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Mohikanerin

Héla van Ghosts | Isländer | Ungekört

2015 | 2 Punkte | 2 1/2 Jahre | by Mohikanerin

Héla van Ghosts | Isländer | Ungekört
Mohikanerin, 25 März 2015
    • Mohikanerin
      .Das Ende ist der Anfang.
      ~ August 2015


      Thor verlässt heute wieder Deutschland. Die Zeit ging einfach viel zu schnell vorbei, also müssen wir heute noch etwas Zeit verbringen. Für mich begann der Tag mit dem Schimmelchen und ging dann weiter mit dem letzten gemeinsamen Frühstück.

      Zusammen mit Thor gehe ich in den Stall und wir holen die beiden Jungepferde – Héla und Devil warten bereits. Rasch machen wir die kleinen Pferdchen fertig und gehen dann los Richtung See. Es ist erst 10 Uhr, aber trotzdem herrscht schon so eine Hitze, dass es fast unmöglich ist, etwas zu unternehmen. Die Jungpferde sind nun ein ein halb Jahre alt und gehören normalerweise auf die Weide. Doch die Möglichkeit gibt es nicht, zu mindesten nicht jetzt. Draußen ist es zu heiß für die kleinen und erst recht das Wasser ist knapp geworden. Als wir angekommen sind, gehen wir langsam zum Wasser. Etwas skeptisch guckt Devil das Wasser an, aber ist zu neugierig um zurück zu weichen. Da sieht es mit Héla anderes aus. Thor kämpft etwas mit der Stute, aber man kann sie nicht zu ihrem Glück zwingen. Doch schon nach wenigen Minuten weckt sich auch ihre Neugier. Bis zum Bauch steht das Jungpferd im Wasser und planscht etwas. Devil hat sich bereits gewälzt und schwimmt etwas mit mir. Es ist komisch, aber mal was neues. Als dann auch ihr Interesse irgendwann abklingt, gehen wir zurück zum Hof. Die beiden Pferde kommen zurück in die Box.

