Arktiswolf

Graceful Eclipse | ♀

Barock Pferd (Friese X Lusitano) | Im Besitz seit 2.September.2015

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Graceful Eclipse | ♀
Arktiswolf, 28 Dez. 2015
Cascar gefällt das.
    • Arktiswolf
      Hoch und Tief

      Der Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich vielleicht mal etwas in die Pötte kommen sollte. Schnaufend befreite ich mich aus der Umarmung. Lars brummelte. Vorsichtig rutschte ich zur Bettkante und schlüpfte mit meinen nackten Füßen in meine Pantoffeln. Es war kalt im Zimmer, bloß schnell in die Küche. Ich reckte mich noch, um mich wieder bewegen zu können und stupste meinen Freund leicht an „Wir müssen aufstehen Lars. Ich bin schon mal unten.“ „Hmmhh..“, er drehte sich rum. Mit einem leichten grinsen und kopfschüttelnd bewegte ich mich die Treppe runter. In der Küche angekommen deckte ich den Tisch, nicht sehr viel Aufwand bei zwei Personen. Grade fertig mit decken tauchte auch Lars auf. „Schon fertig?“ Ich nickte. „Morgen erstmal, ne?“, meinte ich dann grinsend. Ein Lachen konnte er sich nicht verkneifen. „Guten Morgen mein Schatz“, ein Kuss folgte. Am Frühstückstisch würde der Schlachtplan für den heutigen Tag folgen. Ich setzte mich schon mal und begann mein Brötchen fertig zu machen, während Lars sich noch Kaffee kochte. Brrr.. Kaffee – nicht so meins – mit meinem Kakao war ich sehr glücklich. Einen kräftigen Bissen nahm ich von meinem Käsebrötchen, während Lars sich setzte. „So. Was steht heut an? Die Kleinen kommen heute, oder?“ Ich nickte, denn ich war immer noch mit meinem Käsebrötchen beschäftigt. „ Ist alles dafür schon fertig?“ Noch am kauen nickte ich, aber hob die Hand um ihm zu verdeutlichen, dass ich dazu noch etwas sagen wollte. Der letzte Bissen war runtergeschluckt: „ Prinzipiell schon, die kommen doch zu Gracie in den kleinen Laufstall.“ „Meinst du das geht gut?“ Die Kleinen waren nicht nur vom Alter klein, was Grace auch war, sondern wirklich klein. Zwei Miniature Horses. Und Grace war normal groß. „Hoffe ich doch.“ „Okay.“, meinte er nickend. Wir Frühstückten zu Ende ehe wir uns fertig anzogen und auch schon nach draußen verschwanden um das Tageswerk zu beginnen.

      Als wir vor der Tür standen genoss ich es einen Augenblick mein Gesicht der Sonne entgegen zu strecken, die letzte Zeit hatte es viel geregnet, richtiges Winterwetter hatte es diesen Winter bisher kaum gegeben, dennoch war es kalt und ekelhaft gewesen. Dann folgte ich Lars zu den Ställen. Er hatte schon begonnen den Pferden ihr Frühstück zu geben. „Stutenstall ist fertig, ich mach jetzt die Hengste.“ „Gut, dann nehm ich was übrig bleibt.“, meinte ich und schnappte mir einen Futterwagen, womit ich mich aus dem Hauptstall, welcher die Zuchthengste und Anwärter beherbergte, auf dem Weg zu einem der Nebengebäude machte. Hier waren die Pferde und Ponys untergebracht, welche nicht eine unserer Hauptzuchtlinien waren. Also eher die Hobby Pferde. Nacheinander bekamen Davour, Valentine´s Candy Fireflies, Flaschenzieherin, Rumpelstielzchen, Pancake Killer und Umpalumpa ihr Futter. Ebenso wie die Araber, gekört und ungekört, Asfari Sharin, Laheeb al Amara, Eisenmann und Famiah und meine Berber Stute Pangäa, die auch hier untergebracht waren, da sie nur eine Nebenzucht waren. Am Ende des Gebäudes befand sich der Jungpferde Laufstall, in welchen heute die beiden neuen Jährlinge einziehen sollten. Eigentlich schon anderthalb, bald zwei. Am Tor stand Graceful Eclipse. „Na Gracie?“, begrüßte ich die Stute. Das große Mädchen steckte mir freundlich ihren Kopf entgegen, sodass ich sie krabbelte während ich ihr Futter in die Raufe schüttete. Auch hier kontrollierte ich routinemäßig die Tränke und nahm mir kurz die Zeit die Stute in Augenschein zu nehmen, aber wie immer war alles in Ordnung. Glücklich klopfte ich Grace den Hals, worauf hin sie mich an stupste. So ein freundliches Pferd hatte ich selten erlebt und mit Spannung wartete ich darauf wie sie sich unterm Sattel und bei sonstiger Arbeit machen würde. Sie war echt ein Herzenspferd. Aber weiter ging es, also wieder in den Hauptstall und den Futterwagen weggebracht und neu aufgefüllt. Beim Verrichten davon kam ich bei All Pride vorbei, im Gegensatz zu sonst kam er nicht zur Boxentür um sich ein Leckerchen zu egammeln. Noch so eines meiner Lieblingspferde, auch wenn er jetzt wohl noch faul im Stroh lag. Generell haben wir viele wundervolle Pferde. Was würde ich nur ohne sie machen? Und ohne Lars? Aber sie sind alle hier. Glücklich machte ich weiter. Vom Heuboden schmiss ich einen kleinen Quarder Stroh runter und transportierte ihn mit einer Schubkarre zum Hänger. Eine neue Schubkarre könnten wir mal gebrauchen, diese hier war etwas schrottig. Aber es reichte, ich und das Stroh kamen beim kleinen Hänger an, wo ich eine Schicht drin verteilte. Der Hänger war eigentlich ein Schafhänger. Aber wofür den riesen Häger mitnehmen, dieser war für zwei so winzige Pferdchen viel sicherer und auch angenehmer zu fahren. Würde Lars fahren? Das müsste ich ihn noch fragen. Aber so oder so würde ich auf jeden Fall mit zum Abholen. Mit dem restlichen Stroh ging ich zurück zum Hauptstall. Eigentlich könnte ich es auch im Stutenstall verteilen. Wieso nicht? Die würden sich freuen. Also nahm ich einen kleinen Umweg und brachte das restliche Stroh zu den Stuten. Das ganze wurde im Laufstallverteilt, wo die Zuchtstuen standen. Nosferatu, Draculas Wife, Star, Happy Steffi, Siana, Knifes and Pens, Antigone, Vanity und Lillifee freuten sich drüber und ein Großteil stürzte sich sofort drauf. Vanity zickte etwas herum doch Siana bot ihr direkt Einhalt. Dennoch musste ich lachen als Knive lieber reißaus nahm und sich mit etwas Stroh davon machte. Frisches Stroh war recht beliebt, Heu und Kraftfutter oder Frischfutter natürlich mehr, aber momentan gab es für die Zuchtstuten fast nur Heu. Ein paar Zusätze gabs dennoch, für die Entwicklung der Fohlen. Aber es passt so. Es gab immer gesunde kräftige Fohlen. Und ab Frühjahr sind sie ja auch draußen. Nach kurzen Recken nahm ich die Schubkarre wieder auf und ging an den Einzelboxen der ungekörten Stuten, sie standen alle noch im Training, Wie konntest du nur, Drachenlady, I like it, De Luxe, White Dance, Snow Whites Beauty und Juwel der Stille vorbei. Einige neugierige Nasen reckten sich mir entgegen, aber es gab keine Leckerchen. Like versuchte es mit quitschen und empörten treten gegen die Boxentür. „Hör auf du Zicke! Ich hab nichts!“, vesuchte ich ihr klar zu machen. Zufrieden war sie dennoch nicht, sie warf mir einen trotzigen Blick zu. Einfach ignorieren, sie war eben so. Eine der kleinen Stalldiven.

