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Sosox3

Grand Little |Holsteiner-Pinto

gekörter Hengst | 400 Joellen

Tags:
Grand Little |Holsteiner-Pinto
Sosox3, 3 Apr. 2017
Ezi und Ofagwa gefällt das.
    • Sosox3
      1. Pflegebericht
      Januar 2016
      Kurzer Besuch bei Michelle

      Heute war ich auf dem Weg zu Michelle, denn sie hatte im Moment recht wenig Zeit für die Pferde, weshalb ich ihr ein wenig unter die Arme griff.
      Bei ihr angekommen ging ich zunächst in den Hauptstall und schaute mir St. Pauli an, den sie noch gar nicht so lange hatte. Ich brachte das Tier auf die Koppel und widmete mich sogleich Grand Little und Romerico, die ich auch auf die Koppel brachte. Risandro, Fiebertraum und Zuckerwatte brachte ich auch nach draußen, ehe ich anfing die Boxsn zu misten, was doch mehr Arbeit war, als ich zunächst gedacht hatte. Doch nach einer Weile hatte ich alle Boxen fertig, füllte die Heunetze und rationierte das Kraftfutter. Erst dann ging ich in ihren Nebenstall und brachte Noijrsodsch, Maracuja Limes, Applaus, Crown Jewel, Rainbow, September und Rockabella nach draußen auf die Koppel. Auch hier mistete ich alle Boxen aus, füllte die Heunetze auf und gab allen Tieren Kraftfutter in den Trog. Dann holte ich alle Pferde wieder in den Stall und verabschiedete mich bei den Tieren, ehe ich wieder nach Hause fuhr.
    • Sosox3
      2. Pflegebericht
      Juni 2016

      Sommergewitter | Ofagwa
      "Ja , das machen wir so! ich freue mich", verabschiedete ich mich und legte auf. " Wer war das den?", fragte meine Mutter mich neugirig, während sie eine Tasse abtrocknete. " Ist eine Überraschung ", sagte ich und lächelte verlegen. Mutter nickte nur leicht mit dem Kopf, und verzog sich wieder komplett in die Küche. Gerade als ich aus dem Haus trat, sendete man mir ein Bild, " ganz wie ihre Mutter ", sagte ich und legte den Kopf träumend bei Seite. Ehe ich mich versah war ich schon träumend im Stall angekommen. Schnell steckte ich das Handy in meine Tasche und schnappte mir die Heugabel, mit der ich die Schubkarre füllte. Das Heu fuhr ich dann zu den Parzellen. Bella kam brummelnd an und freute sich über den kleinen Snack. Risandro kam mit großen Schritten von hinten herran und gesellte sich zu ihr. Auf dem nächsten Stück freute sich Zucker schon über das Heu. Undso ging es bei den anderen weiter, hätte mich auch gewundert wenn nicht. Ich ging wieder in den Stall und holte ein Halfter für Grand Little, welcher sich nicht unbedingt freute, dass er beim Essen gestört wurde. " Loooos ", fuhr ich ihn an, denn der große Schecke war nun mal nicht gerade schnell im Schritt unterwegs. Im kühlen Stall band ich ihn direkt an, und holte die Tube aus dem Putzkoffer, Grand wusste sofort was los ist und verzog die Nase. Schon began ich ihm die Sonnencreme auf die roserne Nase zu schmieren. Reiten konnte ich den dicken nicht, denn dank der Frühlingsgefühle hatte sich der Hengst beim toben die Schulter etwas ausgerengt, und hat erstmal eine Woche Pause verordnet bekommen. Ich nahm mir noch den Striegel und putze ihm den groben Staub vom Fell, denn noch dazu sah er aus wie Sau, wo auch immer er eine feuchte Stelle gefunden hatte. " soll ich ihn dir abnehmen?" , fragte Mutter die gerade in den Stall kam. " Kannst du, dann schnappe ich mir nur Schnell ein Halfter für Zucker und begleite dich". Sofort ging ich los, und dann gingen wir gemeinsam zu den Parzellen. Während Mutter Grand wieder auf sein Viereck brachte, holte ich mein kleines Pony von der Koppel. Tänzelnd lief der Hengst an meiner Hand neben der Parzelle um Bella vorbei. " Du spinner", sagte ich lächelnd und brachte ihn in den Stall. Auch Zucker schmierte ich die Nase ein, anders als Grand flehmte er nur ständig und verzog nicht die Nase, wobei dies nicht unbedingt hilfreicher war. " Michelle! Es braut sich dahinten schon ales zusammen, wir haben Gewitterwarnung, lass uns die Pferde schnell rein holen oder?", " Oh ja!" sagte ich und brachte Zucker schnell in seine Box, wir schnappten uns die Halfter und holten die anderen 5 rein. Gerade noch rechtzeitig, denn als Paulchen gerade den Stall betrat donnerte es erneut und es began zu tröpfeln. Nun verteilte Mutter noch Heu in den Boxen, und Müsli. Ich schnappte mir schnell den Besen und fegte noch einmal durch, bevor es richtig schlimm wurde. Heute würde ich nichts mehr mit den Pferden machen, denn Gestern hatten alle eine Dressurstunde bekommen, und vor allem Bella hatte sichtlich Muskelkater.
    • Sosox3
      3. Pflegebericht
      März 2017

      Genesung
      C Ofagwa

      .. der Wecker klingelte und ich rieb mir den Schlaf aus den Augen, es war 10 Uhr, heue würde mein Tag wieder so laufen wie die anderen in den letzten 2 Wochen.
      Ich nahm mir die Krücken und humpelte zur Küche um zu frühstücken." Tante Maddy hat angerufen, Tjark ist heute schon Zimt geritten, er war heute wohl wesentlich besser, und sie wollte fragen wie es dir geht", " Oh das freut mich, naja immerhin hat er Tjark bis lang noch nicht abgeworfen." Sagte ich und grinste, der Grund für meine Krücken war der kleine Falbhengst der vom Wesen her definitiv nicht nach seinem Daddy kommt. Zimt hatte mich vor 2 Wochen nach einem Rodeo in den Sand gesetzt und ich hatte mir das Schienbein angebrochen.
      " Hat sie gesagt wie es Flame und Anoki geht?"," Ja Flame geht es gut, der Tierarzt war da und hat sie gecheckt, das Fohlen ist gesund und wächst. Anoki hatte heute ein Training mit Joey, er hat ihn longiert oder sowas auf jeden Fall konnte er ihn heute berühren und das auch an der Brust"," oh sehr gut!", ja ja mein Anoki, der Mustang Hengst erwies sich als sehr misstrauisch und wirklich schwierig aber immerhin trat er nie, ja ich dachte natürlich an Zimt, der kleine frechdachs machte mir mein Leben echt schwer. Flame war außerdem tragend, sie stand zwar noch ziemlich am Anfang aber ich war zuversichtlich, dass es ein tolles Fohlen werden würde.
      "Ich habe vorhin Paulchen und Brouk auf die Koppel am Haus gebracht, wenn du willst geht doch in den Garten", sagte Mom und ich gehorchte. Humpelnder weise steuerte ich auf den Zaun zu, Paulchen grummelte sofort und kam freudig auf mich zu," na mein großer", ich schob ihn einen Keks zu und streichelte ihn, ehe Brouk dazu kam und sich auch seinen Keks abholte. Beide bekamen giraffenhälse und bettelten nach dem nächsten Keks, aber ich grinste nur und Tapete Richtung Hof. Immerhin war es heute warm und alle standen draußen. Zucker und Risandro hingegen kamen mir mit Lea und Lola auf ihren Rücken entgegen. Meine kleine Cousine dürfte Risandro ab und an reiten und ein Mädchen aus dem Dorf hatte Zucker für ein mal die Woche als Reitbeteiligung, die beiden Grüßen und ritten in Richtung Wald. Ich ging weiter zum Stall, durch ihn hindurch und dann zu den weiden. Denahi und Narla standen zusammen mit Rose und Socks auf der Weide, Narla kam sich wahrscheinlich wie eine Pflege Mama zwischen den ganzen Halbstarken vor. Ich ging weiter und schaute mir Grand und Fieber beim topen an, Lütti und Amor standen nur in der Ecke und genossen anscheinend die Sonne auf dem Pelz. Nach kurzer Zeit wurde mein Bein unter dem Gibs ganz warm, also flüchtete ich wieder Richtung Stall und setzten mich dort zu Mom und Kira, die gerade den Stall fegten. Als das dann aber auch zu langweilig wurde, beschloss ich mich in mein Zimmer zu setzten und etwas zu lernen, denn auch wenn ich nicht reiten oder großartig laufen konnte, meine Prüfungen standen trotzdem bevor.
    • Sosox3
      4. Pflegebericht
      April 2017
      Der stürmische Anfang

      Ungeduldig schaute ich auf meine Uhr. Seufzend sah ich mich am Tor um, der Transporter sollte so langsam da sein. Schließlich hatte er mir versichert um 12 Uhr bei mir auf dem Hof anzukommen. “Jetzt mach dich mal nicht verrückt”, hatte Brooke gesagt. Lustig, wenn man bedachte, dass sich ein teurer Deckhengst auf dem Weg hierhin befand. Im Prinzip auch das erste Pferd das uns gehörte, nachdem wir nach Deutschland kamen. ‘Grand Little’ hieß er und war ein nicht ganz so berühmter Deckhengst, der jedoch trotzdem eine Summe hatte und einiges Wert war. “Ganz ruhig”, sagte ich zu mir selber um mich zu beruhigen. Ich versuchte es zumindest. Ich schritt rüber zu unserem ersten Stallgebäude. Dort sollte er in der ersten Box stehen und ich schaute gerade nach, ob auch alles passte. Der Boden war ausreichend mit hellen Spänen bestückt, Heu hatte er auch genügend da und sein Fenster zur Außenwelt war auch geöffnet. Jetzt hieß es nur warten.