      „Wir müssen noch sauber machen“, sage ich dann zu Thor, als wir am Stall sind. „Ich weiß“, antwortet er und wirkt sehr in Gedanken versunken. Ich gehe wieder und hole eine Schubkarre aus dem Roundpen. Vorübergehend ist das nämlich unsere Rumpelkammer. „Los geht’s.“, sage ich und reiche ihm einen Strick. Wir sind nur in Stall 2. Aus der ersten Box holt Thor Ruvik raus. Der Hengst ist etwas übermütig und wirkt nicht sehr gewollt aus dem Paddock zu kommen. Notwendigerweise nimmt er sich die Hengstkette zur Hilfe und führt ihn durch den Stall, während ich sauber mache. Da wir so schon geübt sind, geht es weiter mit Pferd zwei. Er stellt den Hengst zurück und dann geht es weiter. Zwei Paddockboxen weiter steht dann auch Loki, der auch nicht gerade einfach ist. Wiedermal holt Thor das Pferd auf der Box und führt ihn durch den Stall. Ich laufe den Paddock ab und belade die Schubkarre. Mir fällt auf, dass der Hengst kaum was frisst, weil das ganze Heu hier noch liegt und auch schon etwas schimmelt. Ich leere die Schubkarre am Traktor aus und belade die Karre neu. Thor läuft noch mit dem Hengst Runden, was nicht sehr angenehm ist, weil Loki sich andauernd aufbäumen will und somit ausbrechen möchte. Doch mehr Möglichkeit als Hengstkette gibt es nicht. Doch dann ist es endlich geschafft – die Box von Loki ist sauber. Entspannt stellt er sich wieder hin und knuspert im Stroh. „Wir müssen ihn beobachten“, sage ich nur und gehe weiter. „Wir? Du!“, antwortet er und holt Willa aus der Box. „Bitte pass auf“, befehle ich ihm. Thor nickt und führt die Stute vorsichtig aus der Box. Mein Pferd ist mir ziemlich wichtig und ich möchte nicht, dass irgendwas passiert. Thor geht mit Willa raus und lässt sie etwas am Grass knabbern, während ich ihren Paddock sauber mache. Ich muss ein paar mal hin und her laufen und dann ist auch schon wieder alles rein. „Sie kann wieder rein“, rufe ich ihm zu und er bringt mein Stütchen wieder rein. Mir wird langsam warm, aber Thor ist zu langsam für so etwas. Er holt die kleine Narnia heraus und geht durch den Stall. Ich betrete die Box und mache sauber. Es geht schneller als bei den anderen Pferden, da sie nicht so große Häufchen macht. Thor gibt der Stute noch ihr Kraftfutter und bringe den Inhalt der Schubkarre zum Traktor. Dann geht es weiter. Er stellt die kleine Stute wieder in den Box und holt Little Sister aus der Box. Etwas unerwartet guckt sie uns an und folgt dann Thor problemlos. Zwischendurch hat die Stute Phasen, in denen es nicht Möglich ist, irgendwas mit ihr zu tun, ohne die Hengstkette zu befestigen. Schnell mache ich ihren Paddock sauber und bringe dann mal wieder den Inhalt weg. Durch das Stroh ist die Schubkarre schnell voll. Leider ist das Wetter für solche Arbeit nicht so angenehm, aber die Arbeiter haben alle frei. Ich kann einfach nicht organisieren. Thor bringt auch die Lewitzer Stute wieder in die Box, die dann ihn noch angiftet. Ich gebe ihr einen Klaps auf die Schnauze und dann geht es zum anderen Stall. „Kannst du das schnell machen?“, frage ich Thor und trinke einen großen Schluck aus meiner Wasserflasche. „Selbstverständlich“, antwortet er und nimmt die Karre mit. Ich gehe ihm nach. Aus der ersten Box hole ich Nico und gehe mit ihm aus den Rasen, dass er etwas fressen kann. Ausserdem haben die Pferde in dem Stall keinen Auslauf, also muss er sich auch mal ein paar Meter bewegen. Ich laufe dann noch mit ihm ein Stück über den Hof und dann ist Thor auch schon fertig. Nico darf zurück in seine Box. Weiter geht es mit Ghosts, der direkt neben seinen Bruder steht. Der Hengst hat es mir echt angetan, aber ich habe kaum Zeit, um etwas mit ihm zu machen, dass heißt, ich muss mir mehr Zeit nehmen! Doch wenn ich jetzt wieder komplett alleine bin, wird das schwer. Ghosts darf noch ein paar Minuten auf den Rasen und Thor ruft mich wieder herein. Im Moment ist die Mittagssonne da, die das arbeiten nicht leichter macht. Doch lieber so, als wenn über all Schnee liegt. Vorsichtig führe ich Felix aus seiner Box und wir gehen ein Stück über den Hof. Der Hengst ist etwas angespannt. Ihm tut der Stall nicht gut, aber heute Nacht kann er wieder auf die Weide. Einige der Pferde sind gerne drin, doch zu diesen zählt er nicht. Felix ist sonst ein sehr aktives Pferd, aber nicht oft merkt man das. Mit ihm ist Arbeiten immer ziemlich kompliziert – alles mit Felix ist kompliziert. Also führe ich ihn noch ein paar Meter und dann ist Thor auch schon fertig. Der Hengst winkt mit dem Kopf und ich nehme Drachentöter aus seinem Bereich. Er guckt mich etwas geschockt an, aber das kenne ich bereits von ihm. Dieser Hengst ist super, doch auch er kann mal anderes sein – jeder hat diese Tage einmal. Heute ist so einer. Drachen guckt die ganze Zeit um sich und kann nicht mal ein Stück ordentlich laufen. Dazu kommt, dass er sogar Angst hat vor den Geräuschen, die Thor im Stall macht, obwohl wir eine Runde über den Parkplatz laufen. Dann geht es nach weniger Zeit, aber der Drache kommt wieder in sein Reich. Nun kommt noch Ragnaröks Box an die Reihe. Der Hengst ist leicht zu führen und ich kann ihm am Strick fressen lassen. Er guckt nicht mal um sich, sondern frisst einfach nur. Doch das ist im Moment auch das einfachste. Thor läuft immer wieder hin und her um die Karre aus zu leeren, weil es nicht möglich ist, mit dem Traktor bze Lader in den Stall zu fahren – Tor ist zu schmal, die Gassen würden locker passen. Aber dann geht es auch schon weiter. Ragnarök darf zurück und als nächstes kommt dann Aqua raus, die bereits in der Box wartet. Als wir draußen sind, klingelt mein Handy. Ich kann noch recht zeitig rangehen – Ilja. „Аддо!“, begrüße ich ihn. „Bleibt es bei heute Abend mit dem Treffen?“, fragt er direkt mit seinem Russischen Akzent. „Sicher“, beantworte ich ihm seine Frage und verabschiede mich dann. Eigentlich habe ich gar keine Lust, aber irgendwie freue ich nicht trotzdem. Besonders, weil ich dann heute nicht den ganzen Abend alleine bin. In wenigsten Stunden muss Thor zum Flughafen. Schnell bringe ich wieder Aqua in ihre Box und hole dann Saints Row aus ihrer Box. Die Stute ist völlig durchgeschwitzt und das erste was ich tue, ist sie in unter den Schlauch zu stellen. Glücklicherweise hat sie damit kein Problem. Anschließend kann sie noch etwas am Gras zuppeln und muss dann wieder in die Box. Als nächstes wartet bereits Pögn, die auch in letzter Zeit viel zu kurz kommt. Doch irgendwann wird sich das schon ändern. Die Stute ist auch ziemlich nass und darf unter den Schlauch. Leider hat sie damit ein Problem und springt immer wieder vor dem Wasser weg, aber dafür habe ich jetzt nicht so viel Zeit, also gehe ich noch eine Runde über den Parkplatz und die Stute kann wieder in die Box. Nur noch drei und wir sind fertig. Ich wechsle mich wieder mit Thor ab. Während er Duse heraus holt, fange ich an das Stroh in die Karre zu machen. Er geht mit der schwarzen Stute nach draußen und lässt sie fressen, während ich mich noch in der Box aufhalte. Das gute an dem Stall ist: Altbau! Es ist immer kühl, trotzdem schwitzen die Pferde. Thor bringt die Stute wieder rein und sagt mir, dass sie auch heute Nacht mit raus muss. Duse ist ziemlich hibbelig und das ist sie sonst nie. Das vorletzte Pferd holt Thor aus dem Stall. Es ist Totbringer. Das Schimmelchen durfte heute schon arbeiten, aber trotzdem muss ihre Box noch sauber gemacht werden. Ich betrete mit der Schubkarre die Box und lege das ganze Stroh und Heu in die Karre. Als dann der Dreck raus ist, mache ich neues Zeug rein – fertig. Thor bringt die Stute wieder rein und holt Luna aus ihrer Box. Die bunte Kladruber Stute ist ein tolles Pferd, aber leider so standard. Mit ihr kann man viel machen, aber trotzdem ist es keine Herausforderung. Doch ich brauche manchmal sowas am Abend, außerdem ist sie super für mein Zirkusprogramm. Die beiden gehen raus auf den Parkplatz, dass die Stute etwas laufen kann. Ich mache neben bei rasch sauber und bringe den Mist auf den Lader. Kurz lässt Thor Luna fressen und bringt sie dann rein. Ich fahre den Mist weg – fertig.


