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Raven

Grey Dream-Quarter Horse

[center][img] http://www.abload.de/img/lonewolfranchl5zo.png[/img] Grey Dream [img]http://www.abload.de/img/abstammung32or.png[/img] Von: Dreamer V:- M:- Aus: Stellana V:- M:- Geb: 2004 Geschlecht: Stute Rasse: Quarter Horse Größe: 1,55m Farbe: grey Abzeichen Kopf: / Abzeichen Beine: / [img] http://www.abload.de/img/charakterl3ky.png[/img] Grey Dream ist eine besonders liebe Stute, die alles das sie tut sehr gewissenhalft und positiv gestimmt erfüllt. Unaufgefordert macht sie jedoch auch nicht mehr als sie muss. In dem Fall schont die intelligente Stute ihre Kräfte und konzentriert sich auf das Wesentliche. So ist sie unter dem richtigen Reiter ein Schatz, in der Hand von Anfängern aber ein störrische und etwas eigensinnige Zicke. Beschreibung: Grey Dream ist eine wunderschöne ausgeglichene Stute. Sie hat traumhafte Gänge und ist talentiert in vielen Westerndisziplienen. Grey Dream lernt schnell und auch im Gelände verhält sie sich vorbildlich. [img] http://www.abload.de/img/qualifikationen85qo.png[/img] Gewinnerin der [SK 141] Warmblüter & Mustangs [URL=http://www.joelle.de/index.php?app=gallery&module=images&img=41107][IMG]http://www.joelle.de/uploads/1235734961/gallery_5_4517_1575.png[/IMG][/URL] 144.Fahrtunier [URL=http://www.joelle.de/index.php?app=gallery&module=images&img=50927][IMG]http://www.joelle.de/uploads/1241369550/gallery_5_5269_4485.gif[/IMG][/URL] Galopprennen Klasse: E Western Klasse: E Spring Klasse: E Militairy Klasse: E Dressur Klasse: E Distanz Klasse: E Fahr Klasse: A [img] http://www.abload.de/img/nachkommenf2ch.png[/img] *keine Nachkommen* Besitzer: Raven Pferd erstellt von: Checkerbunny Gesundheit: sehr gut[/center]

Grey Dream-Quarter Horse
Raven, 2 Juli 2011
    • Raven
      Vorsichtig öffnete ich die Wagentür, um zu verhindern, dass diese mich erschlägt, während ich versuche zu meinen Pferden zu gelangen. Man sollte es nicht für möglich halten aber ich hatte wohl tatsächlich daraus gelernt, nachdem ich mehrere Male von eben dieser Tür getroffen worden bin, nur weil ich am Hang geparkt hatte. Eine Mischung aus vorsichtigem Öffnen und schnellerem Aussteigen verhindert Schlimmeres. So drückte ich schnell auf den Knopf mit dem verriegelten Schloss auf dem Autoschlüssel und stapfte dann zu meinen Lieben. Heute erwartete mich einiges an Arbeit. Wieder zwei Neuzugänge, immernoch hatte ich es nicht geschafft Verkaufsanzeigen aufzusetzen und Miguel hatte ich auch noch bei mir. Aber der Hengst hatte es auch verdient, nun besser behandelt zu werden. Im Vorbeigehen sah ich in seine Box. Um nicht ganz durcheinander zu kommen folgte ich der Liste, die ich mir geschrieben hatte. Also würde ich bei Caresse beginnen. Nachdem sie das letzte Mal gepflegt worden war, plante ich heute einen Ausritt mit der Stute. Schnell mistete ich ihre Box selbst und putzte die Tigerscheckstute. Dann holte ich einen bequemen Sattel und trenste sie. Schnell saß ich im Sattel und es konnte losgehen. Es hatte ein wenig geregnet, doch so war die Luft umso frischer und der Boden weder zu hart noch zu weich. Wir galoppierten sogar kurz, meist blieb es aber bei Schritt und Trab. Caresse nahm ich nach ihren vielen Fohlen nicht mehr zu hart dran. Beim Vorbesitzer war sie eine gefragte Zuchtstute gewesen. Nun plante ich für sie höchstens noch ein eiziges Fohlen. Nach einen wohl verdienten Pause.
      Nach dem Ausritt brachte ich Caresse zurück in die nun saubere Box. Die Nächste war Jade. Auch ihre Box mistete ich noch selbst. Wann wohl endlich Tom kam? Der Stallbursche hatte versprochen früh hier zu sein, um eher gehen zu dürfen. Aber das musste mich jetzt nicht kümmern. Jade wartete auch ihre Fellmassage. Ich putzte sie ausgiebig für die Reitstunde. Katrin wartete bereits auf ihre erste Schülerin. Mit ihr gemeinsam würde sie Jade dann auch satteln. So konnte ich weiter zu Tender Rose. Nachdem diese beim letzten Mal so brav neben dem engst Inocence vor der Kutsche gegangen war, hatte ich mir für heute etwas besonderes überlegt. Wir würden einen Ausflug zum See machen. Als ich Rose' Box mistete sah ich endlich Tom, der bei den anderen Pferden mit dem Misten begann. Gut, dann konnte ich mich auf Rose konzentrieren. Ich ritt sie im Trab zum See. Dort durfte sie sogar etwas Schwimmen. Mutig ließ sich die Fuchsstute ins Wasser reiten. Es war ein unglaubliches Erlebnis und ich schwor mir, das mit anderen Pferden zu wiederholen. Auf dem Rückweg galoppierten wir noch eine ganze Weile und hatten beide unseren Spaß.
      Auf meinen Hengst Inocence higegen warteten weitere Fahrübungen. Das Fahren neben Rose war als Einstieg gedacht gewesen. So lernte er es kennen und hatte gleich eine positive Einstellung. Jetzt folgte die genaue Präzisierung der Befehle. Wir hatten nur die Halle für uns, was gut war. Die Rietstunde auf Rose war vorbei. Wir sahen sicher noch nicht professinell aus, aber Ino zeigte Potential und die Hoffnung später mal mit einem Vierspänner gezogen von Saddlebreds meine Zucht repräsentieren zu können, spornte mich an. Alleine zu fahren war natürlich noch etwas ganz anderes, als ein zweites Pferd neben sich zu haben, aber wir würden dran bleiben. Jetzt ging es erstmal zurück in die saubere Box. Bald musste es auch Futter geben. Nachdem Tom alle Boxen gemistet hatte, fing er mit dem Füttern an. Abends würde ich das übernehmen. Doch nun übernahm ich erstmal Flying Rock. Meine kleine Tänzerin musste unbedingt mal die Mähne geschnitten bekommen, doch das musste warten. Denn während ich noch am Putzen war tauchte bereits die Reitschülerin aus, die auf die Stute wartete. Das Mädchen war schon älter und erfahren, sodass ich ihr Fly überlassen konnte und gleich mit Tahoma weitermachen. Diese hatte die letzte Reitstunde mitgemacht und hatte sich heute mal eine Pause verdient. Ich putzte sie nur ausgiebig und stellte Taho dann wieder in ihre Box. So war sie augeruht für das Krafttraining in den nächsten Tagen. Die Pferde die nur geputzt wurden, stellte ich später mal kurz auf die Koppel.
      Keep the Faith hatte heute nicht so viel Glück. Die Stute war zwar ein Verlasspferd, ging aber in der Dressur nicht besonders weit. Nach dem Putzen ging ich zum Aufwärmen Bahnfiguren erst im Schritt, später auch im Trab mit der Stute. Dann begannen wir mit Seitengängen und Volten. Die Versammlungen wurden über die Zeit hinweg schon merklich besser. Das ließ mich hoffen. Natürliche erreichte man am ersten Tag keinen fliegenden Wechsel, aber gute Versammlungen und das Gewöhnen an Seitengänge war für heute genug. Am Ende waren wir beide geschwitzt, als ich Faith in ihre Box zurückbrachte. Dort wartete bereits ihr Futter auf sie. Nun war ich wieder mit meiner Zeit in Verzug. Glücklicherweise war Katrin noch da, sodass sie das Verladetraining mit Girlie für mich übernehmen konnte. Sie hatte mir versprochen, dass sie mir den Hänger bereitet, sodass ich später meine neue Stute abholen konnte. Auf die Reitlehrerin war einfach Verlass. Ich dankte ihr tausend Mal und huschte dann weiter zu Gemmycon. Da ich nun wieder die Halle für mich hatte, übten wir Bahnfiguren. Umso mehr der Hengst diese verinnerlichte, deso geschmeidiger verliefen die Übergänge auf einer Schau. Es wirkte alles leichter und flüssiger. Eigentlich war Gemmy darin schon gut, doch Bahnfiguren die man seltener ritt, wurden sichtlich aufgefrischt. Dann durfte auch er zurück in die Box. Langsam drängte die Zeit. Noch eine Stunde bis zum Abholtermit der Neuen. Smooth'n Hill hatte heute Waschtag. Bei dem Wetter war ich echt froh auf dem neuen Hof ein Solarium für die Pferde zu haben. So konnte ich den gescheckten Hengst in Ruhe und ohne Wasser von oben abspritzen, wobei ich bei den Beinen begann und mich langsam hocharbeitete. Anschließend zog ich sein Fell mit dem Schweißmesser ab und stellte ihn eine Weile ins Solarium. Katrin ging mit Partytime vorbei. Ich klatschte mir gegen den Kopf. Das hatte ich ganz vergessen. Der Beritt. Und ich hatte Katrin noch das Verladetraining machen lassen. Mist.