      Der Fahrer ließ uns allen ernstes auch noch eine Stunde warten bis er mit Grand Little den Hof erreichte. Er gab mir den Equidenpass und die Besitzurkunde ehe ich ihn bezahlte und er mich den Hengst auslied. Auch er schien ungeduldig und ging viel zu hektisch rückwärts aus dem Hänger. Mit geblähten Nüstern und aufgerissenen Augen tänzelte er neben mir auf dem Weg in seine Box und ich wusste nicht ob es nicht besser wäre, ihn die ersten paar Stunden auf dem Paddock zu lassen, damit er sich die Beine vertreten konnte. Grand Little schien sich mit der unbekannten Umgebung schwer zu tun und so wusste ich, was wir zumindest die nächsten Jahre üben würden. Viel zu hektisch achtete er gar nicht auf mich neben ihm und ich hatte Mühe mich bei dem muskulösen Hengst durchzusetzen. “Jetzt ist aber mal gut!”, rief ich und ruckte am Strick. Den Kopf hoch in der Luft ignorierte er mich immernoch. Ich war wesentlich froher, als er auf dem Paddock im Trab seine Runden drehte und laut wieherte. Nur bekam er keine Antwort, da wir noch keine anderen Pferde auf dem Hof beherbergten. Lange dauern würde es jedoch nicht.
    • Sosox3
      1. Tierarztbesuch
      April 2017

      [​IMG]
      Ich würde nie wieder eine Fähre betreten. Das schwor ich mir!
      Von Norwegen hatten wir den Weg per Fähre angetreten statt mit dem Flugzeug. Ms. Vernon hatte das damit begründet, dass es für sie immer eine angenehme Auszeit war, die sie sich dann nehmen konnte und meinte, es wäre auch für uns mal etwas Abwechslung.
      War ja nicht so, dass wir gefühlt jeden Tag in einem anderen Land waren und somit mehr als genug Abwechslung hatten. Aber das behielt ich lieber für mich.
      Jedenfalls hatte es mit Kopfschmerzen angefangen und irgendwann hatte ich ein flaues Gefühl im Magen gehabt. Selbst Ms. Vernon hatte mich mit gerunzelter Stirn angesehen und gesagt, ich würde ganz und gar nicht gut aussehen. Super! Immerhin war es bei Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel geblieben. Auf den Rest konnte ich gut und gerne verzichten. Ich hatte es gar nicht mehr erwarten können, endlich wieder vernünftigen Boden unter den Füßen zu haben und das Festland zu betreten.
      Erleichternd warf ich mich auf den Beifahrersitz des Wagens, als die Fähre endlich am Hafen ankam und wir danach herausfahren durften. Jetzt aber nichts wie weg hier!
      Die Fahrt von der Nordsee bis nach Nordrhein-Westfalen an den Niederrhein beanspruchte noch einige Stunden, die ich aber nur gerne dazu nutzte, mich zu erholen. Ms. Vernon würde es nicht gebrauchen können, wenn ich nachlassen würde. Gerade bei größeren Untersuchungen wäre eine helfende Hand nicht verkehrt.

      Unser Kunde war ein Mr. Scott, wie Ms. Vernon mir erklärt hatte. Während sie am Steuer saß, studierte ich den ausgedruckten Auftrag. Es ging um einen Holsteiner-Pinto-Hengst namens Grand Little. Ms. Vernon hatte gleich die ganze Akte des Hengstes angehängt. Er war elfjährig, 1,55 Meter groß und ein Porzellanschecke, er wäre also irgendwann reinweiß. Ich mochte Schecken, besonders im Alter strahlten sie immer so schön! Ich war gespannt, wie weiß Grand Little wohl schon wäre. Fotos waren natürlich keine beigelegt. Wäre auch zu schön gewesen.

      Mr. Scott stellte sich uns als Nate Scott vor, auch wenn ich wusste, dass er eigentlich Nathan war. Anscheinend war es ihm lieber, wenn man ihn Nate nannte, aber das ging eher an Ms. Vernon. Ich würde die Kunden weiterhin Siezen müssen, da sie aber meistens auch älter und schon mehr im Leben erreicht hatten, kam ich damit klar. Es war einfach eine Sache des Respekts, da musste ich Ms. Vernon selbstverständlich zustimmen.
      Die Unterhaltung verlief recht knapp. Mr. Scott erzählte uns nur, dass der Hengst noch nicht lange auf seinem Hof stand und bisher auch das einzige Pferd war. Nun wollte er, dass wir nachträglich eine große Ankaufsuntersuchung durchführten. Normalerweise würde man das vor dem endgültigen Pferdekauf machen, aber Mr. Scott war, wie er selbst mehrmals betonte, Hals über Kopf in den Schecken verliebt. Was sollte man schon machen, wenn das Herz mal wieder mehr zu sagen hatte als der Kopf?

      Als wir am Stall ankamen, brummelte uns das Pferd schon freundlich zu. Mr. Scott ging liebevoll mit ihm um, streichelte ihn erst eine Weile und kraulte den Hengst unterm Schopf, bevor das Pferd aufgehalftert wurde. Schon fast von allein steckte Grand Little seinen Kopf ins Halfter, sodass Mr. Scott ihm dieses nur noch über die Ohren ziehen und verschließen musste. Dann ging es nach draußen auf den Hof, dort war der Boden am ebensten. Dennoch begannen Ms. Vernon und ich mit dem Allgemeinzustand des Schecken. Während Ms. Vernon sich wieder dem Gebiss zuwandte und bereits das Maulgitter einführte, checkte ich die PAT-Werte ab. Der Puls und die Atemfrequenz konnte ich an der Brust des Pferdes abhören, danach maß ich noch die Temperatur. Alle Werte lagen im grünen Bereich, sodass ich darauf wartete, dass Ms. Vernon mit der Kontrolle des Gebisses und der Zähne gesamt fertig war.
      Nur kurz darauf entfernte sie dem Hengst das Maulgitter. „Sieht gut aus“, klärte sie Mr. Scott auf, „da muss zur Zeit noch nichts gemacht werden.“
      Danach wandte Ms. Vernon sich der Haut und dem Fell des Hengstes zu. Sie untersuchte ihn eingehend auf mögliche Hautkrankheiten, zum Beispiel Haarlinge oder sonstige Mängel in dieser Hinsicht. Ich hingegen testete mit der Taschenlampe wieder den Pupillenreflex des Schimmelscheckens. Grand Little hielt unglaublich still. Er zeigte zwar Neugier, war aber ruhig und behinderte uns bei der Arbeit nicht. Nachdem ich den Pupillenreflex geprüft hatte, sah ich mir auch noch die Bindehaut genauer an. Diese war am rechten Auge etwas gerötet, weshalb ich mich an Ms. Vernon wandte. Diese gab dem Hengstbesitzer eine kleine Tube Salbe mit, die er auftragen und einmassieren sollte. In zwei bis drei Tagen sollte dann wieder alles in Ordnung sein.
      Dafür, dass der Hengst so ruhig war, bekam er von mir ein kleines Stückchen untergeschmuggelt. Mr. Scott sah natürlich genau in dem Moment zu mir, grinste aber nur wissend.
      Die Ohren des Hengstes sahen top aus, Milben waren keine aufzufinden und auch sonst war alles im Rahmen.

      Nach der Grunduntersuchung tastete Ms. Vernon noch die Beine und den Rücken des Hengstes ab, um eventuelle Druckempfindlichkeiten aufzudecken und die Knochen- und Gelenkgesundheit zu prüfen. Als sie anscheinend nichts gefunden hatte, ließ sie Mr. Scott den Hengst auf gerader und gebogener Linie vortraben. Auf dem harten Untergrund war alles in Ordnung, auch beim Vortraben auf dem Reitplatz schien Ms. Vernon zufrieden.
      Auch nach der Beugeprobe, also dem Strecken und Komprimieren bestimmter Regionen der Gliedmaßen um eine kurze Überbelastung hervorzurufen, ließen wir Grand Little noch einmal vortraben, aber auch hier lahmte er nicht und zeigte viel lieber seine schöne, elastische Bewegung.
      Anschließend nahm Ms. Vernon dem Hengst noch etwas Blut für ein Blutbild ab. Dazu ertastete sie bereits die benötigte Vene, während ich noch eine neue Kanüle auf die Spritze montierte, danach ging alles recht schnell. Es war eine Sache von Sekunden, bis Ms. Vernon etwas Blut in die Spritze gezogen hatte und diese dann aus dem Pferdekörper entfernte. Ich übernahm an dieser Stelle und massierte die Einstichstelle eine Weile, damit Grand Little – der sich übrigens trotzdem weiterhin großartig benahm! – keine weiteren Schmerzen durch die Spritze erleiden würde.
      Ms. Vernon hatte in dieser Zeit bereits ihr mobiles Röntgengerät ausgepackt. Laut Sarah, der Arzthelferin in der heimischen Praxis, schwärmte unsere Chefin immerzu von dem Gerät. Jetzt, da ich es selbst gesehen hatte, konnte ich es nachvollziehen. Es war schon eine angenehme Sache, fast alle Behandlungen mobil durchführen zu können.

      Nachdem ich knapp eine Minute lang die Einstichstelle der Spritze massiert hatte, ließ ich davon ab und untersuchte sie noch einmal, ob noch Blut herauskam, was aber glücklicherweise nicht der Fall war. Es konnte also mit den Röntgenbildern von den Hufen sowie dem Sprung- und dem Fesselgelenk weitergehen. So konnten besonders Spat, Hufrollenveränderungen oder Chips, also von Knorpel überzogene Knochenteilen, sofort erkannt werden. Es wurden pro Huf je zwei Röntgenaufnahmen von Huf und Fessel aus verschiedenen Blickwinkeln gemacht und anschließend noch Aufnahmen der Sprunggelenke der Hinterbeine. Grand Little machte alles willig mit, ließ sich kaum etwas anmerken und wenn ich es nicht besser wüsste, wäre ich der Meinung, er wäre eingeschlafen.
      Nachdem Ms. Vernon die Röntgenbilder ausgewertet hatte, kam sie mit den Ergebnissen zurück und eröffnete dem Pferdebesitzer, dass Grand Little der Röntgenklasse I angehörte, also keine Befunde festzustellen waren. Für einen Zuchthengst war das natürlich umso besser. Mr. Scott lächelte erleichtert und tätschelte seinem Liebling zufrieden den Hals, ehe er fragte, ob Grand Little wieder in die Box dürfte. Ms. Vernon nickte zur Antwort kurz, bestätigte es aber noch mit einem „Ja.“

      Als Ms. Vernon und ich bereits dabei waren, die Materialien wieder in der Kommode im Kofferraum zu verstauen, kam Mr. Scott wieder zu uns. Er bedankte sich noch einmal bei uns, dann folgte noch ein wenig Smalltalk. Kurz vor unserer Abfahrt erklärte Ms. Vernon dem Mann noch, dass er in einiger Zeit die Auswertung des Bluttests erhalten würde, sobald diese ausgewertet worden war. Diesmal war es Mr. Scott, der dies mit einem Nicken beantwortete. Nur wenige Minuten später war es dann für uns an der Zeit den Hof zu verlassen, weshalb wir uns von Mr. Scott verabschiedeten und ihm noch alles Gute mit dem Holsteinerschecken wünschten, bevor wir uns auf den Weg machten. Für uns ging es nämlich jetzt mal wieder nach Kanada.

      Ergebnis der Blutuntersuchung:
      Die Auswertung der Blutanalyse des Holsteiner-Pinto-Hengstes Grand Little ergab keinen Befund.