      9'247 Zeichen | Mohikanerin | - Vina
    • Mohikanerin
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      5. Oktober 2015 | © Mohikanerin
      3104 Zeichen | - Vina

      Noch immer liegt der Nebel über den Weiden und alles wirkt ziemlich gespenstisch. Es ist bereits 9 Uhr, aber trotzdem ist es kalt – sehr kalt. Im Hintergrund höre ich noch immer Flugzeuge fliegen und Truppen laufen die Straße entlang. Niemand weiß wie lange das noch so weiter gehen wird, doch ich und der Rest des Hofes darf Privilegien genießen, die besagen, dass wir ein Vorteil sind. Den Zusammenhang kennen wir noch nicht, aber was wird noch.
      Aus meinem Schrank krame ich die alte Pilotenjacke, dazu noch die Mütze und warme Schuhe. Eine warme Hose habe ich bereits an. Draußen liegt zwar (noch) kein Schnee, aber trotzdem fühlt es sich wie Winter an. Die meisten Bäume haben jetzt schon keine Blätter mehr und auch das Gras ist leicht gefroren. Einige der Ponys haben auch schon dickeres Fell bekommen, so auch Héla. Die junge Stute wird jetzt den 'Winter' über gearbeitet, dass ich mit ihr im Sommer dann Reiten kann.
      Mit einem roten Halfter bewaffnet, laufe ich auf die Weide und die Pferde kommen mir bereits neugierig entgegen. Dann kommt auch Héla von hinten angerannt. Schon jetzt mit 3 Jahren zeigt sie super Gänge und ich freue mich auf die kleine. Halfter umlegen klappt von Anhieb, weil sie das bereit kennt. Gemeinsam laufen wir zum Stall. Etwas wackelig läuft sie mir nach und zieht auch ziemlich. Scheinbar möchte sie nicht ganz mit kommen. Am Tor locke ich sie mit einem Leckerli heraus und dann folgt sie auch gnadenlos. An der Weide habe ich noch eine längere Gerte hingelegt, die mir nehme. Zwischendurch tippe ich sie an und Héla läuft eifrig vorwärts.
      Ungeduldig wartet die Stute am Anbinder und versucht immer wieder sie los zuziehen, nicht bösartig sondern eher ungewohnt. Als sie merkt, dass die Metalstange nicht so viel davon hält und nicht los lässt, hört sie auf. Putzen genießt sie richtig, nur Hufe auskratzen findet sie nicht so klasse. Wackelig steht sie auf drei Beinen und lehnt sich immer wieder auf mein Oberschenkel. Doch das gibt es nicht. Immer wieder gebe ich ihr die Möglichkeit, alleine zu stehen. Als ich das auf allen Hufen gemacht habe, versteht sie langsam den Sinn dahinter. Doch jetzt üben wir noch ein bisschen laufen. Dafür lege ich Héla das schwarze Knotenhalfter um und dann geht es in die Reithalle. Obwohl das Gebäude ziemlich alt aussieht, haben wir es so gut es geht, modernisiert. Generell sieht das ganze Gestüt sehr luxuriös aus, da wir immer wieder als Vorzeuge Modell dienen, in irgendwelchen politischen Veranstaltungen. Dem öfteren kommen auch Regierungsleute auf das Gestüt und zeigen irgendwelchen Leute alles. Wir dürfen dagegen nichts sagen, aber wir werden eh nie gestört.
      Aktiv läuft sie vorwärts und ich muss sie sogar ab und zu bremsen. Nach mehreren Runden haben wir unser Tempo gefunden und können in Ruhe laufen. Dann war es das auch für heute.