      Den trockenen Smoothn bugsierte ich zurück in seine Box. Er duftete nun herrlich nach Apfelshampoo. Dann ging ich zu Royal Fairy. Sie war bei den Reitschülern beliebt, wesshalb ich selten dazu kam, sie selbst zu reiten. Um nun das Vertrauen der hübschen Stute zu mir zu stärken machten wir einige Vertrauensübungen gemeinsam. Ich legte ihr beispielsweise meine Jacke über den Kopf und führte sie blind. Sie ließ sich rückwärsrichten und auch durch die Flatterbänder führen. Sie war wirklich geeinet für den Schulpferdebetrieb. Verlässlich war die trotzdem so aufgeweckte Stute, die manchmal etwas kindisch war, wirklich. Noch grinsend ging ich weiter zu Angel Eyes. Sie würde ich heute mitnehmen, wenn ich zu Grey Dream fuhr. Angel putzte ich gründlich bevor ich ihr das Transportset anlegte. Anschließend ging es in den Hänger mit ihr, wo Katrin schon ein Heunetz angebracht hatte. Nun ging die Fahr los. Angel benahm sich vorbildlich, nachdem sie beim Einsteigen in den Hänger schon ihre gesamte Energie aufgewendet hatte, um nicht hinein zu müssen. So kamen wir nur mit etwas Verspätung auch dem Hof meiner Freundin an. Sie hatte leider einfach kaum mehr Zeit und gab Grey lieber zu mir, als zu Unbekannten. Außerdem würde die Quarterstute gut in meine zukünftige Zucht passen. So bekam ich die Zuchpapiere, zahlte ihr einen Preis, der nicht so hoch war. Eben ein Freundschaftspreis. Dann ging es auch schon wieder nachhause. Ich holte zuerst Grey aus dem Hänger, da die bestimmt weniger zickig als Angel war und sie so garnicht erst die Chance bekam, deren Verhalten zu imitieren. Grey bekam eine frische Box mit extra dicker Einstreu und eine kleine Futterration. Angel durfte ebenfalls aus dem Hänger, was wesentlich schneller ging, als der Weg hinein. Jetzt war von den Zuchpferden nur noch Roanoke übrig. Die Sute benahm sich manchmal eher sie ein Vollblut, wesshalb sie nun das gleiche Gelassenheitstraining von mir aufgedrückt bekam, wie zuvor Fairy. Roanoke bestand alle Anforderungen an sie, wollte jedoch keine Jacke über ihrem Kopf. Mit Scheuklappen, die ihr ganz die Sicht nahmen, hatte sie kein Problem.Nur eben mit der Jacke, die zwar nicht raschelte, aber eben einfach eine Jacke war. So meine meine Diva nunmal. So kennen und so lieben wir sie. Als sie wieder in der Box war, ging ich zu den Stallpferden.
      Ciara la Perla und Hajira sollten gemeinsam an den Sattel gewöhnt werden. Mit der Longe waren die jungen Stuten mitlerweile vertraut. Aber zuerst putzte ich sie mal. Dann legte ich ihnen abwechselnd erst Trense und schließlich den Sattel auf. Vorher hatte ich nur die Satteldecke aufgelegt. Beide benahmen sich einigermaßen. Bei Hajira brauchte ich etwas länger als bei Ciara, obwohl ich mit Letzterer später angefangen hatte. Aber schließlich tollerierten beide Stuten die Ausrüstung auf ihrem Rücken, sodass sie zurück in die Box durften, wo ihr Futter auch auf sie wartete. Jetzt ging es noch eine Runde im Gelände Späzieren mit Back in Summer und Wonderful Sky. Die Stuten waren ungefähr gleichgroß und gut zu halten. Zumindest noch. Wegen des Regens gingen wir aber nicht zu lange. Nur mal frische Luft schnappen und das feuchte Gras unter den Hufen spüren. Eine kurze Strecke führte ich sie auch im Trab, damit sie es lernten. Rock'N'Roll Angel hatte danach die Halle für sich. Heute stand für die helle Scheckstute Führtraining auf der Liste ganz oben. So gingen wir immer weiter Runde für Runde und ich übte mit ihr auf meine Komandos langsamer oder schneller zu werden. Irgendwann ließ die Konzentration jedoch nach. Da ich eh noch Istania abholen musste, machten wir für heute Schluss. Burnin' Paradise war diejenige, die ich im Hänger mitnehmen wollte. Hängertraining gerade bei den Fohlen schadete ja nie. Ganz genau pünktlich waren wir bei Edfriend. Bupa blieb beduldig im Hänger, ließ aber ab und zu eine zartes Wiehern hören. Sie konnte da drinner schlecht nach draußen sahen, roch aber die anderen Pferde. Dann gab ich Edfriend das Geld und sie mir die Papiere. Ich bedankte mich nochmal schnell, aber dann drängte es mich zum Fohlen. Eigentlich war es ja eine junge Stute, eine Heranwachsende, aber wunderschön. Sie war bereit für den Transport und hatten sie recht schnell verladen. Es dauerte nicht lange bis zuhause. Mitlerweile dämmerte es draußen. Paradise Istania war der Name der Neuen und sie bekam die Box neben Bupa, weil die beiden sich zu verstehen schienen.
      Jetzt musste ich nur noch San Miguel longieren. Er sollte bald zu einem neuen Besitzer, aber vorher musste er wieder einigermaßen mit dem Alltäglichen zurechtkommen. So begann ich das Longentraining heute mit dem Hengst nochmal ganz von vorne. Anfangs versuchte er auszubrechen, preschte los, doch indem ich ruhig auf ihr einredete wurde es besser. Ab Ende des Tages lies sich Miguel wieder ruhig longieren. Er hatte den Hals und Kopf gesenkt und Schnaubte sogar leise. Glücklich stellte ich ihn in die Box zurück und mistete und fütterte noch einmal alle Boxen, bevor ich mich verabschiedete. Dann ging ich, nach einem langen Tag im eigenen Stall.
    • Raven
      "Meine Mäuseee!". Zugegeben, es war eher ein leises Freuen und nicht herausgeschrieen, aber es genügte um die Köpfe eben dieser Mäuse in ihren Boxenfenstern erscheinen zu lassen. Hie und da wurde ich sogar mit einem Wiehern begrüßt. Dann machte ich mir kurz eine Liste im Kopf, was zuerst und was später gemacht werden sollte. Ich würde zuerst mal alle rausschmeißen. Heute brütete die Sonne unerträglich. Eigentlich seltsam, der Sommer war regnerisch und nicht wirklich warm gewesen und nun begann die Hitze, wo es schon fast Herbst sein sollte. So würde ich die Pferde heute nicht großartig bewegen, sondern sie nur auf die Koppeln bringen auf denen es auch ausreichend Schatten gab.
      Ich startete bei den Zuchtpferden. Die Criollodamen waren die Ersten in der Reihe. Ich halfterte Caresse und ihre Tochter Girlie. Dann führte ich zuerst Mutter, dann Tochter aus ihrer Box und wir gingen zu den neuen Koppeln. Die in der Sonne liegenden konnten sich nun erstmal ein wenig erholen; so schonte ich das Gras. Ich lies die Stricke ins Gras fallen und sah kurz zu den Tigerstuten, die sogleich zu grasen angefangen hatten. Dann machte ich mich auf den Weg und holte Flying Rock und Tahoma. Die beiden hatte ich gemeinsam gekauft. Ich wusste also, dass sie sich kannten und neben einander vertragen würden. Tahoma kam Rock erst ein bisschen zu nahe, sodass sich diese mit angelegten Ohren wehrte, dann war aber alles gut und ich brachte die zwei zu den Tigerschecken. Dann holte ich noch Partytime und Faith. Immer wenn ich die Criolloladies auf die Koppel brachte kamen mir zwei Gedanken. Zum einen freute ich mich, dass sie sich so gut vertrugen, zum anderen war ich traurig, dass ich immer noch keinen Hengst für sie gefunden hatte. Gut, sweet, meine Zuchtpartnerin hatte einen Hengst, aber der was der Vater vor beispielsweise Girlie. Da musste eine Lösung her. Unwillkürlich streiften meine Gedanken zu Sly. Die Stute hatte ich mehr oder weniger bereits als Erweiterung meiner Criollozucht gekauft und nun waren die Krönungsunterlagen unauffindbar. Ich war damit schon bei einigen Leuten gewesen und es sah so aus, als müsste ich die Stute an ihre Vorbesitzerin zurückgeben. Das würde mit dem bereits überwiesenen Geld blöd wirken.