    • Sosox3
      5. Pflegebericht
      April 2017
      Ein neuer Freund für Grand Little


      Hochkonzentriert saß ich vor meinem Rechner und schaute mir die Verkaufsanzeigen durch. Brooke räumte die Spülmaschine aus bis sie neugierig zu mir kam und sich gerade die Verkaufsanzeige eines 20 jährigen Wallachs ansah, die ich herausgesucht hatte. “Wär der nicht was für Grand Little als Kumpel, sodass er wenigstens Kontakt zu anderen Pferde hat? Als Wallach kann er ja dann nach der Eingewöhnung und der Quarantäne zusammen mit ihm auf das Paddock”, schlug ich schulterzuckend vor. “Hmm… meinst du nicht, dass der etwas zu alt ist? Der kann ja weder im Sport, noch sonst irgendetwas sinnvolles machen. Außerdem hat der komische Eltern und ist irgendwie auch sonst echt unförmig.” “Brooke, er soll nur ein Kumpel sein, aufgrund seines Alters wäre er auch für den Sport nichts mehr”, wandt ich ein. “Musst du ja wissen, ich schau mich lieber nachher nach einer Stute um, mit der ich züchten kann.” “Mach das”, sagte ich trocken und schrieb mir die Telefonnummer auf. Norwegen war ja doch ein gutes Stück entfernt. Aber Grand Little hatte es ja auch geschafft aus den USA den Transport zu überstehen. “Hmm”, seufzte ich und sah raus. Es dämmerte allmählich, eigentlich die schönste Zeit des Tages. Grand Little war noch immer auf dem Paddock. Ich hatte ganz vergessen einen Wasserbottich rauszustellen. “Fuck”, rutschte es mir raus und Brooke drehte sich gleich um. “Was ist?”, drang ihre laute Stimme zu mir. “Egal”, sagte ich und schnappte mir meine Reitstiefel. Ich war rasch hinein geschlüpft und lief quer über den gesamten Hof zu den Paddocks. Langsam hatte er sich beruhigt und ging am Tor in einem gemäßigten Schritt auf und ab. “Ich bin ja schon da”, murmelte ich und schnappte mir seinen Strick. Schnell war ich durch das Tor geschlüpft und machte ihn fest, da blähte er auch schon wieder die Nüster. “Jetzt beruhig dich doch mal”, sagte ich und öffnete das Tor. Ich merkte gleich, dass er vor mir laufen wollte und versuchte ihn rückwärts zu richten. Doch auch das ließ er nicht zu und so musste ich härtere Maßnahmen ergreifen und wohl öfter mal am Strick ziehen. Denn erst so bekam ich seine Aufmerksamkeit. Nun ging es auch nicht mehr in einem so zügigen Tempo in seine Box und sein erster Weg war die Tränke. Ich gab ihm noch seine Futterration und sah ihm etwas zu. Er knabberte zuerst an seinem Heu ehe er sich seinem Kraftfutter widmete und ich knipste das Licht aus. Den Stall schloss ich sicherheitshalber ab und machte mich auf den Weg zu Brooke. Nun saß sie am Rechner und sah sich nach einer Oldenburger Stute um. Fündig wurde sie heute Abend allerdings nicht. Sie suchte nach einer Stute mit dem gewissen Etwas. Dazu musste man aber sagen, Brooke stellte viele Ansprüche. Groß sollte die Stute sein, aber nicht zu groß. Angeritten sollte sie sein, aber noch nicht weit ausgebildet. Oder aber sie sollte schon L gehen. Utopische Vorstellungen, die man kaum erfüllen konnte. Und am liebsten ein Rappe sollte es sein. Ich seufzte auf, sah ihr aber über die Schulter. Schau mal, da ist doch eine”, deutete ich mit dem Finger auf eine dunkelbraune Stute mit auffälliger Schnippe. “Die wäre doch was. 9 Jahre alt, gekört und sogar tragend von einem Top Vererber. Zwar nur A-Military und L-Springen platziert aber wohl in der Dressur auf A-Niveau. Ruf da an!” “Ne, die ist nicht das was ich suche. Ich will nen Rappen der erst angeritten ist”, sagte sie motzig. “Schreib dir die Nummer wenigstens auf und frag nach ob die noch zu haben ist.” Brooke rollte genervt die Augen und sah zu mir hoch. “Mach einfach.” Warum musste man sie denn immer zu allem zwingen. “Aber die ist gar nicht was ich suche!” “Ist doch voll egal, wir wollten Oldenburger züchten und sie wäre der erste Grundstein!” Seufzend schrieb sie die Nummer auf. Ich hatte gewonnen. Diesen Abend sollte sie aber wohl noch fündig werden.

      In der Zwischenzeit hatte ich in Norwegen angerufen und hatte einen Herrn Tordenværson an der Strippe, welcher mit mir über den fast 22 Jährigen sprach und mir sagte, dass der Wallach etwas an Muskeln abgenommen hatte, da er nicht mehr regelmäßig geritten wurde und nun hauptsächlich auf der Weide stand. “Bei mir würde er ebenfalls Beisteller für meinen Hengst werden, damit er nicht alleine auf die Weide oder das Paddock muss. Momentan steht er noch alleine”, erzählte ich und der Norweger sagte, dass das kein Problem sein sollte. “Alles klar, wäre es möglich mit meiner Tierärztin eine AKU machen zu lassen?” Ein klares Ja kam aus seinem Mund ich ich nickte. “Gut, dann spreche ich noch einmal mit meiner Tierärztin und rufe sie dann noch einmal an um alles weitere zu klären”, sagte ich, verabschiedete mich kurz darauf und legte das Telefon weg. “Nate! Ich hab eine Stute!” schrie Brooke sehr aufgeregt durch das halbe Haus. “Immerhin etwas”, murmelte ich und bewegte meinen Hintern von der bequemen Couch auf. Auf dem Weg zu ihr, sah ich durchs Fenster. Ganz schön dunkel heute, dachte ich und sah dann auf die Uhr. Ganze Zwei Stunden hatte Brooke vor dem Rechner gesessen und auf verschiedenen Portalen nach Oldenburger Stuten gesucht und wirklich nur eine gefunden, die irgendwie ins Schema passte? Diese Frau hat sie nicht mehr alle. “Welche denn?”, fragte ich und sah ihr über die Schulter. Ich erblickte mehrere Tabs mit verschiedenen Pferden, doch sie wusste genau, welche sie meinte. ‘Diet Mountain Dew’, 8.000€, Dunkelfuchs, erst angeritten und 3-jährig. Immerhin einen bekannten Namen fand ich in ihrer Abstammung. Den Oldenburger Hengst Gregor. “Okey, und was zeigt sie so für Gangarten? Wie ist die gezogen? Erzähl mal”, drängte ich sie und konnte meine Neugierde kaum zügeln. “Der Vater ist sehr vielseitig begabt, die Mutter jedoch ist dressur gezogen und kann wohl auch besichtigt werden”, sagte sie und zeigte mir dann ein paar der Bilder in ihrer Verkaufsanzeige. “Sieht nicht schlecht aus. Hast du auch ein Video von den Gangarten?” “Klar.” Brooke klickte schnell auf den Play-Button und schon spielte das Video ab. “Dann würde ich morgen früh mal anrufen und dann könnt ihr ja einen Termin ausmachen”, gab ich ihr den Rat und sah dann kurz zur Tür. “Ich denke, ich bin jetzt schlafen,” gab ich ihr bescheid und ging rasch ins Bad um mir die Zähne zu putzen und dann legte ich mich auch schon in das King Size Bett. Kurz darauf machte ich den Fernseher an und schaute auf Sky einen der neuesten Filme. Meine Gedanken gaben mir aber keine Möglichkeit abzuschalten. Wir würden demnächst Personal brauchen, der Hof war riesig und alles in Stand zu halten würde einiges an Kraft und Zeit rauben. Morgen würde ich mich dann noch nach der Zuchtstute erkundigen und dann würde ich mit Grand Little ein wenig trainieren. Schließlich hatte er durch die Zeit in der Quarantäne-Box etwas an Muskulatur abgenommen und auch die Bindehautentzündung machte ihm zu schaffen. Auch wenn ich jeden Tag die Tropfen mühselig an sein Auge brachte, schien es dennoch nichts zu nützen.
    • Sosox3
      6. Pflegebericht
      Mai 2017
      Selber Schuld

      „Brooke, bitte. Bitte halt den Mund“, genervt rollte ich mit meinen Augen und blinzelte dabei mehrmals. „Hab dich mal nicht so Nate“, sagte sie mit einem breiten Lächeln und einem Leuchten in den Augen. Ich sah nur kurz zu ihr rüber und schüttelte den Kopf. „Wann kommt eigentlich Lucas wieder? Hat der seine Ausbildung als Hufschmied in Freiburg eigentlich abgeschlossen?“ „Ja, der wollte in den nächsten Wochen zu uns ziehen und als Hufschmied arbeiten. Er hat wohl ‚ne Stelle bei den Briar Cliff Farrier angeboten bekommen und darf da arbeiten. Aber was ist mit Hayley? Immer noch auf dieser albernen Promotour?“ Ich drehte an meinem Ehering am linken Ringfinger. „Ja…aber sie ruft immerhin noch an und fragt nach mir. Nicht wie beim letzten Mal“, rollte ich die Augen. Meinen wunden Punkt hatte sie mal wieder erfolgreich getroffen. „Immerhin meldet sie sich. Im Gegensatz zum letzten Mal.“ Brooke wusste genau, wie man mich mundtot machte. „Ohhh, ist der kleine Nathan jetzt sauer?“, ihre schadenfrohe Art hasste ich oft genug. Ich sah zum Fenster raus. Sie fuhr fast 100 und die sonst doch so schöne Natur streifte in der Geschwindigkeit dahin, sodass ich sie nicht näher betrachten konnte. „Brooke, fahr langsamer. Gleich wirst du noch geblitzt“, doch bevor ich meinen Satz zu Ende bringen konnte, schnitt sie mir mein Wort ab mit einem lauten hysterischen und nicht verstandenen „Waaas?! Ich wurde geblitzt?“ Ich konnte mir mein Lächeln kaum verkneifen. „Ich sag ja, fahr langsamer.“ „Hättest du das nicht früher sagen können?“, protestierte sie und fuhr nun fast 70 statt 80kmh. „Selber schuld“, schmunzelte ich und sah aufs Navi. „Du musst hier die Ausfahrt nehmen, dann links und dann fast 700m geradeaus fahren. Danach mussten wir nur rechts die Einfahrt rein und schon sind wir auf dem Hof“, gab ich ihr die Richtung an.