      Die nächsten Tage verlaufen ähnlich und die Stute lernt ziemlich schnell am Halfter zu laufen und auch in einem ruhigen Tempo. Auch das angebunden Sein wird immer entspannter, außerdem lässt Héla sich jetzt auch putzen ohne Probleme. Nächste Woche kann ich mit longieren anfangen.
    • Mohikanerin

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      19. März 2016 | (c) Mohikanerin
      7260 Zeichen | - Vriska

      Die Sonne scheint in unser Wohnzimmer und entspannt sitzen wir am Frühstückstisch. Nora isst genüßlich ihr Brötchen und wir unterhalten uns nett. Auch Percy spricht mit.
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      Neugierig steht Dáti am Zaun und beobachtet uns dabei, wie wir die Paddocks abäppeln. Alle helfen mit, sogar Emma und Percy. Jedes Pferd hat seinen eigenen Eimer, in dem wir für jeden schon Futter vorbereitet haben. Heute bekommt die Kleine Reitunterricht und wir arbeiten weiter mit ungerittenen Pferden.
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      “Mama, ich habe Topa schon geputzt und gesattelt, wir könnten los.”, sagt Emma und guckt mich mit ihren großen grünen Augen an. Ich nicke und wir laufen zum Reitplatz, der sich etwas weiter weg vom Stall befindet. An den Bäumen bilden sich langsam Knospen und das Wetter wird auch langsam besser. Der Frühling rollt schon langsam voran. “Dann gurte noch mal nach und dann kannst du aufsteigen.”, sage ich zu Emma, diese dann auch bereits anfängt. “Erst mal warm reiten, da brauchst du mich nicht.” Lächelnd guckt sie zu mir und treibt die Stute vorwärt. Topa kennt Emma nun schon eine Weile und die beiden Weiber sind ein gutes Team. Demnächst werden die Beiden sich auf einem Turnier vorstellen können, doch dafür muss Emma noch eine Weile. “So, du kannst jetzt die Zügel etwas mehr aufnehmen und einige Bahnfiguren reiten. Achte darauf, dass du nicht nach vorne kippst und Topa schneller wird. Die Figuren müssen sauber und genau geritten sein.”, erzähle ich Emma. Zielstrebig setzt sie das gesagte in Tat um.
      “Nicht so unkordiniert leichttraben. Wenn du es nicht schaffst, sitz aus!”, rufe ich Emma zu, die wie ein Hase die ganze Zeit in Topas Rücken fällt. “So ist es schon besser”, lobe ich. Ausgesessen trabt die Stute viel besser und Emma kann sich auf den Rest ihres Körper konzentrieren. Immer wieder korrigiert sie ihre Füße und auch ihre Handhaltung.
      “Heute wart ihr wieder super”, lobe ich die Mädchen am Anbinder. Emma füttert Topa gerade, die eine Abschwitzdecke drauf hat. “Können wir bald dann mal auf’s Turnier, Mama”, fragt sie. Ich nicke mal wieder. “Wenn sie aufgegessen hat, bringe sie bitte wieder auf die Weide. Ich mache jetzt was mit Héla.”, sage ich zu ihr und gehe auf den Paddock um Héla zu holen.
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      Die Jungstute soll langsam sich an longieren und putzen gewöhnen, da sie bald angeritten werden soll. In ihr schlummert viel Potenzial, was wir ausnutzen wollen. Neugierig guckt sie mich bereits an und kommt einige Schritte auf mich zu, als ich ihren Namen sage, kommt sie komplett zu mir. Langsam und vorsichtig lege ich ihr das Halfter um und gehe zum Anbinder. Emma hat bereits Topa weggebracht und ist zusammen mit Percy ins Haus gegangen. Wahrscheinlich machen die beiden jetzt Hausaufgaben. Ilja ist mit Ruvik beschäftigt, der die ganze Zeit auf dem Paddock herum trabt und nicht aufgehalftert werden will. “Nur Geduld, irgendwann ist er Müde.”, rufe ich ihm zu. Mit einer Grimasse antwortet er mir nur und ich binde Héla an. Ruhig kann sie bereits stehen, was ein großer Vorteil ist. Aus den Putzkoffer hole ich eine Bürste, um den Schmutz und die lockeren Haare zu entfernen. Im Moment haaren alle Pferde wie verrückt, dass wir uns bald ein Pullover daraus machen könnten. Als die Scheckstute einigermaßen sauber ist, gehe ich zusammen mit ihr ins Roundpen, dass sie sich etwas auspowern kann, obwohl sie dafür gar nicht der Typ Pferd ist. Trotzdem hüpft sie etwas wild herum und kommt dann wieder zu mir. Ich treibe die Stute mit der Peitsche nach draußen.