      Grade als ich die Schubkarre abstellte kam Lars an: „Kommst du gleich mal?“ Er machte so ein besorgt-wichtiges Gesicht. Nickend fragte ich: „ Klar, was ist denn?“ „Gleich. Ich muss wieder zu Dracula.“ Schon war er wieder verschwunden. Anscheinend hat er Dracula bewegt. Gut, dann muss ich das nicht mehr machen, der Kerl war auch heute mit Training dran. Worums aber geht..? Hoffentlich ist nichts mit Dracula passiert. Sorgen breiteten sich aus. Das Zurecht legen des Sattelzeuges der Pferde die heute geritten werden sollten müsste warten, erstmal würde ich nach schauen was los ist.
      Lars war grade Dracula am abbürsten. Dee hatte ordentlich geschwitzt sah ansonsten aber quitsch lebendig aus und hibbelte wie immer ein bisschen herum und machte uns das Leben schwer. „HEY!“ Ich schreckte aus meinen Gedanken auf. Lars verpasste Dee einen kräftigen Klaps. „Er hat mich gezwickt.“, entschuldigte er sich und verzog das Gesicht. „Frechdachs. Aber er ist dennoch gut.“ „ Ich hab ihn mal ein bisschen gefordert, Medy hat gute Arbeit geleistet, der geht ne super L Dressur mitlerweile.“ „Wir könnten sie ja nochmal kommen lassen oder meinst du er wäre mit mehr Überfordert?“, fragte ich nachdenklich und kam naher um den Ponyhengst zu krabbeln. Dee ließ mal seine hengstige Seite fallen und drückte sich meiner Hand entgegen. „was du nur immer mit den Pferden machst!“, meinte Lars lächelnd. Dees Lippe zuckte, der Mascho genoss es sichtlich. „Achja und wir können ja mal mit Medy telefonieren was sie dazu meint.“, er schwieg kurz, setzte an etwas zu sagen, aber überlegte es sich doch anders. Nach einem Moment der Stille und einem Stirnrunzeln von mir kam er doch noch zu Punkt: „Ich glaub Pride geht’s nicht so gut.“ Nein! Ich verkrampfe leicht, „ Könnte ne Kolik sein.“ Dracula wurde unruhig, ich hatte unbewusst aufgehört ihn zu krabbeln. Meine Hand hing nur noch angespannt an seinem Hals, ich nahm sie weg. „Es ist noch nicht so schlimm. Ich hab den Tierarzt vorhin schon angerufen er kommt nachher.“ Ich nickte. „Magst du nach ihm schauen? „, fragte er sanft und legte mir seine Hand auf die Schulter. „Du kannst am besten mit ihm. Ich kümmer mich hier um den Rest. „Ja“, kam es leicht krazig aus meinem Mund. Er schenkte mir einen mitleidigen Blick, denn er wusste wie viel mir Pride bedeutete. Dann nahm er Dracula um diesen wieder in seine Box zu bringen. Also auf zu Pride. Wird schon nicht so schlimm sein. Warum hab ich das nicht gemerkt heute Morgen als er nicht raus geschaut hat! Ich hätte nach ihm schauen sollen.
      So schnell war ich noch nie bei einer Box gewesen. Vorsichtig lugte ich durch das Boxen Gitter. Da lag er im Stroh. Zumindest wälzt er sich nicht. Schwitzig sah er aus und er blähte auch die Nüsten. „Hallo Kleiner!“, begrüßte ich ihn leise und schob den Riegel zu Seite um einzutreten. Prides Blick wanderte zu mir. Langsam ging ich zu ihm hin und hockte mich neben ihn. Er legte mir pracktisch seinen Kopf in den Schoß, mir kamen beinahe die Tränen. Ich streifte ihm sein Halfter über und stand dann auf. „Komm! Hoch!“, versuchte ich ihn zum Aufstehen zu bewegen. Schnaufend kam er hoch. Zumindest das Geschafft. Er spannt den Bauch. Jetzt mal ein bisschen Bewegung, dass hilft. Hoffentlich kommt der Arzt bald. Mit einem sanften zupfen am Strick brachte ich ihn dazu mir zu folgen. Aus der Box raus, er sah nicht gut aus. Die Tränke hatte aber funktioniert, also lag es nicht daran. Erstmal würden wir ein paar Runden drehen.
      Es dauerte bis der Tierarzt kam. In der Zwischenzeit war ich mit Pride Runde um Runde gegangen und hatte immer wieder versucht ihm etwas Wasser anzubieten – bisher ohne Erfolg. Lars schaute auch immer wieder vorbei: „Wie geht’s ihm?“ „Nicht so gut.“ „Wenn du was brauchst sag mir Bescheid. Ich hab mein Handy dabei.“ „Klar“, meinte ich und schenkte ihm ein Lächeln. „Looki ist jetzt auch bewegt. Ich war eben mit ihm in der Halle und bin ein bisschen gesprungen..“, er hielt inne und grinste mich leicht an, „.. es war intressant, aber ich glaube nicht das er ein großes Springpferd wird. Cavalettis schafft er aber.“ Lars zwinkerte mir zu. Bei dieser Vorstellung wie er Looki wohl mit großem Aufwand zum Springen gebracht haben musste musste ich lachen. „Überlass das besser uns.“, ich schaute etwas wehleidig zu Pride. Er und ich – das war ein Team – wir waren beide unglaublich springbegeistert und kamen super miteinander aus. Aber ans Springen war momentan nicht im Entferntesten zu denken. „Ich bring jetzt erstmal die Zuchthengste in die Führmaschiene und dann reit ich noch Club.“ Ich nickte. Dann waren zumindest schon mal Admiral, Frisco, Coco´s Landzauber, Legacy of Gold, Golden Pirate, A le Hop und Club Can´t Handle Me bewegt.
      Endlich traf der Tierarzt ein. Ein schaute sich Pride genau an, tastet ihn ab. Drückte hier und da. Armer Kerl, er hatte echt Schmerzen. Und jetzt drückt der Arzt auch noch an ihm rum. Beruhigend streichelte ich ihn. „Also „, setzte der Tierarzt an, „ es ist wie sie dachten eine Kolik. Das Führen war schon eine gute Maßnahme, ebenso wie das Anbieten von Wasser. Ich werde ihm jetzt eine Krampflösende Spritze geben und ein Schmerzmittel.“ Den Strick fest in der Hand streichelte ich Pride und redete mit ihm um ihm abzulenken: „Schau her Junge! Alles wird gut. Hhmm? Ja, mein lieber Pride.“ Der Arzt setzte die Spritzen geschickt und Pride blieb brav. Er war aber auch fertig. “ Sie können ihn dann wieder in die Box stellen. Achten Sie darauf ob er trinkt. Aber er sollte erstmal noch nichts fressen. Wenn es sich bessert kann er wieder kleine Portionen Heu bekommen, was dann langsam gesteigert werden kann. Wenn es aber nicht besser wird sollten sie mich nochmal Kontaktieren, aber ich denke hiermit sollte es getan sein.“, wies der Arzt mich an. „Okay alles klar.“, ich verabschiedete mich mit einem Händeschütteln und brachte Pride etwas erleichtert in seine Box zurück. Dort räumte ich alle Futter Reste raus und stellte ihm zusätzlich zur Tränke einen Eimer mit lauwarmen, frischen Wasser in die Futterraufe. Es schien ihm schon jetzt etwas besser zu gehen. Zumindest steht er und ist nicht mehr schwitzig.
      Nach kurzem Tätscheln ließ ich ihn dann alleine, mein Magen grummelte schon seit geraumer Zeit und es waren noch andere Pferde um die ich mich heute kümmern müsste. Und die zwei Neuen! Erschrocken schaute ich auf meine Uhr. Vier Uhr. Mist. Eigentlich hätte ich vor einer halben Stunde bei der Züchterin sein sollen. Hastig zog ich mein Handy aus der Hosentasche – kein verpasster Anruf. Also machte ich mich auf die Suche nach Lars. Wie es schien hatte er inzwischen schon alle Hengst wieder in ihre Boxen gebracht, denn die Führmaschine war leer. Als ich die Futter- und Sattelkammer betrat bemerkte ich eine Notiz am Brett
      ‚Bin die Kleinen abholen. Hoffe du bist nicht sauer, dass du nicht mit bist ;)
      Lars‘
      Glückgehabt, es wäre mir sehr unangenehm gewesen, wenn niemand pünktlich dar gewesen wäre. Und ich war nicht sauer. Auch wenn ich natürlich schon sehr gerne mitgekommen wäre. Hatte er gut gemacht. Aber ich sehe die Kleinen ja nachher. Motte und Porcelain Doll. Beim Überprüfen der Tabelle stellte ich auch fest das Lars auch anscheinend noch unseren alten Herren Wild Dream geritten war, so hatte ich jetzt eigentlich nur noch ein Pferd heute zu reiten. Bei übriger Zeit würde natürlich sich auch keines der restlichen Pferde dagegen wehren, aber es gab immer einige „Pflicht“-Pferde, danach kamen die Optionen. Aber erstmal ging ich jetzt ins Haus. In der Küche stellte ich auch fest, dass Lars sogar gekocht hatte. Wie ich ihn liebe! Er hatte heute echt gerackert.
      Nach dem Essen ging ich wieder gestärkt erstmal nach Pride schauen, ich erwischte ihn grade mit dem Maul im Wassereimer. Erleichtert seuftze ich, worauf hin er seine Nase hob und ans Gitter presste. „Nein, Pride du kriegst nichts. Du willst doch wieder Gesund werden.“, wähnte ich. Weil ich ihn aber nicht so stehen lassen wollte kraulte ich ihn, es schien ihm schon deutlich besser zu gehen. Wie schön! Ich merkte wie ich deutlich entspannter wurde. So und jetzt kommt der Spaßige Teil des heutigen Tages.
      Roi du Soleil stand schon ungeduldig an seiner Boxen Tür, er war noch ziemlich neu doch hatte er sich schnell eingelebt und wartete nun jeden Tag auf seine Beschäftigung. "Hey du!", begrüßte ich den hübschen Hengst. Roi stampfte mit dem Huf auf und nachdem ich ihm diese ausgekratzt hatte und ihn mit Halfter am Strick aus der Box führte schien er fast etwas beleidigt. Armer Kerl, musste er heute so lange warten bis er dran war. Sonst war er früher.. Also schnell geputzt bis das rote Fell in der restlichen winterlichen Sonne funkelte und dann den Sattel drauf gepackt. Schnell flitze ich noch in die Sattelkammer um meinen Helm zu holen und nahm dabei wieder die halbe Tür mit "Autsch!" "Was für´n Mist!", fluchend ging ich wieder zu Roi zurück, darauf bedacht nicht weitere Ecken mit zu nehmen, der blaue Fleck würde nun reichen. Relativ flott war der Kerl gesattelt und als würde er sich bedanken wollen, dass er jetzt endlich seine heiß ersehnte Bewegung bekäme, stupste er mich sanft an. Lächelnd krabbelte ich ihn zwischen den Ohren. Brav folgte er mir zum Reitplatz, das Wetter war heute wirklich gnädig, blauer Himmel und Sonne. Naja kalt war es immer noch. Und feucht. Vom ganzen Regen. Aber was sollte man erwarten? Mit dem was man hat sollte man sich zufrieden geben und sich freuen. Ich öffnete unter einiger Anstrengung das Tor, da müsste man noch mal was dran machen, es funktionierte nicht mehr ganz so wie es sollte. Darum war ich froh als ich es wieder geschlossen hatte und im weiß umzäunten Reitplatz stand. Roi war hibbelig, das merkte ich schon beim aufsteigen. "Hey!", stehen bleiben war wohl nicht drin.. Schnell schwang ich mich hoch und ihn dann, er war einfach losgelaufen, anzuhalten und rückwärts wieder zum Ursprungsort zurück zu kehren. Dort ließ ich ihn erstmal stehen. Passte ihm natürlich nicht und er schlug mit dem Kopf. "Selber Schuld, wer sich bewegen will muss dennoch auf mich hören.", meinte ich etwas genervt. Als er es dann doch schaffte ruhig zu stehen durfte er dann endlich auch gehen. Im Schritt ging es einige Minuten über den Platz bis Roi gut aufgewärmt war. Dann sollte er traben. Die nächste Hürde an diesem Tag. Lief heut nichts wie es sollte? Sanft berührte ich seine Flanke und Roi preschte los als würde er ein Rennen laufen. Ein Galopprennen. Gegen die Schnellsten. Und er hält mit. "Hör auf!", schnauzte ich ihn an. Ein paar sehr eindeutliche Paraden und Volten ließen ihn zu seinem Glück wieder langsamer werden. So geht man nicht mit mir als reiter um. Hatte er jetzt gemerkt, würde er, hoffte ich für ihn, nicht nochmal machen. "Nächstes mal wirst du vorher longiert!", meinte ich zu ihm. "Was?", kam es zurück. Verwirrt schaute ich mich um und entdeckte Lars am Zaun, der musste natürlich lachen, ich schien wohl recht verdutzt zu schaune. Ich manovrierte Roi im lockeren Trab zu Zaun und ließ ihn dort anhalten. Na bitte, ging doch. Er stand ruhig. "Dachtest du dein Pferd spricht mit dir?", meinte Lars schmunzelnd. "Ich war mir nicht ganz sicher und habe schon an meiner Zurechnungsfähigkeit gezweifelt!", erwiederte ich lachend. "Wo sind denn die Kleinen?" "Ordentlich verstaut im Stall. Alles super gelaufen, sind brav in den Hänger und haben es sich dort bequem gemacht. Zwei ganz süße sind das!" "Super! Ich schau sie mir an, wenn wir hier fertig sind." "Lass dir Zeit mit Roi die Kleinen rennen schon nicht weg!", meinte Lars frech. Ich zog eine Schnute, doch musste dann lächeln, er kannte mich einfach zu gut. "Jaja." Also widmete ich meine Aufmerksamkeit wieder Roi. Erst lobte ich ihn natürlich, dass er so lange brav und ruhig gestanden hatte. Da hatte es wohl klick gemacht wer das sagen hatte. Als ich antrabte meinte Lars noch:"Ich mach schon mal die Abendrunde." Ich nickte nur. Ich hatte gar nicht wirklich wahrgenommen das es schon recht düster wurde, aber der Tag würde bald zuende sein. Roi stellte sich beim restlichen Reiten vorbildlich an, er arbeitete toll mit und bot sich von selber an. Fleißiger Junge! Als ich schließlich beendete schien er mit sich selbst sehr zufrieden zu sein und sich, zum Glück, gut ausgepowert zu haben. Ich würde mit Lars besprechen ein Paddock an seine Box zu Bauen, denn umziehen lassen wollte ich ihn nicht. Dort wo er momentan stand stand er eigentlich gut. Umzüge waren immer so große Pferde hin und her Schieberreien. Denn es konnte ja uch nicht jeder überall stehen. Also wäre ein neues Paddock die simpelste Möglichkeit. Klar, es müsste auch noch ein Durchgang nach Außengebaut werden, aber hey! Wofür hatte man einen handwerklich begabten Freund? Als Roi wieder in seiner Box stand könnte ich gar nicht schnell genug Sattel und Putzzeug wegräumen. Beinahe vergaß ich zu kehren. Doch der drohend in der Stall Gasse stehende Besen erinnerte mich daran. Seuftzend nahm ich ihn und beseitigte den Dreck vor Rois Box. Schließlich konnte ich mich doch endlich in Richtung Laufstall auf machen, auf dem Weg kam mir Lars entgegen. "Sie stehen doch im Laufstall?" "Ja, ich hab ihnen aber erstmal ein eigenes Stück abgetrennt, dass sie nicht sofort zu Gracie müssen." Ich nickte. "Bin gleich auch mit Füttern fertig. Dann geh ich rein. Pride geht es übrigens schon eindeutig besser." Erleichtert lächelte ich, er war mein Liebling, ohne ihn.. ich wollte es mir gar nicht vorstellen. Lars und meine Wege gingen wieder auseinander, ich betrat das Gebäude in welchem sich der Laufstall befand. Dunkelheit empfing mich. Licht an. Da standen sie.. zusammen gekuschelt bei Gracie. Absperren hatte wohl nichts gebracht. Motte und Porcelain Doll hatten sich einfach durch den sorgfältig aufgestellten Zaun gequetsch, wie war auch mir ein Rätsel. Verschlafen blintzelten mir drei Augenpaare entgegen. Lars hatte recht, sie würden mir nicht weglaufen, daher beschloss ich den dreien ihre ruhe zu lassen. Für die beiden Minis war der Tag schon aufregend genug gewesen. Lich aus und wieder raus. Lars war warscheinlich schon fertig. Auf dem Weg zum Haus ging ich nochmal bei Pride vorbei. Ruhig lag er im Stroh. Als ich langsam den Riegel aufschob und zu ihm rein ging, reckte er mir den Kopf entgegen und blieb völlig entspannt liegen. Vor seinem Bauch ließ ich mich nieder und lehnte mich gegen ihn, seinen Kopf legte er mir nun fast in den Schoß. Die Ruhe die er ausstrahlte ging auch direkt auf mich über. Nach diesem stressigen und aufregenden Tag könnte ich endlich wieder durchatmen. Vertrauensvoll ließ er sich von mir umarmen und krabbeln. Wir beide, das war was. Ich liebte diese Momente, die einem beinahe verzaubert vorkamen, etwas unreal, aber dennoch wundevoll. Ich strich noch einige male über sein braunes, weiches Ponyfell, bevor ich auf stand, aus der Box ging und mich, wieder etwas unbefangener, zum Haus und zu Lars aufmachte. 28 Feb. 2015
    • Arktiswolf
      Ein bisschen schlauer