      Nach fast drei Stunden kamen wir an. Das Gestüt war riesig. Fast größer als unseres und hatte viel mehr Weiden, aber vielleicht könnten wir nach ein paar Monaten ein paar mehr Weiden pachten, je nachdem wie viele Pferde wir beherbergen würden. Doch das blieb nur eine Frage der Zeit. „Jetzt müssen wir nur noch Herrn Albert finden, der uns dann zu der Stute führt“, kalkulierte Brooke völlig in Gedanken und bemerkte gar nicht, dass dieser uns schon entgegenkam. „Brooke.“ „Nicht jetzt Nathan!“ „Brooke!“ „Was denn?!“ Der ältere Mann hielt ihr schon die Hand hin. Brooke sah ihn mit großen Augen an. „Herr Albert“, stellte er sich vor und lächelte gewitzt. „Brooke Summers“, Brooke schüttelte ihm die Hand, doch man sah seinen festen Händedruck auf Brooke´s Hand nach ein paar Sekunden an. Ich grinste. Ich fand es echt lustig wie Brooke sich schnell fangen konnte, wenn sie etwas erreichen wollte. Hier war ihr Ziel die junge Stute zu kaufen. Der ältere Mann führte uns fast ans Ende der Anlage, nur um uns die junge Stute zu zeigen, die gerade auf der Weide graste und sich nicht von uns beirren ließ. Herr Albert pfiff kurz und schon hob Diet Mountain Dew, so hieß die Stute, ihren hübschen Kopf und trottete schon auf den Eingang zu. „Wenn sie möchten, dürfen sie sie gerne aufhalftern und von der Weide führen“, bot er sie an und Brooke´s Augen leuchteten. „Diamond Dew kann da aber ab und an auch noch etwas schwierig sein. Sie ist jetzt nicht bösartig, hat aber ihren eigenen Kopf“, erzählte uns Herr Albert bis er Brooke mit einer auf gehalfterten Diet Mountain Dew sah. „Das ging aber schnell“, grinste er und schmunzelte dann. Brooke führte Dew von der Weide und sie ging artig mit. Der alte Mann führte uns gemeinsam mit der Oldenburgerstute zum Reitplatz und zeigte uns ihre Gangarten und ihre Manier am Sprung. Sie hatte keine wirklich gute Manier, war aber auch eher Dressurgezogen und sollte auch hauptsächlich in der Dressur gehen. „Momentan wächst sie sehr stark und wird deswegen nicht geritten, jedoch können Sie sie gerne an der Longe ausprobieren“, schlug der ältere Herr mit einem netten lächeln vor. Man sah Brooke an, dass sie es schade fand, stimmte aber dennoch dazu ein, Diet Mountain Dew zu longieren, gleich nachdem sie geputzt worden war. Diamond Dew zeigte sich wirklich von ihrer besten Seite und wollte Brooke von sich überzeugen. Sie ließ sich artig trensen, beim Putzen stand sie still und auch beim Hufe geben muckte sie nicht. Brooke wollte sie so oder so, also war es eigentlich egal wie sie sich geben würde. Brooke war einfach ein Sturkopf.

      Beim Longieren zeigte sie dann ihre herausragenden Gangarten. Mit einer fantastischen Leichtigkeit und Bergauftendenz ausgestatten, hatte sie auf jeden Fall die Chance prämiert zu werden und somit im Wert zu steigen und auch erfolgreiche Fohlen zu gebären. Ebenso hatte Brooke mit ihr die Möglichkeit Turniere zu gehen und sich reiterlich in der Dressur weiter zu bilden. Sie nahm den Kopf zwar noch nicht runter, konnte sich aber noch nicht gut ausbalancieren, sodass sie sich hin und wieder einrollte. „Ich nehme sie!“, rief die braunhaarige Aphrodite zu dem alten Mann zu und er lächelte nur. „Dann bringen wir die Stute gerade weg und erledigen dann den Papierkram. Zwischen Ihnen und der Stute scheint es zu stimmen und sie gehen auch mit einer Sorgfalt an die Stute, die sie braucht. Sie sind sehr geeignet“, grinste er. Ich hielt mich eher im Hintergrund und hatte nur kurz ein Wort über unser Vorhaben mit den Oldenburgern gewechselt. Er bot uns jedoch an, ab und zu Angebote zu senden, wenn er wieder gute Pferde zu verkaufen hatte.


      Die Fahrt zurück machten wir eine Pause und waren auch echt froh, als wir die Stute dann ausladen konnten. Sie stand nur erst einmal neugierig neben Brooke und blähte die Nüster, soweit es ging, bis sie skeptisch neben Brooke herging und sie in die Quarantänebox im ersten Stall gestellt sollte, bis der Tierarzt sein OK geben würde. Doofer Weise blieb sie bei Grand Little stehen und rosste vor seiner Box, was den Hengst fast verrückt machte, so wie er sich aufführte. Mit einem scharfen ‚Nein‘ hatte sie Dewey weiterführen können und in der Box parken können. „Warum stellst du sie auch hier in den Stall“, rollte ich mit den Augen. „Damit sie unter Pferden ist, nicht so wie Attentivenly.“ 1:0 für sie. Ich sah sie nur still an, drehte mich weg und ging zu Abs in die Box. Er hatte dicke Beine bekommen und so kratzte ich ihm seine Hufe aus. Da könnte Lucas sobald er wiederkommen würde auch mal drüber schauen. „Wenn Lucas kommt, kann der sich mal die Hufe bei unseren Pferden ansehen. Abs‘ stinken bestialisch nach Strahlfäule“, sagte ich und führte ihn dann aus der Box raus. „So, Abs kommt jetzt in die Führmaschine und in der Zeit trainiere ich dann Grand Litte“, murmelte ich vor mir her und brachte ihn in die Box.
    • Sosox3
      7. Pflegebericht
      Juli 2017
      Despacito

      Brooke | Ich konnte mir nur schwer vorstellen, dass Nate sich ein Berittpferd neben seinen beiden Pferden ein weiteres ausbilden wollte. „Irgendwoher muss das Geld ja kommen“, hatte er gesagt und nun stand ich ungläubig vor dem Stalltrakt des zweiten Stallgebäudes und schaute der Stute mit der breiten Blesse in die Augen. „Brooke, schau Arquera nicht so musternd an. Die bekommt ja Angst vor dir.“ „Nate, halt dich zurück. Wie heißt die? Arquera? Wer kommt denn auf so einen doofen Namen“, lachte ich laut los und umhüllte den Stall in ein lautes Gelächter. „Das Pferd kann doch nichts für seinen Namen. Außerdem kommt die Stute aus Spanien“, zickte er mich an und ich verstummte abrupt. Ich schnaufte auf. Ich konnte einfach nicht richtig damit umgehen, wenn man mich von der Seite anfuhr. Ich unterdrückte meine Tränen, die mir in den Augen standen und ging zu meiner Stute. Diet Mountain Dew hatte sich gut eingelebt und ich hatte sie bisher nur langsam und Stück für Stück angeweidet, sodass ich sie nun ein bis zwei Stunden sorglos auf der Weide lassen konnte, ohne dass ich mir Gedanken darübermachen musste, dass sie einen Reheschub bekommen könnte oder gar eine Graskolik. „Na meine Hübsche.“ Diamond Dew hob nur kurz den Kopf und knabberte weiter an ihrem Heu, stoppte dabei eine Sekunde lang den Kauvorgang um mich neugierig anzuschauen und dann doch wieder den Kopf zu senken. Nate konnte ja nun tun und lassen was er wollte. Nur sollte er mich dabei nicht doof anmachen. „Jetzt stell dich mal nicht so an. Ich hab dich ja nicht geschlagen oder sowas“, lachte er und hatte wohl nicht bemerkt, dass er meine Gefühle verletzt hatte. So waren sie nun mal, die Typen. „Kümmre dich um das Pferd, statt um mich“, murrte ich und rollte mit den Augen. Glücklicherweise hatte ich ihm meinen Rücken zugewandt, sonst wäre er jetzt eingeschnappt. „Mach ich jetzt auch“, sagte er und streckte mir provokant lächelnd die Zunge raus. Ich warf ihm ein sarkastisches Lächeln zu und öffnete die große Box von Diamond. Das zerfleddernde Halfter in meiner Hand war mit Matsch überdeckt von unserem Paddock. Während ich Diet Mountain Dew´s Hufe auskratzte kam mir Attentivenly neben uns in der Box in den Sinn. „Nate? Müsste sie nicht so langsam fohlen? Die ist doch schon ein paar Tage drüber oder?“ Meine Neugierde zu verstecken, nachdem er meine Gefühle verletzt hatte, war zwar schwer aber machbar. „Ja eigentlich schon, der Tierarzt meinte aber, das wäre normal und dem Fohlen würde es gut gehen“, sagte er leichtsinnig und nahm gerade Arquera aus der Box raus. Das Klappern der Hufe erfüllte die Stallgasse mit einer wohligen und vertrauten Atmosphäre. „Wir müssen ein Auge auf sie werfen, nicht, dass die Geburt schief geht oder so“, schlug ich vor und führte Diamond aus der Stallgasse raus. Mit neugierigen und aufmerksamen Augen schaute sie sich um. Sie kannte den Weg zum Waschplatz mittlerweile und verhielt sich da ziemlich ruhig. Sie ließ sich zudem auch super in der Waschbox parken, nur das Wasser, dass an heißen Tagen aus dem Schlauch rauskam und sie nach der anstrengenden Arbeit kühlen sollte, fand sie noch nicht so geheuer. Das quittierte sie mir dann immer mit panischem Blick und jeder Menge Gestampfe. Immerhin blieb sie brav stehen, während ich mich zur Waschbox begab und den Spind öffnete. Wir brauchten dringend neue Spinde. Am besten die Bundeswehrschränke, da passt wenigstens ordentlich was rein. Ich griff nach der Putztasche und den hellrosa farbenen Bandagen und ging wieder zurück zu meiner Stute. Ihr neugieriger Blick traf mich und ich strich ihr über die weiße Stirn bevor ich sie putzte. Sie hatte zum Glück schon ihr Sommerfell. Sonst sähe ich jetzt wohl aus wie ein Grizzlybär mit den ganzen losen Haaren. Ich strich Diamond über die Flanke. „Weißt du worauf ich mich freue? Wenn wir endlich mal einen Ausritt bei dem sonnigen Wetter machen können“, ich pausierte einen Moment ehe ich weitersprach, „Aber du bist noch nicht so weit.“ „Wofür ist sie noch nicht so weit?“, fragte Nate mich mit lauter Stimme. Wann ist er zur Waschbox gekommen? Ich mein, dass hätte ich doch hören müssen. Spätestens das Hufgeklapper hätte ich vernehmen müssen. „Das Ausreiten mit Dewey“, gab ich kurz weiter und griff nach der Bürste fürs Langhaar. „Du könntest schon, aber es würde ihr nicht gut tun.“ „Ja…“ Jetzt nerv mich doch nicht weiter. „Ich longier sie dafür jetzt mit Stangen, damit sie ein bisschen ausbalancierter wird.“, meinte ich und drehte mich zu ihm. „Gute Idee“, kurz und knapp gesagt, es interessierte ihn sowieso nicht. „Und was machst du mit der Stute da?“ „Ich festige die E-Dressur aufgaben. Halten aus dem Schritt und Trab und Zirkel und halt Zirkel und Ganze Bahn. Wenn das sitzt, hat sie zwei Tage frei“, grinste er fröhlich und klopfte der Buckskinstute den Hals. „Aaalles klar, mit wem kommt die eigentlich auf die Weide, wenn ich fragen darf?“ „Mit deiner und wahrscheinlich der Stute der neuen Einstellerin“, grinste er verschmitzt. „Danke fürs Bescheid sagen“, rollte ich mit den Augen und nahm mir aus dem Spind den Longiergurt und die Unterlage dafür. „Wann kommen eigentlich die neuen Halfter und Bandagen an?“, dachte ich laut nach. „In circa einer Woche. Achja, ich überlege mit Grand Little an ein paar E-Springen teilzunehmen und zu schauen wie er sich da macht. Je nachdem bilde ich ihn da noch ein bisschen weiter. Er steht ja gerade in seiner Blüte.“ „Joa, kann man mal machen. Wie lang ist das jetzt her, dass du Turniere gegangen bist?“ Er schaute an die Decke und starrte Löcher in die Luft. „Zwei Jahre bestimmt“, sagte er ungläubig. „Das heißt ja nicht, dass ich alles vergessen hab.“ Ein Grinsen umspielte seine Lippen. „Naja ein Versuch ist es wert“, lächelte ich und führte meine Fuchsstute aus der Stallgasse. Die Sonne prallte auf unsere Körper und es war so warm wie die letzte Woche nicht mehr. Da hatte es ja schließlich nur geregnet. „Zum Glück haben wir einen Überdachten Round Pen. Da sind wir wenigstens sicher“, flüsterte ich zu Diamond und hatten schon bald die Halle erreicht. Ich ließ sie nach außen gehen und sich erstmal im Schritt warm machen. Runde um Runde ging sie immer gemütlicher. „Naa los“, sagte ich etwas lauter und touchierte sie mit der Gerte etwas vorwärts. So langsam hatte es ja auch keinen Sinn. Kurz darauf trieb ich sie in den Trab und stellte nach dem Aufwärmen ein paar Stangen dazu.