      Jetzt sollten aber erstmal noch die Anderen raus. Royal Fairy und Roanoke konnten gemeinsam gehen. Die brachte ich nun auf die benachbarte Weide. Dann folgten noch Tender Rose und Jade, die ich einfach zu den drei großen Stuten stellte. Jetzt fehlten noch Angel Eyes und Grey Dream, für welche das heute der erste Weidebesuch sein würde. Desshalb brachte ich die beiden Stuten getrennt von einander auf die Koppel. Erst Angel, dann Grey. Und es verwirrte mich immer wieder, dass ich Angel Eyes sowie meine gescheckte Rock 'n' Roll Angel beide Angel rief. Aber das war nunmal so. Ich musste lachen. Grey Dream wartete neugierig in ihrer Box. Sie hatte das perfekte Wetter für den ersten Koppeltag erwischt. Das Halfter lies sie sich brav anziehen, neben mir lief sie auch relativ ruhig nur sehr aufmerksam, was ihre Umgebung betraf. Als ich sie zu den Saddles, Jade und Angel gelassen hatte, beobachtete ich die Reaktionen der Pferde auf einander. Sie schienen sich zumindest nicht gegen die Neue zu verschwören. Die hielt sich eher bedeckt. Während ich noch ein Auge auf die Truppe hatte, reinigte ich die meschanischen Tränken auf den Koppeln und kontrollierte ihre Funktionstüchtigkeit. Dann machte ich mich auf den Weg zu den Hengsten. Gemmycon war heute der Aufgedrehteste, desshalb entschied ich, ihn einzeln hoch zu führen. Das bedeutete dank der ungeraden Anzahl meiner Hengste keine Zeiteinbuße. Gemmycon musste sich mit einer etwas schattigeren Koppel abfinden als die Stuten, denn die Hengste waren einfach weniger, desshalb brauchten Letztere eben die größeren Koppeln. Schnell lief ich zurück um noch Inocence und Smooth'n Hill zu holen. Gemmy sollte nicht so lange alleine sein und die beiden Anderen wollten nun merklich nach draußen. Sie hatten immerhin mit ansehen müssen, wie alle anderen Pferde auf die Koppel geführt wurden, während sie in den Boxen warten mussten.
      Als dann endlich alle draußen waren begann ich mit den Boxen. Die wollten alle ausgemistet sein. Ich arbeitete mich Box für Box durch. Jedes Mal entfernte ich Pferdeäpfel und schmutziges Einstreu und brachte danach frisches Einstreu, sowie Heu. Füttern würde ich extra, wenn die Pferdchen in ihren Boxen zurück sind. Immerhin hatte ich durch den ruhigen Tag heute das Mittagsmisten gespart. Wegen der Hitze hatte ich jetzt nicht mehr so viel zu tun. So ging ich zu den Zuchtanwärtern. Die Koppeln waren ja nun belegt und die Koppeln in der knalligen Sonne wollte ich gerade den Jungpferden und Fohlen nicht zumuten. So spritzte ich allen der Reihe nach die Beine ab, um zumindest für etwas Abkühlung zu sorgen und mistete auch hier die Boxen. Istania war die Einzige, die ich ganz wusch. Sie würde heute das erste Mal mit mir auf eine Stutenschau gehen, bei der es eher um das Eingewöhnen als um das Gewinnen ging. Dank der Sonne brauchte ich mir ums Trocknen des Fells keine Gedanken zu machen. Aber das Abspritzen hatte nun doch länger gedauert als erwartet. Ich musste ja noch Umbriela und Velazquez abholen, meine beiden Neuankömmlinge. Also kümmerte ich mich noch schnell um die Fohlen Hajira, Ciara la Perla, Back in Summer und Wonderful Sky. Die neue kleine Tigerscheckstute Technicolour würde ich an einem anderen Tag das erste Mal mit Ruhe abspritzen. Solange ich ihre Reaktion nicht kannte, wollte ich kein Risiko eingehen und ihr Angst machen, um die ich mich dann nicht mehr ausreichend kümmern könnte, weil ich ja mit Istania auf die Stutenschau musste. Burnin' Paradise würde ich auch mitnehmen. Als Begleiterin für Istania. Die beiden ungefähr gleichaltrigen Stuten schmiss ich in Schale, dann ging es für sie auf die Stutenschau.
      Als wir wieder im Stall ankamen versorgte ich zuerst die beiden Saddlebred Stuten. Dann holte ich die Zuchtpferde von der Weide und fütterte. Da kam auch schon ein Transporter auf den Hof gefahren. Meine Freundin war so lieb gewesen, für mich Velazquez und Umbriela abzuholen. Die hübschen Tiere hatte ich vom gleichen Vorbesitzer und ich beabsichtigte auch sie nicht zu trennen. Ich half die Pferde in ihre Boxen zu bringen, die sauber waren und brachte etwas Heu zum Knabbern. Füttern würde ich nicht gleich, denn die Beiden sollten sich erst ein wenig vom Ortswechsel und der Anfahrt erholen. Ich dankte meiner Freundin und verabschiedete sie. Für Rock'N'Roll Angel tat es mir etwas leid, denn ich hatte heute mit ihr anfangen wollen sie zu longieren. Aber das nächste Mal würde das mit dem Wetter sicher passen.
      Ich mistete noch einmal und danach war es auch Zeit für die Abendfütterung. Ich sah nochmal nach meinen beiden Neuankömmlingen, dann war der heutige Tag, wohl auch wegen der brennenden Sonne, ohne viel Forderung an die Pferde vorbei. Aber jeder brauchte mal einen Tag. Ich machte mich auf den Heimweg.