      Nach einigen Runden laufen und traben, sind wir schon fertig, da sie nicht richtig arbeiten soll, sondern sich daran gewöhnen kann. Am Anbinder bekommt sie ihr fressen und darf dann wieder zu ihren Mädels.
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      “Soll ich dir helfen?”, frage ich meinen Mann, der noch immer mit Ruvik kämpft. “Ja, bitte”, antwortet er leicht erschöpft. “Du hast ihn dir ausgesucht.” Langsam gehe ich auf den Hengst zu, der nervös etwas am Gras zupft. Er atmet ziemlich schnell, da er die ganze Zeit herum gerannt ist. Vorsichtig lege ich ihm das Halfter um und das Pferd selbstist sehr überrascht darüber und läuft erst mal nicht weiter. “War das für dich so schwer?”, frage ich ihn scherzhaft. Er wirft mir einen bösen Blick zu und läuft mit dem Hengst zum Anbinder. Ich beobachte die Beiden, Ruvik möchte wie immer nicht Stillstehen und spielt zappel Phillip. Nach dem das Pferd einigermaßen sauber ist, geht er mit ihm ins Roundpen, um etwas mit ihm zu arbeiten.
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      Ich hole mir Willa von der Koppel, die erst mal etwas geputzt wird. Die Stute ist ziemlich fett geworden und muss erst mal wieder Musklen aufbauen. Sie war die Einzige, die Pause über den Winter hatte. Neugierig guckt sie mir hinterher, als ich die Bürste aus dem Koffer hole. Noch etwas putze ich sie und gebe ihr das Fressen. Auch Ilja gibt Ruvik sein Fressen. “Wollen wir gleich noch ausreiten?”, frage ich ihn. Ilja nickt. “Gut, dann nehme ich Thögn”, antworte ich.
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      Die beiden Isländer stehen ruhig am Anbinder und wir putzen sie. Aus der Sattelkammer hole ich Thögns Sattel und Zaumzeug. “Und wie weit bist du?”, fragt Ilja. “Fast fertig”; antworte ich ihm. Zusammen laufen wir ein Stück vom Anbinder weg und steigen auf. Der Weg geht gerade aus Richtung Wald. Die Pferde sind entspannt und unterhalten uns etwas. “Müssen wir nicht noch Einkaufen?”, fragt Ilja. “Ja, naja. Du kannst ja nach her mit Emma einkaufen gehen und ich warte mit Percy zu hause.”, antworte ich. “Willst du nicht? Ich muss heute Abend noch Arbeiten gehen.”, sagt Ilja. “Okay, dann fahre ich einkaufen. Gehst du dann wenigsten mit Elsa gassi?”, erwidere ich. “Emma freut sich bestimmt, wenn sie gehen darf mit Percy” - Langsam tölten wir durch den Wald und Dáti ist etwas zickig heute. Ilja muss ziemlich mit dem Hengst kämpfen, dass er nicht mit ihm wegrennt. “Wollen wir wieder langsam?”, frage ich ilja und bremse meine Stute. Thögn ist sofort im Schritt. “Piep, Piep, Piep”, laut ertönt Iljas Pieper im Wald. In seinem Gesicht sehe die Wut aufsteigen. Gemeinsam drehen wir die Pferde um und reiten zum Hof zurück.
      Ich füttere Dáti und auch Thögn, während Ilja zum Haus läuft und sich umziehen geht. “Sir”, grüßt Percy ihn. “Kannst du mir meine Arbeitskleidung her holen.”, antwortet Ilja. “Selbstverständlich.”, erwidert Percy.
      Die Isländer kommen zurück auf ihren Paddock. In den nächsten Tagen kommen die Pferde langsam auf die Weide.
      -
      “Emma willst du mir bei Voodoo helfen”, frage ich meine Tochter, als ich kurz im Haus bin. “Jaaaa”, freut sie sich. “Ma’me, wollen sie ein Glas Wasser?”, fragt Percy, der gerade das Geschirr abwäscht. “Gern”, antworte ich und er reicht mir das Glas. Dann geht es auch schon wieder nach hinten zu den Pferden. “Wenn du möchtest, kannst du ihn holen gehen”, biete ich Emma an. Erfreut nimmt sie das Halfter entgegen und läuft zum Paddock auf dem Voodoo steht. Gemeinsam kommen die beiden Kleinen wieder zum Anbinder. “Mittlerweile läuft er ohne treiben los”, sagt Emma zu mir. Ich nicke zustimmend. “Dann putzen wir ihn mal und ich gehe anschließend mit ihm ins Roundpen.”, sage ich und wir fangen kann.
      Im Roundpen habe ich ihn etwas laufen lassen und seine Aufmerksamkeit gestärkt durch kleine Spielerein. Voodoo arbeitet gerne und auch viel. Zufrieden laufen wir wieder zum Haus. “Vielleicht zieht bald ein neues Pferd ein”
    • Mohikanerin
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      10. April 2016 | (c) Mohikanerin
      2777 Zeichen | - Vriska​