      Nate| Arquera machte sich gut unterm Reiter. Die Paraden verstand sie noch nicht so richtig, bemühte sich aber doch. Mit dem neuen Gebiss machte sie auch gleich besser mit als die vorherigen Male. Die Übergänge wurden langsam auch flüssiger. Der Zirkel glich eher einem Oval, aber so langsam machte sie sich auch runder vorne. Die Anlehnung hielt sie aber erst für wenige Sekunden. Die ersten Anfänge waren aber gemacht, sodass ich sie lobte und nun trocken ritt. Ihre Mähne war erst frisch rasiert, aber ich würde sie jetzt auch nicht unbedingt nachschneiden. Am Sonntag hatte ich für uns beide auch schon ein Turnier genannt. Brooke wusste nur noch nichts von ihrem Glück Turniertrottel zu spielen. Ein Lächeln schlich sich auf mein Gesicht. „Dann satteln wir dich mal ab und bringen dich auf die Weide.“ Ich ließ Arquera halten und stieg ab um ihr die Hufe auszukratzen. Reithallenboden war immer so schwer aus den Hufen zu bekommen, das immer Reste am Strahl zu finden waren. Gerade als ich die Tür aufmachen wollte kam Rabea aufgebracht zu mir gelaufen. „Attentivenly scheint das Fohlen zu bekommen!“, sagte sie mir hysterisch und sprach schneller als so mancher Rapper. „Ich bring Arquera gerade mal weg und komm dann sofort“, sagte ich ruhig. Ich versuchte meine Ruhe zu bewahren, beeilte mich aber dann doch. Arquera folgte mir willig und etwas zügiger, was mir heute sogar passte. Vor ihrer Box angekommen schmiss ich Rabea die Zügel in die Hand und machte rasch die Box auf um nach Attentivenly zu sehen. Doch das kleine Fohlen lag noch verträumt im Stroh und ließ sich von seiner Mutter behutsam ablecken. „Die schien wohl schon länger das kleine Fohlen zu gebären. Wir lassen sie erstmal alleine und bestellen für morgen den Tierarzt“, wandte ich ein und sah dann zu Rabea. „Okey. Ich bringe gerade Arquera’s Sattelzeug weg und bring sie danach auf die Weide.“ Sie grinste. „Denk dran im Einstellerstall zwei Boxen einzustreuen. Wir bekommen zwei neue Einsteller.“ Rabea nickte mir noch zu und war dann auch schon in der Sattelkammer. „Dann bau ich mal den Parcours auf…“, seufzte ich und ging aus dem Stall. Auf dem Weg zum Platz, kam mir dann Brooke mit ihrer völlig verschwitzten Stute entgegen. „Was musst du noch machen?“, fragte sie neugierig und ich erzählte ihr vom Parcoursaufbau. Sie sah mich grinsend an und sagte nur: „Ich muss die noch waschen, danach schau ich mal ob ich dir helfen kann und ob du nicht schon fertig bist.“ Sie würde nicht nochmal gucken kommen ob ich fertig war. Instinktiv würde sie erst dann kommen, wenn ich mit Grand Little die Aufwärmarbeit beginnen würde. Da konnte man dann ja was lernen. So war es dann auch. Nachdem ich die E-Sprünge in der Höhe zwischen 0,80m-0,90m aufgestellt hatte und die Sprungweite zwischen 75cm und 1,05m lag war der Parcours mit 6 Sprüngen aufgebaut und ich sattelte meinen Schimmelschecken auf, als Brooke wiederkam und mir mitteilte, dass sie fertig war. „Schön, dann kannst du mir ja gleich neben dem zugucken die Halle abäppeln. Dann machst du dich wenigstens nützlich“, neckte ich sie und sie sah mich an. „Das kann doch nicht dein Ernst sein. Nate, das find ich gar nicht cool. Lass das!“, jammerte sie wieder. Wie immer, wenn sie sich die Finger dreckig machen sollte. „Diskutier nicht“, lächelte ich und stieg in den Sattel und ritt zur Halle. Brooke ging nebenher und moserte immer noch wegen des Abäppelns rum. In der Halle gurtete ich nach und ritt ihn noch ein paar Runden im Schritt und Trab warm. Die ersten 15 Minuten ließ ich ihn mehrmals über eine Tripplebarre und einen Steilsprung springen. Er berührte oft und schmiss auch zwei Mal die oberste Stange um. „Das sah aber schon besser aus“, rief Brooke mir neckend zu und ich rollte die Augen. „Ja machs besser Ballerina“, murmelte ich und ritt nun den Parcours zwei Mal hinter einander um. Er riss auch hier wieder mehrere Stangen. Nach einer kurzen Schrittrunde galoppierte ich ihn wieder aus dem Schritt an. Das verlief schon mal gut, hoffentlich bleibt das auch so. Ich ritt ihn ziemlich zügig vorwärts und musste ihn dann doch vor den ersten Sprüngen ziemlich zügeln, da er wohl Gefallen am Springen gefunden hatte. Ich lobte ihn kräftig und ritt ihn trocken. „Abs war noch nicht draußen, meinst du, du kannst den 5-10 min führen? Bis dahin bin ich mit Grande fertig und dann können die zusammen aufs Paddock“, fragte ich Brooke vorsichtig. „Ich wollte eigentlich gerade duschen, aber dann lass ich das lieber. Aber ja, kann ich machen…Achja am Ende hat er sich ja gut geschlagen.“ Ihr schelmisches Grinsen ließ mich Lächeln. Das Lob der ‚kleinen Schwester‘ hatte ich. Das Schnauben meines Hengstes zeigte mir wieder einmal, dass ich heute wieder richtig mit ihm gearbeitet hatte. Bei der Hitze hielt es ja keiner aus. „Ich wasch dich gleich noch und dann kannst du mit deinem Freund aufs Paddock“, beugte ich mich über seinen verschwitzten Hals und klopfte ihn danach.

