsprung, weshalb es nicht einfach war, die Kombination fehlerfrei zu überwinden. Passend gab ich Herbsttraum den ersten Absprung und lenkte sie nicht zu nahe an das zweite Hindernis heran. Wir kamen etwas zu weit entfernt vor dem zweiten Oxer auf, doch die falbfarbene Welsh Stute machte einen langen Galoppsprung und sprang ebenfalls weit ab. Die Beine tief unter den Körper gezogen überwand sie das Hindernis ohne Fehler. Auf der nächsten Linie zum folgenden Steilsprung musste sie nochmals schnell zurückkommen, um nicht zu flach zu werden, was ihr gut gelang.
      Glücklich lobte ich sie nach der erfolgreichen Runde und ritt sie im Schritt trocken. Auch sie bekam einen Eimer Obst mit Kraftfutter von mir während ich sie putzte und sie zuletzt zurück zu Traumtänzer brachte, der sie freudig empfing.
      Ich mistete noch den Platz ab, während Sarah es mit dem Offenstall tat.
      Zusammen mit einem Stück Kuchen beobachteten wir noch die munter auf den Weiden spielenden Fohlen und den zufrieden grasenden Pferde.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    1 | von Waldorf
    Hochgeladen von:
    Rhapsody
    Datum:
    24 Apr. 2021
    Klicks:
    146
    Kommentare:
    36

    EXIF Data

    File Size:
    181,7 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    600px
    Height:
    400px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).


  • Herbsttraum


    PEDIGREE
    [​IMG]
    von: Auftakt

    von: Aladdin IV

    von: unbekannt
    aus der: unbekannt

    aus der: Campina

    von: unbekannt
    aus der: unbekannt

    aus der: Herbstgold

    von: Somewhere over the Rainbow

    von: unbekannt
    aus der: unbekannt

    aus der: Himmelfahrt

    von: unbekannt
    aus der: unbekannt


    EXTERIEUR & INTERIEUR

    [​IMG]
    Stute
    Welsh Pony Sek. B
    16 Jahre

    134 cm
    Falbe
    Blesse | v.l. halbweiße Fessel, h.l. weiße Fessel, h.r. weißes Bein

    Herbsttraum ist der Stolz ihrer Eltern - zu Recht, denn das Stutfohlen hat eine sehr, sehr schöne Farbe, ein fast perfektes Gebäude und einen Spitzen-Charakter. Sie ist immer freundlich und lernt mit viel Eifer neue Aufgaben. Manchmal wird sie dabei ein wenig übermütig, doch sie kann keinem etwas zu leide tun und bleibt lieb.
    Später wird sie auf jeden Fall im Sport mitwirken, da sie traumhafte Gangarten hat. Einen schreitenden Schritt, einen schwebenden und leichtfüßigen Trab mit viel Vor- und Hinterhandaktion und auch der Galopp ist bergaufgesprungen und zeigt viel Aktion.
    Auf Grund ihrer tollen Abstammung ist sie natürlich auch für die Zucht interessant : Ihr Vater ist Auftakt (V : Aladin VI, M : Campina), der schon viele schöne Fohlen zeugen konnte und selber viele Gewinne nach hause brachte. Ihre Mutter Herbstgold (V: Somewhere over the Rainbow; M : Himmelfahrt) hatte auch schon einige Fohlen, die schon im Sport mitwirken und das sehr erfolgreich, wie Herbstgold selbst. Beide Elternteile haben Herbsttraum auch ihren traumhaften Charakter vererbt.


    TRAINING

    [​IMG]
    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren
    Englisch geritten


    Dressur A – Springen L – Distanz M – Rennen A


    ERFOLGE

    [​IMG]

    Turniere
    51. Distanzturnier

    74. Springturnier
    87. Dressurturnier
    75. Springturnier
    88. Galopprennen
    54. Distanzturnier
    60. Distanzturnier

    Andere
    SW 126

    SW 136

    ZUCHTINFORMATIONEN

    [​IMG]
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]

    FS 64 Schimmel und Falben BFS Amerikanische Rassen und Ponys BFS 54 Warmblüter und Ponys FS Fohlen mit Kopfabzeichen FS 55 Füchse und Falben


    Leihmutterschaft:
    Genotyp: Ee Aa Dd
    Nachkommen:

    Herbstmond (v. Single Malt) – *2015

    Fairy Tale (v. Fallen Godness) – *2016, verstorben

    STALLINTERN

    [​IMG]
    Besitzer: Rhapsody
    Ersteller: Ami
    VKR: erloschen