      Kleine Teufel

      Der Nachmittag macht sich nun am Himmel bemerkbar. Gemeinsam sitze ich mit Emma im Auto und fahre zu den Fohlen, die in Little Atomics stehen. Sofort springt die Kleine aus dem Fahrzeug, als wir angekommen sind. Ihr Ziel ist das neue Fohlen Elfa. Die junge Stute ist gerade von ihrer Mutter getrennt worden, die noch auf einem anderen Hof steht, aber mir gehört. “Nicht auf die Koppel gehen”, versuche ich Emma noch zu zurufen, aber kein Erfolg. Von den Gefühlen überrumpelt rennen alle auf der Weide herum, aber das kann nicht gut gehen. Schnell laufe ich auch zu ihnen und versuche Emma raus zuziehen, die das als Spiel sieht - wie die Fohlen auch. Doch alles was jetzt passiert, kann Auswirkung auf die Entwicklung der Kleinen haben.
      Es ist wieder Ruhe eingekehrt, aber Emma nervt die Fohlen noch immer. “Jetzt komm endlich von denen Weg!”, versuche ich sie wieder hier her zu holen, doch wie so oft, hört sie nicht. Bei unseren Stuten stehen im Moment noch ein paar Gastpferde, aus den Nachbarstädten. Von uns sind nur Héla und Elfa, die anderen Jungpferde stehen auf der ger anderen Koppel. Héla wird bald angeritten, zusammen mit den kleinen Hengsten Hrafn und Mókkur. Die kleine Stute hat noch immer viel Fell und müsste wahrscheinlich rasiert werden, aber das werde ich noch besprechen. Während ich mit der kleinen Héla beschäftigt bin, versucht Elfa Emma wieder zum Spielen zu animieren. “Emma, lass die Stute, oder darfst nicht mehr mit her. Wir gehen jetzt zu den Hengsten”, rufe ich ihr zu. Jetzt hat sie mal zugehört. Zusammen gehen wir auf die andere Koppel, auf der meine kleinen Hengste stehen und ein alter Wallach aus der Umgebung.
      Auch jetzt rennt Emma wieder völlig überdreht auf die Weide - doch die Hengste reagieren ganz anders. Mókkur, der eh schon so ängstlich ist, rennt richtig andere Seite der Koppel und bleibt dort alleine stehen. Gösli rennt auch in die Richtung. Nur Hrafn guckt neugierig, aber wird dann von Voodoo weg gebissen. Er ist der Chef der Herde. Der große alte Wallach ist eh nicht an uns Besucher interessiert, der will nur sein Restleben auf der Weide verbringen. Hrafn begibt sich auch wieder zum Heu, dass noch in der Raufe ist. Bald wird er eingeritten, aber dafür brauche ich Zeit, genau wie für Mókkur und Voodoo.
      Man hätte es fast ahnen können. Hinter meinem Rücken höre ich plötzlich Geheule und rennende Fohlen - Mókkur hat sie getreten. “Nächstes mal kommst du nicht mit”, jetzt weint sie noch mehr, aber mir ist das gerade egal. Wer nicht hört, der muss fühlen. Neugierig kommt Gösli zu mir, der mich auch entdeckt hat. Der Kleine hat eine super schöne Farbe und eine gute Abstammung, zu dem auch noch sehr gute Gänge!
      Als Emma am Auto ist, verabschiede ich mich von den vier kleinen Hengsten und fahre dann zurück zum Hof.
    • Mohikanerin
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      11. Juni 2016 | (c) Mohikanerin
      2411 Zeichen | - Vriska