    • Raven
      So schnell ich konnte rannte ich vom trockenen Inneren meines Autos zum überdachten Teil der Stallgasse. Die paar Sekunden hatte gereicht, um mich ordentlich zu durchnässen. Ich stubbelte mir etwas durh die Haare um sie nicht so angeklatscht wirken zu lassen und machte sie dann doch kurzerhand zu einem Zopf zusammen. Heute war wohl nicht der schönste Ausreitetag. Nichts desto trotz mussten die Pferdchen gearbeitet werden. Ich begann also wie immer vorne. Caresse wartete dösend in ihrer Box. Mit ihr wollte ich eigentich ins Gelände gehen, das konnte ich mir jetzt wohl abschminken. Ich führte die Stute zum trockenen Putzplatz und begann dort sie zu schrubben und zu pflegen. Die Boxen hatte heute alle Tom gemistet. Als ich mit Putzen fertig war, hatte es erfreuliche Weise aufgehört in Strömen zu schütten, es nieselte nur noch leicht. So wagte ich es, mit Caresse den Petonweg zu nehmen. Der war immerhin nicht rutschig und ihre vier Hufe waren zusätzlich zu ihrer Criollohärte noch beschlagen. Da würde nichts passieren. So machten wir einen gemütlichen Ausritt und mussten und nur zum Ende hin beeilen, als es zu Grollen begann und kutz auf den Donner auch Blite folgten. Die erfahrene Caresse hatte damit kein Problem, doch ich wusste um die Gefahr und kam so zu einen netten Galopp Richtung Heimat. Ich rubbelte Caresse noch etwas trocken, dann ging ich zu Jade. Die Stute hatte sich in den letzten Wochen prima gemacht. Sie wurde immer hübscher, man sah aber noch deutlich die Schlacksigkeit einer jungen Stute. Jade würde heute in die Reitstunde gehen. Das tat ihr gut, denn so lernte sie den Umgang mit Anfängern und Geduld, sowie Gehorsam. Ich sattelte und putzte die Scheckstute für die Reitschülerin, die noch so klein war, dass sie unmöglich an Jades Rücken kam. Dann führte ich die Stute in die Halle und übergab sie dort Katrin, der Reitlehrerin. Tender Rose hatte mehr unter den Wetter zu leiden. Mit ihr hatte ich zum See gewollt, doch Schwimmen war bei Gewitter undenkbar. Ich putzte sie erstmal und zog mir dann den Regenmantel über, der extra so konzipiert war, dass man damit nicht nur reiten, sondern auch den Sattel vor Wasser schützen konnte. Dann ritt ich mit Rose zum See und blieb dort bei dem Unterstand eine Weile mit ihr. Es hatte keinen Sinn, der Regen hörte und hörte ncht aus. Resigniert stieg ich also wieder in den Sattel und wir mchten uns auf den Heimweg. Nun war ich in Zeitverzug, wie so oft. Nach Rose war Inocence an der Reihe. Die Fahrübungen konnten wir auch in der Halle durchführen, sofern die frei war. Ich hatte gute Chancen, denn Jades Reitstunde war längst vorbei und die von Rock erst später. Also putzte ich auch Ino und zäumte ihn für's Fahren auf. Mit dem leichten Wagen der nur zwei Räder besaß und ohne Pferd vorne dran umkippte ging es in die große Halle. Dort übten wir vor allem das Reagieren auf meine Richtungs- und Tempokomandos. Wie sah es auch aus, wenn ich auf einem Tunier wie blöd an den Zügeln riss und die Peitsche schwang? Das wirkte mit zumindest unterstützenden Stimmkomandos viel harmonischer. Ino schlug sich gut, obwohl er heute etwas unkonzentriert zu sein schien. Solange er sich auf meine Befehle konzentrierte, sollte es mir Recht sein. Am Ende unseres Trainings konnte man einige nennenswerte Fortschritte erkennen. Erfreut fütterte ich dem edlen Hengst ein paar Möhren und stellte ihn dann in seine Box zurück. Dann ging ich zu Flying Rock. Sie war heute die Ablösung für Jade als Reitschulpferd. Die nicht so anspruchsvolle Arbeit förderte die Stuten auf eine andere, mentale Art. Rock hatte ich extra hübsch gemacht für die Kinder. Die Stute hatte ihr helleres Sommerfell nun voll ausgeprägt, beziehungsweise fehlte nun die dichte Unterwolle, wesshalb die weißen Haare deutlicher zu sehen waren. Ihre Mähne war etwas zerfranst und beansprucht, also schnitt ich sie gerade nach. Ich lies sie aber etwas länger als so, wie die Roanstute zu mir gekommen war. Damals hatte sie eine Stehmähne. Ich striegelte, bürstete und kratzte die Hufe aus. Als Flying Rock gerade fertig für die Reitstunde war, kamen die Reitschüler. Diesmal waren es zwei, doch mehr mutete ich meiner Stute nicht zu. Ich führte mein Tier noch in die Halle und nahm die Kinder mit. Die Kleinere der beiden Mädchen war schüchtern und sprach während den Weg nicht. Die andere stellte mir Fragen über Rock und war deutlich aufgeweckter.
      Nach Rock war Caresse an der Reihe. Sie würde ich heute mal ausgiebig Pflegen. Das hatte sie sich verdient. Außerdem war Taho die letzten Tage im Schulunterricht gegangen, wesshalb ich zu ihr weniger Kontakt als zu den anderen gehabt hatte. Das würden wir jetzt nachholen. Die gescheckte Stute hatte sich ebenfalls prächtig gemacht, seit sie bei mir war. Das stumpfe Fell war einem glänzenden Weiß und hübschen schwarzen Flecken gewichen. Ihr eines Auge war entzündet gewesen, doch auch das war nun abgeheilt. Die Mähne war voll nachgewachsen. Ich kämmte sie durch und verlaß den Schweif, den ich zur Arbeit etwas kürzer geschnitten hatte. Tahoma genoss die Zuwendung sichtlich. Ich steckte ihr ein Leckerli zu. Im Moment war das Wetter sogar wieder einigermaßen klar, doch ich traute dem ganzen nicht mehr. Ich führte Taho in ihre Box zurück und ging dann zu Keep the Faith. Mit ihr würde ich heute Dressurlektionen üben. Es war ja nur ein Pferd in der Halle und Rock würde nicht mehr die ganze Zeit oben bleiben. Ich beeilte mich mit Putzen und sattelte und trenste Faith. Dann führte ich die Scheckstute in die Halle. In meiner Erinner ung war es lange her, das ich sie geritten hatte. Nach der Aufwärmung gingen wir viele Übergämge. Ich achtete auf eine durchgehend leichte Anlehnung an den Zügel und gab Hilfen, auf die Faith mal ehr mal weniger reagierte. Mit den Seitengängen würde ich noch etwas warten. Ich nahm noch einige Volten ins Programm auf, die die Criollodame gerade durch ihren kurzen Rücken gut meisterte. Dann durfte sie Schritt gehen. Im Anschluss wartete Girlie auf mich. Das würde aber schnell gehen. Girlie hatte heuten ihren Ruhetag, nach dem Training von gestern und es stand für sie nur Verladeraining auf der Liste. So machte ich den Hänger bereit und führte die Stute in seine Nähe. Eigentlich gingen alle meine Pferde in Inhänger, abgesehen von Miguel vielleicht ab und an. Trotzdem übte ich mit Girlie das ruhige Hineingehen. Sie sollte nicht immer eine lange unbequeme Fahrt mit dem Eintreten verbinden. Diesmal wartete im Hänger immer nur eine Leckerei und anschließend durfte die Tigerscheckstute wieder rückwärts den Wagen verlassen. Das klappte unerwartet gut. Die Maus blieb ruhiger als sonst. So hatten wir es schnell vollendet und ich konnte mit Gemmycon weitermachen. Sicherheitshalber sah ich bei der Box von Rock vorbei, doch die war mitlerweile wieder abgesattelt und nicht mehr in die Halle. Ich hatte also die Halle für mich und Gemmy alleine. So hatte der Herr auch nicht, was ihn hätte von der Arbeit ablenken können. Wir übten nach den Putzen vor allem Bahnfiguren. Gemmy musste gerade durch die Länge der Bahn wechseln, durfte bei einer Volte nicht an Tempo verlieren. Für fliegende Wechsel war es mir noch zu früh mit ihm. Aber da ich im Anschluss wieder nicht viel Kraft brachte, konnte ich mich mit Gemmy richtig verausgaben. So bekamen wir beide neben dem Training in Bahnfiguren auch noch Kondition. Zufrieden mit seiner Arbeit brachte ich den Mustang dann zum Putzplatz. Dort entfernte ich seinen Sattel und Trense und führte ihn am Halfter in die Box.
      Smooth'n Hill war heute mit Waschen dran. Ich begann an den Beinen und arbeitete mich langsam immer höher. Erst als der Schecke ganz nass war und entspannt stand shampoonierte ich ihn ein. Ich hatte wieder das gutriechende Apfelshampoo gekauft und rieb ihn damit ein. Anschließend achtete ich darauf es gut zu entfernen. Auch sein Langhaar wusch ich. Dann zog ich das Paint Horse noch mit dem Schweißmesser ab udn stellte ihn kurz ins Solarium, wo er antrocknete. So kam er kann wohlduftend in seinen Stall zurück. Ich ärgerte mich nur etwas, dass ich seine frisch geölten Hufe vergessen hatte. Sie sammelten nun jegliche Einstreu und verklepten ekelhaft. Der Wirkung tat es so nicht viel Abbruch, doch mich ärgerte es etwas. Partytime bekam heute professionellen Beritt durch Katrin. Die Criollodame hatte ich mit Fähigkeiten auf hohem Niveau bekommen und plante das auch zu erhalten. Also Beritt. Den wenn jemand Reiten konnte, dann Katrin, als Reitlehrerin. Ich putzte sie noch gründlich und legte das Sattelzeug bereit. Katrin war kurz nach hause gefahren und hatte mich auf dem Handy angerufen. Sie würde gleich kommen und dann satteln. So musste die Braune nicht durchgehend den Sattel tragen. Trotzdem sah ich ab und zu bei ihr vorbei und ging nie zu weit weg. So hatte ich immer ein Auge auf das Tier, das ja immer noch ein Fluchttier war. Und wer konnte schon wissen was manchmal plötzlich alles gefährlich erschien.