      Brooke| Jetzt konnte ich mich also mit Abs rumschlagen. Er kauft einen Rentner und ich kann mich drum kümmern. Schnellen Schrittes ging ich in den Stall zu Abs und schnappte mir sein Halfter und kratzte ihm die Hufe aus, wo mir ein leichter Geruch der Fäulnis in die Nase stieg. Hmm, das konnte nur Strahlfäule sein. Ich würde Nate gleich mal Bescheid geben. „Na komm“, sprach ich zu dem alten Wallach und zog leicht am Strick und gab dann nach. Müde und gelangweilt trottete er mir hinterher und machte keine Anstalten irgendwie vorzudrängeln oder ähnliches. Erst als wir Richtung Parkplatz gingen, richtete er seine Ohren aufmerksam nach vorne und stemmte die Beine in den Boden. „Was ist denn los? Komm jetzt Abs“, murrte ich und verstand sein Verhalten nicht. Erst als eine blonde junge Frau mit ihrem Palomino, der sehr aufmüpfig neben ihr fast tänzelte mit einem Lächeln an mir vorbeiging, begriff ich, dass Abs deswegen stehen blieb. „Nu komm jetzt, du kommst jetzt aufs Paddock“, murmelte ich und zog am Strick. „Komm jetzt!“ Skeptisch folgte er mir aufs Paddock und ich schaute bei der jungen Frau vorbei. „Brooke Scott!“, stellte ich mich neben ihr vor und sie lächelte mich freundlich an. „Christina“, reichte sie mir die Hand. „Ich lade gerade noch den Ponyhengst von meiner Tochter aus und stelle mich dann ausführlich vor“, grinste sie und ich nickte. „Klar, bis dahin ist Nate wohl auch hier“, grinste ich, sah dabei zu Collins Pferden. Sie führte einen kleinen Westernponyhengst in die Stallgasse und legte ihm das Halfter in der Box ab. „Das ist das Pony meiner Tochter Gwen. Sie ist erst 12 will aber mal ganz hoch hinaus, weshalb wir ihr wohl noch ein größeres Pony kaufen oder gleich ein Quarter oder Paint Horse“, sprudelte es nur aus ihr heraus. „Das hört sich doch super an“, grinste ich während sie die Namen der beiden Pferde auf die Tafeln schrieb.
    • Sosox3
      1. Trainingsbericht
      November 2017
      Springen E-A
      Brooke| „Weißt du eigentlich wie sehr mich das nervt, das ich mit Abs andauernd spazieren gehen kann? Das ist dein Pferd, nicht meins!“ „Ja… Ich weiß. Ich bin ja schon auf der Suche. Collin hilft uns ja auch schon bei der Suche und Rabea auch!“ Mir gefiel Nate´s lauter Ton mir gegenüber gar nicht. „Hör auf mich anzuschreien!“ Wütend sah ich auf den Boden und versuchte damit seinem bösen Blick auszuweichen. Ich spürte wie sich meine Sicht verschlechterte und sich Tränen in meinen Augen sammelten. „Ich schrei dich nicht an, wenn du mich nicht unter Druck setzt!“, wütend stampfte er aus dem Haus raus und ging vermutlich Richtung Stall. Ich konnte es nicht genau sagen, ich lief ihm ja nicht wie ein Hund hinterher. Ich griff nach Taschentüchern in meiner Tasche und wischte die Tränen weg. „Soll er doch machen, was er will“, murmelte ich enttäuscht und schniefte als ich die Tür rausging. Diet Mountain Dew sah zu mir auf als ich den Stall betrat und zu ihr rüberging. „Na, meine Hübsche“, sagte ich leise und öffnete die Boxentür. Ich sah noch einmal kurz vor die Tür und riss die Augen auf. „WO ist mein Hufkratzer?!“, sagte ich laut durch die Stallgasse. Ein leises „Fuck!“ hörte ich aus der Box nebenan und sah Rabea´s Kopf hochschnellen. „Tu-tut mir leid“, sagte sie mit einem Schiefen Grinsen im Gesicht. „Du hast damit jetzt nicht allen Ernstes die Hufe von Arquera damit ausgekratzt?! Weißt du eigentlich wie viele Bakterien dadran sind?“ Ich verstand so gedankenlose Gänge einfach nicht… Es dauerte nur ein paar Sekunden, da hielt sie mir den Hufkratzer durch die Gitterstäbe durch. „Danke…“, moserte ich rum und kratzte ihr die Hufe aus. „Machst du die Stute wieder für Nate fertig?“ „Ja, die steht ja jetzt auch zum Verkauf und er überlegt sich, sie zu kaufen, wenn sie sich weiterhin so gut macht. Sie ist aber auch eine ganz liebe“, sagte die blonde Schönheit zu mir und kraulte die Ganasche von Arquera. „Sein Ernst? Er kauft momentan so viele Pferde und lässt sich alle fertigmachen.“ Sie zuckte nur mit den Schultern. „Ich hätte eh kein Geld für ein eigenes. Deshalb mach ich mir da keine Gedanken.“ Sie schloss gerade noch den Kehlriemen und nahm den Schopf unter dem schlichten Stirnriemen aus braunem Leder heraus und verließ dann die Box. „Warte! Ich hab da eine Idee!“, rief ich und stapfte mit meiner Stute in der Hand hinter ihr her. Völlig unbegeistert ging sie weiter, Arquera versuchte Rabea die Zügel aus der Hand zu schnappen und tänzelte etwas neben ihr. „Hau ihr mal eine vor die Brust, die hat das nicht zu machen!“, wandte ich ein und zog Diamond etwas hinter mir her. „Ich weiß, dass Nate eine Reitbeteiligung für Abs sucht. Erst zum Muskelaufbau und später vielleicht noch für ein, zwei Jahre als Reitbeteiligung. Er ist ja schon alt“, schmunzelte ich am Ende des Satzes. Ich räusperte mich. „Aalso, falls du da Interesse dran hättest…“, zwinkerte ich ihr zu und putzte mein Mädchen dann erst einmal ausgiebig. Sie hatte sich am gestrigen Tag auf dem Paddock gewälzt, während es regnete.

      Nathan | Ich legte gerade ein paar Stangen auf den teuren Hallenboden als die 18-jährige blonde Frau mit der Spanierstute zu mir in die Halle kam. „Na du, ist die immernoch so bekloppt und tänzelt neben dir her?“ Wieder hatte ich ein schelmisches Grinsen auf den Lippen. „Ja siehst du doch.“ Sie hatte nur kurz ein Lächeln im Gesicht bis es wieder ernster wurde. „Ich hab da so eine Frage, Nate…“ Aufmerksam hörte ich ihr zu, wie sie mir erklärte, dass sie sich um Abs kümmern wollte. „Geritten werden kann er die nächste Zeit aber nicht, da fehlen die Muskeln noch zu. Aber du kannst den gerne longieren und mit dem Spazieren gehen und sowas. Da freut der sich bestimmt.“ Ihre Augen strahlten vor Freude. „Hol den mal raus und dann führst du ihn ein bisschen, damit ihr euch erstmal kennen lernt“, sagte ich und stieg in den Sattel, wo ich erst einmal nachgurtete. „Mir ist das eigentlich auch ganz recht, dass du dich um ihn kümmerst, dich kennt er ja schon ein wenig.“ Ich trieb Arquera fein an und ritt sie ein paar Runden im Schritt warm. Wir kannten uns mittlerweile doch schon ziemlich gut, nachdem sie nun den zweiten Monat bei uns war. Ich sah immer wieder in Richtung Hallentor wurde dann aber doch von der Musik von Sick Puppies unterbrochen. Unbekannte Nummer. Ich zuckte mit den Schultern und ging ran. „German Horse Center, Nathan Scott?“, stellte ich mich vor und empfing eine dunkle Stimme. „Hunter Crowley. Ich wollte meinen Irish Tinker Mister Blockhead bei ihnen zum Beritt geben.“ Ich nickte. Dooferweise sah er dies nicht. Wie auch so durchs Telefon?! „Wie weit soll er denn ausgebildet werden?“ „Momentan ist er auf solidem E-Niveau und sollte bestenfalls auf A-Niveau vorgestellt werden. Wäre das machbar?“ „Natürlich, bringen sie ihn im Laufe der Woche vorbei, wenn es geht.“ „Wir kommen aus England, das dauert wohl etwas mit dem Transport und der Quarantäne. Ich melde mich später noch einmal.“ „Alles klar, dann bis später. Freut mich noch einmal von ihnen zu hören.“ Ich grinste nur und trieb Arquera in den Trab. Rabea kam gerade mit Abs in die Halle und knallte die Tür hinter uns. „Erschreck mich doch nicht!“, lachte ich und blieb auf dem mittleren Zirkel. Ich nahm Arquera auf, setzte mich dabei schwer hin, gab eine halbe Parade und schloss einen Moment lang die Oberschenkel. Arquera streckte sich kurz und so ritt ich sie wieder vorwärts. Da dies gut klappte, wagte ich mich nun an den Mitteltrab. Ich wechselte in die ganze Bahn um ihr mehr Sicherheit zu bieten. Kurz vor der Ecke nahm ich sie erneut auf und trieb sie fleißig vorwärts, bis ich spürte, dass Arquera anzog und sie mit dem Kreuz und hervorgeschobener Hand noch die Verbindung zum Pferdemaul hielt. 1-2-3-4 und schon fielen wir gewollt wieder in den Arbeitstrab. Ich lobte sie kräftig am Hals. Wir wiederholten im Training öfter diese kurzen Tritte, bis es ihr leichter fiel die Spannung zu halten und taktrein durch die Halle im Mitteltrab zu fußen. Zusätzlich übte ich mit ihr an den flüssigeren Übergängen, vorallem im Trab und im Galopp haperte es ein bisschen. Die Bahnfiguren klappten mit ihr jedoch sehr gut und sie lief sie sehr sauber unter mir. „Gut gemacht kleine“, lobte ich sie und stieg mit einem Grinsen ab. „Mir gefällt das Bild, dass ihr beiden abgebt. Du musst nichts zahlen, nur kümmer dich gut um ihn und dein Studium und wenn du mal nicht kannst, gib mir Bescheid, dann kommt er raus“, lächelte ich sie an. „Einverstanden!“ Ihr Lächeln zog sich über beide Ohren und freute mich doch. „Kannst auch mit dem eine kleine Runde um den Hof laufen, da freut Abs sich sicher“ „Okey, dann mach ich das mal“ sagte sie und verschwand noch vor uns aus der Halle. Attentivenly hatte momentan noch Pause und so brachte ich sie zusammen mit ihrem Fohlen Aerials auf eines der Paddocks. Die Weiden waren momentan einfach zu nass. In der Zwischenzeit putzte ich Grand Little, der mal wieder Mistflecken überall hatte. Ich sah auf mein Handy. 15:45 Uhr. Ich klingelte Brooke an, sie sollte gleich Little reiten und Christina würde mit Hollywood Undead II in der Stunde dabei sein und die ersten A-Sprünge gehen Zusammen mit Grand Little. „Kommst du? Grand Little ist schon gesattelt.“ „Ja einen Moment noch, ich bring Diamond noch eben weg und komm den dann an der Box abholen“,sagte sie hastig. „Ich kann den nicht einfach hier anbinden, ich stell den in die Box… Ich bau grad mit Rabea ein paar Sprünge auf. Wir treffen uns dann in der Halle“, sagte ich etwas genervt zu ihr. Immer diese extra Wünsche. Draußen war es echt kühl und es hatte wieder zu nieseln begonnen. Ich beeilte mich in die Reithalle und stellte ein paar Sprünge auf, darunter auch einen Oxer und ein paar Steilsprünge, eine Kombination. Alle waren circa 85cm hoch. Also alles noch im Rahmen für den Anfang. Am Ende der Stunde sollten sie die 1m geknackt haben und auch meistern können. „Weißt du eigentlich, dass Brooke mich manchmal aufregt?“, fragte ich sie leicht kopfschüttelnd. „Nein“, sagte sie und lächelte wieder. Sie war echt süß manchmal. „Ja… manchmal nervt sie richtig, vor allem, weil sie Diet Mountain Dew noch nicht reitet. Wenigstens ein bisschen im Schritt um langsam anzufangen“, erzählte ich ihr und achtete nicht auf meine Umgebung. „Was ist mit meiner Stute?!“, fragte meine kleine Schwester mich wütend mit meinem Hengst in der Hand. „Nichts, sie sieht gut aus hab ich Rabea gesagt.“ Rabea nickte und grinste schelmisch. „Will ich auch hoffen.“ Sie murmelte noch etwas Unverständliches und trat dann ein und nahm sich den Hocker um aufzusteigen. Während sie Grand Little warm ritt, kam auch Christina mit ihrer Palominostute, die sich gleich nach dem Hengst umsah und rosste. Bitte nicht, dachte ich und hoffte mal wieder auf das Beste. „Reitet sie die ersten 15 min warm, bis dahin quatsch ich noch ein bisschen“, sagte ich grinsend und schaute zu Rabea. „Ich würde dir ja anbieten ein Pferd zu holen und mit zu reiten, aber ich hab leider kein weiteres“, zuckte ich mit den Schultern. Dann sah ich zu Brooke. „Beine tief und Hände näher an den Körper, Brooke.“ Sie nahm es gleich auf und saß nun besser. „Ich hab Gwen eine neue Stute gekauft, die könntest du satteln und hier in der Stunde reiten, Gwen kann sie eh noch nicht reiten und will das auch gar nicht. Sie ist noch mit Hendersin beschäftigt“, bot Christina ihr an und sie sah verwundert aus. „Sicher, dass das klargeht?“ „Ja, natürlich, mach sie fertig und komm rein.“ Christina war eine nette Frau mittleren Alters, ihr Mann hatte nur kaum Zeit für sie, da er über die Woche auf Montage war. „Christina, du kannst schon mal über die kleinen Sprünge hopsen zur Gymnastizierung“, sagte ich und sah mir dabei ihren Sitz beim Sprung an. „Guut!“, das war wohl das Hauptwort der Stunde, so oft sagte ich es. Als Rabea mit Warrior Gun die Halle betraten sah ich wieder zu ihnen. „Da bist du ja endlich.“ „Ja die kleine war etwas eingestaubt“, grinste sie verlegen und stieg auf um die kleine Stute warm zu reiten. Ich erhöhte die Sprünge auf A-Niveau und ließ die beiden nach einander über den Parcour springen. „So ist gut Brooke, nehm ihn mehr auf und treiben, treiben, treiben!“ Meine Worte hallten in der Halle. „Guuuut.“ Grand Little wurde sicherer in den Sprüngen, sodass nun Hollywood an der Reihe war. Souverän meisterte sie die einzelnen Sprünge, sodass wir uns gen Ende an einen Parcour wagten. „Christina, Treiben!“ „Tu ich doch schon“, sagte die blonde Frau außer Puste. Hollywood kam locker über die Sprünge. Eine Leichtigkeit für die Stute. „Wenn du sie nicht so zurücknimmst, packt ihr beiden das locker. Also lass sie einen Moment vor dem Sprung los und du wirst sehen, ihr fliegt darüber!“ Christina nickte. Rabea trabte die Stute auf dem unteren Zirkel nun etwas und übte an der Stellung und Biegung der Stute. Nachdem sie meinen Rat befolgt hatte, lief es auch prima. „Jetzt bist du dran Brooke, nehm ihn ein bisschen auf, treib ihn aber weiter!“ Sie hörte auf meine Worte und auch sie meisterte den Parcour erfolgreich. „Herzlichen Glückwunsch ihr beiden, ihr könnt jetzt die nächsten Turniere auf A-Niveau gehen!“, lächelte ich die beiden an. „Reitet die beiden ab und dann seid ihr fertig für heute.“
    • Sosox3
      8. Pflegebericht
      Dezember 2017
      Abs‘ neue Reitbeteiligung?