      Früh am morgen riss mich mein Handy aus dem Schlaf. Was?
      'Pony abholen! <3'
      Etwas verwirrt wischte ich über den Touchscreen. Noch war mir der Sinn dieses Weckers nicht eingefallen, während ich aber brav ins Badezimmer tapste. Langsam legte sich der Schleier der Nacht von meinem Geist und es viel mir wieder ein. Croc würde bald am Flughafen ankommen! Der Hannoveraner Hengst war nun schon zum vierten Mal von Catalina Dixon trainiert worden. Diesmal war er aber dafür nach Schottland geflogen. Eine gute Übung. So talentiert wie sich mein Großer zeigte würde er öfter fliegen müssen, auch hatte ich ihn wieder in die Hände der Trainerin geben wollen, welche ihn schon gut kannte und welche ich auch kannte. Croc sollte keine schlimmen Erfahrungen machen müssen.
      *
      Der Hänger war ebenso wie die Box fertig gemacht. Grade als ich angehängt hatte und es mir auf meinem Sitz bequem machen wollte fiel mir noch was ein. Die Kleinen können schon raus! Es sollte heute, wie auch die letzten Tage, schrecklich heiß werden. Da kamen die Pferde raus auf die Koppel, auch wenn es im Hauptstall schön kühl war. Das gute alte Gemäuer bringts wirklich. Aber da stehen ja nicht alle. Flink huschte ich noch einmal aus dem Wagen und eilte zu einem der großen Laufställe. Nachdem ich den Riegel zur seite geschoben hatte stämmte ich mich mit aller Kraft gegen das Schiebetor - Warum waren die Dinger so groß? Das brauchen noch nichtmal 2 Meter Pferde! - und stämmte es auf. Es dauerte keine Minute bis die drei Junghengste Pancake Killer, Valentine´s Candy Fireflies und ZM´s Zanaro, um sie auch mal beim vollem Namen zu nennen, verstanden hatten was passiert war und an mir vorbei auf die Koppel rauschten. Dicht gefolgt natürlich von den beiden Mini Hengsten Rumpelstielzchen und Umpalumpa. Ich eilte auf die andere Seite der Halle um dort das zweite Tor zu öffnen. Es befanden sich nämlich zwei Laufställe in dem großen gemauerten Gebäude. Nachdem auch die beiden zweijährigen Stuten Graceful Eclipse, Foggy Dew und die Miniatur Horse Fohlen Motte und Porcelain Doll an mir vorbei gedüst waren - natürlich auf eine andere Koppel, ich war ja nicht leichtsinnig - eilte ich zum Auto zurück. Jetzt aber ran halten! Bald ist Croc da!
      *
      Tief einatmen.
      Alles hatte geklappt, das Pony war wohlbehalten im Hänger, ich brauchte mich nicht mehr stressen. Etwas spät war ich gewesen, aber noch passend. Beim Zoll gab es keine Probleme. So glatt wie es eigentlich immer laufen sollte. Ich konnte mich also auf den Heimweg machen. Mein Handy schnappte ich mir bevor ich los fuhr aus der Halterung und wählte eine der wenigen Nummern die ich auswendig konnte. Wenn der die Nummer wechselt.. "Hey Lars!", begrüßte ich meinen Freund,"Croc ist wieder da und sieht auch schon viel schlauer aus!" Ein Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen und auch am anderen Ende der Leitung war ein kurzes Prusten zu hören. "Dann kann der Hufschmied also weiterhin heute abend an ihn ran?", hakte Lars nach. "Ich denke schon, er macht einen fitten Eindruck!" "Sehr gut, dann sehn wir uns nachher!" "Bis dann!"
      *
      Croccantino war flott übergeputz. Jetzt wendete ich mich Dracula zu, der sollte schließlich auch keinen schlechten Eindruck bei der Hufschmiedin hinterlassen. Ich hatte eben erfahren, dass eine Frau kommen würde, aber es war mir prinzipiell egal. Haupsache sie verpfuscht nichts. Croc und Dracula sollten bald einige Prüfungen laufen, unter anderem auch unter den Augen einer Körkommission. Ich hoffte die beiden dieses Jahr noch zu Zuchthengsten machen zu können. Bei Dracula wurde es langsam Zeit. Er hatte sich über die Jahre gut entwickelt. Als er jung war hätte ich ihn auch nicht gekört. Gedanken verloren kratzte ich Dees Hufe aus und striegelte sein Fell, der oft sonst aufmüpfige Hengst stand ruhig und gelassen da. Ob das am Alter liegt oder ist ihm nur zu warm? Croccantino hingegen würde man meiner Meinung nach in jedem Alter kören können, also hatte ich mich entschieden es jetzt zu tun. Vor einem Jahr hatte mir ein Bekannte schon vorgeschlagen ihn an der Hand kören zu lassen. Doch das wollte ich dem damals knapp drei Jährigen nicht zumuten. Er sollte erst seine Ausbildung in Ruhe angehen könne und ein gesundes Selbstbewusst sein entwickeln. Außerdem war so eine Sattelkörung eine bessere Werbung, man sah nicht nur das mögliche Potenzial, sondern direkt die Qualitäten des Pferdes unter dem Sattel. Natürlich alles noch ausbaufähig und auch hier sprach man von Potenzial, aber auf einer ganz anderen Stufe als beim Vorstellen an der Hand, wie ich fand.
      *
      "Ein Jeep kommt!" Ich hatte Croc und Dee schon angebunden, bereit die Hufe gemacht zu bekommen. "Danke! Bestimmt die Hufschmiedin." Einen Moment überlegte ich. "Lars kannst du schonmal die andern Pferde rein bringen? Ich helf dir dann, wenn ich hier fertig bin." "Klar, hatte ich auch schon vor .. mir von dir helfen zu lassen!", er grinste verschmitzt. "Hey!", ich kniff ihn in die Seite. "Ruuuhig! Ruhig Blut Brauner!", neckte er mich. Mit Grimasse schüttelte ich den Kopf und streckte ihm die Zunge raus. Wir beide mussten grinsen. Schnell gab ich ihm noch einen Kuss und er streifte kurz meinen Arm, dann musste ich aber los.
      *
      Müde fiel ich ins Bett. Der heutige Tag war anstrengend gewesen. Wie immer eigentlich. Doch es war mein Traum. Der Hof. Die Pferde. Die Arbeit. Und Lars. Er machte sich grad noch Bettfertig im Badezimmer. Ich war wirklich glücklich. Wie könnte es noch besser werden? Beim Abendessen hatten wir die Pläne für Rois Paddock ausarbeitet. Der Hengst sollte schon seit einiger Zeit eines an seine Box bekommen um 24 Stunden lang seinen Bewegungsdrang ausleben zu können. Materialien hatten wir auch direkt bestellt, wenn alles gut ging konnten wir in einer Woche anfangen. Lars kam ins Bett gekrochen: "Na? Auch so müde wie ich?" Seufzend nickte ich und kuschelte mich an ihn. Glück konnte man wirklich nicht kaufen, man fand es in den Menschen um sich herum. Und den Vierbeinern - pardon - Vierhufern.
      8 Juli 2015
    • Arktiswolf
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      Ailsa konnte ihr Glück kaum fassen.
      Gerade erst war es nun knapp einen Monat her an dem sie ihren Hengst Leitz bekommen hatte. Und da war die Überraschung schon verdammt groß gewesen. Nun aber haben es diese netten Leute von diesem tollem Stall doch wieder geschafft das ihre kleine Welt um ein Stück perfekter geworden war. Graceful Eclipse hieß diese Überraschung und war eine bildschöne Mixstute. Friese und Lusitano, ein Barockpferd. Ailsa fand das Stütchen schon so toll als sie es zum ersten Mal gesehen hatte und durfte sich auch um sie kümmern. Bald schon war sie von ihr kaum noch weg zu bekommmen und zusammen mit ihrem Hengst, war sie ihr ein und alles. Auch wenn sie ihr nicht gehörte. Die Stute kam von einem anderem Hof zu ihnen und hatte keine Mühe sich bei ihnen einzuleben. Grace, wie Ailsa die Stute nannte, hatte ein sanftes und verspieltes Wesen.
      Cassandra und ihren Mitbewohnern des Hofes war diese Verbundenheit der zwei nicht entgangen und erlaubten dem Mädchen sich mit dem Tier zu beschäftigen.
      Nun aber kamen sie eines Tages zu Ailsa und fragten sie, ob sie die Stute nicht als ihr eigen nennen wollte? Zu Beginn könnte sie natürlich erst einmal schauen ob es überhaupt klappt mit zwei Pferden neben der Schule, doch Ailsa war sofort schwer begeistert.
      Natürlich würde es hart werden, aber sie war gerne hier auf der Burg und mochte die Leute hier sehr. Das sie ihr schon anch so kurzer Zeit ein Pferd anvertrauten war einfach wunderbar. Und sie mochte die Stute wie ihr eigenes Pferd Leitz unglaublich gerne. Mit Leitz würde sie ein super Sportpferd haben mit dem sie sich austoben konnte solange es sein Alter und die Gesundheit es zu liesen und Grace hatte noch soviel vor sich und bot viel Potenzial zur klassischen Dressur.
      Aber erst einmal eines nach dem anderen. Noch war Grace nicht einmal eingeritten und steckte noch im Fohlenalter. Über die Zukunft konnte man sich noch viele Gedanken machen wenn es soweit war. Nun aber würde Ailsa sich um Grace kümmern, wie es ein Fohlen verdiente.​
    • Arktiswolf
      Hufschmiedebericht für Graceful Eclipse