      Weiter ging es mit Royal Fairy. "Vertrauensübungen" hatte ich mir notiert. Das war ja relativ offen gestaltbar. Also putzte ich erstmal ganz vertrauenserweckend. Fellpflege tat der Stute auch sichtlich gut. Als dann statt dem Sattel, den Fairy nicht so sehr schätzte, ein Apfel auf sie wartete, hatte ich die Dame ganz auf meiner Seite. Sie ging brav neben mir, der Strick hing locker durch. So marschierten wir in die Reithalle. Da war ja schließlich genug Platz für Party und Fairy. Ich hatte mir einige Dinge wie bunte Regenschirme, eine knittrige jacke und Flatterbänder mitgebracht und bereitgelegt. Fairy lies sich die Jacke relativ brav, aber mit erhobenem Kopf die Jacke über den Kopf legen. Die Flatterbänder nahm sie einfach nur zur Kenntnis. Das machte sie so gut, dass es mic selbst verwunderte. Aber den Regenschirm mochte Fairy nicht. Da war die Fee zum Hasenfuß und schleifte mich ein paar Schritte durch die Halle, bevon ich den Strick loslies und die Scheckstute bei Partytime Schutz suchte. Ich brachte sie mit etwas Zeitaufwand immerhin in die Nähe des aufgespannten Schirms und durfte ihn sogar bei ihr schließen und zum Putzplatz mitnehmen. Dann ging es auch für sie zurück in die Box. Mit Angel Eyes ging es ins Gelände. Es schien ja tatsächlich mal die Sonne. Voller Freude nutzte ich das auch gleich. Angel kannte hier noch kaum Wege, so hatte ich besonders viel Freude mir ihr. Der sanfte Galopp war wie ein Schaukelstuhl und die braune Mixstute vertraute ganz auf mich und meine Kommandos, vermutlich weil sie eben neu war. Ich zeigte ihr einen neuen Weg, wegen eines eventuellen Gewitters Bäume meidend. Am Ende schnaubte die Maus entspannt und senkte sogar den Kopf. Sie war ganz eindeutig öfter im Gelände gewesen mit dem Vorbesitzer. Oder sie hatte einfach Talent. Ich beschloss mit ihr bald mal ein Militairytunier zu gehen.
      Mit Grey Dream wollte ich eigentlich auf die Koppel, die die Stute ja noch garnicht kannte. Weil die aber nass war und ich wirklich keine Kolik riskieren wollte, ging es mit uns also lieber zum überdachten Waschplatz. Ich wusch die graue Stute ausgiebig und zeigte ihr danach noch das Solarium. Da hatte sie immerhin ein paar neue Eindrücke vom Hof. Viel mehr hatte ich dann nicht mehr mit ihr zu machen. Reiten und anderes vorschob ich auf nach der Koppel. Es sei denn es würde in en nächsten Tagen zu schneien beginnen. Dann konnte man nichts machen und Grey kam unter den Sattel. Grinsend brachte ich sie in die Box zurück und lief noch zu Roanoke. Heute war sie meine Letzte, denn die Stallpferdchen waren morgen an der Reihe. Ich putzte schnell, weil es schon zu dämmern begann und ging dann mit der dunklen Stute in die Reithalle. Dressurtraining. Ihre Bewegungen waren das größte Potenzial, das ich bei einer Stute ohne großartige Aufbildung kannte. Hohe raumgreifende Schritte, die sie unglaublich sauber setzte. Darauf, dass sie mit den Hinterhufen im Schritt den Abdruck der Vordehufe überschritt musste ich garnicht achten. Das tat sie immer. So ging ich mit ihr gleich zu den Seitengängen über. Zuerst nach außen gegen die Bande und später sogar nach innen gerichtet. Daran arbeiteten wir aber auch fast eine Stunde. Als ich der geschwitzten Stute am Putzplatz den Sattel abnahm war es bereits ganz dunkel. Ich rubbelte sie etwas mit Stroh trocken. Für eine Decke war es einfach zu warm. Dann verabschiedete ich mich bei allen. Zum Glück hatte Tom für mich gefüttert und später gemistet. Heute war die Zeit vergangen wie im Flug. Ich ging zum Wagen und fuhr erschöpft vom Hof.
    • Raven
      Koppelbesuch:

      Grey Storm hatte Glück gehabt. Die Sonne schien tatsächlich, also durfte sie die große Stutenkoppel kennenlernen. Damit sie nicht ganz alleine da draußen bleiben musste, durfte sie Angel Eyes begleiten, die neben ihr in der Box stand. Die Stuten hatten sich in der letzten Zeit immer besser kennengelernt und ich hatte keine Bedenken, dass das klappen würde. Bevor ich die Stuten nach hinten brachte band ich sie neben einanderen am Putzplatz an. So konnte ich gerade noch die Boxen ausmisten. Ich schrubbte auch noch die Futtertröge und Wassertränken und brachte Heu. Erst dann machte ich mich auf den Weg zur weiter entlegenen Stutenkoppel. Grey und Angel folgten mir gehorsam. Bei Angel, bei der der Name Programm war, hatte ich da eh keine Bedenken und auch die Schimmelstute war heute ein Engel.
      Auf der Koppel angekommen sah ich mich erst einmal verwundert um. Das Gras war doch nochmal recht hoch gewachsen, seit ich das letzte mal Heu gemacht hatte. Es war noch nicht zu hoch, um die Stuten hier zu lassen, aber ich musste mir doch nochmal Gedanken machen, vielleicht vor dem kommenden Frost nochmal zu mähen. Angel stellte sich driekt vor mich und riss mich aus meinen Gedanken. "Hey Süße." Lächelnd legte ich die Stricke, die ich zuvor entfernt hatte, an ihren Stammplatz im Gras neben dem Koppeltor. Dann sah ich meinen Stuten ein wenig zu, wie sie sich lieber mit dem Gras beschäftigten, als mit sich. Naja das musste auch mal sein. Einfach entspannen und genießen. Irgendwann hatte ich mich auf zu raffen. Schließlich warteten noch eine andere Schätzchen auf mich. Um wahnsinnig zu wirken rieb ich mir grinsend die Hände. Dann lief ich zurück zu den Boxen. Später würde ich Angel und Grey wieder rein holen.
    • Raven
      Unter extremen Zeitdruck war ich noch einmal in den Stall gefahren. Die Pferde hatten heute einen Ruhetag, denn ich hatte alle Hände voll zu tun damit für den heutigen Weihnachtsabend alles zu richten. Trotzdem mussten einige Dinge getan werden. Die Pferde mussten zuerst mal alle auf die Winterkoppel. Damit begann ich. Zuerst holte ich Girlie und Caresse, dann Keep the Faith und Partytime. Zum Schluss stellte ich auch noch Flying Rook und Tahoma nach draußen. So waren immerhin die Criollodamen draußen. Bevor ich die Boxen machte wollte ich aber auch noch die anderen Pferde auf die Weide lassen. Als nächstes brachte ich also meine Hengste nach draußen. Inocence, Gemmycon, Smooth'n Hill und Eye of the Storm gaben ein tolles Bild auf der sonst so kargen Weide ab. Besonders Gemmys leuchtend fuchsiges Winterfell. Dann beeilite ich mich zurück zu den Ställen zu kommen um auch noch Angel Eyes, Jade, Tell me, Pain for Pleasure und Grey Dream nach draußen zu lassen. Während ich dreimal gehen musste, sah ich immer wieder auf die Uhr. Irgendwie kam ich mir dabei dumm vor, weil ich dadurch zum einen auch nicht schneller wurde und zum anderen seltsam aussehen musste. Aber das war eine Angewohnheit, die mir leider immer erst bewusst wurde, wenn ich zum wiederholten Mal dabei war auf meine Uhr zu sehen. Und dann war es ja auch schon wieder zu spät.
      Tender Rose, Roanoke und Royal Fairy hatten heute die kleinere Koppel für sich. Die drei machten mir am wenigsten den Boden kaputt. Das war wichtig, weil die Koppel im Moment eigentlich für den kommenden Sommer ruhen sollte. Als alle Pferde draußen waren begann ich eine nach der anderen Box zu misten. Weil heute Weihnachten war streute ich anschließend besonders dick ein und war etwas großzügiger mit dem Heu. Ich hatte im Gebälk sogar ein paar Mistelzweige aufgehängt, jedoch so, dass sie nicht in die Boxen der Tiere fallen konnten und auch sonst nichts trafen, wenn sie sich aus ihrem Bändchen lösten. Sicherheit war schließlich wichtiger als Dekoration.
      Auch auf die Koppeln brachte ich Heu, denn Katrin würde meine kleine Truppe erst heute abend reinholen. Dann kamen sie mittags nicht zum Fressen rein, wesshalb Heu auf der Koppel okay war. Obwohl ich mich dann immer etwas ärgerte, weil die Pferdchen statt zu spielen plötzlich alle wie festgewurzelt an den Raufen standen. So machte ich sie nicht zu voll und verteilte lieber noch etwas an trockenen windgeschützten Stellen. So mussten sich die Mäuse immerhin etwas bewegen. Möhren wollte ich jetzt nicht verteilen, weil das auf der Koppel nur Klopperei auslösen würde. Also legte ich nochmal die Stallgasse und sah in der Halle vorbei. Dan machte ich mich zugegeben etwas betrübt auf den Heimweg, denn ich würde meine Mäuse die nächste Woche nicht zu sehen bekommen. Doch ich nahm mir fest vor, sie dafür besonders zu entschädigen.