      "Wir gehen zu den Fohlen", rufe ich Percy zu und schließe die Tür. Zusammen mit Emma und Elsa mache ich mich auf den Weg. Mit unserer neuen Hündin ist Emma glücklich. Sie kann sich mit ihr immer nach der Schule spielen.
      An den Weiden kommen uns schon die Pferde begrüßen - auf der einen Seiten die Stuten und auf der anderen die Hengste. Neugierig beobachtet Elsa die Pferde. Emma geht sofort zu den Stuten. Mein Weg ist zu den Hengsten. Gösli und Voodoo haben recht viel Platz, aber ich habe die Weide unterteilt, weil ich nicht so viele Jungpferde habe.
      Voodoo und Gösli verstehen sich gut, worüber ich sehr froh mit. Der Schecke ist mittlerweile groß geworden und auch für ihn ist bald Zeit eingerissen zu werden, wohingegen Gösli noch Zeit hat. Bis dahin muss ich mir überlegt haben, wo Gösli hinkommt, weil er nicht alleine stehen kann. Bei dem Gedanke kommt der Kleine zu mir und will gekrault werden. Liebevoll streichle ich ihm am Hals. Ich lege immer viel Wert auf den Kontakt mit Menschen, damit unsere Pferde zugänglich sind. Auch Voodoo will gestreichelt werden. Mit einer Hand streichle ich den Grossen mit der anderen den kleinen. Zur Übung habe ich auch ein Halfter mit genommen, das Gösli jetzt auch erblickt hat. Neugierig zupft er an dem Gegenstand. Vorsichtig halte ich es ihm an den Kopf. Kurz schreckt er zurück aber die Neugier überwiegend und ich kann es ihm langsam über streichen. Er bekommt ein Leckerli und das war es dann auch. Mit Voodoo das selbe, nur das der Hengst es sich sofort umlegen lässt. Schon Jamie hatte das mit ihm geübt. Ich freue mich schon, wenn ich sie mal wieder sehen kann.
      Emma und Elsa sind noch immer bei den Stuten. Ich stoße auch dazu. Freundlich begrüßt mich die Hündin. Auch die Stuten kommen zu uns. Elfe zupft neugierig an meinem T-Shirt, ich stubse sie weg und streiche der Stute über den Kopf. Ein Stück läuft sie zurück und Thowra drängt sich vor. Doch ich Laufe zu Héla. Die Jungestute wird auch bald eingeritten, deshalb gucke ich, wie sie schon aussieht. Begrüssend streiche ich der Stute über den Hals und Taste etwas an ihr herum. Hula hat noch echt viel Fell, was sie aber auch schon verliert! Ein Glück. Ihre Beinde ist gut gebaut und ihre Vorderhand ist gut gemuskelt. Man sieht einen Unterschied zwischen Ankunft und jetzt. "Emma, wir gehen langsam", rufe ich meiner Tochter zu. Sie nickt und kommt zu mir. Auch die kleine Hündin kommt mit.
    • Canyon
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      15. Januar 2017 | (c) Canyon
      4228 Zeichen | - Ray Greenwald

      Mein Weg führte mich heute nach Idaho auf das Gestüt Atomics Valley. Schon lange hatte ich Fiona nicht mehr besucht, aber dieses Mal war ich sowieso auf dem Weg zu Vriska Isaac. Fiona lebte seit einiger Zeit mit ihren Pferden auf ihrem großzügig angelegten Gestüt und es waren bereits einige Monate vergangen seitdem ich sie das letzte Mal besucht hatte. Trotzdem fand ich den Weg recht schnell und auch Fiona erwartete mich bereits. Wir waren alte Bekannte, wenn man es so bezeichnen wollte, hatten ab und zu mal regen Kontakt und hörten uns dann längere Zeit nicht mehr. Aber heute ging es ja um Vriskas Pferde.
      Fiona war so nett mir meine kleine hübsch eingerichtete Gästewohnung zu zeigen und da Vriska im Moment nicht auffindbar war, zeigte sie mir auch noch einmal die Stallanlagen. Als ich das Gefühl hatte nun wieder einen Überblick über den ganzen Hof zu haben, fanden auch endlich Vriskas und mein Weg zu einander, sodass sie mir endlich die letzten paar Kleinigkeiten erklären konnte, bevor ich endlich anfing. Vriska brauchte meine Hilfe für die Beschäftigung der Pferde, da auch hier auf dem Gestüt die Krankheitwelle viele überrollt hatte und die Pferde wegen des Weihnachts- und Neujahrstresses etwas "vernachlässigt" wurden waren. Für heute sah es meine Aufgabe also vor, ein paar der Hengste zu longieren. Vriska gab mir eine Liste mit den Namen und ließ mich dann allein.
      Der erste Name auf der Liste war Hákur. Ein junger und aufmerksamer Isländer mit hübscher, aber typischer Farbe. Er brauchte einige Zeit, bis er sich an mich gewöhnt hatte, dann verlief das Training aber ohne Probleme. Gründlich putzte ich ihn danach ab und widmete mich dem nächsten Pferd. Ruvik. Auch er war nicht gerade aufgeschlossen mir gegenüber und ständig hatte ich das Gefühl, dass er mich anschaute, nicht so recht wissend, was er von mir halten sollte. Die Arbeit tat ihm allerdings gut und ich merkte, wie er immer entspannter mir gegenüber wurde.
      Nun folgte noch Drachentöter, ein Azteca, bevor auch ich mir eine kleine Ruhepause gönnte.
      Nach meiner Pause fand ich diesmal Vriska sehr schnell und sie gab mir noch die Aufgabe, die junge Woodstock Lady zu longieren. Für sie nahm ich mir besonders viel Zeit. Sie war noch sehr unerfahren und kannte bis jetzt erst wenige Lektionen an der Longe, weswegen ich versuchte ihr dort ein bisschen etwas beizubringen.
      Den Abend verbrachte ich bei Fiona, zog ihn allerdings nicht allzu sehr in die Länge, da es am nächsten Morgen früh weiterging.