      Sonne. Endlich schien nach tagelangem Mistwetter endlich wieder einmal die Sonne. Die warmen Sonnenstrahlen belebten zusehends die Natur und Mensch wie Tier erfreuten sich an dem Herbstwetter.
      Morgennebel stieg von den Feldern Schottlands auf und von weitem reflektierte ein Autofenster die Sonne und es blitzte ab und an auf der Straße auf dem anderem Ufer des Sees.
      Ein blauer Kleinlaster suchte sich rumpelnd einen Weg über die schlecht geteerte Straße. Immer wieder musste der Fahrer vom Gas gehen und einen Schlagloch ausweichen oder einer Pfütze, von der er nicht wusste wie tief sie wirklich war und dann doch lieber umging.

      „Hufschmiede- Tänzelndes Pony“ zierte eine weiße Schrift den Blauen Wagen.
      Patrik Sanders saß am Steuer und versuchte gelassen zu bleiben. Er war neu in der Schmiede von Malte Osswald und hatte seinen Beruf gerade erst frisch ausgelernt. Wobei. Aus lernen tat man ja nie. Aber er war zum ersten Male nun auch allein unterwegs. Und da er eh gerade seine Tante in Schottland besuchen wollte, hatte er sogleich mehrere Aufträge vom Schreibtisch seines Bosses mit genommen. Zwar war dies dann kein richtiger Urlaub mehr, aber er konnte sich dann auch gleich die Gegend ansehen. Das er dann nebenher noch einen Job machte, kam ihm demnach zugute. Zudem ihm Herr Osswald den Trip dann sogar bezahlte. Ganze fünf Wochen würde er bleiben. Genug Zeit seinen Urlaub zu genießen und die Kunden abzufertigen.

      Nun hatte war er gerade auf dem Weg zu seinem ersten Kunden.
      Zwei Pferde würde er da behandeln müssen. Auch gar nichts schweres. Eines sollte neue Hufeisen bekommen und das Andere einen Grund-Check. Das würde ein einfacher Job werden.
      Patrik lenkte den Wagen weiter die Straße entlang bis eine alte Burg in Sicht kam. Patrik überprüfte noch einmal seine Karte. Er war hier richtig. Na, sein Kunde musste ja steinreich sein.
      Als er durch das große Tor der restaurierten Burg fuhr, staunte er wirklich nicht schlecht. Man hatte sich viel Mühe gegeben den alten Stil des Gemäuers zu erhalten und eine Pferdezucht- und Reitanlage daraus gezaubert.
      Nachdem er seinen Wagen geparkt hatte, kam auch schon eine blonde Frau zu ihm und unterhielt sich kurz mit dem Mann. Dann rief sie etwas in den Stall und ein junges Mädchen kam heraus. Es hatte rote Haare und aufgeweckte grüne Augen. Sie sah wirklich niedlich aus.

      „Ailsa. Das hier ist Herr Sanders. Er kommt um sich deine Pferde an zu sehen. Du sagtest doch, das du einen Hufschmied brauchst? Herr Sanders kommt von einem altem Freund von uns, bei dem wir schon seid Jahren unsere Pferde behandeln lassen.“
      „Ja das stimmt,“ sagte Patrik und reichte auch dem Mädchen die Hand welche ihn mit großen Augen ansah. „Nur ich bin noch recht frisch in der Firma aber ich verstehe mein Handwerk,“ zwinkerte er ihr schmunzelnd zu.

      Ailsa nickte und lächelte nun auch. „Ja ich verstehe. Tut mir leid wenn ich etwas verwirrt scheine, ich hatte nur nicht so schnell mit Jemandem gerechnet. Ich muss mich erst noch an alles gewöhnen. Hier sind alle immer so schnell bei der Hand mit dem was sie sagen.“ Ailsa lachte leise und drehte sich schon um. „Ich hole dann erst mal die Kleine.“ rief sie über die Schulter und war verschwunden.

      Es dauerte auch nicht lange und sie kam mit einer jungen Stute wieder aus dem Stall, gerade als Patrik sein Werkzeug vorbereitet hatte.
      Aufmerksam spitzte das hübsche Tier die Ohren und schnaufte etwas aufgeregt. Sie hat schon den einen oder anderen Hufschmied gesehen, drum dürfte es nichts wildes werden.
      Während Ailsa ihre Stute Grace am Strick hielt, machte sich Patrik auch daran die Hufe zu kontrollieren. Sie mussten ein gutes Stück gekürzt werden, was aber nicht schlimm war. Auch die Sohle wurde ein klein wenig beschnitten und der Strahl korrigiert. Aber alles in allem sahen die Hufe Tiptop aus und am Ende eines jeden Hufes wo Patrik gerade bei war, raspelte der Mann alles noch schön sauber und rundete das Horn ab.
      Grace benahm sich tatsächlich vorbildlich. Ailsa wusste bisher nicht wie die Stute sich beim Schmied und Tierarzt verhielt. Und sie war begeistert wie lieb Grace still hielt. Auch wenn sie ihre Ohren bewegte und auch ab und zu den Kopf nach hinten drehte um zu sehen was der Fremde da an ihren Beinen trieb.