    • Raven
      Pflegebericht vom Januar:

      Jade blickte mir neugierig entgegen als ich die Boxengasse entlanglief. "Gleich. Lass mich nur noch den Putzkasten holen." Fing ja gut an. Kaum war ich da begann ich mit den Selbstgesprächen. Zum Glück war die Wahrscheinlichkeit dass mich jemand hören könnte relativ gering. Was gleichzeitig bedeutete dass mir auch niemand helfen würde. Also weder Plus noch Minus. Ich nahm den Putzkoffer aus dem Schrank und stellte ihn zum Putzplatz bevor ich zum Stütchen zurückging. Sie war mittlerweile so groß. Wie klein und zierlich war sie gewesen als ich sie zu mir genommen hatte. Noch völlig unerfahren auch was Schauen betraf. Und jetzt war sie so gut. Grinsend führte ich mein Mädchen zum Putzplatz. Als ich später Caresse dort anband entschied ich spontan auch die FuchsstuteTender Rose aus ihrer Box zu holen. Caresse verleitete mich einfach immer wieder dazu mir ein Handpferd mit ins Gelände zu nehmen. DAs sparte Zeit und sie war ja wirklich brav. Außerdem hatte es für Rose den Vorteil, dass sie mit der Zeit sicher ruhiger werden würde. Caresse hatte guten Einfluss. Aber das Mädchen wurde langsam alt und hatte schon genug Geburten unter der Federführung der Vorbesitzer hinter sich. Sie würde es genießen neben Rose zu laufen. Das Wetter heut war unglaublich. Zwar kalt aber trocken und nicht gefroren. Der Ausritt war wundervoll.
      So kam ich höchst motiviert zu Inocence. Er hatte meine ungeteilte Aufmerksamkeit immer sicher. Hatte Vorteile wenn man Hengst war. Ich entschied mit ihm in die Halle zu gehen. Dort fand mich dann auch Katrin. Erleichtert begrüßte ich sie. So würde ich weniger Pferde zu bewegen haben. Nachdem ich sie gefragt hatte, erklärte mir die Reitlehrerin, dass sie heute fünf Reitschüler haben würde, also fünf Pferde übernehmen könnte. Ich freute mich ungemein. Roanoke, Flying Rook, Tahoma. Die drei stellten wunderbar unterschiedliche Schwierigkeitsanforderungen an die Reitschüler. Und wer wollte schon langweilige Pferde die stur im Kreis liefen? Fehlten nur noch zwei Pferde. Ich bewegte Ino weiter während ich kurz nachdachte. Gemmycon würde ich noch selbst machen. "Faith und Girlie kannst du noch mitnehmen.", antwortete ich Katrin schließlich. "Wenn wir später nochmal zusammen ins Gelände gehen habe ich jetzt genügend Zeit um die Boxen zu machen und zu Füttern." Sie war einverstanden, also gesagt getan. Ich brachte Inocence zurück in seine Box und ging mit Gemmy auf den Außenplatz um die Stuten in der Halle nicht zu stören. Das musste ja nicht sein. Währenddessen stellte ich Royal Fairy, Partytime, Angel Eyes und Grey Dream in die Führanlage. Anders war es mir heute leider nicht möglich. Dann kümmerte ich mich um Gemmy. Heute würden wir etwas Springen.
      Nach der Arbeit mit dem Mustang fütterte ich dann erstmals sämtliche Pferde. Auch das Misten übernahm ich. Das war mittlerweile ganz schön viel Arbeit und ich war Tom dankbar. Er beschwerte sich nie und forderte auch keine Gehaltserhöhung oder der Gleichen. Weil mir jetzt sämtliche Gliedmaßen schmerzlich bewusst wurden beschloss ich mit Smooth 'n Hill nicht so viel zu machen. Wir gingen ein paar Westernübungen durch bei denen ich gemeinerweise eher ihn arbeiten lies als selbst etwas zu tun. Dann war nur noch Eye of the Storm an der Reihe vor dem Ausritt aber erst wollte ich die Stütchen aus der Führanlage in die Boxen bringen. Auf die wartete noch ihr Futter in den frisch gemisteten Boxen. Eye of the Storm überraschte mich dann. Er hatte sich nach dem Fressen hingelegt und sah so müde aus, dass ich ihn mir ganz genau vornahm um auszuschließen, dass er vielleicht eine Kolik hätte. Doch er war wohl einfach entspannt und fertig. So beschloss ich ihn zu schonen und einfach mit Katrin, die mittlerweile mit den Reitschülern fertig geworden war, ins Gelände zu gehen. Wir würden die beiden noch recht neuen Stuten Pain for Pleasure und Tell me nehmen. So wurden sie nicht gleich so gefordert und genossen die Arbeit. Gesagt getan.
      Am Ende eines harten Arbeitstags verabschiedete ich mich ausführlich bei allen Pferden und ging schließlich zu meinem Wagen.
    • Raven
      Pflegebericht vom Februar:

      "Jade, mein Schatz.” Meine Stimme geriet vor Freude eine Etage höher. Ich stecke der Stute ein Leckerli zu und halfterte sie anschließend. Heute würden wir ein bisschen Springen üben. Ich hatte einige kleinere Hindernisse auf dem Sandplatz aufgebaut. Zu hoch um einfach darüber zu laufen aber nicht zu anstrengend. So lernte Jade den richtigen Moment zum Abspringen und baute Kondition auf. Ich dachte darüber nach die Hindernisse noch stehen zu lassen um sie später bei einem der anderen Pferde erneut zu verwenden. Ich musste die Pferde auch unbedingt mal wieder zum Turnier melden, fiel mir da ein. Nach der Arbeit brachte ich Jade zurück in ihre Box und ging weiter zu Caresse. Der älteren Lady ersparte ich die Sprünge. Stattdessen wusch ich sie ausgiebig und stellte sie dann eine Weile in das neue Solarium. Das trocknete nicht nur ihr Fell, sondern lockerte ihr auch die Muskeln. Sie hatte die Augen entspannt halb geschlossen. Also kümmerte ich mich in der Zwischenzeit um Girlie.
      Caresses Tochter war dann mein zweites zum Springen auserwähltes Opfer. Die letzte Zeit war sie oft im Schulunterricht mitgegangen. Nun wurde es Zeit, dass sie wieder richtig gefordert wurde. Ich konzentrierte mich ganz auf die richtigen Hilfen. Girlie war mittlerweile bestimmt auch schon für sichere Springreitschüler geeignet. Nicht für die, die vom Pferd gefordert werden wollten. Aber dafür umso mehr für diejenigen, denen es Spaß machte, selbst ein wenig das Pferd mit auszubilden. Am Ende ließ ich der Stute die Zügel lang und ritt mit ihr zurück zu den Boxen. Nachdem ich Caresse ebenfalls zurück in den Stall gebracht hatte, ging ich weiter zu Eye oft he Storm. Der Hengst war so sauber, dass ich gar nicht mehr viel Putzen brauchte. Nur das Langhaar nahm einiges an Zeit in Anspruch. Und ich liebte die Farbe. In Gedanken löste ich mit der Hand einen kleinen Knoten, der sich gebildet hatte. Mit Storm trainierte ich heute verschiedene Westernlektionen. Im Anschluss mistete ich erst mal die Boxen vor Jade bis Grey, die dann als Nächste dran war.
      Grey Dream nahm ich dann wieder mit in die Halle. Um sie gezielter Trainieren zu können nahm ich die Quarter Stute an die Longe. Sie neigte dazu die Hinterhand schleifen zu lassen, weshalb ich sie ab und an sachte mit der Peitsche an den Fesseln berührte. So behielt sie auch ein konstant gutes Tempo bei ohne zu schnell zu werden. Natürlich ließ ich sie nicht panikhaft herumpreschen. Nach dem Arbeiten bekam auch Grey eine Möhre und ich fütterte die fünf Feinen. Dann ging ich geschäftig zu den nächsten Boxen.
    • Raven
      Die Sonne brannte geradezu vom Himmel, als ich zum zweiten Mal an diesem Tag in den Stall fuhr. Die restlichen Pferde wollten schließlich auch bewegt werden. Die erste auf meiner Liste war Royal Fairy. Das Saddlebred würde mit mir ins Gelände kommen. In der Halle war es im Moment viel zu heiß und stickig. Vor mich hin nickend brachte ich die Stute zum Putzplatz und pflegte ihr Fell. Dann sattelte und trenste ich sie. Wir würden am Bach entlang gehen. Ich kannte eine Stelle, an der wir gemeinsam das Wasser betreten konnten, wo Fairy sicher stehen konnte und meine Beine vom Sattel aus nicht nass wurden.