      Brooke| „Weißt du eigentlich wie sehr mich das nervt, das ich mit Abs andauernd spazieren gehen kann? Das ist dein Pferd, nicht meins!“ „Ja… Ich weiß. Ich bin ja schon auf der Suche. Collin hilft uns ja auch schon bei der Suche und Rabea auch!“ Mir gefiel Nate´s lauter Ton mir gegenüber gar nicht. „Hör auf mich anzuschreien!“ Wütend sah ich auf den Boden und versuchte damit seinem bösen Blick auszuweichen. Ich spürte wie sich meine Sicht verschlechterte und sich Tränen in meinen Augen sammelten. „Ich schrei dich nicht an, wenn du mich nicht unter Druck setzt!“, wütend stampfte er aus dem Haus raus und ging vermutlich Richtung Stall. Ich konnte es nicht genau sagen, ich lief ihm ja nicht wie ein Hund hinterher. Ich griff nach Taschentüchern in meiner Tasche und wischte die Tränen weg. „Soll er doch machen, was er will“, murmelte ich enttäuscht und schniefte als ich die Tür rausging. Diet Mountain Dew sah zu mir auf als ich den Stall betrat und zu ihr rüberging. „Na, meine Hübsche“, sagte ich leise und öffnete die Boxentür. Ich sah noch einmal kurz vor die Tür und riss die Augen auf. „WO ist mein Hufkratzer?!“, sagte ich laut durch die Stallgasse. Ein leises „Fuck!“ hörte ich aus der Box nebenan und sah Rabea´s Kopf hochschnellen. „Tu-tut mir leid“, sagte sie mit einem Schiefen Grinsen im Gesicht. „Du hast damit jetzt nicht allen Ernstes die Hufe von Arquera damit ausgekratzt?! Weißt du eigentlich wie viele Bakterien dadran sind?“ Ich verstand so gedankenlose Gänge einfach nicht… Es dauerte nur ein paar Sekunden, da hielt sie mir den Hufkratzer durch die Gitterstäbe durch. „Danke…“, moserte ich rum und kratzte ihr die Hufe aus. „Machst du die Stute wieder für Nate fertig?“ „Ja, die steht ja jetzt auch zum Verkauf und er überlegt sich, sie zu kaufen, wenn sie sich weiterhin so gut macht. Sie ist aber auch eine ganz liebe“, sagte die blonde Schönheit zu mir und kraulte die Ganasche von Arquera. „Sein Ernst? Er kauft momentan so viele Pferde und lässt sich alle fertigmachen.“ Sie zuckte nur mit den Schultern. „Ich hätte eh kein Geld für ein eigenes. Deshalb mach ich mir da keine Gedanken.“ Sie schloss gerade noch den Kehlriemen und nahm den Schopf unter dem schlichten Stirnriemen aus braunem Leder heraus und verließ dann die Box. „Warte! Ich hab da eine Idee!“, rief ich und stapfte mit meiner Stute in der Hand hinter ihr her. Völlig unbegeistert ging sie weiter, Arquera versuchte Rabea die Zügel aus der Hand zu schnappen und tänzelte etwas neben ihr. „Hau ihr mal eine vor die Brust, die hat das nicht zu machen!“, wandte ich ein und zog Diamond etwas hinter mir her. „Ich weiß, dass Nate eine Reitbeteiligung für Abs sucht. Erst zum Muskelaufbau und später vielleicht noch für ein, zwei Jahre als Reitbeteiligung. Er ist ja schon alt“, schmunzelte ich am Ende des Satzes. Ich räusperte mich. „Aalso, falls du da Interesse dran hättest…“, zwinkerte ich ihr zu und putzte mein Mädchen dann erst einmal ausgiebig. Sie hatte sich am gestrigen Tag auf dem Paddock gewälzt, während es regnete.

      Nathan | Ich legte gerade ein paar Stangen auf den teuren Hallenboden als die 18-jährige blonde Frau mit der Spanierstute zu mir in die Halle kam. „Na du, ist die immernoch so bekloppt und tänzelt neben dir her?“ Wieder hatte ich ein schelmisches Grinsen auf den Lippen. „Ja siehst du doch.“ Sie hatte nur kurz ein Lächeln im Gesicht bis es wieder ernster wurde. „Ich hab da so eine Frage, Nate…“ Aufmerksam hörte ich ihr zu, wie sie mir erklärte, dass sie sich um Abs kümmern wollte. „Geritten werden kann er die nächste Zeit aber nicht, da fehlen die Muskeln noch zu. Aber du kannst den gerne longieren und mit dem Spazieren gehen und sowas. Da freut der sich bestimmt.“ Ihre Augen strahlten vor Freude. „Hol den mal raus und dann führst du ihn ein bisschen, damit ihr euch erstmal kennen lernt“, sagte ich und stieg in den Sattel, wo ich erst einmal nachgurtete. „Mir ist das eigentlich auch ganz recht, dass du dich um ihn kümmerst, dich kennt er ja schon ein wenig.“ Ich trieb Arquera fein an und ritt sie ein paar Runden im Schritt warm. Wir kannten uns mittlerweile doch schon ziemlich gut, nachdem sie nun den zweiten Monat bei uns war. Ich sah immer wieder in Richtung Hallentor wurde dann aber doch von der Musik von Sick Puppies unterbrochen. Unbekannte Nummer. Ich zuckte mit den Schultern und ging ran. „German Horse Center, Nathan Scott?“, stellte ich mich vor und empfing eine dunkle Stimme. „Hunter Crowley. Ich wollte meinen Irish Tinker Mister Blockhead bei ihnen zum Beritt geben.“ Ich nickte. Dooferweise sah er dies nicht. Wie auch so durchs Telefon?! „Wie weit soll er denn ausgebildet werden?“ „Momentan ist er auf solidem E-Niveau und sollte bestenfalls auf A-Niveau vorgestellt werden. Wäre das machbar?“ „Natürlich, bringen sie ihn im Laufe der Woche vorbei, wenn es geht.“ „Wir kommen aus England, das dauert wohl etwas mit dem Transport und der Quarantäne. Ich melde mich später noch einmal.“ „Alles klar, dann bis später. Freut mich noch einmal von ihnen zu hören.“ Ich grinste nur und trieb Arquera in den Trab. Rabea kam gerade mit Abs in die Halle und knallte die Tür hinter uns. „Erschreck mich doch nicht!“, lachte ich und blieb auf dem mittleren Zirkel. Ich nahm Arquera auf, setzte mich dabei schwer hin, gab eine halbe Parade und schloss einen Moment lang die Oberschenkel. Arquera streckte sich kurz und so ritt ich sie wieder vorwärts. Da dies gut klappte, wagte ich mich nun an den Mitteltrab. Ich wechselte in die ganze Bahn um ihr mehr Sicherheit zu bieten. Kurz vor der Ecke nahm ich sie erneut auf und trieb sie fleißig vorwärts, bis ich spürte, dass Arquera anzog und sie mit dem Kreuz und hervorgeschobener Hand noch die Verbindung zum Pferdemaul hielt. 1-2-3-4 und schon fielen wir gewollt wieder in den Arbeitstrab. Ich lobte sie kräftig am Hals. Wir wiederholten im Training öfter diese kurzen Tritte, bis es ihr leichter fiel die Spannung zu halten und taktrein durch die Halle im Mitteltrab zu fußen. Zusätzlich übte ich mit ihr an den flüssigeren Übergängen, vorallem im Trab und im Galopp haperte es ein bisschen. Die Bahnfiguren klappten mit ihr jedoch sehr gut und sie lief sie sehr sauber unter mir. „Gut gemacht kleine“, lobte ich sie und stieg mit einem Grinsen ab. „Mir gefällt das Bild, dass ihr beiden abgebt. Du musst nichts zahlen, nur kümmer dich gut um ihn und dein Studium und wenn du mal nicht kannst, gib mir Bescheid, dann kommt er raus“, lächelte ich sie an. „Einverstanden!“ Ihr Lächeln zog sich über beide Ohren und freute mich doch. „Kannst auch mit dem eine kleine Runde um den Hof laufen, da freut Abs sich sicher“ „Okey, dann mach ich das mal“ sagte sie und verschwand noch vor uns aus der Halle. Attentivenly hatte momentan noch Pause und so brachte ich sie zusammen mit ihrem Fohlen Aerials auf eines der Paddocks. Die Weiden waren momentan einfach zu nass. In der Zwischenzeit putzte ich Grand Little, der mal wieder Mistflecken überall hatte. Ich sah auf mein Handy. 15:45 Uhr. Ich klingelte Brooke an, sie sollte gleich Little reiten und Christina würde mit Hollywood Undead II in der Stunde dabei sein und die ersten A-Sprünge gehen Zusammen mit Grand Little. „Kommst du? Grand Little ist schon gesattelt.“ „Ja einen Moment noch, ich bring Diamond noch eben weg und komm den dann an der Box abholen“,sagte sie hastig. „Ich kann den nicht einfach hier anbinden, ich stell den in die Box… Ich bau grad mit Rabea ein paar Sprünge auf. Wir treffen uns dann in der Halle“, sagte ich etwas genervt zu ihr. Immer diese extra Wünsche. Draußen war es echt kühl und es hatte wieder zu nieseln begonnen. Ich beeilte mich in die Reithalle und stellte ein paar Sprünge auf, darunter auch einen Oxer und ein paar Steilsprünge, eine Kombination. Alle waren circa 85cm hoch. Also alles noch im Rahmen für den Anfang. Am Ende der Stunde sollten sie die 1m geknackt haben und auch meistern können. „Weißt du eigentlich, dass Brooke mich manchmal aufregt?“, fragte ich sie leicht kopfschüttelnd. „Nein“, sagte sie und lächelte wieder. Sie war echt süß manchmal. „Ja… manchmal nervt sie richtig, vor allem, weil sie Diet Mountain Dew noch nicht reitet. Wenigstens ein bisschen im Schritt um langsam anzufangen“, erzählte ich ihr und achtete nicht auf meine Umgebung. „Was ist mit meiner Stute?!“, fragte meine kleine Schwester mich wütend mit meinem Hengst in der Hand. „Nichts, sie sieht gut aus hab ich Rabea gesagt.“ Rabea nickte und grinste schelmisch. „Will ich auch hoffen.“ Sie murmelte noch etwas Unverständliches und trat dann ein und nahm sich den Hocker um aufzusteigen. Während sie Grand Little warm ritt, kam auch Christina mit ihrer Palominostute, die sich gleich nach dem Hengst umsah und rosste. Bitte nicht, dachte ich und hoffte mal wieder auf das Beste. „Reitet sie die ersten 15 min warm, bis dahin quatsch ich noch ein bisschen“, sagte ich grinsend und schaute zu Rabea. „Ich würde dir ja anbieten ein Pferd zu holen und mit zu reiten, aber ich hab leider kein weiteres“, zuckte ich mit den Schultern. Dann sah ich zu Brooke. „Beine tief und Hände näher an den Körper, Brooke.“ Sie nahm es gleich auf und saß nun besser. „Ich hab Gwen eine neue Stute gekauft, die könntest du satteln und hier in der Stunde reiten, Gwen kann sie eh noch nicht reiten und will das auch gar nicht. Sie ist noch mit Hendersin beschäftigt“, bot Christina ihr an und sie sah verwundert aus. „Sicher, dass das klargeht?“ „Ja, natürlich, mach sie fertig und komm rein.“ Christina war eine nette Frau mittleren Alters, ihr Mann hatte nur kaum Zeit für sie, da er über die Woche auf Montage war. „Christina, du kannst schon mal über die kleinen Sprünge hopsen zur Gymnastizierung“, sagte ich und sah mir dabei ihren Sitz beim Sprung an. „Guut!“, das war wohl das Hauptwort der Stunde, so oft sagte ich es. Als Rabea mit Warrior Gun die Halle betraten sah ich wieder zu ihnen. „Da bist du ja endlich.“ „Ja die kleine war etwas eingestaubt“, grinste sie verlegen und stieg auf um die kleine Stute warm zu reiten. Ich erhöhte die Sprünge auf A-Niveau und ließ die beiden nach einander über den Parcour springen. „So ist gut Brooke, nehm ihn mehr auf und treiben, treiben, treiben!“ Meine Worte hallten in der Halle. „Guuuut.“ Grand Little wurde sicherer in den Sprüngen, sodass nun Hollywood an der Reihe war. Souverän meisterte sie die einzelnen Sprünge, sodass wir uns gen Ende an einen Parcour wagten. „Christina, Treiben!“ „Tu ich doch schon“, sagte die blonde Frau außer Puste. Hollywood kam locker über die Sprünge. Eine Leichtigkeit für die Stute. „Wenn du sie nicht so zurücknimmst, packt ihr beiden das locker. Also lass sie einen Moment vor dem Sprung los und du wirst sehen, ihr fliegt darüber!“ Christina nickte. Rabea trabte die Stute auf dem unteren Zirkel nun etwas und übte an der Stellung und Biegung der Stute. Nachdem sie meinen Rat befolgt hatte, lief es auch prima. „Jetzt bist du dran Brooke, nehm ihn ein bisschen auf, treib ihn aber weiter!“ Sie hörte auf meine Worte und auch sie meisterte den Parcour erfolgreich. „Herzlichen Glückwunsch ihr beiden, ihr könnt jetzt die nächsten Turniere auf A-Niveau gehen!“, lächelte ich die beiden an. „Reitet die beiden ab und dann seid ihr fertig für heute.“