      „So. Fertig.“ Patrik richtete sich wieder auf und verstaute seine Feile in eine der Taschen an der Schmiedeschürze.
      „Super. Danke. Dann hole ich den nächsten gleich. Oder?“ Ailsa drehte die Barockstute herum und Patrik nickte. „Japp, ich bereite dafür dann schon mal soweit vor. ES sollte eines beschlagen werden, richtig?“
      Auch Ailsa nickt und brachte Grace nun erst einmal wieder in den Stall. Wenn Leitz fertig war, dann würde sie Beide auf die Weiden bringen.

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    • Arktiswolf
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      Die Kür für die [FS 244] Mixe

      Ailsa war sichtlich nervös. Sie war mit Cassandra und ihrem Team zu den hiesigen Fohlenschau gekommen, an dem diese teilnehmen wollten und hatten einfach über ihren Kopf hinweg bestimmt, das sie mit Grace doch mit machen könnte.
      Ailsa war nicht böse darum. Im Gegenteil, sie freute sich sogar das man ihr das auch zutraute. Das war dann immerhin mehr als sie es selbst tat. An solch einer Veranstaltung hatte sie noch nie zuvor teilgenommen. Wirklich geübt hatten sie auch nicht. Aber Cassandra beruhigte sie. Es wäre im Grunde nichts anderes, als das was die Zwei auch ständig zu Hause taten.Zu Hause war aber nicht hier. Und schon gar nicht vor so vielen Leuten.
      Das rothaarige Mädchen schluckte leicht und strich Grace über den Hals. Die Stute wusste gar nicht wo sie zuerst hin sehen sollte. Auch für sie war alles noch sehr neu und es gab soviel zu entdecken. Ailsa lies sich von ihren Freunden erklären worauf es ankam und sah sich auch die Anderen an, welche vor ihnen dran waren um sich einen gewissen Eindruck zu verschaffen. Es sah doch ganz leicht aus?
      Dann war es auch schon soweit.
      Ihre Teilnehmernummer und Name wurde aufgerufen. Ailsa fasste den Strick fester und atmete noch einmal tief durch, ehe sie mit Grace in die Halle trat.
      Grace ging federnd neben ihr her und beugte den Hals etwas während sie sich eingehend umsah und die Ohren spielen lies. All die neuen Eindrücke prasselten auf das Jungpferd herab und liesen es aufgeregt schnauben. Ailsa fand sich wie auf dem Präsentierteller. So viele fremde Blicke die auf sie gerichtet waren. Neugierig, kritisch, abschätzend und noch viele mehr. Sie versuchte sich nur noch auf die Stute zu konzentrieren und führte diese erst einmal im Schritt durch die Halle.
      Das Mädchen war angetan von dem Vertrauen welches das Pferd in sie hatte. Trotz dieser neuen Erfahrung blieb Grace bei ihr und fing nicht an Theater zu machen, wie Ailsa zuerst befürchtet hatte. Die Schrittrunde lief soweit sauber und Beide hatten Gelegenheit sich an all das zu gewöhnen.
      Das Mädchen führte ihre Stute dann in die Mitte, wo es nun hieß das sich das Tier im Freilauf zeigen sollte. Kaum hatte Ailsa den Panikhaken gelöst, blieb Grace für einen Bruchteil einer Sekunde ganz still stehen.

      Ailsa pfiff leise durch die Zähne und hob ihre Hand mit dem Strick um Grace zu zeigen das sie nun laufen durfte. In diesem Moment gab Grace fast so was wie ein Quieken von sich, machte auf der Hinterhand kehrt und schoss zuerst buckelnd davon. Ein, zwei Bocksprünge gab sie zum Besten ehe sie mit einem schwungvollem Tab an der Bande entlanglief und sich die vielen Menschen dahinter genauer ansah. Den Kopf hoch erhoben, lies sie sich von Ailsa dann auch zu einem gemächlichem Galopp überreden und zeigte recht raumgreifende Sprünge. Nachdem Ailsa ihr Pferd wieder an den Strick gebunden hatte, kamen dann auch die Richter um sich die Stute nun einmal ganz genau anzusehen. Das Mädchen war stolz auf ihr Stütchen und ihre erste Fohlenschau zusammen.

      2983 Zeichen -> Lettercount.com | Text by- Arktiswolf​
    • Arktiswolf
      Tierarztbericht für Grace
      zuvor bei Leitz


      Nach dem großen Warmbluthengst gingen wir nun zu der Box einer kleineren Lady. Zugegeben, wirklich kleiner war Graceful Eclipse gar nicht und sie würde sicherlich auch noch ein gutes Stückchen wachsen, denn sie war erst drei Jahre alt. Auch sie begrüßte uns mit einem neugierigen Blick und schien eine wahre Frohnatur zu sein, denn sie kam sofort an die Boxentür und beschnupperte vor allem mich ausgiebig, denn Ailsa kannte sie bereits. Auch bei ihr bat ich Ailsa, sie einmal im Schritt und einmal im Trab vorzuführen. Grace' Gänge waren rein und taktklar und ich musste zugeben, dass sie wirklich schöne Gänge hatte, weshalb ich aus Neugierde direkt nachhakte, was für eine Rasse sie denn sei.

      Ailsas Antwort bestätigte meine Vermutung, denn Grace war ein Mix aus Friese und Lusitano und sie war ein wirklich idealer Mix geworden. Schöne Farbe, schönes Exterieur und schöne Gänge, Ailsa und ihre Großeltern hatten damit einen wahren Glücksgriff gemacht. Auch während der Untersuchung stellte sich Grace als wirklich lieb heraus. Ailsa band sie mir auch am Putzplatz an und ich begann wie immer mit dem Blick in Augen und Maul. Auch Grace' Schleimhäute sahen wunderbar aus. Ihr Pupillenreflex funktionierte einwandfrei und obwohl sie im Zahnwechsel war, konnte ich mich über ihr Gebiss nicht beklagen.

      Nach diesem ersten Blick ging es nun an das Abhören. Ich begann an ihrer Brust, um Herz und Lunge abzuhören und die Werte zu überprüfen. Grace war etwas aufgeregt, was man an den ganz leicht erhöhten Werten sah, aber ansonsten war alles im besten Bereich. Auch im Darmbereich konnte ich keine ungewohnten Dinge vernehmen. Somit konnte ich direkt zum Temperatur messen übergehen, ehe es dann noch an das Abtasten ging. Erneut begann ich am Genick und ging dann die Wirbelsäule entlang bis zum Schweifansatz. Grace hielt wunderbar still und blieb die ganze Zeit über auch entspannt - ein sehr positives Zeichen.

      Somit war der gesundheitliche Check auch schon beendet und für Grace ging es nun zu den Impfungen. Laut Impfpass musste bei ihr alles erneuert werden. Ich begann mit dem Kombipräparat aus Influenza und Herpes, welches dann auch schon in einem halben Jahr wieder an der Reihe war. Darauf folgte auch schon die Tetanusimpfung, die jährlich aufgefrischt werden musste und zuletzt die wohl fieseste Impfung von allen: Tollwut. "Aber zum Glück ist die nur alle zwei Jahre an der Reihe", meinte ich lachend zu Ailsa, die direkt mit einstimmte.