      Partytime war dann die Nächste. Weitab meine Stute mit den meinsten Tuniersiegen. Die braune Maus hätte ich auch mit nach draußen nehmen können. Statt dessen bekam sie heute mal einen Erholungstag. Wir hatten gestern viel gearbeitet. Heute bei der Hitze tat eine Dusche da besonders gut. So wusch ich ausgiebig ihr Fell und benutzte Apfelshampoo. Partytime sah sich immer wieder etwas erstaunt um. Sie genoss sichtlich die Abkühlung.
      Smooth'n Hill dagegen würde ich fördern müssen. Er war gestern unter einer Reitschülerin gegangen und war jetzt trotz des Wetters nicht wirklich ausgelastet. Im Gegenteil. Als ich ihn halftern wollte zog er immer und immer wieder im Spiel den Kopf weg. "Werden wir auf unsere alten Tage nochmal kindisch, ja?", fragte ich provozierend. Dann ließ ich es gut sein und putzte ihn schnell, damit er noch in die Führanlage konnte, während ich mistete. So würde er seine Ausdauer stärken und ich sparte kostbare Zeit.
      So verbrachte ich eine ganze Weile damit die nächsten Boxen zu misten. Ich beschränkte mich erstmal auf die von Royal Fairy bis Grey Dream. Dann war es auch genug für Hill und er durfte zurück in den Stall. Angel Eyes war die Nächste. Dem robusten Mustang MIx machte die Hitze relativ wenig aus. Dösend stand sie in der Box und blähte die Nüstern, als sie die Möhre in meiner Hand erblickte. "Gehen wir mit Grey ins Gelände?", fragte ich. Sie hatte eigentlich keine Wahl. Ich lachte kurz böse, dann grinste ich nur noch und führte Angel zum Putzplatz. Mit Grey Dream tat ich das Gleiche. Dann reinigte ich beiden das Fell. Angel würde ich nicht mal satteln müssen. So bekam sie nur eine Trense an, statt dem Halfter. Grey Dream nahm ich am Strick mit. Ich hatte oft mit ihr geübt, weil die graue Stute sich nicht von jedem reiten ließ. Sie hatte einen empfindlichen Rücken und konnte einfach nicht schwer tragen. Also war es gut, wenn sie am Strick mitkommen konnte. Grey genoss die frische Luft genauso wie Angel. beide Stuten waren wachsam aber nicht verspannt. Und mir tat die leichte Briese ebenfalls gut.
      Nach dem Ausritt versorgte ich noch die beiden Stuten, dann fütterte ich erstmal, damit es nicht zu spät wurde. Die letzten Vier für heute würdei ch dann heute abend bewegen, wenn es kühler war und sie alle ihr Futter etwas verdaut hatten. Ich verabschiedete mich, räumte den benutzten Kram weg, dann ging ich zurück zu meinem Auto.
    • Raven
      Müde qäulte ich mich aus dem Bett und lies meine Wut am Wecker aus. Dass der noch nicht kaputt war. Er war wohl unzerstörbar. So rappelte ich mich missmutig auf, schlurfte ich die Küche und nahm mir die Milchpackung aus dem Kühlschrank. Weil sie sowieso fast leer war, trank ich einfach den Rest so und schmiss den Müll dann weg. Ich tauschte wieder zurück im Zimmer meine Schlafsachen gegen Stallklamotten und schnappte mir schnell noch einen Apfel, während ich schon zum Wagen lief.
      Im Stall angekommen begann ich zuerst zu Misten. Alle Boxen wollten gereinigt werden. So begann ich mit Jade. Als ich bereits bei Tahoma angekommen war, erschreckte mich Kerstin von hinten. Ich zuckte zusammen und hätte beinahe aus Reflex nach ihr geschlagen. Dann musste ich aber doch lachen. Sie half mir die Stuten auf die Koppeln zu bringen. Girlie, Caresse, Partytime, Tahoma, Flying Rook und Keep the Faith durften auf die große Weide. Jade, Angel Eyes, Grey Dream, Pain for Pleasure, Tell me und Umbriela bildeten die zweite Gruppe. Sie gaben so bunt in Größe und Farbe variierend ein herrliches Bild ab. Ich hatte jedoch nicht lange Zeit zu ruhen. Es mussten noch die Saddlebreds und die Hengste auf ihre Koppeln. Also schnell Royal Fairy, Tender Rose und Roanoke auf die kleinere Koppel, dann zu Inocence, Smooth'n Hill, Gemmycon und Black Mask. Die vier Hengste brachte ich auf die abgelegenere Koppel, damit kein Konkurrenzkampf ausbrach. Erst dann konnte ich weiter Misten gehen.
      Bei dem tollen Wetter konnte ein ruhiger Tag mal nicht schlecht sein. Ich war alleine und hatte garnicht die Möglichkeit alle Pferdchen eigenständig zu bewegen. Aber da wir morgen ein kleines Einweihungsfest auf dem Hof hatten, würde ein Tag sonnige Pause nicht schaden. So waren die Mäuse auch gleich ausgeruht für morgen. Zumindest die Fohlen sollten aber Bewegung bekommen, die mit etwas anspruchsvollem unterfüttert war. Also beschloss ich kurzerhand Jade zu satteln und mit ihr und den Krümeln einen Ausritt zu machen. Zwar nur an unseren Koppeln entlang, aber es war auch erstmal ein Versuch. Immerhin wollte ich,dass die Knirpse nicht ihren Müttern hinterhertippelten, sondern Jade. Zur unterstützung schnappte ich mir dann aber doch Tell me als Handpferd. Der Tigerstute würde zumindest Technicolour sicher folgen. Und ihr würden es Hajira, Chiara, Grace, Paradise, Summer und Heaven nachmachen. Ach Gottchen, ich hatte eindeutig zu viele Fohlen.
      Nach dem Ausritt, der weitesgehend ohne Komplikationen verlief, widmete ich mich noch Velazquez und Istania, sowie Rock'n'Roll Angel bewegen. Die drei hatte ich extra nicht auf die Koppel gestellt, weil zwei Jungs aus der Umgebung heute Reitunterricht hatten. Sie würde die Scheckstuten reiten, während ich mit Vela auf den Außenplatz ging. Das ersparte einiges an Stress. Und ich hatte am Ende noch genug Zeit die Stallpferde zu Füttern, wie sie es gewohnt waren. Und später am Abend holte ich alle von ihren Koppeln zurück in die Boxen.
    • Raven
      Das Hoffest - Vorbereitungen:

      An einem sonnigen aber etwas frischen Tag fuhr ich zu meinen Pferden. Mittlerweile war die Zucht eröffnet und es gab viel zu erledigen. Schließlich zog mal nur aus gesunden, trainierten Pferden auch gute Fohlen. Das musste man sich immer wieder im Geiste vorhalten, dann erledigte sich die Arbeit einfacher und ohne Murren. Ich begann mit den Hengsten. Heute war das lange angekündigte Hoftunier. Viele der Reitschüler hatten sich gemeldet. Da die Reiter alle mit unseren Pferden teilnehmen würden, hatten Katrin und ich uns in letzter Zeit viele junge und ältere Menschen angesehen und sie falls möglich passenden Pferden zugeteil. Auch für die Fohlen gab es einen Wettbewerb. Eine Art nachgestellte Fohlenschau, zum Über für die Kinder und die jungen Pferde.
      Nun begann ich aber erst einmal zu Misten. Da der Hengststall mir besonders nahe war, besuchte ich zuerst Gemmycon. Der Mustang nahm später ebenfalls teil, was für ihn ein großer Fortschritt war. Rassebedingt hatte man es manchmal nicht leicht mit dem Schecken. Sorgsam entfernte ich den Dreck aus seiner Box und machte sie frisch. Dann brachte ich ihm Heu zum Knabbern und fischte seinen Futtertrog aus. Die Hengste waren vormittags dran, also würden sie erst später auf die Koppel kommen. Nach Gemmy ging ich dann zu Smooth'n Hill. Der Gute war neulich das erste Mal Papa geworden. Stolz klopfte ich ihm den Hals. Dann reichte ich dem Hengst eine Möhre, die er sanft mit den Lippen umrasste, bevor er sie genüsslich zerkaute. Auch seine Box mistete ich gründlich. Während ich noch an der Arbeit war, kam bereits die junge Frau, die ihn reiten würde. Sie nahm den Rappschecken mit zu Putzplatz. So kam ich hier auch schneller voran.