      Für heute stand als erstes ein kleiner Ausritt an, damit auch die Stuten etwas Bewegung bekamen. Vriska teilte mir Topas' Comtesse zu, während sie selber die Isländerstute Thögn. Ich war froh endlich mal ein Pferd reiten zu dürfen, welches mich von Anfang an mochte, denn die kleine Topas schien ziemlich zutraulich und freundlich zu sein und so freute ich mich gleich noch viel mehr auf den Ausritt.
      Das ganze wurde dann allerdings etwas komplizierter als gedacht, da ich an meine Seite noch zwei kleine Jungpferde bekam, welche meine ganze Aufmerksamkeit erforderten. Zum Glück waren es zwei Stuten, Elfa und Héla, mit zwei wunderschönen Namen. Vriska selbst nahm die beiden Junghengste Gösli und Voodoozirkus.
      Dir Natur rund um das Gestüt war einzigartig, auch wenn ich davon leider nicht allzu viel mitbekam. Multitaskingfähig schien ich wohl nicht zu sein. Im Gegenteil zu mir saß Vriska vollkommen entspannt auf Thögn, links und rechts einen Führstrick und schien die ganze Macht der Natur auf sich wirken zu lassen.
      Nach einer Stunde Ausritt war ich ziemlich platt, doch auch ziemlich gerührt von Idahos Landschaft. Am Ende war es für mich doch ein sehr gelungener Ausritt gewesen und gelernt habe ich definitiv auch etwas.
      Nachdem alle Fohlen und auch die beiden Stuten abgeputzt wieder zurück auf ihre Weiden durften, gab mir Vriska noch die leichte Aufgabe, mit der kleinen Songbird, einem Shetlandponyfohlen, spazieren zu gehen. Zusammen mit Songbird ließ ich so den Tag noch ruhig ausklingen und fiel am Abend glücklich in mein Gästebett.
      Bereits am nächsten Morgen ging es für mich wieder zurück in Richtung Heimat, auch wenn ich mir sicher war, dass ich Fiona, Vriska und ihre Pferde bald mal wieder besuchen kommen würde.
    • Eddi
      Verschoben am 20.07.2017
      Grund:
      6 Monate keine Pflege.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Mohikanerin
    Datum:
    25 März 2015
    Klicks:
    975
    Kommentare:
    7
  • [​IMG]
    Héla van Ghosts
    Stute

    Isländer, *05.06
    Rappwindfarbschecke, EeaanZnTonSb
    132 cm

    ____________________________________

    Héla ist eine aufgeschlossene und umgängliche Stute, mit der man viel Spaß haben kann. Sie ist aufmerksam und denkt mit. Die Stute ist noch jung und agil. Sie rennt viel über die Weide und zeigt viel Trab, vermutlich ist Héla Viergänger.
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    Hýregur
    Vater | Mutter

    Aqua
    Vater | Mutter

    ____________________________________

    Nachkommen | Vater

    Schleife
    Körung

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    Dressur E | M
    Springen E | A
    Gangreiten E | M

    Ganveranlagung 4 Gänge

    ____________________________________

    Veranstaltung |

    Schleifen

    Ausbildungsdaten
    Anbinden | Führen | Putzen | Hufe auskratzen

    Zirkuslektionen
    Lektion |

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    Tierarzt | Unbekannt
    Influenza Ja
    Tetanus Ja
    Herpes Ja

    keine Beschwerden

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    Hufschmied | Unbekannt
    Hufeisen Nein

    keine Beschwerden

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