      Brooke| Ich schwitzte. Die Stunde war heute so anstrengend, aber lehrreich und gut. Christina und ich warfen Nate und Rabea einen Blick zu. Ich sah meinem Bruder an, wenn er jemanden attraktiv fand. Und genauso war es jetzt auch. „Immer diese Turteltäubchen“, murmelte ich grinsend. „Hmm?“ Manchmal stand Christina echt auf dem Schlauch. „Na Nate und Rabea. Da läuft bestimmt was“, grinste ich verschmitzt und meine Augen glühten. „Na das würde ich nicht sagen“, sagte die fast 40-jährige und warf dabei meinen Gedankengang bei Seite. „Wie sieht das denn für dich aus?“ „Die verstehen sich halt gut, nichts weiter“, sie zuckte mit den Schultern und ließ die Zügel von Hollywood Undead locker. Ich hingegen nahm Grand Little noch ein wenig mehr auf. Viel zu heikel ihn neben einer Stute zu reiten, noch heikler ihn dabei die Zügel lang zu lassen. „Was tuschelt ihr beiden denn?“, fragte Nate uns neugierig. „Gar nichts“, antwortete ich schnell und trieb Little einen Schritt zügiger. Nate nickte nur grüblerisch und wandte sich dann wieder seinem Blonden Engel zu. „Naja, ich bring den jetzt mal in die Box, ich muss so langsam noch das Getreide im Futterwagen auffüllen und die Pferde dann füttern“, ich stieg mit einem Satz ab und richtete die Abschwitzdecke ehe ich die Hufe auskratzte. „Tür frei bitte!“, rief ich noch einmal. „Ist frei!“, rief mein Bruder mit nach. Schnell war ich mit Grand Little aus der Tür raus und führte ihn zu seiner Box, als Gwen neben mir her ging mit ihrem Pony. „Und wie läufts?“, lächelte ich die 12-jährige mit ernsthafter Neugierde an und führte Grand Little ein Stück weiter von Hendersin weg. „Naja es geht so. Irgendwie will er momentan nicht so wie ich will und fängt manchmal einfach an durchzugehen“, sagte sie mir und klang dabei nicht grade erfreut. „Das ist schlecht. Frag Nathan später mal, ob du mit ihm nicht einfach mal eine Reitstunde bei unseren Bekannten nehmen kannst. Die haben momentan nur Berittpferde und ein Paint Horse Fohlen um welches sie sich kümmern. Vielleicht haben die ja Zeit.“ „Meinst du wirklich das wird wieder? Ich hab da manchmal schon ein bisschen Angst.“ Gwen war Zucker. „Das brauchst du aber nicht. Im Winter werden die immer ein bisschen knackiger. Stell den mal ein bisschen länger aufs Paddock. Ich kann das natürlich auch machen, aber so kann er die Luft schon mal rauslassen und wenn du kommst ist er dann ein bisschen ausgelassener“, schlug ich noch einmal vor. „Gut, dann probieren wir das so noch mal“, sagte sie und lächelte. Ich schaute zu dem Großpferd neben mir, der die Ohren anlegte. „Grumpel“, flüsterte ich und sah dann zu dem Ponyhengst, den es nicht mal im Ansatz juckte, dass der Große die Ohren anlegte. „Naja ich füttere mal die Pferde und bring den guten hier weg.“
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    Himmel - ungepflegte Pferde
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    Sosox3
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    3 Apr. 2017
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    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Grand Little
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    Abstammung

    Von Grey Storm
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Von unbekannt Aus der unbekannt | Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der Ivi
    Von Dios de la Luna Aus der Princessa de la estrella

    Von unbekannt Aus der unbekannt | Von unbekannt Aus der unbekannt


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    Holsteiner-Pinto

    02.01.2006| Hengst| 155cm
    Grey Tobiano | Grauschecke
    Ee Aa Gg nTo
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    Grand Little stammt aus dem Grey Storm und der Ivi, welche beide ausgewählte Zuchttiere waren. Von seinem Zuchtgestüt aus wurde er mehrfach verkauft und soll auf Roanoak Stables fürs erste bleiben und als Zuchthengst sein Leben genießen.
    Der mittlerweile erfolgreiche Zuchthengst bestreitet lernwillig und aufmerksam seine Arbeit am Sprung als auch im Viereck. Nur die Halle beäugt er noch etwas misstrauisch. Mit dem Wallach Abs versteht er sich aber blendend.

    freundlich, temparamentvoll und schlau.

    Besitzer: Nathan Scott (22)
    Züchter: Unbekannt, Deutschland
    VKR/Ersteller: Ivi.kiwi
    Kaufpreis: 0 Joellen
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    Platzierungen 2/4/5
    Trainingsstatus aktiv
    Registriert in -

    Dressur E A L M S
    Springen E A L M
    Military E A L
    Western E A L
    Galopprennen E A L

    Klasse E
    205. Galopprennen, 2. Platz
    244. Distanzturnier, 3. Platz
    435. Springturnier, 3. Platz
    111. Westernturnier, 2. Platz
    141. Dressurturnier, 1. Platz
    449. Springturnier, 2.Platz
    Klasse A
    142. Galopprennen, 3. Platz
    112. Westernturnier, 3. Platz
    143. Dressurturnier, 2. Platz
    Klasse L
    149. Galopprennen, 3. Platz
    188. Dressurturnier, 1. Platz


    Inoffiziell

    -

    Zuchtverband
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    Hengstleistungsprüfung September - 5.9

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    Zuchtverfügbarkeit [​IMG] Offen [​IMG]
    Zuchtbedingungen:
    Nur offen für Warmblutstuten
    Stuten müssen mind. in der A Dressur platziert sein
    Name des Fohlens muss bei Hengstfohlen den Anfangsbuchstaben des Vaters erhalten
    Eingetragene Zucht: Roanoke Stables
    Decktaxe: 375

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    BHK 326

    Züchter/Herkunft: Unbekannt, Unbekannt
    Nachkommen: [​IMG] Skittles

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    PNG | Puzzel PNG | Offizieller Hintergrund