      Der Nächste war Inocence. Der Schimmel war mindestens genauso ruhig wie Hill und dabei noch bedachter in allem was er tat. Aber sie waren alle toll. Auch Inos Box mistete ich und brachte frisches Heu. Er war soweit ich das wusste der letzte der Hengste heute. Er konnte seine Portion also noch mit Ruhe genießen. Als ich so darüber nachdachte, wurde mir bewusst, dass meine Hengste eigentlich eine sehr unterschiedliche Truppe waren. Das Saddlebred stach mit seinem schlanken Körperbau aus der Menge hervor und der Mustang war viel drahtiger als meine Quarters und das Paint horse. In Gedanken ging ich weiter zu Eye of the Storm. Auch er würde bald Papa werden, wenn alles gut ging. Stormy war manchmal etwas empfindlich wenn man seiner langen Mähne zu nahe kam. Es tat ihm natürlich weh, wenn man zu grob daran zog. Und weil ich wusste, dass er heute der Zweite war, halfterte ich ihn nachdem Misten schonmal für den Mann auf, der ihn später reiten würde.
      Der Nächste war dann Black Mask. Sonst würde unter den Hengsten auch kein weiteres Pferd mehr starten. Velazquez hatte heute seinen eigenen Auftritt und lief nicht bei den Zuchthengsten mit. Aber zurück zu Mask. Schnell hatte ich seine Box sauber, denn der Hengst verschmutzte immer nur eine Ecke. Das kam mir sehr gelegen. Auch ihm brachte ich Heu, dass er gierig zu fressen begann. Wie das aussah, würde es nicht sehr lange anhalten. "Eigentlich ist das zum Knabbern für zwischendurch.", mahnte ich den Rappen, doch der schien mich absichtlich nicht wahrnehmen zu wollen. Mit einem Grinsen ging ich weiter zu den Boxen der Stuten.


      "Hey, kleine Maus."' grußte ich Jade, die natürlich alles andere als klein war. Aber seit sie ein schüchternes Falbstütchen gewesen war, blieb sie einfach die Kleine. Da konnte sie in die Höhe schießen wie sie wollte. Jade war wie die anderen Stuten erst später an der Reihe. Bis die Hengste durch waren würde es einige Zeit dauern. Desshalb mistete ich nur ihre Box und gab frisches Heu, statt sie bereits an den Putzplatz zu bringen. Die Anderen wollten schließlich auch noch versorgt sein. Ich ging weiter zu Tahoma. Die gescheckte Criollodame sah mich aus ruhigen Augen an. Freundschaftlich klopfte ich den Hals der Stute und gab ihr dann einen Apfel zur Begrüßung. Diesen zerkaute sie genüsslich. Dann machte ich mich daran auch ihre Box zu säubern. Tahoma würde mit all den anderen Criollostuten eine eigene Sparte auf dem Tunier bilden. Sie hatten immerhin die ähnlichsten körperlichen Bedingungen.
      Die Nächste war dann Pain fpr Pleasure. Die Braune würde mit oder besser gegen Jade, Angel Eyes, Tell me, Grey Dream, Roanoke und Tender Rose antreten. Nicht ganz so gleich gebaut wie all die Criollos würde der Wettstreit zwischen ihnen gewiss spannend werde. In Gedanken versunken mistete ich weiter. Angel konnte ich später wenn genug Zeti blieb schon einflechten. Ihre Mähne war die einzige wirklich lange.
      Ich ging weiter zu Roanoke. Die dunkle Stute nahm ebenfalls gerne den Apfel aus meiner Hand. Neugierig beschnupperte sie die Schubkarre, während ich sauber machte. Die roch schließlich nach den anderen Pferden. Und die hübsche Stute fand das wohl spannender als mir zuzusehen, wie ich mir meine Kreise um sie bahnte. Mir war es recht, solange sie die Karre nicht in den Gang leerte. Ein Stubser mit der Nase und es war passiert. Nachdem aber alles gut gegangen war, ging ich weiter zur zweiten Saddlestute. Ihr Name war Tender Rose. Die Fuchslady hatte verwunderlicher Weise blaue Augen, was besonders an ihr hervorstach. Weil ich ihr ihre Belohnung nicht sofort präsentierte, beschnupperte sie wehement meine Taschen, zupfte daran und begann irgendwann sogar damit, mich sachte zu schubsen. Ich klopfte kräftig im Spaß ihren Hals und gab ihr schließlich ihr Leckerli.
      Dann war Angel Eyes an der Reihe. Ich begrüßte sie, wie die anderen auch, dann halfterte ich die Mixstute. Mit ihr ging ich zum Putzplatz um sie anzubinden. So konnte sie nicht einfach weggehen, während ich ihre Mähne einflocht. Ich gab mir die größte Mühe, das elegant und professionell hinzubekommen. Anscließend musste ich ja auch noch ihre Box machen und die Zeit rannte. Mir nichts, dir nichts stand ich bei Tell me in der Box. In sie setzte ich neben Partytime große Hoffnungen bei dem Tunier. Und da sie nicht gegen einander antreten würden, hatten beide gute Chancen auf den Sieg. Aber so parteiisch durfte ich nicht sein, mahnte ich mich selbst. Viele der anderen Stuten hatten auch gute Chancen. Man würde also sehn. Geschäftig mistete ich weiter. Dabei sprach ich ab und an mit Tell me, natürlich ohne eine Antwort zu erwarten.
      Es fehlten noch Keep the Faith, Girlie, Flying Rook, Caresse, Pain for Pleasure, Umbriela, Grey Dream und Partytime.
      Mit der Box von Letzterer war ich schnell fertig. Party machte nie viel Dreck und war auch sonst von Fell und Mähne her pflegeleicht. So konnte ich dafür ein wenig mehr Zeit mit der Stute verbringen. Schließlich sollte niemand zu kurz kommen. Und mit ihren guten Leistungen hatte sich die braune Stute die Aufmerksamkeit wirklich verdient. Ich lobte sie und kraulte ein wenig das weiche Fell hinter ihren Ohren. Dann ging ich weiter zur nächsten Box. Die gehörte Keep the Faith. Die bunt gescheckte Maus würde heute bestimmt ein Hingucker für Kinder sein. Die liebten ja auffällige Farben. Womöglich auch desshalb, weil sie gut zu merken waren. Grübelnd mistete ich weiter. Bei Faith brauchte ich fast drei ganze Schubkarren, weil die Stute gerne Scharrte und die nassen Stellen so gekonnt untermischte, sodass am Ende nichts mehr wirklich trocken war. Und dann musste ich alles entfernen.Arbeitstechnisch gesehen konnte es bei Girlie also nur noch besser werden. Sie war heute ganz verschmust und lies mich kaum meine Arbeit tun. Hoffentlich würde sie später jemandem zum reiten zugeteilt, der nicht bloß den Sieg im Kopf hatte, sondern der auch an die Seele des heute so anschmiegsamen Kleinpferdes dachte. Auch ihre Box mistete ich gründlich. Dann ging ich noch einmal los um einen Haufen Heu für die Stute zu besorgen.
      Danach lief ich zu Flying Rook hinüber. Sie hatte sich wirklich gemausert. Seit der Futterumstellung glänzte ihr von Stichelhaaren durchzogenes Fell sehr intensiv und ihr Langhaar wirkte wesentlich voller. Ich fuhr mit den Fingern durch die silbernen Strähnen. Nun musste ich mich aber auf die Arbeit konzentrieren. Ich mistete noch einmal was das Zeug hielt. Mittlerweile war der Hof richtig voll geworden und ich wollte nicht so viel von den Wettbewerben verpassen. Die Nächste war also Caresse. Das alte Mädchen startete eigentlich außen Konkurrenz. Wir hatten darauf geachtet, dass sie das Tunier nur ging, um Spaß zu haben. Sie würde weder auf Zeit gehetzt werden, noch sonst wie überansprucht. Die Criollostute hatte in ihrem Leben schon viel erlebt und hatte sich diese Sonderbehandlung verdient. So schob ich auch ihr ein Leckerli zu, das sie dankend aus meiner flachen Hand nahm.
      Pain for Pleasure und Grey Dream waren die letzten Beiden. Der Mustang und die Quarterstute blickten schon nervös aus ihren Boxen. Sie hatten gesehen, wie ich bereits in all den anderen Boxen Heu verteilt hatte und nun wohl Angst, dass sie zu kurz kamen. Also gab ich ihnen gleich ihre Portionen und mistete dann, während die Stuten zufrieden im Heu stöberten. Dann machte ich mich eilig auf den Weg zur Reithalle, wo bereits viele Menschen warteten um sich die besten Plätze mit Sicht in die Bahn zu garantieren. Grinsend schob ich mich durch die Menge zu Katrin, der Reitlehrerin. Die Tuniere konnten beginnen!
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Raven
    Datum:
    2 Juli 2011
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