      So war Grace fast fertig, sie erhielt auch noch ihre Wurmkur, die ich ihr in den Maulspalt spritzte und sie so zum Schlucken zwang und dann wurde sie überschwänglich gelobt und betüddelt. Diesen Tierarztbesuch hatte sie wirklich wunderbar mitgemacht, eine feine Jungstute war sie. Auch von mir gab es noch eine kleine Belohnung, so dass ich in positiver Erinnerung blieb, ehe ich mich dann auch schon von Ailsa verabschiedete und mich allmählich auf den Heimweg machte.
    • Eddi
      „Cassandra?“, tönte eine neugierige Stimme durch den Stall. Es war erst kurz nach sieben, doch im Stall herrschte schon reger Betrieb, immerhin wollten unsere liebsten Vierbeiner versorgt werden. „Cassandra! Du solltest mich doch wachmachen, ich wollte dir so gerne helfen!“, jammerte Ailsa vorwurfsvoll. Das rothaarige Mädchen stand in der Tür der Futterkammer und hatte die Hände in die Hüfte gestemmt.
      „Ich dachte, wenigstens sonntags solltest du ausschlafen dürfen! Die morgendlichen Arbeiten schaffen Justin und ich auch alleine“, meinte ich lachend, reichte Ailsa aber bereits zwei Futtereimer, denn von der Arbeit würde ich sie sowieso nicht abhalten können. Insgeheim hoffte ich noch immer, dass sie sich für die Ausbildung zur Pferdewirtin entschied, denn sie war wie geschaffen dafür, doch bisher hatte sie uns noch keine Antwort gegeben, was ich auch durchaus verstehen konnte, denn es war eine schwerwiegende Entscheidung.
      Zusammen fütterten wir die Pferde und sammelten dann alle leeren Eimer wieder ein, um sie abzuwaschen und wieder in die Futterkammer zu bringen. Dann stand auch Justin schon im Stall, wenn auch sehr unausgeschlafen und gähnend. Zu dritt waren die Pferde dann auch schnell auf die Weiden gebracht und schon hatten wir gar nicht mehr viel zu tun, es mussten nur noch die Boxen gemistet werden.
      Auch das ging wirklich fix, wenn man so viele fleißige, helfende Hände hatte. Ich war Ailsas Großeltern dankbar darüber, dass sie ihre Enkelin nach Schottland gebracht hatten, es schien so, als gehöre sie schon immer mit zur Burg.
      Nachdem alle Stallarbeiten verrichtet waren, ging es erst einmal zum Frühstück. Es war immer schön, als kleine Runde am Tisch zu sitzen und während des Essens grob den Tag zu planen. Da Wochenende war, war Ailsa auch den kompletten Tag über da und würde überall helfen wollen. Ich sagte da natürlich nicht nein, sondern hatte sie auch schon eingeplant.
      Unser Tag begann deshalb mit einem Ausritt mit Phex und dem neusten Hengst Fürst van Maximilian. Da Ailsa und Phex wirklich toll harmonierten, stand es gar nicht zur Debatte, wen sie bekam. Ich hingegen würde mich unserem Neuzugang widmen. Maximilian war an sich ein freundlicher und ruhiger Hengst, deshalb machte ich mir gar nicht so viele Sorgen.
      Gemeinsam holten wir die Hengste von der Weide, um sie dann im Stall zu putzen. Gut eine halbe Stunde waren wir dann bereit. Ich hatte mir bereits gestern Abend eine neue Strecke zurechtgelegt, welche ich heute gerne probieren wollte, den Hengsten würde sie sicherlich Spaß machen.
      Doch des ab und an durchwachsenen Wetters gingen wir regelmäßig mit den Pferden ins Gelände. Es war wichtig für die Jungspunde, damit sie genügend Abwechslung und Bewegung erhielten. Das Resultat waren, selbst im Winter, arbeitswillige und ausgeglichene Pferde und das galt auch für Phex und Maximilian.
      Mit Ailsa konnte man schön ausreiten. Sie unterhielt sich gerne, hatte aber auch nichts gegen ein angenehmes Schweigen, während man die Natur genoss. Ab und an beobachtete ich das Pferdepaar neben mir und war mehr als zufrieden mit dem, was ich sah. Ailsa war eine kluge und einfühlsame Reiterin, genau richtig für Phex.
      Der Ausritt war dementsprechend sehr entspannt und lief nach Plan ab. Die Hengste hatten genügend Bewegung gehabt, aber durch unsere lange Schrittphase am Ende waren sie auch schon wieder so gut wie trocken, als wir die Burg erreichten. So mussten sie nur noch abgesattelt und abgebürstet werden, ehe sie zurück auf die Weide durften.
      „Wie kommst du eigentlich mit Grace voran?“, fragte ich Ailsa neugierig, während wir das Sattelzeug säuberten und es dann wieder ordnungsgemäß verstauten. Die junge Barockstute namens Graceful Eclipse gehörte seit Ende Dezember offiziell Ailsa und bisher machte sie ihre Arbeit mit der Dreijährigen mehr als gut.
      „Wir machen viel Bodenarbeit und Spaziergänge. Grace macht das Spaß und sie blüht richtig auf!“, erzählte sie begeistert. Ich bot ihr an, heute bei unserem Hängertraining teilzunehmen. Dies sollte vor allem für unsere kleine Pashmina sein, aber Grace würde eine kleine Auffrischung sicherlich auch nicht schaden und so verabredeten wir uns kurz nach Mittag in der Halle.
      Dort erwartete mich dann auch direkt eine etwas aufgeregte Ailsa. Man merkte, dass sie ab und an noch unsicher in dem war, was sie tat, doch ich versuchte sie bestmöglich zu motivieren und zu untersützen, denn sie machte alles richtig.
      Sie hatte Grace schon mit ein paar Bodenarbeitsübungen aufgeweckt, so dass wir direkt loslegen konnten. Justin hatte uns den Hänger in die Halle gefahren und die beiden jungen Stuten durften sich das seltsame Gefährt nun erst einmal in aller Ruhe von außen ansehen und es auch beschnuppern.
      Pashmina schien gar keine Angst vor dem großen Ungeheuer zu haben und auch Grace blieb vollkommen entspannt. „Oh, ich glaube das wird heute eine kurze Lehrstunde“, meinte ich lachend und reichte Ailsa meinen Führstrick, damit ich in Ruhe die Laderampe herunterlassen konnte.
      Anfangs waren die Stuten beim Anblick des großen schwarzen Lochs ein wenig unsicher, aber ein Justin mit Möhrchen in der Hand ermutigte sie schnell, die ersten Schritte in den Hänger zu machen. Grace machte dabei den Anfang und schneller als gedacht stand die Stute im Hänger und schien zufrieden. Auch das Ausladen klappte wunderbar.
      Nun war Pashmina an der Reihe und auch sie erledigte ihre Aufgabe wunderbar, lächelnd lobte ich sie ausgiebig. Jede Stute stieg noch dreimal ein und wieder aus und dann beendeten wir das Training auch schon. Beide bekamen zur Belohnung noch ein paar Möhren und dann ging es für sie zurück auf die Weiden.
      Da ich Ailsa vor einiger Zeit angeboten hatte, sie ab und an auch ein wenig zu trainieren, war sie kurz darauf damit beschäftigt, Leitz zu putzen und zu satteln, während ich in der Halle einen einfachen Springparcours aufbaute.
      Nachdem das Reiterpaar ordentlich aufgewärmt war, machten wir zuerst ein paar Koordinationsübungen mit Trabstangen und Cavaletti, ehe es wirklich an den Parcours ging. Heute arbeiteten wir vor allem an Ailsas Haltung und Einwirkung. Es waren vor allem Feinheiten, denn das rothaarige Mädchen machte sich mehr als gut.
      Das Training verlief einwandfrei und beide waren danach sichtlich verschwitzt und müde, also hatte ich meine Aufgabe als Trainerin gut erfüllt. Ailsa ritt Leitz noch trocken und ich musste ihre Großeltern für die Wahl des Pferdes loben, die beiden passten wie die Faust aufs Auge.
      „Ich wollte nachher noch einmal in die Stadt fahren, wenn du magst, nehme ich dich mit!“, bot ich Ailsa an, als ich sie im Stall noch einmal traf, nachdem sie Leitz zurück auf die Weide gebracht hatte. Begeistert stimmte sie zu, sie war genauso gerne in den Reiterläden unterwegs wie ich. „Gut, 16 Uhr mach ich los, sei dann einfach auf dem Hof“, gab ich ihr noch lächelnd Bescheid, ehe ich meinen Weg ins Büro antrat.
      Arktiswolf gefällt das.
    • Arktiswolf
      Liebes Tagebuch
      Oftmals frage ich mich ja "Worauf hast du dich da nur eingelassen?"
      Jeden Morgen stehe ich schlaftrunken auf, wackel in das Badezimmer und mache mich Stallfertig. Denn vor der schule kommt das Füttern meiner fünf Pferde.
      Ja Fünf... Cassandra hat mir alle Vierbeiner um die ich mich erst einmel "kümmern" sollte, einfach so überschrieben. Nunja. Zwei davon gehörten eh schon mir und die Anderen konnte man fast genauso gut dazu zählen da ich die Einzige war die sich um sie kümmern durfte.
      Inzwischen habe ich auch meine Ausbildung zur Pferdefachwirtin begonnen. ich hätte nie gedacht das mein Hobby einmal zum Beruf wird. Jeden Tag Pferde. Von Morgends bis Abends. Die Tage werden dadurch zwar länger und die Nächte kürzer, mein Konto hungert oft an der grenze zur Leere, aber wenn ich in den Stall komme, ist es alles wie weggeblasen wenn ich in die Augen meiner Lieblinge schauen darf.

      Pashmina ist eine richtig freche Göre. Aber ich kann ihr kaum böse sein. Sie ist noch die Kleinste in meiner kleinen Pferdefamilie. Das Nesthäckchen. Viel kann ich mit ihr noch nicht machen aber das was geht, da bin ich ganz zufrieden mit. Die hufe gibt sie schon ohne zu murren und putzen ist auch kein Problem. Nur was sie so irgendwie nicht leiden kann ist das Halfter und das Führen. aber auch da sind wir auf den guten Weg. Sie hat ja noch Zeit und bis es mehr Arbeit mit oihr wird, kuschel ich einfach so lange wir möglich mit ihr und genieße ihre Gesellschaft auf der Weide. naja. Eigendlich ist es umgekehrt. Sie ist auf der Weide und ich... ach egal. Ich liebe die kleine Diva.

      Craceful Eclipse macht sich hervorragend. Sie ist so süß und unheimlich anhänglich. Sie lernt schnell und doch muss ich aufpassen sie nicht zu überfordern. Ihre Grundausbildung ist so gut wie abgeschlossen und bald darf sie sich an die nächsten Schritte gewöhnen. Sattel und de Zaum. Ich kann es kaum erwarten und habe ein gutes Gefühl bei ihr.
      Wenn ich sie putze und danach bewege ist es fast das sie es kaum abwarten kann auf den Trainingsplatz zu kommen. aber sie hat auch ihre zickigen Tage. Aber wer hat es nicht? Dann wird einmal zurück gezickt und halt mal nicht so viel gemacht.
      Aber immer wenn ich sie sehe komme ich ins Schwärmen. aus ihr wird bestimmt ein tolles Stütchen. Aber auch das sagt wohl Jeder von seinem "Baby" oder?

      Phex mausert sich von Tag zu Tag. Ein Energiebündel ohne Gleichen. Das fängt schon beim herausholen aus der Box und beim holen zum Training an. er scheint es kaum erwarten zu können etwas zu machen und geht mir manchesmal doch ein wenig auf die Nerven. Aber er meint es nie böse und das bekommt man wohl auch nie weg. Dafür ist er sehr händelbar und wenn man weiß wie er tickt ist das Ganze gar nicht mehr so schlimm. Viele die uns nicht kennen schimpfen immer was für ein ungezogenes Pferd er doch ist. So hektisch, hibbelig und undiszipliniert. Aber wenn wir ihnen zeigen was wir auf dem Distanzfeld drauf haben, dann stehen die Münder offen: Denn da ist Phex ein wahrer Gott. Er weiß genau was ich von ihm will und macht fast alles schon alleine. danach ist er das braveste Pferd was man sich wünschen kann und die Leute halten sich mit ihren Äußerungen zurück. Tja. Nicht jeder ist perfekt aber solange man weiß wie es läuft ist alles gut. ich arbeite gerne mit meinem grauen Ungetüm. Wir haben und prima aneinander gewöhnt und wenn Phex ein Mensch äwre, wäre er wohl mein bester Freund. Vielleicht würde ich ihn sogar heiraten?.. nein das geht mir dann doch zu weit.. Komische Gedanken wenn man spät Abends in sein Tagebuch schreibt.

      Fürst van Maximilian ist da doch ganz anders. Das krasse Gegenteil vom feurigem Phex. Aber das finde ich das Gute fdaran. Wenn man seine Pferde kennt dann kann man die Reihenfolge in der man sich um sie kümmert so einteilen, das man zum einen etwas hat um sich aus zu Powern aber es danach doch ganz gemütlich angehen kann. Max ist so ein Kandidat. Er kann zwar auch anderes aber er hält dann doch eher die Waage.
      Auch mit ihm arbeite ich sehr gerne. Hier kann ich meine kreative Ader ausleben und mich selbst auch besser kennen lernen. Im Dressurviereck ist es dann doch mal wieder ganz was Anderes als auf dem Feld. Diszipiln und Ordnung in ganz anderen Maßstäben.
      wenn ich mir mAx vornehme ist es wie eine andere Welt. Vorallem wenn es nach Phex passiert. Alles wirkt ein wenig langsamer. Ich kann es schwer in Worte fassen aber es ist komischerweise ein gutes aber auch ein lustiges Gefühl und machnmal gar nicht so leich selbst herunter zu kommen.
      Soll aber nicht heißen das Max zum einschlafen ist. Denn er kann auch anderes und ist nicht ganz ohne wenn er seine fünf Minuten hat. Also ist trotzallem immer Vorsicht geboten und ich kleines Mädchen muss stehts wachsam sein. Aber das muss man ja eh.

      Leitz ist dahingegen wirklich mein Ruhepol. Mit ihm gehe ich nur noch kleine Tuniere und ansonsten dümpeln wir als Freizeitreiter durch das Gelände. Wenn ich merke das ihm etwas zu fehlen scheint, dann gehe ich mit dem altem Herren wirklich auch mal auf den Platz aber ansonsten halte ich es für besser ihm langsam seinen Lebendsabend zu gönnen. Er ist das erste Pferd das ich bekommen habe und ich liebe ihn. Dennoch muss ich mir immer wieder vor Augen halten das er nicht mehr der Jüngste ist und es bald heißt Abschied zu nehmen. Er ist ein wundervoller Kamerad und so lieb. Ich werde ihn vermissen wenn er eines Tages über die Regenbogenbrücke geht.
      Aber im Moment ist er noch weit davon entfernt. Er genießt seine Tage als Opa und ist immernoch fit wie ein junges Fohlen. Ziemlich lustig wenn er das dann auch mal zeigt und versucht mit den Jungspunden auf der Wiese mit zu halten. Aber er schaffte es auch denen zu zeigen was ein alter Mann noch so drauf hat.
      Ich habe ihn gerne um mic und tütel mit ihm rum.

      Im großen und Ganzen kann ich sagen, dass ich für mich das große Los gezogen habe. Ich bin von meinen Großeltern in die Burg zu Dante, Cassandra und ihren Leuten gezogen und lebe nun dort. Oft reite ich rüber zumeinen Großeltern und gehe sie natürlich besuchen. ich hab sie unheimlich lieb und ich verdanke ihnen so viel. Manchmal vermisse ich meine Eltern ganz schön, aber ich sage mir immer das sie dennoch bei mir sind. Das hilft dann ein wenig. Und ich strenge mich an damit sie stolz auf mich sein können wenn sie noch hier wären.
      Das Leben auf der Burg ist was schönes und etwas was ich mir nie ertäumt hätte. Ich möchte das auch nicht mehr missen. Schottland ist ein so schönes Land. Die Leute sind unheimlich nett. Die Landschaft ist traumhaft auf jede erdenkliche Weise. Und was kann es schöneres geben als das alles direkt vor dem Fenster zu haben?

      Nun mein Tagebuch wird es aber höchste Zeit für mich. der Wecker klingelt früh und ein weiterer aufregender Tag erwartet mich.
      Bis zum nächsten Mal....
    • Arktiswolf
      Tagebucheintrag
      Warme Schockolade, eine dicke Decke und ein Kamin in dem ein gemütliches, warmes Feuer knistert. Was will man an einem Winterabend in den Highlands mehr.
      Meine Arbeit auf dem Hof ist beendet und ich bin frisch geduscht und sitze nun hier in menem großem Sessel und lasse den Tag Revue passieren.
      Es ist schon wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht. Knapp über einem Jahr lebe ich schon in meiner neuen Heimat und bin umgeben von dem was mir am Herzen liegt.
      Oftmals muss ich noch an Ma und Pa denken. Aber es ist schon gar nicht mehr so schlimm wie vor einem Jahr. Ich vermisse sie oft, aber ich tue es nun mit einem weniger schmerzhaftem Gefühl. Das Leben geht weiter und sie hätten nicht gewollt das ich mich daran zugrunde gehen lasse.
      Viel haben mir Casandra und ihre Leute hier geholfen. Sie sind wirklich nett und ich denke ich kann sagen, dass sie soetwas wie meine Familie sind. Genau wie meine vierbeinigen Schätze unten im Stall.

      Pashmina
      hat sich richtig gemausert. Zwischendurch ist sie zwar immernoch etwas frech aber mit Begeisterung wächst sie an den kleinen Aufgaben die ich mit ihr mache.
      Sogar das Führen klappt nun sehr gut. Wenn man bedenkt wie sie sich vor einiger Zeit noch dagegen gewehrt hat, hat sie sich ganz schön gemacht. Sogar spazieren gehen wir mittlerweile. Oftmals nehme ich mir die Zeit und gehe mit ihr runter an das Ufer des Loch Awe. Von da aus hat man einen wunderschönen Anblick auf Kilchurn Castle wo ich leben darf. Ich liebe den Anblick der alten Burgmauern und am See ist es so wunderbar ruhig. Ich glaube auch das Pashmina es in vollen Zügen genießt. Ich habe statt einem Führstrick immer eine Longe dabei an der ich sie grasen lasse. So wie sie sich dort benimmt, glaube ich das der Strick gar nicht nötig ist. Sie macht nie Anstalten davon zu laufen. Bleibt immer in meiner Nähe und erschrickt auch kaum wenn mal ein Wasservogel auffliegt. Gerade in den Morgenstunden wenn der Nebel über das Wasser zieht hat das Ganze etwas magisches. Ich bin nicht wirklich Abergläubisch wie meine Großeltern oder Vorfahren, aber manchmal kommt es mir vor als wäre an den Erzählungen in den schottischen Legenden was wahres drann.

      Craceful Eclipse
      ist ein Engel. mein Herz schmilzt jedesmal dahin wen ich mit ihr arbeite. Ich muss sagen das ich mir wirklich viel Zeit nehme wenn ich mich mit ihr beschäftige. Sie arbeitet wunderbar mit und saugt alles Neue förmlich in sich auf. Ich hatte es sogar mal gewagt ihr probehalber einen Sattel aufzulegen. Einen leichten den wir immer zum anreiten von Jungpferden nehmen damit sie sich an das Gefühl gewöhnen da da etwas auf ihrem Rücken liegt. Zunächst blieb sie stocksteif stehen und ich werde ihren Blick nie vergessen. Man sah ihr deutlich an das sie in dem Augenblick schlichtweg überfordert war. Ich hatte sie dann gelobt und das fremde Ding von ihrem Rücken genommen.
      beim zweiten Mal an einem anderem Tag, zeigte sie zu Beginn genau die selbe Reaktion. Doch das legte sich langsam und ist sogar ein paar Schritte mit mir gegangen. So ganz geheuer war es ihr aber doch nicht, da sie versucht hat sich irgendwie unter dem Gewicht wegzuducken. Das sah schon ein wenig komisch aus. Wir lassen ihr immer etwas Zeit zwischen den Tagen. Demnächst probieren wir es noch einmal um sie nach und nach daran zu gewöhnen. Einreiten wird sie dann aber wohl Jemand anderes, hatte Casandra gesagt. Nicht das sie es mir nicht zutrauen würde, aber sie haben das schon immer von Anderen machen lassen. Ich werde aber auf jeden Fall dabei sein. Das lasse ich mir nicht nehmen.

      Phex
      ist eine wahre Sportskanone und kaum klein zu kriegen. Ich weiß nicht wo er die Energie hernimmt. Ich glaube die schottische Luft tut ihm nicht gut oder seine Vorfahren stammen von Kobolden ab. Aber ich bin sehr stolz auf ihn. Bzw uns. In der letzten Zeit hat er sich wirklich gut gemacht und man merkt das er richtig viel Spaß an seinem Leben hat. wir haben zwar auch mal unsere Tage wo wir uns nicht einig werden, aber ich vergleiche das oft mit kleinen Streitigkeiten unter Freunden. Sie halten nie lange an und man vergibt einander. Einmal ist er wirklich krank geworden. Hatte auf der Weide etwas gefressen was ihm nicht wirklich bekommen ist. Dabei gehen wir regelmäßig die Weiden ab um etwaige giftige Pflanzen auszureißen. Keinen blassen Schimmer wie das passiert ist. ich weiß nur noch wie krank vor Sorge ich war. Auch wenn es nur eine leichte Kolik war die er gut weg gesteckt hatte. Ich habe auf jeden Fall bei ihm in der Box übernachtet bis er wieder auf den Beinen war und gesund.
      Cassandra und Dante meinten das ich mir viel zu viele Sorgen mache. Aber ich glaube ich kann nicht anders. Ich habe inzwischen Erfahrung wie es ist etwas zu verlieren was einem wichtig ist. Ich glaube ich werde immer etwas überempfindlich sein was das angeht. Aber zum Glück ist nix weiter passiert und es ist ja nun auch schon etwas länger her.
      Inzwischen ist Phex wieder ganz der Alte und ein Energiebündel nach wie vor.

      Fürst van Maximilian
      hat nach wie vor die Ruhe weg abgesehen von den kleineren Spinnereien zwischendurch. Aber die bekomme ich mitlerweile gut in den Griff. Ab und an gehen wir kleine Tuniere mit. Weniger mit Erfolg aber das macht mir nichts. Ich kann zwar auch sehr ergeizig sein und habe auch Kampfgeist aber nein... Wenn ich mich von vornherein darauf einstelle es einfach ruhig anzugehen dann macht mir ein letzter Platz auch nichts. Und trotzallem macht es Max sogar Spaß. Ich glaube er liebt es all die anderen, fremden Pferde um sich zu haben. Die fremde Umgebung sich anzusehen oder die andere Luft einzuatmen. Ich weiß nicht genau was ich davon halten soll aber es ist so. Auf auswärtigen Plätzen ist er so anders das ich es nicht genau erklären kann. Auch als würde er das Puplikum lieben. Auch wenn es sich nicht wirklich für ihn interessiert.
      Max kann zwischendurch recht hibbelig sein. Vorallem dann wenn er eigendlich gerade was ganz anderes tun will als ich. Wenn ich nach links will und er aber lieber nach rechts, kommt es schon mal vor das wir den einen oder anderen K(r)ampf miteinander haben. Scherzeshalber wird schon gemunkelt das er in Wahrheit eine zickige Stute ist die wiedermal ihre Rosse hat. Manchmal könnte ich dem zustimmen. Er kann wirklich sehr zickig sein wenn er seinen Sturkopf durchsetzen will. Keine Ahnung was ihn dann dazu treibt aber es sieht nie bösartig aus. eher wie ein kleines Kind das seinen willen nicht bekommt. Im Nachhinein schon ein wenig zum schmunzeln.

      Leitz
      ist nahezu im Ruhestand. Tuniere läuft er noch wie ein Profi aber ich mache es auch nur der Abwechslung wegen und auch nur soweit wie ich es ihm zumuten kann. Und er macht es gerne. Ein Profi halt der es genießt auch mal rauszukommen unter andere Pferde.
      Ansonsten unternehmen wir ausgedehnte Auflüge in die weiten Schottlands. Die liebt er genau wie ich. Wenn es passt dann machen wir sogar zwei bis drei Tagesausflüge. zwar nicht immer alleine aber wenn genieße ich die Ruhe. Nur das Pferd und ich und die wunderschöne Natur. Es gibt soviel ws ich über Schottland noch nicht weiß, aber wenn ich draußen bin fühle ich mich so als wäre es nie anders gewesen das ich hier hin gehöre. Es mag kitschig klingen. Aber ich glaube daran das an den ganzen Legenden was wahres drann ist. Wenn man da draußen unterwegs ist kann man nicht anders als so zu denken. Es ist einfach überall um einen herum.
      Ich bin mir auch sicher das die Pferde das spüren.
      Nicht nur Leitz ist draußen irgendwie anders. es ist, als ob die Tiere von einer tiefen Ruhe erfüllt werden. Zumindest kommt es mir oft so vor.
      Meine Großeltern würden da sofort zustimmen. Aber ich behalte das lieber für mich. Andere leute könnten vielleicht denken ich wäre nicht ganz richtig im Oberstübchen.
      Mit Opa Leitz kann ich darüber reden. Er schnaubt dann nur und wirkt zufrieden. Das ist mir das wichtigste und ich liebe es.
      Der Holsteiner war das erste Pferd was ich bekommen habe. Und ich liebe ihn und seine Art. Er ist irgendwie, wie wirklich so ein alter Mann der einem lächelnd zu hört und zwischendurch verständnissvoll mit dem Kopf nickt während man ihm etwas erzählt. Und das kann noch so ein Blödsinn sein, es interessiert ihn nicht sondern hört einfach nur zu und man fühlt sich auf Anhieb geborgen.

      Wenn ich das hier so lese merke ich wie ich wieder ganz sentimental werde. Und was ich noch im Ganzem sehe ist, das ich meine Pferde liebe und alle auf dem Hof hier. ich bin zufrieden mit dem was ich habe. Und ich bin gespannt was auf mich zukommen wird.
    • Arktiswolf
      Heute hatte ich nicht so viel Zeit um mich um meine Pflegekinder zu kümmern.
      Im Moment muss ich sehr viel lernen und habe schon ein schlechtes Gewissen das meine Lieblinge zu kurz kommen könnten. Aber die Leute um mich herum sind so nett und hilfbereit das ich mir keine Sorgen machen brauche.
      Heute am Sonntag habe ich mir mal von all der Arbeit um mich herum frei genommen um wenigstens ein wenig bei meinen Pferden sein zu können. zum glück sieht es bald wieder anders aus... Das hoffe ich zumindest.
      Leitz geht es nach seiner Erkältung einigermaßen besser. Aber immerhin ist er aus dem gröbstem schon raus. Aber ich habe denoch ein kritisches Auge auf den alten Mann. Er ist halt nicht mehr der Jüngste.
      Darum habe ich ihn heute nur auf der Weide besucht und ihn ausgiebig betütelt und ich denke es hat ihm sehr gefallen.
      Fürst van Maximilian kam ebenfalls gleich vorbei um mich zu begrüßen und durfte ein paar von den Möhren abbekommen die ich Leitz mitgebracht hatte. Und wo er schon einmal da war habe ich ihn auch gleich mit den mitgebrachten Bürsten gestriegelt und verhätschelt.

      Anschließend stattete ich meinem grauem Ungetüm Phex einen Besuch ab. Doch der Unhold hatte nur Augen für die neuen Stuten auf der gegenüberliegenden Weide. Also begnügte ich mich damit ihm eine Weile zu zusehen wie er sich da aufplusterte und auch mal seine eleganten Gänge vorführte... Angeber. Aber es war schön zu sehen das es ihm gut ging. Erst als ich ging hörte ich von hinten galoppierende Hufe die immer näher kamen. Der Herr hatte mich also doch wahrgenommen und fragte sich nun bestimmt wohin ich doch nun wieder gehen wollte. Es hatte den Anschein als wollte er dann doch mitgenommen werden um etwas zu unternehmen.
      nach einigem hin und her in meinem Kopf, entschied ich mich mit ihm wenigstens einen kleinen Ausritt zu unternehmen. Und diese Entscheidung bereute ich keinesfalls.

      Danach ging ich zu meinen beiden Mädels Pashmina und Graceful Eclipse die sich in letzter Zeit wahrlich gemacht hatten.
      Pashmina entwickelte sich zu einer wahren Augenweide, denn ihr Fell wurde langsam immer heller und zeigte schon deutlich was für ein prächtiger Schimmel das kleine Berberstütchen werden würde.
      Graceful war auch schon eine richtige Dame geworden und konnte es kaum abwarten sie bald selbst mal zu reiten. im Moment übernahm das noch ein Bereiter da ich keine Zeit hatte. wieder so ein Punkt der mich selbst nervte. Aber da konnte man jetzt auch nichts drann ändern.
      Ich nahm die Beiden gleich mit zusammen in die Halle und lies sie ein wenig laufen damit sie sich mal richtig bewegten und nicht nur steif auf der Weide standen. Danch durften die beiden Stuten sich bei einer ausgedehnten Pflegeeinheit meinerseits entspannen und verwöhnen lassen.

      Als letztes fuhr ich mit dem wagen zum benachbartem Ort der ein paar Kilometer weiter von der Burg entfernt lag um mir Exciting Force anzusehen. da wir ja schon seit seiner Ankunft festgestellt hatten das er nicht bleiben konnte da keine Möglichkeiten für ein Vollblut seiner Art gegeben waren, hatten wir ihn zu einem befreundeten Stall gestellt der über eine kleine Rennbahn verfügte. Dort konnte Exciting Force seine Bestimmung finden.
      Normalerweise fuhr ich immer hin um mit ihm zu trainieren aber mit der Zeit merkte ich das ich nicht für den Rennsport gemacht war. Also übernahm dies ein Profi und ich durfte mich anderweitig um den hübschen Hengst kümmern. Es machte auch einfach zu viel Spaß zu sehen wie der junge Kerl sich entwickelte und er schien Freude am laufen zu haben.
      Heute hatte auch er seinen freien Tag also begnügte ich mich damit mit ihm eine Runde spazieren zu gehen und mich so mit ihm zu beschäftigen. Auch wenn ich ihn nicht ritt so hatte ich doch das Bedürfniss mich wenigstens so um ihn zu kümmern. Ich fand ihn schon bei seiner Ankunft einfach toll. Aber ich wusste das es nicht immer so bleiben würde. Nur zum betüteln konnte ich nicht einfach raus fahren.
      als es langsam Abend wurde verabschiedete ich mich von ihm und fuhr dann auch nach Hause.
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  • Album:
    Pferde Archiv - KEINE Weide!
    Hochgeladen von:
    Arktiswolf
    Datum:
    28 Dez. 2015
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  • Name: Graceful Eclipse
    Grace
    Geboren: 13.12.2012
    (3 Joelle Jahre)
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    Von [​IMG] Pichon

    Aus der [​IMG] Amalia
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    Rasse: Barock pferd (Friese x Lusitano
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Rappe mit großen Abzeichen
    Gencode EE aa
    Stockmaß: Endmaß ~ 164 cm

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    Beschreibung:
    Charakter anhänglich, sanftmütig, verspielt

    Grace ist ein wahre Frohnatur. Sie ist ein sehr freundliches und zutrauliches Jungpferd. Neugierig erkundet sie ihre Umwelt und spielt am liebsten den ganzen Tag mit jedem und allen. Grace ist nicht sehr schreckhaft und geht auf alles zu um es zu erkunden und zu untersuchen, was sie aber auch in gefärliche Situationen bringen kann, da ihr die Gefahr nicht bewusst ist. Diese sollte sie noch lernen einzuschätzen, da sie nicht immer so behütet werden kann wie die erste Zeit ihres Lebens. Auch kuschelt Grace unglaublich gerne und ist für ihr junges Alter schon sehr ruhig und ausgeglichen.

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    Ersteller: Kira
    Besitzer: Arktiswolf
    Vorbesitzer: Kira
    Vorkaufsrecht: Kira​

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    (E,A,L,M,S,S*,S**,S***)
    Dressur E -- Fahren E

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    Tuniere

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    Schleifen

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    Gekrönt: nein

    Nachkommen
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    --

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    Zubehör:
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    Bewegung+Bild ©by Ally

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